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DNX LIFE HACKZ ist die Show zu den Themen Digitale Nomaden, Produktivität, Persönlichkeitsentwicklung, Lifestyle Design, Lifehacking, ortsunabhängiges Arbeiten, Sport, gesunde Ernährung und geistige Fitness.
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Interview mit Joe Görbert von BrainHive Ethical Marketing

Hey Leute, hier ist LIFE HACKZ und hier ist euer Gastgeber Marcus Meurer. Diesmal wieder life aus Berlin. Wir sind zurück, nachdem wir jetzt in oder auf Mallorca und in Portugal unterwegs gewesen sind, sind wir jetzt hier in Berlin in ner Airbnb Wohnung und bereiten die nächste DNX Konferenz vor. Mein heutiger Gast ist ein mega spannender Typ, der ein Teilnehmer bei uns im DNX CAMP gewesen ist, der Joe Görbert und ich habe mir immer gedacht: Wie macht der das? Wie kann man so viel Energie haben, so viel Power und so wenig schlafen? Und das war Grund genug, den alten Businessplan-Ghostwriter mal vor’s Mikro zu holen und mit ihm über Polyphasenschlaf zu reden, über Energiesnacking. Was ist gut, günstig und auch praktisch für unterwegs, wenn man sich fit halten will. Er hat über Vitalessenz konservieren gesprochen, was, ich glaube, für einige Leute von euch mega spannend sein kann. Wir haben über Genussgifte und andere Substanzen wie Alkohol, Koffein, Taurin, Kokain, Amphetamine, Ecstasy, etc. pp. gesprochen. Was man da vielleicht auch präventiv machen könnte, um sich mal auf so einen Exzess vorzubereiten, wenn es denn mal sein muss. Und er hat uns verraten, wie er es macht, seine Gedanken zu beherrschen. Und welche kleinen Tricks man aus dem selben Bereich noch anwenden kann. Das ganze klingt jetzt ziemlich esoterisch oder spirituell, ist es aber überhaupt nicht. Die Infos sind mega hands-on und auch für mich total augenöffnend, will ich fast sagen, gewesen und hat mich echt in vielen Bereichen auch zum Nachdenken gebracht. Von daher: Ihr könnt euch auf die Folge freuen. Bevor ich euch jetzt in die Folge entlasse, möchte ich kurz auf unsere Charity-Aktion hinweisen, die Feli und ich mit dem heutigen Tag, am 28. September starten. Heute ist Felis Geburtstag. Wir fahren von Europa nach Brasilien und möchten, wenn wir in Brasilien sind, das zum Anlass nehmen, Straßenkinder aus Bahia zu unterstützen. Checkt unsere Aktion aus unter www.lifehackz.de/charity. Jeder Euro hilft. Wir würden uns total freuen und jetzt viel Spaß mit der Folge mit Joe!

In dieser Folge lernst du:

1. Polyphasenschlaf: Was ist das und wie mache ich das? - Schlafdefizite mit Power Napping kompensieren - Auf Wunsch einschlafen: Mindfulness Meditation - Kommentar zur extremsten Form des PPS: Die Übermensch Challenge

2. Energie-Snacking: Was ist günstig, gesund & praktisch? - 6 Lebensmittel, die perfekt zum Snacking taugen (Rohe Erdnüsse, Apfel, Falafel/Hülsenfrucht-Salgados, Melone --> Messer dabeihaben, Nussmus-Haferkeks, gebackene Kürbisstücke) - Der Kohlenhydrat-Komplott und was dieser mit uns macht - Praktische Beispiele, wann man was und wie mitnimmt - Kommentar zum ultimativen Powerdrink --> Ingwer-Grüntee extrakt mit Zitrone

3. Thema Vitalessenz konservieren- Tantrismus und Retention. - Kurzer Kommentar zum Buch "Tao of Health, Sex and Longevity" von D.P. Reid  - Techniken der Ejakulationskontrolle - Techniken des Verschließens des "Tor des Lebens" zur punktuellen Auslösung von Energieschüben

4. Über den Konsum von Genussgiften und anderen Substanzen. - Die krassesten Energiekiller-Substanzen: THC, Alkohol, Koffein, Taurin, Kokain, Amphetamine und Ecstasy - Leberkur, Elektrolyt- & Wasserhaushaltsmanagement zur Verringerung negativer Substanzkonsumeffekten

5. Gedankenbeherrschung und sonstige Zen-Tricks. - Die destruktive Wirkung des permanenten inneren Dialogs - 3 Visualisierungen, die sofort den Kopf klären - Die Kryas - Die Bandas - 5 Bushaltestellenübungen, die deine Energiekanäle durchpusten  

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

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SHOWNOTES

BrainHive Ethical Marketing

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Solreign

LifeHackz Charity Aktion

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"]   Marcus: Jo hi Leute! Willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ. Und ich bin super happy, dass ich hier mit dem Joe, ein Teilnehmer von unserem DNX CAMP in Lissabon, zusammensitze. Hi Joe, cool dass Du am Start bist! Joe: Ja hi Marcus! Marcus: Joe ist ein absoluter Life Hacker, deshalb passt er perfekt auf den Podcast hier drauf. Und wir sind gerade an Tag 9, glaube ich, von unserem 10-tägigen Camp und ich kenne keinen, der so viel Energie Tag für Tag an den Tag legt und nichts auslässt und immer guter Laune ist und trotzdem hellwach. Und die meisten Leute fragen sich auch: Wie macht der Typ das? Und wann schläft der überhaupt mal? Und von daher, sag mal, was sind so Deine besten Hackz, um so energiegeladen zu sein, wie Du bist? Und vielleicht steigen wir gerade mal mit dem Thema Schlafen ein, wenn Du Bock hast. Joe: Genau Marcus, also ähm, ich habe ein paar Themen mir zusammengeschrieben und das Erste, worüber ich sprechen würde, wäre der Polyphasenschlaf eben. Viele von uns haben ja das Problem, gerade wenn sie unterwegs sind und traveln, dass sie halt nicht sehr viel schlafen. Dass sie eher mal Party machen und dann am nächsten Tag gleich schon Action. Und oft sind sie auch in nem Hostel, wo man vielleicht auch gar nicht so viel schlafen kann einfach, weil immer Leute kommen und früh raus und hier und da und Ausflüge… Und ähm, der Polyphasenschlaf ist sehr interessant. Also es gibt manche Leute, die das richtig auf die Spitze treiben mit der bekannten Übermensch Challenge. Dass sie nur noch zwei Stunden am Tag schlafen. Und wie das funktioniert, ist einfach so, dass viele von uns, die eben den Monophasenschlaf benutzen, dass die eigentlich in Wirklichkeit nicht so tief schlafen dabei, dass das Brain also immernoch wach ist und Dinge verarbeitet. Und jemand, der seinen Körper trainiert für den Polyphasenschlaf, es gibt übrigens auch Biphasenschlaf und andere Schlafarten, dass der einfach ausgeruhter ist, weil er direkt einpennt. Marcus: Das heißt, wenn ich jetzt abends meistens so gegen 23:00 Uhr oder 0:00 Uhr ins Bett gehe und morgens dann um 6:00 Uhr oder 7:00 Uhr aufstehe, dann bin ich ein Monophasenschlaf...Schläfer oder? Joe: Genau, das wäre der typische Monophasenschlaf. Marcus: Okay. Ich glaube, ich hatte auch mal ne App installiert, wo Du dann genau sehen konntest, wo dann glaube ich, die Tiefschlafphasen waren, wo man dann unruhiger war und wo man dann in diesen REM Modus reingekommen ist und wo gerade nicht. Und der Ansatz bei Dir ist jetzt glaube ich, in dem Prinzip was Du gerade machst, dass dann in verschiedene Phasen zu splitten und nur diese wichtigste, diese Tiefschlafphase mitzunehmen oder? Joe: Genau, genau. Also was ich die meiste Zeit mache ist eben, dass ich drei, vier Stunden schlafe und dass ich dann, wenn ich während des Tages arbeite und wenn ich merke, dass ich müde werde, dass ich mir einfach eine Schlafbrille überziehe und mir Stöpsel ins Ohr stecke und dass ich mich dann in so eine Art Kurzmeditation begebe. Darüber wollte ich auch noch kurz sprechen, weil viele von uns haben halt das Problem, dass sie nicht auf Wunsch einschlafen können. Dass das Brain dann einfach weiter noch irgendwelche Gedanken spinnt und dass man dann quasi in seinem Bett liegt und nicht abschalten kann. Was ich einfach mache ist, dass ich mich auf mein Bett lege, Augen zu, Schlafbrille, Stöpsel rein und dass ich dann verschiedene Übungen durchgehe. Also ich beginne dann mit so einer Visualisierung, dass ich mir einen Ventilator in den Kopf visualisiere, der meine Gedanken so nach hinten raus pustet. Ja, so blöd sich das anhört. Aber … Als nächstes dann kommt eine Atmung von 10 nach 1 jedes Mal beim Ausatmen, 1 nach unten zählen und immer versuchen… also… Zum Beispiel: 10 nach unten zählen und jedes Mal länger ausatmen und es doppelt so lange ausatmen wie man einatmet. Und sich dann wirklich voll und ganz auf die Atmung konzentrieren. Und dann, was man noch zusätzlich machen kann, wenn trotzdem Gedanken hochkommen ist, ich sage euch einfach die mächtigste Übung - es gibt verschiedene Übungen, die man machen kann - ist dass man alle Gedanken sich wie so ein Universum vorstellt und jeder einzelne Gedanke ist quasi ein Stern in diesem Universum. Und in der Mitte ist eine Sonne ja? Und die Sterne poppen halt so auf ja - verschiedene Gedanken. Man hat vielleicht auch Themen, die man bewusst ansteuern kann. Zum Beispiel Partnerschaft, Karriere, Konflikte, Ziele, Träume, Wünsche, Ängste, Dinge für die man sich möglicherweise auch schämt oder so. Also Dinge, die quasi negativ ankern, weil die sind sehr stark. Und dann, wenn man denkt, dass man sein Universum abgesteckt hat. Das es wirklich jetzt zu 90% Sachen sind, die einen am meisten beschäftigen, dass man diese Sterne einfach in diese Sonne hineinvisualisiert. Die Sonne zieht quasi alles zusammen, öffnet sich am Ende und verschluckt alles und wird dann schwarz und zu einem schwarzen Loch. Und möglicherweise ist man dann schon echt müde. Also sowieso, weil man hat ja nur drei Stunden geschlafen und vorher natürlich den Wecker gestellt, auf 20 Minuten. Also 20 Minuten ist das ideale Powernapping-Zeit, wenn man schon 30 oder 40 Minuten macht, dann tendiert man dazu zu lange zu schlafen ne? Und dann hat man wieder das Problem, dass der Schlaf nicht so geil ist, wie er eigentlich sein könnte, so energetisierend. Marcus: Also das heißt, Du fällst mittlerweile dann relativ schnell in den Schlaf, wenn Du Visualisierungen und die Übungen machst und stellst Dir den Wecker, sodass Du mit Visualisierung am Anfang nach 20 Minuten wieder aufstehst? Joe: Korrekt, ja genau. Marcus: Und kann man das trainieren? Würdest Du sagen, Dir fällt es mittlerweile leichter dann direkt in den Schlaf zu fallen. Das heißt, der Körper rafft schon: Okay cool, jetzt endlich kann ich mal wieder 20 Minuten runterfahren. Dass das dann schneller geht als am Anfang? Joe: Völlig korrekt. Also das was quasi das Brain wach hält, das sind die … das ist so ein Zeigarnik Effekt, also Unvollständigkeiten ja? Es kann sein, dass man am Tag irgendwie einen Konflikt hatte mit jemandem oder dass man irgendwie Angst hat, was vergessen zu haben. Und deshalb ist es geil, wenn man zum Beispiel die ganze Zeit To Do Listen auch macht. Und es ist geil, wenn man quasi seine Energiezentren im Körper, also “Chakren” reinigt, sodass negative Energien nicht so wirklich reinkommen. Zum Beispiel, dass man sich klarmacht: Okay, dieser Typ hat mich jetzt angepflaumt, aber in Wirklichkeit beschäftigt mich das, weil ich mich schuldig fühle. Dass der vielleicht irgendwie recht hat. Und jetzt jemand, der sich selbst gut verzeihen kann, der quasi schon spirituell so ein bisschen vorangeschritten ist, der verzeiht sich das dann einfacht, verzeiht ihm und pennt dann einfach. Marcus: Ja, echt mega krass! Ich habe, glaube ich, das erste Mal auf dem Blog oder auf dem Podcast von Tim Ferris da gehört, als der den Matt Mullenweg zu Gast hatte, den Gründer von Automattic, die größte Firma, die hinter Wordpress steht, und war damals schon mega fasziniert. Hab dann mal im Kopf ein bisschen durchgespielt, ob das noch ne Option für mich sein könnte, und hab’s dann ehrlich gesagt relativ schnell wieder verworfen, weil ich glaube, das wird wahrscheinlich auch der Knackpunkt für die meisten Menschen sein. Das ist schon eine Umstellung im “normalen Leben” oder “Tagesablauf” oder? Wie machst Du das? Joe: Ja, also ich glaube, es fällt halt alles zusammen. Wenn man zum Beispiel jetzt besonders viele Genussgifte konsumiert oder wenn man andere Dinge tut, die dem Körper nicht so helfen, jetzt zum Beispiel keinen Sport treibt oder so etwas. Es ist schwerer einzuschlafen. Es ist das Leichteste, wenn man den ganzen Tag an der frischen Luft war oder wenn man einfach das Energietief auch nutzt, zum Beispiel am Nachmittag. Das kann richtig geil sein, wenn man jetzt irgendwie um 15:00 Uhr oder 16:00 Uhr beim Lesen von irgendwelchen Blogartikeln oder beim Schreiben merkt “Aha, ich werde langsam müde”. Und dann ist es so schön einfach. Also das können wir machen, weil wir halt Webworker sind, aber manch andere können es vielleicht nicht so gut machen, ist, dass man sich einfach zurückzieht, alles dunkel macht, sich ein bisschen hinlegt und dann einfach 20 Minuten schläft. Und dann muss man aber auch so viel Disziplin haben, dann aufzustehen. Zur Not möglichst irgendwelche Sachen machen, die den Blutdruck wieder nach oben treiben und sich dann wieder diszipliniert an die Arbeit begibt. Marcus: Und wie machst Du das dann in der Nacht, wenn’s dann zwischen 1:00 Uhr und 6:00 Uhr oder 1:00 Uhr und 7:00 Uhr… bist Du dann weiter produktiv oder arbeitest bis dann wieder der nächst Schlaf-Cycle ansteht und nach wieviel Stunden steht bei Dir immer ein Cycle an? Joe: Also jetzt war es ja hier während den Camps so, dass wir meistens erst so um 3:00 Uhr oder 4:00 Uhr überhaupt schlafen gegangen sind. Aber ich arbeite dann einfach solange ich Power habe. Und wenn ich echt keinen Bock mehr habe zu arbeiten und ich aber trotzdem noch nicht müde bin, dann lese ich was. Oder was ich dann noch mache ist vielleicht noch ein bisschen Yoga, noch vielleicht irgendwelche Planking oder eben Bodyweight Übungen, wenn ich noch Power habe. Und dann einfach Meditation und dann irgendwann penne ich schon ein. Und ansonsten wurde auch bewiesen, dass eine Meditation Schlaf ersetzen kann. Das heißt, wenn ich echt genervt bin, dass ich nicht einschlafe, dann versuche ich dieses Gefühl gar nicht so richtig aufkommen zu lassen, sondern versuche das wieder in der Meditation zu versenken, weil ich einfach weiß, dass wenn ich jetzt einfach meditiere, ruhig bin, die Muskeln entspanne, dass es quasi fast genauso gut ist, wie der Schlaf. Und dann bin ich nicht so gestresst, weil das ist das Schlimmste. Wenn man dann genervt ist und “scheiße, scheiße, scheiße… Ich muss morgen so viel erledigen. Warum schlafe ich nicht ein, warum schlafe ich nicht ein?!” Und dann die Mühle, die dreht sich. Und die Mühle - Achtung! - ist wie eine Wassermühle. Das heißt, wenn Du ein bisschen Wasser drauf gießt, dann fängt sie schon an zu drehen und das Momentum fängt an. Und dann diese ganzen Übungen, die man vorher gemacht hat, die verpuffen. Die Wirkung verpufft. Also sobald die merkt, dass die Mühle sich anfängt zu drehen, visualiert den Ventilator, der das ganze Wasser aus der Mühle rauspustet und die Mühle steht still. Und diese innere Stille ist auch wirklich sehr magisch. Also, solltet ihr zu den wenigen gehören, die es schaffen, die innere Stille, also die Abwesenheit von sämtlichem inneren Dialog über einige Minuten zu halten, dann fallt ihr sowieso in so eine meditative Ekstase, die auch beschrieben wurde von Eckhart Tolle “The Power of now” oder von Carlos Castaneda “Das Wirken der Unendlichkeit” oder diese ganzen anderen Gurus. Oder Lao Tse, die alle diese innere Stille, die unglaublich energetisierend ist ne? Die schafft so richtig allignment von der Krone des Kopfes bis zum Perineum - wie heißt das auf Deutsch? also so dieses unterste Chakra. Und ihr merkt so richtig, wie es so in euch auf hallt und das lustige ist, man kann es richtig spüren im Körper. Also der Darm fängt dann so an zu gluckern und so und irgendwie… seine eigene Atmung hört man so… man driftet dann weg und manch andere würden dann in nem luziden Traum fallen oder würden irgendwelche halluzinogenen Bilder bekommen, eben die Abwesenheit von Reizen in dem Moment. Das Brain fängt dann an, so fantastische Dinge zu spinnen und es ist ganz, ganz faszinierend. Man sieht dann Tiere, total abgefahren… Total abgefahrenen Tiere oder… also ich meine, das kann man ausprobieren, wenn man einfach Schlafentzug macht. Einfach mal zwei Tage nicht pennen und dann sich in eine ruhige Zone zu begeben ohne zu schlafen und ohne natürlich irgendwie Taurin oder Koffein oder so was zu sich zu nehmen. Und dann einfach mal zu gucken, was das Brain mit einem macht. Und es echt abgefahren so.   Marcus: Krass, also mega krass, mega faszinierend, finde ich! Was genau ist die Übermensch oder Überchallenge in dem Zusammenhang mit Polyphasenschlaf? Joe: Also die Übermensch Challenge ist so das Extremste, was man machen kann. Das ist, dass man nur noch zwei Stunden wirklich am Tag schläft. Und zwar in Blöcken von 20 Minuten, alle vier Stunden. Und da braucht man eben mindestens zwei Monate, dass man da reinkommt. Und es ist für den Körper unglaublich anstrengend. Also, wenn man das nicht durchzieht, nicht die Disziplin hat, dann schadet man sich damit. Man muss das wirklich einmal durchziehen und dann hat man aber echt Gold, weil man muss überlegen, wieviel Schlaf man spart. Also das sind 100 Tage pro Jahr, fast schon, die man spart und die man produktiv sein kann. Und ich kenne einen, der das macht. Ein Kumpel von mir. Und der ist immer in so einer Art High irgendwie. Also der ist die ersten zwei Monate total erledigt, oder war er erledigt und ist dann aber echt so… ey der pennt und dann hat er wieder Power. Und man muss aber auch aufpassen auf sein Skelett. Weil natürlich das Liegen verlängert auch die Wirbelsäule. Und wenn man diese faxen macht und dann die ganze Zeit aktiv ist und Übungen macht usw., dann schadet man möglicherweise seinen Muskel- und Skelettapparat, sofern man nicht Entspannungsübungen auch macht. Also Yoga, Meditation oder am besten ist das Suspension Yoga. Also wo man sich dann irgendwo hinhängt und dann die Wirbelsäule einfach strecken lässt von der Schwerkraft. Marcus: Krass, krass, krass! Kann ich dazu nur sagen. Und mega spannend. Wieviele Stunden Schlaf hast Du denn im Schnitt pro Tag? Joe: Ich dürfte so, während eben diesen Belastungsphasen, wie hier im DNX CAMP, dürfte ich so bei vier, fünf Stunden maximal sein. Und dann ja… jetzt am Wochenende haben wir ja quasi drei, vier Tage eigentlich fast durchgemacht. Also in diesen drei, vier Tagen war ich wohl bei so drei, dreieinhalb Stunden und dann jeweils zwei Nickerchen von 20 Minuten am Tag. Marcus: Wahnsinn! Und ich kann ja jetzt den Zuhörern bestätigen, Du sitzt ja neben mir hier. Ich habe Dich gesehen die ganzen Tage. Du bist jetzt irgendwie nicht völlig fertig und groggy und hast mega Augenringe und siehst aus, wie ein Zombie, sondern ganz im Gegenteil. Irgendwie Du bist immer der Erste, der unten vor der Tür steht und sagt “Wann geht’s weiter? Wo geht’s hin? Ich bin fit” und auch immer super prepaired ist. Also wenn wir unterwegs sind und jetzt dann surfen waren, nehme ich mir immer vor, ich hole mir ein paar Snacks oder irgendetwas zu essen für danach, weil ich weiß, wie teuer das dann an der Beach Bar ist und vergesse das dann immer. Aber Du hast immer in Deinen Taschen irgendwelche Nüsse oder Snacks oder Power Energy Booster, was auch immer. Das würde mich jetzt auch mal interessieren: Was genau sollte man da beachten und wie schafft man’s dann auch günstig irgendwie sein Energielevel hochzuhalten mit der Hilfe von Nahrungsmitteln? Joe: Genau, also das finde ich ganz wichtig. Das ist quasi der nächste Baustein so, für dieses Energiehaben andauernd. Also das eine Thema ist Schlaf, das andere ist, dass man eben seinem Körper quasi eine ständige Zufuhr an kleineren Einheiten von Nahrung eben gönnt. Und das sollte man halt so kombinieren, dass der Körper es auch perfekt verwerten kann. Also ich habe in meinen Taschen meistens Erdnüsse und da nehme ich so rohe Erdnüsse, die ich hier vom Markt kaufe. Fast für’n Appel und ein Ei. Marcus: Genau. Gesalzene? Joe: Ja. Also man kann auch gesalzen und geröstet. Die sind meistens leider mit Sonnenblumenöl eben geröstet. Und dieses Öl ist eben nicht so gut verwertbar für den Körper. Da darf man vielleicht auf den Geschmack jetzt nicht so übertrieben achten. Es ist auch so, wenn man lange Zeit eben auf salziges und pikantes verzichtet, dass die Geschmacksknospen dann einfach stärker aufwachen und dann… zum Beispiel die Erdnüsse, wenn ich richtig bewusst die esse, dann schmeckt es fast wie Pinienkerne. Also besonders diese rohen halt. Da ist so was fein Nussiges irgendwie. Das macht mir echt Spaß. Und ja, andere Sachen, die man so dabei haben kann - abgesehen von eigentlich allen Nüssen, also auch Cashewkerne oder so sind ganz genial - da nehme ich aber zum Beispiel von den rohen Abstand. Einfach weil die irgendwie zu …. also die führen irgendwie zu Gas im Magen und so. Marcus: Ja Blähungen. Joe: Ja genau. Hart gekochte Eier sind echt geil. Einfach drei hartgekochte Eier dabei haben, wenn man zum Surfen geht. Äpfel… ähm, es gab mal ne Zeit, da habe ich immer so riesen Falafel dabei gehabt, die noch so mit Käse gefüllt waren. Ist auch geil. Tendenziell soll man eigentlich Kohlenhydrate und Proteine nicht mischen. Das kann der Körper schlecht verdauen von den Enzymsäften her. Es ist besser, wenn man die drei großen Gruppen einzeln konsumiert und Fette, Proteine, Zucker, Kohlenhydrate trennt. Also Zucker ist natürlich ein Kohlenhydrat. Es gibt Zucker und Stärke, aber wenn man es alles vermengt, dann hat der Körper umso mehr Arbeit. Und auch wenn man besonders viel isst gleichzeitig, dann macht das eher müde. Das nimmt eher Energie. Und es ist besser, wenn man so ne ständige kleine Zufuhr hat. Gebackener Kürbisse ist genial auch und ja, wenn ich unterwegs bin, esse ich auch gerne einfach Tomaten. Marcus: Und das gilt jetzt aber nur, wenn Du unterwegs bist? Und das heißt, Du nimmst aber auch normale Mahlzeiten zu Dir, weil Du sitzt ja gerade neben mir und bist gut gebaut und sportlich durchtrainiert. Das geht nicht nur mit Nüssen und irgendwie ein paar rohen Eiern ne? Joe: Genau. Also ich folge den taoistischen Ernährungsprinzipien. Die vor allen Dingen eben den Konsum von Proteinen und Früchten predigen. Also ich esse jeden Tag einige Eier, jeden zweiten Tag eine Hühnerbrust. Mische das hauptsächlich mit Avocado, Guacamole oder eben so Tomatensaucen, die ich selbst mache. Und ansonsten esse ich auch mal Haferflocken mit Früchten. Aber Wasser… Also von Milch würde ich grundsätzlich abraten. Da bin ich mit den Paleo-Leuten auf einer Wellenlinie. Marcus: Warum? Joe: Naja pasteurisierte Milch ist halt so sehr schwer für den Körper zu verdauen wegen dem Milchzucker da drin. Und jetzt, wenn sie nicht pasteurisiert ist, ist es okay. Auch andere Produkte wie Schafsmilch oder Ziegenmilch sind okay. Marcus: Pasteurisiert heißt haltbar machen. Joe: Genau, das ist einfach erhitzt und durch das Erhitzen, denaturieren die Enzyme die da drin sind und die dem Körper helfen würden, die Laktose zu verdauen. Und ich bin echt so weit, dass ich noch nichtmal irgendwie teure Hafermilch, Mandelmilch oder Kokosmilch nehme. Ich nehme einfach Wasser und wie gesagt, also wenn man den Körper ein Stück weit diese ganzen künstlichen Geschmacksverstärker, Salze und Gewürze entzieht, dann… Die Geschmacksknospen wachen auf und es ist echt geil und jede Rosine schmeckt wie ne Praline und es ist echt geil ja. Marcus: Hammer. Und das geht auch bei Leuten, die jetzt Jahre lang viel Salz gegessen haben oder vielleicht sogar noch Kaffee oder geraucht haben? Meinst Du, da sind diese Knospen irgendwann… sind die wieder zu reaktivieren? Wenn Du jetzt mal ein Jahr vielleicht ein bisschen bewusster und abstinenter von diesen ganzen Geschmacksverstärkern lebst? Joe: Also ich weiß es von meinem eigenen Dad. Er hat lange Zeit im Ausland gearbeitet und der kann extrem scharfe Sachen essen und alles andere schmeckt ihm nicht so richtig. Wenn er Nutella ist, dann ist die immer mit dem vollen Löffel, weil er sagt, er schmeckt es sonst nicht. Und ich meine auch irgendwo gelesen zu haben, dass diese Geschmackspapillen oder wie sie heißen, diese Knospen, dass das zu den wenigen Zellen gehört im Körper, die sich eigentlich nicht mehr regenerieren oder teilen. Deshalb, ältere Leute haben oft kaum mehr Geschmack. Marcus: Ja das stimmt, das habe ich auch schonmal gehört. Wir können nicht mehr so gut schmecken, genau. Stimmt. Was ist der Kohlenhydrate-Komplott? Joe: Genau, das war das nächste worüber ich sprechen wollte. Noch kurz hier zu dem Thema: Also möglicherweise die, die rauchen und die halt vielleicht es nicht zu sehr übertreiben und die jetzt nicht irgendwie direkt aus der Flasche die scharfe Sauce trinken, die haben bestimmt ne gute Chance, wenn sie das ein paar Monate lassen, dass sie dann das wieder bekommen. Und es ist sehr interessant, jetzt bei Life Coaches die ich kenne, die halt so Yogisch sind, die können das gar nicht ab ja? Also wenn Du denen Pesto gibst oder so, was vielleicht irgendwie etwas salziger ist, dann, die mögen das einfach nicht, die wollen das nicht. Na gut. Und der Kohlenhydrat-Komplott ist einfach, dass das eben in den meisten westlichen Gesellschaften quasi dieses Weißmehlzeug überall ist. Also egal ob man jetzt irgendwie ein Gebäck zu sich nehmen möchte oder ob es hier um Döner geht, was in dieser KiTa ist, Pizza, also alles ist eben dieses billig, kurzkettige Kohlenhydratzeug, was überhaupt nicht gut ist für Dich. Was das Dir Energie raubt. Es raubt Dir richtig Energie, weil das eben Deinen Spiegel durcheinander bringt, Deinen - ich weiß nicht ob es der Blutzuckerspiegel ist, jetzt genau. Aber dieses kurzkettige macht auf jeden Fall Heißhunger und dann isst Du auch zu viel. Und dann isst Du oftmals diese kurzkettigen Kohlenhydrate vermischt mit Proteinen oder mit irgendwelchen Palmfetten am besten noch oder Zucker oder so. Und das ist halt echt Scheiße ja? Ähm… Das ist vor allen Dingen langfristig… kann es zu Krankheiten führen, aber selbst kurzfristig ist es einfach so was, was Dir einfach Energie raubt. Das ist als ob Du statt zu essen, um Energie zu produzieren, ist es essen, was Dir Energie wegnimmt.   Marcus: Also Du meinst damit, dass der Körper dann eher damit beschäftigt ist, diese ganzen Giftstoffe zu bekämpfen und dadurch die Energie verloren geht, als dass Dir das Essen, was Du dann zu Dir führst, vielleicht ne Pizza und Dir denkst “Ich brauche mal wieder ein bisschen Power”, dass das total kontraproduktiv ist? Joe: Ja genau. Also ähm, der Körper stützt sich da drauf. Das sind kurzkettige Sachen, da muss er nicht viel dran arbeiten. Naja gut, es wird schon Energie produziert, aber es kostet einfach zu viel, das zu verarbeiten und oftmals, wie gesagt, sind dann auch noch Backtriebmittel drin oder es ist einfach so ne Nahrungspampe, wo der Körper mit arbeiten muss und das ist einfach auch schlecht oder so. Also wenn man etwas bewusster isst, dann merkt man, was das für einen Impact hat. Marcus: Ja ich glaube, dass hat jeder auch schonmal gemerkt, wenn er sich einfach überfressen hat, weil der Geschmack einfach so gut war, aber eigentlich man selber dieses Bedürfnis nach den Hunger zu stillen, das war schon längst erfüllt, aber man frisst dann trotzdem noch die Pizza auf und nimmt sich vielleicht auch noch die Pizzabrötchen. Ich glaube, das ist auch dieses Weißmehl pur, die Pizzabrötchen oder so und dann noch fett Kräuterbutter drauf und danach möchte man eigentlich nur noch sterben und hasst sich selber, wenn Du dann so im Bett rumliegst. Also so geht’s mir. Joe: Ja genau, die Ernährungsindustrie ist wahnsinnig geschickt dabei, wie auch die Videospielindustrie, wie auch die Medien uns quasi daran zu ziehen und dem was wir schwach sind, ja. Und jetzt haben wir vor zwei Tagen auch chinesisch gegessen und es war wahnsinnig lecker wegen diesem Geschmackverstärkerzeug und letzten Endes sind wir eben, ja wenn irgendwas geil schmeckt, dann… in Afrika gibt’s auch die Tiere, die diese vergorenen Früchte essen, weil’s einfach süß ist und weil sie danach so beduselt sind. Da muss man einfach auch wieder hier die Disziplin mitbringen, möglichst was dabei haben, was man essen kann. Also wenn ich da rumlaufe da draußen, ich gehe dann meistens in den Supermarkt und hole mir da irgendwie Äpfel oder Orangen. Ich habe auch meistens ein Messer dabei. Das heißt, ich kann mir so ne fette Melone holen. Und Melone gehört zu den geilsten - das wollte ich noch kurz sagen - Nahrungsmitteln überhaupt. Es wird auch rauf und runter in den taoistischen Schriften gepredigt, dass man sich ne Melone schnappt, die Kerne raus... Marcus: Wasser oder Honig? Joe: Ja, also ich mag die Honigmelonen, da fahr ich voll drauf ab Mann! Die sind einfach so geil. Und dann ist man echt pappsatt, wenn man mal so ne halbe Melone weggeputzt hat und es ist auch günstig. Marcus: Okay, da hast Du aber schon ein krasseres Messer am Start, wie so ein Buschmesser oder so. Also wenn Du ne ganze Melone aufschlitzt? Joe: Genau, ich habe so ein kleines Switchplate. Das ist auch zur Sicherheit eben. Ich meine, wir machen beide Krav Maga, mit so nem Clip und so, relativ unobstrussiv, also dass keine Blockade irgendwie in der Tasche ist und ja, damit packe ich eigentlich ziemlich gut durch so. Marcus: Und neben den ganzen Nahrungsmitteln, die man jetzt isst, gibt’s nen ultimativen Tipp für Dich, was man als Drink vorbereiten könnten oder am Start haben sollte oder vielleicht zu Hause machen kann, wenn man mal wieder nen mega Energieschub braucht? Joe: Das habe ich jetzt hier während dem Camp leider nicht so oft gemacht, einfach weil das schon so ein bisschen Organisation erfordert. Das ist einfach, dass man so sich einfach Ingwerwurzeln holt und die ganze Ingwerwurzel in 2 l Wasser geschält und in Streifen geschnitten aufkocht, zusammen mit drei oder vier Teebeuteln Grüntee und dass man das dann am Ende alles einmal kurz durchfiltert und sich dann in Glasflaschen abgefüllt in den Kühlschrank stellt. Und das Zeug ist scharf, ja? Es brennt richtig in der Kehle, aber es macht richtig… also Wahnsinn. Das ist ein echt geiles Zeug und mir schmeckt’s gut. Na gut, jetzt habe ich vorhin gesagt, so scharf ist eigentlich nicht so gut, aber das ist irgendwie eine andere Art von Schärfe von diesem Ingwer, der einen so richtig wachbrennt irgendwie. Ich weiß auch nicht. Marcus: (lacht) Joe: Ja und in taoistischen und TCM Medizin ist sowieso Ingwer auch etwas reinigendes. Also wenn ihr irgendwie mal ne Nacht durchgefeiert habt und dann dieses Zeug trinkt, dann entgiftet und entschlackt es vom allerfeinsten. Und Grüntee sowieso. Marcus: Wie kriegst Du die Ingwerwurzel so kleingehackt? Wieviel sagst Du nochmal? Drei Stück? Joe: Eine ganze Ingwerwurzel, ich weiß nicht, so 200 gr oder so. Das ist schon einiges, das ist richtig viel. Und was man am besten macht ist mit nem Löffel, dass man so lang scraped und ich meine, ich bin so gehetzt, manchmal lass ich auch so kleinere Augen, lasse ich da dran, scrape das einfach nur so auf und dann hacke ich das einfach in so, keine Ahnung, Einzentimeter breiten Streifen. Wenn ich manchmal unterwegs bin mit anderen Travelern, die beschweren sich dann “Joe, Du musst das kleiner hacken”, aber ich hab einfach keinen Bock und keine Zeit und ich koche es einfach richtig klein.   Marcus: Ja cool. Kommen wir zum nächsten Thema: Vitalessenz konservieren, Tantrismus und Retention. Was genau ist darunter zu verstehen? Ich weiß, da kommt jetzt wieder irgend so eine krasse Wissensbombe. Darum liebe ich das so, dass wenn wir die letzten Tage zusammen gewesen sind, lernt man immernoch total viel Neues damit, wenn man mit Dir abhängt, gib mal ein bisschen Input zu dem Thema. Joe: Also das erste Mal habe ich eben mit dem Thema zu tun gehabt, als ich das Buch “The Tao of Health, Sex, and Longevity” von D.P. Reid gelesen habe. Und Retention beschreibt den Akt, dass wenn man quasi einen sexuellen Höhepunkt erlebt, dass man die Körperflüssigkeiten, die der Mann dann normalerweise verströmen würde, dass man die durch Atmung und Muskelverschluss im Körper hält. Und das ist quasi so eine Art 30% Orgasmus. Es ist nicht so ganz durchrüttelnd und das ist so komplett wie quasi so alles rausreißt, was ja irgendwie so ein schönes rausreißen ist. Die Franzosen nennen es ja Petit Mort, also der kleine Tod. Und dass man quasi in dem Moment, wo man quasi kommen würde, dass man das einfach hochzieht, reinzieht, die Wirbelsäule quasi so hochvisualisiert... Marcus: Das geht oder was? Joe: Genau. Das steht im Buch exakt wie es geht. Wenn ich es jetzt hier erklären würde, würde ich einfach sagen, dass man die selben Muskeln, die man auch zum Verschluss des Perineums, also wo man die letzten Urintropfen rausdrückt, dass man diese Muskeln zusammenzieht. Man muss das ein paar Mal üben. Also wenn ihr euch selbst berührt, könntet ihr versuchen sehr nah an diesen Höhepunkt zu gehen und dann einfach damit spielt und irgendwann hat der Körper keinen Bock mehr das nochmal zu machen. Also irgendwann wird die nötige Stimulation wird zu extrem und die hat keinen Bock mehr und ihr lasst dann einfach abschlaffen. Macht das ein paar Mal und dann merkst Du diese Schranken besser und dann merkst Du auch, dass es möglich ist, das zu bewahren, dieses Ding. Und viele die ich kenne, die masturbieren sehr viel oder sie praktizieren eher die körperliche Liebe mit Personen und jedes Mal lassen sie die Essenz rausfließen und nach den taoistischen Prinzipien ist es okay bis zum 25. Lebensjahr. Dann ist man quasi eine nicht versiedende Quelle von dieser Vitalessenz, aber danach ist es schon schwierig und man sagt zwischen 25 bis 35 soll man eigentlich nur noch jedes zweite Mal das versprühen. Und ab 35 eigentlich nur noch jedes fünfte Mal und ab 55 nur noch eigentlich jedes 50. Mal. Also so steht es in dem Buch, ungefähr so. Und äh, es ist wirklich…. also ich kann sagen, dass diese Essenz bewahren… teilweise macht es einen natürlich total verrückt, weil man sehr horny ist, die erste Zeit. Aber dann letzten Endes diese Hornyness kann man transformieren in andere Potentiale und ich merke es auch, wenn ich mich sehr horny fühle, dann fällt es mir leichter wütend zu werden komischerweise. Und es fällt mir dann leichter auch zu trainieren. Also teilweise kann es dann sein, dass ich an all so Sachen denke, absichtlich, die mich wütend gemacht haben als Teenager oder so. Und dass ich dann einfach meine 30 Push-Ups mache, als wäre es überhaupt nichts, weil ich…. Marcus: Krass! Was auf jeden Fall wissenschaftlich bewiesen ist, dass bei Hochleistungssportlern, wie Profifußballern oder Boxern oder auch Tennisspielern, wenn die ein wichtiges Match haben, dass es einen Unterschied macht, ob die Freundin dann noch ins Mannschaftshotel darf die letzten Nächte und man dann wahrscheinlich auch Sex hat und sich da verausgabt oder man das über Tage halt ansammelt und dann wahrscheinlich auch dieses Adrenalin und der Push, was sich dann ja auch ganz natürlich bei Männern dann auch anstaut, halt in dem Fall dann für dieses eine sportliche Ereignis nutzt. Und das ist mittlerweile Gang und Gäbe, dass bei wichtigen Turnieren oder so nicht ohne Grund dann auch keine Spielerfrauen ins Hotel dürfen. Ich meine, da steckt ganz klar auch dieser Punkt dahinter. Joe: Genau. Also von Muhammad Ali ist bekannt, dass er zwei Wochen vor einem Kampf nichts mehr an sich gemacht hat oder beziehungsweise niemanden mehr an sich heran gelassen hat. Eben weil…. ich glaube, es geht hier um Testosteron, dass ist das. Adrenalin kommt ja quasi durch den Spiegel vom Testosteron und es ist leichter da reinzugehen. Auch Konzentration und ich meine auch von einen von den Zen-Meistern gehört zu haben, dass eben die Flüssigkeiten der das Gehirn schwimmt, dass diese Flüssigkeit ziemlich ähnlich ist zu der Flüssigkeit, die auch die Spermien ernährt. Also im Gehirn selbst diese Nährflüssigkeit. Und also ich weiß, dass ich quasi, wenn ich mit einem Mädchen zusammen bin und da geht einiges, dann ich bin einfach viel viel platter als sonst. Und hoch interessant ist auch, dass die Essenz, die dabei verloren geht, dass das quasi die Premorgio Essence ist, aus der man die anderen Energien quasi hochdestilliert und die dann letztlich auch dazu führen, dass man diese ganzen besonderen Fähigkeiten entwickelt, die auch die Shaolin Mönche haben. Also die können ja Nadeln durch Glas werfen und irgendwie auf ihren Fingerspitzen balancieren und irgendwie nasse Laken trocknen auf dem Himalaya sitzend und diese ganzen krassen Shaolin Tricks, die für uns quasi schon fast übermenschlich sind. Eben dass die das quasi hochdestillieren und zwar aus ihrer männlichen Vitalessenz. Diese Yen Energie, also diese positive, sich aber verbrennende, verzehrende Energie. Marcus: Krass. Und lebst Du denn nach diesem Muster zwischen 25 und 35 so oft und danach dann nur jedes fünft Mal und wenn Du bei 50 bist, vielleicht nur noch jedes 50. Mal… Machst Du das? Joe: Ähm, ich muss natürlich zugeben, dass gerade in diesen Zeiten, wo wir sehr viel Angebot haben von pornographischen Schriften usw., dass es teilweise, wenn gerade auch irgendwie so eine Schwächephase ist, ich hatte einen schlechten Tag oder irgendwie hab mal wieder irgendwie…. man will sich einfach so einen Release geben ja? Dann kann es schon sein, dass man schwach wird, aber tendenziell bereut man es dann hinterher auch, weil wenn man eben so bewusst ist und so mit sich gearbeitet hat, man merkt das voll. Es fehlt so. Es ist wie, wenn Du aus dem Baum ein Stückchen raushackst oder wenn Du irgendwas wegnimmst aus dem Kuchen oder so, Du fühlst, da hat irgendwas vitales meinen Körper verlassen. Ja das ist wirklich... Marcus: Das heißt, Du hast es auf jeden Fall auch schonmal praktiziert als Du mit nem Mädel zusammen im Bett warst und ihr dann Sex hattet und Du hast es dann unterdrückt. Sind die Frauen dann nicht eher enttäuscht und denken dann so “Scheiße, was passiert denn hier? Der Typ kommt nicht” und erklärst denen dann erstmal das Buch oder was geht dann ab? (beide lachen) Joe: Ja, es ist tatsächlich so, dass man schon ab und zu auch mal das erwähnt irgendwie in der Konversation, wenn irgendwie das Thema zum Sex wandert und so. Dass man eben sich mit tantrischen - ja wie sagt man - Techniken beschäftigt hat. Und ja, ähm, es macht Lust auf mehr. Also es ist dann so, dass man echt drei, vier Mal dann das macht und ich meine, das Teil will ja, das es rausgeht. Und dann ist es umso motivierter das zweite und dritte Mal und ich meine, das ist dann schön auch für die Frau, ja. Die kann dann das alles mitnehmen und Du hältst auch relativ lange durch und ich meine, laut den Schriften wiederum ist es auch so, dass man durch den Akt des Zurückziehens auch irgendwie so ein bisschen sich mit der Hidden Energy der Frau dann verbindet und das ist halt super vitalisierend. Diese Technik, wenn man das Buch liest “The Tao of Health, Sex and Longevity”, wurde entwickelt von einem Zen-Meister, der eben seinen Herrscher beraten sollte, der eben einen Harem hatte und jeden Tag mehrere Frauen befriedigen musste. Wie kann ich das machen, ohne dass ich schnell alt werde und dann auch sterbe und schwach werde, Immunsystem schwach usw.? Der hat gesagt “Ja, Du musst das so machen und außerdem wird auch Dein Gang geschmeidiger. Dann wirst Du besser singen können”. Also quasi die Vitalessenz, die sich dann andere Wege sucht, sich dann auszubreiten und umso attraktiver auch. Eine feinere Haut, strahlendere Augen und so. Und da muss man dann das der Frau klarmachen, dass das quasi gesund ist. Dann passt das schon. Marcus: Ja krass, das Buch werden wir auf jeden Fall in den Shownotes verlinken. Und kommen wir mal von einer der schönsten und geilsten Sachen der Welt zu einer schlimmsten und schädlichsten Sachen. Und zwar zu dem Konsum von Giften, anderen Substanzen, was Energiekiller sind und was dann auch zum kürzeren Leben führen kann. Was ist der absolute Scheiß? Was sollte man meiden? Was soll man auf keinen Fall machen? Joe: Also wir hatten ja jetzt in den Medien auch die Diskussion über Red Bull und andere Energy-Drinks. Dass quasi schon die Kids sich mit 13 den Scheiß reinziehen. Und das ist tatsächlich so, dass das echt viel kaputt macht. Also natürlich, wir alle trinken ab und zu Energy Drinks. Ich hab’s vermieden zuletzt. Ich habe halt meinen Ingwer Drink. Aber das ist echt nicht gut für den Körper. Also es zerstört Sachen, glaube ich. Und … ich bin kein Wissenschaftler. Ich kann nur so von meiner eigenen Erfahrung berichten und von dem, was ich fühle und was quasi den Leuten, denen ich folge dazu sagen. Aber es ist echt scheiße und ich weiß auch von meinem Ex-Chef, der die ganze Zeit dieses Zeug gesoffen hat, der sah echt scheiße aus Mann. Der hat auch Haare verloren und alles mögliche. Wahrscheinlich auch nicht so viel Potenz und was nicht alles. Und dann natürlich die ganzen anderen Sachen. Also, ich habe auch etwas Erfahrung mit THC natürlich, ich war früher Rasta und war relativ tief drin. Und auch die ganze Zeit kiffen ist auch ein Energykiller. Wenn man es nach langer Zeit erst den zweiten Tag macht, dann hat man noch so ein gedankliches Feuer. Dass man sich dann diese ganzen Ideen aufschreiben kann. Das ist vielleicht für den ein oder anderen ganz hilfreich und nützlich. Aber tendenziell ist das echt krass. Also jetzt von der Hierarchie der Drogen her ist das was, was richtig viel Energie wegnimmt. Da wird man so dumpf, so stumpf... Marcus: Gleichgültig ne? Joe: Ja, genau. Und dann gibt es eben noch, worüber ich kurz sprechen wollte, Kokain. Das war ja Dein Verdacht, dass ich mich möglicherweise mit solchen Sachen wachhalte. Marcus: (lacht) Ich weiß, aber irgendwas muss da ja sein, aber das ist ja der Polyphasenschlaf. Joe: Das ist für jemand, der in Kolumbien auch gelebt hat, so, dass natürlich ich auch mit dem Thema mich auch beschäftigt habe. Zerstört zu viel vom Immunsystem, selbst wenn das Zeug ziemlich frisch ist. Allein der Produktionsprozess von Kokain mit dem Kerosin und den anderen Lösungsmitteln, das ist einfach nicht so gut für den Körper. Dann Amphetamine, Ecstasy. Ecstasy macht einfach sau verpeilt. Dann hat man zwar Energie für eine Nacht, aber danach hat man drei, vier Tage bevor man einigermaßen sich gut wieder konzentrieren kann. Und Amphetamine - dasselbe Problem wie Kokain einfach. Das ist eine Chemiekur für den Körper. Und wenn man das dann aber machen will. Wenn man Lust hat und mal irgendwie auf die Goa Party gehen will und sich da nicht bequatschen lassen will… ah, kurz noch einen Kommentar vielleicht zu Alkohol: Das ist eigentlich unnötig, darüber jetzt lange zu reden. Alkohol ist natürlich zellzerstörend und auch eine Belastung für die Leber und würde langfristig auch das Energielevel senken. Kann man aber mal machen. Also, ich bin jetzt auch nicht so der mega Mönch, ja. Und wenn man mal auf der Goa Party ist und man weiß, dass man Mushrooms essen wird. Mushrooms auch hier wieder Gift für die Leber. Carlos Castaneda hat sich ja umgebracht mit Mescalin und Peyote, Kakteen und so. Der hat einfach seine Leber… die hat irgendwann den Geist aufgegeben, eben wegen diesen Schadstoffen. Marcus: Ja, ja. Das schädliche an den Drogen selber sind da dann die Abbaustoffe. Was übrig bleibt, ne? Also, das ist vielleicht ganz cool und kann ja bewusstseinserweiternd sein oder aufputschen oder einen wacher machen oder selbstbewusster oder kommunikationsfreudiger, aber die Downsides sind halt mega scheiße ne? Joe: Ja genau. Es ist einfach so ein bisschen so, wie wenn man sich irgendwie in die Fresse haut und man ist dann so ein bisschen beduselt und man ist irgendwie so “Ah ich sehe jetzt die Sternchen und die gefallen mir eigentlich so”, aber langfristig ist es doch irgendwo etwas, wo Du Deinem Körper Schaden zufügst und wenn man richtig flashen will, dann lohnt es sich eigentlich diese innere Stimme zu ernähren, weil Du gehst dann in die Ekstase, spürst dieses pulsierende, Du spürst auch ne wahnsinns Potenz auch ja? Du spürst, dass Du in luzive Träume rückst. Du kannst dann Dinge um Dich herum steuern. Also diese Dinge, die Dein Brain Dir gibt so und Dinge freisetzen. Und ich meine, die krassen Zen-Meister reden auch von dem Wein des Lebens, den die Speicheldrüsen irgendwann produzieren in Deinem Mund. Also das kann man alles googlen. Vieles davon ist vielleicht auch zu esoterisch, aber da steckt auch einige Wahrheit drin. Allein wieder richtig schmecken zu können, was das für ein Genuss ist. Kurz zum Thema, wenn man den feiern will, auf jeden Fall. Und man will sein Energielevel aber nicht schädigen und weiterhin so viel Power haben, ist es mal einfach ein paar Tage vorher auf Fette verzichten und der Leber quasi… also die Leber soll so richtig aufgemotzt sein, wenn dann die Schadstoffe kommen und dann sagt die Leber “Ah, das krieg ich hin, das kann ich absorbieren”. Marcus: Also das ist eigentlich genau das falsche. Es gibt ja, glaube ich, auch so nen Mist, dass man sagt: Ich schaffe eine Grundlage, ich muss jetzt richtig fettig essen, damit ich viel vertrage beim Saufen. Also ich glaube, das ist eher der Killer ne? Joe: Genau, also sowas ist vielleicht für die Verdauungsapparate okay oder dass man es dann länger aushält, weil die Fette kleiden dann so ein bisschen den Darm aus. Vermutlich ist es dann so, dass es dazu führt, dass es langsamer aufgenommen wird, der Alkohol. Das ist nicht nur vermutlich, es ist so. Aber die Leber muss mit diesem Fett arbeiten ja? Und das ist nicht gut. Was man lieber machen soll, ist dass man Fette abschaltet und dass man sieht… also die Kolumbianer machen das sau geschickt. Die besaufen sich mit Rum und trinken mit dem Rum zusammen Wasser mit Eis und essen dazu gesalzene unreife Mango. Und dann saufen die echt die ganze Nacht und es ist so geil, weil man einfach alles gleichzeitig managed: Wasserhaushalt, Elektrolytehaushalt. Man hat diese faserige Mango. Da sind sehr viele Ballaststoffe dabei. Der Alkohol geht in diese Fasern und gibt sich dann frei. Man ist richtig so auf so einem beschwippsten Plateau halt, sechs, sieben Stunden lang, hat Power, tanzt. Die Chicas lieben es und ja, also, man steht auf am nächsten Tag, wie ne Eins. Also für mich war es echt geil da in Medellin, auf diese Art und Weise eben Alkohol zu konsumieren. Marcus: Ja, ich glaube, das ist auch weitläufig bekannt, dass wenn man Alkohol und viel Alkohol, dass es glaube ich, die Dehydrierung, die einen dann fertig macht am nächsten Tag, dass man Kopfschmerzen kriegt oder so, weil man einfach zu wenig Wasser trinkt. Joe: Genau. Also, wenn wir uns angucken, die osmotischen Prozesse, die eben im Körper stattfinden ist so, dass der Alkohol das Wasser rauszieht und vor allen Dingen auch, dadurch dass Alkohol eben ein Gift ist, haben die Nieren und die Leber ein Interesse daran, dem Körper diese Gifte wieder zu entziehen und auszuschalten und es auch zu verstoffwechseln. Zum Beispiel, wenn wir den Rheinberg lesen, die deutsche Militärbibel, da steht drin, dass Alkohol für kurze Zeit Energie geben kann und ich meine Alkohol ist Ethanol, also das ist auch ein Kraftstoff irgendwo, der verbrannt werden kann in den Zellen und Alkohol kann auch fett machen. Nämlich weil der Körper damit was anfangen kann. Der kann daraus Energie produzieren. Aber der Preis ist einfach zu hoch. Und dieser osmotische Prozess, den einfach zu bewahren und auch natürlich für diese Verstoffwechslung, die da stattfindet, eben genug Salze zuzuführen, führt dazu, dass man es managen kann und dann halt den Genuss hat, ohne naja... Marcus: Okay cool. Dann bin ich hoffentlich gut vorbereitet für heute Abend auf unserer Abschlussparty oder mal irgendwelche Parties, die noch kommen werden. Lass uns mal zum nächsten Thema gehen: Gedankenbeherrschung. Und vielleicht noch mal so ein paar Tricks ganz tief aus Deiner Kiste, die Du mit uns hier teilen möchtest. Exklusiv mit den LIFE HACKZ Hörern. Joe: Ja sehr gerne, genau. Der letzte Punkt über den ich sprechen wollte. Und zwar wollen wir mal kurz über diesen permanenten inneren Dialog sprechen, den wir einfach führen mit uns. Jeder einzelne führt den mit sich. Der innere Dialog ernährt das Ego auch. Das Ego ist auch so ein bisschen eine Verblendung so mit Tönung. Man sieht die Dinge nicht mehr, wie sie sind, sondern man sieht Illusionen. Und wenn wir uns angucken, wie der Körper Energie verwendet, dann sehen wir, dass da ganz viel im Brain quasi verbrannt wird. Also dieses ständige Elektronengewitter da im Kopf. Das saugt unheimlich viel Substanz aus der Energiegewinnung, die stattfindet eigentlich in der dritten unteren Kammer. Also, im Zenbuddhismus reden wir über drei Kammern. Man hat die obere Kammer, die eben Zeugnis nimmt. Also, die Whittnessing-Chamber. Dann hat man die fühlende Kammer, ja das Herzchakrakammer. Und dann hat man die brennende Kammer, die eben The Driving Force ist. Also die antreibende Kammer. Und das ist auch bei weitem die größte. Das ist halt da wo unser Darm sitzt. Und der zieht halt die ganze Zeit Feuer, hält das innere Feuer nach oben. Und in der oberen wird’s quasi verbraten, bestimmt zu 60% oder so. Und wenn wir jetzt es schaffen, diesen inneren Dialog einfach zu brechen, eben mit verschiedenen Visualisierungen, mit verschiedenen Übungen der Balance, dann merken wir, dass wir unglaublich viel mehr Kraft haben. Marcus: Mit dem inneren Dialog meinst Du jetzt Selbstzweifel oder halt Dein eigener Krieg, mit dem jeder so zu kämpfen hat und “bin ich gut genug” und “ist der jetzt irgendwie sauer auf mich” und “Scheiße, da müsste ich noch was klären” und ähm “müsste, müsste, könnte, könnte noch so viel mehr machen und mache es nicht” und “war das jetzt schlecht? war das gut?” Also so die inneren Stimmen, ne? Joe: Genau, also dieser negative innere Dialog, den Du hier beschreibst, ist garantiert der destruktivste. Angst, Scham, Schuld und Kummer. Die vier großen negativen Emotionen, allerdings auch der praktische innere Dialog. Auch den hier meine ich. Also, die Planungen für den nächsten Tag. Deshalb alles auf die Listen. Ja? Listmaking ist so geil. Einfach alles dumpen, einfach raus. Und hier auch nochmal der Tipp mit der Speech Recognition. Wenn der Text nicht fehlerfrei sein muss, einfach mit Spracherkennung, das Zeug einfach runter diktieren mit Dragon oder sonst einem Diktierprogramm und dann hast Du’s raus. Du musst Dich nicht mehr damit beschäftigen. Irgendwas fällt Dir vielleicht ein, ey, dann sprichst Du’s. Und Du weißt, es ist safe so. Du kannst es nächsten Tag durchgehen, wenn die Arbeit wieder anfängt und Dich damit beschäftigen oder auch, wenn man gerade frisch verliebt ist. Mann, Du kannst an nichts anderes denken, als die Süße ja? Und dann einfach so ist es ganz wichtig, die … im Zen-Buddhismus gibt’s drei große Konzepte. Es gibt non-judgement, non-resistance, non-attachment. Und dann in dem Moment ist einfach so this too will pass. Also auch das geht vorbei. Es ist in dem Fall quasi Euphorie. Also deseuphorisierend ja? Und das bringt einen dazu Abstand zu nehmen von dieser emotionalen Attachment. Marcus: Was ja am Anfang auch ziemlich geil sein kann, aber auch, glaube ich, gleichzeitig ne riesen Gefahr. Weil wer hoch fliegt, der kann auch tief fallen ne? Also das ganze ein bisschen realistischer zu betrachten? Joe: Einmal das. Andererseits verringert das Deine Konzentrationskraft. Und das kann auch dazu führen, dass Du dann irgendwelche Fehler machst. Also, Du freust Dich zum Beispiel darauf, dass Du morgen nen Nobelpreis bekommst oder dass Du sprechen darfst vor Deiner Branche und Du weißt, es wird Dir so viele Kunden bringen und Du fühlst Dich so geil und Deine Eltern sind so stolz auf Dich, aber es bringt Dich nicht dazu, Energie zu konservieren und zu generieren. Du musst dann einfach so praktisch sein, wie die alten Zen-Meister und Yogis, dass Du diese Sachen halt nicht an Dich herankommen lässt. Und vor allen Dingen auch non-judgement, non-resistance. Du weißt nicht, ob es gut ist. Das ist non-judgment. Die Geschichte von dem Farmer kennst Du vielleicht? Marcus: Nee, erzähl mal. Joe: Also, der Farmer hat ein Pferd, das Pferd läuft weg, seine Nachbarn kommen “Ey, Dein Pferd ist weg, Mann! Das tut uns voll leid”. Und er so: “Ist es Glück, ist es Pech? Ich weiß es nicht.” Das Pferd kommt zurück und hat noch zwei weitere Wildpferde irgendwie dabei, weil es ist ein sehr attraktives Pferd, keine Ahnung. Die Nachbarn kommen wieder “Hey geil, Du hast jetzt drei Pferde! Du reicher Mann!” so. Und er dann so: “Ist es Glück? Ich weiß es nicht.” Dann sein Sohn, versucht das wildeste Pferd zuzureiten, bricht sich nen Arm. Dann die Nachbarn usw. Dann bricht ein Krieg aus und alle werden eingezogen, außer der Sohn mit dem gebrochenen Arm. Also diese Wechsel des Lebens und diese karmischen Verstrickungen, die Bewegungen des Taos sind so schwer einzuschätzen für uns Menschen. Und vor allen Dingen auch quasi … diesen Fluss muss man spüren und wenn man den Fluss beurteilt, die ganze Zeit, das ist Scheiße. Das hat einfach non-attachment, einen Schritt zurück, wir werden alle sterben, wir werden zurückgehen. Alles ist so wie es ist. Alles ist determiniert auch. Genau, das wollte ich noch sagen. Also, ich glaube sehr an den Determinismus. Dass niemand von uns wirklich viel Freiheit. Dass alles dazu führt eben, so wie es sein muss in diesem Moment. Und dass wir bis zur nächsten großen Kontraktion des Universums - also das Universum fällt ja irgendwann mal zusammen und dann wird es wieder explodieren - dass wir quasi bis dahin vor gefestigt sind. Und deshalb fasziniert mich relativ wenig, was passiert. Und dieses, was einen quasi so hoch und runter schlägt, das versuche ich eben zu absorbieren. Es gelingt mir manchmal, manchmal nicht. Ich bin halt auch nur ein Mensch. Aber es ist auf jeden Fall energiekonservierend. Marcus: Mh, und gibt’s dazu bestimmte Tricks oder Visualisierungen, die man dann anwenden kann, wenn genau dieses Kopfkino losgeht und die Gedanken verrückt spinnen? Joe: Genau, also, hier wieder der Verweis an “The Return to the Urban Warrior” von Barefoot Doctor. Ich weiß nicht, ich habe es glaube ich noch gar nicht erwähnt, dieses Buch gell? Okay, das ist auch ein brillantes Buch und da sind quasi zum Beispiel, mit seiner Wahrnehmung, mit seiner Aufmerksamkeit einfach in seine obere Kammer geht und einfach, also, wie so ein Querschnitt von seinem Kopf und da in die Mitte reingeht und dann einfach sagt “Wish to pass” Und wenn dann die Gedanken aufsteigen, dass man die Gedanken visualisiert wie Luftballons aber es regnet Kleber zum Beispiel. Und der Kleber drückt die Luftballons wieder runter oder man ist in einem Boot und das Boot leckt. Und was man dann macht, ist dass man das Boot mit Pech auskleidet und dann kann es nicht mehr lecken. Also dieses Leck ist quasi die Gedanken die reinkommen. Oder dass man die Gedanken visualisiert als Maus, die aus dem Loch raus will. Aber vor dem Loch sitzt eine Katze. Die Gedanken müssen dann immer wieder schnell zurück. Oder eben dieses Aufsteigende. Und dann, wenn man richtig geil ist oder richtig gut ist, dann kann man fühlen, woher die Gedanken kommen. Nämlich aus der Mitte des Hinterkopfes. Dort wo quasi der letzte Wirbel in den Kopf verschwindet. Von dort, nach den Zen-Lehren, steigen die Gedanken auf und dann kann man richtig sehen, wie es so ein nicht endender Schwall ist. Wenn man diesen Schwall spürt und fühlt und vielleicht sogar sieht, dann sieht man quasi die Atome bevor sie sich verbinden zu Molekülen. Und die Moleküle bevor sie sich verbinden zu komplexeren Gebilden. Und dann kann man seine Gedanken zwingen dazu, sich nicht mehr zu verbinden. Und das ist einfach nur fantastisch. Du zerspaltest quasi die Objekte, bevor sie sich verbinden. Und dann schläfst Du ein oder gehst in Ekstase oder sonst irgendwas geiles passiert. Marcus: Mh, krass. Du hast ja jetzt über die Visualisierungstechniken gesprochen. Was man machen kann, wenn der innere Dialog wieder verrückt spielt und wie man seine Gedanken in den Griff kriegen kann. Gibt es noch andere Techniken, die man machen kann on the go, wenn man gerade irgendwo im Alltag unterwegs ist oder so? Wo man dann im Straßenverkehr vielleicht nicht so die Zeit hat, so krass zu visualisieren? Joe: Also, eine Sache, die ich vorhin noch vergaß zu erwähnen bezüglich auch auf Retention war, wenn man einfach die Arschmuskeln und diese Perineum-Muskulatur, also diese Schließmuskulatur zusammenzieht, und man ist müde, dann merkt man nen krassen Energieschub so. Und was man machen kann, ist eben so eine Atmung - das sind die Banda-Atmungen, die Bandas. Das ist eben einfach komplett Ausatmen und dann so  die letzte Luft noch raus. Und dann die 3-Wege-Atmen. Also, zuerst Zwerchfell, Brust und dann das Schlüsselbein nach oben ziehen einfach, komplett einfach mal den Körper fluten mit Luft. Dann, das ist vielleicht nicht so für on the go, aber es ist auch geil: Quasi, vor allen Dingen wenn man schwer gegessen hat, so eine Art… Also die richtig geilen Yogis machen das auch per Atmung und Muskeln, so eine Art Bauchmassage ja? Und was man machen kann, wenn man noch nicht so geil ist, dass man das mit dem Bauch…. Also meine Yoga-Lehrerin in Sau Paolo, die hat sich dann so nach vorne gebeugt und dann hat sie irgendwie… so sie konnte irgendwie - ich weiß es nicht, genau wie - aber ihre Bauchmuskulatur von links nach rechts drücken. Das sah so absurd aus. Das sah aus, als ob ein Alien in ihrem Bauch lebt oder so. Und dann manchmal muss man auch furzen oder rülpsen oder so. Auf jeden Fall gehen dann Unreinheiten aus dem Körper raus, nach außen, über oben oder über unten. Und es macht auch, zum Beispiel wenn man jetzt durchgefeiert hat oder irgendwelche Probleme da hat, macht es, dass es weggeht. Weil es verbrennt dann einfach raus. Weil die Verbrennung wird einfach krasser. Weil eigentlich der Mensch hat im Körper, wenn er das innere Feuer richtig managed, die Macht alles mögliche rauszubrennen. Und beim Thema Kriyas, also das sind diese Reinigungsrituale, ist Thema Nasendusche und Thema so auch bestimmte Augenreinigungssession, einfach nochmal Unreinheiten entfernen. Es ist effektiv. Und was man zuletzt noch sagen könnte, drei, vier Übungen die man an der Bushaltestelle grundsätzlich machen kann, die einfach die Nadis - Nadis sind die großen Energiekanäle im Körper - dass man die einfach freikickt kurz durch bestimmte Dehnungsübungen. Weil was bei der Dehnung passiert… Ihr müsst mal versuchen zum Beispiel ein Gummiband - ja so ein fettes Gummiband - irgendwie mit irgendwas zu beschichten, was dann trocknet und dann dieses Gummiband zu dehnen. Und dann werdet ihr sehen, dass die Schale aufbricht natürlich. Und wenn ihr das Gummiband dann wieder zusammenziehen lässt, seht ihr wie diese Sachen einfach abblättern. Und nichts anderes passiert mit den großen Sehnen, Energie- und Muskelkanälen, also Muskelfasersträngen des Körpers, wenn ihr euch dehnt. Das ist einerseits das nach oben strecken, also macht die Hände so wie eine Pistole, streckt sich nach oben, dann nach links und nach rechts. Und ich kann auch vielleicht mal ein paar Links dann einfach in die Description werfen. Das ist die erste, das ist geil. Dann die zweite ist, dass man einfach irgendwas festhält und sich dann so dreht in die eine und die andere Richtung. Das zieht die ganze Horizontalarmkanal Schulter und Brust raus. Dann komplett die Füße ablegen auf ein höheres Objekt und dann nach unten die Beine durchdehnen und dann den Kopf nach links und nach rechts durchstrecken. Und dann was man machen kann ist, dass man nochmal den Rücken quasi nach vorne, also dass man sich die Zehen anfasst und dann zurück, Hohlkreuz und da zeige ich dann, wie man es mit einem Geländer machen kann. Also man schnappt sich ein Geländer oder es kann auch ein Mülleimer sein oder so ein Bordsteinpfeiler oder so, den kann man perfekt nutzen, um den Körper nach vorne nehmen und dann knackt es schon überall. Also Du musst natürlich ein bisschen aufpassen, aber danach einfach dann nochmal schnell atmen, dann vielleicht auch nochmal so ein bisschen diese Bauchgeschichte und paar Erdnüsse eingeschmissen und dann ist wieder richtig Power am Start. Marcus: Ja, Wahnsinn. Ich glaube, das war so eine krasse Wissensbombe, wie schon lange nicht mehr auf LIFE HACKZ in der knappen Stunde bis jetzt. Ich frage mich, woher hast Du das ganze Wissen oder wie bist Du überhaupt an dieses Thema eingestiegen? Gab es da einen Trigger? Und wielange braucht man, bis man da so tief drin ist wie Du? Joe: Also, ich hatte Vorteile oder Nachteile, je nach dem... dass meine Eltern gesundheitliche Probleme hatten und auch teilweise mentale Probleme, wenn man das so sagen kann. Und ich quasi selbst auch immer sehr kränklich war. Weil ich immer keine Ahnung hatte. Das hat zu verschiedenen negativen Konsequenzen in meinem Leben geführt. Ich hatte zum Beispiel im letzten Jahr auch ein Bandscheibenproblem, weil ich eben auch viel im Liegen gearbeitet habe als Ghostwriter. Ich hatte Zeiten meines Lebens wenig Energie, ich habe viel Computer gespielt und ich habe mich aber immer schon gerne mit fantastischen Geschichten beschäftigt. Und dann im letzten Jahr, als dieser Gau war, habe ich mich an alle Sachen wieder erinnert, die mir gesagt wurden. Hatte dann die Disziplin auch Übungen zu machen. Jeden Tag Planking, jeden Tag Bodyweight Training und Yoga eben und so. Bin jetzt auch wieder auf dem Damm, was total geil ist. Das kann man sich nicht vorstellen, wie es ist.   Marcus: Wielange hat das gedauert? Joe: Äh, wir sind jetzt hier im Monat 14, nachdem ich quasi gemerkt habe, dass es nicht mehr geht. Nach vier Hexenschüssen im meinem Leben, hat der letzte dann den Rest gegeben und ich merke jetzt wieder, also ich kann stundenlang stehen und gehen, das war vorher nicht so. Letztes Jahr war echt mies. Und ja, ich habe glaube ich, mit 17, 18 habe ich mich sehr viel mit Natur, Schamanismus beschäftigt. Dann kamen die Sachen mit Taoismus erst als ich 23, 24 war. Dann in Chicago hatte ich einen Burnout. Ich habe sehr schlecht gegessen. Hatte dann sehr starke Migräne. Marcus: Hattest Du da schon das Wissen über die falsche Ernährung und warst trotzdem aus irgendwelchen Gründen schwächer im Geiste, als Du es heute bist oder wusstest Du’s einfach nicht besser? Joe: Völlig richtig. Ich hatte das Wissen, aber ich habe mir gedacht “Komm…” Naja. Dieses “Ach komm” einfach, weil es ist einfach angenehm sich dieses Beef Jerky reinzuknallen und die Schokobrezeln und diese süßen Joghurts und einfach mal die Tiefkühlpizza zu pimpen. Also es ist einfach angenehm convenient oder es scheint zumindest so. Aber der Preis ist doch recht heiß. Und ich habe von Geburt an Gesundheitsprobleme auch. Also ich hatte unausgebildete Sehnen, als ich ein Baby war, als ich zur Welt kam und konnte meine Füße an die Schienbeine klatschen. Da war kein Bindegewebe oder so. Ich habe Allergien, ich hatte immer sehr dunkle Augenringe auch. Scheinbar sind meine Nieren nicht so gut ausgebildet. So hat es zumindest einmal so ein TCM Typ gesagt. Ich hatte Herz-Rhythmus Probleme als Kind, die ich auch heute teilweise noch habe. Also, ich bin nicht der fitteste, einfach genetisch bedingt. Und ja, jetzt letztes Jahr mit 27 dann hat’s schließlich rausgehauen und ich musste was tun. Marcus: Mh, ja umso besser, sonst hättest Du jetzt das ganze Wissen nicht, was Du mit unseren Hörern geteilt hast und ja… wie gesagt nochmal, also eine der spannendsten Folgen bis jetzt. Und am Anfang denkt man so “Okay, das ist mir alles ein bisschen zu esoterisch, was da beim Joe rauskommt” und jeder hat mal irgendwo mal was aufgeschnappt und ich bin da von Natur aus auch immer relativ skeptisch neuen Sachen gegenüber oder Menschen, die dann behaupten irgendwas anders oder besser zu wissen und…. aber je tiefer man dann eintaucht und je mehr man sich auch mit Dir unterhält, merkt man so “Wow ey, da ist echt auch krass Knowledge hinter”. Und ja… also danke nochmal, dass Du die Zeit gefunden hast. Wo kann man mehr über Dich erfahren beziehungsweise verschriftlichst Du auch Dein ganzes Wissen, was Du zu diesen Gebieten hast oder ist das jetzt einfach nur so ein Baustein in Deinem Leben, dass Du sagst “Das hilft mir auf anderen Ebenen dann zu besserer Leistung, aber ich mache mit anderen Sachen Kohle”? Joe: Ja also, ich habe ja lange Zeit als Businessplan Ghostwriter gearbeitet und brainhive.de ist bis heute eine meiner wichtigsten Quellen nebenbei als digitaler Nomade Einkommen zu generieren. www.brainhive-ethical-marketing.com gibt es seit drei Jahren und wird auch immer wichtiger. Vor allen Dingen macht es viel mehr Spaß. Es ist so, dass ich jetzt auf www.solreign.com die ganzen Bücher publiziere, sehr viele Textwerke, Gedichte, und da in den Blog werde ich auch dieses Wissen einbinden, aber tatsächlich habe ich lange Jahre leider nicht das gemacht, was mir Spaß macht oder was der Welt am meisten Nutzen bringt, sondern das was sich am leichtesten monetarisieren lässt. Bin aber in dem Prozess, Gott sei Dank, jetzt die Richtung zu wählen, die mich hoffentlich dazu bringt, dass ich Leidenschaft und Gelderwerb auch optimal verknüpfen kann. Marcus: Ja richtig cool, weil das ist ehrlich gesagt auch so eine Sache, die mir so ein bisschen aufgefallen ist. Das waren jetzt nur zehn Tage auf dem Camp, die aber sehr intensiv waren und ich glaube, wir haben alle von einander mega viel gelernt und als Du hier angekommen bist, war halt Dein Business mehr Mittel zum Zweck, um Geld zu machen und Geld muss man halt haben, um seine anderen Sachen machen zu können. Und ich glaube, da warst Du noch nicht so weit, wie Du jetzt heute bist, wo Du sagst so “Ey man kann ja eigentlich auch die coolen Sachen, die einem Spaß machen, wofür man Leidenschaft hat, was dann vielleicht aber auch ein bisschen länger dauert, bis das mal abhebt, dafür aber weniger nervraubend ist oder sich dann nicht so sehr nach Arbeit anfühlt, dass man auch dadurch dann langfristig Geld generieren kann.” Also genau Deine Stärken dann irgendwie zu Kohle zu machen. Also das habe ich persönlich schon so gemerkt über die Mastermind drüber und auch das, was Du jetzt gerade gesagt hast, passt total gut dazu. Deshalb bin ich echt happy, dass da vielleicht auch ein kleiner Mindchange oder Mindswitch innerhalb des Camps bei Dir stattgefunden hat. Joe: Ja definitiv, also, wo ich mich auch mit Romana unterhalten habe und sie dann uns entführt hat und dass was wir als Kind gerne gemacht haben. Und dass das ja vielleicht das ist, was wir jetzt auch mehr machen könnten, ist es so, dass ich recht desillusioniert manchmal bin und das für mich die Realität sehr entzaubert ist, weil ich viel auch mit Kunden zu tun habe, die mich echt als Tool benutzen auch. Und das geht vielen natürlich so. Ich bin auch froh, dass ich das habe, Gott sei Dank bin ich nicht im Office. Ich habe ja auch echt blöde Corporate Jobs teilweise gehabt. Und ich denke, dass ich mit der Leverage, die ich jetzt hier bekommen habe, in Form von Know-How und Kontakten, dass ich wohl auf sechs Monate tatsächlich einiges wuppen werde, was mich zum glücklicheren, noch produktiveren und vor allen Dingen ja auch von der Ressourcenbasis her potenteren Menschen macht. Marcus: Cool, wir sind gespannt, wir bleiben nah dran! Deine Projekte verlinken wir in den Shownotes. Vielen Dank Joe und wir hören uns bald wieder! Joe: Danke Marcus! Yeah Leute, das war auch schon Folge 25 der LIFE HACKZ Show. Richtig krass, wenn man denkt, dass wir erst vor ein paar Wochen On Air gegangen sind und jetzt schon 25 Folgen Live haben. Das fühlt sich an, als ob das ganze Ding erst gestern gestartet ist. Auf der anderen Seite fühlt es sich aber auch schon so an, als ob’s das schon immer gibt. Mir macht’s auf jeden Fall richtig viel Spaß! Und wenn ihr sagt, für euch ist es auch cool, ihr könnt nen Mehrwert daraus ziehen und die Folgen, die bringen euch was, der Content ist kostenlos, würde ich mich freuen, wenn ihr euch erkenntlich zeigt und unsere Charity Aktion unter www.lifehackz.de/charity unterstützt. Ansonsten alles weitere zu dieser Folge mit Joe Görbert unter www.lifehackz.de/025, das ist die Folgennummer. Dort findet ihr auch alle Shownotes und Links zum krassen, krassen, spannenden Typ Joe. Ansonsten viel Spaß bei allem, was ihr jetzt noch macht und bis zum nächsten Mal! [/su_spoiler] [/su_accordion]  

