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LIFE HACKZ ✰ powered by DNX

DNX LIFE HACKZ ist die Show zu den Themen Digitale Nomaden, Produktivität, Persönlichkeitsentwicklung, Lifestyle Design, Lifehacking, ortsunabhängiges Arbeiten, Sport, gesunde Ernährung und geistige Fitness.
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Jan 29, 2016

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Interview mit Daniel Korth von Finanzrocker

Heute mit dem Finanzrocker Daniel Korth. Daniel hat einen Blog gestartet zum Thema Geldanlage und ist damit einer der ersten in Deutschland, der das Thema leicht und verständlich aufbereitet. Auch ich habe lange gebraucht, bis ich mich an das Thema Börse herangewagt habe und das alles nur, weil einem die ganzen Nachrichten eher Angst machen als motivieren, selber aktiv zu werden.Doch den größten Fehler, den man machen kann ist, sich auf seinen Berater bei der Bank zu verlassen und dem dann blind zu folgen und im schlimmsten Fall sogar Geld zu verlieren. Deshalb habe ich mich umso mehr auf das Interview mit Daniel gefreut und ich denke mal, es ist eine richtig geile Valuebomb geworden zum Thema Finanzen und Geldanlage für jedermann. Viel Spaß beim Reinhören, peace and out! In dieser Folge lernst du:

  1. Was es für verschiedene Anlagemöglichkeiten gibt und welche Vorteile ETFs bringen.
  2. Wieso Dir ein Bankberater nicht unbedingt hilft.
  3. Was die sogenannte Börsenpsychologie ist.

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SHOWNOTES

Finanzrocker Blog

Zendepot

Finanzwesir

comdirekt Finanzblog Award

finanzen.net

onvista

Buch: Money - Master the Game von Tony Robbins

Portfolio Performance

Artikel zu Portfolio Performance

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Jan 27, 2016

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LIFE HACKZ Q&A

Ich bin gerade ein bisschen aufgeregt, weil das ist unsere erste Q&A Session hier auf LIFE HACKZ und gleichzeitig sitze ich auch auf heißen Kohlen. Wir haben hier unsere Sachen gepackt. Der Minaal liegt hier rum, das Kite-Gepäck ist gepackt. Wir werden nämlich gleich abgeholt mit einem Bus und fahren dann mit dem Nightbus nach Fortaleza. Von da aus nach Sao Paolo - Abu Dhabi - Phuket, sind also Donnerstag dann in Phuket, wo ich dann im Tiger Muay Thai einchecken will zum MMA und Strength Conditioning Training. Zwei Wochen in so einem Bootcamp, ich hab richtig, richtig bock. In dieser Folge lernst du die drei goldenen Regeln: 

  1. FOKUS mit Hilfe von Routinen & Tools.
  2. AWARENESS.
  3. NO TEMPTING.

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SHOWNOTES

Minaal

Tiger Muay Thai

Wunderlist

5 Minute Journal

Self Control

Pomodoro Technik

Tomato Timer FB Beitragsbild

Jan 24, 2016

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LIFE HACKZ QUICKIE

Dieses Mal mit einem Quickie zum Thema, warum es total nervt als Digitaler Nomade unterwegs zu sein. In dieser Folge lernst du:

  1. Welche Tools dir dein Leben erleichtern, wenn alles nervt!
  2. Wie du deine Post handlen kannst, wenn du als Digitaler Nomade unterwegs bist.
  3. Fokus, Fokus, Fokus: Wie du dich zwingen kannst, ohne Ablenkung an deinem Business zu arbeiten.

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SHOWNOTES

DNX Berlin

Sun Desk

Bed n Desk

Surf Office

Tools

Marcus Artikel auf T3N

Zenmate

Dropscan

Flyonward

Pocket

Blinkist

Time Zone Converter

Viber

Coach.me

Pomodoro

SelfControl

Sport & Ernährung

TRX

7 Minute App

Jan 22, 2016

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Interview mit Martin Krengel von Studienstrategie

Heute mit dem Buchautor, Weltenbummler und Weltversteher Martin Krengel. Martin hat mit Anfang 30 seinen Doktor gemacht, hatte eigentlich ein ziemlich strukturiertes und aufgeräumtes Leben und an einem bestimmten Ort sich dafür entschieden nochmal ne längere Weltreise zu machen. Ich glaube, die dauerte sogar zwei Jahre, um danach dann den “klassischen” Weg zu gehen, um vielleicht sich ein Haus zu bauen, Kinder zu bekommen, die richtige Frau zu finden, aber irgendwie kam doch alles ganz anders und genau darüber reden wir im Interview. Viel Spaß mit dem Interview mit Martin! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie das Reisen Dich geistig wachsen lässt.
  2. Dass man einfach mal loslassen können muss.
  3. Dass man sich nicht mit Kleinkram aufhalten sollte und dennoch dieselben Ziele erreichen kann.

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SHOWNOTES

Martin Krengel

Studienstrategie

Martin Krengels Bücher

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 42! Yo Leute, Welcome zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit dem Buchautor, Weltenbummler und Weltversteher Martin Krengel. Martin hat mit Anfang 30 seinen Doktor gemacht, hatte eigentlich ein ziemlich strukturiertes und aufgeräumtes Leben und an einem bestimmten Ort sich dafür entschieden nochmal ne längere Weltreise zu machen. Ich glaube, die dauerte sogar zwei Jahre, um danach dann den “klassischen” Weg zu gehen, um vielleicht sich ein Haus zu bauen, Kinder zu bekommen, die richtige Frau zu finden, aber irgendwie kam doch alles ganz anders und genau darüber reden wir im Interview. Viel Spaß mit dem Interview mit Martin! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf

www.fiveminutejournal.com

und sichere Dir mit dem Code LIFEHACKZ 10% Discount. Marcus: Yo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit Martin Krengel. Martin, bist Du ready? Martin: Jawoll! Marcus: Perfekt! Wo erwische ich Dich gerade und warum bist Du genau an diesem Ort? Martin: Ich bin in Berlin, weil ich hier Freunde, Verwandte und kreative Leute um mich herum habe. Bin aber mit einem Fuß auf dem Weg nach Kuba, um mir das Land, Verfall und die Menschen anzuschauen und fliege morgen früh los. Marcus: Okay, das heißt, Du bist grundsätzlich auch viel auf Achse, wie ich weiß, sehr umtriebig, hast verschiedenste Projekte am Start, oft mit dem Fokus Reisen, aber ich glaube auch Produktivität und gerade Routinen, Struktur auf Reisen. Vielleicht kannst Du mal ein bisschen mehr dazu erzählen, was gerade so bei Dir Fokus ist oder auf dem Teller liegt. Martin: Ja, das ist schon gut beschrieben, das Gemisch. Also, ich bin im Zeitmanagement und Lernexperte. Das heißt, ich habe als Student das erste Zeitmanagement-Buch speziell für Studenten mit Produktivität, Lernen und kognitiver, also geistiger Verbesserung beschäftigt. Und das habe ich acht Jahre lang gemacht, habe Seminare gegeben, habe Bücher geschrieben und habe dann vor zwei Jahren eine Weltreise angefangen und bin da zum Digitalen Nomaden konvertiert. Habe also bemerkt so: Hey, erwachsen zu werden, das ist eh überbewertet. Also ich habe bewusst mal ein Anti-Zeitmanagement betrieben und alles ganz anders gemacht als vorher. Mal keine Pläne, mal keine Ziele, keine festen. Und das war ganz cool. Ich habe eigentlich diese Reise gemacht, um hinterher sesshaft zu werden. So irgendwie Apartment finanzieren, Familie gründen und pi pa po. Marcus: Mit dem Plan, Dich einmal nochmal voll auszuleben auf allen Ebenen und zu sagen, ich reise, und danach müsste es das ja gewesen sein und dann werde ich wieder ruhiger. Martin: Genau, ich war 33 vor zwei Jahren und hatte gerade meine Doktorarbeit fertig und habe gesagt: Jetzt. Jetzt muss ich raus, weil wenn dann Kinder da sind, dann wird es schwieriger. Nicht unmöglich, aber schwieriger und habe das sozusagen nochmal gemacht mit dem Plan, so ein Jahr lang. Und da hat man gemerkt nach einem Jahr: Oh, das war jetzt aber eher erst der Anfang und da ist ja noch so viel geiles, was es zu entdecken gibt. Und in diesem Jahr versuche ich halt so ein Mischmodell zu finden. Das heißt, ich bin jetzt halt immer wieder in Berlin, um halt mein Unternehmen aufzubauen und meine Bücher zu publizieren und zu vermarkten, aber halt, ich war dieses Jahr irgendwie zehn Wochen in Brasilien und Kolumbien nochmal. Ich war in Italien, ich war in Paris, ich war in Bangkok, ich fliege jetzt nach Kuba. Das ist so ein bisschen so ein Salami-Modell. Also ich mache meine Weltreise weiter im Prinzip, aber ich bin halt zwischendurch immer wieder in Berlin und mache jetzt eher so Stichreisen, gucke mir fokussiert ein Land an und bin dann halt eben wieder hier, um zu arbeiten und versuche das so ein bisschen auf die Weise jetzt mal als Modell auszutesten. Marcus: Ja, klingt spannend. Du sagst eben, Du wolltest dann auf den Reisen mal so einen kompletten Gegenentwurf zu dem machen, was Du vorher durchgezogen hast oder wie Du auch so Dich selber aufgestellt hast. Selbstständig bist Du ja glaube ich schon länger. Inwiefern unterscheidet sich jetzt Deine Arbeit von vor der Reise mit der Arbeit, die Du jetzt gerade aktuell machst oder was Du dann alles während der Reise noch optimiert oder umgestellt hast? Martin: Also die Reise hat mir sehr geholfen gewisse Dinge loszulassen. Ich bin seit acht Jahren sozusagen Autor und Coach bzw. Referent gewesen. Ich habe ganz viele Lehraufträge in Bayern gehabt. 40 Seminartage an Universitäten und Managementvorträge. Ich habe aber auf der Reise gemerkt: Okay, das hat mir Spaß gemacht, aber noch mehr Spaß macht es mir irgendwie am Strand zu sitzen, kreativ zu sein und zu schreiben und auch andere Dinge als Ratgeber zu schreiben. Dann ist so ein Reisebericht entstanden und ein Reisebuch und da habe ich jetzt richtig Bock drauf. Ich würde mich gerne halt in diesen neuen Feldern ausleben. Ich habe Standups gemacht und gemerkt, ey cool, ich kann Leute auch unterhalten und inspirieren und zum Lachen bringen und überzeuge nicht nur durch irgendwelche schlauen Tipps und versuche das jetzt zu kombinieren, aber es gibt halt im Zeitmanagement Zeit zur Verfügung. Das heißt, wenn ich etwas neues starten will, muss ich was altes loslassen. Und für mich kam dann die Einsicht: Okay, ich lasse jetzt die Universitätsseminare los, obwohl es gute Buchungen waren, obwohl mir das total viel Spaß macht, die Leute lernbereit sind. Aber ich habe gesagt, ich mache das jetzt nicht mehr und biete mein Geschäftsmodell jetzt mehr auf  Reisen an, dass ich mehr Online-Produkte machen, mich jetzt in Ebooks und Onlinekurse reinbewege. Das ist auch euer Dank! Ne, mit euren Konferenzen. Ich habt mich da sehr inspiriert. Marcus: Okay, danke! Martin: Als ich gesehen habe, wie das funktioniert. Weißt Du, ich habe fünf angefangene Bücher und dachte immer, die müsste ich erst fertigschreiben und dann mache ich mal einen Onlinekurs und jetzt sage ich mir: Ey Moment, Du hast doch schon zehn Bücher geschrieben. Jetzt mach doch Dein nächstes Buchprojekt gleich als Onlinekurs und wenn das gut läuft, kannst Du immernoch ein Buch draus machen. Also mein Denken hat sich da sehr radikal geändert. Marcus: Cool. Martin: Es ist trotzdem noch ein ganzer Haufen Arbeit, das so umzustellen, aber ich merke jetzt halt auch, in der Launchphase meines neuen Buches, diese klassischen Wege sind halt hart und da ist man Independent Autor zum Beispiel, steht man halt auch vor vielen Schranken. In den Buchhandel reinzukommen ist schwierig. In die Presse reinzukommen ist schwierig und man ist immer auf das Wohlwollen eines Dritten angewiesen. Und wenn ich jetzt halt dieses Onlinebusiness mache, kann ich mit meinem Leser direkt reden, kriege viel schneller Feedback und habe halt auch eine höhere Conversion und eine Erfolgsquote. Und auch wenn ich jetzt nicht irgendwie sofort in der FAZ stehe, aber ich erreiche meinen Leser direkt und kann das ein Stück weit planen und kann das ausbauen und das macht mir im Moment halt Spaß, da das Ruder rumzulegen und zu sagen: Ich mache jetzt nur Dinge, wo ich weiß, die haben eine höhere Erfolgschance und alles, was ich jetzt tue - wenn ich jetzt einen Text Online überarbeite, dann ist der 20 Jahre lange. Und wenn ich einen Gastartikel für irgendjemanden schreibe oder für eine Zeitung ein Interview mache, dann ist das nächste Woche nicht mehr aktuell. Marcus: Ja auf jeden Fall. Und was ich bei Dir ganz interessant finde ist, dass Du sagst, Du hast vorher viele Seminare gegeben oder Vorträge auch an Unis, hast noch Deinen Doktor gemacht. Das klingt alles schon sehr - ich will nicht sagen sesshaft - aber sehr konservativ und konventionell. Und da dann nochmal so krass auszubrechen, aufgrund der Reise vielleicht ein bisschen Inspiration bei uns auf den Konferenzen und jetzt der völlige Freigeist zu sein und der, der Du jetzt bist, das geht nicht von heute auf morgen oder? Martin: Ja nicht so wirklich und das ist halt ein sehr stark psychologischer Prozess. Also deswegen habe ich ja dieses Buch

