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Das ist die LIFE HACKZ Show auf dem DNX Podcast zu den Themen Digitale Nomaden, Produktivität, Persönlichkeitsentwicklung, Lifestyle Design, Lifehacking, ortsunabhängiges Arbeiten, Sport, gesunde Ernährung und geistige Fitness.
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Interview mit Bastian Barami von Officeflucht

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mit Bastian Barami, dem Betreiber der Website Officeflucht. Und Bastian ist ziemlich fit im Thema Amazon Selling, Private Label Selling on Amazon und Grund genug, ihn für den LIFE HACKZ Podcast zu schnappen und auf den Zahn zu fühlen. Hinzu kommt: Er ist noch ein richtig cooler, netter, smarter, junger Typ, den ich sehr gerne mag. Check it out! Viel Spaß mit dem Interviwe mit Bastian Barami! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. In dieser Folge lernst du:

  1. Dass man gar nicht mega technisch versiert sein muss, um Digitaler Nomade werden zu können.
  2. Wieso Online-Handel mit Amazon FBA nicht schief gehen kann, wenn man es schlau angeht.
  3. Wie es möglich ist, von 0 auf 100 durchzustarten.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

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SHOWNOTES

Officeflucht

Entrepreneurship Summit  

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr 38! Yo Leute, herzlich Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mit Bastian Barami, dem Betreiber der Website Officeflucht. Und Bastian ist ziemlich fit im Thema Amazon Selling, Private Label Selling on Amazon und Grund genug, ihn für den LIFE HACKZ Podcast zu schnappen und auf den Zahn zu fühlen. Hinzu kommt: Er ist noch ein richtig cooler, netter, smarter, junger Typ, den ich sehr gerne mag. Check it out! Viel Spaß mit dem Interviwe mit Bastian Barami! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. Marcus: Jo Basti, cool dass Du am Start bist beim LIFE HACKZ Podcast! Bist Du ready? Bastian: Ich bin ready, danke für die Einladung, Mann! Marcus: Cool! Wo bist Du gerade und warum bist Du da, was machst Du da? Bastian: Ich bin gerade auf Gran Canaria. Wir veranstalten hier auch eine kleine Workation. Du weißt ja selbst von der Nomaden Cruise, wo Du selbst mitarbeitest - da sehen wir uns dann ja nächste Woche bzw. in etwas über 10 Tagen - und wir haben uns überlegt, dass wir so eine kleine Workation vorab starten, bei denen dann auch ein paar Leute am Start, die dieses Jahr auch mit auf’s Schiff gehen. Ich sitze jetzt hier in Las Palmas in unserer kleinen Butze und schaue mal, wie die Leute alle drauf sind, die jetzt noch ankommen. Ich bin jetzt der erste der da ist und morgen kommen ein paar und Sonntag kommt dann final der Rest der Truppe. Neun Leute sind wir. Marcus: Wow. Bastian: Und ja, das wird bestimmt eine coole Sache! Marcus: Ja, klingt echt gut, zumal Du ja glaube ich auch vor nicht allzu langer Zeit auch schon auf ner anderen Workation gewesen bist. Also, Du selber bist jetzt auch schon ganz schön viel unterwegs als Digitaler Nomade, wie ich das so mitkriege ne? Bastian: Ja schon. Das hat sich echt verdammt schnell entwickelt. Also auf der letzten Workation war ich selber noch als Teilnehmer dabei. Das war vom Sebastian Kuehn ne veranstaltete Workation auf Bali. Das war auch ne super, super, super geile Zeit. Einen Monat waren wir da und da hat man dann einfach echt Blut geleckt. Und jetzt haben wir eben entschieden, das Ganze nochmal ein bisschen auszubauen und das auch öfter zu veranstalten. Im März starten wir auch noch eine weitere Workation und der Sebastian selber macht auch, ohne dass ich jetzt bei jeder dabei bin, auch einige noch im kommenden Jahr. Das ist halt schon ein ziemlich cooles Modell, bei dem die Leute eben auch, die vielleicht nicht ortsunabhängig arbeiten, so ein bisschen reinschnuppern können in den Lifestyle. Das ist schon eine coole Sache. Marcus: Ja, also ich finde es auch cool, wenn man so ein Soft-Landing hat und nicht irgendwie alleine losziehen muss und dann krass irgendwo ankommt, überhaupt keinen Plan hat, wie man an seine Prepaid Sim-Karte hat, wo man arbeiten geht, wo man gleichgesinnte Leute findet. Ich meine, dafür sind so Workations richtig cool. Wie der Sebastian die macht oder unsere CAMPS oder das Surf Office. Also es gibt ja glücklicherweise jetzt immer mehr coole Angebote direkt für Digitale Nomaden. Das war vor drei Jahren noch nicht so. Umso besser, dass es jetzt so ist. Vielleicht kannst Du mal sagen, Du selber hast es ja jetzt auch mitgekriegt, Du warst auf Bali am Arbeiten für vier Wochen und dann warst Du wieder in Berlin oder in Deutschland und hast da gearbeitet, was genau ist für Dich so der Unterschied, wenn man woanders ist und von da arbeitet? Bastian: Also ich muss sagen, ich komme schon gerne auch nochmal wieder nach Hause. Ich habe auch noch meinen Wohnsitz in Deutschland, aber ich merke, dass ich mittlerweile gar nicht mehr so diese festen Arbeitsstrukturen brauche. Ich habe zwar schon so meinen gewissen Tagesrhythmus, aber wenn man zum Beispiel auf Bali sitzt und nem tollten Café mit ner super Aussicht, ich weiß nicht, vielleicht kennst Du in Ubud zum Beispiel das Clear Café, da hat man ne Aussicht direkt auf so nen Tempel. Irgendwie, wenn man ständig wechselnde Arbeitsaussichten auch hat, statt immer auf die ewig gleiche Wand zu gucken im Arbeitszimmer zu Hause, arbeitet man einfach irgendwie viel kreativer, habe ich den Eindruck. Und man sitzt da, dadurch dass man eben auch an schönen Orten eben was sehen möchte und sich zwangsläufig dann auch ein paar Auszeiten zwischendurch mal, um ein bisschen rumzurennen und die Gegend zu erkundschaften, gönnt man sich viel viel eher Pausen, die meiner Meinung nach einen wirklich produktiver machen, als wenn ich jetzt zu Hause sitze und nicht ständig den Drang habe, mal Pause zu machen. Und dann acht Stunden da sitze und davon aber vier Stunden oder so bei Facebook verbringe. Marcus: Hm ja, Facebook ist echt der mieseste Scheiß ever. Ich habe in anderen Interviews letztens schon erzählt, mich hat das irgendwann so genervt vor ein paar Monaten, dass dieser Algorhythmus so gut funktioniert und ich da auch regelmäßig - das passiert glaube ich jedem - dann in diesen Rabbit Wholes auf Facebook verschwinde, gar nicht mehr weiß, warum bist Du überhaupt auf Facebook gegangen. Was wollte ich da machen? Das war dann meistens irgendein Business-Anlass und dann verlierst Du Dich da in der Timeline. Bastian: (lacht) Richtig schlimm, auf jeden Fall! Marcus: Richtig mies, ne? Und ich habe gesagt: Ey, ich kaufe mir jetzt zwei, drei Facebook Aktien und immer, wenn ich mich dann darüber ärgere, dass mir das wieder passiert ist, dann freue ich mich wenigstens, dass ich ein bisschen mehr verweile da auf der Plattform. (beide lachen) Bastian: Ah, cooler Ansatz auf jeden Fall. Marcus: Aber was Du eben gesagt hattest, ist glaube ich ganz wichtig. Dass man, wenn man unterwegs ist, so geht’s auf jeden Fall mir und auch Feli, wenn man unterwegs ist, hat man irgendwie viel mehr Headspace und Kreativität, als wenn man in so eingefahrenen Strukturen ist. Was auf den ersten Blick erstmal… oder wenn man das hört, dann denkt man: Das kann ja nicht sein, man muss ja irgendwie mehr verarbeiten und viel mehr Challenges vielleicht unterwegs lösen und wie kann man dann noch mehr Power für das Business haben, als Zuhause in Berlin, wo man dann vielleicht im Betahaus schon gutes Internet hat, einen Desk, nen Stuhl. Und aber irgendwie ist es immer wieder so regelmäßig - das haben wir jetzt in Hongkong wieder gemerkt, in Bangkok, jetzt in Chiang Mai, dass jedes Mal, wenn wir den Ort wechseln, kam nochmal so ein neuer Schub. Ist das bei Dir auch so? Bastian: Ja, auf jeden Fall. Vor allen Dingen ist es ja auch so, dass man sich dann viel mehr damit abfindet oder auch arrangiert, wenn das Internet mal Scheiße ist. Man geht ja schon davon aus, dass man einfach nicht permanent so ne gute Leitung hat, wie man das jetzt vielleicht Zuhause in Deutschland hat, ne? Aber dann greift man auch viel, viel eher dazu eben die Aufgaben zu machen, die gerade kein Internet benötigen, als in Deutschland, wo man dann stattdessen ne halbe Stunde ständig seinen Browser irgendwie da aktualisiert und sich einfach nur abfuckt, dass das Internet nicht läuft. Marcus: Ja, ja, ja  (lacht)  Das hat der Noel glaube ich auch auf dem Talk bei der GLOBAL gesagt: Es gibt nix schlimmeres … es gibt nur eine Sache, die ist noch schlimmer als kein Internet, das ist langsames Internet. Was Dich immer so ein bisschen anteased, wo Du denkst so wow, scheiße ey, dann okay, mache ich vielleicht nur drei Seiten gleichzeitig im Browser auf anstatt fünf. Und dann…. nee! (lacht) Bastian: Auf Bali waren wir ja in ner wirklich wunderschönen Villa, aber die war mitten in den Reisfeldern gelegen. Und ich schätze mal, wenn man da jetzt ganz alleine gesessen hätte, dann hätte es auch ausgereicht, ne? Aber alles was ein bisschen mehr Datenvolumen gebraucht hat…. Also jedes Mal, wenn jemand irgendwie auf die Idee gekommen ist, was zu streamen oder so, gab’s dann erstmal Kasalla. (beide lachen) Und zum Skypen mussten wir uns generell absprechen ne. Aber wir hatten halt alle trotzdem super günstig Internet über’s Handy. Und das hat dann als Hot Spot auch besser funktioniert, als das lokale Internet jetzt über den normalen Router. Und ja, man arrangiert sich einfach. Also irgendwie kriegt man das dann doch alles auf die Kette. Und selbst, wenn man jetzt vielleicht denkt, dass man dadurch total ausgebremst wird bei der Arbeit, ist das irgendwie letzten Endes gar nicht der Fall gewesen. Marcus: Ja, und vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass wir die Dinge einfach leichter wegstecken oder dann easier einfach, einfacher nimmt und sagt: Dann ist das jetzt eben so. Aber dann kann ich jetzt kurz in Bali in den Reisfeldern spazierengehen oder mal ein bisschen konzeptionell was tun. Oder ich… keine Ahnung… Geh mal ne Runde zum Sport draußen. Bastian: Ja, auf jeden Fall! Das auf jeden Fall. Es ist auch so, dass bei einer Workation… was ich ziemlich cool finde an diesem Konzept Workation, ist einfach dass, auch wenn man als Anfänger vielleicht denkt, dass das nur gewisse Berufe oder am Anfang Freelancing oder diese typischen Klischee- Lebensmodelle um Digitaler Nomade zu werden, eigentlich gar nicht so weit verbreitet sind. Und dass man dann, wenn man dann mit zehn Leuten zum Beispiel in so ner Villa sitzt, erstmal merkt, dass fast jeder von denen was komplett anderes macht, ne? Und dass man dann eben auch so Einsichten bekommt. In ganz, ganz andere digitale Arbeitsfelder. Und jeder davon auch so ein bisschen profitiert ne? Also wir haben das halt so gemacht, dass je nach Interesse und je nachdem ob jemand auch selber bereit war, so eine Art kleinen Workshop für die anderen Teilnehmer zu geben, dass dann jeder von seinem Wissen einfach ein bisschen preisgegeben hat und jeder halt aufgrunddessen ein bisschen profitiert und für sich selber etwas mitgenommen hat. Und das finde ich eben super spannend an diesem Workation Modell auch. Marcus: Ja, das ist cool. Das ist fast wie so ein… das gesammelte Wissen an einem Ort zu vereinen und dann kann jeder davon profitieren. Und genauso, wie Du es gesagt hast, lief es bei uns im DNX CAMP auf Lissabon auch. Da hatten wir dann ne Social Media Expertin, die Anja, dabei, die spontan dann Breakout Session oder einen Workshop gegeben hat. Und am nächsten Tag hat jemand was über Copywriting erzählt und der Dritte hat dann das Logo für den Fünften gebaut und der Sechste wollte dann ein bisschen Input von mir, wie man einen Podcast startet. Also es ist irgendwie nochmal eine ganz andere Ebene. Klar gibt es das auch Online, dass man sich so aushilft, aber wenn man dann doch Face to Face oder nebeneinander am Rechner sitzen kann, dann gehen die Dinge irgendwie noch schneller und noch einfacher. Und das ist echt cool an diesen ganzen Retreat-Geschichten. Bastian: Auf jeden Fall, insbesondere wenn man dann mehrere Wochen am Start ist. Da entwickeln sich auch echt total schnell echte Freundschaften auch heraus ne? Also als ich jetzt zum Beispiel vor ein paar Wochen dann auf der DNX den Workshop hatte. Die Zeit die ich in Berlin war, habe ich bei Leuten gewohnt, die ich auf Bali kennengelernt habe, ne? Und das ist echt ziemlich geil. Also dieser ganze Networking-Aspekt auch. Marcus: Ja, absolut. Was für ein Thema hatte Dein Workshop auf der DNX? Bastian: Mein DNX Workshop hatte den Artikel “Freizeit Business Amazon FBA”. Marcus: Genau, vielleicht erklärst Du mal. Was heißt FBA und wie kannst Du auf Amazon ein Business machen? Bastian: Also mein Hauptbusiness - ich habe ein paar mehrere kleinere Standbeine - aber mein Hauptbusiness ist eigentlich das Verkaufen von indischen Gütern auf Amazon und Amazon macht einem das auch in Verbindung mit einem ortsunabhängigem Leben sehr einfach durch ihr sogenanntes FBA Programm. FBA steht dabei für Fulfillment bei Amazon. Und wie das Wort Fulfillment schon vermuten lässt, kümmern die sich um all den Kram, den man selber nicht machen möchte. Und man braucht ja beim Online-Handel echt allerlei normalerweise ne? Also so klassischer Online-Handel, da brauchst Du ein Lager, Du brauchst eine Büroausstattung und musst den ganzen Kram zur Post bringen oder brauchst zumindest nen Lieferanten, der das für Dich alles macht. Und das sind ja wahnsinnige Kosten, die da normalerweise entstehen würden. Und all diese unangenehmen Sachen, die nimmt Amazon einem dadurch ab, dass die natürlich eine ziemlich krasse Infrastruktur haben. Die haben ja selber in Deutschland neue Logistikzentren, die alle riesengroß sind und haben natürlich auch die beste Logistik, die Du Dir vorstellen kannst. Also natürlichen neben DHL etc. Aber dadurch kannst Du halt direkt Deine Waren vom Hersteller aus Asien oder eben auch selber von Zuhause, wenn Du nicht ortsunabhängig bist, die Sachen direkt zu Amazon ins Logisitkzentrum schicken. Dort werden die halt eingescannt, also jede Einheit muss mit einem Label versehen werden, damit die Leute auch wissen: Hey, das sind jetzt die Klamotten vom Basti. Und ab dann werden die halt auf der Plattform, also auf Amazon auf dem Marktplatz ganz normal angezeigt. Und wenn die dann gekauft werden, geht jemand ins Lager, holt das aus dem Regal, packt das ein, verschickt das und das geht physisch überhaupt gar nicht mehr durch meine eigenen Hände. Marcus: Ja, das ist ja richtig cool. Du sagst gerade aus China. Da kann man beispielsweise dann auf Plattformen wie Alibaba gehen. Was sowas wie Ebay für B2B ist ne? Bastian: Ja, das ist halt das größte Händlerverzeichnis weltweit. Das ist zwar eine chinesische Plattform, aber dennoch gibt es da eben auch weltweite Händler. Also man findet auch Anbieter aus Europa oder aus Afrika und anderen Kontinenten. Es gibt da auch noch eine andere Plattform, die ich gerne nutze. Die heißt globalsources.com. Die ist nicht ganz so groß, wie Alibaba aber trotzdem auch nochmal interessant so als Kontrastprogramm. Dann haben wir halt ein paar andere Angebote und so. Und Alibaba selbst ist halt echt die größte Handelsplattform der Welt. Die machen dreimal so viel Umsatz im Jahr, wie Amazon. Das ist schon echt richtig krass. Marcus: Das ist ne Hausnummer! Wie machst Du das? Wie schützt Du Dich da vor irgendwelchen Fake-Anbietern? Da hätte ich glaube ich, wenn ich jetzt überhaupt keine Ahnung davon hätte, erstmal ein bisschen Respekt. Dass ich sage: Okay, ich bin mit einem Chinesen in Kontakt oder weltweit mit irgendjemandem, hab den noch nie gesehen. Der will mir irgendwas anbieten für ein paar tausend Dollar, ich soll irgendwie drei oder fünftausend T-Shirts oder Einheiten kaufen und komme nicht weiter. Also wie kann man sich da schützen oder was sind so Deine Tipps? Bastian: Das Ding bei Alibaba ist natürlich, dass man schon daran gebunden ist, mehrere Stückzahlen zu nehmen. Man hat da neben jedem Artikel, den man dann eben sucht, ne sogenannte MOQ stehen. Das steht für Minimum Order Quantancy. Und diese Mindestabnahmemengen, die sind aber in der Regel erstens sowieso verhandelbar. Also ich habe das noch nie erlebt, dass ein Verkäufer nicht davon abgewichen ist. Meistens sind das Wunschnummern. Und in der Regel, um sicher zu gehen… Also es gibt auf Alibaba selber erstmal einige Filter, die man aktivieren kann. Die so die Scams quasi auch schon ein bisschen aussortieren. Zum Beispiel sind das die Gold Supplier. Und um so einen Gold Supplier Status zu bekommen, musst Du schon auch richtig Geld auf den Tisch legen, damit Du da eben auch über längere Zeit als Gold Supplier gelistet wird. Dass Du diesen Status hast, der eben Aushängeschild ist. Und Du siehst dann bei diesem Gold Supplier Logo, dass da an den jeweiligen Händlerseiten so angeheftet ist, wie lange die schon Gold Supplier sind. Und wenn die jetzt die Leute über den Tisch ziehen würden, dann könnten die nicht drei, vier oder manchmal sogar bis zu 15 Jahre, solange, wie es die Plattform gibt. Also da sind auch schon Leute dabei, die solange Gold Supplier sind, die könnten nicht Gold Supplier werden, wenn die Leute über den Tisch ziehen würden. Also das ist schon mal eine ganz gute Sache. Und dann gibt’s eben noch verschiedene Filter. Zum Beispiel: Wird da auch kontrolliert? Also da gehen Leute von Alibaba teilweise die Fabriken einzeln ab und gucken, ob diese Fabrik auch wirklich besteht und die checken halt deren Lizenzen und all so was. Also da gibt’s schon einiges, was einem da ein bisschen die Angst nehmen kann. Und grundsätzlich ist es auch wahnsinnig wichtig bevor man jetzt 1000 Stück von irgendwas bestellt und da Unsummen überweist, einfach auf irgendein Bankkonto, lasse ich mir vorab immer ein Sample zuschicken. Das dient zum einen dazu, zu wissen: Okay, haben die Leute überhaupt die Ware, die sie angeben zu haben? Und natürlich auch ein Qualitätstest. In der Regel schreibe ich für jedes Produkt ungefähr 10 Händler an, lasse mir von denen jeweils ein Sample zukommen und dann entscheide ich halt anhand des Samples, bei wem ich plane ein Geschäft einzugehen. Dann kommen noch so ein paar Verhandlungen dazu, was für Möglichkeiten die haben, das dann zu labeln mit meinem eigenen Logo und sowas. Und dann entscheide ich auch erst, wem ich dann den Zuschlag gebe. Marcus: Hm spannend. Das heißt, die Proben werden Dir kostenlos rausgeschickt von den Händlern oder musst Du noch was zahlen für die Samples. Bastian: Man muss für die Samples halt ein bisschen mehr bezahlen. Die sind höher angesetzt preislich, zum einen. Weil die halt per Express verschickt werden, damit wenn es zu einer Folgebestellung kommt, zu einer größeren, damit es auch schnell über die Bühne geht. Und der andere Faktor ist, dass es wahnsinnig viele schwarze Schafe aus Kundensicht gibt, die dann sagen: Hey, ich gehe einfach auf Alibaba, statt auf irgendeine andere Seite und kaufe mir für meinen Privatbedarf günstig meinen Kram und bestelle mir dann einfach einen Sample unter der Vorgabe, dass ich hinterher eine Großbestellung tätige. Und da sind natürlich mittlerweile auch viele Händler hintergestiegen und deshalb wollen die so die Spreu vom Weizen trennen und setzen den Samplepreis extra hoch an, sodass man dann vielleicht für einen Sample das hinterher pro Stück-Einheit vielleicht, weiß ich nicht - 8 Dollar kostet - vielleicht mal 80 Dollar zahlt, aber der Preis ist dann halt auch in der Regel anrechenbar auf die Folgebestellung. Marcus: Ah okay. Bastian: Also insofern, wenn man jetzt nicht 20 Samples oder so von verschiedenen Leuten bestellt. Das wäre natürlich schweineteuer. Dann ist das eigentlich keine große Nummer. Marcus: Okay. Dann hast Du gerade erwähnt, bei manchen Herstellern kannst Du es dann direkt Labeln lassen, private labeln lassen? Bastian: Genau, also was ich einkaufe sind sogenannte White Label Produkte. Also Produkte, die es so in der Rohform schon gibt. Das ist eigentlich - wenn Du Dich jetzt umguckst, da wo Du gerade sitzt, wirst Du wahrscheinlich mindestenst 10 Sachen sehen, die nicht mit irgendeiner bestimmten Marke assoziert werden, die theoretisch von irgendeiner freien Marke sein könnten. Du könntest jetzt sagen: Okay, ich verkaufe jetzt Tische, ne? Und dann ist das eben der LIFE HACKZ Tisch zum Beispiel. Marcus: Ja, oder ich habe hier so einen Geldbeutel vom Hongkong Night Market. Bastian: Ja, ne? Also theoretisch alles was es so in der Rohform schon gibt, kannst Du natürlich labeln lassen mit nem eigenen Logo. Zum einen hat das natürlich den Vorteil, dass Du dann kein Geld in der Entwicklung für ein neues Produkt, für irgendeine revolutionäre Idee oder sowas stecken musst. Weil Du Dir eben nur quasi schon fertige Produkte zunutze machst. Und Du kannst dann eben trotzdem das Ganze unter einer eigenen Marke verkaufen, weil da ja jetzt kein vorherrschendes Patent oder so drauf ist. Wenn ich jetzt sage: Okay, ich möchte jetzt Officeflucht Proteinshaker machen oder sowas ne? Dann schicke ich dem Händler mein Logo per E-Mail zu. Beziehungsweise frag den erstmal, was der für ein Format braucht und was es denn für Möglichkeiten gibt. Denn es gibt auch verschiedene Branding Möglichkeiten. Das kann ein Silkscreen sein, der Druck. Oder das kann jetzt bei Textilien zum Beispiel, sind das dann vielleicht Schilder, die die drauf nähen und sowas. Je nach Produkt... Marcus: Krass, also das kann richtig professionell aussehen auch. Also hinten dann die Schilder oben im Nacken und … boah. Bastian: Absolut, also die Sachen, die ich jetzt verkaufe, die könnten genau so gut in jedem X-beliebigen Laden hängen. Also das ist schon alles… ich meine, die meisten Sachen, die wir in Deutschland im Alltag nutzen, die kommen ja auch bestimmt zu 90% trotzdem irgendwo aus Asien, ne? Nur weil die jetzt qualitativ verpackt sind… achso, das ist sowieso ein Aspekt, auf den ich jetzt gleich nochmal eingehen möchte. Die Produkte selber, die werden oft nicht so wertig wahrgenommen, wenn die zum Beispiel schlechter verpackt sind. Und kaum hast Du eine ziemlich stylisch designte Verpackung, denken die Leute direkt: Hey, das ist ein Premium Produkt, obwohl das eigentlich das gleiche Ding in Grün ist, ne? Das ist auch nochmal so ein Faktor. Also wenn man sich bei Amazon von der Konkurrenz abheben möchte, da kann man gleich nochmal ein bisschen intensiver drüber sprechen, dann brauchst Du eigentlich… Du musst das Ganze eigentlich einfach nur ein bisschen schöner verpacken. Marcus: Bei Alibaba bestellst Du dann nur das nackte Produkt ohne Verpackung oder musst Du das unter Umständen nochmal anboxen und dann neu verpacken lassen? Bastian: Nee, das ist eigentlich mehr so… also es geht nicht nur um die Verpackung, sondern auch um das Gesamterscheinungsbild. Ich würde jetzt zum Beispiel meine Produkte… Meine Produkte, die bekommen halt immer ein schönes Label, also in meinem Ermessen zumindest schönes Label. Ich lasse dann die Logos von einem Designer, mit dem ich da arbeite, gestalten, den ich auf Upwork gefunden habe, der sehr, sehr gut arbeitet. Und die Datei schicke ich halt wie gesagt den Asiaten. Die labeln das Produkt und in der Regel, die die Produkte ja auch für den Verkauf im Einzelhandel eigentlich auch herstellen, bieten die meistens Inhouse auch trotzdem Verpackungsherstellung an. Verpackungsherstellung, also der Druck, der geht meistens allerdings erst ab ner Stückzahl von 1000 Stück. Wenn ich jetzt aber ein Produkt herstellen lassen möchte, aber nicht direkt mit 1000 Stück starten möchte, sondern vielleicht nur mit 100 oder mit 200, dann hat man die Möglichkeit diese 1000 Verpackungen zwar von denen durcken zu lassen - ich lasse auch das Verpackungsdesigner von meinem persönlichen Designer machen, weil die Asiaten da meiner Meinung nach, einfach nicht so das ästhetische Auge haben. Das kann man zwar nicht so pauschal sagen, aber oft ist die Verpackung einfach nicht schön. Und dann lasse ich das Design für die Verpackung dem Hersteller zukommen. Der druckt dann zwar 1000 Verpackungen, aber ich kaufe ja generell, auch wenn es nur 100 oder 200 Stück sind, nur Sachen ein, von denen ich glaube, dass ich auf lange Sicht auch weiter von dem Händler beziehe. Und der hält dann einfach die Verpackungen zurück auf Lager. Und wenn dann die nächsten 200 oder vielleicht beim nächsten Mal 400 Stück bestellt werden, dann nimmt der einfach die Verpackung, die ich im Vorfeld schon bezahlt habe. Die Verpackung ist auch in der Regel nicht so teuer. Da zahle ich für 1000 Pappverpackungen, die nach meinem Design bedruckt sind ungefähr 130 Dollar. Marcus: Hm okay, das ist überschaubar. Bastian: Ja, das ist auf jeden Fall viel, viel billiger, als wenn ich das jetzt in Deutschland drucken lassen würde, zumal das natürlich auch ein zusätzlicher Arbeitsschritt wäre, das dann hier selber umzuboxen, ne? Marcus: Das heißt, wie verwaltest Du dann Deine ganzen Bestände bei den einzelnen Alibaba Händlern und was noch Amazon liegt und stellt Amazon das irgendwie in Rechnung, wenn Du da irgendwie 10000 Sachen hinbestellst und es kauft doch keiner was und es liegt dann die ganze Zeit in irgend so einem Fulfillment Center bei Amazon rum? Bastian: Also ich habe eigentlich nur ne ganz normale Excel Datei bei der ich selber den Überblick habe, was die Alibaba Händler anbelangt. Bei wem ich noch wieviele Verpackungen zum Beispiel liegen habe. Aber wenn Du jetzt bei Amazon etwas verkaufst… Wenn ich jetzt zum Beispiel 300 Einheiten von Bratthermometern oder was weiß ich was zu Amazon schicken würde, dann sieht man das im eigenen Seller Backend. Also da gibt’s ne Verkäuferplattform, die heißt Sellers Central und da sehe ich dann stets meinen Lagerbestand. Ich kann mir sogar so Erinnerungen per E-Mail einstellen, wenn ich zum Beispiel weiß: Okay, der und der hat ca. die und die Leadtime. Also Leadtime ist die Dauer, die ein Artikel braucht um hergestellt zu werden, mit meinem Logo jetzt dann zum Beispiel ne? Das muss dann ja schon wieder individuell gemacht werden. Dann kann ich mir Erinnerungen in meinem Seller Central Backend einstellen, dass ich zum Beispiel zwei Wochen… bzw. wenn ich jetzt noch 30 Stück auf Lager habe oder 100 Stück, je nachdem sich der Artikel im Schnitt verkauft. Dass ich dann eine Erinnerung bekomme: So, ich muss jetzt den Lagerbestand wieder aufstocken. Marcus: Hm krass, ja. Smartes System. Mega spannend die Welt und man trifft immer mehr von diesen Amazon Sellern. Ich glaube in Deutschland ist es noch recht überschaubar. International kommt’s mir gerade so vor, wenn ich in Coworking Spaces unterwegs bin, ist da gerade jeder zweite irgendwie involviert. Jetzt gerade auch eben, als wir Wasser geholt haben am Spender. Da ist glaube ich ein Pole, ein Deutscher und ein Ami, die zusammen auch Private Label irgendwas auf Amazon dann machen. Und da musste ich direkt an Dich denken. Bastian: Ja, in Amerika ist das halt echt krass ne? Da ist der Markt echt aktuell richtig am Brummen. Und deshalb verkaufe ich auch lieber in Deutschland. Zum einen ist es natürlich ein bisschen einfacher. Und es ist einfach nicht so extrem Competitive. Also der deutsche Markt hat einfach noch viel, viel mehr Potential, weil das ist ja wie mit allen Sachen. Deutschland hängt einfach Amerika immer so zwei, drei Jahre hinterher, sage ich mal. Und das ist einfach eine super Möglichkeit zum einen vom amerikanischen Markt zu lernen, aber sich da eben auch die Inspiration zu holen für zum Beispiel neue Produkte. Ich verkaufe aktuell zum Beispiel ein Produkt, dass es in Deutschland so noch gar nicht gab. Also es ist eine Variation eines ganz normalen Produkts, dass es auf Amazon gibt. Aber ich habe es halt in Amerika gesehen, dass es da voll der Topseller geworden ist und ja, das läuft jetzt super gut an. Marcus: Cool! Und wenn Du jetzt wie auch immer durch Deine Recherchen - da gibt es wahrscheinlich bestimmte Indikatoren, woran Du siehst, es könnte erfolgreich sein. Was könnte zum Beispiel so ein Indikator sein? Dass es noch nicht so viele Bewertungen gibt, oder es das Produkt schon gibt oder in Scheiße gibt und Du willst das in cool machen? Bastian: Ja, also cool machen ist sowieso schonmal ein guter Ansatz, aber ich finde … also mein Ansatz, den ich hauptsächlich verfolge ist, zunächst suche ich natürlich ein Produkt nach gewissen Kriterien aus ne? Es sollte nicht saisonal sein. Es sollte nichts elektronisches sein, weil bei Elektronik hat man ne längere Gewährleistung und da kann man einfach davon ausgehen, wenn ich irgendwie 1000 Stück von irgendeinem elektronischen Gerät bestelle, dann wird eins davon mindestens nicht funktionieren. Das ist einfach Murpheys Law oder so. Das ist einfach bei Elektronik der Fall. Dann sollte es nix Komplexes sein, nix dass auf dem Weg leicht kaputt gehen kann und da habe ich halt so eine gewisse Liste an Kriterien, die ich auch auf meinem Blog in der Amazon Artikelserie, die ich geschrieben habe mal ein bisschen erläutert habe. Marcus: Wie ist die URL von Deinem Blog? Bastian: officeflucht.de. Marcus: Genau., können wir gleich nochmal drauf eingehen. Bastian: Ja, und mein Ansatz ist dann, wenn ich mir die Competition angucke, also in der Regel findet man ja trotzdem fast jedes Produkt auf Amazon Deutschland. Vielleicht nicht in so vielen Variationen, wie auf dem amerikanischen Markt, aber man findet einfach hauptsächlich Produkte von Leuten, die so schon seit Jahren Online Handel betreiben, eigentlich über ihre eigene Plattform und Amazon nur als zusätzlichen Verkaufskanal nutzen. Und deshalb haben die sich nie wirklich damit auseinandergesetzt, wie man Amazon gut umsetzt. Und da ist mein Ansatz einfach mehr zu schauen, was kann ich da besser machen? Und Du hast da so viele