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Dec 4, 2015

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Interview mit Niklas Faralisch von Farali Production

Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 35! Jo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mal wieder live aus dem Coworking Space Punspace in Chiang Mai, Thailand, dem Digitalen Nomaden Hot Spot. Wir haben jetzt wieder cooles Wetter. Die Sonne scheint und heute habe ich Niklas Faralisch vor das Mikro bekommen.  Niklas ist ein absoluter Senkrechtstarter von 0 auf 100. Ich habe ihn das erste Mal als Praktikant für den Bayrischen Rundfunk kennengelernt, als er einen Bericht über die DNX in Berlin im Oktober letzten Jahres gedreht hat. Und seitdem ist der Typ völlig on Fire und nicht mehr zu stoppen. Und wenn man so sein Facebookprofil verfolgt, denkt man, was macht der denn da schon wieder? Und wie kommt der denn da an die Connection? Und jetzt ist er wieder in Berlin. Und ich wusste auch gar nicht wo er ist und das alles mit, mittlerweile ist er 20, aber mit 19 angefangen.  Also super inspirierend, super coole Story. Freut euch auf das Interview. Es hat mega viel Spaß gemacht mit dem Niklas. Und ich glaube jeder kann da auch was für sich selber rausziehen. Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFEHACKZ 10% Discount. Und jetzt genug geredet, viel Spaß mit der Folge mit Niklas Faralisch. In dieser Folge lernst du:

  1. Wie man auch in jungen Jahren ohne Berufserfahrung erfolgreich wird.
  2. Wieso Fehler enorm wichtig für uns sind, um unser Business voranzubringen.
  3. Wie Dein Mindset Dein Leben beeinflusst.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

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[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 35! Jo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mal wieder live aus dem Coworking Space Punspace in Chiang Mai, Thailand, dem Digitalen Nomaden Hot Spot. Wir haben jetzt wieder cooles Wetter. Die Sonne scheint und heute habe ich Niklas Faralisch vor das Mikro bekommen. Niklas ist ein absoluter Senkrechtstarter von 0 auf 100. Ich habe ihn das erste Mal als Praktikant für den Bayrischen Rundfunk kennengelernt, als er einen Bericht über die DNX in Berlin im Oktober letzten Jahres gedreht hat. Und seitdem ist der Typ völlig on Fire und nicht mehr zu stoppen. Und wenn man so sein Facebookprofil verfolgt, denkt man, was macht der denn da schon wieder? Und wie kommt der denn da an die Connection? Und jetzt ist er wieder in Berlin. Und ich wusste auch gar nicht wo er ist und das alles mit, mittlerweile ist er 20, aber mit 19 angefangen. Also super inspirierend, super coole Story. Freut euch auf das Interview. Es hat mega viel Spaß gemacht mit dem Niklas. Und ich glaube jeder kann da auch was für sich selber rausziehen. Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFEHACKZ 10% Discount. Und jetzt genug geredet, viel Spaß mit der Folge mit Niklas Farali. Marcus: Hi Niklas! Saucool, dass Du am Start bist beim LIFE HACKZ Podcast! Bist Du ready? Niklas: Yeah! Moin aus Berlin. Marcus: Ja, aus Berlin sagst Du gerade. Bei Dir weiß man ja auch nie, mittlerweile bist Du ja ein Fulltime Nomade und überall zu treffen und zu sehen, gerade wenn man Dich auf Facebook verfolgt. Jetzt gerade Berlin, was steht an? Du hast eben kurz im Vorgespräch erwähnt, Du steigst in den Flieger, wo willst Du hin? Niklas: Genau, es geht heute nach Köln-Bonn für eine Produktion, die jetzt bis Sonntag geht und ja, eigentlich das nächste Jahr ist so gut wie im Ausland geplant. Also, ich glaube ich bin gar nicht in Deutschland angesiedelt großartig. Marcus: Ja wahnsinn! Du bist, sag mal selber Dein Alter. Niklas: Ich bin 20, mittlerweile 20 geworden. Marcus: Okay, mittlerweile bist Du 20. Ich glaube mit 19 oder kurz vor Deinem 19. Geburtstag hast Du Feuer gefangen. So ziemlich genau vor einem Jahr und was seitdem passiert ist, ist einfach nur krass, wenn man so mal Deine Entwicklung anschaut. Ja erzähl doch mal selber, wie das alles kam und eins zum anderen. Niklas: Ja, das fing alles an mit dem Ding, man möchte irgendwas mit Medien machen. Man macht ein Praktikum bei nem Sender und klar, als Praktikant hat man jetzt nicht die großen Aufgaben. Und ja, entwickelt sich… zumindest ich habe mich dahin entwickelt, dass ich halt mehr machen wollte, als nur ein Praktikantendasein schieben. Und daraus ist dann mehr oder weniger die Tatsache geworden, dass ich gesagt habe “Okay, ich möchte eigenständig leben. Ich möchte mein eigenes Ding machen, irgendwo auf der Welt, vieles erleben, viel Reisen vor allem - ganz wichtig!” Und habe mich dahin entwickelt, dass ich gesagt habe: Ja, jetzt muss eine eigene Firma her. Jetzt muss was eigenes entstehen und das funktioniert mittlerweile, dass ich davon leben kann, dass ich reisen gehen kann ganz viel. Das was ich am liebsten machen und das mit dem verbinde, was Spaß macht. Dem Video produzieren, fotografieren und ja, den Leuten ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Das ist das coole an der ganzen Sache. Marcus: Okay, wenn man das jetzt so hört, könnte man ja zu der Schlussfolgerung kommen, dass die Praktikas in Deutschland, wahrscheinlich speziell bei Deinen Sendern, wo Du unterwegs warst doch einen so gut vorbereiten und einen so viele Skills gainen, wie heißt das auf Deutsch? - Know-How aneignen lassen, dass das dann reicht, um direkt in die Selbstständigkeit zu starten, ohne irgendwie nem Angestelltenjob ne Chance zu geben. Oder würdest Du sagen, es war bei Dir jetzt aus bestimmten Gründen irgendwie ne Ausnahme, dass das so schnell durch die Decke geschossen ist? Niklas: Ich glaube, das hängt weniger mit einem Praktikum zusammen. Ein Praktikum heißt Orientierung. Das heißt man probiert vieles aus, man bekommt auch mal die Möglichkeit mal was auszuprobieren. Ich habe mir sehr viel selber angeeignet und viel mich einfach connected mit Leuten, die Ahnung davon haben, die mir mehr beigebracht haben, die gesehen haben, er brennt dafür, er hat Bock darauf. Und deswegen hängt das weniger mit nem Praktikum zusammen. Dass einfach ein eigener Ehrgeiz entsteht daraus. Ein eigenes Brennen für ein Thema, für nen bestimmten Beruf und dann möchte man das auch irgendwo erreichen. Und das erreicht man, indem man Erfahrungen sammelt, indem man auszuprobiert, indem man auch mal auf die Fresse fällt. Also wie oft bin ich schon auf die Fresse gefallen und (lacht) musste wieder von vorne anfangen oder zumindest wieder an nem anderen Start anfangen, als den ich eigentlich erreicht habe schon. Und daraus lernt man wieder und das baut so aufeinander auf. Und je mehr das sich aufbaut, desto funktioneller wird das. Bis man dann irgendwann mal sagt: Okay, jetzt