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Das ist die LIFE HACKZ Show auf dem DNX Podcast zu den Themen Digitale Nomaden, Produktivität, Persönlichkeitsentwicklung, Lifestyle Design, Lifehacking, ortsunabhängiges Arbeiten, Sport, gesunde Ernährung und geistige Fitness.
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Interview mit Bastian Barami von Officeflucht

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mit Bastian Barami, dem Betreiber der Website Officeflucht. Und Bastian ist ziemlich fit im Thema Amazon Selling, Private Label Selling on Amazon und Grund genug, ihn für den LIFE HACKZ Podcast zu schnappen und auf den Zahn zu fühlen. Hinzu kommt: Er ist noch ein richtig cooler, netter, smarter, junger Typ, den ich sehr gerne mag. Check it out! Viel Spaß mit dem Interviwe mit Bastian Barami! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. In dieser Folge lernst du:

  1. Dass man gar nicht mega technisch versiert sein muss, um Digitaler Nomade werden zu können.
  2. Wieso Online-Handel mit Amazon FBA nicht schief gehen kann, wenn man es schlau angeht.
  3. Wie es möglich ist, von 0 auf 100 durchzustarten.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

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SHOWNOTES

Officeflucht

Entrepreneurship Summit  

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr 38! Yo Leute, herzlich Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mit Bastian Barami, dem Betreiber der Website Officeflucht. Und Bastian ist ziemlich fit im Thema Amazon Selling, Private Label Selling on Amazon und Grund genug, ihn für den LIFE HACKZ Podcast zu schnappen und auf den Zahn zu fühlen. Hinzu kommt: Er ist noch ein richtig cooler, netter, smarter, junger Typ, den ich sehr gerne mag. Check it out! Viel Spaß mit dem Interviwe mit Bastian Barami! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. Marcus: Jo Basti, cool dass Du am Start bist beim LIFE HACKZ Podcast! Bist Du ready? Bastian: Ich bin ready, danke für die Einladung, Mann! Marcus: Cool! Wo bist Du gerade und warum bist Du da, was machst Du da? Bastian: Ich bin gerade auf Gran Canaria. Wir veranstalten hier auch eine kleine Workation. Du weißt ja selbst von der Nomaden Cruise, wo Du selbst mitarbeitest - da sehen wir uns dann ja nächste Woche bzw. in etwas über 10 Tagen - und wir haben uns überlegt, dass wir so eine kleine Workation vorab starten, bei denen dann auch ein paar Leute am Start, die dieses Jahr auch mit auf’s Schiff gehen. Ich sitze jetzt hier in Las Palmas in unserer kleinen Butze und schaue mal, wie die Leute alle drauf sind, die jetzt noch ankommen. Ich bin jetzt der erste der da ist und morgen kommen ein paar und Sonntag kommt dann final der Rest der Truppe. Neun Leute sind wir. Marcus: Wow. Bastian: Und ja, das wird bestimmt eine coole Sache! Marcus: Ja, klingt echt gut, zumal Du ja glaube ich auch vor nicht allzu langer Zeit auch schon auf ner anderen Workation gewesen bist. Also, Du selber bist jetzt auch schon ganz schön viel unterwegs als Digitaler Nomade, wie ich das so mitkriege ne? Bastian: Ja schon. Das hat sich echt verdammt schnell entwickelt. Also auf der letzten Workation war ich selber noch als Teilnehmer dabei. Das war vom Sebastian Kuehn ne veranstaltete Workation auf Bali. Das war auch ne super, super, super geile Zeit. Einen Monat waren wir da und da hat man dann einfach echt Blut geleckt. Und jetzt haben wir eben entschieden, das Ganze nochmal ein bisschen auszubauen und das auch öfter zu veranstalten. Im März starten wir auch noch eine weitere Workation und der Sebastian selber macht auch, ohne dass ich jetzt bei jeder dabei bin, auch einige noch im kommenden Jahr. Das ist halt schon ein ziemlich cooles Modell, bei dem die Leute eben auch, die vielleicht nicht ortsunabhängig arbeiten, so ein bisschen reinschnuppern können in den Lifestyle. Das ist schon eine coole Sache. Marcus: Ja, also ich finde es auch cool, wenn man so ein Soft-Landing hat und nicht irgendwie alleine losziehen muss und dann krass irgendwo ankommt, überhaupt keinen Plan hat, wie man an seine Prepaid Sim-Karte hat, wo man arbeiten geht, wo man gleichgesinnte Leute findet. Ich meine, dafür sind so Workations richtig cool. Wie der Sebastian die macht oder unsere CAMPS oder das Surf Office. Also es gibt ja glücklicherweise jetzt immer mehr coole Angebote direkt für Digitale Nomaden. Das war vor drei Jahren noch nicht so. Umso besser, dass es jetzt so ist. Vielleicht kannst Du mal sagen, Du selber hast es ja jetzt auch mitgekriegt, Du warst auf Bali am Arbeiten für vier Wochen und dann warst Du wieder in Berlin oder in Deutschland und hast da gearbeitet, was genau ist für Dich so der Unterschied, wenn man woanders ist und von da arbeitet? Bastian: Also ich muss sagen, ich komme schon gerne auch nochmal wieder nach Hause. Ich habe auch noch meinen Wohnsitz in Deutschland, aber ich merke, dass ich mittlerweile gar nicht mehr so diese festen Arbeitsstrukturen brauche. Ich habe zwar schon so meinen gewissen Tagesrhythmus, aber wenn man zum Beispiel auf Bali sitzt und nem tollten Café mit ner super Aussicht, ich weiß nicht, vielleicht kennst Du in Ubud zum Beispiel das Clear Café, da hat man ne Aussicht direkt auf so nen Tempel. Irgendwie, wenn man ständig wechselnde Arbeitsaussichten auch hat, statt immer auf die ewig gleiche Wand zu gucken im Arbeitszimmer zu Hause, arbeitet man einfach irgendwie viel kreativer, habe ich den Eindruck. Und man sitzt da, dadurch dass man eben auch an schönen Orten eben was sehen möchte und sich zwangsläufig dann auch ein paar Auszeiten zwischendurch mal, um ein bisschen rumzurennen und die Gegend zu erkundschaften, gönnt man sich viel viel eher Pausen, die meiner Meinung nach einen wirklich produktiver machen, als wenn ich jetzt zu Hause sitze und nicht ständig den Drang habe, mal Pause zu machen. Und dann acht Stunden da sitze und davon aber vier Stunden oder so bei Facebook verbringe. Marcus: Hm ja, Facebook ist echt der mieseste Scheiß ever. Ich habe in anderen Interviews letztens schon erzählt, mich hat das irgendwann so genervt vor ein paar Monaten, dass dieser Algorhythmus so gut funktioniert und ich da auch regelmäßig - das passiert glaube ich jedem - dann in diesen Rabbit Wholes auf Facebook verschwinde, gar nicht mehr weiß, warum bist Du überhaupt auf Facebook gegangen. Was wollte ich da machen? Das war dann meistens irgendein Business-Anlass und dann verlierst Du Dich da in der Timeline. Bastian: (lacht) Richtig schlimm, auf jeden Fall! Marcus: Richtig mies, ne? Und ich habe gesagt: Ey, ich kaufe mir jetzt zwei, drei Facebook Aktien und immer, wenn ich mich dann darüber ärgere, dass mir das wieder passiert ist, dann freue ich mich wenigstens, dass ich ein bisschen mehr verweile da auf der Plattform. (beide lachen) Bastian: Ah, cooler Ansatz auf jeden Fall. Marcus: Aber was Du eben gesagt hattest, ist glaube ich ganz wichtig. Dass man, wenn man unterwegs ist, so geht’s auf jeden Fall mir und auch Feli, wenn man unterwegs ist, hat man irgendwie viel mehr Headspace und Kreativität, als wenn man in so eingefahrenen Strukturen ist. Was auf den ersten Blick erstmal… oder wenn man das hört, dann denkt man: Das kann ja nicht sein, man muss ja irgendwie mehr verarbeiten und viel mehr Challenges vielleicht unterwegs lösen und wie kann man dann noch mehr Power für das Business haben, als Zuhause in Berlin, wo man dann vielleicht im Betahaus schon gutes Internet hat, einen Desk, nen Stuhl. Und aber irgendwie ist es immer wieder so regelmäßig - das haben wir jetzt in Hongkong wieder gemerkt, in Bangkok, jetzt in Chiang Mai, dass jedes Mal, wenn wir den Ort wechseln, kam nochmal so ein neuer Schub. Ist das bei Dir auch so? Bastian: Ja, auf jeden Fall. Vor allen Dingen ist es ja auch so, dass man sich dann viel mehr damit abfindet oder auch arrangiert, wenn das Internet mal Scheiße ist. Man geht ja schon davon aus, dass man einfach nicht permanent so ne gute Leitung hat, wie man das jetzt vielleicht Zuhause in Deutschland hat, ne? Aber dann greift man auch viel, viel eher dazu eben die Aufgaben zu machen, die gerade kein Internet benötigen, als in Deutschland, wo man dann stattdessen ne halbe Stunde ständig seinen Browser irgendwie da aktualisiert und sich einfach nur abfuckt, dass das Internet nicht läuft. Marcus: Ja, ja, ja  (lacht)  Das hat der Noel glaube ich auch auf dem Talk bei der GLOBAL gesagt: Es gibt nix schlimmeres … es gibt nur eine Sache, die ist noch schlimmer als kein Internet, das ist langsames Internet. Was Dich immer so ein bisschen anteased, wo Du denkst so wow, scheiße ey, dann okay, mache ich vielleicht nur drei Seiten gleichzeitig im Browser auf anstatt fünf. Und dann…. nee! (lacht) Bastian: Auf Bali waren wir ja in ner wirklich wunderschönen Villa, aber die war mitten in den Reisfeldern gelegen. Und ich schätze mal, wenn man da jetzt ganz alleine gesessen hätte, dann hätte es auch ausgereicht, ne? Aber alles was ein bisschen mehr Datenvolumen gebraucht hat…. Also jedes Mal, wenn jemand irgendwie auf die Idee gekommen ist, was zu streamen oder so, gab’s dann erstmal Kasalla. (beide lachen) Und zum Skypen mussten wir uns generell absprechen ne. Aber wir hatten halt alle trotzdem super günstig Internet über’s Handy. Und das hat dann als Hot Spot auch besser funktioniert, als das lokale Internet jetzt über den normalen Router. Und ja, man arrangiert sich einfach. Also irgendwie kriegt man das dann doch alles auf die Kette. Und selbst, wenn man jetzt vielleicht denkt, dass man dadurch total ausgebremst wird bei der Arbeit, ist das irgendwie letzten Endes gar nicht der Fall gewesen. Marcus: Ja, und vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass wir die Dinge einfach leichter wegstecken oder dann easier einfach, einfacher nimmt und sagt: Dann ist das jetzt eben so. Aber dann kann ich jetzt kurz in Bali in den Reisfeldern spazierengehen oder mal ein bisschen konzeptionell was tun. Oder ich… keine Ahnung… Geh mal ne Runde zum Sport draußen. Bastian: Ja, auf jeden Fall! Das auf jeden Fall. Es ist auch so, dass bei einer Workation… was ich ziemlich cool finde an diesem Konzept Workation, ist einfach dass, auch wenn man als Anfänger vielleicht denkt, dass das nur gewisse Berufe oder am Anfang Freelancing oder diese typischen Klischee- Lebensmodelle um Digitaler Nomade zu werden, eigentlich gar nicht so weit verbreitet sind. Und dass man dann, wenn man dann mit zehn Leuten zum Beispiel in so ner Villa sitzt, erstmal merkt, dass fast jeder von denen was komplett anderes macht, ne? Und dass man dann eben auch so Einsichten bekommt. In ganz, ganz andere digitale Arbeitsfelder. Und jeder davon auch so ein bisschen profitiert ne? Also wir haben das halt so gemacht, dass je nach Interesse und je nachdem ob jemand auch selber bereit war, so eine Art kleinen Workshop für die anderen Teilnehmer zu geben, dass dann jeder von seinem Wissen einfach ein bisschen preisgegeben hat und jeder halt aufgrunddessen ein bisschen profitiert und für sich selber etwas mitgenommen hat. Und das finde ich eben super spannend an diesem Workation Modell auch. Marcus: Ja, das ist cool. Das ist fast wie so ein… das gesammelte Wissen an einem Ort zu vereinen und dann kann jeder davon profitieren. Und genauso, wie Du es gesagt hast, lief es bei uns im DNX CAMP auf Lissabon auch. Da hatten wir dann ne Social Media Expertin, die Anja, dabei, die spontan dann Breakout Session oder einen Workshop gegeben hat. Und am nächsten Tag hat jemand was über Copywriting erzählt und der Dritte hat dann das Logo für den Fünften gebaut und der Sechste wollte dann ein bisschen Input von mir, wie man einen Podcast startet. Also es ist irgendwie nochmal eine ganz andere Ebene. Klar gibt es das auch Online, dass man sich so aushilft, aber wenn man dann doch Face to Face oder nebeneinander am Rechner sitzen kann, dann gehen die Dinge irgendwie noch schneller und noch einfacher. Und das ist echt cool an diesen ganzen Retreat-Geschichten. Bastian: Auf jeden Fall, insbesondere wenn man dann mehrere Wochen am Start ist. Da entwickeln sich auch echt total schnell echte Freundschaften auch heraus ne? Also als ich jetzt zum Beispiel vor ein paar Wochen dann auf der DNX den Workshop hatte. Die Zeit die ich in Berlin war, habe ich bei Leuten gewohnt, die ich auf Bali kennengelernt habe, ne? Und das ist echt ziemlich geil. Also dieser ganze Networking-Aspekt auch. Marcus: Ja, absolut. Was für ein Thema hatte Dein Workshop auf der DNX? Bastian: Mein DNX Workshop hatte den Artikel “Freizeit Business Amazon FBA”. Marcus: Genau, vielleicht erklärst Du mal. Was heißt FBA und wie kannst Du auf Amazon ein Business machen? Bastian: Also mein Hauptbusiness - ich habe ein paar mehrere kleinere Standbeine - aber mein Hauptbusiness ist eigentlich das Verkaufen von indischen Gütern auf Amazon und Amazon macht einem das auch in Verbindung mit einem ortsunabhängigem Leben sehr einfach durch ihr sogenanntes FBA Programm. FBA steht dabei für Fulfillment bei Amazon. Und wie das Wort Fulfillment schon vermuten lässt, kümmern die sich um all den Kram, den man selber nicht machen möchte. Und man braucht ja beim Online-Handel echt allerlei normalerweise ne? Also so klassischer Online-Handel, da brauchst Du ein Lager, Du brauchst eine Büroausstattung und musst den ganzen Kram zur Post bringen oder brauchst zumindest nen Lieferanten, der das für Dich alles macht. Und das sind ja wahnsinnige Kosten, die da normalerweise entstehen würden. Und all diese unangenehmen Sachen, die nimmt Amazon einem dadurch ab, dass die natürlich eine ziemlich krasse Infrastruktur haben. Die haben ja selber in Deutschland neue Logistikzentren, die alle riesengroß sind und haben natürlich auch die beste Logistik, die Du Dir vorstellen kannst. Also natürlichen neben DHL etc. Aber dadurch kannst Du halt direkt Deine Waren vom Hersteller aus Asien oder eben auch selber von Zuhause, wenn Du nicht ortsunabhängig bist, die Sachen direkt zu Amazon ins Logisitkzentrum schicken. Dort werden die halt eingescannt, also jede Einheit muss mit einem Label versehen werden, damit die Leute auch wissen: Hey, das sind jetzt die Klamotten vom Basti. Und ab dann werden die halt auf der Plattform, also auf Amazon auf dem Marktplatz ganz normal angezeigt. Und wenn die dann gekauft werden, geht jemand ins Lager, holt das aus dem Regal, packt das ein, verschickt das und das geht physisch überhaupt gar nicht mehr durch meine eigenen Hände. Marcus: Ja, das ist ja richtig cool. Du sagst gerade aus China. Da kann man beispielsweise dann auf Plattformen wie Alibaba gehen. Was sowas wie Ebay für B2B ist ne? Bastian: Ja, das ist halt das größte Händlerverzeichnis weltweit. Das ist zwar eine chinesische Plattform, aber dennoch gibt es da eben auch weltweite Händler. Also man findet auch Anbieter aus Europa oder aus Afrika und anderen Kontinenten. Es gibt da auch noch eine andere Plattform, die ich gerne nutze. Die heißt globalsources.com. Die ist nicht ganz so groß, wie Alibaba aber trotzdem auch nochmal interessant so als Kontrastprogramm. Dann haben wir halt ein paar andere Angebote und so. Und Alibaba selbst ist halt echt die größte Handelsplattform der Welt. Die machen dreimal so viel Umsatz im Jahr, wie Amazon. Das ist schon echt richtig krass. Marcus: Das ist ne Hausnummer! Wie machst Du das? Wie schützt Du Dich da vor irgendwelchen Fake-Anbietern? Da hätte ich glaube ich, wenn ich jetzt überhaupt keine Ahnung davon hätte, erstmal ein bisschen Respekt. Dass ich sage: Okay, ich bin mit einem Chinesen in Kontakt oder weltweit mit irgendjemandem, hab den noch nie gesehen. Der will mir irgendwas anbieten für ein paar tausend Dollar, ich soll irgendwie drei oder fünftausend T-Shirts oder Einheiten kaufen und komme nicht weiter. Also wie kann man sich da schützen oder was sind so Deine Tipps? Bastian: Das Ding bei Alibaba ist natürlich, dass man schon daran gebunden ist, mehrere Stückzahlen zu nehmen. Man hat da neben jedem Artikel, den man dann eben sucht, ne sogenannte MOQ stehen. Das steht für Minimum Order Quantancy. Und diese Mindestabnahmemengen, die sind aber in der Regel erstens sowieso verhandelbar. Also ich habe das noch nie erlebt, dass ein Verkäufer nicht davon abgewichen ist. Meistens sind das Wunschnummern. Und in der Regel, um sicher zu gehen… Also es gibt auf Alibaba selber erstmal einige Filter, die man aktivieren kann. Die so die Scams quasi auch schon ein bisschen aussortieren. Zum Beispiel sind das die Gold Supplier. Und um so einen Gold Supplier Status zu bekommen, musst Du schon auch richtig Geld auf den Tisch legen, damit Du da eben auch über längere Zeit als Gold Supplier gelistet wird. Dass Du diesen Status hast, der eben Aushängeschild ist. Und Du siehst dann bei diesem Gold Supplier Logo, dass da an den jeweiligen Händlerseiten so angeheftet ist, wie lange die schon Gold Supplier sind. Und wenn die jetzt die Leute über den Tisch ziehen würden, dann könnten die nicht drei, vier oder manchmal sogar bis zu 15 Jahre, solange, wie es die Plattform gibt. Also da sind auch schon Leute dabei, die solange Gold Supplier sind, die könnten nicht Gold Supplier werden, wenn die Leute über den Tisch ziehen würden. Also das ist schon mal eine ganz gute Sache. Und dann gibt’s eben noch verschiedene Filter. Zum Beispiel: Wird da auch kontrolliert? Also da gehen Leute von Alibaba teilweise die Fabriken einzeln ab und gucken, ob diese Fabrik auch wirklich besteht und die checken halt deren Lizenzen und all so was. Also da gibt’s schon einiges, was einem da ein bisschen die Angst nehmen kann. Und grundsätzlich ist es auch wahnsinnig wichtig bevor man jetzt 1000 Stück von irgendwas bestellt und da Unsummen überweist, einfach auf irgendein Bankkonto, lasse ich mir vorab immer ein Sample zuschicken. Das dient zum einen dazu, zu wissen: Okay, haben die Leute überhaupt die Ware, die sie angeben zu haben? Und natürlich auch ein Qualitätstest. In der Regel schreibe ich für jedes Produkt ungefähr 10 Händler an, lasse mir von denen jeweils ein Sample zukommen und dann entscheide ich halt anhand des Samples, bei wem ich plane ein Geschäft einzugehen. Dann kommen noch so ein paar Verhandlungen dazu, was für Möglichkeiten die haben, das dann zu labeln mit meinem eigenen Logo und sowas. Und dann entscheide ich auch erst, wem ich dann den Zuschlag gebe. Marcus: Hm spannend. Das heißt, die Proben werden Dir kostenlos rausgeschickt von den Händlern oder musst Du noch was zahlen für die Samples. Bastian: Man muss für die Samples halt ein bisschen mehr bezahlen. Die sind höher angesetzt preislich, zum einen. Weil die halt per Express verschickt werden, damit wenn es zu einer Folgebestellung kommt, zu einer größeren, damit es auch schnell über die Bühne geht. Und der andere Faktor ist, dass es wahnsinnig viele schwarze Schafe aus Kundensicht gibt, die dann sagen: Hey, ich gehe einfach auf Alibaba, statt auf irgendeine andere Seite und kaufe mir für meinen Privatbedarf günstig meinen Kram und bestelle mir dann einfach einen Sample unter der Vorgabe, dass ich hinterher eine Großbestellung tätige. Und da sind natürlich mittlerweile auch viele Händler hintergestiegen und deshalb wollen die so die Spreu vom Weizen trennen und setzen den Samplepreis extra hoch an, sodass man dann vielleicht für einen Sample das hinterher pro Stück-Einheit vielleicht, weiß ich nicht - 8 Dollar kostet - vielleicht mal 80 Dollar zahlt, aber der Preis ist dann halt auch in der Regel anrechenbar auf die Folgebestellung. Marcus: Ah okay. Bastian: Also insofern, wenn man jetzt nicht 20 Samples oder so von verschiedenen Leuten bestellt. Das wäre natürlich schweineteuer. Dann ist das eigentlich keine große Nummer. Marcus: Okay. Dann hast Du gerade erwähnt, bei manchen Herstellern kannst Du es dann direkt Labeln lassen, private labeln lassen? Bastian: Genau, also was ich einkaufe sind sogenannte White Label Produkte. Also Produkte, die es so in der Rohform schon gibt. Das ist eigentlich - wenn Du Dich jetzt umguckst, da wo Du gerade sitzt, wirst Du wahrscheinlich mindestenst 10 Sachen sehen, die nicht mit irgendeiner bestimmten Marke assoziert werden, die theoretisch von irgendeiner freien Marke sein könnten. Du könntest jetzt sagen: Okay, ich verkaufe jetzt Tische, ne? Und dann ist das eben der LIFE HACKZ Tisch zum Beispiel. Marcus: Ja, oder ich habe hier so einen Geldbeutel vom Hongkong Night Market. Bastian: Ja, ne? Also theoretisch alles was es so in der Rohform schon gibt, kannst Du natürlich labeln lassen mit nem eigenen Logo. Zum einen hat das natürlich den Vorteil, dass Du dann kein Geld in der Entwicklung für ein neues Produkt, für irgendeine revolutionäre Idee oder sowas stecken musst. Weil Du Dir eben nur quasi schon fertige Produkte zunutze machst. Und Du kannst dann eben trotzdem das Ganze unter einer eigenen Marke verkaufen, weil da ja jetzt kein vorherrschendes Patent oder so drauf ist. Wenn ich jetzt sage: Okay, ich möchte jetzt Officeflucht Proteinshaker machen oder sowas ne? Dann schicke ich dem Händler mein Logo per E-Mail zu. Beziehungsweise frag den erstmal, was der für ein Format braucht und was es denn für Möglichkeiten gibt. Denn es gibt auch verschiedene Branding Möglichkeiten. Das kann ein Silkscreen sein, der Druck. Oder das kann jetzt bei Textilien zum Beispiel, sind das dann vielleicht Schilder, die die drauf nähen und sowas. Je nach Produkt... Marcus: Krass, also das kann richtig professionell aussehen auch. Also hinten dann die Schilder oben im Nacken und … boah. Bastian: Absolut, also die Sachen, die ich jetzt verkaufe, die könnten genau so gut in jedem X-beliebigen Laden hängen. Also das ist schon alles… ich meine, die meisten Sachen, die wir in Deutschland im Alltag nutzen, die kommen ja auch bestimmt zu 90% trotzdem irgendwo aus Asien, ne? Nur weil die jetzt qualitativ verpackt sind… achso, das ist sowieso ein Aspekt, auf den ich jetzt gleich nochmal eingehen möchte. Die Produkte selber, die werden oft nicht so wertig wahrgenommen, wenn die zum Beispiel schlechter verpackt sind. Und kaum hast Du eine ziemlich stylisch designte Verpackung, denken die Leute direkt: Hey, das ist ein Premium Produkt, obwohl das eigentlich das gleiche Ding in Grün ist, ne? Das ist auch nochmal so ein Faktor. Also wenn man sich bei Amazon von der Konkurrenz abheben möchte, da kann man gleich nochmal ein bisschen intensiver drüber sprechen, dann brauchst Du eigentlich… Du musst das Ganze eigentlich einfach nur ein bisschen schöner verpacken. Marcus: Bei Alibaba bestellst Du dann nur das nackte Produkt ohne Verpackung oder musst Du das unter Umständen nochmal anboxen und dann neu verpacken lassen? Bastian: Nee, das ist eigentlich mehr so… also es geht nicht nur um die Verpackung, sondern auch um das Gesamterscheinungsbild. Ich würde jetzt zum Beispiel meine Produkte… Meine Produkte, die bekommen halt immer ein schönes Label, also in meinem Ermessen zumindest schönes Label. Ich lasse dann die Logos von einem Designer, mit dem ich da arbeite, gestalten, den ich auf Upwork gefunden habe, der sehr, sehr gut arbeitet. Und die Datei schicke ich halt wie gesagt den Asiaten. Die labeln das Produkt und in der Regel, die die Produkte ja auch für den Verkauf im Einzelhandel eigentlich auch herstellen, bieten die meistens Inhouse auch trotzdem Verpackungsherstellung an. Verpackungsherstellung, also der Druck, der geht meistens allerdings erst ab ner Stückzahl von 1000 Stück. Wenn ich jetzt aber ein Produkt herstellen lassen möchte, aber nicht direkt mit 1000 Stück starten möchte, sondern vielleicht nur mit 100 oder mit 200, dann hat man die Möglichkeit diese 1000 Verpackungen zwar von denen durcken zu lassen - ich lasse auch das Verpackungsdesigner von meinem persönlichen Designer machen, weil die Asiaten da meiner Meinung nach, einfach nicht so das ästhetische Auge haben. Das kann man zwar nicht so pauschal sagen, aber oft ist die Verpackung einfach nicht schön. Und dann lasse ich das Design für die Verpackung dem Hersteller zukommen. Der druckt dann zwar 1000 Verpackungen, aber ich kaufe ja generell, auch wenn es nur 100 oder 200 Stück sind, nur Sachen ein, von denen ich glaube, dass ich auf lange Sicht auch weiter von dem Händler beziehe. Und der hält dann einfach die Verpackungen zurück auf Lager. Und wenn dann die nächsten 200 oder vielleicht beim nächsten Mal 400 Stück bestellt werden, dann nimmt der einfach die Verpackung, die ich im Vorfeld schon bezahlt habe. Die Verpackung ist auch in der Regel nicht so teuer. Da zahle ich für 1000 Pappverpackungen, die nach meinem Design bedruckt sind ungefähr 130 Dollar. Marcus: Hm okay, das ist überschaubar. Bastian: Ja, das ist auf jeden Fall viel, viel billiger, als wenn ich das jetzt in Deutschland drucken lassen würde, zumal das natürlich auch ein zusätzlicher Arbeitsschritt wäre, das dann hier selber umzuboxen, ne? Marcus: Das heißt, wie verwaltest Du dann Deine ganzen Bestände bei den einzelnen Alibaba Händlern und was noch Amazon liegt und stellt Amazon das irgendwie in Rechnung, wenn Du da irgendwie 10000 Sachen hinbestellst und es kauft doch keiner was und es liegt dann die ganze Zeit in irgend so einem Fulfillment Center bei Amazon rum? Bastian: Also ich habe eigentlich nur ne ganz normale Excel Datei bei der ich selber den Überblick habe, was die Alibaba Händler anbelangt. Bei wem ich noch wieviele Verpackungen zum Beispiel liegen habe. Aber wenn Du jetzt bei Amazon etwas verkaufst… Wenn ich jetzt zum Beispiel 300 Einheiten von Bratthermometern oder was weiß ich was zu Amazon schicken würde, dann sieht man das im eigenen Seller Backend. Also da gibt’s ne Verkäuferplattform, die heißt Sellers Central und da sehe ich dann stets meinen Lagerbestand. Ich kann mir sogar so Erinnerungen per E-Mail einstellen, wenn ich zum Beispiel weiß: Okay, der und der hat ca. die und die Leadtime. Also Leadtime ist die Dauer, die ein Artikel braucht um hergestellt zu werden, mit meinem Logo jetzt dann zum Beispiel ne? Das muss dann ja schon wieder individuell gemacht werden. Dann kann ich mir Erinnerungen in meinem Seller Central Backend einstellen, dass ich zum Beispiel zwei Wochen… bzw. wenn ich jetzt noch 30 Stück auf Lager habe oder 100 Stück, je nachdem sich der Artikel im Schnitt verkauft. Dass ich dann eine Erinnerung bekomme: So, ich muss jetzt den Lagerbestand wieder aufstocken. Marcus: Hm krass, ja. Smartes System. Mega spannend die Welt und man trifft immer mehr von diesen Amazon Sellern. Ich glaube in Deutschland ist es noch recht überschaubar. International kommt’s mir gerade so vor, wenn ich in Coworking Spaces unterwegs bin, ist da gerade jeder zweite irgendwie involviert. Jetzt gerade auch eben, als wir Wasser geholt haben am Spender. Da ist glaube ich ein Pole, ein Deutscher und ein Ami, die zusammen auch Private Label irgendwas auf Amazon dann machen. Und da musste ich direkt an Dich denken. Bastian: Ja, in Amerika ist das halt echt krass ne? Da ist der Markt echt aktuell richtig am Brummen. Und deshalb verkaufe ich auch lieber in Deutschland. Zum einen ist es natürlich ein bisschen einfacher. Und es ist einfach nicht so extrem Competitive. Also der deutsche Markt hat einfach noch viel, viel mehr Potential, weil das ist ja wie mit allen Sachen. Deutschland hängt einfach Amerika immer so zwei, drei Jahre hinterher, sage ich mal. Und das ist einfach eine super Möglichkeit zum einen vom amerikanischen Markt zu lernen, aber sich da eben auch die Inspiration zu holen für zum Beispiel neue Produkte. Ich verkaufe aktuell zum Beispiel ein Produkt, dass es in Deutschland so noch gar nicht gab. Also es ist eine Variation eines ganz normalen Produkts, dass es auf Amazon gibt. Aber ich habe es halt in Amerika gesehen, dass es da voll der Topseller geworden ist und ja, das läuft jetzt super gut an. Marcus: Cool! Und wenn Du jetzt wie auch immer durch Deine Recherchen - da gibt es wahrscheinlich bestimmte Indikatoren, woran Du siehst, es könnte erfolgreich sein. Was könnte zum Beispiel so ein Indikator sein? Dass es noch nicht so viele Bewertungen gibt, oder es das Produkt schon gibt oder in Scheiße gibt und Du willst das in cool machen? Bastian: Ja, also cool machen ist sowieso schonmal ein guter Ansatz, aber ich finde … also mein Ansatz, den ich hauptsächlich verfolge ist, zunächst suche ich natürlich ein Produkt nach gewissen Kriterien aus ne? Es sollte nicht saisonal sein. Es sollte nichts elektronisches sein, weil bei Elektronik hat man ne längere Gewährleistung und da kann man einfach davon ausgehen, wenn ich irgendwie 1000 Stück von irgendeinem elektronischen Gerät bestelle, dann wird eins davon mindestens nicht funktionieren. Das ist einfach Murpheys Law oder so. Das ist einfach bei Elektronik der Fall. Dann sollte es nix Komplexes sein, nix dass auf dem Weg leicht kaputt gehen kann und da habe ich halt so eine gewisse Liste an Kriterien, die ich auch auf meinem Blog in der Amazon Artikelserie, die ich geschrieben habe mal ein bisschen erläutert habe. Marcus: Wie ist die URL von Deinem Blog? Bastian: officeflucht.de. Marcus: Genau., können wir gleich nochmal drauf eingehen. Bastian: Ja, und mein Ansatz ist dann, wenn ich mir die Competition angucke, also in der Regel findet man ja trotzdem fast jedes Produkt auf Amazon Deutschland. Vielleicht nicht in so vielen Variationen, wie auf dem amerikanischen Markt, aber man findet einfach hauptsächlich Produkte von Leuten, die so schon seit Jahren Online Handel betreiben, eigentlich über ihre eigene Plattform und Amazon nur als zusätzlichen Verkaufskanal nutzen. Und deshalb haben die sich nie wirklich damit auseinandergesetzt, wie man Amazon gut umsetzt. Und da ist mein Ansatz einfach mehr zu schauen, was kann ich da besser machen? Und Du hast da so viele Indikatoren, die es einem leicht machen, ein Produkt Listing zu verbessern. Zum Beispiel positive und negative Reviews. Weil was hat zum Beispiel dem vorherigen Kunden nicht gefallen. Warum haben die ne negative Review hinterlassen? War es einfach nur ein Mangel an Informationen, dass die Produktbeschreibung nicht ausreichend war und die irgendwas bekommen haben, von dem die dachten, dass es so sein würde oder was steht da sonst noch alles drin? Oder auch diese Fragensektion. Du hast auch vor den Bewertungen in jedem Produktlisting bei Amazon, wenn da Fragen gestellt worden sind, die unklar waren, dann hast Du da die Fragen und die Antworten. Den Dialog halt zwischen Käufer und Verkäufer. Und ich suche mir dann halt all die Informationen zusammen und packe die einfach direkt in mein eigenes Listig, damit da möglichst wenig Rückfragen überhaupt entstehen. Das ist zum einen natürlich super für den Kunden, weil Du ein viel informativeres Listing hast und das nimmt Dir hinterher im Umkehrschluss auch viel mehr Arbeit ab, in Sachen Kundensupport oder so, den Du sonst leisten müsstest, weil Du dann ja jedem einzeln schreiben würdest. Und das Ganze lässt sich eben auch noch ausweiten auf den Titel. Dass Du den Titel mit ein paar entsprechenden Keywords versiehst, dass Du tolle Fotos einstellst. Weil Fotos sind einfach mega wichtig im Online Handel. Weil wenn die Leute nicht in den Laden gehen, um sich das Live anzugucken, dann sollten die Fotos halt so real wie möglich sein. Die müssen ne gewisse Größe haben, damit die mit der Maus auch zoombar sind und all sowas. Und das machen unglaublich viele Verkäufer auf Amazon mega schlecht. Und dann natürlich der Hauptfaktor zum differenzieren von der Konkurrenz ist zum Beispiel auch der Prime Versand. Weil viele Leute, wie gesagt, die lange schon den Online Handel betreiben und ihr eigenes Lager haben, die haben sich mit dem FBA Programm zum Beispiel gar nicht auseinandergesetzt. Viele Leute denken: Erstens muss das ja mega teuer sein, wenn die einem all die Arbeit abnehmen. Erstens ist es das nicht. Aber die Leute haben dadurch, dass die das selber verschicken, kein Schildchen neben ihrem Produkt, dass es per Prime verschickt wird. Weil wenn die Sachen von mir direkt zu Amazon geschickt werden und direkt auch im Lager liegen, dann kann Amazon ja auch garantieren, weil die es halt direkt aus dem Regal nehmen können, dass die Sachen morgen vor der Tür liegen. Und das ist den Kunden einfach immer, immer wichtiger. Die Zahlen gerne zwei, drei Euro mehr, wenn die wissen, dass liegt morgen vor meiner Tür. Marcus: Absolut! Ich filtere auch immer nur nach Prime. Bastian: Ja, siehste? Das geht eben nur für Sachen, die auf Lager liegen. Und das ist dann bei mir halt eben der Fall. Marcus: Ja, echt krass. Und dieses Prime ist glaube ich auch gar nicht so teuer. Ich weiß gar nicht was ich da zahle, zwanzig, dreißig Euro pro Jahr und ich meine, wenn man viel bei Amazon bestellt, lohnt sich das so sehr. Weil Du hast es halt am nächsten Tag vor der Tür. Bastian: Ja, ich glaube, das ist ein Fuffy im Jahr, aber dennoch ne? Also 10 Sachen bestelle ich bestimmt im Jahr bei Amazon locker und da ist das Geld ja schon wieder raus ne? Marcus: Absolut und ich glaube, Du kannst sogar irgendwie mit Deinem Haushalt sharen. Irgendwie ist Feli da noch mit drin. Ich glaube sogar mein Bruder oder meine Mutter, obwohl die ganz woanders wohnen. Bastian: Ja genau, das stimmt auch, ja hast Du recht. Marcus: Ja, Du hast es mega, mega schnell raus. Du sagtest gerade unter Umständen muss man auch Kundensupport machen. Also der bleibt dann nach wie vor bei Dir liegen oder kann man das auch noch outsourcen? Bastian: Also, es kommen nur Fragen spezifisch zu dem Produkt bei Dir an. Also die Käufer haben schon die Möglichkeit Dir per Mail ne Frage zu stellen. Aber alles was mit Reklamationen und Rückfragen zur Sendung selber, zum Sendungsstatus und all sowas zu tun hat, das läuft alles über Amazon. Da musst Du rein gar nichts machen. Und ich habe bisher, ich glaube wirklich, ich mache das seit 7 Monaten intensiv und ich glaube, ich kann an zwei Händen maximal abzählen, wie oft mich ein Kunde angeschrieben hat. Marcus: Hm, und wie ist das, wenn Du jetzt ein neues Produkt ausfindig gemacht hast und sagst: Okay cool, hier anhand meiner Checkliste, das könnte passen, ich gebe dem mal… give it a shoot. Ich versuch’s jetzt mal. Hast Du da ein bestimmtes Budget, um das Risiko erstmal zu deckeln und sagst: Okay, ich gehe da jetzt mal mit 200/300 $ rein oder 500 $ und dann gucke ich, wie sich das abverkauft und kaufe es unter Umständen dann nach? Muss man dann direkt überlegen, kriege ich bessere Preise, wenn ich mehr auf einmal hole. Kann man das irgendwie so ein bisschen eingrenzen? Bastian: Man bekommt natürlich immer bessere Preise, wenn man mehr nimmt. Ich jongliere jetzt natürlich auch mit anderen Preisen, als zu dem Zeitpunkt, wo ich noch angefangen habe. Aber gehen wir jetzt einfach mal davon aus, dass man jetzt ganz frisch sich für das Thema interessiert und anfangen möchte. Also zunächst einmal braucht man natürlich ein bisschen Geld, um sich die Samples zukommen zu lassen. Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass so ein Sample, weiß ich nicht - 60 $ bis 80 $ kostet und man 5 davon bestellt, dann sind das ja quasi schon 450 $ Pi mal Daumen. Das Ding ist, man kann durchaus mit 500 € starten, wenn man jetzt darauf verzichten würde vorab viele teure Samples zu bestellen, denn es gibt ja verschiedenste Produktgruppen. Man kann auf jeden Fall bei Amazon Sachen für 15 $ oder 15 € verkaufen, die im Einkaufspreis vielleicht knapp nen Dollar kosten. Also es gibt da auf Alibaba über 400 Mio. verschiedene Produkte. (beide lachen) Das ist einfach krank. Man kann sich auf Alibaba so dermaßen verlieren. Also wenn ich auf Produktsuche bin, manchmal lasse ich mich da auch einfach nur fallen und stöbere mich durch die bescheuertsten Kategorien, einfach nur, um sich so ein bisschen inspirieren zu lassen. Marcus: Krass! Bastian: Und, wenn man dann meint ein Produkt gefunden zu haben, eben nach diesen gewissen Kriterien ausgewählt, kann man natürlich je nach Produktgruppe auch mit einem kleinen Budget starten. Ich persönlich finde, dass man so ungefähr mit 1000 bis 1500 Euro starten sollte, damit man auch direkt einige Units zum verschenken hat. Denn verschenken sollte man am Anfang einige Units im Gegenzug für positive Produktbewertungen. Denn in Deutschland ist es halt so, dass…. also ich weiß ja nicht, wie oft Du schon etwas positiiv bei Amazon bewertet hast. In der Regel, wenn man seine Sachen auspackt und man ist zufrieden, ja dann freut man sich halt ne, aber da gehen die wenigsten Leute zurück auf Amazon und schreiben eine positive Review. Das ist irgendwie in Deutschland so, dass man dann.... Marcus: Also nicht nur auf Amazon. Bastian: Ja genau, aber Deutschland, da gehste dann eher zurück und bewertest, wenn Du mit irgendwas nicht zufrieden bist. Und deshalb kann man sich in Deutschland von der Konkurrenz super gut abheben, indem man positive Reviews sammelt und das kann man dann eben dadurch machen, dass man sagt: Okay, ich generiere hier in meinem Seller Backend so einen Rabatt Code, müssen keine 100% sein, aber zum Beispiel einen Rabatt dafür, dass man Leuten dann anbietet, das Produkt zu “testen” und erwartet dann halt im Gegenzug ne tolle, ausführliche Review. Und dafür gibt es bei Facebook zum Beispiel verschiedenste Gruppen. So Amazon Produkttester Gruppen, in denen auch Kunden unterwegs sind, einfach nur mit dem Ziel eben Gratis regelmäßig irgendwelche Produkte abzugreifen. Und das ist so eine Win Win Situation eben für beide Seiten eigentlich ne? Und mein Ansatz ist zum Beispiel, also ich verkaufe sowohl im Küchendepartment als auch in der Haustiernische. Und je nachdem, was ich gerade für ein Produkt bewerbe, gehe ich dann für das Beispiel Haustier einen Hundeartikel, den ich erst letzte Woche gelaunched habe zum Beispiel… es gibt ja Online nicht nur bei Facebook haufenweise Hundeliebhaberforen und all sowas und Hundebesitzerforen. Und wenn man da jetzt eben so nen Post schaltet: Hey, ich habe hier ein neues Produkt am Start und hat nicht jemand Bock? Ich suche irgendwie 20 Leute oder 40 Leute, je nach dem, wie teuer das Produkt, daran entscheide ich dann, wieviele ich davon am Anfang auch weggebe. Da kommen die Leute natürlich angerannt in Scharen und man hat gar nicht soviel, wie man weggeben wollen würde. Also dieses Review-Sammeln, das ist mega simple und das ist echt noch so ein Knackpunkt, mit dem man sich da super von der Konkurrenz abheben kann und sehr sehr schnell auch mal auf der allerersten Seite landen kann, ne? Marcus: Krass! Bastian: Das ist echt eine coole Sache. Marcus: Super geiler Hack. Danke für’s Teilen hier auf dem Podcast! Bastian: Klar, Mann. Marcus: Das war mir jetzt auch noch nicht so bewusst. Und im besten Fall wählst Du dann noch ein Produkttester aus, der unter Umständen noch ein Video davon macht oder? Bastian: Also Bilder auf jeden Fall, Video muss es jetzt nicht sein. Ich möchte den Leuten das jetzt auch nicht unglaublich schwer machen, also da denke ich dann lieber darüber nach, ob ich selber einfach mal ein Video drehe für mein Produktlisting, das ich dann zusäzlich zu den Bildern schalte. Marcus: Okay, sind das dann die Leute, manchmal liest man in den Rezensionen unten “das ist ein Produkttester” oder “dieses Review kommt von einem Produkttester”? Bastian: Genau. Marcus: Also das schaltet Amazon dann automatisch, sobald Du irgendeinen Rabatt dahinterlegst? Bastian: Nee, die Bewerter sollen das eigentlich von sich aus dazu schreiben. Ich animiere die Leute nicht gezielt dazu, das noch dazuzuschreiben. (lacht) Es ist aber schon eigentlich von Amazon gewollt. Marcus: Ah und dann hauen die dann das Label dadrauf und diesen Vermerk? Bastian: Nee nee, Amazon macht das selber gar nicht. Marcus: Es gibt aber so nen… das habe ich schonmal irgendwo gesehen. Vielleicht haben sie es nicht mehr. Es gab mal so ne kleine Amazon Produkttestgruppe direkt von Amazon glaube ich. Darum habe ich mich gerade gewundert, ob die jetzt wirklich direkt von Amazon waren. Aber vielleicht haben die es auch wieder eingestellt oder wir recherchieren da noch mal. Bastian: Amazon selber macht das glaube ich nicht. Also die Leute nehmen dann für ihre Facebook-Gruppen und so, nehmen die natürlich ein Amazon Logo und so als Titelbild, aber Amazon selber bewirbt das so nicht. Also man kann halt verschiedene Rabatt Codes generieren und Amazon würde nicht direkt schnallen, dass die Leute das zum Beispiel von mir über irgendeine Facebook-Gruppe oder sowas bekommen haben. Im Endeffekt, wenn Du einen Rabattcode gibst, es könnte ja genauso gut sein, dass ein Artikel beschädigt beim Kunden angekommen ist. Der schreibt Dich an und dann sagst Du dem: Okay, hör mal zu, ich kann Dir einen Rabatt Code gewähren, dann kriegst Du den gleichen Artikel nochmal rabattiert. Insofern wäre das dann ja jetzt nicht alleine aufgrund des Rabatt Codes... Marcus: Nee, da macht das schon wieder keinen Sinn, was ich da gerade überlegt habe. Aber was es gibt, ist dieser verifizierter Käufer, ne? Bastian: Ja genau. Also verifizierte Käufer Reviews sind eben die Reviews von Leuten, die es auch wirklich gekauft haben. Da zählen allerdings auch trotzdem die Rabattkäufer mit hinzu. Nur, Du könntest jedes Produkt theoretisch auf Amazon bewerten. Nur wenn Du jetzt den Artikel selber gar nicht gekauft hast, dann wäre es kein verifiziertes Käuferreview. Du kannst aber auch dahergehen und theoretisch jetzt zum Beispiel das Mikro, dass Du jetzt benutzt für unser Interview, könntest Du auch auf die Amazon Seite gehen und das Produkt einfach bewerten. Marcus: Okay, und da ist der Gedanke hinter, es sind vielleicht Leute, die das Produkt haben, aber nicht bei Amazon gekauft haben und trotzdem gerne eine Review hinterlassen wollen. Bastian: Genau, genau. Warum auch immer? Marcus: Gibt’s dann nicht auch schon so negative SEO oder dass Du bei Konkurrenten hingehst und deren Produkte dann runterbewertest oder irgendwelche Klickworker das machen? Bastian: Nee, nee, also das nimmt auf jeden Fall Überhand. Das ist mir persönlich auch zum Glück noch nicht untergekommen, aber wenn ein Review offensichtlich nicht ganz rechtens ist, bzw. nicht mit Grund auf Deiner Seite landet, dann kannst Du Dich auch an den Support wenden und das beanstanden und dann entfernen die sowas auch. Marcus: Okay cool. Wie ist das, wenn Du jetzt ein neues Produkt dann aufnimmst in Deine Produktpalette oder in Deinen Amazon Sellers Account und dafür dann ein neues Branding brauchst, weil Du alles ja alles private labelst, richtig? Bastian: Hm ja? Marcus: Dahinter steckt doch auch richtig viel Kreativarbeit, was eigentlich Agenturen sonst machen für irgendwelche Unternehmen. Machst Du das alles selber? Wie entsteht dann so ne neue Marke oder ein neues Logo? Bastian: Also um ehrlich zu sein ist es ein total simpler Prozess, weil wenn ich jetzt sage, ich suche zum Beispiel die Nische Haustiere jetzt, nehmen wir das jetzt einfach mal, ich suche Produkte für die Nische Haustier, weil das ist eine super Nische. Die Produkte sind nicht komplex. Die sind nicht massig groß oder schwer, was natürlich auch für den Transport wichtig ist. Man zahlt ja für den Transport dann eben auch aus Asien hierhin und so. Deshalb ist Haustier zum Beispiel eine super Nische. Leute geben gerne Geld aus für ihre Haustiere. Dann versuche ich ein relatives neutrales Logo mir auszudenken. Also ich gestalte das nicht selber, aber ich gehe zum Beispiel auf Google und gehe dann in die Bildersuche und gebe einfach sowas banales wie Pet Logo ein. Und dann gucke ich, was so alles auftaucht, was mir gefällt und dann sammle ich mir so drei oder vier verschiedene Designs, die mir gefallen und dann schicke ich die alle vier meinem Designer und sage dem: Hör mal zu, das gefällt mir an dem gut, das gefällt mir an dem gut. Kredenz da mal irgendwie was schönes zusammen. Dann kriege ich ein paar Entwürfe zurück und dann suche ich mir ein fertiges Logo aus und um ehrlich zu sein, war es das eigentlich schon. Ich brande einfach nur dieses Private Label Produkt und mir geht es gar nicht darum, zumindest am Anfang nicht, eine riesengroße Marke aufzubauen, aus der jetzt wirklich ein Konzern wird, weil ich verkaufe diese Sachen eben nicht auf einer eigenen Website, sondern nur auf Amazon und da suchen die Leute in der Regel, wenn es jetzt nicht Kopfhörer oder ne Waschmaschine oder was weiß ich was ist. Es sind ja nur Produkte, die einen gewissen Zweck erfüllen. Wenn jetzt jemand nach ner Hundeleine sucht, dann ist ihm das relativ egal, was das für ne Marke ist, ne? Mir geht es viel mehr da drum, wenn sich zum Beispiel die Produkte untereinander kaum unterscheiden, dann geht es um die Darstellung des Produktes, wie ich eben schon gesagt habe. Wie das Listing aussieht, wie die Bilder aussehen und vielleicht eben auch, wie das Logo aussieht. Und deshalb ist mir wichtig, dass  mein Logo eben cool aussieht und dann stecke ich da halt in die Logoentwicklung ein bisschen Geld rein. So teuer ist das eine Logo dann eben auch nicht. Und es sollte halt möglichst neutral sein, weil Haustier eben auch eine große Nische ist. Wenn ich jetzt ein Hundelogo hätte, dann wäre es vielleicht nicht praktisch, wenn ich hinterher Katzenartikel verkaufe oder sowas. Und das gleiche gilt eben zum Beispiel auch für den Shopnamen. Also ich verkaufe jetzt wie gesagt Haustierartikel und Küchenartikel. Da kann ich jetzt schlecht irgendeinen Tiernamen für meinen Verkäufernamen nehmen oder sowas. Da kannst Du Dich am besten neutraler nennen. Marcus: Du kannst nicht mehrere Shops aufmachen, je nach Kategorie oder Nische? Bastian: Kannst Du theoretisch schon. Da musst Du allerdings Amazon genau darlegen, weshalb, wieso, weswegen und das liegt in deren Händen, ob die das dann bewilligen oder nicht. Habe ich bisher einfach noch gar nicht probiert. Vielleicht mache ich es in absehbarer Zeit mal. Wenn die Sortimente so enorm wachsen, dass ich es dann hinterher irgendwie zu komisch aussieht, wenn ich dann zwei verschiedene Nischen verkaufe oder so. Aber grundsätzlich kann man schon mehrere Shops eröffnen, mit deren Erlaubnis halt nur und wenn es aber auch ein bisschen komplex halt mit dem ganzen Auseinanderhalten der Umsätze für die Steuern und sowas. Ich habe bisher einfach alles unter einem Hut und habe da auch keine Probleme mit bisher. Marcus: Außerdem wird das Profil an sich ja auch schwächer. Also wenn da alle Reviews, die Du da jetzt auf dem einen Profil sammelst ist ja auch fetter. Bastian: Auf jeden Fall, genau! Marcus: Und die Bilder, machst Du die selber? Oder hast Du die auch outgesourced an jemanden, der das dann professionell aufnimmt. Bastian: Also es hängt vom Artikel ab. Manchmal haben die Hersteller schon super gute Artikelfotos, weil die promoten es ja auch. Bei Alibaba hast Du dann manchmal richtig professionell aussehende Produktfotos und dann fragst Du die Leute einfach: Hey, ist das in Ordnung, wenn ich die Bilder nutze? Könnt ihr mir die vielleicht nochmal in einer höheren Auflösung zukommen lassen? Und das ist meistens der Fall. Und dann nehme ich eben diese Bilder und lasse mir dann auch von meinem Designer wiederum einfach mein Logo so dadraufmorfen. Sodass es dann so aussieht, als ob ich die Fotos selber gemacht hätte. Andernfalls hatte ich jetzt zum Beispiel letztens ein Produktshooting mit dem Hund von Tim Chimoys Mutter. Die wohnt nämlich auch in Wuppertal Marcus: (lacht)  Ich habe gesehen, dass Du einen Hund in Wuppertal suchst, ey. Ich dachte schon, was geht’n da ab? Bastian: Ja, ich habe ja wie gesagt noch einen Wohnsitz in Deutschland und wenn ich dann auch in Deutschland bin, dann mache ich eben manche Sachen dafür auch selber. Und gerade bei so emotionalen Fotos, die jetzt eben mit Hunden oder generell jetzt mit Haustieren zu tun haben, da soll das dann eben auch nicht so steril wie ne reine Produktfotografie im Studio aussehen, sondern eben auch mal ein paar schöne, bunte, echte Fotos, ne? Und deshalb habe ich dann zum Beispiel jetzt so ein kleines Produktshooting eben mit besagtem Hund gemacht und dann lasse ich die Bilder eben vernünftig nochmal bearbeiten und sowas. Es gibt allerdings auch Anbieter in China, die professionelle Produktfotos machen. Da kannst Du dann theoretisch innerhalb Chinas eine Einheit Deines Produktes diesem Fotografen zukommen lassen. Der macht dann professionelle Fotos davon und schickt die Dir hinterher zu ne? Das ist auch möglich. Das ist zwar auch nicht ganz billig. Zwar wesentlich billiger, als wenn Du es in Deutschland machen lassen würdest, aber da zahlst Du dann halt schon ein bisschen was für Deine Fotos. Also ich kenne jemanden, der auch sich erfolgreich auf Amazon verkauft und der hat diesen Service erstmal genutzt und da ging es um einen Hygieneartikel und da hat der Fotograf dann tatsächlich, damit er das schön darstellen konnte vor nem stylischen Waschbecken und so, da hat der einfach innerhalb des Komplettpreises quasi angeboten, dass er in ein Hotel geht, ein Zimmer mietet und dann halt in diesem Zimmer, damit er das Badezimmer nutzen kann, ziemlich geile Fotos an dem Waschbecken machen konnte. Also die lehnen sich da schon echt aus dem Fenster, um alles mögliche zu machen, dass der Kunde auch zufrieden ist. Also es gibt da unglaubliche Möglichkeiten. Und es ist auch wirklich alles ortsunabhängig machbar. Das ist echt das krasseste daran. Marcus: Das ist cool. Das nenne ich mal Service-Gedanken. Das sehen wir hier in Asien auch an jeder Ecke. Und dann merkste erst wieder, Du bist nicht mehr in Deutschland. Richtig cool! Ey, das ist so spannend, Digger, das Thema. Ich glaube, ich könnte Stunden mit Dir darüber quatschen. Wir sind jetzt schon fett auf 45 Minuten, aber zwei, drei Fragen dazu habe ich noch. Ich hoffe, es ist genauso spannend für die Hörer, wie für mich. Geht’s Dir mittlerweile schon so, wenn Du dann so… Du hast ja voll den FBA Blick schon. Fast wie beim FBI nur FBA auf Amazon dann. Wenn Du andere Produkte siehst, erkennst Du dann direkt, kannst Du das mit Alibaba Händlern matchen oder denkst: Das habe ich doch schonmal gesehen und das ist auch ein FBA Seller und kennt man dann irgendwann so Sachen? Bastian: Na klar. Ja auf jeden Fall. Also zum einen kenne ich durch das Verkaufen auf Amazon durch ein paar Mastermind-Gruppen und so, eben auch einige deutsche Seller. Und irgendwie muss ich immer ein bisschen schmunzeln, wenn man dann sieht, dass das innerhalb der deutschen FBA Szene, sage ich mal, ganz ganz oft Produkte sich doppeln. Obwohl es 400 Mio. Produkte auf Alibaba gibt. Den Leuten fehlt so ein bisschen die Kreativität. Und das ist eben auch das Problem, dass zum Beispiel auch viele meiner Leser haben. Ich bin zwar der Meinung, dass ich das alles sehr detailliert dargestellt habe, aber trotzdem ist das, was den meisten Leuten am schwierigsten fällt. Ein Produkt zu bestimmen, dass funktionieren könnte, um das bei Amazon zu verkaufen und die haben halt irgendwie immer diese Panik, dass es vielleicht ein Schuss in den Ofen ist oder so und dass man dann sein Geld in den Sand setzt, aber das ist ja einfach in den seltensten Fällen der Fall, weil selbst wenn man ein Produkt jetzt nicht gut vermarktet oder das einfach nicht gut geht. Du hast es ja zu einem so günstigen Preis direkt beim Hersteller gekauft, dass der Preis eigentlich unschlagbar ist. Selbst, wenn Du es dann hinterher zum Selbstkostenpreis bei Amazon verscherbelst, kannst Du Dein Geld eigentlich kaum verlieren. Weil Du es eben zum Einkaufspreis immer wieder loswerden kannst. Und deshalb finde ich, ist es ganz ganz oft auch einfach ein mangelnder Mut, es einfach mal zu wagen ne? Da denkt man dann über zig verschiedene Tools nach, die man zur Verkaufsoptimierung oder so nutzen könnte. Und es gibt da eben so verschiedene Tracking Tools, die den Umsatz Deiner Konkurrenten zum Beispiel ausspucken können und sowas. Marcus: Ja, hau mal rein, aber das ist glaube ich ein absolut deutsches Phänomen so. Bastian: Ja, die trauen sich nicht. Marcus: Ja, mittlerweile stehen ja auch mehr oder weniger auf der anderen Seite und haben den Mut. Ich kann es aber noch nachvollziehen, als ich auch noch so unterwegs war. Man wird halt so diszipliniert so, durch den ganzen Bildungsweg und die Gesellschaft und was weiß ich, dass man Angst hat und dass man sich dann über versichert und am liebsten noch die Deutschen, wenn Du irgendwas Online verkaufen willst, brauchen 10000 Siegel, Money Back Garantie und am liebsten würden die wenn sie Unternehmer sind nur irgendwas starten, wo sie die 100 Tausend Millionste Garantie haben, dass das auch funktioniert. Bastian: Die gibt’s auch bei Amazon nicht. Marcus: Ja, die gibt’s halt bei Amazon nicht und ich glaube die brennenste Frage, die dann alle immer interessiert ist so, okay, der Basti ist erfolgreich als FBA. Was sind denn jetzt die Produkte und die würden es direkt nachbauen. Die würden genau das gleiche machen wie Du. Das ist so langweilig! Bastian: Das habe ich ja eben gesagt und deshalb, ich bin zwar oft danach gefragt worden, aber deshalb sage ich jedem auch jetzt nicht, wie mein Verkäufername ist, weil ich gerade dadurch, dass ich jetzt einen Blog habe, der auch viel gelesen wird, laufe ich ja besonders Gefahr, dass das passiert. Wenn das eben schon in so kleinen Mastermind Gruppen passiert ne? Und ich gebe auch eben privat Workshops zu der ganzen Thematik und greife auch gerne Leuten unter die Arme und die können mich auch gerne jetzt sowieso an alle Hörer, ihr könnt mir auch gerne schreiben, wenn ihr Fragen dazu habt. Und grundsätzlich versuche ich den Leuten so viel wie möglich mit auf den Weg zu geben, dass die mit der Zeit auch anfangen zu verstehen, was für Produkte Sinn machen und was für Produkte nicht, ne? Man hat da zwar gewisse Kriterien, aber manchmal ist es in letzter Instanz auch noch ein bisschen Bauchgefühl, das da eben mitspielt. Marcus: Absolut. Glaube ich auch. Bastian: Man muss einfach versuchen, sich von der Angst freizumachen, dass man jetzt all sein Geld in den Sand setzt. Weil wie gesagt, das ist einfach in der Regel nicht der Fall. Marcus: Ja, und dazu kommt ja als Unternehmer, wir haben ja auch schon ein paar Projekte gestartet, die einfach nicht funktioniert haben. Dann kann man das Risiko ja erstmal minimieren, dadurch dass man dann nicht Unmengen an Kosten erstmal generiert, sondern erstmal vielleicht einen kleinen Testballon fliegen lässt. Und zum anderen, selbst wenn es nicht funktioniert, ey fuck it, das war ne coole Zeit, das war ne coole Erfahrung und Du hast wieder ein Learning, was ein anderer vielleicht noch nicht hat und Du machst den Fehler nicht ein zweites Mal. Bastian: Ja, es gibt da so einen ganz coolen Begriff aus dem Amerikanischen, das nennt sich “Fail Forwards”, weil im Endeffekt so, Du scheiterst eben nach vorne. Marcus: Ja, absolut. Bastian: Dass Du aus jedem eben ein bisschen was mitnimmst. Marcus: Ja, und in den Staaten ist es auch so, dass es Startup Founder, die schon drei oder vier Startups gegen die Wand gefahren haben, die sind super begehrt bei Geldgebern oder bei Investoren, weil die wissen genau, der hat seine Lektion gelernt. Der macht jetzt die ganzen Fehler, die er jetzt schon gemacht hat, macht er nicht nochmal. Dafür hat der einen Haufen an Erfahrung und der will wieder. Der steht hier schon wieder da und dieses Mal ist die Idee richtig geil und wir haben das jetzt getracked und der kriegt jetzt die Kohle. Bastian: Das ist echt so viel geiler. Also ich meine hier kriegst Du dann hinterher nach zwei gescheiterten Existenzen oder so, kriegst Du keinen Dispo Kredit mehr oder so. Ja, das ist einfach ein ganz anderes Mindset. Marcus: Ja total. Wie viel Commission musst Du an Amazon abgeben, wenn die das komplette Fulfillment für Dich machen? Bastian: Also für den Verkauf selbst, unabhängig von den Fulfillments zahlt man 15%. Klingt vielleicht viel, aber wenn man jetzt einen ganz eigenen Shop hat und den ganzen Traffic generieren müsste, den man auf Amazon bekommt, kommt man mit 15% lange nicht hin und die FBA Gebühren, die berechnen sich anhand der Größe und des Gewichts der jeweiligen Produkte. Und der Durchschnittspreis meiner Produkte pro Monat liegt so zwischen 0,03 Euro bis 0,06 Euro Lagergebühren im Monat, also das sind Peanuts. Marcus: Hm okay und dadurch, das hatte ich ja vorhin schonmal gefragt, was macht Amazon eigentlich, wenn da so ein Typ ist, der haut denen das ganze Lager voll, aber verkauft nichts davon und dann liegen da 100.000 Einheiten rum? Klar, die lassen sich das natürlich bezahlen dann pro Einheit. Bastian: Ja klar. Die lassen sich das bezahlen, aber wenn es sich jetzt nicht gut verkauft, dann kannst Du Dir die Sachen auch jederzeit zurückschicken lassen. Marcus: Ah stimmt, hm cool. Bastian: Also, wenn ich jetzt zum Beispiel 500 Einheiten von etwas verkaufe, wo ich glaube, dass ich da ein paar Monate brauche, um die 500 Einheiten zu verkaufen, dann schicke ich eben erstmal nur 200 zu Amazon und den Rest dann zum Beispiel zu mir in den Keller oder so. Marcus: Okay oder irgendwann mietest Du Dir irgendwo was an. Bastian: Ja oder so. Also grundsätzlich ist das natürlich bescheuert, wenn man jetzt weiß das ist jetzt ein Artikel, der nicht so eine große Verkaufsfrequenz hat, haufenweise Einheiten da zu Amazon zu schicken, weil es sind natürlich schon Kosten, die da wachsen. Gerade wenn man jetzt sehr sehr viele da hat, auch Kleinvieh macht Mist, ne? Egal ob das drei oder sechs Cent sind. Wenn Du jetzt 1000 Einheiten da liegen hast, dann ist das trotzdem Holz. Marcus: Ja, absolut. Und wie viele neue Produkte… ich kann mir ja auch vorstellen, das kann irgendwie süchtig machen oder? Dieses ganze FBA Thema. Ich finde es ja schon super faszinierend... Bastian: Ich habe aktuell gar nicht den Cashflow, den ich bräuchte, um alles mögliche zu kaufen. Also andere Leute haben Probleme irgendwie auf Produkte zu kommen. Und ich habe die Probleme, dadurch dass mein Geld, mein Kapital, gebunden ist an die Sachen, die ich im Vorfeld dann eben kaufe. Also ich kaufe ja quasi auf Lager in Vorkasse. Und dann ist eben das Kapital manchmal gebunden, solange bis sich die Sachen verkaufen und insbesondere brauchst Du auch immer ein bisschen Rücklage, um, wenn der Bestand sich dem Ende zuneigt, eben auch wieder eine größere Bestellung tätigen zu können. Und ich kann einfach aktuell gar nicht alles ins Sortiment nehmen, was ich gerne ins Sortiment nehmen würde. Das macht echt ein bisschen süchtig. Du stöberst dann und denkst Dir: Boah, das ist auch ne geile Idee und… Die Liste ist echt mega lang. Marcus: Oder ist das auch so innerhalb der FBA Szene oder bei euch in den Masterminds so, dann: Ey das ist der heiße Scheiß, wir müssen alle Tischtennisplatten verkaufen und jetzt müssen wir alle Pfannenwender verkaufen und jetzt Kugelschreiber oder so. Bastian: Ja so die ganzen Masterminds sind schon ziemlich cool. Die Leute sind alle völlig abgedreht und alle sind einfach so Hals über Kopf in diesem Amazon Business drin. Sobald sie einmal realisiert habe: Ey scheiße, das funktioniert wirklich, ne? Und die können das einfach alle gar nicht glauben, dass es so simpel sein kann und dann redet man zwar über allerlei, aber über die Produkte, die die Leute wirklich selber so verkaufen, da sind die Leute dann doch immer ein bisschen empfindlich. Also das ist mehr so ein Running Gag, wenn Du jemanden fragst, was er eigentlich verkauft. Weil Du dann eben weißt, dass da keine detaillierte Antwort kommt. Die sagen dann immer: Ja ich kaufe in der und der Nische und so. Ich meine, mache ich ja auch ne? Aber das liegt eben daran, dass Du eben nicht möchtest, dass das wie in Amerika zum Beispiel super schnell kopiert wird. Ich habe ja eben gesagt, der Markt der ist da viel viel stärker bzw. viel mehr Competetive und das Problem ist, dass in Amerika auch viel mehr Leute unterwegs sind, die wahnsinnig finanzkräftig ne. Selbst Amazon Verkäufer haben oft Investoren hinter sich. Die sagen: Okay, Du kennst Dich mit dem Markt aus. Wenn Du jetzt ein Produkt hast, das gut läuft, dann pumpe ich Dir Geld auf’s Konto und Du kaufst da keine Ahnung wie viele Tausend Stück von. Und wenn da jetzt jemand sieht, Du hast da zum Beispiel ein Produkt, das läuft super gut an, aber da gibt es nur so und so viele Einheiten von auf Lager offensichtlich, dann machen wir das gleiche eben, kaufen aber stattdessen 20.000 Stück und unterbieten in dem Preis ne? Und das ist einfach in Amerika Gang und Gebe. Die sitzen da wie die Aasgeier auf der Stange und ich finde, der deutsche Markt, der hat noch so krass viel Potential. Also da kann man mindestens in den nächsten fünf Jahren richtig, richtig was reißen. Und ich wollte das Ganze einfach in erster Linie Publik machen, weil ich es schade finde, dass das Digitale Nomadentum für viele Leute vermeintlich nicht umsetzbar ist, weil am meisten wird ja transportiert dieser Gedanke, dass man einen digitalen Beruf irgendwie erlernt haben muss ne? Dass Du als Freelancer anfängst, wenn Du nichts anderes onlinemäßig kannst und so. Und viele Leute, die sind einfach nicht so technisch versiert. Ich selber bin auch nicht sonderlich technisch versiert. Ich habe einmal meinen Blog mit Wordpress mit Ach und Krach in den letzten drei Monaten mit viel Arbeit, um mich da reinzufuchsen, irgendwie aufgesetzt und viel mehr habe ich technisch jetzt auch nicht auf dem Kasten. Marcus: Dafür sieht der sehr geil aus. Bastian: Ja dankeschön, danke! Ich wusste einfach, wie es ungefähr aussehen soll. Was mir gefällt und dann hat sich das dann einfach so ein bisschen im Prozess des Gestaltens so ergeben. Ich habe einfach darauf Wert gelegt, dass ich ein Premium Theme nehme, was so meinen Ansprüchen ausreicht. Und das war eigentlich am Anfang voll der Fehler, weil so ein Premium Theme mit so vielen Fähigkeiten, hat einfach viel viel mehr an Möglichkeiten, die Du alle noch gar nicht schnallst, weil Du ja auch noch nichtmal Wordpress schnallst. Deshalb, das war auf jeden Fall ein bisschen kontraproduktiv, aber mit dem Endprodukt bin ich auf jeden Fall sehr zufrieden. Aber grundsätzlich nochmal zurück zu dem Gedanken, dass Amazon einfach für jedermann umsetzbar ist. Ich wollte damit einfach den Leuten einräumen, dass Du nicht was Technisches gelernt haben musst oder super im Programmieren oder sonstwas sein musst, um diesen Lifestyle zu leben ne. Weil das wäre einfach wahnsinnig schade, wenn das so vielen Leuten vorenthalten bleibt. Und so hast Du jetzt quasi mit Online-Handel über Amazon oder auch über ein paar andere Sachen, wie die über die ich schreibe, die Möglichkeit das eben auch ortsunabhängig zu gestalten und eben auch auf Achse zu sein und Du sagst ja selber, dass Du mittlerweile aus dem englischsprachigen Raum auch mehrere Leute kennst, die das eben genauso machen. Marcus: Hm, total viele. Immer mehr Trader und FBA Leute. Wobei die FBA Leute fast noch mehr sind, auf jeden Fall. Bastian: Ja und Shopify und so. Das ist auch ein bisschen stark vertreten in den USA zumindest. Marcus: Ja, das kommt. Also man merkt so, dass innerhalb der Szene wieder ganz neue Berufe oder ganz neue Mittel und Wege entstehen, um dann ortsunabhängig sein Geld zu verdienen. Jetzt gibt es auch immer mehr Udemy Kurse, Publishers und schlag mich tot. Also es sind nicht mehr nur noch Decoder, Programmierer, Designer, was Du eben sagtest, wo dann die Leute denken, okay, kann ich nicht, kann ich nicht, kann ich nicht. Scheiße, ich kann kein Digitaler Nomade mehr werden. Bastian: Ja genau! Und das ist echt ein wunderschöner Wandel und auch ein sehr sehr schneller Wandel und ich bin mega gespannt, wie es vielleicht in einem Jahr aussieht. Also bei mir hat sich im letzten halben Jahr so extrem krass viel getan. Ich meine, Du hast es ja selber ein bisschen mitverfolgt. Der Blog zum Beispiel, der ist ja auch gerade ein halbes Jahr alt und ich kann jetzt noch nichtmal sagen, ob ich in einem Jahr überhaupt noch Amazon mache oder so. Ich glaube zwar, dass es in einem Jahr noch viel viel besser laufen wird. Aber wer weiß, alles wandelt sich so schnell. Vielleicht hast Du plötzlich die Möglichkeit in so ein richtig geiles Startup zu investieren oder sowas oder verbreiten sich, wenn man so in diesem Digitalen Nomadensaft steht, sage ich mal, kriegst Du soviel mit. Und das ist einfach unglaublich viel wert. Also Du erweiterst ständig Deinen eigenen Horizont und lernst neue Sachen kennen und das finde ich mega spannend. Marcus: Das ist der Wahnsinn. Also gestern, als ich dann durch Chiang Mai gelaufen bin und dann hier die ganzen Freaks gesehen habe, die Digitalen Nomaden und wie smart die alle sind und was jeder so macht und dann dachte ich, eigentlich ist ja hier so diese Digitalen Nomadenwelt, in der wir jetzt auch drin sind, wie Disneyland für Unternehmer. Bastian: Ja, wir hatten auf Bali ein Mädchen zu Besuch in der Workation, die irgendwie eine Masterarbeit schreibt über das Thema Digitales Nomadentum. Ich weiß nicht mehr genau, was sie studiert, irgendwas mit Social Studies und haste nicht gesehen. Und die konnte das alles gar nicht glauben. Als sie dann in die Villa kam und wir saßen da alle mit unseren Laptops und hatten uns ein paar Bierchen auf den Tisch gestellt und ganz entspannt alle super produktiv gearbeitet. Die meinte dann, das ist ja wie Ferienlager für Erwachsene. (beide lachen) Marcus: Ja, oder was wir auch für krasse, krasse Rückmeldungen nach der DNX kriegen so, dass die Leute einfach nur dankbar sind und sagen: Ey wusste es nicht, ich wusste es wirklich nicht, dass es so ne Welt gibt und einfach so on Fire sind, dass viele wirklich über sich hinaus wachsen, um diesen Lifestyle dann realisieren zu können. Bastian: Ja, das ist echt krass. Und es gibt einem auch wahnsinnig viel zurück. Ihr kennt das ja selber von der DNX, aber auch was ich zum Beispiel so an Lesermails bekomme, ne? Marcus: Ja. Bastian: Gerade, wenn man selber vorher ziemlich viel Kritik dafür geerntet hat, dass man so einen Weg einschlägt, der ja am Anfang irgendwie so als Hirngespinnst abgestempelt wird oder so. Und wenn Du dann zum Beispiel Mails bekommst von Eltern, die Dir sagen, dass die ihrem Sohn, der nicht weiß ob oder was er studieren soll, Deine Seite empfohlen haben, ne? Und ich meine, ist ja klar, worum es bei der Seite geht. Die heißt halt Officeflucht, das ist einfach ein super geiles Gefühl. Marcus: Ja, das ist der Hammer. Da haben wir heute auch noch ne Rückmeldung gekriegt international von jemandem. Die war auf der DNX GLOBAL und ist jetzt voll mit ihrer ältesten Tochter dran, zusammen irgendwie ein Online Business aufzubauen und ist sie gerade voll am Überzeugen, ja. Das ist ja der Hammer so, was Du da alles für Leute inspirierst und was das für Wellen schlägt. Weil eigentlich ist es ja so, dass die Eltern sagen: Ey, mach was vernünftiges und mach nen guten Abschluss, geh zur Uni, blabla, was wir auch alle vorgesagt bekommen haben und dass jetzt selbst dann so die Eltern schon erkennen und offen dafür sind und sagen: Ey weißte, eigentlich ist es cool. Ich habe das jetzt mal ein bisschen reflektiert. Ich kenne diese “alte Welt”, sehe diese krassen aufgehenden Digitalen Nomaden, geh doch mal zur Konferenz, schreib doch mal Marcus und Feli und triff Dich mit denen oder so. Bastian: Ja, das ist echt unglaublich toll. Da bleibt mir auch manchmal echt die Spucke weg. Naja, aber es ist einfach toll, das viele Eltern eben auch so am Puls der Zeit sind oder zumindest offen für solche Veränderungen, weil jetzt wo ich öfters als Speaker eingeladen worden bin oder eben auch die Workshops gebe und Leute, die meine Leser sind zu Workations kommen. Und ich meinen Eltern dann erkläre, wie das alles funktioniert. Dass die Leute halt wirklich hierhin kommen, um mit mir hier gemeinsam dann zu wohnen. Jetzt langsam nehmen die das auch ein bisschen für bare Münze und zeigen auch ein bisschen mehr Interesse als am Anfang. Und das ist natürlich auch eine tolle Entwicklung. Marcus: Ja, das ist dann schon schön, ne? Weil am Anfang, vielleicht meinen die es auch gar nicht so ernst, aber die können es einfach nicht greifen und selbst meine Mutter hatte irgendwie Probleme, überhaupt akzeptieren können, dass Arbeit Spaß machen kann oder was cooles ist und wofür man brennt. Die kennen das von früher so, dass Arbeit muss weh tun, das ist scheiße und dafür kriegste ja Dein Geld. Also dieses Du tauscht Deinen Schmerz ein gegen so ein bisschen Kompensation. Und das war so schwer zu begreifen dann für meine Mutter, dass Du coole Sachen machen kannst und dafür noch Geld kriegst. Bastian: Naja, ich erinnere mich auch noch an einen Besuch bei der Berufsberatung nach der Schule bzw. irgendwie in der 12. Klasse oder so. Da ging’s dann halt zum BIZ hier zum Berufsinformationszentrum und ich hatte null Peilung, was ich machen wollte. Und dann hat die mich halt gefragt so nach meinen Interessen und dies und das. Und dann habe ich halt gesagt, ich möchte irgendetwas machen, was mir auch Spaß macht. Und dann sagt die ganz, mit so ner total versteinerten Mine “Spaß ist out. Man lebt um zu arbeiten”. Marcus: (lacht laut) Bastian: Das war einfach sowas von bezeichnend, weil die auch genau so aussah. Spaß ist out! Marcus: Ja, scheiße, scheiße, scheiße. Ja, erzähl mal. Du hast ja gerade gesagt, bei Dir ist es ziemlich krass abgegangen in den letzten paar Monaten. Vielleicht erzählst Du mal von Anfang 2015 bis jetzt haben wir November, was da alles passiert ist. Vielleicht um mal zu zeigen, was alles möglich sein kann. Ich meine, die meisten kennen wahrscheinlich unsere wilde Achterbahnfahrt von Feli und mir innerhalb von zwei Jahren. Einmal zum Mond und zurück, aber bei Dir ging es glaube ich gefühlt fast noch schneller. Bastian: Ja schneller würde ich jetzt nicht unbedingt sagen, aber also wie gesagt, mein Blog, der ist jetzt ein halbes Jahr alt. Ich war exakt an meinem 30. Geburtstag auf einem Mastermind-Date vom Tim Chimoy. Der hat in Köln so ein Event veranstaltet. Wir waren acht Leute und jeder konnte halt so seine Idee pitchen und da haben wir das so im Laufe des Tages eben validiert oder eben in der Gruppe auch diskutiert, was wir an den Ansätzen gut finden und was nicht und so. Und das hat schon gut was gebracht. Marcus: Wie bist Du eigentlich auf den Blog von Tim gekommen oder überhaupt das erste Mal, was war so der Touchpoint mit Digitalen Nomaden? Bastian: Also wie es bei den meisten wahrscheinlich so ist, die überhaupt keinen Plan haben, was sie machen wollen und mega unzufrieden sind, mit dem was sie gemacht haben. Also ich bin gelernter Hotelfachmann. Ich habe auch in Düsseldorf, Du kommst ja aus Düsseldorf, auf der Kö im InterContinental meine Hotelfachausbildung gemacht und das ist einfach so ein komplettes Paralleluniversum, ne? Da gibst Du dann echt bei Dienstbeginn dann so Deine Würde an der Tür ab, habe ich so den Eindruck und verdienst mega schlecht, arbeitest unglaublich viel und das ging dann einfach irgendwann nicht mehr weiter. Ich hatte da einfach keinen Bock drauf. Das habe ich von Anfang an gemerkt. Schon eigentlich nach drei Monaten, habe ich schon drüber nachgedacht, die Ausbildung zu schmeißen. Und wie das dann eben so ist. Wenn Du total entnervt Zuhause sitzt mit dem Laptop und so, dann googlest Du echt so einen Schwachsinn, wie “Wie werde ich Millionär”? oder irgendwie sowas. Und dann kommste echt so von Hölzchen auf Stöckchen. Du liest erstmal tatsächlich so Investorenforen für Börsengedöns und all sowas ne? Und ja, wie gesagt, man kommt echt von einem aufs andere und dann hatte irgendjemand in so nem Finanzforum tatsächlich die 4 Stundenwoche, wie das bei den meisten halt so ist, die 4 Stundenwoche halt empfohlen. Dann habe ich die gelesen und da war ich einfach völlig umgehauen. Ich meine, mir war klar, dass jetzt nicht alles 1 zu 1 umsetzbar ist. Also das wird ja auch oft angeprangert, dass Tim Ferris damit so ein bisschen… Ja, viele Leute sagen, das ist ja nicht wirklich alles 1 zu 1 umsetzbar, aber die vergessen dabei, dass deren Ausgangsposition auch nicht die ist, die Tim Ferris da schon hatte. Der hat schon irgendwie 60.000 Dollar im Monat mit seinem Supplement Shop verdient. Grundsätzlich einfach die Ansätze, die Denkanstöße, die der gegeben hat, das hat für mich alles auf den Kopf gestellt. Und wenn Du dann einfach weiter so ein bisschen seinen Blog verfolgt hast und da wieder andere Leute empfohlen werden und all sowas. Also ich kam eigentlich erstmal so über die amerikanische Szene dann hinterher zur Deutschen. Und dann war Earthcity und der Blog von Conni auch, das waren so die erste, die ich gefunden habe. Und dann ging es halt immer weiter ne? Als ich dann das erste Mal von der DNX gelesen habe, das war dann auch im Mai, das war ja die erste wo ich war. Da war ich einfach total weggeblasen. Dass es überhaupt in Deutschland schon so eine Community gibt. Wenn die auch noch relativ klein ist. Ja und dann bin ich zu diesem Mastermind Date von Tim Chimoy von Earthcity gegangen und wollte einfach erstmal für die Idee… meine reine Idee war eigentlich noch gar nicht so stark diese Amazon Geschichte, sondern auch ein Digitaler Nomadenblog. Und da sagte der Tim dann auch erstmal: Huey, ein neuer Digitaler Nomadenblog. Haben wir noch gar nicht ne? Und als ich denen ein bisschen mehr erzählt habe, in welche Richtung das gehen soll, da fand er das auch ziemlich cool. Und als der Blog gelaunched ist, ein paar Tage vor der DNX im Mai, ich habe ja zum 1. Mai gelaunched, er hatte das Ganze dann auch gepushed mit nem ziemlich coolen Post den er gemacht hat, und ich habe eben direkt so ein paar Leute gehabt, die einen coolen Post rausgehauen haben, auch der Sebastian Canaves hatte einen Beitrag von mir reposted und all sowas. Und das war dann echt so, dass innerhalb dieser einen Woche Launch ich dann die Woche darauf auf der DNX teilweise schon angesprochen worden bin: Hey, Du bist doch der Basti von Officeflucht. Und das war einfach mega krass. Und ja, ein bisschen genetworked und all sowas und dann einfach Vollgas. Marcus: Geiles Branding muss ich sagen. Du hast auch einen hohen Wiedererkennungswert mit Deiner ganzen Optik und dem Design und dann noch ein cooles Logo dazu und irgendwie der Begriff passt ja auch wie Arsch auf Eimer. Man weiß worum es geht, Officeflucht. Also das hast Du echt gut hingekriegt. Bastian: Dabei ist das eigentlich gar nicht so eine komplexe Sache gewesen. Es ist ja eigentlich hauptsächlich Wiedererkennungswert durch einen roten Filter, der über den meisten Bildern liegt, ne? Eigentlich ist es echt keine große Nummer, aber es hat auf jeden Fall Wiedererkennungswert und ich bin auch sehr froh, dass ich mir die Zeit genommen habe, drei Monate daran zu arbeiten, bis es dann ne runde Sache war für mich selbst auch. Es gibt ja auch viele Leute, die sagen: Einfach raus damit. Launch erstmal und dann optimieren kann man auf dem Weg. Aber wenn man dann erstmal anfängt zu arbeiten. Also jetzt auch wirklich dann Beiträge zu verfassen und all sowas. Du hast hinterher irgendwie so viel zu tun, dass Du dann hinterher nicht mehr so die Ruhe hast, das nochmal anzugehen. Und so gibt’s ja haufenweise Blogs, die dann irgendwie drei Jahre lang so aussehen, wie in der Ausgangsposition bis die Leute dann irgendwann sagen, Okay, jetzt muss ich einfach mal relaunchen, weil es einfach nicht mehr dem entspricht, was ich wollte. Und ich glaube, dass ich relativ lange jetzt mit dem Design, so wie es ist, zufrieden sein kann. Und das ist auch glaube ich ein Hauptgrund dafür, dass Officeflucht dann so gut gestartet ist und auch viel gelesen wird. Weil die Leute sich ja auf dem Blog aufgrund der Optik auch wohlfühlen. Marcus: Hm, absolut. Glaube ich auch. Okay, Du warst gerade bei der DNX, wo Dich dann die ersten Leute angesprochen haben. Das war im Mai, ich glaube da waren wir noch im Babylon, genau, mit 500 Leuten. Bastian: Genau richtig. Ja achso genau, zurück zum Mastermind Day im Februar. Also ich habe ja erzählt, das war genau an meinem 30. Geburtstag. Die Leute haben mich gefragt: Wie Du bist an Deinem Geburtstag hier und so. Aber für mich war das dann echt so eine Sache. Ich bin jetzt 30. Das war für mich so eine Zahl, wo ich dann einfach mir selbst gesagt habe: So, jetzt aber richtig. Ich habe vorher so viele Sachen irgendwie ausprobiert und mal hier … ich habe ja zwei Mal studiert, beide Studiengänge geschmissen und so. Einfach mal wirklich zu sagen: So, jetzt bist Du 30. Das ist es jetzt. Das ist das was Du machen willst. Und da auch alles reinzuhängen und dann habe ich dem Tim gesagt, als er mich gefragt hat, wo ich denn damit hinmöchte. So was mein nächstes primäres Ziel ist. Und da habe ich dann gesagt: Ich möchte mal irgendwann auf der DNX nen Workshop geben. Und das war es dann eben auch, dass ich versucht habe, mich in der Szene eben besonders zu vernetzen und auch der Hauptgrund dafür, dass ich dann zum Beispiel auf so ne Workation hier nach Bali und sowas mitgefahren bin. Um eben auch so ein bisschen den Fuß in die Tür zu kriegen, sage ich mal. Deshalb, ich finde so Networking Events mega wichtig. Wenn ich mich jetzt nicht mit Sebastian Kuehn und mit Tim Chimoy und anderen namenhaften Leuten aus der Szene connected hätte, dann wäre es auf keinen Fall so schnell gewachsen. Weil wir sind eben auch Meinungsmacher. Und wenn die sagen, okay, die finden das cool, dann gucken sich andere Leute das eben auch überhaupt erst an. Und das finde ich, ist ein unglaublich wichtiger Aspekt. Und ja, dann habe ich eigentlich in der Zeit bis zur kommenden DNX hauptsächlich eben an Officeflucht und an meinem Amazon Business gearbeitet und hatte dann ja jetzt die Möglichkeit auf der letzten DNX nen Workshop zu geben. Und da war ich unglaublich nervös, weil das dann eben so greifbar das Ziel. Als ich das im Februar gesagt habe, da habe ich einfach noch nicht geglaubt, dass es dann so schnell passiert. Das war ja jetzt fünf Monate später und das war dann echt so ein Etappenziel. Ich habe wirklich drei Tage vorher nicht geschlaten. (beide lachen) Und der Workshop, der ging ja nur 45 Minuten eigentlich und ich fand es sowieso schon schwer so die Amazon Thematik in 45 Minuten zu packen. Ich meine, guck mal jetzt, wir reden ja schon über eine Stunde hier. Marcus: Ja krass! Bastian: Und ja, ich habe dann einfach die letzten Tage ständig noch an der Präsentation gesessen und irgendwas versucht zu optimieren, was eigentlich schon in Ordnung war und so. Als es dann vorbei, also kaum war ich auf der Bühne war ich echt super, super entspannt und dann … also ich habe super Feedback bekommen. Das hat total Spaß gemacht und dann habe ich auch echt so ein bisschen Blut geleckt. Und das obwohl ich bei der Keynote vom Fabian Dittrich nicht dabei war und alle haben mir dann erzählt, wie toll das war. Weil ich bin nebenan noch in den Raum gegangen und habe mir nochmal meine ganzen Notizen durchgeguckt und sowas. Da habe ich mich im Nachhinein ein bisschen geärgert. Naja, aber der Workshop ist super toll gelaufen und das war ne super geile Erfahrung und dann kam ja direkt die Woche danach das Entrepreneurship Summit. Da war ich dann mit dem Ben Paul zum Thema ortsunabhängiges Arbeiten. Also Online Entrepreneurship, ortsunabhängiges Arbeiten. Und das war ja auch noch mal ne ganz andere Hausnummer. Das ist ne ziemlich große Veranstaltung, 1500 Leute sind da. Das war an der freien Universität Berlin. Und da habe ich echt erstmal überlegt, also Du hast mich ja vorgeschlagen und hast mich ja gefragt, ob ich das machen möchte. Und da habe ich erstmal einen Moment gezögert, weil als ich mir das Youtube Video vom Vorjahr angeguckt habe, da ist mir echt erstmal so die Spucke weggeblieben, weil das einfach nach so einer enormen Veranstaltung aussieht, ne? Da stehen Leute auf der Bühne, die wirklich die Welt verändern mit ihren Ideen. Und dann kommt da eben hier der Bastian von Officeflucht und erzählt ein bisschen: Hey, ich verkaufe Online bei Amazon, ne? Da kommt Dir das so surreal vor, warum Du überhaupt da vorne stehst und die Leute Dir zuhören, ne? Aber das krasse war einfach, dass auch da das Feedback enorm war. Also mich haben nach dem Vortrag locker 40 Leute noch über ne Stunde in der Lobby belagert, weil die alle wissen wollten, wie das alles funktioniert. Also ich habe mir da insgesamt… also  die Show auf der Bühne, die ging ja eine Stunde. Und dann hinterher habe ich mir nochmal eine Stunde oder anderthalb in der Lobby Zeit genommen für die Leute. Und da waren halt wirklich so 40 Leute ungefähr dabei. Und das krasse war einfach, also die Leute sind glaube ich alle auf mich zugekommen, weil das im Vergleich zu den Keynote Speakern, die zwar super inspirierend sind, aber irgendwie in einem ganz anderen Universum unterwegs sind. Dahingegen ist die Amazon Geschichte eben für jeden greifbar. Marcus: Ja absolut. Bastian: Und das hat das eben so interessant gemacht für viele Leute und da habe ich eben auch schon viele Anfragen bekommen jetzt für Workshops. Und ich denke, ich werde jetzt Anfang des Jahres, wenn wir aus Brasilien zurück sind - also ich werde nicht so lange in Brasilien bleiben. Dann werde ich so ab Januar/Februar auch anfangen so Amazon Mastermind Days quasi zu veranstalten. Marcus: Hm cool! Macht auf jeden Fall Sinn. Ja ich find’s auf jeden Fall ein geiles Zeichen von dieser fetten Veranstaltung vom Entrepreneurship Summit, das ja ne mega Reputation hat, weil die ja unter der Schirmherrschaft von dem Günter Faltin veranstaltet wird, der das geile Buch Kopf schlägt Kapital veröffentlicht hat. Und die haben das erste Mal glaube ich im letzten Jahr sind die auf uns zugekommen und haben gesagt: Ey da passiert irgendwie was. So Lifestyle Entrepreneurship hieß glaube ich das Pannel, wozu die uns dann angesprochen haben und haben gesagt, dass würden wir gerne mit ins Programm nehmen. Und das sind so irgendwie auch dann schon in gewisser Weise, auch wenn das alles noch sehr lange dauert, bis wir irgendwo in der Mitte der Gesellschaft vielleicht mal ankommen werden. Die Firstmover, die gesagt haben: Ey, wir laden euch ein, wir nehmen euch mit in unseren Kreis. Und kriege heute immernoch Feedback von unserem ersten Talk, den wir da vor einem Jahr, letztes Jahr im Oktober, gemacht haben und gesagt haben: Ey, ihr habt uns echt erreicht, getouched, ich habe was geändert. Seitdem verfolge ich euch, war jetzt auf der DNX und bei euch schien das ja jetzt genauso abgegangen zu sein. Bastian: Ja total. Weil die DNX ist halt speziell für Digitale Nomaden und deshalb ist sie bei vielen Gründern einfach noch total unter’m Radar. Und wenn Du jetzt beim Entrepreneurship Summit bist, wo wahnsinnig viele Unternehmer so im klassischen Sinne am Start sind und die hören sich dann, weil die einfach mal sich da in diese Sitzung reinsetzen, das sind ja verschiedene Events parallel auch. Wir waren natürlich auch direkt im Audimax, weil die sich wahrscheinlich gedacht haben: Hey, das ist ein spannendes Thema und das wird sicherlich viele Leute interessieren und es war auch gut besucht und ich fand es einfach krass, dass wir uns da zu zweit da ins Audimax stellen, wenn andere Leute eben echt so gestandene Unternehmer sind. Aber man merkt da einfach, dass dieser Wandel in der Stimmung oder bzw. in der Auffassung von Entrepreneurship schon durchaus da ist. Ich habe jetzt zum Beispiel relativ viel mit einem der Zuhörer aus dem Publikum im Nachfeld geschrieben, der hat ein ziemlich geiles Startup. Der macht ökologisch abbaubare Babywindeln. Das ist ja auch was, was für die Welt einen Mehrwert bildet, aber der schreibt mich jetzt an, wegen Amazon, weil er selber sagt, dass das ein viel viel angenehmeres Modell ist. Das ist irgendwie so, dass viele Leute gar nicht wissen, wie greifbar ein Teilpassives Business überhaupt ist. Marcus: Ja, deshalb ist es so gut, dass man dann auch immer präsent ist, bereit ist. Ich mache auch alles mit, was an Interviewfragen oder Speaking so kommt. Du hast ja jetzt auch voll Feuer gefangen. Das finde ich cool. Und gebe auch immer gerne Sachen dann weiter, wo wir dann nicht können oder weil so langsam ja immer mehr auf uns aufmerksam werden und vor zwei Wochen haben wir dann auch eine coole Begegnung gehabt hier an der University of Bangkok beim Entrepreneurship Fachbeirat. Keine Ahnung. Mit denen sind wir dann irgendwie connected worden. Also es zieht gerade immer weitere Kreise. Vielleicht machen wir mit denen was zusammen zur GLOBAL im März. Das auch so dieses klassische Unternehmertum, was ich ja auch noch an meiner Uni da im BWL-Studiengang gelernt habe, was so praxisfern gewesen ist, dass die so die ersten Schritte jetzt auch Richtung Amazon Selling machen oder anderen Businessmodellen, die absolut greifbar und realisierbar sind. Ich glaube, die meisten wissen es einfach nicht. Bastian: Ja, deshalb hat der Günter Faltin das ja auch überhaupt erst alles gestartet. Der war ja auch BWL Dozent oder Dozent speziell in Berlin für Entrepreneurship und hat dann auch eben irgendwann eben gesagt: Warum soll ich das unterrichten, wenn ich davon in der Praxis überhaupt keine Ahnung habe. Und so ist dann eben das Ganze entstanden mit der Teekampagne und Du siehst ja, was daraus geworden ist, ne? Marcus: Ja, ja, ja. Richtig, richtig fett! Ja, ich denke mal, das war die längste Folge ever bis jetzt. Wir sind jetzt bei 1 Stunde 16 Minuten. Wenn die Hörer noch nicht eingeschlafen sind, vielleicht für die letzten drei, die noch am Start sind, was sind so Deine nächsten Pläne in den nächsten paar Monaten? Speziell mit Officeflucht, businessmäßig oder auch privat? Bastian: Also erstmal, wie gesagt, fahren wir gemeinsam mit der Nomad Cruise nach Brasilien. Mein Ziel für’s nächste Jahr ist auf jeden Fall noch so ein paar Speaking Gigs zu bekommen und ein Ziel, das ich auf jeden Fall habe ist, ich möchte irgendwann - ich sage mal irgendwann ist eigentlich voll schlecht das so zu formulieren, aber - ich möchte irgendwann auf jeden Fall auch mal einen TEDx Talk halten. Marcus: Cool! Bastian: Und für’s nächste Jahr ist geplant einen Onlinekurs zu der ganzen Amazonsthematik, also ganz idiotensicher von Schritt 1 bis zum letzten halt, wie man das dann 1 zu 1 umsetzen kann. Da muss ich mich bestimmt auch für locker drei Monate einschließen, sonst mache ich das nicht, aber ja. Ich möchte das auf jeden Fall angehen jetzt, sobald ich zurück bin und dann wie gesagt, eben auch so ein paar Mastermind Days und auch Workations mit Schwerpunkt Amazon. Also quasi so ne Art Amazon FBA Bootcamp, sodass man dann zum Beispiel sagt, für ne Woche oder für zehn Tage, sodass Du eine vernünftige Zeit, die theoretisch auch Leute in Anspruch nehmen können, die berufstätig sind. Also nicht irgendwie ein ganzer Monat Workation oder so, sondern so ne Woche ungefähr bis zehn Tage, dass man den Leuten sagen kann, da gehen wir auch alles durch, was mit Amazon zu tun hat und Du fährst nach Hause mit ner Art Hausaufgabe und weißt, wir beschließen dort quasi schon, welchen Produkten Du Dich annehmen solltest. Sodass jeder quasi mit nem festen Plan nach Hause fährt. Marcus: Saucool! Ich merke schon, Du bist voll on Fire. Wir sind’s ja auch noch, Feli und ich. Denn das ist irgendwie das geilste was es gibt. Diese unternehmerische Freiheit das erste Mal ausleben zu können und nicht mehr um Erlaubnis fragen zu müssen. Das hat voll lange bei mir gedauert bis ich das mal gerafft und realisiert habe. Bastian: Ja und was auch alles daraus entsteht ne? Also es ist echt wie so ein Schneeball, der ins Rollen kommt. Marcus: Hm, ja cool! Ich freue mich, wir sehen uns ja schon in, keine Ahnung, eineinhalb Wochen dann in Gran Canaria und... Bastian: 12 Tage. Marcus: 12 Tage, geil! Und dann sind wir ja erstmal auf der Cruise zusammen nach Brasilien. Das wird bestimmt auch noch mal super inspirierend mit den ganzen anderen Digitalen Nomaden. Die Köpfe zusammenzustecken. Bastian: Ja super geil, auch weil es internationales sind. Marcus: Ja absolut, das ist auch nochmal so ein neues Level, was wir ja jetzt angegangen sind mit der DNX GLOBAL und einfach nicht mehr zu stoppen. Es ist einfach zu geil. Bevor wir uns jetzt hier zu lange selber feiern… (beide lachen) Vielen Dank für Deine Zeit! Bastian: Ja, danke Dir Mann! Dank Dir für die Einladung und es hat echt mega Spaß gemacht. Marcus: Sehr gerne. Hau rein Basti! Wir sehen uns. Bastian: Hau rein, bis dann! Marcus: Bis dann! Jo Leute, das war auch schon wieder eine neue Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mit Basti Barami von officeflucht.de. Wenn euch die Folge gefallen hat, dann hinterlasst mir doch einen Like bzw. eine Rezension auf iTunes. Ihr könnt mir aber auch gerne einen Like hinterlassen auf meiner Facebook-Seite. Das ist www.facebook.com/lifehackzshow oder ihr sucht da einfach nach LIFE HACKZ. Ich freue mich über jegliche Interaktionen, über Feedback von euch. Schreibt mir ne E-Mail an marcus@lifehackz.de, wie euch die Sendung gefällt. Was ich noch anders, was ich noch besser machen kann. Das hält die Show am Leben, das hält ich am Leben. Ich brauche euch, ich brauche euer Feedback! Danke, dass es euch gibt! Danke, dass ihr mir ein Lebenszeichen gebt! Und viel Spaß bei allem, was ihr gerade noch macht. Peace & out! Euer Marcus. [/su_spoiler] [/su_accordion] 12186588_10153121432536857_8669029695835498743_o

Dec 18, 2015

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Interview mit Peer Wandiger von selbstständig im Netz

Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 37! Willkommen zu einer neuen Folge vom LIFE HACKZ Podcast, live aus Chiang Mai, Thailand. Und heute habe ich mir ein Urgestein der deutschen Online Unternehmer Szene geschnappt, nämlich den lieben Peer Wandiger. Peer betreibt eine richtig große Website zu dem Thema Selbstständig im Internet Geld verdienen mit dem Namen Selbstständig im Netz und ist mega angenehmer Zeitgenosse, der mit viel Beharrlichkeit, Bodenständigkeit ein richtig großes und nachhaltiges Online Business aufgebaut hat. Checkt die Folge aus! Viel Spaß mit Peer! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. In dieser Folge lernst du:

  1. Welche Möglichkeiten es gibt, Deinen Blog zu monetarisieren.
  2. Warum es gut ist den richtigen Zeitpunkt zu finden, um loszulassen.
  3. Welche Online Einnahmequellen es gibt.
  4. Wieso sich Nachhaltigkeit bezahlt macht.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Selbstständig im Netz