Stoppt die Welt

geschrieben. Also ursprünglich wollte ich halt nur einen coolen Reisebericht haben über meine Abenteuer und Erlebnisse und dann habe ich aber gemerkt: Hey Moment, es gibt halt kein Buch, keinen Bericht, dass Dich so psychologisch packt und begleitet. Also, die schreiben halt alle es ist geil und Reiseführer lesen finde ich total öde, weil die sagen: hier, hier, hier musst Du hin und dann hechelst Du irgendwelche Sehenswürdigkeiten ab und denkst Dir hinterher: Ey Mann, ich habe viel gesehen, aber nix erlebt. Und diese Höhen und Tiefen, die habe ich immer wieder im Reisen und die Zweifel “soll ich das jetzt wirklich machen und so lange und wie lange und wo gehe ich hin?” Das begleitet Dich halt ständig und Du hast immer ein schlechtes Gewissen, weil Du ja bei den anderen immer liest: Oh es ist alles geil und cool und Du musst Dich jeden Tag freuen, wie ein Schneekönig. Dabei ist es teilweise harte Arbeit, das vorzubereiten. Es ist teilweise richtig scheiße und doof und Du hast Zweifel, Du hast Unsicherheiten, Du hast ein schlechtes Gewissen, dass sich Deine Freunde nen Arsch abrackern in Deutschland usw. und so fort. Und ich wollte das alles mal irgendwie zusammenpacken und mitgeben. Das ist ein ständiger Prozess, der halt auch weitergeht und der komplett normal ist finde ich. Also ich habe jetzt auch, bevor ich Kuba gebucht habe, habe ich vor zwei Wochen erst gebucht, da hatte ich auch wieder ein schlechtes Gewissen und dachte mir: Och Mann, jetzt hier… vielleicht solltest Du Dich eher mal um Dein Geschäft kümmern und kurz vor Weihnachten, das ist stressig. Und dann kommen diese ganzen inneren Dialoge hoch, wo man dann genau nochmal raus sich ziehen sollte und einfach gucken, was ist mir denn wirklich am allerwichtigsten und was bereue ich mehr. Ich habe gesagt, naja, wenn ich jetzt nicht nach Kuba fliege, dann wird es vielleicht im nächsten Frühjahr auch nicht und dann ändert sich das Regime und dann ist das amerikanisiert. Ich will eigentlich das Land so sehen, wie es ursprünglich ist und dann sagst Du Dir halt: Wenn nicht jetzt, wann dann? Du musst die Dinge halt einfach mal machen. Das habe ich gelernt auf meiner Reise in den letzten zwei Jahren. Du musst die Dinge einfach mal machen, auch wenn Du noch nicht ganz überzeugt davon bist, dass Du das machen solltest und was der beste Weg ist. Auch wenn Dich irgendwas anfixt oder Dich irgendwas inspiriert oder Du Energie verspürst. Hätte ich mir früher Pläne gemacht, Pro und Kontra und vorher überlegt, ob das wirklich eine 100% perfekte Entscheidung ist. Und jetzt sage ich mir: Ich mache einfach mal und kann hinterher daraus lernen und habe dadurch weniger Stress und mehr Power, mehr Umsetzungspower gewonnen. Marcus: Hm, ja, dazu fällt mir gerade auch ein, dass wir uns vor ein paar Tagen in Chiang Mai mit nem richtig smarten Unternehmer aus Israel getroffen haben, den Tal, der ein guter Freund ist und der setzt immer so seine Jahre auf bestimmte Topics und das war jetzt 2015 sein Jahr des Flows oder der Spiritualität und er hat gesagt, er geht einfach mal mit dem, wo er sich gerade nach fühlt und macht die Dinge, die sich ihm anbieten. So ein bisschen wie Du. Und unterm Strich hat sich dadurch dann viel mehr ergeben, als die Jahre davor, wo er dann auch sehr diszipliniert gewesen ist und Masterpläne hatte und genaue Strategien. Letztendlich hat es auch ganz gut funktioniert, aber durch dieses Go with the Flow sind ihm dieses Jahr noch viel mehr Opportunities und Gelegenheiten in den Schoß gefallen, die er davor wahrscheinlich nicht gehabt hätte, wenn er weiter das nach dem Schema gemacht hätte, wie er es vorher gemacht hatte. Nämlich voll durchgeplant von A nach B und nach C, aber sich halt nicht auf neue Sachen eingelassen, die einfach zufällig auch mal passieren können. Martin: Also ich glaube, wir brauchen beides. Also ich habe den Tal auch gesehen mit seinen tollen Bucket Lists und was er alles erreicht hat im Leben. So habe ich ja auch getickt. Ich habe mir für jedes Jahr - ich mache immer so einen Jahresrückblick und schreibe mir halt zehn Kategorien auf ungefähr, in verschiedenen Lebensbereichen. Also was sind meine fünf konkreten Ziele als Autor? Was sind meine fünf konkreten Ziele als Dozent? Was sind meine fünf konkreten finanziellen Ziele? Was will ich gesundheitlich erreichen? Was will ich erleben? Was will ich mit meinen Freunden machen? In meiner Partnerschaft? Und das hat mir sehr geholfen. Also ich sage jetzt mit 35, dass ich all meine Ziele erfüllt habe und meine Träume, die ich mit 25 hatte. Und wer kann das schon von sich behaupten. Und da helfen Masterpläne extrem. Aber auf der anderen Seite ist es halt schön auch diese Phasen des Flows zu haben und der Offenheit, um einfach mal zu gucken, was ist in mir noch drin? Was entsteht? Welche Chancen bieten sich mir? Und das zu spüren, ich glaube da ist jetzt Dein Kollege halt jetzt auch und irgendwann glaube ich, harmonisiert sich das wieder, dass ich sage: Jetzt habe ich zwei Jahre Flow gehabt und es ist geil, das ist cool, das will ich beibehalten. Aber ich merke halt auch, dass man manchmal dann doch wieder so ein bisschen schwimmt und Entscheidungen nicht so gut einordnen kann und ich habe jetzt halt irgendwie mir drei bis fünf sehr, sehr konkrete Metaziele gesetzt. Da will ich hin und kann deswegen Entscheidungen und Dinge, die an mich herangetragen werden, besser prüfen und sagen: Ja, das passt zu dem Zeil, das mache ich oder das wäre nett, aber eigentlich lenkt mich das jetzt nur ab. Und ich glaube so die Kombination ist letztendlich sehr, sehr mächtig. Die Idee zu haben, eine Vision zu entwickeln, wo will ich hin? Und trotzdem aber offen zu bleiben, was den Weg dahin anbelangt. Marcus: Hm, ich glaube, dass ist even better. Eine Kombi aus beiden Sachen, wie Du gerade schon sagst. Wenn Du Dir diese Ziel, die schon sehr konkret formuliert gewesen sind von Dir, aufgeschrieben hast oder irgendwo niedergeschrieben, wie oft hast Du die upgedated? War das dann so ein lebendes Dokument oder war das dann einmal in Stein gemeißelt und das sind die Sachen, die will ich jetzt bis Zeitpunkt X erreichen? Martin: Also es ist beides. Ich habe irgendwie so eine Mission, ein Mission Statement. Also ganz amerikanisch noch, aus dem amerikanischen Zeitmanagement beeinflusst geschrieben. Das sind so zehn Punkte. Wer bin ich und was will ich im Leben? Marcus: Was ist das zum Beispiel? Martin: Ich habe zum Beispiel zwei Metaziele im Leben. Ich will die Welt verstehen. Ich bin sehr wissensdurstig und arbeite mich in verschiedene Themen rein und will Narben hinterlassen. Also ich will irgendwie eine Marke aufbauen. Ich will was bleibendes hinterlassen. Das sind für mich meine Bücher. Das heißt, wenn ich die Welt verstanden habe, dann strukturiere ich es so und vermittele es, dass es andere auch verstehen, was ich verstanden habe und habe damit dann halt auch Erfolg. Wenn die Leute das cool finden, dieses Projekt. So, das ist mein Lebensthema oder so meine Lebensziele, dann auf einer ganz breiten Ebene. Und dann stehen dann halt solche Dinge drin… Das klingt immer sehr technokratisch und so, aber letztendlich sind wir halt geprägt von unserem Umfeld. Ich komme aus Ostdeutschland, aus einem kleinen Dorf und da gibt es gewisse Glaubenssätze, die in mir reinprogrammiert sind, die mich davon abhalten, was eigentlich in mir steckt und was ich eigentlich machen will. Und da helfen dann solche Regieanweisungen, wie zu sagen: Ich bin halt open minded, ich bin flexibel, ich will mich auf neues einlassen. Das hilft einfach, sich das immer wieder durchzulesen und mit dem abzugleichen, was gerade ist, wo ich mir dann eingestehen muss: Ah nee, letzte Woche war ich wieder fleißig. Jetzt kannst Du Dich mal wieder ein bisschen gehen lassen, ein bisschen runterschalten. Und das erinnert mich eigentlich an Vorsätze, die ich hatte, die sonst einfach im Tagesgeschehen hinter runterfallen. Marcus: Hast Du das denn noch nach wie vor, diese Glaubenssätze? Auch geprägt durch Deine Herkunft oder Vergangenheit? Martin: Ja natürlich. Also wir entwickeln uns ja und weißt Du? Das erzähle ich auch immer meinen Lesern oder Seminarteilnehmern. Wenn die in ein Seminar kommen und denken, die könnten Zeitmanagement in einem Tag klären, ist das das falsche Paradigma. Es ist ja ein Management. Es ist ein ongoing Ding, das wir haben, denn ich will ja geistig wachsen, ich will lernen und ich begebe mich immer wieder in Situationen, die für mich überfordernd und herausfordernd sind. Weil ich es spannend finde und weil ich es toll finde. Weil mir das Energie gibt. Aber es ist klar, wenn ich mich in neue Situationen begebe, dass ich mit den Strategien von gestern nicht unbedingt in der neuen Situation zurückkomme. Das heißt, ich muss immer wieder gucken: Wo stehe ich und was habe ich aus meiner Vergangenheit mitgebracht, was mich jetzt hindert im neuen Ziel? Und von daher wirst Du immer wieder auf Glaubenssätze und auf alte Erfolgsstrategien stoßen, die im neuen Umfeld hinterfragt werden müssen. Also von daher, um nochmal auf Deine Frage von vorhin zurückzukommen: Pläne, Ziele sind immer ongoing oder in meinen Augen müssen flexibel sein, um immer wieder zu überprüfen: Ist das, was ich mir jetzt vor zwei Jahren noch vorgenommen habe, mit den Informationen, mit den Erfahrungen und Wissen von heute noch aktuell? Marcus: Hm, absolut. Martin: Ja, diese fünf Bücher. Das macht überhaupt keinen Sinn mehr, diese fünf Bücher zu schreiben, mit dem Wissen, das ich heute habe. Wo ich sage, ich könnte viel leichter, stressfreier mit der Energie, die ich in die Bücher stecken würde, zu meinen Zielen kommen, auf einem ganz anderen Weg. Marcus: Macht Sinn, absolut. Das heißt, das hast Du jetzt für Dich auch klar, diese fünf Bücher… ich war nämlich früher genauso, wie Du unterwegs. Ziemlich pedantisch und dann auch, wenn ich einen Plan habe oder irgendetwas aufgeschrieben habe, was ich machen will, dann musste ich das auch so machen und war eigentlich dann auch nicht wirklich open, davon abzuweichen. Und oftmals steht man sich dann selber total im Weg. Hast Du das jetzt komplett überwunden oder schwirren diese fünf Bücher noch irgendwo im Hinterkopf und denkst so: Ah nee, irgendwann muss ich das noch machen, weil ich hatte mir das ja mal vorgenommen? Dieses Loslassen.   Martin: Es ist, ich sage mal prioritätenhafter geworden. Also ich bin ein sehr strukturierter Mensch, ein sehr linearer Mensch. Also wenn ich mir irgendwie zehn Ziele setze, will ich die hintereinander weg abarbeiten, aber ich zwinge mich halt eben durch meine Zeitmanagementtricks und Methodiken immer wieder mir klarzumachen, zu gucken, welches von diesen zehn Projekten, die ich habe, haben die höchste Erfolgsaussicht? Und wo brauche ich am wenigsten Zeit dafür? Ne, deswegen habe ich gesagt: Ich habe halt jahrelang Pressearbeit gemacht und es war auch toll. Ich war irgendwie in fünf großen Fernsehsendern. Ich war fast in allen großen Tageszeitungen drin. Habe aber gemerkt, dass das da oben mühselig ist und letztendlich für mein Ziel, dass ich irgendwie Bücher verkaufen und damit Menschen erreichen will, eher bescheiden ist. Das heißt, man kann nie genauso tracken, wo kommt das her? usw. Wo ich jetzt sage: Hey Moment, ich setze jetzt eine ordentliches Newslettersystem auf. Ich kümmere mich mal um Youtube, weil das eine mega geile Suchmaschine ist. Ich bin gut auf der Bühne, ich kann gut sprechen und Wissen vermitteln und habe das überhaupt noch nicht genutzt. Wo ich sage: Bevor ich jetzt ne Woche damit verbringe, irgendwelchen Journalisten hinterherzurennen, dass die sagen: Oh, das ist cool, was Krengel macht, überzeuge ich lieber meine Leser direkt, dass das cool ist, was ich da mache, gewinne mehr Leser und damit natürlich auch eine höhere Sichtbarkeit gegenüber Journalisten, die dann schon kommen, wenn sie was brauchen. So, und das ist halt Ergebnis solcher Analysen, zu sagen: Naja, was bringt mich eigentlich mit weniger Aufwand zum selben Ziel oder zu einem besseren Ziel oder besseren Erfolg? Das muss ich mir aber immer wieder auch klar machen, weil ich bin natürlich von meiner Gehirnstruktur so gewired, dass mein Gehirn klare Anweisungen liebt. Und ich muss mir immer wieder klarmachen: Nee Moment, das bringt überhaupt nix, wenn Du mit dem kleinen Kram hier anfängst, sondern pack alle Deine Energie jetzt auf dieses Projekt, dass Du vielleicht noch nicht kennst, das noch nicht so gut vorstrukturiert ist, aber da sitzt der goldene Gral und da musst Du Dich draufstürzen. Und das ist auch eins der häufigsten Zeitmanagementfehler, die wir alle machen, dass wir lieber erstmal irgendwie Facebook, E-Mail und den Kleinkram checken und abarbeiten, weil der halt gut strukturiert ist, weil der gerade aktuell ist. Marcus: Ja ja, und man verarscht sich da selber und denkt dann: Okay cool, ich habe wieder was geschafft, irgendwo den Haken hintersetzen. Ja Mails auf Facebook sind dann auch wichtig oder eine E-Mail zu beantworten, ist ja auch mega wichtig. Martin: Und diese großen Träume und Wünsche, die wir haben und die Ziele, die sind halt unkonkret, die sind nicht strukturiert, die kannst Du noch nicht anfassen, Du hast keine Erfahrung damit und deswegen sind die für das Gehirn nicht so wirklich und deswegen prokrastiniert das Gehirn systematisch. Und ich sehe das halt so ein Stück weit als meine Mission an halt mit meinen Büchern zu inspirieren oder mit meiner Arbeit zu inspirieren und zu zeigen, dass es sich halt lohnt den Kleinkram, Kleinkram sein zu lassen und einfach mal zu sagen: Ich mache jetzt eine Woche nichts anderes, als an meinem Traum zu arbeiten. Marcus: Hm, und was würdest Du sagen, wenn Du Deinen ganzen Worken und Deinen Büchern oder Kurse, die da noch kommen, so ein Statement oben drüber schreiben könntest? Wofür möchtest Du stehen oder was möchtest Du gerne den Leuten mit auf den Weg geben durch Dein Tun? Martin: Also ich würde sagen, es ist so die Botschaft: Traue Deinen Träumen, die über allem steht. Und als ich damals dieses erste Zeitmanagement Buch für Studenten geschrieben habe, dann war das glaube ich deswegen so beliebt - das kann nur so gewesen sein - weil ich war da mit einem Indianer Jones Hut und einer Machete in der Humboldt Uni in Berlin gesessen, mit einer Topfpflanze in der Hand und das war so ein ganz grauer Hörsaal, braun, und das Cover war nicht sehr schick, aber es hat sich trotzdem irgendwie verkauft und ich glaube, es liegt daran, dass ich die Leute inspiriert habe. Ich habe irgendwie sieben Erfolgsprinzipien für das Leben aufgestellt und habe dann einen ganzen Workshop gehabt: Was sind meine Stärken, was sind meine Schwächen, was will ich für Ziele im Leben haben? Und was kann ich eigentlich mit einem Studium alles geiles machen? Ne? Es gab irgendwie ein Semester, eine Kreuzfahrt, die man auf dem Meer machen kann. Ich habe irgendwie für LOreal ein Studentenprojekt gemacht und habe komplett ein neues Produkt für Biotherme Homme entworfen. Ich war mehrmals im Ausland und habe Zeichenkurse gemacht. Ich habe so viel erlebt in meinem Studium außerhalb des Curriculums und glaube, dass ich damit Leute inspiriert habe, sich selbst zu verwirklichen und einfach mehr aus ihrem Leben zu machen. So und dann habe ich mich lange damit beschäftigt, ganz konkret, wie kriegste das hin, kriegst Du Dich so organisiert und strukturiert, dass Du Deine Ziele erreichst? Kannst Du besser denken? Und jetzt bin ich im Moment dabei, die Leute wieder mehr zu inspirieren, auch mit meiner Geschichte, mit meinem Loslassen, mit meinen Konflikten und zu sagen: Hey hier, guckt euch doch mal an, was ich durchlebt habe in diesem Jahr. Ich habe mir vorher selber nicht so ganz getraut, aber es war so geil diese Weltreise zu machen und es war so geil loszulassen und jetzt einfach mal dieses neue Leben zu probieren. Dass ich den Leuten sage: Traue Deinen Träumen, egal was es ist. Ob es ein eigenes Unternehmen ist, ob es eine Familie es, ob es die Karriere ist, ob es das Digitale Nomadentum ist. Egal was da in Dir schlummert. Wir haben einfach so viele Umwelteinflüsse, Hindernisse und aber halt auch… fehlen uns noch Techniken und Gedankenstrategien, dass ich den Leuten einfach als Coach in Gedanken zur Seite stehen will und ihnen helfen will, ihre Ziele, ihre Träume zu verwirklichen. Marcus: Hm cool. Was steht für Dich jetzt die nächsten Wochen an? Oder ist so Dein Hauptfokus businesstechnisch? Du sagtest ja gerade, es sind wahrscheinlich eher nicht die Bücher, sondern der Onlinekurs. Kommt da jetzt bald was? Martin: Genau, also ich mache jetzt erstmal tatsächlich Salsa und Sonne in Kuba komplett zwei Wochen Urlaub. Und dann natürlich Dezember nochmal Weihnachtsgeschäft für das neue Reisebuch. Da werde ich mich nochmal dahinterklemmen und Journalistenanfragen abarbeiten und dann will ich aber auf jeden Fall vor Weihnachten noch zwei Seminare einsprechen. Ich habe hier fertige Seminare, die ich zig Mal gegeben habe und will die jetzt als Onlinekurse einsprechen. Und im Januar dann auch nochmal die anderen drei Seminare und dann werde ich wieder Reisen für vier, fünf Monate. Ich habe eine Mitarbeiterin, dass die in der Zeit diese Kurse richtig geil machen kann, auch visuell und die dann praktisch Online vermarkten oder Online zur Verfügung stellen und vermarkten und das ist so der nächste große Schritt, jetzt mit den Videokursen anzufangen. Marcus: Hm, und wenn Du reist, wonach suchst Du Dir dann die Orte aus? Hast Du irgendwelche Präferenzen? Bist Du eher in Städten oder eher am Meer oder am Strand unterwegs? Martin: Also ich suche Kontraste. Das war so das Überthema meiner Weltreise: Kontraste. Also ich war irgendwie an den entlegendsten Orten dieser Welt. Irgendwie in Tonga, im Königreich Tonga in der Südsee. Ich war in Tahiti. Ich war auf der Osterinsel, wo Du irgendwie 8.000km zur nächsten größeren Zivilisation hast. Und ich war in den Megametropolen, wie Rio de Janeiro, Buenos Aires, Peking, Bangkok, Sydney. Und diese Kontraste lassen mich sehr, sehr lebendig werden. Das ist das eine, wonach ich das aussuche, nach irgendwie Andersartigkeit und Überforderung ein Stück weit. Und das andere ist so einfach, manchmal höre ich einen Namen, der schön klingt. Marcus: (lacht) Martin: Dann gehe ich dahin. So wie Kasachstan. Da weiß ich nur, die haben wohl schöne Berge und es ist wenig entwickelt. Und die am wenigsten entwickelten Länder sind in meinen Augen immer die spannendsten gewesen. Ich war in der Mongolei, war der einzige Tourist da und das war so ein mega geiles Abenteuer. Marcus: Cool, da war Feli auch. Martin: Und es ist einfach mega geil, wenn Du dahin gehst, wo noch kein anderer, oder wo wenig andere waren. Marcus: Ja, auf jeden Fall. Martin: So wie Laos oder Cambodia. Burma ist sicherlich spannend. Einfach wo Du noch mehr mit Dir selbst beschäftigt bist und wo es eben nicht so bequem ist zu reisen. Weißt Du? So Thailand ist ein total tolles Land, würde ich jedem empfehlen, seine Backpacking Karriere da zu starten. Es ist total cool, aber Du hast da alles auf dem Servierteller und das Leben ist einfach und toll dort und Du wächst geistig aber eher… entwickelst Dich persönlich, wenn Du halt plötzlich mal anfängst zu fluchen, oder wenn alles total doof ist oder wenn Du am liebsten laut losschreien oder heulen könntest und Du alleine unterwegs bist und dann fangen geistige Prozesse an zu arbeiten. Weil mit den Strategien und Denkmustern von früher kommst Du eben in der Situation nicht weiter und dann musst Du Dich umstellen. Und dann setzen Lernprozesse und Veränderungsprozesse ein. Und das ist spannend. Marcus: Hm, genau das macht uns beiden ja auch so viel Spaß. Wenn ich mit Feli unterwegs bin, sind wir eigentlich selten in irgendwelchen Großstädten, wo es convenient ist oder in irgendwelchen Hotspots. Wir waren ja jetzt in Chiang Mai, um da mal die Szene auszutesten. Aber letztendlich sind wir immer am liebsten in so mini kleinen Fischerorten, die kaum einer kennt oder überhaupt auf dem Radar hat, wo das lokale Leben spielt. Wo man sich dann durchschlagen muss, viele Aufgaben wahrscheinlich dann auch lösen muss und Challenges überwinden und genau das lässt einen dann ja auch wachsen und nicht, dass man dann in den Lonely Plante Tip Nr. 1 Hostel in Thailand dann eincheckt, in Bangkok. Ich meine, das kann ein guter Start sein, wie Du schon sagtest, aber irgendwann, ich glaube, je größer die Herausforderung und die Aufgaben sind, um so mehr wächst Du dann auch persönlich. Martin: Ja, da freue ich mich jetzt schon auf Kuba, weil da gibt es ja noch nicht so wirklich Internet oder kein funktionierendes und dann gibt es halt auch keine, also booking.com und diese ganzen Buchungsplattformen spucken keine Hotels aus. Du kannst nur durch persönliches Anschreiben per Mail Hostels und Privatunterkünfte buchen, aber andererseits gibt es halt so wenig Internet. Also ich könnte mir gut vorstellen, dass ich da erstmal auf der Straße lande. Also ich habe auch nur die ersten zwei Nächte mir irgendwie organisiert und da freue ich mich drauf. Das wird eine Herausforderung. Marcus: Ja, das klingt auf jeden Fall nach Abenteuer. Und gerade jetzt ist ja da auch viel im Umbruch, wie Du schon sagtest. Wenn Du jetzt nicht fährst, dann sieht es wahrscheinlich im halben Jahr oder in einem Jahr das dann schon wieder ganz anders aus. Martin: Ja, ich habe das damals mit Peking erlebt. Ich war 2007 vor der Olympiade in Peking und war jetzt nochmal da und das ist einfach krass, so die Veränderung zu sehen und zu spüren und da wo vorher noch Slum und Wüste war, steht da jetzt so ein mega Wolkenkratzer. Und das macht das halt auch aus. Und so ein gewisses kulturelles Interesse halt auch, was mich an Orte zieht, wie jetzt irgendwie mein Spanisch wieder aufpeppen. Ich mag die Musik, ich mag die Lebenslust und fühle mich da ein Stück weit in meiner Persönlichkeit nochmal bestärkt. Ne? In Deutschland bin ich so der strukturierte, Zieleffiziente und in Südamerika reizt mich eher so der Martini, der lebenslustige, spontane Genießer, der in Deutschland immer ein bisschen hinten ansteht, weil ich das hier einfach so gewohnt bin, effizient und strukturiert zu sein. Und da kann ich halt andere Teile meiner Persönlichkeit ausleben und die kann ich aber dort eher ausleben, als zum Beispiel in Asien, was ich auch toll finde kulturell als Land. Aber da sind die Leute ja noch fleißiger, noch pflichtbewusster, noch schüchterner und ich will halt genau die andere Seite von mir entwickeln und deswegen zieht es mich eher jetzt nach Latein- und Mittelamerika in der nächsten Zeit. Weil da mehr Energie für mich drauf ist. Marcus: Auf jeden Fall. Also es ist echt ein mega Unterschied. Ich habe mich auch total auf Asien gefreut. Wir waren ja vor drei Jahren hier schonmal und es ist auch cool, das Essen ist geil, die Leute sind super freundlich und die sind humble. Aber ich bin auch ein sehr extrovertierter Typ, der immer so Feedback braucht von den Leuten, mit denen ich zu tun habe und das ist mega schwer hier in Asien zu bekommen, weil die sich einfach nicht so trauen. Die haben halt eine andere Kultur als wie zum Beispiel, als wir in Kolumbien waren oder in Brasilien oder so. Da triffst Du dann Locals auf der Straße oder machst mit denen ein bisschen Sport und Fitness im Open Air und gehst dann abends mit denen noch einen Trinken und Feiern. Das brauche ich irgendwie noch mehr. Dieses Feuer, das dann auch zurückkommt von den anderen, weil ich ja selber sehr viel Energie habe und die versprühe. Aber wenn da irgendwie kaum Feedback kommt, dann wirst Du irgendwann selber irgendwie leise und kleinlaut und keine Ahnung, rennst da mit Blick nach unten durch die Straßen. Martin: Ja. Und das meine ich halt so mit diesen Umgebungseinflüssen, Glaubenssätze ne? In Deutschland wirst Du halt angeschaut, wie ein Meerschwein auf dem Mars, wenn Du sagst, Du fährst jetzt irgendwie auf eine Reise oder Du machst die Sachen jetzt mal ganz anders und Du hast jetzt keine 12 Versicherungen usw. Und das macht Dich natürlich dann auch unsicher. Und dann reist Du in Länder, wo die Leute fast gar nix haben und einfach total happy sind. Wo Du denkst: Ey schön, so einfach kann ein Leben sein. Marcus: Und es funktioniert irgendwie, ne? Ohne, dass da alles so mega durchstrukturiert ist, wie beispielsweise in Deutschland. Martin: Ohne dass man es drei Stunden durchdenken, durchreden und vertagen und verschieben muss, wenn man noch eine Information braucht. Marcus: Okay, bleibt uns festzuhalten: Reisen hilft immer oder reisen hilft gerade auch, wenn man mal ausbrechen will und sich selbst erfahren will, so wie Du. Also, bei Dir zu Hause ist ja die Welt so ein bisschen - hast Du ja eben gesagt - strukturiert, durchgeplant. Du stehst für Produktivität und Effizienz und dann kannst Du auf Reisen in Lateinamerika dann mal der ganz andere Martin sein, der gerne tanzt und singt und auf der Straße abhängt. Martin: Genau, also im Buch habe ich es zusammengefasst als Vorwort: Reisen bewegt Beine und Kopf. Und das ist halt das geile. Dass es Dich halt in Bewegung hält. Du bist viel agiler und eines der Themen - Du hast ja nach Businessthemen gefragt im Moment - aber persönlich mein Thema ist, dass ich halt dieses leichte Lebensgefühl und das tolle, spontane, das ich auf Reisen habe, wo ich ja auch Dinge auf die Kette kriege und wo ich auch Projekte abarbeite. Dieses Lebensgefühl einfach mit nach Deutschland nehme und es gelingt mir mit jedem Mal, dass ich wiederkomme, immer ein Stückchen besser. Und das ist dann toll, wenn Du das halt dann auch mitnehmen musst. Weil irgendwann werde ich sicherlich mal wieder länger an einem Ort sein und dann will ich natürlich genau dieses geile Leben haben, das ich jetzt unterwegs habe. Marcus: Hm perfekt! Das klingt nach einem guten Schlusswort. Vielen Dank für Deine Zeit und danke für die Inspiration. Ich glaube, es ist rüber gekommen, wie viel Dir persönlich das Reisen gibt und wie viel Dir das dann auch gibt, um diese Energie dann weiterzugeben an Deine Leute in den Seminaren, in den Kursen, in den Büchern. Ich meine, der Erfolg gibt Dir recht. Vielen, vielen Dank! Martin: Jo, gerne und Grüße an Thailand. Marcus: Ja, richte ich aus. Wir sind ja morgen wieder weg. Wir ziehen weiter Richtung Europa und Dir viel Spaß in Kuba. Schlag Dich durch, ich bin gespannt auf Deine Berichte und hoffentlich dann auch wieder in Buchform oder sei es dann vielleicht mal ein Seminar oder auf der Bühne eine Lesung. Martin: Ja, auf jeden Fall oder auf der Webseite. Jut, dann lass es Dir gutgehen Marcus, vielen Dank für euer Interesse und viel Erfolg mit Deiner Show. Marcus: Jo, danke Martin! Ciao. Martin: Tschö. Bäm! Das war eine weitere Folge der LIFE HACKZ Show. Wenn euch die Show genauso viel Spaß macht, wie mir, dann gebt mir doch mal ein bisschen Feedback über eine Voice Message auf meiner Website www.lifehackz.de oder über eine E-Mail an

marcus@lifehackz.de

oder über eine Rezension auf iTunes. Ich würde mich mega freuen und euch noch viel Spaß bei allem, was ihr gerade macht. Ich bin raus, peace and out. Bis bald! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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Jan 17, 2016

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LIFE HACKZ QUICKIE

Heute mit dem ersten LIFE HACKZ Quickie. Das sind kurze Episoden-Folgen, von mir eingesprochen zu Themen, die dein Leben verbessern und verändern können und ich will direkt anfangen mit dem Thema Vorsätze und Ziele für das neue Jahr 2016. In dieser Folge lernst du:

  1. Wieso Routinen dich wesentlich erfolgreicher zu machen.
  2. Wieso das Schreiben dazu beiträgt, deine Gedanken zu sortieren.
  3. Wie wichtig es ist, sich mit like-minded Leuten zu umgeben.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

5 minute journal

headspace

blinkist

Sivers

Go fucking do it

Runtastic Push Ups App

Jan 15, 2016

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Interview mit Jana Schuberth von Alive in Berlin

Heute mit dem Live Coach, Fallschirmspringerin, Forex Trainerin, Weltveränderin, Live in Berlin Conference Veranstalterin Jana Schuberth. Jana ist ein absoluter Globetrotter, nachdem sie vor einem guten Jahr oder so dann auch von dem Digital Nomad Fieber infiziert wurde. Sie ist aber viel länger auch in der ganzen Online Szene unterwegs als Coach, verändert sich aber immer wieder gerne und erfindet sich immer wieder neu. Von daher ist es echt spannend, nicht nur welche Frisur Jana jetzt gerade am Start hat, sondern welche neuen Projekte und wo sie gerade steckt. Ein mega spannender Mensch, gute Freundin geworden und ja, freut euch auf’s Interview. Viel Spaß mit Jana Schuberth. In dieser Folge lernst du:

  1. Dass man mit Traden tatsächlich Gewinne erzielen kann und was Forex ist.
  2. Dass einem nichts schlimmes passiert, wenn man sich einfach mal traut, auch größere Persönlichkeiten anzusprechen.
  3. Dass man auch etwas zurückbekommt, wenn man anderen Leuten hilft.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