Indikatoren, die es einem leicht machen, ein Produkt Listing zu verbessern. Zum Beispiel positive und negative Reviews. Weil was hat zum Beispiel dem vorherigen Kunden nicht gefallen. Warum haben die ne negative Review hinterlassen? War es einfach nur ein Mangel an Informationen, dass die Produktbeschreibung nicht ausreichend war und die irgendwas bekommen haben, von dem die dachten, dass es so sein würde oder was steht da sonst noch alles drin? Oder auch diese Fragensektion. Du hast auch vor den Bewertungen in jedem Produktlisting bei Amazon, wenn da Fragen gestellt worden sind, die unklar waren, dann hast Du da die Fragen und die Antworten. Den Dialog halt zwischen Käufer und Verkäufer. Und ich suche mir dann halt all die Informationen zusammen und packe die einfach direkt in mein eigenes Listig, damit da möglichst wenig Rückfragen überhaupt entstehen. Das ist zum einen natürlich super für den Kunden, weil Du ein viel informativeres Listing hast und das nimmt Dir hinterher im Umkehrschluss auch viel mehr Arbeit ab, in Sachen Kundensupport oder so, den Du sonst leisten müsstest, weil Du dann ja jedem einzeln schreiben würdest. Und das Ganze lässt sich eben auch noch ausweiten auf den Titel. Dass Du den Titel mit ein paar entsprechenden Keywords versiehst, dass Du tolle Fotos einstellst. Weil Fotos sind einfach mega wichtig im Online Handel. Weil wenn die Leute nicht in den Laden gehen, um sich das Live anzugucken, dann sollten die Fotos halt so real wie möglich sein. Die müssen ne gewisse Größe haben, damit die mit der Maus auch zoombar sind und all sowas. Und das machen unglaublich viele Verkäufer auf Amazon mega schlecht. Und dann natürlich der Hauptfaktor zum differenzieren von der Konkurrenz ist zum Beispiel auch der Prime Versand. Weil viele Leute, wie gesagt, die lange schon den Online Handel betreiben und ihr eigenes Lager haben, die haben sich mit dem FBA Programm zum Beispiel gar nicht auseinandergesetzt. Viele Leute denken: Erstens muss das ja mega teuer sein, wenn die einem all die Arbeit abnehmen. Erstens ist es das nicht. Aber die Leute haben dadurch, dass die das selber verschicken, kein Schildchen neben ihrem Produkt, dass es per Prime verschickt wird. Weil wenn die Sachen von mir direkt zu Amazon geschickt werden und direkt auch im Lager liegen, dann kann Amazon ja auch garantieren, weil die es halt direkt aus dem Regal nehmen können, dass die Sachen morgen vor der Tür liegen. Und das ist den Kunden einfach immer, immer wichtiger. Die Zahlen gerne zwei, drei Euro mehr, wenn die wissen, dass liegt morgen vor meiner Tür. Marcus: Absolut! Ich filtere auch immer nur nach Prime. Bastian: Ja, siehste? Das geht eben nur für Sachen, die auf Lager liegen. Und das ist dann bei mir halt eben der Fall. Marcus: Ja, echt krass. Und dieses Prime ist glaube ich auch gar nicht so teuer. Ich weiß gar nicht was ich da zahle, zwanzig, dreißig Euro pro Jahr und ich meine, wenn man viel bei Amazon bestellt, lohnt sich das so sehr. Weil Du hast es halt am nächsten Tag vor der Tür. Bastian: Ja, ich glaube, das ist ein Fuffy im Jahr, aber dennoch ne? Also 10 Sachen bestelle ich bestimmt im Jahr bei Amazon locker und da ist das Geld ja schon wieder raus ne? Marcus: Absolut und ich glaube, Du kannst sogar irgendwie mit Deinem Haushalt sharen. Irgendwie ist Feli da noch mit drin. Ich glaube sogar mein Bruder oder meine Mutter, obwohl die ganz woanders wohnen. Bastian: Ja genau, das stimmt auch, ja hast Du recht. Marcus: Ja, Du hast es mega, mega schnell raus. Du sagtest gerade unter Umständen muss man auch Kundensupport machen. Also der bleibt dann nach wie vor bei Dir liegen oder kann man das auch noch outsourcen? Bastian: Also, es kommen nur Fragen spezifisch zu dem Produkt bei Dir an. Also die Käufer haben schon die Möglichkeit Dir per Mail ne Frage zu stellen. Aber alles was mit Reklamationen und Rückfragen zur Sendung selber, zum Sendungsstatus und all sowas zu tun hat, das läuft alles über Amazon. Da musst Du rein gar nichts machen. Und ich habe bisher, ich glaube wirklich, ich mache das seit 7 Monaten intensiv und ich glaube, ich kann an zwei Händen maximal abzählen, wie oft mich ein Kunde angeschrieben hat. Marcus: Hm, und wie ist das, wenn Du jetzt ein neues Produkt ausfindig gemacht hast und sagst: Okay cool, hier anhand meiner Checkliste, das könnte passen, ich gebe dem mal… give it a shoot. Ich versuch’s jetzt mal. Hast Du da ein bestimmtes Budget, um das Risiko erstmal zu deckeln und sagst: Okay, ich gehe da jetzt mal mit 200/300 $ rein oder 500 $ und dann gucke ich, wie sich das abverkauft und kaufe es unter Umständen dann nach? Muss man dann direkt überlegen, kriege ich bessere Preise, wenn ich mehr auf einmal hole. Kann man das irgendwie so ein bisschen eingrenzen? Bastian: Man bekommt natürlich immer bessere Preise, wenn man mehr nimmt. Ich jongliere jetzt natürlich auch mit anderen Preisen, als zu dem Zeitpunkt, wo ich noch angefangen habe. Aber gehen wir jetzt einfach mal davon aus, dass man jetzt ganz frisch sich für das Thema interessiert und anfangen möchte. Also zunächst einmal braucht man natürlich ein bisschen Geld, um sich die Samples zukommen zu lassen. Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass so ein Sample, weiß ich nicht - 60 $ bis 80 $ kostet und man 5 davon bestellt, dann sind das ja quasi schon 450 $ Pi mal Daumen. Das Ding ist, man kann durchaus mit 500 € starten, wenn man jetzt darauf verzichten würde vorab viele teure Samples zu bestellen, denn es gibt ja verschiedenste Produktgruppen. Man kann auf jeden Fall bei Amazon Sachen für 15 $ oder 15 € verkaufen, die im Einkaufspreis vielleicht knapp nen Dollar kosten. Also es gibt da auf Alibaba über 400 Mio. verschiedene Produkte. (beide lachen) Das ist einfach krank. Man kann sich auf Alibaba so dermaßen verlieren. Also wenn ich auf Produktsuche bin, manchmal lasse ich mich da auch einfach nur fallen und stöbere mich durch die bescheuertsten Kategorien, einfach nur, um sich so ein bisschen inspirieren zu lassen. Marcus: Krass! Bastian: Und, wenn man dann meint ein Produkt gefunden zu haben, eben nach diesen gewissen Kriterien ausgewählt, kann man natürlich je nach Produktgruppe auch mit einem kleinen Budget starten. Ich persönlich finde, dass man so ungefähr mit 1000 bis 1500 Euro starten sollte, damit man auch direkt einige Units zum verschenken hat. Denn verschenken sollte man am Anfang einige Units im Gegenzug für positive Produktbewertungen. Denn in Deutschland ist es halt so, dass…. also ich weiß ja nicht, wie oft Du schon etwas positiiv bei Amazon bewertet hast. In der Regel, wenn man seine Sachen auspackt und man ist zufrieden, ja dann freut man sich halt ne, aber da gehen die wenigsten Leute zurück auf Amazon und schreiben eine positive Review. Das ist irgendwie in Deutschland so, dass man dann.... Marcus: Also nicht nur auf Amazon. Bastian: Ja genau, aber Deutschland, da gehste dann eher zurück und bewertest, wenn Du mit irgendwas nicht zufrieden bist. Und deshalb kann man sich in Deutschland von der Konkurrenz super gut abheben, indem man positive Reviews sammelt und das kann man dann eben dadurch machen, dass man sagt: Okay, ich generiere hier in meinem Seller Backend so einen Rabatt Code, müssen keine 100% sein, aber zum Beispiel einen Rabatt dafür, dass man Leuten dann anbietet, das Produkt zu “testen” und erwartet dann halt im Gegenzug ne tolle, ausführliche Review. Und dafür gibt es bei Facebook zum Beispiel verschiedenste Gruppen. So Amazon Produkttester Gruppen, in denen auch Kunden unterwegs sind, einfach nur mit dem Ziel eben Gratis regelmäßig irgendwelche Produkte abzugreifen. Und das ist so eine Win Win Situation eben für beide Seiten eigentlich ne? Und mein Ansatz ist zum Beispiel, also ich verkaufe sowohl im Küchendepartment als auch in der Haustiernische. Und je nachdem, was ich gerade für ein Produkt bewerbe, gehe ich dann für das Beispiel Haustier einen Hundeartikel, den ich erst letzte Woche gelaunched habe zum Beispiel… es gibt ja Online nicht nur bei Facebook haufenweise Hundeliebhaberforen und all sowas und Hundebesitzerforen. Und wenn man da jetzt eben so nen Post schaltet: Hey, ich habe hier ein neues Produkt am Start und hat nicht jemand Bock? Ich suche irgendwie 20 Leute oder 40 Leute, je nach dem, wie teuer das Produkt, daran entscheide ich dann, wieviele ich davon am Anfang auch weggebe. Da kommen die Leute natürlich angerannt in Scharen und man hat gar nicht soviel, wie man weggeben wollen würde. Also dieses Review-Sammeln, das ist mega simple und das ist echt noch so ein Knackpunkt, mit dem man sich da super von der Konkurrenz abheben kann und sehr sehr schnell auch mal auf der allerersten Seite landen kann, ne? Marcus: Krass! Bastian: Das ist echt eine coole Sache. Marcus: Super geiler Hack. Danke für’s Teilen hier auf dem Podcast! Bastian: Klar, Mann. Marcus: Das war mir jetzt auch noch nicht so bewusst. Und im besten Fall wählst Du dann noch ein Produkttester aus, der unter Umständen noch ein Video davon macht oder? Bastian: Also Bilder auf jeden Fall, Video muss es jetzt nicht sein. Ich möchte den Leuten das jetzt auch nicht unglaublich schwer machen, also da denke ich dann lieber darüber nach, ob ich selber einfach mal ein Video drehe für mein Produktlisting, das ich dann zusäzlich zu den Bildern schalte. Marcus: Okay, sind das dann die Leute, manchmal liest man in den Rezensionen unten “das ist ein Produkttester” oder “dieses Review kommt von einem Produkttester”? Bastian: Genau. Marcus: Also das schaltet Amazon dann automatisch, sobald Du irgendeinen Rabatt dahinterlegst? Bastian: Nee, die Bewerter sollen das eigentlich von sich aus dazu schreiben. Ich animiere die Leute nicht gezielt dazu, das noch dazuzuschreiben. (lacht) Es ist aber schon eigentlich von Amazon gewollt. Marcus: Ah und dann hauen die dann das Label dadrauf und diesen Vermerk? Bastian: Nee nee, Amazon macht das selber gar nicht. Marcus: Es gibt aber so nen… das habe ich schonmal irgendwo gesehen. Vielleicht haben sie es nicht mehr. Es gab mal so ne kleine Amazon Produkttestgruppe direkt von Amazon glaube ich. Darum habe ich mich gerade gewundert, ob die jetzt wirklich direkt von Amazon waren. Aber vielleicht haben die es auch wieder eingestellt oder wir recherchieren da noch mal. Bastian: Amazon selber macht das glaube ich nicht. Also die Leute nehmen dann für ihre Facebook-Gruppen und so, nehmen die natürlich ein Amazon Logo und so als Titelbild, aber Amazon selber bewirbt das so nicht. Also man kann halt verschiedene Rabatt Codes generieren und Amazon würde nicht direkt schnallen, dass die Leute das zum Beispiel von mir über irgendeine Facebook-Gruppe oder sowas bekommen haben. Im Endeffekt, wenn Du einen Rabattcode gibst, es könnte ja genauso gut sein, dass ein Artikel beschädigt beim Kunden angekommen ist. Der schreibt Dich an und dann sagst Du dem: Okay, hör mal zu, ich kann Dir einen Rabatt Code gewähren, dann kriegst Du den gleichen Artikel nochmal rabattiert. Insofern wäre das dann ja jetzt nicht alleine aufgrund des Rabatt Codes... Marcus: Nee, da macht das schon wieder keinen Sinn, was ich da gerade überlegt habe. Aber was es gibt, ist dieser verifizierter Käufer, ne? Bastian: Ja genau. Also verifizierte Käufer Reviews sind eben die Reviews von Leuten, die es auch wirklich gekauft haben. Da zählen allerdings auch trotzdem die Rabattkäufer mit hinzu. Nur, Du könntest jedes Produkt theoretisch auf Amazon bewerten. Nur wenn Du jetzt den Artikel selber gar nicht gekauft hast, dann wäre es kein verifiziertes Käuferreview. Du kannst aber auch dahergehen und theoretisch jetzt zum Beispiel das Mikro, dass Du jetzt benutzt für unser Interview, könntest Du auch auf die Amazon Seite gehen und das Produkt einfach bewerten. Marcus: Okay, und da ist der Gedanke hinter, es sind vielleicht Leute, die das Produkt haben, aber nicht bei Amazon gekauft haben und trotzdem gerne eine Review hinterlassen wollen. Bastian: Genau, genau. Warum auch immer? Marcus: Gibt’s dann nicht auch schon so negative SEO oder dass Du bei Konkurrenten hingehst und deren Produkte dann runterbewertest oder irgendwelche Klickworker das machen? Bastian: Nee, nee, also das nimmt auf jeden Fall Überhand. Das ist mir persönlich auch zum Glück noch nicht untergekommen, aber wenn ein Review offensichtlich nicht ganz rechtens ist, bzw. nicht mit Grund auf Deiner Seite landet, dann kannst Du Dich auch an den Support wenden und das beanstanden und dann entfernen die sowas auch. Marcus: Okay cool. Wie ist das, wenn Du jetzt ein neues Produkt dann aufnimmst in Deine Produktpalette oder in Deinen Amazon Sellers Account und dafür dann ein neues Branding brauchst, weil Du alles ja alles private labelst, richtig? Bastian: Hm ja? Marcus: Dahinter steckt doch auch richtig viel Kreativarbeit, was eigentlich Agenturen sonst machen für irgendwelche Unternehmen. Machst Du das alles selber? Wie entsteht dann so ne neue Marke oder ein neues Logo? Bastian: Also um ehrlich zu sein ist es ein total simpler Prozess, weil wenn ich jetzt sage, ich suche zum Beispiel die Nische Haustiere jetzt, nehmen wir das jetzt einfach mal, ich suche Produkte für die Nische Haustier, weil das ist eine super Nische. Die Produkte sind nicht komplex. Die sind nicht massig groß oder schwer, was natürlich auch für den Transport wichtig ist. Man zahlt ja für den Transport dann eben auch aus Asien hierhin und so. Deshalb ist Haustier zum Beispiel eine super Nische. Leute geben gerne Geld aus für ihre Haustiere. Dann versuche ich ein relatives neutrales Logo mir auszudenken. Also ich gestalte das nicht selber, aber ich gehe zum Beispiel auf Google und gehe dann in die Bildersuche und gebe einfach sowas banales wie Pet Logo ein. Und dann gucke ich, was so alles auftaucht, was mir gefällt und dann sammle ich mir so drei oder vier verschiedene Designs, die mir gefallen und dann schicke ich die alle vier meinem Designer und sage dem: Hör mal zu, das gefällt mir an dem gut, das gefällt mir an dem gut. Kredenz da mal irgendwie was schönes zusammen. Dann kriege ich ein paar Entwürfe zurück und dann suche ich mir ein fertiges Logo aus und um ehrlich zu sein, war es das eigentlich schon. Ich brande einfach nur dieses Private Label Produkt und mir geht es gar nicht darum, zumindest am Anfang nicht, eine riesengroße Marke aufzubauen, aus der jetzt wirklich ein Konzern wird, weil ich verkaufe diese Sachen eben nicht auf einer eigenen Website, sondern nur auf Amazon und da suchen die Leute in der Regel, wenn es jetzt nicht Kopfhörer oder ne Waschmaschine oder was weiß ich was ist. Es sind ja nur Produkte, die einen gewissen Zweck erfüllen. Wenn jetzt jemand nach ner Hundeleine sucht, dann ist ihm das relativ egal, was das für ne Marke ist, ne? Mir geht es viel mehr da drum, wenn sich zum Beispiel die Produkte untereinander kaum unterscheiden, dann geht es um die Darstellung des Produktes, wie ich eben schon gesagt habe. Wie das Listing aussieht, wie die Bilder aussehen und vielleicht eben auch, wie das Logo aussieht. Und deshalb ist mir wichtig, dass  mein Logo eben cool aussieht und dann stecke ich da halt in die Logoentwicklung ein bisschen Geld rein. So teuer ist das eine Logo dann eben auch nicht. Und es sollte halt möglichst neutral sein, weil Haustier eben auch eine große Nische ist. Wenn ich jetzt ein Hundelogo hätte, dann wäre es vielleicht nicht praktisch, wenn ich hinterher Katzenartikel verkaufe oder sowas. Und das gleiche gilt eben zum Beispiel auch für den Shopnamen. Also ich verkaufe jetzt wie gesagt Haustierartikel und Küchenartikel. Da kann ich jetzt schlecht irgendeinen Tiernamen für meinen Verkäufernamen nehmen oder sowas. Da kannst Du Dich am besten neutraler nennen. Marcus: Du kannst nicht mehrere Shops aufmachen, je nach Kategorie oder Nische? Bastian: Kannst Du theoretisch schon. Da musst Du allerdings Amazon genau darlegen, weshalb, wieso, weswegen und das liegt in deren Händen, ob die das dann bewilligen oder nicht. Habe ich bisher einfach noch gar nicht probiert. Vielleicht mache ich es in absehbarer Zeit mal. Wenn die Sortimente so enorm wachsen, dass ich es dann hinterher irgendwie zu komisch aussieht, wenn ich dann zwei verschiedene Nischen verkaufe oder so. Aber grundsätzlich kann man schon mehrere Shops eröffnen, mit deren Erlaubnis halt nur und wenn es aber auch ein bisschen komplex halt mit dem ganzen Auseinanderhalten der Umsätze für die Steuern und sowas. Ich habe bisher einfach alles unter einem Hut und habe da auch keine Probleme mit bisher. Marcus: Außerdem wird das Profil an sich ja auch schwächer. Also wenn da alle Reviews, die Du da jetzt auf dem einen Profil sammelst ist ja auch fetter. Bastian: Auf jeden Fall, genau! Marcus: Und die Bilder, machst Du die selber? Oder hast Du die auch outgesourced an jemanden, der das dann professionell aufnimmt. Bastian: Also es hängt vom Artikel ab. Manchmal haben die Hersteller schon super gute Artikelfotos, weil die promoten es ja auch. Bei Alibaba hast Du dann manchmal richtig professionell aussehende Produktfotos und dann fragst Du die Leute einfach: Hey, ist das in Ordnung, wenn ich die Bilder nutze? Könnt ihr mir die vielleicht nochmal in einer höheren Auflösung zukommen lassen? Und das ist meistens der Fall. Und dann nehme ich eben diese Bilder und lasse mir dann auch von meinem Designer wiederum einfach mein Logo so dadraufmorfen. Sodass es dann so aussieht, als ob ich die Fotos selber gemacht hätte. Andernfalls hatte ich jetzt zum Beispiel letztens ein Produktshooting mit dem Hund von Tim Chimoys Mutter. Die wohnt nämlich auch in Wuppertal Marcus: (lacht)  Ich habe gesehen, dass Du einen Hund in Wuppertal suchst, ey. Ich dachte schon, was geht’n da ab? Bastian: Ja, ich habe ja wie gesagt noch einen Wohnsitz in Deutschland und wenn ich dann auch in Deutschland bin, dann mache ich eben manche Sachen dafür auch selber. Und gerade bei so emotionalen Fotos, die jetzt eben mit Hunden oder generell jetzt mit Haustieren zu tun haben, da soll das dann eben auch nicht so steril wie ne reine Produktfotografie im Studio aussehen, sondern eben auch mal ein paar schöne, bunte, echte Fotos, ne? Und deshalb habe ich dann zum Beispiel jetzt so ein kleines Produktshooting eben mit besagtem Hund gemacht und dann lasse ich die Bilder eben vernünftig nochmal bearbeiten und sowas. Es gibt allerdings auch Anbieter in China, die professionelle Produktfotos machen. Da kannst Du dann theoretisch innerhalb Chinas eine Einheit Deines Produktes diesem Fotografen zukommen lassen. Der macht dann professionelle Fotos davon und schickt die Dir hinterher zu ne? Das ist auch möglich. Das ist zwar auch nicht ganz billig. Zwar wesentlich billiger, als wenn Du es in Deutschland machen lassen würdest, aber da zahlst Du dann halt schon ein bisschen was für Deine Fotos. Also ich kenne jemanden, der auch sich erfolgreich auf Amazon verkauft und der hat diesen Service erstmal genutzt und da ging es um einen Hygieneartikel und da hat der Fotograf dann tatsächlich, damit er das schön darstellen konnte vor nem stylischen Waschbecken und so, da hat der einfach innerhalb des Komplettpreises quasi angeboten, dass er in ein Hotel geht, ein Zimmer mietet und dann halt in diesem Zimmer, damit er das Badezimmer nutzen kann, ziemlich geile Fotos an dem Waschbecken machen konnte. Also die lehnen sich da schon echt aus dem Fenster, um alles mögliche zu machen, dass der Kunde auch zufrieden ist. Also es gibt da unglaubliche Möglichkeiten. Und es ist auch wirklich alles ortsunabhängig machbar. Das ist echt das krasseste daran. Marcus: Das ist cool. Das nenne ich mal Service-Gedanken. Das sehen wir hier in Asien auch an jeder Ecke. Und dann merkste erst wieder, Du bist nicht mehr in Deutschland. Richtig cool! Ey, das ist so spannend, Digger, das Thema. Ich glaube, ich könnte Stunden mit Dir darüber quatschen. Wir sind jetzt schon fett auf 45 Minuten, aber zwei, drei Fragen dazu habe ich noch. Ich hoffe, es ist genauso spannend für die Hörer, wie für mich. Geht’s Dir mittlerweile schon so, wenn Du dann so… Du hast ja voll den FBA Blick schon. Fast wie beim FBI nur FBA auf Amazon dann. Wenn Du andere Produkte siehst, erkennst Du dann direkt, kannst Du das mit Alibaba Händlern matchen oder denkst: Das habe ich doch schonmal gesehen und das ist auch ein FBA Seller und kennt man dann irgendwann so Sachen? Bastian: Na klar. Ja auf jeden Fall. Also zum einen kenne ich durch das Verkaufen auf Amazon durch ein paar Mastermind-Gruppen und so, eben auch einige deutsche Seller. Und irgendwie muss ich immer ein bisschen schmunzeln, wenn man dann sieht, dass das innerhalb der deutschen FBA Szene, sage ich mal, ganz ganz oft Produkte sich doppeln. Obwohl es 400 Mio. Produkte auf Alibaba gibt. Den Leuten fehlt so ein bisschen die Kreativität. Und das ist eben auch das Problem, dass zum Beispiel auch viele meiner Leser haben. Ich bin zwar der Meinung, dass ich das alles sehr detailliert dargestellt habe, aber trotzdem ist das, was den meisten Leuten am schwierigsten fällt. Ein Produkt zu bestimmen, dass funktionieren könnte, um das bei Amazon zu verkaufen und die haben halt irgendwie immer diese Panik, dass es vielleicht ein Schuss in den Ofen ist oder so und dass man dann sein Geld in den Sand setzt, aber das ist ja einfach in den seltensten Fällen der Fall, weil selbst wenn man ein Produkt jetzt nicht gut vermarktet oder das einfach nicht gut geht. Du hast es ja zu einem so günstigen Preis direkt beim Hersteller gekauft, dass der Preis eigentlich unschlagbar ist. Selbst, wenn Du es dann hinterher zum Selbstkostenpreis bei Amazon verscherbelst, kannst Du Dein Geld eigentlich kaum verlieren. Weil Du es eben zum Einkaufspreis immer wieder loswerden kannst. Und deshalb finde ich, ist es ganz ganz oft auch einfach ein mangelnder Mut, es einfach mal zu wagen ne? Da denkt man dann über zig verschiedene Tools nach, die man zur Verkaufsoptimierung oder so nutzen könnte. Und es gibt da eben so verschiedene Tracking Tools, die den Umsatz Deiner Konkurrenten zum Beispiel ausspucken können und sowas. Marcus: Ja, hau mal rein, aber das ist glaube ich ein absolut deutsches Phänomen so. Bastian: Ja, die trauen sich nicht. Marcus: Ja, mittlerweile stehen ja auch mehr oder weniger auf der anderen Seite und haben den Mut. Ich kann es aber noch nachvollziehen, als ich auch noch so unterwegs war. Man wird halt so diszipliniert so, durch den ganzen Bildungsweg und die Gesellschaft und was weiß ich, dass man Angst hat und dass man sich dann über versichert und am liebsten noch die Deutschen, wenn Du irgendwas Online verkaufen willst, brauchen 10000 Siegel, Money Back Garantie und am liebsten würden die wenn sie Unternehmer sind nur irgendwas starten, wo sie die 100 Tausend Millionste Garantie haben, dass das auch funktioniert. Bastian: Die gibt’s auch bei Amazon nicht. Marcus: Ja, die gibt’s halt bei Amazon nicht und ich glaube die brennenste Frage, die dann alle immer interessiert ist so, okay, der Basti ist erfolgreich als FBA. Was sind denn jetzt die Produkte und die würden es direkt nachbauen. Die würden genau das gleiche machen wie Du. Das ist so langweilig! Bastian: Das habe ich ja eben gesagt und deshalb, ich bin zwar oft danach gefragt worden, aber deshalb sage ich jedem auch jetzt nicht, wie mein Verkäufername ist, weil ich gerade dadurch, dass ich jetzt einen Blog habe, der auch viel gelesen wird, laufe ich ja besonders Gefahr, dass das passiert. Wenn das eben schon in so kleinen Mastermind Gruppen passiert ne? Und ich gebe auch eben privat Workshops zu der ganzen Thematik und greife auch gerne Leuten unter die Arme und die können mich auch gerne jetzt sowieso an alle Hörer, ihr könnt mir auch gerne schreiben, wenn ihr Fragen dazu habt. Und grundsätzlich versuche ich den Leuten so viel wie möglich mit auf den Weg zu geben, dass die mit der Zeit auch anfangen zu verstehen, was für Produkte Sinn machen und was für Produkte nicht, ne? Man hat da zwar gewisse Kriterien, aber manchmal ist es in letzter Instanz auch noch ein bisschen Bauchgefühl, das da eben mitspielt. Marcus: Absolut. Glaube ich auch. Bastian: Man muss einfach versuchen, sich von der Angst freizumachen, dass man jetzt all sein Geld in den Sand setzt. Weil wie gesagt, das ist einfach in der Regel nicht der Fall. Marcus: Ja, und dazu kommt ja als Unternehmer, wir haben ja auch schon ein paar Projekte gestartet, die einfach nicht funktioniert haben. Dann kann man das Risiko ja erstmal minimieren, dadurch dass man dann nicht Unmengen an Kosten erstmal generiert, sondern erstmal vielleicht einen kleinen Testballon fliegen lässt. Und zum anderen, selbst wenn es nicht funktioniert, ey fuck it, das war ne coole Zeit, das war ne coole Erfahrung und Du hast wieder ein Learning, was ein anderer vielleicht noch nicht hat und Du machst den Fehler nicht ein zweites Mal. Bastian: Ja, es gibt da so einen ganz coolen Begriff aus dem Amerikanischen, das nennt sich “Fail Forwards”, weil im Endeffekt so, Du scheiterst eben nach vorne. Marcus: Ja, absolut. Bastian: Dass Du aus jedem eben ein bisschen was mitnimmst. Marcus: Ja, und in den Staaten ist es auch so, dass es Startup Founder, die schon drei oder vier Startups gegen die Wand gefahren haben, die sind super begehrt bei Geldgebern oder bei Investoren, weil die wissen genau, der hat seine Lektion gelernt. Der macht jetzt die ganzen Fehler, die er jetzt schon gemacht hat, macht er nicht nochmal. Dafür hat der einen Haufen an Erfahrung und der will wieder. Der steht hier schon wieder da und dieses Mal ist die Idee richtig geil und wir haben das jetzt getracked und der kriegt jetzt die Kohle. Bastian: Das ist echt so viel geiler. Also ich meine hier kriegst Du dann hinterher nach zwei gescheiterten Existenzen oder so, kriegst Du keinen Dispo Kredit mehr oder so. Ja, das ist einfach ein ganz anderes Mindset. Marcus: Ja total. Wie viel Commission musst Du an Amazon abgeben, wenn die das komplette Fulfillment für Dich machen? Bastian: Also für den Verkauf selbst, unabhängig von den Fulfillments zahlt man 15%. Klingt vielleicht viel, aber wenn man jetzt einen ganz eigenen Shop hat und den ganzen Traffic generieren müsste, den man auf Amazon bekommt, kommt man mit 15% lange nicht hin und die FBA Gebühren, die berechnen sich anhand der Größe und des Gewichts der jeweiligen Produkte. Und der Durchschnittspreis meiner Produkte pro Monat liegt so zwischen 0,03 Euro bis 0,06 Euro Lagergebühren im Monat, also das sind Peanuts. Marcus: Hm okay und dadurch, das hatte ich ja vorhin schonmal gefragt, was macht Amazon eigentlich, wenn da so ein Typ ist, der haut denen das ganze Lager voll, aber verkauft nichts davon und dann liegen da 100.000 Einheiten rum? Klar, die lassen sich das natürlich bezahlen dann pro Einheit. Bastian: Ja klar. Die lassen sich das bezahlen, aber wenn es sich jetzt nicht gut verkauft, dann kannst Du Dir die Sachen auch jederzeit zurückschicken lassen. Marcus: Ah stimmt, hm cool. Bastian: Also, wenn ich jetzt zum Beispiel 500 Einheiten von etwas verkaufe, wo ich glaube, dass ich da ein paar Monate brauche, um die 500 Einheiten zu verkaufen, dann schicke ich eben erstmal nur 200 zu Amazon und den Rest dann zum Beispiel zu mir in den Keller oder so. Marcus: Okay oder irgendwann mietest Du Dir irgendwo was an. Bastian: Ja oder so. Also grundsätzlich ist das natürlich bescheuert, wenn man jetzt weiß das ist jetzt ein Artikel, der nicht so eine große Verkaufsfrequenz hat, haufenweise Einheiten da zu Amazon zu schicken, weil es sind natürlich schon Kosten, die da wachsen. Gerade wenn man jetzt sehr sehr viele da hat, auch Kleinvieh macht Mist, ne? Egal ob das drei oder sechs Cent sind. Wenn Du jetzt 1000 Einheiten da liegen hast, dann ist das trotzdem Holz. Marcus: Ja, absolut. Und wie viele neue Produkte… ich kann mir ja auch vorstellen, das kann irgendwie süchtig machen oder? Dieses ganze FBA Thema. Ich finde es ja schon super faszinierend... Bastian: Ich habe aktuell gar nicht den Cashflow, den ich bräuchte, um alles mögliche zu kaufen. Also andere Leute haben Probleme irgendwie auf Produkte zu kommen. Und ich habe die Probleme, dadurch dass mein Geld, mein Kapital, gebunden ist an die Sachen, die ich im Vorfeld dann eben kaufe. Also ich kaufe ja quasi auf Lager in Vorkasse. Und dann ist eben das Kapital manchmal gebunden, solange bis sich die Sachen verkaufen und insbesondere brauchst Du auch immer ein bisschen Rücklage, um, wenn der Bestand sich dem Ende zuneigt, eben auch wieder eine größere Bestellung tätigen zu können. Und ich kann einfach aktuell gar nicht alles ins Sortiment nehmen, was ich gerne ins Sortiment nehmen würde. Das macht echt ein bisschen süchtig. Du stöberst dann und denkst Dir: Boah, das ist auch ne geile Idee und… Die Liste ist echt mega lang. Marcus: Oder ist das auch so innerhalb der FBA Szene oder bei euch in den Masterminds so, dann: Ey das ist der heiße Scheiß, wir müssen alle Tischtennisplatten verkaufen und jetzt müssen wir alle Pfannenwender verkaufen und jetzt Kugelschreiber oder so. Bastian: Ja so die ganzen Masterminds sind schon ziemlich cool. Die Leute sind alle völlig abgedreht und alle sind einfach so Hals über Kopf in diesem Amazon Business drin. Sobald sie einmal realisiert habe: Ey scheiße, das funktioniert wirklich, ne? Und die können das einfach alle gar nicht glauben, dass es so simpel sein kann und dann redet man zwar über allerlei, aber über die Produkte, die die Leute wirklich selber so verkaufen, da sind die Leute dann doch immer ein bisschen empfindlich. Also das ist mehr so ein Running Gag, wenn Du jemanden fragst, was er eigentlich verkauft. Weil Du dann eben weißt, dass da keine detaillierte Antwort kommt. Die sagen dann immer: Ja ich kaufe in der und der Nische und so. Ich meine, mache ich