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LIFE HACKZ ✰ powered by DNX

Das ist die LIFE HACKZ Show auf dem DNX Podcast zu den Themen Digitale Nomaden, Produktivität, Persönlichkeitsentwicklung, Lifestyle Design, Lifehacking, ortsunabhängiges Arbeiten, Sport, gesunde Ernährung und geistige Fitness.
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Feb 8, 2016

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LIFE HACKZ QUICKIE

Heute mit Miri, mit der ich hier schon seit mehreren Tagen, ich glaube zwei Wochen oder so, zusammen in Jericocoara wohne, in einem Apartement. Wir haben quasi eine Dreier-WG mit Feli zusammen. Aber was noch viel spannender ist, dass Miri neben ihrem Kitesurf-Blog auch Designerin ist und ich habe das jetzt mehr oder weniger Live mitbekommen, wie sie dann von der ersten Logo-Idee bis zum fertigen Logo mehrere Tage hier saß und das Logo quasi auf die Strecke gebracht hat. Ich glaube, das ist mega spannend für alle, die auch davor stehen sich ein Logo anschaffen zu wollen und sich immer fragen: Womit fange ich an oder wie funktioniert das? In dieser Folge lernst du:

  1. Dass es immer gut ist, seinem Designer ein paar Eckpfeiler für das Logo zu geben.
  2. Manchmal ist die beste Idee für ein Logo tatsächlich die Beste.
  3. Wie immer gilt: Keine Wissenschaft daraus machen. Optimieren kann man immer auch hinterher.

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SHOWNOTES

Miriam Tymiec Facebook

MyTy-Design

Josea Surfwear Facebook

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Feb 5, 2016

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DNX das ist krasser Input zu den Themen Digitales Nomadentum, ortsunabhängiges Arbeiten, Online Unternehmertum und persönliche Weiterentwicklung in allen Bereichen.

Mehr Infos zur DNX auf www.dnx-berlin.de

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Shownotes

 

 

Feb 3, 2016

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LIFE HACKZ QUICKIE

Heute live von der Fighting Street in Phuket. Hier geht so langsam der Tag zu Ende. Wir haben jetzt 22.45 Uhr. Ich bin auch schon ziemlich lange wach, hatte heute morgen um 7.00 Uhr meine erste Fighting Class. Ich bin nämlich hier in einem MMA und Muay Thai Camp im Tiger Muay Thai eingecheckt und da kann man den ganzen Tag über Sport machen, wenn man Bock hat. Angefangen von den Sparrings über Technical Drills über Fight Conditioning, sprich Ausdauer, Kondition, Kraft, Yoga, eigentlich alles, was das Sportlerherz begehrt. Es ist einfach richtig geil und motivierend hier mit diesen ganzen Menschen zusammen zu sein, zu trainieren, auf der Straße zu sein. Weil hier ist ein Healthy Restaurant neben dem anderen. Es gibt Proteinbars, es gibt Tattooshops, es gibt total viele Shops mit Fight Gear. Es gibt viele Crossfit Gyms. Es gibt ganz normale Pumper Gyms. Es gibt die ganzen Muay Thai Gyms hier. Man kann MMA trainieren, man kann Kickboxen trainieren, man kann Western Boxing trainieren, einfach nur geil! Also ich komme auf jeden Fall wieder und bis jetzt bin ich vier Tage hier, hatte schon zwei Einzeltrainings, heute meine erste Class gehabt und es hat mich total gecatched. Der Wecker steht schon wieder auf 6.00 Uhr. Morgen ist wieder die nächste Class. Phuket kann ich nur empfehlen. Folgt mir auf meiner Facebook-Seite, da kriegt ihr noch mehr davon mit. So, jetzt aber zum heutigen Thema! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie Nachrichten versuchen dich zu triggern und warum es gut ist, mal einen Newsdetox zu machen.
  2. Wie du deine "Negativ-Freunde" auf Facebook ausblenden kannst, ohne sie zu entfreunden.
  3. Welche wichtigen Hacks es zu positiveren Gedanken und somit zu einem positiveren Leben gibt.

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SHOWNOTES

Pocket

Feedly

Feb 1, 2016

LIFE HACKZ QUICKIE

Heute mit meiner Freundin Feli Hargarten von Travelicia, die gerade ziemlich eisern in den letzten Zügen von ihrem Ebook arbeitet oder drin hängt. In dieser Folge lernst du:

  • Wie du ein geeignetes Thema für dein Ebook finden kannst
  • Wie du mit Hilfe deiner Leser im Vorfeld eine Win-Win Situation kreierst
  • Wie du erheblich viel Zeit beim Schreiben deines Ebooks sparen kannst

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SHOWNOTES

Travelicia Ebook "Besser Sparen, mehr Reisen"

Felicia Hargarten

Scrivener

SendOwl

Digistore24

Anita Vetter

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Jan 29, 2016

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Interview mit Daniel Korth von Finanzrocker

Heute mit dem Finanzrocker Daniel Korth. Daniel hat einen Blog gestartet zum Thema Geldanlage und ist damit einer der ersten in Deutschland, der das Thema leicht und verständlich aufbereitet. Auch ich habe lange gebraucht, bis ich mich an das Thema Börse herangewagt habe und das alles nur, weil einem die ganzen Nachrichten eher Angst machen als motivieren, selber aktiv zu werden.Doch den größten Fehler, den man machen kann ist, sich auf seinen Berater bei der Bank zu verlassen und dem dann blind zu folgen und im schlimmsten Fall sogar Geld zu verlieren. Deshalb habe ich mich umso mehr auf das Interview mit Daniel gefreut und ich denke mal, es ist eine richtig geile Valuebomb geworden zum Thema Finanzen und Geldanlage für jedermann. Viel Spaß beim Reinhören, peace and out! In dieser Folge lernst du:

  1. Was es für verschiedene Anlagemöglichkeiten gibt und welche Vorteile ETFs bringen.
  2. Wieso Dir ein Bankberater nicht unbedingt hilft.
  3. Was die sogenannte Börsenpsychologie ist.

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SHOWNOTES

Finanzrocker Blog

Zendepot

Finanzwesir

comdirekt Finanzblog Award

finanzen.net

onvista

Buch: Money - Master the Game von Tony Robbins

Portfolio Performance

Artikel zu Portfolio Performance

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Jan 27, 2016

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LIFE HACKZ Q&A

Ich bin gerade ein bisschen aufgeregt, weil das ist unsere erste Q&A Session hier auf LIFE HACKZ und gleichzeitig sitze ich auch auf heißen Kohlen. Wir haben hier unsere Sachen gepackt. Der Minaal liegt hier rum, das Kite-Gepäck ist gepackt. Wir werden nämlich gleich abgeholt mit einem Bus und fahren dann mit dem Nightbus nach Fortaleza. Von da aus nach Sao Paolo - Abu Dhabi - Phuket, sind also Donnerstag dann in Phuket, wo ich dann im Tiger Muay Thai einchecken will zum MMA und Strength Conditioning Training. Zwei Wochen in so einem Bootcamp, ich hab richtig, richtig bock. In dieser Folge lernst du die drei goldenen Regeln: 

  1. FOKUS mit Hilfe von Routinen & Tools.
  2. AWARENESS.
  3. NO TEMPTING.

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SHOWNOTES

Minaal

Tiger Muay Thai

Wunderlist

5 Minute Journal

Self Control

Pomodoro Technik

Tomato Timer FB Beitragsbild

Jan 24, 2016

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LIFE HACKZ QUICKIE

Dieses Mal mit einem Quickie zum Thema, warum es total nervt als Digitaler Nomade unterwegs zu sein. In dieser Folge lernst du:

  1. Welche Tools dir dein Leben erleichtern, wenn alles nervt!
  2. Wie du deine Post handlen kannst, wenn du als Digitaler Nomade unterwegs bist.
  3. Fokus, Fokus, Fokus: Wie du dich zwingen kannst, ohne Ablenkung an deinem Business zu arbeiten.

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SHOWNOTES

DNX Berlin

Sun Desk

Bed n Desk

Surf Office

Tools

Marcus Artikel auf T3N

Zenmate

Dropscan

Flyonward

Pocket

Blinkist

Time Zone Converter

Viber

Coach.me

Pomodoro

SelfControl

Sport & Ernährung

TRX

7 Minute App

Jan 22, 2016

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Interview mit Martin Krengel von Studienstrategie

Heute mit dem Buchautor, Weltenbummler und Weltversteher Martin Krengel. Martin hat mit Anfang 30 seinen Doktor gemacht, hatte eigentlich ein ziemlich strukturiertes und aufgeräumtes Leben und an einem bestimmten Ort sich dafür entschieden nochmal ne längere Weltreise zu machen. Ich glaube, die dauerte sogar zwei Jahre, um danach dann den “klassischen” Weg zu gehen, um vielleicht sich ein Haus zu bauen, Kinder zu bekommen, die richtige Frau zu finden, aber irgendwie kam doch alles ganz anders und genau darüber reden wir im Interview. Viel Spaß mit dem Interview mit Martin! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie das Reisen Dich geistig wachsen lässt.
  2. Dass man einfach mal loslassen können muss.
  3. Dass man sich nicht mit Kleinkram aufhalten sollte und dennoch dieselben Ziele erreichen kann.

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SHOWNOTES

Martin Krengel

Studienstrategie

Martin Krengels Bücher

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 42! Yo Leute, Welcome zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit dem Buchautor, Weltenbummler und Weltversteher Martin Krengel. Martin hat mit Anfang 30 seinen Doktor gemacht, hatte eigentlich ein ziemlich strukturiertes und aufgeräumtes Leben und an einem bestimmten Ort sich dafür entschieden nochmal ne längere Weltreise zu machen. Ich glaube, die dauerte sogar zwei Jahre, um danach dann den “klassischen” Weg zu gehen, um vielleicht sich ein Haus zu bauen, Kinder zu bekommen, die richtige Frau zu finden, aber irgendwie kam doch alles ganz anders und genau darüber reden wir im Interview. Viel Spaß mit dem Interview mit Martin! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf

www.fiveminutejournal.com

und sichere Dir mit dem Code LIFEHACKZ 10% Discount. Marcus: Yo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit Martin Krengel. Martin, bist Du ready? Martin: Jawoll! Marcus: Perfekt! Wo erwische ich Dich gerade und warum bist Du genau an diesem Ort? Martin: Ich bin in Berlin, weil ich hier Freunde, Verwandte und kreative Leute um mich herum habe. Bin aber mit einem Fuß auf dem Weg nach Kuba, um mir das Land, Verfall und die Menschen anzuschauen und fliege morgen früh los. Marcus: Okay, das heißt, Du bist grundsätzlich auch viel auf Achse, wie ich weiß, sehr umtriebig, hast verschiedenste Projekte am Start, oft mit dem Fokus Reisen, aber ich glaube auch Produktivität und gerade Routinen, Struktur auf Reisen. Vielleicht kannst Du mal ein bisschen mehr dazu erzählen, was gerade so bei Dir Fokus ist oder auf dem Teller liegt. Martin: Ja, das ist schon gut beschrieben, das Gemisch. Also, ich bin im Zeitmanagement und Lernexperte. Das heißt, ich habe als Student das erste Zeitmanagement-Buch speziell für Studenten mit Produktivität, Lernen und kognitiver, also geistiger Verbesserung beschäftigt. Und das habe ich acht Jahre lang gemacht, habe Seminare gegeben, habe Bücher geschrieben und habe dann vor zwei Jahren eine Weltreise angefangen und bin da zum Digitalen Nomaden konvertiert. Habe also bemerkt so: Hey, erwachsen zu werden, das ist eh überbewertet. Also ich habe bewusst mal ein Anti-Zeitmanagement betrieben und alles ganz anders gemacht als vorher. Mal keine Pläne, mal keine Ziele, keine festen. Und das war ganz cool. Ich habe eigentlich diese Reise gemacht, um hinterher sesshaft zu werden. So irgendwie Apartment finanzieren, Familie gründen und pi pa po. Marcus: Mit dem Plan, Dich einmal nochmal voll auszuleben auf allen Ebenen und zu sagen, ich reise, und danach müsste es das ja gewesen sein und dann werde ich wieder ruhiger. Martin: Genau, ich war 33 vor zwei Jahren und hatte gerade meine Doktorarbeit fertig und habe gesagt: Jetzt. Jetzt muss ich raus, weil wenn dann Kinder da sind, dann wird es schwieriger. Nicht unmöglich, aber schwieriger und habe das sozusagen nochmal gemacht mit dem Plan, so ein Jahr lang. Und da hat man gemerkt nach einem Jahr: Oh, das war jetzt aber eher erst der Anfang und da ist ja noch so viel geiles, was es zu entdecken gibt. Und in diesem Jahr versuche ich halt so ein Mischmodell zu finden. Das heißt, ich bin jetzt halt immer wieder in Berlin, um halt mein Unternehmen aufzubauen und meine Bücher zu publizieren und zu vermarkten, aber halt, ich war dieses Jahr irgendwie zehn Wochen in Brasilien und Kolumbien nochmal. Ich war in Italien, ich war in Paris, ich war in Bangkok, ich fliege jetzt nach Kuba. Das ist so ein bisschen so ein Salami-Modell. Also ich mache meine Weltreise weiter im Prinzip, aber ich bin halt zwischendurch immer wieder in Berlin und mache jetzt eher so Stichreisen, gucke mir fokussiert ein Land an und bin dann halt eben wieder hier, um zu arbeiten und versuche das so ein bisschen auf die Weise jetzt mal als Modell auszutesten. Marcus: Ja, klingt spannend. Du sagst eben, Du wolltest dann auf den Reisen mal so einen kompletten Gegenentwurf zu dem machen, was Du vorher durchgezogen hast oder wie Du auch so Dich selber aufgestellt hast. Selbstständig bist Du ja glaube ich schon länger. Inwiefern unterscheidet sich jetzt Deine Arbeit von vor der Reise mit der Arbeit, die Du jetzt gerade aktuell machst oder was Du dann alles während der Reise noch optimiert oder umgestellt hast? Martin: Also die Reise hat mir sehr geholfen gewisse Dinge loszulassen. Ich bin seit acht Jahren sozusagen Autor und Coach bzw. Referent gewesen. Ich habe ganz viele Lehraufträge in Bayern gehabt. 40 Seminartage an Universitäten und Managementvorträge. Ich habe aber auf der Reise gemerkt: Okay, das hat mir Spaß gemacht, aber noch mehr Spaß macht es mir irgendwie am Strand zu sitzen, kreativ zu sein und zu schreiben und auch andere Dinge als Ratgeber zu schreiben. Dann ist so ein Reisebericht entstanden und ein Reisebuch und da habe ich jetzt richtig Bock drauf. Ich würde mich gerne halt in diesen neuen Feldern ausleben. Ich habe Standups gemacht und gemerkt, ey cool, ich kann Leute auch unterhalten und inspirieren und zum Lachen bringen und überzeuge nicht nur durch irgendwelche schlauen Tipps und versuche das jetzt zu kombinieren, aber es gibt halt im Zeitmanagement Zeit zur Verfügung. Das heißt, wenn ich etwas neues starten will, muss ich was altes loslassen. Und für mich kam dann die Einsicht: Okay, ich lasse jetzt die Universitätsseminare los, obwohl es gute Buchungen waren, obwohl mir das total viel Spaß macht, die Leute lernbereit sind. Aber ich habe gesagt, ich mache das jetzt nicht mehr und biete mein Geschäftsmodell jetzt mehr auf  Reisen an, dass ich mehr Online-Produkte machen, mich jetzt in Ebooks und Onlinekurse reinbewege. Das ist auch euer Dank! Ne, mit euren Konferenzen. Ich habt mich da sehr inspiriert. Marcus: Okay, danke! Martin: Als ich gesehen habe, wie das funktioniert. Weißt Du, ich habe fünf angefangene Bücher und dachte immer, die müsste ich erst fertigschreiben und dann mache ich mal einen Onlinekurs und jetzt sage ich mir: Ey Moment, Du hast doch schon zehn Bücher geschrieben. Jetzt mach doch Dein nächstes Buchprojekt gleich als Onlinekurs und wenn das gut läuft, kannst Du immernoch ein Buch draus machen. Also mein Denken hat sich da sehr radikal geändert. Marcus: Cool. Martin: Es ist trotzdem noch ein ganzer Haufen Arbeit, das so umzustellen, aber ich merke jetzt halt auch, in der Launchphase meines neuen Buches, diese klassischen Wege sind halt hart und da ist man Independent Autor zum Beispiel, steht man halt auch vor vielen Schranken. In den Buchhandel reinzukommen ist schwierig. In die Presse reinzukommen ist schwierig und man ist immer auf das Wohlwollen eines Dritten angewiesen. Und wenn ich jetzt halt dieses Onlinebusiness mache, kann ich mit meinem Leser direkt reden, kriege viel schneller Feedback und habe halt auch eine höhere Conversion und eine Erfolgsquote. Und auch wenn ich jetzt nicht irgendwie sofort in der FAZ stehe, aber ich erreiche meinen Leser direkt und kann das ein Stück weit planen und kann das ausbauen und das macht mir im Moment halt Spaß, da das Ruder rumzulegen und zu sagen: Ich mache jetzt nur Dinge, wo ich weiß, die haben eine höhere Erfolgschance und alles, was ich jetzt tue - wenn ich jetzt einen Text Online überarbeite, dann ist der 20 Jahre lange. Und wenn ich einen Gastartikel für irgendjemanden schreibe oder für eine Zeitung ein Interview mache, dann ist das nächste Woche nicht mehr aktuell. Marcus: Ja auf jeden Fall. Und was ich bei Dir ganz interessant finde ist, dass Du sagst, Du hast vorher viele Seminare gegeben oder Vorträge auch an Unis, hast noch Deinen Doktor gemacht. Das klingt alles schon sehr - ich will nicht sagen sesshaft - aber sehr konservativ und konventionell. Und da dann nochmal so krass auszubrechen, aufgrund der Reise vielleicht ein bisschen Inspiration bei uns auf den Konferenzen und jetzt der völlige Freigeist zu sein und der, der Du jetzt bist, das geht nicht von heute auf morgen oder? Martin: Ja nicht so wirklich und das ist halt ein sehr stark psychologischer Prozess. Also deswegen habe ich ja dieses Buch

Stoppt die Welt

geschrieben. Also ursprünglich wollte ich halt nur einen coolen Reisebericht haben über meine Abenteuer und Erlebnisse und dann habe ich aber gemerkt: Hey Moment, es gibt halt kein Buch, keinen Bericht, dass Dich so psychologisch packt und begleitet. Also, die schreiben halt alle es ist geil und Reiseführer lesen finde ich total öde, weil die sagen: hier, hier, hier musst Du hin und dann hechelst Du irgendwelche Sehenswürdigkeiten ab und denkst Dir hinterher: Ey Mann, ich habe viel gesehen, aber nix erlebt. Und diese Höhen und Tiefen, die habe ich immer wieder im Reisen und die Zweifel “soll ich das jetzt wirklich machen und so lange und wie lange und wo gehe ich hin?” Das begleitet Dich halt ständig und Du hast immer ein schlechtes Gewissen, weil Du ja bei den anderen immer liest: Oh es ist alles geil und cool und Du musst Dich jeden Tag freuen, wie ein Schneekönig. Dabei ist es teilweise harte Arbeit, das vorzubereiten. Es ist teilweise richtig scheiße und doof und Du hast Zweifel, Du hast Unsicherheiten, Du hast ein schlechtes Gewissen, dass sich Deine Freunde nen Arsch abrackern in Deutschland usw. und so fort. Und ich wollte das alles mal irgendwie zusammenpacken und mitgeben. Das ist ein ständiger Prozess, der halt auch weitergeht und der komplett normal ist finde ich. Also ich habe jetzt auch, bevor ich Kuba gebucht habe, habe ich vor zwei Wochen erst gebucht, da hatte ich auch wieder ein schlechtes Gewissen und dachte mir: Och Mann, jetzt hier… vielleicht solltest Du Dich eher mal um Dein Geschäft kümmern und kurz vor Weihnachten, das ist stressig. Und dann kommen diese ganzen inneren Dialoge hoch, wo man dann genau nochmal raus sich ziehen sollte und einfach gucken, was ist mir denn wirklich am allerwichtigsten und was bereue ich mehr. Ich habe gesagt, naja, wenn ich jetzt nicht nach Kuba fliege, dann wird es vielleicht im nächsten Frühjahr auch nicht und dann ändert sich das Regime und dann ist das amerikanisiert. Ich will eigentlich das Land so sehen, wie es ursprünglich ist und dann sagst Du Dir halt: Wenn nicht jetzt, wann dann? Du musst die Dinge halt einfach mal machen. Das habe ich gelernt auf meiner Reise in den letzten zwei Jahren. Du musst die Dinge einfach mal machen, auch wenn Du noch nicht ganz überzeugt davon bist, dass Du das machen solltest und was der beste Weg ist. Auch wenn Dich irgendwas anfixt oder Dich irgendwas inspiriert oder Du Energie verspürst. Hätte ich mir früher Pläne gemacht, Pro und Kontra und vorher überlegt, ob das wirklich eine 100% perfekte Entscheidung ist. Und jetzt sage ich mir: Ich mache einfach mal und kann hinterher daraus lernen und habe dadurch weniger Stress und mehr Power, mehr Umsetzungspower gewonnen. Marcus: Hm, ja, dazu fällt mir gerade auch ein, dass wir uns vor ein paar Tagen in Chiang Mai mit nem richtig smarten Unternehmer aus Israel getroffen haben, den Tal, der ein guter Freund ist und der setzt immer so seine Jahre auf bestimmte Topics und das war jetzt 2015 sein Jahr des Flows oder der Spiritualität und er hat gesagt, er geht einfach mal mit dem, wo er sich gerade nach fühlt und macht die Dinge, die sich ihm anbieten. So ein bisschen wie Du. Und unterm Strich hat sich dadurch dann viel mehr ergeben, als die Jahre davor, wo er dann auch sehr diszipliniert gewesen ist und Masterpläne hatte und genaue Strategien. Letztendlich hat es auch ganz gut funktioniert, aber durch dieses Go with the Flow sind ihm dieses Jahr noch viel mehr Opportunities und Gelegenheiten in den Schoß gefallen, die er davor wahrscheinlich nicht gehabt hätte, wenn er weiter das nach dem Schema gemacht hätte, wie er es vorher gemacht hatte. Nämlich voll durchgeplant von A nach B und nach C, aber sich halt nicht auf neue Sachen eingelassen, die einfach zufällig auch mal passieren können. Martin: Also ich glaube, wir brauchen beides. Also ich habe den Tal auch gesehen mit seinen tollen Bucket Lists und was er alles erreicht hat im Leben. So habe ich ja auch getickt. Ich habe mir für jedes Jahr - ich mache immer so einen Jahresrückblick und schreibe mir halt zehn Kategorien auf ungefähr, in verschiedenen Lebensbereichen. Also was sind meine fünf konkreten Ziele als Autor? Was sind meine fünf konkreten Ziele als Dozent? Was sind meine fünf konkreten finanziellen Ziele? Was will ich gesundheitlich erreichen? Was will ich erleben? Was will ich mit meinen Freunden machen? In meiner Partnerschaft? Und das hat mir sehr geholfen. Also ich sage jetzt mit 35, dass ich all meine Ziele erfüllt habe und meine Träume, die ich mit 25 hatte. Und wer kann das schon von sich behaupten. Und da helfen Masterpläne extrem. Aber auf der anderen Seite ist es halt schön auch diese Phasen des Flows zu haben und der Offenheit, um einfach mal zu gucken, was ist in mir noch drin? Was entsteht? Welche Chancen bieten sich mir? Und das zu spüren, ich glaube da ist jetzt Dein Kollege halt jetzt auch und irgendwann glaube ich, harmonisiert sich das wieder, dass ich sage: Jetzt habe ich zwei Jahre Flow gehabt und es ist geil, das ist cool, das will ich beibehalten. Aber ich merke halt auch, dass man manchmal dann doch wieder so ein bisschen schwimmt und Entscheidungen nicht so gut einordnen kann und ich habe jetzt halt irgendwie mir drei bis fünf sehr, sehr konkrete Metaziele gesetzt. Da will ich hin und kann deswegen Entscheidungen und Dinge, die an mich herangetragen werden, besser prüfen und sagen: Ja, das passt zu dem Zeil, das mache ich oder das wäre nett, aber eigentlich lenkt mich das jetzt nur ab. Und ich glaube so die Kombination ist letztendlich sehr, sehr mächtig. Die Idee zu haben, eine Vision zu entwickeln, wo will ich hin? Und trotzdem aber offen zu bleiben, was den Weg dahin anbelangt. Marcus: Hm, ich glaube, dass ist even better. Eine Kombi aus beiden Sachen, wie Du gerade schon sagst. Wenn Du Dir diese Ziel, die schon sehr konkret formuliert gewesen sind von Dir, aufgeschrieben hast oder irgendwo niedergeschrieben, wie oft hast Du die upgedated? War das dann so ein lebendes Dokument oder war das dann einmal in Stein gemeißelt und das sind die Sachen, die will ich jetzt bis Zeitpunkt X erreichen? Martin: Also es ist beides. Ich habe irgendwie so eine Mission, ein Mission Statement. Also ganz amerikanisch noch, aus dem amerikanischen Zeitmanagement beeinflusst geschrieben. Das sind so zehn Punkte. Wer bin ich und was will ich im Leben? Marcus: Was ist das zum Beispiel? Martin: Ich habe zum Beispiel zwei Metaziele im Leben. Ich will die Welt verstehen. Ich bin sehr wissensdurstig und arbeite mich in verschiedene Themen rein und will Narben hinterlassen. Also ich will irgendwie eine Marke aufbauen. Ich will was bleibendes hinterlassen. Das sind für mich meine Bücher. Das heißt, wenn ich die Welt verstanden habe, dann strukturiere ich es so und vermittele es, dass es andere auch verstehen, was ich verstanden habe und habe damit dann halt auch Erfolg. Wenn die Leute das cool finden, dieses Projekt. So, das ist mein Lebensthema oder so meine Lebensziele, dann auf einer ganz breiten Ebene. Und dann stehen dann halt solche Dinge drin… Das klingt immer sehr technokratisch und so, aber letztendlich sind wir halt geprägt von unserem Umfeld. Ich komme aus Ostdeutschland, aus einem kleinen Dorf und da gibt es gewisse Glaubenssätze, die in mir reinprogrammiert sind, die mich davon abhalten, was eigentlich in mir steckt und was ich eigentlich machen will. Und da helfen dann solche Regieanweisungen, wie zu sagen: Ich bin halt open minded, ich bin flexibel, ich will mich auf neues einlassen. Das hilft einfach, sich das immer wieder durchzulesen und mit dem abzugleichen, was gerade ist, wo ich mir dann eingestehen muss: Ah nee, letzte Woche war ich wieder fleißig. Jetzt kannst Du Dich mal wieder ein bisschen gehen lassen, ein bisschen runterschalten. Und das erinnert mich eigentlich an Vorsätze, die ich hatte, die sonst einfach im Tagesgeschehen hinter runterfallen. Marcus: Hast Du das denn noch nach wie vor, diese Glaubenssätze? Auch geprägt durch Deine Herkunft oder Vergangenheit? Martin: Ja natürlich. Also wir entwickeln uns ja und weißt Du? Das erzähle ich auch immer meinen Lesern oder Seminarteilnehmern. Wenn die in ein Seminar kommen und denken, die könnten Zeitmanagement in einem Tag klären, ist das das falsche Paradigma. Es ist ja ein Management. Es ist ein ongoing Ding, das wir haben, denn ich will ja geistig wachsen, ich will lernen und ich begebe mich immer wieder in Situationen, die für mich überfordernd und herausfordernd sind. Weil ich es spannend finde und weil ich es toll finde. Weil mir das Energie gibt. Aber es ist klar, wenn ich mich in neue Situationen begebe, dass ich mit den Strategien von gestern nicht unbedingt in der neuen Situation zurückkomme. Das heißt, ich muss immer wieder gucken: Wo stehe ich und was habe ich aus meiner Vergangenheit mitgebracht, was mich jetzt hindert im neuen Ziel? Und von daher wirst Du immer wieder auf Glaubenssätze und auf alte Erfolgsstrategien stoßen, die im neuen Umfeld hinterfragt werden müssen. Also von daher, um nochmal auf Deine Frage von vorhin zurückzukommen: Pläne, Ziele sind immer ongoing oder in meinen Augen müssen flexibel sein, um immer wieder zu überprüfen: Ist das, was ich mir jetzt vor zwei Jahren noch vorgenommen habe, mit den Informationen, mit den Erfahrungen und Wissen von heute noch aktuell? Marcus: Hm, absolut. Martin: Ja, diese fünf Bücher. Das macht überhaupt keinen Sinn mehr, diese fünf Bücher zu schreiben, mit dem Wissen, das ich heute habe. Wo ich sage, ich könnte viel leichter, stressfreier mit der Energie, die ich in die Bücher stecken würde, zu meinen Zielen kommen, auf einem ganz anderen Weg. Marcus: Macht Sinn, absolut. Das heißt, das hast Du jetzt für Dich auch klar, diese fünf Bücher… ich war nämlich früher genauso, wie Du unterwegs. Ziemlich pedantisch und dann auch, wenn ich einen Plan habe oder irgendetwas aufgeschrieben habe, was ich machen will, dann musste ich das auch so machen und war eigentlich dann auch nicht wirklich open, davon abzuweichen. Und oftmals steht man sich dann selber total im Weg. Hast Du das jetzt komplett überwunden oder schwirren diese fünf Bücher noch irgendwo im Hinterkopf und denkst so: Ah nee, irgendwann muss ich das noch machen, weil ich hatte mir das ja mal vorgenommen? Dieses Loslassen.   Martin: Es ist, ich sage mal prioritätenhafter geworden. Also ich bin ein sehr strukturierter Mensch, ein sehr linearer Mensch. Also wenn ich mir irgendwie zehn Ziele setze, will ich die hintereinander weg abarbeiten, aber ich zwinge mich halt eben durch meine Zeitmanagementtricks und Methodiken immer wieder mir klarzumachen, zu gucken, welches von diesen zehn Projekten, die ich habe, haben die höchste Erfolgsaussicht? Und wo brauche ich am wenigsten Zeit dafür? Ne, deswegen habe ich gesagt: Ich habe halt jahrelang Pressearbeit gemacht und es war auch toll. Ich war irgendwie in fünf großen Fernsehsendern. Ich war fast in allen großen Tageszeitungen drin. Habe aber gemerkt, dass das da oben mühselig ist und letztendlich für mein Ziel, dass ich irgendwie Bücher verkaufen und damit Menschen erreichen will, eher bescheiden ist. Das heißt, man kann nie genauso tracken, wo kommt das her? usw. Wo ich jetzt sage: Hey Moment, ich setze jetzt eine ordentliches Newslettersystem auf. Ich kümmere mich mal um Youtube, weil das eine mega geile Suchmaschine ist. Ich bin gut auf der Bühne, ich kann gut sprechen und Wissen vermitteln und habe das überhaupt noch nicht genutzt. Wo ich sage: Bevor ich jetzt ne Woche damit verbringe, irgendwelchen Journalisten hinterherzurennen, dass die sagen: Oh, das ist cool, was Krengel macht, überzeuge ich lieber meine Leser direkt, dass das cool ist, was ich da mache, gewinne mehr Leser und damit natürlich auch eine höhere Sichtbarkeit gegenüber Journalisten, die dann schon kommen, wenn sie was brauchen. So, und das ist halt Ergebnis solcher Analysen, zu sagen: Naja, was bringt mich eigentlich mit weniger Aufwand zum selben Ziel oder zu einem besseren Ziel oder besseren Erfolg? Das muss ich mir aber immer wieder auch klar machen, weil ich bin natürlich von meiner Gehirnstruktur so gewired, dass mein Gehirn klare Anweisungen liebt. Und ich muss mir immer wieder klarmachen: Nee Moment, das bringt überhaupt nix, wenn Du mit dem kleinen Kram hier anfängst, sondern pack alle Deine Energie jetzt auf dieses Projekt, dass Du vielleicht noch nicht kennst, das noch nicht so gut vorstrukturiert ist, aber da sitzt der goldene Gral und da musst Du Dich draufstürzen. Und das ist auch eins der häufigsten Zeitmanagementfehler, die wir alle machen, dass wir lieber erstmal irgendwie Facebook, E-Mail und den Kleinkram checken und abarbeiten, weil der halt gut strukturiert ist, weil der gerade aktuell ist. Marcus: Ja ja, und man verarscht sich da selber und denkt dann: Okay cool, ich habe wieder was geschafft, irgendwo den Haken hintersetzen. Ja Mails auf Facebook sind dann auch wichtig oder eine E-Mail zu beantworten, ist ja auch mega wichtig. Martin: Und diese großen Träume und Wünsche, die wir haben und die Ziele, die sind halt unkonkret, die sind nicht strukturiert, die kannst Du noch nicht anfassen, Du hast keine Erfahrung damit und deswegen sind die für das Gehirn nicht so wirklich und deswegen prokrastiniert das Gehirn systematisch. Und ich sehe das halt so ein Stück weit als meine Mission an halt mit meinen Büchern zu inspirieren oder mit meiner Arbeit zu inspirieren und zu zeigen, dass es sich halt lohnt den Kleinkram, Kleinkram sein zu lassen und einfach mal zu sagen: Ich mache jetzt eine Woche nichts anderes, als an meinem Traum zu arbeiten. Marcus: Hm, und was würdest Du sagen, wenn Du Deinen ganzen Worken und Deinen Büchern oder Kurse, die da noch kommen, so ein Statement oben drüber schreiben könntest? Wofür möchtest Du stehen oder was möchtest Du gerne den Leuten mit auf den Weg geben durch Dein Tun? Martin: Also ich würde sagen, es ist so die Botschaft: Traue Deinen Träumen, die über allem steht. Und als ich damals dieses erste Zeitmanagement Buch für Studenten geschrieben habe, dann war das glaube ich deswegen so beliebt - das kann nur so gewesen sein - weil ich war da mit einem Indianer Jones Hut und einer Machete in der Humboldt Uni in Berlin gesessen, mit einer Topfpflanze in der Hand und das war so ein ganz grauer Hörsaal, braun, und das Cover war nicht sehr schick, aber es hat sich trotzdem irgendwie verkauft und ich glaube, es liegt daran, dass ich die Leute inspiriert habe. Ich habe irgendwie sieben Erfolgsprinzipien für das Leben aufgestellt und habe dann einen ganzen Workshop gehabt: Was sind meine Stärken, was sind meine Schwächen, was will ich für Ziele im Leben haben? Und was kann ich eigentlich mit einem Studium alles geiles machen? Ne? Es gab irgendwie ein Semester, eine Kreuzfahrt, die man auf dem Meer machen kann. Ich habe irgendwie für LOreal ein Studentenprojekt gemacht und habe komplett ein neues Produkt für Biotherme Homme entworfen. Ich war mehrmals im Ausland und habe Zeichenkurse gemacht. Ich habe so viel erlebt in meinem Studium außerhalb des Curriculums und glaube, dass ich damit Leute inspiriert habe, sich selbst zu verwirklichen und einfach mehr aus ihrem Leben zu machen. So und dann habe ich mich lange damit beschäftigt, ganz konkret, wie kriegste das hin, kriegst Du Dich so organisiert und strukturiert, dass Du Deine Ziele erreichst? Kannst Du besser denken? Und jetzt bin ich im Moment dabei, die Leute wieder mehr zu inspirieren, auch mit meiner Geschichte, mit meinem Loslassen, mit meinen Konflikten und zu sagen: Hey hier, guckt euch doch mal an, was ich durchlebt habe in diesem Jahr. Ich habe mir vorher selber nicht so ganz getraut, aber es war so geil diese Weltreise zu machen und es war so geil loszulassen und jetzt einfach mal dieses neue Leben zu probieren. Dass ich den Leuten sage: Traue Deinen Träumen, egal was es ist. Ob es ein eigenes Unternehmen ist, ob es eine Familie es, ob es die Karriere ist, ob es das Digitale Nomadentum ist. Egal was da in Dir schlummert. Wir haben einfach so viele Umwelteinflüsse, Hindernisse und aber halt auch… fehlen uns noch Techniken und Gedankenstrategien, dass ich den Leuten einfach als Coach in Gedanken zur Seite stehen will und ihnen helfen will, ihre Ziele, ihre Träume zu verwirklichen. Marcus: Hm cool. Was steht für Dich jetzt die nächsten Wochen an? Oder ist so Dein Hauptfokus businesstechnisch? Du sagtest ja gerade, es sind wahrscheinlich eher nicht die Bücher, sondern der Onlinekurs. Kommt da jetzt bald was? Martin: Genau, also ich mache jetzt erstmal tatsächlich Salsa und Sonne in Kuba komplett zwei Wochen Urlaub. Und dann natürlich Dezember nochmal Weihnachtsgeschäft für das neue Reisebuch. Da werde ich mich nochmal dahinterklemmen und Journalistenanfragen abarbeiten und dann will ich aber auf jeden Fall vor Weihnachten noch zwei Seminare einsprechen. Ich habe hier fertige Seminare, die ich zig Mal gegeben habe und will die jetzt als Onlinekurse einsprechen. Und im Januar dann auch nochmal die anderen drei Seminare und dann werde ich wieder Reisen für vier, fünf Monate. Ich habe eine Mitarbeiterin, dass die in der Zeit diese Kurse richtig geil machen kann, auch visuell und die dann praktisch Online vermarkten oder Online zur Verfügung stellen und vermarkten und das ist so der nächste große Schritt, jetzt mit den Videokursen anzufangen. Marcus: Hm, und wenn Du reist, wonach suchst Du Dir dann die Orte aus? Hast Du irgendwelche Präferenzen? Bist Du eher in Städten oder eher am Meer oder am Strand unterwegs? Martin: Also ich suche Kontraste. Das war so das Überthema meiner Weltreise: Kontraste. Also ich war irgendwie an den entlegendsten Orten dieser Welt. Irgendwie in Tonga, im Königreich Tonga in der Südsee. Ich war in Tahiti. Ich war auf der Osterinsel, wo Du irgendwie 8.000km zur nächsten größeren Zivilisation hast. Und ich war in den Megametropolen, wie Rio de Janeiro, Buenos Aires, Peking, Bangkok, Sydney. Und diese Kontraste lassen mich sehr, sehr lebendig werden. Das ist das eine, wonach ich das aussuche, nach irgendwie Andersartigkeit und Überforderung ein Stück weit. Und das andere ist so einfach, manchmal höre ich einen Namen, der schön klingt. Marcus: (lacht) Martin: Dann gehe ich dahin. So wie Kasachstan. Da weiß ich nur, die haben wohl schöne Berge und es ist wenig entwickelt. Und die am wenigsten entwickelten Länder sind in meinen Augen immer die spannendsten gewesen. Ich war in der Mongolei, war der einzige Tourist da und das war so ein mega geiles Abenteuer. Marcus: Cool, da war Feli auch. Martin: Und es ist einfach mega geil, wenn Du dahin gehst, wo noch kein anderer, oder wo wenig andere waren. Marcus: Ja, auf jeden Fall. Martin: So wie Laos oder Cambodia. Burma ist sicherlich spannend. Einfach wo Du noch mehr mit Dir selbst beschäftigt bist und wo es eben nicht so bequem ist zu reisen. Weißt Du? So Thailand ist ein total tolles Land, würde ich jedem empfehlen, seine Backpacking Karriere da zu starten. Es ist total cool, aber Du hast da alles auf dem Servierteller und das Leben ist einfach und toll dort und Du wächst geistig aber eher… entwickelst Dich persönlich, wenn Du halt plötzlich mal anfängst zu fluchen, oder wenn alles total doof ist oder wenn Du am liebsten laut losschreien oder heulen könntest und Du alleine unterwegs bist und dann fangen geistige Prozesse an zu arbeiten. Weil mit den Strategien und Denkmustern von früher kommst Du eben in der Situation nicht weiter und dann musst Du Dich umstellen. Und dann setzen Lernprozesse und Veränderungsprozesse ein. Und das ist spannend. Marcus: Hm, genau das macht uns beiden ja auch so viel Spaß. Wenn ich mit Feli unterwegs bin, sind wir eigentlich selten in irgendwelchen Großstädten, wo es convenient ist oder in irgendwelchen Hotspots. Wir waren ja jetzt in Chiang Mai, um da mal die Szene auszutesten. Aber letztendlich sind wir immer am liebsten in so mini kleinen Fischerorten, die kaum einer kennt oder überhaupt auf dem Radar hat, wo das lokale Leben spielt. Wo man sich dann durchschlagen muss, viele Aufgaben wahrscheinlich dann auch lösen muss und Challenges überwinden und genau das lässt einen dann ja auch wachsen und nicht, dass man dann in den Lonely Plante Tip Nr. 1 Hostel in Thailand dann eincheckt, in Bangkok. Ich meine, das kann ein guter Start sein, wie Du schon sagtest, aber irgendwann, ich glaube, je größer die Herausforderung und die Aufgaben sind, um so mehr wächst Du dann auch persönlich. Martin: Ja, da freue ich mich jetzt schon auf Kuba, weil da gibt es ja noch nicht so wirklich Internet oder kein funktionierendes und dann gibt es halt auch keine, also booking.com und diese ganzen Buchungsplattformen spucken keine Hotels aus. Du kannst nur durch persönliches Anschreiben per Mail Hostels und Privatunterkünfte buchen, aber andererseits gibt es halt so wenig Internet. Also ich könnte mir gut vorstellen, dass ich da erstmal auf der Straße lande. Also ich habe auch nur die ersten zwei Nächte mir irgendwie organisiert und da freue ich mich drauf. Das wird eine Herausforderung. Marcus: Ja, das klingt auf jeden Fall nach Abenteuer. Und gerade jetzt ist ja da auch viel im Umbruch, wie Du schon sagtest. Wenn Du jetzt nicht fährst, dann sieht es wahrscheinlich im halben Jahr oder in einem Jahr das dann schon wieder ganz anders aus. Martin: Ja, ich habe das damals mit Peking erlebt. Ich war 2007 vor der Olympiade in Peking und war jetzt nochmal da und das ist einfach krass, so die Veränderung zu sehen und zu spüren und da wo vorher noch Slum und Wüste war, steht da jetzt so ein mega Wolkenkratzer. Und das macht das halt auch aus. Und so ein gewisses kulturelles Interesse halt auch, was mich an Orte zieht, wie jetzt irgendwie mein Spanisch wieder aufpeppen. Ich mag die Musik, ich mag die Lebenslust und fühle mich da ein Stück weit in meiner Persönlichkeit nochmal bestärkt. Ne? In Deutschland bin ich so der strukturierte, Zieleffiziente und in Südamerika reizt mich eher so der Martini, der lebenslustige, spontane Genießer, der in Deutschland immer ein bisschen hinten ansteht, weil ich das hier einfach so gewohnt bin, effizient und strukturiert zu sein. Und da kann ich halt andere Teile meiner Persönlichkeit ausleben und die kann ich aber dort eher ausleben, als zum Beispiel in Asien, was ich auch toll finde kulturell als Land. Aber da sind die Leute ja noch fleißiger, noch pflichtbewusster, noch schüchterner und ich will halt genau die andere Seite von mir entwickeln und deswegen zieht es mich eher jetzt nach Latein- und Mittelamerika in der nächsten Zeit. Weil da mehr Energie für mich drauf ist. Marcus: Auf jeden Fall. Also es ist echt ein mega Unterschied. Ich habe mich auch total auf Asien gefreut. Wir waren ja vor drei Jahren hier schonmal und es ist auch cool, das Essen ist geil, die Leute sind super freundlich und die sind humble. Aber ich bin auch ein sehr extrovertierter Typ, der immer so Feedback braucht von den Leuten, mit denen ich zu tun habe und das ist mega schwer hier in Asien zu bekommen, weil die sich einfach nicht so trauen. Die haben halt eine andere Kultur als wie zum Beispiel, als wir in Kolumbien waren oder in Brasilien oder so. Da triffst Du dann Locals auf der Straße oder machst mit denen ein bisschen Sport und Fitness im Open Air und gehst dann abends mit denen noch einen Trinken und Feiern. Das brauche ich irgendwie noch mehr. Dieses Feuer, das dann auch zurückkommt von den anderen, weil ich ja selber sehr viel Energie habe und die versprühe. Aber wenn da irgendwie kaum Feedback kommt, dann wirst Du irgendwann selber irgendwie leise und kleinlaut und keine Ahnung, rennst da mit Blick nach unten durch die Straßen. Martin: Ja. Und das meine ich halt so mit diesen Umgebungseinflüssen, Glaubenssätze ne? In Deutschland wirst Du halt angeschaut, wie ein Meerschwein auf dem Mars, wenn Du sagst, Du fährst jetzt irgendwie auf eine Reise oder Du machst die Sachen jetzt mal ganz anders und Du hast jetzt keine 12 Versicherungen usw. Und das macht Dich natürlich dann auch unsicher. Und dann reist Du in Länder, wo die Leute fast gar nix haben und einfach total happy sind. Wo Du denkst: Ey schön, so einfach kann ein Leben sein. Marcus: Und es funktioniert irgendwie, ne? Ohne, dass da alles so mega durchstrukturiert ist, wie beispielsweise in Deutschland. Martin: Ohne dass man es drei Stunden durchdenken, durchreden und vertagen und verschieben muss, wenn man noch eine Information braucht. Marcus: Okay, bleibt uns festzuhalten: Reisen hilft immer oder reisen hilft gerade auch, wenn man mal ausbrechen will und sich selbst erfahren will, so wie Du. Also, bei Dir zu Hause ist ja die Welt so ein bisschen - hast Du ja eben gesagt - strukturiert, durchgeplant. Du stehst für Produktivität und Effizienz und dann kannst Du auf Reisen in Lateinamerika dann mal der ganz andere Martin sein, der gerne tanzt und singt und auf der Straße abhängt. Martin: Genau, also im Buch habe ich es zusammengefasst als Vorwort: Reisen bewegt Beine und Kopf. Und das ist halt das geile. Dass es Dich halt in Bewegung hält. Du bist viel agiler und eines der Themen - Du hast ja nach Businessthemen gefragt im Moment - aber persönlich mein Thema ist, dass ich halt dieses leichte Lebensgefühl und das tolle, spontane, das ich auf Reisen habe, wo ich ja auch Dinge auf die Kette kriege und wo ich auch Projekte abarbeite. Dieses Lebensgefühl einfach mit nach Deutschland nehme und es gelingt mir mit jedem Mal, dass ich wiederkomme, immer ein Stückchen besser. Und das ist dann toll, wenn Du das halt dann auch mitnehmen musst. Weil irgendwann werde ich sicherlich mal wieder länger an einem Ort sein und dann will ich natürlich genau dieses geile Leben haben, das ich jetzt unterwegs habe. Marcus: Hm perfekt! Das klingt nach einem guten Schlusswort. Vielen Dank für Deine Zeit und danke für die Inspiration. Ich glaube, es ist rüber gekommen, wie viel Dir persönlich das Reisen gibt und wie viel Dir das dann auch gibt, um diese Energie dann weiterzugeben an Deine Leute in den Seminaren, in den Kursen, in den Büchern. Ich meine, der Erfolg gibt Dir recht. Vielen, vielen Dank! Martin: Jo, gerne und Grüße an Thailand. Marcus: Ja, richte ich aus. Wir sind ja morgen wieder weg. Wir ziehen weiter Richtung Europa und Dir viel Spaß in Kuba. Schlag Dich durch, ich bin gespannt auf Deine Berichte und hoffentlich dann auch wieder in Buchform oder sei es dann vielleicht mal ein Seminar oder auf der Bühne eine Lesung. Martin: Ja, auf jeden Fall oder auf der Webseite. Jut, dann lass es Dir gutgehen Marcus, vielen Dank für euer Interesse und viel Erfolg mit Deiner Show. Marcus: Jo, danke Martin! Ciao. Martin: Tschö. Bäm! Das war eine weitere Folge der LIFE HACKZ Show. Wenn euch die Show genauso viel Spaß macht, wie mir, dann gebt mir doch mal ein bisschen Feedback über eine Voice Message auf meiner Website www.lifehackz.de oder über eine E-Mail an

marcus@lifehackz.de

oder über eine Rezension auf iTunes. Ich würde mich mega freuen und euch noch viel Spaß bei allem, was ihr gerade macht. Ich bin raus, peace and out. Bis bald! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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Jan 17, 2016

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LIFE HACKZ QUICKIE

Heute mit dem ersten LIFE HACKZ Quickie. Das sind kurze Episoden-Folgen, von mir eingesprochen zu Themen, die dein Leben verbessern und verändern können und ich will direkt anfangen mit dem Thema Vorsätze und Ziele für das neue Jahr 2016. In dieser Folge lernst du:

  1. Wieso Routinen dich wesentlich erfolgreicher zu machen.
  2. Wieso das Schreiben dazu beiträgt, deine Gedanken zu sortieren.
  3. Wie wichtig es ist, sich mit like-minded Leuten zu umgeben.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

5 minute journal

headspace

blinkist

Sivers

Go fucking do it

Runtastic Push Ups App

Jan 15, 2016

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Interview mit Jana Schuberth von Alive in Berlin

Heute mit dem Live Coach, Fallschirmspringerin, Forex Trainerin, Weltveränderin, Live in Berlin Conference Veranstalterin Jana Schuberth. Jana ist ein absoluter Globetrotter, nachdem sie vor einem guten Jahr oder so dann auch von dem Digital Nomad Fieber infiziert wurde. Sie ist aber viel länger auch in der ganzen Online Szene unterwegs als Coach, verändert sich aber immer wieder gerne und erfindet sich immer wieder neu. Von daher ist es echt spannend, nicht nur welche Frisur Jana jetzt gerade am Start hat, sondern welche neuen Projekte und wo sie gerade steckt. Ein mega spannender Mensch, gute Freundin geworden und ja, freut euch auf’s Interview. Viel Spaß mit Jana Schuberth. In dieser Folge lernst du:

  1. Dass man mit Traden tatsächlich Gewinne erzielen kann und was Forex ist.
  2. Dass einem nichts schlimmes passiert, wenn man sich einfach mal traut, auch größere Persönlichkeiten anzusprechen.
  3. Dass man auch etwas zurückbekommt, wenn man anderen Leuten hilft.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