habe ich meine eigene Firma, die muss funktionieren, die muss Geld reinbringen, sage ich jetzt mal. Die muss dafür sorgen, dass ich mir was zum Essen kaufen kann. Und dann hängt man plötzlich in diesem Bötchen drinnen. Marcus: Ja krass, Du hast gerade einen sehr wichtigen Punkt erwähnt glaube ich. Dieses hinfallen ist überhaupt kein Thema. Das passiert jedem. Und gerade, wenn man soviel Gas gibt und auf der Überholspur unterwegs ist, wie Du, ist es glaube ich ganz normal, dass Du bei bestimmten Themen irgendwie mal an Deine Grenzen stößt, hinfällst und dann, wie heißt es so schön: Mund abputzen und weitermachen. Oder für die Frauen: Krone richten und weitermachen, habe ich irgendwo mal gelesen. Ich glaube, das ist das wichtige, dass man sich nicht entmutigen lässt. Was ja oftmals nicht ganz einfach ist, wenn man nicht mit den gleichen… mit den richtigen Leuten abhängt, die einem dann auch wieder Motivation geben und einen pushen und vielleicht auch schon die Erfahrung vorher gesammelt hat, dass es irgendwie immer weitergeht. Darum finde ich es umso faszinierender, dass Du in Deinem Alter diesen Sprung gewagt hast und dass Du so, mehr oder weniger jetzt straight das durchziehst, dass man nur darüber staunen kann. Und ich glaube, Du bist ein geiles Vorbild für alle jüngeren Menschen. Niklas: Wobei man auch sagen muss, dass gerade in meinem Alter bin ich alleine. Also ich bin nicht komplett alleine, aber es gibt sehr wenig Leute, die in meinem Alter auf dieser Spur unterwegs sind. Die sagen: Ey ich zieh jetzt mein Ding durch, ich mache das jetzt irgendwo auf der Welt. Ich fliege mal so eben nach Nepal oder ich nehme nen Job in Norwegen an, so wie nächstes Jahr. Was ich über Nacht einfach oft entscheide. Und da gibt’s halt nicht sehr viele Leute davon. Deswegen ist es umso wichtiger, dass man Leute hat, die einen den Rücken freihalten. Leute mit denen man sich mal treffen kann, die einem sagen: Hey, Du bist cool! Das funktioniert, mach weiter so! Oder wie die, die mir zum Beispiel, auf Facebook schreiben mir ganz viele Leute mittlerweile, was für coole Sachen die machen würden. Und das gibt mir natürlich nen Push. Das gibt mir so das Feedback: Es funktioniert, da musst Du weitermachen, da musst Du dran bleiben. Da musst Du einfach Dich weiterentwickeln, obwohl die Kritik im Raum steht: Du bist zu jung, Du bist 20 erst, Niklas. Du hast noch so viel vor Dir! Bekomme ich oft gesagt. Und ich sage: Ja, aber jetzt besteht die Chance, jetzt kann ich nach Nepal fliegen. Was mache ich denn mit 40? Mit 40 kann ich dann vielleicht auch sagen, ich war in 180 Ländern auf der Welt oder 120 Ländern auf der Welt... Marcus: Oder eben nicht. Niklas: ...und konnte dort das erleben, was ich erleben konnte. Oder eben nicht, genau! Das ist der springende Punkt. Also sprich: Lieber jetzt machen, das was einem angeboten wird oder was man super cool findet, sage ich jetzt mal. Als dass man dann die Chance vergeigt und sich im Nachhinein ärgert. Das habe ich zwei, drei Mal bei großen Sachen gemacht in meinem Leben und seitdem überlege ich mir das wirklich zwei Mal, wenn ich ein Angebot bekomme, wo ich mir denke: Eigentlich, hey das passt mega gut. Auch wenn Du danach oder davor die Kritik bekommen wirst: Du bist zu jung. Oder… von Erfahrung sprechen wir schon gar nicht mehr. Es spricht wirklich das Alter, was dieses “Problem” ist. Die Erfahrung, das ist das Nebending, dass man da halt schaut: Okay, der hat die Skills, der hat im Endeffekt den Lebenslauf schon so gelebt, wie er eigentlich passt für diesen Job. Der Haken an der Sache: er ist 20. Da muss man halt überzeugen. Da muss man verkaufen können. Und das funktioniert bei mir momentan. Marcus: Hm, Du sagst gerade, das kann ich mir auch gut vorstellen, dass gerade in Deinem Alter es schwer ist Gleichgesinnte zu finden in Form von welchen, die auch so früh den Sprung in die Selbstständigkeit, gerade in Deutschland, wo es einem als Unternehmer ja nicht wirklich leicht gemacht wird, leider… zu finden. Gibt’s da irgendwelche Ressourcen im Netz, die Du empfehlen kannst oder Plattformen oder Events oder Facebook-Gruppen? Du sagst, ja… wenn jemand genau in dem Alter ist und sich selbstständig machen möchte oder vielleicht schon die ersten hakeligen Schritte geht, auf jeden Fall dahingehen und sich connecten. Niklas: Ja, also ich würde mal sagen: Also ich behaupte ja bis heute, dass ich so ein kleines Kind der DNX bin, was so mehr oder weniger aus dem Event der Digitalen Nomaden entstanden ist. Weil ich dort so gemerkt habe, dass es funktionieren kann. Dass man selbstständig sein kann, auch in jungen Jahren. Dort trifft man eben die Leute, die mit 18, 19 sagen: Ich gründe jetzt mein Unternehmen oder ich ziehe einen Blog auf, der erfolgreich sein soll. Dass ich leben kann davon. Gerade auf solchen Events bekommt man diesen Push wieder. Da bekommt man die Motivation wieder, da findet man die Leute, die auch in jungem Alter das schon machen. Und wenn man das parallel dann kombiniert mit den entsprechenden Gruppen auf Facebook, also gerade die DNX Community Gruppen, da gibt es ja die deutschlandweite oder die zum Event passende Gruppe und einmal die weltweite. Da findet man eben den Anklang, dass man da weitermacht, wo man weitermachen möchte. Da findet man den Rückhalt. Ich baue auf zwei Säulen auf. Die eine Säule ist für mich ganz klar und das ist die größere Säule, muss ich sagen, ist wirklich so die Leute, die ich jetzt bei der DNX kennengelernt habe, ob das jetzt Oktober, Mai, Oktober war, also sprich die letzten drei Events. Oder ob das jetzt ne Facebook-Gruppe ist, wo einfach die Resonanz genial, crazy shit geil ist. Also das ist echt so, wo ich manchmal denke: Wenn jetzt nicht dadrunter noch schreiben würde, dass das geil ist, dann würde ich jetzt auch schon lange aufgeben, weil ich mir denke: Wozu shit happens? Die zweite Säule, die ist so ein bisschen kleiner, das ist die Branche selber für mich. Indem ich Anerkennung finden kann in der Branche, obwohl ich so jung bin, obwohl ich auch in der Konkurrenz bin mittlerweile für gewisse Leute. Also die Leute sehen mich schon als Konkurrenz. Es ist nicht so, dass ich auf nem Markt rumfische, der klein ist und wo ich auf nem Teich bin. Sondern das ist ein großes Meer an Leuten, die dort arbeiten. Die alle das Ziel haben, davon leben zu können. Dass ich halt dieses gewisse Etwas noch mitbringe, was die Auftraggeber dann plötzlich schätzen. Also sprich: Das Offene, das Mutige, dass man einfach den Schritt wagt. Dass man sagt: Ich möchte jetzt mit 19 für ne südkoreanische Airline einen Werbespot produzieren. Dass ich sage mit 20 über Nacht: Okay, jetzt geht’s nach Norwegen für nen neuen Job für zwei Wochen. Ich war in dem Land noch nie. Da ist es bitterkalt. Ich