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Aug 28, 2015

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Interview mit Gordon Schönwälder von Podcast-Helden

Jo Leute, willkommen zur LifeHackz, willkommen zu einer neuen Folge mit Gordon Schönfelder! Gordon ist der Mann im Hintergrund von der LifeHackz-Show, der die Folgen abmastert und mixed. Sprich: Meine Stimme schön macht, die Stimme von meinem Gast schön macht, die Lautstärke angleicht und alles weitere Technische. Gordon ist gerade auf dem Weg dahin, sich aus dem 9 to 5 Job zu verabschieden und sich selbstständig zu machen. Er hat außerdem mega viel know-how zu diesem ganzen Podcasting Thema. Grund genug ihn in die Show zu holen. Viel Spaß mit dieser Folge mit Gordon! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie Gordon vom Mediziner zum Podcast Experten geworden ist.
  2. Wie man als Existenzgründer mit Ängsten umgeht.
  3. Warum Interviews in Podcasts so cool sind.
  4. Warum du den Perfektionismus auch mal bei Seite lassen solltest.
  5. Wie man als Podcaster authentisch bleibt.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

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1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

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[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Gordon Schönfelder (Intro) Marcus: Hey Gordon, cool dass Du bei LifeHackz am Start bist! Gordon: Ja vielen Dank, dass ich da sein darf! Super cool! Marcus: Ja erzähl mal ein bisschen über Dich. Du hast die größte Community auf Facebook. Deusprachige Community zum Thema Podcast. Wie bist Du dazu gekommen und was war so Dein Einstieg in die Podcast-Welt? Gordon: Puhh, ich weiß gar nicht ob ich die größte Community habe, aber es gibt mit Sicherheit noch ein paar Leute, die schon früher am Markt waren als ich, aber ich habe schon relativ lange Podcasts gemacht und ja… Vielleicht hole ich ein bisschen aus, wenn ich darf? Marcus: Ja klar. Gordon: Also ich komme aus dem Gesundheitswesen eines der furchtbar durchstrukturiertesten Art und Weisen zu arbeiten, die es gibt. Ich glaube Markus, da würdest Du das blanke Kotzen kriegen, wie durchstrukturiert das ist und wie unflexibel man dann ist. (lacht) Marcus: Ja wahrscheinlich würde ich kotzen wegen Unflexibilität. Ich meine, Struktur an sich ist manchmal auch ganz gut. Gordon: Ja jedenfalls… Ich habe immer so viele chronische Patienten gehabt. Und wenn da keiner die Praxis wechselt oder verstirbt - leider Gottes - dann hätte ich Dir sagen können, wen ich Dienstags um 14.00 Uhr in drei Jahren behandele. Das war für mich eine ganz grausame Situation. Ich habe eine Coaching-Ausbildung gemacht, NLP und systemische Beratung und so Sachen. Und da habe ich irgendwann als Coach zu arbeiten und war erstaunlich erfolglos. Das lag unter anderem daran, dass ich so überhaupt gar keine wirkliche Zielgruppe hatte, mit der ich arbeiten wollte oder konnte. Da habe ich mich  also irgendwie als Coach für jeden positioniert und habe dann irgendwann angefangen - weil ich schon lange Musik mache und irgendwie mit Rockbands am Start bin als Sänger und so, also ich habe keine Scheu vor dem Mikro gehabt. Da ich ja eigentlich schon immer so ein Apple-Junky, Apple-Jünger war, hatte ich auch recht früh Kontakt zu Podcasts. Da habe ich mir gesagt “Okay, wenn Du mal als Coach arbeitest, dann hast Du auch Deinen eigenen Podcast”. Und dann habe ich mich hingesetzt - hochmotiviert - und habe gedacht... Marcus: Wann war das? Gordon: Wann war das? - 2012. Marcus: Wie war da so die Podcast-Szene aufgestellt? Gerade in Deutschland oder Amerika oder so überhaupt? Gordon: Die amerikanische Szene hatte ich damals noch nicht auf dem Schirm, muss ich gestehen. Aber wenn ich mir so die Pat Flynns und so anschaue, dann hatten die da auch ihre Beginne. Beziehungsweise Pat Flynn nicht, der kam später. Aber es gab schon einige bekannte Podcasts. Es gab so, ich sag mal so, die erste deutsche Welle der Podcast-Szene. Die waren da schon mächtig aktiv. Es gab da “Das Abenteuer Leben”. Das ist so eine Sendereihe quasi und da gab es einige Coaching-Podcasts, die ich mir immer gegeben habe, wenn ich zur Arbeit bin. Die haben mich da immer so ein bisschen hoch gehalten, wach gehalten, motiviert gehalten, dass ich irgendwann halt aus diesem Hamsterrad rauskomme und dann habe ich halt da irgendwie mit Podcasting angefangen. Also wie gesagt, mir die erstmal anzuhören. Und 2012 wollte ich dann halt, als ich mich neben dem Therapeutenjob selbstständig gemacht habe, dann halt ein bisschen Marketing machen. Ich hatte einen Blog und so, war auch ganz okay und dann dachte ich, “dann nutzt Du die Gunst der Stunde, schnappst Dir Dein Mikro und machst einen Podcast”. Und dann habe ich da gesessen und hatte drei Stunden Kopfschmerzen, weil das so ätzend war. Ich wusste nicht, wie das funktioniert. Ich musste mich da so reinfuchsen. Es gab keine richtigen Tutorials. Es gab - keine Ahnung - ich habe da jetzt gelesen, Du brauchst einen Feed. Einen Podcast-Feed. Ich habe keine Ahnung was ein Feed ist so. Ich wusste gerade mal, wie ich einen Beitrag schreibe auf Facebook oder bei Wordpress. Und ich hatte ein Riesenproblem damit, ich hatte Kopfschmerzen, ich hab es halt einfach sein lassen. Dann habe ich das Mikrofon weggelegt und habe gesagt “Scheiß drauf, sollen das die anderen machen!” Aber es hat mich nie losgelassen. Und irgendwann hatte ich mir mal die Hand verstaucht, konnte also nicht arbeiten und dann habe ich gesagt “Komm, Scheiß drauf! Jetzt hast Du eine Woche Zeit, bist jetzt krankgeschrieben, jetzt setzte Dich mal dran”. Und dann hat mir irgend so ein verpickelter 14-jähriger bei Youtube gezeigt, mit seinem kleinen Filmchen mit so einer Fistelstimme im Stimmbruch, wie man nen Feed macht. Und ich bin diesem Typen auf Ewig dankbar, weil in dem Moment hab ich’s verstanden, wie’s