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Sep 25, 2015

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Interview mit Chris Bachmann von Chris Coaching

Hey Leute, willkommen zu LIFE HACKZ Live aus dem Surf Office aus Lissabon. Diesmal mit dem super sympathischen Chris Bachmann, der Personal Trainer ist und Fitness Coach ist. Unter Chris Coaching bietet er auch Online seine Dienste an, aber er ist auch immer vor Ort an den Studios um den Menschen zu einem besseren und gesünderen Leben zu verhelfen. Er ist das halbe Jahr über im Sommer in Deutschland anzutreffen und im Winter ist er in Süd-Ost-Asien in Laos und arbeitet dort als Personal Coach. Ich denke, für alle digitalen Nomaden und überhaupt alle Leute, die viel Zeit vor dem Rechner verbringen, wie beispielsweise Online-Unternehmer, ist Sport und ein gesunder Lifestyle ein sauwichtiges Thema. Also Leute, lasst euch motivieren, lasst euch inspirieren. Viel Spaß mit dem Interview! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie du die 100 Burpee Challenge schaffst.
  2. Wie du als Trainer in Laos arbeiten kannst.
  3. Was der beste Sport für Digitale Nomaden ist.
  4. Wie du ein die Fitness App von Chris gewinnen kannst.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

 

SHOWNOTES

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Chris Coaching YouTube Channel

Jobangebot Personal Trainer in Laos

Freelatics App

7 Minute App

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Chris Bachmann   Marcus: Welcome to LIFE HACKZ and welcome Chris Bachmann! Cool, dass Du am Start bist! Chris: Hey Leute, danke Marcus! Wie geht’s Dir? Marcus: Ja mir geht’s ganz gut muss ich sagen. Wir sind ja jetzt zwei Tagen hier im Surf Office in Lissabon angekommen. Ist zwar wieder eine Stadt, also das Meer ist jetzt nicht weit weg, sonst wäre es ja kein Surf Office, aber grundsätzlich fühle ich mich immer wohler am Meer, aber ja… Lissabon ist auf jeden Fall von den Städten her eine der besseren und cooleren Städte. Also es ist cool, ich will mich nicht beschweren. Und Du? Wo bist Du gerade? Chris: Ja Marcus, Du bist ja nur an den schönsten Stellen der Welt habe ich gehört. Ich bin ja direkt ein bisschen neidisch auch. Also ich bin zurzeit hier in Kassel auf Deutschlandbesuch bei meinen Eltern, auch Geschwistern, pendle so ein bisschen hin und her, bin jeden Sommer in Deutschland und äh, ja… ansonsten bin ich ja in Süd-Ost-Asien zurzeit. Marcus: Okay cool, das heißt Du hast da ne feste Base und lebst da komplett, also die Winter über? Chris: Ja genau. Da sind wir also in Laos in Vientiane. Und ähm, da bin ich jetzt seit eineinhalb Jahren und es läuft wirklich gut. Ich habe ja so ein kleines Fitness Business, was ich mir jetzt aufbaue und da… nee, das läuft gut. Das macht viel Spaß. Marcus: Okay, erzähl mal ein bisschen mehr über Dein Fitness Business. Wir haben ja eben im Vorgespräch kurz nochmal drüber gequatscht, wie ich auf Dich aufmerksam geworden bin. Du warst ja irgendwie schon immer in der digitalen Nomadengruppe, glaube ich, präsent. Da hatte ich Dich immer mal auf dem Schirm gehabt und dann letztens, kam ein richtig cooles Video in meine Facebook Timeline. Und dann dachte ich so, ich gucke da mal ein bisschen näher drauf, was Du alles machst. Und das fand ich mega spannend. Von daher, cool, dass Du Zeit hast und dass wir zwei ein bisschen über Dich und Dein Business quatschen können. Chris: Ja erstmal ist es eine Ehre für mich hier das Interview geben zu können, weil so lange bin ich ja noch nicht dabei mit den digitalen Nomaden. Und möchte mich ja als angehender digitaler Nomade schimpfen, weil es ist ja alles noch im Aufbau und ich bin also in eure Gruppe so ein bisschen seit Laos reingerutscht, seit eineinhalb Jahren. Der Rob Götting hat mich da auch so ein bisschen… und die Tina, die zwei haben mich da so ein bisschen reingeschleust und ich finde es richtig cool, über welche Themen da gesprochen wurde, was die Leute so machen, was sie drauf haben, sehr sympathisch, viele reisen. Das ist ja auch eine Leidenschaft von uns allen und seitdem mache ich da auch so mit und versuche da Diskussionen zu folgen und natürlich auch entsprechend meinen Lifestyle anzupassen. Marcus: Mh, jetzt erzähl mal ein bisschen über Dein Business als Sportler. Was da genau abgeht. Chris: Ja also Fitnesstrainer bin ich ja jetzt mittlerweile seit 12 Jahren. Ich habe ja damals angefangen hier in Deutschland, hatte dann eine dreijährige Pause in Paris. Mein Background ist Büro Kaufmann. Da war ich Export Manager. Und dann in Neuseeland 2010 bin ich dann zum Vollzeittrainer geworden. Marcus: Hast Du da eine Ausbildung gemacht vorher schon in Deutschland oder dann Neuseeland? Chris: Äh, vorher schon in Deutschland. Da musste ich ja so eine Ausbildung machen zum Fitnesstrainer. Und da habe ich ein Fernstudium gemacht. Das ging relativ schnell, ein paar Monate. Und dann hast Du die B-Lizenz und dann hast Du die Erlaubnis auch in den Studios qualifiziert zu arbeiten mit den Kunden. Marcus: Also Studio heißt dann klassisch ein Pumperstudio, Fitnessstudio mit Geräten und Du bist dann befähigt die Leute als Personal Coach oder als Angestellter dann die Mitglieder zu betreuen? Chris: Ja, das ist richtig. Also das ist dann Deine Qualifizierung. Das bedeutet, Du kannst Dich dann theoretisch in jedem Fitnessstudio bewerben. Damals habe ich noch ohne Qualifizierung angefangen. Die haben mir aber direkt gesagt, dass ich die nachholen soll. Heutzutage, glaube ich, musst Du eine Qualifizierung direkt mitbringen. Ich glaube, die stellen Dich gar nicht mehr ein, egal wie klein oder groß das Studio ist und dann könntest Du direkt anfangen. Aber das war damals eine Festanstellung noch, mit festem Stundenlohn. Marcus: Okay, das heißt 40 Stunden in einem Fitnessstudio? Chris: Das war ein Teilzeitjob. Da haben wir Stunden bekommen. Da habe ich dann Abend nach meinem Bürojob gearbeitet, teilweise auch am Wochenende, sprich vielleicht nochmal so zehn Stunden drauf. Marcus: Okay cool. Durch welchen Sport bist Du überhaupt in diese ganze Fitness- und Trainerkarriere reingekommen? Chris: Ich vermute mal, der Trainingsleiter von damals, der fand das ganz gut, dass ich viel gelaufen bin. Ich bin damals schon Marathon gelaufen. Mein Vater war damals mein Trainer. Marcus: Mh, krass! Chris: Ich habe auch jahrelang Fußball gespielt als deutscher Bub, sage ich mal. Habe das dann aber an den Nagel gehangen mit 23. Das wurde mir dann zu viel. Und natürlich war ich dann schon auch im Fitnessstudio und habe selber trainiert, seitdem ich 16 bin. Auch dort hat mich mein Vater reingeholt und gesagt “Jetzt komm doch mal mit hier! Ich bin jetzt hier im Fitnessstudio angemeldet und wenn Du noch dabei bist, dann kriegen wir den Vertrag ein bisschen günstiger.” (beide lachen) Marcus: Cool. Chris: Ja. Ja und dann ging das in Neuseeland also voll zur Sache, sag ich mal. Dann wurde mir also eine Vollzeitstelle angeboten als Personal Trainer. Und dann habe ich schon meine eigenen Kunden sofort gehabt seit dem ersten Tag. Marcus: In dem Gym dann? Also das waren dann Kunden, die speziell Stunden gebucht haben bei nem Personal Trainer und der warst dann Du? Chris: Genau, da war ich auch wieder angestellt, das war dann Personal Training. Und Du musst dann einen eigenen Kundenstamm aufbauen von den Mitgliedern in dem Gym. Und musst Dich natürlich drum kümmern, also Deine eigenen Kunden, ne? Und das ist dann schon ein sehr selbstständiges Arbeiten. Also klar wirst Du da noch ganz grob kontrolliert von dem Management, aber ansonsten läuft das schon alles auf Deiner Kappe. Das heißt, Du musst dann Dich mit den Kunden zusammensetzen. So: Was sind die Ziele? Wie oft will der Kunde reinkommen? Und wie laufen dann die Sessions ab? Und ja… so: Wie werde ich dann fitter und kräftiger und größer? Marcus: Mh, was wollen die meisten so haben? Die Männer dickere Ärmel und die Frauen abnehmen am Bauch und am Po oder…? Was sind so die Klassiker? Chris: Ja, also da muss ich Dir natürlich jetzt wieder recht geben, Marcus. Das sind immernoch die Klassiker. Also wie damals. Drei Viertel der Kunden sind schon Frauen und die wollen einfach ein bisschen abnehmen. Die wollen fitter werden. Die wollen natürlich auch kräftigen und formen. Und ja, bei den Männern ist es nicht mehr so stark, wie das damals mal war, wie “Ich möchte jetzt wachsen und viel mehr Muskeln bekommen”. Also es ist auch “Ich möchte zwar auch kräftiger werden aber nicht unbedingt Muskelaufbau”. Auch die wollen jetzt leaner werden, die möchten schlanker werden und einfach athletisch und gut aussehen. Marcus: Mh, okay. Spielt also ein bisschen in die Richtung nicht mehr Eisen heben und bewegen, sondern eher funktionales Training zu machen? Chris: Ja in der Tag, das würde ich schon sagen. Also wir bewegen ins zurzeit so ein bisschen in dem Bereich, dass die Maschinen also so ganz langsam abgeschafft werden, sage ich jetzt mal vorsichtig. Also, wir bewegen uns vom funktionalen Training, was Du gerade auch schon gesagt hast. Das bedeutet, Crossfit ist natürlich auch schwer im Kommen. Dann... Marcus: Mh, mega anstrengend muss ich sagen. Ich bin ja nicht gerade ganz unsportlich, habe auch schon immer Sport gemacht seitdem ich klein bin, ich glaube mit 6 habe ich mit Tennis angefangen und dann irgendwann ins Gym gegangen als Teenager und seitdem dran geblieben. Und ich habe jetzt letztes Jahr im Dezember - wir waren in Kolumbien in Medellin - und eigentlich wollte ich Krav Maga machen. Ich bin da in diesem israelischen Selbstverteidigungssystem drin und die haben auch überall auf der Welt Standorte, aber die hatten das dann genau über Weihnachten geschlossen und habe dann was neues gesucht und habe so eine Crossfitbox entdeckt. Und da dachte ich so: hört sich cool an. Habe schon viel gutes davon gehört und es war so anstrengend wie irgendwie noch gar nichts vorher in meinem Leben. Also das war echt hardcore. Und dann siehst Du dann so die schlanken kleinen Mädels neben Dir. Die drücken da die ganzen Gewichte weg und Du kommst Dir vor, wie der letzte Anfänger ne? Chris: Ja gut, da sage ich mal, muss man wirklich vorsichtig sein. Das kommt auch auf den Instructor drauf an, dass der Dich also wirklich auch so einweist, dass der sagt “Pass auf, geh Dein Tempo. Du musst jetzt hier nicht unbedingt vorne dabei sein, ansonsten tut’s wirklich drei, vier Tage weh danach”. Das ist ganz wichtig zu wissen, gerade beim Crossfit, genau. Da geht’s um hohe Wiederholungszahlen und teilweise auch relativ schwer. Aber trotz alle dem möchte ich, das Crossfit an viele verkaufen. Also es ist halt… das hat so einen negativen Schlag abbekommen über die Jahre. Man sieht natürlich auch diese ganz heftigen Athleten im Fernsehen oder Online. Aber Cross ist auch eine Sportart, wie alle anderen auch. Das heißt, Du musst langsam reinkommen, es muss Dir Spaß machen, in ner Gruppe. Der Trainer soll sympathisch sein natürlich. Und dann musst Du langsam reingeführt werden. Das ist halt auch in jeder anderen Sportart genauso. Und ich glaube, dann kannst Du auch beim Crossfit relativ erfolgreich werden ne? Marcus: Ja, ich habe das jetzt gar nicht so mitgekriegt, dass es einen mega negativen Touch gekriegt hat. Aber schonmal gesehen, dass so ein paar Diskussionen aufgekommen sind, ob das alles so gesund ist und irgendwie Verletzungsgefahr und so Geschichten ne? Chris: Ja, das ist halt die Geschichte. Man hört es manchmal, aber wie ich schon sagte, Verletzungen passieren auch in anderen Sportarten und es kommt wirklich auf den Trainer drauf an, dass der da ein ganz gutes Auge auf Dich wirft, gerade als neuer dann, dass Du die Bewegungen korrekt ausführst. Auch nicht zu schnell und wenn Du gut behütet wirst, dass der wirklich dann zur Seite springt und sagt “Pass auf, nimm mal ein bisschen Tempo raus. Es sieht aber trotzdem noch gut aus.” Marcus: Okay cool. Wir beide waren jetzt gerade in Neuseeland bei Deinem Personal Coaching. Wie ist es dann weiter gegangen? Wie bist Du dann irgendwann in Laos angekommen? Chris: Ja genau. Also ich war dann volle vier Jahre in Neuseeland. Das war auch der weiteste Ort, den ich bis dato besucht hatte. Marcus: Wie ist es da so? Also das fehlt mir noch? Chris: Ja genau. Also ich habe dann natürlich Paris und Europa verlassen und das erste Mal aus Europa raus und es war Neuseeland. Das war dann der größte Sprung, weil meine Schwester damals dort nen Job hatten für einen als Lehrerin. Dann war das ein gutes Timing mal wieder. Da wollte ich dann auch mich verändern und habe dann gesagt ganz spontan “Ja, da komme ich auf jeden Fall mit, über Neuseeland habe ich schon viele super Sachen gehört”. Ja und habe dann dieses Land halt auch in mein Herz geschlossen. Also in der Tat war Neuseeland, auch Australien, super schön und hat tolle Bedingungen, nen tollen Lifestyle. Die Leute sind super freundlich. Und dann hat es auch nach ner kleinen Misere gut geklappt. Also ich habe nicht auf Anhieb Arbeit gefunden. Da war ich in so ner kleinen Down Phase. Ich hatte auch schon einige Schulden und ich war schon ein bisschen auf der Kippe, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Also es war ein bisschen schwierig. Marcus: Ist teuer das Leben da oder? Chris: Ja, also günstiger als Europa ist es definitiv nicht. Es ist jetzt auch nicht überteuer, aber trotzdem, wenn Du, sage ich mal, herumreist - Reisen ist ja teuer, weißt Du ja bekanntlich, Marcus. Ähm, Du hast keine sozialen Absicherungen wie hier in Deutschland. Dann nach sechs Monaten nagst Du also durchaus am Hungertuch fast schon. Also da gab’s ein paar mehr Nudeln auf’m Tisch bei uns. (beide lachen) Marcus: Wie hast Du Dich dann daraus geholt aus diesem negativen Mindset und dieser kleinen Depressionsphase? Chris: Ja, also ich habe natürlich die Hoffnung nie aufgegeben und da hat mir auch der Sport viel geholfen. Ich bin dann trotzdem noch rausgegangen, habe Sport gemacht, hab meinen Lauf gemacht, bin ins Studio gegangen und ähm, nach den sechs Monaten habe ich so die letzte Chance genommen. Da hat mich ja so ein Couchsurfer aufgenommen in Auckland. Das ist ja bekanntlich die größte Stadt in Neuseeland und der hat gesagt “Pass auf, Du suchst nen Job. Du kannst solange bleiben bei mir, wie Du willst. Mach das in Ruhe, Du kriegst nen Job. Ich glaube an Dich!” Und dann ist das auch wirklich so gekommen. Kaum war ich in Auckland angekommen, hatte ich Vorstellungsgespräch nach Vorstellungsgespräch. Als ob der der Knoten irgendwie geplatzt ist. Und konnte mir dann wirklich auch drei, vier Jobs einen raussuchen, wo ich dann auch die beste Wahl getroffen habe und dann, ja dann ging das sofort los. Mit der Arbeit und den Kunden und der Vollzeitstelle. Marcus: Cool. Heißt: Auch wieder ein Gym oder was war das für ne Stelle? Chris: Ja das war ein Gym, eines der größten Ketten dort. Und auch da habe ich mich dann weiterentwickelt, bin nach zweieinhalb Jahren da weg und hab mich ja dann der Crossfitbewegung angeschlossen. Ich kannte also einen Trainer aus dem Studio. Die auch vorher weg ist, um dort ein Crossfit Gym mit ihrem Freund aufzubauen. Und das war natürlich wieder ein absoluteer Glücksfall für mich, weil ich habe dort in dem Gym, was natürlich viel kleiner war und viel persönlicher geführt wurde, also so viel gelernt über Crossfit, über die Bewegung, über die Philosophie, auch über Ernährung. Also ich sage mal, da habe ich die Sichtweise auf Fitness auch komplett geändert, für mich selber und auch für die Kunden. Und seitdem habe ich also bis heute noch eine sehr ähnliche Philosophie mit Körperübung, mit sich sehr viel bewegen, mit die Maschinen also komplett eigentlich rauslassen, mit Freigewichten und die Mischung aus Kraft und Ausdauer auf jeden Fall. Und das sage ich heute noch, dass das so ein bisschen der Schlüssel ist, um so schnell wie möglich fit zu werden und das dann auch zu halten. Marcus: Mh, wenn ich das höre, muss ich immer an Burpees denken (lacht) Chris: Auf jeden Fall. Burpees, die kommen ganz oft auch bei mir vor und die Kunden lieben die Burpees ne? Marcus: (lacht) Also wenn Du eine Übung rausholen müsstest aus Deinen zig-etlichen hundert Übungen, die Du kennst, welche macht Dich am schnellsten kaputt oder schlapp? Chris: Also die 100 Burpee-Challenge, also das ist ne ganz heftige Übung, auf jeden Fall. Da gehe ich natürlich auch kaputt, jedes Mal. Egal ob Du jetzt fit bist oder nicht. Marcus: 100 Burpees, heißt am Stück? Chris: Ja genau. Also, was heißt am Stück? Du musst Dich…. Du solltest die schon am Stück durchführen, aber Du kannst natürlich Dein eigenes Tempo gehen und auch Pausen machen und dann aber zusehen, dass Du wirklich auf die 100 dann kommst nach ein paar Minuten oder nach 10, 15, 20 Minuten. Je nach dem wie fit Du dann bist. Marcus: Boah krass. Wo wir gerade bei dem Thema 100 Burpees am Stück sind: Was hältst Du von der App Freeletics? Chris: Ähm, das kann ich Dir jetzt gar nicht genau sagen. Da müsste ich mal reinschauen, aber ist sicherlich gut. (beide lachen) Marcus: Weil, das ist auch eine von vielen Fitness- und Sportapps die es so gibt. Aber die hat einfach… die hat so den Anspruch oder Ansatz, die krasseste und heftigste funktionales Training App ever zu sein, glaube ich. Von daher steigen da, glaube ich, auch ziemlich viele, ziemlich früh wieder aus. Aber ich glaube die, die das durchziehen, das sind echte Pakete, also echte Maschinen. Also die solltest Du Dir auf jeden Fall mal angucken.   Chris: Ja danke, habe ich mir direkt aufgeschrieben. Werde ich auf jeden Fall tun. Wir haben auch einmal eine Burpee Challenge gemacht. Da habe ich eine Gruppe zusammengetrommelt. Wir waren so 10, 20 Leute, kunterbunt in der ganzen Welt und da haben wir jeden Tag, je nach Fitnesslevel zwischen 25 und 100 Burpees gemacht. Jeden Tag für einen Monat. Also Du kamst dann auf Deine 3.000 Burpees am Ende des Monats. Marcus: Fuck. Hat sich da bei Dir noch was verändert am Body oder ist der jetzt so immer schon in Shape, dass sich da nichts mehr tut, egal wieviel oder wie intensiv Du das betreibst? Chris: Ja, ich wünschte, ich könnte Dir jetzt sagen, der hat sich extrem geändert danach und auch viel muskulöser, aber (lacht) ich habe Vorher- und Nachherbilder geschossen und ich habe bei mir selber kaum Unterschiede gesehen. Der ist schon ganz gut in Schuss, kann ich also melden. Marcus: Ja auf jeden Fall. Und wir werden auf jeden Fall ja in den Shownotes Deine einzelnen Channels und so verlinken. Ich bin gerade auf Deinem Instagram Channel, der richtig cool ist, weil da auch viele Videos von Dir sind. Ja ich glaube, da sieht man, dass Du ganz gut in Schuss bist. Was mir gefällt, halt dieses Athletische, dieses Gerippte und Slim und nicht, wie es mal vor 20 Jahren In war, dieses Bold und Aufgepumpte. So habe ich ja damals auch angefangen, als ich angefangen habe ernsthaft zu trainieren. Als ich zum Studium nach Münster gegangen bin, bin ich direkt im Massegym gelandet. Das war so ein richtig krasses Pumperstudio, wo die Leute noch auf Bühne gegangen sind und für deutsche Meisterschaften im Bodybuilding trainiert haben und so. Und entsprechend haben die versucht, mich dann zu motivieren. Und ich habe immer mehr gegessen und so Super Kilo Plus Präparate genommen und so Kohlenhydrat-Shakes getrunken ohne Ende und erstmal überhaupt kein Ende mehr gefunden. Bis ich irgendwann total aufgequollen - ich meine, ich habe trotzdem die ganze Zeit trainiert und war halt schon gut kräftig, aber es sah irgendwie nicht cool aus. Es sah irgendwie auch viel zu dick und viel zu undefiniert alles aus. Und habe das aber zum Glück selber irgendwann bemerkt. Und weil ich so ein Extremtyp bin, habe ich dann auf einmal 20 Kilo in die andere Richtung abgenommen, weil ich jeden Tag nur noch Crosstrainer gemacht habe und kaum was gegessen habe. Dann war ich bei 76 kg. Und das sah irgendwie auch nicht mehr gesund aus. Und mittlerweile habe ich mich, glaube ich, ganz gut gefangen. Nicht zuletzt seitdem über Krav Maga dann auch noch total viel Drill und so Cardio dazugekommen ist, fühle ich mich eigentlich jetzt viel wohler als damals mit dieser Bodybuilder Pumper Figur. Und das ist, glaube ich, auch so ein bisschen das, was Du eben meintest, dass sich so der Ansatz oder der Wunsch bei den Männern auch verändert hat ne? Chris: Ja das würde ich so unterschreiben und ich finde es auch gut, dass Du in das Krav Maga reingerutscht bist. Da habe ich auch ein paar Kunden drin, die lieben das. Es ist auch nicht ganz ungefährlich, aber gut. Jede Kampfsportart - ich weiß, es ist jetzt keine direkte Kampfsportart - ist natürlich nicht ohne. Aber Du bist natürlich auch absolut durchtrainiert, Kite Surfer und Surfer habe ich gehört ne? Mein Lieber. Marcus: Ja es geht. (lacht) Also ich stand schon mal auf dem Brett, aber ich würde mich jetzt selber als Kite Sufer bezeichnen, aber ich habe auf jeden Fall die Motivation mal ein guter Kite Surfer zu werden. Aber bisher ja… ähm… liegen da so noch ein paar Stunden vor mir, auf jeden Fall. Chris: Ja, auf jeden Fall, Tarifa ist ja immer offen für Dich mit dem Johannes. Der winkt schon am Stadtrand. Marcus: Ja ja, der baut da richtig gut was auf. Die Community ist total cool. Man wird ziemlich warm dann abgeholt, so als digitaler Nomade. Sodass man da irgendwie direkt ein Netzwerk hat, gerade durch den Johannes, den ich ja persönlich gut kenne und er dann in Tarifa gut vernetzt ist. Aber das passiert gerade irgendwie in immer mehr Spots auf der ganzen Welt. Und das ist echt cool, dass man nicht mehr so alleine reist. Ich war ja zum Glück nie ganz alleine, weil ich immer mit meiner Freundin, mit der Feli reise. Aber es ändert sich schon einiges. Also früher mussten wir immer in den Party Hostels und Backpacking Absteigen unterkommen, haben gearbeitet, die Leute haben gesoffen und sind über unsere Kabel gefallen und so. Da sind so zwei Welten aufeinander geprallt. Und jetzt in diesen ganzen Coliving und Coworking Projekten und Hostels oder Camps, so wie wir eins veranstalten, das wird halt immer besser im Moment ne? Chris: Ja, das ist wirklich fantastisch, was zurzeit abgeht, seit zwei, drei Jahren. Also da ist richtig Tempo im Spiel. Das sieht man auch auf allen Kanälen und Du bist natürlich da auch, sage ich mal, so ne Führungsfigur. Also wo man eigentlich gar nicht drum herumkommt. Von daher, also Daumen hoch! Du machst da ne top Leistung. Ich hoffe, dass Du die noch für lange Zeit halten kannst. Marcus: Danke, danke! Sag mal, wie bist Du dann nach Laos gekommen? Chris: Ja nach Laos. Das war dann der nächste Sprung. Ich hatte ja eine französische Freundin damals in Laos. Auch als Lehrerin damals und dann habe ich gesagt “Ja überhaupt kein Problem, da komme ich mit”. Ich hatte überhaupt keine Ahnung, wo Laos ist erstmal, ja? (lacht) Da war ich noch ein bisschen grün hinter den Ohren. Marcus: Ich bis vor fünf Jahren, ehrlich gesagt, auch nicht. Also ich hatte nichts mit Reisen am Hut. Das war immer Feli, die mich dann zum Glück irgendwann mal auf die erste längere Reise genommen hat und ab da hat’s dann Peng gemacht. Chris: Genau, und dann habe ich mir das mal auf der Karte angeschaut und habe gedacht: Naja, Süd-Ost-Asien, Asien hatte ich noch nicht. Und daher hatte das eigentlich auch gepasst. Da war ich natürlich auch neugierig von der Kultur her und Landschaft und Menschen und so weiter. Und wusste aber auch nicht beruflich, wie das genau aussieht. Sie hatte dann schon also ein Studio dort angesprochen, ob ich da arbeiten könnte. Da waren sie also auch sehr bereitwillig. Und so kam das dann auch, als ich dann dorthin bin, ging das sehr schnell. Das ist eine kleine Community in Vientiane. Das ist die Hauptstadt von Laos. Und da leben so ca. 10.00 bis 15.000 Experts, also die Ausländer die dort arbeiten. Und die Stadt an sich hat um die 400.000 Einwohner. Also wie man es sieht, ist es klein, aber auch groß. Und das Studio hat mich dann direkt aufgenommen. Da gab es noch ein zweites größeres Studio, sage ich mal. europäische Größe. So 2.000 bis 4.000 Mitglider. Ja und dann ging das direkt los. Da habe ich dann ne Promotion laufen gehabt, mit 20 Spots für fünf Sessions kostenlos und danach hat die Hälfte direkt weitergemacht und ich hatte überhaupt keine Probleme da so wirklich, ganz problemlos hineinzugleiten in das Leben von Laos und auch in die Arbeits-/Fitnesswelt ne. Marcus: Und dann warst Du erst angestellt und bist mittlerweile selbstständig oder? Chris: Ja, also dort bin ich selbstständig. Da bin ich nicht angestellt, aber wir oder ich arbeite da also mit den Studios zusammen. Ich musste dort also eine Mitgliedschaft unterschreiben und bezahlen für ein Jahr, was jetzt wirklich nicht teuer ist. Laos ist ja auch immernoch ein Entwicklungsland und sehr günstig. Und dann hast Du grünes Licht dort Kunden aufzunehmen von deren Studio oder auch Kunden mitzubringen. Je nach dem. Und Laos ist also … Das Leben, der Lifestyle ist sehr langsam, sehr locker, sehr unkompliziert, sodass also das überhaupt kein Problem ist. Da gibt’s keinen Stress, auch wenige Trainer da in der Stadt. Es gibt glaube ich noch zwei andere Trainer. Deswegen habe ich auch so schnell Fuß gefasst mit so vielen Kunden. Ja und dann geht das los. Dann werden die trainiert, die Leute, die dort arbeiten. Ich sage mal 80% Ausländer, Europäer, Australier habe ich. Und dann 20% Asiaten oder Laoten, die dann aber entsprechend auch englisch sprechen. Marcus: Mh cool. Und wann geht es für Dich wieder nach Laos? Chris: Mein Flug geht Ende September, also in vier Wochen. Vier Wochen verweile ich noch im schönen Deutschland. Deutschland ist ja so schön im Sommer. Marcus: Auf jeden Fall. Chris: Da suche ich mir dann immer die schönste Jahreszeit aus. Wie ich schon sagte, bin ich jeden Sommer hier, um meine Familie und meine Freunde auch wiederzusehen. Und dann geht’s wieder zurück. Die Kunden warten also auch schon. Die wurden weiter trainiert von einem anderen Trainer, der mit mir schon zusammen arbeitet. Das Trainerteam soll ja auch aufgebaut werden jetzt. Und ja, also wir haben viel zu tun, viele Projekte und da freue ich mich schon total drauf. Marcus: Ja genau, jetzt wo Du gerade sagst, das Trainerteam soll aufgebaut werden. Jetzt fällt mir auch wieder ein, wie ich auf Dich gekommen bin. Zum einen über die Facebook Timeline, wo Du immer wieder aufgepoppt bist, aber Du hast glaube ich auch einen Job ausgeschrieben, bei uns auf DNX Jobs. Chris: Ja, das ist korrekt, das kann auch sein, genau Marcus. Ja also, ich suche immernoch Trainer, die so bereitwillig sind, nach Laos auszuwandern, für ein paar Monate oder für auch länger, ein, zwei Jahre. Laos ist wirklich ein super schönes Land. Immer mehr wandern dort aus. Wie ich schon sagte, weil es sehr, sehr nett ist, dort zu leben. Der Lifestyle ist wirklich super schön und da ist jeden Tag Sommer natürlich. (lacht) Schön warm. Ja und die Trainer, die ich suche, die würden dann das auch so weiter führen, was ich auch schon mache. Wir haben da viel potentielle in der Stadt, die fit werden möchten. Also ich könnte da viele, viele Stunden Tag und Nacht arbeiten, wenn ich wollte. Deswegehen habe ich mir gedacht, um mehr Leuten noch mehr Sportangebote bieten zu können, würde ich gerne mein Trainerteam auch erweitern. Sodass ich auch so ein bisschen rauskomme aus dem Business und mich dann auch auf mein Online Personal Training, was wir jetzt auch anbieten... Da kann ich mich dann auch ein bisschen fokussieren bzw. dann auch mehr herausnehmen, um an Wettkämpfen und Competitions teilzunehmen. Weil das ist natürlich auch nochmals als Athlet mein Fokus immernoch. Marcus: Mh, und in welcher Sportart dann die Wettkämpfe? Chris: Also zum Beispiel habe ich in vier Wochen nochmal einen Ultra Marathon. Der ist 50 km lang, der ist im Breisgau im Süden von Deutschland. Da sind zurzeit Freunde aus Neuseeland da, die haben mich eingeladen und da konnte ich natürlich nicht nein sagen. Und das ist dann schon mein 10. Marathon/Ultra Marathon. Das ist ein kleines Jubiläum, da bin ich schon ganz stolz drauf. Marcus: Krass. Chris: Und Crossfit ist natürlich noch hoch im Kurs und da würde ich natürlich gerne auch nochmal die Open mitmachen und ein bisschen mehr angreifen bzw. mich vorbereiten dann dafür. Marcus: Wo finden die statt? Chris: Da kann theoretisch jeder mitmachen. Nur müsstest Du halt diese fünf Workouts innerhalb von diesen fünf Wochen in einem Crossfit Gym absolvieren, was zertifiziert ist. Und da gibt’s leider nicht so viele in Süd-Ost-Asien. Also noch nicht. Also auch da, das kommt jetzt noch mehr. Und da musst Du Dich nur diesem Studio anschließen und dann kannst Du da teilnehmen. Marcus: Ah okay cool. Ja das klingt echt gut. Was braucht man für Voraussetzungen, um sich bei dem Job zu bewerben, den Du jetzt ausgeschrieben hast? Chris: Gut, dass Du es nochmal ansprichst Marcus, danke. Also ich suche keine voll ausgebildeten Trainer. Klar, dürfen sie es auch sein. Aber ich würde lieber die jüngeren, ich sage mal, Sportstudenten bevorzugen, die also wirklich noch keine richtigen Erfahrungen haben, die da reinwachsen wollen, die ehrgeizig sind, die kreativ sind, neugierig sind. Die vielleicht auch noch nicht im Ausland waren. Das ist dann ja auch nochmal so ne Doppelbelastung, positiv jetzt gemeint. Und Fitnesserfahrung sollten sie schon mitbringen, sollten schon so ein bisschen Ahnung haben von Sport. Selber sportlich auch sein und ja… und von der Persönlichkeit muss es auf jeden Fall passen, weil Du weißt es ja selber. Wer da im Team arbeitet, das muss einfach passen, ansonsten gibt’s da auch immer wieder… naja… da soll ja auch ein bisschen Tempo ins Spiel. Es soll auch etwas aufgebaut werden und dann soll man natürlich sich sehr positiv und unkompliziert begegnen. Marcus: Okay, und die Leute, die jetzt interessiert sind und das gerade hören, an wen können die schreiben? An welche E-Mail Adresse oder worüber sollen die Dich kontaktieren? Chris: Ja die können zum Beispiel einmal auf eure Jobbörse gehen. Da kannst Du dann ja nochmal schnell die Webseite hochschießen. Marcus: Ja, DNX Jobs, aber ich verlinke das in den Shownotes. Am besten gehen die einfach auf lifehackz.de. Dann geht ihr die entsprechende Folge mit Chris Bachmann und da findet ihr dann den Direktlink auf den Job. Chris: Ah Junge, Junge. Du bist ja am vernetzen Marcus. Junge, Junge! (beide lachen) Ja genau. Oder einfach mich direkt messagen auf Chris Bachmann über Facebook, über Chris Coaching oder auch ja genau. Das ist das Einfachste glaube ich. Marcus: Mh okay. Und Du machst einige Videos auf der ganzen Welt und hast irgendwie auch keine Scheu Dich dann zu zeigen vor vielen Leuten, auch Dein T-Shirt auszuziehen habe ich gesehen. Warst Du schon immer so ein Typ oder kann man sowas lernen, wenn sich jetzt, sage ich mal, so ein Hörer fragt so “Wow, das ist schon krass, was der da macht. Ich würde auch gerne mal was mit Youtube machen, aber ich komme nicht ganz aus mir heraus, ich habe das ehrlich gesagt auch immernoch so ein bisschen. Zum Beispiel wenn ich so Schattenboxen oder so machen muss, wenn ich jetzt unterwegs bin und für Krav Maga trainieren will und keinen Trainingspartner habe, dann will ich schon irgendwie dranbleiben. Aber ich denke mal, das sieht erstmal ein bisschen angeberisch und Kacke aus, wenn da einer rumboxt im Park und tritt und so, wie so ein verrückter. Mittlerweile klappt’s aber immer besser, aber das war zum Beispiel wieder für mich auch wieder so ein kleiner Step aus der Komfortzone. Wie ist das bei Dir? Chris: Ja es ist… Marcus, Du hast natürlich recht. Du musst über Deinen eigenen Schatten springen. Und das war auch nicht immer ganz einfach. Da musst Du auch reinwachsen. Es ist... Kameraarbeit… Vor der Kamera zu arbeiten, da bist Du natürlich erstmal scheu am Anfang, aber je öfter Du das machst, desto freier bist Du einfach und stressfreier. Und mein Tip an alle ist auf jeden Fall rauszugehen, das einfach mit Freunden durchzuspielen, einfach so aus Spaß, dass man da Erfahrung sammelt, dass man einfach lockerer wird vor der Kamera. Ich glaube, das wird schon. Man muss natürlich auch nach Feedback fragen. Es muss gut ankommen und es soll natürlich auch immer einen Mehrwert irgendwo darstellen für die Leute. Meine Message ist halt immer oder sehr oft, dass die Leute inspiriert werden zum Sport machen. Das ist unsere Philosophie von Chris Coaching. Wir haben das Problem, die Leute sitzen mehr, bewegen sich weniger, die ernähren sich ungesünder - vorsichtig gesagt, die meisten. Und da ist die Bewegung, also dann die Lösung, um auch wieder ausgeglichener zu werden und mehr Energie zu tanken für die alltäglichen Dinge, wie die Arbeit und so weiter. Ja und dann sollen natürlich auch in dem Video… das sollen ja keine stupiden Fitnessvideos werden, wie man die oft sieht. Also da soll noch ein bisschen Pepp rein, da soll ein bisschen Spaß rein. Es ist ne kleine Show, Du hast es ja gerade gesagt, da wird mal ein T-Shirt ausgezogen, aber naja… Und dann werden die Videos auch geschaut. Da wollen wir natürlich auch ein provozieren und ein bisschen ne Show machen, dumme Sprüche, aber trotz alle dem wollen wir die Message überliefern, dass Leute mehr Sport machen sollen. Marcus: Mh ja super wichtig. Und obwohl es die Menschen eigentlich schon immer, glaube ich, wussten, dass das nicht korrekt ist, wie sie sich ernähren und was für ein Lebensstil sie pflegen und dass es besser wäre Sport zu machen, tun sie es nicht. Was meinst Du, woran liegt das? Chris: Wow, Du stellst die große Frage. (beide lachen) Marcus: Oder anders gefragt: Meinst Du, es ist in der heutigen Zeit vielleicht noch schwieriger nen starken Willen zu entwickeln für das, was wichtig ist oder zu erkennen, was für einen wichtig ist, wenn es immer mehr Ablenkung gibt über Social Media Netzwerke, über Dein iPhone, über diese ganzen Push Notifications. Es ist eine mega krasse Reitzüberflutung glaube ich, wenn Du jetzt als Teenager aufwächst irgendwie. Chris: Ja genau das ist ja die Problematik, die wir heutzutage haben, auch schon seit ein paar Jahren. Wir sind da ja auch mit reingewachsen mit dem ersten Handy, was wir hatten, mit 16, 17. Marcus: Ja, wie alt bist Du jetzt? Chris: Ich bin 33 jetzt.   Marcus: Ah ja cool. Chris: Nach der Schule mit 16, da ging meine Ausbildung los und da hatte ich mein erstes Handy in der Hand, also das war ein gutes Timing. (beide lachen) Ja, naja, das ist eine riesen Frage, die Du da stellst und die Problematik haben wir ja alle. Und auch deswegen geht es auch so ein bisschen in die digitale Nomadenszene rein. Wir wollen natürlich einen ausgeglichen Lifestyle haben. Wir wollen auch mehr reisen, wir wollen uns auch mehr bewegen und mehr vom Leben haben. Nur ist das Problem mit der Technologie heutzutage so stark, wie Du es gerade gesagt hast, mit der Vernetzung und Technologie ist fast überall, dass die uns natürlich viel Arbeit abnimmt. Und klar können wir uns nach unserem 9 to 5 Job auf die Couch legen und Fernsehen schauen und stundenlang surfen, nur der Knackpunkt ist die Motivation. Entweder Du möchtest Sport machen oder nicht ne? Also es ist wirklich ganz banal gesagt: Du raffst Dich jetzt auf, Du machst irgendetwas, die Options, die tausendfach da mit Fitnessvideos noch und nöcher, die Apps, Studios sind überall um die Ecke. Du müsstest ja theoretisch auch nur Deine Laufschuhe anziehen und für 20 Minuten in dem nächsten Park rumjoggen, aber - da ist das große Aber jetzt wieder - es liegt wirklich an Dir selber, da Dich aufzuraffen und es dann zu machen ne? Und das große Problem hier in Deutschland ist ja - und das ist auch so ein bisschen der Punkt, warum ich Deutschland damals verlassen habe - das Wetter. Es ist natürlich nicht immer Sonne, wo die, wie in anderen Ländern im Süden und auf der anderen Seite von der Welt und deswegen, der Regen stoppt uns natürlich auch oft. Oder die Kälte im Winter und das ist natürlich ein bisschen schwierig dann auch. Marcus: Ja. Also ich kenne das nur von mir persönlich. Und für mich ist es ein absoluter Unterschied, ob jetzt draußen Sommer ist, die Sonne scheint oder es ist Winter, es ist kalt, die Tage sind kurz, es ist dunkel. So, und sich dann trotzdem nochmal aufzuraffen und aus dem Haus zu gehen… Ich glaube, da sprichst Du auch einen ganz wichtigen Punkt an, warum es vielleicht gerade in Deutschland auch ein bisschen schwieriger ist, so ne Routine aufzubauen und täglich vielleicht Sport zu machen. Obwohl man es ja mittlerweile auch ziemlich gut von überall ausmachen kann oder auch zu Hause. Wenn ich an diese ganzen Apps denke, wie 7 Minute App, wo Du dann auch hochintensives Training, 12 Übungen in 7 Minuten oder so absolvierst, alles funktionales Training. Das funktioniert ja eigentlich auch gut, wenn Du das regelmäßig machst. Chris: Ja, das ist halt die Sache. Also entweder Du machst es. Du packst Deine Tasche und fängst an. Idealerweise rufst Du noch Deinen Kumpel an und dann zusammen macht es sowieso mehr Spaß und dann pusht man sich gegenseitig oder man wählt die Couch aus und macht den Fernseher an oder schmeißt das Internet an. Und das ist halt das Problem hier in Deutschland, sage ich mal. Weil wir sowieso auch schon so viel arbeiten, dann ist man sowieso müde. Also es bedarf schon viel Motivation da dann möglich recht sportlich zu sein, das muss ich sagen. Und da sind wir natürlich als Trainer dann gefragt, wirklich Ideen rauszugeben. So: Passt auf, was können wir machen? Was für Optionen haben wir? Was für Sport magst Du überhaupt? Wie intensiv oder wie oft kannst Du es machen? Wie sieht Deine Zeit aus in der Woche und auf geht’s. Welche Ziele setzen wir uns? Und mehr können wir nicht machen. Wir können die Fragen stellen und am Ende des Tages muss jeder selber entscheiden, ob er’s dann macht oder nicht ne? Marcus: Mh absolut. Was würdest Du sagen, ist die beste Sportart für digitale Nomaden? Für Menschen die viel unterwegs sind und keine Hantel im Handgepäck mitschleppen können? Chris: Ja also, digitale Nomaden wie ihr Jungs, ihr seid ja sowieso nur am Strand ne? Marcus: Ja den ganzen Tag und trinken nen Cocktail dabei. Chris: Ja nein, Spaß Spaß! Aber ihr seid ja relativ oft an den Stränden unterwegs. Da könnt ihr natürlich dann Surfen oder Schwimmen oder am Strand laufen. Das ist ja auch nochmal ein bisschen intensiver als auf der Straße oder auf dem Waldweg. Und ihr könnt dann so ein paar Übungen am Strand machen. Und für die Leute, die keinen Strand haben, auch da hast Du natürlich die Möglichkeit, immer zu laufen oder auch Deine Körperübungen zu machen. Wir haben ja zum Beispiel auch die Online App, da stürzen wir uns natürlich auch rein, als extra Service für unsere Kunden. Da sind auch super viele Übungen und Workouts drauf, die Du dann überall machen kannst. Alles was Du brauchst ist 10 m², 20 Minuten Zeit und Deine Sportsachen. Und dann geht’s ab. Das kannst Du vor der Arbeit machen, in der Mittagspause, nach der Arbeit, kannst jemanden dabeihaben und dann geht’s los ne? Es ist banal gesagt relativ einfach fit zu werden, aber man muss wirklich auch nen Plan haben, ne Idee haben wo will ich hin und dann das durchziehen. Ist wie im Business ne? Wenn Du ein Business hochziehen willst, kannst Du auch nicht Dich hinlegen und sagen: Jo, jetzt will ich dieses Business hochziehen und dann ganz viele Kunden haben und reich werden. Weißt Du, das ist genau die gleiche Geschichte ne? Marcus: Ja absolut, da muss erstmal die Motivation von irgendwoher kommen. Und die klappt immer ganz gut, wenn Du klare Ziele hast und vielleicht nicht so schwammige wie “Ich will sportlicher werden oder besser werden” sondern “Ich will so aussehen, wie xy nächsten Sommer” oder “Ich möchte 5 kg abgenommen haben” oder “Ich möchte 2 cm mehr Bizeps haben” oder “Ich möchte 10 Burpees schaffen in 30 Sekunden oder was”. Ich glaube, es ist auch wichtig, dass immer messbar zu machen oder? Chris: Ja genau, also es ist eine andere Motivation, die Du gerade angesprochen hast. Die Performance Results, das heißt, wie schnell kannst Du zum Beispiel die 30, 40 Burpees machen? Oder wieviele Pushups kannst Du in einem Zug machen? Wieviele Squats/Kniebeugen schaffst Du in 5 Minuten? Und so weiter. Das sind so kleine Challenges. Das ist eigentlich auch immer sehr erfolgreich, wenn wir das mit unseren Kunden machen. Da sind die natürlich auch ein bisschen angestachelt. Die Musik läuft und wenn wir dann so unser Vorgespräch haben, dann stacheln wir die natürlich auch nochmal an “Pass auf, das ist jetzt hier ein ernster Test” so halb im Spaß natürlich sagen wir das. Aber dann geben die natürlich auch Gas. Die wollen sich natürlich nicht lumpen lassen. Marcus: Mh ja, und ich weiß nicht, wie es bei Dir geht, aber so ohne… ich kann eigentlich immer nur Vollgas. Wenn man dann die Chance hat Sport zu machen, das ist das geilste Gefühl ever. Du bist einfach mega platt danach und ausgepumt, Du kannst Dich kaum noch bewegen und unter der Dusche, wenn Du Dir die Haare wachen willst, tut Dir alles weh. Ich find, das ist richtig geil. Das ist fast so geil wie Sex. Chris: Ja, naja… Da kann ich natürlich auch ein Lied von singen. Also Muskelkater ist für mich ganz normal. Das messe ich natürlich auch immer an den Tagen danach, wie heftig das Workout war. Manchmal kann ich es direkt gar nicht erkennen. Aber wenn Du dann wirklich zwei, drei Tage Muskelkater in dieser oder der einen Körperpartie hast, dann hast Du auch gedacht “nah, das ging aber doch ganz schön rein”. Marcus: Ja, ich fühle mich da immer richtig gut bei. Also andere leiden ja, wenn sie Muskelkater haben und sagen “Woa, Scheiße. Nee, mir tut alles weh” und so. Und ich denke mir dann immer “Geil, der Muskel wächst”, weil der ist ja zerstört und es werden neue Fasern aufgebaut. Chris: Ja, da sind wir auf jeden Fall auf der gleichen Seite. Das ist ein schönes Gefühl und dann geht’s natürlich noch weiter. Selbst wenn Du ein bisschen Muskelkater hast und das ist auch so eine ganz typische Frage, was meine Freunde oder auch Kunden haben “Ja, darf ich jetzt weiter trainieren eigentlich, wenn ich immernoch Muskelkater habe?” Und ich habe dann immer so eine lustige Antwort eigentlich drauf, da sage ich immer “Ja, wie machen denn die Profis das, die Athleten? Denkst Du denn, dass die dann stoppen mit dem Training?” (beide lachen) Marcus: Wir verlegen den Wettkampf mal um ne Woche... Chris: Ja genau. Und dann ist die Antwort dann eigentlich auch völlig klar. Dann merken die “Ja okay, ist jetzt eigentlich auch nicht so schlimm”. Marcus: Mh, hast Du bestimmte Routinen oder Strukturen, die Du jeden Tag machst? Chris: Ah Markus, Deine Lieblingsfrage. Da habe ich schon drauf gewartet. (beide lachen) Ja wir müssen das natürlich jetzt ein bisschen unterscheiden. Also wenn ich arbeite in Laos, dann habe ich morgens früh gleich Kunden. So zwischen zwei, drei und vier Sessions am Morgen direkt vorne weg, vor deren Arbeit von den Kunden. Dann bin ich oft auch im Workout selber mit den Kunden. Je nach dem, wenn der schon fitter ist und dann longterm Client, dann mache ich auch durchaus mal mit, mit denen. Und danach wird schnell geduscht und direkt ins Café eigentlich. Weil dann geht das Office los. Dann heißt es E-Mails beantworten und an den Projekten arbeiten und Content kreieren und naja, die ganzen Geschichten, was die digitalen Nomaden ja sowieso schon kennen. Das wird dann weiter fleißig aufgebaut das Business. Dann geht’s nach Hause zum Lunch. Da wird gegessen. Nach dem Mittagessen natürlich immer Mittagsschlaf. Das mache ich fast jeden Tag. Das ist mir auch ganz wichtig. Wenn ich den nicht habe, dann werde ich schon relativ früh müde am Abend. Das ist immer nochmal so ein Pusher. Marcus: Wielange machst Du den? Chris: Das ist meistens nur so ein Powernap über 20, 30 Minuten. Da wache ich auch ganz oft von alleine wieder auf. Marcus: Okay cool. Weil ich glaube, wenn man zu lange schläft, kommt vieles durcheinander ne? Chris: Ja, das ist richtig. Man sollte sich da auf jeden Fall den Wecker stellen, sonst ist man übermüdet. Dass man nicht in die Tiefschlafphase …. genau. Ja und dann am Nachmittag arbeite ich vielleicht nochmal ein Stündchen weiter am Computer, aber dann geht das auch mit den Kunden direkt weiter am späten Nachmittag, gegen 16:00 Uhr. Dann habe ich auch bis abends sage ich mal, teilweise bis 20:00 Uhr oder 21:00 Uhr, man kann es sich ausrechnen, meine Sessions gehen 45 Minuten lang. Dann habe ich auch nochmal, je nach dem, jeder Tag ist unterschiedlich, drei, vier, fünf Sessions am Abend. Das sind teilweise 1:1 aber auch kleine Gruppen mit zwei, drei Leuten und immer unterschiedlich ne? Marcus: Cool, das klingt echt geil und ich glaube, in meinem zweiten Leben würde ich auch gerne Fitness Coach werden und hatte schon auch immer so die Idee, wenn das mit dem Online Business nicht funktioniert oder mit anderen Sachen, dann vielleicht professionell als Trainer zu arbeiten. Ich meine, cool. Wenigstens habe ich jetzt mal einen auf dem Podcast gehabt, der mir Rede und Antwort gestanden hat. Ich bin auf jeden Fall jetzt wieder super motiviert bis in die Haarspitzen. Habe mir gleich auch vorgenommen TRX zu machen hier im Park nebenan. Ich habe das gestern mal ausgetestet. Das klappt richtig gut und das TRX… Das coole ist immer, wenn Du das irgendwo machst und gerade am Strand oder so, hast Du innerhalb kürzester Zeit die ganze Dorfjugend da, die ganzen Teenies, die auch mal mitmachen wollen und so. Dass Du dann gucken musst, dass Du selber nochmal ans Band rankommst. (beide lachen) Chris: Ja das kenne ich, das ist super das TRX auf jeden Fall. Marcus: Cool, also Chris, vielen Dank für Deine Zeit! Schöne Grüße an Kassel! Chris: Ja sehr gerne, vielen Dank für das Interview Marcus! Klasse! Und mach Du auch weiter so! Marcus: Auf jeden Fall! Und wir hören von einander. Chris: Jo. Marcus: Danke Chris, hau rein, ciao!   Yeah, das war sie auch schon, eine neue Folge von LIFE HACKZ mit Chris Bachmann. Ich habe gerade noch mit Chris nach dem Interview ein bisschen weiter gequatscht und überlegt, wie kann man die Leute motivieren noch mehr in die Umsetzung zu gehen und wirklich was zu ändern. Und Chris hat sich bereit erklärt, 10 für einen Monat kostenlose Zugänge zu seiner Fitness App zur Verfügung zu stellen. Sprich: Da gibt’s Zugang zu Videos. Ihr kriegt direkten Kontakt zu Chris. Ihr kriegt Beratung und Trainings Coaching vom Chris über die App und die gibt er für lau raus. Das Einzige, was ihr machen müsst ist: Schreibt mir eine E-Mail an marcus@lifehackz.de. HACKZ mit Z. Mit dem Betreff “Chris Coaching” und dann seit ihr mit in der Verlosung und ich würde sagen, die ersten 10, die mir schreiben, die leite ich dann an den Chris weiter und die bekommen dann den Zugang. Also mir hat es sau Spaß gemacht, ich hoffe euch auch. Ich habe das TRX Band schon hier unten. Ich gehe jetzt raus in den Park und mache ein bisschen TRX. Viel Spaß, bis zum nächsten Mal und ich hab’s dem Chris versprochen. Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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Sep 21, 2015