freue mich auch schon auf Teneriffa für das nächste Projekt, was darauf startet, auf die Sonne. Aber ich habe da Bock drauf. Das ist … da ist irgendwie die Leidenschaft da. Und die Leidenschaft merken die Auftraggeber. Die Leidenschaft merken die Leute, wenn sie mit mir reden, wenn sie mich ansprechen, wenn ich mit denen neue Projekte entwickele. Und gerade dieses Projektentwickeln mit Gleichgesinnten, da entsteht ganz viel daraus, zukünftiges oder neue Aufträge, andere Aufträge. Und diesen Weg, den kann ich nur empfehlen. Dass man sagt: Man sucht sich Gleichgesinnte, man geht auf so ein Event, wo Leute auch… wo ausschließlich Leute sind, die entweder diesen Schritt wagen wollen in Zukunft oder die sagen: Ich habe den Schritt schon gemacht, weil es funktioniert. Ich möchte Dir das weitergeben, ich möchte Dir Tipps geben. Diese Tipps auch wahrnehmen, nicht irgendwie gleich boykottieren und sagen: Ja ich bin der Ältere und hab mehr Wissen. Das zählt da gar nicht. Es ist egal im Endeffekt, wie alt ich da bin. Klar, die Leute machen erstmal den Mund auf und wie oft habe ich das schon gesehen, dieses Erlebnis, wo der Mund den Leuten sperrangelweit offen war, lieber als sie vor’m Spiegel sehen würden. Aber ich sag mal so, diese Diskussion um’s Alter, was wir gerade in Deutschland auch erleben und um Bürokratie und allem drum und dran, das hat nichts zu sagen, meiner Meinung nach. Ich sage aber auch ganz oft bei Meetings, wenn ich neue Leute kennenlerne, gar nicht großartig mein Alter dazu. Sondern verstehe es als selbstverständlich, dass ich hier als jemand da sitze, der ein Unternehmen hat, der produziert, der selbstständig arbeitet, der nicht nur selbstständig in Deutschland arbeitet, sondern einfach mal weltweit unterwegs ist und von dort aus arbeiten kann. Also sprich: Ich kann jetzt genauso auch von Norwegen aus meine Produktionen in Deutschland weiterhin betreuen oder auch von Nepal aus konnte ich super meine Sachen in Deutschland weiter arbeiten lassen. Also das funktioniert einfach. Da sitzt man irgendwo, ich sage jetzt nicht am Strand. Bisher habe ich noch nicht erlebt, dass ich am Strand saß unter Palmen und von dort aus arbeiten konnte. Marcus: Ja, Ziele musst Du ja noch haben mit 20. Niklas: Genau ich wollte gerade sagen. Das Ziel steht noch aus, auf der Hängematte am Strand zu liegen und zu sagen: So und jetzt heute scheint mir die Sonne auf’n Pelz und ich arbeite von hier. Aber das habe ich mir vorgenommen für nächstes Jahr. Auf jeden Fall! Diese Situation! (beide lachen) Marcus: Hm ja, Du hast echt ein paar ganz interessante Sachen gesagt. Zum einen, Deine begeisterungsfähigkeit, die Du hast. Ich glaube, das spürt man total. Jetzt gerade auch beim Interview kommt’s schon durch die Stimme rüber, wie Du da gerade sitzt, wahrscheinlich zu Hause mit offenen Augen, funkelnden Augen, und einfach brennst für das, was Du tust. Und wir beide kennen uns ja auch schon sehr gut persönlich und jedes Mal freue ich mich, wenn wir uns wieder sehen, weil ich weiß: Boah, da kriegst Du selber so einen kleinen Kick von einfach Energie und positiver Lebenseinstellung. Das sind ja genau die Leute, die einen dann auch wieder selber pushen. Und genau deshalb arbeiten wir auch total gerne mit Dir zusammen. Hast ja auch schon ein paar Sachen für die DNX gemacht. Zum einen weil Du mega da rein passt. Und dann diese Begeisterung hast, Du brennst für Dein Thema, Du bist der Videographer, Du produzierst gern und machst Bewegbild und dann noch zusätzlich so Dein Servicegedanke. Wir haben ja schon öfters so ein paar Sachen gehabt, da brauchten wir dann noch ein paar mehr Dateien oder nochmal kurzfristig ein paar Kameras oder irgendwie noch ein zweites Video und einen dritten Videomann und dann sollte es noch auf den FTP-Server hochgeladen werden und umbenannt werden und am besten noch bis gestern. Und wir wissen, dass wir da manchmal ein bisschen … und bei Dir, also wir fragen grundsätzlich immer jeden und nachdem was wir wollen erstmal und gehen davon aus, dass die sich dann arrangieren. Und bei Dir ist es jedes Mal so, dass Du sagst: Ey cool, ja klar, mache ich, kein Problem. Genau so läuft das gerade. Genauso läuft das. Ich glaube, gerade wenn man als Dienstleister unterwegs ist, so wie Du. Und das macht auch den Unterschied am Ende des Tages. Wir haben ja auch schon mit vielen anderen Leuten zusammengearbeitet und bei Dir weiß man: Okay, komm Niklas fragen wir, reden über’s Geld, perfekt und dann kommt das auch in Time. Niklas: Das ist halt immer so die Sache. Man muss irgendwo sagen: Okay, ich bin Dienstleister. Oder ich biete etwas an auf dem Markt, klar. Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen zu mir selber: Ich sehe als Challenge irgendwo auch. Also sprich, wenn ich dann etwas zum ersten Mal mache oder mal ausprobiere oder keine Ahnung, man hat dann auch manchmal Produktionen, wo ich mich an den Kopf fasse und frage: Was will der Auftraggeber eigentlich von mir. Das ist unmöglich. Also ich hatte ne Produktion im Sommer auf ner Insel in Deutschland, in Norddeutschland auf ner ostfriesischen Insel und ich bin am Rad gedreht, weil ich nicht verstanden habe, was die wollte von mir, die Auftraggeberin. Das war wirklich… da waren Dinge dabei, die…. beste Sache, wir haben einen dreiviertel Tag an nem FKK Strand gedreht, weil der am leersten war. Alle anderen Strände waren rappelvoll. So jetzt überzeuge mal die Auftraggeberin, dass ich nicht ein Vollformatbild am FKK Strand drehen kann, weil dann zehn nackte Leute noch in meinem Bild rumliegen. Die kann ich halt nicht mit reinnehmen in den Werbespot, das geht leider nicht. Also manchmal steht man schon vor Herausforderungen, wo ich klar auch erstmal schauen muss, wie klappt das? Wie funktioniert das? Da frage ich dann auch manchmal. Also ich frage oft Leute einfach. Das ist … ich stehe auch dazu, dass ich erstmal frage Leute zu dem Thema. Also ich … neue Erfahrungen, dass ich auch sammeln kann. Und sehe es halt als Challenge irgendwie. Ich sehe es als Challenge, einfach mal zu sagen über Nacht: Okay, es fehlen halt noch fünf Kameras, dann müssen halt fünf Kameras über Nacht noch besorgt werden. Auch wenn die Kamera-Verleihe in Berlin sagen: Nee is nicht, wir haben halt nicht mehr auf Lager großartig. Da findet man aber immer auch Lösungen. Das ist dasselbe wie, Leute fragen immer wieder, was hast Du für ein Zeitmanagement? Wie funktioniert das bei Dir? Du bist Tag und Nacht irgendwo in irgendwelchen Produktionen verstrickt und Du schaffst es auch mit Zeitverschiebungen und dann sage ich: Klar, ich arbeite mit Zeitverschiebungen. Ich rechne mir den Jetlag aus, ich rechne mir genau aus, wann ist wo der Flieger auf der Welt von mir und weiß dann auch, so kann ich mir meine