funktioniert. Dann habe ich tatsächlich irgendwie am nächsten Tag dann auch händisch diesen Feed geschrieben so. Also so HTML und gib ihm, ne? Marcus: Boah, krass! Gordon: Ja und es gab halt - zumindest meines Wissens - noch nicht so Services, wie Libsyn oder sowas, ne? Und ja, dann habe ich da angefangen und habe mich dann da hingesetzt und den ersten Podcast aufgenommen. Marcus: Alleine? Gordon: Alleine, ja genau. Das war eine richtige Solo-Show. Der ist tatsächlich manchmal immernoch in Karriere in den Charts - vollkommen verrückt - obwohl ich den seit Jahren nicht mehr mache. Marcus: Wie heißt der? Gordon: Der “Lösungsmittel Podcast”. Ja ja, Oldschool, aber in den ersten Episoden habe ich auch noch fleißig gesiezt und so, also das ist schon etwas länger her. Ja dann kam irgendwann meine Mastermind-Gruppe mal so auf die Idee “Sag mal Gordon, so als Coach bist Du ja erstaunlich erfolglos, vielleicht solltest Du etwas mit Podcasts machen”. Weil die ersten Leute ankamen, ja irgendwie “Cool, dass Du das machst, wie geht denn das?” und so. Ja und dann war es letztes Jahr im Mai, glaube ich, Mai 2014 genau. Da habe ich dann als Projekt, so als Nebenprojekt “Podcast-Helden” gegründet. Und ja, aus diesem Projekt ist dann tatsächlich jetzt mein Business geworden. Jetzt zeige ich Menschen, Bloggern, Marketern, wie sie halt ihr Marketing verbessern, ihre Sichtbarkeit verbessern - durch Podcasting. Marcus: Sehr cool! Ja, ich habe eben gesagt größte Community, weil Du warst so die erste, die aufgepoppt ist bei Facebook, als ich mich dann da reingefuchst habe und geguckt habe, gibt es auch deutschprachige Communities. Wer kann mir da helfen? Hatte schon ein ganz cooles Tutorial bei Pat Flynn gefunden, aber es gibt ja immernoch Sachen, die sind da noch nicht 100%-ig klar. Und dank Dir wurde das dann immer klarer, hab dann auch jemanden gesucht, der mir das mastert und schneiden kann. Weil ich hatte dann nicht genug Zeit, mich dann auch noch damit zu befassen. Energie und Zeit verbrennen und dann zum Glück dann Dich auch gefunden über einen gemeinsamen Kontakt. Also insofern hast Du großen Anteil an dem LifeHackz-Podcast hier. Gordon: Ja vielen Dank! Sehr geil! Marcus: Nicht nur für den Start, sondern jetzt auch Folge für Folge. Das hat sich ja ganz gut eingespielt bei uns. Also alles, was ihr hier hört, jede Folge wurde vorher einmal von Gordon in schön gemacht. Darum klingt meine Stimme glaube ich auch ganz gut. Gordon: (lacht laut) Ja cool! Marcus: Ja, und so ist eigentlich unser Touchpoint, ne? So haben wir uns kennengelernt. Gordon: Ja genau. Wir haben irgendwann festgestellt, dass wir beide Düsseldorfer Jungs sind. Marcus: Ja genau, das kam dann ja noch dazu. Da warst Du mir noch sympathischer. Ich bin da ja immer erst skeptisch, wenn einer fragt “Ja hier, kennst Du auch Fortuna? Gehst Du zur Fortuna?” Und viele wissen, dass ich eingefleischter Fortuna Fan bin und dann kommt das aber oft, aus der Kölner Ecke. Gordon: Ah, ja okay. Marcus: Ich weiß gar nicht, ob ich Dir gesagt habe “Bist Du Kölner oder so?” Gordon: (lacht) Marcus: Da gehen bei mir ja auch oft die Alarmglocken an, aber dann kommst Du ja aus Langenfeld, direkt in der Nähe von Düsseldorf. Gordon: Genau. Marcus: Also schöner. Genau, und dann hast Du gesagt, Du startest das Projekt “Podcast-Helden”? Gordon: Genau. Marcus: Was ist das genau? Ist das eine Community? Ist das ein Podcast? Ist das ein Service? Ist das alles? Gordon: Es ist… ja, ich habe das Ganze ja neben meinem Angestelltenjob aufgebaut. Ich habe dann irgendwann um Zeit zu finden, habe ich mich dann, ich glaube das war sogar schon vor Podcast-Helden, dass ich von 40 auf 30 Stunden runter gegangen bin, um halt Zeit für mein eigenes Business zu haben. Bin dann im Sommer 2014 auf 20 Stunden runter gegangen und jetzt haben wir - ich weiß ja nicht wann Du, lieber Zuhörer, das jetzt hier hörst, aber wir haben jetzt den 13. August 2015 - und im Oktober werde ich die Griffel fallen lassen, das Therapiewesen verlassen und mich voll und ganz auf Podcast-Helden konzentrieren. Und es soll, beziehungsweise bisher ist es, um die Frage schlussendlich noch zu beantworten: Es ist ursprünglich ein Service gewesen. Ich habe einen Kurs gemacht. Der nennt sich “Mein erster Podcast”. Und da ist halt mein komplettes Wissen drin gewesen oder ist drin. Zum Thema Podcasting von den ersten Dingen, vom Mikrofon einstecken bis zum Erfolg bei Neu und Beachtenswert, also New & Noteworthy bei iTunes ist da alles drin und mein gesamtes Wissen im Endeffekt. Das war so das erste Produkt was ich verkauft habe. So startete das als Produkt. Marcus: Das ist ein Online-Kurs? Gordon: Das ist ein Online-Kurs beziehungsweise ein Selbstlern-Kurs. Also er ist Online basiert, genau. Also den begleite ich nicht, sondern der ist tatsächlich so, dass man da Schritt für Schritt durch den Prozess durchgeführt wird. Ich mache daraus jetzt eine Art Membership-Bereich. Ich gucke mal, vielleicht mache ich da auch ein Forum zu. Auf jeden Fall wird es jetzt ein bisschen aufgehübscht und er wird jetzt auch ein bisschen teurer, weil jetzt noch ein bisschen mehr Content dazu kommt, ich auch immer professioneller werde und natürlich ja, immer erfahrener. Jetzt mit meinem eigenen Podcast, der für einen Nischenpodcast ziemlich gut läuft. Also Podcast-Helden on Air und ich mache jetzt zusammen mit dem Vladi Melnik vom Affenblog auch Affen on Air. Also immer so ein ziemliches Charts-Ding. Markus und ich ne? Wir verfolgen uns immer. (beide lachen laut) Marcus: Ich habe gerade mal geguckt, das ist voll witzig. Hier im… was ist das für ein Bereich… Businessbereich, deutschsprachig, ist gerade Tim Ferris auf 1, Affenblog auf 2 und LifeHackz auf 3. Gordon: Ja geil oder? So geht´s! Marcus: Ja, alles immer ein ganz guter Race, den wir uns da liefern. Gordon: Ja genau. (lacht) Marcus: Ja mega spannend, dass ich Dich quasi jetzt