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Interview mit Holger Grethe von Zendepot

Hi Leute und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ. Heute habe ich mir den lieben Holger Grethe von zendepot.de geschnappt und mit ihm über Anlagestrategien und seinen Blog geredet. Auf Holger sind wir Anfang des Jahres aufmerksam geworden, als es auch bei Feli mehr darum ging, unser Gespartes irgendwie gewinnbringend anzulegen und nicht von der Inflation auf ein Tagesgeldkonto auffressen zu lassen. Und zendepot war so der erste Blog, der anschaulich erklärt hat, wie das ganze an der Börse funktioniert, welche Strategien man anwenden kann. Ich hab mich da super wohl aufgehoben gefühlt. Und danach sind wir dann auch aktiv geworden und haben unser Geld in ETFs investiert. Genau darüber habe ich auch mit Holger gesprochen und noch über andere Aspekte seines Online Businesses. Also viel Spaß mit dem Interview! In dieser Folge lernst du:

  1. Wieso Holger seinen Arztberuf gegen ein Finanzblog eingetauscht hat.
  2. Welche Anlagestrategien ideal sind um dein Gespartes anzulegen.
  3. Wie du deinen Blog als Marketinginstrument benutzt.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

zendepot

zendepot akademie

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"]   Marcus: Ja hi Holger, saucool, dass Du Zeit hast! Willkommen auf dem Podcast! Holger: Hallo Marcus, grüß Dich! Ich freu mich, dass ich dabei sein darf! Marcus: Ja, wer bist Du und wo bist Du und was machst Du gerade? Holger: Also mein Name ist Holger Grethe. Ich betreieb eine Webseite, die heißt zendepot.de und da blogge ich und podcaste ich über private Finanzen und unterstütze Menschen so dabei, erfolgreich Vermögen in Eigenregie zu bilden. Und das ganze mache ich von Düsseldorf aus, also da wohne ich. Marcus: Okay, das heißt, Du bist selbständig, arbeitest jetzt Fulltime an diesem Projekt zendepot und machst es nicht nebenberuflich? Holger: Genau, also im Prinzip ist es zu 80% sage ich mal… also ich verdiene noch ein bisschen Geld nebenbei als Arzt. Also den Job, den ich eigentlich gelernt habe. Ähm, aber das ist, ja… kann man schon sagen, eher fast ein Zubrot. Also das Hauptprojekt ist mittlerweile zendepot ja. Marcus: Ja, das ist natürlich ein krasser Switch von gutbezahlten, wahrscheinlich nem festen Beruf als Arzt hin zur Online Selbstständigkeit. Was hat Dich damals bewogen und wann war das? Holger: Ähm ja, um ehrlich zu sein, war es aus der Unzufriedenheit mit dem Beruf heraus so ein bisschen. Also ich bin seit 2009 selbstständig. Also etwa… mal überlegen… fünf, sechs… nee sechs Jahre knapp war ich angestellt als Arzt im Krankenhaus. Und dann hat sich so 2009 die Chance ergeben so als Honorararzt das zu machen, als Freelancer zu arbeiten. Da war ein großer Ärztemangel zu der Zeit in Deutschland. Und ja, da konnte man gutes Geld verdienen. Den gleichen Job, den man voll gemacht hat als Angestellter, konnte man als Freelancer natürlich zu viel höheren Preisen anbieten und das war ein paar Jahre ganz schön und finanziell auch sehr lukrativ kann man sagen. Aber trotz des relativ vielen Geldes habe ich gemerkt, dass die Zufriedenheit doch nicht so da ist, so wie sie sein sollte und ich nicht so ganz happy war mit dem Ganzen. Marcus: Das heißt? Kannst Du vielleicht mal zwei, drei konkrete Beispiele nennen, was Dich da gewurmt hat oder wo Du meinst so “Ich kann mich nicht nicht ganz entfalten oder erfüllen”? Holger: Ja genau. Also im Wesentlichen ist es so, dass Medizin… also der Arztberuf natürlich eigentlich eine schöne Sache ist, aber es ist eigentlich ein völlig unkreativer Beruf. Also, da gibt’s jetzt nix, wo man irgendwie sich tolle Sachen ausdenkt und ausprobiert, sondern da gibt es feste Regeln und Vorgaben, wie man sich denken kann, an die man sich halten sollte, damit das ganze funktioniert und das ist natürlich auch sinnvoll, aber mir hat dann persönlich dann eben gefehlt so, diese kreative Entfaltung. Also ich habe früher ganz gerne Musik gemacht und war eigentlich immer ein kreativer Mensch. Und das habe ich irgendwie so bei der Berufswahl so ein bisschen außer Acht gelassen, dass das so für mich doch eine große Rolle spielt. Und ähm… Dann kommt so ein bisschen ein unternehmerisches Gen dazu, dass ich irgendwie Lust habe, einfach auch mir etwas aufzubauen, ein Business aufzubauen. Und das war einmal in der Medizin natürlich nicht so richtig möglich und auch irgendwie das Freelancing-Geschäft… Ja, Du wirst halt stunden- oder tageweise gebucht und dann ist es halt Zeit gegen Geld. Und auch das war so ein bisschen, wo ich dachte “Nee, das geht irgendwie besser”. Und hatte mal viel Spaß mit Websites. Ich hab immer welche gemacht auch nebenbei und konnte so ein bisschen HTML und CSS und hatte irgendwie auch Lust zu bloggen, schon Jahre lang, aber dachte immer “Ja worüber denn?”. Also ich hatte nicht so ein richtiges, griffiges Thema. Und dann bin ich irgendwie so auf ein paar amerikanische Blogger aufmerksam geworden. Damals mit Corbett Barr mit Think Traffic. Dann Pat Flynn und solche Leute und habe dann Sachen gelesen, da dachte ich “Das kann ja gar nicht wahr sein”. Also die verdienen ja einen Haufen Geld, die hocken von zu Hause und schreiben was lustig ins Internet und haben da ein laufendes Business. Das war für mich erstmal völlig skurril und unvorstellbar. Marcus: Und schreiben dann noch über Sachen, die sie privat interessiert ne? Von daher... Holger: Ja genau. Ja ja. Jetzt war es nicht so, dass ich dachte “Boah, ich will jetzt soviel Geld haben wie die. Sondern es war eher, dass ich erstmal erstaunt war und dachte “Das kann doch nicht sein, dass so was überhaupt funktionert”. Naja, irgendwann ist das dann so ein bisschen so, dass ich gedacht habe “Naja gut, warum nicht? Warum soll das nicht auch hier im deutschsprachigen Raum funktionieren? Probier doch das einfach mal aus”. Und dann war natürlich die nächste Frage: Mit welchem Thema? Was könnte ich den Leuten anbieten, was die interessiert und was ich außerhalb der Medizin noch ganz gut kann? So bisschen habe ich das Thema Geld und Finanzen, weil ich dieses Problem für mich dann irgendwie gelöst hatte. Also wie gesagt, ich habe ganz gut verdient. Und dann war auch die Frage: Was mache ich mit dem Geld? Wie lege ich das an? Und habe mich dann halt sehr intensiv mit der Materie beschäftigt ein paar Jahre und dachte “Okay, also dieser Umgang mit Geld; Geld anlegen; Börse. Das ist etwas, was Du Leuten vielleicht ganz gut erklären könntest” und wo es im deutschsprachigen Raum, für meinen Geschmack auch kein richtig gutes Angebot gab zu der Zeit und dann habe ich gedacht “Okay, dann mache ich das eben”. Marcus: Mhh, ja spannende Story. Und ja, ich muss auch sagen, ich bin Anfang des Jahres auf Deinen Blog gestoßen, als wir auch genau vor der Frage standen - das war eines der Jahresziele, mich endlich um meine Finanzen zu kümmern und die sinnvoll irgendwo anzulegen, ohne Angst haben zu müssen, zu viel falsch zu machen. Ich glaube, die größte Hürde ist, dass man irgendwie Angst hat und das Geld falsch investiert und es am Ende komplett weg ist oder vernichtet ist. Und das hat mich immer davon abgehalten, das ganze Geld, was ich dann auch irgendwann eisern über die Jahre angespart habe als Selbstständiger, habe ich mehr oder weniger einfach auf dem Tagesgeldkonto verrotten lassen. Und Du weißt ja wahrscheinlich selber, was mit den Zinsen passiert ist in den letzten Jahren, gerade auf den Tagesgeldkonten. Insofern war es ein totales Minusgeschäft, da die Inflation höher gewesen ist, als die Zinsen, die man für das Geld gekriegt hat ne? Holger: Ja, ja. Marcus: Wie Du schon sagtest, es gab nicht viel im deutschsprachigen Raum. Wie genau, weiß ich jetzt nicht. ich glaube sogar über Google so  - zu irgend nem Thema rankst Du da ziemlich gut - bin ich auf Deinen Blog gestoßen und dachte “Wow, das ist ja mal geil. Das ist endlich mal jemand, der irgendwie einfach, verständlich, selbst für einen relativen Laien, für mich dieses komplexe Thema Finanzen und Geldanlage angeht”. Und ja, dafür nochmal echt meinen höchsten Respekt und auch meinen höchsten Dank, weil ich aufgrunddessen zusammen mit meiner Freundin, mit Feli, dann aktiv geworden bin. Und wir haben unser erstes Geld genommen und in ETFs investiert. Holger: Ja super. Marcus: Cool. Ähm… Warum würdest Du sagen, oder für wen sind ETFs die richtige Wahl? Und vielleicht vorher mal: Was sind ETFs? Holger: Mhh, also Du sprichst jetzt ETFs an. Das sind Exchange Traded Funds. Übersetzt sind das Börsengehandelte Index Fonds. Das sind Anlageprodukte, die man als privater Anleger kaufen kann oder in die man investieren kann. Letztendlich sind das eine bestimmte Form von Investmentfonds ne? Ich bin nicht so der Fan davon, immer direkt so die Produkte in den Vordergrund zu kehren. Also Du hast sie jetzt angesprochen, deswegen erkläre ich’s kurz, aber primär geht es vor allen Dingen darum, dass man eine Anlagestrategie dazu hat, in der die Produkte eingebettet sind. Also da empfehle ich immer das passive Investieren. Also, dass man nach bestimmten Maßstäben oder Regeln vorgeht und dann diese Produkte einsetzt und darin das Geld investiert. Also natürlich und letztendlich, wenn man Geld anlegen will, muss man irgendwohin investieren und dann sind diese ETFs - diese Exchange Traded Funds - das sind Vehikel, das man dann nehmen sollte, aber ganz wichtig: Damit es wenn auch das tut, was es soll, braucht’s eben diese Anlagestrategie und Anlagephilosophie dahinter. Und ähm… ich kann’s vielleicht versuchen, in wenigen Sätzen zu erklären, was das ist. Marcus: Ja erklär mal, ansonsten versuche ich’s danach, weil wir sind da natürlich genau nach Deinem Muster auch vorgegangen und haben vorher die Strategie aufgebaut und jetzt auch nicht alles in die ETFs angelegt. Also das sollte jetzt nicht … aber erzähl mal. Holger: Genau. Also ähm, vielleicht noch vorweg: Also ETFs, also diese Fonds… da kann man in Aktien investieren, aber man kann auch in andere Dinge investieren. Also auch Anleihen, also auch weniger riskante Geschäfte machen, sozusagen. Um das passive Investieren zu verstehen, erzähle ich einmal kurz, was aktives Investieren ist. Und das Gegenteil ist dann das passive Investieren - das ist eigentlich klar. Also ein aktiver Investor, der geht her und sagt “Ich bin so klug und weiß, welche Aktien heute günstig sind und in Zukunft steigen werden wird.” Also “ich erkenne zum Beispiel das nächste Apple” oder irgendwelche Startups, wo ich weiß “Wow, die werden ne super Geschichte hinlegen”. Also wenn jemand glaubt, er kann solche Werte oder solche Unternehmen erkennen. Marcus: Das ist der Anlageberater, der festangestellt in ner Bank sitzt ne? Holger: Ja, das sind auch viele Privatanleger, die einfach sagen “ich bin so clever, ich hab’s drauf. Also ich kann diese Firmen erkennen, ich weiß, wer heute günstig ist und morgen abgeht”. Also ja... Marcus: Das war ich zum Beispiel vor zwei Jahren. Holger: Ja, das sind ganz viele Leute, die das nach wie vor glauben und … oder dieser Illusion sich hingeben. Und das nächste, also der nächste Punkt ist dann “Ich weiß nicht nur, welche Aktien toll sind oder super werden” sondern “ich weiß auch, zu welchem Zeitpunkt ich die idealerweise kaufe und dann wieder verkaufe. Also ich kann sozusagen auch den Markt timen.” So nennt man das. “Weil ich so gut bin, in diesen beiden Dingen, der Auswahl der Aktien und dem Zeitpunkt erkennen, deswegen werde ich viel besser sein, als der Marktdurchschnitt. Also ich werde eine viel höhere Rendite erzielen. Ich werde so toll sein, wie Warren Buffet oder so. Ich werde 15% - 20% pro Jahr machen mit den Aktien, weil ich es drauf habe.” Das ist der aktive Investor, der eben aktiv investiert. Marcus: Und oftmals auch davon geleitet - so war es bei mir, dass ich mir dann so die historische Entwicklung angeguckt habe und dann zieht man unbewusst immer Referenzen, dass man irgendwie dazu tendiert “ah ja genau, das hätte ich genau so auch vorhersagen können, weil da war ja genau … das und das ist passiert so. Eigentlich ich müsste jetzt mal einsteigen, weil im Grunde hab ich’s jetzt verstanden, wie es funktioniert die Twitter-Aktie”. Holger: Genau. Es gibt irgend ne logische Story, wo man sagt “Ja, das ist ja klar. Also China… die brauchen jetzt Erdöl oder die brauchen das, dann muss ich da investieren und das wird abgehen”. Also es gibt immer ganz, ganz logische… viele logische Argumente, warum es gar nicht anders sein kann. Tja, und dann kommt es immer anders als man denkt und das Geld ist weg oder die Aktie halbiert sich im Wert oder die Firma geht Pleite und das Geld ist weg. Und das ist ein großer Verlust. Deswegen geht der Passivinvestor, also das bin ich, geht her und sagt “Das ist alles” - entschuldigung “Quatsch”, beziehungsweise das sollte man sich nicht einbilden. Man sollte vor allem nicht so viel Zeit damit vergeuden, denn diese ganze Geschichte: Aktien auswählen, diese Zeitpunkte auswählen, das erfordert Zeit und Energie. Also ich muss mich laufend damit befassen, muss immer gucken, was macht die Börse, wo gehen die Kurse. Gehen die rauf/runter? Welche Signale gibt’s da? Welche Aktien sind neu? Welche Unternehmenskennzahl haben die publiziert? und so weiter. Also, ich bin laufend mit diesem Zeugs beschäftigt. Ich persönlich habe darauf gar keinen Bock. Also deswegen habe ich dann irgendwann gesagt “also ich will, dass sich das Geld vermehrt, ja. Aber ich habe keine Lust, mich ständig damit zu befassen, weil so toll finde ich’s auch nicht.” Also ich schreibe ganz gerne über Geld und Finanzen, aber ich habe keine Lust mich täglich mit irgendwelchen Börsenkursen zu beschäftigen. Marcus: Das kann einen ja auch wahnsinnig machen. Holger: Total, ja eben. Man lebt ja auch nicht mehr entspannt ja… Deswegen ist... einer meiner Wahlsprüche ist “Lebe aktiv, investiere passiv”. Also häng nicht passiv vor’m Computer um aktiv zu investieren. Sondern mach was aus Deinem Leben, geh raus, mach Sport, triff Dich mit Leuten, sei aktiv und investiere Dein Geld passiv. Das funktioniert wunderbar. So, also der Passivinvestor sagt “Ich kann eben keine einzelne Aktie auswählen. Ich weiß nicht, wann ich in den Markt rein oder raus muss und ich bin zufrieden mit der durchschnittlichen Martrendite.” Und die liegt bisher gar nicht so schlecht. Die liegt nämlich im Inflationsbereich beim Aktienmarkt bei ungefähr 6% pro Jahr. So und dann muss ich nur eines tun, nämlich in den gesamten Aktienmarkt investieren. Das heißt, das mache ich über Indexfonds, also über die ETFs eben. Über Fonds, die den gesamten Markt abbilden. Das machen eben Indics, zum Beispiel der DAX, der bildet den deutschen Aktienmarkt ab, beziehungsweise da die 30 größten Unternehmen. Oder ich nehme den S&P500, das sind die 500 größten Unternehmen der USA oder ich nehme einen Fonds zum Beispiel oder einen Index, den MSTI World Index, der die gesamte Welt abdeckt. Und da sind über 1.600 Unternehmen drin. Und da kann ich schon mit 50,00 Euro zum Beispiel kann ich da einen ETF Anteil kaufen und investiere mit meinen 50,00 Euro anteilig an 1.600 Unternehmen. Das heißt, ich streue das Risiko, mein Geld ganz, ganz breit über die ganze Welt. Und wenn da ein oder zwei Unternehmen von Plete gehen, das merkst Du gar nicht. Und dann kommen auch andere wieder in den Index und das wird ausgeglichen. Und deswegen ist das eine relativ risikoarme Möglichkeit in den Aktienmarkt zu investieren. Und die nächste wichtige Sache ist noch, ich versuche nicht in irgendwelche Zeitpunkte zu investieren, sondern ich habe eine sogenannte Buy and Hold Strategie. Das heißt also, ich brauche das Geld jetzt nicht, ja? Also ich mache das ja irgendwie, um… oder wir legen ja alle Geld an, wahrscheinlich irgendwie zu Altersvorsorgezwecken, damit wir nicht mit 80 Jahren noch Geld verdienen müssen. Ich meine, es spricht nichts dagegen, wenn man dann noch irgendwie mit Online Business oder was auch immer Geld verdienen kann, das zu tun, aber ich will’s nicht müssen. Und deshalb, wir wollen dann irgendwie von unseren Ersparnissen leben können und von unserem Vermögen. Und deswegen habe ich einfach einen Zeitraum und ich lasse das Geld 20, 30, 40 Jahre da liegen und muss eben dann da auch nicht rein und raus, sondern weiß eben, langfristig steigt die Börse und deswegen verlasse ich mich einfach darauf, dass dieser Markt wächst und muss nicht irgendwie aktiv rein und raus. So, das ist jetzt mal so doch mehr Worte geworden als geplant, aber ich glaube,  das Konzept ist  jetzt einigermaßen klar. Marcus: Ja, das Thema ist einfach viel zu komplex, als dass man das in drei Worten glaube ich, abbilden kann. Aber, ich glaube, es ist jetzt rüber gekommen, was grundsätzlich so das Mindset ist. Die Strategie nämlich, die Sachen Buy and Hold einmal zu investieren oder wie Kostolany auch mal gesagt hat: Kauf Dir die Aktie, geh 30 Jahre schlafen und steh dann wieder auf und guck, wo die Aktie steht. Und in den meisten Fällen wird sie dann gestiegen sein. Das Ding, was viele Leute dann verunsichert oder irgendwie dann auch dazu veranlasst, Sachen wieder schnell zu verkaufen in falschen Zeitpunkten, sind so Momente, wie jetzt gerade, glaube ich. Vielleicht kannst Du da mal kurz erklären oder aus Deiner Sicht, was da gerade passiert. Wieso beispielsweise die MSCI Indices nach unten gegangen sind oder der DAX irgendwie seinen schlechtesten Wert hat seit Jahren und was Du erwartest so, in den nächsten paar Monaten. Holger: Ähm, ja was heißt passiert…. Passiert ist im Prinzip nichts Außergewöhnliches. Das heißt also, wir haben ne Zeit lang erlebt, dass die Kurse nach oben gestiegen sind und es mal einfach zu sagen. Und jetzt gibt es momentan wieder so nen Dämpfer und in diesem Fall ist jetzt der Aufhänger eben China, dass da gesagt wird “Naja, das Wirtschaftswachstum geht zurück” oder “Es ist alles nicht so toll und die chinesische Börse… da brechen die Kurse ein” und weil wir eben in einer globalisierten Welt leben, wo alle miteinander Handel treiben, ist das eben alles vernetzt und verknüpft und wenn man sagt “Oh, China geht’s nicht gut”, dann denkt man sofort “Naja, aber wir Deutschen exportieren ja ganz viele Sachen nach China, dann kaufen die bald nicht mehr bei uns, dann wird’s uns auch schlechter gehen”. Und weil eben an der Börse immer die Zukunftserwartungen gehandelt werden, reagiert das dann alles so, dass man sicht denkt “Oh oh oh, jetzt geht’s bestimmt überall runter” und schon verkaufen die Leute ihre Anteile und die Kurse fallen. Also, das ist sozusagen der Zusammenhang vereinfacht dargestellt. Was ich für die nächsten Monate erwarte… keine Ahnung… es gibt drei Möglichkeiten: Die Kurse können weiter fallen; sie können so bleiben wie sie jetzt sind oder sie können steigen. Das ist immer meine Standardantwort auf Prognosefragen. Ähm, ehrlich gesagt, mich interessiert das überhaupt nicht, beziehungsweise, wenn ich jetzt sehe, die Kurse gehen runter, dann ist das für mich, als jemand der in der Ansparphase ist, also der sein Geld ja investiert, um es später rauszunehmen, eigentlich ne super Sache. Denn wenn die Kurse fallen, heißt das auf Deutsch, die Preise für Aktien werden günstiger. Das heißt ich kann günstiger einkaufen. Das Kuriose ist, dass die Leute immer sagen “Boah, wenn’s im Geschäft nen Rabatt gibt von 30%”, dann flippen die aus und sagen “Wahnsinn, da muss ich hin, das muss ich kaufen, sofort!” ja? Wenn sozusagen es an der Börse einen Rabatt gibt, weil die Kurse um 30% gefallen sind, dann sagen alle “Du liebe Güte, ich muss alles verkaufen, das ist ja furchtbar”. Also, das ist eine völlig paradoxe Herangehensweise. Denn eigentlich heißt das… Also klar, für Leute, die jetzt Rentner sind und von Aktien leben beziehungsweise Stück für Stück verkaufen wollen, weil sie eben davon leben… für die ist es natürlich nicht so schön. Deren Vermögen sinkt momentan. Oder deren Aktienvermögen nimmt im Wert ab. Aber für Leute für uns, die in der Ansparphase sind, die erst Vermögen aufbauen, ist es eigentlich eine super Sache, weil wir günstige Anteile einkaufen können, die dann später wieder im Wert steigen. Marcus: Mhh, und das ist glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt. Das ist genau dieser Switch im Mindset. Dass man sich da nicht an denen orientiert, die gerade alle verkaufen und das macht, was alle machen. Sondern Du hast glaube ich irgendwann auch mal Warren Buffet erwähnt und die klugen Investoren in den Staaten. Die kaufen jetzt nach und ich habe jetzt auch überlegt, wie komme ich schneller an mein Geld? Wie kann ich vielleicht noch schneller Rechnungen stellen irgendwie, weil die Kurse sind gerade total niedrig, ich glaube daran. Und am liebsten würde ich jetzt auch gerne einfach noch mich mit noch mehr, ja… ETFs oder anderen Produkten dann eindecken, weil man ja genau weiß, früher oder später geht’s wieder hoch. Das ist ja dieser Zyklus glaube ich, von diesen vier Phasen, die es in der Wirtschaft immer gibt. Kann man das auch auf die Aktienmärkte übertragen? Holger: Ähm ja, also Kostolany hat immer so den Begriff geprägt “Des Eides Kostolany”. Also der hat da auch so nen Kreislauf gezeigt und gesagt so, also es gibt sozusagen eine Spitze. Das ist dann eben die völlige Übertreibung. Dann werden die ersten dann kritisch, verkaufen, dann stürzen die Kurse irgendwann ab und dann bildet sich wieder irgendein Boden, wo dann sozusagen am untersten Punkte Leute sagen “Naja, so schlecht kann’s ja gar nicht sein”. Und dann kaufen die wieder. Dann geht’s wieder hoch. Irgendwann kommt die Phase der Übertreibung und so geht’s dann immer im Kreislauf. Und wielange jetzt ein so ein Zyklus dauert, das ist völlig unterschiedlich. Wir haben ja seit der Jahrtausendwende, sagen wir mal, zwei Starke Abschwünge erlebt in sehr kurzer Zeit. Davor waren’s - ich weiß nicht - 15 Jahre, glaube ich, dann Mitte der 80er Jahre lief’s kontinuierlich aufwärts. Also, das weiß man eben nicht. Aber was heute ein Börsenhoch ist, das ist…. Sozusagen, wenn man den absoluten Kurs nimmt, in fünf Jahren dann schon wieder ein Tief, wo man sagt “Naja, das ist ja kein echtes Hoch in dem Sinne”. Wir stehen ja heute schon wieder viel, viel höher. Also, man muss wirklich in sehr langen Zeiträumen denken. Das fällt uns natürlich schwer. So, wir gucken immer auf die letzten Jahre oder denken über die nächsten Jahre nach und je weiter man sich in die Zukunft bewegt gedanklich, desto verschwommener wird das Bild natürlich. Also ich weiß auch nicht, was ich in zehn Jahren mache. Also ich hoffe, ich bin dann gesund und bin noch da und kann das tun, wozu ich Lust habe. Aber wie es genau aussieht und wie die Wirtschaft ist und ob weiterhin die Welt einigermaßen friedlich bleibt oder ob sich das noch verschlechtert, das weiß man alles nicht ne? Marcus: Achtest Du da noch drauf oder bist Du da soweit, dass Du sagst “Das ist mir eigentlich total Latte, was da jetzt gerade passiert? Oder tangiert Dich das noch in irgend ner Form oder liest Du bewusst überhaupt keine Wirtschaftsnachrichten mehr oder Nachrichten über die Aktien? Holger: Ja, also ich kriege natürlich diese Nachrichten so mit, wenn ich irgendwie online Zeitung lese, dann sehe ich natürlich dann irgendwie so ne Headline und so, aber nein, es berührt mich gar nicht mehr, weil ich wirklich weiß, dass …. Also, man muss auch sehen, was die Zeitungen da machen. Was die Medien machen ist natürlich… die müssen auch Geld verdienen ja? Die haben auch ein Geschäftsmodell und das Geschäftsmodell heißt Online Klicks. Und Offline sind’s halt eben die Auflagen und die Anzeigenkunden, die immer bedient werden wollen. Also die Frage für ne Zeitung oder für die Medien ist ja: Wie bekomme ich Leser? Und da ist Angst natürlich, besonders in Deutschland, ein super Aufhänger. Also wenn ich irgendwem mit irgendetwas Angst machen kann… sei es mit rechter Gewalt gegen Flüchtlinge ist oder was weiß ich? - Ne Kindesentführung oder eben nem Crash an der Börse… ich weiß, mit solchen Headlines kriege ich Leute. Die klicken da drauf, die lesen sich das durch. Und wenn ich sozusagen eben irgendwie Angst triggern kann, dann kriege ich Leute. Und deswegen sind natürlich diese Börsennachrichten in Crashphasen wie geschaffen für Medien, um einfach auch Auflagen zu bekommen. Aber wenn man das durchschaut, dann weiß man eben, dass das keine echten News oder Nachrichten im eigentlich Sinn sind. Also die haben für mich keinen…. ich leite daraus jetzt keine Handlungsempfehlung ab. Ich weiß, ich muss dann nichts machen. Und das gesamte Konzept ändert sich dadurch nicht, insofern kann ich das auch einfach generieren. Also es lässt mich wirklich völlig kalt. Marcus: Okay. Und was würdest Du sagen, wieso ist es sinnvoller oder für wen kann es sinnvoller sein, an der Börse aktiv zu werden, als beispielsweise in ein Eigenheim zu investieren. Holger: (lacht) Ja, das ist natürlich die Frage aller Fragen, wenn es um Geld geht. Marcus: Gerade in Deutschland. Holger: Gerade in Deutschland, ja. Also vielleicht vorweg: Man kann ersteinmal nicht ausrechnen, was günstiger oder besser ist. Das heißt also, diese Idee, dass Leute sagen “Naja, ich nehme jetzt so einen Kalkulator, gebe dann an, was ich monatlich an Miete habe und was ich im Vergleich an Kredit für’s Haus bezahlen würde. Das gebe ich da alles ein und da spuckt mir das Ding aus, ob sich das auf 20, 30 oder 40 Jahre rechnet, ein Haus gekauft zu haben”. Das ist Quatsch auf Deutsch. Ja, also das ist wirklich Quatsch, weil diese Berechner machen nichts anderes, als dass man Prognosen trifft. Man nimmt Werte von heute und projektiert sie 20, 30 oder mehr Jahre in die Zukunft. Und nur wenn all diese Werte, diese Prognosen eintreffen, dann wäre so eine Kalkulation sinnvoll oder man könnte daraus etwas ableiten. Kurz gesagt: Man kann diese Rechner genau mit den Daten füttern, dass sie immer das Ergebnis liefern, das man haben will. Und wenn man unbedingt ein Haus haben will, wird man diesen Kalkulator mit diesen Daten füttern, dass herauskommt: Haus kaufen ist günstig. Also was hinterher rauskommt, ob jemand mit nem Aktiendepot oder mit dem Eigenheim besser abschneidet, individuell betrachtet, weiß man wirklich erst am Ende. Und da haben wir alle nur einen Versuch. Also wir haben alle nur dieses eine Anlegerleben und wissen am Ende, was besser gewesen wäre, aber das hilft ja nix. Also ich muss die Entscheidung heute treffen und deswegen plediere ich immer dafür, eher weiche Faktoren zu werten und sich daran zu halten. Also sprich, sich zu überlegen: Was bedeutet das, wenn ich ein Haus kaufe? - Für mich und für mein Leben. Für mein Berufsleben, für mein Privatleben, für mein Umfeld und so weiter. Und da spielen eben solche Gedanken ne Rolle - also bei mir persönlich zum Beispiel, ich habe gesagt “Ich will kein Haus kaufen. Denn für ein Haus, brauche ich einen Kredit. Wenn ich einen großen Kredit aufgenommen habe, dann weiß ich, was ich jeden Monat an die Bank bezahlen muss. Und ich kann solche Spirenzchen wie, als Arzt fange ich mal an über Finanzen zu bloggen und daraus ein Business zu machen, nicht mehr so locker aus der Hüfte machen, wenn ich so eine große Verpflichtung habe und weiß, da muss dieser Geldbetrag rein.” Denn am Anfang war es so. Das Zendepot hat nicht sofort Geld verdient. Also es hat wirklich ein Jahr gedauert bis das anfing und stabil lief. Und diese Zeit… klar habe ich noch als Arzt gearbeitet, aber auch da war ich dann Freelancer... auch nicht planbar ja. Also auch kein Beamtenjob. Ähm, und das wäre zum Beispiel vom Kredit her für mich, eine viel zu große Freiheitseinschränkung zu wissen, ich muss dieses Geld ranbringen, sonst gibt’s Ärger. Das ist der eine Punkt. Dann ist es häufig so, dass man, wenn man ein Haus kauft… also, man in der Großstadt lebt und gerne lebt, wie ich zum Beispiel, und da sein Umfeld hat… Also ich möchte nicht irgendwo auf’s Land ziehen, nur weil ich dann mir da ein Haus leisten kann. Weil in der Großstadt kann kaum jemand ein Haus bauen oder kaufen. Also wenn man da nicht groß erbt, dann ist das eigentlich nicht zu machen. Was bedeutet, dass die meisten Leute dann irgendwie wegziehen. Und die ziehen dann, weil sie ein Haus haben wollen, müssen sie woanders hinziehen. Und auch das ist wieder nicht ohne Folgen ja? Also ich habe dann vielleicht längere Wege zur Arbeit, ich habe meine Freunde nicht bei mir, ich habe kein Kino, keinen Supermarkt oder sonst was um die Ecke. Also das sind alles so Faktoren, die man sich wirklich überlegen sollte und die ich viel wichtiger finde, als jetzt die Frage: Was kommt in 30 Jahren finanziell bei rum. Marcus: Mhh, absolut. Ich merke schon, das ist immer sehr individuell abhängig, was man für Pläne/Ziel und wie man persönlich auch so eingestellt ist ne? Holger: Total ja, also, für jemanden der wie gesagt, einen Beamtenjob hat oder sagt “Ich bin glücklich als Angestellter und bei der Firma bleibe ich jetzt noch die nächsten 30 Jahre”, wenn man das so sicher sagen kann, dann ja… nimm das Haus, ja. Marcus: Für den könnte das ne Option sein. Holger: Ja genau, aber für Leute, die was weiß ich, jetzt so wie Du sagen “Pass auf, ich reise gerne um die Welt und arbeite ortsunabhängig”. Da ist auch die Frage: Was will ich dann mit nem Haus ne? Marcus: Ja absolut, also für mich kommt auch kein Haus in Frage, aber ja wie Du schon sagtest, es kommt immer auf die persönlichen Bedürfnisse an und wie man eingestellt ist. Ich kann auch die Leute voll verstehen, die sagen “Nee, also Marcus, was Du da machst mit dem ortsunabhängigen Arbeiten mit Deiner Freundin und so, das ist absolut nichts für mich”. Da kommen auch immer irgendwie super viele Leute auf uns zu und ähm, fast als ob sie sich selbst erklären müssten, warum sie das jetzt nich machen ne? (beide lachen) Und für mich ist das doch völlig in Ordnung und völlig legitim, wenn einer sagt “Ich kann das einfach nicht und ich bin glücklich in meinem festen Job und ich muss wissen, was jeden Monat auf meinem Bankkonto landet, weil ich habe ne Verantwortung. Ich habe Familie, ich habe Kinder, ich habe vielleicht sogar nen Kredit laufen.” Dann sage ich “Fair enogh, ist doch super cool, ist doch geil! Ich frage mich, warum Du dann auf meinen Seiten bist, aber wenn Dir das gefällt und Dich ein bisschen entertainen lassen willst, klar mach weiter so, aber ja… Du musst Dich nicht entschuldigen oder so.” Wir sind für die Leute da, die bereit sind und die darauf Bock haben und die nehmen wir dann gerne mit, aber was vielleicht manche immernoch ein bisschen falsch verstehen ist, wir sind jetzt auch auf keiner Mission oder wollen Leute missionieren oder umpolen oder so was. Holger: Ja, ja, es kommt wahrscheinlich vielen sehr traumhaft vor, was ihr macht, weil das eben doch relativ außergewöhnlich ist oder eben nicht so zum Standard passt. Zu dem stationären Arbeiten, irgendwo wohnen, nen Job haben und so. Das ist eben etwas völlig anderes. Und man will natürlich oder man wünscht sich immer das, was man gerade nicht hat. Und genauso denkt ihr vielleicht auch manchmal “Naja, irgendwo fest zu wohnen, das wäre vielleicht doch mal ganz schön”. Also die Gedanken kommen vielleicht auch bei euch hoch. Marcus: Klar. Holger: Also, das ist ja… einfach vielleicht so ein bisschen auch die Träume und Wünsche der Leute, aber ich denke auch, wenn jemand wirklich glücklich ist in seinem Job und sagt “Ich habe hier mein Umfeld und ich find’s super in der Firma oder wo ich bin” - das ist doch super! Also ich meine, es geht ja letztendlich darum, dass wir glücklich sind. Wie wir das erreichen, das muss jeder selber für sich herausfinden, aber wenn’s der feste Job irgendwo ist, ja, dann ist doch toll! Marcus: Mhh absolut. Und zu den ganzen anderen Fragen, wovon ich wahrscheinlich noch 50 mehr hätte, gerade über Finanzen, womit ich Dich löchern würde, findet man auf Deiner Seite Zendepot. Echt mit nem super guten Fundus zu allen möglichen Aspekten. Ich habe, glaube ich, drei Tage nur Zendepot durchgelesen und hatte danach das erste Mal das Gefühl, so ein bisschen was verstanden zu haben, wenn es um Geldanlage geht. Holger: Ja schön. Marcus: Das coole ist, gerade jetzt so als selbstständiger Unternehmer, wie Du es bist oder wie ich es auch bin, ein Online Unternehmer, kann man da sehr viel für sich selber rausziehen. Ähm, ja lass uns ein bisschen auf Dein Online Business zu sprechen kommen. Du hast gesagt, am Anfang hast Du nicht direkt Geld damit gemacht. Was ganz natürlich und verständlich ist. Es ist so ne Faustformel, dass man so im Durchschnitt nach drei Jahren mit nem Blog oder mit den Businesses, die man da rumbaut auf dem Level ist, wo man dann vorher als Angestellter oder in Deinem Fall Honorararzt oder so gewesen ist. Aber das ist ja auch nur so ein Durchschnittswert. Was ich sagen will: Es dauert einfach. Und es ist harte Arbeit, das muss ich Dir auch nicht sagen, aber ich kann’s nicht oft genug wiederholen. Ähm, weil es die Leute, glaube ich, immernoch nicht verstanden haben. Was sind Deine Produkte neben dem Blog, womit Du Dein Geld verdienst? Holger: Ja also den Blog würde ich jetzt mal nicht als Produkt bezeichnen, sondern sage ich mal als… Das ist im weitesten Sinne oder wenn man es jetzt geschäftlich betrachtet ein Marketinginstrument, also der Blog und dieser ganze Gratiscontent. Also die Artikel, die Podcasts, Videos, die schaffen im Wesentlichen Vertrauen zu mir als Person und sollen … ja … vermitteln Kompetenz. Dass ich das auch kann, was ich da behaupte und was ich da erzähle und dass das Hand und Fuß hat. Also, ich sage den Leuten auch, ich habe hier kein Finanzdiplom, sondern ich bilde mir nur ein, dass ich verstanden habe grob, wie es funktioniert und kann das halt ganz gut erklären. Und lies Dir das durch und guck, ob Dich die Argumente überzeugen und äh... mehr bin ich da nicht ne? aber... Marcus: Gab’s da schonmal Leute, die da irgendwie gekommen sind “Boah nee, Holger, jetzt habe ich da alles da und dahin investiert aufgrund Deines Artikels und jetzt ist alles Scheiße, alles unten… was hast Du da gemacht?” Holger: Äh, da hatte ich immer sehr viel Angst davor, dass so was passiert, aber bis jetzt gab’s das noch nie. Weil ich sowohl jetzt bei den Gratisinhalten, als auch vor allen Dingen in dem Zeninvestorkurs, also wo ich dann eben diese ganze Geschichte Schritt für Schritt erkläre, wie man das praktisch umsetzt und macht und tut, sehr, sehr stark immer wieder auf die Risiken hinweise. Immer wieder die Erwartungen dämpfe und sage “Nicht zu viel erwarten und nicht gierig werden und vor allen Dingen: Lange überlegen, überlegen was man tut und ob man sich damit wohlfühlt.” Also erst auch investieren, wenn man dann auch das Bauchgefühl hat “Okay, ich habe das jetzt verstanden. Ich finde das gut, ich stehe dahinter, ich kann mir das vorstellen, das jetzt zu tun. Ich brauche das Geld jetzt auch nicht sofort”. Also ich reite immer wieder, sozusagen, auf den Bedingungen rum und wie man es angehen sollte, damit die Leute da eben nicht da Blödsinn machen und nachher sagen “Uurgh, ich habe jetzt schnell investiert und jetzt ist doof”. Also ich hoffe nicht, dass solche Leute kommen. Wenn, dann kann ich guten Gewissens sagen “Also, ich hab’s jetzt echt 1.000 Mal erklärt und darauf hingewiesen, was man tun sollte und was nicht”. Marcus: Mhh okay. Ja, Du warst gerade dabei: Dein Blog ist ein Marketinginstrument, um Dich selber, glaube ich, so als Experte zu nieren und zu belegen, dass Du das Fachwissen zu nem bestimmten Thema hast. Und dann hast Du ja gerade auch schon erwähnt, Du hast einen Online Kurs dazu gebaut, den wir uns auch geholt haben. Gibt’s noch mehr Sachen? Podcast hast Du gerade erwähnt. Erzähl mal, wie das alles so gewachsen ist. Holger: Genau. Ja, also ich sage mal, auf der einen Seite sind die ganzen Gratisinhalte. Das sind Blogartikel, also Textform; dann Podcast, also Audioform und Videos. Dass ich sozusagen alle drei Kanäle Lesen, Hören und Sehen bespiele. Das ist also schon ein bisschen strategisch überlegt. Und der Podcast bringt dann auch wirklich was, weil die Leute einfach einen hören und ja… ich kriege da wirklich viel Feedback allein zum Podcast, obwohl’s … ich habe angefangen es so zu machen, dass ich meine Blogartikel einfach mehr oder weniger als Podcast einspreche und es parallel veröffentliche. Also, es gibt da keine inhaltliche Trennung mehr. Trotzdem nehmen das manche alleine über den Podcast wahr. Die finden mich über iTunes und so weiter und stellen erst später fest “Ah, es gibt auch nen Blog dazu”. Also, das ist schon ein wichtiger Kanal. Video habe ich ein bisschen was gemacht, aber bei meinem Thema sind die Leute dann doch mehr auf Lesen und Hören, wie ich festgestellt habe. So, das ist also der Gratiscontent und dann gibt es auf der anderen Seite, das habe ich auch inhaltlich oder räumlich so ein bisschen getrennt. Also auf einer anderen URL, auf der zendepot-akademie.de. Da gibt’s dann meine Informationsangebote, die man kaufen kann. Und das ist der Zeninvestor Kurs und dann gibt es noch nen Kurs zum Thema Sparen. Der heißt “Einfach mehr sparen”. Also, für Leute, die das Gefühl haben, sie könnten ein bisschen mehr oder ein bisschen besser mit Geld umgehen und ihre Sparquote ein bisschen erhöhen und sich damit schwer tun. Marcus: Das ist ja bei vielen Leuten so der erste Hebel, wo man nen mega Impact erreichen kann ne? Holger: Genau. Also, ich sage mal so, Vermögen bilden passiert auf drei Ebenen: Auf der ersten muss ich Geld verdienen - klar. Auf der zweiten muss ich das verdiente Geld irgendwie sparen. Ich darf nicht alles ausgeben. Und wenn ich diese beiden Ebenen gemeistert habe, dann habe ich ein Ersparnis, also kann etwas anlegen. Und dann bin ich auf der dritten Ebene, wo ich das Geld anlege. Und dieser Einfach Sparen Kurs zielt auf die zweite Ebene ab. Also den Umgang mit Geld zu optimieren. Und da gebe ich so 10 Regeln an die Hand, wie man eben relativ simpel und vor allen Dingen sofort mehr sparen kann. Und das ganze ohne ein lästiges Haushaltsbuch zu führen. Das ist auch ein großes Thema. Ich habe das auch eine Zeit lang gemacht und fand das immer furchtbar. Und andere Finanzgurus sagen immer “Ja, Du musst eine Excel-Tabelle anlegen oder so ne Smartphone App und jeden Beleg eingeben”. Also ich habe das nie richtig geschafft, also wirklich da jeden Latte Macchiato einzutippen oder jede Pizza und was ich überhaupt gekauft habe. Marcus: Ich habe da auch schon zig Anläufe gehabt und es nie geschafft. Holger: Das ist einfach echt schwierig ja? Und ich habe mir gedacht “Es kann nicht sein, dass es nicht einfacher geht” und da habe ich eben diesen Kurs entwickelt, wo man wirklich, wenn man diese 10 Regeln einhält, selbst, wenn man nur die Hälfte davon umsetzt, wirklich einen dicken Benefit merkt. Und genau, das ist der Kurs. Jetzt kommen demnächst noch ein paar Hörbücher, die habe ich jetzt im Sommer produziert. Marcus: Ist das das Projekt zusammen mit Markus Cerenak oder ist das ein anderes Projekt? Holger: Nee das sind alles Hörbücher zu meinem Thema. Also Finanzen, da gibt’s was für Börseneinsteiger, wo so die Grundbegriffe erklärt werden. Dann so ein bisschen philosophische Themen, also gelassen mit Geld umzugehen. Du hast es ja vorhin angesprochen: Angst ist ein großes Thema. Angst was zu verlieren. Angst was falsch zu entscheiden. Also da so ein bisschen am Mindset zu arbeiten. Also verschiedene Bereiche, sodass so ein bisschen eine Quintessenz aus dem, was ich jetzt in zweieinhalb Jahren gemacht habe. Auf dem Blog gibt’s jetzt demnächst ein Hörbuch in Ebook-Form. Dann habe ich aber noch weitere Kurse im Kopf, an denen ich jetzt demnächst noch arbeiten werden. Also, das geht dann immer weiter. Marcus: Ich seh schon, Dir wird nicht langweilig werden oder? Holger: Nee, überhaupt nicht, also das ist… Das war auch so ein Punkt, das kann ich jedem empfehlen, der an der Schwell steht, so ein Online Business zu starten oder einen Blog zu starten. In erster Instanz, sich ein Thema aussuchen… Es wird immer gesagt Nische, Nische, Nische. Ich finde, Du solltest vor allen Dingen ein Thema haben, wo Du weißt, dass Du da… oder wo Du Dir nicht vorstellen kannst, dass Dir damit jemals langweilig wird. Und Geld zum Beispiel habe ich mir damals überlegt, Geld ist so vielschichtig und komplex. Das kann eigentlich nicht sein, dass mir da nach zwei, drei Jahren langweilig wird, weil da entdecke ich ständig neue Facetten und Du kannst es psychologisch betrachten; Du kannst es philosophisch betrachten; Du kannst es rein mathematisch betrachten, wenn Dir danach ist. Und das fand ich faszinierend an dem Thema und habe gedacht “Okay, mach das mal”. Also mir wird sonst sehr schnell langweilig mit irgendwelchen Sachen und bei diesem Thema nicht, weil es eben sehr komplex ist. Marcus: Mhh und zu dieser Passion oder Leidenschaft für das Thema an sich kommt ja dann irgendwann auch dieses unternehmerische Feuer dazu. Holger: Genau, ja klar, sicher. Marcus: Und ich glaube, das als Mix ist irgendwie so hoch explosiv, dass es einfach… also ich kann es immernoch nicht in Worte fassen so, weil es ist einfach zu geil so. Was da passiert, wenn Du merkst so, Du hast endlich die Freiheit, das tun und lassen zu dürfen, was Du möchtest und musst nicht mehr um Erlaubnis fragen oder ähm… ja… irgendwo ein Einverständnis von jemandem abzuholen, sondern Du hast die unternehmerische Freiheit heute das Projekt zu starten, morgen das, übermorgen ne Kooperation mit dem einzugehen, nen Online Kurs zu machen, ein Hörbuch zu machen, nen Banner einzubauen oder wieder auszubauen…. Holger: Genau, also diese kleinen Entscheidungen… Es gibt eben keine Regeln, ja? Also niemand sagt mir, dass ich jetzt dieses Produkt oder dieses Hörbuch oder diesen Kurs machen soll. Es gibt ihn auch noch nicht und ich kann mir völlig überlegen, wie gestalte ich ihn? Wie verpacke ich ihn? Wie wird das aussehen? Wie wird nachher die Verkaufsseite aussehen? Wie vermarkte ich das? Dafür gibt es keine Regeln, es kommt alles aus mir oder eben nicht und das ist super spannend. Das finde ich genau, wie Du es sagst, eben genau… es ist eine explosive Mischung und wo man dann auch irgendwie, wenn man mal einmal so Feuer und Flamme ist, eigentlich nicht mehr von runter kommt. Ja, das ist schon. Marcus: Ja, und ich dachte halt früher auch, als ich noch angestellt war und dann auch schon so die ersten Online Selbstständigen in Deutschland oder auch in Amerika gerade verfolgt habe. Dann stand da so was drin, wie “Ja, ich hatte überhaupt keinen Bock mehr zu pennen und ich freu mich morgens, wenn ich aufstehe, ist das erste, an den Rechner zu gehen”. Und dann dachte ich “Ja, was für einen Scheiß willst Du mir hier eigentlich verkaufen” ne? Und habe das echt nicht für bare Münze genommen, dass das möglich sein kann. Und jetzt kann ich jedem sagen, es ist wirklich, absolut und …. gut, aber man muss glaube ich, selber erfahren, bevor man’s dann 100%ig glaubt und greifen kann. Holger: Ja, also es ist wirklich so. Also ich war auch sehr, sehr, sehr skeptisch am Anfang und habe immer gedacht “Ja, die erzählen das alle und natürlich wollen die auch alle was verkaufen und…” man ist kritisch und skeptisch und denkt “Das kann ja eigentlich gar nicht sein”, aber es ist wirklich… ähm, so der erste verdiente Euro… also wenn zum ersten mal jemand online einem etwas abkauft, was man gemacht hat und hingestellt hat, das ist natürlich einfach dann… dann fällt der Groschen. Und dann denkt man so “Okay, das ist jetzt wirklich Realität”. Also es ist jetzt kein Traum, ja. Marcus: Ja, und ich glaube, da weiß auch jeder Online Unternehmer noch genau, wo er da in dem Moment gewesen ist. Wo die ersten 3,20 € Einnahme irgendwo auf’s Konto gekommen sind. Holger: Definitiv, ja. Marcus: Ja, okay. Hast Du ne bestimmte Morgenroutine oder wie sieht ein typischer Tag bei Dir aus? Holger: Ähm ja, Routinen sind immer schwierig. Also ich habe zwei kleine Kinder und habe ja noch diesen Nebenjob Arzt, sage ich mal liebevoll. Sodass es Tage gibt, an denen ich eben auch noch mal in die Praxis fahren muss. Marcus: Was ja eigentlich auch ganz cool ist, weil das immer dann sicher stellt, dass Du noch mehr soziale Kontakte oder so hast, als jetzt nur hinter’m Rechner zu sein oder? Holger: Ja, wobei das…. also, optimal wäre es schon, wenn ich jetzt …. also es ist für’s nächste halbe Jahr geplant, dass ich dann wirklich zu 100% auf mein Online Business konzentrieren kann, weil ich dann auch mehr Routinen etablieren kann. Ich habe zumindest jetzt für die Tage, wo ich wirklich reines Online Business machen kann, mache ich mir am Abend vorher so einen Tagesplan. Also da habe ich in Evernot so nen Sheet angelegt, wo feste Pausen eingetragen sind, wo feste Zeiten eingetragen sind. Marcus: Also schon ganz strukturiert die Tasks, die Pausen und … Holger: Genau, also, fest stehen schonmal, wann welche Pausen gemacht werden, welche Arbeitseinheiten es gibt, also wie lang die sind. Äh, ich fange dann morgens um 6:00 Uhr an und dann ist aber auch noch eingeplant ne halbe Stunde Sport… ist fix eingeplant. Mittagessen….. Marcus: Morgens? Holger: Äh, nicht direkt als Erstes, sondern so nach der zweiten Arbeitsrunde, so gegen 10:30 Uhr. Marcus: Okay. Holger: Und ähm, das ist schonmal fix, dass ich da eben auch wirklich dann die Pausen einhalte. Dass ich eben mich bewege, dass ich vernünftig esse. Dass es eben nicht so unstrukturiert verläuft. Das ist ganz gut. Marcus: Das ist glaube ich ganz wichtig. Holger: Genau, und dann habe ich mir noch eine große, schöne Uhr gekauft. Die hängt jetzt hier über’m Schreibtisch, dass ich das auch im Blick habe, wieviel Zeit ich für was verwende, dass ich auch die Zeiten einigermaßen einhalte. Dann überlege ich mir eben am Abend vorher, was ich für ne To Do Liste ich jetzt habe, was am nächsten Tag abgearbeitet werden soll. Was da rein passt, in welche Arbeitsblöcke. Marcus: Wonach gehst Du da? Holger: Wie meinst Du das? Marcus: Wie priorisierst Du das? Gehst Du dann danach: Was hat den höchsten Impact? Was ist am dringendsten? Was ist am wichtigsten? Was macht mir am meisten Spaß, wenigsten Spaß? Holger: Ähm, ja momentan ist es so, dass ich zurzeit meine Webseite ein bisschen umstrukturiere. Da wird es so ein kleine Redesign geben und Dinge werden anders strukturiert. Das E-Mail Marketing wird noch verändert und optimiert. Also es ist momentan noch so ein bisschen Baustelle hinter den Kulissen. Das heißt, das wird eher so Projektarbeit. Das heißt, ich weiß, ich muss dieses Projekt jetzt abschließen und jeden Tag wird ein Stück von diesem Projekt getan. Sobald ich wieder so ein bisschen, sage ich mal, in den Steady State komme oder in so nen Flow komme, dass einfach das normale Blog Business mit Artikel veröffentlichen und so weiter passiert, dann habe ich vor mir so Thementage zu machen. Also dass ich einen Tag zum Beispiel nur über strategische Fragen nachdenke. Und überlege welche Seiten oder welche Sachen müssten optimiert werden? Was könnte man machen? Dann würde ich mir Fortbildungstage einrichten, wo ich also nen ganzen Tag nur andere Online Kurse angucke, Bücher lese, dazulerne, um das dann zu implementieren. Dann wird es Tage, an denen ich rein nur Content produziere. Ich versuche da so ein bisschen so Blöcke zu schaffen, wo ich mich einfach auf ein Ding dann konzentriere und das einen Tag dann durchziehe. Marcus: Verstehe. Und was für Sport machst Du? Holger: Ähm ich mache Krafttraining, beziehungsweise das basiert auf nem Buch von Mark Lauren “Fit ohne Geräte” heißt das glaube ich. Marcus: Ah okay, also funktionales Training. Holger: Funktionales Training, also so klassische Sachen, wie Klimmzüge, Liegestütze, Kurzhanteltraining, Situps…. Marcus: … Burpees... Holger: … genau. Also die großen Muskelgruppen einfach zu…. Ja, seitdem ich das mache habe ich auch keinerlei Gelenk- oder Rückenschmerzen mehr. Ähm, zu dem Thema noch: Ich arbeite auch viel im Stehen. Und habe einen höhenverstellbaren Schreibtisch. Das kann ich noch empfehlen. Also wirklich, was geht nur im Stehen zu machen am Laptop. Und der andere Sport den ich mache ist einfach Laufen gehen zwei, drei Mal die Woche. Marcus: Und das machst Du dann in Düsseldorf am Rheinufer oder wo genau? Holger: Nee, von uns aus gesehen ist der Rhein so ein bisschen weiter weg. Wir sind so im Nordosten von Düsseldorf. Aber hier ist ja der Grafenberger Wald und es gibt nen schönen Park. Also ich bin so in einer Minute im Wald oder da gibt’s so nen ganz netten Park mit nem Weiher. Da kann ich meine Runden drehen. Also, das ist auch nett in der Natur dann vor der Haustür. Marcus: Saucool. Und arbeitest Du dann immer von zu Hause aus oder bist Du auch mal in Coworking Spaces anzutreffen? Holger: Nee, eigentlich arbeite ich von zu Hause aus. Und das im Wesentlichen… also, ich gehe vielleicht auch mal in ein Café oder so, aber im Wesentlichen bin ich zu Hause. Was ein bisschen daran hängt, dass ich eben diese Sportgeschichte so implementiert habe, dass ich einfach zwischendurch sagen kann “Gut, jetzt mache ich hier mein Krafttraining” und zacke sofort wieder zurück an den Rechner und weiter. Es wäre schwierig, wenn ich woanders wäre. Insofern… Aber ich arbeite auch ganz gerne von zu Hause und mal gucken wie es ist, wenn ich es wirklich fünf Tage dann mache, ob ich dann sage, jetzt muss ich mal nen Tag raus und muss mir irgendwo ein Büro mieten. Aber so richtig, sehe ich das noch nicht. Marcus: Nee, muss ja auch nicht. Ich glaube, wichtig ist, dass man zu Hause das so ein bisschen klar abgetrennt hat. So, das ist mein Arbeitsbereich und hier ist das Bett und da ist die Couch und da mache ich Sport. Holger: Genau, nee, das ist getrennt und das geht gut. Marcus: Cool. Ja sauspannend Holger! Vielen Dank für das Interview! Holger: Sehr gerne! Marcus: Und wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt. Und ich bin gespannt, was Du alles raushaust, die nächsten Monate, Jahre. Ähm wie Du eben schon sagtest: Wenn man einmal on fire ist, dann ist man so umtriebig. Ich glaube, da hört man noch einiges von Dir. Holger: Da wird noch was kommen, ja. Marcus: Okay, also, danke und bis bald! Holger: Vielen Dank, Tschüss! Marcus: Ciao!   Wow, das war ja wohl mal ein Haufen an richtig coolem Input und Infos zu dem doch sonst so trockenen Finanzthema. Ja, wenn Dir die Folge gefallen hat, hinterlasse mir eine Rezenssion auf iTunes, wenn Du es noch nicht gemacht hast oder kommentiere unter die Folge auf LIFE HACKZ.de. LIFE HACKZ wird mit Z geschrieben oder hinterlasse mir auf LIFE HACKZ.de eine Sprachnachricht. Wir sehen uns oder hören uns, besser gesagt, beim nächsten Mal. Bis dann, Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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Sep 18, 2015