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 37! Willkommen zu einer neuen Folge vom LIFE HACKZ Podcast, live aus Chiang Mai, Thailand. Und heute habe ich mir ein Urgestein der deutschen Online Unternehmer Szene geschnappt, nämlich den lieben Peer Wandiger. Peer betreibt eine richtig große Website zu dem Thema Selbstständig im Internet Geld verdienen mit dem Namen Selbstständig im Netz und ist mega angenehmer Zeitgenosse, der mit viel Beharrlichkeit, Bodenständigkeit ein richtig großes und nachhaltiges Online Business aufgebaut hat. Checkt die Folge aus! Viel Spaß mit Peer! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. Marcus: Jo Peer! Herzlich Willkommen auf dem LIFE HACKZ Podcast! Bist Du ready? Peer: Ja, ich bin ready. Hallo Marcus! Marcus: Wo erwische ich Dich gerade und warum bist Du da? Peer: Ja, wie die meiste Zeit in meinem Büro, wo ich als Selbstständiger von Montag bis Freitag eigentlich die meiste Zeit bin und meine Blogs und meine Websites betreue. Marcus: Okay, Du sagst gerade Blogs und Websites. Das klingt danach, dass Du mehrere Webseiten am Start hast. Was sind Deine Projekte? Peer: Ja, also das erste Projekt war mein Blog Selbstständig im Netz, der Anfang 2007 gestartet ist und das war damals noch ein Hobby-Projekt sozusagen, neben meiner eigentlichen Arbeit als Web-Designer. Ich hatte halt überlegt, was könntest Du machen, so ein bisschen selber als eigenes Projekt und da die Freizeit damals oder die Zeit generell ein bisschen knapp war in der Existenzgründung, weil ich eigentlich nur gearbeitet habe, habe ich mir als Thema eben auch meine Arbeit genommen, um darüber zu bloggen. Ja, und den Blog gibt’s heute noch, nach mehr als neun Jahren und der ist mein größtes Projekt mit den meisten Besuchern. Aber darüber hinaus habe ich noch zwei, drei andere Blogs zu Themen wie Bloggen, Affiliate-Marketing und betreibe dann zusätzlich noch einige kleine Websites.    Marcus: Cool, also neun Jahre sind ja echt mal ein dickes Brett. Erstmal Hut ab dafür! Du bist glaube ich echt einer der First Mover in Deutschland, der überhaupt über dieses Thema Online-Unternehmertum oder Geld verdienen im Internet geschrieben hat oder? Peer: Ja, also ich denke mal, das war damals zwar noch nicht ganz so bewusst, aber die Wahl aus Selbstständigkeit und Internet, so die Kombination war damals noch nicht so verbreitet. Da gab es zwar schon einiges zum Thema Selbstständigkeit natürlich und einige Blogs zum Thema Internet an sich. Aber so die Kombination war damals sicherlich etwas neues. Das hat auf jeden Fall geholfen. Aber weil Du sagtest First Mover ist natürlich sicherlich hilfreich schon so lange dabei zu sein, aber ich bin sicherlich auch einer der mit am längsten durchgehalten hat. Denn viele halten dann eben auch nicht so lange durch. Marcus: Ja, also erstmal First Mover und dann immernoch am Start zu sein. Also das ist auf jeden Fall schonmal ein langes Durchhalten, was Du da gezeigt hast. Aber es ist ja oft so bei Webprojekten und Onlineprojekten, dass je älter sie werden, wie bei nem guten Wein, um so mehr reift das dann auch. Gerade auch, was dann die Sichtbarkeit bei Google oder so angeht. Konntest Du das auch feststellen, dass Du mehr organischen Traffic über die Zeit bekommen hast? Peer: Ja natürlich. Also ich denke mal, anders als bei einer normaler statischen Website, die zwar auch hin und wieder mal neue Inhalte bekommt, aber doch dann vom Umfang her oft eben nicht so wächst, da ist es natürlich beim Blog so, dass da täglich neue Artikel dazu kommen. Ich habe ja erst im Oktober jetzt meinen 4.000sten Artikel veröffentlicht. Und das hat natürlich sehr geholfen. Also den meisten Traffic von Google bekomme ich über mein Archiv sozusagen. Also über Artikel, die schon etwas älter sind bis zu Artikeln, die jetzt wirklich acht, neun Jahre alt sind, die immernoch guten Traffic bringen. Und das hat natürlich mit der Zeit dann auch dazu geführt, dass es so erfolgreich geworden ist. Marcus: Krass! Bist Du nach wie vor ne One Man Show und schreibst und tust und schraubst alles selber oder wie bist Du aufgestellt? Peer: Nee, ich habe jetzt mittlerweile eine Mitarbeiterin und habe auch den ein oder anderen freiberuflichen Autor, der Texte liefert. Also ich versuche mich da schon ein bisschen breiter aufzustellen mit der Zeit. Ich habe lange Jahre in einem Büro gearbeitet. Da war es eigentlich auch noch möglich alleine zu arbeiten und jetzt niemanden einzustellen. Und bin dann Ende letzten Jahres/Anfang diesen Jahres in ein externes Büro umgezogen, was natürlich deutlich größer ist, mehr Platz bietet und es ist mir natürlich auch selber wichtig, da ein bisschen von der One Man Show wegzukommen, obwohl ich merke, dass es mir teilweise nicht so leicht fällt, weil es irgendwie auch mein Baby ist. Das gibt man ungerne aus der Hand, aber auf Dauer gesehen, möchte ich jetzt nicht, dass alles von mir alleine so abhängig ist. Marcus: Nee absolut, aber ich kann das voll nachempfinden. Als wir jetzt angefangen haben, dann die ersten Leute ins Team zu holen und dieses loszulassen oder jemandem zu vertrauen und die Plattform quasi aus der Hand zu geben, das ist schon erstmal ein Step, den man so gehen muss, wo man denkt: Geht das alles gut? Ne? Peer: Ja, das ist richtig. Also da arbeite ich immernoch ein bisschen dran, aber das hat sich schon ganz gut entwickelt jetzt und das ist einfach auch notwendig, weil ich ja auch dann schon vor ein paar Jahren gemerkt habe so langsam, dass einfach das Wachstum oder die Möglichkeiten, die sich bieten einfach nicht ausgeschöpft werden können, wenn man eben versucht alles alleine zu machen. Irgendwo ist natürlich dann die Zeit nicht mehr da und ich wollte dann auch nicht mehr jeden Abend und jede Nacht und jedes Wochenende arbeiten. Und dann bremst man sich natürlich selber aus, wenn man nicht Arbeiten rausgibt. Marcus: Ja absolut. Und mit jeder positiven Erfahrung, fällt’s einem dann auch wieder leichter noch mehr irgendwie abzugeben und noch mehr Vertrauen jemandem zu schenken oder? Peer: Ja das ist denke ich mal, wie bei vielen Sachen so. Man muss einmal so den inneren Schweinehund ein bisschen überwinden und ein bisschen so die Ängste, die Sorgen, die man natürlich hat irgendwo hinter sich lassen und dann ist es meistens natürlich doch noch eine positive Erfahrung. Marcus: Wie war das denn 2007? Hattest Du jemanden der Dich inspiriert hat einen Blog dazu zu starten zu dem Thema Selbstständig im Netz? Oder wie kam da eins zum anderen? Peer: Ja also als ich noch angestellt war und aber schon absehbar war, dass ich damals den Job verliere, weil die Firma aufgekauft wurde und die Hälfte der Belegschaft sozusagen entlassen wurde. Mit der Zeit war das schon absehbar und ich hatte natürlich schon damals ein bisschen Zeit sozusagen dann auf der Arbeit und habe dann auch einige amerikanische Blogs gelesen, die damals schon recht groß waren. Da war das damals schon so ein Trend, wo die Blogger Geld verdient haben mit ihren Blogs und Einnahmequellen hatten, die wir damals noch nicht kannten. Und das fand ich schon sehr faszinierend, habe aber nicht unbedingt gedacht, dass das in Deutschland so möglich ist, da ja die Reichweite im englischsprachigen Raum dann doch was anderes ist usw. Aber dann als ich Selbstständig war, habe ich dann schon immer mal gedacht, über was möchtest Du bloggen? Und hatte schon länger den Wunsch einen Blog zu starten. Aber ich wollte eben irgendwas, wo ich wirklich Lust habe drauf, auch regelmäßig und über längere Zeit zu bloggen. Und da bot sich dann einfach die eigene Arbeit an. Über meine Erfahrungen und das, was ich halt jeden Tag als Web-Designer und als Online Selbstständiger selber erfahre, da zu bloggen. Ja und das war dann der Startschuss. Marcus: Hm, und welche Blogs waren das, drüben bei den Amis? Peer: Also ganz am Anfang war es halt Selbstständig im Netz. Es gab natürlich vorher ein, zwei Versuche, so nen Hobbyblog zu starten, wo ich dann aber aus verschiedenen Gründen recht schnell die Sachen eingestampft habe. Der erste richtige Blog war dann wirklich Selbstständig im Netz und der ist es dann bis heute auch geblieben. Marcus: Und welche Blogs waren das bei den Amis, die Dich inspiriert haben? Peer: Ich weiß gar nicht, ob’s ein Ami oder ein Australier war. Der hat damals auch gerade so angefangen zu bloggen über seine Selbstständigkeit sozusagen, über seine ersten Schritte. Er hat sich dann auch sehr weiterentwickelt mit der Zeit. Das war auch sehr inspirierend, weil er halt selber so mehr oder weniger angefangen hat als normaler Selbstständiger und sich dann dort etwas aufgebaut hat. Aber manch andere kann ich mich gar nicht mehr erinnern damals, weil ich die heute nicht mehr unbedingt lese, aber das war halt damals einfach ne Zeit, wo man dann gedacht hat: Was?? Man kann Online Geld verdienen? Das ist ja cool. Und das war dann so die erste Erfahrung, als ich dann so meine ersten Euro mit meinem Blog verdient habe, das war nicht viel Geld, aber natürlich ist es einfach verrückt gewesen, dass so was geht. Marcus: Da erinnert sich glaube ich jeder Online Unternehmer noch dran, an seinen ersten Payout. Die ersten 3,25 € Affiliate Einnahmen oder? Peer: Ja, also ich kann mich jetzt nicht unbedingt an den ersten Euro vielleicht erinnern, aber ich weiß noch, es gab also als ich angefangen habe zu bloggen, gab es noch ein Partnerprogramm für AdSense, als man noch Geld bekommen hat für Leute, die man für AdSense geworben hat. Und irgendwann habe ich dann mal ne Provision von 250 $ bekommen. So einmal. Das war so der Punkt, das war so der Moment bei mir, wo ich dachte: Boah!! Das ist doch mehr als Taschengeld. Da steckt Geld drin, da kannste einen Zusatzverdienst auf jeden Fall haben, aber an Vollzeitbloggen habe ich damals noch nicht gedacht, aber das war bei mir so der Magic Moment sozusagen. Marcus: Hm, das war der Trigger oder die Motivation. Und was sind heute Deine Haupteinnahmequellen auf dem Blog? Peer: Ja, Selbstständig im Netz, da habe ich einige Einnahmequellen. Also ich habe Werbung, die ich verkaufe, was auch gut funktioniert, weil ich ja doch ne recht gute Zielgruppe habe. Selbstständige, Gründer und alle die sich so für eben Online Business interessieren. Ich habe auch schon eine relativ gute Reichweite und da kann ich meine Werbebanner direkt an Firmen ganz gut verkaufen. Marcus: Wieviel Reichweite hast Du? Peer: Also laut Google Analytics sind’s ungefähr 250.000 Besucher im Monat und knapp 400.000 Seitenaufrufe im Monat. Das ist dann für viele Unternehmen so im mittleren Bereich schon sehr interessant dort ihre Produkte anzubieten. Marcus: Absolut, krasse Hausnummer. Peer: Ja, also es hat sich mit der Zeit sehr stabil entwickelt. Ich hatte nie eigentlich so den großen Sprung drinnen. Oder ich hatte auch nie so Maßnahmen gemacht, die so kurzfristig mir irgendwelche Besucheranstürme gebracht haben. Sondern es war wirklich über die vielen Jahre immer so ein stetiges Wachstum. Natürlich gab’s auch mal kleine Rückschritte, aber dann auch mal wieder kleine Anstiege und es war aber sehr stetig und entspannt, sage ich mal. Und dadurch, dass ich auch nie versucht habe irgendwie zu trixen mit irgendwelchen Methoden bei Google oder ähnliches, habe ich da eigentlich auch immer recht ruhig geschlafen. Und die weiteren Einnahmequellen sind zum Beispiel Google AdSense, was ich einsetze, was auch gut funktioniert. Dann habe ich natürlich viele Affiliate Links und viele Partnerprogramme, die ich nutze für Produkte, Leistungen und ähnliches, die natürlich zum Thema meines Blogs passen. Und mittlerweile habe ich dann auch ein eigenes Ebook, was ich verkaufe, was auch sehr gut funktioniert. Marcus: Seit wann hast Du das Ebook? Peer: Das Ebook habe ich seit Februar diesen Jahres. Das ist ein Ebook über die Erstellung kleiner Nischenwebsites. Also eine relativ kleine Website zu bestimmten Produkten oder Themen, mit denen man dann Geld verdienen kann. Die Idee dazu hatte ich schon recht lange, aber die Umsetzung ist immer so, dass das Tagesgeschäft immer vorging und ich’s immer so vor mir hergeschoben habe. Aber da ich ja einmal im Jahr diese Nischenseiten-Challenge bei mir durchführe und die war in diesem Jahr auch im Februar, hat das natürlich thematisch sehr gut gepasst, das dann passend zu veröffentlichen zum Start der Nischenseiten-Challenge. Und dann habe ich mich dann mal über Weihnachten und den Winter sozusagen zusammengerissen, das Ebook fertig gemacht und dann pünktlich zum Start der Nischenseiten-Challenge auch verkauft. Und das ist auch sehr gut angekommen. Marcus: Cool. Das macht natürlich absolut Sinn. Ich meine, wenn wer schon so lange am Start ist, wie Du, seit neun Jahren. Das ist ja ein riesen Fundus an Know-How und an Wissen, was in Dir steckt und auch in dem Blog steckt oder in der Website und ehrlich gesagt war das auch für mich die erste seriösere deutschsprachige Anlaufstelle, nachdem ich so die ersten Touchpoints mit im Internet Geld verdienen etc. gemacht habe. Wo es dann doch sehr viel crappy Geschichten gibt, die nicht wirklich funktionieren und nur darauf aus sind, den anderen auszunehmen. Da war das so die erste Seite, wo ich gedacht habe: Cool. Das scheint irgendwie auch seriös zu funktionieren. Das scheint Hand und Fuß zu haben und wo ich mich gut aufgehoben gefühlt habe. Peer: Ja, ich denke das ist auch ein bisschen ein Teil des Erfolges. Klar hätte ich mit verschiedenen Maßnahmen und etwas, sage ich mal undurchsichtigere Methoden natürlich auch andere Reichweiten erzielen können. Hätte andere Einnahmen vielleicht auch damit erzielen können. Aber ich habe mir auch von Anfang an einfach vorgenommen: Okay, Du möchtest davon langfristig profitieren, Du möchtest Dir etwas aufbauen, von dem Du wirklich lange Zeit was hast. Und deswegen habe ich immer versucht, ehrlich zu sein, was auch einfach bei mir persönlich jetzt in der Natur liegt, einfach niemanden über den Tisch zu ziehen. Und das hat sich Gott sei Dank eben ausgezahlt und hat gezeigt, dass es eben auch so geht und man nicht irgendwie, wie das manche heute auch noch versprechen, durch komische Methoden und ähnliche Dinge Geld zu verdienen. Marcus: Ja, und der Erfolg gibt Dir ja recht. Ich glaube, wenn Du sagst, dass alles sehr nachhaltig gewachsen, auch der Traffic ist sehr organisch angestiegen, dann ist das ja eigentlich im Grunde die beste Rückmeldung oder der beste Beweis, den man haben kann, dass es auch auf diesem sauberen, organischen und sukzessive Step by Step Weg gut funktionieren kann. Peer: Ja auf jeden Fall. Man muss nur sagen, dass das viele natürlich nicht hören wollen, wenn man ihnen sagt: Okay, es dauert halt auch ne Zeit, etwas stabiles uns nachhaltiges aufzubauen. Viele wollen dann doch über Nacht und relativ schnell Erfolg haben und ich schließe ja auch nicht aus, dass das auch möglich ist mit anderen Methoden, die auch nicht irgendwie unseriös sind. Man kann sicherlich auch andere Wege gehen, als ich gegangen bin. Aber für mich war das halt der richtige Weg so vorzugehen und diesen Weg einzuschlagen und ich bin damit immernoch sehr glücklich und zufrieden. Marcus: Hm, hattest Du denn zwischendurch mal so Punkte, wo Du gedacht hast: Wow, irgendwie läuft das alles nicht und ich gebe das dran und mache irgendwelche anderen Sachen. Hattest Du auch die typischen Zweifel eines Unternehmers oder Selbstständigen? Peer: Ja natürlich. Also ich denke mal, wer auch hier immer nur so tut, als wäre alles heiter Sonnenschein, der will glaube ich auch nur irgendwas verkaufen. Also da schreibe ich natürlich auch immer wieder mal einen Artikel drüber, wie es ist, wenn man Motivationslöcher hat zum Beispiel. Ich habe natürlich mit der Zeit einfach festgestellt, das gibt es einfach. Man hat mal so Tage oder vielleicht auch mal ne Woche, wo man einfach durchhängt. Ob es nun was körperliches ist oder ob man einfach mal ein bisschen Auszeit braucht. Da muss man einfach durch. Da kommen wieder bessere Zeiten. Mittlerweile weiß ich das und jetzt stört mich das auch nicht mehr. Und man lernt natürlich auch damit umzugehen und einfach trotzdem zu arbeiten. Das ist halt dann irgendwann das Professionell werden vorgehen sage ich mal. Aber ich hatte natürlich auch andere Fälle, also ich auch mal ne Abmahnung wegen einem Bild, was natürlich ein relativ teurer Spaß war, wo ich dann schon überlegt habe: Mensch! Und damals habe ich eben noch nicht verdient und noch nicht Vollzeit davon gelebt. Und dann überlegt man schon mal, ob das so einen Sinn macht, sich da solchen Risiken auszusetzen, die ja, wenn man dann manche Berichte liest, dann wirklich auch ganze Existenzen bedroht sein können, wenn man nicht aufpasst. Es gibt schon so Momente, wo man einfach darüber nachdenkt, aber ich bin froh, dass ich da immer weiter gemacht habe und auch gerade in der Anfangszeit kann ich mich gar nicht mehr so genau erinnern, was ich da tagtäglich gedacht habe, weil viel Geld kam zu Anfang nicht rum. Ich habe trotzdem weitergemacht und da bin ich natürlich heute froh. Marcus: Ja, und ich denke mal, ne viel größere Motivation als Geld ist dann wahrscheinlich auch das Feedback von den Lesern auf der Seite, wenn einer doch mal einen Kommentar hinterlässt. Oder man hat drei Leser mehr von einer Woche zur nächsten geschafft. Das sind ja oftmals dann ganz andere Metriken, die einen dann noch bei der Stange halten. Aber am Ende des Tages muss natürlich auch jeder sehen, dass er davon irgendwie leben kann, wenn er das Vollzeit machen möchte. Peer: Ja, das ist ein breites Thema: Motivation. Also alleine Gelde sollte keine Motivation sein. Man sollte Spaß dran haben, was man da macht. Und man sollte oder bei mir war es sicherlich auch das Feedback, was immer zahlreicher wurde und die Kommentare und die Mails, die ich mittlerweile täglich bekomme von Lesern. Das ist natürlich schon sowas, was mir zeigt, dass ich einfach immer wieder Leute erreichen kann und immer wieder Leuten auch helfen kann, sage ich mal. Und dann ist es natürlich eine Win-Win Situation, wenn ich davon was habe und meine Leser auch. Aber man muss auch sagen, gerade in der Anfangszeit meiner Selbstständigkeit war es natürlich auch so, wie es sicherlich vielen Selbstständigen geht, dass ich von Monat zu Monat schon geguckt habe mit den Einnahmen und mit dem Geld. Und da ist natürlich, wenn man dann merkt, man kann mit einem Blog Geld verdienen, ist es natürlich auch ne starke Motivation. Da ist natürlich auch Geld eine starke Motivation, wenn man merkt: Oh, das ist ne zusätzliche Einnahmequelle. Aber es sollte nicht alleine die Motivation sein. Marcus: Nee, aber die Kombi ist ja irgendwie richtig cool, wenn man denkt so: Ich bin eh ein Technik-Freak oder bin gerne Online unterwegs, ich schreibe vielleicht auch noch gerne und ich find’s cool nen Blog zu haben. Und das Feedback von den Leuten zu kriegen und damit dann auch noch Geld zu verdienen, das ist glaube ich so die absolute Win-Win Situation. Peer: Ja, also Du hast gerade einen ganz wichtigen Punkt gesagt. Man sollte Spaß am Schreiben haben. Also, ich habe einige Blogger oder einige Leute erlebt, die einen Blog gestartet haben, die nicht wirklich offensichtlich gerne geschrieben gerne geschrieben haben und das ist natürlich dann nicht unbedingt ideal. Also ich denke, man muss sich das suchen, wo man gut drinnen ist, wo man auch dauerhaft Spaß dran hat. Und wenn man damit noch Geld verdient, ich glaube das ist eine optimale Kombination, die sich auch viele andere wünschen. Auch viele Angestellte vielleicht, die vielleicht nicht so glücklich sind, mit dem, was sie da tagtäglich tun. Und deswegen bin ich da sehr zufrieden, wie sich das entwickelt hat. Marcus: Und mit so ner fetten Seite jetzt im Netz, gibt’s bestimmt auch mal Angebote die Seite zu kaufen oder zu übernehmen. Gab’s das bei Dir schon? Oder könnte das ne Option sein? Peer: Bis heute noch nicht, nein. Also ich denke mal, es gab schon einige Angebote für kleine Nischensites, die Leute kaufen wollten. Ich denke mal, dass viele natürlich, die sich da wirklich das anschauen Selbstständig im Netz, natürlich auch sehen, was dahintersteckt. Also, das eben es keine Seite ist, die einfach jetzt so von sich aus läuft, die man einfach nur kaufen muss und dann bringt sie Geld. Sondern dass man natürlich auch da dran bleiben muss. Dass man weiterhin Inhalte veröffentlichen muss. Und gerade Blogs muss man ja auch sagen, sind auch sehr stark mit der Person dahinter eben auch verknüpft, mit dem Blogger, der das betreibt. Da gab es ja in der Vergangenheit schon den ein oder anderen Blogverkauf, wo man schon gemerkt hat, dass das eben nicht so 1:1 dann zu übernehmen ist, wenn der Originalblogger nicht mehr da ist. Aber ich würde mich freuen mal zu hören, was jemand bereit ist zu zahlen. (beide grinsen) Marcus: Ja, es gibt ja so Tools im Netz, wo Du dann anhand von Traffic, aber ich glaube die haben 0 Aussagekraft, weil da gibt’s noch so viele andere Metriken, die da nicht mit einfließen. Aber wie Du schon sagtest, gerade so Blogs, die dann sehr organisch gewachsen sind und eng mit nem Brand, mit nem Personal Brand verbunden sind, wie bei Dir, da ist es irgendwie schwierig das zu entkoppeln glaube ich. Selbstständig im Netz zu entkoppeln von Peer Wandiger. Peer: Ja wie gesagt, also durch Mitautoren etc. versuche ich natürlich da schon ein bisschen auf ne breitere Basis zu stellen und dass dieses dann schon mal irgendwann nicht mehr so als der Blog von Peer Wandiger gesehen wird, sondern eben … es wird ja von vielen auch schon als selbstständige Seite oder als alleinstehende Seite schon gesehen. Und ich versuche ja auch eigentlich oft gar nicht mehr so direkt vom Blog zu reden, weil da auch oft eben was sehr Privates mit verbunden wird, aber klar immernoch die meisten Leser, die mich anschreiben, die wissen schon, dass sie direkt mich anschreiben und nicht irgendeinen Mitarbeiter. Marcus: Aber Dein Profilbild beispielsweise, das war glaube ich auch mal oben im sichtbaren Bereich und das ist jetzt irgendwo ganz unten links im Footer gelandet, habe ich gesehen. Peer: Ja es gibt auch direkt eins unter jedem Artikel nochmal ein kleines Bild und dann habe ich natürlich eine “Über Mich”-Seite, wo ich speziell jetzt nochmal über meinen Werdegang usw. berichte. Also es ist schon so, dass ich da natürlich versuche immernoch die persönliche Ebene da aufrechtzuerhalten. Das ist natürlich so ein Spagat, wo man dann schauen muss, wo das in der Zukunft hingeht. Ich denke nicht, dass ich komplett den Blog dann so anonym gestalten werde, dass ich von mir gar nicht mehr spreche. Aber es soll halt ein bisschen breiter aufgestellt werden. Marcus: Wie schaffst Du es Dich täglich immer wieder neu zu motivieren, gerade auch, wenn es dann mal so eine Phase gibt, wie Du sagst, wo man dann zweifelt und man merkt man kommt nicht mehr weiter? Wie gehst Du dann konkret in der Situation damit um und wie gehst Du dann auch mittelfristig damit um, dass Du immer wieder Spaß daran hast, was Du machst, auch nach neun Jahren? Peer: Ja, also bei mir ist es mittlerweile einerseits so, dass ich immernoch sehr, sehr gerne schreibe und auch über die Themen über die ich schreibe, sehr gerne schreibe. Das macht einfach Spaß und es ist schon mal ein komischer Tag, wenn ich mal nichts geschrieben habe. Also ich brauche das einfach. Also ich denke, das ist für jemand der so eine Seite in der Form betreibt, der muss einfach, ich sage mal lapidar schreibsüchtig sein. Man muss einfach gerne schreiben wollen. Natürlich gibt es dann aber auch Tage, wo man vielleicht nicht so gut drauf ist, aber mittlerweile ist es halt vielleicht auch ne Sache der Routine, der Gewohnheit. Ich mache mehr oder weniger dasselbe jetzt seit neun Jahren. Natürlich versuche ich immer mal andere Dinge zu machen und meine Routinen zu ändern und durch den Umzug in das neue Büro hat sich natürlich auch viel, was hier zu dem Tagesablauf angeht, geändert. Aber im Kern ist es halt das tägliche Schreiben und natürlich noch viele Verwaltungsaufgaben, aber das ist einfach mittlerweile so, dass ich das einfach mache, weil ich weiß es muss gemacht werden. Und ich habe mir einfach angewöhnt nicht darüber nachzudenken, ob ich jetzt Lust habe oder nicht. Sondern ich weiß was es zu tun gibt, das mache ich. Und selbst, wenn ich mal keine Lust habe und nicht so gut drauf bin, wenn ich erstmal angefangen habe, läuft es dann in der Regel deutlich besser. Marcus: Okay, cool! Hast Du eine tägliche Routine, die Du durchziehst? Peer: Also es gibt jetzt nichts, was ich wirklich in den letzten neun Jahren jeden Tag gemacht habe. Natürlich ohne meine Tasse Kaffee früh morgens wird’s schwer, den Tag durchzustehen. Das ist jetzt sicherlich etwas, was ich jeden Tag brauche. Dann lese ich früh erstmal Mails. Das ist eigentlich so ne tägliche Routine, dass ich dann erstmal durchgehe, was es Neues gibt, mir die Kommentare anschaue, die reingekommen sind. Marcus: Wieviel sind das ca. pro Tag? Peer: Ach das ist schwer natürlich zu sagen. Das hängt immer von den Themen ab, aber irgendwas zwischen 10 und 30 Kommentaren sind das sicherlich jeden Tag, die bei verschiedensten Artikeln reinkommen auf Selbstständig im Netz. Bei nem sehr interessanten Thema oder bei ner anderen Aktion können es auch schonmal deutlich mehr sein. Aber ich bekomme halt dazu eben auch noch jeden Tag im Schnitt ein, zwei Anfragen von Lesern, dann bekomme ich viele Anfragen von Unternehmen usw. Und es ist halt so, dass es mittlerweile schon erstaunlich viel Zeit einnimmt dieser ganze Verwaltungskram. Also man darf sich das jetzt auch nicht so vorstellen, dass ich jeden Tag wirklich nur dasitze und schreibe von früh um 8.00 Uhr bis um 16.00 Uhr oder so. Der Verwaltungsaufwand hat schon deutlich zugenommen mit der Größe des Blogs und das ist auch so ein Grund, wo ich dann in Zukunft sage, so ne Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter, der sich vielleicht so mehr um die ganzen organisatorischen Dinge kümmert, das wäre auch nochmal was. Marcus: Bist Du da gerade dran oder sagste gerade, das wäre mal was, das müsste ich mal angehen? Peer: Ja klar, also was heißt dran. Also ich bin jetzt nicht aktiv direkt gerade auf der Suche nach jemandem, aber das ist natürlich was, was perspektivisch auf jeden Fall kommen sollte. Da muss ich natürlich alles einmal einspielen. Mitarbeiter verursachen natürlich auch Kosten, die jetzt nicht sofort sich in zusätzlichen Einnahmen niederschlagen. Und da muss man natürlich immer mal Schritt für Schritt vorgehen. Aber das ist auf jeden Fall etwas, was angedacht ist. Marcus: Okay cool. Wie schaffst Du es immer wieder neue spannende Themen zu finden? Hast Du mittlerweile schon nach dem Absenden des Artikels dann auch das Gefühl oder weißt Du, der geht voll durch die Decke oder wirst Du ab und zu auch noch davon überrascht, was jetzt funktioniert und was nicht funktioniert? Und die Frage davor war, was sind so Deine Quellen oder was hast Du in Deinem News Reader? Peer: Also zu der Frage, ob ein Artikel durch die Decke geht oder nicht, das habe ich früher mal gedacht und habe auch teilweise wirklich Artikel geschrieben, wo ich dachte jetzt das wird ein großer Trafficbringer und dann war er relativ durchschnittlich. Umgedreht gab es halt Artikel von denen ich das auch nicht erwartet hätte, die dann bis heute wirklich sehr, sehr viel Besucher bringen. Also ich persönlich, vielleicht geht das anderen anders, ich persönlich kann das nicht wirklich planen oder vorher abschätzen. Deshalb habe ich mir auch abgewöhnt da irgendwie so zu denken. Ich schreibe einfach über Themen, die mich selber interessieren und wo ich das Gefühl habe, das könnte meine Leser interessieren. Diese Schnittmenge muss bei meinen Artikeln einfach da sein. Also es bringt jetzt nichts, wenn ich Artikel schreibe, die für mich interessant sind, aber keine Leser interessieren. Auf der anderen Seite möchte ich aber auch nicht Artikel schreiben, die mich persönlich nicht interessieren, nur weil es vielleicht Traffic bringe. Also ich versuche einfach über Themen zu schreiben, die sowohl mich als auch die Leser interessieren und damit bin ich eigentlich gut gefahren. Und die Ideen dafür… früher habe ich auch mal so das Problem oder mir gedacht: Gott, irgendwann gehen Dir die Ideen aus, aber ich lese viele Blogs, ich folge auf Twitter vielen Leuten und bekomme da viel mit und natürlich ergibt sich auch durch den Kontakt mit Unternehmen und mit Lesern immer wieder neue Ansätze und Ideen für Artikel. Sodass ich mittlerweile ne riesig lange Liste von Artikelideen habe, die ich niemals abarbeiten werde können. Also ich habe überhaupt nicht das Problem, dass ich irgendwann vielleicht keine Ideen mehr habe. Das ist einfach auch ne Gewohnheitsache, da ein bisschen mit offenen Augen und Ohren sozusagen durch’s Leben zu gehen und aus den ganzen Dingen Feedback usw. das rauszufiltern über was man schreiben könnte. Marcus: Ja, das kenne ich. Das war nämlich am Anfang auch unsere größte Sorge, als wir beispielsweise den Reiseblog Travelicia gestartet haben. Irgendwann gehen uns die Themen aus oder wir haben über alles geschrieben, über alle Länder und erleben nix mehr. Oder als ich angefangen habe auf Medium zu schreiben. Da dachte ich Okay, Shit, nicht dass Dir irgendwann die Themen ausgehen und jetzt habe ich, wie Du schon sagtest, so lange Bucket List, wo so viele Themen drin liegen, über die ich gerne mal schreiben würde, was ich aber gar nicht mehr schaffe in diesem Leben. Ich glaube, das sollte die kleinste Sorge sein, bei jemandem der neu startet, oder? Peer: Also, wenn man sich für ein Thema interessiert und ich denke, das ist ein wichtiger Punkt dabei, wenn man in dem Thema dann auch regelmäßig eben drinnen ist, sich über das Thema informiert, dazu was liest, dann werden einem die Themen nicht ausgehen. Marcus: Hm. Was sind die… oder wer sind die drei Menschen, mit denen Du Dich am häufigsten austauschst? Peer: Also ich muss sagen, dass ich gar nicht so jemand bin, der so groß in der Szene drinnen ist. Also ich habe natürlich Kontakte und habe jetzt auch zum Beispiel zur Leipziger Szene, weil das einfach so für mich das nächste ist, wo so Online Selbstständige so ein bisschen in geballter Form vorkommen, natürlich einige Kontakte. Bin aber jemand, der eigentlich auch viel für sich alleine macht. Also ich kann jetzt nicht sagen, dass ich jetzt jemanden habe, mit dem ich regelmäßig und ständig irgendwas mache. Das wechselt natürlich auch. Mittlerweile habe ich natürlich sehr viele Kontakte auch zu Unternehmen, wo ich dann vielleicht bei bestimmten Aktionen mal einen bisschen engeren Kontakt habe oder nicht. Aber eigentlich muss ich sagen, kann ich jetzt nicht wirklich sagen, dass ich bestimmte Leute permanent kontaktiere. Marcus: Welche Eigenschaft würden Dir die Leute am wenigsten zutrauen? Die, die Dich jetzt noch nicht so gut kennen. Peer: Dass ich sowas wie Freizeit habe. (beide lachen) Also es ist natürlich so, mittlerweile ist da, wie Du schon sagst, ein sehr, sehr riesiger Blog entstanden mit sehr, sehr vielen Inhalten. Hinzu kommen dann natürlich noch meine anderen Blogs, wo auch natürlich nicht täglich, aber auch immer wieder regelmäßig Artikel erscheinen. Und meine Nischenwebsites und anderen Affiliate Projekte, die ich natürlich auch hin und wieder vorstelle und worüber ich schreibe. Und dann fällt dann natürlich vielen schwer überhaupt sich vorzustellen, dass ich noch so etwas wie ein Leben außerhalb meines Büros habe. Aber das habe ich. Das war mir auch wichtig mit der Zeit, das zu etablieren und gerade jetzt mit dem externen Büro fällt mir das dann noch deutlich einfacher, einfach am Nachmittag oder dann irgendwann dann Feierabend zu machen und nach draußen zu gehen. Früher im Heimbüro war halt der PC nicht weit weg. Da war es dann teilweise ein bisschen schwieriger wirklich abzuschalten. Ansonsten mache ich immer das, was die meisten normalen Menschen machen. Ich spiele gerne Computer und Konsole, was sicherlich auch für einen Selbstständigen, der vielleicht bekannter auch ist und vielleicht auf so viel im Business Bereich unterwegs ist, vielleicht auch nicht jeder erwartet. Ich verbringe auch viel Zeit mit meinen Kindern natürlich. Also im Endeffekt, wenn man es so nehmen will eigentlich auch relativ stinknormal.   Marcus: Das wollte ich gerade sagen. Ich glaube, das zeichnet Dich und auch Deinen Gesamtauftritt aus. Das ist alles sehr bodenständig und fundiert. Und ich weiß nicht, wenn ich auf Deine Seite komme, fühle ich mich immer gut abgeholt und denke: Okay, die Infos die Dich da jetzt erwarten, die sind sauber recherchiert. Da ist kein Schrott und keiner will irgendwas von mir, was ich vielleicht selber gar nicht vorhabe. So das ist auf jeden Fall durch und durch sympathisch. Also nochmal Hut ab! und Lob für Deine aufgeräumte und sympathische Website. Peer: Dankeschön. Marcus: Was ist Deine größte Schwäche und worin willst Du noch gerne besser werden? Peer: Also das hatten wir vorhin schonmal das Thema. Also abzugeben ist sicherlich ne Sache. Also ich denke schon Selbstständig im Netz aber auch andere Projekte von mir. Die könnten heute schon deutlich weiter sein, wenn ich eher hätte loslassen können. Und eher bereit gewesen wäre, Arbeiten outzusourcen. Man muss ja nicht immer gleich jemanden einstellen fest. Es geht ja auch mit freiberuflichen Mitarbeitern, mit Dienstleistern, mit denen man zusammenarbeiten kann. Das ist sicherlich eine Sache, die im Nachhinein betrachtet mein Business ausgebremst hat so ein bisschen. Es ist jetzt nicht so, dass es im Moment schlimm wäre, aber ich könnte deutlich weiter sein mit vielen Sachen. Ansonsten schwer zu sagen. Ich bin jemand, der weiß dass er eigentlich genug Schlaf braucht. Das Thema Schlaf in den letzten Jahren ist relativ wichtig geworden, weil ich dazu auch einiges gelesen habe und gemerkt habe, dass es mir sehr gut tut, wenn ich ausreichend schlafe. Auch was die Konzentration gerade am Arbeitsplatz angeht usw. Ich bin aber jemand, der dann abends immer vor dem Computer oder vor dem Fernseher oder wo auch immer dann eben genau das, was er dann eigentlich weiß, eben nicht beherzigt. (beide grinsen) Marcus: Und dann am besten noch im Schlafzimmer, ne? Peer: Das eigentlich nicht unbedingt, aber ich bleibe dann halt viel sitzen. Man hat ja... wie gesagt, habe ich doch einige Hobbies usw. und dann ärgere ich mich am nächsten Morgen dann wieder, wenn ich dann aus dem Bett kauere, warum ich dann doch nicht eher ins Bett gegangen bin. Es gibt schon doch einige Dinge, an denen man immernoch arbeiten kann. Marcus: Hm, ja das ist zum Beispiel auch so ein Punkt. Ich liebe es ja, mich immer weiter persönlich zu entwickeln und dieses Lifehacking zu machen und noch mehr Routinen reinzubauen und noch besser zu werden, auf bestimmten Gebieten und eine Sache, die ich schon lange mitschleppe auf CoachMe, das ist so eine App, wo Du dann Deine Habbits und Routinen quasi antrainieren kannst, ist dieses No Screens after 10 p.m. Und das habe ich glaube ich, seitdem ich das drin habe vielleicht 10 mal geschafft und 90 mal nicht. Das ist echt deprimierend. Peer: Ja, also ich weiß nicht, ob Du Kinder hast. Ich habe, wie gesagt, zwei Töchter, die schulpflichtig sind beide. Dann ist man natürlich… Man kommt jetzt nicht nach der Arbeit nach Hause und hat Freizeit, sondern da gibt es eine Menge andere Dinge, die noch zu tun sind. Und irgendwann ist man dann doch mal, vielleicht um 20 Uhr, um 21 Uhr oder wann auch immer froh, wenn man mal Zeit für sich hat oder mit seiner Frau zusammen. Und dann zu sagen, ich mache jetzt Punkt oder gehe ins Bett ist dann manchmal auch schwierig, wenn man doch die Freizeit dann und die Ruhe mal genießen möchte. Marcus: Ja klar, das ist glaube ich nochmal ne ganz andere Konstellation. Also Kinder haben wir noch nicht, aber dafür ist dann auch genug immer täglich los, dadurch dass wir auch mega umtriebig sind, was die ganzen einzelnen Projekte angeht. Und dann sind die Grenzen halt auch sehr fließend mittlerweile bei uns. Vieles fühlt sich gar nicht nach Arbeit an, ist dann auch schon halb Freizeit. Wenn ich dann Sachen lese, die ich persönlich spannend finde, aber wieder für mein Business nutzen kann und dann ist es natürlich noch schwieriger da dann auch ne klare Grenze zu ziehen und zu sagen: Okay Stop, das reicht. Peer: Hm, also ich muss sagen, im Grunde genommen kann man als Selbstständiger oder kein Selbstständiger kann wirklich nur eine 100%-ige Grenze ziehen zwischen Arbeit und Privatleben, weil auch wenn ich ja nach Hause gehe und dort nicht mehr arbeite, klar beschäftigen einen manche Dinge noch oder man hat noch Ideen, die einem durch den Kopf schwirren oder ähnliches. Aber ich muss persönlich sagen, dass ich persönlich schon versucht habe in der letzten Zeit eben das stärker ein bisschen zu trennen. Dass man’s nicht wirklich trennen kann komplett und das möchte ich auch nicht komplett, aber so ein bisschen mehr wieder doch zwischen Arbeit und Privatleben so ein bisschen den Unterschied zu haben.   Marcus: Hm, das tut auch gut irgendwann oder? Peer: Ja auf Dauer merkt man halt auch… also ich hatte auch mal so nen Punkt, also Burnout ist heute natürlich so ein gefügendes Wort, aber ich hatte mal so nen Punkt nach zwei, drei Jahren Selbstständigkeit, wo ich halt auch jeden Abend noch bis in die Nacht gearbeitet habe und oft auch noch am Wochenende was gemacht habe... Marcus: Man kann ja theoretisch immer was machen ne? Peer: Ja, also irgendwo hat man ja so viel zu tun und damals war es also noch so, dass ich eben projektbezogen natürlich als Web-Designer vor allem Geld verdient habe und nicht … bei Selbstständig im Netz kann ich auch zum Beispiel auch mal ne Woche nichts oder wenig machen und es kommt trotzdem Geld rein. Also arbeitet man irgendwie ständig immer wenn man denkt, man hat Zeit. Und da habe ich dann irgendwann gemerkt, dass es mir gesundheitlich nicht so gut tut. Und habe dann wirklich ein bisschen zurückgestaltet und etwas weniger gearbeitet. Das hat Spaß gemacht, aber wie gesagt, man tut sich dann manchmal gesundheitlich vielleicht auch nicht so was gutes an. Marcus: Nee, man tut sich nicht wirklich einen Gefallen. Wie Du schon sagtest, es gibt Phasen, da ist das absolut essentiell. Und ich glaube gerade auch am Anfang ist das fast normal und der Mensch ist ja auch sehr belastbar und das kann ja auch helfen, wenn man diese volle Motivation und Power hat und auf einmal das erste Mal in seinem Leben diese unternehmerische Freiheit spürt und nicht mehr um Erlaubnis fragen zu müssen. Das pushed natürlich auch ungemein. Nur muss man an nem bestimmten Punkt dann gucken, dass man dann von dieser Angestelltenfalle oder dem Hamsterrad nicht in die Unternehmerselbstständigkeitsfalle reinrennt und dann ständig arbeitet. Peer: Das ist richtig ja. Marcus: Zum Abschluss würde ich Dich gerne noch fragen: Du verfolgst die Szene Online Geld verdienen, selbstständig im Netz unterwegs zu sein ja jetzt schon ziemlich lange und bist gut vernetzt und involviert. Gibt es irgendwelche Tendenzen oder Trends, die Du so erkennst für die Zukunft oder wo Du sagen würdest, das könnte jetzt noch mal ein Game Changer sein? Grundsätzlich hat sich das erschwert jetzt was eigenes im Netz zu starten oder ist es einfacher geworden? Gibt es mehr Tools? Vielleicht kannst Du da so mal als Helikopterblick kurz was zu sagen. Peer: Also ob es jetzt unbedingt einfacher geworden ist, also das ist jetzt schwer zu sagen, weil viele erwarten natürlich, wie ich schon zu Anfang sagte, so von heute auf morgen ein Online Einkommen und viel Geld. Das ist weder heute noch war das damals möglich und ich glaube auch nicht, dass es in Zukunft möglich sein wird. Da steckt immernoch viel Arbeit hinter und man muss sich natürlich auch erstmal in viele Dinge reinarbeiten. Oft hängt das auch an vielen Kleinigkeiten, ob etwas funktioniert oder nicht. Und das kann man natürlich teilweise anlesen, aber viele Dinge muss man halt auch selber mal erlebt haben und Erfahrung gemacht haben. Aber man muss schon sagen, dass die Entwicklung in Deutschland schon positiv ist. Ich hatte ja gesagt, als ich damals als ich angefangen habe mich selbstständig zu machen, viele US-Blogs gelesen habe. Und damals gab es halt Einnahmequellen, die wir in Deutschland damals nicht hatten oder man konnte kaum in Deutschland irgendwie mit nem Blog Geld verdienen. Mittlerweile hat man da sehr, sehr viele Möglichkeiten in Deutschland und das entwickelt sich auch positiv weiter und es kommen immer wieder auch interessante Projekte hinzu, wo man dann abwarten muss, ob die sich durchsetzen oder nicht. Aber es gibt heute sehr, sehr viele Möglichkeiten, wie man Geld verdienen kann. Und natürlich auch aus eigener Erfahrung kann ich sagen, wie ein eigenes Produkt, zum Beispiel ein eigenes Ebook ist natürlich auch etwas, was jetzt erst in den letzten zwei, drei Jahren in Deutschland richtig auf breiter Basis so ein bisschen durchgestartet ist, wo viele Selbstständige im Netz da eigene Produkte anbieten und damit auch ganz gutes Geld verdienen. Und ich denke es könnte auch etwas sein, was sicherlich in Zukunft noch ein bisschen breiter akzeptiert wird. Marcus: Ich finde die Akzeptanz ist gewachsen, auch mal zwei, drei, vier, fünf Euro für was gutes auszugeben, für ein gutes Ebook oder auch für einen Kurs und das hängt aber auch damit zusammen, dass gerade in Deutschland auch die Qualität angestiegen ist. Das wäre so mein Empfinden. Peer: Ja auch die Diskussionen mit AdBlocker usw. Es entwickelt sich ja zwangsläufig so ein bisschen hin zu Paid Content. Werbung funktioniert wie gesagt bei spezialisierten Seiten mit guten Zielgruppen immernoch, meiner Erfahrung nach. Aber die Leute sind schon bereit für gute Informationen und für Informationen, die sie eben sonst nicht so in der Form finden Geld auszugeben und es hat sich natürlich in den letzten Jahren deutlich verändert. Und ich denke, das kann auch noch weiter in die Richtung gehen. Marcus: Und steht und fällt dann, wenn man es auch im eigenen Blog verkaufen will natürlich mit der eigenen Reichweite, wo dann vorher wieder diese Arbeit steht, die man da einfließen lassen muss, oder man geht halt direkt auf fertige Plattformen wie Udemy, wo man Onlinekurse einstellen kann oder auf Amazon seine Ebooks einstellen kann. Ich meine das ist auch besser geworden im Laufe der Zeit oder? Peer: Auf jeden Fall. Also gerade Onlinekurse online anzubieten, da gibt es tolle Plattformen. Mittlerweile auch in Deutschland nutzbar. Also es gibt wirklich sehr, sehr viele Möglichkeiten. Die Varianten sind breiter geworden. Man kann wirklich schauen, was einem liegt. Ob jetzt Video, Text, Audio was auch immer. Man kann dort viel machen. Man muss sich nur bewusst sein, dass es eben trotzdem nicht leicht ist. Man wird Fehlschläge erleiden. Man muss halt draus lernen, man muss dran bleiben. Das ist das wichtige. Also die Werkzeuge sind sozusagen da. Jetzt hängt es an den einzelnen Leuten sich sozusagen da durchzubeißen. Etwas zu finden, wofür sie brennen und dann eben dauerhaft auch dabeizubleiben. Marcus: Cooles Schlussstatement. Es ist alles gesagt würde ich sagen und ja, vielen Dank für Deine Zeit Peer! Es war schön mal endlich mit Dir zu quatschen. Wir haben vorher ein paar Mal geschrieben. Ich bin treuer Leser von Deiner Website und cool, dass es geklappt hat mit dem Interview! Peer: Ich danke Dir für das Interview! Marcus: Okay, schöne Grüße nach Deutschland! Peer: Jo, schöne Grüße, ciao! Marcus: Ciao. Yeah Leute, das war auch schon wieder die nächste Folge der LIFE HACKZ Show. Dieses Mal mit Peer Wandiger, dem Betreiber von Selbstständig im Netz. Jo! Gebt mir mal Feedback. Wie gefällt euch die Show? Was kann ich besser machen? Und wen hättet ihr gerne mal als Interview-Gast hier auf dem Podcast am Start oder bist Du vielleicht auch ein Kandidat, der sagt: Ey ich bin cool, ich was zu erzählen. Ich möchte gerne mal interviewed werden vom Marcus, dann schreib mir an marcus@lifehackz.de. Ansonsten viel Spaß bei allem, was ihr gerade tut und wo immer ihr auch gerade seid. Peace and Out, euer Marcus! [/su_spoiler] [/su_accordion]

peer-wandiger

Dec 11, 2015

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Interview mit Sebastian Kuehn von Wireless Life

Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 36! Hey Leute, herzlich Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show, immer noch live aus Chiang Mai in Thailand, dem Digitalen Nomaden Hot Spot. Heute habe ich mir den Macher von Wireless Life vor’s Mikro geholt, Sebastian Kuehn. Und Bastian lebt schon seit längerem in China und hat ziemlich viel Know-How, wenn es darum geht: Wie baue ich mein eigenes Online Business auf? Er ist also ein alter Hase in dem Geschäft und kann euch auch genau sagen, welche Fehler man vermeiden sollte, welche Fehler man nicht machen sollte. Weil genau darüber sprechen wir in dem Podcast. Das haben Feli und ich falsch gemacht, das hat Sebastian falsch gemacht, das haben auch tausend andere, würde ich wetten, falsch gemacht. Und das kann man aber vermeiden, wenn man weiß wie. Viel Spaß mit der heutigen Folge. Peace and Out! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. In dieser Folge lernst du:

  1. Welche Fehler Du beim Aufbau Deines Online Business vermeiden solltest.
  2. Warum es immer gut ist, für neue Sachen offen zu sein.
  3. Warum es okay ist auch mal Nein zu sagen.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Wireless Life

Wunderlist

Trello

Wireless Life Online Konferenz

Citizen Circle

Rock My Site

Wundersite

VPN Service Astrell

Tony Robbins  

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 36! Hey Leute, herzlich Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show, immernoch live aus Chiang Mai in Thailand, dem Digitalen Nomaden Hot Spot. Heute habe ich mir den Macher von Wireless Life vor’s Mikro geholt, Sebastian Kuehn. Und Bastian lebt schon seit längerem in China und hat ziemlich viel Know-How, wenn es darum geht: Wie baue ich mein eigenes Online Business auf? Er ist also ein alter Hase in dem Geschäft und kann euch auch genau sagen, welche Fehler man vermeiden sollte, welche Fehler man nicht machen sollte. Weil genau darüber sprechen wir in dem Podcast. Das haben Feli und ich falsch gemacht, das hat Sebastian falsch gemacht, das haben auch tausend andere, würde ich wetten, falsch gemacht. Und das kann man aber vermeiden, wenn man weiß wie. Viel Spaß mit der heutigen Folge. Peace and Out! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. Marcus: Hey Sebastian, cool dass Du bei LIFE HACKZ am Start bist! Bist Du ready? Sebastian: Yess, danke für die Einladung Marcus! Marcus: Sehr gerne! Wo erwische ich Dich gerade und was machst Du da? Sebastian: Du erwischst mich gerade in meinem kleinen, beschaulichen Home Office in meiner Wohnung in Shanghai. Ich gucke gerade auf so einen kleinen grünen Hinterhof, kleiner Vorgarten und da kann man schnell mal vergessen, dass das eigentlich eine 20 Millionen Metropole ist. Und ja, ich versuche gerade ein paar Sachen zu erledigen. E-Mails, ein bisschen Buchhaltung heute noch. Marcus: Oh, mein Lieblingsthema neben Steuern (lacht). Sebastian: Ja, ich versuche mir immer den Vormittag so zu legen, dass ich da alle Sachen erledige, also Korrespondenzen, Buchhaltung, alles was nicht unbedingt so riesen Spaß macht, um dann den Nachmittag frei zu haben für ein bisschen mehr kreative Dinge. Marcus: Okay, Du gehst da nach dem Prinzip vor, die Sachen, die echt keinen Spaß machen, aber die sind wichtig. Okay, morgens habe ich noch genug Will-Power dafür und verschiebe es nicht. Dann gehe ich’s morgens an und nachmittags machst Du dann eher kreative Sachen, wie Blogartikel recherchieren und schreiben? Sebastian: Genau richtig. Nachmittags ist dann immer so die Belohnung, ne? Wenn man früh die zwei, drei Stunden abgearbeitet hat, dann kommt die Belohnung und dann ist das Content erstellen, Konzeptionierung, so ein paar Sachen am Web-Design machen, an neuen Ideen und Projekten arbeiten. Also alles, was dann deutlich viel mehr Spaß macht. Marcus: Ja, wie organisierst Du Dich für diesen wichtigsten Task des Tages? Schreibst Du Dir den schon vorher raus oder hast Du ein bestimmtes Tool, wo Du dann nach Prioritäten sortierst? Sebastian: Ich habe ganz lange To Do Listen benutzt, hab da ein Tool benutzt. Todoist, was ich total klasse finde. Da waren quasi meine ganzen Aufgaben drin, nach Datum und nach Prioritäten sortiert und die arbeite ich dann ab. Und jetzt vor ein paar Monaten bin ich immer weiter davon abgekommen, diese klassischen To Do Listen zu benutzen und habe eigentlich hier neben meinem Laptop ein Zettel liegen. Also ganz klassisch ein Blatt Papier und einen Stift, schreibe mir da wirklich nur die allerwichtigsten ein, zwei Sachen drauf, die am nächsten Tag erledigt werden müssen und dann streiche ich die durch, wenn sie erledigt sind. Marcus: Hm, es kann fast noch mehr Bock machen, als so ein Mausklick auf so ein Quadrat, wo dann so ne Checkbox reingeht, oder? Das mit dem Pencil dann durchzustreichen. Sebastian: Ja genau. Und ich erwische mich auch immer selber dabei, dass… diese To Do Liste die habe ich immer dabei ne, am Tablet, am Handy, am Laptop und von unterwegs, wenn mir irgendwas einfällt, dann haue ich da die ganzen Aufgaben rein und die ist dann so überladen, die To Do Liste, dass alleine schon der Anblick mich total demotiviert. Und wenn ich einfach so ein Blatt Papier hier habe und handschriftlich mir die Aufgaben notiere, dann ist der Widerstand so ein bisschen größer und dann schreibe ich wirklich nur die wichtigsten Sachen rauf. Und das scheint für mich jetzt besser zu klappen im Moment. Marcus: Ja ich kenne das. Wir arbeiten ja mit Wunderlist, Feli und ich, wenn wir da uns beide koordinieren und am Anfang war es dann auch so, dass jede kleine Idee irgendwie darunter reingeschrieben wurde und wir haben dann noch so ein extra Thema gehabt, ich glaube Jour Fixe oder so, dann habe ich einfach alles reingehauen, wenn wir beide dann mal wieder ein Meeting gemacht haben zum Thema Business und irgendwann ist es aber einfach zur Mülltonne verkommen. Und alles was Du gefunden hast: Ja okay Jour Fixe, kann ich nicht zuordnen und dann war die Verbindlichkeit auch weg und Du hattest irgendwie so das Gefühl ich hab’s mir aufgeschrieben, aber letztendlich musste man dann irgendwie ne To Do Liste für die To Do Liste anlegen, um sich selber zu verwalten, um zu gucken, was ist da eigentlich noch überhaupt wichtig von der To Do Liste und was nicht. Es ist echt nicht easy. Es gibt viele gute Tools, die einem richtig helfen können, aber ohne dass man weiß, wie man so ein Tool benutzt, ist das geilste Tool 0 ct. wert oder gar nichts wert. Sebastian: Genau. Ich glaube, vielleicht zu diesem Punkt noch ganz kurz: Ich glaube zu zweit, da ihr ja an den meisten Projekten gemeinsam arbeitet, ist es natürlich nochmal ne ganz andere Challenge, ne? Weil man sich abstimmen muss. Und die Projekte, an denen ich alleine arbeitet, da bin ich mir selbst gegenüber nur in einer Verbindlichkeit, in der Verantwortung. Dann kann man sich auch einfach organisieren. Ich habe jetzt auch so ein paar Projekte mit anderen Leuten zusammen und da ist es natürlich schon schwieriger und da machen die Tools auch einfach Sinn. So Kollaborationstools und Projektmanagementtools, um sich da einfach ein paar Sachen festzuhalten und um verbindliche Termine einzurichten usw. Marcus: Hm klar. Welches nutzt Du da? Collaborative Working mit anderen im Team? Sebastian: Ich habe viel probiert, finde Slack ganz cool, also wenn man mal schnell kommunizieren muss, einfach nen Slack Channel aufmachen und das als Chat-Kanal nutzen und ansonsten Trello. Ich benutze viel Trello eigentlich. Marcus: Ja, wir auch. Ich bin totaler Fan von Trello, weil es a) kostenlos ist und b) irgendwie die User Experience total schön aufgebaut ist, mit diesen Karten umhängen und verschieben. Wenn man das vielleicht noch so von früher kennt aus dem Corporate Job mit den Post-its auf dem großen White Board hin- und herschieben und ich glaube das steht und fällt aber auch mit dem System, was man dahinter stellt hinter Trello ne? Sebastian: Genau, wie bei allen Tools, ja? Man braucht ein eigenes gutes System dafür. Marcus: Hm, hast Du ein Standardsystem, wie lauten bei Dir die Spalten? Sebastian: Die Spalten bei Trello meinst Du? Nee, ich habe überhaupt kein Standardsystem, wenn es To Dos gibt, dann werden die dort angelegt als einzelne Karten. Das mit der höchsten Priorität kommt nach vorne. Alles was erledigt wird, wird archiviert. Das kann man ja in der Zukunft immer nochmal herrufen und suchen, wenn man’s dann braucht, aber nee, so ein Standardsystem habe ich dann da nicht. Marcus: Das heißt, die wichtigste Karte hängst Du ganz nach oben und die anderen da alle drunter, alles in einer Spalte? Sebastian: Genau, und dann wird auch mal hin- und hergeschoben, je nach dem was gerade Prio 1 und 2 und 3 ist. Marcus: Aber innerhalb von einer Spalte? Frage ich. Also Du hast nicht mehrere nebeneinander, wo Du dann Prio 1, Prio 2, Prio 3 hast und die dann hin- und herschiebst, sondern Du schiebst quasi nur vertikal? Sebastian: Nee doch horizontal, also die Spalten… ganz links steht dann quasi immer die Prio 1 und je weiter es nach rechts geht, um so weniger wichtig werden die Aufgaben. Marcus: Ahh okay, cool. Was ich Dir noch empfehlen kann, je nach dem wie oft Du dann auch archivierte Sachen suchst, finde ich es ein bisschen umständlich, diesen Weg dann immer zu gehen, dass man glaube ich irgendwo explizit sagen muss, suche auch in dem Archiv oder so, haben wir noch so ne Spalte “Done” oder “Fertig” und da hängen wir einfach die fertigen Karten rein ohne die zu archivieren. Und dann sind die nämlich auch in der Vollsuche mit drin. Sebastian: Ah, das ist eine coole Idee ja. Marcus: Hm cool! Ja, dann erzähl mal, an welchen Projekten arbeitest Du und welche Trello-Karten hängen da gerade alle bei Dir auf Prio 1, welche hängen auf Prio 2 und welche hängen auf Prio 3? Sebastian: (grinst) Bei Trello ist jetzt fast alles abgearbeitet, aber wie gesagt, wir hatten jetzt ein paar Projekte. Da habe ich mit mehreren Leuten zusammengearbeitet. Das war einmal quasi eine virtuelle Konferenz, also ne Reihe von Webinaren, die wir gegeben haben. Komplett Online zum Thema digitale Produkte für Blogger. Das haben wir zu dritt organisiert. Da sind wir jetzt noch in der Nachbearbeitung, aber das ist jetzt so ziemlich durch. Dann veranstalten wir, ähnlich wie ihr mit euren DNX CAMPS, veranstalten wir auch für Occasions. Da gibt’s auch immer ein bisschen Abstimmung mit den anderen Organisatoren. Das organisieren wir jeweils zu zweit. Marcus: Immer die gleichen beiden, oder hast Du da verschiedene Leute? Sebastian: Nee, also ich bin meist dabei 90% der Fälle und dann immernoch eine andere Person. Aber das ist dann immer jemand anderes. Genau, da gibt’s viel zu planen, also ganz einfach die Koordination, die Buchungen von der Unterkunft, das Kennenlernen von den Teilnehmern, gucken wie kann man die am besten matchen, wer passt zusammen. Da benötige ich relativ viel Abstimmung. Da arbeite ich auch ganz gerne mit Google Docs und Spread Sheets. Auch super, die benutze ich eigentlich jeden Tag, um einfach quasi wie so ein großes Projekt glatt einmal anzulegen, wo dann die potentiellen Teilnehmer eingetragen werden, die Leute, die bereits bezahlt haben, wo die Kosten kalkuliert werden usw. Das wird dann jeweils mit dem anderen Organisator geteilt, dieses Google Sheet. Marcus: Richtig gut, oder? Auch unten die verschiedenen Reiter, die man dann anlegen kann und das dann teilen kann und je nach dem verschieden Berechtigungen geben kann? Sebastian: Ja, also ich bin ein riesen Fan von Google Docs und Spread Sheets. Das ist glaube ich immernoch so ein bisschen altbacken und viele Leute, die haben gerne so ne fancy Benutzeroberfläche, aber ich find’s klasse. Also, die machen genau das, was ich brauche, die Google Docs. Man kann sie teilen, man kann sie in Echtzeit bearbeiten. Also ein total geniales Tool. Marcus: Same same hier (grinst). Genau, es ist auch nicht überladen oder so, straight to the point, total schön minimalistisch finde ich. Sebastian: Genau. Und ansonsten: Projekte. Ich habe mir jetzt vorgenommen mal in den nächsten zwei, drei Monaten oder bis zum Jahresende keine neuen Projekte anzunehmen und einfach mal so eine kleine Bestandsaufnahme zu machen. Das ist glaube ich auch mal wichtig, einfach mal inne zu halten und zu gucken, was ist so alles passiert in den letzten zwei, drei Jahren. Ich bin jetzt seit knapp vier Jahren selbstständig, habe ne ganze Menge Content erstellt, Produkte erstellt und ich will das jetzt alles mal unter einen Hut bringen, das alles optimieren. Die einzelnen Produkte vernünftig miteinander verknüpfen. Ich experimentiere jetzt gerade ein bisschen mit Facebook Ads und gucke einfach, dass ich die Sachen, die jetzt schon draußen sind, möglichst gut an den Mann bringe. Und möglichst gut alles miteinander, ja, ineinander integriere quasi. Marcus: Ja, macht absolut Sinn. Gerade bei Dir würde ich sagen. Du hast soviel an Content und Mehrwert rausgehauen in den letzten paar Jahren. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Wenn ich an Dich denke, denke ich auch immer an so ein Multitalent und einer, der nie schläft und dann noch die Online-Konferenz raushaut und dann noch die Retreats macht und dann eben noch richtig geile hilfreiche, lange Blogartikel zu den Themen schreibt, auf die keiner Bock hat. Du bist so ein bisschen die ganze Taxation, Steuern und Meldungen, Anmeldung, Abmeldung und so. Irgendwie hast Du da Deine Expertise gefunden glaube ich, in dem Digitalen Nomadenbereich neben vielen anderen Themen. Und dann noch die Ebooks. Was hast Du nicht alles gemacht? Und dann fällt es auch schwer, irgendwann mal zu sagen: Ey, ich muss mal raus. Ich muss raus aus diesem Modus und kurz innehalten, zurückgucken, Bestandsaufnahme machen. Kann man vielleicht irgendwas auch einstampfen. Ich weiß nicht was Du vorhast. Oder noch besser machen, noch mehr optimieren an dem bestehenden Content ne? Sebastian: Genau. Also irgendwann geht’s dann sowieso auch nicht mehr alleine. Umso mehr Projekte man hat, da kann man ja gucken. Sucht man sich Hilfe? Sucht man sich Leute, die einem den Großteil der Arbeit abnehmen oder stampft man auch irgendwann Projekte ein. Also ich glaube, an dem Punkt bin ich gerade, wo ich dann ein paar Entscheidungen treffen muss. Wie geht’s weiter mit, wir haben ja auch so ne Community für ortsunabhängige Unternehmer und Freelancer auf Wireless Life und da bin ich gerade am überlegen, wie da die Reise weitergeht. All das sind natürlich Sachen, die kann man irgendwann alleine nicht mehr stemmen. Marcus: Aber da hast Du jetzt schon, ich glaube, mega viel Energie reingesteckt, um die Community irgendwie aufzubauen. Weil die wird wahrscheinlich nicht gecutted werden, oder? Sebastian: Nee, cutten nicht. Dafür ist es irgendwie zu sehr mein Baby, das kann ich jetzt nicht so einfach aufgeben. Aber ich sehe auch, das bringt auch immernoch nen Mehrwert für die Leute, für die Mitglieder, auf jeden Fall. Und das ist cool, also sich zu connecten. Das ist auch gut für mich, um wieder mehr Leute kennenzulernen, mein Netzwerk zu vergrößern, aber es braucht einfach unheimlich viel Arbeit, um so ein Forum zu betreiben und deshalb schaue ich jetzt, in welche Richtung es da geht. Marcus: Ja, mega, mega Arbeit. Ich glaube, jeder der auf der Suche ist nach dem heiligen Gral und sagt: Ich will irgendwie am Ende des Tages ein passives Einkommen haben, dem würde ich eher nicht empfehlen eine eigene Community aufzubauen. Auch wenn sie mega viele Vorteil hat, aber es … also man muss sich schon 100% committen oder? Sebastian: Auf jeden Fall. Ich glaube, das war ziemlich die Königsklasse vom passiven Einkommen. Ich glaube, der Tim hat’s jetzt gerade ganz clever gemacht mit seinem Citizen Circle. Das ist ja eher so eine sehr exklusive Community und ein bisschen höherpreisig, dafür liefert er richtig gute Inhalte, hält das aber ganz bewusst klein. Dadurch hält sich die Arbeit auch eher in Grenzen und dann ist es auch einfacher, diesen persönlichen Kontakt zu haben. Jetzt wenn Du irgendwann ein paar Tausend Mitglieder hast, dann ist dieser persönliche Kontakt natürlich nicht mehr gegeben und dann schafft man es einfach nicht mehr, da kommt man nicht mehr hinterher. Marcus: Nee, zumal Tim glaube ich auch jetzt vor ein paar Monaten an dem Punkt war, dass er gesagt hat: Okay, wenn ich das so weiter machen will mit den ganzen Baustellen oder Projekten, die ich am laufen habe, muss ich mein Team vergrößern und hat sich dann ja auch Leute reingeholt und bewusst angesprochen. Sebastian: Genau. Meine Überlegung hinter dieser Community war auch immer, dass ich sage: Die Leute finden mich über meinen Blog. Die lesen eins, zwei, drei interessante Artikel und sagen, okay, das gefällt uns was der Sebastian hier macht. Wir wollen mit dem noch ein bisschen näher in Kontakt bleiben und mit den Leuten, die sich so auf seinem Blog rumtreiben. Und dann gehen sie in diese Community, wo sie sich natürlich auch erstmal kostenlos anmelden können, können sich dort austauschen und dann gibt man seiner Leserschaft die Chance, irgendwie noch tiefer einzusteigen. Man bindet die Leute natürlich auch an seine eigene Marke. Das war auch immer so mein Gedanke dahinter ne? Wenn ich jetzt mal dann irgendwann ein Produkt habe, diese virtuelle Konferenz und ein Ebook oder einen Onlinekurs, dann ist es natürlich recht einfach, das auch zu vermarkten. Die Leute, die das Grundvertrauen haben in mich und in die Sachen, die sie so gesehen und gelesen haben. Und dann ist das ein super Marketing-Kanal am Ende auch. Marcus: Hm, absolut. Wobei man trotzdem immernoch, auch wenn es Deine eigene Zielgruppe ist, immer gucken muss, dass man sensibel bleibt und das nicht überreizt und ganz easy ist es halt auch nicht ne? Sebastian: Genau, die Balance zwischen: Ihr bekommt hier einen riesen Mehrwert, auch kostenlos, und dann vereinzelt auch mal Produkte streuen oder mal Promotion machen. Ich glaube diese Balance die muss man finden. Marcus: Du bist ja jetzt selber auch schon ziemlich lange in diesem Thema Online Unternehmertum, ortsunabhängiges Arbeiten. Ich glaube, gerade in letzter Zeit bist Du auch selber noch mehr rumgereist, also vorher. Was waren Deine ersten Touchpoints mit diesem ganzen Lifestyle, Online Geld verdienen und wie hast Du dann angefangen? Was waren Deine ersten Projekte? Sebastian: Ganz rudimentär hat’s eigentlich schon angefangen so 2010, 2011. Damals habe ich noch studiert. Ich wollte mir einfach nebenbei was dazu verdienen und hatte eigentlich in meinem Umfeld niemanden, der so etwas gemacht hat. Ja, auch ganz wenige Selbstständige. Ganz wenig Leute, die irgendwie freiberuflich über’s Internet gearbeitet haben. Marcus: Und wo hast Du studiert? Sebastian: In Berlin habe ich damals International Business studiert und habe dann einfach gegooglet. Was kann man machen? Wo kann ich mir ein paar Euronen hinzuverdienen? So 200 - 300 Euro, um mir meine Reisen zu finanzieren, um abends weggehen zu können. Und habe dann ein paar Jobs angenommen als Texter, habe mich im Bereich SEO fit gemacht und habe alles möglich angeboten. Schlechte Bezahlung, aber ich konnte mal reinschnuppern in das Thema. Dann war irgendwann das Studium vorbei und bin zusammen mit meiner Freundin nach Shanghai gegangen und hatte hier dann auch meine letzte Festanstellung für ein halbes Jahr. Ich habe die nach nem halben Jahr gekündigt und bin dann eigentlich All In gegangen und habe gesagt, ich versuch’s als Freelancer. Habe dann auch Leistungen angeboten als Übersetzer und im großen Bereich Online Marketing. Also so ein bisschen Social Media, ein bisschen SEO gemacht und das hat am Anfang auch nur sehr schleppend geklappt, weil ich mich einfach nicht spezialisiert habe auf einen Bereich, sondern ich wollte alles abdecken, wollte so viele Leute wie möglich erreichen. Und das war auch ein absolut wichtiges Learning für mich, was ich auch jedem Hörer nur empfehlen kann, ist sich einfach festzulegen. Sich in ein Thema richtig einzulesen, da der absolute Experte zu sein und dann nur ne Handvoll von Leuten zu bedienen, aber die auch richtig zu bedienen. Und dann dafür auch vernünftiges Geld zu nehmen. So ging es dann immer weiter und habe irgendwann besser verdient dann als Freelancer und habe nebenbei immer schon an eigenen Projekten gearbeitet. Das waren so kleine vier Nischenseiten. Das war mein erster Blog vor Wireless Life. Das hat sich dann immer weiterentwickelt. Ich habe immer mehr Sachen ausprobiert. War immer neugierige, was kann man noch so machen Online? Irgendwann ist dann doch unsere Facebook-Gruppe mit den Digitalen Nomaden entstanden und dann kamt ihr mit der DNX und dann gab’s immer mehr Angebote in die Richtung. Man konnte sich immer mehr connecten und austauschen und dann geht’s glaube ich von allein. Dann bekommt man so viel Inspiration, probiert so viele Sachen aus und einige von den Sachen, die machen Spaß, die funktionieren, da kann man Geld mit verdienen. Andere, die bleiben dann auf der Strecke und Du hast eigentlich ein ständiges Ausprobieren, Umwerfen, wieder neu ausprobieren. Marcus: Hm, genau so geht’s. Versuchen, machen, iterieren, wieder neu auf den Markt bringen, Analyse machen, Rückschlüsse ziehen, wieder neu starten, hinfallen, Mund abputzen, weiter, ne? Ich glaube, das wird auch nie aufhören als Unternehmer und das sollte man mit einkalkulieren. Dessen sollte man sich bewusst sein. Und wenn man dafür der Typ ist, dann ist glaube ich Unternehmertum und gerade auch Online Unternehmertum für mich irgendwie die totale Fleischwerdung oder Realisierung der absoluten Freiheit auf allen Ebenen. Sebastian: Genau und dieser Punkt, den Du gerade angesprochen hast, dieser Integrationsprozess, also dieser ständige Loop, der auch in jedem Startup beschrieben wird, das ist glaube ich ganz wichtig, dass der schnell abläuft, dass man schnell ausprobiert ohne lange ein Konzept zu erstellen, ohne lange zu überlegen, sondern einfach in den Markt gehen. Raus zu seiner Zielgruppe ne Verbindung aufbaut, sieht was wollen die haben? Würden die mein Produkt kaufen? Wenn’s dann nach zwei, drei Monaten nicht klappt, dann muss man sich auch damit abfinden und sagen: Okay, nächstes Projekt. Wir probieren was anderes aus. Und diese Feedbackschleifen, die müssen einfach schnell passieren. Marcus: Ja, also da hilft es oft nicht zu emotional zu sein, ne? Dass man … irgendwie… dann hilft’s auch wenn man schnell live geht, weil dann kann man nicht so ne große Emotionalität zu nem Projekt aufbauen oder zu ner Marke oder zu ner riesen Idee, die für Dich die Welt bedeutet, aber überhaupt keine Nachfrage da ist und manche haben dann das Problem, sich davon zu lösen und zu sagen: Okay, ey komm, das kostet nur Zeit und Geld und die habe ich nicht. Ich probiere jetzt was anderes aus. Sebastian: Genau, das ist sauschwierig, irgendwann ne Idee abzustoßen und zu sagen: Okay, ich gestehe mir ein, das hat nicht funktioniert. Ich mache mit einer neuen Idee weiter. Gerade wenn das so ein Leidenschaftsthema ist. Wenn man da mit Emotionen dranhängt. Das ist sauschwierig und das, was man lernen muss und ich bin auch noch dabei das zu lernen, einfach mal zu sagen: Okay, ich gestehe mir jetzt ein, das war nix! Marcus: Ja, das ist echt ein harter Prozess. Das haben wir ja auch schon oft gehabt, dass wir dann gesehen haben: Ey, es funktioniert einfach nicht. Lass uns das Ding einstampfen und was anderes machen. Zum Beispiel als wir dann mal die riesen Idee hatten, ne App für Digitale Nomaden zu machen, um sich zu connecten. Digital Nomad Radar, ich weiß nicht, ob Du das damals mitgekriegt hast. Das war wirklich so schwierig dann wirklich fähige Programmierer zu finden, die auch noch unsere Idee verstanden hatten und ich konnte aber auch nicht richtig briefen für App-Design und überhaupt Technik und dass dahinter dann noch Server hängen. Also Millionen Sachen, von denen ich keine Ahnung hatte, wo ich dann mir irgendwann selber eingestehen musste: Entweder Du vertraust jetzt jemanden und investierst richtig viel Geld und weißt nicht, was dabei rauskommt. Oder Du siehst es jetzt ein, dass es nicht Dein Gebiet oder Du bist jetzt noch nicht ready dafür oder hast nicht die richtigen Leute gefunden und ja… kündigst jetzt die Domain und stampfst das Ding ein und das war wieder ein Learning. Letztendlich hat man ja trotzdem noch ein Benefit von jeder Idee, die man erstmal weiterführt und dann irgendwann beendet. Sebastian: Ja super Beispiel. Ich glaube, wenn es gerade am Anfang beim Briefing schon so Probleme gibt, dann ist es auch ein gutes Zeichen dafür, sich das nochmal durch den Kopf gehen zu lassen. Marcus: Hm, oder ein anderes Beispiel war digitalenomaden.net. Da haben wir ja noch die Keyword-Domain registriert. Muss man sich mal vorstellen. Ich glaube das war im Sommer vor zwei Jahren. Da waren noch sämtliche Keyword-Domains zu dem Begriff Digitale Nomaden frei. Der Tim hat glaube ich die .de ne Woche vor mir geholt und ich habe mir dann noch die .net geholt und was sich seitdem alles getan hat, ist krass. Und da haben wir aber auch mal versucht ne Community aufzubauen mit ner coole Forensoftware und allem Möglichen. Haben ein bisschen Traffic drauf gekriegt, aber in Zeiten von Facebook muss ich Dir glaube ich nicht sagen, mit Deiner eigenen Community, ist es so schwer die Leute irgendwie überhaupt zu überzeugen und von der Plattform Facebook runterzukriegen, dass es noch andere gute Plattformen gibt, wo man sich austauschen kann. Und da haben wir auch irgendwann eingesehen: Ey, das ist a) zu viel Arbeit. Wir kriegen da keinen… also Traffic kriegen wir drauf, aber keine Interaktionen. Das höchste der Gefühle war immer der Vorstellungspost und haben dann gesagt: Die Domain ist so viel wert. Die hat jetzt auch schon so viel gute Backlinks von den Medien gekriegt, weil wir es nach der ersten DNX dann angekündigt haben und ein paar Medien haben das dann aufgegriffen und verlinkt. Dass wir sagen, wir bauen da jetzt irgendwas Statisches, das ist eigentlich auch immer ne ganz coole Idee, wenn man nicht komplett loslassen will von dem Brand oder der Idee und haben jetzt so ne Toolbox, quasi so ein Tuned A nur zu dem Thema Digitale Nomaden draufgebaut. Und das macht uns jetzt keine Arbeit. Da kommen immernoch ein paar Leads an, haben Affiliate Links da verarbeitet zu Sachen, die wir empfehlen und das ist dann im Moment absolut passives Einkommen über diese Domain. Sebastian: Ja genau, das ist eine gute Idee, das nicht komplett aufzugeben, sondern einfach was Statisches zu machen, wo man dann keine Arbeit mehr hat. Ich glaube, wenn ich jetzt nochmal anfangen würde eine Community aufzubauen, das kann ich auch wieder nur jedem raten, ich würde auf jeden Fall bei Facebook anfangen. Ich würde einfach ne Facebook-Gruppe aufmachen. Wobei, wie Du gesagt hast, die Leute sind eh den ganzen Tag bei Facebook und man bekommt die so schwer da weg. Die Leute sehen bei Facebook eh die Notifications und die sehen dann, wenn da in der Gruppe was passiert, und seine eigene kleine Community, die man dann aufbaut bei Facebook. Dann sind die auch viel eher bereit da zu antworten. Die haben ihr Profil schon bei Facebook. Die kennen sich damit aus. Und da kann man … beste Beispiel für mich ist immer der Johannes Voelkner von Webworktravel, was der sich da für ne geile Community aufgebaut hat innerhalb von Facebook. Man kann auch so viele Sachen machen, Events planen und Dokumente anlegen, Beiträge in der Gruppe verlinken, die schon weiter nach unten gerutscht sind, Beiträge fixieren. Also man hat eigentlich viele Möglichkeiten. Marcus: Ja absolut. Facebook ist mega convenient. Weil das alles, gerade diese Profilerstellung. Die Leute sind eh auf Facebook. Für manche, ich hoffe jetzt mal nicht für welche, die Digitale Nomaden werden wollen, für die ist Internet nur Facebook. Die kennen kaum noch andere Seiten, weil die der totale Verteiler ist mittlerweile. Und man muss zugeben, ich glaube das geht jedem so, es funktioniert einfach. Der Algorithmus, die Timeline. Es ist interessant auf Facebook und um so mehr kann man sich da verlieren. Also es ist der größte Freund, gerade auch für uns, für die DNX, funktioniert’s richtig gut, um unkompliziert die Communities aufzusetzen und da Interaktionen zu schaffen. Und auf der anderen Seite für mich selber als Unternehmer ist es der absolute Horror, wenn ich da wieder in diesen Rabbit Wholes verschwinde und gar nicht mehr weiß, was ich eigentlich auf Facebook machen wollte. Sebastian: Ja ich glaube, man muss sich dann gut unter Kontrolle haben. Ich schaue am Tag auch bestimmt 10 Mal bei Facebook rein, habe auch die Notifications ständig an, auch auf dem Mobile Phone. Und muss dann auch immer aufpassen, dass ich mich nicht irgendwie in Videos verliere oder auf irgendwelche Links klicke. Ja, man muss da so ne Selbstdisziplin entwickeln. Marcus: Ja, muss man auf jeden Fall. Ich würde gerne noch mal nen Step zurückgehen, als Du in Berlin warst, während Deines Studiums hast Du gesagt, was ich eigentlich ziemlich deprimierend und traurig finde, dass es damals an Deiner Uni oder an der  Fakultät auch irgendwie das Thema Online überhaupt nicht behandelt wurde, obwohl Du internationales Management oder Business studiert hast. Und Online ja die mega Zukunft ist und ein mega, riesengroßer Markt ist, hat das kein großes Thema gespielt oder nur rudimentär oder? Sebastian: Ja so gut wie gar nicht. Ich will jetzt auch gar nicht so viel über Studium schimpfen, aber inhaltlich war das schon sehr grenzwertig, was dann so 2011, 2012 noch gelehrt wurde, dass waren alte Marketingbibeln von Professor Manfred Bruhns, der die vor 30 Jahren geschrieben hat. Das war einfach viel Theorie und die Professoren waren auch schon relativ alt und die wussten einfach nicht, was abgeht in der Marketing Welt ne? Das heute so viel Online läuft. Und das war eigentlich Wissen, was man sich dann im Endeffekt doch selber aneignen musste. Aber so ein Studium, das ist gut für viele Sachen, aber inhaltlich hätte man die Zeit sicher besser nutzen können ja. Marcus: Ja, ich war ja 10 Jahre vor Dir an der Uni in Münster und habe BWL studiert und da war es natürlich noch weniger ein Thema und wir haben aber trotzdem dann nach diesen ganz alten Prinzipien und Theorien eigentlich nur gelernt und gepaukt und stumpf auswendig gelernt. Es war irgendwie kaum Praxis dabei. Ich will jetzt auch nicht zu lange drüber schimpfen. So ein paar Basics, vielleicht 10% kann ich jetzt noch für mein jetziges Leben anwenden. Aber 90% waren echt vertane Zeit und damals auch nur, um dieses Diplom zu kriegen oder irgendwas zu machen. Letztendlich hat mir das nicht viel gebracht und interessant war auch, dass ich, ich glaube, vor zwei oder drei Jahren dann bei nem Online Marketing Kongress eingeladen gewesen bin, was nur auf Einladung war von ner ziemlich guten Agentur in Deutschland, die da führend ist, und die hatte sich dann auch nen Professor irgendwie da als Speaker geholt. Der war auch noch gar nicht so alt. Irgendwie Mitte 30, Anfang 40 oder so und hat dann seine Slides präsentiert, die er dann in seiner Vorlesung zum Thema Online Marketing auflegt. Und ich dachte, ich sehe nicht recht. Also ich konnte mich kaum im Stuhl halten und nicht rausgehen, weil ich mich so fremdgeschämt habe, für die Inhalte, die da drauf waren, weil das so Schrott war. Dann dachte ich so, das kann echt nicht wahr sein. Wenn das die Lehre ist, was die Leute an der Uni in Deutschland… es war glaube ich sogar noch ne private Uni… und Geld dafür bezahlen in Sachen Online Marketing Lernen. Da ist jede Ressource, die Du bei Google in zwei Minuten findest zum Thema SEO oder so, tausend Mal hilfreicher und besser. Sebastian: Ja, kann ich mir gut vorstellen ja. Dann lieber von Leuten lernen, die richtig im Thema stecken, die das gerade selbst anwenden und irgendwie selbst gelesen haben. Und dann ist es auch egal, ob das ein Professor ist oder ein 25-jähriger, der gerade totale Erfahrung mit dem Thema sammelt. Marcus: Ja, und ich glaube wir sehen auch gerade so einen Switch. Zum einen, als ich angefangen habe, mich mit dem Thema zu beschäftigen, gab’s gute Blogs, aber die musste man dann echt mit der Lupe suchen und dann haben die Leute auch irgendwann aufgehört zu bloggen, dann war der Blog tot. Und dann musste man wieder einen neuen suchen. Und viele parallel lesen. Mittlerweile gibt’s ja das ganze Wissen auch super geil aufbereitet in sehr professionellen Onlinekursen, wo Du ein paar Euro in die Hand nehmen musst, aber da ist jeder Euro, finde ich, ist es da wert, wenn man das Geld dazu hat. Und es wird auch irgendwann weitergehen, dass die Lehre dann komplett irgendwie im Netz stattfindet und die Universitäten glaube ich, ein echtes Problem kriegen, gerade im Thema Online Unternehmertum. Sebastian: Auf jeden Fall, da bin ich voll bei Dir, ja. Ich glaube, man muss immer ein bisschen vorsichtig sein, weil es auch viel Halbwissen da draußen gibt und da einfach einen Blog zu starten oder einen Onlinekurs zu kriegen, das kann jeder. Und leider machen es auch viele Leute, die nicht ganz so viel Ahnung haben. Aber es gibt auch wahnsinnig viele gute Ressourcen. Und da muss man einfach selber abwägen und vielleicht mehrere Quellen in Betracht ziehen. Und dann findet man die ganzen Infos alle für wenig Geld, ja. Marcus: Ja, hm. Ich glaube, da entwickelt man irgendwann ein Gefühl für und da muss jeder auch mal durch und da muss jeder seine eigene Erfahrung machen. Am Anfang die ersten Touchpoints sind für viele Reichwerden im Internet, Geld verdienen über Nacht oder so, wo Du dann auf diese ganzen Scam-Seiten landest und irgendwann merkst Du aber, dass da nicht viel Inhalt hinter ist und dann kommt man hoffentlich auch auf die besseren Sachen. Oder stößt direkt auf so Podcast, wie der hier oder auf Deine Seiten oder an die Communities, wo dann die wertvollen Ressourcen geteilt werden. Ein wichtiger Punkt, den Du eben noch gesagt hattest, als Du angefangen hast. Dass Du, wie auch übrigens wir, einen riesigen Bauchladen erstmal aufgemacht hast. Dass Du nicht genug geshaped hast Dein Produkt und einfach alles angeboten hast, nur um irgendwie einen Euro zu verdienen. Also das war bei uns auf jeden Fall so der Antrieb, dass wir gesagt haben: Boah nee scheiße, wir haben viel zu viel Panik, dass wir überhaupt keine Kunden kriegen. Und haben gesagt: Okay, dann bieten wir alles an. Wir können Online Marketing Beratung, wir können Analysen machen, wir können das Operative im Online Marketing umsetzen, wir können Kommunikation, wir können Übersetzungen, wir können SEO Texte, wir können Websiteerstellung machen, wir können Tools installieren. Also es war irgendwie ein riesen…. keiner wusste, wofür wir überhaupt stehen. Und ich glaube, das ist auch wichtig zu erkennen, auch wenn’s weh tut. Nicht aus Angst irgendwie eine falsche Entscheidung zu treffen, haben wir dann keine Entscheidung getroffen und weiterhin alles angeboten. Aber erst nachdem wir zum Beispiel Rock my Site, was ja unser Brand für die Websiteerstellung war, noch weiter eingedampft haben auf Wundersite, sprich für persönlich Websites und für Freelancer. Ab da konnten die Leute was damit anfangen und sagen: Ey cool, das habe ich mal gesehen, ich kann was damit anfangen. Ich weiß was das ist. Genau das brauche ich, das kaufe ich jetzt. Sebastian: Ja, als Du es gerade erzählst von Wundersite und Rock my Site, ich kann mich erinnern, dass ich vor, das ist bestimmt schon zwei Jahre her, weil ich mal auf ner Portfolio Seite von Dir, ich glaube marcusmeurer.de und da habt ihr eure ganzen Projekte vorgestellt und ich dachte so, ach du… scheiße. Erstmal: Wo nehmen die die Zeit her, um diese ganzen Projekte zu starten. Und wie kriegen die das unter einen Hut. Und genau, ich habe auch genau das gleiche Problem. Ich wollte am Anfang auch immer alles machen, wollte auch möglichst viele Leute erreichen. Und das genau ist das Problem, ich habe jetzt in der Vergangenheit ein paar Workshops gegeben. Unter anderem ja auch bei euch auf der DNX zum Thema Nischenfindung. Was macht so ne gute Nische eigentlich aus. Da habe ich immer davon gesprochen von der Fear of nishing. Also einfach vor der Angst davor zu tief in die Nische reinzugehen. Weil wir einfach Angst davor haben, unsere Zielgruppe zu weit einzuschränken. Und wir haben Angst davor, Leute von unserem Angebot auszugrenzen. Und deshalb sprechen wir einfach die Masse an, die Allgemeinheit. Und indem wir das tun, erreichen wir aber am Ende niemanden, weil sich niemand angesprochen fühlt. Es fühlt sich niemand angesprochen, wenn wir Social Media Marketing Dienstleistungen anbieten. Da weiß kein Mensch, was damit gemeint ist. Keiner denkt, dass das ein Service für ihn ist, aber wenn wir, was ich irgendwann gemacht habe ist, ich habe SEO für App Stores, für den Google Play Store und für den Apple Store angeboten, und da gab’s vielleicht so 50 Leute im deutschen Bereich, die das brauchten. Aber die haben sich total angesprochen gefühlt. Es gab 0 Wettbewerber in dem Bereich, die die gleichen Dienstleistungen angeboten haben und das heißt, mindestens 50% der Leute, die ich angeschrieben habe, denen ich meine Leistung vorgestellt habe, die haben das Angebot auch in Anspruch genommen. Und ich konnte im gleichen Moment auch ne gute Rate verlangen, weil ich auch Ergebnisse und Referenzen vorzeigen konnte nach ner Weile und weil’s keinen anderen gab, der diesen Service angeboten hat. Das heißt, diese super kleine Zielgruppe, die hat mir total gereicht. Und der andere Vorteil war natürlich, dadurch dass diese Nische dann irgendwann so klein war, dass ich mir das Wissen, was natürlich nicht so viel ist, in so ner kleinen Nische, das Wissen habe ich mir so schnell angeeignet und war dann nach ein paar Monaten der absolute Experte auf dem Gebiet. Und dieses Prinzip, das kann man als Blogger anwenden, das kann man anwenden, wenn man Veranstaltungen organisiert, wenn man nen Online-Shop hat, Produkte verkaufen will. Das passt eigentlich auf alles. Man muss seine Zielgruppe ganz genau definieren, kennen, muss wissen, was haben die für Probleme und Bedürfnisse und Sorgen. Da muss man genau diese Penpoints ansprechen und keine Angst davor haben, dass man dann nicht ganz so viele Leute erreicht. Marcus: Hm ja, das ist glaube ich die große Challenge, den Mut zu haben zu sagen: Okay, ich mache jetzt nicht nur Webseiten für alle, sondern nur für kleinere Startups oder ich mache Webseiten, speziell für Fitnessstudios. Da gibt’s glaube ich auch einen Riesenbedarf im Übrigen. Und ich glaube, wenn ich dann jetzt ein Fitnessstudiobetreiber wäre und würde dann vier Angebote oder vier Services nebeneinander legen und der eine machte Webseiten für alle, der zweite macht Webseiten für Selbstständige in Deutschland und der dritte macht Webseiten, aber nur für Fitnessstudios und hat dann entsprechend auch die Referenzen auf seiner Seite, dann würde ich ja ganz klar zu demjenigen gehen, der mich total abholt mit genau meinem Pain und meinem Need. Sebastian: Genau, weil Du ja auch davon ausgehst, dass dieser Anbieter, der kennt die Bedürfnisse von Leuten, die gerne ins Fitnessstudio gehen wollen. Der weiß, wie muss das User Interface aussehen, wie soll das Web-Design aussehen. Was ist ansprechend für potentielle Kunden. Genau. Und dann bist Du auch viel eher bereit, die zu beauftragen, ja. Marcus: Ja, wie kam das dann, dass Du komplett aus Deutschland weggezogen bist. Du hast gerade gesagt mit Deiner Freundin. Also war sie dann der ausschlaggebende Grund, dass Du gesagt hast, ich kann quasi von überall arbeiten. War das vorher schon so ne Option, wenn Du mal jemanden kennenlernen solltest oder wenn Du mal woanders sein möchtest? Suche ich mir nen Job, also arbeite ich Online, um das von überall machen zu können oder kamen dann Dinge zusammen und eins zum anderen? Sebastian: Es war ein schleichender Prozess. Also, ich bin immer schon gerne gereist. War auch schon vor der Zeit in Shanghai, öfter mal im Ausland, auch länger unterwegs und wie gesagt, ich hatte hier noch nen festen Job. Also ich war hier ganz normal angestellt das erste halbe Jahr. Und da war eigentlich der Gedanke dann viel reisen zu können, der hat gar nicht so eine große Rolle gespielt. Das ging dann erst los, als ich mich selbstständig gemacht habe und mit diesem Freelancing Service angefangen habe und dann war auch das erste Jahr, war einfach nur arbeiten und wenig reisen. Da waren auch 60, 70 Stundenwochen. Marcus: Hm das ist gut, dass Du es sagst. Sebastian: Da war an viel Reisen und Freiheit nicht zu denken, weil’s finanziell einfach auch schwierig war. Weil einfach immer viel zu viel Arbeit da war. Und dann lief es dann aber irgendwann immer besser, hatte man mehr Freiheiten, also finanziell ging’s dann ganz gut, zeitlich war ich viel flexibler, hatte auch immer weniger Kundenaufträge. Mit Kundenaufträgen ist es ja auch immer so ne Sache, dass man die nicht einfach mal abstellen kann für ne Woche ne? Du musst immer erreichbar sein, oder nicht ständig, aber Du musst ne Response Quote haben, musst auf E-Mails reagieren, musst telefonisch immer erreichbar sein. Marcus: Trotzdem ist es ein super geiler Steigbügelhalter, um in diesen Lifestyle reinzustarten. Also es ist irgendwie total geil, dieses Tool Freelancing und irgendwie auch ein bisschen Deine Zeit gegen Geld zu verkaufen, wo ja manche sagen: Nee, das will ich auf keinen Fall mehr, aber gerade zum Start und um ein bisschen ruhiger schlafen zu können, ist Freelancen ne super geile Option, die Du gemacht hast, die ich gemacht habe, die Conni gemacht hat, die eigentlich Tim… ich glaube fast jeder ist mit Freelancing gestartet. Das sollte manchen Leuten noch mal bewusst sein, dass man nicht von über Nacht quasi so ein eigenes Business aufbauen kann. Und dann muss man aber glaube ich irgendwann den Punkt erkennen: Okay, über die eigenen Sachen kommt jetzt genug Geld rein, auch wenn’s wahrscheinlich wieder genauso wenig ist, wie am Anfang vom Freelancing. Und sich dann trauen, diesen Switch zu machen und nach und nach die Kunden dann wieder abzugeben oder? Sebastian: Genau, richtig. Genau, dieses Freelancing als Einstieg und dann so langsam den Übergang schaffen zu eigenen Projekten und zu Einkommen, was dann größtenteils passiv ist, wo man nicht von Kunden abhängig ist. Und genauso war es dann auch irgendwann bei mir. Ich würde sagen, das war vor zwei, zweieinhalb Jahren. Und da ging’s auch los, dass wir mehr gereist sind. Also teilweise zusammen mit meiner Freundin, teilweise alleine und das koste ich jetzt auch aus. Ich würde sagen, ich bin jetzt immernoch so mindestens die Hälfte des Jahres in Shanghai, bin hier fest, habe hier ganz klassisch meine Wohnung und bin den Rest des Jahres dann unterwegs, viel in Europa und Asien. Und nehme dann die Arbeit mit. Marcus: Hm saucool! Und wie sind so die Lebensbedingungen in Shanghai? Ist es da günstiger als im Rest von Asien oder ist es da günstiger als in Deutschland? Also erfordert das von Dir irgendwelche Sachen, die Du in Deutschland nicht machen müsstest? Oder sagst Du dieses Online Business mit meiner Zielgruppe Deutschland ist echt kein Thema, kann ich von jedem Land der … oder jedem Ort der Welt führen? Sebastian: Also Shanghai ist glaube ich so, wie in vielen asiatischen Städten. Also man kann total günstig leben. Wenn man lebt wie die Locals und kann aber auch recht teuer sein, wenn man in internationale Supermärkte geht, wenn man jeden Tag essen geht, Restaurants und nicht auf der Straße. Wenn man in nem schönen Bezirk wohnt. Das heißt, mittlerweile hat sich unser Lebensstandard auch schon ein bisschen angepasst und es ist schon teurer als damals das Leben in Deutschland war. Was gibt’s hier für Schwierigkeiten? Ein Problem in China generell ist einfach, dass viele Webseiten geblockt sind. Das heißt, man muss das immer umgehen mit einem VPN Services. Darunter leidet die Internetgeschwindigkeit ab und an mal. Das kann schon problematisch sein. Marcus: Was für ein Service kannst Du da empfehlen? Sebastian: Ah, ich habe jetzt super viele ausprobiert und für mich das beste war Astrill. Der Service kostet glaube ich so 60 oder 70$ im Jahr, ist aber total zuverlässig. Und ansonsten gibt es eigentlich ganz wenig Probleme. Also alle Sachen, die ich so mache, da spielt’s einfach keine große Rolle, ob ich die von hier mache oder von Deutschland aus oder aus den USA. Das Einzige, wo man manchmal ein bisschen hin- und herjonglieren muss ist einfach wegen der Zeitverschiebung. Ne? Wenn wir zum Beispiel beide einen Termin ausmachen oder wenn ich mal ein Webinar geben will in Deutschland, dann muss ich immer gucken, wann erreichst Du die Leute dort am besten? Und dann kann es auch sein, dass ich mal ne Nachtschicht einlegen muss. Und dass ist dann hier früh am Morgen ist, wenn es in Deutschland am Abend ist. Aber da wird man fertig mit. Und ansonsten gibt’s eigentlich keine großen Probleme nee. Marcus: Ja cool. Also China fehlt mir noch. Und da würde ich auf jeden Fall gerne mal hin und das auch live vor Ort mal mitbekommen, was da abgeht. Man hört halt so viel unterschiedliche Sachen und ich glaube, am besten ist, man schaut sich das selber an und versucht da mal ne Zeit lang zu leben und zu arbeiten. Sebastian: Ich glaube in Hongkong habt ihr jetzt schon einen ganz guten Eindruck bekommen. Ich glaube Hongkong ist ein guter Mix aus Europa und aus China. Marcus: Wobei ich sagen muss, ich hatte vorher so ein bisschen die Befürchtung, dass mich das überfordern würde. Dass da irgendwie zu viel los, zu kommerziell und so. Wir sind ja eher die Typen, die gerne an nem kleinen remote Strand mit den Fischern abhängen und uns dann auch nicht über langsames Internet beschweren, aber dafür den Ozean vor der Tür haben, Tauchen gehen können, Kitesurfen. Aber es hat mir echt gut gefallen und gerade das Kommerzielle und dieses Bunte. Für ein paar Tage war das voll in Ordnung und es hat mich echt fasziniert. Also ich war auf jeden Fall nicht das letzte Mal in Hongkong. Das ist schon cool. Sebastian: Ja, coole Stadt, auf jeden Fall! Ja, ich glaube, es kommt auch immer darauf an. Es gibt Leute, die bevorzugen Großstädte und es gibt Leute, die bevorzugen eher diese remote places, wo es dann ein bisschen ruhiger ist, wo man geile Natur hat. Und bei mir ist es schon so, dass ich gerne in der Großstadt bin, aber auch gerne mal für ein paar Wochen irgendwo in ein kleines Fischerdorf fahre oder an einen coolen Strand. Marcus: Ja, also das muss jeder für sich selbst dann auch entscheiden. Also wie schnell jemand reist und wo er dann hinreist. Da gibt’s ja auch wieder die verschiedensten Typen innerhalb der Szene der ortsunabhängigen Arbeiter. Oder man braucht viel Gesellschaft oder das pusht einen, wie jetzt hier in Chiang Mai. Dann gibt es natürlich so Hot Spots, wo dann auch viele Gleichgesinnte abhängen. Was ist Deine größte Schwäche und worin würdest Du gerne noch besser werden? Sebastian: Jetzt muss ich überlegen, welche von den vielen Sachen mir als erstes in den Kopf kommt. Ich glaube so eine große Schwäche, was ja im Endeffekt auch ne Stärke sein kann, ist einfach dass ich echt Probleme damit habe Nein zu sagen. Nein zu Projekten, Nein zu, wenn Leute auf mich zukommen und mich um nen Gefallen bitten. Einfach immer wenn Leute kommen mit ner Frage oder mit ner Bitte, dann gibt man ja immer so ein bisschen was von seiner eigenen Zeit ab oder auf. Und da muss ich noch viel besser darin werden, einfach Sachen abzulehnen. Ob Projekte, wo wir vorhin drüber gesprochen haben. Projekte einzustampfen, mich von Sachen zu trennen oder zu sagen: Es gibt so diese zwei, drei Dinge, zwei, drei Projekte an denen arbeite ich gerade. Es gibt diese zwei, drei Menschen, die sind mir richtig wichtig in meinem Leben und genau für die Sachen investiere ich meine Zeit und meine Ressourcen und alles andere steht dann erstmal außen vor. Ansonsten verwickelt man sich dann in tausend Dinge und macht aber keins davon richtig und da bin ich immernoch dabei, das zu lernen. Marcus: Was meinst Du, könnte dafür ne Lösung sein? Was könnte Dir helfen? Sebastian: Ich habe gerade recht viele Bücher gelesen so zum Thema “Persönlichkeitsentwicklung” von Anthony Robbins zum Beispiel. Und da ging’s einfach immer darum den Wert von bestehenden Sachen zu kennen und zu wertschätzen. Also einfach mal so ne Bestandsaufnahme zu machen, zu gucken, was sind so diese zwei Webprojekte, die mich richtig weiterbringen, die mir richtig Spaß machen oder was sind die zwei Menschen in meinem Leben oder die fünf Menschen in meinem Leben, die mir wahnsinnig viel wert sind. Und dann darauf… einfach indem man diesen Wert erkennt, zu sagen: Okay, das hat meine Energie verdient und alles andere, was dann noch kommt, da sehe ich, habe ich da irgendwie noch Energie und Ressourcen für übrig oder nicht. Marcus: Hm, ich glaube das ist ein Riesenthema, gerade auch Online. Und wenn man immer besser vernetzt wird und immer mehr Leute kennt, kommen ja auch immer mehr Opportunities, die man annehmen kann. Und gerade auch, wenn man dann sieht, der hat schon wieder das gestartet oder das ist der neueste Schrei und das könnte man auch mal probieren und auf ne App hätte ich auch schon immer Bock und dann auf ein Ebook auch und nen Onlinekurs will ich auch noch aufnehmen und Buch schreiben auch noch und mich selber verfilmen lassen auch. Dann ist es echt schwer an den richtigen Punkten nein zu sagen. Gerade aufgrund dieses Shiny Object Syndrom, dass man immer denkt, das was ich habe ist nicht gut genug, sondern das was andere haben ist vielleicht noch cooler. Oder ich könnte mein Produkt noch cooler machen und da müssen wir auch noch besser werden, weil eben innezuhalten, durchzuschnaufen, auch wenn’s vielleicht nur ne Woche ist oder mal ein paar Wochen, um zu sagen: Okay, das was ich habe ist schonmal richtig gut. Das ging jetzt ab und darum kümmere ich mich jetzt und gucke, worauf fokussiere ich mich die nächsten Wochen. Sebastian: Genau, und dann einfach mal mit den Sachen weitermachen, die gut laufen. Da gibt’s ja immer einen Grund für, warum einige Sachen gut laufen und andere weniger gut. Und ich glaube, wenn man sich dann auf die Sachen konzentriert, die einfach funktionieren, dann kann man auch nicht viel falsch machen. Und da muss man auch nicht immer nach links und rechts gucken und sich immer ablenken lassen von den ganzen anderen tollen Ideen und Blogs und Online Jobs, sondern dann gibt’s einfach nen Grund dafür, warum die eigene Sache gut läuft und die lieber noch weiter ausbauen, anstatt tausend andere Sachen zu beginnen. Ich glaube, das ist ganz wichtig. Marcus: Hm und wenn Du merkst, Du bist nicht mehr produktiv, Du sitzt gerade am Rechner, Du sitzt ja auch ziemlich lange am Rechner, so wie wir, was machst Du, wenn Du merkst, Du kommst jetzt nicht weiter, es bringt nichts mehr? Bist Du da schon so weit, es zu schaffen den Deckel zuzuklappen? Das fällt mir immernoch schwer. Und wie gehst Du damit um? Was ist Deine Empfehlung, was ist Dein Hack? Sebastian: Also ich werde da immer konsequenter. Also es ist echt so. Manchmal arbeitet man an ner Sache. Dann merkt man so nach 10, 15 Minuten das Internet ist scheiße, funktioniert alles nicht, habe irgendwie keinen kreativen Saft heute mehr. Und in dem Moment klappe ich wirklich einfach den Laptop zu und dann gehe ich ne Runde laufen, gehe in ein Café und nehme mir ein Buch mit, lese einfach für ne Stunde oder zwei und wenn ich dann merke, ich habe wieder ein bisschen kreative Energie oder ich habe wieder Bock, dann setze ich mich auch wieder an den Laptop. Aber ansonsten gibt es auch wirklich Tage, wo dann mittags für mich eigentlich Feierabend ist und ich dann Kumpels anrufe und mich mit denen treffe, anstatt mich zu quälen und einfach unproduktiv vor’m Laptop zu setzen. Ich glaube generell, ein ganz guter Tipp, was für mich super gut funktioniert ist, dass ich meist am Vormittag, also immer wenn ich zu Hause bin, auf Reisen sieht’s natürlich immer nochmal ein bisschen anders aus, der Tagesablauf, aber wenn ich zu Hause bin, dann bin ich vormittags in meinem Home Office, versuche so die wichtigsten Sachen zu erledigen und da weiß ich im Kopf schon, ich verbinde diesen Stuhl auf dem ich sitze und meinen Schreibtisch und meinen Ausblick verbinde ich einfach so mit typischen Tätigkeiten. Und dann gehe ich zu Mittag und danach gehe ich irgendwo in ein Café oder in einen Coworking Space und dann weiß ich schon, ohne mich wirklich drauf einstellen zu müssen, okay jetzt ist irgendwie ein ganz anderes Tätigkeitsfeld dran. Jetzt arbeite ich an ganz anderen Aufgaben. Und das hilft mir. Einfach diese Verbindung von bestimmten Aufgaben und Ordnung.   Marcus: Hm interessant! Das ist ja echt ein guter Hack. Das habe ich jetzt bisher noch nicht so gemacht. Wir machen es dann irgendwann, wenn wir denken, okay Home Office, die ersten drei Tage war cool, wir brauchen jetzt ne neue Umgebung. Wir tauen immer total auf, wenn wir woanders reinkommen und neue Impressions haben und neue Eindrücke und dann gehen wir zum Beispiel ins Betahaus mal ne Woche oder drei Tage arbeiten und dann gehen wir in die Blogfabrik und dann gehen wir mal in ein Café und dann gehen wir wieder ins Home Office, wenn wir in Berlin sind oder hier gehen wir ins Punspace und arbeiten vielleicht demnächst mal im Café. Aber das vielleicht dann auch noch mit bestimmten Tätigkeiten zu verbinden, könnte glaube ich dem Geist auch noch mehr Ruhe geben. Dass man die innere Uhr schon nach irgendwas taktet und dann noch weniger nachdenken muss, was mache ich hier eigentlich jetzt? Sebastian: Genau. Ich find’s zum Beispiel total genial mich in ein Café zu setzen, wo es auch relativ busy ist, wo man Hintergrundgeräusche hat, wo man auch Leute trifft und dort dann zu schreiben. Ich brauche das einfach, wenn ich Content erstelle, kann ich nicht alleine zu Hause sitzen, wo alles ruhig und dunkel ist, sondern dann gehe ich auch am liebsten raus, umgebe mich auch mit ein paar Leuten, mache dann alle Stunde mal ne Pause, habe nen kurzen Schnack. Das ist bei mir schon so richtig tief verwurzelt und das funktioniert für mich wahnsinnig gut. Marcus: Krass! ich bin genau der andere Typ. Ich könnte niemals im Café mich konzentrieren und schreiben und irgendwie coole Sätze rausbringen oder so. Ich bin echt einer, da soll am besten überhaupt niemand in meiner Nähe sein, irgendwo eingeschlossen und es muss alles still sein und ruhig. Weil ich bin leider mega leicht abzulenken, auch wenn ich zum Beispiel im Bus sitze oder im Flugzeug und jemand unterhält sich ne Reihe hinter mir. Auch wenn ich nicht will, ich muss da zuhören. Das ist wie so ein Zwang und das ist total nervend, nicht abschalten zu können, wenn um Dich herum was passiert. Um so cooler, dass das bei Dir so gut klappt. Sebastian: Ja, ich glaube da muss jeder für sich selber die beste Methode finden. Marcus: Absolut! Was steht bei Dir heute noch an? Sebastian: Wir haben jetzt gerade 12 Uhr. Ich treffe mich gleich mit ein paar Kumpels zu Mittag und nachmittags haben wir einen Workshop. Das ist ganz cool, in dem Coworking Space, wo ich ab und zu mal hingehe. Da gibt’s Workshops zu verschiedenen Themen so alle ein, zwei Wochen. Und dort geht’s heute um “Wie programmiere ich einen Onlineshop”. Eigentlich überhaupt nicht mein Thema, aber auch mal interessant in ganz andere Sachen mal reinzuhören und sich ein bisschen inspirieren zu lassen. Marcus: Ja absolut. Das ist vielleicht nochmal so ein ganz cooles takeaway am Ende von unserem Interview, dass man immer eigentlich auch offen sein sollte für neue Sachen, auch wenn’s dann gerade jetzt irgendwie so ein bisschen mit Deinem Business tangiert. Uns ist gerade jetzt im letzten Jahr so oft vorgekommen, dass wir sagen: Ey logisch, connecting the dots. Auf einmal hat das wieder gepasst, wo man damals überhaupt keine Ahnung hatte, warum macht man das und warum hört man sich da irgendwas an oder liest sich was an. Oder baut da Wissen auf. Und dann kommt irgendwann der Tag wo Du merkst so: Ey cool, ich starte jetzt nen Podcast und bin total versiert zum Thema Sport und hab da voll Bock drauf, kenne da viele gute Leute, kenne vielleicht auch ein paar Spitzensportler. Genau. Das nehme ich mit auf den Podcast oder so, jetzt nur so als Beispiel. Also immer offen sein für neue Sachen ne? Sebastian: Genau ja, und auch mal, genau wie Du sagst, aus der eigenen Branche ein bisschen rausschauen. In verschieden Themenfelder reingucken und dann hast Du auf einmal so ne krasse Verbindung. Wie es jetzt bei Dir funktioniert hat ja? Marcus: Cool! Ja, vielen Dank für Deine Zeit. Wir verlinken alle Deine Projekte und über die Tools und Empfehlungen, über die wir gesprochen haben, auf jeden Fall in den Shownotes. Und ich würde sagen, wir beide sehen uns früher oder später wieder. Spätestens zur GLOBAL im März in Bangkok. Sebastian: Ja mal schauen, ob ich’s dahin schaffe. Wir haben Pläne dann in Südamerika zu sein. Mal gucken, ob ich dann rechtzeitig wieder da bin. Marcus:  Ah okay. Ansonsten haben wir ja eh ne kurze Leitung über das heiß geliebte Facebook und die anderen Kanäle. Also Sebastian, viel Spaß noch mit Deinen Kumpels und beim Workshop. Vielen Dank für Deine Zeit, vielen Dank für das spannende Interview und bis bald! Sebastian: Ja, vielen Dank Marcus und viel Spaß noch in Chiang Mai. Mach’s gut! Marcus: Danke, ciao! Jo, jo, jo, jo, jo, das war auch schon wieder die Folge Nr. 36 vom LIFE HACKZ Podcast. Ich würde mich tierisch freuen, wenn ihr mir eine Bewertung auf iTunes hinterlasst oder mir eine E-Mail schreibt, an marcus@lifehackz.de. Und wir hören uns wieder zur nächsten Folge von LIFE HACKZ. Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

Dec 4, 2015

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Interview mit Niklas Faralisch von Farali Production

Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 35! Jo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mal wieder live aus dem Coworking Space Punspace in Chiang Mai, Thailand, dem Digitalen Nomaden Hot Spot. Wir haben jetzt wieder cooles Wetter. Die Sonne scheint und heute habe ich Niklas Faralisch vor das Mikro bekommen.  Niklas ist ein absoluter Senkrechtstarter von 0 auf 100. Ich habe ihn das erste Mal als Praktikant für den Bayrischen Rundfunk kennengelernt, als er einen Bericht über die DNX in Berlin im Oktober letzten Jahres gedreht hat. Und seitdem ist der Typ völlig on Fire und nicht mehr zu stoppen. Und wenn man so sein Facebookprofil verfolgt, denkt man, was macht der denn da schon wieder? Und wie kommt der denn da an die Connection? Und jetzt ist er wieder in Berlin. Und ich wusste auch gar nicht wo er ist und das alles mit, mittlerweile ist er 20, aber mit 19 angefangen.  Also super inspirierend, super coole Story. Freut euch auf das Interview. Es hat mega viel Spaß gemacht mit dem Niklas. Und ich glaube jeder kann da auch was für sich selber rausziehen. Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFEHACKZ 10% Discount. Und jetzt genug geredet, viel Spaß mit der Folge mit Niklas Faralisch. In dieser Folge lernst du:

  1. Wie man auch in jungen Jahren ohne Berufserfahrung erfolgreich wird.
  2. Wieso Fehler enorm wichtig für uns sind, um unser Business voranzubringen.
  3. Wie Dein Mindset Dein Leben beeinflusst.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

