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LIFE HACKZ ✰ powered by DNX

DNX LIFE HACKZ ist die Show zu den Themen Digitale Nomaden, Produktivität, Persönlichkeitsentwicklung, Lifestyle Design, Lifehacking, ortsunabhängiges Arbeiten, Sport, gesunde Ernährung und geistige Fitness.
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Interview mit Max Breckbill von starting from zero

Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 34! Jo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit dem Entrepreneur, Podcast Host, Mastermind Iniciator und whatever more Max Breckbill. Max ist neben den genannten Sachen auch noch der Veranstalter des monatlichen Four Hour Workweek Lifestyle Designertreffens in Berlin, im Berliner Betahaus findet das statt. Und wenn immer ich mal wieder in Berlin zu Gast bin, also im Sommer, dann schaue ich da auch sehr gerne vorbei. Es ist nämlich mega cool und inspirierend, sich mit gleichgesinnten Menschen zu umgeben. Es ist genau so wichtig auch für Dein Business immer wieder neuen Input zu bekommen. Freut euch auf ein richtig spannendes Interview mit Max. Peace and Out! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, das ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. In dieser Folge lernst du:

  1. Wieso Venture Capital eine Falle sein kann.
  2. Wie Du Dein Business erfolgreich via Bootstrapping nach vorne bringst.
  3. Wieso Mastermind Gruppen Dich erfolgreicher machen und wie Du eine solche Gruppe gründen kannst.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Starting from Zero

Mastermind Initiator

Betahaus

Facebook Gruppe "4 Hour Workweek"

3-step cheat sheet for launching your own Mastermind

Idea Accelerator

http://www.meetup.com/4HWW-Entrepreneurs-and-Lifestyle-Designers/ [su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Max Breckbill Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 34! Jo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit dem Entrepreneur, Podcast Host, Mastermind Iniciator und whatever more Max Breckbill. Max ist neben den genannten Sachen auch noch der Veranstalter des monatlichen Four Hour Workweek Lifestyle Designertreffens in Berlin, im Berliner Betahaus findet das statt. Und wenn immer ich mal wieder in Berlin zu Gast bin, also im Sommer, dann schaue ich da auch sehr gerne vorbei. Es ist nämlich mega cool und inspirierend, sich mit gleichgesinnten Menschen zu umgeben. Es ist genau so wichtig auch für Dein Business immer wieder neuen Input zu bekommen. Freut euch auf ein richtig spannendes Interview mit Max. Peace and Out! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, das ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. Marcus: Max bist Du ready? Max: Ja, ich bin ready. Marcus: Perfekt! Wo bist Du gerade und was machst Du da? Max: Ja Marcus, gerade jetzt bin ich noch immer hier in Berlin. Ich wohne hier seit jetzt drei Jahren und ich arbeite an verschieden Projekten. Das Hauptprojekt letztes Jahr für mich war Masterminds zu organisieren für verschiedene Unternehmer, hauptsächlich auf Bootstrapps Founders fokussiert, also Leute, die selbst finanziert sind. Und mittlerweile arbeite ich auch an einem Podcast “Startingfromzero.co” und organisiere auch die 4-Hour Workweek Meetup und dann ein paar andere neue Projekte sind auch am Start. Marcus: Ja cool, also man hört schon, Du probierst viel aus, bist umtriebig und was Du glaube ich besonders gut kannst bzw. wo wir uns auch das erste Mal kennengelernt haben, waren diese 4-Hour Workweek Meetups, wo Du ne Community zu dem Thema in Berlin glaube ich jetzt richtig, richtig groß gegrowed hast. Von wieviel Leuten am Anfang zu wieviel Leuten sind jetzt mittlerweile regelmäßig im Betahaus bei den 4-Hour Workweek Meetups? Max: Ja also am Anfang gab es eine Meetup-Gruppe, die ein anderer Kerl angefangen hat. Aber er war nur dabei für die erste Meetup, oder die ersten zwei. Und dann danach habe ich das weiter geführt. Wir waren bei 0 mit diesem Meetup am Anfang und jetzt sind wir glaube ich 900 knapp, vielleicht fast 1000 jetzt auf der Meetup Gruppe. Und jeden Monat haben wir ungefähr 100 Leute. Marcus: Mh krass! Max: Im Durchschnitt. Marcus: Mh und zwischendurch wurde auch mal die Location gewechselt ne? Ich kann mich noch erinnern. Ich war auch bei einem der allerersten Meetups, das war in nem kleinen Café oder so. Max: Genau! Gab’s da schon eine DNX zu dieser Zeit? Ich glaube das war so Frühling 2014. Ich glaube, das war noch vor der ersten DNX. Marcus: Ja genau. Die erste DNX war im Mai 2014. Und davor? Ich glaube im Sommer 2013 - ich weiß nicht, ob dass das 4-Hour Workweek Meetup war oder irgendein anderes Meetup, vielleicht war das auch von D.C. - da waren noch nicht so viele Leute wie jetzt regelmäßig dann im Betahaus am Start und das jeden Monat. Max: Ja klar, das ist cool. Marcus: Auf jeden Fall! Siehst Du da in den Leuten auch so nen Shift in Form von wo das Level der Expertise ist? Also, sind das größtenteils Leute, die noch am Anfang stehen, sich inspirieren lassen wollen oder auch mal Digital Nomads, die dann gerade in Berlin sind und vorbeikommen? Was sind das für Leute, die…. Max: Genau auf jeden Fall! Also am Anfang waren es nicht so viele Leute und die meisten haben nicht so viel Erfahrung auch gehabt bei den ersten paar Meetups. Mittlerweile haben wir immer mehr erfahrerenere Unternehmer, also Leute, die von Ihren Unternehmen leben. Also viele Freelancers und so, aber immer mehr und mehr Leute, die wirklich ein skalierbares Businessmodell haben, wo die so sechsstellig oder auch mehr verdienen. Also das ist ein wirklich cooles Ergebnis von meiner Perspektive. Zu sehen, dass die Konzentration von solchen Leuten immer höher ist bei diesem 4-Hour Workweek Meetup. Dazu, ja klar im Sommer oder wenn es schön in Berlin ist oder wenn da etwas los ist, dann sieht man immer mehr von diesen Digital Nomads, also bei der DNX Konferenz letzten Sommer haben wir so, ich glaube, eins unserer größten Meetups gehabt. So 120 oder so waren glaube ich da. Und da waren viele “Out of Towners” dabei für das DNX GLOBAL. Aber ja, es ist ein super beeindruckendes Meetup. Ich find’s super cool! Marcus: Ja, ich freue mich auch jedes Mal wenn ich in Berlin bin. Weiß ich ja, einmal pro Monat ist das Meetup, ist dann fest eingeplant. Hab ja auch schon mal selber gespeaked, noch ziemlich am Anfang und es ist auch echt cool dabei zu sein, weil man auch immer wieder neue Leute da trifft und es hilft ja ungemein, sich wieder mit Gleichgesinnten zu umgeben und Ideas zu spinnen. Ich merke das immer wieder, wenn wir eine Zeit lang raus sind und den Kontakt so ein bisschen verlieren zur Szene, habe ich zum Glück noch Feli, was sehr hilft, aber manchmal fühlt man sich dann doch alleine und weiß nicht so: ist das alles richtig und was mache ich hier? Oder: Wofür? Und wenn Du dann wieder mit den richtigen Leuten zusammen bist, wie jetzt in Chiang Mai die letzten Tage, da hatten wir dann auch viele Business Meetings mit spannenden Leuten aus der ganzen Welt und dann bist Du wieder total on Fire. Und genau so ist das auch bei den Meetups. Ich glaube, die braucht jeder für sich, ne? Max: Ja ich kann da total zustimmen. Also das ist einer der Gründe, warum ich eigentlich nach Berlin gezogen bin ursprünglich. Weil ich habe das langsam für mich selber gelernt. Also am Anfang dachte ich: Das Wichtigste ist so einen coolen Ort zu haben mit Bergen oder sowas. Ich bin nämlich früher gerne geklettert. Aber dann nach ein paar Jahren beim Reisen und so - ich war ein Jahr in Spanien und ich bin ein bisschen durch Europa gereist - habe ich gemerkt: Hey, am wichtigsten für mich persönlich ist, dass man eine ganz krasse soziale Umgebung um sich hat. Weil das pusht mich einfach wie nix anderes. Deshalb bleibe ich die meiste Zeit im Jahr hier in Berlin. Ich würde mich selber jetzt nicht als digital Nomad beschreiben, weil ich eher so digital Settler bin, vielleicht. Weil für mich die Umgebung einfach so wichtig ist. Es ist super cool hier in Berlin zu sein und es super cool zu schauen, wie die Startup-Entrepreneurship-Szene wächst und sich entwickelt. Und wie wir immer mehr Leute dazukommen, die nicht an einer typischen Venture Backed Tax Startup-Szene interessiert sind, aber immer mehr Leute, die meinen: Hey, ich würde gerne auch Entrepreneur sein, aber es muss nicht so ein riesen großes Ding sein, wo ich so 70 Stunden pro Woche arbeite, nur um irgendeinen wie sie reich zu machen. Sondern etwas zu tun, was mir wirklich am Herzen liegt und damit auch gleichzeitig einen guten Lifestyle zu haben. Marcus: Ja, ich sehe auch immer mehr den Shift. Vor so ein paar Jahren war so das Non-Plus-Ultra: Du gehst ins Silicon Valley oder Du gehst nach Berlin in die Startup-Szene und foundest ein cooles Startup und die Leute haben sich dann gegenseitig gefeiert, wenn die nächste Investmentrunde abgeschlossen wurde oder Seed Capital geraised wurde und irgendwann haben so die ersten gemerkt: Ey, das ist irgendwie nicht cool, was ihr da macht. Weil letztendlich bist Du dann ja immernoch zwar für den VC. Du hast Dein eigenes Unternehmen, aber Du musst dann die ganze Zeit reporten und die haben ja auch Einfluss auf Dein Unternehmen und Du bist nicht frei. Du bist nicht wirklich selbstständig bei all dem Geld. Das gehört Dir ja auch nicht. Das ist ja nur geliehen. Und wer ne Wette auf Dich abschließt, der gibt Dir Geld, aber hofft natürlich mindestens, ich glaube unter dem 10-fachen des Einsatzes lohnt sich das für VC’s auch nicht, also pushen die dann auch richtig hart. Max: Genau. Von der Perspektive von der VC… Also ich habe selber Erfahrung damit. Also mein erster Job vor einem Jahr hier in Berlin war mit so einem funded Startup. Und ich habe es selber gesehen, wie unsere Founder immer gepushed waren. Die waren immer unter super viel Stress und viele Founder, die ich kennengelernt habe, die haben so eine ursprüngliche Vision gehabt für Ihre Unternehmen, aber dann geht es nach dem Kalender der VC. Innerhalb von sechs Jahren muss das entweder ein riesengroßer Erfolg sein oder dann ist es total Wurscht. Also entweder großer Erfolg oder gegen die Wand fahren. Also für die VC ist das eine gute Strategie, also das macht Sinn. Du hast vielleicht zehn Pferde und wenn ein oder zwei einen großen Gewinn haben, das zahlt auch die aus, die verlieren. Aber aus der Perspektive des Gründers ist das eigentlich ein bisschen Scheiße. Marcus: Ja auf jeden Fall, weil Du wirst total verbrannt ne? Und gehetzt und Du hast das gerade ganz cool gesagt mit den Pferden. Dann sind die acht Pferde, die werden genauso getrimmt und trainiert bis zum Erbrechen und da irgendwie gefordert. Und die beiden Stärksten oder die vielleicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind, werden dann wirklich Unternehmen, die durch die Decke gehen, wahrscheinlich auch für einen hohen Preis, für viel Arbeit und Überstunden und Stress und was da auch alles dazukommt. Und die anderen acht sind mega gearscht, weil die hatten den Stress und die hatten den Druck und die sind noch nicht mal durch die Decke gegangen. Irgendwann ist die Kohle weg von dem VC. Du konntest aber die Kohle, wenn Du Dir überhaupt ein Gehalt ausgezahlt hast, konntest Du es dann nicht nutzen, weil Du keine freie Zeit hattest. Also letztendlich glaube ich, haben viele erkannt, dass es irgendwie doch nicht so das Non-Plus-Ultra ist, was man machen kann als Unternehmer. Max: Genau und ich glaube viele Gründer, die gründen eine Firma aus verschiedenen Gründen. Und einer davon, würde ich sagen, ist irgendwie mehr Freiheit zu bekommen. Also das ist die gängige Methode. Also Du sammelst eine riesen Menge an Geld an bevor Du überhaupt weißt, dass Deine Idee funktionieren wird. Und dann versuchst Du diese Idee profitabel zu machen. Aber im Endeffekt bekommst Du nicht mehr Freiheit, obwohl Du vielleicht auch an einem Projekt arbeitest, wofür Du mehr Leidenschaft hast. Du bekommst nicht mehr Freiheit, sondern Du tauschst eine 9 to 5 Base für eine 24/7 Base. Also nach diesem Motto. Jetzt hast Du einen der den ganzen Tag und die ganze Woche hinter Dir steht und Du musst für ihn schaffen und dann hast Du diese Freiheit nicht mehr. Also ich denke immer, es gibt so viele geile Möglichkeiten, wo Unternehmer, vor allem Neuunternehmer ganz schlank und lean anfangen können und auch 100% von ihrem Business behalten können. Damit sie das auch in dem Rhythmus wachsen lassen können, den sie für sich selber richtig finden und auch gleichzeitig den Lifestyle haben können. Also ich freue mich immer mit neuen Entrepreneurs sprechen zu können. Also vor allem diese, die hierher reisen, vielleicht von Silicon Valley, weil die kennen nur diese Methode: Okay, ich habe eine Idee. Ich sammle erstmal einen Haufen Geld, dann schauen wir mal, ob das irgendwann mal profitabel wird. Und mit Crowdfunding und mit dieser Lean Startup Methodology. Man kann wirklich ohne Kapital ein ziemlich geiles Business aufbauen. Also genau wie Du und wie wahrscheinlich viele von den anderen Leuten, die schon Gast bei Deinem LIFE HACKZ Podcast gewesen sind. Ich finde es immer super wichtig, dass wir diese Beispiele den Leuten vor Augen halten, wenn die denken: Ja, ich würde gerne was mit Entrepreneurship machen. Marcus: Ja absolut. Und genau da setzt ja auch Dein Podcast an. Der heißt “Starting from Zero”, was dafür steht, dass die Leute Self-Funded Entrepreneurs sind, bootstrapped. Max: Genau. Also der Podcast geht genau darüber. Du warst schon einer von den ersten Gästen. Du und Feli zusammen. Weli ich finde euer Beispiel, wie ihr so lean und praktisch ohne Kapital - ich glaube Du meintest diese großen Investitionen und die große DNX Konferenz anzufangen - die upfront casts waren so 200 Euro bis 500 Euro, um die Website zusammenzubringen. Marcus: Wenn überhaupt, ja. Max: Ja, wenn überhaupt. Also dieses Modell, also dieses Preselling Konzept kann man für viele, viele, viele andere Businesses auch verwenden. Also ich versuche einfach damit den Leuten zu zeigen, was es da draußen gibt. Weil ich bin fest davon überzeugt, dass man am besten und schnellsten von den Erfahrungen anderer Leute lernen kann. Also das ist so mein kleiner Beitrag zur Online Bootstrapper World. Marcus: Ja, der ist richtig cool. Also großes Kompliment. Ich höre immer wieder gerne die neuen Folgen und freue mich, wenn bei iTunes dann eine aufpoppt, dass Du wieder eine genommen hast, weil man kann es gar nicht oft genug hören. Wir wurden natürlich auch mega inspiriert durch andere Solopreneurs und Self-Funded Entrepreneurs, wo wir dann gesehen haben: Ey es geht irgendwie auch mit dem Lean-Startup approach. Du musst nicht so viel Geld verbrennen. Du musst nicht einen VC reinholen, sondern man kann einfach Quick and Dirty starten. Die Idee testen und dann langsam sukzessive ausbauen mit dem Cashflow der dann reinkommt von den ersten Einnahmen. Und ich glaube davon kann es gar nicht genug Podcasts oder Blogs und Projekte geben. Weil, wie wir eben schon gesagt haben: Jeder braucht irgendwie die anderen Leute auch um sich herum und immer wieder so dann auch Inspiration von anderen Seiten, was man alles erreichen kann auch ohne groß Venture Capital oder Venture finanziert zu sein. Max: Ja, ein letztes, was ich gerne zu diesem Thema sagen möchte: Ich finde, dass dieses Konzept von Lean Businesses anfangen, ich glaube das ist ein Konzept, dass ganz Nah an dem deutschen Herzen liegt eigentlich. Ich weiß nicht super viel über den deutschen Mittelstand. Dieses Hidden-Champions Konzept, was man hier in Deutschland hat, aber je mehr ich mir dieses Lean-Konzept anschaue, denke ich: Ja, das ist perfekt für die Deutschen. Also die Deutschen mit ihrem Mittelstand, die haben so Businesses die Weltführer sind in einem ganz kleinen gezielten Markt und damit ist Deutschland wirklich reif und erfolgreich geworden. Und ich glaube, dass wenn man so eine ähnliche Strategie nimmt - also das ist praktisch die Strategie dieses Lean-Bootstrapping - und oft hast Du irgendwann mal ein Business, das super geniescht ist, super gezielt ist. Und wer versucht im Online Internet Weltmarktführer zu sein, glaube ich, dass dieses Konzept zu Deutschland und den deutschen Unternehmern und Zuhörern passt. Marcus: Ja, was Du eben gesagt hast, das passt von daher weil deutsche erstmal sehr sicherheitsbedürftig sind und nicht gerne viel Risiko eingehen und als Bootstrapper hast Du dann auch nicht viel Geld, was Du verbrennen kannst oder irgendwie fett ausgeben kannst in irgendwelche Kampagnen, sondern Du musst schon mit Deinem eigenen Geld wirtschaften. Und das können glaube ich grundsätzlich Deutsche mit der Einstellung dann besser, die auch so groß geworden sind. Ich glaube, Du selber kommst ja aus den Staaten. Du bist ja US-Expert. Berichtige mich, wenn ich da falsch liege, aber es gibt viele erfolgreiche Unternehmer, die haben ihr Unternehmen nur auf Dept gegründet, auf Creditcards, was ja cool ist, weil das Unternehmen hat dann funktioniert. Aber es gibt auch viele Privatleute, die einfach mit dem Mindset leben, Depts sind normal und jeder macht irgendwie Schulden. Max: Also es ist wirklich ganz scary, wie es in den USA ist. Ich habe in einem Buch vor kurzem gelesen, ich glaube, das war das Buch von James Altucher “Choose Yourself”, kann ich auf jeden Fall empfehlen. Und der hat geschrieben, dass zwischen 2005 und 2007 der Kreditkarten-Dept in den USA von 700 Milliarden auf 1,5 Billionen gestiegen ist. Marcus: Booo fuck... Max: Also wir sind super zufrieden mit unserem Plastik zu bezahlen und das ist nicht die beste Methode. Also ich bin so ein bisschen in dieser Kultur aufgewachsen, obwohl ich muss sagen, ja ich bin in den USA aufgewachsen, aber meine Mutter kommt eigentlich auch aus Deutschland. Aus Bayern. Marcus: Jau! Max: Pfiat di. Marcus: Pfiat di (lacht laut) Max: Ja diese ganze bayrische Szene kenne ich auch ein bisschen durch meine Onkel, die dort alle entweder Bauern oder Aggrartechnik Unternehmer sind. Marcus: Ah, sehr bodenständig. Max: Genau, sehr bodenständig. Von da habe ich so ein bisschen eine Verknüpfung mit diesem Mittelstandkonzept her. Also die sind immer sehr hilfreich. Die sagen mir immer, was ich hier in Berlin mache und dann sind das manchmal unangenehme Fragen, aber im Endeffekt immer hilfreich auf lange Sicht. Marcus: Okay, dann hast Du das wahrscheinlich auch so ein bisschen mit in die Wiege gelegt bekommen. Weil das Problem glaube ich in den Staaten oder auch - ja, es gibt auch andere Länder oder andere Systeme, die das so vorsehen, dass die Leute möglichst viele Schulden machen - ist wahrscheinlich darauf abgezielt, dass die Leute dann Schulden haben und die müssen einfach arbeiten. Die müssen zwei Jobs annehmen, die müssen drei Jobs annehmen. Und die haben dann auch gar keine Zeit irgendwie so auszubrechen aus diesem System und das funktioniert. Die Wirtschaft hat genug Angestellte, die einfach arbeiten, arbeiten, arbeiten, sich nicht groß auflehnen und richtig reich werden dann wieder nur ganz oben diese fetten Unternehmen, weil die anderen in die Trap gerannt sind und von Anfang an Schulden gemacht haben. Max: Ja ja, und man sieht das vor allem in dem Educational System, was wir in den USA haben. Im Unisystem. Ja, man muss so viel Geld ausgeben, um in die Uni zu kommen. Naja, ich glaube in Zukunft wird das nicht immer so sein in den USA, weil das ist einfach nicht nachhaltig. Und die Preise werden immer teurer auch bei den Unis. Wenn man 10.000 Dollar pro Jahr ausgibt für eine gute Uni, ist das ein ganz geiler Deal für einen Studenten. Auf der einen Seite hat es Vorteile, weil die Unis nehmen Dich als Student wirklich an die Hand und die führen Dich wirklich. Du bekommst eine bessere Education und eine bessere Infrastruktur. Es ist ein bisschen schöner von der Infrastruktur her. Und bessere Studenten zu Professoren Ratios. Aber dann steht man nach vier Jahren immerhin mit 40.000 Dollar da, die man wieder zurückzahlen muss. Oder wenn man gut gespart hat, vielleicht nur 20.000 Dollar. Aber ja, es fängt so an. Also meine Familie ist auch ein gutes Beispiel dafür. Also mein Vater ist Arzt und er musste super viel ausgeben für sein Studium. Also um Arzt zu werden, gibt man so ungefähr, ich weiß nicht, eine viertel Millionen aus für den ganzen Prozess von acht Jahren. Marcus: Wow. Max: Das System ist so gebaut, dass es sich dann auch lohnt. Der Arzt muss praktisch super viel verlangen für seine Zeit. Und dann ist das auch eine gute Investition, aber immerhin ja… Das ist gesellschaftlich vielleicht auch nicht die perfekteste Lösung, weil dann müssen die anderen Menschen für ihre Health Care viel bezahlen. Marcus: Ja, das ist alles irgendwie nicht ganz rund. Von daher… Um wieder zurückzukommen zu dem Entrepreneurtum und dem Unternehmertum ist das auf jeden Fall ein guter Workaround oder eine gute Option, um halt nicht in dieses Hamsterrad reinzugehen, sei es jetzt in den Staaten oder sei es in Deutschland, was aus verschiedenen Gründen auch nicht so cool ist. Weil man da sehr gefangen ist. Max: Auf jeden Fall. Marcus: Und wenn man dann auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmer wachsen will oder an seine eigenen Grenzen stößt - wir haben ja jetzt das Thema schon zwei, drei Mal heute alleine in dem Podcast gehabt - wie wichtig das ist, gleichgesinnte Leute um sich herum zu haben, die die gleichen Probleme und Challenges haben. Und genau aus dem Grund bist Du ja jemand, der ein totaler Befürworter und Verfechter von diesem Mastermind Konzept ist. Max: Ja genau. Ich bin total davon überzeugt. Marcus: Ja, erklär’ mal, was genau ein Mastermind ist. Max: Ja kann ich auf jeden Fall machen. Ich habe auch ein paar Schritte vorbereitet für Deine Listeners, falls die selber ihre eigenen Masterminds aufbauen möchten. Der erste Schritt, also was ist ein Mastermind ganz genau? Das ursprüngliche Konzept kommt von diesem Typ, Napoleon Hill, der dieses berühmte Buch geschrieben hat “Think and grow rich”. Das ist seine Definition und der ist so der Erfinder von diesem Mastermind-Konzept. Nach seiner Definition ist Mastermind eine Gruppe von zwei oder mehreren Leuten, die zusammenkommen, um sich gegenseitig zum erreichen ihrer Ziele zu unterstützen. Ich würde sagen, dass heutezutage, vor allem in der Online Unternehmenswelt, denkt man bei Masterminds hauptsächlich an eine Gruppe von vier bis sechs gleichgesinnten Online Unternehmern, die sich regelmäßig treffen. Vielleicht ein bis vier Mal pro Monat, um einander zu pushen, um einander Verantwortlichkeit entgegenzubringen, um ihre Tasks zu erfüllen und einander Mut zu geben. Dass sie dran bleiben und dass sie ein bisschen von diesem Team Aspekt in ihrer Arbeit haben. Weil als Online Unternehmer ist es manchmal einfach super schwierig motiviert zu bleiben, wenn man so alleine vor dem Rechner sitzt. Und Du hast vorher angemerkt, Du hast schon Feli. Und das ist eine ganz coole Sache, wenn Du jemanden hat, der jeden Tag bei Dir sitzt und ihr motiviert euch gegenseitig. Aber wenn man alleine vor dem Rechner sitzt, das kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen, wenn man dieses eine Call pro Woche hat und man weiß, man muss etwas bei diesem Call liefern - einen Task den Du Dir vorgenommen hast - und Du hast auch Leute, die Dir helfen werden bei einem konkreten Problemen, welches Du gerade jetzt in Deinem Business spürst. Das bringt unheimlich viel in jedem Aspekt. So also ganz konkret: Warum man einen Mastermind machen sollte ist im Endeffekt, um Motivation zu bekommen. Der zweite Effekt ist so dieses Team-Erlebnis zu haben und mehr Spaß zu haben bei der Arbeit. Ich würde auch sagen: Exklusive Information. Weil als Unternehmer suchen wir immer nach Tipps und Tricks und Shortcuts, wie man schneller vorankommen kann in seinem Business und das bekommt man hauptsächlich durch andere Online Unternehmer, die ähnliche Erlebnisse schon gemacht haben. Marcus: Klar, es sind so oft die gleichen Herausforderungen, die man hat. Und jeder fängt dann wieder von Null an und digged sich dann really deep in das Topic rein und das dauert aber dann einige Zeit bis man an dem Punkt ist, was andere dann auch schon vorher vor Dir gemacht haben. Und wenn’s dann jemanden gibt, der genau diesen Weg mit Dir shared und Du die Shortcuts, die Abkürzungen,nehmen kannst, dann sparst Du ja viel Zeit auf dem Weg zum nächsten Step oder Milestone. Max: Genau, auf jeden Fall. Das ist super wichtig, dass man sich diese soziale Umgebung schafft, wo es einfach andere interessante, coole Leute gibt, die wirklich Actiontaker sind. Die wirklich Leute sind, die etwas machen und die sich bewegen. Marcus: Ja und genau, was mir bei dem Masterminds so gefällt an dem Konzept ist, dass man auch ne krasse accountability gegenüber den anderen aufbaut. Ich komme gerade nicht auf’s deutsche Wort. Max: Verantwortlichkeit! (lacht) Marcus: Genau! Dass Du genau weißt, ich habe nächste Woche das Mastermind. Wir haben uns darauf committed. Ich schaffe bis dahin einen Newsletter rauszuhauen, zwei Blogposts zu schreiben und an meinem Konzept für den neuen Podcast weiterzuarbeiten. Und ich muss den anderen Leuten das dann vorstellen und sagen, wo ich da bin. Und wenn ich’s nicht geschafft habe, muss ich aber wenigstens erklären können, was ich stattdessen gemacht habe. Und das ist viel, viel besser als wenn Du so ein Einzelkämpfer bleibst und für Dich alleine unterwegs bist und irgendwann einfach nicht mehr kannst und den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst, demotiviert bist und dann denkst, es geht gar nix mehr. Max: Auf jeden Fall. Und es ist genau dieses Konzept, was mir zu meinen ersten 1.000 Euro als Selbstständiger gebracht hatte. Also für drei Monate bevor ich meinen Mastermind hatte, nachdem ich meinen Job aufgegeben hatte. Ich habe fast keinen Fortschritt gemacht. Aber dann habe ich den Mastermind gehabt. Ich hab’s Online durch einen berühmten Blogger gefunden, der das zusammengestellt hatte. Und da habe ich gesagt: Ja okay, ich kauf mir diesen Onlinekurs. Und ein Teil davon war dieser Mastermind und innerhalb vom ersten Monat: BAM! Ich habe so viel Power bekommen. Ich habe wirklich einen Tritt in den Arsch bekommen und innerhalb von diesem ersten Monat hatte ich schon meine ersten 1.000 Euro Umsatz gehabt. Ich habe auch persönlich diese Benefits von diesen Masterminds erlebt und das hat mich auch mehr davon überzeugt. Marcus: Okay cool. Du hast ja auch schon ein paar Masterminds für uns auf der DNX gematched und auch angeleitet und gemacht und hast auch selber dazu einen Kurs rausgebracht? Oder machst Du das auch noch vor Ort in Berlin? Was ist da der Stand? Max: Ja, gerade jetzt ist der Stand: Ich mache verschiedene Masterminds. Ich habe es gerade jetzt in drei Level aufgeteilt. Also Leute, die keine Idee haben, Leute die schon eine validierte Idee haben und dann Leute, die schon von ihren Businesses leben. Also jede von diesen drei Zielgruppen hat verschiedene Bedürfnisse. Und die ersten zwei Gruppen begleite ich mit ein bisschen mehr Inhalt. So: Dieses sind die Schritte, die Du verfolgen musst, um zum nächsten Level zu kommen. Und dann bei den Leuten, die schon in der dritten Gruppe, also Leute die schon von ihren Businesses leben, da geht es vielmehr über persönliche Ziele. Was Du hast für das Business. Wie Du das Business so im nächsten Jahr oder in den nächsten fünf Jahren sehen würdest. Und gerade jetzt ist noch immer alles vor Ort hier in Berlin. Aber ich hab’s auf jeden Fall vor, das in Kürze Online zu ziehen. Für die erste Gruppe habe ich letztes Wochenende schon einen Workshop gemacht. Das erste Kick-Off von dem Idea-Accelerator Mastermind. Und das ist so für die Leute, die überhaupt keine Idee haben, aber die eine Idee erfinden möchten und das auch validieren. Und dann über sechs Wochen überarbeiten und schauen, wie weit sie mit der Idee kommen. Und das können sie www.startingfromzero.co/ideaaccelerator  einsehen. Marcus: Ja, das verlinken wir auf jeden Fall in den Shownotes. Dann können die Leute einfach auf www.lifehackz.de/max-breckbill  gehen und dann finden sie es auch unter den Shownotes. Max: Ja, also etwas anderes, was ich Deinen Zuhörern noch mitteilen möchte ist, wenn es Zuhörer da draußen gibt, die überhaupt Bock haben, ihren eigenen Mastermind zu starten. Ich kann das nur empfehlen. Weil wenn Du selber der Veranstalter bist oder der Organisator von Deinem eigenen Mastermind, von vier bis fünf anderen Leuten. Das ist ein riesen Vorteil verschiedenen Ebenen. Der erste ist, Du kannst für Dich selber entschweiden, wer die richtigen Leute sind. Der zweite ist, Du kannst mit ihnen potentere Leute in Deinem Mastermind zusammen haben. Und das ist normalerweise ein Benefit, wenn Du einen Mastermind hast, wo die anderen Leute ein bisschen weiter sind in ihrem Business und das kann Dich besser motivieren. Ja, wenn Du willst Marcus, ich kann das hier teilen über den Podcast oder ich habe auch ein kleines Worksheet gemacht und wir können das einfach auch dazu verlinken. Wo die Leute, die gerne selber einen Mastermind anfangen möchten, die können das einfach runterladen und die dann Sheet für Sheet durchgehen. Marcus: Ja also, wir verlinken das auf jeden Fall, aber Du kannst es auch gerne auf dem Podcast hier raushauen. Die Leute freuen sich immer über wertvollen Content. Also hush hush Hau raus! Leg los! Max: Dann legen wir mal los. Also der erste Schritt ist sich darüber zu werden, welche Mitglieder Du in Deinem Mastermind haben willst. Das bezieht sich tatsächlich auf Deine persönliches Business, was Du voranbringen möchtest. Also wenn Du schon ein klares Business-Konzept hast, also ein Business-Modell, das ist ein guter Anfangspunkt. Und wenn Du dann auch eine klare Nische hast, das ist der andere gute Anfangspunkt. Also das bezeichnet so Deine Zielgruppe für Deinen Mastermind. Business-Modell plus Nische, dass sind die Leute, die Dir am besten helfen können. Dann der zweite Schritt: Ich würde sagen, Du solltest Dein Format entscheiden. Also wenn Du ganz am Anfang bist mit Masterminding. Wenn Du nie vorher einen Mastermind gemacht oder organisiert hast. Ich bin super dafür Sprint Mastminds zu organisieren. Das Wort Sprint kommt von diesem Entwicklungskonzept Scrum, wenn ihr euch mit Software ein bisschen auskennt, dann kennt ihr das. Aber das Konzept ist, dass Du Dich für ein Ziel in sechs Wochen entscheidest und dann sprintest Du zu diesem Ziel zusammen mit deinem Mastermind. Also das ist ein Mastermind, dass auf sechs Wochen beschränkt ist, damit Du nicht diese Gefühl hast, dass es ewig dauert. Weil wenn Du keinen beschränkten Zeitrahmen für das gesamte Mastermind hast, dann verliert es nach sechs oder sieben Wochen irgendwann mal seine Potenz und die Leute kommen einfach nicht mehr. Das wäre mein zweiter Vorschlag. Dass Du Dich entscheidest für einen Sprint Mastermind zum ersten Mal und dann, wenn nach diesen sechs Wochen, also sechs Meetings in sechs Wochen, Du Dich mit Deiner Gruppe weiterhin treffen möchtest, dann könnt ihr das zusammen entscheiden und nochmal sechs Wochen machen. Und wenn es nicht mehr passt, es kann nämlich sein, dass manche Leute super schnell wachsen während dieser Zeit, andere Leute werden nicht so schnell wachsen, dann kann man neue Masterminds machen. Um das Sprint Mastermind vorzubereiten, musst Du ganz klar Leute finden, die an sechs Meetings interessiert sind. Das kann über sechs Wochen laufen oder drei Monate. Du musst, und jede Person muss sich für ein klares Ziel entscheiden nach dem Smart-Goal Prinzip. Du musst für Deinen Mastermind einen ganz klaren Endpunkt haben, damit es ein bisschen Druck gibt, damit die Leute etwas haben mit dem sie sich wirklich pushen und damit das Ziel wirklich Sinn macht. Jetzt haben wir Dein Topic, also was Deine Zielgruppe ist. Dann haben wir das Format, also die Sprint Masterminds und dann im dritten Schritt muss Du einfach die richtigen Leute finden. Ich habe zwei Formate erlebt, wie man das am besten machen kann. Also ich würde die ersten den organischen Approach nennen und den zweiten den Networking Approach. Also der organische Approach ist einfach ein oder zwei andere Leute zu finden, mit denen Du gut klar kommst. Und am liebsten solche, die ein ähnliches Business Modell und Nische haben wie Du. Und Du sagst “Hey wir treffen uns einmal und dann stellst Du mal Dein Mastermind Konzept vor. Und dann könnt ihr es organisch wachsen lassen und sagen “Okay, wenn einer von euch jemanden kennt, der gut in diese Gruppe passen könnte, dann kannst Du ihn herzlich einladen”. Und jedes Mal, wenn Du jemanden neues bekommst, dann kannst Du ihn immer fragen und sagen “Wen kennst Du, den wir in diese Runde einladen können?” Und dann so organisch wachsen, bis Du eine Größe hast, die Dir gefällt. Ich würde vorschlagen nicht mehr als sechs, aber es gibt manche Leute, die freuen sich, wenn sie sich jeden Monat mit acht Unternehmern treffen. Das kann auch funktionieren. Und zum organischen Approach habe ich ein bis zwei, aber es funktioniert nur mit einem Kumpel. Wenn Du nur einen Kumpel hast und Du sagst “Hey komm, wir treffen uns und wir brainstormen zusammen und wachsen one at a time”. Der zweite Approach ist so der Networking Approach und da wirst Du alles, was Du schon vorher geschrieben hast, das nimmst Du und schreibst dafür einen Pitch. Ganz klar, was für Leute Du in Deinem Mastermind willst, was Du persönlich erreichen möchtest mit diesem Mastermind. Und dann postest Du einfach diesen Pitch auf Social Media. Wenn es in Deiner Stadt Meetup Gruppen gibt, dann kannst Du zu den Meetup Gruppen gehen und dann vor dem Open Mic stehen und sagen “Hey, ich heiße so und so. Ich will das und das erreichen. Ich suche andere Leute für eine Mastermind Gruppe. Fragt mich einfach”. Du kannst auf Online Foren gehen, wie zum Beispiel Dynamite Circle wäre perfekt. Wenn Du nicht schon im Dynamite Circle bist, dann gibt es glaube ich viele andere solche Exclusive Forums wo Du posten kannst. Marcus: fizzle.co? From Corbett Barr hm. Max: Yes! Das ist ein ganz gutes Beispiel und so kannst Du super schnell Deine Leute finden. Marcus: Cool! Max: So, das ist so das ganz knackige Setup Phase. Und dann würde ich auch im letzten Schritt drei Vorschläge geben, wie Du Deine Masterminds gut laufen lassen kannst. Erstens: Benutze immer einen Timer für Deine Masterminds. Entscheide Dich, dass jede Person, ich weiß nicht, 10 bis 15 Minuten bekommt, um seinen aktuellen Stand zu beschreiben und seine Herausforderungen zu beschreiben. Es gibt diese Regel “Parkinson’s law”. Das heißt, arbeite wie ein Gas. Es wächst und wir planen, und vergleichen wie viel Platz es gibt für diese Arbeit. Und wenn Du am Ende von dem Meeting mit Power rausgehen willst und noch mehr Energie haben willst als Du reingebracht hast, dann sollst Du auf jeden Fall einen Timer benutzen. Weil sonst redet jede Person zu lange und am Ende sind einfach alle erschöpft. Und das ist nicht so ein geiler Effekt. Der zweite ist kurze Updates zu machen. Also wenn Du zum Beispiel zehn Minuten hast, um Deinen aktuellen Stand und Deine Herausforderungen zu besprechen mit der Gruppe, nimm nur die ersten zwei Minuten um Deinen aktuellen Stand zu beschreiben. Und die restlichen acht Minuten um Deine Herausforderungen zusammen mit der Gruppe zu besprechen. Ich sehe oft, das ist eine Tendenz, dass wir alle super gerne über uns selber reden. Und es ist ganz einfach die ganzen zehn Minuten dafür zu nutzen. Die letzte ist super wichtig und das ist auf jeden Fall: Versuche nicht in einen Rhythmus zu kommen, dass Du immer den anderen erklärst, was die machen sollen. Es ist immer viel überzeugender, wenn Du den anderen Leuten etwas erzählst, was auf einer persönlichen Erfahrung basiert, als wenn Du einfach sagst “Du solltest so und so was machen”. Ich habe das in irgendeinem Buch gelesen. Also das kann auch manchmal lustig sein, wenn Du Brainstorming machst. Aber versuche hauptsächlich immer Deine Ratschläge, Deine Beratungen auf persönliche Erfahrungen zurückzuführen. Marcus: Makes sense. Max: And that’s how you do it! Marcus: Cool, great! Thanks for this sighting. Ja richtig cool! So baut man eine Mastermind auf und zu dem einen Punkt, wo Du gesagt hast, zwei Minuten selber Business erklären und acht Minuten Input holen, ist glaube ich auch ganz wichtig. Wenn Du gerade auf dem Hot Seat bist, dass Du nicht anfängst zu erklären, warum das jetzt nicht geht und aus dem Grund geht das nicht und das habe ich schon probiert und nee, das ist auch keine coole Idee. Sondern be open for Feedback, ne? Max: Genau. Marcus: Und das einfach auf Dich erstmal nicht über Dich ergehen lassen, sondern wirklich dann reflektieren: Ist das vielleicht eine Option? Die hatte ich noch nicht auf dem Schirm. Kann man das mal machen? Klar, ich bin open dafür, ich probier das aus. Max: Ja, also eine kleine Sidenote dazu: Ich habe gemerkt, dass es oft die Leute sind, die das wenigste geschafft haben, die die meiste Zeit für ihre Updates nutzen. Ich weiß nicht genau, warum das so ist. Also eigentlich vermute ich, das ist, weil die ein schlechtes Gewissen haben, dass die nix gemacht haben und die nutzen die ganze Zeit, um Excuses darzustellen. Marcus: Glaube ich auch. Max: Aber denk einfach mal dran, wenn Du auf dem Hot Seat sitzt und Du merkst “Hey wow, ich habe ganze acht Minuten gebraucht”, dann ist es höchstwahrscheinlich deswegen, weil Du ganz wenig gemacht hast von dem, was Du Dir für diesen letzten Zeitraum im Mastermind vorgenommen hast Marcus: Ja, super useful! Danke, danke dafür, für das ganze Know-How Sharing. Max: Auf jeden Fall. Marcus: Was ist Deine größte Schwäche bzw. worin würdest Du noch gerne besser werden? Max: Ich?! Och Marcus… Marcus: (lacht) Max: Du fragst die richtigen Fragen, auf jeden Fall. Marcus: That’s my job. Max: Für mich geht es um Organisation und ja… Ich würde sagen, der systematische Aufbau von Marketing Funnels. Das ist etwas, wo ich persönlich dran arbeiten muss. Das ist die nächste große Herausforderung für mich. Aber im Allgemeinen, organisiert zu bleiben, wenn man so viele verschiedenen Sachen hat, ist immer schwierig für mich. Wenn man so auf jeder Baustelle arbeiten muss, so auf der Webseite, auf den Inhalt und dann auf die gesamte Marketing Strategie und wie das alles zusammenkommt. Die Zeit zwischen diesen drei Aspekte gut auszubreiten ist für mich die größte Schwäche gerade jetzt. Marcus: Ja. Also was Dich ja wiederum stark macht und auszeichnet ist, dass Du so viele Ideen hast, dass Du so viel Power und so viel Drive hast. Und manchmal ist es dann glaube ich so viel, da ist es dann schwierig da wieder Struktur und Ordnung rienzubringen, wie Du gerade gesagt hast. Was ist denn Dein Konzept dafür oder Deine Lösung? Hast Du was verbessern können? Max: Meine Lösung für diese Tendenz, die ich habe? Marcus: Ja genau. Max: Ja, also ich habe ein paar Kumpels, die mir in jedem verschiedenen Aspekt helfen können. Und ich versuche immer mehr mit Virtual Assistance outzusourcen. Ich versuche einfach immer mehr Sachen outzusourcen. Mehr kleiner Sachen. Zum Beispiel bei der Erstellung von meinem Podcast. Die mir editieren zu lassen und solche Sachen. Das hilft mir wahnsinnig. Marcus: Okay cool. Das ist glaube ich so ein Punkt, wo jeder Unternehmer irgendwann mal ankommt, wo er sagt “Okay, bin ich jetzt weiter als Solopreneur und Einzelkämpfer oder schaffe ich es auch mal, was abzugeben und loszulassen”. Das fällt ja nicht immer ganz einfach. Max: Ja auf jeden Fall. Aber ich freue mich schon, dass ich immer mehr loslassen kann. Also ich glaube das Loslassen innerhalb von sich selber ist nicht das große Problem. Ich glaube, das größte Problem bei mir steckt noch immer bei, das Verlieren der Sache von genau dem, was losgelassen werden muss. Wenn das erst definiert ist ganz klar und konkret, dann ist das Loslassen ziemlich einfach. Aber man merkt nicht immer, was man jeden Tag alles macht. Marcus: Ja, so ging es mir auch. Oder immernoch. Da denke ich “Oh nee, wir haben jetzt zwar so nen Website Service, der für uns die Coding oder die Änderungen macht, aber manchmal denke ich “Woah, das dauert nur eine Minute. Komm ich mach’s selber”. Log mich kurz ein und dann ist’s doch länger als ne Minute, zwei, drei, vier, fünf, sechs und dann denkste “Ey, für die Zeit und hättest Du selber was anderes machen können”, weil da gibt’s ja jemand anderen, der es einfach viel schneller macht und der ist besser als Du. Max: Genau, das ist es. Ja. Wie geht es bei Dir? Was hast Du alles bis jetzt outgesourced in Deinem Business, Marcus? Marcus: Ähm, wir haben irgendwann relativ spät angefangen outzusourcen, weil wir beide so veranlagt sind, dass wir erstmal nicht… also … sehr bootstrappingmäßig unterwegs sind, bevor wir große Investitionen machen, wollen wir erstmal wissen, dass wir das Geld auch wieder woanders reinholen. Also wir brauchten erstmal einen guten Cashflow, um dann auch zu sagen “Okay, das ist jetzt ein kleines Budget. Das verwenden wir für unseren ersten VA.” Und das ist erst ziemlich spät gekommen. Also ich habe ja die ersten Events noch komplett alleine gemacht, mit Excell Tables in GoogleDrive und die ganzen Invoices rausgeschickt, die Konten gecheckt, die Tickets und überhaupt. Das ganze Marketing, die ganze Website komplett One-Man-Show, zusammen mit Feli dann two persons. Aber wir haben jetzt im Sommer die erste VA reingeholt, die Vera, und seitdem haben wir dann selber am eigenen Leib gespürt, wieviel das helfen kann. Wieviel mehr Zeit Du auf einmal hast für die wichtigen Sachen. Und seitdem sind wir dann auch ein bisschen mutiger geworden. Designerin hatten wir schon immer. Aber haben dann noch jemanden reingeholt für die Events und haben ja dann noch die DNX CAMPS gestartet. Das hätten wir aber zu zweit nicht geschafft. Also haben wir dann einen Eventmanager und haben da die verschiedensten Modelle. Also manche werden auf Stundenbasis abgerechnet. Manche projektbasiert, manche kriegen nen Revenue-Share. Das ist auch wieder ein komplett neues Thema, wo man sich dann reinfuchsen muss und Mitarbeiterführung, Company-Happiness bzw. auf einmal muss Deine Mission oder Deine Vision auch klarar sein, damit Du kein Geld verbrennst, sondern nur darein steckst, wo Du auch wirklich hin willst. Und mittlerweile sind wir da ganz gut drin geworden. Das Problem ist nur, dass Du irgendwann dann auch mit Deinen Mitarbeitern so schnell wächst, weil Du ja dann viel schneller bist, dass dann das wieder strukturiert werden muss, dass Du ein Projektmanagementsystem brauchst und das nicht mehr alles über E-Mail läuft. Also haben wir dann angefangen über Trello zu arbeiten und haben dann angefangen Zuständigkeiten zu verteilen. Oder wer darf auf unseren Designer zugreifen oder wieviel Budget haben dann schon die einzelnen Leute. Also wirklich auf einmal sind es so Company Topics, womit eigentlich nichts mehr zu tun haben wollte. Wo man am Anfang sagte “Ey geil, ich bin jetzt Lifestyle Designer, ich bin Solopreneur, ich habe nur Freelancers, ich brauche keine Angestellten, ich brauche kein Büro, ich brauche das alles nicht mehr”. Und jetzt bist Du genau bei dem Thema angekommen. Aber es ist halt ganz anders, weil es auf einmal so Dein Baby ist, ne? und Deine Leute, die dann Dir helfen. Von daher ist das schon okay, aber es sind trotzdem Themen, die hatte ich überhaupt nicht mehr auf’m Zettel und mit denen wollte ich eigentlich nie mehr was zu tun haben. Jetzt muss ich was damit zu tun haben, aber es macht Spaß, weil es wieder was Neues ist, wo man sich dann reinfuchst von ner ganz anderen Perspektive auf einmal. Max: Ja, das ist cool. Klingt super. Marcus: Aber super wichtig ist glaube ich, alles vorher einmal selbst gemacht zu haben, weil ansonsten kannst Du die Sachen nicht briefen. Max: Das wollte ich eben sagen. Weil Du hast gemeint, ja wir haben ziemlich spät die erste VA reingeholt. Aber vielleicht war es auch nicht so spät, weil Du hast jetzt alles selber einmal durchgemacht und jetzt kennst Du das ganze System, wie das alles läuft. Und dann kannst Du es besser abgeben und auch besser schätzen, also wieviel Zeit das in Anspruch nimmt und wie Du überhaupt jemanden dafür hiren kannst. Marcus: Genau, Du kannst besser briefings machen. Du weißt genau, was geändert werden muss. Du weißt genau, welche Personen Du dafür brauchst und das finde ich manchmal ein bisschen schade bei Leuten, die gerade voll am Anfang stehen und sagen als erstes: Ich brauche Mitarbeiter, ich brauche ein Team, meinen Blog will ich eh nicht selber schreiben, sollen alles andere machen. Das ist glaube ich der falsche Ansatz, auf jeden Fall. Man sollte erstmal alles mindestens einmal selber gemacht haben, selber Geld verdient haben und das Geld dann verwenden, um dann irgendwann Dinge auszulagern, die andere besser machen können. Max: Ja, klingt gut. Marcus: Absolut. Was steht bei Dir jetzt noch so an? Wann sehen wir uns wieder? Max: Ja, wann sehen wir uns wieder? Also bei mir steht gerade die Durchführung der ersten Version von Startingfromzero Idea Accelerator an. Das wird Mitte Dezember fertig. Dann bin ich kurz mal in den USA, um die Familie zu besuchen. Marcus: Wo sind die? Max: Die sind in Wisconsin. Nicht so weit weg von Chicago. Madison Wisconsin. Dann bin ich wieder hier in Berlin kurz, um die nächste Runde von Idea Accelerator zu launchen Mitte Januar. Ein paar von meinen Co-Gründern und sind dann vom 20. Januar bis 31. März in Ko Lanta. Marcus: Wow. Max: Beziehungsweise bin ich auch bei euch auf dem DNX GLOBAL in Bangkok. Marcus: BAM! Max: Ist das der 1. März oder wann ist das? Marcus: Genau, 1. März ist Main Event und 2. März ist Mastermind Day. Max: Ja, ich bin total begeistert auf den ersten Tag und vor allem auch der Mastermind Day danach. Wirklich gepumt dafür Marcus. Marcus: Ja, wir sind ja gerade vor Ort in Bangkok seit heute wieder. Eben sind wir von Chiang Mai gekommen. Ich muss sagen, echt cool. Wir sind auch totally stoked in pump. Wir haben ne geile Location, wir haben nen coolen Event Manager. So nen thailändischen Solopreneur, der total in unserem Sinne tickt. Und ich glaube, das wird cool. Wir haben ja jetzt den Sale gestartet, die ersten Tickets verkauft. Also Demand ist da. Die Location ist da. Thailand ist cool. Ich freue mich auf jeden Fall mega auf das erste Event außerhalb von Deutschland. Max: Ja, ich habe schon auf Facebook gesehen. Es gibt viele Leute, die schon ihre Tickets gebucht haben von Deutschland Express für DNX GLOBAL. Ja bin super begeistert. Marcus: Ja geil. Dann sehen wir uns ja spätestens im März wieder und dann auch mal außerhalb von Berlin. Das erste Mal in Bangkok. Und ansonsten wünsche ich euch ne super geile Zeit auf Ko Lanta. Das ist auch eine meiner Lieblingsinseln im Süden von Thailand, muss ich sagen und das erste Mal war ich vor drei Jahren in Ko Lanta und jetzt kommen wir ja auch wieder zurück Anfang März nach der DNX machen wir da auch ein DNX CAMP. Das auch nur, weil die Insel einfach cool ist und auch noch nicht zu touristy, super geile Strände, den besten Sundowner, den ich jemals gesehen habe auf der Welt. Also Du kannst Dich total auf Ko Lanta und auf Thailand freuen. Max: Super, freue mich super darauf Marcus. Marcus: Cool, dann danke für Deine Zeit Max! Max: Yeah, thank you Marcus! Marcus: You’re welcome! Thank you for sharing all the knowledge. Looking forward seeing you soon. All the best und so weiter. Und wir bleiben in touch. Also danke nochmal für Deine Zeit, ja? Max: Thanx Marcus. Marcus: You’re welcome, bye! Max: Ciao. BAM, Ladies and Gentlemen. Das war eine weitere Folge der LIFE HACKZ Show with the one and only Max Breckbill. Wenn euch die LIFE HACKZ Show gefällt, dann hinterlasst mir bitte eine Rezension auf iTunes, schreibt mir ne E-Mail an marcus@lifehackz.de. Sagt einfach mal Hallo. Ich will mal wissen, wer hört überhaupt hier meinen Podcast so regelmäßig. Wer ist das? Was findest Du cool, was findest Du scheiße, was soll ich anders machen, was soll ich besser machen, was kann bleiben? Hast Du vielleicht Vorschläge für nen coolen Gast, den ich mal draufnehmen könnte? Yo, und wenn euch das ganze Ding gefällt, dann würde ich mich auch mega freuen, wenn ihr mich und den Podcast weiterempfiehlt an Freunde, die das vielleicht auch gebrauchen können, die selber Unternehmer sind oder das vorhaben oder das digitale Nomaden Lifestyle interessant finden. Yo, vielen Dank für euren Support! Very much appriciated. Peace and Out, bis zur nächsten Folge! Euer Marcus [/su_spoiler] [/su_accordion]