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Interview mit Michael Dohlen von sidepreneur

Hey Leute! Hier ist LIFE HACKZ live aus dem Surf Office in Lissabon. Die ersten Teilnehmer von unserem DNX CAMP sind angekommen. Die Stimmung ist sehr gut, weil das Internet ist schnell, der Himmel ist blau und die Sonne scheint. Ich habe mich für 45 Minuten in den Skype-Raum verzogen, um ein Interview mit dem Sidepreneur Michael Dohlen zu machen. Michael baut neben seinem 40-Stunden Job in einer Medien- und Digitalagentur in Düsseldorf sein ortsunabhängiges Business auf und verrät im Interview die besten Tipps, Tricks und Hacks, wie auch Du das machen kannst. Viel Spaß mit dem Interview. In dieser Folge lernst du:

  1. Welche Vorteile es hat nebenberuflich in die Selbstständigkeit zu starten.
  2. Mit welchen Strukturen und Routinen du auch neben dem normalen Job noch produktiv bleibst.
  3. Wie du dich und dein Team mit Tools perfekt organisierst.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

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SHOWNOTES

Sidepreneur

Trello

Wunderlist

Periscope

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"]   Marcus: Hey Micha, willkommen bei LIFE HACKZ! Michael: Ja, hi Marcus! Vielen Dank für Deine Einladung! Marcus: Sehr gerne! Sag mal, wo steckst Du gerade? Michael: Ich bin quasi im Moment in meinem Home Office und das ist in der Nähe von Düsseldorf. So’n bisschen im Umland. Wir haben heute leider kein gutes Wetter mehr, also nicht so wie ihr. Genau…  aber ich habe heute Home Office. Deswegen schaffe ich’s auch während der normalen Arbeitszeit mit Dir zu skypen. Marcus: Okay und das heißt, offiziell bist Du jetzt in der Mittagspause oder? Michael: Ganz genau. Marcus: (grinst) Perfekt! Und wo in der Nähe von Düsseldorf? Ich komme ja auch gebürtig aus Düsseldorf. Michael: Das liegt in Richtung Mönchengladbach. Marcus: Okay, also so Niederrhein. Michael: Genau, ganz genau. Marcus: Okay cool. Und Du betreibst die Seite sidepreneur.de. Vielleicht erklärst Du zum Anfang mal, was genau ein Sidepreneur ist, bzw. wie Du den definierst. Michael: Ja gerne. Also das ist ein bisschen auch aus meinem Leben, Berufsleben, aber auch Privatleben entstanden. Und zwar bin ich als Produktmanager in einer Digitalagentur in Düsseldorf tätig, im Hauptjob quasi. Und habe aber eigentlich immer nebenbei an irgendwelchen Ideen und Projekten gearbeitet. Und daraus ist im Prinzip dann so eine nebenberufliche Selbstständigkeit entstanden. Und so definiere ich dann einen Sidepreneur. Der quasi Sideprojects hat, um die dann neben dem Hauptjob ausführt und das können ganz unterschiedliche Ziele sein, die der Sidepreneur dann hat. Aber genau… grundsätzlich ist derjenige, der nebenberuflich eine Selbstständigkeit aufbaut für mich ein Sidepreneur. Marcus: Ja, auf Deiner Website hast Du auch eine ziemlich coole Grafik im sichtbaren Bereich oben unter dem Header finde ich. Da steht: Vollzeitjob von 9 to 5 und Sidepreneur von 5 to 9. Michael: Ja genau, so ist es. Genau, ja. Es ist eigentlich die Zeit, die nach dem Vollzeitjob dann kommt oder eben auch die Wochenenden. Marcus: Genau, das wollte ich gerade fragen. Also das klingt für mich - ich selber war ja auch lange in der Corporate Karriere unterwegs und Vollzeit angestellt und habe auch schon nebenbei so die ersten Projekte. Aber ich würde sagen eher Hobbyprojekte gestartet und es war echt mega, mega tough dranzubleiben. Gerade auch an den Wochenenden, wenn man viel gefordert ist, während der normalen Arbeitszeit im richtigen Job. Und dann nochmal die Motivation zu finden, den Drive zu finden, vielleicht auch noch mit fester Freundin, stelle ich mir mega tough vor. Ist es bei Dir auch so? und ja… erstmal ob es bei Dir so ist und wie kannst Du das überwinden? Also wie motivierst Du Dich? Michael: Also definitiv. Es ist auf jeden Fall eine deutliche Mehrbelastung, ganz klar. Und das ist auch bei mir so. Also ich habe meinen Vollzeitjob, ich hab ne feste Freundin und nebenbei noch die ein oder anderen Hobbies und man will ja auch noch ein bisschen Sport machen und sollte ja auch noch ein bisschen auf seine Gesundheit achten. Da kommt dann ziemlich viel zusammen, ganz klar. Aber ich glaube einfach, da ist es wichtig, wenn man sich im Voraus seine Ziele definiert. Also was möchte man denn erreichen? Kurzfristig, aber auch langfristig. Möchte man nur ein kleines Nebeneinkommen einnehmen durch so eine Sidepreneur Tätigkeit? Dann geht man wahrscheinlich anders heran, als wenn man sagt “Okay, ich möchte jetzt innerhalb von einem Jahr meinen Vollzeitjob ersetzen”. Dann muss man da einfach bereit sein, eben auch mehr Arbeit zu investieren, vielleicht auch die Wochenenden zu investieren. Und dann hat man eben sein großes Ziel aus dem Vollzeitjob rausgehen zu können. Und ich glaube, dafür lohnt es sich dann auch die Mehrarbeit zu investieren. Und wenn man dann noch an Ideen arbeitet, die man selber spannt und interessant findet, dann wird’s auch nochmal einen Ticken leichter. Marcus: Mh. Ja wie so oft. Ich denke auch, es steht und fällt mit den Zielen und wie sehr man sich dann auch committed zu den Zielen. Wie Du schon sagtest. Ich kenne auch genug Beispiele, die bei der DNX Konferenz gewesen sind und sagen “Ey, das ist richtig cool, was ihr da macht, aber voll in die Selbstständigkeit ist mir irgendwie zu tough und ich brauche noch ein bisschen Sicherheit. Ich baue das jetzt nebenbei auf, aber ich will in X Monaten/Jahren an dem Punkt sein, dass ich das Vollzeit machen kann und meinen Job kündigen kann”. Und ich finde das auch eine richtig gute und coole Option. Ich glaube der Daniel von I am Digital zum Beispiel, macht das auch so., um eher smooth und sanft in diesen digitalen Nomaden Lifestyle zu starten, oder? Michael: Ja absolut. Man hat halt nahezu kein Risiko. Der gesamte Lebensunterhalt wird ja weiterhin durch den Vollzeitjob abgedeckt. Man muss halt diese Herausforderung annehmen und dann irgendwie auch schaffen, eben seine Zeit so zu managen, eben noch ein Sideproject nebenbei aufzubauen. Aber ansonsten trägt man wirklich kein Risiko. Man hat vielleicht sogar noch aus dem Hauptjob so ein bisschen Cashflow, was man dann investieren kann. Also das bietet schon wirklich viele Vorteile. Eben vorerst in der nebenberuflichen Selbstständigkeit zu starten. Marcus: Genau, jetzt sind wir gerade bei den Vorteilen. Ähm, für mich selber war es auch so, dass im besten Fall oder bei mir war es auf jeden Fall so, dass man dann auch noch Synergien aus dem normalen Hauptjob - also learnings oder findings oder wo man dann von anderen Kollegen oder aus dem Background von dem Business weiß, dass das funktioniert - dass man das auch direkt auf sein eigenes Business dann anwenden kann und da schonmal so ein paar Umwege spart oder? Michael: Auf jeden Fall. Also man lernt in beide Richtungen. Sowohl aus dem Hauptjob kann man vieles übertragen in das eigene Nebenprojekt. Man kann Kunden nachfragen, aus dem eigenen Hauptjob ableiten. Man kann eben verschiedene Prozesse auch übernehmen, die vielleicht schon gut funktionieren und andersherum funktioniert’s genau so. Man lernt tolle neue Leute kennen. Man lernt wirklich neue Dinge, einfach weil man sie selber machen muss in so einem Nebenprojekt. Und das kann man dann aber auch wieder in den Hauptjob einfließen lassen. Marcus: Mh, wie kam das bei Dir? Wann bist Du zu dem Entschluss gekommen, dass Du das mehr oder weniger… also, siehst Du das jetzt als professionelles Business, was Du nebenbei betreibst? Michael: Also, die Sidepreneur-Plattform ist jetzt so in dem Sinne noch kein professionelles Business. Da baue ich wirklich erstmal so ne Community auf, um die Leute über diese nebenberufliche Selbstständigkeit zu informieren. Hier und da eigene Tipps weiterzugeben oder eben auch mit spannenden Leuten zu sprechen, die ähnliches tun und da verschiedene Tipps dann halt weiterzugeben. Nebenbei läuft ein bisschen Coaching, ein bisschen Consulting. Das sind dann schon eher wirklich Business Ambitionen, wo auch Geld fließt. Aber, wie gesagt, ich habe noch die ein oder anderen Ideen, um parallel noch Projekte auch dann zu monetarisieren, sowohl Infoprodukte sollen folgen in verschiedenen Bereichen, wie auch so ein bisschen, was eigentlich dann ein ganz anderes Thema ist, aber E-Commerce über Amazon FBA ist gerade so ein heißes Thema, an das ich denke. Marcus: Ja, das kommt gefühlt gerade in Deutschland an oder? Michael: Ja, ganz genau. Das geht gerade so um und auch bei digitalen Nomaden höre ich’s ja immer wieder, dass das Thema aufkommt, einfach weil man den ganzen Service auf Amazon sozusagen übertragen kann. Marcus: Ja, das macht absolut Sinn. Ich glaube, das wäre Stoff für eine eigene Folge nochmal. Michael: Ja, ganz genau. Marcus: Vielleicht mit Dir oder mit jemand anderem, wie gesagt, in Deutschland kommen da jetzt auch die ersten zwei, drei Experten zum Vorschein, die sich das Thema auf ihre Fahnen geschrieben haben. Ich selber war da schon länger irgendwie in Berührung mit, aber habe mich da noch nie ganz rangetraut. Aber ich glaube, Du musst Dich da auch voll drauf dann einlassen und sagen “Ich investiere da richtig viel Zeit rein” und einfach mal so nebenbei geht’s halt auch nicht. Aber ich glaube, wenn Du es einmal stehen hast, ist es ein sehr geiles Business, zumal man das dann auch sehr gut automatisieren kann und fast schon vom passiven Einkommen sprechen kann ne? Michael: Ja genau, es ist definitiv automatisierbar und ja… es ist spannend. Aber wie gesagt: Bei mir noch so ein kleines Zukunftsprojekt, wo ich gerade mit anfange, genau. Marcus: Mh, und was war bei Dir genau jetzt der Trigger, dass Du gesagt hast: Die Arbeit… arbeitest Du 40 Stunden die Woche? Michael: Ja genau, ich habe eine Vollzeitstelle und ja. Marcus: Dass Du gesagt hast: Die Arbeit lastet mich nicht voll aus, sodass ich noch genug Luft und Power hab, was anderes zu starten. Wurdest Du irgendwie inspiriert? Michael: Also eigentlich ist es schon immer so, dass ich halt eigene Ideen habe und mir denke “Mensch, das muss man umsetzen”. Und ja, durch den Hauptjob, aber auch durch verschiedene Startup Projekte, die ich in der Vergangenheit quasi überall auf der Welt mal hatte, sind dann auch die Kontakte zustandegekommen, sodass ich digitale Projekte relativ schnell mal umsetzen lassen kann oder auch selber umsetze. Und so ist es dann halt einfach entstanden, dass wenn eine Idee da war und man schaut, ob da ein Markt vorhanden ist, dass man’s einfach mal probiert. Ich bin grundsätzlich immer so der Meinung: Man macht’s einfach mal, man schaut, wie es ankommt und dann entscheidet man: Okay, investiert man mehr Zeit oder lässt man’s erstmal ruhen. Und ja, so laufe ich eigentlich schon ne ganze Zeit lang parallel, aber wie gesagt, da gab’s keinen besonderen Trigger. Einfach diese Ideenfreude und etwas eigenes umsetzen zu wollen. Marcus: Und hast Du dann direkt von Anfang an das Gespräch mit Deinem Arbeitgeber gesucht und warst offen und transparent? Michael: Ja, das ist im Moment bei mir der Vorteil, dass mein Arbeitgeber da relativ offen ist. Er fördert halt, wenn man sich außerhalb nochmal ein bisschen betätigt, solange natürlich der Hauptjob nicht darunter leidet. Aber wie schon eingangs gesagt: Man kann eben in beide Richtungen auch profitieren. Also er profitiert auch davon, dass ich zum Beispiel nebenbei einen Podcast mache, dass ich nebenbei einen eigenen Blog führe usw. All das sind ja Themen, da beschäftigt man sich intensiv mit etwas, was man nachher auch wieder zurückgeben kann. Gerade wenn man, wie ich jetzt, im digitalen Bereich noch weiterhin arbeitet. Marcus: Ja, das war nämlich so ein Punkt, da habe ich ein bisschen gezögert oder gehadert und wusste jetzt nicht so, gehe ich jetzt zu meinem Chef und sage ihm das und im schlimmsten Fall sagt er “Nee, darfst Du nicht”. Und dann hätte ich erstmal ein Problem, ob ich’s trotzdem mache oder dann nicht mache. Ist es denn - weißt Du das? - erlaubt oder legitim vom Arbeitgeber zu sagen “Nee, wir möchten das nicht”? Also braucht man da offiziell ne Erlaubnis für? Ich glaube, letztendlich habe ich’s dann gemacht und sogar so nen offiziellen Brief mir ausstellen lassen, dass ich da später keine Probleme bekomme, weil ich da auch erste Einnahmen gemacht habe mit dem Blog. Michael: Ja klar. Es kommt natürlich auch immer auf den Bereich an, in dem man selber tätig ist. Wenn man jetzt völlig in einer anderen Branche, in einen ganzen anderen Bereich geht, dann glaube ich, entstehen da keine Problem. Und dann wird es einem wahrscheinlich auch leichter fallen, den Chef zu fragen. Das muss man selber so ein bisschen einschätzen, wie der Chef drauf ist. Grundsätzlich würde ich versuchen, wenn es machbar ist, auch zu fragen und diese Erlaubnis einzuholen. Es muss halt nur ganz klar herauskommen, dass alles was man tut, dass man das nebenberuflich macht und das würde ich auch definitiv so führen. Also nicht auf dem Firmenrechner irgendwelche Dinge machen. Man kommt auch schnell dazu, dass ja… Dinge, die auf der Arbeit entstehen, eben auch dem Arbeitgeber gehören. Das können Erfindungen sein, aber das können auch Webseiten oder Ideen sein. Marcus: Ja, ich glaube das ist ganz wichtig, dass man da klar trennt und nicht doch in Versuchung gerät und sagt “Okay, ich schraube jetzt mal ein bisschen an meinem Blog rum”, weil letzen Endes, was Du schon sagtest, das geistige Eigentum überträgst Du glaube ich dann in den meisten Fällen an Deinen Arbeitgeber, wenn Du da im Office sitzt beim Arbeitgeber ne? Michael: Ja genau, da wäre ich auch vorsichtig und vor allen Dingen auch den Kollegen gegenüber. Man möchte ja nicht irgendwie… also man will ja weiterhin kollegial sein und eben auch den Kollegen zeigen: Hey, das ist mein Hauptjob, da bin ich 100% da und abends und am Wochenende bin ich halt in meinem Business und arbeite dort dann. Marcus: Mh, hast Du bestimmte Strukturen oder Routinen, die Dir helfen dann auch noch neben dem normalen 40 Stundenjob so produktiv zu sein, dass Du nebenbei ein Business aufbauen kannst. Michael: Ja, also die mache ich jetzt so seit Herbst letzten Jahres, also knapp nem Jahr, habe ich’s eingeführt, dass ich an sechs Tagen in der Woche im Prinzip morgens um 5:00 Uhr aufstehe. Marcus: Wow. Michael: Ja, einfach, ja… also von Montag bis Samstags, das ist dann auch die Zeit…. einerseits ist man selber kaum abgelenkt, und zum anderen ist es dann wirklich auch die Zeit, die keinem anderen wehtut, wenn man sie sich nimmt, also zum Beispiel meiner Freundin. Das heißt, ich bin dann halt lieber abends mal ne Stunde eher auf der Couch und mache noch irgendwas mit ihr oder gehe halt irgendwo was essen oder mache was anderes und dafür stehe ich halt ne Stunde früher auf und nehme mir die Zeit, die andere Leute halt noch im Bett liegen. Und das funktioniert sehr gut. Ich bin morgens frisch, der Körper hat sich dran gewöhnt und ja… das funktioniert gut, sodass ich vor der eigentlichen Arbeit dann da noch was abarbeiten kann, sozusagen. Marcus: Mh, ja ich habe mir ja jetzt seit einigen Wochen auch zur Angewohnheit gemacht, mit dem Sonnenaufgang jeweils aufzustehen. Weil ich versuche den Körper darauf einzustellen sich wieder daran zu orientieren, wie die Tage eigentlich geplant sind, glaube ich, irgendwie von der Natur. Dass wenn die Sonne aufgeht, dass man dann aktiv ist mehr oder weniger. Und wenn sie untergeht, dass man dann auch wieder so langsam runterfährt und nicht zuviel mit künstlichem Licht macht und so. Also es klappt nicht jeden Tag perfekt, aber an den Tagen wo ich das hinbekomme, merke ich auch, dass gerade morgens, das ist so ne Phase, da ist man - also ich persönlich - mega kreativ und aufgeräumt im Kopf. Man ist irgendwie noch nicht so abgelenkt von, ja… von den ganzen anderen äußeren Einflüssen, die da kommen können. Oder gerade durch Social Media oder durch E-Mails, wenn man’s schafft, dann auch nicht in diese Posteingänge reinzugehen. Sondern dann morgens aufzustehen, vielleicht noch ein bisschen Sport zu machen. Da mache ich diese 7 Minute App. Dann meditiere ich, dann frühstücke ich und dann lege ich mit diesen wichtigsten Tasks los. Und das fällt um ein vielfaches einfacher, als wenn Du irgendwie um 11:00 Uhr in den Tag reinschluderst und dann schonmal vorher Deine E-Mails gecheckt hast und nicht wirklich Struktur hast ne? Michael: Ja auf jeden Fall. Also wer das kann, zeitlich bedingt einfach, ich glaube, das ist super, ja. Wie machst Du’s mit der Zeitumstellung? Weil Du reist ja doch einiges. Das heißt ja, manchmal auch verschiedene Zeitzonen und dann ändert sich ja der gesamte Rhythmus eigentlich. Marcus: Ja, absolut. Da bin ich mir auch noch nicht ganz sicher, ob das so cool ist. Ich habe mich ja erstmal an dieser Faustformel orientiert, immer mit der Sonne. Aber beispielsweise im Sommer, war es jetzt in Berlin glaube ich, da ging sie schon mega früh, kurz nach der Zeitumstellung auf, so um 5 Uhr noch was. Und danach sind wir glaube ich nach Tarifa geflogen. Oder auch jetzt hier in Mallorca oder Lissabon, da geht die erst um 7:00 Uhr auf. Ich meine, das sind dann schonmal krasse zwei Stunden Unterschied. Ähm, grundsätzlich versuche ich aber weiterhin daran zu sticken, dass ich mit der Sonne aufstehe. Ja… Ich habe mir da noch nicht groß Gedanken darüber gemacht. Vielleicht wäre es auch mal cooler ne feste Zeit, so wie Du, zu sagen: immer um 5:00 Uhr. Und damit kommt der Körper besser klar. Aber bisher funktioniert das eigentlich auch ganz gut. Michael: Ja, das war das was ich mir so angelesen habe ist, wenn man den Körper eben auf so eine Zeit wirklich dann einstimmt, dann kann er sich dran gewöhnen und dann funktioniert’s. Das heißt natürlich im Umkehrschluss auch: An den Abenden sollte eine gleiche Zeit sein, die man dann ins Bett geht. Aber für mich funktioniert’s da ganz gut. Deswegen… Marcus: Oder man passt das dann immer dem Sonnenuntergang an und sagt dann zwei Stunden plus darf man noch auf sein, aber nicht an den Screens. Ja…  wie Du merkst, bin ich da auch nicht der Guru. Ich probier immer genau nur gerne selber rum und teste, was das mit mir macht und was mir das bringt. Und grundsätzlich dieses frühe Aufstehen und morgens ganz feste Routinen zu haben, also quasi echt, wie so’n Skript, was Du irgendjemand anderem geben kannst und der kann das dann als Schauspieler nachspielen, wie ich jeden Morgen aufstehe, das hilft mir. Das hilft mir auf jeden Fall ungemein. Michael: Ja? Cool. Marcus: Mh, wie sehen dann bei Dir dann die typischen Wochenenden aus? Im Vergleich vielleicht zu anderen Arbeitnehmern. Michael: Also bei mir ist das Wochenende so, dass ich wie gesagt, den Samstag eigentlich noch als, ja… normalen Arbeitstag sehe. Das heißt, ich stehe weiterhin um 5:00 Uhr auf, versuche dann möglichst viel, auch in der frühen Zeit zu schaffen und zu erarbeiten, einfach bis dann bei uns sozusagen alles losgeht, meine Freundin aufwacht. Ja… aber trotzdem. Der Samstag ist für mich so ein Arbeitstag. Der schließt dann meistens aber doch schon ein bisschen früher, meist so gegen 15:00 Uhr, weil ich Fußballfan bin und da dann mir doch eigentlich immer mal diese zwei Stunden Zeit nehme, um... Marcus: Zuhause oder gehst Du raus? Michael: Genau, nee ich schaue meistens zu Hause. Ich brauche da ein bisschen Ruhe, weil ich selber dann genug Lärm mache quasi. Ich bin da ein sehr aktiver Zuschauer Marcus:(lacht) Und Deine Freunding geht in der Zeit mal kurz raus mit dem Hund oder was? Michael: Ja genau, die macht dann halt ihre Dinge. Sport oder sie halt auch ihre eigenen Hobbies, die macht sie in der Zeit. Genau, dann ist der Samstagabend meist dann um auszugehen, um Freunde zu besuchen. All solche normalen Aktivitäten zu machen. Und der Sonntag ist auch eher ruhig, sodass ich da eigentlich nur noch so ein bisschen was abarbeite, wenn was ansteht, aber auch versuche, den wirklich dann mal freizuschaufeln und da dann mir keine Termine reinlege oder eben wirklich versuche, am Samstagabend fertig zu sein mit allem. Marcus: Mh cool. Ich versuche jetzt auch mal - haben wir heute mit Feli nochmal besprochen und ich hatte es schon ein paar Mal durchgespielt die Idee und gelesen bei anderen - komplett mal zu versuchen so einen Tag Screenfrei zu machen. Sprich auch kein Smartphone, kein Laptop - ich weiß nicht, ob ich’s schaffe. Wir versuchen das jetzt im Camp. Wir starten ja jetzt mit dem DNX CAMP. Da wird’s wahrscheinlich eher schwierig an dem Sonntag, obwohl wir da auch Activities geplant haben und Ausflüge mit den Teilnehmern. Aber einfach mal alles zuzulassen. Und es brennt ja nichts an. Das ist ja immer das Ding. Man denkt ja, man würde was verpassen. Dieses Fear of missing out. Und vielleicht kennst Du’s auch von der Arbeit, wenn Du mal in Urlaub gehst die zwei Wochen und dann… ja gut, mittlerweile kann man auch von unterwegs checken. Aber früher als das noch nicht ging, dass man nicht den Firmenaccount auch noch auf seinem privaten iPhone hatte, und dann kam man wieder zurück in die Firma und dachte so “Oh Gott, was ist denn alles passiert?” Und ganz viele E-Mails, die dann super wichtig gewesen sind, haben sich innerhalb der Tage danach, wo Du da nicht warst, als aufgelöst oder problemgelöst dann rausgestellt ne? Michael: Ja absolut, kennt glaube ich auch jeder ja. Ich find’s cool, dass Du da so experimentell rangehst. Ihr macht ja wirklich viel. Das finde ich gut. Also da bin ich ähnlich eingestellt. Nur screenfrei, das wird bei mir nicht lange halten. Marcus: Mh, ich fürchte bei mir auch nicht. Aber wir sind ja zu zweit. Ich meine, das ist dann manchmal eine ganz gute Hilfe, dass der eine den anderen dann nochmal triezt und motiviert und sagt “Hey heute nicht!” Ich glaube, alleine würde ich das verkacken, die Challenge. Aber mal sehen, also ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten, wie das funktioniert. Michael: Ja sehr cool. Marcus:  Und wieviel Zeit hast Du dann morgens, wenn Du um 5:00 Uhr aufstehst während der Woche und wann fängst Du nach der Arbeit wieder an zu arbeiten? Michael: Also ich habe meist so zwei Stunden Zeit am Vormittag. Das heißt von 5:00 Uhr bis 7:00 Uhr circa. Ähm, dann mache ich mich auf den Weg zur Arbeit und meist bin ich dann auch wieder so ungefähr gegen 19:00 Uhr am Rechner und kann dann abends nochmal so zwei bis drei Stunden was machen, je nach dem was ansteht. Marcus: Mh und hast Du auch die Erfahrung gemacht, die ich oft mache, wenn ich unterwegs bin und das Internet ist nicht so gut oder man macht tagsüber irgendeine Aktivität, geht Tauchen, Kitesurfen oder so und weiß dann abends, man hat jetzt nur zwei Stunden, ein kurzes Zeitfenster und dann muss man auch schon wieder los. Dass man dann viel produktiver und effektiver ist in dem was man tut? Michael: Ja absolut. Also bei mir ist es so und gerade auch wenn für mich die Deadlines anstehen für Podcastveröffentlichung, für Blogveröffentlichung. Die Abende davor, da weiß ich ganz klar, das ist zu tun und nichts anderes und dann wird auch nur dieses eine Thema bearbeitet, um das dann fertig zu bekommen und ja… das ist absolut so. Also die Deadline wirkt da natürlich als extremer Motivationsfaktor. Marcus: Ja, und ich glaube, das ist ja auch irgendwie ein gutes Beispiel dafür, dass dieses Zeit gegen Geld und alle Leute gleichmachen und 40 Stunden pro Woche arbeiten, dass es überhaupt nicht individuell abgestimmt ist auf jemanden. Michael: Ja absolut, also ich glaube, das erleben auch viele Angestellte, dass man immer wieder Zeiten hat, in denen man sagt “Okay, jetzt wäre eigentlich nichts mehr zu tun” oder “Eigentlich könnte ich jetzt auch eine Stunde früher gehen”, aber ja… Der Arbeitgeber verlangt meistens halt das 9 to 5 und dann ja… sitzt man diese Zeit rum und das hat man in dem eigenen Business, gerade als Sidepreneur eben nicht. Man hat sehr, sehr knappe Zeit und die muss man sich eben extrem gut einteilen. Da helfen natürlich verschiedene Tools, also irgendeine Planung aufzusetzen, was die Sachen sind, die man erledigen muss. Und dann ist wirklich Priorisierung angesagt, dass man die Dinge, die am wichtigsten und am zeitkritischsten sind, dann auch erledigt. Marcus: Ja absolut. Und gerade, ich merk’s auch wenn ich in Berlin bin und dann nen propper Workspace habe, im Coworking Space irgendwo bin und weiß, ich habe jetzt den ganzen Tag Zeit, ich habe super schnelles Internet oder so, dann zerlegt man sich die Aufgaben so, dass man dann den ganzen Tag irgendwie dann in diesem Coworking Space abhängt, anstatt, dass man sich vielleicht selber so ne Brücke schlägt und sagt “Ey, Du hast jetzt nur zwei Stunden, hau rein!” Und dann kannst Du wieder rausgehen und was anderes machen. Es wird jetzt langsam besser, aber es ist trotzdem noch ein Unterschied - komischerweise, das wollen die meisten auch nicht glauben - dass wenn wir unterwegs sind und schlechteres Internet haben und schlechtere Infrastruktur und Arbeitsbedinungen, dass wir da produktiver und effektiver sind, als wenn wir die perfekten Bedingungen im Betahaus haben zum Beispiel. Michael: Mh ja, kann ich mir sehr gut vorstellen. Ich war auch eine Zeit lang in Asien unterwegs. Da war es ähnlich. Also man erarbeitet alles im Voraus, man weiß, man hat halt nur eine kurze Zeit, wo das Internet gut ist. Da schiebt man alles hoch, was hochgeladen werden muss. Und man weiß halt, okay bis dahin muss ich das vorher erarbeitet haben und da bleibt mir nicht mehr viel Zeit, also macht man’s dann auch ne? Marcus: Ja, absolut. Michael: Ansonsten surft man da rum, man schaut sich wieder irgendwelche anderen Webseiten und Projekte an und arbeitet eigentlich nicht wirklich gezielt an seinen eigenen Sachen weiter. Marcus: Ja, ja echt schlimm. Dann ist man auf einmal wieder in so nem Rabbit Hole versunken. Gerade wenn Du auf Facebook irgendwas machen wolltest und manchmal vergisst Du dann, weswegen Du überhaupt auf Facebook gegangen bist. Das ist einfach pervers, wie gut dieser Algorhythmus funktioniert. Michael: Ja. Marcus: Hast Du… Du hast ja eben von Tools gesprochen. Welche Tools nutzt Du, um Dich zu organisieren? Michael: Ähm ich nutze hauptsächlich oder vor allen Dingen auch Trello als internes Projektmanagementtool. Da sammle ich meine ganzen Ideen drin, in verschiedenen Boards. Da sammle ich dann auch verschiedene Abläufe drin. Das heißt, die verschiedenen Boards haben unterschiedliche Strukturen, sodass ich mir dadurch zum einen einen Redaktionsplan anlegen kann. Zum anderen aber eben wirklich auch so ne Art Ideentopf habe, wo verschiedene Monetarisierungsideen oder verschiedene Projektideen drin reinkommen und dann in die verschiedenen Phasen eingeordnet werden. Also, was ich als nächstes angehen will oder was vielleicht eher weniger Potential hat. All so was sammle ich dann in Trello. Hinzukommt, hier und da lasse ich schon mal gewisse Dinge outsourcen, von anderen also erledigen. Und da nutze ich dann auch Trello, um ein Board anzulegen, was dann für die externen Mitarbeiter sozusagen bestimmt ist, wo die auch ihre Arbeitsabläufe eintragen können. Marcus: Ja, ich muss sagen, ich bin auch absoluter Trellofanatiker. Seitdem wir uns das einmal richtig gut aufgesetzt haben in die verschiedenen Phasen, wie Du schon sagtest. Man kann ja individuell bestimmen, wie die Spalten dann lauten und wie man sich’s selber strukturiert, ist das so cool mit dem Team zu arbeiten. Wir haben ja auch ein paar Leute bei uns im Team. Und jeder Teilbereich, jetzt Events oder DNX CAMPs oder Design oder Virtual Assistance, die haben alle ein eigenes Board und dann kannst Du die Karten hin- und herschieben und sogar innerhalb der Boards. Und ich könnte mir jetzt gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne Trello war. Michael: Ja, also dieses Kanban System ist ja lange bewährt und jeder versteht etwas anderes darunter, aber letztendlich ist es auch egal, wenn man sich damit eigentlich perfekt organisieren kann und da bietet Trello wirklich diese Freiheit, die Boards zu nennen wie man möchte. Man kann sie anordnen wie man möchte, man kann mit den Karten umgehen, wie man möchte. Ich find’s auch extrem hilfreich. Und das strukturiert eigentlich so meinen Arbeitsalltag als Sidepreneur. Marcus: Mh, und das coolste an dem ganzen ist, dass es kostenlos ist. Michael: Ja, super! Also man kann mit vielen zusammenarbeiten und es bleibt immer kostenlos. Das finde ich echt gut ja. Marcus: Mh, perfekt. Und beispielsweise den Redaktionsplan. Wie hast Du die einzelnen Spalten da benannt? Dein eigenes Kammersystem. Michael: Ja, also es gibt da zum einen eben die normale Spalte, wo ich erstmal nur Ideen sammle. Also irgendwelche Ideen für Artikel oder für Podcast Interviews oder normale Podcastfolgen. Das ist so ein Ideentopf. Und dann geht’s wirklich rien, dass ich sage: Okay, das hat Potential, das sollte ich mir näher anschauen und da sollte ich auch mal Recherche zu machen, wenn ich zu diesem Artikel was schreiben möchte. Das ist dann sozusagen der nächste Topf. Dann gibt’s einen Topf, wo ich sage, dass jetzt ... Marcus: ...sorry dass ich Dich unterbreche. Das heißt, jede Karte hat ein Thema? Michael: Ja genau, jede Karte hat ein Thema für einen Artikel oder für ein Interview oder für einen normalen Beitrag. Und diese Karten schiebe ich dann von links nach rechts durch. Also von links aus dem Ideentopf nehme ich’s raus, wenn ich in die Recherchen starte, schieb’s eins weiter, wenn ich sage: Ja, ich habe alle Sachen dafür zusammen. Ich kann jetzt den Blogpost schreiben oder das Interview durchführen oder die normale Podcastfolge aufnehmen. Und dann geht es sozusagen in diese Produktionsphase, dass ich das dann mache. Und danach kommt halt… da gibt’s dann nochmal so nen kleinen Speicher für “Okay, es ist fertig aufgenommen, es kann veröffentlicht werden” und dann lege ich mir da auch nochmal so ein kleines Archiv an, wo ich sage, alle die bereits veröffentlicht sind, sind nochmal ganz rechts in der Spalte in nem eigenen Topf drin. Marcus: Genau, das habe ich auch. Also bei uns heißt das dann Done, wenn wir zum Beispiel so’n Board aufsetzen. Der Standard ist glaube ich “To Do” “Check Marcus” “Check Feli” und dann, wenn da noch ein Verantwortlicher ist “Check Tijana” zum Beispiel bei den Camps. Ongoing gibt’s dann immernoch für, keine Ahnung, Mailings, Social Media Postings, Anfragen die an die info@-Adressen gehen oder so. Da sind dann quasi die Ongoing Tasks drin. Was auch cool ist, sobald Du es dann einmal verschriftlicht hast das Briefing an Deinen VA oder so, dann hast Du es auch endlich mal irgendwo nieder geschrieben. Und das war nämlich auch immer das große Problem. Dann ist jemand neues dazugekommen, ein anderer Freelancer und Du hast wieder von Anfang an angefangen, das irgendwie zu erklären. Hattest mal ein Word-Dokument, findest es aber eh nicht mehr und ein PDF liegt ganz woanders rum. Also das hat sich echt richtig gut bewährt. Und dann diese letzte Spalte “Done” oder “Archiv” wie Du es sagst, die haben wir dann auch bewusst gewählt, weil ich glaube, man kann die Karten auch archivieren über Trello aber dann sind die erstmal irgendwo im Nirvana verschwunden. Michael: Genau, man kann sie archivieren, aber das heißt glaube ich eher so, von diesem Board entfernen und nicht mehr sichtbar machen. Das gefällt mir auch nicht. Ich schieb sie einfach ganz rechts rüber. Und was ich noch sehr, sehr gut eigentlich daran finde: Man kann halt, wenn man mit mehreren Leuten zusammen arbeitet, klare Aufgaben auch verteilen. Also man kann sagen, wer ist dafür verantwortlich? Und bis zu welchem Datum. Also man hat ja auch dahinter noch einen Kalender liegen, wo man Due Dates eingeben kann und eben auch die verantwortliche Person. Und das hilft auch. Und dann gibt’s noch das Thema Labels, da kann man auch nochmal mit den Farben arbeiten. Also ich find’s wirklich ein super hilfreiches Tool. Marcus: Mh, und wie verwendest Du die Labels? Michael: Das ist unterschiedlich. Also manchmal einfach nur um zu sagen, okay das hat Potenzial oder weniger Potenzial. Aber jetzt gerade bei so Blogartikeln, da mach ich es auch schonmal so, dass ich sage “Okay, das ist ein Blogartikel, da möchte ich gerne einen erweiterten Content zu haben”, das heißt, ich werde da irgendeinen Paper zu erstellen, irgendeinen Downloadartikel zu erstellen. Also ich markiere mir im Prinzip, wenn da noch mehr Arbeit notwendig ist. Und andere Labels sind dann dafür da, wo ich sage “Okay, das sind vielleicht verschiedene Themenbereicht, das ist ne Serie die gehört zusammen”. Also ich nutze die Labels noch sehr unterschiedlich. Marcus: Mh, ja also wir nutzen bisher auch, wenn, dann nur für Prio 1, Prio 2, Prio 3. Aber ich glaube, das sind auch schon wieder zu viele Prios. Also meistens machen wir dann nur Prio 1 oder gar kein Label drauf. Wobei man das natürlich dann auch nochmal durch diese Due Dates forcieren kann, was jetzt besonders wichtig ist. Und was hast Du neben Trello noch im Einsatz. Michael: Ähm, ich nutze hin und wieder nochmal Wunderlist. Vor allen Dingen aber eher für die privaten Sachen. Also ich teile dann die Wunderlist sozusagen mit meiner Freundin, um da verschiedene Sachen drin zu organisieren. Wie gesagt, eher im privaten Bereich. Ansonsten ja… Skype klar, einfach um alles mögliche zu kommunizieren, aber auch jetzt so Interviews aufzunehmen, wie wir es gerade machen. Das sind die Standard-Tools im Prinzip. Ja, Wordpress usw. ist glaube ich klar, aber rein zur Organisation nutze ich wirklich weitestgehend Trello. Marcus: Mh, ja das witzige ist, dass ich das mit Feli genauso aufgebaut habe, wie Du. Dass wenn wir beide dann nochmal Tasks miteinander abstimmen müssen oder so, dass wir dann die Wunderlist noch nutzen. Michael: Ja, ich weiß auch nicht warum, aber ja. Es ist so irgendwie diese ganz kurzen Sachen, die gehen dann eher in die Wunderlist, ja. Marcus: Ja, irgendwie fühlt sich das bei mir auch noch schneller und agiler an irgendwie. Dass man da noch schnell was hinschreiben kann. Weil Trello ist natürlich echt so ein fettes System, je nach dem wie viele Karten man dann da auch drin hängen hat. Was wir immer germerkt haben: Wir nutzen Wunderlist auch beruflich, aber nur halt Feli und ich in der Kommunikation. Das steht und fällt damit, dass man jeder Aufgabe in der Wunderlist auch ein Datum assignen muss, weil ansonsten neigt man dazu irgendwelche Ideen und Tasks da reinzuschmeißen und die poppen dann nie auf, weil die kein Datum haben und vermüllen dann und versinken, versacken und dann ist es auch nur ein besserer Papierkorb. Michael: Jaja, auf jeden Fall. Marcus: Ja, ähm cool. Was hast Du denn jetzt konkret für Dich selber definiert als Ziel mit Deinem Sidepreneurtum? Michael: Ähm grundsätzlich genieße ich es noch, beides zu machen. Einfach, die Vorteile hatten wir ja eben schonmal angesprochen. Einfach die Sicherheit noch zu haben aus dem Vollzeitjob. Auch das Einkommen, muss man klar sagen. Also auch da, da hat man natürlich auch Vorteile. Man kann investieren, man kann gewisse Dinge einfach unternehmen. Aber ich möchte schon nebenbei diese Personal Brand aufbauen und auch verschiedene Einkommensströme aufbauen. Das ist jetzt gar nicht auf einen ausgelegt, dass ich jetzt sage, ich will nur über Onlinekurse Geld verdienen. Sondern eher im Gegenteil, da möglichst Heterogen mich aufstellen, verschiedene Dinge aufsetzen, Prozesse zu erstellen und dann die weitestgehend versuchen zu automatisieren. Und da sind dann ganz unterschiedliche Ansätze. Grundsätzlich möchte ich mir durch dieses Sidepreneur-Thema eben ermöglichen, die Möglichkeit zu haben, ortsunabhängig zu arbeiten, wann immer ich es möchte. Ob ich’s dann mache, das ist dann nochmal ne andere Frage. Solange der Job Spaß macht, glaube ich, werde ich das auch weiterhin machen, aber wenn’s dann irgendwann an den Punkt kommt, dass ich sage: Okay, das macht mir keinen Spaß mir oder - und das ist in der heutigen Zeit ja auch gar nicht so selten, dass man einfach gekündigt werden muss, gekündigt wird, weil es dem Arbeitgeber nicht mehr gut geht - dann möchte ich einfach für meine eigene Sicherheit sorgen, in dem ich parallel ein laufendes Business habe. Marcus: Ja, gerade selbst, wenn man so einen unbefristeten Vertrag hat, ist der auch nur so viel Wert, wie die Tinte auf dem Papier. Weil ich glaube da muss man sich nicht mehr drüber unterhalten, das sollte eigentlich klar sein, dass man trotzdem jederzeit aus betrieblichen Gründen gekündigt werden kann. Michael: Ja genau. Genau und das ist gar nicht mehr so selten leider heutzutage. Genau, und deswegen finde ich auch, das sicherste was man machen kann, ist nicht mehr der Angestelltenvertrag, sondern das eigene Business. Marcus: Mh absolut, Word! Und das ist aber glaube ich, gerade bei älteren Generationen schwer zu erklären. Erstmal gerade, weil auch in Deutschland dieses Unternehmertum ja leider Null gefördert wird oder anerkannt wird. Und in was für ein Risiko man sich da begibt, dass man im besten Fall sogar neue Arbeitsplätze schafft, dass man Steuern zahlt auf seine Gewinne, auf sein Gewerbe usw. Und das war zum Beispiel bei meiner Mutter erstmal ein riesen Schock, dass ich gesagt habe, ich kündige meinen Job und mache mich jetzt selbstständig, obwohl sie ja wusste, dass ich schon viel Know-how habe und schon die ersten Kunden auch nebenberuflich dann im Nebengewerbe betreut hatte und so, war es für sie ein mega Schock aus diesem “unbefristeten Vertrag” rauszugehen. Michael: Mh ja, absolut. Bei mir war es sogar nochmal ein bisschen andersrum. Bei mir war es so: Als ich dann quasi jetzt auch diesen festen Vertrag in Düsseldorf nochmal unterschrieben habe, da war dann die Aussage “Ja, dann brauchst Du den Rest ja nicht mehr zu machen”. Marcus: Woah, krass ne? Michael: Ja ich sag “Natürlich, ich brauch’s nicht mehr zu machen, aber ich hab’s vorher freiwillig gemacht, ich mach’s auch weiterhin freiwillig. Einfach weil’s mein Hobby ist, es ist meine Leidenschaft, ich will es machen. Ich will mir was aufbauen, ganz unabhängig von dem Hauptjob.” Das war dann so ein bisschen andersrum, aber auch spannend zu sehen. Marcus: Auf jeden Fall, das ist echt spannend. Das ist noch ne andere Denke. Ich glaube der Vater von Feli, der hat die Ausbildung in seinem Job gemacht und ist da dann auch in Rente gegangen. Michael: Ja, das ist bei meinem Vater auch so. Er ist sein Leben lang in der gleichen Firma, ja. Marcus: Ja, und das ist echt krass. Michael: Das kann ich mir auch nicht vorstellen ja. Marcus: Nee, aber noch fühlst Du Dich wohl in der Agentur? Wahrscheinlich sitzt Du am Hafen oder? In Düsseldorf? Michael: Wir sitzen in der Nähe vom Graf-Adolf-Platz. Das ist ziemlich mitten in der Innenstadt und ja, ich fühle mich im Moment sehr wohl. Wir haben spannende Projekte. Ich betreue spannende Kunden auch. Und grundsätzlich finde ich’s insgesamt sehr gut. Ist spannend und deswegen fühle ich mich auch noch sehr wohl, ja. Marcus: Mh, und was geht da grad so ab in digitalen Agenturen? Merkst Du da irgendwie nen Switch? Gibt’s neue Kanäle? Gibt’s keine Ahnung, Trends, in die ihr die Kunden dann hineinberatet? Meistens sind die ja eher ein bisschen langsamer als die Agenturen und ihr seid so die Leader in der Branche. Was ist da grad so Phase? Michael: Auf jeden Fall ist das so. Und neue Trends einfach mal aufzuschnappen. Für uns ist es wahrscheinlich kein Trend mehr, aber für die ganzen Kunden ist es noch ein Trend, dieses Content Marketing Thema. Es ist natürlich auch sehr weit gefasst. Darunter verstehen wir verschiedene Themen, aber dieses Content Marketing, dass man nicht mit jedem Artikel, nicht mit jedem Beitrag, den man veröffentlicht direkt Umsatz macht, sondern sich langfristig etwas aufbaut, Vertrauen beim Kunden schafft, all solche Themen, das ist noch sehr neu für den Kunden. Gerade, wenn man in diese größere Unternehmen geht. Da muss man schon viel Überzeugungskunst anwenden, um zu sagen “Passt mal auf, lasst auch mal was machen, wo ihr nicht direkt einen Umsatz, nicht direkt einen Verkauf raus generieren könnt, sondern wo ihr eure Marke weiter aufbaut. Wo ihr Vertrauen beim Kunden schafft.” All solche Sachen, das ist neu und darunter fallen dann natürlich viele neue Themen. Sei es - was gerade ja auch so ein Hype ist, dieses Live Streaming mit Periscope- all das versuchen wir unseren Kunden natürlich auch immer wieder in so Innovationssessions beizubringen und zu zeigen. Aber die Bereitschaft darin zu investieren und was zu machen ist häufig doch eher gering. Marcus: Ja, ich glaube das Problem ist, dass vieles in Unternehmen... man versucht ja alles messbar zu machen. Und das entsprechend auch zu budgetieren und der Teilberich ist dann Profitcenter. Der muss so und so viel Reveniew machen pro Monat, ansonsten ist er nicht profitabel und wir müssen da was ändern und ja, diese soften Währungen wie Vertrauen und Reputation, Authenzität und so, das ist halt mega schwer messbar und man investiert da schon in die Zukunft, was sich aber glaube ich zehnfach irgendwann wieder auszahlen wird. Nur ist es schwer dann den Manager davon zu überzeugen in dem Fall, ne? Michael: Ja absolut. Ja ganz klar. Marcus: Okay. Michael: Noch ein anderer Trend vielleicht, ganz kurz, ist auf der Arbeitnehmerseite. Und da ist eben dieses Sidepreneur auch so ein bisschen dann angeknüpft. Und zwar wollen halt immer mehr Leute sich selbst verwirklichen. Ich meine, ihr als digitale Nomaden macht’s ja wirklich, ich sag mal im extremen Level. Dass ihr sagt, wir wollen komplett zeit- und ortsunabhängig arbeiten. Aber auch so, und das ist bei uns in Digitalagenturen vielleicht auch nochmal verstärkt der Fall, sind viele kreative Leute, die nebenbei irgendwas machen wollen, die eigene Projekte machen wollen, die vielleicht auch sogar dieses Jobsharing machen wollen. Also zwei, drei Arbeitgeber haben wollen, einfach um kreativer und vielfältiger Arbeiten zu können. Das sehe ich auch als Trend und als spannende Entwicklung, wie sich die Arbeitswelt da verändern wird. Marcus: Ja, das sehe ich auch absolut als Trend. Gerade die Generation Why oder was vielleicht danach noch kommt, haben wir ja auch ganz klar gemerkt. Die Leute die bei uns auf der Konferenz waren oder so . Den meisten …. ja… denen ist nicht mehr wichtig, einen drei Meter langen Job Title zu haben oder ein Auto gestellt zu bekommen oder ein Firmen Handy oder irgendwelche Bonuszahlungen. Sondern denen geht es einfach nur um mehr Flexibilität, um mehr Freiheit, um mehr Ortsungebundenheit und da stoßen oftmals immernoch Welten aufeinander. Es wird gerade ein bisschen besser. Aus den Staaten kommen ja die ersten Beispiele mit AfA oder Automaticc, die Firma hinter Wordpress, die ihre Teams komplett remote führen und ortsunabhängig aufgestellt haben. Aber auch im Sillicon Valley ist das gerade ein mega Thema und es wird immer mehr. Und wir treffen jetzt hier in diesen Coliving und Coworking Spaces wie im Bedndesk in Mallorca oder hier im Surf Office in Lissabon immer mehr Leute von Google, von Nest, von den ganzen Startups aus dem Sillicon Valley und sind halt nicht mehr alleine als digitale Nomaden unterwegs. Und schön wär’s, wenn dann auch die ersten Unternehmen in Deutschland das erkennen. Es kommen auch schon welche auf uns zu und sagen “Ey, wir kriegen die Leute nicht mehr. Was passiert da gerade? Wir verstehen’s nicht ganz. Könnt ihr uns vielleicht helfen?” Was ja schonmal ein cooler erster Schritt ist. Aber ich glaube, gerade auch bei Dir in Digitalagenturen und die jüngeren Leute, die streben einfach nach mehr Selbstverwirklichung oder? Michael: Ja absolut. Und genau diese Themen, die ihr gerade bearbeitet, auch so Workations, das sind halt alles so Themen, damit kommen so langsam die ersten amerikanischen Unternehmen um die Ecke und bieten das eben als Bonus an. Ja, und dadurch erlangen die dann quasi auch die wirklich nachgefragten Mitarbeiter. Wo hingegen andere eher starre Strukturen in den Unternehmen dann dafür sorgen, dass die Leute weggehen oder gar nicht erst dort den Job annehmen. Absolut. Und gerade dieses Thema Workation finde ich halt super. Also Arbeiten und Urlaub so ein bisschen miteinander zu verbinden bringt unheimlich viel, sowohl für die Firma, wie auch für einen persönlich. Man ist in einer anderen Umgebung. Man arbeitet trotzdem mit wirklich inspirierenden Leuten zusammen. Ist ein klasse Thema, für Sidepreneure auch super. Weil wenn man seinen Urlaub nutzen kann und weiter an seinem eigenen Business arbeiten kann. Auch das wird sich glaube ich immer mal wieder in innovativen jüngeren Firmen durchsetzen, dass man gemeinsam mit der Firma Ausflüge macht und dort arbeitet oder eben die Mitarbeiter in den Urlaub schickt, wo sie trotzdem arbeiten können, wenn sie denn wollen. Marcus: Ja absolut. Ich bin total davon überzeugt, dass es ein mega krasses wichtiges Assett ist im War for Talents, gerade wenn’s darum geht, Spezialisten an Board zu holen, die es sich eigentlich aussuchen können, wo sie arbeiten wollen. Wie Coda oder richtig gute Designer oder so. Wenn Du denen dann sagen kannst “Du kannst aber auch von überall arbeiten.” Dann kann das letztendlich den Ausschlag geben, auch gegenüber so Sachen, wo man mehr verdienen würde. Michael: Mh ja, denke ich auch. Marcus: Okay, bevor wir zum Ende kommen, würde ich Dich gerne nochmal zu Deinem Podcast befragen. Jetzt gerade gefühlt poppen ja überall neue Podcasts auf. In Deutschland ist das Thema glaube ich jetzt gerade auch…. fängt’s gerade an Fahrt aufzunehmen. Was hat Dich veranlasst einen Podcast zu starten und wie oft kommt Dein Podcast raus? Michael: Ja, genau dieser Trend hat mich eigentlich veranlasst. Ich wollte dieses neue Medium, einfach weil ich es vorher als Zuhörer super genossen habe, wollte ich es einfach mal selber machen. Marcus: Welche hast Du gehört? Michael: Äh, meine Liste ist super lang. Ich sammle einfach alles rund um Business. Rund um Persönlichkeitsentwicklung. Alles was da so im amerikanischen Raum rumfliegt. Die sammle ich und wenn die Qualität gut ist, dann höre ich da auch in vieles rein. Und ja, so langsam füllt sich auch das untere Ende, wo meine ganzen Deutschen dann landen. Da kommen jetzt immer mal wieder und jede Woche irgendwie ein, zwei neue raus, die ich spannend finde, gerade im Umfeld von Business und Bloggen und ja… Selbstverwirklichung, eigene Entwicklung. Es ist ein Trend. Es kommt in Deutschland so langsam auf. Es ist die Frage, wie stark und ja… wer wird sich da noch mit engagieren. Wer wird das Thema mit vorantreiben? Das weiß ich nicht genau. Da bin ich mal gespannt. Für mich war es auch einfach, ich will mal mit ins kalte Becken reinspringen und einfach bei so nem Trend, bei so ner Entwicklung einfach mal mit dabei sein, um zu schauen, was da gerade so passiert. Marcus: Perfekt! Genauso geht’s, genauso wird’s gemacht. Ins kalte Wasser springen und dann gucken was passiert. Dann erstmal anfangen zu schwimmen und ähm, ja schauen ob man untergeht oder wie man an Land kommt. Ob man überhaupt wieder an Land will. Ich glaube, das macht jeden Unternehmer aus. Ob er jetzt Sidepreneur ist, Solopreneur, Halfpreneur… keine Ahnung, was es da noch alles gibt für Preneure. Blogpreneure gibt’s glaube ich noch. Ja… Vielen Dank für Deine Zeit Micha! Michael: Super gerne! Hat mir Spaß gemacht. Immer wieder gerne und ja, vielen Dank für die Einladung! Marcus: Ja, schöne Grüße an den Niederrhein und wir hören und sehen uns bestimmt bald wieder! Michael: Machen wir! Alles klar, viele Grüße nach Portugal! Marcus: Ja danke, bis dann! Michael: Tschüß! Marcus:Ciao! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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Sep 14, 2015

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Interview mit Björn Tantau

Hey ihr Lieben und willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ! Dieses Mal live aus dem Surf Office in Lissabon, in dem wir seit zwei Tagen jetzt sind und unser DNX CAMP vorbereiten. Das DNX CAMP startet am Mittwoch mit 17 Teilnehmern. Und hier aus dem Surf Office Coliving und Coworking Space habe ich das Interview mit dem Björn Tantau aufgenommen. Björn ist ein alter Bekannter von mir aus der Online Marketing Zeit. Speziell aus dem SEO Bereich. Wir haben uns auf vielen Konferenzen getroffen, öfters beim Bierchen mal über die neuesten Trends und Hacks ausgetauscht und habe mir gedacht: Jetzt wo ich selber einen Podcast habe mit Zuhörern “Wieso mache ich das nicht mal mit dem Björn? Ruf ihn an über Skype und frag ihn aus, was gerade Phase ist in der  Internet Marketing oder Online Marketing Welt. Und nimm das Ganze auf, sodass alle was davon haben.” Also viel Spaß beim Interview mit Björn! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie du 100% Performance bei deiner Marketing Strategie bekommst.
  2. Warum du deinen Realname bei Facebook nutzen solltest.
  3. Warum Podcasting gerade immer beliebter wird.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus

 