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[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 35! Jo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mal wieder live aus dem Coworking Space Punspace in Chiang Mai, Thailand, dem Digitalen Nomaden Hot Spot. Wir haben jetzt wieder cooles Wetter. Die Sonne scheint und heute habe ich Niklas Faralisch vor das Mikro bekommen. Niklas ist ein absoluter Senkrechtstarter von 0 auf 100. Ich habe ihn das erste Mal als Praktikant für den Bayrischen Rundfunk kennengelernt, als er einen Bericht über die DNX in Berlin im Oktober letzten Jahres gedreht hat. Und seitdem ist der Typ völlig on Fire und nicht mehr zu stoppen. Und wenn man so sein Facebookprofil verfolgt, denkt man, was macht der denn da schon wieder? Und wie kommt der denn da an die Connection? Und jetzt ist er wieder in Berlin. Und ich wusste auch gar nicht wo er ist und das alles mit, mittlerweile ist er 20, aber mit 19 angefangen. Also super inspirierend, super coole Story. Freut euch auf das Interview. Es hat mega viel Spaß gemacht mit dem Niklas. Und ich glaube jeder kann da auch was für sich selber rausziehen. Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFEHACKZ 10% Discount. Und jetzt genug geredet, viel Spaß mit der Folge mit Niklas Farali. Marcus: Hi Niklas! Saucool, dass Du am Start bist beim LIFE HACKZ Podcast! Bist Du ready? Niklas: Yeah! Moin aus Berlin. Marcus: Ja, aus Berlin sagst Du gerade. Bei Dir weiß man ja auch nie, mittlerweile bist Du ja ein Fulltime Nomade und überall zu treffen und zu sehen, gerade wenn man Dich auf Facebook verfolgt. Jetzt gerade Berlin, was steht an? Du hast eben kurz im Vorgespräch erwähnt, Du steigst in den Flieger, wo willst Du hin? Niklas: Genau, es geht heute nach Köln-Bonn für eine Produktion, die jetzt bis Sonntag geht und ja, eigentlich das nächste Jahr ist so gut wie im Ausland geplant. Also, ich glaube ich bin gar nicht in Deutschland angesiedelt großartig. Marcus: Ja wahnsinn! Du bist, sag mal selber Dein Alter. Niklas: Ich bin 20, mittlerweile 20 geworden. Marcus: Okay, mittlerweile bist Du 20. Ich glaube mit 19 oder kurz vor Deinem 19. Geburtstag hast Du Feuer gefangen. So ziemlich genau vor einem Jahr und was seitdem passiert ist, ist einfach nur krass, wenn man so mal Deine Entwicklung anschaut. Ja erzähl doch mal selber, wie das alles kam und eins zum anderen. Niklas: Ja, das fing alles an mit dem Ding, man möchte irgendwas mit Medien machen. Man macht ein Praktikum bei nem Sender und klar, als Praktikant hat man jetzt nicht die großen Aufgaben. Und ja, entwickelt sich… zumindest ich habe mich dahin entwickelt, dass ich halt mehr machen wollte, als nur ein Praktikantendasein schieben. Und daraus ist dann mehr oder weniger die Tatsache geworden, dass ich gesagt habe “Okay, ich möchte eigenständig leben. Ich möchte mein eigenes Ding machen, irgendwo auf der Welt, vieles erleben, viel Reisen vor allem - ganz wichtig!” Und habe mich dahin entwickelt, dass ich gesagt habe: Ja, jetzt muss eine eigene Firma her. Jetzt muss was eigenes entstehen und das funktioniert mittlerweile, dass ich davon leben kann, dass ich reisen gehen kann ganz viel. Das was ich am liebsten machen und das mit dem verbinde, was Spaß macht. Dem Video produzieren, fotografieren und ja, den Leuten ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Das ist das coole an der ganzen Sache. Marcus: Okay, wenn man das jetzt so hört, könnte man ja zu der Schlussfolgerung kommen, dass die Praktikas in Deutschland, wahrscheinlich speziell bei Deinen Sendern, wo Du unterwegs warst doch einen so gut vorbereiten und einen so viele Skills gainen, wie heißt das auf Deutsch? - Know-How aneignen lassen, dass das dann reicht, um direkt in die Selbstständigkeit zu starten, ohne irgendwie nem Angestelltenjob ne Chance zu geben. Oder würdest Du sagen, es war bei Dir jetzt aus bestimmten Gründen irgendwie ne Ausnahme, dass das so schnell durch die Decke geschossen ist? Niklas: Ich glaube, das hängt weniger mit einem Praktikum zusammen. Ein Praktikum heißt Orientierung. Das heißt man probiert vieles aus, man bekommt auch mal die Möglichkeit mal was auszuprobieren. Ich habe mir sehr viel selber angeeignet und viel mich einfach connected mit Leuten, die Ahnung davon haben, die mir mehr beigebracht haben, die gesehen haben, er brennt dafür, er hat Bock darauf. Und deswegen hängt das weniger mit nem Praktikum zusammen. Dass einfach ein eigener Ehrgeiz entsteht daraus. Ein eigenes Brennen für ein Thema, für nen bestimmten Beruf und dann möchte man das auch irgendwo erreichen. Und das erreicht man, indem man Erfahrungen sammelt, indem man auszuprobiert, indem man auch mal auf die Fresse fällt. Also wie oft bin ich schon auf die Fresse gefallen und (lacht) musste wieder von vorne anfangen oder zumindest wieder an nem anderen Start anfangen, als den ich eigentlich erreicht habe schon. Und daraus lernt man wieder und das baut so aufeinander auf. Und je mehr das sich aufbaut, desto funktioneller wird das. Bis man dann irgendwann mal sagt: Okay, jetzt habe ich meine eigene Firma, die muss funktionieren, die muss Geld reinbringen, sage ich jetzt mal. Die muss dafür sorgen, dass ich mir was zum Essen kaufen kann. Und dann hängt man plötzlich in diesem Bötchen drinnen. Marcus: Ja krass, Du hast gerade einen sehr wichtigen Punkt erwähnt glaube ich. Dieses hinfallen ist überhaupt kein Thema. Das passiert jedem. Und gerade, wenn man soviel Gas gibt und auf der Überholspur unterwegs ist, wie Du, ist es glaube ich ganz normal, dass Du bei bestimmten Themen irgendwie mal an Deine Grenzen stößt, hinfällst und dann, wie heißt es so schön: Mund abputzen und weitermachen. Oder für die Frauen: Krone richten und weitermachen, habe ich irgendwo mal gelesen. Ich glaube, das ist das wichtige, dass man sich nicht entmutigen lässt. Was ja oftmals nicht ganz einfach ist, wenn man nicht mit den gleichen… mit den richtigen Leuten abhängt, die einem dann auch wieder Motivation geben und einen pushen und vielleicht auch schon die Erfahrung vorher gesammelt hat, dass es irgendwie immer weitergeht. Darum finde ich es umso faszinierender, dass Du in Deinem Alter diesen Sprung gewagt hast und dass Du so, mehr oder weniger jetzt straight das durchziehst, dass man nur darüber staunen kann. Und ich glaube, Du bist ein geiles Vorbild für alle jüngeren Menschen. Niklas: Wobei man auch sagen muss, dass gerade in meinem Alter bin ich alleine. Also ich bin nicht komplett alleine, aber es gibt sehr wenig Leute, die in meinem Alter auf dieser Spur unterwegs sind. Die sagen: Ey ich zieh jetzt mein Ding durch, ich mache das jetzt irgendwo auf der Welt. Ich fliege mal so eben nach Nepal oder ich nehme nen Job in Norwegen an, so wie nächstes Jahr. Was ich über Nacht einfach oft entscheide. Und da gibt’s halt nicht sehr viele Leute davon. Deswegen ist es umso wichtiger, dass man Leute hat, die einen den Rücken freihalten. Leute mit denen man sich mal treffen kann, die einem sagen: Hey, Du bist cool! Das funktioniert, mach weiter so! Oder wie die, die mir zum Beispiel, auf Facebook schreiben mir ganz viele Leute mittlerweile, was für coole Sachen die machen würden. Und das gibt mir natürlich nen Push. Das gibt mir so das Feedback: Es funktioniert, da musst Du weitermachen, da musst Du dran bleiben. Da musst Du einfach Dich weiterentwickeln, obwohl die Kritik im Raum steht: Du bist zu jung, Du bist 20 erst, Niklas. Du hast noch so viel vor Dir! Bekomme ich oft gesagt. Und ich sage: Ja, aber jetzt besteht die Chance, jetzt kann ich nach Nepal fliegen. Was mache ich denn mit 40? Mit 40 kann ich dann vielleicht auch sagen, ich war in 180 Ländern auf der Welt oder 120 Ländern auf der Welt... Marcus: Oder eben nicht. Niklas: ...und konnte dort das erleben, was ich erleben konnte. Oder eben nicht, genau! Das ist der springende Punkt. Also sprich: Lieber jetzt machen, das was einem angeboten wird oder was man super cool findet, sage ich jetzt mal. Als dass man dann die Chance vergeigt und sich im Nachhinein ärgert. Das habe ich zwei, drei Mal bei großen Sachen gemacht in meinem Leben und seitdem überlege ich mir das wirklich zwei Mal, wenn ich ein Angebot bekomme, wo ich mir denke: Eigentlich, hey das passt mega gut. Auch wenn Du danach oder davor die Kritik bekommen wirst: Du bist zu jung. Oder… von Erfahrung sprechen wir schon gar nicht mehr. Es spricht wirklich das Alter, was dieses “Problem” ist. Die Erfahrung, das ist das Nebending, dass man da halt schaut: Okay, der hat die Skills, der hat im Endeffekt den Lebenslauf schon so gelebt, wie er eigentlich passt für diesen Job. Der Haken an der Sache: er ist 20. Da muss man halt überzeugen. Da muss man verkaufen können. Und das funktioniert bei mir momentan. Marcus: Hm, Du sagst gerade, das kann ich mir auch gut vorstellen, dass gerade in Deinem Alter es schwer ist Gleichgesinnte zu finden in Form von welchen, die auch so früh den Sprung in die Selbstständigkeit, gerade in Deutschland, wo es einem als Unternehmer ja nicht wirklich leicht gemacht wird, leider… zu finden. Gibt’s da irgendwelche Ressourcen im Netz, die Du empfehlen kannst oder Plattformen oder Events oder Facebook-Gruppen? Du sagst, ja… wenn jemand genau in dem Alter ist und sich selbstständig machen möchte oder vielleicht schon die ersten hakeligen Schritte geht, auf jeden Fall dahingehen und sich connecten. Niklas: Ja, also ich würde mal sagen: Also ich behaupte ja bis heute, dass ich so ein kleines Kind der DNX bin, was so mehr oder weniger aus dem Event der Digitalen Nomaden entstanden ist. Weil ich dort so gemerkt habe, dass es funktionieren kann. Dass man selbstständig sein kann, auch in jungen Jahren. Dort trifft man eben die Leute, die mit 18, 19 sagen: Ich gründe jetzt mein Unternehmen oder ich ziehe einen Blog auf, der erfolgreich sein soll. Dass ich leben kann davon. Gerade auf solchen Events bekommt man diesen Push wieder. Da bekommt man die Motivation wieder, da findet man die Leute, die auch in jungem Alter das schon machen. Und wenn man das parallel dann kombiniert mit den entsprechenden Gruppen auf Facebook, also gerade die DNX Community Gruppen, da gibt es ja die deutschlandweite oder die zum Event passende Gruppe und einmal die weltweite. Da findet man eben den Anklang, dass man da weitermacht, wo man weitermachen möchte. Da findet man den Rückhalt. Ich baue auf zwei Säulen auf. Die eine Säule ist für mich ganz klar und das ist die größere Säule, muss ich sagen, ist wirklich so die Leute, die ich jetzt bei der DNX kennengelernt habe, ob das jetzt Oktober, Mai, Oktober war, also sprich die letzten drei Events. Oder ob das jetzt ne Facebook-Gruppe ist, wo einfach die Resonanz genial, crazy shit geil ist. Also das ist echt so, wo ich manchmal denke: Wenn jetzt nicht dadrunter noch schreiben würde, dass das geil ist, dann würde ich jetzt auch schon lange aufgeben, weil ich mir denke: Wozu shit happens? Die zweite Säule, die ist so ein bisschen kleiner, das ist die Branche selber für mich. Indem ich Anerkennung finden kann in der Branche, obwohl ich so jung bin, obwohl ich auch in der Konkurrenz bin mittlerweile für gewisse Leute. Also die Leute sehen mich schon als Konkurrenz. Es ist nicht so, dass ich auf nem Markt rumfische, der klein ist und wo ich auf nem Teich bin. Sondern das ist ein großes Meer an Leuten, die dort arbeiten. Die alle das Ziel haben, davon leben zu können. Dass ich halt dieses gewisse Etwas noch mitbringe, was die Auftraggeber dann plötzlich schätzen. Also sprich: Das Offene, das Mutige, dass man einfach den Schritt wagt. Dass man sagt: Ich möchte jetzt mit 19 für ne südkoreanische Airline einen Werbespot produzieren. Dass ich sage mit 20 über Nacht: Okay, jetzt geht’s nach Norwegen für nen neuen Job für zwei Wochen. Ich war in dem Land noch nie. Da ist es bitterkalt. Ich freue mich auch schon auf Teneriffa für das nächste Projekt, was darauf startet, auf die Sonne. Aber ich habe da Bock drauf. Das ist … da ist irgendwie die Leidenschaft da. Und die Leidenschaft merken die Auftraggeber. Die Leidenschaft merken die Leute, wenn sie mit mir reden, wenn sie mich ansprechen, wenn ich mit denen neue Projekte entwickele. Und gerade dieses Projektentwickeln mit Gleichgesinnten, da entsteht ganz viel daraus, zukünftiges oder neue Aufträge, andere Aufträge. Und diesen Weg, den kann ich nur empfehlen. Dass man sagt: Man sucht sich Gleichgesinnte, man geht auf so ein Event, wo Leute auch… wo ausschließlich Leute sind, die entweder diesen Schritt wagen wollen in Zukunft oder die sagen: Ich habe den Schritt schon gemacht, weil es funktioniert. Ich möchte Dir das weitergeben, ich möchte Dir Tipps geben. Diese Tipps auch wahrnehmen, nicht irgendwie gleich boykottieren und sagen: Ja ich bin der Ältere und hab mehr Wissen. Das zählt da gar nicht. Es ist egal im Endeffekt, wie alt ich da bin. Klar, die Leute machen erstmal den Mund auf und wie oft habe ich das schon gesehen, dieses Erlebnis, wo der Mund den Leuten sperrangelweit offen war, lieber als sie vor’m Spiegel sehen würden. Aber ich sag mal so, diese Diskussion um’s Alter, was wir gerade in Deutschland auch erleben und um Bürokratie und allem drum und dran, das hat nichts zu sagen, meiner Meinung nach. Ich sage aber auch ganz oft bei Meetings, wenn ich neue Leute kennenlerne, gar nicht großartig mein Alter dazu. Sondern verstehe es als selbstverständlich, dass ich hier als jemand da sitze, der ein Unternehmen hat, der produziert, der selbstständig arbeitet, der nicht nur selbstständig in Deutschland arbeitet, sondern einfach mal weltweit unterwegs ist und von dort aus arbeiten kann. Also sprich: Ich kann jetzt genauso auch von Norwegen aus meine Produktionen in Deutschland weiterhin betreuen oder auch von Nepal aus konnte ich super meine Sachen in Deutschland weiter arbeiten lassen. Also das funktioniert einfach. Da sitzt man irgendwo, ich sage jetzt nicht am Strand. Bisher habe ich noch nicht erlebt, dass ich am Strand saß unter Palmen und von dort aus arbeiten konnte. Marcus: Ja, Ziele musst Du ja noch haben mit 20. Niklas: Genau ich wollte gerade sagen. Das Ziel steht noch aus, auf der Hängematte am Strand zu liegen und zu sagen: So und jetzt heute scheint mir die Sonne auf’n Pelz und ich arbeite von hier. Aber das habe ich mir vorgenommen für nächstes Jahr. Auf jeden Fall! Diese Situation! (beide lachen) Marcus: Hm ja, Du hast echt ein paar ganz interessante Sachen gesagt. Zum einen, Deine begeisterungsfähigkeit, die Du hast. Ich glaube, das spürt man total. Jetzt gerade auch beim Interview kommt’s schon durch die Stimme rüber, wie Du da gerade sitzt, wahrscheinlich zu Hause mit offenen Augen, funkelnden Augen, und einfach brennst für das, was Du tust. Und wir beide kennen uns ja auch schon sehr gut persönlich und jedes Mal freue ich mich, wenn wir uns wieder sehen, weil ich weiß: Boah, da kriegst Du selber so einen kleinen Kick von einfach Energie und positiver Lebenseinstellung. Das sind ja genau die Leute, die einen dann auch wieder selber pushen. Und genau deshalb arbeiten wir auch total gerne mit Dir zusammen. Hast ja auch schon ein paar Sachen für die DNX gemacht. Zum einen weil Du mega da rein passt. Und dann diese Begeisterung hast, Du brennst für Dein Thema, Du bist der Videographer, Du produzierst gern und machst Bewegbild und dann noch zusätzlich so Dein Servicegedanke. Wir haben ja schon öfters so ein paar Sachen gehabt, da brauchten wir dann noch ein paar mehr Dateien oder nochmal kurzfristig ein paar Kameras oder irgendwie noch ein zweites Video und einen dritten Videomann und dann sollte es noch auf den FTP-Server hochgeladen werden und umbenannt werden und am besten noch bis gestern. Und wir wissen, dass wir da manchmal ein bisschen … und bei Dir, also wir fragen grundsätzlich immer jeden und nachdem was wir wollen erstmal und gehen davon aus, dass die sich dann arrangieren. Und bei Dir ist es jedes Mal so, dass Du sagst: Ey cool, ja klar, mache ich, kein Problem. Genau so läuft das gerade. Genauso läuft das. Ich glaube, gerade wenn man als Dienstleister unterwegs ist, so wie Du. Und das macht auch den Unterschied am Ende des Tages. Wir haben ja auch schon mit vielen anderen Leuten zusammengearbeitet und bei Dir weiß man: Okay, komm Niklas fragen wir, reden über’s Geld, perfekt und dann kommt das auch in Time. Niklas: Das ist halt immer so die Sache. Man muss irgendwo sagen: Okay, ich bin Dienstleister. Oder ich biete etwas an auf dem Markt, klar. Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen zu mir selber: Ich sehe als Challenge irgendwo auch. Also sprich, wenn ich dann etwas zum ersten Mal mache oder mal ausprobiere oder keine Ahnung, man hat dann auch manchmal Produktionen, wo ich mich an den Kopf fasse und frage: Was will der Auftraggeber eigentlich von mir. Das ist unmöglich. Also ich hatte ne Produktion im Sommer auf ner Insel in Deutschland, in Norddeutschland auf ner ostfriesischen Insel und ich bin am Rad gedreht, weil ich nicht verstanden habe, was die wollte von mir, die Auftraggeberin. Das war wirklich… da waren Dinge dabei, die…. beste Sache, wir haben einen dreiviertel Tag an nem FKK Strand gedreht, weil der am leersten war. Alle anderen Strände waren rappelvoll. So jetzt überzeuge mal die Auftraggeberin, dass ich nicht ein Vollformatbild am FKK Strand drehen kann, weil dann zehn nackte Leute noch in meinem Bild rumliegen. Die kann ich halt nicht mit reinnehmen in den Werbespot, das geht leider nicht. Also manchmal steht man schon vor Herausforderungen, wo ich klar auch erstmal schauen muss, wie klappt das? Wie funktioniert das? Da frage ich dann auch manchmal. Also ich frage oft Leute einfach. Das ist … ich stehe auch dazu, dass ich erstmal frage Leute zu dem Thema. Also ich … neue Erfahrungen, dass ich auch sammeln kann. Und sehe es halt als Challenge irgendwie. Ich sehe es als Challenge, einfach mal zu sagen über Nacht: Okay, es fehlen halt noch fünf Kameras, dann müssen halt fünf Kameras über Nacht noch besorgt werden. Auch wenn die Kamera-Verleihe in Berlin sagen: Nee is nicht, wir haben halt nicht mehr auf Lager großartig. Da findet man aber immer auch Lösungen. Das ist dasselbe wie, Leute fragen immer wieder, was hast Du für ein Zeitmanagement? Wie funktioniert das bei Dir? Du bist Tag und Nacht irgendwo in irgendwelchen Produktionen verstrickt und Du schaffst es auch mit Zeitverschiebungen und dann sage ich: Klar, ich arbeite mit Zeitverschiebungen. Ich rechne mir den Jetlag aus, ich rechne mir genau aus, wann ist wo der Flieger auf der Welt von mir und weiß dann auch, so kann ich mir meine Produktionen stricken, dann habe ich meine Freizeit und kann auch sagen, so kann ich mein Leben leben, wie ich möchte. Und nicht eben dann dran gebunden zu sein, fünf Tage die Woche arbeiten zu gehen von morgens 8 bis 16 Uhr. Das ist absolut nicht mein Ding. Dafür bin ich nicht gemacht. Marcus: Hm, und das hast Du schon ziemlich schnell in frühen Jahren erkannt. Woran hast Du das festgemacht, ohne jemals corporatmäßig 9 to 5 wahrscheinlich ja bei euch im Praktikum noch viel mehr Stunden gewesen - ja, ohne mal festangestellt zu arbeiten? Niklas: Das hab ich… oh… jetzt muss ich was zugeben… Das habe ich daran festgestellt, dass ich immer zu spät gekommen bin. (beide lachen) Ich habe das irgendwie die ersten vier Wochen nicht gebacken bekommen. Wie ich in Berlin angefangen habe für die Sender, war ich frisch aus der Schule. Ich hatte nicht sehr viel… also ich hatte schon nen Plan von den Medien, hatte auch schon meine ersten Erfahrungen, hatte auch mein Schülerpraktikum schon gemacht und hatte auch schon die Erfahrung, wie es in Redaktionen läuft. Nur, vom Schulalltag umzuschulen auf nen Tag, der dann halt 10, 12 Stunden dauert einfach mal. Und dann morgens doch relativ pünktlich in der Konferenz erscheinen muss, habe ich in den ersten Wochen nicht ganz gepackt, muss ich sagen. Da waren Tage dabei, da war ich einfach da und dachte mir: WTF schon wieder der Scheiß?! Und klar, mir hat die Arbeit auch irgendwo Spaß gemacht, aber so dieses selber entscheiden zu können, wann ich mir wie was baue von der Arbeits Time Zone her, vom wie ich lebe. Das hat mir gefehlt. Das hat mir ganz stark gefehlt in dem Moment. Hab ich dann nach Wochen gemerkt einfach. Und dann kam’s mir einfach gelegen auch, auf der DNX im Oktober für den Bayrischen Rundfunkt, für die ARD zu drehen und zu sehen, es geht auch anders. Man muss nicht an diesem 9 to 5 festklammern, so wie dass der Deutsche ganz gerne macht. Da wird einem immer wunderbar erzählt, wie toll der Job ist, wo ich mich frage: Bist Du eigentlich glücklich damit? Freust Du Dich jeden Tag auf die Arbeit? Macht es Dir Spaß? Das fragt sich der Arbeitnehmer irgendwann gar nicht mehr, sondern der arbeitet halt einfach nur noch. Der macht das, was er jeden Tag macht. Marcus: Ja, das sind so alte Glaubenssätze, die gerade ältere Menschen auch mir noch entgegenbringen. Die sagen: Wie? Arbeit darf nicht Spaß machen? Arbeit muss weh tun, Du kriegst ja Geld dafür. Die sind irgendwie vom Kopf gar nicht so weit und so offen, dass man beides miteinander verbinden kann. Man kann Geld verdienen und coole Sachen machen. Niklas: Das ist eben das. Und daran habe ich das aufgehangen. Daran habe ich das gemerkt und ich arbeite immernoch gerne für die Sender. Ich mache das auch immernoch beruflich, aber eben komplett freientscheidend. Also sprich, ich bin an keinen gebunden. Klar bin ich an den Kunden gebunden, der mir einen Auftrag gibt. Da halte ich auch meine Deadlines ein. Ich gehe auch mittlerweile pünktlich zu den Meetings. So ist es nicht. Also nicht, dass dieser Eindruck jetzt hier entsteht, ich bin ein unpünktlicher Mensch. Im Gegenteil, ich bin manchmal sehr sehr überpünktlich und versuche alles in die Gänge zu setzen, wenn dann doch der Flieger Verspätung irgendwo hatte oder die liebe Bahn mir einen Strich durch die Rechnung zieht, wo ich mir dann doch denke: Wärst Du doch geflogen, dann wärst Du ein bisschen schneller da gewesen. Aber ich sehe das so ein bisschen lockerer einfach. Also lockerer einfach als andere Leute und bin nicht ganz starr in diesen Terminkalender reingezogen. Was ich aber auch sagen muss ist, dass ich mittlerweile mehr Stunden habe, als in einem 9 to 5 Job. Das ist ganz klar. Da muss man klarkommen, dass man eben dann wenn andere Freizeit haben, gehe ich arbeiten manchmal oder mache meine Arbeit. Wenn ne Produktion vom Ausland aus koordiniert wird, dann habe ich eben Zeitverschiebung, dann sitze ich in Nepal oder in Delhi am Laptop und es sind halt fünf Stunden Unterschied zu Deutschland. Damit muss ich dann halt rechnen, dass ich dann nachts dort arbeite, damit in Deutschland Tag ist in der Zeit. Damit ich auch mit denen kommunizieren kann. Auf der anderen Seite hat man überall diese, keine Ahnung, diese Magic Moments sage ich immer. Das sind Momente, wo man merkt: Woah, es hat sich so gelohnt zu kämpfen für diesen Job, für sein Unternehmen. Zu sagen: Ich möchte zu diesem Haifisch werden. In den Medien ist es ein Haifischmarkt. Mit dem Haifisch überleben und leben können einfach. Und diese Momente sauge ich auf. Diese Momente merke ich ganz ganz oft mittlerweile. Die sind immer öfter gekommen. Je länger ich gearbeitet habe, je länger ich an mir selber auch gearbeitet habe an meiner Persönlichkeit, desto mehr habe ich gemerkt, diese Momente wo man merkt: Hey coole Sache! Das sind Dinge, auf die kommt man gar nicht. Das sind Dinge… manchmal bekommt man ein Jobangebot, wo man sich denkt, auf die Idee wäre ich vor fünf Jahren gar nicht gekommen oder vor einem Jahr, dass ich das mal machen kann. Dass ich dieses Land mal kennenlernen darf. Dass ich dort mal leben kann ne Zeit lang. Und das sind die Dinge, die mich aufbauen, die mir Kraft geben. Weil klar, Du merkst: Ich brenne für meine Sache, ich hab da Bock drauf, ich möchte das machen, ich möchte das wirklich machen. Nicht irgendwo nur meine Träume träumen, sage ich mal, sondern meine Träume auch leben und leben zu können. Auf der anderen Seite muss man aber auch sehen, dass ich jemand bin, der … wie soll man sagen? - der auch mal in seinen Löchern hängt. Der auch mal seine Tiefs hat, die ich auch lebe, die ich auch zugebe. Das sage ich jetzt nicht unbedingt den Auftraggebern. Dem gegenüber bin ich immernoch derjenige, der ich bin. Aber ich bin genauso einer, der eben nicht den ganzen Tag aus dem Toaster rausspringt und sagt: Jo hey, ich funktioniere. Sondern, ich habe klar auch meine Tage, da ja… hänge ich in meinem Depriloch rum, frage mich, wieso hänge ich jetzt gerade in Nepal rum und schon wieder Stromausfall und muss mich schon wieder ärgern über irgendwelche Produktionen oder es läuft hier und dort nicht oder man merkt dann plötzlich: Oah Shit, hier ist schon wieder was schief gelaufen in der Produktion. Das hat man auch irgendwo. Und dann helfen einem diese Momente, die sagen: Hey geil was Du machst! Das ist richtig cool! Das sind die Momente, wo man sagt: Kick-Off, hau rein, mach weiter! Das hilft einem extrem weiter. Und wenn man die Momente nicht sucht und lebt, ey dann haste verloren. Sorry, aber dann lebst Du Dein Leben so wie der Arbeitsmarkt es Dir vorlebt und hast Dich nicht irgendwie entschieden für nen Preis. Meine Meinung zu dem Thema zumindest. Marcus: Ja, und was Du gerade sagst ist glaube ich ganz normal. Also das hat Feli, das habe ich, das hat der Tim Chimoy, den ich hier in Chiang Mai getroffen habe. Das haben die vier Unternehmer gehabt, die ich gestern für den Podcast interviewed hab. Das ist glaube ich ganz natürlich und auch wichtig für die Leute, die jetzt zuhören und überlegen selbstständig zu werden. Darauf sollte man vorbereitet sein. Es kommt immer wieder, dass Du da sitzt und denkst: Scheiße, was mache ich hier eigentlich? Macht das alles noch Sinn? Und irgendwie fühle ich mich alleine. Und dann ist es auch egal, ob Du gerade in Nepal bist und es regnet und es ist Stromausfall oder in Thailand oder in Berlin. Das kann Dich überall treffen. Und das halt gepaart mit dieser unternehmerischen Unsicherheit, dass man nie weiß: Kriege ich nächsten Monat genug Aufträge rein? Kann ich meine Steuern zahlen? Kann ich davon essen? Und gerade, wenn man sich dann auch in Deutschland dann wieder befindet, dass man doch von sehr viel Bedenkenträgern umgeben ist. Dann werden diese Zweifel oftmals auch wieder größer. Aber ich glaube, diese Magic Moments, wie Du sie genannt hast, die entlohnen einen dann wieder für alle Täler und Tiefs, die man vorher durchleben musste. Niklas: Klar, das gehört dazu. Und man hat in Deutschland seine Zweifler. Ich freue mich auch jedes Mal, wenn ich in Deutschland wieder lande und sage: Herzlich Willkommen in der Bürokratie schlechthin wieder. Also da sind Dinge dabei, wo ich mich frage: Was soll das eigentlich hier?! Was mache ich, was fülle ich hier für ein Formular eigentlich schon wieder aus? Ich möchte einfach arbeiten gehen gerade. Also, ich merke auch, klar immer wieder, wenn ich in Deutschland lande, dass ich in Deutschland gelandet bin. So ist es nicht. Auf der anderen Seite kann man so viel entdecken und ich bin so ein kleiner Träumer. Und ich habe mir auch schon überlegt, ob ich jetzt einfach im Dezember ne Landkarte aufspanne, mit nem Dartpfeil irgendwo drauf werfe und da auch hinfliege. Und von da aus versuche irgendwie zu leben und zu arbeiten. Auf solche Ideen komme ich auch manchmal. Ich muss sagen, die besten Dinge die ich gemacht habe, oder für die ich mich entschieden habe in meinem Leben, die habe ich über Nacht entschieden. Die habe ich nicht entschieden, indem ich wochenlang oder mir stundenlang den Kopf dadrüber zermürbt habe, sondern einfach aus dem Bauch heraus gesagt habe: Ja mache ich oder nein mache ich nicht. Das waren die besten Entscheidungen. Das waren die besten Produktionen. Das waren die Produktionen, wo ich gesagt habe: Woah das war so cool. Das macht so viel Spaß. Allein diese Nepal Story, das hab ich über Nacht in Frankfurt entschieden und hatte überhaupt keinen Plan von dem Land. Da war auch noch kein Erdbeben passiert und nichts. Und trotzdem bin ich geflogen. Das Erdbeben ist passiert. Das war ne geile Zeit dort. Es hat richtig viel Spaß gemacht. Klar Stromausfälle, W-LAN Ausfälle und solche Späße habe ich halt durchlebt, jeden Tag. Aber es hat sich gelohnt irgendwo. Es hat .. ja. Das war so das Ding schlechthin. Also das war einer der Highlights dann auch wieder, wo ich gesagt habe: Hey, mit 19 einfach mal am Mount Everest stehen zu können und am nächsten Tag in aller Ruhe seine Arbeit weiter verrichten zu können in der Lodge. Wer kann das schon von sich behaupten? Also zumindest ich kenne nicht so viele Leute, die sagen können: Ich stehe am Mount Everest und arbeite von dort aus irgendwie meine Produktionen ab oder meine Dienstleistung oder baue Websites oder… Man kann mittlerweile so viel machen auf der Welt und trotzdem davon leben zu können und zu sagen: Ich lebe mein Leben dort wo ich möchte, wie ich möchte und habe meine freie Zeiteinteilung, bin aber noch gebunden an meinen Kunden. In dem Fall, wenn Du Dienstleistungen anbietest. Wenn Du eben nicht, sage ich jetzt mal, im Blogbereich ist es ja vielleicht ein bisschen anders, wo man sagt: Okay, ich habe meine bestimmte Leserschaft, ich habe meine bestimmten Uhrzeiten wann ich in meinem Blog poste oder wenn ich meinen Blogartikel veröffentliche. In der Dienstleistunge ist es halt manchmal auch so, dass Du dann Deadlines hast. Und das bedeutet dann manchmal auch, dass man strange Arbeitszeiten hat, wo ich mich dann halt auch frage: Muss das jetzt unbedingt sein? Muss ich jetzt schon wieder ne Nacht durchmachen, damit ich irgendwie Sachen ändern kann noch oder irgendwelche Skype-Sachen klären kann? Klar das ist halt bei mir manchmal extrem geworden, indem ich merke, ich kommuniziere mit Leute weltweit. Und dann passiert’s halt, dass man nachts um 4 mit Leuten in Singapur spricht oder um nachts um 2 mit Leuten in New York spricht, weil man eben dort ne Produktion betreut. Marcus: Ja, aber irgendwie macht es auch total Spaß immer wieder, das kann ja fast süchtig machen, dieses Dopamin, immer wieder neue Challenges und Adventures und Herausforderungen anzunehmen, gerade weltweit. Niklas: Ja, ich sage, das ist eine Sucht. Andere Leute haben ihre Zigaretten oder den Alkohol, wobei ich auch gerne feiern gehe, so ist nicht… Aber ich bin nicht alkoholsüchtig deswegen. Und ich habe so die Sucht, neue Sachen zu entdecken. So neue Herausforderungen zu finden und die auch zu meistern. Danach sagen zu können: Yeah! Es hat geklappt, es hat funktioniert! Die Leute sind happy, es hat funktioniert! Keine Ahnung. Ich bin selber happy. Vor allem, ich verkaufe kein Produkt von dem ich nicht selber überzeugt bin. Das klingt jetzt ein bisschen altbacken irgendwie aus der Supermarktbranche oder keine Ahnung so aus dem Verkäuferbereich, aber es ist einfach so. Happy Smile sage ich immer zu dem ganzen Ding. Wenn ich was nicht verkaufen kann oder wenn ich dazu nicht stehe, dann brauche ich gar nicht erst anfangen damit oder dann brauche ich das gar nicht fertig prodzieren, ganz wichtig. Marcus: Ich glaube genau dieses Mindset haben auch super viele kreative und Freigeister, wie Du es bist oder irgendwelche DNXler, die da rumrennen. Das ist einfach diese Sucht nach neuen Herausforderungen, anderen Ländern, anderen Kulturen, irgendwelche Challenges, die man lösen muss. Geht mir genauso. Von daher kann ich das voll nachvollziehen. Und was Du eben sagtest, viele Sachen entscheidest Du aus dem Bauchgefühl heraus, in Frankfurt irgendwo über Nacht. Ich glaube darum geht’s. Einfach Dinge mal zu machen und zu sagen: The Time is now. Was Du vorher auch schon gesagt hast und auch mal dem Schicksal die Gelegenheit geben zuzuschlagen. Heißt ready zu sein. Viel sagen oder verwechseln das immer mit: Ja der Niklas der hat ja so viel Glück gehabt und jetzt ist er schon wieder in Nepal und auf der AIDA und Markus und Feli haben auch Glück. Und die sind ständig in der Zeitung und das läuft ja irgendwie alles von alleine. Aber, die ganze Arbeit die dahintersteckt bzw. auch dieser Mut dann zu sagen: Okay, machen wir, kein Problem! Ja DNX im Ausland, machen wir. GLOBAL machen wir. Und sich danach dann erst um den ganzen Pain zu kümmern, wie zum Beispiel International Tax oder sowas, was uns jetzt gerade völlig überfordert. Wo wir uns aber gerade jetzt Hilfe reinholen. Ich glaube das macht den Unterschied, erstmal zu sagen: Jo, ich bin ready, ich mache es. Oder selbst, wenn Du noch nicht ready dafür bist. Ich kenne super viele Beispiele, die nach dem Prinzip “Fake it until you make it” leben. Die sagen: Ja klar, Java-Design kann ich coden, kein Problem. Und dann haben die schon wieder nen fetten Auftrag und kümmern sich dann, weil sie auch müssen, wie man dann in Java coded, was ihnen dann selber auch wieder viel bringt. Darum ist das einfach so geil, dieses Unternehmertum. Selbst entscheiden zu können, welche Aufträge nehme ich an, welche nehme ich nicht an. Und ständig, ständig weiter zu wachsen. Niklas: Die Leute sehen halt meistens die äußere Fassade. Klar, die meisten sehen bei mir zum Beispiel in Facebook irgendwelche geile Bilder oder auf meiner Homepage oder irgendwelche Referenzen oder… ich bekomme mittlerweile so oft auch Screenshots von Fernsehbeiträgen oder von irgendwelchen Sachen, die im Fernseher laufen, wo ich halt vorkomme. Klar freue ich mich jedes Mal darüber. Auf der anderen Seite denke ich mir: Oh mein Gott, da haben schon wieder so viele Leute die Sendung gesehen. Das finde ich manchmal ein bisschen sehr erstaunlich bei gewissen Beiträgen. Marcus: Jaja (lacht) ging mir auch so. Gerade mittags. Niklas: Auf der anderen Seite gibt’s klar noch ein Arbeitspensum, was man hinter den Kulissen nicht mitbekommt. Und ich hatte mal nen Schulfreund eingeladen, den ich wirklich lange Jahre schon kenne, nach Berlin. Das war ein typisches Berlin-Wochenende. Ich einfach nur Stress gehabt, von einem Termin zum nächsten gehetzt. Wo die laufenden nächsten Produktionen vorstanden. Ich musste in diverse Botschaften für Visa und solche Späßchen. Und ich hatte keine Zeit für ihn. Und er hat sich durchgehend selber beschäftigen müssen dieses Wochenende und meinte nur bei der Abreise am Hauptbahnhof zu mir: “Ey Niklas, eigentlich hast Du ein Scheißleben, bist nur ein Workaholic und irgendwie, also das denkt man gar nicht so, wenn man bei Dir im Facebook liest. Du warst bei der Queen oder Du hast beim Champions League Finale und hast dort gearbeitet oder bist plötzlich auf nem Schiff für ne Woche unterwegs mal so eben. Das habe ich gar nicht gecheckt, dass das so viel Arbeit ist, dass da so viel dahintersteckt.” Und das finde ich auch wichtig noch zu sagen, dass man oft nur ne Fassade sieht und auch den Menschen dahinter sehen muss. Und den Menschen auch akzeptiert und eben nicht dieses Neid-Gefühl sofort raushängen lässt. Weil oft sind die Menschen, die jetzt nen Erfolg feiern, wie ihr auch dazu gehört, die plötzlich bei stern TV eingeladen sind… manchmal frage ich mich auch, wie ihr auf gewisse Zeitungen kommt. Das finde ich so faszinierend bei euch jetzt zum Beispiel. Dass ihr in Medien auftretet, die man gar nicht damit verbindet teilweisen. Mit Leuten, die halt diesen Freigeist leben, sage ich jetzt mal. Und da weiß ich aber auch bei euch steckt ne wahnsinns Arbeit dahinter. Bei mir steckt ne wahnsinns Arbeit dahinter. Und das darf man nicht vergessen. Das muss man auch sehen wirklich und nicht irgendwie diese Fassade überspielen. Das tut mir manchmal weh, wenn die Leute sagen: Kriegst doch eh alles in den Arsch geschoben. Marcus: Mh, das meinte ich ja eben mit … dass viele das unterschätzen und sagen: der hat ja nur Glück gehabt. Und gerade auf Social Media. Ich … es ist halt leider so. Ich tendiere dazu auch, muss ich zugeben, zeigt man sich eher von seiner besten Seite und von den coolen Momenten. Die will man ja sharen. Und nicht, wenn wir jetzt gestern in Chiang Mai dann im Dauerregen hier den ganzen Tag in dem Coworking Space gesessen haben. Ich habe gestern sechs Skype Calls gemacht, davon vier Interviews für LIFE HACKZ. Das sieht dann irgendwie kein Mensch, wenn das Licht Dir auch noch ausfällt oder so. Und ich meine, das shared man dann auch nicht auf Facebook, weil irgendwie man so darauf trainiert wurde Facebook ist das schöne Disneyland und da passieren nur schöne Sachen. Niklas: Wobei ich auch schon dazu tendiere oder momentan mache ich es noch nicht so krass, aber dass ich sage, zumindest in meinem Privataccount, dass ich sage, dass ich in Zukunft auch mal Momente teilen werde, die eben nicht happy sind. Wo ich Leute auch immer teilnehmen lasse, dass eben dieses Fassadendenken endlich mal aufhört. Weil ich das gerade in den Sozialen Medien wahnsinnig spüre, dass dieses Fassadendenken noch da ist. Und ich andauernd diesen Neid spüren muss. Klar ich wehr das irgendwo ab und ich setze das auch irgendwie in den Hintergrund und denke mir: Ach shit happens, ist doch scheißegal, was die Leute da schon wieder über mich reden. Aber dass ich auch mal zu den Seiten stehe, dass mal, keine Ahnung, dass mal was schief läuft oder so. Ich meine, es gibt genügend, ich sage jetzt mal Best Of Videos von mir, wie ich am Set stehe und total versagt habe oder wenn mal was total schief läuft oder keine Ahnung, die Sachen gibt’s auch. Vielleicht sollte ich einfach mal daraus ein Video machen. Best Of Niklas Filmproduktionen und (lacht) wo ich dastehe und mich frage: Was sollte das eigentlich von mir selber? Aber ich stehe dazu und man kann nur daraus lernen und Fehler sind dazu da, um daraus zu lernen und sich weiterzuentwickeln und da kann irgendwann mal was cooles entstehen und man kann dann irgendwann auch mal sagen: Okay, das ist ne coole Sache, auch wenn nicht alles perfekt gelaufen ist. Und das ist ganz wichtig. Dieses Feeling zu haben. Marcus: Ja, aber ne Challenge kann auch sein, dass viele Leute es gar nicht hören wollen, weil die vielleicht so überzeugt sind, dass dieses Leben einfach nur schön und easy ist und easy going und Digital Nomad wird ja gerade auch sehr gehyped und viele sehen das so als völlige Glücksfälle, die alle anderen Probleme dann heilt. Und Du kannst es noch so oft in Interviews erwähnen, auf der Bühne sagen. Und wenn Du dann mit den Leuten zum Beispiel im DNX CAMP zusammen abhängst zehn Tage und die kommen dann nach drei Tagen an und sagen: Ey Marcus, das ist ja crazy, wieviel ihr arbeitet. Das ist ja nur krass, das hätte ich ja nie erwartet. Dann denkst Du so: Ey Typ! Du warst jetzt schon auf zwei Konferenzen. Du hast wahrscheinlich schon viel zu dem Thema gehört und gelesen und Du überliest immer die wichtigsten Zeilen, wieviel Arbeit das ist und wieviel Demut das auch erfordert und wieviel Aufopferung. Ich meine, jeder der selbstständig ist. Ob das jetzt der Bäcker an der Ecke ist oder ein Online Unternehmer, steckt da so viel Herzblut und Arbeit rein und ich finde es manchmal ein bisschen schade, dass die Leute diesen Punkt schlichtweg übersehen und dann zurecht natürlich, erstmal enttäuscht sind, wenn es nicht so läuft, wie sie sich das vorstellen. Niklas: Das ist halt immer so ne Frage, wie man es präsentiert und wie man es verkauft. Klar, wir verkaufen positives Feeling. Man muss zwischen den Zeilen mitlesen. Das ist ganz wichtig. Und dieses zwischen den Zeilen, das versucht ja auch immer wieder klar darzustellen. Bei der DNX spüre ich das auch immer wieder. Dass auch gerade die Speaker oder die Workshopleiter sagen, das habe ich bei mir versucht im Workshop auch klarzumachen, es ist eben nicht nur immer Ponyhof und Geburtstagskuchenfeiern. Sondern es bedeutet dann halt aber auch, dass man auf gewisse Dinge verzichtet. Dass man halt dann auch mal, keine Ahnung, im Facebook liest: Ah gerade steigt schon wieder ne fette Party in Berlin und ich habe für gerade auf Norderney und Ostfriesland rum jetzt gar keine Party. Hier sind lauter Senioren, die ihren Kururlaub machen und (lacht) dann muss man halt die Abstriche machen. Dass man dann halt, zumindest bei mir ist es halt so, dass ich im Privatleben halt einfach meine Abstriche mache. Dass ich sage: Okay, Freundin ist momentan nicht drin. Letzte Beziehung hat nicht funktioniert. Mein Zeitplan ist nunmal straff. Man muss irgendwo auch bestehen können. Man muss halt auch entscheiden, welche Lebensform möchte ich irgendwann mal haben. Möchte ich ne Familie haben? Möchte ich, keine Ahnung, man kann auch mit Familie viel reisen. Und es gibt ja auch Familien unter den Digitalen Nomaden, die auch weltweit leben können und reisen können, wo die Kinder dann halt zu Hause Unterricht bekommen, Schulunterricht oder in die örtlichen Schulen gehen. Das muss man halt selber für sich entscheiden und sagen: Okay, hab ich Bock drauf oder hab ich keinen Bock drauf? Und bei mir ist es so, ich hab Bock auf dieses Leben. Ich mache dann halt auch manchmal Sachen, wo ich mir denke: Is nicht mein Ding, aber muss sein. Das fängt schon bei der Bürokratie an, dass ich sage: Okay, Rechnungen schreiben kann ich, aber bei der Steuer hört’s bei mir auch irgendwo auf bei gewissen Sonderklauseln die ich da nicht verstehen muss. Da bin ich doch froh, wenn ich nen Steuerberater manchmal frage: Was bedeutet das hier eigentlich, was ich ankreuzen soll? Aber das sind halt so die Herausforderungen des Lebens. Und die lebe ich einfach. Da finde ich’s cool, dass man auf Leute wie Dich stößt, die sagen: Hey, lass uns was zusammen machen. Lass uns mal ein Projekt starten oder es entstehen viele Projekte heraus. Und wenn ich mir überlege, ich habe mittlerweile Angst muss ich sagen, Respekt vor den DNX Veranstaltungen, weil ich weiß, danach sind schon wieder 20.000 neue Projekte am Start. Danach muss ich schon wieder all meine Flüge umdisponieren wahrscheinlich, weil irgendwas völlig anders läuft, aber okay. Ich habe immernoch Bock drauf und ich gehe immernoch gerne hin und nach der letzten DNX sind jetzt mittlerweile fünf Auslandsproduktionen a drei Wochen entstanden á drei Wochen entstanden, mindestens drei Wochen. Marcus: Wow. Niklas: Das ist ne Anzahl, wo ich mir denke, das wäre mir bei der ARD oder beim Bayrischen Rundfunk nie eingefallen damals. Wo ich gesagt habe... Da war ich halt in Berlin angeklebt, an der Stadt und ja so bei mir ist es jetzt ja wirklich so, ich fliege erst in die Sonne, dann geht’s ins bitterkalte Norwegen, dann geht’s wieder in die Sonne, dann geht’s wieder in die Berge. Also sprich, es wird wieder kalt werden. Aber die Abwechslung finde ich ganz cool eigentlich, so von wir bräunen uns ne Runde und danach geht’s ab wieder in die Kälte und dann wird man wieder ein bisschen blasser. Bin gespannt, was die nächsten Jahre so mit sich bringen. Marcus: Absolut. Ja cool. Das erweitert ja auch absolut den Horizont. Je mehr man sieht, je mehr man reist, je mehr Länder man kennenlernt oder andere Kulturmenschen. Dadurch wächst man auch wieder und man muss sagen, wenn man Dich auf der DNX beobachtet. Du bist ja auch völlig unter Strom, was cool ist. Und genauso soll ja so ne Konferenz auch genutzt werden. Dass man sich mit anderen connected und unterhält und austauscht und macht und tut und von daher wundert mich das überhaupt nicht, dass da immer so viel bei Dir dann hängen bleibt. Und je mehr Leute man dann auch kennenlernt, können die einen natürlich auch wieder connecten und der sucht nen Videographer für das und daraus ergeben sich dann wieder 1.000 Sachen. Also dieses Be Ready, wenn die Chance da ist und dieses Connecting the Dots. Dass man, je mehr Leute man… das habe ich vorher auch unterschätzt… je mehr Leute man in seinem persönlichen Netzwerk hat, um so mehr Chancen ergeben sich auch für einen selber. Aber man muss halt offen sein. Niklas: Ja, das ist ganz wichtig. Ich sage einfach, es macht immernoch Spaß und ich freue mich einfach auf’s nächstes Jahr. Ich freue mich auch auf dieses Jahr, keine Frage. Dieses Jahr habe ich noch tolle Produktionen vor der Nase, aber es ist so, keine Ahnung, die Vorfreude ist schon wieder so da und es kribbelt, wenn man in Richtung Flieger geht. Und wenn’s heute nur für nen Inlandsflug ist. Bald geht’s ja auch wieder auf die Langstrecke, dann gehe ich wieder raus auf die Piste. Es muss einfach wieder auf die Piste gehen irgendwie. Genau, also mir wird’s langsam zu kalt hier. Deswegen überlege ich noch, ob ich im Dezember schon da in die Sonne fliege. Also ja. Marcus: Was ich bei Dir noch nen ganz interessanten Punkt fand, als Du als Newcomer auch auf der DNX Stage gewesen bist, hast Du ganz am Ende vom Talk erwähnt, dass Du Deine Firma, Deinen Brand Farali Prduktion genannt hast, weil das früher Dein Name gewesen ist, mit dem Dich andere aufgezogen haben in der Schule und gehänselt haben. Ist das so ne Art von Dir damit umzugehen? Das ist bestimmt für jeden ne harte Phase und ne harte Zeit. Gerade Kinder und Jugendliche können ja richtig fies sein, sowas mitzumachen. Ist das jetzt für Dich so ne Art Vergangenheitsbewältigung oder zu sagen: ich blende das jetzt nicht aus. Das gehört irgendwie komplett zu meinem Leben und das ist eine Phase, die habe ich jetzt hinter mir gelassen und ich stehe jetzt auf der Seite und mache die ganzen Produktionen weltweit und nenne mich Farali Production? Niklas: Das war mir auch extem wichtig mal klarzustellen, dass man, wenn man ne Firma gründet oder ein Unternehmen oder irgendnen Namen entwickelt, dass man ne Story erzählen kann. Es gibt nichts schlimmeres, als wenn ich vor meinen Kunden stehe, wo ich nicht weiß was der Name bedeutet oder wo hinter dem Firmennamen nicht irgendwas cooles steht. Irgendne Story. Das ist manchmal so ein kleiner Eyecatcher, wenn man im Meeting sitzt und sagen kann: Hey ich habe meinen Firmennamen danach genannt, wie mich Leute früher gemobbt haben. Wenn man das schön verpackt, dann ist es schon so: Wow krass, der ist kreativ, der hat sich was überlegt, der hat nicht irgendnen Scheiß dahergenommen, der hat nicht seinen Namen genommen und dahinter GmbH gesetzt, sondern er hat sich mehr darüber Gedanken gemacht. Und klar, für mich ist das auch Vergangenheitsbewältigung. Für mich ist das auch irgendwo Genugtuung, dass ich den Leuten zeigen kann, das war ne Vielzahl an Leuten, die mich echt ausgegrenzt haben, dass ich denen zeigen kann: Ey Leute, wisst ihr, es ist nicht so wie ihr immer gedacht habt. Klar war ich nie der coolste in der Schule und ich war auch nicht derjenige, der die Markenklamotten getragen hat, oder der jetzt die neuesten Techniksachen hatte. Also ob das ein iPhone dann war oder irgendwelche anderen Sachen, die halt dann plötzlich In waren. Zu denen habe ich nicht gehört. Ich war immer der Außenseiter irgendwo bis zum Abitur durchgehend. Und nach dem Abitur sind all die Leute auf mich zugekommen und haben gefragt: Ey kannst Du mir nicht doch helfen? Und: Ist total krass was Du jetzt machst mittlerweile. Wen Du alles treffen kannst. So, wo Du überall abhängst. Um es mal so zu formulieren und das stärkt so mein Selbstbewusstsein mittlerweile. Klar, ich sage auch weiterhin, ich gehöre nicht zu den schönsten Leuten auf der Welt. Das verstehe ich auch. Aber ich habe meinen Traumberuf gefunden und kann es den Leuten jetzt zeigen, die eben nicht dazu gestanden sind. Die gesagt haben immer: Ah das funktioniert eh nicht. Niklas, verabschiede Dich von dem Traum in den Medien zu arbeiten. Das waren ganz oft die Aussagen. Wie oft wurde man von den Lehrern belächelt, weil man irgendwas mit Medien machen wollte, weil man in dem Business starten wollte. Weil man was machen wollte. Weil man davon leben wollte. Und mittlerweile ist es so, dass ich an meiner eigenen Schule gefragt worden bin und es auch machen werde, ob ich nen Vortrag zu dem Thema halten möchte. Marcus: (grinst) Niklas: Das Rad hat sich gedreht und wenn ich mir jetzt überlege, dass ich gegenüber den Lehrern jetzt auf ner ganz anderen Position stehen werde bei diesem Vortrag. Also sprich, der Lehrer wird nicht mehr dastehen können und sagen können: Ey das ist scheiße, was Du machst. Oder der kann sich vielleicht Privat seine Meinung dazu bilden, aber er kann es nicht im Namen der Schule machen. Und das ist für mich so der Moment, wo ich mir denke, ja irgendwann schließt sich der Kreis. Irgendwo hat sich mal der Pfeil gedreht andersherum. Irgendwo gab’s doch ein bisschen Karma und ja, ich freue mich einfach, dass es funktioniert. Und dass ich jetzt auch Lehrern gegenüber mal stehen darf, die immer gesagt haben: Hey Niklas, Du bist nicht so die Sportskanone. Auf der anderen Seite kann ich zu den Lehrern auch schreiben: Wisst ihr, ich habe beim Champions League Finale gearbeitet, das hat was mit Sport zu tun. Und da gehört ein bisschen mehr dazu, als dass ich weiß wie Fußball funktioniert. Naja, und das ist so ein Feedback, was ich aufsauge momentan. Das stimmt, es hat mit Vergangenheitsbewältigung zu tun. War nicht die schönste Zeit, aber jetzt freue ich mich umso mehr, dass ich jetzt ne andere Zeit habe. Dass ne andere Zeit angeschlagen worden ist und ich so viel erleben darf einfach. Marcus: Cool! Ja danke, dass Du so offen bist. Ich glaube, das macht vielen Mut, die in ner ähnlichen Phase stecken oder sowas schonmal gehabt haben oder zu wenig Selbstbewusstsein haben. Und ich wundere mich auch immer wieder, welche Leute mit dem Thema Depression, schwarze, tiefe, doofe Gedanken zu tun haben. Irgendwie habe ich das Gefühl, es betrifft mega, mega, mega viele Leute und die wenigsten sprechen darüber. Und jeder hat mal so Phasen. Umso besser, wenn es Leute gibt, die darüber sprechen, anderen Mut machen und dadurch auch zeigen, man kann sowas auch bewältigen oder für sich nutzen und auf der anderen Seite des Lebens stehen. Und im Grunde sind ja negative Gedanken auch immer nur Gedanken. Die sind in Deinem Kopf, die sind ja gar nicht existent. Das ist ja nichts, was wirklich da ist, sondern das ist, was man sich selber einredet. Aber das ist ein anderes Thema, darüber kann ich noch stundenlang reden. Ich bin total happy, dass Du so offen warst. Dass Du so viel Know-How geshared hast. Dass Deine Lebensgeschichte, die mega inspirierend ist, hier nochmal thematisiert wurde und will Dich jetzt auch nicht länger aufhalten, weil ich weiß, Du musst den nächsten Flieger kriegen. Niklas: Ja, ich hab noch ne Stunde Zeit, ist alles gut. Ich muss noch meinen Handgepäckkoffer packen im Chaos und dann geht es ab. Marcus: Okay, Du bist nur mit Carry on und kannst direkt zum Gate, also ohne einchecken, ne? Niklas: Nein, ich bin ja sehr minimal aufgestellt, was das betrifft. Marcus: Perfekt, ein Traum. Ich liebe es auch. Wir reisen gerade in Thailand jetzt mit dem Minaal durch die Gegend. Das ist auch so ein Handgepäck, Digital Nomad optimierter Rucksack, Backpack und ist einfach nur cool. Gerade wenn Du landest an den ganzen Gepäckbändern vorbei. Zack, raus. Und wenn Du reinkommst, gar nicht mehr anstellen an den Countern, sondern direkt Sicherheitscheck und hin zum Gate. Niklas: Genau, nein. Ich bin minimal und freue mich auf mein Handgepäckkoffer, dass ich da alles reinschmeißen kann, was geht und dann passt die Sache und dann geht’s ab in den Flieger. Marcus: Okay, saucool! Niklas, danke für Deine Zeit! Niklas: Ja cool! Ich danke auch und viel Spaß euch noch! Marcus: Danke, wir sehen und hören uns irgendwo auf der Welt wieder, auf jeden Fall! Niklas: Genau, auf jeden Fall. Dann mach’s gut. Viele Grüße an Tim und an Feli und dem Rest vom Schützenfest drüben. Marcus: Genau, richte ich aus, hau rein! Jo Leute, ich hoffe euch hat die Folge mit Niklas genauso viel Spaß gemacht, wie mir und wir alle wollen hoffen, dass Niklas auch seinen Flieger catched. Ja, wenn euch die Show gefällt, gebt mir doch bitte Feedback. Ich find’s super spannend mit meiner Zielgruppe oder besser gesagt mit meinen Hörern zu connecten. Wer seid ihr? Was macht ihr? Wie findet ihr die Sendung? Was wollt ihr mir sonst noch mit auf den Weg geben? Habt ihr vielleicht nen Vorschlag für nen coolen und spannenden Interview Gast, den ich mal auf LIFE HACKZ holen sollte? Schreibt mir bitte an marcus@lifehackz.de und hackz wird mit Z am Ende geschrieben. Vielen Dank für alles und wir hören uns beim nächsten Mal. Peace and Out aus Thailand! [/su_spoiler] [/su_accordion]

klein

Nov 27, 2015

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Interview mit Max Breckbill von starting from zero

Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 34! Jo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit dem Entrepreneur, Podcast Host, Mastermind Iniciator und whatever more Max Breckbill. Max ist neben den genannten Sachen auch noch der Veranstalter des monatlichen Four Hour Workweek Lifestyle Designertreffens in Berlin, im Berliner Betahaus findet das statt. Und wenn immer ich mal wieder in Berlin zu Gast bin, also im Sommer, dann schaue ich da auch sehr gerne vorbei. Es ist nämlich mega cool und inspirierend, sich mit gleichgesinnten Menschen zu umgeben. Es ist genau so wichtig auch für Dein Business immer wieder neuen Input zu bekommen. Freut euch auf ein richtig spannendes Interview mit Max. Peace and Out! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, das ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. In dieser Folge lernst du:

  1. Wieso Venture Capital eine Falle sein kann.
  2. Wie Du Dein Business erfolgreich via Bootstrapping nach vorne bringst.
  3. Wieso Mastermind Gruppen Dich erfolgreicher machen und wie Du eine solche Gruppe gründen kannst.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Starting from Zero

Mastermind Initiator

Betahaus

Facebook Gruppe "4 Hour Workweek"

3-step cheat sheet for launching your own Mastermind

Idea Accelerator

http://www.meetup.com/4HWW-Entrepreneurs-and-Lifestyle-Designers/ [su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Max Breckbill Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 34! Jo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit dem Entrepreneur, Podcast Host, Mastermind Iniciator und whatever more Max Breckbill. Max ist neben den genannten Sachen auch noch der Veranstalter des monatlichen Four Hour Workweek Lifestyle Designertreffens in Berlin, im Berliner Betahaus findet das statt. Und wenn immer ich mal wieder in Berlin zu Gast bin, also im Sommer, dann schaue ich da auch sehr gerne vorbei. Es ist nämlich mega cool und inspirierend, sich mit gleichgesinnten Menschen zu umgeben. Es ist genau so wichtig auch für Dein Business immer wieder neuen Input zu bekommen. Freut euch auf ein richtig spannendes Interview mit Max. Peace and Out! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, das ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. Marcus: Max bist Du ready? Max: Ja, ich bin ready. Marcus: Perfekt! Wo bist Du gerade und was machst Du da? Max: Ja Marcus, gerade jetzt bin ich noch immer hier in Berlin. Ich wohne hier seit jetzt drei Jahren und ich arbeite an verschieden Projekten. Das Hauptprojekt letztes Jahr für mich war Masterminds zu organisieren für verschiedene Unternehmer, hauptsächlich auf Bootstrapps Founders fokussiert, also Leute, die selbst finanziert sind. Und mittlerweile arbeite ich auch an einem Podcast “Startingfromzero.co” und organisiere auch die 4-Hour Workweek Meetup und dann ein paar andere neue Projekte sind auch am Start. Marcus: Ja cool, also man hört schon, Du probierst viel aus, bist umtriebig und was Du glaube ich besonders gut kannst bzw. wo wir uns auch das erste Mal kennengelernt haben, waren diese 4-Hour Workweek Meetups, wo Du ne Community zu dem Thema in Berlin glaube ich jetzt richtig, richtig groß gegrowed hast. Von wieviel Leuten am Anfang zu wieviel Leuten sind jetzt mittlerweile regelmäßig im Betahaus bei den 4-Hour Workweek Meetups? Max: Ja also am Anfang gab es eine Meetup-Gruppe, die ein anderer Kerl angefangen hat. Aber er war nur dabei für die erste Meetup, oder die ersten zwei. Und dann danach habe ich das weiter geführt. Wir waren bei 0 mit diesem Meetup am Anfang und jetzt sind wir glaube ich 900 knapp, vielleicht fast 1000 jetzt auf der Meetup Gruppe. Und jeden Monat haben wir ungefähr 100 Leute. Marcus: Mh krass! Max: Im Durchschnitt. Marcus: Mh und zwischendurch wurde auch mal die Location gewechselt ne? Ich kann mich noch erinnern. Ich war auch bei einem der allerersten Meetups, das war in nem kleinen Café oder so. Max: Genau! Gab’s da schon eine DNX zu dieser Zeit? Ich glaube das war so Frühling 2014. Ich glaube, das war noch vor der ersten DNX. Marcus: Ja genau. Die erste DNX war im Mai 2014. Und davor? Ich glaube im Sommer 2013 - ich weiß nicht, ob dass das 4-Hour Workweek Meetup war oder irgendein anderes Meetup, vielleicht war das auch von D.C. - da waren noch nicht so viele Leute wie jetzt regelmäßig dann im Betahaus am Start und das jeden Monat. Max: Ja klar, das ist cool. Marcus: Auf jeden Fall! Siehst Du da in den Leuten auch so nen Shift in Form von wo das Level der Expertise ist? Also, sind das größtenteils Leute, die noch am Anfang stehen, sich inspirieren lassen wollen oder auch mal Digital Nomads, die dann gerade in Berlin sind und vorbeikommen? Was sind das für Leute, die…. Max: Genau auf jeden Fall! Also am Anfang waren es nicht so viele Leute und die meisten haben nicht so viel Erfahrung auch gehabt bei den ersten paar Meetups. Mittlerweile haben wir immer mehr erfahrerenere Unternehmer, also Leute, die von Ihren Unternehmen leben. Also viele Freelancers und so, aber immer mehr und mehr Leute, die wirklich ein skalierbares Businessmodell haben, wo die so sechsstellig oder auch mehr verdienen. Also das ist ein wirklich cooles Ergebnis von meiner Perspektive. Zu sehen, dass die Konzentration von solchen Leuten immer höher ist bei diesem 4-Hour Workweek Meetup. Dazu, ja klar im Sommer oder wenn es schön in Berlin ist oder wenn da etwas los ist, dann sieht man immer mehr von diesen Digital Nomads, also bei der DNX Konferenz letzten Sommer haben wir so, ich glaube, eins unserer größten Meetups gehabt. So 120 oder so waren glaube ich da. Und da waren viele “Out of Towners” dabei für das DNX GLOBAL. Aber ja, es ist ein super beeindruckendes Meetup. Ich find’s super cool! Marcus: Ja, ich freue mich auch jedes Mal wenn ich in Berlin bin. Weiß ich ja, einmal pro Monat ist das Meetup, ist dann fest eingeplant. Hab ja auch schon mal selber gespeaked, noch ziemlich am Anfang und es ist auch echt cool dabei zu sein, weil man auch immer wieder neue Leute da trifft und es hilft ja ungemein, sich wieder mit Gleichgesinnten zu umgeben und Ideas zu spinnen. Ich merke das immer wieder, wenn wir eine Zeit lang raus sind und den Kontakt so ein bisschen verlieren zur Szene, habe ich zum Glück noch Feli, was sehr hilft, aber manchmal fühlt man sich dann doch alleine und weiß nicht so: ist das alles richtig und was mache ich hier? Oder: Wofür? Und wenn Du dann wieder mit den richtigen Leuten zusammen bist, wie jetzt in Chiang Mai die letzten Tage, da hatten wir dann auch viele Business Meetings mit spannenden Leuten aus der ganzen Welt und dann bist Du wieder total on Fire. Und genau so ist das auch bei den Meetups. Ich glaube, die braucht jeder für sich, ne? Max: Ja ich kann da total zustimmen. Also das ist einer der Gründe, warum ich eigentlich nach Berlin gezogen bin ursprünglich. Weil ich habe das langsam für mich selber gelernt. Also am Anfang dachte ich: Das Wichtigste ist so einen coolen Ort zu haben mit Bergen oder sowas. Ich bin nämlich früher gerne geklettert. Aber dann nach ein paar Jahren beim Reisen und so - ich war ein Jahr in Spanien und ich bin ein bisschen durch Europa gereist - habe ich gemerkt: Hey, am wichtigsten für mich persönlich ist, dass man eine ganz krasse soziale Umgebung um sich hat. Weil das pusht mich einfach wie nix anderes. Deshalb bleibe ich die meiste Zeit im Jahr hier in Berlin. Ich würde mich selber jetzt nicht als digital Nomad beschreiben, weil ich eher so digital Settler bin, vielleicht. Weil für mich die Umgebung einfach so wichtig ist. Es ist super cool hier in Berlin zu sein und es super cool zu schauen, wie die Startup-Entrepreneurship-Szene wächst und sich entwickelt. Und wie wir immer mehr Leute dazukommen, die nicht an einer typischen Venture Backed Tax Startup-Szene interessiert sind, aber immer mehr Leute, die meinen: Hey, ich würde gerne auch Entrepreneur sein, aber es muss nicht so ein riesen großes Ding sein, wo ich so 70 Stunden pro Woche arbeite, nur um irgendeinen wie sie reich zu machen. Sondern etwas zu tun, was mir wirklich am Herzen liegt und damit auch gleichzeitig einen guten Lifestyle zu haben. Marcus: Ja, ich sehe auch immer mehr den Shift. Vor so ein paar Jahren war so das Non-Plus-Ultra: Du gehst ins Silicon Valley oder Du gehst nach Berlin in die Startup-Szene und foundest ein cooles Startup und die Leute haben sich dann gegenseitig gefeiert, wenn die nächste Investmentrunde abgeschlossen wurde oder Seed Capital geraised wurde und irgendwann haben so die ersten gemerkt: Ey, das ist irgendwie nicht cool, was ihr da macht. Weil letztendlich bist Du dann ja immernoch zwar für den VC. Du hast Dein eigenes Unternehmen, aber Du musst dann die ganze Zeit reporten und die haben ja auch Einfluss auf Dein Unternehmen und Du bist nicht frei. Du bist nicht wirklich selbstständig bei all dem Geld. Das gehört Dir ja auch nicht. Das ist ja nur geliehen. Und wer ne Wette auf Dich abschließt, der gibt Dir Geld, aber hofft natürlich mindestens, ich glaube unter dem 10-fachen des Einsatzes lohnt sich das für VC’s auch nicht, also pushen die dann auch richtig hart. Max: Genau. Von der Perspektive von der VC… Also ich habe selber Erfahrung damit. Also mein erster Job vor einem Jahr hier in Berlin war mit so einem funded Startup. Und ich habe es selber gesehen, wie unsere Founder immer gepushed waren. Die waren immer unter super viel Stress und viele Founder, die ich kennengelernt habe, die haben so eine ursprüngliche Vision gehabt für Ihre Unternehmen, aber dann geht es nach dem Kalender der VC. Innerhalb von sechs Jahren muss das entweder ein riesengroßer Erfolg sein oder dann ist es total Wurscht. Also entweder großer Erfolg oder gegen die Wand fahren. Also für die VC ist das eine gute Strategie, also das macht Sinn. Du hast vielleicht zehn Pferde und wenn ein oder zwei einen großen Gewinn haben, das zahlt auch die aus, die verlieren. Aber aus der Perspektive des Gründers ist das eigentlich ein bisschen Scheiße. Marcus: Ja auf jeden Fall, weil Du wirst total verbrannt ne? Und gehetzt und Du hast das gerade ganz cool gesagt mit den Pferden. Dann sind die acht Pferde, die werden genauso getrimmt und trainiert bis zum Erbrechen und da irgendwie gefordert. Und die beiden Stärksten oder die vielleicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind, werden dann wirklich Unternehmen, die durch die Decke gehen, wahrscheinlich auch für einen hohen Preis, für viel Arbeit und Überstunden und Stress und was da auch alles dazukommt. Und die anderen acht sind mega gearscht, weil die hatten den Stress und die hatten den Druck und die sind noch nicht mal durch die Decke gegangen. Irgendwann ist die Kohle weg von dem VC. Du konntest aber die Kohle, wenn Du Dir überhaupt ein Gehalt ausgezahlt hast, konntest Du es dann nicht nutzen, weil Du keine freie Zeit hattest. Also letztendlich glaube ich, haben viele erkannt, dass es irgendwie doch nicht so das Non-Plus-Ultra ist, was man machen kann als Unternehmer. Max: Genau und ich glaube viele Gründer, die gründen eine Firma aus verschiedenen Gründen. Und einer davon, würde ich sagen, ist irgendwie mehr Freiheit zu bekommen. Also das ist die gängige Methode. Also Du sammelst eine riesen Menge an Geld an bevor Du überhaupt weißt, dass Deine Idee funktionieren wird. Und dann versuchst Du diese Idee profitabel zu machen. Aber im Endeffekt bekommst Du nicht mehr Freiheit, obwohl Du vielleicht auch an einem Projekt arbeitest, wofür Du mehr Leidenschaft hast. Du bekommst nicht mehr Freiheit, sondern Du tauschst eine 9 to 5 Base für eine 24/7 Base. Also nach diesem Motto. Jetzt hast Du einen der den ganzen Tag und die ganze Woche hinter Dir steht und Du musst für ihn schaffen und dann hast Du diese Freiheit nicht mehr. Also ich denke immer, es gibt so viele geile Möglichkeiten, wo Unternehmer, vor allem Neuunternehmer ganz schlank und lean anfangen können und auch 100% von ihrem Business behalten können. Damit sie das auch in dem Rhythmus wachsen lassen können, den sie für sich selber richtig finden und auch gleichzeitig den Lifestyle haben können. Also ich freue mich immer mit neuen Entrepreneurs sprechen zu können. Also vor allem diese, die hierher reisen, vielleicht von Silicon Valley, weil die kennen nur diese Methode: Okay, ich habe eine Idee. Ich sammle erstmal einen Haufen Geld, dann schauen wir mal, ob das irgendwann mal profitabel wird. Und mit Crowdfunding und mit dieser Lean Startup Methodology. Man kann wirklich ohne Kapital ein ziemlich geiles Business aufbauen. Also genau wie Du und wie wahrscheinlich viele von den anderen Leuten, die schon Gast bei Deinem LIFE HACKZ Podcast gewesen sind. Ich finde es immer super wichtig, dass wir diese Beispiele den Leuten vor Augen halten, wenn die denken: Ja, ich würde gerne was mit Entrepreneurship machen. Marcus: Ja absolut. Und genau da setzt ja auch Dein Podcast an. Der heißt “Starting from Zero”, was dafür steht, dass die Leute Self-Funded Entrepreneurs sind, bootstrapped. Max: Genau. Also der Podcast geht genau darüber. Du warst schon einer von den ersten Gästen. Du und Feli zusammen. Weli ich finde euer Beispiel, wie ihr so lean und praktisch ohne Kapital - ich glaube Du meintest diese großen Investitionen und die große DNX Konferenz anzufangen - die upfront casts waren so 200 Euro bis 500 Euro, um die Website zusammenzubringen. Marcus: Wenn überhaupt, ja. Max: Ja, wenn überhaupt. Also dieses Modell, also dieses Preselling Konzept kann man für viele, viele, viele andere Businesses auch verwenden. Also ich versuche einfach damit den Leuten zu zeigen, was es da draußen gibt. Weil ich bin fest davon überzeugt, dass man am besten und schnellsten von den Erfahrungen anderer Leute lernen kann. Also das ist so mein kleiner Beitrag zur Online Bootstrapper World. Marcus: Ja, der ist richtig cool. Also großes Kompliment. Ich höre immer wieder gerne die neuen Folgen und freue mich, wenn bei iTunes dann eine aufpoppt, dass Du wieder eine genommen hast, weil man kann es gar nicht oft genug hören. Wir wurden natürlich auch mega inspiriert durch andere Solopreneurs und Self-Funded Entrepreneurs, wo wir dann gesehen haben: Ey es geht irgendwie auch mit dem Lean-Startup approach. Du musst nicht so viel Geld verbrennen. Du musst nicht einen VC reinholen, sondern man kann einfach Quick and Dirty starten. Die Idee testen und dann langsam sukzessive ausbauen mit dem Cashflow der dann reinkommt von den ersten Einnahmen. Und ich glaube davon kann es gar nicht genug Podcasts oder Blogs und Projekte geben. Weil, wie wir eben schon gesagt haben: Jeder braucht irgendwie die anderen Leute auch um sich herum und immer wieder so dann auch Inspiration von anderen Seiten, was man alles erreichen kann auch ohne groß Venture Capital oder Venture finanziert zu sein. Max: Ja, ein letztes, was ich gerne zu diesem Thema sagen möchte: Ich finde, dass dieses Konzept von Lean Businesses anfangen, ich glaube das ist ein Konzept, dass ganz Nah an dem deutschen Herzen liegt eigentlich. Ich weiß nicht super viel über den deutschen Mittelstand. Dieses Hidden-Champions Konzept, was man hier in Deutschland hat, aber je mehr ich mir dieses Lean-Konzept anschaue, denke ich: Ja, das ist perfekt für die Deutschen. Also die Deutschen mit ihrem Mittelstand, die haben so Businesses die Weltführer sind in einem ganz kleinen gezielten Markt und damit ist Deutschland wirklich reif und erfolgreich geworden. Und ich glaube, dass wenn man so eine ähnliche Strategie nimmt - also das ist praktisch die Strategie dieses Lean-Bootstrapping - und oft hast Du irgendwann mal ein Business, das super geniescht ist, super gezielt ist. Und wer versucht im Online Internet Weltmarktführer zu sein, glaube ich, dass dieses Konzept zu Deutschland und den deutschen Unternehmern und Zuhörern passt. Marcus: Ja, was Du eben gesagt hast, das passt von daher weil deutsche erstmal sehr sicherheitsbedürftig sind und nicht gerne viel Risiko eingehen und als Bootstrapper hast Du dann auch nicht viel Geld, was Du verbrennen kannst oder irgendwie fett ausgeben kannst in irgendwelche Kampagnen, sondern Du musst schon mit Deinem eigenen Geld wirtschaften. Und das können glaube ich grundsätzlich Deutsche mit der Einstellung dann besser, die auch so groß geworden sind. Ich glaube, Du selber kommst ja aus den Staaten. Du bist ja US-Expert. Berichtige mich, wenn ich da falsch liege, aber es gibt viele erfolgreiche Unternehmer, die haben ihr Unternehmen nur auf Dept gegründet, auf Creditcards, was ja cool ist, weil das Unternehmen hat dann funktioniert. Aber es gibt auch viele Privatleute, die einfach mit dem Mindset leben, Depts sind normal und jeder macht irgendwie Schulden. Max: Also es ist wirklich ganz scary, wie es in den USA ist. Ich habe in einem Buch vor kurzem gelesen, ich glaube, das war das Buch von James Altucher “Choose Yourself”, kann ich auf jeden Fall empfehlen. Und der hat geschrieben, dass zwischen 2005 und 2007 der Kreditkarten-Dept in den USA von 700 Milliarden auf 1,5 Billionen gestiegen ist. Marcus: Booo fuck... Max: Also wir sind super zufrieden mit unserem Plastik zu bezahlen und das ist nicht die beste Methode. Also ich bin so ein bisschen in dieser Kultur aufgewachsen, obwohl ich muss sagen, ja ich bin in den USA aufgewachsen, aber meine Mutter kommt eigentlich auch aus Deutschland. Aus Bayern. Marcus: Jau! Max: Pfiat di. Marcus: Pfiat di (lacht laut) Max: Ja diese ganze bayrische Szene kenne ich auch ein bisschen durch meine Onkel, die dort alle entweder Bauern oder Aggrartechnik Unternehmer sind. Marcus: Ah, sehr bodenständig. Max: Genau, sehr bodenständig. Von da habe ich so ein bisschen eine Verknüpfung mit diesem Mittelstandkonzept her. Also die sind immer sehr hilfreich. Die sagen mir immer, was ich hier in Berlin mache und dann sind das manchmal unangenehme Fragen, aber im Endeffekt immer hilfreich auf lange Sicht. Marcus: Okay, dann hast Du das wahrscheinlich auch so ein bisschen mit in die Wiege gelegt bekommen. Weil das Problem glaube ich in den Staaten oder auch - ja, es gibt auch andere Länder oder andere Systeme, die das so vorsehen, dass die Leute möglichst viele Schulden machen - ist wahrscheinlich darauf abgezielt, dass die Leute dann Schulden haben und die müssen einfach arbeiten. Die müssen zwei Jobs annehmen, die müssen drei Jobs annehmen. Und die haben dann auch gar keine Zeit irgendwie so auszubrechen aus diesem System und das funktioniert. Die Wirtschaft hat genug Angestellte, die einfach arbeiten, arbeiten, arbeiten, sich nicht groß auflehnen und richtig reich werden dann wieder nur ganz oben diese fetten Unternehmen, weil die anderen in die Trap gerannt sind und von Anfang an Schulden gemacht haben. Max: Ja ja, und man sieht das vor allem in dem Educational System, was wir in den USA haben. Im Unisystem. Ja, man muss so viel Geld ausgeben, um in die Uni zu kommen. Naja, ich glaube in Zukunft wird das nicht immer so sein in den USA, weil das ist einfach nicht nachhaltig. Und die Preise werden immer teurer auch bei den Unis. Wenn man 10.000 Dollar pro Jahr ausgibt für eine gute Uni, ist das ein ganz geiler Deal für einen Studenten. Auf der einen Seite hat es Vorteile, weil die Unis nehmen Dich als Student wirklich an die Hand und die führen Dich wirklich. Du bekommst eine bessere Education und eine bessere Infrastruktur. Es ist ein bisschen schöner von der Infrastruktur her. Und bessere Studenten zu Professoren Ratios. Aber dann steht man nach vier Jahren immerhin mit 40.000 Dollar da, die man wieder zurückzahlen muss. Oder wenn man gut gespart hat, vielleicht nur 20.000 Dollar. Aber ja, es fängt so an. Also meine Familie ist auch ein gutes Beispiel dafür. Also mein Vater ist Arzt und er musste super viel ausgeben für sein Studium. Also um Arzt zu werden, gibt man so ungefähr, ich weiß nicht, eine viertel Millionen aus für den ganzen Prozess von acht Jahren. Marcus: Wow. Max: Das System ist so gebaut, dass es sich dann auch lohnt. Der Arzt muss praktisch super viel verlangen für seine Zeit. Und dann ist das auch eine gute Investition, aber immerhin ja… Das ist gesellschaftlich vielleicht auch nicht die perfekteste Lösung, weil dann müssen die anderen Menschen für ihre Health Care viel bezahlen. Marcus: Ja, das ist alles irgendwie nicht ganz rund. Von daher… Um wieder zurückzukommen zu dem Entrepreneurtum und dem Unternehmertum ist das auf jeden Fall ein guter Workaround oder eine gute Option, um halt nicht in dieses Hamsterrad reinzugehen, sei es jetzt in den Staaten oder sei es in Deutschland, was aus verschiedenen Gründen auch nicht so cool ist. Weil man da sehr gefangen ist. Max: Auf jeden Fall. Marcus: Und wenn man dann auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmer wachsen will oder an seine eigenen Grenzen stößt - wir haben ja jetzt das Thema schon zwei, drei Mal heute alleine in dem Podcast gehabt - wie wichtig das ist, gleichgesinnte Leute um sich herum zu haben, die die gleichen Probleme und Challenges haben. Und genau aus dem Grund bist Du ja jemand, der ein totaler Befürworter und Verfechter von diesem Mastermind Konzept ist. Max: Ja genau. Ich bin total davon überzeugt. Marcus: Ja, erklär’ mal, was genau ein Mastermind ist. Max: Ja kann ich auf jeden Fall machen. Ich habe auch ein paar Schritte vorbereitet für Deine Listeners, falls die selber ihre eigenen Masterminds aufbauen möchten. Der erste Schritt, also was ist ein Mastermind ganz genau? Das ursprüngliche Konzept kommt von diesem Typ, Napoleon Hill, der dieses berühmte Buch geschrieben hat “Think and grow rich”. Das ist seine Definition und der ist so der Erfinder von diesem Mastermind-Konzept. Nach seiner Definition ist Mastermind eine Gruppe von zwei oder mehreren Leuten, die zusammenkommen, um sich gegenseitig zum erreichen ihrer Ziele zu unterstützen. Ich würde sagen, dass heutezutage, vor allem in der Online Unternehmenswelt, denkt man bei Masterminds hauptsächlich an eine Gruppe von vier bis sechs gleichgesinnten Online Unternehmern, die sich regelmäßig treffen. Vielleicht ein bis vier Mal pro Monat, um einander zu pushen, um einander Verantwortlichkeit entgegenzubringen, um ihre Tasks zu erfüllen und einander Mut zu geben. Dass sie dran bleiben und dass sie ein bisschen von diesem Team Aspekt in ihrer Arbeit haben. Weil als Online Unternehmer ist es manchmal einfach super schwierig motiviert zu bleiben, wenn man so alleine vor dem Rechner sitzt. Und Du hast vorher angemerkt, Du hast schon Feli. Und das ist eine ganz coole Sache, wenn Du jemanden hat, der jeden Tag bei Dir sitzt und ihr motiviert euch gegenseitig. Aber wenn man alleine vor dem Rechner sitzt, das kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen, wenn man dieses eine Call pro Woche hat und man weiß, man muss etwas bei diesem Call liefern - einen Task den Du Dir vorgenommen hast - und Du hast auch Leute, die Dir helfen werden bei einem konkreten Problemen, welches Du gerade jetzt in Deinem Business spürst. Das bringt unheimlich viel in jedem Aspekt. So also ganz konkret: Warum man einen Mastermind machen sollte ist im Endeffekt, um Motivation zu bekommen. Der zweite Effekt ist so dieses Team-Erlebnis zu haben und mehr Spaß zu haben bei der Arbeit. Ich würde auch sagen: Exklusive Information. Weil als Unternehmer suchen wir immer nach Tipps und Tricks und Shortcuts, wie man schneller vorankommen kann in seinem Business und das bekommt man hauptsächlich durch andere Online Unternehmer, die ähnliche Erlebnisse schon gemacht haben. Marcus: Klar, es sind so oft die gleichen Herausforderungen, die man hat. Und jeder fängt dann wieder von Null an und digged sich dann really deep in das Topic rein und das dauert aber dann einige Zeit bis man an dem Punkt ist, was andere dann auch schon vorher vor Dir gemacht haben. Und wenn’s dann jemanden gibt, der genau diesen Weg mit Dir shared und Du die Shortcuts, die Abkürzungen,nehmen kannst, dann sparst Du ja viel Zeit auf dem Weg zum nächsten Step oder Milestone. Max: Genau, auf jeden Fall. Das ist super wichtig, dass man sich diese soziale Umgebung schafft, wo es einfach andere interessante, coole Leute gibt, die wirklich Actiontaker sind. Die wirklich Leute sind, die etwas machen und die sich bewegen. Marcus: Ja und genau, was mir bei dem Masterminds so gefällt an dem Konzept ist, dass man auch ne krasse accountability gegenüber den anderen aufbaut. Ich komme gerade nicht auf’s deutsche Wort. Max: Verantwortlichkeit! (lacht) Marcus: Genau! Dass Du genau weißt, ich habe nächste Woche das Mastermind. Wir haben uns darauf committed. Ich schaffe bis dahin einen Newsletter rauszuhauen, zwei Blogposts zu schreiben und an meinem Konzept für den neuen Podcast weiterzuarbeiten. Und ich muss den anderen Leuten das dann vorstellen und sagen, wo ich da bin. Und wenn ich’s nicht geschafft habe, muss ich aber wenigstens erklären können, was ich stattdessen gemacht habe. Und das ist viel, viel besser als wenn Du so ein Einzelkämpfer bleibst und für Dich alleine unterwegs bist und irgendwann einfach nicht mehr kannst und den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst, demotiviert bist und dann denkst, es geht gar nix mehr. Max: Auf jeden Fall. Und es ist genau dieses Konzept, was mir zu meinen ersten 1.000 Euro als Selbstständiger gebracht hatte. Also für drei Monate bevor ich meinen Mastermind hatte, nachdem ich meinen Job aufgegeben hatte. Ich habe fast keinen Fortschritt gemacht. Aber dann habe ich den Mastermind gehabt. Ich hab’s Online durch einen berühmten Blogger gefunden, der das zusammengestellt hatte. Und da habe ich gesagt: Ja okay, ich kauf mir diesen Onlinekurs. Und ein Teil davon war dieser Mastermind und innerhalb vom ersten Monat: BAM! Ich habe so viel Power bekommen. Ich habe wirklich einen Tritt in den Arsch bekommen und innerhalb von diesem ersten Monat hatte ich schon meine ersten 1.000 Euro Umsatz gehabt. Ich habe auch persönlich diese Benefits von diesen Masterminds erlebt und das hat mich auch mehr davon überzeugt. Marcus: Okay cool. Du hast ja auch schon ein paar Masterminds für uns auf der DNX gematched und auch angeleitet und gemacht und hast auch selber dazu einen Kurs rausgebracht? Oder machst Du das auch noch vor Ort in Berlin? Was ist da der Stand? Max: Ja, gerade jetzt ist der Stand: Ich mache verschiedene Masterminds. Ich habe es gerade jetzt in drei Level aufgeteilt. Also Leute, die keine Idee haben, Leute die schon eine validierte Idee haben und dann Leute, die schon von ihren Businesses leben. Also jede von diesen drei Zielgruppen hat verschiedene Bedürfnisse. Und die ersten zwei Gruppen begleite ich mit ein bisschen mehr Inhalt. So: Dieses sind die Schritte, die Du verfolgen musst, um zum nächsten Level zu kommen. Und dann bei den Leuten, die schon in der dritten Gruppe, also Leute die schon von ihren Businesses leben, da geht es vielmehr über persönliche Ziele. Was Du hast für das Business. Wie Du das Business so im nächsten Jahr oder in den nächsten fünf Jahren sehen würdest. Und gerade jetzt ist noch immer alles vor Ort hier in Berlin. Aber ich hab’s auf jeden Fall vor, das in Kürze Online zu ziehen. Für die erste Gruppe habe ich letztes Wochenende schon einen Workshop gemacht. Das erste Kick-Off von dem Idea-Accelerator Mastermind. Und das ist so für die Leute, die überhaupt keine Idee haben, aber die eine Idee erfinden möchten und das auch validieren. Und dann über sechs Wochen überarbeiten und schauen, wie weit sie mit der Idee kommen. Und das können sie www.startingfromzero.co/ideaaccelerator  einsehen. Marcus: Ja, das verlinken wir auf jeden Fall in den Shownotes. Dann können die Leute einfach auf www.lifehackz.de/max-breckbill  gehen und dann finden sie es auch unter den Shownotes. Max: Ja, also etwas anderes, was ich Deinen Zuhörern noch mitteilen möchte ist, wenn es Zuhörer da draußen gibt, die überhaupt Bock haben, ihren eigenen Mastermind zu starten. Ich kann das nur empfehlen. Weil wenn Du selber der Veranstalter bist oder der Organisator von Deinem eigenen Mastermind, von vier bis fünf anderen Leuten. Das ist ein riesen Vorteil verschiedenen Ebenen. Der erste ist, Du kannst für Dich selber entschweiden, wer die richtigen Leute sind. Der zweite ist, Du kannst mit ihnen potentere Leute in Deinem Mastermind zusammen haben. Und das ist normalerweise ein Benefit, wenn Du einen Mastermind hast, wo die anderen Leute ein bisschen weiter sind in ihrem Business und das kann Dich besser motivieren. Ja, wenn Du willst Marcus, ich kann das hier teilen über den Podcast oder ich habe auch ein kleines Worksheet gemacht und wir können das einfach auch dazu verlinken. Wo die Leute, die gerne selber einen Mastermind anfangen möchten, die können das einfach runterladen und die dann Sheet für Sheet durchgehen. Marcus: Ja also, wir verlinken das auf jeden Fall, aber Du kannst es auch gerne auf dem Podcast hier raushauen. Die Leute freuen sich immer über wertvollen Content. Also hush hush Hau raus! Leg los! Max: Dann legen wir mal los. Also der erste Schritt ist sich darüber zu werden, welche Mitglieder Du in Deinem Mastermind haben willst. Das bezieht sich tatsächlich auf Deine persönliches Business, was Du voranbringen möchtest. Also wenn Du schon ein klares Business-Konzept hast, also ein Business-Modell, das ist ein guter Anfangspunkt. Und wenn Du dann auch eine klare Nische hast, das ist der andere gute Anfangspunkt. Also das bezeichnet so Deine Zielgruppe für Deinen Mastermind. Business-Modell plus Nische, dass sind die Leute, die Dir am besten helfen können. Dann der zweite Schritt: Ich würde sagen, Du solltest Dein Format entscheiden. Also wenn Du ganz am Anfang bist mit Masterminding. Wenn Du nie vorher einen Mastermind gemacht oder organisiert hast. Ich bin super dafür Sprint Mastminds zu organisieren. Das Wort Sprint kommt von diesem Entwicklungskonzept Scrum, wenn ihr euch mit Software ein bisschen auskennt, dann kennt ihr das. Aber das Konzept ist, dass Du Dich für ein Ziel in sechs Wochen entscheidest und dann sprintest Du zu diesem Ziel zusammen mit deinem Mastermind. Also das ist ein Mastermind, dass auf sechs Wochen beschränkt ist, damit Du nicht diese Gefühl hast, dass es ewig dauert. Weil wenn Du keinen beschränkten Zeitrahmen für das gesamte Mastermind hast, dann verliert es nach sechs oder sieben Wochen irgendwann mal seine Potenz und die Leute kommen einfach nicht mehr. Das wäre mein zweiter Vorschlag. Dass Du Dich entscheidest für einen Sprint Mastermind zum ersten Mal und dann, wenn nach diesen sechs Wochen, also sechs Meetings in sechs Wochen, Du Dich mit Deiner Gruppe weiterhin treffen möchtest, dann könnt ihr das zusammen entscheiden und nochmal sechs Wochen machen. Und wenn es nicht mehr passt, es kann nämlich sein, dass manche Leute super schnell wachsen während dieser Zeit, andere Leute werden nicht so schnell wachsen, dann kann man neue Masterminds machen. Um das Sprint Mastermind vorzubereiten, musst Du ganz klar Leute finden, die an sechs Meetings interessiert sind. Das kann über sechs Wochen laufen oder drei Monate. Du musst, und jede Person muss sich für ein klares Ziel entscheiden nach dem Smart-Goal Prinzip. Du musst für Deinen Mastermind einen ganz klaren Endpunkt haben, damit es ein bisschen Druck gibt, damit die Leute etwas haben mit dem sie sich wirklich pushen und damit das Ziel wirklich Sinn macht. Jetzt haben wir Dein Topic, also was Deine Zielgruppe ist. Dann haben wir das Format, also die Sprint Masterminds und dann im dritten Schritt muss Du einfach die richtigen Leute finden. Ich habe zwei Formate erlebt, wie man das am besten machen kann. Also ich würde die ersten den organischen Approach nennen und den zweiten den Networking Approach. Also der organische Approach ist einfach ein oder zwei andere Leute zu finden, mit denen Du gut klar kommst. Und am liebsten solche, die ein ähnliches Business Modell und Nische haben wie Du. Und Du sagst “Hey wir treffen uns einmal und dann stellst Du mal Dein Mastermind Konzept vor. Und dann könnt ihr es organisch wachsen lassen und sagen “Okay, wenn einer von euch jemanden kennt, der gut in diese Gruppe passen könnte, dann kannst Du ihn herzlich einladen”. Und jedes Mal, wenn Du jemanden neues bekommst, dann kannst Du ihn immer fragen und sagen “Wen kennst Du, den wir in diese Runde einladen können?” Und dann so organisch wachsen, bis Du eine Größe hast, die Dir gefällt. Ich würde vorschlagen nicht mehr als sechs, aber es gibt manche Leute, die freuen sich, wenn sie sich jeden Monat mit acht Unternehmern treffen. Das kann auch funktionieren. Und zum organischen Approach habe ich ein bis zwei, aber es funktioniert nur mit einem Kumpel. Wenn Du nur einen Kumpel hast und Du sagst “Hey komm, wir treffen uns und wir brainstormen zusammen und wachsen one at a time”. Der zweite Approach ist so der Networking Approach und da wirst Du alles, was Du schon vorher geschrieben hast, das nimmst Du und schreibst dafür einen Pitch. Ganz klar, was für Leute Du in Deinem Mastermind willst, was Du persönlich erreichen möchtest mit diesem Mastermind. Und dann postest Du einfach diesen Pitch auf Social Media. Wenn es in Deiner Stadt Meetup Gruppen gibt, dann kannst Du zu den Meetup Gruppen gehen und dann vor dem Open Mic stehen und sagen “Hey, ich heiße so und so. Ich will das und das erreichen. Ich suche andere Leute für eine Mastermind Gruppe. Fragt mich einfach”. Du kannst auf Online Foren gehen, wie zum Beispiel Dynamite Circle wäre perfekt. Wenn Du nicht schon im Dynamite Circle bist, dann gibt es glaube ich viele andere solche Exclusive Forums wo Du posten kannst. Marcus: fizzle.co? From Corbett Barr hm. Max: Yes! Das ist ein ganz gutes Beispiel und so kannst Du super schnell Deine Leute finden. Marcus: Cool! Max: So, das ist so das ganz knackige Setup Phase. Und dann würde ich auch im letzten Schritt drei Vorschläge geben, wie Du Deine Masterminds gut laufen lassen kannst. Erstens: Benutze immer einen Timer für Deine Masterminds. Entscheide Dich, dass jede Person, ich weiß nicht, 10 bis 15 Minuten bekommt, um seinen aktuellen Stand zu beschreiben und seine Herausforderungen zu beschreiben. Es gibt diese Regel “Parkinson’s law”. Das heißt, arbeite wie ein Gas. Es wächst und wir planen, und vergleichen wie viel Platz es gibt für diese Arbeit. Und wenn Du am Ende von dem Meeting mit Power rausgehen willst und noch mehr Energie haben willst als Du reingebracht hast, dann sollst Du auf jeden Fall einen Timer benutzen. Weil sonst redet jede Person zu lange und am Ende sind einfach alle erschöpft. Und das ist nicht so ein geiler Effekt. Der zweite ist kurze Updates zu machen. Also wenn Du zum Beispiel zehn Minuten hast, um Deinen aktuellen Stand und Deine Herausforderungen zu besprechen mit der Gruppe, nimm nur die ersten zwei Minuten um Deinen aktuellen Stand zu beschreiben. Und die restlichen acht Minuten um Deine Herausforderungen zusammen mit der Gruppe zu besprechen. Ich sehe oft, das ist eine Tendenz, dass wir alle super gerne über uns selber reden. Und es ist ganz einfach die ganzen zehn Minuten dafür zu nutzen. Die letzte ist super wichtig und das ist auf jeden Fall: Versuche nicht in einen Rhythmus zu kommen, dass Du immer den anderen erklärst, was die machen sollen. Es ist immer viel überzeugender, wenn Du den anderen Leuten etwas erzählst, was auf einer persönlichen Erfahrung basiert, als wenn Du einfach sagst “Du solltest so und so was machen”. Ich habe das in irgendeinem Buch gelesen. Also das kann auch manchmal lustig sein, wenn Du Brainstorming machst. Aber versuche hauptsächlich immer Deine Ratschläge, Deine Beratungen auf persönliche Erfahrungen zurückzuführen. Marcus: Makes sense. Max: And that’s how you do it! Marcus: Cool, great! Thanks for this sighting. Ja richtig cool! So baut man eine Mastermind auf und zu dem einen Punkt, wo Du gesagt hast, zwei Minuten selber Business erklären und acht Minuten Input holen, ist glaube ich auch ganz wichtig. Wenn Du gerade auf dem Hot Seat bist, dass Du nicht anfängst zu erklären, warum das jetzt nicht geht und aus dem Grund geht das nicht und das habe ich schon probiert und nee, das ist auch keine coole Idee. Sondern be open for Feedback, ne? Max: Genau. Marcus: Und das einfach auf Dich erstmal nicht über Dich ergehen lassen, sondern wirklich dann reflektieren: Ist das vielleicht eine Option? Die hatte ich noch nicht auf dem Schirm. Kann man das mal machen? Klar, ich bin open dafür, ich probier das aus. Max: Ja, also eine kleine Sidenote dazu: Ich habe gemerkt, dass es oft die Leute sind, die das wenigste geschafft haben, die die meiste Zeit für ihre Updates nutzen. Ich weiß nicht genau, warum das so ist. Also eigentlich vermute ich, das ist, weil die ein schlechtes Gewissen haben, dass die nix gemacht haben und die nutzen die ganze Zeit, um Excuses darzustellen. Marcus: Glaube ich auch. Max: Aber denk einfach mal dran, wenn Du auf dem Hot Seat sitzt und Du merkst “Hey wow, ich habe ganze acht Minuten gebraucht”, dann ist es höchstwahrscheinlich deswegen, weil Du ganz wenig gemacht hast von dem, was Du Dir für diesen letzten Zeitraum im Mastermind vorgenommen hast Marcus: Ja, super useful! Danke, danke dafür, für das ganze Know-How Sharing. Max: Auf jeden Fall. Marcus: Was ist Deine größte Schwäche bzw. worin würdest Du noch gerne besser werden? Max: Ich?! Och Marcus… Marcus: (lacht) Max: Du fragst die richtigen Fragen, auf jeden Fall. Marcus: That’s my job. Max: Für mich geht es um Organisation und ja… Ich würde sagen, der systematische Aufbau von Marketing Funnels. Das ist etwas, wo ich persönlich dran arbeiten muss. Das ist die nächste große Herausforderung für mich. Aber im Allgemeinen, organisiert zu bleiben, wenn man so viele verschiedenen Sachen hat, ist immer schwierig für mich. Wenn man so auf jeder Baustelle arbeiten muss, so auf der Webseite, auf den Inhalt und dann auf die gesamte Marketing Strategie und wie das alles zusammenkommt. Die Zeit zwischen diesen drei Aspekte gut auszubreiten ist für mich die größte Schwäche gerade jetzt. Marcus: Ja. Also was Dich ja wiederum stark macht und auszeichnet ist, dass Du so viele Ideen hast, dass Du so viel Power und so viel Drive hast. Und manchmal ist es dann glaube ich so viel, da ist es dann schwierig da wieder Struktur und Ordnung rienzubringen, wie Du gerade gesagt hast. Was ist denn Dein Konzept dafür oder Deine Lösung? Hast Du was verbessern können? Max: Meine Lösung für diese Tendenz, die ich habe? Marcus: Ja genau. Max: Ja, also ich habe ein paar Kumpels, die mir in jedem verschiedenen Aspekt helfen können. Und ich versuche immer mehr mit Virtual Assistance outzusourcen. Ich versuche einfach immer mehr Sachen outzusourcen. Mehr kleiner Sachen. Zum Beispiel bei der Erstellung von meinem Podcast. Die mir editieren zu lassen und solche Sachen. Das hilft mir wahnsinnig. Marcus: Okay cool. Das ist glaube ich so ein Punkt, wo jeder Unternehmer irgendwann mal ankommt, wo er sagt “Okay, bin ich jetzt weiter als Solopreneur und Einzelkämpfer oder schaffe ich es auch mal, was abzugeben und loszulassen”. Das fällt ja nicht immer ganz einfach. Max: Ja auf jeden Fall. Aber ich freue mich schon, dass ich immer mehr loslassen kann. Also ich glaube das Loslassen innerhalb von sich selber ist nicht das große Problem. Ich glaube, das größte Problem bei mir steckt noch immer bei, das Verlieren der Sache von genau dem, was losgelassen werden muss. Wenn das erst definiert ist ganz klar und konkret, dann ist das Loslassen ziemlich einfach. Aber man merkt nicht immer, was man jeden Tag alles macht. Marcus: Ja, so ging es mir auch. Oder immernoch. Da denke ich “Oh nee, wir haben jetzt zwar so nen Website Service, der für uns die Coding oder die Änderungen macht, aber manchmal denke ich “Woah, das dauert nur eine Minute. Komm ich mach’s selber”. Log mich kurz ein und dann ist’s doch länger als ne Minute, zwei, drei, vier, fünf, sechs und dann denkste “Ey, für die Zeit und hättest Du selber was anderes machen können”, weil da gibt’s ja jemand anderen, der es einfach viel schneller macht und der ist besser als Du. Max: Genau, das ist es. Ja. Wie geht es bei Dir? Was hast Du alles bis jetzt outgesourced in Deinem Business, Marcus? Marcus: Ähm, wir haben irgendwann relativ spät angefangen outzusourcen, weil wir beide so veranlagt sind, dass wir erstmal nicht… also … sehr bootstrappingmäßig unterwegs sind, bevor wir große Investitionen machen, wollen wir erstmal wissen, dass wir das Geld auch wieder woanders reinholen. Also wir brauchten erstmal einen guten Cashflow, um dann auch zu sagen “Okay, das ist jetzt ein kleines Budget. Das verwenden wir für unseren ersten VA.” Und das ist erst ziemlich spät gekommen. Also ich habe ja die ersten Events noch komplett alleine gemacht, mit Excell Tables in GoogleDrive und die ganzen Invoices rausgeschickt, die Konten gecheckt, die Tickets und überhaupt. Das ganze Marketing, die ganze Website komplett One-Man-Show, zusammen mit Feli dann two persons. Aber wir haben jetzt im Sommer die erste VA reingeholt, die Vera, und seitdem haben wir dann selber am eigenen Leib gespürt, wieviel das helfen kann. Wieviel mehr Zeit Du auf einmal hast für die wichtigen Sachen. Und seitdem sind wir dann auch ein bisschen mutiger geworden. Designerin hatten wir schon immer. Aber haben dann noch jemanden reingeholt für die Events und haben ja dann noch die DNX CAMPS gestartet. Das hätten wir aber zu zweit nicht geschafft. Also haben wir dann einen Eventmanager und haben da die verschiedensten Modelle. Also manche werden auf Stundenbasis abgerechnet. Manche projektbasiert, manche kriegen nen Revenue-Share. Das ist auch wieder ein komplett neues Thema, wo man sich dann reinfuchsen muss und Mitarbeiterführung, Company-Happiness bzw. auf einmal muss Deine Mission oder Deine Vision auch klarar sein, damit Du kein Geld verbrennst, sondern nur darein steckst, wo Du auch wirklich hin willst. Und mittlerweile sind wir da ganz gut drin geworden. Das Problem ist nur, dass Du irgendwann dann auch mit Deinen Mitarbeitern so schnell wächst, weil Du ja dann viel schneller bist, dass dann das wieder strukturiert werden muss, dass Du ein Projektmanagementsystem brauchst und das nicht mehr alles über E-Mail läuft. Also haben wir dann angefangen über Trello zu arbeiten und haben dann angefangen Zuständigkeiten zu verteilen. Oder wer darf auf unseren Designer zugreifen oder wieviel Budget haben dann schon die einzelnen Leute. Also wirklich auf einmal sind es so Company Topics, womit eigentlich nichts mehr zu tun haben wollte. Wo man am Anfang sagte “Ey geil, ich bin jetzt Lifestyle Designer, ich bin Solopreneur, ich habe nur Freelancers, ich brauche keine Angestellten, ich brauche kein Büro, ich brauche das alles nicht mehr”. Und jetzt bist Du genau bei dem Thema angekommen. Aber es ist halt ganz anders, weil es auf einmal so Dein Baby ist, ne? und Deine Leute, die dann Dir helfen. Von daher ist das schon okay, aber es sind trotzdem Themen, die hatte ich überhaupt nicht mehr auf’m Zettel und mit denen wollte ich eigentlich nie mehr was zu tun haben. Jetzt muss ich was damit zu tun haben, aber es macht Spaß, weil es wieder was Neues ist, wo man sich dann reinfuchst von ner ganz anderen Perspektive auf einmal. Max: Ja, das ist cool. Klingt super. Marcus: Aber super wichtig ist glaube ich, alles vorher einmal selbst gemacht zu haben, weil ansonsten kannst Du die Sachen nicht briefen. Max: Das wollte ich eben sagen. Weil Du hast gemeint, ja wir haben ziemlich spät die erste VA reingeholt. Aber vielleicht war es auch nicht so spät, weil Du hast jetzt alles selber einmal durchgemacht und jetzt kennst Du das ganze System, wie das alles läuft. Und dann kannst Du es besser abgeben und auch besser schätzen, also wieviel Zeit das in Anspruch nimmt und wie Du überhaupt jemanden dafür hiren kannst. Marcus: Genau, Du kannst besser briefings machen. Du weißt genau, was geändert werden muss. Du weißt genau, welche Personen Du dafür brauchst und das finde ich manchmal ein bisschen schade bei Leuten, die gerade voll am Anfang stehen und sagen als erstes: Ich brauche Mitarbeiter, ich brauche ein Team, meinen Blog will ich eh nicht selber schreiben, sollen alles andere machen. Das ist glaube ich der falsche Ansatz, auf jeden Fall. Man sollte erstmal alles mindestens einmal selber gemacht haben, selber Geld verdient haben und das Geld dann verwenden, um dann irgendwann Dinge auszulagern, die andere besser machen können. Max: Ja, klingt gut. Marcus: Absolut. Was steht bei Dir jetzt noch so an? Wann sehen wir uns wieder? Max: Ja, wann sehen wir uns wieder? Also bei mir steht gerade die Durchführung der ersten Version von Startingfromzero Idea Accelerator an. Das wird Mitte Dezember fertig. Dann bin ich kurz mal in den USA, um die Familie zu besuchen. Marcus: Wo sind die? Max: Die sind in Wisconsin. Nicht so weit weg von Chicago. Madison Wisconsin. Dann bin ich wieder hier in Berlin kurz, um die nächste Runde von Idea Accelerator zu launchen Mitte Januar. Ein paar von meinen Co-Gründern und sind dann vom 20. Januar bis 31. März in Ko Lanta. Marcus: Wow. Max: Beziehungsweise bin ich auch bei euch auf dem DNX GLOBAL in Bangkok. Marcus: BAM! Max: Ist das der 1. März oder wann ist das? Marcus: Genau, 1. März ist Main Event und 2. März ist Mastermind Day. Max: Ja, ich bin total begeistert auf den ersten Tag und vor allem auch der Mastermind Day danach. Wirklich gepumt dafür Marcus. Marcus: Ja, wir sind ja gerade vor Ort in Bangkok seit heute wieder. Eben sind wir von Chiang Mai gekommen. Ich muss sagen, echt cool. Wir sind auch totally stoked in pump. Wir haben ne geile Location, wir haben nen coolen Event Manager. So nen thailändischen Solopreneur, der total in unserem Sinne tickt. Und ich glaube, das wird cool. Wir haben ja jetzt den Sale gestartet, die ersten Tickets verkauft. Also Demand ist da. Die Location ist da. Thailand ist cool. Ich freue mich auf jeden Fall mega auf das erste Event außerhalb von Deutschland. Max: Ja, ich habe schon auf Facebook gesehen. Es gibt viele Leute, die schon ihre Tickets gebucht haben von Deutschland Express für DNX GLOBAL. Ja bin super begeistert. Marcus: Ja geil. Dann sehen wir uns ja spätestens im März wieder und dann auch mal außerhalb von Berlin. Das erste Mal in Bangkok. Und ansonsten wünsche ich euch ne super geile Zeit auf Ko Lanta. Das ist auch eine meiner Lieblingsinseln im Süden von Thailand, muss ich sagen und das erste Mal war ich vor drei Jahren in Ko Lanta und jetzt kommen wir ja auch wieder zurück Anfang März nach der DNX machen wir da auch ein DNX CAMP. Das auch nur, weil die Insel einfach cool ist und auch noch nicht zu touristy, super geile Strände, den besten Sundowner, den ich jemals gesehen habe auf der Welt. Also Du kannst Dich total auf Ko Lanta und auf Thailand freuen. Max: Super, freue mich super darauf Marcus. Marcus: Cool, dann danke für Deine Zeit Max! Max: Yeah, thank you Marcus! Marcus: You’re welcome! Thank you for sharing all the knowledge. Looking forward seeing you soon. All the best und so weiter. Und wir bleiben in touch. Also danke nochmal für Deine Zeit, ja? Max: Thanx Marcus. Marcus: You’re welcome, bye! Max: Ciao. BAM, Ladies and Gentlemen. Das war eine weitere Folge der LIFE HACKZ Show with the one and only Max Breckbill. Wenn euch die LIFE HACKZ Show gefällt, dann hinterlasst mir bitte eine Rezension auf iTunes, schreibt mir ne E-Mail an marcus@lifehackz.de. Sagt einfach mal Hallo. Ich will mal wissen, wer hört überhaupt hier meinen Podcast so regelmäßig. Wer ist das? Was findest Du cool, was findest Du scheiße, was soll ich anders machen, was soll ich besser machen, was kann bleiben? Hast Du vielleicht Vorschläge für nen coolen Gast, den ich mal draufnehmen könnte? Yo, und wenn euch das ganze Ding gefällt, dann würde ich mich auch mega freuen, wenn ihr mich und den Podcast weiterempfiehlt an Freunde, die das vielleicht auch gebrauchen können, die selber Unternehmer sind oder das vorhaben oder das digitale Nomaden Lifestyle interessant finden. Yo, vielen Dank für euren Support! Very much appriciated. Peace and Out, bis zur nächsten Folge! Euer Marcus [/su_spoiler] [/su_accordion]

klein

Nov 20, 2015

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Interview mit Patrick baumann von Heldenleben

Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 33! Yo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ! Immernoch live aus dem Punspace Coworking in Chiang Mai, Thailand. Heute habe ich mir einen der Pioniere der deutschen digitalen Nomadenszene vor das Mikro geholt, nämlich Patrick Baumann.  Patrick ist so ein bisschen unter dem Radar geschwommen, weil er eigentlich ausgestiegen ist, als das Thema so ein bisschen Fahrt aufgenommen hatte durch die DNX Konferenzen und die anderen Presseartikel zu dem Bereich digitale Nomaden. Patrick hat sich genau zu dem Zeitpunkt entschieden ein Offline Business aufzubauen. Das heißt, er hat in Berlin in der Nähe vom Hauptbahnhof nen eigenen Billardsalon eröffnet und war damit mega busy. Ziel war aber auch immer wieder irgendwann on the Road zu gehen und in fünf Wochen ist es jetzt soweit bei Patrick. Und das war Grund genug, ihn vor das Mikro zu holen und ihn zu all seinem Wissen zu befragen. Rausgekommen ist ein richtig spannendes, schönes Interview. Ich hoffe, euch gefällt es genauso viel wie mir.  Die heutige Folge wird präsentiert vom  Five Minute Journal. Das  Five Minute Journal verhilft Dir zu einem achtsamen, besseren und positiverem Leben und ist ein mega wirksames Tool, was pro Tag fünf Minuten Aufwand benötigt. Man geht morgens drei bestimmte Fragen durch, die man für sich beantwortet und genauso am Abend. Und wenn man diese Routine regelmäßig macht und dann auch beibehält, kann es dazu führen, dass Dein Leben nochmal auf ein besseres Leben gehoben wird. Bei mir hat’s auf jeden Fall ziemlich, ziemlich viel Impact gehabt. Leute, checkt es aus unter www.fiveminutejournal.com und jetzt viel Spaß mit der Folge mit Patrick! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie man Online Marketing auf Offline Businesses übertragen kann.
  2. Was ein Freemium Modell ist.
  3. Warum auch Du meditieren solltest.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Heldenleben