am Mike habe, weil ich ja mit vielen spannenden Menschen spreche, die es quasi schon geschafft haben oder diesen Sprung ins kalte Wasser hinter sich haben in der kompletten Vollständigkeit. Du bist ja erstmal den Weg gegangen, glaube ich, von Vollanstellung auf Teilzeit, Stunden reduziert. Gordon: Ja. Marcus: Was auch ziemlich ein cooler Weg ist, wenn man nicht direkt All-In will, kann, aus verschiedensten Gründen, lässt einen das wahrscheinlich auch ruhiger schlafen. Gordon: Ja, man hat dann aber keine coole Story zu erzählen später. Das ist halt ein sehr langweiliger, sicherer Weg. (lacht laut) Marcus: Sorry, Scheiß auf die Story, echt. Es geht ja um das Ziel, was Du erreichst. Da ist die Story nebensächlich. Aber, vielleicht erzählst Du mal so ein bisschen, was so gerade in Deinem Kopf abgeht. Ich meine, Du hast jetzt nur noch ein paar Wochen zu arbeiten ne? Und weißt das. Zählst Du schon die Stunden? Hast Du Angst? Hast Du Alpträume? Freust Du Dich? Spannt das immer wieder? Gordon: Okay, das ist jetzt ein bisschen Seelenstrip, aber es ist okay für Deine Zuhörer. Wie so ein kleines Inside in meinen Kopf. Also ist nix dramatisches, keine Sorge. Also es ist natürlich… freue ich mich, wie ein kleines Kind auf der einen Seite, dass ich endlich Zeit habe, mein eigenes Business so aufzubauen, wie ich’s gerne hätte. Dass ich mich komplett drauf konzentrieren kann. Es ist halt mittlerweile so, dass die Menschen zu mir kommen und sagen “Gordon, lass uns was tun”. Irgendwie, dankbarerweise ist es eine ziemlich geile Situation für mich. Marcus: Ja mega, bei mir ist es ja auch direkt eingefallen, so das läuft irgendwie so cool mit Dir, kann man noch mehr draus machen. Gordon: Ja, also ich bin sehr gespannt. Also ich glaube, wir verstehen uns ganz gut so. Gucken wir mal, was die Zukunft noch bringt. Die … jetzt habe ich den Faden verloren…. ja genau: und ich habe dann immer mehr Aufträge bekommen, immer mehr - was ich dankbarerweise machen darf mit Menschen, um sie halt beim Podcasting zu begleiten und das Ding richtig geil zu machen. Ja, sah es so aus die letzten Monate, dass ich dann meinen Therapeutenjob gemacht habe, so meinen Therapeutenscheiß so zwischen den Hausbesuchen habe ich dann irgendwie in meinem Smartphone E-Mails beantwortet. Hab dann in der Pause noch irgendwelche Sachen geschnitten oder irgendwie einen Blog-Artikel geschrieben. Dann habe ich wieder weiter gearbeitet in meinem Therapeutenjob, kam nach Hause. Da wartet dann meine Tochter auf mich. Ich habe eine 1-Jährige Tochter und die will auch ein bisschen Zeit haben. Dann ist die im Bett, dann mache ich noch irgendwie was. Dann schicke ich nochmal eben den Newsletter raus und das habe ich dann auch eine ziemlich lange Zeit gemacht. Dann kam irgendwann auch mal mein Erfolgsteam auf mich zu, da meine Mastermind-Gruppe und sagte “Gordon, irgendwie Du gefällst uns gerade mal so gar nicht”. Da habe ich das Gefühl gehabt, ich bin auch so kurz vorm Ausbrennen. Ne? Weil da kommt gar keine Ruhe mehr auf. Du hast die Selbstständigkeit, dann hast Du den Angestelltenjob, Du hast da einen Job als Vater irgendwo. Dann hast Du auch noch ein Hobby, dann willst Du auch nochmal in die Mucki-Bude und das ist einfach viel gewesen. Und ich freue mich jetzt tierisch drauf, mich wirklich nur noch um meinen Job zu kümmern. Ich stehe morgens auf, gehe pumpen, setz mich an den Rechner und bin den ganzen Tag in meinem Business so. Da freue ich mich wie ein kleines Kind drauf. Auf der anderen Seite ist natürlich auch eine Menge Angst da, das gebe ich zu. So diese typischen Versagensängste: Was ist, wenn das nicht klappt. Da kommt auf einmal irgendwie ein neuer Konkurrent, ne? Wenn man das böse Wort mal benutzen will. Da kommt ein Mitbewerber auf den Markt und so. Also all so diese Dinge, mit denen man sich dann glaube ich einfach beschäftigen muss. Wir haben ja auch ganz kurz darüber gesprochen, Markus, vor ein paar Tagen. Du hast auch gesagt, irgendwie jeder hat das. Jeder hat diese Ängste, diese Furcht, dass das nicht funktioniert und so. Ich glaube, da muss jeder einfach durch und Arschlecken. Marcus: Absolut, aber leider ist es gerade in Deutschland so. Dass es immernoch dieses Scheitern oder so, verurteilt wird und ganz schlimm und böse ist. Und dann bist Du verbrannt und keine Ahnung, kriegst nie wieder einen Job oder so. Was totaler Quatsch ist. Zum Beispiel in den Staaten, sind die Leute, die ein Business gegen die Wand gefahren haben mega beliebt bei anderen Unternehmen, weil die Leute gelernt haben, wie man’s genau nicht macht. Und das werden die kein zweites Mal machen, diese Fehler. Und beispielsweise, ich glaube, Microsoft… oder doch, Microsoft war es glaube ich, ist erst im fünften, sechsten Anlauf zu dem geworden, was es jetzt ist und dann immer wieder das Businessmodell geändert. Und insofern ist es halt schwer da nicht hinzuhören auf die Stimmen im Kopf, aber die Beispiele, gerade in den Staaten, zeigen, dass die Welt nicht unter geht und dass alles halb so wild ist. In Deutschland wird keiner verhungern, weil wenn Du dann immer so hörst Existenzangst. Was heißt das denn? Existenzangst heißt ja, wenn man es wortwörtlich nimmt, nicht mehr zu existieren. Und dass in Deutschland keiner mehr existiert und man an Hunger stirbt, ist relativ unwahrscheinlich. Das muss man dann einfach mal zerlegen in die Einzelteile. Gordon: Da bin ich ganz bei Dir. Also dass ist dann auch irgendwo diese Angst, diesen extrem hohen Lebensstand zu verlieren. So irgendwie sich alle zwei Jahre oder jedes Jahr ein neues Smartphone zu kaufen, den dicksten Fernseher. Wir leben hier auch schon in einer verdammt guten Situation und ähm, bei mir ist es auch so. Ich bin halt in der Situation, dass ich als Therapeut eh nicht viel verdiene. Willkommen im Gesundheitswesen! Also von daher ist der Step zur Selbstständigkeit gar nicht so groß ja. Also wenn ich jetzt