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SHOWNOTES

Jana Schuberth

Funjump Berlin

e residency

DNX CAMP

DNX GLOBAL

DNX Berlin  

Sundesk

Xing

Dynamite Circle

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 41! Jo Leute, herzlich willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mit dem Live Coach, Fallschirmspringerin, Forex Trainerin, Weltveränderin, Live in Berlin Conference Veranstalterin Jana Schuberth. Jana ist ein absoluter Globetrotter, nachdem sie vor einem guten Jahr oder so dann auch von dem Digital Nomad Fieber infiziert wurde. Sie ist aber viel länger auch in der ganzen Online Szene unterwegs als Coach, verändert sich aber immer wieder gerne und erfindet sich immer wieder neu. Von daher ist es echt spannend, nicht nur welche Frisur Jana jetzt gerade am Start hat, sondern welche neuen Projekte und wo sie gerade steckt. Ein mega spannender Mensch, gute Freundin geworden und ja, freut euch auf’s Interview. Viel Spaß mit Jana Schuberth. Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFEHACKZ 10% Discount. Marcus: Jo, herzlich willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show, heute mit Jana Schuberth. Jana, bist Du ready? Jana: Ja, na logisch! Marcus: Perfekt! Wo erwische ich Dich gerade und warum bist Du genau an dem Ort? Jana: Ich bin momentan in Kalifornien, eine Stunde südlich von Los Angeles bei meinem Freund Chris und habe hier ein paar Wochen die Sonne genossen, während in London das kalte Wetter wütet. (lacht) Marcus: Ja okay, bei Dir weiß man nämlich mittlerweile auch gar nicht mehr genau, wo man Dich catched oder erwischt. Ich glaube, seitdem Du infiziert bist mit diesem Reise-Digital-Nomad und von überall Arbeiten, bist Du echt krass unterwegs. Und ja, London war jetzt irgendwie mein neuester Stand und dann machst Du viel auf Hawaii und jetzt bist Du bei Deinem Freund in California. Erzähl mal, was so die einzelnen Punkte dann für Dich bedeuten oder hast Du da verschiedene Schwerpunkte, Businesse laufen oder reist Du einfach nur gerne? Jana: Total ja. Also ja na klar, das schon auch, aber wie Du schon sagtest, ich habe so ein bisschen Ja von überall. Also von Bali und Kenia und Gran Canaria, wo wir uns ja auch getroffen haben letztes Jahr, über halt Finnland und Schweiz und all over Europe und dann bin ich halt nach Hawaii gegangen im Januar und da ein bisschen hängen geblieben, weil es mir einfach super gut gefällt. Da fühle ich mich am meisten zu Hause, so in der Welt und bin dann recht lange dort geblieben. Zwischendurch kurz nach Berlin für die Konferenz Live in Berlin. Dann wieder zurück nach Texas, weil ich meine Fallschirmspringerlizenz dort gemacht habe und dann wieder zurück nach Kalifornien, wieder zurück nach Hawaii, wieder zurück nach Texas und dann habe ich aber wirklich gerade zweieinhalb Monate in London verbracht, beruflich gesehen. Weil ich dort mit einem Unternehmen im Forex Trading sozusagen zusammen arbeite. Und das hatte ich eigentlich nicht so vorhergesehen, aber die haben mich ein bisschen überzeugt da mehr mit denen zu arbeiten und dadurch habe ich jetzt gerade ganz neu dort eine mini Home Base aufgebaut mit einer kleinen Wohnung, sodass ich jetzt wieder überhaupt eine Wohnung und eine feste Adresse habe, was irgendwie erstmal total komisch war, aber jetzt momentan bin ich halt… Ich habe dann also mit den Leuten dort abgesprochen, dass ich unter keinen Umständen permanent in London sein werde und mindestens sechs Monate im Jahr woanders sein möchte. Und so ist das halt bis jetzt auch gelaufen und dadurch war ich jetzt irgendwie die letzten vier Wochen auf Hawaii und hier und plane eben auch schon wieder die nächsten Trips dann nach London, was dann jetzt so ein bisschen im Winter sein wird. Was natürlich nicht besonders smart ist, aber ich habe halt so viel Zeit in Amerika verbracht bisher, dass ich jetzt erstmal ein bisschen nach Europa zurück muss. Und Hawaii halt einfach aus Liebe und Leidenschaft, ich meine beruflich gesehen ist mein Hauptschwerpunkt momentan auf Trading und Coaching und Consultingarbeit und bisschen Alive Sachen, worüber wir uns sicherlich noch ein bisschen unterhalten, nehme ich an. Und für’s Traden ist es halt einfach günstiger in London zu sein, weil die Liquidität im europäischen Markt einfach am größten ist, zu den Zeiten. Und hier muss ich ja nicht immer über Nacht handeln dann in den Märkten. Das ist ein bisschen anstrengend. Von daher macht es schon Sinn ein bisschen in London zu sein und so verbringe ich halt meine Zeit überall so ein bisschen. Da wo es hauptsächlich schön ist und jetzt sind es halt hier noch schon so 20 Grad und in Hawaii war es richtig schön dolle warm und ich springe halt auch so… Fallschirmspringen in Hawaii und deswegen wollte ich da gerne wieder zurück. So ist das momentan. Marcus: Cool! Das klingt echt nach nem krass spannenden Leben und Lifestyle. Ich glaube, wenn man Dir eine Go Pro auf den Kopf schnallen würde und die wirklich den ganzen Tag laufen lassen würde, das wäre ein voller Erfolg. Jana: (lacht) Dann ist viel fliegen da mit drauf. Obwohl ich habe mir jetzt gerade vorhin meinen Knöchel verstaucht und bin jetzt erstmal raus, bestimmt bis Ende des Jahres, aber naja, wir werden sehen. Marcus: Wie kam das denn mit dem Fliegen? Du bist ehrlich gesagt die erste Person oder zweite überhaupt in meinem ganzen Leben, die ich treffe, die so eine Passion dafür hat und dann dafür eine Lizenz gemacht hat, hast Du gerade erzählt. Das stelle ich mir spannend vor. Jana: Also ich bin schon immer an Flughäfen, da bin ich Zuhause. Ich mag immer gerne fliegen. Es ist mir auch total egal, ob das jetzt irgendwie 16 Stunden nach Bali sind oder irgendwie 16 Stunden in die andere Richtung nach Hawaii. Aber ich habe halt schon immer gerne nach Hawaii gewollt und dann als ich in Hawaii war, hatte sich einfach so diese Möglichkeit ergeben. Ich weiß auch gar nicht mehr, wie ich darauf gekommen bin. Es war wahrscheinlich einfach so ein Bucket-List-Ding, weißt Du? So, wo Du denkst “Ah ja, einmal will ich so einen Fallschirmsprung machen.” Marcus: Ja, das ist bei mir übrigens auch noch drauf. Jana: Ah ja, siehst Du? Marcus: Vielleicht können wir ja auch einen Tandem machen oder so. (beide lachen) Jana: Oh Gott, ja, ich weiß nicht. Ich habe mich gerade darüber mit jemanden unterhalten, weil so in einigen Entwicklungsländern, da wäre ich ein bisschen skeptisch, was das Equipment angeht. (lacht) Na jedenfalls habe ich dann einen Tandemsprung gemacht und fand das halt super cool und dann wollte ich es gerne nochmal machen. Dann habe ich es nochmal gemacht und dann so nach dem zweiten Sprung habe ich dann so gesagt: Also ich glaube, ich möchte das gerne selber lernen und mit meinem eigenen Fallschirm springen und habe dann insgesamt sechs Tandems in Hawaii gemacht und habe dann meine Lizenz mit der United States Parachute Association in Houston, Texas gemacht. Dann hat man so verschiedene Level von Zertifizierungen und nachdem ich dann alleine springen konnte, war ich dann nochmal zurück in Texas für die B-Lizenz, wo es dann einfach um spezielle Fähigkeiten geht, die man auch braucht, wie zum Beispiel Wasserlandungen. Wenn ich jetzt zum Beispiel in Hawaii oder hier in Kalifornien springen will, dann ist das natürlich immer nah am Meer dran, dass man dann weiß, wie man sich retten kann, wenn man im Meer abstürzt oder landen wird und bewusst landet. Das geht natürlich auch. Solche Sachen. Ich habe “erst” 54 Sprünge. Dann bin ich hauptsächlich in Berlin mit meiner Leihweste gesprungen und in Hawaii und in Texas und ja. Meine Freunde haben halt tausende… also ein Bekannter von mir hat 15.500 Sprünge (lacht) Das ist natürlich was anderes. Marcus: Ja, aber man muss ja auch Ziele haben, ne? Jana: Genau, und das ist halt jetzt so… Also ich bin halt fasziniert von der Fähigkeit, wie Du schon sagtest gerade, dass Fallschirmspringen und free flying und halt was man damit machen kann und wie. Also es sieht so elegant und so einfach aus, und das ist es einfach überhaupt nicht einfach. Also es ist zwar sicherlich physiologisch eine der schwersten Sachen, die ich so gemacht habe. Auch mit Koordination und mit der Angst oder dem Bewusstsein, dass Du halt bei jedem Sprung auch sterben kannst, ne? Marcus: Wow krass. Ja gerade so den, Du hast ja gesagt, Du darfst jetzt auch alleine springen. Gerade so der erste Sprung alleine, der ist krass oder? Jana: Ja, die ersten. Also ich habe immernoch immer wieder Schiss. Ich hatte jetzt gerade in Hawaii eine lange Pause, weil ich eben in Europa war und da nicht so springen konnte und ich hatte auch meine Schulter ein bisschen ausgekugelt im Sommer. Und dadurch hatte ich vier Monate Pause und der erste Sprung in Hawaii war schon so…. Weil Hawaii ist auch eine sehr schwierige Dropzone. Da ist natürlich viel Wind vom Ozean und von den Bergen und Turbulenzen und so. Da kann man sich schnell verletzen und da hatte ich schon ganz schön Muffensausen, auf jeden Fall. Und dann nach den ersten zwei Sprüngen, dann ist man wieder drin und dann weiß man auch, dass das alles funktioniert. Marcus: Ja, krass. Ich würde glaube ich Zehntausend Millionen Mal meinen Fallschirm Doublechecken und dann noch den, ich weiß nicht, wie heißt der, Ersatzschirm. Gibt es da noch einen bestimmten Begriff für? Jana: Genau, die Reserve, ja. Marcus: Ja genau, die Reserve. Klar, müsst ihr wahrscheinlich eh machen, die ganzen Security-Checks, aber... Jana: Genau, man erwartet natürlich auch ziemlich perfekte Kondition zum einen. Gerade als Fallschirmspringer. Also Geduld lernt man auf jeden Fall in dem Sport und gerade auch was so Wetterkonditionen angeht und so. Aber es schärft schon das Bewusstsein wirklich Security-Checks zu machen, weil es ist auch schon ganz viel schlimmes passiert, wenn mal einfach was vergessen wurde oder leichtsinnig…. Die Leute werden einfach auch schnell leichtsinnig. Gerade, die die viel springen. Die meisten Unfälle passieren den Leuten, die schon lange springen. Marcus: Ja, das hat man ja auch so ein bisschen beim Tauchen, ne? Dass die Leute, die dann hunderte von Tauchgänge haben. Irgendwann wird man leider leichtsinnig oder manche. Jana: Genau, genau. Und tauchen war halt so mein Ding. Weißt ja, Oceans and Skies, also alles was mit dem Wasser und mit dem Himmel zu tun hat. Und Scuba Diving habe ich angefangen in Bali und das fand ich auch eben so toll, also muss ich ganz ehrlich sagen. Aber das kann man halt auch nicht überall machen und das größte Problem mit London ist halt, da ist weder Ozean noch Sky Diving irgendwie nah dran. Aber naja. Dafür ist es gut für Business. Marcus: Dafür ist es gut für Business, genau. Europa ist jetzt echt nicht das schlechteste. Gerade wenn es ein bisschen wärmer ist oder man zentriert arbeiten muss, fokussiert und irgendwie ein Ziel hat. Ich glaube dieses ganze Forex Thema, was ja an sich per se auch schon mega spannend ist, ist für Dich auch komplett neu gewesen oder? Jana: Ja total. Also ich war einfach mal neugierig. Wie Du weißt, Deine Zuhörer vielleicht nicht, aber ich war halt sehr sehr fokussiert auf mein Coaching und Consulting Business jetzt die letzten fünfeinhalb Jahre und habe aber immer wieder auch geguckt nach Möglichkeiten außerhalb der Industrie. Mich weiter zu entwickeln oder auch mit anderen Unternehmen aktiv zu werden, weil ich einfach finde, das ist so eine Bubble. Weißt Du, so eine Blase, wo man dann nachher irgendwie nur noch Coaches kennt und die immer über dieselben Themen spricht und so. Und ich war halt auch irgendwie auch interessiert an anderen Sachen. Ein Bekannter von mir hatte immer mal wieder etwas gepostet auf Facebook vom Traden und ich habe ja in der Vergangenheit mal in der Finanzwelt gearbeitet (lacht) und bin der Welt entkommen. Auch mit gutem Grund sozusagen. Also ich fand’s halt total doof irgendwie, als Wirtschaftsprüfer und Buchhalter unterwegs zu sein, aber die Zahlen, die Fähigkeiten die man dabei lernt sind natürlich nützlich, keine Frage. Und dann habe ich halt einfach gedacht: Naja, was habe ich zu verlieren? Ich war zu der Zeit gerade in Hawaii und die haben einen Kurz in Vegas angeboten und dann war ich in Vegas und relativ schnell angefixt sozusagen, was einfach die Fähigkeiten des Traders angeht und wirklich größtenteils hat mich eigentlich fasziniert, dass Traden ganz viel mit Psychologie zu tun hat und das ist natürlich ein großer Teil meiner Arbeit. Es stellte sich einfach schnell heraus, dass die Fähigkeiten, die ich so gelernt habe bzw. auch täglich anwende als Coach, unheimlich nützlich sind und somit mir das Traden irgendwie leicht fällt, aber auch einfach Spaß macht und ich nicht stresst. Es gibt ja viele Leute, die darüber reden, als wäre das halt Online Gambling und solche Sachen. Es hat halt wenig damit zu tun. Für mich, finde ich hat es sehr viel mit Risikomanagement zu tun und auch einfach mit der Psychologie, die dahinter steckt, sozusagen. Das fand ich halt super spannend. Dann habe ich gedacht: Naja, ich kann das irgendwie machen. Manchmal hat man das Gefühl, wenn man irgendwie was Neues lernt, dass es noch nicht so richtig geklickt hat. Es ist noch nicht richtig da. Dann wollte ich einfach gerne mich wirklich sehr stark weiterentwickeln und habe gedacht, die beste Art und Weise das zu machen ist sicherlich sich da wirklich 100% reinzustürzen und deswegen bin ich dann halt zweieinhalb Monate nach London gegangen, um das wirklich intensiv zu studieren und zu lernen. Marcus: Ja, weil ich glaube das ist so ein Thema, da muss man sich auch 100% committen. Jana: Ja, also es ist kein Hobby. Man muss es schon relativ Vollzeit und intensiv machen. Wenn man das nur so nebenbei macht, glaube ich, dann ist man recht schnell entmutigt. Marcus: Ja, und das sind glaube ich genau die Leute, die wahrscheinlich das Ganze am Laufen halten, weil es gibt ja den Spruch “Wer irgendwo was gewinnt, gerade an der Börse, gibt es auch Leute, die irgendwo verlieren”. Jana: Ja, ganz genau. Marcus: Und der Trick ist glaube ich, das Professionell zu betreiben, auch frei dann von emotional getriebenen Aktionen, wie Du eben schon gesagt hast. Und das ist glaube ich, richtig, richtig tough seine Psychologie und seinen Geist und auch seinen Instinkt im Griff zu haben, ne? Wenn alle davon reden, das ist die riesen Krise und Scheiße und die Welt geht unter und ihr müsst die Aktien verkaufen. Dass man dann genau Kontra sich verhält und sagt, ne jetzt kaufe ich nach. Jana: Genau, also da gibt es unheimlich viel, was wir darüber reden könnten, ganz ehrlich. Aber ich glaube, der größte Punkt meiner Erfahrung nach und der Observation was andere Leute angeht ist halt, dass Du eben sehr gut damit umgehen können musst, Geld zu verlieren. Weil Du verlierst ungefähr 50% der Zeit. Weil es ist eben ein Probability Game. Also entweder Du gewinnst oder Du verlierst, sozusagen. Aber man macht eben das Geld durch das Management vom Risiko und der offenen Decke nach oben sozusagen. Also wenn der Trade in Deine Richtung geht, dann nutzt Du das voll aus, aber wenn der Trade entgegengesetzt seine Richtung geht, dann hast Du immer was Du auch dann verlieren kannst und möchtest und was okay ist. Marcus: So ein Stop Loss Limit, was man setzt. Jana: Genau, ich will jetzt nicht so fachsimpeln und so. Ich weiß ja nicht, was die Leute so wissen oder nicht wissen, aber genau. Also da kann man halt unheimlich viel machen und es hat aber mehr damit zu tun, dass zum Beispiel die Leute, wenn sie jetzt ein paar Verluste gemacht haben, dass sie dann anfangen ihren Verlusten nachzujagen und das emotional dann einfach zu schlechten Trades dealen. Also das verleitet sozusagen. Marcus: Ja, ich will da jetzt auch nicht zu tief einsteigen. Ich habe glaube ich auch ein rudimentäres Wissen, aber ich finde es auch mega mega spannend und höre mir gerne einen Podcast zum Thema Investing an, wo es dann ja auch viel um Psychologie geht und wie man gute Deals erkennt und schlechtere Deals. Ich bin auch selber ein bisschen an der Börse aktiv, aber nicht so risikoreich, sondern sehr konservativ mit Indeci Fonds, Aktien Index Fonds mit ETFs und die ja relativ günstig in der Verwaltung sind, weil man da kaum was zahlt. Ich find’s spannend. Vielleicht ganz kurz für alle, die jetzt nicht wissen, was Forex heißt. Was heißt das? Jana: Foreign Exchange Currencies. Also ich handele mit acht so… Das ist im Prinzip die Währung. Also acht Währungen. Die Hauptwährungen amerikanische Dollar, kanadische Dollar, australische Dollar, Neusseeland Dollar, europäische Euro, British Pound, Schweizer Franken und japanische Yen. Also mit den acht Währungen gibt es halt zusammen kombiniert 28 Paare und das ist alles, was ich trade. Das gute daran ist natürlich, wenn Du Währungen anstatt zum Beispiel Stocks und Shares handelst, ist, dass egal in welche Richtung sich der Markt entwickelt, Du hast halt immer Möglichkeiten zu handeln. Das heißt, Du bist nicht irgendwie daran gebunden, dass der Wert der Währung steigt. Sondern wenn der Wert fällt, dann startest Du halt den Trade und dann hast Du trotzdem die Möglichkeit das profitabel zu machen. Marcus: Spannend. Und ich lerne jetzt immer mehr Trader unterwegs kennen. Das ist auf jeden Fall so ein Thema, was entweder immer mehr aufkommt oder immer mehr Trader, die alleine vielleicht auch unterwegs sind, das Reisen für sich entdecken. Ich weiß nicht, aber gefühlt werden es immer mehr und es gibt echt viele Indikatoren dafür, dass es auch nicht aufhört, weil beispielsweise in Taghazout im Sundesk, das ist auch so ein Coworking und Coliving Space. Jana: Ja, das habe ich gesehen, dass ihr da wart. Oh Mann, da war ich voll neidisch, weil das ist so eine schöne Ecke da. Das hört sich voll gut an, da will ich auf jeden Fall mal vorbeischauen. Marcus: Mach das auf jeden Fall. Das ist so geil und die, die das gegründet hat, die Magda, das ist auch eine Deutsche, die ist so lieb und so sweet und die steckt da so viel Herzblut rein, dass wir gesagt haben, als wir da weg mussten - ich glaube nach zwei Wochen, die natürlich wie im Flug vergangen sind - das könnte echt so eine Retreat, so ein Rückzugsort für uns werden, wenn gar nix mehr geht oder wir einfach nur noch gestresst sind, und sagen wir kommen. Magda, Sundesk Taghazout geht immer. Weil das ist super convenient und was ich dazu sagen wollte im Zusammenhang mit Trading ist, dass sich da auch ein Trader eingemietet hatte aus Australien und der hat dann vom Sundesk aus gearbeitet und Magda hat dann irgendwann gesagt “Willst Du nicht die fetten Monitore haben, dann musst Du das nicht immer auf Deinem kleinen Bildschirm machen” und die sind glaube ich jetzt so der erste Coworking/Coliving Space mit diesen ganzen Trading Monitoren an der Wand. Jana: Uuuuuuhhh, das ist ja echt super, ja. Weil das macht einen riesen Unterschied. Also ich meine, das sieht so ein bisschen wie Show offi aus, aber ich habe in London auch noch drei Bildschirme plus meinen Laptop und das reicht immernoch nicht. Also mein Kollege hat acht und das ist schon ganz gut, weil wenn wir 28 Paare traden, dann kannst Du halt mehrere Paare immer wieder auf den Screens sehen und das macht einen riesen Unterschied. Also das ist gut zu wissen. Schick mir auf jeden Fall den Link, da bin ich interessiert dran. Marcus: Auf jeden Fall, ich mache direkt ein Intro mit Magda, dann könnt ihr euch austauschen. Jana: Yeeeh, super danke. Marcus: Ja, nicht nur das, dann habe ich in Tarifa den Thomas kennengelernt, ein ehemaliger Investment Banker, der jetzt solo als Trader unterwegs ist und so ein passionierter Kite Surfer ist, der auch einen Talk, wahrscheinlich auf dem DNX CAMP gibt, auf dem nächsten. Dann der Noel, kommt glaube ich auch aus dieser Investment Szene, der einen Talk bei der GLOBAL gegeben hat. Jana: Ja, den kenne ich ja auch. Marcus: Ja, also es gibt echt einige und ja. Ich find’s cool. Das ist auf jeden Fall glaube ich eine weitere Option, irgendwie in den Lifestyle zu starten. Jana: Ja, der Punkt ist echt Marcus, und ich glaube, dass ist halt das was daran so attraktiv ist. Wir haben halt drei große Märkte zum Handeln, Europa, Tokio und dann die ganzen anderen Asia Countries und Du brauchst halt, und ich habe das heute gerade jemandem erklärt. Zum Beispiel, wenn ich das vergleiche mit einem Coaching Business, wo Du Kunden hast, Kunden akquirieren musst, für Kunden Zeit haben musst, Kunden Calls schedulen musst, also hier einplanen musst und Trading. Ich habe echt schon lange kein Deutsch mehr gesprochen (lacht)  Und Marcus: Hier verstehen die Leute mittlerweile hier dieses Denglish. Jana: Ich denke auch. Das sind die von Dir bestimmt gewohnt auch oder von euch. Jedenfalls wenn man so ein Unternehmen hat, wo man halt auf Kunden angewiesen ist oder mit Kunden handelt auf egal welcher Art und Weise, dann hast immer so diese Abhängigkeiten, während mit dem Traden, das machst Du, wann auch immer Du Lust und Zeit dazu hast. Na klar, macht es Sinn zu bestimmten Zeiten zu traden, wenn der Markt offen ist oder sich öffnet morgens. Je nach Zeitzone, aber Du hast eben nicht diesen Stress von Akquise oder Marketing oder weißt Du was ich meine? Also, das ist halt total entspannt. Und das gefällt mir unheimlich gut. Dadurch ist es unheimlich troublefreundlich. Marcus: Hm absolut. Aber ich glaube, das birgt auch so ein kleines Risiko, dass man irgendwann so passionate ist, dass es fast zu einer Sucht werden kann oder gerade, wenn man dann auch Verluste hat. Aber das sind ja diese psychologischen Sachen, dass man dann sein Geld hinterherrennt. Jana: Auf jeden Fall. Also ich find eigentlich… also ich kann da ganz gut zwischen abschalten. Für mich ist fast die andere Richtung. Also wo ich jetzt zum Beispiel in Hawaii war, da habe ich gedacht, Ah komme ich heute nicht, komme ich morgen. Kann ich morgen auch noch traden oder so. Weil Du weißt halt, dass das immer unlimitiert Möglichkeiten gibt. Also es passiert immer irgendetwas im Markt. Es geht immer irgendwas hoch und runter und das wird auch immer so weitergehen. Und davon kann man sich auch so ein bisschen Sicherheit einholen, dass man dann nicht arbeitet. Also es geht in beiden Richtungen. Und ich mache meistens nach dem Tagesziel dann ist der Computer geschlossen. Das kann manchmal fünf Minuten dauern und das kann manchmal drei Stunden oder acht Stunden dauern, aber da muss man halt auch die Disziplin dann haben, wenn man sein Tagesziel erreicht hat, dann den Computer einfach zuzuklappen. Und Surfen zu gehen oder Kitesurfen. Marcus: Es gibt so viele geile Sachen. Genau, und Du sagtest, dass Du bei der Alive Conference, die Du ja veranstaltest, ziemlich erfolgreich in Berlin, dieses Jahr war glaube ich jetzt schon die zweite und die nächsten sind auch schon geplant, da musst Du gleich mehr erzählen. Dadurch bist Du dann zum Fallschirmspringen gekommen? Jana: Das Fallschirmspringen war einfach so aus der Lust und Laune heraus von der Bucket Liste in Hawaii, aber wir haben ja die Alive zwei Mal in Berlin im Mai, wie Du gesagt hast, gehabt und dieses Jahre, dadurch dass ich so angesteckt war, wollte ich halt gerne die alivers da mitanstecken und hatte einen Deal gemacht mit einer Fallschirmschule in Fehrbellin, nördlich von Berlin. Die waren halt super cool. Die heißen funjump. Ein super cooles Team. Nee echt, das lohnt sich total. Die sind super, super klasse und das war auch eine schöne Dropzone, alles mit neuem Equipment und super coole Leute. Ich meine, ich habe noch keine schlechten Leute, wo ich in der Welt von Skydiving gefunden habe. Aber es macht schon viel aus, wie sie neue Menschen da auch so willkommen heißen, weißt Du, wenn Du so als neuer dahin kommst. Und dann habe ich das einfach so als Frage in irgend so eine Community gestellt und 35 Leute haben gesagt “Ja, das war schon auch immer auf meiner Bucket Liste, let’s go”. Wir hatten im Prinzip fünf Ladungen mit sieben Tandems und ich bin mit jeder Ladung mitgeflogen und dann als erste gesprungen, weil ich kann leider nur nicht mit denen, nur neben denen herfliegen. Aber ich bin dann halt mit jeder Ladung mitgesprungen und die hatten einen mega Spaß Das Ding war halt für mich, warum das so passte, war natürlich nicht nur weil Du Dich echt extrem Alive fühlst, vor allen Dingen wenn Du unten ankommst, sondern noch lebendig bist. Sondern einfach dieses Thema auch, der Angst ins Auge zu gucken, weil viele Leute haben schon sehr viel Respekt und dann die Angst zu überwinden und das dann trotzdem zu machen und dieses körperliche Lernen ist glaube ich einfach wesentlich stärker als jetzt so thematisch darüber nachzudenken, wie das ist, mit der Angst umzugehen oder ja, einfach dieses Selbstbewusstsein, was auch davon kommt. Die Leute sind kommen immer unten an und haben das größte Grinsen und fühlen sich echt, wie ein Held, weil sie es gemacht haben und das kann man denen nicht wegnehmen. Das ist etwas, was körperlich quasi zellular gespeichert wird und als Coach, die natürlich sehr stark an Transformationen interessiert ist und wirklich auch bleibende Veränderungen im neurologischen Sinne, ist das natürlich super powerful und es hat echt super viel Spaß gemacht und den Leuten auch. Wir hatten blendendes Wetter und das war einfach total klasse. Marcus: Okay, ich weiß dass eine der nächsten Alive Konferenzen in Hawaii stattfinden wird, richtig? Jana: Ja, also wir wollen natürlich das beibehalten, dass das auch europäisch bleibt, weil das war so der Angelpunkt am Anfang, dass wir halt wenig von solchen Sachen in Europa haben. Von solchen Personal Development Konferenzen und wir stoßen ja quasi, if that’s the word, zur gleichen Zeit so aus dem Boden. Die DNX und die Alive und das hat glaube ich unheimlich viel positive Energie schon auch gebracht auf den europäischen Kontinent. Ich wollte halt aus persönlichen Gründen, mehr als alles andere wahrscheinlich, gerne in Hawaii was machen und wir planen halt dort etwas kleineres. Also mehr so Retreat mit bis zu 40/50 Leuten und wollen dann so Hälfte/Hälfte halt Hawaianer und andere Leute, die dort gerne hinkommen möchten aus Europa und Amerika kombinieren. Da planen wir ein bisschen was anderes. Das kann ich leider noch nicht so viel verraten darüber, aber es wird halt schon so bleiben, dass die Hauptkonferenz in Europa bleibt. Marcus: Achso okay. Und der Ursprungsgedanke war, dass Du ja ziemlich gut glaube ich in der US-Szene vernetzt gewesen bist und dann total gecatched warst und gesagt hast: Das geil, wie supportive die sind. Irgendwie ist das Mindset total anders. Und das dann nach Europa zu bringen oder wie war das? Jana: Ja genau. Also ich habe halt, bevor ich so nomadisch unterwegs war, sehr sehr in England gelebt. Also schon Jahre, seit 2003 lebe ich nicht mehr in Deutschland. Aber in England selbst auch, obwohl es dort natürlich auch diese Szene gibt, habe ich mich schon relativ isoliert gefühlt und habe nicht so richtig die Leute gefunden und habe halt viele Anhänger und Mentoren und Coaches und Autoren und Headspeaker und so aus Amerika so ein bisschen verfolgt und mich mit denen vernetzt und fand das halt so schade, dass wir irgendwie so ein bisschen hinterher waren. Da wollte ich eben gerne einfach eine coole Konferenz haben oder einfach so eine Möglichkeit, Leute zusammenzubringen, damit ich eben auch ein neues super Netzwerk irgendwie entwickeln kann, weil ich mich alleine gefühlt habe. Und das hat irgendwie voll gut funktioniert und ich glaube, es gibt so viele Leute, sicherlich auch Leute, die jetzt zuhören, die so denken, dass sie damit alleine sind. Und es gibt eigentlich ganz, ganz viele, die genauso denken, auch in Deutschland oder in Europa. Wir drei, mit Feli, wir haben den gleichen Drive so, die Leute zu vernetzen und denen ein anderes Leben auch vorzuschlagen. Marcus: Ja. Jana: Ja, und dadurch glaube ich, haben sich auch coole, neue Möglichkeiten entwickelt und Kollaborationen und spannende Sachen. Von daher… Marcus: Absolut. Und Du sagtest gerade, dass ist glaube ich auch eins der fettesten und größten Vorteile der heutigen Zeit und des Internets. Du hast Dich dann mit den Leuten vernetzt, die Du cool fandest, mit den Tedex Speakern, mit den Leuten, denen Du gefolgt bist, auf den Social Media Kanälen oder gelesen hast auf den Blogs und so. Und das ist vielleicht auch nochmal so ein Statement oder so ein Learning für die Zuhörer. Also alles ist möglich. Ich meine, Dich kannte am Anfang ja auch niemand und Du bist jetzt mit richtig krassen, krassen Leuten eng vernetzt, die dann auch Speaker bei Dir auf der Konferenz gewesen sind und so. Und alles wahrscheinlich nur, weil Du irgendwann Dein Herz in die Hand genommen hast und gesagt hast: So what. Was kann passieren? Die haben alle ein Kontaktforum und die sind alle freundlich und nett. Und dann ist man glaube ich erstmal total geflasht, dass die wirklich so nett sind, weil in Deutschland ist das leider so... Jana: Und vor allen Dingen, dass das halt auch nicht unbedingt irgendwie Geld kosten muss. Also ich hatte so diesen Glaubensatz, dass ich dann den Leuten alle Riesenhonorare bezahlen muss und so. Aber ich habe das schon irgendwie so… es ist spannend eigentlich, dass das Thema gerade jetzt nochmal aufkommt, weil ich hatte heute morgen einen Skype Call mit einer Amerikanerin, die jetzt nach Berlin gezogen ist. Und sie wollte mich halt gerne ausfragen, wie man Events organisiert und wie man hauptberuflich Speaker wird und solche Sachen. Und da kam das Thema Netzwerken auf und ich mache das so natürlich.   Marcus: Intuitiv, ja. Jana: Ja genau. Ich denke darüber nicht nach. Ich bilde einfach Beziehungen auf und interessiere mich für die Leute und habe halt irgendwie auch schon das Glück gehabt, wirklich mit den Leuten vorher eine Beziehung zu haben, wie zum Beispiel mit Chris Guillebeau, aber dieses Jahr hatten wir zum Beispiel Kim Anami, die recht bekannt ist für ihre Arbeit im Bereich von Beziehungen und Sex Coaching. Die habe ich total aus dem blauen Dunst einfach angeschrieben. Also die kannte ich vorher nicht. Dann hatten wir einen Skype Call und ich habe mich auch riesig gefreut, weil die hat auch wirklich einen Busy Schedule, lebt ja auch zwischen Bali und L.A. hauptsächlich und Indien. Und sie hat einfach Ja gesagt. Also ich meine, ich glaube, wenn die Leute so wissen, dass manchmal man einfach nur fragen muss und das für die auch spannend und spaßig sein kann, solche Sachen mit so organisieren oder daran teilzuhaben, dann haben vielleicht die Leute weniger Angst. Ich habe meistens einfach keine Angst, weil was ist das Schlimmste, was passieren kann? Die Leute sagen nein. (lacht) Davon habe ich auch mehr als genug Neins gehabt, also das ist keine Frage. Ich glaube, da gibt’s ein Limit, das muss man dazu sagen, weil ich hätte gerne Leute gehabt, wie Jason Silver, Brene Brown, Marie Forleo, Seth Gordon und da ... Marcus: Der übrigens immer antwortet, der Seth, ne? Jana: Ja, Seth antwortet immer und das ist ein ganz ganz lieber. Und ich habe ihn auch in New York letztes Jahr im Mai kennengelernt persönlich und seine Frau. Also ich hatte so ein bisschen so ne kleine Tür rein, aber trotzdem. Wenn Leute so ein Kaliber haben und 50.000 bis 130.000 $ für eine Keynote kriege, dann habe ich da auch keine Chance. Da muss man schon echt eng befreundet sein. Marcus: Ja, ja, da muss man sich weit stretchen. Das kriegen wir auch noch nicht hin. Aber trotzdem finde ich’s cool. Wir sind auch immer wieder so lose im Kontakt wegen der DNX gewesen oder so. Auf jeden Fall antwortet der immer und das finde ich so sympathisch, dass es Leute gibt, wo man gar nicht weiß, eigentlich dürften die gar keine Zeit mehr haben und die nehmen sich dann wenigstens die Zeit für einen netten 2-, 3-Zeiler und dann gibt es welche, keine Ahnung ey, die haben jetzt den ersten Erfolg auf dem Blog und vielleicht 1000 Leser und dann schreiben sie auf die Über Mich Seite: Sorry, ich bin too busy und wenn ihr keine Antwort von mir kriegt, bitte versteht das. Oder so. Und dann schreibt ein Pat Flynn Dir zurück oder Seth Gordon oder so. Ich glaube, das macht echt den Unterschied. Jana: Ja ja genau, das sagt viel aus, auch über die Leute, ja. Also ich bin dann lieber in Kontakt mit Leuten, die wenigstens freundlich Nein sagen, als irgendwie so eine automatisierte E-Mail, so: Ich antworte nur alle drei Tage. Oder so. Marcus: Mh, genau. Dann auch jeder, der mir irgendwie schreibt, das tut ja nicht weh und es macht ja auch Spaß. Also, man muss ja auch wissen, wer die Zielgruppe ist und wer Dir schreibt. Das ist ja auch viel wert, damit man weiß, für wen macht man das. Oder, da ist überhaupt jemand, der jetzt hier den Podcast hört oder so. Weil ich sitze jetzt hier ziemlich alleine an dem Tisch mit meinem Mikro und dem Laptop und den Skype Account offen mit Dir und darum ist es umso schöner, wenn dann mal so ein paar Hörermails kommen und sagen: Der Gast hat mir richtig gut gefallen oder das Learning habe ich mitgenommen und so und so umgesetzt. Und dann denkst Du Dir: YES, genau dafür machst Du es. Jana: Richtig, genau, so sehe ich das auch. Ich nehme mir auch immer Zeit für solche Leute. Also ich sage immer gerne, wenn Leute Fragen haben oder irgendwie Support brauchen oder Connections oder so. Ich bin da auch immer offen. Weil man weiß ja nie ne? Und ich glaube, wenn man anfängt über’s Netzwerken nachzudenken, als wäre das eine Business Aktivität, dann ist das schon irgendwie schiefgelaufen. Für mich ist das wirklich einfach Freunde und Netzwerk aufbauen, einfach aus Interesse heraus. Marcus: Hm, weil dann gehst Du glaube ich auch mit einem anderen Mindset heran, wenn Du sagst so: Wow, ich habe jetzt nen Stapel Business Cards dabei und den quitt werden und so. Jana: (lacht) Ich habe immernoch keine Business Cards. Marcus: Ich auch nicht. Aber so war es leider früher. Also ich komme ja aus der Online Marketing Szene, aus der SEO Szene und auf den Konferenzen ging’s ja nur darum, seine Karten irgendwie zu verteilen und danach bei Xing die ganzen Connections zu machen und that’s it. Und sich gegenseitig dann Angebote zuzuschicken oder so. Also total hirnrissig. Und wenn man dann auf so Events ist, wie bei Dir oder wie bei uns oder Meetups auf dem 4 Hour Workmeetups, die es auch immer mehr überall auf der Welt gibt, da geht es dann echt darum, dass man an den Menschen interessiert ist. Vielleicht an seinem Business und nicht direkt: Was kann der für mich machen oder so. Ich meine, das passiert eh von selbst, wenn man sich gut versteht, connected ist und sagt, kannst Du mir da vielleicht ein Intro machen. Ich sag Dir, ich mache Dir ein Intro jetzt zur Magda vom Sundesk oder Du hast mir ein Intro zur Ramona gemacht, wo ich dann auf den Podcast gekommen bin. Also das Netzwerk ist irgendwann so Tend und so Powerful oder wenn wir eine Message raushauen, dass jetzt die DNX in Bangkok am 1. März stattfindet. Da hat sich jeder gefreut, das teilen zu können, weil man vorher selber soviel gibt und es funktioniert einfach, ohne vorher zu denken: Was kann der denn für mich machen? Und ich glaube, soweit sind aber leider viele noch gar nicht. Dass diese giving Mentalität - das, genau wollte ich Dich noch fragen - was genau denkst Du, oder was hat Dich so an der US Szene fasziniert im Vergleich dann zu der Szene, wo Du unterwegs bist? Jana: Das ist echt ein guter Punkt, das ist eine sehr gute Observation. Auf jeden Fall diese Cross Promotion, dieses Kolaborative. Also ich erinnere mich noch so dran, vor zwei, drei Jahren, dieses Marie Forleo promoted ein Buch von Kris Carr, arbeitet mit Gabi Bernstein zusammen. Also ich weiß nicht, ich fand einfach, das war so hässlich und offen und nicht so beschützerinstinktmäßig. Also ich habe immernoch den Eindruck so, wenn Du jetzt irgendwie Coaches … Sagen wir mal so: Schon vor fünf Jahren - das ist schon mehr, wahrscheinlich sechs Jahre her - wollte ich einen Mentor haben, der mir mit der Unternehmensgründung und so hilft. Und ich habe zehn Leute für den Job interviewed. Davon waren sechs Engländer, zwei Kanadier und zwei Amerikaner. Und die Fragen, die man als neuer Coach hat, sind natürlich: Wie machst Du das? Wie preist Du Deine Sachen? Wie hast Du das gemacht? Wo hast Du Deine Kunden gekriegt? Also all so normale Fragen halt, ne? Einige Leute sind halt unheimlich protective, die wollen eigentlich nicht so wirklich mit der Wahrheit rausrücken oder sie teilen dann nur, was sie denken, was ihnen nichts schlechtes tun würde. Oder so? Während der Enthusiasmus und der Support und die Freundlichkeiten, also von den Amerikanern, denen weit voraus war. Auch wie sie taktisch mehr unterstützend waren. Was so Ideen angeht und wie sie es gemacht haben. Und dann kommt natürlich immer dieses Gespräch auf und das hatte ich jetzt auch gerade wieder: Ja, aber die Amis und der amerikanische Markt ist ja so anders als Europa. Zum Beispiel wenn … ich habe ja für Tony Robins gearbeitet für drei Jahre, und da sagen die Leute immer: Ja, aber das was Tony macht, das funktioniert in Amerika, das funktioniert nicht bei uns, ne? Aber wenn Tony in London ist, dann sind die Leute auch auf den Stühlen und Tanzen und Springen. Also das hängt halt wirklich so damit zusammen, wie die Leute bewegt werden und... Marcus: Absolut, der holt die halt ab. Jana: Genau, genau. Und der holt sie vielleicht woanders ab in London als in Texas oder in New York oder was weiß ich, aber er hat trotzdem die Fähigkeit die Leute abzuholen und sie zu bewegen und das haben wir glaube ich alle. Ja und mich hat das wirklich schon beeindruckt, wie viel so in dieser Szene hier passiert und wie viel darüber geschrieben wird, wie ernst das genommen wird, als Berufung oder als Thema. Und ja, einfach der Content der von hier kam war einfach wesentlich mehr davon und wesentlich interessanter als was ich so in England oder in Deutschland finden konnte. Ich weiß bis heute, kenne ich quasi jetzt nur durch mein Alive-Netzwerk vielleicht eine Hand voll von deutschen Coaches, ansonsten habe ich mit deutschen Coaches noch nie etwas zu tun gehabt. Ich weiß überhaupt nicht, wie die Industrie da ist, interessiert mich auch eigentlich überhaupt nicht, weil ich habe da irgendwie keinen geografischen Grenzraum irgendwie, was meine Kunde angeht. Ob die jetzt aus dem deutschsprachigen Raum kommen müssen oder so. Eher im Gegenteil. Also selbst mit meinen deutschsprachigen Kunden coache ich auf englisch (lacht). Also ja, ich weiß nicht. Wie schätzt ihr das ein? Also ich meine DNX hat ja… das scheint in Europa unglaublich heiß zu sein als Thema. Aber das ist es weltweit ja auch oder? Marcus: Ja, das Digital Nomad Thema ist gerade weltweit mega hot, aber ich glaube, wir waren so die ersten, die das in Deutschland mehr oder weniger seriös und transparent dann auch mal beleuchtet haben und gesagt haben: Es ist halt nicht mit dem Cocktail am Strand sitzen und das passive Einkommen läuft irgendwo hinten in Deine Affiliate Konten rein, sondern… Jana: (lacht) Marcus: Ja, das ist leider so was viele Leute früher, auch immernoch heute versuchen zu verkaufen, glücklicherweise wird es schwerer, weil je mehr gute und ehrliche und honeste Sachen irgendwo draußen sind, um so schwerer wird es für die Leute, die dann irgend einen Scheiß oder einen Ripoff verkaufen. Und ich glaube, das macht den großen Erfolg der DNX aus, dass die Leute merken: Okay, das ist cool, das will ich auch, aber es ist irgendwie auch authentisch und die Leute reden auch über die Downsides und die größten Challenges und dass es auch mal Scheiße sein kann, in einer anderen Zeitzone zu sitzen, gerade wenn Du alleine bist, das Internet funktioniert nicht oder ja. Auch unterwegs passieren ja dumme Sachen, dass ein Abend nicht so läuft, wie Du Dir das vorstellst. Oder businessmäßig es nicht so abgeht. Und dann kann es um so schwerer sein, wenn Du reist. Das sollten die Leute auch im Hinterkopf haben und auch wissen und es halt nicht nur auf Bali und Thailand. Was natürlich cool ist, was auch dazu gehört und was wir ja auch gerne alle dann auch nutzen, wenn wir unterwegs sind. Aber es ist halt auch harte Arbeit und Fokus ist. Das sind die gleichen Herausforderungen und Challenges, die jeder andere Selbstständige auch hat. Auch derjenige, der unten ne Bäckerei aufmacht hier in Bangkok hat wahrscheinlich schlaflose Nächte. Wird er genug Brötchen verkaufen? Kann er die Rechnungen bezahlen am nächsten Tag? Und genauso ging es bei Dir wahrscheinlich am Anfang, als Du dann Dein Coaching Business gestartet hast. Wir haben als Freelancer gestartet und Webseiten erstellt und das sollten die Leute einfach wissen, dass es harte Arbeit ist, aber absolut machbar. Und was wir noch so ein bisschen versuchen von den Amis zu adaptieren, ist genau der Punkt, den Du eben angesprochen hast, der Dich auch so geflasht hat, diese Giving-Mentalität. Dass man erstmal einfach nur shared und gibt und offen ist, und egal wer mich anspricht oder fragt, sei es jetzt eine E-Mail oder in Interviews, ich versuche immer alles rauszuhauen zu dem Thema, was ich weiß. Alles, alles, alles. Weil letztendlich hilft Dir das ja, dass die Leute Dich dann als jemanden sehen, der Ahnung zu dem Thema hat und vertrauen Dir. Und wenn Du dann irgendwann mal Hilfe brauchst, dann stehen die Leute Schlange und freuen sich. Jana: Ja total. Und das ist dann auch ein ehrliches Geben und Nehmen und nicht so ein Spielchen so. Marcus: Ja absolut, darum bin ich mal gespannt, wie alles weitergeht. Wir machen ja jetzt die erste Konferenz außerhalb von Deutschland, auf die ich mich schon mega freue und man merkt auch, dass international das Ganze sich gerade so ein bisschen professionalisiert, die ganze Szene mehr oder weniger erwachsen wird. Also gerade die Firstmover, wie der Dynamite Circle oder so, den es ja schon länger gibt vom Tropical MBA. Da merkt man die Businesses sind jetzt schon richtig, richtig krass. Viele Leute mittlerweile, millionenschwer, aber auf der anderen Seite haben die sich immernoch dieses offene, freundliche Art erhalten. Wir waren ja jetzt in Chiang Mai, um auch mit ein paar anderen Digitalen Nomaden, gerade aus dem DC zu connecten und haben viele Meetups mit denen gehabt und so. Und da war auch nichts irgendwie so: Öh, wer seid ihr denn und wir sind schon viel länger in der Szene oder haben irgendwie viel mehr Ahnung, sondern ganz im Gegenteil. Wie kann ich Dir helfen? Wie kann ich das teilen? Und wie oft dann die DNX auch von diesen ganzen Schwergewichten aus den Staaten dann geteilt wurde, die wir in Chiang Mai getroffen haben. Das ist schon cool. Jana: Ja, das ist schön. Nee, das stimmt. Dass sich das jetzt ein bisschen mehr professionalisiert. Was mich an diesem ganzen Thema immernoch total fasziniert und wo ich wirklich gerne noch mehr Lösungen sehen möchte ist, alles was sozusagen Infrastruktur angeht. Ich meine, wir haben uns kurz darüber vor ein zwei Wochen unterhalten, was so Steuern angeht, wenn ihr die Events zum Beispiel in Bangkok macht oder das Business in Hong Kong anmeldet und so. Und ich finde, es ist halt unheimlich wenig Information immernoch draußen, was Steuern angeht, Krankenversicherung, was Banking angeht. Ich kann mit meiner Bank - ich bin seit 13 Jahren bei der HSBC - ich kann kein Konto eröffnen, was amerikanische Dollar oder europäische Euros hält oder sonst irgendwas und dafür eine separate Bankkarte kriegen. Also ich meine: Hallo? Wo leben wir denn? Ich glaube, die müssen da wirklich noch ein bisschen aufholen, was so Global Citizens angeht. Also, wo Du eben vielleicht keine feste Adresse hast. Also ich meine es gibt einfach immer mehr Leute und keiner weiß so richtig, wie damit umzugehen ist. Was jetzt gerade Steuern angeht und rechtliche Grundlagen. Also das finde ich, ist noch totale Grauzone. Wenn Du da ein paar Leute zu interviewst, stehe ich auf jeden Fall Schlange. Das wäre super spannend für mich. Marcus: Ja, wir sind da gerade mit dem mega, mega spannenden Typ, der so einen Service dazu hat in Kontakt. Der macht vielleicht ja auch einen Workshop auf der nächsten DNX im Mai. Vielleicht holen wir den auch international mal drauf. Das ist ein Deutscher. Weil der hat so viel Know How zu diesen ganzen Settings und Setups. Das heißt dann Taxes Bank Accounts, eresidencies, permanent Residencies, temporary Residencies, irgendwelche Retirement Programs, wo man dann unter Umständen dann auch früher reinkommt irgendwo in Malaysia oder Belize und es gibt da so viel Optionen und auf der anderen Seite so wenig valides Wissen draußen, das irgendwann mal verbloggt wurde oder auf Medium rausgehauen wurde. Da hast Du echt ein wichtiges krasses Thema angesprochen. Das war jetzt bei diesen Meetups mit denen, die schonl länger unterwegs sind in Chiang Mai auch immer wieder ein großes, großes Thema. Wie macht ihr das mit den Taxes? Bist Du Zuhause noch gemeldet? Wo hast Du Deine Company incorporated? Dann kommt bei uns beiden jetzt ja noch dazu, auch bei Dir, Events haben nochmal ne Sonderstellung in den verschiedenen Ländern, wenn Du die machst. Das ist riesig, dann dieses Problem: Wie kommt man an einen Bank Account, gerade wenn Du Hong Kong incorporated hast. Da brauchst Du eigentlich verschiedene Currency Accounts. Das wollen die dann nicht. Bei manchen Banken kriegst Du keine Kreditkarte und noch und nöcher. Ich hoffe ja immer, also es gibt die ersten Tendenzen und Anzeichen, wie das eresidency Program in Estland. Ich weiß nicht, ob Du davon schonmal gehört hast. Jana: Nee. Marcus: Das ist richtig cool. Es gibt jetzt zwar nicht so einen Resident Status, aber es gibt Dir erstmal einen E-Resident Status. Ich schicke Dir danach den Link und verlinke das auch in den Shownotes. Also das ist jetzt nicht in drei Sätzen erklärt, aber es geht in die richtige Richtung, dass Du quasi den Status erwerben kannst, ein E-Resident in Estonia zu sein. Was Dir dann auch quasi mega erleichtert da eine Company zu founden. Du hast Zugang zu den Bank Accounts und das Ganze ist dann so als Global Citizen Programm aufgestellt. Gerade für uns Digitale Nomaden, ich glaube da steht sogar auch der Begriff Digital Nomads irgendwie drauf. Und ich glaube, gerade die Staaten, die den Trend jetzt auch erkennen und embracen und sagen, das macht mir keine Angst oder die gehen vielleicht woanders hin und zahlen dann keine Steuern mehr in meinem Land, sondern ganz im Gegenteil sagen: Ich sehe die Chance und ich nutze das und ich heiße Sie jetzt willkommen, die werden irgendwann dann auch mega davon profitieren. Jana: Auf jeden Fall. Also ich möchte gerne eine globale Bank sehen, die wirklich global ist und nicht nur sagt, dass sie global ist. Und gerade was dieses Steuerproblem angeht. Und ich glaube, dass es halt so… Momentan teilweise schätze ich mal, profitieren wir von den Grauzonen, aber auf der anderen Seite ist es halt unheimlich frustrierend, wie ich mir vorstellen kann, und ihr ja jetzt auch herausgefunden habt, als ich zum Beispiel mit meinem Business in England registriert in Deutschland die Veranstaltung machen wollte. Die Engländer sagen Dir, dass es außerhalb des englischen Rechts. Da wissen wir nichts drüber, wie wir das zu handhaben haben und müssen. Und in Deutschland sagen die: Ja, Du bist ein englisches Unternehmen. Da wissen wir auch nicht. Also das ist einfach unheimlich frustrierend, wenn die einen von einem zum anderen Ort schicken. Und da habe ich noch keinen bis jetzt gefunden, der nicht nur sagt, dass er sich mit international Law auskennt, sondern auch das wirklich weiß. Also gerade, was so verschiedene Facetten des Nomadentums angeht. Naja, wie auch immer (lacht) Marcus: Das war jetzt aber mal ein gutes Beispiel für so ne Downside. Dass halt nicht als Unicorn und Rainbow ist, sondern da steckste dann auch in so Zwickmühlen und weißt nicht weiter und Du weißt gar nicht, wo Du hingehörst. Oder wer für Dich zuständig ist, noch schlimmer. Jana: Richtig. Ja genau, bisher bin ich immernoch Resident in England und das werde ich auch noch im Moment so beibehalten. Und lieber ne weltweite Reiseversicherung haben mit Krankenversicherung und so, als dass ich nachher irgendwo dastehe und dann Staatenlos bin und irgendwie hier zum Beispiel in Amerika Probleme bekomme, weil ich keinen festen Wohnsitz habe, sozusagen. Marcus: Ja ja, das ist ja bei uns ähnlich aufgestellt. Das halten wir auf jeden Fall auch erstmal bei. Cool! Was steht bei Dir jetzt noch die nächsten Wochen von 2015 an? Bist Du jemand, der sich Jahresziele steckt? Und hast Du schon welche für 2016? Jana: Nee, habe ich ehrlich gesagt noch nicht. Eigentlich ein spannender Gedanke. So ein bisschen weiß ich schon, wo es hingeht. Die nächsten sechs Wochen, also bis Jahresende bin ich dann also ab Montag wieder in England, in London und werde sicherlich sehr stark auf’s Traden fokussiert sein, bis wahrscheinlich so ein, zwei Wochen vor Weihnachten, wenn dann der Markt auch tot ist für die nächsten vier Wochen. Und dann so ein bisschen in die Planungsphase gehen, was halt Coaching, Consulting angeht, Alive-Sachen angeht und sozusagen die Unterrichtsteile oder Seminarteile von der Firma, mit der ich kollaboriere in London, was das Traden angeht. Also, da wollen wir so ein bisschen was zusammen machen, was so Trading Psychology angeht. Und auch das Coachen von neuen Tradern, die wir halt ausbilden, um die zu unterstützen, damit die auch erfolgreich werden und bleiben. Und da werden wir sicherlich ein bisschen dran arbeiten und dann versucht mich mein Business Partner irgendwie anzustiften, dass ich noch ne Zertifizierung zum Independent Financial Advisor mache. Noch so eine Prüfung ablege, was irgendwie neun Monate, sehr, sehr trockenes Material studieren, beinhalten wird. Mal sehen, das könnte also auch noch mit in den Karten sein für die nächsten Wochen. Und dann ist schon wieder das neue Jahr. Also letztes Jahr habe ich mir recht bewusst so zwei Themenschwerpunkte gesetzt, wo ich so weiß, was das für mich so bedeutet hat und natürlich auch im Zusammenhang mit sich selbst lebendig fühlen, viel für mich zu tun, und deshalb auch meine ganzen Reisen und Flüge und so weiter. Und das wird sicherlich auch noch so weiter gehen. Also, es wird immernoch weiter Sky Diving dabei sein und Hawaii dabei sein und Spannung und Spaß und ein bisschen mehr South East Asia glaube ich, nächstes Jahr. Marcus: Cool! Komm mal nach Bangkok. Jana: Ja genau. Im März, Anfang März. (lacht) Marcus: Genau, würde ich mich mega freuen. Ja, dann lass uns spätestens da wieder abcatchen, wie man so schön sagt. (beide lachen) Jana: Ich danke Dir! Marcus: Ich danke Dir auch Jana, für Deine Zeit. Schöne Grüße nach California und bis bald! Danke! Jana: Bis bald, ciao! Marcus: Ciao! Badabäm! Das war eine weitere Folge der LIFE HACKZ Show mit Jana Schuberth. Alle Links zu dieser Folge findet ihr auf www.lifehackz.de in den Shownotes. Dort findet ihr auch immer das komplette Transkript der ganzen Folge, wenn ihr das nochmal nachlesen wollt oder irgendwas nicht richtig verstanden habt. Ich freue mich riesig über eine Rezension auf iTunes und wie wir im Interview eben gesagt haben, auch über Feedback von euch. Ich freue mich über jede einzelne Hörermail. Ich schreibe auch garantiert zurück und würde sagen: Viel Spaß bei allem, was ihr jetzt gerade noch macht und tut. Genießt den Tag, Abend, die Nacht! Ich bin raus, wir hören uns wieder. Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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Jan 8, 2016

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Interview mit Simone Sauter von Dating Rocks

Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit Simone Sauter, die andere Frauen zum Thema Liebeskummer coached. Wir reden aber nicht nur über Liebeskummer, wir reden auch über Tinder, wir reden darüber, ob alle Männer per se schlecht sind oder ob es auch schlechte Frauen gibt. Und wir reden darüber, wie sie es geschafft hat, ihr Online-Business in kürzester Zeit ortsunabhängig aufzustellen und ja, welche Challenges und Herausforderungen sie zu bewältigen hat. Viel Spaß mit Simone! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFEHACKZ 10% Discount. In dieser Folge lernst du:

  1. Dass es wichtig ist, Liebeskummer nicht alleine und mit den richtigen Menschen zu überwinden.
  2. Dass Reisen wahre Wunder wirkt und Dir hilft die Dinge aus einer anderen Perspektive zusehen.
  3. Dass man Online Dating ruhig mal eine Chance geben kann.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

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SHOWNOTES

From Pain to Power (ehemals Dating Rocks)