SHOWNOTES

Björn Tantau

Snapchat

Instagram

Periscope

Meerkat

Amy Porterfield

Tim Ferriss

Pat Flynn

Social Media Examiner

DNX BERLIN

DNX CAMP  

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Björn Tantau   Marcus: Moin moin Björn and Welcome to the LifeHackz Show! Björn: Marcus, grüß Dich! Marcus: Wo bist Du? Was machst Du? Björn: Ich bin in Hamburg im Home Office und sprech mit Dir! Wo bist Du? Bei Dir ist die Frage ja richtiger, weil Du bist ja wahrscheinlich mehr als ich unterwegs. Marcus: Ja, wahrscheinlich. Also wir sind jetzt vor zwei Tagen in Lissabon angekommen, nachdem wir vorher auf Mallorca waren. In dem Bedndesk Coliving und Coworking Space. Ja, also und jetzt sind wir im Surf Office, also im nächsten Coliving und Coworking Space vom Peter Faber. Der hat auch eins schon in Gran Canaria aufgemacht und jetzt checken wir das hier in Lissabon aus. Björn: Das klingt doch sehr entspannt. Ich war vor zwei Wochen auf Menorca, aber nur im Urlaub. Insofern habe ich da nicht gearbeitet, aber ich weiß natürlich, dass auch Mallorca eine schöne Insel ist. Insofern ist es eine feine Sache da zu sein, auf jeden Fall. Marcus: Ja cool. Was ist so Dein Background? Also wir beide kennen uns ja jetzt auch schon länger persönlich, eher so aus der Online Marketing Szene und speziell da so aus dem SEO Bereich, wo ich ja auch herkomme und Du bist ja noch viel länger in diesem ganzen Bereich unterwegs und mehr oder weniger ein Urgestein in der deutschen SEO Szene oder Online Marketing Szene. Vielleicht erzählst Du mal so Deine erste Station. Seit wann Du da so die ersten Touch Points mit Online Marketing in Deutschland hattest und was Du jetzt aktuell gerade machst. Björn: Die ersten Touch Points sind in der Tat relativ lange her. Ich hatte irgendwann - das ist eine Geschichte, die ich immer gerne erzähle, die auch gerne mal nachgefragt wird - 1995 tatsächlich das erste Modem: 28,8 K von Motorola. Das war noch zu AOL Zeiten, wo man sich irgendwie für 50 oder für 20 Pfennig einwählen musste und dann kostete so eine Minute um die 10, 15, 20 Pfennig, keine Ahnung, irgendwie sowas war das, und da konnte man auch noch nicht gleichzeitig telefonieren und surfen. So war das damals. Das muss man den Leuten heute erklären. Also Menschen, die heute halt um die 20 Jahre alt sind, die können halt nicht verstehen, warum man denn nicht einfach so, keine Ahnung, sich hinsetzt und dann irgendwas macht und nebenbei mit dem Festnetz telefoniert. Das war damals so der erste Touch Point quasi und dann habe ich angefangen so einbisschen das Internet zu erforschen; bin tatsächlich relativ schnell in irgendwelchen Chat-Rooms gelandet. Das war damals 1998 irgendwie noch total angesagt. Ähm, wo man sich quasi mit, auch wie heute, mit eher unbekannten Leuten - also ich will nicht sagen, so wie bei Chat-Roullette - aber mit unbekannten Leuten unterhalten hat, aber es war alles noch ein bisschen gesitteter als heute. Also das Netz war auch nicht so überfüllt. Ich meine vor 20 Jahren waren da vielleicht irgendwie, keine Ahnung, in Deutschland, was weiß ich, so keine Ahnung, vielleicht ne Millionen Leute online oder zwei. Heute sind’s ja irgendwie 40, 50, 60 Millionen Leute. Und das war noch ein bisschen gesittet damals. Also, da war es nicht so krass, wie man’s heute kennt von irgendwie Snapchat und solchen Sachen. Ja, dann habe ich relativ schnell angefangen so zu gucken, was kann man denn da so machen? Und habe versucht damals für meine musikalischen Tätigkeiten - ich habe damals als DJ gearbeitet unter anderem, habe auch ein bisschen prodziert - das Internet da zu nutzen für diese Dinge und da ein bisschen Marketing zu machen. Und daraus entstanden relativ schnell Websites. Also klassische Websites, statische Websites, wo man halt versucht hat, oder wo ich versucht habe, irgendwelche Dinge nach vorne zu bringen. Das klappte auch ganz, muss man sagen relativ gut. Ich habe dann lange Jahre quasi nebenbei... was man heute ja als Sidepreneur bezeichnet. Du hast ja auch mit Michael schon gesprochen, glaube ich, da weißt Du ja, was ein Sidepreneur ist. Und da habe ich dann letztendlich über dieses selber erstellen von Webseiten, den Weg gefunden zu allen anderen Disziplinen die es so gibt. Also zum Online Marketing, zum SEO, ganz später auch dann zum Social Media Marketing. Aber damit fing es eigentlich an und ich habe dann nebenberuflich - ursprünglich habe ich ja einen Beruf aus der Finanzdienstleistungsbranche erlernt, was sicheres, man kennt das ja - und dann nachher halt erst festgestellt, dass Online ja viel geiler ist. Man muss sagen, ich bin ja Jahrgang 74, habe also 1995 Abitur gemacht und ganz klare Sache: Damals hätte sich noch keiner erträumen lassen, dass das mal in 20 Jahren so ist. Hätte ich damals schon gewusst, wie Online halt abgeht, hätte ich mit Sicherheit einen anderen Beruf damals gewählt oder gleich irgendwie ein Studium gemacht zu, keine Ahnung, Mediengestaltung oder irgendwie sowas. Oder Werbung, Marketing. Aber damals konnte sich halt niemand vorstellen, dass das Ganze so krass mal abgeht und fünf Jahre später, im Jahre 2000 bei der .com-Crisis sah es ja auch erstmal so aus, als ob der ganze Kram wieder quasi implodiert. Aber dann hat es sich ja relativ gut entwickelt. Naja, und ich war halt dann quasi in dem Teil drin, hab dann irgendwann 2006 meinen Hauptberuf an den Nagel gehängt und dann mich auf meine Webseiten konzentriert, unter anderem ein Musikportal, was lange Zeit gut lief mit knapp ner halben Millionen Hits pro Monat. Das hat also ne Zeit lang relativ gut funktioniert. War natürlich als Projekt, was 2001 gestartet ist, teilweise nicht so ganz sauber aufgebaut, sodass dann nachher da relativ viel Arbeit reingesteckt werden musste, um das ganze zu Maintainen und am Start zu halten. Ähm, habe über dieses Portal aber die ganze Sachen, die ich dann selber so entdeckt habe, von Suchmaschinenoptimierung über Social Media Marketing, Affiliate Marketing, also alles mögliche, was damit zusammenhängt, wenn man so ein Portal an den Start bringen möchte. Habe dann darüber auch letztendlich angefangen, Dienstleistungen selber anzubieten als Freelancer und habe das ein paar Jahre lang gemacht. Das war auch super und hat viel Spaß gemacht, nur habe ich dann irgendwann, so 2011/2012 gemerkt, dass man so als Ein-Mann-Freelancer letztendlich doch einfach an seine Grenzen stößt, im Sinne von Man-Power. Und mir waren dann die Projekte, die ich dann quasi betreut hatte - ich will nicht sagen uninteressant geworden, aber doch - zu klein geworden, sodass ich halt nochmal geguckt habe, wie kann ich jetzt nochmal so ein bisschen größer werden und selber meine Skills noch schärfen, indem ich halt an größeren Projekten arbeiten kann, also noch größeren Projekten, wie man auch in einem professionellen Team arbeiten kann und so kam ich dann 2012 zur alten THG, muss man heute ja sagen. Es gibt ja heute schon eine neue THG, aber damals bei der alten THG, wo ich dann Social Media Marketing, später auch Head of Social Media gemacht habe. Und da habe ich dann quasi diese ganzen anderen Sachen gemacht. Größere Portale betreut und dort quasi, das was ich generell schon alles wusste, ein bisschen geschleift, an größeren Sachen ausprobiert und natürlich auch noch viel dazu gelernt und so weiter und so fort. Dann war es mit THG ja bedauerlicherweise Mitte 2013, glaube ich, zu Ende. Dann bin ich zu einer weiteren Agentur in Hamburg gewechselt, habe so ein bisschen Inbound Marketing gemacht und bin jetzt quasi seit Anfang dieses Jahres bei Facelift, auch in Hamburg. Das ist ein sehr cooler Laden. Das sage ich nicht, weil ich da angestellt bin, das sage ich, weil es so ist. Weil Facelift halt diese Facelift Cloud bastelt und die Facelift Cloud ist halt so ne All in One Lösung für Social Media Marketing. Mittlerweile auch Digital Marketing, weil da auch E-Mail Marketing mit drin ist und all solche Sachen. Und das ist eigentlich ziemlich cool, weil ich da jetzt nochmal richtig so diesen Prozess kennenlernen kann. Was ich gemacht habe ist Marketing mit nem Team zusammen und ich kann da nochmal den Prozess kennenlernen, wie es halt so ist, nicht nur als Agentur oder als Dienstleister zu arbeiten, sondern wie man halt das Marketing für ein Produkt macht. Das kannte ich bisher…. also natürlich kannte ich das auch, weil ich früher selber auch schon Produkte gemacht habe, aber nicht in der Größenordnung. Das ist halt ein…. ja, wir bezeichnen uns gerne noch als Startup. Unter 50 Personen arbeiten dort. Über 1000 Kunden in Deutschland, Europa und der ganzen Welt. Und dort wird halt dieses Produkt noch richtig schön geschliffen und nach vorne gebracht. Und das ist halt sehr interessant, weil ich da halt nochmal wirklich auch selber meine Skills noch mehr schleifen kann, um zu sehen, wie ist das denn so abseits von Dienstleistungen für Kunden oder quasi technisches SEO für Kunden oder Social Media Marketing für Kunden. Wie bringt man so ein Produkt an den Start und wie macht man so ein Produkt richtig geil groß? Und man kann es quasi vergleichen mit Sachen wie Searchmetrics oder auch von mir aus Sistrix. Das ist so das Prinzip, nur halt das ganze nicht im SEO Bereich sondern im Social Media Bereich angesiedelt ist. Und ähm, da bin ich halt zurzeit angestellt und bin da auch - muss ich wirklich sagen - extrem happy. Man macht den Job da super gerne. Ich mache natürlich nebenbei und das muss ich ja dazu sagen, weil Leute, die mich jetzt kennen sich wundern “Hä, wieso? Ich dachte, der macht da nebenbei nur seine eigenen Sachen.” Ich mache natürlich nebenbei noch andere Dinge, wie bjoerntantau.com, mache nebenbei auch noch ein bisschen eigene Projekte. Das habe ich nie ganz sein gelassen, weil das auch keinen Sinn macht, eigene Projekte komplett hinzulegen, weil Du sonst einfach stehen bleibst in Deiner Welt, die Du halt acht Stunden pro Tag bearbeitest. Und um das halt zu vermeiden, versuche ich selber halt auf dem aktuellen Stand zu bleiben, wach zu bleiben, über den Tellerand zu blicken. Das geht halt nur, indem Du eigene Sachen machst. Einfach nur Sachen lesen, die aktuell sind, das reicht nicht. Du musst die Sachen anwenden, Du musst selber darüber schreiben, berichten und darüber auch ausprobieren und über diese Tätigkeit arbeite ich halt auch als Picker. Jetzt ist ja die Sommerpause zu Ende. Ich habe zum Beispiel im September als Picker wieder drei Termine und mache eigene Produkte, mache auch ein bisschen Coaching für ausgewählte Kunden, mache auch gerne mal einen Inhouse Workshop. Also all solche Dinge mache ich noch nebenbei. Das lässt sich alles unter einen Hut bringen, glücklicherweise. Und insofern ist es eigentlich für mich eine sehr gute Kombination und die ich eigentlich jetzt aktuell nicht missen möchte. Man weiß nie, was in fünf Jahren ist, aber jetzt zurzeit ist es für mich relativ entspannt und passt eigentlich genau. Und das wäre quasi so im Kurzabriss der Werdegang von, sagen wir mal so 2006 bis heute. Marcus: Krass! Björn: Beruflich gesehen. Marcus: Beruflich gesehen. Björn: Das Private lassen wir mal außen vor. Das ist ja nicht so wichtig. Marcus: Okay, das machen wir dann vielleicht irgendwann mal privat dann. Björn: Das machen wir bald demnächst bei nem Bierchen, falls Du da bist. Marcus: Ja, nee, demnächst bin ich nicht am Start, aber irgendwann sehen wir uns auf jeden Fall wieder in Berlin. Björn: Ja, ich wollte mir auch bei Zeiten mal hier Deine digitale - wie heißt die? DNX? Deine Konferenz da. Die wollte ich mir auf jeden Fall mal reinziehen. Die war glaube ich, zum zweiten Mal jetzt dieses Jahr oder? Oder zum dritten Mal? Marcus: Die war jetzt schon zum dritten Mal. Im Oktober ist jetzt zum vierten Mal die Deutschsprachige, und die erste Internationale war jetzt Anfang August. DNX heißt die - Digital Nomad Expo. Björn: Ah okay, sehr interessant, dann werde ich das mal auf dem Zettel behalten. Vielleicht schaffe ich es ja nächstes Jahr, auf jeden Fall. Oktober wird zu knapp, aber nächstes Jahr… Weil, das Thema interessiert mich auch. Ich selber werde niemals digitaler Nomade werden, weil ich halt in Hamburg sesshaft bin, aber das Thema an sich finde ich sehr spannend. Insofern werde ich da nächstes Jahr bestimmt mal reinschauen. Marcus: Cool, geil, freue ich mich drauf! Bist auf jeden Fall eingeladen! Björn: Das höre ich gerne! Marcus: Ja, ich glaube, wie man jetzt gerade hören konnte, ein echtes Urgestein. Damals noch mit nem 14,4er Modem da eingewählt… nee, 28,8 dann. Björn: 28,8 ja, also aber es war trotzdem saulange. Marcus: Bei mir war es noch krasser. Also ich bin ja nicht weit weg von Dir. Ich bin Abi 97, Du bist 95. Und von daher war ich mit nem 14,4er Modem und davor noch mit nem Akustikkoppler unterwegs. Ich glaube, das kennen die allerwenigsten. Was da passiert ist, dass man so…. Björn: … ja Akustikkoppler kenne ich eigentlich nur aus dem Film War Games mit Matthiew Broderick. Ich hatte so’n Ding nie, aber ich hatte nen Kumpel, der hatte so ein Teil und ja… Der hat das aber auch dann relativ schnell auf den Müll geworfen, als es dann wirkliche Modems gab. Aber Akustikkoppler, das war glaube ich noch so Bildschirmtext und so’n Kram. Also ganz…. Marcus: Ja, drei Stunden warten für ein so ein ASCII Bild oder so, wo sich dann Zeile für Zeile aufgebaut hat. Und ich habe dann ehrlich gesagt, wo ich mich heute so ein bisschen drüber ärgere, weil Du gerade sagtest, wenn man das vorher gewusst hätte, was Online alles abgeht, dann hättest Du vielleicht noch früher da mit eigenen Sachen oder Business angefangen. Aber ich habe noch viel später angefangen. Also ich hing dann mehr in diesen Staff Mailboxen rum, die Du vielleicht auch kennst. Wo es dann so Download/Upload Ratios von 1:3 gab. Sprich: Du musstest 1 MB hochladen und durftest wieder 3 MB runterladen. Und das war schon viel. 1 MB hochladen hat dann glaube ich ne halbe Stunde oder ne Stunde gedauert. Björn: Auf jeden Fall! Damals bei Napster dauerte ja, glaube ich, irgendwie ein 3,8 MB Song, wenn Du Pech hattest, die ganze Nacht. Das war irgendwie Scheiße, aber na gut. Marcus: Naja, auf jeden Fall habe ich dann irgendwann dann auch den Dreh gefunden, das Internet dann auch professionell und für meine Projekt zu benutzen und irgendwann die ersten Websites gebaut und dann stand ich auch vor dem Problem: Wie komme ich jetzt an Websitebesucher? War mega stolz auf mein kleines Werk und irgendwann landet man dann bei SEO, weil man als Student ja nicht viel Kohle hat und dann kam dann irgendwie eins zum anderen. Björn: Genau. Also, wie ich schon gesagt habe, ist es tatsächlich so. Du machst ein eigenes Projekt und denkst Dir “Wow, das sieht ja geil aus”. Aber wenn es halt keiner sieht, ist es halt Scheiße. Also wenn Du dann kein Publikum hast, dann schockt das halt überhaupt nicht. Denn ich glaube, niemand sitzt gerne rum, kreiert irgendetwas und will nicht, dass es gesehen wird. Das heißt, Du sitzt halt rum und überlegst Dir “Wie kriege ich jetzt Besucher darauf?” Und ich zum Beispiel war damals noch in irgendwelchen E-Mail Newsgroups unterwegs und hab da ein bisschen rumgespamt und all solche Dinge, was man halt so 2001 gemacht hat oder 1998 und auch damals, wie heute, gab es da, wenn Du gespamt hast, auch tierisch auf die Glocke quasi. Weil da auch dann wohl tierisch geflamed und abgekanzelt wurdest von den Leuten, dass Du halt Spamer bist. Aber genau das ist der Punkt: Du machst halt was und willst, dass es gesehen wird und dann kommst Du halt letztendlich irgendwann an diesem ganzen SEO Bereich nicht vorbei, weil Du ja auch feststellst “Aha, da kann man ja irgendwie bei Google ranken und kriegt mega Traffic und auf der 1 landest, ohne Anzeigen schalten zu müssen. Also erstmal quasi für lau.” Dass man da natürlich mega viel Zeit reinstecken muss, wenn man wirklich überhaupt, also kostenfrei ranken will. Gut, damals war es ein bisschen einfacher, weil’s damals ja noch richtig spamy links gab, die auch gut funktioniert haben, aber... Marcus: ...Dann bist Du heute vielleicht spamy oder was heute cool ist, ist vielleicht in zehn Jahren schon wieder spamy. Also damals war es einfach sehr rabiat, ne? Björn: Ja definitiv, definitiv. Also das 10.000er Pack Forenlinks aus dem Footer, das klappte ja 2004 wie Hulle, ja? Klappt halt jetzt nicht, aber manche machen’s trotzdem. Marcus: Oder weißer Text auf weißem Grund oder so, das waren auch noch so meine lieblings Living-Hacks, wenn man die dann irgendwo noch woanders entdeckt hat oder so. Björn: Oder was dann kam war, den Text via CSS ausgelagert im Minusbereich. Marcus: Ja genau, so ganz weit weg rechts oder so. Björn: Oder Top 0, Left -100 px, sodass dann der Text quasi da war, aber durch CSS ausgelagert. Das heißt, Du konntest den auch nicht mehr mit Steuerung + A Dir angucken, was ja einfach war, weil weiß auf weiß. Das war dann schon quasi Keywords buffing oder hidden Text quasi schon 2.0. Aber auch das wurde von Google ja relativ hurtig erkannt. Das hat 2006, glaube ich, noch gut funktioniert, diese Methode. Marcus: Ja, das glaube ich. Und es war halt super spannend, immer wieder Google zu gamen und immer zu gucken, was funktioniert und “Scheiße, da ist wieder einer abgeraucht, also brauchen wir jetzt was neues”. Und ja, was mir damals auch total viel Spaß gemacht hat war, gerade zu den Anfängen der SEO Szene, diese geschlossenen Skype-Chats, die es glaube ich jetzt immernoch gibt… Björn: Ja, die gibt’s immernoch. Marcus: ... wo aber noch auf guten, auf hohem Niveau Wissen geteilt wurde, ohne dass man irgendwie Angst hatte, dass der andere dann auch ein Business aufmacht und einem die Kunden wegnimmt oder so. Björn: Ja das stimmt. Marcus: Ich habe da heute leider so ein bisschen das Gefühl, dass es so in SEO Szene ist und deshalb hat es mir ehrlich gesagt die letzten paar Jahre dann auch nicht mehr so viel Spaß gemacht. Irgendwann hat sich das professionalisiert. Die guten Leute haben irgendwie andere Kunden beraten und Agenturen aufgemacht oder für Agenturen gearbeitet und man ging irgendwann nicht mehr so offen mit seinem Wissen um. Natürlich ging es dann auch darum, selber irgendwie Kohle zu machen und nicht das ganze Wissen für lau rauszugeben, aber ich glaube, das ist ganz normal, wenn sich ein Markt konsolidiert und erwachsen wird. Das werden wir bei uns in der digitalen Nomadenszene vielleicht auch noch irgendwann erleben, aber jetzt gerade ist es irgendwie so ein bisschen - das hatte glaube ich der Marco Janck auch gesagt, als er das erste Mal auf der DNX war, letztes Jahr. Da hat er sich an die Anfänge der SEO Szene zurück erinnert, weil da bei uns echt dieses Caring und Sharing Prinzip im Moment noch super geil gelebt wird. Björn: Ja, die ist ja auch wahrscheinlich überschaubar bei euch die Szene. Ich kann mir auch jetzt aktuell nicht vorstellen, wie dieses digitale Nomadentum irgendwie industrialisiert werden sollte, wie es ja mit Branchen passiert. Also, bei euch ist es ja eher eine Frage des Lifestyles. Natürlich habt ihr alle auch Businesses, aber euch zeichnet ja aus, dass ihr quasi irgendwo vielleicht eine Homebase habt, keine Ahnung, bei euch wahrscheinlich Berlin, wo man irgendwie drei Monate im Jahr ist - und den Rest der Zeit halt einen Laptop sich nimmt und dann ist man halt in, keine Ahnung, Asien, Amerika, Australien. Es ist ja eher ein Lifestyle und nicht so ein Geschäftsmodell. Natürlich klar, Du könntest als Reiseanbieter vielleicht für digitale Nomaden Reisen anbieten, wo irgendwie, keine Ahnung… wo sich der Veranstalter um alles kümmert und Du kommst halt irgendwo an und kannst dann irgendwo einchecken und alles ist schon erledigt. Da ist dann die Frage, wie dann der Lifestyle darunter leiden würde, weil dann wärst Du ja einfach nur ein Pauschaltourist... Marcus: Ja, mehr oder weniger... Björn: Ich denke mal, Leute wie Dich zeichnet ja aus, dass Du quasi auch mal aus Bock irgendwo hinfliegst, nach dem Motto “Finde ich geil, war ich noch nie”. Und dann fährst Du da  halt hin und dann bist Du halt da; weißt aber auch gar nicht, was da am Start ist und musst erstmal Dich da ein bisschen zurechtfinden; suchst Dir da ein Hotel oder da ne Pension oder wie das so läuft. Oder keine Ahnung. Es ist ja wie gesagt, eher ne Frage des Lifestyles und nicht so des Produkts, wie es halt bei SEO letztendlich so ist. Marcus: Ja ja, was ich meine ist, dass dann irgendwann die Businesses ein bisschen aneinander rasseln oder aneinander geraten, aber es ist wie gesagt, im Moment noch alles cool. Aber genau, was Du dann eben gesagt hattest, vielleicht Reisen für digitale Nomaden anzubieten. Genau das machen wir mit den DNX CAMPS. Mehr oder weniger. Es sind keine Reisen. Es ist eher ein Coliving und Coworking, ziemlich intensiv von 10 bis 15 Leuten, 10 Tage lang an einem Spot und deshalb sind wir auch gerade im Surf Office. Ab Mittwoch startet hier das erste DNX CAMP in Lissabon, was auch ausverkauft ist mit 17 Leuten. Also da haben irgendwie zwei mehr aufgenommen. Und das kann aber ganz cool sein für die Leute, die a) irgendwie ein bisschen Comfort brauchen oder sagen “Ey, ich will mich nicht darum kümmern, wo finde ich die nächste Sim-Karte, wo kann ich arbeiten gehen, wo finde ich meine likeminded People, wo ist der Coworking Space?” sondern mehr oder weniger so ein Softlanding für Entrepreneure oder für digitale Nomaden, die… also Voraussetzung ist, dass Du ein eigenes Business laufen hast und kannst dann einfach dran teilnehmen und kriegst dann die Infrastruktur von uns schon gestellt und hast dann die Benefits, dass wir auch noch Aktivitäten machen. Also gesunden Lifestyle. Wir machen noch Sport und wir gehen miteinander raus. Aber wir Coworken auch, machen Masterminds, haben Talks etc. pp. Also da gibt’s auch schon die ersten Projekte. Wir sind nicht die allerersten, es gibt da auch andere, die das machen. Von daher hast Du da eigentlich schon in die richtige Richtung gedacht. Björn: Na siehste, läuft doch. Marcus: Jo. Ähm, eben hatten wir ja das Thema, dass wenn man ein neues Projekt gestartet hat, so wie wir vor zehn Jahren oder so, war mehr oder weniger SEO die erste Wahl. Du als Social Media Experte kannst mir vielleicht verraten, a) ob das immernoch so ist und b) wenn nicht: auf welche Kanäle Du setzen würdest, wenn Du sagst “Nee, ich habe irgendwie keine Ahnung mit SEO. Das ist mir alles zu kompliziert, ich habe aber auch keine Kohle für einen Dienstleister und Wordpress möchte ich mich auch nicht mit beschäftigen.” Was für andere Mittel und Wege gibt’s da? Björn: Also ich bin einer von denen, die niemals eine Disziplin komplett ausschließen würde, so nach dem Motto, keine Ahnung “SEO ist tot” oder so’n Scheiß. Ähm, das erzählen ja manche. Ich würde nicht sagen, Facebook ist tot oder Social ist tot. Es geht darum, dass Du letztendlich immer diesen einen Schritt gehst. Du schaust Dir an, welche Faktoren aus den einzelnen Disziplinen kann ich benutzen, um mein Business nach vorn zu bringen. Diese Faktoren suchst Du Dir aus. Diese Faktoren integrierst Du, die entwickelst Du weiter und diese Faktoren behältst Du. Alles andere, was Du nicht brauchst, was nicht funktioniert, das lässt Du dann quasi bleiben. Das heißt, Du nimmst Dir aus all dem, was Online Marketing zu bieten hat - das kann aus dem Bereich SEO sein, das kann aus dem Bereich Facebook sein, das kann aus dem Bereich Afiliate Marketing sein, das kann aus dem Bereich E-Mail Marketing sein - da nimmst Du Dir halt die Sachen raus, die für Dich persönlich am besten funktionieren und machst daraus quasi Dein eigenes Online Marketing für Dein Produkt oder für Dein Projekt oder Dienstleistung. Das muss auch nicht immer auf jedes einzelne Produkt passen. Es kann sein, dass Du ein Produkt hast, wo SEO wichtiger ist als Social Media Marketing und umgekehrt. Aber das ist halt der springende Punkt. Dass Du nicht mit diesem Scheuklappendenken da rangehst und sagst “So, ich muss jetzt unbedingt SEO machen, alles andere ist Schrott!” Du musst halt Dir überlegen, was funktioniert für Deinen Bereich am besten und das kann SEO sein, muss aber nicht. Das kann auch Facebook Marketing sein. Du kannst heutzutage wesentlich …. wenn Du es richtig anpackst, sehr, sehr viel Traffic Dir aus Facebook besorgen und es kommen auch immer neue Sachen dazu. Ich zum Beispiel bin jetzt aktuell am testen von einem Whatsapp Newsletter. Das heißt, ich habe durch Zufall vor zwei, drei Wochen herausgefunden, ein Thema mit dem ich mich auch schon länger beschäftige, weil ich mir überlegt habe: Wie kann man denn Whatsapp für’s Marketing einsetzen? Weil Whatsapp ist ja schnell, persönlich und vielleicht im Gegensatz zur E-Mail, sendet Whatsapp ja immer die Push-Nachrichten und Du kannst Dich dem ja gar nicht entziehen. Das heißt Whatsapp Newsletter und jetzt habe ich neulich durch Zufall ein paar Anbieter entdeckt, die ich mal alle jetzt durchteste. Und das ist ein echt spannendes Thema, weil Whatsapp, wie gesagt… E-Mail Marketing ist auch schon ganz geil, weil die E-Mail kriegst Du auch auf’s Handy, wenn Du willst. Aber die E-Mail kriegst Du nur auf’s Handy, wenn Du auch das eingestellt hast. Und viele Menschen haben das halt nicht, weil die sagen “Oh, ich krieg pro Tag 150 E-Mails. Dann bitte nur noch auf meinen Desktop-Rechner bei der Arbeit und nicht noch abends, wenn ich vor’m Fernseher sitze”. Whatsapp aber… wer Whatsapp installiert hat, der kriegt auch diese Nachrichten, weil er logischerweise wissen will, wenn ein Kumpel, Bekannter oder ein Freund ihn anwhatsapped, da will er es ja lesen. Und deswegen ist Whatsapp in Newslettern eine ziemlich coole Sache und ich teste es halt gerade jetzt seit ein paar Tagen und bin bisher relativ zufrieden damit, was da rumkommt. Es ist natürlich ganz neu und da muss man noch ein bisschen dran arbeiten, aber das ist halt, was ich meine. Es ist ein neues Produkt und es kann sein, dass es für Dein Produkt, Deine Dienstleistung, Dein Business funktioniert. Dann solltest Du es integrieren und weiterentwickeln. Es kann aber auch sein, dass es nicht funktioniert und dass Leute halt sagen “Hier WhatsApp, Du willst mich hier mit WhatsApp Nachrichten nerven, businessmäßig? Hier komm, weg und lass mich in Ruhe!” Dann klappt das halt nicht. Aber halt dieses Scheuklappendenken weglassen und immer flexibel sein, ne? Du musst halt sehen, alle Businesses, die auch groß geworden sind, sei es nun von Google über Facebook, das sind halt Leute, die halt immer sich gesagt haben “Ich brauche irgendetwas neues”. Und auch Google hat sich ja zum Beispiel aus bestehenden Konzepten, das war ja nix neues, Suchmaschine. Es gab ja vorher schon Altavista und Likecross und Fireball und wie sie alle hießen. Google hat es halt nur besser gemacht oder Facebook hat’s genauso… Es gab ja auch vorher schon Social Networks. Nur die haben halt gesagt “Ich benutze die Sachen für’s Business, die funktionieren. Die entwickle ich weiter und alles andere, damit halte ich mich nicht auf.” Und das ist halt der springende Punkt. Das ist ja auch das klassische Grow Marketing, dass Du halt sagst “Ich nehme genau die Filetstücke, die für mich gut sind und alles andere lasse ich auf dem Teller und das kann von mir aus auf den Müll, ich brauche das nicht”. Und die anderen Sachen werden weiter entwickelt und dann klappen auch meistens die Projekte ganz gut. Deswegen musst Du halt gucken was funktioniert und musst halt wissen was funktioniert. Und wenn Du halt das nicht testest, dann weißt Du es nicht. Aber dieses Testen ist halt manchmal nervig, manchmal anstrengend, manchmal musst Du ein bisschen Geld ausgeben und davor scheuen halt auch paar Leute zurück. Deswegen, um auf Deine Eingangsfrage zurückzukommen, würde ich niemals sagen “Mach nur SEO oder mach nur Facebook oder mach nur, was weiß ich, Instagram”, sondern guck Dir an, was funktioniert für Dich? Teste alles durch und dann weißt Du, was funktioniert. Es kann sein, dass alles funktioniert, es kann sein, dass von allen Sachen nur ein bisschen was funktioniert. Dann weißt Du aber genau, in welcher Disziplin sind für mich die richtigen Stellschrauben? Wo muss ich 50% nehmen, wo muss ich 10% nehmen, wo muss ich 30% nehmen und wo der Rest? Damit ich nachher meine 100% quasi Performance Marketing Funktionalitätskuchen bekommen, wer denn mein Produkt richtig antreibt. Und das ist letztendlich das, worauf es ankommt. Ich persönlich, als jemand, der aus der SEO Branche kommt und auch gesehen habe, wie sich dieses ganze SEO gewandelt hat und auch wie gefährlich SEO ist, wenn Du halt ne Strategie hast, die halt nicht so ganz safe ist und Google dann sagt “Ja, wir haben jetzt ein Update gemacht und ja, Sorry, aber Dein Projekt ist jetzt ne Zeit im Nirwana verschwunden”. Ich weiß noch, wie es damals bei Panda und Pinguin war. Da gab es Leute in den USA zum Beispiel, von da weiß ich’s. Die sind mit Projekten, von denen sie vorher wirklich gut gelebt haben, in einer Nacht alle weggerauscht und es gab da Leute, die waren danach halt suizitgefährdet. Und dann musst Du ganz klar wissen, wenn Du Deine Strategie auf nur einer einzigen Säule aufbaust und Du bist da ein bisschen spamy unterwegs oder nicht ganz koscher und mauschelst ein bisschen, dann musst Du wissen, dass Du, wenn Du Pecht hast, da halt rausgeworfen wirst. Das kann übrigens bei Facebook - das wissen viele Menschen nicht - auch passieren. Konkretes Beispiel, was gerade in den letzten Wochen durch die Medien geisterte: Wenn Du mit einem Fake Account auf Facebook unterwegs bist - manche Menschan haben ja so lustige Accounts und heißen dann Vorname: Moni, Nachname: Ka. Ne, schonmal gesehen? Oder Vorname: Flo, Nachname: Rian. Weil die ja denken “Haha, voll clever. Facebook erkennt mich nicht. Und die haben dann damit halt auch teilweise Business Accounts administriert. Als Business Manager oder Power Editor. Und solche Accounts wurden halt von Facebook immer schon gerne gesperrt und wurden auch in letzter Zeit gesperrt. Und das waren dann Leute, die konnten dann von heute auf morgen nicht mehr auf ihre Facebook Page zugreifen. Und wenn Deine Facebook Page halt ein integraler Bestandteil Deines Businesses ist, mit dem Du vielleicht Traffic generierst und darüber halt Umsätze generierst, dann hast Du ein Problem, wenn Facebook Dich geblockt hat. Deswegen ist es manchmal gut zu cheaten, nicht immer. Man sollte sich bei solchen Sachen, wenn da wirklich viel Geld dahintersteckt, natürlich nach den Richtlinien richten und dann entsprechend auch keinen Mist machen, weil sonst geht’s in die Hose. Und das ist halt, was ich auch Leuten, die mich halt fragen “Womit soll ich anfangen und worauf setzen?” Da sage ich immer so “Guck Dir an, was passt für Dich? Nimm die besten Sachen raus. Integriere die, entwickle die weiter und dann hast Du quasi am Ende Dein eigenes integrated Online Marketing”. Und das ist letztendlich das, was ich allen Leuten empfehlen würde. Marcus: Mh, also Du hast da echt viele und gute Punkte angesprochen, die man glaube ich, immer wieder wiederholen muss. Gerade bei Leuten, die neu in dieses ganze Online Business einsteigen und vielleicht auch irgendwie getriggert worden sind von jemandem, der gesagt hat “Das ist mega easy. Reichwerden über Nacht” Da gibt es leider immernoch so viel Schrott und spamige Seiten zu. Und die da mit völlig falschen Erwartungen einsteigen und dann merken: Es ist harte Arbeit. Und wie Du schon sagtest: Manchmal ist es ein bisschen unangenehm, es ist nervend neue Sachen zu probieren. Aber dieses Lernen, das hört nie auf. Das wird bei Dir nicht aufhören, obwohl Du schon 20 Jahre im Online Business bist. Das wird bei mir nicht aufhören. Und so muss man halt bereit sein, immer weiter zu lernen und auch zu testen und auszuprobieren. Und Du hast ja auch die Beispiele von Google und Facebook oder andere Startups in den USA.. Die haben auch immer wieder ihr Business Modell überprüft und Pivot gemacht, getestet - funktioniert nicht “Okay, wir machen das nächste”. Du testest jetzt gerade hier Whatsapp als neuen Channel. Ich teste gerade Periscope. Was hältst Du davon? Björn: Periscope ist ne lustige Sache, aber wird glaube ich in Deutschland nicht so groß werden, wie in den USA, weil das deutsche Zielpublikum meines Erachtens nicht so Öffentlichkeits…. oder so zurschaustellend getrieben ist, wie es in den USA ist. Unabhängig davon bin ich der Ansicht, dass Snapchat, Twitter mit Periscope in den nächsten paar Monaten einen fetten Strich durch die Rechnung machen wird, weil Snapchat nämlich genau das auch machen kann - rein theoretisch, rein technisch. Und Snapchat hat einfach, speziell bei den jugendlichen Zielgruppen, einen viel, viel höheren Stellenwert als das Twitter jemals haben kann. Du musst ganz klar sehen, dass Twitter ja krass in der Krise steckt. Und wenn ich Leute erzählen höre, dass Twitter irgendwie in Deutschland 9 Mio. User haben soll, dann sorry, da kann ich nur irgendwie ein bisschen grinsen. Ich habe letztens den Twitter Account gesehen von Manuel Neuer. Der hat irgendwie 2,8 Mio. Follower und ich behaupte, das ist 98% Twitter Germany Penetration bei 2,8 Mio. Followern. Weil Twitter einfach bei uns nicht groß geworden ist. Frag mich nicht, woran’s liegt. Marcus: Ich habe das ehrlich gesagt auch nie genutzt. Mir war das einfach zu viel, zu schnell, zu hektisch und noch ne Timeline mehr, die Du überhaupt nicht verfolgen kannst. Björn: Also in den USA ist es halt relativ organisch gewachsen und da hat auch jeder Fernsehmoderator, jeder Journalist hat da seinen Hashtag und seinen Twitternamen mit @ eingeblendet. Das ist bei uns irgendwie nie so gekommen, dass, keine Ahnung, Zirkus Halligalli läuft auf ProSieben, da hast Du da oben mal so nen Hashtag mit Halligalli, der dann mal für drei Sekunden eingeblendet wird. Und da wird auch viel diskutiert auf Twitter. Also man soll nicht denken, dass das da ne Geisterstadt ist. Aber vielleicht zu anderen Netzwerken, wie zum Beispiel Facebook oder auch Instagram oder auch Snapchat, wird da halt nicht so viel diskutiert. Und dieses Periscope ist ne feine Sache, es ist ganz nett. Man muss halt immer auch was zu bieten haben. Es ist halt so, wenn eine neue App wie Periscope rauskommt, dann nehmen das viele Menschen und satteln da einfach irgendwas rein und erzählen da irgendwas. Das ist natürlich ganz geil, wenn Du mit Deinen Freunden und Bekannten aktuell am Start bleiben willst. Also das ist natürlich super witzig, wenn Du zum Beispiel auf einer Party bist und irgendjemand ist, was weiß ich, irgend ein Kumpel von Dir hat keine Zeit oder was weiß ich, muss auf seine kleine Schwester aufpassen oder ist halt verhindert oder im Urlaub oder irgendwas. Das ist natürlich super geil, wenn Du dann die Party quasi via Periscope zu ihm bringen kannst. Das ist für den privaten Sektor ganz geil. Wenn Du so was aber im Marketing einsetzen willst, dann musst Du schon was zu bieten haben. Also wenn zum Beispiel David Guetta seine Show in New York halt live streamen würde, was er natürlich auch tut, das ist natürlich für die Fans ne geile Sache. Aber alle anderen, also der Friseursalon um die Ecke, der muss sich schon überlegen “Was kann ich jetzt bei Periscope machen, damit die Leute auch nen Mehrwert davon haben? Wir können zum Beispiel ein paar neuen Frisuren vorführen innerhalb von 10 Minuten”. Weil Du musst ja immer gucken, dieses Marketing muss sich ja nicht nur für die großen Brands lohnen, es muss sich ja auch für den Mittelstand und den KMU Sektor lohnen, weil sonst wird es halt nicht groß. Es gibt halt ein paar große Brands, klar. Die haben viele Fans, die haben viele Konsumenten, aber letztendlich, was die Sachen halt groß macht sind ja nicht die fünf, sechs großen Brands. Also, wenn jetzt irgendwie Snapchat hingegangen wäre und hätte gesagt “Wir überzeugen jetzt irgendwie Adidas, Nike und Puma”, dass sie halt Snapchat machen, dann wäre das halt nice to see gewesen, aber es wäre nicht groß geworden. Indem es halt die normalen Menschen machen und sich damit austauschen, dann wird die Sache groß. Und Du hast es ja bei Google+ gesehen. Dass Google+ ja massiv versucht hat diesen Google Hangout Kram mit FC Bayern und mit Fußballspielen und mit Backstage Berichterstattung und mit privater Hangout mit Klitschko und allen möglichen Leuten, da haben sie es auch nicht geschafft, weil Google+ einfach nicht diesen Nimbus hatte, dass es halt angesagt ist, ne? Und bei Twitter sehe ich das bedauerlicherweise ähnlich. Ich selber nutze Twitter. Ich fand’s auch immer sehr charmant, aber sie haben’s irgendwie in Deutschland - bisher, kommt ja vielleicht noch - nicht geschafft da irgendwie durchzustarten. Was ich halt bei Sachen wie Instagramm oder Snapchat ganz anders betrachte. Also wenn ich jetzt aktuell sagen müsste, wer sind die drei wichtigsten Social Networks, dann würde ich zurzeit sagen: Facebook, Youtube und Instagram und da würde ich mich noch versteifen als vierten wirklich zu nennen: Snapchat. Weil Snapchat hat - ich sehe das schon kommen - das ist noch so in den Kinderschuhen, weil es das ja auch erst seit ein, zwei, drei Jahren gibt. So genau weiß ich’s grad gar nicht. Ich glaube seit 2011 gibt’s das. Aber dieses Jahr wird’s dann richtig groß und da ist noch ziemlich viel Musik drin und das Medium ist halt einfach so, dass es halt schnell ist, es ist authentisch und es kann auch von Brands benutzt werden. Das ist halt das Spannende daran. Und das sind halt Dinge, die bei Twitter oder auch bei bei Google+ nicht so gut funktioniert. Da haben wir in Deutschland bei fast 30 Mio. Facebook Nutzern, die auch aktiv sind und Facebook ist ja auch nicht tot, auch wenn’s immer gesagt wird. Facebook wächst ja weiter. Und letzten Montag hatten sie ja erstmals an einem einzigen Tag 1 Milliarde aktive User auf Facebook. Das musst Du Dir mal reinziehen. Das ist ein Drittel der Online Weltbevölkerung, die an dem einen Tag… Also es gibt auf der Welt sieben Milliarden Menschen, aber nur drei Milliarden sind Online. Also an dem Tag waren ein Drittel der über’s Internet erreichbaren Menschen auf der ganzen Welt, auf dem ganzen Planeten, bei Facebook an dem Tag online, mindestens ein Mal aktiv. Also aktiv heißt ja bei Facebook, Du hast was gemacht. Du loggst Dich ein und postest was, likest was, kommentierst was. Und das ist schon ziemlich krass und Facebook mit 1,5, Milliarden Usern und in Deutschland halt knapp 30 Mio. aktiven Leuten. Das ist schon eine Marktmacht und da kommst Du auch schwer dran vorbei. Aber da fehlen mir halt die wirklichen Konkurrenten. Und Periscope ist halt ein lustiges Spielzeug, wird sich aber glaube ich für Twitter nicht sehr schnell rentieren. Also es ist glaube ich für Twitter eines so der letzten Rettungsanker, um es mal groß machen zu können. Aber ich glaube, es wird halt nicht lange dauern, bis Facebook da mit irgendwas nachzieht. Marcus: Ja, das Ding ist, das haben sie nämlich schon gemacht. Also einmal zu Periscope selber, glaube ich… ich glaube da schon dran irgendwie an das Format an sich. Dass jeder in der Lage ist, irgendwas live zu streamen und jetzt nicht wie beim Google Hangout vielleicht noch nen Desktop dafür braucht oder so. Theoretisch ging’s glaube ich auch über die App. Aber Periscope ist irgendwie noch ein bisschen einfacher. Und gerade für Leute, die viel in Personal Branding stecken, wie glaube Sascha Pallenberg hat bei Periscope jetzt schon knapp 3.000 Follower, weil der hat natürlich was zu zeigen, zu erzählen. Nicht wie der Friseur unten um die Ecke. Der Sascha ist viel unterwegs. Der ist auf Konferenzen, der speaked, der macht und ich hab’s jetzt auch ausprobiert. Ich habe eins aus Mallorca gemacht, eins aus Berlin, jetzt hier im Surf Office. Als ich heute am Strand war beim Surfen und es werden halt immer mehr Follower. Weil das Gute ist, es wird gepusht an alle Deine Twitter Follower sobald Du den Periscope anmachst. Aber ich habe jetzt glaube ich vor zwei Tagen mal beim Ferris gesehen, dass er genau dieses gleiche Periscope Format getestet hat über seinen Facebook Account, wobei er aber ja …. ich weiß nicht genau. Das wirst Du wahrscheinlich besser wissen. Die Promis haben ja nochmal ne andere App über Facebook und da ist die Funktion wohl schon freigeschaltet. Also genau was Du gesagt hast. Einfach mal eben platt gemacht, das ganze coole Periscope Projekt von Facebook…. Facebook Menschen oder so? Björn: Ich glaube es war Facebook Menschen, ja. Ähm, das haben aber nicht die Promis. Ich habe das auch schon letztes Jahr von Facebook angeboten bekommen zu installieren. Aber das gibt es bisher nur für’s iPhone. Und da ich noch ein Android habe und mir erst noch ein iPhone zulegen werde, kann ich’s noch nicht nutzen. Aber es ist tatsächlich eine Streaming App, die Dich halt mit den Followern auf Deiner Facebook Page sofort verbindet. Das finde ich ziemlich cool. Marcus: Richtig cool. Björn: Und es gibt auch noch Meerkat, diese andere Live Streaming App, die sich halt jetzt die ursprünglich an Twitter angedockt war, aber ich finde, da würden wir zu viel machen, das heißt ich hätte da Periscope gemacht und jetzt sind da weg und Meerkat dockt sich jetzt auch ein bisschen weiter an Facebook ran. So wird das, wenn Facebook in diesen Livestream Ding dann demnächst mal wirklich ernst macht, glaube ich wirklich, ist Periscope ratz fatz weg vom Fenster. Marcus: Aber an sich finde ich das Format cool Björn: Aber das Format ist nicht schlecht auf jeden Fall. Marcus: Es macht auf jeden Fall Spaß. Und wann kriegst Du denn genau diesen Status? Also Dich hat Facebook jetzt auch angesprochen. Mich leider noch nicht. Wann kriegt man diesen blauen Facebook Haken? Hast Du da irgendetwas... Björn: Keine Ahnung. Der war eines Morgens mal da. Ich weiß es nicht. Es hat sicherlich auch mit der Follower-Zahl zu tun. Ich hab ja irgendwie 15,5 Tausend Fans auf meiner Facebook Seite. Hat sicherlich was damit zu tun, aber irgendwann letztes Jahr, glaube ich, im - wann war das? Irgendwann im Sommer, ist mir gar nicht aufgefallen zuerst, aber dann so nach drei, vier Tagen sah ich dann so “Oh, da ist ja was neues”. Und dann habe ich das erstmal gesehen. Ich hab dafür nichts gemacht, also das kam von selber. Ich hab keinen Antrag gestellt und gar nichts, es war einfach irgendwann da. Es hat sicherlich damit zu tun, wieviele Fans Du hast, wie aktiv Du bist, welche Daten Du hinterlegt hast, sowie Reduzierung. Also ob Deine Website dahinter steckt, ob Du mit klaren Namen auftrittst und all so nen Quatsch. Aber ich kann’s Dir nicht sagen, ich habe mich damit auch ehrlich gesagt nicht befasst. Ich hab den Haken bekommen und dachte mir “Oh, das ist ja geil” und ... Marcus: Okay, aber ansonsten hast Du jetzt keine direkten Benefits gekriegt, außer dass Du zum Beispiel die Mention App runterladen kannst? Björn: Ähm, ich weiß nicht, ob man dafür Benefits bekommt. Also ich weiß nicht, ob man vielleicht bevorzugt wird. Ich erreiche mit meiner Seite… organische Reichweite grundsätzlich minimum 50%. Also ich kann nicht sagen, dass die organische Reichweite bei mir gefallen ist, wie viele ja sagen. Also ich erreiche mindestens 50%, wenn der Artikel mal schlecht läuft. In der Regel sind es so 70% bis 90%, die ich erreiche. Marcus: Organisch, wo nichts gekauft ist. Björn: Genau, organisch. Also nicht jetzt an einem Tag, aber halt über mehrere Tage verteilt. Ähm, manchmal auch mehr. Ich weiß nicht, ob Facebook dann solche Seiten bevorzugt, weil sie sagen “Okay, der ist wieder reduziert, der postet halt die schlauen Sachen” - aus Facebook-Sicht. Ähm, das liegt sicherlich auch am Feedback der User, auch bei mir gibt’s nicht nur likes und gute Kommentare. Auch ich muss mir relativ viel “Kritik” anhören, was ich teilweise ganz witzig finde, weil ich natürlich dann weiß, wo wirklich der Schuh drückt und manchmal bei mir auch Inhalte verwendet werden, die halt der Masse oder den Fans nicht so gefallen. Und da musste natürlich drauf reagieren, weil die Fans sind Dein Kapital und wenn die halt Dir reihenweise dieses Feedback geben, dann machst Du irgendwas falsch. Also, kriege ich auch so’n Feedback, bin ich auch dankbar drüber, weil ich nur so erkennen kann, ob ich irgendwas falsch mache und dann irgendwie reagieren kann. Aber ansonsten hat alles direkt damit zu tun. Möglicherweise liegt es auch am Adspend, also ich persönlich gebe jetzt nicht viel Geld für Werbung auf Facebook aus, aber so ein paar Euro sind es halt irgendwie im Monat. Aber das kann ich Dir nicht sagen. Ich habe auch noch nie eine Seite gesehen, wo das erklärt wurde. Es wäre vielleicht mal ein interessantes Thema für nen Blogartikel, auf jeden Fall, oder für nen Podcast, aber ich persönlich weiß es nicht. Und ich glaube auch nicht, dass man darauf hinarbeiten sollte. Ich glaube, man sollte einfach einen authentischen Kanal auf die Beine stellen und dort halt den besten Content präsentieren, den man hat und versuchen, das bestmögliche zu spreaden und dann - wie es auch bei mir war oder auch anderen Leuten, die ich kenne, wo es so war - kommt das halt irgendwann von selbst. Marcus: Ja, ganz organisch. Also einfach erstmal machen und tun und am Ende irgendwann das …. also es gibt ja nen Spruch: Money will follow. Und die ganzen anderen Sachen, die folgen dann auch. Björn: Genau, den gibt es und es trifft auch manchmal zu, manchmal nicht. Da muss man ein bisschen nachhelfen, aber in der Regel trifft der zu. Das ist ja… Produkte… ist ja wie bei Dir. Du hast ne eigene Konferenzreihe gestartet. Die kam offensichtlich ganz gut an. Also hast Du da Resonanz verursacht, die Leute fanden das gut und kommen auch wieder. Also gibt es weitere Ausgaben. Es gibt ja auch und gab ja auch Konferenzen im Bereich SEO, die halt nur ein oder zwei Mal stattgefunden haben, weil die halt nicht so gut waren. Und wenn das Produkt nicht gut ist, dann wird’s halt nicht nachgefragt und dann wird’s halt… rentiert es nicht und dann wirst Du eingestellt. Ganz einfach. Und so ist es quasi mit jeder… Ne Facebook-Fanseite ist ja letztendlich nicht mehr als ein Produkt. Und wenn das halt nicht angenommen wird von den Usern, dann wächst es auch nicht und ja… gut, das ist glaube ich der ganz normale Lauf der Dinge. Marcus: Das glaube ich auch. Und gerade bei Konferenzen ist es glaube ich auch wichtig, sich immer wieder in Frage zu stellen und nicht zu sagen “Ey, das war jetzt richtig geil”, gerade nach einer guten Konferenz oder mit vielen Teilnehmern hast Du natürlich viele Schulterklopfer und kannst dann auch schnell abheben. Und wichtig ist glaube ich, dass Du a) auf dem Boden bleibst und b) immer wieder den Status Quo hinterfragst und sagst - so wie wir es jetzt auch im Oktober machen, obwohl es jetzt drei Mal richtig gut mit diesem Konzept gelaufen ist - wollen wir jetzt nicht die vierte deutsche DNX wieder mit dem gleichen Konzept machen, halt mit vielen Talks und Workshops davor. Und da haben wir es jetzt komplett so ein bisschen umgemodelt und so Barcamp-Charakter, dass wir richtig viele Workshops haben, weil das war auch das Feedback von den Leuten, dass sie noch mehr in die Umsetzung gehen wollen und noch mehr Themen abdecken wollen. Und noch mehr vielleicht auch so Mastermind-Gruppen bilden wollen. Und wichtig ist glaube ich dann auch darauf zu hören und sich nicht weiter abfeiern zu lassen und alles ist cool und so weiter zu machen. Und ich kenne Konferenzen, da gibt’s jetzt die neunte oder zehnte Ausgabe. Die haben’s jetzt gerade auch immer schwerer, glaube ich, Fresh Blood zu kriegen und die Leute, die schonmal da waren, die kommen erst recht nicht mehr wieder. Von daher, ich glaube, das ist auch so ein kleines Erfolgsgeheimnis von der DNX, dass immer wieder eine Prise Neues gibt, wo man dann denkt “Scheiße ey, irgendwie will ich das nicht verpassen, wenn da was neues passiert. Ich will dabei sein”. Björn: Ja ganz genau. Aber na gut, das ist bei jedem Produkt so. Vom Auto über weiß der Geier was. Also, Du musst halt immer ne Schippe drauflegen oder Dich komplett neu erfinden. Marcus: Was ich mich frage, wenn ich Deinen Auftritt sehe und auch Deine Selbstbeschreibung im Podcast oder so, dann sprichst Du immer von Internet Marketing. Das Magazin für erfolgreiches Internet Marketing. Björn Tantau, der Internet Marketer etc. pp. Ich persönlich, muss ich Dir ganz ehrlich sagen, verbinde mit Internet Marketing eher spamige Seiten, in denen versprochen wird, wie man ziemlich schnell ohne zu arbeiten ganz viel Geld verdienen kann. Björn: Das stimmt. Marcus: Ist das von Dir bewusst gewählt, weil Du da auf ner Mission bist und sagst, es muss bessere Seiten zum Thema Internet Marketing geben? Weißt Du, dass Du damit aneckst, gerade mit diesem Begriff? Weil für mich war es immer ziemlich einfach dann zu sagen “Okay, die Internet Marketer, das ist halt so ein Klientel für sich. Die haben’s rausgefunden, wie sie ziemlich tricky, um die Ecke gedacht, Geld machen mit anderen Leuten, aber es ist alles nicht so nachhaltig. Für mich passt Du da überhaupt nicht rein, in diesen Begriff. Darum verwirrt mich das immer jedes Mal. Björn: Also meine Webseite hieß ursprünglich auch Online Marketing. Ich habe eigentlich nur beim Podcast bewusst das Wort Internet Marketing gewählt. Das lag eigentlich daran, dass ich persönlich den Eindruck hatte, dass es beim Online Marketing - wie soll ich das sagen - ein bisschen mehr darum ging, eigentlich Methodiken und Abläufe darzustellen, als es wirklich… Also, es wurde nicht so dargestellt, wie es eigentlich sein sollte. Also, Online Marketing beschränkt sich aus meiner Sicht irgendwie auf so ein paar Bereiche. Da gehört SEO dazu und ich seh’s eher technisch. Also Online Marketing war für mich immer so ein Bereich, der eher so technisch ist. Und mit dem was ich halt tue, fand ich, war das dem ganzen nicht mehr so gerecht. Denn selbst wenn Du über SEO sprichst und über technische Sachen, dann glaube ich, ist es letztendlich doch Internet Marketing. Du hast völlig recht, dass in diesem Bereich Internet Marketing auch diese vielen Info Marketeer unterwegs sind. Marcus: Ja genau die meine ich. Björn: Genau die meinst Du. Von denen ich aber dann in den letzten ein, zwei Jahren auch eine Menge Leute kennengelernt habe und Dir ganz klar sagen muss: Da gibt es auf jeden Fall ziemlich viel Schrott. Aber es gibt da ein paar Leute… und wenn Du halt Dich damit beschäftigst, dann wirst Du die auch erkennen, die Leute, die halt tatsächlich Produkte anbieten, die auch tatsächlich mehrwertig sind. Das sind dann halt die, die nicht mit dem Über-Nacht-Reichwerden werben, sondern die, die Dir halt wirklich sagen “Hier, ich stelle Dir einen Plan zur Verfügung. Und wenn Du diesen Plan befolgst, dann kannst Du das und das erreichen”. Letztendlich wie so ein Fitness Coach, weißt Du? Wo Du anfängst und Du willst 20 kg abnehmen und dann kriegst Du halt die Anleitung, wie Du es genau schaffst. Marcus: Perfekt. Björn: Und das machen immer mehr aus der Branche und so mache ich das ja auch. Letztendlich habe ich dieses Thema Internet Marketing bewusst gewählt. Ein bisschen als Abgrenzung vielleicht, weil ich halt selber mit aus diesem Bereich Online Marketing komme. Mittlerweile, wenn ich darüber spreche, dann sage ich auch oft Internet- und Online Marketing, weil ich das beides mittlerweile etwas zusammenfasse. Aber auch bei mir geht’s ja letztendlich darum, dass ich Wissen vermittle. Ich erzähle den Leuten halt die Dinge, wie sie funktionieren und man kann sich bei mir halt inspirieren und ich mache ja auch Ebooks und solche Sachen. Und ich mache Workshops und ich mache Seminare und ich mache Personal Coachings. Das ist ja quasi alles Internet Marketing, weil ich auch da den Leuten ja nicht erzähle “Du musst jetzt unbedingt SEO machen oder Du musst unbedingt Facebook machen”. Den Leuten sage ich ja auch “Nee, bei Deinem Projekt, da ist SEO eigentlich… bringt im Endeffekt gar nix, weil der Markt viel zu klein ist. Mach lieber Affiliate Marketing” - als Beispiel. Und Affiliate Marketing ist natürlich auch technisch, aber fällt für mich auch nicht so in den Bereich Online rein, sondern eher Internet. Weil Affiliate Marketing sich damit befasst, dass Du halt Deine Werbeerfolge dort generieren willst, wo halt die Masse der Verbraucher sitzt. Und die Masse der Verbraucher, die sitzt nicht im Online Marketing, die sitzt im Internet Marketing. Ne? Und deswegen habe ich versucht, diesen Bereich Online Marketing ein bisschen aufzubrechen, also über den Tellerrand zu gucken und dann tatsächlich auch im Podcast erstmals gesagt Internet Marketing. Aber letztendlich bist Du tatsächlich der Erste, der mich darauf anspricht. (Beide lachen) Marcus: Ja, für mich ist das ein Thema, weil wir natürlich auch immer, ab und zu, nicht immer. Aber ab und zu uns mit den Leuten von der Info Marketing Schiene, von der Internet Marketing Schiene, von dem Reichwerden über Nacht, in Berührung kommen. Gerade weil wir so ne große Reichweite haben in diesem ortsunabhängigen Arbeiten Thema. Und da gibt’s ja noch ein paar Leute, die noch ganz am Anfang stehen, die sich dann viele Sachen reinziehen. Und Feli und ich haben so den Anspruch, die Leute auch ein bisschen schützen zu wollen vor Schrott. Und deshalb versuche ich da immer so ne Abgrenzung hinzukriegen, aber merke selber die Grenzen sind einfach fließend. Und wo fängt das eine an? Wo hört das andere auf? Letztendlich nutzen alle irgendwelche Marketing Techniken und es ist halt nicht ganz einfach. Und das nur an den Begriffen festzumachen, habe ich dann wieder bei Dir gesehen, funktioniert auch nicht. Von daher muss da jeder selber, glaube ich, so seine Erfahrungen machen, auch ein bisschen gesunden Menschenverstand walten lassen und überlegen: Kann ich ohne etwas zu tun und ohne Arbeit und ohne Fleiß reinzustecken, wirklich so viel Geld verdienen? Björn: Das geht natürlich nicht. Wer das glaubt, ist ein Idiot. Marcus: Ja, aber es gibt leider immernoch genug Leute… aber ich glaube, da ist der - wie sagt man so - der Wunsch des Gedanken ist irgendwie größer, als dass man bereit ist, die Realität zu erkennen. Man wünscht sich das dann so sehr, dass es so ist und glaubt daran und investiert dann sogar vielleicht - keine Ahnung, wie teuer diese ganzen Kurse sind, aber manchmal kosten die richtig viel Kohle - und ist danach enttäuscht und schmeißt danach vielleicht sogar alle Leute, die im Internet ihr Geld irgendwie verdienen, in einen Topf. Und das ist ein bisschen schade, weil wir haben dagegen immer wieder anzukämpfen und zu erklären und zu sagen “Ey, macht nachhaltige Businesses und man kann im Internet Geld verdienen mit guten Geschichten, mit guten Sachen” aber die haben uns natürlich auch nen scheiß Ruf jetzt, allen Leuten so gegeben. Björn: Ja, einige haben nen scheiß Ruf. Ich persönlich habe branchenunabhängig die Erfahrung gemacht, dass alle die, die sich nicht selber Experte nennen oder sich selber irgendwelche Superlative geben… zum Beispiel, wenn Du Dir mal meine Seite anguckst, da steht nirgendwo, dass ich selber sage, ich sei ein Experte. Das sagen immer nur andere über mich. Und wenn Leute mich fragen, wenn ich hier bei RTL ein Interview gebe und die fragen mich “Wie sollen wir Sie nennen? - Social Media Experte?” Da sage ich immer “Ja, wenn Sie wollen, gerne, aber machen Sie’s irgendwie…”. Also, das ist dann von denen halt. Ich selber würde niemals rumlaufen und sagen “Ich bin ein Experte”. 