klein

Nov 20, 2015

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Interview mit Patrick baumann von Heldenleben

Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 33! Yo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ! Immernoch live aus dem Punspace Coworking in Chiang Mai, Thailand. Heute habe ich mir einen der Pioniere der deutschen digitalen Nomadenszene vor das Mikro geholt, nämlich Patrick Baumann.  Patrick ist so ein bisschen unter dem Radar geschwommen, weil er eigentlich ausgestiegen ist, als das Thema so ein bisschen Fahrt aufgenommen hatte durch die DNX Konferenzen und die anderen Presseartikel zu dem Bereich digitale Nomaden. Patrick hat sich genau zu dem Zeitpunkt entschieden ein Offline Business aufzubauen. Das heißt, er hat in Berlin in der Nähe vom Hauptbahnhof nen eigenen Billardsalon eröffnet und war damit mega busy. Ziel war aber auch immer wieder irgendwann on the Road zu gehen und in fünf Wochen ist es jetzt soweit bei Patrick. Und das war Grund genug, ihn vor das Mikro zu holen und ihn zu all seinem Wissen zu befragen. Rausgekommen ist ein richtig spannendes, schönes Interview. Ich hoffe, euch gefällt es genauso viel wie mir.  Die heutige Folge wird präsentiert vom  Five Minute Journal. Das  Five Minute Journal verhilft Dir zu einem achtsamen, besseren und positiverem Leben und ist ein mega wirksames Tool, was pro Tag fünf Minuten Aufwand benötigt. Man geht morgens drei bestimmte Fragen durch, die man für sich beantwortet und genauso am Abend. Und wenn man diese Routine regelmäßig macht und dann auch beibehält, kann es dazu führen, dass Dein Leben nochmal auf ein besseres Leben gehoben wird. Bei mir hat’s auf jeden Fall ziemlich, ziemlich viel Impact gehabt. Leute, checkt es aus unter www.fiveminutejournal.com und jetzt viel Spaß mit der Folge mit Patrick! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie man Online Marketing auf Offline Businesses übertragen kann.
  2. Was ein Freemium Modell ist.
  3. Warum auch Du meditieren solltest.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Heldenleben