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SHOWNOTES

Jana Schuberth

Funjump Berlin

e residency

DNX CAMP

DNX GLOBAL

DNX Berlin  

Sundesk

Xing

Dynamite Circle

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 41! Jo Leute, herzlich willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mit dem Live Coach, Fallschirmspringerin, Forex Trainerin, Weltveränderin, Live in Berlin Conference Veranstalterin Jana Schuberth. Jana ist ein absoluter Globetrotter, nachdem sie vor einem guten Jahr oder so dann auch von dem Digital Nomad Fieber infiziert wurde. Sie ist aber viel länger auch in der ganzen Online Szene unterwegs als Coach, verändert sich aber immer wieder gerne und erfindet sich immer wieder neu. Von daher ist es echt spannend, nicht nur welche Frisur Jana jetzt gerade am Start hat, sondern welche neuen Projekte und wo sie gerade steckt. Ein mega spannender Mensch, gute Freundin geworden und ja, freut euch auf’s Interview. Viel Spaß mit Jana Schuberth. Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFEHACKZ 10% Discount. Marcus: Jo, herzlich willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show, heute mit Jana Schuberth. Jana, bist Du ready? Jana: Ja, na logisch! Marcus: Perfekt! Wo erwische ich Dich gerade und warum bist Du genau an dem Ort? Jana: Ich bin momentan in Kalifornien, eine Stunde südlich von Los Angeles bei meinem Freund Chris und habe hier ein paar Wochen die Sonne genossen, während in London das kalte Wetter wütet. (lacht) Marcus: Ja okay, bei Dir weiß man nämlich mittlerweile auch gar nicht mehr genau, wo man Dich catched oder erwischt. Ich glaube, seitdem Du infiziert bist mit diesem Reise-Digital-Nomad und von überall Arbeiten, bist Du echt krass unterwegs. Und ja, London war jetzt irgendwie mein neuester Stand und dann machst Du viel auf Hawaii und jetzt bist Du bei Deinem Freund in California. Erzähl mal, was so die einzelnen Punkte dann für Dich bedeuten oder hast Du da verschiedene Schwerpunkte, Businesse laufen oder reist Du einfach nur gerne? Jana: Total ja. Also ja na klar, das schon auch, aber wie Du schon sagtest, ich habe so ein bisschen Ja von überall. Also von Bali und Kenia und Gran Canaria, wo wir uns ja auch getroffen haben letztes Jahr, über halt Finnland und Schweiz und all over Europe und dann bin ich halt nach Hawaii gegangen im Januar und da ein bisschen hängen geblieben, weil es mir einfach super gut gefällt. Da fühle ich mich am meisten zu Hause, so in der Welt und bin dann recht lange dort geblieben. Zwischendurch kurz nach Berlin für die Konferenz Live in Berlin. Dann wieder zurück nach Texas, weil ich meine Fallschirmspringerlizenz dort gemacht habe und dann wieder zurück nach Kalifornien, wieder zurück nach Hawaii, wieder zurück nach Texas und dann habe ich aber wirklich gerade zweieinhalb Monate in London verbracht, beruflich gesehen. Weil ich dort mit einem Unternehmen im Forex Trading sozusagen zusammen arbeite. Und das hatte ich eigentlich nicht so vorhergesehen, aber die haben mich ein bisschen überzeugt da mehr mit denen zu arbeiten und dadurch habe ich jetzt gerade ganz neu dort eine mini Home Base aufgebaut mit einer kleinen Wohnung, sodass ich jetzt wieder überhaupt eine Wohnung und eine feste Adresse habe, was irgendwie erstmal total komisch war, aber jetzt momentan bin ich halt… Ich habe dann also mit den Leuten dort abgesprochen, dass ich unter keinen Umständen permanent in London sein werde und mindestens sechs Monate im Jahr woanders sein möchte. Und so ist das halt bis jetzt auch gelaufen und dadurch war ich jetzt irgendwie die letzten vier Wochen auf Hawaii und hier und plane eben auch schon wieder die nächsten Trips dann nach London, was dann jetzt so ein bisschen im Winter sein wird. Was natürlich nicht besonders smart ist, aber ich habe halt so viel Zeit in Amerika verbracht bisher, dass ich jetzt erstmal ein bisschen nach Europa zurück muss. Und Hawaii halt einfach aus Liebe und Leidenschaft, ich meine beruflich gesehen ist mein Hauptschwerpunkt momentan auf Trading und Coaching und Consultingarbeit und bisschen Alive Sachen, worüber wir uns sicherlich noch ein bisschen unterhalten, nehme ich an. Und für’s Traden ist es halt einfach günstiger in London zu sein, weil die Liquidität im europäischen Markt einfach am größten ist, zu den Zeiten. Und hier muss ich ja nicht immer über Nacht handeln dann in den Märkten. Das ist ein bisschen anstrengend. Von daher macht es schon Sinn ein bisschen in London zu sein und so verbringe ich halt meine Zeit überall so ein bisschen. Da wo es hauptsächlich schön ist und jetzt sind es halt hier noch schon so 20 Grad und in Hawaii war es richtig schön dolle warm und ich springe halt auch so… Fallschirmspringen in Hawaii und deswegen wollte ich da gerne wieder zurück. So ist das momentan. Marcus: Cool! Das klingt echt nach nem krass spannenden Leben und Lifestyle. Ich glaube, wenn man Dir eine Go Pro auf den Kopf schnallen würde und die wirklich den ganzen Tag laufen lassen würde, das wäre ein voller Erfolg. Jana: (lacht) Dann ist viel fliegen da mit drauf. Obwohl ich habe mir jetzt gerade vorhin meinen Knöchel verstaucht und bin jetzt erstmal raus, bestimmt bis Ende des Jahres, aber naja, wir werden sehen. Marcus: Wie kam das denn mit dem Fliegen? Du bist ehrlich gesagt die erste Person oder zweite überhaupt in meinem ganzen Leben, die ich treffe, die so eine Passion dafür hat und dann dafür eine Lizenz gemacht hat, hast Du gerade erzählt. Das stelle ich mir spannend vor. Jana: Also ich bin schon immer an Flughäfen, da bin ich Zuhause. Ich mag immer gerne fliegen. Es ist mir auch total egal, ob das jetzt irgendwie 16 Stunden nach Bali sind oder irgendwie 16 Stunden in die andere Richtung nach Hawaii. Aber ich habe halt schon immer gerne nach Hawaii gewollt und dann als ich in Hawaii war, hatte sich einfach so diese Möglichkeit ergeben. Ich weiß auch gar nicht mehr, wie ich darauf gekommen bin. Es war wahrscheinlich einfach so ein Bucket-List-Ding, weißt Du? So, wo Du denkst “Ah ja, einmal will ich so einen Fallschirmsprung machen.” Marcus: Ja, das ist bei mir übrigens auch noch drauf. Jana: Ah ja, siehst Du? Marcus: Vielleicht können wir ja auch einen Tandem machen oder so. (beide lachen) Jana: Oh Gott, ja, ich weiß nicht. Ich habe mich gerade darüber mit jemanden unterhalten, weil so in einigen Entwicklungsländern, da wäre ich ein bisschen skeptisch, was das Equipment angeht. (lacht) Na jedenfalls habe ich dann einen Tandemsprung gemacht und fand das halt super cool und dann wollte ich es gerne nochmal machen. Dann habe ich es nochmal gemacht und dann so nach dem zweiten Sprung habe ich dann so gesagt: Also ich glaube, ich möchte das gerne selber lernen und mit meinem eigenen Fallschirm springen und habe dann insgesamt sechs Tandems in Hawaii gemacht und habe dann meine Lizenz mit der United States Parachute Association in Houston, Texas gemacht. Dann hat man so verschiedene Level von Zertifizierungen und nachdem ich dann alleine springen konnte, war ich dann nochmal zurück in Texas für die B-Lizenz, wo es dann einfach um spezielle Fähigkeiten geht, die man auch braucht, wie zum Beispiel Wasserlandungen. Wenn ich jetzt zum Beispiel in Hawaii oder hier in Kalifornien springen will, dann ist das natürlich immer nah am Meer dran, dass man dann weiß, wie man sich retten kann, wenn man im Meer abstürzt oder landen wird und bewusst landet. Das geht natürlich auch. Solche Sachen. Ich habe “erst” 54 Sprünge. Dann bin ich hauptsächlich in Berlin mit meiner Leihweste gesprungen und in Hawaii und in Texas und ja. Meine Freunde haben halt tausende… also ein Bekannter von mir hat 15.500 Sprünge (lacht) Das ist natürlich was anderes. Marcus: Ja, aber man muss ja auch Ziele haben, ne? Jana: Genau, und das ist halt jetzt so… Also ich bin halt fasziniert von der Fähigkeit, wie Du schon sagtest gerade, dass Fallschirmspringen und free flying und halt was man damit machen kann und wie. Also es sieht so elegant und so einfach aus, und das ist es einfach überhaupt nicht einfach. Also es ist zwar sicherlich physiologisch eine der schwersten Sachen, die ich so gemacht habe. Auch mit Koordination und mit der Angst oder dem Bewusstsein, dass Du halt bei jedem Sprung auch sterben kannst, ne? Marcus: Wow krass. Ja gerade so den, Du hast ja gesagt, Du darfst jetzt auch alleine springen. Gerade so der erste Sprung alleine, der ist krass oder? Jana: Ja, die ersten. Also ich habe immernoch immer wieder Schiss. Ich hatte jetzt gerade in Hawaii eine lange Pause, weil ich eben in Europa war und da nicht so springen konnte und ich hatte auch meine Schulter ein bisschen ausgekugelt im Sommer. Und dadurch hatte ich vier Monate Pause und der erste Sprung in Hawaii war schon so…. Weil Hawaii ist auch eine sehr schwierige Dropzone. Da ist natürlich viel Wind vom Ozean und von den Bergen und Turbulenzen und so. Da kann man sich schnell verletzen und da hatte ich schon ganz schön Muffensausen, auf jeden Fall. Und dann nach den ersten zwei Sprüngen, dann ist man wieder drin und dann weiß man auch, dass das alles funktioniert. Marcus: Ja, krass. Ich würde glaube ich Zehntausend Millionen Mal meinen Fallschirm Doublechecken und dann noch den, ich weiß nicht, wie heißt der, Ersatzschirm. Gibt es da noch einen bestimmten Begriff für? Jana: Genau, die Reserve, ja. Marcus: Ja genau, die Reserve. Klar, müsst ihr wahrscheinlich eh machen, die ganzen Security-Checks, aber... Jana: Genau, man erwartet natürlich auch ziemlich perfekte Kondition zum einen. Gerade als Fallschirmspringer. Also Geduld lernt man auf jeden Fall in dem Sport und gerade auch was so Wetterkonditionen angeht und so. Aber es schärft schon das Bewusstsein wirklich Security-Checks zu machen, weil es ist auch schon ganz viel schlimmes passiert, wenn mal einfach was vergessen wurde oder leichtsinnig…. Die Leute werden einfach auch schnell leichtsinnig. Gerade, die die viel springen. Die meisten Unfälle passieren den Leuten, die schon lange springen. Marcus: Ja, das hat man ja auch so ein bisschen beim Tauchen, ne? Dass die Leute, die dann hunderte von Tauchgänge haben. Irgendwann wird man leider leichtsinnig oder manche. Jana: Genau, genau. Und tauchen war halt so mein Ding. Weißt ja, Oceans and Skies, also alles was mit dem Wasser und mit dem Himmel zu tun hat. Und Scuba Diving habe ich angefangen in Bali und das fand ich auch eben so toll, also muss ich ganz ehrlich sagen. Aber das kann man halt auch nicht überall machen und das größte Problem mit London ist halt, da ist weder Ozean noch Sky Diving irgendwie nah dran. Aber naja. Dafür ist es gut für Business. Marcus: Dafür ist es gut für Business, genau. Europa ist jetzt echt nicht das schlechteste. Gerade wenn es ein bisschen wärmer ist oder man zentriert arbeiten muss, fokussiert und irgendwie ein Ziel hat. Ich glaube dieses ganze Forex Thema, was ja an sich per se auch schon mega spannend ist, ist für Dich auch komplett neu gewesen oder? Jana: Ja total. Also ich war einfach mal neugierig. Wie Du weißt, Deine Zuhörer vielleicht nicht, aber ich war halt sehr sehr fokussiert auf mein Coaching und Consulting Business jetzt die letzten fünfeinhalb Jahre und habe aber immer wieder auch geguckt nach Möglichkeiten außerhalb der Industrie. Mich weiter zu entwickeln oder auch mit anderen Unternehmen aktiv zu werden, weil ich einfach finde, das ist so eine Bubble. Weißt Du, so eine Blase, wo man dann nachher irgendwie nur noch Coaches kennt und die immer über dieselben Themen spricht und so. Und ich war halt auch irgendwie auch interessiert an anderen Sachen. Ein Bekannter von mir hatte immer mal wieder etwas gepostet auf Facebook vom Traden und ich habe ja in der Vergangenheit mal in der Finanzwelt gearbeitet (lacht) und bin der Welt entkommen. Auch mit gutem Grund sozusagen. Also ich fand’s halt total doof irgendwie, als Wirtschaftsprüfer und Buchhalter unterwegs zu sein, aber die Zahlen, die Fähigkeiten die man dabei lernt sind natürlich nützlich, keine Frage. Und dann habe ich halt einfach gedacht: Naja, was habe ich zu verlieren? Ich war zu der Zeit gerade in Hawaii und die haben einen Kurz in Vegas angeboten und dann war ich in Vegas und relativ schnell angefixt sozusagen, was einfach die Fähigkeiten des Traders angeht und wirklich größtenteils hat mich eigentlich fasziniert, dass Traden ganz viel mit Psychologie zu tun hat und das ist natürlich ein großer Teil meiner Arbeit. Es stellte sich einfach schnell heraus, dass die Fähigkeiten, die ich so gelernt habe bzw. auch täglich anwende als Coach, unheimlich nützlich sind und somit mir das Traden irgendwie leicht fällt, aber auch einfach Spaß macht und ich nicht stresst. Es gibt ja viele Leute, die darüber reden, als wäre das halt Online Gambling und solche Sachen. Es hat halt wenig damit zu tun. Für mich, finde ich hat es sehr viel mit Risikomanagement zu tun und auch einfach mit der Psychologie, die dahinter steckt, sozusagen. Das fand ich halt super spannend. Dann habe ich gedacht: Naja, ich kann das irgendwie machen. Manchmal hat man das Gefühl, wenn man irgendwie was Neues lernt, dass es noch nicht so richtig geklickt hat. Es ist noch nicht richtig da. Dann wollte ich einfach gerne mich wirklich sehr stark weiterentwickeln und habe gedacht, die beste Art und Weise das zu machen ist sicherlich sich da wirklich 100% reinzustürzen und deswegen bin ich dann halt zweieinhalb Monate nach London gegangen, um das wirklich intensiv zu studieren und zu lernen. Marcus: Ja, weil ich glaube das ist so ein Thema, da muss man sich auch 100% committen. Jana: Ja, also es ist kein Hobby. Man muss es schon relativ Vollzeit und intensiv machen. Wenn man das nur so nebenbei macht, glaube ich, dann ist man recht schnell entmutigt. Marcus: Ja, und das sind glaube ich genau die Leute, die wahrscheinlich das Ganze am Laufen halten, weil es gibt ja den Spruch “Wer irgendwo was gewinnt, gerade an der Börse, gibt es auch Leute, die irgendwo verlieren”. Jana: Ja, ganz genau. Marcus: Und der Trick ist glaube ich, das Professionell zu betreiben, auch frei dann von emotional getriebenen Aktionen, wie Du eben schon gesagt hast. Und das ist glaube ich, richtig, richtig tough seine Psychologie und seinen Geist und auch seinen Instinkt im Griff zu haben, ne? Wenn alle davon reden, das ist die riesen Krise und Scheiße und die Welt geht unter und ihr müsst die Aktien verkaufen. Dass man dann genau Kontra sich verhält und sagt, ne jetzt kaufe ich nach. Jana: Genau, also da gibt es unheimlich viel, was wir darüber reden könnten, ganz ehrlich. Aber ich glaube, der größte Punkt meiner Erfahrung nach und der Observation was andere Leute angeht ist halt, dass Du eben sehr gut damit umgehen können musst, Geld zu verlieren. Weil Du verlierst ungefähr 50% der Zeit. Weil es ist eben ein Probability Game. Also entweder Du gewinnst oder Du verlierst, sozusagen. Aber man macht eben das Geld durch das Management vom Risiko und der offenen Decke nach oben sozusagen. Also wenn der Trade in Deine Richtung geht, dann nutzt Du das voll aus, aber wenn der Trade entgegengesetzt seine Richtung geht, dann hast Du immer was Du auch dann verlieren kannst und möchtest und was okay ist. Marcus: So ein Stop Loss Limit, was man setzt. Jana: Genau, ich will jetzt nicht so fachsimpeln und so. Ich weiß ja nicht, was die Leute so wissen oder nicht wissen, aber genau. Also da kann man halt unheimlich viel machen und es hat aber mehr damit zu tun, dass zum Beispiel die Leute, wenn sie jetzt ein paar Verluste gemacht haben, dass sie dann anfangen ihren Verlusten nachzujagen und das emotional dann einfach zu schlechten Trades dealen. Also das verleitet sozusagen. Marcus: Ja, ich will da jetzt auch nicht zu tief einsteigen. Ich habe glaube ich auch ein rudimentäres Wissen, aber ich finde es auch mega mega spannend und höre mir gerne einen Podcast zum Thema Investing an, wo es dann ja auch viel um Psychologie geht und wie man gute Deals erkennt und schlechtere Deals. Ich bin auch selber ein bisschen an der Börse aktiv, aber nicht so risikoreich, sondern sehr konservativ mit Indeci Fonds, Aktien Index Fonds mit ETFs und die ja relativ günstig in der Verwaltung sind, weil man da kaum was zahlt. Ich find’s spannend. Vielleicht ganz kurz für alle, die jetzt nicht wissen, was Forex heißt. Was heißt das? Jana: Foreign Exchange Currencies. Also ich handele mit acht so… Das ist im Prinzip die Währung. Also acht Währungen. Die Hauptwährungen amerikanische Dollar, kanadische Dollar, australische Dollar, Neusseeland Dollar, europäische Euro, British Pound, Schweizer Franken und japanische Yen. Also mit den acht Währungen gibt es halt zusammen kombiniert 28 Paare und das ist alles, was ich trade. Das gute daran ist natürlich, wenn Du Währungen anstatt zum Beispiel Stocks und Shares handelst, ist, dass egal in welche Richtung sich der Markt entwickelt, Du hast halt immer Möglichkeiten zu handeln. Das heißt, Du bist nicht irgendwie daran gebunden, dass der Wert der Währung steigt. Sondern wenn der Wert fällt, dann startest Du halt den Trade und dann hast Du trotzdem die Möglichkeit das profitabel zu machen. Marcus: Spannend. Und ich lerne jetzt immer mehr Trader unterwegs kennen. Das ist auf jeden Fall so ein Thema, was entweder immer mehr aufkommt oder immer mehr Trader, die alleine vielleicht auch unterwegs sind, das Reisen für sich entdecken. Ich weiß nicht, aber gefühlt werden es immer mehr und es gibt echt viele Indikatoren dafür, dass es auch nicht aufhört, weil beispielsweise in Taghazout im Sundesk, das ist auch so ein Coworking und Coliving Space. Jana: Ja, das habe ich gesehen, dass ihr da wart. Oh Mann, da war ich voll neidisch, weil das ist so eine schöne Ecke da. Das hört sich voll gut an, da will ich auf jeden Fall mal vorbeischauen. Marcus: Mach das auf jeden Fall. Das ist so geil und die, die das gegründet hat, die Magda, das ist auch eine Deutsche, die ist so lieb und so sweet und die steckt da so viel Herzblut rein, dass wir gesagt haben, als wir da weg mussten - ich glaube nach zwei Wochen, die natürlich wie im Flug vergangen sind - das könnte echt so eine Retreat, so ein Rückzugsort für uns werden, wenn gar nix mehr geht oder wir einfach nur noch gestresst sind, und sagen wir kommen. Magda, Sundesk Taghazout geht immer. Weil das ist super convenient und was ich dazu sagen wollte im Zusammenhang mit Trading ist, dass sich da auch ein Trader eingemietet hatte aus Australien und der hat dann vom Sundesk aus gearbeitet und Magda hat dann irgendwann gesagt “Willst Du nicht die fetten Monitore haben, dann musst Du das nicht immer auf Deinem kleinen Bildschirm machen” und die sind glaube ich jetzt so der erste Coworking/Coliving Space mit diesen ganzen Trading Monitoren an der Wand. Jana: Uuuuuuhhh, das ist ja echt super, ja. Weil das macht einen riesen Unterschied. Also ich meine, das sieht so ein bisschen wie Show offi aus, aber ich habe in London auch noch drei Bildschirme plus meinen Laptop und das reicht immernoch nicht. Also mein Kollege hat acht und das ist schon ganz gut, weil wenn wir 28 Paare traden, dann kannst Du halt mehrere Paare immer wieder auf den Screens sehen und das macht einen riesen Unterschied. Also das ist gut zu wissen. Schick mir auf jeden Fall den Link, da bin ich interessiert dran. Marcus: Auf jeden Fall, ich mache direkt ein Intro mit Magda, dann könnt ihr euch austauschen. Jana: Yeeeh, super danke. Marcus: Ja, nicht nur das, dann habe ich in Tarifa den Thomas kennengelernt, ein ehemaliger Investment Banker, der jetzt solo als Trader unterwegs ist und so ein passionierter Kite Surfer ist, der auch einen Talk, wahrscheinlich auf dem DNX CAMP gibt, auf dem nächsten. Dann der Noel, kommt glaube ich auch aus dieser Investment Szene, der einen Talk bei der GLOBAL gegeben hat. Jana: Ja, den kenne ich ja auch. Marcus: Ja, also es gibt echt einige und ja. Ich find’s cool. Das ist auf jeden Fall glaube ich eine weitere Option, irgendwie in den Lifestyle zu starten. Jana: Ja, der Punkt ist echt Marcus, und ich glaube, dass ist halt das was daran so attraktiv ist. Wir haben halt drei große Märkte zum Handeln, Europa, Tokio und dann die ganzen anderen Asia Countries und Du brauchst halt, und ich habe das heute gerade jemandem erklärt. Zum Beispiel, wenn ich das vergleiche mit einem Coaching Business, wo Du Kunden hast, Kunden akquirieren musst, für Kunden Zeit haben musst, Kunden Calls schedulen musst, also hier einplanen musst und Trading. Ich habe echt schon lange kein Deutsch mehr gesprochen (lacht)  Und Marcus: Hier verstehen die Leute mittlerweile hier dieses Denglish. Jana: Ich denke auch. Das sind die von Dir bestimmt gewohnt auch oder von euch. Jedenfalls wenn man so ein Unternehmen hat, wo man halt auf Kunden angewiesen ist oder mit Kunden handelt auf egal welcher Art und Weise, dann hast immer so diese Abhängigkeiten, während mit dem Traden, das machst Du, wann auch immer Du Lust und Zeit dazu hast. Na klar, macht es Sinn zu bestimmten Zeiten zu traden, wenn der Markt offen ist oder sich öffnet morgens. Je nach Zeitzone, aber Du hast eben nicht diesen Stress von Akquise oder Marketing oder weißt Du was ich meine? Also, das ist halt total entspannt. Und das gefällt mir unheimlich gut. Dadurch ist es unheimlich troublefreundlich. Marcus: Hm absolut. Aber ich glaube, das birgt auch so ein kleines Risiko, dass man irgendwann so passionate ist, dass es fast zu einer Sucht werden kann oder gerade, wenn man dann auch Verluste hat. Aber das sind ja diese psychologischen Sachen, dass man dann sein Geld hinterherrennt. Jana: Auf jeden Fall. Also ich find eigentlich… also ich kann da ganz gut zwischen abschalten. Für mich ist fast die andere Richtung. Also wo ich jetzt zum Beispiel in Hawaii war, da habe ich gedacht, Ah komme ich heute nicht, komme ich morgen. Kann ich morgen auch noch traden oder so. Weil Du weißt halt, dass das immer unlimitiert Möglichkeiten gibt. Also es passiert immer irgendetwas im Markt. Es geht immer irgendwas hoch und runter und das wird auch immer so weitergehen. Und davon kann man sich auch so ein bisschen Sicherheit einholen, dass man dann nicht arbeitet. Also es geht in beiden Richtungen. Und ich mache meistens nach dem Tagesziel dann ist der Computer geschlossen. Das kann manchmal fünf Minuten dauern und das kann manchmal drei Stunden oder acht Stunden dauern, aber da muss man halt auch die Disziplin dann haben, wenn man sein Tagesziel erreicht hat, dann den Computer einfach zuzuklappen. Und Surfen zu gehen oder Kitesurfen. Marcus: Es gibt so viele geile Sachen. Genau, und Du sagtest, dass Du bei der Alive Conference, die Du ja veranstaltest, ziemlich erfolgreich in Berlin, dieses Jahr war glaube ich jetzt schon die zweite und die nächsten sind auch schon geplant, da musst Du gleich mehr erzählen. Dadurch bist Du dann zum Fallschirmspringen gekommen? Jana: Das Fallschirmspringen war einfach so aus der Lust und Laune heraus von der Bucket Liste in Hawaii, aber wir haben ja die Alive zwei Mal in Berlin im Mai, wie Du gesagt hast, gehabt und dieses Jahre, dadurch dass ich so angesteckt war, wollte ich halt gerne die alivers da mitanstecken und hatte einen Deal gemacht mit einer Fallschirmschule in Fehrbellin, nördlich von Berlin. Die waren halt super cool. Die heißen funjump. Ein super cooles Team. Nee echt, das lohnt sich total. Die sind super, super klasse und das war auch eine schöne Dropzone, alles mit neuem Equipment und super coole Leute. Ich meine, ich habe noch keine schlechten Leute, wo ich in der Welt von Skydiving gefunden habe. Aber es macht schon viel aus, wie sie neue Menschen da auch so willkommen heißen, weißt Du, wenn Du so als neuer dahin kommst. Und dann habe ich das einfach so als Frage in irgend so eine Community gestellt und 35 Leute haben gesagt “Ja, das war schon auch immer auf meiner Bucket Liste, let’s go”. Wir hatten im Prinzip fünf Ladungen mit sieben Tandems und ich bin mit jeder Ladung mitgeflogen und dann als erste gesprungen, weil ich kann leider nur nicht mit denen, nur neben denen herfliegen. Aber ich bin dann halt mit jeder Ladung mitgesprungen und die hatten einen mega Spaß Das Ding war halt für mich, warum das so passte, war natürlich nicht nur weil Du Dich echt extrem Alive fühlst, vor allen Dingen wenn Du unten ankommst, sondern noch lebendig bist. Sondern einfach dieses Thema auch, der Angst ins Auge zu gucken, weil viele Leute haben schon sehr viel Respekt und dann die Angst zu überwinden und das dann trotzdem zu machen und dieses körperliche Lernen ist glaube ich einfach wesentlich stärker als jetzt so thematisch darüber nachzudenken, wie das ist, mit der Angst umzugehen oder ja, einfach dieses Selbstbewusstsein, was auch davon kommt. Die Leute sind kommen immer unten an und haben das größte Grinsen und fühlen sich echt, wie ein Held, weil sie es gemacht haben und das kann man denen nicht wegnehmen. Das ist etwas, was körperlich quasi zellular gespeichert wird und als Coach, die natürlich sehr stark an Transformationen interessiert ist und wirklich auch bleibende Veränderungen im neurologischen Sinne, ist das natürlich super powerful und es hat echt super viel Spaß gemacht und den Leuten auch. Wir hatten blendendes Wetter und das war einfach total klasse. Marcus: Okay, ich weiß dass eine der nächsten Alive Konferenzen in Hawaii stattfinden wird, richtig? Jana: Ja, also wir wollen natürlich das beibehalten, dass das auch europäisch bleibt, weil das war so der Angelpunkt am Anfang, dass wir halt wenig von solchen Sachen in Europa haben. Von solchen Personal Development Konferenzen und wir stoßen ja quasi, if that’s the word, zur gleichen Zeit so aus dem Boden. Die DNX und die Alive und das hat glaube ich unheimlich viel positive Energie schon auch gebracht auf den europäischen Kontinent. Ich wollte halt aus persönlichen Gründen, mehr als alles andere wahrscheinlich, gerne in Hawaii was machen und wir planen halt dort etwas kleineres. Also mehr so Retreat mit bis zu 40/50 Leuten und wollen dann so Hälfte/Hälfte halt Hawaianer und andere Leute, die dort gerne hinkommen möchten aus Europa und Amerika kombinieren. Da planen wir ein bisschen was anderes. Das kann ich leider noch nicht so viel verraten darüber, aber es wird halt schon so bleiben, dass die Hauptkonferenz in Europa bleibt. Marcus: Achso okay. Und der Ursprungsgedanke war, dass Du ja ziemlich gut glaube ich in der US-Szene vernetzt gewesen bist und dann total gecatched warst und gesagt hast: Das geil, wie supportive die sind. Irgendwie ist das Mindset total anders. Und das dann nach Europa zu bringen oder wie war das? Jana: Ja genau. Also ich habe halt, bevor ich so nomadisch unterwegs war, sehr sehr in England gelebt. Also schon Jahre, seit 2003 lebe ich nicht mehr in Deutschland. Aber in England selbst auch, obwohl es dort natürlich auch diese Szene gibt, habe ich mich schon relativ isoliert gefühlt und habe nicht so richtig die Leute gefunden und habe halt viele Anhänger und Mentoren und Coaches und Autoren und Headspeaker und so aus Amerika so ein bisschen verfolgt und mich mit denen vernetzt und fand das halt so schade, dass wir irgendwie so ein bisschen hinterher waren. Da wollte ich eben gerne einfach eine coole Konferenz haben oder einfach so eine Möglichkeit, Leute zusammenzubringen, damit ich eben auch ein neues super Netzwerk irgendwie entwickeln kann, weil ich mich alleine gefühlt habe. Und das hat irgendwie voll gut funktioniert und ich glaube, es gibt so viele Leute, sicherlich auch Leute, die jetzt zuhören, die so denken, dass sie damit alleine sind. Und es gibt eigentlich ganz, ganz viele, die genauso denken, auch in Deutschland oder in Europa. Wir drei, mit Feli, wir haben den gleichen Drive so, die Leute zu vernetzen und denen ein anderes Leben auch vorzuschlagen. Marcus: Ja. Jana: Ja, und dadurch glaube ich, haben sich auch coole, neue Möglichkeiten entwickelt und Kollaborationen und spannende Sachen. Von daher… Marcus: Absolut. Und Du sagtest gerade, dass ist glaube ich auch eins der fettesten und größten Vorteile der heutigen Zeit und des Internets. Du hast Dich dann mit den Leuten vernetzt, die Du cool fandest, mit den Tedex Speakern, mit den Leuten, denen Du gefolgt bist, auf den Social Media Kanälen oder gelesen hast auf den Blogs und so. Und das ist vielleicht auch nochmal so ein Statement oder so ein Learning für die Zuhörer. Also alles ist möglich. Ich meine, Dich kannte am Anfang ja auch niemand und Du bist jetzt mit richtig krassen, krassen Leuten eng vernetzt, die dann auch Speaker bei Dir auf der Konferenz gewesen sind und so. Und alles wahrscheinlich nur, weil Du irgendwann Dein Herz in die Hand genommen hast und gesagt hast: So what. Was kann passieren? Die haben alle ein Kontaktforum und die sind alle freundlich und nett. Und dann ist man glaube ich erstmal total geflasht, dass die wirklich so nett sind, weil in Deutschland ist das leider so... Jana: Und vor allen Dingen, dass das halt auch nicht unbedingt irgendwie Geld kosten muss. Also ich hatte so diesen Glaubensatz, dass ich dann den Leuten alle Riesenhonorare bezahlen muss und so. Aber ich habe das schon irgendwie so… es ist spannend eigentlich, dass das Thema gerade jetzt nochmal aufkommt, weil ich hatte heute morgen einen Skype Call mit einer Amerikanerin, die jetzt nach Berlin gezogen ist. Und sie wollte mich halt gerne ausfragen, wie man Events organisiert und wie man hauptberuflich Speaker wird und solche Sachen. Und da kam das Thema Netzwerken auf und ich mache das so natürlich.   Marcus: Intuitiv, ja. Jana: Ja genau. Ich denke darüber nicht nach. Ich bilde einfach Beziehungen auf und interessiere mich für die Leute und habe halt irgendwie auch schon das Glück gehabt, wirklich mit den Leuten vorher eine Beziehung zu haben, wie zum Beispiel mit Chris Guillebeau, aber dieses Jahr hatten wir zum Beispiel Kim Anami, die recht bekannt ist für ihre Arbeit im Bereich von Beziehungen und Sex Coaching. Die habe ich total aus dem blauen Dunst einfach angeschrieben. Also die kannte ich vorher nicht. Dann hatten wir einen Skype Call und ich habe mich auch riesig gefreut, weil die hat auch wirklich einen Busy Schedule, lebt ja auch zwischen Bali und L.A. hauptsächlich und Indien. Und sie hat einfach Ja gesagt. Also ich meine, ich glaube, wenn die Leute so wissen, dass manchmal man einfach nur fragen muss und das für die auch spannend und spaßig sein kann, solche Sachen mit so organisieren oder daran teilzuhaben, dann haben vielleicht die Leute weniger Angst. Ich habe meistens einfach keine Angst, weil was ist das Schlimmste, was passieren kann? Die Leute sagen nein. (lacht) Davon habe ich auch mehr als genug Neins gehabt, also das ist keine Frage. Ich glaube, da gibt’s ein Limit, das muss man dazu sagen, weil ich hätte gerne Leute gehabt, wie Jason Silver, Brene Brown, Marie Forleo, Seth Gordon und da ... Marcus: Der übrigens immer antwortet, der Seth, ne? Jana: Ja, Seth antwortet immer und das ist ein ganz ganz lieber. Und ich habe ihn auch in New York letztes Jahr im Mai kennengelernt persönlich und seine Frau. Also ich hatte so ein bisschen so ne kleine Tür rein, aber trotzdem. Wenn Leute so ein Kaliber haben und 50.000 bis 130.000 $ für eine Keynote kriege, dann habe ich da auch keine Chance. Da muss man schon echt eng befreundet sein. Marcus: Ja, ja, da muss man sich weit stretchen. Das kriegen wir auch noch nicht hin. Aber trotzdem finde ich’s cool. Wir sind auch immer wieder so lose im Kontakt wegen der DNX gewesen oder so. Auf jeden Fall antwortet der immer und das finde ich so sympathisch, dass es Leute gibt, wo man gar nicht weiß, eigentlich dürften die gar keine Zeit mehr haben und die nehmen sich dann wenigstens die Zeit für einen netten 2-, 3-Zeiler und dann gibt es welche, keine Ahnung ey, die haben jetzt den ersten Erfolg auf dem Blog und vielleicht 1000 Leser und dann schreiben sie auf die Über Mich Seite: Sorry, ich bin too busy und wenn ihr keine Antwort von mir kriegt, bitte versteht das. Oder so. Und dann schreibt ein Pat Flynn Dir zurück oder Seth Gordon oder so. Ich glaube, das macht echt den Unterschied. Jana: Ja ja genau, das sagt viel aus, auch über die Leute, ja. Also ich bin dann lieber in Kontakt mit Leuten, die wenigstens freundlich Nein sagen, als irgendwie so eine automatisierte E-Mail, so: Ich antworte nur alle drei Tage. Oder so. Marcus: Mh, genau. Dann auch jeder, der mir irgendwie schreibt, das tut ja nicht weh und es macht ja auch Spaß. Also, man muss ja auch wissen, wer die Zielgruppe ist und wer Dir schreibt. Das ist ja auch viel wert, damit man weiß, für wen macht man das. Oder, da ist überhaupt jemand, der jetzt hier den Podcast hört oder so. Weil ich sitze jetzt hier ziemlich alleine an dem Tisch mit meinem Mikro und dem Laptop und den Skype Account offen mit Dir und darum ist es umso schöner, wenn dann mal so ein paar Hörermails kommen und sagen: Der Gast hat mir richtig gut gefallen oder das Learning habe ich mitgenommen und so und so umgesetzt. Und dann denkst Du Dir: YES, genau dafür machst Du es. Jana: Richtig, genau, so sehe ich das auch. Ich nehme mir auch immer Zeit für solche Leute. Also ich sage immer gerne, wenn Leute Fragen haben oder irgendwie Support brauchen oder Connections oder so. Ich bin da auch immer offen. Weil man weiß ja nie ne? Und ich glaube, wenn man anfängt über’s Netzwerken nachzudenken, als wäre das eine Business Aktivität, dann ist das schon irgendwie schiefgelaufen. Für mich ist das wirklich einfach Freunde und Netzwerk aufbauen, einfach aus Interesse heraus. Marcus: Hm, weil dann gehst Du glaube ich auch mit einem anderen Mindset heran, wenn Du sagst so: Wow, ich habe jetzt nen Stapel Business Cards dabei und den quitt werden und so. Jana: (lacht) Ich habe immernoch keine Business Cards. Marcus: Ich auch nicht. Aber so war es leider früher. Also ich komme ja aus der Online Marketing Szene, aus der SEO Szene und auf den Konferenzen ging’s ja nur darum, seine Karten irgendwie zu verteilen und danach bei Xing die ganzen Connections zu machen und that’s it. Und sich gegenseitig dann Angebote zuzuschicken oder so. Also total hirnrissig. Und wenn man dann auf so Events ist, wie bei Dir oder wie bei uns oder Meetups auf dem 4 Hour Workmeetups, die es auch immer mehr überall auf der Welt gibt, da geht es dann echt darum, dass man an den Menschen interessiert ist. Vielleicht an seinem Business und nicht direkt: Was kann der für mich machen oder so. Ich meine, das passiert eh von selbst, wenn man sich gut versteht, connected ist und sagt, kannst Du mir da vielleicht ein Intro machen. Ich sag Dir, ich mache Dir ein Intro jetzt zur Magda vom Sundesk oder Du hast mir ein Intro zur Ramona gemacht, wo ich dann auf den Podcast gekommen bin. Also das Netzwerk ist irgendwann so Tend und so Powerful oder wenn wir eine Message raushauen, dass jetzt die DNX in Bangkok am 1. März stattfindet. Da hat sich jeder gefreut, das teilen zu können, weil man vorher selber soviel gibt und es funktioniert einfach, ohne vorher zu denken: Was kann der denn für mich machen? Und ich glaube, soweit sind aber leider viele noch gar nicht. Dass diese giving Mentalität - das, genau wollte ich Dich noch fragen - was genau denkst Du, oder was hat Dich so an der US Szene fasziniert im Vergleich dann zu der Szene, wo Du unterwegs bist? Jana: Das ist echt ein guter Punkt, das ist eine sehr gute Observation. Auf jeden Fall diese Cross Promotion, dieses Kolaborative. Also ich erinnere mich noch so dran, vor zwei, drei Jahren, dieses Marie Forleo promoted ein Buch von Kris Carr, arbeitet mit Gabi Bernstein zusammen. Also ich weiß nicht, ich fand einfach, das war so hässlich und offen und nicht so beschützerinstinktmäßig. Also ich habe immernoch den Eindruck so, wenn Du jetzt irgendwie Coaches … Sagen wir mal so: Schon vor fünf Jahren - das ist schon mehr, wahrscheinlich sechs Jahre her - wollte ich einen Mentor haben, der mir mit der Unternehmensgründung und so hilft. Und ich habe zehn Leute für den Job interviewed. Davon waren sechs Engländer, zwei Kanadier und zwei Amerikaner. Und die Fragen, die man als neuer Coach hat, sind natürlich: Wie machst Du das? Wie preist Du Deine Sachen? Wie hast Du das gemacht? Wo hast Du Deine Kunden gekriegt? Also all so normale Fragen halt, ne? Einige Leute sind halt unheimlich protective, die wollen eigentlich nicht so wirklich mit der Wahrheit rausrücken oder sie teilen dann nur, was sie denken, was ihnen nichts schlechtes tun würde. Oder so? Während der Enthusiasmus und der Support und die Freundlichkeiten, also von den Amerikanern, denen weit voraus war. Auch wie sie taktisch mehr unterstützend waren. Was so Ideen angeht und wie sie es gemacht haben. Und dann kommt natürlich immer dieses Gespräch auf und das hatte ich jetzt auch gerade wieder: Ja, aber die Amis und der amerikanische Markt ist ja so anders als Europa. Zum Beispiel wenn … ich habe ja für Tony Robins gearbeitet für drei Jahre, und da sagen die Leute immer: Ja, aber das was Tony macht, das funktioniert in Amerika, das funktioniert nicht bei uns, ne? Aber wenn Tony in London ist, dann sind die Leute auch auf den Stühlen und Tanzen und Springen. Also das hängt halt wirklich so damit zusammen, wie die Leute bewegt werden und... Marcus: Absolut, der holt die halt ab. Jana: Genau, genau. Und der holt sie vielleicht woanders ab in London als in Texas oder in New York oder was weiß ich, aber er hat trotzdem die Fähigkeit die Leute abzuholen und sie zu bewegen und das haben wir glaube ich alle. Ja und mich hat das wirklich schon beeindruckt, wie viel so in dieser Szene hier passiert und wie viel darüber geschrieben wird, wie ernst das genommen wird, als Berufung oder als Thema. Und ja, einfach der Content der von hier kam war einfach wesentlich mehr davon und wesentlich interessanter als was ich so in England oder in Deutschland finden konnte. Ich weiß bis heute, kenne ich quasi jetzt nur durch mein Alive-Netzwerk vielleicht eine Hand voll von deutschen Coaches, ansonsten habe ich mit deutschen Coaches noch nie etwas zu tun gehabt. Ich weiß überhaupt nicht, wie die Industrie da ist, interessiert mich auch eigentlich überhaupt nicht, weil ich habe da irgendwie keinen geografischen Grenzraum irgendwie, was meine Kunde angeht. Ob die jetzt aus dem deutschsprachigen Raum kommen müssen oder so. Eher im Gegenteil. Also selbst mit meinen deutschsprachigen Kunden coache ich auf englisch (lacht). Also ja, ich weiß nicht. Wie schätzt ihr das ein? Also ich meine DNX hat ja… das scheint in Europa unglaublich heiß zu sein als Thema. Aber das ist es weltweit ja auch oder? Marcus: Ja, das Digital Nomad Thema ist gerade weltweit mega hot, aber ich glaube, wir waren so die ersten, die das in Deutschland mehr oder weniger seriös und transparent dann auch mal beleuchtet haben und gesagt haben: Es ist halt nicht mit dem Cocktail am Strand sitzen und das passive Einkommen läuft irgendwo hinten in Deine Affiliate Konten rein, sondern… Jana: (lacht) Marcus: Ja, das ist leider so was viele Leute früher, auch immernoch heute versuchen zu verkaufen, glücklicherweise wird es schwerer, weil je mehr gute und ehrliche und honeste Sachen irgendwo draußen sind, um so schwerer wird es für die Leute, die dann irgend einen Scheiß oder einen Ripoff verkaufen. Und ich glaube, das macht den großen Erfolg der DNX aus, dass die Leute merken: Okay, das ist cool, das will ich auch, aber es ist irgendwie auch authentisch und die Leute reden auch über die Downsides und die größten Challenges und dass es auch mal Scheiße sein kann, in einer anderen Zeitzone zu sitzen, gerade wenn Du alleine bist, das Internet funktioniert nicht oder ja. Auch unterwegs passieren ja dumme Sachen, dass ein Abend nicht so läuft, wie Du Dir das vorstellst. Oder businessmäßig es nicht so abgeht. Und dann kann es um so schwerer sein, wenn Du reist. Das sollten die Leute auch im Hinterkopf haben und auch wissen und es halt nicht nur auf Bali und Thailand. Was natürlich cool ist, was auch dazu gehört und was wir ja auch gerne alle dann auch nutzen, wenn wir unterwegs sind. Aber es ist halt auch harte Arbeit und Fokus ist. Das sind die gleichen Herausforderungen und Challenges, die jeder andere Selbstständige auch hat. Auch derjenige, der unten ne Bäckerei aufmacht hier in Bangkok hat wahrscheinlich schlaflose Nächte. Wird er genug Brötchen verkaufen? Kann er die Rechnungen bezahlen am nächsten Tag? Und genauso ging es bei Dir wahrscheinlich am Anfang, als Du dann Dein Coaching Business gestartet hast. Wir haben als Freelancer gestartet und Webseiten erstellt und das sollten die Leute einfach wissen, dass es harte Arbeit ist, aber absolut machbar. Und was wir noch so ein bisschen versuchen von den Amis zu adaptieren, ist genau der Punkt, den Du eben angesprochen hast, der Dich auch so geflasht hat, diese Giving-Mentalität. Dass man erstmal einfach nur shared und gibt und offen ist, und egal wer mich anspricht oder fragt, sei es jetzt eine E-Mail oder in Interviews, ich versuche immer alles rauszuhauen zu dem Thema, was ich weiß. Alles, alles, alles. Weil letztendlich hilft Dir das ja, dass die Leute Dich dann als jemanden sehen, der Ahnung zu dem Thema hat und vertrauen Dir. Und wenn Du dann irgendwann mal Hilfe brauchst, dann stehen die Leute Schlange und freuen sich. Jana: Ja total. Und das ist dann auch ein ehrliches Geben und Nehmen und nicht so ein Spielchen so. Marcus: Ja absolut, darum bin ich mal gespannt, wie alles weitergeht. Wir machen ja jetzt die erste Konferenz außerhalb von Deutschland, auf die ich mich schon mega freue und man merkt auch, dass international das Ganze sich gerade so ein bisschen professionalisiert, die ganze Szene mehr oder weniger erwachsen wird. Also gerade die Firstmover, wie der Dynamite Circle oder so, den es ja schon länger gibt vom Tropical MBA. Da merkt man die Businesses sind jetzt schon richtig, richtig krass. Viele Leute mittlerweile, millionenschwer, aber auf der anderen Seite haben die sich immernoch dieses offene, freundliche Art erhalten. Wir waren ja jetzt in Chiang Mai, um auch mit ein paar anderen Digitalen Nomaden, gerade aus dem DC zu connecten und haben viele Meetups mit denen gehabt und so. Und da war auch nichts irgendwie so: Öh, wer seid ihr denn und wir sind schon viel länger in der Szene oder haben irgendwie viel mehr Ahnung, sondern ganz im Gegenteil. Wie kann ich Dir helfen? Wie kann ich das teilen? Und wie oft dann die DNX auch von diesen ganzen Schwergewichten aus den Staaten dann geteilt wurde, die wir in Chiang Mai getroffen haben. Das ist schon cool. Jana: Ja, das ist schön. Nee, das stimmt. Dass sich das jetzt ein bisschen mehr professionalisiert. Was mich an diesem ganzen Thema immernoch total fasziniert und wo ich wirklich gerne noch mehr Lösungen sehen möchte ist, alles was sozusagen Infrastruktur angeht. Ich meine, wir haben uns kurz darüber vor ein zwei Wochen unterhalten, was so Steuern angeht, wenn ihr die Events zum Beispiel in Bangkok macht oder das Business in Hong Kong anmeldet und so. Und ich finde, es ist halt unheimlich wenig Information immernoch draußen, was Steuern angeht, Krankenversicherung, was Banking angeht. Ich kann mit meiner Bank - ich bin seit 13 Jahren bei der HSBC - ich kann kein Konto eröffnen, was amerikanische Dollar oder europäische Euros hält oder sonst irgendwas und dafür eine separate Bankkarte kriegen. Also ich meine: Hallo? Wo leben wir denn? Ich glaube, die müssen da wirklich noch ein bisschen aufholen, was so Global Citizens angeht. Also, wo Du eben vielleicht keine feste Adresse hast. Also ich meine es gibt einfach immer mehr Leute und keiner weiß so richtig, wie damit umzugehen ist. Was jetzt gerade Steuern angeht und rechtliche Grundlagen. Also das finde ich, ist noch totale Grauzone. Wenn Du da ein paar Leute zu interviewst, stehe ich auf jeden Fall Schlange. Das wäre super spannend für mich. Marcus: Ja, wir sind da gerade mit dem mega, mega spannenden Typ, der so einen Service dazu hat in Kontakt. Der macht vielleicht ja auch einen Workshop auf der nächsten DNX im Mai. Vielleicht holen wir den auch international mal drauf. Das ist ein Deutscher. Weil der hat so viel Know How zu diesen ganzen Settings und Setups. Das heißt dann Taxes Bank Accounts, eresidencies, permanent Residencies, temporary Residencies, irgendwelche Retirement Programs, wo man dann unter Umständen dann auch früher reinkommt irgendwo in Malaysia oder Belize und es gibt da so viel Optionen und auf der anderen Seite so wenig valides Wissen draußen, das irgendwann mal verbloggt wurde oder auf Medium rausgehauen wurde. Da hast Du echt ein wichtiges krasses Thema angesprochen. Das war jetzt bei diesen Meetups mit denen, die schonl länger unterwegs sind in Chiang Mai auch immer wieder ein großes, großes Thema. Wie macht ihr das mit den Taxes? Bist Du Zuhause noch gemeldet? Wo hast Du Deine Company incorporated? Dann kommt bei uns beiden jetzt ja noch dazu, auch bei Dir, Events haben nochmal ne Sonderstellung in den verschiedenen Ländern, wenn Du die machst. Das ist riesig, dann dieses Problem: Wie kommt man an einen Bank Account, gerade wenn Du Hong Kong incorporated hast. Da brauchst Du eigentlich verschiedene Currency Accounts. Das wollen die dann nicht. Bei manchen Banken kriegst Du keine Kreditkarte und noch und nöcher. Ich hoffe ja immer, also es gibt die ersten Tendenzen und Anzeichen, wie das eresidency Program in Estland. Ich weiß nicht, ob Du davon schonmal gehört hast. Jana: Nee. Marcus: Das ist richtig cool. Es gibt jetzt zwar nicht so einen Resident Status, aber es gibt Dir erstmal einen E-Resident Status. Ich schicke Dir danach den Link und verlinke das auch in den Shownotes. Also das ist jetzt nicht in drei Sätzen erklärt, aber es geht in die richtige Richtung, dass Du quasi den Status erwerben kannst, ein E-Resident in Estonia zu sein. Was Dir dann auch quasi mega erleichtert da eine Company zu founden. Du hast Zugang zu den Bank Accounts und das Ganze ist dann so als Global Citizen Programm aufgestellt. Gerade für uns Digitale Nomaden, ich glaube da steht sogar auch der Begriff Digital Nomads irgendwie drauf. Und ich glaube, gerade die Staaten, die den Trend jetzt auch erkennen und embracen und sagen, das macht mir keine Angst oder die gehen vielleicht woanders hin und zahlen dann keine Steuern mehr in meinem Land, sondern ganz im Gegenteil sagen: Ich sehe die Chance und ich nutze das und ich heiße Sie jetzt willkommen, die werden irgendwann dann auch mega davon profitieren. Jana: Auf jeden Fall. Also ich möchte gerne eine globale Bank sehen, die wirklich global ist und nicht nur sagt, dass sie global ist. Und gerade was dieses Steuerproblem angeht. Und ich glaube, dass es halt so… Momentan teilweise schätze ich mal, profitieren wir von den Grauzonen, aber auf der anderen Seite ist es halt unheimlich frustrierend, wie ich mir vorstellen kann, und ihr ja jetzt auch herausgefunden habt, als ich zum Beispiel mit meinem Business in England registriert in Deutschland die Veranstaltung machen wollte. Die Engländer sagen Dir, dass es außerhalb des englischen Rechts. Da wissen wir nichts drüber, wie wir das zu handhaben haben und müssen. Und in Deutschland sagen die: Ja, Du bist ein englisches Unternehmen. Da wissen wir auch nicht. Also das ist einfach unheimlich frustrierend, wenn die einen von einem zum anderen Ort schicken. Und da habe ich noch keinen bis jetzt gefunden, der nicht nur sagt, dass er sich mit international Law auskennt, sondern auch das wirklich weiß. Also gerade, was so verschiedene Facetten des Nomadentums angeht. Naja, wie auch immer (lacht) Marcus: Das war jetzt aber mal ein gutes Beispiel für so ne Downside. Dass halt nicht als Unicorn und Rainbow ist, sondern da steckste dann auch in so Zwickmühlen und weißt nicht weiter und Du weißt gar nicht, wo Du hingehörst. Oder wer für Dich zuständig ist, noch schlimmer. Jana: Richtig. Ja genau, bisher bin ich immernoch Resident in England und das werde ich auch noch im Moment so beibehalten. Und lieber ne weltweite Reiseversicherung haben mit Krankenversicherung und so, als dass ich nachher irgendwo dastehe und dann Staatenlos bin und irgendwie hier zum Beispiel in Amerika Probleme bekomme, weil ich keinen festen Wohnsitz habe, sozusagen. Marcus: Ja ja, das ist ja bei uns ähnlich aufgestellt. Das halten wir auf jeden Fall auch erstmal bei. Cool! Was steht bei Dir jetzt noch die nächsten Wochen von 2015 an? Bist Du jemand, der sich Jahresziele steckt? Und hast Du schon welche für 2016? Jana: Nee, habe ich ehrlich gesagt noch nicht. Eigentlich ein spannender Gedanke. So ein bisschen weiß ich schon, wo es hingeht. Die nächsten sechs Wochen, also bis Jahresende bin ich dann also ab Montag wieder in England, in London und werde sicherlich sehr stark auf’s Traden fokussiert sein, bis wahrscheinlich so ein, zwei Wochen vor Weihnachten, wenn dann der Markt auch tot ist für die nächsten vier Wochen. Und dann so ein bisschen in die Planungsphase gehen, was halt Coaching, Consulting angeht, Alive-Sachen angeht und sozusagen die Unterrichtsteile oder Seminarteile von der Firma, mit der ich kollaboriere in London, was das Traden angeht. Also, da wollen wir so ein bisschen was zusammen machen, was so Trading Psychology angeht. Und auch das Coachen von neuen Tradern, die wir halt ausbilden, um die zu unterstützen, damit die auch erfolgreich werden und bleiben. Und da werden wir sicherlich ein bisschen dran arbeiten und dann versucht mich mein Business Partner irgendwie anzustiften, dass ich noch ne Zertifizierung zum Independent Financial Advisor mache. Noch so eine Prüfung ablege, was irgendwie neun Monate, sehr, sehr trockenes Material studieren, beinhalten wird. Mal sehen, das könnte also auch noch mit in den Karten sein für die nächsten Wochen. Und dann ist schon wieder das neue Jahr. Also letztes Jahr habe ich mir recht bewusst so zwei Themenschwerpunkte gesetzt, wo ich so weiß, was das für mich so bedeutet hat und natürlich auch im Zusammenhang mit sich selbst lebendig fühlen, viel für mich zu tun, und deshalb auch meine ganzen Reisen und Flüge und so weiter. Und das wird sicherlich auch noch so weiter gehen. Also, es wird immernoch weiter Sky Diving dabei sein und Hawaii dabei sein und Spannung und Spaß und ein bisschen mehr South East Asia glaube ich, nächstes Jahr. Marcus: Cool! Komm mal nach Bangkok. Jana: Ja genau. Im März, Anfang März. (lacht) Marcus: Genau, würde ich mich mega freuen. Ja, dann lass uns spätestens da wieder abcatchen, wie man so schön sagt. (beide lachen) Jana: Ich danke Dir! Marcus: Ich danke Dir auch Jana, für Deine Zeit. Schöne Grüße nach California und bis bald! Danke! Jana: Bis bald, ciao! Marcus: Ciao! Badabäm! Das war eine weitere Folge der LIFE HACKZ Show mit Jana Schuberth. Alle Links zu dieser Folge findet ihr auf www.lifehackz.de in den Shownotes. Dort findet ihr auch immer das komplette Transkript der ganzen Folge, wenn ihr das nochmal nachlesen wollt oder irgendwas nicht richtig verstanden habt. Ich freue mich riesig über eine Rezension auf iTunes und wie wir im Interview eben gesagt haben, auch über Feedback von euch. Ich freue mich über jede einzelne Hörermail. Ich schreibe auch garantiert zurück und würde sagen: Viel Spaß bei allem, was ihr jetzt gerade noch macht und tut. Genießt den Tag, Abend, die Nacht! Ich bin raus, wir hören uns wieder. Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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Jan 8, 2016