1.) weil das halt vermessen ist. Es gibt Leute, die haben genau so viel und noch mehr auf’m Kasten als ich und 2.) muss derjenige, der dann quasi meine Dienstleistung in Anspruch nimmt beurteilen, wie gut ich bin. Und wenn der dann sagt “Ja, der Tantau ist ein Experte”, dann ist das super. Aber ich würde niemals sagen “Hier, kommen Sie zu mir, weil ich bin der krasse Experte”. Marcus: Okay cool, dann hast Du vielleicht den Hörern schonmal wieder nen Tip gegeben, was ein Indikator sein könnte. Björn: Und das machen halt viele Leute aus dieser - nicht nur - Internet- sondern auch aus der Online Marketing Branche. Die rennen halt rum und erzählen, wie geil sie sind. Und damit kommst Du halt nicht weit. Wie geil Du bist, das entscheidet sich daran, was Du ablieferst. Das ist beim Sport so, das ist im Wettkampf so, das im Beruf so, das ist auch beim Ebook Verkauf so, als Beispiel. Und wenn Du ein Info Marketeer bist mit nem scheiß Ebook, dann bist Du halt kein Experte. Wenn Du aber einer bist mit nem geilen Ebook, dann bist Du der Experte, wenn andere das von Dir sagen. Aber Du selber solltest das niemals von Dir behaupten, weil dann halten die Dich alle nur für nen arroganten Angeber. Und arrogante Angeber mag man halt nicht. Die Menschen mögen auch meistens alle Menschen nicht, die sich zu sehr selber unter’n Scheffel stellen, aber so das ganz normale, gesunde Mittelmaß. Du musst Dich nicht für nen Gott halten, aber auch nicht für nen Trottel. Irgendwo in der Mitte, für so nen ganz normalen aufgeklärten, halbwegs intelligenten Menschen, der halt ein bisschen was von Online- oder Internet Marketing versteht. Und wenn Du das halt vermitteln kannst, quasi wie Du wirklich bist, diese Authentizität... Marcus: Genau das ist das Stichwort. Björn: Das muss ich Dir ja nicht erzählen. Du bist ja jemand, der ja selber sehr authentisch ist. Dann klappt das auch, weil die anderen es Dir auch glauben. Und wenn sie Dir glauben, dann haben sie viel mehr Vertrauen zu Dir, weil sie halt wissen “Aha, das ist kein Aufschneider, das ist kein Typ, der mich voll labert. Was der macht, das meint der auch so. Und er hat es ja getestet, er ist halt vertrauenswürdig.” Und das ist quasi der Schlüssel beim Info Marketing, beim Internet Marketing, beim Online Marketing. Das ist der Schlüssel dazu, wie Du halt den Leuten vermittelst: Ich habe etwas für Dich, was Du gebrauchen kannst und ich stehe quasi mit meinem Namen und meinem Wissen dafür, dass es in Ordnung ist. Und dieses Vertrauen, was natürlich auch bei vielen Firmen - und das fand ich ja letztes Jahr sehr spannend, als Google dann richtig angefangen hat, also im Bereich SEO, auch die letzten Firmen oder viele Firmen, die noch krass Links verkauft haben und gekauft haben, mal ordentlich in den Sack zu hauen. Da hast Du halt genau gesehen, dass viele Agenturen, die halt so ein Link Business hatten, dass da halt letztendlich die Nachfrager kein wirkliches Vertrauen hatten, weil die haben halt gesehen, ihre Projekte sind irgendwie sofort abgerauscht. Und zack, haben die alle Budgets und Kontingente abgezogen, war ja klar, logisch. Weil sie ja wussten, es ging nicht mehr. Aber das war dann leider eine Vertrauensverlustsache. Die haben halt gesehen: Google hat ein Update gefahren und die haben dann wohl spamy Links mir verkauft und deswegen ist mein Projekt abgerauscht, also mache ich da sofort die Fliege. Und genau das ist der Punkt. Nicht nur Du als Person musst authentisch, auch Du als Unternehmen, als Agentur, als Brand, als Marke musst authentisch sein. Und deswegen gibt es ja Brands, die halt relativ authentisch sind. Ganz im Ernst: kein Brand ist wirklich authentisch, weil’s halt Firmen sind, die von tausenden von Leuten am Laufen gehalten werden. Aber es gibt halt Unternehmen, denen vertraut man mehr und Unternehmen, denen vertraut man weniger. Das behaupte ich jetzt mal so. Und deswegen gibt es auch Unternehmen, die halt einfach beliebter sind und welche, die weniger beliebt sind. Und das ist der springende Punkt. Dass Du halt wirklich so sein musst, wie Du bist. Das musst Du halt wirklich leben und da musst Du auch in Kauf nehmen, dass es da eine gewisse Anzahl an Leuten gibt, die Dich halt scheiße finden. Weil wenn Du authentisch bist, dann eckst Du auch an. Und das ist bei mir ganz genauso. Also, um Gottes Willen, nicht dass bei mir alle rumlaufen “Ah super, der Tantau hat wieder was gebloggt und das ist ja ein krasser Typ” und alle finden mich geil. Nee nee, also ich bekomme schon teilweise Gegenwind, wo Leute halt mich auch als irgendwie, keine Ahnung, jemand bezeichnen, der halt irgendwie nur rumlabert, aber keine Substanz hat. Da muss man halt mit Leben, aber ganz im Ernst: Wenn Du 100 Leute erreichst und 30 sagen, Du bist Kacke und 70 sagen, Du bist cool, dann ist das für mich völlig in Ordnung. Marcus: Ja, also für mich würde schon reichen, wenn Du 100 Leute erreichst und einer sagt dann “Ey, das hat mir geholfen und Du hast das verändert oder ausgelöst oder so bei mir” und 99 sagen, das war Kacke, ich glaube dann ist es für mich schon Wert, den Blogpost live gehen zu lassen. Björn: Letztendlich kann man es auch so krass ausdrücken, ja ist korrekt. Also was ich noch sagen wollte, mit dieser Art ist: Du wirst es halt nie allen Leuten recht machen können, aber auch das habe ich halt oft sowohl bei Agenturen als auch bei Einzelpersonen erlebt, dass sie halt versuchen den Leuten alles recht zu machen. Und bei mir gefällt auch der Punkt, wenn ich halt mit Leuten zusammen arbeite, zum Beispiel bei einem Coaching, und da stellt sich dann heraus im Laufe der - was weiß ich - dritten oder vierten Sitzung, das sind einfach Leute, die passen nicht zu mir. Die nehmen die Ratschläge nicht an, weil sie denken sie wüssten es besser, dann sag ich zu den Leuten so “Das bringt halt nix, wir passen nicht zusammen. Wir matchen als … quasi als Kurator” und “stören mich”. Und dann sag ich den Leuten auch so “Okay, dann beenden wir das hier und gehen Sie woanders hin, da haben Sie halt mehr von Ihrem Geld. Ich habe jetzt keine Lust Ihnen noch 10 Sitzungen hier Geld abzuknöpfen, wenn ich mich damit rumquälen muss”. Das rockt halt nicht. Und da hat auch der andere nichts von. Das muss man den Leuten erstmal klar machen. Manche verstehen es, manche verstehen’s nicht. Aber wenn die Chemie nicht passt, dann kannste den Leuten nichts beibringen, weil sie halt zu Dir kein Vertrauen haben. Und so ist es halt bei allen Produkten. Die Leute kaufen sich auch Autos, weil sie halt einer Automarke vertrauen. Wer halt 50 Jahre lang mit BMW fährt, kauft sich wieder einen BMW. Wer halt im Mercedes gefahren ist, kauft sich nen Mercedes. Weil sie halt wissen, das klappt seit 40 Jahren, da habe ich ein ordentliches Auto und ich werde mir niemals einen VW kaufen, weil den VW, den kenne ich nicht, weiß ich nicht und so weiter. So sind die Menschen halt. Es gibt da eine relativ spannende psychologische Untersuchung, die sich halt mit genau solchen Sachen beschäftigt. Und da musst Du halt letztendlich einsehen, dass wenn Du authentisch bist, Du letztendlich davon mehr hast. Aber wenn Du authentisch bist, hast Du auch immer einen gewissen Prozentsatz von Leuten, die Dich halt nicht mögen und dann Dich komplett ablehnen. Da musst Du halt bereit sein, Dir so ein dickes Fell wachsen zu lassen und das an Dir abperlen zu lassen. Oder halt den Spaß daraus machen und mit solchen Leuten in die Diskussion gehen, was manchmal auch sehr interessant sein kann. Aber letztendlich wirst Du es nie allen recht machen können. Wie gesagt: Vertrauen, authentisch sein, das sind für mich Dinge, die wirklich wichtig sind und damit klappt auch das Business letztendlich besser. Marcus: Genau, ich glaube Authentizität ist ein ganz wichtiges Stichwort und wenn man sich nicht hinter irgendeiner Website versteckt, wo kein Impressum drauf ist oder noch nichtmal ein Gesicht zu sehen ist: Wer steckt überhaupt dahinter? Wer macht da was? Sondern, wenn man bewusst nach vorne geht, auch bereit ist für Interviews, so wie wir es machen. Oder auf Youtube ist oder wie Du, einen eigenen Podcast hat. Ich glaube, man kann sich da nicht 40, 50, 60, 80 Folgen verstellen. Das merken die Leute dann ganz schnell. Und klar, sobald man authentisch ist und auch seine Meinung sagt, eckt man an und dann gibt’s immer Leute, die haben dann komischerweise immernoch genug Zeit zu haten oder zu flamen und zu sagen, dass Du total Scheiße bist und so, aber das macht halt den Unterschied. Der eine kreiert, versucht, macht, tut, muss nicht immer richtig sein, aber ist halt authentisch und die Leute können es verfolgen und die anderen haben nur Zeit, das irgendwie alles Scheiße zu finden und Kacke zu finden. Björn: Ganz genau. Marcus: So genau läuft’s dann auch bei uns, aber das können wir zum Glück aushalten. Authentizität und da sagte ich ja gerade als Beispiel auch: Ein Podcast ist ein super Tool, um Trust und Vertrauen aufzubauen bei den Leuten. Hat der echt Ahnung, worüber der redet? Du hast eben im Vorgespräch noch kurz zu mir gesagt: Du bist schon mega früh dabei gewesen. Du hast schonmal erste Podcast-Gehversuche viel früher gemacht und dann habe ich es so verstanden, dass Du dann wieder aufgehört hast und jetzt erst wieder Gas gegeben hast. Also Dein Podcast ist ja auch, glaube ich, mega erfolgreich. Auf den iTunes Charts sehe ich da immer wieder aufpoppen. Erzähl doch mal, wie das bei Dir gekommen ist, wie Du zum Podcasten gekommen bist. Björn: Nee, ich habe natürlich so einen leichten Audio-Technik Background, weil ich ja, wie ich schon sagte, früher auch als DJ gearbeitet habe und auch ein bisschen Musik selbst produziert habe - in den späten 90ern. Das heißt, deswegen bin ich so ein bisschen Audio-Technik affin. Kondensat Mikrofon und hier Plopkiller und so was, so ein bisschen Schallschutz und ein kleines Mischpult. Ich würde halt jetzt keinen Podcast machen und mir irgendwie für 20,00 € so ein USB Mikro kaufen und dann halt loslegen. Da hab ich schon einen Anspruch. Aber das ist auch jedem überlassen, wie er’s machen will. Das will ich jetzt nicht bewerten. Ich habe dieses ganze Equipment mir irgendwann zugelegt, glaube ich, 2008/2009 oder so, weil ich damals schon, als ich noch Freelancer war, schon eigentlich so ne Podcast Serie geplant hatte, aber wie das halt immer so ist, man kommt dann nicht dazu. Teils aus Zeitgründen oder teils auch, weil irgendwie man … ja letztendlich die Sachen dann irgendwie so verpennt, liegen lässt und letztendlich war es so, dass damals noch der Marco Janck bei der Campixx - wann war das? - 2012 glaube ich, sagte... Marcus: Das ist diese große SEO Konferenz, für die Hörer. Björn: Genau, die SEO Campixx 2012, da sagte er irgendwas von bei Radio for SEO… oder nee nee, so war das: Da war das Radio4SEO Allstar Panel, also alle Moderatoren der damaligen Shows saßen da oben und haben uns das erzählt. Und da fragte ich so, da hatte ich mal ne Frage und meinte so “Marco, warum gibt’s eigentlich keinen Social Media Podcast?” Ne? Na gut, Radio4SEO muss nicht zwingend Social Media sein. Und da guckte er mich halt an und meint so “Ja wieso? Da gibt’s doch einen.” Und so hat er mich quasi dann live rekrutiert und da meinte ich so “Äh, gut okay.” War auch so ein bisschen überfahren und dachte mir “Warum nicht?” Und so habe ich dann erstmal Radio4SEO, dann diese Social Media Schule übernommen einmal im Monat. Und als dann Radio4SEO 2014 dann quasi dicht machte, weil Marco halt sich ja auch ständig umorientiert oder was heißt ständig, aber dann auch gesagt hat “Ich mache jetzt andere Sachen und nicht mehr Podcast”, habe ich dann gesagt “Okay, bevor ich jetzt gar nichts mehr mache, kann ich jetzt endlich mal meinen eigenen Podcast an den Start bringen” und habe dann letztendlich mir erstmal überlegt, wie machst Du das? Und mir war immer klar, dass ich mich halt von diesen ganzen… Es gibt halt viele Podcasts da draußen, wo Leute dann einfach anfangen und dann sagen “Jetzt gehts los blabla” und ich hatte immer so ein bisschen diese Radio Show im Kopf und deswegen habe ich auch diesen lustigen Trailer bei mir drin. Der natürlich absichtlich so überkandidelt ist. Also Leute die mich ansprechen, sagen ja immer “Also Deinen Podcast finde ich ja geil, aber das Intro, das geht ja gar nicht!” Da sage ich immer “Wieso geht das gar nicht?” Und da meinen sie immer so “Ja, das ist ja wie im Hollywood Film und das ist ja total abgefahren.” Und da meine ich “Ja, genau so soll es ja auch sein”. Damit die Leute gleich abgeholt werden. Erstmal BÄM, darum geht’s hier. Es ist schon gedacht, so ein bisschen auf die Fresse, nach dem Motto “Ey, erstmal so, wer ist das denn?” Da spiele ich natürlich so ein bisschen mit diesem Nimbus und dann breche ich auch ein bisschen mit der Regel, die wie ich vorhin gesagt habe, dass man nicht selber angehen soll. Der Trailer meines Podcast ist natürlich, ey, ganz ehrlich: Der geht eigentlich gar nicht, ja. Der ist halt so fett aufgetragen, dass man da auch liefern muss. Aber ich habe mir überlegt, es gibt ja schon relativ Podcasts, auch schon zu dem Thema Online ne? Und da muss man schon irgendwie mal ne Marke setzen, um dann überhaupt gehört zu werden. Glücklicherweise bin ich ja in der guten Situation, dass ich ja … habe ich auch viel Feedback gehört, dass ich halte, was ich durch den Trailer verspreche. Insofern geht das in Ordnung, aber mir war schon bewusst, dass wenn man so ein Format mal an den Start bringt, dass man da halt ein bisschen dick auftragen muss, damit man überhaupt ein bisschen wahrgenommen wird. Ich habe natürlich ein bisschen Reichweite, klar. Marcus: Das war bei mir ja ähnlich. Ich habe ja ein ähnlich krasses Intro, von so nem Truckertypen einsprechen lassen. Und habe dem extra gesagt, mach Ami-Trucker-Style. Hab mir auch noch richtig Mühe beim Cover gegeben, habe da Geld hingelegt für nen super talentierten Sketcher, der mich dann als Comic-Figur gezeichnet hat, weil man muss natürlich dann auch erstmal ein bisschen auffallen, wie Du schon sagtest, wenn man dann da einsteigt. Björn: Genau auf jeden Fall. Und ich habe da auch den Trailer produziert. Ich habe nen alten Bekannten gefragt, der lange Jahre ein eigenes Musiklabel hatte, der jetzt in der Produktion arbeitet. Und der hat gesagt “Geh mal da und da ins Studio und such Dir mal den und den Sprecher” und dann habe ich mir da einfach - nicht für extrem viel Geld, aber Du musst schon was bezahlen - ein professionelles Studio besorgt. Die Mucke habe ich selber eingekauft. Der Sprecher war dann von dem. Er hat ihn dann angesprochen - das ist es jetzt irgendwie kein Kevin Costner Sprecher oder so ein Scheiß ... Marcus: Einer war von Fiver von 5,00 $. (lacht) Björn: Ja genau, so ein ganz normaler Typ, der da halt da was reingesabbelt hat und ich habe den Text geliefert. Und ich habe mich natürlich auch bei meinem Podcast-Intro inspirieren lassen von einem anderen Podcast aus den USA, der es halt so ähnlich macht. Und genau das wollte ich halt auch haben und ich wollte sowas schon immer haben. Einen Podcast auch mit so einem Intro. Und da habe ich mir gedacht “Wenn Du jetzt schon sowas machst, dann aber auch richtig auf die Kacke hauen”. Und so habe ich’s dann gemacht und letztendlich läuft der Podcast in der Tat richtig gut. Du hast es vorhin angesprochen. Das einzige, was mir noch fehlt… Ich habe gerade tatsächlich auch da ein bisschen Zeitprobleme und will eigentlich jetzt ab dem viertel Quartal die Taktung auch erhöhen von einer Show irgendwo dann auf zwei Shows im Monat. Ich muss mal gucken, wie ich das hinbekomme. Aber letztendlich hast Du vollkommen recht, mit dem was Du eben gesagt hast. Ich habe das auch selber unterschätzt. Ich habe ja auch noch ein Videoformat in der Pipeline, weil ich ja Youtube auch immer schon machen wollte. Es ist tatsächlich so, dass Du Dir halt über einen Blog, wo Du viel schreibst, eine relativ große Fangemeinde erarbeiten kannst. Aber tatsächlich habe ich festgestellt, dass man über einen Podcast ganz andere Leute erreicht, als über einen Blog. Und auch viel mehr Leute erreichst. Also zum Positiven. Und ich denke, dass auch das das geile ist von diesen ganzen Leuten, wie LeFloid oder so, die auf Youtube da irgendwie ihre 80 Milliarden Follower haben. Ich glaube, dass je aufwendiger das Produktionsmittel ist und Podcast ist ja schon aufwendiger als Schreiben. Bei Schreiben brauchst Du ja eigentlich “nur” Word oder nen Editor und dann baust Du Wordpress ein und fertig. Aber einen Podcast, wie Du vorhin sagtest, den musst Du erstmal aufnehmen, dann muss der vielleicht geschnitten werden, weil manche ihre ähs, öhs und ühs raushaben wollen. Ich lasse die immer drin, weil’s authentisch ist. Marcus: Ja. Björn: Ich habe halt auch kein Skript. Wir beide labern jetzt ja quasi auch so, als würden wir zusammen ein Bier trinken gehen. Das ist auch das, was für die Leute interessanter ist, glaube ich. Weil die Hochglanzradiosendungen haben sie ja im normalen Radio, wo ja alles …. Marcus: Ja, Stichwort: Authentizität. Björn: Genau, richtig. Aber das glaube ich, wäre auch bei Youtube, ich glaube bei Videos, da musst Du die Patzer schon rausschneiden, weil es da halt was anderes ist, weil die Menschen da halt Dich wirklich sehen. Im Radio sind sie’s vielleicht gewohnt darauf zu warten, dass es weitergeht, weil es ja auch im Radio so Formate gibt, wo Leute auch anrufen, na wie hieß er denn… Domian oder auch äh bei uns hier, bei uns hier in Hamburg gibt es ja NDR und da NDN Fokus, wo es dann Abends so ne Redzeit gibt, so total geil. Da werden immer Leute eingeladen zu total wichtigen Themen, was weiß ich, so irgendwie so Schulpolitik oder äh äh keine Ahnung, Hartz IV blabla. Also so richtig wichtige Theme, wo dann halt Experten, also von den Leuten dann Experten eingeladen werden. Irgendwelche Wissenschaftler und Politiker. Und da kannst Du als Hörer halt anrufen und da Fragen stellen. Und wenn die halt diese Hörerfragen beantworten im Radio, dann reden sie dann auch ganz normal. Dann hast Du auch mal ein äh oder ein Räuspern drin. Das wird auch nicht geschnitten, weil es auch Live on Air ist quasi. Also dieses Format Podcast ist nicht so clean wie zum Beispiel das Format Radio ist und das ist, glaube ich, auch das, was die Leute gut finden. Und wenn Du halt es dann schaffst in diesen Podcast noch wirklich, wie ich das auch mache… ich mache ja nicht nen Podcast, wo ich dann so erzähle - keine Ahnung - heute war ich einkaufen bei hier Toom oder was. Oder heute habe ich ein Regal gebaut oder heute war ich Rasenmähen. Ich erzähle ja den Leuten, was sie machen können, um ihr Business nach vorne kommt, weil alles andere macht für mich jetzt auch keinen Sinn. Und wenn Du das halt durchziehst, dass Du halt so ein Format machst, was tatsächlich ein bisschen so kumpelmäßig rüberkommt oder entspannt und dann es schaffst in dieser entspannten, vertrauten, ne? wieder vertraute Atmosphäre… In dieser Atmosphäre es schaffst dann wirklich Content rüberzubringen, der halt wirklich sinnvoll ist, nützlich, ein Problem löst, nen Wert bietet, dann glaube ich, kommt das bei den Leuten sehr gut an und was ich immer versuche einzuhalten, ist diese halbe Stunde im Podcast, weil halbe Stunde halt dieser klassische Wert ist, den der deutsche Arbeitnehmer durchschnittlich auf dem Weg von und zur Arbeit mithört. Das heißt, wenn Du einen Podcast - das was Du machst, dieses Interviewformat, das ist meistens nicht zu schaffen in ner halben Stunde, weil …. Marcus: Ja, also wir sind jetzt schon bei 1:06:00 (lacht) Björn: Ähm, genau ähm. Aber gut, die Leute können ja entscheiden, ob sie’s dann hören wollen. Aber wenn Du halt so nen rein Infotainment Podcast machst, dann musst Du auch damit rechnen, dass die Leute halt so nach 20 Minuten einfach aussteigen, weil es einfach zu viel Input ist. Das ist wie, wenn Du zu ner Konferenz gehst oder zu nem Workshop. Da bist Du auch irgendwann durch. Also kein Mensch kann irgendwie wirklich bei so nem Thema, wo es darum geht, dass Du wirklich Wissen aufsammeln sollst, was Du weiter verwenden sollst, für Dich, damit Du Fortschritte machst. Kein Mensch kann ne Stunde da aufmerksam zuhören. Bei so nem Interviewformat ist es was anderes. Das ist ja auch so ein bisschen Unterhaltung. Die Leute hören Dir auch zu so und wir reden ja jetzt nicht über irgendwelchen krassen Tipps, wie Du jetzt auf Facebook da von heute auf morgen irgendwie 10 Milliarden Visitor oder Follower bekommst. Wir reden ja eher so über allgemeinere Sachen. Das ist ja auch dann so dieser Reiz eines Interviewformats. Da klappt das. Aber ich persönlich versuche immer diese halbe Stunde einzuhalten. Weil das halt der Weg ist, den die Leute leicht und schnell nebenbei konsumieren können. Und außerdem: ich weiß nicht, ob das auch von Tim Ferris stammt, aber es stammt von einer dieser US-Leuten, die ich ja auch immer alle höre, wie Pat Flynn, Amy Porterfield und direct help bei mir leisten. Die haben gesagt, dass der Podcast halt ein intimes Medium ist. Wenn man sich jetzt fragt: Warum intim? Das stimmt wirklich. Der Podcast wird ja, und das wirst Du in Deinen Statistiken ja auch sehen, wird ja zu 80% via iTunes konsumiert. Das ist ne klare Sache. Also auf dem iPhone. Und natürlich klar. Die Leute hören Dich dann auf dem Weg zur Arbeit, aber sie hören Dich vielleicht auch abends vorm einschlafen im Bett. Marcus: Jaja. Björn: Ne? Und das meint er mit intimes Format. Kein Mensch nimmt seinen Laptop mit und ließt abends noch irgendwie Spiegel Online. Gut, viele gucken sich vielleicht Spiegel Online abends an oder gucken sich noch irgendwie Game of Thrones auf’m Tablet an oder Walking Dead oder weiß der Geier was. Das ist auch intim, aber dieses Podcastformat, wo Du tatsächlich sprichst mit den Leuten, das ist nochmal was anderes als wenn Du Dir eine TV-Sendung konsumierst oder als wenn Du einen Artikel liest. Da spricht jemand mit Dir. In dem Fall zweideutig. Das heißt wir beide unterhalten uns jetzt, aber wir sprechen mit Dir und erzählen Dir was bevor Du schlafen gehst. Und die haben Dich dann quasi im Bett dabei. Und in der Tat: Das ist intim zu sein mit Deinem potentiellen Publikum. Ist natürlich nicht intim im klassischen Sinne, aber dieses Wort intim hat auch der Kollege so gewählt, dass man damit auch dann dieses ganze Prozedere sichtbar macht und es klar macht. Ja klar, die Leute nehmen Dich mit ins Bett, setzen sich ihre Kopfhörer ins Ohr und hören noch irgendwie ne halbe Stunde hier ähm Deinen Podcast, meinen Podcast oder genau, LifeHackz oder meinen oder hören den von Gordon oder weiß der Geier wer da noch alles am Start ist.  Und das ist schon was besonderes. Marcus: Absolut. Björn: Aus dem Grund denke ich, dass dieses Format so spannend ist und aus diesem Grund glaube ich auch, dass Podcasting zurzeit wieder eine kleine Renaissance erlebt. Weil gefühlt für mich: Man hat immer mehr. Das war vor einem Jahr noch nicht so. Marcus: Nee, auf keinen Fall! Und es gab ja glaube ich schonmal so Ende… also 2008, 2009, 2010 glaube ich schonmal in Amerika so. Da hast Du ne Welle von Podcasts. Das hatte dann wieder abgenommen und gut gefühlt hat das so seit einem Jahr dann wieder Fahrt aufgenommen. Als dann auch Tim Ferris regelmäßig angefangen hat zu podcasten und bei uns ja jetzt in Deutschland seit, keine Ahnung, auch gefühlt seit nem halben Jahr. Und gerade in Amerika gibt es ja auch krasse Beispiele, dass Podcasting immer mehr in der Mitte der Gesellschaft ankommt, als dass ein Barack Obama glaube ich auf nem privaten Podcast war. Der Schwarzenegger war bei Tim Ferris aufm Podcast. Björn: Ja, das war geil. Marcus: Das war ne richtig geile Episode und gerade in diesem Interviewformat, wenn man so ein bisschen plaudert, kriegt man glaube ich mitunter viel mehr aus den Leuten raus, als wenn Du vor nem Skript stehst und dann genau durchgehst, welche Fragen werden gestellt. Du gehst dann in die Maske, wirst gepudert und hast dann nen Fernsehauftritt irgendwo. Insofern finde ich es ist, glaube ich, auch ein richtig starkes Format und bin gespannt, was da noch alles passiert. Björn: Genau, da musst Du natürlich auch bereit sein für so was. Also, Du musst wissen, dass wenn Du zum Beispiel einen Politik-Podcast hättest und Du hättest da irgendwie - keine Ahnung - hier… äh… wen nehmen wir denn mal? Ähm, hier unseren Olaf Scholz hier aus Hamburg den Bürgermeister zu Gast. Der wird natürlich mit Dir vielleicht einen netten Plausch halten ohne Skript, aber die meisten sind ja alle rhetorisch 1005 trainiert. Der wird natürlich genau wissen, was er sagt und den würdest Du auch nicht aufs Glatteis führen können. Ich meine, das versuchst Du ja auch nicht, aber nur als Beispiel: Wenn Du einen Politik-Podcast hättest, dann würdest Du vielleicht versuchen aus den Leuten was rauszukitzeln, was sie halt anderswo nicht sagen. Marcus: Ja. Björn: Und das ist auch wieder der Reiz des Podcast, dass die meisten Leute das tatsächlich auch da wieder authentisch benutzen, spontan und halt nicht mit Skripten arbeiten. Ich persönlich bin ja ein riesen Fan von Amy Porterfield und die hat ja ihre ersten, ich glaube, 10, 15 Podcasts in den USA wirklich so gemacht: Die hat das geskriptet. Die hat genau aufgeschrieben, was sie halt erzählen will und das vorgelesen. Und nach der 15. oder 16. Episode hat sie dann gesagt “So Leute, die Kritik, wo Leute sagen, Dein auswendiggelernter Podcast, der ist inhaltlich gut, aber er klingt total Scheiße”. Dann hat sie dann gesagt “Ab jetzt erzähl ich einfach so”. Weil sie einfach gemerkt hat, dass die Leute dieses Aufgesetzte halt erkannt haben. Sie haben erkannt durch die Aufnahme, dass es halt abgelesen ist. Und sie hat gesagt, das wollten die Leute, die sie gehört haben nicht, weil man ganz offensichtlich im Radio vielleicht so kennt. Das Radio versucht immer lustiger und entspannter zu werden, dass die Moderatoren immer mehr quatsch machen morgens in der Morning Show und deswegen authentisch wirken wollen. Weil es ist ja dieses Problem, wie mit Instagram und den Modezeitschriften, wo mich immer Leute fragen “Mensch, warum ist denn Instagram so erfolgreich?” Und diese ganzen Instagram Mädels, die sich da in ihren neuen Gucci-Latschen da fotografieren lassen. Dann sage ich immer “Ja, weil’s authentisch ist”. Und andere 19 Jährige Mädchen können sich mit denen identifizieren. Dann sagen die immer so “Ja aber wir haben doch die Modezeitungen”, dann sage ich “Ja aber die Modezeitungen sind aber nicht echt. Das sind inszenierte, gestellt Fotos, die von Modefirmen beauftragt wurden. Und Instagram sind halt überwiegend Leute, die tragen halt so Adidas Sneaker, weil sie’s geil finden”. Marcus: Ja und es sind dann auch Leute wie Du und ich. Also Menschen können sich viel besser, gerade die Jugend jetzt, die Teenager die da nachkommen und Generation Why, die können sich viel besser mit den Leuten identifizieren, die nicht so polished sind und nicht in der Maske waren und vielleicht auch mal nen Pickel haben oder auf Youtube im Vlog und jeden Tag aus ihrem Leben berichten und da geht auch nicht alles gut, aber das ist einfach authentisch und mal sind die fertig und haben nen Hangover. Und dann machen die trotzdem ihren Vlog. Björn: Und das versucht ja das Fernsehen krampfhaft zu kopieren mit ihren skripted Reality Shows und ähm… ich weiß nicht, inklusive Dir, von den Zuhörern jetzt Fan von solchen Sendungen ist, wie jetzt “Berlin - Tag und Nacht”, keine Ahnung. Wenn man mal durchzappt und es mal sieht, dann sieht man schon, dass es halt nicht echt ist. Man sieht’s einfach. Weil die Leute einfach… das sind halt Laien-Schauspieler, wenn überhaupt. Meist sind das ganz normale Leute und die Story ist manchmal ganz witzig, was die da so machen. Aber letztendlich siehst Du, dass es nicht echt ist und nach drei, vier Minuten, bist Du auch… also bin ich davon gelangweilt. Also das bin ich selbst, wenn ich das beim zappen sehe. Nach drei, vier Minuten muss ich umschalten, weil es halt einfach… Ja, es reizt halt nicht, weil man weiß genau, der TV-Sender will Dir irgendwas vorspielen. Und die meisten Leute lassen sich halt nicht gerne verarschen. Ich habe immer das Gefühl, dass viele Leute auch im Marketing und Werbung immer denken, dass die Leute alle total dämlich sind und Du denen alles vorschmeißen kannst, was Du willst. Du kannst den Leuten ne Menge geben und viele nehmen’s ja auch auf. Aber die Leute merken ziemlich schnell, wenn sie für dumm verkauft werden sollen. Und das geht durch alle Schichten, durch alle Altersgruppen und das funktioniert eigentlich fast nie. Deswegen sind solche Sendungen auch nicht lange oder ewig erfolgreich. Marcus: Ja, und am besten vielleicht gar keinen Fernseher mehr haben, so wie ich, dann musst Du Dir diesen Müll gar nicht mehr angucken. Björn: Ja gut, also Fernseher abschaffen finde ich jetzt etwas drastisch. Also ganz ohne Fernseher möchte ich nicht leben. Aber ich merke selber, dass ich natürlich vom linearen Fernsehen immer mehr abdrifte und mein Programm selber zusammenstelle. Marcus: Wollte ich gerade sagen. Also dieses Konsumieren on Demand, wenn Du da Bock drauf hast, ich glaube, das ist irgendwie der neue Trend. Dass die Leute sagen so… Björn: Was ich sehen will so. Also Netflix und Co. oder auch mal nen Film bei iTunes mal runterladen, also ausleihen. Die gute alte Videothek braucht man ja nicht mehr. Das ist halt das was ich halt mache, aber ich gucke fast…. Also ich muss zugeben, als jemand, der halt schon 40 Jahre alt ist und mit Stefan Raab quasi aufgewachsen… ich gucke immernoch ganz gerne TV Total und deswegen wird er mir auch sehr fehlen, wenn er damit aufhört. Das meine ich wirklich ernst, weil ich immer die viertel Stunde Standup Comedy, die er zu Anfang macht, immer sehr witzig finde, bei Stefan Raab. Das ist auch nicht jedermanns Sache, das ist Geschmackssache, aber das finde ich immer sehr witzig. Aber ansonsten, außer vielleicht mal ne Weltraumdoku auf n-tv, so nachts um 2.00 Uhr, fällt mir nicht mehr viel ein, was ich noch im linearen Fernsehen gucke. Eigentlich mittlerweile schon fast nicht mal mehr Nachrichten, weil da auch immer dasselbe ist und die Nachrichten halt auch versuchen müssen, immer noch dramatischer zu berichten und immer noch einfühlsamer zu berichten, weil man sonst halt nicht mehr einschaltet und dann muss ich sagen, dann lese ich’s lieber auf meiner Nachrichten App. Weil da steht es meistens etwas weniger gewertet und da ist etwas mehr Objektiv drin. Ähm ja, ich suche mir dann halt die News, die mich interessieren selbst zusammen. Und der Trend wird halt immer krasser und ich sehe auch nach wie vor nicht, dass die TV-Sender da irgendein Rezept dagegen haben. Marcus: Das ist echt krass, was die an Kohle verbrennen und Aufwand betreiben, um so nen Sender am Laufen zu halten oder überhaupt ne Sendung zu produzieren. Feli und ich waren ja letztes Jahr bei Stern TV Live in der Sendung und alleine, wenn Du mal überlegst, das wir jede Woche ausgestrahlt und wir hatten da glaube ich fünf oder sieben Minuten Liveauftritt und dann hatten wir noch ne kleine Doku dazu von zehn Minuten oder so. Aber was die für nen Aufwand betrieben haben für dieses kleine Stück von uns beiden, was dann ein Viertel von der ganzen Sendung war, die jede Woche passiert. Aber angefangen von dem ganzen Produktionsteam in Berlin, von dem Chauffeur, der uns am Flughafen abgeholt hat, plus die Unterkunft, plus irgendwie danach gab’s noch ein dekadentes Essen und so’n Buffet und so. Und dann denkst Du: Ey Alter, es ist doch so klar, warum die keine Kohle mehr haben oder warum die echte Probleme haben”. Da kommt ein Youtuber, der kauft sich ne Go Pro oder kriegt die vielleicht noch geschenkt zu Weihnachten und hat dann 10 Mal mehr Zuschauer als so aufwendig…. Björn: …..also ein bisschen Kohle haben die ja noch, aber es wird halt immer schwerer. Und ich weiß genau, was Du meinst. Also ähm, ich bin ja gelegentlich mal bei irgendwelchen Nachrichtensendungen. Erst letztens war ich wieder … Anfang August war ich bei RTL hier, RTL Nord Live für’s Regionalfernsehen. Marcus: Mh. Björn: Da ging es halt um Instagram. Und dann sitze ich da halt mit ner netten Voluntärin, der, der mich interviewt, ein Kameramann, ein Tonmann. Ne? Bei RTL hier in Hamburg im Straßenbahnring. Sitze ich da. Und diese drei Personen müssen halt alle ne halbe Stunde arbeiten. Also nur für die Aufnahme. Also haben wir schonmal 90 Minuten Arbeitszeit, die schonmal irgendwie erwirtschaftet werden müssen. Und letztendlich hat die Frau, also diese Instagramerin noch begleitet und ich war quasi nur derjenige der erzählt hat, warum Instagram halt so interessant ist. Aber letztendlich ging die Story um diese Frau. Ich habe also mein Interview gemacht. Unabhängig davon, dass von meinen sieben, acht Minuten, die ich erzählt habe, zehn Sekunden übrig geblieben sind - ist ja immer so im Fernsehen - war der gesamte Artikel glaube ich zwei Minuten lang. Und für diese zwei Minuten im Regionalfernsehen, wo Du halt auch natürlich Reichweite hast. In Hamburg _______________, aber hast halt nicht so viel, wie bei Stern TV jetzt bundesweit. Oder wie ich bei der Tagesschau damals oder bei RTL oder im ZDF. Aber die haben da so einen Aufwand betrieben für diese 120 Sekunden, wo ich mir nur denke so “Äh...ja” Ihr habt da jetzt eine Instagramerin vorgestellt. Da war ein “Experte” von denen so benannt, der erklärt hat, was Instagram ist und das war es dann. Den kannst Du Dir in der Videothek angucken ein paar Wochen und das ist auch alles fein und super und es hat auch seinen Mehrwert. Aber letztendlich, drei Leute haben mich dann betütelt und diese Voluntärin musste dann ja noch diese Instagram Frau interviewen. Mit der sind sie unterwegs gewesen da in Eppendorf und haben da Fotos gemacht. Und da waren ja auch wieder der Kamera- und Tonmann mit und wahrscheinlich noch ein Lichtmann, weil sie draußen waren, keine Ahnung, weiß ich nicht. Marcus: Und noch ein Regieassistent und noch ein Regisseur... Björn: Und noch ein Typ Also Summasummarum haben glaube ich an diesem Beitrag irgendwie drei Leute ne Woche gearbeitet. Also ich weiß nicht, wie das beim Fernsehen läuft mit den Werbeeinnahmen aber da muss schon ziemlich viel Kohle reinkommen, um so was bezahlen zu können. Marcus:  Hab ich mir auch gedacht, hab ich mir auch gedacht. Ganz ehrlich… aber ja. Björn: Oh ja, aber noch scheint’s ja zu funktionieren. Ich seh’s halt jetzt auch noch nicht so kritisch mit dem TV, aber ich glaube so in 10, 15 Jahren werden die richtig…. also ich sehe es mal an ProSieben. Ich finde ProSieben macht es richtig, als Beispiel. Die machen halt sehr viel Entertainment, sehr viel Filme, sehr viel auch mit Blockbuster und haben halt auch nebenbei immer den Drive auch Online Krieg zu machen. ProSieben macht’s ja auch bei Twitter, ist immer sehr amüsant, wenn da zum Beispiel “Schlag den Raab” läuft. Die glaube ich werden noch als erste da ordentlich mitgehen. Und ich glaube die anderen TV-Sender, vor allem die öffentlich rechtlichen, ich glaube, die hoffen einfach nur, dass diejenigen die jetzt digital native sind, die jetzt irgendwie um die 20 oder 30 sind, dass die halt später, wenn sie halt 60 sind, auch nen Fernseher haben, weißte? Um dann halt wieder zu den Stammzuschauern zu werden, die ja…. da musst Du ja sehen: ARD ist ja…. muss man ja leider so konstantieren, das sind ja die 55+ Leute, die halt dann auch so was gucken, wie “Stars in der Manege” oder so. Wie gesagt, ich will keinen angreifen, aber ich find’s Scheiße. Ist meine persönliche Meinung. Oder auch so was wie “Musikantenstadl” und all so nen Kram, ne? Da frage ich mich immer so, wieso zahle ich eigentlich da GEZ Gebühren oder wie heißt das - Rundfunkgebühren. Aber es gucken viele Menschen, sind aber halt dann 60+, ne? Und ich glaube diese TV-Sender, die sitzen das einfach aus und hoffen, dass irgendwann die Leute sagen “Oh hier so äh, Internet ist mir jetzt zu stressig, ich gucke jetzt doch lieber Fernsehen”. Marcus: Ja genau, die hoffen vielleicht, dass das Internet irgendwann wieder vorbei ist oder so. Björn: Oder dass Leute davon genervt sind - keine Ahnung. Aber letztendlich, ich finde ProSieben macht da viele Sachen richtig. Oder auch, das musst Du ganz klar sehen, Big Brother auf Sat1, auch wenn das Format abgrundtief daneben ist, wie sie das ganze Online begleiten, wenn man sich das mal genau anschaut: Das ist schon nicht schlecht. Also da haben die schon ein bisschen Hausaufgaben gemacht und machen das ziemlich gut. Wie gesagt, ProSieben, Sat1, die sehe ich da bei allen noch in der besten Situation, dass die da ein bisschen Gas geben und ich glaube, die werden das ganz gut hinbekommen. Alle anderen … ja, da muss man gucken, wie das so läuft. Aber ich muss auch sagen, das ist meine persönliche Vermutung. Ich bin da jetzt so tief nicht drin in diesem ganzen TV-Mist. Marcus: Ich gar nicht mehr. Björn: Dass ich dazu jetzt wirklich einem was sagen könnte, das ist wirklich mein persönlicher Eindruck jetzt von außen. An all die Zuhörer, so ein kleiner Disclaimer: Ich bin nicht im TV Geschäft tätig. Marcus: Wollte ich gerade sagen: Dann lass mal lieber auf andere Themen gehen. Björn: Ich kann mich dazu nur aus Konsumentensicht äußern. Marcus: Okay cool, also ich finde auch, es gibt viel spannendere Themen, als das ganze TV und irgendwelche Sender. Aber ganz cool mal Deine Expertise dazu zu hören. Wir sind jetzt schon bei 1:22:00 dran. Schon weit über die halbe Stunde. Dann müssen die Leute glaube ich drei Mal hin- und herfahren bis sie die komplette Folge gehört haben. Deshalb, meine letzte Frage an Dich: Wie sieht ein typischer Tag bei Dir aus und hast Du irgendwelche Routinen? Björn: Ähm ja. Ich versuche mich an Routinen zu halten, weil Routinen vor allem für projektbasierte Arbeit ziemlich gut sind. Wenn Du eine Liste hast, die Du abarbeiten kannst mit Sachen, die immer gemacht werden müssen, dann bist Du schneller fertig und kannst dann am Ende Dich mit Sachen beschäftigen, die vielleicht Dir leichter von der Hand gehen. Deswegen neige ich dazu, Dinge die dringend gemacht werden müssen und die mir auch nicht so leicht von der Hand gehen, immer nach vorne zu schieben. Letztendlich ist meine Tagesroutine grob gesehen so: Ich fange logischerweise morgens an, nachdem ich den Nachwuchs an diversen Örtlichkeiten abgegeben habe, also Kindergarten, Schule etc. Marcus: Das machst Du selber? Björn: Ja ja, meine Frau und ich teilen uns das, nur meine Frau muss meistens früher anfangen zu arbeiten, deswegen an den Tagen, wo sie arbeitet mache ich das dann. Aber ich bringe auch meine Kinder gerne weg, weil das immer morgens ganz witzig ist, Schule und Kindergarten zu sehen. Weil das immer ganz witzig ist, wenn Du die ganzen Kleinen da rumlaufen siehst. Aber äh, ich bin trotzdem um 9:00 Uhr voll auf der Matte und alles kein Thema. Und dann mache ich mich in der Regel immer erstmal auf die Suche nach Content und gucke, was gibt es neues. Weil das ist ja quasi mein Potential, mit dem ich halt ja auch handle und von dem ich lebe. Dass ich halt versuche auf dem Laufenden zu bleiben und darüber auch dann berichte, nachdem ich es ausprobiert habe. Also ich schaue mir erstmal an, was gibt’s neues? Und wenn da Sachen dabei sind, die interessant sind, dann werden die erstmal alle markiert. Marcus: Über nen Feedreader oder wie machst Du das? Björn: Alles mögliche. Ich gucke bei Twitter rein, ich gucke bei Feedly rein, ich klappere wichtige Ami-Blogs ab, so was wie 9 to 5 Mac oder hier wie heißt die? die Adweek oder Social Times, sowas klappere ich alles händisch ab und gucke, was gibt’s da neues? Hab aber auch meinen Newsfeed und gucke mir Google News Alerts an, alles mögliche. Ich schaue bei Facebook rein, schaue bei Twitter rein, was gibt es da so? Und das sind so die einschlägigen Seiten. Ich gucke jeden Tag einmal auf Social Media Examiner auf. Das ist die große Seite aus den USA von Mike Stelzner, die ich sehr empfehlen kann und schaue auch bei deutschen Blogs vorbei und gucke was es da halt so neues gibt. Und gucke dann, ob da Sachen sind, die potentiell interessant wären sowohl bei mir auf der Seite als auch auf der Seite von Facelift, weil dort im Marketing mache ich ja unter anderem das Content Marketing schwerpunktmäßig und da bloggen wir ja auch. Gucke aber natürlich auch, was gibt es sonst so für Themen, die man benutzen kann und beschäftige mich dann letztendlich mit dem Marketing für Facelift. Mache da Pressearbeit und solche Dinge. Bereite mich auf irgendwelche Termine vor, schreibe Präsentationen für Speakings oder für interne Sachen. All solche lustigen Dinge mache ich da. Und dann schaue ich mir an, was gibt es noch so an anderen Dingen und als klassischer Sidepreneur, wie es so schön heißt, schaue ich dann, was kann ich von diesen Content Sachen für mich selbst benutzen, die ich dann letztendlich nach der Arbeit verhackstücke. Und ich kriege immer die Frage, wie ich das immer so mache. Es ist tatsächlich so, dass ich nach irgendwie zehn Jahren, in denen ich jetzt mit schreibenden Publikationen zu tun habe, die ich selber veröffentlicht habe, dass ich halt tatsächlich relativ schnell schreiben kann mittlerweile. Also so ein längerer Text dauert bei mir nicht so lange, der ist relativ schnell gemacht. Deshalb habe ich halt noch relativ die Zeit, um das zu machen. Ansonsten beschäftige ich mich tatsächlich relativ viel mit Content. Wir gucken uns immer an, welche Marketingmöglichkeiten können wir für unser Produkt verwenden und gucken uns dann an, was kann gemacht werden? Ja und dann ist so ein Tag auch relativ schnell wieder rum. Ich beschäftige mich dann noch mit solchen Dingen, wie eigene Podcasts aufnehmen, versuche weiterhin Produkte konzeptionieren und zu produzieren, wie Ebooks oder Videokurse und nehme dann auch abends oder am Wochenende auf Termin gelegentlich die Zeit dann ein paar Personal Coachings zu machen, wenn da Kunden am Start sind. Ansonsten Speakings und sowas mache ich natürlich als Facelift Mitarbeiter und versuche natürlich solche Speakings zu machen, wo ich dann auch das Produkt ein bisschen präsentieren kann, damit da entsprechend auch ein bisschen Leads reinkommen, sonst macht es ja keinen Sinn. Aber letztendlich ähm, ist der Tag halt von Content geprägt und deswegen habe ich da jetzt nicht ein so starres Muster. Es sei denn, es sind wirklich so Sachen, die administrativ verhacktstückt werden müssen. Marcus: Mh cool. Sauspannend, das war jetzt ein krasser und guter Rundumschlag zum Thema Online Marketing, Internet Marketing, Schlag-mich-tot Marketing aus über 20 Jahren und gerade auch was aktuell angesagt ist. Vielen vielen Dank in den Norden nach Hamburg. Björn: Du, sehr gerne, hat mich sehr gefreut! Marcus: Und ja… Wenn ich wieder in Berlin bin, treffen wir uns wieder auf ein Bierchen und quatschen über alles weitere. Viel Erfolg noch mit Deinem Podcast! Björn: Das machen wir. Danke, Dir auch! Marcus: Und wir hören uns, danke Björn! Björn: Alles klar, jo danke, tschöö! Marcus: Ciao Wow, das war glaube ich eine der längsten Folgen ever, mit dafür umso mehr Input und Know How. Ich hoffe, es war in Ordnung für euch. Mir hat’s auf jeden Fall mega viel Spaß gemacht und wenn euch LifeHackz gefällt, hinterlasst mir doch iene Bewertung auf iTunes oder schreibt mir an marcus@lifehackz.de. Schickt mir eine Sprachnachricht über www.lifehackz.de oder hinterlasst mir einen Kommentar auf einen der Folgen. Ich freue mich auf’s nächst Mal- Bis dann, peace and out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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Sep 11, 2015