BATA Bar & Billard

billardpro.de

Tynan

Bulletproof

TRX

The Big Leap Experience

Five Minute Journal

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Patrick Baumann Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 33! Yo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ! Immernoch live aus dem Punspace Coworking in Chiang Mai, Thailand. Heute habe ich mir einen der Pioniere der deutschen digitalen Nomadenszene vor das Mikro geholt, nämlich Patrick Baumann. Patrick ist so ein bisschen unter dem Radar geschwommen, weil er eigentlich ausgestiegen ist, als das Thema so ein bisschen Fahrt aufgenommen hatte durch die DNX Konferenzen und die anderen Presseartikel zu dem Bereich digitale Nomaden. Patrick hat sich genau zu dem Zeitpunkt entschieden ein Offline Business aufzubauen. Das heißt, er hat in Berlin in der Nähe vom Hauptbahnhof nen eigenen Billardsalon eröffnet und war damit mega busy. Ziel war aber auch immer wieder irgendwann on the Road zu gehen und in fünf Wochen ist es jetzt soweit bei Patrick. Und das war Grund genug, ihn vor das Mikro zu holen und ihn zu all seinem Wissen zu befragen. Rausgekommen ist ein richtig spannendes, schönes Interview. Ich hoffe, euch gefällt es genauso viel wie mir. Die heutige Folge wird präsentiert vom  Five Minute Journal. Das  Five Minute Journal verhilft Dir zu einem achtsamen, besseren und positiverem Leben und ist ein mega wirksames Tool, was pro Tag fünf Minuten Aufwand benötigt. Man geht morgens drei bestimmte Fragen durch, die man für sich beantwortet und genauso am Abend. Und wenn man diese Routine regelmäßig macht und dann auch beibehält, kann es dazu führen, dass Dein Leben nochmal auf ein besseres Leben gehoben wird. Bei mir hat’s auf jeden Fall ziemlich, ziemlich viel Impact gehabt. Leute, checkt es aus unter www.fiveminutejournal.com und jetzt viel Spaß mit der Folge mit Patrick! Marcus: Hey Patrick, cool dass Du am Start bist beim LIFE HACKZ Podcast! Wo bist Du und was machst Du gerade? Patrick: Ja Marcus, vielen Dank für die Einladung. Ich bin in Berlin, bereite gerade meine Abreise vor nach Thailand. Also da, wo Du gerade sitzt. Marcus: Cool! Patrick: Also ich habe vorgestern einen Flug gebucht für Anfang Dezember. Ja. Und in Berlin bin ich seit eineinhalb Jahren. Also ich bin Berliner und vor dreieinhalb Jahren habe ich so angefangen nomadisch zu leben. Bin jetzt aber die letzten eineinhalb, zwei Jahre in Berlin gewesen, weil ich hier ein Großprojekt hatte vor Ort, wo ich einen Billardsalon mit Bar eröffnet habe, mit nem Partner zusammen. Ja und jetzt läuft das. Jetzt bin ich quasi wieder auf dem Absprung in die große, weite Welt. Marcus: Sehr cool! Das freut uns auf jeden Fall total, Feli und mich. Du warst ja mal so ein bisschen unsichtbar, gerade in der digitalen Nomadenszene. Kurz nachdem wir das erste Mal Kontakt hatten und voll Feuer gefangen hatten, stand dann bei Dir dieses riesen, neue Ding an, dass Du Dein erstes großes Offline Projekt startest mit nem eigenen Billardsalon. Patrick: Genau. Marcus: Von daher war’s Du ein bisschen schade. Wir waren immer ein bisschen traurig, dass Du nicht dabei warst und haben uns dann umso mehr gefreut, als Du dann irgendwann wieder so erste Tendenzen gezeigt hast oder Signale gesendet hast. Du findest das immernoch spannend, was da passiert. Patrick: Genau. Marcus: Und jetzt One-Way-Ticket wahrscheinlich wieder nach Thailand gebucht hast, ne? Patrick: So ist das. Das ist ja auch witzig, weil das gerade in den zwei Jahren, wo ich jetzt nicht dabei war, total durch die Decke ging. Also, als ich damals unterwegs war, da war das zwar auch schon ein Begriff, digitales Nomadentum, aber das war nicht so eine Bewegung. Also vor allem nicht in Deutschland. International ja schon. Ja genau: One Way. Ich fliege nach Phuket. Da habe ich einen guten Flug bekommen und außerdem habe ich von Thailand noch nie die Inseln gesehen. Ich habe zwar mal lange in Thailand gewohnt, aber das war halt nur in Chiang Mai und in Bangkok war ich ab und zu. Marcus: Aha. Patrick: Ja und jetzt bin ich da. Da fange ich an und dann mal gucken, wo es dann hin geht. Also, ist aber One Way. Genau. Marcus: Cool! Phuket ist auch richtig cool! Gerade, wenn Du dann noch weiter in den Süden gehst zu den Inseln, was ja wohl Dein Ziel ist. Gerade so Ko Lanta… Wahnsinn! Ich war mega beeindruckt und das war auch hier mein erster längerer und größerer Backpacking-Trip, damals Ende 2012 zusammen mit Feli. Und wir haben genau in Phuket angefangen und sind dann runter zu den Inseln. Und das war natürlich ein richtig geiler Start. Patrick: Ja. Ich freue mich da ja auch drauf. Ich will vor allem auch erstmal Urlaub machen (grinst). Also das finden Leute lustig, die nicht so leben. Die denken, der macht doch eh nur Urlaub, wenn er reist. Aber ich bin zwar viel unterwegs gewesen in den letzten Jahren, aber so mal richtig Urlaub, wo ich mich mal zwei Wochen völlig abgeschaltet habe, habe ich schon lange nicht mehr gehabt. Und das werde ich dann da nutzen und ansonsten gehe ich aber auch wieder weg aus Berlin, dann eben nach Asien, um mich mal konzentriert hinzusetzen und Sachen zu schaffen. Also das ist ja Dein Thema hier, Lifehacking oder… Marcus: Ja. Patrick: … Also wie man eben produktiv ist, wie man Sachen schafft und das ist jetzt mein Projekt so für die nächsten Monate. Also einfach gut was wegzuschaffen. Es ist gar nicht so, dass ich jetzt das große Abenteuer suche. Bei dem Trip. Das war vor drei Jahren anders. Marcus: Ja. Das heißt für Dich gilt auch, dass wenn Du weiter weg bist von Deutschland oder reist oder neue Eindrücke hast, dass das für Dich dann einfacher ist produktiv und fokussierter zu arbeiten, als quasi in der Homebase, wo man ja denken könnte, man hat das bessere Internet, man hat nen guten Schreibtisch, man hat nen Stuhl. Mir geht’s ja genauso. Vielleicht erzählst Du nochmal irgendwie Deinen … ja, wie Du das empfindest. Patrick: Absolut. Ja, definitiv. Also das ist bei mir … bei mir ist immer die größte Herausforderung, um produktiv zu sein, ist eben Fokus zu haben und konzentriert zu sein und nicht irgendwie zu viele Sachen gleichzeitig zu machen. Und gerade in Berlin, was meine Heimatstadt ist, da kenne ich so viele Menschen und habe so viele Kontakte, dass meine Woche immer voll ist. Und es ist immer was zu tun. Ich kann immer Freunde treffen, was schön ist. Es ist ja schön Leute um sich zu haben, die man mag. Aber ich merke, dass ich, wenn ich alleine irgendwo bin… Das ist ja als Nomade meistens so. Man kann ja als Nomade andere treffen, aber ich bin meistens eher für mich. Dann kann ich mich einfach viel besser fokussieren, weil ich weniger Einflüsse habe, die mir dann sagen “Hey, gehen wir heute ein Bier trinken”, “Kommst Du dahin mit, kommst Du dahin mit, kommst Du dahin mit?” Und da kann ich viel besser einfach mich auf meine Arbeit konzentrieren. Absolut. Und jetzt gerade auch bei dem Billard-Laden, da... Wir haben zum Beispiel - also bei dem Billard-Salon - wir haben eine Lounge, wo wir auch W-LAN haben, wir haben viele Steckdosen. Das war alles so mein Wunsch. Das eben nomadenfreundlich zum Beispiel zu machen. Aber da kann ich jetzt - ich als Person - überhaupt nicht gut arbeiten, weil mich da jeder kennt. Also da alle 10 Minuten hält einer mit mir ein kurzes Schwätzchen, was schön ist. Und ich nehme die Rolle auch gerne an der Gastgeber zu sein. Aber zum Arbeiten ist das völlig unbrauchbar. Und da freue ich mich drauf jetzt mal. Früher war ich mal zwei Wochen in Bangkok, weil ich da auch in China auf ner Messe vorher noch war. Und da habe ich auch richtig gut was weggeschafft. Da habe ich eigentlich nur in meinem Zimmer gesessen und gearbeitet und bin ab und zu mal zum Essen rausgegangen oder mal ne Runde Billard spielen, was ja so mein Thema ist. Marcus: Ja, das ist echt immer wieder so krass. Man kann da echt den Wecker stellen, die Uhr danach stellen. Seitdem Feli und ich jetzt nach Asien unterwegs sind - wir waren ja in Hongkong vor… Also ich habe jetzt zum Beispiel wieder Zeit und Raum vergessen. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wann wir wo waren. Und ich glaube, ich habe gestern noch auf den Kalender geguckt. Wir sind ja jetzt knapp zwei Wochen unterwegs. Und es fühlt sich so an, als ob wir vier bis sechs Wochen unterwegs sind, von der Menge an den Sachen, die wir weggehauen haben. Und von der Produktivität, von diesem Tunnel, in den man dann wieder reingeht. Dass man nicht mehr immer wieder rausgerissen wird, dieses Samstag, Sonntag hat. Man adaptiert ja schon so ein bisschen den Lifestyle von seinen Freunden, die oftmals dann einen Corporate- oder Angestelltenjob haben. Ja, man kommt dann nicht so richtig in den Flow. Und hier ging das wieder total gut und total schnell. Patrick: Ja, absolut. Und zwar witzigerweise auch ohne irgendwie jetzt gestresster zu sein oder so. Also es ist ja nicht so, dass man dann nichts anderes mehr macht als arbeiten. Ich bin jetzt keiner, der jetzt 14 Stunden am Tag ackert. Aber alleine durch dieses Alleinsein nutzt man seine Zeit viel effizienter. Und auch die Freizeit nutze ich viel effizienter. Also ich bin auch ein Mensch, der auch auftankt, wenn er für sich ist. Ich bin so eher der introvertierte und ich habe dann insgesamt echt mehr Energie und Raum und Zeit und bin einfach konzentrierter. Marcus: Kommst dann vielleicht nochmal wieder zum Schreiben auf Deinem Blog? Auf Heldenleben.com? Patrick: Ja, ich schreibe jetzt morgens immer ein bisschen und hatte letztens mal was über meine Morgenroutine geschrieben und jetzt habe ich gerade heute den veröffentlicht, weil ich dachte: Mensch, das passt doch auch zu Deinem Thema. So Hacking usw. Deswegen habe ich gerade heute mal wieder was veröffentlicht. Aber das ist eher sporadisch. Das ist ja auch kein Business bei mir mein Blog, sondern eher ein Hobby. Einfach da ab und zu mal was zu teilen. Deswegen bin ich da auch nicht so hinterher. Aber ich mach’s schon gerne und freue mich auch immer, wenn Leute das lesen. Also klar, da will ich gerne wieder mehr machen. Ja, mal schauen. Marcus: Ja, ich würde mich auf jeden Fall total freuen, weil gerade als wir dann neu in diese Szene eingestiegen sind und Du warst ja auch bei diesem allerersten ominösen digitalen Nomaden Meetup auf’m Tempelhofer Feld dabei mit 10-12 Leuten neben Conni, Tim und den anderen drei Verdächtigen. Es gab ja in Deutschland noch nicht so viele Quellen. Es gab den Blog von Conni, es gab den Blog von Tim und es gab Heldenleben von Dir. Und Du warst sogar der Einzige und Erste, zu dem man mal ein bisschen was auf Youtube gefunden hatte. At least irgendwie ein Interview oder so. Patrick: Genau, genau. Marcus: Was ich mir heute gar nicht mehr vorstellen kann. Man hat echt nach dem Begriff gesucht. Händeringend haben wir nach Infos und was, wie geht das, was ist da und gibt’s da noch mehr Leute? Wie ticken die? und können wir da noch alles optimieren und verbessern? Mit wem könnten wir uns connecten? Und dann kam da irgendwie so ein Video und das warst dann Du. Und das war dann für uns beide - ich kann mich noch an den Word erinnern, als wir es zusammen geguckt haben, Feli und ich, bei mir in Berlin damals noch. Wir fanden das total faszinierend, dass da jemand war, der erzählt hat, dass er nur noch einen Backpack hat und runterminimalisiert hat. Du kannst Dich wahrscheinlich an das Interview auch noch erinnern. Insoweit warst Du für mich da so total die Inkarnation des digitalen Nomaden. Patrick: Das ist total geil. (beide lachen) Heute seid ihr die Inkarnation des digitalen Nomaden, was Öffentlichkeit angeht. Das ist cool! (lacht) Das schmeichelt mir. Marcus: Ja, war wirklich so und ich fand’s total cool, dass wir uns dann auch so gut verstanden und connected haben und ehrlich gesagt war ich dann auch echt traurig, als Du dann gesagt hast “Okay, so der nächste Step ist für mich: Ich stell mal wieder meinen Backpack in die eigene Wohnung in Berlin und mache jetzt ein Offline Business.” Was wahrscheinlich für Dich persönlich nochmal ne mega krasse Weiterentwicklung war. Wie war das für Dich voll ins Risiko zu gehen mit allem drum und dran, wie irgendeinen Raum anzumieten? Patrick: Ja, also erstens vorweg: Dieses Projekt… Es ging eben darum einen Billard Salon zu eröffnen. Das ist seit 20 Jahren so ein fixer Traum oder Wunsch von mir, weil Billard mein Sport ist. Hat ja jeder im Kopf “Ich will mal so ein Ding haben”. Und gleichzeitig war aber von vorneherein geplant, dass ich weiterhin Nomade sein kann. Also mein Geschäftspartner, der weiß wie ich ticke und mit dem habe ich auch vorher schon Geschäfte gemacht. Und der meinte, das geht klar: Du kannst weiter das so machen. Und das habe ich damals auch in nem Podcast bei Tim erklärt, wie ich mir das vorstelle. Und das war so ganz am Anfang, wo wir das geplant haben, das Projekt. Und jetzt im Nachhinein nach fast zwei Jahren Beschäftigung mit dem Projekt - der Laden ist seit eineinhalb Jahren geöffnet - muss ich sagen, dass mich das ganz schön Nerven gekostet hat und auch in der Theorie sich einfacher anhört, als es in der Praxis ist. Ich mache ein ortsabhängiges Business auf und bin einfach ganz munter fröhlich weiterhin Nomade. Das hat aber vor allem damit zu tun, also mit der Art des Business. Also wir haben eben nicht, wie es alle oder die meisten Solopreneure und Nomaden und so machen, per Bootstrapping irgendwas angefangen, wo man von Anfang an schwarze Zahlen schreibt. Auch wenn die am Anfang von mir aus zweistellig sind und dann drei, vier, wieviel auch immer Stellen langsam werden. Aber von Anfang an macht man Gewinn oder zumindest keinen Verlust, sondern wir haben klassische gegründet, nen Haufen Geld in die Hand genommen, ausgegeben, Türen aufgeschlossen und dann gehofft, dass jemand kommt. Also genau der andere Ansatz als man es bei einem Online Business ja eigentlich macht. Und das ist halt ein anderes Spiel. Also es hat extrem viel Spaß gemacht das zu bauen. Und mittlerweile ist es auch so, dass der Laden gut läuft und das macht tierisch Spaß. Und alle denken so krass! Sowas gibt’s? Gerade bei Billard Salons denken viele Leute, das sind nur so üble Kaschemmen. Unser Laden ist wirklich richtig toll. Das sage ich jetzt nicht, weil’s meiner ist. Das sagen eigentlich alle, die kommen. Marcus: Ja, der Laden heißt BATA Bar oder? Patrick: Ja, BATA Bar & Billard. Du hast ja dann sicher immer Links und so jetzt bei dem Podcast dabeistehen. Marcus: Ja, sag trotzdem mal die URL. Patrick: Ja, das ist http://www.batabar.com. Da gibt’s auch Fotos, da kann man sich nen Eindruck machen. Ja,... Wer in Berlin ist, ich freu’ mich, wenn ihr vorbeischaut. Ich bin noch fünf Wochen hier, also dann mal nen Kaffee trinken oder ein Bier. Ansonsten müsst ihr euch ohne mich den Laden angucken. Ja, wie gesagt, das war wirklich ne harte Zeit. Wir haben im ersten Jahr… sah es wirklich schwierig aus. Der Laden lief nicht so gut an, wie wir es erwartet haben. Und da kommt man dann ganz schnell richtig unter Druck, weil wir hohe laufende Kosten haben. Marcus: Das sind ganz neue Disziplinen, die man da angehen muss, oder? Sprich: Offline Werbung, Aufmerksamkeit erregen, Plakatieren, keine Ahnung, was man da alles aufstellen muss… Wegweiser, Handzettel, Flyer... Patrick: Genau. Also Gastronomie läuft sehr, sehr viel auch über Mund-zu-Mund Propaganda, dass Leute sich das einfach erzählen “Boah, ich war in nem geilen Laden. Kennste den schon?”. Und das dauert einfach länger. Witzigerweise ist aber ein Großteil unseres Marketing online. Also wir sind bei Google gut gerankt mit unserer Website. Also wenn man nach Billard sucht in Berlin, dann sind wir da ganz weit oben. Wir sind der einzige Billard Salon in Berlin mit ner englischsprachigen Website, was ein riesen Vorteil ist bei Touristen und Experts und so. Wir sind auf Facebook stark. Also wir machen ganz viel online. Offline Werbung ist extrem teuer. Also diese Plakate oder Schilder an Laternen und so, das ist wirklich… das ist schwierig, das wieder reinzubekommen. Der Laden verkauft sich quasi selbst. Also jeder der mal bei uns war, der kommt wieder oder erzählt’s weiter. Wir haben da ein Marketinginstrument noch auch aus dem Online-Denken heraus. Wir haben nur einen Tag in der Woche, wo man bei uns komplett umsonst spielen kann. Also das ist dann so ein bisschen ein Freemium Model ja. Das macht sonst keiner. Da haben uns auch alle für irre erklärt. Aber da kommen so viele neue Leute zu uns und erzählen sich das auch weiter. Also es ist wirklich gut bei nem Offline Geschäft auch da eben diese neuen Mechanismen, die es im Online Leben gibt zu übertragen und da radikal neu zu denken und das machen viele Wettbewerber eben nicht, weil die diese Art zu denken gar nicht kennen. Was, ich soll was verschenken?! Das ist ja total verrückt und so. Und na gut, da gibt’s 20% Rabatt oder da machen wir Happy Hour, da kostet die Stunde Billard 2 Euro weniger. Aber eben so radikal zu sein und zu sagen, wir schenken was her nen ganzen Tag, das traut sich keiner und das hat bei uns richtig gut funktioniert. Marcus: Cool, das erzeugt ja auch wieder Aufmerksamkeit. Das erzeugt Bass. Die Leute reden darüber und ja, die im anderen Business… alles was disruptiv ist oder noch nicht da war, erzeugt erstmal Aufmerksamkeit. Insofern smart gedacht. Und gibt es noch mehr Online Strategien oder Konzepte, die ihr dann quasi in die Offline Welt übertragen habt? Patrick: Also, was wir halt machen ist, dass wir … wir haben einen Newsletter-Verteiler, wo wir dann auch auf der Website eben einen Goodie haben. Das ist bei uns dann eben kein Download zu irgendeinem Thema, wie man es jetzt als Blogger macht. Sondern, wir haben halt einen 5 Euro Gutschein für die Tischmiete, den man bekommt, wenn man sich bei uns beim Newsletter anmeldet. Und der Mechanismus ist da auch wieder der gleiche. Da schicke ich halt einmal die Woche nen Newsletter raus mit unseren Events, mit irgendwelchen Neuigkeiten, die wir haben. Dann haben wir ne Flatrate die man buchen kann. Was wir da zum Beispiel machen ist, dass wir das verknappen. Also, das ist ein sehr gutes Angebot, ziemlich günstig. Und wenn man einen Monatsbeitrag zahlt, dann kann man so viel spielen, wie man will. Das haben wir aber nicht dauerhaft laufen, sondern da geben wir immer 10 Stück aus, dann ist mal wieder drei Monate Pause. Dann wieder 10. Also, so wie es bei Onlinekursen oder so ja auch gerne gemacht wird, dass man die aufmacht und dann macht man sie wieder zu, um einfach da so ne Verknappung zu erzeugen. Wenn wir 1000 Stück davon verkaufen würden dann hätten wir ein Problem. Marcus: Also nicht so gut skalierbar nach oben offen. Patrick: Ja, es ist nicht so gut skalierbar nach oben, aber nichts destotrotz funktioniert das gut. Es gibt Leute, die sind jeden Tag da, die nutzen das sehr gut. Es gibt auch andere, die kommen irgendwie einmal im Monat. Da ist es dann für uns wiederum gut. Ja also, ich beschäftige mich viel mit Online Business und wie man Online Geld verdient und versuche dann immer das auf unser Geschäft wieder zu übertragen, weil es gibt dann doch auch wieder viele Gemeinsamkeiten. Business ist Business irgendwie. Und vor allem auch wie Leute ticken und wie Leute kaufen und was sind Anreize, warum jemand kauft und warum er sich irgendwo wohlfühlt. Das ist dann relativ unabhängig von Online und Offline. Also wie Menschen funktionieren. Marcus: Mh, das denke ich auch. Ich denke mal als Unternehmer, also Du selber, der jetzt in der Verantwortung steht, Du kannst es ja sehr gut vergleichen. Da treiben einen doch ähnliche Ängste, Herausforderungen, Challenges, Herangehensweisen. Sei es jetzt Offline oder Online ne? Dass man nicht weiß, ist man auf dem richtigen Weg? Und dann kommen Zweifel. Dann kommen wieder drei, vier Erfolgserlebnisse, wo Du denkst “Wow, morgen die ganze Welt” und dann bist Du wieder am Boden zerstört. Also dieses ganze volatile Unternehmerleben gibt es glaube ich auch Online wie Offline. Patrick: Schon klar. Das unterscheidet sich nicht. Es ist schwierig. Also ich versuche immer das ein bisschen auszugleichen, diese Stimmungen die man hat. Also dass man sich nicht von einem Rückschlag gleich total runterziehen lässt. Aber auch andersherum, sich nicht von einem Erfolg gleich dann total durchdreht und denkt: Jetzt haben wir’s geschafft. Also es ist zwar schön auch dieses Auf und Ab. Man will ja irgendwie auch ein Leben, was in Bewegung ist. Du willst ja nicht die ganze Zeit nur so “beeep” flach auf einer Ebene haben. (beide lachen) Marcus: Dann biste ja tot bei “beeps”. Patrick: Genau, eben, ja ja. Marcus: Kein Herzschlag mehr. Patrick: Aber wenn die Ausschläge zu krass werden, dann macht einen das auch echt fertig und ja. Bei uns zum Beispiel kann man sich dann… So ein Indikator ist dann der Tagesumsatz. Dann hast Du irgendwie einen Tag, der überrascht Dich total. Da haste richtig guten Umsatz gemacht und denkst so “boah krass!”. Und dann gibt’s aber nen anderen Tag, der ist dann irgendwie schlechter als erwartet. Und da jeden Tag auf die Umsätze zu gucken, da wirste verrückt irgendwann. Also am Anfang ist das spannend, aber mittlerweile gucken wir uns nur noch die Monate an und versuchen eben die großen Schrauben zu drehen und wenn mal ein Tag stärker oder schwächer ist, dann flippt man ja nicht gleich aus, ne? Und das sind die gleichen Mechanismen wie bei nem Online Business oder was auch immer. Und in meinem anderen Geschäft habe ich ja einen Online Handel. Das ist ja eine Mischung eben. Da habe ich zwar einen Offline Aspekt, nämlich physische Produkte, die ich verkaufe, aber eben Online. Also Online/Offline ist jetzt nicht so anders... Marcus: Mh, so weit weg ne? Patrick: Ja, was Business angeht. Marcus: Ja. Zumal, wie Du gerade sagtest: Wenn man so ein Business wie Du vorher gemacht hast, das ist ein Shop zu Billardutensilien oder überhaupt um das ganze Thema Billard ne? Da warst Du ja auch schon in beiden Welten mehr oder weniger drin. Du hast gesagt, Du bist auch oft nach Asien geflogen auf die großen Messen glaube ich, um dann Produkte einzukaufen. Patrick: Ja genau. Ich bin auch ehrlich gesagt jemand: Ich mag die physische Welt auch. Also ich bin zwar viel online und sitze den ganzen Tag am Rechner mehr oder weniger, aber ich mag physische Produkte. Also mir macht Handel Spaß. Mir macht es Spaß Queues in die Hand zu nehmen und zu sagen “Hey, das ist ein gutes Produkt, das kann ich verkaufen”. Was am reinen Online Business, wenn man digitale Produkte verkauft oder so, schön ist, ist dass man es gut automatisieren kann. Das Geld verdienen ist nicht so aufwendig. Man hat die Dinger nie in der Hand. Ich habe also auch ein Ebook. Das verkauft sich einfach und ich merke das gar nicht. Aber mir macht es eben auch Spaß mich mit physischen Dingen zu beschäftigen. Marcus: Ja, mir geht’s genau ähnlich. Darum bin ich auch so happy und dankbar, dass wir diese Events irgendwann gestartet haben. Weil irgendwie Online, alles cool. Wie Du schon sagtest, kann man, wenn man das Know-How hat mit verhältnismäßig wenig oder überschaubarem Aufwand dann auch seine Kohle machen und kann es vielleicht nach oben skalieren, aber dieser direkte Kontakt… Du kriegst vielleicht mal ne E-Mail oder so ein bisschen Feedback, aber die Leute nochmal live zu treffen auf den Events und die schauen Dir in die Augen und Du merkst ob da irgendwie ne Spannung herrscht und bekommst direkt das Feedback. Das ist irgendwie unbezahlbar. Oder auch so die kleinen Sachen. Wir verkaufen ja auch Kofferanhänger oder so Backpack Patches auf dem Travelicia Blog. Das ist irgendwie auch cool, wenn die dann aus der Manufaktur kommen und wir die in der Hand halten und denken so “Ey geil! Das ist unser Produkt, da ist jetzt so das Travelicia Loge drauf!” Patrick: Genau. Marcus: Das kann man irgendwie gar nicht vergleichen. Also ich finde irgendwie braucht man beides in meinem Fall jetzt. Patrick: Das ist bei mir genau das gleiche, ja. Marcus: Wie war das denn bei Dir? Du bist ja wirklich einer der Pioniere der digitalen Nomadenszene in Deutschland. Was hat Dich damals dazu bewogen, diesen Lifestyle in Angriff zu nehmen und zu starten? Wer hat Dich inspiriert? Patrick: Ja, das war ein Blogger, den kennen viele nicht. Ein Amerikaner, der heißt Tynan. Ich weiß gar nicht, wie ich damals auf den gekommen bin. Auf jeden Fall bin ich dem ne Weile gefolgt und dann habe ich entdeckt, dass der ein Buch geschrieben hat über digitales Nomadendasein. Also der war einer der ersten in den USA, der diesen Begriff auch verwendet hat. Und das Buch von dem heißt “Live Nomadic”. Der schreibt auch nen super Blog. Es ist nach wie vor einer meiner Lieblings-Blogger. Und der hat dieses Buch geschrieben und ich habe das gelesen und es ging eben um wie man Online Geld verdient und eben dann alle Sachen verkaufen. Er beschreibt das auch in seinem Buch, wie er da irgendwie das Zeug alles auf so einer Verkaufsparty an seine Freunde und irgendwelche Nachbarn verkloppt hat und dann halt angefangen hat zu reisen. Und ich habe das gelesen, ich war damals als Freelancer tätig. Ich habe Websites gemacht und so. Und dachte “Krass! Das kann ich ja auch machen.” Weil ich hatte eben schon ein digitales Business eigentlich. Ich habe meine Kunden nie gesehen. Die waren zwar in Berlin, aber die habe ich am Anfang, wenn ich die kennengelernt habe, haben wir uns mal getroffen und danach eigentlich nur noch über Telefon und E-Mail kommuniziert. Und ich dachte, das geht ja und was mich zu dem Zeitpunkt in meinem Leben echt gestört hat ist, dass ich nie aus Berlin weg war, also längere Zeit. Natürlich Urlaub, aber ich habe immer in Berlin gelebt. Und das hat mich immer stärker und stärker gestört, dass dieses Kapitel irgendwie fehlt: Auslandsaufenthalt. Und dann habe ich dieses Buch gelesen und dachte, da steckt ja alles drin. Das Business dafür habe ich schon und ich kann damit das machen, was mir fehlt nämlich mal die Welt kennenlernen. Und dann habe ich ein paar Leuten davon erzählt, wie toll ich dieses Buch fand. Ich habe gar nicht gesagt, ich mache das. Sondern einfach nur “Hey, ich finde dieses Buch total cool”. Und das habe ich dann 20 Leuten erzählt und irgendwann fragte der erste dem ich das erzählt habe “Was ist denn eigentlich mit Deinem Plan da jetzt abzuhauen?” Und ich so “Hä, was denn für ein Plan?” (beide lachen) Naja und dann war’s ein Plan. Marcus: Und so kommt man dann zu Plänen ne? Patrick: So kommt man zu Plänen und dann hatte mein Mitbewohner damals Pläne mit seiner Freundin zusammenzuziehen. Und die Messe in China stand an, wo ich sowieso bald weit weg reisen sollte und dann dachte ich jetzt: Okay, das ist jetzt der Moment. Jetzt passt alles zusammen. Jetzt machst Du das. Und dann, wenn so eine Entscheidung mal getroffen ist, dann macht’s mir auch Spaß. Vor allem wenn es jetzt so neue Sachen sind. Das ist ja radikal. Ich mag gerne so krasse Dinge, weißt Du? Du wirst jetzt Nomade, Du verkaufst jetzt alles oder Bäm, Du machst jetzt hier mal so nen Billardasalon auf, macht sonst auch keiner so einfach so. Wenn so ein dicker Brocker irgendwie mir hingelegt wird und sagt: Hier möchtest Du den haben? Das gefällt mir. Marcus: Das ist geil ne? Aber das kann irgendwie auch süchtig machen. Also man stumpft irgendwann auch immer mehr ab, ne, und braucht dann immer noch fettere, größere Herausforderungen. Patrick: Ja, und es ist auch cool so mutig zu sein. Man wird dann ja auch immer von anderen als mutig betrachtet. So “Wow, den Mut hätte ich nicht” und so. Hört man ja oft solche Sachen. Ich hatte beim BATA jetzt, da hatte ich im letzten Jahr Momente, wo ich dachte: War das jetzt Mut oder war das fahrlässig? Diese letzte Erfahrung war okay. Du kannst Dich auch mal verschlucken an so nem dicken Brocken. Aber es macht einfach Spaß so große Dinge anzugehen. Damals, das war pure Begeisterung. Also ich habe das dann gemacht und das war ne fantastische Erfahrung. Marcus: Ja ich glaube, das ist immer ein ganz dünner Drahtseilakt. Ist das jetzt schon fahrlässig? Ist das einfach nur unternehmerischer Mut? Ist das totaler Wahnsinn? Aber genau das Gespräch hatte ich gestern lustigerweise mit nem Professor an der University of Bangkok, der Entrepreneurship lehrt. Und er sagte auch, er braucht irgendwie in seinem Leben… er ist ein bisschen ruhiger geworden und Professor und doziert da an der Uni und er sagte aber in seiner unternehmerischen Laufbahn brauchte er immer diesen Nervenkitzel. Dieses ein Schritt weiter gehen als andere und hat dann mal als Beispiel genannt, dass er oft bei den Banken saß und mal in der Position war, dass er dann vollständig diktieren konnte, zu welchen Bedingungen er jetzt das Venture Capital kriegt, weil er da wirklich auf so nem geilen Business Modell saß und jeder wollte ihn funden. Und dann irgendwie zwei Jahre später saß er da und hat gebettelt, weil er quasi schon wieder Schiffbruch erlitten hatte und Bankrott war. Und dann drei Jahre später hat sich das Blatt wieder total gewendet und er war wieder auf der Sonnenseite des Lebens. Da braucht man glaube ich mitunter schon starke Nerven. Patrick: Absolut, ja. Marcus: Und als Du dann gestartet bist in den Lifestyle, gab’s da in der deutschen Szene schon irgendwelche anderen Leute, die ähnlich getickt haben oder darüber geschrieben haben? Warst Du alleine? Hast Du geguckt? Patrick: Also ich habe damals ehrlich gesagt, gar nicht mich so sehr umgetan nach anderen. Ich habe ja schon geschildert, ich bin mehr so introvertiert. Ich mache gerne einfach mein Ding. Ich habe damals hat Conni schon ein Ebook geschrieben, auf Englisch sogar, wo ich dachte: Ach ja, guck mal. Da gibt’s auch eine. Also nicht einen kleinen Backpackblog, den meine ich nicht. Sondern sie hatte so ein Ebook auf Englisch schon mal, auf nem - ich weiß nicht, ob das ein anderer Blog war oder wo sie das gemacht hatte - und dann habe ich aber so ein paar englische Blogs halt gelesen. Aber auf meinen Reisen habe ich mich jetzt nicht explizit mit digitalen Nomaden vernetzt. Ich bin da eher auf eigene Faust unterwegs gewesen. Marcus: Du hast es einfach gemacht. Patrick: Genau. Ich war in Chiang Mai und habe Leute kennengelernt. Das war so über Couchsurfing hauptsächlich. Das waren dann Leute die zum Beispiel Englischlehrer in Chiang Mai waren. Da gibt’s viele. Also das hatte mit Nomaden nix zu tun. Ich habe einmal auf so nem Couchsurfingtreffen - oder da waren immer mal ein, zwei Leute dabei, die auch so drauf sind. Die waren aber auch internationale. Also deutsche Nomaden habe ich da nie getroffen. Und dann hat mich damals am Ende, also das war in 2012… hat mich dann einer, der Julien Wienemann, der ist jetzt auch seit einigen Jahren unterwegs. Der ist auch auf Facebook in der Gruppe, aber ich weiß gar nicht, ob er einen Blog hat. Das war so mein erstes Interview als Nomade. Der hat mich da für seinen Podcast interviewt. Ich weiß aber gar nicht, ob es den überhaupt noch gibt. Marcus: Ja, irgendwann bin ich ja über ihn auch schon mal gestolpert. Der war auf jeden Fall auch schon ziemlich früh dabei, genau. Patrick: Der wollte das damals anfangen und hat mich dann interviewt. Und nachdem ich wieder aus Asien zurückkam ist er dann halt nach Vietnam. Marcus: Eben im Vorgespräch haben wir kurz ein bisschen gequatscht über Chiang Mai, wo wir gestern Abend angekommen sind, Feli und ich. Und Du warst ja vor drei Jahren hier ne? Patrick: Genau 2012. Also von April bis Juli etwa . 2012 war ich dort. Marcus: Ganze vier Monate. Wenn man das jetzt sieht, ist irgendwie ein Coworking Space neben den anderen 1000 Cafés. Alle 24/7 auf und Internet und Apple Repair Stores ohne Ende und irgendwie so ein echter Hotspot für digitale Nomaden. So ein kleines Disneyland. Ich glaube das ist auch ziemlich schnell gewachsen oder hat sich in die Richtung entwickelt, nachdem was Du mir eben erzählt hast, dass es vor drei Jahren kaum so Locations gab für digitale Nomaden oder? Patrick: Ja, also es war auch schon als ich los bin damals… Da war es auch schon einer der Orte, wo die Nomaden hingegangen sind. Also in den englischen Foren und so, da war Chiang Mai schon auch ein Hotspot, aber es gab das noch nicht… Ich denke, das ist jetzt einfach viel mehr. Also es gab keinen Coworking Space. Es gab auch da schon eine Menge Cafés, wo man sich hinsetzen konnte. Das Internet war auch gut. Es war als ich da war schon super gut für Nomaden und ich weiß noch, dass ich damals weggegangen bin aus Chiang Mai mit dem Gedanken: Super. Ich habe jetzt einen Ort auf der Welt zumindest, wo ich weiß ich kann da immer hingehen und arbeiten und hab keine so hohen Lebenshaltungskosten und so. Ich vermute mal, dass es heute einfach noch extremer ist. Ich bin jetzt auch ziemlich gespannt. Also ich werde ja dann im Dezember/Januar auch nach Chiang Mai kommen, ob es mir dann gefällt oder ob es mir dann schon ein bisschen zu viel ist. Mal sehen… Also es gab damals schon etliche Nomaden dort. Marcus: Hast Du sonst als Nomade damals noch andere Orte abgecheckt? Patrick: Ja, also ich war insgesamt neun Monate in Asien. Davon waren der längste Aufenthalt in Chiang Mai, vier Monate. Die längeren Aufenthalte waren Sai Gon, wo ich vier Wochen war, weil es mir auch sehr gut gefallen hat. Was auch super funktioniert. Also die haben da echt gutes Internet zum Beispiel in Vietnam. Sai Gon ist auch eine total quirrlige Stadt mit coolen Cafés und das ist, wenn man die Küche mag und… Vietnam hat’s mir echt angetan. Das ist ein cooles Land. Ich war auf den Philippinen. Das war eher zwiespältig vom Arbeiten, weil ich da…. ich finde das Internet da nicht so gut. Und ich weiß nicht, ob das an den Inseln liegt, dass es da einfach schwer ist eine Infrastruktur aufzubauen. Und irgendwie waren die Philippinen so entspannt und relaxt, dass ich da nicht so richtig ins Arbeiten gekommen bin (lacht). Also ich hatte da ne geile Zeit. Erstmal sind die Philippinen für mich als Billardspieler ein Schlaraffenland, weil die Philippiner total Billardverrückt sind. Die haben auch hunderte von Weltklassespielern da. Und dann habe ich da einen Tauchschein gemacht. Also man kann da eine wirklich gute Zeit haben. Tolle Inseln und so. Aber zum Arbeiten bin ich da nicht so richtig in den Tritt gekommen. Was gibt’s noch. In Malaysia war ich. Das war aber auch größtenteils Urlaub mit nem Freund. Das hat mir als Land sehr, sehr gut gefallen. Das waren aber drei Wochen Urlaub und dann war ich aber auch noch drei Wochen in Kuala Lumpur, wo man auch okay arbeiten kann. Also da gibt es auch Cafés und das war auch ganz in Ordnung. Marcus: Ja, Asien passt irgendwie einfach. Patrick: Asien funktioniert super, ja. Marcus: Finde ich auch. Wir waren ja jetzt die letzten beiden Winter in Mittelamerika und Südamerika unterwegs, was auch ganz cool war. Aber ich habe mich wie sau nicht zuletzt auch wegen dem Essen jetzt auf die Asientour gefreut, die wir gerade machen. Hast Du eine bestimmte Morgenroutine? Die Du wahrscheinlich in Deinem neuen Artikel schon beschrieben hast, die ich aber noch nicht gelesen habe. Vielleicht teilst Du die noch mal mit unseren Hörern. Patrick: Sehr gerne. Also das haben ja viele Leute beschrieben, was sie am Morgen machen. So bestimmte Routinen, also Habits generell, sind ja so ein wichtiges Schlagwort, wenn man irgendwie produktiv sein will und erfüllt leben will usw. Und ich merke das auch immer mehr, dass das funktioniert und wie gut das funktioniert und habe jetzt tatsächlich selber auch mir mal so ne Morgenroutine gebaut, weil ich bin morgens eigentlich…. Also der Morgen ist für mich eigentlich immer ne schlimme Sache gewesen. So der Tag fängt an: Um Gottes Willen! Nein, ich bin wirklich ein Morgenmuffel. Also ich wache auf und habe buchstäblich … also ich habe negative Gedanken. Ich wache auf und mache mir Sorgen und habe keine Lust aufzustehen. Das ist richtig…. das geht schon fast in eine depressive Richtung. Ich habe mal gelesen, dass das irgendwie mit Chemikalien zu tun hat, die im Gehirn ausgeschüttet werden wenn man schläft. Und die sind halt da und ich habe dann oft das Telefon neben dem Bett gehabt und habe dann irgendwie als erstes irgendwie Smartphone, Facebook checken und habe mir ne halbe Stunde irgendwie diese ganze Sauce in den Kopf gekippt. Marcus: Ja... Patrick: Den Mist den man da sieht. Und das ist der mieseste Start in den Tag, den man sich vorstellen kann. (grinst) Ich habe dann nach und nach einzelne Dinge angefangen zu machen. Also zum Beispiel habe ich vor nem halben Jahr mit CrossFit angefangen und darüber bin ich dann zum Bulletproof Coffee gekommen, also dieser Kaffee, den man halt mit Butter und Kokosöl sich anmixt. Marcus: Das funktioniert? Patrick: Ja sehr gut, also für mich. Weil der macht mich wacher als normaler Kaffee. Dann, was ich auch schon relativ lange jetzt seit einigen Monaten mache ist so ne spezielle Duschroutine, wo ich also erstmal ganz normal dusche und dann aber die Dusche abschließe mit 20 Sekunden Eiskalt, 20 Sekunden heiß und dann wieder 20 Sekunden Eiskalt. Und dieser Wechsel der regt den Kreislauf nochmal an. Und diese beiden Dinger machen mich halt echt wach. Und wachwerden ist für mich morgens immer die größte Herausforderung. Also das sind die beiden Sachen, die ich jetzt schon länger mache und darüber hinaus habe ich so Sachen drin, wie also aufstehen und mein Bett machen. Also einfach die Decke ordentlich hinlegen, ein Glas Wasser trinken, Vitamine nehmen. Dann habe ich halt ein bestimmtes Frühstück, was ich mir immer mache. Also das sind Eier mit Spinat und Linsen. Ich mache ein paar Dehnübungen, also so ein paar Yogabewegungen und jetzt seit drei Wochen schon, habe ich auch eine kurze Meditation mit eingebaut. Der Headspace, diese App. Marcus: Ja, saugeil. Die nehme ich auch jeden Tag. Patrick: Genau und das habe ich schon fünf Mal probiert, das einfach irgendwie so mal zehn Minuten jeden Tag meditiert und als ich versucht habe, das einfach so irgendwann am Tag dann einmal zu machen, habe ich immer nach drei, vier Tagen wieder abgebrochen. Ich habe einfach diese zehn Minuten nicht gefunden. Marcus: Nee, wenn Du einmal drin bist am Tag ne? Dann fliegt der so an Dir vorbei. Patrick: Genau und dann gönnst Du Dir diese zehn Minuten nicht mehr, weil Du denkst: Nee jetzt muss ich aber wirklich los. Oder jetzt muss ich unbedingt das machen. Und jetzt als Teil dieser Routine, wo es eigentlich gar gibt, mache ich das jetzt. Da kommt das einfach als nächster Programmpunkt so: Jetzt meditieren. Und das tut mir extrem gut und ich habe das schon lange geahnt, dass meditieren für mich gut sein wird, weil mein Kopf irgendwie immer in Aktion ist. Und jetzt mache ich’s seit drei Wochen und das tut mir richtig gut. Marcus: Cool! Da hast Du ja ganz schön viele Habits und Routinen, die Du da in den Tag eingebaut hast morgens. Patrick: Ja, also das dauert fast zwei Stunden das ganze Ding, aber es tut mir auch extrem gut und ich habe dieses ganze Programm halt auf meinem Blog aufgeschrieben. Jetzt der letzte Beitrag. Da ist das dann auch nochmal sortiert. Das waren jetzt irgendwie so viele Baustellen durcheinander. Marcus: Ja, das verlinken wir. Patrick: Ja das tut mir sehr gut. Marcus: Ja, meine dauert mittlerweile auch ne gute Stunde oder fast eineinhalb oder so, aber ich will nicht mehr drauf verzichten, weil es gibt dann Tage wo es dann nicht 100% klappt oder aus irgendwelchen Gründen Du dann doch irgendwie morgens im Stress bist oder wenn Transport Day ist oder ein früher Flug genommen werden muss. Und wo ich das dann nicht durchziehe und dann aber auch merke, wie viel anders man in den Tag reingeht und wie viel mehr gestresst man ist…   Patrick: Ja, das ist jetzt für mich auch die größte Frage. Und das war für mich echt ein Punkt der mich hat zweifeln lassen. Gehst Du jetzt aus Berlin weg, gehste wieder auf Reisen? Wie kriege ich meine Routinen irgendwie da rein gerettet? Also das ist einmal dieser Morgenablauf und mein Frühstück zum Beispiel, wo ich halt zumindest ne Herdplatte brauche. Oder hier der Bulletproof Coffee und so. Aber zum Beispiel auch meinen Sport. Ich bin kein Naturtalent, was Sport angeht. Ich muss mich immer dazu zwingen und jetzt gehe ich halt seit nem halben Jahr zweimal die Woche zum CrossFit. Und wie kriege ich das irgendwie rein gerettet ins Reisen, wo man immer wieder an anderen Orten ist? Das wird die nächste große Herausforderung. Also meine guten Routinen die ich jetzt habe auch in diesen mobilen Lifestyle mit reinzubringen. Marcus: Ah, das ist auf jeden Fall ne fette Herausforderung. Aber machbar. Patrick: Da bist Du ja auch Experte ne? Marcus: Genau, da wir das ja sehr zum Extremen treiben wenn wir reisen und dann auch immer mit sehr wenig und abgelegene Orte. Jetzt nicht so convenient wie in Chiang Mai im Moment. Meistens sind’s dann doch kleiner Fischerdörfer irgendwo am Meer, wo Du dann keine CrossFit Box hast oder Dein Fitnessstudio oder ein Muay Thai Club oder Gym. Hat bei mir beispielsweise - worauf ich immernoch schwöre seit drei Jahren - dieses TRX Band immer wieder gute Dienste geleistet. Das wiegt zwar ein bisschen, wenn man’s mitnimmt. Vielleicht ein, zwei Kilo oder so, aber die sind’s mir absolut wert. Überall, an jedem Ort der Welt findet man irgendwie einen Baum oder ne Palme und kann dann das Band aufhängen und dann funktionales Training mit dem eigenen Körpergewicht machen. Patrick: Okay. Das sind diese dicken Gummibänder ne? Also jetzt mal ganz einfach gesprochen… Marcus: Ja nee, die sind nicht flexibel. Die sind starr. Ich schick Dir gleich nochmal den Link und verlinke das auch in den Shownotes. Das sind keine Gummibänder, sondern Du hängst Dich da mit dem kompletten Körpergewicht rein und kannst dann aber auch den Oberkörper trainieren, ganz viel die Mitte, also den Bauch. Weil fast alles so irgendwelche Halteübungen sind, die aber dann mega auf die Kraftausdauer gehen und echt den Body total schön shapen und formen. Also nochmal ganz anders, als wenn Du Gewichte drückst oder CrossFit machst im Fitnessstudio. Und das funktioniert richtig gut. Da gibt’s auch ne coole App zu, die verlinke ich auch. Wo zig Übungen auf Video vorgemacht werden. Der Fantasie sind da kaum Grenzen gesetzt und der nächste fette Vorteil von diesem TRX Band ist - am besten auch wieder so als Routine aufbauen, jeden Abend bei Sonnenuntergang mache ich das immer gerne irgendwo am Strand, am Meer - spricht sich das irgendwann in dem Dorf rum und es kommen immer mehr Leute dazu, die local Jugend, die dann mit Dir da TRX trainiert. Und so kriegt man da immer ganz gute Connections auch zu den locals und es ist immer mega viel los. Manchmal muss ich aufpassen, dass ich überhaupt noch selber zum Trainieren komme, weil alle so viel Spaß damit haben und das noch nie gesehen haben. Patrick: (lacht) Marcus: Dann ist das immer so ein fettes HURRA und ein fettes Highlight, wenn ich da mit dem Ding an den Strand runtergehe. Also das ist echt cool! (grinst) Patrick: Ja, alles klar. Das gucke ich mir mal an. Also, ich habe jetzt auch als ich im Frühjahr mal unterwegs war, da habe ich dann halt dieses 7 Minute Workout gemacht, was ja… Das kennst Du sicher auch. Was auch schonmal gut war, aber ich glaube, das war für mich nur gut, um zwei Wochen so einigermaßen drin zu bleiben und so ein bisschen was zu machen, aber für dauerhaft vielleicht ein bisschen wenig, ich weiß es nicht. Mal gucken. Marcus: Was cool ist, ist gerade in Südamerika aber auch in Mittelamerika. In Südamerika aber noch mehr. Da gibt’s voll oft so Freiluft Gyms, die kostenlos sind für die ganze Bevölkerung. Und dann mitten in der Stadt stehen auf einmal ein paar Stangen und so ein Parcours und sowas, wo man dann trainieren kann oder in Marokko in Afrika noch. In Nordafrika war das dann auch so in Taghazout. Wo dann einfach so ein paar alte Autofelgen, so Alufelgen an so ne Eisenstange geschweißt waren oder so und das dann als Langhantel umfunktioniert wurde. Aber wenn man ein bisschen rumschaut und auch rumfragt, so gerade bei den heranwachsenden, halbstarken Jugendlichen. Die trainieren alle immer ziemlich gerne, egal wo, dann findet man da immer wieder Optionen und Möglichkeiten. Patrick: Cool. Marcus: Das geht auf jeden Fall, aber ist natürlich schon gerade wenn man oft die Orte wechselt ne Herausforderung. Gerade morgens dann seine Routine immer wieder durchzuziehen. Was ist Deine größte Schwäche und worin willst Du gerne noch besser werden? Patrick: Ähm, das sind … ja das ist bei mir vor allem Fokus. Also ich bin so ganz... absrakt gesprochen, was so persönliche Eigenschaften angeht, denke ich, ist es mich zu fokussieren auf einzelne Projekte und dann auch die wichtigen Dinge zu machen, nicht nur die Dinge, die mich interessieren, die mich begeistern, die kreativ sind oder so, sondern die, die auch wirklich dann richtig gute Ergebnisse erzielen. Das ist auch was wo ich immer wieder am kämpfen bin. Ich habe tolle Projekt, wenn man von außen darauf guckt, aber ich habe auch permanent das Gefühl, dass ich irgendwie doch noch unter meinem Möglichkeiten bleibe. Da habe ich auch gerade ein interessantes Buch zu gelesen. Das heißt auf englisch “The Big Leap”. Auf deutsch hat es einen furchtbaren Titel, der so nach so Hausfrauenesotherik klingt, aber ... Marcus: (lacht) Patrick: “Lebe Dein Leben bevor es andere für Dich tun” - schrecklicher Titel. “The Big Leap” - Der große Sprung, Mann. Das klingt viel cooler! Marcus: Ja auf jeden Fall! Patrick: Ist ein gutes Buch, wo es eben darum geht sich so voll zu entfalten und wirklich sein volles Potenzial auszuschöpfen. Hab mich gerade wieder mal daran erinnert. Und ja, ich habe immer noch das Gefühl, ich bleibe unter meinen Möglichkeiten. Ich entfalte mich noch nicht voll und das ist was, was ich jetzt wirklich angehen will. Ganz konkret auf meine Projekte ist es eben oft, wie gesagt, dieser Fokus. Dass ich einfach bei meinem Businesses zum Beispiel, bei meinem Online Shop da weiß ich seit zwei Jahren, ich muss einfach mehr auslagern, weniger selber machen und ich tu’s einfach nicht, ne? Und da eben einfach das dann zu machen und zu sagen: So, jetzt gib Gas! Das ist ein Punkt, an dem ich arbeiten werde. Und dann gibt’s auch noch ganz konkret, dass meine Finanzen auch noch nicht so sind, wie ich sie mir vorstelle. Also, ich habe schon vor Jahren mich mit meinen Finanzen beschäftigt und hatte eigentlich bestimmte Ziele für mein jetziges Lebensalter, von denen ich weit entfernt bin. Wie Geldverdienen und gerade das BATA hier, das kann in ein paar Jahren auch noch deutlich mehr machen, aber ich bin nicht da wo ich sein will und das stört mich extrem. Und dieses Jahr war so das Jahr der Gesundheit für mich, wo ich mich viel um meinen Körper gekümmert habe und das nächste Jahr wird für mich das Jahr der finanziellen Gesundheit. Und das passt ja auch zusammen. Also Fokus, meine Projekte eben voranbringen und eben die Finanzen in Ordnung bringen. Das ist ja miteinander verbunden. Marcus: Ja und das wird wahrscheinlich auf der Reise in Asien Dir dann viel leichter fallen, einige Dinge vielleicht ein bisschen schwerer, wie diese Routinen aufrechtzuerhalten. Andere vielleicht ein bisschen leichter, Deine Projekte nach vorne zu bringen. Insofern steht Dir glaube ich ne spannende Zeit bevor oder? Patrick: Ja absolut. Also ich bin jetzt auch guter Dinge und habe jetzt noch fünf Wochen hier, um meine Zelte abzubrechen. Und dann bin ich sehr gespannt, wie das nächste Jahr so losgeht. Marcus: Cool! Patrick: Ich freue mich natürlich auch wieder meine Nomaden im Paradies zu treffen. Marcus: (lacht) Ja, wir freuen uns auch schon total. Wir machen ja nen kleinen Abstecher nach Europa, um dann mit der Cruise nach Südamerka zu gehen, nach Brasilien. Wir kommen dann höchstwahrscheinlich - vielleicht testen wir noch das Coboat aus vor der Küste von Sri Lanka. Haben da noch ganz wilde Pläne irgendwann im Februar, aber müssen ja spätestens, sage ich mal, Mitte Februar wieder in Asien und genauer in Bangkok sein, um die Global vorzubereiten, die dann am 1. März steigt. Patrick: Das habe ich mitbekommen. Marcus: Bist Du dann noch in Asien unterwegs? Patrick: Mit Sicherheit, ja. Also ich, jaja. Da bin ich bestimmt irgendwo in der Nähe. Marcus: Ja cool! Also dann bist Du hiermit eingeladen, dann sehen wir uns spätestens bei der Global. Patrick: Sehr cool! Marcus: … und bleiben ja sowieso in Kontakt. Coole Sache, also vielen Dank für dieses spannende Interview für die ganzen Background Infos von einem der Pioniere der deutschen digitalen Nomadenszene, den kaum einer kennt. Patrick: (lacht) Genau. Marcus: (lacht)  Weil Du schon ausgestiegen bist, als es spannend wurde, aber umso schöner, dass Du jetzt wieder mit am Start bist und so oder so finde ich Deinen Blog nach wie vor geil und würde mich freuen, wenn Du dann auch wieder mehr Zeit finden würdest, auf Heldenleben zu schreiben. Patrick: Ja, mal schauen. Ich mach’s immernoch gerne und es ist immer so schubweise. Da kommt auf jeden Fall was. Nicht so oft, aber es lebt nach wie vor. Ja hat mich auch sehr gefreut mit Dir zu plaudern und ja. Ich freue mich auch auf alles weitere. Marcus: Ja, dann sehen wir uns bald live in Thailand. Viele Grüße nach Berlin. Patrick: Danke Dir! Bis dahin. Marcus: Jo, hau rein. Patrick: Ciao. Jo, das war es auch schon wieder. Wieder ein bisschen länger als ne halbe Stunde geworden, nämlich knapp 50 Minuten. Aber wenn es so spannend ist, kann ich irgendwie nicht vorher dieses Gespräch beenden und cutten ohne alle Fragen gestellt zu haben, die mich interessieren. Und dafür ist Patrick einfach ein viel zu spannender und angenehmer Gesprächspartner. Ich denke, das ist auch rüber gekommen mit welcher Ruhe und Gelassenheit er Dinge angeht, auch wenn er eben im Interview gesagt hat, in seinem Kopf sieht’s ganz anders aus. Ich auf jeden Fall finde er strahlt immer sehr viel Souveränität und Ruhe aus. Das was mir selber dann auch gut tut, weil ich selber viel zu unruhig bin und viel zu hibbelig und Sprunghaft. Insofern, mir hat’s mega Spaß gemacht. Ich hoffe, euch auch. Wir hören uns wieder zur nächsten Folge von LIFE HACKZ. Bis dahin: Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]  