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[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 40! Jo Leute, willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit Simone Sauter, die andere Frauen zum Thema Liebeskummer coached. Wir reden aber nicht nur über Liebeskummer, wir reden auch über Tinder, wir reden darüber, ob alle Männer per se schlecht sind oder ob es auch schlechte Frauen gibt. Und wir reden darüber, wie sie es geschafft hat, ihr Online-Business in kürzester Zeit ortsunabhängig aufzustellen und ja, welche Challenges und Herausforderungen sie zu bewältigen hat. Viel Spaß mit Simone! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFEHACKZ 10% Discount. Marcus: Hey Simone, cool, dass Du auf dem LIFE HACKZ Podcast am Start bist. Bist Du ready? Simone: Ja, ich bin ready, ja Marcus. Marcus: Cool, wir beide sitzen jetzt hier gerade in Chiang Mai, Thailand, in dem Surface Appartement, wo ich eingecheckt bin mit Feli und das coole ist, Du bist ja gerade selber in Chiang Mai. Was hat Dich nach Chiang Mai verschlagen? Wie bist Du hierhin gekommen? Simone: Ich war im April schonmal hier und ich mag Chiang Mai einfach. Das ist eine coole Stadt, coole Community, sehr geiles Essen, super coole Massagen. So günstig und so. Das kann man mehrmals die Woche machen. Marcus: Ja, was kostet eine Massage hier? Wenn Du sagst so günstig? Simone: Ich habe eine direkt bei mir im Condow und die nimmt, was nehmen die? 52 Baht, das sind 5, 6 Euro die Stunde. Marcus: Ja, Wahnsinn. Simone: Das ist schon echt cool, ja. Marcus: Ja, wir haben das bis jetzt leider noch nicht geschafft, aber ich denke mal hier nach unserem Interview. Simone: Du hast noch nie ne Massage in Chiang Mai gemacht oder in Thailand generell? Marcus: Ähm doch, vor drei Jahren als wir hier in Thailand waren. Aber jetzt in der Zeit in Bangkok und Chiang Mai waren wir so busy mit diesem anderen Kram. Aber ich, wie gesagt, heute schaffe ich’s und morgen machen wir dann nochmal nen Break. Simone: Okay. Marcus: Jo und Du bist quasi die Frau Dr. Sommer des Internets oder wie würdest Du Dich bezeichnen oder bist Du noch spezialisierter dann auch für ein Thema? Simone: Also, Dr. Sommer… Naja, würde ich so jetzt nicht sagen. Ich bin Liebeskummer-Coach. So ist mein offizieller Titel. Das heißt, ich helfe Frauen über ihre Trennung hinwegzukommen und über ihren Ex hinwegzukommen. Die Emotionen zu verarbeiten und ja, dann quasi sich auch selbst zu finden und sich auf ne neue Beziehung auch vorzubereiten, wenn die Zeit dann reif ist. Also, die Klientinnen sind oft ab 10 Jahre, teilweise 25 Jahren in einer Beziehung gewesen und ihr Mann hat sie dann oftmals für eine andere Frau verlassen. Also same Story wie bei mir. Und ja, den Frauen helfe ich halt einfach, damit umzugehen oder jetzt die eine reicht jetzt gerade die Scheidung ein. Dann braucht sie halt einfach so ein bisschen zur Unterstützung von jemandem, der weiß, wie es ist, wenn man durch so eine harte Zeit geht und der einen dann einfach an die Hand nimmt und sagt “Ich bin da und wenn was ist, dann melde Dich einfach.” Marcus: Also ein ziemlich zukunftssicheres Thema würde ich sagen, weil Beziehungen glaube ich immer eine Rolle spielen, bei jedem im Leben, ne? Und ja, ich glaube, da wird es auch immer eine Nachfrage für geben. Wie hast Du für Dich selber die Nische entdeckt? Du sagst gerade, bei Dir war es ähnlich, Du wurdest auch verlassen. Was ist da genau passiert? Simone: Ähm, ja also bei mir war es so, ich war selber zehn Jahre in einer Beziehung und im Mai 2012 hat sich mein Ex dann überlegt, dass er mich verlässt und hat mich dann auch innerhalb von vier Wochen mit einer neuen ersetzt. Ich bin dann quasi zwei Jahre durch die Hölle gegangen und habe aber in den zwei Jahren so viel über mich selber gelernt, über Liebeskummer gelernt, viele psychologische Bücher gelesen und mir einfach so viel Wissen angeeignet, dass ich an dem Punkt, wo ich dann selber über meinen Liebeskummer hinweg war… Marcus: Alleine hast Du das dann bewältigt mit den Büchern? Simone: Nee, ja, ich habe die Bücher gelesen. Ich war selber auch in einer Therapie und ich habe auch selber einen Liebeskummer Coach gehabt. Also das habe ich selber gehabt. Ich habe die Erfahrungen alle persönlich gemacht. Marcus: In der Offline World, die Du dann durch Empfehlungen gekriegt hast oder wie? Simone: Genau, also die Liebeskummer Coachin war in München. Durch eine Freundin, die hat mir die empfohlen. Und ja die Therapeutin war auch ganz normal. Das habe ich gemacht und habe aber eben in der Zeit so viel Wissen mir angeeignet und so viel Empathivermögen auch entwickelt, dass ich dann, als ich selber an dem Punkt war, wo ich gemerkt habe, mein Liebeskummer ist vorbei. Das war letztes Jahr in Malaysia. Da bin ich vier Wochen einfach mal alleine weg. Und da habe ich gemerkt, okay, es ist vorbei, es war wie so ein epiphany moment sage ich mal, so eine einleuchtende Erkenntnis. Marcus: Woran merkt man das dann, dass es vorbei ist? Du konntest ganz klar festmachen in dem Moment: Krass ich denke nicht mehr an den. Oder wie genau macht sich das bemerkbar? Woran merkst Du das? Simone: Ich kann Dir noch ganz genau den Moment beschreiben. Also ich saß da in Malaysia am Strand. Ich war alleine und es war wie so eine - es ist schwer zu beschreiben das Gefühl - einfach so eine plötzliche Leichtigkeit, die Du halt verspürt hast und wo ich einfach gemerkt habe, woah, irgendwas ist gerade passiert. Irgendwas ist gerade. Also es liegt auch daran, dass ich halt zwei Jahre echt gelitten habe und habe dann gesagt, okay, ich gehe jetzt mal vier Wochen alleine weg. Ich bin vorher noch nie alleine verreist. Ich war sonst immer mit meinem Ex unterwegs und habe gesagt: Okay, jetzt packste einfach Deine Sachen und gehst. Und es war die Reise meines Lebens. Und da hat sich quasi alles verändert. Da habe ich gemerkt, mein Liebeskummer ist vorbei. Und dann war aber der Moment da, wo ich gesagt habe: Wow krass, Dein Leben ist eigentlich jetzt vollkommen leer. Ich war zehn Jahre in einer Beziehung. Zwei Jahre war mein Ziel, meinen Ex zurückzugewinnen. Marcus: Das heißt also, während Du die Trennung verarbeitet hast und selber diesen Herzschmerz hattest, kam das wahrscheinlich auch dadurch, dass Du immernoch Kontakt hattest oder versucht hattest und an ihn gedacht hast, ohne loslassen zu können. Simone: Ja genau. Bei mir war das halt so ein ewiger Prozess und der Prozess, den kann man extrem beschleunigen. Das ist das was ich jetzt mache mit meinen Klienten. Ich habe halt mega viele Fehler gemacht und halt den Prozess für mich extrem in die Länge gezogen. Marcus: Erzähl mal ein paar peinliche Sachen, was Du gemacht hast, um den wieder zu kriegen oder wiederzuholen. Wo Du jetzt im Nachhinein denkst, das war voll bekloppt. Simone: Naja, Du kannst nicht sagen, es war voll bekloppt. Also natürlich aus meiner Perspektive heute würde ich ihn nicht anrufen und heulen und ihn anflehen und sagen, ich mach alles was Du willst und bitte nimm mich zurück und mich quasi selber so erniedrigen. Aber, das siehst Du in dem Moment nicht. Also meine Klienten machen das auch und es ist eine typische Reaktion. Einfach durch die Emotion, die Du in Dir hast… ja, wie gesagt, es ist eine ganz normale Reaktion und heute rückblickend gesehen, denke ich mir: Mein Gott, ich habe mich halt echt so selber unter Wert verkauft und so erniedrigt. Aber Du siehst es in dem Moment nicht. Und das ging ja auch ein Stück lang so und ich wusste ja auch und hatte schon die neue Freundin, mit der er auch immernoch zusammen ist. Also die sind jetzt seit drei Jahren zusammen. Und ich dachte, ja das ist alles ganz frisch und ich will Dich zurück und sie hat sich ja im Prinzip in unsere Beziehung reingedrängelt. Also von demher hatte ich da jetzt auch kein Problem damit irgendwie oder mich schlecht gefühlt. Aber ja, es war schon nicht so ganz so einfach. Wie gesagt, ich habe da einfach viel draus gelernt und das Wissen gebe ich jetzt einfach an meine Klienten weiter und berate sie halt einfach. Marcus: Was man glaube ich an Deinem Beispiel ganz gut sieht ist, das Reisen nicht direkt das Problem löst, aber oftmals hilft die Perspektive zu verändern, glaube ich ne? Simone: Ja, auf jeden Fall! Marcus: Und Du dann vielleicht so einen anderen Blick drauf hattest. Simone: Auf jeden Fall, ja. Ich habe auch auf der Reise interessanterweise zwei Männer kennengelernt. Der eine war auch zehn Jahre in einer Beziehung und hatte ihr einen Heiratsantrag gemacht und einen Monat vor der Hochzeit hat er sich von ihr getrennt. Das war mega schlimm für ihn, mega schlimm für sie, aber er hat gemerkt, es ist doch nicht die richtige Entscheidung. Das war ein absolutes Drama. Marcus: Immerhin hat er noch in letzter Sekunde gemerkt... Simone: Dann habe ich noch einen getroffen, der war fünf Jahre mit seiner Freundin zusammen, super happy, hat ihr einen Heiratsantrag gemacht und sie hat gesagt: Also Du, nee. Also da hätteste schonmal früher drüber reden müssen und wie kommst Du denn darauf, dass ich Dich heiraten will. Naja, wie er sich gefühlt hat, kannst Du Dir vorstellen. Und er war zu dem Zeitpunkt schon drei Monate unterwegs, hat aber geplant ein Jahr unterwegs zu sein, weil er gesagt hat, er braucht die Reise zu sich selbst. Also er brauchte neue Perspektiven und neue Eindrücke in seinem Leben, weil einfach der Schmerz so tief war, das war seine Art und Weise den Schmerz auch zu verarbeiten. Also reisen hilft immer. Es ist immer ein Perspektivwechsel und es ist immer auch gut andere Menschen zu treffen. Und da habe ich auch gemerkt so, hey ich bin nicht alleine. Weil ich habe mich immer so alleine gefühlt. Ich dachte, ich bin hier die einzige, die verlassen wurde und die einzige auf der Welt, die so sehr leidet. Marcus: Gab’s dann nicht schon irgendwie Online Foren oder Gruppen, Selbsthilfegeschichten, wo man sich hätte anschließen können? Simone: Das war das Problem und das war auch der Grund, warum ich Dating Rocks gegründet habe und warum ich es auch so, naja, so professionell aufziehe, weil es gibt nicht wirklich eine Community. Also es gibt natürlich schon - ach was gibt’s denn? Liebeskummer.com oder was weiß ich. Es gibt irgendwelche Foren, nur das Problem ist, die Foren sind nicht geschlossen. Du kannst Dich mit einem Pseudonym anmelden und dann bekommst Du da halt solche Antworten wie “Ach jetzt hör doch mal auf, rumzuheulen. Du findest doch schon einen anderen.” Und “Stell Dich doch mal nicht so blöde an”. Und das sind solche Sachen, die willst Du nicht hören. Die willst Du nicht hören, wenn Du Liebeskummer hast und die stimmen auch nicht, weil wer Liebeskummer hat, der hat tatsächlich Kummer, ja? Also dem geht’s tatsächlich nicht gut. Und dann kannst Du mit solchen Standardfloskeln einfach nichts anfangen. Klar finden die irgendwann einen neuen Partner, aber doch nicht in dem Moment. Und das ist auch, was mein Ziel so ein bisschen ist, auch eine Plattform für Frauen zu schaffen, wo sie sich austauschen können. Wo sie sich auch in einer sicheren Umgebung austauschen können und einfach offen über ihre Gefühle sprechen können und sagen können “Hey ich fühle mich gerade so und so” und dann auch verstanden werden. Also, ich launche jetzt im Dezember einen Onlinekurs und dann wird es auch ein geschlossenes Forum geben, wo aber nur Frauen, die quasi den Kurs gekauft haben, ergo auch Liebeskummer haben, Zugang dazu bekommen. Von mir persönlich. Marcus: Empfohlen by Simone. Ohne das jetzt lustig... Simone: Genau, nee nee, ich versteh Dich schon. Die gehen quasi alle einmal durch einen Raster. Marcus: Ja, aber wer die Kohle auf den Tisch legt oder verhältnismäßig dann überhaupt Kohle auf den Tisch legt, um überhaupt damit fertig zu werden, der wird das Problem dann auch haben. Simone: Ja natürlich, genau. Und das will ich eben gewährleisten, dass da eben auch eine Kommunikation stattfinden kann und dass sich halt auch Frauen irgendwie verknüpfen können, connecten können und sagen könne “Hey, Du wohnst auch in Bremen, lass uns doch mal auf nen Kaffee gehen”, dass die auch sich gemeinsam finden und sagen, hier jetzt stehen wir die Zeit gemeinsam durch. Weil so eine Community gibt es halt einfach noch nicht und es ist mein Ziel, die Community halt aufzubauen. Marcus: Cool! Und Deine Zielgruppe sind jetzt bewusst nur Frauen, wenn ich das richtig verstanden habe? Simone: Genau. Marcus: Ähm, gibt es da einen Unterschied zwischen Männern und Frauen, wie die mit Liebeskummer umgehen oder das verarbeiten? Simone: Also ich kann natürlich jetzt nicht für alle Männer oder für alle Frauen sprechen. Wir reden jetzt hier im Schwarz-Weiß Denken ja? Und wenn das Stereotyp sehen willst, dann ist das so, dass Männer dazu tendieren Liebeskummer zu verdrängen. Das ist ein sehr häufiges Phänomen, die haben dann schnell eine neue Partnerin, schlafen schnell mit einer neuen Frau, einfach um den ganzen Schmerz, den sie von ihrer ehemaligen Beziehung haben zu verdrängen. Das heißt aber nicht, dass der Schmerz weggeht. Und bei Frauen ist das tatsächlich so und deshalb kommen die auch zu mir, zu meinem Coaching, die sagen: Okay, mir geht’s scheiße und ich will da jetzt einmal durch und bis ich so richtig am Boden bin und dann wieder aufstehen. Weil die wissen dann auch, wenn Du einmal den Schmerz verarbeitet hast, dann bist Du auch durch, dann bist Du auch bereit für eine neue Beziehung. Dann schleppst Du das nicht mit Dir herum. Marcus: Die wollen das Ding abschließen, quasi aussitzen, durchstehen und sagen, das ist scheiße... Simone: Nee, aussitzen eben nicht, sondern die wollen das eben genau verarbeiten. Männer sitzen es eher aus und die suchen dann eher… also wie gesagt hier ne? wirklich Schwarz-Weiß denken, es gibt natürlich auch Männer, die anders sind. Ich kriege auch viele E-Mails von Männern, die sagen, ob sie nicht ein Coaching bei mir kriegen können und so. Schauen wir vielleicht auf lange Sicht. Im Moment habe ich mich auf Frauen spezialisiert. Außer bei meinem Onlinekurs, da gibt es dann auch ein Paket mit zwei Coaching Sessions, wo ich auch Männer begleite. Aber dann eher in dem Hinblick, dass wir besprechen, die Ergebnisse, die sie im Onlinekurs quasi erarbeitet haben für sich selber, sodass sie einfach jemanden haben, der dann die Ergebnisse noch einmal mit ihnen interpretieren kann und mal gucken kann: Okay, wo fange ich jetzt an? Da einfach nochmal alles erörtern und Ziele erarbeiten und gucken, wie setze ich an und wie mache ich weiter. Marcus: Ja okay, cool. Und wie kam das dann, dass Du jetzt auch relativ ortsunabhängig unterwegs bist? Ich glaube, Du warst auch längere Zeit auf Bali? Und bist jetzt hier in Chiang Mai im Digitalen Nomaden Hotsport. Hat das dann auch irgendwie mit Deinem Background zu tun mit dem Liebeskummer, der ersten Reise, dass Du für Dich erkannt hast: Wenn ich unterwegs bin, bin ich produktiver, bin ich besser drauf, kann ich mehr der Welt zurückgeben? Simone: Also einer der Trennungsgründe bei meiner Beziehung war, dass ich gerne nochmal ins Ausland wollte. Ich war mit meinem Ex damals ein Jahr in Australien gewesen, hatte dann ein Angebot bekommen in Dublin für einen Job, befristet für ein Jahr und da haben wir uns auch drauf geeinigt, dass das okay ist. Und dann bin ich aber ohne sein Wissen oder nicht ohne sein Wissen, sondern ich habe ihn halt nicht so wirklich in die Entscheidung einbezogen, ob ich dann nach Amsterdam gehe. Bin dann nach Amsterdam. Anyway, long story short. Das im Ausland sein und das viele Reisen war immer schon ein Thema bei uns und immer auch so ein bisschen wo es mich immer hingezogen hat. Und dann bin ich eben von Malaysia nach Hause geflogen und habe im Flugzeug beschlossen: Okay, ich kündige meinen Job. Ich schmeiße es hin. Ich wusste noch nicht, was ich mache. Ich hatte überhaupt keine Ahnung, aber ich hatte das Gefühl, irgendwas großes passiert in meinem Leben, irgendwas wird sich elementar verändern. Und dann bin ich Heim gekommen und ich glaube an gewisse Anziehungen und ne? Das Universum hat mir dann einen Artikel zukommen lassen in der T3n von der Conni, wo sie eben darüber erzählt hat, wie sie Digitale Nomadin wurde und wie man das halt alles selber machen kann und von da ging eigentlich meine Reise los. Ja, Blogcamp, ihr Ebook und dann alle möglichen Digitalen Nomaden Blogs gelesen. Auch Travelicia und halt mir alles angeguckt. Und dann habe ich gedacht: Okay, dann habe ich den Kurs gesehen auf Bali, und habe gedacht: Okay, wenn dann richtig. Im September meine Kündigung eingereicht, habe alles vorbereitet, schon mal überlegt, was kann ich machen und bin dann nach Bali gegangen und habe gesagt: Okay, das ist mein Konzept. Und ich brauche jetzt nur noch ne Guidance, wie ich dahin komme, wo ich jetzt im Prinzip bin. Und ja, so kam das Step by Step und dann war ich halt auf Bali, dann bin ich nach Thailand und dann war ich noch in Holland und in Spanien dieses Jahr. Dann kurz in Deutschland und jetzt wieder in Thailand. Marcus: Cool! Klingt echt ziemlich straight und tough, wie Du das dann durchgezogen hast. Da fehlt vielen ja der Mut. Simone: Ja, also, das ist schon auch das Feedback, was ich bekommen habe. Also manche, … die Leute die sich, aber das kennst Du ja auch wahrscheinlich, die Leute die sich nicht trauen, die sind ja von Anfang an “Ach das ist doch Kacke, das wird doch eh nichts”. “Ey ich habe gehört, oh Liebeskummer Coaching pahahaha, will doch eh keiner, das ist so ein privates Thema, da redet doch keiner drüber”. Und ich habe nur gedacht: Nee, ich hätte das damals schon gemacht. Gab’s aber halt bei mir nicht. Und ich habe mich da nicht beirren lassen. Ich habe dann gesagt: Okay gut, mache ich jetzt einfach. Und es gibt natürlich auch so die Unterstützer. Also meine Family sowieso, aber auch Freunde, die sagen: Ey, das ist so krass und ich wünsche Dir viel Erfolg und das ist so mutig und toll und ja. Aber Du selektierst halt ja dann Deine Leute auch danach ne? Marcus: Klar, muss man leider. Das passiert dann wie von selbst, ne? Bei manchen Leuten, ne? Wo man es gar nicht erwartet hat. Die tauchen dann völlig ab und lassen gar nichts mehr von sich hören und von anderen, die Du gar nicht auf dem Schirm hattest oder so, die sind auf einmal super supportive und fragen, ob sie Dir helfen können und stärken Dir mega den Rücken, wo wirklich nochmal so Deine ganzer Freundeskreis in ein ganz anderes Licht gestellt wird. So war es bei mir, so war es auch bei Feli. Simone: Ja, ich habe die gleiche Erfahrung. Also ich habe echt Leute, die sind auf einmal… ich krieg da Nachrichten, die sind so super supportive und so “Woah, voll geil und ich habe das gleich mal geteilt. Und ne Freundin von mir… und ich habe der gleich mal Deinen Link geschickt”... und ich denke mir so: Hö, ich habe ja zwei Jahre nichts von ihr gehört, aber Dankeschön. Und andere Leute, wo ich mal dachte, okay, da kommt ein bisschen mehr, da war ich dann eigentlich so ein bisschen enttäuscht, wo ich nur dachte, so. pfff naja gut, hätteste jetzt auch irgendwie anders reagieren können. Aber gut, damit musst Du halt umgehen, wenn Du halt einen alternativen Weg in Deinem Leben gehst, dann hast Du halt auch immer irgendwelche Leute, die da sagen, dass das sowieso nicht funktioniert. Marcus: Ja ja, da steckst Du nicht drin. Das Lustige ist aber, spätestens wenn Du dann irgendwann mal sichtbar bist und einigermaßen erfolgreich dann auch, auf einmal sind sie dann auch alle wieder da. Simone: Dann kommen sie, ja. Das ist bei mir auch so. So “Ach guck mal, ich hab Dich in der Zeitung gesehen.” Marcus: Ja ja, “ich habe schon immer an Dich geglaubt und ich fand das schon immer cool”, aber so ist das halt. Also ich nehme das dann auch nicht zu ernst, weil ich weiß, dass jeder irgendwie so sein Päckchen zu tragen hat im Leben und man steckt da nicht drin. Simone: Nö. Das witzigste für mich, finde ich eigentlich immer, wenn die Leute dann so sagen “Ah, haste Glück gehabt”, wo ich immer denke: Hm, ja klar, ich hab Glück gehabt. Ich habe nichts dafür gemacht, das ist mir einfach in den Schoß gefallen. Marcus: Aber ganz ehrlich, also, da habe ich früher, als ich noch nicht so tief drin war in diesem Thema und auch noch Angestellter war - ich war ja auch total tief in diesem Corporate Leben drin und habe viel gearbeitet und mein Pay TV gehabt und Fußball geguckt und hatte das Auto vor der Tür stehen, um irgendwelche besseren Job Titel zu bekommen, mehr Verantwortung, war voll in diesem System drin, hatte krasse Wochenenden und hatte dann immer Depressionen Montags und habe trotzdem durchgearbeitet und war müde und gestresst und habe noch versucht, meinen Sport auf die Kette zu kriegen, aber es war halt nicht gesund und nicht ausgeglichen. Und damals habe ich bei vielen Leuten auch gedacht, ah kann ich auch und der hat ja nur Glück gehabt und wieso macht der eigentlich mit so einer Idee oder mit so einem Business, das eigentlich gar kein richtiges Business ist, macht er so viel Kohle. Aber mittlerweile, seitdem ich auf der anderen Seite stehe und selber selbstständig bin und merke, wie schwierig es ist. Welche Art von Business auch überhaupt aufzubauen und jeder, der irgendwie erfolgreich ist, weiß ob es jetzt nachhaltig ist oder nicht so nachhaltig oder halt nur geldgetrieben ist und der eine will die Welt verändern und hat bessere Absichten als der andere. Aber letztendlich jeder der erfolgreich ist, hat’s irgendwie auf seine Weise verdient. Also das musste ich auch erstmal lernen. Simone: Ja, ja natürlich. Also ja, das war bei mir schon immer so. Also ich hatte halt eher so ein, gerade bevor ich angefangen habe, so in der Anfangsphase, war für mich immer so das Ding so: Woah krass, ich habe die ganzen Leute halt mega bewundert, mach ich auch heute noch, weil ich auch jetzt selber erfahren habe, am eigenen Leib, was da eigentlich alles auf einen zukommt und dass es vielleicht doch nicht ganz so easy ist, aber für mich war immer so: Woah krass, das schaffst Du nie. Wah, das ist ja… wie haben die das bloß gemacht? Und dann muss ich sagen, wenn Du einmal anfängst und dann aber einmal die Idee hast und dann anfängst zu fantasieren, okay ah, Du könntest das machen und das und das könnte… dann könntest Du es da noch verbinden und dann könnte ich eigentlich auch da mal noch fragen und Kooperationen machen und bla… Wenn Du soweit bist, dann geht es zwar nicht von alleine, dann musst Du trotzdem schon ordentlich daran arbeiten, aber dann bist Du schon so drin und so in Deiner Leidenschaft und dann kannst Du auch nicht mehr zurück. Das geht dann nicht. Also wo ich die Idee hatte, hätte ich nicht sagen können, och nee, jetzt kündige ich doch nicht. Sondern das war dann einfach so, ich muss das einfach. Ich muss das wenigstens probieren. Und ich dachte mir halt, okay, was ist das schlimmste, was passieren kann? Was ist das allerschlimmste, was passieren kann? Dass ich mein ganzes Geld - ich habe meine Sachen alle verkauft, wie halt viele Digitale Nomaden, dass ich mein ganzes Geld in mein Business investiere und verkloppe und es wird nichts und dann muss ich mir einen Job suchen. Das ist das schlimmste, was passieren kann? Also eigentlich war die Quintessenz, das schlimmste was passieren kann, ist das ich mein altes Leben wieder zurück habe. Und dann habe ich mir gedacht, wenn das das Schlimmste ist, dann probierst Du es wenigstens. Marcus: Ja, ja, weil Du kannst ja nicht tiefer fallen als da, wo Du gerade bist. Simone: Ja genau. Marcus: Relativ gesehen. In Deutschland ist das Leben ja sehr geil, auch wenn man angestellt ist. Das will ich damit auch nicht sagen, aber Du hast halt als Unternehmer auch mega viele Chancen, dass es funktioniert. Da ist ja wirklich Sky is the limit. Das sehen ja auch viele erstmal nicht. Gerade in Deutschland sehen sie ja nur die Risiken und die Nebenwirkungen oder die … was alles nicht gut passieren kann. Aber die Leute sehen nicht, dass man, wenn man richtig gut drauf ist und Erfolg hat, dann gibt es kein Limit mehr, egal auf welchen Stufen. Ob es jetzt monetär ist oder halt ortsgebunden, wie bei uns, die das jetzt völlig ortsungebunden leben und ich glaube, wenn Du dann so am Feiern bist, wie Du das gerade beschrieben hast, Driven by Passion, dann gibt es wie so eine innere Kompassnadel, die dann immer wieder den Weg zeigt und es hört auch nicht mehr auf zu ticken. Simone: Also es gibt schon so Tiefs und das habe ich mir auch nicht so schlimm vorgestellt, muss ich ganz ehrlich zugeben. Ich hatte schon Momente jetzt, gerade die ersten drei, vier Monate, wo ich dachte: Du schmeißt einfach alles hin. Meine Leserzahl ist halt nicht gestiegen, zumindest nicht in dem Ausmaß, wie ich mir das erhofft hatte. Und irgendwie ging alles so mega schleppend und ne? Und dann kam einfach irgendwann so der Moment, wo alles anders geworden ist. Meine Zahlen sind auf einmal explodiert. Ich habe meine Coaching Kunden bekommen und dann irgendwie so viele Coaching Kunden, dass ich irgendwie gesagt habe, okay jetzt muss ich irgendwie mal gucken, dass ich die auch alle koordiniere neben den anderen Projekten, die ich halt noch habe. Und das war aber wirklich so ein Turning Point bei mir und ich hatte aber davor schon viele schlaflose Nächte. Ich habe geheult, ich war verzweifelt und naja, was man halt so hat, wenn man halt so ein Unternehmen gründet. Und am Anfang halt total lost ist irgendwie und auch ein bisschen, ja, es ist halt mein erstes Unternehmen, was ich gegründet habe. Wenn ich noch ein anderes Unternehmen gründe, dann mache ich nicht die Fehler nochmal, die ich schon gemacht habe, aber dann mache ich halt andere. Marcus: Sowas hat jeder, der in die Selbstständigkeit startet. Sei es jetzt unten der Massageshop hier in Chiang Mai. Der hat die gleichen Ängste und Sorgen wie ein Online Unternehmer, der in die Selbstständigkeit startet ne? Oder selbst die coolen Jungs von Dynamite Circle, die hier alle in der Stadt abhängen. Die haben das auch alle ne? Aber was alle vereint, selbst Feli und ich haben das noch, dass Du immer wieder an diesen Punkt kommst: Scheiße, funktioniert das alles? Ist das alles so richtig und wieso machst Du das und irgendwie kommen wir nicht weiter und eigentlich wollten wir doch so ein Lifesytle Business haben, Freeliving Business, warum sind wir jetzt hier in Chiang Mai in der Airbnb Bude und arbeiten acht Stunden durch und sind nicht am Strand und Surfen und Tauchen? Die Fragen kommen dann auch wieder, wo wir dann Surfen und Tauchen aber man kann sich dann echt auch in so eine Downworld gerade reinsteigern. Aber je länger man dann diese Selbstständigkeit geht, um so besser ist man darauf vorbereitet, dass es wieder irgendwann kommt. Und jetzt ist es so, dass ich weiß: Aha okay, ja gut, keine Depressionen, alles klar. Vielleicht ist es morgen wieder besser. Ich klappe heute mal zu und gehe woanders hin und am Anfang kommst Du damit überhaupt nicht klar. Simone: Ja, das musste ich auch lernen, dass ich dann einfach - ich hatte dann schon echt Tage, wo ich echt, ja ich will jetzt nicht sagen depressiv war - wo ich einfach nicht gut drauf war und wo ich so geknickt war, weil alles um mich rum überhaupt nicht funktioniert hat. Dass ich dann krampfhaft an meinem Laptop gesessen bin und gedacht habe, jetzt musst Du das irgendwie erzwingen und aus Deinem Gehirn rausziehen und aussaugen. Heute nämlich da denke ich mir einfach, oh, ist nicht mein Tag. Dann mache ich heute mal nichts. Klappe meinen Laptop zu und gehe halt. Und dafür mache ich dann halt was am Sonntag. So von dem her… Und das ist auch das coole, das genieße ich schon irgendwie, dass ich sage, dass ich nur dann arbeite, wenn ich auch weiß, ich kann performen und nicht so, dass Montag bis Freitag 9 to 5 wo Du so reingepresst wirst in das Schema und irgendwie denkst so, okay ist nicht mein Tag, aber gut, ich werde dafür bezahlt, also sitze ich jetzt halt mal hier und mache halt mal, was halt so geht. Und irgendwie, wo Du Dir am nächsten Tag so denkst, Hey jetzt habe ich jetzt eine halbe Stunde gemacht, wo ich gestern irgendwie drei Stunden dran saß. Marcus: Ja, ja, ja, darum ist das System ja auch so ungerecht eigentlich. Weil alle versucht werden gleich zu behandeln. Der eine ist halt schneller, der andere ist ein bisschen langsamer und dafür arbeitet er gerne in der Nacht und kann das nicht, weil er dann im Büro sitzen muss, schon morgens und er ist kein Morgenmensch und es wäre alles viel effizienter, wenn man das noch ein bisschen adaptieren könnte. Simone: Ja vor allem, wenn die Unternehmen halt auch einfach ein bisschen mehr Vertrauen in ihre Mitarbeiter haben könnten. Ich habe jetzt irgendwie letztens auf nem Beitrag gelesen, ich weiß gar nicht mehr, wer das war, über das Thema Home Office in Deutschland. Also da ist Deutschland halt mega rückständig. Die vertrauen halt ihren Mitarbeitern nicht. Wo ich mir halt denke, Leute, das sind die Leute, die für euch arbeiten. Und wenn mir jemand Vertrauen entgegenbringt und sagt, ja Du machst das schon, ist mir auch egal, wie Du es machst, Hauptsache Du machst es, dann gucke ich doch, dass ich es erledige. Und das war mein Problem immer auch in dem Corporate Life. Mir ist immer versucht worden, was aufzudrücken. Und ich bin dann halt auch so ein bisschen so ein Sturkopf. Ich lasse mir nicht gerne Sachen aufdrücken und mich in ein Schema reinpressen. Und dann bin ich halt auch einfach oft angeeckt. Das muss ich halt auch einfach sagen. Egal wo ich war, ich war in Startups und ich war - oder nicht Startups, in kleineren Unternehmen, mittelständischen - und ich habe auch bei Unternehmen gearbeitet, wie Google oder Daimler, also… und ich habe halt trotzdem nirgendwo reingepasst. Und jetzt habe ich mir halt einfach meine eigene Welt gemacht, wo ich halt ganz gut reinpasse. Marcus: Ja, ich habe in Tarifa im Sommer auch jemanden kennengelernt, der war quasi so der Testballon für ein Unternehmen in UK, in England. Und war der erste, der Remote arbeiten durfte, ich glaube für sechs Wochen oder so, war der in Tarifa. War aber halt noch festangestellt bei der Firma. Simone: Ah cool. Marcus: Und was meinst Du, wie motiviert der war? Simone: Ja ja, natürlich! Marcus: Der hat jeden Tag da für die Firma reingehauen und reingeklotzt, weil er denen beweisen wollte, dass es auch von woanders geht. Und ich glaube, wenn ein Unternehmen einfach mal so einen kleinen Mindset change macht und sagt, so wir geben mal zwei, drei ausgewählten Leuten die Chance, wo wir uns das vorstellen könnten. Die können das vielleicht zurückzahlen und die dann auch sehen, dass es funktionieren kann. Dann wären sie vielleicht mutiger, aber so stehen sich irgendwie viele noch zu sehr selbst im Weg. Simone: Ja, das ist aber auch das deutsche Sicherheitsdenken und was ich halt auch so bescheiden finde, ist halt so, das Stundenlohndenken ja? Also die sagen halt, okay ich zahle Dir so und so viel in der Stunde anstatt, dass sie einfach sagen, okay, Du bekommst jetzt… das ist Dein Jahresgehalt und das ist, was Du erledigen musst in dem Jahr. Und dann ist da die Deadline und da ist da die Deadline und da ist da die Deadline. Wann Du es machst, wie Du es machst, ist mir egal, Hauptsache Du machsts. Nein! Es ist immernoch: Du hast 40 Stunden oder 35 Stunden. Dann darf ich Überstunden absetzen oder nicht. Oder keine Ahnung… Also ich hätte in manchen Jobs meine Arbeit in 30 Stunden erledigt. Aber nee, ich musste 40 Stunden im Büro sitzen. Marcus: Ja, ja und das war dann dieses Facetime, dieses Zeit gegen Geld und einfach nur absitzen und ah, ich hab’s auch gehasst ey. Also ich bin da glaube ich nicht ganz so kaputt gegangen wie Feli, wenn die das mal versucht zu beschreiben, wie es ihr da gegangen ist. Sie hatte auch immer das Gefühl, dieses Leben spielt sich draußen ab und sie verrottet dann irgendwie drinnen. Ich konnte halt glücklicherweise mich selber mal ganz gut ablenken oder habe ehrlich gesagt dann auch viel für mich gemacht und Blogs gelesen und mein ganzes Online Marketing und SEO Wissen irgendwie aufgesogen, weil ich damals dann schon die ersten Gehversuche im Nebenjob, quasi nebenberuflich dann in der Selbstständigkeit gemacht habe. Und habe erkannt, das könnte ein Ausweg sein. Ahhh, ich habe es trotzdem gehasst, dass Du da quasi festgehalten wurdest. Simone: Aber Feli war bei euch schon Betreiber oder wie war denn das? Marcus: Als wir beide gestartet sind? Im Grunde sind unsere beiden Treiber zusammen gekommen. Also Feli ist der totale Travel Junkie. Sie hat aber immer so ihre Reisen quasi wahr werden lassen, dass sie zwei Jahre gearbeitet hat, hat gekündigt, halbes Jahr gereist, sich wieder anstellen lassen, zwei Jahre gearbeitet, gekündigt, halbes Jahr gereist, anstellen lassen, zwei Jahre gearbeitet, gekündigt, gereist. Das hat sie vier, fünf, sechs Mal gemacht, ohne Scheiß. Simone: (lacht) Das wusste ich gar nicht. Marcus: Ja, immer wieder und selbst nachdem sie dann gekündigt hatte, wo wir beide dann auf diesem längeren Trip nach Asien gegangen sind, wo dann quasi die ersten Gehversuche als Digitale Nomaden entstanden sind, ohne dass wir es wussten, dass es sowas überhaupt gibt. Das ist aber eine andere Geschichte. Da hatte sie dann auch schon wieder den nächsten Job für die sechs Monate, wenn wir dann nach Hause wieder kommen. Glücklicherweise hat sie das dann nicht mehr antreten müssen oder gecancelled, weil wir gesagt haben, wir gehen ja jetzt All In und machen jetzt in Berlin weiter und gehen dann im Winter wieder reisen. Aber letztendlich genau, hatte sie mal wieder gekündigt und wollte auf eine längere Reise nach Asien gehen und ich hatte gekündigt, um mich selbstständig zu machen. Und im Grunde ist dann dieser Reisevirus zusammen mit der Selbstständigkeit gekommen. Das haben wir einmal zusammen in den Shaker getan und daraus kam dann dieses ortsunabhänige Arbeiten, das Digitale Nomadentum. Meine Idee war, ich wollte mich selbstständig machen und dann quasi meine Leistung für Kunden verkaufen, meine Expertise im Online-Marketing, Webseiten erstellen und Startups beraten, wie sie Traffic auf die Seite kriegen, wie sie konvertieren, wie sie mehr Sales machen, mehr Leads und hatte deswegen meinen Rechner da mitgenommen, als wir in Asien waren und habe dann versucht so die ersten Produkte zu shaken und das ist meine Zielgruppe und was ist das pricing und dann, ich bin sehr detailorientiert und detailversessen, fast schon zu versessen und habe mich dann so in kleine Teile gelegt und habe nicht mehr das große Ganze gesehen und habe dann irgendwie drei Tage überlegt und irgendwann habe ich dann gesagt so: Feli, kannst Du dann auch mal draufgucken? Als ich mich dann selber mal überwunden hatte, meine Freundin danach zu fragen, weil wir hatten vorher überhaupt keine Touchpoints, was das Business angeht. Und da habe ich gemerkt, das fluppt so gut jetzt und Deine Ideen und habe mir dann ein komplettes Konzept gemacht und die Produkte dann irgendwie so ganz klar aufgestellt, was ich anbieten kann für meine Agentur, die damals noch in Berlin geplant war. Und auf der anderen Seite habe ich sie dann voll motiviert, endlich mal einen Reiseblog zu starten, weil sie so viel Wissen hatte. Und ich hatte auch mal Bock auf ein eigenes professionelles Projekt. Also ich hatte das ganze für die Firmen bearbeitet für große Websites wie Stepstone, wo dann fünf Millionen Visitor pro Monat drauf gekommen sind, wo Du echt aufpassen musstest, was Du da so SEO mäßig machen kannst. Von daher hatte ich dann voll Bock gehabt, da einen professionellen Reiseblog zu starten. Es gab damals noch nicht viel in Deutschland neben Conni. Da war also noch viel Platz und das waren die beiden Projekte, die wir angegangen sind und haben mit beiden Projekten dann unterwegs schon die ersten Euros verdient und gedacht: Boah wie geil. Das wollen wir jetzt immer machen und wir wollen nur noch reisen und von unterwegs arbeiten. Weil die ersten Kunden hatten sich dann bei mir auch drauf eingelassen, von unterwegs beraten zu werden und dann, so kam dann irgendwie eins zum anderen. Simone: Ja, was ich aber cool finde ist, dass Du gerade gesagt hast, ihr habt damals in Asien die Auszeit gehabt und habt eigentlich schon eure ersten Gehschritte gemacht als Digitale Nomaden, obwohl ihr überhaupt nicht wusstet, dass es sowas gibt. Und dass ihr dann aber die DNX gegründet habt, wo ihr gesagt habt: Hey, wir bringen jetzt mal alle Digitalen Nomaden zusammen. Das finde ich echt cool! Marcus: Ja, wir sind ja im Winter gestartet und kamen dann im Sommer zurück und haben dann, als wir so die ersten Dollars da unterwegs geearned hatten, im April glaube ich, da waren wir ... Simone: Geearned haben (lacht) Marcus: (lacht) ...verdient haben, scheiß anglizismen. Genau, dann haben wir gesagt: Hey, vielleicht gibt es ja noch mehr Leute, die das machen. Und dann sind wir über die Amiszene und dann ja Tim, Conni sowieso, dann irgendwie online gefunden und haben dann gedacht, als wir wieder in Berlin waren, lass uns doch mal mit allen treffen. Und haben uns eigentlich ziemlich schnell connected. Und das war der harte Kern, das habe ich schon oft erzählt, dann die 12 Leute auf dem Treptower Feld, war unser erstes Digitale Nomadentreffen, die ganzen Keyword-Domains waren  noch frei. DigitaleNomaden.de und ich habe mir die weggenommen, Tim sich die .de, das war 2013, Mitte 2013. Krass was in den zwei Jahren passiert ist. Und ja dann sind wir drangeblieben und weil wir so gut vernetzt waren, sind wir dann irgendwann auch von den Medien entdeckt worden, weil wir ziemlich offen damit umgegangen sind auf Facebook. Und die Leute dann unsere Sachen geteilt haben und gesagt haben: Wo ist der Haken? Was ist mit den beiden los? Wann geht denen die Kohle aus? Haben die im Lotto gewonnen? Irgendwas stimmt da nicht. Und manche meinten: Gibt’s euch wirklich oder wurdet ihr von einer Agentur erfunden? Also es war richtig crazy, was da mit uns gemacht wurde. Simone: Echt, dass das überhaupt gefragt wurde. Okay, krass. Marcus: Da haben wir gesagt: Weißte was? Wir machen jetzt mal hier so ein Meetup in Berlin und fragen einen Raum an im Betahaus für 30 Leute, stellen uns auf die Bühne und wir machen so ein Q&A und ihr könnt uns alles fragen. Und da haben wir schon gemerkt so, die ersten Reaktionen, fuck, das ist viel zu klein. Das wird riesig, die Nachfrage. Und dann haben wir die anderen - Conni, Sebastian & Co. - gefragt, ob die Bock hätten, vielleicht mit uns dann quasi auf die Bühne zu gehen und daraus eine kleine Konferenz zu machen, ein Event und ja der Rest... Simone: Ja, und dann kamen sie einfach so. Ah und jetzt, was? Bangkok? Marcus: Jetzt am 1. März, wir haben heute den Sale gestartet, geht’s nach Bangkok. Simone: Echt krass! Marcus: Wahnsinn! Simone: Und innerhalb von zwei Jahren! Marcus: Innerhalb von zwei Jahren. Die erste Deutsche war glaube ich im Mai 2014, die erste international jetzt im Sommer und jetzt Bangkok und das kommt uns auch manchmal vor, wie ein Traum. Aber wie Du schon sagtest: Oft hilft es einfach anzufangen und zu machen und sich dann auch treiben zu lassen, mit dem, was so passiert. Simone: Ja also, was ich halt immer so feststelle, wenn ich halt die Leute auch treffe unterwegs. Die sagen: Ha cool, Du hast Dein eigenes Business. Die blockieren sich selber. Und ich habe das am Anfang auch selber gemacht teilweise. Die denken dann schon im Worst Case. Und wie gesagt, ich habe das selber gemacht, aber die denken schon im Worst Case und was alles nicht funktionieren könnte, bevor sie überhaupt anfangen, ja? Und das ist genau der Fehler, den ich halt nicht machen würde. Ich würde halt erstmal anfangen und wenn irgendwas nicht funktioniert, dann findest Du in der Situation auch ne Lösung dafür. Marcus: Man kann so kreativ werden in so Situationen ne? Simone: Und bei mir ist es halt auch immer so gewesen: Wenn ich bei irgendwas nicht weiter wusste, dann habe ich zumindest jemanden gekannt, der mir helfen konnte oder ich habe jemanden gekannt, der jemanden kennt, der mir helfen kann. Und habe da halt einfach so auch mal ein Netzwerk aufgebaut. Und man ist da nicht alleine. Also jeder fängt irgendwann an und hättest Du mir irgendwie im Juli 2014 gesagt, ich baue mir meine eigene Webseite, ich hatte vorher nie was mit WordPress zu tun. Ich meine ja klar, im Job, habe ich eine WordPress Seite gepflegt, aber das war es auch. Eine Seite bauen, ja, um Gottes Willen. Und heute mache ich es halt sogar für Kunden. Also von dem her. Du kannst alles lernen und keine Angst, einfach probieren und auch Durchhaltevermögen. Das ist halt auch ganz wichtig. Was halt viele dann halt auch leider nicht haben. Nur einfach dran bleiben und probieren und auch mal sich eingestehen, dass mal irgendwas nicht so gut ist. Also habe ich auch, hat jeder. Ich weiß, in was ich einfach nicht so gut bin und ich weiß worin ich gut bin, also fokussiere ich mich auf meine Stärken. Und alles was meine Schwächen sind, die lagere ich dann aus an Freelancer oder an Freunde oder so. Ja, aber so isses. Und das geht jedem so. Das ist das Wichtige, dass ist auch so das, was so meine Erkenntnis war, weil ich immer gedacht habe: Ah, Du bist einfach zu blöd dafür. Oder Du kannst es halt einfach nicht. Und dann hörst Du Dich mal so um und denkst Dir so: Boah krass, irgendwie hat ja hier jeder das Problem oder jeder hat ein anderes Problem und jeder braucht Hilfe bei irgendwas. Und dann halt einfach zu fragen und da auch nicht sich dafür zu schämen oder zu schüchtern zu sein, sondern einfach zu sagen: hey, guck mal, ich schnall das nicht, kannst Du das mal bitte klären. Marcus: Ja, ja, und gerade bei uns finde ich es cool in dieser ortsunabhängigen Unternehmerszene sind die Leute noch super hilfsbereit und ich glaube, das ist auch, weil es immer so ein kleines Nischending ist und wir quasi immer so ein bisschen outstanding im Vergleich zu diesen Systemen sind und man sich da gerne dann auch miteinander geistig verbindet und sich hilft und denkt so, boah nee, der muss das jetzt auch packen und irgendwie will ich, dass der dann auch noch dazu kommt. Und das macht ja irgendwie auch soviel Bock anderen zu helfen und noch größer zu werden. Simone: Ja vor allem, wenn Du anderen auch hilfst, baust Du ja auch Dein Netzwerk auf. Weißt Du, Du hilfst jemandem und für mich ist immer, wenn ich so ein Dankeschön kriege und ich weiß, ich konnte jemandem helfen, das ist für mich immer so ein befriedigendes Gefühl. Das freut mich dann ne? Wenn ich halt jemandem helfen konnte. Und im Gegenzug weißt Du aber auch, wenn es bei mir brennt, dann kann ich auch die Leute mal anhauen und sagen: Du, ich geh hier gerade echt crazy, kannst Du mir mal bitte schnell unter die Arme greifen? Kannst Du Dir das mal schnell angucken, ich brauche noch etwas Hilfe. Dann kriegst Du da auch kein Nein oder kriegst maximal: Hey, ich bin gerade busy, reicht’s Dir nächste Woche? Ja? Und so läuft’s halt einfach. Aber das ist halt auch das coole an der Community muss ich halt auch sagen. Was Du schon gesagt hast. Die Unterstützung, die halt einfach noch so gegenseitig da ist von allen Seiten und dass da irgendwie keiner sagt: “Nee, ist mein Wissen und wenn Du es jetzt wissen willst, dann musst Du es halt selber irgendwie so einen Kurs machen.” Das gibt’s hier nicht. Du kannst hier jeden alles fragen und wenn die Zeit da ist, dann kriegst Du auch von jedem eine Antwort dafür und das finde ich echt cool. Marcus: Ja, das finde ich auch super sympathisch. Wie sieht es denn jetzt bei Dir privat aus? Hast Du mittlerweile einen neuen Traumprinzen gefunden? Nachdem Du so viel mit dem Thema zu tun hast, hast Du da überhaupt noch Bock drauf? Oder je nach dem, ich meine Du hörst wahrscheinlich auch viele krasse Stories, die verlassen wurden, wie scheiße Männer sein können. Glaubst Du da überhaupt noch an das Gute? Simone: Ach, Männer sind nicht scheiße. Weißt Du, jeder hat seine eigene Story und hinter jeder Trennung steckt auch etwas tieferes. Auch in dem Mann, wenn er die Frau verlassen hat. Und das war auch bei meinem Ex so und ich habe das in dem Moment halt nicht erkannt, aber da saßen halt viel tiefere Verletzungen auch und auch einfach Missverständnisse und von dem her versuche ich auch in meinem Coaching immer so das Gesamtbild zu sehen. Und Du wirst da von mir nicht hören “Och Dein Ex ist doch jetzt ein Arschloch und geh bloß nicht zurück zu dem”, sondern ich versuche das wirklich objektiv zu analysieren und die Situation zu erkennen und wenn jetzt ne Klientin von mir jetzt auch falsch liegt, sage ich mal oder in meinen Augen was anderes machen sollte ne? dann sage ich das auch, also ich bin da auch sehr offen. Und um auf Deine Frage zurückzukommen: Nein, ich habe keinen Partner momentan. Ich muss aber auch zugeben, ich bin zurzeit auch echt busy. Also 2015 hatte ich auch nicht wirklich Zeit irgendwie zum Dating oder, ja, zum Dating schon, aber jetzt nicht für eine feste Beziehung, weil ich einfach so beschäftigt bin mit meinem Business und auch mit mir selbst und das passt im Moment nicht so wirklich rein. Und ich bin fest davon überzeugt, wenn die Zeit reif ist und wenn es passt und wenn es so sein soll, dann kommt das sowieso. Also ich bin da echt tiefenentspannt. Am Anfang, ich war 29 als mein Ex gegangen ist und da hatte ich so die ganze Panik von “Oh mein Gott, Du kriegst nie ne Familie und Du wirst nie Schwanger und” ne? Weil alle um mich herum natürlich heiraten und Kinder kriegen und so weiter und so fort. Jetzt heute bin ich 32. Es ist auch immernoch so, dass alle Schwanger sind und heiraten um mich herum. Aber deshalb sage ich jetzt nicht, das passiert mir nicht. Es ist für mich einfach im Moment nicht der richtige Zeitpunkt und ich stresse mich da auch nicht. Weil ich bin da echt tiefenentspannt, wo ich auch sehr froh drüber bin, weil ich hatte ne Zeit, wo mich das wirklich beschäftigt und hat und wo es mir wirklich schlecht ging deshalb. Und wo ich echt gedacht habe, Du findest nie wieder jemanden. Aber mittlerweile denke ich mir, Nö. Da bin ich entspannt. Marcus: Ja, meistens passieren dann ja die coolsten Sachen, die man sonst überhaupt nicht planen würde. Simone: Ja, ich kann’s ja auch nicht planen. Ich kann jetzt ja nicht sagen: So also jetzt Mittwoch, 20 Uhr gehe ich zu nem Date, den habe ich bei Tinder getroffen, der sieht gut aus, der passt in mein Beuteschema. Vielleicht ist er auch smart, der könnte es sein. Also wenn Du schon so an ein Date rangehst, dann findest Du ja auch niemanden. Also, wenn ich ein Date habe, dann gehe ich dahin, weil ich den Typen interessant finde. Dann habe ich vorher noch was mit dem gechattet und dann gucke ich einfach was passiert. Und dann habe ich halt einen schönen Abend, und alles was dann weiter passiert, siehste dann. Das kannst Du ja nicht planen. Marcus: Ja ja, bei mir sind eigentlich auch immer die coolsten Sachen beziehungstechnisch passiert, wenn ich mit null Erwartungen irgendwie rausgegangen bin oder einfach mal geguckt habe. Go with the Flow ne? Simone: Ja genauso wie Du Feli gefragt hast bei Stepstone. (beide lachen) Marcus: Genau. Die richtige erste Scheißbegegnung und danach ist es so geendet, dass wir zusammen um die Welt reisen. Du kannst eh nicht planen. Und in dem Moment hatte ich auch überhaupt keinen Bock auf ne Freundin. Sie hatte überhaupt keinen Bock auf einen Freund. Ich hatte extra noch schluss gemacht mit meiner Freundin in Münster. Ich bin dann ja von Münster Düsseldorf zu Stepstone gegangen und dachte so: Geil, ich komme ja aus Düsseldorf, hab hier Abi gemacht, habe auch viele Kumpels und dachte so: Boah geil, bist Du wieder Single, machste Halligalli, tobst Dich mal schön aus ein, zwei, drei, vier Jahre und guckst was dann geht und dann ist alles anders gekommen ne? Simone: Ja, das ist so. Marcus: Und dann muss man auch offen sein für die Situation. Du hast gerade noch Tinder erwähnt. Wenn ich mich so mit den Nomaden, mit den männlichen Digitalen Nomaden unterhalte, für die ist das so das absolute Wundermittel, gerade als Digitaler Nomade, wenn man alleine ist und in einer neuen Stadt ist, kann das auch ganz gut funktionieren. Was hältst Du von Tinder? Simone: Ich finde Tinder super cool. Also jetzt nicht nur prinzipiell für ne Partnersuche, so beziehungsmäßig, sondern ich finde, es ist einfach cool, dass Du Dich relativ unkompliziert connecten kannst mit anderen Leuten und dann liest Du ja auch schon im Bio, also gerade jetzt hier in Chiang Mai. Ich meine, klar, da hast Du natürlich viele Leute, die kennst Du auch schon und irgendwie hast Du so 16 gemeinsame Freunde, okay der ist im DC, okay. Halt so ne Sachen. Marcus: Kann man das irgendwie filtern, dass man nur bestimmt Nationalitäten oder so kennenlernt. Simone: Nee, nee, nee, Du musst Dich halt mit Deinem Facebook Profil anmelden und es synchronisiert automatisch Deine Freundesliste und deshalb siehst Du halt automatisch die gemeinsamen Freunde und halt auch die gemeinsamen Interessen. Also die Seiten, die Du halt likest. Ja ich meine, ist halt so. Und da ist dann halt auch oft, wo drin steht, hier: I am running my own business, traveling the world” und dann muss der Typ auch nicht mein Typ sein oder mein Beuteschema, dann finde ich den schon einfach interessant, weil er einen gleichen Mindset hat wie ich und dann gehe ich halt mit dem was trinken, wenn er Bock hat. Und dann gehe ich da auch nicht mit der Intention hin, ahh, jetzt habe ich ein Date. Sondern einfach nur, weil das ein spannender Mensch ist. Und ich mache das auch mit Frauen, also so ist das jetzt nicht. Von dem her. Marcus: Ach werden da auch Frauen da drauf gematched oder wie geht das? Simone: Das kannst Du einstellen. Du kannst einstellen, ob Du beide Geschlechter oder nur eins von beiden sehen willst. Marcus: Krass, ja ja, ich kenne echt viele, die darauf schwören und ich glaube, man kann sich auch so ein Extrapack holen, wo man dann faken kann, dass man in einer anderen Location ist oder vorher dann schon mal Kontakt aufnehmen kannst. Simone: Ja, Du kannst Dir ja ein Premium Profil holen. Du bist in einer Location und kannst aber an einer anderen Location schonmal suchen. Das heißt, wenn Du jetzt irgenwie nächste Woche nach Paris fliegst, dann könntest Du jetzt schonmal die Mädels in Paris checken und Dir schonmal ein Date ausmachen und sagen: Hier nächste Woche Freitag lande ich. Gehen wir zum Dinner. Marcus: Hol mich ab vom Flughafen. Simone: Ja, genau so nach dem Motto  (lacht) Kannste Dir das Taxi sparen ja. Marcus: Ja, also im Grunde ist das ja irgendwie schon ne ganz ehrliche Geschichte, weil das was auch in der Offline Welt passiert, ist ja oft der erste Eindruck so, ob Du jemanden cool findest oder nicht. Das ist halt das Foto ne? Ich habe auch mal ein bisschen Kritik gelesen, dass es so oberflächlich sei, nur die Fotos irgendwie rechts und links zu verschieben. Simone: Ja, aber weißt Du und das ist auch genau das, was ich auch oft höre. Tinder ist das Sexmecker und blablabla. Marcus: Das gibt es ja auch in der Offline Welt, Leute, die nur auf Sex aus sind. Simone: Ja, und genau das ist ja die Sache. Ich verstehe diese Diskussion überhaupt nicht. Weil wenn Du in eine Bar gehst, dann kann mich ein Typ genauso anmachen von der Seite, nur weil er mit mir in die Kiste will, so wie er es auf Tinder kann. Und wenn ich jemand bei Tinder mit dem Foto sehe und denke, oh, ist nicht mein Typ, ja dann ist das so. Dann laufe ich in der Bar auch an dem vorbei. Weil wenn der nicht mein Typ ist, gehe ich auch nicht hin und sag: Och, bist zwar nicht mein Typ, aber woll’n wir mal reden. Machste ja auch nicht. Von dem her verstehe ich immer die ganze Diskussion nicht und ich mag das auch nicht. Ich finde Online Dating echt cool. Ich habe ja auch vorher bei ner Online Dating Seite gearbeitet in München, über zwei Jahre, wo Tinder letztlich zugehört. Ähm, und ja, ich mag Online Dating. Ich find’s echt cool. Naja klar triffste da irgendwelche Freaks auch mal, aber die triffste auch im normalen Leben ne? Oder manchmal gehst Du halt auch irgendwohin und denkst Dir so: Was bist’n Du für ein Freak? Und dann liest Du halt manche Online Dating Profile oder kriegst manche Nachrichten zugeschickt, wo Du Dir denkst so: Geht’s noch? oder hast Du noch irgendwie alle Latten am Zaun? Aber das ist das normale Leben. Es ist halt einfach nur Online verlagert. Von dem her und ich meine klar, viele Leute sagen halt, Du brauchst halt so diesen ersten Eindruck ne? Wenn Du halt so willst. Den siehst Du natürlich nicht beim Online Dating und natürlich ist es der Aspekt, was Online Dating oberflächlicher macht, als jetzt das echte Leben, aber ich find’s überhaupt nicht so schlimm wie es immer dargestellt wird und wenn es immer so durch den Kakao gezogen wird. Das einfach eine andere Art von Dating und manche mögen es und manche mögen es nicht. Manche sind mutig genug, jemanden in einer Bar anzusprechen, andere sind es nicht. Und das ist halt jedem selber überlassen. Ich mag Online Dating und ja. Marcus: Cool. Cooles Statement. Was liegt 2016 noch bei Dir an? Hast Du dann Zeit für Deine erste richtige Beziehung? Simone: 2016, also jetzt am 1. Dezember wie gesagt, launche ich meinen Onlinekurs und 2016 ist ein bisschen zu eingeteilt. Das wird einmal mein Jahr der Selbstliebe, weil ich habe ein paar Retreats geplant. Ich habe mich für ein Vipassana in Kathmandu in Nepal angemeldet und warte noch auf Bestätigung. Solche Sachen halt. Viel Yoga und viele so Retreats für mich persönlich und auf der anderen Seite businessmäßig plane ich mit einer Freundin zusammen Retreats zu machen, um Frauen mit Liebenskummer zusammenzubringen und da eben naja einfach einen Retreat zu machen, wo die ein Coaching bekommen, wo wir Yoga machen, wo wir sie auch ein bisschen was zum Thema Meditation in Achtsamkeit erfahren, wie sie das in ihr Leben integrieren können und was das für ihre Gefühlswelt bedeutet und eben auch, dass sie sich connecten können mit anderen Frauen und auch einfach mal rauskommen. Weil das ist das was vielen Frauen dann fehlt, wenn sie gerade in so einer schweren Zeit sind. Du willst dann in der Anfangszeit nicht alleine verreisen. Und das will ich halt einfach anbieten, dass die Frauen die Möglichkeit haben zu sagen: Okay, dann gehe ich jetzt einfach mal - ich weiß noch nicht wie lange das geht, wahrscheinlich zehn Tage, mal gucken - und hast dann einfach zehn Tage für Dich und mit anderen Frauen, wo Du connecten kannst und Dich austauschen kannst und wo Du Dich auch einfach ganz zurückziehen kannst. Das sehe ich dann. Also ich habe noch keinen Entwurf gemacht. Das ist nur eine grobe Idee, aber das ist der Plan für 2016. Marcus: Cool, sauspannend! Wir verlinken auf jeden Fall all Deine Projekte in den Keynotes und ich glaube, man merkt Du hast richtig Feuer gefangen. Simone: ja, ich find’s … mir macht es mega Spaß. Für mich ist es am wichtigsten einfach, dass ich den Frauen helfen kann. Und immer wenn ich höre “Danke und es ist so toll, was Du machst und Du hast mir so geholfen”, das ist für mich eigentlich das Größte. Marcus: Ja und ich glaube das ist echt auch so ein Ding, womit Du ein echtes Problem löst. Nichtzuletzt was es erstmal früher Dein Problem gewesen. Das ist ja immer ein ganz guter Ansatz, wenn man überlegt, Wie kann ich die Welt ein Stückchen besser machen? Und ich glaube dadurch, dass, wenn die Menschen oder auch die Frauen dann schneller ihren Liebeskummer bewältigen? Wie sagt man das am Besten? Simone: Ja, bewältigen, überwinden, ja. Marcus: Ja, umso schneller sind sie ja dann auch wieder ready, coole Stimmung zu verbreiten und positiv zu sein. Simone: Ja, und auch einfach glücklich zu sein. Marcus: Das sollte das Ziel für jeden einzelnen sein. Cooles Schlusswort. Danke Simone! Simone: Ich danke Dir Marcus! Marcus: Ich gehe jetzt noch zur Massage gleich runter. Was machst Du? Simone: Ich habe jetzt noch einen Skype Call. (lacht) Marcus: Busy, wie immer. Gut, wir sehen uns, danke! Simone: Danke, Ciao! Jo liebe Tinder und Dating-Freunde, das war eine weitere Folge der LIFE HACKZ Show. Falls euch der Podcast gefällt, hinterlasst mir doch bitte eine Rezension auf iTunes. Ich würde mich mega, mega, mega freuen oder schreibt mir eine E-Mail oder macht beides. Whatever, viel Spaß bei allem was ihr gerade macht! Ob ihr pumpen seid im Fitnessstudio oder vielleicht gerade einkaufen oder auf dem Fahrrad oder die Straße entlang geht und den Podcast hört oder ihr fahrt gerade Auto oder ihr sitzt im Flugzeug oder liegt im Bett… Cool, dass ihr am Start seid! Ich freue mich darüber. Peace and Out!   [/su_spoiler] [/su_accordion] 11220930_10154362646769488_2582284026179455135_n

Jan 1, 2016

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Interview mit Christoph Fahle vom Betahaus

Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit Christoph Fahle, einem der Mitgründer des weltberühmten, legendären Coworking Space Nr. 1 Betahaus in Berlin. Das Betahaus gibt es mittlerweile nicht mehr nur noch in Berlin, sondern auch in Barcelona oder Hamburg und neben den verschiedenen Standorten hat das Betahaus auch noch viele andere Sachen ausprobiert, ist immer offen für neue Ideen und für Spinnereien und genau so war es auch als Felicia und ich im Dezember 2012 im Betahaus saßen mit unserer verrückten Idee, ne Konferenz für digitale Nomaden zu starten. Die fanden das gar nicht so abwegig und haben gesagt Why not? Wir versuchen das mal, auch wenn ihr jetzt auf Belize seid und von da aus dann weiter koordinieren müsst. Da war das Betahaus eigentlich direkt ziemlich offen und von daher freuen wir uns immer wieder ins Betahaus zurückzukommen mit unseren Konferenzen, übernehmen dort den ganzen Space. Christoph ist mittlerweile ein guter Kumpel geworden und von daher habe ich mich mega auf das Interview gefreut. Viel Spaß mit Christoph. Peace and Out! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie mit Chaos auch etwas wundervolles entstehen kann.
  2. Was ein Sabbatical ist und wofür es gut ist.
  3. Wieso eine Businesskette nicht immer wie eine Kette aussehen muss.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Betahaus