Produktionen stricken, dann habe ich meine Freizeit und kann auch sagen, so kann ich mein Leben leben, wie ich möchte. Und nicht eben dann dran gebunden zu sein, fünf Tage die Woche arbeiten zu gehen von morgens 8 bis 16 Uhr. Das ist absolut nicht mein Ding. Dafür bin ich nicht gemacht. Marcus: Hm, und das hast Du schon ziemlich schnell in frühen Jahren erkannt. Woran hast Du das festgemacht, ohne jemals corporatmäßig 9 to 5 wahrscheinlich ja bei euch im Praktikum noch viel mehr Stunden gewesen - ja, ohne mal festangestellt zu arbeiten? Niklas: Das hab ich… oh… jetzt muss ich was zugeben… Das habe ich daran festgestellt, dass ich immer zu spät gekommen bin. (beide lachen) Ich habe das irgendwie die ersten vier Wochen nicht gebacken bekommen. Wie ich in Berlin angefangen habe für die Sender, war ich frisch aus der Schule. Ich hatte nicht sehr viel… also ich hatte schon nen Plan von den Medien, hatte auch schon meine ersten Erfahrungen, hatte auch mein Schülerpraktikum schon gemacht und hatte auch schon die Erfahrung, wie es in Redaktionen läuft. Nur, vom Schulalltag umzuschulen auf nen Tag, der dann halt 10, 12 Stunden dauert einfach mal. Und dann morgens doch relativ pünktlich in der Konferenz erscheinen muss, habe ich in den ersten Wochen nicht ganz gepackt, muss ich sagen. Da waren Tage dabei, da war ich einfach da und dachte mir: WTF schon wieder der Scheiß?! Und klar, mir hat die Arbeit auch irgendwo Spaß gemacht, aber so dieses selber entscheiden zu können, wann ich mir wie was baue von der Arbeits Time Zone her, vom wie ich lebe. Das hat mir gefehlt. Das hat mir ganz stark gefehlt in dem Moment. Hab ich dann nach Wochen gemerkt einfach. Und dann kam’s mir einfach gelegen auch, auf der DNX im Oktober für den Bayrischen Rundfunkt, für die ARD zu drehen und zu sehen, es geht auch anders. Man muss nicht an diesem 9 to 5 festklammern, so wie dass der Deutsche ganz gerne macht. Da wird einem immer wunderbar erzählt, wie toll der Job ist, wo ich mich frage: Bist Du eigentlich glücklich damit? Freust Du Dich jeden Tag auf die Arbeit? Macht es Dir Spaß? Das fragt sich der Arbeitnehmer irgendwann gar nicht mehr, sondern der arbeitet halt einfach nur noch. Der macht das, was er jeden Tag macht. Marcus: Ja, das sind so alte Glaubenssätze, die gerade ältere Menschen auch mir noch entgegenbringen. Die sagen: Wie? Arbeit darf nicht Spaß machen? Arbeit muss weh tun, Du kriegst ja Geld dafür. Die sind irgendwie vom Kopf gar nicht so weit und so offen, dass man beides miteinander verbinden kann. Man kann Geld verdienen und coole Sachen machen. Niklas: Das ist eben das. Und daran habe ich das aufgehangen. Daran habe ich das gemerkt und ich arbeite immernoch gerne für die Sender. Ich mache das auch immernoch beruflich, aber eben komplett freientscheidend. Also sprich, ich bin an keinen gebunden. Klar bin ich an den Kunden gebunden, der mir einen Auftrag gibt. Da halte ich auch meine Deadlines ein. Ich gehe auch mittlerweile pünktlich zu den Meetings. So ist es nicht. Also nicht, dass dieser Eindruck jetzt hier entsteht, ich bin ein unpünktlicher Mensch. Im Gegenteil, ich bin manchmal sehr sehr überpünktlich und versuche alles in die Gänge zu setzen, wenn dann doch der Flieger Verspätung irgendwo hatte oder die liebe Bahn mir einen Strich durch die Rechnung zieht, wo ich mir dann doch denke: Wärst Du doch geflogen, dann wärst Du ein bisschen schneller da gewesen. Aber ich sehe das so ein bisschen lockerer einfach. Also lockerer einfach als andere Leute und bin nicht ganz starr in diesen Terminkalender reingezogen. Was ich aber auch sagen muss ist, dass ich mittlerweile mehr Stunden habe, als in einem 9 to 5 Job. Das ist ganz klar. Da muss man klarkommen, dass man eben dann wenn andere Freizeit haben, gehe ich arbeiten manchmal oder mache meine Arbeit. Wenn ne Produktion vom Ausland aus koordiniert wird, dann habe ich eben Zeitverschiebung, dann sitze ich in Nepal oder in Delhi am Laptop und es sind halt fünf Stunden Unterschied zu Deutschland. Damit muss ich dann halt rechnen, dass ich dann nachts dort arbeite, damit in Deutschland Tag ist in der Zeit. Damit ich auch mit denen kommunizieren kann. Auf der anderen Seite hat man überall diese, keine Ahnung, diese Magic Moments sage ich immer. Das sind Momente, wo man merkt: Woah, es hat sich so gelohnt zu kämpfen für diesen Job, für sein Unternehmen. Zu sagen: Ich möchte zu diesem Haifisch werden. In den Medien ist es ein Haifischmarkt. Mit dem Haifisch überleben und leben können einfach. Und diese Momente sauge ich auf. Diese Momente merke ich ganz ganz oft mittlerweile. Die sind immer öfter gekommen. Je länger ich gearbeitet habe, je länger ich an mir selber auch gearbeitet habe an meiner Persönlichkeit, desto mehr habe ich gemerkt, diese Momente wo man merkt: Hey coole Sache! Das sind Dinge, auf die kommt man gar nicht. Das sind Dinge… manchmal bekommt man ein Jobangebot, wo man sich denkt, auf die Idee wäre ich vor fünf Jahren gar nicht gekommen oder vor einem Jahr, dass ich das mal machen kann. Dass ich dieses Land mal kennenlernen darf. Dass ich dort mal leben kann ne Zeit lang. Und das sind die Dinge, die mich aufbauen, die mir Kraft geben. Weil klar, Du merkst: Ich brenne für meine Sache, ich hab da Bock drauf, ich möchte das machen, ich möchte das wirklich machen. Nicht irgendwo nur meine Träume träumen, sage ich mal, sondern meine Träume auch leben und leben zu können. Auf der anderen Seite muss man aber auch sehen, dass ich jemand bin, der … wie soll man sagen? - der auch mal in seinen Löchern hängt. Der auch mal seine Tiefs hat, die ich auch lebe, die ich auch zugebe. Das sage ich jetzt nicht unbedingt den Auftraggebern. Dem gegenüber bin ich immernoch derjenige, der ich bin. Aber ich bin genauso einer, der eben nicht den ganzen Tag aus dem Toaster rausspringt und sagt: Jo hey, ich funktioniere. Sondern, ich habe klar auch meine Tage, da ja… hänge ich in meinem Depriloch rum, frage mich, wieso hänge ich jetzt gerade in Nepal rum und schon wieder Stromausfall und muss mich schon wieder ärgern über irgendwelche Produktionen oder es läuft hier und dort nicht oder man merkt dann plötzlich: Oah Shit, hier ist schon wieder was schief gelaufen in der Produktion. Das hat man auch irgendwo. Und dann helfen einem diese Momente, die sagen: Hey geil was Du machst! Das ist richtig cool! Das sind die Momente, wo man sagt: Kick-Off, hau rein, mach weiter! Das hilft einem extrem weiter. Und wenn man die Momente nicht sucht und lebt, ey dann haste verloren. Sorry, aber dann lebst Du Dein Leben so wie der Arbeitsmarkt es Dir vorlebt und hast Dich nicht irgendwie entschieden für nen Preis. Meine Meinung zu dem Thema zumindest. Marcus: Ja, und was Du gerade sagst ist glaube ich ganz normal. Also