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Interview mit Simone Sauter von Dating Rocks

Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit Simone Sauter, die andere Frauen zum Thema Liebeskummer coached. Wir reden aber nicht nur über Liebeskummer, wir reden auch über Tinder, wir reden darüber, ob alle Männer per se schlecht sind oder ob es auch schlechte Frauen gibt. Und wir reden darüber, wie sie es geschafft hat, ihr Online-Business in kürzester Zeit ortsunabhängig aufzustellen und ja, welche Challenges und Herausforderungen sie zu bewältigen hat. Viel Spaß mit Simone! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFEHACKZ 10% Discount. In dieser Folge lernst du:

  1. Dass es wichtig ist, Liebeskummer nicht alleine und mit den richtigen Menschen zu überwinden.
  2. Dass Reisen wahre Wunder wirkt und Dir hilft die Dinge aus einer anderen Perspektive zusehen.
  3. Dass man Online Dating ruhig mal eine Chance geben kann.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

From Pain to Power (ehemals Dating Rocks)

Tinder

Dynamite Circle

Google 

Daimler

Stepstone

DNX

WordPress

Betahaus

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 40! Jo Leute, willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit Simone Sauter, die andere Frauen zum Thema Liebeskummer coached. Wir reden aber nicht nur über Liebeskummer, wir reden auch über Tinder, wir reden darüber, ob alle Männer per se schlecht sind oder ob es auch schlechte Frauen gibt. Und wir reden darüber, wie sie es geschafft hat, ihr Online-Business in kürzester Zeit ortsunabhängig aufzustellen und ja, welche Challenges und Herausforderungen sie zu bewältigen hat. Viel Spaß mit Simone! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFEHACKZ 10% Discount. Marcus: Hey Simone, cool, dass Du auf dem LIFE HACKZ Podcast am Start bist. Bist Du ready? Simone: Ja, ich bin ready, ja Marcus. Marcus: Cool, wir beide sitzen jetzt hier gerade in Chiang Mai, Thailand, in dem Surface Appartement, wo ich eingecheckt bin mit Feli und das coole ist, Du bist ja gerade selber in Chiang Mai. Was hat Dich nach Chiang Mai verschlagen? Wie bist Du hierhin gekommen? Simone: Ich war im April schonmal hier und ich mag Chiang Mai einfach. Das ist eine coole Stadt, coole Community, sehr geiles Essen, super coole Massagen. So günstig und so. Das kann man mehrmals die Woche machen. Marcus: Ja, was kostet eine Massage hier? Wenn Du sagst so günstig? Simone: Ich habe eine direkt bei mir im Condow und die nimmt, was nehmen die? 52 Baht, das sind 5, 6 Euro die Stunde. Marcus: Ja, Wahnsinn. Simone: Das ist schon echt cool, ja. Marcus: Ja, wir haben das bis jetzt leider noch nicht geschafft, aber ich denke mal hier nach unserem Interview. Simone: Du hast noch nie ne Massage in Chiang Mai gemacht oder in Thailand generell? Marcus: Ähm doch, vor drei Jahren als wir hier in Thailand waren. Aber jetzt in der Zeit in Bangkok und Chiang Mai waren wir so busy mit diesem anderen Kram. Aber ich, wie gesagt, heute schaffe ich’s und morgen machen wir dann nochmal nen Break. Simone: Okay. Marcus: Jo und Du bist quasi die Frau Dr. Sommer des Internets oder wie würdest Du Dich bezeichnen oder bist Du noch spezialisierter dann auch für ein Thema? Simone: Also, Dr. Sommer… Naja, würde ich so jetzt nicht sagen. Ich bin Liebeskummer-Coach. So ist mein offizieller Titel. Das heißt, ich helfe Frauen über ihre Trennung hinwegzukommen und über ihren Ex hinwegzukommen. Die Emotionen zu verarbeiten und ja, dann quasi sich auch selbst zu finden und sich auf ne neue Beziehung auch vorzubereiten, wenn die Zeit dann reif ist. Also, die Klientinnen sind oft ab 10 Jahre, teilweise 25 Jahren in einer Beziehung gewesen und ihr Mann hat sie dann oftmals für eine andere Frau verlassen. Also same Story wie bei mir. Und ja, den Frauen helfe ich halt einfach, damit umzugehen oder jetzt die eine reicht jetzt gerade die Scheidung ein. Dann braucht sie halt einfach so ein bisschen zur Unterstützung von jemandem, der weiß, wie es ist, wenn man durch so eine harte Zeit geht und der einen dann einfach an die Hand nimmt und sagt “Ich bin da und wenn was ist, dann melde Dich einfach.” Marcus: Also ein ziemlich zukunftssicheres Thema würde ich sagen, weil Beziehungen glaube ich immer eine Rolle spielen, bei jedem im Leben, ne? Und ja, ich glaube, da wird es auch immer eine Nachfrage für geben. Wie hast Du für Dich selber die Nische entdeckt? Du sagst gerade, bei Dir war es ähnlich, Du wurdest auch verlassen. Was ist da genau passiert? Simone: Ähm, ja also bei mir war es so, ich war selber zehn Jahre in einer Beziehung und im Mai 2012 hat sich mein Ex dann überlegt, dass er mich verlässt und hat mich dann auch innerhalb von vier Wochen mit einer neuen ersetzt. Ich bin dann quasi zwei Jahre durch die Hölle gegangen und habe aber in den zwei Jahren so viel über mich selber gelernt, über Liebeskummer gelernt, viele psychologische Bücher gelesen und mir einfach so viel Wissen angeeignet, dass ich an dem Punkt, wo ich dann selber über meinen Liebeskummer hinweg war… Marcus: Alleine hast Du das dann bewältigt mit den Büchern? Simone: Nee, ja, ich habe die Bücher gelesen. Ich war selber auch in einer Therapie und ich habe auch selber einen Liebeskummer Coach gehabt. Also das habe ich selber gehabt. Ich habe die Erfahrungen alle persönlich gemacht. Marcus: In der Offline World, die Du dann durch Empfehlungen gekriegt hast oder wie? Simone: Genau, also die Liebeskummer Coachin war in München. Durch eine Freundin, die hat mir die empfohlen. Und ja die Therapeutin war auch ganz normal. Das habe ich gemacht und habe aber eben in der Zeit so viel Wissen mir angeeignet und so viel Empathivermögen auch entwickelt, dass ich dann, als ich selber an dem Punkt war, wo ich gemerkt habe, mein Liebeskummer ist vorbei. Das war letztes Jahr in Malaysia. Da bin ich vier Wochen einfach mal alleine weg. Und da habe ich gemerkt, okay, es ist vorbei, es war wie so ein epiphany moment sage ich mal, so eine einleuchtende Erkenntnis. Marcus: Woran merkt man das dann, dass es vorbei ist? Du konntest ganz klar festmachen in dem Moment: Krass ich denke nicht mehr an den. Oder wie genau macht sich das bemerkbar? Woran merkst Du das? Simone: Ich kann Dir noch ganz genau den Moment beschreiben. Also ich saß da in Malaysia am Strand. Ich war alleine und es war wie so eine - es ist schwer zu beschreiben das Gefühl - einfach so eine plötzliche Leichtigkeit, die Du halt verspürt hast und wo ich einfach gemerkt habe, woah, irgendwas ist gerade passiert. Irgendwas ist gerade. Also es liegt auch daran, dass ich halt zwei Jahre echt gelitten habe und habe dann gesagt, okay, ich gehe jetzt mal vier Wochen alleine weg. Ich bin vorher noch nie alleine verreist. Ich war sonst immer mit meinem Ex unterwegs und habe gesagt: Okay, jetzt packste einfach Deine Sachen und gehst. Und es war die Reise meines Lebens. Und da hat sich quasi alles verändert. Da habe ich gemerkt, mein Liebeskummer ist vorbei. Und dann war aber der Moment da, wo ich gesagt habe: Wow krass, Dein Leben ist eigentlich jetzt vollkommen leer. Ich war zehn Jahre in einer Beziehung. Zwei Jahre war mein Ziel, meinen Ex zurückzugewinnen. Marcus: Das heißt also, während Du die Trennung verarbeitet hast und selber diesen Herzschmerz hattest, kam das wahrscheinlich auch dadurch, dass Du immernoch Kontakt hattest oder versucht hattest und an ihn gedacht hast, ohne loslassen zu können. Simone: Ja genau. Bei mir war das halt so ein ewiger Prozess und der Prozess, den kann man extrem beschleunigen. Das ist das was ich jetzt mache mit meinen Klienten. Ich habe halt mega viele Fehler gemacht und halt den Prozess für mich extrem in die Länge gezogen. Marcus: Erzähl mal ein paar peinliche Sachen, was Du gemacht hast, um den wieder zu kriegen oder wiederzuholen. Wo Du jetzt im Nachhinein denkst, das war voll bekloppt. Simone: Naja, Du kannst nicht sagen, es war voll bekloppt. Also natürlich aus meiner Perspektive heute würde ich ihn nicht anrufen und heulen und ihn anflehen und sagen, ich mach alles was Du willst und bitte nimm mich zurück und mich quasi selber so erniedrigen. Aber, das siehst Du in dem Moment nicht. Also meine Klienten machen das auch und es ist eine typische Reaktion. Einfach durch die Emotion, die Du in Dir hast… ja, wie gesagt, es ist eine ganz normale Reaktion und heute rückblickend gesehen, denke ich mir: Mein Gott, ich habe mich halt echt so selber unter Wert verkauft und so erniedrigt. Aber Du siehst es in dem Moment nicht. Und das ging ja auch ein Stück lang so und ich wusste ja auch und hatte schon die neue Freundin, mit der er auch immernoch zusammen ist. Also die sind jetzt seit drei Jahren zusammen. Und ich dachte, ja das ist alles ganz frisch und ich will Dich zurück und sie hat sich ja im Prinzip in unsere Beziehung reingedrängelt. Also von demher hatte ich da jetzt auch kein Problem damit irgendwie oder mich schlecht gefühlt. Aber ja, es war schon nicht so ganz so einfach. Wie gesagt, ich habe da einfach viel draus gelernt und das Wissen gebe ich jetzt einfach an meine Klienten weiter und berate sie halt einfach. Marcus: Was man glaube ich an Deinem Beispiel ganz gut sieht ist, das Reisen nicht direkt das Problem löst, aber oftmals hilft die Perspektive zu verändern, glaube ich ne? Simone: Ja, auf jeden Fall! Marcus: Und Du dann vielleicht so einen anderen Blick drauf hattest. Simone: Auf jeden Fall, ja. Ich habe auch auf der Reise interessanterweise zwei Männer kennengelernt. Der eine war auch zehn Jahre in einer Beziehung und hatte ihr einen Heiratsantrag gemacht und einen Monat vor der Hochzeit hat er sich von ihr getrennt. Das war mega schlimm für ihn, mega schlimm für sie, aber er hat gemerkt, es ist doch nicht die richtige Entscheidung. Das war ein absolutes Drama. Marcus: Immerhin hat er noch in letzter Sekunde gemerkt... Simone: Dann habe ich noch einen getroffen, der war fünf Jahre mit seiner Freundin zusammen, super happy, hat ihr einen Heiratsantrag gemacht und sie hat gesagt: Also Du, nee. Also da hätteste schonmal früher drüber reden müssen und wie kommst Du denn darauf, dass ich Dich heiraten will. Naja, wie er sich gefühlt hat, kannst Du Dir vorstellen. Und er war zu dem Zeitpunkt schon drei Monate unterwegs, hat aber geplant ein Jahr unterwegs zu sein, weil er gesagt hat, er braucht die Reise zu sich selbst. Also er brauchte neue Perspektiven und neue Eindrücke in seinem Leben, weil einfach der Schmerz so tief war, das war seine Art und Weise den Schmerz auch zu verarbeiten. Also reisen hilft immer. Es ist immer ein Perspektivwechsel und es ist immer auch gut andere Menschen zu treffen. Und da habe ich auch gemerkt so, hey ich bin nicht alleine. Weil ich habe mich immer so alleine gefühlt. Ich dachte, ich bin hier die einzige, die verlassen wurde und die einzige auf der Welt, die so sehr leidet. Marcus: Gab’s dann nicht schon irgendwie Online Foren oder Gruppen, Selbsthilfegeschichten, wo man sich hätte anschließen können? Simone: Das war das Problem und das war auch der Grund, warum ich Dating Rocks gegründet habe und warum ich es auch so, naja, so professionell aufziehe, weil es gibt nicht wirklich eine Community. Also es gibt natürlich schon - ach was gibt’s denn? Liebeskummer.com oder was weiß ich. Es gibt irgendwelche Foren, nur das Problem ist, die Foren sind nicht geschlossen. Du kannst Dich mit einem Pseudonym anmelden und dann bekommst Du da halt solche Antworten wie “Ach jetzt hör doch mal auf, rumzuheulen. Du findest doch schon einen anderen.” Und “Stell Dich doch mal nicht so blöde an”. Und das sind solche Sachen, die willst Du nicht hören. Die willst Du nicht hören, wenn Du Liebeskummer hast und die stimmen auch nicht, weil wer Liebeskummer hat, der hat tatsächlich Kummer, ja? Also dem geht’s tatsächlich nicht gut. Und dann kannst Du mit solchen Standardfloskeln einfach nichts anfangen. Klar finden die irgendwann einen neuen Partner, aber doch nicht in dem Moment. Und das ist auch, was mein Ziel so ein bisschen ist, auch eine Plattform für Frauen zu schaffen, wo sie sich austauschen können. Wo sie sich auch in einer sicheren Umgebung austauschen können und einfach offen über ihre Gefühle sprechen können und sagen können “Hey ich fühle mich gerade so und so” und dann auch verstanden werden. Also, ich launche jetzt im Dezember einen Onlinekurs und dann wird es auch ein geschlossenes Forum geben, wo aber nur Frauen, die quasi den Kurs gekauft haben, ergo auch Liebeskummer haben, Zugang dazu bekommen. Von mir persönlich. Marcus: Empfohlen by Simone. Ohne das jetzt lustig... Simone: Genau, nee nee, ich versteh Dich schon. Die gehen quasi alle einmal durch einen Raster. Marcus: Ja, aber wer die Kohle auf den Tisch legt oder verhältnismäßig dann überhaupt Kohle auf den Tisch legt, um überhaupt damit fertig zu werden, der wird das Problem dann auch haben. Simone: Ja natürlich, genau. Und das will ich eben gewährleisten, dass da eben auch eine Kommunikation stattfinden kann und dass sich halt auch Frauen irgendwie verknüpfen können, connecten können und sagen könne “Hey, Du wohnst auch in Bremen, lass uns doch mal auf nen Kaffee gehen”, dass die auch sich gemeinsam finden und sagen, hier jetzt stehen wir die Zeit gemeinsam durch. Weil so eine Community gibt es halt einfach noch nicht und es ist mein Ziel, die Community halt aufzubauen. Marcus: Cool! Und Deine Zielgruppe sind jetzt bewusst nur Frauen, wenn ich das richtig verstanden habe? Simone: Genau. Marcus: Ähm, gibt es da einen Unterschied zwischen Männern und Frauen, wie die mit Liebeskummer umgehen oder das verarbeiten? Simone: Also ich kann natürlich jetzt nicht für alle Männer oder für alle Frauen sprechen. Wir reden jetzt hier im Schwarz-Weiß Denken ja? Und wenn das Stereotyp sehen willst, dann ist das so, dass Männer dazu tendieren Liebeskummer zu verdrängen. Das ist ein sehr häufiges Phänomen, die haben dann schnell eine neue Partnerin, schlafen schnell mit einer neuen Frau, einfach um den ganzen Schmerz, den sie von ihrer ehemaligen Beziehung haben zu verdrängen. Das heißt aber nicht, dass der Schmerz weggeht. Und bei Frauen ist das tatsächlich so und deshalb kommen die auch zu mir, zu meinem Coaching, die sagen: Okay, mir geht’s scheiße und ich will da jetzt einmal durch und bis ich so richtig am Boden bin und dann wieder aufstehen. Weil die wissen dann auch, wenn Du einmal den Schmerz verarbeitet hast, dann bist Du auch durch, dann bist Du auch bereit für eine neue Beziehung. Dann schleppst Du das nicht mit Dir herum. Marcus: Die wollen das Ding abschließen, quasi aussitzen, durchstehen und sagen, das ist scheiße... Simone: Nee, aussitzen eben nicht, sondern die wollen das eben genau verarbeiten. Männer sitzen es eher aus und die suchen dann eher… also wie gesagt hier ne? wirklich Schwarz-Weiß denken, es gibt natürlich auch Männer, die anders sind. Ich kriege auch viele E-Mails von Männern, die sagen, ob sie nicht ein Coaching bei mir kriegen können und so. Schauen wir vielleicht auf lange Sicht. Im Moment habe ich mich auf Frauen spezialisiert. Außer bei meinem Onlinekurs, da gibt es dann auch ein Paket mit zwei Coaching Sessions, wo ich auch Männer begleite. Aber dann eher in dem Hinblick, dass wir besprechen, die Ergebnisse, die sie im Onlinekurs quasi erarbeitet haben für sich selber, sodass sie einfach jemanden haben, der dann die Ergebnisse noch einmal mit ihnen interpretieren kann und mal gucken kann: Okay, wo fange ich jetzt an? Da einfach nochmal alles erörtern und Ziele erarbeiten und gucken, wie setze ich an und wie mache ich weiter. Marcus: Ja okay, cool. Und wie kam das dann, dass Du jetzt auch relativ ortsunabhängig unterwegs bist? Ich glaube, Du warst auch längere Zeit auf Bali? Und bist jetzt hier in Chiang Mai im Digitalen Nomaden Hotsport. Hat das dann auch irgendwie mit Deinem Background zu tun mit dem Liebeskummer, der ersten Reise, dass Du für Dich erkannt hast: Wenn ich unterwegs bin, bin ich produktiver, bin ich besser drauf, kann ich mehr der Welt zurückgeben? Simone: Also einer der Trennungsgründe bei meiner Beziehung war, dass ich gerne nochmal ins Ausland wollte. Ich war mit meinem Ex damals ein Jahr in Australien gewesen, hatte dann ein Angebot bekommen in Dublin für einen Job, befristet für ein Jahr und da haben wir uns auch drauf geeinigt, dass das okay ist. Und dann bin ich aber ohne sein Wissen oder nicht ohne sein Wissen, sondern ich habe ihn halt nicht so wirklich in die Entscheidung einbezogen, ob ich dann nach Amsterdam gehe. Bin dann nach Amsterdam. Anyway, long story short. Das im Ausland sein und das viele Reisen war immer schon ein Thema bei uns und immer auch so ein bisschen wo es mich immer hingezogen hat. Und dann bin ich eben von Malaysia nach Hause geflogen und habe im Flugzeug beschlossen: Okay, ich kündige meinen Job. Ich schmeiße es hin. Ich wusste noch nicht, was ich mache. Ich hatte überhaupt keine Ahnung, aber ich hatte das Gefühl, irgendwas großes passiert in meinem Leben, irgendwas wird sich elementar verändern. Und dann bin ich Heim gekommen und ich glaube an gewisse Anziehungen und ne? Das Universum hat mir dann einen Artikel zukommen lassen in der T3n von der Conni, wo sie eben darüber erzählt hat, wie sie Digitale Nomadin wurde und wie man das halt alles selber machen kann und von da ging eigentlich meine Reise los. Ja, Blogcamp, ihr Ebook und dann alle möglichen Digitalen Nomaden Blogs gelesen. Auch Travelicia und halt mir alles angeguckt. Und dann habe ich gedacht: Okay, dann habe ich den Kurs gesehen auf Bali, und habe gedacht: Okay, wenn dann richtig. Im September meine Kündigung eingereicht, habe alles vorbereitet, schon mal überlegt, was kann ich machen und bin dann nach Bali gegangen und habe gesagt: Okay, das ist mein Konzept. Und ich brauche jetzt nur noch ne Guidance, wie ich dahin komme, wo ich jetzt im Prinzip bin. Und ja, so kam das Step by Step und dann war ich halt auf Bali, dann bin ich nach Thailand und dann war ich noch in Holland und in Spanien dieses Jahr. Dann kurz in Deutschland und jetzt wieder in Thailand. Marcus: Cool! Klingt echt ziemlich straight und tough, wie Du das dann durchgezogen hast. Da fehlt vielen ja der Mut. Simone: Ja, also, das ist schon auch das Feedback, was ich bekommen habe. Also manche, … die Leute die sich, aber das kennst Du ja auch wahrscheinlich, die Leute die sich nicht trauen, die sind ja von Anfang an “Ach das ist doch Kacke, das wird doch eh nichts”. “Ey ich habe gehört, oh Liebeskummer Coaching pahahaha, will doch eh keiner, das ist so ein privates Thema, da redet doch keiner drüber”. Und ich habe nur gedacht: Nee, ich hätte das damals schon gemacht. Gab’s aber halt bei mir nicht. Und ich habe mich da nicht beirren lassen. Ich habe dann gesagt: Okay gut, mache ich jetzt einfach. Und es gibt natürlich auch so die Unterstützer. Also meine Family sowieso, aber auch Freunde, die sagen: Ey, das ist so krass und ich wünsche Dir viel Erfolg und das ist so mutig und toll und ja. Aber Du selektierst halt ja dann Deine Leute auch danach ne? Marcus: Klar, muss man leider. Das passiert dann wie von selbst, ne? Bei manchen Leuten, ne? Wo man es gar nicht erwartet hat. Die tauchen dann völlig ab und lassen gar nichts mehr von sich hören und von anderen, die Du gar nicht auf dem Schirm hattest oder so, die sind auf einmal super supportive und fragen, ob sie Dir helfen können und stärken Dir mega den Rücken, wo wirklich nochmal so Deine ganzer Freundeskreis in ein ganz anderes Licht gestellt wird. So war es bei mir, so war es auch bei Feli. Simone: Ja, ich habe die gleiche Erfahrung. Also ich habe echt Leute, die sind auf einmal… ich krieg da Nachrichten, die sind so super supportive und so “Woah, voll geil und ich habe das gleich mal geteilt. Und ne Freundin von mir… und ich habe der gleich mal Deinen Link geschickt”... und ich denke mir so: Hö, ich habe ja zwei Jahre nichts von ihr gehört, aber Dankeschön. Und andere Leute, wo ich mal dachte, okay, da kommt ein bisschen mehr, da war ich dann eigentlich so ein bisschen enttäuscht, wo ich nur dachte, so. pfff naja gut, hätteste jetzt auch irgendwie anders reagieren können. Aber gut, damit musst Du halt umgehen, wenn Du halt einen alternativen Weg in Deinem Leben gehst, dann hast Du halt auch immer irgendwelche Leute, die da sagen, dass das sowieso nicht funktioniert. Marcus: Ja ja, da steckst Du nicht drin. Das Lustige ist aber, spätestens wenn Du dann irgendwann mal sichtbar bist und einigermaßen erfolgreich dann auch, auf einmal sind sie dann auch alle wieder da. Simone: Dann kommen sie, ja. Das ist bei mir auch so. So “Ach guck mal, ich hab Dich in der Zeitung gesehen.” Marcus: Ja ja, “ich habe schon immer an Dich geglaubt und ich fand das schon immer cool”, aber so ist das halt. Also ich nehme das dann auch nicht zu ernst, weil ich weiß, dass jeder irgendwie so sein Päckchen zu tragen hat im Leben und man steckt da nicht drin. Simone: Nö. Das witzigste für mich, finde ich eigentlich immer, wenn die Leute dann so sagen “Ah, haste Glück gehabt”, wo ich immer denke: Hm, ja klar, ich hab Glück gehabt. Ich habe nichts dafür gemacht, das ist mir einfach in den Schoß gefallen. Marcus: Aber ganz ehrlich, also, da habe ich früher, als ich noch nicht so tief drin war in diesem Thema und auch noch Angestellter war - ich war ja auch total tief in diesem Corporate Leben drin und habe viel gearbeitet und mein Pay TV gehabt und Fußball geguckt und hatte das Auto vor der Tür stehen, um irgendwelche besseren Job Titel zu bekommen, mehr Verantwortung, war voll in diesem System drin, hatte krasse Wochenenden und hatte dann immer Depressionen Montags und habe trotzdem durchgearbeitet und war müde und gestresst und habe noch versucht, meinen Sport auf die Kette zu kriegen, aber es war halt nicht gesund und nicht ausgeglichen. Und damals habe ich bei vielen Leuten auch gedacht, ah kann ich auch und der hat ja nur Glück gehabt und wieso macht der eigentlich mit so einer Idee oder mit so einem Business, das eigentlich gar kein richtiges Business ist, macht er so viel Kohle. Aber mittlerweile, seitdem ich auf der anderen Seite stehe und selber selbstständig bin und merke, wie schwierig es ist. Welche Art von Business auch überhaupt aufzubauen und jeder, der irgendwie erfolgreich ist, weiß ob es jetzt nachhaltig ist oder nicht so nachhaltig oder halt nur geldgetrieben ist und der eine will die Welt verändern und hat bessere Absichten als der andere. Aber letztendlich jeder der erfolgreich ist, hat’s irgendwie auf seine Weise verdient. Also das musste ich auch erstmal lernen. Simone: Ja, ja natürlich. Also ja, das war bei mir schon immer so. Also ich hatte halt eher so ein, gerade bevor ich angefangen habe, so in der Anfangsphase, war für mich immer so das Ding so: Woah krass, ich habe die ganzen Leute halt mega bewundert, mach ich auch heute noch, weil ich auch jetzt selber erfahren habe, am eigenen Leib, was da eigentlich alles auf einen zukommt und dass es vielleicht doch nicht ganz so easy ist, aber für mich war immer so: Woah krass, das schaffst Du nie. Wah, das ist ja… wie haben die das bloß gemacht? Und dann muss ich sagen, wenn Du einmal anfängst und dann aber einmal die Idee hast und dann anfängst zu fantasieren, okay ah, Du könntest das machen und das und das könnte… dann könntest Du es da noch verbinden und dann könnte ich eigentlich auch da mal noch fragen und Kooperationen machen und bla… Wenn Du soweit bist, dann geht es zwar nicht von alleine, dann musst Du trotzdem schon ordentlich daran arbeiten, aber dann bist Du schon so drin und so in Deiner Leidenschaft und dann kannst Du auch nicht mehr zurück. Das geht dann nicht. Also wo ich die Idee hatte, hätte ich nicht sagen können, och nee, jetzt kündige ich doch nicht. Sondern das war dann einfach so, ich muss das einfach. Ich muss das wenigstens probieren. Und ich dachte mir halt, okay, was ist das schlimmste, was passieren kann? Was ist das allerschlimmste, was passieren kann? Dass ich mein ganzes Geld - ich habe meine Sachen alle verkauft, wie halt viele Digitale Nomaden, dass ich mein ganzes Geld in mein Business investiere und verkloppe und es wird nichts und dann muss ich mir einen Job suchen. Das ist das schlimmste, was passieren kann? Also eigentlich war die Quintessenz, das schlimmste was passieren kann, ist das ich mein altes Leben wieder zurück habe. Und dann habe ich mir gedacht, wenn das das Schlimmste ist, dann probierst Du es wenigstens. Marcus: Ja, ja, weil Du kannst ja nicht tiefer fallen als da, wo Du gerade bist. Simone: Ja genau. Marcus: Relativ gesehen. In Deutschland ist das Leben ja sehr geil, auch wenn man angestellt ist. Das will ich damit auch nicht sagen, aber Du hast halt als Unternehmer auch mega viele Chancen, dass es funktioniert. Da ist ja wirklich Sky is the limit. Das sehen ja auch viele erstmal nicht. Gerade in Deutschland sehen sie ja nur die Risiken und die Nebenwirkungen oder die … was alles nicht gut passieren kann. Aber die Leute sehen nicht, dass man, wenn man richtig gut drauf ist und Erfolg hat, dann gibt es kein Limit mehr, egal auf welchen Stufen. Ob es jetzt monetär ist oder halt ortsgebunden, wie bei uns, die das jetzt völlig ortsungebunden leben und ich glaube, wenn Du dann so am Feiern bist, wie Du das gerade beschrieben hast, Driven by Passion, dann gibt es wie so eine innere Kompassnadel, die dann immer wieder den Weg zeigt und es hört auch nicht mehr auf zu ticken. Simone: Also es gibt schon so Tiefs und das habe ich mir auch nicht so schlimm vorgestellt, muss ich ganz ehrlich zugeben. Ich hatte schon Momente jetzt, gerade die ersten drei, vier Monate, wo ich dachte: Du schmeißt einfach alles hin. Meine Leserzahl ist halt nicht gestiegen, zumindest nicht in dem Ausmaß, wie ich mir das erhofft hatte. Und irgendwie ging alles so mega schleppend und ne? Und dann kam einfach irgendwann so der Moment, wo alles anders geworden ist. Meine Zahlen sind auf einmal explodiert. Ich habe meine Coaching Kunden bekommen und dann irgendwie so viele Coaching Kunden, dass ich irgendwie gesagt habe, okay jetzt muss ich irgendwie mal gucken, dass ich die auch alle koordiniere neben den anderen Projekten, die ich halt noch habe. Und das war aber wirklich so ein Turning Point bei mir und ich hatte aber davor schon viele schlaflose Nächte. Ich habe geheult, ich war verzweifelt und naja, was man halt so hat, wenn man halt so ein Unternehmen gründet. Und am Anfang halt total lost ist irgendwie und auch ein bisschen, ja, es ist halt mein erstes Unternehmen, was ich gegründet habe. Wenn ich noch ein anderes Unternehmen gründe, dann mache ich nicht die Fehler nochmal, die ich schon gemacht habe, aber dann mache ich halt andere. Marcus: Sowas hat jeder, der in die Selbstständigkeit startet. Sei es jetzt unten der Massageshop hier in Chiang Mai. Der hat die gleichen Ängste und Sorgen wie ein Online Unternehmer, der in die Selbstständigkeit startet ne? Oder selbst die coolen Jungs von Dynamite Circle, die hier alle in der Stadt abhängen. Die haben das auch alle ne? Aber was alle vereint, selbst Feli und ich haben das noch, dass Du immer wieder an diesen Punkt kommst: Scheiße, funktioniert das alles? Ist das alles so richtig und wieso machst Du das und irgendwie kommen wir nicht weiter und eigentlich wollten wir doch so ein Lifesytle Business haben, Freeliving Business, warum sind wir jetzt hier in Chiang Mai in der Airbnb Bude und arbeiten acht Stunden durch und sind nicht am Strand und Surfen und Tauchen? Die Fragen kommen dann auch wieder, wo wir dann Surfen und Tauchen aber man kann sich dann echt auch in so eine Downworld gerade reinsteigern. Aber je länger man dann diese Selbstständigkeit geht, um so besser ist man darauf vorbereitet, dass es wieder irgendwann kommt. Und jetzt ist es so, dass ich weiß: Aha okay, ja gut, keine Depressionen, alles klar. Vielleicht ist es morgen wieder besser. Ich klappe heute mal zu und gehe woanders hin und am Anfang kommst Du damit überhaupt nicht klar. Simone: Ja, das musste ich auch lernen, dass ich dann einfach - ich hatte dann schon echt Tage, wo ich echt, ja ich will jetzt nicht sagen depressiv war - wo ich einfach nicht gut drauf war und wo ich so geknickt war, weil alles um mich rum überhaupt nicht funktioniert hat. Dass ich dann krampfhaft an meinem Laptop gesessen bin und gedacht habe, jetzt musst Du das irgendwie erzwingen und aus Deinem Gehirn rausziehen und aussaugen. Heute nämlich da denke ich mir einfach, oh, ist nicht mein Tag. Dann mache ich heute mal nichts. Klappe meinen Laptop zu und gehe halt. Und dafür mache ich dann halt was am Sonntag. So von dem her… Und das ist auch das coole, das genieße ich schon irgendwie, dass ich sage, dass ich nur dann arbeite, wenn ich auch weiß, ich kann performen und nicht so, dass Montag bis Freitag 9 to 5 wo Du so reingepresst wirst in das