Coworking Europe Konferenz

Coworking Unconference

Amazon

Flickr

WeWork

Starbucks

Regus

DMY Berlin

DNX Berlin

Cowork Lisboa

DNX Camp

Finite und Infinite Games

Digital Nomad Cruise

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 39! Jo Leute, willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit Christoph Fahle, einem der Mitgründer des weltberühmten, legendären Coworking Space Nr. 1 Betahaus in Berlin. Das Betahaus gibt es mittlerweile nicht mehr nur noch in Berlin, sondern auch in Barcelona oder Hamburg und neben den verschiedenen Standorten hat das Betahaus auch noch viele andere Sachen ausprobiert, ist immer offen für neue Ideen und für Spinnereien und genau so war es auch als Felicia und ich im Dezember 2012 im Betahaus saßen mit unserer verrückten Idee, ne Konferenz für digitale Nomaden zu starten. Die fanden das gar nicht so abwegig und haben gesagt Why not? Wir versuchen das mal, auch wenn ihr jetzt auf Belize seid und von da aus dann weiter koordinieren müsst. Da war das Betahaus eigentlich direkt ziemlich offen und von daher freuen wir uns immer wieder ins Betahaus zurückzukommen mit unseren Konferenzen, übernehmen dort den ganzen Space. Christoph ist mittlerweile ein guter Kumpel geworden und von daher habe ich mich mega auf das Interview gefreut. Viel Spaß mit Christoph. Peace and Out! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. Marcus:  Welcome zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show, heute mit Christoph Fahle. Christoph, bist Du ready? Christoph: I’m ready. (lacht) Schön, dass ich dabei bin. Marcus: Ja ich freue mich auch um so mehr, zumal wir glaube ich jetzt, wie viele Anläufe gebraucht haben? Vier, fünf? Christoph: Ja fünf, sechs sogar vielleicht. Ich schulde Dir ein Bier. (beide lachen) Marcus: Ja, lass das mal auf jeden Fall machen, wenn es mal wieder wärmer wird in Deutschland, dann komme ich vorbei. Christoph: Hm, das dauert noch. (lacht) Marcus: Ja, wo erwische ich Dich denn gerade und was machst Du da? Christoph: Ich bin gerade in Mailand angekommen und noch ein bisschen verstrubbelt, weil der Flug so früh losging. Da ist die Coworking Europe Konferenz. Das ist sozusagen das jährliche Klassentreffen der ganzen Coworking Space Betreiber in Europa und die fängt morgen an. Und ich bin gerade hier in meinem Airbnb Flat aufgeschlagen und versuche mich so ein bisschen auszuruhen, weil die nächsten drei Tage auf jeden Fall gut, aber auch anstrengend werden, da wird durchgelabert, Tag und Nacht über Coworking. Das wird anstrengend. Marcus: Boah nee, aber das ist ja genau Deine Welt, oder? Christoph: Ja total. Vor allen Dingen, das coole ist, bei den meisten Organisationen oder Sachen, die es so in der Welt gibt, ne? Also da werde ich ein bisschen philosophisch, die gibt’s ja schon immer und man kommt, wenn man die dann entdeckt, dann fragt man sich immer: Wie sind die denn entstanden? Irgendwann muss doch mal die erste Konferenz gewesen sein und das erste Treffen und ich find das so cool beim Coworking, da ist das halt so, dass ich auf jeden Fall die Chance hatte, da fast von ganz Anfang an hier in Europa dabei zu sein. Es ist dann immer so schön, wenn man dann sieht, jetzt ist das eine riesig große Konferenz und da sind immernoch so dieselben Nasen, die man da beim ersten Mal - improvisiert in Brüssel in irgend so einem Hinterzimmer, wo man nur mit 50 Leuten war -  getroffen hat. Und das freut mich immer am meisten. Marcus: Cool. Also ihr seid quasi gemeinsam dann erwachsen geworden und gewachsen. Also die ganze Szene, ne? Christoph: Genau, klar. Also das war ja am Anfang, das konnte man ja… also ich hätte das jetzt gar nicht gedacht, wie krass das mal wird alles. Marcus: Ja, das ist witzig, dass Du jetzt gerade in Mailand bist, weil wir haben glaube ich vor zwei Tagen einen Skype Call mit dem Fito, das ist der Eventmanager vom Hubud auf Bali, gehabt. Und da haben wir auch kurz über die Konferenz gesprochen, weil vorher hatte uns auch ein anderer von den Veranstaltern, der Khalid, angesprochen, ob wir Zeit haben zu speaken, aber wir sind jetzt leider gerade in Asien unterwegs. Und die planen ja auch diese Coworking Unconference, die CUAsia. Ich weiß nicht, ob Du davon schon mal was gehört hast? Christoph: Äh nee. Also ich kenne die Unconference aus den Staaten, aber das ist von denen, die machen das in Asien jetzt oder was? Marcus: Nee, das ist nicht von denen. Genau, in den in Staaten gibt’s das auch noch und die aus… ich glaube, das ist aus der Mitte, also aus dem Hubud direkt entstanden, das ist das erste Coworking Space auf Bali und die haben letztes Jahr im Januar oder im Februar glaube ich die erste gehabt. Und jetzt planen die auch die zweite. Und das hat nochmal gezeigt, dass dieses ganze Thema Coworking, wenn sich das jetzt schon mittlerweile auf mehrere Konferenzen verteilt, ja, echt Mainstream irgendwo angekommen ist oder ein fettes Thema ist. Nicht zuletzt auch für die Investoren im Immobilienbereich oder? Christoph: Ja total, also, das ist bei uns… wir haben ja schon mehrmals immer gedacht: Jetzt ist der Hype da. Aber jetzt ist er wirklich da und das ist vor allen Dingen interessant, dass man so sieht, dass … also das schöne ist, es wird viel ernster genommen. Das bedeutet, man muss nicht mehr so viel erklären, wenn man zum Beispiel Investoren sucht oder irgendwie keine Ahnung, bei der Bank einfach einen Kredit haben möchte. Was aber auch ein bisschen krass ist, dass halt jetzt so viele verschiedene Parteien sich da rein stürzen. Also in Berlin, ich kann’s Dir ja mal kurz erzählen. Witzige Situation, da sind letztens tatsächlich so Promotion Fahrräder, die hatten so einen Anhänger mit, so Aufsteller, hinten drauf. So zwei Meter hoch oder so was. Im Grunde so Werbetafeln, die sind um’s Betahaus rumgefahren mit so ner Werbung von Amazon hinten drauf, dass Amazon jetzt ein neues Coworking Loft für Developer hat, wo man alles Coaching umsonst bekommt und das war schon… also, ich fand das witzig. Dann habe ich gesehen, okay, jetzt gibt’s hier ne Promotion Agentur, die halt mit so Coworking Plakaten Werbung dafür macht. Das ist echt wie Cornetto Icecream irgendwie jetzt langsam. Marcus: Ja absolut ne? So, am Anfang wusste keiner, was mit dem Begriff anzufangen, was das ist. Und jetzt fängt da schon Amazon an, ich glaube das ist ein temporäres Projekt, wenn ich mich recht erinnere, in Berlin oder? von Amazon? Christoph: Ja ja, genau. Marcus: Ich habe, ich glaube bei euch direkt, beim Betahaus hängt nämlich auch, wenn Du Richtung Moritzplatz gehst, so ein fettes Plakat oder hing da. Und da ist mir das das erste Mal aufgefallen und dachte: Häh, Coworking, Amazon, was geht’n jetzt ab? Und da dachte ich dann auch: Naja okay, cool, irgendwo muss es jetzt sogar bei Amazon angekommen sein, dass Du damit vielleicht Leute triggerst. Christoph: Ja, die suchen halt… die wollen halt… ich verstehe es eigentlich. Das ist ja ein guter Weg, um die Developern zu connecten und irgendwie auch was zurückzugeben. Also, das ist, nur wenn das halt so ne Werbeagentur für Dich durchplant, ist das so ne… also ich komme ja noch aus der Zeit, wo man kein Geld hatte und irgendwie mit nem bisschen heißen Wachs und Spucke einen Schreibtisch zusammen geschustert hat und das ist auf jeden Fall schon ziemlich profihaft. Marcus: Ja, erzähl doch mal! Christoph: Ganz am Anfang haben wir da irgendwie gesessen und gedacht: Verdammt nochmal, hier sind jetzt… also ich weiß noch, die erste Etage, die wir quasi angemietet haben kurz nach Weihnachten. Und als wir dann da eingezogen sind, da hatten wir wirklich Probleme, weil durch unseren Blog und so, gab es halt relativ viele Leute, die gesagt haben “Ja super geil, wir ziehen da sofort ein. Also können wir nicht sofort da mit unserem Schreibtisch rein”, aber die hatten dann eben überhaupt gar nicht…. wir waren da überhaupt gar nicht drauf vorbereitet, dass gleich so kickstartmäßig zu machen und dann haben wir da irgendwie Dreiersteckdosen in Reihe geschaltet, sodass alle Strom haben. Dann habe ich meine alte Airport extreme eingestöpselt und der IT-Provider, weil dann das Haus damals auch noch nicht so richtig verkabelt war, der konnte uns dann nur kurzfristig so ne 1 GigaBit Leitung… weil der hatte auch nichts, um das runterzuschalten. Also da war meine Airport extreme direkt an so ner 1 GigaBit Leitung für 20 Leute. Das ging irgendwie drei Wochen nur, danach haben sie es halt richtig gemacht, aber es war schon sehr witzig. Naja, dann war halt am Anfang alles sehr improvisiert und wir wussten ja auch nicht so genau, wo das hingeht und dann über die Jahre sind wir halt auch dann immer mitgewachsen, haben versucht quasi das auch immer mehr zu unserem Beruf zu begreifen und das zu professionalisieren ohne aber jetzt eben diese familiäre Atmosphäre und auch das bisschen improvisierte vom Anfang, das schön ist, zu verlieren. Marcus: Hm absolut und ich finde, das habt ihr euch ganz gut erhalten. Dieses unkomplizierte und auch wenn es mal ein bisschen stressiger wird, trotzdem nicht den Spaß an dem, was man da tut, egal in welchem Bereich jetzt. Wir haben ja viel mit eurem Eventbereich zu tun. Dass die einfach sagen, ja kriegen wir schon irgendwie hin und das wird schon klappen. Und sich dann nicht zu sehr einen Kopf zu machen, weil dann funktioniert’s eh nicht. Und deshalb arbeiten wir mit der DNX zum Beispiel echt saugerne mit euch zusammen, weil wir wissen: Okay, es ist manchmal ein bisschen chaotisch, von unserer Seite wahrscheinlich auch noch mehr, als von der Betahaus-Seite und trotzdem haben wir immer alle zusammen Spaß und dann überträgt sich das auch auf die Teilnehmer und die nehmen das dann auch irgendwie lockerer, als wenn Du dann einfach frustriert bist, wenn das nicht 100% alles so läuft, wie man sich das vielleicht vorher auf dem Reisbrett überlegt hat. Christoph: Auf jeden Fall. Vielen Dank überhaupt erstmal für das Kompliment. Das kann ich aber nur zurückgeben, weil ihr seid ein Event, auch für uns. Erstens vom Inhalt her hosten wir das super gerne, weil das eigentlich fast nicht passender sein kann. Und zweitens auch, weil das so ne Geschichte hat. Ich erinnere mich noch, als ich davon gehört hatte, dass da so ein Event stattfindet, wo ihr aber selber gerade in Brasilien seid und also… Wo ihr das freigeschaltet habt. Also ich fand diese Idee super geil. Und dann habe ich mich danach erkundigt: Und was ist denn daraus geworden? Weil man weiß ja nicht, ne? Also, ob das dann letztlich auch gut organisiert ist und so. Wir kannten uns ja alle noch nicht. Und dann meinte der Peer nur, “Ja, wir mussten schon dreimal anders planen, weil so viele Anmeldungen reingekommen sind.” Dass ihr das echt so gut gemacht habt, dass das gleich von vorne herein abging. Und ich find’s super cool. Das sind diese Stories ne? Also, am schönsten ist eigentlich, wenn man so die Geschichten der anderen Leute mitbekommt und auch sieht, also da wird richtig so aus dem Nichts was gegründet und da entsteht was und das wird gut. Die Leute haben Spaß, die fühlen sich wohl. Also klar ist es auch stressig, aber dass man so ein bisschen so eine gesunde Entwicklung sieht. Das ist eigentlich für mich am meisten das, wo ich mich dann so zurücklehne und denke “Ach wie geil ist das denn?” Marcus: Genau, also wir sind wahrscheinlich genau so organisch gewachsen und da rein geschliddert, wie ihr mit den Anfängen im Betahaus. Du hast ja eben schon ein bisschen erzählt, wie ihr dann improvisiert hattet und auch mehr oder weniger ein bisschen überrascht gewesen seid, dass die Leute direkt einziehen wollten und die Idee so geil fand, dass sie direkt mit am Start waren. Von welchem Jahr hast Du da gesprochen und wie lange vorher hattet ihr das dann schon in Planung gehabt, bevor ihr gesagt habt: Okay, wir gehen live. Oder wir lassen den Blog Post live gehen und danach musstet ihr ja dann, weil die Leute dann vor der Tür standen. Christoph: Ja, also die Realität war uns immer so ein bisschen voraus. Ich meine das so, dass wir echt lange am Küchentisch gesessen haben, gerade Tony und ich und haben uns einen Kopf darüber zerbrochen, wie man das Büro oder dieses Arbeitsumfeld gestalten müsste, dass das so ist, wie wir uns das vorstellen. Dass das irgendwie ein bisschen zukunftsträchtig ist. Das war eine Diskussion philosophischer Natur und dann haben wir so gedacht, naja, es wäre vielleicht keine schlechte Idee mal nen Blog aufzusetzen. Dann kann man schon mal ein bisschen Material sammeln und vielleicht auch so den Leuten, mit denen man sonst redet, nen Anlaufpunkt geben. Weil wir ja ganz viel dann natürlich darüber gesprochen haben und auch versucht haben Kontakte zu knüpfen, aber das war noch gar nicht so das Ziel, dass wir zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Ort eröffnen. Also das war so 2008, Mitte des Jahres glaube ich. Und dann hat sich aber so eine Eigendynamik entwickelt. Wir haben so ne Art Arbeitsinstallation gemacht beim DMY Festival auf der gründen Wiese. Da haben wir einfach WLAN organisiert, ein paar Schreibtische hingestellt und Steckdosen aufgehangen, um das flexible Arbeiten mal so ein bisschen zu simulieren und dann abends halt ne dicke Party... Marcus: Habt ihr das schon Betahaus genannt damals? Christoph: Ja ja, da gibt’s so ne Fahne, so ne alte, die finde ich leider nicht mehr. Die war schwarz und dann steht da in grün Betahaus drauf. Die klebt da so hinten über dem DJ Pult und da gibt es aber Fotos von auf unserem Flickr Account. Da kann man, wenn man ganz weit zurückklickt auf den Anfang, dann sieht man das. Das ist teilweise auch ziemlich witzig. Marcus: Cool. Christoph: Ja und dann ist es also gekommen, dass Madeleine, die dann mit zum Team dazugekommen ist. Sie ist so ne Pragmatin, die hat dann einfach mal so Termine mit nem Immobilienmakler gemacht, woraufhin ich relativ sauer war, weil ich ihr gesagt habe: Ey, das bringt doch nix. Wir haben die Kohle eh nicht, um das anzumieten. Weil so wie wir uns das vorgestellt haben, muss es mindestens 600 bis 800 qm sein. Und die hat das aber trotzdem gemacht und auf diese Weise sind wir dann irgendwie auf unseren jetzigen Vermieter da am Moritzplatz gekommen und der hatte eigentlich gerade genau so ein Konzept gesucht und hat uns dann diese Last genommen in den ersten Monaten da die volle Miete zahlen zu müssen. Ich muss aber auch dazu sagen, also, das war nicht so ein Zuckerschlecken, wie sich das jetzt anhört. Der hatte keinen Bock auf irgend so ein Kunstprojekt, was dann nach sechs Monaten pleite..., also was dann sobald es Miete zahlen muss, irgendwie wieder auszieht, sondern der wollte von uns einen Businessplan sehen, den er halt auch richtig geprüft hat. Und dann geschaut hat, ob das realistisch ist, dass wir da jemals irgendwie Geld mit verdienen und erst als er da zufrieden war, konnten wir loslegen. Und dann weiß ich auch nicht. Es war dieses Jahr gerade diese Finanzkrise, also wir sind immer so … ein Coworkingspace glaube ich im generellen ist immer so ein Anlaufpunkt für viele Journalisten bei so Themen, wie “Was machen die Leute in der Krise”, “Wie sieht das Internet aus”, “Startups”, “3D Drucken”. Alles was irgendwie so einbisschen sonst schwer zu verarzten ist, so Zukunftsszenarien. Marcus: Zukunft der Arbeit. Christoph: Zukunft der Arbeit, genau. Und das war dann relativ krass, weil wir dann einfach total oft gefeatured waren und eigentlich gar nicht selber mehr kontrollieren konnten. Also, natürlich, weißt Du, wenn 60 Leute auf der Warteliste stehen, dann machste halt ne neue Etage auf, aber das heißt nicht, dass das geplant war am Anfang. Und dann waren wir so ein bisschen… Wir waren eigentlich erstmal zwei Jahre nur am Rennen. Marcus: Hm Wahnsinn! Und ihr seid immer weiter dann gewachsen, gewachsen, gewachsen und habt aber auch erst dann reagiert, als die Nachfrage groß genug war? Christoph: Ja, ich glaube, also wenn ich so von heute zurückgucke, was hätte ich anders gemacht? Dann hätte ich an manchen Stellen vielleicht … wir haben immer, wenn irgendwo irgendwas möglich war, dann kam ne Anfrage aus Hamburg “Hey, wir wollen auch im Betahaus in Hamburg machen” und wir haben eigentlich immer so mit dem Flow gegangen und haben gesagt “Ja klar, warum nicht” und haben uns da aber dann ganz schön auch verzettelt. Und das ist immer schwieriger und komplizierter das im Nachhinein aufzuräumen, wenn man da erstmal was angefangen hat. Auch so mit den Menschen. Oberste Priorität ist immer, dass wir mit den Leuten irgendwie klarkommen wollten und gute Beziehungen haben. Also aus allen sind heute echt super gute Freunde geworden, die die Betahäuser sonst so betreiben. Das ging immer vor und dann haben alle irgendwann so vor sich hingemacht und natürlich zusammengearbeitet. Aber da ist jetzt zum Beispiel nicht so eine klare Struktur daraus geworden, sondern eher so eine ziemlich resilient Netzwerkstruktur, die halt irgendwie aber, finde ich manchmal so, wenn ich so überlege, wie kann ich da jetzt 20 Stück davon aufmachen, dann ist das finde ich jetzt ein bisschen unhandlich. Marcus: Hm klar, also es war eher so: Da hat jemand ne coole Idee, ihr findet die Leute cool, die sind nett. Okay, wir haben den Brand, den könnt ihr erstmal mitbenutzen und gucken, was daraus wird, aber halt noch nicht so strukturiert oder so, dass das irgendwie man später dann gut skalieren kann ne? Christoph: Richtig. Das ist eigentlich jetzt erst so nach sieben Jahren, dass wir da so langsam quasi von hinten jetzt die Kurve wieder kriegen und jetzt diesen Schritt gehen, um jetzt vielleicht gemeinsam wieder Spaces zu eröffnen, die dann aber auch ne klare Linie haben. Wir haben eigentlich in jeder Location bisher was gelernt, was quasi das Gesamtwissen jetzt repräsentiert. Es ist jetzt schon so, dass es auch so Sachen gibt aus Hamburg und aus Barcelona, die jetzt wir gar nicht in Berlin irgendwie bemerkt haben. Sondern die wir dann ja quasi zurückgelernt haben. Das ist eigentlich ne schöne Sache.   Marcus: Ja, also es ist erstmal eine kleine Umstellung, wenn man dann im anderen Betahaus ankommt und denkt, man kennt das ja von Berlin, beispielsweise. Ich glaube in Hamburg brauchst Du einen Membership, um überhaupt da arbeiten zu können oder so. Kann das sein? Dass man sich nicht einfach hinsetzen kann oder so. Und überall ganz andere Regeln sind und lustigerweise war das in Barcelona gefühlt dann auch näher an dem Berliner Konzept, als das in Hamburg, was dann von der räumlichen Nähe näher an Berlin eigentlich dran ist. Aber das macht ja irgendwie dann auch den Charme aus, dieses unkonventionelle und dieses unperfekte und halt mal nicht irgendwie topdown, wo dann bis zur Kaffeetasse alles gleich aussieht. Christoph: Genau, genau. Man darf das halt nicht als Ausrede dann nehmen, um irgendwie schlechten Service zu liefern, aber ansonsten stimmt das. Ich glaube auch nicht, dass es so Sinn macht, jetzt so ne Kette, die halt wie so ein Starbucks aufgebaut ist. Also das wäre jetzt nicht mein Ding, sage ich mal so. Das kann man bestimmt auch machen. WeWork macht das glaube ich ein bisschen mehr so und auch zum Teil erfolgreich, aber ich find das toller, wenn man nach Barcelona kommt und da ist man halt dann in Barcelona und da ist es halt anders. Da kann man sich drauf freuen auch, wenn man dahin fährt, weißt Du? Als wenn da jetzt irgendwie genau dieselben Sätze einem zur Begrüßung gesagt werden oder irgendwie die Kaffeetasse genau so aussieht. Marcus: Ja, also ganz schlimm finde ich auch diese oldschool, ich weiß nicht, ob man die überhaupt Coworking Spaces oder Arbeitsbereiche nennen kann, diese Regus Hotel Dinger. Da war ich glaube ich auch erst in einem drin, kann mir aber vorstellen, dass die auch alle relativ ähnlich oder gleich aussehen und dann total bieder sind. Kennst Du das? Christoph: Ja, das stimmt. Ich kenne ein normales Regus Office, aber ich weiß nicht, was die mittlerweile schon geändert haben, aber da kann man sich eigentlich nur die Infrastruktur mieten und das war es dann auch schon. Soviel dazu gibt es ja eigentlich gar nicht. Marcus: Nee, ihr habt es ja geschafft, in relativ kurzer Zeit, jetzt gefühlt für mich, ne richtig fette Marke und Markenpräsenz aufzubauen mit diesem Betahaus-Label. War das von Anfang an Teil der Strategie oder wie Du eben schon sagtest, wurdet ihr dann irgendwie auch Opfer des eigenen Erfolgs? Christoph: (lacht) Also, weißt Du, ich habe am Anfang immer Facebook und Twitter gemacht, weil die anderen überhaupt nicht so… das war nicht so deren Sache. Also ich meine vor sieben Jahren, das war auch noch nicht so Mainstream. Naja, auf jeden Fall war ich da so der einzige, der sich darum gekümmert hatte am Anfang. Und ich hatte nicht das Gefühl in dem Moment… ich habe das halt gemacht, wie ich denke und habe mir jetzt keine Strategie ausgedacht. Auch im Blog und so haben wir eigentlich relativ persönlich immer schon so ein bisschen missionarisch gepostet, aber da habe ich irgendwann mal in so einem Café gesessen und nebenan so ein Gespräch belauscht und dann haben die sich so gefragt “Wer denn so im Betahaus diese phänomenale PR macht” (lacht) und wer das sich wohl ausgedacht hätte und ich konnte nicht mehr. Also das hätte ich nicht geglaubt, dass das jetzt irgendwie so profihaft rüberkommt. Ich hatte das einfach so rausgeballert. Naja. Marcus: (lacht) Ja, das ist ganz komisch, was die Leute manchmal da reininterpretieren, was bei einem selber dann irgendwie manchmal sogar ein kleiner Unfall war oder so. Das wir dann manchmal irgendwelche DNX Posts zur total falschen Zeit rausgeschickt haben oder ein Newsletter dann gescheduled haben, wo dann eh alle anderen Newsletter ankommen. Und dann haben die Leute irgendwann angefangen, da was rein zu interpretieren oder wenn ich aus Versehen nachts um 1 Uhr schonmal nen Newsletter losgeschickt habe, dass das jetzt irgendwie der neueste crazy heiße Scheiß ist und der viel besser funktioniert als die anderen Sachen. Und die Leute die dann angesprochen haben, ob die das jetzt auch mal übernehmen könnten und testen könnten und ich dachte so: Ey Fuck, das war doch einfach irgendwie so ein Fauxpas, der mir da passiert ist. Christoph: Ja, das ist geil. Naja, ja, ich weiß nicht. Also weil bei uns oder generell, das ist ja bei euch auch so. Ich glaube, wenn man so 100% hinter seiner Brand steht und wenn man das quasi selber einfach ist, weil man da gar nicht mehr so … das ist… ich will da arbeiten, das Betahaus ist so wie ich. Das ist einerseits total eigennützig, ich brauche so einen Platz oder wir und wir haben das gemacht und es ist total geil, dass so viele Leute den dann auch noch benutzen können im Grunde. Aber dann ist das sehr einfach und dann wirkt das auch immer authentisch und dann schreibt man ja so, wie man wahrscheinlich auf seiner persönlichen Seite auch… ich weiß nicht, heute ist das schon alles wissenschaftlich erforscht. Ich habe das Gefühl, wir müssen jetzt auch viel professioneller sein. Wir haben jetzt ungefähr seit drei Monaten eine total talentierte junge Dame angestellt, die ist unser Head of Content. Da habe ich auch gedacht: Jetzt geht’s los. Und die schreibt und kümmert sich halt darum, dass das alles irgendwie Hand und Fuß hat. Marcus: Hm, ja irgendwann kommt man glaube ich an so einen Punkt, wo Du so denkst, nur noch Bauchgefühl. Irgendwann macht’s ja auch keinen Spaß mehr. Ich glaube dafür, Du bist ja auch so ein Typ, der immer wieder neue Herausforderungen sucht und dann fünf Jahre Social Media macht nach gut Dünken und so wie man meint, aber irgendwann ist so der Fun weg, auch bei mir. Dann brauche ich neue Sachen, auf einmal machen dann Steuern wieder Bock oder… Gut, Steuern wahrscheinlich ist jetzt ein schlechtes Beispiel. (beide lachen) Christoph: Das glaube ich Dir nicht. Dass Dir das Spaß macht. Vielleicht einen halben Tag. Marcus: Ja, damit kannst Du mich auch gerade jagen. Das war echt ein scheiß Beispiel. Aber irgendwann habe ich dann auch mal wieder Bock einen Gastartikel bei Feli auf den Reiseblog oder so zu schreiben. Dafür ist es glaube ich ganz gut, wenn man dann eine entsprechende Größe hat und dann vielleicht auch schon ein kleines Budget und dann wie ihr dann auch irgendwann mal einen Content Manager habt, den ihr auf Content einstellen könnt. Würdest Du denn, jetzt im Rückblick, noch mal alles genau so gleich machen oder würdest Du sagen, an einer gewissen Stelle hättest Du vielleicht anders reagieren sollen? Ihr hattet glaube ich auch viele Optionen, Chairs abzugeben oder eine VC reinzuholen oder Kapital zu beschaffen... Christoph: Ja, also wir haben unglaublich viel ausprobiert und das will ich jetzt im Nachhinein nicht missen. Wir haben auch ein Haus geschlossen, in Köln komplett. Das war jetzt bis jetzt nicht ausprobieren, das ist schade gewesen, aber da haben wir eine total starke Erfahrung gemacht, wie das ist, wenn man so ein Ding zumachen muss mit all den… also wenn man Insolvenz anmelden muss. Und dann haben wir von der Werkstatt über einen Accellerator, wir wollten mal so ein Büro machen, bei dem wir Corporate Mitarbeiter zum Probearbeiten einladen, wo das aber ein eigener Raum ist, wo man das Coworking erfahren kann. Das war eine Quatsch-Idee, aber… also so wie wir das gemacht haben auf jeden Fall. Und wir haben so viel ausprobiert. Wir haben eine Gastronomie in Berlin, wir haben zwei Köche angestellt. Und wir haben dann ne Holzwerkstatt und zusätzlich noch eine Electronic Lab und äh, also ich vergesse jetzt bestimmt einige Sachen, weil das so viel ist auf die Dauer. Und ich glaube jetzt im Rückblick hätte ich an irgendeiner Stelle glaube ich… also es war mir nicht bewusst, dass das bedeutet, dass man, wenn man es kompliziert macht oder komplex, dass man dann langsamer voran kommt. Ich würde gerne ein einfacheres Modell der ganzen Sache, das ein bisschen leichter ist, fahren, um sich einfacher erweitern zu können. Also, das ist eigentlich so für die Zukunft so eine Art Vorsatz, dass man sagt: Okay wir gucken einfach, was ist richtig gut, was funktioniert total super und wir fokussieren uns auf unseren Kern. Das ist Coworking und Community und der Rest ist dann eigentlich vielleicht ein Café oder sowas, aber das kommt danach erst. Der Kern wird halt ausgebaut. Wir sind halt alle so Typen, die Bock auf Experimente haben, ne? Das ist unglaublich. Diesen Ameisenhaufen zusammen zu halten, das ist… Jede Woche ist irgendwie: “Jahaa, ich habe da diesen einen Typen kennengelernt, der will da jetzt im Keller Pilze züchten. Das ist voll geil, vielleicht können wir da irgendwie ein Business machen, wenn wir einen Share davon bekommen.”  (lacht) Also, das ist jetzt gar nicht erfunden, diese Idee, ne? (beide lachen) Marcus: Wie geil! Christoph: Also, wir haben ja den alten Kaffee und so, ja. Und das kannst Du Dir mal vorstellen. Das kommt alle Nase lang vor. Am anfälligsten sind wir für Leute, die von außen mit Ideen auf uns zukommen, weil wir so schnell zu begeistern sind. Da sind wir immer ganz schnell dabei und dann auf einmal haben wir eine Werkstatt. (beide lachen) Marcus: Ja, das ist schon alles irgendwie ein bisschen chaotisch, aber wahrscheinlich denkt jemand von außen so “Boah, die haben ja einen krassen Masterplan. Das muss ja irgendwie alles zusammenpassen”. Aber wahrscheinlich liegt es echt daran, dass ihr so schnell zu begeistern seid. Meinst Du denn, das ist auch dem geschuldet, dass ihr jetzt mehrere Gründer im Team seid und mehrere Leute, die dann was zu melden haben und entscheiden können, dass vielleicht zu viele Leute dann auch wieder verhindern auch klare Entscheidungen zu treffen, weil man dann denkt “Ach komm, das ist eh pari und jetzt winken wir alles durch? Christoph: Ja, das ist so ne Kultur, die sich eigentlich von Tag 1 etabliert hat, da wo wir noch überhaupt kein Geld damit verdient haben und einfach eine lose Gruppe waren. Da hat jeder erstmal das immer eingebracht, worauf er am meisten Lust hatte und auch das im Betahaus quasi vorangetrieben. Und wir sind eigentlich immer so ne Content Gruppe gewesen, wo wir gemeinsam immer wenn einer mega begeistert war, die anderen überzeugen konnte, im Grunde mitgezogen haben. Das hat den Vorteil, dass es extrem… also ich glaube, viele von unseren Features oder wie das alles am Ende geworden ist, ist es dadurch sehr ehrlich und sehr nahe an den Bedürfnissen, die wir alle so gespürt haben, drangebaut oder hat sich so entwickelt. Aber das hat, wenn es dann breiter und je länger man zusammen arbeitet, desto breiter wird das dann. Und dadurch wirkt das dann ein bisschen unübersichtlich. Am Anfang, wenn wir auch nur ein oder zwei Personen weniger gewesen wären, hätten wir das schier nicht geschafft… Also, wir haben das Betahaus irgendwie mit 40.000 Euro aufgemacht, ne? Und der Rest war irgendwie Handarbeit. Und das ist heute, wenn man so einen Space aufmacht, das machst Du mit ner halben Million fast nicht. Ohne den Einsatz dieser ganzen Leute, wäre das nicht möglich gewesen. Deswegen, hätte hätte Fahrradkette, also wären wir da weniger gewesen, da wäre es gar nicht so weit gekommen. Aber natürlich sind wir heute, ich habe ja den Vergleich wie es früher war, es ist jetzt sehr klar. Da gibt’s die Verantwortungen, die die verschiedenen Leute haben und es ist eigentlich nur noch unter den Gründern, also Max, Madeleine und ich, dass wir manchmal mit irgendwas neuem ankommen und dann haben wir das alte Ding wieder. Dann sind wir positiv, gehen mit dem anderen mit oder bei dem anderen beschweren wir uns, aber machen dann doch mit, weil keiner will ja einen Spaß verpassen. (beide lachen) Das war zum Beispiel bei unseren Accelerators so, das kann ich ja mal aus dem Nähkästchen erzählen, wo ich gerade so die super total toll sind, dass wir überhaupt diese Möglichkeit haben, dass wir an dieser Stelle sind, dass ein Corporate uns vertraut und sagt “Ja, wir glauben, dass ihr uns ein Accelerator-Programm erstellen könnt oder zusammen mit uns das machen könnt und gleichzeitig die Startups oder das Ökosystem, das wir auf der anderen Seite haben, dass das für die gut ist. Weil wir die da quasi mit den Corporates verbinden können. Und das war aber etwas, wo ich persönlich dachte, ja das ist jetzt zwar super, aber es ist wieder ein bisschen out of unserem Scope. Ich möchte eigentlich den einzelnen Typen, der jeden Tag bei uns reinkommt, da seinen Kaffee trinkt, also eigentlich das, was ihr als Zielgruppe habt. Dem möchte ich eigentlich den besten Service bieten und wenn das zufällig dann dazu führt, dass ich mit einem Corporate einen Accelerator mache, dann ist das schön, aber als erstes sind andere Sachen dran. Also die Prioritätenliste ist so aufgerollt. Also als erstes muss ich die Hausaufgaben machen. Und da haben wir lange darüber diskutiert und dann ist letztlich der Max, der war sehr motiviert und hat das alles dann quasi angefangen umzusetzen und hat die Deutsche Bahn damals begeistert, dass die das mit uns zusammen macht und letztlich ist es ein super erfolgreiches Projekt geworden. Wo auch ich jetzt Spaß dran habe und wo ich froh bin, dass er mich überzeugt hatte oder sagen wir mal so: er es einfach gemacht hat. (lacht) Und das ist so ein Beispiel. Marcus: Das ist ja auch richtig erfolgreich jetzt geworden, ne? Nicht nur die Bahn, sondern auch noch richtig, richtig, fette Brands oder Corporates aus Deutschland oder der ganzen Welt sind jetzt bei euch da mehr oder weniger für mehrere Monate zuhause und zu Gast. Christoph: Ja, das ist immer unterschiedlich. Manchmal sind die einfach zu Gast und mieten sich ein. Schauen sich das so ein bisschen an, gehen dann vielleicht sogar wieder weg und machen ihr eigenes Ding. Manchmal wie mit der Deutschen Bahn wird es dann etwas mehr. Also wir fühlen uns da eigentlich auch immer so als Plattform und versuchen keine Agentur zu sein. Wir versuchen eigentlich auch, wenn die Deutsche Bahn kommt oder irgendein Stahlkonzern, dem erstmal zu sagen: Pass mal auf, verbring doch erstmal ein paar Tage hier, da oben, kriegste nen Tisch und dann von da aus geht es dann weiter, ohne dass wir jetzt gleich das riesen Agenturportfolio auspacken. Marcus: Genau und ohne, dass ihr euch zu sehr verbiegen müsst für die verschiedenen… Weil Bedürfnisse hat wahrscheinlich jedes Unternehmen, aber wenn Du dann einmal anfängst, ich glaube, dann habt ihr noch mehr Chaos als jetzt schon. Christoph: Genau, richtig. Marcus: Ja, cool. Und Du selber bist glaube ich jetzt seit ein oder zwei Monaten auf dem Sabbatical unterwegs? Ist das richtig? Christoph: Genau, seit zweieinhalb Monaten. Marcus: Zweieinhalb Monate und lebst das glaube ich sehr exzessiv, wenn ich mich da so an meine Timeline erinnere auf Facebook. Da tauchst Du auch immer mal wieder hier und da auf und man sieht Dir richtig so die Freude ins Gesicht geschrieben, dass Du wieder on the Road bist und tausend Sachen ausprobieren und machen kannst und reist. Christoph: Voll, total. Ich fühle mich dann auch mit euch verbunden. Ich muss dann ab und zu immer an euch denken, wenn ich dann so sehe, wo Du Dich so rumtreibst, weil bevor ich losgefahren bin, habe ich immer so ein bisschen… also ich bin jetzt quasi der, der Hub, oder wir sind die Plattform an einem Ort. Wir sind da immer an diesem Ort und da kommen dann unter anderem auch so Leute für ein paar Monate, für ein paar Wochen aus Gott und der Welt vorbei und dann ziehen sie weiter. Das verbindet uns gleichzeitig mit unseren Trend, weil wir halt immer dort bleiben. Und dann bin ich jetzt auf einmal unterwegs. Und gucke mir auch viel an. Wenn ich Lissabon bin, dann bin ich bei Cowork Lisboa, das sind natürlich mittlerweile auch total gute Freunde von mir, die das da machen und besuche die und bin dann in diesem Ökosystem weiter unterwegs und dann hoffentlich, wenn das Coboat dann einmal fertig ist, dann mache ich ne Passage beim Coboat mit. Das ist total cool jetzt eigentlich mal so ein bisschen auf meine Communityseite zu wechseln. Also auf die Seite der Leute, die viel reisen und ich muss jetzt nicht so viel arbeiten, aber meinen Laptop habe ich trotzdem dabei und hin und wieder tue ich dann doch was. Und das ist echt geil. Ich habe das gemacht, weil es nach sechs, sieben Jahren doch ein bisschen ins Stocken geraten ist, auch bei mir im Kopf, weil ich irgendwie da im Getriebe so drin gesteckt habe und jeden Tag eigentlich auch so 80% der Aufgaben gemacht habe, die schon vorgegeben waren. Und ich wollte jetzt mal eigentlich gucken, ob ich nicht ein bisschen Abstand herstellen kann. Das funktioniert eigentlich schon total gut. Ich bin eigentlich total froh… ich muss ganz ehrlich sagen, jeden Monat habe ich eine neue Erleuchtung. Das ändert sich immer, aber …. Marcus:  Das ist der Wahnsinn, wenn Du reist ne? Christoph: Ja voll! Vor allen Dingen, wenn das so dieses, nach sieben Jahren echt harter Arbeit, braucht das auch erst mal so ein bisschen, dass das Gefrierfach abtaut. (beide lachen) Marcus: Auf jeden Fall und dann wieder Platz oben ist, ne? Und unten, dann aber um Platz hat. Als ob das Gefrierfach dann irgendwie gar kein Ende mehr hinten drin hat. Ich kenne das selber und das ist so krass jetzt auch wieder nachdem wir im Oktober jetzt die, ich glaube jetzt schon vierte, Deutsche DNX gemacht und danach sind wir dann wieder losgezogen von Berlin nach Hongkong. Und in Berlin hatten wir dann auch wieder so ein bisschen, nicht Sand im Getriebe aber, das habe ich jetzt auch schon öfters auf dem Podcast erzählt. Immer wieder erstaunlich, da kann man auch den Wecker nach stellen. Dass man, wenn man unterwegs ist, obwohl die Infrastruktur vielleicht ein bisschen eingeschränkter ist, das Internet nicht ganz so schnell und convinient ist, man nicht so einen coolen Workspace hat, wie bei euch im Betahaus, man trotzdem kreativer unterwegs ist, um wieder die Ideen aus einem raussprudeln und diese Produktivität und die Motivation, als wenn wir in unserer Homebase sind. Das ist echt immer wieder faszinierend. Christoph: Ja, ich habe mal irgendwo so einen Artikel gelesen, wo es darum geht, dass die Natur des Menschen eher nomadisch ist und dass er eigentlich schon von Natur aus, als Baby schon durch die Städte geschleppt wurde und deswegen hört man ja auch als Baby auf zu schreien, wenn man getragen wird. Dann ist alles in Ordnung. Dann bewegt man sich vorher.   Marcus: Hm, macht Sinn. Christoph: Und warum sollte das bei Erwachsenen anders sein? Marcus: Ja, absolut. Deshalb, wie gesagt, ich habe es Dir auf den Bildern angesehen. Man merkt das jetzt auch, dass Dir das jetzt mega gut tut. Trotzdem bist Du ja noch connected mit Deiner Community und sagst, Du bist bei Cowork Lisboa oder jetzt auf der Konferenz und hast ja über die Jahre, glaube ich auch so ein cooles Netzwerk aufgebaut, dass es dann wahrscheinlich auch helfen kann, mal so den Blick von außen auf Dein eigenes Business zu kriegen oder was könnten die anderen Leute denn cool finden? Die vielleicht Deine Kunden sind und viel reisen und dann mal wieder im Betahaus in Berlin einchecken, als wenn Du jeden Tag selber im Betahaus dann hockst ne? Christoph: Ja, also das auf jeden Fall. Ich finde aber vor allen Dingen, ich habe wieder das Gefühl, dass es doch einfacher ist, Sachen zu verändern, auch in der eigenen Firma, wenn Du da jeden Tag drin steckst und dann so Kleinigkeiten, wie Durchmesser von dem Schließzylinder im Elektronischen da. Wo Du einen Tag lang überlegst, wie wir das jetzt hinkriegen mit der Tür. Dann ist das schwieriger sich das vorzustellen, dass man jetzt mal kurz das ganze Haus ummodeln kann oder dass man wieder ein kleines Startup… wir sind ja ein kleines Startup, aber manchmal wünsche ich mir die Zeit zurück, an der wir… also es ist ja so, wie bei so einem Embryo. Wenn da nur eine Zelle vorhanden ist und die zweite dazu kommt, dann ist das doppelt so viel. Und das heißt, es ist auch doppelt so viel Neues und wenn es sich nochmal sich verdoppelt, in den nächsten Monaten, da hast Du so viele Dinge zu verändern, und wenn es dann einmal so am Laufen ist, dann kommt es mir auch schnell vor, wie so ein Tanker. Dieses Gefühl habe ich jetzt so ein bisschen verloren. Und ich glaube, das ist eine mentale Sache und wenn man das Gefühl verliert, wieder Veränderungen begegnen zu können, dann kann man denen auch begegnen. Aber ganz ehrlich, das größte Geschenk und da ist eigentlich egal, ob es Coworking ist oder woran ich arbeite, die Leute. Wenn ich jetzt hier reise und ich freue mich auch schon auf morgen, die ganzen Coworking Silberrücken Gorillas (lacht) die Veteranen da zu treffen, die sind so cool alle und ich bin so dankbar, dass ich diese Menschen kennenlernen durfte und dass das Coworking so ein tolles… das ist zwar auch irgendwie ein Business, aber man basiert zunächst mal auf zwischenmenschlicher Zuneigung und Freundschafft. Und dass das irgendwie sein kann, dass ich nicht irgendwie in so einem Pharma-Unternehmen, also nichts gegen Pharma-Unternehmen ja? Das sind ja auch unsere Kunden, aber dass ich nicht in so einer kalten, eher pragmatischen Umgebung, hierarchisch auch bin, das ist alles irgendwie so, dass man dann auch immer auf der Couch pennen kann. Das ist das geilste überhaupt. Also, ich kann mir nichts besseres vorstellen. Das kommt im Sabbatical auch vor. Da habe ich auch Zeit dafür. Da muss ich nicht immer wieder weg und dann kann einfach mal noch den Abend bleiben, wo man dann nochmal einen Schluck Wein trinkt und wenn man einen Abend ein ruhiges Gespräch führen kann, weil es nicht gleich wieder nach Hause gehen muss. Marcus: Hm, das ist auch richtig geil, wenn man das nach sieben Jahren in seinem Businessbereich noch sagen kann und sagt: Ey, das ist immernoch die geilste Crew, die ich mir vorstellen kann und die coolsten Leute ever und morgen ist dann unser Klassenveteranentreffen. Dann hast Du glaube ich alles richtig gemacht. Christoph: Ja Du, ich habe auch kurz schon überlegt, ob ich das alles mal ändern soll und was ganz anderes machen soll, aber dann sehe ich da irgendwie mit diesen Augen, wie ich da so durch’s Betahaus gelaufen bin und dachte mir so: Alter, das sind hier die geilsten Leute der Welt. Sowohl in der Community, als auch die Leute, die hier mitarbeiten. Was will ich denn überhaupt? (lacht) Also: Bitte nicht ändern. Marcus: Ja, das ist immer dieses, so auf der anderen Seite, ist das Gras vielleicht doch grüner und dann verkackst Du total, weil es doch nicht so ist und verlässt dann eigentlich so Deine Sachen, für die Du mal gebrannt hast. Und das hat ja irgendeinen Grund dafür gehabt. Der Mensch braucht halt immer wieder dieses Dopamin und immer wieder neue Reize und Eindrücke und deshalb ist das vielleicht auch gerade auch ne ganz coole Selbsttherapie für Dich, das Sabbatical, um zu sehen, was Du überhaupt schon da erreicht und geschaffen hast und in was für ner geilen Welt Du unterwegs bist. Christoph: Total. Ich habe Bock, weil Coworking jetzt so krass boomt, bin ich total motiviert, mit diesen ganzen Typen, die schon einen Coworking Space betreiben, so ein Gegenmodell zu haben, zu so ner Kette, wie Starbucks oder WeWork. Sodass wir das irgendwie hinkriegen, ein gutes Netzwerk zu bauen, was vielfältig ist, was Individuelles. Das sieht man ja schon an den einzelnen Betahäusern und was aber trotzdem so eine Alternative dazu ist, als dass ich jetzt am Ende dann wieder bei so ner mega Company irgendwie meine monatlichen Mitgliedsgebühren bezahle und eben diese ganze Reichhaltigkeit gar nicht habe, ne? Also, das wird mir im Grunde immer klarer, dass das geile eigentlich an dieser Individualität hängt. Und dass da irgendwie die Dudes in Fuerteventura bringen Dir Surfen bei und weißt Du so? Und in Berlin wirst Du halt mit ins Bergheim genommen, wenn Du da in der Community ankommst. Und dass das irgendwie erhalten bleibt und trotzdem aber groß und mit viel Footprint und Impact und Professionalität passiert.   Marcus: Absolut. Was ist Deine größte Schwäche bzw. worin würdest Du gerne noch besser sein oder besser werden? Christoph: Ich glaube, ich kann nix alleine machen. (beide lachen) Marcus: Ja, das ist mal gnadenlos ehrlich. Christoph: Und das ist ja weiß ich nicht… Das ist auch ein Scheißgefühl. (beide lachen) Marcus: Also in Terms of, was meinst Du jetzt ? Entscheidungen zu treffen, loszulegen, zu machen, Du brauchst immer Feedback oder was…? Christoph: Nee, ich habe immer voll viele Ideen, aber wenn da keiner mit anspringt und dann so ein bisschen ich auch Resonanz kriege, dann schaffe ich’s halt nicht. Man könnte jetzt sagen: Ist ja klar, wenn man nicht so motiviert wird von anderen Leuten, dann kann man das nicht umsetzen. Aber das könnte ich glaube ich mal ein bisschen verbessern, dass ich ein Stückchen weiter noch pushe, bis dann auch der Rest das geil finden kann. Aber ich muss immer ganz viel am Anfang so in der Gruppe erzählen, was ich denke, was richtig wäre oder was wir jetzt neues machen sollen und dann muss es gleich Feedback geben. Und eigentlich muss auch gleich ein anderer mit anpacken, sodass ich dann wieder mit anpacke. Und das ist glaube ich, das würde ich vielleicht ein bisschen noch mal lernen, dass ich da wenigstens auch der Lead sein kann die ganze Zeit. Marcus: Ah okay, also vielleicht so ein bisschen nicht fishing for compliments, sondern fishing for the committment oder für das Yes. Du lässt es dann überall droppen und wartest nur drauf, dass möglichst viele Leute innerhalb kurzer Zeit sagen: Ey Christoph, das ist eine richtig coole Idee, ich bin am Start und lass uns das so und so und so machen. Dass Du quasi dann so da mitgetrieben wirst. Christoph: Noch schlimmer: Wenn dann einer anfängt und es wird nicht so, wie ich das denke, dann mache ich den dann noch zur Sau. Marcus: Ja! (lacht) Christoph: Aber hab selbst nix gemacht. (lacht) Also, die Madeleine muss da ganz oft drunter leiden, dass sie dann immer total schnell loslegt und dann immer so… Naja, ich bin dann nicht so nett. So: Naja, so kann das ja nicht gehen, Madeleine. Also, aber selber mal schonmal so ne Präsentation fertigmachen - nee. Aber wir sind da trotzdem ein gutes Team und manchmal gehört das auch zu nem Team, dass man da irgendwie seinen Schwächen auch quasi … die so sein lassen kann. Wenn das jetzt nicht unfreundlich wird und trotzdem gewertschätzt wird von allen, was jeder so beiträgt, dann ist das ja auch okay, finde ich. Marcus: Du hast eben gesagt, ein Grund dafür jetzt den Sabbatical einzulegen, war auch so, dass Du Dich dann irgendwann vielleicht wieder zu kleinteilig unterwegs gefühlt hast oder ja, dieser Blick für’s Ganze da war. Überhaupt der Drive, die Motivation, was machst Du, wenn Du merkst, Du bist am Rechner und hängst da irgendwie rum und Du kommst nicht mehr weiter? Christoph: Was immer echt super funktioniert ist, immer nur 20 Minuten Sessions zu machen. Aber das ist nur eine praktische Sache, dieser Tomaten-Timer da. Marcus: Pomodoro ne? Christoph: Genau. Marcus: Aber warte mal! Das funktioniert bei Dir? Weil ich habe das ne Zeit lang, war ich auch ein krasser Verfechter davon, habe das auch meinen Leuten hier auf dem Podcast empfohlen und mittlerweile bin ich soweit, dass ich sage: Ey, dieses Scheißding, das reißt mich aber oftmals auch aus richtig guten Flowphasen dann raus und dann will ich gar keinen Break machen. Christoph: Ja, das stimmt. Nee, wenn Du jetzt… bei mir kommt es darauf an, wenn ich so Sachen mache, die einfach gemacht werden müssen und jetzt nicht so Sachen, wo ich selber total plötzlich brenne, weil da kann ich drei, vier Stunden lang dran arbeiten. Aber eher so Zeug… operativ irgendwie Sachen fertig machen, abschicken, irgendwelche E-Mails und so. Da funktioniert das und ansonsten, was also ideal ist, wenn ich in der Nähe wohne, wo ich Surfen kann oder gerade Zeit verbringe, dann einmal am Tag Surfen gehen. Dann hast Du echt den Kopf frei und das ist eigentlich so ne Grundtherapie, da im Wasser herumzuhängen, von den Wellen durchspült zu werden. Das ist so mein Ding. Marcus: Ja, das hatten wir gestern auch nochmal mit jemandem aus dem Coworking Space hier in Chiang Mai, die uns erkannt hatte, mit der wir dann draußen saßen und ein bisschen gequatscht haben. Die sagte auch, Surfen ist irgendwie die beste Therapie, wenn es nicht mehr weitergeht bei ihr. Sie war glaube ich auch ne Freelancerin. Und das hat so viele positive Effekte. Sie sagte auch, wenn man dann mal zu hart gefeiert hat oder so und Du bist ne halbe Stunde im Wasser, dann bist Du auch wieder topfit. Das hat also echt viele Vorteile, irgendwo am Meer zu sein. Christoph: Total. Dazu wollte ich noch etwas sagen: Und zwar, warum das jetzt bei mir mit Surfen funktioniert, ist eigentlich random. Das kann ja jemand anderes anders machen, aber das Prinzip ist, dass man sich bewusst macht, dass das alles im Grunde auch nur irgendwie eine nebensächliche Beschäftigung ist. Egal, welches Projekt, das ist eigentlich wie alles. Wenn man so ein bisschen normalisiert wird und das nicht so wichtig ist, wie das eigene Körpergefühlt, ein gesundes Leben, Freunde. Und dann ist der Druck auch weg und man kann geile Sachen machen, weil die nicht alles bedeuten. Also, weißt Du was ich meine? Also wenn einem seine eigene Nichtigkeit bewusst wird, dann sind auch die Projekte leichter zu bewältigen. Weil wenn sie fehlschlagen, dann hat man nicht mehr so viel Angst davor. Es ist nicht die Welt, wenn irgendwas dann nicht funktioniert. Marcus: Genau. Man kann die Sachen dann wieder besser einordnen ne? In der Wichtigkeit, in der Bedeutung. Christoph: Genau. Da gibt’s auch übrigens noch einen kleinen Buchtipp, ich weiß nicht, ob es bei Deinem Podcast eine Kategorie gibt, aber es gibt so ein Buch, das heißt - ich habe den Autor jetzt nicht, aber wenn man danach googlet - “Spiele mit einem Ende und spiele ohne Ende”. Also “Finite und Infinite Games”. Da geht es darum, dass das ganze Leben entweder aus Spielen besteht, die ein klares Ende haben oder aus Spielen, die nie zu Ende sind. Mehr kann ich da jetzt nicht zu sagen. Ich glaube, dann sind wir zu lange dran, aber das ist total geil, um sich darüber bewusst zu werden, dass eigentlich alles nur irgendein Art Spiel ist. Marcus: Cool, ich glaube das war ein gutes Schlussstatement für diese Folge mit Christoph Fahle, dem Gründer vom Betahaus. Mir hat’s total viel Spaß gemacht, Christoph. Christoph: Ja, mir auch! Dankeschön. Ich hoffe, wir sehen uns vielleicht bald. Was ist denn eure Reiseroute jetzt? Wenn ich das jetzt nochmal kurz fragen darf. Marcus: Ja, darfst Du auf jeden Fall. Die ist total crazy. Wir sind ja jetzt gerade in Asien unterwegs, waren in Hongkong, fliegen morgen wieder nach Bangkok zurück, um dann am Freitag nach Europa zu kommen, nach Madrid. Das ist nicht so weit weg, aber dann gehen wir drei Tage später auf eine Cruise, auf ne Digital Nomad Cruise. Und das ist so ein Relocationschiff, das einfach nur das Cruiseschiff von A nach B bewegt, weil die Saison in Gran Canaria zu Ende ist und dann in Brasilien anfängt. Christoph: Ah okay. Marcus: Und wir sind quasi 9 Tage auf hoher See mit sehr limitiertem Internet. Da bin ich auch mal gespannt, was da so passiert. Und das ist geplant nach Brasilien zu gehen mit dem Schiff. Dann haben wir selber eine kleine Charity Aktion gestartet, Feli und ich und besuchen in Salvador de Bahia dann das Projekt, dem wir das Geld spenden und fliegen zwei Tage später nach oben, nach Fortaleza in den Norden von Brasilien und machen da ein DNX Camp mit 17 Teilnehmern. Christoph: Ah, das hört sich gut an. Marcus: Ja, das hört sich auf jeden Fall gut an, aber ich glaube, das ist ein bisschen weiter weg von Dir. Christoph: Ja, ich bin ab Dezember in Australien und bleibe bisher nur da. Aber da kommt ihr nicht vorbei, ne? Marcus: Nee, dieses Mal nicht, aber ich will auf jeden Fall mal nach Australien, unbedingt. Ist auf der Bucket List. Christoph: Ja, also wer weiß, wo ich dann nochmal einen Abzweig nehme? Marcus: Ja, wir haben uns doch letztens irgendwo noch ganz knapp verpasst oder? Wo war das? Christoph: Ja, ja, da noch einen Tag vorher noch bei Coworking Lisboa, beim Fernando und ich bin einen Tag später angekommen. Da hattet ihr das Camp gerade glaube ich. Das war zu Ende. Marcus: Aber irgendwann, irgendwo, irgendwie auf dieser Welt catchen wir uns wieder. Christoph: Ihr seid ja immer wieder beim Betahaus, bei uns da. Da also spätestens. Marcus: Ja, und das ist ja auch das coole, was viele dann immer vergessen. Die denken, “ja Scheiße, Feli und Marcus sind gar nicht mehr greifbar und die sind nur unterwegs.” Wir sind einfach nur woanders, wir sind immernoch da und wir kommen auch früher oder später ins Betahaus auf jeden Fall zurück. Christoph: Genau, cool. Na gut, dann wünsche ich Dir eine schöne Reise. Marcus: Hm, danke. Ich Dir auch Christoph. Danke für Deine Zeit und viel Spaß auf der Konferenz in den nächsten Tagen in Milan beim Klassentreffen. Christoph: Werde ich sicher haben, vielen Dank! Yeah Leute, das war eine weitere Folge der LIFE HACKZ Show, heute mit Christoph Fahle, dem Gründer vom Betahaus. Ich hoffe, euch hat die Folge gefallen. Wenn ja, gebt mir doch ne Rezension auf iTunes oder schreibt mir mal ne E-Mail an marcus@lifehackz.de. Ich antworte garantiert. Gebt mir ein bisschen Feedback zur Sendung und ansonsten, viel Spaß bei allem, was ihr jetzt gerade tut, macht oder treibt! Ich bin raus, wir hören uns beim nächsten Mal wieder. Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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Dec 25, 2015

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Interview mit Bastian Barami von Officeflucht

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mit Bastian Barami, dem Betreiber der Website Officeflucht. Und Bastian ist ziemlich fit im Thema Amazon Selling, Private Label Selling on Amazon und Grund genug, ihn für den LIFE HACKZ Podcast zu schnappen und auf den Zahn zu fühlen. Hinzu kommt: Er ist noch ein richtig cooler, netter, smarter, junger Typ, den ich sehr gerne mag. Check it out! Viel Spaß mit dem Interviwe mit Bastian Barami! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. In dieser Folge lernst du:

  1. Dass man gar nicht mega technisch versiert sein muss, um Digitaler Nomade werden zu können.
  2. Wieso Online-Handel mit Amazon FBA nicht schief gehen kann, wenn man es schlau angeht.
  3. Wie es möglich ist, von 0 auf 100 durchzustarten.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Officeflucht