ja auch ne? Aber das liegt eben daran, dass Du eben nicht möchtest, dass das wie in Amerika zum Beispiel super schnell kopiert wird. Ich habe ja eben gesagt, der Markt der ist da viel viel stärker bzw. viel mehr Competetive und das Problem ist, dass in Amerika auch viel mehr Leute unterwegs sind, die wahnsinnig finanzkräftig ne. Selbst Amazon Verkäufer haben oft Investoren hinter sich. Die sagen: Okay, Du kennst Dich mit dem Markt aus. Wenn Du jetzt ein Produkt hast, das gut läuft, dann pumpe ich Dir Geld auf’s Konto und Du kaufst da keine Ahnung wie viele Tausend Stück von. Und wenn da jetzt jemand sieht, Du hast da zum Beispiel ein Produkt, das läuft super gut an, aber da gibt es nur so und so viele Einheiten von auf Lager offensichtlich, dann machen wir das gleiche eben, kaufen aber stattdessen 20.000 Stück und unterbieten in dem Preis ne? Und das ist einfach in Amerika Gang und Gebe. Die sitzen da wie die Aasgeier auf der Stange und ich finde, der deutsche Markt, der hat noch so krass viel Potential. Also da kann man mindestens in den nächsten fünf Jahren richtig, richtig was reißen. Und ich wollte das Ganze einfach in erster Linie Publik machen, weil ich es schade finde, dass das Digitale Nomadentum für viele Leute vermeintlich nicht umsetzbar ist, weil am meisten wird ja transportiert dieser Gedanke, dass man einen digitalen Beruf irgendwie erlernt haben muss ne? Dass Du als Freelancer anfängst, wenn Du nichts anderes onlinemäßig kannst und so. Und viele Leute, die sind einfach nicht so technisch versiert. Ich selber bin auch nicht sonderlich technisch versiert. Ich habe einmal meinen Blog mit Wordpress mit Ach und Krach in den letzten drei Monaten mit viel Arbeit, um mich da reinzufuchsen, irgendwie aufgesetzt und viel mehr habe ich technisch jetzt auch nicht auf dem Kasten. Marcus: Dafür sieht der sehr geil aus. Bastian: Ja dankeschön, danke! Ich wusste einfach, wie es ungefähr aussehen soll. Was mir gefällt und dann hat sich das dann einfach so ein bisschen im Prozess des Gestaltens so ergeben. Ich habe einfach darauf Wert gelegt, dass ich ein Premium Theme nehme, was so meinen Ansprüchen ausreicht. Und das war eigentlich am Anfang voll der Fehler, weil so ein Premium Theme mit so vielen Fähigkeiten, hat einfach viel viel mehr an Möglichkeiten, die Du alle noch gar nicht schnallst, weil Du ja auch noch nichtmal Wordpress schnallst. Deshalb, das war auf jeden Fall ein bisschen kontraproduktiv, aber mit dem Endprodukt bin ich auf jeden Fall sehr zufrieden. Aber grundsätzlich nochmal zurück zu dem Gedanken, dass Amazon einfach für jedermann umsetzbar ist. Ich wollte damit einfach den Leuten einräumen, dass Du nicht was Technisches gelernt haben musst oder super im Programmieren oder sonstwas sein musst, um diesen Lifestyle zu leben ne. Weil das wäre einfach wahnsinnig schade, wenn das so vielen Leuten vorenthalten bleibt. Und so hast Du jetzt quasi mit Online-Handel über Amazon oder auch über ein paar andere Sachen, wie die über die ich schreibe, die Möglichkeit das eben auch ortsunabhängig zu gestalten und eben auch auf Achse zu sein und Du sagst ja selber, dass Du mittlerweile aus dem englischsprachigen Raum auch mehrere Leute kennst, die das eben genauso machen. Marcus: Hm, total viele. Immer mehr Trader und FBA Leute. Wobei die FBA Leute fast noch mehr sind, auf jeden Fall. Bastian: Ja und Shopify und so. Das ist auch ein bisschen stark vertreten in den USA zumindest. Marcus: Ja, das kommt. Also man merkt so, dass innerhalb der Szene wieder ganz neue Berufe oder ganz neue Mittel und Wege entstehen, um dann ortsunabhängig sein Geld zu verdienen. Jetzt gibt es auch immer mehr Udemy Kurse, Publishers und schlag mich tot. Also es sind nicht mehr nur noch Decoder, Programmierer, Designer, was Du eben sagtest, wo dann die Leute denken, okay, kann ich nicht, kann ich nicht, kann ich nicht. Scheiße, ich kann kein Digitaler Nomade mehr werden. Bastian: Ja genau! Und das ist echt ein wunderschöner Wandel und auch ein sehr sehr schneller Wandel und ich bin mega gespannt, wie es vielleicht in einem Jahr aussieht. Also bei mir hat sich im letzten halben Jahr so extrem krass viel getan. Ich meine, Du hast es ja selber ein bisschen mitverfolgt. Der Blog zum Beispiel, der ist ja auch gerade ein halbes Jahr alt und ich kann jetzt noch nichtmal sagen, ob ich in einem Jahr überhaupt noch Amazon mache oder so. Ich glaube zwar, dass es in einem Jahr noch viel viel besser laufen wird. Aber wer weiß, alles wandelt sich so schnell. Vielleicht hast Du plötzlich die Möglichkeit in so ein richtig geiles Startup zu investieren oder sowas oder verbreiten sich, wenn man so in diesem Digitalen Nomadensaft steht, sage ich mal, kriegst Du soviel mit. Und das ist einfach unglaublich viel wert. Also Du erweiterst ständig Deinen eigenen Horizont und lernst neue Sachen kennen und das finde ich mega spannend. Marcus: Das ist der Wahnsinn. Also gestern, als ich dann durch Chiang Mai gelaufen bin und dann hier die ganzen Freaks gesehen habe, die Digitalen Nomaden und wie smart die alle sind und was jeder so macht und dann dachte ich, eigentlich ist ja hier so diese Digitalen Nomadenwelt, in der wir jetzt auch drin sind, wie Disneyland für Unternehmer. Bastian: Ja, wir hatten auf Bali ein Mädchen zu Besuch in der Workation, die irgendwie eine Masterarbeit schreibt über das Thema Digitales Nomadentum. Ich weiß nicht mehr genau, was sie studiert, irgendwas mit Social Studies und haste nicht gesehen. Und die konnte das alles gar nicht glauben. Als sie dann in die Villa kam und wir saßen da alle mit unseren Laptops und hatten uns ein paar Bierchen auf den Tisch gestellt und ganz entspannt alle super produktiv gearbeitet. Die meinte dann, das ist ja wie Ferienlager für Erwachsene. (beide lachen) Marcus: Ja, oder was wir auch für krasse, krasse Rückmeldungen nach der DNX kriegen so, dass die Leute einfach nur dankbar sind und sagen: Ey wusste es nicht, ich wusste es wirklich nicht, dass es so ne Welt gibt und einfach so on Fire sind, dass viele wirklich über sich hinaus wachsen, um diesen Lifestyle dann realisieren zu können. Bastian: Ja, das ist echt krass. Und es gibt einem auch wahnsinnig viel zurück. Ihr kennt das ja selber von der DNX, aber auch was ich zum Beispiel so an Lesermails bekomme, ne? Marcus: Ja. Bastian: Gerade, wenn man selber vorher ziemlich viel Kritik dafür geerntet hat, dass man so einen Weg einschlägt, der ja am Anfang irgendwie so als Hirngespinnst abgestempelt wird oder so. Und wenn Du dann zum Beispiel Mails bekommst von Eltern, die Dir sagen, dass die ihrem Sohn, der nicht weiß ob oder was er studieren soll, Deine Seite empfohlen haben, ne? Und ich meine, ist ja klar, worum es bei der Seite geht. Die heißt halt Officeflucht, das ist einfach ein super geiles Gefühl. Marcus: Ja, das ist der Hammer. Da haben wir heute auch noch ne Rückmeldung gekriegt international von jemandem. Die war auf der DNX GLOBAL und ist jetzt voll mit ihrer ältesten Tochter dran, zusammen irgendwie ein Online Business aufzubauen und ist sie gerade voll am Überzeugen, ja. Das ist ja der Hammer so, was Du da alles für Leute inspirierst und was das für Wellen schlägt. Weil eigentlich ist es ja so, dass die Eltern sagen: Ey, mach was vernünftiges und mach nen guten Abschluss, geh zur Uni, blabla, was wir auch alle vorgesagt bekommen haben und dass jetzt selbst dann so die Eltern schon erkennen und offen dafür sind und sagen: Ey weißte, eigentlich ist es cool. Ich habe das jetzt mal ein bisschen reflektiert. Ich kenne diese “alte Welt”, sehe diese krassen aufgehenden Digitalen Nomaden, geh doch mal zur Konferenz, schreib doch mal Marcus und Feli und triff Dich mit denen oder so. Bastian: Ja, das ist echt unglaublich toll. Da bleibt mir auch manchmal echt die Spucke weg. Naja, aber es ist einfach toll, das viele Eltern eben auch so am Puls der Zeit sind oder zumindest offen für solche Veränderungen, weil jetzt wo ich öfters als Speaker eingeladen worden bin oder eben auch die Workshops gebe und Leute, die meine Leser sind zu Workations kommen. Und ich meinen Eltern dann erkläre, wie das alles funktioniert. Dass die Leute halt wirklich hierhin kommen, um mit mir hier gemeinsam dann zu wohnen. Jetzt langsam nehmen die das auch ein bisschen für bare Münze und zeigen auch ein bisschen mehr Interesse als am Anfang. Und das ist natürlich auch eine tolle Entwicklung. Marcus: Ja, das ist dann schon schön, ne? Weil am Anfang, vielleicht meinen die es auch gar nicht so ernst, aber die können es einfach nicht greifen und selbst meine Mutter hatte irgendwie Probleme, überhaupt akzeptieren können, dass Arbeit Spaß machen kann oder was cooles ist und wofür man brennt. Die kennen das von früher so, dass Arbeit muss weh tun, das ist scheiße und dafür kriegste ja Dein Geld. Also dieses Du tauscht Deinen Schmerz ein gegen so ein bisschen Kompensation. Und das war so schwer zu begreifen dann für meine Mutter, dass Du coole Sachen machen kannst und dafür noch Geld kriegst. Bastian: Naja, ich erinnere mich auch noch an einen Besuch bei der Berufsberatung nach der Schule bzw. irgendwie in der 12. Klasse oder so. Da ging’s dann halt zum BIZ hier zum Berufsinformationszentrum und ich hatte null Peilung, was ich machen wollte. Und dann hat die mich halt gefragt so nach meinen Interessen und dies und das. Und dann habe ich halt gesagt, ich möchte irgendetwas machen, was mir auch Spaß macht. Und dann sagt die ganz, mit so ner total versteinerten Mine “Spaß ist out. Man lebt um zu arbeiten”. Marcus: (lacht laut) Bastian: Das war einfach sowas von bezeichnend, weil die auch genau so aussah. Spaß ist out! Marcus: Ja, scheiße, scheiße, scheiße. Ja, erzähl mal. Du hast ja gerade gesagt, bei Dir ist es ziemlich krass abgegangen in den letzten paar Monaten. Vielleicht erzählst Du mal von Anfang 2015 bis jetzt haben wir November, was da alles passiert ist. Vielleicht um mal zu zeigen, was alles möglich sein kann. Ich meine, die meisten kennen wahrscheinlich unsere wilde Achterbahnfahrt von Feli und mir innerhalb von zwei Jahren. Einmal zum Mond und zurück, aber bei Dir ging es glaube ich gefühlt fast noch schneller. Bastian: Ja schneller würde ich jetzt nicht unbedingt sagen, aber also wie gesagt, mein Blog, der ist jetzt ein halbes Jahr alt. Ich war exakt an meinem 30. Geburtstag auf einem Mastermind-Date vom Tim Chimoy. Der hat in Köln so ein Event veranstaltet. Wir waren acht Leute und jeder konnte halt so seine Idee pitchen und da haben wir das so im Laufe des Tages eben validiert oder eben in der Gruppe auch diskutiert, was wir an den Ansätzen gut finden und was nicht und so. Und das hat schon gut was gebracht. Marcus: Wie bist Du eigentlich auf den Blog von Tim gekommen oder überhaupt das erste Mal, was war so der Touchpoint mit Digitalen Nomaden? Bastian: Also wie es bei den meisten wahrscheinlich so ist, die überhaupt keinen Plan haben, was sie machen wollen und mega unzufrieden sind, mit dem was sie gemacht haben. Also ich bin gelernter Hotelfachmann. Ich habe auch in Düsseldorf, Du kommst ja aus Düsseldorf, auf der Kö im InterContinental meine Hotelfachausbildung gemacht und das ist einfach so ein komplettes Paralleluniversum, ne? Da gibst Du dann echt bei Dienstbeginn dann so Deine Würde an der Tür ab, habe ich so den Eindruck und verdienst mega schlecht, arbeitest unglaublich viel und das ging dann einfach irgendwann nicht mehr weiter. Ich hatte da einfach keinen Bock drauf. Das habe ich von Anfang an gemerkt. Schon eigentlich nach drei Monaten, habe ich schon drüber nachgedacht, die Ausbildung zu schmeißen. Und wie das dann eben so ist. Wenn Du total entnervt Zuhause sitzt mit dem Laptop und so, dann googlest Du echt so einen Schwachsinn, wie “Wie werde ich Millionär”? oder irgendwie sowas. Und dann kommste echt so von Hölzchen auf Stöckchen. Du liest erstmal tatsächlich so Investorenforen für Börsengedöns und all sowas ne? Und ja, wie gesagt, man kommt echt von einem aufs andere und dann hatte irgendjemand in so nem Finanzforum tatsächlich die 4 Stundenwoche, wie das bei den meisten halt so ist, die 4 Stundenwoche halt empfohlen. Dann habe ich die gelesen und da war ich einfach völlig umgehauen. Ich meine, mir war klar, dass jetzt nicht alles 1 zu 1 umsetzbar ist. Also das wird ja auch oft angeprangert, dass Tim Ferris damit so ein bisschen… Ja, viele Leute sagen, das ist ja nicht wirklich alles 1 zu 1 umsetzbar, aber die vergessen dabei, dass deren Ausgangsposition auch nicht die ist, die Tim Ferris da schon hatte. Der hat schon irgendwie 60.000 Dollar im Monat mit seinem Supplement Shop verdient. Grundsätzlich einfach die Ansätze, die Denkanstöße, die der gegeben hat, das hat für mich alles auf den Kopf gestellt. Und wenn Du dann einfach weiter so ein bisschen seinen Blog verfolgt hast und da wieder andere Leute empfohlen werden und all sowas. Also ich kam eigentlich erstmal so über die amerikanische Szene dann hinterher zur Deutschen. Und dann war Earthcity und der Blog von Conni auch, das waren so die erste, die ich gefunden habe. Und dann ging es halt immer weiter ne? Als ich dann das erste Mal von der DNX gelesen habe, das war dann auch im Mai, das war ja die erste wo ich war. Da war ich einfach total weggeblasen. Dass es überhaupt in Deutschland schon so eine Community gibt. Wenn die auch noch relativ klein ist. Ja und dann bin ich zu diesem Mastermind Date von Tim Chimoy von Earthcity gegangen und wollte einfach erstmal für die Idee… meine reine Idee war eigentlich noch gar nicht so stark diese Amazon Geschichte, sondern auch ein Digitaler Nomadenblog. Und da sagte der Tim dann auch erstmal: Huey, ein neuer Digitaler Nomadenblog. Haben wir noch gar nicht ne? Und als ich denen ein bisschen mehr erzählt habe, in welche Richtung das gehen soll, da fand er das auch ziemlich cool. Und als der Blog gelaunched ist, ein paar Tage vor der DNX im Mai, ich habe ja zum 1. Mai gelaunched, er hatte das Ganze dann auch gepushed mit nem ziemlich coolen Post den er gemacht hat, und ich habe eben direkt so ein paar Leute gehabt, die einen coolen Post rausgehauen haben, auch der Sebastian Canaves hatte einen Beitrag von mir reposted und all sowas. Und das war dann echt so, dass innerhalb dieser einen Woche Launch ich dann die Woche darauf auf der DNX teilweise schon angesprochen worden bin: Hey, Du bist doch der Basti von Officeflucht. Und das war einfach mega krass. Und ja, ein bisschen genetworked und all sowas und dann einfach Vollgas. Marcus: Geiles Branding muss ich sagen. Du hast auch einen hohen Wiedererkennungswert mit Deiner ganzen Optik und dem Design und dann noch ein cooles Logo dazu und irgendwie der Begriff passt ja auch wie Arsch auf Eimer. Man weiß worum es geht, Officeflucht. Also das hast Du echt gut hingekriegt. Bastian: Dabei ist das eigentlich gar nicht so eine komplexe Sache gewesen. Es ist ja eigentlich hauptsächlich Wiedererkennungswert durch einen roten Filter, der über den meisten Bildern liegt, ne? Eigentlich ist es echt keine große Nummer, aber es hat auf jeden Fall Wiedererkennungswert und ich bin auch sehr froh, dass ich mir die Zeit genommen habe, drei Monate daran zu arbeiten, bis es dann ne runde Sache war für mich selbst auch. Es gibt ja auch viele Leute, die sagen: Einfach raus damit. Launch erstmal und dann optimieren kann man auf dem Weg. Aber wenn man dann erstmal anfängt zu arbeiten. Also jetzt auch wirklich dann Beiträge zu verfassen und all sowas. Du hast hinterher irgendwie so viel zu tun, dass Du dann hinterher nicht mehr so die Ruhe hast, das nochmal anzugehen. Und so gibt’s ja haufenweise Blogs, die dann irgendwie drei Jahre lang so aussehen, wie in der Ausgangsposition bis die Leute dann irgendwann sagen, Okay, jetzt muss ich einfach mal relaunchen, weil es einfach nicht mehr dem entspricht, was ich wollte. Und ich glaube, dass ich relativ lange jetzt mit dem Design, so wie es ist, zufrieden sein kann. Und das ist auch glaube ich ein Hauptgrund dafür, dass Officeflucht dann so gut gestartet ist und auch viel gelesen wird. Weil die Leute sich ja auf dem Blog aufgrund der Optik auch wohlfühlen. Marcus: Hm, absolut. Glaube ich auch. Okay, Du warst gerade bei der DNX, wo Dich dann die ersten Leute angesprochen haben. Das war im Mai, ich glaube da waren wir noch im Babylon, genau, mit 500 Leuten. Bastian: Genau richtig. Ja achso genau, zurück zum Mastermind Day im Februar. Also ich habe ja erzählt, das war genau an meinem 30. Geburtstag. Die Leute haben mich gefragt: Wie Du bist an Deinem Geburtstag hier und so. Aber für mich war das dann echt so eine Sache. Ich bin jetzt 30. Das war für mich so eine Zahl, wo ich dann einfach mir selbst gesagt habe: So, jetzt aber richtig. Ich habe vorher so viele Sachen irgendwie ausprobiert und mal hier … ich habe ja zwei Mal studiert, beide Studiengänge geschmissen und so. Einfach mal wirklich zu sagen: So, jetzt bist Du 30. Das ist es jetzt. Das ist das was Du machen willst. Und da auch alles reinzuhängen und dann habe ich dem Tim gesagt, als er mich gefragt hat, wo ich denn damit hinmöchte. So was mein nächstes primäres Ziel ist. Und da habe ich dann gesagt: Ich möchte mal irgendwann auf der DNX nen Workshop geben. Und das war es dann eben auch, dass ich versucht habe, mich in der Szene eben besonders zu vernetzen und auch der Hauptgrund dafür, dass ich dann zum Beispiel auf so ne Workation hier nach Bali und sowas mitgefahren bin. Um eben auch so ein bisschen den Fuß in die Tür zu kriegen, sage ich mal. Deshalb, ich finde so Networking Events mega wichtig. Wenn ich mich jetzt nicht mit Sebastian Kuehn und mit Tim Chimoy und anderen namenhaften Leuten aus der Szene connected hätte, dann wäre es auf keinen Fall so schnell gewachsen. Weil wir sind eben auch Meinungsmacher. Und wenn die sagen, okay, die finden das cool, dann gucken sich andere Leute das eben auch überhaupt erst an. Und das finde ich, ist ein unglaublich wichtiger Aspekt. Und ja, dann habe ich eigentlich in der Zeit bis zur kommenden DNX hauptsächlich eben an Officeflucht und an meinem Amazon Business gearbeitet und hatte dann ja jetzt die Möglichkeit auf der letzten DNX nen Workshop zu geben. Und da war ich unglaublich nervös, weil das dann eben so greifbar das Ziel. Als ich das im Februar gesagt habe, da habe ich einfach noch nicht geglaubt, dass es dann so schnell passiert. Das war ja jetzt fünf Monate später und das war dann echt so ein Etappenziel. Ich habe wirklich drei Tage vorher nicht geschlaten. (beide lachen) Und der Workshop, der ging ja nur 45 Minuten eigentlich und ich fand es sowieso schon schwer so die Amazon Thematik in 45 Minuten zu packen. Ich meine, guck mal jetzt, wir reden ja schon über eine Stunde hier. Marcus: Ja krass! Bastian: Und ja, ich habe dann einfach die letzten Tage ständig noch an der Präsentation gesessen und irgendwas versucht zu optimieren, was eigentlich schon in Ordnung war und so. Als es dann vorbei, also kaum war ich auf der Bühne war ich echt super, super entspannt und dann … also ich habe super Feedback bekommen. Das hat total Spaß gemacht und dann habe ich auch echt so ein bisschen Blut geleckt. Und das obwohl ich bei der Keynote vom Fabian Dittrich nicht dabei war und alle haben mir dann erzählt, wie toll das war. Weil ich bin nebenan noch in den Raum gegangen und habe mir nochmal meine ganzen Notizen durchgeguckt und sowas. Da habe ich mich im Nachhinein ein bisschen geärgert. Naja, aber der Workshop ist super toll gelaufen und das war ne super geile Erfahrung und dann kam ja direkt die Woche danach das Entrepreneurship Summit. Da war ich dann mit dem Ben Paul zum Thema ortsunabhängiges Arbeiten. Also Online Entrepreneurship, ortsunabhängiges Arbeiten. Und das war ja auch noch mal ne ganz andere Hausnummer. Das ist ne ziemlich große Veranstaltung, 1500 Leute sind da. Das war an der freien Universität Berlin. Und da habe ich echt erstmal überlegt, also Du hast mich ja vorgeschlagen und hast mich ja gefragt, ob ich das machen möchte. Und da habe ich erstmal einen Moment gezögert, weil als ich mir das Youtube Video vom Vorjahr angeguckt habe, da ist mir echt erstmal so die Spucke weggeblieben, weil das einfach nach so einer enormen Veranstaltung aussieht, ne? Da stehen Leute auf der Bühne, die wirklich die Welt verändern mit ihren Ideen. Und dann kommt da eben hier der Bastian von Officeflucht und erzählt ein bisschen: Hey, ich verkaufe Online bei Amazon, ne? Da kommt Dir das so surreal vor, warum Du überhaupt da vorne stehst und die Leute Dir zuhören, ne? Aber das krasse war einfach, dass auch da das Feedback enorm war. Also mich haben nach dem Vortrag locker 40 Leute noch über ne Stunde in der Lobby belagert, weil die alle wissen wollten, wie das alles funktioniert. Also ich habe mir da insgesamt… also  die Show auf der Bühne, die ging ja eine Stunde. Und dann hinterher habe ich mir nochmal eine Stunde oder anderthalb in der Lobby Zeit genommen für die Leute. Und da waren halt wirklich so 40 Leute ungefähr dabei. Und das krasse war einfach, also die Leute sind glaube ich alle auf mich zugekommen, weil das im Vergleich zu den Keynote Speakern, die zwar super inspirierend sind, aber irgendwie in einem ganz anderen Universum unterwegs sind. Dahingegen ist die Amazon Geschichte eben für jeden greifbar. Marcus: Ja absolut. Bastian: Und das hat das eben so interessant gemacht für viele Leute und da habe ich eben auch schon viele Anfragen bekommen jetzt für Workshops. Und ich denke, ich werde jetzt Anfang des Jahres, wenn wir aus Brasilien zurück sind - also ich werde nicht so lange in Brasilien bleiben. Dann werde ich so ab Januar/Februar auch anfangen so Amazon Mastermind Days quasi zu veranstalten. Marcus: Hm cool! Macht auf jeden Fall Sinn. Ja ich find’s auf jeden Fall ein geiles Zeichen von dieser fetten Veranstaltung vom Entrepreneurship Summit, das ja ne mega Reputation hat, weil die ja unter der Schirmherrschaft von dem Günter Faltin veranstaltet wird, der das geile Buch Kopf schlägt Kapital veröffentlicht hat. Und die haben das erste Mal glaube ich im letzten Jahr sind die auf uns zugekommen und haben gesagt: Ey da passiert irgendwie was. So Lifestyle Entrepreneurship hieß glaube ich das Pannel, wozu die uns dann angesprochen haben und haben gesagt, dass würden wir gerne mit ins Programm nehmen. Und das sind so irgendwie auch dann schon in gewisser Weise, auch wenn das alles noch sehr lange dauert, bis wir irgendwo in der Mitte der Gesellschaft vielleicht mal ankommen werden. Die Firstmover, die gesagt haben: Ey, wir laden euch ein, wir nehmen euch mit in unseren Kreis. Und kriege heute immernoch Feedback von unserem ersten Talk, den wir da vor einem Jahr, letztes Jahr im Oktober, gemacht haben und gesagt haben: Ey, ihr habt uns echt erreicht, getouched, ich habe was geändert. Seitdem verfolge ich euch, war jetzt auf der DNX und bei euch schien das ja jetzt genauso abgegangen zu sein. Bastian: Ja total. Weil die DNX ist halt speziell für Digitale Nomaden und deshalb ist sie bei vielen Gründern einfach noch total unter’m Radar. Und wenn Du jetzt beim Entrepreneurship Summit bist, wo wahnsinnig viele Unternehmer so im klassischen Sinne am Start sind und die hören sich dann, weil die einfach mal sich da in diese Sitzung reinsetzen, das sind ja verschiedene Events parallel auch. Wir waren natürlich auch direkt im Audimax, weil die sich wahrscheinlich gedacht haben: Hey, das ist ein spannendes Thema und das wird sicherlich viele Leute interessieren und es war auch gut besucht und ich fand es einfach krass, dass wir uns da zu zweit da ins Audimax stellen, wenn andere Leute eben echt so gestandene Unternehmer sind. Aber man merkt da einfach, dass dieser Wandel in der Stimmung oder bzw. in der Auffassung von Entrepreneurship schon durchaus da ist. Ich habe jetzt zum Beispiel relativ viel mit einem der Zuhörer aus dem Publikum im Nachfeld geschrieben, der hat ein ziemlich geiles Startup. Der macht ökologisch abbaubare Babywindeln. Das ist ja auch was, was für die Welt einen Mehrwert bildet, aber der schreibt mich jetzt an, wegen Amazon, weil er selber sagt, dass das ein viel viel angenehmeres Modell ist. Das ist irgendwie so, dass viele Leute gar nicht wissen, wie greifbar ein Teilpassives Business überhaupt ist. Marcus: Ja, deshalb ist es so gut, dass man dann auch immer präsent ist, bereit ist. Ich mache auch alles mit, was an Interviewfragen oder Speaking so kommt. Du hast ja jetzt auch voll Feuer gefangen. Das finde ich cool. Und gebe auch immer gerne Sachen dann weiter, wo wir dann nicht können oder weil so langsam ja immer mehr auf uns aufmerksam werden und vor zwei Wochen haben wir dann auch eine coole Begegnung gehabt hier an der University of Bangkok beim Entrepreneurship Fachbeirat. Keine Ahnung. Mit denen sind wir dann irgendwie connected worden. Also es zieht gerade immer weitere Kreise. Vielleicht machen wir mit denen was zusammen zur GLOBAL im März. Das auch so dieses klassische Unternehmertum, was ich ja auch noch an meiner Uni da im BWL-Studiengang gelernt habe, was so praxisfern gewesen ist, dass die so die ersten Schritte jetzt auch Richtung Amazon Selling machen oder anderen Businessmodellen, die absolut greifbar und realisierbar sind. Ich glaube, die meisten wissen es einfach nicht. Bastian: Ja, deshalb hat der Günter Faltin das ja auch überhaupt erst alles gestartet. Der war ja auch BWL Dozent oder Dozent speziell in Berlin für Entrepreneurship und hat dann auch eben irgendwann eben gesagt: Warum soll ich das unterrichten, wenn ich davon in der Praxis überhaupt keine Ahnung habe. Und so ist dann eben das Ganze entstanden mit der Teekampagne und Du siehst ja, was daraus geworden ist, ne? Marcus: Ja, ja, ja. Richtig, richtig fett! Ja, ich denke mal, das war die längste Folge ever bis jetzt. Wir sind jetzt bei 1 Stunde 16 Minuten. Wenn die Hörer noch nicht eingeschlafen sind, vielleicht für die letzten drei, die noch am Start sind, was sind so Deine nächsten Pläne in den nächsten paar Monaten? Speziell mit Officeflucht, businessmäßig oder auch privat? Bastian: Also erstmal, wie gesagt, fahren wir gemeinsam mit der Nomad Cruise nach Brasilien. Mein Ziel für’s nächste Jahr ist auf jeden Fall noch so ein paar Speaking Gigs zu bekommen und ein Ziel, das ich auf jeden Fall habe ist, ich möchte irgendwann - ich sage mal irgendwann ist eigentlich voll schlecht das so zu formulieren, aber - ich möchte irgendwann auf jeden Fall auch mal einen TEDx Talk halten. Marcus: Cool! Bastian: Und für’s nächste Jahr ist geplant einen Onlinekurs zu der ganzen Amazonsthematik, also ganz idiotensicher von Schritt 1 bis zum letzten halt, wie man das dann 1 zu 1 umsetzen kann. Da muss ich mich bestimmt auch für locker drei Monate einschließen, sonst mache ich das nicht, aber ja. Ich möchte das auf jeden Fall angehen jetzt, sobald ich zurück bin und dann wie gesagt, eben auch so ein paar Mastermind Days und auch Workations mit Schwerpunkt Amazon. Also quasi so ne Art Amazon FBA Bootcamp, sodass man dann zum Beispiel sagt, für ne Woche oder für zehn Tage, sodass Du eine vernünftige Zeit, die theoretisch auch Leute in Anspruch nehmen können, die berufstätig sind. Also nicht irgendwie ein ganzer Monat Workation oder so, sondern so ne Woche ungefähr bis zehn Tage, dass man den Leuten sagen kann, da gehen wir auch alles durch, was mit Amazon zu tun hat und Du fährst nach Hause mit ner Art Hausaufgabe und weißt, wir beschließen dort quasi schon, welchen Produkten Du Dich annehmen solltest. Sodass jeder quasi mit nem festen Plan nach Hause fährt. Marcus: Saucool! Ich merke schon, Du bist voll on Fire. Wir sind’s ja auch noch, Feli und ich. Denn das ist irgendwie das geilste was es gibt. Diese unternehmerische Freiheit das erste Mal ausleben zu können und nicht mehr um Erlaubnis fragen zu müssen. Das hat voll lange bei mir gedauert bis ich das mal gerafft und realisiert habe. Bastian: Ja und was auch alles daraus entsteht ne? Also es ist echt wie so ein Schneeball, der ins Rollen kommt. Marcus: Hm, ja cool! Ich freue mich, wir sehen uns ja schon in, keine Ahnung, eineinhalb Wochen dann in Gran Canaria und... Bastian: 12 Tage. Marcus: 12 Tage, geil! Und dann sind wir ja erstmal auf der Cruise zusammen nach Brasilien. Das wird bestimmt auch noch mal super inspirierend mit den ganzen anderen Digitalen Nomaden. Die Köpfe zusammenzustecken. Bastian: Ja super geil, auch weil es internationales sind. Marcus: Ja absolut, das ist auch nochmal so ein neues Level, was wir ja jetzt angegangen sind mit der DNX GLOBAL und einfach nicht mehr zu stoppen. Es ist einfach zu geil. Bevor wir uns jetzt hier zu lange selber feiern… (beide lachen) Vielen Dank für Deine Zeit! Bastian: Ja, danke Dir Mann! Dank Dir für die Einladung und es hat echt mega Spaß gemacht. Marcus: Sehr gerne. Hau rein Basti! Wir sehen uns. Bastian: Hau rein, bis dann! Marcus: Bis dann! Jo Leute, das war auch schon wieder eine neue Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mit Basti Barami von officeflucht.de. Wenn euch die Folge gefallen hat, dann hinterlasst mir doch einen Like bzw. eine Rezension auf iTunes. Ihr könnt mir aber auch gerne einen Like hinterlassen auf meiner Facebook-Seite. Das ist www.facebook.com/lifehackzshow oder ihr sucht da einfach nach LIFE HACKZ. Ich freue mich über jegliche Interaktionen, über Feedback von euch. Schreibt mir ne E-Mail an marcus@lifehackz.de, wie euch die Sendung gefällt. Was ich noch anders, was ich noch besser machen kann. Das hält die Show am Leben, das hält ich am Leben. Ich brauche euch, ich brauche euer Feedback! Danke, dass es euch gibt! Danke, dass ihr mir ein Lebenszeichen gebt! Und viel Spaß bei allem, was ihr gerade noch macht. Peace & out! Euer Marcus. [/su_spoiler] [/su_accordion] 12186588_10153121432536857_8669029695835498743_o