in einer Bank arbeite oder arbeiten würde, mit 100.000 im Jahr nach Hause gehe, dann ist das natürlich schon eine Hausnummer, die muss man erstmal erwirtschaften. Aber die paar Kröten, die ich so als Therapeut verdiene, die kriege ich auch so. Von daher: alles cool. Marcus: Oder man kriegt den Switch im Mindset hin, dass man das dann vielleicht gar nicht mehr erwirtschaften will. So ist es ja bei vielen digitalen Nomaden. Die dann bewusst auf diese ganzen Luxusgüter oder Statussymbole verzichten und dass ist mir mittlerweile so wenig wert, ob ich einen Fernseher habe oder nicht, ich bin happy, dass ich keinen habe, weil ich über mein MacBook halt alles on Demand gucken kann. Bei Youtube, wenn ich mal irgendetwas brauche oder ein Auto brauche ich nicht. Ich habe über DriveNow immer die fettesten BMWs vor der Tür stehen in der ganzen Stadt und fahr dann mit meinem DriveNow von A nach B. Und ein Job Title ist mir auch total Latte. Aber wenn man da irgendwie einmal loslassen kann, dann hilft das umso mehr irgendwie in dem Lifestyle oder in der Selbstständigkeit zu starten. Gordon: Ja genau. Also ich denke auch, das wird auch klappen. Das wird auch. Und wenn es nicht in der Form ist, dann wird Podcast-Helden irgendwie anders funktionieren oder es kommt ein ganz anderes Unternehmen bei raus. Ich weiß es nicht. Aber ich bin auf jeden Fall sehr zuversichtlich. Das ist so die Quintessenz des Ganzen. Aufgeregt: ja, ein bisschen Furcht: ja. Aber Zuversicht: auch. Marcus: Ja, also ich bin absolut zuversichtlich, dass es funktionieren wird. Dadurch dass Du schon Erfahrung in dem Bereich hast, hast Dir ne coole Community aufgebaut, bist mega hilfsbereit. Das wissen die Leute, glaube ich, zu schätzen. Hast einen eigenen Podcast. Dadurch hast Du dann auch Vertrauen aufgebaut, mehr oder weniger. Und Du wirst in Zukunft noch viel mehr Zeit haben, Dich 100% auf Dein Business zu konzentrieren und nur wer irgendwie agil ist, dynamisch, unbequem, 1000 Sachen probiert und macht und einfach präsent ist, dann funktioniert irgendwann etwas. Das geht gar nicht anders. Gordon: Ja, das denke ich auch. Das beruhigt mich, dass Du das sagst und genauso sehe ich es. Cool, ja. Marcus: Nee, auf jeden Fall. Zu Deinen Podcast-Shows, die Du machst: Sind das Einzel-Single-Shows oder machst Du das so im Interview-Format, wie ich es mache? Gordon: Da macht’s die Mischung. Also bei Podcast-Helden on Air, das ist so mein Haupt-Business-Podcast, sage ich mal, da ist es ne Mischung aus Solo-Show und Interview-Show. Es ist dann so, dass ich meistens die Blog-Artikel, die ich schreibe vertone. Das heißt, ich spreche den danach nochmal ein und auf der anderen... Marcus: Wort für Wort oder wie machst Du das? Gordon: Äh, ich habe es mir mittlerweile angewöhnt so zu schreiben wie ich spreche. Und ich habe eine Sprecherausbildung hinter mir und bin dankbarerweise in der Lage, wenn es jetzt nicht zu akademisch geschrieben ist, tatsächlich so zu klingen, als würde ich es frei sprechen. Das ist vielleicht auch ein bisschen Gabe, ich weiß es nicht. Aber das auf der einen Seite, dass ich die Sachen halt Solo mache und auf der anderen Seite hole ich mir dann halt die Interview-Partner mit ins Boot, die eine spannende Story zu erzählen haben. Und ja, der Podcast-Szene etwas gutes tun können. Von daher ist es eine gesunde Mischung aus diesen beiden Varianten. Also Interviews sind immer cool. Ich weiß nicht, wie Du das siehst? Interviews sind ja immer cool, weil man sich als Podcaster gar nicht so sehr auf den Inhalt konzentrieren muss, sondern man kann einfach dem Interview-Partner die Bühne geben und der macht das schon. Da brauchst Du drei, vier Fragen um das Ganze zu steuern und dann ist das Ding durch. (lacht) Marcus: Ja, das finde ich auch so cool bei den Interviews. Ja, wenn ich mich da jetzt noch Stunden drauf vorbereiten müsste… Ich habe auch noch vor irgendwann mal so eine Single-Session zu machen. Zum Beispiel so eine AMA - Ask me anything. Mit meinen Hörern oder so, wo ich dann nur alleine bin und sprechen muss. Aber so sind Interviews, wie Du schon sagst, irgendwie schon ganz dankbar. Weil ich von Natur aus sehr neugierig bin bei Menschen, die ich irgendwie neu kennenlerne oder mir fallen halt immer wieder neue Fragen oder Punkte ein. Da fällt mir das auch relativ leicht, so ne Folge aufzunehmen. Gordon: Ja, also so mal zwischendurch so eine Solo-Show ist immer ganz spannend irgendwo. Um auch mal zu erleben, wie ist der Typ so, wenn er alleine ist? Das ist zumindest die Rückmeldung, die ich immer kriege. Dass ich irgendwo immer ein Stück weit anders bin, als wenn ich im Interview bin. Das ist, glaube ich, auch normal und bei jedem so. Und wenn man sowohl alleine als auch im Gespräch sympathisch rüberkommt, dann hat man, glaube ich, auch schon gewonnen. So zum Thema Sichtbarkeit und Vertrauen aufbauen. Marcus: Ja und die Sympathie kommt, glaube ich, auch durch die Authentizität und dass man nicht der perfekte Mensch ist. Dass man dann vielleicht erwartet wie man dann früher vielleicht sein wollte oder erzogen wurde. Und ehrlich gesagt, musst ich das auch erstmal lernen bei den Einspielungen, die ich dann immer vor den Folgen einspreche oder so. Bei den ersten habe ich ungelogen eineinhalb bis zwei Stunden gebraucht für diese 30 Sekunden, eine Minute Text, weil ich nie zufrieden war. Und Feli hat dann schon immer wieder die Augen verdreht, ist einkaufen gegangen und auch schwimmen und beim Sport und ist dann nach Hause gekommen und ich saß da immernoch an meinem 30 Sekunden-Track... (beide lachen laut) Und dachte so “Ey Fuck! Ich schneide doch sonst auch nichts bei den normalen Episoden und die Leute scheinen das zu mögen. Da muss man erstmal loslassen können. Das ist ganz komisch, dass das noch so tief verwurzelt ist. Selbst bei mir ne? Ich habe ja erst vor zwei, drei Monaten den Podcast gestartet oder letzten Monat, keine