Entrepreneurship Summit  

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr 38! Yo Leute, herzlich Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mit Bastian Barami, dem Betreiber der Website Officeflucht. Und Bastian ist ziemlich fit im Thema Amazon Selling, Private Label Selling on Amazon und Grund genug, ihn für den LIFE HACKZ Podcast zu schnappen und auf den Zahn zu fühlen. Hinzu kommt: Er ist noch ein richtig cooler, netter, smarter, junger Typ, den ich sehr gerne mag. Check it out! Viel Spaß mit dem Interviwe mit Bastian Barami! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. Marcus: Jo Basti, cool dass Du am Start bist beim LIFE HACKZ Podcast! Bist Du ready? Bastian: Ich bin ready, danke für die Einladung, Mann! Marcus: Cool! Wo bist Du gerade und warum bist Du da, was machst Du da? Bastian: Ich bin gerade auf Gran Canaria. Wir veranstalten hier auch eine kleine Workation. Du weißt ja selbst von der Nomaden Cruise, wo Du selbst mitarbeitest - da sehen wir uns dann ja nächste Woche bzw. in etwas über 10 Tagen - und wir haben uns überlegt, dass wir so eine kleine Workation vorab starten, bei denen dann auch ein paar Leute am Start, die dieses Jahr auch mit auf’s Schiff gehen. Ich sitze jetzt hier in Las Palmas in unserer kleinen Butze und schaue mal, wie die Leute alle drauf sind, die jetzt noch ankommen. Ich bin jetzt der erste der da ist und morgen kommen ein paar und Sonntag kommt dann final der Rest der Truppe. Neun Leute sind wir. Marcus: Wow. Bastian: Und ja, das wird bestimmt eine coole Sache! Marcus: Ja, klingt echt gut, zumal Du ja glaube ich auch vor nicht allzu langer Zeit auch schon auf ner anderen Workation gewesen bist. Also, Du selber bist jetzt auch schon ganz schön viel unterwegs als Digitaler Nomade, wie ich das so mitkriege ne? Bastian: Ja schon. Das hat sich echt verdammt schnell entwickelt. Also auf der letzten Workation war ich selber noch als Teilnehmer dabei. Das war vom Sebastian Kuehn ne veranstaltete Workation auf Bali. Das war auch ne super, super, super geile Zeit. Einen Monat waren wir da und da hat man dann einfach echt Blut geleckt. Und jetzt haben wir eben entschieden, das Ganze nochmal ein bisschen auszubauen und das auch öfter zu veranstalten. Im März starten wir auch noch eine weitere Workation und der Sebastian selber macht auch, ohne dass ich jetzt bei jeder dabei bin, auch einige noch im kommenden Jahr. Das ist halt schon ein ziemlich cooles Modell, bei dem die Leute eben auch, die vielleicht nicht ortsunabhängig arbeiten, so ein bisschen reinschnuppern können in den Lifestyle. Das ist schon eine coole Sache. Marcus: Ja, also ich finde es auch cool, wenn man so ein Soft-Landing hat und nicht irgendwie alleine losziehen muss und dann krass irgendwo ankommt, überhaupt keinen Plan hat, wie man an seine Prepaid Sim-Karte hat, wo man arbeiten geht, wo man gleichgesinnte Leute findet. Ich meine, dafür sind so Workations richtig cool. Wie der Sebastian die macht oder unsere CAMPS oder das Surf Office. Also es gibt ja glücklicherweise jetzt immer mehr coole Angebote direkt für Digitale Nomaden. Das war vor drei Jahren noch nicht so. Umso besser, dass es jetzt so ist. Vielleicht kannst Du mal sagen, Du selber hast es ja jetzt auch mitgekriegt, Du warst auf Bali am Arbeiten für vier Wochen und dann warst Du wieder in Berlin oder in Deutschland und hast da gearbeitet, was genau ist für Dich so der Unterschied, wenn man woanders ist und von da arbeitet? Bastian: Also ich muss sagen, ich komme schon gerne auch nochmal wieder nach Hause. Ich habe auch noch meinen Wohnsitz in Deutschland, aber ich merke, dass ich mittlerweile gar nicht mehr so diese festen Arbeitsstrukturen brauche. Ich habe zwar schon so meinen gewissen Tagesrhythmus, aber wenn man zum Beispiel auf Bali sitzt und nem tollten Café mit ner super Aussicht, ich weiß nicht, vielleicht kennst Du in Ubud zum Beispiel das Clear Café, da hat man ne Aussicht direkt auf so nen Tempel. Irgendwie, wenn man ständig wechselnde Arbeitsaussichten auch hat, statt immer auf die ewig gleiche Wand zu gucken im Arbeitszimmer zu Hause, arbeitet man einfach irgendwie viel kreativer, habe ich den Eindruck. Und man sitzt da, dadurch dass man eben auch an schönen Orten eben was sehen möchte und sich zwangsläufig dann auch ein paar Auszeiten zwischendurch mal, um ein bisschen rumzurennen und die Gegend zu erkundschaften, gönnt man sich viel viel eher Pausen, die meiner Meinung nach einen wirklich produktiver machen, als wenn ich jetzt zu Hause sitze und nicht ständig den Drang habe, mal Pause zu machen. Und dann acht Stunden da sitze und davon aber vier Stunden oder so bei Facebook verbringe. Marcus: Hm ja, Facebook ist echt der mieseste Scheiß ever. Ich habe in anderen Interviews letztens schon erzählt, mich hat das irgendwann so genervt vor ein paar Monaten, dass dieser Algorhythmus so gut funktioniert und ich da auch regelmäßig - das passiert glaube ich jedem - dann in diesen Rabbit Wholes auf Facebook verschwinde, gar nicht mehr weiß, warum bist Du überhaupt auf Facebook gegangen. Was wollte ich da machen? Das war dann meistens irgendein Business-Anlass und dann verlierst Du Dich da in der Timeline. Bastian: (lacht) Richtig schlimm, auf jeden Fall! Marcus: Richtig mies, ne? Und ich habe gesagt: Ey, ich kaufe mir jetzt zwei, drei Facebook Aktien und immer, wenn ich mich dann darüber ärgere, dass mir das wieder passiert ist, dann freue ich mich wenigstens, dass ich ein bisschen mehr verweile da auf der Plattform. (beide lachen) Bastian: Ah, cooler Ansatz auf jeden Fall. Marcus: Aber was Du eben gesagt hattest, ist glaube ich ganz wichtig. Dass man, wenn man unterwegs ist, so geht’s auf jeden Fall mir und auch Feli, wenn man unterwegs ist, hat man irgendwie viel mehr Headspace und Kreativität, als wenn man in so eingefahrenen Strukturen ist. Was auf den ersten Blick erstmal… oder wenn man das hört, dann denkt man: Das kann ja nicht sein, man muss ja irgendwie mehr verarbeiten und viel mehr Challenges vielleicht unterwegs lösen und wie kann man dann noch mehr Power für das Business haben, als Zuhause in Berlin, wo man dann vielleicht im Betahaus schon gutes Internet hat, einen Desk, nen Stuhl. Und aber irgendwie ist es immer wieder so regelmäßig - das haben wir jetzt in Hongkong wieder gemerkt, in Bangkok, jetzt in Chiang Mai, dass jedes Mal, wenn wir den Ort wechseln, kam nochmal so ein neuer Schub. Ist das bei Dir auch so? Bastian: Ja, auf jeden Fall. Vor allen Dingen ist es ja auch so, dass man sich dann viel mehr damit abfindet oder auch arrangiert, wenn das Internet mal Scheiße ist. Man geht ja schon davon aus, dass man einfach nicht permanent so ne gute Leitung hat, wie man das jetzt vielleicht Zuhause in Deutschland hat, ne? Aber dann greift man auch viel, viel eher dazu eben die Aufgaben zu machen, die gerade kein Internet benötigen, als in Deutschland, wo man dann stattdessen ne halbe Stunde ständig seinen Browser irgendwie da aktualisiert und sich einfach nur abfuckt, dass das Internet nicht läuft. Marcus: Ja, ja, ja  (lacht)  Das hat der Noel glaube ich auch auf dem Talk bei der GLOBAL gesagt: Es gibt nix schlimmeres … es gibt nur eine Sache, die ist noch schlimmer als kein Internet, das ist langsames Internet. Was Dich immer so ein bisschen anteased, wo Du denkst so wow, scheiße ey, dann okay, mache ich vielleicht nur drei Seiten gleichzeitig im Browser auf anstatt fünf. Und dann…. nee! (lacht) Bastian: Auf Bali waren wir ja in ner wirklich wunderschönen Villa, aber die war mitten in den Reisfeldern gelegen. Und ich schätze mal, wenn man da jetzt ganz alleine gesessen hätte, dann hätte es auch ausgereicht, ne? Aber alles was ein bisschen mehr Datenvolumen gebraucht hat…. Also jedes Mal, wenn jemand irgendwie auf die Idee gekommen ist, was zu streamen oder so, gab’s dann erstmal Kasalla. (beide lachen) Und zum Skypen mussten wir uns generell absprechen ne. Aber wir hatten halt alle trotzdem super günstig Internet über’s Handy. Und das hat dann als Hot Spot auch besser funktioniert, als das lokale Internet jetzt über den normalen Router. Und ja, man arrangiert sich einfach. Also irgendwie kriegt man das dann doch alles auf die Kette. Und selbst, wenn man jetzt vielleicht denkt, dass man dadurch total ausgebremst wird bei der Arbeit, ist das irgendwie letzten Endes gar nicht der Fall gewesen. Marcus: Ja, und vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass wir die Dinge einfach leichter wegstecken oder dann easier einfach, einfacher nimmt und sagt: Dann ist das jetzt eben so. Aber dann kann ich jetzt kurz in Bali in den Reisfeldern spazierengehen oder mal ein bisschen konzeptionell was tun. Oder ich… keine Ahnung… Geh mal ne Runde zum Sport draußen. Bastian: Ja, auf jeden Fall! Das auf jeden Fall. Es ist auch so, dass bei einer Workation… was ich ziemlich cool finde an diesem Konzept Workation, ist einfach dass, auch wenn man als Anfänger vielleicht denkt, dass das nur gewisse Berufe oder am Anfang Freelancing oder diese typischen Klischee- Lebensmodelle um Digitaler Nomade zu werden, eigentlich gar nicht so weit verbreitet sind. Und dass man dann, wenn man dann mit zehn Leuten zum Beispiel in so ner Villa sitzt, erstmal merkt, dass fast jeder von denen was komplett anderes macht, ne? Und dass man dann eben auch so Einsichten bekommt. In ganz, ganz andere digitale Arbeitsfelder. Und jeder davon auch so ein bisschen profitiert ne? Also wir haben das halt so gemacht, dass je nach Interesse und je nachdem ob jemand auch selber bereit war, so eine Art kleinen Workshop für die anderen Teilnehmer zu geben, dass dann jeder von seinem Wissen einfach ein bisschen preisgegeben hat und jeder halt aufgrunddessen ein bisschen profitiert und für sich selber etwas mitgenommen hat. Und das finde ich eben super spannend an diesem Workation Modell auch. Marcus: Ja, das ist cool. Das ist fast wie so ein… das gesammelte Wissen an einem Ort zu vereinen und dann kann jeder davon profitieren. Und genauso, wie Du es gesagt hast, lief es bei uns im DNX CAMP auf Lissabon auch. Da hatten wir dann ne Social Media Expertin, die Anja, dabei, die spontan dann Breakout Session oder einen Workshop gegeben hat. Und am nächsten Tag hat jemand was über Copywriting erzählt und der Dritte hat dann das Logo für den Fünften gebaut und der Sechste wollte dann ein bisschen Input von mir, wie man einen Podcast startet. Also es ist irgendwie nochmal eine ganz andere Ebene. Klar gibt es das auch Online, dass man sich so aushilft, aber wenn man dann doch Face to Face oder nebeneinander am Rechner sitzen kann, dann gehen die Dinge irgendwie noch schneller und noch einfacher. Und das ist echt cool an diesen ganzen Retreat-Geschichten. Bastian: Auf jeden Fall, insbesondere wenn man dann mehrere Wochen am Start ist. Da entwickeln sich auch echt total schnell echte Freundschaften auch heraus ne? Also als ich jetzt zum Beispiel vor ein paar Wochen dann auf der DNX den Workshop hatte. Die Zeit die ich in Berlin war, habe ich bei Leuten gewohnt, die ich auf Bali kennengelernt habe, ne? Und das ist echt ziemlich geil. Also dieser ganze Networking-Aspekt auch. Marcus: Ja, absolut. Was für ein Thema hatte Dein Workshop auf der DNX? Bastian: Mein DNX Workshop hatte den Artikel “Freizeit Business Amazon FBA”. Marcus: Genau, vielleicht erklärst Du mal. Was heißt FBA und wie kannst Du auf Amazon ein Business machen? Bastian: Also mein Hauptbusiness - ich habe ein paar mehrere kleinere Standbeine - aber mein Hauptbusiness ist eigentlich das Verkaufen von indischen Gütern auf Amazon und Amazon macht einem das auch in Verbindung mit einem ortsunabhängigem Leben sehr einfach durch ihr sogenanntes FBA Programm. FBA steht dabei für Fulfillment bei Amazon. Und wie das Wort Fulfillment schon vermuten lässt, kümmern die sich um all den Kram, den man selber nicht machen möchte. Und man braucht ja beim Online-Handel echt allerlei normalerweise ne? Also so klassischer Online-Handel, da brauchst Du ein Lager, Du brauchst eine Büroausstattung und musst den ganzen Kram zur Post bringen oder brauchst zumindest nen Lieferanten, der das für Dich alles macht. Und das sind ja wahnsinnige Kosten, die da normalerweise entstehen würden. Und all diese unangenehmen Sachen, die nimmt Amazon einem dadurch ab, dass die natürlich eine ziemlich krasse Infrastruktur haben. Die haben ja selber in Deutschland neue Logistikzentren, die alle riesengroß sind und haben natürlich auch die beste Logistik, die Du Dir vorstellen kannst. Also natürlichen neben DHL etc. Aber dadurch kannst Du halt direkt Deine Waren vom Hersteller aus Asien oder eben auch selber von Zuhause, wenn Du nicht ortsunabhängig bist, die Sachen direkt zu Amazon ins Logisitkzentrum schicken. Dort werden die halt eingescannt, also jede Einheit muss mit einem Label versehen werden, damit die Leute auch wissen: Hey, das sind jetzt die Klamotten vom Basti. Und ab dann werden die halt auf der Plattform, also auf Amazon auf dem Marktplatz ganz normal angezeigt. Und wenn die dann gekauft werden, geht jemand ins Lager, holt das aus dem Regal, packt das ein, verschickt das und das geht physisch überhaupt gar nicht mehr durch meine eigenen Hände. Marcus: Ja, das ist ja richtig cool. Du sagst gerade aus China. Da kann man beispielsweise dann auf Plattformen wie Alibaba gehen. Was sowas wie Ebay für B2B ist ne? Bastian: Ja, das ist halt das größte Händlerverzeichnis weltweit. Das ist zwar eine chinesische Plattform, aber dennoch gibt es da eben auch weltweite Händler. Also man findet auch Anbieter aus Europa oder aus Afrika und anderen Kontinenten. Es gibt da auch noch eine andere Plattform, die ich gerne nutze. Die heißt globalsources.com. Die ist nicht ganz so groß, wie Alibaba aber trotzdem auch nochmal interessant so als Kontrastprogramm. Dann haben wir halt ein paar andere Angebote und so. Und Alibaba selbst ist halt echt die größte Handelsplattform der Welt. Die machen dreimal so viel Umsatz im Jahr, wie Amazon. Das ist schon echt richtig krass. Marcus: Das ist ne Hausnummer! Wie machst Du das? Wie schützt Du Dich da vor irgendwelchen Fake-Anbietern? Da hätte ich glaube ich, wenn ich jetzt überhaupt keine Ahnung davon hätte, erstmal ein bisschen Respekt. Dass ich sage: Okay, ich bin mit einem Chinesen in Kontakt oder weltweit mit irgendjemandem, hab den noch nie gesehen. Der will mir irgendwas anbieten für ein paar tausend Dollar, ich soll irgendwie drei oder fünftausend T-Shirts oder Einheiten kaufen und komme nicht weiter. Also wie kann man sich da schützen oder was sind so Deine Tipps? Bastian: Das Ding bei Alibaba ist natürlich, dass man schon daran gebunden ist, mehrere Stückzahlen zu nehmen. Man hat da neben jedem Artikel, den man dann eben sucht, ne sogenannte MOQ stehen. Das steht für Minimum Order Quantancy. Und diese Mindestabnahmemengen, die sind aber in der Regel erstens sowieso verhandelbar. Also ich habe das noch nie erlebt, dass ein Verkäufer nicht davon abgewichen ist. Meistens sind das Wunschnummern. Und in der Regel, um sicher zu gehen… Also es gibt auf Alibaba selber erstmal einige Filter, die man aktivieren kann. Die so die Scams quasi auch schon ein bisschen aussortieren. Zum Beispiel sind das die Gold Supplier. Und um so einen Gold Supplier Status zu bekommen, musst Du schon auch richtig Geld auf den Tisch legen, damit Du da eben auch über längere Zeit als Gold Supplier gelistet wird. Dass Du diesen Status hast, der eben Aushängeschild ist. Und Du siehst dann bei diesem Gold Supplier Logo, dass da an den jeweiligen Händlerseiten so angeheftet ist, wie lange die schon Gold Supplier sind. Und wenn die jetzt die Leute über den Tisch ziehen würden, dann könnten die nicht drei, vier oder manchmal sogar bis zu 15 Jahre, solange, wie es die Plattform gibt. Also da sind auch schon Leute dabei, die solange Gold Supplier sind, die könnten nicht Gold Supplier werden, wenn die Leute über den Tisch ziehen würden. Also das ist schon mal eine ganz gute Sache. Und dann gibt’s eben noch verschiedene Filter. Zum Beispiel: Wird da auch kontrolliert? Also da gehen Leute von Alibaba teilweise die Fabriken einzeln ab und gucken, ob diese Fabrik auch wirklich besteht und die checken halt deren Lizenzen und all so was. Also da gibt’s schon einiges, was einem da ein bisschen die Angst nehmen kann. Und grundsätzlich ist es auch wahnsinnig wichtig bevor man jetzt 1000 Stück von irgendwas bestellt und da Unsummen überweist, einfach auf irgendein Bankkonto, lasse ich mir vorab immer ein Sample zuschicken. Das dient zum einen dazu, zu wissen: Okay, haben die Leute überhaupt die Ware, die sie angeben zu haben? Und natürlich auch ein Qualitätstest. In der Regel schreibe ich für jedes Produkt ungefähr 10 Händler an, lasse mir von denen jeweils ein Sample zukommen und dann entscheide ich halt anhand des Samples, bei wem ich plane ein Geschäft einzugehen. Dann kommen noch so ein paar Verhandlungen dazu, was für Möglichkeiten die haben, das dann zu labeln mit meinem eigenen Logo und sowas. Und dann entscheide ich auch erst, wem ich dann den Zuschlag gebe. Marcus: Hm spannend. Das heißt, die Proben werden Dir kostenlos rausgeschickt von den Händlern oder musst Du noch was zahlen für die Samples. Bastian: Man muss für die Samples halt ein bisschen mehr bezahlen. Die sind höher angesetzt preislich, zum einen. Weil die halt per Express verschickt werden, damit wenn es zu einer Folgebestellung kommt, zu einer größeren, damit es auch schnell über die Bühne geht. Und der andere Faktor ist, dass es wahnsinnig viele schwarze Schafe aus Kundensicht gibt, die dann sagen: Hey, ich gehe einfach auf Alibaba, statt auf irgendeine andere Seite und kaufe mir für meinen Privatbedarf günstig meinen Kram und bestelle mir dann einfach einen Sample unter der Vorgabe, dass ich hinterher eine Großbestellung tätige. Und da sind natürlich mittlerweile auch viele Händler hintergestiegen und deshalb wollen die so die Spreu vom Weizen trennen und setzen den Samplepreis extra hoch an, sodass man dann vielleicht für einen Sample das hinterher pro Stück-Einheit vielleicht, weiß ich nicht - 8 Dollar kostet - vielleicht mal 80 Dollar zahlt, aber der Preis ist dann halt auch in der Regel anrechenbar auf die Folgebestellung. Marcus: Ah okay. Bastian: Also insofern, wenn man jetzt nicht 20 Samples oder so von verschiedenen Leuten bestellt. Das wäre natürlich schweineteuer. Dann ist das eigentlich keine große Nummer. Marcus: Okay. Dann hast Du gerade erwähnt, bei manchen Herstellern kannst Du es dann direkt Labeln lassen, private labeln lassen? Bastian: Genau, also was ich einkaufe sind sogenannte White Label Produkte. Also Produkte, die es so in der Rohform schon gibt. Das ist eigentlich - wenn Du Dich jetzt umguckst, da wo Du gerade sitzt, wirst Du wahrscheinlich mindestenst 10 Sachen sehen, die nicht mit irgendeiner bestimmten Marke assoziert werden, die theoretisch von irgendeiner freien Marke sein könnten. Du könntest jetzt sagen: Okay, ich verkaufe jetzt Tische, ne? Und dann ist das eben der LIFE HACKZ Tisch zum Beispiel. Marcus: Ja, oder ich habe hier so einen Geldbeutel vom Hongkong Night Market. Bastian: Ja, ne? Also theoretisch alles was es so in der Rohform schon gibt, kannst Du natürlich labeln lassen mit nem eigenen Logo. Zum einen hat das natürlich den Vorteil, dass Du dann kein Geld in der Entwicklung für ein neues Produkt, für irgendeine revolutionäre Idee oder sowas stecken musst. Weil Du Dir eben nur quasi schon fertige Produkte zunutze machst. Und Du kannst dann eben trotzdem das Ganze unter einer eigenen Marke verkaufen, weil da ja jetzt kein vorherrschendes Patent oder so drauf ist. Wenn ich jetzt sage: Okay, ich möchte jetzt Officeflucht Proteinshaker machen oder sowas ne? Dann schicke ich dem Händler mein Logo per E-Mail zu. Beziehungsweise frag den erstmal, was der für ein Format braucht und was es denn für Möglichkeiten gibt. Denn es gibt auch verschiedene Branding Möglichkeiten. Das kann ein Silkscreen sein, der Druck. Oder das kann jetzt bei Textilien zum Beispiel, sind das dann vielleicht Schilder, die die drauf nähen und sowas. Je nach Produkt... Marcus: Krass, also das kann richtig professionell aussehen auch. Also hinten dann die Schilder oben im Nacken und … boah. Bastian: Absolut, also die Sachen, die ich jetzt verkaufe, die könnten genau so gut in jedem X-beliebigen Laden hängen. Also das ist schon alles… ich meine, die meisten Sachen, die wir in Deutschland im Alltag nutzen, die kommen ja auch bestimmt zu 90% trotzdem irgendwo aus Asien, ne? Nur weil die jetzt qualitativ verpackt sind… achso, das ist sowieso ein Aspekt, auf den ich jetzt gleich nochmal eingehen möchte. Die Produkte selber, die werden oft nicht so wertig wahrgenommen, wenn die zum Beispiel schlechter verpackt sind. Und kaum hast Du eine ziemlich stylisch designte Verpackung, denken die Leute direkt: Hey, das ist ein Premium Produkt, obwohl das eigentlich das gleiche Ding in Grün ist, ne? Das ist auch nochmal so ein Faktor. Also wenn man sich bei Amazon von der Konkurrenz abheben möchte, da kann man gleich nochmal ein bisschen intensiver drüber sprechen, dann brauchst Du eigentlich… Du musst das Ganze eigentlich einfach nur ein bisschen schöner verpacken. Marcus: Bei Alibaba bestellst Du dann nur das nackte Produkt ohne Verpackung oder musst Du das unter Umständen nochmal anboxen und dann neu verpacken lassen? Bastian: Nee, das ist eigentlich mehr so… also es geht nicht nur um die Verpackung, sondern auch um das Gesamterscheinungsbild. Ich würde jetzt zum Beispiel meine Produkte… Meine Produkte, die bekommen halt immer ein schönes Label, also in meinem Ermessen zumindest schönes Label. Ich lasse dann die Logos von einem Designer, mit dem ich da arbeite, gestalten, den ich auf Upwork gefunden habe, der sehr, sehr gut arbeitet. Und die Datei schicke ich halt wie gesagt den Asiaten. Die labeln das Produkt und in der Regel, die die Produkte ja auch für den Verkauf im Einzelhandel eigentlich auch herstellen, bieten die meistens Inhouse auch trotzdem Verpackungsherstellung an. Verpackungsherstellung, also der Druck, der geht meistens allerdings erst ab ner Stückzahl von 1000 Stück. Wenn ich jetzt aber ein Produkt herstellen lassen möchte, aber nicht direkt mit 1000 Stück starten möchte, sondern vielleicht nur mit 100 oder mit 200, dann hat man die Möglichkeit diese 1000 Verpackungen zwar von denen durcken zu lassen - ich lasse auch das Verpackungsdesigner von meinem persönlichen Designer machen, weil die Asiaten da meiner Meinung nach, einfach nicht so das ästhetische Auge haben. Das kann man zwar nicht so pauschal sagen, aber oft ist die Verpackung einfach nicht schön. Und dann lasse ich das Design für die Verpackung dem Hersteller zukommen. Der druckt dann zwar 1000 Verpackungen, aber ich kaufe ja generell, auch wenn es nur 100 oder 200 Stück sind, nur Sachen ein, von denen ich glaube, dass ich auf lange Sicht auch weiter von dem Händler beziehe. Und der hält dann einfach die Verpackungen zurück auf Lager. Und wenn dann die nächsten 200 oder vielleicht beim nächsten Mal 400 Stück bestellt werden, dann nimmt der einfach die Verpackung, die ich im Vorfeld schon bezahlt habe. Die Verpackung ist auch in der Regel nicht so teuer. Da zahle ich für 1000 Pappverpackungen, die nach meinem Design bedruckt sind ungefähr 130 Dollar. Marcus: Hm okay, das ist überschaubar. Bastian: Ja, das ist auf jeden Fall viel, viel billiger, als wenn ich das jetzt in Deutschland drucken lassen würde, zumal das natürlich auch ein zusätzlicher Arbeitsschritt wäre, das dann hier selber umzuboxen, ne? Marcus: Das heißt, wie verwaltest Du dann Deine ganzen Bestände bei den einzelnen Alibaba Händlern und was noch Amazon liegt und stellt Amazon das irgendwie in Rechnung, wenn Du da irgendwie 10000 Sachen hinbestellst und es kauft doch keiner was und es liegt dann die ganze Zeit in irgend so einem Fulfillment Center bei Amazon rum? Bastian: Also ich habe eigentlich nur ne ganz normale Excel Datei bei der ich selber den Überblick habe, was die Alibaba Händler anbelangt. Bei wem ich noch wieviele Verpackungen zum Beispiel liegen habe. Aber wenn Du jetzt bei Amazon etwas verkaufst… Wenn ich jetzt zum Beispiel 300 Einheiten von Bratthermometern oder was weiß ich was zu Amazon schicken würde, dann sieht man das im eigenen Seller Backend. Also da gibt’s ne Verkäuferplattform, die heißt Sellers Central und da sehe ich dann stets meinen Lagerbestand. Ich kann mir sogar so Erinnerungen per E-Mail einstellen, wenn ich zum Beispiel weiß: Okay, der und der hat ca. die und die Leadtime. Also Leadtime ist die Dauer, die ein Artikel braucht um hergestellt zu werden, mit meinem Logo jetzt dann zum Beispiel ne? Das muss dann ja schon wieder individuell gemacht werden. Dann kann ich mir Erinnerungen in meinem Seller Central Backend einstellen, dass ich zum Beispiel zwei Wochen… bzw. wenn ich jetzt noch 30 Stück auf Lager habe oder 100 Stück, je nachdem sich der Artikel im Schnitt verkauft. Dass ich dann eine Erinnerung bekomme: So, ich muss jetzt den Lagerbestand wieder aufstocken. Marcus: Hm krass, ja. Smartes System. Mega spannend die Welt und man trifft immer mehr von diesen Amazon Sellern. Ich glaube in Deutschland ist es noch recht überschaubar. International kommt’s mir gerade so vor, wenn ich in Coworking Spaces unterwegs bin, ist da gerade jeder zweite irgendwie involviert. Jetzt gerade auch eben, als wir Wasser geholt haben am Spender. Da ist glaube ich ein Pole, ein Deutscher und ein Ami, die zusammen auch Private Label irgendwas auf Amazon dann machen. Und da musste ich direkt an Dich denken. Bastian: Ja, in Amerika ist das halt echt krass ne? Da ist der Markt echt aktuell richtig am Brummen. Und deshalb verkaufe ich auch lieber in Deutschland. Zum einen ist es natürlich ein bisschen einfacher. Und es ist einfach nicht so extrem Competitive. Also der deutsche Markt hat einfach noch viel, viel mehr Potential, weil das ist ja wie mit allen Sachen. Deutschland hängt einfach Amerika immer so zwei, drei Jahre hinterher, sage ich mal. Und das ist einfach eine super Möglichkeit zum einen vom amerikanischen Markt zu lernen, aber sich da eben auch die Inspiration zu holen für zum Beispiel neue Produkte. Ich verkaufe aktuell zum Beispiel ein Produkt, dass es in Deutschland so noch gar nicht gab. Also es ist eine Variation eines ganz normalen Produkts, dass es auf Amazon gibt. Aber ich habe es halt in Amerika gesehen, dass es da voll der Topseller geworden ist und ja, das läuft jetzt super gut an. Marcus: Cool! Und wenn Du jetzt wie auch immer durch Deine Recherchen - da gibt es wahrscheinlich bestimmte Indikatoren, woran Du siehst, es könnte erfolgreich sein. Was könnte zum Beispiel so ein Indikator sein? Dass es noch nicht so viele Bewertungen gibt, oder es das Produkt schon gibt oder in Scheiße gibt und Du willst das in cool machen? Bastian: Ja, also cool machen ist sowieso schonmal ein guter Ansatz, aber ich finde … also mein Ansatz, den ich hauptsächlich verfolge ist, zunächst suche ich natürlich ein Produkt nach gewissen Kriterien aus ne? Es sollte nicht saisonal sein. Es sollte nichts elektronisches sein, weil bei Elektronik hat man ne längere Gewährleistung und da kann man einfach davon ausgehen, wenn ich irgendwie 1000 Stück von irgendeinem elektronischen Gerät bestelle, dann wird eins davon mindestens nicht funktionieren. Das ist einfach Murpheys Law oder so. Das ist einfach bei Elektronik der Fall. Dann sollte es nix Komplexes sein, nix dass auf dem Weg leicht kaputt gehen kann und da habe ich halt so eine gewisse Liste an Kriterien, die ich auch auf meinem Blog in der Amazon Artikelserie, die ich geschrieben habe mal ein bisschen erläutert habe. Marcus: Wie ist die URL von Deinem Blog? Bastian: officeflucht.de. Marcus: Genau., können wir gleich nochmal drauf eingehen. Bastian: Ja, und mein Ansatz ist dann, wenn ich mir die Competition angucke, also in der Regel findet man ja trotzdem fast jedes Produkt auf Amazon Deutschland. Vielleicht nicht in so vielen Variationen, wie auf dem amerikanischen Markt, aber man findet einfach hauptsächlich Produkte von Leuten, die so schon seit Jahren Online Handel betreiben, eigentlich über ihre eigene Plattform und Amazon nur als zusätzlichen Verkaufskanal nutzen. Und deshalb haben die sich nie wirklich damit auseinandergesetzt, wie man Amazon gut umsetzt. Und da ist mein Ansatz einfach mehr zu schauen, was kann ich da besser machen? Und Du hast da so viele Indikatoren, die es einem leicht machen, ein Produkt Listing zu verbessern. Zum Beispiel positive und negative Reviews. Weil was hat zum Beispiel dem vorherigen Kunden nicht gefallen. Warum haben die ne negative Review hinterlassen? War es einfach nur ein Mangel an Informationen, dass die Produktbeschreibung nicht ausreichend war und die irgendwas bekommen haben, von dem die dachten, dass es so sein würde oder was steht da sonst noch alles drin? Oder auch diese Fragensektion. Du hast auch vor den Bewertungen in jedem Produktlisting bei Amazon, wenn da Fragen gestellt worden sind, die unklar waren, dann hast Du da die Fragen und die Antworten. Den Dialog halt zwischen Käufer und Verkäufer. Und ich suche mir dann halt all die Informationen zusammen und packe die einfach direkt in mein eigenes Listig, damit da möglichst wenig Rückfragen überhaupt entstehen. Das ist zum einen natürlich super für den Kunden, weil Du ein viel informativeres Listing hast und das nimmt Dir hinterher im Umkehrschluss auch viel mehr Arbeit ab, in Sachen Kundensupport oder so, den Du sonst leisten müsstest, weil Du dann ja jedem einzeln schreiben würdest. Und das Ganze lässt sich eben auch noch ausweiten auf den Titel. Dass Du den Titel mit ein paar entsprechenden Keywords versiehst, dass Du tolle Fotos einstellst. Weil Fotos sind einfach mega wichtig im Online Handel. Weil wenn die Leute nicht in den Laden gehen, um sich das Live anzugucken, dann sollten die Fotos halt so real wie möglich sein. Die müssen ne gewisse Größe haben, damit die mit der Maus auch zoombar sind und all sowas. Und das machen unglaublich viele Verkäufer auf Amazon mega schlecht. Und dann natürlich der Hauptfaktor zum differenzieren von der Konkurrenz ist zum Beispiel auch der Prime Versand. Weil viele Leute, wie gesagt, die lange schon den Online Handel betreiben und ihr eigenes Lager haben, die haben sich mit dem FBA Programm zum Beispiel gar nicht auseinandergesetzt. Viele Leute denken: Erstens muss das ja mega teuer sein, wenn die einem all die Arbeit abnehmen. Erstens ist es das nicht. Aber die Leute haben dadurch, dass die das selber verschicken, kein Schildchen neben ihrem Produkt, dass es per Prime verschickt wird. Weil wenn die Sachen von mir direkt zu Amazon geschickt werden und direkt auch im Lager liegen, dann kann Amazon ja auch garantieren, weil die es halt direkt aus dem Regal nehmen können, dass die Sachen morgen vor der Tür liegen. Und das ist den Kunden einfach immer, immer wichtiger. Die Zahlen gerne zwei, drei Euro mehr, wenn die wissen, dass liegt morgen vor meiner Tür. Marcus: Absolut! Ich filtere auch immer nur nach Prime. Bastian: Ja, siehste? Das geht eben nur für Sachen, die auf Lager liegen. Und das ist dann bei mir halt eben der Fall. Marcus: Ja, echt krass. Und dieses Prime ist glaube ich auch gar nicht so teuer. Ich weiß gar nicht was ich da zahle, zwanzig, dreißig Euro pro Jahr und ich meine, wenn man viel bei Amazon bestellt, lohnt sich das so sehr. Weil Du hast es halt am nächsten Tag vor der Tür. Bastian: Ja, ich glaube, das ist ein Fuffy im Jahr, aber dennoch ne? Also 10 Sachen bestelle ich bestimmt im Jahr bei Amazon locker und da ist das Geld ja schon wieder raus ne? Marcus: Absolut und ich glaube, Du kannst sogar irgendwie mit Deinem Haushalt sharen. Irgendwie ist Feli da noch mit drin. Ich glaube sogar mein Bruder oder meine Mutter, obwohl die ganz woanders wohnen. Bastian: Ja genau, das stimmt auch, ja hast Du recht. Marcus: Ja, Du hast es mega, mega schnell raus. Du sagtest gerade unter Umständen muss man auch Kundensupport machen. Also der bleibt dann nach wie vor bei Dir liegen oder kann man das auch noch outsourcen? Bastian: Also, es kommen nur Fragen spezifisch zu dem Produkt bei Dir an. Also die Käufer haben schon die Möglichkeit Dir per Mail ne Frage zu stellen. Aber alles was mit Reklamationen und Rückfragen zur Sendung selber, zum Sendungsstatus und all sowas zu tun hat, das läuft alles über Amazon. Da musst Du rein gar nichts machen. Und ich habe bisher, ich glaube wirklich, ich mache das seit 7 Monaten intensiv und ich glaube, ich kann an zwei Händen maximal abzählen, wie oft mich ein Kunde angeschrieben hat. Marcus: Hm, und wie ist das, wenn Du jetzt ein neues Produkt ausfindig gemacht hast und sagst: Okay cool, hier anhand meiner Checkliste, das könnte passen, ich gebe dem mal… give it a shoot. Ich versuch’s jetzt mal. Hast Du da ein bestimmtes Budget, um das Risiko erstmal zu deckeln und sagst: Okay, ich gehe da jetzt mal mit 200/300 $ rein oder 500 $ und dann gucke ich, wie sich das abverkauft und kaufe es unter Umständen dann nach? Muss man dann direkt überlegen, kriege ich bessere Preise, wenn ich mehr auf einmal hole. Kann man das irgendwie so ein bisschen eingrenzen? Bastian: Man bekommt natürlich immer bessere Preise, wenn man mehr nimmt. Ich jongliere jetzt natürlich auch mit anderen Preisen, als zu dem Zeitpunkt, wo ich noch angefangen habe. Aber gehen wir jetzt einfach mal davon aus, dass man jetzt ganz frisch sich für das Thema interessiert und anfangen möchte. Also zunächst einmal braucht man natürlich ein bisschen Geld, um sich die Samples zukommen zu lassen. Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass so ein Sample, weiß ich nicht - 60 $ bis 80 $ kostet und man 5 davon bestellt, dann sind das ja quasi schon 450 $ Pi mal Daumen. Das Ding ist, man kann durchaus mit 500 € starten, wenn man jetzt darauf verzichten würde vorab viele teure Samples zu bestellen, denn es gibt ja verschiedenste Produktgruppen. Man kann auf jeden Fall bei Amazon Sachen für 15 $ oder 15 € verkaufen, die im Einkaufspreis vielleicht knapp nen Dollar kosten. Also es gibt da auf Alibaba über 400 Mio. verschiedene Produkte. (beide lachen) Das ist einfach krank. Man kann sich auf Alibaba so dermaßen verlieren. Also wenn ich auf Produktsuche bin, manchmal lasse ich mich da auch einfach nur fallen und stöbere mich durch die bescheuertsten Kategorien, einfach nur, um sich so ein bisschen inspirieren zu lassen. Marcus: Krass! Bastian: Und, wenn man dann meint ein Produkt gefunden zu haben, eben nach diesen gewissen Kriterien ausgewählt, kann man natürlich je nach Produktgruppe auch mit einem kleinen Budget starten. Ich persönlich finde, dass man so ungefähr mit 1000 bis 1500 Euro starten sollte, damit man auch direkt einige Units zum verschenken hat. Denn verschenken sollte man am Anfang einige Units im Gegenzug für positive Produktbewertungen. Denn in Deutschland ist es halt so, dass…. also ich weiß ja nicht, wie oft Du schon etwas positiiv bei Amazon bewertet hast. In der Regel, wenn man seine Sachen auspackt und man ist zufrieden, ja dann freut man sich halt ne, aber da gehen die wenigsten Leute zurück auf Amazon und schreiben eine positive Review. Das ist irgendwie in Deutschland so, dass man dann.... Marcus: Also nicht nur auf Amazon. Bastian: Ja genau, aber Deutschland, da gehste dann eher zurück und bewertest, wenn Du mit irgendwas nicht zufrieden bist. Und deshalb kann man sich in Deutschland von der Konkurrenz super gut abheben, indem man positive Reviews sammelt und das kann man dann eben dadurch machen, dass man sagt: Okay, ich generiere hier in meinem Seller Backend so einen Rabatt Code, müssen keine 100% sein, aber zum Beispiel einen Rabatt dafür, dass man Leuten dann anbietet, das Produkt zu “testen” und erwartet dann halt im Gegenzug ne tolle, ausführliche Review. Und dafür gibt es bei Facebook zum Beispiel verschiedenste Gruppen. So Amazon Produkttester Gruppen, in denen auch Kunden unterwegs sind, einfach nur mit dem Ziel eben Gratis regelmäßig irgendwelche Produkte abzugreifen. Und das ist so eine Win Win Situation eben für beide Seiten eigentlich ne? Und mein Ansatz ist zum Beispiel, also ich verkaufe sowohl im Küchendepartment als auch in der Haustiernische. Und je nachdem, was ich gerade für ein Produkt bewerbe, gehe ich dann für das Beispiel Haustier einen Hundeartikel, den ich erst letzte Woche gelaunched habe zum Beispiel… es gibt ja Online nicht nur bei Facebook haufenweise Hundeliebhaberforen und all sowas und Hundebesitzerforen. Und wenn man da jetzt eben so nen Post schaltet: Hey, ich habe hier ein neues Produkt am Start und hat nicht jemand Bock? Ich suche irgendwie 20 Leute oder 40 Leute, je nach dem, wie teuer das Produkt, daran entscheide ich dann, wieviele ich davon am Anfang auch weggebe. Da kommen die Leute natürlich angerannt in Scharen und man hat gar nicht soviel, wie man weggeben wollen würde. Also dieses Review-Sammeln, das ist mega simple und das ist echt noch so ein Knackpunkt, mit dem man sich da super von der Konkurrenz abheben kann und sehr sehr schnell auch mal auf der allerersten Seite landen kann, ne? Marcus: Krass! Bastian: Das ist echt eine coole Sache. Marcus: Super geiler Hack. Danke für’s Teilen hier auf dem Podcast! Bastian: Klar, Mann. Marcus: Das war mir jetzt auch noch nicht so bewusst. Und im besten Fall wählst Du dann noch ein Produkttester aus, der unter Umständen noch ein Video davon macht oder? Bastian: Also Bilder auf jeden Fall, Video muss es jetzt nicht sein. Ich möchte den Leuten das jetzt auch nicht unglaublich schwer machen, also da denke ich dann lieber darüber nach, ob ich selber einfach mal ein Video drehe für mein Produktlisting, das ich dann zusäzlich zu den Bildern schalte. Marcus: Okay, sind das dann die Leute, manchmal liest man in den Rezensionen unten “das ist ein Produkttester” oder “dieses Review kommt von einem Produkttester”? Bastian: Genau. Marcus: Also das schaltet Amazon dann automatisch, sobald Du irgendeinen Rabatt dahinterlegst? Bastian: Nee, die Bewerter sollen das eigentlich von sich aus dazu schreiben. Ich animiere die Leute nicht gezielt dazu, das noch dazuzuschreiben. (lacht) Es ist aber schon eigentlich von Amazon gewollt. Marcus: Ah und dann hauen die dann das Label dadrauf und diesen Vermerk? Bastian: Nee nee, Amazon macht das selber gar nicht. Marcus: Es gibt aber so nen… das habe ich schonmal irgendwo gesehen. Vielleicht haben sie es nicht mehr. Es gab mal so ne kleine Amazon Produkttestgruppe direkt von Amazon glaube ich. Darum habe ich mich gerade gewundert, ob die jetzt wirklich direkt von Amazon waren. Aber vielleicht haben die es auch wieder eingestellt oder wir recherchieren da noch mal. Bastian: Amazon selber macht das glaube ich nicht. Also die Leute nehmen dann für ihre Facebook-Gruppen und so, nehmen die natürlich ein Amazon Logo und so als Titelbild, aber Amazon selber bewirbt das so nicht. Also man kann halt verschiedene Rabatt Codes generieren und Amazon würde nicht direkt schnallen, dass die Leute das zum Beispiel von mir über irgendeine Facebook-Gruppe oder sowas bekommen haben. Im Endeffekt, wenn Du einen Rabattcode gibst, es könnte ja genauso gut sein, dass ein Artikel beschädigt beim Kunden angekommen ist. Der schreibt Dich an und dann sagst Du dem: Okay, hör mal zu, ich kann Dir einen Rabatt Code gewähren, dann kriegst Du den gleichen Artikel nochmal rabattiert. Insofern wäre das dann ja jetzt nicht alleine aufgrund des Rabatt Codes... Marcus: Nee, da macht das schon wieder keinen Sinn, was ich da gerade überlegt habe. Aber was es gibt, ist dieser verifizierter Käufer, ne? Bastian: Ja genau. Also verifizierte Käufer Reviews sind eben die Reviews von Leuten, die es auch wirklich gekauft haben. Da zählen allerdings auch trotzdem die Rabattkäufer mit hinzu. Nur, Du könntest jedes Produkt theoretisch auf Amazon bewerten. Nur wenn Du jetzt den Artikel selber gar nicht gekauft hast, dann wäre es kein verifiziertes Käuferreview. Du kannst aber auch dahergehen und theoretisch jetzt zum Beispiel das Mikro, dass Du jetzt benutzt für unser Interview, könntest Du auch auf die Amazon Seite gehen und das Produkt einfach bewerten. Marcus: Okay, und da ist der Gedanke hinter, es sind vielleicht Leute, die das Produkt haben, aber nicht bei Amazon gekauft haben und trotzdem gerne eine Review hinterlassen wollen. Bastian: Genau, genau. Warum auch immer? Marcus: Gibt’s dann nicht auch schon so negative SEO oder dass Du bei Konkurrenten hingehst und deren Produkte dann runterbewertest oder irgendwelche Klickworker das machen? Bastian: Nee, nee, also das nimmt auf jeden Fall Überhand. Das ist mir persönlich auch zum Glück noch nicht untergekommen, aber wenn ein Review offensichtlich nicht ganz rechtens ist, bzw. nicht mit Grund auf Deiner Seite landet, dann kannst Du Dich auch an den Support wenden und das beanstanden und dann entfernen die sowas auch. Marcus: Okay cool. Wie ist das, wenn Du jetzt ein neues Produkt dann aufnimmst in Deine Produktpalette oder in Deinen Amazon Sellers Account und dafür dann ein neues Branding brauchst, weil Du alles ja alles private labelst, richtig? Bastian: Hm ja? Marcus: Dahinter steckt doch auch richtig viel Kreativarbeit, was eigentlich Agenturen sonst machen für irgendwelche Unternehmen. Machst Du das alles selber? Wie entsteht dann so ne neue Marke oder ein neues Logo? Bastian: Also um ehrlich zu sein ist es ein total simpler Prozess, weil wenn ich jetzt sage, ich suche zum Beispiel die Nische Haustiere jetzt, nehmen wir das jetzt einfach mal, ich suche Produkte für die Nische Haustier, weil das ist eine super Nische. Die Produkte sind nicht komplex. Die sind nicht massig groß oder schwer, was natürlich auch für den Transport wichtig ist. Man zahlt ja für den Transport dann eben auch aus Asien hierhin und so. Deshalb ist Haustier zum Beispiel eine super Nische. Leute geben gerne Geld aus für ihre Haustiere. Dann versuche ich ein relatives neutrales Logo mir auszudenken. Also ich gestalte das nicht selber, aber ich gehe zum Beispiel auf Google und gehe dann in die Bildersuche und gebe einfach sowas banales wie Pet Logo ein. Und dann gucke ich, was so alles auftaucht, was mir gefällt und dann sammle ich mir so drei oder vier verschiedene Designs, die mir gefallen und dann schicke ich die alle vier meinem Designer und sage dem: Hör mal zu, das gefällt mir an dem gut, das gefällt mir an dem gut. Kredenz da mal irgendwie was schönes zusammen. Dann kriege ich ein paar Entwürfe zurück und dann suche ich mir ein fertiges Logo aus und um ehrlich zu sein, war es das eigentlich schon. Ich brande einfach nur dieses Private Label Produkt und mir geht es gar nicht darum, zumindest am Anfang nicht, eine riesengroße Marke aufzubauen, aus der jetzt wirklich ein Konzern wird, weil ich verkaufe diese Sachen eben nicht auf einer eigenen Website, sondern nur auf Amazon und da suchen die Leute in der Regel, wenn es jetzt nicht Kopfhörer oder ne Waschmaschine oder was weiß ich was ist. Es sind ja nur Produkte, die einen gewissen Zweck erfüllen. Wenn jetzt jemand nach ner Hundeleine sucht, dann ist ihm das relativ egal, was das für ne Marke ist, ne? Mir geht es viel mehr da drum, wenn sich zum Beispiel die Produkte untereinander kaum unterscheiden, dann geht es um die Darstellung des Produktes, wie ich eben schon gesagt habe. Wie das Listing aussieht, wie die Bilder aussehen und vielleicht eben auch, wie das Logo aussieht. Und deshalb ist mir wichtig, dass  mein Logo eben cool aussieht und dann stecke ich da halt in die Logoentwicklung ein bisschen Geld rein. So teuer ist das eine Logo dann eben auch nicht. Und es sollte halt möglichst neutral sein, weil Haustier eben auch eine große Nische ist. Wenn ich jetzt ein Hundelogo hätte, dann wäre es vielleicht nicht praktisch, wenn ich hinterher Katzenartikel verkaufe oder sowas. Und das gleiche gilt eben zum Beispiel auch für den Shopnamen. Also ich verkaufe jetzt wie