Dec 18, 2015

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Interview mit Peer Wandiger von selbstständig im Netz

Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 37! Willkommen zu einer neuen Folge vom LIFE HACKZ Podcast, live aus Chiang Mai, Thailand. Und heute habe ich mir ein Urgestein der deutschen Online Unternehmer Szene geschnappt, nämlich den lieben Peer Wandiger. Peer betreibt eine richtig große Website zu dem Thema Selbstständig im Internet Geld verdienen mit dem Namen Selbstständig im Netz und ist mega angenehmer Zeitgenosse, der mit viel Beharrlichkeit, Bodenständigkeit ein richtig großes und nachhaltiges Online Business aufgebaut hat. Checkt die Folge aus! Viel Spaß mit Peer! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. In dieser Folge lernst du:

  1. Welche Möglichkeiten es gibt, Deinen Blog zu monetarisieren.
  2. Warum es gut ist den richtigen Zeitpunkt zu finden, um loszulassen.
  3. Welche Online Einnahmequellen es gibt.
  4. Wieso sich Nachhaltigkeit bezahlt macht.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Selbstständig im Netz

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 37! Willkommen zu einer neuen Folge vom LIFE HACKZ Podcast, live aus Chiang Mai, Thailand. Und heute habe ich mir ein Urgestein der deutschen Online Unternehmer Szene geschnappt, nämlich den lieben Peer Wandiger. Peer betreibt eine richtig große Website zu dem Thema Selbstständig im Internet Geld verdienen mit dem Namen Selbstständig im Netz und ist mega angenehmer Zeitgenosse, der mit viel Beharrlichkeit, Bodenständigkeit ein richtig großes und nachhaltiges Online Business aufgebaut hat. Checkt die Folge aus! Viel Spaß mit Peer! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. Marcus: Jo Peer! Herzlich Willkommen auf dem LIFE HACKZ Podcast! Bist Du ready? Peer: Ja, ich bin ready. Hallo Marcus! Marcus: Wo erwische ich Dich gerade und warum bist Du da? Peer: Ja, wie die meiste Zeit in meinem Büro, wo ich als Selbstständiger von Montag bis Freitag eigentlich die meiste Zeit bin und meine Blogs und meine Websites betreue. Marcus: Okay, Du sagst gerade Blogs und Websites. Das klingt danach, dass Du mehrere Webseiten am Start hast. Was sind Deine Projekte? Peer: Ja, also das erste Projekt war mein Blog Selbstständig im Netz, der Anfang 2007 gestartet ist und das war damals noch ein Hobby-Projekt sozusagen, neben meiner eigentlichen Arbeit als Web-Designer. Ich hatte halt überlegt, was könntest Du machen, so ein bisschen selber als eigenes Projekt und da die Freizeit damals oder die Zeit generell ein bisschen knapp war in der Existenzgründung, weil ich eigentlich nur gearbeitet habe, habe ich mir als Thema eben auch meine Arbeit genommen, um darüber zu bloggen. Ja, und den Blog gibt’s heute noch, nach mehr als neun Jahren und der ist mein größtes Projekt mit den meisten Besuchern. Aber darüber hinaus habe ich noch zwei, drei andere Blogs zu Themen wie Bloggen, Affiliate-Marketing und betreibe dann zusätzlich noch einige kleine Websites.    Marcus: Cool, also neun Jahre sind ja echt mal ein dickes Brett. Erstmal Hut ab dafür! Du bist glaube ich echt einer der First Mover in Deutschland, der überhaupt über dieses Thema Online-Unternehmertum oder Geld verdienen im Internet geschrieben hat oder? Peer: Ja, also ich denke mal, das war damals zwar noch nicht ganz so bewusst, aber die Wahl aus Selbstständigkeit und Internet, so die Kombination war damals noch nicht so verbreitet. Da gab es zwar schon einiges zum Thema Selbstständigkeit natürlich und einige Blogs zum Thema Internet an sich. Aber so die Kombination war damals sicherlich etwas neues. Das hat auf jeden Fall geholfen. Aber weil Du sagtest First Mover ist natürlich sicherlich hilfreich schon so lange dabei zu sein, aber ich bin sicherlich auch einer der mit am längsten durchgehalten hat. Denn viele halten dann eben auch nicht so lange durch. Marcus: Ja, also erstmal First Mover und dann immernoch am Start zu sein. Also das ist auf jeden Fall schonmal ein langes Durchhalten, was Du da gezeigt hast. Aber es ist ja oft so bei Webprojekten und Onlineprojekten, dass je älter sie werden, wie bei nem guten Wein, um so mehr reift das dann auch. Gerade auch, was dann die Sichtbarkeit bei Google oder so angeht. Konntest Du das auch feststellen, dass Du mehr organischen Traffic über die Zeit bekommen hast? Peer: Ja natürlich. Also ich denke mal, anders als bei einer normaler statischen Website, die zwar auch hin und wieder mal neue Inhalte bekommt, aber doch dann vom Umfang her oft eben nicht so wächst, da ist es natürlich beim Blog so, dass da täglich neue Artikel dazu kommen. Ich habe ja erst im Oktober jetzt meinen 4.000sten Artikel veröffentlicht. Und das hat natürlich sehr geholfen. Also den meisten Traffic von Google bekomme ich über mein Archiv sozusagen. Also über Artikel, die schon etwas älter sind bis zu Artikeln, die jetzt wirklich acht, neun Jahre alt sind, die immernoch guten Traffic bringen. Und das hat natürlich mit der Zeit dann auch dazu geführt, dass es so erfolgreich geworden ist. Marcus: Krass! Bist Du nach wie vor ne One Man Show und schreibst und tust und schraubst alles selber oder wie bist Du aufgestellt? Peer: Nee, ich habe jetzt mittlerweile eine Mitarbeiterin und habe auch den ein oder anderen freiberuflichen Autor, der Texte liefert. Also ich versuche mich da schon ein bisschen breiter aufzustellen mit der Zeit. Ich habe lange Jahre in einem Büro gearbeitet. Da war es eigentlich auch noch möglich alleine zu arbeiten und jetzt niemanden einzustellen. Und bin dann Ende letzten Jahres/Anfang diesen Jahres in ein externes Büro umgezogen, was natürlich deutlich größer ist, mehr Platz bietet und es ist mir natürlich auch selber wichtig, da ein bisschen von der One Man Show wegzukommen, obwohl ich merke, dass es mir teilweise nicht so leicht fällt, weil es irgendwie auch mein Baby ist. Das gibt man ungerne aus der Hand, aber auf Dauer gesehen, möchte ich jetzt nicht, dass alles von mir alleine so abhängig ist. Marcus: Nee absolut, aber ich kann das voll nachempfinden. Als wir jetzt angefangen haben, dann die ersten Leute ins Team zu holen und dieses loszulassen oder jemandem zu vertrauen und die Plattform quasi aus der Hand zu geben, das ist schon erstmal ein Step, den man so gehen muss, wo man denkt: Geht das alles gut? Ne? Peer: Ja, das ist richtig. Also da arbeite ich immernoch ein bisschen dran, aber das hat sich schon ganz gut entwickelt jetzt und das ist einfach auch notwendig, weil ich ja auch dann schon vor ein paar Jahren gemerkt habe so langsam, dass einfach das Wachstum oder die Möglichkeiten, die sich bieten einfach nicht ausgeschöpft werden können, wenn man eben versucht alles alleine zu machen. Irgendwo ist natürlich dann die Zeit nicht mehr da und ich wollte dann auch nicht mehr jeden Abend und jede Nacht und jedes Wochenende arbeiten. Und dann bremst man sich natürlich selber aus, wenn man nicht Arbeiten rausgibt. Marcus: Ja absolut. Und mit jeder positiven Erfahrung, fällt’s einem dann auch wieder leichter noch mehr irgendwie abzugeben und noch mehr Vertrauen jemandem zu schenken oder? Peer: Ja das ist denke ich mal, wie bei vielen Sachen so. Man muss einmal so den inneren Schweinehund ein bisschen überwinden und ein bisschen so die Ängste, die Sorgen, die man natürlich hat irgendwo hinter sich lassen und dann ist es meistens natürlich doch noch eine positive Erfahrung. Marcus: Wie war das denn 2007? Hattest Du jemanden der Dich inspiriert hat einen Blog dazu zu starten zu dem Thema Selbstständig im Netz? Oder wie kam da eins zum anderen? Peer: Ja also als ich noch angestellt war und aber schon absehbar war, dass ich damals den Job verliere, weil die Firma aufgekauft wurde und die Hälfte der Belegschaft sozusagen entlassen wurde. Mit der Zeit war das schon absehbar und ich hatte natürlich schon damals ein bisschen Zeit sozusagen dann auf der Arbeit und habe dann auch einige amerikanische Blogs gelesen, die damals schon recht groß waren. Da war das damals schon so ein Trend, wo die Blogger Geld verdient haben mit ihren Blogs und Einnahmequellen hatten, die wir damals noch nicht kannten. Und das fand ich schon sehr faszinierend, habe aber nicht unbedingt gedacht, dass das in Deutschland so möglich ist, da ja die Reichweite im englischsprachigen Raum dann doch was anderes ist usw. Aber dann als ich Selbstständig war, habe ich dann schon immer mal gedacht, über was möchtest Du bloggen? Und hatte schon länger den Wunsch einen Blog zu starten. Aber ich wollte eben irgendwas, wo ich wirklich Lust habe drauf, auch regelmäßig und über längere Zeit zu bloggen. Und da bot sich dann einfach die eigene Arbeit an. Über meine Erfahrungen und das, was ich halt jeden Tag als Web-Designer und als Online Selbstständiger selber erfahre, da zu bloggen. Ja und das war dann der Startschuss. Marcus: Hm, und welche Blogs waren das, drüben bei den Amis? Peer: Also ganz am Anfang war es halt Selbstständig im Netz. Es gab natürlich vorher ein, zwei Versuche, so nen Hobbyblog zu starten, wo ich dann aber aus verschiedenen Gründen recht schnell die Sachen eingestampft habe. Der erste richtige Blog war dann wirklich Selbstständig im Netz und der ist es dann bis heute auch geblieben. Marcus: Und welche Blogs waren das bei den Amis, die Dich inspiriert haben? Peer: Ich weiß gar nicht, ob’s ein Ami oder ein Australier war. Der hat damals auch gerade so angefangen zu bloggen über seine Selbstständigkeit sozusagen, über seine ersten Schritte. Er hat sich dann auch sehr weiterentwickelt mit der Zeit. Das war auch sehr inspirierend, weil er halt selber so mehr oder weniger angefangen hat als normaler Selbstständiger und sich dann dort etwas aufgebaut hat. Aber manch andere kann ich mich gar nicht mehr erinnern damals, weil ich die heute nicht mehr unbedingt lese, aber das war halt damals einfach ne Zeit, wo man dann gedacht hat: Was?? Man kann Online Geld verdienen? Das ist ja cool. Und das war dann so die erste Erfahrung, als ich dann so meine ersten Euro mit meinem Blog verdient habe, das war nicht viel Geld, aber natürlich ist es einfach verrückt gewesen, dass so was geht. Marcus: Da erinnert sich glaube ich jeder Online Unternehmer noch dran, an seinen ersten Payout. Die ersten 3,25 € Affiliate Einnahmen oder? Peer: Ja, also ich kann mich jetzt nicht unbedingt an den ersten Euro vielleicht erinnern, aber ich weiß noch, es gab also als ich angefangen habe zu bloggen, gab es noch ein Partnerprogramm für AdSense, als man noch Geld bekommen hat für Leute, die man für AdSense geworben hat. Und irgendwann habe ich dann mal ne Provision von 250 $ bekommen. So einmal. Das war so der Punkt, das war so der Moment bei mir, wo ich dachte: Boah!! Das ist doch mehr als Taschengeld. Da steckt Geld drin, da kannste einen Zusatzverdienst auf jeden Fall haben, aber an Vollzeitbloggen habe ich damals noch nicht gedacht, aber das war bei mir so der Magic Moment sozusagen. Marcus: Hm, das war der Trigger oder die Motivation. Und was sind heute Deine Haupteinnahmequellen auf dem Blog? Peer: Ja, Selbstständig im Netz, da habe ich einige Einnahmequellen. Also ich habe Werbung, die ich verkaufe, was auch gut funktioniert, weil ich ja doch ne recht gute Zielgruppe habe. Selbstständige, Gründer und alle die sich so für eben Online Business interessieren. Ich habe auch schon eine relativ gute Reichweite und da kann ich meine Werbebanner direkt an Firmen ganz gut verkaufen. Marcus: Wieviel Reichweite hast Du? Peer: Also laut Google Analytics sind’s ungefähr 250.000 Besucher im Monat und knapp 400.000 Seitenaufrufe im Monat. Das ist dann für viele Unternehmen so im mittleren Bereich schon sehr interessant dort ihre Produkte anzubieten. Marcus: Absolut, krasse Hausnummer. Peer: Ja, also es hat sich mit der Zeit sehr stabil entwickelt. Ich hatte nie eigentlich so den großen Sprung drinnen. Oder ich hatte auch nie so Maßnahmen gemacht, die so kurzfristig mir irgendwelche Besucheranstürme gebracht haben. Sondern es war wirklich über die vielen Jahre immer so ein stetiges Wachstum. Natürlich gab’s auch mal kleine Rückschritte, aber dann auch mal wieder kleine Anstiege und es war aber sehr stetig und entspannt, sage ich mal. Und dadurch, dass ich auch nie versucht habe irgendwie zu trixen mit irgendwelchen Methoden bei Google oder ähnliches, habe ich da eigentlich auch immer recht ruhig geschlafen. Und die weiteren Einnahmequellen sind zum Beispiel Google AdSense, was ich einsetze, was auch gut funktioniert. Dann habe ich natürlich viele Affiliate Links und viele Partnerprogramme, die ich nutze für Produkte, Leistungen und ähnliches, die natürlich zum Thema meines Blogs passen. Und mittlerweile habe ich dann auch ein eigenes Ebook, was ich verkaufe, was auch sehr gut funktioniert. Marcus: Seit wann hast Du das Ebook? Peer: Das Ebook habe ich seit Februar diesen Jahres. Das ist ein Ebook über die Erstellung kleiner Nischenwebsites. Also eine relativ kleine Website zu bestimmten Produkten oder Themen, mit denen man dann Geld verdienen kann. Die Idee dazu hatte ich schon recht lange, aber die Umsetzung ist immer so, dass das Tagesgeschäft immer vorging und ich’s immer so vor mir hergeschoben habe. Aber da ich ja einmal im Jahr diese Nischenseiten-Challenge bei mir durchführe und die war in diesem Jahr auch im Februar, hat das natürlich thematisch sehr gut gepasst, das dann passend zu veröffentlichen zum Start der Nischenseiten-Challenge. Und dann habe ich mich dann mal über Weihnachten und den Winter sozusagen zusammengerissen, das Ebook fertig gemacht und dann pünktlich zum Start der Nischenseiten-Challenge auch verkauft. Und das ist auch sehr gut angekommen. Marcus: Cool. Das macht natürlich absolut Sinn. Ich meine, wenn wer schon so lange am Start ist, wie Du, seit neun Jahren. Das ist ja ein riesen Fundus an Know-How und an Wissen, was in Dir steckt und auch in dem Blog steckt oder in der Website und ehrlich gesagt war das auch für mich die erste seriösere deutschsprachige Anlaufstelle, nachdem ich so die ersten Touchpoints mit im Internet Geld verdienen etc. gemacht habe. Wo es dann doch sehr viel crappy Geschichten gibt, die nicht wirklich funktionieren und nur darauf aus sind, den anderen auszunehmen. Da war das so die erste Seite, wo ich gedacht habe: Cool. Das scheint irgendwie auch seriös zu funktionieren. Das scheint Hand und Fuß zu haben und wo ich mich gut aufgehoben gefühlt habe. Peer: Ja, ich denke das ist auch ein bisschen ein Teil des Erfolges. Klar hätte ich mit verschiedenen Maßnahmen und etwas, sage ich mal undurchsichtigere Methoden natürlich auch andere Reichweiten erzielen können. Hätte andere Einnahmen vielleicht auch damit erzielen können. Aber ich habe mir auch von Anfang an einfach vorgenommen: Okay, Du möchtest davon langfristig profitieren, Du möchtest Dir etwas aufbauen, von dem Du wirklich lange Zeit was hast. Und deswegen habe ich immer versucht, ehrlich zu sein, was auch einfach bei mir persönlich jetzt in der Natur liegt, einfach niemanden über den Tisch zu ziehen. Und das hat sich Gott sei Dank eben ausgezahlt und hat gezeigt, dass es eben auch so geht und man nicht irgendwie, wie das manche heute auch noch versprechen, durch komische Methoden und ähnliche Dinge Geld zu verdienen. Marcus: Ja, und der Erfolg gibt Dir ja recht. Ich glaube, wenn Du sagst, dass alles sehr nachhaltig gewachsen, auch der Traffic ist sehr organisch angestiegen, dann ist das ja eigentlich im Grunde die beste Rückmeldung oder der beste Beweis, den man haben kann, dass es auch auf diesem sauberen, organischen und sukzessive Step by Step Weg gut funktionieren kann. Peer: Ja auf jeden Fall. Man muss nur sagen, dass das viele natürlich nicht hören wollen, wenn man ihnen sagt: Okay, es dauert halt auch ne Zeit, etwas stabiles uns nachhaltiges aufzubauen. Viele wollen dann doch über Nacht und relativ schnell Erfolg haben und ich schließe ja auch nicht aus, dass das auch möglich ist mit anderen Methoden, die auch nicht irgendwie unseriös sind. Man kann sicherlich auch andere Wege gehen, als ich gegangen bin. Aber für mich war das halt der richtige Weg so vorzugehen und diesen Weg einzuschlagen und ich bin damit immernoch sehr glücklich und zufrieden. Marcus: Hm, hattest Du denn zwischendurch mal so Punkte, wo Du gedacht hast: Wow, irgendwie läuft das alles nicht und ich gebe das dran und mache irgendwelche anderen Sachen. Hattest Du auch die typischen Zweifel eines Unternehmers oder Selbstständigen? Peer: Ja natürlich. Also ich denke mal, wer auch hier immer nur so tut, als wäre alles heiter Sonnenschein, der will glaube ich auch nur irgendwas verkaufen. Also da schreibe ich natürlich auch immer wieder mal einen Artikel drüber, wie es ist, wenn man Motivationslöcher hat zum Beispiel. Ich habe natürlich mit der Zeit einfach festgestellt, das gibt es einfach. Man hat mal so Tage oder vielleicht auch mal ne Woche, wo man einfach durchhängt. Ob es nun was körperliches ist oder ob man einfach mal ein bisschen Auszeit braucht. Da muss man einfach durch. Da kommen wieder bessere Zeiten. Mittlerweile weiß ich das und jetzt stört mich das auch nicht mehr. Und man lernt natürlich auch damit umzugehen und einfach trotzdem zu arbeiten. Das ist halt dann irgendwann das Professionell werden vorgehen sage ich mal. Aber ich hatte natürlich auch andere Fälle, also ich auch mal ne Abmahnung wegen einem Bild, was natürlich ein relativ teurer Spaß war, wo ich dann schon überlegt habe: Mensch! Und damals habe ich eben noch nicht verdient und noch nicht Vollzeit davon gelebt. Und dann überlegt man schon mal, ob das so einen Sinn macht, sich da solchen Risiken auszusetzen, die ja, wenn man dann manche Berichte liest, dann wirklich auch ganze Existenzen bedroht sein können, wenn man nicht aufpasst. Es gibt schon so Momente, wo man einfach darüber nachdenkt, aber ich bin froh, dass ich da immer weiter gemacht habe und auch gerade in der Anfangszeit kann ich mich gar nicht mehr so genau erinnern, was ich da tagtäglich gedacht habe, weil viel Geld kam zu Anfang nicht rum. Ich habe trotzdem weitergemacht und da bin ich natürlich heute froh. Marcus: Ja, und ich denke mal, ne viel größere Motivation als Geld ist dann wahrscheinlich auch das Feedback von den Lesern auf der Seite, wenn einer doch mal einen Kommentar hinterlässt. Oder man hat drei Leser mehr von einer Woche zur nächsten geschafft. Das sind ja oftmals dann ganz andere Metriken, die einen dann noch bei der Stange halten. Aber am Ende des Tages muss natürlich auch jeder sehen, dass er davon irgendwie leben kann, wenn er das Vollzeit machen möchte. Peer: Ja, das ist ein breites Thema: Motivation. Also alleine Gelde sollte keine Motivation sein. Man sollte Spaß dran haben, was man da macht. Und man sollte oder bei mir war es sicherlich auch das Feedback, was immer zahlreicher wurde und die Kommentare und die Mails, die ich mittlerweile täglich bekomme von Lesern. Das ist natürlich schon sowas, was mir zeigt, dass ich einfach immer wieder Leute erreichen kann und immer wieder Leuten auch helfen kann, sage ich mal. Und dann ist es natürlich eine Win-Win Situation, wenn ich davon was habe und meine Leser auch. Aber man muss auch sagen, gerade in der Anfangszeit meiner Selbstständigkeit war es natürlich auch so, wie es sicherlich vielen Selbstständigen geht, dass ich von Monat zu Monat schon geguckt habe mit den Einnahmen und mit dem Geld. Und da ist natürlich, wenn man dann merkt, man kann mit einem Blog Geld verdienen, ist es natürlich auch ne starke Motivation. Da ist natürlich auch Geld eine starke Motivation, wenn man merkt: Oh, das ist ne zusätzliche Einnahmequelle. Aber es sollte nicht alleine die Motivation sein. Marcus: Nee, aber die Kombi ist ja irgendwie richtig cool, wenn man denkt so: Ich bin eh ein Technik-Freak oder bin gerne Online unterwegs, ich schreibe vielleicht auch noch gerne und ich find’s cool nen Blog zu haben. Und das Feedback von den Leuten zu kriegen und damit dann auch noch Geld zu verdienen, das ist glaube ich so die absolute Win-Win Situation. Peer: Ja, also Du hast gerade einen ganz wichtigen Punkt gesagt. Man sollte Spaß am Schreiben haben. Also, ich habe einige Blogger oder einige Leute erlebt, die einen Blog gestartet haben, die nicht wirklich offensichtlich gerne geschrieben gerne geschrieben haben und das ist natürlich dann nicht unbedingt ideal. Also ich denke, man muss sich das suchen, wo man gut drinnen ist, wo man auch dauerhaft Spaß dran hat. Und wenn man damit noch Geld verdient, ich glaube das ist eine optimale Kombination, die sich auch viele andere wünschen. Auch viele Angestellte vielleicht, die vielleicht nicht so glücklich sind, mit dem, was sie da tagtäglich tun. Und deswegen bin ich da sehr zufrieden, wie sich das entwickelt hat. Marcus: Und mit so ner fetten Seite jetzt im Netz, gibt’s bestimmt auch mal Angebote die Seite zu kaufen oder zu übernehmen. Gab’s das bei Dir schon? Oder könnte das ne Option sein? Peer: Bis heute noch nicht, nein. Also ich denke mal, es gab schon einige Angebote für kleine Nischensites, die Leute kaufen wollten. Ich denke mal, dass viele natürlich, die sich da wirklich das anschauen Selbstständig im Netz, natürlich auch sehen, was dahintersteckt. Also, das eben es keine Seite ist, die einfach jetzt so von sich aus läuft, die man einfach nur kaufen muss und dann bringt sie Geld. Sondern dass man natürlich auch da dran bleiben muss. Dass man weiterhin Inhalte veröffentlichen muss. Und gerade Blogs muss man ja auch sagen, sind auch sehr stark mit der Person dahinter eben auch verknüpft, mit dem Blogger, der das betreibt. Da gab es ja in der Vergangenheit schon den ein oder anderen Blogverkauf, wo man schon gemerkt hat, dass das eben nicht so 1:1 dann zu übernehmen ist, wenn der Originalblogger nicht mehr da ist. Aber ich würde mich freuen mal zu hören, was jemand bereit ist zu zahlen. (beide grinsen) Marcus: Ja, es gibt ja so Tools im Netz, wo Du dann anhand von Traffic, aber ich glaube die haben 0 Aussagekraft, weil da gibt’s noch so viele andere Metriken, die da nicht mit einfließen. Aber wie Du schon sagtest, gerade so Blogs, die dann sehr organisch gewachsen sind und eng mit nem Brand, mit nem Personal Brand verbunden sind, wie bei Dir, da ist es irgendwie schwierig das zu entkoppeln glaube ich. Selbstständig im Netz zu entkoppeln von Peer Wandiger. Peer: Ja wie gesagt, also durch Mitautoren etc. versuche ich natürlich da schon ein bisschen auf ne breitere Basis zu stellen und dass dieses dann schon mal irgendwann nicht mehr so als der Blog von Peer Wandiger gesehen wird, sondern eben … es wird ja von vielen auch schon als selbstständige Seite oder als alleinstehende Seite schon gesehen. Und ich versuche ja auch eigentlich oft gar nicht mehr so direkt vom Blog zu reden, weil da auch oft eben was sehr Privates mit verbunden wird, aber klar immernoch die meisten Leser, die mich anschreiben, die wissen schon, dass sie direkt mich anschreiben und nicht irgendeinen Mitarbeiter. Marcus: Aber Dein Profilbild beispielsweise, das war glaube ich auch mal oben im sichtbaren Bereich und das ist jetzt irgendwo ganz unten links im Footer gelandet, habe ich gesehen. Peer: Ja es gibt auch direkt eins unter jedem Artikel nochmal ein kleines Bild und dann habe ich natürlich eine “Über Mich”-Seite, wo ich speziell jetzt nochmal über meinen Werdegang usw. berichte. Also es ist schon so, dass ich da natürlich versuche immernoch die persönliche Ebene da aufrechtzuerhalten. Das ist natürlich so ein Spagat, wo man dann schauen muss, wo das in der Zukunft hingeht. Ich denke nicht, dass ich komplett den Blog dann so anonym gestalten werde, dass ich von mir gar nicht mehr spreche. Aber es soll halt ein bisschen breiter aufgestellt werden. Marcus: Wie schaffst Du es Dich täglich immer wieder neu zu motivieren, gerade auch, wenn es dann mal so eine Phase gibt, wie Du sagst, wo man dann zweifelt und man merkt man kommt nicht mehr weiter? Wie gehst Du dann konkret in der Situation damit um und wie gehst Du dann auch mittelfristig damit um, dass Du immer wieder Spaß daran hast, was Du machst, auch nach neun Jahren? Peer: Ja, also bei mir ist es mittlerweile einerseits so, dass ich immernoch sehr, sehr gerne schreibe und auch über die Themen über die ich schreibe, sehr gerne schreibe. Das macht einfach Spaß und es ist schon mal ein komischer Tag, wenn ich mal nichts geschrieben habe. Also ich brauche das einfach. Also ich denke, das ist für jemand der so eine Seite in der Form betreibt, der muss einfach, ich sage mal lapidar schreibsüchtig sein. Man muss einfach gerne schreiben wollen. Natürlich gibt es dann aber auch Tage, wo man vielleicht nicht so gut drauf ist, aber mittlerweile ist es halt vielleicht auch ne Sache der Routine, der Gewohnheit. Ich mache mehr oder weniger dasselbe jetzt seit neun Jahren. Natürlich versuche ich immer mal andere Dinge zu machen und meine Routinen zu ändern und durch den Umzug in das neue Büro hat sich natürlich auch viel, was hier zu dem Tagesablauf angeht, geändert. Aber im Kern ist es halt das tägliche Schreiben und natürlich noch viele Verwaltungsaufgaben, aber das ist einfach mittlerweile so, dass ich das einfach mache, weil ich weiß es muss gemacht werden. Und ich habe mir einfach angewöhnt nicht darüber nachzudenken, ob ich jetzt Lust habe oder nicht. Sondern ich weiß was es zu tun gibt, das mache ich. Und selbst, wenn ich mal keine Lust habe und nicht so gut drauf bin, wenn ich erstmal angefangen habe, läuft es dann in der Regel deutlich besser. Marcus: Okay, cool! Hast Du eine tägliche Routine, die Du durchziehst? Peer: Also es gibt jetzt nichts, was ich wirklich in den letzten neun Jahren jeden Tag gemacht habe. Natürlich ohne meine Tasse Kaffee früh morgens wird’s schwer, den Tag durchzustehen. Das ist jetzt sicherlich etwas, was ich jeden Tag brauche. Dann lese ich früh erstmal Mails. Das ist eigentlich so ne tägliche Routine, dass ich dann erstmal durchgehe, was es Neues gibt, mir die Kommentare anschaue, die reingekommen sind. Marcus: Wieviel sind das ca. pro Tag? Peer: Ach das ist schwer natürlich zu sagen. Das hängt immer von den Themen ab, aber irgendwas zwischen 10 und 30 Kommentaren sind das sicherlich jeden Tag, die bei verschiedensten Artikeln reinkommen auf Selbstständig im Netz. Bei nem sehr interessanten Thema oder bei ner anderen Aktion können es auch schonmal deutlich mehr sein. Aber ich bekomme halt dazu eben auch noch jeden Tag im Schnitt ein, zwei Anfragen von Lesern, dann bekomme ich viele Anfragen von Unternehmen usw. Und es ist halt so, dass es mittlerweile schon erstaunlich viel Zeit einnimmt dieser ganze Verwaltungskram. Also man darf sich das jetzt auch nicht so vorstellen, dass ich jeden Tag wirklich nur dasitze und schreibe von früh um 8.00 Uhr bis um 16.00 Uhr oder so. Der Verwaltungsaufwand hat schon deutlich zugenommen mit der Größe des Blogs und das ist auch so ein Grund, wo ich dann in Zukunft sage, so ne Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter, der sich vielleicht so mehr um die ganzen organisatorischen Dinge kümmert, das wäre auch nochmal was. Marcus: Bist Du da gerade dran oder sagste gerade, das wäre mal was, das müsste ich mal angehen? Peer: Ja klar, also was heißt dran. Also ich bin jetzt nicht aktiv direkt gerade auf der Suche nach jemandem, aber das ist natürlich was, was perspektivisch auf jeden Fall kommen sollte. Da muss ich natürlich alles einmal einspielen. Mitarbeiter verursachen natürlich auch Kosten, die jetzt nicht sofort sich in zusätzlichen Einnahmen niederschlagen. Und da muss man natürlich immer mal Schritt für Schritt vorgehen. Aber das ist auf jeden Fall etwas, was angedacht ist. Marcus: Okay cool. Wie schaffst Du es immer wieder neue spannende Themen zu finden? Hast Du mittlerweile schon nach dem Absenden des Artikels dann auch das Gefühl oder weißt Du, der geht voll durch die Decke oder wirst Du ab und zu auch noch davon überrascht, was jetzt funktioniert und was nicht funktioniert? Und die Frage davor war, was sind so Deine Quellen oder was hast Du in Deinem News Reader? Peer: Also zu der Frage, ob ein Artikel durch die Decke geht oder nicht, das habe ich früher mal gedacht und habe auch teilweise wirklich Artikel geschrieben, wo ich dachte jetzt das wird ein großer Trafficbringer und dann war er relativ durchschnittlich. Umgedreht gab es halt Artikel von denen ich das auch nicht erwartet hätte, die dann bis heute wirklich sehr, sehr viel Besucher bringen. Also ich persönlich, vielleicht geht das anderen anders, ich persönlich kann das nicht wirklich planen oder vorher abschätzen. Deshalb habe ich mir auch abgewöhnt da irgendwie so zu denken. Ich schreibe einfach über Themen, die mich selber interessieren und wo ich das Gefühl habe, das könnte meine Leser interessieren. Diese Schnittmenge muss bei meinen Artikeln einfach da sein. Also es bringt jetzt nichts, wenn ich Artikel schreibe, die für mich interessant sind, aber keine Leser interessieren. Auf der anderen Seite möchte ich aber auch nicht Artikel schreiben, die mich persönlich nicht interessieren, nur weil es vielleicht Traffic bringe. Also ich versuche einfach über Themen zu schreiben, die sowohl mich als auch die Leser interessieren und damit bin ich eigentlich gut gefahren. Und die Ideen dafür… früher habe ich auch mal so das Problem oder mir gedacht: Gott, irgendwann gehen Dir die Ideen aus, aber ich lese viele Blogs, ich folge auf Twitter vielen Leuten und bekomme da viel mit und natürlich ergibt sich auch durch den Kontakt mit Unternehmen und mit Lesern immer wieder neue Ansätze und Ideen für Artikel. Sodass ich mittlerweile ne riesig lange Liste von Artikelideen habe, die ich niemals abarbeiten werde können. Also ich habe überhaupt nicht das Problem, dass ich irgendwann vielleicht keine Ideen mehr habe. Das ist einfach auch ne Gewohnheitsache, da ein bisschen mit offenen Augen und Ohren sozusagen durch’s Leben zu gehen und aus den ganzen Dingen Feedback usw. das rauszufiltern über was man schreiben könnte. Marcus: Ja, das kenne ich. Das war nämlich am Anfang auch unsere größte Sorge, als wir beispielsweise den Reiseblog Travelicia gestartet haben. Irgendwann gehen uns die Themen aus oder wir haben über alles geschrieben, über alle Länder und erleben nix mehr. Oder als ich angefangen habe auf Medium zu schreiben. Da dachte ich Okay, Shit, nicht dass Dir irgendwann die Themen ausgehen und jetzt habe ich, wie Du schon sagtest, so lange Bucket List, wo so viele Themen drin liegen, über die ich gerne mal schreiben würde, was ich aber gar nicht mehr schaffe in diesem Leben. Ich glaube, das sollte die kleinste Sorge sein, bei jemandem der neu startet, oder? Peer: Also, wenn man sich für ein Thema interessiert und ich denke, das ist ein wichtiger Punkt dabei, wenn man in dem Thema dann auch regelmäßig eben drinnen ist, sich über das Thema informiert, dazu was liest, dann werden einem die Themen nicht ausgehen. Marcus: Hm. Was sind die… oder wer sind die drei Menschen, mit denen Du Dich am häufigsten austauschst? Peer: Also ich muss sagen, dass ich gar nicht so jemand bin, der so groß in der Szene drinnen ist. Also ich habe natürlich Kontakte und habe jetzt auch zum Beispiel zur Leipziger Szene, weil das einfach so für mich das nächste ist, wo so Online Selbstständige so ein bisschen in geballter Form vorkommen, natürlich einige Kontakte. Bin aber jemand, der eigentlich auch viel für sich alleine macht. Also ich kann jetzt nicht sagen, dass ich jetzt jemanden habe, mit dem ich regelmäßig und ständig irgendwas mache. Das wechselt natürlich auch. Mittlerweile habe ich natürlich sehr viele Kontakte auch zu Unternehmen, wo ich dann vielleicht bei bestimmten Aktionen mal einen bisschen engeren Kontakt habe oder nicht. Aber eigentlich muss ich sagen, kann ich jetzt nicht wirklich sagen, dass ich bestimmte Leute permanent kontaktiere. Marcus: Welche Eigenschaft würden Dir die Leute am wenigsten zutrauen? Die, die Dich jetzt noch nicht so gut kennen. Peer: Dass ich sowas wie Freizeit habe. (beide lachen) Also es ist natürlich so, mittlerweile ist da, wie Du schon sagst, ein sehr, sehr riesiger Blog entstanden mit sehr, sehr vielen Inhalten. Hinzu kommen dann natürlich noch meine anderen Blogs, wo auch natürlich nicht täglich, aber auch immer wieder regelmäßig Artikel erscheinen. Und meine Nischenwebsites und anderen Affiliate Projekte, die ich natürlich auch hin und wieder vorstelle und worüber ich schreibe. Und dann fällt dann natürlich vielen schwer überhaupt sich vorzustellen, dass ich noch so etwas wie ein Leben außerhalb meines Büros habe. Aber das habe ich. Das war mir auch wichtig mit der Zeit, das zu etablieren und gerade jetzt mit dem externen Büro fällt mir das dann noch deutlich einfacher, einfach am Nachmittag oder dann irgendwann dann Feierabend zu machen und nach draußen zu gehen. Früher im Heimbüro war halt der PC nicht weit weg. Da war es dann teilweise ein bisschen schwieriger wirklich abzuschalten. Ansonsten mache ich immer das, was die meisten normalen Menschen machen. Ich spiele gerne Computer und Konsole, was sicherlich auch für einen Selbstständigen, der vielleicht bekannter auch ist und vielleicht auf so viel im Business Bereich unterwegs ist, vielleicht auch nicht jeder erwartet. Ich verbringe auch viel Zeit mit meinen Kindern natürlich. Also im Endeffekt, wenn man es so nehmen will eigentlich auch relativ stinknormal.   Marcus: Das wollte ich gerade sagen. Ich glaube, das zeichnet Dich und auch Deinen Gesamtauftritt aus. Das ist alles sehr bodenständig und fundiert. Und ich weiß nicht, wenn ich auf Deine Seite komme, fühle ich mich immer gut abgeholt und denke: Okay, die Infos die Dich da jetzt erwarten, die sind sauber recherchiert. Da ist kein Schrott und keiner will irgendwas von mir, was ich vielleicht selber gar nicht vorhabe. So das ist auf jeden Fall durch und durch sympathisch. Also nochmal Hut ab! und Lob für Deine aufgeräumte und sympathische Website. Peer: Dankeschön. Marcus: Was ist Deine größte Schwäche und worin willst Du noch gerne besser werden? Peer: Also das hatten wir vorhin schonmal das Thema. Also abzugeben ist sicherlich ne Sache. Also ich denke schon Selbstständig im Netz aber auch andere Projekte von mir. Die könnten heute schon deutlich weiter sein, wenn ich eher hätte loslassen können. Und eher bereit gewesen wäre, Arbeiten outzusourcen. Man muss ja nicht immer gleich jemanden einstellen fest. Es geht ja auch mit freiberuflichen Mitarbeitern, mit Dienstleistern, mit denen man zusammenarbeiten kann. Das ist sicherlich eine Sache, die im Nachhinein betrachtet mein Business ausgebremst hat so ein bisschen. Es ist jetzt nicht so, dass es im Moment schlimm wäre, aber ich könnte deutlich weiter sein mit vielen Sachen. Ansonsten schwer zu sagen. Ich bin jemand, der weiß dass er eigentlich genug Schlaf braucht. Das Thema Schlaf in den letzten Jahren ist relativ wichtig geworden, weil ich dazu auch einiges gelesen habe und gemerkt habe, dass es mir sehr gut tut, wenn ich ausreichend schlafe. Auch was die Konzentration gerade am Arbeitsplatz angeht usw. Ich bin aber jemand, der dann abends immer vor dem Computer oder vor dem Fernseher oder wo auch immer dann eben genau das, was er dann eigentlich weiß, eben nicht beherzigt. (beide grinsen) Marcus: Und dann am besten noch im Schlafzimmer, ne? Peer: Das eigentlich nicht unbedingt, aber ich bleibe dann halt viel sitzen. Man hat ja... wie gesagt, habe ich doch einige Hobbies usw. und dann ärgere ich mich am nächsten Morgen dann wieder, wenn ich dann aus dem Bett kauere, warum ich dann doch nicht eher ins Bett gegangen bin. Es gibt schon doch einige Dinge, an denen man immernoch arbeiten kann. Marcus: Hm, ja das ist zum Beispiel auch so ein Punkt. Ich liebe es ja, mich immer weiter persönlich zu entwickeln und dieses Lifehacking zu machen und noch mehr Routinen reinzubauen und noch besser zu werden, auf bestimmten Gebieten und eine Sache, die ich schon lange mitschleppe auf CoachMe, das ist so eine App, wo Du dann Deine Habbits und Routinen quasi antrainieren kannst, ist dieses No Screens after 10 p.m. Und das habe ich glaube ich, seitdem ich das drin habe vielleicht 10 mal geschafft und 90 mal nicht. Das ist echt deprimierend. Peer: Ja, also ich weiß nicht, ob Du Kinder hast. Ich habe, wie gesagt, zwei Töchter, die schulpflichtig sind beide. Dann ist man natürlich… Man kommt jetzt nicht nach der Arbeit nach Hause und hat Freizeit, sondern da gibt es eine Menge andere Dinge, die noch zu tun sind. Und irgendwann ist man dann doch mal, vielleicht um 20 Uhr, um 21 Uhr oder wann auch immer froh, wenn man mal Zeit für sich hat oder mit seiner Frau zusammen. Und dann zu sagen, ich mache jetzt Punkt oder gehe ins Bett ist dann manchmal auch schwierig, wenn man doch die Freizeit dann und die Ruhe mal genießen möchte. Marcus: Ja klar, das ist glaube ich nochmal ne ganz andere Konstellation. Also Kinder haben wir noch nicht, aber dafür ist dann auch genug immer täglich los, dadurch dass wir auch mega umtriebig sind, was die ganzen einzelnen Projekte angeht. Und dann sind die Grenzen halt auch sehr fließend mittlerweile bei uns. Vieles fühlt sich gar nicht nach Arbeit an, ist dann auch schon halb Freizeit. Wenn ich dann Sachen lese, die ich persönlich spannend finde, aber wieder für mein Business nutzen kann und dann ist es natürlich noch schwieriger da dann auch ne klare Grenze zu ziehen und zu sagen: Okay Stop, das reicht. Peer: Hm, also ich muss sagen, im Grunde genommen kann man als Selbstständiger oder kein Selbstständiger kann wirklich nur eine 100%-ige Grenze ziehen zwischen Arbeit und Privatleben, weil auch wenn ich ja nach Hause gehe und dort nicht mehr arbeite, klar beschäftigen einen manche Dinge noch oder man hat noch Ideen, die einem durch den Kopf schwirren oder ähnliches. Aber ich muss persönlich sagen, dass ich persönlich schon versucht habe in der letzten Zeit eben das stärker ein bisschen zu trennen. Dass man’s nicht wirklich trennen kann komplett und das möchte ich auch nicht komplett, aber so ein bisschen mehr wieder doch zwischen Arbeit und Privatleben so ein bisschen den Unterschied zu haben.   Marcus: Hm, das tut auch gut irgendwann oder? Peer: Ja auf Dauer merkt man halt auch… also ich hatte auch mal so nen Punkt, also Burnout ist heute natürlich so ein gefügendes Wort, aber ich hatte mal so nen Punkt nach zwei, drei Jahren Selbstständigkeit, wo ich halt auch jeden Abend noch bis in die Nacht gearbeitet habe und oft auch noch am Wochenende was gemacht habe... Marcus: Man kann ja theoretisch immer was machen ne? Peer: Ja, also irgendwo hat man ja so viel zu tun und damals war es also noch so, dass ich eben projektbezogen natürlich als Web-Designer vor allem Geld verdient habe und nicht … bei Selbstständig im Netz kann ich auch zum Beispiel auch mal ne Woche nichts oder wenig machen und es kommt trotzdem Geld rein. Also arbeitet man irgendwie ständig immer wenn man denkt, man hat Zeit. Und da habe ich dann irgendwann gemerkt, dass es mir gesundheitlich nicht so gut tut. Und habe dann wirklich ein bisschen zurückgestaltet und etwas weniger gearbeitet. Das hat Spaß gemacht, aber wie gesagt, man tut sich dann manchmal gesundheitlich vielleicht auch nicht so was gutes an. Marcus: Nee, man tut sich nicht wirklich einen Gefallen. Wie Du schon sagtest, es gibt Phasen, da ist das absolut essentiell. Und ich glaube gerade auch am Anfang ist das fast normal und der Mensch ist ja auch sehr belastbar und das kann ja auch helfen, wenn man diese volle Motivation und Power hat und auf einmal das erste Mal in seinem Leben diese unternehmerische Freiheit spürt und nicht mehr um Erlaubnis fragen zu müssen. Das pushed natürlich auch ungemein. Nur muss man an nem bestimmten Punkt dann gucken, dass man dann von dieser Angestelltenfalle oder dem Hamsterrad nicht in die Unternehmerselbstständigkeitsfalle reinrennt und dann ständig arbeitet. Peer: Das ist richtig ja. Marcus: Zum Abschluss würde ich Dich gerne noch fragen: Du verfolgst die Szene Online Geld verdienen, selbstständig im Netz unterwegs zu sein ja jetzt schon ziemlich lange und bist gut vernetzt und involviert. Gibt es irgendwelche Tendenzen oder Trends, die Du so erkennst für die Zukunft oder wo Du sagen würdest, das könnte jetzt noch mal ein Game Changer sein? Grundsätzlich hat sich das erschwert jetzt was eigenes im Netz zu starten oder ist es einfacher geworden? Gibt es mehr Tools? Vielleicht kannst Du da so mal als Helikopterblick kurz was zu sagen. Peer: Also ob es jetzt unbedingt einfacher geworden ist, also das ist jetzt schwer zu sagen, weil viele erwarten natürlich, wie ich schon zu Anfang sagte, so von heute auf morgen ein Online Einkommen und viel Geld. Das ist weder heute noch war das damals möglich und ich glaube auch nicht, dass es in Zukunft möglich sein wird. Da steckt immernoch viel Arbeit hinter und man muss sich natürlich auch erstmal in viele Dinge reinarbeiten. Oft hängt das auch an vielen Kleinigkeiten, ob etwas funktioniert oder nicht. Und das kann man natürlich teilweise anlesen, aber viele Dinge muss man halt auch selber mal erlebt haben und Erfahrung gemacht haben. Aber man muss schon sagen, dass die Entwicklung in Deutschland schon positiv ist. Ich hatte ja gesagt, als ich damals als ich angefangen habe mich selbstständig zu machen, viele US-Blogs gelesen habe. Und damals gab es halt Einnahmequellen, die wir in Deutschland damals nicht hatten oder man konnte kaum in Deutschland irgendwie mit nem Blog Geld verdienen. Mittlerweile hat man da sehr, sehr viele Möglichkeiten in Deutschland und das entwickelt sich auch positiv weiter und es kommen immer wieder auch interessante Projekte hinzu, wo man dann abwarten muss, ob die sich durchsetzen oder nicht. Aber es gibt heute sehr, sehr viele Möglichkeiten, wie man Geld verdienen kann. Und natürlich auch aus eigener Erfahrung kann ich sagen, wie ein eigenes Produkt, zum Beispiel ein eigenes Ebook ist natürlich auch etwas, was jetzt erst in den letzten zwei, drei Jahren in Deutschland richtig auf breiter Basis so ein bisschen durchgestartet ist, wo viele Selbstständige im Netz da eigene Produkte anbieten und damit auch ganz gutes Geld verdienen. Und ich denke es könnte auch etwas sein, was sicherlich in Zukunft noch ein bisschen breiter akzeptiert wird. Marcus: Ich finde die Akzeptanz ist gewachsen, auch mal zwei, drei, vier, fünf Euro für was gutes auszugeben, für ein gutes Ebook oder auch für einen Kurs und das hängt aber auch damit zusammen, dass gerade in Deutschland auch die Qualität angestiegen ist. Das wäre so mein Empfinden. Peer: Ja auch die Diskussionen mit AdBlocker usw. Es entwickelt sich ja zwangsläufig so ein bisschen hin zu Paid Content. Werbung funktioniert wie gesagt bei spezialisierten Seiten mit guten Zielgruppen immernoch, meiner Erfahrung nach. Aber die Leute sind schon bereit für gute Informationen und für Informationen, die sie eben sonst nicht so in der Form finden Geld auszugeben und es hat sich natürlich in den letzten Jahren deutlich verändert. Und ich denke, das kann auch noch weiter in die Richtung gehen. Marcus: Und steht und fällt dann, wenn man es auch im eigenen Blog verkaufen will natürlich mit der eigenen Reichweite, wo dann vorher wieder diese Arbeit steht, die man da einfließen lassen muss, oder man geht halt direkt auf fertige Plattformen wie Udemy, wo man Onlinekurse einstellen kann oder auf Amazon seine Ebooks einstellen kann. Ich meine das ist auch besser geworden im Laufe der Zeit oder? Peer: Auf jeden Fall. Also gerade Onlinekurse online anzubieten, da gibt es tolle Plattformen. Mittlerweile auch in Deutschland nutzbar. Also es gibt wirklich sehr, sehr viele Möglichkeiten. Die Varianten sind breiter geworden. Man kann wirklich schauen, was einem liegt. Ob jetzt Video, Text, Audio was auch immer. Man kann dort viel machen. Man muss sich nur bewusst sein, dass es eben trotzdem nicht leicht ist. Man wird Fehlschläge erleiden. Man muss halt draus lernen, man muss dran bleiben. Das ist das wichtige. Also die Werkzeuge sind sozusagen da. Jetzt hängt es an den einzelnen Leuten sich sozusagen da durchzubeißen. Etwas zu finden, wofür sie brennen und dann eben dauerhaft auch dabeizubleiben. Marcus: Cooles Schlussstatement. Es ist alles gesagt würde ich sagen und ja, vielen Dank für Deine Zeit Peer! Es war schön mal endlich mit Dir zu quatschen. Wir haben vorher ein paar Mal geschrieben. Ich bin treuer Leser von Deiner Website und cool, dass es geklappt hat mit dem Interview! Peer: Ich danke Dir für das Interview! Marcus: Okay, schöne Grüße nach Deutschland! Peer: Jo, schöne Grüße, ciao! Marcus: Ciao. Yeah Leute, das war auch schon wieder die nächste Folge der LIFE HACKZ Show. Dieses Mal mit Peer Wandiger, dem Betreiber von Selbstständig im Netz. Jo! Gebt mir mal Feedback. Wie gefällt euch die Show? Was kann ich besser machen? Und wen hättet ihr gerne mal als Interview-Gast hier auf dem Podcast am Start oder bist Du vielleicht auch ein Kandidat, der sagt: Ey ich bin cool, ich was zu erzählen. Ich möchte gerne mal interviewed werden vom Marcus, dann schreib mir an marcus@lifehackz.de. Ansonsten viel Spaß bei allem, was ihr gerade tut und wo immer ihr auch gerade seid. Peace and Out, euer Marcus! [/su_spoiler] [/su_accordion]