Ahnung. Und da müsste ich es eigentlich besser wissen, aber war trotzdem dann auf einmal wieder in diesem Modus. Gordon: Ja aber da ist wieder eine neue Situation und du guckst halt mit den Werkzeugen drauf, die Du hast. Und die ersten die wir haben meistens als Menschen, sind die, die so ganz tief in uns eingebrannt sind. Und dann kommt da auch vielleicht der Perfektionist durch und dann muss es richtig sein und so. Und irgendwann kommt der Punkt, wie Du schon sagst, “Scheiß drauf” ne? Unperfekt und einfach loslegen. Und ich denke, das ist doch einfach sympathisch so. Und das muss so sein. Ich habe Podcaster gesehen, die haben den Kurs bei mir gekauft vor zwei Jahren, so. Und dann frage ich die so nach, in jedem Quartal mal so, “wie sieht’s ‘n aus? ne? so! Wann kommste denn in meine Show?” Und dann höre ich so “Ja, ich habe noch nicht angefangen” und “mmmmhh, was fehlt denn noch?” “Ja, ich komm… das und das ist noch nicht perfekt” und so. Und weißt Du, dann sage ich meistens gar nichts dazu, weil ich meine, das muss jeder für sich selber wissen. Ich bin nicht der Typ, der die an die Hand nimmt, aber das ist der größte Erfolgsverhinderer schlechthin, einfach zu warten bis man fertig ist. Weil: Man ist nie fertig. Marcus: Man ist nie fertig, es gibt nie den perfekten Tag. Gordon: Eben. So. Und von daher, einfach loslegen! Marcus: Ja, es gibt ja auch einen ganz guten Quote, glaube ich, von einem der LinkedIn-Gründer “When you’re not embarrased by your first product, you launched too late”. Gordon: (lacht) Marcus: Es muss einem peinlich sein, das erste Produkt. Weil sonst hat man echt zu lange gewartet und dann, keine Ahnung, ist das Leben vorbei. Gordon: Ja, da bin ich ganz bei Dir! Ich hör mir auch immernoch gerne die ersten Episoden an von meinem ersten Podcast. Letztens noch und ich dachte “Mein Gott!!! Ist der Wahnsinn” und dann dachte ich mir “Was ne Entwicklung eigentlich”. Das ist dann wiederum die Kehrseite. Das ist der Wahnsinn, wie man sich so entwickelt und wie souverän man dann auf einmal wird. Und wie dann die ersten Versuche total unauthentisch waren, weil man dann irgendwie jemand sein wollte, der man gar nicht ist, so und keine Ahnung. Marcus: Jaja, das geht mir genauso. Selbst hier die ersten Folgen, das ist ja eigentlich noch gar nicht so lange her, da dachte ich auch so “Wow, krass, was für eine Entwicklung” ne? Gordon: Ja, auf jeden Fall! Marcus: Und dann pisst Du Dir nicht mehr in die Hose, weil wir jetzt hier ne Folge aufnehmen. Jetzt geht es einfach drauf los und denkst “es wird schon irgendwie cool werden”. Gordon: Ja, das stimmt. Marcus: Du hast eben die deutsche Podcast-Szene angesprochen. Wie ist denn so Deine Einschätzung zur Szene, seitdem Du sie so mit begleitest? Hat sich da irgendwas getan in den letzten paar Jahren, Monaten, Wochen? Gibt es da eine Entwicklung? Gordon: Also ich war vor kurzem bei der Sabine Piarry im Social Media Camp als Speaker quasi. Das waren Webinare. Und ich habe gemerkt, wie engagiert die Leute da gefragt haben. Und ich merke das seit einem guten Dreivierteljahr, dass die Nachfrage bei mir steigt. Also dass die Leute bei mir mehr kaufen. Das kann natürlich auch daran liegen, dass ich sichtbarer werde, aber ich glaube auch, dass diese Podcast-Szene so langsam an Fahrt aufnimmt. Also wir haben hier so ein paar Podcaster der ersten Stunde, die einfach nur geniale Sachen gemacht haben und da kommen so Leute wie ich so aus der zweiten, dritten Welle dazu, die das Ganze wieder in Fahrt bringen. Und ich glaube auch, dass diese Marketing-Szene, diese Solo-Unternehmer, Entrepreneurs oder digitale Nomadenszene da auch ihren Teil dazu beitragen wird. Denn es ist einfach nur ein geiles Medium um Vertrauen aufzubauen und es das merken halt auch Unternehmen. Das merken Radiosender, dass die ihre Hörer verlieren und über die Podcasts wiederholen. Und das wird eine Riesenzukunft haben, das ist sicher. Und ich merke, dass es in Deutschland so langsam losgeht. Marcus: Ja, das ist genau auch eigentlich mein Gefühl. Und was ich am Podcast ganz cool finde ist, dass man da authentisch sein muss, wenn man erfolgreich sein möchte, weil alles andere, da fliegste früher oder später auf. Und diese ganzen Internet-Marketer oder Scam oder Geschichten, die nicht funktionieren, die würden da niemals einen Podcast starten, weil funktioniert halt nicht. Gordon: Die eine Sache, die halt immer wichtig ist beim Podcasten, dass irgendwann… Irgendwann kommt der Mensch durch, der man eigentlich ist. Und ich habe vor zwei Jahren mal eine Podcast-Reihe gehört. Zumindest die ersten vier Podcasts. Und es geht ja darum Mehrwert zu schaffen für den, der es hört, dass der mit nem Problem reingeht und mit ner Lösung rauskommt aus der Episode. Genau wie ein Blog-Artikel, genau wie ein Video im Bereich Solo-Unternehmer ne, wollen wir den Menschen helfen. So und dann merkte ich so, die ersten zwei, drei Episoden waren mega mehrwertig. Der war gut vorbereitet, der Typ war … er hatte sein Wissen freigegeben, preisgegeben und ab der vierten Episode war das eine reine Verkaufsshow. Und dann war nichts mehr mit neuem Wissen oder so etwas. Dann ging es nur darum, Leute zu interviewen, die bei ihm im Coaching waren und wei geil er doch für’n Typ ist und so. Und das war einfach nur Scheiße ne? Und da kam der Mensch durch. Er war mega unsympathisch und man saß dann auch in den iTunes Rezensionen ganz unten bei den ersten, da waren noch alles fünf Sterne und dann wurden es immer weniger Sterne. Weil der Typ einfach Scheiße war. Der hat einfach nur seine Verkaufsshow gemacht und damit gnadenlos auf die Nase gefallen. Irgendwann hatte er nur noch zwei Sterne und dann war der Podcast auch weg. Den hat er dann vermutlich aus Scham runtergenommen. Ja, und irgendwann kommt der Mensch durch. Wenn man das aber erlaubt, einfach weil man als Mensch die Marke ist vielleicht, dann ist das