gesagt Haustierartikel und Küchenartikel. Da kann ich jetzt schlecht irgendeinen Tiernamen für meinen Verkäufernamen nehmen oder sowas. Da kannst Du Dich am besten neutraler nennen. Marcus: Du kannst nicht mehrere Shops aufmachen, je nach Kategorie oder Nische? Bastian: Kannst Du theoretisch schon. Da musst Du allerdings Amazon genau darlegen, weshalb, wieso, weswegen und das liegt in deren Händen, ob die das dann bewilligen oder nicht. Habe ich bisher einfach noch gar nicht probiert. Vielleicht mache ich es in absehbarer Zeit mal. Wenn die Sortimente so enorm wachsen, dass ich es dann hinterher irgendwie zu komisch aussieht, wenn ich dann zwei verschiedene Nischen verkaufe oder so. Aber grundsätzlich kann man schon mehrere Shops eröffnen, mit deren Erlaubnis halt nur und wenn es aber auch ein bisschen komplex halt mit dem ganzen Auseinanderhalten der Umsätze für die Steuern und sowas. Ich habe bisher einfach alles unter einem Hut und habe da auch keine Probleme mit bisher. Marcus: Außerdem wird das Profil an sich ja auch schwächer. Also wenn da alle Reviews, die Du da jetzt auf dem einen Profil sammelst ist ja auch fetter. Bastian: Auf jeden Fall, genau! Marcus: Und die Bilder, machst Du die selber? Oder hast Du die auch outgesourced an jemanden, der das dann professionell aufnimmt. Bastian: Also es hängt vom Artikel ab. Manchmal haben die Hersteller schon super gute Artikelfotos, weil die promoten es ja auch. Bei Alibaba hast Du dann manchmal richtig professionell aussehende Produktfotos und dann fragst Du die Leute einfach: Hey, ist das in Ordnung, wenn ich die Bilder nutze? Könnt ihr mir die vielleicht nochmal in einer höheren Auflösung zukommen lassen? Und das ist meistens der Fall. Und dann nehme ich eben diese Bilder und lasse mir dann auch von meinem Designer wiederum einfach mein Logo so dadraufmorfen. Sodass es dann so aussieht, als ob ich die Fotos selber gemacht hätte. Andernfalls hatte ich jetzt zum Beispiel letztens ein Produktshooting mit dem Hund von Tim Chimoys Mutter. Die wohnt nämlich auch in Wuppertal Marcus: (lacht)  Ich habe gesehen, dass Du einen Hund in Wuppertal suchst, ey. Ich dachte schon, was geht’n da ab? Bastian: Ja, ich habe ja wie gesagt noch einen Wohnsitz in Deutschland und wenn ich dann auch in Deutschland bin, dann mache ich eben manche Sachen dafür auch selber. Und gerade bei so emotionalen Fotos, die jetzt eben mit Hunden oder generell jetzt mit Haustieren zu tun haben, da soll das dann eben auch nicht so steril wie ne reine Produktfotografie im Studio aussehen, sondern eben auch mal ein paar schöne, bunte, echte Fotos, ne? Und deshalb habe ich dann zum Beispiel jetzt so ein kleines Produktshooting eben mit besagtem Hund gemacht und dann lasse ich die Bilder eben vernünftig nochmal bearbeiten und sowas. Es gibt allerdings auch Anbieter in China, die professionelle Produktfotos machen. Da kannst Du dann theoretisch innerhalb Chinas eine Einheit Deines Produktes diesem Fotografen zukommen lassen. Der macht dann professionelle Fotos davon und schickt die Dir hinterher zu ne? Das ist auch möglich. Das ist zwar auch nicht ganz billig. Zwar wesentlich billiger, als wenn Du es in Deutschland machen lassen würdest, aber da zahlst Du dann halt schon ein bisschen was für Deine Fotos. Also ich kenne jemanden, der auch sich erfolgreich auf Amazon verkauft und der hat diesen Service erstmal genutzt und da ging es um einen Hygieneartikel und da hat der Fotograf dann tatsächlich, damit er das schön darstellen konnte vor nem stylischen Waschbecken und so, da hat der einfach innerhalb des Komplettpreises quasi angeboten, dass er in ein Hotel geht, ein Zimmer mietet und dann halt in diesem Zimmer, damit er das Badezimmer nutzen kann, ziemlich geile Fotos an dem Waschbecken machen konnte. Also die lehnen sich da schon echt aus dem Fenster, um alles mögliche zu machen, dass der Kunde auch zufrieden ist. Also es gibt da unglaubliche Möglichkeiten. Und es ist auch wirklich alles ortsunabhängig machbar. Das ist echt das krasseste daran. Marcus: Das ist cool. Das nenne ich mal Service-Gedanken. Das sehen wir hier in Asien auch an jeder Ecke. Und dann merkste erst wieder, Du bist nicht mehr in Deutschland. Richtig cool! Ey, das ist so spannend, Digger, das Thema. Ich glaube, ich könnte Stunden mit Dir darüber quatschen. Wir sind jetzt schon fett auf 45 Minuten, aber zwei, drei Fragen dazu habe ich noch. Ich hoffe, es ist genauso spannend für die Hörer, wie für mich. Geht’s Dir mittlerweile schon so, wenn Du dann so… Du hast ja voll den FBA Blick schon. Fast wie beim FBI nur FBA auf Amazon dann. Wenn Du andere Produkte siehst, erkennst Du dann direkt, kannst Du das mit Alibaba Händlern matchen oder denkst: Das habe ich doch schonmal gesehen und das ist auch ein FBA Seller und kennt man dann irgendwann so Sachen? Bastian: Na klar. Ja auf jeden Fall. Also zum einen kenne ich durch das Verkaufen auf Amazon durch ein paar Mastermind-Gruppen und so, eben auch einige deutsche Seller. Und irgendwie muss ich immer ein bisschen schmunzeln, wenn man dann sieht, dass das innerhalb der deutschen FBA Szene, sage ich mal, ganz ganz oft Produkte sich doppeln. Obwohl es 400 Mio. Produkte auf Alibaba gibt. Den Leuten fehlt so ein bisschen die Kreativität. Und das ist eben auch das Problem, dass zum Beispiel auch viele meiner Leser haben. Ich bin zwar der Meinung, dass ich das alles sehr detailliert dargestellt habe, aber trotzdem ist das, was den meisten Leuten am schwierigsten fällt. Ein Produkt zu bestimmen, dass funktionieren könnte, um das bei Amazon zu verkaufen und die haben halt irgendwie immer diese Panik, dass es vielleicht ein Schuss in den Ofen ist oder so und dass man dann sein Geld in den Sand setzt, aber das ist ja einfach in den seltensten Fällen der Fall, weil selbst wenn man ein Produkt jetzt nicht gut vermarktet oder das einfach nicht gut geht. Du hast es ja zu einem so günstigen Preis direkt beim Hersteller gekauft, dass der Preis eigentlich unschlagbar ist. Selbst, wenn Du es dann hinterher zum Selbstkostenpreis bei Amazon verscherbelst, kannst Du Dein Geld eigentlich kaum verlieren. Weil Du es eben zum Einkaufspreis immer wieder loswerden kannst. Und deshalb finde ich, ist es ganz ganz oft auch einfach ein mangelnder Mut, es einfach mal zu wagen ne? Da denkt man dann über zig verschiedene Tools nach, die man zur Verkaufsoptimierung oder so nutzen könnte. Und es gibt da eben so verschiedene Tracking Tools, die den Umsatz Deiner Konkurrenten zum Beispiel ausspucken können und sowas. Marcus: Ja, hau mal rein, aber das ist glaube ich ein absolut deutsches Phänomen so. Bastian: Ja, die trauen sich nicht. Marcus: Ja, mittlerweile stehen ja auch mehr oder weniger auf der anderen Seite und haben den Mut. Ich kann es aber noch nachvollziehen, als ich auch noch so unterwegs war. Man wird halt so diszipliniert so, durch den ganzen Bildungsweg und die Gesellschaft und was weiß ich, dass man Angst hat und dass man sich dann über versichert und am liebsten noch die Deutschen, wenn Du irgendwas Online verkaufen willst, brauchen 10000 Siegel, Money Back Garantie und am liebsten würden die wenn sie Unternehmer sind nur irgendwas starten, wo sie die 100 Tausend Millionste Garantie haben, dass das auch funktioniert. Bastian: Die gibt’s auch bei Amazon nicht. Marcus: Ja, die gibt’s halt bei Amazon nicht und ich glaube die brennenste Frage, die dann alle immer interessiert ist so, okay, der Basti ist erfolgreich als FBA. Was sind denn jetzt die Produkte und die würden es direkt nachbauen. Die würden genau das gleiche machen wie Du. Das ist so langweilig! Bastian: Das habe ich ja eben gesagt und deshalb, ich bin zwar oft danach gefragt worden, aber deshalb sage ich jedem auch jetzt nicht, wie mein Verkäufername ist, weil ich gerade dadurch, dass ich jetzt einen Blog habe, der auch viel gelesen wird, laufe ich ja besonders Gefahr, dass das passiert. Wenn das eben schon in so kleinen Mastermind Gruppen passiert ne? Und ich gebe auch eben privat Workshops zu der ganzen Thematik und greife auch gerne Leuten unter die Arme und die können mich auch gerne jetzt sowieso an alle Hörer, ihr könnt mir auch gerne schreiben, wenn ihr Fragen dazu habt. Und grundsätzlich versuche ich den Leuten so viel wie möglich mit auf den Weg zu geben, dass die mit der Zeit auch anfangen zu verstehen, was für Produkte Sinn machen und was für Produkte nicht, ne? Man hat da zwar gewisse Kriterien, aber manchmal ist es in letzter Instanz auch noch ein bisschen Bauchgefühl, das da eben mitspielt. Marcus: Absolut. Glaube ich auch. Bastian: Man muss einfach versuchen, sich von der Angst freizumachen, dass man jetzt all sein Geld in den Sand setzt. Weil wie gesagt, das ist einfach in der Regel nicht der Fall. Marcus: Ja, und dazu kommt ja als Unternehmer, wir haben ja auch schon ein paar Projekte gestartet, die einfach nicht funktioniert haben. Dann kann man das Risiko ja erstmal minimieren, dadurch dass man dann nicht Unmengen an Kosten erstmal generiert, sondern erstmal vielleicht einen kleinen Testballon fliegen lässt. Und zum anderen, selbst wenn es nicht funktioniert, ey fuck it, das war ne coole Zeit, das war ne coole Erfahrung und Du hast wieder ein Learning, was ein anderer vielleicht noch nicht hat und Du machst den Fehler nicht ein zweites Mal. Bastian: Ja, es gibt da so einen ganz coolen Begriff aus dem Amerikanischen, das nennt sich “Fail Forwards”, weil im Endeffekt so, Du scheiterst eben nach vorne. Marcus: Ja, absolut. Bastian: Dass Du aus jedem eben ein bisschen was mitnimmst. Marcus: Ja, und in den Staaten ist es auch so, dass es Startup Founder, die schon drei oder vier Startups gegen die Wand gefahren haben, die sind super begehrt bei Geldgebern oder bei Investoren, weil die wissen genau, der hat seine Lektion gelernt. Der macht jetzt die ganzen Fehler, die er jetzt schon gemacht hat, macht er nicht nochmal. Dafür hat der einen Haufen an Erfahrung und der will wieder. Der steht hier schon wieder da und dieses Mal ist die Idee richtig geil und wir haben das jetzt getracked und der kriegt jetzt die Kohle. Bastian: Das ist echt so viel geiler. Also ich meine hier kriegst Du dann hinterher nach zwei gescheiterten Existenzen oder so, kriegst Du keinen Dispo Kredit mehr oder so. Ja, das ist einfach ein ganz anderes Mindset. Marcus: Ja total. Wie viel Commission musst Du an Amazon abgeben, wenn die das komplette Fulfillment für Dich machen? Bastian: Also für den Verkauf selbst, unabhängig von den Fulfillments zahlt man 15%. Klingt vielleicht viel, aber wenn man jetzt einen ganz eigenen Shop hat und den ganzen Traffic generieren müsste, den man auf Amazon bekommt, kommt man mit 15% lange nicht hin und die FBA Gebühren, die berechnen sich anhand der Größe und des Gewichts der jeweiligen Produkte. Und der Durchschnittspreis meiner Produkte pro Monat liegt so zwischen 0,03 Euro bis 0,06 Euro Lagergebühren im Monat, also das sind Peanuts. Marcus: Hm okay und dadurch, das hatte ich ja vorhin schonmal gefragt, was macht Amazon eigentlich, wenn da so ein Typ ist, der haut denen das ganze Lager voll, aber verkauft nichts davon und dann liegen da 100.000 Einheiten rum? Klar, die lassen sich das natürlich bezahlen dann pro Einheit. Bastian: Ja klar. Die lassen sich das bezahlen, aber wenn es sich jetzt nicht gut verkauft, dann kannst Du Dir die Sachen auch jederzeit zurückschicken lassen. Marcus: Ah stimmt, hm cool. Bastian: Also, wenn ich jetzt zum Beispiel 500 Einheiten von etwas verkaufe, wo ich glaube, dass ich da ein paar Monate brauche, um die 500 Einheiten zu verkaufen, dann schicke ich eben erstmal nur 200 zu Amazon und den Rest dann zum Beispiel zu mir in den Keller oder so. Marcus: Okay oder irgendwann mietest Du Dir irgendwo was an. Bastian: Ja oder so. Also grundsätzlich ist das natürlich bescheuert, wenn man jetzt weiß das ist jetzt ein Artikel, der nicht so eine große Verkaufsfrequenz hat, haufenweise Einheiten da zu Amazon zu schicken, weil es sind natürlich schon Kosten, die da wachsen. Gerade wenn man jetzt sehr sehr viele da hat, auch Kleinvieh macht Mist, ne? Egal ob das drei oder sechs Cent sind. Wenn Du jetzt 1000 Einheiten da liegen hast, dann ist das trotzdem Holz. Marcus: Ja, absolut. Und wie viele neue Produkte… ich kann mir ja auch vorstellen, das kann irgendwie süchtig machen oder? Dieses ganze FBA Thema. Ich finde es ja schon super faszinierend... Bastian: Ich habe aktuell gar nicht den Cashflow, den ich bräuchte, um alles mögliche zu kaufen. Also andere Leute haben Probleme irgendwie auf Produkte zu kommen. Und ich habe die Probleme, dadurch dass mein Geld, mein Kapital, gebunden ist an die Sachen, die ich im Vorfeld dann eben kaufe. Also ich kaufe ja quasi auf Lager in Vorkasse. Und dann ist eben das Kapital manchmal gebunden, solange bis sich die Sachen verkaufen und insbesondere brauchst Du auch immer ein bisschen Rücklage, um, wenn der Bestand sich dem Ende zuneigt, eben auch wieder eine größere Bestellung tätigen zu können. Und ich kann einfach aktuell gar nicht alles ins Sortiment nehmen, was ich gerne ins Sortiment nehmen würde. Das macht echt ein bisschen süchtig. Du stöberst dann und denkst Dir: Boah, das ist auch ne geile Idee und… Die Liste ist echt mega lang. Marcus: Oder ist das auch so innerhalb der FBA Szene oder bei euch in den Masterminds so, dann: Ey das ist der heiße Scheiß, wir müssen alle Tischtennisplatten verkaufen und jetzt müssen wir alle Pfannenwender verkaufen und jetzt Kugelschreiber oder so. Bastian: Ja so die ganzen Masterminds sind schon ziemlich cool. Die Leute sind alle völlig abgedreht und alle sind einfach so Hals über Kopf in diesem Amazon Business drin. Sobald sie einmal realisiert habe: Ey scheiße, das funktioniert wirklich, ne? Und die können das einfach alle gar nicht glauben, dass es so simpel sein kann und dann redet man zwar über allerlei, aber über die Produkte, die die Leute wirklich selber so verkaufen, da sind die Leute dann doch immer ein bisschen empfindlich. Also das ist mehr so ein Running Gag, wenn Du jemanden fragst, was er eigentlich verkauft. Weil Du dann eben weißt, dass da keine detaillierte Antwort kommt. Die sagen dann immer: Ja ich kaufe in der und der Nische und so. Ich meine, mache ich ja auch ne? Aber das liegt eben daran, dass Du eben nicht möchtest, dass das wie in Amerika zum Beispiel super schnell kopiert wird. Ich habe ja eben gesagt, der Markt der ist da viel viel stärker bzw. viel mehr Competetive und das Problem ist, dass in Amerika auch viel mehr Leute unterwegs sind, die wahnsinnig finanzkräftig ne. Selbst Amazon Verkäufer haben oft Investoren hinter sich. Die sagen: Okay, Du kennst Dich mit dem Markt aus. Wenn Du jetzt ein Produkt hast, das gut läuft, dann pumpe ich Dir Geld auf’s Konto und Du kaufst da keine Ahnung wie viele Tausend Stück von. Und wenn da jetzt jemand sieht, Du hast da zum Beispiel ein Produkt, das läuft super gut an, aber da gibt es nur so und so viele Einheiten von auf Lager offensichtlich, dann machen wir das gleiche eben, kaufen aber stattdessen 20.000 Stück und unterbieten in dem Preis ne? Und das ist einfach in Amerika Gang und Gebe. Die sitzen da wie die Aasgeier auf der Stange und ich finde, der deutsche Markt, der hat noch so krass viel Potential. Also da kann man mindestens in den nächsten fünf Jahren richtig, richtig was reißen. Und ich wollte das Ganze einfach in erster Linie Publik machen, weil ich es schade finde, dass das Digitale Nomadentum für viele Leute vermeintlich nicht umsetzbar ist, weil am meisten wird ja transportiert dieser Gedanke, dass man einen digitalen Beruf irgendwie erlernt haben muss ne? Dass Du als Freelancer anfängst, wenn Du nichts anderes onlinemäßig kannst und so. Und viele Leute, die sind einfach nicht so technisch versiert. Ich selber bin auch nicht sonderlich technisch versiert. Ich habe einmal meinen Blog mit Wordpress mit Ach und Krach in den letzten drei Monaten mit viel Arbeit, um mich da reinzufuchsen, irgendwie aufgesetzt und viel mehr habe ich technisch jetzt auch nicht auf dem Kasten. Marcus: Dafür sieht der sehr geil aus. Bastian: Ja dankeschön, danke! Ich wusste einfach, wie es ungefähr aussehen soll. Was mir gefällt und dann hat sich das dann einfach so ein bisschen im Prozess des Gestaltens so ergeben. Ich habe einfach darauf Wert gelegt, dass ich ein Premium Theme nehme, was so meinen Ansprüchen ausreicht. Und das war eigentlich am Anfang voll der Fehler, weil so ein Premium Theme mit so vielen Fähigkeiten, hat einfach viel viel mehr an Möglichkeiten, die Du alle noch gar nicht schnallst, weil Du ja auch noch nichtmal Wordpress schnallst. Deshalb, das war auf jeden Fall ein bisschen kontraproduktiv, aber mit dem Endprodukt bin ich auf jeden Fall sehr zufrieden. Aber grundsätzlich nochmal zurück zu dem Gedanken, dass Amazon einfach für jedermann umsetzbar ist. Ich wollte damit einfach den Leuten einräumen, dass Du nicht was Technisches gelernt haben musst oder super im Programmieren oder sonstwas sein musst, um diesen Lifestyle zu leben ne. Weil das wäre einfach wahnsinnig schade, wenn das so vielen Leuten vorenthalten bleibt. Und so hast Du jetzt quasi mit Online-Handel über Amazon oder auch über ein paar andere Sachen, wie die über die ich schreibe, die Möglichkeit das eben auch ortsunabhängig zu gestalten und eben auch auf Achse zu sein und Du sagst ja selber, dass Du mittlerweile aus dem englischsprachigen Raum auch mehrere Leute kennst, die das eben genauso machen. Marcus: Hm, total viele. Immer mehr Trader und FBA Leute. Wobei die FBA Leute fast noch mehr sind, auf jeden Fall. Bastian: Ja und Shopify und so. Das ist auch ein bisschen stark vertreten in den USA zumindest. Marcus: Ja, das kommt. Also man merkt so, dass innerhalb der Szene wieder ganz neue Berufe oder ganz neue Mittel und Wege entstehen, um dann ortsunabhängig sein Geld zu verdienen. Jetzt gibt es auch immer mehr Udemy Kurse, Publishers und schlag mich tot. Also es sind nicht mehr nur noch Decoder, Programmierer, Designer, was Du eben sagtest, wo dann die Leute denken, okay, kann ich nicht, kann ich nicht, kann ich nicht. Scheiße, ich kann kein Digitaler Nomade mehr werden. Bastian: Ja genau! Und das ist echt ein wunderschöner Wandel und auch ein sehr sehr schneller Wandel und ich bin mega gespannt, wie es vielleicht in einem Jahr aussieht. Also bei mir hat sich im letzten halben Jahr so extrem krass viel getan. Ich meine, Du hast es ja selber ein bisschen mitverfolgt. Der Blog zum Beispiel, der ist ja auch gerade ein halbes Jahr alt und ich kann jetzt noch nichtmal sagen, ob ich in einem Jahr überhaupt noch Amazon mache oder so. Ich glaube zwar, dass es in einem Jahr noch viel viel besser laufen wird. Aber wer weiß, alles wandelt sich so schnell. Vielleicht hast Du plötzlich die Möglichkeit in so ein richtig geiles Startup zu investieren oder sowas oder verbreiten sich, wenn man so in diesem Digitalen Nomadensaft steht, sage ich mal, kriegst Du soviel mit. Und das ist einfach unglaublich viel wert. Also Du erweiterst ständig Deinen eigenen Horizont und lernst neue Sachen kennen und das finde ich mega spannend. Marcus: Das ist der Wahnsinn. Also gestern, als ich dann durch Chiang Mai gelaufen bin und dann hier die ganzen Freaks gesehen habe, die Digitalen Nomaden und wie smart die alle sind und was jeder so macht und dann dachte ich, eigentlich ist ja hier so diese Digitalen Nomadenwelt, in der wir jetzt auch drin sind, wie Disneyland für Unternehmer. Bastian: Ja, wir hatten auf Bali ein Mädchen zu Besuch in der Workation, die irgendwie eine Masterarbeit schreibt über das Thema Digitales Nomadentum. Ich weiß nicht mehr genau, was sie studiert, irgendwas mit Social Studies und haste nicht gesehen. Und die konnte das alles gar nicht glauben. Als sie dann in die Villa kam und wir saßen da alle mit unseren Laptops und hatten uns ein paar Bierchen auf den Tisch gestellt und ganz entspannt alle super produktiv gearbeitet. Die meinte dann, das ist ja wie Ferienlager für Erwachsene. (beide lachen) Marcus: Ja, oder was wir auch für krasse, krasse Rückmeldungen nach der DNX kriegen so, dass die Leute einfach nur dankbar sind und sagen: Ey wusste es nicht, ich wusste es wirklich nicht, dass es so ne Welt gibt und einfach so on Fire sind, dass viele wirklich über sich hinaus wachsen, um diesen Lifestyle dann realisieren zu können. Bastian: Ja, das ist echt krass. Und es gibt einem auch wahnsinnig viel zurück. Ihr kennt das ja selber von der DNX, aber auch was ich zum Beispiel so an Lesermails bekomme, ne? Marcus: Ja. Bastian: Gerade, wenn man selber vorher ziemlich viel Kritik dafür geerntet hat, dass man so einen Weg einschlägt, der ja am Anfang irgendwie so als Hirngespinnst abgestempelt wird oder so. Und wenn Du dann zum Beispiel Mails bekommst von Eltern, die Dir sagen, dass die ihrem Sohn, der nicht weiß ob oder was er studieren soll, Deine Seite empfohlen haben, ne? Und ich meine, ist ja klar, worum es bei der Seite geht. Die heißt halt Officeflucht, das ist einfach ein super geiles Gefühl. Marcus: Ja, das ist der Hammer. Da haben wir heute auch noch ne Rückmeldung gekriegt international von jemandem. Die war auf der DNX GLOBAL und ist jetzt voll mit ihrer ältesten Tochter dran, zusammen irgendwie ein Online Business aufzubauen und ist sie gerade voll am Überzeugen, ja. Das ist ja der Hammer so, was Du da alles für Leute inspirierst und was das für Wellen schlägt. Weil eigentlich ist es ja so, dass die Eltern sagen: Ey, mach was vernünftiges und mach nen guten Abschluss, geh zur Uni, blabla, was wir auch alle vorgesagt bekommen haben und dass jetzt selbst dann so die Eltern schon erkennen und offen dafür sind und sagen: Ey weißte, eigentlich ist es cool. Ich habe das jetzt mal ein bisschen reflektiert. Ich kenne diese “alte Welt”, sehe diese krassen aufgehenden Digitalen Nomaden, geh doch mal zur Konferenz, schreib doch mal Marcus und Feli und triff Dich mit denen oder so. Bastian: Ja, das ist echt unglaublich toll. Da bleibt mir auch manchmal echt die Spucke weg. Naja, aber es ist einfach toll, das viele Eltern eben auch so am Puls der Zeit sind oder zumindest offen für solche Veränderungen, weil jetzt wo ich öfters als Speaker eingeladen worden bin oder eben auch die Workshops gebe und Leute, die meine Leser sind zu Workations kommen. Und ich meinen Eltern dann erkläre, wie das alles funktioniert. Dass die Leute halt wirklich hierhin kommen, um mit mir hier gemeinsam dann zu wohnen. Jetzt langsam nehmen die das auch ein bisschen für bare Münze und zeigen auch ein bisschen mehr Interesse als am Anfang. Und das ist natürlich auch eine tolle Entwicklung. Marcus: Ja, das ist dann schon schön, ne? Weil am Anfang, vielleicht meinen die es auch gar nicht so ernst, aber die können es einfach nicht greifen und selbst meine Mutter hatte irgendwie Probleme, überhaupt akzeptieren können, dass Arbeit Spaß machen kann oder was cooles ist und wofür man brennt. Die kennen das von früher so, dass Arbeit muss weh tun, das ist scheiße und dafür kriegste ja Dein Geld. Also dieses Du tauscht Deinen Schmerz ein gegen so ein bisschen Kompensation. Und das war so schwer zu begreifen dann für meine Mutter, dass Du coole Sachen machen kannst und dafür noch Geld kriegst. Bastian: Naja, ich erinnere mich auch noch an einen Besuch bei der Berufsberatung nach der Schule bzw. irgendwie in der 12. Klasse oder so. Da ging’s dann halt zum BIZ hier zum Berufsinformationszentrum und ich hatte null Peilung, was ich machen wollte. Und dann hat die mich halt gefragt so nach meinen Interessen und dies und das. Und dann habe ich halt gesagt, ich möchte irgendetwas machen, was mir auch Spaß macht. Und dann sagt die ganz, mit so ner total versteinerten Mine “Spaß ist out. Man lebt um zu arbeiten”. Marcus: (lacht laut) Bastian: Das war einfach sowas von bezeichnend, weil die auch genau so aussah. Spaß ist out! Marcus: Ja, scheiße, scheiße, scheiße. Ja, erzähl mal. Du hast ja gerade gesagt, bei Dir ist es ziemlich krass abgegangen in den letzten paar Monaten. Vielleicht erzählst Du mal von Anfang 2015 bis jetzt haben wir November, was da alles passiert ist. Vielleicht um mal zu zeigen, was alles möglich sein kann. Ich meine, die meisten kennen wahrscheinlich unsere wilde Achterbahnfahrt von Feli und mir innerhalb von zwei Jahren. Einmal zum Mond und zurück, aber bei Dir ging es glaube ich gefühlt fast noch schneller. Bastian: Ja schneller würde ich jetzt nicht unbedingt sagen, aber also wie gesagt, mein Blog, der ist jetzt ein halbes Jahr alt. Ich war exakt an meinem 30. Geburtstag auf einem Mastermind-Date vom Tim Chimoy. Der hat in Köln so ein Event veranstaltet. Wir waren acht Leute und jeder konnte halt so seine Idee pitchen und da haben wir das so im Laufe des Tages eben validiert oder eben in der Gruppe auch diskutiert, was wir an den Ansätzen gut finden und was nicht und so. Und das hat schon gut was gebracht. Marcus: Wie bist Du eigentlich auf den Blog von Tim gekommen oder überhaupt das erste Mal, was war so der Touchpoint mit Digitalen Nomaden? Bastian: Also wie es bei den meisten wahrscheinlich so ist, die überhaupt keinen Plan haben, was sie machen wollen und mega unzufrieden sind, mit dem was sie gemacht haben. Also ich bin gelernter Hotelfachmann. Ich habe auch in Düsseldorf, Du kommst ja aus Düsseldorf, auf der Kö im InterContinental meine Hotelfachausbildung gemacht und das ist einfach so ein komplettes Paralleluniversum, ne? Da gibst Du dann echt bei Dienstbeginn dann so Deine Würde an der Tür ab, habe ich so den Eindruck und verdienst mega schlecht, arbeitest unglaublich viel und das ging dann einfach irgendwann nicht mehr weiter. Ich hatte da einfach keinen Bock drauf. Das habe ich von Anfang an gemerkt. Schon eigentlich nach drei Monaten, habe ich schon drüber nachgedacht, die Ausbildung zu schmeißen. Und wie das dann eben so ist. Wenn Du total entnervt Zuhause sitzt mit dem Laptop und so, dann googlest Du echt so einen Schwachsinn, wie “Wie werde ich Millionär”? oder irgendwie sowas. Und dann kommste echt so von Hölzchen auf Stöckchen. Du liest erstmal tatsächlich so Investorenforen für Börsengedöns und all sowas ne? Und ja, wie gesagt, man kommt echt von einem aufs andere und dann hatte irgendjemand in so nem Finanzforum tatsächlich die 4 Stundenwoche, wie das bei den meisten halt so ist, die 4 Stundenwoche halt empfohlen. Dann habe ich die gelesen und da war ich einfach völlig umgehauen. Ich meine, mir war klar, dass jetzt nicht alles 1 zu 1 umsetzbar ist. Also das wird ja auch oft angeprangert, dass Tim Ferris damit so ein bisschen… Ja, viele Leute sagen, das ist ja nicht wirklich alles 1 zu 1 umsetzbar, aber die vergessen dabei, dass deren Ausgangsposition auch nicht die ist, die Tim Ferris da schon hatte. Der hat schon irgendwie 60.000 Dollar im Monat mit seinem Supplement Shop verdient. Grundsätzlich einfach die Ansätze, die Denkanstöße, die der gegeben hat, das hat für mich alles auf den Kopf gestellt. Und wenn Du dann einfach weiter so ein bisschen seinen Blog verfolgt hast und da wieder andere Leute empfohlen werden und all sowas. Also ich kam eigentlich erstmal so über die amerikanische Szene dann hinterher zur Deutschen. Und dann war Earthcity und der Blog von Conni auch, das waren so die erste, die ich gefunden habe. Und dann ging es halt immer weiter ne? Als ich dann das erste Mal von der DNX gelesen habe, das war dann auch im Mai, das war ja die erste wo ich war. Da war ich einfach total weggeblasen. Dass es überhaupt in Deutschland schon so eine Community gibt. Wenn die auch noch relativ klein ist. Ja und dann bin ich zu diesem Mastermind Date von Tim Chimoy von Earthcity gegangen und wollte einfach erstmal für die Idee… meine reine Idee war eigentlich noch gar nicht so stark diese Amazon Geschichte, sondern auch ein Digitaler Nomadenblog. Und da sagte der Tim dann auch erstmal: Huey, ein neuer Digitaler Nomadenblog. Haben wir noch gar nicht ne? Und als ich denen ein bisschen mehr erzählt habe, in welche Richtung das gehen soll, da fand er das auch ziemlich cool. Und als der Blog gelaunched ist, ein paar Tage vor der DNX im Mai, ich habe ja zum 1. Mai gelaunched, er hatte das Ganze dann auch gepushed mit nem ziemlich coolen Post den er gemacht hat, und ich habe eben direkt so ein paar Leute gehabt, die einen coolen Post rausgehauen haben, auch der Sebastian Canaves hatte einen Beitrag von mir reposted und all sowas. Und das war dann echt so, dass innerhalb dieser einen Woche Launch ich dann die Woche darauf auf der DNX teilweise schon angesprochen worden bin: Hey, Du bist doch der Basti von Officeflucht. Und das war einfach mega krass. Und ja, ein bisschen genetworked und all sowas und dann einfach Vollgas. Marcus: Geiles Branding muss ich sagen. Du hast auch einen hohen Wiedererkennungswert mit Deiner ganzen Optik und dem Design und dann noch ein cooles Logo dazu und irgendwie der Begriff passt ja auch wie Arsch auf Eimer. Man weiß worum es geht, Officeflucht. Also das hast Du echt gut hingekriegt. Bastian: Dabei ist das eigentlich gar nicht so eine komplexe Sache gewesen. Es ist ja eigentlich hauptsächlich Wiedererkennungswert durch einen roten Filter, der über den meisten Bildern liegt, ne? Eigentlich ist es echt keine große Nummer, aber es hat auf jeden Fall Wiedererkennungswert und ich bin auch sehr froh, dass ich mir die Zeit genommen habe, drei Monate daran zu arbeiten, bis es dann ne runde Sache war für mich selbst auch. Es gibt ja auch viele Leute, die sagen: Einfach raus damit. Launch erstmal und dann optimieren kann man auf dem Weg. Aber wenn man dann erstmal anfängt zu arbeiten. Also jetzt auch wirklich dann Beiträge zu verfassen und all sowas. Du hast hinterher irgendwie so viel zu tun, dass Du dann hinterher nicht mehr so die Ruhe hast, das nochmal anzugehen. Und so gibt’s ja haufenweise Blogs, die dann irgendwie drei Jahre lang so aussehen, wie in der Ausgangsposition bis die Leute dann irgendwann sagen, Okay, jetzt muss ich einfach mal relaunchen, weil es einfach nicht mehr dem entspricht, was ich wollte. Und ich glaube, dass ich relativ lange jetzt mit dem Design, so wie es ist, zufrieden sein kann. Und das ist auch glaube ich ein Hauptgrund dafür, dass Officeflucht dann so gut gestartet ist und auch viel gelesen wird. Weil die Leute sich ja auf dem Blog aufgrund der Optik auch wohlfühlen. Marcus: Hm, absolut. Glaube ich auch. Okay, Du warst gerade bei der DNX, wo Dich dann die ersten Leute angesprochen haben. Das war im Mai, ich glaube da waren wir noch im Babylon, genau, mit 500 Leuten. Bastian: Genau richtig. Ja achso genau, zurück zum Mastermind Day im Februar. Also ich habe ja erzählt, das war genau an meinem 30. Geburtstag. Die Leute haben mich gefragt: Wie Du bist an Deinem Geburtstag hier und so. Aber für mich war das dann echt so eine Sache. Ich bin jetzt 30. Das war für mich so eine Zahl, wo ich dann einfach mir selbst gesagt habe: So, jetzt aber richtig. Ich habe vorher so viele Sachen irgendwie ausprobiert und mal hier … ich habe ja zwei Mal studiert, beide Studiengänge geschmissen und so. Einfach mal wirklich zu sagen: So, jetzt bist Du 30. Das ist es jetzt. Das ist das was Du machen willst. Und da auch alles reinzuhängen und dann habe ich dem Tim gesagt, als er mich gefragt hat, wo ich denn damit hinmöchte. So was mein nächstes primäres Ziel ist. Und da habe ich dann gesagt: Ich möchte mal irgendwann auf der DNX nen Workshop geben. Und das war es dann eben auch, dass ich versucht habe, mich in der Szene eben besonders zu vernetzen und auch der Hauptgrund dafür, dass ich dann zum Beispiel auf so ne Workation hier nach Bali und sowas mitgefahren bin. Um eben auch so ein bisschen den Fuß in die Tür zu kriegen, sage ich mal. Deshalb, ich finde so Networking Events mega wichtig. Wenn ich mich jetzt nicht mit Sebastian Kuehn und mit Tim Chimoy und anderen namenhaften Leuten aus der Szene connected hätte, dann wäre es auf keinen Fall so schnell gewachsen. Weil wir sind eben auch Meinungsmacher. Und wenn die sagen, okay, die finden das cool, dann gucken sich andere Leute das eben auch überhaupt erst an. Und das finde ich, ist ein unglaublich wichtiger Aspekt. Und ja, dann habe ich eigentlich in der Zeit bis zur kommenden DNX hauptsächlich eben an Officeflucht und an meinem Amazon Business gearbeitet und hatte dann ja jetzt die Möglichkeit auf der letzten DNX nen Workshop zu geben. Und da war ich unglaublich nervös, weil das dann eben so greifbar das Ziel. Als ich das im Februar gesagt habe, da habe ich einfach noch nicht geglaubt, dass es dann so schnell passiert. Das war ja jetzt fünf Monate später und das war dann echt so ein Etappenziel. Ich habe wirklich drei Tage vorher nicht geschlaten. (beide lachen) Und der Workshop, der ging ja nur 45 Minuten eigentlich und ich fand es sowieso schon schwer so die Amazon Thematik in 45 Minuten zu packen. Ich meine, guck mal jetzt, wir reden ja schon über eine Stunde hier. Marcus: Ja krass! Bastian: Und ja, ich habe dann einfach die letzten Tage ständig noch an der Präsentation gesessen und irgendwas versucht zu optimieren, was eigentlich schon in Ordnung war und so. Als es dann vorbei, also kaum war ich auf der Bühne war ich echt super, super entspannt und dann … also ich habe super Feedback bekommen. Das hat total Spaß gemacht und dann habe ich auch echt so ein bisschen Blut geleckt. Und das obwohl ich bei der Keynote vom Fabian Dittrich nicht dabei war und alle haben mir dann erzählt, wie toll das war. Weil ich bin nebenan noch in den Raum gegangen und habe mir nochmal meine ganzen Notizen durchgeguckt und sowas. Da habe ich mich im Nachhinein ein bisschen geärgert. Naja, aber der Workshop ist super toll gelaufen und das war ne super geile Erfahrung und dann kam ja direkt die Woche danach das Entrepreneurship Summit. Da war ich dann mit dem Ben Paul zum Thema ortsunabhängiges Arbeiten. Also Online Entrepreneurship, ortsunabhängiges Arbeiten. Und das war ja auch noch mal ne ganz andere Hausnummer. Das ist ne ziemlich große Veranstaltung, 1500 Leute sind da. Das war an der freien Universität Berlin. Und da habe ich echt erstmal überlegt, also Du hast mich ja vorgeschlagen und hast mich ja gefragt, ob ich das machen möchte. Und da habe ich erstmal einen Moment gezögert, weil als ich mir das Youtube Video vom Vorjahr angeguckt habe, da ist mir echt erstmal so die Spucke weggeblieben, weil das einfach nach so einer enormen Veranstaltung aussieht, ne? Da stehen Leute auf der Bühne, die wirklich die Welt verändern mit ihren Ideen. Und dann kommt da eben hier der Bastian von Officeflucht und erzählt ein bisschen: Hey, ich verkaufe Online bei Amazon, ne? Da kommt Dir das so surreal vor, warum Du überhaupt da vorne stehst und die Leute Dir zuhören, ne? Aber das krasse war einfach, dass auch da das Feedback enorm war. Also mich haben nach dem Vortrag locker 40 Leute noch über ne Stunde in der Lobby belagert, weil die alle wissen wollten, wie das alles funktioniert. Also ich habe mir da insgesamt… also  die Show auf der Bühne, die ging ja eine Stunde. Und dann hinterher habe ich mir nochmal eine Stunde oder anderthalb in der Lobby Zeit genommen für die Leute. Und da waren halt wirklich so 40 Leute ungefähr dabei. Und das krasse war einfach, also die Leute sind glaube ich alle auf mich zugekommen, weil das im Vergleich zu den Keynote Speakern, die zwar super inspirierend sind, aber irgendwie in einem ganz anderen Universum unterwegs sind. Dahingegen ist die Amazon Geschichte eben für jeden greifbar. Marcus: Ja absolut. Bastian: Und das hat das eben so interessant gemacht für viele Leute und da habe ich eben auch schon viele Anfragen bekommen jetzt für Workshops. Und ich denke, ich werde jetzt Anfang des Jahres, wenn wir aus Brasilien zurück sind - also ich werde nicht so lange in Brasilien bleiben. Dann werde ich so ab Januar/Februar auch anfangen so Amazon Mastermind Days quasi zu veranstalten. Marcus: Hm cool! Macht auf jeden Fall Sinn. Ja ich find’s auf jeden Fall ein geiles Zeichen von dieser fetten Veranstaltung vom Entrepreneurship Summit, das ja ne mega Reputation hat, weil die ja unter der Schirmherrschaft von dem Günter Faltin veranstaltet wird, der das geile Buch Kopf schlägt Kapital veröffentlicht hat. Und die haben das erste Mal glaube ich im letzten Jahr sind die auf uns zugekommen und haben gesagt: Ey da passiert irgendwie was. So Lifestyle Entrepreneurship hieß glaube ich das Pannel, wozu die uns dann angesprochen haben und haben gesagt, dass würden wir gerne mit ins Programm nehmen. Und das sind so irgendwie auch dann schon in gewisser Weise, auch wenn das alles noch sehr lange dauert, bis wir irgendwo in der Mitte der Gesellschaft vielleicht mal ankommen werden. Die Firstmover, die gesagt haben: Ey, wir laden euch ein, wir nehmen euch mit in unseren Kreis. Und kriege heute immernoch Feedback von unserem ersten Talk, den wir da vor einem Jahr, letztes Jahr im Oktober, gemacht haben und gesagt haben: Ey, ihr habt uns echt erreicht, getouched, ich habe was geändert. Seitdem verfolge ich euch, war jetzt auf der DNX und bei euch schien das ja jetzt genauso abgegangen zu sein. Bastian: Ja total. Weil die DNX ist halt speziell für Digitale Nomaden und deshalb ist sie bei vielen Gründern einfach noch total unter’m Radar. Und wenn Du jetzt beim Entrepreneurship Summit bist, wo wahnsinnig viele Unternehmer so im klassischen Sinne am Start sind und die hören sich dann, weil die einfach mal sich da in diese Sitzung reinsetzen, das sind ja verschiedene Events parallel auch. Wir waren natürlich auch direkt im Audimax, weil die sich wahrscheinlich gedacht haben: Hey, das ist ein spannendes Thema und das wird sicherlich viele Leute interessieren und es war auch gut besucht und ich fand es einfach krass, dass wir uns da zu zweit da ins Audimax stellen, wenn andere Leute eben echt so gestandene Unternehmer sind. Aber man merkt da einfach, dass dieser Wandel in der Stimmung oder bzw. in der Auffassung von Entrepreneurship schon durchaus da ist. Ich habe jetzt zum Beispiel relativ viel mit einem der Zuhörer aus dem Publikum im Nachfeld geschrieben, der hat ein ziemlich geiles Startup. Der macht ökologisch abbaubare Babywindeln. Das ist ja auch was, was für die Welt einen Mehrwert bildet, aber der schreibt mich jetzt an, wegen Amazon, weil er selber sagt, dass das ein viel viel angenehmeres Modell ist. Das ist irgendwie so, dass viele Leute gar nicht wissen, wie greifbar ein Teilpassives Business überhaupt ist. Marcus: Ja, deshalb ist es so gut, dass man dann auch immer präsent ist, bereit ist. Ich mache auch alles mit, was an Interviewfragen oder Speaking so kommt. Du hast ja jetzt auch voll Feuer gefangen. Das finde ich cool. Und gebe auch immer gerne Sachen dann weiter, wo wir dann nicht können oder weil so langsam ja immer mehr auf uns aufmerksam werden und vor zwei Wochen haben wir dann auch eine coole Begegnung gehabt hier an der University of Bangkok beim Entrepreneurship Fachbeirat. Keine Ahnung. Mit denen sind wir dann irgendwie connected worden. Also es zieht gerade immer weitere Kreise. Vielleicht machen wir mit denen was zusammen zur GLOBAL im März. Das auch so dieses klassische Unternehmertum, was ich ja auch noch an meiner Uni da im BWL-Studiengang gelernt habe, was so praxisfern gewesen ist, dass die so die ersten Schritte jetzt auch Richtung Amazon Selling machen oder anderen Businessmodellen, die absolut greifbar und realisierbar sind. Ich glaube, die meisten wissen es einfach nicht. Bastian: Ja, deshalb hat der Günter Faltin das ja auch überhaupt erst alles gestartet. Der war ja auch BWL Dozent oder Dozent speziell in Berlin für Entrepreneurship und hat dann auch eben irgendwann eben gesagt: Warum soll ich das unterrichten, wenn ich davon in der Praxis überhaupt keine Ahnung habe. Und so ist dann eben das Ganze entstanden mit der Teekampagne und Du siehst ja, was daraus geworden ist, ne? Marcus: Ja, ja, ja. Richtig, richtig fett! Ja, ich denke mal, das war die längste Folge ever bis jetzt. Wir sind jetzt bei 1 Stunde 16 Minuten. Wenn die Hörer noch nicht eingeschlafen sind, vielleicht für die letzten drei, die noch am Start sind, was sind so Deine nächsten Pläne in den nächsten paar Monaten? Speziell mit Officeflucht, businessmäßig oder auch privat? Bastian: Also erstmal, wie gesagt, fahren wir gemeinsam mit der Nomad Cruise nach Brasilien. Mein Ziel für’s nächste Jahr ist auf jeden Fall noch so ein paar Speaking Gigs zu bekommen und ein Ziel, das ich auf jeden Fall habe ist, ich möchte irgendwann - ich sage mal irgendwann ist eigentlich voll schlecht das so zu formulieren, aber - ich möchte irgendwann auf jeden Fall auch mal einen TEDx Talk halten. Marcus: Cool! Bastian: Und für’s nächste Jahr ist geplant einen Onlinekurs zu der ganzen Amazonsthematik, also ganz idiotensicher von Schritt 1 bis zum letzten halt, wie man das dann 1 zu 1 umsetzen kann. Da muss ich mich bestimmt auch für locker drei Monate einschließen, sonst mache ich das nicht, aber ja. Ich möchte das auf jeden Fall angehen jetzt, sobald ich zurück bin und dann wie gesagt, eben auch so ein paar Mastermind Days und auch Workations mit Schwerpunkt Amazon. Also quasi so ne Art Amazon FBA Bootcamp, sodass man dann zum Beispiel sagt, für ne Woche oder für zehn Tage, sodass Du eine vernünftige Zeit, die theoretisch auch Leute in Anspruch nehmen können, die berufstätig sind. Also nicht irgendwie ein ganzer Monat Workation oder so, sondern so ne Woche ungefähr bis zehn Tage, dass man den Leuten sagen kann, da gehen wir auch alles durch, was mit Amazon zu tun hat und Du fährst nach Hause mit ner Art Hausaufgabe und weißt, wir beschließen dort quasi schon, welchen Produkten Du Dich annehmen solltest. Sodass jeder quasi mit nem festen Plan nach Hause fährt. Marcus: Saucool! Ich merke schon, Du bist voll on Fire. Wir sind’s ja auch noch, Feli und ich. Denn das ist irgendwie das geilste was es gibt. Diese unternehmerische Freiheit das erste Mal ausleben zu können und nicht mehr um Erlaubnis fragen zu müssen. Das hat voll lange bei mir gedauert bis ich das mal gerafft und realisiert habe. Bastian: Ja und was auch alles daraus entsteht ne? Also es ist echt wie so ein Schneeball, der ins Rollen kommt. Marcus: Hm, ja cool! Ich freue mich, wir sehen uns ja schon in, keine Ahnung, eineinhalb Wochen dann in Gran Canaria und... Bastian: 12 Tage. Marcus: 12 Tage, geil! Und dann sind wir ja erstmal auf der Cruise zusammen nach Brasilien. Das wird bestimmt auch noch mal super inspirierend mit den ganzen anderen Digitalen Nomaden. Die Köpfe zusammenzustecken. Bastian: Ja super geil, auch weil es internationales sind. Marcus: Ja absolut, das ist auch nochmal so ein neues Level, was wir ja jetzt angegangen sind mit der DNX GLOBAL und einfach nicht mehr zu stoppen. Es ist einfach zu geil. Bevor wir uns jetzt hier zu lange selber feiern… (beide lachen) Vielen Dank für Deine Zeit! Bastian: Ja, danke Dir Mann! Dank Dir für die Einladung und es hat echt mega Spaß gemacht. Marcus: Sehr gerne. Hau rein Basti! Wir sehen uns. Bastian: Hau rein, bis dann! Marcus: Bis dann! Jo Leute, das war auch schon wieder eine neue Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mit Basti Barami von officeflucht.de. Wenn euch die Folge gefallen hat, dann hinterlasst mir doch einen Like bzw. eine Rezension auf iTunes. Ihr könnt mir aber auch gerne einen Like hinterlassen auf meiner Facebook-Seite. Das ist www.facebook.com/lifehackzshow oder ihr sucht da einfach nach LIFE HACKZ. Ich freue mich über jegliche Interaktionen, über Feedback von euch. Schreibt mir ne E-Mail an marcus@lifehackz.de, wie euch die Sendung gefällt. Was ich noch anders, was ich noch besser machen kann. Das hält die Show am Leben, das hält ich am Leben. Ich brauche euch, ich brauche euer Feedback! Danke, dass es euch gibt! Danke, dass ihr mir ein Lebenszeichen gebt! Und viel Spaß bei allem, was ihr gerade noch macht. Peace & out! Euer Marcus. [/su_spoiler] [/su_accordion] 12186588_10153121432536857_8669029695835498743_o