peer-wandiger

Dec 11, 2015

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Interview mit Sebastian Kuehn von Wireless Life

Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 36! Hey Leute, herzlich Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show, immer noch live aus Chiang Mai in Thailand, dem Digitalen Nomaden Hot Spot. Heute habe ich mir den Macher von Wireless Life vor’s Mikro geholt, Sebastian Kuehn. Und Bastian lebt schon seit längerem in China und hat ziemlich viel Know-How, wenn es darum geht: Wie baue ich mein eigenes Online Business auf? Er ist also ein alter Hase in dem Geschäft und kann euch auch genau sagen, welche Fehler man vermeiden sollte, welche Fehler man nicht machen sollte. Weil genau darüber sprechen wir in dem Podcast. Das haben Feli und ich falsch gemacht, das hat Sebastian falsch gemacht, das haben auch tausend andere, würde ich wetten, falsch gemacht. Und das kann man aber vermeiden, wenn man weiß wie. Viel Spaß mit der heutigen Folge. Peace and Out! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. In dieser Folge lernst du:

  1. Welche Fehler Du beim Aufbau Deines Online Business vermeiden solltest.
  2. Warum es immer gut ist, für neue Sachen offen zu sein.
  3. Warum es okay ist auch mal Nein zu sagen.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Wireless Life