BATA Bar & Billard

billardpro.de

Tynan

Bulletproof

TRX

The Big Leap Experience

Five Minute Journal

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Patrick Baumann Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 33! Yo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ! Immernoch live aus dem Punspace Coworking in Chiang Mai, Thailand. Heute habe ich mir einen der Pioniere der deutschen digitalen Nomadenszene vor das Mikro geholt, nämlich Patrick Baumann. Patrick ist so ein bisschen unter dem Radar geschwommen, weil er eigentlich ausgestiegen ist, als das Thema so ein bisschen Fahrt aufgenommen hatte durch die DNX Konferenzen und die anderen Presseartikel zu dem Bereich digitale Nomaden. Patrick hat sich genau zu dem Zeitpunkt entschieden ein Offline Business aufzubauen. Das heißt, er hat in Berlin in der Nähe vom Hauptbahnhof nen eigenen Billardsalon eröffnet und war damit mega busy. Ziel war aber auch immer wieder irgendwann on the Road zu gehen und in fünf Wochen ist es jetzt soweit bei Patrick. Und das war Grund genug, ihn vor das Mikro zu holen und ihn zu all seinem Wissen zu befragen. Rausgekommen ist ein richtig spannendes, schönes Interview. Ich hoffe, euch gefällt es genauso viel wie mir. Die heutige Folge wird präsentiert vom  Five Minute Journal. Das  Five Minute Journal verhilft Dir zu einem achtsamen, besseren und positiverem Leben und ist ein mega wirksames Tool, was pro Tag fünf Minuten Aufwand benötigt. Man geht morgens drei bestimmte Fragen durch, die man für sich beantwortet und genauso am Abend. Und wenn man diese Routine regelmäßig macht und dann auch beibehält, kann es dazu führen, dass Dein Leben nochmal auf ein besseres Leben gehoben wird. Bei mir hat’s auf jeden Fall ziemlich, ziemlich viel Impact gehabt. Leute, checkt es aus unter www.fiveminutejournal.com und jetzt viel Spaß mit der Folge mit Patrick! Marcus: Hey Patrick, cool dass Du am Start bist beim LIFE HACKZ Podcast! Wo bist Du und was machst Du gerade? Patrick: Ja Marcus, vielen Dank für die Einladung. Ich bin in Berlin, bereite gerade meine Abreise vor nach Thailand. Also da, wo Du gerade sitzt. Marcus: Cool! Patrick: Also ich habe vorgestern einen Flug gebucht für Anfang Dezember. Ja. Und in Berlin bin ich seit eineinhalb Jahren. Also ich bin Berliner und vor dreieinhalb Jahren habe ich so angefangen nomadisch zu leben. Bin jetzt aber die letzten eineinhalb, zwei Jahre in Berlin gewesen, weil ich hier ein Großprojekt hatte vor Ort, wo ich einen Billardsalon mit Bar eröffnet habe, mit nem Partner zusammen. Ja und jetzt läuft das. Jetzt bin ich quasi wieder auf dem Absprung in die große, weite Welt. Marcus: Sehr cool! Das freut uns auf jeden Fall total, Feli und mich. Du warst ja mal so ein bisschen unsichtbar, gerade in der digitalen Nomadenszene. Kurz nachdem wir das erste Mal Kontakt hatten und voll Feuer gefangen hatten, stand dann bei Dir dieses riesen, neue Ding an, dass Du Dein erstes großes Offline Projekt startest mit nem eigenen Billardsalon. Patrick: Genau. Marcus: Von daher war’s Du ein bisschen schade. Wir waren immer ein bisschen traurig, dass Du nicht dabei warst und haben uns dann umso mehr gefreut, als Du dann irgendwann wieder so erste Tendenzen gezeigt hast oder Signale gesendet hast. Du findest das immernoch spannend, was da passiert. Patrick: Genau. Marcus: Und jetzt One-Way-Ticket wahrscheinlich wieder nach Thailand gebucht hast, ne? Patrick: So ist das. Das ist ja auch witzig, weil das gerade in den zwei Jahren, wo ich jetzt nicht dabei war, total durch die Decke ging. Also, als ich damals unterwegs war, da war das zwar auch schon ein Begriff, digitales Nomadentum, aber das war nicht so eine Bewegung. Also vor allem nicht in Deutschland. International ja schon. Ja genau: One Way. Ich fliege nach Phuket. Da habe ich einen guten Flug bekommen und außerdem habe ich von Thailand noch nie die Inseln gesehen. Ich habe zwar mal lange in Thailand gewohnt, aber das war halt nur in Chiang Mai und in Bangkok war ich ab und zu. Marcus: Aha. Patrick: Ja und jetzt bin ich da. Da fange ich an und dann mal gucken, wo es dann hin geht. Also, ist aber One Way. Genau. Marcus: Cool! Phuket ist auch richtig cool! Gerade, wenn Du dann noch weiter in den Süden gehst zu den Inseln, was ja wohl Dein Ziel ist. Gerade so Ko Lanta… Wahnsinn! Ich war mega beeindruckt und das war auch hier mein erster längerer und größerer Backpacking-Trip, damals Ende 2012 zusammen mit Feli. Und wir haben genau in Phuket angefangen und sind dann runter zu den Inseln. Und das war natürlich ein richtig geiler Start. Patrick: Ja. Ich freue mich da ja auch drauf. Ich will vor allem auch erstmal Urlaub machen (grinst). Also das finden Leute lustig, die nicht so leben. Die denken, der macht doch eh nur Urlaub, wenn er reist. Aber ich bin zwar viel unterwegs gewesen in den letzten Jahren, aber so mal richtig Urlaub, wo ich mich mal zwei Wochen völlig abgeschaltet habe, habe ich schon lange nicht mehr gehabt. Und das werde ich dann da nutzen und ansonsten gehe ich aber auch wieder weg aus Berlin, dann eben nach Asien, um mich mal konzentriert hinzusetzen und Sachen zu schaffen. Also das ist ja Dein Thema hier, Lifehacking oder… Marcus: Ja. Patrick: … Also wie man eben produktiv ist, wie man Sachen schafft und das ist jetzt mein Projekt so für die nächsten Monate. Also einfach gut was wegzuschaffen. Es ist gar nicht so, dass ich jetzt das große Abenteuer suche. Bei dem Trip. Das war vor drei Jahren anders. Marcus: Ja. Das heißt für Dich gilt auch, dass wenn Du weiter weg bist von Deutschland oder reist oder neue Eindrücke hast, dass das für Dich dann einfacher ist produktiv und fokussierter zu arbeiten, als quasi in der Homebase, wo man ja denken könnte, man hat das bessere Internet, man hat nen guten Schreibtisch, man hat nen Stuhl. Mir geht’s ja genauso. Vielleicht erzählst Du nochmal irgendwie Deinen … ja, wie Du das empfindest. Patrick: Absolut. Ja, definitiv. Also das ist bei mir … bei mir ist immer die größte Herausforderung, um produktiv zu sein, ist eben Fokus zu haben und konzentriert zu sein und nicht irgendwie zu viele Sachen gleichzeitig zu machen. Und gerade in Berlin, was meine Heimatstadt ist, da kenne ich so viele Menschen und habe so viele Kontakte, dass meine Woche immer voll ist. Und es ist immer was zu tun. Ich kann immer Freunde treffen, was schön ist. Es ist ja schön Leute um sich zu haben, die man mag. Aber ich merke, dass ich, wenn ich alleine irgendwo bin… Das ist ja als Nomade meistens so. Man kann ja als Nomade andere treffen, aber ich bin meistens eher für mich. Dann kann ich mich einfach viel besser fokussieren, weil ich weniger Einflüsse habe, die mir dann sagen “Hey, gehen wir heute ein Bier trinken”, “Kommst Du dahin mit, kommst Du dahin mit, kommst Du dahin mit?” Und da kann ich viel besser einfach mich auf meine Arbeit konzentrieren. Absolut. Und jetzt gerade auch bei dem Billard-Laden, da... Wir haben zum Beispiel - also bei dem Billard-Salon - wir haben eine Lounge, wo wir auch W-LAN haben, wir haben viele Steckdosen. Das war alles so mein Wunsch. Das eben nomadenfreundlich zum Beispiel zu machen. Aber da kann ich jetzt - ich als Person - überhaupt nicht gut arbeiten, weil mich da jeder kennt. Also da alle 10 Minuten hält einer mit mir ein kurzes Schwätzchen, was schön ist. Und ich nehme die Rolle auch gerne an der Gastgeber zu sein. Aber zum Arbeiten ist das völlig unbrauchbar. Und da freue ich mich drauf jetzt mal. Früher war ich mal zwei Wochen in Bangkok, weil ich da auch in China auf ner Messe vorher noch war. Und da habe ich auch richtig gut was weggeschafft. Da habe ich eigentlich nur in meinem Zimmer gesessen und gearbeitet und bin ab und zu mal zum Essen rausgegangen oder mal ne Runde Billard spielen, was ja so mein Thema ist. Marcus: Ja, das ist echt immer wieder so krass. Man kann da echt den Wecker stellen, die Uhr danach stellen. Seitdem Feli und ich jetzt nach Asien unterwegs sind - wir waren ja in Hongkong vor… Also ich habe jetzt zum Beispiel wieder Zeit und Raum vergessen. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wann wir wo waren. Und ich glaube, ich habe gestern noch auf den Kalender geguckt. Wir sind ja jetzt knapp zwei Wochen unterwegs. Und es fühlt sich so an, als ob wir vier bis sechs Wochen unterwegs sind, von der Menge an den Sachen, die wir weggehauen haben. Und von der Produktivität, von diesem Tunnel, in den man dann wieder reingeht. Dass man nicht mehr immer wieder rausgerissen wird, dieses Samstag, Sonntag hat. Man adaptiert ja schon so ein bisschen den Lifestyle von seinen Freunden, die oftmals dann einen Corporate- oder Angestelltenjob haben. Ja, man kommt dann nicht so richtig in den Flow. Und hier ging das wieder total gut und total schnell. Patrick: Ja, absolut. Und zwar witzigerweise auch ohne irgendwie jetzt gestresster zu sein oder so. Also es ist ja nicht so, dass man dann nichts anderes mehr macht als arbeiten. Ich bin jetzt keiner, der jetzt 14 Stunden am Tag ackert. Aber alleine durch dieses Alleinsein nutzt man seine Zeit viel effizienter. Und auch die Freizeit nutze ich viel effizienter. Also ich bin auch ein Mensch, der auch auftankt, wenn er für sich ist. Ich bin so eher der introvertierte und ich habe dann insgesamt echt mehr Energie und Raum und Zeit und bin einfach konzentrierter. Marcus: Kommst dann vielleicht nochmal wieder zum Schreiben auf Deinem Blog? Auf Heldenleben.com? Patrick: Ja, ich schreibe jetzt morgens immer ein bisschen und hatte letztens mal was über meine Morgenroutine geschrieben und jetzt habe ich gerade heute den veröffentlicht, weil ich dachte: Mensch, das passt doch auch zu Deinem Thema. So Hacking usw. Deswegen habe ich gerade heute mal wieder was veröffentlicht. Aber das ist eher sporadisch. Das ist ja auch kein Business bei mir mein Blog, sondern eher ein Hobby. Einfach da ab und zu mal was zu teilen. Deswegen bin ich da auch nicht so hinterher. Aber ich mach’s schon gerne und freue mich auch immer, wenn Leute das lesen. Also klar, da will ich gerne wieder mehr machen. Ja, mal schauen. Marcus: Ja, ich würde mich auf jeden Fall total freuen, weil gerade als wir dann neu in diese Szene eingestiegen sind und Du warst ja auch bei diesem allerersten ominösen digitalen Nomaden Meetup auf’m Tempelhofer Feld dabei mit 10-12 Leuten neben Conni, Tim und den anderen drei Verdächtigen. Es gab ja in Deutschland noch nicht so viele Quellen. Es gab den Blog von Conni, es gab den Blog von Tim und es gab Heldenleben von Dir. Und Du warst sogar der Einzige und Erste, zu dem man mal ein bisschen was auf Youtube gefunden hatte. At least irgendwie ein Interview oder so. Patrick: Genau, genau. Marcus: Was ich mir heute gar nicht mehr vorstellen kann. Man hat echt nach dem Begriff gesucht. Händeringend haben wir nach Infos und was, wie geht das, was ist da und gibt’s da noch mehr Leute? Wie ticken die? und können wir da noch alles optimieren und verbessern? Mit wem könnten wir uns connecten? Und dann kam da irgendwie so ein Video und das warst dann Du. Und das war dann für uns beide - ich kann mich noch an den Word erinnern, als wir es zusammen geguckt haben, Feli und ich, bei mir in Berlin damals noch. Wir fanden das total faszinierend, dass da jemand war, der erzählt hat, dass er nur noch einen Backpack hat und runterminimalisiert hat. Du kannst Dich wahrscheinlich an das Interview auch noch erinnern. Insoweit warst Du für mich da so total die Inkarnation des digitalen Nomaden. Patrick: Das ist total geil. (beide lachen) Heute seid ihr die Inkarnation des digitalen Nomaden, was Öffentlichkeit angeht. Das ist cool! (lacht) Das schmeichelt mir. Marcus: Ja, war wirklich so und ich fand’s total cool, dass wir uns dann auch so gut verstanden und connected haben und ehrlich gesagt war ich dann auch echt traurig, als Du dann gesagt hast “Okay, so der nächste Step ist für mich: Ich stell mal wieder meinen Backpack in die eigene Wohnung in Berlin und mache jetzt ein Offline Business.” Was wahrscheinlich für Dich persönlich nochmal ne mega krasse Weiterentwicklung war. Wie war das für Dich voll ins Risiko zu gehen mit allem drum und dran, wie irgendeinen Raum anzumieten? Patrick: Ja, also erstens vorweg: Dieses Projekt… Es ging eben darum einen Billard Salon zu eröffnen. Das ist seit 20 Jahren so ein fixer Traum oder Wunsch von mir, weil Billard mein Sport ist. Hat ja jeder im Kopf “Ich will mal so ein Ding haben”. Und gleichzeitig war aber von vorneherein geplant, dass ich weiterhin Nomade sein kann. Also mein Geschäftspartner, der weiß wie ich ticke und mit dem habe ich auch vorher schon Geschäfte gemacht. Und der meinte, das geht klar: Du kannst weiter das so machen. Und das habe ich damals auch in nem Podcast bei Tim erklärt, wie ich mir das vorstelle. Und das war so ganz am Anfang, wo wir das geplant haben, das Projekt. Und jetzt im Nachhinein nach fast zwei Jahren Beschäftigung mit dem Projekt - der Laden ist seit eineinhalb Jahren geöffnet - muss ich sagen, dass mich das ganz schön Nerven gekostet hat und auch in der Theorie sich einfacher anhört, als es in der Praxis ist. Ich mache ein ortsabhängiges Business auf und bin einfach ganz munter fröhlich weiterhin Nomade. Das hat aber vor allem damit zu tun, also mit der Art des Business. Also wir haben eben nicht, wie es alle oder die meisten Solopreneure und Nomaden und so machen, per Bootstrapping irgendwas angefangen, wo man von Anfang an schwarze Zahlen schreibt. Auch wenn die am Anfang von mir aus zweistellig sind und dann drei, vier, wieviel auch immer Stellen langsam werden. Aber von Anfang an macht man Gewinn oder zumindest keinen Verlust, sondern wir haben klassische gegründet, nen Haufen Geld in die Hand genommen, ausgegeben, Türen aufgeschlossen und dann gehofft, dass jemand kommt. Also genau der andere Ansatz als man es bei einem Online Business ja eigentlich macht. Und das ist halt ein anderes Spiel. Also es hat extrem viel Spaß gemacht das zu bauen. Und mittlerweile ist es auch so, dass der Laden gut läuft und das macht tierisch Spaß. Und alle denken so krass! Sowas gibt’s? Gerade bei Billard Salons denken viele Leute, das sind nur so üble Kaschemmen. Unser Laden ist wirklich richtig toll. Das sage ich jetzt nicht, weil’s meiner ist. Das sagen eigentlich alle, die kommen. Marcus: Ja, der Laden heißt BATA Bar oder? Patrick: Ja, BATA Bar & Billard. Du hast ja dann sicher immer Links und so jetzt bei dem Podcast dabeistehen. Marcus: Ja, sag trotzdem mal die URL. Patrick: Ja, das ist http://www.batabar.com. Da gibt’s auch Fotos, da kann man sich nen Eindruck machen. Ja,... Wer in Berlin ist, ich freu’ mich, wenn ihr vorbeischaut. Ich bin noch fünf Wochen hier, also dann mal nen Kaffee trinken oder ein Bier. Ansonsten müsst ihr euch ohne mich den Laden angucken. Ja, wie gesagt, das war wirklich ne harte Zeit. Wir haben im ersten Jahr… sah es wirklich schwierig aus. Der Laden lief nicht so gut an, wie wir es erwartet haben. Und da kommt man dann ganz schnell richtig unter Druck, weil wir hohe laufende Kosten haben. Marcus: Das sind ganz neue Disziplinen, die man da angehen muss, oder? Sprich: Offline Werbung, Aufmerksamkeit erregen, Plakatieren, keine Ahnung, was man da alles aufstellen muss… Wegweiser, Handzettel, Flyer... Patrick: Genau. Also Gastronomie läuft sehr, sehr viel auch über Mund-zu-Mund Propaganda, dass Leute sich das einfach erzählen “Boah, ich war in nem geilen Laden. Kennste den schon?”. Und das dauert einfach länger. Witzigerweise ist aber ein Großteil unseres Marketing online. Also wir sind bei Google gut gerankt mit unserer Website. Also wenn man nach Billard sucht in Berlin, dann sind wir da ganz weit oben. Wir sind der einzige Billard Salon in Berlin mit ner englischsprachigen Website, was ein riesen Vorteil ist bei Touristen und Experts und so. Wir sind auf Facebook stark. Also wir machen ganz viel online. Offline Werbung ist extrem teuer. Also diese Plakate oder Schilder an Laternen und so, das ist wirklich… das ist schwierig, das wieder reinzubekommen. Der Laden verkauft sich quasi selbst. Also jeder der mal bei uns war, der kommt wieder oder erzählt’s weiter. Wir haben da ein Marketinginstrument noch auch aus dem Online-Denken heraus. Wir haben nur einen Tag in der Woche, wo man bei uns komplett umsonst spielen kann. Also das ist dann so ein bisschen ein Freemium Model ja. Das macht sonst keiner. Da haben uns auch alle für irre erklärt. Aber da kommen so viele neue Leute zu uns und erzählen sich das auch weiter. Also es ist wirklich gut bei nem Offline Geschäft auch da eben diese neuen Mechanismen, die es im Online Leben gibt zu übertragen und da radikal neu zu denken und das machen viele Wettbewerber eben nicht, weil die diese Art zu denken gar nicht kennen. Was, ich soll was verschenken?! Das ist ja total verrückt und so. Und na gut, da gibt’s 20% Rabatt oder da machen wir Happy Hour, da kostet die Stunde Billard 2 Euro weniger. Aber eben so radikal zu sein und zu sagen, wir schenken was her nen ganzen Tag, das traut sich keiner und das hat bei uns richtig gut funktioniert. Marcus: Cool, das erzeugt ja auch wieder Aufmerksamkeit. Das erzeugt Bass. Die Leute reden darüber und ja, die im anderen Business… alles was disruptiv ist oder noch nicht da war, erzeugt erstmal Aufmerksamkeit. Insofern smart gedacht. Und gibt es noch mehr Online Strategien oder Konzepte, die ihr dann quasi in die Offline Welt übertragen habt? Patrick: Also, was wir halt machen ist, dass wir … wir haben einen Newsletter-Verteiler, wo wir dann auch auf der Website eben einen Goodie haben. Das ist bei uns dann eben kein Download zu irgendeinem Thema, wie man es jetzt als Blogger macht. Sondern, wir haben halt einen 5 Euro Gutschein für die Tischmiete, den man bekommt, wenn man sich bei uns beim Newsletter anmeldet. Und der Mechanismus ist da auch wieder der gleiche. Da schicke ich halt einmal die Woche nen Newsletter raus mit unseren Events, mit irgendwelchen Neuigkeiten, die wir haben. Dann haben wir ne Flatrate die man buchen kann. Was wir da zum Beispiel machen ist, dass wir das verknappen. Also, das ist ein sehr gutes Angebot, ziemlich günstig. Und wenn man einen Monatsbeitrag zahlt, dann kann man so viel spielen, wie man will. Das haben wir aber nicht dauerhaft laufen, sondern da geben wir immer 10 Stück aus, dann ist mal wieder drei Monate Pause. Dann wieder 10. Also, so wie es bei Onlinekursen oder so ja auch gerne gemacht wird, dass man die aufmacht und dann macht man sie wieder zu, um einfach da so ne Verknappung zu erzeugen. Wenn wir 1000 Stück davon verkaufen würden dann hätten wir ein Problem. Marcus: Also nicht so gut skalierbar nach oben offen. Patrick: Ja, es ist nicht so gut skalierbar nach oben, aber nichts destotrotz funktioniert das gut. Es gibt Leute, die sind jeden Tag da, die nutzen das sehr gut. Es gibt auch andere, die kommen irgendwie einmal im Monat. Da ist es dann für uns wiederum gut. Ja also, ich beschäftige mich viel mit Online Business und wie man Online Geld verdient und versuche dann immer das auf unser Geschäft wieder zu übertragen, weil es gibt dann doch auch wieder viele Gemeinsamkeiten. Business ist Business irgendwie. Und vor allem auch wie Leute ticken und wie Leute kaufen und was sind Anreize, warum jemand kauft und warum er sich irgendwo wohlfühlt. Das ist dann relativ unabhängig von Online und Offline. Also wie Menschen funktionieren. Marcus: Mh, das denke ich auch. Ich denke mal als Unternehmer, also Du selber, der jetzt in der Verantwortung steht, Du kannst es ja sehr gut vergleichen. Da treiben einen doch ähnliche Ängste, Herausforderungen, Challenges, Herangehensweisen. Sei es jetzt Offline oder Online ne? Dass man nicht weiß, ist man auf dem richtigen Weg? Und dann kommen Zweifel. Dann kommen wieder drei, vier Erfolgserlebnisse, wo Du denkst “Wow, morgen die ganze Welt” und dann bist Du wieder am Boden zerstört. Also dieses ganze volatile Unternehmerleben gibt es glaube ich auch Online wie Offline. Patrick: Schon klar. Das unterscheidet sich nicht. Es ist schwierig. Also ich versuche immer das ein bisschen auszugleichen, diese Stimmungen die man hat. Also dass man sich nicht von einem Rückschlag gleich total runterziehen lässt. Aber auch andersherum, sich nicht von einem Erfolg gleich dann total durchdreht und denkt: Jetzt haben wir’s geschafft. Also es ist zwar schön auch dieses Auf und Ab. Man will ja irgendwie auch ein Leben, was in Bewegung ist. Du willst ja nicht die ganze Zeit nur so “beeep” flach auf einer Ebene haben. (beide lachen) Marcus: Dann biste ja tot bei “beeps”. Patrick: Genau, eben, ja ja. Marcus: Kein Herzschlag mehr. Patrick: Aber wenn die Ausschläge zu krass werden, dann macht einen das auch echt fertig und ja. Bei uns zum Beispiel kann man sich dann… So ein Indikator ist dann der Tagesumsatz. Dann hast Du irgendwie einen Tag, der überrascht Dich total. Da haste richtig guten Umsatz gemacht und denkst so “boah krass!”. Und dann gibt’s aber nen anderen Tag, der ist dann irgendwie schlechter als erwartet. Und da jeden Tag auf die Umsätze zu gucken, da wirste verrückt irgendwann. Also am Anfang ist das spannend, aber mittlerweile gucken wir uns nur noch die Monate an und versuchen eben die großen Schrauben zu drehen und wenn mal ein Tag stärker oder schwächer ist, dann flippt man ja nicht gleich aus, ne? Und das sind die gleichen Mechanismen wie bei nem Online Business oder was auch immer. Und in meinem anderen Geschäft habe ich ja einen Online Handel. Das ist ja eine Mischung eben. Da habe ich zwar einen Offline Aspekt, nämlich physische Produkte, die ich verkaufe, aber eben Online. Also Online/Offline ist jetzt nicht so anders... Marcus: Mh, so weit weg ne? Patrick: Ja, was Business angeht. Marcus: Ja. Zumal, wie Du gerade sagtest: Wenn man so ein Business wie Du vorher gemacht hast, das ist ein Shop zu Billardutensilien oder überhaupt um das ganze Thema Billard ne? Da warst Du ja auch schon in beiden Welten mehr oder weniger drin. Du hast gesagt, Du bist auch oft nach Asien geflogen auf die großen Messen glaube ich, um dann Produkte einzukaufen. Patrick: Ja genau. Ich bin auch ehrlich gesagt jemand: Ich mag die physische Welt auch. Also ich bin zwar viel online und sitze den ganzen Tag am Rechner mehr oder weniger, aber ich mag physische Produkte. Also mir macht Handel Spaß. Mir macht es Spaß Queues in die Hand zu nehmen und zu sagen “Hey, das ist ein gutes Produkt, das kann ich verkaufen”. Was am reinen Online Business, wenn man digitale Produkte verkauft oder so, schön ist, ist dass man es gut automatisieren kann. Das Geld verdienen ist nicht so aufwendig. Man hat die Dinger nie in der Hand. Ich habe also auch ein Ebook. Das verkauft sich einfach und ich merke das gar nicht. Aber mir macht es eben auch Spaß mich mit physischen Dingen zu beschäftigen. Marcus: Ja, mir geht’s genau ähnlich. Darum bin ich auch so happy und dankbar, dass wir diese Events irgendwann gestartet haben. Weil irgendwie Online, alles cool. Wie Du schon sagtest, kann man, wenn man das Know-How hat mit verhältnismäßig wenig oder überschaubarem Aufwand dann auch seine Kohle machen und kann es vielleicht nach oben skalieren, aber dieser direkte Kontakt… Du kriegst vielleicht mal ne E-Mail oder so ein bisschen Feedback, aber die Leute nochmal live zu treffen auf den Events und die schauen Dir in die Augen und Du merkst ob da irgendwie ne Spannung herrscht und bekommst direkt das Feedback. Das ist irgendwie unbezahlbar. Oder auch so die kleinen Sachen. Wir verkaufen ja auch Kofferanhänger oder so Backpack Patches auf dem Travelicia Blog. Das ist irgendwie auch cool, wenn die dann aus der Manufaktur kommen und wir die in der Hand halten und denken so “Ey geil! Das ist unser Produkt, da ist jetzt so das Travelicia Loge drauf!” Patrick: Genau. Marcus: Das kann man irgendwie gar nicht vergleichen. Also ich finde irgendwie braucht man beides in meinem Fall jetzt. Patrick: Das ist bei mir genau das gleiche, ja. Marcus: Wie war das denn bei Dir? Du bist ja wirklich einer der Pioniere der digitalen Nomadenszene in Deutschland. Was hat Dich damals dazu bewogen, diesen Lifestyle in Angriff zu nehmen und zu starten? Wer hat Dich inspiriert? Patrick: Ja, das war ein Blogger, den kennen viele nicht. Ein Amerikaner, der heißt Tynan. Ich weiß gar nicht, wie ich damals auf den gekommen bin. Auf jeden Fall bin ich dem ne Weile gefolgt und dann habe ich entdeckt, dass der ein Buch geschrieben hat über digitales Nomadendasein. Also der war einer der ersten in den USA, der diesen Begriff auch verwendet hat. Und das Buch von dem heißt “Live Nomadic”. Der schreibt auch nen super Blog. Es ist nach wie vor einer meiner Lieblings-Blogger. Und der hat dieses Buch geschrieben und ich habe das gelesen und es ging eben um wie man Online Geld verdient und eben dann alle Sachen verkaufen. Er beschreibt das auch in seinem Buch, wie er da irgendwie das Zeug alles auf so einer Verkaufsparty an seine Freunde und irgendwelche Nachbarn verkloppt hat und dann halt angefangen hat zu reisen. Und ich habe das gelesen, ich war damals als Freelancer tätig. Ich habe Websites gemacht und so. Und dachte “Krass! Das kann ich ja auch machen.” Weil ich hatte eben schon ein digitales Business eigentlich. Ich habe meine Kunden nie gesehen. Die waren zwar in Berlin, aber die habe ich am Anfang, wenn ich die kennengelernt habe, haben wir uns mal getroffen und danach eigentlich nur noch über Telefon und E-Mail kommuniziert. Und ich dachte, das geht ja und was mich zu dem Zeitpunkt in meinem Leben echt gestört hat ist, dass ich nie aus Berlin weg war, also längere Zeit. Natürlich Urlaub, aber ich habe immer in Berlin gelebt. Und das hat mich immer stärker und stärker gestört, dass dieses Kapitel irgendwie fehlt: Auslandsaufenthalt. Und dann habe ich dieses Buch gelesen und dachte, da steckt ja alles drin. Das Business dafür habe ich schon und ich kann damit das machen, was mir fehlt nämlich mal die Welt kennenlernen. Und dann habe ich ein paar Leuten davon erzählt, wie toll ich dieses Buch fand. Ich habe gar nicht gesagt, ich mache das. Sondern einfach nur “Hey, ich finde dieses Buch total cool”. Und das habe ich dann 20 Leuten erzählt und irgendwann fragte der erste dem ich das erzählt habe “Was ist denn eigentlich mit Deinem Plan da jetzt abzuhauen?” Und ich so “Hä, was denn für ein Plan?” (beide lachen) Naja und dann war’s ein Plan. Marcus: Und so kommt man dann zu Plänen ne? Patrick: So kommt man zu Plänen und dann hatte mein Mitbewohner damals Pläne mit seiner Freundin zusammenzuziehen. Und die Messe in China stand an, wo ich sowieso bald weit weg reisen sollte und dann dachte ich jetzt: Okay, das ist jetzt der Moment. Jetzt passt alles zusammen. Jetzt machst Du das. Und dann, wenn so eine Entscheidung mal getroffen ist, dann macht’s mir auch Spaß. Vor allem wenn es jetzt so neue Sachen sind. Das ist ja radikal. Ich mag gerne so krasse Dinge, weißt Du? Du wirst jetzt Nomade, Du verkaufst jetzt alles oder Bäm, Du machst jetzt hier mal so nen Billardasalon auf, macht sonst auch keiner so einfach so. Wenn so ein dicker Brocker irgendwie mir hingelegt wird und sagt: Hier möchtest Du den haben? Das gefällt mir. Marcus: Das ist geil ne? Aber das kann irgendwie auch süchtig machen. Also man stumpft irgendwann auch immer mehr ab, ne, und braucht dann immer noch fettere, größere Herausforderungen. Patrick: Ja, und es ist auch cool so mutig zu sein. Man wird dann ja auch immer von anderen als mutig betrachtet. So “Wow, den Mut hätte ich nicht” und so. Hört man ja oft solche Sachen. Ich hatte beim BATA jetzt, da hatte ich im letzten Jahr Momente, wo ich dachte: War das jetzt Mut oder war das fahrlässig? Diese letzte Erfahrung war okay. Du kannst Dich auch mal verschlucken an so nem dicken Brocken. Aber es macht einfach Spaß so große Dinge anzugehen. Damals, das war pure Begeisterung. Also ich habe das dann gemacht und das war ne fantastische Erfahrung. Marcus: Ja ich glaube, das ist immer ein ganz dünner Drahtseilakt. Ist das jetzt schon fahrlässig? Ist das einfach nur unternehmerischer Mut? Ist das totaler Wahnsinn? Aber genau das Gespräch hatte ich gestern lustigerweise mit nem Professor an der University of Bangkok, der Entrepreneurship lehrt. Und er sagte auch, er braucht irgendwie in seinem Leben… er ist ein bisschen ruhiger geworden und Professor und doziert da an der Uni und er sagte aber in seiner unternehmerischen Laufbahn brauchte er immer diesen Nervenkitzel. Dieses ein Schritt weiter gehen als andere und hat dann mal als Beispiel genannt, dass er oft bei den Banken saß und mal in der Position war, dass er dann vollständig diktieren konnte, zu welchen Bedingungen er jetzt das Venture Capital kriegt, weil er da wirklich auf so nem geilen Business Modell saß und jeder wollte ihn funden. Und dann irgendwie zwei Jahre später saß er da und hat gebettelt, weil er quasi schon wieder Schiffbruch erlitten hatte und Bankrott war. Und dann drei Jahre später hat sich das Blatt wieder total gewendet und er war wieder auf der Sonnenseite des Lebens. Da braucht man glaube ich mitunter schon starke Nerven. Patrick: Absolut, ja. Marcus: Und als Du dann gestartet bist in den Lifestyle, gab’s da in der deutschen Szene schon irgendwelche anderen Leute, die ähnlich getickt haben oder darüber geschrieben haben? Warst Du alleine? Hast Du geguckt? Patrick: Also ich habe damals ehrlich gesagt, gar nicht mich so sehr umgetan nach anderen. Ich habe ja schon geschildert, ich bin mehr so introvertiert. Ich mache gerne einfach mein Ding. Ich habe damals hat Conni schon ein Ebook geschrieben, auf Englisch sogar, wo ich dachte: Ach ja, guck mal. Da gibt’s auch eine. Also nicht einen kleinen Backpackblog, den meine ich nicht. Sondern sie hatte so ein Ebook auf Englisch schon mal, auf nem - ich weiß nicht, ob das ein anderer Blog war oder wo sie das gemacht hatte - und dann habe ich aber so ein paar englische Blogs halt gelesen. Aber auf meinen Reisen habe ich mich jetzt nicht explizit mit digitalen Nomaden vernetzt. Ich bin da eher auf eigene Faust unterwegs gewesen. Marcus: Du hast es einfach gemacht. Patrick: Genau. Ich war in Chiang Mai und habe Leute kennengelernt. Das war so über Couchsurfing hauptsächlich. Das waren dann Leute die zum Beispiel Englischlehrer in Chiang Mai waren. Da gibt’s viele. Also das hatte mit Nomaden nix zu tun. Ich habe einmal auf so nem Couchsurfingtreffen - oder da waren immer mal ein, zwei Leute dabei, die auch so drauf sind. Die waren aber auch internationale. Also deutsche Nomaden habe ich da nie getroffen. Und dann hat mich damals am Ende, also das war in 2012… hat mich dann einer, der Julien Wienemann, der ist jetzt auch seit einigen Jahren unterwegs. Der ist auch auf Facebook in der Gruppe, aber ich weiß gar nicht, ob er einen Blog hat. Das war so mein erstes Interview als Nomade. Der hat mich da für seinen Podcast interviewt. Ich weiß aber gar nicht, ob es den überhaupt noch gibt. Marcus: Ja, irgendwann bin ich ja über ihn auch schon mal gestolpert. Der war auf jeden Fall auch schon ziemlich früh dabei, genau. Patrick: Der wollte das damals anfangen und hat mich dann interviewt. Und nachdem ich wieder aus Asien zurückkam ist er dann halt nach Vietnam. Marcus: Eben im Vorgespräch haben wir kurz ein bisschen gequatscht über Chiang Mai, wo wir gestern Abend angekommen sind, Feli und ich. Und Du warst ja vor drei Jahren hier ne? Patrick: Genau 2012. Also von April bis Juli etwa . 2012 war ich dort. Marcus: Ganze vier Monate. Wenn man das jetzt sieht, ist irgendwie ein Coworking Space neben den anderen 1000 Cafés. Alle 24/7 auf und Internet und Apple Repair Stores ohne Ende und irgendwie so ein echter Hotspot für digitale Nomaden. So ein kleines Disneyland. Ich glaube das ist auch ziemlich schnell gewachsen oder hat sich in die Richtung entwickelt, nachdem was Du mir eben erzählt hast, dass es vor drei Jahren kaum so Locations gab für digitale Nomaden oder? Patrick: Ja, also es war auch schon als ich los bin damals… Da war es auch schon einer der Orte, wo die Nomaden hingegangen sind. Also in den englischen Foren und so, da war Chiang Mai schon auch ein Hotspot, aber es gab das noch nicht… Ich denke, das ist jetzt einfach viel mehr. Also es gab keinen Coworking Space. Es gab auch da schon eine Menge Cafés, wo man sich hinsetzen konnte. Das Internet war auch gut. Es war als ich da war schon super gut für Nomaden und ich weiß noch, dass ich damals weggegangen bin aus Chiang Mai mit dem Gedanken: Super. Ich habe jetzt einen Ort auf der Welt zumindest, wo ich weiß ich kann da immer hingehen und arbeiten und hab keine so hohen Lebenshaltungskosten und so. Ich vermute mal, dass es heute einfach noch extremer ist. Ich bin jetzt auch ziemlich gespannt. Also ich werde ja dann im Dezember/Januar auch nach Chiang Mai kommen, ob es mir dann gefällt oder ob es mir dann schon ein bisschen zu viel ist. Mal sehen… Also es gab damals schon etliche Nomaden dort. Marcus: Hast Du sonst als Nomade damals noch andere Orte abgecheckt? Patrick: Ja, also ich war insgesamt neun Monate in Asien. Davon waren der längste Aufenthalt in Chiang Mai, vier Monate. Die längeren Aufenthalte waren Sai Gon, wo ich vier Wochen war, weil es mir auch sehr gut gefallen hat. Was auch super funktioniert. Also die haben da echt gutes Internet zum Beispiel in Vietnam. Sai Gon ist auch eine total quirrlige Stadt mit coolen Cafés und das ist, wenn man die Küche mag und… Vietnam hat’s mir echt angetan. Das ist ein cooles Land. Ich war auf den Philippinen. Das war eher zwiespältig vom Arbeiten, weil ich da…. ich finde das Internet da nicht so gut. Und ich weiß nicht, ob das an den Inseln liegt, dass es da einfach schwer ist eine Infrastruktur aufzubauen. Und irgendwie waren die Philippinen so entspannt und relaxt, dass ich da nicht so richtig ins Arbeiten gekommen bin (lacht). Also ich hatte da ne geile Zeit. Erstmal sind die Philippinen für mich als Billardspieler ein Schlaraffenland, weil die Philippiner total Billardverrückt sind. Die haben auch hunderte von Weltklassespielern da. Und dann habe ich da einen Tauchschein gemacht. Also man kann da eine wirklich gute Zeit haben. Tolle Inseln und so. Aber zum Arbeiten bin ich da nicht so richtig in den Tritt gekommen. Was gibt’s noch. In Malaysia war ich. Das war aber auch größtenteils Urlaub mit nem Freund. Das hat mir als Land sehr, sehr gut gefallen. Das waren aber drei Wochen Urlaub und dann war ich aber auch noch drei Wochen in Kuala Lumpur, wo man auch okay arbeiten kann. Also da gibt es auch Cafés und das war auch ganz in Ordnung. Marcus: Ja, Asien passt irgendwie einfach. Patrick: Asien funktioniert super, ja. Marcus: Finde ich auch. Wir waren ja jetzt die letzten beiden Winter in Mittelamerika und Südamerika unterwegs, was auch ganz cool war. Aber ich habe mich wie sau nicht zuletzt auch wegen dem Essen jetzt auf die Asientour gefreut, die wir gerade machen. Hast Du eine bestimmte Morgenroutine? Die Du wahrscheinlich in Deinem neuen Artikel schon beschrieben hast, die ich aber noch nicht gelesen habe. Vielleicht teilst Du die noch mal mit unseren Hörern. Patrick: Sehr gerne. Also das haben ja viele Leute beschrieben, was sie am Morgen machen. So bestimmte Routinen, also Habits generell, sind ja so ein wichtiges Schlagwort, wenn man irgendwie produktiv sein will und erfüllt leben will usw. Und ich merke das auch immer mehr, dass das funktioniert und wie gut das funktioniert und habe jetzt tatsächlich selber auch mir mal so ne Morgenroutine gebaut, weil ich bin morgens eigentlich…. Also der Morgen ist für mich eigentlich immer ne schlimme Sache gewesen. So der Tag fängt an: Um Gottes Willen! Nein, ich bin wirklich ein Morgenmuffel. Also ich wache auf und habe buchstäblich … also ich habe negative Gedanken. Ich wache auf und mache mir Sorgen und habe keine Lust aufzustehen. Das ist richtig…. das geht schon fast in eine depressive Richtung. Ich habe mal gelesen, dass das irgendwie mit Chemikalien zu tun hat, die im Gehirn ausgeschüttet werden wenn man schläft. Und die sind halt da und ich habe dann oft das Telefon neben dem Bett gehabt und habe dann irgendwie als erstes irgendwie Smartphone, Facebook checken und habe mir ne halbe Stunde irgendwie diese ganze Sauce in den Kopf gekippt. Marcus: Ja... Patrick: Den Mist den man da sieht. Und das ist der mieseste Start in den Tag, den man sich vorstellen kann. (grinst) Ich habe dann nach und nach einzelne Dinge angefangen zu machen. Also zum Beispiel habe ich vor nem halben Jahr mit CrossFit angefangen und darüber bin ich dann zum Bulletproof Coffee gekommen, also dieser Kaffee, den man halt mit Butter und Kokosöl sich anmixt. Marcus: Das funktioniert? Patrick: Ja sehr gut, also für mich. Weil der macht mich wacher als normaler Kaffee. Dann, was ich auch schon relativ lange jetzt seit einigen Monaten mache ist so ne spezielle Duschroutine, wo ich also erstmal ganz normal dusche und dann aber die Dusche abschließe mit 20 Sekunden Eiskalt, 20 Sekunden heiß und dann wieder 20 Sekunden Eiskalt. Und dieser Wechsel der regt den Kreislauf nochmal an. Und diese beiden Dinger machen mich halt echt wach. Und wachwerden ist für mich morgens immer die größte Herausforderung. Also das sind die beiden Sachen, die ich jetzt schon länger mache und darüber hinaus habe ich so Sachen drin, wie also aufstehen und mein Bett machen. Also einfach die Decke ordentlich hinlegen, ein Glas Wasser trinken, Vitamine nehmen. Dann habe ich halt ein bestimmtes Frühstück, was ich mir immer mache. Also das sind Eier mit Spinat und Linsen. Ich mache ein paar Dehnübungen, also so ein paar Yogabewegungen und jetzt seit drei Wochen schon, habe ich auch eine kurze Meditation mit eingebaut. Der Headspace, diese App. Marcus: Ja, saugeil. Die nehme ich auch jeden Tag. Patrick: Genau und das habe ich schon fünf Mal probiert, das einfach irgendwie so mal zehn Minuten jeden Tag meditiert und als ich versucht habe, das einfach so irgendwann am Tag dann einmal zu machen, habe ich immer nach drei, vier Tagen wieder abgebrochen. Ich habe einfach diese zehn Minuten nicht gefunden. Marcus: Nee, wenn Du einmal drin bist am Tag ne? Dann fliegt der so an Dir vorbei. Patrick: Genau und dann gönnst Du Dir diese zehn Minuten nicht mehr, weil Du denkst: Nee jetzt muss ich aber wirklich los. Oder jetzt muss ich unbedingt das machen. Und jetzt als Teil dieser Routine, wo es eigentlich gar gibt, mache ich das jetzt. Da kommt das einfach als nächster Programmpunkt so: Jetzt meditieren. Und das tut mir extrem gut und ich habe das schon lange geahnt, dass meditieren für mich gut sein wird, weil mein Kopf irgendwie immer in Aktion ist. Und jetzt mache ich’s seit drei Wochen und das tut mir richtig gut. Marcus: Cool! Da hast Du ja ganz schön viele Habits und Routinen, die Du da in den Tag eingebaut hast morgens. Patrick: Ja, also das dauert fast zwei Stunden das ganze Ding, aber es tut mir auch extrem gut und ich habe dieses ganze Programm halt auf meinem Blog aufgeschrieben. Jetzt der letzte Beitrag. Da ist das dann auch nochmal sortiert. Das waren jetzt irgendwie so viele Baustellen durcheinander. Marcus: Ja, das verlinken wir. Patrick: Ja das tut mir sehr gut. Marcus: Ja, meine dauert mittlerweile auch ne gute Stunde oder fast eineinhalb oder so, aber ich will nicht mehr drauf verzichten, weil es gibt dann Tage wo es dann nicht 100% klappt oder aus irgendwelchen Gründen Du dann doch irgendwie morgens im Stress bist oder wenn Transport Day ist oder ein früher Flug genommen werden muss. Und wo ich das dann nicht durchziehe und dann aber auch merke, wie viel anders man in den Tag reingeht und wie viel mehr gestresst man ist…   Patrick: Ja, das ist jetzt für mich auch die größte Frage. Und das war für mich echt ein Punkt der mich hat zweifeln lassen. Gehst Du jetzt aus Berlin weg, gehste wieder auf Reisen? Wie kriege ich meine Routinen irgendwie da rein gerettet? Also das ist einmal dieser Morgenablauf und mein Frühstück zum Beispiel, wo ich halt zumindest ne Herdplatte brauche. Oder hier der Bulletproof Coffee und so. Aber zum Beispiel auch meinen Sport. Ich bin kein Naturtalent, was Sport angeht. Ich muss mich immer dazu zwingen und jetzt gehe ich halt seit nem halben Jahr zweimal die Woche zum CrossFit. Und wie kriege ich das irgendwie rein gerettet ins Reisen, wo man immer wieder an anderen Orten ist? Das wird die nächste große Herausforderung. Also meine guten Routinen die ich jetzt habe auch in diesen mobilen Lifestyle mit reinzubringen. Marcus: Ah, das ist auf jeden Fall ne fette Herausforderung. Aber machbar. Patrick: Da bist Du ja auch Experte ne? Marcus: Genau, da wir das ja sehr zum Extremen treiben wenn wir reisen und dann auch immer mit sehr wenig und abgelegene Orte. Jetzt nicht so convenient wie in Chiang Mai im Moment. Meistens sind’s dann doch kleiner Fischerdörfer irgendwo am Meer, wo Du dann keine CrossFit Box hast oder Dein Fitnessstudio oder ein Muay Thai Club oder Gym. Hat bei mir beispielsweise - worauf ich immernoch schwöre seit drei Jahren - dieses TRX Band immer wieder gute Dienste geleistet. Das wiegt zwar ein bisschen, wenn man’s mitnimmt. Vielleicht ein, zwei Kilo oder so, aber die sind’s mir absolut wert. Überall, an jedem Ort der Welt findet man irgendwie einen Baum oder ne Palme und kann dann das Band aufhängen und dann funktionales Training mit dem eigenen Körpergewicht machen. Patrick: Okay. Das sind diese dicken Gummibänder ne? Also jetzt mal ganz einfach gesprochen… Marcus: Ja nee, die sind nicht flexibel. Die sind starr. Ich schick Dir gleich nochmal den Link und verlinke das auch in den Shownotes. Das sind keine Gummibänder, sondern Du hängst Dich da mit dem kompletten Körpergewicht rein und kannst dann aber auch den Oberkörper trainieren, ganz viel die Mitte, also den Bauch. Weil fast alles so irgendwelche Halteübungen sind, die aber dann mega auf die Kraftausdauer gehen und echt den Body total schön shapen und formen. Also nochmal ganz anders, als wenn Du Gewichte drückst oder CrossFit machst im Fitnessstudio. Und das funktioniert richtig gut. Da gibt’s auch ne coole App zu, die verlinke ich auch. Wo zig Übungen auf Video vorgemacht werden. Der Fantasie sind da kaum Grenzen gesetzt und der nächste fette Vorteil von diesem TRX Band ist - am besten auch wieder so als Routine aufbauen, jeden Abend bei Sonnenuntergang mache ich das immer gerne irgendwo am Strand, am Meer - spricht sich das irgendwann in dem Dorf rum und es kommen immer mehr Leute dazu, die local Jugend, die dann mit Dir da TRX trainiert. Und so kriegt man da immer ganz gute Connections auch zu den locals und es ist immer mega viel los. Manchmal muss ich aufpassen, dass ich überhaupt noch selber zum Trainieren komme, weil alle so viel Spaß damit haben und das noch nie gesehen haben. Patrick: (lacht) Marcus: Dann ist das immer so ein fettes HURRA und ein fettes Highlight, wenn ich da mit dem Ding an den Strand runtergehe. Also das ist echt cool! (grinst) Patrick: Ja, alles klar. Das gucke ich mir mal an. Also, ich habe jetzt auch als ich im Frühjahr mal unterwegs war, da habe ich dann halt dieses 7 Minute Workout gemacht, was ja… Das kennst Du sicher auch. Was auch schonmal gut war, aber ich glaube, das war für mich nur gut, um zwei Wochen so einigermaßen drin zu bleiben und so ein bisschen was zu machen, aber für dauerhaft vielleicht ein bisschen wenig, ich weiß es nicht. Mal gucken. Marcus: Was cool ist, ist gerade in Südamerika aber auch in Mittelamerika. In Südamerika aber noch mehr. Da gibt’s voll oft so Freiluft Gyms, die kostenlos sind für die ganze Bevölkerung. Und dann mitten in der Stadt stehen auf einmal ein paar Stangen und so ein Parcours und sowas, wo man dann trainieren kann oder in Marokko in Afrika noch. In Nordafrika war das dann auch so in Taghazout. Wo dann einfach so ein paar alte Autofelgen, so Alufelgen an so ne Eisenstange geschweißt waren oder so und das dann als Langhantel umfunktioniert wurde. Aber wenn man ein bisschen rumschaut und auch rumfragt, so gerade bei den heranwachsenden, halbstarken Jugendlichen. Die trainieren alle immer ziemlich gerne, egal wo, dann findet man da immer wieder Optionen und Möglichkeiten. Patrick: Cool. Marcus: Das geht auf jeden Fall, aber ist natürlich schon gerade wenn man oft die Orte wechselt ne Herausforderung. Gerade morgens dann seine Routine immer wieder durchzuziehen. Was ist Deine größte Schwäche und worin willst Du gerne noch besser werden? Patrick: Ähm, das sind … ja das ist bei mir vor allem Fokus. Also ich bin so ganz... absrakt gesprochen, was so persönliche Eigenschaften angeht, denke ich, ist es mich zu fokussieren auf einzelne Projekte und dann auch die wichtigen Dinge zu machen, nicht nur die Dinge, die mich interessieren, die mich begeistern, die kreativ sind oder so, sondern die, die auch wirklich dann richtig gute Ergebnisse erzielen. Das ist auch was wo ich immer wieder am kämpfen bin. Ich habe tolle Projekt, wenn man von außen darauf guckt, aber ich habe auch permanent das Gefühl, dass ich irgendwie doch noch unter meinem Möglichkeiten bleibe. Da habe ich auch gerade ein interessantes Buch zu gelesen. Das heißt auf englisch “The Big Leap”. Auf deutsch hat es einen furchtbaren Titel, der so nach so Hausfrauenesotherik klingt, aber ... Marcus: (lacht) Patrick: “Lebe Dein Leben bevor es andere für Dich tun” - schrecklicher Titel. “The Big Leap” - Der große Sprung, Mann. Das klingt viel cooler! Marcus: Ja auf jeden Fall! Patrick: Ist ein gutes Buch, wo es eben darum geht sich so voll zu entfalten und wirklich sein volles Potenzial auszuschöpfen. Hab mich gerade wieder mal daran erinnert. Und ja, ich habe immer noch das Gefühl, ich bleibe unter meinen Möglichkeiten. Ich entfalte mich noch nicht voll und das ist was, was ich jetzt wirklich angehen will. Ganz konkret auf meine Projekte ist es eben oft, wie gesagt, dieser Fokus. Dass ich einfach bei meinem Businesses zum Beispiel, bei meinem Online Shop da weiß ich seit zwei Jahren, ich muss einfach mehr auslagern, weniger selber machen und ich tu’s einfach nicht, ne? Und da eben einfach das dann zu machen und zu sagen: So, jetzt gib Gas! Das ist ein Punkt, an dem ich arbeiten werde. Und dann gibt’s auch noch ganz konkret, dass meine Finanzen auch noch nicht so sind, wie ich sie mir vorstelle. Also, ich habe schon vor Jahren mich mit meinen Finanzen beschäftigt und hatte eigentlich bestimmte Ziele für mein jetziges Lebensalter, von denen ich weit entfernt bin. Wie Geldverdienen und gerade das BATA hier, das kann in ein paar Jahren auch noch deutlich mehr machen, aber ich bin nicht da wo ich sein will und das stört mich extrem. Und dieses Jahr war so das Jahr der Gesundheit für mich, wo ich mich viel um meinen Körper gekümmert habe und das nächste Jahr wird für mich das Jahr der finanziellen Gesundheit. Und das passt ja auch zusammen. Also Fokus, meine Projekte eben voranbringen und eben die Finanzen in Ordnung bringen. Das ist ja miteinander verbunden. Marcus: Ja und das wird wahrscheinlich auf der Reise in Asien Dir dann viel leichter fallen, einige Dinge vielleicht ein bisschen schwerer, wie diese Routinen aufrechtzuerhalten. Andere vielleicht ein bisschen leichter, Deine Projekte nach vorne zu bringen. Insofern steht Dir glaube ich ne spannende Zeit bevor oder? Patrick: Ja absolut. Also ich bin jetzt auch guter Dinge und habe jetzt noch fünf Wochen hier, um meine Zelte abzubrechen. Und dann bin ich sehr gespannt, wie das nächste Jahr so losgeht. Marcus: Cool! Patrick: Ich freue mich natürlich auch wieder meine Nomaden im Paradies zu treffen. Marcus: (lacht) Ja, wir freuen uns auch schon total. Wir machen ja nen kleinen Abstecher nach Europa, um dann mit der Cruise nach Südamerka zu gehen, nach Brasilien. Wir kommen dann höchstwahrscheinlich - vielleicht testen wir noch das Coboat aus vor der Küste von Sri Lanka. Haben da noch ganz wilde Pläne irgendwann im Februar, aber müssen ja spätestens, sage ich mal, Mitte Februar wieder in Asien und genauer in Bangkok sein, um die Global vorzubereiten, die dann am 1. März steigt. Patrick: Das habe ich mitbekommen. Marcus: Bist Du dann noch in Asien unterwegs? Patrick: Mit Sicherheit, ja. Also ich, jaja. Da bin ich bestimmt irgendwo in der Nähe. Marcus: Ja cool! Also dann bist Du hiermit eingeladen, dann sehen wir uns spätestens bei der Global. Patrick: Sehr cool! Marcus: … und bleiben ja sowieso in Kontakt. Coole Sache, also vielen Dank für dieses spannende Interview für die ganzen Background Infos von einem der Pioniere der deutschen digitalen Nomadenszene, den kaum einer kennt. Patrick: (lacht) Genau. Marcus: (lacht)  Weil Du schon ausgestiegen bist, als es spannend wurde, aber umso schöner, dass Du jetzt wieder mit am Start bist und so oder so finde ich Deinen Blog nach wie vor geil und würde mich freuen, wenn Du dann auch wieder mehr Zeit finden würdest, auf Heldenleben zu schreiben. Patrick: Ja, mal schauen. Ich mach’s immernoch gerne und es ist immer so schubweise. Da kommt auf jeden Fall was. Nicht so oft, aber es lebt nach wie vor. Ja hat mich auch sehr gefreut mit Dir zu plaudern und ja. Ich freue mich auch auf alles weitere. Marcus: Ja, dann sehen wir uns bald live in Thailand. Viele Grüße nach Berlin. Patrick: Danke Dir! Bis dahin. Marcus: Jo, hau rein. Patrick: Ciao. Jo, das war es auch schon wieder. Wieder ein bisschen länger als ne halbe Stunde geworden, nämlich knapp 50 Minuten. Aber wenn es so spannend ist, kann ich irgendwie nicht vorher dieses Gespräch beenden und cutten ohne alle Fragen gestellt zu haben, die mich interessieren. Und dafür ist Patrick einfach ein viel zu spannender und angenehmer Gesprächspartner. Ich denke, das ist auch rüber gekommen mit welcher Ruhe und Gelassenheit er Dinge angeht, auch wenn er eben im Interview gesagt hat, in seinem Kopf sieht’s ganz anders aus. Ich auf jeden Fall finde er strahlt immer sehr viel Souveränität und Ruhe aus. Das was mir selber dann auch gut tut, weil ich selber viel zu unruhig bin und viel zu hibbelig und Sprunghaft. Insofern, mir hat’s mega Spaß gemacht. Ich hoffe, euch auch. Wir hören uns wieder zur nächsten Folge von LIFE HACKZ. Bis dahin: Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]  

Nov 13, 2015

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Interview mit Jan Lenarz von Vehement

Das ist die LIFEHACKZ Show Folge Nr. 32! Ladies and Gentlemen, welcome to a new episode of the LIFE HACKZ Show. Live from Chiang Mai, Thailand, Punspace Coworking Space. Der heutige Gast der Show ist ein Jungunternehmer, Jan Lenarz, der eine vegane und nachhaltige Kampfsportmarke aufgebaut hat. Er vertreibt seine Handschuhe, Schienbeinschoner, MMA Grabbing Handschuhe online über einen Shop und internationalisiert gerade nach USA. Sauspannend das alles! Nach dem Lean Startup Approach und ohne fremdes Kapital, komplett gebootstrapped von seiner Kinderzimmerwohnung aus. Grund genug ihn auf den Podcast zu holen. Checkt das sauspannende Interview aus! Und das Interview wird heute präsentiert von dem Five Minute Journal. Das Five Minute Journal ist ein  Tagebuch, das man morgens für drei Minuten ausfüllt und abends für zwei Minuten, sodass Du bei fünf Minuten bist. Und wenn Du das regelmäßig tust, verhilft Dir das zu einer achtsameren und bewussteren und positiveren Einstellung zum Leben. Also Check it out unter www.fiveminutejournal.com und jetzt viel Spaß mit der heutigen Folge mit Jan Lenarz! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie Du zu mehr Selbstbewusstsein kommen kannst.
  2. Wie Du mit Deinem Produkt organisch wachsen kannst.
  3. Warum man besser joggen gehen sollte, wenn man gerade nicht weiterkommt.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Jan Löwenherz

Vehement

Gut gebrüllt, Löwe

Ein guter Plan

Boxhaus  

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Marcus: Jo, hi Jan! Saugeil, dass Du am Start bist beim LIFE HACKZ Podcast! Sag mal, wo bist Du gerade und was machst Du? Jan: Ich bin gerade aus Amsterdam in der Heimat angekommen. Jetzt bin ich in Minden, Westfalen bei meiner Mutter. Einen Tag Auszeit, ja. Marcus: Ja, genau. Und was machst Du in Minden bzw. was machst Du, wenn Du nicht bei Deiner Mutter in Minden bist? Jan: (grinst) Dann bin ich in Berlin, da ist mein fester Wohnsitz. Marcus: Genau. Und ich bin auf Dich aufmerksam geworden, ich glaube über einen Artikel, wo es auch um soziales Unternehmertum ging, um Social Entrepreneurship. Und ähm, da ist mir der Satz “Destroy your enemies, not your planet” voll in die Augen gestochen. Vielleicht erklärst Du mal, was dahintersteckt und inwiefern das mit Dir zusammenhängt und mit Deinem Business. Jan: Hm, genau. Das ist unser Slogan von meiner Kampfsportmarke Vehement. Wir machen nachhaltige und faire Kampfsportausrüstungen und ähm, also es ist nicht so gemeint, dass man alles seine Feinde wirklich zerstören soll. Es geht viel um die inneren Dämonen, die man bekämpfen soll, was man halt beim Kampfsport sehr gut machen kann. Und deswegen… und die Erde nicht zerstören, genau, klar. Weil wir eben nachhaltig sind und auch auf Umweltschutz achten und soziale Standards in unseren Fabriken haben. Marcus: Ja, ich interessiere mich ja selber auch für Kampfsport und kenne ja jetzt auch einige andere Brands. Und ehrlich gesagt, ist mir der Ansatz bisher gerade in Verbindung mit Kampfsport auch noch nie so untergekommen. Wie bist Du auf die Idee gekommen, die beiden doch vielleicht etwas konträren Welten miteinander zu verbinden? Vielleicht sind sie ja auch gar nicht so konträr. Jan: Genau, man denkt ja immer… das klingt auch ein bisschen schräg, das gebe ich zu (grinst), aber das ist bei Kampfsport auf jeden Fall nicht so, dass es da nur um Schlägertypen geht. Das kennst Du ja wahrscheinlich auch, wenn Du Dich damit beschäftigst und dann ist es einfach eine sehr ganzheitliche Sportart. Gerade viele asiatische Kampfsportarten haben diese Einheit von Natur und Mensch schon in ihrer Philosophie mit drin, ne? Es ist gar nicht so weit ab. Ich habe einfach gesehen, so im Alltag, im Studio, beim Training… die ganzen Leute, das sind alles Leute, die auf so etwas achten. Also, denen ist die Welt nicht egal. Klingt erstmal als Widerspruch, aber ist es gar nicht. Also, Nachhaltigkeit ist in der Szene ein sehr großes Thema. Marcus: Ja, also ich selber mache Krav Maga zum Beispiel in Berlin, wenn ich dann mal wieder in der Homebase bin und muss sagen, die Leute, mit denen ich dort trainiere sind alle sehr nachhaltig und durchdacht unterwegs und eben nicht diese stumpfen Schlägertypen. Ich glaube, die würden’s auch nicht lange da aushalten bzw. dann auch entfernt werden aus dem Training. Was für einen Background hast Du in Sachen Kampfsport? Jan: Ich habe selber vor zehn Jahren mit Muay Thai, also Thaiboxen angefangen. Damals noch in Hamburg in der Roten Flora, also in dem besetzten Kulturzentrum mitten in der Schanzer. Da noch relativ archaisch in nem kleinen Trainingsraum ohne Trainer, hat man sich da so ein bisschen gehauen (grinst). Das war noch ein bisschen wild. Habe dann angefangen wirklich in Studios zu gehen, in gute Vereine und das so ein bisschen professionalisiert. Ich mache das aber auch selber, wie viele andere auch, nur als Hobby. Also ich bin Amateursportler und mache keine Wettkämpfe. Für mich ist das einfach ein guter, oder der perfekte Ausgleich zum stressigen Alltag und so geht es vielen anderen Leuten halt auch ne? Marcus: Ja. Ich kann auch jedem nur empfehlen, wer es noch nicht ausprobiert hat und vielleicht ein bisschen Bedenken hat, was da in so einem Verein abgeht oder dass es nur darum geht, den anderen auszuknocken oder zu verletzen, das ist überhaupt nicht der Fall. Und hatte jetzt auch schon den Nick Hein hier auf’m Podcast oder den Aristo Luis, der K1 Boxer ist, und muss sagen das sind alles super, super patente Kerle. Die sind echt gut drauf und die haben ja auch nochmal jeden motiviert, dem vielleicht ne Chance zu geben. Wer bock auf ein ganzheitliches Training hat, wo auch nicht nur der Körper, sondern auch sehr der Geist gefordert ist, sollte mal welche Kampfsportart auch immer, vielleicht mal in ner Probestunde austesten und ausprobieren. Jan: Auf jeden Fall. Also es geht da sehr viel auch um die persönlichen Grenzen. Das auszutesten, nicht nur physisch, auch psychisch. Das ist ja erstmal ne kleine Herausforderung damit lernen umzugehen. Also wenn man das kann, wenn man dann auf einmal nicht mehr mit den Augen zuckt bei jedem Schlag, sondern wirklich sieht es geht danach besser, wenn man sich da ein bisschen traut. Das kann man ganz viel übertragen auf den Alltag. Also ich kenne viele Leute, die damit anfangen und dann auf einmal ganz anders auftreten im Alltag. Ich war auch immer super schüchtern und so und das hat sich dadurch alles geändert. Ist schon interessant, ja. Marcus: Ja? Also, wie kam das dann bei Dir, die Transformation zu mehr Selbstbewusstsein? Von Tag 1 an oder durch…? Jan: … Nee das hat ein bisschen gedauert und irgendwann hat es so beim Sparring, wenn man da so mit dem Gegner so ein bisschen kämpft, Kicke macht, wo ich einfach gesehen habe: Okay, ich kämpfe viel schlechter, wenn ich ängstlich bin. Ich muss einfach rangehen und dann funktioniert das halt auch. Und das habe ich so halt ein bisschen auf den Alltag übertragen. Ich hatte halt immer irgendwie Angst vor so Auseinandersetzungen, weil ich immer dachte: Ja gut, vielleicht gibt’s da Schläge oder so. Und da war ich immer super ängstlich und dann habe ich gelernt… auch körperliche Schmerzen, das ist halt überhaupt gar nicht so schlimm, ne? Also davon geht die Welt nicht unter. Damit muss man nur lernen mit umzugehen. Das ist ja ein Testen, ne? Mal ausprobieren… Dann verliert man ganz viel Angst, die man ein bisschen so unterbewusst mit sich herumträgt, wo man da gar keine Angst mehr hat. Marcus: Absolut, also dieses Aha-Erlebnis im Sparring, das hatte ich auch. Dass ich mich erstmal instinktiv nicht - dann wenn der Schlag gekommen ist, man wusste so der landet und Du kannst nicht mehr ausweichen - weggedreht habe oder irgendwie die Augen geschlossen habe, die Fäuste vor’s Gesicht und dann tut’s doppelt weh, weil Du dann auch noch Deine eigenen Handschuhe im Gesicht hast (lacht). Und ja, das geht glaube ich nur über Übungen. Und irgendwann, dass Du es lernst: Okay, der Schlag, der wird jetzt kommen, aber wenn Du das weißt und Dich dann nicht doof wegdrehst, sondern direkt schon den Counter vorbereitest, gehst Du viel besser mit der Situation um, als ängstlich zu sein. Weil dann passiert immer irgendwas. Jan: Genau. Und das im normalen Leben natürlich auch so. Find ich ist ne ganz schöne Analogie eigentlich. Marcus: Ja auf jeden Fall. Was ist Dein Business Background? Dass Du irgendwann dahingekommen bist eine eigene Marke aufzubauen mit nem Onlineshop? Ich weiß nicht, könnten wir gleich nochmal drüber reden, ja. Jan: Genau. Ja ich bin eigentlich Kommunikationsdesigner, also habe in Hamburg Kommunikationsdesign studiert und mich immer viel mit Marken beschäftigt. Also immer für andere Leute Produkte gestaltet oder T-Shirts gestaltet oder Logos. Deswegen konnte ich das eigentlich ganz gut. Ich habe dann einfach beim Boxen oder beim Thaibox gemerkt: Okay, die ganzen Handschuhe, die es so gibt, die gefallen mir alle nicht. Auch vom Design nicht. Die sind halt immer mit Totenköpfen drauf gedruckt. Also ich fand das immer ganz furchtbar. Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Marcus: Sehr martialisch immer ne? Jan: Ja, und das passt halt auch nicht so richtig. Und da dachte ich: Gut, da kann man noch was schöneres machen. Ich selbst bin Veganer, das heißt ich wollte Kunstlederhandschuhe haben. Da ist die Auswahl noch viel eingeschränkter. Außer Plastik natürlich und Plastikhandschuhe… so richtig hochwertiges Kunstleder, das hatte ich so noch nicht gefunden. Und dann irgendwas, was noch schön aussieht, das gab es gar nicht. Ja und dann dachte ich: Okay, da kann ich mal gucken, recherchieren, finde ich da irgendwelche Hersteller, die da auf einem Level mit mir sind, ne? Und das hat dann auch ganz gut geklappt, also. Marcus: Und wie bist Du das angegangen, die Herstellerrecherche? Jan: Klar, erstmal natürlich online ganz viele Leute angeschrieben, erklärt was ich meine, mit fairen Arbeitsbedingungen und manchmal kam da “Ja, ja, machen wir”, aber ich so den Eindruck hatte: Nee so richtig… die sagen mir das jetzt nur eigentlich, um den Auftrag zu bekommen. Da habe ich’s direkt seingelassen. Und dann habe ich irgendwann wirklich einen gefunden, der eigentlich das eh schon länger machen wollte, aber noch gar keinen Kunden hatte, mit dem er das angehen konnte. Und mit dem habe ich das dann durchgezogen und die Qualität war auch super. Also die kamen hier an und das war genau das, was ich wollte. Und die erste Auflage war dann auch direkt ausverkauft innerhalb von 24 Stunden. Der Start war extrem positiv. Marcus: Cool und wieviele Handschuhe waren das? Jan: Das waren 100 Paar ne? Sehr übersichtlich. Aber wenn man bedenkt, man bringt eine neue Kampfsportmarke mit veganen Boxhandschuhen auf den Markt. Also ich dachte, da kommt nicht viel. Marcus: (lacht) Ja. Jan: Ich meine bei mir im Verein, ein, zwei Leute, die da auch Interesse hatten, aber… ich wusste nicht, ob das wirklich ein großes Thema ist. Marcus: Ja, gerade diese Kombi hat mich total cacatched. Also zum einen dieses Social Entrepreneurship, nachhaltig irgendetwas zu produzieren. Dann Kampfsport interessiere ich mich eh für. Dachte: Wie passen die Welten zusammen? Und dann war ich jetzt die letzten 30 Tage hier im Oktober, das hat vor drei Tagen aufgehört, auf so einer 30 Tage Vegan-Challenge unterwegs. Jan: Ja. Marcus: Was mir selber auch total viel gebracht hat und ich bin jetzt glaube ich kein 100%-iger Veganer dadurch geworden. Aber werde meinen Fleischkonsum sehr massiv einschränken, so auf 80/20, so vielleicht 20% Fleisch noch und der Rest vegan. Also es hat mir schon viel gebracht. Und dachte, es ist ja echt ne krasse Kombi und habe dann ein bisschen tiefer einen Research gemacht: Wer steckt dahinter? Und bin dann auf Dich gestoßen. Um so mehr freue ich mich, dass Du jetzt hier am Start bist, darüber zu sprechen. Du sagtest gerade ganz klassisch Online Recherche. Heißt: Du hast bei Google gesucht nach den entsprechenden Briefen und bist dann die Händler direkt angegangen über E-Mail. Weil viele stellen sich das wahrscheinlich mega schwer und aufwändig vor, wenn die jetzt das fertige Produkt sehen. Auf der anderen Seite denke ich, ich wüsste jetzt gar nicht wo ich anfangen soll. Jan: Genau, das ist halt so ein bisschen das Ding. Klar, wo wir jetzt stehen, das ist natürlich schon ein bisschen Arbeit, dass man das wirklich auch so Qualitätskontrolle immer hat und wirklich weiß, dass auch alles produziert wird. Das ist schon Arbeit, aber am Anfang ein Produkt herzustellen ist halt wirklich nicht so krass. Also, als ich die ersten Handschuhe hatte, haben meine Freunde gedacht so, ich kann zaubern, weil ich irgendwie auch Dinge produziere. Und das ist halt wirklich der einfachste Punkt. Also einen Hersteller zu finden ist gar kein Problem. Es gibt ja auch Seiten wie Alibaba, wo die Leute ihre Sachen anbieten. Da kann man direkt sich einen aussuchen und denen das Logo schicken und dann hat man das zwei Wochen später. Und wenn man so was machen will, dann ist das kein Problem. Klar, wenn man auch auf faire Arbeitsbedingungen wert legt, dann ist es noch ein bisschen was anderes. Da muss man wirklich dann schon ein paar mehr anschreiben und gucken, wie tickt die so. Aber selbst Produkte herzustellen, das ist für jeden eigentlich heutzutage gar nicht so schwierig. Also da war ich selbst überrascht auch, dass die auf einmal auch hier angekommen sind. Wie einfach das dann ist. Marcus: Und das war dann der Handschuh mit Deinem Design, der dann bei Dir angekommen ist im Paket? Du hast ihn ja ausgepackt und dachtest “Boah wow, wie geil ist das denn?” Ihr habt da irgendetwas haptisches erschaffen, was man auch anfassen kann. Jan: Genau, das war nämlich so ein super Moment. Die kamen halt am Flughafen an, vor zweieinhalb Jahren in Berlin und ich hatte gar keine Ahnung, wie man sowas angeht, auch mit der Zollanmeldung, ne? Da muss man sich schon ein bisschen reinfuchsen, aber die Leute sind auch ganz nett beim Zoll. Also, wenn man das noch nie gemacht hat. Die helfen einem auch, also da … es war einfacher als ich dachte. Hatte mir dann aber nur einen Ford Ka gemietet, weil ich dachte “Ja ein paar Handschuhe sind ja nicht so groß”. Marcus: (grinst) Jan: Stand dann halt vor so ner riesigen Europalette voller Handschuhe, wo ich nicht wusste, wie ich das in mein Auto bekomme. Marcus: Wieviele Unzen sind das? Jan: Also, das kann man alles noch besser machen, aber irgendwie geht’s dann trotzdem. Marcus: Ja und ich glaube, das ist genau das Ding, was dann viele Unternehmer oder erfolgreiche Unternehmer von anderen Menschen unterscheidet. Die erfolgreichen Unternehmer gehen Sachen an, die machen einfach, probieren, testen, fallen vielleicht mal hin, stehen wieder auf oder fahren dann mit nem Ford Ka zum Flughafen (lacht). Die anderen konzeptionieren dann jahrelang an dem Design an Handschuhen, aber ohne überhaupt mal ne E-Mail an einen Händler rausgeschickt zu haben. Jan: Genau. Ich kenne auch Hersteller von Sportartikeln. Freunde von mir, die jetzt seit drei Jahren in ihrer Kammer sitzen und es halt immer besser machen wollen. Und das ist halt … Ist natürlich auch ein schöner Ansatz. Da verliert man aber massig viel Zeit. Also lieber erstmal ein Produkt auf den Markt bringen, wo man noch etwas verbessern kann und dann schonmal Feedback bekommen. Also das ist ganz wichtig. Weil Du kannst es gar nicht perfekt machen, wenn Du nicht die ganze Zeit Feedback bekommst, was die Leute wirklich wollen. Das ganze Geld in die Hand nehmen, was man hat, bestellen und dann nächste Auflage wird besser. Marcus: Genau. Das heißt, das was Du eingenommen hast aus dem Cashflow das Unternehmen dann wachsen lassen, indem Du es wieder investierst. Jan: Genau. Das ist ja das schöne, wenn man gerade Produkte hat. Man hat ja direkt Cashflow. Und das war für uns auf jeden Fall super. Das heißt, ich konnte direkt die zweite Auflage bestellen. Schon mit Verbesserungen, schon mit besserer Verpackung. Wir haben umgestellt auf Recycling Kartons, alle Poly-Beutel weggelassen. An solchen Sachen kann man direkt arbeiten. Marcus: Das heißt aber für die erste Bestellung brauchtest Du aber dann ein bisschen Kapital, was Du über Dein Online Business aufgebaut hattest? Jan: Genau, aber die erste Auflage, die war auch nicht so wahnsinnig teuer. Also mit 2.00 bis 3.000 Euro kommt man eigentlich schon hin. Das kann eigentlich jeder zusammenkriegen, wenn er schon ein Produkt hat und er muss jetzt nicht jahrelang für sparen oder einen Kredit aufnehmen. Marcus: Das heißt, dass ist auch 100% eigenfinanziert und gebootstrapped ohne Venture Capital oder irgendwelche Shares, die Du abgeben musstest? Jan: Genau, alles gebootstrapped, ja. Marcus: Cool! Und wie hast Du dann die Reichweite bekommen, um die ersten 100 Handschuhe an den Mann zu bringen. Jan: Genau, das war natürlich ganz spannend. Ich hatte einen kleinen Shop aufgesetzt. Das ist das Gute, wenn man selbst Grafikdesigner ist. Dass man solche Sachen, die wirklich viel anfallen, dass man die selber machen kann. Also das ist wirklich Gold wert. Das sehe ich immer wieder bei anderen Startups, die ich berate, dass die immer besser beraten sind, wenn sie einen Designer im Team haben, als jetzt nen BWL’er zum Beispiel. Das konnte ich also alles ganz gut machen. Habe eine Facebookseite aufgesetzt. Klar, die ganzen klassischen Sachen. Und dann glaube ich, habe ich für 5 Euro Werbung geschaltet auf Facebook und dann hat es direkt jemand von Boxhaus gesehen, also dem größten europäischen Onlinehändler für Kampfsportausrüstung. Marcus: Cool! Jan: Und die haben’s dann einfach gepostet auf ihrem Blog so. Und das hat halt eben eine enorme Reichweite gehabt. Und so kam das dann alles zustande. Ne Woche später hat sich die Band Boysetsfire bei mir gemeldet. Kennt man, wenn man sich mit Punk und Hardcore beschäftigt. Das ist eine ganz große US-Punkband. Marcus: Wow! Jan: Die fanden es super, die haben es gepostet und dann hatte ich über Nacht 5000 Facebook Fans. Marcus: Woah. Jan: Das war ganz gut für den Start. Ich war ein bisschen überwältigt. Das war alles kurz vor Weihnachten und ich wusste gar nicht so richtig, was da passiert. Aber so kann es auf jeden Fall gehen… Da sind einfach Partner, die größer sind als man selber immer Gold wert, weil selber das aufzubauen über Facebook-Werbung oder mal Werbung schalten, das dauert. Marcus: Ja, absolut. Aber so Sachen können auch nur passieren, wenn Du es - wie eben gesagt - versuchst und machst und die Seite aufsetzt und irgendetwas postest und vielleicht mal 5 Euro in die Hand nimmst, um Facebook Werbung zu schalten. Dass es dann auch bei den richtigen Leuten ankommt, ne? Jan: Ganz genau. Und natürlich als Social Business hat man immer den Vorteil, dass man sowas ganz gut bekommt, solche Presse ne? Also wenn ich jetzt ganz normale Boxhandschuhe auf den Markt geschmissen hätte, das hätte keinen interessiert. Das hätte keiner gepostet. Also ein bisschen Innovation oder Nachhaltigkeit, das hilft ganz viel. Viele denken, das ist immer so ein Nachteil, wenn ich jetzt irgendwie die höheren Herstellungskosten ans Bein binde, aber gar nicht. Also ich sehe nur Vorteile dadurch, dass wir so ein bisschen auf’s Fair achten. Marcus: Ja und ich habe auch das Gefühl, dass gerade im letzten Jahr das Bewusstsein bei sauvielen Menschen, egal was für einen Background die haben, irgendwie das Bewusstsein für Nachhaltigkeit gewachsen ist. Als ob da gerade wieder so ein neues Movement entsteht. Jan: Auf jeden Fall und das ist halt, genau… Das ist so ein Movement, das heißt es ist noch so ein bisschen was spezielles. Das wird sich nicht ändern, also das wird Standard werden und Alltag. Und jetzt kann man sich glaube ich noch ganz gut als Marke positionieren. Das heißt, wer jetzt eine Idee hat und damit raus will, der muss das jetzt machen. In dann drei Jahren gibt’s das auch schon in nachhaltig. Also eigentlich kann man gerade ganz viele Sachen nochmal neu machen in gut und in besser. Muss es aber jetzt tun. Marcus: Ich glaube, das ist ein ganz guter Tip von Dir, den Du gerade abgefeuert hast. Dass viele Sachen schon da sind, die sind ganz cool, aber die sind halt nicht nachhaltig. Und wenn Du dann in dem Bereich Nachhaltigkeit und ein Firstmover bist, so wie Du, dann bist Du halt da, wenn das Ding dann losgeht und in den Mainstream dann vielleicht irgendwann übergeht. Jan: Ganz genau. Marcus: Okay und zu Boxhaus, das finde ich echt faszinierend, dass Du das gerade erwähnt hast. Ich wusste jetzt auch nicht, dass Du überhaupt ne Verbindung zu Boxhaus hast, weil ich kenne die Leute von Boxhaus auch ganz gut, speziell den Rainer. Und bei dem ist das so gelaufen, mittlerweile kriege ich ein paar T-Shirts von denen gestellt, weil ich die Marke ganz cool finde und ich war auf Facebook und hatte ein T-Shirt vom Boxhaus an, was ich mir vorher irgendwann mal bestellt hatte, weil ich die Sachen ganz cool finde und das gepostet öffentlich. Und seine Tochter hat das Bild gesehen und dann dem Rainer, ich glaube das ist der Geschäftsführer oder Gründer, Founder, Inhaber vom Boxhaus, Bescheid gegeben, dass ich seine Klamotten trage und die haben mich dann ganz unkompliziert angeschrieben, ob sie mein Bild für Social Media verwenden könnten und ich kriege dafür ein T-Shirt oder so. Das fand ich super cool, diesen Ansatz. Dieses ganz unkomplizierte, auf Leute zuzugehen und ... Jan: Das machen die ganz viel, ja. Auf jeden Fall. Marcus: Diesen Giving Aspekt. Und dann sagte er “Brauchst Du neue Shirts? Ich schick Dir dann einfach welche zu”, ohne jetzt irgendwie zu sagen: So, das ist jetzt die Abmachung und Du musst das und das damit machen. Jan: Genau, also und genauso machen wir das auch. Also ich mache nie mit irgendwie Verträge. Wenn ich irgendwelche Kämpfer unterstützen will, dann kriegen die das und dann sage ich direkt “Ey, Du musst dafür gar nichts posten oder so. Das heißt, wir wollen Dir etwas geben” und das finden die meisten halt so cool, dass die halt trotzdem irgendwas posten. Das passt schon. Also die Leute sind auch …. Da muss man nicht irgendwie immer mit Verträgen hinterherrennen und Abmachungen. Marcus: Nee null. Und das ist auch dieses Giving Prinzip. Dreimal mehr geben als nehmen und es kommt eh irgendwann zurück. Die Leute erinnern sich daran und wenn sie Dir was Gutes tun können, dann sind die zur Stelle ne? Jan: Auf jeden Fall! Marcus: Wenn Du Dir Kampfsportler aussuchst, denen Du dann Deine Sachen anbietest oder zur Verfügung stellst, wonach gehst Du da? Jan: Ja, wir gucken natürlich schon, dass die zur Marke passen. Also Branding ist unsere Stärke, also diese Markenbildung. Eben dass wir für was stehen und dieses nachhaltige Konsequentsein, das ist unser Markenkern. Das heißt, wir müssen auch Kämpfer nehmen, die dazu passen. Alle Kämpfer, die so ein bisschen Alternativ sind oder nen Background im Tierschutz haben, oder ein bisschen politisch aktiver sind, die nehmen wir alle immer ganz gerne. Also jetzt Mac Danzig ist einer unserer großen Kämpfer. Er ist ein großer UFC Kämpfer von vor ein paar Jahren. Solche Leute unterstützen wir total gerne.   Marcus: Mh und Du sagst gerade, eure Stärke ist Markenbildung und Markenführung. Das kommt wahrscheinlich aus Deiner Agenturzeit dann? Jan: Genau. Also ich war nie selbst in einer Agentur. Ich habe alles immer als Freelancer gemacht. Aber Markenbildung gerade für nachhaltige Startups war immer so mein Hauptthema. Klar, das sehe ich auch bei uns. Das ist auf jeden Fall ganz wichtig für irgendwas zu stehen. Es gibt so viele Marken und man bekommt richtig gute Boxhandschuhe für 30 Euro, überhaupt gar kein Problem. Es ist ein hochpreisiges Produkt und da muss man dann auch für etwas stehen, sonst kann man das nicht machen.   Marcus: Ja absolut. Und wenn man jetzt auf eurer Seite unterwegs ist. Das ist jetzt nicht vehement.com ausgeschrieben, sondern in Kurzform ne? Jan: Genau. Marcus: Sprich: vhmnt.com. Das verlinken wir auch in den Shownotes. Da sieht man schon ganz klar, wie viel Professionalität da drin steckt und irgendwie auch eine ganz klare Aussage. Finde ich mega gelungen. Die Seite, hast Du die auf WordPress gebaut oder ist das ein fertiges Modul? Jan: Die Seite läuft auf WordPress, genau. Also wir stellen direkt demnächst auf PrestaShop um, weil wir eben auch zwei Lager haben. Einmal in Los Angeles und einmal in Berlin. Und da hat WordPress so ein bisschen Probleme mit. Das heißt beim Shop muss man da so ein bisschen aufrüsten. Marcus: Okay und das Lager in den Staaten, ist das dann ein Fulfillment-Anbieter oder wie ist das? Jan: Ganz genau. Also wir arbeiten mit Shipwire, einer oder wenn nicht sogar der größten Fulfillment-Firma überhaupt. Die halt Lager auf der ganzen Welt anbieten. Und die haben gerade für kleine Startups ganz gute Deals. Also man zahlt ganz wenig Flächenmietungskosten, sondern hat einfach diese Handling-Gebühren pro Paket. Marcus: Das ist cool. Das ist dann viel planbarer. Das heißt, Du hast flexible Kosten, dynamische Kosten und nicht fette Fixkosten am Bein, als kleines Startup. Jan: Ganz genau. Trotzdem muss man natürlich überlegen, ob man in den USA an den Markt gehen will. Es ist schon viel Aufwand. Man ist halt auch nicht vor Ort. Man ist dann nicht so gut in der Presse wie hier. Also in Deutschland passiert das einfach organisch, weil man einfach Leute kennenlernt. Also hier haben wir ständig irgendwelche Blogartikel. In den USA ist das einfach nicht so. Das ist halt schon viel Aufwand, die Sachen dahinzubringen. Also man kann nicht einfach als deutsches Startup oder Firma Sachen in die USA importieren. Das geht halt nicht. Da muss man sich schon ganz viel mit beschäftigen. Also das würde ich nur Leuten raten, die wirklich denken: Okay, das ist der Hauptmarkt. Bei uns ist das so ne? Also Kampfsport ist in den USA viel, viel größer als hier. Veganismus, Nachhaltigkeit ist da schon nochmal ein paar Jahre weiter. Das heißt gerade Westküste USA ist für uns natürlich ein Kernmarkt. Marcus: Mh absolut und trotzdem finde ich, klar, man muss sich da nach und nach reinfuchsen, aber wieder ein gutes Beispiel, wie man dann organisch wachsen kann und es eigentlich für jede Herausforderung irgendwo auch schon mittlerweile ne fertige Lösung gibt, out of the box. Diese Fulfillment-Anbieter gab’s glaube ich vor fünf oder zehn Jahren noch nicht. Da brauchtest Du ein riesen Lager und was weiß ich noch alles und jetzt gibt’s dann Serviceanbieter, die das komplett für Dich abwickeln können, ähnlich wie Amazon Fulfillment oder wie heißt das nochmal? Jan: Genau, Fulfillment bei Amazon gibt’s auch noch ja. Das wollten wir jetzt als Sozialunternehmen halt einfach nicht. Da ist Amazon von daher auch manchmal so ein bisschen in der Negativpresse. Deswegen haben wir da eine Alternative gesucht und ja. Aber klar, die bieten das auch an und ich glaube auch nochmal professioneller. Marcus: Ja, seid ihr denn auf Amazon oder habt ihr euch bewusst komplett gegen Amazon dann entschieden. Jan: Nee, wir haben uns bewusst komplett dagegen entschieden. Bei uns kommen Zwischenhändler, also ganz wenige Shops, die unser Sachen haben. Wir verkaufen eigentlich alles selber. Weil es gibt halt auch einen Grund. Also wer vegane Boxhandschuhe sucht, die wirklich auch zertifiziert sind, da gibt es nur uns. Und da kann man sich diesen Luxus leisten, dass man halt jetzt gar nicht so viel Vertrieb macht, sondern die 40 ersten Seiten auf Google sind halt wir, wenn man nach veganen Boxhandschuhen sucht. Und dann kann man sich das halt noch leisten, dass man wirklich das auch selbst vertreibt. Natürlich behalten wir dann auch die ganze Marge ne? Marcus: Ja, perfekt. Jan: Wenn wir da über Zwischenhändler gehen, dann sieht das halt schon ganz anders aus und dafür sind wir halt echt noch zu klein. Marcus: Hm und Du sagst jetzt die ganze Zeit “Wir”. Wer ist das genau? Jan: Genau. Ich hab’s gegründet. Dann ist vor zwei Jahren eine gute Freundin von mir mit eingestiegen, die so ein bisschen Finanzen im Blick hat und Organisation. Das heißt wir sind eigentlich zu zweit, haben aber ein großes Netzwerk aus Leuten, also wir haben auch Leute, die uns immer wieder unterstützen mit Beratung und Fotografen und so. Also es sind nicht alle festangestellt, muss man ja da auch heutzutage gar nicht mehr. Marcus: Nee. Jan: Aber es ist halt schon so ein Netzwerk aus fünf bis zehn Leuten, die halt immer bereitstehen, wenn irgendwas entsteht. Marcus: Cool! Sauspannend! Genau und wenn …  ihr sagt, ihr seid nachhaltig unterwegs, gibt’s da festgeschriebene Leitsätze oder Grundsätze oder Manifesto oder ne Firmenvision, Mission Statement, was Du hier mal rauslassen kannst? Jan: Ähm klar, also wir versuchen schon, dass wir einfach den Planeten möglichst wenig schaden, aber gleichzeitig auch so viel Gutes tun, wie es halt irgendwie geht und wenn es auch mehr kostet, ist das auch völlig in Ordnung, weil wir auch hochpreisigere Produkte anbieten. Das beinhaltet bei uns, dass wir auf faire Arbeitsbedingungen achten. Wir sind noch nicht Fair Trade zertifiziert, weil es gibt noch keine Fair Trade Kampfsportfabrik auf dieser Welt. Das heißt, wir sind dabei, die zu bauen. Also sobald wir dafür Finanzen haben, werden wir die Fair Trade Zertifizierung anstreben. Das heißt, die internationalen Arbeitsbedingungen werden eingehalten, keine Kinderarbeit, Gewerkschaften und solche Sachen. Das ist alles mit dabei. Aber auch Kleinigkeiten, einfach dass wir keine Verpackungen für unsere Handschuhe haben, sondern alles nur in Kartons stecken, solche Sachen. Dass wir keine Luftfracht verwenden, sondern alles per Schiff machen. Also ganz viele Kleinigkeiten, die zusammen halt ein ganz gutes Paket geben. Wir spenden von jedem verkauften Boxhandschuh einen Euro an das Wolf Conservation Center. Unser Logo ist ein Wolf. Das heißt, zum Arterhaltungsschutz der Wölfe wird ein bisschen was getan. Alles nur kleine Sachen, aber so im Gesamtkonzept versucht man schon da einfach alles gut zu machen, auch wenn es was kostet. Das muss schon sein für uns. Marcus: Mh und würdest Du sagen, das ist im Moment so Dein Hauptfokus und Dein Hauptbusiness oder was treibt Dich gerade sonst noch um businessmäßig? Jan: Das ist schon mein Hauptfokus, das ist ja auch eine UG, ne? Das kann man nicht einfach nebenbei machen. Da muss man schon immer einen Blick drauf haben. Es ist natürlich auch alles viel Arbeit. Ich mache nebenbei manchmal auch noch Designs. Also ich berate auch noch Social Startups oder Stiftungen oder NGOs zum Thema Design, weil ich da einfach irgendwie ganz viel gelernt inzwischen. Marcus: Läuft das dann unter Deinem Brand “Gut gebrüllt Löwe”? Jan: Genau, das  ist dann meine Agentur Gut gebrüllt Löwe, wo wir halt sowas anbieten. Das ist zwischendurch mal ganz nett. Das ist aber wenig. Also da haben wir sehr ausgewählte Kunden, wenn uns auch wirklich was gefällt, dann machen wir das. Mein Haupteinkommen ist schon Vehement. Und jetzt habe ich noch ein kleines Buch geschrieben gerade. Crowdfunding. So Nebenprojekte, dafür muss immer Zeit sein, das finde ich ganz wichtig. Marcus: Um auch den Horizont schön weit zu halten und nicht zu sehr im Tunnel abzutauchen, ne? Jan: Genau. Also ich langweile mich auch schnell so. Deswegen, wenn ich wenigstens einen Tag die Woche mal ein ganz anderes Projekt habe, dann ist das für mich super gut. Das hilft auch Vehement. So habe ich am nächsten Tag wieder Kraft volle Power für Vehement. Ich glaube, wenn ich fünf Tage die Woche nur eine Firma machen würde, dann würde mich das schon ein bisschen nerven. Marcus: Ja. Für Vehement hast Du ja auch verschiedenste Auszeichnungen bekommen und Awards. Bewirbt man sich dafür oder werden die dann auf Dich aufmerksam? Jan: Das ist ganz unterschiedlich. Also jetzt der Peta Progress Award haben wir einfach so bekommen. Die gucken sich einfach so um, was gibt’s an veganen interessanten Produkten. Für manche Awards muss man sich bewerben. Marcus: Das ist schon fett von Peta ne Auszeichnung zu bekommen. Jan: Ja auf jeden Fall! Da haben wir uns schon sehr gefreut, vor allem kam das auch sehr überraschend. Für viele andere Sachen muss man sich bewerben. Also wir haben auch Business Plan Wettbewerbe und so. Das ist dann schon viel Arbeit. Aber das machen wir jetzt auch nicht mehr. Also da steckt man dann drei, vier Tage rein, um irgendwie ein Konzept zu schreiben. Das ist eh immer genau das gleiche, aber jeder Award will es irgendwie in seiner Struktur aufgeschrieben haben und ja. Das ist immer ganz nett, aber jetzt haben wir ein paar Awards, was soll ich mit noch einem? Also die drei, vier Tage Arbeit jetzt stecke ich lieber in andere Sachen. Und da muss man als Startup immer aufpassen. Es gibt so viele Awards und ich kenne viele Leute, die einfach die ganze Arbeitskraft in diese Awards stecken in der Hoffnung, dass sie dann vielleicht 5000 Euro gewinnen. Das ist den Aufwand dann nicht wert. Da muss man immer ein bisschen gucken. Marcus: Nee, aber in eurem Fall ist glaube ich auch schon geschickt als Marketing Tool eingesetzt auf der Website. Die ganzen Logos und Awards, die machen irgendwie schon Eindruck und ja, gibt nochmal so Social Proof ne? Jan: Genau. Das ist halt klar, zur Verifizierung quasi so ein bisschen, also Reason to Believe nennt sich das im Branding. Sind solche Logos ein Abzeichen immer ganz schön. Gerade wenn man ein Produkt hat, was die Leute vielleicht erstmal ein bisschen verwirrt. Dann würde ich schon raten, dass man auch so ein bisschen guckt, dass man Awards hat oder Siegel, Abzeichen. Das ist schon immer alles ganz gut. Irgendwann reicht’s dann auch. Also unsere Website ist voll da. Ich brauche jetzt nicht noch nen siebten Award da drauf kleben. Marcus: Okay und damit Dir nicht langweilig wird, hast Du jetzt noch ein neues Projekt gelaunched einguterplan.de? Jan: Genau “Ein guter Plan” ist ein Buch, ist ein Terminkalender, ein Lebensplaner und ein Sachbuch in einem. Also so ein ganzheitlicher Kalender. Das ist in den USA auch gerade relativ beliebt, ein ganz großes Thema. Dass die Leute einfach loskommen wollen, einfach ihren Terminen hinterherzurennen und gar nicht so ihr Leben zu planen. Deswegen haben wir diesen Kalender entwickelt, der halt ganz viele Tools bietet und Texte zum Thema Selbstverwirklichung, Glücksforschung und diese ganzen Sachen. Das haben wir halt am Wochenende auf Startnext gelaunched. Marcus: Jetzt am Wochenende? Jan: Genau jetzt am Wochenende, vor vier Tagen. Haben jetzt auch schon Überfounded, also schon 200% eingesammelt. Also man sieht schon, da ist der Bedarf auf jeden Fall da. Marcus: Krass, gratuliere! Jan: Ja, vielen Dank. Und genau, man muss einfach ein bisschen auf sich achten, gerade wenn man so viele Projekte hat wie ich. Dass man sich nicht überarbeitet. Klar, das fühlt sich nie so richtig krass wie Arbeit an, weil es immer irgendwie so das eigene Ding ist. Aber auch da muss man einfach so ein bisschen Achtsam sein, ne? Und deswegen habe ich mit ner Freundin das geschrieben und zusammengetragen. Marcus: Weil Du schon drauf achten musstest, dass Du nicht zu viel machst und zu viele Projekte hast, hast Du noch ein Projekt angeschoben? (beide lachen) Jan: So ungefähr, es klingt erstmal schwierig. Es ist auch natürlich jetzt viel Arbeit, aber wir haben gesehen, der Bedarf ist da. Also ich sehe einfach ganz viele Leute, die sich totarbeiten und das kann es einfach nicht sein. Genau, und diesen Fehler habe ich auch gemacht. Inzwischen sehe ich das ganze viel entspannter und arbeite halt nicht mehr so viel und arbeite auch nicht mehr abends und arbeite auch nicht mehr am Wochenende.   Marcus: Mh mh und zu welcher Zeit war das, als Du gesagt hast, Deine Work-Life-Balance war völlig außer Control? Jan: Das war letztes Jahr. Da hatte ich echt irgendwie ganz viele Aufträge, dann hatte ich Vehement und noch ein paar andere kleine Sachen und wusste weder ein noch aus. Das war es auf jeden Fall nicht wert. Ich bin dann drei Monate nach Mexico geganen und habe drei Monate lang gar nichts gemacht und lag nur am Strand. Marcus: (grinst) Konsequent! Jan: Es ist schon besser. Und seitdem ich wieder zurück bin, achte ich halt sehr auf solche Sachen. Marcus: Aha. Ja, das klingt echt nach smartem Business, was Du da betreibst. Was ist Dein Background? Hast Du das irgendwo vorher gelernt oder kannst Du gute Ressourcen oder Bücher empfehlen, die Dich in die Spur gebracht haben, in der Du jetzt bist? Jan: Ähm, ja klar, ich glaube jeder von uns fängt an mit der 4 Hour Workweek als Beispiel, dass man halt versuchen soll möglichst wenig zu arbeiten. Genauso guter Klassiker wie Getting things done von David Allen, dass man sich so ein bisschen selbst organisiert. Sehr viel war es aber Gespräche mit Freunden und dann selbst so ein bisschen herauszufinden, was tut uns eigentlich gut. Also das hat mir am meisten geholfen. Weil ich halt ganz viel mit Leuten zu tun habe, die halt wirklich auch Firmen gegründet haben und manche kriegen’s halt irgendwie hin, manche nicht. Und dann, man lernt da so ein bisschen da rauszufinden, woran liegt das denn jetzt eigentlich. Marcus: Ja, hast Du denn einen Background in BWL oder vorher studiert? Jan: Ja, ich bin Kommunikationsdesigner. Also ich habe Kommunikationsdesign studiert in Hamburg. Das heißt, Grafik ist eher mein Background. Marcus: Cool, sauspannend! Hast Du irgendwelche Morgenroutinen, die Du täglich abspulst? Ist die erste Stunde Deines Tages geskriptet? Jan: Nee gar nicht. Ich kenne viele Leute, die das sehr erfolgreich machen. Ich mache manchmal ein bisschen Yoga Sachen. Sowas finde ich immer ganz gut. Mein Ding ist einfach: Ich schlafe immer aus. Ich stelle mir nie nen Wecker. Also schon seit Jahren nicht. Das geht halt auch immer ganz gut. Und dann brauche ich jetzt auch gar nicht so viel Routine, um dann morgens wach zu werden und fahre dann irgendwann mittags ganz gemütlich ins Büro. Ich wohne in Berlin und fahre halt ne Stunde mit dem Fahrrad ins Büro. Das ist so meine Morgenroutine, durch den Tiergarten jeden Morgen. Das geht dann schon. Es ist eher, dass ich halt irgendwie Abends viel mache, um dann runterzukommen. Also Yoga, Kampfsport, das ist dann schon wichtig. Und wenn ich das nicht habe, dann fehlt mir schon was. Marcus: Mh, das merkt man dann auch sofort oder? Jan: Auf jeden Fall, ja. Also manchmal erschreckend, dass man da schon ein bisschen abhängig ist, aber ich glaube, das ist eine ganz gute Sucht mit dem Sport. Marcus: Ja absolut, das ist ne ganz gesunde Droge, aber ich merk’s auch. Wenn ich unterwegs bin und man hat nicht immer die Chance so viel Sport zu machen, wie man’s gewohnt ist. Es fehlt irgendwie einfach. Jan: Auf jeden Fall. Also gerade hier… Du bist ja auch viel auf Reisen ne? Das ist ja dann auch nicht immer so einfach wahrscheinlich? Marcus: Nee, das ist nicht einfach, gerade am Anfang, als ich da überhaupt noch keinen Plan hatte, wie ich das denn jetzt anstellen soll, wenn ich dann auch so krass reise. Wir sind ja auch meistens nur mit nem Backpack unterwegs. Also immer nur mit nem Backpack unterwegs und dann irgendwie in so Miniorten irgendwo ganz abgelegen am Meer, wo Du in der Regel auch gar keinen Gym hast oder kein Kampfsport machen kannst oder keine Gewichte heben kannst oder nicht in ein Crossfitboxing kannst. Da muss man sich so nach und nach dann reinfuchsen und jetzt reise ich beispielsweise immer mit so nem TRX-Band. Ich weiß nicht, ob Du das kennst? Jan: Ja klar. Marcus: Um funktionales Training zu machen. Ich meine ne Palme oder so nen Baum oder irgendwie so ne Stange, wo Du es dranhängen kannst, findest Du überall. Und das zieht auch immer gut Aufmerksamkeit, so bei der lokalen Jugend. Wenn die wissen um 18:00 Uhr abends bist Du immer am Strand und machst da TRX, nach drei Tagen kommt man kaum noch selber an das Band dran, weil die es alle so cool finden und schließe dann auch immer ganz schnell so Freundschaften zu den Leuten auf den Inseln. Das ist ganz cool und ja, mittlerweile weiß ich dann auch genau, je nach dem wo ich gerade bin, ob ich dann vielleicht nen Krav Maga Club in der Nähe habe oder mal Muay Thai hier in Thailand ausprobieren will im Tiger Muay Thai Camp in Phuket. Jan: Genau, Muay Thai in Thailand kann ich nur empfehlen. Wenn Du da Anschluss an die Locals haben möchtest, zieh’ Deine Thaiboxhose. Also ich bin so durch Thailand gereist und da hat man sofort 20 Freunde. Also ich wurde da wirklich auf offener Straße umarmt, weil ich als Europäer mit Thaibox Sachen rumgerannt bin. Das finden die ganz toll ja. Marcus: Cool! Hast Du da auch trainiert? Jan: Ich habe ein bisschen trainiert, ja. Das geht da wirklich tatsächlich überall. Also Thaiboxen ist da ja Nationalsport. Marcus: Ja, Nationalsport Nr. 1. Saufaszinierend auf jeden Fall die Sportart. Was ist Deine größte Schwäche? Worin willst Du besser werden. Jan: (lacht) Ja, also was mir immernoch schwer fällt, ist halt Selbstorganisation tatsächlich. Die Teil in dem Buch, in dem Plan, den ich selber rausbringe, habe ich auch nicht selber geschrieben. Da weiß ich, das hilft mir ganz viel, wenn ich da wirklich diese ToDo Listen immer aktuell halte. Diese ganzen Tools verwende ich... ich mach’s halt einfach nicht. Das merke ich dann immer nach zwei, drei Tagen Stress, dass ich denke: Okay, ich habe jetzt völlig konfus gearbeitet und da muss ich auf jeden Fall noch viel mehr Struktur reinbringen. Ich habe auch die Gabe so Sachen auszublenden. Also wenn da Probleme anstehen oder mich Dinge stressen. Das ist auch ne Gabe so. Also ich kann Stress… ja trifft mich oft nicht so, wie es andere Leute trifft. Marcus: Wollte ich gerade sagen. Jan: Was diese Sache erst möglich macht in so einem Unternehmen, aber trotzdem, da muss ich glaube ich noch ein bisschen gucken, dass ich die Sachen wirklich auf’m Schirm auch habe. Marcus: Okay, und was machst Du, wenn Du merkst, Du bist am Rechner und es geht irgendwie gar nicht weiter. Du kommst nicht mehr voran und hast ne Blockade? Was wäre Dein Tip dann, wie geht man damit um? Jan: Also ganz wichtig ist, dass man eben nicht sich dann da durch beißt. Weil das ist so uneffektives Arbeiten. Das einfach zu erkennen ist ganz wichtig. Das muss man auch ein bisschen üben. Weil es bringt nichts, wenn man da acht Stunden vor’m Rechner sitzt und nur so halb motiviert ist und eigentlich den Kopf gar nicht frei hat zum Arbeiten. Da würde ich Laufen gehen, ein bisschen Sport machen, ne halbe Stunde Yoga, auch wenn man denkt, eigentlich kann man sich das nicht leisten, eigentlich muss man arbeiten. Das bringt halt nichts. Marcus: Genau. Das viel mir sauschwer, gerade am Anfang meiner Selbstständigkeit. Dieses, dass man nicht mehr um Erlaubnis fragen muss, oder sich nicht mehr rechtfertigen muss, ne? Jan: Auf jeden Fall. Also ich mache dann auch immer Mittagsschlaf in großen Stresssituationen, weil ich weiß das hilft einfach so. Und das muss man erstmal lernen. Genau, sich selbst gegenüber. Man hat einen Anspruch. Marcus: Ja und was würdest Du sagen, sind Skills oder Erfahrungen, die jeder Unternehmer haben sollte? Jan: Ja gut, ich komme jetzt so aus dem Branding Bereich und ich sehe immer wieder, wieviel Branding und Markenbildung hilft. Wo ich mir denke: Okay, BWL und so, das kann man sich immer holen. Also es gibt Steuerberater und BWLer, so viele, die man echt günstig um Rat fragen kann. Ich finde Design und Markenbildung, auf jeden Fall, wenn es ein physisches Produkt ist, sowieso. Das ist mit das Wichtigste, aber ich habe auch schon ganz viele Apps und auch Charities gesehen, die durch Markenbildung auf einmal ganz viel Erfolg hatten. Und da tun sich viele auch noch schwer. Also gerade viele Social Startups denken, ja so Marken und Branding, das ist so Agentur. Das ist böse, das wollen wir nicht, ne? Das stimmt halt nicht. Es geht halt um Storytelling, dass man für was steht und das ist extrem wichtig. Marcus: Ja, ja. Und das ist das, da bin ich voll bei Dir. Und ich sehe da auch bei ganz vielen Bereichen, gerade im Unternehmertum, mega viel Luft nach oben. Wo Produkte sind, die aber keine klare Message haben oder kein klares Branding oder nicht für irgendwas stehen. Dass man sagt, wo ich mir denke so “Boah” Wenn da einer mal hinkommen würde mit ein bisschen Know How und das Ding in Cool macht, dann geht das durch die Decke. Jan: Das denke ich auch ne. Und dafür machen wir dann 10000 USPs, werden die genannt, also Alleinstellungsmerkmale. Das interessiert die Leute nicht so sehr. Also Preis, Qualität. Das sind so Begriffe, das langweilt die Leute. Also man muss echt für was stehen. Ein bisschen emotional die Leute abholen. Und da sehe ich einfach, dass viele Gründer damit schwer tun. Marcus: Mh, das sehe ich auch. Cool, Jan! Vielen Dank, das waren saustarke Infos. Ich fand’s echt cool, da mal hinter die Kulissen schauen zu können, wie ein Startup arbeitet, das vegane Boxhandschuhe herstellt. Mittlerweile nicht mehr nur noch Boxhandschuhe, sondern auch Schienbeinschoner… Was habt ihr noch? Jan: Schienbeinschoner, MMA Schuhe und wir werden es auch demnächst erweitern. Also werden ein bisschen Fitness-Bekleidung, Functional Clothing auf den Markt bringen. Marcus: Cool! Ja, wir pflegen alle Links in den Shownotes zu Deinen ganzen Businesses. Vielen Dank für Deine Zeit! Schöne Grüße nach Minden. Cool, dass es jetzt geklappt hat mit der Aufnahme. Beim letzten Mal war das Internet leider zu schlecht. Und ja, wir hören und sehen uns irgendwann auf dieser Welt, ja? Jan: Auf jeden Fall! Viel Spaß noch! Marcus: Danke! Ciao. Jan: Ciao. Yo Leute, das war auch schon wieder die Folge Nr. 32 des LIFE HACKZ Podcasts. Wenn euch der Podcast gefällt, hinterlasst mir eine Rezension auf iTunes oder hinterlasst mir eine Voice Message auf meiner Website www.lifehackz.de mit Anregungen, Vorschlägen für neue Interviewpartner zur Verbesserung der Sendung, whatever. Falls Ihr sagt, das ist cool, was ich hier mache und ihr möchtet gerne helfen, schaut euch auf jeden Fall die Charity-Aktion an, die ich zusammen mit Feli gestartet habe unter www.lifehackz.de/charity. Ansonsten hören wir uns beim nächsten Mal wieder. Viel Spaß bei allem, was ihr noch treibt! [/su_spoiler] [/su_accordion]  

Nov 6, 2015

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Interview mit Sebastian prestele von Phuketastic