Dec 18, 2015

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Interview mit Peer Wandiger von selbstständig im Netz

Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 37! Willkommen zu einer neuen Folge vom LIFE HACKZ Podcast, live aus Chiang Mai, Thailand. Und heute habe ich mir ein Urgestein der deutschen Online Unternehmer Szene geschnappt, nämlich den lieben Peer Wandiger. Peer betreibt eine richtig große Website zu dem Thema Selbstständig im Internet Geld verdienen mit dem Namen Selbstständig im Netz und ist mega angenehmer Zeitgenosse, der mit viel Beharrlichkeit, Bodenständigkeit ein richtig großes und nachhaltiges Online Business aufgebaut hat. Checkt die Folge aus! Viel Spaß mit Peer! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. In dieser Folge lernst du:

  1. Welche Möglichkeiten es gibt, Deinen Blog zu monetarisieren.
  2. Warum es gut ist den richtigen Zeitpunkt zu finden, um loszulassen.
  3. Welche Online Einnahmequellen es gibt.
  4. Wieso sich Nachhaltigkeit bezahlt macht.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Selbstständig im Netz

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 37! Willkommen zu einer neuen Folge vom LIFE HACKZ Podcast, live aus Chiang Mai, Thailand. Und heute habe ich mir ein Urgestein der deutschen Online Unternehmer Szene geschnappt, nämlich den lieben Peer Wandiger. Peer betreibt eine richtig große Website zu dem Thema Selbstständig im Internet Geld verdienen mit dem Namen Selbstständig im Netz und ist mega angenehmer Zeitgenosse, der mit viel Beharrlichkeit, Bodenständigkeit ein richtig großes und nachhaltiges Online Business aufgebaut hat. Checkt die Folge aus! Viel Spaß mit Peer! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. Marcus: Jo Peer! Herzlich Willkommen auf dem LIFE HACKZ Podcast! Bist Du ready? Peer: Ja, ich bin ready. Hallo Marcus! Marcus: Wo erwische ich Dich gerade und warum bist Du da? Peer: Ja, wie die meiste Zeit in meinem Büro, wo ich als Selbstständiger von Montag bis Freitag eigentlich die meiste Zeit bin und meine Blogs und meine Websites betreue. Marcus: Okay, Du sagst gerade Blogs und Websites. Das klingt danach, dass Du mehrere Webseiten am Start hast. Was sind Deine Projekte? Peer: Ja, also das erste Projekt war mein Blog Selbstständig im Netz, der Anfang 2007 gestartet ist und das war damals noch ein Hobby-Projekt sozusagen, neben meiner eigentlichen Arbeit als Web-Designer. Ich hatte halt überlegt, was könntest Du machen, so ein bisschen selber als eigenes Projekt und da die Freizeit damals oder die Zeit generell ein bisschen knapp war in der Existenzgründung, weil ich eigentlich nur gearbeitet habe, habe ich mir als Thema eben auch meine Arbeit genommen, um darüber zu bloggen. Ja, und den Blog gibt’s heute noch, nach mehr als neun Jahren und der ist mein größtes Projekt mit den meisten Besuchern. Aber darüber hinaus habe ich noch zwei, drei andere Blogs zu Themen wie Bloggen, Affiliate-Marketing und betreibe dann zusätzlich noch einige kleine Websites.    Marcus: Cool, also neun Jahre sind ja echt mal ein dickes Brett. Erstmal Hut ab dafür! Du bist glaube ich echt einer der First Mover in Deutschland, der überhaupt über dieses Thema Online-Unternehmertum oder Geld verdienen im Internet geschrieben hat oder? Peer: Ja, also ich denke mal, das war damals zwar noch nicht ganz so bewusst, aber die Wahl aus Selbstständigkeit und Internet, so die Kombination war damals noch nicht so verbreitet. Da gab es zwar schon einiges zum Thema Selbstständigkeit natürlich und einige Blogs zum Thema Internet an sich. Aber so die Kombination war damals sicherlich etwas neues. Das hat auf jeden Fall geholfen. Aber weil Du sagtest First Mover ist natürlich sicherlich hilfreich schon so lange dabei zu sein, aber ich bin sicherlich auch einer der mit am längsten durchgehalten hat. Denn viele halten dann eben auch nicht so lange durch. Marcus: Ja, also erstmal First Mover und dann immernoch am Start zu sein. Also das ist auf jeden Fall schonmal ein langes Durchhalten, was Du da gezeigt hast. Aber es ist ja oft so bei Webprojekten und Onlineprojekten, dass je älter sie werden, wie bei nem guten Wein, um so mehr reift das dann auch. Gerade auch, was dann die Sichtbarkeit bei Google oder so angeht. Konntest Du das auch feststellen, dass Du mehr organischen Traffic über die Zeit bekommen hast? Peer: Ja natürlich. Also ich denke mal, anders als bei einer normaler statischen Website, die zwar auch hin und wieder mal neue Inhalte bekommt, aber doch dann vom Umfang her oft eben nicht so wächst, da ist es natürlich beim Blog so, dass da täglich neue Artikel dazu kommen. Ich habe ja erst im Oktober jetzt meinen 4.000sten Artikel veröffentlicht. Und das hat natürlich sehr geholfen. Also den meisten Traffic von Google bekomme ich über mein Archiv sozusagen. Also über Artikel, die schon etwas älter sind bis zu Artikeln, die jetzt wirklich acht, neun Jahre alt sind, die immernoch guten Traffic bringen. Und das hat natürlich mit der Zeit dann auch dazu geführt, dass es so erfolgreich geworden ist. Marcus: Krass! Bist Du nach wie vor ne One Man Show und schreibst und tust und schraubst alles selber oder wie bist Du aufgestellt? Peer: Nee, ich habe jetzt mittlerweile eine Mitarbeiterin und habe auch den ein oder anderen freiberuflichen Autor, der Texte liefert. Also ich versuche mich da schon ein bisschen breiter aufzustellen mit der Zeit. Ich habe lange Jahre in einem Büro gearbeitet. Da war es eigentlich auch noch möglich alleine zu arbeiten und jetzt niemanden einzustellen. Und bin dann Ende letzten Jahres/Anfang diesen Jahres in ein externes Büro umgezogen, was natürlich deutlich größer ist, mehr Platz bietet und es ist mir natürlich auch selber wichtig, da ein bisschen von der One Man Show wegzukommen, obwohl ich merke, dass es mir teilweise nicht so leicht fällt, weil es irgendwie auch mein Baby ist. Das gibt man ungerne aus der Hand, aber auf Dauer gesehen, möchte ich jetzt nicht, dass alles von mir alleine so abhängig ist. Marcus: Nee absolut, aber ich kann das voll nachempfinden. Als wir jetzt angefangen haben, dann die ersten Leute ins Team zu holen und dieses loszulassen oder jemandem zu vertrauen und die Plattform quasi aus der Hand zu geben, das ist schon erstmal ein Step, den man so gehen muss, wo man denkt: Geht das alles gut? Ne? Peer: Ja, das ist richtig. Also da arbeite ich immernoch ein bisschen dran, aber das hat sich schon ganz gut entwickelt jetzt und das ist einfach auch notwendig, weil ich ja auch dann schon vor ein paar Jahren gemerkt habe so langsam, dass einfach das Wachstum oder die Möglichkeiten, die sich bieten einfach nicht ausgeschöpft werden können, wenn man eben versucht alles alleine zu machen. Irgendwo ist natürlich dann die Zeit nicht mehr da und ich wollte dann auch nicht mehr jeden Abend und jede Nacht und jedes Wochenende arbeiten. Und dann bremst man sich natürlich selber aus, wenn man nicht Arbeiten rausgibt. Marcus: Ja absolut. Und mit jeder positiven Erfahrung, fällt’s einem dann auch wieder leichter noch mehr irgendwie abzugeben und noch mehr Vertrauen jemandem zu schenken oder? Peer: Ja das ist denke ich mal, wie bei vielen Sachen so. Man muss einmal so den inneren Schweinehund ein bisschen überwinden und ein bisschen so die Ängste, die Sorgen, die man natürlich hat irgendwo hinter sich lassen und dann ist es meistens natürlich doch noch eine positive Erfahrung. Marcus: Wie war das denn 2007? Hattest Du jemanden der Dich inspiriert hat einen Blog dazu zu starten zu dem Thema Selbstständig im Netz? Oder wie kam da eins zum anderen? Peer: Ja also als ich noch angestellt war und aber schon absehbar war, dass ich damals den Job verliere, weil die Firma aufgekauft wurde und die Hälfte der Belegschaft sozusagen entlassen wurde. Mit der Zeit war das schon absehbar und ich hatte natürlich schon damals ein bisschen Zeit sozusagen dann auf der Arbeit und habe dann auch einige amerikanische Blogs gelesen, die damals schon recht groß waren. Da war das damals schon so ein Trend, wo die Blogger Geld verdient haben mit ihren Blogs und Einnahmequellen hatten, die wir damals noch nicht kannten. Und das fand ich schon sehr faszinierend, habe aber nicht unbedingt gedacht, dass das in Deutschland so möglich ist, da ja die Reichweite im englischsprachigen Raum dann doch was anderes ist usw. Aber dann als ich Selbstständig war, habe ich dann schon immer mal gedacht, über was möchtest Du bloggen? Und hatte schon länger den Wunsch einen Blog zu starten. Aber ich wollte eben irgendwas, wo ich wirklich Lust habe drauf, auch regelmäßig und über längere Zeit zu bloggen. Und da bot sich dann einfach die eigene Arbeit an. Über meine Erfahrungen und das, was ich halt jeden Tag als Web-Designer und als Online Selbstständiger selber erfahre, da zu bloggen. Ja und das war dann der Startschuss. Marcus: Hm, und welche Blogs waren das, drüben bei den Amis? Peer: Also ganz am Anfang war es halt Selbstständig im Netz. Es gab natürlich vorher ein, zwei Versuche, so nen Hobbyblog zu starten, wo ich dann aber aus verschiedenen Gründen recht schnell die Sachen eingestampft habe. Der erste richtige Blog war dann wirklich Selbstständig im Netz und der ist es dann bis heute auch geblieben. Marcus: Und welche Blogs waren das bei den Amis, die Dich inspiriert haben? Peer: Ich weiß gar nicht, ob’s ein Ami oder ein Australier war. Der hat damals auch gerade so angefangen zu bloggen über seine Selbstständigkeit sozusagen, über seine ersten Schritte. Er hat sich dann auch sehr weiterentwickelt mit der Zeit. Das war auch sehr inspirierend, weil er halt selber so mehr oder weniger angefangen hat als normaler Selbstständiger und sich dann dort etwas aufgebaut hat. Aber manch andere kann ich mich gar nicht mehr erinnern damals, weil ich die heute nicht mehr unbedingt lese, aber das war halt damals einfach ne Zeit, wo man dann gedacht hat: Was?? Man kann Online Geld verdienen? Das ist ja cool. Und das war dann so die erste Erfahrung, als ich dann so meine ersten Euro mit meinem Blog verdient habe, das war nicht viel Geld, aber natürlich ist es einfach verrückt gewesen, dass so was geht. Marcus: Da erinnert sich glaube ich jeder Online Unternehmer noch dran, an seinen ersten Payout. Die ersten 3,25 € Affiliate Einnahmen oder? Peer: Ja, also ich kann mich jetzt nicht unbedingt an den ersten Euro vielleicht erinnern, aber ich weiß noch, es gab also als ich angefangen habe zu bloggen, gab es noch ein Partnerprogramm für AdSense, als man noch Geld bekommen hat für Leute, die man für AdSense geworben hat. Und irgendwann habe ich dann mal ne Provision von 250 $ bekommen. So einmal. Das war so der Punkt, das war so der Moment bei mir, wo ich dachte: Boah!! Das ist doch mehr als Taschengeld. Da steckt Geld drin, da kannste einen Zusatzverdienst auf jeden Fall haben, aber an Vollzeitbloggen habe ich damals noch nicht gedacht, aber das war bei mir so der Magic Moment sozusagen. Marcus: Hm, das war der Trigger oder die Motivation. Und was sind heute Deine Haupteinnahmequellen auf dem Blog? Peer: Ja, Selbstständig im Netz, da habe ich einige Einnahmequellen. Also ich habe Werbung, die ich verkaufe, was auch gut funktioniert, weil ich ja doch ne recht gute Zielgruppe habe. Selbstständige, Gründer und alle die sich so für eben Online Business interessieren. Ich habe auch schon eine relativ gute Reichweite und da kann ich meine Werbebanner direkt an Firmen ganz gut verkaufen. Marcus: Wieviel Reichweite hast Du? Peer: Also laut Google Analytics sind’s ungefähr 250.000 Besucher im Monat und knapp 400.000 Seitenaufrufe im Monat. Das ist dann für viele Unternehmen so im mittleren Bereich schon sehr interessant dort ihre Produkte anzubieten. Marcus: Absolut, krasse Hausnummer. Peer: Ja, also es hat sich mit der Zeit sehr stabil entwickelt. Ich hatte nie eigentlich so den großen Sprung drinnen. Oder ich hatte auch nie so Maßnahmen gemacht, die so kurzfristig mir irgendwelche Besucheranstürme gebracht haben. Sondern es war wirklich über die vielen Jahre immer so ein stetiges Wachstum. Natürlich gab’s auch mal kleine Rückschritte, aber dann auch mal wieder kleine Anstiege und es war aber sehr stetig und entspannt, sage ich mal. Und dadurch, dass ich auch nie versucht habe irgendwie zu trixen mit irgendwelchen Methoden bei Google oder ähnliches, habe ich da eigentlich auch immer recht ruhig geschlafen. Und die weiteren Einnahmequellen sind zum Beispiel Google AdSense, was ich einsetze, was auch gut funktioniert. Dann habe ich natürlich viele Affiliate Links und viele Partnerprogramme, die ich nutze für Produkte, Leistungen und ähnliches, die natürlich zum Thema meines Blogs passen. Und mittlerweile habe ich dann auch ein eigenes Ebook, was ich verkaufe, was auch sehr gut funktioniert. Marcus: Seit wann hast Du das Ebook? Peer: Das Ebook habe ich seit Februar diesen Jahres. Das ist ein Ebook über die Erstellung kleiner Nischenwebsites. Also eine relativ kleine Website zu bestimmten Produkten oder Themen, mit denen man dann Geld verdienen kann. Die Idee dazu hatte ich schon recht lange, aber die Umsetzung ist immer so, dass das Tagesgeschäft immer vorging und ich’s immer so vor mir hergeschoben habe. Aber da ich ja einmal im Jahr diese Nischenseiten-Challenge bei mir durchführe und die war in diesem Jahr auch im Februar, hat das natürlich thematisch sehr gut gepasst, das dann passend zu veröffentlichen zum Start der Nischenseiten-Challenge. Und dann habe ich mich dann mal über Weihnachten und den Winter sozusagen zusammengerissen, das Ebook fertig gemacht und dann pünktlich zum Start der Nischenseiten-Challenge auch verkauft. Und das ist auch sehr gut angekommen. Marcus: Cool. Das macht natürlich absolut Sinn. Ich meine, wenn wer schon so lange am Start ist, wie Du, seit neun Jahren. Das ist ja ein riesen Fundus an Know-How und an Wissen, was in Dir steckt und auch in dem Blog steckt oder in der Website und ehrlich gesagt war das auch für mich die erste seriösere deutschsprachige Anlaufstelle, nachdem ich so die ersten Touchpoints mit im Internet Geld verdienen etc. gemacht habe. Wo es dann doch sehr viel crappy Geschichten gibt, die nicht wirklich funktionieren und nur darauf aus sind, den anderen auszunehmen. Da war das so die erste Seite, wo ich gedacht habe: Cool. Das scheint irgendwie auch seriös zu funktionieren. Das scheint Hand und Fuß zu haben und wo ich mich gut aufgehoben gefühlt habe. Peer: Ja, ich denke das ist auch ein bisschen ein Teil des Erfolges. Klar hätte ich mit verschiedenen Maßnahmen und etwas, sage ich mal undurchsichtigere Methoden natürlich auch andere Reichweiten erzielen können. Hätte andere Einnahmen vielleicht auch damit erzielen können. Aber ich habe mir auch von Anfang an einfach vorgenommen: Okay, Du möchtest davon langfristig profitieren, Du möchtest Dir etwas aufbauen, von dem Du wirklich lange Zeit was hast. Und deswegen habe ich immer versucht, ehrlich zu sein, was auch einfach bei mir persönlich jetzt in der Natur liegt, einfach niemanden über den Tisch zu ziehen. Und das hat sich Gott sei Dank eben ausgezahlt und hat gezeigt, dass es eben auch so geht und man nicht irgendwie, wie das manche heute auch noch versprechen, durch komische Methoden und ähnliche Dinge Geld zu verdienen. Marcus: Ja, und der Erfolg gibt Dir ja recht. Ich glaube, wenn Du sagst, dass alles sehr nachhaltig gewachsen, auch der Traffic ist sehr organisch angestiegen, dann ist das ja eigentlich im Grunde die beste Rückmeldung oder der beste Beweis, den man haben kann, dass es auch auf diesem sauberen, organischen und sukzessive Step by Step Weg gut funktionieren kann. Peer: Ja auf jeden Fall. Man muss nur sagen, dass das viele natürlich nicht hören wollen, wenn man ihnen sagt: Okay, es dauert halt auch ne Zeit, etwas stabiles uns nachhaltiges aufzubauen. Viele wollen dann doch über Nacht und relativ schnell Erfolg haben und ich schließe ja auch nicht aus, dass das auch möglich ist mit anderen Methoden, die auch nicht irgendwie unseriös sind. Man kann sicherlich auch andere Wege gehen, als ich gegangen bin. Aber für mich war das halt der richtige Weg so vorzugehen und diesen Weg einzuschlagen und ich bin damit immernoch sehr glücklich und zufrieden. Marcus: Hm, hattest Du denn zwischendurch mal so Punkte, wo Du gedacht hast: Wow, irgendwie läuft das alles nicht und ich gebe das dran und mache irgendwelche anderen Sachen. Hattest Du auch die typischen Zweifel eines Unternehmers oder Selbstständigen? Peer: Ja natürlich. Also ich denke mal, wer auch hier immer nur so tut, als wäre alles heiter Sonnenschein, der will glaube ich auch nur irgendwas verkaufen. Also da schreibe ich natürlich auch immer wieder mal einen Artikel drüber, wie es ist, wenn man Motivationslöcher hat zum Beispiel. Ich habe natürlich mit der Zeit einfach festgestellt, das gibt es einfach. Man hat mal so Tage oder vielleicht auch mal ne Woche, wo man einfach durchhängt. Ob es nun was körperliches ist oder ob man einfach mal ein bisschen Auszeit braucht. Da muss man einfach durch. Da kommen wieder bessere Zeiten. Mittlerweile weiß ich das und jetzt stört mich das auch nicht mehr. Und man lernt natürlich auch damit umzugehen und einfach trotzdem zu arbeiten. Das ist halt dann irgendwann das Professionell werden vorgehen sage ich mal. Aber ich hatte natürlich auch andere Fälle, also ich auch mal ne Abmahnung wegen einem Bild, was natürlich ein relativ teurer Spaß war, wo ich dann schon überlegt habe: Mensch! Und damals habe ich eben noch nicht verdient und noch nicht Vollzeit davon gelebt. Und dann überlegt man schon mal, ob das so einen Sinn macht, sich da solchen Risiken auszusetzen, die ja, wenn man dann manche Berichte liest, dann wirklich auch ganze Existenzen bedroht sein können, wenn man nicht aufpasst. Es gibt schon so Momente, wo man einfach darüber nachdenkt, aber ich bin froh, dass ich da immer weiter gemacht habe und auch gerade in der Anfangszeit kann ich mich gar nicht mehr so genau erinnern, was ich da tagtäglich gedacht habe, weil viel Geld kam zu Anfang nicht rum. Ich habe trotzdem weitergemacht und da bin ich natürlich heute froh. Marcus: Ja, und ich denke mal, ne viel größere Motivation als Geld ist dann wahrscheinlich auch das Feedback von den Lesern auf der Seite, wenn einer doch mal einen Kommentar hinterlässt. Oder man hat drei Leser mehr von einer Woche zur nächsten geschafft. Das sind ja oftmals dann ganz andere Metriken, die einen dann noch bei der Stange halten. Aber am Ende des Tages muss natürlich auch jeder sehen, dass er davon irgendwie leben kann, wenn er das Vollzeit machen möchte. Peer: Ja, das ist ein breites Thema: Motivation. Also alleine Gelde sollte keine Motivation sein. Man sollte Spaß dran haben, was man da macht. Und man sollte oder bei mir war es sicherlich auch das Feedback, was immer zahlreicher wurde und die Kommentare und die Mails, die ich mittlerweile täglich bekomme von Lesern. Das ist natürlich schon sowas, was mir zeigt, dass ich einfach immer wieder Leute erreichen kann und immer wieder Leuten auch helfen kann, sage ich mal. Und dann ist es natürlich eine Win-Win Situation, wenn ich davon was habe und meine Leser auch. Aber man muss auch sagen, gerade in der Anfangszeit meiner Selbstständigkeit war es natürlich auch so, wie es sicherlich vielen Selbstständigen geht, dass ich von Monat zu Monat schon geguckt habe mit den Einnahmen und mit dem Geld. Und da ist natürlich, wenn man dann merkt, man kann mit einem Blog Geld verdienen, ist es natürlich auch ne starke Motivation. Da ist natürlich auch Geld eine starke Motivation, wenn man merkt: Oh, das ist ne zusätzliche Einnahmequelle. Aber es sollte nicht alleine die Motivation sein. Marcus: Nee, aber die Kombi ist ja irgendwie richtig cool, wenn man denkt so: Ich bin eh ein Technik-Freak oder bin gerne Online unterwegs, ich schreibe vielleicht auch noch gerne und ich find’s cool nen Blog zu haben. Und das Feedback von den Leuten zu kriegen und damit dann auch noch Geld zu verdienen, das ist glaube ich so die absolute Win-Win Situation. Peer: Ja, also Du hast gerade einen ganz wichtigen Punkt gesagt. Man sollte Spaß am Schreiben haben. Also, ich habe einige Blogger oder einige Leute erlebt, die einen Blog gestartet haben, die nicht wirklich offensichtlich gerne geschrieben gerne geschrieben haben und das ist natürlich dann nicht unbedingt ideal. Also ich denke, man muss sich das suchen, wo man gut drinnen ist, wo man auch dauerhaft Spaß dran hat. Und wenn man damit noch Geld verdient, ich glaube das ist eine optimale Kombination, die sich auch viele andere wünschen. Auch viele Angestellte vielleicht, die vielleicht nicht so glücklich sind, mit dem, was sie da tagtäglich tun. Und deswegen bin ich da sehr zufrieden, wie sich das entwickelt hat. Marcus: Und mit so ner fetten Seite jetzt im Netz, gibt’s bestimmt auch mal Angebote die Seite zu kaufen oder zu übernehmen. Gab’s das bei Dir schon? Oder könnte das ne Option sein? Peer: Bis heute noch nicht, nein. Also ich denke mal, es gab schon einige Angebote für kleine Nischensites, die Leute kaufen wollten. Ich denke mal, dass viele natürlich, die sich da wirklich das anschauen Selbstständig im Netz, natürlich auch sehen, was dahintersteckt. Also, das eben es keine Seite ist, die einfach jetzt so von sich aus läuft, die man einfach nur kaufen muss und dann bringt sie Geld. Sondern dass man natürlich auch da dran bleiben muss. Dass man weiterhin Inhalte veröffentlichen muss. Und gerade Blogs muss man ja auch sagen, sind auch sehr stark mit der Person dahinter eben auch verknüpft, mit dem Blogger, der das betreibt. Da gab es ja in der Vergangenheit schon den ein oder anderen Blogverkauf, wo man schon gemerkt hat, dass das eben nicht so 1:1 dann zu übernehmen ist, wenn der Originalblogger nicht mehr da ist. Aber ich würde mich freuen mal zu hören, was jemand bereit ist zu zahlen. (beide grinsen) Marcus: Ja, es gibt ja so Tools im Netz, wo Du dann anhand von Traffic, aber ich glaube die haben 0 Aussagekraft, weil da gibt’s noch so viele andere Metriken, die da nicht mit einfließen. Aber wie Du schon sagtest, gerade so Blogs, die dann sehr organisch gewachsen sind und eng mit nem Brand, mit nem Personal Brand verbunden sind, wie bei Dir, da ist es irgendwie schwierig das zu entkoppeln glaube ich. Selbstständig im Netz zu entkoppeln von Peer Wandiger. Peer: Ja wie gesagt, also durch Mitautoren etc. versuche ich natürlich da schon ein bisschen auf ne breitere Basis zu stellen und dass dieses dann schon mal irgendwann nicht mehr so als der Blog von Peer Wandiger gesehen wird, sondern eben … es wird ja von vielen auch schon als selbstständige Seite oder als alleinstehende Seite schon gesehen. Und ich versuche ja auch eigentlich oft gar nicht mehr so direkt vom Blog zu reden, weil da auch oft eben was sehr Privates mit verbunden wird, aber klar immernoch die meisten Leser, die mich anschreiben, die wissen schon, dass sie direkt mich anschreiben und nicht irgendeinen Mitarbeiter. Marcus: Aber Dein Profilbild beispielsweise, das war glaube ich auch mal oben im sichtbaren Bereich und das ist jetzt irgendwo ganz unten links im Footer gelandet, habe ich gesehen. Peer: Ja es gibt auch direkt eins unter jedem Artikel nochmal ein kleines Bild und dann habe ich natürlich eine “Über Mich”-Seite, wo ich speziell jetzt nochmal über meinen Werdegang usw. berichte. Also es ist schon so, dass ich da natürlich versuche immernoch die persönliche Ebene da aufrechtzuerhalten. Das ist natürlich so ein Spagat, wo man dann schauen muss, wo das in der Zukunft hingeht. Ich denke nicht, dass ich komplett den Blog dann so anonym gestalten werde, dass ich von mir gar nicht mehr spreche. Aber es soll halt ein bisschen breiter aufgestellt werden. Marcus: Wie schaffst Du es Dich täglich immer wieder neu zu motivieren, gerade auch, wenn es dann mal so eine Phase gibt, wie Du sagst, wo man dann zweifelt und man merkt man kommt nicht mehr weiter? Wie gehst Du dann konkret in der Situation damit um und wie gehst Du dann auch mittelfristig damit um, dass Du immer wieder Spaß daran hast, was Du machst, auch nach neun Jahren? Peer: Ja, also bei mir ist es mittlerweile einerseits so, dass ich immernoch sehr, sehr gerne schreibe und auch über die Themen über die ich schreibe, sehr gerne schreibe. Das macht einfach Spaß und es ist schon mal ein komischer Tag, wenn ich mal nichts geschrieben habe. Also ich brauche das einfach. Also ich denke, das ist für jemand der so eine Seite in der Form betreibt, der muss einfach, ich sage mal lapidar schreibsüchtig sein. Man muss einfach gerne schreiben wollen. Natürlich gibt es dann aber auch Tage, wo man vielleicht nicht so gut drauf ist, aber mittlerweile ist es halt vielleicht auch ne Sache der Routine, der Gewohnheit. Ich mache mehr oder weniger dasselbe jetzt seit neun Jahren. Natürlich versuche ich immer mal andere Dinge zu machen und meine Routinen zu ändern und durch den Umzug in das neue Büro hat sich natürlich auch viel, was hier zu dem Tagesablauf angeht, geändert. Aber im Kern ist es halt das tägliche Schreiben und natürlich noch viele Verwaltungsaufgaben, aber das ist einfach mittlerweile so, dass ich das einfach mache, weil ich weiß es muss gemacht werden. Und ich habe mir einfach angewöhnt nicht darüber nachzudenken, ob ich jetzt Lust habe oder nicht. Sondern ich weiß was es zu tun gibt, das mache ich. Und selbst, wenn ich mal keine Lust habe und nicht so gut drauf bin, wenn ich erstmal angefangen habe, läuft es dann in der Regel deutlich besser. Marcus: Okay, cool! Hast Du eine tägliche Routine, die Du durchziehst? Peer: Also es gibt jetzt nichts, was ich wirklich in den letzten neun Jahren jeden Tag gemacht habe. Natürlich ohne meine Tasse Kaffee früh morgens wird’s schwer, den Tag durchzustehen. Das ist jetzt sicherlich etwas, was ich jeden Tag brauche. Dann lese ich früh erstmal Mails. Das ist eigentlich so ne tägliche Routine, dass ich dann erstmal durchgehe, was es Neues gibt, mir die Kommentare anschaue, die reingekommen sind. Marcus: Wieviel sind das ca. pro Tag? Peer: Ach das ist schwer natürlich zu sagen. Das hängt immer von den Themen ab, aber irgendwas zwischen 10 und 30 Kommentaren sind das sicherlich jeden Tag, die bei verschiedensten Artikeln reinkommen auf Selbstständig im Netz. Bei nem sehr interessanten Thema oder bei ner anderen Aktion können es auch schonmal deutlich mehr sein. Aber ich bekomme halt dazu eben auch noch jeden Tag im Schnitt ein, zwei Anfragen von Lesern, dann bekomme ich viele Anfragen von Unternehmen usw. Und es ist halt so, dass es mittlerweile schon erstaunlich viel Zeit einnimmt dieser ganze Verwaltungskram. Also man darf sich das jetzt auch nicht so vorstellen, dass ich jeden Tag wirklich nur dasitze und schreibe von früh um 8.00 Uhr bis um 16.00 Uhr oder so. Der Verwaltungsaufwand hat schon deutlich zugenommen mit der Größe des Blogs und das ist auch so ein Grund, wo ich dann in Zukunft sage, so ne Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter, der sich vielleicht so mehr um die ganzen organisatorischen Dinge kümmert, das wäre auch nochmal was. Marcus: Bist Du da gerade dran oder sagste gerade, das wäre mal was, das müsste ich mal angehen? Peer: Ja klar, also was heißt dran. Also ich bin jetzt nicht aktiv direkt gerade auf der Suche nach jemandem, aber das ist natürlich was, was perspektivisch auf jeden Fall kommen sollte. Da muss ich natürlich alles einmal einspielen. Mitarbeiter verursachen natürlich auch Kosten, die jetzt nicht sofort sich in zusätzlichen Einnahmen niederschlagen. Und da muss man natürlich immer mal Schritt für Schritt vorgehen. Aber das ist auf jeden Fall etwas, was angedacht ist. Marcus: Okay cool. Wie schaffst Du es immer wieder neue spannende Themen zu finden? Hast Du mittlerweile schon nach dem Absenden des Artikels dann auch das Gefühl oder weißt Du, der geht voll durch die Decke oder wirst Du ab und zu auch noch davon überrascht, was jetzt funktioniert und was nicht funktioniert? Und die Frage davor war, was sind so Deine Quellen oder was hast Du in Deinem News Reader? Peer: Also zu der Frage, ob ein Artikel durch die Decke geht oder nicht, das habe ich früher mal gedacht und habe auch teilweise wirklich Artikel geschrieben, wo ich dachte jetzt das wird ein großer Trafficbringer und dann war er relativ durchschnittlich. Umgedreht gab es halt Artikel von denen ich das auch nicht erwartet hätte, die dann bis heute wirklich sehr, sehr viel Besucher bringen. Also ich persönlich, vielleicht geht das anderen anders, ich persönlich kann das nicht wirklich planen oder vorher abschätzen. Deshalb habe ich mir auch abgewöhnt da irgendwie so zu denken. Ich schreibe einfach über Themen, die mich selber interessieren und wo ich das Gefühl habe, das könnte meine Leser interessieren. Diese Schnittmenge muss bei meinen Artikeln einfach da sein. Also es bringt jetzt nichts, wenn ich Artikel schreibe, die für mich interessant sind, aber keine Leser interessieren. Auf der anderen Seite möchte ich aber auch nicht Artikel schreiben, die mich persönlich nicht interessieren, nur weil es vielleicht Traffic bringe. Also ich versuche einfach über Themen zu schreiben, die sowohl mich als auch die Leser interessieren und damit bin ich eigentlich gut gefahren. Und die Ideen dafür… früher habe ich auch mal so das Problem oder mir gedacht: Gott, irgendwann gehen Dir die Ideen aus, aber ich lese viele Blogs, ich folge auf Twitter vielen Leuten und bekomme da viel mit und natürlich ergibt sich auch durch den Kontakt mit Unternehmen und mit Lesern immer wieder neue Ansätze und Ideen für Artikel. Sodass ich mittlerweile ne riesig lange Liste von Artikelideen habe, die ich niemals abarbeiten werde können. Also ich habe überhaupt nicht das Problem, dass ich irgendwann vielleicht keine Ideen mehr habe. Das ist einfach auch ne Gewohnheitsache, da ein bisschen mit offenen Augen und Ohren sozusagen durch’s Leben zu gehen und aus den ganzen Dingen Feedback usw. das rauszufiltern über was man schreiben könnte. Marcus: Ja, das kenne ich. Das war nämlich am Anfang auch unsere größte Sorge, als wir beispielsweise den Reiseblog Travelicia gestartet haben. Irgendwann gehen uns die Themen aus oder wir haben über alles geschrieben, über alle Länder und erleben nix mehr. Oder als ich angefangen habe auf Medium zu schreiben. Da dachte ich Okay, Shit, nicht dass Dir irgendwann die Themen ausgehen und jetzt habe ich, wie Du schon sagtest, so lange Bucket List, wo so viele Themen drin liegen, über die ich gerne mal schreiben würde, was ich aber gar nicht mehr schaffe in diesem Leben. Ich glaube, das sollte die kleinste Sorge sein, bei jemandem der neu startet, oder? Peer: Also, wenn man sich für ein Thema interessiert und ich denke, das ist ein wichtiger Punkt dabei, wenn man in dem Thema dann auch regelmäßig eben drinnen ist, sich über das Thema informiert, dazu was liest, dann werden einem die Themen nicht ausgehen. Marcus: Hm. Was sind die… oder wer sind die drei Menschen, mit denen Du Dich am häufigsten austauschst? Peer: Also ich muss sagen, dass ich gar nicht so jemand bin, der so groß in der Szene drinnen ist. Also ich habe natürlich Kontakte und habe jetzt auch zum Beispiel zur Leipziger Szene, weil das einfach so für mich das nächste ist, wo so Online Selbstständige so ein bisschen in geballter Form vorkommen, natürlich einige Kontakte. Bin aber jemand, der eigentlich auch viel für sich alleine macht. Also ich kann jetzt nicht sagen, dass ich jetzt jemanden habe, mit dem ich regelmäßig und ständig irgendwas mache. Das wechselt natürlich auch. Mittlerweile habe ich natürlich sehr viele Kontakte auch zu Unternehmen, wo ich dann vielleicht bei bestimmten Aktionen mal einen bisschen engeren Kontakt habe oder nicht. Aber eigentlich muss ich sagen, kann ich jetzt nicht wirklich sagen, dass ich bestimmte Leute permanent kontaktiere. Marcus: Welche Eigenschaft würden Dir die Leute am wenigsten zutrauen? Die, die Dich jetzt noch nicht so gut kennen. Peer: Dass ich sowas wie Freizeit habe. (beide lachen) Also es ist natürlich so, mittlerweile ist da, wie Du schon sagst, ein sehr, sehr riesiger Blog entstanden mit sehr, sehr vielen Inhalten. Hinzu kommen dann natürlich noch meine anderen Blogs, wo auch natürlich nicht täglich, aber auch immer wieder regelmäßig Artikel erscheinen. Und meine Nischenwebsites und anderen Affiliate Projekte, die ich natürlich auch hin und wieder vorstelle und worüber ich schreibe. Und dann fällt dann natürlich vielen schwer überhaupt sich vorzustellen, dass ich noch so etwas wie ein Leben außerhalb meines Büros habe. Aber das habe ich. Das war mir auch wichtig mit der Zeit, das zu etablieren und gerade jetzt mit dem externen Büro fällt mir das dann noch deutlich einfacher, einfach am Nachmittag oder dann irgendwann dann Feierabend zu machen und nach draußen zu gehen. Früher im Heimbüro war halt der PC nicht weit weg. Da war es dann teilweise ein bisschen schwieriger wirklich abzuschalten. Ansonsten mache ich immer das, was die meisten normalen Menschen machen. Ich spiele gerne Computer und Konsole, was sicherlich auch für einen Selbstständigen, der vielleicht bekannter auch ist und vielleicht auf so viel im Business Bereich unterwegs ist, vielleicht auch nicht jeder erwartet. Ich verbringe auch viel Zeit mit meinen Kindern natürlich. Also im Endeffekt, wenn man es so nehmen will eigentlich auch relativ stinknormal.   Marcus: Das wollte ich gerade sagen. Ich glaube, das zeichnet Dich und auch Deinen Gesamtauftritt aus. Das ist alles sehr bodenständig und fundiert. Und ich weiß nicht, wenn ich auf Deine Seite komme, fühle ich mich immer gut abgeholt und denke: Okay, die Infos die Dich da jetzt erwarten, die sind sauber recherchiert. Da ist kein Schrott und keiner will irgendwas von mir, was ich vielleicht selber gar nicht vorhabe. So das ist auf jeden Fall durch und durch sympathisch. Also nochmal Hut ab! und Lob für Deine aufgeräumte und sympathische Website. Peer: Dankeschön. Marcus: Was ist Deine größte Schwäche und worin willst Du noch gerne besser werden? Peer: Also das hatten wir vorhin schonmal das Thema. Also abzugeben ist sicherlich ne Sache. Also ich denke schon Selbstständig im Netz aber auch andere Projekte von mir. Die könnten heute schon deutlich weiter sein, wenn ich eher hätte loslassen können. Und eher bereit gewesen wäre, Arbeiten outzusourcen. Man muss ja nicht immer gleich jemanden einstellen fest. Es geht ja auch mit freiberuflichen Mitarbeitern, mit Dienstleistern, mit denen man zusammenarbeiten kann. Das ist sicherlich eine Sache, die im Nachhinein betrachtet mein Business ausgebremst hat so ein bisschen. Es ist jetzt nicht so, dass es im Moment schlimm wäre, aber ich könnte deutlich weiter sein mit vielen Sachen. Ansonsten schwer zu sagen. Ich bin jemand, der weiß dass er eigentlich genug Schlaf braucht. Das Thema Schlaf in den letzten Jahren ist relativ wichtig geworden, weil ich dazu auch einiges gelesen habe und gemerkt habe, dass es mir sehr gut tut, wenn ich ausreichend schlafe. Auch was die Konzentration gerade am Arbeitsplatz angeht usw. Ich bin aber jemand, der dann abends immer vor dem Computer oder vor dem Fernseher oder wo auch immer dann eben genau das, was er dann eigentlich weiß, eben nicht beherzigt. (beide grinsen) Marcus: Und dann am besten noch im Schlafzimmer, ne? Peer: Das eigentlich nicht unbedingt, aber ich bleibe dann halt viel sitzen. Man hat ja... wie gesagt, habe ich doch einige Hobbies usw. und dann ärgere ich mich am nächsten Morgen dann wieder, wenn ich dann aus dem Bett kauere, warum ich dann doch nicht eher ins Bett gegangen bin. Es gibt schon doch einige Dinge, an denen man immernoch arbeiten kann. Marcus: Hm, ja das ist zum Beispiel auch so ein Punkt. Ich liebe es ja, mich immer weiter persönlich zu entwickeln und dieses Lifehacking zu machen und noch mehr Routinen reinzubauen und noch besser zu werden, auf bestimmten Gebieten und eine Sache, die ich schon lange mitschleppe auf CoachMe, das ist so eine App, wo Du dann Deine Habbits und Routinen quasi antrainieren kannst, ist dieses No Screens after 10 p.m. Und das habe ich glaube ich, seitdem ich das drin habe vielleicht 10 mal geschafft und 90 mal nicht. Das ist echt deprimierend. Peer: Ja, also ich weiß nicht, ob Du Kinder hast. Ich habe, wie gesagt, zwei Töchter, die schulpflichtig sind beide. Dann ist man natürlich… Man kommt jetzt nicht nach der Arbeit nach Hause und hat Freizeit, sondern da gibt es eine Menge andere Dinge, die noch zu tun sind. Und irgendwann ist man dann doch mal, vielleicht um 20 Uhr, um 21 Uhr oder wann auch immer froh, wenn man mal Zeit für sich hat oder mit seiner Frau zusammen. Und dann zu sagen, ich mache jetzt Punkt oder gehe ins Bett ist dann manchmal auch schwierig, wenn man doch die Freizeit dann und die Ruhe mal genießen möchte. Marcus: Ja klar, das ist glaube ich nochmal ne ganz andere Konstellation. Also Kinder haben wir noch nicht, aber dafür ist dann auch genug immer täglich los, dadurch dass wir auch mega umtriebig sind, was die ganzen einzelnen Projekte angeht. Und dann sind die Grenzen halt auch sehr fließend mittlerweile bei uns. Vieles fühlt sich gar nicht nach Arbeit an, ist dann auch schon halb Freizeit. Wenn ich dann Sachen lese, die ich persönlich spannend finde, aber wieder für mein Business nutzen kann und dann ist es natürlich noch schwieriger da dann auch ne klare Grenze zu ziehen und zu sagen: Okay Stop, das reicht. Peer: Hm, also ich muss sagen, im Grunde genommen kann man als Selbstständiger oder kein Selbstständiger kann wirklich nur eine 100%-ige Grenze ziehen zwischen Arbeit und Privatleben, weil auch wenn ich ja nach Hause gehe und dort nicht mehr arbeite, klar beschäftigen einen manche Dinge noch oder man hat noch Ideen, die einem durch den Kopf schwirren oder ähnliches. Aber ich muss persönlich sagen, dass ich persönlich schon versucht habe in der letzten Zeit eben das stärker ein bisschen zu trennen. Dass man’s nicht wirklich trennen kann komplett und das möchte ich auch nicht komplett, aber so ein bisschen mehr wieder doch zwischen Arbeit und Privatleben so ein bisschen den Unterschied zu haben.   Marcus: Hm, das tut auch gut irgendwann oder? Peer: Ja auf Dauer merkt man halt auch… also ich hatte auch mal so nen Punkt, also Burnout ist heute natürlich so ein gefügendes Wort, aber ich hatte mal so nen Punkt nach zwei, drei Jahren Selbstständigkeit, wo ich halt auch jeden Abend noch bis in die Nacht gearbeitet habe und oft auch noch am Wochenende was gemacht habe... Marcus: Man kann ja theoretisch immer was machen ne? Peer: Ja, also irgendwo hat man ja so viel zu tun und damals war es also noch so, dass ich eben projektbezogen natürlich als Web-Designer vor allem Geld verdient habe und nicht … bei Selbstständig im Netz kann ich auch zum Beispiel auch mal ne Woche nichts oder wenig machen und es kommt trotzdem Geld rein. Also arbeitet man irgendwie ständig immer wenn man denkt, man hat Zeit. Und da habe ich dann irgendwann gemerkt, dass es mir gesundheitlich nicht so gut tut. Und habe dann wirklich ein bisschen zurückgestaltet und etwas weniger gearbeitet. Das hat Spaß gemacht, aber wie gesagt, man tut sich dann manchmal gesundheitlich vielleicht auch nicht so was gutes an. Marcus: Nee, man tut sich nicht wirklich einen Gefallen. Wie Du schon sagtest, es gibt Phasen, da ist das absolut essentiell. Und ich glaube gerade auch am Anfang ist das fast normal und der Mensch ist ja auch sehr belastbar und das kann ja auch helfen, wenn man diese volle Motivation und Power hat und auf einmal das erste Mal in seinem Leben diese unternehmerische Freiheit spürt und nicht mehr um Erlaubnis fragen zu müssen. Das pushed natürlich auch ungemein. Nur muss man an nem bestimmten Punkt dann gucken, dass man dann von dieser Angestelltenfalle oder dem Hamsterrad nicht in die Unternehmerselbstständigkeitsfalle reinrennt und dann ständig arbeitet. Peer: Das ist richtig ja. Marcus: Zum Abschluss würde ich Dich gerne noch fragen: Du verfolgst die Szene Online Geld verdienen, selbstständig im Netz unterwegs zu sein ja jetzt schon ziemlich lange und bist gut vernetzt und involviert. Gibt es irgendwelche Tendenzen oder Trends, die Du so erkennst für die Zukunft oder wo Du sagen würdest, das könnte jetzt noch mal ein Game Changer sein? Grundsätzlich hat sich das erschwert jetzt was eigenes im Netz zu starten oder ist es einfacher geworden? Gibt es mehr Tools? Vielleicht kannst Du da so mal als Helikopterblick kurz was zu sagen. Peer: Also ob es jetzt unbedingt einfacher geworden ist, also das ist jetzt schwer zu sagen, weil viele erwarten natürlich, wie ich schon zu Anfang sagte, so von heute auf morgen ein Online Einkommen und viel Geld. Das ist weder heute noch war das damals möglich und ich glaube auch nicht, dass es in Zukunft möglich sein wird. Da steckt immernoch viel Arbeit hinter und man muss sich natürlich auch erstmal in viele Dinge reinarbeiten. Oft hängt das auch an vielen Kleinigkeiten, ob etwas funktioniert oder nicht. Und das kann man natürlich teilweise anlesen, aber viele Dinge muss man halt auch selber mal erlebt haben und Erfahrung gemacht haben. Aber man muss schon sagen, dass die Entwicklung in Deutschland schon positiv ist. Ich hatte ja gesagt, als ich damals als ich angefangen habe mich selbstständig zu machen, viele US-Blogs gelesen habe. Und damals gab es halt Einnahmequellen, die wir in Deutschland damals nicht hatten oder man konnte kaum in Deutschland irgendwie mit nem Blog Geld verdienen. Mittlerweile hat man da sehr, sehr viele Möglichkeiten in Deutschland und das entwickelt sich auch positiv weiter und es kommen immer wieder auch interessante Projekte hinzu, wo man dann abwarten muss, ob die sich durchsetzen oder nicht. Aber es gibt heute sehr, sehr viele Möglichkeiten, wie man Geld verdienen kann. Und natürlich auch aus eigener Erfahrung kann ich sagen, wie ein eigenes Produkt, zum Beispiel ein eigenes Ebook ist natürlich auch etwas, was jetzt erst in den letzten zwei, drei Jahren in Deutschland richtig auf breiter Basis so ein bisschen durchgestartet ist, wo viele Selbstständige im Netz da eigene Produkte anbieten und damit auch ganz gutes Geld verdienen. Und ich denke es könnte auch etwas sein, was sicherlich in Zukunft noch ein bisschen breiter akzeptiert wird. Marcus: Ich finde die Akzeptanz ist gewachsen, auch mal zwei, drei, vier, fünf Euro für was gutes auszugeben, für ein gutes Ebook oder auch für einen Kurs und das hängt aber auch damit zusammen, dass gerade in Deutschland auch die Qualität angestiegen ist. Das wäre so mein Empfinden. Peer: Ja auch die Diskussionen mit AdBlocker usw. Es entwickelt sich ja zwangsläufig so ein bisschen hin zu Paid Content. Werbung funktioniert wie gesagt bei spezialisierten Seiten mit guten Zielgruppen immernoch, meiner Erfahrung nach. Aber die Leute sind schon bereit für gute Informationen und für Informationen, die sie eben sonst nicht so in der Form finden Geld auszugeben und es hat sich natürlich in den letzten Jahren deutlich verändert. Und ich denke, das kann auch noch weiter in die Richtung gehen. Marcus: Und steht und fällt dann, wenn man es auch im eigenen Blog verkaufen will natürlich mit der eigenen Reichweite, wo dann vorher wieder diese Arbeit steht, die man da einfließen lassen muss, oder man geht halt direkt auf fertige Plattformen wie Udemy, wo man Onlinekurse einstellen kann oder auf Amazon seine Ebooks einstellen kann. Ich meine das ist auch besser geworden im Laufe der Zeit oder? Peer: Auf jeden Fall. Also gerade Onlinekurse online anzubieten, da gibt es tolle Plattformen. Mittlerweile auch in Deutschland nutzbar. Also es gibt wirklich sehr, sehr viele Möglichkeiten. Die Varianten sind breiter geworden. Man kann wirklich schauen, was einem liegt. Ob jetzt Video, Text, Audio was auch immer. Man kann dort viel machen. Man muss sich nur bewusst sein, dass es eben trotzdem nicht leicht ist. Man wird Fehlschläge erleiden. Man muss halt draus lernen, man muss dran bleiben. Das ist das wichtige. Also die Werkzeuge sind sozusagen da. Jetzt hängt es an den einzelnen Leuten sich sozusagen da durchzubeißen. Etwas zu finden, wofür sie brennen und dann eben dauerhaft auch dabeizubleiben. Marcus: Cooles Schlussstatement. Es ist alles gesagt würde ich sagen und ja, vielen Dank für Deine Zeit Peer! Es war schön mal endlich mit Dir zu quatschen. Wir haben vorher ein paar Mal geschrieben. Ich bin treuer Leser von Deiner Website und cool, dass es geklappt hat mit dem Interview! Peer: Ich danke Dir für das Interview! Marcus: Okay, schöne Grüße nach Deutschland! Peer: Jo, schöne Grüße, ciao! Marcus: Ciao. Yeah Leute, das war auch schon wieder die nächste Folge der LIFE HACKZ Show. Dieses Mal mit Peer Wandiger, dem Betreiber von Selbstständig im Netz. Jo! Gebt mir mal Feedback. Wie gefällt euch die Show? Was kann ich besser machen? Und wen hättet ihr gerne mal als Interview-Gast hier auf dem Podcast am Start oder bist Du vielleicht auch ein Kandidat, der sagt: Ey ich bin cool, ich was zu erzählen. Ich möchte gerne mal interviewed werden vom Marcus, dann schreib mir an marcus@lifehackz.de. Ansonsten viel Spaß bei allem, was ihr gerade tut und wo immer ihr auch gerade seid. Peace and Out, euer Marcus! [/su_spoiler] [/su_accordion]

peer-wandiger

Dec 11, 2015

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Interview mit Sebastian Kuehn von Wireless Life

Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 36! Hey Leute, herzlich Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show, immer noch live aus Chiang Mai in Thailand, dem Digitalen Nomaden Hot Spot. Heute habe ich mir den Macher von Wireless Life vor’s Mikro geholt, Sebastian Kuehn. Und Bastian lebt schon seit längerem in China und hat ziemlich viel Know-How, wenn es darum geht: Wie baue ich mein eigenes Online Business auf? Er ist also ein alter Hase in dem Geschäft und kann euch auch genau sagen, welche Fehler man vermeiden sollte, welche Fehler man nicht machen sollte. Weil genau darüber sprechen wir in dem Podcast. Das haben Feli und ich falsch gemacht, das hat Sebastian falsch gemacht, das haben auch tausend andere, würde ich wetten, falsch gemacht. Und das kann man aber vermeiden, wenn man weiß wie. Viel Spaß mit der heutigen Folge. Peace and Out! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. In dieser Folge lernst du:

  1. Welche Fehler Du beim Aufbau Deines Online Business vermeiden solltest.
  2. Warum es immer gut ist, für neue Sachen offen zu sein.
  3. Warum es okay ist auch mal Nein zu sagen.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Wireless Life