geilste Medium meiner Meinung nach, um sich selber und authentisch und als Profi zu zeigen. Also es gibt für mich nichts geileres. Marcus: Mmh mmh, gerade in der Szene bei uns oder bei den digitalen Nomaden oder wo viele Solopreneure unterwegs sind, wo es dann auch um Personal Branding geht, sich selbst zur Marke aufzubauen, ist eigentlich eins der geilsten Tools ever, weil nochmal eine weitere Ebene zum Blogpost hinzukommt. Und für mich persönlich im Vergleich zu nem Youtube-Kanal oder so ist halt weniger aufwendig, die Skype-Interviews zu machen als dann, wo Du dann meistens noch jemanden brauchst für die Kamera oder Du machst halt so einen Vlog oder so, aber ich weiß nicht, irgendwie hat sich das besser angefühlt mit dem Podcast. Gordon: Also was ich so geil finde an Podcasting auch: Du brauchst den Bildschirm nicht. Du kannst irgendwo sein, Du kannst irgendwo liegen, Du kannst Autofahren, Du kannst Deinen Rasen mähen, Du kannst im Gym sein, es sei denn, Du machst jetzt irgendwie Kontaktsport, dann ist es schlecht… aber, wenn man unterwegs ist, dann ist es Wissen on Demand. Das ist Wissen wann Du es willst und ne? Das ist das geile. Und versuch mal nen Blog zu lesen, wenn Du Auto fährst, das geht nicht. Also, das geht schon, aber man sollte es nicht tun. Und das sind so Momente, wo ich Podcast einfach schätzen gelernt habe. Und dieses Wissen dann so darzubieten und den Leuten zu zeigen, dass es nochmal ein Service mehr ist, nochmal eine Plattform mehr für Google. Auch noch mal zum Thema Sichtbarkeit, das hat schon eine Menge Vorteile und wie gesagt, was ich einfach nur geil finde ist, Du lernst den Menschen kennen. Das ist so so wertvoll und so wichtig, finde ich. Marcus: Mmh, perfekt. Und mit Deinem ganzen Wissen, das Du Dir jetzt aufgebaut hast zum Thema Podcasting, was würdest Du anders machen, wenn Du Deinen Podcast nochmal neu starten würdest? Gordon: Was würde ich anders machen? Also, zum Thema Podcasting würde ich tatsächlich nichts anders machen. Also ich würde mein Business anders aufbauen, aber gut, ich habe in meinem Fall auch Lernerfahrung. Meine ersten Geschäftsideen, die gingen halt auch irgendwie in die Hose, aber also zum Podcasting… ich glaube, ich würde diese Perfektion, die ich am Anfang hatte, deutlich runterschrauben. Und ich wäre deutlich schneller und produktiver gewesen und hätte geilere Episoden rausgebracht, wenn ich einfach mich selber vor den Rechner gesetzt hätte und nicht irgendjemanden, wo ich dachte, der jetzt irgendwie mega nen Profi raushängen lassen muss und so. Marcus: Ja, das ist echt so das Problem, dass man da noch voll geprägt ist, so wie es vorher halt war im Fernsehen, das perfekt abgepuderte Bild und durchgesprochen, was genau gesagt wird oder auch im Radio. Und ich glaube, darauf haben die Leute gar keinen Bock mehr und es macht auch die großen Erfolge der Youtuber aus, der Vlogger, die sich selbst nicht zu ernst nehmen, die dann auch mal Schwächen zeigen oder auch der Podcaster, der sich mal verspricht oder so. Ich hatte da nach ein paar Leuten geguckt, wer das vielleicht für mich mastern und cutten konnte. Letztendlich bin ich ja dann bei Dir gelandet. Aber da waren auch welche so “Ich kann Dir die ganzen Ähs rausschneiden und die Mmhs und die Pausen und so weiter” und dann dachte ich so “Nee, das…” Gordon: Das nimmt den Flow raus, das ist Scheiße. Also ähm, ich fluche auch im Podcast, ich verspreche mich im Podcast, ich habe früher massiv gestottert. Manchmal kommt das immernoch durch - Scheißegal! Das bleibt drin und Arschlecken. Und das ist dann einfach authentisch und so muss es sein. Finde ich zumindest. Marcus: Ja, finde ich auch. Was sind Deine nächsten Pläne, wenn Du jetzt in die Selbstständigkeit gehst und noch mehr Zeit hast? Gordon: Auf jeden Fall werde ich diesen Productised Service Bereich ein bisschen mehr ausbauen. Ich hatte so ein paar Ideen durchgespielt und schlussendlich habe ich auch dank Deines Tipps - übrigens noch einmal Chapeaux und danke dafür - auch nochmal meine Community gefragt, die mittlerweile auch recht groß ist, zum Thema “Was wollt ihr eigentlich haben von mir? Was kann ich euch bieten?” Und ne? Ihr wisst, ich habe einen Kurs so, ich merke aber immer wieder, dass 1:1 gewünscht und gefragt wird so. Mich als Backup dazuhaben, wenn jetzt ein Podcast gestartet wird und das brachte mich auf die Idee, einen Service anzubieten in dem ich Menschen begleite. Angehende Podcaster. Also von der ersten Sekunde an begleite. Und zwar bis zu den ersten vier Episoden. Vier Episoden sollte man haben, damit man bei iTunes ernstgenommen wird. Und ich begleite dann quasi den Weg hin zu den ersten vier Episoden bei iTunes. Dass man die drin hat mit allem drum und dran. Und bestenfalls bis hin zu Neu und Beachtenswert. Und ja, diesen Service werde ich jetzt, ich denke mal, spätestens ab Oktober anbieten. Und mal schauen, was das wird. Ich werde weiterhin mehr Zeit haben für Beratung, Einzelberatung, Soundmixing. Ich würde gerne ein bisschen mehr Webinare machen. Parallel schreibe ich auch noch für den Time Verlag hin und wieder mal ein paar Artikel. Ich hätte halt mehr Zeit… Ich mache ja auch mit dem Vladi viel im Affenblog. Dass wir da noch ein bisschen was ausbauen und also… ja, ich freue mich auf neue Kooperationen. Ich freue mich auf neue Ideen, die ich umsetzen kann und so. Und das sind so meine nächsten Schritte. Marcus: Ja, absolut sinnvoll. Und nochmal gesagt, so wie vorhin, ich glaube da total fest daran, dass das ein Erfolg wird. Gerade weil die Podcast-Szene noch nicht so groß ist. Es noch nicht so viele Megaexperten fokussiert auf dieses Thema gibt und einer der ersten oder der Erste, bei dem ich dann da mehr oder weniger gefallen oder gestolpert bin, warst Du dann. Und insofern, wenn Du da jetzt noch mehr Zeit und Energie für hast, die Du in Dein eigenes Business stecken kannst, dann kann das eigentlich nur ein Erfolg sein. Und gerade dieser Out of the Box Service. Genau nach sowas habe ich zum Beispiel gesucht. Wo ich dachte “Ey, ich brauche irgendwie einen Mentor oder jemanden, der es kann. Habe ein kleines Budget zur Verfügung und bin bereit, Geld dafür hinzulegen. Wenn da jemand ist, der mich an die Hand nimmt, der mir genau sagt: So sieht ein Feed aus, Du brauchst eine Wordpress-Seite dazu, Du reicht jetzt ein, Du brauchst einen Mediaserver.” Das war schon sehr hakelig. Und da hätte ich mir auch jemanden gerne an der Seite gewünscht, der mir dann Step für Step geholfen hätte bis, wie Du schon sagst, zu den ersten Folgen, die dann live gehen bei iTunes und am besten vielleicht direkt vier auf einmal.   