Nov 13, 2015

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Interview mit Jan Lenarz von Vehement

Das ist die LIFEHACKZ Show Folge Nr. 32! Ladies and Gentlemen, welcome to a new episode of the LIFE HACKZ Show. Live from Chiang Mai, Thailand, Punspace Coworking Space. Der heutige Gast der Show ist ein Jungunternehmer, Jan Lenarz, der eine vegane und nachhaltige Kampfsportmarke aufgebaut hat. Er vertreibt seine Handschuhe, Schienbeinschoner, MMA Grabbing Handschuhe online über einen Shop und internationalisiert gerade nach USA. Sauspannend das alles! Nach dem Lean Startup Approach und ohne fremdes Kapital, komplett gebootstrapped von seiner Kinderzimmerwohnung aus. Grund genug ihn auf den Podcast zu holen. Checkt das sauspannende Interview aus! Und das Interview wird heute präsentiert von dem Five Minute Journal. Das Five Minute Journal ist ein  Tagebuch, das man morgens für drei Minuten ausfüllt und abends für zwei Minuten, sodass Du bei fünf Minuten bist. Und wenn Du das regelmäßig tust, verhilft Dir das zu einer achtsameren und bewussteren und positiveren Einstellung zum Leben. Also Check it out unter www.fiveminutejournal.com und jetzt viel Spaß mit der heutigen Folge mit Jan Lenarz! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie Du zu mehr Selbstbewusstsein kommen kannst.
  2. Wie Du mit Deinem Produkt organisch wachsen kannst.
  3. Warum man besser joggen gehen sollte, wenn man gerade nicht weiterkommt.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