Wunderlist

Trello

Wireless Life Online Konferenz

Citizen Circle

Rock My Site

Wundersite

VPN Service Astrell

Tony Robbins  

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 36! Hey Leute, herzlich Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show, immernoch live aus Chiang Mai in Thailand, dem Digitalen Nomaden Hot Spot. Heute habe ich mir den Macher von Wireless Life vor’s Mikro geholt, Sebastian Kuehn. Und Bastian lebt schon seit längerem in China und hat ziemlich viel Know-How, wenn es darum geht: Wie baue ich mein eigenes Online Business auf? Er ist also ein alter Hase in dem Geschäft und kann euch auch genau sagen, welche Fehler man vermeiden sollte, welche Fehler man nicht machen sollte. Weil genau darüber sprechen wir in dem Podcast. Das haben Feli und ich falsch gemacht, das hat Sebastian falsch gemacht, das haben auch tausend andere, würde ich wetten, falsch gemacht. Und das kann man aber vermeiden, wenn man weiß wie. Viel Spaß mit der heutigen Folge. Peace and Out! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. Marcus: Hey Sebastian, cool dass Du bei LIFE HACKZ am Start bist! Bist Du ready? Sebastian: Yess, danke für die Einladung Marcus! Marcus: Sehr gerne! Wo erwische ich Dich gerade und was machst Du da? Sebastian: Du erwischst mich gerade in meinem kleinen, beschaulichen Home Office in meiner Wohnung in Shanghai. Ich gucke gerade auf so einen kleinen grünen Hinterhof, kleiner Vorgarten und da kann man schnell mal vergessen, dass das eigentlich eine 20 Millionen Metropole ist. Und ja, ich versuche gerade ein paar Sachen zu erledigen. E-Mails, ein bisschen Buchhaltung heute noch. Marcus: Oh, mein Lieblingsthema neben Steuern (lacht). Sebastian: Ja, ich versuche mir immer den Vormittag so zu legen, dass ich da alle Sachen erledige, also Korrespondenzen, Buchhaltung, alles was nicht unbedingt so riesen Spaß macht, um dann den Nachmittag frei zu haben für ein bisschen mehr kreative Dinge. Marcus: Okay, Du gehst da nach dem Prinzip vor, die Sachen, die echt keinen Spaß machen, aber die sind wichtig. Okay, morgens habe ich noch genug Will-Power dafür und verschiebe es nicht. Dann gehe ich’s morgens an und nachmittags machst Du dann eher kreative Sachen, wie Blogartikel recherchieren und schreiben? Sebastian: Genau richtig. Nachmittags ist dann immer so die Belohnung, ne? Wenn man früh die zwei, drei Stunden abgearbeitet hat, dann kommt die Belohnung und dann ist das Content erstellen, Konzeptionierung, so ein paar Sachen am Web-Design machen, an neuen Ideen und Projekten arbeiten. Also alles, was dann deutlich viel mehr Spaß macht. Marcus: Ja, wie organisierst Du Dich für diesen wichtigsten Task des Tages? Schreibst Du Dir den schon vorher raus oder hast Du ein bestimmtes Tool, wo Du dann nach Prioritäten sortierst? Sebastian: Ich habe ganz lange To Do Listen benutzt, hab da ein Tool benutzt. Todoist, was ich total klasse finde. Da waren quasi meine ganzen Aufgaben drin, nach Datum und nach Prioritäten sortiert und die arbeite ich dann ab. Und jetzt vor ein paar Monaten bin ich immer weiter davon abgekommen, diese klassischen To Do Listen zu benutzen und habe eigentlich hier neben meinem Laptop ein Zettel liegen. Also ganz klassisch ein Blatt Papier und einen Stift, schreibe mir da wirklich nur die allerwichtigsten ein, zwei Sachen drauf, die am nächsten Tag erledigt werden müssen und dann streiche ich die durch, wenn sie erledigt sind. Marcus: Hm, es kann fast noch mehr Bock machen, als so ein Mausklick auf so ein Quadrat, wo dann so ne Checkbox reingeht, oder? Das mit dem Pencil dann durchzustreichen. Sebastian: Ja genau. Und ich erwische mich auch immer selber dabei, dass… diese To Do Liste die habe ich immer dabei ne, am Tablet, am Handy, am Laptop und von unterwegs, wenn mir irgendwas einfällt, dann haue ich da die ganzen Aufgaben rein und die ist dann so überladen, die To Do Liste, dass alleine schon der Anblick mich total demotiviert. Und wenn ich einfach so ein Blatt Papier hier habe und handschriftlich mir die Aufgaben notiere, dann ist der Widerstand so ein bisschen größer und dann schreibe ich wirklich nur die wichtigsten Sachen rauf. Und das scheint für mich jetzt besser zu klappen im Moment. Marcus: Ja ich kenne das. Wir arbeiten ja mit Wunderlist, Feli und ich, wenn wir da uns beide koordinieren und am Anfang war es dann auch so, dass jede kleine Idee irgendwie darunter reingeschrieben wurde und wir haben dann noch so ein extra Thema gehabt, ich glaube Jour Fixe oder so, dann habe ich einfach alles reingehauen, wenn wir beide dann mal wieder ein Meeting gemacht haben zum Thema Business und irgendwann ist es aber einfach zur Mülltonne verkommen. Und alles was Du gefunden hast: Ja okay Jour Fixe, kann ich nicht zuordnen und dann war die Verbindlichkeit auch weg und Du hattest irgendwie so das Gefühl ich hab’s mir aufgeschrieben, aber letztendlich musste man dann irgendwie ne To Do Liste für die To Do Liste anlegen, um sich selber zu verwalten, um zu gucken, was ist da eigentlich noch überhaupt wichtig von der To Do Liste und was nicht. Es ist echt nicht easy. Es gibt viele gute Tools, die einem richtig helfen können, aber ohne dass man weiß, wie man so ein Tool benutzt, ist das geilste Tool 0 ct. wert oder gar nichts wert. Sebastian: Genau. Ich glaube, vielleicht zu diesem Punkt noch ganz kurz: Ich glaube zu zweit, da ihr ja an den meisten Projekten gemeinsam arbeitet, ist es natürlich nochmal ne ganz andere Challenge, ne? Weil man sich abstimmen muss. Und die Projekte, an denen ich alleine arbeitet, da bin ich mir selbst gegenüber nur in einer Verbindlichkeit, in der Verantwortung. Dann kann man sich auch einfach organisieren. Ich habe jetzt auch so ein paar Projekte mit anderen Leuten zusammen und da ist es natürlich schon schwieriger und da machen die Tools auch einfach Sinn. So Kollaborationstools und Projektmanagementtools, um sich da einfach ein paar Sachen festzuhalten und um verbindliche Termine einzurichten usw. Marcus: Hm klar. Welches nutzt Du da? Collaborative Working mit anderen im Team? Sebastian: Ich habe viel probiert, finde Slack ganz cool, also wenn man mal schnell kommunizieren muss, einfach nen Slack Channel aufmachen und das als Chat-Kanal nutzen und ansonsten Trello. Ich benutze viel Trello eigentlich. Marcus: Ja, wir auch. Ich bin totaler Fan von Trello, weil es a) kostenlos ist und b) irgendwie die User Experience total schön aufgebaut ist, mit diesen Karten umhängen und verschieben. Wenn man das vielleicht noch so von früher kennt aus dem Corporate Job mit den Post-its auf dem großen White Board hin- und herschieben und ich glaube das steht und fällt aber auch mit dem System, was man dahinter stellt hinter Trello ne? Sebastian: Genau, wie bei allen Tools, ja? Man braucht ein eigenes gutes System dafür. Marcus: Hm, hast Du ein Standardsystem, wie lauten bei Dir die Spalten? Sebastian: Die Spalten bei Trello meinst Du? Nee, ich habe überhaupt kein Standardsystem, wenn es To Dos gibt, dann werden die dort angelegt als einzelne Karten. Das mit der höchsten Priorität kommt nach vorne. Alles was erledigt wird, wird archiviert. Das kann man ja in der Zukunft immer nochmal herrufen und suchen, wenn man’s dann braucht, aber nee, so ein Standardsystem habe ich dann da nicht. Marcus: Das heißt, die wichtigste Karte hängst Du ganz nach oben und die anderen da alle drunter, alles in einer Spalte? Sebastian: Genau, und dann wird auch mal hin- und hergeschoben, je nach dem was gerade Prio 1 und 2 und 3 ist. Marcus: Aber innerhalb von einer Spalte? Frage ich. Also Du hast nicht mehrere nebeneinander, wo Du dann Prio 1, Prio 2, Prio 3 hast und die dann hin- und herschiebst, sondern Du schiebst quasi nur vertikal? Sebastian: Nee doch horizontal, also die Spalten… ganz links steht dann quasi immer die Prio 1 und je weiter es nach rechts geht, um so weniger wichtig werden die Aufgaben. Marcus: Ahh okay, cool. Was ich Dir noch empfehlen kann, je nach dem wie oft Du dann auch archivierte Sachen suchst, finde ich es ein bisschen umständlich, diesen Weg dann immer zu gehen, dass man glaube ich irgendwo explizit sagen muss, suche auch in dem Archiv oder so, haben wir noch so ne Spalte “Done” oder “Fertig” und da hängen wir einfach die fertigen Karten rein ohne die zu archivieren. Und dann sind die nämlich auch in der Vollsuche mit drin. Sebastian: Ah, das ist eine coole Idee ja. Marcus: Hm cool! Ja, dann erzähl mal, an welchen Projekten arbeitest Du und welche Trello-Karten hängen da gerade alle bei Dir auf Prio 1, welche hängen auf Prio 2 und welche hängen auf Prio 3? Sebastian: (grinst) Bei Trello ist jetzt fast alles abgearbeitet, aber wie gesagt, wir hatten jetzt ein paar Projekte. Da habe ich mit mehreren Leuten zusammengearbeitet. Das war einmal quasi eine virtuelle Konferenz, also ne Reihe von Webinaren, die wir gegeben haben. Komplett Online zum Thema digitale Produkte für Blogger. Das haben wir zu dritt organisiert. Da sind wir jetzt noch in der Nachbearbeitung, aber das ist jetzt so ziemlich durch. Dann veranstalten wir, ähnlich wie ihr mit euren DNX CAMPS, veranstalten wir auch für Occasions. Da gibt’s auch immer ein bisschen Abstimmung mit den anderen Organisatoren. Das organisieren wir jeweils zu zweit. Marcus: Immer die gleichen beiden, oder hast Du da verschiedene Leute? Sebastian: Nee, also ich bin meist dabei 90% der Fälle und dann immernoch eine andere Person. Aber das ist dann immer jemand anderes. Genau, da gibt’s viel zu planen, also ganz einfach die Koordination, die Buchungen von der Unterkunft, das Kennenlernen von den Teilnehmern, gucken wie kann man die am besten matchen, wer passt zusammen. Da benötige ich relativ viel Abstimmung. Da arbeite ich auch ganz gerne mit Google Docs und Spread Sheets. Auch super, die benutze ich eigentlich jeden Tag, um einfach quasi wie so ein großes Projekt glatt einmal anzulegen, wo dann die potentiellen Teilnehmer eingetragen werden, die Leute, die bereits bezahlt haben, wo die Kosten kalkuliert werden usw. Das wird dann jeweils mit dem anderen Organisator geteilt, dieses Google Sheet. Marcus: Richtig gut, oder? Auch unten die verschiedenen Reiter, die man dann anlegen kann und das dann teilen kann und je nach dem verschieden Berechtigungen geben kann? Sebastian: Ja, also ich bin ein riesen Fan von Google Docs und Spread Sheets. Das ist glaube ich immernoch so ein bisschen altbacken und viele Leute, die haben gerne so ne fancy Benutzeroberfläche, aber ich find’s klasse. Also, die machen genau das, was ich brauche, die Google Docs. Man kann sie teilen, man kann sie in Echtzeit bearbeiten. Also ein total geniales Tool. Marcus: Same same hier (grinst). Genau, es ist auch nicht überladen oder so, straight to the point, total schön minimalistisch finde ich. Sebastian: Genau. Und ansonsten: Projekte. Ich habe mir jetzt vorgenommen mal in den nächsten zwei, drei Monaten oder bis zum Jahresende keine neuen Projekte anzunehmen und einfach mal so eine kleine Bestandsaufnahme zu machen. Das ist glaube ich auch mal wichtig, einfach mal inne zu halten und zu gucken, was ist so alles passiert in den letzten zwei, drei Jahren. Ich bin jetzt seit knapp vier Jahren selbstständig, habe ne ganze Menge Content erstellt, Produkte erstellt und ich will das jetzt alles mal unter einen Hut bringen, das alles optimieren. Die einzelnen Produkte vernünftig miteinander verknüpfen. Ich experimentiere jetzt gerade ein bisschen mit Facebook Ads und gucke einfach, dass ich die Sachen, die jetzt schon draußen sind, möglichst gut an den Mann bringe. Und möglichst gut alles miteinander, ja, ineinander integriere quasi. Marcus: Ja, macht absolut Sinn. Gerade bei Dir würde ich sagen. Du hast soviel an Content und Mehrwert rausgehauen in den letzten paar Jahren. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Wenn ich an Dich denke, denke ich auch immer an so ein Multitalent und einer, der nie schläft und dann noch die Online-Konferenz raushaut und dann noch die Retreats macht und dann eben noch richtig geile hilfreiche, lange Blogartikel zu den Themen schreibt, auf die keiner Bock hat. Du bist so ein bisschen die ganze Taxation, Steuern und Meldungen, Anmeldung, Abmeldung und so. Irgendwie hast Du da Deine Expertise gefunden glaube ich, in dem Digitalen Nomadenbereich neben vielen anderen Themen. Und dann noch die Ebooks. Was hast Du nicht alles gemacht? Und dann fällt es auch schwer, irgendwann mal zu sagen: Ey, ich muss mal raus. Ich muss raus aus diesem Modus und kurz innehalten, zurückgucken, Bestandsaufnahme machen. Kann man vielleicht irgendwas auch einstampfen. Ich weiß nicht was Du vorhast. Oder noch besser machen, noch mehr optimieren an dem bestehenden Content ne? Sebastian: Genau. Also irgendwann geht’s dann sowieso auch nicht mehr alleine. Umso mehr Projekte man hat, da kann man ja gucken. Sucht man sich Hilfe? Sucht man sich Leute, die einem den Großteil der Arbeit abnehmen oder stampft man auch irgendwann Projekte ein. Also ich glaube, an dem Punkt bin ich gerade, wo ich dann ein paar Entscheidungen treffen muss. Wie geht’s weiter mit, wir haben ja auch so ne Community für ortsunabhängige Unternehmer und Freelancer auf Wireless Life und da bin ich gerade am überlegen, wie da die Reise weitergeht. All das sind natürlich Sachen, die kann man irgendwann alleine nicht mehr stemmen. Marcus: Aber da hast Du jetzt schon, ich glaube, mega viel Energie reingesteckt, um die Community irgendwie aufzubauen. Weil die wird wahrscheinlich nicht gecutted werden, oder? Sebastian: Nee, cutten nicht. Dafür ist es irgendwie zu sehr mein Baby, das kann ich jetzt nicht so einfach aufgeben. Aber ich sehe auch, das bringt auch immernoch nen Mehrwert für die Leute, für die Mitglieder, auf jeden Fall. Und das ist cool, also sich zu connecten. Das ist auch gut für mich, um wieder mehr Leute kennenzulernen, mein Netzwerk zu vergrößern, aber es braucht einfach unheimlich viel Arbeit, um so ein Forum zu betreiben und deshalb schaue ich jetzt, in welche Richtung es da geht. Marcus: Ja, mega, mega Arbeit. Ich glaube, jeder der auf der Suche ist nach dem heiligen Gral und sagt: Ich will irgendwie am Ende des Tages ein passives Einkommen haben, dem würde ich eher nicht empfehlen eine eigene Community aufzubauen. Auch wenn sie mega viele Vorteil hat, aber es … also man muss sich schon 100% committen oder? Sebastian: Auf jeden Fall. Ich glaube, das war ziemlich die Königsklasse vom passiven Einkommen. Ich glaube, der Tim hat’s jetzt gerade ganz clever gemacht mit seinem Citizen Circle. Das ist ja eher so eine sehr exklusive Community und ein bisschen höherpreisig, dafür liefert er richtig gute Inhalte, hält das aber ganz bewusst klein. Dadurch hält sich die Arbeit auch eher in Grenzen und dann ist es auch einfacher, diesen persönlichen Kontakt zu haben. Jetzt wenn Du irgendwann ein paar Tausend Mitglieder hast, dann ist dieser persönliche Kontakt natürlich nicht mehr gegeben und dann schafft man es einfach nicht mehr, da kommt man nicht mehr hinterher. Marcus: Nee, zumal Tim glaube ich auch jetzt vor ein paar Monaten an dem Punkt war, dass er gesagt hat: Okay, wenn ich das so weiter machen will mit den ganzen Baustellen oder Projekten, die ich am laufen habe, muss ich mein Team vergrößern und hat sich dann ja auch Leute reingeholt und bewusst angesprochen. Sebastian: Genau. Meine Überlegung hinter dieser Community war auch immer, dass ich sage: Die Leute finden mich über meinen Blog. Die lesen eins, zwei, drei interessante Artikel und sagen, okay, das gefällt uns was der Sebastian hier macht. Wir wollen mit dem noch ein bisschen näher in Kontakt bleiben und mit den Leuten, die sich so auf seinem Blog rumtreiben. Und dann gehen sie in diese Community, wo sie sich natürlich auch erstmal kostenlos anmelden können, können sich dort austauschen und dann gibt man seiner Leserschaft die Chance, irgendwie noch tiefer einzusteigen. Man bindet die Leute natürlich auch an seine eigene Marke. Das war auch immer so mein Gedanke dahinter ne? Wenn ich jetzt mal dann irgendwann ein Produkt habe, diese virtuelle Konferenz und ein Ebook oder einen Onlinekurs, dann ist es natürlich recht einfach, das auch zu vermarkten. Die Leute, die das Grundvertrauen haben in mich und in die Sachen, die sie so gesehen und gelesen haben. Und dann ist das ein super Marketing-Kanal am Ende auch. Marcus: Hm, absolut. Wobei man trotzdem immernoch, auch wenn es Deine eigene Zielgruppe ist, immer gucken muss, dass man sensibel bleibt und das nicht überreizt und ganz easy ist es halt auch nicht ne? Sebastian: Genau, die Balance zwischen: Ihr bekommt hier einen riesen Mehrwert, auch kostenlos, und dann vereinzelt auch mal Produkte streuen oder mal Promotion machen. Ich glaube diese Balance die muss man finden. Marcus: Du bist ja jetzt selber auch schon ziemlich lange in diesem Thema Online Unternehmertum, ortsunabhängiges Arbeiten. Ich glaube, gerade in letzter Zeit bist Du auch selber noch mehr rumgereist, also vorher. Was waren Deine ersten Touchpoints mit diesem ganzen Lifestyle, Online Geld verdienen und wie hast Du dann angefangen? Was waren Deine ersten Projekte? Sebastian: Ganz rudimentär hat’s eigentlich schon angefangen so 2010, 2011. Damals habe ich noch studiert. Ich wollte mir einfach nebenbei was dazu verdienen und hatte eigentlich in meinem Umfeld niemanden, der so etwas gemacht hat. Ja, auch ganz wenige Selbstständige. Ganz wenig Leute, die irgendwie freiberuflich über’s Internet gearbeitet haben. Marcus: Und wo hast Du studiert? Sebastian: In Berlin habe ich damals International Business studiert und habe dann einfach gegooglet. Was kann man machen? Wo kann ich mir ein paar Euronen hinzuverdienen? So 200 - 300 Euro, um mir meine Reisen zu finanzieren, um abends weggehen zu können. Und habe dann ein paar Jobs angenommen als Texter, habe mich im Bereich SEO fit gemacht und habe alles möglich angeboten. Schlechte Bezahlung, aber ich konnte mal reinschnuppern in das Thema. Dann war irgendwann das Studium vorbei und bin zusammen mit meiner Freundin nach Shanghai gegangen und hatte hier dann auch meine letzte Festanstellung für ein halbes Jahr. Ich habe die nach nem halben Jahr gekündigt und bin dann eigentlich All In gegangen und habe gesagt, ich versuch’s als Freelancer. Habe dann auch Leistungen angeboten als Übersetzer und im großen Bereich Online Marketing. Also so ein bisschen Social Media, ein bisschen SEO gemacht und das hat am Anfang auch nur sehr schleppend geklappt, weil ich mich einfach nicht spezialisiert habe auf einen Bereich, sondern ich wollte alles abdecken, wollte so viele Leute wie möglich erreichen. Und das war auch ein absolut wichtiges Learning für mich, was ich auch jedem Hörer nur empfehlen kann, ist sich einfach festzulegen. Sich in ein Thema richtig einzulesen, da der absolute Experte zu sein und dann nur ne Handvoll von Leuten zu bedienen, aber die auch richtig zu bedienen. Und dann dafür auch vernünftiges Geld zu nehmen. So ging es dann immer weiter und habe irgendwann besser verdient dann als Freelancer und habe nebenbei immer schon an eigenen Projekten gearbeitet. Das waren so kleine vier Nischenseiten. Das war mein erster Blog vor Wireless Life. Das hat sich dann immer weiterentwickelt. Ich habe immer mehr Sachen ausprobiert. War immer neugierige, was kann man noch so machen Online? Irgendwann ist dann doch unsere Facebook-Gruppe mit den Digitalen Nomaden entstanden und dann kamt ihr mit der DNX und dann gab’s immer mehr Angebote in die Richtung. Man konnte sich immer mehr connecten und austauschen und dann geht’s glaube ich von allein. Dann bekommt man so viel Inspiration, probiert so viele Sachen aus und einige von den Sachen, die machen Spaß, die funktionieren, da kann man Geld mit verdienen. Andere, die bleiben dann auf der Strecke und Du hast eigentlich ein ständiges Ausprobieren, Umwerfen, wieder neu ausprobieren. Marcus: Hm, genau so geht’s. Versuchen, machen, iterieren, wieder neu auf den Markt bringen, Analyse machen, Rückschlüsse ziehen, wieder neu starten, hinfallen, Mund abputzen, weiter, ne? Ich glaube, das wird auch nie aufhören als Unternehmer und das sollte man mit einkalkulieren. Dessen sollte man sich bewusst sein. Und wenn man dafür der Typ ist, dann ist glaube ich Unternehmertum und gerade auch Online Unternehmertum für mich irgendwie die totale Fleischwerdung oder Realisierung der absoluten Freiheit auf allen Ebenen. Sebastian: Genau und dieser Punkt, den Du gerade angesprochen hast, dieser Integrationsprozess, also dieser ständige Loop, der auch in jedem Startup beschrieben wird, das ist glaube ich ganz wichtig, dass der schnell abläuft, dass man schnell ausprobiert ohne lange ein Konzept zu erstellen, ohne lange zu überlegen, sondern einfach in den Markt gehen. Raus zu seiner Zielgruppe ne Verbindung aufbaut, sieht was wollen die haben? Würden die mein Produkt kaufen? Wenn’s dann nach zwei, drei Monaten nicht klappt, dann muss man sich auch damit abfinden und sagen: Okay, nächstes Projekt. Wir probieren was anderes aus. Und diese Feedbackschleifen, die müssen einfach schnell passieren. Marcus: Ja, also da hilft es oft nicht zu emotional zu sein, ne? Dass man … irgendwie… dann hilft’s auch wenn man schnell live geht, weil dann kann man nicht so ne große Emotionalität zu nem Projekt aufbauen oder zu ner Marke oder zu ner riesen Idee, die für Dich die Welt bedeutet, aber überhaupt keine Nachfrage da ist und manche haben dann das Problem, sich davon zu lösen und zu sagen: Okay, ey komm, das kostet nur Zeit und Geld und die habe ich nicht. Ich probiere jetzt was anderes aus. Sebastian: Genau, das ist sauschwierig, irgendwann ne Idee abzustoßen und zu sagen: Okay, ich gestehe mir ein, das hat nicht funktioniert. Ich mache mit einer neuen Idee weiter. Gerade wenn das so ein Leidenschaftsthema ist. Wenn man da mit Emotionen dranhängt. Das ist sauschwierig und das, was man lernen muss und ich bin auch noch dabei das zu lernen, einfach mal zu sagen: Okay, ich gestehe mir jetzt ein, das war nix! Marcus: Ja, das ist echt ein harter Prozess. Das haben wir ja auch schon oft gehabt, dass wir dann gesehen haben: Ey, es funktioniert einfach nicht. Lass uns das Ding einstampfen und was anderes machen. Zum Beispiel als wir dann mal die riesen Idee hatten, ne App für Digitale Nomaden zu machen, um sich zu connecten. Digital Nomad Radar, ich weiß nicht, ob Du das damals mitgekriegt hast. Das war wirklich so schwierig dann wirklich fähige Programmierer zu finden, die auch noch unsere Idee verstanden hatten und ich konnte aber auch nicht richtig briefen für App-Design und überhaupt Technik und dass dahinter dann noch Server hängen. Also Millionen Sachen, von denen ich keine Ahnung hatte, wo ich dann mir irgendwann selber eingestehen musste: Entweder Du vertraust jetzt jemanden und investierst richtig viel Geld und weißt nicht, was dabei rauskommt. Oder Du siehst es jetzt ein, dass es nicht Dein Gebiet oder Du bist jetzt noch nicht ready dafür oder hast nicht die richtigen Leute gefunden und ja… kündigst jetzt die Domain und stampfst das Ding ein und das war wieder ein Learning. Letztendlich hat man ja trotzdem noch ein Benefit von jeder Idee, die man erstmal weiterführt und dann irgendwann beendet. Sebastian: Ja super Beispiel. Ich glaube, wenn es gerade am Anfang beim Briefing schon so Probleme gibt, dann ist es auch ein gutes Zeichen dafür, sich das nochmal durch den Kopf gehen zu lassen. Marcus: Hm, oder ein anderes Beispiel war digitalenomaden.net. Da haben wir ja noch die Keyword-Domain registriert. Muss man sich mal vorstellen. Ich glaube das war im Sommer vor zwei Jahren. Da waren noch sämtliche Keyword-Domains zu dem Begriff Digitale Nomaden frei. Der Tim hat glaube ich die .de ne Woche vor mir geholt und ich habe mir dann noch die .net geholt und was sich seitdem alles getan hat, ist krass. Und da haben wir aber auch mal versucht ne Community aufzubauen mit ner coole Forensoftware und allem Möglichen. Haben ein bisschen Traffic drauf gekriegt, aber in Zeiten von Facebook muss ich Dir glaube ich nicht sagen, mit Deiner eigenen Community, ist es so schwer die Leute irgendwie überhaupt zu überzeugen und von der Plattform Facebook runterzukriegen, dass es noch andere gute Plattformen gibt, wo man sich austauschen kann. Und da haben wir auch irgendwann eingesehen: Ey, das ist a) zu viel Arbeit. Wir kriegen da keinen… also Traffic kriegen wir drauf, aber keine Interaktionen. Das höchste der Gefühle war immer der Vorstellungspost und haben dann gesagt: Die Domain ist so viel wert. Die hat jetzt auch schon so viel gute Backlinks von den Medien gekriegt, weil wir es nach der ersten DNX dann angekündigt haben und ein paar Medien haben das dann aufgegriffen und verlinkt. Dass wir sagen, wir bauen da jetzt irgendwas Statisches, das ist eigentlich auch immer ne ganz coole Idee, wenn man nicht komplett loslassen will von dem Brand oder der Idee und haben jetzt so ne Toolbox, quasi so ein Tuned A nur zu dem Thema Digitale Nomaden draufgebaut. Und das macht uns jetzt keine Arbeit. Da kommen immernoch ein paar Leads an, haben Affiliate Links da verarbeitet zu Sachen, die wir empfehlen und das ist dann im Moment absolut passives Einkommen über diese Domain. Sebastian: Ja genau, das ist eine gute Idee, das nicht komplett aufzugeben, sondern einfach was Statisches zu machen, wo man dann keine Arbeit mehr hat. Ich glaube, wenn ich jetzt nochmal anfangen würde eine Community aufzubauen, das kann ich auch wieder nur jedem raten, ich würde auf jeden Fall bei Facebook anfangen. Ich würde einfach ne Facebook-Gruppe aufmachen. Wobei, wie Du gesagt hast, die Leute sind eh den ganzen Tag bei Facebook und man bekommt die so schwer da weg. Die Leute sehen bei Facebook eh die Notifications und die sehen dann, wenn da in der Gruppe was passiert, und seine eigene kleine Community, die man dann aufbaut bei Facebook. Dann sind die auch viel eher bereit da zu antworten. Die haben ihr Profil schon bei Facebook. Die kennen sich damit aus. Und da kann man … beste Beispiel für mich ist immer der Johannes Voelkner von Webworktravel, was der sich da für ne geile Community aufgebaut hat innerhalb von Facebook. Man kann auch so viele Sachen machen, Events planen und Dokumente anlegen, Beiträge in der Gruppe verlinken, die schon weiter nach unten gerutscht sind, Beiträge fixieren. Also man hat eigentlich viele Möglichkeiten. Marcus: Ja absolut. Facebook ist mega convenient. Weil das alles, gerade diese Profilerstellung. Die Leute sind eh auf Facebook. Für manche, ich hoffe jetzt mal nicht für welche, die Digitale Nomaden werden wollen, für die ist Internet nur Facebook. Die kennen kaum noch andere Seiten, weil die der totale Verteiler ist mittlerweile. Und man muss zugeben, ich glaube das geht jedem so, es funktioniert einfach. Der Algorithmus, die Timeline. Es ist interessant auf Facebook und um so mehr kann man sich da verlieren. Also es ist der größte Freund, gerade auch für uns, für die DNX, funktioniert’s richtig gut, um unkompliziert die Communities aufzusetzen und da Interaktionen zu schaffen. Und auf der anderen Seite für mich selber als Unternehmer ist es der absolute Horror, wenn ich da wieder in diesen Rabbit Wholes verschwinde und gar nicht mehr weiß, was ich eigentlich auf Facebook machen wollte. Sebastian: Ja ich glaube, man muss sich dann gut unter Kontrolle haben. Ich schaue am Tag auch bestimmt 10 Mal bei Facebook rein, habe auch die Notifications ständig an, auch auf dem Mobile Phone. Und muss dann auch immer aufpassen, dass ich mich nicht irgendwie in Videos verliere oder auf irgendwelche Links klicke. Ja, man muss da so ne Selbstdisziplin entwickeln. Marcus: Ja, muss man auf jeden Fall. Ich würde gerne noch mal nen Step zurückgehen, als Du in Berlin warst, während Deines Studiums hast Du gesagt, was ich eigentlich ziemlich deprimierend und traurig finde, dass es damals an Deiner Uni oder an der  Fakultät auch irgendwie das Thema Online überhaupt nicht behandelt wurde, obwohl Du internationales Management oder Business studiert hast. Und Online ja die mega Zukunft ist und ein mega, riesengroßer Markt ist, hat das kein großes Thema gespielt oder nur rudimentär oder? Sebastian: Ja so gut wie gar nicht. Ich will jetzt auch gar nicht so viel über Studium schimpfen, aber inhaltlich war das schon sehr grenzwertig, was dann so 2011, 2012 noch gelehrt wurde, dass waren alte Marketingbibeln von Professor Manfred Bruhns, der die vor 30 Jahren geschrieben hat. Das war einfach viel Theorie und die Professoren waren auch schon relativ alt und die wussten einfach nicht, was abgeht in der Marketing Welt ne? Das heute so viel Online läuft. Und das war eigentlich Wissen, was man sich dann im Endeffekt doch selber aneignen musste. Aber so ein Studium, das ist gut für viele Sachen, aber inhaltlich hätte man die Zeit sicher besser nutzen können ja. Marcus: Ja, ich war ja 10 Jahre vor Dir an der Uni in Münster und habe BWL studiert und da war es natürlich noch weniger ein Thema und wir haben aber trotzdem dann nach diesen ganz alten Prinzipien und Theorien eigentlich nur gelernt und gepaukt und stumpf auswendig gelernt. Es war irgendwie kaum Praxis dabei. Ich will jetzt auch nicht zu lange drüber schimpfen. So ein paar Basics, vielleicht 10% kann ich jetzt noch für mein jetziges Leben anwenden. Aber 90% waren echt vertane Zeit und damals auch nur, um dieses Diplom zu kriegen oder irgendwas zu machen. Letztendlich hat mir das nicht viel gebracht und interessant war auch, dass ich, ich glaube, vor zwei oder drei Jahren dann bei nem Online Marketing Kongress eingeladen gewesen bin, was nur auf Einladung war von ner ziemlich guten Agentur in Deutschland, die da führend ist, und die hatte sich dann auch nen Professor irgendwie da als Speaker geholt. Der war auch noch gar nicht so alt. Irgendwie Mitte 30, Anfang 40 oder so und hat dann seine Slides präsentiert, die er dann in seiner Vorlesung zum Thema Online Marketing auflegt. Und ich dachte, ich sehe nicht recht. Also ich konnte mich kaum im Stuhl halten und nicht rausgehen, weil ich mich so fremdgeschämt habe, für die Inhalte, die da drauf waren, weil das so Schrott war. Dann dachte ich so, das kann echt nicht wahr sein. Wenn das die Lehre ist, was die Leute an der Uni in Deutschland… es war glaube ich sogar noch ne private Uni… und Geld dafür bezahlen in Sachen Online Marketing Lernen. Da ist jede Ressource, die Du bei Google in zwei Minuten findest zum Thema SEO oder so, tausend Mal hilfreicher und besser. Sebastian: Ja, kann ich mir gut vorstellen ja. Dann lieber von Leuten lernen, die richtig im Thema stecken, die das gerade selbst anwenden und irgendwie selbst gelesen haben. Und dann ist es auch egal, ob das ein Professor ist oder ein 25-jähriger, der gerade totale Erfahrung mit dem Thema sammelt. Marcus: Ja, und ich glaube wir sehen auch gerade so einen Switch. Zum einen, als ich angefangen habe, mich mit dem Thema zu beschäftigen, gab’s gute Blogs, aber die musste man dann echt mit der Lupe suchen und dann haben die Leute auch irgendwann aufgehört zu bloggen, dann war der Blog tot. Und dann musste man wieder einen neuen suchen. Und viele parallel lesen. Mittlerweile gibt’s ja das ganze Wissen auch super geil aufbereitet in sehr professionellen Onlinekursen, wo Du ein paar Euro in die Hand nehmen musst, aber da ist jeder Euro, finde ich, ist es da wert, wenn man das Geld dazu hat. Und es wird auch irgendwann weitergehen, dass die Lehre dann komplett irgendwie im Netz stattfindet und die Universitäten glaube ich, ein echtes Problem kriegen, gerade im Thema Online Unternehmertum. Sebastian: Auf jeden Fall, da bin ich voll bei Dir, ja. Ich glaube, man muss immer ein bisschen vorsichtig sein, weil es auch viel Halbwissen da draußen gibt und da einfach einen Blog zu starten oder einen Onlinekurs zu kriegen, das kann jeder. Und leider machen es auch viele Leute, die nicht ganz so viel Ahnung haben. Aber es gibt auch wahnsinnig viele gute Ressourcen. Und da muss man einfach selber abwägen und vielleicht mehrere Quellen in Betracht ziehen. Und dann findet man die ganzen Infos alle für wenig Geld, ja. Marcus: Ja, hm. Ich glaube, da entwickelt man irgendwann ein Gefühl für und da muss jeder auch mal durch und da muss jeder seine eigene Erfahrung machen. Am Anfang die ersten Touchpoints sind für viele Reichwerden im Internet, Geld verdienen über Nacht oder so, wo Du dann auf diese ganzen Scam-Seiten landest und irgendwann merkst Du aber, dass da nicht viel Inhalt hinter ist und dann kommt man hoffentlich auch auf die besseren Sachen. Oder stößt direkt auf so Podcast, wie der hier oder auf Deine Seiten oder an die Communities, wo dann die wertvollen Ressourcen geteilt werden. Ein wichtiger Punkt, den Du eben noch gesagt hattest, als Du angefangen hast. Dass Du, wie auch übrigens wir, einen riesigen Bauchladen erstmal aufgemacht hast. Dass Du nicht genug geshaped hast Dein Produkt und einfach alles angeboten hast, nur um irgendwie einen Euro zu verdienen. Also das war bei uns auf jeden Fall so der Antrieb, dass wir gesagt haben: Boah nee scheiße, wir haben viel zu viel Panik, dass wir überhaupt keine Kunden kriegen. Und haben gesagt: Okay, dann bieten wir alles an. Wir können Online Marketing Beratung, wir können Analysen machen, wir können das Operative im Online Marketing umsetzen, wir können Kommunikation, wir können Übersetzungen, wir können SEO Texte, wir können Websiteerstellung machen, wir können Tools installieren. Also es war irgendwie ein riesen…. keiner wusste, wofür wir überhaupt stehen. Und ich glaube, das ist auch wichtig zu erkennen, auch wenn’s weh tut. Nicht aus Angst irgendwie eine falsche Entscheidung zu treffen, haben wir dann keine Entscheidung getroffen und weiterhin alles angeboten. Aber erst nachdem wir zum Beispiel Rock my Site, was ja unser Brand für die Websiteerstellung war, noch weiter eingedampft haben auf Wundersite, sprich für persönlich Websites und für Freelancer. Ab da konnten die Leute was damit anfangen und sagen: Ey cool, das habe ich mal gesehen, ich kann was damit anfangen. Ich weiß was das ist. Genau das brauche ich, das kaufe ich jetzt. Sebastian: Ja, als Du es gerade erzählst von Wundersite und Rock my Site, ich kann mich erinnern, dass ich vor, das ist bestimmt schon zwei Jahre her, weil ich mal auf ner Portfolio Seite von Dir, ich glaube marcusmeurer.de und da habt ihr eure ganzen Projekte vorgestellt und ich dachte so, ach du… scheiße. Erstmal: Wo nehmen die die Zeit her, um diese ganzen Projekte zu starten. Und wie kriegen die das unter einen Hut. Und genau, ich habe auch genau das gleiche Problem. Ich wollte am Anfang auch immer alles machen, wollte auch möglichst viele Leute erreichen. Und das genau ist das Problem, ich habe jetzt in der Vergangenheit ein paar Workshops gegeben. Unter anderem ja auch bei euch auf der DNX zum Thema Nischenfindung. Was macht so ne gute Nische eigentlich aus. Da habe ich immer davon gesprochen von der Fear of nishing. Also einfach vor der Angst davor zu tief in die Nische reinzugehen. Weil wir einfach Angst davor haben, unsere Zielgruppe zu weit einzuschränken. Und wir haben Angst davor, Leute von unserem Angebot auszugrenzen. Und deshalb sprechen wir einfach die Masse an, die Allgemeinheit. Und indem wir das tun, erreichen wir aber am Ende niemanden, weil sich niemand angesprochen fühlt. Es fühlt sich niemand angesprochen, wenn wir Social Media Marketing Dienstleistungen anbieten. Da weiß kein Mensch, was damit gemeint ist. Keiner denkt, dass das ein Service für ihn ist, aber wenn wir, was ich irgendwann gemacht habe ist, ich habe SEO für App Stores, für den Google Play Store und für den Apple Store angeboten, und da gab’s vielleicht so 50 Leute im deutschen Bereich, die das brauchten. Aber die haben sich total angesprochen gefühlt. Es gab 0 Wettbewerber in dem Bereich, die die gleichen Dienstleistungen angeboten haben und das heißt, mindestens 50% der Leute, die ich angeschrieben habe, denen ich meine Leistung vorgestellt habe, die haben das Angebot auch in Anspruch genommen. Und ich konnte im gleichen Moment auch ne gute Rate verlangen, weil ich auch Ergebnisse und Referenzen vorzeigen konnte nach ner Weile und weil’s keinen anderen gab, der diesen Service angeboten hat. Das heißt, diese super kleine Zielgruppe, die hat mir total gereicht. Und der andere Vorteil war natürlich, dadurch dass diese Nische dann irgendwann so klein war, dass ich mir das Wissen, was natürlich nicht so viel ist, in so ner kleinen Nische, das Wissen habe ich mir so schnell angeeignet und war dann nach ein paar Monaten der absolute Experte auf dem Gebiet. Und dieses Prinzip, das kann man als Blogger anwenden, das kann man anwenden, wenn man Veranstaltungen organisiert, wenn man nen Online-Shop hat, Produkte verkaufen will. Das passt eigentlich auf alles. Man muss seine Zielgruppe ganz genau definieren, kennen, muss wissen, was haben die für Probleme und Bedürfnisse und Sorgen. Da muss man genau diese Penpoints ansprechen und keine Angst davor haben, dass man dann nicht ganz so viele Leute erreicht. Marcus: Hm ja, das ist glaube ich die große Challenge, den Mut zu haben zu sagen: Okay, ich mache jetzt nicht nur Webseiten für alle, sondern nur für kleinere Startups oder ich mache Webseiten, speziell für Fitnessstudios. Da gibt’s glaube ich auch einen Riesenbedarf im Übrigen. Und ich glaube, wenn ich dann jetzt ein Fitnessstudiobetreiber wäre und würde dann vier Angebote oder vier Services nebeneinander legen und der eine machte Webseiten für alle, der zweite macht Webseiten für Selbstständige in Deutschland und der dritte macht Webseiten, aber nur für Fitnessstudios und hat dann entsprechend auch die Referenzen auf seiner Seite, dann würde ich ja ganz klar zu demjenigen gehen, der mich total abholt mit genau meinem Pain und meinem Need. Sebastian: Genau, weil Du ja auch davon ausgehst, dass dieser Anbieter, der kennt die Bedürfnisse von Leuten, die gerne ins Fitnessstudio gehen wollen. Der weiß, wie muss das User Interface aussehen, wie soll das Web-Design aussehen. Was ist ansprechend für potentielle Kunden. Genau. Und dann bist Du auch viel eher bereit, die zu beauftragen, ja. Marcus: Ja, wie kam das dann, dass Du komplett aus Deutschland weggezogen bist. Du hast gerade gesagt mit Deiner Freundin. Also war sie dann der ausschlaggebende Grund, dass Du gesagt hast, ich kann quasi von überall arbeiten. War das vorher schon so ne Option, wenn Du mal jemanden kennenlernen solltest oder wenn Du mal woanders sein möchtest? Suche ich mir nen Job, also arbeite ich Online, um das von überall machen zu können oder kamen dann Dinge zusammen und eins zum anderen? Sebastian: Es war ein schleichender Prozess. Also, ich bin immer schon gerne gereist. War auch schon vor der Zeit in Shanghai, öfter mal im Ausland, auch länger unterwegs und wie gesagt, ich hatte hier noch nen festen Job. Also ich war hier ganz normal angestellt das erste halbe Jahr. Und da war eigentlich der Gedanke dann viel reisen zu können, der hat gar nicht so eine große Rolle gespielt. Das ging dann erst los, als ich mich selbstständig gemacht habe und mit diesem Freelancing Service angefangen habe und dann war auch das erste Jahr, war einfach nur arbeiten und wenig reisen. Da waren auch 60, 70 Stundenwochen. Marcus: Hm das ist gut, dass Du es sagst. Sebastian: Da war an viel Reisen und Freiheit nicht zu denken, weil’s finanziell einfach auch schwierig war. Weil einfach immer viel zu viel Arbeit da war. Und dann lief es dann aber irgendwann immer besser, hatte man mehr Freiheiten, also finanziell ging’s dann ganz gut, zeitlich war ich viel flexibler, hatte auch immer weniger Kundenaufträge. Mit Kundenaufträgen ist es ja auch immer so ne Sache, dass man die nicht einfach mal abstellen kann für ne Woche ne? Du musst immer erreichbar sein, oder nicht ständig, aber Du musst ne Response Quote haben, musst auf E-Mails reagieren, musst telefonisch immer erreichbar sein. Marcus: Trotzdem ist es ein super geiler Steigbügelhalter, um in diesen Lifestyle reinzustarten. Also es ist irgendwie total geil, dieses Tool Freelancing und irgendwie auch ein bisschen Deine Zeit gegen Geld zu verkaufen, wo ja manche sagen: Nee, das will ich auf keinen Fall mehr, aber gerade zum Start und um ein bisschen ruhiger schlafen zu können, ist Freelancen ne super geile Option, die Du gemacht hast, die ich gemacht habe, die Conni gemacht hat, die eigentlich Tim… ich glaube fast jeder ist mit Freelancing gestartet. Das sollte manchen Leuten noch mal bewusst sein, dass man nicht von über Nacht quasi so ein eigenes Business aufbauen kann. Und dann muss man aber glaube ich irgendwann den Punkt erkennen: Okay, über die eigenen Sachen kommt jetzt genug Geld rein, auch wenn’s wahrscheinlich wieder genauso wenig ist, wie am Anfang vom Freelancing. Und sich dann trauen, diesen Switch zu machen und nach und nach die Kunden dann wieder abzugeben oder? Sebastian: Genau, richtig. Genau, dieses Freelancing als Einstieg und dann so langsam den Übergang schaffen zu eigenen Projekten und zu Einkommen, was dann größtenteils passiv ist, wo man nicht von Kunden abhängig ist. Und genauso war es dann auch irgendwann bei mir. Ich würde sagen, das war vor zwei, zweieinhalb Jahren. Und da ging’s auch los, dass wir mehr gereist sind. Also teilweise zusammen mit meiner Freundin, teilweise alleine und das koste ich jetzt auch aus. Ich würde sagen, ich bin jetzt immernoch so mindestens die Hälfte des Jahres in Shanghai, bin hier fest, habe hier ganz klassisch meine Wohnung und bin den Rest des Jahres dann unterwegs, viel in Europa und Asien. Und nehme dann die Arbeit mit. Marcus: Hm saucool! Und wie sind so die Lebensbedingungen in Shanghai? Ist es da günstiger als im Rest von Asien oder ist es da günstiger als in Deutschland? Also erfordert das von Dir irgendwelche Sachen, die Du in Deutschland nicht machen müsstest? Oder sagst Du dieses Online Business mit meiner Zielgruppe Deutschland ist echt kein Thema, kann ich von jedem Land der … oder jedem Ort der Welt führen? Sebastian: Also Shanghai ist glaube ich so, wie in vielen asiatischen Städten. Also man kann total günstig leben. Wenn man lebt wie die Locals und kann aber auch recht teuer sein, wenn man in internationale Supermärkte geht, wenn man jeden Tag essen geht, Restaurants und nicht auf der Straße. Wenn man in nem schönen Bezirk wohnt. Das heißt, mittlerweile hat sich unser Lebensstandard auch schon ein bisschen angepasst und es ist schon teurer als damals das Leben in Deutschland war. Was gibt’s hier für Schwierigkeiten? Ein Problem in China generell ist einfach, dass viele Webseiten geblockt sind. Das heißt, man muss das immer umgehen mit einem VPN Services. Darunter leidet die Internetgeschwindigkeit ab und an mal. Das kann schon problematisch sein. Marcus: Was für ein Service kannst Du da empfehlen? Sebastian: Ah, ich habe jetzt super viele ausprobiert und für mich das beste war Astrill. Der Service kostet glaube ich so 60 oder 70$ im Jahr, ist aber total zuverlässig. Und ansonsten gibt es eigentlich ganz wenig Probleme. Also alle Sachen, die ich so mache, da spielt’s einfach keine große Rolle, ob ich die von hier mache oder von Deutschland aus oder aus den USA. Das Einzige, wo man manchmal ein bisschen hin- und herjonglieren muss ist einfach wegen der Zeitverschiebung. Ne? Wenn wir zum Beispiel beide einen Termin ausmachen oder wenn ich mal ein Webinar geben will in Deutschland, dann muss ich immer gucken, wann erreichst Du die Leute dort am besten? Und dann kann es auch sein, dass ich mal ne Nachtschicht einlegen muss. Und dass ist dann hier früh am Morgen ist, wenn es in Deutschland am Abend ist. Aber da wird man fertig mit. Und ansonsten gibt’s eigentlich keine großen Probleme nee. Marcus: Ja cool. Also China fehlt mir noch. Und da würde ich auf jeden Fall gerne mal hin und das auch live vor Ort mal mitbekommen, was da abgeht. Man hört halt so viel unterschiedliche Sachen und ich glaube, am besten ist, man schaut sich das selber an und versucht da mal ne Zeit lang zu leben und zu arbeiten. Sebastian: Ich glaube in Hongkong habt ihr jetzt schon einen ganz guten Eindruck bekommen. Ich glaube Hongkong ist ein guter Mix aus Europa und aus China. Marcus: Wobei ich sagen muss, ich hatte vorher so ein bisschen die Befürchtung, dass mich das überfordern würde. Dass da irgendwie zu viel los, zu kommerziell und so. Wir sind ja eher die Typen, die gerne an nem kleinen remote Strand mit den Fischern abhängen und uns dann auch nicht über langsames Internet beschweren, aber dafür den Ozean vor der Tür haben, Tauchen gehen können, Kitesurfen. Aber es hat mir echt gut gefallen und gerade das Kommerzielle und dieses Bunte. Für ein paar Tage war das voll in Ordnung und es hat mich echt fasziniert. Also ich war auf jeden Fall nicht das letzte Mal in Hongkong. Das ist schon cool. Sebastian: Ja, coole Stadt, auf jeden Fall! Ja, ich glaube, es kommt auch immer darauf an. Es gibt Leute, die bevorzugen Großstädte und es gibt Leute, die bevorzugen eher diese remote places, wo es dann ein bisschen ruhiger ist, wo man geile Natur hat. Und bei mir ist es schon so, dass ich gerne in der Großstadt bin, aber auch gerne mal für ein paar Wochen irgendwo in ein kleines Fischerdorf fahre oder an einen coolen Strand. Marcus: Ja, also das muss jeder für sich selbst dann auch entscheiden. Also wie schnell jemand reist und wo er dann hinreist. Da gibt’s ja auch wieder die verschiedensten Typen innerhalb der Szene der ortsunabhängigen Arbeiter. Oder man braucht viel Gesellschaft oder das pusht einen, wie jetzt hier in Chiang Mai. Dann gibt es natürlich so Hot Spots, wo dann auch viele Gleichgesinnte abhängen. Was ist Deine größte Schwäche und worin würdest Du gerne noch besser werden? Sebastian: Jetzt muss ich überlegen, welche von den vielen Sachen mir als erstes in den Kopf kommt. Ich glaube so eine große Schwäche, was ja im Endeffekt auch ne Stärke sein kann, ist einfach dass ich echt Probleme damit habe Nein zu sagen. Nein zu Projekten, Nein zu, wenn Leute auf mich zukommen und mich um nen Gefallen bitten. Einfach immer wenn Leute kommen mit ner Frage oder mit ner Bitte, dann gibt man ja immer so ein bisschen was von seiner eigenen Zeit ab oder auf. Und da muss ich noch viel besser darin werden, einfach Sachen abzulehnen. Ob Projekte, wo wir vorhin drüber gesprochen haben. Projekte einzustampfen, mich von Sachen zu trennen oder zu sagen: Es gibt so diese zwei, drei Dinge, zwei, drei Projekte an denen arbeite ich gerade. Es gibt diese zwei, drei Menschen, die sind mir richtig wichtig in meinem Leben und genau für die Sachen investiere ich meine Zeit und meine Ressourcen und alles andere steht dann erstmal außen vor. Ansonsten verwickelt man sich dann in tausend Dinge und macht aber keins davon richtig und da bin ich immernoch dabei, das zu lernen. Marcus: Was meinst Du, könnte dafür ne Lösung sein? Was könnte Dir helfen? Sebastian: Ich habe gerade recht viele Bücher gelesen so zum Thema “Persönlichkeitsentwicklung” von Anthony Robbins zum Beispiel. Und da ging’s einfach immer darum den Wert von bestehenden Sachen zu kennen und zu wertschätzen. Also einfach mal so ne Bestandsaufnahme zu machen, zu gucken, was sind so diese zwei Webprojekte, die mich richtig weiterbringen, die mir richtig Spaß machen oder was sind die zwei Menschen in meinem Leben oder die fünf Menschen in meinem Leben, die mir wahnsinnig viel wert sind. Und dann darauf… einfach indem man diesen Wert erkennt, zu sagen: Okay, das hat meine Energie verdient und alles andere, was dann noch kommt, da sehe ich, habe ich da irgendwie noch Energie und Ressourcen für übrig oder nicht. Marcus: Hm, ich glaube das ist ein Riesenthema, gerade auch Online. Und wenn man immer besser vernetzt wird und immer mehr Leute kennt, kommen ja auch immer mehr Opportunities, die man annehmen kann. Und gerade auch, wenn man dann sieht, der hat schon wieder das gestartet oder das ist der neueste Schrei und das könnte man auch mal probieren und auf ne App hätte ich auch schon immer Bock und dann auf ein Ebook auch und nen Onlinekurs will ich auch noch aufnehmen und Buch schreiben auch noch und mich selber verfilmen lassen auch. Dann ist es echt schwer an den richtigen Punkten nein zu sagen. Gerade aufgrund dieses Shiny Object Syndrom, dass man immer denkt, das was ich habe ist nicht gut genug, sondern das was andere haben ist vielleicht noch cooler. Oder ich könnte mein Produkt noch cooler machen und da müssen wir auch noch besser werden, weil eben innezuhalten, durchzuschnaufen, auch wenn’s vielleicht nur ne Woche ist oder mal ein paar Wochen, um zu sagen: Okay, das was ich habe ist schonmal richtig gut. Das ging jetzt ab und darum kümmere ich mich jetzt und gucke, worauf fokussiere ich mich die nächsten Wochen. Sebastian: Genau, und dann einfach mal mit den Sachen weitermachen, die gut laufen. Da gibt’s ja immer einen Grund für, warum einige Sachen gut laufen und andere weniger gut. Und ich glaube, wenn man sich dann auf die Sachen konzentriert, die einfach funktionieren, dann kann man auch nicht viel falsch machen. Und da muss man auch nicht immer nach links und rechts gucken und sich immer ablenken lassen von den ganzen anderen tollen Ideen und Blogs und Online Jobs, sondern dann gibt’s einfach nen Grund dafür, warum die eigene Sache gut läuft und die lieber noch weiter ausbauen, anstatt tausend andere Sachen zu beginnen. Ich glaube, das ist ganz wichtig. Marcus: Hm und wenn Du merkst, Du bist nicht mehr produktiv, Du sitzt gerade am Rechner, Du sitzt ja auch ziemlich lange am Rechner, so wie wir, was machst Du, wenn Du merkst, Du kommst jetzt nicht weiter, es bringt nichts mehr? Bist Du da schon so weit, es zu schaffen den Deckel zuzuklappen? Das fällt mir immernoch schwer. Und wie gehst Du damit um? Was ist Deine Empfehlung, was ist Dein Hack? Sebastian: Also ich werde da immer konsequenter. Also es ist echt so. Manchmal arbeitet man an ner Sache. Dann merkt man so nach 10, 15 Minuten das Internet ist scheiße, funktioniert alles nicht, habe irgendwie keinen kreativen Saft heute mehr. Und in dem Moment klappe ich wirklich einfach den Laptop zu und dann gehe ich ne Runde laufen, gehe in ein Café und nehme mir ein Buch mit, lese einfach für ne Stunde oder zwei und wenn ich dann merke, ich habe wieder ein bisschen kreative Energie oder ich habe wieder Bock, dann setze ich mich auch wieder an den Laptop. Aber ansonsten gibt es auch wirklich Tage, wo dann mittags für mich eigentlich Feierabend ist und ich dann Kumpels anrufe und mich mit denen treffe, anstatt mich zu quälen und einfach unproduktiv vor’m Laptop zu setzen. Ich glaube generell, ein ganz guter Tipp, was für mich super gut funktioniert ist, dass ich meist am Vormittag, also immer wenn ich zu Hause bin, auf Reisen sieht’s natürlich immer nochmal ein bisschen anders aus, der Tagesablauf, aber wenn ich zu Hause bin, dann bin ich vormittags in meinem Home Office, versuche so die wichtigsten Sachen zu erledigen und da weiß ich im Kopf schon, ich verbinde diesen Stuhl auf dem ich sitze und meinen Schreibtisch und meinen Ausblick verbinde ich einfach so mit typischen Tätigkeiten. Und dann gehe ich zu Mittag und danach gehe ich irgendwo in ein Café oder in einen Coworking Space und dann weiß ich schon, ohne mich wirklich drauf einstellen zu müssen, okay jetzt ist irgendwie ein ganz anderes Tätigkeitsfeld dran. Jetzt arbeite ich an ganz anderen Aufgaben. Und das hilft mir. Einfach diese Verbindung von bestimmten Aufgaben und Ordnung.   Marcus: Hm interessant! Das ist ja echt ein guter Hack. Das habe ich jetzt bisher noch nicht so gemacht. Wir machen es dann irgendwann, wenn wir denken, okay Home Office, die ersten drei Tage war cool, wir brauchen jetzt ne neue Umgebung. Wir tauen immer total auf, wenn wir woanders reinkommen und neue Impressions haben und neue Eindrücke und dann gehen wir zum Beispiel ins Betahaus mal ne Woche oder drei Tage arbeiten und dann gehen wir in die Blogfabrik und dann gehen wir mal in ein Café und dann gehen wir wieder ins Home Office, wenn wir in Berlin sind oder hier gehen wir ins Punspace und arbeiten vielleicht demnächst mal im Café. Aber das vielleicht dann auch noch mit bestimmten Tätigkeiten zu verbinden, könnte glaube ich dem Geist auch noch mehr Ruhe geben. Dass man die innere Uhr schon nach irgendwas taktet und dann noch weniger nachdenken muss, was mache ich hier eigentlich jetzt? Sebastian: Genau. Ich find’s zum Beispiel total genial mich in ein Café zu setzen, wo es auch relativ busy ist, wo man Hintergrundgeräusche hat, wo man auch Leute trifft und dort dann zu schreiben. Ich brauche das einfach, wenn ich Content erstelle, kann ich nicht alleine zu Hause sitzen, wo alles ruhig und dunkel ist, sondern dann gehe ich auch am liebsten raus, umgebe mich auch mit ein paar Leuten, mache dann alle Stunde mal ne Pause, habe nen kurzen Schnack. Das ist bei mir schon so richtig tief verwurzelt und das funktioniert für mich wahnsinnig gut. Marcus: Krass! ich bin genau der andere Typ. Ich könnte niemals im Café mich konzentrieren und schreiben und irgendwie coole Sätze rausbringen oder so. Ich bin echt einer, da soll am besten überhaupt niemand in meiner Nähe sein, irgendwo eingeschlossen und es muss alles still sein und ruhig. Weil ich bin leider mega leicht abzulenken, auch wenn ich zum Beispiel im Bus sitze oder im Flugzeug und jemand unterhält sich ne Reihe hinter mir. Auch wenn ich nicht will, ich muss da zuhören. Das ist wie so ein Zwang und das ist total nervend, nicht abschalten zu können, wenn um Dich herum was passiert. Um so cooler, dass das bei Dir so gut klappt. Sebastian: Ja, ich glaube da muss jeder für sich selber die beste Methode finden. Marcus: Absolut! Was steht bei Dir heute noch an? Sebastian: Wir haben jetzt gerade 12 Uhr. Ich treffe mich gleich mit ein paar Kumpels zu Mittag und nachmittags haben wir einen Workshop. Das ist ganz cool, in dem Coworking Space, wo ich ab und zu mal hingehe. Da gibt’s Workshops zu verschiedenen Themen so alle ein, zwei Wochen. Und dort geht’s heute um “Wie programmiere ich einen Onlineshop”. Eigentlich überhaupt nicht mein Thema, aber auch mal interessant in ganz andere Sachen mal reinzuhören und sich ein bisschen inspirieren zu lassen. Marcus: Ja absolut. Das ist vielleicht nochmal so ein ganz cooles takeaway am Ende von unserem Interview, dass man immer eigentlich auch offen sein sollte für neue Sachen, auch wenn’s dann gerade jetzt irgendwie so ein bisschen mit Deinem Business tangiert. Uns ist gerade jetzt im letzten Jahr so oft vorgekommen, dass wir sagen: Ey logisch, connecting the dots. Auf einmal hat das wieder gepasst, wo man damals überhaupt keine Ahnung hatte, warum macht man das und warum hört man sich da irgendwas an oder liest sich was an. Oder baut da Wissen auf. Und dann kommt irgendwann der Tag wo Du merkst so: Ey cool, ich starte jetzt nen Podcast und bin total versiert zum Thema Sport und hab da voll Bock drauf, kenne da viele gute Leute, kenne vielleicht auch ein paar Spitzensportler. Genau. Das nehme ich mit auf den Podcast oder so, jetzt nur so als Beispiel. Also immer offen sein für neue Sachen ne? Sebastian: Genau ja, und auch mal, genau wie Du sagst, aus der eigenen Branche ein bisschen rausschauen. In verschieden Themenfelder reingucken und dann hast Du auf einmal so ne krasse Verbindung. Wie es jetzt bei Dir funktioniert hat ja? Marcus: Cool! Ja, vielen Dank für Deine Zeit. Wir verlinken alle Deine Projekte und über die Tools und Empfehlungen, über die wir gesprochen haben, auf jeden Fall in den Shownotes. Und ich würde sagen, wir beide sehen uns früher oder später wieder. Spätestens zur GLOBAL im März in Bangkok. Sebastian: Ja mal schauen, ob ich’s dahin schaffe. Wir haben Pläne dann in Südamerika zu sein. Mal gucken, ob ich dann rechtzeitig wieder da bin. Marcus:  Ah okay. Ansonsten haben wir ja eh ne kurze Leitung über das heiß geliebte Facebook und die anderen Kanäle. Also Sebastian, viel Spaß noch mit Deinen Kumpels und beim Workshop. Vielen Dank für Deine Zeit, vielen Dank für das spannende Interview und bis bald! Sebastian: Ja, vielen Dank Marcus und viel Spaß noch in Chiang Mai. Mach’s gut! Marcus: Danke, ciao! Jo, jo, jo, jo, jo, das war auch schon wieder die Folge Nr. 36 vom LIFE HACKZ Podcast. Ich würde mich tierisch freuen, wenn ihr mir eine Bewertung auf iTunes hinterlasst oder mir eine E-Mail schreibt, an marcus@lifehackz.de. Und wir hören uns wieder zur nächsten Folge von LIFE HACKZ. Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