Gordon: Ja genau. Also das ist so… wenn man das geschafft hat, dann kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Dann ist man… dann hat man die ersten Schritte auch durch und dann kommt ja auch nicht mehr dazu. Es ist ja nicht so, dass man dann irgendwann mit einem neuen Problem konfrontiert wird, ab Episode 20 oder so. Das ist ja… ne? Episode 5 ist ja genauso produziert, wie Episode 1 usw. ne? Was man halt irgendwann noch machen kann, ist vielleicht auch etwas, was ich mir noch überlegt habe, ich mittlerweile dankbarerweise mit meinem eigenen Podcast oder dass ich jetzt so Menschen begleiten kann, wie Dich, die auch einen sehr erfolgreichen Podcast am Start haben oder mit dem Vladi jetzt auch zusammen, immer in den Charts unterwegs bin, dass ich vielleicht so nen “Mein erster Podcast Teil 2” mache. So was für Leute, die schon nen Podcast haben, aber wie macht man den noch geiler? Wie kann man da vielleicht so ein bisschen mehr noch ja reinbringen, dass die Leute mehr reagieren. Dass die mehr geteilt werden. Dass die Inhalte vielleicht besser sind. Geilere Stories erzählt oder so. Einfach so für die Fortgeschrittenen. Marcus: Mmh, so nen Booster, so ne Injection, um den Podcast besser zu streamen. Gordon: Ja, ganz genau, ganz genau. Ja, da fühle ich mich im Moment noch so ein bisschen klein, weil ich noch nicht gestartet bin, aber das wird kommen! Ganz, ganz sicher. Und ja, ich bin sehr gespannt, was da noch so auf mich zukommt. Marcus: Okay, was sind Deine drei Tipps für jemanden, der sagt “Wow, jetzt bin ich voll überzeugt so. Ich fand Podcasts schon immer cool und jetzt ist der Gordon auch noch bei LifeHackz am Start. Da klingt das ja alles ganz easy oder machbar. Ich möchte loslegen, aber ich weiß jetzt nicht wo”? Gordon: Ja, also man muss sich auf jeden Fall sicher sein, dass Podcasting Zeit in Anspruch nimmt. Punkt. Das kann ich niemandem schön reden, es ist einfach so. Ich habe für meine erste Episode, die 30 Minuten ging, nee… die irgendwas um die 20 Minuten ging, da habe ich drei Stunden gebraucht. Also eine Dreistundenproduktion für 20 Minuten. Weil die Handgriffe noch nicht sitzen oder saßen. Weil ich noch nicht wusste, worauf muss ich jetzt im Detail achten. Was ist jetzt richtig, was falsch? Ne? Wir haben ja vorhin drüber gesprochen. Ich habe 12 Mal einen Take-off genommen, weil der immernoch nicht perfekt genug war. Im Endeffekt ist der erste Tipp, den ich geben kann: Einen Moment zu wählen, wo man einfach ein bisschen Zeit erübrigen kann. Also die erste Episode wird lange dauern, aber bei der zweiten wird es schon deutlich schneller gehen, bei dritten noch schneller und so weiter und so fort. Also, wenn ihr mit nem Podcast starten wollt, dann nehmt euch, ne, so nen Tag Zeit, um mit diesen ganzen Tools zurechtzukommen, die es so gibt. Dann Tipp Nr. 2 ist, einfach unperfekt zu starten. Das ist ja auch hier immer wieder Thema gewesen. Unperfekt ist für mich das neue Perfekt. Und einfach loslegen. Und man kann am schnellsten loslegen, und dass ist auch so ne Frage, die hör ich immer wieder “Ja was soll ich denn für Inhalte machen?” Die meisten von uns sitzen auf einem riesengroßen Wissensschatz, weil die meisten schon angefangen haben zu bloggen oder so. Oder haben Videos gemacht oder so. Und dann nimmt man sich irgendwelche Inhalte, die man schonmal geschrieben hatte und spricht die einfach nur mal ein. Einfach nur mal um zu gucken, wie ist meine Stimme? Zeigt das dann Leuten, die einem wohlgesonnen sind, um mal ein bisschen Feedback zu kriegen. So: Wie ist die Stimme? Ist vielleicht die Betonung noch nicht so 100 Pro oder so und dann kann man einfach mal anfangen, die ersten Episoden mal aufzunehmen oder die ersten Beiträge mal aufzunehmen, die man mal geschrieben hat. Fügt dann vielleicht zu neuen Blog-Artikeln nochmal so ne Audiospur hinzu und schaut mal, wie kommt das so an? Und erfahrungsgemäß kommt das immer sehr gut an. Und das ist halt immer so ein erster kleiner Schritt in Richtung vollwertiges Podcasting, wo man dann irgendwann einen Feed erstellt und dann so eine abonnierbare Audioreihe produziert. Also mehr so meine Tipps. Also erstmal unperfekt starten, erstmal einen Blogartikel vertonen, dann gucken wie der ankommt, dann vielleicht tatsächlich in der breiten Masse in einem neuen Blogartikel Audio zu zeigen und wenn das gut ankommt, dann steht eigentlich nichts mehr im Wege. Marcus: Mmh. Und ich glaube auch, dass viele Menschen gar nicht wissen, dass sie da Bock drauf haben. Gordon: (lacht laut) Ja! Glaub ich auch.   