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Interview mit Thomas Mangold

Hey Leute, was geht ab? Hier scheint die Sonne, hier ist blauer Himmel, das heißt, ich bin gerade richtig gut drauf und bin happy. Und ich habe mir heute Thomas Mangold geschnappt, den Guru in Sachen Effizienz und Produktivität und ja... wie ihr vielleicht wisst, sind das auch genau meine Themen. Von daher habe ich mich mega auf das Interview gefreut. Wir sind richtig tief eingestiegen in verschiedene Techniken, in Tools. Und ja... ich würde am liebsten mit dem Thomas noch zwei Stunden weiter labern, aber bevor ich jetzt hier zu viel rede, steigt besser ins Interview ein. Viel Spaß und haut rein! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie du dich besser fokussierst und deine Aufgaben erledigt bekommst.
  2. Wie du deine ToDos in vier Prioritätenstufen einteilst.
  3. Was gegen akute Aufschieberitis hilft.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Selbst Management Website von Thomas

ThomasMangold.me

my fitnesspal

Runtastic

LOOX FITNESS PLANER

7-Minuten-App

OFFTIME

Todoist

Evernote

Eat That Frog! Video

Wunderlist

Trello

Self Control

Antisocial

Freedom

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Thomas Mangold   Marcus: Hey Thomas, willkommen auf dem LifeHackz Podcast! Thomas: Hallo Marcus, freut mich, danke für die Einladung! Marcus: Ja sehr gerne. Wo bist Du gerade, was machst Du? Thomas: Ich sitze gerade in Wien in meinem Home Office und ja... bin im Bereich Selbstmanagement tätig, blogge auch über das Thema und ja... im Großen und Ganzen geht es bei mir mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Das ist mein großes Überthema, sage ich mal. Und damit beschäftige ich mich. Marcus: Okay, das heißt, am Ende soll dann der Impact sein, Du hast mehr Zeit für was auch immer? Thomas: Ja genau, für das, was Dir eben Spaß macht. Familie, Freunde oder Essen, wie auch immer und weniger halt an Deiner Arbeit oder Deinen Projekten arbeitest. Oder eben die Arbeit durch die Projekte eben schneller und produktiver über die Bühne bringst und dann eben mehr Zeit für diese Dinge zu haben. Marcus: Mhh. Das Thema Produktivität ist ja ein ziemlich wichtiges Thema, gerade bei uns Selbstständigen. Und gerade als Selbstständiger, der noch Online unterwegs ist und dann so Fallen, wie Facebook und Social Media ausgesetzt ist. Das ist für mich irgendwie immernoch die größte Challenge, da fokussiert zu bleiben. Merkst Du, dass der Bedarf oder die Nachfrage nach Dir und Deinen Kursen oder Deinen Produkten, oder speziell zum Thema Produktivität wächst und größer wird? Empfindest Du das auch so, dass es zum echten Problem werden kann? Thomas: Ja auf alle Fälle. Also, ich kenne mittlerweile so viele Menschen, die wirklich Probleme damit haben ihre Aufgaben, die ihnen gestellt werden, egal ob man jetzt selbstständig ist oder unselbstständig arbeitet, die noch über die Bühne zu bringen und die noch zu schaffen in der vorgegebenen Zeit. Das wird halt immer, immer schwieriger. Die Anforderungen werden immer höher und andererseits auch die Ablenkungen natürlich. Wie Du schon gesagt hast: Facebook, Twitter, Google, was da auch immer wartet, Youtube. Die werden auch immer größer und damit braut sich irgendwas zusammen dann, wo man dann mit den Aufgaben eben nicht mehr fertig wird. Und da muss man eben Strategien und Lösungen finden, damit man das doch schafft und ja... da setzt eben mein Blog, meine Kurse, meine Bücher setzen da an, genau. Marcus: Okay, das heißt, Du selber warst schon immer ein total effizienter, strukturierter und optimierter Mensch oder was für einen Background hast Du? Thomas: Ähm naja, ich war jetzt nicht der totale Chaot, das würde ich nicht sagen, aber ich war jetzt nicht so strukturiert und gut, wie ich jetzt arbeite und produktiv wie ich jetzt arbeite. Das war ich mit Sicherheit nicht. Also, ich habe mich mit dem Thema begonnen, schon während meines Studiums, mich zu beschäftigen und ja, es wurde dann immer mehr und irgendwann habe ich mir gedacht „Okay, da kannst Du mehr draus machen. Du weißt jetzt schon so viel über das Thema, da startest Du jetzt mal mit einem Blog“ ja. Und das war eigentlich der Beginn, aber ich war... als Schüler war ich nicht so gut strukturiert, sage ich jetzt mal (lacht). Da hat es eher gehapert an diversen Dingen, obwohl es da ja noch keine Ablenkungen wie Facebook und Smartphone oder so gegeben hat, aber trotzdem. Da waren dann halt die Ablenkungen anders. Ich war immer begeisterter Fußballspieler, begeisterter Sportler und habe halt lieber Sport getrieben als gelernt und ja... das hat sich dann auch oft in den Noten niedergeschlagen. Marcus: Ja, wir sind ja ungefähr fast gleiches Baujahr. Ich bin 77er und wenn ich mich zurück erinnere, eigentlich muss es ja voll die Oase gewesen sein ohne Smartphone, ohne Ablenkung, ohne Handys. Aber dann gab es halt andere Sachen ne? Dass man Sport gemacht hat oder sich mit Freunden getroffen hat, keine Ahnung. Also man konnte auch so seine Zeit irgendwie vertrödeln und sich um die Hausaufgaben drücken. Thomas: Genau! Das hat immer geklappt. (beide lachen) Marcus: Wie auch immer. Und was war dann der Trigger während des Studiums, Dich damit mehr zu beschäftigen? Thomas: Ja, dass ich einfach gemerkt habe... also in der Schule war es noch so, dass man halt einen klaren Stundenplan gehabt hat. Man hat gewusst, man muss hingehen. Und dann kam man auf die Uni und da war es eigentlich vollkommen egal, ob man anwesend war oder nicht - bei den meisten Kursen zumindest. Und ja... ich habe dann sehr schnell gemerkt, dass ich da eigentlich viel Zeit vertrödele und nicht hingehe oder etwas anderes mache. Und dann kam die große Prüfung. Ja, und dann war es halt nicht so leicht wie in der Schule, dass man da halt noch ein, zwei Tage davor zu lernen beginnt und das schafft. Und dann kamen die ersten negativen Noten. Und das war so der Trigger wo ich gesagt habe „Okay, das kann so nicht weitergehen. Ich muss da vieles ändern.“ Und da habe ich eigentlich wirklich intensiv begonnen, mich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Marcus: Mhh, also das war für mich ehrlich gesagt auch eine ganz neue Erfahrung, als ich dann frisch an die Uni gekommen bin, an der Uni Münster, und mir den Stundenplan dann selber zusammenstellen musste. Das konnte man dann ja noch irgendwie ein bisschen schieben und machen und tun, aber Du bist das erste Mal halt auf Dich selbst gestellt und für Dich selber verantwortlich, ob Du dahin gehst - bei uns gab es auch kaum Anwesenheitspflicht – oder nicht. Und wann Du anfängst zu lernen und womit Du lernst. Wichtig war eigentlich nur, dass Du zu den Klausuren erschienen bist. Und am Anfang habe ich dann auch viel zu spät angefangen und dann irgendwie mit Biegen und Brechen das gerade noch bestanden. Weil ich glaube, die meisten Menschen ticken so, dass sie erst loslaufen, wenn sie müssen. Thomas: Ja, so isses. Und das ist einer der größten Fehler und den habe ich jetzt versucht auszumerzen, eben durch gute Planung. Da kommen wir schon ins Thema Planung ein bissl hinein. Wenn Du Dir das gut einbläust und gut planst, Deine Aufgaben gut verteilst über die Zeit, die Du zur Verfügung hast, dann lebt es sich auch wesentlich entspannter. Das einzige, was man halt entwickeln muss, ist die Disziplin, das dann auch wirklich durchzuziehen und nicht so, wie gesagt, früher war ich... ich habe damals natürlich schon mit To Do Listen und Aufgabenlisten, damals noch in handschriftlicher Form auf irgendeinem Blatt Papier gearbeitet. Und das ist dann immer wieder auf den nächsten Zettel übertragen worden und so weiter und so fort. Und erledigt ist es nie worden, also ja, mittlerweile glaube ich, dass ich ganz gut in der Planung bin. Dass ich ganz gut darin bin auch zu wissen, was ich an einem Tag so erledigen kann. Also, dass ich mir nicht zu viel vornehme. Auch das ist ja oft eine Gefahr, dass man sich viel zu viel vornimmt und das dann nicht schafft und dann frustriert ist. Also da nehme ich mir lieber ein bisschen weniger vor und schaffe das dann und freue mich, dass ich dann am Ende des Tages meine To Do Liste abgearbeitet habe. Ja und eben was glaube ich noch ganz wichtig ist, sich in diesem Bereich noch ein bisschen Pufferzeiten zu lassen, weil ja immer wieder unvorhergesehene Dinge kommen. Mit denen arbeiten die wenigsten. Also die meisten die zu mir kommen, haben eben nicht diese Pufferzeiten, sondern den Tag von in der Früh bis Spätabends durchgeplant. Und wenn dann mal irgendetwas außergewöhnliches passiert, dann kommt’s eben dazu, dass man Aufgaben verschieben muss und das ist glaube ich, nicht optimal. Marcus: Ja dann kollabiert so das ganze System, was man sich vorher aufgestellt hat in seiner Wunderlist oder Evernote oder welchem To Do Planer auch immer. Thomas: Genau, so isses. Dann drückt man auf morgen, morgen, morgen, morgen und dann wird die morgige Liste wieder elendslang und das ist dann ein Riesending, das man dann irgendwann nicht mehr bändigt und irgendwann macht man den To Do Planer dann gar nicht mehr auf vermutlich. Marcus: Ja, das musste ich auch erstmal lernen. Also am Anfang bin ich auch immer davon ausgegangen, was ist der optimale Tag? Ich stehe dann und dann auf. Okay, dann bleiben mir vielleicht vier Stunden zum Arbeiten, später nochmal fünf, am Abend nochmal drei, wenn ich richtig viel weghauen will. So, und entsprechend habe ich dann die Tasks da reingehauen, aber ohne daran zu denken, dass auch mal jemand anrufen könnte oder eine E-Mail reinkommt, die dann doch so wichtig ist, dass sie da reingeschoben werden muss. Oder was auch immer passiert. Und dann ist Dein ganzer Plan eigentlich wieder für die Katz´ und Du bist wieder nur am Schieben: morgen, morgen, morgen. Wenn Du überhaupt ein Datum assigned hast. Das ist ja noch schlimmer. Ich habe mir da mittlerweile angewöhnt für alles dann auch ein Datum zu assignen in der Wunderlist. Aber wenn Du gar kein Datum hast, dann verrottet es irgendwie da, so in den Unterordnern ne? Thomas: Genau, so isses. Dann “Aus den Augen, aus dem Sinn” und ja… es ist so die Eisenhauer Matrix, wo man dann sagt, irgendwann wird es dann wichtig ja? Und dringend. Das ist ja das Problem ne? Wichtig und dringend. Und man sollte sich halt eher in dem Quadranten wichtig und nicht dringend bewegen und das versuche ich. Und seit ich das mache, ist wirklich… die Lebensqualität ist wesentlich höher dadurch. Man hat mehr Zeit die Dinge zu erledigen auch und es macht wesentlich mehr Spaß. Ja, wirklich geniale Sache. Aber wie gesagt, die meisten Leute warten dann eben, bis das wichtig und dringend wird und dann kommt eben die große Panik, dann kommt der Stress und ja… dann kommen viele Faktoren zusammen, die dann eben nicht schön sind. Marcus: Ja, das heißt, wenn Du Aufgaben angehst oder Tasks, teilst Du dann die Aufgaben in die beiden Teilbereiche wichtig und nicht wichtig und dringend und nicht dringend oder gibt es noch eine dritte Ebene? Thomas: Ich habe im Prinzip vier Stufen von Prioritäten: Die erste Priorität ist die sogenannte Eat that Frog-Aufgabe oder MIT sagt man glaube ich noch dazu: Most Important Thing. Genau ja, also das ist Priorität eins, die wir doch immer als erstes erledigt. Das ist halt so meistens die unangenehmste, wichtigste, ja… eine Mischung aus den beiden. Weil sie unangenehm und wichtig sind, erstens. Die versuche ich gleich als erstes am Tag zu erledigen, weil wenn die mal weg ist, dann ist man auch mental im Kopf viel, viel freier. Wenn man die dann mitschleppt über den ganzen Tag und erst am Schluss erledigt, hat man die immer irgendwie im Hinterkopf: “Ah dieses komische Ding da muss ich noch machen”. Und das ist dann ja… meistens nicht so gut. Das heißt Priorität eins bei mir. Priorität zwei sind dann die wichtig und dringenden Aufgaben. Die kommen halt rein. Die kann man nicht verhindern. Ich versuche halt, dass die immer ja… relativ gering gehalten werden. Aber wenn mir im Blog irgendein technischer Fehler auftritt oder irgendeine Mail reinkommt, wo etwas wichtiges zu erledigen ist, dann muss das natürlich Priorität haben, das ist ganz klar. Und ja, Priorität drei ist dann eben die wichtigen Dinge, aber die sind noch nicht dringend. Und da versuche ich eben die meisten meistens in dieser Kategorie drinnen zu sein. Und Priorität vier, wenn da noch so administrative Dinge, die weder wichtig noch dringend sind, sage ich mal. Aber eben auch erledigt werden irgendwann. Und ja… das sind so meine vier Prioritätenstufen, mit denen ich arbeite. Marcus: Mhh. Und ich glaube, viele fragen sich jetzt: Genau, wichtig und dringend ist Stufe eins, richtig? Thomas: Ja, der Eat that Frog ist Stufe eins und wichtig und dringend ist dann Stufe zwei, genau. Marcus: Ah, Eat that Frog, genau. Und Du sagtest gerade, das sind meistens die unangenehmsten Dinge. Gibt es noch ein paar Symptome, woran man so einen Task dann definieren kann oder festmachen kann? Womit man dann in den Tag starten sollte und warum sollte man den gerade am Anfang des Tages machen? Thomas: Ja, meistens sind das halt diese Dinge, die würde man gerne gar nicht erledigen. Oder es sind so unangenehme Dinge, die man am liebsten aufschieben, aufschieben, aufschieben würde. Und ja… wenn man die am Anfang des Tages erledigt, ist das eben ein befreiendes Gefühl, wenn man die mal erledigt hat ja? Weil das ist dann extrem motivierend. Weil dann denkt man sich “Ja, woah, jetzt habe ich dieses unangenehme und wichtig Ding hinter mir und jetzt bin ich voller Energie und kann weiter arbeiten. Also bei mir ist das zumindest so und bei vielen, vielen, denen ich diese Vorgehensweise vorgeschlagen habe, ist das ebenso. Man ist einfach top motiviert, wenn dieses Ding erledigt ist und hat es eben nicht mehr im Hinterkopf. Und das sind die zwei wichtigen Dinge für mich, die jedes Mal wieder… also ich bin jedes Mal wieder überrascht. Ich mache das jetzt schon extrem lange so. Also sicherlich über zwei, drei Jahre mit dieser Eat that Frog Aufgabe, und noch immer ist man nachdem man sie erledigt hat - immer gibt es auch keine, muss man auch dazu sagen - aber wenn es eine gibt, nachdem man sie erledigt hat, ist man dann total happy und glücklich, ja? Klingt komisch, ist aber so. (lacht) Marcus: Ja, also ich kann das voll bestätigen, weil ich arbeite auch nach einem ähnlichen Prinzip. Ich suche mir am Vorabend immer diesen so genannten - ich nenne den MIT “Most Important Task - raus und markiere den dann auch mit einem Sternchen in der Wunderlist. Also ich arbeite noch mit Wunderlist für mich selber. Wenn ich mit dem Team zusammenarbeite, dann über Trello. Und mir hilft dann immernoch die Zusatzfrage: Welche Aufgabe oder welcher Task hätte den größten Impact auf Dein Business oder auf Dein Leben? Und welcher Task würde Dein Leben irgendwie zum Besseren verändern? Das sind aber meistens, wie Du sagst, genau diese unangenehmen, diese fetten Monster, die man dann immer vor sich herschiebt. Und wenn man den dann trotzdem angeht und macht, wie Du schon sagst… und weil ich immer ziemlich früh aufstehe, habe ich den dann meistens schon um 9.00 Uhr oder um 10.00 Uhr fertig. Dann ist der Tag, der kann gar nicht mehr schlecht werden. Der ist dann schon so geil, weil Du denkst, Du hast mega was weggeschafft. Thomas: So ist es. Also es ist wirklich ein erhebendes Gefühl und wirklich genial. Und das was Du jetzt gerade gesagt hast mit dem größten Impact auf mein Leben in drei, vier, fünf Jahren, das ist natürlich dann auch eine coole Sache. Das versuche ich auch reinzubringen, aber das versuche ich eher in der Wochen- und Monatsplanung schon reinzubringen, dass ich da wirklich mich nur auf diese Dinge konzentriere. Und dass ich mich dann wirklich auf das Wesentliche konzentriere, was dann wirklich in meinem Leben dann den meisten Impact dann in Zukunft hat, ja. Aber mache ich auch. Marcus: Und wenn Du Dir dann… Machst Du das auch so, dass Du am Abend vorher Dir die To Do’s anschaust für den nächsten Tag, um schonmal zu wissen, was abgeht, oder planst Du dann morgens mit frischem Kopf? Thomas: In der Regel mache ich’s am Abend. Da ist es die letzte Aufgabe vorm Computer. Manchmal ist es aber auch die Erste in der Früh. Ich bin jetzt nicht ganz so streng mit mir, wenn ich am Abend dann… wenn der letzte Termin jetzt außerhalb ist, dann drehe ich den Computer jetzt nicht mehr extra auf und mache das. Aber mit Todoist, ja… dann mache ich das am nächsten Tag in der Früh. Aber in der Regel passiert’s auch am Vorabend, ja. Marcus: Ja, Todoist ist auch ein sehr cooles Tool, das verlinken wir auch in den Shownotes. Und ich habe gestern mit dem Holger Grethe vom Zendepot ein richtig spannendes Interview gemacht für den Podcast. Und er macht das beispielsweise so, dass er die Tasks immer projektbasiert angeht, das heißt, dass dann eine Woche oder je nach dem wie lange es dauert, dann nur um seinen Blog geht und dann geht es eine Woche nur um Business Development und dann geht es eine Woche nur um Online Kurse. Bei mir ist es so… ich weiß nicht… dafür spielt mein Kopf zu oft verrückt und ich brauche auch zu viel verschiedene Impressions, dass ich mir eigentlich den Tag immer so bunt zusammenwürfele. Würdest Du sagen, das ist nicht so cool oder was ist da Dein Tip? Thomas: Ich glaube, das muss jeder selbst für sich entscheiden. Beides probieren würde ich sagen. Ich bin da auch der Typ, der eher in Deine Richtung geht und sage “Okay, den ganzen Tag nur an einem Ding zu arbeiten, das ist mir irgendwie zu fade. Also ich brauche da auch mehrere verschiedene Dinge. Mal nen Blogartikel, dann vielleicht an einem Online Kurs arbeiten, dann wieder administrative Dinge erledigen und so. Also da bin ich auch eher in Deiner Richtung. Aber ich glaube, das muss - generell im Selbstmanagement ist es ja so - ausprobieren, was Du selbst für gut empfindest, das behalte bei. Und wo Du sagst, nein, das ist nichts für mich, das verwirft einfach wieder und schau das nächste Ding an. Das ist immer der Tip, den ich meinen Klienten gebe. Und das funktioniert in der Regel recht gut. Ich glaube, da muss jeder sein eigenes System finden. Jeder von uns ist ein bissl anders gestrickt und den Holger kenne ich auch sehr, sehr gut und habe mich schon oft mit ihm getroffen auch. Und ja… der macht das wirklich genial so und das passt für ihn so. Für mich würde das weniger passen.   Marcus: Okay, wie so oft: es kommt drauf an und ist ne Typ-Sache. Thomas: Genau, auf alle Fälle. Marcus: Aha und wenn Du dann die Tasks angehst, beispielsweise den MIT, ist das dann immer so ein Brocken, dass das auch mal vier, fünf, sechs Stunden dauern kann oder filetierst Du quasi Aufgaben, wenn Du weißt, sie würden von der Zeit her zu lange dauern? Thomas: Also, ich versuche das mehr zu filetieren. Aus dem ganz einfachen Grund, weil man so… also ich habe so das Gefühl produktiver zu sein. Ich versuche meine Aufgaben im Todoist relativ klein zu halten. Die gehen selten über ne Stunde drüber. Und so kann ich immer wieder dazwischen abhaken, abhaken, abhaken und sehe da mehr Fortschritt, als wenn ich da fünf Stunden an meinem MIT arbeiten würde und nach fünf Stunden da erst abhaken könnte. Das ist so ein bissl eine psychologische Geschichte von mir. Deswegen mache ich lieber die kleineren Tasks ja. Marcus: Ja, ich glaube bei vielen Menschen, bei mir auch, funktioniert dieses Belohnungssystem richtig gut. Und wie Du schon sagtest: Je mehr Du dann abhaken kannst und dann vielleicht noch so ein cooler Sound dazu kommt und dieses Checkmark irgendwie durch Deinen Fingerwisch entsteht… ich weiß nicht… ist ne coole Belohnung. Thomas: Ja auf alle Fälle ja. Es ist irgendwie jedes Mal so ein mentaler Kick und Du bist wieder frisch motiviert das nächste anzugehen. Das ist einfach genial, deswegen versuche ich möglichst oft abzuhaken. (lacht) Marcus: Ja, mir geht´s genauso. Und ich bin auch so ein Typ, wenn da irgendwelche Farbmuster sind und Du musst auf grün kommen oder Du musst auf 100% kommen oder Du musst irgendwie in einer App noch etwas dazukaufen, damit der Balken irgendwie komplett ist, dann lasse ich mich dadurch total triggern und mache das und versuche da irgendwie dranzubleiben. Thomas: Sehr gut, ja. Also es geht mir ähnlich. (lacht) Marcus: Okay, cool. Und wenn Du in dem Task selber drin bist, verwendest Du dann noch bestimmte Techniken wie Pomodoro? Vielleicht erklärst Du mal kurz, was das ist und ob das Sinn macht für Dich? Thomas: Ja, Pomodoro ist halt dass Du möglichst kleine Einheiten machst, ich glaube, 25+5 ist Pomodoro. Das heißt also 25 Minuten arbeiten, 5 Minuten Pause. Nein, das mache ich nicht, weil ich habe es probiert auch. Es ist an und für sich eine coole Sache, weil man wirklich länger konzentriert arbeiten kann, das schon. Aber mich hat das irgendwie gestört, dass ich dann mittendrin irgendwie da jetzt aufhören soll, Pause machen soll, wo ich gerade im Flow bin vielleicht, wo ich dann einen Artikel schreibe und gerade gut drauf bin und dann läutet dieses Pomodoro und reißt Dich irgendwie raus. Also mich hat das eher gestört dann am Ende. Deswege mache ich es nicht so. Also ich mache in der Regel regelmäßig Pausen, das auf alle Fälle. Ich versuche meine Aufgaben so im stummen Bereich anzusetzen und mache dann nach jeder Aufgabe eine kurze Pause und das funktioniert dann auch sehr gut, ja. Marcus: Mhh, ja mir geht es ähnlich. Ich habe auch schonmal Pomodoro getestet, war dann ein großer Verfechter davon, weil, das Gute an dem Pomodoro ist ja, das hat ganz strenge Regeln. Du musst dann diese 25 Minuten sitzen bleiben und nur an der Aufgabe arbeiten. Und sobald Du irgendwie rausgerissen wirst oder da einmal aufstehst und zur Toilette gehst oder was anderes, dann musst Du den Pomodoro wieder starten und reseten und von vorne machen. Was mich dann aber auch irgendwann gestört hat ist, manchmal bist Du in so nem Flow-Modus und Du bist richtig produktiv und auf einmal klingelt der Wecker und Du musst dann aufstehen und 5 Minuten etwas anderes machen. Thomas: Ja, das kann nix. Also für mich hat das halt… hab´s gut getestet. Das ist so eine Sache, die habe ich getestet und ist dann eben nix für mich gewesen, aber für manche passt das vielleicht. Manche arbeiten damit hochproduktiv. Für mich ist das eher weniger was. Marcus: Okay. Thomas: Wenn Du vorher gesagt hast, dieser Balken… Da habe ich noch einen coolen Tip mit dem ich auch arbeite. Bei großen Projekten mache ich mir auch solche Balken und unterteile die meistens so in 5%-10% Schritte auf meinem Whiteboard hier. Und dann male ich immer dazu. Je nach dem wie weit ich bei einem Projekt bin, male ich da immer dazu und das ist auch extrem motivierend und deswegen, die Idee mit den Balken gefällt mir sehr sehr gut, weil ich das selber verwende und da siehst Du halt, wie weit bist Du? Wie viel hast Du noch? Und das ist wirklich sehr, sehr motivierend so vorzugehen. Und es schützt auch noch ein bisschen so vor Aufschieberitis. Marcus: Ja, was gibst Du den Leuten für nen Tip, die an akuter Aufschieberitis leiden? Thomas: Ja, genau solche Dinge zu machen. Eben das ganze so ein bisschen zu visualisieren, darzustellen wie weit bin ich? Wohin muss ich noch? Ja? Das ist der eine Punkt. Der zweite Punkt, wo die meisten einen großen Fehler machen ist - jetzt ganz egal ob das mit Abnehmen zu tun hat oder irgendeine Todoist, die nicht erledigt wird - man plant ja zu wenig. Also ich muss mich genau hinsetzen und muss einen Plan erstellen, muss mir ne Strategie überlegen, wie will ich das machen? Und das machen die wenigsten, ja? Das heißt zu wenig Zeit in die Planung investiert und dann geht es meistens schief. Das ist der große, große Fehler beim Aufschieben meistens ja. Marcus: Ja, oder was ich auch gemerkt habe: Viele denken, dadurch dass sie eine App benutzen, ist das Problem schon gelöst. Thomas: Genau. Marcus: Es gibt richtig gute, coole Apps und dadurch kann man sich dann auch die Inbox 0 irgendwie leer machen, den Posteingang, wenn man alles in die App schiebt und dann ja… dann verrottet´s halt an nem anderen Ort. Also nicht mehr in Deiner Inbox, sondern liegt dann in Evernote oder Wunderlist. Also ich glaube, wichtig ist ja… irgendwie sich so motivieren zu können, dass man die Tasks dann auch angeht und im besten Fall dann auch so nen MIT dann irgendwann mal angeht ne? Thomas: Ja genau, das ist am optimalsten. Meistens sind ja genau das, diese MIT-Tasks dann ne? Diese Aufschieberitis-Dinger sind meistens MIT Sachen bei mir und wie gesagt, wenn es dann mal erledigt ist, ist es ein erhebendes Gefühl und man gewöhnt sich dann dran und freut sich zum Teil schon auf die MIT Sachen, weil man eben schon weiß, dass man sich danach gut fühlt ja? Das ist wichtig! Marcus: Mhh, also was bei mir richtig gut funktioniert, wenn ich nen MIT angehen will und das ist eigentlich jeden Tag jeden Morgen, ja nicht in den Posteingang gehen und ja nicht auch irgendwie Facebook oder so aufmachen. Weil bei mir ist so, sobald ich das Ding einmal aufmache, hat´s mich gecatcht und die Gedanken sind woanders und man verliert sich. Thomas: Ja absolut. Also mir geht’s bei Facebook so. Ich mache Facebook auf, weil ich eine Werbeanzeige erstellen will und finde mich 10 Minuten später im Newsfeed wieder (lacht). Das ist Wahnsinn. Also das ist unglaublich. Deswegen versuche ich das auch zu vermeiden, arbeite sogar mit Apps daran. Also Antisocial heißt das eine, wo Du das Facebook ausschalten kannst für gewisse Zeit, sodass Du einfach nicht drauf zugreifen kannst. Also generell alle Social Media Seiten. Und das andere heißt Freedom. Also auch recht cool, weil da kannst Du das ganze Internet kappen. Und gerade wenn ich an meinen Büchern schreibe oder Blogartikeln schreibe, da brauche ich das Internet ja nicht. Und so verhindere ich, dass da irgendwelche Ablenkungen kommen könnten. Marcus: Ja, man muss schon sagen: Das ist verdammt gut, der Algorithmus ne? Thomas: Ja, der ist Wahnsinn (lacht) Marcus: Und für’s MacBook gibt’s glaube ich noch Self Control als App für Social Media Blocking. Thomas: Genau ja, gibt’s auch. Und für’s Handy, für die, die kein iPhone haben, weil Apple das verhindert offensichtlich, gibt’s noch die App Offtime, die sehr, sehr cool ist. Da kann man verschiedene Profile erstellen. Also zum Beispiel das Profil Sport. Und da sage ich im Profil Sport, da kann ich zugreifen meinen Musik App, auf meinen Runtastic mit dem ich meinen Lauf eben triggere und auf Deine Sport Apps halt noch und alle anderen sind gesperrt und auch alle Anrufe oder SMS sind gesperrt. Und das ist echt ein cooles App, weil da kann man auch Arbeitsprofile machen und vieles, vieles mehr … Familie. Da kann man genau einstellen, wer kann auch von den Anrufern zu Dir durch und wer wird abgeblockt. Und das ist halt eine coole Sache. Gibt’s leider nur für Android im Moment. Aber ist wirklich eine coole App mit der ich sehr, sehr arbeiten auch. Marcus: Ja, klingt supergut auch. Danke für den Tip! Thomas: Gerne, gerne. Marcus: Was gibst Du Leuten mit auf den Weg, die ganz am Anfang stehen und jetzt das erste Mal ihre To Do Listen bauen und vielleicht auch es schaffen im MIT anzufangen und dann nicht wissen, wieviele Tage soll ich eigentlich arbeiten oder am Rechner verbringen? Gibt es da einen allgemeingültigen Hinweis oder Tip von Dir? Thomas: Ja, das kommt natürlich wieder sehr auf die Person an. Also ich bin ja generell auch jemand, der sehr, sehr gerne das tut, was er tut. Deswegen setze ich mir da keine Zeitlimits, aber ich versuche da natürlich schon… ich fange auch in der Regel sehr, sehr früh an. Also mein Tag beginnt… Mein Arbeitstag beginnt meistens schon um 6:00 Uhr. Arbeitstag unter Anführungszeichen. Ich bin ein Frühaufsteher auch. Und ja, ich versuche dann schon in der Regel bis 16:00 Uhr arbeite ich, allerdings mit Sport dann halt dazwischen natürlich und versuche dann einfach Freunde zu treffen. Die große Gefahr ist halt, dass viele dann vorm… gerade wenn man alleine arbeitet… daheim arbeitet… dass man dann daheim verhungert irgendwie, sage ich immer. Und die Sozialkontakte nicht mehr wahrnimmt und so. Und das ist eben absolut nichts für mich. Deswegen ja, wenn meine Freunde in der Regel mit ihrem normalen Job aufhören, dann höre ich auch auf vor’m Computer zu sitzen. Da treffen wir uns, machen irgendetwas, machen Sport oder treffen uns und gehen weg. Und das ist glaube ich, ganz, ganz wichtig. Aber im Prinzip muss es jeder für sich selbst wissen, wieviel er da investieren muss. Mein Ziel ist es halt irgendwann soweit zu sein, dass ich gerade mal vier Stunden, also den Vormittag da vor’m Computer verbringen muss und den Rest des Tages dann so gestalten kann, wie ich will. Also das ist mein großes Ziel. Und da bin ich noch nicht, aber ich bin auf dem guten Weg dahin. Marcus:  Perfekt. Und das, was Du gerade sagst, ist total interessant - auf mich bezogen. Weil immer wenn ich in Berlin bin und Du sagtest dann, irgendwann wenn Deine anderen 9 to 5 Freunde quasi frei haben und Du Dich Abends mit denen triffst, dann hörst Du auch auf und hast irgendwie ein bestimmtes Muster bis wann man arbeiten kann und dann ist auch Schluss. Und wenn ich unterwegs bin und die Tage noch viel länger sind und ich noch viel mehr Zeit habe für alles, erwische ich mich immer wieder, auch heute noch oder ich glaube letzte Woche oder so, dass ich mehr oder weniger vor’m Rechner dann verhungere und denke “Ja, Du könntest ja noch was machen”, aber so richtig effektiv ist man nicht mehr. Aber ich verpasse dann immer den Moment, einfach diesen Scheiß Deckel runterzuklappen und zu sagen “So, heute geht nix mehr. Ende.” Thomas: Ja, also, da erwische ich mich auch noch ab und zu dabei, muss ich ehrlich sagen. Wenn man dann so merkt, man ist überhaupt nicht mehr produktiv und so weiter. Und dann klappe ich ihn einfach zu und sage “Aus für heute”. Ja… Ich glaube, das perfekte Selbstmanagement wird es nie geben. Man wird immer wieder in irgendwelche Fallen tappen, aber das ist auch okay, solange es nicht regelmäßig passiert. Ich glaube ganz, ganz wichtig ist … ab und zu darf es passieren, aber wenn man regelmäßig immer Facebook aufmacht und dann 20 Minuten, 30 Minuten im Newsfeed drinhängt, dann muss man was ändern. Wenn das ab und zu mal passiert… Mein Gott, wir sind alle Menschen, sage ich immer. Das ist auch okay. Marcus: Ja auf jeden Fall. Und man hört es ja auch von den richtig effizienten Menschen in den USA, wie den Pat Flynn oder Tim Ferris oder so. Denen passiert das auch immer wieder, dass sie dann in so nem Rattenloch verschwinden und auf einmal immer wieder auftauchen und dachten “Ey Scheiße, was wollte ich jetzt eigentlich auf Facebook machen?” Also denen passiert das genauso und es soll ja auch nicht zur Selbstkastanei ausarten. Aber ich glaube gerade bei mir ist noch so geprägt so, von der alten 9 to 5 Mentalität “Zeit gegen Geld”. Solange Du am Rechner sitzt, verdienst Du Geld, solange der Deckel oben ist, scheint es ja irgendwie gut zu sein, was Du machst. Und das ist immernoch nicht ganz angekommen, dass ich selber bestimmen kann, wann ich aufhöre und wann ich wieder anfange zu arbeiten. Thomas: Ja, das stimmt. Da hilft vielleicht, dass Du Dir wirklich einen Terminplan machst und wirklich sagst “Okay, ich stelle mir jetzt das Smartphone auf 14:00 Uhr, 15:00 Uhr oder 16:00 Uhr” und wenn das Smartphone läutet, dann ist Schluss für heute. Also mit dem habe ich auch eine Zeit lang gearbeitet und das hat auch gut funktioniert, weil ich mich auch immer wieder dabei erwischt habe. Gerade wenn, weiß ich nicht, wenn ich unterwegs war oder so, wie Du richtig sagst, dass man dann eben vor’m Computer noch rumsitzt und um 22:00 Uhr noch immer sitzt, ja. Und dann habe ich mir einfach gesagt “Nein, das geht nicht” und habe dann mein Arbeitsende in der Früh festgelegt und habe meinen Alarm programmiert. Und da habe ich dann tatsächlich auch zugeklappt, weil das dann wirklich… erstens Mal ist es unproduktiv. Es passieren viel zu viele Fehler dann schon, weil man ja unkonzentriert ist und nicht mehr so die mentale Energie hat und deswegen hat es meistens eh kaum etwas gebracht. Ja, da gehe ich dann lieber auf ein Bier irgendwohin und ja… schließe den Tag so. (lacht) Marcus: Ja, es gibt ja auch so ein Gesetz, dass man sich die Aufgaben, die man zu tun hat, immer - egal wie lang oder kurz der Zeitraum ist - genau in diesen Zeitraum legt. Ich komme gerade nicht auf den Namen. Thomas: Arkins Rogers Gesetz ist das glaube ich. Marcus: Genau. Thomas: Ja genau, das besagt halt: Je kürzer die Zeit ist, in der Du die Aufgabe erledigen kannst, um so produktiver bist Du natürlich. Und umso mehr konzentrierst Du Dich eben auf die wichtigen Dinge. Marcus: Ja, das ist echt krass. Wenn wir nen Ausflug machen und dann den ganzen Tag unterwegs sind. Und heute leihen wir uns wieder einen Roller und fahren über die Insel und dann weiß ich abends “Woah, ich habe jetzt nur noch drei Stunden oder ne Stunde für meine E-Mails oder ne halbe.” Du rast da durch, bist richtig effektiv, produktiv, auf dem Punkt, ähm ja… verschwendest keine Zeit. Und wenn man aber weiß “Oh ich habe den ganzen Tag hier, ich habe gutes Internet”. Weil wenn wir unterwegs sind haben wir manchmal auch nur so kurze Phasen, wo wir richtig gutes Internet haben, das hilft dann auch. Dann vertrödelt man soviel Zeit, immer wieder. Thomas: Ja, das stimmt, kenne ich auch. (lacht) Marcus: Also, wie man glaube ich merkt, das ist ein Riesenthema: Produktivität. Und eins, was mich auch sehr beschäftigt und sehr viel Spaß macht, mich immer wieder neu zu challengen und neu zu strukturieren, Routinen aufzusetzen. Thomas: Super ja. Ich glaube, gerade am Anfang, wenn man vielleicht startet mit diesen To Do Listen, dann macht’s vielleicht auch Sinn, das man sich daneben hinschreibt, neben jedem To Do: Wieviel Zeit will ich dafür investieren. Und sich dann vielleicht auch da den Wecker stellen. Also nicht Pomodoromäßig, sondern dass man einfach sagt “Okay, für diese Aufgabe möchte ich eine Stunde brauchen, und nicht mehr” und sich dann vielleicht irgendwo eine Uhr oder einen Countdown hinstellt und dann immer wieder sieht “Oh, soviel Zeit habe ich nur noch. Jetzt muss ich Gas geben”. Also das hilft auch am Anfang sehr. Marcus: Hast Du eine bestimmte Routine oder Struktur am Tag, die Du immer wieder abarbeitest? Und wie sieht ein typischer Tag bei Dir aus? Thomas: Ja wie gesagt, dieser typische Tag, den gibt’s für mich eigentlich nicht, weil ich das eher immer wieder durchwürfele. Aber im Prinzip habe ich schon immer meine Hardfakts. Also mit meinem MIT beginne ich natürlich dann. Dann kommt in der Regel nach dem MIT, da bearbeite ich zum ersten Mal meine E-Mails ab. Das mache ich nur zweimal am Tag, dass ich meine E-Mails abarbeite übrigens. Marcus: Ah cool. Thomas: Und sonst bleibt’s geschlossen, weil sonst kommt immer wieder was rein und man ist abgelenkt. Deswegen habe ich mir das angewöhnt, wirklich nur zweimal am Tag, vielleicht auch ein drittes Mal am Abend - aber das ist eher selten ... Marcus: Ja, das hatte ich auch mal drauf, das ist auch ganz witzig. Und jetzt bin ich wieder zurückgefallen quasi, dass ich dann auch, wenn ich unterwegs bin und mir langweilig ist mal auf dem iPhone die Inbox checke. Und ich ärgere mich selber darüber. Ich glaube, das zeigt, es kann immer wieder passieren, dass man eine Routine oder einen Habit wieder neu aufbauen muss ne? Thomas: Genau ja, das passiert. Man hat den Fokus einfach nicht mehr drauf und dann kommt das eben neu. Aber dann muss man sich eben wieder neu drauf fokussieren und dann funktioniert das schon ja. Ich gebe halt den Tipp auch, immer alle Benachrichtigungen auszuschalten. Also Facebook- oder Mail-Benachrichtigungen. Bei vielen bimmelt ununterbrochen das Handy, weil Mails reinkommen. Also das ist halt ein Horror dann natürlich ja. Marcus: Ja, das hilft super. Das hilft ungemein. Also ich habe eh das Handy immer auf lautlos. Aber ich habe jetzt auch angefangen auf dem iPhone diese ganzen Bubbles auszuschalten, wo Du dann siehst… auch optisch einfach: 1, 2 neue Mails und dann ist man halt geneigt da reinzugehen. Und wenn Du das alles ausschaltest, alle Notifications die es gibt. Also dieses Vibrieren, den Ton, die Bubbles oben - Du lebst auf einmal viel entspannter. Thomas: So ist das, absolut. Das kann ich auch nur empfehlen. Also ich habe das auch alles ausgeschaltet zum Glück ja. Marcus: Okay cool. Thomas: Genau ja und was bei mir noch hinzukommt ist die Sporteinheit, die tägliche. Fast täglich sage ich jetzt mal. Ähm ja, entweder Fitnesscenter: Laufen, Radfahren, das baue ich dazwischen irgendwo ein, wenn ich sehe, ich brauche mal einen Time Out, dann passiert das zwischendurch irgendwie. Das kann sein am Vormittag, das kann sein am Nachmittag. Also ich bin jetzt nicht so einer, der jetzt jedes Mal den gleichen Stundenplan hat, weil ich die Abwechslung eben sehr, sehr gerne habe, aber ja… im Prinzip gehört dazu eben die MIT, dann gehört das Sportmachen dazu und ja. Zum rechten Zeitpunkt dann wirklich auch den Computer auch abdrehen. Das gehört auch noch dazu. Das sind so meine Ankerpunkte, die ich dann halt irgendwie verteile über den Tag. Marcus: Ja und wenn Du ins Fitnessstudio gehst - gestern erst habe ich eine App empfohlen gekriegt, hier in Mallorca im Gym von nem anderen Pumper - hast Du da eine Empfehlung für ne coole App? Oder bist Du da genauso hart und strukturiert zu Dir oder machst Du einfach Freestyle irgendwelche Geräte? Thomas: Nah, ich habe mein Programm… habe ich. Und Split-training und ja, da habe ich mein Programm zusammengestellt bekommen von nem befreundeten Fitnesstrainer und das ziehe ich durch. Ich versuche mindestens drei Mal in der Woche ins Fitnesscenter zu gehen und drei Mal laufen. Das ist so meine Minimumanforderung, gelingt auch meistens und an einem Tag ist dann dann Cheatday. da darf ich mich ausrasten und fertig. Das funktioniert sehr gut, da habe ich eigentlich keine Apps oder Tools, die ich empfehlen könnte für’s Fitnesstraining. Ähm, einzig die Ernährung vielleicht. Die tracke ich, weil das ganz gut funktioniert, dass man nicht zu viel zu sich nimmt, weil ich bin ja ein großer Fan von gutem Essen (lacht) und da habe ich eben mein Fitness Pale, das ich empfehlen kann, wo ich eben die Ernährung tracke und dann auch sehe “Okay, jetzt musst Du aufpassen. Jetzt hast Du schon zu viele Kalorien verbraucht. Jetzt gehst Du es wieder langsamer an”. Aber ansonsten verwende ich für’s Fitnesstraining… Ja und Runtastic eben verwende ich für das Tracken meiner Laufzeiten. Aber jetzt direkt im Studio nix. Was hast Du da empfohlen bekommen im Studio? Marcus: Äh, ich schau mal eben nach. Ich habe nämlich vorher auch immer Pläne gekriegt von nem Kumpel von mir, der auch Personal Trainer ist, aber irgendwie meldet der sich in letzter Zeit gar nicht mehr und kriege keine neuen Plände. Und die alten machen keinen Bock mehr. Loox heißt das. Und das ist ganz cool insofern, dass man … Da gibt es dann glaube ich, über 300 Pläne, je nach dem was man machen will: Kraftaufbau oder athletischer Körper oder Gewicht abnehmen oder Gewicht abbauen, Männer, Frauen… also man muss vorher sein Profil anlegen und kriegt dann entsprechende Pläne vorgeschlagen, auch von wirklichen Experten. Und kann dann aber diese Pläne auch immernoch individuell anpassen. Und das wollte ich jetzt mal ausprobieren, zumal da auch immernoch ne ganz gute Videoanleitung dazu ist, wenn man nicht genau weiß, welche Übung das ist. Und das ganze wird, sobald Du diesen als Mein Trainingsplan aktivierst, dann auch offline runtergeladen, dass Du dann gar nicht mehr Netz brauchst, wenn Du in irgendeinem Studio bist. Thomas: Okay, das ist cool ja. Sehr gut. Lade ich schon herunter. (beide lachen) Marcus: Und was ich noch empfehlen kann, was ich jeden morgen mache, ist die sogenannte 7-Minuten-App. Hast Du davon schonmal was gehört. Thomas: Das habe ich gehört ja. Marcus: Genau und das ist so 7 Minuten very intens, also sehr intensives Intervalltraining, funktionales Training. Was Du also überall machen kannst ohne Geräte oder ohne Fitnessstudio. Und das sind glaube ich 12 Übungen in die 7 Minuten reingepackt. Und ja… wenn Du das regelmäßig machst, hat das auch echt nen Impact auf Deinen Body und auf Deine Gesundheit. Das funktioniert ziemlich schnell und ziemlich gut. Thomas: Cool, muss ich probieren ja. Marcus: Kann ich nur empfehlen. So, und wenn Leute auf Deine Webseite selbst-management.biz kommen, was können die dort erwarten? Und was würdest Du empfehlen? Wo soll man einsteigen? Thomas: Ja, Einstieg ist immer schwierig. Also, einfach mal auf die Ressourcenseite schauen. Dort sind alle Artikel, die ich jemals geschrieben habe, zusammengefasst. Dort einfach mal drüberlesen und einfach dort einsteigen, was derjenige am spannendsten findet. Also da geht’s über Produktivität, Selbstmanagement, ich habe diverse Videos drinnen, meine Podcasts sind drinnen. Also da gibt’s wirklich viel zu sehen. Einfach einmal einsteigen, mit dem was Spaß macht. Ich empfehle das immer wieder. Auch wenn man mit Sport beginnt, nicht jetzt mit irgendwas einsteigen, was einem keinen Spaß macht, sondern mit dem einsteigen, was man gern tut. Es gibt jede Menge Tooltipps, Buchtipps; Zeitmanagement ist drin; Produktivität; Zero Inbox ist natürlich auch Thema; Lernen und Austauschen. Auch da habe ich sehr, sehr viel über Lernen geschrieben; um Energie; Gesundheit; Lifestyle gibt’s ein paar Artikel; wie man Ordnung schafft; mentale Stärke ist auch dabei; Evernote natürlich - ich bin ja ein großer Evernote Fan. Ja und diverse Videos und dergleichen mehr. Also einfach mal durchschauen auf der Ressourcenseite und sagen “Okay, das interessiert mich, damit fange ich an”. Und sich dann von dort aus weiter durcharbeiten und immer wieder was neues holen, würde ich sagen. Marcus: Mhh, wie lange gibt es die Seite jetzt schon. Thomas: Diese Seite gibt’s jetzt schon über zwei Jahre. Also es hat sich schon einiges angesammelt. Es kommen auch immer wieder neue Artikel hinzu natürlich. Zweimal im Monat kommt ein Artikel und einmal im Monat kommt ein Video dazu. Immer zu einem gewissen Thema und ja. Ich freue mich auch immer wieder, wenn Leute mich anschreiben und gewisse Themenwünsche äußern natürlich. Und sagen: “Da und da und da bräuchte ich Hilfe. Hast Du da was?” Und dann kümmere ich mich darum und das ist immer ein recht reger Austausch mit meinen Lersinnen und Lesern. Das ist immer spannend für mich auch. Marcus: Cool, das funktioniert immer am besten ne? Wenn Du mit Deinen Leuten redest und dann quasi das lieferst, was die Leute auch interessiert und nicht wo Du denkst, so das wäre jetzt ein wichtiges Thema ne? Das merken wir auch immer mehr. Thomas: Genau ja, ja. Auf alle Fälle. Marcus: Wieviel Traffic hast Du da jetzt so über die letzten Monate generiert? Thomas: Es haben sich jetzt in den letzten Monaten so 25.000 Lerinnen und Leser pro Monat eingependelt. Da stehe ich jetzt im Moment (lacht). Marcus: Cool. Thomas: Ja, aber ich bin zufrieden damit, also das passt. Marcus: Nee, richtig cool. Weil ich habe mich auch gewundert, ich komme aus dem SEO-Bereich. Ob zum Beispiel so eine biz-Domain - da streiten sich im SEO-Bereich ja immernoch die Geister so, ob man so eine gut zum Ranken kriegen kann oder ob man lieber auf eine .com oder .org oder .de gehen soll. Bei Dir, Du bist ein gutes Beispiel. Ich glaube, Du kriegst auch ganz gut SEO-Traffic oder? Thomas: Genau ja. Ich habe dann Experten mal, muss ich auch dazu sagen... vor nem halben, dreiviertel Jahr hat er sich um den SEO sehr genau gekümmert und da ist wirklich dann sehr, sehr viel weiter gegangen. Aber ich kriege sehr, sehr viel über Google ja. Der Großteil kommt über Google bei mir ja. Marcus: Mhh perfekt, und das kann ja nur besser werden. Das spricht aber dann auch für die Qualität des Blogs und wahrscheinlich der Trust und das Alter, was dann immer weiter in Deine Karten reinspielt, wenn Du dran bleibst und Content erstellst. Thomas: Genau, so isses. Also dranbleiben ist glaube ich, das Wichtigste beim Bloggen. Wie generell im Leben. Am Anfang habe ich mich lange herumgeschlagen mit wenigen Besuchern. Ja und dann sind’s immer mehr und mehr geworden und ja… wenn man da aufgibt in dieser Phase, ist das glaube ich schlecht. Also dranbleiben ist ganz, ganz wichtig. Marcus: Ja, ich glaube ich habe das schonmal auf dem Podcast gesagt. Es gibt auch so ne Erhebung oder Untersuchung: Was wäre passiert, wenn diejenigen den Blog weitergemacht hätten, wo sie genau aufgehört haben? Und in ganz, ganz vielen Fällen ist das genau der Punkt, wo die meisten Leute dann genervt drangehen und sagen “Nee, das bringt alles nix, ich steige jetzt hier aus. Ich höre auf” und kurz danach wäre dann dieser Big Point gewesen und gekommen. Thomas: Okay (lacht)  Das ist bitter, ja. Marcus: Ja, zum Glück wissen das dann die Leute nicht mehr, aber das zeigt nochmal, wie wichtig einfach das Durchhaltevermögen ist. Das Standing und klar, auch wenn man alleine ein Online Business angeht, ist es glaube ich noch schwieriger und dann passiert nichts auf dem Blog. Und dann ist es glaube ich um so wichtiger, sich mit gleichgesinnten zu umgeben oder beispielsweise in ne Mastermindgruppe zu gehen. Du selber bist auch in ner Mastermindgruppe, oder? Thomas: Ja genau. Also das ist ein ganz, ganz wichtiges Thema für mich. Mastermind ist extrem wichtig, weil dort eben Leute sind, die verstehen was Du tust ja? Die wenigsten verstehen ja, was wir da wirklich tun. Wenn ich das normalen Freunden oder so erzähle, dann greifen die sich immer an den Kopf. Dass man damit Geld verdienen kann (lacht). Und ja, Mastermindgruppe hat mir wirklich auch einen Schub gegeben. Ich war zeitweise in drei Mastermindgruppen gleichzeitig, weil es mich wirklich inspiriert hat. Mittlerweile bin ich nur noch in einer, aber es ist wirklich eine sehr, sehr geniale Sache, weil Du Dich da austauschen kannst, neue Tipps bekommst, siehst was die anderen so machen und das wirklich sehr offen gehandhabt wird und da überhaupt kein Konkurrenzdenken ist oder so, sondern sich da gegenseitig weiterhelfen will. Und das ist wirklich… also, ich kann das nur jedem empfehlen, unbedingt eine Mastermind suchen oder selbst gründen und da dann glücklich werden. (lacht) Marcus: Auf jeden Fall. Ich kann es auch nur jedem empfehlen. Ich war da vorher immer so ein bisschen skeptisch und dachte “Wo kriege ich das denn jetzt noch reingebaut in meinen Kalender” und ja… Jetzt vor zwei Monaten war ich in Barcelona. Vom Dynamite Circle auf nem großen internationalen Event und da wurden dann auch Masterminds zusammengemischt und ich war in einer richtig, richtig guten Mastermindgruppe, wo es dann darum ging, sein Business auf’s nächste Level zu heben. Und das ist einfach so inspirierend. Erstmal so tiefe Insides in andere Businesses zu kriegen und dann diese Hilfsbereitschaft von den anderen für Dein eigenes Problem ne? Thomas: Genau ja, so isses. Also wie gesagt, ich habe sehr, sehr viel profitiert und ich wäre sicherlich nicht dort, wo ich jetzt bin ohne diese Mastermind. Das kann ich fix unterstreichen. Marcus: Und auf Deinem Blog gibt’s ja neben Deinen Blogartikeln, glaube ich, auch noch einen Videokurs und verschieden Bücher oder wie sieht das aus? Wie hast Du Dich da aufgestellt? Du hast auch noch einen eigenen Podcast? Erzähl mal ein bisschen. Thomas: Genau. Also der Podcast geht über dasselbe Thema. Also die Podcasts sind jetzt immer Artikel. Das gibt’s in geschriebener Form und gibt in Podcastform, weil manche hören lieber, manche lesen lieber. Marcus: Okay, wie machst Du das? Liest Du dann den Artiekl 1:1 ab oder änderst Du den ein bisschen? Thomas: Nein, nein, nein. Also der Podcast ist wesentlich ausführlicher. Also ich schreibe zuerst den Artikel und spreche dann im Podcast. Wenn ich ablesen würde, würde das kein Schwein hören wollen. (lacht) Also ich muss frei sprechen. Und ja… Das ist immer zu dem Thema des Artikels natürlich. Ich gehe ein bisschen mehr ins Detail im Podcast natürlich, weil man mehr Platz hat, mehr Raum hat, wenn man sprechen kann, als wenn man schreiben kann. Ich glaube, niemand würde 10.000 Wörter in einem Blogartikel lesen. Also der Blogartikel ist recht komprimiert, ich versuche da meistens so um die 1.000 Wörter zu halten und der Podcast ist eben dann für die Menschen, die genaueres erfahren wollen oder die ohnehin nur den Podcast hören. Also das passt dann schon. Dann haben wir da meine Bücher…. Marcus: Ganz kurz noch zum Podcast, weil das interessiert mich besonders, weil ich gerade erst am Anfang stehe und Du immer sehr weit oben auch in den Rankings zu finden bist. Also wahrscheinlich echt gute Inhalte da ablieferst: War das ähnlich, wie beim Bloggen, dass das erstmal ein bisschen gedauert hat, bis Du die Aufmerksamkeit hattest von den Leuten? Oder ging das direkt ab, wie eine Rakete? Thomas: Also der Podcast ist direkt abgegangen wie eine Rakete muss ich sagen, weil…. ja, Podcasts gibt’s jetz auch schon gut eineinhalb Jahre sicher. Und ja… ich habe damals halt schon ein paar Leser gehabt und man ist ja dann schnell in dieser Neukategorie oder wie heißt die? Marcus: Ja, ich hab’s auf englisch. Bei mir heißt sie “New & Noteworthy” oder so. Also Neu und Bemerkenswert oder so. Thomas: Ja, wenn man da mal drin ist und da vorne rankt, dann kommen extrem viele Leute dazu. Und das ist schonmal cool. Da kann man glaube ich, 10 oder 12 Wochen ist man da drin. Und da ist wirklich die Post abgegangen. Und ja, ich bin dann auch in den normalen Kategorien immer weiter nach vorne gewandert. In der Wirtschaftskategorie und es kommen immer wieder neue Hörer von Podcasts und das ist wirklich ein cooles Marketingtool. Das einzige, wo ich Probleme damit habe ist, die Leute dann auch auf die Webseite zu bekommen. Also da, weiß ich nicht, mache ich entweder was falsch oder die Leute einfach nicht. Gut, ich merk’s auch bei mir selbst, ja? Ich höre das im Fitnessstudio oder höre das in der U-Bahn oder im Auto und ja… Du gehst halt dann selten auf den Blog oder auf die Webseite. Da muss Dich schon was sehr, sehr spannendes dorthin locken, sage ich mal. Marcus: Ja es ist wirklich so, dass da ein Medienbruch ist. Das merke ich ja selber. Ich versuche es ja auch bei meinem Podcast, dass ich am Ende immer sage “Hinterlasst mir mal einen Kommentar irgendwie auf der Webseite oder schreibt mir an marcus@lifehackz oder hinterlasse mir eine Sprachnachricht”. Ich habe da alles eingebaut auf meiner Webseite, aber es kommt irgendwie kaum Interaktion, obwohl die Leute die Podcasts hören. Das sehe ich ja in den Stats bei Soundcloud. Aber ich kenne es von mir selber. Wenn ich den Podcast dann höre und ich bin im Bett oder so, dann habe ich keinen Bock mehr an meinen Rechner zu gehen, den anzumachen und demjenigen dann noch ne Nachricht zu schicken. Auch wenn’s vielleicht cooler wäre. Thomas: So isses, genau, ja. Also, das ist das Problem, aber gut… Das ist schön, ich freue mich über jeden Podcasthörer und es ist okay so. Ja, es ist halt ein zusätzliches Marketingtool auch für mich und ja, es funktioniert sehr, sehr gut. Marcus: Und es macht sauspaß oder? Thomas: Ja mörderisch. Also ich liebe Podcasten ja. Da kann ich mich so richtig auslassen und ja… ich glaube, das merkt man auch. Auch bei Dir merkt man das, dass es Dir ein Riesenspaß macht, als wenn man da vielleicht fade vorm Mikro sitzt und irgendetwas rein liest. Ich glaube, die Leute merken das einfach und deswegen glaube ich… ja… das ist auch ein Erfolgsrezept vom Podcast, dass Du da wirklich authentisch bist und Dir das wirklich Spaß macht. Marcus: Ja klar. Und wer so viele Folgen wie Du hat, ich glaube über 100 Stück oder so, solange kann man ja nicht irgendwas anderes vorgeben, als man ist. Man ist halt 100% authentisch auf’m Podcast und das ist ja auch das coole. Die Leute erleben Dich dann so wie Du bist und können dann entscheiden: Das gefällt mir oder das gefällt mir nicht.   Thomas: Genau so isses. Ja, das zum Podcast. hast Du noch ne Frage dazu? Marcus: Nee, zum Podcast. So! Und dann wolltest Du gerade noch so Deine anderen Produkte... Thomas: Ja, an anderen Sachen habe ich so ne Art Campus, ähn so nenne ich’s, TM Campus gelauncht. Das ist ThomasMangold.me. Und da habe ich eben meine Bücher; meine Kurse; meine Webinare, die ich auch mache ab und zu; meine Seminare, wenn ich welche gebe... die sind dann alle dort zu finden. Das habe ich dann vom Blog ein bisschen losgelöst jetzt. Oder bin gerade dabei, das loszulösen. Also vom Blog wird das alles verschwinden in nächster Zeit. Und da ist eben das alles zu finden. Und ja… funktioniert sehr, sehr gut diese Trennung. Und die Leute, die eben diese Produkte haben wollen, können auf diese Seite gehen und alle anderen sind mit dem Blog glücklich und das passt optimal. Marcus: Cool, das klingt nach einer logisch aufgebauten Welt, aber so was entwickelt sich ne? Thomas: Ja absolut, also natürlich habe ich einen Blog angefangen. Teilweise sind die Kurse auch noch in der Sidebar im Blog. Die werden jetzt alle verschwinden dort und es wird nur noch auf den Campus verwiesen. Aber ich glaube, gerade in unserem Business entwickelt sich wahnsinnig viel. Also, wenn ich meine Jahresplanung mache und jetzt schon zurückschaue auf meine Jahresplanung, dann überlege ich mir, ob ich nächstes Jahr überhaupt noch eine machen soll, weil sich einfach so viel ergibt dazwischen und man relativ kurzfristig dann halt Dinge ändert und ja, es macht halt Riesenspaß. Marcus: Ja, da ist einfach viel zu viel Musik drin bei uns, in den ganzen Online Businesses ne? Als dass man da zu lange im Voraus planen kann. Das ist echt zu Oldschool. Ich hab’s auch mal versucht, ne Jahresplanung oder Dreijahresplan… Fünfjahresplan, fragen auch immer gerne die Journalisten, aber ich kann da immer nur sagen “Ich lebe im Jetzt und es passiert viel zu viel, als dass ich jetzt sagen könnte, was in zwei Jahren ist, in drei Jahren… Ob ich dann noch digitaler Nomade bin? Wer weiß?” Oder ob ich dann vielleicht schon ne Insel besitze oder irgendetwas anderes mache… Kein Plan! Thomas: Genau, so isses. Also ich auch nicht. Mein großes Ziel ist es natürlich vom passiven Einkommen leben zu können. Das auf alle Fälle. Das ist meine große Vision, an der arbeite ich. Und da bin ich auf einem guten Weg, aber dass ich jetzt sage “In sechs Monaten kommt der und der Kurs und dieses und dieses Buch raus” das mache ich auch nicht mehr, weil da ergeben sich dazwischen so viele spannende Dinge, wo Du sagst “Okay, das machst Du”. Und das ist der große Vorteil von unserem Business. Wir machen einfach das, was uns Spaß macht und das möchte ich auf gar keinen Fall missen. Und das, was mir heute Spaß macht, muss mir in sechs Monaten keinen Spaß mehr machen und dann kann ich es ändern noch. Das ist das coole da dran. Marcus: Ja absolut unterschrieben. Ich glaube, das ist ein gutes Schlusswort. Vielen Dank Thomas für Deine Zeit! Thomas: Danke für die Einladung, hat mich sehr gefreut! Marcus: Mich auch! Es war mega spannend. Wir können uns gerne auch noch ein paar Mal öfter austauschen, gerade auch zum Thema Produktivität, ich bin da auch ein totaler Freak. Von daher habe ich mich mega drauf gefreut, dass wir jetzt endlich mal miteinander gesprochen haben. Es war sehr cool, es hat mir total viel Spaß gemacht und wir bleiben auf jeden Fall in touch! Thomas: Super! Machen wir auf alle Fälle, freut mich sehr. Marcus: Dann wünsche ich Dir noch einen produktiven Tag! Thomas: Danke, Dir ebenso, ciao! Marcus: Danke, ciao!   Wow, vollgepumpt mit Motivation und Produktivitätsantrieb spreche ich hier direkt das Auto ein, dann geht die Folge auch schon zum Transkribieren und zum Mastern, so dass ihr sie möglichst schnell hören könnt. Ich hoffe, euch hat die Folge genauso viel Spaß gemacht, wie mir. Wir hören uns beim nächsten Mal. Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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Sep 7, 2015

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Interview mit jahn sterley von fitvolution

Hey Leute, was geht? Ich bin immernoch in Mallorca im Coliving und Coworking Space Bedndesk bei bestem Sonnenschein, blauen Himmel, Meer, Strand, schnellem Internet, was will man mehr? Am Freitag ziehen wir weiter nach Lissabon, wo wir dann unser nächstes DNX Camp starten. Aber davor habe ich die Zeit noch genutzt ein weiteres Interview für LifeHackz aufzunehmen. Und dieses Mal mit dem lieben Jahn Sterley. Jahn ist Unternehmensberater, der nebenbei gerade sein Online Business aufbaut, begeisterter Sportler ist und sein Blog lautet fitvolution.de. Und auf fitvolution.de gibt Jahn Tipps, wie man sich, gerade auch unterwegs oder mit wenig Zeit oder wenn man viel in Hotels unterwegs ist, sprich also nicht die Zeit hat regelmäßig ins Fitnessstudio gehen zu können, wie man sich auch so fit halten kann. Mit funktionalem Training, ohne dass man auf Geräte angewiesen ist. Ja, checkt das Interview aus, viel Spaß! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie Jahn in sechs Monaten 13 Kilo abgenommen hat.
  2. Warum auch eine 80 Stunden Woche keine Ausrede ist keinen Sport zu machen.
  3. Wie die Idee zu Fitvolution auf der DNX BERLIN geboren wurde.
  4. Warum du dein Projekt auch unperfekt auf den Markt bringen solltest.
  5. Wie du auch unterwegs ohne Fitnessstudio und Geräte Muskeln aufbauen kannst.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Fitvolution