Dec 4, 2015

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Interview mit Niklas Faralisch von Farali Production

Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 35! Jo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mal wieder live aus dem Coworking Space Punspace in Chiang Mai, Thailand, dem Digitalen Nomaden Hot Spot. Wir haben jetzt wieder cooles Wetter. Die Sonne scheint und heute habe ich Niklas Faralisch vor das Mikro bekommen.  Niklas ist ein absoluter Senkrechtstarter von 0 auf 100. Ich habe ihn das erste Mal als Praktikant für den Bayrischen Rundfunk kennengelernt, als er einen Bericht über die DNX in Berlin im Oktober letzten Jahres gedreht hat. Und seitdem ist der Typ völlig on Fire und nicht mehr zu stoppen. Und wenn man so sein Facebookprofil verfolgt, denkt man, was macht der denn da schon wieder? Und wie kommt der denn da an die Connection? Und jetzt ist er wieder in Berlin. Und ich wusste auch gar nicht wo er ist und das alles mit, mittlerweile ist er 20, aber mit 19 angefangen.  Also super inspirierend, super coole Story. Freut euch auf das Interview. Es hat mega viel Spaß gemacht mit dem Niklas. Und ich glaube jeder kann da auch was für sich selber rausziehen. Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFEHACKZ 10% Discount. Und jetzt genug geredet, viel Spaß mit der Folge mit Niklas Faralisch. In dieser Folge lernst du:

  1. Wie man auch in jungen Jahren ohne Berufserfahrung erfolgreich wird.
  2. Wieso Fehler enorm wichtig für uns sind, um unser Business voranzubringen.
  3. Wie Dein Mindset Dein Leben beeinflusst.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