Willkommen zu einer neuen Folge von der LIFE HACKZ Show! Diesmal live aus Chiang Mai in Thailand. Chiang Mai ist ein Hotspot für digitale Nomaden und wir sind hier gestern angekommen, abends. Also habe ich noch nicht viel gesehen und checken heute so erstmal tagsüber so ein bisschen den Ort aus und habe mir direkt einen Coworking Space gesucht, wo ich gutes Internet habe, bin jetzt hier im Punspace und bisher gefällt’s mir hier echt gut, zumal hier auch viele andere digitale Nomaden in der Stadt unterwegs sind. Das heißt, in den nächsten Tagen stehen auch ein paar Meetups an und wir treffen uns mit anderen Leuten. Also, ich bin mal gespannt auf meine Zeit hier in Chiang Mai. Ne Woche werden wir hierbleiben. Ansonsten waren wir gestern nochmal in Bangkok unterwegs, um ne Location für die nächste DNX GLOBAL am 1. März 2016 zu finden. Und taadaaa… Wir haben eine gefunden! Und die ist einfach hammer, die ist richtig geil! Ist ein Theater, passen glaube ich 500-600 Leute rein. Merkt euch den Termin: 1. März, wenn ihr ortsunabhängig unterwegs seid oder als digitaler Nomade in der Welt, solltet ihr am 1. März nach Bangkok kommen und bei der nächsten DNX GLOBAL dabei sein. In der heutigen Folge spreche ich mit Sebastian Prestele, der seine Wurzeln in Phuket, Thailand geschlagen hat. Er ist ein deutscher Unternehmer, der zuerst als Tauchlehrer nach Phuket gegangen ist und sich dann nach und nach Online Skills angeeignet hat, einen super spannenden Werdegang hat, ein Typ ist, der Sachen einfach macht und angeht. Das alles erfahren wir heute auf dem Podcast. Darauf könnt ihr euch schonmal freuen. Die heutige Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal und das 5 Minute Journal ist ein Tool, das Dir hilft produktiver zu sein und achtsamer und mit mehr Dankbarkeit in den Tag zu gehen. Das heißt, Du gehst mit einem positiven Mindset durch das Leben und das ist so eine Art Tagebuch, was man jeden Morgen ausfüllt und jeden Abend, auch nochmal so als Check-in ausfüllt und seitdem ich das tue, regelmäßig benutze, hat sich mein Leben wirklich nochmal komplett verändert. Ich kann’s jedem nur empfehlen, checkt es aus unter www.fiveminutejournal.com. Und jetzt viel Spaß bei der nächsten Folge! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie man Dinge angeht und nicht hinausschiebt.
  2. Wie man einen Podcast macht und was man dafür braucht.
  3. Was ein bisschen Minimalismus mit unserem Kopf anstellt.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Sebastian Prestele Podcast

Phuketastic

Podcast-Helden

Smart Passive Income

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"]   Marcus: Hey Sebastian! Saugeil, dass Du am Start bist bei der LIVE HACKZ Show. Wo bist Du gerade und was machst Du? Sebastian: Hey Marcus, danke, dass ich dabei sein darf! Und ja, ich bin bei mir zuhause in Phuket. Ich lebe hier in Phuket und ja… sitze jetzt gerade hier in meinem Wohnzimmer-Office. Marcus: Ja, saucool, dass Du auch gerade in Thailand bist. Ich bin ja heute in Chiang Mai angekommen und jetzt hier im Coworking Space, Punspace und teste das mal aus und habe mir jetzt vorgenommen, viele Podcast-Interviews aufzunehmen in den nächsten Tagen, weil dann das Internet wieder schlechter wird wahrscheinlich. Auf der Cruise habe ich dann gar kein Internet auf dem Meer. Und mit den meisten, mit denen ich schedule, die sind irgendwo in den Staaten oder in Europa. Das heißt, ich kann ja erst um 15 Uhr, 16 Uhr loslegen. (grinst) Und das ist ganz cool, dass Du in meiner gleichen Zeitzone bist und wir das jetzt - 11:15 Uhr haben wir - das Interview hier am Morgen aufnehmen können. Sebastian: Yes, cool! Geht mir auch so, weil meine Interviews sind normalerweise auch meistens nachts dann. Und da so tagsüber ist doch einiges angenehmer. Marcus: Ja, ich glaube, das vergessen auch viele so, wenn die sich tiefer mit dem Thema Digital Nomads befassen oder gerade das erste Mal davon hören und denken, das ist ja cool und das will ich auch! Und irgendwie scheint das ja alles ganz easy zu sein. Gerade wenn man in Thailand ist oder in Südamerika und dann  sechs, sieben Stunden entfernt ist von Europa, wenn man da sein Core Business hat, heißt es oft auch mal nachts den Wecker stellen und aufstehen, ne? Sebastian: Ja, auf jeden Fall. Es hat aber auch den Vorteil, dass teilweise über Nacht dann die Anfragen reinkommen und man die abarbeiten kann, bevor die Leute auf der anderen Seite der Welt aufstehen. Marcus: Absolut, das liebe ich! Und ich liebe es, gerade so wie jetzt in Thailand, wenn Du vor der Timezone bist, oder? Sebastian: Ja, genau. Marcus: Richtig doof - also was heißt doof, aber es fühlt sich anders an - wenn Du dann in Mexico oder Brasilien bist und bist halt immer sechs Stunden hinterher. Du stehst dann morgens auf und Deutschland ist dann schon im Nachmittag und Du hast das ganze Postfach voll und bist total überfordert und versuchst das noch schnell wegzuarbeiten, um die Leute noch zu erwischen, wenn irgendwas wichtiges ist, die dann auch, wenn sie nen 9 to 5 Job haben oder irgendwo im Büro sitzen, dann meistens auch dann in den nächsten zwei, drei Stunden wieder nach Hause gehen. Und das ist gerade irgendwie schön an Thailand. Sebastian: Ja, ich denke diese fünf, sechs Stunden sind auch noch manageable. Das ist nicht irgendwie… es ist halt nicht 12 Stunden komplett andersherum, sondern es ist halt ja… fünf, sechs Stunden, das kann man ganz gut machen. Marcus: Ja, ja, also in Europa sitzt man da ganz gut so in der Mitte. Irgendwie in so nem Sandwich ne? Links Südamerika und rechts dann der ganze Thailandraum und Asien. Ja Du sagst Phuket. Was in aller Welt hat Dich nach Phuket verschlagen? Sebastian: (grinst) Ja ganz … ich bin jetzt seit inzwischen 11 Jahren hier. Marcus: Wow! Sebastian: Und ich kam ganz ursprünglich mal als Tauchlehrer 2004. Mein Jugendtraum war irgendwann mal ins Ausland gehen und als Tauchlehrer arbeiten und das habe ich mir dann 2004 erfüllt. Marcus: Hast Du dann auch die ganze Tauchlehrerausbildung gemacht? Sebastian: Ja, also ich habe angefangen zu tauchen, ich glaube 1999 oder 2000 oder so was, in Kroatien und habe dann bis letztlich Dive Master habe ich alles vorher gemacht in Europa. Und dann habe ich sechs Monate Ausbildung gemacht gegen Mitarbeit zum Tauchlehrer, das heißt, da war dann halt Minimalgehalt und Kosten und viel frei. Marcus: Ja. Sebastian: Und dann eben waren wir ne Truppe von fünf Leuten, die hatten dann nen Ausbilder und haben dann eben hier mitgearbeitet und die Ausbildung zum Tauchlehrer bekommen, dann die Prüfung gemacht und dann bin ich da geblieben. Der Ursprungsplan war eigentlich in die Karibik weiterzuziehen, aber da wurde irgendwie nie was draus. Also irgendwie bin ich hier hängengeblieben. (grinst) Marcus: (grinst) Was genau hat Dich denn in Phuket gehalten? Sebastian: Ähm ja… ich weiß gar nicht mehr so. Es war damals halt einfach… wir hatten ein cooles Team. Also es war einfach so, dass richtig coole Leute zusammenarbeiten. Die Arbeit hat Spaß gemacht. Ich habe dann die Möglichkeit bekommen auf so ein Safarischiff zu gehen. So sechs Tage, sechs Nächte Touren auf die Similans. Und Similans sind halt in Thailand so mit das Beste, was das Tauchen zu bieten hat. Das waren sie zumindest damals und das wollte ich unbedingt machen. Das habe ich dann auch zwei Jahre gemacht und dann war ich halt schon drei Jahre da und irgendwie habe ich mich dann eingelebt und meine heutige Frau kennengelernt und dann hat sich das so alles ergeben. Es war dann so mehr und mehr so ein Prozess. Ich bin da reingerutscht. Das war nie bewusst irgendwie entschieden, aber ja. Irgendwann habe ich mich halt einigermaßen heimisch gefühlt und dann wollte ich nicht mehr großartig weg. Marcus: Ja, ja wie so oft ne? Man kommt dann in so einen Flow rein und dann ergeben sich Sachen, die man vorher gar nicht auf dem Plan hatte. Aber der Punkt ist glaube ich, man muss auch ready sein für die Geschichten dann. Viele sagen dann auch immer “Boah, andere haben viel mehr Glück als ich und da funktioniert das irgendwie alles. Da sieht das so easy aus.” Vielleicht spielt da auch manchmal ein Quäntchen Glück ne Rolle, aber ich glaube auch es spielt ganz oft ne Rolle, inwieweit man sich darauf einlässt und ready und bereit ist für neue Situationen und die dann auch zu embracen, also anzunehmen.   Sebastian: Auf jeden Fall. Also ich habe das so oft gehört. Einmal schon, also bevor ich los bin. Ich habe immer gesagt, ich mache das irgendwann. Ich gehe ins Ausland, ich will unbedingt Tauchlehrer werden und niemand hat’s verstanden in meinem Freundeskreis. Ja, keiner konnte nachvollziehen, warum ich überhaupt weg will a) und b) warum überhaupt Tauchlehrer. Und ich hab’s trotzdem gemacht und habe letzten Endes auch viel dafür aufgegeben, weil von meinem Freundeskreis von früher ist halt niemand übrig geblieben. Und das andere, als ich dann hier war, habe ich jedes Jahr die gleichen Leute, die halt dann zum Tauchen kommen und später dann andere Leute, die halt sagen “Ja, ich würde auch so gerne im Ausland leben. Ich will das auch machen und Du hast es so gut” und ich habe immer nur gesagt “Dann mach’s doch einfach! Mach’s einfach. Mein Gott, was hält Dich zurück?” Letzten Endes ist es Deine freie Entscheidung und wenn Du es nicht machst, dann brauchst Du Dich auch nicht darüber aufregen, dass es anderen besser geht oder andere glücklicher sind. Du musst einfach… ja. Wenn Du das willst und wenn es das Ding ist, was Du machen willst, im Ausland zu leben, dann musst Du halt die Entscheidungen treffen und es tun. Mit der Konsequenz dann… welche Konsequenz das dann auch immer für Dich ist, was Du aufgibst oder auch nicht. Marcus: Ja genau, mit allen Konsequenzen, Vor- und Nachteilen, Arbeit, Hazel, Work, Unsicherheit. Alles was damit zusammenhängt, dann auch Dich drauf einzulassen ne? Und das sind genau die gleichen Leute, als ich damals noch in Corporate Jobs gearbeitet hab. Ich hab’s gehasst, ey ich hab fast gekotzt! Das waren Leute, die dann jeden Tag in die Firma gekommen sind, mit so ner Fresse, überhaupt keinen Bock auf die Arbeit hatten und gesagt haben “Morgen kündige ich!” “Morgen ist echt mein letzter Tag” oder “ich geh zum Chef, ich kann nicht mehr.” “Ich lasse das jetzt eskalieren” oder ich mache dieses und ich mach jenes. Und dann beim ersten Mal denkste noch “Oh cool, ja tougher Typ. Mal sehen was morgen passiert…” So dann ist der nächste Tag. Da passiert nichts, null. Und dann kommt der wieder “Ja warte, warte, aber morgen” oder “Nee, ich guck mir das jetzt… ich hab nochmal überlegt. Ich guck mir das nochmal zwei, drei Tage an” und dann immer wieder, immer wieder und irgendwann kannste die Leute nicht mehr ernst nehmen. Und die gehen einfach nicht in die Umsetzung ne? Sebastian: Ich meine, es ist ja auch nicht so leicht, ja? Es ist nicht so leicht, letztlich lebensverändernde Entscheidungen zu treffen, aber einfach halt immer nur zu sagen: Ich mache das, ich mache das und dann nie was zu machen ist halt viel schlimmer, als irgendwann einfach mal den Stecker zu ziehen und zu sagen: So, jetzt ist der Tag gekommen und da passiert wirklich was. Marcus: Ja, und ich glaube das Gefährliche ist auch, dass man irgendwann sich selber nicht mehr glaubt. Also zum einen das Umfeld glaubt einem irgendwann nicht mehr. Das ist ja schon Kacke genug, aber irgendwann kommt man auch in so einen Modus rein. Man erzählt sich selber Geschichten, wo man selber weiß, wahrscheinlich passiert das eh nicht. Sebastian: Stimmt. Marcus: Und verliert total die Verbindlichkeit zu dem was man sagt und das ist glaube ich auch irgendwie ganz doof. Sebastian: Ja, ich denke das ist… ja wahrscheinlich, es ist wahrscheinlich wie mit allem. Das ist so wie, wenn Du Sport machst oder früh aufstehen. Im Prinzip ist es ja auch alles… es sind Habits und Du sabotierst Dich selbst, wenn Du Dir etwas vornimmst und es dann doch nicht umsetzt. Und so ist es dann bei einer großen Sache, wie jetzt ins Ausland zu gehen oder den Job zu kündigen oder was auch immer, genau das gleiche. Marcus: Ja. Und als Du dann als Tauchlehrer in Phuket gearbeitet hast, hast Du auch Deine jetzige Frau kennengelernt, ist das richtig? Sebastian: Ja, genau. Marcus: Und mittlerweile hast Du ja auch ein sehr solides Online Business aufgebaut. Hattest Du damals schon Online Skills oder Überlegungen oder Tendenzen auch mal in die Richtung gehen zu wollen oder war es erstmal der Wunsch überhaupt woanders zu leben und zu arbeiten? Sebastian: Also Online Skills hatte ich überhaupt keine. Ich konnte ein bisschen E-Mails schreiben und das war’s. Aber ansonsten glaube ich hatte ich absolut keine Ahnung von Computern. Marcus: Ja interessant. Sebastian: Und ähm, also der Wunsch jetzt nach Selbstständigkeit, der war damals noch gar nicht so, also nach einer selbstständigen Tätigkeit, war gar nicht so groß. Also mein Ding war ursprünglich wirklich: Ich wollte unbedingt als Tauchlehrer arbeiten. Das war so ganz ganz groß mein Ding. Und nachdem ich das aber eine zeitlang gemacht habe, also für fast vier Jahre, kam dann eben der Punkt, wo ich gemerkt habe, es ist zwar schön und ich habe mir das jetzt erfüllt, aber so jetzt habe ich’s erfüllt und es muss was neues kommen. Und da war dann eben der Punkt, dass ich halt auch gesehen habe: Die ganzen Leute so in meinem Umfeld, mit denen ich dann hier zu tun hatte, jetzt mal unabhängig von den Tauchlehrern, aber die hatten halt alle ihr eigenes Business und ähm von daher, die waren alle 15, 20 Jahre älter und hatten ein erfolgreiches Business. Und das hat mich dann gereizt in diese Richtung zu gehen und was eigenes aufzubauen. Marcus: Das war aber jetzt nicht zwingend ein Online Business, was die hatten? Sebastian: Nein. Genau. Es ging gar nicht so sehr um’s Online Business. Ich habe mir dann wirklich ewig lange den Kopf zerbrochen, was ich machen könnte und hatte überhaupt keine Ahnung mit was ich loslegen könnte. Also war vollkommen hilflos eigentlich. Das lag auch daran, mir hat das Kapital gefehlt. Mir hat die Zeit gefehlt als Tauchlehrer und all diese Sachen, was man sich dann so einredet. Und habe dann erstmal weiter die Angestelltenschiene gemacht und kam dann in den Vertriebsjob. Also erstmal ins Hotel und wurde da dann abgeworben für nen Vertriebsjob, wo ich dann in ganz Asien rumgeflogen bin und Sanitärprodukte aus Europa verkauft habe. Und da wurde ich dann von meinem Chef auf ne Wordpress-Fortbildung geschickt, weil der gesagt hat, ich soll die Firmenseite irgendwie mitbetreuen. Marcus: Mmmhhh cool! Sebastian: Und da hat mir dann derjenige, der mir die Worpress Skills beigebracht hat, hat mir dann erzählt von nem gemeinsamen Bekannten, der mit einem Bananenblog Geld verdienen würde. Marcus: (lacht) Mit nem Bananenblog. Sebastian: Genau. Also ich konnte mir nichts drunter vorstellen, aber ich habe mir dann diese Seite angeschaut. Das war glaube ich so 2008 oder sowas. Und der hatte ne Seite und da hat er einfach über Bananen geschrieben und hat das mit Ads irgendwie, wie auch immer, monetarisiert. Also ich glaube damals ging das noch. Heute wahrscheinlich auch nicht mehr. Marcus: Ich überleg’ gerade was Google darauf matchen könnte, wenn jemand nach Bananen sucht. Vielleicht Fruchtshakes oder so, die man dann im großen Stil einkauft oder das Pulver dazu. Ja. (lacht) Sebastian: Ich weiß auch nicht, was er gemacht hat. Also da hatte ich auch keine Ahnung, wie es funktionieren soll, aber ich habe halt gesehen, er hat diesen Bananenblog und irgendwie verdient er Geld und dann bin ich in dieses ganze Online Ding so reingeschlittert und habe dann angefangen mal Geld verdienen im Internet einzugeben und kam dann so auf die diversen Seiten. Marcus: Ohhh, ganz gefährlich! (beide lachen) Tiefer Abgrund. Sebastian: Genau. So hat’s letztlich angefangen. Marcus: Ja, bei vielen. Sebastian: Alles so mal durch gemacht, was es da so gibt, inklusive der Forex und Kasinostrategien und dem ganzen Schmarn. Und so nach und nach kam ich dann in dieses Thema rein und habe dann meine ersten Seiten angefangen mit Übersetzungen von englischen Blogs auf Deutsch und AdSense draufklatschen und so weiter. So das war so der Einstieg irgendwann in 2009, so um den Dreh rum.   Marcus: Und dann hast Du Deine ersten Cents und Dollars von Google AdWords bekommen? Sebastian: Ganz genau. Ja das war wirklich noch Sense. Dann habe ich mit Eigenklicks usw. bis ich rausgeflogen bin… (beide lachen) Ich glaube, was auch viele gemacht haben. Marcus: Ja, zu der Zeit auf jeden Fall. Oder irgendwie rumgefahren sind, dann in Coworking Spaces gegangen sind oder in andere Büros oder bei Freunden, und dann auf die eigenen Ads geklickt haben und Banner und so ne? Sebastian: Genau. Bei mir war es so: ich war ja damals auch unterwegs. Also halt in ganz Asien. Das heißt, ich habe dann in Kuala Lumpur zwei Mal geklickt und in Singapur zwei Mal geklickt und in Taiwan zwei Mal geklickt usw. Marcus: (lacht) Sebastian: Das ist natürlich nicht so aufgeflogen, aber letzten Endes hat’s natürlich nichts gebracht, außer ein paar Cent und irgendwann bin ich dann trotzdem aus dem Index raus. Marcus: Mh mh. Sebastian: Ja, das war dann so der Einstieg und dann kamen so die ersten Ideen mit Services. Dann habe ich so ne Grafikoutsourcing Design gestartet. Also ich habe… das war einmal Logoerstellung und Bildbearbeitung und Clipping Path usw. Da habe ich Kunden in Deutschland gesucht und habe das ganze dann an Freenlancer in Indien weitergegeben.   Marcus: Mh, smart! Sebastian: Hat ne zeitlang gut funktioniert, bis dann die ganz großen Firmen da eingestiegen sind und das halt automatisiert angeboten haben. Marcus: Wie Fivrr zum Beispiel? Sebastian: Nein, also da gibt’s spezielle Clipping Path Anbieter und Bildbearbeitungsanbieter und so, also richtig große. Die haben dann ein paar hundert Angestellte usw. Marcus: Ah okay. Sebastian: Und das einfach nicht gut funktioniert. Marcus: Und wie hast Du den Kontakt zu den Freenlancern in Indien bekommen? Sebastian: Über Elance. Marcus: Ja. Sebastian: Ja. Also im Prinzip hat es so angefangen, dass ich selber irgendwie ein Logo gebraucht habe und festgestellt habe:Hey, da gibt es so ein Ding, wie Elance. Da sitzen Leute in Indien und die machen das total billig. Und da habe ich mir gedacht, naja, davon… also ich habe dann ein paar Leuten in Deutschland davon erzählt und niemand wusste davon, dass es das gibt. Und da dachte ich mir: Ja, wenn das keiner weiß, warum biete ich es dann nicht an und verkaufe es weiter nach Indien und nehme mir die Differenz. Marcus: Ja, ein typisches Geo Arbitraje Model ne. Ja, ich war auch total überrascht, wie einfach der Zugang war dann. Ich hatte davon auch schon immer gehört. So: Ja, es gibt Klickworker in Indien, die sind viel günstiger oder auf den Filis und die machen richtig gute Arbeit, können auch gut Englisch sprechen und als ich das dann das erste Mal auf Elance oder dann ODesk dann ausprobiert habe, war ich auch total geflasht und dachte “Das ist ja cool! Da sind ja echte Menschen und die arbeiten und die verstehen Dich und die liefern pünktlich ab. Die sind auch happy. “ Sebastian: Die machen richtig gute Arbeit. Marcus: Genau, die machen gute Arbeit und mit ein paar bin ich dann auch auf Skype ein bisschen tiefer ins Gespräch gekommen und sogar auch mal privat so ein bisschen gechattet und oftmals ist ja so der Vorwurf, man nutzt da irgendwelche Sachen aus in anderen Ländern, wo das Lohnniveau nicht so hoch ist. Aber ganz im Gegenteil. Dadurch, dass der so viele Jobs über mich bekommen hat, war der einer der reichsten da irgendwie im Ort am Ende des Tages und konnte seine ganze Familie davon ernähren und auch noch seinem Bruder Geld abgeben. Also man muss das immer im Verhältnis sehen. Sebastian: Genau, und ich finde das jetzt aus der Perspektive von jemandem, der jetzt halt in Asien lebt… Die Leute verdienen halt einfach weniger und Du kannst ja das Lohnniveau hier nicht mit dem Lohnniveau in Deutschland vergleichen. Und das ist kein Ausnutzen, wenn jemand einen guten Stundenlohn für etwas bekommt, an seinem Wohnort. Dann ist es ja kein Ausnutzen, sondern es ist eine Chance für den wirklich was zu machen und das ist natürlich schwierig für den Freelancer in Deutschland dann, der sich dann auf dieses Lohnniveau runter ziehen lassen muss. Marcus: Absolut. Sebastian: Für den ist es schwierig, aber das kein Ausnutzen von dem Inder oder Filipino, weil der wirklich gutes Geld verdient. Marcus: Ja und es ist einfach - so hart es dann auch für die Freelancer in Deutschland ist, die wahrscheinlich auch gute Arbeit machen und ihre Lebenshaltungskosten decken müssen, aber das ist dann der Preis der GLOBALisierung und des freien Marktes. Sebastian: Ja. Ich denke halt, als Freelancer in Deutschland musst Du halt dann einfach auf andere Marktbereiche gehen. Es gibt einfach bestimmte Sachen, die sind halt wirklich einfach zu machen und das macht mehr Sinn das an jemanden zu geben, der wenig verlangt und in Indien sitzt. Und es gibt andere Sachen, da brauchst Du halt ein bestimmtes Verständnis. Marcus: Ja. Sebastian: Ein kulturelles Verständnis und das gebe ich halt dann lieber jemanden, der in Deutschland sitzt, der genau weiß, was ich will. Marcus: Ja, also ehrlich gesagt bin ich dann auch irgendwann davon weg, als die Projekte noch professioneller wurden oder gerade jetzt, wo wir auch mit dem fetten DNX Brand arbeiten, haben wir jetzt ne feste Designerin, die Saskia, die sitzt in Hamburg. Und ja, die ist wahrscheinlich ein paar Cent teurer, als so jemand auf den Filis, aber dafür hat es… wie Du eben schon sagtest, gibt es keine kulturellen Überschneidungen oder die Briefings kann man halt einfacher loswerden an jemanden, der Dich auch versteht oder mitdenkt und irgendwie so mehr in Deiner Denke ist. Also es hat dann auch schon Vorteile und man muss selbst entscheiden, wieviel einem das dann Wert ist, zusätzlich zu zahlen, genau. Genau, wir waren jetzt bei Deinem Business bei dem Outsourcing Clipping Work. (beide lachen) Und wie ging’s dann weiter? Also ich find’s mega, mega spannend, wie Du vom Tauchlehrer über die ersten Schritte Online und jetzt bei dem Clipping Service bist. Sebastian: Also ich habe dann noch verschiedene andere Sachen. Ich habe so ein bisschen Import/Export und dann habe ich mal…. Marcus: Über welche Plattform ging Dein Import/Export? Sebastian: Ich habe ein bisschen über Ebay versucht, habe also… verschiedenes. Und dann letztlich war es so: Dann hat mein Vater, der ist eigentlich Arzt, aber hat dann angefangen Möbel und Kunsthandwerke und solche Sachen aus Thailand zu importieren und in Deutschland zu vertreiben. Und dann habe ich für ihn halt das ganze Sourcing gemacht in Chiang Mai und da bin ich ein bisschen halt da reingekommen, aber letzten Endes war es dann so, dass ich mich entschieden habe, aus Thailand wegzugehen und bei meinem Vater in der Firma einzusteigen. Marcus: Mh. In dieses Sourcing… in diese Import/Export Möbel Geschichte. Sebastian: Genau, weil er… also es war halt so, dass er halt hauptberuflich als Arzt mit eigener Praxis tätig war und so nebenbei versucht hat ein Business aufzubauen, was zeitmäßig relativ schwierig ist, wenn Du schon 60 Stunden als Arzt tätig bist. Marcus: Klar, wann war das? In welchem Jahr? Sebastian: Das war… also angefangen hat… ich glaube, das war so 2010 sowas, wo er da losgelegt hat und ich bin dann 2011, sind wir, zurück nach Deutschland. Ja so um den Dreh rum, genau. Marcus: Du sagst wir, da warst Du schon mit Deiner Frau zusammen, ne? Sebastian: Ja genau. Wir haben geheiratet 2009 und mein Sohn ist geboren 2010 und dann sind wir halt als Familie nochmal zurück nach Deutschland. Marcus: Mh, krasser Schritt oder? Sebastian: War extrem krass, weil es war halt so, dass… hier ging es halt jahrelang immer aufwärts. Also vom kleinen Tauchlehrer über … bin ins Management eingestiegen, im Hotel und dann Vertrieb und das ganze Herumfliegen, gutes Geld verdienen und ja, so ein bisschen durch Asien jetten. Also es ging halt immer nach oben und dann auf einmal aus Thailand mit Familie wieder zurück. Und nachdem ich meinen Job hier gekündigt hatte und die Tickets nach Deutschland gebucht waren, ist bei meinem Vater die Firma ausgebrannt. Das heißt, das Lager war komplett zerstört, alles war weg und wir sind genau in dieses Chaos halt reingekommen und das hat dann entsprechend nicht so funktioniert. Das hat dann dazu geführt, dass das arbeiten miteinander hatten, nicht funktioniert. Wir hatten unterschiedliche Vorstellungen, wie es dann weitergehen soll usw. Letztlich hat das dazu geführt, dass ich alles was ich angespart hatte, verloren habe, kein Geld verdient habe, wieder in mein altes Kinderzimmer musste, weil wir uns nichts anderes leisten konnten erstmal. Und dann gesagt habe “Ich muss daraus und wieder zurück nach Thailand”. Und das war dann … dann sind wir Anfang 2013 nach eineinhalb Jahren in Deutschland wieder zurück und als ich die Entscheidung getroffen habe, nach Thailand zurückzugehen, war halt auch der Gedanke so: Aber was mache ich dann, wenn ich zurückgehe? Weil alter Job war weg. Das Outsourcing Ding habe ich inzwischen aufgegeben gehabt usw. Und dann kam der Gedanke “Naja gut, womit kennst Du Dich wirklich aus?” Und das war nunmal alles, was mit Tourismus rund um Phuket zu tun hat und mir ist aufgefallen, dass es zu dem Zeitpunkt keine deutschsprachige Seite gibt, die sich ganz gezielt um Phuket kümmert. Also ne Destination Site speziell nur für Phuket und dort den Urlaubern ganz gezielte Tipps gibt und ähm dann habe ich gesagt: Okay, dann mache ich das. Ich baue so ne Seite auf und baue über dieses Seite, in der ich Informationen teile, baue ich mir ein Business auf und schaue einfach, was für Services werden dann gesucht und was kann ich anbieten? Und das habe ich dann Ende 2012 gestartet und Anfang 2013 sind wir dann zurück nach Thailand. Und dieses Phuket Wissen habe ich mir jetzt über die letzten drei Jahre aufgebaut. Und es sieht so aus… Ich habe halt den Phuket Blog. Das ist der größte deutschsprachige Phuket Blog und rund um den Blog gibt’s halt a) diverse Ebooks, das heißt Reiseführer. Dann habe ich einen Thailändisch-Onlinekurs, in dem man halt die Grundlagen der Thaisprache lernen kann von zu hause aus und ich biete die Buchung von Mietwagen und Ausflügen und Transfers usw. alles über eine Online-Plattform an. Marcus: Cool! Wie ist die URL von Deinem Phuket Blog? Sebastian: Phuketastic.com Marcus: Okay, verlinken wir auf jeden Fall in den Shownotes und muss sagen, ich selber fühle mich auch richtig wohl auf der Seite. Gerade weil ich jetzt überlege nach Phuket zu gehen, um da Muy Thai zu trainieren. Tiger Muy Thai oder in einem der anderen Camps, die wohl alle da auf der Straße verteilt sind. Sebastian: Genau, gleich bei mir um’s Eck ist eins. Marcus: Echt? Supercool! Dann sehen wir uns ja auf jeden Fall live. Und ähm, beispielsweise diese Autogeschichte… Du bringst denen dann Leads und hast mit ner lokalen Agency gepartnert oder wie läuft das? Sebastian: Genau, also zum Beispiel bei… im Prinzip ist es so, also bei Rollern zum Beispiel: ich habe ein paar eigene Roller gekauft und wenn die jetzt bei mir im Umkreis sind, dann stelle ich halt meine eigenen Mietroller zu. Ich mache das normalerweise ab sieben Tage Mindestmietdauer, weil sonst rentiert sich’s nicht, da jemanden hinzuschicken. Und wenn es weniger ist, dann gebe ich das einfach an diverse Agenturen ab. Das gleiche ist es beim Mietwagen. Bei Mietwagen ist es halt so, dass viele von denen… also klar, es gibt Hertz und Avis. Das habe ich einfach mit nem Affiliate Link versehen. Also, wer darüber buchen will, der kann das gerne machen, aber manche sagen: Wir wollen das von nem lokalen Anbieter haben und dann vermittle ich einfach die. Das gleiche ist mit Ausflügen. Du kannst halt Touren buchen nach Phi Phi Island oder James Bond oder was auch immer. Und da habe ich halt diverse Anbieter getestet und vermittle das über so ein lokales Reisebüro, das nem Bekannten von mir gehört. Das heißt die Leute buchen über meine Plattform und ich verteile es dann an die entsprechenden Leute.   Marcus: Mh, ich finde das ist auch wieder ein gutes Beispiel, wie man smart den Traffic, den man dann irgendwann generiert, dadurch dass man ne gute Seite hat und gute Inhalte liefert und gute Infos, den dann irgendwie zu monetarisieren, wie auch immer. Wie Du eben auch schon sagtest: Sei es durch Affiliate Links, die Du einbaust. Das ist dann ziemlich passiv oder direkte Deals, die Du dann lokal abschließt mit den Agenturen und denen dann die Leads bringst, oder Deinen eigenen Thai Sprachkurs, wahrscheinlich über Skype, oder? Sebastian: Nee nee, das ist ein Onlinekurs. Das ist ein Videokurs mit 12 Lektionen. Also der geht über 12 Wochen. Marcus: Cool. Sebastian: Ich habe das ursprünglich mal versucht mit den Skype-Lektionen, aber das Problem ist halt a) die Zeitzonen, was wir Eingangs hatten, ja? Ich muss das dann eigentlich immer nachts machen, weil die meisten Leute sind ja berufstätig. Das heißt, die machen das nach der Arbeit. Von daher müsste das halt bei immer irgendwie so um 22 Uhr frühestens… wäre das dann möglich. Und da hatte ich keine Lust. Und dann ist die Internetstabilität halt auch immer ein Problem. Und Du verdienst einfach pro Stunde nicht entsprechend. Also, es zahlt ja keiner mehr als 15 oder 20,00 Euro maximal die Stunde und dann ist es halt extrem schlecht skalierbar und da habe ich mir gesagt: Okay, dann bauen wir einfach nen Onlinekurs. Marcus: Ja, perfekt. Auf welcher Plattform hast Du den gebaut? Sebastian: Den habe ich über Wordpress mit DigiMember als Membership-Plugin und OptimizePress für die Kursinhalte. Und dann halt einfach die Videos sind bei Vimeo gehostet. Marcus: Jetzt wo Du das gerade erzählst und dem Hörer wahrscheinlich klarwird, wie umtriebig Du auch bist, was Du alles versucht hast und was Du gemacht hast und auch nachdem Du eben erwähnt hattest, dass irgendwie jeder von Deinen Kollegen, mit denen Du damals beim Tauchen zusammen abgehangen hast oder die Du da kennengelernt hast in Phuket, selbstständig gewesen ist und irgendein Business gemacht hat ne? Dazu hatte ich gestern auch noch ein spannendes Gespräch mit nem Professor, den Kontakt hattest Du ja sogar vermittelt, an der Bangkok University zusammen mit Felicia, dass die Selbstständigen oder die Unternehmer hier wie Helden behandelt werden und mit großem Respekt und mit großer Ehrfurcht angesehen werden, weil die sich was trauen und was machen. Und da ist mir nochmal klargeworden, wie was für ein trauriges Dasein eigentlich der Unternehmer in Deutschland führt. Und ähm… ich selber kenne das ja auch, wenn ich dann mal wieder in Berlin bin beim Fitnessstudio oder mit ein paar Leuten dann spreche und ins Gespräch komme “Was machste?” Dann sage ich “Ich bin selbstständig” und meistens ziemlich kompliziert zu erklären, was ich mache. Ich sage einfach ich erstelle Webseiten für Kunden oder mache irgendwas Online. Aber alleine da kriegste dann schon mitleidige Blicke und denkst so “Woah nee und krass und dieses Risiko. Wie kannst Du das aushalten und kannst Du noch nachts ruhig schlafen? Und es ist mehr so Mitleid, was einem in Deutschland entgegensteht, als irgendwie so “Cool, ist richtig geil, was Du machst! Wie kann ich Dir helfen?” Sebastian: Das stimmt. Ich glaube in Deutschland sitzt man halt einfach sehr, sehr gemütlich in seinem Angestelltenjob. Man mag ihn vielleicht nicht besonders, aber man sitzt halt einfach sehr gemütlich dadrin und man hat dieses Sicherheitsnetz und so. Das funktioniert alles und hier in Thailand ist es halt einfach so … also wenn Du Angestellter bist, der Großteil der Angestellten verdient halt wirklich nix. Marcus: Wieviel verdienen die so im Schnitt? Sebastian: Okay, das ist natürlich jetzt abhängig von der Region, aber ich meine, wenn man mal ganz unten nimmt. Jemand der nix großartig gelernt hat und irgendwo hier als Angestellter Kellner, also wirklich so die Leute, die man so im Alltag trifft im Supermarkt oder so, die verdienen vielleicht 250,00 Euro im Monat? Marcus: Ja. Sebastian: Und klar, dann gibt’s natürlich bessere Bürojobs und mittleres Management. Die verdienen dann auch ihre, irgendwo 600,00 Euro bis 1.000,00 Euro im Monat, was dann für hier schon okay ist, aber jemand, der halt wirklich … also die Selbstständigkeit ist hier einfach nochmal anders. Es hat nen anderen Stellenwert und die Leute, die hier wirklich etwas aufbauen, weil es jetzt natürlich auch wirtschaftlich anders da sind, und da haben sie nen anderen Stellenwert in der Gesellschaft. Marcus: Mh. Sebastian: Und was jetzt die Europäer angeht… hier ist es halt so… es gibt halt die einen, die nix auf die Reihe kriegen und die anderen, die die halt richtig Gas geben und sich Sachen aufbauen und entsprechend halt auch wirtschaftlich anders gestellt sind. Und auch die haben dann halt den anderen Status dadurch. Und es gibt ja kein Sicherheitsnetz. Also wenn mein Business morgen crashed, dann stehe ich halt auf der Straße, dann war’s das halt. Marcus: Ja. Sebastian: Also von daher: Es gibt nur die Richtung nach vorne und Gas geben und Sachen aufbauen. Marcus: Ja, das verkörperst Du ja total. Ich glaube neben der Website Phuketastic hast Du noch mehr Sachen mittlerweile aufgebaut oder hast Du zum Beispiel auch nen eigenen Podcast an den Start gebracht und hattest Du noch so ein Hochzeitsding laufen? Also immer, wenn ich irgendetwas von Dir gesehen habe oder an Dich gedacht habe, dachte ich “Boah, der Typ ist echt… Der ist umtriebig, der hat Feuer im Arsch, der macht, versucht und tut” und mir war so klar, irgendwann bist Du mal mega erfolgreich mit allen Sachen. Sebastian: Mh cool, dankeschön! Ja, ich meine, also bei dem Hochzeits Business, weil Du das jetzt ansprichst, es war so: Ein guter Freund von mir hat das aufgebaut über acht Jahre und hat dann aber gesagt, er will nicht mehr weiter machen und hat’s mir dann angeboten. Ich hab gesagt, das passt eigentlich ganz gut zu dem, was ich mache. Er hat sich bis dahin nur auf den englischsprachigen Markt konzentriert und ich habe gedacht, wenn ich das übernehme, dann kann ich halt über meine bestehende Plattform dann den deutschsprachigen Markt mit angehen. Und dann habe ich angefangen eben Hochzeiten mit anzubieten und das passt eigentlich ganz gut rein. Und ich denke, Du hattest es Eingangs gesagt im Prinzip, es geht darum, die Möglichkeiten, die sich Dir präsentieren einfach auch zu ergreifen. Und ich glaube, jeder hat extrem viele Möglichkeiten, Dinge zu tun. Es ist halt immer nur die Frage: Nutzt Du die Möglichkeit in dem Moment, wo sie sich Dir präsentiert? Und manchmal muss man vielleicht bestimmte Dinge einfach ausprobieren, um festzustellen, dass das nicht das richtige ist, sondern dass es nicht funktioniert. Aber wenn Du halt nie irgendwas ausprobierst, dann wirst Du auch nicht an den Punkt kommen, wo irgendwas funktionieren kann. Marcus: Genau, und genau aus dem Grunde hat sich das ja dann schon wieder gelohnt, das mal auszuprobieren. Zu testen und wenn es nur die Erkenntnis ist: Das ist absolut nichts für mich! Sebastian: Ja genau. Und zum Beispiel das Hochzeits Business, das ist jetzt nicht irgendwie so, das ist keine Erfüllung für mich, aber ich hab’s ausprobiert, weil ich wissen wollte, wie es ist. Ob das passt. Ich habe mein Investment lange wieder drin. Also von daher: Ich könnte morgen aufhören und hätte ne Erfahrung gewonnen. Mein Investment ist wieder da. Ich habe ein bisschen Geld damit gemacht und gut ist. Also von daher… voll okay. Marcus: Und Du bist jetzt an dem Punkt, dass die Seite Phuketastic Dein Haupthub ist quasi, wo der meiste Traffic ankommt, richtig? Sebastian: Ja genau, genau. Marcus: Und den monetarisierst Du dann über diese verschiedensten Arten, über die wir gerade gesprochen haben und hast jetzt aber vor ein paar Monaten noch nen eigenen Business Podcast gestartet. Sebastian: Genau! Ja im Prinzip war es so, es war schon lange so ein Wunsch von mir, ein bisschen meine Erfahrungen auch weiterzugeben und da habe ich erstmal den Blog gestartet. Wobei man dazu sagen muss, dass mir nie so wirklich klar war, was ich genau eigentlich für wen weitergeben will. Und ich habe immer gedacht: Okay, ich starte das Ding einfach mal und das wird sich im Laufe der Zeit schon heraus kristallisieren für wen ich da eigentlich was mitteilen kann. Und das ist halt auch so ein Ding einfach. Ich hatte den Wunsch das zu starten, ohne genau zu wissen wie und warum, aber ich wollte es einfach machen, also habe ich gesagt: Okay, einfach mal anfangen und es wird sich einfach zeigen, was passiert. Und ähm... Marcus: Ja, dann werd’ doch mal konkret an diesem Beispiel: Wie hast Du angefangen? Sebastian: Mit dem Blog oder mit dem Podcast? Marcus: Mit dem Podcast. Da war jetzt, da ist die Idee gereift, Du hattest Bock auf nen Podcast. Haben bestimmt auch viele, die jetzt mich verfolgen oder die anderen Podcaster und sagen: Boah, das wäre vielleicht noch was. Aber wissen wahrscheinlich nicht: Wo soll ich anfangen? Und fangen dann nie an. Sebastian: Genau und so war es auch bei mir. Ich habe das lange vor mir hergeschoben mit dem Podcast, weil ich habe dann immer wieder versucht zu recherchieren, wie funktioniert das eigentlich? Und es gibt gar nicht so wirklich konkrete Anleitungen wie es funktioniert. Jeder erzählt ein bisschen was. Und ich fand’s relativ kompliziert, obwohl ich jetzt doch schon ein paar Jahre online bin, aber ich fand es relativ kompliziert und hab’s dann immer wieder vor mir hergeschoben. Und dann habe ich gesagt: Okay, bis zum Ende des Jahres will ich das Ding einfach starten und 20 Folgen produzieren. Das war so Mitte des Jahres. Und dann habe ich mir einfach gesagt: Okay, die erste Folge geht am 15. September Online und dann habe ich angefangen Leute anzuschreiben und in dem Moment, wo ich die ersten Interview-Gäste, die dann zugesagt hatten, hatte, gab’s letztlich auch kein zurück mehr, weil Du kannst dann nicht sagen: Okay, jetzt habe ich ein Interview mit fünf Leuten geführt und dann lässt Du es wieder einschlafen. Also von daher, war die Strategie einfach zu sagen: Okay, ich setze mir jetzt ne Deadline. Ich mache mir den sozialen Druck, indem ich die Interviews schonmal terminiere. Marcus: Ja. Sebastian: Und dann kann ich nicht mehr zurück und dann muss ich alles andere irgendwie herausfinden, wie es funktioniert. Und genauso war es dann auch. Ja, also dann habe ich halt herausgefunden, was brauche ich an Equipment, was brauche ich an Technik und wie nehme ich auf? Wie schneide ich das? usw. Und ich würde jetzt nicht sagen, dass es hochprofessionell ist. Ich meine in Deinem Fall, Du sourced es ja out, ja? Du machst ja das Schneiden nicht selbst. Marcus: Ja genau, aber ich musste mich natürlich auch komplett reinfuchsen, um dann nachzudenken über den Workflow. Sebastian: Genau. Und es ist halt einfach nochmal was neues, aber dieser Druck von außen ist extrem hilfreich. Also finde ich. Ich brauche halt Druck von außen. Ich weiß zwar, was ich will grundsätzlich, aber es dann umzusetzen, finde ich immer sehr hilfreich einfach zu wissen, da ist irgendjemand. Also zumindest ein gewisser sozialer Druck dahinter. Marcus: Genau, das schafft irgendwie Verbindlichkeit und… Sebastian: Genau und das zweite war: Ich habe gesagt, wenn ich’s mache, dann verpflichte ich mich auch wirklich eine Folge pro Woche rauszubringen und entsprechend musste ich halt jetzt auch dafür sorgen, dass die Interviews gescheduled werden. Dass die tatsächlich stattfinden usw. Und bisher habe ich auch noch keine Folge ausgelassen. Also jetzt sind wir bei Folge 10 und ja… Soweit schaut’s so aus, dass alles funktioniert und bis zum Jahresende ich auf meine 20 Folgen komme. Marcus: Hm Cool! Und was war letztendlich Deine wichtigste Ressource auf dem Weg? Gerade dieses ganze technische Know how anzueignen für den Podcast? Sebastian: Also ich habe einmal, es gibt auf Smart Passive Income von Pat Flynn, der hat ne relativ ausführliche Videoanleitung auf Englisch. Also den habe ich mir angeschaut. Und dann gibt’s natürlich von Podcast-Helden auf Deutsch gute Ressourcen von Gordon Schönwälder. Christian Gursky hat auch auf seinem Blog ein bisschen was drüber geschrieben. Ich habe mir dann einfach so die diversen vorhandenen Ressourcen angeschaut und einfach dann ausprobiert, was funktioniert und was nicht. Marcus: Hm perfekt. So hab ich’s ja auch gemacht. Also ich glaube die erste Ressource war auch von Pat Flynn, was ja ziemlich ausführlich ist und dann sogar noch mit Videos, um überhaupt ein Gefühl dafür zu kriegen, wie funktioniert das alles? Ein paar Sachen waren ein ganz bisschen veraltet glaube ich so ... Sebastian: Genau, mit dem Burberry Plugin. Das brauchst Du gar nicht mehr. Ich hab’s einfach so direkt auf Lipsyn gehostet  um das mit dem Plugin zu machen. Marcus: Ja, oder die Mediahoster. Ich weiß gar nicht, ob da zum Beispiel schon Soundcloud mit bei war. Ich habe mich für Soundcloud entschieden. Aber das ist ein super guter Einstieg. Und dann, wenn Du glaube ich dann vielleicht auf Deutsch noch etwas haben willst, bietet der Gordon mittlerweile richtig gute Ressourcen und Kurse an. Und Deine Drittressource war auch jemand aus Deutschland? Sebastian: Ja, Christian Gursky. Der macht so Sachen. Der ist halt auch ein Podcaster und hat auch diverse kostenlose Inhalte dazu. Er hat aber glaube ich auch nen Kurs. Marcus: Cool! Die verlinken wir auf jeden Fall alle in den Shownotes. Aber ich glaube, das ist jetzt auch mal eine ganz gute Case Study für andere, wie geht man so’n Ding an? Was passiert da im Kopf? Du hast auch gesagt, Du hast es dann immer wieder herausgeschoben, genau so wie bei mir. (beide grinsen) Sebastian: Ja. Marcus: Wobei man ja denken müsste, wir müssten es mittlerweile eigentlich auch besser wissen, aber da kann sich keiner von freimachen, dass man dann doch manchmal doch wieder intuitiv eher davon wegläuft. Sebastian: Und ich glaube, es ist halt auch so ein riesen Berg von neuen Aufgaben irgendwie. Und ich habe das in meinem Kopf halt riesen groß gemacht. Da habe ich mir überlegt: Okay, also erstmal brauchst Du Equipment, dann musste schneiden, dann brauchste ein Tonbearbeitungsprogramm, dann musst Du das Ding aufnehmen können. Dann musst Du es irgendwo hosten. Wie hostet man das überhaupt? Dann brauchst’n Logo dafür usw. Also ich habe mir ungefähr 1000 Einzelschritte überlegt, was man alles braucht und dann wurde es halt einfach so ein riesen Ding. Aber ich glaube, unter’m Strich sagst Du: Okay, Du musst es aufnehmen, irgendwie schneiden und dann muss es irgendwie Online. Das sind eigentlich nur drei Sachen, die Du dafür brauchst. Dadurch wird’s dann deutlich kleiner. Marcus: Genau, also ich glaube der Trick ist, dieses riesen Projekt oder Apparat oder die Vision, die man im Kopf hat, dann in viele kleine Einzelteile zu zerlegen. Sebastian: Ja, genau. Und dann einfach abzuarbeiten und einfach mal… ich glaube auch, oftmals hält halt die Vorstellung von Perfektion einen auf. Du hörst nen Podcast, die sind perfekt produziert mit nem super Intro und nem Outro und Übergängen und die Sprachqualität ist top usw. Und Du willst es dann genau so machen, anstelle einfach mal loszulegen. Marcus: Aha, okay. Ich habe mich da auch so unter Druck gesetzt und dachte so: “Nee, das muss das perfekte Produkt sein” und “Scheiße, irgendwie die erste Folge war doch nicht so cool und Du hast so viele Stotterer drin, so viel Äähhs und fängst jetzt an zu schneiden”. Sebastian: Genau und auch ja… Oder da ein Rauschen drin zu haben oder es ist zu leise oder zu laut. Aber letzten Endes, was soll’s? Ich meine, Du bist ja nicht… Du machst ja keine perfekte Radioshow. Klar, es soll schon einigermaßen gut sein, aber perfekt wird’s sowieso nie. Marcus: Nee, nie. Und ich glaube, das lieben die Leute auch, die Authentizität dann am Ende des Tages. Sebastian: Genau, das ist wichtig. Marcus: und nicht perfekt ist. Und ganz wichtig ist glaube ich auch, der Pat Flynn - ich weiß nicht, ob Du das gefunden hast - hat dann auch mal so ne Hörpröbe von seiner allerersten Aufnahme irgendwo eingestellt und das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Und das macht einen dann auch selber wieder Mut. Sebastian: Genau oder bei John Lee Dumas von Entrepreneurs On Fire. Ich habe mir dann, bevor ich losgelegt habe, auch mal seine ersten Folgen angehört. Und es ist extrem monoton, langweilig. Und er sagt es selbst auch immer in seinen eigenen Podcasts, dass er schlecht war, in dem was er getan hat. Und ich glaube, man muss einfach akzeptieren können, dass man am Anfang schlecht ist und über die Zeit besser werden kann. Es ist ein Mindshift. Du musst es einfach zulassen, dass Du anfangs nicht gut bist und es vielleicht schlecht machst. Dann ist es halt so. Marcus: Ja, in Deinen Augen. Sebastian: Ja, in Deinen Augen, genau. Weil für jemand, der noch nie irgendwas produziert hat, bist Du… kannst Du wahrscheinlich trotzdem ein Vorbild sein. Marcus: Es ist halt immer… genau… immer so das Verhältnis wo Du stehst oder was Dein Anspruch ist. Sebastian: Ja genau. Marcus: Und Du bist in dem Moment, in dem Du Deine erste Folge aufnimmst eh ja schon viel weiter, als wahrscheinlich 99% der Leute, die gerne mal ne Folge aufnehmen würden. Sebastian: Ja genau. Und Du kannst ja auch eine Solo-Folge, die kannst Du ja auch mal produzieren, ohne dass es irgendjemand hört. Marcus: Mmh, ja. Oder ich habe aus Spaß mit Feli glaube ich mal eine aufgenommen. Einfach mal hier auf GarageBand ohne das dann live gehen zu lassen, einfach mal, um so ein Gefühl dafür zu kriegen. Was passiert da eigentlich? Und das ist natürlich schrecklich, wenn Du das erste Mal Deine eigene Stimme hörst. Hast Du vielleicht früher auch schon mal auf dem Kassettenrekorder oder so. Die meisten, die können das nicht ertragen, aber ganz ehrlich: Man gewöhnt sich dran, oder? Sebastian: Ja und man gewöhnt sich dran… ich weiß nicht, also ich finde jetzt meine Stimme inzwischen gar nicht mehr so schlimm und ich habe lustigerweise… mein erstes Interview war mit Tim von Earthcity... Marcus: Meins auch! (beide lachen) Tim muss immer herhalten! Sebastian: Genau, Versuchspuppe (grinst) Und bei mir war das so, weil ich halt bei ihm auf dem Podcast… Das war mein erstes Podcast-Interview für das ich eingeladen wurde. Und ich glaube, es auch der erste deutsche Podcast, den ich gehört habe und deswegen habe ich gesagt: Okay, dann lade ich ihn auch ein. Marcus: Mh. Sebastian: Und er hat gemeint, er findet, ich hätte eine gute Podcast-Stimme. Da dachte ich: Okay, wenn das schonmal einer sagt, dann, so schlimm kann’s nicht sein und dann habe ich auch auf iTunes ein oder zweimal gesagt bekommen in Rezensionen, ich hätte ne gute Podcast-Stimme. Und wenn es drei Leute sagen, dann kann die Stimme gar nicht so extrem schlimm sein. Marcus: Nee. Sebastian: Selbst kann man es natürlich nie beurteilen, aber ja. Es ist immer schön, wenn jemand anderes dann Dinge, die Du selbst furchtbar findest als gar nicht so schlimm ansieht. Marcus: Mh cool! Das ist ein gutes Beispiel, wie man Sachen angeht. Was mich jetzt noch interessieren würde wäre: Hast Du eine tägliche Routine? Oder noch genauer: Hast Du ne bestimmte Morgenroutine? Sebastian: Ja, also bei Morgenroutine muss ich sagen, dass ich grundsätzlich kein Morgenmensch bin. Aber ich gemerkt habe, dass immer, wenn ich Phasen hatte, wo ich wirklich ne tägliche Morgenroutine hatte über Wochen, dass es mir deutlich besser ging. Also mental, Produktivität usw. Auch von der Ausgeglichenheit her und ich aber trotzdem immer wieder Schwierigkeiten habe, die über lange Zeit aufrechtzuerhalten. Und momentan bin ich wieder dabei eine aufzubauen. Ich hab’s ne Zeit lang gemacht wirklich mit vor 6.00 Uhr aufstehen, aber das ist mir einfach zu früh. Da fehlt mir dann… das schaff’ ich nicht. Momentan ist es so 7.00 Uhr aufstehen und mein Fixpunkt dabei ist, dass ich meinen Sohn gegen 8.45 Uhr fahre jeden Tag. Also das muss ich einfach… das ist sehr wichtig. Hab ich ihm versprochen, dass ich ihn immer bringe. Also von daher, das ist Teil der Morgenroutine. Also ich stehe 7.00 Uhr auf, mache jetzt momentan mit der 7 Minuten Workout App, die Du mir empfohlen hast. Marcus: Mh, das funktioniert? Sebastian: Ja, das ist super! Also ich mache den sehr gerne und es ist halt 7,5 Minuten ist halt ein schöner, knackiger Start irgendwie. Dann ganz wichtig, ich mache jeden Morgen das Bett, weil Du kennst es ja auch. Haben wir auch schonmal, glaube ich, drüber geredet. Marcus: Ja, aber erklär’ mal. Sebastian: Und zwar einfach, dass wenn Du morgens Dein Bett machst, ist es halt so der erste Win am Morgen. Bei mir ist es so, ich bin grundsätzlich ein sehr chaotischer Mensch und ich weiß halt, dass wenn ich diesen Step mache und das Schlafzimmer ordentlich hinterlasse, dann gibt es mir so einen geordneten Einstieg in den Tag irgendwie. Ich weiß halt, wenn ich in das Zimmer reinkomme, ich fühl’ mich einfach besser, es nicht unordentlich zu sehen. Und es ist ähnlich wie abends, dass ich halt einfach nochmal bevor ich ins Bett gehe, ne kleine Runde drehe und einfach die Sachen kurz aufräume. Alles irgendwie… dass ich weiß, wenn ich morgens ins Zimmer komme, an meinen Schreibtisch oder ins Wohnzimmer oder wie auch immer, dann weiß ich, dass alles irgendwie schön aufgeräumt ist und ich fühle mich einfach wohler dabei. Das hilft mir dann produktiver zu sein. Und gut, ansonsten, nachdem ich meinen Sohn in den Kindergarten gebracht habe, mache ich das normalerweise auf dem Rückweg, da höre ich immer Podcasts und höre den dann weiter, mache mir dann nen Kaffee, setz’ mich dann auf die Terrasse, höre den Podcast zu Ende, das sind dann meistens so 15, 20 Minuten, trinke dabei meinen Kaffee und danach gehe ich dann an die Arbeit. Das ist so meistens die Morgenroutine. Das heißt so, ich bin so gegen 9, kurz nach 9 Uhr und bis ich dann mit Kaffee fertig bin, ist es meistens so 9.15 Uhr oder 9.20 Uhr und dann kann ich gestärkt mit Kaffee und allen aus dem Haus, kann ich dann anfangen zu arbeiten. Marcus: Mh, ich glaube, was ein ganz wichtiger Hack, ist dieses Belohnungssystem und aufgeräumt zu sein, oder? Ich liebe es auch zum Beispiel jetzt gerade sitze ich hier an dem Schreibtisch und nehme mit Dir den Podcast auf und habe nur den Rechner und das Mikro vor mir. Und alles andere besitze ich entweder gar nicht oder hab’s irgendwo anders hingelegt oder ist gar nicht im Blickfeld. Also ich liebe es minimalistisch zu sein und die Sachen echt Straight to the Point und sehr plain, sei es jetzt Hardware Devices, wie meinen Rechner und die anderen Tools, die man braucht, aber auch ansonsten allen möglichen anderen Ballast im Leben. Sebastian: Vielleicht zu dem Minimalismus noch ganz kurz: Jetzt ist’s ja bei mir nochmal ein bisschen anders, weil ich mit Familie und natürlich festem Wohnsitz einfach nochmal anders ausgestattet bin, als ihr, die halt wirklich nur mit sehr, sehr wenig Sachen um die Welt fliegt. Vielleicht gibt’s ja den einen oder anderen, der auch noch einen festen Wohnsitz hat. Marcus: (grinst) Bestimmt viele. Man muss auch immer sagen: Also, ganz kurz, um nochmal einzuhaken, weil es ja auch immer wieder kommt. Wir wollen ja auch niemanden missionieren und irgendwie sind da auf nem Weg, Leute überzeugen zu wollen, dass das der einzig wahre Lifestyle ist und man so extrem leben muss, wie wir. Wir zeigen einfach nur, was möglich sein kann. Wir wissen ganz genau, dass wir da auch ziemlich extrem sind und die Speerspitze sind, aber ich glaube, das muss man auch so ein bisschen, wenn man so ne exponierte Stellung haben will. Aber das heißt jetzt auf keinen Fall, dass das für jeden genau das richtige ist. Wahrscheinlich ist so ein Mittelweg am gesündesten. Sebastian: Genau. Bei mir ist es halt so: Ich möchte jetzt dieses ewige Reisen zum Beispiel gar nicht. Und ich bin ganz froh, dass ich nen festen Wohnsitz habe, aber ich weiß halt genau, dass wenn ich jetzt morgen entschließen würde für die nächsten drei Monate irgendwo anders hinzugehen, dann könnte ich mein Business halt trotzdem mitnehmen. Also für mich ist es einfach die geistige Freiheit zu wissen, ich kann jederzeit woanders hingehen, aber ich muss es nicht. Und jetzt in Bezug auf den Minimalismus: Also ich besitze jede Menge Sachen. Ich habe auch ein Auto usw., aber ich sorge halt trotzdem dafür, dass ich zu viel Ballast einfach abschmeiße. Also wenn ich halt merke, dass irgendwie … also ich mache das häufig, dass ich einfach Sachen entweder verkaufe oder verschenke oder wegschmeiße einfach, um Sachen rauszukriegen, die ich nicht wirklich brauche. Und es geht mir einfach deutlich besser, jedes Mal, wenn halt Sachen weggehen, geht’s mir deutlich besser. Und von daher, ich denke mir, Minimalismus muss nicht sein, dass Du nur noch 20 Gegenstände hast und eine Unterhose, die Du irgendwie jeden Tag irgendwie im Waschbecken auswäscht... Marcus: Besser nicht… (beide lachen) Sebastian: … sondern ich glaube, es geht einfach um ein bewussteres Leben damit. Einfach zu sagen: Okay, was sind Dinge, die ich wirklich brauche, die mir was bedeuten und die auch nen praktischen Nutzen haben und alles andere halt nach und nach zu reduzieren. Marcus: Ja, und spannender Punkt ist auch, was Du eben sagtest: Auch das Entschlacken und das Freimachen, kann einen total belohnen. Viele kennen es wahrscheinlich jetzt, die es vorher noch nie gemacht haben, eher so: Ich kaufe mir neue Schuhe, ich kaufe mir ein Kleid, ein T-Shirt, whatever und habe dann kurz diesen Trigger, dass ich mich belohnt fühle, aber nach ner Woche ist das neue iPhone irgendwie auch nicht mehr so spannend. Aber das kann auf der anderen Seite genau so viel Spaß machen, wenn man weiß “Boah jetzt geil! Ich habe den Schrank wieder freigeräumt und die sind jetzt erstmal aus meinem Kopf die Sachen”. Sebastian: Mh, und es ist ja auch so, dass speziell wenn Du eigenen Wohnraum hast, je mehr freien Platz Du zur Verfügung hast, umso größer die Tendenz diesen freien Platz mit irgendwas zu füllen, normalerweise.   Marcus: Ja. Sebastian: Und dem muss man halt sich irgendwie so ein bisschen widersetzen und einfach schauen, dass…. Marcus: Ja, und es ist echt nicht easy, ne? Viele unterschätzen das und denken so “Ah okay, wenn ich will, kann ich von heute auf morgen alles wegschmeißen”. Ey, selbst wir Hardcore-Minimalisten haben glaube ich vier Anläufe oder so gebraucht und sind dann mit den ganzen Klamotten immer wieder zum Trödelmarkt gefahren, zum Flohmarkt, zum Roten Kreuz, haben was abholen lassen von der Caritas. Und immer wenn Du denkst so “Ey, das ist es jetzt, geil! Wir sind jetzt hier irgendwie mehr oder weniger auf Null” und wenn dann noch ne Reise dazwischen ist und Du kommst zurück und Du hast nur den Backpack dabei gehabt, dann denkst Du “Boah scheiße, das haben wir ja auch noch alles und das habe ich Null vermisst” und dann fängst Du wieder von neu an. Sebastian: Ja. Bei mir ist jetzt gerade die Verbindung… es ist jetzt wieder schlecht bei mir. Weiß nicht, ob Du mich normal hörst, aber Du bist abgehackt. Marcus: Ich höre Dich jetzt noch normal, sonst versuchen wir mal weiter, weil ich nehme ja hier beide Tonspuren auf… Hörst Du mich noch? Sebastian: Ich höre Dich, aber es ist abgehackt. Also wenn es auf Deiner Seite passt, dann hast Du ja wahrscheinlich die Aufnahme richtig. Marcus: Ja bei mir passt es. Dann kriegen die Hörer jetzt auch mal mit, was manchmal so für technische Hakeleien laufen können, gerade wenn man die Podcast Interviews dann über Skype aufnimmt, aber es ist irgendwie alles machbar. Ach ich glaube, ich weiß woran es liegt. Ich synchronisiere nämlich gerade parallel über Dropbox den ersten Teil der Aufnahme, die wir eben gemacht haben. Das hat jetzt mal auf Pause gemacht. (beide lachen) Auch ein guter Hack, wenn man mal wieder mehr Bandbreite braucht. Die ganzen Synchroniserungen…. Okay, so viel zu Deinen Morgenroutinen. Und genau, noch ein Punkt, der mir dazu eingefallen ist: Es muss nicht immer Reisen sein, sondern das ist glaube ich echt ein super Beispiel: Du nimmst dann diese Unternehmerische Freiheit und die freie Zeit, die Du dadurch gewinnst dazu, um Dein Kind zum Kindergarten zu bringen und abzuholen. Sebastian: Ja genau, also ich habe einfach für mich gesagt, für mich ist halt meine Familie extrem wichtig. Ich habe meinem Sohn versprochen, dass ich ihn jeden Tag zum Kindergarten bringe und abhole. Ja gut, ab und zu geht’s halt einfach nicht, weil ich irgendwie nen Termin habe, aber ich versuche wirklich jeden Termin, den ich nehmen muss so zu legen, dass er nicht in diesen Zeitraum passt. Das heißt zum Beispiel Podcast Interviews, die gibt’s halt grundsätzlich nur vorher oder nachher. Andere Treffen auch. Das ist einfach für mich ganz wichtig, dass ich dieses Versprechen ihm gegenüber einhalte. Und ich organisiere halt meinen Tag so außen herum und der Kindergarten hat halt, wie jetzt letzte Woche zum Beispiel bei Halloween, dann ist da halt so ein Halloween-Umzug und da bin ich halt auf jeden Fall mit dabei. Also ich kann halt einfach ganz spontan, jederzeit sagen, ich gehe halt in den Kindergarten oder wenn er krank ist, dann bleibe ich halt zu hause und bin halt einfach zu hause und ich arbeite dann halt nicht. Und von daher, ich habe die Freiheit mich um die Familie zu kümmern, wenn’s halt sein muss und das ist für mich eigentlich das wichtigste dabei. Marcus: Okay Sebastian, was ist Deine größte Schwäche und worin willst Du besser werden? Sebastian: Ich denke, die größte Schwäche sind letztlich zwei Sachen, die miteinander zu tun haben. Es ist auf jeden Fall Fokus und Prokrastination. Und die haben denke ich miteinander zu tun. Mir fällt’s durchaus schwer, weil ich halt viele verschiedene Sachen mache. Einfach den Fokus zu finden, worauf ich mich wann, wie, wo fokussieren muss. Oftmals sind’s halt einfach so viele einzelne Aufgaben, die man tun könnte oder auch tun müsste…. Marcus: oder würde… Sebastian: ...oder würde, genau. Und ähm, dann neue Ideen, die man gerne umsetzen möchte. Marcus: Ja, das ist dieses SOS-Syndrom ne? Sebastian: Ja genau. Shiny Objects Syndrom, ja. Und dann ist es halt einfach schwer. Womit fange ich an? Und manchmal geht’s mir halt dann einfach so, dass es so viele Sachen sind, dass ich letzten Endes dann gar nichts mache. Oder extrem lange brauche bis ich dann mit den einzelnen Sachen anfange. Und das heißt, wo ich auf jeden Fall gerne besser werden würde, wäre zu sagen: Einfach noch klarer zu wissen, was sind die Dinge, auf die ich mich fokussieren muss? Und dann alles andere mehr und mehr abzugeben, sodass ich halt meine Zeit wirklich fokussiert auf die Dinge verwenden kann, die wichtig sind, um mich dann eben auch ablenkungsfrei auf diese Sachen stürzen zu können. Marcus: Mh, ganz ehrlich: Also mir geht’s genau so. Nach wie vor. Auch wenn ich so viel dazu jetzt gelesen habe und probiert habe und Tools nutze. Es passiert immer wieder, dass ich auf Facebook gehe und irgendwas schedulen will oder businessmäßig plane oder loswerden will oder recherchieren will und dann mich total drin verliere und am Ende sogar gar nicht mehr weiß, warum ich überhaupt auf Facebook gegangen bin. Sebastian: Ja, und ich glaube es geht jedem so. Also es gibt wahrscheinlich niemand.... ich meine Du bist jetzt jemand, der wirklich sich mit Produktivität und Hackz usw. auseinandersetzt, und selbst Dir geht’s so. Marcus: Ja. Sebastian: Von daher, man sollte sich glaube ich einfach auch eingestehen, dass es normal ist. Und auch mal… ich glaube man darf sich auch mal die Phasen eingestehen, wo man mal nicht so produktiv ist. Das gehört glaube ich auch dazu. Marcus: Ja, und irgendwann, ich glaube vor einem Jahr, habe ich mich so sehr über mich selber geärgert und über Facebook gleich gesagt habe “Ey Leute, dieser Algorhythmus, der funktioniert einfach. Ich kauf’ mir jetzt ne Facebook Aktie” (beide lachen) Und immer, wenn ich mich das nächste Mal darüber Ärger, dass ich auf Facebook gewesen bin, freue ich mich, dass die noch ein bisschen mehr Verweildauer durch mich kriegt und eventuell dadurch der Börsenwert von dem Unternehmen steigt. Sebastian: Haste Dir ne Aktie gekauft? Marcus: Ja ja habe ich. Sebastian: Ja? Okay. Marcus: Ja, ich hatte auch voll Schwein damals. Da war die noch mega günstig zu haben. Irgendwie 35,00 Euro. Jetzt ist die bei fast 100,00 Euro oder so. Also fast verdreifacht. Hätte ich mal ein bisschen mehr Mut gehabt, ein bisschen mehr investiert, aber dieses Hätte, Wenn und Aber… Da lasse ich lieber mal die Hände von, von der Börse. Aber ich hab ja nur eine irgendwie erstmal reingelegt ins Portfolio, um mich nicht mehr ständig über mich selbst zu ärgern oder wenn andere dann darüber reden, wieviel Zeit sie auf Facebook verbringen. Da denke ich: Ja okay, ist ja ganz cool. (beide grinsen) Gut, ich denke mal, das war ein guter Rundumschlag von dem, was Du alles so machst, was Du für ein Typ bist, was Du für einen Background hast. Mega spannend! Ähm, allerletzte Frage noch: Sebastian: Okay. Marcus: Wenn Du merkst, Du bist am Rechner und hast aber das Gefühl, Du kommst nicht weiter… Es geht nicht voran und Du bist einfach leer im Kopf. Ich verpasse da leider nach wie vor immernoch den Zeitpunkt zu sagen: Okay, heute geht nix mehr, ich klapp’ jetzt den Rechner zu und geh’ raus und mach Sport oder irgendwas. Wie gehst Du damit um? Hast Du da irgendeinen Trick? Was machst Du, wenn Du nicht weiterkommst? Sebastian: Ah puhh, schwer. Also ja, ich kenne die Situation gut, wo … ja genau, wo Du einfach merkst, Du sitzt zwar jetzt da und solltest Du, aber eigentlich hatt’s überhaupt keinen Sinn da irgendwas weiter zu machen. Also ich kenne das dann schon. Dann werden dann doch mal Stunden vertrödelt irgendwie mit Youtube Videos gucken usw. Aber wenn’s mir bewusst wird und ich glaube darum geht’s ja, sich das bewusst zu machen, was nicht immer funktioniert, aber wenn’s mir bewusst wird, dann mache ich auch den Computer einfach zu und gehe dann mal raus und gehe die Stunde irgendwie laufen oder mache ein bisschen Sport. Oder ja… ich habe zum Beispiel hier fünf Minuten von hier, also bei uns im Wohnviertel, gibt’s nen Swimming Pool. Ich kann da zum Schwimmen gehen und da kann ich meine Bahnen ziehen. Also ich mache das dann schon, dass ich rausgehe. Oder ich setze mich einfach auf den Roller und dreh’ ne Runde und fahre ein bisschen rum. Marcus: Geil! Roller fahren ist cool in Thailand! Sebastian: Ja, auf jeden Fall. Und sehr entspannend auch, da kommt Fahrtwind rein und vor allem, Du kriegst jede Menge Sauerstoff und dann ja… Wenn ich wieder zurückkomme, dann läuft’s auch normalerweise wieder. Aber ich glaube das wichtigste dabei ist, dass man sich bewusst wird, wenn so eine Phase kommt und sich dann auch eingesteht, dass es jetzt einfach besser wäre, mal zuzumachen und nicht sich zu zwingen, weiterzumachen, weil’s sowieso nix bringt. Marcus: Okay perfekt. Super Schlusswort! Ich freue mich schon. Müssen wir sehen, ob wir es schon Anfang nächsten Jahres hinkriegen, wenn ich nach Phuket komme und wir uns auf jeden Fall dann treffen? Sebastian: Ja, ansonsten auf der DNX GLOBAL, nehme ich an. Marcus: Auf der DNX GLOBAL, genau. Da gibt’s auch News zu. Wir haben gestern die geilste Location ever gefunden, haben das direkt fix gemacht. 1. März, der Termin steht und wir sind im Aksra Theatre Center und ja… Alle Infos dann über die bekannten Websites, aber das wird richtig Fett. Du bist eingeladen, wenn Du kommst. Sebastian: Ja, ich bin auf jeden Fall da. Ist ja nicht soweit von mir. Gute Stunde Flug und da bin ich! Marcus: Ja cool! Danke für Deine Zeit! Sebastian: Okay, danke Dir! Marcus:  Und bis bald! Sebastian: Okay, bis bald, ciao. Marcus: Ciao.   Yo yo, das ist dann doch wieder eine etwas längere Folge geworden. Ich glaube knapp ne Stunde oder so. Eigentlich wollte ich jetzt mal versuchen, ein bisschen knackiger zu werden und nur noch ne halbe Stunde oder 40 Minuten mit meinen Gästen zu reden, aber wenn’s so spannend ist, dann will ich auch nicht aufhören. Dann will ich lieber noch mehr bohren und noch mehr Infos für euch daraus holen. Ich hoffe, euch hat die Folge gefallen. Wenn ja, gebt mir ne Rezension und Bewertung auf iTunes ab oder bzw. zusätzlich auch ganz gerne: Schreibt mir ne Mail an marcus@lifehackz.de wen ich vielleicht mal auf die Show holen sollte, was euch gefällt, was euch nicht so gut gefällt. Und wenn ihr sagt, das ist cooler Stuff, den Marcus macht und das würde ich gerne irgendwie unterstützen, dann haben wir immer noch unsere Charity Aktion für Straßenkinder in Salvador laufen, weil in zwei Wochen, glaube ich… Genau in zwei Wochen geht es auf die Cruise von Gran Canaria nach Brasilien und Feli und ich haben dazu eine Charity Aktion gestartet. Alle Infos zu dieser Aktion unter www.lifehackz.de/charity. Vielen Dank, Peace and Out! [/su_spoiler]

[/su_accordion] Sebastian Prestele    

Oct 30, 2015

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Interview mit Felicia Hargarten von Travelicia & DNX

Yo Leute, herzliche Willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ - Deiner Show zu den Themen ortsunabhängiges Arbeiten, digitale Nomaden, persönliches Wachstum. Heute Moneymindset und sonst auch Sport, gesunde Ernährung, alles was zu nem guten und gesunden Lifestyle dazu gehört. Dieses Mal live aus Bangkok. Wir sind vor zwei Tagen hier angekommen und waren vorher in Hongkong, wo alles nochmal ne Stufe überdimensionierter ist. Riesen Leuchtreklamen. Die ganze Stadt ist nachts hell. Man weiß gar nicht, ob’s morgens, abends, mittags, nachts, links, rechts, vorne, hinten ist. Trotzdem hat es mir echt richtig gut gefallen in Hongkong und ich glaube, es war nicht der letzte Besuch in dieser coolen, geilen Metropole und dem Tor nach Asien. Ja, jetzt sind wir hier in Bangkok im Airbnb, 27. Stock mit Blick über die Stadt. Ich muss sagen, da haben wir richtig, richtig viel Schwein gehabt hier so ne coole Butze zu finden und heute habe ich meine Freundin, Felicia Hargarten vor’s Mikro geholt, weil Feli hat bei mir im Leben die Finanzen auf Vordermann gebracht. Ich war vorher so ein typischer Typ, der … typischer Typ… genau… der nie genug Geld hatte, egal, wieviel Geld ich verdient habe, habe ich immer soviel ausgegeben, dass am Ende nicht viel übrig geblieben ist. Bis Feli in mein Leben gekommen ist und ja, wie man auch in so einen Mindset kommen kann und was für Tips es gibt, um seine Finanzen besser im Griff zu haben, darüber habe ich mit ihr hier auf der Couch auf der Airbnb Wohnung gesprochen. Viel Spaß! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie du deine Finanzen mit einfach Maßnahmen in den Griff bekommst.
  2. Wo du schon im Alltag mit kleinen Änderungen viel sparen kannst.
  3. Wie du auf Reisen sparen kannst und wo du günstige Flüge findest.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus

 

SHOWNOTES

Travelicia

Travelicia Ebook "Besser Sparen, mehr Reisen"

Charity Aktion

 

zendepot

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[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Marcus: Ja hi Feli, cool, dass Du Dir die Zeit genommen hast, um bei mir auf dem Podcast am Start zu sein! Feli: Ja! Schön. Marcus: Ja, wir beide wollen heute über das Thema Moneymind sprechen und der Einstellung zum Geld im Allgemeinen und ja… ich muss sagen, Du hast ganz schön bei mir auch in Sachen Finanzen was verändern können, oder glücklicherweise auch verändert. Weil ich war eigentlich so der Prototyp des 9 to 5 Arbeiters, der sich dann hochgearbeitet hat, immer mehr Gehalt hatte, aber immer gleich wenig Geld, egal wie viel ich verdient habe. Und bei Dir hat mir das immer imponiert, dass Du eigentlich immer so die Disziplin hattest, auch etwas zurückzulegen und nicht zu viel auszugeben, egal wieviel Du hattest. Wie hast Du das gemacht? Feli: Ähm, also generell habe ich halt von meinen Eltern schonmal gelernt, dass man also nie mehr ausgibt, als man hat. Also, es war immer das, was ich im Kopf hatte und ich wäre also niemals auf die Idee gekommen, großartig ins Minus zu gehen auf meinem Konto. Also es konnte natürlich schonmal sein, dass ich irgendwie ein bisschen von meinem Dispo genutzt habe, weil ich von meinem Sparkonto nichts überwiesen habe oder so, aber ich war noch nie in meinem Leben wirklich richtig im Minus. Also, ich habe immer nur das Geld ausgegeben, was ich hatte. Und meine Ansprüche waren eigentlich immer schon relativ gering. Also an Gegenstände oder an Wohnung. Deswegen hatte ich, oder ich habe immer darauf geachtet, dass ich relativ wenig Kosten hatte. Im Gegenzug dazu hatte ich aber auch mein Ziel, wofür ich dann das Geld, was ich einspare, verbrauchen will und das war schon in frühen Jahren bei mir das Reisen. Ich wollte mir also weite Reisen leisten. Meine erste Reise ging nach Kalifornien und ja, das kostet halt auch ein bisschen mit Flügen usw. und das war mir immer das Geld wert. Aber trotzdem habe ich immer nur die Reisen gemacht, die ich mir auch leisten konnte. Marcus: Okay, das heißt Du hast schon immer gewusst, wieviel Geld Du auf dem Konto hast. Du bist ja glaube ich sehr, ich weiß es nicht, ich glaube ich weiß, dass Du sehr nachhaltig bist mit Listen, Einnahmen, Ausgaben, verschiedene Konten, verschiedene Karten, Unterkonten angelegt. Heißt, Du hast nie den Überblick verloren in Sachen Finanzen und wusstest immer genau, was reinkommt und was rausgeht. Feli: Also, ich habe schonmal den Überblick verloren, dann aber immer nur für kurze Zeit. Dass ich dann nicht mehr wusste, was geht da noch ab, was kommt hier usw. Aber ich finde super sicher ne ganz einfache Excel-Liste zu machen mit seinen monatlichen Kosten. Was geht raus für Miete, was geht raus für Versicherungen, was geht raus für’s Fitnessstudio. Das ist total einfach. Und was hat man für Einnahmen und was bleibt übrig. Und man kann, wenn man direkt sagt: Okay das bleibt übrig und so und so viel Prozent davon lege ich weg und spare ich, dann ist das besser, als zu sagen: Okay, ich gebe erstmal alles aus und gucke am Ende des Monats, was übrig bleibt und spare das dann. Das funktioniert nämlich meistens nicht. Weil ausgeben kann man halt bis ins Unendliche und Wünsche hat auch jeder Mensch bis ins Unendliche. Und das funktioniert halt nicht. Marcus: Hm, das war glaube ich genau bei mir das Problem, als ich dann mehr Geld zur Verfügung hatte, habe ich automatisch mehr Geld ausgegeben. Sprich: Im Supermarkt, ich habe mich nicht mehr nach unten im Regal nach den Eigenmarken gebückt oder so und dachte “Komm, die Butter sind 20 Cent mehr, hast ja jetzt auch ein bisschen mehr Kohle.” Oder habe mir dann mal Pay TV geleistet, wo dann wieder monatlich Kosten abgegangen sind, obwohl ich das eigentlich nie gebraucht habe. Ich habe vorher immer bei Kumpels geguckt. Also letztendlich - wie Du schon sagtest - die Wünsche sind endlos und man kann das Geld ja immer ausgeben und so war ich dann immer +/- 0, ein bisschen im Dispo drin, ein bisschen raus. Das war nicht cool. Feli: Und mich haben auch schon immer Sachen genervt, wie irgendwie monatlich anfügen oder wo man sich lange binden musste. Wie lange Verträge und so. Und ich habe immer versucht, das so flexibel wie möglich zu halten, weil wer weiß schon, ob ich drei Jahre lang irgendeinen Handy-Vertrag haben will. Glücklicherweise ändern sich die Zeiten dahin, dass es besser möglich ist, flexiblere Sachen. Beim Fitnessstudio und so. Es ist zum Beispiel schwierig und das hat mich schon immer, immer genervt, mich da irgendwie lange festzulegen. Marcus: Ja, das heißt Du bist dann eher nen kurzen Vertrag, nen flexiblen eingegangen für mehr Monatsbeitrag, als einen langfristigen, wo man dann unterm Strich monatlich weniger gezahlt hat? Feli: Im Zweifelsfall ja. Das muss man dann halt gegeneinander abwägen. Aber das habe ich auch schon immer gemacht, gerade bei solchen Vertragssachen, dann wirklich sehr genau verglichen zwischen verschiedenen Anbietern und mich dann erst entschieden. Das ist halt ein bisschen Arbeit, aber im Longterm besser. Marcus: Okay, was sind denn konkret Deine Tips beispielsweise, wenn Du sagst Handyvertrag? Wir sind ja auch öfters mal in Deutschland. Was für einen Handyvertrag hast Du? Feli: Den habe ich zum Beispiel von Congstar, weil der super, super flexibel ist. Den kann man halt so monatlich kündigen, vom 15. zum Monatsanfang und ja, da kann man die Flatrates ab und zu bestellen, je nach dem wieviel man telefoniert oder wieviel Datenflat man hat und das Ding ist einfach super geil. Es ist total günstig. Wenn ich jetzt höre, dass dann andere, weiß ich nicht, viermal so viel zahlen und nicht aus ihrem Vertrag rauskommen, das ist natürlich echt ein großer Unterschied. Marcus: Ja und das coole ist, es ist auch noch im D1 Netz und die anderen haben wahrscheinlich das gleiche Netz, die gleichen Leistungen, aber zahlen dann viermal so viel, sind im Vertrag drin und Congstar ist in dem Fall einfach nur cool ne? Feli: Ja, viele Leute sind halt einfach zu faul zu vergleichen oder Overwhelmed. Also, mich overwhelmed das auch, irgendwelche Tarife, gerade bei der Krankenkasse habe ich das gemerkt, als ich in die Selbstständigkeit gegangen bin. Da habe ich gedacht: Scheiße! Ich blick da nicht durch, was das Beste ist. Da muss man sich echt durchfuchsen oder halt Leute fragen, die schon weiter sind. Die sich schonmal mit dem Thema beschäftigt haben und die einem da weiterhelfen können. Marcus: Ja, ähm. Nächstes Beispiel: Was ist Dein Fitnessstudiovertrag? In welchem Studio bist? Waren die direkt bereit, das flexibel zu gestalten. Feli: Also, da bin ich zum Beispiel in Berlin bei Fitness First. Und da habe ich mich tatsächlich nicht für den billigsten Vertrag entschieden. Der kostet 50,00 Euro im Monat und es gibt auch welche in Berlin für 20,00 Euro, aber zum Beispiel Fitness ist eigentlich das Einzige Hobby in Berlin, was ich non-stop mache. Also da habe ich gesagt, es ist mir das wert und da würde ich eher wieder an anderen Sachen sparen. Also... Marcus: Und die waren direkt auch gesprächsbereit und Du kannst den Vertrag dann ruhen lassen? Feli: Genau, also das habe ich, bevor ich den Vertrag abgeschlossen habe, habe ich gesagt, ich mache das nur, wenn ich den ruhen lassen kann, wenn ich im Ausland bin. Und ähm, das haben die dann irgendwie vermerkt und jetzt kann ich dann jederzeit ohne Probleme den Vertrag stilllegen, wenn ich unterwegs bin. Weil das ist natürlich ganz bescheuert, wenn man viel unterwegs ist, doppelt zu zahlen. Man muss seine Kosten echt auf Null halten. Aber ja… der ganze Umgang mit Geld hat halt viel damit zu tun, was man so für Believes im Kopf hat. Also, was man so von früher gehört hat. Dieses “Geld ist schlecht” oder “Man darf kein Geld haben” oder ... Marcus: … “Geld verdirbt den Charakter”, all die Sprüche oder? Feli: Genau, diese ganzen Sprüche, die beeinflussen einen schon im Leben, wie man mit Geld umgeht. Also eigentlich sollte man ein positives Verhältnis zu Geld haben, weil nur so kann man auch an mehr Geld kommen. Denn das Unterbewusstsein spielt da ja schon ne Rolle, dass man in die richtige Richtung steuert und ja, also Geld an sich ist ja nix Schlechtes. Es ist ja einfach nur ein Stück Papier und ein Mittel zum Zweck. Und das Ding ist, viele Leute glauben Geld ist schlecht, aber man kann … es ist doch schön, viel Geld zu haben. Man kann es ja auch für etwas Gutes verwenden. Sag ich mal, wenn ich viel zu viel Geld habe, kann ich ein Charity Projekt machen oder irgendwas Gutes unterstützen. Man verbindet das halt sehr oft mit Negativem und das führt dann oft dazu, dass man nicht mehr Geld generiert oder immer in dieser Trap bleibt, nichts übrig zu haben. Marcus: Ja, ich glaube ganz entscheidend ist auch dieser Trap nicht viel übrig zu haben, dass viele Leute sich darauf verlassen, dass die Firmen selbstständig und automatisch die Kosten abbuchen und so irgendwann dann auch den Überblick verlieren. Also das heißt, die meisten geben einfach Einzugsermächtigungen raus, zahlen alles mit Karte oder überweisen online und haben in den seltensten Fällen überhaupt noch viel Geld in der Hand. Kann das das Verhältnis zum Geld dann auch ein bisschen einschränken? Feli: Ja auf jeden Fall. Also, es ist schon ein Unterschied, wenn man Geld in der Hand hat oder dauernd mit Karte bezahlt, ne? Da verliert man den Überblick, wenn man sich nicht aufschreibt. Aber es gibt natürlich auch coole Apps, wo man seine Ausgaben checken kann. Aber sowas ist jetzt mir zu aufwändig. Also da bin ich auch zu faul. Das gibt’s auch zum Beispiel für Reisen, um zu gucken, ob man auch im täglichen Budget drin ist. Weil gerade da kann man natürlich mal hohe Kosten haben, wenn man doch mal grad nen Flug bucht oder irgendwie was außergewöhnlich hohes hat, was über dem Tagesbedarf liegt, dass man da so ein bisschen den Überblick verliert von Deinem Reisebudget. Marcus: Hm, was ist Dein Tip für Kosten auf Reisen im Griff zu haben? Du sagst gerade ein tägliches Reisebudget. Ich habe sowas früher nie gemacht. Du schon immer wahrscheinlich? Feli: Ähm ja. Also, als ich meine erste Weltreise gemacht habe mit Anfang 20, hatte ich schon auch mega irgendwie Schiss zu wenig Geld zu haben. Klar kann man viel recherchieren, was haben andere gebraucht und so. Aber meistens ist es schon so, dass man ein bisschen mehr braucht, als man denkt, weil man dann doch viel unternimmt und macht und auch nicht alles so günstig ist. Aber so ein grobes Monatsbudget zu haben macht schon Sinn. Das Problem ist nur, dass das je nach Land unterschiedlich sein kann. Also in einem brauchst Du vielleicht mehr, im anderen weniger. Und dann kommst Du wieder auf +/- 0 raus. Aber da so gar keinen Überblick zu haben, ist auch ein doofes Gefühl. Marcus: Hm, was wäre denn Dein konkreter Tip für wenn man auf Reisen ist, seine Kosten zu senken? Kann man da irgendwelche Sachen alternativ nutzen? Unterkünfte, Transportmittel…? Feli: Also, da gibt es halt sehr, sehr viele Möglichkeiten. Aber mal ein Beispiel im unterschiedlichen Denken von Leuten: Angenommen man bekommt jetzt nen Flug gesponsort oder ne Standby-Rate und der Flug kostet jetzt nur noch 150,00 Euro in der Economy Class, man hat aber zum Beispiel die Möglichkeit Business Class zu fliegen für 300,00 Euro. Dann gibt’s einmal die Leute, die sagen: Ahh, dann nehme ich lieber den für 150,00 Euro, dann habe ich ja Geld gespart und der andere sagt: Ah nee, dann zahle ich lieber das gleiche oder mehr oder weniger das gleiche wie vorher und mache aber ein Upgrade. Also fahre meine Wünsche oder die Qualität hoch. Und beim Reisen ist es natürlich genauso. Man kann einmal mit dem günstigen Zug fahren oder einmal mit dem teuren Flieger. Also das ist auch so ein bisschen die Grenze, wieviel man an Komfort einbüßt. Und das können manche Leute besser und schlechter. Aber je mehr man natürlich Komfort nutzt, desto mehr gewöhnt man sich dran und kann nicht mehr drauf verzichten. Deswegen bin ich generell immer so ein Fan von Downsizing und wenig zu haben, dann kannst Du auch wenig verlieren und willst vielleicht auch gar nicht mehr. Und letztendlich machen einen die Dinge ja gar nicht glücklich, sondern eher die Erlebnisse. Andererseits ist es natürlich auch so, wenn jetzt der Flug - es muss immer alles im Verhältnis stehen - wenn ein Flug mit Stop-Over von, weiß ich nicht - 30 Stunden, nur geringfügig billiger ist, als einer, der direkt geht… also, man muss halt immer gucken. Wie ist das Verhältnis von dem was man spart und dem was man bekommt? Marcus: Hm. Und gerade bei Flügen, hast Du da einen Tip zum Sparen? Feli: Ach bei Flügen gibt es viele Tipps zum Sparen. Dass man einfach mal halt nicht zu den üblichen Daten guckt oder nicht zu den Daten, die am Wochenende liegen oder montags, freitags sondern eher in der Woche. Dass man vielleicht einen Stop-Over in Kauf nimmt oder von nem Nachbarland fliegen, bei Deutschland Amsterdam. Ähm, ja klar mehrere Flugsuchmaschinen durchsuchen, aber ja… da ist es immer so. Mal zahlt man mehr, mal weniger. Ne gute Suche ist gut. Man kann zum Beispiel auf flightfox suchen lassen. Aber wenn Du jetzt dann zehn Stunden nach nem günstigen Flug suchst, ist das den Aufwand auch wieder nicht wert. Also, da muss man ein bisschen gucken. Aber generell wollte ich noch sagen, ich war immer gut drin, selbst zu sparen, habe das dann auf meinem Konto gehabt und halt für Reisen ausgegeben oder ein bisschen als meinen persönlichen Sicherheitspuffer gespart. Wo ich aber lange Zeit überhaupt nicht gut drin war, war das gesparte Geld zu investieren. Also, eigentlich macht es ja Sinn da noch mehr Geld draus zu generieren und das habe ich lange Zeit nicht gut hingekriegt. Weil bei vielen Leuten ist der Kreislauf halt so: Man nimmt Geld ein, schafft sich Verbindlichkeiten, zum Beispiel ein Haus oder so, wofür man dann Zinsen zahlt oder wieder höhere Kosten hat. Das heißt, das Geld geht dann weiter raus. Und um mehr Geld zu machen und reicher zu werden, muss man halt das eingehende Geld investieren, um mehr Geld rauszukriegen. Das ist eigentlich der sinnvollste Weg. Aber das ganze Thema Investition ist halt total undurchsichtig und viele Leute überfordert es auch. Mich hat es auch überfordert, weil ich keine Ahnung habe von Aktien. Klar das Tagesgeldkonto, aber da kann man ja meistens drüber lachen, was es da an Zinsen gibt. Also, diese richtigen … die fetten Investitionen, das ist schon hakelig, sich da mal reinzufuchsen. Das habe ich dann vor gar nicht allzu langer Zeit gemacht, bin aber jetzt echt mal froh darüber. Und das kam bei mir auch deshalb, weil ich durch die Selbstständigkeit halt meine Altersvorsorgeverträge, die üblichen gecutted habe und stattdessen halt irgendetwas anderes machen wollte. Und da kam ich auf dieses Thema investieren und habe mich da auch eingelesen. Marcus: Und wo genau hast Du Dich eingelesen? Was gibt’s da für Ressourcen, gerade wenn man das Gefühl hat, so wie bei Dir, es ist völlig undurchsichtig und es überfordert einen und dann lässt man’s lieber liegen auf nem Tagesgeldkonto für 0,02% oder so? Also was war der Trigger dann mutiger zu werden in dem Bereich? Feli: Ja, also ich dachte die ganze Zeit, irgendetwas muss ich machen. Ein bisschen gespartes Geld, was einfach nur rumliegt ist doof. Meine Strategie bei allem, wenn ich irgendetwas nicht weiß, ist erstmal immer meine Freunde zu fragen oder meine Eltern oder meinen Bruder oder halt alle, die ich kenne, ob die sowas schon gemacht haben und was die mir für Tipps geben können. Was die für Erfahrungen haben. Und dann natürlich online. Da gibt’s zum Beispiel Zen Depot als Blog vom Holger Grethe. Der mal einfach beschrieben hat, was es für Möglichkeiten gibt, sodass sogar ich es verstanden habe. Den fand ich super cool. Oder ich ja… ich bohre halt nach und frage nach bei Leuten, Institutionen, rufe an, gehe dahin und fange einfach an, mich damit zu beschäftigen. Marcus: Aha, und wie bist Du jetzt aufgestellt vermögenstechnisch? Wie hast Du das Geld aufgeteilt oder angelegt? Gibt’s da ne Strategie oder bist Du noch am testen? Und seit wann bist Du da mutiger geworden? Feli: Ähm, also ich habe mich für ETFs entschieden, das sind Aktienfonds und die sind sehr geil. Also, das kannst du alles alleine durchblicken ohne Bankberater und der große Gebühren für irgendwen noch, der dazwischen geschaltet ist, zu zahlen. Und die Wertpapiere haben halt wenig Kosten. Also genau… die Gebühren bei der Bank und das... Marcus: Genau, also das ist kein Fonds, der gemanaged werden muss. Ich glaube, das läuft von selbst, ist einfache ne Indice, der eh immer abgebildet wird. Dafür können die Banken keine Gebühren nehmen. Und ansonsten von der Bank selber, glaube ich, die ETF-Verwaltung ist auch relativ kostengünstig. Feli: Genau, aber wenn man sich dann für ETFs entschieden hat, steht natürlich immernoch die Frage, welche ETFs und ja… da habe ich dann erstmal so ganz auch Leute gefragt und so ein kleines Portfolio zum Test zusammengestellt, um zu gucken was passiert und mich dann halt ganz langsam daran getraut, um das selber dann im Backend von der comdirect Bank im Depot gemacht. Marcus: Okay und jetzt liegt das Geld im Depot und läuft einfach weiter oder wie oft muss man sich dann darum kümmern oder sollte man sich darum kümmern? Feli: Nee also ETFs sind halt langfristig angelegt. Die sollten wirklich so über Jahre da liegen, möglichst. Ja, die orientieren sich an dem Aktienindex, zum Beispiel der DAX ETF am DAX usw. Ja, also es ist eine langfrisitige Geschichte und da muss man nicht… das ist kein Trading, wie Aktien kaufen, verkaufen. Ich habe mich aber trotzdem getraut eine Aktie zu kaufen und das ist die Facebook-Aktie und die ist sogar gestiegen, aber das war einfach halt nur so mal zum Test und zu gucken, weiß ich nicht, vielleicht traue ich mich da auch irgendwann mal mehr, aber…. ja… aber generell ist es auch cool, sich so zu sagen: Okay, wieviel Geld habe ich pro Monat zur Verfügung? Und jetzt auch nicht zu sagen: Ey, ich verzichte auf coole Sachen, wie meine Massagen, SPA oder irgendein cooles Event. Sondern sich wirklich so zu sagen: Okay, so und so viel brauche ich zur Lebenshaltung: Wohnung, Versicherung, Essen. Das sind meine Hobbies, so und so viel will ich investieren oder sparen, zum Beispiel 10%. Also, dass man sich so Prozente sagt. Wieviel Prozent geht da? Und Du kannst auch sagen 10% nehme ich für Charity oder spende ich. Das kann zum Beispiel auch im Ausland cool sein, wenn man immer überall Bettler sieht oder Musiker und man sich jedes Mal so fragt “Oh soll ich dem jetzt was geben oder nicht?” Wenn Du so ein kleines Budget hast und sagst: Pro Monat gebe ich so und so viel Euro an diese Leute, wenn ich Bock habe. Dann fragt man sich nicht immer “Mache ich das jetzt oder nicht?” Sondern hat halt einfach seinen festen Topf dafür. Und wenn der dann ausgeschöpft ist, Dein Activity und Freizeit Topf, dann kannst Du halt erst wieder im nächsten Activity und Freizeit machen. Marcus: Mh, und gerade als Selbstständiger macht’s vielleicht auch Sinn ein kleines Budget für eigene Bildung abzuzwacken oder? Feli: Auf jeden Fall! Eigene Bildung, je schlauer man dann wieder wird, desto bessere Entscheidungen trifft man und desto mehr Geld generiert man dann wieder. Gerade auch beim eigenen Business. Und ja… das macht immer Sinn irgendwie in Kurse oder auch sich selbst zu investieren. Marcus: Ja, was würdest Du dem Hörer empfehlen, der jetzt sagt “Boah, das ist super smart, klingt alles total schlau, was die Feli da erzählt. Ich habe das auch irgendwo schonmal alles gelesen und gehört und ich weiß auch, dass es nicht so cool ist, was ich mache. Ich kaufe mir viel zu viele Klamotten, viel zu viele Schuhe und bin immer mehr oder weniger im Dispo drin, dann wieder raus, also +/- 0. Ich schaff’s einfach nicht was beiseite zu legen.” Was würdest Du dem Hörer empfehlen, als allererstes anzugehen? Oder was können die ersten Steps da rein sein, in ein besseres Verhältnis zum Geld oder zum Sparen? Feli: Also, erstmal muss man sich eingestehen, dass man ein Problem hat und überhaupt etwas ändern will. Und sich nicht einreden “Ach ja, ist ja nicht so wichtig und Geld ist ja nicht so wichtig und …” Man muss wirklich ja… erstmal sich dessen bewusst werden, dass man da ein Problem hat und dann das ganz pragmatisch angehen und erstmal nen Ist-Bestand machen, also so einen Audits. So, wie ist meine aktuelle Lage. Weil erst daraus kannst Du dann Strategien entwickeln, wie Du es in Zukunft ändern willst. Und es muss ja nicht voll radikal sein, sondern kann ja auch langsam Step by Step gehen. Also… ich bin meist der Radikale, wenn ich irgendwelche Ideen hab, aber man kann ja auch nach und nach seine Verträge mal durchschauen und sich so einen Plan machen, wieviel Prozent für was ausgeben will. Zum Beispiel bei der comdirect Bank gibt’s auch… aber das habe ich noch nie genutzt… kann man seine Ausgaben, glaube ich, auch markieren nach Kategorien und dann siehst Du in so einem Chart, da hast Du so einen Monatsüberblick. Das ist eigentlich ganz cool, aber ich hab’s auch noch nie gemacht. Marcus: Hm, ich glaube, das haben auch andere Banken. Ich glaube, das wäre ein ganz guter Start und was mir auch sehr geholfen hat: Du hast mir ja damals geholfen, kurz bevor wir nach Asien aufgebrochen sind, einmal einen Komplettüberblick zu verschaffen. Was habe ich an Ausgaben, was geht jeden Monat raus und was habe ich an laufenden Verträgen und Versicherungen und was brauche ich überhaupt davon? Und ähm… ich wusste, dass es irgendwie Chaos bei mir ist und hab’s dann immer weiter vor mir hergeschoben, weil das macht einem ja auch Angst, sich das a) selber einzugestehen und b) das dann alles anzugehen und aufzuräumen. Aber ich glaube, das ist immens wichtig, weil jeder einzelne Tag, den Du da wartest, verschenkst Du eigentlich Geld ne? Feli: Ja und vor allem, wenn bei langen Verträgen und so würde ich mir auch immer ne Liste machen oder nen Timer im Kalender, wann die Kündigungsfristen sind. Weil eigentlich, wenn man jetzt so nen Mobilfunkvertrag zum Beispiel nimmt, nach drei Jahren da gibt es in der Zeit garantiert neue Sachen oder keine Ahnung… ne Versicherung bin ich irgendwann mal umgestiegen auf die HUK Coburg, also ne Online-Versicherung, die dadurch weniger Gebühren hatte, dass man dann im Backend, wenn man einen Fall hat, Haftpflichtversicherung oder so, das selbst einreicht und verwaltet und ja… die haben dann einen schlechteren Customer Service oder irgendwas, aber in all den Jahren habe ich halt glaube ich, noch überhaupt keinen Fall eingereicht. Deswegen ist mir das völlig egal. Aber es gibt halt auch immer wieder neue Anbieter. Es lohnt sich also immer mal wieder, weiß ich nicht - jedes Jahr, alle zwei Jahre - nochmal alles zu überprüfen und zu hinterfragen vor allem und nicht für gegeben zu nehmen, dass man dies und jenes und sowieso braucht. Oder bei Versicherungen … manchmal ändert sich ja auch der Status im Leben, dass das Produkt gar nicht mehr passt oder so. Und viele Leute bleiben einfach bei dem was sie haben und machen nix. Marcus: Ja genau. Das habe ich ja auch mit der Autoversicherung gemerkt, als ich noch mein Auto hatte. Da hat mir irgendjemand einen Tip gegeben, ich glaube im Oktober oder November, da läuft immer so ne Wechselfrist aus, und dann ist immer großer Alarm bei den ganzen Versicherungen und verlieren wir Leute oder kriegen wir neue? Und wenn Du genau zu dem Zeitpunkt dann nachfragst, ob die was an Deinem Tarif optimieren können, haben die mir jedes Mal quasi noch nen Rabatt gegeben, damit ich bei der Versicherung bleibe. Und die meisten reden glaube ich gar nicht mit ihren Anbietern oder Versicherern. Feli: Hm, und was halt auch noch so ein Money-Ding ist, dass man im Kopf hat “Boah, für Geld muss ich richtig viel arbeiten und schuften”. Marcus: Ja, so ein bisschen Arbeiten muss weh tun. Arbeit darf keinen Spaß machen, so diese Hardliner ne? Die dann voll genervt sind, auch von diesem Lifestyle, den wir führen als digitale Nomaden. Feli: Genau und da habe ich halt selber auch die Erfahrung gemacht, dass man Sachen mit Spaß machen kann und plötzlich viel mehr Geld generiert, als man eigentlich wollte. Als ich mit meinem Blog zum Beispiel angefangen habe. Also, das geht wirklich (grinst) Ja, das muss man glaube ich, selber erfahren, um das zu verstehen. Marcus: Hm. Du hast Dich dann ja auch selbstständig gemacht auf dem Weg zum digitalen Nomaden. Hat Dir das viel Angst bereitet? Gerade auch im Hinblick auf die Geldgeschichte, dass Du nicht mehr monatlich weißt, was auf’s Konto kommt, war das irgendwie ne große Herausforderung für Dich oder hast Du das eigentlich gut gebacken bekommen? Wie bist Du die ganze Selbstständigkeit angegangen? Feli: Ja also, meine größte Angst bei der Selbstständigkeit war tatsächlich kein oder nicht genug Geld zu verdienen. Das war genau mein Problem. Dass das außer Kontrolle gerät und ich irgendwie nicht genug Einnahmen habe. Ja, da ist es immer das Beste, sich den Worse Case vorzustellen. Dass man wirklich unter der Brücke schläft ist halt unwahrscheinlich. Ja, aber auch nen ordentlichen Plan zu machen. So ein bisschen halt einen Puffer zu haben, falls mal ein Monat nicht gut geht und was viele Selbstständige halt einfach falsch machen, aber gerade am Anfang gibt es Monate, wo Du mehr verdienst und weniger. Also man muss dann in den Monaten, wo man mehr verdient auch mal ein bisschen was einplanen für wenn’s mal weniger ist. Und halt nicht immer so viel ausgeben, wie man hat. Auch da … Ja, aber es ist natürlich schon schwierig, das alles im Überblick zu haben, gerade wenn man erstmal unsteady Einnahmen hat. Marcus: Hm, würdest Du sagen, da empfiehlt sich auch einen Puffer anzusparen, bevor man so ein Abenteuer in die Selbständigkeit angeht? Feli: Ja, das kommt auf das Sicherheitsbedürfnis von jedem Einzelnen an, aber so drei Monate sollte man schon haben und ich glaube, ich hatte so sechs Monate. Und ich wusste direkt so, das Beste, was ich machen kann, ist meine Kosten so weit wie möglich runterzuschrauben. Und das habe ich dann natürlich wieder mega gut hingekriegt, sodass ich ganz am Anfang echt gesagt habe “Boah, wenn ich 1.000,00 Euro habe ist alles gut”. Klar war mein Ziel dann irgendwann, als ich das erreicht hatte, mehr zu verdienen. Aber so für den Anfang waren die 1.000,00 Euro so mein Anker. Da habe ich gedacht, dann komme ich doch irgendwie über die Runden. Marcus:  Und was gerade bei Dir, glaube ich, geholfen hat: Du warst schon immer ein krasser Minimalist, hast zu dem Thema ja auch schon einen Vortrag auf der DNX gegeben und warst auch schon in den Medien dazu. Hat Dich irgendjemand dahingebracht? Wurdest Du dazu erzogen von Deinen Eltern oder kam das irgendwie ganz von selbst? Wie wird man so ein Hardcore Minimalist wie Du? Gerade auch in Zeiten, wo das Thema noch nicht so populär war, wie heute? Feli: Also witzigerweise bin ich noch gar nicht mal mehr aus… in erster Linie Minimalist, weil ich Geld sparen will, sondern eher weil mich das wirklich frei im Kopf macht. Also ich fühle mich viel, viel besser mit weniger Sachen. Ich habe weniger Sachen, wo ich auch mich zeitlich drum kümmern muss. Also, es ist nicht nur das Geld. Und das habe ich halt selber gemerkt, als ich früher… also, ich bin sehr früh schon ins Arbeitsleben eingetreten, also mit Anfang 20 schon, weil ich eine ganz normale Ausbildung am Anfang gemacht habe und habe da gar nicht schlecht verdient, weil ich bei nem Unternehmen war, das der Stadt Köln angehörte. Also nicht schlecht verdient für das Alter und für die um mich herum. Die meisten alle noch studiert haben. Ich hatte ne eigene Wohnung, die ich mir leisten konnte... Marcus: … bist aber später wieder in eine WG gezogen ne? Feli: Genau, aber ja… das kam dann alles später. Ich hatte dann eigentlich echt relativ viel schon für mein Alter und hab aber dann gemerkt, hm, was ich eigentlich will ist freier sein. Ich will das eigentlich gar nicht. Eine schöne große Wohnung, ja… hier diesen und diesen Schnickschnack. Ich wollte eigentlich mehr erleben, mehr Abenteuer, mehr Freiheit und ab dem Zeitpunkt habe ich dann gemerkt, dass mir Dinge weniger wichtig sind als Freiheit. Und dann habe ich alles wieder aufgegeben. Marcus: (lacht)  Bist in ne WG gezogen, hast alles verschenkt, verkauft? Feli: Genau. Also, ich bin wieder in ne WG gezogen. In der habe ich sehr, sehr lange gewohnt, wo ich auch noch gut verdient habe, bei Stepstone. Ja da hatte ich halt dann echt wenig Kosten. Ich habe für mein Zimmer dann 200,00 Euro/300,00 Euro Maximum, glaube ich, gezahlt. Ich habe mein ganzes Geld halt in Reisen reingehauen und da haben mich auch immer alle Kollegen gefragt “Wie kannst Du so viel Reisen” und so. Und ich habe gesagt “Ey Leute, ich habe kein Auto, ich wohne in nem 20 qm Zimmer.” Was zu dem Zeitpunkt voll okay für mich war, weil es richtig cool war in der WG. Also ich hab’s geliebt da zu wohnen. Da war immer was los. Marcus: Also, Du hast es voll aus freien Stücken gemacht. Das war kein bisschen Verzicht. Ich glaube, das ist auch wichtig, ne? Dass es nicht weh tut. Feli: Nee, das hat mir überhaupt nicht weg getan. Ich wusste genau, wie es anders ist. Das war mein Vorteil. Marcus: Hm, und Du wusstest genau, was für einen Mehrwert das hat, das Geld, was Du an anderer Seite sparst, dann in Reisen investieren zu können oder? Feli: Ja, aber dann kam halt das nächste Problem, dass ich so wenig Zeit hatte für Reisen ne? Also, es ist ja immer Geld oder Zeit, das Problem. Und das hat mich dann wieder angenervt, weil wenn Du wenig Zeit hast, Du auch wieder zu ner bestimmten Zeit verreisen kannst, kannst Du Dir auch keine billigen Flüge suchen… Das ist so ein kleines Hamsterrad ne? Marcus: Ja absolut. Und Selbstständigkeit war in dem Moment noch keine Option für Dich oder? Feli: Nee, also da hatte ich immer viel zu viel Schiss vor und auch zu wenig Selbstvertrauen. Ich dachte immer, das was ich kann ist ja nix besonderes. Das geht ja jedem so. Marcus: Ja cool! Ich würde sagen, vielen Dank für diese spannende Folge, für die ganzen Gage, Tips. Was würdest Du jetzt als Letztes nochmal jemandem raten, der vielleicht denkt, er kommt da gar nicht mehr raus, der schon nen Kredit aufgenommen hat, der irgendwie ne Doppelhaushälfte hat, der sagt “Ich habe Verpflichtungen, ich habe Kinder und ich ertrinke und habe mehr Ausgaben als Einnahmen”. Was würdest Du dem raten? Feli: Also dann, wenn das der Fall ist, wenn man echt da nicht mehr rauskommt, dann würde ich mir professionelle Hilfe holen und wirklich jemanden dafür bezahlen, der da Profi ist. Also wie wenn man sich nen Psychologen holt oder keine Ahnung, jemanden der einen… nen Ernährungsberater. Also früher habe ich auch immer gedacht so “Boah, dafür kann man doch kein Geld ausgeben”. Hätte ich nie gemacht, aber jetzt heutzutage würde ich denken “auf jeden Fall!” Weil Du investierst ja in was, was Dich langfristig halt rausholt oder weiterbringt. Und manchmal kommt man halt an den Punkt, da braucht man externe Hilfe. Da kommt man alleine nicht mehr weiter. Und gerade wenn man in einer Schuldenfalle ist, muss man, bevor man irgendwie weiterkommt, erstmal die Schulden abbauen, um dann in die Zukunft zu gucken. Marcus: Hm und Schulden generiert man dann in der Regel durch Kredite oder irgendwelche Finanzierungen für Sachen, die man … die nur Sachen sind, die Gegenstände sind ne? Feli: Genau, das ist das Schlechteste was man machen kann. Also, wenn man sich jetzt nen Gegenstand kauft und den zwei Jahre abbezahlt, ist halt das Problem auch: Jetzt freust Du Dich noch, aber die Freude von so nem Gegenstand geht halt ziemlich schnell den Bach runter. Oder nach nem halben Jahr findest Du das Auto, was Du Dir gekauft hast normal und nichts mehr Besonderes und dann zahlst Du noch drei Jahre dafür weiter. Das ist halt richtig, richtig Scheiße, also... Marcus: Es gibt ja sogar Untersuchungen, dass die Vorfreude auf diesen Autokauf sogar noch größer ist, als dann der erste Moment, wenn Du das Auto hast. Dann ist es immernoch ganz okay, aber schon gar nicht mehr so hoch, wie die Vorfreude und wenn Du dann das Auto nach drei, vier Monaten fährst, oder nach nem Jahr, ist halt Usus ganz normal und im schlimmsten Fall zahlst Du das immernoch ab. Feli: Ja total. Und ich persönlich bin zum Beispiel auch kein Fan davon, immer die neuesten Sachen zu kaufen, wie das neue iPhone oder so. Dann sind da ein paar Funktionen anders, also das ist mir nach fünf Tagen irgendwie Latte. Und die Firmen spekulieren ja genau dadrauf und bringen ständig neue Sachen raus, damit die Leute Geld ausgeben und das finde ich… also, das ist auch so ne Falle, in die ich einfach nicht reintrappe, weil ich sag “Ach, mein iPhone reicht mir”. Und mein Gott, ja… das Neuerere hole ich mir dann halt zeitversetzt später und spare halt diese ganzen Kosten, die dafür anfallen, dass man jetzt der Erste ist, der das hat oder so. Und ja… dann geht Dir das iPhone kaputt. Dann ärgerst Du Dich nur und man muss halt wissen, was hat man für Grundneeds, was muss das Ding können und alles andere wird einem nur eingeredet von der Werbung oder so, dass man irgendwas unbedingt braucht. Marcus: Wie bist Du zu dem Wissen gekommen zum Thema Geld, was Du jetzt schon hast und hier rausgehauen hast? Feli: Ja learning by doing halt. Meiner eigenen Erfahrungen und dass ich gelesen habe, Leute gefragt habe, wie es bei denen ist. Ja… Zum Beispiel beim Thema Gehalt. Das ist auch immer so ne Sache. Als Angestellter kommst Du halt nie höher in Deinem Gehalt oder schwieriger. Ich habe erst einmal in meinem Leben in der Firma dann ne Gehaltsverhandlung gehabt und gefragt, ob ich mehr Geld bekomme. Aber das fand ich auch total schwierig und war super unsicher, wie ich das machen soll und ja… manchmal ja, da muss man halt auch gucken, wie verdiene ich mehr Geld? Wie kann ich meine Geldmenge erhöhen? Marcus: Und bei all dem Wissen zum Thema Geld und zusammen mit dem Reisewissen, weiß ich, dass Du da gerade an nem Ebook schreibst. Kann man sich das schon irgendwo vormerken und was genau steht in dem Ebook dann drin. Feli: Ach so genau. Da geht’s auch um das Thema Geld sparen vor Reisen und auf Reisen. Da habe ich mein ganzes Wissen niedergeschrieben. Und ja, wenn alles gut geht, ist es bis Ende des Jahres auf meinem Blog verfügbar. Ich setz mich nächste Woche dran (grinst) Marcus: (grinst) Okay und wo kann man sich da eintragen oder vormerken, wenn man da Bock auf das Ebook hat, wie ist die URL? Feli: Achso, auf meinem Blog www.travelicia.de. Marcus: Okay, da trägt man sich dann in den Newsletter ein und sobald man im Verteiler ist, wird man auch über das Buch informiert, oder? Feli: So sieht’s aus. Marcus: Okay perfekt! Also ich werde Dir auf die Finger schauen, warte... Feli: Achso, in dem Ebook habe ich auch noch coole Interviews geführt mit Leuten zu dem Thema als Bonusmaterial. Das war auch sehr sehr spannend. Marcus: Mit wem zum Beispiel? Feli: Ähm, zum Beispiel auch mit einer, die Money Coaching macht. Das fand ich auch sehr cool, und Leute halt zu dem Thema professionell berät. Marcus: Hm oder Holger Grethe, Sebastian... Feli: Genau, also es sind fünf Interviews… habe ich da geführt, die auch sehr spannend sind. Marcus: Okay, ich werde Dir auf die Finger schauen und versuchen Dich zu motivieren, dass wir endlich auch das Ebook zu Ende bekommen. Vielen Dank für Deine Zeit und das Interview live aus Bangkok. Möchtest Du noch etwas sagen? Feli: Nee, Bangkok hier ist auf jeden Fall. Die Skyline, wo wir gerade drauf schauen, macht Bock. Marcus: Ja und wir haben hier echt ne coole Airbnb Bude jetzt gekriegt. Wir sind hier im 27. Stock am Phaya Thai BTS Station. Also direkt in Bangkok und Airbnb ist vielleicht auch nochmal so ein ganz gutes Beispiel. Es muss nicht immer ein teures Hotel sein. Wir zahlen jetzt glaube ich, hier in der Wohnung das gleiche, wie in nem abgerockten Hostel, wo wir die erste Nacht verbringen mussten, weil wir nur kurzfristig angekommen sind. Also immer Augen aufhalten, wo man was sparen kann und es muss nicht immer schlechter sein.   Yo, das war auch schon wieder die Folge 30 der LIFE HACKZ Show mit Feli Hargarten. Der Reiseblog von Feli ist unter www.travelicia.de zu finden und da kann man sich dann auch in den Newsletter eintragen, wenn man an dem Ebook Interesse hat. Ansonsten möchte ich euch gerne nochmal unsere Charity-Aktion nahe legen für Straßenkinder in Salvador de Bahía. Wir haben jetzt den 26.10. In gut, knapp drei Wochen geht es los mit der Cruise von Gran Canaria nach Brasilien und im Rahmen von dieser Digital Nomad Cruise haben wir ne Charity-Aktion gestartet. Alle Infos darüber unter www.lifehackz.de/charity. Ich würde mich freuen, wenn ihr etwas spendet. Jeder Euro hilft und ansonsten hören wir uns wieder zur nächsten Folge von LIFE HACKZ. Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