Schema und irgendwie denkst so, okay ist nicht mein Tag, aber gut, ich werde dafür bezahlt, also sitze ich jetzt halt mal hier und mache halt mal, was halt so geht. Und irgendwie, wo Du Dir am nächsten Tag so denkst, Hey jetzt habe ich jetzt eine halbe Stunde gemacht, wo ich gestern irgendwie drei Stunden dran saß. Marcus: Ja, ja, ja, darum ist das System ja auch so ungerecht eigentlich. Weil alle versucht werden gleich zu behandeln. Der eine ist halt schneller, der andere ist ein bisschen langsamer und dafür arbeitet er gerne in der Nacht und kann das nicht, weil er dann im Büro sitzen muss, schon morgens und er ist kein Morgenmensch und es wäre alles viel effizienter, wenn man das noch ein bisschen adaptieren könnte. Simone: Ja vor allem, wenn die Unternehmen halt auch einfach ein bisschen mehr Vertrauen in ihre Mitarbeiter haben könnten. Ich habe jetzt irgendwie letztens auf nem Beitrag gelesen, ich weiß gar nicht mehr, wer das war, über das Thema Home Office in Deutschland. Also da ist Deutschland halt mega rückständig. Die vertrauen halt ihren Mitarbeitern nicht. Wo ich mir halt denke, Leute, das sind die Leute, die für euch arbeiten. Und wenn mir jemand Vertrauen entgegenbringt und sagt, ja Du machst das schon, ist mir auch egal, wie Du es machst, Hauptsache Du machst es, dann gucke ich doch, dass ich es erledige. Und das war mein Problem immer auch in dem Corporate Life. Mir ist immer versucht worden, was aufzudrücken. Und ich bin dann halt auch so ein bisschen so ein Sturkopf. Ich lasse mir nicht gerne Sachen aufdrücken und mich in ein Schema reinpressen. Und dann bin ich halt auch einfach oft angeeckt. Das muss ich halt auch einfach sagen. Egal wo ich war, ich war in Startups und ich war - oder nicht Startups, in kleineren Unternehmen, mittelständischen - und ich habe auch bei Unternehmen gearbeitet, wie Google oder Daimler, also… und ich habe halt trotzdem nirgendwo reingepasst. Und jetzt habe ich mir halt einfach meine eigene Welt gemacht, wo ich halt ganz gut reinpasse. Marcus: Ja, ich habe in Tarifa im Sommer auch jemanden kennengelernt, der war quasi so der Testballon für ein Unternehmen in UK, in England. Und war der erste, der Remote arbeiten durfte, ich glaube für sechs Wochen oder so, war der in Tarifa. War aber halt noch festangestellt bei der Firma. Simone: Ah cool. Marcus: Und was meinst Du, wie motiviert der war? Simone: Ja ja, natürlich! Marcus: Der hat jeden Tag da für die Firma reingehauen und reingeklotzt, weil er denen beweisen wollte, dass es auch von woanders geht. Und ich glaube, wenn ein Unternehmen einfach mal so einen kleinen Mindset change macht und sagt, so wir geben mal zwei, drei ausgewählten Leuten die Chance, wo wir uns das vorstellen könnten. Die können das vielleicht zurückzahlen und die dann auch sehen, dass es funktionieren kann. Dann wären sie vielleicht mutiger, aber so stehen sich irgendwie viele noch zu sehr selbst im Weg. Simone: Ja, das ist aber auch das deutsche Sicherheitsdenken und was ich halt auch so bescheiden finde, ist halt so, das Stundenlohndenken ja? Also die sagen halt, okay ich zahle Dir so und so viel in der Stunde anstatt, dass sie einfach sagen, okay, Du bekommst jetzt… das ist Dein Jahresgehalt und das ist, was Du erledigen musst in dem Jahr. Und dann ist da die Deadline und da ist da die Deadline und da ist da die Deadline. Wann Du es machst, wie Du es machst, ist mir egal, Hauptsache Du machsts. Nein! Es ist immernoch: Du hast 40 Stunden oder 35 Stunden. Dann darf ich Überstunden absetzen oder nicht. Oder keine Ahnung… Also ich hätte in manchen Jobs meine Arbeit in 30 Stunden erledigt. Aber nee, ich musste 40 Stunden im Büro sitzen. Marcus: Ja, ja und das war dann dieses Facetime, dieses Zeit gegen Geld und einfach nur absitzen und ah, ich hab’s auch gehasst ey. Also ich bin da glaube ich nicht ganz so kaputt gegangen wie Feli, wenn die das mal versucht zu beschreiben, wie es ihr da gegangen ist. Sie hatte auch immer das Gefühl, dieses Leben spielt sich draußen ab und sie verrottet dann irgendwie drinnen. Ich konnte halt glücklicherweise mich selber mal ganz gut ablenken oder habe ehrlich gesagt dann auch viel für mich gemacht und Blogs gelesen und mein ganzes Online Marketing und SEO Wissen irgendwie aufgesogen, weil ich damals dann schon die ersten Gehversuche im Nebenjob, quasi nebenberuflich dann in der Selbstständigkeit gemacht habe. Und habe erkannt, das könnte ein Ausweg sein. Ahhh, ich habe es trotzdem gehasst, dass Du da quasi festgehalten wurdest. Simone: Aber Feli war bei euch schon Betreiber oder wie war denn das? Marcus: Als wir beide gestartet sind? Im Grunde sind unsere beiden Treiber zusammen gekommen. Also Feli ist der totale Travel Junkie. Sie hat aber immer so ihre Reisen quasi wahr werden lassen, dass sie zwei Jahre gearbeitet hat, hat gekündigt, halbes Jahr gereist, sich wieder anstellen lassen, zwei Jahre gearbeitet, gekündigt, halbes Jahr gereist, anstellen lassen, zwei Jahre gearbeitet, gekündigt, gereist. Das hat sie vier, fünf, sechs Mal gemacht, ohne Scheiß. Simone: (lacht) Das wusste ich gar nicht. Marcus: Ja, immer wieder und selbst nachdem sie dann gekündigt hatte, wo wir beide dann auf diesem längeren Trip nach Asien gegangen sind, wo dann quasi die ersten Gehversuche als Digitale Nomaden entstanden sind, ohne dass wir es wussten, dass es sowas überhaupt gibt. Das ist aber eine andere Geschichte. Da hatte sie dann auch schon wieder den nächsten Job für die sechs Monate, wenn wir dann nach Hause wieder kommen. Glücklicherweise hat sie das dann nicht mehr antreten müssen oder gecancelled, weil wir gesagt haben, wir gehen ja jetzt All In und machen jetzt in Berlin weiter und gehen dann im Winter wieder reisen. Aber letztendlich genau, hatte sie mal wieder gekündigt und wollte auf eine längere Reise nach Asien gehen und ich hatte gekündigt, um mich selbstständig zu machen. Und im Grunde ist dann dieser Reisevirus zusammen mit der Selbstständigkeit gekommen. Das haben wir einmal zusammen in den Shaker getan und daraus kam dann dieses ortsunabhänige Arbeiten, das Digitale Nomadentum. Meine Idee war, ich wollte mich selbstständig machen und dann quasi meine Leistung für Kunden verkaufen, meine Expertise im Online-Marketing, Webseiten erstellen und Startups beraten, wie sie Traffic auf die Seite kriegen, wie sie konvertieren, wie sie mehr Sales machen, mehr Leads und hatte deswegen meinen Rechner da mitgenommen, als wir in Asien waren und habe dann versucht so die ersten Produkte zu shaken und das ist meine Zielgruppe und was ist das pricing und dann, ich bin sehr detailorientiert und detailversessen, fast schon zu versessen und habe mich dann so in kleine Teile gelegt und habe nicht mehr das große Ganze gesehen und habe dann irgendwie drei Tage überlegt und irgendwann habe ich dann gesagt so: Feli, kannst Du dann auch mal draufgucken? Als ich mich dann selber mal überwunden hatte, meine Freundin danach zu fragen, weil wir hatten vorher überhaupt keine Touchpoints, was das Business angeht. Und da habe ich gemerkt, das fluppt so gut jetzt und Deine Ideen und habe mir dann ein komplettes Konzept gemacht und die Produkte dann irgendwie so ganz klar aufgestellt, was ich anbieten kann für meine Agentur, die damals noch in Berlin geplant war. Und auf der anderen Seite habe ich sie dann voll motiviert, endlich mal einen Reiseblog zu starten, weil sie so viel Wissen hatte. Und ich hatte auch mal Bock auf ein eigenes professionelles Projekt. Also ich hatte das ganze für die Firmen bearbeitet für große Websites wie Stepstone, wo dann fünf Millionen Visitor pro Monat drauf gekommen sind, wo Du echt aufpassen musstest, was Du da so SEO mäßig machen kannst. Von daher hatte ich dann voll Bock gehabt, da einen professionellen Reiseblog zu starten. Es gab damals noch nicht viel in Deutschland neben Conni. Da war also noch viel Platz und das waren die beiden Projekte, die wir angegangen sind und haben mit beiden Projekten dann unterwegs schon die ersten Euros verdient und gedacht: Boah wie geil. Das wollen wir jetzt immer machen und wir wollen nur noch reisen und von unterwegs arbeiten. Weil die ersten Kunden hatten sich dann bei mir auch drauf eingelassen, von unterwegs beraten zu werden und dann, so kam dann irgendwie eins zum anderen. Simone: Ja, was ich aber cool finde ist, dass Du gerade gesagt hast, ihr habt damals in Asien die Auszeit gehabt und habt eigentlich schon eure ersten Gehschritte gemacht als Digitale Nomaden, obwohl ihr überhaupt nicht wusstet, dass es sowas gibt. Und dass ihr dann aber die DNX gegründet habt, wo ihr gesagt habt: Hey, wir bringen jetzt mal alle Digitalen Nomaden zusammen. Das finde ich echt cool! Marcus: Ja, wir sind ja im Winter gestartet und kamen dann im Sommer zurück und haben dann, als wir so die ersten Dollars da unterwegs geearned hatten, im April glaube ich, da waren wir ... Simone: Geearned haben (lacht) Marcus: (lacht) ...verdient haben, scheiß anglizismen. Genau, dann haben wir gesagt: Hey, vielleicht gibt es ja noch mehr Leute, die das machen. Und dann sind wir über die Amiszene und dann ja Tim, Conni sowieso, dann irgendwie online gefunden und haben dann gedacht, als wir wieder in Berlin waren, lass uns doch mal mit allen treffen. Und haben uns eigentlich ziemlich schnell connected. Und das war der harte Kern, das habe ich schon oft erzählt, dann die 12 Leute auf dem Treptower Feld, war unser erstes Digitale Nomadentreffen, die ganzen Keyword-Domains waren  noch frei. DigitaleNomaden.de und ich habe mir die weggenommen, Tim sich die .de, das war 2013, Mitte 2013. Krass was in den zwei Jahren passiert ist. Und ja dann sind wir drangeblieben und weil wir so gut vernetzt waren, sind wir dann irgendwann auch von den Medien entdeckt worden, weil wir ziemlich offen damit umgegangen sind auf Facebook. Und die Leute dann unsere Sachen geteilt haben und gesagt haben: Wo ist der Haken? Was ist mit den beiden los? Wann geht denen die Kohle aus? Haben die im Lotto gewonnen? Irgendwas stimmt da nicht. Und manche meinten: Gibt’s euch wirklich oder wurdet ihr von einer Agentur erfunden? Also es war richtig crazy, was da mit uns gemacht wurde. Simone: Echt, dass das überhaupt gefragt wurde. Okay, krass. Marcus: Da haben wir gesagt: Weißte was? Wir machen jetzt mal hier so ein Meetup in Berlin und fragen einen Raum an im Betahaus für 30 Leute, stellen uns auf die Bühne und wir machen so ein Q&A und ihr könnt uns alles fragen. Und da haben wir schon gemerkt so, die ersten Reaktionen, fuck, das ist viel zu klein. Das wird riesig, die Nachfrage. Und dann haben wir die anderen - Conni, Sebastian & Co. - gefragt, ob die Bock hätten, vielleicht mit uns dann quasi auf die Bühne zu gehen und daraus eine kleine Konferenz zu machen, ein Event und ja der Rest... Simone: Ja, und dann kamen sie einfach so. Ah und jetzt, was? Bangkok? Marcus: Jetzt am 1. März, wir haben heute den Sale gestartet, geht’s nach Bangkok. Simone: Echt krass! Marcus: Wahnsinn! Simone: Und innerhalb von zwei Jahren! Marcus: Innerhalb von zwei Jahren. Die erste Deutsche war glaube ich im Mai 2014, die erste international jetzt im Sommer und jetzt Bangkok und das kommt uns auch manchmal vor, wie ein Traum. Aber wie Du schon sagtest: Oft hilft es einfach anzufangen und zu machen und sich dann auch treiben zu lassen, mit dem, was so passiert. Simone: Ja also, was ich halt immer so feststelle, wenn ich halt die Leute auch treffe unterwegs. Die sagen: Ha cool, Du hast Dein eigenes Business. Die blockieren sich selber. Und ich habe das am Anfang auch selber gemacht teilweise. Die denken dann schon im Worst Case. Und wie gesagt, ich habe das selber gemacht, aber die denken schon im Worst Case und was alles nicht funktionieren könnte, bevor sie überhaupt anfangen, ja? Und das ist genau der Fehler, den ich halt nicht machen würde. Ich würde halt erstmal anfangen und wenn irgendwas nicht funktioniert, dann findest Du in der Situation auch ne Lösung dafür. Marcus: Man kann so kreativ werden in so Situationen ne? Simone: Und bei mir ist es halt auch immer so gewesen: Wenn ich bei irgendwas nicht weiter wusste, dann habe ich zumindest jemanden gekannt, der mir helfen konnte oder ich habe jemanden gekannt, der jemanden kennt, der mir helfen kann. Und habe da halt einfach so auch mal ein Netzwerk aufgebaut. Und man ist da nicht alleine. Also jeder fängt irgendwann an und hättest Du mir irgendwie im Juli 2014 gesagt, ich baue mir meine eigene Webseite, ich hatte vorher nie was mit WordPress zu tun. Ich meine ja klar, im Job, habe ich eine WordPress Seite gepflegt, aber das war es auch. Eine Seite bauen, ja, um Gottes Willen. Und heute mache ich es halt sogar für Kunden. Also von dem her. Du kannst alles lernen und keine Angst, einfach probieren und auch Durchhaltevermögen. Das ist halt auch ganz wichtig. Was halt viele dann halt auch leider nicht haben. Nur einfach dran bleiben und probieren und auch mal sich eingestehen, dass mal irgendwas nicht so gut ist. Also habe ich auch, hat jeder. Ich weiß, in was ich einfach nicht so gut bin und ich weiß worin ich gut bin, also fokussiere ich mich auf meine Stärken. Und alles was meine Schwächen sind, die lagere ich dann aus an Freelancer oder an Freunde oder so. Ja, aber so isses. Und das geht jedem so. Das ist das Wichtige, dass ist auch so das, was so meine Erkenntnis war, weil ich immer gedacht habe: Ah, Du bist einfach zu blöd dafür. Oder Du kannst es halt einfach nicht. Und dann hörst Du Dich mal so um und denkst Dir so: Boah krass, irgendwie hat ja hier jeder das Problem oder jeder hat ein anderes Problem und jeder braucht Hilfe bei irgendwas. Und dann halt einfach zu fragen und da auch nicht sich dafür zu schämen oder zu schüchtern zu sein, sondern einfach zu sagen: hey, guck mal, ich schnall das nicht, kannst Du das mal bitte klären. Marcus: Ja, ja, und gerade bei uns finde ich es cool in dieser ortsunabhängigen Unternehmerszene sind die Leute noch super hilfsbereit und ich glaube, das ist auch, weil es immer so ein kleines Nischending ist und wir quasi immer so ein bisschen outstanding im Vergleich zu diesen Systemen sind und man sich da gerne dann auch miteinander geistig verbindet und sich hilft und denkt so, boah nee, der muss das jetzt auch packen und irgendwie will ich, dass der dann auch noch dazu kommt. Und das macht ja irgendwie auch soviel Bock anderen zu helfen und noch größer zu werden. Simone: Ja vor allem, wenn Du anderen auch hilfst, baust Du ja auch Dein Netzwerk auf. Weißt Du, Du hilfst jemandem und für mich ist immer, wenn ich so ein Dankeschön kriege und ich weiß, ich konnte jemandem helfen, das ist für mich immer so ein befriedigendes Gefühl. Das freut mich dann ne? Wenn ich halt jemandem helfen konnte. Und im Gegenzug weißt Du aber auch, wenn es bei mir brennt, dann kann ich auch die Leute mal anhauen und sagen: Du, ich geh hier gerade echt crazy, kannst Du mir mal bitte schnell unter die Arme greifen? Kannst Du Dir das mal schnell angucken, ich brauche noch etwas Hilfe. Dann kriegst Du da auch kein Nein oder kriegst maximal: Hey, ich bin gerade busy, reicht’s Dir nächste Woche? Ja? Und so läuft’s halt einfach. Aber das ist halt auch das coole an der Community muss ich halt auch sagen. Was Du schon gesagt hast. Die Unterstützung, die halt einfach noch so gegenseitig da ist von allen Seiten und dass da irgendwie keiner sagt: “Nee, ist mein Wissen und wenn Du es jetzt wissen willst, dann musst Du es halt selber irgendwie so einen Kurs machen.” Das gibt’s hier nicht. Du kannst hier jeden alles fragen und wenn die Zeit da ist, dann kriegst Du auch von jedem eine Antwort dafür und das finde ich echt cool. Marcus: Ja, das finde ich auch super sympathisch. Wie sieht es denn jetzt bei Dir privat aus? Hast Du mittlerweile einen neuen Traumprinzen gefunden? Nachdem Du so viel mit dem Thema zu tun hast, hast Du da überhaupt noch Bock drauf? Oder je nach dem, ich meine Du hörst wahrscheinlich auch viele krasse Stories, die verlassen wurden, wie scheiße Männer sein können. Glaubst Du da überhaupt noch an das Gute? Simone: Ach, Männer sind nicht scheiße. Weißt Du, jeder hat seine eigene Story und hinter jeder Trennung steckt auch etwas tieferes. Auch in dem Mann, wenn er die Frau verlassen hat. Und das war auch bei meinem Ex so und ich habe das in dem Moment halt nicht erkannt, aber da saßen halt viel tiefere Verletzungen auch und auch einfach Missverständnisse und von dem her versuche ich auch in meinem Coaching immer so das Gesamtbild zu sehen. Und Du wirst da von mir nicht hören “Och Dein Ex ist doch jetzt ein Arschloch und geh bloß nicht zurück zu dem”, sondern ich versuche das wirklich objektiv zu analysieren und die Situation zu erkennen und wenn jetzt ne Klientin von mir jetzt auch falsch liegt, sage ich mal oder in meinen Augen was anderes machen sollte ne? dann sage ich das auch, also ich bin da auch sehr offen. Und um auf Deine Frage zurückzukommen: Nein, ich habe keinen Partner momentan. Ich muss aber auch zugeben, ich bin zurzeit auch echt busy. Also 2015 hatte ich auch nicht wirklich Zeit irgendwie zum Dating oder, ja, zum Dating schon, aber jetzt nicht für eine feste Beziehung, weil ich einfach so beschäftigt bin mit meinem Business und auch mit mir selbst und das passt im Moment nicht so wirklich rein. Und ich bin fest davon überzeugt, wenn die Zeit reif ist und wenn es passt und wenn es so sein soll, dann kommt das sowieso. Also ich bin da echt tiefenentspannt. Am Anfang, ich war 29 als mein Ex gegangen ist und da hatte ich so die ganze Panik von “Oh mein Gott, Du kriegst nie ne Familie und Du wirst nie Schwanger und” ne? Weil alle um mich herum natürlich heiraten und Kinder kriegen und so weiter und so fort. Jetzt heute bin ich 32. Es ist auch immernoch so, dass alle Schwanger sind und heiraten um mich herum. Aber deshalb sage ich jetzt nicht, das passiert mir nicht. Es ist für mich einfach im Moment nicht der richtige Zeitpunkt und ich stresse mich da auch nicht. Weil ich bin da echt tiefenentspannt, wo ich auch sehr froh drüber bin, weil ich hatte ne Zeit, wo mich das wirklich beschäftigt und hat und wo es mir wirklich schlecht ging deshalb. Und wo ich echt gedacht habe, Du findest nie wieder jemanden. Aber mittlerweile denke ich mir, Nö. Da bin ich entspannt. Marcus: Ja, meistens passieren dann ja die coolsten Sachen, die man sonst überhaupt nicht planen würde. Simone: Ja, ich kann’s ja auch nicht planen. Ich kann jetzt ja nicht sagen: So also jetzt Mittwoch, 20 Uhr gehe ich zu nem Date, den habe ich bei Tinder getroffen, der sieht gut aus, der passt in mein Beuteschema. Vielleicht ist er auch smart, der könnte es sein. Also wenn Du schon so an ein Date rangehst, dann findest Du ja auch niemanden. Also, wenn ich ein Date habe, dann gehe ich dahin, weil ich den Typen interessant finde. Dann habe ich vorher noch was mit dem gechattet und dann gucke ich einfach was passiert. Und dann habe ich halt einen schönen Abend, und alles was dann weiter passiert, siehste dann. Das kannst Du ja nicht planen. Marcus: Ja ja, bei mir sind eigentlich auch immer die coolsten Sachen beziehungstechnisch passiert, wenn ich mit null Erwartungen irgendwie rausgegangen bin oder einfach mal geguckt habe. Go with the Flow ne? Simone: Ja genauso wie Du Feli gefragt hast bei Stepstone. (beide lachen) Marcus: Genau. Die richtige erste Scheißbegegnung und danach ist es so geendet, dass wir zusammen um die Welt reisen. Du kannst eh nicht planen. Und in dem Moment hatte ich auch überhaupt keinen Bock auf ne Freundin. Sie hatte überhaupt keinen Bock auf einen Freund. Ich hatte extra noch schluss gemacht mit meiner Freundin in Münster. Ich bin dann ja von Münster Düsseldorf zu Stepstone gegangen und dachte so: Geil, ich komme ja aus Düsseldorf, hab hier Abi gemacht, habe auch viele Kumpels und dachte so: Boah geil, bist Du wieder Single, machste Halligalli, tobst Dich mal schön aus ein, zwei, drei, vier Jahre und guckst was dann geht und dann ist alles anders gekommen ne? Simone: Ja, das ist so. Marcus: Und dann muss man auch offen sein für die Situation. Du hast gerade noch Tinder erwähnt. Wenn ich mich so mit den Nomaden, mit den männlichen Digitalen Nomaden unterhalte, für die ist das so das absolute Wundermittel, gerade als Digitaler Nomade, wenn man alleine ist und in einer neuen Stadt ist, kann das auch ganz gut funktionieren. Was hältst Du von Tinder? Simone: Ich finde Tinder super cool. Also jetzt nicht nur prinzipiell für ne Partnersuche, so beziehungsmäßig, sondern ich finde, es ist einfach cool, dass Du Dich relativ unkompliziert connecten kannst mit anderen Leuten und dann liest Du ja auch schon im Bio, also gerade jetzt hier in Chiang Mai. Ich meine, klar, da hast Du natürlich viele Leute, die kennst Du auch schon und irgendwie hast Du so 16 gemeinsame Freunde, okay der ist im DC, okay. Halt so ne Sachen. Marcus: Kann man das irgendwie filtern, dass man nur bestimmt Nationalitäten oder so kennenlernt. Simone: Nee, nee, nee, Du musst Dich halt mit Deinem Facebook Profil anmelden und es synchronisiert automatisch Deine Freundesliste und deshalb siehst Du halt automatisch die gemeinsamen Freunde und halt auch die gemeinsamen Interessen. Also die Seiten, die Du halt likest. Ja ich meine, ist halt so. Und da ist dann halt auch oft, wo drin steht, hier: I am running my own business, traveling the world” und dann muss der Typ auch nicht mein Typ sein oder mein Beuteschema, dann finde ich den schon einfach interessant, weil er einen gleichen Mindset hat wie ich und dann gehe ich halt mit dem was trinken, wenn er Bock hat. Und dann gehe ich da auch nicht mit der Intention hin, ahh, jetzt habe ich ein Date. Sondern einfach nur, weil das ein spannender Mensch ist. Und ich mache das auch mit Frauen, also so ist das jetzt nicht. Von dem her. Marcus: Ach werden da auch Frauen da drauf gematched oder wie geht das? Simone: Das kannst Du einstellen. Du kannst einstellen, ob Du beide Geschlechter oder nur eins von beiden sehen willst. Marcus: Krass, ja ja, ich kenne echt viele, die darauf schwören und ich glaube, man kann sich auch so ein Extrapack holen, wo man dann faken kann, dass man in einer anderen Location ist oder vorher dann schon mal Kontakt aufnehmen kannst. Simone: Ja, Du kannst Dir ja ein Premium Profil holen. Du bist in einer Location und kannst aber an einer anderen Location schonmal suchen. Das heißt, wenn Du jetzt irgenwie nächste Woche nach Paris fliegst, dann könntest Du jetzt schonmal die Mädels in Paris checken und Dir schonmal ein Date ausmachen und sagen: Hier nächste Woche Freitag lande ich. Gehen wir zum Dinner. Marcus: Hol mich ab vom Flughafen. Simone: Ja, genau so nach dem Motto  (lacht) Kannste Dir das Taxi sparen ja. Marcus: Ja, also im Grunde ist das ja irgendwie schon ne ganz ehrliche Geschichte, weil das was auch in der Offline Welt passiert, ist ja oft der erste Eindruck so, ob Du jemanden cool findest oder nicht. Das ist halt das Foto ne? Ich habe auch mal ein bisschen Kritik gelesen, dass es so oberflächlich sei, nur die Fotos irgendwie rechts und links zu verschieben. Simone: Ja, aber weißt Du und das ist auch genau das, was ich auch oft höre. Tinder ist das Sexmecker und blablabla. Marcus: Das gibt es ja auch in der Offline Welt, Leute, die nur auf Sex aus sind. Simone: Ja, und genau das ist ja die Sache. Ich verstehe diese Diskussion überhaupt nicht. Weil wenn Du in eine Bar gehst, dann kann mich ein Typ genauso anmachen von der Seite, nur weil er mit mir in die Kiste will, so wie er es auf Tinder kann. Und wenn ich jemand bei Tinder mit dem Foto sehe und denke, oh, ist nicht mein Typ, ja dann ist das so. Dann laufe ich in der Bar auch an dem vorbei. Weil wenn der nicht mein Typ ist, gehe ich auch nicht hin und sag: Och, bist zwar nicht mein Typ, aber woll’n wir mal reden. Machste ja auch nicht. Von dem her verstehe ich immer die ganze Diskussion nicht und ich mag das auch nicht. Ich finde Online Dating echt cool. Ich habe ja auch vorher bei ner Online Dating Seite gearbeitet in München, über zwei Jahre, wo Tinder letztlich zugehört. Ähm, und ja, ich mag Online Dating. Ich find’s echt cool. Naja klar triffste da irgendwelche Freaks auch mal, aber die triffste auch im normalen Leben ne? Oder manchmal gehst Du halt auch irgendwohin und denkst Dir so: Was bist’n Du für ein Freak? Und dann liest Du halt manche Online Dating Profile oder kriegst manche Nachrichten zugeschickt, wo Du Dir denkst so: Geht’s noch? oder hast Du noch irgendwie alle Latten am Zaun? Aber das ist das normale Leben. Es ist halt einfach nur Online verlagert. Von dem her und ich meine klar, viele Leute sagen halt, Du brauchst halt so diesen ersten Eindruck ne? Wenn Du halt so willst. Den siehst Du natürlich nicht beim Online Dating und natürlich ist es der Aspekt, was Online Dating oberflächlicher macht, als jetzt das echte Leben, aber ich find’s überhaupt nicht so schlimm wie es immer dargestellt wird und wenn es immer so durch den Kakao gezogen wird. Das einfach eine andere Art von Dating und manche mögen es und manche mögen es nicht. Manche sind mutig genug, jemanden in einer Bar anzusprechen, andere sind es nicht. Und das ist halt jedem selber überlassen. Ich mag Online Dating und ja. Marcus: Cool. Cooles Statement. Was liegt 2016 noch bei Dir an? Hast Du dann Zeit für Deine erste richtige Beziehung? Simone: 2016, also jetzt am 1. Dezember wie gesagt, launche ich meinen Onlinekurs und 2016 ist ein bisschen zu eingeteilt. Das wird einmal mein Jahr der Selbstliebe, weil ich habe ein paar Retreats geplant. Ich habe mich für ein Vipassana in Kathmandu in Nepal angemeldet und warte noch auf Bestätigung. Solche Sachen halt. Viel Yoga und viele so Retreats für mich persönlich und auf der anderen Seite businessmäßig plane ich mit einer Freundin zusammen Retreats zu machen, um Frauen mit Liebenskummer zusammenzubringen und da eben naja einfach einen Retreat zu machen, wo die ein Coaching bekommen, wo wir Yoga machen, wo wir sie auch ein bisschen was zum Thema Meditation in Achtsamkeit erfahren, wie sie das in ihr Leben integrieren können und was das für ihre Gefühlswelt bedeutet und eben auch, dass sie sich connecten können mit anderen Frauen und auch einfach mal rauskommen. Weil das ist das was vielen Frauen dann fehlt, wenn sie gerade in so einer schweren Zeit sind. Du willst dann in der Anfangszeit nicht alleine verreisen. Und das will ich halt einfach anbieten, dass die Frauen die Möglichkeit haben zu sagen: Okay, dann gehe ich jetzt einfach mal - ich weiß noch nicht wie lange das geht, wahrscheinlich zehn Tage, mal gucken - und hast dann einfach zehn Tage für Dich und mit anderen Frauen, wo Du connecten kannst und Dich austauschen kannst und wo Du Dich auch einfach ganz zurückziehen kannst. Das sehe ich dann. Also ich habe noch keinen Entwurf gemacht. Das ist nur eine grobe Idee, aber das ist der Plan für 2016. Marcus: Cool, sauspannend! Wir verlinken auf jeden Fall all Deine Projekte in den Keynotes und ich glaube, man merkt Du hast richtig Feuer gefangen. Simone: ja, ich find’s … mir macht es mega Spaß. Für mich ist es am wichtigsten einfach, dass ich den Frauen helfen kann. Und immer wenn ich höre “Danke und es ist so toll, was Du machst und Du hast mir so geholfen”, das ist für mich eigentlich das Größte. Marcus: Ja und ich glaube das ist echt auch so ein Ding, womit Du ein echtes Problem löst. Nichtzuletzt was es erstmal früher Dein Problem gewesen. Das ist ja immer ein ganz guter Ansatz, wenn man überlegt, Wie kann ich die Welt ein Stückchen besser machen? Und ich glaube dadurch, dass, wenn die Menschen oder auch die Frauen dann schneller ihren Liebeskummer bewältigen? Wie sagt man das am Besten? Simone: Ja, bewältigen, überwinden, ja. Marcus: Ja, umso schneller sind sie ja dann auch wieder ready, coole Stimmung zu verbreiten und positiv zu sein. Simone: Ja, und auch einfach glücklich zu sein. Marcus: Das sollte das Ziel für jeden einzelnen sein. Cooles Schlusswort. Danke Simone! Simone: Ich danke Dir Marcus! Marcus: Ich gehe jetzt noch zur Massage gleich runter. Was machst Du? Simone: Ich habe jetzt noch einen Skype Call. (lacht) Marcus: Busy, wie immer. Gut, wir sehen uns, danke! Simone: Danke, Ciao! Jo liebe Tinder und Dating-Freunde, das war eine weitere Folge der LIFE HACKZ Show. Falls euch der Podcast gefällt, hinterlasst mir doch bitte eine Rezension auf iTunes. Ich würde mich mega, mega, mega freuen oder schreibt mir eine E-Mail oder macht beides. Whatever, viel Spaß bei allem was ihr gerade macht! Ob ihr pumpen seid im Fitnessstudio oder vielleicht gerade einkaufen oder auf dem Fahrrad oder die Straße entlang geht und den Podcast hört oder ihr fahrt gerade Auto oder ihr sitzt im Flugzeug oder liegt im Bett… Cool, dass ihr am Start seid! Ich freue mich darüber. Peace and Out!   [/su_spoiler] [/su_accordion] 11220930_10154362646769488_2582284026179455135_n