DNX BERLIN

Stumple Upon

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Jahn Sterley Das ist die LifeHackz Show Folge Nr. 19 (Intro) Marcus: Hey Jahn, cool dass Du am Start bist bei LiveHackz! Jahn: Hi Marcus, sehr schön, dass ich dabei sein darf! Marcus: Ja cool, danke für Deine Zeit. Und sag mal: Wo bist Du und was machst Du gerade? Jahn: Ich bin gerade in der Wohnung von meiner Freundin und wir sind jetzt am Wochenende gerade von unserer Ostseeumrundung wieder zurückgekommen. Marcus: Okay cool, das heißt wir haben heute Montagnachmittag, Du musst nicht arbeiten oder arbeitest Du noch oder hast Du jetzt gerade frei? Wie sieht das aus? Jahn: Ja, also ich muss gerade nur noch arbeiten, aber ich kann das gerade remote tun und bin gerade auch so ein bisschen zwischen zwei Projekten, mache etwas Akquise und mache halt viel für meinen Blog jetzt. Marcus: Okay cool, das heißt, Du bist eigentlich noch Unternehmensberater und hast aber die Freiheit für diesen Job von überall zu arbeiten? Jahn: Theoretisch geht das manchmal, aber meistens ist es tatsächlich noch so, dass der Kunde erwartet, dass man vor Ort ist, wenn man für ihn arbeitet. Aber wie gesagt, gerade machen wir eher Themenentwicklung und dann habe ich da ein bisschen mehr Freiheit. Marcus: Okay und in dieser Freiheit weiß ich von Dir, arbeitest Du mit Hochdruck an Deinem Fitenssprojekt fitvolution. Vielleicht kannst Du dazu mal ein paar Worte verlieren, wie das alles entstanden ist, was die Motivation dahinter ist und ja, wo ihr jetzt steht und wo ihr angefangen habt? Jahn: Genau, also fitvolution ist so mein Herzensprojekt gerade. Der Hintergrund ist einfach der: Ich habe schon immer unheimlich gerne Sport gemacht. Also, das war schon immer eins meiner großen Leidenschaften. Und zu Studienzeiten war ich eher so ein klassischer Pumper, also fast jeden Tag im Fitnessstudio eigentlich. Und als ich dann mit meinem Studium fertig war, habe ich eben angefangen als Unternehmensberater zu arbeiten. Marcus: Ja und wann hast Du mit dem Fitnesssport angefangen? Sprich, als Du angefangen hast zu studieren oder schon vorher? Jahn: Also im Prinzip so ein bisschen trainiert habe ich schon so zu Abizeiten, aber so richtig ins Fitnessstudio gegangen bin ich erst als Student und dann auch so. Marcus: ...klassisches Pumperstudio mit irgendwie bunten Neon-Klamotten und glatzköpfigen Türstehern oder wie muss man sich das vorstellen? Jahn: Ja volles Programm, absolut. Nee, also ehrlicherweise war das Budget Studentenstudio, wo dann eben die ganzen Studis hingerannt sind, weil’s billig war und auch in der Studentenstadt. Ich habe meinen Master in Gießen gemacht. Da ist außer Studenten nicht viel an sonstigem Volk da. Marcus: Okay, aber trotzdem hat es gereicht, um da Feuer zu fangen und zu sagen: Ey Fitness, das ist irgendwie der richtige Sport für mich, auch wenn er jetzt nicht so wirklich… ja, so im Team stattfindet. Aber, wenn ich von mir selber spreche, ich will das nicht missen auch mal alleine für mich zu sein und gerade beim Sport und ich bin da auch oft einer, der über Sachen nachgrübelt und das kann ich supergut, wenn ich pumpen gehe und im Fitnessstudio bin oder woanders Sport mache. Jahn: Ja genau. Also, ich bin tatsächlich… eigentlich komme ich ja aus dem Vereinssport. Ich habe insgesamt knapp 12 Jahre lang Fußball gespielt und auch andere Mannschaftssportarten ausprobiert. Aber dadurch, dass ich immer schon so ein bisschen Hummeln im Hintern hatte und ein dringendes Bedürfnis, meinen Wohnort zu wechseln, war es dann irgendwann schwierig, dann immer in einem neuen Verein den Anschluss zu finden. Also ich bin direkt nach dem Abi umgezogen und dann bin ich wieder umgezogen und im Studium und danach. Dann habe ich einfach den Fitnesssport für mich entdeckt und das ist jetzt so mein Ding. Marcus: Mhh und wie war dann die Entwicklung von Muckibudenpumper zu dem, was Du jetzt machst? Jahn: Genau. Das ist im Prinzip nach dem Studium passiert, weil ich dann eben als Unternehmensberater angefangen habe zu arbeiten. Und da hat man ja jetzt nicht so ne klassische 40 sondern eben eine 60, 70, manchmal 80 Stundenwoche und ist eben ständig unterwegs. Als ich damit angefangen habe, habe ich es im Prinzip gemacht, wie die anderen Kollegen. Sprich: Ich habe mich unterwegs dann primär von Lieferessen und Room-Service und in Restaurants ernährt und habe das Training so ein bisschen schleifen lassen, weil das Fitnessstudio ist dann immer weit weg. Und die anderen machen irgendwie auch keinen Sport und man hat permanent zuviel Stress. Ja und nach zehn, elf Monaten ungefähr hatte ich dann knapp 10 kg mehr auf der Waage und deutlich an Muskeln verloren. Und dann hatte ich irgendwann so nen Aha-Moment, in dem ich dann eben festgestellt und beschlossen habe, dass es so nicht mehr weitergeht. Dann habe ich eben nach Mitteln und Wegen gesucht, wie ich eben unterwegs mich trotzdem gesund ernähren kann und ... Marcus: Sorry, dass ich Dich unterbreche. Gab es da irgendwie einen ausschlaggebenden Moment, wo Du gesagt hast, so geht’s auf keinen Fall weiter oder war es so ne schleichende Entwicklung und irgendwann hast Du gesagt “Boah nee, ich kann mich nicht mehr sehen und jetzt muss ich etwas ändern”? Jahn: Tatsächlich habe ich das so gar nicht aktiv realisiert, sage ich mal, sondern es gab einen bestimmten Moment, an den ich mich noch ganz gut erinnern kann. Und zwar waren zwei von meinen Hosen kaputt und ich musste dann neue Hosen kaufen gehen. Und ich habe immer Hosen in Größe 34/32 getragen. Und dann bin ich da in das Klamottengeschäft gegangen und habe so ein paar Hosen anprobiert und bin da nicht mehr reingekommen. Und dann kam so ne freundliche Verkäuferin zu mir her und hat mir dann mitgeteilt, dass ich wahrscheinlich einfach 36/32 Hosen kaufen soll. Ich hab dann zwei 34/32 Hosen gekauft... Marcus: Aus Trotz ne? Jahn: ...hab die mit nach Hause genommen und habe beschlossen, so spätestens in nem halben Jahr passe ich da wieder rein. Marcus: Mhh, cool. Jahn: Und dann habe ich eben in knapp sechs Monaten um die 13 kg abgenommen und habe viele Bücher gelesen und…. Marcus: Wie hast Du das geschafft? Wahrscheinlich über Cardio oder so, dass Du dann in so kurzer Zeit soviel abgenommen hast? Jahn: Ganz viel Ernährung. Ich habe viel Tabata gemacht, habe eben dieses Bodyweighttraining für mich entdeckt. Hatte überhaupt einfach meinen Sport wieder entdeckt. Marcus: Cool und was ist Tabata zum Beispiel? Jahn: Tabata ist High Intensity Intervalltraining. Das extrem kompakt in vier Minuten eben die Fettverbrennung maximiert. Also, damit wird der Stoffwechsel angekurbelt durch eine extreme Schwankung zwischen hochintensiven Intervallen und Pausenintervallen und damit lässt sich eben in minimalem Zeitaufwand unheimlich viele Kalorien verbrenen. Marcus: Krass! Und das ist dann funktional oder geht man dafür irgendwo hin ins Studio und braucht Geräte. Jahn: Nee, das Coole am Tabata Workout ist, dass man es eben tatsächlich immer und überall machen kann und man braucht nichts dafür. Der Klassiker ist Sprinten, sprich, kurze Sprints mit Laufunterbrechung und was man auch sehr gut machen kann ist zum Beispiel Burpees, weil das auch ne Übung ist, die man ganz cool für den Körper machen kann. Marcus: Boah, die machen einen tot ne? Jahn: Ja und dann mach mal 20 Sekunden Burpees so schnell, wie Du kannst und  dann 10 Sekunden Pause und dann wieder 20 Sekunden so schnell, wie Du kannst. Wenn Du das dann in 4 Minuten gemacht hast, dann biste echt am Kotzen. Marcus: Das glaube ich Dir, dass Du dann im Strahl kotzt. Ähm, ich hatte Burpees ehrlich gesagt vorher noch nie so oft im Schirm, weil ich neben diesem Fitnessstudio eigentlich Jahre lang nicht mehr viel anderen Sport gemacht habe, bis ich dann wieder auf’s funktionale Training umgestiegen bin und dann auch mit dem Krav Maga angefangen habe. Und da sind Burpees auch super beliebt. Gerade im letzten Drittel des Trainings. Bei uns ist immer so ein Drittel aufwärmen, ein Drittel Technik und das letzte Drittel ist dann Drill mit Anwendung von den Techniken und da zwischendurch dann diese Burpee einheiten. Du gehts kaputt! Das ist echt…. Jahn: Aber es ist eine super effektive Übung auf jeden Fall. Marcus: Mhh okay und dann hast Du innerhalb von nem halben Jahr hast Du gesagt? Jahn: Ja genau. Marcus: 13 kg abgenommen? Jahn: Vor nem halben Jahr habe ich ungefähr 13 kg abgenommen. Am Ende von meiner Anstellung habe ich dann glaube ich 15 oder 16 kg verloren gehabt. Dann bin ich dann auch meinen ersten Marathon gelaufen. Dazu ist noch zu sagen, bevor ich damit angefangen habe, bin ich überhaupt nicht gelaufen. Das ist vielleicht auch ganz interessant. Ja, da waren eben ganz viele Leute in meinem Umfeld, also Kollegen, Freunde, Bekannte, Geschäftspartner, eben sehr beeindruckt von, wie ich eben in so kurzer Zeit und obwohl ich so viel Stress habe und ständig unterwegs bin, das geschafft habe. Marcus: Ja, höchsten Respekt. Gerade als, ich glaube, Unternehmensberater steht man auch ganz schön unter Strom oder auch unter Druck ne? Jahn: Ja, auf jeden Fall, ja. Deswegen, ich sagte ja schon, bei mir ist nicht 40, sondern eher 60, 70, manchmal 80 Stundenwoche und das ist glaube ich, für viele auch dann eine willkommene Ausrede, um gar keinen Sport mehr zu machen und gar nicht mehr nach ihrer Ernährung zu gucken. Marcus: Klar und wie sehen die das? Sehen die das dann eher so “Ich gebe jetzt hier 20 Jahre als Unternehmensberater Gas und bin dann durch” und dabei bleibt es ja meistens nicht, oder ist denen das gar nicht so bewusst und die sind einfach irgendwann so tief da drin, dass man gar nicht mehr über den Tellerrand guckt? Jahn: Das ist ganz unterschiedlich. Also, die meisten Leute arbeiten ja nicht lange in der Unternehmensberatung. Also ich glaube, ich habe mal irgendwo gelesen, dass der Unternehmensberater durchschnittlich 4,5 Jahre in der Beratung bleibt und dann entweder nen Burnout hat oder vorher schon den Job wechselt, nach intern irgendwohin oder man steigt halt irgendwie auf und ist dann Manager oder Partner oder wie auch immer. Je nach dem, wie das eben in dem Beratungshaus, in dem man tätig ist heißt und ist dann eben eine Etage höher und hat dann eben nicht mehr ganz so viel Stress, wenn man eben die Soldaten unter sich hat, sage ich mal. Marcus: Ja, das heißt, ihr seid dann die Eingreiftruppe, die wirklich noch in die Unternehmen reingeht und da die Akten wälzt und nicht gern gesehen seid, weil die meisten haben dann Angst, dass dann irgendwie Personal gestrichen wird. Jahn: Ja, prinzipiell ist das so. Ich habe zum Glück Unternehmen, bei denen das nicht so ausgeprägt ist. Wir sind etwas gerner gesehen, weil wir nicht ganz so strategisch und stärker operativ unterwegs sind. Wir machen da viel Prozessoptimierung und Projektmanagement, ganz stark Digitalisierung gerade. Marcus: Mhh cool. Also um so krasser, dass Du dann nebenbei noch diese Erfolge erzielt hast im sportlichen Bereich. Hast Du dadurch dann andere Kollegen motivieren können, auch etwas ändern zu können? Jahn: Absolut, also ich habe ne Hand voll von Kollegen und auch Mitarbeitern von Kunden, die auf mich zugekommen sind und die Tipps von mir haben wollten, die ich auch so ein bisschen gecoacht habe inzwischen, die auch regelmäßige Blogleser sind. Und da haben einige auch schon echt gute Erfolge erzielen können. Marcus: Okay, und wann war das jetzt, dass Du so in diesen Sportmodus dann voll drin warst und den Marathon gelaufen bist und wieder dann Dein Gewicht runter hattest und wieder in die Hosen gepasst hast? Jahn: Den Marathon bin ich gelaufen... letztes Jahr im September müsste das gewesen sein. Tatsächlich hätte ich dann zwischenzeitlich mal ne Hosengröße kleiner gebraucht, weil für den Marathon habe ich dann noch ein bisschen mehr abgenommen. Aber ja, das war meine tiefste Gewichtsphase, da dürfte ich so 83 kg gehabt haben ungefähr. Marcus: Und war das okay für Dich oder bist Du dann bewusst wieder ein bisschen mit den Kilos hoch und hast gesagt “Nee, eigentlich will ich ein bisschen athletischer aussehen”. Jahn: Ja also ich habe mich dann wieder ein bisschen nach oben trainiert und pendle jetzt so zwischen 86, 87, 88 kg. Da fühle ich mich eigentlich recht wohl. Marcus: Mhh, manchmal verliert man da auch so ein bisschen das Gefühl für, wenn man gerade so ein großes Ziel vor Augen hat, gerade glaube ich, wenn man Gewicht verlieren will, dann irgendwo auch den Punkt wieder zu finden, dass man sagt “eigentlich geht es jetzt, viel mehr muss man gar nicht mehr verlieren”. Ist das bei Dir auch so gewesen? Jahn: Ja, wobei ich auch gewusst habe, dass ich mehr Gewicht verlieren sollte, als ich eigentlich ursprünglich vorhatte, einfach damit ich sicherer und in ner guten Zeit durch den Marathon durchkomme. Marcus: Okay, weil bei mir war das so, ich bin halt ein totaler Extremtyp und schon immer gewesen. Dieses Schwarz-Weiß-Muster und bin irgendwann auch im Studium dann in so ner krassen, krassen Muckibude gelandet, im Masse Gym in Münster, wo auch einige dann auf die Bühne gegangen sind und echt die Hardcore Bodybuilder. Die wollten mich dann auch heranzüchten und ich habe mich voll motivieren lassen. Ich bin auch immer schnell zu begeistern und habe dann nachts den Wecker gestellt und Kartoffeln gegessen und Superkilo Plus und dieses Mass Plus und nur Kohlenhydrate irgendwie reingestopft. Ähm, habe glaube ich, bei 83 kg angefangen und war dann irgendwann bei 96 kg. Nur sah das nicht mehr cool aus, weil ich habe zwar trainiert, aber auch gefressen, wie ein Schwein und irgendwie war ich total fett und dick und irgendwie habe ich mir dann, zum Glück, irgendwann nicht mehr selber gefallen und gesagt so “Nee, so geht’s nicht weiter.” Ich glaube, ich war da mal wieder in Düsseldorf bei meinen Kumpels und die sagten auch irgendwas “Bist Du irgendwie krank oder so? Du bist so aufgedunsen und hast soviel zugenommen” und ich dachte ja immer, das sei cool, weil ich habe mich ja immer an den Leuten orientiert, die im Studio waren, aber habe dann voll so den Blick für die Realität verloren. Dann habe ich gesagt “Okay, Du änderst was!” Und wenn ich was mache, mache ich das voll radikal und bin dann morgens immer zum Cardio Training gegangen und habe dort nichts gefrühstückt. Dann auf leeren Magen zwei Stunden Crossstepper gemacht und habe dann innerhalb kürzester Zeit auch ziemlich viel verloren. Ich bin, glaube ich, von 96 kg irgendwann auf 76 kg runter. Bis die Leute - die gleichen Leute, die vorher gefragt haben, ob ich krank bin, weil ich so fett bin - gefragt haben, ob ich irgendeine Krankheit habe oder so, weil ich auf einmal so ausgemärgelt bin. Da war dann der Punkt für mich “Okay, warte. Du musst mal wieder irgendwie in die Normalität rein”. Ich habe mich dann zum Glück irgendwann bei 80, 81, 83 kg reingependelt. Jetzt bin ich glaube ich bei 81 kg bei 1,88 m und ganz gut athletisch. Jahn: Ja auf jeden Fall. Aber da bist Du tatsächlich noch ein bisschen extremer unterwegs als ich. Also ich denke schon immer, ich renne immer jedem Ball so schnell nach, wie ich kann. Marcus: Nee nee, das Ding bei mir ist auch, und darum sind auch Feli und ich in der Kombination so gefährlich, weil wir beide uns ziemlich für irgendwas Neues begeistern lassen und dann da irgendwie voll reinsteppen und nichts anderes mehr kennen. So war es dann einmal, als ich in diese Pumpen Bodybuilding Szene da reingekommen bin und dann, wo ich dann das Ziel hatte, ich will abnehmen. Und dann ist es, glaube ich, aber immer wieder wichtig, egal was für Ziele das sind, dass man überhaupt Ziele hat. Jahn: Auf jeden Fall, ja. Das ist auch ein ganz großes Thema, was man bei ganz vielen Leuten immer wieder feststellt, wenn man sich mit denen unterhält, dass sie gar keine so richtig konkreten Ziele haben. Marcus: Meinst Du jetzt im Sportbereich oder allgemein überhaupt so? Jahn: Allgemein. Aber tatsächlich ist es oft so, wenn ich mit Leuten rede, die so Tipps haben wollen zum Thema, “wie werde ich fitter, wie werde ich gesünder, wie kann ich abnehmen?” dass sie einfach die falschen oder überhaupt gar keinen echten Ziele haben. Die sagen halt so “Ja, ich möchte halt irgendwie abnehmen. Was mache ich denn da am besten?” Und das ist halt nicht unbedingt der optimale Ansatz. Marcus: Ja, also cooler wäre es wahrscheinlich, wenn man sagt “Ich will innerhalb von drei Monat so und so aussehen” oder “so und so viel Kilo wiegen” oder “Ich möchte so einen Ärmel haben” oder… irgendwas. Jahn: Genau, da sollte man einfach konkreter sein. Also hier Stichwort: Smarte Ziele. Das macht schon ein Stück weit Sinn, auf jeden Fall. Dann ist tatsächlich der erste Schritt mit den meisten Leuten, dass man sich erstmal hinsetzt und sich überlegt, was möchtest Du eigentlich genau und warum möchtest Du das überhaupt? Und dann hat man schon den ersten Schritt geschafft. Marcus: Mhh, ich glaube, das wird auch oft übersehen, das “Why”. Warum mache ich irgendetwas? Jahn: Auf jeden Fall. Marcus: Und ich denke mal, wenn jeman zu Dir kommt und sagt, er will was ändern, dann wird er ja irgendein Why haben, nur die meisten machen sich darüber keine Gedanken ne? Jahn: Ja und viele haben auch das falsche. Marcus: Mhh, zum Beispiel? Jahn: Zum Beispiel… ähm… das Thema “Bild nach außen” und so. Also ganz oft ist es so, dass die Leute eben abnehmen wollen. Oder Jungs wollen meistens Muskeln aufbauen, weil es den Mädels gefällt. Oder weil sie denken, dass es den Mädels gefällt. Marcus: Mhh genau, ja. Wollte ich auch. Für den Strandbody ne? Jahn: Ob das jetzt das richtige Why ist, ist halt die Frage. Marcus: Ja und wann war der Zeitpunkt dann bei Dir, dass Du gesagt hast “Ich habe jetzt soviel Wissen oder soviele Leute sprechen mich an und gleichzeitig habe ich Bock, etwas eigenes zu starten” oder wie kam es überhaupt zu dem Blog? Wann hast Du fitvolution gestartet und aus welcher Motivation? Jahn: (grinst) Nach der DNX. Im Oktober letztes Jahr war ich auf der DNX und ich habe, als ich eben diese Transformation durchgemacht habe, habe ich mit immer mehr Leuten gesprochen, die alle Tipps wissen wollten und gemeint haben “Hier gerade dieses Fitness, wenn man viel durch die Gegend reist, da gibt es nicht so richtig was und wie mache ich das?” Und habe dann ganz vielen Leuten immer wieder das gleiche erzählt und die so ein bisschen gecoached und dann bin ich irgendwie auf euer Event gestoßen... Marcus: Weißt Du noch worüber? Jahn: Über Ben Paul’s Blog war das. Marcus: Okay mhh. Jahn: Und war dann da und war total geflasht von dem Spirit und was die ganzen Leute da so erzählt haben und da dachte ich, das wäre doch eine geile Möglichkeit eigentlich auf der Basis eben nen Blog zu starten. Also nen Blog hatte ich vorher überhaupt noch gar nicht gedacht. Wobei es eigentlich ganz lustig ist, weil wenn man mich fragen würde “Was sind eigentlich so Deine zwei größten Leidenschaften?” dann würde ich wahrscheinlich sagen: Sport und schreiben. Und das passt halt so wie Arsch auf Eimer, dachte ich mir. Warum nicht über Sport schreiben? Und da habe ich jetzt riesen Spaß dran, die Seite aufzuziehen und so zu gucken, wie die Lesezahlen jeden Monat mehr werden. Marcus: Cool. Wie hat sich das bei Dir entwickelt? Jahn: Ja so anfangs ist nicht so viel passiert und inzwischen sind wir jetzt den dritten oder vierten Monat über 5.000. Also jetzt im August sind wir schon bei etwa 7.000 Uniques. Das finde ich eigentlich schon ganz cool. Marcus: Ja, das ist super cool. Also es ist ja noch nicht einmal ein Jahr her und ich glaube, Du weißt das, weil Du ja auch auf der DNX gewesen bist, dass so etwas lange dauert und hast dementsprechend dann hoffentlich auch das Durchhaltevermögen gehabt. Also klar, am Anfang ist es total scheiße. Weil dann denkst Du, es passiert nichts. Ich schreibe mir hier die Finger wund und arbeite und tue und mache, aber irgendwann kommt, glaube ich, so der Point… irgendwie so ein Tipping Point, wo dann so das eine das andere wieder ergibt und so ein kleiner Domino-Effekt passiert. Hast Du das auch feststellen können bei Dir auf dem Blog? Jahn: Ja, auf jeden Fall. Also, es geht primär darum dran zu bleiben und immer weiter zu lernen und sich nicht einfach in eine Richtung dann festzubeißen, sondern immer zu sagen “Okay, das funktioniert. Jetzt mache ich das weiter und versuche aber noch etwas neues dazuzumachen, was dann vielleicht nochmal ne Verbesserung bring.” Also ich habe wirklich total blauäugig das Ding gestartet. Habe mir den Kurs direkt nach der DNX geholt von Conni und Sebastian und habe mir dann noch zwei Bücher reingezogen zu dem Thema und habe dann den Blog komplett selbst aufgezogen. Habe dann noch HTML und CSS gelernt. Marcus: Boah cool! Jahn: Total bekloppt eigentlich, aber da bin ich auch so ein bisschen wie Du, glaube ich. Wenn ich mir so eine Idee in den Kopf gesetzt habe, dann renne ich da einfach in die Richtung. Marcus: Okay und Du bist wahrscheinlich dann auch so wie ich, so ein bisschen perfektionistisch, ne? Jahn: Ähm, ehrlicherweise ist das eher der Part von meinem Geschäftspartner. Also ich mache das ja zusammen mit Dustin. Der ist Physiotherapeut. Also Dustin ist einfach ein Kumpel von mir, den ich vor ein paar Jahren mal kennengelernt habe und als ich die Idee hatte, dachte ich, geh mal auf ihn zu, um da einfach so ein bisschen Expertise reinzubringen und auch so ein bisschen ne ruhige Stimme. Weil ich mir dachte, zum einen macht es mehr Sinn zu zweit zu starten, weil man halt sich gegenseitig so ein bisschen hilft, dranzubleiben. Dann bringt er eben noch die Expertise mit rein und er ist eher der perfektionistische Typ. Manchmal für meinen Geschmack ein bisschen zu perfektionistisch. Marcus: Ja, das ist nicht immer cool. Man steht sich ja auch oft selber im Weg. Jahn: Ja, ich habe ja auch die Steve Jobs Biografie gelesen und so. Ich bin dann tendenziell auch eher möglichst früh raus mit was auch immer man hat. Aber manchmal macht’s halt auch Sinn und dann muss man sich irgendwo in der Mitte finden und ich glaube, das ist dann auch irgendwo die beste Lösung. Marcus: Mhh, das heißt, Dustin war schon von Anfang an mit im Boot bei fitvolution? Jahn: Ja, also es war tatsächlich… Ich hatte diese Idee, als ich… tatsächlich hatte ich schon so ein bisschen die Idee als ich zur DNX hingefahren bin und die hat sich dann auf der Konferenz eben konkretisiert und ich bin dann zu Dustin hin und habe ihm erzählt, was ich gerne machen würde. Und er hat dann gemeint “Boah, ist ja voll die geile Idee und hast Du da und daran schonmal gedacht? Und das und das vielleicht noch zu machen”. Und dann habe ich gesagt “Hey, das ist auch ne coole Idee. Und… warum machen wir das nicht zusammen?” Und dann haben wir das gemeinsam aufgezogen. Marcus: Saucool. Und wer ist eure Zielgruppe? Jahn: Also, unsere Zielgruppe sind im Prinzip Menschen, so ein bisschen wie ich. Also Leute die eben viel um die Ohren haben und auch viel unterwegs sind. Das heißt, gerade so digitale Nomaden ist sicherlich auch ein Teil unserer Zielgruppe. Tendenziell haben wir uns aber eher so in der Richtung Business People ausgerichtet. Sprich Manager und Consultants etc., weil das eben auch die sind, die wir als erstes direkt angesprochen haben. Aber vor allem haben wir einfach den Fokus der Ortsunabhängigkeit. Das ist uns sehr wichtig. Dass man die Konzepte, die wir erarbeiten überall machen kann und mit möglichst geringem Zeitaufwand auch. Weil Zeit ist das wertvollste Gut, was wir haben. Marcus: Ja absolut. Und gerade in diesem Businessbereich habt ihr beide oder Du nicht zuletzt dann auch die Reputation, dass man sagen kann “Ey der Typ hat echt viel um die Ohren und kriegt’s trotzdem hin noch neben dem Blog auch noch selber soviel Sport zu machen. Also dem glaube ich das, was er da schreibt” ne? Jahn: Genau, das macht die Sache natürlich sehr authentisch, deswegen. Und so ist die Idee ja auch entstanden, weil einfach Leute aus meinem Umfeld gesagt haben, “Da gibt es eigentlich noch nichts und Du hast das voll drauf” Dann habe ich halt gesagt, ich mache das mal. Marcus: Okay cool und Du hast die Entscheidung nicht bereut, sondern Du bist jetzt voll dabei und das ist absolut Dein Ding? Jahn: Ja, das ist großartig. Es ist auch, wie Du es auch immer wieder sagst, wenn ich etwas für fitvolution mache, dann nehme ich das gar nicht so als Arbeit wahr. Meine Freundin… wenn ich dann irgendwie bis spät nachts, weil ich ja ziemlich lange am Arbeiten bin und dann eben nachts das meistens noch machen muss, am Computer sitze und sie eigentlich schon schlafen möchte oder irgendetwas anderes. Marcus: Ja, das kenne ich noch von ganz früher, als ich nebenbei meinen ersten Blog aufgebaut habe und Feli dann auf der Couch gewartet hat oder so, bis ich dann endlich mal fertig bin, das war nicht optimal. Von daher, vielleicht kannst Du ja in irgendeiner Form Deine Freundin auch mal begeistern oder mit einbinden oder dass sie ein eigenes Projekt hochzieht. Jahn: Da bin ich tatsächlich schon dran, das sollte ich jetzt vielleicht nicht so laut sagen. Marcus: (lacht)  Sie sitzt gerade hinter Dir ne? Sonst bring sie einfach mal mit auf die nächste DNX. Jahn: Das habe ich fest vor, ja. Oh, jetzt guckt sie ganz skeptisch. (beide lachen) Marcus: Ja, weil zu zweit oder auch mit dem Partner, das kann auch richtig viel Spaß machen. Also ich erfahre das ja selber und Du hast ja jetzt schon einen Partner, von daher ist es schonmal ganz cool, dass Du das ganze nicht alleine angehst. Weil das ist, glaube ich, so wichtig, gerade wenn man dann die ersten Hürden hat und die ersten Challenges und ah…. ich weiß nicht, wie oft ich, wenn ich alleine gewesen wäre, wahrscheinlich den Gedanken gehabt hätte “nee, das bringt ja alles nichts, ich höre jetzt auf und schmeiße hin und gehe wieder zur Arbeit”. Jahn: Das dachte ich mir auch schon, ja. Mehrfach dachte ich das schon. Wenn ich jetzt allein gewesen wäre, dann hätte ich wahrscheinlich hingeschmissen. Also, den Moment hatte ich schon zwei, drei Mal. Vor allem, wenn man dann tatsächlich irgendwie drei Monate den Blog schreibt und dann lesen so nen Artikel nicht mal 20 Leute, obwohl man all seinen Freundin Bescheid gesagt hat, dass ein neuer Artikel erschienen ist. (beide lachen) Marcus: Gut, aber mittlerweile seid ihr ja wirklich an einem Punkt, wo ihr ein paar tausend Leser pro Monat habt, ne? Jahn: Genau, mittlerweile läuft das ganz gut. Das liegt unter anderem auch daran, dass wir eben so das ein oder andere Social Media Netzwerk für uns entdeckt haben und so ein bisschen SEO jetzt machen, was wir am Anfang eben überhaupt nicht kannten. Also man wächst da halt auch so ein bisschen rein. Marcus: Ja genau und ich glaube, nur so geht´s. Also wie Du es gemacht hast, einfach erstmal ins kalte Wasser springen, loslaufen, alles mal ausprobieren und alle Plugins installieren, deinstallieren, in irgendwelchen Netzwerken anmelden, wieder abmelden, gucken welche Buttons funktionieren und welche nicht. Genauso haben wir es auch bei Travelicia gemacht. Jahn: Du musst Dich ja nicht wieder abmelden, Du musst die Profile am besten stehen lassen, da ist ja meistens ja noch ein mehr oder weniger sinnvoller Backlink drin. Marcus: Stimmt, stimmt und welches Netzwerk habt ihr für euch jetzt entdeckt, wo Du sagst, das funktioniert besonders gut und bringt euch Traffic? Jahn: Der meiste Traffic kommt logischerweise über Facebook, aber was jetzt vielleicht nicht so viele Leute auf dem Schirm haben ist Stumble Upon. Marcus: Ähm ja, das habe ich jetzt auch nicht auf´m Schirm. Jahn: Das ist tatsächlich mein… eigentlich ist es sehr verbreitet im englischsprachigen Raum, aber das wird auch in Deutschland immer größer und ich habe mir auch den Besucherstrom mal angeguckt, den wir über dieses Netzwerk kriegen und da sind auch 80% tatsächlich aus Deutschland und die suchen eben gerade wohl im Fitness- und Lifestylebereich ganz gerne nach Dingen, die da einfach sind und da kriegen wir schon ein paar hundert Uniques jeden Monat rein jetzt. Marcus: Cool, vielleicht erklärst Du mal kurz, was das ist. Weil ich hab das zwar schonmal gehört, aber... Jahn: Bei Stumble Upon da stumbled man quasi durch Websites oder genau… die kann man da publishen. Sprich, Du postet da nen Link zu nem Blogartikel rein und der landet bei denen dann in diesem Zufallsgenerator und dann, wenn sich da jemand einloggt und der gibt dann Interessen an und dann habe ich da zum Beispiel im Sport- und Fitnessbereich einen Artikel von mir gepostet und der hat eben bei Interesse Sport- und Fitnessbereich und stumbled da so ein bisschen, dann bekommt er immer die Seite angezeigt und kann dann Daumen hoch und Daumen runter machen. Und dann gibt es, je nach dem wie viele Daumen Du nach oben hast, wird natürlich logischerweise dann der Artikel öfter angezeigt. Marcus: Cool, also so ein Trafficverteiler, ein Aggregator. Jahn: Genau, also das ist ein ganz cooles Ding. Ich hatte am Anfang auch gedacht, mhh, ob das was ist. Aber ich wollte einfach mal alles ausprobieren und wir haben uns jetzt gegen Instagram entschieden, weil das für uns irgendwie nicht so gut funktioniert hat und wir ja auch nicht so die Fotografen sind, ehrlicherweise. Aber mal gucken, ob das vielleicht noch dazukommt. Man muss sich halt auch immer so ein bisschen fokussieren, was bringt uns am meisten mit möglichst geringem Aufwand, weil wir ja auch beide noch berufstätig sind. Weil wenn Du sagst, wir sind ins kalte Wasser gesprungen… es ist ja bei uns schon eher so, dass wir da das eben nebenberuflich aufbauen. Nicht wie viele andere, die gesagt haben “So, jetzt alles oder nichts”. Marcus: Ja ich finde, das ist auf jeden Fall eine smarte Variante. Ich habe ja auch meine ersten Blogs neben meinem Angestellten- normalem Job gestartet, um erste Erfahrungen zu sammeln, weil mir auch die Sicherheit wichtiger war. Einen festen Job zu haben und genug Geld zu verdienen. Jahn: Genau, das müsste ja eigentlich der deutsche Start ins digitale Nomadenleben eher sein. Marcus: Ja absolut. Das heißt, Du arbeitest im Moment aber noch Full Time für die Unternehmensberatung und machst das alles nur in Deiner Freizeit? Jahn: Genau. Marcus: Und der Plan ist? Jahn: Ja so mein Traum wäre es natürlich schon, dass ich irgendwann sagen kann, hier fitvolution ist jetzt so dick... Also ich habe ehrlicherweise noch zwei kleinere Projekte, die da noch nebenher laufen. Dass ich dann davon ortsunabhängig leben kann und da arbeite ich drauf hin. Ich weiß noch nicht genau, wann das jetzt der Fall sein wird. Und bislang haben wir so zwei, drei Leitanläufe schon gemacht. Sprich ich war dann jeweils so einen Monat unterwegs und für nächstes Jahr haben wir da mal nen dreimonats Exit Light geplant. Und da einfach mal sehen, wie es läuft. Marcus: Ja, finde ich genau richtig die Herangehensweise. Und nicht Vollrisiko und All-In zu gehen. Das meinte ich eben auch nicht mit ins kalte Wasser springen. Sondern eher, einfach mal den Blog live gehen lassen und gucken, was da passiert und dann die verschiedensten Sachen auszuprobieren. Jahn: Ja auf jeden Fall. Also, die beste Idee bringt da nichts, wenn man sie nicht umsetzt und eine mittelmäßige Idee ist bei einer guten Umsetzung immernoch deutlich besser, als die beste Idee, die eben nie umgesetzt wird. Marcus: Mhh, das heißt, Du glaubst, Du hast genau zum richtigen Zeitpunkt gestartet und bist jetzt irgendwie nicht der Meinung “Ich hätte das noch viel früher machen müssen” oder zu einem anderen Zeitpunkt wäre es noch besser gewesen? Jahn: Also, ganz ehrlich? Wenn ich schon zu Studienzeiten die Idee gehabt hätte, dass ich so was machen könnte, dann wäre das vielleicht alles anders gelaufen. Aber prinzipiell bin ich jetzt wirklich froh, dass ich jetzt so den Weg gegangen bin, weil… also gerade als Unternehmensberater, da lernt man Unternehmen einfach auf so eine Art kennen und man lernt eben, wie Businesses laufen. Und wie so Projektmanagement und so was funktioniert, in einem ganz anderen Kontext. Und man interagiert gleich schon mit Leuten auf sehr hohen Ebenen, sage ich mal. Also ganz oft auf der Top Manager- und Vorstandsebene auch teilweise unterwegs. Und das ist schon eine coole Erfahrung und man kann ja die Dinge auch im Nachhinein nicht ändern. Also hätte, wäre, wenn bringt ja auch nichts einfach. Marcus: Nee, auf keinen Fall. Aber es gibt halt ein paar Leute die sagen “Boah Scheiße, ich habe viel zu lang rumkonzeptioniert und bin nie live gegangen”. Das war ja eher nicht der Fall. Jahn: Nee, also ich würde sagen, als ich die Idee hatte, bin ich dran und wie gesagt, Dustin hat mich da immernoch ein bisschen gebremst mit dem Livegehen. Wenn es nach mir gegangen wäre, dann wäre es schon etwas früher passiert, aber wir haben uns dann irgendwann halt ein Datum gesetzt und zu dem sind wir dann live gegangen, so wie wir dann waren und das war schon ziemlich gut, denke ich mal. Da musste man sich nicht besonders für schämen und wie gesagt, da war ja auch der Traffic noch nicht so hoch. Deswegen kann ich jedem nur raten: Bring das Ding live und die Besucher, die nicht Deine Freunde und Verwandten und Bekannten sind, die kommen sowieso erst, wenn Du die ersten Macken rausgebügelt hast. Marcus: Mhh, das ist glaube ich, ganz normal. Gerade auch unter Google-Aspekten, wo es dann darum geht, wie lange ist die Webseite schon sichtbar und im Netz, ist es eigentlich um so besser, das Ding irgendwann live gehen zu lassen, weil Du nur dadurch den Trust auch von Google gewinnst. Was jetzt nur einer von vielen Rankingsignalen ist, aber wenn man zu lange wartet, dann ist die Seite auch zu neu. Jahn: Genau, und dann bis man dann mal ins Ranking kommt. Wenn die Seite dann schon zwei, drei Jahre drin steht, dann rankt zu so nem Keyword natürlich auch gleich viel schneller. Und vor allem ist es auch so, man kann dann die Sachen nicht wirklich proben. Natürlich kann man sich auf dem Rechner so ne Dummieseite anlegen, die dann irgendwie hier mit Xampp oder so auf so einem virtuellen Server gelegt und da rumschrauben und lernen, wie man so ne Seite aufbaut. Aber wie die Leute wirklich drauf reagieren und wieviel von so nem Text, den Du geschrieben hast, die lesen, das siehst Du ja erste, wenn Du wirklich die Webseite eben live hast. Marcus: Absolut, aber komischerweise stehen gerade, glaube ich, die Deutschen - ich war da genauso - sich da selber im Weg und versuchen oftmals so das perfekte Produkt am Reisbrett zu kreieren, vielleicht vorher noch viele Ressourcen zu verbrennen und vielleicht noch Geld und Zeit darein zu stecken, bevor man denkt “Boah, jetzt kann ich´s der Welt zeigen” und dann interessiert sich keine Sau dafür. Jahn: Absolut, ja. Marcus: Ich glaube, da haben die Amis uns einiges voraus. Und wer das halt perfektioniert hat, damals mit dem Windows Betriebssystem war, glaube ich, Microsoft. Die haben das Ding dann irgendwann live gehen lassen und ich weiß nicht, wie viele Sicherheit Patches und Updates ich da alle zwei Tage wieder reinschieben musste, bis die dann endlich eine einigermaßen stabile Vollversion hatten und dann gab es schon wieder eine neue Version. Jahn: Ich habe gerade nur die Hälfte verstanden Marcus, von dem was Du gesagt hast. Marcus: Ah okay, äh ich sag´s nochmal: Also eigentlich … verstehst Du mich jetzt besser? Jahn: Ja, jetzt verstehe ich Dich wieder, aber Du warst gerade… war die Verbindung weg. Marcus: Okay, cool. Ich sagte gerade, perfektioniert haben es eigentlich die Amis und gerade dann Microsoft, die ne völlig unfertige Windows-Version auf den Markt geschmissen haben und dann alle zwei Tage ihre Sicherheitsupdates und Patches hinterhergeschoben haben. Jahn: Das ist eigentlich der Extremansatz ja. Ganz so unfertige Produkte möchte ich dann doch nicht rausgeben. (lacht) aber ja, wer hat das noch gleich gesagt? Wenn Dein erster Launch nichts ist, wofür Du Dich schämen musst, dann hast Du zu lange gewartet? Marcus: Mhh ja, der LinkedIn-Gründer. Ich komme gerade auch nicht auf den Namen, aber da hat er auf jeden Fall recht. Jahn: Auf jeden Fall ein klasse Zitat! Marcus: Ja absolut! When you´re not embarrased from your first Version, you´re too late. Oder irgendwie so was ne? Jahn: Genau, und dann ist es ja auch immer so, dass man bei seinem ersten Launch … den musste man ja auch nicht in den großen Ventilator werfen, sondern man kann da ja auch sich eben ne kleine Gruppe aussuchen. So Beta-Tests und so. Das ist ja super. Da sind die Leute auch dankbar für, wenn sie dann ausgewählt werden als exklusive Betatester. Du hast eben gleich Leute, die Dein Produkt testen und dann kannst Du die Macken rausbügeln und musst Dir nicht überlegen, was könnten die Leute besser finden. Sondern Du siehst eben wirklich, was die Leute besser finden, was Du dann verbessern kannst. Marcus: Ja, gibt es um fitvolution den Blog selber noch Produkte, die ihr erstellt und anbietet, baut oder habt ihr da eine Strategie? Jahn: Genau, also wir haben unsere vier Elemente. Und wir arbeiten da auch momentan an digitalen Produkten. Unser Ziel ist, dass wir da ein Kurs-System anbieten und jetzt Schrauben wir aber aktuell an den Ebooks-Zeilen. Vier Sück insgesamt. Ich schreibe gerade an einem zum Thema Motivation und Dustin schreibt gerade an eine Ebook zum Thema Schmerzprävention und -linderung. Da wollen wir dann unsere fitvolution Framework drauf aufbauen und in Zukunft soll es dann eben auch einen Online Kurs geben, der dann darauf aufbaut quasi. Marcus: Cool! Gibt es bei euch auch Trainingspläne oder individuelle Coachings? Jahn: Das gibt´s tatsächlich. Die Coachings, die haben wir jetzt nicht offiziell auf der Webseite ausgeschrieben, aber ab und zu mal kontaktiert uns jemand per E-Mail oder über Bekannte von Bekannten und dann machen wir sowohl Coaching, als auch Dustin macht viel Personal Training. Eben sowohl live in Persona als auch über Skype. Aber, wie gesagt, langfristig wollen wir tatsächlich das so ein bisschen automatisieren, dass wir nicht mehr da eben…. also, dass der Zusammenhang zwischen Arbeitszeit und Ertrag so ein bisschen sich löst voneinander. Marcus: Cool, wie hältst Du Dich jetzt aktuell fit? Jahn: Also aktuell mache ich unheimlich viel Bodyweight Training und habe auch mein TRX immer dabei. Auch jetzt auf unserer Ostseeumrundung musste meine Freundin auch mit mir dann mit dem TRX trainieren. Sie ist eigentlich ne Fitnessstudio-Anhängerin, eine überzeugte. Marcus: Kurse oder Geräte? Jahn: Sowohl als auch. Sie ist auch Kurstrainerin. Aber, da wir eben viel unterwegs jetzt waren und nicht immer ein Fitnessstudio in der Nähe ist… also wir waren auch zwei Mal in nem Fitnessstudio, sind da ganz spontan hingefahren und haben gefragt “Wie sieht´s aus? Habt ihr eigentlich Day-Passes?” und da geht dann auch meistens was. Aber wir haben auch mit TRX und mit Bodyweight Übungen trainiert und an richtig geilen Spots so. Also ich schicke Dir da auch gerne mal ein cooles Bild. Da muss ich mal eins rauskramen. Marcus: Gerne. Jahn: Ich denke, dass lässt sich da auch irgendwie für benutzen, dann so wirklich richtig schon morgens am Strand aufwachen und erstmal im Workout mit dem TRX oder irgendwie mal schnell ein Tabata-Workout auf dem Steg oder so. Da haben wir echt ein paar coole Sachen gemacht und es geht halt. Das ist halt die Message. Marcus: Es funktioniert, oder? Egal von wo. Jahn: Genau, egal von wo. Also ich würde sagen, ich bin jetzt deutlich fitter, als zu irgendwelchen Zeiten, in denen ich fünf, sechs, sieben Mal ins Fitnessstudio gerannt bin. Ich investiere deutlich weniger Zeit in mein Training und ich gehe nur noch selten ins Gym. Marcus: Da warst Du wahrscheinlich auch übertrainiert oder? Jahn: Das ist durchaus auch möglich, ja. Und ich hatte auch ein anderes Zielbild, ein anderes Ideal. Mir ging es eben primär darum, Muskeln drauf zu packen und jetzt verfolge ich da ein anderes Ziel. Ich sage immer ganz gerne, ich möchte in der Lage sein, an einem Tag einen Marathon in unter vier Stunden zu laufen und am nächsten Tag trotzdem noch 120 kg Bank zu drücken. Momentan bekomme ich´s hin und das ist so der Fitnesszustand, den ich mir erhalten möchte. Marcus: Ja. Jahn: Nicht mehr so einseitig, wie früher. Marcus: Ja, das heißt, Du hast jetzt auch keine bestimmte Trainingsform, die Du empfehlen würdest, sondern Du würdest sagen, das muss jeder individuell für sich entscheiden, was da am ehesten in Frage kommt? Jahn: Auf jeden Fall. Also, es kommt ja immer auf Dein Ziel an. Aber auch wenn jetzt viele sagen, wenn Du Muskelmasse aufbauen möchtest, dann geht das nur im Fitnessstudio… Ich habe tatsächlich in meiner letzten Massephase fast ausschließlich mit dem TRX und Thera Bändern trainiert und auch innerhalb von vier, fünf Monaten bestimmt 6 kg Muskelmasse draufgepackt. Da gelten ein bisschen andere Regeln, weil es bei mir im Prinzip Regains waren und die Muskelmasse war auch schonmal da. Aber dennoch ist es so, dass man auch ohne ins Fitnessstudio zu gehen und ohne jetzt irgendwie ständig schwere Hanteln zu bewegen auch Muskeln aufbauen kann effektiv. Marcus: Absolut mhh. Jahn: Da habe ich auch einige Blogartikel geschrieben in den letzten zwei, drei Monaten. Marcus: Das ist cool. Das war nämlich eine meiner größten Sorgen, ehrlich gesagt, als wir in diesen Lifestyle gestartet sind und dann ortsunabhängig gearbeitet haben und viel unterwegs waren. Da dachte ich so “Boah Scheiße ey, irgendwie… wo ist mein Gym? Ich hab Bock zu pumpen und kann hier nicht trainieren” und habe dann auch angefangen Blogs zu lesen oder wie das dann vielleicht Knastinsassen machen, mit viel funktionalem Training und Push-Ups und habe mich dann erstmal dran orientiert und die erste Maßnahme war, als ich dann wieder zurück war, mir so ein TRX-Band zu holen. Das macht den Körper total athletisch irgendwie, ne? Jahn: Auf jeden Fall, ich finde auch, dass sich meine Figur zum positiven entwickelt hat. Und wie gesagt, ich gehe auch viel Laufen inzwischen. Also ich habe so ein bisschen diese Hindernisläufe auch für mich entdeckt im letzten Jahr jetzt und bin dreimal den Tough Mudder gelaufen, war beim Spartan Race dabei und solche Dinge. Ich bin jetzt eben zwei Wochen beim Serengeti Park Laufen, in der Nähe von Hannover, dabei. Marcus: Und die Läufe sind cool? Jahn: Ja, also mir macht es super viel Spaß. Das sind so Hindernisläufe, also nicht klassisch geradeaus rennen. Also das habe ich auch mal gemacht, wie gesagt Marathon musste ich laufen. Der stand auf meiner Bucket List. Marcus: Wie lange hast Du gebraucht? Jahn: Ähm, knapp über vier Stunden. Marcus: Ah cool, ist doch ne geile Zeit. Hammer. Jahn: Und solche Hindernisläufe, das ist einfach ne ganz andere Herausforderung. Ich sage auch immer, so einen Tough Mudder sollte man mindestens einmal mitgemacht haben. Einfach, dass man das mal erlebt hat. Marcus: Meinst Du denn, jeder packt das? Jahn: Ich glaube, jeder packt das. Also wenn man sich da ausreichend drauf vorbereitet und das braucht weniger Vorbereitungszeit, als man jetzt denkt, und wenn Du so 10 km so durchgehend laufen kannst, ohne dass Du das Gefühl hast, Du kippst gleich um und machst noch ein paar Übungen für die Vorbereitung - habe ich tatsächlich auch einen Blogartikel darüber geschrieben, wie man sich in kürzester Zeit für so nen Tough Mudder fit machen kann - dann schafft das jeder. Vor allem macht man das im Team und dann ist es noch einmal ein ganz anderes Thema. Weil da geht es nicht um die Zeit, da wird keine Zeit gemessen, sonst geht es allen Leuten darum durchzukommen. Und da ist so ein Spirit dann auch dabei. Jeder hilft sich gegenseitig und wir haben Leuten über Hindernisse geholfen, die habe ich noch nie vorher in meinem Leben getroffen. Man lag dann Arm in Arm im Ziel und hat sich zusammen gefreut und gefeiert, dass man es geschafft hat. Das ist auf jeden Fall ein Erlebnis. Marcus: Geil! Steht auf jeden Fall auch noch auf meiner Bucket List. Jahn: Wir können gerne mal zusammen laufen, wenn wir da einen Termin finden. Marcus: Ja gerne! Wenn ich dann in Berlin bin oder in Deutschland, dann komme ich da gerne angereist und mache einen mit, wenn das so ist, wie Du sagst, dass es nicht zu viel Vorbereitung erfordert, weil ich nicht so der größte Lauffan bin. Also ich baue es immer mal wieder ein und dann bleibe ich aber nicht dabei, weil ich denke so, andere Sachen machen mir mehr Spaß. Jahn: Ja, da können wir dann ja mal quatschen. Ich stelle Dir dann mal so ein kleines Vorbereitungs-Workout zusammen und dann kriegen wir es schon hin. Marcus: Mhh cool. Und wie ist das, wenn jemand jetzt sagt “Boah, da hätte ich mal Bock drauf, aber der Jahn hat jetzt gesagt, da kann man nur im Team antreten”. Gibt es da auch zusammengewürfelte Teams, wenn Du als Alleinstreiter da irgendwie aufschlägst? Jahn: Also tatsächlich ist das überhaupt gar kein Thema. Ich habe das in Nordrhein Westfalen ausprobiert. Da bin ich tatsächlich ohne Team hingefahren, ganz alleine. Und trotzdem… also es ist wie ein großes Team, sage ich mal. Man trifft dann Leute und selbst wenn man die Leute, wie gesagt, noch nie vorher gesehen hat, helfen die sich gegenseitig und entweder hängt man sich dann irgendwo dran und läuft dann mit einer Gruppe durch oder man ist da so ein bisschen random unterwegs und an jedem Hindernis findet sich dann schon jemand. Und man hilft dann den anderen und dann helfen einem die anderen auch. Das geht absolut. Man findet auch ganz viele neuen Freunde. Also das ist ne coole Sache. Marcus: Geil. Also das hört man irgendwie jetzt gerade schon an Deinen Erzählungen, dass da wohl so ein echt einmaliger Spirit und Vibe und Kameradschaft herrscht ne? Jahn: Ja total, das auf jeden Fall. Marcus: Und wie lange braucht man so beispielsweise für den Tough Mudder, bis man da durch ist? Jahn: Ja so… wir haben so zwischen zwei und zweieinhalb Stunden gebraucht, aber da gibt es, wie gesagt, keine Zeitvorgabe und man kann sich da auch Zeit lassen. Und je nach dem wann man startet, kann es auch sein, dass man lange anstehen muss an den Hindernissen und dann kann man schon drei Stunden brauchen. Man hat auch immer die Pausen, wenn man dann mal an so einem Hindernis warten muss und von daher ist das eigentlich echt kein Problem. Wie gesagt, wenn man so ein bisschen Vorbereitung macht, was so Hangeln und Zugübungen für den Oberkörper angeht, Liegestütze und eben, wie gesagt, dann durchgehend in einem guten Tempo 10 km laufen kann, dann ist das recht unproblematisch. Das ist wirklich nur eine Kopfsache dann. Marcus: Mhh okay cool. Und wofür die Liegestütze? Jahn: Also man muss oft unter Hindernissen durchkrabbeln zum Beispiel. Und dann ist es ganz gut. Oder man muss sich auch wo hochziehen und hochdrücken. Also, das wäre ja so das typische Muscle Up Training. Aber das werden wohl tatsächlich die wenigsten Leute aus dem Stehgreif schaffen. Deshalb ein gutes Oberkörpertraining mit einbauen, braucht man aber nicht so viel. Marcus: Okay, aber das geht auch alles funktional ohne Hanteln und Stangen ne? Jahn: Das geht absolut funktional. Also, wir haben auch tatsächlich auf unserem Blog zwei Bodybuilding Trainingspläne, die man sich kostenlos runterladen kann, unabhängig von irgendwelchen Coaching Programmen etc. Und wenn man… der eine ist für Anfänger, der andere für Fortgeschrittene und ehrlicherweise, wenn man den Anfängerplan in Kombination mit einem ein- bis zweiwöchigen Lauftraining für drei Monate kombiniert, dann sollte man in den allermeisten Fällen schon absolut fit genug sein, um so nen Tough Mudder mitzulaufen. Marcus: Cool! Das klingt gut. Ja, lass uns das auf jeden Fall im Auge behalten, wann der nächste ist und Ping mich einfach mal an und schreib mir, wann der Termin ist. Ich bin ja jetzt Mitte September wieder zurück in Deutschland - ich glaube für acht Wochen oder sechs Wochen oder so. Und ansonsten 2016. Jahn: Bis 2016 kriegen wir Dich dann auf jeden Fall fit. (Beide lachen) Marcus: Ja, ich habe da auf jeden Fall Bock drauf und dann starten wir alle im Team fitvolution würde ich sagen. Jahn: Coole Sache, ja. Marcus: Okay mein lieber Jahn, das hat sehr viel Spaß gemacht. Es war sehr informativ und interessant. Ich denke mal auch für alle Hörer. Hast Du noch den ultimativen Tipp für Leute, die sagen “Boah fuck ey jetzt, diesen Sommer habe ich es nicht geschafft. Ich hätte auch gerne mal so einen Waschbrett oder ne richtig geile Strandfigur” Was würdest Du denen demjenigen empfehlen, wann soll der anfangen und womit soll der anfangen. Jahn: Ja, lest meinen Blog auf jeden Fall! (Beide lachen) Und ansonsten ist es ganz viel eine Entscheidungssache einfach. Man muss sich die richtigen Ziele setzen und dann nach dem Weg dahin suchen. Und wenn man sich dann noch die richtigen Leute sucht, wie gesagt, über so eine Community oder so einen Blog, den man dann abonniert. Das muss jetzt nicht unbedingt unserer sein, es gibt da ja auch andere gute Blogs da draußen und sich da einfach regelmäßig da Motivation abholen, sich Mitstreiter suchen, dann bekommt man das auch hin. Es ist immer schwierig, wenn man kein konkretes Ziel hat und nicht so richtig sein Warum kennt und dann auch niemanden hat, der einen auf dem Weg unterstützt. Deshalb soll man sich da immer zu aller erst mit auseinandersetzen und dann läuft das schon. Marcus: Okay, perfekt. Danke nochmal. Jahn: Ja, danke Dir! Marcus: Ja, sehr gerne und wir beide sehen uns ja bald wieder in Berlin! Jahn: Genau, mach´s gut, bis dann, ciao! Marcus:  Mach´s gut, ciao!   Jau, das war auch schon wieder eine weitere Folge von LifeHackz. Ihr findet alle Shownotes und Links zu dieser Folge unter www.lifehackz.de. Dort ist auch ein Button. Schickt mir eine Sprachnachricht. Ihr könnt mir Feedback hinterlassen oder mir auch eine E-Mail über das Kontaktformular schicken oder direkt an marcus@lifehackz.de. Ich freue mich von euch zu hören. Ansonsten hören wir uns wieder zur nächsten Folge. Peace and Out!   [/su_spoiler] [/su_accordion]  

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Sep 4, 2015

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Interview mit Natalie stark von betterplace

Hey Leute, willkommen zu einer neuen Folge von LifeHackz! Feli und ich waren vor einigen Wochen bei betterplace.org in Berlin. Das ist ein Startup, das gemeinnützige Projekte unterstützt und auf der Plattform verfügbar macht. Wir haben uns dort mit Natalie Stark getroffen, weil wir selber ein Charity-Projekt im November starten wollen, wenn wir auf der Digital Nomad Cruise sind und haben natürlich die Chance genutzt, Natalie direkt zu interviewen, was da bei betterplace.org abgeht. Also viel Spaß bei dem Interview! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie du zu deinem Geburtstag eine Spendenaktion organisierst.
  2. Wann die meisten Spenden gemacht werden.
  3. Was du am 1. Dienstag im Dezember machen solltest.
  4. Was betterplace.org mit der Digital Nomad Cruise zu tun hat.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

betterplace.org
Giving Tuesday
betterplace Solutions
betterplace Lab

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Natalie Stark Das ist die LifeHackz Show Folge Nr. 18 (Intro) Feli: Ja cool, Marcus und ich sitzen hier gerade bei betterplace.org an der Spree in Berlin. Wir sind hier vorbeigekommen und haben die Natalie besucht. Und zwar interessieren wir uns nämlich dafür, ein Charity-Projekt aufzusetzen und betterplace.org ist eine super Plattform dafür. Natalie, was macht ihr denn genau? Natalie: Hi, freut mich, dass ihr da seid! Ja, wir sind Deutschlands größte Online Spendenplattform und bei uns finden sich, sozusagen Menschen, die Hilfe brauchen treffen auf Menschen, die helfen wollen. Und wir haben über 14.000 Projekte inzwischen auf unserer Seite weltweit. Und da könnt ihr eben auch ganz zielgerichtet spenden, für bestimmten Bedarf. Also sei es für die Rutsche bei der Kita um die Ecke oder sei es für Zement für Brunnen in Afrika. Also das ist ganz zielgerichtet. Feli: Ja cool! Und wenn man selber ein Projekt aufsetzen will? Ich sage jetzt mal als Privatperson oder als Unternehmen, geht das beides, wenn man selber ein Spendenziel erreichen will? Natalie: Also wenn Du als Privatperson selbst etwas aufsetzen möchtest und nicht nur spenden möchtest, dann eignet sich sehr gut die Spendenaktion. Angenommen Du hast Geburtstag. Dann anstatt Klamotten, DVD´s und was auch immer sich zu wünschen. Weil ihr wünscht euch das glaube ich sowieso nicht unbedingt ne? Aber der deutsche Durchschnittsbürger häuft sich ja die Sachen für Haus und Hof an. Und anstatt einfach mal zu sagen “ich habe genug. An diesem Geburtstag mache ich eine Spendenaktion” dann geht es ganz einfach: Du suchst Dir ein Projekt aus und verknüpfst das bei uns mit der Spendenaktion, schreibst einen kurzen Text, lädst ein Foto hoch und dann kriegst Du eine URL erstellt und die schickst Du dann an alle Deine Freunde, Bekannten, Familie usw. Die kommen dann auf die Seite und können dann dort spenden, können auch Kommentare hinterlassen, entweder mit ihrem Namen oder Anonym, das ist ganz frei gestellt. Feli: Super, das klingt total cool. Kostet das dann etwas für Privatpersonen oder kann das einfach jeder machen? Natalie: Das kann einfach jeder machen, das ist kostenfrei. Feli: Ja cool. Wir sitzen ja hier gerade bei euch im Büro und zwar in einer voll coolen Meditationshütte. Also, so etwas habe ich auch noch nie gesehen bei einem Unternehmen. Das sieht hier super Startup Style aus, alles total locker, richtig nett. Auch in einem Gebäude, wo ganz viele andere Unternehmen noch sind. Und ja, wieviele Leute seid ihr denn hier? Was gibt es so für Abteilungen, um das hier alles am Laufen zu halten? Natalie: Also, wir sind inzwischen 40 Leute und setzen uns zusammen aus den betterplace-Mitarbeitern und haben da noch betterplace Solutions. Das ist sozusagen unser Unternehmensgeschäft und das betterplace Lab. Die forschen im digital sozialen Bereich auf der ganzen Welt nach digital sozialen Trends. Feli: Mhh, gibt es denn jetzt einen Kontinent, wo ihr besonders viele Spendenprojekte habt? Wahrscheinlich Afrika oder ist das so ganz gut auf der Welt verteilt? Natalie: Ähm, das kann ich Dir jetzt aus dem Kopf heraus gar nicht sagen, ob wir da irgendwo einen Schwerpunkt haben. Ich würde auf Afrika tippen, aber ich kann es nicht mit Sicherheit sagen. Feli: Ich habe eben am Eingang bei euch diesen Screen gesehen. Sieht aus wie auf dem Aktienmarkt, wo man immer in live time gucken kann, wer, wann, wo, wie gespendet hat. Also ihr trackt das ständig und beobachtet, was da passiert oder wie läuft das genau? Natalie: Ja genau, da können wir immer mal einen Blick drauf werfen sozusagen, um uns selbst auch die Bestätigung zu geben, dass das was wir hier machen auch wirklich Sinn macht und können die Entwicklung da beobachten. So für jede Minute die wir hier verbringen, was das eben für Auswirkungen hat. Feli: Und sind das hauptsächlich Projekte, die Menschen betreffen oder macht ihr auch Tierschutzprojekte? Natalie: Wir machen noch Tierschutzprojekte. Also der Schwerpunkt… Ich denke, die meisten Projekte, da handelt es sich schon um Menschen, aber wir machen auf jeden Fall auch Tierschutzprojekte, auch im Ausland. Marcus: Ja, jetzt darf ich auch mal eine Frage stellen. Erstmal gut, dass ich mit am Start sein darf. Ich finde es genau so gut wie Feli hier, auch wenn wir schon lange nicht mehr in einem Büro waren, ist es eins der cooleren Büros hier mitten in Berlin-Kreuzberg, in der Schlesischen Straße. Was mich noch interessieren würde: Wie schnell oder krass ist das Unternehmen gewachsen? Und ist es wirklich ein Unternehmen oder ist es eine gemeinnützige Organisation? Natalie: Also betterplace.org gibt es jetzt seit sieben Jahren und wir sind eine gemeinnützige Organisation und betterplace Solutions, das Unternehmensgeschäft, sowie das betterplace Lab, die Forschungsabteilung und auch wir als betterplace.org sind alle unter dem Dach der gut.org Aktiengesellschaft, gemeinnütziger Aktiengesellschaft. Marcus: Mhh cool. Und merkt ihr, dass die Spendenbereitschaft zu bestimmten Jahreszeiten steigt? Sprich zu Weihnachten beispielsweise. Oder ist das gleichbleibend? Ist das im Laufe der Jahre weniger geworden oder ist das eher mehr geworden? Kann man da irgendwelche Trends ableiten? Natalie: Also, das hat sich mit jedem Jahr gesteigert und in der Vorweihnachtszeit wird natürlich vermehrt gespendet. Da haben wir auch gerade so die Kältehilfe. Das sind so diese Projekte, die dann sehr stark ziehen, auch der Newsletter dann wirklich viel einbringt und natürlich, wenn es dann - was hin und wieder leider vorkommt - zu Katastrophen kommt. Dann wächst hier eben auch das Spendenvolumen enorm. Marcus: Cool, und wenn es dann zu so Katastrophen kommt, ist es dann so, dass die Aktion dann bis zum Ende laufen muss, bis die Leute dann erst an die Kohle kommen oder habt ihr da so Möglichkeiten, dann die Sachen direkt weiterzuleiten. Weil ich kann mir vorstellen, wenn da irgendwo ein Erdbeben war oder was, ein Taifun rüber gegangen ist, dann muss man ja schnell helfen können. Natalie: Also zum einen werden ja dazu Projekte von den Organisationen selbst angelegt. Dann ist das Geld auch schon direkt bei der Orga. Aber man kann auch Spendenaktionen anlegen. Wir selbst als betterplace.org haben zum Beispiel jetzt bei der Nepal-Katastrophe auch eine Spendenaktion angelegt, aber auch Unternehmen haben Spendenaktionen angelegt. Und da kann man das Geld auch, nicht erst wenn die Spendenaktion abgelaufen ist weiterleiten, sondern direkt. Also wir haben direkt, wenn wir gesehen haben, okay jetzt sind wieder 500,00 € und leiten direkt die 500,00 € weiter. Marcus: Also echte Soforthilfe. Natalie: Richtig. Feli: Sind auch schon mal Leute von euch vor Ort? Fahrt ihr schonmal rum in der Welt und schaut euch Projekte an? Natalie: Also ich bin jetzt seit September hier. Ich habe nicht mitbekommen, dass seitdem jemand vor Ort war und kann nicht mit Sicherheit sagen, dass es vorher nie so war, ich weiß es nicht. Aber hier in Berlin machen wir schon Projektbesuche. Wir haben zum Beispiel so zwei bis drei Mal im Jahr den frohen Freitag bei uns hier im Team. Da machen wir immer irgendeine schöne Aktion. Und jetzt im Mai haben wir zum Beispiel auch ein Projekt von uns besucht, Jonas Haus hier in Berlin. Die unterstützen auch so sozialschwache Kinde. Und da haben wir denen da im Garten einen Barfußpfad angelegt und Erdbeeren und Himbeeren gepflanzt und solche Geschichten. Also, das machen wir schon. Feli: Ach cool, ihr helft dann auch quasi mit und tut was an dem Tag? Cool! Natalie: Ja, wir packen auch mal selbst an. Feli: Ja das klingt gut. Mist, jetzt habe ich die nächste Frage vergessen, die ich eben noch im Kopf hatte (lacht) Marcus: Ja, dann kann ich ja vielleicht nochmal eine stellen. Und zwar hast Du eben, als wir gequatscht haben, noch erzählt, dass ihr eine Aktion unterstützt, die sich “Giving Tuesday” nennt. Was ist das genau? Natalie: Giving Tuesday, das ist eine weltweite Bewegung und kommt aus den USA. Die hat eine Organisation 2012 sozusagen ins Leben gerufen und das ist eine Gegenbewegung zu Black Friday und Cyber Monday. Das sind zwei Tage in den USA, an denen zu Beginn der Weihnachtszeit im Online und Offline Handel es extreme Sale Aktionen gibt und man richtig Kohle ausgeben soll. Und das ist eben die Gegenbewegung, dass man richtig viel Geld für eine gute Sache gibt bzw. nicht nur Geld, sondern einfach auch Zeit. Man kann teilen, schenken, spenden, was auch immer an diesem Tag. Das ist immer der erste Dienstag im Dezember. Dieses Jahr machen wir eben auch mit. Um mal Beispiele zu nennen und das ein bisschen zu veranschaulichen. Du kannst als Agentur sagen, ich stelle meinen Mitarbeiter zwei Tage frei und er hilft einer Organisation eine Marketingstrategie auszuarbeiten oder macht ein Erklärvideo für diese Organisation. Als Schule machst Du einen Kuchenbasar. Den Erlös spendest Du für ein Projekt, kannst aber auch einfach sagen “Hey, ich habe Oma schon ewig nicht mehr gesehen. Ich schenke ihr jetzt mal einen Nachmittag und backe ihr einen Kuchen und besuche sie”. Also ganz breit gefächert, was man da machen kann. Marcus: Mhh, ja finde ich auf jeden Fall sauspannend und auch eine gute Geschichte. Gerade wenn man weiß, was für ein Druck dann auch bei diesen Cyber Fridays Mondays aufgebaut wird und wieviel da konsumiert wird und wahrscheinlich auch wieviel gekauft wird, was man gar nicht braucht. Aber weil die so gut im Marketing sind, diese fetten Plattformen wie Amazon und Konsorten, ist das bestimmt alles nicht wirklich nachhaltig, was da passiert. Von daher ja, coole Gegenbewegung. Natalie: Genau, weil das nämlich auch der Punkt ist. Die haben richtig fett Kohle, um eben im Marketing da eine riesen Welle zu schlagen. Das haben wir als Organisation natürlich nicht. Und der Giving Tuesday, das ist eine Social Media Kampagne, also über Hashtag #givingtuesday wird das eben verbreitet und deswegen ist es einfach total wichtig, dass jeder, der eine Aktion macht oder der einfach diesen Tag unterstützen möchte, diesen Hashtag verwendet, damit so viele Leute wie möglich eben davon mitbekommen von der Aktion. Marcus: Ja, also wir werden das auf jeden Fall noch verlinken in den Shownotes, auch den Hashtag #givingtuesday. Es ist jedes Jahr der erste Dienstag im Dezember, sagst Du? Sind die Aktionen dazu schon angelaufen? Wann beginnt da so die Awareness aufzubauen und der erste Dienstag im Dezember ist dann quasi Zahltag und man guckt, was alles reingekommen ist? Natalie: Also wir haben jetzt diese Woche mit den Social Media Aktivitäten angefangen auf Twitter, Instagram und Facebook. Und haben eine Landing Page. Die Webseite auf der man sich dann groß informieren kann, die geht im August an den Start. Und es ist aber schon so, dass der meiste Impact im November stattfinden wird auf den Giving Tuesday hin. Und am Giving Tuesday selbst natürlich. Aber, wenn man tolle Ideen hat und Projekte machen möchte, kann man schon sagen “ich starte das Anfang November und Giving Tuesday ist der Endpunkt” oder “ich starte Giving Tuesday und Weihnachten ist der Endpunkt oder Ende des Jahres”, also das ist ja ein ganz gutes Datum, mit dem man ein bisschen spielen kann, gerade so in der Vorweihnachtszeit. Feli: Und die Projekte, die ihr sonst soweit auswählt, nach welchen Kriterien macht ihr das? Gibt es da bestimmte Standards, ob jetzt ein Projekt gefördert wird oder nicht oder wonach geht ihr da? Natalie: Also wir suchen die gar nicht aus. Die registrieren sich bei uns, die melden sich bei uns an und unser Team von Projekten und Organisationen prüft das dann eben, ob die auch gemeinnützig sind. Und so wird es… also es wird wie gesagt nicht von uns ausgesucht, es wird einfach geschaut, dass wir jetzt nicht sammeln… weil wir bekommen auch Anfragen “Alle meine Freunde haben Videospiele, ich nicht… Dafür möchte ich sammeln”. Also so etwas geht natürlich nicht. Feli: Wir wollen jetzt zum Beispiel auch ein Projekt anlegen für Salvador de Bahia in Brasilien, weil wir da ja mit der Digital Nomade Cruise hinfahren. Wielange vorher sollte man sowas machen? Also, ja genau, wieviel Vorlauf braucht man da, um das bei euch anzulegen? Natalie: Also das anlegen geht ganz schnell. Ihr wollt ja im November starten, am 20. November ne? Feli: Genau. Natalie: Da würde ich dann empfehlen, dass man so sechs Wochen vorher anfängt und dass man da wirklich schon die Werbetrommel rühren kann, ja. Sechs bis acht Wochen vorher. Feli: Ja super cool, das werden wir auf jeden Fall machen. Wir haben auch schon drei Projekte jetzt zur Auswahl und müssen uns da noch entscheiden, was wir genau unterstützen wollen und wollen dann natürlich in Bahia auch vor Ort dahin. Machen das auch viele Leute, die so ein Projekt starten, dass die da selber vor Ort sind und ähm ich glaube, das Video, dass Du mir eben gezeigt hattest, von dem einen der seine Geburtstagsgelder immer einsammelt, der hat ja… genau, vielleicht kannst Du das noch einmal erzählen, so ein cooles da auch vor Ort gedreht. Natalie: Wir haben schon, also, Du musst unterscheiden zwischen… das fällt den Leuten immer so ein bisschen schwer, Projekt und Spendenaktion. Also die Projekte sind dann ja meistens von den Organisationen eingestellt und die Spendenaktion, das machen auch häufig mal Leute, die dann eine Weltreise machen oder die einen Marathon laufen und in diesem Zusammenhang dann eben Spenden sammeln. Und diese Geburtstagsspendenaktion von Christoph, der seit fünf, sechs Jahren bei uns zusammen Geburtstagsspenden sammelt, die ist inzwischen richtig gewachsen. Also der hat dieses Jahr fast 13.000,00 € gesammelt und hat dazu auch mal ein Video aufgenommen, das dann oben im Banner läuft und er erklärt seine Aktion und macht dazu immer einen Spenden-Rap und nimmt dann wirklich auch vor Ort das Projekt auf. Also die Kinder dort vor Ort hat er aufgenommen. Feli: Ja super cool! Marcus: Was genau ist Deine Funktion hier bei betterplace.org? Welchen Bereich betreust Du? Natalie: Ich bin bei betterplace.org im Marketing und betreue unseren Social Media Kanäle: Facebook, Twitter, Instagram und mache auch Spendenaktionen mit Testimonials. Und ja, Newsletterversand, Marketing-Kampagnen und im Moment ist eben der Schwerpunkt auf dem Giving Tuesday bei uns im Team. Marcus: Mhh und wenn ihr Kampagnen mit Testimonials macht, dann sind das manchmal auch Youtuber oder andere bekannte Persönlichkeiten? Kommst Du vielleicht auch selber mit denen in Kontakt oder wie läuft das dann ab? Natalie: Häufig hat man den Kontakt mit den Agenturen. Das man mit den Agenturen eben im Gespräch ist, das ist eigentlich die Regel ja. Feli: Genau. Ja wir kennen uns eigentlich sogar auch von der letzten DNX, voll cool. Und ja, Du warst bei der allerersten dabei und bei der letzten ne? Natalie: Ja. Feli: Fandest Du es einen riesen Unterschied von den Leuten und wie es abgelaufen ist? Natalie: Ja klar, es war schon ein Unterschied ja. Bei der ersten DNX, das war hat ganz klein und persönlich und wobei das persönliche blieb irgendwo immernoch erhalten. Auch bei der dritten dann, finde ich schon. Und ja, man kann einfach total viele Leute kennenlernen. Das ist auch einfach super, diese gleichgesinnten kennenzulernen, sage ich mal, ja. Und es sind auch echt alte Freundschaften wieder aufgelebt und neue Freundschaften entstanden durch die DNX. Und auch durch die erste DNX hatte ich den Anstoß wirklich etwas zu verändern und bin auch dann seit letztem September hier in Berlin bei betterplace.org ja. Feli: Voll cool. Und hast Du Dich gut in Berlin eingelebt? Gefällt es Dir hier, diesen ganzen Startup Vibe? Kriegst Du davon etwas mit? Klar betterplace.org an sich, aber überhaupt die ganze City? Natalie: Ja, gefällt mir schon super hier. Es hat ein bisschen länger gedauert, als ich dachte das Einleben. Ich war 2013 schonmal hier zu einem Praktikum und habe mich super wohl gefühlt und dachte, ich knüpfe da wieder an. Das war dann doch … es hat halt doch etwas gedauert, bis man die ganzen Freundschaften dann wieder aufgebaut hat usw. aber jetzt ist es wirklich super. Marcus: Ja, ich hatte gerade eine Frage. Jetzt habe ich sie natürlich direkt wieder vergessen, wenn ich das Mikrofon habe. Ja genau! Ich wollte nochmal anmerken, wie wir den Kontakt jetzt zueinander hergestellt haben, ist nämlich dann auch über die DNX Community dann glaube ich passiert, ja? Das zeigt dann auch nochmal, dass es funktioniert, das Vernetzen. Ich glaube, Feli hat einen Aufruf gemacht bei uns in der Community, das wir gerne etwas machen würden. Ein Charity-Projekt und ja. Du arbeitest direkt bei betterplace.org. Ich meine, etwas cooleres kann gar nicht passieren. Du hast uns jetzt hier eingeladen und ich darf hier sogar eine neue Podcast Folge zusammen mit Feli mit Dir zusammen aufnehmen. Also besser geht es ja eigentlich gar nicht ne? Natalie: Ja, finde ich auch, auf jeden Fall super! Ich habe mich auch total drauf gefreut und finde ich auch echt schön, in dieser Serie dann zu erscheinen, weil ich habe mir die anderen Podcasts angehört und es sind alles Leute, denen ich schon länger folge und deren Bücher ich gelesen habe usw. Also finde ich ganz cool! Marcus: Ja gut, dann würde ich sagen: Vielen Dank für die ganzen Insides zu betterplace.org. Ich freue mich, dass Du Zeit hattest und wir sehen uns wieder bei der nächsten oder hören uns wieder bei der nächsten Folge! Danke Natalie, willst Du noch etwas loswerden? Natalie: Danke euch! Marcus: Feli, vielleicht möchtest Du noch etwas loswerden? Feli: Nee nee, ich meditiere jetzt (Alle lachen) Marcus: Ja wir meditieren jetzt eine Runde hier in der Hütte. Ich habe hier auch ein Foto von gemacht, das poste ich mit in die Shownotes. Bis dann Leute, Peace und haut rein! Das war Folge Nr. 18 von LifeHackz. Diesmal eine etwas kürzere Folge. Ich hoffe, sie hat euch trotzdem gefallen. Wenn ja, dann hört wieder rein, wenn es heißt: Welcome to LifeHackz! Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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