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SHOWNOTES

Jan Löwenherz

Vehement

Gut gebrüllt, Löwe

Ein guter Plan

Boxhaus  

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Marcus: Jo, hi Jan! Saugeil, dass Du am Start bist beim LIFE HACKZ Podcast! Sag mal, wo bist Du gerade und was machst Du? Jan: Ich bin gerade aus Amsterdam in der Heimat angekommen. Jetzt bin ich in Minden, Westfalen bei meiner Mutter. Einen Tag Auszeit, ja. Marcus: Ja, genau. Und was machst Du in Minden bzw. was machst Du, wenn Du nicht bei Deiner Mutter in Minden bist? Jan: (grinst) Dann bin ich in Berlin, da ist mein fester Wohnsitz. Marcus: Genau. Und ich bin auf Dich aufmerksam geworden, ich glaube über einen Artikel, wo es auch um soziales Unternehmertum ging, um Social Entrepreneurship. Und ähm, da ist mir der Satz “Destroy your enemies, not your planet” voll in die Augen gestochen. Vielleicht erklärst Du mal, was dahintersteckt und inwiefern das mit Dir zusammenhängt und mit Deinem Business. Jan: Hm, genau. Das ist unser Slogan von meiner Kampfsportmarke Vehement. Wir machen nachhaltige und faire Kampfsportausrüstungen und ähm, also es ist nicht so gemeint, dass man alles seine Feinde wirklich zerstören soll. Es geht viel um die inneren Dämonen, die man bekämpfen soll, was man halt beim Kampfsport sehr gut machen kann. Und deswegen… und die Erde nicht zerstören, genau, klar. Weil wir eben nachhaltig sind und auch auf Umweltschutz achten und soziale Standards in unseren Fabriken haben. Marcus: Ja, ich interessiere mich ja selber auch für Kampfsport und kenne ja jetzt auch einige andere Brands. Und ehrlich gesagt, ist mir der Ansatz bisher gerade in Verbindung mit Kampfsport auch noch nie so untergekommen. Wie bist Du auf die Idee gekommen, die beiden doch vielleicht etwas konträren Welten miteinander zu verbinden? Vielleicht sind sie ja auch gar nicht so konträr. Jan: Genau, man denkt ja immer… das klingt auch ein bisschen schräg, das gebe ich zu (grinst), aber das ist bei Kampfsport auf jeden Fall nicht so, dass es da nur um Schlägertypen geht. Das kennst Du ja wahrscheinlich auch, wenn Du Dich damit beschäftigst und dann ist es einfach eine sehr ganzheitliche Sportart. Gerade viele asiatische Kampfsportarten haben diese Einheit von Natur und Mensch schon in ihrer Philosophie mit drin, ne? Es ist gar nicht so weit ab. Ich habe einfach gesehen, so im Alltag, im Studio, beim Training… die ganzen Leute, das sind alles Leute, die auf so etwas achten. Also, denen ist die Welt nicht egal. Klingt erstmal als Widerspruch, aber ist es gar nicht. Also, Nachhaltigkeit ist in der Szene ein sehr großes Thema. Marcus: Ja, also ich selber mache Krav Maga zum Beispiel in Berlin, wenn ich dann mal wieder in der Homebase bin und muss sagen, die Leute, mit denen ich dort trainiere sind alle sehr nachhaltig und durchdacht unterwegs und eben nicht diese stumpfen Schlägertypen. Ich glaube, die würden’s auch nicht lange da aushalten bzw. dann auch entfernt werden aus dem Training. Was für einen Background hast Du in Sachen Kampfsport? Jan: Ich habe selber vor zehn Jahren mit Muay Thai, also Thaiboxen angefangen. Damals noch in Hamburg in der Roten Flora, also in dem besetzten Kulturzentrum mitten in der Schanzer. Da noch relativ archaisch in nem kleinen Trainingsraum ohne Trainer, hat man sich da so ein bisschen gehauen (grinst). Das war noch ein bisschen wild. Habe dann angefangen wirklich in Studios zu gehen, in gute Vereine und das so ein bisschen professionalisiert. Ich mache das aber auch selber, wie viele andere auch, nur als Hobby. Also ich bin Amateursportler und mache keine Wettkämpfe. Für mich ist das einfach ein guter, oder der perfekte Ausgleich zum stressigen Alltag und so geht es vielen anderen Leuten halt auch ne? Marcus: Ja. Ich kann auch jedem nur empfehlen, wer es noch nicht ausprobiert hat und vielleicht ein bisschen Bedenken hat, was da in so einem Verein abgeht oder dass es nur darum geht, den anderen auszuknocken oder zu verletzen, das ist überhaupt nicht der Fall. Und hatte jetzt auch schon den Nick Hein hier auf’m Podcast oder den Aristo Luis, der K1 Boxer ist, und muss sagen das sind alles super, super patente Kerle. Die sind echt gut drauf und die haben ja auch nochmal jeden motiviert, dem vielleicht ne Chance zu geben. Wer bock auf ein ganzheitliches Training hat, wo auch nicht nur der Körper, sondern auch sehr der Geist gefordert ist, sollte mal welche Kampfsportart auch immer, vielleicht mal in ner Probestunde austesten und ausprobieren. Jan: Auf jeden Fall. Also es geht da sehr viel auch um die persönlichen Grenzen. Das auszutesten, nicht nur physisch, auch psychisch. Das ist ja erstmal ne kleine Herausforderung damit lernen umzugehen. Also wenn man das kann, wenn man dann auf einmal nicht mehr mit den Augen zuckt bei jedem Schlag, sondern wirklich sieht es geht danach besser, wenn man sich da ein bisschen traut. Das kann man ganz viel übertragen auf den Alltag. Also ich kenne viele Leute, die damit anfangen und dann auf einmal ganz anders auftreten im Alltag. Ich war auch immer super schüchtern und so und das hat sich dadurch alles geändert. Ist schon interessant, ja. Marcus: Ja? Also, wie kam das dann bei Dir, die Transformation zu mehr Selbstbewusstsein? Von Tag 1 an oder durch…? Jan: … Nee das hat ein bisschen gedauert und irgendwann hat es so beim Sparring, wenn man da so mit dem Gegner so ein bisschen kämpft, Kicke macht, wo ich einfach gesehen habe: Okay, ich kämpfe viel schlechter, wenn ich ängstlich bin. Ich muss einfach rangehen und dann funktioniert das halt auch. Und das habe ich so halt ein bisschen auf den Alltag übertragen. Ich hatte halt immer irgendwie Angst vor so Auseinandersetzungen, weil ich immer dachte: Ja gut, vielleicht gibt’s da Schläge oder so. Und da war ich immer super ängstlich und dann habe ich gelernt… auch körperliche Schmerzen, das ist halt überhaupt gar nicht so schlimm, ne? Also davon geht die Welt nicht unter. Damit muss man nur lernen mit umzugehen. Das ist ja ein Testen, ne? Mal ausprobieren… Dann verliert man ganz viel Angst, die man ein bisschen so unterbewusst mit sich herumträgt, wo man da gar keine Angst mehr hat. Marcus: Absolut, also dieses Aha-Erlebnis im Sparring, das hatte ich auch. Dass ich mich erstmal instinktiv nicht - dann wenn der Schlag gekommen ist, man wusste so der landet und Du kannst nicht mehr ausweichen - weggedreht habe oder irgendwie die Augen geschlossen habe, die Fäuste vor’s Gesicht und dann tut’s doppelt weh, weil Du dann auch noch Deine eigenen Handschuhe im Gesicht hast (lacht). Und ja, das geht glaube ich nur über Übungen. Und irgendwann, dass Du es lernst: Okay, der Schlag, der wird jetzt kommen, aber wenn Du das weißt und Dich dann nicht doof wegdrehst, sondern direkt schon den Counter vorbereitest, gehst Du viel besser mit der Situation um, als ängstlich zu sein. Weil dann passiert immer irgendwas. Jan: Genau. Und das im normalen Leben natürlich auch so. Find ich ist ne ganz schöne Analogie eigentlich. Marcus: Ja auf jeden Fall. Was ist Dein Business Background? Dass Du irgendwann dahingekommen bist eine eigene Marke aufzubauen mit nem Onlineshop? Ich weiß nicht, könnten wir gleich nochmal drüber reden, ja. Jan: Genau. Ja ich bin eigentlich Kommunikationsdesigner, also habe in Hamburg Kommunikationsdesign studiert und mich immer viel mit Marken beschäftigt. Also immer für andere Leute Produkte gestaltet oder T-Shirts gestaltet oder Logos. Deswegen konnte ich das eigentlich ganz gut. Ich habe dann einfach beim Boxen oder beim Thaibox gemerkt: Okay, die ganzen Handschuhe, die es so gibt, die gefallen mir alle nicht. Auch vom Design nicht. Die sind halt immer mit Totenköpfen drauf gedruckt. Also ich fand das immer ganz furchtbar. Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Marcus: Sehr martialisch immer ne? Jan: Ja, und das passt halt auch nicht so richtig. Und da dachte ich: Gut, da kann man noch was schöneres machen. Ich selbst bin Veganer, das heißt ich wollte Kunstlederhandschuhe haben. Da ist die Auswahl noch viel eingeschränkter. Außer Plastik natürlich und Plastikhandschuhe… so richtig hochwertiges Kunstleder, das hatte ich so noch nicht gefunden. Und dann irgendwas, was noch schön aussieht, das gab es gar nicht. Ja und dann dachte ich: Okay, da kann ich mal gucken, recherchieren, finde ich da irgendwelche Hersteller, die da auf einem Level mit mir sind, ne? Und das hat dann auch ganz gut geklappt, also. Marcus: Und wie bist Du das angegangen, die Herstellerrecherche? Jan: Klar, erstmal natürlich online ganz viele Leute angeschrieben, erklärt was ich meine, mit fairen Arbeitsbedingungen und manchmal kam da “Ja, ja, machen wir”, aber ich so den Eindruck hatte: Nee so richtig… die sagen mir das jetzt nur eigentlich, um den Auftrag zu bekommen. Da habe ich’s direkt seingelassen. Und dann habe ich irgendwann wirklich einen gefunden, der eigentlich das eh schon länger machen wollte, aber noch gar keinen Kunden hatte, mit dem er das angehen konnte. Und mit dem habe ich das dann durchgezogen und die Qualität war auch super. Also die kamen hier an und das war genau das, was ich wollte. Und die erste Auflage war dann auch direkt ausverkauft innerhalb von 24 Stunden. Der Start war extrem positiv. Marcus: Cool und wieviele Handschuhe waren das? Jan: Das waren 100 Paar ne? Sehr übersichtlich. Aber wenn man bedenkt, man bringt eine neue Kampfsportmarke mit veganen Boxhandschuhen auf den Markt. Also ich dachte, da kommt nicht viel. Marcus: (lacht) Ja. Jan: Ich meine bei mir im Verein, ein, zwei Leute, die da auch Interesse hatten, aber… ich wusste nicht, ob das wirklich ein großes Thema ist. Marcus: Ja, gerade diese Kombi hat mich total cacatched. Also zum einen dieses Social Entrepreneurship, nachhaltig irgendetwas zu produzieren. Dann Kampfsport interessiere ich mich eh für. Dachte: Wie passen die Welten zusammen? Und dann war ich jetzt die letzten 30 Tage hier im Oktober, das hat vor drei Tagen aufgehört, auf so einer 30 Tage Vegan-Challenge unterwegs. Jan: Ja. Marcus: Was mir selber auch total viel gebracht hat und ich bin jetzt glaube ich kein 100%-iger Veganer dadurch geworden. Aber werde meinen Fleischkonsum sehr massiv einschränken, so auf 80/20, so vielleicht 20% Fleisch noch und der Rest vegan. Also es hat mir schon viel gebracht. Und dachte, es ist ja echt ne krasse Kombi und habe dann ein bisschen tiefer einen Research gemacht: Wer steckt dahinter? Und bin dann auf Dich gestoßen. Um so mehr freue ich mich, dass Du jetzt hier am Start bist, darüber zu sprechen. Du sagtest gerade ganz klassisch Online Recherche. Heißt: Du hast bei Google gesucht nach den entsprechenden Briefen und bist dann die Händler direkt angegangen über E-Mail. Weil viele stellen sich das wahrscheinlich mega schwer und aufwändig vor, wenn die jetzt das fertige Produkt sehen. Auf der anderen Seite denke ich, ich wüsste jetzt gar nicht wo ich anfangen soll. Jan: Genau, das ist halt so ein bisschen das Ding. Klar, wo wir jetzt stehen, das ist natürlich schon ein bisschen Arbeit, dass man das wirklich auch so Qualitätskontrolle immer hat und wirklich weiß, dass auch alles produziert wird. Das ist schon Arbeit, aber am Anfang ein Produkt herzustellen ist halt wirklich nicht so krass. Also, als ich die ersten Handschuhe hatte, haben meine Freunde gedacht so, ich kann zaubern, weil ich irgendwie auch Dinge produziere. Und das ist halt wirklich der einfachste Punkt. Also einen Hersteller zu finden ist gar kein Problem. Es gibt ja auch Seiten wie Alibaba, wo die Leute ihre Sachen anbieten. Da kann man direkt sich einen aussuchen und denen das Logo schicken und dann hat man das zwei Wochen später. Und wenn man so was machen will, dann ist das kein Problem. Klar, wenn man auch auf faire Arbeitsbedingungen wert legt, dann ist es noch ein bisschen was anderes. Da muss man wirklich dann schon ein paar mehr anschreiben und gucken, wie tickt die so. Aber selbst Produkte herzustellen, das ist für jeden eigentlich heutzutage gar nicht so schwierig. Also da war ich selbst überrascht auch, dass die auf einmal auch hier angekommen sind. Wie einfach das dann ist. Marcus: Und das war dann der Handschuh mit Deinem Design, der dann bei Dir angekommen ist im Paket? Du hast ihn ja ausgepackt und dachtest “Boah wow, wie geil ist das denn?” Ihr habt da irgendetwas haptisches erschaffen, was man auch anfassen kann. Jan: Genau, das war nämlich so ein super Moment. Die kamen halt am Flughafen an, vor zweieinhalb Jahren in Berlin und ich hatte gar keine Ahnung, wie man sowas angeht, auch mit der Zollanmeldung, ne? Da muss man sich schon ein bisschen reinfuchsen, aber die Leute sind auch ganz nett beim Zoll. Also, wenn man das noch nie gemacht hat. Die helfen einem auch, also da … es war einfacher als ich dachte. Hatte mir dann aber nur einen Ford Ka gemietet, weil ich dachte “Ja ein paar Handschuhe sind ja nicht so groß”. Marcus: (grinst) Jan: Stand dann halt vor so ner riesigen Europalette voller Handschuhe, wo ich nicht wusste, wie ich das in mein Auto bekomme. Marcus: Wieviele Unzen sind das? Jan: Also, das kann man alles noch besser machen, aber irgendwie geht’s dann trotzdem. Marcus: Ja und ich glaube, das ist genau das Ding, was dann viele Unternehmer oder erfolgreiche Unternehmer von anderen Menschen unterscheidet. Die erfolgreichen Unternehmer gehen Sachen an, die machen einfach, probieren, testen, fallen vielleicht mal hin, stehen wieder auf oder fahren dann mit nem Ford Ka zum Flughafen (lacht). Die anderen konzeptionieren dann jahrelang an dem Design an Handschuhen, aber ohne überhaupt mal ne E-Mail an einen Händler rausgeschickt zu haben. Jan: Genau. Ich kenne auch Hersteller von Sportartikeln. Freunde von mir, die jetzt seit drei Jahren in ihrer Kammer sitzen und es halt immer besser machen wollen. Und das ist halt … Ist natürlich auch ein schöner Ansatz. Da verliert man aber massig viel Zeit. Also lieber erstmal ein Produkt auf den Markt bringen, wo man noch etwas verbessern kann und dann schonmal Feedback bekommen. Also das ist ganz wichtig. Weil Du kannst es gar nicht perfekt machen, wenn Du nicht die ganze Zeit Feedback bekommst, was die Leute wirklich wollen. Das ganze Geld in die Hand nehmen, was man hat, bestellen und dann nächste Auflage wird besser. Marcus: Genau. Das heißt, das was Du eingenommen hast aus dem Cashflow das Unternehmen dann wachsen lassen, indem Du es wieder investierst. Jan: Genau. Das ist ja das schöne, wenn man gerade Produkte hat. Man hat ja direkt Cashflow. Und das war für uns auf jeden Fall super. Das heißt, ich konnte direkt die zweite Auflage bestellen. Schon mit Verbesserungen, schon mit besserer Verpackung. Wir haben umgestellt auf Recycling Kartons, alle Poly-Beutel weggelassen. An solchen Sachen kann man direkt arbeiten. Marcus: Das heißt aber für die erste Bestellung brauchtest Du aber dann ein bisschen Kapital, was Du über Dein Online Business aufgebaut hattest? Jan: Genau, aber die erste Auflage, die war auch nicht so wahnsinnig teuer. Also mit 2.00 bis 3.000 Euro kommt man eigentlich schon hin. Das kann eigentlich jeder zusammenkriegen, wenn er schon ein Produkt hat und er muss jetzt nicht jahrelang für sparen oder einen Kredit aufnehmen. Marcus: Das heißt, dass ist auch 100% eigenfinanziert und gebootstrapped ohne Venture Capital oder irgendwelche Shares, die Du abgeben musstest? Jan: Genau, alles gebootstrapped, ja. Marcus: Cool! Und wie hast Du dann die Reichweite bekommen, um die ersten 100 Handschuhe an den Mann zu bringen. Jan: Genau, das war natürlich ganz spannend. Ich hatte einen kleinen Shop aufgesetzt. Das ist das Gute, wenn man selbst Grafikdesigner ist. Dass man solche Sachen, die wirklich viel anfallen, dass man die selber machen kann. Also das ist wirklich Gold wert. Das sehe ich immer wieder bei anderen Startups, die ich berate, dass die immer besser beraten sind, wenn sie einen Designer im Team haben, als jetzt nen BWL’er zum Beispiel. Das konnte ich also alles ganz gut machen. Habe eine Facebookseite aufgesetzt. Klar, die ganzen klassischen Sachen. Und dann glaube ich, habe ich für 5 Euro Werbung geschaltet auf Facebook und dann hat es direkt jemand von Boxhaus gesehen, also dem größten europäischen Onlinehändler für Kampfsportausrüstung. Marcus: Cool! Jan: Und die haben’s dann einfach gepostet auf ihrem Blog so. Und das hat halt eben eine enorme Reichweite gehabt. Und so kam das dann alles zustande. Ne Woche später hat sich die Band Boysetsfire bei mir gemeldet. Kennt man, wenn man sich mit Punk und Hardcore beschäftigt. Das ist eine ganz große US-Punkband. Marcus: Wow! Jan: Die fanden es super, die haben es gepostet und dann hatte ich über Nacht 5000 Facebook Fans. Marcus: Woah. Jan: Das war ganz gut für den Start. Ich war ein bisschen überwältigt. Das war alles kurz vor Weihnachten und ich wusste gar nicht so richtig, was da passiert. Aber so kann es auf jeden Fall gehen… Da sind einfach Partner, die größer sind als man selber immer Gold wert, weil selber das aufzubauen über Facebook-Werbung oder mal Werbung schalten, das dauert. Marcus: Ja, absolut. Aber so Sachen können auch nur passieren, wenn Du es - wie eben gesagt - versuchst und machst und die Seite aufsetzt und irgendetwas postest und vielleicht mal 5 Euro in die Hand nimmst, um Facebook Werbung zu schalten. Dass es dann auch bei den richtigen Leuten ankommt, ne? Jan: Ganz genau. Und natürlich als Social Business hat man immer den Vorteil, dass man sowas ganz gut bekommt, solche Presse ne? Also wenn ich jetzt ganz normale Boxhandschuhe auf den Markt geschmissen hätte, das hätte keinen interessiert. Das hätte keiner gepostet. Also ein bisschen Innovation oder Nachhaltigkeit, das hilft ganz viel. Viele denken, das ist immer so ein Nachteil, wenn ich jetzt irgendwie die höheren Herstellungskosten ans Bein binde, aber gar nicht. Also ich sehe nur Vorteile dadurch, dass wir so ein bisschen auf’s Fair achten. Marcus: Ja und ich habe auch das Gefühl, dass gerade im letzten Jahr das Bewusstsein bei sauvielen Menschen, egal was für einen Background die haben, irgendwie das Bewusstsein für Nachhaltigkeit gewachsen ist. Als ob da gerade wieder so ein neues Movement entsteht. Jan: Auf jeden Fall und das ist halt, genau… Das ist so ein Movement, das heißt es ist noch so ein bisschen was spezielles. Das wird sich nicht ändern, also das wird Standard werden und Alltag. Und jetzt kann man sich glaube ich noch ganz gut als Marke positionieren. Das heißt, wer jetzt eine Idee hat und damit raus will, der muss das jetzt machen. In dann drei Jahren gibt’s das auch schon in nachhaltig. Also eigentlich kann man gerade ganz viele Sachen nochmal neu machen in gut und in besser. Muss es aber jetzt tun. Marcus: Ich glaube, das ist ein ganz guter Tip von Dir, den Du gerade abgefeuert hast. Dass viele Sachen schon da sind, die sind ganz cool, aber die sind halt nicht nachhaltig. Und wenn Du dann in dem Bereich Nachhaltigkeit und ein Firstmover bist, so wie Du, dann bist Du halt da, wenn das Ding dann losgeht und in den Mainstream dann vielleicht irgendwann übergeht. Jan: Ganz genau. Marcus: Okay und zu Boxhaus, das finde ich echt faszinierend, dass Du das gerade erwähnt hast. Ich wusste jetzt auch nicht, dass Du überhaupt ne Verbindung zu Boxhaus hast, weil ich kenne die Leute von Boxhaus auch ganz gut, speziell den Rainer. Und bei dem ist das so gelaufen, mittlerweile kriege ich ein paar T-Shirts von denen gestellt, weil ich die Marke ganz cool finde und ich war auf Facebook und hatte ein T-Shirt vom Boxhaus an, was ich mir vorher irgendwann mal bestellt hatte, weil ich die Sachen ganz cool finde und das gepostet öffentlich. Und seine Tochter hat das Bild gesehen und dann dem Rainer, ich glaube das ist der Geschäftsführer oder Gründer, Founder, Inhaber vom Boxhaus, Bescheid gegeben, dass ich seine Klamotten trage und die haben mich dann ganz unkompliziert angeschrieben, ob sie mein Bild für Social Media verwenden könnten und ich kriege dafür ein T-Shirt oder so. Das fand ich super cool, diesen Ansatz. Dieses ganz unkomplizierte, auf Leute zuzugehen und ... Jan: Das machen die ganz viel, ja. Auf jeden Fall. Marcus: Diesen Giving Aspekt. Und dann sagte er “Brauchst Du neue Shirts? Ich schick Dir dann einfach welche zu”, ohne jetzt irgendwie zu sagen: So, das ist jetzt die Abmachung und Du musst das und das damit machen. Jan: Genau, also und genauso machen wir das auch. Also ich mache nie mit irgendwie Verträge. Wenn ich irgendwelche Kämpfer unterstützen will, dann kriegen die das und dann sage ich direkt “Ey, Du musst dafür gar nichts posten oder so. Das heißt, wir wollen Dir etwas geben” und das finden die meisten halt so cool, dass die halt trotzdem irgendwas posten. Das passt schon. Also die Leute sind auch …. Da muss man nicht irgendwie immer mit Verträgen hinterherrennen und Abmachungen. Marcus: Nee null. Und das ist auch dieses Giving Prinzip. Dreimal mehr geben als nehmen und es kommt eh irgendwann zurück. Die Leute erinnern sich daran und wenn sie Dir was Gutes tun können, dann sind die zur Stelle ne? Jan: Auf jeden Fall! Marcus: Wenn Du Dir Kampfsportler aussuchst, denen Du dann Deine Sachen anbietest oder zur Verfügung stellst, wonach gehst Du da? Jan: Ja, wir gucken natürlich schon, dass die zur Marke passen. Also Branding ist unsere Stärke, also diese Markenbildung. Eben dass wir für was stehen und dieses nachhaltige Konsequentsein, das ist unser Markenkern. Das heißt, wir müssen auch Kämpfer nehmen, die dazu passen. Alle Kämpfer, die so ein bisschen Alternativ sind oder nen Background im Tierschutz haben, oder ein bisschen politisch aktiver sind, die nehmen wir alle immer ganz gerne. Also jetzt Mac Danzig ist einer unserer großen Kämpfer. Er ist ein großer UFC Kämpfer von vor ein paar Jahren. Solche Leute unterstützen wir total gerne.   Marcus: Mh und Du sagst gerade, eure Stärke ist Markenbildung und Markenführung. Das kommt wahrscheinlich aus Deiner Agenturzeit dann? Jan: Genau. Also ich war nie selbst in einer Agentur. Ich habe alles immer als Freelancer gemacht. Aber Markenbildung gerade für nachhaltige Startups war immer so mein Hauptthema. Klar, das sehe ich auch bei uns. Das ist auf jeden Fall ganz wichtig für irgendwas zu stehen. Es gibt so viele Marken und man bekommt richtig gute Boxhandschuhe für 30 Euro, überhaupt gar kein Problem. Es ist ein hochpreisiges Produkt und da muss man dann auch für etwas stehen, sonst kann man das nicht machen.   Marcus: Ja absolut. Und wenn man jetzt auf eurer Seite unterwegs ist. Das ist jetzt nicht vehement.com ausgeschrieben, sondern in Kurzform ne? Jan: Genau. Marcus: Sprich: vhmnt.com. Das verlinken wir auch in den Shownotes. Da sieht man schon ganz klar, wie viel Professionalität da drin steckt und irgendwie auch eine ganz klare Aussage. Finde ich mega gelungen. Die Seite, hast Du die auf WordPress gebaut oder ist das ein fertiges Modul? Jan: Die Seite läuft auf WordPress, genau. Also wir stellen direkt demnächst auf PrestaShop um, weil wir eben auch zwei Lager haben. Einmal in Los Angeles und einmal in Berlin. Und da hat WordPress so ein bisschen Probleme mit. Das heißt beim Shop muss man da so ein bisschen aufrüsten. Marcus: Okay und das Lager in den Staaten, ist das dann ein Fulfillment-Anbieter oder wie ist das? Jan: Ganz genau. Also wir arbeiten mit Shipwire, einer oder wenn nicht sogar der größten Fulfillment-Firma überhaupt. Die halt Lager auf der ganzen Welt anbieten. Und die haben gerade für kleine Startups ganz gute Deals. Also man zahlt ganz wenig Flächenmietungskosten, sondern hat einfach diese Handling-Gebühren pro Paket. Marcus: Das ist cool. Das ist dann viel planbarer. Das heißt, Du hast flexible Kosten, dynamische Kosten und nicht fette Fixkosten am Bein, als kleines Startup. Jan: Ganz genau. Trotzdem muss man natürlich überlegen, ob man in den USA an den Markt gehen will. Es ist schon viel Aufwand. Man ist halt auch nicht vor Ort. Man ist dann nicht so gut in der Presse wie hier. Also in Deutschland passiert das einfach organisch, weil man einfach Leute kennenlernt. Also hier haben wir ständig irgendwelche Blogartikel. In den USA ist das einfach nicht so. Das ist halt schon viel Aufwand, die Sachen dahinzubringen. Also man kann nicht einfach als deutsches Startup oder Firma Sachen in die USA importieren. Das geht halt nicht. Da muss man sich schon ganz viel mit beschäftigen. Also das würde ich nur Leuten raten, die wirklich denken: Okay, das ist der Hauptmarkt. Bei uns ist das so ne? Also Kampfsport ist in den USA viel, viel größer als hier. Veganismus, Nachhaltigkeit ist da schon nochmal ein paar Jahre weiter. Das heißt gerade Westküste USA ist für uns natürlich ein Kernmarkt. Marcus: Mh absolut und trotzdem finde ich, klar, man muss sich da nach und nach reinfuchsen, aber wieder ein gutes Beispiel, wie man dann organisch wachsen kann und es eigentlich für jede Herausforderung irgendwo auch schon mittlerweile ne fertige Lösung gibt, out of the box. Diese Fulfillment-Anbieter gab’s glaube ich vor fünf oder zehn Jahren noch nicht. Da brauchtest Du ein riesen Lager und was weiß ich noch alles und jetzt gibt’s dann Serviceanbieter, die das komplett für Dich abwickeln können, ähnlich wie Amazon Fulfillment oder wie heißt das nochmal? Jan: Genau, Fulfillment bei Amazon gibt’s auch noch ja. Das wollten wir jetzt als Sozialunternehmen halt einfach nicht. Da ist Amazon von daher auch manchmal so ein bisschen in der Negativpresse. Deswegen haben wir da eine Alternative gesucht und ja. Aber klar, die bieten das auch an und ich glaube auch nochmal professioneller. Marcus: Ja, seid ihr denn auf Amazon oder habt ihr euch bewusst komplett gegen Amazon dann entschieden. Jan: Nee, wir haben uns bewusst komplett dagegen entschieden. Bei uns kommen Zwischenhändler, also ganz wenige Shops, die unser Sachen haben. Wir verkaufen eigentlich alles selber. Weil es gibt halt auch einen Grund. Also wer vegane Boxhandschuhe sucht, die wirklich auch zertifiziert sind, da gibt es nur uns. Und da kann man sich diesen Luxus leisten, dass man halt jetzt gar nicht so viel Vertrieb macht, sondern die 40 ersten Seiten auf Google sind halt wir, wenn man nach veganen Boxhandschuhen sucht. Und dann kann man sich das halt noch leisten, dass man wirklich das auch selbst vertreibt. Natürlich behalten wir dann auch die ganze Marge ne? Marcus: Ja, perfekt. Jan: Wenn wir da über Zwischenhändler gehen, dann sieht das halt schon ganz anders aus und dafür sind wir halt echt noch zu klein. Marcus: Hm und Du sagst jetzt die ganze Zeit “Wir”. Wer ist das genau? Jan: Genau. Ich hab’s gegründet. Dann ist vor zwei Jahren eine gute Freundin von mir mit eingestiegen, die so ein bisschen Finanzen im Blick hat und Organisation. Das heißt wir sind eigentlich zu zweit, haben aber ein großes Netzwerk aus Leuten, also wir haben auch Leute, die uns immer wieder unterstützen mit Beratung und Fotografen und so. Also es sind nicht alle festangestellt, muss man ja da auch heutzutage gar nicht mehr. Marcus: Nee. Jan: Aber es ist halt schon so ein Netzwerk aus fünf bis zehn Leuten, die halt immer bereitstehen, wenn irgendwas entsteht. Marcus: Cool! Sauspannend! Genau und wenn …  ihr sagt, ihr seid nachhaltig unterwegs, gibt’s da festgeschriebene Leitsätze oder Grundsätze oder Manifesto oder ne Firmenvision, Mission Statement, was Du hier mal rauslassen kannst? Jan: Ähm klar, also wir versuchen schon, dass wir einfach den Planeten möglichst wenig schaden, aber gleichzeitig auch so viel Gutes tun, wie es halt irgendwie geht und wenn es auch mehr kostet, ist das auch völlig in Ordnung, weil wir auch hochpreisigere Produkte anbieten. Das beinhaltet bei uns, dass wir auf faire Arbeitsbedingungen achten. Wir sind noch nicht Fair Trade zertifiziert, weil es gibt noch keine Fair Trade Kampfsportfabrik auf dieser Welt. Das heißt, wir sind dabei, die zu bauen. Also sobald wir dafür Finanzen haben, werden wir die Fair Trade Zertifizierung anstreben. Das heißt, die internationalen Arbeitsbedingungen werden eingehalten, keine Kinderarbeit, Gewerkschaften und solche Sachen. Das ist alles mit dabei. Aber auch Kleinigkeiten, einfach dass wir keine Verpackungen für unsere Handschuhe haben, sondern alles nur in Kartons stecken, solche Sachen. Dass wir keine Luftfracht verwenden, sondern alles per Schiff machen. Also ganz viele Kleinigkeiten, die zusammen halt ein ganz gutes Paket geben. Wir spenden von jedem verkauften Boxhandschuh einen Euro an das Wolf Conservation Center. Unser Logo ist ein Wolf. Das heißt, zum Arterhaltungsschutz der Wölfe wird ein bisschen was getan. Alles nur kleine Sachen, aber so im Gesamtkonzept versucht man schon da einfach alles gut zu machen, auch wenn es was kostet. Das muss schon sein für uns. Marcus: Mh und würdest Du sagen, das ist im Moment so Dein Hauptfokus und Dein Hauptbusiness oder was treibt Dich gerade sonst noch um businessmäßig? Jan: Das ist schon mein Hauptfokus, das ist ja auch eine UG, ne? Das kann man nicht einfach nebenbei machen. Da muss man schon immer einen Blick drauf haben. Es ist natürlich auch alles viel Arbeit. Ich mache nebenbei manchmal auch noch Designs. Also ich berate auch noch Social Startups oder Stiftungen oder NGOs zum Thema Design, weil ich da einfach irgendwie ganz viel gelernt inzwischen. Marcus: Läuft das dann unter Deinem Brand “Gut gebrüllt Löwe”? Jan: Genau, das  ist dann meine Agentur Gut gebrüllt Löwe, wo wir halt sowas anbieten. Das ist zwischendurch mal ganz nett. Das ist aber wenig. Also da haben wir sehr ausgewählte Kunden, wenn uns auch wirklich was gefällt, dann machen wir das. Mein Haupteinkommen ist schon Vehement. Und jetzt habe ich noch ein kleines Buch geschrieben gerade. Crowdfunding. So Nebenprojekte, dafür muss immer Zeit sein, das finde ich ganz wichtig. Marcus: Um auch den Horizont schön weit zu halten und nicht zu sehr im Tunnel abzutauchen, ne? Jan: Genau. Also ich langweile mich auch schnell so. Deswegen, wenn ich wenigstens einen Tag die Woche mal ein ganz anderes Projekt habe, dann ist das für mich super gut. Das hilft auch Vehement. So habe ich am nächsten Tag wieder Kraft volle Power für Vehement. Ich glaube, wenn ich fünf Tage die Woche nur eine Firma machen würde, dann würde mich das schon ein bisschen nerven. Marcus: Ja. Für Vehement hast Du ja auch verschiedenste Auszeichnungen bekommen und Awards. Bewirbt man sich dafür oder werden die dann auf Dich aufmerksam? Jan: Das ist ganz unterschiedlich. Also jetzt der Peta Progress Award haben wir einfach so bekommen. Die gucken sich einfach so um, was gibt’s an veganen interessanten Produkten. Für manche Awards muss man sich bewerben. Marcus: Das ist schon fett von Peta ne Auszeichnung zu bekommen. Jan: Ja auf jeden Fall! Da haben wir uns schon sehr gefreut, vor allem kam das auch sehr überraschend. Für viele andere Sachen muss man sich bewerben. Also wir haben auch Business Plan Wettbewerbe und so. Das ist dann schon viel Arbeit. Aber das machen wir jetzt auch nicht mehr. Also da steckt man dann drei, vier Tage rein, um irgendwie ein Konzept zu schreiben. Das ist eh immer genau das gleiche, aber jeder Award will es irgendwie in seiner Struktur aufgeschrieben haben und ja. Das ist immer ganz nett, aber jetzt haben wir ein paar Awards, was soll ich mit noch einem? Also die drei, vier Tage Arbeit jetzt stecke ich lieber in andere Sachen. Und da muss man als Startup immer aufpassen. Es gibt so viele Awards und ich kenne viele Leute, die einfach die ganze Arbeitskraft in diese Awards stecken in der Hoffnung, dass sie dann vielleicht 5000 Euro gewinnen. Das ist den Aufwand dann nicht wert. Da muss man immer ein bisschen gucken. Marcus: Nee, aber in eurem Fall ist glaube ich auch schon geschickt als Marketing Tool eingesetzt auf der Website. Die ganzen Logos und Awards, die machen irgendwie schon Eindruck und ja, gibt nochmal so Social Proof ne? Jan: Genau. Das ist halt klar, zur Verifizierung quasi so ein bisschen, also Reason to Believe nennt sich das im Branding. Sind solche Logos ein Abzeichen immer ganz schön. Gerade wenn man ein Produkt hat, was die Leute vielleicht erstmal ein bisschen verwirrt. Dann würde ich schon raten, dass man auch so ein bisschen guckt, dass man Awards hat oder Siegel, Abzeichen. Das ist schon immer alles ganz gut. Irgendwann reicht’s dann auch. Also unsere Website ist voll da. Ich brauche jetzt nicht noch nen siebten Award da drauf kleben. Marcus: Okay und damit Dir nicht langweilig wird, hast Du jetzt noch ein neues Projekt gelaunched einguterplan.de? Jan: Genau “Ein guter Plan” ist ein Buch, ist ein Terminkalender, ein Lebensplaner und ein Sachbuch in einem. Also so ein ganzheitlicher Kalender. Das ist in den USA auch gerade relativ beliebt, ein ganz großes Thema. Dass die Leute einfach loskommen wollen, einfach ihren Terminen hinterherzurennen und gar nicht so ihr Leben zu planen. Deswegen haben wir diesen Kalender entwickelt, der halt ganz viele Tools bietet und Texte zum Thema Selbstverwirklichung, Glücksforschung und diese ganzen Sachen. Das haben wir halt am Wochenende auf Startnext gelaunched. Marcus: Jetzt am Wochenende? Jan: Genau jetzt am Wochenende, vor vier Tagen. Haben jetzt auch schon Überfounded, also schon 200% eingesammelt. Also man sieht schon, da ist der Bedarf auf jeden Fall da. Marcus: Krass, gratuliere! Jan: Ja, vielen Dank. Und genau, man muss einfach ein bisschen auf sich achten, gerade wenn man so viele Projekte hat wie ich. Dass man sich nicht überarbeitet. Klar, das fühlt sich nie so richtig krass wie Arbeit an, weil es immer irgendwie so das eigene Ding ist. Aber auch da muss man einfach so ein bisschen Achtsam sein, ne? Und deswegen habe ich mit ner Freundin das geschrieben und zusammengetragen. Marcus: Weil Du schon drauf achten musstest, dass Du nicht zu viel machst und zu viele Projekte hast, hast Du noch ein Projekt angeschoben? (beide lachen) Jan: So ungefähr, es klingt erstmal schwierig. Es ist auch natürlich jetzt viel Arbeit, aber wir haben gesehen, der Bedarf ist da. Also ich sehe einfach ganz viele Leute, die sich totarbeiten und das kann es einfach nicht sein. Genau, und diesen Fehler habe ich auch gemacht. Inzwischen sehe ich das ganze viel entspannter und arbeite halt nicht mehr so viel und arbeite auch nicht mehr abends und arbeite auch nicht mehr am Wochenende.   Marcus: Mh mh und zu welcher Zeit war das, als Du gesagt hast, Deine Work-Life-Balance war völlig außer Control? Jan: Das war letztes Jahr. Da hatte ich echt irgendwie ganz viele Aufträge, dann hatte ich Vehement und noch ein paar andere kleine Sachen und wusste weder ein noch aus. Das war es auf jeden Fall nicht wert. Ich bin dann drei Monate nach Mexico geganen und habe drei Monate lang gar nichts gemacht und lag nur am Strand. Marcus: (grinst) Konsequent! Jan: Es ist schon besser. Und seitdem ich wieder zurück bin, achte ich halt sehr auf solche Sachen. Marcus: Aha. Ja, das klingt echt nach smartem Business, was Du da betreibst. Was ist Dein Background? Hast Du das irgendwo vorher gelernt oder kannst Du gute Ressourcen oder Bücher empfehlen, die Dich in die Spur gebracht haben, in der Du jetzt bist? Jan: Ähm, ja klar, ich glaube jeder von uns fängt an mit der 4 Hour Workweek als Beispiel, dass man halt versuchen soll möglichst wenig zu arbeiten. Genauso guter Klassiker wie Getting things done von David Allen, dass man sich so ein bisschen selbst organisiert. Sehr viel war es aber Gespräche mit Freunden und dann selbst so ein bisschen herauszufinden, was tut uns eigentlich gut. Also das hat mir am meisten geholfen. Weil ich halt ganz viel mit Leuten zu tun habe, die halt wirklich auch Firmen gegründet haben und manche kriegen’s halt irgendwie hin, manche nicht. Und dann, man lernt da so ein bisschen da rauszufinden, woran liegt das denn jetzt eigentlich. Marcus: Ja, hast Du denn einen Background in BWL oder vorher studiert? Jan: Ja, ich bin Kommunikationsdesigner. Also ich habe Kommunikationsdesign studiert in Hamburg. Das heißt, Grafik ist eher mein Background. Marcus: Cool, sauspannend! Hast Du irgendwelche Morgenroutinen, die Du täglich abspulst? Ist die erste Stunde Deines Tages geskriptet? Jan: Nee gar nicht. Ich kenne viele Leute, die das sehr erfolgreich machen. Ich mache manchmal ein bisschen Yoga Sachen. Sowas finde ich immer ganz gut. Mein Ding ist einfach: Ich schlafe immer aus. Ich stelle mir nie nen Wecker. Also schon seit Jahren nicht. Das geht halt auch immer ganz gut. Und dann brauche ich jetzt auch gar nicht so viel Routine, um dann morgens wach zu werden und fahre dann irgendwann mittags ganz gemütlich ins Büro. Ich wohne in Berlin und fahre halt ne Stunde mit dem Fahrrad ins Büro. Das ist so meine Morgenroutine, durch den Tiergarten jeden Morgen. Das geht dann schon. Es ist eher, dass ich halt irgendwie Abends viel mache, um dann runterzukommen. Also Yoga, Kampfsport, das ist dann schon wichtig. Und wenn ich das nicht habe, dann fehlt mir schon was. Marcus: Mh, das merkt man dann auch sofort oder? Jan: Auf jeden Fall, ja. Also manchmal erschreckend, dass man da schon ein bisschen abhängig ist, aber ich glaube, das ist eine ganz gute Sucht mit dem Sport. Marcus: Ja absolut, das ist ne ganz gesunde Droge, aber ich merk’s auch. Wenn ich unterwegs bin und man hat nicht immer die Chance so viel Sport zu machen, wie man’s gewohnt ist. Es fehlt irgendwie einfach. Jan: Auf jeden Fall. Also gerade hier… Du bist ja auch viel auf Reisen ne? Das ist ja dann auch nicht immer so einfach wahrscheinlich? Marcus: Nee, das ist nicht einfach, gerade am Anfang, als ich da überhaupt noch keinen Plan hatte, wie ich das denn jetzt anstellen soll, wenn ich dann auch so krass reise. Wir sind ja auch meistens nur mit nem Backpack unterwegs. Also immer nur mit nem Backpack unterwegs und dann irgendwie in so Miniorten irgendwo ganz abgelegen am Meer, wo Du in der Regel auch gar keinen Gym hast oder kein Kampfsport machen kannst oder keine Gewichte heben kannst oder nicht in ein Crossfitboxing kannst. Da muss man sich so nach und nach dann reinfuchsen und jetzt reise ich beispielsweise immer mit so nem TRX-Band. Ich weiß nicht, ob Du das kennst? Jan: Ja klar. Marcus: Um funktionales Training zu machen. Ich meine ne Palme oder so nen Baum oder irgendwie so ne Stange, wo Du es dranhängen kannst, findest Du überall. Und das zieht auch immer gut Aufmerksamkeit, so bei der lokalen Jugend. Wenn die wissen um 18:00 Uhr abends bist Du immer am Strand und machst da TRX, nach drei Tagen kommt man kaum noch selber an das Band dran, weil die es alle so cool finden und schließe dann auch immer ganz schnell so Freundschaften zu den Leuten auf den Inseln. Das ist ganz cool und ja, mittlerweile weiß ich dann auch genau, je nach dem wo ich gerade bin, ob ich dann vielleicht nen Krav Maga Club in der Nähe habe oder mal Muay Thai hier in Thailand ausprobieren will im Tiger Muay Thai Camp in Phuket. Jan: Genau, Muay Thai in Thailand kann ich nur empfehlen. Wenn Du da Anschluss an die Locals haben möchtest, zieh’ Deine Thaiboxhose. Also ich bin so durch Thailand gereist und da hat man sofort 20 Freunde. Also ich wurde da wirklich auf offener Straße umarmt, weil ich als Europäer mit Thaibox Sachen rumgerannt bin. Das finden die ganz toll ja. Marcus: Cool! Hast Du da auch trainiert? Jan: Ich habe ein bisschen trainiert, ja. Das geht da wirklich tatsächlich überall. Also Thaiboxen ist da ja Nationalsport. Marcus: Ja, Nationalsport Nr. 1. Saufaszinierend auf jeden Fall die Sportart. Was ist Deine größte Schwäche? Worin willst Du besser werden. Jan: (lacht) Ja, also was mir immernoch schwer fällt, ist halt Selbstorganisation tatsächlich. Die Teil in dem Buch, in dem Plan, den ich selber rausbringe, habe ich auch nicht selber geschrieben. Da weiß ich, das hilft mir ganz viel, wenn ich da wirklich diese ToDo Listen immer aktuell halte. Diese ganzen Tools verwende ich... ich mach’s halt einfach nicht. Das merke ich dann immer nach zwei, drei Tagen Stress, dass ich denke: Okay, ich habe jetzt völlig konfus gearbeitet und da muss ich auf jeden Fall noch viel mehr Struktur reinbringen. Ich habe auch die Gabe so Sachen auszublenden. Also wenn da Probleme anstehen oder mich Dinge stressen. Das ist auch ne Gabe so. Also ich kann Stress… ja trifft mich oft nicht so, wie es andere Leute trifft. Marcus: Wollte ich gerade sagen. Jan: Was diese Sache erst möglich macht in so einem Unternehmen, aber trotzdem, da muss ich glaube ich noch ein bisschen gucken, dass ich die Sachen wirklich auf’m Schirm auch habe. Marcus: Okay, und was machst Du, wenn Du merkst, Du bist am Rechner und es geht irgendwie gar nicht weiter. Du kommst nicht mehr voran und hast ne Blockade? Was wäre Dein Tip dann, wie geht man damit um? Jan: Also ganz wichtig ist, dass man eben nicht sich dann da durch beißt. Weil das ist so uneffektives Arbeiten. Das einfach zu erkennen ist ganz wichtig. Das muss man auch ein bisschen üben. Weil es bringt nichts, wenn man da acht Stunden vor’m Rechner sitzt und nur so halb motiviert ist und eigentlich den Kopf gar nicht frei hat zum Arbeiten. Da würde ich Laufen gehen, ein bisschen Sport machen, ne halbe Stunde Yoga, auch wenn man denkt, eigentlich kann man sich das nicht leisten, eigentlich muss man arbeiten. Das bringt halt nichts. Marcus: Genau. Das viel mir sauschwer, gerade am Anfang meiner Selbstständigkeit. Dieses, dass man nicht mehr um Erlaubnis fragen muss, oder sich nicht mehr rechtfertigen muss, ne? Jan: Auf jeden Fall. Also ich mache dann auch immer Mittagsschlaf in großen Stresssituationen, weil ich weiß das hilft einfach so. Und das muss man erstmal lernen. Genau, sich selbst gegenüber. Man hat einen Anspruch. Marcus: Ja und was würdest Du sagen, sind Skills oder Erfahrungen, die jeder Unternehmer haben sollte? Jan: Ja gut, ich komme jetzt so aus dem Branding Bereich und ich sehe immer wieder, wieviel Branding und Markenbildung hilft. Wo ich mir denke: Okay, BWL und so, das kann man sich immer holen. Also es gibt Steuerberater und BWLer, so viele, die man echt günstig um Rat fragen kann. Ich finde Design und Markenbildung, auf jeden Fall, wenn es ein physisches Produkt ist, sowieso. Das ist mit das Wichtigste, aber ich habe auch schon ganz viele Apps und auch Charities gesehen, die durch Markenbildung auf einmal ganz viel Erfolg hatten. Und da tun sich viele auch noch schwer. Also gerade viele Social Startups denken, ja so Marken und Branding, das ist so Agentur. Das ist böse, das wollen wir nicht, ne? Das stimmt halt nicht. Es geht halt um Storytelling, dass man für was steht und das ist extrem wichtig. Marcus: Ja, ja. Und das ist das, da bin ich voll bei Dir. Und ich sehe da auch bei ganz vielen Bereichen, gerade im Unternehmertum, mega viel Luft nach oben. Wo Produkte sind, die aber keine klare Message haben oder kein klares Branding oder nicht für irgendwas stehen. Dass man sagt, wo ich mir denke so “Boah” Wenn da einer mal hinkommen würde mit ein bisschen Know How und das Ding in Cool macht, dann geht das durch die Decke. Jan: Das denke ich auch ne. Und dafür machen wir dann 10000 USPs, werden die genannt, also Alleinstellungsmerkmale. Das interessiert die Leute nicht so sehr. Also Preis, Qualität. Das sind so Begriffe, das langweilt die Leute. Also man muss echt für was stehen. Ein bisschen emotional die Leute abholen. Und da sehe ich einfach, dass viele Gründer damit schwer tun. Marcus: Mh, das sehe ich auch. Cool, Jan! Vielen Dank, das waren saustarke Infos. Ich fand’s echt cool, da mal hinter die Kulissen schauen zu können, wie ein Startup arbeitet, das vegane Boxhandschuhe herstellt. Mittlerweile nicht mehr nur noch Boxhandschuhe, sondern auch Schienbeinschoner… Was habt ihr noch? Jan: Schienbeinschoner, MMA Schuhe und wir werden es auch demnächst erweitern. Also werden ein bisschen Fitness-Bekleidung, Functional Clothing auf den Markt bringen. Marcus: Cool! Ja, wir pflegen alle Links in den Shownotes zu Deinen ganzen Businesses. Vielen Dank für Deine Zeit! Schöne Grüße nach Minden. Cool, dass es jetzt geklappt hat mit der Aufnahme. Beim letzten Mal war das Internet leider zu schlecht. Und ja, wir hören und sehen uns irgendwann auf dieser Welt, ja? Jan: Auf jeden Fall! Viel Spaß noch! Marcus: Danke! Ciao. Jan: Ciao. Yo Leute, das war auch schon wieder die Folge Nr. 32 des LIFE HACKZ Podcasts. Wenn euch der Podcast gefällt, hinterlasst mir eine Rezension auf iTunes oder hinterlasst mir eine Voice Message auf meiner Website www.lifehackz.de mit Anregungen, Vorschlägen für neue Interviewpartner zur Verbesserung der Sendung, whatever. Falls Ihr sagt, das ist cool, was ich hier mache und ihr möchtet gerne helfen, schaut euch auf jeden Fall die Charity-Aktion an, die ich zusammen mit Feli gestartet habe unter www.lifehackz.de/charity. Ansonsten hören wir uns beim nächsten Mal wieder. Viel Spaß bei allem, was ihr noch treibt! [/su_spoiler] [/su_accordion]  