Jan 1, 2016

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Interview mit Christoph Fahle vom Betahaus

Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit Christoph Fahle, einem der Mitgründer des weltberühmten, legendären Coworking Space Nr. 1 Betahaus in Berlin. Das Betahaus gibt es mittlerweile nicht mehr nur noch in Berlin, sondern auch in Barcelona oder Hamburg und neben den verschiedenen Standorten hat das Betahaus auch noch viele andere Sachen ausprobiert, ist immer offen für neue Ideen und für Spinnereien und genau so war es auch als Felicia und ich im Dezember 2012 im Betahaus saßen mit unserer verrückten Idee, ne Konferenz für digitale Nomaden zu starten. Die fanden das gar nicht so abwegig und haben gesagt Why not? Wir versuchen das mal, auch wenn ihr jetzt auf Belize seid und von da aus dann weiter koordinieren müsst. Da war das Betahaus eigentlich direkt ziemlich offen und von daher freuen wir uns immer wieder ins Betahaus zurückzukommen mit unseren Konferenzen, übernehmen dort den ganzen Space. Christoph ist mittlerweile ein guter Kumpel geworden und von daher habe ich mich mega auf das Interview gefreut. Viel Spaß mit Christoph. Peace and Out! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie mit Chaos auch etwas wundervolles entstehen kann.
  2. Was ein Sabbatical ist und wofür es gut ist.
  3. Wieso eine Businesskette nicht immer wie eine Kette aussehen muss.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Betahaus