das hat Feli, das habe ich, das hat der Tim Chimoy, den ich hier in Chiang Mai getroffen habe. Das haben die vier Unternehmer gehabt, die ich gestern für den Podcast interviewed hab. Das ist glaube ich ganz natürlich und auch wichtig für die Leute, die jetzt zuhören und überlegen selbstständig zu werden. Darauf sollte man vorbereitet sein. Es kommt immer wieder, dass Du da sitzt und denkst: Scheiße, was mache ich hier eigentlich? Macht das alles noch Sinn? Und irgendwie fühle ich mich alleine. Und dann ist es auch egal, ob Du gerade in Nepal bist und es regnet und es ist Stromausfall oder in Thailand oder in Berlin. Das kann Dich überall treffen. Und das halt gepaart mit dieser unternehmerischen Unsicherheit, dass man nie weiß: Kriege ich nächsten Monat genug Aufträge rein? Kann ich meine Steuern zahlen? Kann ich davon essen? Und gerade, wenn man sich dann auch in Deutschland dann wieder befindet, dass man doch von sehr viel Bedenkenträgern umgeben ist. Dann werden diese Zweifel oftmals auch wieder größer. Aber ich glaube, diese Magic Moments, wie Du sie genannt hast, die entlohnen einen dann wieder für alle Täler und Tiefs, die man vorher durchleben musste. Niklas: Klar, das gehört dazu. Und man hat in Deutschland seine Zweifler. Ich freue mich auch jedes Mal, wenn ich in Deutschland wieder lande und sage: Herzlich Willkommen in der Bürokratie schlechthin wieder. Also da sind Dinge dabei, wo ich mich frage: Was soll das eigentlich hier?! Was mache ich, was fülle ich hier für ein Formular eigentlich schon wieder aus? Ich möchte einfach arbeiten gehen gerade. Also, ich merke auch, klar immer wieder, wenn ich in Deutschland lande, dass ich in Deutschland gelandet bin. So ist es nicht. Auf der anderen Seite kann man so viel entdecken und ich bin so ein kleiner Träumer. Und ich habe mir auch schon überlegt, ob ich jetzt einfach im Dezember ne Landkarte aufspanne, mit nem Dartpfeil irgendwo drauf werfe und da auch hinfliege. Und von da aus versuche irgendwie zu leben und zu arbeiten. Auf solche Ideen komme ich auch manchmal. Ich muss sagen, die besten Dinge die ich gemacht habe, oder für die ich mich entschieden habe in meinem Leben, die habe ich über Nacht entschieden. Die habe ich nicht entschieden, indem ich wochenlang oder mir stundenlang den Kopf dadrüber zermürbt habe, sondern einfach aus dem Bauch heraus gesagt habe: Ja mache ich oder nein mache ich nicht. Das waren die besten Entscheidungen. Das waren die besten Produktionen. Das waren die Produktionen, wo ich gesagt habe: Woah das war so cool. Das macht so viel Spaß. Allein diese Nepal Story, das hab ich über Nacht in Frankfurt entschieden und hatte überhaupt keinen Plan von dem Land. Da war auch noch kein Erdbeben passiert und nichts. Und trotzdem bin ich geflogen. Das Erdbeben ist passiert. Das war ne geile Zeit dort. Es hat richtig viel Spaß gemacht. Klar Stromausfälle, W-LAN Ausfälle und solche Späße habe ich halt durchlebt, jeden Tag. Aber es hat sich gelohnt irgendwo. Es hat .. ja. Das war so das Ding schlechthin. Also das war einer der Highlights dann auch wieder, wo ich gesagt habe: Hey, mit 19 einfach mal am Mount Everest stehen zu können und am nächsten Tag in aller Ruhe seine Arbeit weiter verrichten zu können in der Lodge. Wer kann das schon von sich behaupten? Also zumindest ich kenne nicht so viele Leute, die sagen können: Ich stehe am Mount Everest und arbeite von dort aus irgendwie meine Produktionen ab oder meine Dienstleistung oder baue Websites oder… Man kann mittlerweile so viel machen auf der Welt und trotzdem davon leben zu können und zu sagen: Ich lebe mein Leben dort wo ich möchte, wie ich möchte und habe meine freie Zeiteinteilung, bin aber noch gebunden an meinen Kunden. In dem Fall, wenn Du Dienstleistungen anbietest. Wenn Du eben nicht, sage ich jetzt mal, im Blogbereich ist es ja vielleicht ein bisschen anders, wo man sagt: Okay, ich habe meine bestimmte Leserschaft, ich habe meine bestimmten Uhrzeiten wann ich in meinem Blog poste oder wenn ich meinen Blogartikel veröffentliche. In der Dienstleistunge ist es halt manchmal auch so, dass Du dann Deadlines hast. Und das bedeutet dann manchmal auch, dass man strange Arbeitszeiten hat, wo ich mich dann halt auch frage: Muss das jetzt unbedingt sein? Muss ich jetzt schon wieder ne Nacht durchmachen, damit ich irgendwie Sachen ändern kann noch oder irgendwelche Skype-Sachen klären kann? Klar das ist halt bei mir manchmal extrem geworden, indem ich merke, ich kommuniziere mit Leute weltweit. Und dann passiert’s halt, dass man nachts um 4 mit Leuten in Singapur spricht oder um nachts um 2 mit Leuten in New York spricht, weil man eben dort ne Produktion betreut. Marcus: Ja, aber irgendwie macht es auch total Spaß immer wieder, das kann ja fast süchtig machen, dieses Dopamin, immer wieder neue Challenges und Adventures und Herausforderungen anzunehmen, gerade weltweit. Niklas: Ja, ich sage, das ist eine Sucht. Andere Leute haben ihre Zigaretten oder den Alkohol, wobei ich auch gerne feiern gehe, so ist nicht… Aber ich bin nicht alkoholsüchtig deswegen. Und ich habe so die Sucht, neue Sachen zu entdecken. So neue Herausforderungen zu finden und die auch zu meistern. Danach sagen zu können: Yeah! Es hat geklappt, es hat funktioniert! Die Leute sind happy, es hat funktioniert! Keine Ahnung. Ich bin selber happy. Vor allem, ich verkaufe kein Produkt von dem ich nicht selber überzeugt bin. Das klingt jetzt ein bisschen altbacken irgendwie aus der Supermarktbranche oder keine Ahnung so aus dem Verkäuferbereich, aber es ist einfach so. Happy Smile sage ich immer zu dem ganzen Ding. Wenn ich was nicht verkaufen kann oder wenn ich dazu nicht stehe, dann brauche ich gar nicht erst anfangen damit oder dann brauche ich das gar nicht fertig prodzieren, ganz wichtig. Marcus: Ich glaube genau dieses Mindset haben auch super viele kreative und Freigeister, wie Du es bist oder irgendwelche DNXler, die da rumrennen. Das ist einfach diese Sucht nach neuen Herausforderungen, anderen Ländern, anderen Kulturen, irgendwelche Challenges, die man lösen muss. Geht mir genauso. Von daher kann ich das voll nachvollziehen. Und was Du eben sagtest, viele Sachen entscheidest Du aus dem Bauchgefühl heraus, in Frankfurt irgendwo über Nacht. Ich glaube darum geht’s. Einfach Dinge mal zu machen und zu sagen: The Time is now. Was Du vorher auch schon gesagt hast und auch mal dem Schicksal die Gelegenheit geben zuzuschlagen. Heißt ready zu sein. Viel sagen oder verwechseln das immer mit: Ja der Niklas der hat ja so viel Glück gehabt und jetzt ist er schon wieder in Nepal und auf der AIDA und Markus und Feli haben auch Glück. Und die sind ständig in der Zeitung und das läuft ja irgendwie alles von alleine. Aber, die ganze Arbeit die