Nov 6, 2015

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Interview mit Sebastian prestele von Phuketastic

Willkommen zu einer neuen Folge von der LIFE HACKZ Show! Diesmal live aus Chiang Mai in Thailand. Chiang Mai ist ein Hotspot für digitale Nomaden und wir sind hier gestern angekommen, abends. Also habe ich noch nicht viel gesehen und checken heute so erstmal tagsüber so ein bisschen den Ort aus und habe mir direkt einen Coworking Space gesucht, wo ich gutes Internet habe, bin jetzt hier im Punspace und bisher gefällt’s mir hier echt gut, zumal hier auch viele andere digitale Nomaden in der Stadt unterwegs sind. Das heißt, in den nächsten Tagen stehen auch ein paar Meetups an und wir treffen uns mit anderen Leuten. Also, ich bin mal gespannt auf meine Zeit hier in Chiang Mai. Ne Woche werden wir hierbleiben. Ansonsten waren wir gestern nochmal in Bangkok unterwegs, um ne Location für die nächste DNX GLOBAL am 1. März 2016 zu finden. Und taadaaa… Wir haben eine gefunden! Und die ist einfach hammer, die ist richtig geil! Ist ein Theater, passen glaube ich 500-600 Leute rein. Merkt euch den Termin: 1. März, wenn ihr ortsunabhängig unterwegs seid oder als digitaler Nomade in der Welt, solltet ihr am 1. März nach Bangkok kommen und bei der nächsten DNX GLOBAL dabei sein. In der heutigen Folge spreche ich mit Sebastian Prestele, der seine Wurzeln in Phuket, Thailand geschlagen hat. Er ist ein deutscher Unternehmer, der zuerst als Tauchlehrer nach Phuket gegangen ist und sich dann nach und nach Online Skills angeeignet hat, einen super spannenden Werdegang hat, ein Typ ist, der Sachen einfach macht und angeht. Das alles erfahren wir heute auf dem Podcast. Darauf könnt ihr euch schonmal freuen. Die heutige Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal und das 5 Minute Journal ist ein Tool, das Dir hilft produktiver zu sein und achtsamer und mit mehr Dankbarkeit in den Tag zu gehen. Das heißt, Du gehst mit einem positiven Mindset durch das Leben und das ist so eine Art Tagebuch, was man jeden Morgen ausfüllt und jeden Abend, auch nochmal so als Check-in ausfüllt und seitdem ich das tue, regelmäßig benutze, hat sich mein Leben wirklich nochmal komplett verändert. Ich kann’s jedem nur empfehlen, checkt es aus unter www.fiveminutejournal.com. Und jetzt viel Spaß bei der nächsten Folge! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie man Dinge angeht und nicht hinausschiebt.
  2. Wie man einen Podcast macht und was man dafür braucht.
  3. Was ein bisschen Minimalismus mit unserem Kopf anstellt.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Sebastian Prestele Podcast