Marcus: So ging es nämlich auch meiner Freundin. Als ich dann anfing mit diesem ganzen Podcasting und die ersten Folgen live waren “Hmmm, kann ich nicht auch mal irgendwie probieren” und “ich will mal was einsprechen, wie sich meine Stimme anhört”. Und dann fing sie an und hat mich dann interviewt, so aus Spaß und hatte dann mega Freude und wollte gar nicht mehr aufhören. Gordon: Sehr cool, ja. Marcus: Und jetzt wird die Feli irgendwann auch mal so Gastbeiträge auf LifeHackz machen oder so. Gordon: Schöne Idee! Marcus: Ja genau. Einfach mal machen, ausprobieren. Sonst… Wir kriegen nämlich auch immer so die Fragen gestellt, Feli und ich, als digitale Nomaden “Womit soll ich mein Geld verdienen?” Und wir plädieren ja immer dafür, es am besten mit irgendetwas zu machen, was dann auch Deine Leidenschaft ist, weil dann fühlt es sich am wenigsten nach Arbeit an. Gordon: (lacht) Ja geschickt, ja. Marcus: Das ist ja genau der Trick. Manchmal kann es helfen, wenn man schon einen guten Skill hat, um da an die ersten Kunden zu kommen und damit zu starten. Aber irgendwie im Longterm sollte man schon gucken, dass man das macht, was einen erfüllt und auch Spaß macht. Und genau, dann gibt es auch viele, die sagen “Ja, ich weiß ja gar nicht, was meine Leidenschaft ist, ich habe keine Hobbies, ich brenne für gar nix”. Gordon: (lacht laut) Okay. Marcus: Dem habe ich gesagt “Das kann nicht sein! Und ansonsten probiere es doch einfach mal! Nimm Dir irgendwie eine Reitstunde oder buch mal ne Stunde auf dem Kitesurfbrett oder nimm ne Klavierstunde oder geh mal Laufen oder geh ins Fitnessstudio. Und irgendetwas bleibt dann auch hängen. Oder sprich einfach mal in Dein Mikro am PC rein, nimm das auf und guck, ob Dir das gefällt. Oder interview Deinen Bruder oder Deine Mutter.” Und ich glaube schon, dass es da einige geben wird, die da sagen “Ey cool, das macht ja voll Bock. Vielleicht ist ja ein Podcast mein Ding”. Gordon: Ja, ja. Vor allem, weil man irgendwann merkt, es ist gar nicht sooo viel Arbeit. Also die … gönnst Du Dir jemanden, der sich um den Sound kümmert, keine Frage. Du hast jemanden, der das hochlädt, aber auch jemand, der noch nicht, ich sage mal einen VA hat oder einen Mixer oder einen Mastertypen am Start hat so, es ist nicht so viel Arbeit. Vor allem, wenn man es so ein paar Mal gemacht hat, die Handgriffe sitzen - easy peasy. Ich habe ja den Henry Apell - der ist auch ein recht erfolgreicher Podcaster - der sagte: Mittlerweile ist es für ihn einfacher, mal eben sich das Mikro umzuschnallen, was einzusprechen und als Episode zu veröffentlichen und fertig ist die Laube. Das ist für ihn einfacher, als einen Blogartikel zu schreiben. Und da bin ich überzeugt. Wenn man so ne gewisse Routine hat, so nach 6, 7, 8 Podcast Episoden, dann wird es deutlich entspannter. Marcus: Auf jeden Fall! Ich merke das auch, wie entspannt ich mittlerweile in die Interviews reingehe und am Anfang habe ich mir voll die mega Platte gemacht und dachte so “Och nee, das muss alles cool sein” und “fallen Dir genug Fragen ein?” Gordon: Ich merke jetzt auch, dass Du locker wirst. Marcus: Ja? Cool, gut zu hören. Und es ist ein mega geiles Gefühl, wenn Dein eigener Content, wenn Du etwas kreierst, wenn Du der Welt etwas hinterlässt und auf einmal da Podcast-Folgen von Dir irgendwo aufpoppen. Gordon: Ich finde, das ist immernoch so ein bisschen Magie. Also ähm, ich hab ja zig Stunden meines Lebens in Aufnahmestudios verbracht. Ich bin Sänger in diversen Bands gewesen oder immernoch. Und so Richtgung Rock und Metal. Und ich fand das immer geil#! Weißt Du, Du kommst darein und da ist ja nichts fertig so. Dann macht der Drummer irgendwas, dann machen die Gitarren irgendwas und am Ende ist das fertig so ne? Und dann sitzt Du da jetzt auch als Podcaster vor Deinem Mikro. Du hast das Wissen in Deinem Kopf oder Du hast ein kleines Skript oder so was. Dann sprichst Du das rein, da macht jemand Musik dazu oder Du fügst die rein und am Ende ist das ne richtige Show! Wie geil is’n das?! Und dieses Gefühl, so nen geilen hochwertigen Content zu produzieren, das ist der absolute Wahnsinn! Das ist jedes Mal nur so ein kleines Stück von Dir selber dadrin und das ist einfach nur Magie. Marcus: Mmh, total geil, ja. Und jetzt gerade wo Du das sagst, fällt mir gerade überhaupt auf, wie geil Deine Stimme ist. Du hast so einen Ton, das passt wie Arsch auf Eimer. Gordon: (lacht laut) Marcus: Ja cool, also danke für Deine Zeit! Gordon: Ja sehr gerne! Marcus: Die vielen Tipps zum Thema Podcasting, da ich jetzt auch von immer mehr Leuten gehört habe, das ist cool, was Du da machst. Das ist irgendwie cooler, wenn ich es machen würde und dann habe ich mir gedacht “Ich hole mir den Gordon auf die Show” Gordon: Yeahhh Marcus: Hat jeder was davon und kriegt vielleicht noch mehr Motivation nen eigenen Podcast zu starten. Es kann gar nicht zu viele gute Podcasts geben, darum: jeder der draußen ist und Bock hat, da irgendwas zu machen... Gordon: Wir brauchen - da muss ich nochmal eben kurz einsteigen - wir brauchen auch bessere Podcasts. Wir haben schon tendenziell ne Menge gute da draußen. Mehr als ne Hand voll. Also die Szene wächst, aber es gibt noch ne Menge Altlasten, die immernoch in den Charts rumhängen. Deswegen, wir brauchen deutlich mehr Podcaster da draußen, damit wir auch als Community deutlich wachsen und geiler werden. Marcus: Ich sehe das auch immer so: Je professioneller irgendetwas wird, die ganze Szene, da profitiert auch jeder davon, weil man dann auch in der Außenbetrachtung von ner anderen Bewegung viel ernster genommen wird, als wenn es dann irgendwie nur Schrott gibt. Gordon: Ja genau, absolut. Marcus: Okay, in diesem Sinne! Startet alle nen coolen Blogcast - ähm PODCAST. Blogcast hahaha Gordon: (lacht) Marcus: Blogcast wär vielleicht auch mal nicht schlecht. Stimmt, das machst Du ja. Du liest ja Deine Blogbeiträge dann und vertonst die dann als Podcast. Gordon: Ja genau. Marcus: Ähm… gut. Vielen Dank für Deine Zeit Gordon. Gordon: Ja, ich hab zu danken. Hau rein! Marcus: Hau rein, viel Spaß beim Mastern von dieser Folge! Gordon: (lacht laut) Gut! Marcus: Peace and Out! Gordon: Peace and Out! Das war’s Leute! Das war die Folge mit Gordon Schönfelder. Ich hoffe, euch gefällt der Podcast nach wie vor so gut wie mir. Und wenn ihr es noch nicht gemacht habt, würde ich mich mega freuen, über eine Bewertung auf iTunes unter wwww.lifehackz.de/iTunes. Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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