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[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 35! Jo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mal wieder live aus dem Coworking Space Punspace in Chiang Mai, Thailand, dem Digitalen Nomaden Hot Spot. Wir haben jetzt wieder cooles Wetter. Die Sonne scheint und heute habe ich Niklas Faralisch vor das Mikro bekommen. Niklas ist ein absoluter Senkrechtstarter von 0 auf 100. Ich habe ihn das erste Mal als Praktikant für den Bayrischen Rundfunk kennengelernt, als er einen Bericht über die DNX in Berlin im Oktober letzten Jahres gedreht hat. Und seitdem ist der Typ völlig on Fire und nicht mehr zu stoppen. Und wenn man so sein Facebookprofil verfolgt, denkt man, was macht der denn da schon wieder? Und wie kommt der denn da an die Connection? Und jetzt ist er wieder in Berlin. Und ich wusste auch gar nicht wo er ist und das alles mit, mittlerweile ist er 20, aber mit 19 angefangen. Also super inspirierend, super coole Story. Freut euch auf das Interview. Es hat mega viel Spaß gemacht mit dem Niklas. Und ich glaube jeder kann da auch was für sich selber rausziehen. Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFEHACKZ 10% Discount. Und jetzt genug geredet, viel Spaß mit der Folge mit Niklas Farali. Marcus: Hi Niklas! Saucool, dass Du am Start bist beim LIFE HACKZ Podcast! Bist Du ready? Niklas: Yeah! Moin aus Berlin. Marcus: Ja, aus Berlin sagst Du gerade. Bei Dir weiß man ja auch nie, mittlerweile bist Du ja ein Fulltime Nomade und überall zu treffen und zu sehen, gerade wenn man Dich auf Facebook verfolgt. Jetzt gerade Berlin, was steht an? Du hast eben kurz im Vorgespräch erwähnt, Du steigst in den Flieger, wo willst Du hin? Niklas: Genau, es geht heute nach Köln-Bonn für eine Produktion, die jetzt bis Sonntag geht und ja, eigentlich das nächste Jahr ist so gut wie im Ausland geplant. Also, ich glaube ich bin gar nicht in Deutschland angesiedelt großartig. Marcus: Ja wahnsinn! Du bist, sag mal selber Dein Alter. Niklas: Ich bin 20, mittlerweile 20 geworden. Marcus: Okay, mittlerweile bist Du 20. Ich glaube mit 19 oder kurz vor Deinem 19. Geburtstag hast Du Feuer gefangen. So ziemlich genau vor einem Jahr und was seitdem passiert ist, ist einfach nur krass, wenn man so mal Deine Entwicklung anschaut. Ja erzähl doch mal selber, wie das alles kam und eins zum anderen. Niklas: Ja, das fing alles an mit dem Ding, man möchte irgendwas mit Medien machen. Man macht ein Praktikum bei nem Sender und klar, als Praktikant hat man jetzt nicht die großen Aufgaben. Und ja, entwickelt sich… zumindest ich habe mich dahin entwickelt, dass ich halt mehr machen wollte, als nur ein Praktikantendasein schieben. Und daraus ist dann mehr oder weniger die Tatsache geworden, dass ich gesagt habe “Okay, ich möchte eigenständig leben. Ich möchte mein eigenes Ding machen, irgendwo auf der Welt, vieles erleben, viel Reisen vor allem - ganz wichtig!” Und habe mich dahin entwickelt, dass ich gesagt habe: Ja, jetzt muss eine eigene Firma her. Jetzt muss was eigenes entstehen und das funktioniert mittlerweile, dass ich davon leben kann, dass ich reisen gehen kann ganz viel. Das was ich am liebsten machen und das mit dem verbinde, was Spaß macht. Dem Video produzieren, fotografieren und ja, den Leuten ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Das ist das coole an der ganzen Sache. Marcus: Okay, wenn man das jetzt so hört, könnte man ja zu der Schlussfolgerung kommen, dass die Praktikas in Deutschland, wahrscheinlich speziell bei Deinen Sendern, wo Du unterwegs warst doch einen so gut vorbereiten und einen so viele Skills gainen, wie heißt das auf Deutsch? - Know-How aneignen lassen, dass das dann reicht, um direkt in die Selbstständigkeit zu starten, ohne irgendwie nem Angestelltenjob ne Chance zu geben. Oder würdest Du sagen, es war bei Dir jetzt aus bestimmten Gründen irgendwie ne Ausnahme, dass das so schnell durch die Decke geschossen ist? Niklas: Ich glaube, das hängt weniger mit einem Praktikum zusammen. Ein Praktikum heißt Orientierung. Das heißt man probiert vieles aus, man bekommt auch mal die Möglichkeit mal was auszuprobieren. Ich habe mir sehr viel selber angeeignet und viel mich einfach connected mit Leuten, die Ahnung davon haben, die mir mehr beigebracht haben, die gesehen haben, er brennt dafür, er hat Bock darauf. Und deswegen hängt das weniger mit nem Praktikum zusammen. Dass einfach ein eigener Ehrgeiz entsteht daraus. Ein eigenes Brennen für ein Thema, für nen bestimmten Beruf und dann möchte man das auch irgendwo erreichen. Und das erreicht man, indem man Erfahrungen sammelt, indem man auszuprobiert, indem man auch mal auf die Fresse fällt. Also wie oft bin ich schon auf die Fresse gefallen und (lacht) musste wieder von vorne anfangen oder zumindest wieder an nem anderen Start anfangen, als den ich eigentlich erreicht habe schon. Und daraus lernt man wieder und das baut so aufeinander auf. Und je mehr das sich aufbaut, desto funktioneller wird das. Bis man dann irgendwann mal sagt: Okay, jetzt habe ich meine eigene Firma, die muss funktionieren, die muss Geld reinbringen, sage ich jetzt mal. Die muss dafür sorgen, dass ich mir was zum Essen kaufen kann. Und dann hängt man plötzlich in diesem Bötchen drinnen. Marcus: Ja krass, Du hast gerade einen sehr wichtigen Punkt erwähnt glaube ich. Dieses hinfallen ist überhaupt kein Thema. Das passiert jedem. Und gerade, wenn man soviel Gas gibt und auf der Überholspur unterwegs ist, wie Du, ist es glaube ich ganz normal, dass Du bei bestimmten Themen irgendwie mal an Deine Grenzen stößt, hinfällst und dann, wie heißt es so schön: Mund abputzen und weitermachen. Oder für die Frauen: Krone richten und weitermachen, habe ich irgendwo mal gelesen. Ich glaube, das ist das wichtige, dass man sich nicht entmutigen lässt. Was ja oftmals nicht ganz einfach ist, wenn man nicht mit den gleichen… mit den richtigen Leuten abhängt, die einem dann auch wieder Motivation geben und einen pushen und vielleicht auch schon die Erfahrung vorher gesammelt hat, dass es irgendwie immer weitergeht. Darum finde ich es umso faszinierender, dass Du in Deinem Alter diesen Sprung gewagt hast und dass Du so, mehr oder weniger jetzt straight das durchziehst, dass man nur darüber staunen kann. Und ich glaube, Du bist ein geiles Vorbild für alle jüngeren Menschen. Niklas: Wobei man auch sagen muss, dass gerade in meinem Alter bin ich alleine. Also ich bin nicht komplett alleine, aber es gibt sehr wenig Leute, die in meinem Alter auf dieser Spur unterwegs sind. Die sagen: Ey ich zieh jetzt mein Ding durch, ich mache das jetzt irgendwo auf der Welt. Ich fliege mal so eben nach Nepal oder ich nehme nen Job in Norwegen an, so wie nächstes Jahr. Was ich über Nacht einfach oft entscheide. Und da gibt’s halt nicht sehr viele Leute davon. Deswegen ist es umso wichtiger, dass man Leute hat, die einen den Rücken freihalten. Leute mit denen man sich mal treffen kann, die einem sagen: Hey, Du bist cool! Das funktioniert, mach weiter so! Oder wie die, die mir zum Beispiel, auf Facebook schreiben mir ganz viele Leute mittlerweile, was für coole Sachen die machen würden. Und das gibt mir natürlich nen Push. Das gibt mir so das Feedback: Es funktioniert, da musst Du weitermachen, da musst Du dran bleiben. Da musst Du einfach Dich weiterentwickeln, obwohl die Kritik im Raum steht: Du bist zu jung, Du bist 20 erst, Niklas. Du hast noch so viel vor Dir! Bekomme ich oft gesagt. Und ich sage: Ja, aber jetzt besteht die Chance, jetzt kann ich nach Nepal fliegen. Was mache ich denn mit 40? Mit 40 kann ich dann vielleicht auch sagen, ich war in 180 Ländern auf der Welt oder 120 Ländern auf der Welt... Marcus: Oder eben nicht. Niklas: ...und konnte dort das erleben, was ich erleben konnte. Oder eben nicht, genau! Das ist der springende Punkt. Also sprich: Lieber jetzt machen, das was einem angeboten wird oder was man super cool findet, sage ich jetzt mal. Als dass man dann die Chance vergeigt und sich im Nachhinein ärgert. Das habe ich zwei, drei Mal bei großen Sachen gemacht in meinem Leben und seitdem überlege ich mir das wirklich zwei Mal, wenn ich ein Angebot bekomme, wo ich mir denke: Eigentlich, hey das passt mega gut. Auch wenn Du danach oder davor die Kritik bekommen wirst: Du bist zu jung. Oder… von Erfahrung sprechen wir schon gar nicht mehr. Es spricht wirklich das Alter, was dieses “Problem” ist. Die Erfahrung, das ist das Nebending, dass man da halt schaut: Okay, der hat die Skills, der hat im Endeffekt den Lebenslauf schon so gelebt, wie er eigentlich passt für diesen Job. Der Haken an der Sache: er ist 20. Da muss man halt überzeugen. Da muss man verkaufen können. Und das funktioniert bei mir momentan. Marcus: Hm, Du sagst gerade, das kann ich mir auch gut vorstellen, dass gerade in Deinem Alter es schwer ist Gleichgesinnte zu finden in Form von welchen, die auch so früh den Sprung in die Selbstständigkeit, gerade in Deutschland, wo es einem als Unternehmer ja nicht wirklich leicht gemacht wird, leider… zu finden. Gibt’s da irgendwelche Ressourcen im Netz, die Du empfehlen kannst oder Plattformen oder Events oder Facebook-Gruppen? Du sagst, ja… wenn jemand genau in dem Alter ist und sich selbstständig machen möchte oder vielleicht schon die ersten hakeligen Schritte geht, auf jeden Fall dahingehen und sich connecten. Niklas: Ja, also ich würde mal sagen: Also ich behaupte ja bis heute, dass ich so ein kleines Kind der DNX bin, was so mehr oder weniger aus dem Event der Digitalen Nomaden entstanden ist. Weil ich dort so gemerkt habe, dass es funktionieren kann. Dass man selbstständig sein kann, auch in jungen Jahren. Dort trifft man eben die Leute, die mit 18, 19 sagen: Ich gründe jetzt mein Unternehmen oder ich ziehe einen Blog auf, der erfolgreich sein soll. Dass ich leben kann davon. Gerade auf solchen Events bekommt man diesen Push wieder. Da bekommt man die Motivation wieder, da findet man die Leute, die auch in jungem Alter das schon machen. Und wenn man das parallel dann kombiniert mit den entsprechenden Gruppen auf Facebook, also gerade die DNX Community Gruppen, da gibt es ja die deutschlandweite oder die zum Event passende Gruppe und einmal die weltweite. Da findet man eben den Anklang, dass man da weitermacht, wo man weitermachen möchte. Da findet man den Rückhalt. Ich baue auf zwei Säulen auf. Die eine Säule ist für mich ganz klar und das ist die größere Säule, muss ich sagen, ist wirklich so die Leute, die ich jetzt bei der DNX kennengelernt habe, ob das jetzt Oktober, Mai, Oktober war, also sprich die letzten drei Events. Oder ob das jetzt ne Facebook-Gruppe ist, wo einfach die Resonanz genial, crazy shit geil ist. Also das ist echt so, wo ich manchmal denke: Wenn jetzt nicht dadrunter noch schreiben würde, dass das geil ist, dann würde ich jetzt auch schon lange aufgeben, weil ich mir denke: Wozu shit happens? Die zweite Säule, die ist so ein bisschen kleiner, das ist die Branche selber für mich. Indem ich Anerkennung finden kann in der Branche, obwohl ich so jung bin, obwohl ich auch in der Konkurrenz bin mittlerweile für gewisse Leute. Also die Leute sehen mich schon als Konkurrenz. Es ist nicht so, dass ich auf nem Markt rumfische, der klein ist und wo ich auf nem Teich bin. Sondern das ist ein großes Meer an Leuten, die dort arbeiten. Die alle das Ziel haben, davon leben zu können. Dass ich halt dieses gewisse Etwas noch mitbringe, was die Auftraggeber dann plötzlich schätzen. Also sprich: Das Offene, das Mutige, dass man einfach den Schritt wagt. Dass man sagt: Ich möchte jetzt mit 19 für ne südkoreanische Airline einen Werbespot produzieren. Dass ich sage mit 20 über Nacht: Okay, jetzt geht’s nach Norwegen für nen neuen Job für zwei Wochen. Ich war in dem Land noch nie. Da ist es bitterkalt. Ich freue mich auch schon auf Teneriffa für das nächste Projekt, was darauf startet, auf die Sonne. Aber ich habe da Bock drauf. Das ist … da ist irgendwie die Leidenschaft da. Und die Leidenschaft merken die Auftraggeber. Die Leidenschaft merken die Leute, wenn sie mit mir reden, wenn sie mich ansprechen, wenn ich mit denen neue Projekte entwickele. Und gerade dieses Projektentwickeln mit Gleichgesinnten, da entsteht ganz viel daraus, zukünftiges oder neue Aufträge, andere Aufträge. Und diesen Weg, den kann ich nur empfehlen. Dass man sagt: Man sucht sich Gleichgesinnte, man geht auf so ein Event, wo Leute auch… wo ausschließlich Leute sind, die entweder diesen Schritt wagen wollen in Zukunft oder die sagen: Ich habe den Schritt schon gemacht, weil es funktioniert. Ich möchte Dir das weitergeben, ich möchte Dir Tipps geben. Diese Tipps auch wahrnehmen, nicht irgendwie gleich boykottieren und sagen: Ja ich bin der Ältere und hab mehr Wissen. Das zählt da gar nicht. Es ist egal im Endeffekt, wie alt ich da bin. Klar, die Leute machen erstmal den Mund auf und wie oft habe ich das schon gesehen, dieses Erlebnis, wo der Mund den Leuten sperrangelweit offen war, lieber als sie vor’m Spiegel sehen würden. Aber ich sag mal so, diese Diskussion um’s Alter, was wir gerade in Deutschland auch erleben und um Bürokratie und allem drum und dran, das hat nichts zu sagen, meiner Meinung nach. Ich sage aber auch ganz oft bei Meetings, wenn ich neue Leute kennenlerne, gar nicht großartig mein Alter dazu. Sondern verstehe es als selbstverständlich, dass ich hier als jemand da sitze, der ein Unternehmen hat, der produziert, der selbstständig arbeitet, der nicht nur selbstständig in Deutschland arbeitet, sondern einfach mal weltweit unterwegs ist und von dort aus arbeiten kann. Also sprich: Ich kann jetzt genauso auch von Norwegen aus meine Produktionen in Deutschland weiterhin betreuen oder auch von Nepal aus konnte ich super meine Sachen in Deutschland weiter arbeiten lassen. Also das funktioniert einfach. Da sitzt man irgendwo, ich sage jetzt nicht am Strand. Bisher habe ich noch nicht erlebt, dass ich am Strand saß unter Palmen und von dort aus arbeiten konnte. Marcus: Ja, Ziele musst Du ja noch haben mit 20. Niklas: Genau ich wollte gerade sagen. Das Ziel steht noch aus, auf der Hängematte am Strand zu liegen und zu sagen: So und jetzt heute scheint mir die Sonne auf’n Pelz und ich arbeite von hier. Aber das habe ich mir vorgenommen für nächstes Jahr. Auf jeden Fall! Diese Situation! (beide lachen) Marcus: Hm ja, Du hast echt ein paar ganz interessante Sachen gesagt. Zum einen, Deine begeisterungsfähigkeit, die Du hast. Ich glaube, das spürt man total. Jetzt gerade auch beim Interview kommt’s schon durch die Stimme rüber, wie Du da gerade sitzt, wahrscheinlich zu Hause mit offenen Augen, funkelnden Augen, und einfach brennst für das, was Du tust. Und wir beide kennen uns ja auch schon sehr gut persönlich und jedes Mal freue ich mich, wenn wir uns wieder sehen, weil ich weiß: Boah, da kriegst Du selber so einen kleinen Kick von einfach Energie und positiver Lebenseinstellung. Das sind ja genau die Leute, die einen dann auch wieder selber pushen. Und genau deshalb arbeiten wir auch total gerne mit Dir zusammen. Hast ja auch schon ein paar Sachen für die DNX gemacht. Zum einen weil Du mega da rein passt. Und dann diese Begeisterung hast, Du brennst für Dein Thema, Du bist der Videographer, Du produzierst gern und machst Bewegbild und dann noch zusätzlich so Dein Servicegedanke. Wir haben ja schon öfters so ein paar Sachen gehabt, da brauchten wir dann noch ein paar mehr Dateien oder nochmal kurzfristig ein paar Kameras oder irgendwie noch ein zweites Video und einen dritten Videomann und dann sollte es noch auf den FTP-Server hochgeladen werden und umbenannt werden und am besten noch bis gestern. Und wir wissen, dass wir da manchmal ein bisschen … und bei Dir, also wir fragen grundsätzlich immer jeden und nachdem was wir wollen erstmal und gehen davon aus, dass die sich dann arrangieren. Und bei Dir ist es jedes Mal so, dass Du sagst: Ey cool, ja klar, mache ich, kein Problem. Genau so läuft das gerade. Genauso läuft das. Ich glaube, gerade wenn man als Dienstleister unterwegs ist, so wie Du. Und das macht auch den Unterschied am Ende des Tages. Wir haben ja auch schon mit vielen anderen Leuten zusammengearbeitet und bei Dir weiß man: Okay, komm Niklas fragen wir, reden über’s Geld, perfekt und dann kommt das auch in Time. Niklas: Das ist halt immer so die Sache. Man muss irgendwo sagen: Okay, ich bin Dienstleister. Oder ich biete etwas an auf dem Markt, klar. Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen zu mir selber: Ich sehe als Challenge irgendwo auch. Also sprich, wenn ich dann etwas zum ersten Mal mache oder mal ausprobiere oder keine Ahnung, man hat dann auch manchmal Produktionen, wo ich mich an den Kopf fasse und frage: Was will der Auftraggeber eigentlich von mir. Das ist unmöglich. Also ich hatte ne Produktion im Sommer auf ner Insel in Deutschland, in Norddeutschland auf ner ostfriesischen Insel und ich bin am Rad gedreht, weil ich nicht verstanden habe, was die wollte von mir, die Auftraggeberin. Das war wirklich… da waren Dinge dabei, die…. beste Sache, wir haben einen dreiviertel Tag an nem FKK Strand gedreht, weil der am leersten war. Alle anderen Strände waren rappelvoll. So jetzt überzeuge mal die Auftraggeberin, dass ich nicht ein Vollformatbild am FKK Strand drehen kann, weil dann zehn nackte Leute noch in meinem Bild rumliegen. Die kann ich halt nicht mit reinnehmen in den Werbespot, das geht leider nicht. Also manchmal steht man schon vor Herausforderungen, wo ich klar auch erstmal schauen muss, wie klappt das? Wie funktioniert das? Da frage ich dann auch manchmal. Also ich frage oft Leute einfach. Das ist … ich stehe auch dazu, dass ich erstmal frage Leute zu dem Thema. Also ich … neue Erfahrungen, dass ich auch sammeln kann. Und sehe es halt als Challenge irgendwie. Ich sehe es als Challenge, einfach mal zu sagen über Nacht: Okay, es fehlen halt noch fünf Kameras, dann müssen halt fünf Kameras über Nacht noch besorgt werden. Auch wenn die Kamera-Verleihe in Berlin sagen: Nee is nicht, wir haben halt nicht mehr auf Lager großartig. Da findet man aber immer auch Lösungen. Das ist dasselbe wie, Leute fragen immer wieder, was hast Du für ein Zeitmanagement? Wie funktioniert das bei Dir? Du bist Tag und Nacht irgendwo in irgendwelchen Produktionen verstrickt und Du schaffst es auch mit Zeitverschiebungen und dann sage ich: Klar, ich arbeite mit Zeitverschiebungen. Ich rechne mir den Jetlag aus, ich rechne mir genau aus, wann ist wo der Flieger auf der Welt von mir und weiß dann auch, so kann ich mir meine Produktionen stricken, dann habe ich meine Freizeit und kann auch sagen, so kann ich mein Leben leben, wie ich möchte. Und nicht eben dann dran gebunden zu sein, fünf Tage die Woche arbeiten zu gehen von morgens 8 bis 16 Uhr. Das ist absolut nicht mein Ding. Dafür bin ich nicht gemacht. Marcus: Hm, und das hast Du schon ziemlich schnell in frühen Jahren erkannt. Woran hast Du das festgemacht, ohne jemals corporatmäßig 9 to 5 wahrscheinlich ja bei euch im Praktikum noch viel mehr Stunden gewesen - ja, ohne mal festangestellt zu arbeiten? Niklas: Das hab ich… oh… jetzt muss ich was zugeben… Das habe ich daran festgestellt, dass ich immer zu spät gekommen bin. (beide lachen) Ich habe das irgendwie die ersten vier Wochen nicht gebacken bekommen. Wie ich in Berlin angefangen habe für die Sender, war ich frisch aus der Schule. Ich hatte nicht sehr viel… also ich hatte schon nen Plan von den Medien, hatte auch schon meine ersten Erfahrungen, hatte auch mein Schülerpraktikum schon gemacht und hatte auch schon die Erfahrung, wie es in Redaktionen läuft. Nur, vom Schulalltag umzuschulen auf nen Tag, der dann halt 10, 12 Stunden dauert einfach mal. Und dann morgens doch relativ pünktlich in der Konferenz erscheinen muss, habe ich in den ersten Wochen nicht ganz gepackt, muss ich sagen. Da waren Tage dabei, da war ich einfach da und dachte mir: WTF schon wieder der Scheiß?! Und klar, mir hat die Arbeit auch irgendwo Spaß gemacht, aber so dieses selber entscheiden zu können, wann ich mir wie was baue von der Arbeits Time Zone her, vom wie ich lebe. Das hat mir gefehlt. Das hat mir ganz stark gefehlt in dem Moment. Hab ich dann nach Wochen gemerkt einfach. Und dann kam’s mir einfach gelegen auch, auf der DNX im Oktober für den Bayrischen Rundfunkt, für die ARD zu drehen und zu sehen, es geht auch anders. Man muss nicht an diesem 9 to 5 festklammern, so wie dass der Deutsche ganz gerne macht. Da wird einem immer wunderbar erzählt, wie toll der Job ist, wo ich mich frage: Bist Du eigentlich glücklich damit? Freust Du Dich jeden Tag auf die Arbeit? Macht es Dir Spaß? Das fragt sich der Arbeitnehmer irgendwann gar nicht mehr, sondern der arbeitet halt einfach nur noch. Der macht das, was er jeden Tag macht. Marcus: Ja, das sind so alte Glaubenssätze, die gerade ältere Menschen auch mir noch entgegenbringen. Die sagen: Wie? Arbeit darf nicht Spaß machen? Arbeit muss weh tun, Du kriegst ja Geld dafür. Die sind irgendwie vom Kopf gar nicht so weit und so offen, dass man beides miteinander verbinden kann. Man kann Geld verdienen und coole Sachen machen. Niklas: Das ist eben das. Und daran habe ich das aufgehangen. Daran habe ich das gemerkt und ich arbeite immernoch gerne für die Sender. Ich mache das auch immernoch beruflich, aber eben komplett freientscheidend. Also sprich, ich bin an keinen gebunden. Klar bin ich an den Kunden gebunden, der mir einen Auftrag gibt. Da halte ich auch meine Deadlines ein. Ich gehe auch mittlerweile pünktlich zu den Meetings. So ist es nicht. Also nicht, dass dieser Eindruck jetzt hier entsteht, ich bin ein unpünktlicher Mensch. Im Gegenteil, ich bin manchmal sehr sehr überpünktlich und versuche alles in die Gänge zu setzen, wenn dann doch der Flieger Verspätung irgendwo hatte oder die liebe Bahn mir einen Strich durch die Rechnung zieht, wo ich mir dann doch denke: Wärst Du doch geflogen, dann wärst Du ein bisschen schneller da gewesen. Aber ich sehe das so ein bisschen lockerer einfach. Also lockerer einfach als andere Leute und bin nicht ganz starr in diesen Terminkalender reingezogen. Was ich aber auch sagen muss ist, dass ich mittlerweile mehr Stunden habe, als in einem 9 to 5 Job. Das ist ganz klar. Da muss man klarkommen, dass man eben dann wenn andere Freizeit haben, gehe ich arbeiten manchmal oder mache meine Arbeit. Wenn ne Produktion vom Ausland aus koordiniert wird, dann habe ich eben Zeitverschiebung, dann sitze ich in Nepal oder in Delhi am Laptop und es sind halt fünf Stunden Unterschied zu Deutschland. Damit muss ich dann halt rechnen, dass ich dann nachts dort arbeite, damit in Deutschland Tag ist in der Zeit. Damit ich auch mit denen kommunizieren kann. Auf der anderen Seite hat man überall diese, keine Ahnung, diese Magic Moments sage ich immer. Das sind Momente, wo man merkt: Woah, es hat sich so gelohnt zu kämpfen für diesen Job, für sein Unternehmen. Zu sagen: Ich möchte zu diesem Haifisch werden. In den Medien ist es ein Haifischmarkt. Mit dem Haifisch überleben und leben können einfach. Und diese Momente sauge ich auf. Diese Momente merke ich ganz ganz oft mittlerweile. Die sind immer öfter gekommen. Je länger ich gearbeitet habe, je länger ich an mir selber auch gearbeitet habe an meiner Persönlichkeit, desto mehr habe ich gemerkt, diese Momente wo man merkt: Hey coole Sache! Das sind Dinge, auf die kommt man gar nicht. Das sind Dinge… manchmal bekommt man ein Jobangebot, wo man sich denkt, auf die Idee wäre ich vor fünf Jahren gar nicht gekommen oder vor einem Jahr, dass ich das mal machen kann. Dass ich dieses Land mal kennenlernen darf. Dass ich dort mal leben kann ne Zeit lang. Und das sind die Dinge, die mich aufbauen, die mir Kraft geben. Weil klar, Du merkst: Ich brenne für meine Sache, ich hab da Bock drauf, ich möchte das machen, ich möchte das wirklich machen. Nicht irgendwo nur meine Träume träumen, sage ich mal, sondern meine Träume auch leben und leben zu können. Auf der anderen Seite muss man aber auch sehen, dass ich jemand bin, der … wie soll man sagen? - der auch mal in seinen Löchern hängt. Der auch mal seine Tiefs hat, die ich auch lebe, die ich auch zugebe. Das sage ich jetzt nicht unbedingt den Auftraggebern. Dem gegenüber bin ich immernoch derjenige, der ich bin. Aber ich bin genauso einer, der eben nicht den ganzen Tag aus dem Toaster rausspringt und sagt: Jo hey, ich funktioniere. Sondern, ich habe klar auch meine Tage, da ja… hänge ich in meinem Depriloch rum, frage mich, wieso hänge ich jetzt gerade in Nepal rum und schon wieder Stromausfall und muss mich schon wieder ärgern über irgendwelche Produktionen oder es läuft hier und dort nicht oder man merkt dann plötzlich: Oah Shit, hier ist schon wieder was schief gelaufen in der Produktion. Das hat man auch irgendwo. Und dann helfen einem diese Momente, die sagen: Hey geil was Du machst! Das ist richtig cool! Das sind die Momente, wo man sagt: Kick-Off, hau rein, mach weiter! Das hilft einem extrem weiter. Und wenn man die Momente nicht sucht und lebt, ey dann haste verloren. Sorry, aber dann lebst Du Dein Leben so wie der Arbeitsmarkt es Dir vorlebt und hast Dich nicht irgendwie entschieden für nen Preis. Meine Meinung zu dem Thema zumindest. Marcus: Ja, und was Du gerade sagst ist glaube ich ganz normal. Also das hat Feli, das habe ich, das hat der Tim Chimoy, den ich hier in Chiang Mai getroffen habe. Das haben die vier Unternehmer gehabt, die ich gestern für den Podcast interviewed hab. Das ist glaube ich ganz natürlich und auch wichtig für die Leute, die jetzt zuhören und überlegen selbstständig zu werden. Darauf sollte man vorbereitet sein. Es kommt immer wieder, dass Du da sitzt und denkst: Scheiße, was mache ich hier eigentlich? Macht das alles noch Sinn? Und irgendwie fühle ich mich alleine. Und dann ist es auch egal, ob Du gerade in Nepal bist und es regnet und es ist Stromausfall oder in Thailand oder in Berlin. Das kann Dich überall treffen. Und das halt gepaart mit dieser unternehmerischen Unsicherheit, dass man nie weiß: Kriege ich nächsten Monat genug Aufträge rein? Kann ich meine Steuern zahlen? Kann ich davon essen? Und gerade, wenn man sich dann auch in Deutschland dann wieder befindet, dass man doch von sehr viel Bedenkenträgern umgeben ist. Dann werden diese Zweifel oftmals auch wieder größer. Aber ich glaube, diese Magic Moments, wie Du sie genannt hast, die entlohnen einen dann wieder für alle Täler und Tiefs, die man vorher durchleben musste. Niklas: Klar, das gehört dazu. Und man hat in Deutschland seine Zweifler. Ich freue mich auch jedes Mal, wenn ich in Deutschland wieder lande und sage: Herzlich Willkommen in der Bürokratie schlechthin wieder. Also da sind Dinge dabei, wo ich mich frage: Was soll das eigentlich hier?! Was mache ich, was fülle ich hier für ein Formular eigentlich schon wieder aus? Ich möchte einfach arbeiten gehen gerade. Also, ich merke auch, klar immer wieder, wenn ich in Deutschland lande, dass ich in Deutschland gelandet bin. So ist es nicht. Auf der anderen Seite kann man so viel entdecken und ich bin so ein kleiner Träumer. Und ich habe mir auch schon überlegt, ob ich jetzt einfach im Dezember ne Landkarte aufspanne, mit nem Dartpfeil irgendwo drauf werfe und da auch hinfliege. Und von da aus versuche irgendwie zu leben und zu arbeiten. Auf solche Ideen komme ich auch manchmal. Ich muss sagen, die besten Dinge die ich gemacht habe, oder für die ich mich entschieden habe in meinem Leben, die habe ich über Nacht entschieden. Die habe ich nicht entschieden, indem ich wochenlang oder mir stundenlang den Kopf dadrüber zermürbt habe, sondern einfach aus dem Bauch heraus gesagt habe: Ja mache ich oder nein mache ich nicht. Das waren die besten Entscheidungen. Das waren die besten Produktionen. Das waren die Produktionen, wo ich gesagt habe: Woah das war so cool. Das macht so viel Spaß. Allein diese Nepal Story, das hab ich über Nacht in Frankfurt entschieden und hatte überhaupt keinen Plan von dem Land. Da war auch noch kein Erdbeben passiert und nichts. Und trotzdem bin ich geflogen. Das Erdbeben ist passiert. Das war ne geile Zeit dort. Es hat richtig viel Spaß gemacht. Klar Stromausfälle, W-LAN Ausfälle und solche Späße habe ich halt durchlebt, jeden Tag. Aber es hat sich gelohnt irgendwo. Es hat .. ja. Das war so das Ding schlechthin. Also das war einer der Highlights dann auch wieder, wo ich gesagt habe: Hey, mit 19 einfach mal am Mount Everest stehen zu können und am nächsten Tag in aller Ruhe seine Arbeit weiter verrichten zu können in der Lodge. Wer kann das schon von sich behaupten? Also zumindest ich kenne nicht so viele Leute, die sagen können: Ich stehe am Mount Everest und arbeite von dort aus irgendwie meine Produktionen ab oder meine Dienstleistung oder baue Websites oder… Man kann mittlerweile so viel machen auf der Welt und trotzdem davon leben zu können und zu sagen: Ich lebe mein Leben dort wo ich möchte, wie ich möchte und habe meine freie Zeiteinteilung, bin aber noch gebunden an meinen Kunden. In dem Fall, wenn Du Dienstleistungen anbietest. Wenn Du eben nicht, sage ich jetzt mal, im Blogbereich ist es ja vielleicht ein bisschen anders, wo man sagt: Okay, ich habe meine bestimmte Leserschaft, ich habe meine bestimmten Uhrzeiten wann ich in meinem Blog poste oder wenn ich meinen Blogartikel veröffentliche. In der Dienstleistunge ist es halt manchmal auch so, dass Du dann Deadlines hast. Und das bedeutet dann manchmal auch, dass man strange Arbeitszeiten hat, wo ich mich dann halt auch frage: Muss das jetzt unbedingt sein? Muss ich jetzt schon wieder ne Nacht durchmachen, damit ich irgendwie Sachen ändern kann noch oder irgendwelche Skype-Sachen klären kann? Klar das ist halt bei mir manchmal extrem geworden, indem ich merke, ich kommuniziere mit Leute weltweit. Und dann passiert’s halt, dass man nachts um 4 mit Leuten in Singapur spricht oder um nachts um 2 mit Leuten in New York spricht, weil man eben dort ne Produktion betreut. Marcus: Ja, aber irgendwie macht es auch total Spaß immer wieder, das kann ja fast süchtig machen, dieses Dopamin, immer wieder neue Challenges und Adventures und Herausforderungen anzunehmen, gerade weltweit. Niklas: Ja, ich sage, das ist eine Sucht. Andere Leute haben ihre Zigaretten oder den Alkohol, wobei ich auch gerne feiern gehe, so ist nicht… Aber ich bin nicht alkoholsüchtig deswegen. Und ich habe so die Sucht, neue Sachen zu entdecken. So neue Herausforderungen zu finden und die auch zu meistern. Danach sagen zu können: Yeah! Es hat geklappt, es hat funktioniert! Die Leute sind happy, es hat funktioniert! Keine Ahnung. Ich bin selber happy. Vor allem, ich verkaufe kein Produkt von dem ich nicht selber überzeugt bin. Das klingt jetzt ein bisschen altbacken irgendwie aus der Supermarktbranche oder keine Ahnung so aus dem Verkäuferbereich, aber es ist einfach so. Happy Smile sage ich immer zu dem ganzen Ding. Wenn ich was nicht verkaufen kann oder wenn ich dazu nicht stehe, dann brauche ich gar nicht erst anfangen damit oder dann brauche ich das gar nicht fertig prodzieren, ganz wichtig. Marcus: Ich glaube genau dieses Mindset haben auch super viele kreative und Freigeister, wie Du es bist oder irgendwelche DNXler, die da rumrennen. Das ist einfach diese Sucht nach neuen Herausforderungen, anderen Ländern, anderen Kulturen, irgendwelche Challenges, die man lösen muss. Geht mir genauso. Von daher kann ich das voll nachvollziehen. Und was Du eben sagtest, viele Sachen entscheidest Du aus dem Bauchgefühl heraus, in Frankfurt irgendwo über Nacht. Ich glaube darum geht’s. Einfach Dinge mal zu machen und zu sagen: The Time is now. Was Du vorher auch schon gesagt hast und auch mal dem Schicksal die Gelegenheit geben zuzuschlagen. Heißt ready zu sein. Viel sagen oder verwechseln das immer mit: Ja der Niklas der hat ja so viel Glück gehabt und jetzt ist er schon wieder in Nepal und auf der AIDA und Markus und Feli haben auch Glück. Und die sind ständig in der Zeitung und das läuft ja irgendwie alles von alleine. Aber, die ganze Arbeit die dahintersteckt bzw. auch dieser Mut dann zu sagen: Okay, machen wir, kein Problem! Ja DNX im Ausland, machen wir. GLOBAL machen wir. Und sich danach dann erst um den ganzen Pain zu kümmern, wie zum Beispiel International Tax oder sowas, was uns jetzt gerade völlig überfordert. Wo wir uns aber gerade jetzt Hilfe reinholen. Ich glaube das macht den Unterschied, erstmal zu sagen: Jo, ich bin ready, ich mache es. Oder selbst, wenn Du noch nicht ready dafür bist. Ich kenne super viele Beispiele, die nach dem Prinzip “Fake it until you make it” leben. Die sagen: Ja klar, Java-Design kann ich coden, kein Problem. Und dann haben die schon wieder nen fetten Auftrag und kümmern sich dann, weil sie auch müssen, wie man dann in Java coded, was ihnen dann selber auch wieder viel bringt. Darum ist das einfach so geil, dieses Unternehmertum. Selbst entscheiden zu können, welche Aufträge nehme ich an, welche nehme ich nicht an. Und ständig, ständig weiter zu wachsen. Niklas: Die Leute sehen halt meistens die äußere Fassade. Klar, die meisten sehen bei mir zum Beispiel in Facebook irgendwelche geile Bilder oder auf meiner Homepage oder irgendwelche Referenzen oder… ich bekomme mittlerweile so oft auch Screenshots von Fernsehbeiträgen oder von irgendwelchen Sachen, die im Fernseher laufen, wo ich halt vorkomme. Klar freue ich mich jedes Mal darüber. Auf der anderen Seite denke ich mir: Oh mein Gott, da haben schon wieder so viele Leute die Sendung gesehen. Das finde ich manchmal ein bisschen sehr erstaunlich bei gewissen Beiträgen. Marcus: Jaja (lacht) ging mir auch so. Gerade mittags. Niklas: Auf der anderen Seite gibt’s klar noch ein Arbeitspensum, was man hinter den Kulissen nicht mitbekommt. Und ich hatte mal nen Schulfreund eingeladen, den ich wirklich lange Jahre schon kenne, nach Berlin. Das war ein typisches Berlin-Wochenende. Ich einfach nur Stress gehabt, von einem Termin zum nächsten gehetzt. Wo die laufenden nächsten Produktionen vorstanden. Ich musste in diverse Botschaften für Visa und solche Späßchen. Und ich hatte keine Zeit für ihn. Und er hat sich durchgehend selber beschäftigen müssen dieses Wochenende und meinte nur bei der Abreise am Hauptbahnhof zu mir: “Ey Niklas, eigentlich hast Du ein Scheißleben, bist nur ein Workaholic und irgendwie, also das denkt man gar nicht so, wenn man bei Dir im Facebook liest. Du warst bei der Queen oder Du hast beim Champions League Finale und hast dort gearbeitet oder bist plötzlich auf nem Schiff für ne Woche unterwegs mal so eben. Das habe ich gar nicht gecheckt, dass das so viel Arbeit ist, dass da so viel dahintersteckt.” Und das finde ich auch wichtig noch zu sagen, dass man oft nur ne Fassade sieht und auch den Menschen dahinter sehen muss. Und den Menschen auch akzeptiert und eben nicht dieses Neid-Gefühl sofort raushängen lässt. Weil oft sind die Menschen, die jetzt nen Erfolg feiern, wie ihr auch dazu gehört, die plötzlich bei stern TV eingeladen sind… manchmal frage ich mich auch, wie ihr auf gewisse Zeitungen kommt. Das finde ich so faszinierend bei euch jetzt zum Beispiel. Dass ihr in Medien auftretet, die man gar nicht damit verbindet teilweisen. Mit Leuten, die halt diesen Freigeist leben, sage ich jetzt mal. Und da weiß ich aber auch bei euch steckt ne wahnsinns Arbeit dahinter. Bei mir steckt ne wahnsinns Arbeit dahinter. Und das darf man nicht vergessen. Das muss man auch sehen wirklich und nicht irgendwie diese Fassade überspielen. Das tut mir manchmal weh, wenn die Leute sagen: Kriegst doch eh alles in den Arsch geschoben. Marcus: Mh, das meinte ich ja eben mit … dass viele das unterschätzen und sagen: der hat ja nur Glück gehabt. Und gerade auf Social Media. Ich … es ist halt leider so. Ich tendiere dazu auch, muss ich zugeben, zeigt man sich eher von seiner besten Seite und von den coolen Momenten. Die will man ja sharen. Und nicht, wenn wir jetzt gestern in Chiang Mai dann im Dauerregen hier den ganzen Tag in dem Coworking Space gesessen haben. Ich habe gestern sechs Skype Calls gemacht, davon vier Interviews für LIFE HACKZ. Das sieht dann irgendwie kein Mensch, wenn das Licht Dir auch noch ausfällt oder so. Und ich meine, das shared man dann auch nicht auf Facebook, weil irgendwie man so darauf trainiert wurde Facebook ist das schöne Disneyland und da passieren nur schöne Sachen. Niklas: Wobei ich auch schon dazu tendiere oder momentan mache ich es noch nicht so krass, aber dass ich sage, zumindest in meinem Privataccount, dass ich sage, dass ich in Zukunft auch mal Momente teilen werde, die eben nicht happy sind. Wo ich Leute auch immer teilnehmen lasse, dass eben dieses Fassadendenken endlich mal aufhört. Weil ich das gerade in den Sozialen Medien wahnsinnig spüre, dass dieses Fassadendenken noch da ist. Und ich andauernd diesen Neid spüren muss. Klar ich wehr das irgendwo ab und ich setze das auch irgendwie in den Hintergrund und denke mir: Ach shit happens, ist doch scheißegal, was die Leute da schon wieder über mich reden. Aber dass ich auch mal zu den Seiten stehe, dass mal, keine Ahnung, dass mal was schief läuft oder so. Ich meine, es gibt genügend, ich sage jetzt mal Best Of Videos von mir, wie ich am Set stehe und total versagt habe oder wenn mal was total schief läuft oder keine Ahnung, die Sachen gibt’s auch. Vielleicht sollte ich einfach mal daraus ein Video machen. Best Of Niklas Filmproduktionen und (lacht) wo ich dastehe und mich frage: Was sollte das eigentlich von mir selber? Aber ich stehe dazu und man kann nur daraus lernen und Fehler sind dazu da, um daraus zu lernen und sich weiterzuentwickeln und da kann irgendwann mal was cooles entstehen und man kann dann irgendwann auch mal sagen: Okay, das ist ne coole Sache, auch wenn nicht alles perfekt gelaufen ist. Und das ist ganz wichtig. Dieses Feeling zu haben. Marcus: Ja, aber ne Challenge kann auch sein, dass viele Leute es gar nicht hören wollen, weil die vielleicht so überzeugt sind, dass dieses Leben einfach nur schön und easy ist und easy going und Digital Nomad wird ja gerade auch sehr gehyped und viele sehen das so als völlige Glücksfälle, die alle anderen Probleme dann heilt. Und Du kannst es noch so oft in Interviews erwähnen, auf der Bühne sagen. Und wenn Du dann mit den Leuten zum Beispiel im DNX CAMP zusammen abhängst zehn Tage und die kommen dann nach drei Tagen an und sagen: Ey Marcus, das ist ja crazy, wieviel ihr arbeitet. Das ist ja nur krass, das hätte ich ja nie erwartet. Dann denkst Du so: Ey Typ! Du warst jetzt schon auf zwei Konferenzen. Du hast wahrscheinlich schon viel zu dem Thema gehört und gelesen und Du überliest immer die wichtigsten Zeilen, wieviel Arbeit das ist und wieviel Demut das auch erfordert und wieviel Aufopferung. Ich meine, jeder der selbstständig ist. Ob das jetzt der Bäcker an der Ecke ist oder ein Online Unternehmer, steckt da so viel Herzblut und Arbeit rein und ich finde es manchmal ein bisschen schade, dass die Leute diesen Punkt schlichtweg übersehen und dann zurecht natürlich, erstmal enttäuscht sind, wenn es nicht so läuft, wie sie sich das vorstellen. Niklas: Das ist halt immer so ne Frage, wie man es präsentiert und wie man es verkauft. Klar, wir verkaufen positives Feeling. Man muss zwischen den Zeilen mitlesen. Das ist ganz wichtig. Und dieses zwischen den Zeilen, das versucht ja auch immer wieder klar darzustellen. Bei der DNX spüre ich das auch immer wieder. Dass auch gerade die Speaker oder die Workshopleiter sagen, das habe ich bei mir versucht im Workshop auch klarzumachen, es ist eben nicht nur immer Ponyhof und Geburtstagskuchenfeiern. Sondern es bedeutet dann halt aber auch, dass man auf gewisse Dinge verzichtet. Dass man halt dann auch mal, keine Ahnung, im Facebook liest: Ah gerade steigt schon wieder ne fette Party in Berlin und ich habe für gerade auf Norderney und Ostfriesland rum jetzt gar keine Party. Hier sind lauter Senioren, die ihren Kururlaub machen und (lacht) dann muss man halt die Abstriche machen. Dass man dann halt, zumindest bei mir ist es halt so, dass ich im Privatleben halt einfach meine Abstriche mache. Dass ich sage: Okay, Freundin ist momentan nicht drin. Letzte Beziehung hat nicht funktioniert. Mein Zeitplan ist nunmal straff. Man muss irgendwo auch bestehen können. Man muss halt auch entscheiden, welche Lebensform möchte ich irgendwann mal haben. Möchte ich ne Familie haben? Möchte ich, keine Ahnung, man kann auch mit Familie viel reisen. Und es gibt ja auch Familien unter den Digitalen Nomaden, die auch weltweit leben können und reisen können, wo die Kinder dann halt zu Hause Unterricht bekommen, Schulunterricht oder in die örtlichen Schulen gehen. Das muss man halt selber für sich entscheiden und sagen: Okay, hab ich Bock drauf oder hab ich keinen Bock drauf? Und bei mir ist es so, ich hab Bock auf dieses Leben. Ich mache dann halt auch manchmal Sachen, wo ich mir denke: Is nicht mein Ding, aber muss sein. Das fängt schon bei der Bürokratie an, dass ich sage: Okay, Rechnungen schreiben kann ich, aber bei der Steuer hört’s bei mir auch irgendwo auf bei gewissen Sonderklauseln die ich da nicht verstehen muss. Da bin ich doch froh, wenn ich nen Steuerberater manchmal frage: Was bedeutet das hier eigentlich, was ich ankreuzen soll? Aber das sind halt so die Herausforderungen des Lebens. Und die lebe ich einfach. Da finde ich’s cool, dass man auf Leute wie Dich stößt, die sagen: Hey, lass uns was zusammen machen. Lass uns mal ein Projekt starten oder es entstehen viele Projekte heraus. Und wenn ich mir überlege, ich habe mittlerweile Angst muss ich sagen, Respekt vor den DNX Veranstaltungen, weil ich weiß, danach sind schon wieder 20.000 neue Projekte am Start. Danach muss ich schon wieder all meine Flüge umdisponieren wahrscheinlich, weil irgendwas völlig anders läuft, aber okay. Ich habe immernoch Bock drauf und ich gehe immernoch gerne hin und nach der letzten DNX sind jetzt mittlerweile fünf Auslandsproduktionen a drei Wochen entstanden á drei Wochen entstanden, mindestens drei Wochen. Marcus: Wow. Niklas: Das ist ne Anzahl, wo ich mir denke, das wäre mir bei der ARD oder beim Bayrischen Rundfunk nie eingefallen damals. Wo ich gesagt habe... Da war ich halt in Berlin angeklebt, an der Stadt und ja so bei mir ist es jetzt ja wirklich so, ich fliege erst in die Sonne, dann geht’s ins bitterkalte Norwegen, dann geht’s wieder in die Sonne, dann geht’s wieder in die Berge. Also sprich, es wird wieder kalt werden. Aber die Abwechslung finde ich ganz cool eigentlich, so von wir bräunen uns ne Runde und danach geht’s ab wieder in die Kälte und dann wird man wieder ein bisschen blasser. Bin gespannt, was die nächsten Jahre so mit sich bringen. Marcus: Absolut. Ja cool. Das erweitert ja auch absolut den Horizont. Je mehr man sieht, je mehr man reist, je mehr Länder man kennenlernt oder andere Kulturmenschen. Dadurch wächst man auch wieder und man muss sagen, wenn man Dich auf der DNX beobachtet. Du bist ja auch völlig unter Strom, was cool ist. Und genauso soll ja so ne Konferenz auch genutzt werden. Dass man sich mit anderen connected und unterhält und austauscht und macht und tut und von daher wundert mich das überhaupt nicht, dass da immer so viel bei Dir dann hängen bleibt. Und je mehr Leute man dann auch kennenlernt, können die einen natürlich auch wieder connecten und der sucht nen Videographer für das und daraus ergeben sich dann wieder 1.000 Sachen. Also dieses Be Ready, wenn die Chance da ist und dieses Connecting the Dots. Dass man, je mehr Leute man… das habe ich vorher auch unterschätzt… je mehr Leute man in seinem persönlichen Netzwerk hat, um so mehr Chancen ergeben sich auch für einen selber. Aber man muss halt offen sein. Niklas: Ja, das ist ganz wichtig. Ich sage einfach, es macht immernoch Spaß und ich freue mich einfach auf’s nächstes Jahr. Ich freue mich auch auf dieses Jahr, keine Frage. Dieses Jahr habe ich noch tolle Produktionen vor der Nase, aber es ist so, keine Ahnung, die Vorfreude ist schon wieder so da und es kribbelt, wenn man in Richtung Flieger geht. Und wenn’s heute nur für nen Inlandsflug ist. Bald geht’s ja auch wieder auf die Langstrecke, dann gehe ich wieder raus auf die Piste. Es muss einfach wieder auf die Piste gehen irgendwie. Genau, also mir wird’s langsam zu kalt hier. Deswegen überlege ich noch, ob ich im Dezember schon da in die Sonne fliege. Also ja. Marcus: Was ich bei Dir noch nen ganz interessanten Punkt fand, als Du als Newcomer auch auf der DNX Stage gewesen bist, hast Du ganz am Ende vom Talk erwähnt, dass Du Deine Firma, Deinen Brand Farali Prduktion genannt hast, weil das früher Dein Name gewesen ist, mit dem Dich andere aufgezogen haben in der Schule und gehänselt haben. Ist das so ne Art von Dir damit umzugehen? Das ist bestimmt für jeden ne harte Phase und ne harte Zeit. Gerade Kinder und Jugendliche können ja richtig fies sein, sowas mitzumachen. Ist das jetzt für Dich so ne Art Vergangenheitsbewältigung oder zu sagen: ich blende das jetzt nicht aus. Das gehört irgendwie komplett zu meinem Leben und das ist eine Phase, die habe ich jetzt hinter mir gelassen und ich stehe jetzt auf der Seite und mache die ganzen Produktionen weltweit und nenne mich Farali Production? Niklas: Das war mir auch extem wichtig mal klarzustellen, dass man, wenn man ne Firma gründet oder ein Unternehmen oder irgendnen Namen entwickelt, dass man ne Story erzählen kann. Es gibt nichts schlimmeres, als wenn ich vor meinen Kunden stehe, wo ich nicht weiß was der Name bedeutet oder wo hinter dem Firmennamen nicht irgendwas cooles steht. Irgendne Story. Das ist manchmal so ein kleiner Eyecatcher, wenn man im Meeting sitzt und sagen kann: Hey ich habe meinen Firmennamen danach genannt, wie mich Leute früher gemobbt haben. Wenn man das schön verpackt, dann ist es schon so: Wow krass, der ist kreativ, der hat sich was überlegt, der hat nicht irgendnen Scheiß dahergenommen, der hat nicht seinen Namen genommen und dahinter GmbH gesetzt, sondern er hat sich mehr darüber Gedanken gemacht. Und klar, für mich ist das auch Vergangenheitsbewältigung. Für mich ist das auch irgendwo Genugtuung, dass ich den Leuten zeigen kann, das war ne Vielzahl an Leuten, die mich echt ausgegrenzt haben, dass ich denen zeigen kann: Ey Leute, wisst ihr, es ist nicht so wie ihr immer gedacht habt. Klar war ich nie der coolste in der Schule und ich war auch nicht derjenige, der die Markenklamotten getragen hat, oder der jetzt die neuesten Techniksachen hatte. Also ob das ein iPhone dann war oder irgendwelche anderen Sachen, die halt dann plötzlich In waren. Zu denen habe ich nicht gehört. Ich war immer der Außenseiter irgendwo bis zum Abitur durchgehend. Und nach dem Abitur sind all die Leute auf mich zugekommen und haben gefragt: Ey kannst Du mir nicht doch helfen? Und: Ist total krass was Du jetzt machst mittlerweile. Wen Du alles treffen kannst. So, wo Du überall abhängst. Um es mal so zu formulieren und das stärkt so mein Selbstbewusstsein mittlerweile. Klar, ich sage auch weiterhin, ich gehöre nicht zu den schönsten Leuten auf der Welt. Das verstehe ich auch. Aber ich habe meinen Traumberuf gefunden und kann es den Leuten jetzt zeigen, die eben nicht dazu gestanden sind. Die gesagt haben immer: Ah das funktioniert eh nicht. Niklas, verabschiede Dich von dem Traum in den Medien zu arbeiten. Das waren ganz oft die Aussagen. Wie oft wurde man von den Lehrern belächelt, weil man irgendwas mit Medien machen wollte, weil man in dem Business starten wollte. Weil man was machen wollte. Weil man davon leben wollte. Und mittlerweile ist es so, dass ich an meiner eigenen Schule gefragt worden bin und es auch machen werde, ob ich nen Vortrag zu dem Thema halten möchte. Marcus: (grinst) Niklas: Das Rad hat sich gedreht und wenn ich mir jetzt überlege, dass ich gegenüber den Lehrern jetzt auf ner ganz anderen Position stehen werde bei diesem Vortrag. Also sprich, der Lehrer wird nicht mehr dastehen können und sagen können: Ey das ist scheiße, was Du machst. Oder der kann sich vielleicht Privat seine Meinung dazu bilden, aber er kann es nicht im Namen der Schule machen. Und das ist für mich so der Moment, wo ich mir denke, ja irgendwann schließt sich der Kreis. Irgendwo hat sich mal der Pfeil gedreht andersherum. Irgendwo gab’s doch ein bisschen Karma und ja, ich freue mich einfach, dass es funktioniert. Und dass ich jetzt auch Lehrern gegenüber mal stehen darf, die immer gesagt haben: Hey Niklas, Du bist nicht so die Sportskanone. Auf der anderen Seite kann ich zu den Lehrern auch schreiben: Wisst ihr, ich habe beim Champions League Finale gearbeitet, das hat was mit Sport zu tun. Und da gehört ein bisschen mehr dazu, als dass ich weiß wie Fußball funktioniert. Naja, und das ist so ein Feedback, was ich aufsauge momentan. Das stimmt, es hat mit Vergangenheitsbewältigung zu tun. War nicht die schönste Zeit, aber jetzt freue ich mich umso mehr, dass ich jetzt ne andere Zeit habe. Dass ne andere Zeit angeschlagen worden ist und ich so viel erleben darf einfach. Marcus: Cool! Ja danke, dass Du so offen bist. Ich glaube, das macht vielen Mut, die in ner ähnlichen Phase stecken oder sowas schonmal gehabt haben oder zu wenig Selbstbewusstsein haben. Und ich wundere mich auch immer wieder, welche Leute mit dem Thema Depression, schwarze, tiefe, doofe Gedanken zu tun haben. Irgendwie habe ich das Gefühl, es betrifft mega, mega, mega viele Leute und die wenigsten sprechen darüber. Und jeder hat mal so Phasen. Umso besser, wenn es Leute gibt, die darüber sprechen, anderen Mut machen und dadurch auch zeigen, man kann sowas auch bewältigen oder für sich nutzen und auf der anderen Seite des Lebens stehen. Und im Grunde sind ja negative Gedanken auch immer nur Gedanken. Die sind in Deinem Kopf, die sind ja gar nicht existent. Das ist ja nichts, was wirklich da ist, sondern das ist, was man sich selber einredet. Aber das ist ein anderes Thema, darüber kann ich noch stundenlang reden. Ich bin total happy, dass Du so offen warst. Dass Du so viel Know-How geshared hast. Dass Deine Lebensgeschichte, die mega inspirierend ist, hier nochmal thematisiert wurde und will Dich jetzt auch nicht länger aufhalten, weil ich weiß, Du musst den nächsten Flieger kriegen. Niklas: Ja, ich hab noch ne Stunde Zeit, ist alles gut. Ich muss noch meinen Handgepäckkoffer packen im Chaos und dann geht es ab. Marcus: Okay, Du bist nur mit Carry on und kannst direkt zum Gate, also ohne einchecken, ne? Niklas: Nein, ich bin ja sehr minimal aufgestellt, was das betrifft. Marcus: Perfekt, ein Traum. Ich liebe es auch. Wir reisen gerade in Thailand jetzt mit dem Minaal durch die Gegend. Das ist auch so ein Handgepäck, Digital Nomad optimierter Rucksack, Backpack und ist einfach nur cool. Gerade wenn Du landest an den ganzen Gepäckbändern vorbei. Zack, raus. Und wenn Du reinkommst, gar nicht mehr anstellen an den Countern, sondern direkt Sicherheitscheck und hin zum Gate. Niklas: Genau, nein. Ich bin minimal und freue mich auf mein Handgepäckkoffer, dass ich da alles reinschmeißen kann, was geht und dann passt die Sache und dann geht’s ab in den Flieger. Marcus: Okay, saucool! Niklas, danke für Deine Zeit! Niklas: Ja cool! Ich danke auch und viel Spaß euch noch! Marcus: Danke, wir sehen und hören uns irgendwo auf der Welt wieder, auf jeden Fall! Niklas: Genau, auf jeden Fall. Dann mach’s gut. Viele Grüße an Tim und an Feli und dem Rest vom Schützenfest drüben. Marcus: Genau, richte ich aus, hau rein! Jo Leute, ich hoffe euch hat die Folge mit Niklas genauso viel Spaß gemacht, wie mir und wir alle wollen hoffen, dass Niklas auch seinen Flieger catched. Ja, wenn euch die Show gefällt, gebt mir doch bitte Feedback. Ich find’s super spannend mit meiner Zielgruppe oder besser gesagt mit meinen Hörern zu connecten. Wer seid ihr? Was macht ihr? Wie findet ihr die Sendung? Was wollt ihr mir sonst noch mit auf den Weg geben? Habt ihr vielleicht nen Vorschlag für nen coolen und spannenden Interview Gast, den ich mal auf LIFE HACKZ holen sollte? Schreibt mir bitte an marcus@lifehackz.de und hackz wird mit Z am Ende geschrieben. Vielen Dank für alles und wir hören uns beim nächsten Mal. Peace and Out aus Thailand! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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