Phuketastic

Podcast-Helden

Smart Passive Income

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"]   Marcus: Hey Sebastian! Saugeil, dass Du am Start bist bei der LIVE HACKZ Show. Wo bist Du gerade und was machst Du? Sebastian: Hey Marcus, danke, dass ich dabei sein darf! Und ja, ich bin bei mir zuhause in Phuket. Ich lebe hier in Phuket und ja… sitze jetzt gerade hier in meinem Wohnzimmer-Office. Marcus: Ja, saucool, dass Du auch gerade in Thailand bist. Ich bin ja heute in Chiang Mai angekommen und jetzt hier im Coworking Space, Punspace und teste das mal aus und habe mir jetzt vorgenommen, viele Podcast-Interviews aufzunehmen in den nächsten Tagen, weil dann das Internet wieder schlechter wird wahrscheinlich. Auf der Cruise habe ich dann gar kein Internet auf dem Meer. Und mit den meisten, mit denen ich schedule, die sind irgendwo in den Staaten oder in Europa. Das heißt, ich kann ja erst um 15 Uhr, 16 Uhr loslegen. (grinst) Und das ist ganz cool, dass Du in meiner gleichen Zeitzone bist und wir das jetzt - 11:15 Uhr haben wir - das Interview hier am Morgen aufnehmen können. Sebastian: Yes, cool! Geht mir auch so, weil meine Interviews sind normalerweise auch meistens nachts dann. Und da so tagsüber ist doch einiges angenehmer. Marcus: Ja, ich glaube, das vergessen auch viele so, wenn die sich tiefer mit dem Thema Digital Nomads befassen oder gerade das erste Mal davon hören und denken, das ist ja cool und das will ich auch! Und irgendwie scheint das ja alles ganz easy zu sein. Gerade wenn man in Thailand ist oder in Südamerika und dann  sechs, sieben Stunden entfernt ist von Europa, wenn man da sein Core Business hat, heißt es oft auch mal nachts den Wecker stellen und aufstehen, ne? Sebastian: Ja, auf jeden Fall. Es hat aber auch den Vorteil, dass teilweise über Nacht dann die Anfragen reinkommen und man die abarbeiten kann, bevor die Leute auf der anderen Seite der Welt aufstehen. Marcus: Absolut, das liebe ich! Und ich liebe es, gerade so wie jetzt in Thailand, wenn Du vor der Timezone bist, oder? Sebastian: Ja, genau. Marcus: Richtig doof - also was heißt doof, aber es fühlt sich anders an - wenn Du dann in Mexico oder Brasilien bist und bist halt immer sechs Stunden hinterher. Du stehst dann morgens auf und Deutschland ist dann schon im Nachmittag und Du hast das ganze Postfach voll und bist total überfordert und versuchst das noch schnell wegzuarbeiten, um die Leute noch zu erwischen, wenn irgendwas wichtiges ist, die dann auch, wenn sie nen 9 to 5 Job haben oder irgendwo im Büro sitzen, dann meistens auch dann in den nächsten zwei, drei Stunden wieder nach Hause gehen. Und das ist gerade irgendwie schön an Thailand. Sebastian: Ja, ich denke diese fünf, sechs Stunden sind auch noch manageable. Das ist nicht irgendwie… es ist halt nicht 12 Stunden komplett andersherum, sondern es ist halt ja… fünf, sechs Stunden, das kann man ganz gut machen. Marcus: Ja, ja, also in Europa sitzt man da ganz gut so in der Mitte. Irgendwie in so nem Sandwich ne? Links Südamerika und rechts dann der ganze Thailandraum und Asien. Ja Du sagst Phuket. Was in aller Welt hat Dich nach Phuket verschlagen? Sebastian: (grinst) Ja ganz … ich bin jetzt seit inzwischen 11 Jahren hier. Marcus: Wow! Sebastian: Und ich kam ganz ursprünglich mal als Tauchlehrer 2004. Mein Jugendtraum war irgendwann mal ins Ausland gehen und als Tauchlehrer arbeiten und das habe ich mir dann 2004 erfüllt. Marcus: Hast Du dann auch die ganze Tauchlehrerausbildung gemacht? Sebastian: Ja, also ich habe angefangen zu tauchen, ich glaube 1999 oder 2000 oder so was, in Kroatien und habe dann bis letztlich Dive Master habe ich alles vorher gemacht in Europa. Und dann habe ich sechs Monate Ausbildung gemacht gegen Mitarbeit zum Tauchlehrer, das heißt, da war dann halt Minimalgehalt und Kosten und viel frei. Marcus: Ja. Sebastian: Und dann eben waren wir ne Truppe von fünf Leuten, die hatten dann nen Ausbilder und haben dann eben hier mitgearbeitet und die Ausbildung zum Tauchlehrer bekommen, dann die Prüfung gemacht und dann bin ich da geblieben. Der Ursprungsplan war eigentlich in die Karibik weiterzuziehen, aber da wurde irgendwie nie was draus. Also irgendwie bin ich hier hängengeblieben. (grinst) Marcus: (grinst) Was genau hat Dich denn in Phuket gehalten? Sebastian: Ähm ja… ich weiß gar nicht mehr so. Es war damals halt einfach… wir hatten ein cooles Team. Also es war einfach so, dass richtig coole Leute zusammenarbeiten. Die Arbeit hat Spaß gemacht. Ich habe dann die Möglichkeit bekommen auf so ein Safarischiff zu gehen. So sechs Tage, sechs Nächte Touren auf die Similans. Und Similans sind halt in Thailand so mit das Beste, was das Tauchen zu bieten hat. Das waren sie zumindest damals und das wollte ich unbedingt machen. Das habe ich dann auch zwei Jahre gemacht und dann war ich halt schon drei Jahre da und irgendwie habe ich mich dann eingelebt und meine heutige Frau kennengelernt und dann hat sich das so alles ergeben. Es war dann so mehr und mehr so ein Prozess. Ich bin da reingerutscht. Das war nie bewusst irgendwie entschieden, aber ja. Irgendwann habe ich mich halt einigermaßen heimisch gefühlt und dann wollte ich nicht mehr großartig weg. Marcus: Ja, ja wie so oft ne? Man kommt dann in so einen Flow rein und dann ergeben sich Sachen, die man vorher gar nicht auf dem Plan hatte. Aber der Punkt ist glaube ich, man muss auch ready sein für die Geschichten dann. Viele sagen dann auch immer “Boah, andere haben viel mehr Glück als ich und da funktioniert das irgendwie alles. Da sieht das so easy aus.” Vielleicht spielt da auch manchmal ein Quäntchen Glück ne Rolle, aber ich glaube auch es spielt ganz oft ne Rolle, inwieweit man sich darauf einlässt und ready und bereit ist für neue Situationen und die dann auch zu embracen, also anzunehmen.   Sebastian: Auf jeden Fall. Also ich habe das so oft gehört. Einmal schon, also bevor ich los bin. Ich habe immer gesagt, ich mache das irgendwann. Ich gehe ins Ausland, ich will unbedingt Tauchlehrer werden und niemand hat’s verstanden in meinem Freundeskreis. Ja, keiner konnte nachvollziehen, warum ich überhaupt weg will a) und b) warum überhaupt Tauchlehrer. Und ich hab’s trotzdem gemacht und habe letzten Endes auch viel dafür aufgegeben, weil von meinem Freundeskreis von früher ist halt niemand übrig geblieben. Und das andere, als ich dann hier war, habe ich jedes Jahr die gleichen Leute, die halt dann zum Tauchen kommen und später dann andere Leute, die halt sagen “Ja, ich würde auch so gerne im Ausland leben. Ich will das auch machen und Du hast es so gut” und ich habe immer nur gesagt “Dann mach’s doch einfach! Mach’s einfach. Mein Gott, was hält Dich zurück?” Letzten Endes ist es Deine freie Entscheidung und wenn Du es nicht machst, dann brauchst Du Dich auch nicht darüber aufregen, dass es anderen besser geht oder andere glücklicher sind. Du musst einfach… ja. Wenn Du das willst und wenn es das Ding ist, was Du machen willst, im Ausland zu leben, dann musst Du halt die Entscheidungen treffen und es tun. Mit der Konsequenz dann… welche Konsequenz das dann auch immer für Dich ist, was Du aufgibst oder auch nicht. Marcus: Ja genau, mit allen Konsequenzen, Vor- und Nachteilen, Arbeit, Hazel, Work, Unsicherheit. Alles was damit zusammenhängt, dann auch Dich drauf einzulassen ne? Und das sind genau die gleichen Leute, als ich damals noch in Corporate Jobs gearbeitet hab. Ich hab’s gehasst, ey ich hab fast gekotzt! Das waren Leute, die dann jeden Tag in die Firma gekommen sind, mit so ner Fresse, überhaupt keinen Bock auf die Arbeit hatten und gesagt haben “Morgen kündige ich!” “Morgen ist echt mein letzter Tag” oder “ich geh zum Chef, ich kann nicht mehr.” “Ich lasse das jetzt eskalieren” oder ich mache dieses und ich mach jenes. Und dann beim ersten Mal denkste noch “Oh cool, ja tougher Typ. Mal sehen was morgen passiert…” So dann ist der nächste Tag. Da passiert nichts, null. Und dann kommt der wieder “Ja warte, warte, aber morgen” oder “Nee, ich guck mir das jetzt… ich hab nochmal überlegt. Ich guck mir das nochmal zwei, drei Tage an” und dann immer wieder, immer wieder und irgendwann kannste die Leute nicht mehr ernst nehmen. Und die gehen einfach nicht in die Umsetzung ne? Sebastian: Ich meine, es ist ja auch nicht so leicht, ja? Es ist nicht so leicht, letztlich lebensverändernde Entscheidungen zu treffen, aber einfach halt immer nur zu sagen: Ich mache das, ich mache das und dann nie was zu machen ist halt viel schlimmer, als irgendwann einfach mal den Stecker zu ziehen und zu sagen: So, jetzt ist der Tag gekommen und da passiert wirklich was. Marcus: Ja, und ich glaube das Gefährliche ist auch, dass man irgendwann sich selber nicht mehr glaubt. Also zum einen das Umfeld glaubt einem irgendwann nicht mehr. Das ist ja schon Kacke genug, aber irgendwann kommt man auch in so einen Modus rein. Man erzählt sich selber Geschichten, wo man selber weiß, wahrscheinlich passiert das eh nicht. Sebastian: Stimmt. Marcus: Und verliert total die Verbindlichkeit zu dem was man sagt und das ist glaube ich auch irgendwie ganz doof. Sebastian: Ja, ich denke das ist… ja wahrscheinlich, es ist wahrscheinlich wie mit allem. Das ist so wie, wenn Du Sport machst oder früh aufstehen. Im Prinzip ist es ja auch alles… es sind Habits und Du sabotierst Dich selbst, wenn Du Dir etwas vornimmst und es dann doch nicht umsetzt. Und so ist es dann bei einer großen Sache, wie jetzt ins Ausland zu gehen oder den Job zu kündigen oder was auch immer, genau das gleiche. Marcus: Ja. Und als Du dann als Tauchlehrer in Phuket gearbeitet hast, hast Du auch Deine jetzige Frau kennengelernt, ist das richtig? Sebastian: Ja, genau. Marcus: Und mittlerweile hast Du ja auch ein sehr solides Online Business aufgebaut. Hattest Du damals schon Online Skills oder Überlegungen oder Tendenzen auch mal in die Richtung gehen zu wollen oder war es erstmal der Wunsch überhaupt woanders zu leben und zu arbeiten? Sebastian: Also Online Skills hatte ich überhaupt keine. Ich konnte ein bisschen E-Mails schreiben und das war’s. Aber ansonsten glaube ich hatte ich absolut keine Ahnung von Computern. Marcus: Ja interessant. Sebastian: Und ähm, also der Wunsch jetzt nach Selbstständigkeit, der war damals noch gar nicht so, also nach einer selbstständigen Tätigkeit, war gar nicht so groß. Also mein Ding war ursprünglich wirklich: Ich wollte unbedingt als Tauchlehrer arbeiten. Das war so ganz ganz groß mein Ding. Und nachdem ich das aber eine zeitlang gemacht habe, also für fast vier Jahre, kam dann eben der Punkt, wo ich gemerkt habe, es ist zwar schön und ich habe mir das jetzt erfüllt, aber so jetzt habe ich’s erfüllt und es muss was neues kommen. Und da war dann eben der Punkt, dass ich halt auch gesehen habe: Die ganzen Leute so in meinem Umfeld, mit denen ich dann hier zu tun hatte, jetzt mal unabhängig von den Tauchlehrern, aber die hatten halt alle ihr eigenes Business und ähm von daher, die waren alle 15, 20 Jahre älter und hatten ein erfolgreiches Business. Und das hat mich dann gereizt in diese Richtung zu gehen und was eigenes aufzubauen. Marcus: Das war aber jetzt nicht zwingend ein Online Business, was die hatten? Sebastian: Nein. Genau. Es ging gar nicht so sehr um’s Online Business. Ich habe mir dann wirklich ewig lange den Kopf zerbrochen, was ich machen könnte und hatte überhaupt keine Ahnung mit was ich loslegen könnte. Also war vollkommen hilflos eigentlich. Das lag auch daran, mir hat das Kapital gefehlt. Mir hat die Zeit gefehlt als Tauchlehrer und all diese Sachen, was man sich dann so einredet. Und habe dann erstmal weiter die Angestelltenschiene gemacht und kam dann in den Vertriebsjob. Also erstmal ins Hotel und wurde da dann abgeworben für nen Vertriebsjob, wo ich dann in ganz Asien rumgeflogen bin und Sanitärprodukte aus Europa verkauft habe. Und da wurde ich dann von meinem Chef auf ne Wordpress-Fortbildung geschickt, weil der gesagt hat, ich soll die Firmenseite irgendwie mitbetreuen. Marcus: Mmmhhh cool! Sebastian: Und da hat mir dann derjenige, der mir die Worpress Skills beigebracht hat, hat mir dann erzählt von nem gemeinsamen Bekannten, der mit einem Bananenblog Geld verdienen würde. Marcus: (lacht) Mit nem Bananenblog. Sebastian: Genau. Also ich konnte mir nichts drunter vorstellen, aber ich habe mir dann diese Seite angeschaut. Das war glaube ich so 2008 oder sowas. Und der hatte ne Seite und da hat er einfach über Bananen geschrieben und hat das mit Ads irgendwie, wie auch immer, monetarisiert. Also ich glaube damals ging das noch. Heute wahrscheinlich auch nicht mehr. Marcus: Ich überleg’ gerade was Google darauf matchen könnte, wenn jemand nach Bananen sucht. Vielleicht Fruchtshakes oder so, die man dann im großen Stil einkauft oder das Pulver dazu. Ja. (lacht) Sebastian: Ich weiß auch nicht, was er gemacht hat. Also da hatte ich auch keine Ahnung, wie es funktionieren soll, aber ich habe halt gesehen, er hat diesen Bananenblog und irgendwie verdient er Geld und dann bin ich in dieses ganze Online Ding so reingeschlittert und habe dann angefangen mal Geld verdienen im Internet einzugeben und kam dann so auf die diversen Seiten. Marcus: Ohhh, ganz gefährlich! (beide lachen) Tiefer Abgrund. Sebastian: Genau. So hat’s letztlich angefangen. Marcus: Ja, bei vielen. Sebastian: Alles so mal durch gemacht, was es da so gibt, inklusive der Forex und Kasinostrategien und dem ganzen Schmarn. Und so nach und nach kam ich dann in dieses Thema rein und habe dann meine ersten Seiten angefangen mit Übersetzungen von englischen Blogs auf Deutsch und AdSense draufklatschen und so weiter. So das war so der Einstieg irgendwann in 2009, so um den Dreh rum.   Marcus: Und dann hast Du Deine ersten Cents und Dollars von Google AdWords bekommen? Sebastian: Ganz genau. Ja das war wirklich noch Sense. Dann habe ich mit Eigenklicks usw. bis ich rausgeflogen bin… (beide lachen) Ich glaube, was auch viele gemacht haben. Marcus: Ja, zu der Zeit auf jeden Fall. Oder irgendwie rumgefahren sind, dann in Coworking Spaces gegangen sind oder in andere Büros oder bei Freunden, und dann auf die eigenen Ads geklickt haben und Banner und so ne? Sebastian: Genau. Bei mir war es so: ich war ja damals auch unterwegs. Also halt in ganz Asien. Das heißt, ich habe dann in Kuala Lumpur zwei Mal geklickt und in Singapur zwei Mal geklickt und in Taiwan zwei Mal geklickt usw. Marcus: (lacht) Sebastian: Das ist natürlich nicht so aufgeflogen, aber letzten Endes hat’s natürlich nichts gebracht, außer ein paar Cent und irgendwann bin ich dann trotzdem aus dem Index raus. Marcus: Mh mh. Sebastian: Ja, das war dann so der Einstieg und dann kamen so die ersten Ideen mit Services. Dann habe ich so ne Grafikoutsourcing Design gestartet. Also ich habe… das war einmal Logoerstellung und Bildbearbeitung und Clipping Path usw. Da habe ich Kunden in Deutschland gesucht und habe das ganze dann an Freenlancer in Indien weitergegeben.   Marcus: Mh, smart! Sebastian: Hat ne zeitlang gut funktioniert, bis dann die ganz großen Firmen da eingestiegen sind und das halt automatisiert angeboten haben. Marcus: Wie Fivrr zum Beispiel? Sebastian: Nein, also da gibt’s spezielle Clipping Path Anbieter und Bildbearbeitungsanbieter und so, also richtig große. Die haben dann ein paar hundert Angestellte usw. Marcus: Ah okay. Sebastian: Und das einfach nicht gut funktioniert. Marcus: Und wie hast Du den Kontakt zu den Freenlancern in Indien bekommen? Sebastian: Über Elance. Marcus: Ja. Sebastian: Ja. Also im Prinzip hat es so angefangen, dass ich selber irgendwie ein Logo gebraucht habe und festgestellt habe:Hey, da gibt es so ein Ding, wie Elance. Da sitzen Leute in Indien und die machen das total billig. Und da habe ich mir gedacht, naja, davon… also ich habe dann ein paar Leuten in Deutschland davon erzählt und niemand wusste davon, dass es das gibt. Und da dachte ich mir: Ja, wenn das keiner weiß, warum biete ich es dann nicht an und verkaufe es weiter nach Indien und nehme mir die Differenz. Marcus: Ja, ein typisches Geo Arbitraje Model ne. Ja, ich war auch total überrascht, wie einfach der Zugang war dann. Ich hatte davon auch schon immer gehört. So: Ja, es gibt Klickworker in Indien, die sind viel günstiger oder auf den Filis und die machen richtig gute Arbeit, können auch gut Englisch sprechen und als ich das dann das erste Mal auf Elance oder dann ODesk dann ausprobiert habe, war ich auch total geflasht und dachte “Das ist ja cool! Da sind ja echte Menschen und die arbeiten und die verstehen Dich und die liefern pünktlich ab. Die sind auch happy. “ Sebastian: Die machen richtig gute Arbeit. Marcus: Genau, die machen gute Arbeit und mit ein paar bin ich dann auch auf Skype ein bisschen tiefer ins Gespräch gekommen und sogar auch mal privat so ein bisschen gechattet und oftmals ist ja so der Vorwurf, man nutzt da irgendwelche Sachen aus in anderen Ländern, wo das Lohnniveau nicht so hoch ist. Aber ganz im Gegenteil. Dadurch, dass der so viele Jobs über mich bekommen hat, war der einer der reichsten da irgendwie im Ort am Ende des Tages und konnte seine ganze Familie davon ernähren und auch noch seinem Bruder Geld abgeben. Also man muss das immer im Verhältnis sehen. Sebastian: Genau, und ich finde das jetzt aus der Perspektive von jemandem, der jetzt halt in Asien lebt… Die Leute verdienen halt einfach weniger und Du kannst ja das Lohnniveau hier nicht mit dem Lohnniveau in Deutschland vergleichen. Und das ist kein Ausnutzen, wenn jemand einen guten Stundenlohn für etwas bekommt, an seinem Wohnort. Dann ist es ja kein Ausnutzen, sondern es ist eine Chance für den wirklich was zu machen und das ist natürlich schwierig für den Freelancer in Deutschland dann, der sich dann auf dieses Lohnniveau runter ziehen lassen muss. Marcus: Absolut. Sebastian: Für den ist es schwierig, aber das kein Ausnutzen von dem Inder oder Filipino, weil der wirklich gutes Geld verdient. Marcus: Ja und es ist einfach - so hart es dann auch für die Freelancer in Deutschland ist, die wahrscheinlich auch gute Arbeit machen und ihre Lebenshaltungskosten decken müssen, aber das ist dann der Preis der GLOBALisierung und des freien Marktes. Sebastian: Ja. Ich denke halt, als Freelancer in Deutschland musst Du halt dann einfach auf andere Marktbereiche gehen. Es gibt einfach bestimmte Sachen, die sind halt wirklich einfach zu machen und das macht mehr Sinn das an jemanden zu geben, der wenig verlangt und in Indien sitzt. Und es gibt andere Sachen, da brauchst Du halt ein bestimmtes Verständnis. Marcus: Ja. Sebastian: Ein kulturelles Verständnis und das gebe ich halt dann lieber jemanden, der in Deutschland sitzt, der genau weiß, was ich will. Marcus: Ja, also ehrlich gesagt bin ich dann auch irgendwann davon weg, als die Projekte noch professioneller wurden oder gerade jetzt, wo wir auch mit dem fetten DNX Brand arbeiten, haben wir jetzt ne feste Designerin, die Saskia, die sitzt in Hamburg. Und ja, die ist wahrscheinlich ein paar Cent teurer, als so jemand auf den Filis, aber dafür hat es… wie Du eben schon sagtest, gibt es keine kulturellen Überschneidungen oder die Briefings kann man halt einfacher loswerden an jemanden, der Dich auch versteht oder mitdenkt und irgendwie so mehr in Deiner Denke ist. Also es hat dann auch schon Vorteile und man muss selbst entscheiden, wieviel einem das dann Wert ist, zusätzlich zu zahlen, genau. Genau, wir waren jetzt bei Deinem Business bei dem Outsourcing Clipping Work. (beide lachen) Und wie ging’s dann weiter? Also ich find’s mega, mega spannend, wie Du vom Tauchlehrer über die ersten Schritte Online und jetzt bei dem Clipping Service bist. Sebastian: Also ich habe dann noch verschiedene andere Sachen. Ich habe so ein bisschen Import/Export und dann habe ich mal…. Marcus: Über welche Plattform ging Dein Import/Export? Sebastian: Ich habe ein bisschen über Ebay versucht, habe also… verschiedenes. Und dann letztlich war es so: Dann hat mein Vater, der ist eigentlich Arzt, aber hat dann angefangen Möbel und Kunsthandwerke und solche Sachen aus Thailand zu importieren und in Deutschland zu vertreiben. Und dann habe ich für ihn halt das ganze Sourcing gemacht in Chiang Mai und da bin ich ein bisschen halt da reingekommen, aber letzten Endes war es dann so, dass ich mich entschieden habe, aus Thailand wegzugehen und bei meinem Vater in der Firma einzusteigen. Marcus: Mh. In dieses Sourcing… in diese Import/Export Möbel Geschichte. Sebastian: Genau, weil er… also es war halt so, dass er halt hauptberuflich als Arzt mit eigener Praxis tätig war und so nebenbei versucht hat ein Business aufzubauen, was zeitmäßig relativ schwierig ist, wenn Du schon 60 Stunden als Arzt tätig bist. Marcus: Klar, wann war das? In welchem Jahr? Sebastian: Das war… also angefangen hat… ich glaube, das war so 2010 sowas, wo er da losgelegt hat und ich bin dann 2011, sind wir, zurück nach Deutschland. Ja so um den Dreh rum, genau. Marcus: Du sagst wir, da warst Du schon mit Deiner Frau zusammen, ne? Sebastian: Ja genau. Wir haben geheiratet 2009 und mein Sohn ist geboren 2010 und dann sind wir halt als Familie nochmal zurück nach Deutschland. Marcus: Mh, krasser Schritt oder? Sebastian: War extrem krass, weil es war halt so, dass… hier ging es halt jahrelang immer aufwärts. Also vom kleinen Tauchlehrer über … bin ins Management eingestiegen, im Hotel und dann Vertrieb und das ganze Herumfliegen, gutes Geld verdienen und ja, so ein bisschen durch Asien jetten. Also es ging halt immer nach oben und dann auf einmal aus Thailand mit Familie wieder zurück. Und nachdem ich meinen Job hier gekündigt hatte und die Tickets nach Deutschland gebucht waren, ist bei meinem Vater die Firma ausgebrannt. Das heißt, das Lager war komplett zerstört, alles war weg und wir sind genau in dieses Chaos halt reingekommen und das hat dann entsprechend nicht so funktioniert. Das hat dann dazu geführt, dass das arbeiten miteinander hatten, nicht funktioniert. Wir hatten unterschiedliche Vorstellungen, wie es dann weitergehen soll usw. Letztlich hat das dazu geführt, dass ich alles was ich angespart hatte, verloren habe, kein Geld verdient habe, wieder in mein altes Kinderzimmer musste, weil wir uns nichts anderes leisten konnten erstmal. Und dann gesagt habe “Ich muss daraus und wieder zurück nach Thailand”. Und das war dann … dann sind wir Anfang 2013 nach eineinhalb Jahren in Deutschland wieder zurück und als ich die Entscheidung getroffen habe, nach Thailand zurückzugehen, war halt auch der Gedanke so: Aber was mache ich dann, wenn ich zurückgehe? Weil alter Job war weg. Das Outsourcing Ding habe ich inzwischen aufgegeben gehabt usw. Und dann kam der Gedanke “Naja gut, womit kennst Du Dich wirklich aus?” Und das war nunmal alles, was mit Tourismus rund um Phuket zu tun hat und mir ist aufgefallen, dass es zu dem Zeitpunkt keine deutschsprachige Seite gibt, die sich ganz gezielt um Phuket kümmert. Also ne Destination Site speziell nur für Phuket und dort den Urlaubern ganz gezielte Tipps gibt und ähm dann habe ich gesagt: Okay, dann mache ich das. Ich baue so ne Seite auf und baue über dieses Seite, in der ich Informationen teile, baue ich mir ein Business auf und schaue einfach, was für Services werden dann gesucht und was kann ich anbieten? Und das habe ich dann Ende 2012 gestartet und Anfang 2013 sind wir dann zurück nach Thailand. Und dieses Phuket Wissen habe ich mir jetzt über die letzten drei Jahre aufgebaut. Und es sieht so aus… Ich habe halt den Phuket Blog. Das ist der größte deutschsprachige Phuket Blog und rund um den Blog gibt’s halt a) diverse Ebooks, das heißt Reiseführer. Dann habe ich einen Thailändisch-Onlinekurs, in dem man halt die Grundlagen der Thaisprache lernen kann von zu hause aus und ich biete die Buchung von Mietwagen und Ausflügen und Transfers usw. alles über eine Online-Plattform an. Marcus: Cool! Wie ist die URL von Deinem Phuket Blog? Sebastian: Phuketastic.com Marcus: Okay, verlinken wir auf jeden Fall in den Shownotes und muss sagen, ich selber fühle mich auch richtig wohl auf der Seite. Gerade weil ich jetzt überlege nach Phuket zu gehen, um da Muy Thai zu trainieren. Tiger Muy Thai oder in einem der anderen Camps, die wohl alle da auf der Straße verteilt sind. Sebastian: Genau, gleich bei mir um’s Eck ist eins. Marcus: Echt? Supercool! Dann sehen wir uns ja auf jeden Fall live. Und ähm, beispielsweise diese Autogeschichte… Du bringst denen dann Leads und hast mit ner lokalen Agency gepartnert oder wie läuft das? Sebastian: Genau, also zum Beispiel bei… im Prinzip ist es so, also bei Rollern zum Beispiel: ich habe ein paar eigene Roller gekauft und wenn die jetzt bei mir im Umkreis sind, dann stelle ich halt meine eigenen Mietroller zu. Ich mache das normalerweise ab sieben Tage Mindestmietdauer, weil sonst rentiert sich’s nicht, da jemanden hinzuschicken. Und wenn es weniger ist, dann gebe ich das einfach an diverse Agenturen ab. Das gleiche ist es beim Mietwagen. Bei Mietwagen ist es halt so, dass viele von denen… also klar, es gibt Hertz und Avis. Das habe ich einfach mit nem Affiliate Link versehen. Also, wer darüber buchen will, der kann das gerne machen, aber manche sagen: Wir wollen das von nem lokalen Anbieter haben und dann vermittle ich einfach die. Das gleiche ist mit Ausflügen. Du kannst halt Touren buchen nach Phi Phi Island oder James Bond oder was auch immer. Und da habe ich halt diverse Anbieter getestet und vermittle das über so ein lokales Reisebüro, das nem Bekannten von mir gehört. Das heißt die Leute buchen über meine Plattform und ich verteile es dann an die entsprechenden Leute.   Marcus: Mh, ich finde das ist auch wieder ein gutes Beispiel, wie man smart den Traffic, den man dann irgendwann generiert, dadurch dass man ne gute Seite hat und gute Inhalte liefert und gute Infos, den dann irgendwie zu monetarisieren, wie auch immer. Wie Du eben auch schon sagtest: Sei es durch Affiliate Links, die Du einbaust. Das ist dann ziemlich passiv oder direkte Deals, die Du dann lokal abschließt mit den Agenturen und denen dann die Leads bringst, oder Deinen eigenen Thai Sprachkurs, wahrscheinlich über Skype, oder? Sebastian: Nee nee, das ist ein Onlinekurs. Das ist ein Videokurs mit 12 Lektionen. Also der geht über 12 Wochen. Marcus: Cool. Sebastian: Ich habe das ursprünglich mal versucht mit den Skype-Lektionen, aber das Problem ist halt a) die Zeitzonen, was wir Eingangs hatten, ja? Ich muss das dann eigentlich immer nachts machen, weil die meisten Leute sind ja berufstätig. Das heißt, die machen das nach der Arbeit. Von daher müsste das halt bei immer irgendwie so um 22 Uhr frühestens… wäre das dann möglich. Und da hatte ich keine Lust. Und dann ist die Internetstabilität halt auch immer ein Problem. Und Du verdienst einfach pro Stunde nicht entsprechend. Also, es zahlt ja keiner mehr als 15 oder 20,00 Euro maximal die Stunde und dann ist es halt extrem schlecht skalierbar und da habe ich mir gesagt: Okay, dann bauen wir einfach nen Onlinekurs. Marcus: Ja, perfekt. Auf welcher Plattform hast Du den gebaut? Sebastian: Den habe ich über Wordpress mit DigiMember als Membership-Plugin und OptimizePress für die Kursinhalte. Und dann halt einfach die Videos sind bei Vimeo gehostet. Marcus: Jetzt wo Du das gerade erzählst und dem Hörer wahrscheinlich klarwird, wie umtriebig Du auch bist, was Du alles versucht hast und was Du gemacht hast und auch nachdem Du eben erwähnt hattest, dass irgendwie jeder von Deinen Kollegen, mit denen Du damals beim Tauchen zusammen abgehangen hast oder die Du da kennengelernt hast in Phuket, selbstständig gewesen ist und irgendein Business gemacht hat ne? Dazu hatte ich gestern auch noch ein spannendes Gespräch mit nem Professor, den Kontakt hattest Du ja sogar vermittelt, an der Bangkok University zusammen mit Felicia, dass die Selbstständigen oder die Unternehmer hier wie Helden behandelt werden und mit großem Respekt und mit großer Ehrfurcht angesehen werden, weil die sich was trauen und was machen. Und da ist mir nochmal klargeworden, wie was für ein trauriges Dasein eigentlich der Unternehmer in Deutschland führt. Und ähm… ich selber kenne das ja auch, wenn ich dann mal wieder in Berlin bin beim Fitnessstudio oder mit ein paar Leuten dann spreche und ins Gespräch komme “Was machste?” Dann sage ich “Ich bin selbstständig” und meistens ziemlich kompliziert zu erklären, was ich mache. Ich sage einfach ich erstelle Webseiten für Kunden oder mache irgendwas Online. Aber alleine da kriegste dann schon mitleidige Blicke und denkst so “Woah nee und krass und dieses Risiko. Wie kannst Du das aushalten und kannst Du noch nachts ruhig schlafen? Und es ist mehr so Mitleid, was einem in Deutschland entgegensteht, als irgendwie so “Cool, ist richtig geil, was Du machst! Wie kann ich Dir helfen?” Sebastian: Das stimmt. Ich glaube in Deutschland sitzt man halt einfach sehr, sehr gemütlich in seinem Angestelltenjob. Man mag ihn vielleicht nicht besonders, aber man sitzt halt einfach sehr gemütlich dadrin und man hat dieses Sicherheitsnetz und so. Das funktioniert alles und hier in Thailand ist es halt einfach so … also wenn Du Angestellter bist, der Großteil der Angestellten verdient halt wirklich nix. Marcus: Wieviel verdienen die so im Schnitt? Sebastian: Okay, das ist natürlich jetzt abhängig von der Region, aber ich meine, wenn man mal ganz unten nimmt. Jemand der nix großartig gelernt hat und irgendwo hier als Angestellter Kellner, also wirklich so die Leute, die man so im Alltag trifft im Supermarkt oder so, die verdienen vielleicht 250,00 Euro im Monat? Marcus: Ja. Sebastian: Und klar, dann gibt’s natürlich bessere Bürojobs und mittleres Management. Die verdienen dann auch ihre, irgendwo 600,00 Euro bis 1.000,00 Euro im Monat, was dann für hier schon okay ist, aber jemand, der halt wirklich … also die Selbstständigkeit ist hier einfach nochmal anders. Es hat nen anderen Stellenwert und die Leute, die hier wirklich etwas aufbauen, weil es jetzt natürlich auch wirtschaftlich anders da sind, und da haben sie nen anderen Stellenwert in der Gesellschaft. Marcus: Mh. Sebastian: Und was jetzt die Europäer angeht… hier ist es halt so… es gibt halt die einen, die nix auf die Reihe kriegen und die anderen, die die halt richtig Gas geben und sich Sachen aufbauen und entsprechend halt auch wirtschaftlich anders gestellt sind. Und auch die haben dann halt den anderen Status dadurch. Und es gibt ja kein Sicherheitsnetz. Also wenn mein Business morgen crashed, dann stehe ich halt auf der Straße, dann war’s das halt. Marcus: Ja. Sebastian: Also von daher: Es gibt nur die Richtung nach vorne und Gas geben und Sachen aufbauen. Marcus: Ja, das verkörperst Du ja total. Ich glaube neben der Website Phuketastic hast Du noch mehr Sachen mittlerweile aufgebaut oder hast Du zum Beispiel auch nen eigenen Podcast an den Start gebracht und hattest Du noch so ein Hochzeitsding laufen? Also immer, wenn ich irgendetwas von Dir gesehen habe oder an Dich gedacht habe, dachte ich “Boah, der Typ ist echt… Der ist umtriebig, der hat Feuer im Arsch, der macht, versucht und tut” und mir war so klar, irgendwann bist Du mal mega erfolgreich mit allen Sachen. Sebastian: Mh cool, dankeschön! Ja, ich meine, also bei