Oct 23, 2015

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Interview mit Vera Ruttkowski von verava

Hey Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Dieses Mal live aus Düsseldorf in einer verregneten Airbnb Wohnung Mitte Oktober. Wir kommen gerade aus Berlin wieder. Haben dort die bereits vierte deutsche DNX veranstaltet, die richtig cool gelaufen ist. Wir haben ein neues Konzept probiert. Wir haben viele Workshops nebeneinander laufen lassen parallel im Bar Camp Style und jeder konnte quasi ganz frei entscheiden zu welcher Session er gehen wollte. Also es musste sich vorher nicht angemeldet werden. Man konnte sogar noch spontan während der Workshops die Workshops switchen zu den einzelnen DNX Themen und hatten davor im Betahaus ne Keynote vom Fabian Dietrich, der echt ein mega, mega spannender Typ ist. Und das war so der DNX Samstag, der glaube ich auch gut angekommen ist bei den Leuten. Wir werten gerade noch das Feedback aus, aber so wie es aussieht, werden wir diese Workshop-Geschichte auch für die nächste DNX im Mai beibehalten. Also nicht mehr ganz so strikt, dass man sich vorher entscheiden muss, in welchen Workshop man gehen möchte, sondern dass man dann ganz spontan entscheiden kann: Wo möchte ich rein? Und auch die Workshops ein bisschen knackiger und kürzer gefasst, so auf 45 Minuten. Das hat sich auf jeden Fall bewährt. Die Party war richtig fett am Maybachufer in Kreuzkölln und weil die Party so krass war, waren einige am Sonntagvormittag dann noch ein bisschen angeschlagen und Sonntag haben wir dann weitergemacht mit einem Brunch für die Leute. Der Joe Löhrmann von My Traveling Piano hat noch ne Session an seinem Klavier gegeben mitten im Görlitzer Park, wo dann selbst kurz … ja, dieses ganze Drogengedeale zum Erliegen gekommen ist und die Dealer sich da um’s Klavier gestellt haben und erstmal gar nicht gerafft haben … Was geht’n hier ab? Was ist DNX? Was machen die ganzen Flaggen hier? Wir waren nämlich im Edelweiss 36, was mitten im Görli angesiedelt ist. Ja, und nach der Performance vom Joe hatten wir dann noch Mastermindsessions, die gut angekommen sind. Also die werden wir auf jeden Fall bei der nächsten DNX im Mai auch anbieten. Ja… Summasummarum echt ne gelungene Veranstaltung. Aber ihr seid jetzt hier auf der LIFE HACKZ Show und neben der DNX mache ich die LIFE HACKZ Show jede Woche Freitag mit einem spannenden Gast. Und dieses Mal - da habe ich mich sehr drauf gefreut auf das Interview, das hatten wir schon lange geplant - mit der Vera Ruttkowski. Die ist unser VA, das heißt Virtueller Assistent. Und Vera ist mehr oder weniger unser Schweizer Taschenmesser. Sie ist die Allround-Waffe für Newsletter vorbereiten, Accounting, Buchhaltung, ähm Social Media springt sie mal ein, macht die Koordination mit unserem technischen Wordpress Service, macht das Teilnehmer Management für die DNX Konferenzen, scheduled die Interviews mit den Bewerbern für die DNX CAMPS, noch und nöcher. Und deshalb ist es glaube ich für euch auch mal spannend hinter die Kulissen zu gucken von unseren Projekten und auch zu sehen, was macht ein virtueller Assistent den ganzen Tag. Es ist nämlich nicht nur irgendwie Flüge buchen und irgendwie Termine koordinieren, sondern das ist noch viel mehr. Vera ist gerade im Sun Desk in Taghazout/Marokko und ja… Da habe ich sie im Skype-Raum erwischt. Viel Spaß mit dem Interview! In dieser Folge lernst du:

  1. Was ein virtueller Assistent macht und welche Aufgaben er für dich übernehmen kann.
  2. Warum es der ideale Einstiegsjob ins ortsunabhängige Arbeiten ist.
  3. Welche Tools ideal sind um remote zusammenzuarbeiten.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus

SHOWNOTES

verava.de

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Wunderlist

SEO in the SUN

fernarbeit.net

SunDesk IdeaCamp

Betahaus

Creative Loft Blogfabrik

Carla Vollert Eventmanagerin

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"]   Marcus: Okay, welcome to LIFE HACKZ und ner neuen Show. Diesmal mit Vera Ruttkowski, die gerade live in Taghazout/Marokko ist. Hi Vera, grüß Dich! Vera: Hi Marcus! Wie geht es Dir? Marcus: Ja, mir geht’s gut. Ähm, wir sind gerade in Düsseldorf angekommen, nachdem wir dann gestern unsere Zelte in Berlin endgültig abgebrochen haben und machen hier gerade so ein bisschen Family & Friends Besuch. Waren gestern Abend schon bei meiner Mom, die heute Früh auch wieder auf Reise geht. Darum mussten wir das da reinquetschen und morgen treffe ich mich mit Kumpels und gehe zum Fußball mit denen. Zur Fortuna, die hoffentlich mal wieder gewinnen, danach ein bisschen Altstadt und Samstag fahren wir dann zu Felis Eltern. Ja, ist eigentlich ganz cool mal wieder nach Hause zu kommen, aber das Wetter geht halt gar nicht mehr klar in Deutschland. Wir haben jetzt Mitte Oktober und ich freue mich schon auf Asien. Nächste Woche geht’s los. Vera: Ja, das kann ich mir vorstellen. Das habe ich jetzt gemerkt, als ich auf der DNX war. Es war echt schon ganz schön kalt in Deutschland. Also, ich bin jetzt auch froh, dass ich hier in Marokko bin, wo es schön sonnig und warm ist. Marcus: Ja, erzähl mal. Wo genau bist Du denn da jetzt? Vielleicht erinnern sich einige, dass Feli und ich vor kurzem auch in Taghazout gewesen sind. Vera: Ja genau. Nachdem ich euren Bericht da gesehen habe, bin ich total angefixt worden, wollte auch unbedingt hier in das Sun Desk Coworking in Taghazout und ich habe die Magdalena dann ja auch getroffen auf der DNX im August, auf der Global. Marcus: Mh Cool! Vera: Und habe danach entschieden, dass ich hier auch unbedingt mal vorbeischauen muss und ja, ich bin jetzt Montagabend angekommen und fühle mich jetzt schon total wohl. Also, es ist super hier. Jeden Morgen gibt’s ein Frühstück auf der Dachterrasse mit allen Coworkern, die da sind. Und ja… Kann den Tag schön mit Meerblick starten und es ist echt cool. Marcus: Ist geil oben das Rooftop, oder? Vera: Ey ist super! Also, ich bin auch jetzt jeden Morgen schonmal gleich vor’m Frühstück schonmal hochgegangen, so als Einzige und habe mir da den Sonnenaufgang angeguckt. Also, andere gehen schonmal zum Strand zum Laufen. Es ist ja auch alles super nah hier. Marcus: Ja, also wer noch nicht da war, sollte auf jeden Fall mal Sun Desk auschecken. Ich habe es auch so genossen da die Zeit. Wir waren da nach Tarifa glaube ich direkt da, kurz vor der Global und dann waren unsere Akkus auch richtig, richtig voll. Also, da kommt man richtig gut runter, kann produktiv sein und hat nicht viel Ablenkung und es ist einfach convinient ne? Einfach cool, um da so ein Soft Landing in den Digital Nomad Lifestyle zu kriegen. Vera: Ja total. Also, ich bin auch ganz sicher, dass ich nochmal hierher komme. Ich bin jetzt nur zwei Wochen hier, aber ich bin mir sicher, ich komme nächstes Jahr irgendwann nochmal wieder. Marcus: Ja voll geil, weil ohne Scheiß, genau das habe ich auch bei Feli gesagt, als wir dann da waren. Ich glaube, wir waren auch so zwei Wochen oder zweieinhalb oder so und sagte “Ey, irgendwie, ich will gar nicht gehen, aber egal, wir müssen ja jetzt zur Global, aber lass uns doch mal das so im Hinterkopf behalten als Rückzugsort, wenn gar nichts mehr geht und wir irgendwie total gestresst sind und gar nicht mehr weiterkommen. Dann wissen wir, die Magda gibt’s. Marokko gibt’s. Taghazout gibt’s und ab ins Sun Desk.” Vera: Ja genau. Es ist echt cool hier, weil das Dorf ist ja auch echt nicht groß. Also, Du hast nicht so viel, was Du hier machen kannst. Was ja auch ganz cool ist. Also, wenn Du halt mal zwischendrin ne Pause brauchst, klappste den Rechner kurz zu, gehst mal ne Runde irgendwie ins Dorf, trinkst da irgendwie einen schönen Saft oder einen Tee, guckst den Sonnenuntergang an und kannst dann wieder weiterarbeiten. Marcus: Oah, hör auf ey! Ich will wieder los ey! Ich meine, ich jammer ja echt auf hohem Niveau, aber jetzt hier, ich sitze am Küchentisch in der Airbnb Wohnung in Düsseldorf-Flingern und gucke raus und hier regnet’s und es ist grau (lacht) Vera: (lacht) Marcus: Hart! Aber, … egal. Du bist jetzt in Taghazout im Sun Desk unterwegs und Du bist auch digitale Nomadin und verdienst von unterwegs Dein Geld. Ich habe Dich ja vorhin kurz vorgestellt. Du bist unsere virtuelle Assistentin. Vielleicht erklärst Du mal für die Leute, die jetzt nicht 100% wissen, was eine virtuelle Assistentin alles macht, wofür Du beispielsweise jetzt bei uns verantwortlich bist, bei unseren DNX Projekten und was darüber hinaus noch geht. Vera: Also an eine virtuelle Assistentin kann man eigentlich ganz gut alles auslagern, was einem selber zu viel Zeit kostet irgendwie, um sich auf seinen Fokus, auf seine Mainprojekte zu konzentrieren. Das ist je nach Kunde ganz unterschiedlich. Bei euch ist es jetzt ganz viel, ich sag mal, auch Administratives. Was so Buchhaltung angeht, Belege sortieren, Kundenmails bearbeiten. Was ich auch für andere Kunden auch viel mache ist Facebook Communities betreuen oder Webseiten. Und ja… Also, was ich an dem Job auch super gerne mag, ist das es so vielseitig ist. Ich schreibe auch viel, Copywriting ist eben auch dabei. Und ja, macht Spaß! Also es ist abwechslungsreich und ... Marcus: Kann ich mir vorstellen. Und ich glaube, was auch mega wertvoll ist, Du kriegst natürlich auch krasse Insides in die einzelnen Projekte oder wie andere Menschen dann ein Projekt aufziehen, ne Website erstellen, dann das erste Marketing machen, die ersten Kunden kommen, wie die Kommunikation ist. Ich meine, ich kann mir ja vorstellen, dass der Job mega, mega spannend ist. Ich habe ja jetzt nur meine eigenen Projekte, darum machen wir immer mehr, damit wir noch mehr Abwechslung haben, aber ich denke mal, wenn ich nochmal nen zweiten Job oder so brauchen würde, dann vielleicht auch als Assistent oder irgendwo, um gleichzeitig in so viele verschiedene Projekte reinschauen zu können, das geht glaube ich nur als virtueller Assistent ne? Vera: Ja, das ist eben das total coole an dem Job. Also ich sage mal, das der ideale Einstiegsjob für jemanden, der irgendwie so in das ortsunabhängige Arbeiten rein will. Weil Du kannst erstmal mit wirklich ganz kleinen administrativen Sachen auch anfangen und wächst Du einfach Stück für Stück da rein. Also ich habe seitdem… ich mache das jetzt seit etwas über einem Jahr - ich habe so viel gelernt, das ist richtig cool! Also, auch jetzt, wie bei Dir zum Beispiel: Also, ich hatte nie ne Ahnung, wie man irgendwie, ich sage mal, einen Podcast bei Soundcloud hochlädt oder in Wordpress - dadurch dass ich für so viele Kunden auch irgendwie die Sachen … die Blogposts usw. vorbereite -  habe ich echt so viel gelernt und ja, es ist echt ein cooler Job, wo man noch dafür bezahlt wird, dass man was lernt (lacht). Marcus: Ja absolut. So soll es sein! Und wir haben es ja auch selber gesehen, wie Du dann auch quasi mit uns gewachsen bist. Wir haben Dich ja dann auch reingeholt erstmal für die ersten kleineren Testaufgaben, administrative Sachen - wie Du gesagt hast, Buchhaltung und Excel-Tabellen - und mittlerweile testen wir Dich ganz gerne immer weiter aus und challengen Dich da ehrlich gesagt auch immer so ein bisschen und gucken mal bis Du Stopp sagst, aber irgendwie nimmst Du jede Hürde, die da kommt immer wieder mit Leichtigkeit und super schnell und jetzt hast Du uns geholfen beim Business Konzept für unseren Bank Termin in Hongkong. Ähm, das ist glaube ich echt, echt cool, was man da an Lernkurve auch hinlegen kann als virtueller Assistent, wenn man will. Vera: Ja, und man muss halt wollen. Klar, es gibt immer auch mal wieder Momente, die habe ich auch, wo ich denke “Uoa Scheiße, das kann ich ja gar nicht”. Aber eigentlich kannst Du es im vorhinein nicht sagen. Du musst es eben einfach mal ausprobieren. Also, und … es gibt da auch genug Quellen im Internet, wo man dann irgendetwas lernen kann und sich die Skills einfach draufschaffen kann. Wenn man da bock drauf hat, denn geht das auch. Marcus: Ja, und man kann echt sagen, Du bist so unsere Allround-Waffe. Ich glaube Dein Titel ist auch Operations Ninja. Immer wenn wir nicht wissen, wer könnte das jetzt für uns machen, haben wir glücklicherweise Dich als Backup oder Voll Back, bevor dann vielleicht ein Bereich so groß wird, wie beispielsweise der Eventbereich. Da haben wir uns ja dann jemanden reingeholt, die Carla, die dann ein paar Teile dann wieder übernommen hat. Aber solange niemand da ist oder man anfangen will und vielleicht überhaupt erstmal testen will, wie ist es, wenn man jemanden hat, der einem zuarbeitet, dann ist dieses virtuelle Assistentending mega, mega gut. Und wir oder ich ärgere mich ehrlich gesagt auch, dass wir da erst so spät drauf gekommen sind. Also es war schon immer ein Thema, aber ich habe mich auch immer ein bisschen schwer getan mit loslassen zu können und Dinge übergeben, Vertrauen zu schenken an andere und irgendwann war aber der Punkt, ich glaube das ist noch gar nicht so lange her, im Juno oder so, in Tarifa haben wir geskyped, unser Kickoff Call, wo Du dann angefangen hast zu arbeiten. Und seitdem denke ich: Wow wie geil, warum haben wir das nicht vorher gemacht? Vera: Ja gut, das ist natürlich für viele auch oft nochmal irgendwie so ein Hemmnis, sich erstmal zu überwinden. Ganz am Anfang ist es erstmal mehr Arbeit. Also wenn Du Sachen auslagern willst, dann musst Du Dich erstmal selber organisieren. Du musst es natürlich dem- oder derjenigen erklären, dem Assistenten. Musst also wirklich mal Deine Prozesse aufsetzen und das mal durcherklären und am Anfang - das habt ihr ja auch gemerkt - stellt man auch super viele Fragen. Aber dadurch, wenn man darüber erstmal rüber ist, dann läuft’s halt immer besser und dann kannst Du immer mehr auch einfach so auslagern, musst da gar nicht mehr drüber schauen und gewinnst so mehr Zeit für andere Sachen. Marcus: Ja, zumal das ja auch immer ne große Chance ist: Oft hat man die ganzen Prozesse irgendwie für sich selber aufgesetzt. Die sind irgendwo im Kopf. Man weiß, wie es geht, aber sobald Du das dann jemand anderen erklären musst, ist es richtig gut, dass man dann gezwungen ist, das einmal aufzuschreiben. Wir machen das bei uns ja über Trello, über das Project-Management-System und schreiben dann den ganzen Workflow - zum Beispiel jetzt zur Erstellung von einer Podcast Folge. Ich weiß nicht, wieviel Zeichen lang die ganze Trello Karte, aber es ist halt dann einmal verschriftlicht. Und selbst, wenn man das dann mal an jemand anderen übergeben muss, hast Du es endlich mal einmal niedergeschrieben ne? Vera: Genau, das haben wir ja jetzt auch gemerkt, als wir die Carla noch dazugeholt haben mit ein paar Prozessen, die ich schon gemacht habe und an sie übergeben haben, dass das super easy war durch die Trello Karten. Das haben wir einfach ins andere Board rübergeschoben, weil der Prozess halt einmal aufgesetzt war und dann läuft es gleich. Marcus: Ja. Welche Tools verwendest Du denn mit den anderen Kunden oder auch mit uns neben Trello, die Dir als virtuelle Assistentin, die ja nie live mit den Kunden zusammenarbeitet. Sondern Du bist immer an einem anderen Ort, wo wir dann gerade sind oder die anderen Kunden. Welche Tools erleichtern da Dir das Leben als virtuelle Assistentin? Vera: Ich muss sagen, mein ganz klarer Favorit ist Trello. Das funktioniert echt super und wenn ich einen Neukunden habe, der irgendwie noch kein eigenes System hat, dann empfehle ich immer das zu benutzen, weil das einfach super übersichtlich ist und ich weiß nicht, es macht auch einfach Spaß, diese Karten dann hin und her zu schieben. Marcus: Das ist glaube ich so ein bisschen nach dem Canva Prinzip oder so aufgebaut, wo man früher die Post Its hatte und verschiedene Levels oder Stufen dann immer die Tasks dann glaube ich rumschieben konnte. Was würdest Du denn empfehlen? Man kann bei Trello ja verschiedene Spalten anlegen. Was wäre da sinnvoll? Weil ich glaube, viele wissen erstmal gar nicht, wo sie anfangen sollen und dann, obwohl das System eigentlich relativ simpel ist, wenn man einmal eingestiegen ist, ist der Start glaube ich ein bisschen Tricky, um da so eine Struktur reinzugeben. Was würdest Du empfehlen? Vera: Auf jeden Fall verschiedene Boards für verschiedene Themenbereiche anlegen. Also ich sage mal, sowas wie Social Media, Marketing, Webseite, Allgemeines. Und dann in die Spalten eben einteilen: To Do und dann Check und für die jeweilige Person und noch ein Done Board. Alles was erledigt ist reinpackt, aber das bleibt halt ja immernoch da. Ist auch das Gute daran, auch mit der Suchfunktion, dass man alte Sachen immernoch mal wiederfindet. Marcus: Ja und ich glaube, die Done-Spalte ist insofern wichtig: Man kann auch Karten archivieren über Archive und dann habe ich die aber irgendwie nie mehr wiedergefunden, weil man dann über 3, 5 Klicks irgendwie das Archiv dann nochmal suchen musste und dann war alles total messi und war auch nicht mehr auf dem richtigen Board. Also dann ist glaube ich ein richtig guter Tip, den Du gerade gegeben hast und dann kann glaube ich Ongoing auch noch ganz gut sein, oder? Vera: Stimmt Ongoing für so Tasks, die einfach irgendwie jeden Tag oder jede Woche passieren müssen. Die dokumentiert man einfach in dem Ongoing, kann sich dann aber auch noch ein Datum ja noch setzen und die Kalenderfunktion nutzen, dass man dann auch, sage ich mal, jeden Freitag daran denkt, einen bestimmten Task auszuführen. Marcus: Nutzt Du dann die Kalenderfunktion von Trello? Vera: Nicht ganz so. Ich habe für mich selber noch ne Wunderlist, die ich auch unterteilt habe in meine ganzen verschiedenen Kunden und noch in meine eigenen Projekte und da lasse ich mir einfach auch Erinnerungen schicken, weil es für mich ganz cool ist, die dann auch noch per E-Mail kommen und am Rechner aufpoppen. Also, da kann man echt gar nichts mehr vergessen. Marcus: Ja, ich denke mal, gerade als VA im Kundengeschäft, wo Du ja dann auch Verantwortung trägst für wichtige Sachen, die dann beim Kunden passieren, ist es glaube ich das A und O, zuverlässig und reliable zu sein. Und keine Deadlines irgendwie zu verpassen oder zu vergessen ne? Im Gegensatz zu Deinen eigenen Projekten, die man dann wahrscheinlich, ja, im Zweifel immer wieder nach hinten verschiebt und posponed, weil die Kundensachen erstmal wichtiger sind. Vera: Ja das stimmt. Deswegen habe ich auch fast ein Jahr gebraucht, um jetzt mal meine Website fertig zu kriegen (lacht). Weil andere Sachen dann doch immer irgendwie wichtiger waren. Marcus: Aber jetzt ist sie live? Vera: Ja! Ich hab sie endlich live bekommen und mit der Hilfe auch was von euren Tipp, mit Start in WordPress. Die sind echt super auch die Jungs. Also ich verstehe immernoch nicht, wie die immer alles so schnell hinkriegen. Marcus: Ja, der Hammer ne? Vera: Aber das ist echt cool. Marcus: Ja. Vera: Genau, und die Seite ist jetzt endlich live. Es ist so ein bisschen über alles, was ich so mache, über was ich so anbiete und ein bisschen bloggen werde ich aber auch dadrauf. Also, auch über solche Themen, was wir gerade besprochen haben. Wie Zusammenarbeit funktioniert mit einem VA und was für Tools man so nutzen kann. Marcus: mh, und unter welcher URL findet man die Seite? Vera: Verava, also das ist mein Name: Vera und VA. Marcus: Vera für Virtual Assistance Vera: Genau. Marcus: .de, ne? Vera: Ja. Marcus: Aber das verlinken wir auf jeden Fall nochmal in den Shownotes. Ich finde, die Seite ist richtig schön geworden. Vera: Dankeschön! Ich bin auch ganz… Ja, ich habe schon wieder eine Liste mit Sachen, die ich verbessern möchte, aber ich glaube, das ist so normal. Marcus: Echt? Ja, das ist normal. Ich kenne es ja selber, wenn man eigene Seiten hat, hat man immer so eine mega To-Do Liste: Ach, das müsste man, das könnte man… Das coole ist aber, ich jetzt, der Deine Liste nicht kennt und bin gerade auf Deiner Seite, ich denke die ist schon cool. Die ist perfekt. Also, ich wüsste jetzt gerade nicht, was man optimieren muss. Also, es ist ja eigentlich immer nur irgendwie Stress für einen selber, weil man weiß: Oh, ich will unbedingt den Button dadrin haben, der ist immernoch nicht da. Vera: (grinst) Genau. Ja aber das ist eben echt auch cool, mit denen da von Start in Wordpress. Also muss ich echt nochmal sagen. Egal was für eine Idee man hat. Wenn man sagt “Ey, ich find das jetzt irgendwie total cool, wenn da - ich weiß nicht - ein rotierender Globus ist, auf den ich klicken kann, dann fragt man die das und schon finden die irgendwie ne App oder ein Plugin und empfehlen einem das. Also die sind echt super drauf. Marcus: Das finde ich gut, dass die auch konzeptionell mitarbeiten und nicht sagen: “Ey, Du musst mir genau sagen, ich führe jetzt stumpf irgendeine technische Anweisung aus. ich baue einen Facebook Button da ein, aber darüber hinaus müsst ihr selber sehen wie ihr klarkommt.” ne? Das finde ich echt auch gut, diesen Servicegedanken, den die da jeden Tag leben und super schnell sind die. Ich frage mich auch, wie die das machen. Vera: Ja, das ist echt krass. Marcus: Ich habe ja früher auch selber ziemlich lange an unseren Seiten gebastelt und geschraubt und alles alleine gemacht und kann ja einschätzen, wie lange so allein ne kleine Änderung dauert. Und wenn Du die dann in das Ticketsystem legst, was ich übrigens auch ziemlich cool finde bei Start in Wordpress, dass man genau sehen kann: welche Sachen sind gerade offen? Auf welchem Status sind die? und Du kannst es dann auch noch mit Prioritäten versehen. Ähm, ja… meistens sind die ruckzuck abgearbeitet. Vera: Ja. Nee, das Ticketsystem ist auch ganz cool. Durch meine Kunden, ich muss mich da auch ein bisschen anpassen, an jedem, welches System wer benutzt. Ich muss sagen, Trello ist da mein Favorit. Ich benutze aber auch mit anderen Kunden Basecamp, Asana gibt es noch, dann … was haben wir denn noch? - Redmine. Marcus: Mh, das habe ich noch nie gehört. Ja. Vera: Ja, das ist… da kann man auch gleich Dateien hochladen. Aber ich muss echt sagen, von allen ist wirklich Trello das, was auch wirklich am übersichtlichsten ist. Also, gerade bei Asana muss ich komischerweise immer wieder feststellen, dass die To Do’s da irgendwann so im Nirwana verschwinden und einfach drin liegen bleiben. Ich glaube, es ist einfach nicht so übersichtlich. Marcus: Ja, ich habe keine anderen getestet und bin direkt mit Trello gestartet, weil ich das von so vielen empfohlen bekommen habe. Und gut zu hören von Dir jetzt nochmal, die auch die anderen Systeme kennt, dass das wohl im Moment State of the Art ist und das geilste daran ist, es ist komplett kostenlos ne? Vera: Ja, das ist echt cool. Ja was es noch gibt, ein ganz cooles Tool, ist CoSchedule. Das benutze ich mit einem Kunden, wo ich eben viele WordPress-Einträge mache und das ist dann ein Kalendersystem. So wie so ein Redaktionskalender. Da drin planst Du dann gleich die Beiträge für ne WordPress-Seite, kannst die dann da drin schreiben und vorplanen und nen Redakteur zuweisen. Und das ist dann mit WordPress verknüpft und dann kannst Du dann gleich den Beitrag schreiben. Also für den speziellen Zweck ist das ganz cool.   Marcus: Ja, man muss halt immer gucken: Was ist der Anwendungsfall. Wir haben ja, so wie Du, neben Trello auch noch die Wunderlist laufen und die hat dann den Vorteil gegenüber Trello, dass man da besser terminieren kann finde ich. So, dass Du dann irgendwie eine Übersicht hast: Was steht heute an, morgen an? Und kannst diese einzelnen Tasks besser verschieben, abhaken. Zumal wenn ich mit Feli arbeite, dann immer ziemlich viel administrative oder Entscheidungen anstehen, die dann wichtig sind und das kannst Du dann irgendwie in der Wunderlist schneller und agiler abarbeiten, finde ich. Aber da muss jeder für sich selber glaube ich, ein System finden, ne? Vera: Ja, ich habe auch lange geschaut. Auf die Wunderlist bin ich tatsächlich eher durch euch auch gekommen, weil ich dann gehört habe, ihr benutzt die. Und das funktioniert für mich aber auch wirklich gut. Also, gerade für so Tasks eben, wo ich wirklich irgendwie jeden Freitag um 8.00 Uhr dran denken muss. Marcus: Ja, genau. Vera: Und da macht’s auch wieder Spaß, das ist auch wieder das gleiche Prinzip glaube ich. Dieses abhaken, was dann ein schönes Geräusch macht. Marcus: Jaaa, das ist so krass, was das psychologisch auslöst. Dieses Gratification System oder Bonification. Dass man irgendwas, wie bei so Computerspielen, wenn dann “brrrrimbedim” Giana Sisters das nächste Level erreicht und dann gibt es noch einen geilen visuellen Effekt, dass Du dann Diamanten gewonnen hast oder so. Vera: (lacht) Genau. Marcus:(lacht) Das funktioniert bei mir genau so gut mit To Do’s und mit den Tasklisten, scheinbar bei Dir auch, oder? Vera: Ja, das funktioniert bei mir auch. Deswegen mag ich eben auch Trello so gerne, weil irgendwie, ich schiebe echt gerne diese Karten hin und her. Ja, klappt gut. (grinst) Marcus: Ich hatte eben gesagt: Wir haben ziemlich lange gebraucht, bis wir überhaupt unser Team aufgebaut haben und die ersten Leute reingeholt haben. Du warst glaube ich, mehr oder weniger neben der Grafikerin, neben der Saskia, mit der wir schon lange zusammenarbeiten, unsere erste virtuelle Mitarbeiterin und danach ist es ja ziemlich schnell gewachsen, unser virtuelles Team. Was würdest Du sagen, oder kann man generell ne Empfehlung geben oder irgendwelche Indizien benennen, woran man merkt: So, jetzt ist es Zeit. Ich brauche jemanden, der mir hilft. Weil ich glaube bei ganz vielen, was ich leider sehe, die haben ne falsche Einstellung, gerade auch am Anfang, gerade auch zum digitalen Nomaden Lifestyle oder ihr eigenes Business aufzubauen. Die reden mit mir, sind da für DNX, haben noch keinen eigenen Blog und sagen: “Ja, aber schreiben ist ja langweilig und das will ich outsourcen und Social Media will ich outsourcen, SEO will ich outsourcen.” Und dann frage ich den: “Was willst Du dann noch selber machen?” Also auf der einen Seite ist es glaube ich richtig wichtig und gut, die Sachen mindestens einmal oder für eine gewisse Zeit selber gemacht zu haben und dann aber auch den Punkt zu erkennen “Okay, jetzt brauche ich Hilfe”. Vera: Ja, also das würde ich auch sagen, dass es tatsächlich wichtig ist, alles wirklich auch mal selber gemacht zu haben. Auch um den Prozess optimal übergeben zu können, muss man einfach auch selber, wie der läuft. Also ich hab’s ja mittlerweile auch schon ein bisschen angefangen, dass ich Sachen outsource an andere virtuelle Assistenten, weil ich zum Teil wirklich so einen Workload habe, dass ich da nicht mehr hinterherkomme. Das mache ich aber auch nur mit Sachen, die ich selber schon eine ganze Weile gemacht habe, wo ich genau weiß, wie die laufen, was man beachten muss, um das auch wirklich optimal übergeben zu können. Marcus: Das ist ja jetzt auch wieder ein ganz gutes Beispiel. Du hast jetzt auch irgendwann gemerkt. Da ist einfach zu viel Workload, Du bist mehr mit dem Abarbeiten beschäftigt, als vielleicht sogar Deine eigenen Projekte fallen eh hinten runter und dann sind die Kunden vielleicht sauer. Also spätestens dann sollte man glaube ich das Team erweitern und was könnte so ein Trigger für jemanden sein, der jetzt nur eigene Projekte hat und an seinem Business arbeitet und schraubt? Vera: Ich würde auch einfach mal beobachten, woran Du - sage ich mal - viel zu viel Zeit sitzt, weil’s Dich einfach soviel kostet, Dich dazu zu überwinden. Jeder hat ja irgendwie Aufgaben, die er nicht so gerne mag. Also, ich sage mal, einige schreiben viele Artikel irgendwie runter, weil sie super gerne schreiben. Und dann werden die Artikel aber nie veröffentlicht, weil es die Leute dann total viel Zeit kostet, das ins Blog einzustellen, die Fotos dazu zu packen, die Stichworte dazu zu stecken. Das ist ja auch nochmal locker ne Stunde, die da drauf geht. Und da scheitert’s dann auch bei vielen, die sagen “Oh nee, da habe ich jetzt keinen Bock drauf.” Und dann bleiben die gut geschriebenen Artikel ewig liegen. Also, wenn man so was merkt, dass man auch irgendwie irgendeine Aufgabe immer wieder aufschiebt, dann sollte man sich vielleicht überlegen, ob die nicht einfach jemand anderes übernehmen kann. Marcus: Mh, und wie war das bei Dir? Du hast ja erst glaube ich auch in einer Anstellung als virtuelle Assistentin gearbeitet, hast Dich dann mehr oder weniger nebenbei selbstständig gemacht. Jetzt machst Du es glaube ich komplett selbstständig. Jetzt baust Du ein Team auf. Also Du durchläufst gerade auch diese ganzen Stufen von diesem Unternehmertum glaube ich. Wie fühlt sich das für Dich an? Oder hattest Du vorher nen Plan, oder hast Du einfach Step by Step weitergemacht und geguckt was passiert? Vera: Nee, also ich hatte überhaupt keinen Plan. Ich muss fast sagen, ich bin ja in dieses ganze Nomadentum usw. echt reingerutscht. Ähm angefangen habe ich mit dem Job eigentlich nur, weil ich nen Job gesucht habe, den ich auch von Teneriffa aus machen kann. Also da bin ich ja vor zwei Jahren von Deutschland aus hingegangen und habe dann... Marcus: Okay, Komplett? Heißt: Du hast Dich auch in Deutschland abgemeldet? Vera: Nee. Also ich war noch gemeldet. Eigentlich wollte ich nur für ein halbes Jahr mal hin, so ne Auszeit machen. Aber nach dem halben Jahr hatte ich dann irgendwie keinen bock mehr zurückzugehen. Und, ähm ja, da ist es halt schwierig Jobs zu finden und dann habe ich einfach mal nach irgendwie Online Jobs gesucht, die vielleicht auch so ein bisschen aus meiner Richtung... ich habe ja ursprünglich Marketingkommunikation studiert. Und ja, in der Richtung gibt’s halt auf Teneriffa überhaupt keine Jobs. Das kannste voll vergessen. Und auf irgendwie Callcenter arbeiten oder so hatte ich gar keine Lust. Marcus: Ja, ich glaube, das ist so der Klassiker dann auf kleinen Inseln ne? Vera: Genau. Da gibt’s halt nen Haufen, weil es da ja auch so ne spezielle Steuerzone gibt für Unternehmen. Also da gibt es echt viele deutsche Callcenter und solche Sachen. Und nee, also, das habe ich mir auch gedacht. Dafür bist Du jetzt auch nicht irgendwie auf ne Insel gegangen, damit Du dann den ganzen Tag in so einem dunklen Callcenter sitzt. Dann habe ich halt nach Online Jobs gesucht und bin da eben auf so ein Angebot gestoßen für virtuelle Assistentin. Und hab halt erstmal gedacht “Ja cool, das kannste ja von zu Hause machen. Da kannste einfach hier bleiben”. Und ja, dann kam nach und nach dann auch so durch euch und durch die Conni so die Erkenntnis “Ja geil! Das kannste ja nicht nur von da machen. Das kannste ja von überall machen”. (grinst) Und ja, jetzt entwickelt sich das echt total cool, auch durch die Kontakte, muss ich echt sagen, die ich auf der DNX geknüpft habe, immer mehr. Dass ich da auch so meine eigenen Sachen starte. Marcus: Ja, saugeil. Und ich glaube, Du bist auch ein gutes Beispiel für, wenn man gut ist in dem, was man tut, dann wird man automatisch weiterempfohlen. Und es gibt nichts besseres als eine authentische, ehrliche Weiterempfehlung von jemandem, dem die Leute vertrauen. Wir haben Dich ehrlich gesagt jetzt auch schon ziemlich oft als Virtuelle Assistentin weiterempfohlen, weil wir so zufrieden sind mit dem, was Du tust. Und davor steht halt dann die tägliche harte Arbeit, aber es ist am Ende des Tages zahlt sich das immer aus. Vera: Ja klar. Und gerade in dem Job ist es ja auch wirklich Vertrauenssache. Also es gibt ja viele Sachen, die man an nen virtuellen Assistenten abgibt. Das sind halt wirklich vertrauenswürdige Sachen. Du gibst Deine ganzen Zugänge ab zu allem möglichen, zum ich sage mal jetzt Mailchimp und zur WordPress Seite und vielleicht sogar zur Bank. Und dann musst Du halt der Person auch echt vertrauen. Marcus: Ja genau, da ist erstmal ne Empfehlung Gold wert und dann würde ich vielleicht auch peu á peu vorgehen und dann die ersten Zugänge vielleicht sharen, so wie wir es gemacht haben. Und letztendlich hast Du jetzt auch ne Bankvollmacht und hilfst uns da beim Accounting und bei den Überweisungen. Vera: Genau, und das muss man eben Stück für Stück aufbauen auch, ja. Marcus: Und Du bist jetzt an dem Punkt, dass Du sagst “Ich brauche ein Team, ich brauche Unterstützung” und stellst dann mehr oder weniger Leute für Dich an, die dann Jobs übernehmen, ne? Vera: Ja genau, also ich habe mittlerweile eben auch ein paar, die mich auch schon gefragt haben “wie bist Du denn an Jobs gekommen” usw. und “ich will damit auch gerne anfangen”. Und da habe ich jetzt schon so zwei, drei mit denen ich zusammenarbeite und ein paar Sachen auslagere, wenn ich auch einfach nicht mehr dazu komme oder wenn ich mich auch gerne auf andere Sachen fokussieren möchte. Marcus: Klar, irgendwann kommt man dann an den Punkt, wo man dann ready ist und ja, die Möglichkeit hat, dann auch Sachen auszulagern, die einem selber vielleicht gar nicht mehr so viel Spaß machen, aber für jemand anderen cool sind für den Einstieg, ne? Vera: Genau und so mache ich das jetzt auch. Also ich versuche so die Sachen zu behalten, die mir total viel Spaß machen oder die ich auch einfach nicht auslagern kann, weil sie halt echt Vertrauenssachen sind. Und bei anderen Sachen versuche ich eben dann auch andere da mit ins Boot zu holen. Marcus: Mh, ja, wichtig ist glaube ich, dass die Leute verstehen, dass ne virtuelle Assistenz - ich hatte mir das früher ganz am Anfang auch so vorgestellt: Okay, das ist sowas wie ne Sekretärin im analogen Leben. Die macht dann die… irgendwelche Kalenderverwaltungen oder Termine und das war’s dann und kocht vielleicht noch ein bisschen Kaffee. Das fällt dann weg, wenn man digital unterwegs ist. Dass da viel mehr hintersteckt. Also Dich setzt man, wie gesagt, ein, um irgendwelchen konzeptionellen Sachen zu schreiben. Du machst bei uns Mailchimp, Du bereitest Newsletter vor, Du machst das Accounting, Du machst Buchhaltung, Du machst Social Media, bevor wir da jetzt jemanden hatten. Also das kann viel mehr sein ne? Es kann eigentlich alles sein. Vera: Ja klar. Das kann auch Vertrieb sein. Also auch Angebote erstellen, Rechnungen schreiben. Du kannst auch, wenn es gut dokumentiert ist, Deine gesamte Kundenkorrespondenz irgendwie auch auslagern. Da benutzen wir ja zum Beispiel auch Help Scout, was ja für solche Sachen super funktioniert. Marcus: Genau, das ist cool oder? Vera: Ja, das ist echt klasse. Also gerade bei so vielen Mail Accounts ist das wirklich klasse, wie man es auch hin- und herschieben kann und ne Übersicht behält. Marcus: Ja, also Help Scout ist so ein Ticket Help Service System, wie zum Beispiel auch Zendesk oder so. Da gibt es glaube ich ein paar andere auf dem Markt. Und Help Scout wurde mir … ich glaube Sebastian Canaves sogar empfohlen, der auch immer sehr versiert ist, was so Tools und Technik angeht und er hat dann herausgefunden, dass es die einzigen sind, wo Du dann quasi über das System in dem Backend antworten kannst, was dann aber wirklich 100% noch wie eine E-Mail aussieht. Und das fand ich echt sympathisch, weil ich finde es manchmal unangenehm: Du schreibst an irgendeine info- oder service@-Adresse, willst was wissen und kriegst dann erstmal ne Ticket Nummer, was Du tracken kannst und so und dann fühlst Du Dich eigentlich nur wie diese Ticket Nummer, die Du da mit automatisierter E-Mail zurückkriegst. Vera: Nee, da ist Help Scout schon besser. Vor allem auch, weil man es von verschiedenen Mail Accounts schicken kann und untereinander hin- und herschieben, sich austauschen, mal ne Notiz reinschreiben, wenn man jetzt nicht weiß, was man antworten soll, kann man schnell nen anderen Teammember fragen. Das funktioniert echt gut. Marcus: Okay und als Du dann vor - wann war das? - vor zwei Jahren auf Teneriffa die ersten VA Jobs übernommen hast, war das vor zwei Jahren? Vera: Vor nem Jahr. Also ich bin vor zwei Jahren hin, hab dann erstmal was ganz anderes gemacht. Sechs Monate Praktikum in ner Sprachschule (grinst) Auch um halt spanisch zu lernen. Marcus: Kannst Du jetzt perfekt spanisch? Vera: Perfekt würde ich nicht sagen. Also ja klar, ich habe halt jetzt auch zwei Jahre da gewohnt und auch in ner Stadt, wo fast keine Touris oder Expats sind, sondern vor allem Locals und ja, da ist man auch einfach gezwungen zu sprechen. Also ja, ich verstehe alles und ich kann mich fließend unterhalten, perfekt ist es aber sicherlich nicht. (grinst) Marcus: Ja. Und wie war das dann, als Du dann in diese VA Geschichte eingestiegen bist und parallel bist Du dann auf dem Lifestyle der digitalen Nomaden aufmerksam geworden oder wie kam da eins zum anderen? Und wie bist Du dahingekommen, wo Du jetzt stehst. Ich meine, das ist ja eigentlich nichts, wenn man mal überlegt, vor einem Jahr hast Du die ersten Jobs übernommen als VA, dann noch für eine andere Firma und jetzt bist Du im Sun Desk und arbeitest quasi von überall für echt spannende Kunden und Menschen. Wie kam das alles zusammen? Vera: Ja das ist echt krass. Ich hab’s mir erst gestern wieder gedacht, als wir hier Mittags, nen kurzen Mittagsausflug zum Markt gemacht haben. Wir haben dann hinterher noch so nen geilen Avocadosmoothie getrunken und ich habe echt gedacht: Krass, vor nem Jahr hätte ich das nicht gedacht, dass ich jetzt hier in meiner Mittagspause mal eben in Marokko auf nem Markt sitze und so nen Avocadosmoothie trinke und danach einfach mal wieder arbeite. Also es ist echt super cool. Marcus: Aber so geht es glaube ich gerade vielen bei uns in der Szene. Ich meine, irgendwie sind wir alle so krass durch die Decke geschossen und im Windschatten schießen die Leute dann auch noch alle rechts und links neben einem hoch und irgendwie macht’s total Spaß im Moment. Was war denn dann der erste Trigger? Du hast den Blog von Conni entdeckt oder hast Dich dann entschieden zur DNX zu kommen? Hast dann irgendwann für uns gearbeitet… Vera: Genau, ich habe den Blog von der Conni entdeckt, dann auch vom Sebastian und habe dann gesehen, dass die ja zur DNX kommen im Mai. Und da habe ich mir gedacht “Ah ja gut, dann guckste Dir das mal live an”. Und ja, ich erinnere mich da noch dran. Ich war da echt noch voll schüchtern, kannte gar keinen und habe dann irgendwie gedacht “Okay, mal gucken, was die da alle machen”. Ich fand das dann voll krass, das zu hören, wie sie sich unterhalten haben. So “Ja, und dann fliege ich jetzt nach Thailand und dann sehen wir uns demnächst in Tarifa” und ich habe da echt nur große Augen gemacht und habe gedacht “Boah, das ist ja total cool.” Marcus: Mh, aber ich glaube es ist wichtig zu sehen, dass das auch Realität ist. Dass das nicht irgendwelche Träumereien auf dem Blog sind, sondern man trifft dann die Leute und merkt dann: Ey, das funktioniert ja wirklich. Die fliegen ja echt nach Tarifa und machen die ganzen Projekte, die sie erzählen. Ich glaube, das motiviert auch dann andere zu sehen, die genauso viel Feuer gefangen haben, vielleicht auf dem gleichen Level sind und dann sich gegenseitig motivieren, dass das auch funktioniert, ne? Vera: Genau, das ist eben total wichtig. Also, dass man sich auch wirklich vernetzt und ne Community hat und sich unterstützt. Das hat mir am Anfang auch ziemlich gefehlt, muss ich sagen. Gerade in meinem Job, ich meine, Du sitzt halt eigentlich den ganzen Tag nur alleine vor’m Rechner. Dann kriegst Du Deine Aufträge, hast aber trotzdem irgendwie ja nicht wirklich irgendwen, den Du fragen kannst. Und wenn Du da auch mal Probleme usw. hast und auch, das hat ja schon so angefangen: Wo finde ich denn eigentlich Jobs? Und wo finde ich neue Auftraggeber? Und was kann ich dann eigentlich berechnen? Oder alles mögliche. Und das ist auch ein Grund, das ist jetzt auch noch ein Projekt, an dem ich zusammen mit dem Johannes Völkner arbeite. Was viele nicht wissen: Er hat ja auch als virtueller Assistent mal angefangen. Und ... Marcus: Ja, ich glaube, er hat auch mal einen Guestpost für Tim Ferris geschrieben zu dem Thema. Das ist ganz witzig. Vera: Genau, und wir haben jetzt eben - also er hatte die Seite eh schon, wir haben die jetzt noch mal so ein bisschen aufgefrischt die Seite: fernarbeit.net Und das ist jetzt halt so ein Jobportal für virtuelle Assistenten, wo echt jetzt auch schon ganz coole Jobangebote drinstehen und die Assistenten können sich eben bewerben. Erstmal bei uns, wir gucken das dann an. Und wir wollen das noch so ein bisschen weiter ausbauen zu ner Community, dass eben wirklich die VA’s da nen Platz haben, wo sie sich austauschen können. Genau, da sind wir gerade so im Aufbau, aber wer Bock hat, kann sich das halt schonmal angucken und sich auch schon mal bewerben. Marcus: Ich stelle mir das gerade vor, die ganzen VA’s, die für die spannendsten Projekte auf der ganzen Welt arbeiten, was das für’n Wissen dann ist in dieser Community ne? Vera: Genau. Und auch eben tatsächlich so wie ich es ja jetzt auch schon mache. Also viele lachen, wenn ich sage irgendwie “Ich suche mir als VA ne VA”, aber viele haben sicherlich auch ab und zu wirklich mal auch so Hochphasen an Arbeit, wo man es an andere auslagern kann. Das gebe ich dann auch lieber an jemanden, den ich irgendwie schon kenne vielleicht aus ner Community und ja, so kann man sich dann auch gegenseitig wirklich so unterstützen und ich glaube, das wird ganz cool.   Marcus: Ja, da bin ich mir sicher und ich glaube, das ist bei vielen auch noch gar nicht angekommen, wie viel einem eine virtuelle Assistenz das Leben oder gerade auch Wachstum beim Business erleichtern kann. Vera: Ja, auch gerade weil Du Dich auf andere Sachen fokussieren kannst. Also ich sage mal jetzt, für Dich jetzt auch irgendwie, den Podcast aufnehmen ist total cool. Das ist auch das, was Dir Spaß macht, aber dann hinterher nochmal irgendwie ne Stunde das Transkript lesen und das auf die Website stellen, das ist halt was, was Du super abgeben kannst. Marcus: Ja, ich habe mich da vorher reingefuchst in dieses Podcast-Thema und ja 99% der Podcasts die gescheitert sind, sind daran gescheitert, nicht dass sie keinen Spaß mehr am Aufnehmen hatten, sondern dass sie dann mit dieser ganzen Administration dann irgendwann überfordert waren und das dann hinten runtergefallen ist. Und ja, dahinter hängt ja ein riesen Apparat, den Du dann glücklicherweise koordinierst. Aber Du bist ja nicht die einzige, die dann losrennt, wenn jetzt gleich die Aufnahme fertig ist mit uns beiden. Das kann man dann ja vielleicht nochmal kurz erklären, was dann passiert. Ich glaube, da haben mich in letzter Zeit auch ein paar Leute nach gefragt. Vera: Ich glaube, das ist auch von den ganzen Tasks, die wir so haben der echt jetzt am coolsten schon so durchkoordiniert ist. Also, wir haben ja diese Trello Karte, wo das alles dokumentiert ist und ja jetzt in dem Beispiel, wenn jetzt die Aufnahme fertig ist, dann packst Du die in die Dropbox. Marcus: Die wird sogar automatisch… ist das verknüpft mit Call Recorder. Also ich habe ein Tool, was dann hier über Skype aufnimmt und da ist dann der Dropbox Ordner hinterlegt, genau. Vera: Ja, dann gebe ich eben dem Gordon Bescheid, der ja auch schon ein Podcast mit Dir gemacht hat. Der schneidet dann das mit dem Intro und dem Outro zusammen, guckt nochmal, dass der ganze Ton passt und macht da eben die finale Datei zu. Der gibt mir dann wieder Bescheid, wenn er damit fertig ist. Dann geb ich die finale Datei weiter, gebe die über die Dropbox frei an die Jessica, die dann das Transkript macht. Die mir das dann als Google Doc freigibt, wenn sie fertig ist. Das ist echt … (lacht) Marcus: Das ist echt ein krasser Workflow. Vera: Ja, Du hast derweilen schon im WordPress den Beitrag angelegt, mit schonmal ein paar Shownotes, die ich vielleicht nicht wissen kann und den Beitrag leg ich dann noch komplett an mit den Shownotes, mit den Learnings, mit den Bildern, die dann auch in der Dropbox liegen. Marcus: … dem Text abgeschrieben von der Folge. Vera: Und genau. Und dann macht uns die Saskia noch das Bild für die Facebook-Seite. Marcus: Stimmt. Vera: Stimmt, die ist dann auch noch beteiligt (lacht) Marcus: (lacht) Genau, dann wird er gescheduled. Mittlerweile bin ich ja wieder auf einmal die Woche gegangen. Vera: Ja, ich glaube, das ist auch ganz gut. Also, einmal die Woche ist schon ganz gut glaube ich (lacht) Marcus: Ja, ich wollte halt erstmal Präsent sein und zeigen so “Ey, hier bin ich! Ich geh nicht mehr weg.” LIFE HACKZ gibt’s jetzt zweimal die Woche und so einen krassen Buzz erzeugen. Das hat glaube ich ganz gut funktioniert. Aber jetzt ist auch für mich, also viel zu herausfordernd. Gerade zum Beispiel, wenn wir jetzt zwei Wochen oder ich glaube zehn Tage oder so auf die Cruise gehen, wo wir überhaupt kein Internet haben. Dann in Jericoacoara ist auch nicht mega schnelles Internet und da dann jede Woche - ich muss ja auch selber die Folgen aufnehmen plus diese ganze Produktion - das wäre glaube ich echt tough geworden ne? Vera: Ja, ich glaube einmal die Woche reicht auch, ist ganz gut vom Rhythmus her und gibt ja mittlerweile genug alte Folgen, die man sich dann noch anhören kann. Marcus: Ja genau. Das ist sehr cool. Ich glaube viele haben es nicht geschafft immer alle Folgen mitzukriegen. Dann können die das mal aufholen, aber genau. Dann wird das gescheduled auf mittlerweile jeden Freitagmorgen und dahinter hängt dann ein Feed über Soundcloud, wo dann iTunes quasi einen kleinen Push kriegt, dass ne neue Folge da ist und das geht eigentlich auch richtig schnell, dass es dann bei iTunes auftaucht. Und ja, diese ganze Soundcloud Geschichte übernimmst Du ja auch ne? Vera: Stimmt, genau. Doch ganz viel. Das es echt so ein...Wir mussten jetzt mal gucken, wie lang dieser Task eigentlich ist da in Trello (lacht) Marcus: Mh, das ist die längste Karte auf jeden Fall. Und kurz zur Info: Soundcloud ist ein Mediahoster. Kennen viele von euch und so eine mp3 Datei für den Podcast sollte man nicht auf den eigenen Server legen, weil der auch immer mal wieder ausfallen kann und da sollte man auf jeden Fall irgendwie nen Mediaserver nehmen. Ich glaube Lip Sync ist noch ne Alternative. Soundcloud fand ich noch ein bisschen moderner und frischer. Gerade auch weil man dann das Snip mit einbauen kann in Wordpress und darüber dann den Player laufen lassen kann. Ja, soviel zu dem Podcast Workflow. Wielange bleibst Du jetzt noch in Taghazout? Was sind danach Deine nächsten Pläne? Vera: Ich bleibe jetzt zwei Wochen hier, dann fahre ich nochmal zurück nach Teneriffa, weil, also ich habe ja jetzt zwei Jahre da gewohnt und habe auch richtig ne feste Wohnung gehabt und nen Haufen Zeug angesammelt und alles mögliche. Und ja, muss jetzt dann die Wohnung… ich habe die gekündigt letztens. Marcus: Krass! Also Du machst Dich jetzt komplett auch ortsunabhängig? (grinst) Vera: (grinst) Ja erstmal schon. Also ich bin mir zwar sicher, dass ich irgendwann nach Teneriffa wieder zurückkomme, weil es ist ziemlich cool da. Also, kann ich auch allen mal empfehlen, die da auch mal als Nomade auch hin wollen. Ich weiß gar nicht, warum da nur da Gran Canaria so groß beworben wird. Also, weil Teneriffa ist schon echt super cool. Marcus: Da gibt’s auch nen Coliving und Coworking Space ne? Vera: Genau, das SEOintheSUN in Puerto de la Cruz. Das ist jetzt nicht da, wo ich wohne, aber ich bin jetzt trotzdem in letzter Zeit immer öfter hingefahren, obwohl ich da irgendwie ne halbe Stunde mit dem Bus von mir aus fahren muss, aber es war es mir trotzdem wert, weil es ist super cool da und super schnelles Internet und ein nettes Café dabei. Coole Leute. Der Frank, der das macht, ist auch super motiviert und ja, ist voll der Fan auch von der ganzen Nomadenszene und lädt auch im Moment immer Leute ein. Marcus: Auf jeden Fall ein cooler Typ. Vera: Ja super cool und also wenn man da in dem Coworking ist, kann man auch total viel unternehmen. Was ich jetzt auch schon ein paar mal ihm mitgemacht habe, also auf Teneriffa kannst Du eh so viel machen. Du kannst Surfen, Du kannst in die Berge fahren. Es gibt da den Teide. Das ist irgendwie der höchst Berg Spaniens. Also das ist der Vulkan, da kannst Du dann rauf. Im Winter liegt da sogar Schnee. Ja, ist echt cool dort. Und vom Leben her auch super günstig. Und eigentlich kannst Du auch das ganze Jahr über an den Strand gehen. Also kälter als 20 Grad wird’s eigentlich selten. Marcus: Okay, sollte jeder mal auschecken. Du brichst jetzt trotzdem Deine Zelte da ab? Vera: Deswegen habe ich jetzt auch so gefroren, weil ich es gar nicht mehr gewohnt bin, irgendwie weniger als 20 Grad zu haben. Marcus: Ja, wir auch nicht. Also Oktober geht echt nicht mehr klar und es wird wahrscheinlich nächstes Jahr auch keine deutsche DNX im Oktober mehr geben. Es ist einfach zu kalt. (Beide lachen) Genau, und Du hast gerade gesagt, Du brichst Deine Zelte in Teneriffa ab, musst nochmal zurück und dann? Vera: Dann habe ich jetzt erstmal nur ein One-Way-Flug nach Bangkok, will dann aber weiter nach Chiang Mai und ja… Da bleibe ich erstmal einen Monat und habe gedacht, eventuell danach nach Bali. Marcus: (lacht) Wenn das jetzt andere hören ne? Die denken immer, das ist zu krass, aber... Vera: Ja, ich find’s toll. Ich habe das auch schon mit ein paar Leuten, die ich schon kenne, dass man sich jetzt echt verabredet, so “Hey, dann sehen wir uns am 11. November in Chiang Mai auf’n Bier”. Und das klingt so völlig normal und noch vor nem Jahr habe ich irgendwie gedacht: Ey super krass. Aber jetzt ist es irgendwie so, ja. Und das ist auch das coole dran finde ich gerade. Also gerade auch mit der DNX Community und dass es jetzt eben so wächst, dass Du, wenn Du zu solchen - ich sage mal auch - Hotspots fährst, wo viele Nomaden sind, dass Du eigentlich immer irgendjemanden triffst, den Du auch schon kennst. Also so wie jetzt hier, ich wusste das gar nicht. Ich bin hier ins Sun Desk gefahren und jetzt ist hier halt der Thomas schon hier, den ich ja auch auf der DNX mal getroffen habe. Marcus: Vom IdeaCamp ne? Der hat auch nen Talk gemacht, genau. Vera: Und das ist halt total lustig. Also… Man kommt da irgendwie am anderen Ende der Welt an und triffst einfach schonmal wen. Marcus: Ja, da hat sich nämlich meine Perspektive jetzt auch verändert. Vor drei Jahren, als wir angefangen haben, war das noch nicht so. Und man war echt allein unterwegs und ich bin so happy, dass wir uns hatten und ich mit Feli dann getravelt bin und Business gemacht habe. Und da war dann immer die Frage so “Ja, wielange willst Du das denn noch machen? Und wirst Du irgendwann sesshaft”. Und da war eigentlich noch meine Einstellung: Wir machen das jetzt solange uns das gefällt und irgendwann werden wir wieder sesshafter und bauen uns wieder einen Freundeskreis auf und irgendwie noch festere Bindungen. Aber seitdem ist soviel passiert und wir haben so viele Leute erreicht mit der DNX, die jetzt auch diesen Lifestyle leben, und es gibt immer mehr Plattformen, wo man sich vernetzen kann, dass ich jetzt gerade überhaupt keine Notwendigkeit sehe davon abzulassen. Im Gegenteil: Jetzt fängt’s gerade erst an Spaß zu machen, weil man genau weiß - wie Du schon sagtest - wir fliegen jetzt nächste Woche nach Hongkong. Da treffen wir jetzt zwei Leute, die zufällig auch gerade da sind. Zum Beispiel Sebastian und Line glaube ich. Und dann nach Bangkok. Da seid ihr alle und spätestens in Chiang Mai triffst Du dann wieder einen Haufen Nomaden. Und ja. Die Freunde sind auch überall verteilt und irgendwo trifft man immer irgendjemanden. Vera: Ja ich habe auch gemerkt, auch aus der DNX jetzt wieder im Oktober auch so die Abschiede sind gar nicht… man könnte ja meinen, sie sind jetzt irgendwie voll traurig, weil man sich nur irgendwie dann mal für zwei, drei Tage in Berlin sieht, aber es ist gar nicht, weil Du weißt einfach irgendwie früher oder später irgendwo auf der Welt siehst Du die Leute wieder. Und das macht richtig Spaß. Marcus: Ja, die sind nicht weg, die sind einfach nur woanders. Und meistens sind die dann da, wo Du dann irgendwann früher oder später auch aufschlägst. Sei es jetzt Chiang Mai, Bali, Bangkok. Diese Hotspots, da gibt’s eigentlich fast ne Nomadengarantie ne? Vera: (grinst) Genau. Oder ihr jetzt dann auf der Cruise. Da habt ihr ja zehn Tage irgendwie auch nen ganzen Haufen versammelt. Marcus: Ja genau, da haben wir richtig viele Leute noch erreicht, dann über unsere Social Media Reichweite, was cool ist und das sind glaube ich über 100 Leute, die da am Start sind. Und darauf freuen wir uns jetzt auch schon richtig. Aber ich kann auch verstehen, wenn andere uns dann reden hören und vielleicht das erste Mal auf der DNX sind die ersten zehn Minuten da irgendwo sitzen im Betahaus und nebenan am Tisch “Ja, wir sehen uns dann nächste Woche in Bangkok, und Dich sehe ich dann auf der Cruise und wir beide nehmen in Bali ein Haus zusammen”, dass die denken: Was sind das denn für Spinner? Was geht’n da ab? (beide lachen) Vera: Ja wie gesagt, das habe ich im Mai auch noch gedacht und jetzt mache ich’s selber. (beide lachen) Gut, ich meine das klingt auch immer alles super cool, aber es ist auch ein bisschen ne Challenge auch. Sich dann zu organisieren, irgendwie einen Arbeitsrhythmus zu finden. Also die wenigsten von uns haben ja irgendwie so ein geiles passives Einkommen, dass sie irgendwie wirklich den ganzen Tag nur zum Surfen gehen können. Sondern ... Marcus:  Und wenn sie die Zeit haben, dann haben die vorher jahrelang das Ding aufgebaut ne? Vera: Genau. Also das geht ja auch nicht so, wie viele auch irgendwie vielleicht denken, so “Ja, jetzt mache ich mal ein geiles Travelblog und dann lebe ich davon”. Nee! Also ich arbeite jetzt im Moment tatsächlich auch deutlich mehr, als ich je in irgendnem Corporate Job gearbeitet habe. Aber es macht mir einfach viel mehr Spaß und weil ich es mir auch selber frei einteilen kann. Also jetzt im Moment vom Gefühl her glaube ich auch tatsächlich, dass es unterwegs fast noch besser funktioniert, als an einem Ort. Marcus: Strange ne? Vera: Ja, also jetzt gerade hier in so einem Coworking. Das macht auch die Atmosphäre. Du hast die ganzen Leute um Dich herum, die auch noch arbeiten. Dich guckt keiner strange an, wenn Du halt am Freitagabend um 21:00 Uhr noch am Rechner sitzt und arbeitest. Weil da sitzen noch fünf andere, die das auch machen. Ja und dann guckst Du Dich zwischendrin halt mal an und sagst so “Hey, mal ne Pause” und gehst mal kurz raus nen Kaffee trinken. Marcus: Ja ja, die Erfahrung haben wir auch gemacht. Das ist total … ja … total komisch. Weil viele denken, wenn wir in Berlin sind und haben das Betahaus oder Creative Loft oder Blogfabrik oder irgend nen anderen Coworking Space, wo wir dann arbeiten können mit mega schnellem Internet und keine Challenges unserer Infrastruktur hätten, wären wir viel produktiver. Aber genau das Gegenteil ist immer der Fall. Wir fallen dann wirklich mehr oder weniger… adaptieren wir dann diesen 9 to 5 Lifestyle, weil die meisten meiner Kumpels gehen dann am Wochenende weg. Oder ich kann dann nur abends Sport machen und dann stehen wir morgens mit den ganzen Arbeitnehmern auf. Und das ist irgendwie total komisch und man fühlt sich nach einer gewissen Zeit auch schon wieder total falsch und total schlecht an. Und deshalb ist das cool, wenn man dann wieder unterwegs ist, wo dann die Zeit nicht mehr so die krasse Währung ist oder das ganze Leben nicht nach diesem Montag bis Freitag von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr abgestimmt ist, sondern man sitzt dann auch mal um 21:00 Uhr in so einem Coworking Space und hat damit überhaupt kein Thema. Vera: Genau. Man weiß ja zum Teil…. Also, es geht einem schon nach ner Woche fast hier so: Welcher Tag ist heute eigentlich? Mittwoch, Donnerstag? Dann musst Du erstmal im Kalender nachgucken, weil es auch nicht mehr so wichtig ist. Ist jetzt Wochenende oder nicht? also... Marcus: Null. Man ist irgendwie total im Flow und wenn man mal ne Auszeit machen will und surfen gehen will oder abends mal weggehen, dann geht man einfach mal abends weg. Aber es ist egal, welcher Tag gerade ist. Vera: Genau. Marcus: Und Du sagtest gerade: Es ist eine große Herausforderung. Das werden wir ja auch nicht müde zu betonen. Egal wo wir gefragt werden oder auch auf der DNX, auf der Bühne die Speaker, dass es harte Arbeit ist, aber es sich absolut lohnt. Wie kriegst Du Dich selber organisiert, dass Du die Arbeit dann schaffst an den geilsten Orten der Welt? Vera: Gut, ich fange ja gerade erst an zu reisen. Das werde ich noch selber sehen, wie ich das hinbekomme. Aber ich glaube, dass es wichtig ist, das habe ich auch von euch so gelernt noch durch Deinen Podcast und durch viele andere, die das ja auch sagen, dass es wichtig ist, sich eine Routine aufzusetzen. Also, dass man wirklich irgendwie auch seine festen, mehr oder weniger festen, Arbeitsstunden hat. Dass man sagt: Okay, ich arbeite immer definiv morgens und schaffe da schonmal das wichtigste weg. Also ich bin tatsächlich mittlerweile ein richtiger Frühaufsteher geworden und versuche wirklich so früh wie möglich morgens die wichtigsten Aufgaben wegzuschaffen. Marcus: Ja, schreibst Du Dir dann vorher raus, was die wichtigsten sind oder weißt Du das dann im Hinterkopf? Vera: Nee, ehrlich gesagt checke ich das morgens tatsächlich so mit den ganzen verschiedenen Tools die ich eben habe und gucke eben wirklich, was das dringendste gerade ist und das wichtigste. Und gucke dann, dass ich die Sachen erledige. Wenn ich’s kann, dann organisiere ich mir auch schon am Abend vorher mal ein bisschen, aber es ist bei meinem Job halt ein bisschen schwierig, weil ich halt oft sehr spontan Sachen dann ins Trello gelegt bekomme. Marcus: Ja, zumal Du ja jetzt…. Genau, jetzt bist Du noch ungefähr in der europäischen Zeitzone, aber wenn es jetzt nach Asien geht und die anderen vielleicht in Südamerika oder so, irgendwann verschieben sich ja auch total die Zeitzonen. Da muss man glaube ich dann noch flexibler sein und morgens reingehen und gucken: Okay, was brennt gerade an? Was ist Prio1 bei welchem Kunden? Vera: Ja genau. Wo ich mich echt noch organisieren muss, wo ich noch gucken muss, wie ich da nen Rhythmus reinfinde: Als ich jetzt fest in Teneriffa gewohnt hatte, hatte ich eben auch mein festes Sportprogramm und hatte dort meine Trainerin und hatte mit der fixe Termine. Und das muss ich jetzt nochmal gucken, wie ich das auf die Reihe kriege, wenn ich unterwegs bin. Marcus: Jaja, das sind so die ganzen Aufgaben, die man dann Step by Step lösen muss. Wie kriege ich meinen regelmäßigen Sport hin, wie kriege ich meine Ernährung gesund aufgestellt? Aber das ist ganz normal. Ich glaube, da wächst man einfach rein. Da sollte man auch nicht alles auf einmal jetzt irgendwie sich selbst unter Druck setzen, dass alles 100% funktioniert. Aber mit der Zeit kriegst Du da auch Routine dann drin und weißt zum Beispiel in Taghazout kann ich Dir empfehlen, gibt es draußen so nen Fitness Cours. Ich weiß nicht, ob Du den schon gesehen hast am Strand. Vera: Ja, habe ich gestern schon gesehen, ja. Da hängen die ganzen Kids abends immer rum. Marcus: Ja genau, machen Klimmzüge und so. Und da war ich dann auch immer abends beim Sonnenuntergang mit meinem TRX Band. Das gab dann natürlich auch immer großes Geschrei und Gejubel, wenn man dann da mit den ganzen Jugendlichen zusammen Workouts gemacht haben. Also es ist cool einfach auch mal an anderen Orten Sport machen zu können. Aber man muss natürlich flexibel sein. Man kann dann nicht überall Crossfit machen oder Krav Maga oder ins Fitnessstudio gehen. Dann hat man halt mal zwei Klimmzugstangen und muss dann funktionales Training machen. Vera: Ja oder man muss dann eben auch gucken, was es vor Ort gibt. Also hier gibt’s ja auch wohl so Yoga Kurse. Die wollte ich mir jetzt morgen Früh mal angucken. Marcus: Cool. Vera: Und das ist ja dann auch das coole an dem Job, wenn Du halt nicht mehr so an 9 to 5 gebunden bist, dann kannste halt auch mal morgens um 9:00 Uhr zum Sport gehen und arbeitest dann halt eben davor und danach weiter. Marcus: Ja, absolut. Vera: Was man jetzt halt in so nem 9 to 5 Job nicht unbedingt machen kannst. Oder auch hier sind ja auch viele die zum Surfen gehen. Die gucken dann eben aus den Fenstern und sagen “Woah, jetzt sind gerade geile Wellen. Dann mache ich jetzt ne Pause und gehe mal ne Stunde Surfen”. Marcus: Aha (lacht) Ja, so muss das sein! Genau! Also man orientiert sich dann wieder mehr an den Elementen. Wenn die Sonne aufgeht, steht man dann vielleicht früh auf. Wenn die Wellen gut sind, geht man raus zum Surfen. Wenn es dunkel wird, wird man hoffentlich müde und geht dann schlafen ne? Vera: Genau. Marcus: Ich find’s auch eine coole Facette von diesem Lifestyle, so hab ich’s auf jeden Fall erlebt, dass man wieder ein bisschen mehr so back to nature geht und mehr im Jetzt lebt. Das absolut. Und dann auch sich eher so an der Natur orientiert, was abgeht und sein Leben danach richtet und nicht irgendwie: Du musst jeden Tag Montag bis Freitag von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr im Büro sein. Vera: Genau! Ja und auch was ich jetzt gerade auch merke: Dadurch, wenn Du jetzt keine eigene Wohnung und nicht mehr so viele Verpflichtungen hast, fällt auch einfach so viel organisatorisches Zeug da weg. So irgendwie “Ja, ich muss jetzt meine Stromrechnung zahlen gehen, und jetzt muss ich zum Supermarkt, und jetzt muss ich irgendwie die Wohnung putzen”. Das haben wir ja meistens gar nicht mehr solche Sachen. Klar, da musst Du halt gucken, wie buche ich den nächsten Flug und wo finde ich den nächsten Coworking Space, aber ja... Marcus: Nee, man verwaltet sich schon ganz schön selber, wenn man ne eigene Wohnung hat, dann vielleicht noch irgendwelche Versicherungsverträge laufen hat, dann noch ein Auto hat, irgendwie nen Fernseher, Pay TV, keine Ahnung… man schafft sich da selber so nen riesen kleinen Mikrokosmos, der die ganze Zeit verwaltet werden muss. Vera: Mh, genau. Wenn das mal wegfällt, dann bist Du auch irgendwie viel freier. Marcus: Ja, absolut. Okay cool, ich glaube, Du musst gleich auch den Skype Raum für den Thomas wieder räumen. Vera: Ja, ich glaube, ich werde hier wieder rausgeworfen. (beide lachen) Marcus: Das ist meistens ja auch cool an den Coworking Spaces, dass die quasi mit der Szene mitwachsen und mit den Bedürfnissen von den Coworkern. Ich glaube, ich weiß nicht, ob der noch hängt, gerade im Sun Desk in Taghazout - hat die Magda mir erzählt - haben sie Flatscreens aufgehangen, weil da Trader gearbeitet haben, die dann die Börsenkurse im Griff haben mussten. Irgendwelche ortsunabhängigen Nomaden. Und das ist cool. Also es gibt meistens mittlerweile überall nen Skype Raum. Es gibt vielleicht noch Obst, es gibt Wasser, es gibt Flatscreens wo man traden kann. In Mallorca gab’s nen 3D Printer, wenn man den nutzen wollte. Es gibt Faxgeräte, es gibt Drucker. Also es ist echt voll ausgestattet oder? Vera: Ja, da in Teneriffa zum Beispiel auch in dem Coworking da von Frank, der hat auch so nen richtigen Schalldichten Soundraum. Also wenn man auch wirklich irgendwelche Soundaufnahmen machen will, Podcasts usw. Den hat er auch extra eingebaut. Marcus: Cool. Vera: Und hier gibt’s ja auch… heute gibt’s zum Beispiel Mittagessen für alle. Marcus: Cool. Vera: Da muss ich mich auch schon nicht drum kümmern. Marcus: Ja, ja, ja. Ja. Mega spannend und ja, danke für die Insides in das VA Leben und auch in Dein persönliches Leben. Ich glaube, das war für viele Hörer sehr aufregend mal zu erfahren, was macht ein VA überhaupt und wie kann man sich …. Vera: Ich glaube auch, weil viele, wie Du gesagt hast, viele glauben halt wirklich ein VA macht nur irgendwie Reisebuchungen und irgendwie ein paar Telefonanrufen. Aber es kann einfach viel, viel mehr sein. Also da würde ich auch jedem empfehlen, der irgendwas hat, was er irgendwie …  Aufgaben hat, die er auslagern will auch einfach mal mit nem VA sprechen. Und sagen “Ey, kannst Du das übernehmen oder wie können wir das machen?” Marcus: Ja, und wie wir erfahren haben, hast Du ja mittlerweile jetzt auch ein super gutes Netzwerk in dieser VA Welt. Also wenn jemand dazu irgendwelche Fragen hat, kann er sich an Dich wenden und Du hilfst ihm da auf jeden Fall weiter oder? Vera: Ja logo. Gerne. Marcus: Okay, cool. Dann grüß mal die Magda, die das Sun Desk da betreibt und den Thomas, den wir gut kennen und die anderen Coworker. Viel Spaß beim Mittagessen! Vera: Dankesehr! Und wir sehen uns dann in Bangkok oder? (lacht) Im Februar. Marcus: Ja, wir sehen uns im Februar in Bangkok und haben eben ja schon im Vorgespräch kurz gequatscht. Vielleicht schaffen wir es ja auch noch, dass wir uns im November da sehen. Ich glaube am 11. kommst Du. Da könnten wir grad noch da sein wegen dem Location Scouting für die DNX Global, ansonsten spätestens im Februar in Bangkok. Vera: Ja cool, ich freu mich. (beide lachen) Marcus: Ich mich auch, ciao Vera! Vera: Ciao! So Leute, das war auch schon wieder Folge 29 der LIFE HACKZ Show. Ich hoffe, sie hat euch genauso gut gefallen, wie mir. Und ihr konntet jetzt mal ein bisschen so mitnehmen, was ein virtueller Assistent den ganzen Tag macht, wie spannend das sein kann und ich glaube für viele, gerade auch zum Einstieg in den digitalen Nomaden Lifestyle kann so ne virtuelle Assitenzposition genau das richtige sein. Man wächst mit seinen Aufgaben, man kriegt mega viele Insides. Man sieht, wie handlen andere ihr Business. Wie bauen andere ihre Projekte auf? Wie kommunizieren die anderen mit ihren Kunden? Also man kann sich richtig viel abgucken und man wird auch mega ins Vertrauen gezogen. Man kriegt Insides in irgendwelche Backends von Google Analytics Statistiken, darf mit den Kunden kommunizieren, kann ganze Social Media Kanäle verwalten. Ich glaube, das ist für den Einstieg einer der geilsten digitalen Nomadenjobs. Ich persönlich würde dann vielleicht nebenbei noch an meinem eigenen Business arbeiten, vielleicht einen eigenen Blog aufbauen, um einen Expertenstatus zu generieren oder an einem Ebook schreiben etc. pp. Wie man das genau macht, erfahrt ihr auf jeden Fall auf der DNX, hier auf LIFE HACKZ, in der digitalen Nomadengruppe auf Facebook. Mittlerweile gibt’s richtig, richtig viele Ressourcen. Ja, momentan läuft noch unsere Charity Aktion für Straßenkinder in Brasilien in Bahia de Salvador, wo wir mit der Digital Nomad Cruise Mitte November hinfahren. Es wäre super cool, wenn ihr vielleicht 1 € oder 2 € für unsere Charity Aktion übrig habt und spenden würdet. Alle Infos dazu findet ihr unter www.lifehackz.de/charity. Bei LIFE HACKZ immer darauf achten, dass HACKZ mit Z geschrieben wird. Ansonsten, wenn ihr Feedback habt, es kommen immer mehr E-Mails rein, worüber ich mich richtig, richtig freue hier zu dem Podcast, dann schreibt mir an marcus@lifehackz.de und wenn ihr es noch nicht gemacht habt, hinterlasst mir bitte, bitte, bitte,bitte,bitte,bitte eine Rezension und Bewertung auf iTunes. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal! Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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Oct 16, 2015

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Interview mit Christian Schulte von Dropscan

Hey Leute, willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Auf LIFE HACKZ bekommst Du die besten Tipps und Hacks für Dein bestes Ich. Dein bestes Ich in den Bereichen Sport, gesunde Ernährung, Online Business und ortsunabhängiges Arbeiten. Ich war heute früh in Berlin-Mitte in der Nähe vom Rosenthaler Platz, genau an der Linienstraße und dort in einem Coworking Space, den sich Christian Schulte, der Geschäftsführer von Dropscan, mit einer Agentur teilt, in der königlichen Pfandleihe. Und königliche Pfandleihe bedeutet, da war früher, vor ziemlich langer Zeit eine alte Bank drin. Und das was die nicht aus dem Gebäude rausbekommen haben, sind die fetten Tresore. Das heißt, die Tresore die stehen dort immernoch in dem Office rum und das ist schon ganz cool zu sehen und echt beeindruckend. Ich habe direkt einen Periscope gestartet. Vielleicht habt ihr den ja mitgekriegt heute morgen. Falls nicht, folgt mir auf Twitter, dann kriegt ihr immer eine Notification. Mein Twitter Handle ist @marcusmeurer95. Und ich muss sagen, das war schon fett. Also die haben einen coolen Konferenzraum, die haben die neuesten technischen Gadgets, die haben fette Beamer, fette Leinwände, allerlei Schnickschnack, ferngesteuert… Da habe ich kurz eine Millisekunde überlegt, so schlecht war es vielleicht doch nicht in einem Office gerade, als ich das Office gesehen habe. Und habe mich da aber ganz schnell wieder eines Besseren besinnt. Habe den Christian geschnappt. Wir sind dann zusammen in einen Konfi gegangen, Konferenzraum und habe ihm dann auf den Zahn gefühlt zu seinem Software Asset Service Dropscan. Und ich muss sagen, Dropscan ist ein richtig, richtig, geiles Tool. Das sage ich nicht nur, weil die Partner der ersten Stunde von der DNX sind, sondern weil wir es täglich nutzen, unsere Briefpost an das Scanzentrum vom Dropscan weiterleiten lassen. Die Scannen komplett unsere Post, die in Berlin ankommt und ja… wir kriegen die Post dann als PDF in einem Backend aufbereitet und sind, egal an welchem Ort der Welt und wie lange wir unterwegs sind, immer Up to Date was zu Hause abgeht und an Post eingeht. Also ich will den Service nicht mehr missen und muss sagen, es ist irgendwie einer der wichtigsten Services geworden, wenn wir unterwegs sind. Genug erzählt. Checkt das Interview aus mit dem super sympathischen Christian Schulte, dem Geschäftsführer und Gründer von dem Bootstrap Service Dropscan! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie du endlich deinen Schuhkarton voller Papiere sortiert bekommst.
  2. Wie du deine Post auch unterwegs empfangen kannst.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus

 

SHOWNOTES

Dropscan

Slack

Trello

box.com One Drive

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"]   Marcus: Okay cool Leute, herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ, dieses Mal mit Christian Schulte von Dropscan. Christian, cool, dass Du am Start bist! Christian: Hi Marcus, freut mich auch! Marcus: Wir sitzen hier gerade in Berlin-Mitte in einem gemeinsamen Space zum Worken, glaube ich mit einer befreundeten Agentur, wo Du dann auch arbeitest und ja, erzähl mal ein bisschen, woran ihr den ganzen Tag arbeitet, wenn Du jetzt hier in dem Coworking Office abhängst. Christian: Du, letztendlich arbeiten wir wirklich den ganzen Tag an großen und kleinen Verbesserungen unseres Services. Das heißt, wir schauen uns immer wöchentlich an, was gibt’s an spannenden Themen, die sowohl uns, als auch unsere Kunden interessieren. Und dann überlegen wir uns ganz konkrete Features, die letztendlich dazu dienen, den Service, den wir anbieten ein Stück weit nützlicher für unsere Kunden zu machen oder auch viele interne Projekte, dass wir zum Beispiel an Verbesserungen der Produktionsprozesse arbeiten bei uns, sodass alles noch ein bisschen effizienter und schneller läuft. Marcus: Ja, was genau macht ihr, wenn Du jetzt einen Elevator Pitch machen müsstest? Christian: Elevator Pitch? Ja gut. Wir sitzen zwar gerade nicht im Aufzug, aber Dropscan ganz einfach: Das ist ein Scan Service für Briefpost und Papierdokumente. Funktioniert folgendermaßen: Du registrierst Dich bei uns auf der Webseite, bekommst eine individuelle Postadresse auf Deinen Namen oder den Namen Deiner Firma und kannst dann komplett Deine gesamte Briefpost zu uns weiterleiten. Wir nehmen Deine Sendungen entgegen, Deine gesamte Post, öffnen und scannen die auf Anforderung und stellen Dir hinterher durchsuchbare PDF Dateien zur Verfügung zum Herunterladen. Das heißt, Du kannst letztendlich Deine gesamte Briefpost digital empfangen. Gleichzeitig kannst Du uns auch Deine gesamten Unterlagen, die Du zu Hause, im Büro auf dem Schreibtisch rumliegen hast, einfach in einen Karton packen, an uns schicken. Wir digitalisieren Deine gesamten Dokumente und Du kannst dann wirklich hinterher vollständig papierlos arbeiten. Marcus: Ja, saunützlich muss ich sagen, weil wir selber, Feli und ich das auch schon, glaube ich, seit unseren ersten Gehversuchen als digitale Nomaden nutzen. Und lustigerweise sind wir auch so in den Kontakt gekommen, glaube ich. Dass ich irgendwann den Service gefunden hatte, dann auf Travelicia, auf dem Reiseblog, darüber geschrieben habe, dass es funktioniert. Dass es so was gibt. Also ich war völlig aus dem Häuschen, weil ich das auch nicht auf dem Schirm hatte. Und Du hattest dann, glaube ich, gesehen, dass wir über Dropscan geschrieben hatten. Wahrscheinlich über den Google Alert oder wie kam das? Und dann fand ich es eigentlich super sympathisch, dass mich der Geschäftsführer, der CEO, angeschrieben hat und sich erstmal bedankt hat überhaupt für die Erwähnung und so kam dann irgendwie eins zum anderen. Also, fand ich echt cool, den Approach von Dir. Christian: Ja, ich kann irgendwie auch kaum glauben, dass schon wieder zwei Jahre ins Land gegangen sind seitdem. War ja auch unsere Anfangszeit damals. Und wir haben uns damals auch, genauso wie wir das heute letztendlich auch noch tun, über jede Erwähnung irgendwo Web von unserem Service gefreut. Gerade wenn sie dann so positiv ausfällt, wie das bei euch ist. Und für mich war das damals mit euch, dieses Gespräch hier in unseren Räumlichkeiten, auch so der erste Berührungspunkt mit dem ganzen Thema digitale Nomaden. Das war ja auch in den Anfängen noch und ihr habt gerade losgelegt. Das war, glaube ich, kurz vor der ersten DNX Konferenz. Ihr wart noch total aufgeregt. Wie wird das alles werden? Wie viele Leute kommen? Damals im Betahaus. Also, das war eine unheimlich spannende Zeit. Gleichzeitig standen wir auch noch so in den Anfangsstartzeiten, hatten da glaube ich so unsere ersten 1.000 Kunden bekommen, damals, und waren froh auch über jede Publicity, aber vor allem auch darüber, neue spannende Zielgruppen kennenzulernen. Und da hat das natürlich bei euch super gepasst. Leute, die weltweit unterwegs sind und ständig reisen, keinen Zugriff zu Hause auf ihren Briefkasten haben und natürlich total digital arbeiten. Und von daher fand ich einfach, das ist eine super spannende Gelegenheit, dass wir uns damals kennengelernt haben. Und ich sage mal, alleine die Tatsache, dass wir jetzt heute hier sitzen und die ganzen Jahre über jetzt Kontakt miteinander gehabt haben und immer wieder spannende Sachen diskutiert haben, zeigt ja auch, dass das wirklich sehr gut passt letztendlich mit uns. Marcus: Ja also, das passt wie Arsch auf Eimer würde ich fast sagen. (beide lachen) Ich könnte mir auch gar nicht mehr vorstellen, wie man das ohne Dropscan jetzt handeln sollte, wenn man dann immernoch Post nach Hause bekommt. Wobei man ja sagen muss, es ersetzt jetzt keine Meldeadresse. Das ist ja in Deutschland alles so ein bisschen Tricky. Welche Post darf weitergeleitet werden, welche muss noch lokal wirklich in den Briefkasten eingeschmissen werden an Deiner Meldeadresse? Wir haben da auch jetzt mehr oder weniger so ein kleines eigenes System aufgesetzt, aber vielleicht sagst Du mal, was mit Dropscan geht und wo man dann immernoch eine Alternativlösung braucht. Christian: Ja, grundsätzlich ist das absolut richtig, was Du gesagt hast. Es gibt in Deutschland einfach gewisse rechtliche Vorschriften. Wenn Du Deinen Wohnsitz anmeldest, was Du ja tun musst, wenn Du hier irgendwo hinziehst, innerhalb von zwei Wochen glaube ich sogar, dann brauchst Du letztendlich eine Anschrift an der Du tatsächlich auch persönlich erreichbar bist. Marcus: Ich glaube, das heißt ladungsfähig? Christian: Genau. Das ist die sogenannte ladungsfähige Adresse. Und bei dieser Adresse muss sichergestellt sein, der Dir ein wichtiges Schreiben zustellen will - das kann zum Beispiel eine Postzustellungsurkunde sein... Marcus: Wer schickt so was? Christian: Ja, das verschicken zum Beispiel Ämter. Meistens aber nur in Fällen, wo es ein bisschen kritisch ist, sage ich mal. Du vielleicht Deine Steuern die letzten drei Jahre nicht gezahlt hast. Letztendlich muss sichergestellt sein, dass Du irgendwo persönlich greifbar bist und dass Dir jemand eine solche wichtige Sendung dann auch persönlich übergeben kann. Was wir von Dropscan bieten, ist letztendlich eine reine Postanschrift oder Korrespondenzadresse. Das heißt, Du sitzt natürlich nicht bei uns im Produktionszentrum und bist dann persönlich verfügbar. Deswegen können wir auch solche Sendungen, wie zum Beispiel eigenhändige Einschreiben, Postzustellurkunden oder Sendungen, wo man sich persönlich mit einem Ausweis legitimieren muss, um die Sendung dann übergeben zu bekommen, kann man die nicht bei uns empfangen. Weil Du natürlich selber dort nicht vor Ort bist. Alles andere, die ganze normale Post und das sehen wir ja auch bei eigentlich allen unseren Kunden, es kriegt ja nicht jeden Tag jeder zehn Postzustellurkunden. Kommt ganz normal bei uns an, wird zugestellt und dann unserem Kunden zur Verfügung gestellt. Das ist überhaupt kein Thema. Marcus: Ich glaube, bei mir war es in der ganzen Zeit seitdem wir uns jetzt kennen und seitdem wir auch so exzessiv reisen, ehrlich gesagt, keinmal der Fall, dass irgendwas in dem Briefkasten gelandet ist. Wen wir immernoch zur Sicherheit haben, wo unser Name noch dransteht - wir haben ja immernoch die Wohnung in Berlin-Mitte, die aber langfristig untervermietet ist - das heißt, wenn da mal was ankommen sollte, doch, Pakete werden nicht weitergeleitet, dann bleiben die da an diesem Standort ne? Christian: Ja, grundsätzlich ist es so: Wir sind zunächst in erster Linie ein Digitalisierungsservice für Papierdokumente. Das heißt, was wir nicht machen, ist ein sogenanntes Dropshipping. Das heißt, dass Du zu uns große Pakete mit Warensendungen, vielleicht sogar mit Lebensmitteln oder Tieren oder sonst irgendwas zu uns schickst. Darauf sind wir überhaupt nicht ausgelegt. Sondern wir gehen davon aus, alle Sendungen, die bei uns eingehen, egal ob es eine Postkarte, ein Brief oder auch mal ein Karton mit Papierunterlagen ist, kann von uns auch tatsächlich gescannt und digitalisiert werden. Für Lebensmittel zum Beispiel haben wir überhaupt keine Aufbewahrungsmöglichkeiten und können das letztendlich auch aufgrund von Zollformalitäten überhaupt nicht dann weiterleiten ins Ausland oder solche Sachen. Das heißt, das geht einfach nicht, ne? Marcus: Aber dafür, was ihr könnt, ist einiges und ist dafür umso mehr und nicht mehr wegzudenken. Und wie ich eben schon gesagt habe und ein kleiner Tip für diejenigen, die einen Steuerberater haben oder professionelle Hilfe dann bei der ganzen Buchhaltung haben, die können oder Du kannst demjenigen auch eine Vollmacht ausstellen, dass die Post zum Beispiel vom Finanzamt, die ja manchmal wichtig sein kann, wo Fristen eingehalten werden müssen, dass die dann direkt zu Deinem Steuerberater gehen und dann nicht mehr den Umweg nehmen über den Nachsendeauftrag etc. pp. Und Du musst es dann wieder weiterleiten an Deinen Steuerberater. Also das funktioniert auch ganz gut. Und was ich eigentlich noch ziemlich cool finde beim Dropscan: Service, was Du eben im Nebensatz erwähnt hast, ist das alle PDF voll durchsuchbar sind. Das heißt, ich lasse die mir zuschicken per E-Mail, habe dann ein PDF angehangen und selbst, wenn ich über mein MacBook über die Spotlight Suche suche, finde ich dort immer direkt Textstücke aus diesem PDF-Dokument. Das heißt, selbst wenn ich gar nicht mehr weiß, wann ich diesen Scan bekommen habe oder ich den im Backend dann schon abgelegt habe, kann ich das immernoch über die verbundene Mailbox finden. Christian: Ja absolut. Also unser Ziel ist es ja letztendlich Dir ein möglichst papierfreies, papierloses Arbeiten zu ermöglichen. Und uns ist es deswegen superwichtig, dass wir Dir nicht nur die Scans, also die Bilder von Deinen Papierdokumenten zur Verfügung stellen, sondern dass Du wirklich auch alle Informationen, die in den Dokumenten enthalten sind, wirklich zugreifen kannst. Und genau deswegen laufen alle Scans über eine Texterkennung drüber. Dadurch ist das Dokument im Volltext durchsuchbar und kann dann hinten rum verarbeitet werden. Um ein ganz konkretes Beispiel zu geben: So wie Du das getan hast. Du gibst einfach ein  “Commerzbank Kontoauszüge 2014” und schon werden Dir wirklich alle Dokumente angezeigt, die genau diesen Text enthalten, sprich: alle Kontoauszüge des letzten Jahres. Und das funktioniert wunderbar und genau so nutzen das auch die meisten unserer Kunden. Marcus: Aha. Und was ist, wenn jetzt mal ein wichtiger Versicherungsschein weitergeleitet wird, den Du dann doch irgendwo zu Deinen Akten legen solltest und das erstmal digitalisiert in Deinem Backend auftaucht? Was kann man dann machen, um an diesen Versicherungsschein zu kommen? Kann man bei euch mit dem Fahrrad vorbeifahren in der Ehrenbergstraße oder wie läuft das? Christian: Ähm Fahrrad vorbeifahren oder generell vorbeikommen bei uns geht leider nicht. Aus Datenschutz- und Sicherheitsgründen ist der Zutritt für externe Dritte in unserem Produktionszentrum leider nicht möglich, aber wir bieten neben dem Digitalisieren Deiner Sendungen noch drei weitere Funktionen an. Du kannst die Sendungen bei uns auch vernichten lassen automatisch, wenn Du sie nicht mehr brauchst, wenn es Werbung ist. Du kannst sie bei uns für einen unbegrenzten Zeitraum archivieren lassen und als drittes kannst Du sie Dir auch auf dem Postweg weiterleitend zuschicken lassen. Entweder einzelne Sendungen oder in Form von einer Sammelsendung mehrere hundert Briefe. Du kannst also sagen: So, jetzt bin ich nach sechs Monaten wieder in Deutschland. Die und die Sendung benötige ich noch in Originalform, weil das wichtige Unterlagen sind. Dann legst Du eine Sammelsendung an, gibst eine Adresse und einen Versandzeitpunkt an und dann schicken wir Dir das zu. Marcus: Mh, ja. Das finde ich eine super Kombi, eben gerade für uns. Wenn wir länger unterwegs sind und wissen, wir kommen dann und dann wieder zurück. An dem Datum legen wir die Sammelsendung an, sammeln dann im wahrsten Sinne des Wortes die Sendungen so lange, bis wir dann wieder hier in Berlin irgendwo wohnen. Wir wissen dann meistens auch noch gar nicht wo wir wohnen, lassen uns das zur Packstation schicken und dann ist man noch unabhängiger und holen da unsere Dropscan Unterlagen raus. Das funktioniert also richtig, richtig gut. Du sagtest gerade, man kann auch seine Dokumente lifelong archivieren lassen. Ihr habt ja jetzt… wie viele Kunden habt ihr mittlerweile. Christian: Ja, wir haben aktuell ein bisschen über 3.000 Kunden, die das nutzen. Von denen sind rund 40% Privatkunden, aber die restlichen 60% sind gewerbliche Kunden. Insbesondere so kleine, mittelständische Unternehmen mit bis zu 1.000 Mitarbeitern, die das halt nutzen, um eine komplett digitale Poststelle für sich zu realisieren. In vielen Fällen hatten die vorher ein oder zwei Mitarbeiter sitzen, die jeden Tag dann die Post eingescannt haben. Die sagen irgendwann “Mensch, die Mitarbeiter können eigentlich auch etwas sinnvolleres tun, geben wir das doch einfach raus an den Experten, der das dann für uns macht” und genau da kommen wir dann ins Spiel. Marcus: Okay. Und worauf ich hinaus wollte: Das ganze erfordert natürlich auch ganz schön Serverkapazitäten und gerade unter dem Gesichtspunkt, glaube ich, dass ihr datenschutzrechtlich nur in Deutschland agieren dürft/wollt, war das mit Sicherheit auch eine Herausforderung. Wie habt ihr das lösen können? Christian: Ja, also für uns war es von Anfang an super wichtig, das Thema Datenschutz und Sicherheit wirklich oberste Priorität einzuräumen. Deswegen haben wir uns von Anfang an mit einem renommierten Datenschutzanwalt, der auch TÜV zertifiziert ist, mit an Bord geholt, der sämtliche unserer Prozesse sowohl die digitalen als auch die physischen Prozesse, was das Handling der Sendungen angeht, komplett auf Konformität mit dem Deutschen Bundesdatenschutzgesetz überprüft hat. Und das auch regelmäßig immer wieder tut. Dazu gehört natürlich auch, wie von Dir angesprochen, Serverstandort Deutschland, sodass auch tatsächlich hier die deutschen Datenschutzgesetze zur Anwendung kommen. Und wir gucken letztendlich in dreierlei Hinsicht: 1. Ist darf keinerlei Zugriffsmöglichkeit für externe Dritte auf Deine physischen Sendungen geben. Deswegen darf auch niemand zu uns in das Produktionszentrum kommen, außer den Mitarbeitern dort. 2. Sicherheit der digitalen Daten letztendlich, das heißt, Deiner Scans, die wir in sehr großen Volumina jeden Tag speichern und das 3. ist auch die rechtliche Sicherheit. Dass Du weiterhin Eigentümer auch Deiner Daten bist. Es gibt ja genug Services im Internet, die Du auch kostenlos nutzen kannst, wo aber letztendlich Deine Daten verarbeitet und für andere Zwecke dann verkauft werden. Bestes Beispiel: GoogleMail. Wo dann schöne Anzeigen neben Deinen E-Mails erscheinen. Genau das wollen wir aber nicht machen, sondern wir stellen letztendlich auch durch den Vertrag, den wir mit unseren Kunden schließen, sicher, dass der Kunde immer auch Eigentümer sämtlicher seiner Daten bleibt und nicht verwendet werden von uns für andere Zwecke oder an externe Dritte weitergegeben werden. Marcus: Gibt’s denn dann mal Kunden oder Leute die anrufen “Ey Christian, hier kannste vielleicht mal in die Sendung vom 15. März reingucken und den Brief XY raussuchen? Ich brauche da nochmal die Telefonnummer.” Christian: Kommt regelmäßig vor. Können wir aber nicht. Also ganz ehrlich: Ich kann selber, selbst als Geschäftsführer, nicht auf den Inhalt einzelner Sendungen zugreifen. Das einzige was ich sehen kann ist letztendlich der Umschlag der Sendung. Aber die eigentlichen Scans, das heißt der Inhalt der Sendung ist alleine dem Kunden vorbehalten, liegt verschlüsselt auf unserem Serverund nur der Kunde kann tatsächlich auf diese Scans dann auch zugreifen. Marcus: Mh, ja mega spannend. Wie bist Du auf die Idee gekommen, so einen Service anzubieten für Menschen, die Unterlagen gescannt haben möchten oder wie ist das ganze gewachsen? War es von Anfang an auch als Postservice gedacht oder war es erstmal vielleicht ein Scanservice, den es vielleicht vorher auch schon gegeben hat? Erzähl mal. Christian: Mh, ja gute Frage. Letztendlich zwei Gründe: Zum einen, ich habe selber mal ein paar Jahre in den USA gelebt und gearbeitet bei einem Internet Startup dort. Das, in den Jahren wo ich da war, sehr stark gewachsen ist. Eine wirklich spannende Geschichte. Aber ich habe in diesem Zeitraum… haben meine komplett meine Eltern zu Hause die Post gescannt und geöffnet und das hat naja, mehr schlecht als recht funktioniert.   Marcus: Ja, so war es am Anfang auch, dass Felicias Eltern dann immer im Einsatz gewesen sind. Ich meine, die hatten sich gefreut. Die sind beide pensioniert und hatten dann was zu tun, wenn Post gekommen ist, war da immer viel los. Und wir haben direkt eine E-Mail dazu bekommen. Aber letztendlich läuft es ja jetzt ein bisschen smoother. Christian: Ja, Du, genau die Geschichte höre ich fast täglich von unseren Kunden, die dann froh sind, dass sie jemanden gefunden haben, der das professionell für sie macht. Von daher habe ich selber auch mal das Bedürfnis oder den Bedarf gehabt so einen Service zu nutzen. Es gab so was auch damals in den USA. Leider nicht in Deutschland. Von daher war das immer so eine Idee im Hinterkopf, die ich sehr spannend fand. Zum anderen, die Firma bei der ich gearbeitet hab, hat genau das umgekehrte von Dropscan gemacht. Die haben nämlich einen Print on Demand Service für Geschäftsdokumente gemacht. Das heißt, Kunden haben digitale Daten in Form von PDF Dateien hingeschickt, aber am nächsten Tag einen Karton mit gedruckten und gebundenen Dokumenten bekommen. Ich habe für die FIrma eine Zeit lang hier noch in Deutschland gearbeitet und das Europageschäft aufgebaut, habe mich dann aber irgendwann selbstständig gemacht, mit einer Firma, die letztendlich das gleiche Geschäftsmodell hatten: Drucken von Geschäftsdokumenten. Marcus: Muss man da bei Geschäftsdokumenten auf irgendwas achten? Ist das anders, als wenn Du es zu Hause am Papierdrucker machst oder ist es einfach aus Effizienzgründen einfacher, wenn Du einen ganzen Karton irgendwohin schickst? Christian: Letztendlich aus Effizienzgründen, dass man wirklich einen Service nicht nur für Privatkunden, sondern in erster Linie für Geschäftskunden, wie zum Beispiel für Trainings- oder Workshops, größere Mengen an gebundenen Unterlagen brauchten und vorher standen halt die Trainer dann selber am Drucker und an der Bindemaschine und haben das einen halben Tag lang gemacht. Hinterher konnten sie es mit fünf Mausklicks über’s Internet machen. Das hat sehr gut funktioniert. Die Firma ist innerhalb von fünf Jahren - als ich angefangen habe, waren irgendwie 40 Mitarbeiter, als ich gegangen bin, waren’s über 800 Mitarbeiter. Die haben über 100 Mio. Dollar Umsatz gemacht und machen es immernoch. Von daher war da auf jeden Fall der Bedarf und ist der Bedarf da für solche Dienstleistungen. Und ich habe das dann hier auch für eine relativ kurze Zeit in Deutschland auf eigenen Füßen gemacht, habe aber damals sehr viele Anfragen bekommen von Kunden, die gesagt haben “Mensch, ist ja toll, dass ich was drucken lassen kann, aber ich habe hier einen riesen Stapel an Papier liegen. Könnt ihr das nicht einscannen für uns und dann hinterher drucken. Ich bräuchte das eigentlich in digitaler Form, die ganze Sache”. Und das war so der erste Samen für Dropscan sage ich mal. Die Idee entstanden “Mensch, vielleicht könnte man umgekehrt auch was machen in der Richtung”, digitalisieren von Dokumenten. Wir haben dann 2011 Dropscan gegründet in einem Dreierteam und haben angefangen mit einem ganz simplen einfachen Scanservice. Gar nicht für Briefpost, sondern nur für Papierdokumente. Website, registrieren, Scanauftrag anlegen, sagen ich habe hier 500 Seiten. Dann hast Du einen Paketschein bekommen, hast das ganze in ein Paket gepackt, zu uns geschickt und wir haben das eingescannt. Am nächsten Tag konntest Du es Dir als durchsuchbare PDF Dateien runterladen. Marcus: Also ziemlich lean und hands-on gestartet. Christian: Absolut, auch ohne irgendwie groß Investoren oder sonst irgendwas. Sondern wir haben das wirklich komplett gebootstrapped, haben innerhalb von ein paar Monaten, also weniger als drei Monaten, haben wir die gesamte Webapplikation gebaut, inklusive Payment und allem drum und dran und haben es einfach an den Start gebracht. Und wir hatten dann das große Glück, das halt gleich relativ viel im Web über uns berichtet wurde. Wir haben dann auch relativ schnell relativ viele Kunden bekommen. Und das viel Spannendere war dann aber letztendlich, dass sehr viele der Kunden gesagt haben “Mensch, genialer Service! Das Einzige was mich nervt ist, dass ich einmal in der Woche immernoch meine ganze Post aufmachen muss und das dann in einen Karton packen und an euch schicken. Das ist mir irgendwie noch zu kompliziert.” Marcus: Die haben damals dann schon ihre Briefpost genommen und euren Service dann quasi dafür genutzt. Christian: Ja absolut, genau. Wie gesagt: Einmal in der Woche alles aufgemacht. So am Wochenende sitzt man da und macht seine Ablage und dann haben sie sie an Dropscan zum digitalisieren geschickt. Und daraufhin haben wir uns überlegt “Mensch, klar. Das geht natürlich auch einfacher. Keine Frage” Wir haben uns dann mit der Thematik auseinandergesetzt, wie können wir den Leuten da eine Postadresse zur Verfügung stellen und solche Sachen. Und haben dann wieder was gebootstrapped. Wir haben dann einfach mal diese Kunden, die sich bei uns gemeldet haben, beim Wort genommen und haben gesagt “Pass auf, wir würden gerne mal jetzt für einen Zeitraum von sechs Monaten kostenlos eure Post scannen. Ihr leitet die zu uns um per Nachsendeauftrag. Ganz am Anfang machen wir es extrem lean. Wir schicken uns eigentlich einfach nur die Scans jeden Tag per E-Mail zu.” Es gibt keine Webapplikation, gar nichts. So. Und das haben wir gemacht für ein paar Wochen und die Kunden waren hellauf begeistert. Also wir hatten von Anfang an da auch gewerbliche Kunden, Unternehmen, die dann gesagt haben “Fantastisch”. Und daraufhin ist dann für uns der Startschuss gefallen und haben gesagt “Okay, jetzt setzen wir uns hin und bauen da eine richtige Software drum herum”. Marcus: Cool, also das ist ja genau dieses Lean Startup Prinzip. Dass ihr erstmal mit einem MVP ne Minimum Viable Produkt an den Markt gehst, Deine ersten Learnings sammelst, im besten Fall den Kunden dafür auch noch nicht bezahlen lässt, weil es natürlich noch ein bisschen Buggy oder noch nicht komplett ausgereift und dann hast Du den Proof of Concept und weißt “Okay, das wird wahrscheinlich erfolgreich werden”. Christian: Genau, richtig. Genau so ist es bei uns gelaufen. Und wir sind dann im April 2013 sind wir nach einer sechs Monaten Betaphase dann mit der eigentlichen Webapplikation an den Start gegangen. Sie hatte noch wesentlich weniger Funktionen als sie jetzt hat. Wir haben ja diesen zweistufigen Prozess. Im ersten Schritt scannen wir nur die Briefumschläge. Dann kann der Kunde entscheiden, was wir damit machen sollen. Vernichten, Öffnen und Scannen, weiterleiten. Das hatten wir in dieser Grundfunktion schon von Anfang an. Marcus: Also ganz wichtig für manche Kunden, die sagen “Ey, ich kriege auch mal Liebesbriefe oder irgendwelche Post von meinen Eltern”. Auch glaube ich, wenn da keiner bei euch jetzt an der Scan Maschine steht, haben manche vielleicht immernoch bedenken und sagen “Nee, das will ich aber nicht von irgendeiner Maschine gescannt haben. Ich möchte das unberührt nach Hause geschickt haben”, das ist also auch absolut möglich, ne? Christian: Ja, überhaupt kein Thema. Also, Du kannst ja entweder sagen: gleich vernichten, wenn es zum Beispiel Werbung ist, dann müssen wir das natürlich auch nicht scannen. Marcus: Achso, zur Werbung noch ein kleiner Tip: Bei euch wird je nach Tarif ja auch nach einzelnem Scan abgerechnet, sobald dann eine Werbepost dann bei mir ankommt über den Dropscan Service, rufe ich da an oder schreibe eine E-Mail hin, dass sie mir bitte keine weitere Werbepost mehr schicken, weil damit ist der Umwelt geholfen und auch Deinem Portemonnaie. Christian: Richtig, genau. Also das machen viele unserer Kunden auch erfolgreich, wenn sie jetzt sehen, da kommt Werbung an, informiert man Kurz den Absender und dann sollte sich das eigentlich erledigt haben. Es gibt da auch so eine Robinson-Liste oder so was, glaube ich, wo man sich eintragen kann und dann sollte sich das Thema Werbung komplett erledigt haben. Marcus: Gut. Wo waren wir jetzt hier. Wir waren jetzt bei der Entstehungsgeschichte, genau. Und dann habt ihr das Ding gebaut und mit immer mehr Funktionen ausgestattet und letztendlich seid ihr jetzt da, wo ihr seid. Wobei es glaube ich, gerade Anfang diesen Jahres oder Ende letzten Jahres nochmal so einen ziemlich fetten Umbruch gab, dass ihr die komplette Software neu geschrieben habt, ohne dass der Kunde es aber bemerkt hat, muss ich sagen. Ich bin fast täglich bei euch im Backend drin und habe so nichts davon mitgekriegt. Aber man merkt, man steht jetzt irgendwie auf anderen Füßen, weil fast jede Woche da irgendwelchen neuen API Anbindungen kommen und von euch announced werden. Womit kann man denn Dropscan mittlerweile alles verbinden und wie habt ihr das realisiert? Christian: Ja, das ist grundsätzlich richtig. Wir sind in 2014 sehr stark gewachsen und haben dann irgendwann gemerkt, so das was wir am Anfang gebaut haben, wird irgendwie unseren wachsenden Anforderungen nicht mehr ganz gerecht. Wir haben uns deswegen auf den Hosenboden gesetzt und in den ersten sechs Monaten wirklich Dropscan komplett von Null auf Neu programmiert. Was letztendlich in vielerlei Hinsicht auch unseren Kunden zugute gekommen ist, auch beim Thema Sicherheit letztendlich. Die Prozesse sind effizienter und schlanker geworden. Kunden bekommen ihre Sendungen schneller zur Verfügung gestellt. Und wir haben damit, und das hast Du eben auch schon angesprochen, die Basis gelegt für zukünftige Erweiterungen. Das war uns eben ganz wichtig, weil wir noch eine Menge vorhaben bei Dropscan. Ein Thema an dem wir gerade sehr intensiv arbeiten ist eben die Integration mit externen Services. Es war schon immer möglich, sich zum Beispiel die Scans per E-Mail zuschicken zu lassen. Aber wir wollten da noch wesentlich weiter gehen und haben deswegen jetzt die ersten Schritte da gemacht in den letzten Wochen, eine Anbindung an Dropbox vorgestellt, an SFTP Server, was für viele unserer gewerblichen Kunden wichtig ist, an Evernote jetzt gerade vor ein paar Tagen, was viele unserer privaten Kunden nutzen, um ihre Dokumente zu sortieren. Und da wird noch eine ganze Menge mehr kommen. Also, wir sind jetzt gerade gestern… seit gestern nutzen wir intern eine Anbindung an Slack. Das Chat-Tool, was Du wahrscheinlich auch kennst und nutzt. So ein bisschen halt Ersatz für die E-Mail Benachrichtigungen, die man bekommt, wenn neue Sendungen eingegangen oder geöffnet und gescannt wurden, wird’s in Kürze auch möglich sein, diese Benachrichtigungen dann per Slack zu bekommen. Und direkt in Slack auch dann zum Beispiel das Öffnen und Scannen der Sendungen anzufordern. Marcus: Ja, ich glaube, das ist richtig cool für digitale Nomaden, die auch schon ein kleines Team aufgebaut haben und virtuell arbeiten oder selber in dem Team drin sind und da läuft ja mehr oder weniger dieser Kaffeeklatsch oder das Socializing, was Du im normalen Coworking Space hast. Mittlerweile ziemlich oft dann über Slack, was ja auch cool ist. Irgendwo gehört’s ja auch dazu. Man rät ja auch gerne mal über andere Sachen, als den ganzen Tag über Arbeit oder arbeitet irgendwelche Tasks in Trello ab und so sehe ich Slack im Moment noch irgendwie so als Tool irgendwo dazwischen, als Socializing Tool. Aber, weil man da ja auch ständig on ist, macht es ja super viel Sinn, dass man dann angepingt wird und sagt “Du hast eine neue Briefpost” und wenn man möchte, dann direkt auch den Scan dabei. Also richtig sinnvoll. Christian: Ja, kommt auf jeden Fall. Wir nutzen’s wie gesagt schon intern und uns macht das sehr viel Spaß. Von daher können wir es kaum erwarten, das auch endlich unseren Kunden zur Verfügung zu stellen. Es gibt eine Menge weitere Sachen. Gerade Anbindung an andere Cloudstorage Services, wie box.com, One Drive und verschiedene andere, die wir vorstellen werden. Das letztendliche Ziel dahinter ist, dass wir wirklich eine vollkommen offene Plattform werden, wo es dann über eine generelle API, so eine Programmierschnittstelle letztendlich die Möglichkeit gibt, für externe Services sich direkt bei uns anzuflantschen. Und die digitalen Dokumente, die wir jeden Tag aus den riesigen Mengen an Papier bei uns produzieren, dann automatisiert in anderen Systemen landen und dort weiter verarbeitet werden können. Das ist sicherlich auf der einen Seite interessant für unsere Privatkunden. Viel spannender ist es aber für unsere gewerblichen Kunden, die letztendlich dann das in ihre internen Dokumentmanagementsysteme bis hin zu ihrem SAP System dann diese digitalen Dokumente weiter verarbeiten können. Und das bietet natürlich für uns dann auch weitere Möglichkeiten zu Wachstum. Einfach, weil wir dadurch noch ein ganzes Stück weit mit sicher werden für unsere Kunden. Marcus: Mh. Du sagst gerade Wachstum. Was sind die Pläne longterm, bzw. midterm? Die nächsten drei Jahre, wenn man sie überhaupt schon absehen kann oder was steht alles noch, ich sag mal dieses Jahr und nächstes Jahr an? Ist vielleicht Internationalisierung irgendwann auch ein Thema? Christian: Du, ganz ehrlich? Wir haben da überhaupt keinen in den Stein gegossene Businesspläne. Wir haben eigentlich überhaupt keinen Businessplan, ja? Wo jetzt drin steht: Dieses Jahr, nächstes Jahr und die nächsten fünf Jahre müssen wir die und die Ziele erreicht haben und die Umsätze machen oder sonst irgendwas. Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass wir keine Investoren an Board haben, die uns da entsprechend pushen. Uns liegt in erster Linie der Service und das Produkt am Herzen. Wir freuen uns natürlich über jeden neuen Kunden, den wir gewinnen und wir freuen uns auch, wenn unsere Umsätze jeden Monat steigen. Aber letztendlich ist das nicht das eigentliche Ziel. Sondern uns macht es Spaß am Produkt zu arbeiten und das kontinuierlich weiter vorwärts zu bringen und wenn dann im Ergebnis da auch, ich sage mal, finanziell was interessantes bei rauskommt, auch über die nächsten Jahre hinweg, dann sind wir da auch glücklich letztendlich. Aber das heißt nicht, dass wir uns da jetzt super aggressive Wachstumsziele für die nächsten Jahre gesteckt haben, wie wir dann auf Teufel komm raus, erreichen müssen bei der ganzen Sache. Marcus: Mh. Ja so habe ich Dich auch kennengelernt und so nehme ich Dich auch immernoch wahr. Dass das ganze sehr organisch, glaube ich, bei euch wächst und auch mit viel Freude. Gibt es überhaupt Marketingaktivitäten oder sagt ihr, ihr versucht über diesen Pooleffekt, dadurch dass das Produkt so gut ist und die Leute von selbst anfangen darüber zu reden, so wie wir es gemacht haben, Feli und ich, und dann ich darüber auf dem Blog geschrieben habe, ohne irgendwie von außen einen Anschub dazu bekommen zu haben, so zu wachsen? Oder habt ihr irgendwelche Channels, die ihr auch immer wieder testet, um an neue Kunden zu kommen? Christian: Ja, das ist schon richtig. Also unser Hauptchannel ist wirklich, sage ich mal, ein funktionierendes, qualitativ hochwertiges Produkt oder Service anzubieten und dann über Empfehlungen letztendlich unserer Kunden darüber weiter zu wachsen. Wir nutzen aber auch andere Kanäle. Also wir machen einiges beim Thema AdWords letztendlich. Viele Leute, die nach Briefpost digitalisieren suchen, die wir dann entsprechend darüber abgreifen. Wir haben mal was zum Thema PR versucht. Das hat aber nicht wirklich funktioniert. Wir haben mal Messen ausprobiert. Wir haben sogar mal einen Stand bei der CeBIT gehabt und verschiedenen spezielleren Messen. Hat teilweise funktioniert, teilweise nicht. Von daher müssen wir immer gucken, passt das letztendlich. Die ganze Sache hängt auch immer mit der konkreten Veranstaltung zusammen. Also wir probieren schon andere Sachen aus, aber sicherlich nicht so aggressiv, wie andere Startups das hier mit der entsprechenden Finanzierung in Berlin machen. Sondern wir gucken uns immer ganz genau an. Wir überlegen uns, macht das Sinn tatsächlich für uns? Spricht das unsere Zielgruppen an, die wir kennen? Von denen wir wissen, dass die einen Nutzen haben von dem Service und letztendlich, ab und zu machen wir da auch mal einen Versuch, aber wie gesagt, unser Hauptfokus liegt eigentlich darauf, ein tolles Produkt abzuliefern. Marcus: Okay, cool! Christian, vielen Dank für dieses mega, mega spannende Interview! Es waren viele Insides und ich glaube, auch sehr hilfreich für die Hörer. Danke für Deine Zeit und wir hören uns bald wieder! Christian: Ja Marcus, vielen Dank für das Gespräch! Yeah, das war eine kurze, aber knackige Folge von der LIFE HACKZ Show. Mittlerweile war das jetzt schon die Folge 28. Wenn euch das gefällt, dann hinterlasst mir doch eine Sprachnachricht auf lifehackz.de. Checkt dann direkt die Shownotes zu dieser Folge. Dort findet ihr alle Links. Gebt mir eine Bewertung auf iTunes oder unterstützt Felicia und mich bei unserer Charity-Aktion für Straßenkinder in Brasilien. Mehr Infos dazu unter www.lifehackz.de/charity. Ich hoffe, euch hat’s genauso viel Spaß gemacht wie mir und wir hören uns beim nächsten Mal. Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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Oct 9, 2015