dahintersteckt bzw. auch dieser Mut dann zu sagen: Okay, machen wir, kein Problem! Ja DNX im Ausland, machen wir. GLOBAL machen wir. Und sich danach dann erst um den ganzen Pain zu kümmern, wie zum Beispiel International Tax oder sowas, was uns jetzt gerade völlig überfordert. Wo wir uns aber gerade jetzt Hilfe reinholen. Ich glaube das macht den Unterschied, erstmal zu sagen: Jo, ich bin ready, ich mache es. Oder selbst, wenn Du noch nicht ready dafür bist. Ich kenne super viele Beispiele, die nach dem Prinzip “Fake it until you make it” leben. Die sagen: Ja klar, Java-Design kann ich coden, kein Problem. Und dann haben die schon wieder nen fetten Auftrag und kümmern sich dann, weil sie auch müssen, wie man dann in Java coded, was ihnen dann selber auch wieder viel bringt. Darum ist das einfach so geil, dieses Unternehmertum. Selbst entscheiden zu können, welche Aufträge nehme ich an, welche nehme ich nicht an. Und ständig, ständig weiter zu wachsen. Niklas: Die Leute sehen halt meistens die äußere Fassade. Klar, die meisten sehen bei mir zum Beispiel in Facebook irgendwelche geile Bilder oder auf meiner Homepage oder irgendwelche Referenzen oder… ich bekomme mittlerweile so oft auch Screenshots von Fernsehbeiträgen oder von irgendwelchen Sachen, die im Fernseher laufen, wo ich halt vorkomme. Klar freue ich mich jedes Mal darüber. Auf der anderen Seite denke ich mir: Oh mein Gott, da haben schon wieder so viele Leute die Sendung gesehen. Das finde ich manchmal ein bisschen sehr erstaunlich bei gewissen Beiträgen. Marcus: Jaja (lacht) ging mir auch so. Gerade mittags. Niklas: Auf der anderen Seite gibt’s klar noch ein Arbeitspensum, was man hinter den Kulissen nicht mitbekommt. Und ich hatte mal nen Schulfreund eingeladen, den ich wirklich lange Jahre schon kenne, nach Berlin. Das war ein typisches Berlin-Wochenende. Ich einfach nur Stress gehabt, von einem Termin zum nächsten gehetzt. Wo die laufenden nächsten Produktionen vorstanden. Ich musste in diverse Botschaften für Visa und solche Späßchen. Und ich hatte keine Zeit für ihn. Und er hat sich durchgehend selber beschäftigen müssen dieses Wochenende und meinte nur bei der Abreise am Hauptbahnhof zu mir: “Ey Niklas, eigentlich hast Du ein Scheißleben, bist nur ein Workaholic und irgendwie, also das denkt man gar nicht so, wenn man bei Dir im Facebook liest. Du warst bei der Queen oder Du hast beim Champions League Finale und hast dort gearbeitet oder bist plötzlich auf nem Schiff für ne Woche unterwegs mal so eben. Das habe ich gar nicht gecheckt, dass das so viel Arbeit ist, dass da so viel dahintersteckt.” Und das finde ich auch wichtig noch zu sagen, dass man oft nur ne Fassade sieht und auch den Menschen dahinter sehen muss. Und den Menschen auch akzeptiert und eben nicht dieses Neid-Gefühl sofort raushängen lässt. Weil oft sind die Menschen, die jetzt nen Erfolg feiern, wie ihr auch dazu gehört, die plötzlich bei stern TV eingeladen sind… manchmal frage ich mich auch, wie ihr auf gewisse Zeitungen kommt. Das finde ich so faszinierend bei euch jetzt zum Beispiel. Dass ihr in Medien auftretet, die man gar nicht damit verbindet teilweisen. Mit Leuten, die halt diesen Freigeist leben, sage ich jetzt mal. Und da weiß ich aber auch bei euch steckt ne wahnsinns Arbeit dahinter. Bei mir steckt ne wahnsinns Arbeit dahinter. Und das darf man nicht vergessen. Das muss man auch sehen wirklich und nicht irgendwie diese Fassade überspielen. Das tut mir manchmal weh, wenn die Leute sagen: Kriegst doch eh alles in den Arsch geschoben. Marcus: Mh, das meinte ich ja eben mit … dass viele das unterschätzen und sagen: der hat ja nur Glück gehabt. Und gerade auf Social Media. Ich … es ist halt leider so. Ich tendiere dazu auch, muss ich zugeben, zeigt man sich eher von seiner besten Seite und von den coolen Momenten. Die will man ja sharen. Und nicht, wenn wir jetzt gestern in Chiang Mai dann im Dauerregen hier den ganzen Tag in dem Coworking Space gesessen haben. Ich habe gestern sechs Skype Calls gemacht, davon vier Interviews für LIFE HACKZ. Das sieht dann irgendwie kein Mensch, wenn das Licht Dir auch noch ausfällt oder so. Und ich meine, das shared man dann auch nicht auf Facebook, weil irgendwie man so darauf trainiert wurde Facebook ist das schöne Disneyland und da passieren nur schöne Sachen. Niklas: Wobei ich auch schon dazu tendiere oder momentan mache ich es noch nicht so krass, aber dass ich sage, zumindest in meinem Privataccount, dass ich sage, dass ich in Zukunft auch mal Momente teilen werde, die eben nicht happy sind. Wo ich Leute auch immer teilnehmen lasse, dass eben dieses Fassadendenken endlich mal aufhört. Weil ich das gerade in den Sozialen Medien wahnsinnig spüre, dass dieses Fassadendenken noch da ist. Und ich andauernd diesen Neid spüren muss. Klar ich wehr das irgendwo ab und ich setze das auch irgendwie in den Hintergrund und denke mir: Ach shit happens, ist doch scheißegal, was die Leute da schon wieder über mich reden. Aber dass ich auch mal zu den Seiten stehe, dass mal, keine Ahnung, dass mal was schief läuft oder so. Ich meine, es gibt genügend, ich sage jetzt mal Best Of Videos von mir, wie ich am Set stehe und total versagt habe oder wenn mal was total schief läuft oder keine Ahnung, die Sachen gibt’s auch. Vielleicht sollte ich einfach mal daraus ein Video machen. Best Of Niklas Filmproduktionen und (lacht) wo ich dastehe und mich frage: Was sollte das eigentlich von mir selber? Aber ich stehe dazu und man kann nur daraus lernen und Fehler sind dazu da, um daraus zu lernen und sich weiterzuentwickeln und da kann irgendwann mal was cooles entstehen und man kann dann irgendwann auch mal sagen: Okay, das ist ne coole Sache, auch wenn nicht alles perfekt gelaufen ist. Und das ist ganz wichtig. Dieses Feeling zu haben. Marcus: Ja, aber ne Challenge kann auch sein, dass viele Leute es gar nicht hören wollen, weil die vielleicht so überzeugt sind, dass dieses Leben einfach nur schön und easy ist und easy going und Digital Nomad wird ja gerade auch sehr gehyped und viele sehen das so als völlige Glücksfälle, die alle anderen Probleme dann heilt. Und Du kannst es noch so oft in Interviews erwähnen, auf der Bühne sagen. Und wenn Du dann mit den Leuten zum Beispiel im DNX CAMP zusammen abhängst zehn Tage und die kommen dann nach drei Tagen an und sagen: Ey Marcus, das ist ja crazy, wieviel ihr arbeitet. Das ist ja nur krass, das hätte ich ja nie erwartet. Dann denkst Du so: Ey Typ! Du warst jetzt schon auf zwei Konferenzen. Du hast wahrscheinlich schon viel zu dem Thema gehört und gelesen und Du überliest immer die wichtigsten Zeilen, wieviel Arbeit das ist und wieviel Demut das auch erfordert und wieviel Aufopferung. Ich meine, jeder der selbstständig ist. Ob