dem Hochzeits Business, weil Du das jetzt ansprichst, es war so: Ein guter Freund von mir hat das aufgebaut über acht Jahre und hat dann aber gesagt, er will nicht mehr weiter machen und hat’s mir dann angeboten. Ich hab gesagt, das passt eigentlich ganz gut zu dem, was ich mache. Er hat sich bis dahin nur auf den englischsprachigen Markt konzentriert und ich habe gedacht, wenn ich das übernehme, dann kann ich halt über meine bestehende Plattform dann den deutschsprachigen Markt mit angehen. Und dann habe ich angefangen eben Hochzeiten mit anzubieten und das passt eigentlich ganz gut rein. Und ich denke, Du hattest es Eingangs gesagt im Prinzip, es geht darum, die Möglichkeiten, die sich Dir präsentieren einfach auch zu ergreifen. Und ich glaube, jeder hat extrem viele Möglichkeiten, Dinge zu tun. Es ist halt immer nur die Frage: Nutzt Du die Möglichkeit in dem Moment, wo sie sich Dir präsentiert? Und manchmal muss man vielleicht bestimmte Dinge einfach ausprobieren, um festzustellen, dass das nicht das richtige ist, sondern dass es nicht funktioniert. Aber wenn Du halt nie irgendwas ausprobierst, dann wirst Du auch nicht an den Punkt kommen, wo irgendwas funktionieren kann. Marcus: Genau, und genau aus dem Grunde hat sich das ja dann schon wieder gelohnt, das mal auszuprobieren. Zu testen und wenn es nur die Erkenntnis ist: Das ist absolut nichts für mich! Sebastian: Ja genau. Und zum Beispiel das Hochzeits Business, das ist jetzt nicht irgendwie so, das ist keine Erfüllung für mich, aber ich hab’s ausprobiert, weil ich wissen wollte, wie es ist. Ob das passt. Ich habe mein Investment lange wieder drin. Also von daher: Ich könnte morgen aufhören und hätte ne Erfahrung gewonnen. Mein Investment ist wieder da. Ich habe ein bisschen Geld damit gemacht und gut ist. Also von daher… voll okay. Marcus: Und Du bist jetzt an dem Punkt, dass die Seite Phuketastic Dein Haupthub ist quasi, wo der meiste Traffic ankommt, richtig? Sebastian: Ja genau, genau. Marcus: Und den monetarisierst Du dann über diese verschiedensten Arten, über die wir gerade gesprochen haben und hast jetzt aber vor ein paar Monaten noch nen eigenen Business Podcast gestartet. Sebastian: Genau! Ja im Prinzip war es so, es war schon lange so ein Wunsch von mir, ein bisschen meine Erfahrungen auch weiterzugeben und da habe ich erstmal den Blog gestartet. Wobei man dazu sagen muss, dass mir nie so wirklich klar war, was ich genau eigentlich für wen weitergeben will. Und ich habe immer gedacht: Okay, ich starte das Ding einfach mal und das wird sich im Laufe der Zeit schon heraus kristallisieren für wen ich da eigentlich was mitteilen kann. Und das ist halt auch so ein Ding einfach. Ich hatte den Wunsch das zu starten, ohne genau zu wissen wie und warum, aber ich wollte es einfach machen, also habe ich gesagt: Okay, einfach mal anfangen und es wird sich einfach zeigen, was passiert. Und ähm... Marcus: Ja, dann werd’ doch mal konkret an diesem Beispiel: Wie hast Du angefangen? Sebastian: Mit dem Blog oder mit dem Podcast? Marcus: Mit dem Podcast. Da war jetzt, da ist die Idee gereift, Du hattest Bock auf nen Podcast. Haben bestimmt auch viele, die jetzt mich verfolgen oder die anderen Podcaster und sagen: Boah, das wäre vielleicht noch was. Aber wissen wahrscheinlich nicht: Wo soll ich anfangen? Und fangen dann nie an. Sebastian: Genau und so war es auch bei mir. Ich habe das lange vor mir hergeschoben mit dem Podcast, weil ich habe dann immer wieder versucht zu recherchieren, wie funktioniert das eigentlich? Und es gibt gar nicht so wirklich konkrete Anleitungen wie es funktioniert. Jeder erzählt ein bisschen was. Und ich fand’s relativ kompliziert, obwohl ich jetzt doch schon ein paar Jahre online bin, aber ich fand es relativ kompliziert und hab’s dann immer wieder vor mir hergeschoben. Und dann habe ich gesagt: Okay, bis zum Ende des Jahres will ich das Ding einfach starten und 20 Folgen produzieren. Das war so Mitte des Jahres. Und dann habe ich mir einfach gesagt: Okay, die erste Folge geht am 15. September Online und dann habe ich angefangen Leute anzuschreiben und in dem Moment, wo ich die ersten Interview-Gäste, die dann zugesagt hatten, hatte, gab’s letztlich auch kein zurück mehr, weil Du kannst dann nicht sagen: Okay, jetzt habe ich ein Interview mit fünf Leuten geführt und dann lässt Du es wieder einschlafen. Also von daher, war die Strategie einfach zu sagen: Okay, ich setze mir jetzt ne Deadline. Ich mache mir den sozialen Druck, indem ich die Interviews schonmal terminiere. Marcus: Ja. Sebastian: Und dann kann ich nicht mehr zurück und dann muss ich alles andere irgendwie herausfinden, wie es funktioniert. Und genauso war es dann auch. Ja, also dann habe ich halt herausgefunden, was brauche ich an Equipment, was brauche ich an Technik und wie nehme ich auf? Wie schneide ich das? usw. Und ich würde jetzt nicht sagen, dass es hochprofessionell ist. Ich meine in Deinem Fall, Du sourced es ja out, ja? Du machst ja das Schneiden nicht selbst. Marcus: Ja genau, aber ich musste mich natürlich auch komplett reinfuchsen, um dann nachzudenken über den Workflow. Sebastian: Genau. Und es ist halt einfach nochmal was neues, aber dieser Druck von außen ist extrem hilfreich. Also finde ich. Ich brauche halt Druck von außen. Ich weiß zwar, was ich will grundsätzlich, aber es dann umzusetzen, finde ich immer sehr hilfreich einfach zu wissen, da ist irgendjemand. Also zumindest ein gewisser sozialer Druck dahinter. Marcus: Genau, das schafft irgendwie Verbindlichkeit und… Sebastian: Genau und das zweite war: Ich habe gesagt, wenn ich’s mache, dann verpflichte ich mich auch wirklich eine Folge pro Woche rauszubringen und entsprechend musste ich halt jetzt auch dafür sorgen, dass die Interviews gescheduled werden. Dass die tatsächlich stattfinden usw. Und bisher habe ich auch noch keine Folge ausgelassen. Also jetzt sind wir bei Folge 10 und ja… Soweit schaut’s so aus, dass alles funktioniert und bis zum Jahresende ich auf meine 20 Folgen komme. Marcus: Hm Cool! Und was war letztendlich Deine wichtigste Ressource auf dem Weg? Gerade dieses ganze technische Know how anzueignen für den Podcast? Sebastian: Also ich habe einmal, es gibt auf Smart Passive Income von Pat Flynn, der hat ne relativ ausführliche Videoanleitung auf Englisch. Also den habe ich mir angeschaut. Und dann gibt’s natürlich von Podcast-Helden auf Deutsch gute Ressourcen von Gordon Schönwälder. Christian Gursky hat auch auf seinem Blog ein bisschen was drüber geschrieben. Ich habe mir dann einfach so die diversen vorhandenen Ressourcen angeschaut und einfach dann ausprobiert, was funktioniert und was nicht. Marcus: Hm perfekt. So hab ich’s ja auch gemacht. Also ich glaube die erste Ressource war auch von Pat Flynn, was ja ziemlich ausführlich ist und dann sogar noch mit Videos, um überhaupt ein Gefühl dafür zu kriegen, wie funktioniert das alles? Ein paar Sachen waren ein ganz bisschen veraltet glaube ich so ... Sebastian: Genau, mit dem Burberry Plugin. Das brauchst Du gar nicht mehr. Ich hab’s einfach so direkt auf Lipsyn gehostet  um das mit dem Plugin zu machen. Marcus: Ja, oder die Mediahoster. Ich weiß gar nicht, ob da zum Beispiel schon Soundcloud mit bei war. Ich habe mich für Soundcloud entschieden. Aber das ist ein super guter Einstieg. Und dann, wenn Du glaube ich dann vielleicht auf Deutsch noch etwas haben willst, bietet der Gordon mittlerweile richtig gute Ressourcen und Kurse an. Und Deine Drittressource war auch jemand aus Deutschland? Sebastian: Ja, Christian Gursky. Der macht so Sachen. Der ist halt auch ein Podcaster und hat auch diverse kostenlose Inhalte dazu. Er hat aber glaube ich auch nen Kurs. Marcus: Cool! Die verlinken wir auf jeden Fall alle in den Shownotes. Aber ich glaube, das ist jetzt auch mal eine ganz gute Case Study für andere, wie geht man so’n Ding an? Was passiert da im Kopf? Du hast auch gesagt, Du hast es dann immer wieder herausgeschoben, genau so wie bei mir. (beide grinsen) Sebastian: Ja. Marcus: Wobei man ja denken müsste, wir müssten es mittlerweile eigentlich auch besser wissen, aber da kann sich keiner von freimachen, dass man dann doch manchmal doch wieder intuitiv eher davon wegläuft. Sebastian: Und ich glaube, es ist halt auch so ein riesen Berg von neuen Aufgaben irgendwie. Und ich habe das in meinem Kopf halt riesen groß gemacht. Da habe ich mir überlegt: Okay, also erstmal brauchst Du Equipment, dann musste schneiden, dann brauchste ein Tonbearbeitungsprogramm, dann musst Du das Ding aufnehmen können. Dann musst Du es irgendwo hosten. Wie hostet man das überhaupt? Dann brauchst’n Logo dafür usw. Also ich habe mir ungefähr 1000 Einzelschritte überlegt, was man alles braucht und dann wurde es halt einfach so ein riesen Ding. Aber ich glaube, unter’m Strich sagst Du: Okay, Du musst es aufnehmen, irgendwie schneiden und dann muss es irgendwie Online. Das sind eigentlich nur drei Sachen, die Du dafür brauchst. Dadurch wird’s dann deutlich kleiner. Marcus: Genau, also ich glaube der Trick ist, dieses riesen Projekt oder Apparat oder die Vision, die man im Kopf hat, dann in viele kleine Einzelteile zu zerlegen. Sebastian: Ja, genau. Und dann einfach abzuarbeiten und einfach mal… ich glaube auch, oftmals hält halt die Vorstellung von Perfektion einen auf. Du hörst nen Podcast, die sind perfekt produziert mit nem super Intro und nem Outro und Übergängen und die Sprachqualität ist top usw. Und Du willst es dann genau so machen, anstelle einfach mal loszulegen. Marcus: Aha, okay. Ich habe mich da auch so unter Druck gesetzt und dachte so: “Nee, das muss das perfekte Produkt sein” und “Scheiße, irgendwie die erste Folge war doch nicht so cool und Du hast so viele Stotterer drin, so viel Äähhs und fängst jetzt an zu schneiden”. Sebastian: Genau und auch ja… Oder da ein Rauschen drin zu haben oder es ist zu leise oder zu laut. Aber letzten Endes, was soll’s? Ich meine, Du bist ja nicht… Du machst ja keine perfekte Radioshow. Klar, es soll schon einigermaßen gut sein, aber perfekt wird’s sowieso nie. Marcus: Nee, nie. Und ich glaube, das lieben die Leute auch, die Authentizität dann am Ende des Tages. Sebastian: Genau, das ist wichtig. Marcus: und nicht perfekt ist. Und ganz wichtig ist glaube ich auch, der Pat Flynn - ich weiß nicht, ob Du das gefunden hast - hat dann auch mal so ne Hörpröbe von seiner allerersten Aufnahme irgendwo eingestellt und das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Und das macht einen dann auch selber wieder Mut. Sebastian: Genau oder bei John Lee Dumas von Entrepreneurs On Fire. Ich habe mir dann, bevor ich losgelegt habe, auch mal seine ersten Folgen angehört. Und es ist extrem monoton, langweilig. Und er sagt es selbst auch immer in seinen eigenen Podcasts, dass er schlecht war, in dem was er getan hat. Und ich glaube, man muss einfach akzeptieren können, dass man am Anfang schlecht ist und über die Zeit besser werden kann. Es ist ein Mindshift. Du musst es einfach zulassen, dass Du anfangs nicht gut bist und es vielleicht schlecht machst. Dann ist es halt so. Marcus: Ja, in Deinen Augen. Sebastian: Ja, in Deinen Augen, genau. Weil für jemand, der noch nie irgendwas produziert hat, bist Du… kannst Du wahrscheinlich trotzdem ein Vorbild sein. Marcus: Es ist halt immer… genau… immer so das Verhältnis wo Du stehst oder was Dein Anspruch ist. Sebastian: Ja genau. Marcus: Und Du bist in dem Moment, in dem Du Deine erste Folge aufnimmst eh ja schon viel weiter, als wahrscheinlich 99% der Leute, die gerne mal ne Folge aufnehmen würden. Sebastian: Ja genau. Und Du kannst ja auch eine Solo-Folge, die kannst Du ja auch mal produzieren, ohne dass es irgendjemand hört. Marcus: Mmh, ja. Oder ich habe aus Spaß mit Feli glaube ich mal eine aufgenommen. Einfach mal hier auf GarageBand ohne das dann live gehen zu lassen, einfach mal, um so ein Gefühl dafür zu kriegen. Was passiert da eigentlich? Und das ist natürlich schrecklich, wenn Du das erste Mal Deine eigene Stimme hörst. Hast Du vielleicht früher auch schon mal auf dem Kassettenrekorder oder so. Die meisten, die können das nicht ertragen, aber ganz ehrlich: Man gewöhnt sich dran, oder? Sebastian: Ja und man gewöhnt sich dran… ich weiß nicht, also ich finde jetzt meine Stimme inzwischen gar nicht mehr so schlimm und ich habe lustigerweise… mein erstes Interview war mit Tim von Earthcity... Marcus: Meins auch! (beide lachen) Tim muss immer herhalten! Sebastian: Genau, Versuchspuppe (grinst) Und bei mir war das so, weil ich halt bei ihm auf dem Podcast… Das war mein erstes Podcast-Interview für das ich eingeladen wurde. Und ich glaube, es auch der erste deutsche Podcast, den ich gehört habe und deswegen habe ich gesagt: Okay, dann lade ich ihn auch ein. Marcus: Mh. Sebastian: Und er hat gemeint, er findet, ich hätte eine gute Podcast-Stimme. Da dachte ich: Okay, wenn das schonmal einer sagt, dann, so schlimm kann’s nicht sein und dann habe ich auch auf iTunes ein oder zweimal gesagt bekommen in Rezensionen, ich hätte ne gute Podcast-Stimme. Und wenn es drei Leute sagen, dann kann die Stimme gar nicht so extrem schlimm sein. Marcus: Nee. Sebastian: Selbst kann man es natürlich nie beurteilen, aber ja. Es ist immer schön, wenn jemand anderes dann Dinge, die Du selbst furchtbar findest als gar nicht so schlimm ansieht. Marcus: Mh cool! Das ist ein gutes Beispiel, wie man Sachen angeht. Was mich jetzt noch interessieren würde wäre: Hast Du eine tägliche Routine? Oder noch genauer: Hast Du ne bestimmte Morgenroutine? Sebastian: Ja, also bei Morgenroutine muss ich sagen, dass ich grundsätzlich kein Morgenmensch bin. Aber ich gemerkt habe, dass immer, wenn ich Phasen hatte, wo ich wirklich ne tägliche Morgenroutine hatte über Wochen, dass es mir deutlich besser ging. Also mental, Produktivität usw. Auch von der Ausgeglichenheit her und ich aber trotzdem immer wieder Schwierigkeiten habe, die über lange Zeit aufrechtzuerhalten. Und momentan bin ich wieder dabei eine aufzubauen. Ich hab’s ne Zeit lang gemacht wirklich mit vor 6.00 Uhr aufstehen, aber das ist mir einfach zu früh. Da fehlt mir dann… das schaff’ ich nicht. Momentan ist es so 7.00 Uhr aufstehen und mein Fixpunkt dabei ist, dass ich meinen Sohn gegen 8.45 Uhr fahre jeden Tag. Also das muss ich einfach… das ist sehr wichtig. Hab ich ihm versprochen, dass ich ihn immer bringe. Also von daher, das ist Teil der Morgenroutine. Also ich stehe 7.00 Uhr auf, mache jetzt momentan mit der 7 Minuten Workout App, die Du mir empfohlen hast. Marcus: Mh, das funktioniert? Sebastian: Ja, das ist super! Also ich mache den sehr gerne und es ist halt 7,5 Minuten ist halt ein schöner, knackiger Start irgendwie. Dann ganz wichtig, ich mache jeden Morgen das Bett, weil Du kennst es ja auch. Haben wir auch schonmal, glaube ich, drüber geredet. Marcus: Ja, aber erklär’ mal. Sebastian: Und zwar einfach, dass wenn Du morgens Dein Bett machst, ist es halt so der erste Win am Morgen. Bei mir ist es so, ich bin grundsätzlich ein sehr chaotischer Mensch und ich weiß halt, dass wenn ich diesen Step mache und das Schlafzimmer ordentlich hinterlasse, dann gibt es mir so einen geordneten Einstieg in den Tag irgendwie. Ich weiß halt, wenn ich in das Zimmer reinkomme, ich fühl’ mich einfach besser, es nicht unordentlich zu sehen. Und es ist ähnlich wie abends, dass ich halt einfach nochmal bevor ich ins Bett gehe, ne kleine Runde drehe und einfach die Sachen kurz aufräume. Alles irgendwie… dass ich weiß, wenn ich morgens ins Zimmer komme, an meinen Schreibtisch oder ins Wohnzimmer oder wie auch immer, dann weiß ich, dass alles irgendwie schön aufgeräumt ist und ich fühle mich einfach wohler dabei. Das hilft mir dann produktiver zu sein. Und gut, ansonsten, nachdem ich meinen Sohn in den Kindergarten gebracht habe, mache ich das normalerweise auf dem Rückweg, da höre ich immer Podcasts und höre den dann weiter, mache mir dann nen Kaffee, setz’ mich dann auf die Terrasse, höre den Podcast zu Ende, das sind dann meistens so 15, 20 Minuten, trinke dabei meinen Kaffee und danach gehe ich dann an die Arbeit. Das ist so meistens die Morgenroutine. Das heißt so, ich bin so gegen 9, kurz nach 9 Uhr und bis ich dann mit Kaffee fertig bin, ist es meistens so 9.15 Uhr oder 9.20 Uhr und dann kann ich gestärkt mit Kaffee und allen aus dem Haus, kann ich dann anfangen zu arbeiten. Marcus: Mh, ich glaube, was ein ganz wichtiger Hack, ist dieses Belohnungssystem und aufgeräumt zu sein, oder? Ich liebe es auch zum Beispiel jetzt gerade sitze ich hier an dem Schreibtisch und nehme mit Dir den Podcast auf und habe nur den Rechner und das Mikro vor mir. Und alles andere besitze ich entweder gar nicht oder hab’s irgendwo anders hingelegt oder ist gar nicht im Blickfeld. Also ich liebe es minimalistisch zu sein und die Sachen echt Straight to the Point und sehr plain, sei es jetzt Hardware Devices, wie meinen Rechner und die anderen Tools, die man braucht, aber auch ansonsten allen möglichen anderen Ballast im Leben. Sebastian: Vielleicht zu dem Minimalismus noch ganz kurz: Jetzt ist’s ja bei mir nochmal ein bisschen anders, weil ich mit Familie und natürlich festem Wohnsitz einfach nochmal anders ausgestattet bin, als ihr, die halt wirklich nur mit sehr, sehr wenig Sachen um die Welt fliegt. Vielleicht gibt’s ja den einen oder anderen, der auch noch einen festen Wohnsitz hat. Marcus: (grinst) Bestimmt viele. Man muss auch immer sagen: Also, ganz kurz, um nochmal einzuhaken, weil es ja auch immer wieder kommt. Wir wollen ja auch niemanden missionieren und irgendwie sind da auf nem Weg, Leute überzeugen zu wollen, dass das der einzig wahre Lifestyle ist und man so extrem leben muss, wie wir. Wir zeigen einfach nur, was möglich sein kann. Wir wissen ganz genau, dass wir da auch ziemlich extrem sind und die Speerspitze sind, aber ich glaube, das muss man auch so ein bisschen, wenn man so ne exponierte Stellung haben will. Aber das heißt jetzt auf keinen Fall, dass das für jeden genau das richtige ist. Wahrscheinlich ist so ein Mittelweg am gesündesten. Sebastian: Genau. Bei mir ist es halt so: Ich möchte jetzt dieses ewige Reisen zum Beispiel gar nicht. Und ich bin ganz froh, dass ich nen festen Wohnsitz habe, aber ich weiß halt genau, dass wenn ich jetzt morgen entschließen würde für die nächsten drei Monate irgendwo anders hinzugehen, dann könnte ich mein Business halt trotzdem mitnehmen. Also für mich ist es einfach die geistige Freiheit zu wissen, ich kann jederzeit woanders hingehen, aber ich muss es nicht. Und jetzt in Bezug auf den Minimalismus: Also ich besitze jede Menge Sachen. Ich habe auch ein Auto usw., aber ich sorge halt trotzdem dafür, dass ich zu viel Ballast einfach abschmeiße. Also wenn ich halt merke, dass irgendwie … also ich mache das häufig, dass ich einfach Sachen entweder verkaufe oder verschenke oder wegschmeiße einfach, um Sachen rauszukriegen, die ich nicht wirklich brauche. Und es geht mir einfach deutlich besser, jedes Mal, wenn halt Sachen weggehen, geht’s mir deutlich besser. Und von daher, ich denke mir, Minimalismus muss nicht sein, dass Du nur noch 20 Gegenstände hast und eine Unterhose, die Du irgendwie jeden Tag irgendwie im Waschbecken auswäscht... Marcus: Besser nicht… (beide lachen) Sebastian: … sondern ich glaube, es geht einfach um ein bewussteres Leben damit. Einfach zu sagen: Okay, was sind Dinge, die ich wirklich brauche, die mir was bedeuten und die auch nen praktischen Nutzen haben und alles andere halt nach und nach zu reduzieren. Marcus: Ja, und spannender Punkt ist auch, was Du eben sagtest: Auch das Entschlacken und das Freimachen, kann einen total belohnen. Viele kennen es wahrscheinlich jetzt, die es vorher noch nie gemacht haben, eher so: Ich kaufe mir neue Schuhe, ich kaufe mir ein Kleid, ein T-Shirt, whatever und habe dann kurz diesen Trigger, dass ich mich belohnt fühle, aber nach ner Woche ist das neue iPhone irgendwie auch nicht mehr so spannend. Aber das kann auf der anderen Seite genau so viel Spaß machen, wenn man weiß “Boah jetzt geil! Ich habe den Schrank wieder freigeräumt und die sind jetzt erstmal aus meinem Kopf die Sachen”. Sebastian: Mh, und es ist ja auch so, dass speziell wenn Du eigenen Wohnraum hast, je mehr freien Platz Du zur Verfügung hast, umso größer die Tendenz diesen freien Platz mit irgendwas zu füllen, normalerweise.   Marcus: Ja. Sebastian: Und dem muss man halt sich irgendwie so ein bisschen widersetzen und einfach schauen, dass…. Marcus: Ja, und es ist echt nicht easy, ne? Viele unterschätzen das und denken so “Ah okay, wenn ich will, kann ich von heute auf morgen alles wegschmeißen”. Ey, selbst wir Hardcore-Minimalisten haben glaube ich vier Anläufe oder so gebraucht und sind dann mit den ganzen Klamotten immer wieder zum Trödelmarkt gefahren, zum Flohmarkt, zum Roten Kreuz, haben was abholen lassen von der Caritas. Und immer wenn Du denkst so “Ey, das ist es jetzt, geil! Wir sind jetzt hier irgendwie mehr oder weniger auf Null” und wenn dann noch ne Reise dazwischen ist und Du kommst zurück und Du hast nur den Backpack dabei gehabt, dann denkst Du “Boah scheiße, das haben wir ja auch noch alles und das habe ich Null vermisst” und dann fängst Du wieder von neu an. Sebastian: Ja. Bei mir ist jetzt gerade die Verbindung… es ist jetzt wieder schlecht bei mir. Weiß nicht, ob Du mich normal hörst, aber Du bist abgehackt. Marcus: Ich höre Dich jetzt noch normal, sonst versuchen wir mal weiter, weil ich nehme ja hier beide Tonspuren auf… Hörst Du mich noch? Sebastian: Ich höre Dich, aber es ist abgehackt. Also wenn es auf Deiner Seite passt, dann hast Du ja wahrscheinlich die Aufnahme richtig. Marcus: Ja bei mir passt es. Dann kriegen die Hörer jetzt auch mal mit, was manchmal so für technische Hakeleien laufen können, gerade wenn man die Podcast Interviews dann über Skype aufnimmt, aber es ist irgendwie alles machbar. Ach ich glaube, ich weiß woran es liegt. Ich synchronisiere nämlich gerade parallel über Dropbox den ersten Teil der Aufnahme, die wir eben gemacht haben. Das hat jetzt mal auf Pause gemacht. (beide lachen) Auch ein guter Hack, wenn man mal wieder mehr Bandbreite braucht. Die ganzen Synchroniserungen…. Okay, so viel zu Deinen Morgenroutinen. Und genau, noch ein Punkt, der mir dazu eingefallen ist: Es muss nicht immer Reisen sein, sondern das ist glaube ich echt ein super Beispiel: Du nimmst dann diese Unternehmerische Freiheit und die freie Zeit, die Du dadurch gewinnst dazu, um Dein Kind zum Kindergarten zu bringen und abzuholen. Sebastian: Ja genau, also ich habe einfach für mich gesagt, für mich ist halt meine Familie extrem wichtig. Ich habe meinem Sohn versprochen, dass ich ihn jeden Tag zum Kindergarten bringe und abhole. Ja gut, ab und zu geht’s halt einfach nicht, weil ich irgendwie nen Termin habe, aber ich versuche wirklich jeden Termin, den ich nehmen muss so zu legen, dass er nicht in diesen Zeitraum passt. Das heißt zum Beispiel Podcast Interviews, die gibt’s halt grundsätzlich nur vorher oder nachher. Andere Treffen auch. Das ist einfach für mich ganz wichtig, dass ich dieses Versprechen ihm gegenüber einhalte. Und ich organisiere halt meinen Tag so außen herum und der Kindergarten hat halt, wie jetzt letzte Woche zum Beispiel bei Halloween, dann ist da halt so ein Halloween-Umzug und da bin ich halt auf jeden Fall mit dabei. Also ich kann halt einfach ganz spontan, jederzeit sagen, ich gehe halt in den Kindergarten oder wenn er krank ist, dann bleibe ich halt zu hause und bin halt einfach zu hause und ich arbeite dann halt nicht. Und von daher, ich habe die Freiheit mich um die Familie zu kümmern, wenn’s halt sein muss und das ist für mich eigentlich das wichtigste dabei. Marcus: Okay Sebastian, was ist Deine größte Schwäche und worin willst Du besser werden? Sebastian: Ich denke, die größte Schwäche sind letztlich zwei Sachen, die miteinander zu tun haben. Es ist auf jeden Fall Fokus und Prokrastination. Und die haben denke ich miteinander zu tun. Mir fällt’s durchaus schwer, weil ich halt viele verschiedene Sachen mache. Einfach den Fokus zu finden, worauf ich mich wann, wie, wo fokussieren muss. Oftmals sind’s halt einfach so viele einzelne Aufgaben, die man tun könnte oder auch tun müsste…. Marcus: oder würde… Sebastian: ...oder würde, genau. Und ähm, dann neue Ideen, die man gerne umsetzen möchte. Marcus: Ja, das ist dieses SOS-Syndrom ne? Sebastian: Ja genau. Shiny Objects Syndrom, ja. Und dann ist es halt einfach schwer. Womit fange ich an? Und manchmal geht’s mir halt dann einfach so, dass es so viele Sachen sind, dass ich letzten Endes dann gar nichts mache. Oder extrem lange brauche bis ich dann mit den einzelnen Sachen anfange. Und das heißt, wo ich auf jeden Fall gerne besser werden würde, wäre zu sagen: Einfach noch klarer zu wissen, was sind die Dinge, auf die ich mich fokussieren muss? Und dann alles andere mehr und mehr abzugeben, sodass ich halt meine Zeit wirklich fokussiert auf die Dinge verwenden kann, die wichtig sind, um mich dann eben auch ablenkungsfrei auf diese Sachen stürzen zu können. Marcus: Mh, ganz ehrlich: Also mir geht’s genau so. Nach wie vor. Auch wenn ich so viel dazu jetzt gelesen habe und probiert habe und Tools nutze. Es passiert immer wieder, dass ich auf Facebook gehe und irgendwas schedulen will oder businessmäßig plane oder loswerden will oder recherchieren will und dann mich total drin verliere und am Ende sogar gar nicht mehr weiß, warum ich überhaupt auf Facebook gegangen bin. Sebastian: Ja, und ich glaube es geht jedem so. Also es gibt wahrscheinlich niemand.... ich meine Du bist jetzt jemand, der wirklich sich mit Produktivität und Hackz usw. auseinandersetzt, und selbst Dir geht’s so. Marcus: Ja. Sebastian: Von daher, man sollte sich glaube ich einfach auch eingestehen, dass es normal ist. Und auch mal… ich glaube man darf sich auch mal die Phasen eingestehen, wo man mal nicht so produktiv ist. Das gehört glaube ich auch dazu. Marcus: Ja, und irgendwann, ich glaube vor einem Jahr, habe ich mich so sehr über mich selber geärgert und über Facebook gleich gesagt habe “Ey Leute, dieser Algorhythmus, der funktioniert einfach. Ich kauf’ mir jetzt ne Facebook Aktie” (beide lachen) Und immer, wenn ich mich das nächste Mal darüber Ärger, dass ich auf Facebook gewesen bin, freue ich mich, dass die noch ein bisschen mehr Verweildauer durch mich kriegt und eventuell dadurch der Börsenwert von dem Unternehmen steigt. Sebastian: Haste Dir ne Aktie gekauft? Marcus: Ja ja habe ich. Sebastian: Ja? Okay. Marcus: Ja, ich hatte auch voll Schwein damals. Da war die noch mega günstig zu haben. Irgendwie 35,00 Euro. Jetzt ist die bei fast 100,00 Euro oder so. Also fast verdreifacht. Hätte ich mal ein bisschen mehr Mut gehabt, ein bisschen mehr investiert, aber dieses Hätte, Wenn und Aber… Da lasse ich lieber mal die Hände von, von der Börse. Aber ich hab ja nur eine irgendwie erstmal reingelegt ins Portfolio, um mich nicht mehr ständig über mich selbst zu ärgern oder wenn andere dann darüber reden, wieviel Zeit sie auf Facebook verbringen. Da denke ich: Ja okay, ist ja ganz cool. (beide grinsen) Gut, ich denke mal, das war ein guter Rundumschlag von dem, was Du alles so machst, was Du für ein Typ bist, was Du für einen Background hast. Mega spannend! Ähm, allerletzte Frage noch: Sebastian: Okay. Marcus: Wenn Du merkst, Du bist am Rechner und hast aber das Gefühl, Du kommst nicht weiter… Es geht nicht voran und Du bist einfach leer im Kopf. Ich verpasse da leider nach wie vor immernoch den Zeitpunkt zu sagen: Okay, heute geht nix mehr, ich klapp’ jetzt den Rechner zu und geh’ raus und mach Sport oder irgendwas. Wie gehst Du damit um? Hast Du da irgendeinen Trick? Was machst Du, wenn Du nicht weiterkommst? Sebastian: Ah puhh, schwer. Also ja, ich kenne die Situation gut, wo … ja genau, wo Du einfach merkst, Du sitzt zwar jetzt da und solltest Du, aber eigentlich hatt’s überhaupt keinen Sinn da irgendwas weiter zu machen. Also ich kenne das dann schon. Dann werden dann doch mal Stunden vertrödelt irgendwie mit Youtube Videos gucken usw. Aber wenn’s mir bewusst wird und ich glaube darum geht’s ja, sich das bewusst zu machen, was nicht immer funktioniert, aber wenn’s mir bewusst wird, dann mache ich auch den Computer einfach zu und gehe dann mal raus und gehe die Stunde irgendwie laufen oder mache ein bisschen Sport. Oder ja… ich habe zum Beispiel hier fünf Minuten von hier, also bei uns im Wohnviertel, gibt’s nen Swimming Pool. Ich kann da zum Schwimmen gehen und da kann ich meine Bahnen ziehen. Also ich mache das dann schon, dass ich rausgehe. Oder ich setze mich einfach auf den Roller und dreh’ ne Runde und fahre ein bisschen rum. Marcus: Geil! Roller fahren ist cool in Thailand! Sebastian: Ja, auf jeden Fall. Und sehr entspannend auch, da kommt Fahrtwind rein und vor allem, Du kriegst jede Menge Sauerstoff und dann ja… Wenn ich wieder zurückkomme, dann läuft’s auch normalerweise wieder. Aber ich glaube das wichtigste dabei ist, dass man sich bewusst wird, wenn so eine Phase kommt und sich dann auch eingesteht, dass es jetzt einfach besser wäre, mal zuzumachen und nicht sich zu zwingen, weiterzumachen, weil’s sowieso nix bringt. Marcus: Okay perfekt. Super Schlusswort! Ich freue mich schon. Müssen wir sehen, ob wir es schon Anfang nächsten Jahres hinkriegen, wenn ich nach Phuket komme und wir uns auf jeden Fall dann treffen? Sebastian: Ja, ansonsten auf der DNX GLOBAL, nehme ich an. Marcus: Auf der DNX GLOBAL, genau. Da gibt’s auch News zu. Wir haben gestern die geilste Location ever gefunden, haben das direkt fix gemacht. 1. März, der Termin steht und wir sind im Aksra Theatre Center und ja… Alle Infos dann über die bekannten Websites, aber das wird richtig Fett. Du bist eingeladen, wenn Du kommst. Sebastian: Ja, ich bin auf jeden Fall da. Ist ja nicht soweit von mir. Gute Stunde Flug und da bin ich! Marcus: Ja cool! Danke für Deine Zeit! Sebastian: Okay, danke Dir! Marcus:  Und bis bald! Sebastian: Okay, bis bald, ciao. Marcus: Ciao.   Yo yo, das ist dann doch wieder eine etwas längere Folge geworden. Ich glaube knapp ne Stunde oder so. Eigentlich wollte ich jetzt mal versuchen, ein bisschen knackiger zu werden und nur noch ne halbe Stunde oder 40 Minuten mit meinen Gästen zu reden, aber wenn’s so spannend ist, dann will ich auch nicht aufhören. Dann will ich lieber noch mehr bohren und noch mehr Infos für euch daraus holen. Ich hoffe, euch hat die Folge gefallen. Wenn ja, gebt mir ne Rezension und Bewertung auf iTunes ab oder bzw. zusätzlich auch ganz gerne: Schreibt mir ne Mail an marcus@lifehackz.de wen ich vielleicht mal auf die Show holen sollte, was euch gefällt, was euch nicht so gut gefällt. Und wenn ihr sagt, das ist cooler Stuff, den Marcus macht und das würde ich gerne irgendwie unterstützen, dann haben wir immer noch unsere Charity Aktion für Straßenkinder in Salvador laufen, weil in zwei Wochen, glaube ich… Genau in zwei Wochen geht es auf die Cruise von Gran Canaria nach Brasilien und Feli und ich haben dazu eine Charity Aktion gestartet. Alle Infos zu dieser Aktion unter www.lifehackz.de/charity. Vielen Dank, Peace and Out! [/su_spoiler]

[/su_accordion] Sebastian Prestele    

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