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Interview mit Till Gross von Comfort Zone Crusher

Hey Leute, willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! LIFE HACKZ gibt Dir die besten Tipps und Hacks für Dein bestes Ich. Dein bestes Ich im Bereich Sport, gesunde Ernährung, Produktivität, Online Business, ortsunabhängiges Arbeiten oder auch mehr Selbstwertgefühl. Heute habe ich mir Tilll Groß aus Österreich vor die Kamera geholt. Und der Till ist ein DNX Speaker, der zuletzt auf der DNX GLOBAL performed hat. Er hatte die undankbare Aufgabe als letzter auf die Bühne zu müssen, um kurz vor 18:00 Uhr, nachdem die Leute acht Stunden Input gekriegt haben; ist dann vor 500 Mann internationalem Publikum auf die Bühne und hat das Ding mega, mega gerockt. Und das nicht ohne Grund: Till hat von den besten Therapeuten in den Staaten gelernt, ist super wissbegierig auf seinem Themengebiet. Er ist Gründer des Startup “Comfort Zone Crusher” und verhilft Menschen zu mehr Selbstbewusstsein und den richtigen Handlungen in den entscheidenden Momenten. Checkt das Interview aus, viel Spaß! In dieser Folge lernst du:

  1. Warum du dich einfach mal mitten in der Fußgängerzone auf den Boden legen solltest.
  2. Warum es viel schwerer ist als du denkst ein Nein zu bekommen.
  3. Wie ein Selfie dir hilft deine Ziele zu erreichen.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Comfort Zone Crusher

5 Minute Journal

Headspace

https://www.youtube.com/watch?v=p7z6mcdXVvQ [su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Till Groß   Marcus: Okay cool! Hey, willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ und willkommen Till! Cool, dass Du am Start bist! Till: Vielen Dank, ich freue mich, dass ich da sein darf! Marcus: Wo erwischen wir Dich denn gerade und was machst Du da? Till: Jetzt bin ich gerade in Wien. Ich bin vor knapp… also genau, als die DNX GLOBAL war, bin ich gerade aus Chicago zurückgekommen. Da bin ich für einen Monat mit einer Freundin so ein bisschen durch Europa gereist und jetzt seit knapp dreieinhalb Wochen bin ich in Wien und bin jetzt hier für drei Monate und habe halt ein Team - ich habe jetzt zwei Leute, die hier Vollzeit für mich arbeiten - und jetzt bin ich für drei Monate mit meinem Team hier in Wien. Die Sonne scheint auch noch gerade, obwohl es schon fast Oktober ist. Also es ist alles perfekt, denke ich. Marcus: Ja sehr geil, das ist cool! Ich hab’s ja eben gesehen, da haben wir noch kurz das Video angehabt, bevor wir hier aufgenommen haben auf Skype. Bei Dir scheint die Sonne, hier scheint die Sonne, so schlimm ist es doch nicht in Deutschland, solange die Sonne scheint. (beide lachen) Till: Genau das habe ich auch gedacht. Allerdings November und Dezember kommen bald ne? Marcus: Ja, das auf jeden Fall, da wird’s wieder härter. Du sagst gerade, Du arbeitest mit Deinem Team jetzt - ähm die Vollzeit für Dich arbeiten an Deinen Projekten. Was genau ist das? Und was machst Du? Und wofür stehst Du? Wofür willst Du stehen? Till: Genau, also Comfort Zone Crusher. Im Grunde, was wir machen dort ist, dass wir wirklich so evidenzbasierte Psychotherapiemethoden nehmen und Research aus der Psychologie. Und das ist so eine unterhaltende, lustige und spielerische Art und Weise aufbereiten und damit Leuten helfen vor allem im sozialen Kontext: wie kann man Ängste überwinden? Wie kann man lernen besser mit Angst, Nervosität und Unsicherheit umgehen, um dann in verschiedenen Lebensbereichen besser zu performen, das heißt im Businesskontext, aber auch im privaten Bereich einfach soziale Interaktionen mehr zu genießen und da sozusagen auch sein Sozialleben besser auszubauen. Und das hat begonnen vor eineinhalb Jahren ungefähr, als so ein kleines Seitenprojekt bis sich das nach und nach halt immer mehr zu einem Vollzeitbusiness gewachsen, bis jetzt dahin, dass ich halt auch zwei Leute habe, die jetzt auch Vollzeit für mich arbeiten. Marcus: Cool, das klingt sauspannend. Das Projekt nennt sich Comfort Zone Crusher und ist zu finden auf comfortzonecrusher.com oder wie ist die URL? Till: Ganz genau ja. Also www.comfortzonecrusher.com. Marcus: Okay und was genau bietet ihr an über die Website? Till: Genau, also am habe ich angefangen mit ganz kleinen Sachen zu testen und nach und nach haben wir uns hinentwickelt. Auf der einen Seite gibt’s so eine Free 7 Day Challenge. Da bekommt man umsonst obviously für sieben Tage immer so kleine Komfortzonen Challenges. Das heißt, das sind Videos von mir und Leuten aus meinem Team, wo wir immer wieder verschiedene kleine Comfortzone Challenges machen. Und da ist auch so eine Community entstanden von Leuten aus der ganzen Welt mehr oder weniger, die eben auch diese Comfortzone Challenges machen. Das ist auch so der Einsteigerkurs, den die meisten Leute machen. Und auf der anderen Seite haben wir dann Ende April, März diesen Jahres haben wir den ersten richtigen Online Kurs entwickelt. Und am Anfang war ein 30-Tage Online Kurs. Mittlerweile gibt es vielmehr Content noch dazu und der heißt Make Yourself Through Anything. Und da habe ich wirklich all mein Wissen, was ich mittlerweile von allen möglichen Therapeuten und Coaches und Psychologen gelernt habe, in Richtung: Wie kann man effektiv mit Angst umgehen? Wie kann man sich selber dazu bringen Dinge zu tun, die einen nervös machen; die einem Angst machen? Oder wenn man immer wieder wichtige Dinge aufschiebt, wie kann man die Sachen konstant immer wieder umsetzen? Und halt lernen auch mit der eigenen Psychologie und seinen eigenen Emotionen besser umzugehen. Das ist also das, worum es in dem Kurs geht. Marcus: Mh. Was kann so eine typische Comfortzone Challenge dann sein? Till: Also die allertypischste Comfortzone Challenge ist, dass man sich 30 Sekunden mitten in der Öffentlichkeit auf den Boden legt. Es kam ganz am Anfang, Original eigentlich von Tim Ferris, der das auch natürlich auch von woanders hat. Aber das ist so die allererste Challenge, dass man für 30 Sekunden einfach in der Öffentlichkeit sich auf den Boden legt. Und dann da heraus sind dann ganz, ganz viele andere Challenges noch entstanden. Mittlerweile haben wir eine Liste von knapp 100 Challenges. Marcus: Wow krass! Till: Und das sind solche Sachen wie: Versuche zehn Mal abgewiesen zu werden, so schnell wie möglich. Marcus: Das ist glaube ich, gar nicht mal so einfach, oder? Till: Ja genau! Also das ist das Spannende. Ich war Anfang letzten Monats in London und da haben wir so ein kleines Meetup gemacht. Das heißt mit unseren Lesern und Zuschauern habe ich in die Facebook-Gruppe gepostet - wir haben auch so eine Facebook-Community mit fast 1000 Leuten mittlerweile - da habe ich gesagt “Hey ich bin in London! Wie sieht’s aus? Machen wir so ein kleines Meetup?” Da sind dann mehrere Leute zusammengekommen und da war ein Typ dabei gewesen. Und er meinte “Ja passt”. Und da haben wir alle Challenges zusammen gemacht und da meinte der eine Typ: Ja, er würde die Ten Times Rejection Challenge machen. Also dass er möglichst schnell zehn Mal abgewiesen wird. Und er geht dann so weg und das war an der Themse gewesen und er geht so weg. Wir warten und warten… 10 Minuten… 15 Minuten… andere machten andere Challenges… 20 Minuten… er ist immer noch nicht wieder da. Und da dachte ich, ich gehe mal nach ihm schauen und er war vollkommen verzweifelt. Er kommt auf mich zu und sagt: Till, niemand von den Leuten sagt nein! Die geben mir alles was ich will. Marcus: (lacht laut) Till: Er hat ein Stück Pizza bekommen und hat einen Schluck vom Bier bekommen und hat von irgend so einem großen Bodybuildertypen durfte seine Musik anhören mit seinen Kopfhörern. Marcus: (lacht laut) Till: Ein Mädchen hat ihm einen Blazer gegeben. Also wirklich… war echt verrückt, was der alles bekommen hat. Marcus: Crazy, crazy, crazy! Ich habe nämlich genau von der Challenge auch gehört vom Alex, glaube ich. Da haben das die Leute gemacht, die zusammen mit dem Ben, der ja auch ein guter Kumpel von Dir ist, der auch mal so einen Workshop im Rahmen der DNX gegeben hat zum Thema Selbstbewusstsein steigern, Angst, Nervosität aufbrechen. Also quasi auch dieses Comfortzone Challenge Ding. Und ich glaube die waren auf dem Alex unterwegs und mussten dann auch diese zehn Neins reinholen. Und ich konnte es gar nicht glauben, aber die waren total aufgebracht, sind dann wiedergekommen vom Alexanderplatz ins Betahaus und meinten so: Boah, ey Marcus, das ist so schwer so irgendwie… Die Leute, die sagen nicht nein. Die haben mir ihr Getränk gegeben, ich durfte die Brille von dem einen aufsetzen und die Dritte hat mir dann noch ihr Brötchen abgegeben (lacht). Und da dachte ich so: Vielleicht ist die Welt ja doch gar nicht so schlecht, wie jeder denkt. Till: Ja ganz genau. Genau den Workshop, das war letztes Jahr oder? Marcus: Ja, oder letztes Jahr, Tschuldigung. Till: Ja genau, die habe ich mit Ben zusammen gegeben… Ja genau! Die Leute sind immer erstaunt. Wenn man solche Sachen macht oder auch diese Laydown Challenge macht, all diese verschiedenen Challenges macht. Was immer diese eine Sache ist, die Leute auch merken und lernen ist einfach auf der einen Seite: Den Leuten sind ziemlich viele Sachen komplett egal was Du machst. Auf der anderen Seite: Wenn Du sozusagen auch Interaktionen mit anderen Leuten triffst, meistens sind diese Interaktionen wirklich, wirklich, wirklich nett und oft kommen da auch wirklich so nette sozusagen Begegnungen zustande. Marcus: Ja. Was meinst Du denn? Woher kommt das, dass man zum Beispiel, weiß ich nicht, als kleiner Junge so mit fünf, sechs Jahren, sieben, acht hätte man wahrscheinlich überhaupt kein Thema damit gehabt, sich auf den Alex zu legen für zehn Minuten oder fünf Minuten und einfach zu genießen, was da abgeht. Dass man im Mittelpunkt steht. Und das ganze irgendwie zehn Jahre später mit 17, 18, 21 ist es für viele, für die meisten glaube ich, ein riesen Problem und eine große Challenge. Was passiert da genau? Oder was sind da die Hintergründe? Wer nimmt da Einfluss auf einen? Till: Ja, also da spielen verschiedene Sachen rein. Auf der einen Seite: Je älter man wird, desto mehr wird man sich auch seiner selbst bewusst. Dass man halt, am Anfang, wenn Kinder oder Babys noch ganz, ganz klein sind, dann merken sie nicht mal, dass sie selber in der Welt existieren, sondern alles ist so im Grunde so Welt für sie. Und nach und nach merken sie dann, oh, im Grunde bin ich ein eigener Organismus, der in der Welt existiert. Und das nimmt bei Kindern, wenn sie älter werden, mehr und mehr zu. Das ist halt auf der einen Seite der Prozess, dass man sagt: Okay, hier bin ich und um mich herum ist die Umwelt. Und wir können miteinander interagieren. Auf der anderen Seite, der andere Prozess ist dann noch so was, was man Sozialisierung nennt. Das heißt, damit unsere Gesellschaft funktionieren kann, ist so was wie soziale Angst oft extrem hilfreich, damit wir nicht uns alle verhalten wie Arschlöcher oder dass wir einfach alles machen wollen würden, was wir wollen. Ganz gleich, wie es anderen Menschen dabei geht oder was andere Menschen von uns denken. Das heißt, diese Angst, dass man ab und zu denkt “Oh mein Gott, was denken jetzt die anderen?” oder wenn jemand den Kopf schüttelt, hilft einfach auch der Gesellschaft, dass sie existieren kann, so wie es nunmal funktioniert. Denn ganz, ganz früher, was mittlerweile schon jeder weiß, ganz, ganz früher, wenn wir in so Tribes, in so Stämmen gelebt haben und da sozusagen exkludiert wurden, hat das meist bedeutet, dass wir dann auf der einen Seite uns nicht fortpflanzen können und auf der anderen Seite, dass wir vermutlich auch sterben. Weil wir gemeinsam auf die Gruppe auch uns verlassen mussten, dass wir halt Schutz finden, aber auch Nahrung und dergleichen. Das heißt, daher kommt das relativ tief in uns drinnen, dass uns aber schon wichtig ist, was andere Menschen von uns denken und angenommen, wir würden ausgegrenzt werden: Auf der einen Seite gibt es da auch so einen psychologischen Schmerz, der da im Gehirn stattfindet und auf der anderen Seite ist es einfach so, dass durch die Sozialisierung wird uns immer wieder beigebracht, dass man eben das versuchen sollte zu vermeiden sozusagen, da negativ aufzufallen. Und das sind auf der einen Seite positive Aspekte, dass auf diese Art und Weise unsere Gesellschaft so funktionieren kann. Auf der anderen Seite, wenn das zum Beispiel Überhand nimmt und man nicht lernt damit effektiv umzugehen, steht man sich immer - und das kennen wir alle irgendwie - steht man sich ganz oft selber im Weg und kann dann nicht die Dinge tun, die man gerne tun würde. Marcus: Ja genau die Balance, die finde ich glaube ich oder denke ich, ist glaube ich schwierig für viele zu finden. Dass man denkt, okay zum einen die ganzen Aspekte, die wahrscheinlich sinnvoll sind im Rahmen von einer Gesellschaft oder dass ein System funktioniert. Dass man eine natürliche Angst entwickelt, nicht einfach sich wie die Axt im Walde zu benehmen und alles das zu tun, worauf man gerade Bock hat. Auf der anderen Seite sich vielleicht aber auch nicht zu sehr zurückzunehmen. Ich find’s mega schwierig, da immer so ein Empfinden für zu entwickeln, je nach dem wo man gerade unterwegs ist, mit wem man unterwegs ist, was für einen Background man selber hat, was für einen Background die anderen haben, mit denen man unterwegs ist. Das sind ja manchmal glaube ich Nuancen, die dann entscheiden, ob man irgendwas tut oder nicht tut ne? Till: Ja vollkommen. Marcus: Und ich glaube, deshalb ist das Thema auch so spannend, sich selbst zu educaten oder disziplinieren in bestimmten Situationen dann doch aus sich rauszugehen, weil es wahrscheinlich das bessere für einen wäre und dann und dann vielleicht manchmal mal nichts zu sagen und einfach mal es geschehen zu lassen, dass man nicht zu jedem Thema ne Meinung haben kann. Ich glaube, das fällt vielen Leuten auch schwer. Till: Ja, ich kenne da auch ein paar Leute, ja. (beide lachen) Marcus: Wie macht ihr das? Weil, ich meine, ihr seid ja noch so ein Metalevel da drüber, oder gerade Du mit Deinem Background und der ganzen Ausbildung in den Staaten von den besten Psychologen, die man hier finden kann auf der Erde? Wie findet man da immer den richtigen Ansatz bei der jeweiligen Person, um die dann zu educaten und zu sehen, was braucht derjenige jetzt? Ist der schon zu weit oder braucht der noch ein bisschen mehr Selfesteem oder muss der sich in manchen Situationen mehr zurücknehmen? Till: Also ich sage mal, was solche Sachen angeht, bin ich immer ein ganz, ganz großer Fan von Workability. Also im Grunde, was funktionert? Und im Sinne: Was funktioniert? Messe ich vor allem meine Klienten immer daran: Was sind Deine Werte und Ziele im Leben? Und: Ist das, was Du tust hilfreich im Sinne des Erreichen Deiner Ziele oder im Einklang Leben mit Deinen Werten? Das heißt, es gibt da einen gewissen Kontext, wo man vielleicht jetzt die Chance hat mutig zu sein oder der Mund aufzumachen. Aber wenn man darüber nachdenkt und ich denke “Howow, im Grunde ist das jetzt für meine Wertung vollkommen egal, ob ich jetzt meinen Mund aufmache oder nicht oder es hat auch nichts mit meinen Zielen zu tun”, dann muss man in der Situation nicht den Mund aufmachen. Man muss jetzt nicht mutig sein und aus sich herausgehen. Allerdings in einer anderen Situation: Wenn dann Angst da ist, dann denkst Du “Okay gut, hat das was mit Deinen Werten oder Zielen zu tun?” Sei es zum Beispiel: man will reisen und irgendwie ein Teil davon ist halt, keine Ahnung, was man seinen Eltern sagen muss. Kann ich jetzt… keine Ahnung, mir fällt gerade kein gutes Beispiel ein. Aber sagen wir ein dummes Beispiel, irgendwie Du musst irgendwie Deine ganzen Klamotten irgendwo unterstellen und das willst Du bei Deinen Eltern machen, weil Du jetzt irgendwie reisen gehen willst. In dem Moment dann sozusagen, Deinen Eltern zu sagen, was Du jetzt vorhast, kann zum Beispiel schon unangenehm sein. Das ist ein komisches Beispiel… aber dann in dem Kontext ist es halt wichtig, weil es eines Deiner Werte ist, die Welt zu sehen und auch Dein Ziel ist, zu reisen, dann in dem Kontext für Dich selber einzustehen und dann Deinen Eltern zu sagen “Hey, ich muss meine Sachen bei euch unterstellen” in so einem Kontext würde es halt Sinn machen, weil’s halt im Einklang mit Deinen Zielen und Werten ist. Sozusagen für Dich selber einzustehen und sozusagen Deinen Eltern in der Hinsicht zu konfrontieren. Wenn das jetzt irgendwas wäre, was so zwischenmenschlich Probleme gibt. In einem anderen Kontext könnte es sein, dass Du auch mit Deinen Eltern…. komisches Beispiel… mit Deinen Eltern jetzt irgendein Problem hast, allerdings, weil es nicht mit Deinen Zielen und Werten zu tun hat, dann dass Du nicht für Dich selber einstehen musst sozusagen und es dann einfach sozusagen vorbeiziehen lassen kannst. Das ist so ein Punkt sozusagen. An dem ich mit Leuten, wenn ich mit einem Coaching Sessions mache und mit ihm mal ganz spezifisch dran arbeite, ganz am Anfang, erstmal zu schauen: Okay, was sind Deine Werte und Deine Ziel? Und das immer sozusagen als Messurement zu nehmen. Funktioniert gerade, was Du tust? Im Sinne davon: Erreichst Du Deine Ziele oder kommst Du näher in Richtung Deiner Ziele? Marcus: Okay, also kann es ganz am Anfang oft der Fall sein, dass ihr erstmal das Wertesystem und die Ziele definiert mit demjenigen im Coaching. Till: Ja genau, vollkommen. Weil ansonsten so … wer hat das gesagt? - Ich glaube dass das Steven Hayes gewesen ist, so ein Therapeut aus den USA. Und er meinte halt, dass sozusagen Werte sind im Grunde der Kompass in dem Dein Leben sich bewegt. Also der Wert ist ein Kompass und Ziele sind so Wege. Also der Kompass zeigt Richtung Norden zum Beispiel. Und da ist für mich jetzt von Wien heraus, zum Beispiel Berlin mein Ziel. Das heißt, das musst Du als erstes definieren, damit Du dann anfangen kannst zu laufen in eine Richtung oder den Bus zu nehmen oder zu fahren in eine Richtung. Und dann basiert darauf, wo Dein Ziel ist oder was Dein Wert ist, in welche Richtung Du gehen willst, basierend darauf kannst Du merken, oh, ich muss mehr nach links gehen oder ich muss mehr nach rechts gehen. Und das heißt für manche Leute, um wieder zu diesem Axt im Walde Ding zurückzugehen, für manche Leute kann es heißen, oh wow, andere fahren immer über mich hinweg, ich werde immer untergebuttert oder ich komme nie zu Wort, dann heißt es für Dich jetzt, sozusagen umzuschwingen und mal ein bisschen lauter zu werden. Auch mal anderen Leuten sozusagen ein bisschen auch sie anzurempeln so in der Richtung. Auf der anderen Seite, wenn Du zum Beispiel viel zu überschwänglich bist und oft andere Leute verletzt oder andere unwohl fühlen lässt in der Gegenwart, dann kannst Du wieder schauen, was Deine Ziele und Werte sind. Wenn eines Deiner Ziele und Werte ist sozusagen mit anderen Leuten gut zurecht zu kommen, dann heißt es da in die andere Richtung umzuschwingen und auch da ein bisschen ruhiger und ein bisschen leise zu sein. Sozusagen auch mal andere Comfortzone Challenges zu machen. Zum Beispiel, da mal auszuprobieren “Hey, schaffe ich es mal einen Abend so unsichtbar wie möglich zu sein, während ich auf einer Party bin?” Anstatt derjenige zu sein, der immer in dem Mittelpunkt steht. Und da kann man auf verschiedene Art und Weise so austesten und auch unterschiedliche Dinge ausprobieren, die jetzt außerhalb Deiner Komfortzone sind. Und Dich am Ende vielleicht immer näher Richtung Deiner Werte oder Ziele bringt. Marcus: Mh mh, macht Sinn, krass! Also das heißt, die Komfortzonen Challenges gehen nicht immer in die Richtung - darauf wollte ich eben auch so ein bisschen hinaus - ich muss noch selbstbewusster werden, ich muss irgendwie noch mutiger werden und noch lauter und mich noch mehr bemerkbar machen, sondern das kann auch ein ganz guter Ansatz oder eine Hilfe sein für Leute, die sagen “Ich weiß nicht, ich komme mit anderen Leuten nicht gut klar, weil ich vielleicht immer ein bisschen zu weit über’s Ziel hinausschieße. Ich möchte mich eigentlich zurücknehmen, aber weiß noch nicht genau wie. Kann mir da jemand helfen”? Till: Ja genau, also genau, das ist nicht direkt was wir in unserem Programm ansprechen. Sondern in unseren Online Kursen sprechen wir schon eher die Leute an, wo es eher darum geht, selbstbewusster zu werden. Allerdings, in meinem One on One Coaching habe ich öfters in der Hinsicht Klienten. Wir haben auch letztens ein Video darüber aufgenommen. Viele Leute versuchen immer so das Alpha-Tier - vor allem Männer - zu sein und übermäßig cool zu sein. Und was dann oft passiert ist, dass die dann bei anderen Leuten nicht so gut ankommen. Und dann sozusagen anstatt zum Beispiel zu versuchen cool zu sein und das Alpha-Tier zu sein, kann da der erste Schritt sein, einfach mal nett zu sein, aufmerksam zu sein und so liebevoll und respektvoll im Umgang mit anderen Menschen zu sein. Und erst dann sozusagen, wenn man das geschafft hat und man dann auch so eine Gruppe von Leuten, die einen gern haben und wo man auch eine gute zwischenmenschliche Beziehung hat, dann den nächsten Schritt zu gehen und dann mal gucken “Okay, wie kann ich doch ein bisschen selbstbewusster werden?” Marcus: Mh, ja ich habe das auch gemerkt, beispielsweise wo ich jetzt vor eineinhalb Jahren oder so ist das schon her, dass ich angefangen habe, dieses 5 Minute Journal auszufüllen. Das ist ein Daily Journal... Till: Ja, das mache ich auch. Marcus: ...Gratitude Journal, wo dann auch manchmal so Hilfefragen bei waren oder irgendwie in dem Zusammenhang kann dann auch mal so das Tagesziel - irgendwo habe ich das gelesen - höre mehr zu, als dass Du selber redest. Dann dachte ich mir im ersten Moment “Ja pff, easy. Was ist denn daran irgendwie schwer?” ne? Und wenn man sich dann aber mal selber hinterfragt und dann auch selber abcheckt, während dieses Tages, ist es mega schwer, weniger zu sagen als anderen zuzuhören. Und das war für mich dann auch wieder so ein Moment, wo ich dachte so: Mh cool. Also irgendwie, man kann ja immernoch in alle Richtungen wachsen und nur wenn Du anderen zuhörst, kannst Du ja auch selber wieder was lernen. Weil alles was Du anderen erzählst, weißt Du ja schon. Till: Ja genau. Ich finde, das ist ein super Beispiel. Es gibt das Buch von Brené Brown. Und viele haben vielleicht den TED Talk von ihr gesehen. Und da geht es halt auch viel um Mut. Und sie sagt zum Beispiel, dass Mut nicht immer bedeutet, dass man jetzt laut ist und den Schritt nach vorne geht, sondern vor allem für manche Menschen kann auch so die mutige Handlung mehr oder weniger sein, mal einen Schritt zurück zu tun, so ein bisschen mehr Verletzlichkeit zu zeigen und wenn Du zum Beispiel wütend bist und normalerweise, wenn Du wütend bist, immer auf andere Menschen drauf gehst und sie anschreist, dann wäre das Mutige sozusagen für Dich, wenn Du wütend bist, nicht jetzt auf andere Leute draufzugehen und anzuschreien, sondern einen Schritt zurückzugehen und bewusst was nettes für die andere Person zum Beispiel zu tun. Also wenn die Person etwas richtig doofes macht, natürlich kannst Du dann wütend sein und musst jetzt nicht was nettes machen, allerdings hat jeder sozusagen so Grundverhaltensweisen, wie Du auf bestimmte Situationen reagierst und oft, was wirklich viel Mut verlangt oder wo Du dann auch aus Deiner Komfortzone rausgehen musst, ist einfach sozusagen einen Schritt zurückzugehen und da mal einen anderen Weg einzuschlagen. Das heißt für manche anstatt leise zu sein und das sTillle Mäuschen in der Ecke zu sein, laut zu sein und seine Meinung zu äußern. Für andere, was Du gerade beschrieben hast, kann es sein, den Schritt zurückzugehen und zu merken “Oh wow, ich bin immer der, der spricht. Jetzt gehe ich mal einen Schritt zurück. Jetzt höre ich mal eher zu und gebe der anderen Person Bestätigung anstatt jetzt selber immer das Gespräch zu führen.” Marcus: Mh, und bei den Leuten, die eher stilll und leise sind und sich dann an euch wenden, irgendwie zu euch finden und das cool finden, was ihr macht, kannst Du das irgendwie prozentual einschätzen, aus welchen Beweggründen die kommen? Sei es jetzt aus dem privaten Bereich “Ich möchte jetzt endlich mal ein nettes Mädel kennenlernen” oder fühlen sich irgendwie gemobbt von... vielleicht auf der Schule oder im Studium oder in der Ausbildung oder wollen im Business weiterkommen. Oder ist es oft so ein Mix aus allen verschiedenen Facetten des täglichen Lebens? Till: Ja, also verdammt tolle Frage und wir haben heute erst wieder… David, einer aus meinem Team, hat heute wieder die Ausrechnungen gemacht und sich angeschaut, was genau bringt die Leute dann dazu, auch unsere Produkte zu kaufen und so Kurse mitzumachen. Und es ist vor allem, dass die eine Sache immer wieder genannt wird. Dass Leute oft dieses Problem habe, dass die sich so sehr Gedanken darüber machen, was andere über sie denken oder einfach in so eine Angst oder Unsicherheit besteht, was andere denken könnten. Und was wir ganz oft sozusagen erleben bei Leuten ist, also dass sie einfach gewisse Gelegenheit verpassen. Und das ist so mit einer der größten Pain, also Schmerzen, die diese Leute haben, die zu uns kommen. Dass sie einfach wissen, ihr Leben könnte deutlich besser sein, ohne dass sie jetzt viel machen müssen. Einfach nur indem sie die Gelegenheiten, die sich ihnen darbieten, einfach wahrnehmen würden. Und sie wollen sozusagen da den Mut und das Selbstvertrauen haben. Solche Dinge einfach wahrnehmen. Sei es zum Beispiel, dass ein nettes Mädchen vorbeiläuft. Oder sei es zum Beispiel, dass man schon mit einer Person spricht und dann einen Schritt weitergeht. Oder sei es, dass man sozusagen eine Idee hat und dann den Schritt hingeht und die Idee umsetzt. Oder sei es, dass man sozusagen seinen Boss nach einer Gehaltserhöhung fragt. All solche kleinen Sachen, die sozusagen greifbar sind, die bereits schon da sind, aber wo man nicht diesen einen Schritt, um es wirklich sozusagen greifen zu können. Marcus: Ich hatte das ehrlich gesagt, früher auch so ein bisschen, dass ich ziemlich oft verpassten Chancen hinterher getrauert habe. Und in diesem Abwärtscircle dann die neuen Chancen gar nicht mehr gesehen habe, weil ich noch viel zu sehr damit beschäftigt war “Hättest Du doch damals irgendwie so und so reagiert oder auf die E-Mail anders geantwortet” oder also manchmal war es dann soweit, dass ich mich dann… obwohl man es nicht mehr ändern konnte, so weit reingesteigert habe, dass ich dann noch 20.000 Szenarien durchgespielt hätte und mich gefragt habe, ob es dann zu einem anderen Ergebnis gekommen wäre. Hätte ich in der Situation irgendetwas anders gemacht. Aber das ist ja so … Das wird ja keiner mehr herausfinden können, ob es wirklich so ist, außer dass Du es dann im nächsten Fall dann vielleicht mal anders versuchst oder die Chance dann ergreifst. Ich habe aber dann die Chancen gar nicht mehr gesehen, weil ich immernoch so den alten Sachen nachgetrauert habe und noch viel zu sehr auch damit beschäftigt gewesen bin, was denken dann vielleicht andere über einen, ne? Till: Ja, vollkommen. Marcus: Und ähm, genau dieser Punkt: Was denken andere über einen? - Würdest auch sagen, dass es oftmals für einen selber ein viel größeres Problem ist, als dass es eigentlich ist für die anderen? Till: Ja, auf jeden Fall. Marcus: Also ich weiß jetzt nicht genau, wie ich es ausdrücken soll, aber so dass die eigene Wahrnehmung meistens irgendwie Sachen dann größer erscheinen lässt oder Probleme, als dass sie es eigentlich sind? Dass es für andere eigentlich total unwichtig ist, was Du da irgendwie gemacht hast? Till: Also vollkommen. Auf der einen mittlerweile durch die ganzen Erfahrungen mit unseren Teilnehmern wurde das sozusagen bestätigt. Auf der anderen Seite gibt es dazu einige psychologische Studien. Es geht so Richtung… Es heißt Spotlight Effekt. Das heißt, da gibt es eine Studie, wo -  ich glaube es war Cornell University - den Versuchsteilnehmern wurden so auffallende orangene T-Shirts angezogen und dann mussten sie in ein Zimmer reingehen, wo ganz viele Leute saßen. Und da mussten sie nacheinander rausgehen und schätzen, wie viele Leute gemerkt haben, dass sie dieses komische orangene T-Shirt getragen haben. Die meisten Leute sind rausgekommen “Oh mein Gott” von wegen, dieses lächerliche T-Shirt anzuhaben. Es wurden dann die Leute befragt “Wieviele von euch haben gemerkt, dass der Typ reinkommen ist, mit einem komischen orangenen T-Shirt?” Und da waren es irgendwie 10% oder vielleicht 15% der Leute, die das gemerkt haben. Da hat man auch gesehen, wieviel andere Leute mitbekommen und wieviel andere Leute wirklich mitbekommen bemerken. Und das ist wirklich ein großer Punkt. Und wenn man so eine Challenge macht, wie zum Beispiel sich für 30 Sekunden auf den Boden zu legen… wir haben am Samstag das erste Meetup hier in Wien gehabt, da waren knapp 30 Leute da und das ist auch eine Sache, die ich anfange auf der ganzen Welt zu machen und auch in Berlin, deshalb überall so kleine lokale Meetups von Comfort Zone Crusher Leuten, die jetzt da ankommen. Auf der einen Seite auch so auf Bühne Persönlichkeitsentwicklungssachen machen, aber auch halt rausgehen und Comfortzone Challenges noch machen. Und da haben wir es dann auch wieder gemacht und manche Leute haben ihre ersten Challenges jetzt am Samstag gemacht und danach meinten die “Oh mein Gott! Das war echt wirklich erstaunlich, wievielen Leuten es komplett egal war, dass ich da mitten auf dem Boden gelegen bin in der Haupteinkaufsstraße in Wien”. Und Du liegst dann halt da und da laufen 50 Leute an Dir vorbei und 30 Leute davon schauen Dich noch nichtmal an. Die bemerken noch nichtmal, dass Du da am Boden liegst, weil, vermutlich, die laufen halt gerade durch die Straße und denken sich wahrscheinlich selber “Oh mein Gott, jeder wird bemerken, dass meine Brille ein bisschen schief ist” oder “dass ich heute einen komischen Mantel anhabe” oder “dass ich hier einen Fleck auf meiner Hose habe”. Weil jeder ist sozusagen mit sich selber beschäftigt meistens, dass die meisten Leute gar nicht mitbekommen, was Du eigentlich machst oder wenn bei Dir irgendetwas schief geht oder so. Marcus: Mh, was würdest Du sagen, sind coole Hacks oder Life Hacks für den Alltag für mehr Selbstbewusstsein, die jeder irgendwo einbinden kann in sein tägliches Leben? Till: Eine Sache, wenn man sich generell… jetzt nicht direkt Selbstbewusstsein, allerdings da mit dieser Technik kannst Du Dich wirklich dazu bringen, alles zu tun, was Du willst _____. Das hat bisher jedes Mal funktioniert und das geht auf Studien zurück von Ed Diener, das ist so ein relativ berühmter Social Psychologist, und im Grunde, was man machen muss, im Grunde was die Studien gezeigt haben ist, wenn Du in den Spiegel schaust, das heißt, Dir selber in die Augen schaust oder heutzutage kann man eine Handykamera nehmen und jede Kamera nehmen und ein Video von sich selber aufnehmen. Das heißt, wenn Du sozusagen Dein eigenes Gesicht siehst und Dich selber sozusagen wahrnimmst, was passiert ist, Du wirst Dir Deiner selbst bewusst auf so einer positiven Art und Weise. Denn Du wirst Dir ebenfalls bewusst, was eigentlich Deine Werte und Deine Ziele sind. Auch wenn es auf so einer unbewussten Ebene ist. Marcus: Das heißt, wenn Du in den Spiegel guckst jetzt einfach nur oder was? Till: Ja genau. Und die haben das zum Beispiel gemacht mit so Kleinkindern, die so Süßigkeiten aus ner Büchse rausnehmen. Wenn ein Spiegel vor der Süßigkeitenbox ist und die sich selber sehen, nehmen sie weniger Sachen raus, als wenn kein Spiegel da wäre. Es wurde auch gemacht mit Leuten, wenn da ein Spiegel vorne ist, lügen Leute weniger und solche Geschichten. Das heißt, Leute verhalten sich mehr im Einklang mit den eigenen Werten und Zielen. Und wenn das mal machen will. Man steht zum Beispiel vor einer Situation, die einem vielleicht Angst machen wird. Sei es zum Beispiel das Social Networking wenn Du bei einem Event bist und da kommt irgendwie ein berühmter Blogger vorbei oder was auch immer und Du willst die Person ansprechen, aber Du hast Angst, aber eigentlich willst Du es tun, aber Du hast Angst. Und was Du machen kannst: Du kannst, also Frauen können so einen Spiegel rausnehmen aus der Handtasche oder Du kannst aber auch Deine Handykamera rausnehmen und ein Foto von Dir selber machen und indem Du Dir selber in die Augen schaust, wirst Du Dich Deiner selbst bewusst und dann war es oft sozusagen…. es gibt auch diesen Spruch so in der Alltagssprache “Man kann sich selber danach nicht mehr in die Augen schauen”, weil man irgendwas macht, was man eigentlich selber nicht mag. Und auf diese Art und Weise kannst Du halt selber so Deine Motivation nach oben pushen und dann den Schritt gehen, um zum Beispiel die Person anzusprechen. Und das ist wirklich erstaunlich, ich empfehle das jedem, aber ich finde es wirklich erstaunlich, wie gut das funktioniert. Also das ist so eine Sache, die Du machen kannst, um Deinen Mut so nach oben zu bekommen, um in der Situation wirklich eine Minute vorher oder 30 Sekunden vorher, direkt vorher, wirklich so den letzten Schritt zu gehen und dann die Sache zu machen. Das ist so ein Punkt. Und vermutlich die beste Übung, um in der Situation innerhalb von kürzester Zeit wirklich 30, 40 Sekunden seinen State, also Selbstbewusstsein  es gibt psychologische Trades und States. Ein Trade ist so eine Charaktereigenschaft, die ist relativ stabil über die Zeit. Selbstbewusstsein allerdings ist ein psychologischer State. Das heißt, es variiert relativ stark über die Zeit und man kann es relativ leicht beeinflussen. Die beste Art und Weise momentan selbstbewusster zu werden ist es - und da gibt es auch wieder einige Studien dazu, die ich jetzt nicht zitieren werde - da wurde vergleichen, was der Unterschied ist zwischen sozialen Ängsten von Leuten und selbstbewussten Leuten ist. Und der größte Unterschied ist einfach, dass sozial selbstbewusste Leute vor einer Interaktion sich auf drei Sachen fokussieren. Nr. 1: Was sind Situationen, die in der Vergangenheit wirklich, wirklich gut gelaufen sind. Nr. 2: Was sind Gründe, warum sie gleich erfolgreich sein werden? Und Nr. 3 generell: Sie haben eher Erinnerungen daran, an Sachen auf die sie stolz sind oder die gut über sie selber sind. Das heißt, bevor Du einen Vortrag halten musst oder bevor Du jemanden ansprechen willst oder bevor Du ein Interview hast oder bevor Du gleich im Fernsehen auftreten musst, was auch immer relevant für Dich ist. Was Du machen kannst ist, Du machst Dir eine Liste von fünf Sachen, auf die Du stolz bist. Fünf Situationen in der Vergangenheit, wo die Situation bereits einigermaßen gut funktioniert hat oder wo Du gute soziale Ergebnisse erzielt hast. Und Nr. 3: Fünf Gründe, warum Du jetzt gleich in der Situation die gleich kommen wird, gut performen wirst. Und das kann irgendwas sein. Und was Du dann machst, vorher 40 Sekunden lang, liest Du Dir diese 15 Sachen immer wieder und wieder zu Dir selber. Du wiederholst das auch immer wieder. Was passiert ist, Dein ganzer Geist, Dein ganzer Mind shiftet und ist nur darauf fokussiert: Warum wirst Du gleich gut performen? Warum wirst Du gleich gewinnen? Oder bzw. ich habe all diese Ressourcen in meiner Vergangenheit, das heißt, Du bist nur positiv fokussiert und dadurch hast Du 1. keine Zeit Angst zu haben. Du hast keine Zeit Dir Sorgen zu machen, warum es jetzt schief gehen wird und Du richtest es generell darauf aus, sozusagen zu gewinnen. Das sind so die zwei Sachen. Die zwei Hypes, relativ kurz, dauern 30 bis 40 Sekunden und damit kann man wirklich in kürzester Zeit mutiger werden, aber auch in dem Moment extrem viel selbstbewusster. Marcus: Glaubst Du denn auch an dieses Law of Attraction. Das heißt, wenn Du Dich selber in einem positiven State, in einen positiven Mind bringst, dass Du dann auch eher positive Sachen anziehst und positive Sachen erreichst, so wie gerade bei Deinem Beispiel? Oder, ich erinnere mich zurück, dass viele erfolgreiche Fußballtrainer vor einem ganz wichtigen Spiel in einem WM-Finale oder so, ein Videoband laufen lassen von den besten Toren von dem Team, was es erzielt hatte oder was da gerade für eine Stimmung in Deutschland ist, irgendwelche Schalten dann in Kneipen oder… also nur positive Geschichten, wer alles hinter einem steht, um gar nicht irgendwie den Gedanken aufkommen zu lassen, es könnte ja nicht funktionieren. Till: Ja, dieses Law of Attraction, da bin ich teilweise ein bisschen skeptisch, weil generell die Idee, dass wenn Dich in ein positives State begibst, dass Du besser performst - auf jeden Fall, 100%! Und dann gibt es auch, wie gesagt, wirklich zig Studien, die das sozusagen unterstützen aus mehreren Aspekten. Auf der anderen Seite auch dem Aspekt heraus, weil Du keine Zeit hast, Angst zu haben. Und da gibt’s viele Studien zu, die zeigen, wenn Du in einem positiven State bist, öffnet sich der Fokus mehr. Das heißt, dadurch dass sich Dein Fokus öffnet, bist Du halt auch sozusagen, oft schaust Du eher nach oben. Dein Fokus ist offener und dann kannst Du natürlich auch mehr Sachen wahrnehmen, die in der Außenwelt passiert und sozusagen auch mehr Ressourcen in Dich aufnehmen. Auch dann wenn Du Angst hast, wenn Du Nervös bist… Das Wort Angst  hat … die Etymologie des Wortes Angst kommt auch von Enge und was passiert ist, Dein Fokus verengt sich, wenn Du Angst hast. Vor allem deswegen, weil normalerweise in der Vergangenheit ist es oft so gewesen: Negative Gefühle sind oft darauf ausgerichtet, dass Du spezifische Sachen findest, die gerade dafür sorgen, dass Du nicht optimal performen kannst oder die dafür sorgen, dass Du schauen kannst “Oh gut, was ist hier gerade falsch?” Damit Du es sozusagen überleben kannst. Marcus: Okay cool. Till: Das heißt, Angst kommt von Enge. Dein Fokus schränkt sich ein. Und deswegen geht’s halt dahin, wenn Du im positiven State bist, bist Du offener, Dein Blickfeld erweitert sich, Du schaust weiter nach oben und dann, ja. Dann siehst Du einfach mehr. Ich weiß nicht, ob Du die Sache anziehst, aber zumindest siehst Du einfach dann die positiven Sachen, die um Dich herum passieren. Marcus: Mh, um da nochmal kurz auf das Law of Attraction zu kommen: Dann habe ich das vielleicht auch nicht ganz sauber getrennt von einfach positive Einstellung und Mindset und erweiterter Horizont. Was genau findest Du an diesem Ansatz nicht ganz so rund und smart? Till: Dieses Law of Attraction, ich muss ehrlich sein, ich weiß nicht so viel darüber. Aber wenn Du da meine Erinnerung nochmal auffrischen kannst. Aber was ich in der Vergangenheit darüber gehört habe, ist die Sache, dass halt, Du musst einfach an irgendetwas positives denken und dann wird’s passieren. So war’s ein bisschen. Marcus: Ja… über Spitz gesagt genau. Till: Positive Einstellung verbessern. Marcus: Ja ja klar, nee. Ähm, so tief ehrlich gesagt, bin ich in dem Thema auch nicht drin. Vielleicht hole ich mir da mal jemanden auf den Podcast, der wahrscheinlich noch mehr dazu sagen kann. Aber so wie ich das verstanden ist, geht es eher darum auch in dem Moment dann ready zu sein. Dass Du irgendwie eine riesen Challenge oder ein riesen Ziel in kleine Einzelteile zerlegst und Dich damit beschäftigst. Wie beispielsweise jetzt, Feli und ich jetzt mal haben droppen lassen, dass wir irgendwann mal eine Insel besitzen wollen und demnächst eine Island haben wollen, wo wir dann Konferenzen drauf machen. Am Anfang haben alle, die Leute, die Augen verdreht und gesagt “Ihr seid ja total wahnsinnig, was? Geh mal wieder schlafen und werd mal wieder nüchtern”. Aber je mehr Du Dich dann mit diesem Thema beschäftigst und dann erstmal ein bisschen recherchierst und wieviel Geld braucht man dafür? Wie groß muss eine Insel sein? Worauf muss man Acht geben? Sind da irgendwelche Piraten im Umkreis? Und wie ist die Infrastruktur? und so. Und auf einmal wird das ganze irgendwie immer greifbarer. Man macht sich dann ein Logo. Ist immernoch ultra weit weg, aber ich meine, wenn irgendwann mal die Chance da wäre, wären wir dann wenigstens schon ready und soweit, dass wir uns schonmal damit befasst hätten in dem Moment und nicht zu sagen “Okay nee sorry, das … irgendwie… ist total crazy. Das kriegen wir nicht hin”. Darum geht’s ja eigentlich auch eher. Till: Also bei so was stimme ich vollkommen zu. Und mir macht es ja auch mehr… Ich bin auch immer skeptisch, weil es gibt halt die Sachen. Alles was Du machen musst, ist positiv denken und Dir jeden Tag selber morgens sagen, dass Du schlank, attraktiv und schlau bist. Aber sozusagen was ihr jetzt gemacht habt, das ist sozusagen ja klar. Auf der einen Seite habt ihr die positive Einstellung, vielleicht wird’s funktionieren. Aber ihr macht ja sozusagen. Ihr handelt ja auch. Ihr sprecht mit anderen Leuten drüber. Ihr habt ein Logo entworfen. Ihr habt research gemacht. Ihr habt geschaut, worauf muss man achten? Und das ist halt für mich schon deutlich mehr, als einfach nur dieses positiv denken. Sondern ihr handelt ja auch. Allerdings, die Grundlage dafür ist halt dieses positive Denken und da bin ich ein extrem großer Fan von. Dass man halt da schaut, wie kann man sozusagen, einfach durch so psychologische Verbesserung indem Du zum Beispiel Dein Denken änderst, dann noch wirklich eine große Verhaltensänderung bewirken. Marcus: Mh. Wie war das denn bei Dir? Hast Du… oder was für einen Background hast Du? War es bei Dir so, dass Du dann eher der schüchterne Typ warst und genau diese Komfortzonen Challenges gebraucht hättest, als Du jünger gewesen bist? Oder warst Du schon immer der Überflieger und hast gedacht “Okay, das coole Wissen, was ich jetzt habe, irgendwie funktioniert das alles bei mir, das gebe ich jetzt mal an andere weiter.” Till: Also ich würde ganz ehrlich sagen: weder noch. Auf der einen Seite, es gab Kontexte, wo ich extrem selbstbewusst war und ich habe zwar schon immer externiert Vorträge gehalten und präsentiert. Das war immer eine Sache, die immer sozusagen so natural zu mir gekommen ist. Auf der anderen Seite, wenn ich mit bestimmten Leuten zusammen war, war ich auch so der Klassenclown und laut und lustig gewesen. Allerings in anderen Situationen, vor allem, wenn ich halt umgeben war von Leuten, die älter waren als ich, die schlauer waren als ich, die cooler waren als ich. Vor allem damals als Jugendlicher, vor allem Leute, die cooler waren als ich sozusagen, da bin ich ausdrücklich schüchtern und ruhig geworden. Heutzutage ist es halt teilweise so... Marcus: Sorry, wenn ich Dich unterbreche. Da wo Du aufgewachsen bist ging’s dann in Deiner Jugendzeit oft auch darum, wer ist cooler? Wer ist der geilste hier in der Clique? Wer spielt am besten Basketball? Und wer sieht am besten aus und hat die coolsten Klamotten? Till: Genau. Also das auf jeden Fall. Wer ist der coolste? Wer ist so ein bisschen der meiste Gangster und so was. Und ja, das war ein großes Ding. Und wenn ich dann Zeit mit gewissen Leuten verbracht habe, war es dann auch so, dass Du bei so gewissen Maßstäben halt deutlich cooler waren und da bin ich halt einfach teilweise schüchtern oder ruhiger geworden. Allerdings gab’s halt auch so einen. Und da habe ich halt nach und nach gemerkt, als ich dann älter geworden bin, meiner selbst mehr bewusst geworden bin. Weil als ich 15, 16, 17,18 war, war ich mir dessen gar nicht bewusst, dass es Angst war oder die Nervosität, die mich da zurückhält. Sondern für mich war es dann so “Ah okay, die Welt ist so. Es gibt Situationen, da kann ich nicht sprechen und es gibt Situationen, da kann ich was sagen.” Und dann bin ich älter geworden. Dann habe ich gemerkt “Hey, rein theoretisch kann ich im Grunde überall sozusagen auch den Mund aufmachen und Dinge tun und Dinge sagen.” Allerdings war da Angst, die mich zurückhält. Und für mich habe ich gedacht “Okay, was sind meine Werte und Ziele?” Ich habe es nicht ganz so strukturiert und bewusst gemacht wie heutzutage. Aber da habe ich halt so ein bisschen geschaut, was sind meine Werte und Ziele. Und eines meiner Ziele war es, von den besten Leuten der Welt zu lernen. So in verschiedenen Kontexten mit den Top 1% von den Leuten zu lernen, mit den Leuten Zeit zu verbringen. Marcus: Wann war das? Wann bist Du zu der Erkenntnis gekommen, dass Du richtig, richtig, richtig gut werden willst auf dem Gebiet? Till: Ähm, ich habe letztens mit meinem Team darüber gesprochen. Die haben mich dann auch gefragt haben, wann es dazu gekommen ist. Und ich habe halt damals …. da war ich Basketball gewesen und damals als ich jünger war, wollte ich halt im Basketball so zur Top der Welt gehören. Da habe ich von der NBA geträumt und solche Geschichten. Und als der Traum sozusagen vorbei war, da war ich 17, 18, so in dem Dreh. Und da habe ich mich echt entschieden, so hey…. so, ich habe da noch so Tagebucheinträge von der Zeit. Ich will so der beste Psychotherapeut der Welt werden. Auch wenn es sich so ein bisschen eingebildet anhört, aber das war damals mein Ziel: Ich werde der beste Psychotherapeut der Welt. Marcus: Also Mitte 18, 17. Krass! Dass da Psychotherapie schon so ein großes Thema bei Dir war. Till: Ja, verrückt wa? Marcus: Gerade, weil Du ja so aus den Gangster Hoods irgendwie rauskommst (lacht), was Du gerade erzählt hast. Hast Du dann schon ziemlich früh wahrscheinlich erkannt, diese Power und Stärke von Psychologie, wahrscheinlich auch gerade im Zusammenhang mit Sport oder Basketball. Hat das bei Dir da auch schon eine Rolle gespielt? Till: Ja also auf der einen Seite: Mein Vater ist ja Psychotherapeut. Das heißt, ich war immer schon so mit Psychologie, Psychotherapie sozusagen so umgeben. Und dann war es halt wirklich so, anfangs habe ich gar nicht so das erste Buch in die Hand genommen und da wusste ich “Okay, das ist was ich machen will” sondern ich habe mich damals verletzt beim Basketball. Dann konnte ich ein halbes Jahr kein Basketball spielen und da hat mein Vater mir angeboten, dass ich halt für ihn Bücher auf CD lese, über Psychotherapie. Und am Anfang hat er mich dafür bezahlt, dass ich halt für ihn sozusagen seine Hausaufgaben übernehme und für ihn die Bücher auf CD lese, damit er sich es dann anhören kann auf dem Weg zur Arbeit. Und so bin ich sozusagen darauf gekommen. Und dann ein halbes Jahr später, nachdem ich zig Bücher gelesen habe, habe ich gemerkt “Oh wow” Nr. 1 ich verstehe die Sachen und ich habe dann auch so eine Psychologieklasse in der Schule damals gehabt. Damals war ich so 17 und bei den Lehrern… ich stand da vorne - ich kann mich noch bis heute erinnern - und sie hat dann auch so Sachen erzählt, und ich habe auch gemerkt, dass sie keine Ahnung hat und dass sie einfach gewisse Daten nicht weiß. Und da habe ich gemerkt “Wow, ich bin jetzt 17 und ich weiß halt Sachen, die meine Lehrerin noch nicht mal weiß”. Und das hat mich in dem Moment auch begeistert. Und ich habe es aber auch gerne gemocht dann was sozusagen… ich habe so ein Mastery, also wirklich gut zu werden, hat mich schonmal begeistert. Und dann dachte ich “Hey, jetzt bin ich so jung und es macht mir auch Spaß, jetzt mittlerweile finde ich es interessant” und dann bin ich diesen Weg immer weiter hinabgegangen oder hinaufgegangen, je nach dem. Marcus: Krass! Du warst ja jetzt auch Anfang des Jahres mehrere Monate in den Staaten unterwegs und hast die besten Therapeuten der Welt besucht oder? Till: Ja genau. Also da habe ich am Anfang mit Steffi, die auch die Moderation bei der DNX gemacht hat, im November und Dezember haben wir jetzt einen Roadtrip gemacht, wo wir hunderte Leute darüber interviewed haben, was sind die besten Methoden um mit Angst umzugehen, mit Nervosität umzugehen? Aber auch: Wie wirst Du mutiger? Und dann die letzten neun Monaten von Januar bis Anfang August habe ich halt an der University of Chicago studiert, was halt momentan eine der besten Psychologieunis der Welt ist. Und genau da habe ich von extrem vielen wirklich, wirklich fantastischen Therapeuten lernen dürfen, ja. Marcus: Und würdest Du sagen, dass die Therapeuten in den Staaten andere Ansätze oder besser sind, als beispielsweise in Europa? Till: (lacht) Das ist …. ah…. das ist eine schwere Frage. Marcus: (lacht) Till: Du weißt es ja selber. Die USA sind immer in so ganz vielen Kontexten Europa so weit voraus. Marcus: Ja deshalb frage ich, ob das in dem Gebiet auch so ist. Till: Ja, das ist da ganz anders. Also wenn ich mir anschaue, teilweise was hier ein Therapeut macht oder … Und natürlich hatte ich auch noch so einen kleinen Einblick, weil ich habe, glaube ich, hier schon so ein breiteres Spektrum gesehen und in den USA, was halt sehr spezifisch bei sehr sehr guten Leuten, aber generell würde ich schon, seitdem ich gesehen habe, dass USA schon noch was anderes ist und ein anderes  Kaliber ist wie weit die jetzt sind. Und ja. Auch deswegen werde ich auch im Februar, März wieder zurück in die USA gehen und dann da langfristig studieren. Weil einfach Amerika ist doch nochmal ein ganz anderes Level. Vor allem, wenn man da bei wirklich, wirklich guten Leuten ist. Die sind Deutschland schon bestimmt drei, vier Jahre voraus. Marcus: Mh. Ja strange ne? Dass es so Teilbereiche gibt, gerade wie jetzt Online Business, wo ich mich dann sehr tief drin bewege oder bei Dir jetzt die Psychologie oder so. Dass … ja… die Amis uns da immer ein, zwei, drei, vier Jahre voraus sind und das dann erst rüberkommt und irgendwie hier so - obwohl man ja sagt, in Deutschland gibt’s auch so viel gute ... Marcus: Okay krass. Also ist es dann nicht nur im Bereich Online Business oder anderen Online Geschichten so, sondern auch durchaus in Bereichen wie Psychologie. Dass die Staaten, die Amis da immer so ein, zwei, drei, vier Jahre uns voraus sind. Was meinst Du, woran kann das liegen? Haben die vielleicht mehr Zeit und Geld für die Wissenschaft? Till: Boah, das ist eine echt gute Frage. Auf der einen Seite, also wie gesagt, das ist jetzt meine persönliche Ansicht, aber es ist schon einfach so, dass in den USA einfach mehr Drive ist. Dass Leute einfach mehr Drive haben in allen möglichen anderen Bereichen auch, einfach erfolgreicher zu sein. Zu gucken, wie kann man noch bessere Möglichkeiten finden? Wie kann man noch bessere Lösungen finden? Und das habe ich im deutschen Raum einfach nicht so gesehen. Vor allem allgemein sind Psychologen und Therapeuten allgemein nicht sehr unternehmerisch. Allerdings in den USA sind sie deutlich unternehmerischer veranlagt, als zum Beispiel in Europa. Und das spielt aber auch eine große Rolle. Weil wenn man auch unternehmerisch veranlagt ist, kommt natürlich auch mehr Geld rein. Dann hast Du mehr Geld, kannst mehr Dinge ausprobieren. Zusätzlich, die Universitäten dort haben viel, viel mehr Geldquellen als die europäischen oder die deutschen Universitäten. Das spielt natürlich auch mit rein. Und ja, das kommt halt alles so zusammen und dann im Endeffekt sind sie uns einfach einige Jahre voraus. Marcus: Mh. Okay, zum Abschluss würde ich Dich gerne noch fragen: Du hast ja eben schon davon gesprochen, dass Du auch das 5 Minute Journal kennst und machst oder nutzt. Hast Du sonst noch irgendwelche Routinen, die Du jeden Tag machst und wie sieht bei Dir ein typischer Tag aus, gerade so am Morgen? Till: Ich habe heute bereits schon ein Interview gegeben und gestern auch, wo ich genau darüber gesprochen habe. Und ich liebe das Thema! Also mein Tag im Moment, weil es einfach gerade vollkommen focussed bin.  Ich habe gerade alles andere sozusagen aus meinem Leben so ein bisschen rausgeschmissen, entfernt. Marcus: Zum Beispiel? Till: Ich trinke keinen Alkohol im Moment, ich esse keinen Zucker, ich mache keine Party und ich gehe nur zu Networking, wenn überhaupt. Ich habe keine Meetings außer Interviews halt. Sonst habe ich keine Meetings vor 18:00 Uhr. Außer es sind halt wirklich, wirklich, echt wichtige Leute oder wichtige Meetings, die sonst gar nicht anders gehen. Aber wie gesagt, sonst ist der ganze Tag einfach nur darauf optimiert zwischen 6:00 Uhr und 18:00 Uhr, in der Zeit wirklich Vollgas, 100% einfach nur zu arbeiten. Das heißt, ich habe Dir ja vorhin unser Zimmer gezeigt. Das heißt, ich teile mir im Moment ein Zimmer. Weil wir nur für drei Monate hier sind und weil es das alles… Eine Freundin von mir hat mir das Appartement jetzt gegeben und das heißt, wir haben nur zwei Zimmer. Ein Wohnzimmer und ein Schlafzimmer. Das heißt im Schlafzimmer schlafen wir zu Dritt. Das heißt, da sind drei Matratzen am Boden und um 6:00 Uhr stehen wir auf und danach zwei große Gläser Wasser trinken, dann entweder Joggen oder einen Workout. Danach 10 bis 20 Minuten meditieren mit Headspace. Danach das 5 Minute Journal und dann an den meisten Tagen habe ich auch noch so ein längeres Journal, wo ich halt wirklich ausführlich noch ein paar Sachen schreibe, jeden Donnerstag, Dienstag und Samstag mache ich das. Und danach ist Frühstück angesagt. Frühstück sind immer dreieinhalb Eier mit Speck und dann noch ein bisschen Gemüse dazu und einen Salat. Danach ist duschen angesagt. Ich weiß, man soll ja eigentlich vor dem Frühstück duschen, das wäre dann ein bisschen hygienischer. Allerdings haut es mit der Zeit immer nicht ganz so hin, deswegen nach dem Frühstück duschen und dann haben wir unser Whiteboard Meeting. Am Whiteboard Meeting, das haben wir jeden morgen, da trifft sich das ganze Team und dann schreiben wir halt auf, was sind die To Do’s für den Tag? Was ist das Wichtigste? Und jeder muss dann eine Sache definieren. Was ist das wichtigste für den Tag. Wenn Du das geschafft hast, ist alles andere im Grunde egal. Und das wird dann halt am Vormittag gemacht. Wenn  wir das Whiteboard Meeting fertig ist kommt das Review. Ich habe immer so Notizkarten, wo ich immer Sachen aufschreibe, die ich lernen will, an die ich mich erinnern will. Das sind oft so Zitate aus Büchern und dergleichen. Dann schaue ich meine Notizkarten durch. Das dauert ungefähr 10 bis 15 Minuten und dann lese ich eine Stunde. Und dann ist es ungefähr 8:30 Uhr oder 9:30 Uhr und dann fange ich an mit den wichtigen Sachen des Tages. Meistens drei bis vier Stunden, dass ist so ein Chunk an Zeit, wo ich nichts anderes mache, alles ausmache und dann bis zum Mittagessen. Und nach dem Mittagessen wird so ein bisschen entspannt. Da kann jeder verschiedene Tasks machen, bisschen mehr Task Switch machen. Da checke ich meine E-Mails, checke mein Facebook und so weiter. Oh ja, und ganz am Anfang, wenn ich aufwache ganz am Anfang, nehme ich mein Handy und schreibe meiner Freundin eine Gute-Morgen-Nachricht. Das ist auch noch mit dabei. Marcus: Ja, das ist cool, dass das nicht auf der Strecke bleibt bei all der Disziplin. So wie sich das gerade anhört, echt ziemlich straight und ziemlich tough, wenn Du das jeden Tag so hinkriegst und durchziehst. Till: Ja, also eine ganz kurze Sache sozusagen: Ich habe so oft probiert das zu machen und ich habe es nie geschafft. Und was wirklich geholfen hat ist, dass Du mit anderen Leuten so eine accountability hast. Das heißt, andere werden dann wirklich dafür verantwortlich was Du vorhast. Und wir haben zum Beispiel jeden Samstag ein einstündiges Meeting, ich und der Rest des Teams, wo wir uns hinsetzen und besprechen, was hast Du Dir die Woche vorgenommen? Was davon hast Du gemacht und was nicht? “Okay gut, was kannst Du nächste Woche anders machen, damit Du mehr von Deinen Habits machst, damit Du früher aufstehst, früh ins Bett gehst, mehr Wasser trinkst usw.?” Und dann entwerfen wir jede Woche neue Strategien, damit Du all diese Sachen machen kannst. Denn ich glaube, nur wenn Du wirklich kontinuierlich immer wieder drauf schaust, was hast Du letzte Woche gemacht? Was willst Du nächste Woche anders machen? Wenn man das nicht macht, dann nach und nach vergeht das immer ein bisschen so und dann macht man es nicht mehr und dann “Ach ja, ich werd’s morgen wieder machen. Aber wenn man wirklich einmal die Woche so Termine hat, wo Du anderen Leuten sagen musst, das habe ich gemacht und das will ich nächste Woche anders machen, damit es besser funktioniert. Das ist, glaube ich, ein wirklich ganz wichtiger Faktor. Marcus: Ja, glaube ich auch. Also in vielen Bereichen hilft Accountability und Check-Ins mit anderen Leuten, dass man sagt: Was willst Du heute erreichen? Was hast Du erreicht? Warum hast Du das nicht erreicht? War was anderes wichtiger? Und was willst Du morgen erreichen? Ja saucool! Till, das war super spannend, vielen Dank für Deine Insides und für die Hacks auch zu mehr Selbstbewusstsein oder seine Ängste abzubauen. Gerade das mit der Selfie iPhone Kamera, wenn man dann vielleicht kurz davor ist, die Traumfrau anzusprechen oder zum Chef zu gehen, um um mehr Gehalt zu bitten oder whatever! Vielleicht den Blogger anzusprechen, der da auf dem Networking Event rumrennt und von dem Du schon immer mal gerne einen coolen Tip haben wolltest. Vielen, vielen Dank! Dein DNX Talk ist ja auch bald verfügbar auf Youtube. Den werden wir auch noch in den Shownotes verlinken. Den Comfort Zone Crusher verlinken wir, alle anderen Links oder Sachen, über die wir gesprochen haben natürlich auch. Und ich freue mich schon, wenn wir uns das nächste Mal wiedersehen. Till: Alles klar! Ey, es war ne Freude! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ja, alles klar. Marcus: Okay, Till hau rein, ciao! Wow, das war auch schon wieder die nächste LIFE HACKZ Folge. Ich glaube, dieses Mal war es Folge Nr. 27! Ich check das mal eben - genau, Folge 27 schon. Und wenn euch der Shit gefällt, den wir hier machen, dann würde ich mich mega freuen, wenn ihr mir eine Bewertung auf iTunes gebt, falls das noch nicht geschehen ist oder auch bei der Charity Aktion mitmacht, die Feli und ich gestartet haben für Straßenkinder in Brasilien. Checkt die Infos dazu aus unter www.lifehackz.de/charity. Ich würde mich mega freuen. Peace and Out! 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Oct 2, 2015

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Interview mit Sebastian Canaves von Off the Path

Hey Leute! Willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ! Und diesmal mit dem Tausendsassa und Multipreneur, multi skilled talent Sebastian Canaves. Bevor ich zum Sebastian komme, möchte ich aber gerne nochmal auf unsere Charity Aktion hinweisen, die am Montag angelaufen ist. Wir unterstützen Straßenkinder in Brasilien und besuchen dort live das Projekt, wenn wir mit der Cruise von Gran Canaria nach Bahia oder Salvador de Bahia gefahren sind. Das würde uns mega freuen, wenn ihr uns da unterstützt. 1 Euro, 3 Euro, 5 Euro, 10 Euro, whatever. Alle weiteren Infos über www.lifehackz.de/charity. Und mein heutiger Gast, Sebastian Canaves, ist vielen wahrscheinlich schon bekannt als einer der Köpfe der digitalen Nomadenszene, aber auch als Schreiber einer der größten Reiseblogs in Deutschland und auch außerhalb von Deutschland unter www.off-the-path.com. Ihr merkt schon, der Typ hat viel gemacht, hat noch viel mehr zu erzählen, also viel Spaß mit der Folge! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie du wieder für dein Projekt brennen kannst.
  2. Warum Berlin super produktiv macht aber auch gefährlich ist.
  3. Wie man die Balance zwischen Privatleben und Business behält.
  4. Wie man mit der Skepsis von Freunden und Familie umgeht.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Off the Path