das jetzt der Bäcker an der Ecke ist oder ein Online Unternehmer, steckt da so viel Herzblut und Arbeit rein und ich finde es manchmal ein bisschen schade, dass die Leute diesen Punkt schlichtweg übersehen und dann zurecht natürlich, erstmal enttäuscht sind, wenn es nicht so läuft, wie sie sich das vorstellen. Niklas: Das ist halt immer so ne Frage, wie man es präsentiert und wie man es verkauft. Klar, wir verkaufen positives Feeling. Man muss zwischen den Zeilen mitlesen. Das ist ganz wichtig. Und dieses zwischen den Zeilen, das versucht ja auch immer wieder klar darzustellen. Bei der DNX spüre ich das auch immer wieder. Dass auch gerade die Speaker oder die Workshopleiter sagen, das habe ich bei mir versucht im Workshop auch klarzumachen, es ist eben nicht nur immer Ponyhof und Geburtstagskuchenfeiern. Sondern es bedeutet dann halt aber auch, dass man auf gewisse Dinge verzichtet. Dass man halt dann auch mal, keine Ahnung, im Facebook liest: Ah gerade steigt schon wieder ne fette Party in Berlin und ich habe für gerade auf Norderney und Ostfriesland rum jetzt gar keine Party. Hier sind lauter Senioren, die ihren Kururlaub machen und (lacht) dann muss man halt die Abstriche machen. Dass man dann halt, zumindest bei mir ist es halt so, dass ich im Privatleben halt einfach meine Abstriche mache. Dass ich sage: Okay, Freundin ist momentan nicht drin. Letzte Beziehung hat nicht funktioniert. Mein Zeitplan ist nunmal straff. Man muss irgendwo auch bestehen können. Man muss halt auch entscheiden, welche Lebensform möchte ich irgendwann mal haben. Möchte ich ne Familie haben? Möchte ich, keine Ahnung, man kann auch mit Familie viel reisen. Und es gibt ja auch Familien unter den Digitalen Nomaden, die auch weltweit leben können und reisen können, wo die Kinder dann halt zu Hause Unterricht bekommen, Schulunterricht oder in die örtlichen Schulen gehen. Das muss man halt selber für sich entscheiden und sagen: Okay, hab ich Bock drauf oder hab ich keinen Bock drauf? Und bei mir ist es so, ich hab Bock auf dieses Leben. Ich mache dann halt auch manchmal Sachen, wo ich mir denke: Is nicht mein Ding, aber muss sein. Das fängt schon bei der Bürokratie an, dass ich sage: Okay, Rechnungen schreiben kann ich, aber bei der Steuer hört’s bei mir auch irgendwo auf bei gewissen Sonderklauseln die ich da nicht verstehen muss. Da bin ich doch froh, wenn ich nen Steuerberater manchmal frage: Was bedeutet das hier eigentlich, was ich ankreuzen soll? Aber das sind halt so die Herausforderungen des Lebens. Und die lebe ich einfach. Da finde ich’s cool, dass man auf Leute wie Dich stößt, die sagen: Hey, lass uns was zusammen machen. Lass uns mal ein Projekt starten oder es entstehen viele Projekte heraus. Und wenn ich mir überlege, ich habe mittlerweile Angst muss ich sagen, Respekt vor den DNX Veranstaltungen, weil ich weiß, danach sind schon wieder 20.000 neue Projekte am Start. Danach muss ich schon wieder all meine Flüge umdisponieren wahrscheinlich, weil irgendwas völlig anders läuft, aber okay. Ich habe immernoch Bock drauf und ich gehe immernoch gerne hin und nach der letzten DNX sind jetzt mittlerweile fünf Auslandsproduktionen a drei Wochen entstanden á drei Wochen entstanden, mindestens drei Wochen. Marcus: Wow. Niklas: Das ist ne Anzahl, wo ich mir denke, das wäre mir bei der ARD oder beim Bayrischen Rundfunk nie eingefallen damals. Wo ich gesagt habe... Da war ich halt in Berlin angeklebt, an der Stadt und ja so bei mir ist es jetzt ja wirklich so, ich fliege erst in die Sonne, dann geht’s ins bitterkalte Norwegen, dann geht’s wieder in die Sonne, dann geht’s wieder in die Berge. Also sprich, es wird wieder kalt werden. Aber die Abwechslung finde ich ganz cool eigentlich, so von wir bräunen uns ne Runde und danach geht’s ab wieder in die Kälte und dann wird man wieder ein bisschen blasser. Bin gespannt, was die nächsten Jahre so mit sich bringen. Marcus: Absolut. Ja cool. Das erweitert ja auch absolut den Horizont. Je mehr man sieht, je mehr man reist, je mehr Länder man kennenlernt oder andere Kulturmenschen. Dadurch wächst man auch wieder und man muss sagen, wenn man Dich auf der DNX beobachtet. Du bist ja auch völlig unter Strom, was cool ist. Und genauso soll ja so ne Konferenz auch genutzt werden. Dass man sich mit anderen connected und unterhält und austauscht und macht und tut und von daher wundert mich das überhaupt nicht, dass da immer so viel bei Dir dann hängen bleibt. Und je mehr Leute man dann auch kennenlernt, können die einen natürlich auch wieder connecten und der sucht nen Videographer für das und daraus ergeben sich dann wieder 1.000 Sachen. Also dieses Be Ready, wenn die Chance da ist und dieses Connecting the Dots. Dass man, je mehr Leute man… das habe ich vorher auch unterschätzt… je mehr Leute man in seinem persönlichen Netzwerk hat, um so mehr Chancen ergeben sich auch für einen selber. Aber man muss halt offen sein. Niklas: Ja, das ist ganz wichtig. Ich sage einfach, es macht immernoch Spaß und ich freue mich einfach auf’s nächstes Jahr. Ich freue mich auch auf dieses Jahr, keine Frage. Dieses Jahr habe ich noch tolle Produktionen vor der Nase, aber es ist so, keine Ahnung, die Vorfreude ist schon wieder so da und es kribbelt, wenn man in Richtung Flieger geht. Und wenn’s heute nur für nen Inlandsflug ist. Bald geht’s ja auch wieder auf die Langstrecke, dann gehe ich wieder raus auf die Piste. Es muss einfach wieder auf die Piste gehen irgendwie. Genau, also mir wird’s langsam zu kalt hier. Deswegen überlege ich noch, ob ich im Dezember schon da in die Sonne fliege. Also ja. Marcus: Was ich bei Dir noch nen ganz interessanten Punkt fand, als Du als Newcomer auch auf der DNX Stage gewesen bist, hast Du ganz am Ende vom Talk erwähnt, dass Du Deine Firma, Deinen Brand Farali Prduktion genannt hast, weil das früher Dein Name gewesen ist, mit dem Dich andere aufgezogen haben in der Schule und gehänselt haben. Ist das so ne Art von Dir damit umzugehen? Das ist bestimmt für jeden ne harte Phase und ne harte Zeit. Gerade Kinder und Jugendliche können ja richtig fies sein, sowas mitzumachen. Ist das jetzt für Dich so ne Art Vergangenheitsbewältigung oder zu sagen: ich blende das jetzt nicht aus. Das gehört irgendwie komplett zu meinem Leben und das ist eine Phase, die habe ich jetzt hinter mir gelassen und ich stehe jetzt auf der Seite und mache die ganzen Produktionen weltweit und nenne mich Farali Production? Niklas: Das war mir auch extem wichtig mal klarzustellen, dass man, wenn man ne Firma gründet oder ein Unternehmen oder irgendnen Namen entwickelt, dass man ne Story erzählen kann. Es gibt nichts schlimmeres, als wenn ich vor meinen Kunden stehe, wo ich nicht weiß was der Name bedeutet oder wo hinter dem Firmennamen