Coworking Europe Konferenz

Coworking Unconference

Amazon

Flickr

WeWork

Starbucks

Regus

DMY Berlin

DNX Berlin

Cowork Lisboa

DNX Camp

Finite und Infinite Games

Digital Nomad Cruise

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 39! Jo Leute, willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit Christoph Fahle, einem der Mitgründer des weltberühmten, legendären Coworking Space Nr. 1 Betahaus in Berlin. Das Betahaus gibt es mittlerweile nicht mehr nur noch in Berlin, sondern auch in Barcelona oder Hamburg und neben den verschiedenen Standorten hat das Betahaus auch noch viele andere Sachen ausprobiert, ist immer offen für neue Ideen und für Spinnereien und genau so war es auch als Felicia und ich im Dezember 2012 im Betahaus saßen mit unserer verrückten Idee, ne Konferenz für digitale Nomaden zu starten. Die fanden das gar nicht so abwegig und haben gesagt Why not? Wir versuchen das mal, auch wenn ihr jetzt auf Belize seid und von da aus dann weiter koordinieren müsst. Da war das Betahaus eigentlich direkt ziemlich offen und von daher freuen wir uns immer wieder ins Betahaus zurückzukommen mit unseren Konferenzen, übernehmen dort den ganzen Space. Christoph ist mittlerweile ein guter Kumpel geworden und von daher habe ich mich mega auf das Interview gefreut. Viel Spaß mit Christoph. Peace and Out! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. Marcus:  Welcome zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show, heute mit Christoph Fahle. Christoph, bist Du ready? Christoph: I’m ready. (lacht) Schön, dass ich dabei bin. Marcus: Ja ich freue mich auch um so mehr, zumal wir glaube ich jetzt, wie viele Anläufe gebraucht haben? Vier, fünf? Christoph: Ja fünf, sechs sogar vielleicht. Ich schulde Dir ein Bier. (beide lachen) Marcus: Ja, lass das mal auf jeden Fall machen, wenn es mal wieder wärmer wird in Deutschland, dann komme ich vorbei. Christoph: Hm, das dauert noch. (lacht) Marcus: Ja, wo erwische ich Dich denn gerade und was machst Du da? Christoph: Ich bin gerade in Mailand angekommen und noch ein bisschen verstrubbelt, weil der Flug so früh losging. Da ist die Coworking Europe Konferenz. Das ist sozusagen das jährliche Klassentreffen der ganzen Coworking Space Betreiber in Europa und die fängt morgen an. Und ich bin gerade hier in meinem Airbnb Flat aufgeschlagen und versuche mich so ein bisschen auszuruhen, weil die nächsten drei Tage auf jeden Fall gut, aber auch anstrengend werden, da wird durchgelabert, Tag und Nacht über Coworking. Das wird anstrengend. Marcus: Boah nee, aber das ist ja genau Deine Welt, oder? Christoph: Ja total. Vor allen Dingen, das coole ist, bei den meisten Organisationen oder Sachen, die es so in der Welt gibt, ne? Also da werde ich ein bisschen philosophisch, die gibt’s ja schon immer und man kommt, wenn man die dann entdeckt, dann fragt man sich immer: Wie sind die denn entstanden? Irgendwann muss doch mal die erste Konferenz gewesen sein und das erste Treffen und ich find das so cool beim Coworking, da ist das halt so, dass ich auf jeden Fall die Chance hatte, da fast von ganz Anfang an hier in Europa dabei zu sein. Es ist dann immer so schön, wenn man dann sieht, jetzt ist das eine riesig große Konferenz und da sind immernoch so dieselben Nasen, die man da beim ersten Mal - improvisiert in Brüssel in irgend so einem Hinterzimmer, wo man nur mit 50 Leuten war -  getroffen hat. Und das freut mich immer am meisten. Marcus: Cool. Also ihr seid quasi gemeinsam dann erwachsen geworden und gewachsen. Also die ganze Szene, ne? Christoph: Genau, klar. Also das war ja am Anfang, das konnte man ja… also ich hätte das jetzt gar nicht gedacht, wie krass das mal wird alles. Marcus: Ja, das ist witzig, dass Du jetzt gerade in Mailand bist, weil wir haben glaube ich vor zwei Tagen einen Skype Call mit dem Fito, das ist der Eventmanager vom Hubud auf Bali, gehabt. Und da haben wir auch kurz über die Konferenz gesprochen, weil vorher hatte uns auch ein anderer von den Veranstaltern, der Khalid, angesprochen, ob wir Zeit haben zu speaken, aber wir sind jetzt leider gerade in Asien unterwegs. Und die planen ja auch diese Coworking Unconference, die CUAsia. Ich weiß nicht, ob Du davon schon mal was gehört hast? Christoph: Äh nee. Also ich kenne die Unconference aus den Staaten, aber das ist von denen, die machen das in Asien jetzt oder was? Marcus: Nee, das ist nicht von denen. Genau, in den in Staaten gibt’s das auch noch und die aus… ich glaube, das ist aus der Mitte, also aus dem Hubud direkt entstanden, das ist das erste Coworking Space auf Bali und die haben letztes Jahr im Januar oder im Februar glaube ich die erste gehabt. Und jetzt planen die auch die zweite. Und das hat nochmal gezeigt, dass dieses ganze Thema Coworking, wenn sich das jetzt schon mittlerweile auf mehrere Konferenzen verteilt, ja, echt Mainstream irgendwo angekommen ist oder ein fettes Thema ist. Nicht zuletzt auch für die Investoren im Immobilienbereich oder? Christoph: Ja total, also, das ist bei uns… wir haben ja schon mehrmals immer gedacht: Jetzt ist der Hype da. Aber jetzt ist er wirklich da und das ist vor allen Dingen interessant, dass man so sieht, dass … also das schöne ist, es wird viel ernster genommen. Das bedeutet, man muss nicht mehr so viel erklären, wenn man zum Beispiel Investoren sucht oder irgendwie keine Ahnung, bei der Bank einfach einen Kredit haben möchte. Was aber auch ein bisschen krass ist, dass halt jetzt so viele verschiedene Parteien sich da rein stürzen. Also in Berlin, ich kann’s Dir ja mal kurz erzählen. Witzige Situation, da sind letztens tatsächlich so Promotion Fahrräder, die hatten so einen Anhänger mit, so Aufsteller, hinten drauf. So zwei Meter hoch oder so was. Im Grunde so Werbetafeln, die sind um’s Betahaus rumgefahren mit so ner Werbung von Amazon hinten drauf, dass Amazon jetzt ein neues Coworking Loft für Developer hat, wo man alles Coaching umsonst bekommt und das war schon… also, ich fand das witzig. Dann habe ich gesehen, okay, jetzt gibt’s hier ne Promotion Agentur, die halt mit so Coworking Plakaten Werbung dafür macht. Das ist echt wie Cornetto Icecream irgendwie jetzt langsam. Marcus: Ja absolut ne? So, am Anfang wusste keiner, was mit dem Begriff anzufangen, was das ist. Und jetzt fängt da schon Amazon an, ich glaube das ist ein temporäres Projekt, wenn ich mich recht erinnere, in Berlin oder? von Amazon? Christoph: Ja ja, genau. Marcus: Ich habe, ich glaube bei euch direkt, beim Betahaus hängt nämlich auch, wenn Du Richtung Moritzplatz gehst, so ein fettes Plakat oder hing da. Und da ist mir das das erste Mal aufgefallen und dachte: Häh, Coworking, Amazon, was geht’n jetzt ab? Und da dachte ich dann auch: Naja okay, cool, irgendwo muss es jetzt sogar bei Amazon angekommen sein, dass Du damit vielleicht Leute triggerst. Christoph: Ja, die suchen halt… die wollen halt… ich verstehe es eigentlich. Das ist ja ein guter Weg, um die Developern zu connecten und irgendwie auch was zurückzugeben. Also, das ist, nur wenn das halt so ne Werbeagentur für Dich durchplant, ist das so ne… also ich komme ja noch aus der Zeit, wo man kein Geld hatte und irgendwie mit nem bisschen heißen Wachs und Spucke einen Schreibtisch zusammen geschustert hat und das ist auf jeden Fall schon ziemlich profihaft. Marcus: Ja, erzähl doch mal! Christoph: Ganz am Anfang haben wir da irgendwie gesessen und gedacht: Verdammt nochmal, hier sind jetzt… also ich weiß noch, die erste Etage, die wir quasi angemietet haben kurz nach Weihnachten. Und als wir dann da eingezogen sind, da hatten wir wirklich Probleme, weil durch unseren Blog und so, gab es halt relativ viele Leute, die gesagt haben “Ja super geil, wir ziehen da sofort ein. Also können wir nicht sofort da mit unserem Schreibtisch rein”, aber die hatten dann eben überhaupt gar nicht…. wir waren da überhaupt gar nicht drauf vorbereitet, dass gleich so kickstartmäßig zu machen und dann haben wir da irgendwie Dreiersteckdosen in Reihe geschaltet, sodass alle Strom haben. Dann habe ich meine alte Airport extreme eingestöpselt und der IT-Provider, weil dann das Haus damals auch noch nicht so richtig verkabelt war, der konnte uns dann nur kurzfristig so ne 1 GigaBit Leitung… weil der hatte auch nichts, um das runterzuschalten. Also da war meine Airport extreme direkt an so ner 1 GigaBit Leitung für 20 Leute. Das ging irgendwie drei Wochen nur, danach haben sie es halt richtig gemacht, aber es war schon sehr witzig. Naja, dann war halt am Anfang alles sehr improvisiert und wir wussten ja auch nicht so genau, wo das hingeht und dann über die Jahre sind wir halt auch dann immer mitgewachsen, haben versucht quasi das auch immer mehr zu unserem Beruf zu begreifen und das zu professionalisieren ohne aber jetzt eben diese familiäre Atmosphäre und auch das bisschen improvisierte vom Anfang, das schön ist, zu verlieren. Marcus: Hm absolut und ich finde, das habt ihr euch ganz gut erhalten. Dieses unkomplizierte und auch wenn es mal ein bisschen stressiger wird, trotzdem nicht den Spaß an dem, was man da tut, egal in welchem Bereich jetzt. Wir haben ja viel mit eurem Eventbereich zu tun. Dass die einfach sagen, ja kriegen wir schon irgendwie hin und das wird schon klappen. Und sich dann nicht zu sehr einen Kopf zu machen, weil dann funktioniert’s eh nicht. Und deshalb arbeiten wir mit der DNX zum Beispiel echt saugerne mit euch zusammen, weil wir wissen: Okay, es ist manchmal ein bisschen chaotisch, von unserer Seite wahrscheinlich auch noch mehr, als von der Betahaus-Seite und trotzdem haben wir immer alle zusammen Spaß und dann überträgt sich das auch auf die Teilnehmer und die nehmen das dann auch irgendwie lockerer, als wenn Du dann einfach frustriert bist, wenn das nicht 100% alles so läuft, wie man sich das vielleicht vorher auf dem Reisbrett überlegt hat. Christoph: Auf jeden Fall. Vielen Dank überhaupt erstmal für das Kompliment. Das kann ich aber nur zurückgeben, weil ihr seid ein Event, auch für uns. Erstens vom Inhalt her hosten wir das super gerne, weil das eigentlich fast nicht passender sein kann. Und zweitens auch, weil das so ne Geschichte hat. Ich erinnere mich noch, als ich davon gehört hatte, dass da so ein Event stattfindet, wo ihr aber selber gerade in Brasilien seid und also… Wo ihr das freigeschaltet habt. Also ich fand diese Idee super geil. Und dann habe ich mich danach erkundigt: Und was ist denn daraus geworden? Weil man weiß ja nicht, ne? Also, ob das dann letztlich auch gut organisiert ist und so. Wir kannten uns ja alle noch nicht. Und dann meinte der Peer nur, “Ja, wir mussten schon dreimal anders planen, weil so viele Anmeldungen reingekommen sind.” Dass ihr das echt so gut gemacht habt, dass das gleich von vorne herein abging. Und ich find’s super cool. Das sind diese Stories ne? Also, am schönsten ist eigentlich, wenn man so die Geschichten der anderen Leute mitbekommt und auch sieht, also da wird richtig so aus dem Nichts was gegründet und da entsteht was und das wird gut. Die Leute haben Spaß, die fühlen sich wohl. Also klar ist es auch stressig, aber dass man so ein bisschen so eine gesunde Entwicklung sieht. Das ist eigentlich für mich am meisten das, wo ich mich dann so zurücklehne und denke “Ach wie geil ist das denn?” Marcus: Genau, also wir sind wahrscheinlich genau so organisch gewachsen und da rein geschliddert, wie ihr mit den Anfängen im Betahaus. Du hast ja eben schon ein bisschen erzählt, wie ihr dann improvisiert hattet und auch mehr oder weniger ein bisschen überrascht gewesen seid, dass die Leute direkt einziehen wollten und die Idee so geil fand, dass sie direkt mit am Start waren. Von welchem Jahr hast Du da gesprochen und wie lange vorher hattet ihr das dann schon in Planung gehabt, bevor ihr gesagt habt: Okay, wir gehen live. Oder wir lassen den Blog Post live gehen und danach musstet ihr ja dann, weil die Leute dann vor der Tür standen. Christoph: Ja, also die Realität war uns immer so ein bisschen voraus. Ich meine das so, dass wir echt lange am Küchentisch gesessen haben, gerade Tony und ich und haben uns einen Kopf darüber zerbrochen, wie man das Büro oder dieses Arbeitsumfeld gestalten müsste, dass das so ist, wie wir uns das vorstellen. Dass das irgendwie ein bisschen zukunftsträchtig ist. Das war eine Diskussion philosophischer Natur und dann haben wir so gedacht, naja, es wäre vielleicht keine schlechte Idee mal nen Blog aufzusetzen. Dann kann man schon mal ein bisschen Material sammeln und vielleicht auch so den Leuten, mit denen man sonst redet, nen Anlaufpunkt geben. Weil wir ja ganz viel dann natürlich darüber gesprochen haben und auch versucht haben Kontakte zu knüpfen, aber das war noch gar nicht so das Ziel, dass wir zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Ort eröffnen. Also das war so 2008, Mitte des Jahres glaube ich. Und dann hat sich aber so eine Eigendynamik entwickelt. Wir haben so ne Art Arbeitsinstallation gemacht beim DMY Festival auf der gründen Wiese. Da haben wir einfach WLAN organisiert, ein paar Schreibtische hingestellt und Steckdosen aufgehangen, um das flexible Arbeiten mal so ein bisschen zu simulieren und dann abends halt ne dicke Party... Marcus: Habt ihr das schon Betahaus genannt damals? Christoph: Ja ja, da gibt’s so ne Fahne, so ne alte, die finde ich leider nicht mehr. Die war schwarz und dann steht da in grün Betahaus drauf. Die klebt da so hinten über dem DJ Pult und da gibt es aber Fotos von auf unserem Flickr Account. Da kann man, wenn man ganz weit zurückklickt auf den Anfang, dann sieht man das. Das ist teilweise auch ziemlich witzig. Marcus: Cool. Christoph: Ja und dann ist es also gekommen, dass Madeleine, die dann mit zum Team dazugekommen ist. Sie ist so ne Pragmatin, die hat dann einfach mal so Termine mit nem Immobilienmakler gemacht, woraufhin ich relativ sauer war, weil ich ihr gesagt habe: Ey, das bringt doch nix. Wir haben die Kohle eh nicht, um das anzumieten. Weil so wie wir uns das vorgestellt haben, muss es mindestens 600 bis 800 qm sein. Und die hat das aber trotzdem gemacht und auf diese Weise sind wir dann irgendwie auf unseren jetzigen Vermieter da am Moritzplatz gekommen und der hatte eigentlich gerade genau so ein Konzept gesucht und hat uns dann diese Last genommen in den ersten Monaten da die volle Miete zahlen zu müssen. Ich muss aber auch dazu sagen, also, das war nicht so ein Zuckerschlecken, wie sich das jetzt anhört. Der hatte keinen Bock auf irgend so ein Kunstprojekt, was dann nach sechs Monaten pleite..., also was dann sobald es Miete zahlen muss, irgendwie wieder auszieht, sondern der wollte von uns einen Businessplan sehen, den er halt auch richtig geprüft hat. Und dann geschaut hat, ob das realistisch ist, dass wir da jemals irgendwie Geld mit verdienen und erst als er da zufrieden war, konnten wir loslegen. Und dann weiß ich auch nicht. Es war dieses Jahr gerade diese Finanzkrise, also wir sind immer so … ein Coworkingspace glaube ich im generellen ist immer so ein Anlaufpunkt für viele Journalisten bei so Themen, wie “Was machen die Leute in der Krise”, “Wie sieht das Internet aus”, “Startups”, “3D Drucken”. Alles was irgendwie so einbisschen sonst schwer zu verarzten ist, so Zukunftsszenarien. Marcus: Zukunft der Arbeit. Christoph: Zukunft der Arbeit, genau. Und das war dann relativ krass, weil wir dann einfach total oft gefeatured waren und eigentlich gar nicht selber mehr kontrollieren konnten. Also, natürlich, weißt Du, wenn 60 Leute auf der Warteliste stehen, dann machste halt ne neue Etage auf, aber das heißt nicht, dass das geplant war am Anfang. Und dann waren wir so ein bisschen… Wir waren eigentlich erstmal zwei Jahre nur am Rennen. Marcus: Hm Wahnsinn! Und ihr seid immer weiter dann gewachsen, gewachsen, gewachsen und habt aber auch erst dann reagiert, als die Nachfrage groß genug war? Christoph: Ja, ich glaube, also wenn ich so von heute zurückgucke, was hätte ich anders gemacht? Dann hätte ich an manchen Stellen vielleicht … wir haben immer, wenn irgendwo irgendwas möglich war, dann kam ne Anfrage aus Hamburg “Hey, wir wollen auch im Betahaus in Hamburg machen” und wir haben eigentlich immer so mit dem Flow gegangen und haben gesagt “Ja klar, warum nicht” und haben uns da aber dann ganz schön auch verzettelt. Und das ist immer schwieriger und komplizierter das im Nachhinein aufzuräumen, wenn man da erstmal was angefangen hat. Auch so mit den Menschen. Oberste Priorität ist immer, dass wir mit den Leuten irgendwie klarkommen wollten und gute Beziehungen haben. Also aus allen sind heute echt super gute Freunde geworden, die die Betahäuser sonst so betreiben. Das ging immer vor und dann haben alle irgendwann so vor sich hingemacht und natürlich zusammengearbeitet. Aber da ist jetzt zum Beispiel nicht so eine klare Struktur daraus geworden, sondern eher so eine ziemlich resilient Netzwerkstruktur, die halt irgendwie aber, finde ich manchmal so, wenn ich so überlege, wie kann ich da jetzt 20 Stück davon aufmachen, dann ist das finde ich jetzt ein bisschen unhandlich. Marcus: Hm klar, also es war eher so: Da hat jemand ne coole Idee, ihr findet die Leute cool, die sind nett. Okay, wir haben den Brand, den könnt ihr erstmal mitbenutzen und gucken, was daraus wird, aber halt noch nicht so strukturiert oder so, dass das irgendwie man später dann gut skalieren kann ne? Christoph: Richtig. Das ist eigentlich jetzt erst so nach sieben Jahren, dass wir da so langsam quasi von hinten jetzt die Kurve wieder kriegen und jetzt diesen Schritt gehen, um jetzt vielleicht gemeinsam wieder Spaces zu eröffnen, die dann aber auch ne klare Linie haben. Wir haben eigentlich in jeder Location bisher was gelernt, was quasi das Gesamtwissen jetzt repräsentiert. Es ist jetzt schon so, dass es auch so Sachen gibt aus Hamburg und aus Barcelona, die jetzt wir gar nicht in Berlin irgendwie bemerkt haben. Sondern die wir dann ja quasi zurückgelernt haben. Das ist eigentlich ne schöne Sache.   Marcus: Ja, also es ist erstmal eine kleine Umstellung, wenn man dann im anderen Betahaus ankommt und denkt, man kennt das ja von Berlin, beispielsweise. Ich glaube in Hamburg brauchst Du einen Membership, um überhaupt da arbeiten zu können oder so. Kann das sein? Dass man sich nicht einfach hinsetzen kann oder so. Und überall ganz andere Regeln sind und lustigerweise war das in Barcelona gefühlt dann auch näher an dem Berliner Konzept, als das in Hamburg, was dann von der räumlichen Nähe näher an Berlin eigentlich dran ist. Aber das macht ja irgendwie dann auch den Charme aus, dieses unkonventionelle und dieses unperfekte und halt mal nicht irgendwie topdown, wo dann bis zur Kaffeetasse alles gleich aussieht. Christoph: Genau, genau. Man darf das halt nicht als Ausrede dann nehmen, um irgendwie schlechten Service zu liefern, aber ansonsten stimmt das. Ich glaube auch nicht, dass es so Sinn macht, jetzt so ne Kette, die halt wie so ein Starbucks aufgebaut ist. Also das wäre jetzt nicht mein Ding, sage ich mal so. Das kann man bestimmt auch machen. WeWork macht das glaube ich ein bisschen mehr so und auch zum Teil erfolgreich, aber ich find das toller, wenn man nach Barcelona kommt und da ist man halt dann in Barcelona und da ist es halt anders. Da kann man sich drauf freuen auch, wenn man dahin fährt, weißt Du? Als wenn da jetzt irgendwie genau dieselben Sätze einem zur Begrüßung gesagt werden oder irgendwie die Kaffeetasse genau so aussieht. Marcus: Ja, also ganz schlimm finde ich auch diese oldschool, ich weiß nicht, ob man die überhaupt Coworking Spaces oder Arbeitsbereiche nennen kann, diese Regus Hotel Dinger. Da war ich glaube ich auch erst in einem drin, kann mir aber vorstellen, dass die auch alle relativ ähnlich oder gleich aussehen und dann total bieder sind. Kennst Du das? Christoph: Ja, das stimmt. Ich kenne ein normales Regus Office, aber ich weiß nicht, was die mittlerweile schon geändert haben, aber da kann man sich eigentlich nur die Infrastruktur mieten und das war es dann auch schon. Soviel dazu gibt es ja eigentlich gar nicht. Marcus: Nee, ihr habt es ja geschafft, in relativ kurzer Zeit, jetzt gefühlt für mich, ne richtig fette Marke und Markenpräsenz aufzubauen mit diesem Betahaus-Label. War das von Anfang an Teil der Strategie oder wie Du eben schon sagtest, wurdet ihr dann irgendwie auch Opfer des eigenen Erfolgs? Christoph: (lacht) Also, weißt Du, ich habe am Anfang immer Facebook und Twitter gemacht, weil die anderen überhaupt nicht so… das war nicht so deren Sache. Also ich meine vor sieben Jahren, das war auch noch nicht so Mainstream. Naja, auf jeden Fall war ich da so der einzige, der sich darum gekümmert hatte am Anfang. Und ich hatte nicht das Gefühl in dem Moment… ich habe das halt gemacht, wie ich denke und habe mir jetzt keine Strategie ausgedacht. Auch im Blog und so haben wir eigentlich relativ persönlich immer schon so ein bisschen missionarisch gepostet, aber da habe ich irgendwann mal in so einem Café gesessen und nebenan so ein Gespräch belauscht und dann haben die sich so gefragt “Wer denn so im Betahaus diese phänomenale PR macht” (lacht) und wer das sich wohl ausgedacht hätte und ich konnte nicht mehr. Also das hätte ich nicht geglaubt, dass das jetzt irgendwie so profihaft rüberkommt. Ich hatte das einfach so rausgeballert. Naja. Marcus: (lacht) Ja, das ist ganz komisch, was die Leute manchmal da reininterpretieren, was bei einem selber dann irgendwie manchmal sogar ein kleiner Unfall war oder so. Das wir dann manchmal irgendwelche DNX Posts zur total falschen Zeit rausgeschickt haben oder ein Newsletter dann gescheduled haben, wo dann eh alle anderen Newsletter ankommen. Und dann haben die Leute irgendwann angefangen, da was rein zu interpretieren oder wenn ich aus Versehen nachts um 1 Uhr schonmal nen Newsletter losgeschickt habe, dass das jetzt irgendwie der neueste crazy heiße Scheiß ist und der viel besser funktioniert als die anderen Sachen. Und die Leute die dann angesprochen haben, ob die das jetzt auch mal übernehmen könnten und testen könnten und ich dachte so: Ey Fuck, das war doch einfach irgendwie so ein Fauxpas, der mir da passiert ist. Christoph: Ja, das ist geil. Naja, ja, ich weiß nicht. Also weil bei uns oder generell, das ist ja bei euch auch so. Ich glaube, wenn man so 100% hinter seiner Brand steht und wenn man das quasi selber einfach ist, weil man da gar nicht mehr so … das ist… ich will da arbeiten, das Betahaus ist so wie ich. Das ist einerseits total eigennützig, ich brauche so einen Platz oder wir und wir haben das gemacht und es ist total geil, dass so viele Leute den dann auch noch benutzen können im Grunde. Aber dann ist das sehr einfach und dann wirkt das auch immer authentisch und dann schreibt man ja so, wie man wahrscheinlich auf seiner persönlichen Seite auch… ich weiß nicht, heute ist das schon alles wissenschaftlich erforscht. Ich habe das Gefühl, wir müssen jetzt auch viel professioneller sein. Wir haben jetzt ungefähr seit drei Monaten eine total talentierte junge Dame angestellt, die ist unser Head of Content. Da habe ich auch gedacht: Jetzt geht’s los. Und die schreibt und kümmert sich halt darum, dass das alles irgendwie Hand und Fuß hat. Marcus: Hm, ja irgendwann kommt man glaube ich an so einen Punkt, wo Du so denkst, nur noch Bauchgefühl. Irgendwann macht’s ja auch keinen Spaß mehr. Ich glaube dafür, Du bist ja auch so ein Typ, der immer wieder neue Herausforderungen sucht und dann fünf Jahre Social Media macht nach gut Dünken und so wie man meint, aber irgendwann ist so der Fun weg, auch bei mir. Dann brauche ich neue Sachen, auf einmal machen dann Steuern wieder Bock oder… Gut, Steuern wahrscheinlich ist jetzt ein schlechtes Beispiel. (beide lachen) Christoph: Das glaube ich Dir nicht. Dass Dir das Spaß macht. Vielleicht einen halben Tag. Marcus: Ja, damit kannst Du mich auch gerade jagen. Das war echt ein scheiß Beispiel. Aber irgendwann habe ich dann auch mal wieder Bock einen Gastartikel bei Feli auf den Reiseblog oder so zu schreiben. Dafür ist es glaube ich ganz gut, wenn man dann eine entsprechende Größe hat und dann vielleicht auch schon ein kleines Budget und dann wie ihr dann auch irgendwann mal einen Content Manager habt, den ihr auf Content einstellen könnt. Würdest Du denn, jetzt im Rückblick, noch mal alles genau so gleich machen oder würdest Du sagen, an einer gewissen Stelle hättest Du vielleicht anders reagieren sollen? Ihr hattet glaube ich auch viele Optionen, Chairs abzugeben oder eine VC reinzuholen oder Kapital zu beschaffen... Christoph: Ja, also wir haben unglaublich viel ausprobiert und das will ich jetzt im Nachhinein nicht missen. Wir haben auch ein Haus geschlossen, in Köln komplett. Das war jetzt bis jetzt nicht ausprobieren, das ist schade gewesen, aber da haben wir eine total starke Erfahrung gemacht, wie das ist, wenn man so ein Ding zumachen muss mit all den… also wenn man Insolvenz anmelden muss. Und dann haben wir von der Werkstatt über einen Accellerator, wir wollten mal so ein Büro machen, bei dem wir Corporate Mitarbeiter zum Probearbeiten einladen, wo das aber ein eigener Raum ist, wo man das Coworking erfahren kann. Das war eine Quatsch-Idee, aber… also so wie wir das gemacht haben auf jeden Fall. Und wir haben so viel ausprobiert. Wir haben eine Gastronomie in Berlin, wir haben zwei Köche angestellt. Und wir haben dann ne Holzwerkstatt und zusätzlich noch eine Electronic Lab und äh, also ich vergesse jetzt bestimmt einige Sachen, weil das so viel ist auf die Dauer. Und ich glaube jetzt im Rückblick hätte ich an irgendeiner Stelle glaube ich… also es war mir nicht bewusst, dass das bedeutet, dass man, wenn man es kompliziert macht oder komplex, dass man dann langsamer voran kommt. Ich würde gerne ein einfacheres Modell der ganzen Sache, das ein bisschen leichter ist, fahren, um sich einfacher erweitern zu können. Also, das ist eigentlich so für die Zukunft so eine Art Vorsatz, dass man sagt: Okay wir gucken einfach, was ist richtig gut, was funktioniert total super und wir fokussieren uns auf unseren Kern. Das ist Coworking und Community und der Rest ist dann eigentlich vielleicht ein Café oder sowas, aber das kommt danach erst. Der Kern wird halt ausgebaut. Wir sind halt alle so Typen, die Bock auf Experimente haben, ne? Das ist unglaublich. Diesen Ameisenhaufen zusammen zu halten, das ist… Jede Woche ist irgendwie: “Jahaa, ich habe da diesen einen Typen kennengelernt, der will da jetzt im Keller Pilze züchten. Das ist voll geil, vielleicht können wir da irgendwie ein Business machen, wenn wir einen Share davon bekommen.”  (lacht) Also, das ist jetzt gar nicht erfunden, diese Idee, ne? (beide lachen) Marcus: Wie geil! Christoph: Also, wir haben ja den alten Kaffee und so, ja. Und das kannst Du Dir mal vorstellen. Das kommt alle Nase lang vor. Am anfälligsten sind wir für Leute, die von außen mit Ideen auf uns zukommen, weil wir so schnell zu begeistern sind. Da sind wir immer ganz schnell dabei und dann auf einmal haben wir eine Werkstatt. (beide lachen) Marcus: Ja, das ist schon alles irgendwie ein bisschen chaotisch, aber wahrscheinlich denkt jemand von außen so “Boah, die haben ja einen krassen Masterplan. Das muss ja irgendwie alles zusammenpassen”. Aber wahrscheinlich liegt es echt daran, dass ihr so schnell zu begeistern seid. Meinst Du denn, das ist auch dem geschuldet, dass ihr jetzt mehrere Gründer im Team seid und mehrere Leute, die dann was zu melden haben und entscheiden können, dass vielleicht zu viele Leute dann auch wieder verhindern auch klare Entscheidungen zu treffen, weil man dann denkt “Ach komm, das ist eh pari und jetzt winken wir alles durch? Christoph: Ja, das ist so ne Kultur, die sich eigentlich von Tag 1 etabliert hat, da wo wir noch überhaupt kein Geld damit verdient haben und einfach eine lose Gruppe waren. Da hat jeder erstmal das immer eingebracht, worauf er am meisten Lust hatte und auch das im Betahaus quasi vorangetrieben. Und wir sind eigentlich immer so ne Content Gruppe gewesen, wo wir gemeinsam immer wenn einer mega begeistert war, die anderen überzeugen konnte, im Grunde mitgezogen haben. Das hat den Vorteil, dass es extrem… also ich glaube, viele von unseren Features oder wie das alles am Ende geworden ist, ist es dadurch sehr ehrlich und sehr nahe an den Bedürfnissen, die wir alle so gespürt haben, drangebaut oder hat sich so entwickelt. Aber das hat, wenn es dann breiter und je länger man zusammen arbeitet, desto breiter wird das dann. Und dadurch wirkt das dann ein bisschen unübersichtlich. Am Anfang, wenn wir auch nur ein oder zwei Personen weniger gewesen wären, hätten wir das schier nicht geschafft… Also, wir haben das Betahaus irgendwie mit 40.000 Euro aufgemacht, ne? Und der Rest war irgendwie Handarbeit. Und das ist heute, wenn man so einen Space aufmacht, das machst Du mit ner halben Million fast nicht. Ohne den Einsatz dieser ganzen Leute, wäre das nicht möglich gewesen. Deswegen, hätte hätte Fahrradkette, also wären wir da weniger gewesen, da wäre es gar nicht so weit gekommen. Aber natürlich sind wir heute, ich habe ja den Vergleich wie es früher war, es ist jetzt sehr klar. Da gibt’s die Verantwortungen, die die verschiedenen Leute haben und es ist eigentlich nur noch unter den Gründern, also Max, Madeleine und ich, dass wir manchmal mit irgendwas neuem ankommen und dann haben wir das alte Ding wieder. Dann sind wir positiv, gehen mit dem anderen mit oder bei dem anderen beschweren wir uns, aber machen dann doch mit, weil keiner will ja einen Spaß verpassen. (beide lachen) Das war zum Beispiel bei unseren Accelerators so, das kann ich ja mal aus dem Nähkästchen erzählen, wo ich gerade so die super total toll sind, dass wir überhaupt diese Möglichkeit haben, dass wir an dieser Stelle sind, dass ein Corporate uns vertraut und sagt “Ja, wir glauben, dass ihr uns ein Accelerator-Programm erstellen könnt oder zusammen mit uns das machen könnt und gleichzeitig die Startups oder das Ökosystem, das wir auf der anderen Seite haben, dass das für die gut ist. Weil wir die da quasi mit den Corporates verbinden können. Und das war aber etwas, wo ich persönlich dachte, ja das ist jetzt zwar super, aber es ist wieder ein bisschen out of unserem Scope. Ich möchte eigentlich den einzelnen Typen, der jeden Tag bei uns reinkommt, da seinen Kaffee trinkt, also eigentlich das, was ihr als Zielgruppe habt. Dem möchte ich eigentlich den besten Service bieten und wenn das zufällig dann dazu führt, dass ich mit einem Corporate einen Accelerator mache, dann ist das schön, aber als erstes sind andere Sachen dran. Also die Prioritätenliste ist so aufgerollt. Also als erstes muss ich die Hausaufgaben machen. Und da haben wir lange darüber diskutiert und dann ist letztlich der Max, der war sehr motiviert und hat das alles dann quasi angefangen umzusetzen und hat die Deutsche Bahn damals begeistert, dass die das mit uns zusammen macht und letztlich ist es ein super erfolgreiches Projekt geworden. Wo auch ich jetzt Spaß dran habe und wo ich froh bin, dass er mich überzeugt hatte oder sagen wir mal so: er es einfach gemacht hat. (lacht) Und das ist so ein Beispiel. Marcus: Das ist ja auch richtig erfolgreich jetzt geworden, ne? Nicht nur die Bahn, sondern auch noch richtig, richtig, fette Brands oder Corporates aus Deutschland oder der ganzen Welt sind jetzt bei euch da mehr oder weniger für mehrere Monate zuhause und zu Gast. Christoph: Ja, das ist immer unterschiedlich. Manchmal sind die einfach zu Gast und mieten sich ein. Schauen sich das so ein bisschen an, gehen dann vielleicht sogar wieder weg und machen ihr eigenes Ding. Manchmal wie mit der Deutschen Bahn wird es dann etwas mehr. Also wir fühlen uns da eigentlich auch immer so als Plattform und versuchen keine Agentur zu sein. Wir versuchen eigentlich auch, wenn die Deutsche Bahn kommt oder irgendein Stahlkonzern, dem erstmal zu sagen: Pass mal auf, verbring doch erstmal ein paar Tage hier, da oben, kriegste nen Tisch und dann von da aus geht es dann weiter, ohne dass wir jetzt gleich das riesen Agenturportfolio auspacken. Marcus: Genau und ohne, dass ihr euch zu sehr verbiegen müsst für die verschiedenen… Weil Bedürfnisse hat wahrscheinlich jedes Unternehmen, aber wenn Du dann einmal anfängst, ich glaube, dann habt ihr noch mehr Chaos als jetzt schon. Christoph: Genau, richtig. Marcus: Ja, cool. Und Du selber bist glaube ich jetzt seit ein oder zwei Monaten auf dem Sabbatical unterwegs? Ist das richtig? Christoph: Genau, seit zweieinhalb Monaten. Marcus: Zweieinhalb Monate und lebst das glaube ich sehr exzessiv, wenn ich mich da so an meine Timeline erinnere auf Facebook. Da tauchst Du auch immer mal wieder hier und da auf und man sieht Dir richtig so die Freude ins Gesicht geschrieben, dass Du wieder on the Road bist und tausend Sachen ausprobieren und machen kannst und reist. Christoph: Voll, total. Ich fühle mich dann auch mit euch verbunden. Ich muss dann ab und zu immer an euch denken, wenn ich dann so sehe, wo Du Dich so rumtreibst, weil bevor ich losgefahren bin, habe ich immer so ein bisschen… also ich bin jetzt quasi der, der Hub, oder wir sind die Plattform an einem Ort. Wir sind da immer an diesem Ort und da kommen dann unter anderem auch so Leute für ein paar Monate, für ein paar Wochen aus Gott und der Welt vorbei und dann ziehen sie weiter. Das verbindet uns gleichzeitig mit unseren Trend, weil wir halt immer dort bleiben. Und dann bin ich jetzt auf einmal unterwegs. Und gucke mir auch viel an. Wenn ich Lissabon bin, dann bin ich bei Cowork Lisboa, das sind natürlich mittlerweile auch total gute Freunde von mir, die das da machen und besuche die und bin dann in diesem Ökosystem weiter unterwegs und dann hoffentlich, wenn das Coboat dann einmal fertig ist, dann mache ich ne Passage beim Coboat mit. Das ist total cool jetzt eigentlich mal so ein bisschen auf meine Communityseite zu wechseln. Also auf die Seite der Leute, die viel reisen und ich muss jetzt nicht so viel arbeiten, aber meinen Laptop habe ich trotzdem dabei und hin und wieder tue ich dann doch was. Und das ist echt geil. Ich habe das gemacht, weil es nach sechs, sieben Jahren doch ein bisschen ins Stocken geraten ist, auch bei mir im Kopf, weil ich irgendwie da im Getriebe so drin gesteckt habe und jeden Tag eigentlich auch so 80% der Aufgaben gemacht habe, die schon vorgegeben waren. Und ich wollte jetzt mal eigentlich gucken, ob ich nicht ein bisschen Abstand herstellen kann. Das funktioniert eigentlich schon total gut. Ich bin eigentlich total froh… ich muss ganz ehrlich sagen, jeden Monat habe ich eine neue Erleuchtung. Das ändert sich immer, aber …. Marcus:  Das ist der Wahnsinn, wenn Du reist ne? Christoph: Ja voll! Vor allen Dingen, wenn das so dieses, nach sieben Jahren echt harter Arbeit, braucht das auch erst mal so ein bisschen, dass das Gefrierfach abtaut. (beide lachen) Marcus: Auf jeden Fall und dann wieder Platz oben ist, ne? Und unten, dann aber um Platz hat. Als ob das Gefrierfach dann irgendwie gar kein Ende mehr hinten drin hat. Ich kenne das selber und das ist so krass jetzt auch wieder nachdem wir im Oktober jetzt die, ich glaube jetzt schon vierte, Deutsche DNX gemacht und danach sind wir dann wieder losgezogen von Berlin nach Hongkong. Und in Berlin hatten wir dann auch wieder so ein bisschen, nicht Sand im Getriebe aber, das habe ich jetzt auch schon öfters auf dem Podcast erzählt. Immer wieder erstaunlich, da kann man auch den Wecker nach stellen. Dass man, wenn man unterwegs ist, obwohl die Infrastruktur vielleicht ein bisschen eingeschränkter ist, das Internet nicht ganz so schnell und convinient ist, man nicht so einen coolen Workspace hat, wie bei euch im Betahaus, man trotzdem kreativer unterwegs ist, um wieder die Ideen aus einem raussprudeln und diese Produktivität und die Motivation, als wenn wir in unserer Homebase sind. Das ist echt immer wieder faszinierend. Christoph: Ja, ich habe mal irgendwo so einen Artikel gelesen, wo es darum geht, dass die Natur des Menschen eher nomadisch ist und dass er eigentlich schon von Natur aus, als Baby schon durch die Städte geschleppt wurde und deswegen hört man ja auch als Baby auf zu schreien, wenn man getragen wird. Dann ist alles in Ordnung. Dann bewegt man sich vorher.   Marcus: Hm, macht Sinn. Christoph: Und warum sollte das bei Erwachsenen anders sein? Marcus: Ja, absolut. Deshalb, wie gesagt, ich habe es Dir auf den Bildern angesehen. Man merkt das jetzt auch, dass Dir das jetzt mega gut tut. Trotzdem bist Du ja noch connected mit Deiner Community und sagst, Du bist bei Cowork Lisboa oder jetzt auf der Konferenz und hast ja über die Jahre, glaube ich auch so ein cooles Netzwerk aufgebaut, dass es dann wahrscheinlich auch helfen kann, mal so den Blick von außen auf Dein eigenes Business zu kriegen oder was könnten die anderen Leute denn cool finden? Die vielleicht Deine Kunden sind und viel reisen und dann mal wieder im Betahaus in Berlin einchecken, als wenn Du jeden Tag selber im Betahaus dann hockst ne? Christoph: Ja, also das auf jeden Fall. Ich finde aber vor allen Dingen, ich habe wieder das Gefühl, dass es doch einfacher ist, Sachen zu verändern, auch in der eigenen Firma, wenn Du da jeden Tag drin steckst und dann so Kleinigkeiten, wie Durchmesser von dem Schließzylinder im Elektronischen da. Wo Du einen Tag lang überlegst, wie wir das jetzt hinkriegen mit der Tür. Dann ist das schwieriger sich das vorzustellen, dass man jetzt mal kurz das ganze Haus ummodeln kann oder dass man wieder ein kleines Startup… wir sind ja ein kleines Startup, aber manchmal wünsche ich mir die Zeit zurück, an der wir… also es ist ja so, wie bei so einem Embryo. Wenn da nur eine Zelle vorhanden ist und die zweite dazu kommt, dann ist das doppelt so viel. Und das heißt, es ist auch doppelt so viel Neues und wenn es sich nochmal sich verdoppelt, in den nächsten Monaten, da hast Du so viele Dinge zu verändern, und wenn es dann einmal so am Laufen ist, dann kommt es mir auch schnell vor, wie so ein Tanker. Dieses Gefühl habe ich jetzt so ein bisschen verloren. Und ich glaube, das ist eine mentale Sache und wenn man das Gefühl verliert, wieder Veränderungen begegnen zu können, dann kann man denen auch begegnen. Aber ganz ehrlich, das größte Geschenk und da ist eigentlich egal, ob es Coworking ist oder woran ich arbeite, die Leute. Wenn ich jetzt hier reise und ich freue mich auch schon auf morgen, die ganzen Coworking Silberrücken Gorillas (lacht) die Veteranen da zu treffen, die sind so cool alle und ich bin so dankbar, dass ich diese Menschen kennenlernen durfte und dass das Coworking so ein tolles… das ist zwar auch irgendwie ein Business, aber man basiert zunächst mal auf zwischenmenschlicher Zuneigung und Freundschafft. Und dass das irgendwie sein kann, dass ich nicht irgendwie in so einem Pharma-Unternehmen, also nichts gegen Pharma-Unternehmen ja? Das sind ja auch unsere Kunden, aber dass ich nicht in so einer kalten, eher pragmatischen Umgebung, hierarchisch auch bin, das ist alles irgendwie so, dass man dann auch immer auf der Couch pennen kann. Das ist das geilste überhaupt. Also, ich kann mir nichts besseres vorstellen. Das kommt im Sabbatical auch vor. Da habe ich auch Zeit dafür. Da muss ich nicht immer wieder weg und dann kann einfach mal noch den Abend bleiben, wo man dann nochmal einen Schluck Wein trinkt und wenn man einen Abend ein ruhiges Gespräch führen kann, weil es nicht gleich wieder nach Hause gehen muss. Marcus: Hm, das ist auch richtig geil, wenn man das nach sieben Jahren in seinem Businessbereich noch sagen kann und sagt: Ey, das ist immernoch die geilste Crew, die ich mir vorstellen kann und die coolsten Leute ever und morgen ist dann unser Klassenveteranentreffen. Dann hast Du glaube ich alles richtig gemacht. Christoph: Ja Du, ich habe auch kurz schon überlegt, ob ich das alles mal ändern soll und was ganz anderes machen soll, aber dann sehe ich da irgendwie mit diesen Augen, wie ich da so durch’s Betahaus gelaufen bin und dachte mir so: Alter, das sind hier die geilsten Leute der Welt. Sowohl in der Community, als auch die Leute, die hier mitarbeiten. Was will ich denn überhaupt? (lacht) Also: Bitte nicht ändern. Marcus: Ja, das ist immer dieses, so auf der anderen Seite, ist das Gras vielleicht doch grüner und dann verkackst Du total, weil es doch nicht so ist und verlässt dann eigentlich so Deine Sachen, für die Du mal gebrannt hast. Und das hat ja irgendeinen Grund dafür gehabt. Der Mensch braucht halt immer wieder dieses Dopamin und immer wieder neue Reize und Eindrücke und deshalb ist das vielleicht auch gerade auch ne ganz coole Selbsttherapie für Dich, das Sabbatical, um zu sehen, was Du überhaupt schon da erreicht und geschaffen hast und in was für ner geilen Welt Du unterwegs bist. Christoph: Total. Ich habe Bock, weil Coworking jetzt so krass boomt, bin ich total motiviert, mit diesen ganzen Typen, die schon einen Coworking Space betreiben, so ein Gegenmodell zu haben, zu so ner Kette, wie Starbucks oder WeWork. Sodass wir das irgendwie hinkriegen, ein gutes Netzwerk zu bauen, was vielfältig ist, was Individuelles. Das sieht man ja schon an den einzelnen Betahäusern und was aber trotzdem so eine Alternative dazu ist, als dass ich jetzt am Ende dann wieder bei so ner mega Company irgendwie meine monatlichen Mitgliedsgebühren bezahle und eben diese ganze Reichhaltigkeit gar nicht habe, ne? Also, das wird mir im Grunde immer klarer, dass das geile eigentlich an dieser Individualität hängt. Und dass da irgendwie die Dudes in Fuerteventura bringen Dir Surfen bei und weißt Du so? Und in Berlin wirst Du halt mit ins Bergheim genommen, wenn Du da in der Community ankommst. Und dass das irgendwie erhalten bleibt und trotzdem aber groß und mit viel Footprint und Impact und Professionalität passiert.   Marcus: Absolut. Was ist Deine größte Schwäche bzw. worin würdest Du gerne noch besser sein oder besser werden? Christoph: Ich glaube, ich kann nix alleine machen. (beide lachen) Marcus: Ja, das ist mal gnadenlos ehrlich. Christoph: Und das ist ja weiß ich nicht… Das ist auch ein Scheißgefühl. (beide lachen) Marcus: Also in Terms of, was meinst Du jetzt ? Entscheidungen zu treffen, loszulegen, zu machen, Du brauchst immer Feedback oder was…? Christoph: Nee, ich habe immer voll viele Ideen, aber wenn da keiner mit anspringt und dann so ein bisschen ich auch Resonanz kriege, dann schaffe ich’s halt nicht. Man könnte jetzt sagen: Ist ja klar, wenn man nicht so motiviert wird von anderen Leuten, dann kann man das nicht umsetzen. Aber das könnte ich glaube ich mal ein bisschen verbessern, dass ich ein Stückchen weiter noch pushe, bis dann auch der Rest das geil finden kann. Aber ich muss immer ganz viel am Anfang so in der Gruppe erzählen, was ich denke, was richtig wäre oder was wir jetzt neues machen sollen und dann muss es gleich Feedback geben. Und eigentlich muss auch gleich ein anderer mit anpacken, sodass ich dann wieder mit anpacke. Und das ist glaube ich, das würde ich vielleicht ein bisschen noch mal lernen, dass ich da wenigstens auch der Lead sein kann die ganze Zeit. Marcus: Ah okay, also vielleicht so ein bisschen nicht fishing for compliments, sondern fishing for the committment oder für das Yes. Du lässt es dann überall droppen und wartest nur drauf, dass möglichst viele Leute innerhalb kurzer Zeit sagen: Ey Christoph, das ist eine richtig coole Idee, ich bin am Start und lass uns das so und so und so machen. Dass Du quasi dann so da mitgetrieben wirst. Christoph: Noch schlimmer: Wenn dann einer anfängt und es wird nicht so, wie ich das denke, dann mache ich den dann noch zur Sau. Marcus: Ja! (lacht) Christoph: Aber hab selbst nix gemacht. (lacht) Also, die Madeleine muss da ganz oft drunter leiden, dass sie dann immer total schnell loslegt und dann immer so… Naja, ich bin dann nicht so nett. So: Naja, so kann das ja nicht gehen, Madeleine. Also, aber selber mal schonmal so ne Präsentation fertigmachen - nee. Aber wir sind da trotzdem ein gutes Team und manchmal gehört das auch zu nem Team, dass man da irgendwie seinen Schwächen auch quasi … die so sein lassen kann. Wenn das jetzt nicht unfreundlich wird und trotzdem gewertschätzt wird von allen, was jeder so beiträgt, dann ist das ja auch okay, finde ich. Marcus: Du hast eben gesagt, ein Grund dafür jetzt den Sabbatical einzulegen, war auch so, dass Du Dich dann irgendwann vielleicht wieder zu kleinteilig unterwegs gefühlt hast oder ja, dieser Blick für’s Ganze da war. Überhaupt der Drive, die Motivation, was machst Du, wenn Du merkst, Du bist am Rechner und hängst da irgendwie rum und Du kommst nicht mehr weiter? Christoph: Was immer echt super funktioniert ist, immer nur 20 Minuten Sessions zu machen. Aber das ist nur eine praktische Sache, dieser Tomaten-Timer da. Marcus: Pomodoro ne? Christoph: Genau. Marcus: Aber warte mal! Das funktioniert bei Dir? Weil ich habe das ne Zeit lang, war ich auch ein krasser Verfechter davon, habe das auch meinen Leuten hier auf dem Podcast empfohlen und mittlerweile bin ich soweit, dass ich sage: Ey, dieses Scheißding, das reißt mich aber oftmals auch aus richtig guten Flowphasen dann raus und dann will ich gar keinen Break machen. Christoph: Ja, das stimmt. Nee, wenn Du jetzt… bei mir kommt es darauf an, wenn ich so Sachen mache, die einfach gemacht werden müssen und jetzt nicht so Sachen, wo ich selber total plötzlich brenne, weil da kann ich drei, vier Stunden lang dran arbeiten. Aber eher so Zeug… operativ irgendwie Sachen fertig machen, abschicken, irgendwelche E-Mails und so. Da funktioniert das und ansonsten, was also ideal ist, wenn ich in der Nähe wohne, wo ich Surfen kann oder gerade Zeit verbringe, dann einmal am Tag Surfen gehen. Dann hast Du echt den Kopf frei und das ist eigentlich so ne Grundtherapie, da im Wasser herumzuhängen, von den Wellen durchspült zu werden. Das ist so mein Ding. Marcus: Ja, das hatten wir gestern auch nochmal mit jemandem aus dem Coworking Space hier in Chiang Mai, die uns erkannt hatte, mit der wir dann draußen saßen und ein bisschen gequatscht haben. Die sagte auch, Surfen ist irgendwie die beste Therapie, wenn es nicht mehr weitergeht bei ihr. Sie war glaube ich auch ne Freelancerin. Und das hat so viele positive Effekte. Sie sagte auch, wenn man dann mal zu hart gefeiert hat oder so und Du bist ne halbe Stunde im Wasser, dann bist Du auch wieder topfit. Das hat also echt viele Vorteile, irgendwo am Meer zu sein. Christoph: Total. Dazu wollte ich noch etwas sagen: Und zwar, warum das jetzt bei mir mit Surfen funktioniert, ist eigentlich random. Das kann ja jemand anderes anders machen, aber das Prinzip ist, dass man sich bewusst macht, dass das alles im Grunde auch nur irgendwie eine nebensächliche Beschäftigung ist. Egal, welches Projekt, das ist eigentlich wie alles. Wenn man so ein bisschen normalisiert wird und das nicht so wichtig ist, wie das eigene Körpergefühlt, ein gesundes Leben, Freunde. Und dann ist der Druck auch weg und man kann geile Sachen machen, weil die nicht alles bedeuten. Also, weißt Du was ich meine? Also wenn einem seine eigene Nichtigkeit bewusst wird, dann sind auch die Projekte leichter zu bewältigen. Weil wenn sie fehlschlagen, dann hat man nicht mehr so viel Angst davor. Es ist nicht die Welt, wenn irgendwas dann nicht funktioniert. Marcus: Genau. Man kann die Sachen dann wieder besser einordnen ne? In der Wichtigkeit, in der Bedeutung. Christoph: Genau. Da gibt’s auch übrigens noch einen kleinen Buchtipp, ich weiß nicht, ob es bei Deinem Podcast eine Kategorie gibt, aber es gibt so ein Buch, das heißt - ich habe den Autor jetzt nicht, aber wenn man danach googlet - “Spiele mit einem Ende und spiele ohne Ende”. Also “Finite und Infinite Games”. Da geht es darum, dass das ganze Leben entweder aus Spielen besteht, die ein klares Ende haben oder aus Spielen, die nie zu Ende sind. Mehr kann ich da jetzt nicht zu sagen. Ich glaube, dann sind wir zu lange dran, aber das ist total geil, um sich darüber bewusst zu werden, dass eigentlich alles nur irgendein Art Spiel ist. Marcus: Cool, ich glaube das war ein gutes Schlussstatement für diese Folge mit Christoph Fahle, dem Gründer vom Betahaus. Mir hat’s total viel Spaß gemacht, Christoph. Christoph: Ja, mir auch! Dankeschön. Ich hoffe, wir sehen uns vielleicht bald. Was ist denn eure Reiseroute jetzt? Wenn ich das jetzt nochmal kurz fragen darf. Marcus: Ja, darfst Du auf jeden Fall. Die ist total crazy. Wir sind ja jetzt gerade in Asien unterwegs, waren in Hongkong, fliegen morgen wieder nach Bangkok zurück, um dann am Freitag nach Europa zu kommen, nach Madrid. Das ist nicht so weit weg, aber dann gehen wir drei Tage später auf eine Cruise, auf ne Digital Nomad Cruise. Und das ist so ein Relocationschiff, das einfach nur das Cruiseschiff von A nach B bewegt, weil die Saison in Gran Canaria zu Ende ist und dann in Brasilien anfängt. Christoph: Ah okay. Marcus: Und wir sind quasi 9 Tage auf hoher See mit sehr limitiertem Internet. Da bin ich auch mal gespannt, was da so passiert. Und das ist geplant nach Brasilien zu gehen mit dem Schiff. Dann haben wir selber eine kleine Charity Aktion gestartet, Feli und ich und besuchen in Salvador de Bahia dann das Projekt, dem wir das Geld spenden und fliegen zwei Tage später nach oben, nach Fortaleza in den Norden von Brasilien und machen da ein DNX Camp mit 17 Teilnehmern. Christoph: Ah, das hört sich gut an. Marcus: Ja, das hört sich auf jeden Fall gut an, aber ich glaube, das ist ein bisschen weiter weg von Dir. Christoph: Ja, ich bin ab Dezember in Australien und bleibe bisher nur da. Aber da kommt ihr nicht vorbei, ne? Marcus: Nee, dieses Mal nicht, aber ich will auf jeden Fall mal nach Australien, unbedingt. Ist auf der Bucket List. Christoph: Ja, also wer weiß, wo ich dann nochmal einen Abzweig nehme? Marcus: Ja, wir haben uns doch letztens irgendwo noch ganz knapp verpasst oder? Wo war das? Christoph: Ja, ja, da noch einen Tag vorher noch bei Coworking Lisboa, beim Fernando und ich bin einen Tag später angekommen. Da hattet ihr das Camp gerade glaube ich. Das war zu Ende. Marcus: Aber irgendwann, irgendwo, irgendwie auf dieser Welt catchen wir uns wieder. Christoph: Ihr seid ja immer wieder beim Betahaus, bei uns da. Da also spätestens. Marcus: Ja, und das ist ja auch das coole, was viele dann immer vergessen. Die denken, “ja Scheiße, Feli und Marcus sind gar nicht mehr greifbar und die sind nur unterwegs.” Wir sind einfach nur woanders, wir sind immernoch da und wir kommen auch früher oder später ins Betahaus auf jeden Fall zurück. Christoph: Genau, cool. Na gut, dann wünsche ich Dir eine schöne Reise. Marcus: Hm, danke. Ich Dir auch Christoph. Danke für Deine Zeit und viel Spaß auf der Konferenz in den nächsten Tagen in Milan beim Klassentreffen. Christoph: Werde ich sicher haben, vielen Dank! Yeah Leute, das war eine weitere Folge der LIFE HACKZ Show, heute mit Christoph Fahle, dem Gründer vom Betahaus. Ich hoffe, euch hat die Folge gefallen. Wenn ja, gebt mir doch ne Rezension auf iTunes oder schreibt mir mal ne E-Mail an marcus@lifehackz.de. Ich antworte garantiert. Gebt mir ein bisschen Feedback zur Sendung und ansonsten, viel Spaß bei allem, was ihr jetzt gerade tut, macht oder treibt! Ich bin raus, wir hören uns beim nächsten Mal wieder. Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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