Blogpreneur

DNX JOBS

Gmail

Travelicia

Blog Camp

FastBill

DNX CAMPS

TravelWorkLive

Periscope

Kultreiter

BlogFabrik

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Marcus: Okay Leute, willkommen zu LIFE HACKZ, diesmal direkt aus Kreuzberg, der Blogfabrik, zusammen mit Sebastian Canaves. Sebastian, cool dass Du am Start bist! Sebastian: Ja danke, dass ich hier sein darf! Marcus: Wie soll man Dich vorstellen? Ich hatte das eben schonmal so ein bisschen im Pre-Intro überlegt, wie kündige ich Dich überhaupt an? Was bist? Bist Du ein Multipreneur? Bist Du ein Blogpreneur? Bist Du ein pfff… Tausendsasser irgendwie? Sebastian: Ja also ein Multipreneur würde das ganze schon ein bisschen passender beschreiben, weil … also Blogpreneur auf jeden Fall. Verschiedene Blogs. Aber halt eben auch Plugin, iOS App, Online Kurse, was weiß ich. Also richtig viel. Marcus: Ja. Ich glaube, dafür stehst Du auch, dass Du viele Sachen probierst, angehst, machst, nicht so viel drüber redest, sondern wenn man Dich trifft freue ich mich eigentlich immer drauf, weil ich dann immer weiß, dass irgendetwas neues dabei ist. Und eine coole Story und meistens dann auch Inspiration für uns: Was könnte man denn mal machen und ausprobieren? Wie ist das, wenn Dir eine neue Idee kommt? Bist Du da sehr strukturiert und schreibst vielleicht einen Businessplan oder hast Du eine Zielgruppe? Also da fehlt’s Feli und mir auch so ein bisschen, noch sortierter und durchdachter Projekte anzugehen Das ist uns gestern wieder aufgefallen, nachdem wir zu unserem neuesten Projekt mit jemandem geskyped haben und der hat dann tausend Fragen gestellt: Habt ihr euch darüber schon Gedanken gemacht und darüber und darüber? Hatten wir natürlich nicht. Wir machen’s meistens nach dem Bauchgefühl. Bisher hatten wir immer Glück gehabt. Vielleicht sollten wir da mal ein bisschen strukturierter werden. Wie ist das bei Dir? Hast Du da bestimmte Tools? Sebastian: Nein. Also ich habe überhaupt gar keine Struktur. Wenn ich eine Idee habe, wahrscheinlich wie ihr auch: Ich brenne dann erstmal voll und mache erstmal gar nichts und setze mich nur hin und schaue nach, was andere vielleicht gemacht haben. Gibt’s das ganze überhaupt schon? Wenn nein: Warum? Wer könnte meine Zielgruppe sein? Und diese ganzen Sachen, die man halt eben machen muss. Und von der Idee zur Umsetzung kann es manchmal nur ein paar Stunden sein. Also ich bin da recht schnell. Der Vorteil ist, ich bin mittlerweile in einer Position, wo ich’s mir leisten kann. Der Nachteil ist, dass ich halt auch nach wie vor noch echt oft auf die Fresse falle damit. Und viele Projekte halt einfach nicht klappen. Marcus: Was war denn zum Beispiel ne Sache, die nicht funktioniert hat? Sebastian: Ähm, die iOS App. Also Swapp App letztes Jahr meine eigene Schuld. Eigentlich eine sehr gute Idee, einfach eine ganz normale App, wo man Notizen sich selbst schicken kann in die eigene Inbox, um die halt abzuticken. Marcus: Also, ich habe es auch gerne genutzt und hab’s immernoch bei mir installiert. Sebastian: Genau. Wird wahrscheinlich nicht mehr funktionieren, weil ich sie mittlerweile aus dem App Store genommen haben nach einem Jahr. Aber da der einzige Fehler war halt einfach: Ich habe dann irgendwann keine Lust mehr gehabt bzw. ich habe kein Marketing betrieben. Die Idee war erst richtig gut. Die Idee kam auch richtig gut an. Ich habe - keine Ahnung - über 4.000 Downloads, glaube ich, in den ersten 24 Stunden gehabt damals. Marcus: Da hast Du noch ein bisschen Marketing gemacht ne? Sebastian: Genau, am Anfang da brennt man noch dafür, aber dann irgendwann gehen die Zahlen runter und dann hat man irgendwann die nächste Idee und man konzentriert sich auf das andere oder halt eben auf andere Projekte, die man sonst so am Laufen hat. Und es ist halt eben kein… es läuft nicht automatisch. Und man muss halt am Anfang was machen. Und das habe ich nicht gemacht bei der Swapp App. Alles andere habe ich richtig gemacht, nur das nicht und dementsprechend ist das ganze irgendwann in den Keller gegangen. Und Apple hat mich jetzt vor zwei, drei Monaten nochmal gefragt: Diese 99,00 Euro Aufnahmegebühr für den App Store nochmal zu bezahlen und dann habe ich mir die Einnahmen angeschaut, habe gesehen, okay, das lohnt sich nicht mehr. Soviel bringt die jetzt nicht mehr ein und habe sie dann quasi löschen lassen. Marcus: Okay cool, Du bist dann aber wenigstens auch so einer, der emotionslos seine Projekte beleuchtet und sagt: Okay, das bringt’s grad nicht. Ich habe nicht den Drive. Es kommt nicht der Revenue rein, der es noch lohnenswert machen würde das weiterlaufen zu lassen. Ich kille das Ding jetzt. Sebastian: Genau, also ich hatte auch nochmal überlegt und hatte Googlemail, weil das halt über… der E-Mailversand von diesen Notizen über Gmail läuft. Marcus: Über Dein privates Gmail Konto? Sebastian: Nee, ich hatte nochmal ein extra Konto, was dafür funktioniert. Es ist sehr kompliziert, ich kann’s jetzt nicht ganz genau erklären, weil das die Programmierer gemacht haben, aber die hatten dann diese 2 Step Authentification eingeführt und dadurch kam es zu einem kleinen Glitch in der App. Und da hätte ich irgendwie nochmal 200,00 € oder 300,00 € investieren müssen, um das zu verbessern und ein Update auf den App Store hochzuladen. Und das war mir der Stress überhaupt nicht wert. Das ganze war von Anfang an ein Experiment. Ich bin am Ende mit mehr Geld rausgegangen, als ich investiert habe. Also es war positiv. Marcus: Plus die Learnings. Sebastian: Plus die Learnings. Ich kann jetzt Dir erzählen, wir man eine App in den iOS Store reinbringt, ohne hunderttausende Euro auszugeben. Ich habe für das Ganze 2.500,00 € ausgegeben für diese App zu entwickeln, ne? Marcus: Gibt’s dazu nicht auch ein Ebook? Sebastian: Damals gab es noch kein Ebook. Ich habe alles so über Goolgesuchen und so weiter... Ich habe dann auch ein Ebook geschrieben. Marcus: Das meine ich ja. Sebastian: Ja ja. Ich habe ein Ebook geschrieben. Ich habe das aber auch nie veröffentlicht… (beide lachen) Marcus: Ich wusste, da war irgendwas. Sebastian: Ich glaube, ich habe 24.000 Wörter über dieses Ebook geschrieben und es ist eigentlich fertig. Es müsste nur noch ein Editor drüber gehen und dann hat man meine ganzen Learnings drin. Und dann kam wahrscheinlich wieder das nächste Projekt und ich habe vergessen es dann abzuschicken. Marcus: (lacht) Sebastian: Also, ja… so funktioniere ich oftmals und äh ja… Dadurch habe ich jetzt ein Learning mehr. Marcus: Auf jeden Fall. Sebastian: Ich bin reich an Erfahrung und ja. Marcus: Aber das macht Dich glaube ich auch aus. Dadurch dass Du schon so viel probiert und getan hast, hast Du natürlich auch mega viel Erfahrung und bist ein gefragter Speaker bei Unternehmen, wie ich weiß, gerade aufgrund dessen, dass Du so einen breiten Background hast. Was ist denn, man weiß ja nie ganz genau bei Dir, Dein aktueller Fokus oder wofür brennst Du mal, war es Off the Path, dann war es nicht mehr Off the Path, dann war es Blogpreneur, dann waren es die Online Kurse. Gibt es jetzt gerade irgendwas, sagen wir mal was vielleicht bis heute Abend noch Dein Fokus ist (beide lachen) und worauf Du gerade Bock hast? Sebastian: Also heute Abend und morgen auch noch und wahrscheinlich noch nächste Woche und nächsten Monat ist Off the Path nach wie vor. Also Off the Path ist jetzt seit vier Jahren mein Fokus und es war in den letzten… also zwischen November 2014 und März 2015, April 2015 war es nicht so ganz mein Fokus. Da habe ich so kurz das Gefühl, dass ich mich da verrenne, dass es nicht mehr so läuft, dass es vielleicht nicht mehr das ist, was ich machen möchte, weil es halt eben dieses multilingual ist und Facebookmarkt multilingual, Googlemarkt multilingual und dementsprechend hänge ich immer so ein bisschen hinterher. Ich könnte viel größer sein, als ich eigentlich bin. Und das hat mich halt so ein bisschen bedrückt. Marcus: Größer in Terms of Reichweite? Sebastian: Zahlen, Reichweite, Einnahmen, alles drum und dran. Wenn ich mich nur auf eine Sprache konzentrieren würde, dann wäre ich… könnte ich weniger arbeiten und mehr einnehmen. Das weiß ich. Aber ich habe jetzt vier Jahre so weiter gemacht und wir sind jetzt gerade dabei ein Rebranding durchzuführen. Und ich investiere gerade fast mein ganzes Geld in Off the Path, um diesen Laden wieder auf Vordermann zu bringen. Es kommt ein neues Design nächsten Monat, wir haben jetzt einen neuen Online Shop, wir haben auch Kleidung, also Klamotten entwickelt, die wir als Print on Demand anbieten und das wird so das große Ding und ich möchte mit Off the Path wieder zurück an die Spitze. Und das wird mein Fokus für … zumindest noch für die nächsten 12 Monate mindestens, aber auch länger. Off the Path wird immer bleiben. Marcus: Ja, ja denke ich auch. Also ich glaube, das habe ich bei vielen schon gesehen, dass sie so ihr Vorzeigeprojekt, irgendwann wurde es dann ein bisschen langweiliger, dann “Ach komm, jetzt habe ich hier zwei, drei Jahre nur in diesen Blog reininvestiert und jetzt habe ich mal wieder Bock auf was neues” und merkst dann aber irgendwann kommt - das ist so ein kleiner Trigger - dann kommt vielleicht wieder eine Anfrage darüber, ne richtig geile Kampagne von ner fetten Firma und dann Du wirst als Speaker angefragt über diesen Blog und denkst so “Ach, eigentlich ist das Ding gar nicht so schlecht”. Sebastian: Genau, bei mir war das ganz genau so. Also ich habe vor zwei Monaten oder vor drei Monaten bei euch auf DNX JOBS ne Anzeige reingeschaltet. Ich hatte Mastermindfolgen gemacht mit richtig coolen Leuten und mein Problem war halt eben dieses Off the Path. Was soll ich damit machen? Die Empfehlung von diesen ganzen Online Unternehmern war: Stell jemanden ein. Nen Blog Manager. Und das habe ich dann auch gemacht, bei euch auf der Seite. Habe einen - keine Ahnung - Blog Manager Off the Path, Abenteuer/ Reise Blog, keine Ahnung, … Und daraufhin habe ich richtig viele Bewerbungen bekommen, habe jemanden eingeladen. Die war dann nicht so gut. Und dann die zweite Einladung, das war dann Nina, das war super. Und dann habe ich ihr so erzählt, was wir so vorhaben und was sie so alles machen würde. Dann dachte ich so “Boah ey, das müsste ich ja eigentlich selber machen”. Da habe ich dann so wieder so richtig Feuer gefangen und jetzt sind wir ein Team von drei Personen. Also wir haben Nina dann eingestellt. Die arbeitet bei uns mehr oder weniger Vollzeit für Off the Path, kümmert sich um die ganze PR, weil wir unglaublich viele Anfragen bekommen, wie bei Feli bei Travelicia auch. Und jetzt sind wir halt voll dabei, haben ne 12 Monatsplanung gemacht mit verschiedenen Produkten, die wir erstellen. Auch so kleine Redempts die wir jetzt vorhaben. Halt eben nächsten Monat den Relaunch, der wird richtig, richtig geil. Da freue ich mich so mega drauf, das der Welt zu präsentieren, weil wir auch richtig viel Zeit darein investiert haben. Marcus: Aber es bleibt trilingual? Sebastian: Es bleibt nicht trilingual, Französisch kommt raus. Es wird Deutsch, Englisch, in der Reihenfolge. Bisher ist es immer Englisch, Deutsch gewesen. Wir arbeiten gerade mit Dennis dabei, dass Deutsch die Hauptsprache wird und Englisch halt - weil wir es halt immer gehabt haben - nach wie vor da ist. Wir haben da jetzt auch eine Übersetzerin mit am Team. Das ist einfach so dieses, es bringt immer mehr Struktur rein in das ganze, damit es die Arbeit leichter macht, aber auch damit es weiterhin richtig viel Spaß macht. Weil es ist immer sehr nervig gewesen erst immer alles zu übersetzen. Es ist am Ende immer doppelte Arbeit. Und Du könntest halt die Zeit, die Du halt diesen Beitrag übersetzt, investieren um mal einen neuen zu schreiben ne? Und dementsprechend haben wir jetzt noch einen Übersetzer mit im Team, die das Halbzeit macht und dadurch die Prozesse besser optimiert. Jeder hat mega Bock an der ganzen Sache und es macht wieder richtig, richtig Spaß. Marcus: Ja, das ist geil. Ja manchmal fehlt da irgendwie so ein kleiner Turn nach links oder rechts, dass das Projekt wieder richtig viel Spaß macht. Das hatten wir auch schon mit Travelicia natürlich. Das hatten wir dann auch noch mit der DNX. Und wir können jetzt nicht zum fünften Mal wieder die Speaker auf die Bühne holen und diese Motivationstalks machen. Lass uns doch mal was anderes machen und nochmal durchgescannt, was war das Feedback, offen für andere sein. Und sobald Du dann was veränderst, hast Du wieder total viel Bock drauf. Sebastian: Ja, ganz genau. Marcus: Oder was man auch oft vergisst, weil man so tief in seinem eigenen Ding drin ist, wie bei Dir, als Du dann die Stellenausschreibung geschrieben hast oder das Interview hattest mit der Bewerberin, wo Du selber wieder gemerkt, wie geil ist das eigentlich?! Sebastian: Ganz genau, ja. Marcus: Das passiert uns dann auch manchmal, wenn wir mal wieder ein Interview für irgendjemanden geben, wo wir dann kurz erklären müssen, was machen wir denn überhaupt? Ey, dann gucken wir uns nur an und denken: Was haben wir eigentlich? Eigentlich ist es doch voll cool, was wir machen. Leider verliert man sich da manchmal zu sehr im Detail und seinen Wust. Und das ist halt auch so eine kleine Downzeit von dem Unternehmertum. The Sky is the limit. Es gibt keinen Deckel mehr. Man könnte alles machen, wenn man wollte und wenn man so ein Typ ist wie Du, ich, Line, Feli oder so, dann macht man auch alles und vergisst darüber dann manchmal, wie cool es eigentlich ist ne? Sebastian: Ja ganz genau. Also man verliert sich halt einfach in dieser Alltagsarbeit mehr oder weniger ne? Und man vergisst dann halt auch irgendwann so zu groß zu planen und all das drum und dran. Und als wir uns jetzt hingesetzt haben, Line, Nina und ich und halt diese 12 Monatsplanung gemacht haben, so okay: Dann und dann kommt dieses Ebook raus. Dann und dann machen wir dieses Event, dann und dann machen wir das und dann kamen diese Reisen dazwischen, die richtig geil werden und das war ein fach geil. Und da haben wir uns halt auch wieder so daran erinnert, wie es halt war damals anzufangen und… In zwei Wochen verlassen wir jetzt Deutschland und kurz davor habe ich noch einen Talk bei Google. Marcus: Geil! Sebastian: Also geil! Hammer ne?! Das ist für mich… also als ich die Einladung von Google bekommen habe, war so das größte Unternehmen der Welt möchte, dass ich denen irgendwie erzähle wie sie mit ihren Mitarbeitern umgehen sollen. Wie geil ist das denn bitte? Marcus: Ja, ja. Sebastian: Und deshalb macht man das auch. Das vergisst man dann einfach irgendwie kurz. Man muss sich halt immer nach wie vor… und das ist halt eben auch das, was wir als Unternehmer und Selbstständige halt, immer wieder machen müssen. Wir müssen uns selbst motivieren. Weil für uns ist halt Geld kein Motivator. Es sind halt immer diese krassen Erlebnisse, die wir halt immer wieder zwischendurch haben. Und das ist halt immer wieder schwer, das mal wieder vor Augen zu führen und alles drum und dran. Marcus: Ja, das ist glaube ich gleichzeitig auch so nicht die größte Herausforderung, aber das was es so schwer macht, wenn man immer wieder keine Erlebnisse hat und immer wieder unterwegs ist, das ist ja wie eine Droge in dem Sinne. Sebastian: Genau! Es ist ne ganz krasse Droge. Eigentlich die schlimmste Droge die man haben kann, weil man nie mit sich selbst zufrieden ist. Das ist das Schlimme daran. Ich meine, ich habe jetzt vor nem Monat mein Buch rausgebracht, wie geil ist das denn bitte? Ne? Also, ein eigenes Buch mit dem Ullstein Verlag, alles drum und dran. Und naja… Ungelogen? Vier Tage später war das vergessen. Marcus: Ja, ja! Sebastian: Weil dann halt eben das nächste kam. Und dann kam halt eben diese Einladung von Google und alles drum und dran. Und dann war halt dieses Buch, für das ich halt fast ein Jahr gearbeitet habe und geschrieben habe, wieder … naja nicht irrelevant, aber halt im Hintergrund ein bisschen geschoben. Marcus: Naja ein Buch ist ja ganz cool, aber das wäre noch cooler. Sebastian: Genau, ich habe mich vorgestern… also es ist wirklich seit einem Monat draußen oder eineinhalb und ich habe mich vorgestern ertappt, wie ich fast drei Wochen die Zahlen nicht angeschaut habe. Weil halt eben schon wieder was neues dazwischen war. Und es ist halt eben eine Droge. Genau, und man will halt immer wieder das nächste Highlight, das nächste Highlight, das nächste Highlight, das nächste Highlight... Marcus: Ja das ist echt eine Droge. Und wir fragen uns dann manchmal, wo soll das aufhören. Weil wenn Du denkst, wie bei Dir, so ein fettes Projekt, das Buch, dann denkt man sich wahrscheinlich so “Boah, wenn ich das habe, ey, dann feiere ich erstmal fünf Tage und mache Pause und lege mich in die Hängematte”. Aber es passiert ja nicht. Sebastian: Keine einzige Flasche haben wir aufgemacht... Marcus: Nee. Und das vergisst man leider manchmal auch so ein bisschen, so seine eigenen Erfolge zu feiern. Sebastian: Absolut, also wenn ich so eine meiner Empfehlung, die ich neuen Unternehmern immer geben würde: Feier Deine Erfolge! Ich weiß noch am Anfang haben wir jeden kleinsten Erfolg gefeiert. Das haben wir schon gemacht damals. Also ich weiß noch als Conni und ich damals das Blog Camp gestartet haben. Und die allererste Bestellung von Stefan Hohenhaus… ähm ich weiß nicht, Stefan hieß er mit Vornamen. Die Seite war um 12:00 Uhr online und um 12:30 Uhr kam die Bestellung. Ich bin mit dem Fahrrad Conni hinterher gefahren und wir haben bis um 4:00 Uhr nachts getrunken und gefeiert und fanden uns halt total geil. Und heutzutage bringst Du halt so ein mega krasses Buch raus und legst es halt irgendwie so ab, so okay, super, next. Und das sollte eigentlich nie sein und das weiß ich und trotzdem ... Marcus: ...passiert’s immer wieder ne? Sebastian: … passiert’s immer wieder, ja. Marcus: Ja, also wir haben da auch noch keine ultimative Lösung gefunden. Wir wissen, dass es so ist. Wir wissen, dass es anders sein sollte, aber wir ertappen uns da auch immer wieder. Sebastian: Ja, eben noch ne DNX. Super geil, geiles Feedback. Und dann nächster Tag, zack hinsetzen, Feedbackbögen checken und weiter und dann ist man sofort wieder in der Routine und hat überhaupt keine Zeit gehabt, das wirklich richtig zu genießen und sacken zu lassen und es steht sofort wieder das nächste an. Marcus: Null! Aber DNX ist zum Beispiel auch so ein gutes Beispiel von immer wieder neue Eindrücke und dass es eine Droge ist, dieses Adrenalin zu spüren. Das ist natürlich mega komprimiert dann auf diese beiden Tage, Du stehst total im Mittelpunkt, alle feiern Dich ab, finden es cool was Du machst. So und wir haben jetzt jedes Mal nach jeder DNX, wir haben jetzt mittlerweile schon drei deutsche und eine internationale gemacht, fällst Du dann in so ein tiefes Loch. Weil wer hoch fliegt, kann auch tief fallen. Auch wenn wir es wissen und auch vorbereitet sind, ist der Aufprall immer wieder so hart. Sebastian: Wenn dann aber keine Anfragen oder nix kommt und alle sind irgendwie so gesättigt mit dem was sie haben und Du dann irgendwie nicht mehr im Mittelpunkt auf einmal stehst. Marcus: Ja genau und nicht mehr so die… ich weiß nicht, das Gefühl wichtige Sachen zu machen in dem Moment. Wenn Du dann auf einmal nen halben Tag Buchhaltung machen musst und im schlimmsten Fall noch in der gleichen Stadt geblieben bist. Sebastian: Das ist richtige Arbeit. Marcus: Und dann denkst Du so “Ey Leute, es passiert nix mehr!” So, Du würdest dann irgendwann verrückt, was man auch niemals machen sollte als Unternehmer. Du checkst die ganze Zeit Deine Inbox und hängst da irgendwie drin oder guckst was auf Facebook passiert, was eigentlich total bescheuert ist. Deshalb haben wir uns jetzt angewöhnt direkt danach auch in einen anderen Ort zu gehen und wieder neue Eindrücke zu haben und das hat bis jetzt ganz gut funktioniert und dann wieder die neuen Projekte, aber… ja. Das ist zum Beispiel echt … andere würden gerne tauschen, weiß ich natürlich. Ich würde auch nie wieder zurückgehen wollen, aber es ist trotzdem eine Herausforderung, die nicht zu unterschätzen ist. Sebastian: Nee absolut, ich glaube, das ist auch einer der Gründe, warum ich ständig mich irgendwie mich neu erfinde oder neue Sachen erfinde, weil ich dann - ja keine Ahnung - wenn ich halt irgendwie merke “Och, jetzt ist’s aber ruhig, dann habe ich ja Zeit und dann könnte ich ja ein Plugin entwickeln lassen” oder ne 30-Tage Challenge für Blogpreneru erstellen oder sonst irgendwas, weißt Du? Und das ist wahrscheinlich auch eben halt der Grund und das ist gefährlich. Marcus: Bei Dir persönlich hat sich ja seit, ich glaube, eineinhalb Jahren bist Du jetzt mit Line zusammen? Sebastian: Zwei. Marcus: Zwei Jahre, auch ein bisschen was verändert, in der Art und Weise, wie Du arbeitest. Vorher warst Du doch sehr einzelkämpferisch unterwegs, bis Du dann als Team aufgepartnert hast mit Conni. Wie würdest Du sagen ist so die Rollenverteilung businesswise mit Line? Ist die genau so unter Strom wie Du? Das ist das Gefährliche bei Feli und mir. Wir pushen uns und pushen uns dann hoch, hoch, hoch, hoch bis wir mal wieder völlig übertrieben haben und dann beide deprimiert sind, dass wir nicht auf die Warnsignale gehört haben oder ist es bei euch besser verteilt? Ich meine, was auch viele Vorteile haben kann so Feli und ich, aber bei uns fehlt manchmal so der Moderater, der ein bisschen auf die Bremse drückt. Sebastian: Ja so… ich… die Distanz fehlt uns schon auch bei den Sachen, die wir machen. Weil sie an all meinen Projekten, die ich gestartet habe, 100 % beteiligt ist und auch einfach ein voller Partner halt ist. Also nicht nur im echten Leben sondern auch im Businessleben. Marcus: Ihr verbringt dann wahrscheinlich auch fast 24/7 miteinander. Sebastian: Also seit zwei Jahren sind wir eigentlich unzertrennlich. Immer wenn wir irgendwo hingehen, sage ich immer so, ja wir sind eine Person, auch wenn es nur … es gibt nur eine Einladung. Ich so: Ja, wir sind mehr oder weniger eine Person. Genau. Und ja, es ist schon auch sehr, sehr schwer. Also jetzt gerade sind wir auch an einem neuen Projekt. (lacht) Darum kann ich noch nicht so viel erzählen, aber Marcus: Ich hätte mich gewundert, wenn da kein neues Projekt kommen würde. Sebastian: (lacht) Nur für 2017 ist das geplant. Es ist halt einfach total bekloppt. Wir sitzen die ganze Nacht da bis um 1:00 Uhr nachts. Und dann stehen wir halt um 6:00 Uhr wieder auf und sind unter Strom und “Och, wir können das machen und das machen und schau mal, das habe ich gefunden” und das ist einfach total krass. Es funktioniert gut. Das Gefährliche auch hier ist aber die Distanz zwischen Business und privatem Leben. Wir versuchen da immer so ein bisschen die Balance zu halten und wir neigen, und mich würde auch ganz stark interessieren zu hören, wie es bei euch ist. Wir neigen immer mehr zu mehr Business zu machen, als eigentlich Beziehungen. Und das versuchen wir immer wieder so ein bisschen auszubalancieren. Auf Reisen funktioniert’s immer ein bisschen besser als hier in Berlin. Also ich habe… keine Ahnung, Berlin ist geil und ich finde Berlin im Sommer auch total toll. Aber ich habe langsam die Schnauze voll (lacht) und ich muss hier raus, weil es ist immer so, das ist der einzige Ort, wie ich so was wie einen Alltag habe und Routine. Was gut ist, eine Routine. Aber, die sich immer recht negativ bei uns auswirkt. Und wir hier von morgens um 8:00 Uhr - also wir sind heute morgen um 8:00 Uhr hier gewesen in der Blogfabrik - und wir sind bis abends um 21:00 Uhr hier drin. Und dann gehen wir nach Hause, essen - entweder auf dem Weg oder zu Hause was - und dann sitzen wir nochmal zwei Stunden dran bis 23:00 Uhr, 0:00 Uhr und arbeiten. Und da kommt dieses Beziehung hier in Berlin echt kurz. Was auf Reisen ein ganz anderes Thema ist, da ist es sehr balanciert, aber ja… Wie ist das bei euch? Marcus: Ähnlich muss ich sagen. Wir haben da eben im Vorgespräch auch kurz gesprochen, wo ich gesagt habe, gestern war wieder so ein Tag, da haben wir einen kleinen Kollaps gekriegt und ganz ehrlich sind da auch ein paar Tränen geflossen, weil man manchmal sich zu viel zumutet und gerade in Berlin, wo … ich habe immernoch nicht raus, warum das hier schlechter funktioniert als unterwegs. Wahrscheinlich liegt das daran, dass wenn man unterwegs ist, sich auch mal so ne Activity reinbauen kann, wie heute gehen wir Surfen. Man weiß genau, ich kann nur bis 12:00 Uhr arbeiten oder 14:00 Uhr, dann muss der Rechner zu sein und man ist den halben Tag an der frischen Luft, fühlt sich erfüllt. Denkt so: Ich habe mal außerhalb vom Computer auch was gesehen von der Welt und dann... Sebastian: Ich glaube, der Grund in Berlin ist, dass wir denken, dass wir Berlin kennen und deshalb nichts erkunden müssen. Ich glaube, dass einer der … also zumindest ist es bei uns einer der Gründe, weil wir denken so: Naja wir leben ja hier. Ich bin seit drei Jahren in Berlin. Ich war noch nie oben auf dem Fernsehturm. Den Reichstag habe ich wohl schon gesehen, aber ich kenne Berlin nicht. Weiß ich. Und trotzdem fehlt mir die Motivation da was zu sehen. Also da weiß ich, dass das meine eigene Schuld ist. Und dann aber bei Reisen funktioniert’s ne? Also letzte Wochen, wir waren in Marokko in Taghazout da in der Nähe, eine Woche Surf Camp und wir sind morgens um 9:30 Uhr an den Strand gefahren und sind nachmittags um 16:00 Uhr zurückgekommen. Und ich habe gestern meine Rescue Time Benachrichtigung bekommen, ich habe trotzdem 50 Stunden gearbeitet, obwohl ich mehr oder weniger den ganzen Tag am Strand war und keinen Laptop dabei hatte.   Marcus: Das ist ja das krass! Sebastian: Da habe ich mehr als ein Festangestellter gearbeitet und habe auch viel viel mehr erlebt und eine richtig geile Zeit gehabt. Marcus: Ja, das ist ja genau das Ding was Du auch eben meintest: Quality Time mit Deiner Freundin. Hier geht’s dann total unter. Das ist gestern auch mal wieder auf den Tisch gekommen. Ich bin abgelenkt am Rechner, höre ihr noch nicht mal richtig zu oder sie merkt gar nicht, wenn ich die Wohnung verlasse und sage “Ich gehe zum Sport”, weil sie so… das ist noch nicht mal böse gemeint, aber man ist so tief in diesen Projekten, dass man nur noch arbeitet, arbeitet, arbeitet, dann seine Prinzipien vergisst, morgens schon in die E-Mails geht, in Social Media, auch abends sich nicht die Zeit nimmt, was zu lesen und das leidet dann irgendwie total da drunter und das passiert, gerade wenn man in Berlin ist. Und wenn man unterwegs ist, finde ich, dann, weiß ich nicht, ist man irgendwie auch zufriedener. Das ist auf jeden Fall bei Feli ganz stark so, bei mir auch. Weil man mehr erlebt und offener ist. Die Menschen vielleicht auch eher das Mindset haben, was Du auch hast, wenn Du reist und wenn Du offene Menschen triffst, als hier in Berlin. Was jetzt auch nicht unbedingt als Vorwurf zu meinen ist. Aber da passt man sich dann eher wieder hier diesem 9 to 5 an, den die Leute hier arbeiten. Ich will dann auch mal was mit meinen Freunden machen, gehe Samstag dann raus, bin Sonntag im Arsch. Und da fühle ich mich an die alte Zeit erinnert, bin sauer über mich selber, dass ich so unproduktiv  gewesen bin und das ist irgendwie… Sebastian: Ja, das ist auch der Grund, warum meine Abmeldung aus Deutschland morgen im Briefkasten liegt. Ich habe vorhin schon mit dem Bürgeramt gesprochen und wir ab nächster Woche Mittwoch keine deutschen Staatsbürger mehr sind und dann halt ohne festen Wohnsitz. Marcus: Dann bist Du aber deutscher Staatsbürger noch. Sebastian: Ja, entschuldige, deutscher Staatsbürger aber ohne Meldeadresse. Genau. Ich… behalte natürlich meinen Pass Marcus: Staatenlos ja. Sebastian: Ja Staatenlos, dann hätte ich noch nen spanischen, aber ja… und wir jetzt dann erstmal nach, nur ganz kurz nach Bali. Da gehen wir mit Christian Häfner und seiner Heidi surfen. Marcus: Von FastBill ja. Sebastian: Genau. Für 12 Tage. Dann gehen wir nochmal nach Hongkong, unternehmen anmelden, Thailand und aber langfristig wollen wir jetzt halt im Winter vier Monate in Afrika verbringen, in Kapstadt. Und dann bin ich jetzt mal gespannt, wie das dann so ist, so nach nem Monat, wenn wir in Kapstadt gewesen sind, ob da auch eine Routine reinkommt, wie hier, oder ob wir dann die Qualität des Lebens dann auch noch ein bisschen besser ist als hier. Das wird jetzt einfach spannend, weil ich weiß, dass ich dazu neige, sobald ich meine etwas zu kennen, in diesen Trott reinfalle. Und äh, da bin ich mal gespannt, wie das dann in Zukunft… weil wir wollen ja wirklich mal länger irgendwo bleiben. Marcus: Muss ja auch irgendwie gehen oder? So nach zwei, drei Jahren muss ja auch mal Ende sein mit dem Reisen und dass man immer neue Sachen macht. Sebastian:  Also wir haben jetzt mal gesagt: Noch eine große Reise, mal schauen, wie lange die jetzt geht. Ich habe mal, so zwei Jahre haben wir mal die Auslandskrankenversicherung jetzt abgeschlossen, können sie noch auf fünf Jahre erweitern und dann sollten wir irgendwo einen Ort finden, wo wir leben wollen. Ich weiß aber, dass es nicht Deutschland sein wird. Aber Europa wäre schon ganz cool, aber mal schauen. Marcus: Ja, man weiß es nicht. Ist vielleicht spannend. Sebastian: Irgendwo, wo Sonne ist und Meer und warm , das ganze Jahr. Marcus: Ja, das ist ja irgendwie auch das geile an dem Lifestyle. Dass man eigentlich die Flexibilität hat, Pläne immer wieder umschmeißen zu können. Mal war es bei uns dann auch so. Wir wollen eine Homebase auf jedem Kontinent. Dann waren es bei uns die DNX CAMPS, wo wir dann den Anspruch hatten, auf jedem Kontinent, es wird wahrscheinlich jetzt funktionieren, weil wir gerade immer mehr Anfragen auch von anderen Coworking Spaces bekommen, ob wir nicht da mal ein Camp machen wollen, sodass wir am Anfang voll um diese Aufmerksamkeit gekämpft haben. Das wo Du meinst, dieses Marketing, da hört’s ja dann oft auf. Also wir hatten auch die Idee von den Camps und haben gedacht, die sind voll cool und dann war es halt schwer, weiter Marketing zu machen. Jetzt haben wir uns da echt reingekniet und auch viele Fotos gepostet von unserem letzten Camp in Lissabon und viele Videos aufgenommen. Aber es war harte Arbeit. Aber ich denke, es lohnt sich irgendwann am Ende des Tages auch. Man muss sich 100% committen und das haben wir zum Glück geschafft, als wir in dem Camp waren und haben uns dann die ganze Wunderlist, worüber Feli und ich uns koordinieren, und Trello leergeräumt, dass wir da nur Zeit hatten für die Teilnehmer und vielleicht einen Hauptfokus haben zu sagen, wir nehmen geile Bilder auf. Geile Fotos, wir machen Interviews mit den Participants. Wir sind für die da, wir hören denen zu, wir geben denen Feedback. Das hat uns halt komischerweise überhaupt nicht gestresst. Aber jetzt in Berlin gerade wieder, wo man sich denkt “Ach das könntest  Du noch schaffen” und kennst Du das? Man geht immer vom perfekten Tag aus und rechnet sich... Sebastian: Die wenigsten Tage sind eigentlich wirklich perfekt ne? Marcus: … und rechnet sich nie ein, dass auch mal jemand anrufen könnte, neben Dir steht oder Du doch mal schnell noch was einkaufen musst, kochen musst. Komischerweise blendet man das als Unternehmer alles aus und denkt so “Ach komm, das schaffst Du auch noch und das auch noch” und bist dann irgendwie enttäuscht, wenn Du nicht alles an dem einen Tag schaffst ne? Sebastian: Ja nee, ganz genau. Das ist bei uns haargenau so. Also heute morgen ist das beste Beispiel: Ich hatte eigentlich eine To Do Liste von hier zurück nach Marokko und ich habe zwei Punkte geschafft und dann kam halt hier ein Anruf und dann musste ich hier was koordinieren und... Marcus: ...und das habe ich noch vergessen... Sebastian: ...genau! Mein Kalender hatte sich irgendwie nicht synchronisiert und die Podcast stand da nicht drin. Also auch “Fuck!” Zum Glück, als ich jetzt rausgegangen bin war die schon da, sonst hätte ich das total vergessen gehabt. Und ja… solche Tage gibt es halt eben auch, dann ist man irgendwie nicht so produktiv, wie man gerne hätte. Marcus: Ja. Und ihr seid ja jetzt mitten im Vorgang eure Wohnung aufzulösen. Ihr seid dabei die Sachen zu verkaufen über Ebay Kleinanzeigen und Dich so komplett in Deutschland abzumelden. Wie hat da Dein Umfeld reagiert, wenn Du überhaupt noch irgendwelche Stränge zu sagen wir mal Leuten hast, die hier in Deutschland ein 9 to 5 Leben leben? Ich glaube, der Rest versteht das vielleicht mehr oder weniger oder vielleicht gerade Deine Familie, Eltern von Line, Deine Eltern? Sebastian: Also, Freunde, die 9 to 5 sind, also Bekannte aus dem alten Leben, aber aus dem Leben von vor vier Jahren, die es nicht wirklich mehr in das neue Leben geschafft haben. Dementsprechend habe ich nicht so viele. Marcus: Ja, das ist bei uns auch so. Sebastian: Dementsprechend musste ich nicht viel erklären. Da bin ich einfach weg. Und aber Familie. Es verändert sich ja eigentlich nichts. Nur weil ich keinen Wohnsitz in Berlin habe, heißt es nicht, dass ich nicht genauso oft oder sogar öfters in Deutschland bin. Weil ich habe ja immernoch diese 183 Tageregelung, ne? Und ich war die letzten drei Jahre, wenn es hinkommt, ein halbes Jahr in Deutschland. Also ständig am Anfang waren’s besonders viele Pressereisen mit dem Reiseblog und jetzt letztes Jahr waren wir halt in Neuseeland, in Australien, Bali, Thailand, ich weiß nicht, wo wir …. Hongkong, Macao… sind wir auch viel gereist. Nur zwischendurch mal ein paar Tage hier gewesen, aber - keine Ahnung - der Fakt, dass ich gesagt habe, wir melden uns ab, das ist für die meisten Leute so, das … das verstehen die nicht. Das ist für die so: Wir sind weg. Das sind wir ja gar nicht. Also wir sind ja…. Wir werden wahrscheinlich noch in der Nähe sein und keine Ahnung… Meine Familie, mit der habe ich schon geplant. Keine Ahnung, meine Eltern kommen … Also wir gehen nächste Woche nach Hannover und dann sehen wir uns im Januar in Südafrika und im März heiratet meine Cousine in Miami. Da sehen wir uns auch alle wieder und dann im Sommer sind wir sowieso in der Nähe und sehen uns die ganze Zeit. Also sehen wir uns effektiv öfters, als im letzten Jahr. Aber nur weil ich gesagt habe, ich habe dann keine Wohnung mehr in Berlin, damit haben sie alle ein Problem. Und es ist auch sehr, sehr lustig, weil meine Mutter hatte ja eigentlich genau das selbe damals gemacht. Meine Mutter ist ja nach Mallorca ausgewandert mit 20 und eigentlich nach wie vor… ich bin viel später ausgewandert. Sie hat genau das selbe gemacht, aber sie hat auch trotzdem ein großes Problem. Also, es ist vielleicht einfach der Fakt, dass man sagt, man ist ohne festen Wohnsitz und was weiß ich, aber der Rest der Familie… ja, die sind auch alle so. Die haben eine Augenbraue so hochgeschoben und sagen “Öh? Was machst Du da? Weißt Du eigentlich, was Du da tust?” Aber das gleiche haben sie auch gesagt, als ich gesagt habe, ich mache mich selbstständig. Und mittlerweile schieben sie den zweiten Satz dann immer hinterher “naja ich weiß ja, dass es keine Veränderung” und alles drum und dran und “das machst Du schon alles richtig” und so weiter und so fort. Aber Skepsis ist immer ein bisschen ein Begleiter. Und es ist aber auch okay. Ich meine, die Leute die lieben uns. Marcus: Klar! Sebastian: Wir sind denen halt viel Wert ne? Marcus: Ja, sonst würden sie ja gar nicht drauf reagieren. Sebastian: Und es wäre schlimm, glaube ich, wenn meine Mutter sagt “Alles klar Junge, dann tschüss und wir sehen uns dann irgendwann!” Also das wäre ja - weiß ich nicht - viel schlimmer, als diese Skepsis die halt einem entgegenkommt ne? Marcus: Ja, am Ende des Tages ist es glaube ich nur gut gemeint. Sebastian: Genau. Marcus: Es ist halt von deren Standpunkt aus so, die Erfahrung die sie selber haben, können sie einbringen und vielleicht würden sie es anders machen, aber ich glaube, mittlerweile sind sie auch zu sehen, dass was Du bis jetzt angegangen bist und gemacht hast, hat ja im Grunde immer funktioniert. Sebastian: Irgendwie am Ende des Tages lebe ich noch und ich kann mich selbst ernähren und es funktioniert. Und ich glaube auch… ich weiß auch, dass die meisten es genauso tun würden. Also wenn sie könnten und wenn sie nochmal in dem Alter wären, würden die auch irgendwie ihre Sachen packen und abhauen. Ganz klar. Marcus: Okay. Was motiviert Dich jeden Tag Deine Sachen zu machen? Sebastian: Mich motiviert anderen Leuten zu helfen. E-Mails zu bekommen, wo drin steht, dass mein Ebook denen unglaublich geholfen hat. Also mein Bangkok Ebook, dass wir irgendwie von einer ganz anderen Seite gesehen haben. Und die irgendwie skeptisch waren und ja total offen für’s Reisen sind. Also bei Off the Path. Das muss ich wirklich schon sehr… Oder bei Blogpreneure der Blog Camp motiviert es mich, wenn die Leute mir schreiben oder ich mich … ich treffe mich ja regelmäßig mit Leuten on the Road oder hier in Berlin. Marcus: Wie machst Du das? Machst Du dann spontane Meetups für Deine Fans? Sebastian: Spontan, auch One on Ones. Die sind auch nicht großartig irgendwo angekündigt. Wenn mir jemand schreibt und ich gerade wirklich Zeit habe, dann nehme ich mir immer gerne mal, nicht nen ganzen Tag oder nen halben Tag, sondern so 10 Minuten einen Kaffee trinken, bisschen quatschen. Marcus: Ich finde, das ist auch irgendwie sauwichtig um weiter so ein Gefühl dafür zu bekommen, wer sind eigentlich meine Zielgruppe oder wer sind die Leute? Sebastian: Genau, genau. Wer ist diese Person, die dahinter ist, weil ... Marcus: … wer kauft mein Ebook? Sebastian: Genau. Das finde ich schon sehr wichtig, dieses Persönliche zu halten und ich beantworte, obwohl ich meine 100 E-Mails oder 200 E-Mails am Tag bekomme schon noch 95% von allem persönlich. Es ist meistens immer nur ein Zweizeiler. Wenn ich - keine Ahnung - vier DIN A4 Seiten bekomme, dann bekommt er trotzdem nur drei, vier Zeilen von mir zurück “Danke, hat mich sehr gefreut, hier vielleicht noch ein kleiner Tipp…..” Also ich antworte keine DIN A4 Seite zurück, weil die Zeit mir dafür fehlt, aber es ist mir schon wichtig, dass wenn sich jemand die Zeit nimmt mir zu schreiben, dass ich mir die Zeit nehme zu antworten. Und das ist schon ein großer Motivator, diese ganzen E-Mails die ich bekomme. Ich hatte ja vorhin glaube ich schon erwähnt, also, Geld ist ein Null Motivator. Marcus: Ja ich glaube aber erstmal so bis zu einem gewissen Punkt, wo man weiß, man hat jetzt ein, zwei Jahre einen Puffer. Sebastian: Früher, klar. Also Geld war früher mein Antrieb. Das hat mich gefüttert. Also wenn ich gesehen “Boah, hier kommt Auftrag X rein” oder “Hier kauft jemand das Ebook und wenn ich so viele verkaufe, dann verkaufe ich so viel” ganz klar! Das war ein sehr, sehr starker Motivator, der sehr, sehr wichtig war, weil schon Existenzängste - besonders die ersten zwei Jahre - Alltag waren. Schlecht schlafen und alles drum und dran. Mittlerweile aber ist man halt in dieser glücklichen Position. Dass ich halt sagen kann: Geld ist es halt eben nicht. Und ich möchte Leuten helfen und das war schon immer gewesen. Heute ist dieses Helfen mir in den Vordergrund gekommen, weil halt eben dieser Geldfaktor nicht mehr so wichtig ist. Marcus: Aber wahrscheinlich auch deshalb, weil jetzt das Geld erstmal da ist, um vielleicht für ein, zwei Jahre - keine Ahnung - wo Du weißt, okay da habe ich jetzt erstmal Ruhe. Sebastian: Genau. Marcus: Und wenn es dann mal wieder knapp werden sollte, vielleicht nur noch für ein halbes Jahr reicht, dann haben wir vielleicht wieder andere Gründe. Sebastian: Also ich bin da eigentlich auch recht konservativ, was das angeht … äh Kohle. Und ich habe mir ein sehr, sehr gutes Puffer aufgebaut und zur Seite gelegt. Weil Leute immer dieses Thema, wie machst Du Altersvorsorge und so weiter und so fort. Und ich bin sehr gut aufgehoben. Ich bin jetzt gerade “nur” 26 ne? Und ähm... Marcus: Wie machst Du Altersvorsorge? Sebastian: Also ich habe jetzt erstmal einen ordentlichen Batzen bei Seite und wir kaufen jetzt demnächst halt ein schönes cooles Ding irgendwo. Ich kann Dir nicht sagen wo es ist und was es wird. Aber es wird auch so ein Business, aber Offline. Das wird auch richtig, richtig cool. Und das ist Teil meiner Altersvorsorge, ganz klar. Und weitere Businesse aufbauen. Also wir haben jetzt... Off the Path läuft sehr gut. TravelWorkLive läuft gut. Blog Camp ist noch nebenbei, das betreiben wir ja nach wie vor noch. Marcus: Wie viele Visitor hast Du auf den beiden Seiten? Sebastian: Auf Off the Path sind’s jetzt letzten Monat 87.000 gewesen. Marcus: Uniques? Sebastian: Ja. Und auf TravelWorkLive sind’s 25.000. Marcus: Cool. Sebastian: Ja, alles was ich SEO mäßig bei Off the Path falsch gemacht habe, habe ich bei TravelWorkLive richtig gemacht. Und dadurch kommen jetzt jeden Tag so 500, 600 Organic dazu. Und es wird immer jeden Tag mehr. Und das ist richtig, richtig gut. Und da laufen halt auch die Affiliate Produkte und so weiter und so fort. Da habe ich mich halt sehr gut darauf spezialisiert und das auch aufgebaut. Marcus: Da hast Du auch richtig viel Effort reingehauen. Sebastian: Ja ja richtig. Also ich habe es im November gelaunched, also vor fast genau einem Jahr, also vor 10 Monaten. Marcus: Da hattest Du ja auch diese krasse Vlog Serie angespielt. Sebastian: Genau, ich habe nach wie vor noch meinen Daily Vlog. Ne? Jeden Tag ein Video auf YouTube hochladen. Was mir keine Kohle bringt. Das bringt mir einfach nur Freude. Ich liebe es, dieses ganze Live Feedback von den Leuten zu bekommen und mit denen halt immer in Interaktion zu stehen und wirklich live mit denen zu quatschen. Deshalb liebe ich auch so Periscope. Marcus: Ja ja, jetzt wo Du es sagst, ich wollte es nämlich gerade anmachen, rede ruhig weiter. Sebastian: Ja ja, genau. Das man das Periscope macht und alles drum und dran und das ist halt richtig cool. Und ja… jetzt haben wir glaube ich, zwei Fragen so durcheinander gebracht. Also einmal die Motivation und halt eben auch die Altersvorsorge ne? Und ja, also diese verschiedenen Businesses, also Unternehmen, die wir halt führen sind ganz klar eine Altersvorsorge, aber das Ding bei einem Online Business ist halt eben so, dass Du halt nie weißt, wann Google das nächste Update rausbringt und wann Du richtig im Arsch bist ne? Und deshalb versuche ich jetzt in Zukunft halt auch ein paar andere Sachen zu machen und möchte mich halt auch auf Offline Businesses halt konzentrieren, genau. Marcus: Genau, ich kann’s nur empfehlen. Auch mal Offline ein bisschen was zu machen. Wir machen ja sehr viel im Verhältnis, oder anteilsmäßig im Vergleich zu unseren Online Sachen, wir müssen da vielleicht noch ein bisschen besser im Online und in... Sebastian: Ja, demnächst natürlich total Offline… natürlich, natürlich. Aber das funktioniert aber auch nicht ohne den Online Faktor. Marcus: Nee, auf keinen Fall. Die ganze Reichweite, die Aufmerksamkeit. Das Thema ist ja schon Online, aber das Event an sich und jetzt auch die Camps, wo manche dann auch die Augen verdreht haben, gerade diese Verfechter des passiven Einkommens sind und so sagen “Ey, das ist doch nur skalierbar, das ist doch überhaupt nicht passiv, was ihr da macht”. Aber auf der anderen Seite gibt uns das so viel Benefit und so viel Feedback von den Leuten, dass uns das dann auch wieder hilft vielleicht coole Online Projekte zu unternehmen. Sebastian: Ja, scheiß auf passives Einkommen. Nein, also ich bin da ja ganz anderer Meinung. Also ich finde passives Einkommen geil. Das habe ich mir zum Beispiel mit Blog Camp aufgebaut und wir arbeiten nicht intensiv, aber in Zukunft ein bisschen mehr an Blogpreneur. Das wird natürlich auch ein gutes…. das wird auch nie ein passives Einkommen sein, denn ich möchte ja für meine Community da sein. Und ich werde ein Forum haben und eine Facebook-Gruppe und so fort. Und da musst Du Dich mit den Leuten natürlich auseinandersetzen. Marcus: Ja absolut. 100% passiv wird auch nie funktioniert, dass selbst irgendwie eine gut rankenden Seite muss ja weiter… Sebastian: ...muss nach wie vor noch… ganz genau, ganz gemacht werden. Es geht zu einem gewissen prozentualen Anteil. Also TravelWorkLive zurzeit ist komplett passiv. Und das sind 1.000,00 Euro, die ich jetzt jeden Monat habe, die mehr oder weniger passiv sind, weil ich jetzt seit zwei Monaten eigentlich schon wieder nichts gemacht habe. Marcus: Keinen Beitrag mehr geschrieben. Sebastian: Keinen Beitrag mehr geschrieben habe und nichts und trotzdem kommt nach wie vor Traffic und so weiter und so fort. Aber ich werde wieder etwas machen müssen, gar keine Frage! Aber, deshalb bin ich auch kein Freund von passiven Einkommen und ich mag das Wort auch nicht, weil ich gerne für mein Geld arbeite. Und ich sehr, sehr gerne mit den Menschen zusammen arbeite. Das ist auch der Grund warum ich Coachings anbiete. Mein Mentoren Programm, wo ich zwei Leute im Monat drin habe. Wo ich immer so regelmäßig mit denen Skype. Das ist auch der Grund, warum ich Masterminds gerne organisiere oder Retreats wieder mal halt auch Bali und wir wollten eigentlich auch eins in Kapstadt machen. Das schaffen wir aus Zeitgründen nicht. Aber ich möchte mit den Leuten arbeiten. Das ist mir wichtig den Leuten halt zu helfen und sie weiter zu bringen und deshalb... Marcus: Deshalb kann ich Dich da nur motivieren und unterstützen, das auf jeden Fall so weiter zu machen. Wir haben es jetzt selber in Lissabon erlebt. Wir hatten 17 DNX CAMP Teilnehmer und wir waren einfach so happy zu sehen, was für nette, freundliche, positive Menschen unsere Zielgruppe sind, was einen dann auch wieder motiviert hat “Ey, eigentlich machen wir schon wahrscheinlich coole Sachen für die Leute und ziehen auch die richtigen Leute an”. Und manchmal vergisst man das so ein bisschen und verliert dafür so den Blick. Sebastian: Spätestens wenn der erste negative Kommentar reinkommt. Dann denkt man sich so “Oh, sind die alles so?” Marcus: Ja, “sind die alle so schlimm und schrecklich” Und irgendwie “verstehen die nicht, das was Du hier eigentlich rüberbringen willst im Way of Life” und dann hast Du aber wirklich so 17 super geile Menschen um Dich rum, die dann von selbst so motiviert sind, eigene Workshops zu machen. Breakout Sessions in einem Park oder Masterminds oder Ausflüge organisieren und am Ende ist es fast wieder so, “eskaliert” wie auf einer normalen DNX, dass keiner mehr zur Ruhe gekommen ist, weil so viel angeboten wurde und gemacht wurde und natürlich niemand irgendwie was verpassen möchte, waren die Leute fast so ein bisschen, ja nicht gestresst aber positiv gestresst, sodass sie danach erstmal durchatmen mussten. Aber egal, ich meine dafür steht dann aber auch so ein bisschen DNX. Wir wollen immer ein bisschen mehr geben als dass wir vorher versprechen. Meistens wollen wir dann zu viel und zu gut sein und so viel geben, dass oft im Feedback dann auch steht “Leute macht mal irgendwie einen Gang zurück und das würde für uns auch reichen”. Sebastian: Ja ja, ich bin auch ein ganz großer Verfechter von under promise, overdelivery. Marcus: Das ist schon cool. Nee, das ist wichtig, dass man da an der Zielgruppe dran bleibt. Ja, kommen wir jetzt langsam zum Ende. Du sagtest, das Design Off the Path steht gerade ganz oben auf Deiner Prio-Liste. TravelWorkLive müsstest Du mal wieder was machen. Wonach gehst Du da? Ist das ein Gut Feeling oder Dein Bauchgefühl? Wo müsste, hätte, würde man wieder was tun können? Oder ist es dann so ein Springen, wenn dann eine Anfrage von Google kommt über Off the Path, dass Du dann denkst “Boah, eigentlich ist der Blog voll geil, lass uns mal wieder mehr mit Off the Path machen um noch mehr Speaker Anfragen zu bekommen”? Sebastian: Ja, das ist eine sehr berechtigte Frage. Also wir haben mittlerweile eine Prioritätenliste. Off the Path ist unser Hauptunternehmen. Das ist unsere Nummer 1. Da haben wir auch eine Struktur mittlerweile reingebracht. Auch in den letzten zwei Monaten. Aber da ist für die nächsten 12 Monate richtig gut getaktet, an welchem Tag was gemacht wird. Wir arbeiten auch schon so zwei, drei Monate vor. Marcus: Bis auf welches Metalevel, dann geht der Newsletter raus, dann muss der Content geschrieben sein. Sebastian: Dann ja, also der Newsletter… den planen wir nicht ein. Das wird immer so einmal die Woche, da schreibe ich einen Newsletter, aber wir schreiben heute für in zwei Monaten.   Marcus: Mh cool. Sebastian: Das ist schon sehr wichtig. Oder wir wissen zumindest, wir haben einen Historial Plan für zwei Monate, sagen wir mal so. Und wir haben den Content für drei, vier Wochen schon fertig. Ab und zu schieben wir noch einen rein und schieben ein bisschen rum, aber wir haben die Struktur. Die haben wir auch erst, seitdem wir jetzt Nina mit im Team haben, weil ich gesagt habe: Jetzt haben wir auch ein neues Teammitglied und da müssen wir Struktur reinbringen. Also ich alleine kann unstrukturiert mit mir arbeiten. Aber das heißt nicht, dass eine fremde Person quasi mit meiner Unstrukturiertheit und meiner Spontaneität arbeiten kann. Und dementsprechend habe ich mich dazu gezwungen, alles aufgesetzt, wir haben ein richtig gutes System mit Trello, Evernote und Slack aufgebaut für die Teamkommunikation. Und das funktioniert jetzt auch richtig gut. Da musste ich nicht mehr so viel machen und mehr eingreifen. Jeder weiß, worin er gut ist und was er machen muss. Und da gibt es wenige Diskussionen. Das ist super. Marcus: Ihr arbeitet jetzt auch immer, wenn ihr in Berlin seid, eng mit Nina zusammen ne? Jetzt gerade ist sie auch hier. Sebastian: Genau, also wenn wir in Berlin sind, dann sitzen wir quasi die ganze Zeit zusammen. Also wir sind jetzt noch bis nächste Woche Mittwoch, also wir sind jetzt noch zehn Tage da. Das heißt wir sitzen hier jeden Tag zusammen. Und da wird dann gearbeitet und da wird strukturiert gearbeitet. Und wenn wir dann getrennt sind, ist es natürlich echt schwer da diese Motivation beizubehalten und alles drum und dran. Aber das funktioniert ganz gut. Wir waren ja jetzt letzte Woche in Marokko, auch mit ihr. Wir haben sie halt auch mitgenommen, wir haben das ganze Team quasi mitgenommen. Was auch für’s Teambonding richtig gut war und wichtig. Also um nochmal eigentlich zurück zur ersten Frage, das ist die Priorität Off the Path. TravelWorkLive ist so ein bisschen in den Hintergrund geschoben worden, weil wir uns halt eben da auf diesen Blog so sehr konzentrieren und ich wenig Zeit habe zurzeit, um mich da intensiv drum zu kümmern. Hier und da mache ich mal was, aber kann man erstmal getrost ignorieren und zur Seite legen. Da wird bestimmt irgendwann wieder etwas kommen und auch wieder viel. Aber dafür muss ich vorarbeiten. Und dann habe ich ja auch noch den Daily Vlog. Der Teil von beiden Blogs eigentlich ist. Er sollte mal für TravelWorkLive sein, aber mittlerweile ist er Teil für Off the Path. Marcus: Auf Deutsch oder Englisch. Sebastian: Auf Deutsch. Marcus: Deutsch. Da bist Du aber wieder täglich dran jetzt? Sebastian: Da bin ich täglich dran. Da mache ich jetzt seit 240 Tagen jeden Tag einen Vlog von meinem Leben. Wie wir gerade eben auch so immer so “Ah jetzt mache ich einen Podcast mit Marcus” und alles drum und dran. Und das macht richtig Spaß. Also es ist…. Marcus: Den schneidest Du auch selber? Sebastian: Den schneide ich auch selber jeden Abend. Ich brauche dafür ungefähr so, je nach Länge, zwischen 30 und 45 Minuten. Marcus: Wie lange hast Du für Deine ersten fünf Vlogs gebraucht? Sebastian: Ja ja, also ich glaube ganz am Anfang habe ich über eine Stunde gebraucht. Ich habe es runter auf einen Durchschnitt von 35 Minuten pro Episode, was okay ist. Also eine halbe Stunde jeden Tag finde ich immer Zeit um das zu schneiden. Und dann haben wir natürlich noch ein paar einzelne Projekte. Ich habe den Survey Lead Generator, wo ich gerade quasi einen Relaunch ein bisschen vorbereite. Ich habe den ganz neu programmieren lassen mit Klick Tip Integration. Das kommt irgendwann. Ich habe es fertig. Ich habe noch keine Zeit gehabt, mich da intensiv zu kümmern. Das ist halt einfach so ein Projekt, das liegt fertig da. Die neue Version ist da, aber ich konnte es noch nicht kommunizieren. Also das sollte irgendwann langsam an Prio gewinnen. Marcus: Irgendwann dann. Sebastian: Genau. Aber das dauert noch. Und dann habe ich noch Support Camp, wo wir für November einen Relaunch planen, was sehr gut läuft. Das ist richtig gut optimiert und läuft mehr oder weniger automatisch, weil ich ein ganz gutes Team dahinter habe. Ich habe jetzt den Martin, der ist neu mit dabei, der die Programmierung und den Support macht. Und ich kümmere mich hier und da noch für das Marketing. Und ja, das funktioniert. Und dann haben wir noch Blogpreneur irgendwann und noch ein neues Projekt, was wir gerade planen. Und da aber, die gewinnen dann irgendwann so ein bisschen an Priorität, sobald ich mich aus Off the Path halt ein bisschen rausnehmen kann und ein bisschen mehr Zeit habe. Marcus: Ja. Sebastian: Ich versuche jetzt da wirklich nicht mehr so viel zu arbeiten und meine Zeit entsprechend einzuteilen. Denn wenn wir jetzt ab in zwei Wochen halt auch wieder mehr oder weniger auf “Weltreise” gehen, diese verschiedenen Länder und Afrika so lange und so weiter und so fort, will man natürlich auch Zeit haben, etwas zu sehen. Und dann muss ich mich dann quasi aus Off the Path ein bisschen rausnehmen, um dann halt mehr Zeit für andere Sachen zu haben. Marcus: Ja cool. Ich merke, euch wird nicht langweilig, auf keinen Fall. Sebastian: Wir haben ja noch Kultreiter, das ist der Blog von Line. Den betreiben wir ja auch noch. Der muss ja auch noch jeden Monat mit drei, vier Beiträgen gefüttert werden. Marcus: Ja, aber da bleibt ihr dran. Und das macht Line auch noch sehr viel Spaß. Sebastian: Du, das ist mittlerweile einer der größten Reitblogs Deutschlands. Innerhalb von einem Jahr hat sie es geschafft da echt krass was aufzubauen. Der hat auch irgendwie so 50.000 Uniques im Monat und alles drum und dran. Und bringt auch ordentlich Einnahmen. Die Pferdeleute sind echt verrückt, wie sie auch in ihrem Engagement und alles drum und dran nochmal viel toller eigentlich, als andere Nischen. Richtig cool. Und ja… also wie Du gerade sagtest: Uns wird nicht langweilig. Wir haben einiges zu tun. Marcus: Okay cool. Und an dem Kultreiter bist Du dann auch beteiligt bei Line? Oder hilft sie bei euch und den neuen Projekten? Sebastian: Ja, also ich bin da jetzt nicht so dran beteiligt. Also das ist schon ihr Ding. Ich verstehe davon nicht viel. Ich bin in dem Sinne dran beteiligt, dass ich halt immer sage, “Du musst das jetzt so und so machen” und “wir müssen jetzt hier Optin und hier einen Freebie halt erstellen, damit wir halt ein bisschen die E-Mail Liste steigern können”. Aber was die Inhalte und so weiter angeht, da würde ich niemals was zu sagen, weil ich mich einfach nicht mit Pferden so gut auskenne oder gar nicht auskenne. Marcus: Dafür bei anderen Sachen um so mehr. Sebastian: Genau. Marcus: Ja, Sebastian, vielen Dank für Deine Zeit. Sebastian: Ich danke Dir! Marcus: Und wir hören und sehen uns bestimmt immer mal wieder überall auf der Welt. Sebastian: Ganz genau. Weil man sieht sich ja immer entweder hier oder auf Bali oder Südafrika, Bangkok - auf der DNX in Bangkok. (beide lachen) Marcus: Ah ja! Alles klar, bis dann! Ciao! Sebastian: Tschüss! Yeah, das war eine weitere Folge der LIFE HACKZ Show. Diesmal Live produziert in der Blogfabrik in Berlin Kreuzberg. Die Blogfabrik ist ein neues Projekt. Ich glaube das läuft erst seit drei oder vier Wochen, in dem verschiedene Content Creators im weitesten Sinne, sprich: Blogger, Autoren, Publisher, Podcaster zusammen kommen und zusammen Coworken. Das ganze funktioniert aber eher als Verein oder quasi geschlossener Verbund oder Mitglieder, die dort zusammenkommen. Also es ist nicht offen für jeden zugänglich. Man muss aufgenommen werden. Und der Deal ist, dass man eine bestimmte Anzahl von Artikeln oder Content pro Monat produziert für das Blogfabrik Magazin und dann dort quasi seinen Platz in dem Coworking Space oder Office hat. Auf jeden Fall super cool. Sehr nett eingerichtet, nette, freundliche Menschen. Der Sebastian ist hier noch bevor er das nächste Mal wieder nach Thailand losfliegt und ja… ich hoffe, euch hat die Folge gefallen. Wenn ja, und ihr sagt, ihr möchtet auch gerne mal was zurückgeben für den kostenlosen Content, den ich hier über den Podcast raushaue, dann lege ich euch unsere Charity Aktion ans Herz unter www.lifehackz.de/charity, mit der wir Straßenkinder in Salvador de Bahia unterstützen. Vielen Dank und Peace Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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Sep 28, 2015

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Interview mit Joe Görbert von BrainHive Ethical Marketing

Hey Leute, hier ist LIFE HACKZ und hier ist euer Gastgeber Marcus Meurer. Diesmal wieder life aus Berlin. Wir sind zurück, nachdem wir jetzt in oder auf Mallorca und in Portugal unterwegs gewesen sind, sind wir jetzt hier in Berlin in ner Airbnb Wohnung und bereiten die nächste DNX Konferenz vor. Mein heutiger Gast ist ein mega spannender Typ, der ein Teilnehmer bei uns im DNX CAMP gewesen ist, der Joe Görbert und ich habe mir immer gedacht: Wie macht der das? Wie kann man so viel Energie haben, so viel Power und so wenig schlafen? Und das war Grund genug, den alten Businessplan-Ghostwriter mal vor’s Mikro zu holen und mit ihm über Polyphasenschlaf zu reden, über Energiesnacking. Was ist gut, günstig und auch praktisch für unterwegs, wenn man sich fit halten will. Er hat über Vitalessenz konservieren gesprochen, was, ich glaube, für einige Leute von euch mega spannend sein kann. Wir haben über Genussgifte und andere Substanzen wie Alkohol, Koffein, Taurin, Kokain, Amphetamine, Ecstasy, etc. pp. gesprochen. Was man da vielleicht auch präventiv machen könnte, um sich mal auf so einen Exzess vorzubereiten, wenn es denn mal sein muss. Und er hat uns verraten, wie er es macht, seine Gedanken zu beherrschen. Und welche kleinen Tricks man aus dem selben Bereich noch anwenden kann. Das ganze klingt jetzt ziemlich esoterisch oder spirituell, ist es aber überhaupt nicht. Die Infos sind mega hands-on und auch für mich total augenöffnend, will ich fast sagen, gewesen und hat mich echt in vielen Bereichen auch zum Nachdenken gebracht. Von daher: Ihr könnt euch auf die Folge freuen. Bevor ich euch jetzt in die Folge entlasse, möchte ich kurz auf unsere Charity-Aktion hinweisen, die Feli und ich mit dem heutigen Tag, am 28. September starten. Heute ist Felis Geburtstag. Wir fahren von Europa nach Brasilien und möchten, wenn wir in Brasilien sind, das zum Anlass nehmen, Straßenkinder aus Bahia zu unterstützen. Checkt unsere Aktion aus unter www.lifehackz.de/charity. Jeder Euro hilft. Wir würden uns total freuen und jetzt viel Spaß mit der Folge mit Joe!

In dieser Folge lernst du:

1. Polyphasenschlaf: Was ist das und wie mache ich das? - Schlafdefizite mit Power Napping kompensieren - Auf Wunsch einschlafen: Mindfulness Meditation - Kommentar zur extremsten Form des PPS: Die Übermensch Challenge

2. Energie-Snacking: Was ist günstig, gesund & praktisch? - 6 Lebensmittel, die perfekt zum Snacking taugen (Rohe Erdnüsse, Apfel, Falafel/Hülsenfrucht-Salgados, Melone --> Messer dabeihaben, Nussmus-Haferkeks, gebackene Kürbisstücke) - Der Kohlenhydrat-Komplott und was dieser mit uns macht - Praktische Beispiele, wann man was und wie mitnimmt - Kommentar zum ultimativen Powerdrink --> Ingwer-Grüntee extrakt mit Zitrone

3. Thema Vitalessenz konservieren- Tantrismus und Retention. - Kurzer Kommentar zum Buch "Tao of Health, Sex and Longevity" von D.P. Reid  - Techniken der Ejakulationskontrolle - Techniken des Verschließens des "Tor des Lebens" zur punktuellen Auslösung von Energieschüben

4. Über den Konsum von Genussgiften und anderen Substanzen. - Die krassesten Energiekiller-Substanzen: THC, Alkohol, Koffein, Taurin, Kokain, Amphetamine und Ecstasy - Leberkur, Elektrolyt- & Wasserhaushaltsmanagement zur Verringerung negativer Substanzkonsumeffekten

5. Gedankenbeherrschung und sonstige Zen-Tricks. - Die destruktive Wirkung des permanenten inneren Dialogs - 3 Visualisierungen, die sofort den Kopf klären - Die Kryas - Die Bandas - 5 Bushaltestellenübungen, die deine Energiekanäle durchpusten  

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

BrainHive Ethical Marketing

Facebook Joe Görbert

Solreign

LifeHackz Charity Aktion

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"]   Marcus: Jo hi Leute! Willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ. Und ich bin super happy, dass ich hier mit dem Joe, ein Teilnehmer von unserem DNX CAMP in Lissabon, zusammensitze. Hi Joe, cool dass Du am Start bist! Joe: Ja hi Marcus! Marcus: Joe ist ein absoluter Life Hacker, deshalb passt er perfekt auf den Podcast hier drauf. Und wir sind gerade an Tag 9, glaube ich, von unserem 10-tägigen Camp und ich kenne keinen, der so viel Energie Tag für Tag an den Tag legt und nichts auslässt und immer guter Laune ist und trotzdem hellwach. Und die meisten Leute fragen sich auch: Wie macht der Typ das? Und wann schläft der überhaupt mal? Und von daher, sag mal, was sind so Deine besten Hackz, um so energiegeladen zu sein, wie Du bist? Und vielleicht steigen wir gerade mal mit dem Thema Schlafen ein, wenn Du Bock hast. Joe: Genau Marcus, also ähm, ich habe ein paar Themen mir zusammengeschrieben und das Erste, worüber ich sprechen würde, wäre der Polyphasenschlaf eben. Viele von uns haben ja das Problem, gerade wenn sie unterwegs sind und traveln, dass sie halt nicht sehr viel schlafen. Dass sie eher mal Party machen und dann am nächsten Tag gleich schon Action. Und oft sind sie auch in nem Hostel, wo man vielleicht auch gar nicht so viel schlafen kann einfach, weil immer Leute kommen und früh raus und hier und da und Ausflüge… Und ähm, der Polyphasenschlaf ist sehr interessant. Also es gibt manche Leute, die das richtig auf die Spitze treiben mit der bekannten Übermensch Challenge. Dass sie nur noch zwei Stunden am Tag schlafen. Und wie das funktioniert, ist einfach so, dass viele von uns, die eben den Monophasenschlaf benutzen, dass die eigentlich in Wirklichkeit nicht so tief schlafen dabei, dass das Brain also immernoch wach ist und Dinge verarbeitet. Und jemand, der seinen Körper trainiert für den Polyphasenschlaf, es gibt übrigens auch Biphasenschlaf und andere Schlafarten, dass der einfach ausgeruhter ist, weil er direkt einpennt. Marcus: Das heißt, wenn ich jetzt abends meistens so gegen 23:00 Uhr oder 0:00 Uhr ins Bett gehe und morgens dann um 6:00 Uhr oder 7:00 Uhr aufstehe, dann bin ich ein Monophasenschlaf...Schläfer oder? Joe: Genau, das wäre der typische Monophasenschlaf. Marcus: Okay. Ich glaube, ich hatte auch mal ne App installiert, wo Du dann genau sehen konntest, wo dann glaube ich, die Tiefschlafphasen waren, wo man dann unruhiger war und wo man dann in diesen REM Modus reingekommen ist und wo gerade nicht. Und der Ansatz bei Dir ist jetzt glaube ich, in dem Prinzip was Du gerade machst, dass dann in verschiedene Phasen zu splitten und nur diese wichtigste, diese Tiefschlafphase mitzunehmen oder? Joe: Genau, genau. Also was ich die meiste Zeit mache ist eben, dass ich drei, vier Stunden schlafe und dass ich dann, wenn ich während des Tages arbeite und wenn ich merke, dass ich müde werde, dass ich mir einfach eine Schlafbrille überziehe und mir Stöpsel ins Ohr stecke und dass ich mich dann in so eine Art Kurzmeditation begebe. Darüber wollte ich auch noch kurz sprechen, weil viele von uns haben halt das Problem, dass sie nicht auf Wunsch einschlafen können. Dass das Brain dann einfach weiter noch irgendwelche Gedanken spinnt und dass man dann quasi in seinem Bett liegt und nicht abschalten kann. Was ich einfach mache ist, dass ich mich auf mein Bett lege, Augen zu, Schlafbrille, Stöpsel rein und dass ich dann verschiedene Übungen durchgehe. Also ich beginne dann mit so einer Visualisierung, dass ich mir einen Ventilator in den Kopf visualisiere, der meine Gedanken so nach hinten raus pustet. Ja, so blöd sich das anhört. Aber … Als nächstes dann kommt eine Atmung von 10 nach 1 jedes Mal beim Ausatmen, 1 nach unten zählen und immer versuchen… also… Zum Beispiel: 10 nach unten zählen und jedes Mal länger ausatmen und es doppelt so lange ausatmen wie man einatmet. Und sich dann wirklich voll und ganz auf die Atmung konzentrieren. Und dann, was man noch zusätzlich machen kann, wenn trotzdem Gedanken hochkommen ist, ich sage euch einfach die mächtigste Übung - es gibt verschiedene Übungen, die man machen kann - ist dass man alle Gedanken sich wie so ein Universum vorstellt und jeder einzelne Gedanke ist quasi ein Stern in diesem Universum. Und in der Mitte ist eine Sonne ja? Und die Sterne poppen halt so auf ja - verschiedene Gedanken. Man hat vielleicht auch Themen, die man bewusst ansteuern kann. Zum Beispiel Partnerschaft, Karriere, Konflikte, Ziele, Träume, Wünsche, Ängste, Dinge für die man sich möglicherweise auch schämt oder so. Also Dinge, die quasi negativ ankern, weil die sind sehr stark. Und dann, wenn man denkt, dass man sein Universum abgesteckt hat. Das es wirklich jetzt zu 90% Sachen sind, die einen am meisten beschäftigen, dass man diese Sterne einfach in diese Sonne hineinvisualisiert. Die Sonne zieht quasi alles zusammen, öffnet sich am Ende und verschluckt alles und wird dann schwarz und zu einem schwarzen Loch. Und möglicherweise ist man dann schon echt müde. Also sowieso, weil man hat ja nur drei Stunden geschlafen und vorher natürlich den Wecker gestellt, auf 20 Minuten. Also 20 Minuten ist das ideale Powernapping-Zeit, wenn man schon 30 oder 40 Minuten macht, dann tendiert man dazu zu lange zu schlafen ne? Und dann hat man wieder das Problem, dass der Schlaf nicht so geil ist, wie er eigentlich sein könnte, so energetisierend. Marcus: Also das heißt, Du fällst mittlerweile dann relativ schnell in den Schlaf, wenn Du Visualisierungen und die Übungen machst und stellst Dir den Wecker, sodass Du mit Visualisierung am Anfang nach 20 Minuten wieder aufstehst? Joe: Korrekt, ja genau. Marcus: Und kann man das trainieren? Würdest Du sagen, Dir fällt es mittlerweile leichter dann direkt in den Schlaf zu fallen. Das heißt, der Körper rafft schon: Okay cool, jetzt endlich kann ich mal wieder 20 Minuten runterfahren. Dass das dann schneller geht als am Anfang? Joe: Völlig korrekt. Also das was quasi das Brain wach hält, das sind die … das ist so ein Zeigarnik Effekt, also Unvollständigkeiten ja? Es kann sein, dass man am Tag irgendwie einen Konflikt hatte mit jemandem oder dass man irgendwie Angst hat, was vergessen zu haben. Und deshalb ist es geil, wenn man zum Beispiel die ganze Zeit To Do Listen auch macht. Und es ist geil, wenn man quasi seine Energiezentren im Körper, also “Chakren” reinigt, sodass negative Energien nicht so wirklich reinkommen. Zum Beispiel, dass man sich klarmacht: Okay, dieser Typ hat mich jetzt angepflaumt, aber in Wirklichkeit beschäftigt mich das, weil ich mich schuldig fühle. Dass der vielleicht irgendwie recht hat. Und jetzt jemand, der sich selbst gut verzeihen kann, der quasi schon spirituell so ein bisschen vorangeschritten ist, der verzeiht sich das dann einfacht, verzeiht ihm und pennt dann einfach. Marcus: Ja, echt mega krass! Ich habe, glaube ich, das erste Mal auf dem Blog oder auf dem Podcast von Tim Ferris da gehört, als der den Matt Mullenweg zu Gast hatte, den Gründer von Automattic, die größte Firma, die hinter Wordpress steht, und war damals schon mega fasziniert. Hab dann mal im Kopf ein bisschen durchgespielt, ob das noch ne Option für mich sein könnte, und hab’s dann ehrlich gesagt relativ schnell wieder verworfen, weil ich glaube, das wird wahrscheinlich auch der Knackpunkt für die meisten Menschen sein. Das ist schon eine Umstellung im “normalen Leben” oder “Tagesablauf” oder? Wie machst Du das? Joe: Ja, also ich glaube, es fällt halt alles zusammen. Wenn man zum Beispiel jetzt besonders viele Genussgifte konsumiert oder wenn man andere Dinge tut, die dem Körper nicht so helfen, jetzt zum Beispiel keinen Sport treibt oder so etwas. Es ist schwerer einzuschlafen. Es ist das Leichteste, wenn man den ganzen Tag an der frischen Luft war oder wenn man einfach das Energietief auch nutzt, zum Beispiel am Nachmittag. Das kann richtig geil sein, wenn man jetzt irgendwie um 15:00 Uhr oder 16:00 Uhr beim Lesen von irgendwelchen Blogartikeln oder beim Schreiben merkt “Aha, ich werde langsam müde”. Und dann ist es so schön einfach. Also das können wir machen, weil wir halt Webworker sind, aber manch andere können es vielleicht nicht so gut machen, ist, dass man sich einfach zurückzieht, alles dunkel macht, sich ein bisschen hinlegt und dann einfach 20 Minuten schläft. Und dann muss man aber auch so viel Disziplin haben, dann aufzustehen. Zur Not möglichst irgendwelche Sachen machen, die den Blutdruck wieder nach oben treiben und sich dann wieder diszipliniert an die Arbeit begibt. Marcus: Und wie machst Du das dann in der Nacht, wenn’s dann zwischen 1:00 Uhr und 6:00 Uhr oder 1:00 Uhr und 7:00 Uhr… bist Du dann weiter produktiv oder arbeitest bis dann wieder der nächst Schlaf-Cycle ansteht und nach wieviel Stunden steht bei Dir immer ein Cycle an? Joe: Also jetzt war es ja hier während den Camps so, dass wir meistens erst so um 3:00 Uhr oder 4:00 Uhr überhaupt schlafen gegangen sind. Aber ich arbeite dann einfach solange ich Power habe. Und wenn ich echt keinen Bock mehr habe zu arbeiten und ich aber trotzdem noch nicht müde bin, dann lese ich was. Oder was ich dann noch mache ist vielleicht noch ein bisschen Yoga, noch vielleicht irgendwelche Planking oder eben Bodyweight Übungen, wenn ich noch Power habe. Und dann einfach Meditation und dann irgendwann penne ich schon ein. Und ansonsten wurde auch bewiesen, dass eine Meditation Schlaf ersetzen kann. Das heißt, wenn ich echt genervt bin, dass ich nicht einschlafe, dann versuche ich dieses Gefühl gar nicht so richtig aufkommen zu lassen, sondern versuche das wieder in der Meditation zu versenken, weil ich einfach weiß, dass wenn ich jetzt einfach meditiere, ruhig bin, die Muskeln entspanne, dass es quasi fast genauso gut ist, wie der Schlaf. Und dann bin ich nicht so gestresst, weil das ist das Schlimmste. Wenn man dann genervt ist und “scheiße, scheiße, scheiße… Ich muss morgen so viel erledigen. Warum schlafe ich nicht ein, warum schlafe ich nicht ein?!” Und dann die Mühle, die dreht sich. Und die Mühle - Achtung! - ist wie eine Wassermühle. Das heißt, wenn Du ein bisschen Wasser drauf gießt, dann fängt sie schon an zu drehen und das Momentum fängt an. Und dann diese ganzen Übungen, die man vorher gemacht hat, die verpuffen. Die Wirkung verpufft. Also sobald die merkt, dass die Mühle sich anfängt zu drehen, visualiert den Ventilator, der das ganze Wasser aus der Mühle rauspustet und die Mühle steht still. Und diese innere Stille ist auch wirklich sehr magisch. Also, solltet ihr zu den wenigen gehören, die es schaffen, die innere Stille, also die Abwesenheit von sämtlichem inneren Dialog über einige Minuten zu halten, dann fallt ihr sowieso in so eine meditative Ekstase, die auch beschrieben wurde von Eckhart Tolle “The Power of now” oder von Carlos Castaneda “Das Wirken der Unendlichkeit” oder diese ganzen anderen Gurus. Oder Lao Tse, die alle diese innere Stille, die unglaublich energetisierend ist ne? Die schafft so richtig allignment von der Krone des Kopfes bis zum Perineum - wie heißt das auf Deutsch? also so dieses unterste Chakra. Und ihr merkt so richtig, wie es so in euch auf hallt und das lustige ist, man kann es richtig spüren im Körper. Also der Darm fängt dann so an zu gluckern und so und irgendwie… seine eigene Atmung hört man so… man driftet dann weg und manch andere würden dann in nem luziden Traum fallen oder würden irgendwelche halluzinogenen Bilder bekommen, eben die Abwesenheit von Reizen in dem Moment. Das Brain fängt dann an, so fantastische Dinge zu spinnen und es ist ganz, ganz faszinierend. Man sieht dann Tiere, total abgefahren… Total abgefahrenen Tiere oder… also ich meine, das kann man ausprobieren, wenn man einfach Schlafentzug macht. Einfach mal zwei Tage nicht pennen und dann sich in eine ruhige Zone zu begeben ohne zu schlafen und ohne natürlich irgendwie Taurin oder Koffein oder so was zu sich zu nehmen. Und dann einfach mal zu gucken, was das Brain mit einem macht. Und es echt abgefahren so.   Marcus: Krass, also mega krass, mega faszinierend, finde ich! Was genau ist die Übermensch oder Überchallenge in dem Zusammenhang mit Polyphasenschlaf? Joe: Also die Übermensch Challenge ist so das Extremste, was man machen kann. Das ist, dass man nur noch zwei Stunden wirklich am Tag schläft. Und zwar in Blöcken von 20 Minuten, alle vier Stunden. Und da braucht man eben mindestens zwei Monate, dass man da reinkommt. Und es ist für den Körper unglaublich anstrengend. Also, wenn man das nicht durchzieht, nicht die Disziplin hat, dann schadet man sich damit. Man muss das wirklich einmal durchziehen und dann hat man aber echt Gold, weil man muss überlegen, wieviel Schlaf man spart. Also das sind 100 Tage pro Jahr, fast schon, die man spart und die man produktiv sein kann. Und ich kenne einen, der das macht. Ein Kumpel von mir. Und der ist immer in so einer Art High irgendwie. Also der ist die ersten zwei Monate total erledigt, oder war er erledigt und ist dann aber echt so… ey der pennt und dann hat er wieder Power. Und man muss aber auch aufpassen auf sein Skelett. Weil natürlich das Liegen verlängert auch die Wirbelsäule. Und wenn man diese faxen macht und dann die ganze Zeit aktiv ist und Übungen macht usw., dann schadet man möglicherweise seinen Muskel- und Skelettapparat, sofern man nicht Entspannungsübungen auch macht. Also Yoga, Meditation oder am besten ist das Suspension Yoga. Also wo man sich dann irgendwo hinhängt und dann die Wirbelsäule einfach strecken lässt von der Schwerkraft. Marcus: Krass, krass, krass! Kann ich dazu nur sagen. Und mega spannend. Wieviele Stunden Schlaf hast Du denn im Schnitt pro Tag? Joe: Ich dürfte so, während eben diesen Belastungsphasen, wie hier im DNX CAMP, dürfte ich so bei vier, fünf Stunden maximal sein. Und dann ja… jetzt am Wochenende haben wir ja quasi drei, vier Tage eigentlich fast durchgemacht. Also in diesen drei, vier Tagen war ich wohl bei so drei, dreieinhalb Stunden und dann jeweils zwei Nickerchen von 20 Minuten am Tag. Marcus: Wahnsinn! Und ich kann ja jetzt den Zuhörern bestätigen, Du sitzt ja neben mir hier. Ich habe Dich gesehen die ganzen Tage. Du bist jetzt irgendwie nicht völlig fertig und groggy und hast mega Augenringe und siehst aus, wie ein Zombie, sondern ganz im Gegenteil. Irgendwie Du bist immer der Erste, der unten vor der Tür steht und sagt “Wann geht’s weiter? Wo geht’s hin? Ich bin fit” und auch immer super prepaired ist. Also wenn wir unterwegs sind und jetzt dann surfen waren, nehme ich mir immer vor, ich hole mir ein paar Snacks oder irgendetwas zu essen für danach, weil ich weiß, wie teuer das dann an der Beach Bar ist und vergesse das dann immer. Aber Du hast immer in Deinen Taschen irgendwelche Nüsse oder Snacks oder Power Energy Booster, was auch immer. Das würde mich jetzt auch mal interessieren: Was genau sollte man da beachten und wie schafft man’s dann auch günstig irgendwie sein Energielevel hochzuhalten mit der Hilfe von Nahrungsmitteln? Joe: Genau, also das finde ich ganz wichtig. Das ist quasi der nächste Baustein so, für dieses Energiehaben andauernd. Also das eine Thema ist Schlaf, das andere ist, dass man eben seinem Körper quasi eine ständige Zufuhr an kleineren Einheiten von Nahrung eben gönnt. Und das sollte man halt so kombinieren, dass der Körper es auch perfekt verwerten kann. Also ich habe in meinen Taschen meistens Erdnüsse und da nehme ich so rohe Erdnüsse, die ich hier vom Markt kaufe. Fast für’n Appel und ein Ei. Marcus: Genau. Gesalzene? Joe: Ja. Also man kann auch gesalzen und geröstet. Die sind meistens leider mit Sonnenblumenöl eben geröstet. Und dieses Öl ist eben nicht so gut verwertbar für den Körper. Da darf man vielleicht auf den Geschmack jetzt nicht so übertrieben achten. Es ist auch so, wenn man lange Zeit eben auf salziges und pikantes verzichtet, dass die Geschmacksknospen dann einfach stärker aufwachen und dann… zum Beispiel die Erdnüsse, wenn ich richtig bewusst die esse, dann schmeckt es fast wie Pinienkerne. Also besonders diese rohen halt. Da ist so was fein Nussiges irgendwie. Das macht mir echt Spaß. Und ja, andere Sachen, die man so dabei haben kann - abgesehen von eigentlich allen Nüssen, also auch Cashewkerne oder so sind ganz genial - da nehme ich aber zum Beispiel von den rohen Abstand. Einfach weil die irgendwie zu …. also die führen irgendwie zu Gas im Magen und so. Marcus: Ja Blähungen. Joe: Ja genau. Hart gekochte Eier sind echt geil. Einfach drei hartgekochte Eier dabei haben, wenn man zum Surfen geht. Äpfel… ähm, es gab mal ne Zeit, da habe ich immer so riesen Falafel dabei gehabt, die noch so mit Käse gefüllt waren. Ist auch geil. Tendenziell soll man eigentlich Kohlenhydrate und Proteine nicht mischen. Das kann der Körper schlecht verdauen von den Enzymsäften her. Es ist besser, wenn man die drei großen Gruppen einzeln konsumiert und Fette, Proteine, Zucker, Kohlenhydrate trennt. Also Zucker ist natürlich ein Kohlenhydrat. Es gibt Zucker und Stärke, aber wenn man es alles vermengt, dann hat der Körper umso mehr Arbeit. Und auch wenn man besonders viel isst gleichzeitig, dann macht das eher müde. Das nimmt eher Energie. Und es ist besser, wenn man so ne ständige kleine Zufuhr hat. Gebackener Kürbisse ist genial auch und ja, wenn ich unterwegs bin, esse ich auch gerne einfach Tomaten. Marcus: Und das gilt jetzt aber nur, wenn Du unterwegs bist? Und das heißt, Du nimmst aber auch normale Mahlzeiten zu Dir, weil Du sitzt ja gerade neben mir und bist gut gebaut und sportlich durchtrainiert. Das geht nicht nur mit Nüssen und irgendwie ein paar rohen Eiern ne? Joe: Genau. Also ich folge den taoistischen Ernährungsprinzipien. Die vor allen Dingen eben den Konsum von Proteinen und Früchten predigen. Also ich esse jeden Tag einige Eier, jeden zweiten Tag eine Hühnerbrust. Mische das hauptsächlich mit Avocado, Guacamole oder eben so Tomatensaucen, die ich selbst mache. Und ansonsten esse ich auch mal Haferflocken mit Früchten. Aber Wasser… Also von Milch würde ich grundsätzlich abraten. Da bin ich mit den Paleo-Leuten auf einer Wellenlinie. Marcus: Warum? Joe: Naja pasteurisierte Milch ist halt so sehr schwer für den Körper zu verdauen wegen dem Milchzucker da drin. Und jetzt, wenn sie nicht pasteurisiert ist, ist es okay. Auch andere Produkte wie Schafsmilch oder Ziegenmilch sind okay. Marcus: Pasteurisiert heißt haltbar machen. Joe: Genau, das ist einfach erhitzt und durch das Erhitzen, denaturieren die Enzyme die da drin sind und die dem Körper helfen würden, die Laktose zu verdauen. Und ich bin echt so weit, dass ich noch nichtmal irgendwie teure Hafermilch, Mandelmilch oder Kokosmilch nehme. Ich nehme einfach Wasser und wie gesagt, also wenn man den Körper ein Stück weit diese ganzen künstlichen Geschmacksverstärker, Salze und Gewürze entzieht, dann… Die Geschmacksknospen wachen auf und es ist echt geil und jede Rosine schmeckt wie ne Praline und es ist echt geil ja. Marcus: Hammer. Und das geht auch bei Leuten, die jetzt Jahre lang viel Salz gegessen haben oder vielleicht sogar noch Kaffee oder geraucht haben? Meinst Du, da sind diese Knospen irgendwann… sind die wieder zu reaktivieren? Wenn Du jetzt mal ein Jahr vielleicht ein bisschen bewusster und abstinenter von diesen ganzen Geschmacksverstärkern lebst? Joe: Also ich weiß es von meinem eigenen Dad. Er hat lange Zeit im Ausland gearbeitet und der kann extrem scharfe Sachen essen und alles andere schmeckt ihm nicht so richtig. Wenn er Nutella ist, dann ist die immer mit dem vollen Löffel, weil er sagt, er schmeckt es sonst nicht. Und ich meine auch irgendwo gelesen zu haben, dass diese Geschmackspapillen oder wie sie heißen, diese Knospen, dass das zu den wenigen Zellen gehört im Körper, die sich eigentlich nicht mehr regenerieren oder teilen. Deshalb, ältere Leute haben oft kaum mehr Geschmack. Marcus: Ja das stimmt, das habe ich auch schonmal gehört. Wir können nicht mehr so gut schmecken, genau. Stimmt. Was ist der Kohlenhydrate-Komplott? Joe: Genau, das war das nächste worüber ich sprechen wollte. Noch kurz hier zu dem Thema: Also möglicherweise die, die rauchen und die halt vielleicht es nicht zu sehr übertreiben und die jetzt nicht irgendwie direkt aus der Flasche die scharfe Sauce trinken, die haben bestimmt ne gute Chance, wenn sie das ein paar Monate lassen, dass sie dann das wieder bekommen. Und es ist sehr interessant, jetzt bei Life Coaches die ich kenne, die halt so Yogisch sind, die können das gar nicht ab ja? Also wenn Du denen Pesto gibst oder so, was vielleicht irgendwie etwas salziger ist, dann, die mögen das einfach nicht, die wollen das nicht. Na gut. Und der Kohlenhydrat-Komplott ist einfach, dass das eben in den meisten westlichen Gesellschaften quasi dieses Weißmehlzeug überall ist. Also egal ob man jetzt irgendwie ein Gebäck zu sich nehmen möchte oder ob es hier um Döner geht, was in dieser KiTa ist, Pizza, also alles ist eben dieses billig, kurzkettige Kohlenhydratzeug, was überhaupt nicht gut ist für Dich. Was das Dir Energie raubt. Es raubt Dir richtig Energie, weil das eben Deinen Spiegel durcheinander bringt, Deinen - ich weiß nicht ob es der Blutzuckerspiegel ist, jetzt genau. Aber dieses kurzkettige macht auf jeden Fall Heißhunger und dann isst Du auch zu viel. Und dann isst Du oftmals diese kurzkettigen Kohlenhydrate vermischt mit Proteinen oder mit irgendwelchen Palmfetten am besten noch oder Zucker oder so. Und das ist halt echt Scheiße ja? Ähm… Das ist vor allen Dingen langfristig… kann es zu Krankheiten führen, aber selbst kurzfristig ist es einfach so was, was Dir einfach Energie raubt. Das ist als ob Du statt zu essen, um Energie zu produzieren, ist es essen, was Dir Energie wegnimmt.   Marcus: Also Du meinst damit, dass der Körper dann eher damit beschäftigt ist, diese ganzen Giftstoffe zu bekämpfen und dadurch die Energie verloren geht, als dass Dir das Essen, was Du dann zu Dir führst, vielleicht ne Pizza und Dir denkst “Ich brauche mal wieder ein bisschen Power”, dass das total kontraproduktiv ist? Joe: Ja genau. Also ähm, der Körper stützt sich da drauf. Das sind kurzkettige Sachen, da muss er nicht viel dran arbeiten. Naja gut, es wird schon Energie produziert, aber es kostet einfach zu viel, das zu verarbeiten und oftmals, wie gesagt, sind dann auch noch Backtriebmittel drin oder es ist einfach so ne Nahrungspampe, wo der Körper mit arbeiten muss und das ist einfach auch schlecht oder so. Also wenn man etwas bewusster isst, dann merkt man, was das für einen Impact hat. Marcus: Ja ich glaube, dass hat jeder auch schonmal gemerkt, wenn er sich einfach überfressen hat, weil der Geschmack einfach so gut war, aber eigentlich man selber dieses Bedürfnis nach den Hunger zu stillen, das war schon längst erfüllt, aber man frisst dann trotzdem noch die Pizza auf und nimmt sich vielleicht auch noch die Pizzabrötchen. Ich glaube, das ist auch dieses Weißmehl pur, die Pizzabrötchen oder so und dann noch fett Kräuterbutter drauf und danach möchte man eigentlich nur noch sterben und hasst sich selber, wenn Du dann so im Bett rumliegst. Also so geht’s mir. Joe: Ja genau, die Ernährungsindustrie ist wahnsinnig geschickt dabei, wie auch die Videospielindustrie, wie auch die Medien uns quasi daran zu ziehen und dem was wir schwach sind, ja. Und jetzt haben wir vor zwei Tagen auch chinesisch gegessen und es war wahnsinnig lecker wegen diesem Geschmackverstärkerzeug und letzten Endes sind wir eben, ja wenn irgendwas geil schmeckt, dann… in Afrika gibt’s auch die Tiere, die diese vergorenen Früchte essen, weil’s einfach süß ist und weil sie danach so beduselt sind. Da muss man einfach auch wieder hier die Disziplin mitbringen, möglichst was dabei haben, was man essen kann. Also wenn ich da rumlaufe da draußen, ich gehe dann meistens in den Supermarkt und hole mir da irgendwie Äpfel oder Orangen. Ich habe auch meistens ein Messer dabei. Das heißt, ich kann mir so ne fette Melone holen. Und Melone gehört zu den geilsten - das wollte ich noch kurz sagen - Nahrungsmitteln überhaupt. Es wird auch rauf und runter in den taoistischen Schriften gepredigt, dass man sich ne Melone schnappt, die Kerne raus... Marcus: Wasser oder Honig? Joe: Ja, also ich mag die Honigmelonen, da fahr ich voll drauf ab Mann! Die sind einfach so geil. Und dann ist man echt pappsatt, wenn man mal so ne halbe Melone weggeputzt hat und es ist auch günstig. Marcus: Okay, da hast Du aber schon ein krasseres Messer am Start, wie so ein Buschmesser oder so. Also wenn Du ne ganze Melone aufschlitzt? Joe: Genau, ich habe so ein kleines Switchplate. Das ist auch zur Sicherheit eben. Ich meine, wir machen beide Krav Maga, mit so nem Clip und so, relativ unobstrussiv, also dass keine Blockade irgendwie in der Tasche ist und ja, damit packe ich eigentlich ziemlich gut durch so. Marcus: Und neben den ganzen Nahrungsmitteln, die man jetzt isst, gibt’s nen ultimativen Tipp für Dich, was man als Drink vorbereiten könnten oder am Start haben sollte oder vielleicht zu Hause machen kann, wenn man mal wieder nen mega Energieschub braucht? Joe: Das habe ich jetzt hier während dem Camp leider nicht so oft gemacht, einfach weil das schon so ein bisschen Organisation erfordert. Das ist einfach, dass man so sich einfach Ingwerwurzeln holt und die ganze Ingwerwurzel in 2 l Wasser geschält und in Streifen geschnitten aufkocht, zusammen mit drei oder vier Teebeuteln Grüntee und dass man das dann am Ende alles einmal kurz durchfiltert und sich dann in Glasflaschen abgefüllt in den Kühlschrank stellt. Und das Zeug ist scharf, ja? Es brennt richtig in der Kehle, aber es macht richtig… also Wahnsinn. Das ist ein echt geiles Zeug und mir schmeckt’s gut. Na gut, jetzt habe ich vorhin gesagt, so scharf ist eigentlich nicht so gut, aber das ist irgendwie eine andere Art von Schärfe von diesem Ingwer, der einen so richtig wachbrennt irgendwie. Ich weiß auch nicht. Marcus: (lacht) Joe: Ja und in taoistischen und TCM Medizin ist sowieso Ingwer auch etwas reinigendes. Also wenn ihr irgendwie mal ne Nacht durchgefeiert habt und dann dieses Zeug trinkt, dann entgiftet und entschlackt es vom allerfeinsten. Und Grüntee sowieso. Marcus: Wie kriegst Du die Ingwerwurzel so kleingehackt? Wieviel sagst Du nochmal? Drei Stück? Joe: Eine ganze Ingwerwurzel, ich weiß nicht, so 200 gr oder so. Das ist schon einiges, das ist richtig viel. Und was man am besten macht ist mit nem Löffel, dass man so lang scraped und ich meine, ich bin so gehetzt, manchmal lass ich auch so kleinere Augen, lasse ich da dran, scrape das einfach nur so auf und dann hacke ich das einfach in so, keine Ahnung, Einzentimeter breiten Streifen. Wenn ich manchmal unterwegs bin mit anderen Travelern, die beschweren sich dann “Joe, Du musst das kleiner hacken”, aber ich hab einfach keinen Bock und keine Zeit und ich koche es einfach richtig klein.   Marcus: Ja cool. Kommen wir zum nächsten Thema: Vitalessenz konservieren, Tantrismus und Retention. Was genau ist darunter zu verstehen? Ich weiß, da kommt jetzt wieder irgend so eine krasse Wissensbombe. Darum liebe ich das so, dass wenn wir die letzten Tage zusammen gewesen sind, lernt man immernoch total viel Neues damit, wenn man mit Dir abhängt, gib mal ein bisschen Input zu dem Thema. Joe: Also das erste Mal habe ich eben mit dem Thema zu tun gehabt, als ich das Buch “The Tao of Health, Sex, and Longevity” von D.P. Reid gelesen habe. Und Retention beschreibt den Akt, dass wenn man quasi einen sexuellen Höhepunkt erlebt, dass man die Körperflüssigkeiten, die der Mann dann normalerweise verströmen würde, dass man die durch Atmung und Muskelverschluss im Körper hält. Und das ist quasi so eine Art 30% Orgasmus. Es ist nicht so ganz durchrüttelnd und das ist so komplett wie quasi so alles rausreißt, was ja irgendwie so ein schönes rausreißen ist. Die Franzosen nennen es ja Petit Mort, also der kleine Tod. Und dass man quasi in dem Moment, wo man quasi kommen würde, dass man das einfach hochzieht, reinzieht, die Wirbelsäule quasi so hochvisualisiert... Marcus: Das geht oder was? Joe: Genau. Das steht im Buch exakt wie es geht. Wenn ich es jetzt hier erklären würde, würde ich einfach sagen, dass man die selben Muskeln, die man auch zum Verschluss des Perineums, also wo man die letzten Urintropfen rausdrückt, dass man diese Muskeln zusammenzieht. Man muss das ein paar Mal üben. Also wenn ihr euch selbst berührt, könntet ihr versuchen sehr nah an diesen Höhepunkt zu gehen und dann einfach damit spielt und irgendwann hat der Körper keinen Bock mehr das nochmal zu machen. Also irgendwann wird die nötige Stimulation wird zu extrem und die hat keinen Bock mehr und ihr lasst dann einfach abschlaffen. Macht das ein paar Mal und dann merkst Du diese Schranken besser und dann merkst Du auch, dass es möglich ist, das zu bewahren, dieses Ding. Und viele die ich kenne, die masturbieren sehr viel oder sie praktizieren eher die körperliche Liebe mit Personen und jedes Mal lassen sie die Essenz rausfließen und nach den taoistischen Prinzipien ist es okay bis zum 25. Lebensjahr. Dann ist man quasi eine nicht versiedende Quelle von dieser Vitalessenz, aber danach ist es schon schwierig und man sagt zwischen 25 bis 35 soll man eigentlich nur noch jedes zweite Mal das versprühen. Und ab 35 eigentlich nur noch jedes fünfte Mal und ab 55 nur noch eigentlich jedes 50. Mal. Also so steht es in dem Buch, ungefähr so. Und äh, es ist wirklich…. also ich kann sagen, dass diese Essenz bewahren… teilweise macht es einen natürlich total verrückt, weil man sehr horny ist, die erste Zeit. Aber dann letzten Endes diese Hornyness kann man transformieren in andere Potentiale und ich merke es auch, wenn ich mich sehr horny fühle, dann fällt es mir leichter wütend zu werden komischerweise. Und es fällt mir dann leichter auch zu trainieren. Also teilweise kann es dann sein, dass ich an all so Sachen denke, absichtlich, die mich wütend gemacht haben als Teenager oder so. Und dass ich dann einfach meine 30 Push-Ups mache, als wäre es überhaupt nichts, weil ich…. Marcus: Krass! Was auf jeden Fall wissenschaftlich bewiesen ist, dass bei Hochleistungssportlern, wie Profifußballern oder Boxern oder auch Tennisspielern, wenn die ein wichtiges Match haben, dass es einen Unterschied macht, ob die Freundin dann noch ins Mannschaftshotel darf die letzten Nächte und man dann wahrscheinlich auch Sex hat und sich da verausgabt oder man das über Tage halt ansammelt und dann wahrscheinlich auch dieses Adrenalin und der Push, was sich dann ja auch ganz natürlich bei Männern dann auch anstaut, halt in dem Fall dann für dieses eine sportliche Ereignis nutzt. Und das ist mittlerweile Gang und Gäbe, dass bei wichtigen Turnieren oder so nicht ohne Grund dann auch keine Spielerfrauen ins Hotel dürfen. Ich meine, da steckt ganz klar auch dieser Punkt dahinter. Joe: Genau. Also von Muhammad Ali ist bekannt, dass er zwei Wochen vor einem Kampf nichts mehr an sich gemacht hat oder beziehungsweise niemanden mehr an sich heran gelassen hat. Eben weil…. ich glaube, es geht hier um Testosteron, dass ist das. Adrenalin kommt ja quasi durch den Spiegel vom Testosteron und es ist leichter da reinzugehen. Auch Konzentration und ich meine auch von einen von den Zen-Meistern gehört zu haben, dass eben die Flüssigkeiten der das Gehirn schwimmt, dass diese Flüssigkeit ziemlich ähnlich ist zu der Flüssigkeit, die auch die Spermien ernährt. Also im Gehirn selbst diese Nährflüssigkeit. Und also ich weiß, dass ich quasi, wenn ich mit einem Mädchen zusammen bin und da geht einiges, dann ich bin einfach viel viel platter als sonst. Und hoch interessant ist auch, dass die Essenz, die dabei verloren geht, dass das quasi die Premorgio Essence ist, aus der man die anderen Energien quasi hochdestilliert und die dann letztlich auch dazu führen, dass man diese ganzen besonderen Fähigkeiten entwickelt, die auch die Shaolin Mönche haben. Also die können ja Nadeln durch Glas werfen und irgendwie auf ihren Fingerspitzen balancieren und irgendwie nasse Laken trocknen auf dem Himalaya sitzend und diese ganzen krassen Shaolin Tricks, die für uns quasi schon fast übermenschlich sind. Eben dass die das quasi hochdestillieren und zwar aus ihrer männlichen Vitalessenz. Diese Yen Energie, also diese positive, sich aber verbrennende, verzehrende Energie. Marcus: Krass. Und lebst Du denn nach diesem Muster zwischen 25 und 35 so oft und danach dann nur jedes fünft Mal und wenn Du bei 50 bist, vielleicht nur noch jedes 50. Mal… Machst Du das? Joe: Ähm, ich muss natürlich zugeben, dass gerade in diesen Zeiten, wo wir sehr viel Angebot haben von pornographischen Schriften usw., dass es teilweise, wenn gerade auch irgendwie so eine Schwächephase ist, ich hatte einen schlechten Tag oder irgendwie hab mal wieder irgendwie…. man will sich einfach so einen Release geben ja? Dann kann es schon sein, dass man schwach wird, aber tendenziell bereut man es dann hinterher auch, weil wenn man eben so bewusst ist und so mit sich gearbeitet hat, man merkt das voll. Es fehlt so. Es ist wie, wenn Du aus dem Baum ein Stückchen raushackst oder wenn Du irgendwas wegnimmst aus dem Kuchen oder so, Du fühlst, da hat irgendwas vitales meinen Körper verlassen. Ja das ist wirklich... Marcus: Das heißt, Du hast es auf jeden Fall auch schonmal praktiziert als Du mit nem Mädel zusammen im Bett warst und ihr dann Sex hattet und Du hast es dann unterdrückt. Sind die Frauen dann nicht eher enttäuscht und denken dann so “Scheiße, was passiert denn hier? Der Typ kommt nicht” und erklärst denen dann erstmal das Buch oder was geht dann ab? (beide lachen) Joe: Ja, es ist tatsächlich so, dass man schon ab und zu auch mal das erwähnt irgendwie in der Konversation, wenn irgendwie das Thema zum Sex wandert und so. Dass man eben sich mit tantrischen - ja wie sagt man - Techniken beschäftigt hat. Und ja, ähm, es macht Lust auf mehr. Also es ist dann so, dass man echt drei, vier Mal dann das macht und ich meine, das Teil will ja, das es rausgeht. Und dann ist es umso motivierter das zweite und dritte Mal und ich meine, das ist dann schön auch für die Frau, ja. Die kann dann das alles mitnehmen und Du hältst auch relativ lange durch und ich meine, laut den Schriften wiederum ist es auch so, dass man durch den Akt des Zurückziehens auch irgendwie so ein bisschen sich mit der Hidden Energy der Frau dann verbindet und das ist halt super vitalisierend. Diese Technik, wenn man das Buch liest “The Tao of Health, Sex and Longevity”, wurde entwickelt von einem Zen-Meister, der eben seinen Herrscher beraten sollte, der eben einen Harem hatte und jeden Tag mehrere Frauen befriedigen musste. Wie kann ich das machen, ohne dass ich schnell alt werde und dann auch sterbe und schwach werde, Immunsystem schwach usw.? Der hat gesagt “Ja, Du musst das so machen und außerdem wird auch Dein Gang geschmeidiger. Dann wirst Du besser singen können”. Also quasi die Vitalessenz, die sich dann andere Wege sucht, sich dann auszubreiten und umso attraktiver auch. Eine feinere Haut, strahlendere Augen und so. Und da muss man dann das der Frau klarmachen, dass das quasi gesund ist. Dann passt das schon. Marcus: Ja krass, das Buch werden wir auf jeden Fall in den Shownotes verlinken. Und kommen wir mal von einer der schönsten und geilsten Sachen der Welt zu einer schlimmsten und schädlichsten Sachen. Und zwar zu dem Konsum von Giften, anderen Substanzen, was Energiekiller sind und was dann auch zum kürzeren Leben führen kann. Was ist der absolute Scheiß? Was sollte man meiden? Was soll man auf keinen Fall machen? Joe: Also wir hatten ja jetzt in den Medien auch die Diskussion über Red Bull und andere Energy-Drinks. Dass quasi schon die Kids sich mit 13 den Scheiß reinziehen. Und das ist tatsächlich so, dass das echt viel kaputt macht. Also natürlich, wir alle trinken ab und zu Energy Drinks. Ich hab’s vermieden zuletzt. Ich habe halt meinen Ingwer Drink. Aber das ist echt nicht gut für den Körper. Also es zerstört Sachen, glaube ich. Und … ich bin kein Wissenschaftler. Ich kann nur so von meiner eigenen Erfahrung berichten und von dem, was ich fühle und was quasi den Leuten, denen ich folge dazu sagen. Aber es ist echt scheiße und ich weiß auch von meinem Ex-Chef, der die ganze Zeit dieses Zeug gesoffen hat, der sah echt scheiße aus Mann. Der hat auch Haare verloren und alles mögliche. Wahrscheinlich auch nicht so viel Potenz und was nicht alles. Und dann natürlich die ganzen anderen Sachen. Also, ich habe auch etwas Erfahrung mit THC natürlich, ich war früher Rasta und war relativ tief drin. Und auch die ganze Zeit kiffen ist auch ein Energykiller. Wenn man es nach langer Zeit erst den zweiten Tag macht, dann hat man noch so ein gedankliches Feuer. Dass man sich dann diese ganzen Ideen aufschreiben kann. Das ist vielleicht für den ein oder anderen ganz hilfreich und nützlich. Aber tendenziell ist das echt krass. Also jetzt von der Hierarchie der Drogen her ist das was, was richtig viel Energie wegnimmt. Da wird man so dumpf, so stumpf... Marcus: Gleichgültig ne? Joe: Ja, genau. Und dann gibt es eben noch, worüber ich kurz sprechen wollte, Kokain. Das war ja Dein Verdacht, dass ich mich möglicherweise mit solchen Sachen wachhalte. Marcus: (lacht) Ich weiß, aber irgendwas muss da ja sein, aber das ist ja der Polyphasenschlaf. Joe: Das ist für jemand, der in Kolumbien auch gelebt hat, so, dass natürlich ich auch mit dem Thema mich auch beschäftigt habe. Zerstört zu viel vom Immunsystem, selbst wenn das Zeug ziemlich frisch ist. Allein der Produktionsprozess von Kokain mit dem Kerosin und den anderen Lösungsmitteln, das ist einfach nicht so gut für den Körper. Dann Amphetamine, Ecstasy. Ecstasy macht einfach sau verpeilt. Dann hat man zwar Energie für eine Nacht, aber danach hat man drei, vier Tage bevor man einigermaßen sich gut wieder konzentrieren kann. Und Amphetamine - dasselbe Problem wie Kokain einfach. Das ist eine Chemiekur für den Körper. Und wenn man das dann aber machen will. Wenn man Lust hat und mal irgendwie auf die Goa Party gehen will und sich da nicht bequatschen lassen will… ah, kurz noch einen Kommentar vielleicht zu Alkohol: Das ist eigentlich unnötig, darüber jetzt lange zu reden. Alkohol ist natürlich zellzerstörend und auch eine Belastung für die Leber und würde langfristig auch das Energielevel senken. Kann man aber mal machen. Also, ich bin jetzt auch nicht so der mega Mönch, ja. Und wenn man mal auf der Goa Party ist und man weiß, dass man Mushrooms essen wird. Mushrooms auch hier wieder Gift für die Leber. Carlos Castaneda hat sich ja umgebracht mit Mescalin und Peyote, Kakteen und so. Der hat einfach seine Leber… die hat irgendwann den Geist aufgegeben, eben wegen diesen Schadstoffen. Marcus: Ja, ja. Das schädliche an den Drogen selber sind da dann die Abbaustoffe. Was übrig bleibt, ne? Also, das ist vielleicht ganz cool und kann ja bewusstseinserweiternd sein oder aufputschen oder einen wacher machen oder selbstbewusster oder kommunikationsfreudiger, aber die Downsides sind halt mega scheiße ne? Joe: Ja genau. Es ist einfach so ein bisschen so, wie wenn man sich irgendwie in die Fresse haut und man ist dann so ein bisschen beduselt und man ist irgendwie so “Ah ich sehe jetzt die Sternchen und die gefallen mir eigentlich so”, aber langfristig ist es doch irgendwo etwas, wo Du Deinem Körper Schaden zufügst und wenn man richtig flashen will, dann lohnt es sich eigentlich diese innere Stimme zu ernähren, weil Du gehst dann in die Ekstase, spürst dieses pulsierende, Du spürst auch ne wahnsinns Potenz auch ja? Du spürst, dass Du in luzive Träume rückst. Du kannst dann Dinge um Dich herum steuern. Also diese Dinge, die Dein Brain Dir gibt so und Dinge freisetzen. Und ich meine, die krassen Zen-Meister reden auch von dem Wein des Lebens, den die Speicheldrüsen irgendwann produzieren in Deinem Mund. Also das kann man alles googlen. Vieles davon ist vielleicht auch zu esoterisch, aber da steckt auch einige Wahrheit drin. Allein wieder richtig schmecken zu können, was das für ein Genuss ist. Kurz zum Thema, wenn man den feiern will, auf jeden Fall. Und man will sein Energielevel aber nicht schädigen und weiterhin so viel Power haben, ist es mal einfach ein paar Tage vorher auf Fette verzichten und der Leber quasi… also die Leber soll so richtig aufgemotzt sein, wenn dann die Schadstoffe kommen und dann sagt die Leber “Ah, das krieg ich hin, das kann ich absorbieren”. Marcus: Also das ist eigentlich genau das falsche. Es gibt ja, glaube ich, auch so nen Mist, dass man sagt: Ich schaffe eine Grundlage, ich muss jetzt richtig fettig essen, damit ich viel vertrage beim Saufen. Also ich glaube, das ist eher der Killer ne? Joe: Genau, also sowas ist vielleicht für die Verdauungsapparate okay oder dass man es dann länger aushält, weil die Fette kleiden dann so ein bisschen den Darm aus. Vermutlich ist es dann so, dass es dazu führt, dass es langsamer aufgenommen wird, der Alkohol. Das ist nicht nur vermutlich, es ist so. Aber die Leber muss mit diesem Fett arbeiten ja? Und das ist nicht gut. Was man lieber machen soll, ist dass man Fette abschaltet und dass man sieht… also die Kolumbianer machen das sau geschickt. Die besaufen sich mit Rum und trinken mit dem Rum zusammen Wasser mit Eis und essen dazu gesalzene unreife Mango. Und dann saufen die echt die ganze Nacht und es ist so geil, weil man einfach alles gleichzeitig managed: Wasserhaushalt, Elektrolytehaushalt. Man hat diese faserige Mango. Da sind sehr viele Ballaststoffe dabei. Der Alkohol geht in diese Fasern und gibt sich dann frei. Man ist richtig so auf so einem beschwippsten Plateau halt, sechs, sieben Stunden lang, hat Power, tanzt. Die Chicas lieben es und ja, also, man steht auf am nächsten Tag, wie ne Eins. Also für mich war es echt geil da in Medellin, auf diese Art und Weise eben Alkohol zu konsumieren. Marcus: Ja, ich glaube, das ist auch weitläufig bekannt, dass wenn man Alkohol und viel Alkohol, dass es glaube ich, die Dehydrierung, die einen dann fertig macht am nächsten Tag, dass man Kopfschmerzen kriegt oder so, weil man einfach zu wenig Wasser trinkt. Joe: Genau. Also, wenn wir uns angucken, die osmotischen Prozesse, die eben im Körper stattfinden ist so, dass der Alkohol das Wasser rauszieht und vor allen Dingen auch, dadurch dass Alkohol eben ein Gift ist, haben die Nieren und die Leber ein Interesse daran, dem Körper diese Gifte wieder zu entziehen und auszuschalten und es auch zu verstoffwechseln. Zum Beispiel, wenn wir den Rheinberg lesen, die deutsche Militärbibel, da steht drin, dass Alkohol für kurze Zeit Energie geben kann und ich meine Alkohol ist Ethanol, also das ist auch ein Kraftstoff irgendwo, der verbrannt werden kann in den Zellen und Alkohol kann auch fett machen. Nämlich weil der Körper damit was anfangen kann. Der kann daraus Energie produzieren. Aber der Preis ist einfach zu hoch. Und dieser osmotische Prozess, den einfach zu bewahren und auch natürlich für diese Verstoffwechslung, die da stattfindet, eben genug Salze zuzuführen, führt dazu, dass man es managen kann und dann halt den Genuss hat, ohne naja... Marcus: Okay cool. Dann bin ich hoffentlich gut vorbereitet für heute Abend auf unserer Abschlussparty oder mal irgendwelche Parties, die noch kommen werden. Lass uns mal zum nächsten Thema gehen: Gedankenbeherrschung. Und vielleicht noch mal so ein paar Tricks ganz tief aus Deiner Kiste, die Du mit uns hier teilen möchtest. Exklusiv mit den LIFE HACKZ Hörern. Joe: Ja sehr gerne, genau. Der letzte Punkt über den ich sprechen wollte. Und zwar wollen wir mal kurz über diesen permanenten inneren Dialog sprechen, den wir einfach führen mit uns. Jeder einzelne führt den mit sich. Der innere Dialog ernährt das Ego auch. Das Ego ist auch so ein bisschen eine Verblendung so mit Tönung. Man sieht die Dinge nicht mehr, wie sie sind, sondern man sieht Illusionen. Und wenn wir uns angucken, wie der Körper Energie verwendet, dann sehen wir, dass da ganz viel im Brain quasi verbrannt wird. Also dieses ständige Elektronengewitter da im Kopf. Das saugt unheimlich viel Substanz aus der Energiegewinnung, die stattfindet eigentlich in der dritten unteren Kammer. Also, im Zenbuddhismus reden wir über drei Kammern. Man hat die obere Kammer, die eben Zeugnis nimmt. Also, die Whittnessing-Chamber. Dann hat man die fühlende Kammer, ja das Herzchakrakammer. Und dann hat man die brennende Kammer, die eben The Driving Force ist. Also die antreibende Kammer. Und das ist auch bei weitem die größte. Das ist halt da wo unser Darm sitzt. Und der zieht halt die ganze Zeit Feuer, hält das innere Feuer nach oben. Und in der oberen wird’s quasi verbraten, bestimmt zu 60% oder so. Und wenn wir jetzt es schaffen, diesen inneren Dialog einfach zu brechen, eben mit verschiedenen Visualisierungen, mit verschiedenen Übungen der Balance, dann merken wir, dass wir unglaublich viel mehr Kraft haben. Marcus: Mit dem inneren Dialog meinst Du jetzt Selbstzweifel oder halt Dein eigener Krieg, mit dem jeder so zu kämpfen hat und “bin ich gut genug” und “ist der jetzt irgendwie sauer auf mich” und “Scheiße, da müsste ich noch was klären” und ähm “müsste, müsste, könnte, könnte noch so viel mehr machen und mache es nicht” und “war das jetzt schlecht? war das gut?” Also so die inneren Stimmen, ne? Joe: Genau, also dieser negative innere Dialog, den Du hier beschreibst, ist garantiert der destruktivste. Angst, Scham, Schuld und Kummer. Die vier großen negativen Emotionen, allerdings auch der praktische innere Dialog. Auch den hier meine ich. Also, die Planungen für den nächsten Tag. Deshalb alles auf die Listen. Ja? Listmaking ist so geil. Einfach alles dumpen, einfach raus. Und hier auch nochmal der Tipp mit der Speech Recognition. Wenn der Text nicht fehlerfrei sein muss, einfach mit Spracherkennung, das Zeug einfach runter diktieren mit Dragon oder sonst einem Diktierprogramm und dann hast Du’s raus. Du musst Dich nicht mehr damit beschäftigen. Irgendwas fällt Dir vielleicht ein, ey, dann sprichst Du’s. Und Du weißt, es ist safe so. Du kannst es nächsten Tag durchgehen, wenn die Arbeit wieder anfängt und Dich damit beschäftigen oder auch, wenn man gerade frisch verliebt ist. Mann, Du kannst an nichts anderes denken, als die Süße ja? Und dann einfach so ist es ganz wichtig, die … im Zen-Buddhismus gibt’s drei große Konzepte. Es gibt non-judgement, non-resistance, non-attachment. Und dann in dem Moment ist einfach so this too will pass. Also auch das geht vorbei. Es ist in dem Fall quasi Euphorie. Also deseuphorisierend ja? Und das bringt einen dazu Abstand zu nehmen von dieser emotionalen Attachment. Marcus: Was ja am Anfang auch ziemlich geil sein kann, aber auch, glaube ich, gleichzeitig ne riesen Gefahr. Weil wer hoch fliegt, der kann auch tief fallen ne? Also das ganze ein bisschen realistischer zu betrachten? Joe: Einmal das. Andererseits verringert das Deine Konzentrationskraft. Und das kann auch dazu führen, dass Du dann irgendwelche Fehler machst. Also, Du freust Dich zum Beispiel darauf, dass Du morgen nen Nobelpreis bekommst oder dass Du sprechen darfst vor Deiner Branche und Du weißt, es wird Dir so viele Kunden bringen und Du fühlst Dich so geil und Deine Eltern sind so stolz auf Dich, aber es bringt Dich nicht dazu, Energie zu konservieren und zu generieren. Du musst dann einfach so praktisch sein, wie die alten Zen-Meister und Yogis, dass Du diese Sachen halt nicht an Dich herankommen lässt. Und vor allen Dingen auch non-judgement, non-resistance. Du weißt nicht, ob es gut ist. Das ist non-judgment. Die Geschichte von dem Farmer kennst Du vielleicht? Marcus: Nee, erzähl mal. Joe: Also, der Farmer hat ein Pferd, das Pferd läuft weg, seine Nachbarn kommen “Ey, Dein Pferd ist weg, Mann! Das tut uns voll leid”. Und er so: “Ist es Glück, ist es Pech? Ich weiß es nicht.” Das Pferd kommt zurück und hat noch zwei weitere Wildpferde irgendwie dabei, weil es ist ein sehr attraktives Pferd, keine Ahnung. Die Nachbarn kommen wieder “Hey geil, Du hast jetzt drei Pferde! Du reicher Mann!” so. Und er dann so: “Ist es Glück? Ich weiß es nicht.” Dann sein Sohn, versucht das wildeste Pferd zuzureiten, bricht sich nen Arm. Dann die Nachbarn usw. Dann bricht ein Krieg aus und alle werden eingezogen, außer der Sohn mit dem gebrochenen Arm. Also diese Wechsel des Lebens und diese karmischen Verstrickungen, die Bewegungen des Taos sind so schwer einzuschätzen für uns Menschen. Und vor allen Dingen auch quasi … diesen Fluss muss man spüren und wenn man den Fluss beurteilt, die ganze Zeit, das ist Scheiße. Das hat einfach non-attachment, einen Schritt zurück, wir werden alle sterben, wir werden zurückgehen. Alles ist so wie es ist. Alles ist determiniert auch. Genau, das wollte ich noch sagen. Also, ich glaube sehr an den Determinismus. Dass niemand von uns wirklich viel Freiheit. Dass alles dazu führt eben, so wie es sein muss in diesem Moment. Und dass wir bis zur nächsten großen Kontraktion des Universums - also das Universum fällt ja irgendwann mal zusammen und dann wird es wieder explodieren - dass wir quasi bis dahin vor gefestigt sind. Und deshalb fasziniert mich relativ wenig, was passiert. Und dieses, was einen quasi so hoch und runter schlägt, das versuche ich eben zu absorbieren. Es gelingt mir manchmal, manchmal nicht. Ich bin halt auch nur ein Mensch. Aber es ist auf jeden Fall energiekonservierend. Marcus: Mh, und gibt’s dazu bestimmte Tricks oder Visualisierungen, die man dann anwenden kann, wenn genau dieses Kopfkino losgeht und die Gedanken verrückt spinnen? Joe: Genau, also, hier wieder der Verweis an “The Return to the Urban Warrior” von Barefoot Doctor. Ich weiß nicht, ich habe es glaube ich noch gar nicht erwähnt, dieses Buch gell? Okay, das ist auch ein brillantes Buch und da sind quasi zum Beispiel, mit seiner Wahrnehmung, mit seiner Aufmerksamkeit einfach in seine obere Kammer geht und einfach, also, wie so ein Querschnitt von seinem Kopf und da in die Mitte reingeht und dann einfach sagt “Wish to pass” Und wenn dann die Gedanken aufsteigen, dass man die Gedanken visualisiert wie Luftballons aber es regnet Kleber zum Beispiel. Und der Kleber drückt die Luftballons wieder runter oder man ist in einem Boot und das Boot leckt. Und was man dann macht, ist dass man das Boot mit Pech auskleidet und dann kann es nicht mehr lecken. Also dieses Leck ist quasi die Gedanken die reinkommen. Oder dass man die Gedanken visualisiert als Maus, die aus dem Loch raus will. Aber vor dem Loch sitzt eine Katze. Die Gedanken müssen dann immer wieder schnell zurück. Oder eben dieses Aufsteigende. Und dann, wenn man richtig geil ist oder richtig gut ist, dann kann man fühlen, woher die Gedanken kommen. Nämlich aus der Mitte des Hinterkopfes. Dort wo quasi der letzte Wirbel in den Kopf verschwindet. Von dort, nach den Zen-Lehren, steigen die Gedanken auf und dann kann man richtig sehen, wie es so ein nicht endender Schwall ist. Wenn man diesen Schwall spürt und fühlt und vielleicht sogar sieht, dann sieht man quasi die Atome bevor sie sich verbinden zu Molekülen. Und die Moleküle bevor sie sich verbinden zu komplexeren Gebilden. Und dann kann man seine Gedanken zwingen dazu, sich nicht mehr zu verbinden. Und das ist einfach nur fantastisch. Du zerspaltest quasi die Objekte, bevor sie sich verbinden. Und dann schläfst Du ein oder gehst in Ekstase oder sonst irgendwas geiles passiert. Marcus: Mh, krass. Du hast ja jetzt über die Visualisierungstechniken gesprochen. Was man machen kann, wenn der innere Dialog wieder verrückt spielt und wie man seine Gedanken in den Griff kriegen kann. Gibt es noch andere Techniken, die man machen kann on the go, wenn man gerade irgendwo im Alltag unterwegs ist oder so? Wo man dann im Straßenverkehr vielleicht nicht so die Zeit hat, so krass zu visualisieren? Joe: Also, eine Sache, die ich vorhin noch vergaß zu erwähnen bezüglich auch auf Retention war, wenn man einfach die Arschmuskeln und diese Perineum-Muskulatur, also diese Schließmuskulatur zusammenzieht, und man ist müde, dann merkt man nen krassen Energieschub so. Und was man machen kann, ist eben so eine Atmung - das sind die Banda-Atmungen, die Bandas. Das ist eben einfach komplett Ausatmen und dann so  die letzte Luft noch raus. Und dann die 3-Wege-Atmen. Also, zuerst Zwerchfell, Brust und dann das Schlüsselbein nach oben ziehen einfach, komplett einfach mal den Körper fluten mit Luft. Dann, das ist vielleicht nicht so für on the go, aber es ist auch geil: Quasi, vor allen Dingen wenn man schwer gegessen hat, so eine Art… Also die richtig geilen Yogis machen das auch per Atmung und Muskeln, so eine Art Bauchmassage ja? Und was man machen kann, wenn man noch nicht so geil ist, dass man das mit dem Bauch…. Also meine Yoga-Lehrerin in Sau Paolo, die hat sich dann so nach vorne gebeugt und dann hat sie irgendwie… so sie konnte irgendwie - ich weiß es nicht, genau wie - aber ihre Bauchmuskulatur von links nach rechts drücken. Das sah so absurd aus. Das sah aus, als ob ein Alien in ihrem Bauch lebt oder so. Und dann manchmal muss man auch furzen oder rülpsen oder so. Auf jeden Fall gehen dann Unreinheiten aus dem Körper raus, nach außen, über oben oder über unten. Und es macht auch, zum Beispiel wenn man jetzt durchgefeiert hat oder irgendwelche Probleme da hat, macht es, dass es weggeht. Weil es verbrennt dann einfach raus. Weil die Verbrennung wird einfach krasser. Weil eigentlich der Mensch hat im Körper, wenn er das innere Feuer richtig managed, die Macht alles mögliche rauszubrennen. Und beim Thema Kriyas, also das sind diese Reinigungsrituale, ist Thema Nasendusche und Thema so auch bestimmte Augenreinigungssession, einfach nochmal Unreinheiten entfernen. Es ist effektiv. Und was man zuletzt noch sagen könnte, drei, vier Übungen die man an der Bushaltestelle grundsätzlich machen kann, die einfach die Nadis - Nadis sind die großen Energiekanäle im Körper - dass man die einfach freikickt kurz durch bestimmte Dehnungsübungen. Weil was bei der Dehnung passiert… Ihr müsst mal versuchen zum Beispiel ein Gummiband - ja so ein fettes Gummiband - irgendwie mit irgendwas zu beschichten, was dann trocknet und dann dieses Gummiband zu dehnen. Und dann werdet ihr sehen, dass die Schale aufbricht natürlich. Und wenn ihr das Gummiband dann wieder zusammenziehen lässt, seht ihr wie diese Sachen einfach abblättern. Und nichts anderes passiert mit den großen Sehnen, Energie- und Muskelkanälen, also Muskelfasersträngen des Körpers, wenn ihr euch dehnt. Das ist einerseits das nach oben strecken, also macht die Hände so wie eine Pistole, streckt sich nach oben, dann nach links und nach rechts. Und ich kann auch vielleicht mal ein paar Links dann einfach in die Description werfen. Das ist die erste, das ist geil. Dann die zweite ist, dass man einfach irgendwas festhält und sich dann so dreht in die eine und die andere Richtung. Das zieht die ganze Horizontalarmkanal Schulter und Brust raus. Dann komplett die Füße ablegen auf ein höheres Objekt und dann nach unten die Beine durchdehnen und dann den Kopf nach links und nach rechts durchstrecken. Und dann was man machen kann ist, dass man nochmal den Rücken quasi nach vorne, also dass man sich die Zehen anfasst und dann zurück, Hohlkreuz und da zeige ich dann, wie man es mit einem Geländer machen kann. Also man schnappt sich ein Geländer oder es kann auch ein Mülleimer sein oder so ein Bordsteinpfeiler oder so, den kann man perfekt nutzen, um den Körper nach vorne nehmen und dann knackt es schon überall. Also Du musst natürlich ein bisschen aufpassen, aber danach einfach dann nochmal schnell atmen, dann vielleicht auch nochmal so ein bisschen diese Bauchgeschichte und paar Erdnüsse eingeschmissen und dann ist wieder richtig Power am Start. Marcus: Ja, Wahnsinn. Ich glaube, das war so eine krasse Wissensbombe, wie schon lange nicht mehr auf LIFE HACKZ in der knappen Stunde bis jetzt. Ich frage mich, woher hast Du das ganze Wissen oder wie bist Du überhaupt an dieses Thema eingestiegen? Gab es da einen Trigger? Und wielange braucht man, bis man da so tief drin ist wie Du? Joe: Also, ich hatte Vorteile oder Nachteile, je nach dem... dass meine Eltern gesundheitliche Probleme hatten und auch teilweise mentale Probleme, wenn man das so sagen kann. Und ich quasi selbst auch immer sehr kränklich war. Weil ich immer keine Ahnung hatte. Das hat zu verschiedenen negativen Konsequenzen in meinem Leben geführt. Ich hatte zum Beispiel im letzten Jahr auch ein Bandscheibenproblem, weil ich eben auch viel im Liegen gearbeitet habe als Ghostwriter. Ich hatte Zeiten meines Lebens wenig Energie, ich habe viel Computer gespielt und ich habe mich aber immer schon gerne mit fantastischen Geschichten beschäftigt. Und dann im letzten Jahr, als dieser Gau war, habe ich mich an alle Sachen wieder erinnert, die mir gesagt wurden. Hatte dann die Disziplin auch Übungen zu machen. Jeden Tag Planking, jeden Tag Bodyweight Training und Yoga eben und so. Bin jetzt auch wieder auf dem Damm, was total geil ist. Das kann man sich nicht vorstellen, wie es ist.   Marcus: Wielange hat das gedauert? Joe: Äh, wir sind jetzt hier im Monat 14, nachdem ich quasi gemerkt habe, dass es nicht mehr geht. Nach vier Hexenschüssen im meinem Leben, hat der letzte dann den Rest gegeben und ich merke jetzt wieder, also ich kann stundenlang stehen und gehen, das war vorher nicht so. Letztes Jahr war echt mies. Und ja, ich habe glaube ich, mit 17, 18 habe ich mich sehr viel mit Natur, Schamanismus beschäftigt. Dann kamen die Sachen mit Taoismus erst als ich 23, 24 war. Dann in Chicago hatte ich einen Burnout. Ich habe sehr schlecht gegessen. Hatte dann sehr starke Migräne. Marcus: Hattest Du da schon das Wissen über die falsche Ernährung und warst trotzdem aus irgendwelchen Gründen schwächer im Geiste, als Du es heute bist oder wusstest Du’s einfach nicht besser? Joe: Völlig richtig. Ich hatte das Wissen, aber ich habe mir gedacht “Komm…” Naja. Dieses “Ach komm” einfach, weil es ist einfach angenehm sich dieses Beef Jerky reinzuknallen und die Schokobrezeln und diese süßen Joghurts und einfach mal die Tiefkühlpizza zu pimpen. Also es ist einfach angenehm convenient oder es scheint zumindest so. Aber der Preis ist doch recht heiß. Und ich habe von Geburt an Gesundheitsprobleme auch. Also ich hatte unausgebildete Sehnen, als ich ein Baby war, als ich zur Welt kam und konnte meine Füße an die Schienbeine klatschen. Da war kein Bindegewebe oder so. Ich habe Allergien, ich hatte immer sehr dunkle Augenringe auch. Scheinbar sind meine Nieren nicht so gut ausgebildet. So hat es zumindest einmal so ein TCM Typ gesagt. Ich hatte Herz-Rhythmus Probleme als Kind, die ich auch heute teilweise noch habe. Also, ich bin nicht der fitteste, einfach genetisch bedingt. Und ja, jetzt letztes Jahr mit 27 dann hat’s schließlich rausgehauen und ich musste was tun. Marcus: Mh, ja umso besser, sonst hättest Du jetzt das ganze Wissen nicht, was Du mit unseren Hörern geteilt hast und ja… wie gesagt nochmal, also eine der spannendsten Folgen bis jetzt. Und am Anfang denkt man so “Okay, das ist mir alles ein bisschen zu esoterisch, was da beim Joe rauskommt” und jeder hat mal irgendwo mal was aufgeschnappt und ich bin da von Natur aus auch immer relativ skeptisch neuen Sachen gegenüber oder Menschen, die dann behaupten irgendwas anders oder besser zu wissen und…. aber je tiefer man dann eintaucht und je mehr man sich auch mit Dir unterhält, merkt man so “Wow ey, da ist echt auch krass Knowledge hinter”. Und ja… also danke nochmal, dass Du die Zeit gefunden hast. Wo kann man mehr über Dich erfahren beziehungsweise verschriftlichst Du auch Dein ganzes Wissen, was Du zu diesen Gebieten hast oder ist das jetzt einfach nur so ein Baustein in Deinem Leben, dass Du sagst “Das hilft mir auf anderen Ebenen dann zu besserer Leistung, aber ich mache mit anderen Sachen Kohle”? Joe: Ja also, ich habe ja lange Zeit als Businessplan Ghostwriter gearbeitet und brainhive.de ist bis heute eine meiner wichtigsten Quellen nebenbei als digitaler Nomade Einkommen zu generieren. www.brainhive-ethical-marketing.com gibt es seit drei Jahren und wird auch immer wichtiger. Vor allen Dingen macht es viel mehr Spaß. Es ist so, dass ich jetzt auf www.solreign.com die ganzen Bücher publiziere, sehr viele Textwerke, Gedichte, und da in den Blog werde ich auch dieses Wissen einbinden, aber tatsächlich habe ich lange Jahre leider nicht das gemacht, was mir Spaß macht oder was der Welt am meisten Nutzen bringt, sondern das was sich am leichtesten monetarisieren lässt. Bin aber in dem Prozess, Gott sei Dank, jetzt die Richtung zu wählen, die mich hoffentlich dazu bringt, dass ich Leidenschaft und Gelderwerb auch optimal verknüpfen kann. Marcus: Ja richtig cool, weil das ist ehrlich gesagt auch so eine Sache, die mir so ein bisschen aufgefallen ist. Das waren jetzt nur zehn Tage auf dem Camp, die aber sehr intensiv waren und ich glaube, wir haben alle von einander mega viel gelernt und als Du hier angekommen bist, war halt Dein Business mehr Mittel zum Zweck, um Geld zu machen und Geld muss man halt haben, um seine anderen Sachen machen zu können. Und ich glaube, da warst Du noch nicht so weit, wie Du jetzt heute bist, wo Du sagst so “Ey man kann ja eigentlich auch die coolen Sachen, die einem Spaß machen, wofür man Leidenschaft hat, was dann vielleicht aber auch ein bisschen länger dauert, bis das mal abhebt, dafür aber weniger nervraubend ist oder sich dann nicht so sehr nach Arbeit anfühlt, dass man auch dadurch dann langfristig Geld generieren kann.” Also genau Deine Stärken dann irgendwie zu Kohle zu machen. Also das habe ich persönlich schon so gemerkt über die Mastermind drüber und auch das, was Du jetzt gerade gesagt hast, passt total gut dazu. Deshalb bin ich echt happy, dass da vielleicht auch ein kleiner Mindchange oder Mindswitch innerhalb des Camps bei Dir stattgefunden hat. Joe: Ja definitiv, also, wo ich mich auch mit Romana unterhalten habe und sie dann uns entführt hat und dass was wir als Kind gerne gemacht haben. Und dass das ja vielleicht das ist, was wir jetzt auch mehr machen könnten, ist es so, dass ich recht desillusioniert manchmal bin und das für mich die Realität sehr entzaubert ist, weil ich viel auch mit Kunden zu tun habe, die mich echt als Tool benutzen auch. Und das geht vielen natürlich so. Ich bin auch froh, dass ich das habe, Gott sei Dank bin ich nicht im Office. Ich habe ja auch echt blöde Corporate Jobs teilweise gehabt. Und ich denke, dass ich mit der Leverage, die ich jetzt hier bekommen habe, in Form von Know-How und Kontakten, dass ich wohl auf sechs Monate tatsächlich einiges wuppen werde, was mich zum glücklicheren, noch produktiveren und vor allen Dingen ja auch von der Ressourcenbasis her potenteren Menschen macht. Marcus: Cool, wir sind gespannt, wir bleiben nah dran! Deine Projekte verlinken wir in den Shownotes. Vielen Dank Joe und wir hören uns bald wieder! Joe: Danke Marcus! Yeah Leute, das war auch schon Folge 25 der LIFE HACKZ Show. Richtig krass, wenn man denkt, dass wir erst vor ein paar Wochen On Air gegangen sind und jetzt schon 25 Folgen Live haben. Das fühlt sich an, als ob das ganze Ding erst gestern gestartet ist. Auf der anderen Seite fühlt es sich aber auch schon so an, als ob’s das schon immer gibt. Mir macht’s auf jeden Fall richtig viel Spaß! Und wenn ihr sagt, für euch ist es auch cool, ihr könnt nen Mehrwert daraus ziehen und die Folgen, die bringen euch was, der Content ist kostenlos, würde ich mich freuen, wenn ihr euch erkenntlich zeigt und unsere Charity Aktion unter www.lifehackz.de/charity unterstützt. Ansonsten alles weitere zu dieser Folge mit Joe Görbert unter www.lifehackz.de/025, das ist die Folgennummer. Dort findet ihr auch alle Shownotes und Links zum krassen, krassen, spannenden Typ Joe. Ansonsten viel Spaß bei allem, was ihr jetzt noch macht und bis zum nächsten Mal! [/su_spoiler] [/su_accordion]  

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Sep 25, 2015

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Interview mit Chris Bachmann von Chris Coaching

Hey Leute, willkommen zu LIFE HACKZ Live aus dem Surf Office aus Lissabon. Diesmal mit dem super sympathischen Chris Bachmann, der Personal Trainer ist und Fitness Coach ist. Unter Chris Coaching bietet er auch Online seine Dienste an, aber er ist auch immer vor Ort an den Studios um den Menschen zu einem besseren und gesünderen Leben zu verhelfen. Er ist das halbe Jahr über im Sommer in Deutschland anzutreffen und im Winter ist er in Süd-Ost-Asien in Laos und arbeitet dort als Personal Coach. Ich denke, für alle digitalen Nomaden und überhaupt alle Leute, die viel Zeit vor dem Rechner verbringen, wie beispielsweise Online-Unternehmer, ist Sport und ein gesunder Lifestyle ein sauwichtiges Thema. Also Leute, lasst euch motivieren, lasst