nicht irgendwas cooles steht. Irgendne Story. Das ist manchmal so ein kleiner Eyecatcher, wenn man im Meeting sitzt und sagen kann: Hey ich habe meinen Firmennamen danach genannt, wie mich Leute früher gemobbt haben. Wenn man das schön verpackt, dann ist es schon so: Wow krass, der ist kreativ, der hat sich was überlegt, der hat nicht irgendnen Scheiß dahergenommen, der hat nicht seinen Namen genommen und dahinter GmbH gesetzt, sondern er hat sich mehr darüber Gedanken gemacht. Und klar, für mich ist das auch Vergangenheitsbewältigung. Für mich ist das auch irgendwo Genugtuung, dass ich den Leuten zeigen kann, das war ne Vielzahl an Leuten, die mich echt ausgegrenzt haben, dass ich denen zeigen kann: Ey Leute, wisst ihr, es ist nicht so wie ihr immer gedacht habt. Klar war ich nie der coolste in der Schule und ich war auch nicht derjenige, der die Markenklamotten getragen hat, oder der jetzt die neuesten Techniksachen hatte. Also ob das ein iPhone dann war oder irgendwelche anderen Sachen, die halt dann plötzlich In waren. Zu denen habe ich nicht gehört. Ich war immer der Außenseiter irgendwo bis zum Abitur durchgehend. Und nach dem Abitur sind all die Leute auf mich zugekommen und haben gefragt: Ey kannst Du mir nicht doch helfen? Und: Ist total krass was Du jetzt machst mittlerweile. Wen Du alles treffen kannst. So, wo Du überall abhängst. Um es mal so zu formulieren und das stärkt so mein Selbstbewusstsein mittlerweile. Klar, ich sage auch weiterhin, ich gehöre nicht zu den schönsten Leuten auf der Welt. Das verstehe ich auch. Aber ich habe meinen Traumberuf gefunden und kann es den Leuten jetzt zeigen, die eben nicht dazu gestanden sind. Die gesagt haben immer: Ah das funktioniert eh nicht. Niklas, verabschiede Dich von dem Traum in den Medien zu arbeiten. Das waren ganz oft die Aussagen. Wie oft wurde man von den Lehrern belächelt, weil man irgendwas mit Medien machen wollte, weil man in dem Business starten wollte. Weil man was machen wollte. Weil man davon leben wollte. Und mittlerweile ist es so, dass ich an meiner eigenen Schule gefragt worden bin und es auch machen werde, ob ich nen Vortrag zu dem Thema halten möchte. Marcus: (grinst) Niklas: Das Rad hat sich gedreht und wenn ich mir jetzt überlege, dass ich gegenüber den Lehrern jetzt auf ner ganz anderen Position stehen werde bei diesem Vortrag. Also sprich, der Lehrer wird nicht mehr dastehen können und sagen können: Ey das ist scheiße, was Du machst. Oder der kann sich vielleicht Privat seine Meinung dazu bilden, aber er kann es nicht im Namen der Schule machen. Und das ist für mich so der Moment, wo ich mir denke, ja irgendwann schließt sich der Kreis. Irgendwo hat sich mal der Pfeil gedreht andersherum. Irgendwo gab’s doch ein bisschen Karma und ja, ich freue mich einfach, dass es funktioniert. Und dass ich jetzt auch Lehrern gegenüber mal stehen darf, die immer gesagt haben: Hey Niklas, Du bist nicht so die Sportskanone. Auf der anderen Seite kann ich zu den Lehrern auch schreiben: Wisst ihr, ich habe beim Champions League Finale gearbeitet, das hat was mit Sport zu tun. Und da gehört ein bisschen mehr dazu, als dass ich weiß wie Fußball funktioniert. Naja, und das ist so ein Feedback, was ich aufsauge momentan. Das stimmt, es hat mit Vergangenheitsbewältigung zu tun. War nicht die schönste Zeit, aber jetzt freue ich mich umso mehr, dass ich jetzt ne andere Zeit habe. Dass ne andere Zeit angeschlagen worden ist und ich so viel erleben darf einfach. Marcus: Cool! Ja danke, dass Du so offen bist. Ich glaube, das macht vielen Mut, die in ner ähnlichen Phase stecken oder sowas schonmal gehabt haben oder zu wenig Selbstbewusstsein haben. Und ich wundere mich auch immer wieder, welche Leute mit dem Thema Depression, schwarze, tiefe, doofe Gedanken zu tun haben. Irgendwie habe ich das Gefühl, es betrifft mega, mega, mega viele Leute und die wenigsten sprechen darüber. Und jeder hat mal so Phasen. Umso besser, wenn es Leute gibt, die darüber sprechen, anderen Mut machen und dadurch auch zeigen, man kann sowas auch bewältigen oder für sich nutzen und auf der anderen Seite des Lebens stehen. Und im Grunde sind ja negative Gedanken auch immer nur Gedanken. Die sind in Deinem Kopf, die sind ja gar nicht existent. Das ist ja nichts, was wirklich da ist, sondern das ist, was man sich selber einredet. Aber das ist ein anderes Thema, darüber kann ich noch stundenlang reden. Ich bin total happy, dass Du so offen warst. Dass Du so viel Know-How geshared hast. Dass Deine Lebensgeschichte, die mega inspirierend ist, hier nochmal thematisiert wurde und will Dich jetzt auch nicht länger aufhalten, weil ich weiß, Du musst den nächsten Flieger kriegen. Niklas: Ja, ich hab noch ne Stunde Zeit, ist alles gut. Ich muss noch meinen Handgepäckkoffer packen im Chaos und dann geht es ab. Marcus: Okay, Du bist nur mit Carry on und kannst direkt zum Gate, also ohne einchecken, ne? Niklas: Nein, ich bin ja sehr minimal aufgestellt, was das betrifft. Marcus: Perfekt, ein Traum. Ich liebe es auch. Wir reisen gerade in Thailand jetzt mit dem Minaal durch die Gegend. Das ist auch so ein Handgepäck, Digital Nomad optimierter Rucksack, Backpack und ist einfach nur cool. Gerade wenn Du landest an den ganzen Gepäckbändern vorbei. Zack, raus. Und wenn Du reinkommst, gar nicht mehr anstellen an den Countern, sondern direkt Sicherheitscheck und hin zum Gate. Niklas: Genau, nein. Ich bin minimal und freue mich auf mein Handgepäckkoffer, dass ich da alles reinschmeißen kann, was geht und dann passt die Sache und dann geht’s ab in den Flieger. Marcus: Okay, saucool! Niklas, danke für Deine Zeit! Niklas: Ja cool! Ich danke auch und viel Spaß euch noch! Marcus: Danke, wir sehen und hören uns irgendwo auf der Welt wieder, auf jeden Fall! Niklas: Genau, auf jeden Fall. Dann mach’s gut. Viele Grüße an Tim und an Feli und dem Rest vom Schützenfest drüben. Marcus: Genau, richte ich aus, hau rein! Jo Leute, ich hoffe euch hat die Folge mit Niklas genauso viel Spaß gemacht, wie mir und wir alle wollen hoffen, dass Niklas auch seinen Flieger catched. Ja, wenn euch die Show gefällt, gebt mir doch bitte Feedback. Ich find’s super spannend mit meiner Zielgruppe oder besser gesagt mit meinen Hörern zu connecten. Wer seid ihr? Was macht ihr? Wie findet ihr die Sendung? Was wollt ihr mir sonst noch mit auf den Weg geben? Habt ihr vielleicht nen Vorschlag für nen coolen und spannenden Interview Gast, den ich mal auf LIFE HACKZ holen sollte? Schreibt mir bitte an marcus@lifehackz.de und hackz wird mit Z am Ende geschrieben. Vielen Dank für alles und wir hören uns beim nächsten Mal. Peace and Out aus Thailand! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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