Wunderlist

Trello

Wireless Life Online Konferenz

Citizen Circle

Rock My Site

Wundersite

VPN Service Astrell

Tony Robbins  

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 36! Hey Leute, herzlich Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show, immernoch live aus Chiang Mai in Thailand, dem Digitalen Nomaden Hot Spot. Heute habe ich mir den Macher von Wireless Life vor’s Mikro geholt, Sebastian Kuehn. Und Bastian lebt schon seit längerem in China und hat ziemlich viel Know-How, wenn es darum geht: Wie baue ich mein eigenes Online Business auf? Er ist also ein alter Hase in dem Geschäft und kann euch auch genau sagen, welche Fehler man vermeiden sollte, welche Fehler man nicht machen sollte. Weil genau darüber sprechen wir in dem Podcast. Das haben Feli und ich falsch gemacht, das hat Sebastian falsch gemacht, das haben auch tausend andere, würde ich wetten, falsch gemacht. Und das kann man aber vermeiden, wenn man weiß wie. Viel Spaß mit der heutigen Folge. Peace and Out! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. Marcus: Hey Sebastian, cool dass Du bei LIFE HACKZ am Start bist! Bist Du ready? Sebastian: Yess, danke für die Einladung Marcus! Marcus: Sehr gerne! Wo erwische ich Dich gerade und was machst Du da? Sebastian: Du erwischst mich gerade in meinem kleinen, beschaulichen Home Office in meiner Wohnung in Shanghai. Ich gucke gerade auf so einen kleinen grünen Hinterhof, kleiner Vorgarten und da kann man schnell mal vergessen, dass das eigentlich eine 20 Millionen Metropole ist. Und ja, ich versuche gerade ein paar Sachen zu erledigen. E-Mails, ein bisschen Buchhaltung heute noch. Marcus: Oh, mein Lieblingsthema neben Steuern (lacht). Sebastian: Ja, ich versuche mir immer den Vormittag so zu legen, dass ich da alle Sachen erledige, also Korrespondenzen, Buchhaltung, alles was nicht unbedingt so riesen Spaß macht, um dann den Nachmittag frei zu haben für ein bisschen mehr kreative Dinge. Marcus: Okay, Du gehst da nach dem Prinzip vor, die Sachen, die echt keinen Spaß machen, aber die sind wichtig. Okay, morgens habe ich noch genug Will-Power dafür und verschiebe es nicht. Dann gehe ich’s morgens an und nachmittags machst Du dann eher kreative Sachen, wie Blogartikel recherchieren und schreiben? Sebastian: Genau richtig. Nachmittags ist dann immer so die Belohnung, ne? Wenn man früh die zwei, drei Stunden abgearbeitet hat, dann kommt die Belohnung und dann ist das Content erstellen, Konzeptionierung, so ein paar Sachen am Web-Design machen, an neuen Ideen und Projekten arbeiten. Also alles, was dann deutlich viel mehr Spaß macht. Marcus: Ja, wie organisierst Du Dich für diesen wichtigsten Task des Tages? Schreibst Du Dir den schon vorher raus oder hast Du ein bestimmtes Tool, wo Du dann nach Prioritäten sortierst? Sebastian: Ich habe ganz lange To Do Listen benutzt, hab da ein Tool benutzt. Todoist, was ich total klasse finde. Da waren quasi meine ganzen Aufgaben drin, nach Datum und nach Prioritäten sortiert und die arbeite ich dann ab. Und jetzt vor ein paar Monaten bin ich immer weiter davon abgekommen, diese klassischen To Do Listen zu benutzen und habe eigentlich hier neben meinem Laptop ein Zettel liegen. Also ganz klassisch ein Blatt Papier und einen Stift, schreibe mir da wirklich nur die allerwichtigsten ein, zwei Sachen drauf, die am nächsten Tag erledigt werden müssen und dann streiche ich die durch, wenn sie erledigt sind. Marcus: Hm, es kann fast noch mehr Bock machen, als so ein Mausklick auf so ein Quadrat, wo dann so ne Checkbox reingeht, oder? Das mit dem Pencil dann durchzustreichen. Sebastian: Ja genau. Und ich erwische mich auch immer selber dabei, dass… diese To Do Liste die habe ich immer dabei ne, am Tablet, am Handy, am Laptop und von unterwegs, wenn mir irgendwas einfällt, dann haue ich da die ganzen Aufgaben rein und die ist dann so überladen, die To Do Liste, dass alleine schon der Anblick mich total demotiviert. Und wenn ich einfach so ein Blatt Papier hier habe und handschriftlich mir die Aufgaben notiere, dann ist der Widerstand so ein bisschen größer und dann schreibe ich wirklich nur die wichtigsten Sachen rauf. Und das scheint für mich jetzt besser zu klappen im Moment. Marcus: Ja ich kenne das. Wir arbeiten ja mit Wunderlist, Feli und ich, wenn wir da uns beide koordinieren und am Anfang war es dann auch so, dass jede kleine Idee irgendwie darunter reingeschrieben wurde und wir haben dann noch so ein extra Thema gehabt, ich glaube Jour Fixe oder so, dann habe ich einfach alles reingehauen, wenn wir beide dann mal wieder ein Meeting gemacht haben zum Thema Business und irgendwann ist es aber einfach zur Mülltonne verkommen. Und alles was Du gefunden hast: Ja okay Jour Fixe, kann ich nicht zuordnen und dann war die Verbindlichkeit auch weg und Du hattest irgendwie so das Gefühl ich hab’s mir aufgeschrieben, aber letztendlich musste man dann irgendwie ne To Do Liste für die To Do Liste anlegen, um sich selber zu verwalten, um zu gucken, was ist da eigentlich noch überhaupt wichtig von der To Do Liste und was nicht. Es ist echt nicht easy. Es gibt viele gute Tools, die einem richtig helfen können, aber ohne dass man weiß, wie man so ein Tool benutzt, ist das geilste Tool 0 ct. wert oder gar nichts wert. Sebastian: Genau. Ich glaube, vielleicht zu diesem Punkt noch ganz kurz: Ich glaube zu zweit, da ihr ja an den meisten Projekten gemeinsam arbeitet, ist es natürlich nochmal ne ganz andere Challenge, ne? Weil man sich abstimmen muss. Und die Projekte, an denen ich alleine arbeitet, da bin ich mir selbst gegenüber nur in einer Verbindlichkeit, in der Verantwortung. Dann kann man sich auch einfach organisieren. Ich habe jetzt auch so ein paar Projekte mit anderen Leuten zusammen und da ist es natürlich schon schwieriger und da machen die Tools auch einfach Sinn. So Kollaborationstools und Projektmanagementtools, um sich da einfach ein paar Sachen festzuhalten und um verbindliche Termine einzurichten usw. Marcus: Hm klar. Welches nutzt Du da? Collaborative Working mit anderen im Team? Sebastian: Ich habe viel probiert, finde Slack ganz cool, also wenn man mal schnell kommunizieren muss, einfach nen Slack Channel aufmachen und das als Chat-Kanal nutzen und ansonsten Trello. Ich benutze viel Trello eigentlich. Marcus: Ja, wir auch. Ich bin totaler Fan von Trello, weil es a) kostenlos ist und b) irgendwie die User Experience total schön aufgebaut ist, mit diesen Karten umhängen und verschieben. Wenn man das vielleicht noch so von früher kennt aus dem Corporate Job mit den Post-its auf dem großen White Board hin- und herschieben und ich glaube das steht und fällt aber auch mit dem System, was man dahinter stellt hinter Trello ne? Sebastian: Genau, wie bei allen Tools, ja? Man braucht ein eigenes gutes System dafür. Marcus: Hm, hast Du ein Standardsystem, wie lauten bei Dir die Spalten? Sebastian: Die Spalten bei Trello meinst Du? Nee, ich habe überhaupt kein Standardsystem, wenn es To Dos gibt, dann werden die dort angelegt als einzelne Karten. Das mit der höchsten Priorität kommt nach vorne. Alles was erledigt wird, wird archiviert. Das kann man ja in der Zukunft immer nochmal herrufen und suchen, wenn man’s dann braucht, aber nee, so ein Standardsystem habe ich dann da nicht. Marcus: Das heißt, die wichtigste Karte hängst Du ganz nach oben und die anderen da alle drunter, alles in einer Spalte? Sebastian: Genau, und dann wird auch mal hin- und hergeschoben, je nach dem was gerade Prio 1 und 2 und 3 ist. Marcus: Aber innerhalb von einer Spalte? Frage ich. Also Du hast nicht mehrere nebeneinander, wo Du dann Prio 1, Prio 2, Prio 3 hast und die dann hin- und herschiebst, sondern Du schiebst quasi nur vertikal? Sebastian: Nee doch horizontal, also die Spalten… ganz links steht dann quasi immer die Prio 1 und je weiter es nach rechts geht, um so weniger wichtig werden die Aufgaben. Marcus: Ahh okay, cool. Was ich Dir noch empfehlen kann, je nach dem wie oft Du dann auch archivierte Sachen suchst, finde ich es ein bisschen umständlich, diesen Weg dann immer zu gehen, dass man glaube ich irgendwo explizit sagen muss, suche auch in dem Archiv oder so, haben wir noch so ne Spalte “Done” oder “Fertig” und da hängen wir einfach die fertigen Karten rein ohne die zu archivieren. Und dann sind die nämlich auch in der Vollsuche mit drin. Sebastian: Ah, das ist eine coole Idee ja. Marcus: Hm cool! Ja, dann erzähl mal, an welchen Projekten arbeitest Du und welche Trello-Karten hängen da gerade alle bei Dir auf Prio 1, welche hängen auf Prio 2 und welche hängen auf Prio 3? Sebastian: (grinst) Bei Trello ist jetzt fast alles abgearbeitet, aber wie gesagt, wir hatten jetzt ein paar Projekte. Da habe ich mit mehreren Leuten zusammengearbeitet. Das war einmal quasi eine virtuelle Konferenz, also ne Reihe von Webinaren, die wir gegeben haben. Komplett Online zum Thema digitale Produkte für Blogger. Das haben wir zu dritt organisiert. Da sind wir jetzt noch in der Nachbearbeitung, aber das ist jetzt so ziemlich durch. Dann veranstalten wir, ähnlich wie ihr mit euren DNX CAMPS, veranstalten wir auch für Occasions. Da gibt’s auch immer ein bisschen Abstimmung mit den anderen Organisatoren. Das organisieren wir jeweils zu zweit. Marcus: Immer die gleichen beiden, oder hast Du da verschiedene Leute? Sebastian: Nee, also ich bin meist dabei 90% der Fälle und dann immernoch eine andere Person. Aber das ist dann immer jemand anderes. Genau, da gibt’s viel zu planen, also ganz einfach die Koordination, die Buchungen von der Unterkunft, das Kennenlernen von den Teilnehmern, gucken wie kann man die am besten matchen, wer passt zusammen. Da benötige ich relativ viel Abstimmung. Da arbeite ich auch ganz gerne mit Google Docs und Spread Sheets. Auch super, die benutze ich eigentlich jeden Tag, um einfach quasi wie so ein großes Projekt glatt einmal anzulegen, wo dann die potentiellen Teilnehmer eingetragen werden, die Leute, die bereits bezahlt haben, wo die Kosten kalkuliert werden usw. Das wird dann jeweils mit dem anderen Organisator geteilt, dieses Google Sheet. Marcus: Richtig gut, oder? Auch unten die verschiedenen Reiter, die man dann anlegen kann und das dann teilen kann und je nach dem verschieden Berechtigungen geben kann? Sebastian: Ja, also ich bin ein riesen Fan von Google Docs und Spread Sheets. Das ist glaube ich immernoch so ein bisschen altbacken und viele Leute, die haben gerne so ne fancy Benutzeroberfläche, aber ich find’s klasse. Also, die machen genau das, was ich brauche, die Google Docs. Man kann sie teilen, man kann sie in Echtzeit bearbeiten. Also ein total geniales Tool. Marcus: Same same hier (grinst). Genau, es ist auch nicht überladen oder so, straight to the point, total schön minimalistisch finde ich. Sebastian: Genau. Und ansonsten: Projekte. Ich habe mir jetzt vorgenommen mal in den nächsten zwei, drei Monaten oder bis zum Jahresende keine neuen Projekte anzunehmen und einfach mal so eine kleine Bestandsaufnahme zu machen. Das ist glaube ich auch mal wichtig, einfach mal inne zu halten und zu gucken, was ist so alles passiert in den letzten zwei, drei Jahren. Ich bin jetzt seit knapp vier Jahren selbstständig, habe ne ganze Menge Content erstellt, Produkte erstellt und ich will das jetzt alles mal unter einen Hut bringen, das alles optimieren. Die einzelnen Produkte vernünftig miteinander verknüpfen. Ich experimentiere jetzt gerade ein bisschen mit Facebook Ads und gucke einfach, dass ich die Sachen, die jetzt schon draußen sind, möglichst gut an den Mann bringe. Und möglichst gut alles miteinander, ja, ineinander integriere quasi. Marcus: Ja, macht absolut Sinn. Gerade bei Dir würde ich sagen. Du hast soviel an Content und Mehrwert rausgehauen in den letzten paar Jahren. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Wenn ich an Dich denke, denke ich auch immer an so ein Multitalent und einer, der nie schläft und dann noch die Online-Konferenz raushaut und dann noch die Retreats macht und dann eben noch richtig geile hilfreiche, lange Blogartikel zu den Themen schreibt, auf die keiner Bock hat. Du bist so ein bisschen die ganze Taxation, Steuern und Meldungen, Anmeldung, Abmeldung und so. Irgendwie hast Du da Deine Expertise gefunden glaube ich, in dem Digitalen Nomadenbereich neben vielen anderen Themen. Und dann noch die Ebooks. Was hast Du nicht alles gemacht? Und dann fällt es auch schwer, irgendwann mal zu sagen: Ey, ich muss mal raus. Ich muss raus aus diesem Modus und kurz innehalten, zurückgucken, Bestandsaufnahme machen. Kann man vielleicht irgendwas auch einstampfen. Ich weiß nicht was Du vorhast. Oder noch besser machen, noch mehr optimieren an dem bestehenden Content ne? Sebastian: Genau. Also irgendwann geht’s dann sowieso auch nicht mehr alleine. Umso mehr Projekte man hat, da kann man ja gucken. Sucht man sich Hilfe? Sucht man sich Leute, die einem den Großteil der Arbeit abnehmen oder stampft man auch irgendwann Projekte ein. Also ich glaube, an dem Punkt bin ich gerade, wo ich dann ein paar Entscheidungen treffen muss. Wie geht’s weiter mit, wir haben ja auch so ne Community für ortsunabhängige Unternehmer und Freelancer auf Wireless Life und da bin ich gerade am überlegen, wie da die Reise weitergeht. All das sind natürlich Sachen, die kann man irgendwann alleine nicht mehr stemmen. Marcus: Aber da hast Du jetzt schon, ich glaube, mega viel Energie reingesteckt, um die Community irgendwie aufzubauen. Weil die wird wahrscheinlich nicht gecutted werden, oder? Sebastian: Nee, cutten nicht. Dafür ist es irgendwie zu sehr mein Baby, das kann ich jetzt nicht so einfach aufgeben. Aber ich sehe auch, das bringt auch immernoch nen Mehrwert für die Leute, für die Mitglieder, auf jeden Fall. Und das ist cool, also sich zu connecten. Das ist auch gut für mich, um wieder mehr Leute kennenzulernen, mein Netzwerk zu vergrößern, aber es braucht einfach unheimlich viel Arbeit, um so ein Forum zu betreiben und deshalb schaue ich jetzt, in welche Richtung es da geht. Marcus: Ja, mega, mega Arbeit. Ich glaube, jeder der auf der Suche ist nach dem heiligen Gral und sagt: Ich will irgendwie am Ende des Tages ein passives Einkommen haben, dem würde ich eher nicht empfehlen eine eigene Community aufzubauen. Auch wenn sie mega viele Vorteil hat, aber es … also man muss sich schon 100% committen oder? Sebastian: Auf jeden Fall. Ich glaube, das war ziemlich die Königsklasse vom passiven Einkommen. Ich glaube, der Tim hat’s jetzt gerade ganz clever gemacht mit seinem Citizen Circle. Das ist ja eher so eine sehr exklusive Community und ein bisschen höherpreisig, dafür liefert er richtig gute Inhalte, hält das aber ganz bewusst klein. Dadurch hält sich die Arbeit auch eher in Grenzen und dann ist es auch einfacher, diesen persönlichen Kontakt zu haben. Jetzt wenn Du irgendwann ein paar Tausend Mitglieder hast, dann ist dieser persönliche Kontakt natürlich nicht mehr gegeben und dann schafft man es einfach nicht mehr, da kommt man nicht mehr hinterher. Marcus: Nee, zumal Tim glaube ich auch jetzt vor ein paar Monaten an dem Punkt war, dass er gesagt hat: Okay, wenn ich das so weiter machen will mit den ganzen Baustellen oder Projekten, die ich am laufen habe, muss ich mein Team vergrößern und hat sich dann ja auch Leute reingeholt und bewusst angesprochen. Sebastian: Genau. Meine Überlegung hinter dieser Community war auch immer, dass ich sage: Die Leute finden mich über meinen Blog. Die lesen eins, zwei, drei interessante Artikel und sagen, okay, das gefällt uns was der Sebastian hier macht. Wir wollen mit dem noch ein bisschen näher in Kontakt bleiben und mit den Leuten, die sich so auf seinem Blog rumtreiben. Und dann gehen sie in diese Community, wo sie sich natürlich auch erstmal kostenlos anmelden können, können sich dort austauschen und dann gibt man seiner Leserschaft die Chance, irgendwie noch tiefer einzusteigen. Man bindet die Leute natürlich auch an seine eigene Marke. Das war auch immer so mein Gedanke dahinter ne? Wenn ich jetzt mal dann irgendwann ein Produkt habe, diese virtuelle Konferenz und ein Ebook oder einen Onlinekurs, dann ist es natürlich recht einfach, das auch zu vermarkten. Die Leute, die das Grundvertrauen haben in mich und in die Sachen, die sie so gesehen und gelesen haben. Und dann ist das ein super Marketing-Kanal am Ende auch. Marcus: Hm, absolut. Wobei man trotzdem immernoch, auch wenn es Deine eigene Zielgruppe ist, immer gucken muss, dass man sensibel bleibt und das nicht überreizt und ganz easy ist es halt auch nicht ne? Sebastian: Genau, die Balance zwischen: Ihr bekommt hier einen riesen Mehrwert, auch kostenlos, und dann vereinzelt auch mal Produkte streuen oder mal Promotion machen. Ich glaube diese Balance die muss man finden. Marcus: Du bist ja jetzt selber auch schon ziemlich lange in diesem Thema Online Unternehmertum, ortsunabhängiges Arbeiten. Ich glaube, gerade in letzter Zeit bist Du auch selber noch mehr rumgereist, also vorher. Was waren Deine ersten Touchpoints mit diesem ganzen Lifestyle, Online Geld verdienen und wie hast Du dann angefangen? Was waren Deine ersten Projekte? Sebastian: Ganz rudimentär hat’s eigentlich schon angefangen so 2010, 2011. Damals habe ich noch studiert. Ich wollte mir einfach nebenbei was dazu verdienen und hatte eigentlich in meinem Umfeld niemanden, der so etwas gemacht hat. Ja, auch ganz wenige Selbstständige. Ganz wenig Leute, die irgendwie freiberuflich über’s Internet gearbeitet haben. Marcus: Und wo hast Du studiert? Sebastian: In Berlin habe ich damals International Business studiert und habe dann einfach gegooglet. Was kann man machen? Wo kann ich mir ein paar Euronen hinzuverdienen? So 200 - 300 Euro, um mir meine Reisen zu finanzieren, um abends weggehen zu können. Und habe dann ein paar Jobs angenommen als Texter, habe mich im Bereich SEO fit gemacht und habe alles möglich angeboten. Schlechte Bezahlung, aber ich konnte mal reinschnuppern in das Thema. Dann war irgendwann das Studium vorbei und bin zusammen mit meiner Freundin nach Shanghai gegangen und hatte hier dann auch meine letzte Festanstellung für ein halbes Jahr. Ich habe die nach nem halben Jahr gekündigt und bin dann eigentlich All In gegangen und habe gesagt, ich versuch’s als Freelancer. Habe dann auch Leistungen angeboten als Übersetzer und im großen Bereich Online Marketing. Also so ein bisschen Social Media, ein bisschen SEO gemacht und das hat am Anfang auch nur sehr schleppend geklappt, weil ich mich einfach nicht spezialisiert habe auf einen Bereich, sondern ich wollte alles abdecken, wollte so viele Leute wie möglich erreichen. Und das war auch ein absolut wichtiges Learning für mich, was ich auch jedem Hörer nur empfehlen kann, ist sich einfach festzulegen. Sich in ein Thema richtig einzulesen, da der absolute Experte zu sein und dann nur ne Handvoll von Leuten zu bedienen, aber die auch richtig zu bedienen. Und dann dafür auch vernünftiges Geld zu nehmen. So ging es dann immer weiter und habe irgendwann besser verdient dann als Freelancer und habe nebenbei immer schon an eigenen Projekten gearbeitet. Das waren so kleine vier Nischenseiten. Das war mein erster Blog vor Wireless Life. Das hat sich dann immer weiterentwickelt. Ich habe immer mehr Sachen ausprobiert. War immer neugierige, was kann man noch so machen Online? Irgendwann ist dann doch unsere Facebook-Gruppe mit den Digitalen Nomaden entstanden und dann kamt ihr mit der DNX und dann gab’s immer mehr Angebote in die Richtung. Man konnte sich immer mehr connecten und austauschen und dann geht’s glaube ich von allein. Dann bekommt man so viel Inspiration, probiert so viele Sachen aus und einige von den Sachen, die machen Spaß, die funktionieren, da kann man Geld mit verdienen. Andere, die bleiben dann auf der Strecke und Du hast eigentlich ein ständiges Ausprobieren, Umwerfen, wieder neu ausprobieren. Marcus: Hm, genau so geht’s. Versuchen, machen, iterieren, wieder neu auf den Markt bringen, Analyse machen, Rückschlüsse ziehen, wieder neu starten, hinfallen, Mund abputzen, weiter, ne? Ich glaube, das wird auch nie aufhören als Unternehmer und das sollte man mit einkalkulieren. Dessen sollte man sich bewusst sein. Und wenn man dafür der Typ ist, dann ist glaube ich Unternehmertum und gerade auch Online Unternehmertum für mich irgendwie die totale Fleischwerdung oder Realisierung der absoluten Freiheit auf allen Ebenen. Sebastian: Genau und dieser Punkt, den Du gerade angesprochen hast, dieser Integrationsprozess, also dieser ständige Loop, der auch in jedem Startup beschrieben wird, das ist glaube ich ganz wichtig, dass der schnell abläuft, dass man schnell ausprobiert ohne lange ein Konzept zu erstellen, ohne lange zu überlegen, sondern einfach in den Markt gehen. Raus zu seiner Zielgruppe ne Verbindung aufbaut, sieht was wollen die haben? Würden die mein Produkt kaufen? Wenn’s dann nach zwei, drei Monaten nicht klappt, dann muss man sich auch damit abfinden und sagen: Okay, nächstes Projekt. Wir probieren was anderes aus. Und diese Feedbackschleifen, die müssen einfach schnell passieren. Marcus: Ja, also da hilft es oft nicht zu emotional zu sein, ne? Dass man … irgendwie… dann hilft’s auch wenn man schnell live geht, weil dann kann man nicht so ne große Emotionalität zu nem Projekt aufbauen oder zu ner Marke oder zu ner riesen Idee, die für Dich die Welt bedeutet, aber überhaupt keine Nachfrage da ist und manche haben dann das Problem, sich davon zu lösen und zu sagen: Okay, ey komm, das kostet nur Zeit und Geld und die habe ich nicht. Ich probiere jetzt was anderes aus. Sebastian: Genau, das ist sauschwierig, irgendwann ne Idee abzustoßen und zu sagen: Okay, ich gestehe mir ein, das hat nicht funktioniert. Ich mache mit einer neuen Idee weiter. Gerade wenn das so ein Leidenschaftsthema ist. Wenn man da mit Emotionen dranhängt. Das ist sauschwierig und das, was man lernen muss und ich bin auch noch dabei das zu lernen, einfach mal zu sagen: Okay, ich gestehe mir jetzt ein, das war nix! Marcus: Ja, das ist echt ein harter Prozess. Das haben wir ja auch schon oft gehabt, dass wir dann gesehen haben: Ey, es funktioniert einfach nicht. Lass uns das Ding einstampfen und was anderes machen. Zum Beispiel als wir dann mal die riesen Idee hatten, ne App für Digitale Nomaden zu machen, um sich zu connecten. Digital Nomad Radar, ich weiß nicht, ob Du das damals mitgekriegt hast. Das war wirklich so schwierig dann wirklich fähige Programmierer zu finden, die auch noch unsere Idee verstanden hatten und ich konnte aber auch nicht richtig briefen für App-Design und überhaupt Technik und dass dahinter dann noch Server hängen. Also Millionen Sachen, von denen ich keine Ahnung hatte, wo ich dann mir irgendwann selber eingestehen musste: Entweder Du vertraust jetzt jemanden und investierst richtig viel Geld und weißt nicht, was dabei rauskommt. Oder Du siehst es jetzt ein, dass es nicht Dein Gebiet oder Du bist jetzt noch nicht ready dafür oder hast nicht die richtigen Leute gefunden und ja… kündigst jetzt die Domain und stampfst das Ding ein und das war wieder ein Learning. Letztendlich hat man ja trotzdem noch ein Benefit von jeder Idee, die man erstmal weiterführt und dann irgendwann beendet. Sebastian: Ja super Beispiel. Ich glaube, wenn es gerade am Anfang beim Briefing schon so Probleme gibt, dann ist es auch ein gutes Zeichen dafür, sich das nochmal durch den Kopf gehen zu lassen. Marcus: Hm, oder ein anderes Beispiel war digitalenomaden.net. Da haben wir ja noch die Keyword-Domain registriert. Muss man sich mal vorstellen. Ich glaube das war im Sommer vor zwei Jahren. Da waren noch sämtliche Keyword-Domains zu dem Begriff Digitale Nomaden frei. Der Tim hat glaube ich die .de ne Woche vor mir geholt und ich habe mir dann noch die .net geholt und was sich seitdem alles getan hat, ist krass. Und da haben wir aber auch mal versucht ne Community aufzubauen mit ner coole Forensoftware und allem Möglichen. Haben ein bisschen Traffic drauf gekriegt, aber in Zeiten von Facebook muss ich Dir glaube ich nicht sagen, mit Deiner eigenen Community, ist es so schwer die Leute irgendwie überhaupt zu überzeugen und von der Plattform Facebook runterzukriegen, dass es noch andere gute Plattformen gibt, wo man sich austauschen kann. Und da haben wir auch irgendwann eingesehen: Ey, das ist a) zu viel Arbeit. Wir kriegen da keinen… also Traffic kriegen wir drauf, aber keine Interaktionen. Das höchste der Gefühle war immer der Vorstellungspost und haben dann gesagt: Die Domain ist so viel wert. Die hat jetzt auch schon so viel gute Backlinks von den Medien gekriegt, weil wir es nach der ersten DNX dann angekündigt haben und ein paar Medien haben das dann aufgegriffen und verlinkt. Dass wir sagen, wir bauen da jetzt irgendwas Statisches, das ist eigentlich auch immer ne ganz coole Idee, wenn man nicht komplett loslassen will von dem Brand oder der Idee und haben jetzt so ne Toolbox, quasi so ein Tuned A nur zu dem Thema Digitale Nomaden draufgebaut. Und das macht uns jetzt keine Arbeit. Da kommen immernoch ein paar Leads an, haben Affiliate Links da verarbeitet zu Sachen, die wir empfehlen und das ist dann im Moment absolut passives Einkommen über diese Domain. Sebastian: Ja genau, das ist eine gute Idee, das nicht komplett aufzugeben, sondern einfach was Statisches zu machen, wo man dann keine Arbeit mehr hat. Ich glaube, wenn ich jetzt nochmal anfangen würde eine Community aufzubauen, das kann ich auch wieder nur jedem raten, ich würde auf jeden Fall bei Facebook anfangen. Ich würde einfach ne Facebook-Gruppe aufmachen. Wobei, wie Du gesagt hast, die Leute sind eh den ganzen Tag bei Facebook und man bekommt die so schwer da weg. Die Leute sehen bei Facebook eh die Notifications und die sehen dann, wenn da in der Gruppe was passiert, und seine eigene kleine Community, die man dann aufbaut bei Facebook. Dann sind die auch viel eher bereit da zu antworten. Die haben ihr Profil schon bei Facebook. Die kennen sich damit aus. Und da kann man … beste Beispiel für mich ist immer der Johannes Voelkner von Webworktravel, was der sich da für ne geile Community aufgebaut hat innerhalb von Facebook. Man kann auch so viele Sachen machen, Events planen und Dokumente anlegen, Beiträge in der Gruppe verlinken, die schon weiter nach unten gerutscht sind, Beiträge fixieren. Also man hat eigentlich viele Möglichkeiten. Marcus: Ja absolut. Facebook ist mega convenient. Weil das alles, gerade diese Profilerstellung. Die Leute sind eh auf Facebook. Für manche, ich hoffe jetzt mal nicht für welche, die Digitale Nomaden werden wollen, für die ist Internet nur Facebook. Die kennen kaum noch andere Seiten, weil die der totale Verteiler ist mittlerweile. Und man muss zugeben, ich glaube das geht jedem so, es funktioniert einfach. Der Algorithmus, die Timeline. Es ist interessant auf Facebook und um so mehr kann man sich da verlieren. Also es ist der größte Freund, gerade auch für uns, für die DNX, funktioniert’s richtig gut, um unkompliziert die Communities aufzusetzen und da Interaktionen zu schaffen. Und auf der anderen Seite für mich selber als Unternehmer ist es der absolute Horror, wenn ich da wieder in diesen Rabbit Wholes verschwinde und gar nicht mehr weiß, was ich eigentlich auf Facebook machen wollte. Sebastian: Ja ich glaube, man muss sich dann gut unter Kontrolle haben. Ich schaue am Tag auch bestimmt 10 Mal bei Facebook rein, habe auch die Notifications ständig an, auch auf dem Mobile Phone. Und muss dann auch immer aufpassen, dass ich mich nicht irgendwie in Videos verliere oder auf irgendwelche Links klicke. Ja, man muss da so ne Selbstdisziplin entwickeln. Marcus: Ja, muss man auf jeden Fall. Ich würde gerne noch mal nen Step zurückgehen, als Du in Berlin warst, während Deines Studiums hast Du gesagt, was ich eigentlich ziemlich deprimierend und traurig finde, dass es damals an Deiner Uni oder an der  Fakultät auch irgendwie das Thema Online überhaupt nicht behandelt wurde, obwohl Du internationales Management oder Business studiert hast. Und Online ja die mega Zukunft ist und ein mega, riesengroßer Markt ist, hat das kein großes Thema gespielt oder nur rudimentär oder? Sebastian: Ja so gut wie gar nicht. Ich will jetzt auch gar nicht so viel über Studium schimpfen, aber inhaltlich war das schon sehr grenzwertig, was dann so 2011, 2012 noch gelehrt wurde, dass waren alte Marketingbibeln von Professor Manfred Bruhns, der die vor 30 Jahren geschrieben hat. Das war einfach viel Theorie und die Professoren waren auch schon relativ alt und die wussten einfach nicht, was abgeht in der Marketing Welt ne? Das heute so viel Online läuft. Und das war eigentlich Wissen, was man sich dann im Endeffekt doch selber aneignen musste. Aber so ein Studium, das ist gut für viele Sachen, aber inhaltlich hätte man die Zeit sicher besser nutzen können ja. Marcus: Ja, ich war ja 10 Jahre vor Dir an der Uni in Münster und habe BWL studiert und da war es natürlich noch weniger ein Thema und wir haben aber trotzdem dann nach diesen ganz alten Prinzipien und Theorien eigentlich nur gelernt und gepaukt und stumpf auswendig gelernt. Es war irgendwie kaum Praxis dabei. Ich will jetzt auch nicht zu lange drüber schimpfen. So ein paar Basics, vielleicht 10% kann ich jetzt noch für mein jetziges Leben anwenden. Aber 90% waren echt vertane Zeit und damals auch nur, um dieses Diplom zu kriegen oder irgendwas zu machen. Letztendlich hat mir das nicht viel gebracht und interessant war auch, dass ich, ich glaube, vor zwei oder drei Jahren dann bei nem Online Marketing Kongress eingeladen gewesen bin, was nur auf Einladung war von ner ziemlich guten Agentur in Deutschland, die da führend ist, und die hatte sich dann auch nen Professor irgendwie da als Speaker geholt. Der war auch noch gar nicht so alt. Irgendwie Mitte 30, Anfang 40 oder so und hat dann seine Slides präsentiert, die er dann in seiner Vorlesung zum Thema Online Marketing auflegt. Und ich dachte, ich sehe nicht recht. Also ich konnte mich kaum im Stuhl halten und nicht rausgehen, weil ich mich so fremdgeschämt habe, für die Inhalte, die da drauf waren, weil das so Schrott war. Dann dachte ich so, das kann echt nicht wahr sein. Wenn das die Lehre ist, was die Leute an der Uni in Deutschland… es war glaube ich sogar noch ne private Uni… und Geld dafür bezahlen in Sachen Online Marketing Lernen. Da ist jede Ressource, die Du bei Google in zwei Minuten findest zum Thema SEO oder so, tausend Mal hilfreicher und besser. Sebastian: Ja, kann ich mir gut vorstellen ja. Dann lieber von Leuten lernen, die richtig im Thema stecken, die das gerade selbst anwenden und irgendwie selbst gelesen haben. Und dann ist es auch egal, ob das ein Professor ist oder ein 25-jähriger, der gerade totale Erfahrung mit dem Thema sammelt. Marcus: Ja, und ich glaube wir sehen auch gerade so einen Switch. Zum einen, als ich angefangen habe, mich mit dem Thema zu beschäftigen, gab’s gute Blogs, aber die musste man dann echt mit der Lupe suchen und dann haben die Leute auch irgendwann aufgehört zu bloggen, dann war der Blog tot. Und dann musste man wieder einen neuen suchen. Und viele parallel lesen. Mittlerweile gibt’s ja das ganze Wissen auch super geil aufbereitet in sehr professionellen Onlinekursen, wo Du ein paar Euro in die Hand nehmen musst, aber da ist jeder Euro, finde ich, ist es da wert, wenn man das Geld dazu hat. Und es wird auch irgendwann weitergehen, dass die Lehre dann komplett irgendwie im Netz stattfindet und die Universitäten glaube ich, ein echtes Problem kriegen, gerade im Thema Online Unternehmertum. Sebastian: Auf jeden Fall, da bin ich voll bei Dir, ja. Ich glaube, man muss immer ein bisschen vorsichtig sein, weil es auch viel Halbwissen da draußen gibt und da einfach einen Blog zu starten oder einen Onlinekurs zu kriegen, das kann jeder. Und leider machen es auch viele Leute, die nicht ganz so viel Ahnung haben. Aber es gibt auch wahnsinnig viele gute Ressourcen. Und da muss man einfach selber abwägen und vielleicht mehrere Quellen in Betracht ziehen. Und dann findet man die ganzen Infos alle für wenig Geld, ja. Marcus: Ja, hm. Ich glaube, da entwickelt man irgendwann ein Gefühl für und da muss jeder auch mal durch und da muss jeder seine eigene Erfahrung machen. Am Anfang die ersten Touchpoints sind für viele Reichwerden im Internet, Geld verdienen über Nacht oder so, wo Du dann auf diese ganzen Scam-Seiten landest und irgendwann merkst Du aber, dass da nicht viel Inhalt hinter ist und dann kommt man hoffentlich auch auf die besseren Sachen. Oder stößt direkt auf so Podcast, wie der hier oder auf Deine Seiten oder an die Communities, wo dann die wertvollen Ressourcen geteilt werden. Ein wichtiger Punkt, den Du eben noch gesagt hattest, als Du angefangen hast. Dass Du, wie auch übrigens wir, einen riesigen Bauchladen erstmal aufgemacht hast. Dass Du nicht genug geshaped hast Dein Produkt und einfach alles angeboten hast, nur um irgendwie einen Euro zu verdienen. Also das war bei uns auf jeden Fall so der Antrieb, dass wir gesagt haben: Boah nee scheiße, wir haben viel zu viel Panik, dass wir überhaupt keine Kunden kriegen. Und haben gesagt: Okay, dann bieten wir alles an. Wir können Online Marketing Beratung, wir können Analysen machen, wir können das Operative im Online Marketing umsetzen, wir können Kommunikation, wir können Übersetzungen, wir können SEO Texte, wir können Websiteerstellung machen, wir können Tools installieren. Also es war irgendwie ein riesen…. keiner wusste, wofür wir überhaupt stehen. Und ich glaube, das ist auch wichtig zu erkennen, auch wenn’s weh tut. Nicht aus Angst irgendwie eine falsche Entscheidung zu treffen, haben wir dann keine Entscheidung getroffen und weiterhin alles angeboten. Aber erst nachdem wir zum Beispiel Rock my Site, was ja unser Brand für die Websiteerstellung war, noch weiter eingedampft haben auf Wundersite, sprich für persönlich Websites und für Freelancer. Ab da konnten die Leute was damit anfangen und sagen: Ey cool, das habe ich mal gesehen, ich kann was damit anfangen. Ich weiß was das ist. Genau das brauche ich, das kaufe ich jetzt. Sebastian: Ja, als Du es gerade erzählst von Wundersite und Rock my Site, ich kann mich erinnern, dass ich vor, das ist bestimmt schon zwei Jahre her, weil ich mal auf ner Portfolio Seite von Dir, ich glaube marcusmeurer.de und da habt ihr eure ganzen Projekte vorgestellt und ich dachte so, ach du… scheiße. Erstmal: Wo nehmen die die Zeit her, um diese ganzen Projekte zu starten. Und wie kriegen die das unter einen Hut. Und genau, ich habe auch genau das gleiche Problem. Ich wollte am Anfang auch immer alles machen, wollte auch möglichst viele Leute erreichen. Und das genau ist das Problem, ich habe jetzt in der Vergangenheit ein paar Workshops gegeben. Unter anderem ja auch bei euch auf der DNX zum Thema Nischenfindung. Was macht so ne gute Nische eigentlich aus. Da habe ich immer davon gesprochen von der Fear of nishing. Also einfach vor der Angst davor zu tief in die Nische reinzugehen. Weil wir einfach Angst davor haben, unsere Zielgruppe zu weit einzuschränken. Und wir haben Angst davor, Leute von unserem Angebot auszugrenzen. Und deshalb sprechen wir einfach die Masse an, die Allgemeinheit. Und indem wir das tun, erreichen wir aber am Ende niemanden, weil sich niemand angesprochen fühlt. Es fühlt sich niemand angesprochen, wenn wir Social Media Marketing Dienstleistungen anbieten. Da weiß kein Mensch, was damit gemeint ist. Keiner denkt, dass das ein Service für ihn ist, aber wenn wir, was ich irgendwann gemacht habe ist, ich habe SEO für App Stores, für den Google Play Store und für den Apple Store angeboten, und da gab’s vielleicht so 50 Leute im deutschen Bereich, die das brauchten. Aber die haben sich total angesprochen gefühlt. Es gab 0 Wettbewerber in dem Bereich, die die gleichen Dienstleistungen angeboten haben und das heißt, mindestens 50% der Leute, die ich angeschrieben habe, denen ich meine Leistung vorgestellt habe, die haben das Angebot auch in Anspruch genommen. Und ich konnte im gleichen Moment auch ne gute Rate verlangen, weil ich auch Ergebnisse und Referenzen vorzeigen konnte nach ner Weile und weil’s keinen anderen gab, der diesen Service angeboten hat. Das heißt, diese super kleine Zielgruppe, die hat mir total gereicht. Und der andere Vorteil war natürlich, dadurch dass diese Nische dann irgendwann so klein war, dass ich mir das Wissen, was natürlich nicht so viel ist, in so ner kleinen Nische, das Wissen habe ich mir so schnell angeeignet und war dann nach ein paar Monaten der absolute Experte auf dem Gebiet. Und dieses Prinzip, das kann man als Blogger anwenden, das kann man anwenden, wenn man Veranstaltungen organisiert, wenn man nen Online-Shop hat, Produkte verkaufen will. Das passt eigentlich auf alles. Man muss seine Zielgruppe ganz genau definieren, kennen, muss wissen, was haben die für Probleme und Bedürfnisse und Sorgen. Da muss man genau diese Penpoints ansprechen und keine Angst davor haben, dass man dann nicht ganz so viele Leute erreicht. Marcus: Hm ja, das ist glaube ich die große Challenge, den Mut zu haben zu sagen: Okay, ich mache jetzt nicht nur Webseiten für alle, sondern nur für kleinere Startups oder ich mache Webseiten, speziell für Fitnessstudios. Da gibt’s glaube ich auch einen Riesenbedarf im Übrigen. Und ich glaube, wenn ich dann jetzt ein Fitnessstudiobetreiber wäre und würde dann vier Angebote oder vier Services nebeneinander legen und der eine machte Webseiten für alle, der zweite macht Webseiten für Selbstständige in Deutschland und der dritte macht Webseiten, aber nur für Fitnessstudios und hat dann entsprechend auch die Referenzen auf seiner Seite, dann würde ich ja ganz klar zu demjenigen gehen, der mich total abholt mit genau meinem Pain und meinem Need. Sebastian: Genau, weil Du ja auch davon ausgehst, dass dieser Anbieter, der kennt die Bedürfnisse von Leuten, die gerne ins Fitnessstudio gehen wollen. Der weiß, wie muss das User Interface aussehen, wie soll das Web-Design aussehen. Was ist ansprechend für potentielle Kunden. Genau. Und dann bist Du auch viel eher bereit, die zu beauftragen, ja. Marcus: Ja, wie kam das dann, dass Du komplett aus Deutschland weggezogen bist. Du hast gerade gesagt mit Deiner Freundin. Also war sie dann der ausschlaggebende Grund, dass Du gesagt hast, ich kann quasi von überall arbeiten. War das vorher schon so ne Option, wenn Du mal jemanden kennenlernen solltest oder wenn Du mal woanders sein möchtest? Suche ich mir nen Job, also arbeite ich Online, um das von überall machen zu können oder kamen dann Dinge zusammen und eins zum anderen? Sebastian: Es war ein schleichender Prozess. Also, ich bin immer schon gerne gereist. War auch schon vor der Zeit in Shanghai, öfter mal im Ausland, auch länger unterwegs und wie gesagt, ich hatte hier noch nen festen Job. Also ich war hier ganz normal angestellt das erste halbe Jahr. Und da war eigentlich der Gedanke dann viel reisen zu können, der hat gar nicht so eine große Rolle gespielt. Das ging dann erst los, als ich mich selbstständig gemacht habe und mit diesem Freelancing Service angefangen habe und dann war auch das erste Jahr, war einfach nur arbeiten und wenig reisen. Da waren auch 60, 70 Stundenwochen. Marcus: Hm das ist gut, dass Du es sagst. Sebastian: Da war an viel Reisen und Freiheit nicht zu denken, weil’s finanziell einfach auch schwierig war. Weil einfach immer viel zu viel Arbeit da war. Und dann lief es dann aber irgendwann immer besser, hatte man mehr Freiheiten, also finanziell ging’s dann ganz gut, zeitlich war ich viel flexibler, hatte auch immer weniger Kundenaufträge. Mit Kundenaufträgen ist es ja auch immer so ne Sache, dass man die nicht einfach mal abstellen kann für ne Woche ne? Du musst immer erreichbar sein, oder nicht ständig, aber Du musst ne Response Quote haben, musst auf E-Mails reagieren, musst telefonisch immer erreichbar sein. Marcus: Trotzdem ist es ein super geiler Steigbügelhalter, um in diesen Lifestyle reinzustarten. Also es ist irgendwie total geil, dieses Tool Freelancing und irgendwie auch ein bisschen Deine Zeit gegen Geld zu verkaufen, wo ja manche sagen: Nee, das will ich auf keinen Fall mehr, aber gerade zum Start und um ein bisschen ruhiger schlafen zu können, ist Freelancen ne super geile Option, die Du gemacht hast, die ich gemacht habe, die Conni gemacht hat, die eigentlich Tim… ich glaube fast jeder ist mit Freelancing gestartet. Das sollte manchen Leuten noch mal bewusst sein, dass man nicht von über Nacht quasi so ein eigenes Business aufbauen kann. Und dann muss man aber glaube ich irgendwann den Punkt erkennen: Okay, über die eigenen Sachen kommt jetzt genug Geld rein, auch wenn’s wahrscheinlich wieder genauso wenig ist, wie am Anfang vom Freelancing. Und sich dann trauen, diesen Switch zu machen und nach und nach die Kunden dann wieder abzugeben oder? Sebastian: Genau, richtig. Genau, dieses Freelancing als Einstieg und dann so langsam den Übergang schaffen zu eigenen Projekten und zu Einkommen, was dann größtenteils passiv ist, wo man nicht von Kunden abhängig ist. Und genauso war es dann auch irgendwann bei mir. Ich würde sagen, das war vor zwei, zweieinhalb Jahren. Und da ging’s auch los, dass wir mehr gereist sind. Also teilweise zusammen mit meiner Freundin, teilweise alleine und das koste ich jetzt auch aus. Ich würde sagen, ich bin jetzt immernoch so mindestens die Hälfte des Jahres in Shanghai, bin hier fest, habe hier ganz klassisch meine Wohnung und bin den Rest des Jahres dann unterwegs, viel in Europa und Asien. Und nehme dann die Arbeit mit. Marcus: Hm saucool! Und wie sind so die Lebensbedingungen in Shanghai? Ist es da günstiger als im Rest von Asien oder ist es da günstiger als in Deutschland? Also erfordert das von Dir irgendwelche Sachen, die Du in Deutschland nicht machen müsstest? Oder sagst Du dieses Online Business mit meiner Zielgruppe Deutschland ist echt kein Thema, kann ich von jedem Land der … oder jedem Ort der Welt führen? Sebastian: Also Shanghai ist glaube ich so, wie in vielen asiatischen Städten. Also man kann total günstig leben. Wenn man lebt wie die Locals und kann aber auch recht teuer sein, wenn man in internationale Supermärkte geht, wenn man jeden Tag essen geht, Restaurants und nicht auf der Straße. Wenn man in nem schönen Bezirk wohnt. Das heißt, mittlerweile hat sich unser Lebensstandard auch schon ein bisschen angepasst und es ist schon teurer als damals das Leben in Deutschland war. Was gibt’s hier für Schwierigkeiten? Ein Problem in China generell ist einfach, dass viele Webseiten geblockt sind. Das heißt, man muss das immer umgehen mit einem VPN Services. Darunter leidet die Internetgeschwindigkeit ab und an mal. Das kann schon problematisch sein. Marcus: Was für ein Service kannst Du da empfehlen? Sebastian: Ah, ich habe jetzt super viele ausprobiert und für mich das beste war Astrill. Der Service kostet glaube ich so 60 oder 70$ im Jahr, ist aber total zuverlässig. Und ansonsten gibt es eigentlich ganz wenig Probleme. Also alle Sachen, die ich so mache, da spielt’s einfach keine große Rolle, ob ich die von hier mache oder von Deutschland aus oder aus den USA. Das Einzige, wo man manchmal ein bisschen hin- und herjonglieren muss ist einfach wegen der Zeitverschiebung. Ne? Wenn wir zum Beispiel beide einen Termin ausmachen oder wenn ich mal ein Webinar geben will in Deutschland, dann muss ich immer gucken, wann erreichst Du die Leute dort am besten? Und dann kann es auch sein, dass ich mal ne Nachtschicht einlegen muss. Und dass ist dann hier früh am Morgen ist, wenn es in Deutschland am Abend ist. Aber da wird man fertig mit. Und ansonsten gibt’s eigentlich keine großen Probleme nee. Marcus: Ja cool. Also China fehlt mir noch. Und da würde ich auf jeden Fall gerne mal hin und das auch live vor Ort mal mitbekommen, was da abgeht. Man hört halt so viel unterschiedliche Sachen und ich glaube, am besten ist, man schaut sich das selber an und versucht da mal ne Zeit lang zu leben und zu arbeiten. Sebastian: Ich glaube in Hongkong habt ihr jetzt schon einen ganz guten Eindruck bekommen. Ich glaube Hongkong ist ein guter Mix aus Europa und aus China. Marcus: Wobei ich sagen muss, ich hatte vorher so ein bisschen die Befürchtung, dass mich das überfordern würde. Dass da irgendwie zu viel los, zu kommerziell und so. Wir sind ja eher die Typen, die gerne an nem kleinen remote Strand mit den Fischern abhängen und uns dann auch nicht über langsames Internet beschweren, aber dafür den Ozean vor der Tür haben, Tauchen gehen können, Kitesurfen. Aber es hat mir echt gut gefallen und gerade das Kommerzielle und dieses Bunte. Für ein paar Tage war das voll in Ordnung und es hat mich echt fasziniert. Also ich war auf jeden Fall nicht das letzte Mal in Hongkong. Das ist schon cool. Sebastian: Ja, coole Stadt, auf jeden Fall! Ja, ich glaube, es kommt auch immer darauf an. Es gibt Leute, die bevorzugen Großstädte und es gibt Leute, die bevorzugen eher diese remote places, wo es dann ein bisschen ruhiger ist, wo man geile Natur hat. Und bei mir ist es schon so, dass ich gerne in der Großstadt bin, aber auch gerne mal für ein paar Wochen irgendwo in ein kleines Fischerdorf fahre oder an einen coolen Strand. Marcus: Ja, also das muss jeder für sich selbst dann auch entscheiden. Also wie schnell jemand reist und wo er dann hinreist. Da gibt’s ja auch wieder die verschiedensten Typen innerhalb der Szene der ortsunabhängigen Arbeiter. Oder man braucht viel Gesellschaft oder das pusht einen, wie jetzt hier in Chiang Mai. Dann gibt es natürlich so Hot Spots, wo dann auch viele Gleichgesinnte abhängen. Was ist Deine größte Schwäche und worin würdest Du gerne noch besser werden? Sebastian: Jetzt muss ich überlegen, welche von den vielen Sachen mir als erstes in den Kopf kommt. Ich glaube so eine große Schwäche, was ja im Endeffekt auch ne Stärke sein kann, ist einfach dass ich echt Probleme damit habe Nein zu sagen. Nein zu Projekten, Nein zu, wenn Leute auf mich zukommen und mich um nen Gefallen bitten. Einfach immer wenn Leute kommen mit ner Frage oder mit ner Bitte, dann gibt man ja immer so ein bisschen was von seiner eigenen Zeit ab oder auf. Und da muss ich noch viel besser darin werden, einfach Sachen abzulehnen. Ob Projekte, wo wir vorhin drüber gesprochen haben. Projekte einzustampfen, mich von Sachen zu trennen oder zu sagen: Es gibt so diese zwei, drei Dinge, zwei, drei Projekte an denen arbeite ich gerade. Es gibt diese zwei, drei Menschen, die sind mir richtig wichtig in meinem Leben und genau für die Sachen investiere ich meine Zeit und meine Ressourcen und alles andere steht dann erstmal außen vor. Ansonsten verwickelt man sich dann in tausend Dinge und macht aber keins davon richtig und da bin ich immernoch dabei, das zu lernen. Marcus: Was meinst Du, könnte dafür ne Lösung sein? Was könnte Dir helfen? Sebastian: Ich habe gerade recht viele Bücher gelesen so zum Thema “Persönlichkeitsentwicklung” von Anthony Robbins zum Beispiel. Und da ging’s einfach immer darum den Wert von bestehenden Sachen zu kennen und zu wertschätzen. Also einfach mal so ne Bestandsaufnahme zu machen, zu gucken, was sind so diese zwei Webprojekte, die mich richtig weiterbringen, die mir richtig Spaß machen oder was sind die zwei Menschen in meinem Leben oder die fünf Menschen in meinem Leben, die mir wahnsinnig viel wert sind. Und dann darauf… einfach indem man diesen Wert erkennt, zu sagen: Okay, das hat meine Energie verdient und alles andere, was dann noch kommt, da sehe ich, habe ich da irgendwie noch Energie und Ressourcen für übrig oder nicht. Marcus: Hm, ich glaube das ist ein Riesenthema, gerade auch Online. Und wenn man immer besser vernetzt wird und immer mehr Leute kennt, kommen ja auch immer mehr Opportunities, die man annehmen kann. Und gerade auch, wenn man dann sieht, der hat schon wieder das gestartet oder das ist der neueste Schrei und das könnte man auch mal probieren und auf ne App hätte ich auch schon immer Bock und dann auf ein Ebook auch und nen Onlinekurs will ich auch noch aufnehmen und Buch schreiben auch noch und mich selber verfilmen lassen auch. Dann ist es echt schwer an den richtigen Punkten nein zu sagen. Gerade aufgrund dieses Shiny Object Syndrom, dass man immer denkt, das was ich habe ist nicht gut genug, sondern das was andere haben ist vielleicht noch cooler. Oder ich könnte mein Produkt noch cooler machen und da müssen wir auch noch besser werden, weil eben innezuhalten, durchzuschnaufen, auch wenn’s vielleicht nur ne Woche ist oder mal ein paar Wochen, um zu sagen: Okay, das was ich habe ist schonmal richtig gut. Das ging jetzt ab und darum kümmere ich mich jetzt und gucke, worauf fokussiere ich mich die nächsten Wochen. Sebastian: Genau, und dann einfach mal mit den Sachen weitermachen, die gut laufen. Da gibt’s ja immer einen Grund für, warum einige Sachen gut laufen und andere weniger gut. Und ich glaube, wenn man sich dann auf die Sachen konzentriert, die einfach funktionieren, dann kann man auch nicht viel falsch machen. Und da muss man auch nicht immer nach links und rechts gucken und sich immer ablenken lassen von den ganzen anderen tollen Ideen und Blogs und Online Jobs, sondern dann gibt’s einfach nen Grund dafür, warum die eigene Sache gut läuft und die lieber noch weiter ausbauen, anstatt tausend andere Sachen zu beginnen. Ich glaube, das ist ganz wichtig. Marcus: Hm und wenn Du merkst, Du bist nicht mehr produktiv, Du sitzt gerade am Rechner, Du sitzt ja auch ziemlich lange am Rechner, so wie wir, was machst Du, wenn Du merkst, Du kommst jetzt nicht weiter, es bringt nichts mehr? Bist Du da schon so weit, es zu schaffen den Deckel zuzuklappen? Das fällt mir immernoch schwer. Und wie gehst Du damit um? Was ist Deine Empfehlung, was ist Dein Hack? Sebastian: Also ich werde da immer konsequenter. Also es ist echt so. Manchmal arbeitet man an ner Sache. Dann merkt man so nach 10, 15 Minuten das Internet ist scheiße, funktioniert alles nicht, habe irgendwie keinen kreativen Saft heute mehr. Und in dem Moment klappe ich wirklich einfach den Laptop zu und dann gehe ich ne Runde laufen, gehe in ein Café und nehme mir ein Buch mit, lese einfach für ne Stunde oder zwei und wenn ich dann merke, ich habe wieder ein bisschen kreative Energie oder ich habe wieder Bock, dann setze ich mich auch wieder an den Laptop. Aber ansonsten gibt es auch wirklich Tage, wo dann mittags für mich eigentlich Feierabend ist und ich dann Kumpels anrufe und mich mit denen treffe, anstatt mich zu quälen und einfach unproduktiv vor’m Laptop zu setzen. Ich glaube generell, ein ganz guter Tipp, was für mich super gut funktioniert ist, dass ich meist am Vormittag, also immer wenn ich zu Hause bin, auf Reisen sieht’s natürlich immer nochmal ein bisschen anders aus, der Tagesablauf, aber wenn ich zu Hause bin, dann bin ich vormittags in meinem Home Office, versuche so die wichtigsten Sachen zu erledigen und da weiß ich im Kopf schon, ich verbinde diesen Stuhl auf dem ich sitze und meinen Schreibtisch und meinen Ausblick verbinde ich einfach so mit typischen Tätigkeiten. Und dann gehe ich zu Mittag und danach gehe ich irgendwo in ein Café oder in einen Coworking Space und dann weiß ich schon, ohne mich wirklich drauf einstellen zu müssen, okay jetzt ist irgendwie ein ganz anderes Tätigkeitsfeld dran. Jetzt arbeite ich an ganz anderen Aufgaben. Und das hilft mir. Einfach diese Verbindung von bestimmten Aufgaben und Ordnung.   Marcus: Hm interessant! Das ist ja echt ein guter Hack. Das habe ich jetzt bisher noch nicht so gemacht. Wir machen es dann irgendwann, wenn wir denken, okay Home Office, die ersten drei Tage war cool, wir brauchen jetzt ne neue Umgebung. Wir tauen immer total auf, wenn wir woanders reinkommen und neue Impressions haben und neue Eindrücke und dann gehen wir zum Beispiel ins Betahaus mal ne Woche oder drei Tage arbeiten und dann gehen wir in die Blogfabrik und dann gehen wir mal in ein Café und dann gehen wir wieder ins Home Office, wenn wir in Berlin sind oder hier gehen wir ins Punspace und arbeiten vielleicht demnächst mal im Café. Aber das vielleicht dann auch noch mit bestimmten Tätigkeiten zu verbinden, könnte glaube ich dem Geist auch noch mehr Ruhe geben. Dass man die innere Uhr schon nach irgendwas taktet und dann noch weniger nachdenken muss, was mache ich hier eigentlich jetzt? Sebastian: Genau. Ich find’s zum Beispiel total genial mich in ein Café zu setzen, wo es auch relativ busy ist, wo man Hintergrundgeräusche hat, wo man auch Leute trifft und dort dann zu schreiben. Ich brauche das einfach, wenn ich Content erstelle, kann ich nicht alleine zu Hause sitzen, wo alles ruhig und dunkel ist, sondern dann gehe ich auch am liebsten raus, umgebe mich auch mit ein paar Leuten, mache dann alle Stunde mal ne Pause, habe nen kurzen Schnack. Das ist bei mir schon so richtig tief verwurzelt und das funktioniert für mich wahnsinnig gut. Marcus: Krass! ich bin genau der andere Typ. Ich könnte niemals im Café mich konzentrieren und schreiben und irgendwie coole Sätze rausbringen oder so. Ich bin echt einer, da soll am besten überhaupt niemand in meiner Nähe sein, irgendwo eingeschlossen und es muss alles still sein und ruhig. Weil ich bin leider mega leicht abzulenken, auch wenn ich zum Beispiel im Bus sitze oder im Flugzeug und jemand unterhält sich ne Reihe hinter mir. Auch wenn ich nicht will, ich muss da zuhören. Das ist wie so ein Zwang und das ist total nervend, nicht abschalten zu können, wenn um Dich herum was passiert. Um so cooler, dass das bei Dir so gut klappt. Sebastian: Ja, ich glaube da muss jeder für sich selber die beste Methode finden. Marcus: Absolut! Was steht bei Dir heute noch an? Sebastian: Wir haben jetzt gerade 12 Uhr. Ich treffe mich gleich mit ein paar Kumpels zu Mittag und nachmittags haben wir einen Workshop. Das ist ganz cool, in dem Coworking Space, wo ich ab und zu mal hingehe. Da gibt’s Workshops zu verschiedenen Themen so alle ein, zwei Wochen. Und dort geht’s heute um “Wie programmiere ich einen Onlineshop”. Eigentlich überhaupt nicht mein Thema, aber auch mal interessant in ganz andere Sachen mal reinzuhören und sich ein bisschen inspirieren zu lassen. Marcus: Ja absolut. Das ist vielleicht nochmal so ein ganz cooles takeaway am Ende von unserem Interview, dass man immer eigentlich auch offen sein sollte für neue Sachen, auch wenn’s dann gerade jetzt irgendwie so ein bisschen mit Deinem Business tangiert. Uns ist gerade jetzt im letzten Jahr so oft vorgekommen, dass wir sagen: Ey logisch, connecting the dots. Auf einmal hat das wieder gepasst, wo man damals überhaupt keine Ahnung hatte, warum macht man das und warum hört man sich da irgendwas an oder liest sich was an. Oder baut da Wissen auf. Und dann kommt irgendwann der Tag wo Du merkst so: Ey cool, ich starte jetzt nen Podcast und bin total versiert zum Thema Sport und hab da voll Bock drauf, kenne da viele gute Leute, kenne vielleicht auch ein paar Spitzensportler. Genau. Das nehme ich mit auf den Podcast oder so, jetzt nur so als Beispiel. Also immer offen sein für neue Sachen ne? Sebastian: Genau ja, und auch mal, genau wie Du sagst, aus der eigenen Branche ein bisschen rausschauen. In verschieden Themenfelder reingucken und dann hast Du auf einmal so ne krasse Verbindung. Wie es jetzt bei Dir funktioniert hat ja? Marcus: Cool! Ja, vielen Dank für Deine Zeit. Wir verlinken alle Deine Projekte und über die Tools und Empfehlungen, über die wir gesprochen haben, auf jeden Fall in den Shownotes. Und ich würde sagen, wir beide sehen uns früher oder später wieder. Spätestens zur GLOBAL im März in Bangkok. Sebastian: Ja mal schauen, ob ich’s dahin schaffe. Wir haben Pläne dann in Südamerika zu sein. Mal gucken, ob ich dann rechtzeitig wieder da bin. Marcus:  Ah okay. Ansonsten haben wir ja eh ne kurze Leitung über das heiß geliebte Facebook und die anderen Kanäle. Also Sebastian, viel Spaß noch mit Deinen Kumpels und beim Workshop. Vielen Dank für Deine Zeit, vielen Dank für das spannende Interview und bis bald! Sebastian: Ja, vielen Dank Marcus und viel Spaß noch in Chiang Mai. Mach’s gut! Marcus: Danke, ciao! Jo, jo, jo, jo, jo, das war auch schon wieder die Folge Nr. 36 vom LIFE HACKZ Podcast. Ich würde mich tierisch freuen, wenn ihr mir eine Bewertung auf iTunes hinterlasst oder mir eine E-Mail schreibt, an marcus@lifehackz.de. Und wir hören uns wieder zur nächsten Folge von LIFE HACKZ. Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

Dec 4, 2015

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Interview mit Niklas Faralisch von Farali Production

Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 35! Jo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mal wieder live aus dem Coworking Space Punspace in Chiang Mai, Thailand, dem Digitalen Nomaden Hot Spot. Wir haben jetzt wieder cooles Wetter. Die Sonne scheint und heute habe ich Niklas Faralisch vor das Mikro bekommen.  Niklas ist ein absoluter Senkrechtstarter von 0 auf 100. Ich habe ihn das erste Mal als Praktikant für den Bayrischen Rundfunk kennengelernt, als er einen Bericht über die DNX in Berlin im Oktober letzten Jahres gedreht hat. Und seitdem ist der Typ völlig on Fire und nicht mehr zu stoppen. Und wenn man so sein Facebookprofil verfolgt, denkt man, was macht der denn da schon wieder? Und wie kommt der denn da an die Connection? Und jetzt ist er wieder in Berlin. Und ich wusste auch gar nicht wo er ist und das alles mit, mittlerweile ist er 20, aber mit 19 angefangen.  Also super inspirierend, super coole Story. Freut euch auf das Interview. Es hat mega viel Spaß gemacht mit dem Niklas. Und ich glaube jeder kann da auch was für sich selber rausziehen. Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFEHACKZ 10% Discount. Und jetzt genug geredet, viel Spaß mit der Folge mit Niklas Faralisch. In dieser Folge lernst du:

  1. Wie man auch in jungen Jahren ohne Berufserfahrung erfolgreich wird.
  2. Wieso Fehler enorm wichtig für uns sind, um unser Business voranzubringen.
  3. Wie Dein Mindset Dein Leben beeinflusst.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

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[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 35! Jo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mal wieder live aus dem Coworking Space Punspace in Chiang Mai, Thailand, dem Digitalen Nomaden Hot Spot. Wir haben jetzt wieder cooles Wetter. Die Sonne scheint und heute habe ich Niklas Faralisch vor das Mikro bekommen. Niklas ist ein absoluter Senkrechtstarter von 0 auf 100. Ich habe ihn das erste Mal als Praktikant für den Bayrischen Rundfunk kennengelernt, als er einen Bericht über die DNX in Berlin im Oktober letzten Jahres gedreht hat. Und seitdem ist der Typ völlig on Fire und nicht mehr zu stoppen. Und wenn man so sein Facebookprofil verfolgt, denkt man, was macht der denn da schon wieder? Und wie kommt der denn da an die Connection? Und jetzt ist er wieder in Berlin. Und ich wusste auch gar nicht wo er ist und das alles mit, mittlerweile ist er 20, aber mit 19 angefangen. Also super inspirierend, super coole Story. Freut euch auf das Interview. Es hat mega viel Spaß gemacht mit dem Niklas. Und ich glaube jeder kann da auch was für sich selber rausziehen. Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFEHACKZ 10% Discount. Und jetzt genug geredet, viel Spaß mit der Folge mit Niklas Farali. Marcus: Hi Niklas! Saucool, dass Du am Start bist beim LIFE HACKZ Podcast! Bist Du ready? Niklas: Yeah! Moin aus Berlin. Marcus: Ja, aus Berlin sagst Du gerade. Bei Dir weiß man ja auch nie, mittlerweile bist Du ja ein Fulltime Nomade und überall zu treffen und zu sehen, gerade wenn man Dich auf Facebook verfolgt. Jetzt gerade Berlin, was steht an? Du hast eben kurz im Vorgespräch erwähnt, Du steigst in den Flieger, wo willst Du hin? Niklas: Genau, es geht heute nach Köln-Bonn für eine Produktion, die jetzt bis Sonntag geht und ja, eigentlich das nächste Jahr ist so gut wie im Ausland geplant. Also, ich glaube ich bin gar nicht in Deutschland angesiedelt großartig. Marcus: Ja wahnsinn! Du bist, sag mal selber Dein Alter. Niklas: Ich bin 20, mittlerweile 20 geworden. Marcus: Okay, mittlerweile bist Du 20. Ich glaube mit 19 oder kurz vor Deinem 19. Geburtstag hast Du Feuer gefangen. So ziemlich genau vor einem Jahr und was seitdem passiert ist, ist einfach nur krass, wenn man so mal Deine Entwicklung anschaut. Ja erzähl doch mal selber, wie das alles kam und eins zum anderen. Niklas: Ja, das fing alles an mit dem Ding, man möchte irgendwas mit Medien machen. Man macht ein Praktikum bei nem Sender und klar, als Praktikant hat man jetzt nicht die großen Aufgaben. Und ja, entwickelt sich… zumindest ich habe mich dahin entwickelt, dass ich halt mehr machen wollte, als nur ein Praktikantendasein schieben. Und daraus ist dann mehr oder weniger die Tatsache geworden, dass ich gesagt habe “Okay, ich möchte eigenständig leben. Ich möchte mein eigenes Ding machen, irgendwo auf der Welt, vieles erleben, viel Reisen vor allem - ganz wichtig!” Und habe mich dahin entwickelt, dass ich gesagt habe: Ja, jetzt muss eine eigene Firma her. Jetzt muss was eigenes entstehen und das funktioniert mittlerweile, dass ich davon leben kann, dass ich reisen gehen kann ganz viel. Das was ich am liebsten machen und das mit dem verbinde, was Spaß macht. Dem Video produzieren, fotografieren und ja, den Leuten ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Das ist das coole an der ganzen Sache. Marcus: Okay, wenn man das jetzt so hört, könnte man ja zu der Schlussfolgerung kommen, dass die Praktikas in Deutschland, wahrscheinlich speziell bei Deinen Sendern, wo Du unterwegs warst doch einen so gut vorbereiten und einen so viele Skills gainen, wie heißt das auf Deutsch? - Know-How aneignen lassen, dass das dann reicht, um direkt in die Selbstständigkeit zu starten, ohne irgendwie nem Angestelltenjob ne Chance zu geben. Oder würdest Du sagen, es war bei Dir jetzt aus bestimmten Gründen irgendwie ne Ausnahme, dass das so schnell durch die Decke geschossen ist? Niklas: Ich glaube, das hängt weniger mit einem Praktikum zusammen. Ein Praktikum heißt Orientierung. Das heißt man probiert vieles aus, man bekommt auch mal die Möglichkeit mal was auszuprobieren. Ich habe mir sehr viel selber angeeignet und viel mich einfach connected mit Leuten, die Ahnung davon haben, die mir mehr beigebracht haben, die gesehen haben, er brennt dafür, er hat Bock darauf. Und deswegen hängt das weniger mit nem Praktikum zusammen. Dass einfach ein eigener Ehrgeiz entsteht daraus. Ein eigenes Brennen für ein Thema, für nen bestimmten Beruf und dann möchte man das auch irgendwo erreichen. Und das erreicht man, indem man Erfahrungen sammelt, indem man auszuprobiert, indem man auch mal auf die Fresse fällt. Also wie oft bin ich schon auf die Fresse gefallen und (lacht) musste wieder von vorne anfangen oder zumindest wieder an nem anderen Start anfangen, als den ich eigentlich erreicht habe schon. Und daraus lernt man wieder und das baut so aufeinander auf. Und je mehr das sich aufbaut, desto funktioneller wird das. Bis man dann irgendwann mal sagt: Okay, jetzt habe ich meine eigene Firma, die muss funktionieren, die muss Geld reinbringen, sage ich jetzt mal. Die muss dafür sorgen, dass ich mir was zum Essen kaufen kann. Und dann hängt man plötzlich in diesem Bötchen drinnen. Marcus: Ja krass, Du hast gerade einen sehr wichtigen Punkt erwähnt glaube ich. Dieses hinfallen ist überhaupt kein Thema. Das passiert jedem. Und gerade, wenn man soviel Gas gibt und auf der Überholspur unterwegs ist, wie Du, ist es glaube ich ganz normal, dass Du bei bestimmten Themen irgendwie mal an Deine Grenzen stößt, hinfällst und dann, wie heißt es so schön: Mund abputzen und weitermachen. Oder für die Frauen: Krone richten und weitermachen, habe ich irgendwo mal gelesen. Ich glaube, das ist das wichtige, dass man sich nicht entmutigen lässt. Was ja oftmals nicht ganz einfach ist, wenn man nicht mit den gleichen… mit den richtigen Leuten abhängt, die einem dann auch wieder Motivation geben und einen pushen und vielleicht auch schon die Erfahrung vorher gesammelt hat, dass es irgendwie immer weitergeht. Darum finde ich es umso faszinierender, dass Du in Deinem Alter diesen Sprung gewagt hast und dass Du so, mehr oder weniger jetzt straight das durchziehst, dass man nur darüber staunen kann. Und ich glaube, Du bist ein geiles Vorbild für alle jüngeren Menschen. Niklas: Wobei man auch sagen muss, dass gerade in meinem Alter bin ich alleine. Also ich bin nicht komplett alleine, aber es gibt sehr wenig Leute, die in meinem Alter auf dieser Spur unterwegs sind. Die sagen: Ey ich zieh jetzt mein Ding durch, ich mache das jetzt irgendwo auf der Welt. Ich fliege mal so eben nach Nepal oder ich nehme nen Job in Norwegen an, so wie nächstes Jahr. Was ich über Nacht einfach oft entscheide. Und da gibt’s halt nicht sehr viele Leute davon. Deswegen ist es umso wichtiger, dass man Leute hat, die einen den Rücken freihalten. Leute mit denen man sich mal treffen kann, die einem sagen: Hey, Du bist cool! Das funktioniert, mach weiter so! Oder wie die, die mir zum Beispiel, auf Facebook schreiben mir ganz viele Leute mittlerweile, was für coole Sachen die machen würden. Und das gibt mir natürlich nen Push. Das gibt mir so das Feedback: Es funktioniert, da musst Du weitermachen, da musst Du dran bleiben. Da musst Du einfach Dich weiterentwickeln, obwohl die Kritik im Raum steht: Du bist zu jung, Du bist 20 erst, Niklas. Du hast noch so viel vor Dir! Bekomme ich oft gesagt. Und ich sage: Ja, aber jetzt besteht die Chance, jetzt kann ich nach Nepal fliegen. Was mache ich denn mit 40? Mit 40 kann ich dann vielleicht auch sagen, ich war in 180 Ländern auf der Welt oder 120 Ländern auf der Welt... Marcus: Oder eben nicht. Niklas: ...und konnte dort das erleben, was ich erleben konnte. Oder eben nicht, genau! Das ist der springende Punkt. Also sprich: Lieber jetzt machen, das was einem angeboten wird oder was man super cool findet, sage ich jetzt mal. Als dass man dann die Chance vergeigt und sich im Nachhinein ärgert. Das habe ich zwei, drei Mal bei großen Sachen gemacht in meinem Leben und seitdem überlege ich mir das wirklich zwei Mal, wenn ich ein Angebot bekomme, wo ich mir denke: Eigentlich, hey das passt mega gut. Auch wenn Du danach oder davor die Kritik bekommen wirst: Du bist zu jung. Oder… von Erfahrung sprechen wir schon gar nicht mehr. Es spricht wirklich das Alter, was dieses “Problem” ist. Die Erfahrung, das ist das Nebending, dass man da halt schaut: Okay, der hat die Skills, der hat im Endeffekt den Lebenslauf schon so gelebt, wie er eigentlich passt für diesen Job. Der Haken an der Sache: er ist 20. Da muss man halt überzeugen. Da muss man verkaufen können. Und das funktioniert bei mir momentan. Marcus: Hm, Du sagst gerade, das kann ich mir auch gut vorstellen, dass gerade in Deinem Alter es schwer ist Gleichgesinnte zu finden in Form von welchen, die auch so früh den Sprung in die Selbstständigkeit, gerade in Deutschland, wo es einem als Unternehmer ja nicht wirklich leicht gemacht wird, leider… zu finden. Gibt’s da irgendwelche Ressourcen im Netz, die Du empfehlen kannst oder Plattformen oder Events oder Facebook-Gruppen? Du sagst, ja… wenn jemand genau in dem Alter ist und sich selbstständig machen möchte oder vielleicht schon die ersten hakeligen Schritte geht, auf jeden Fall dahingehen und sich connecten. Niklas: Ja, also ich würde mal sagen: Also ich behaupte ja bis heute, dass ich so ein kleines Kind der DNX bin, was so mehr oder weniger aus dem Event der Digitalen Nomaden entstanden ist. Weil ich dort so gemerkt habe, dass es funktionieren kann. Dass man selbstständig sein kann, auch in jungen Jahren. Dort trifft man eben die Leute, die mit 18, 19 sagen: Ich gründe jetzt mein Unternehmen oder ich ziehe einen Blog auf, der erfolgreich sein soll. Dass ich leben kann davon. Gerade auf solchen Events bekommt man diesen Push wieder. Da bekommt man die Motivation wieder, da findet man die Leute, die auch in jungem Alter das schon machen. Und wenn man das parallel dann kombiniert mit den entsprechenden Gruppen auf Facebook, also gerade die DNX Community Gruppen, da gibt es ja die deutschlandweite oder die zum Event passende Gruppe und einmal die weltweite. Da findet man eben den Anklang, dass man da weitermacht, wo man weitermachen möchte. Da findet man den Rückhalt. Ich baue auf zwei Säulen auf. Die eine Säule ist für mich ganz klar und das ist die größere Säule, muss ich sagen, ist wirklich so die Leute, die ich jetzt bei der DNX kennengelernt habe, ob das jetzt Oktober, Mai, Oktober war, also sprich die letzten drei Events. Oder ob das jetzt ne Facebook-Gruppe ist, wo einfach die Resonanz genial, crazy shit geil ist. Also das ist echt so, wo ich manchmal denke: Wenn jetzt nicht dadrunter noch schreiben würde, dass das geil ist, dann würde ich jetzt auch schon lange aufgeben, weil ich mir denke: Wozu shit happens? Die zweite Säule, die ist so ein bisschen kleiner, das ist die Branche selber für mich. Indem ich Anerkennung finden kann in der Branche, obwohl ich so jung bin, obwohl ich auch in der Konkurrenz bin mittlerweile für gewisse Leute. Also die Leute sehen mich schon als Konkurrenz. Es ist nicht so, dass ich auf nem Markt rumfische, der klein ist und wo ich auf nem Teich bin. Sondern das ist ein großes Meer an Leuten, die dort arbeiten. Die alle das Ziel haben, davon leben zu können. Dass ich halt dieses gewisse Etwas noch mitbringe, was die Auftraggeber dann plötzlich schätzen. Also sprich: Das Offene, das Mutige, dass man einfach den Schritt wagt. Dass man sagt: Ich möchte jetzt mit 19 für ne südkoreanische Airline einen Werbespot produzieren. Dass ich sage mit 20 über Nacht: Okay, jetzt geht’s nach Norwegen für nen neuen Job für zwei Wochen. Ich war in dem Land noch nie. Da ist es bitterkalt. Ich freue mich auch schon auf Teneriffa für das nächste Projekt, was darauf startet, auf die Sonne. Aber ich habe da Bock drauf. Das ist … da ist irgendwie die Leidenschaft da. Und die Leidenschaft merken die Auftraggeber. Die Leidenschaft merken die Leute, wenn sie mit mir reden, wenn sie mich ansprechen, wenn ich mit denen neue Projekte entwickele. Und gerade dieses Projektentwickeln mit Gleichgesinnten, da entsteht ganz viel daraus, zukünftiges oder neue Aufträge, andere Aufträge. Und diesen Weg, den kann ich nur empfehlen. Dass man sagt: Man sucht sich Gleichgesinnte, man geht auf so ein Event, wo Leute auch… wo ausschließlich Leute sind, die entweder diesen Schritt wagen wollen in Zukunft oder die sagen: Ich habe den Schritt schon gemacht, weil es funktioniert. Ich möchte Dir das weitergeben, ich möchte Dir Tipps geben. Diese Tipps auch wahrnehmen, nicht irgendwie gleich boykottieren und sagen: Ja ich bin der Ältere und hab mehr Wissen. Das zählt da gar nicht. Es ist egal im Endeffekt, wie alt ich da bin. Klar, die Leute machen erstmal den Mund auf und wie oft habe ich das schon gesehen, dieses Erlebnis, wo der Mund den Leuten sperrangelweit offen war, lieber als sie vor’m Spiegel sehen würden. Aber ich sag mal so, diese Diskussion um’s Alter, was wir gerade in Deutschland auch erleben und um Bürokratie und allem drum und dran, das hat nichts zu sagen, meiner Meinung nach. Ich sage aber auch ganz oft bei Meetings, wenn ich neue Leute kennenlerne, gar nicht großartig mein Alter dazu. Sondern verstehe es als selbstverständlich, dass ich hier als jemand da sitze, der ein Unternehmen hat, der produziert, der selbstständig arbeitet, der nicht nur selbstständig in Deutschland arbeitet, sondern einfach mal weltweit unterwegs ist und von dort aus arbeiten kann. Also sprich: Ich kann jetzt genauso auch von Norwegen aus meine Produktionen in Deutschland weiterhin betreuen oder auch von Nepal aus konnte ich super meine Sachen in Deutschland weiter arbeiten lassen. Also das funktioniert einfach. Da sitzt man irgendwo, ich sage jetzt nicht am Strand. Bisher habe ich noch nicht erlebt, dass ich am Strand saß unter Palmen und von dort aus arbeiten konnte. Marcus: Ja, Ziele musst Du ja noch haben mit 20. Niklas: Genau ich wollte gerade sagen. Das Ziel steht noch aus, auf der Hängematte am Strand zu liegen und zu sagen: So und jetzt heute scheint mir die Sonne auf’n Pelz und ich arbeite von hier. Aber das habe ich mir vorgenommen für nächstes Jahr. Auf jeden Fall! Diese Situation! (beide lachen) Marcus: Hm ja, Du hast echt ein paar ganz interessante Sachen gesagt. Zum einen, Deine begeisterungsfähigkeit, die Du hast. Ich glaube, das spürt man total. Jetzt gerade auch beim Interview kommt’s schon durch die Stimme rüber, wie Du da gerade sitzt, wahrscheinlich zu Hause mit offenen Augen, funkelnden Augen, und einfach brennst für das, was Du tust. Und wir beide kennen uns ja auch schon sehr gut persönlich und jedes Mal freue ich mich, wenn wir uns wieder sehen, weil ich weiß: Boah, da kriegst Du selber so einen kleinen Kick von einfach Energie und positiver Lebenseinstellung. Das sind ja genau die Leute, die einen dann auch wieder selber pushen. Und genau deshalb arbeiten wir auch total gerne mit Dir zusammen. Hast ja auch schon ein paar Sachen für die DNX gemacht. Zum einen weil Du mega da rein passt. Und dann diese Begeisterung hast, Du brennst für Dein Thema, Du bist der Videographer, Du produzierst gern und machst Bewegbild und dann noch zusätzlich so Dein Servicegedanke. Wir haben ja schon öfters so ein paar Sachen gehabt, da brauchten wir dann noch ein paar mehr Dateien oder nochmal kurzfristig ein paar Kameras oder irgendwie noch ein zweites Video und einen dritten Videomann und dann sollte es noch auf den FTP-Server hochgeladen werden und umbenannt werden und am besten noch bis gestern. Und wir wissen, dass wir da manchmal ein bisschen … und bei Dir, also wir fragen grundsätzlich immer jeden und nachdem was wir wollen erstmal und gehen davon aus, dass die sich dann arrangieren. Und bei Dir ist es jedes Mal so, dass Du sagst: Ey cool, ja klar, mache ich, kein Problem. Genau so läuft das gerade. Genauso läuft das. Ich glaube, gerade wenn man als Dienstleister unterwegs ist, so wie Du. Und das macht auch den Unterschied am Ende des Tages. Wir haben ja auch schon mit vielen anderen Leuten zusammengearbeitet und bei Dir weiß man: Okay, komm Niklas fragen wir, reden über’s Geld, perfekt und dann kommt das auch in Time. Niklas: Das ist halt immer so die Sache. Man muss irgendwo sagen: Okay, ich bin Dienstleister. Oder ich biete etwas an auf dem Markt, klar. Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen zu mir selber: Ich sehe als Challenge irgendwo auch. Also sprich, wenn ich dann etwas zum ersten Mal mache oder mal ausprobiere oder keine Ahnung, man hat dann auch manchmal Produktionen, wo ich mich an den Kopf fasse und frage: Was will der Auftraggeber eigentlich von mir. Das ist unmöglich. Also ich hatte ne Produktion im Sommer auf ner Insel in Deutschland, in Norddeutschland auf ner ostfriesischen Insel und ich bin am Rad gedreht, weil ich nicht verstanden habe, was die wollte von mir, die Auftraggeberin. Das war wirklich… da waren Dinge dabei, die…. beste Sache, wir haben einen dreiviertel Tag an nem FKK Strand gedreht, weil der am leersten war. Alle anderen Strände waren rappelvoll. So jetzt überzeuge mal die Auftraggeberin, dass ich nicht ein Vollformatbild am FKK Strand drehen kann, weil dann zehn nackte Leute noch in meinem Bild rumliegen. Die kann ich halt nicht mit reinnehmen in den Werbespot, das geht leider nicht. Also manchmal steht man schon vor Herausforderungen, wo ich klar auch erstmal schauen muss, wie klappt das? Wie funktioniert das? Da frage ich dann auch manchmal. Also ich frage oft Leute einfach. Das ist … ich stehe auch dazu, dass ich erstmal frage Leute zu dem Thema. Also ich … neue Erfahrungen, dass ich auch sammeln kann. Und sehe es halt als Challenge irgendwie. Ich sehe es als Challenge, einfach mal zu sagen über Nacht: Okay, es fehlen halt noch fünf Kameras, dann müssen halt fünf Kameras über Nacht noch besorgt werden. Auch wenn die Kamera-Verleihe in Berlin sagen: Nee is nicht, wir haben halt nicht mehr auf Lager großartig. Da findet man aber immer auch Lösungen. Das ist dasselbe wie, Leute fragen immer wieder, was hast Du für ein Zeitmanagement? Wie funktioniert das bei Dir? Du bist Tag und Nacht irgendwo in irgendwelchen Produktionen verstrickt und Du schaffst es auch mit Zeitverschiebungen und dann sage ich: Klar, ich arbeite mit Zeitverschiebungen. Ich rechne mir den Jetlag aus, ich rechne mir genau aus, wann ist wo der Flieger auf der Welt von mir und weiß dann auch, so kann ich mir meine Produktionen stricken, dann habe ich meine Freizeit und kann auch sagen, so kann ich mein Leben leben, wie ich möchte. Und nicht eben dann dran gebunden zu sein, fünf Tage die Woche arbeiten zu gehen von morgens 8 bis 16 Uhr. Das ist absolut nicht mein Ding. Dafür bin ich nicht gemacht. Marcus: Hm, und das hast Du schon ziemlich schnell in frühen Jahren erkannt. Woran hast Du das festgemacht, ohne jemals corporatmäßig 9 to 5 wahrscheinlich ja bei euch im Praktikum noch viel mehr Stunden gewesen - ja, ohne mal festangestellt zu arbeiten? Niklas: Das hab ich… oh… jetzt muss ich was zugeben… Das habe ich daran festgestellt, dass ich immer zu spät gekommen bin. (beide lachen) Ich habe das irgendwie die ersten vier Wochen nicht gebacken bekommen. Wie ich in Berlin angefangen habe für die Sender, war ich frisch aus der Schule. Ich hatte nicht sehr viel… also ich hatte schon nen Plan von den Medien, hatte auch schon meine ersten Erfahrungen, hatte auch mein Schülerpraktikum schon gemacht und hatte auch schon die Erfahrung, wie es in Redaktionen läuft. Nur, vom Schulalltag umzuschulen auf nen Tag, der dann halt 10, 12 Stunden dauert einfach mal. Und dann morgens doch relativ pünktlich in der Konferenz erscheinen muss, habe ich in den ersten Wochen nicht ganz gepackt, muss ich sagen. Da waren Tage dabei, da war ich einfach da und dachte mir: WTF schon wieder der Scheiß?! Und klar, mir hat die Arbeit auch irgendwo Spaß gemacht, aber so dieses selber entscheiden zu können, wann ich mir wie was baue von der Arbeits Time Zone her, vom wie ich lebe. Das hat mir gefehlt. Das hat mir ganz stark gefehlt in dem Moment. Hab ich dann nach Wochen gemerkt einfach. Und dann kam’s mir einfach gelegen auch, auf der DNX im Oktober für den Bayrischen Rundfunkt, für die ARD zu drehen und zu sehen, es geht auch anders. Man muss nicht an diesem 9 to 5 festklammern, so wie dass der Deutsche ganz gerne macht. Da wird einem immer wunderbar erzählt, wie toll der Job ist, wo ich mich frage: Bist Du eigentlich glücklich damit? Freust Du Dich jeden Tag auf die Arbeit? Macht es Dir Spaß? Das fragt sich der Arbeitnehmer irgendwann gar nicht mehr, sondern der arbeitet halt einfach nur noch. Der macht das, was er jeden Tag macht. Marcus: Ja, das sind so alte Glaubenssätze, die gerade ältere Menschen auch mir noch entgegenbringen. Die sagen: Wie? Arbeit darf nicht Spaß machen? Arbeit muss weh tun, Du kriegst ja Geld dafür. Die sind irgendwie vom Kopf gar nicht so weit und so offen, dass man beides miteinander verbinden kann. Man kann Geld verdienen und coole Sachen machen. Niklas: Das ist eben das. Und daran habe ich das aufgehangen. Daran habe ich das gemerkt und ich arbeite immernoch gerne für die Sender. Ich mache das auch immernoch beruflich, aber eben komplett freientscheidend. Also sprich, ich bin an keinen gebunden. Klar bin ich an den Kunden gebunden, der mir einen Auftrag gibt. Da halte ich auch meine Deadlines ein. Ich gehe auch mittlerweile pünktlich zu den Meetings. So ist es nicht. Also nicht, dass dieser Eindruck jetzt hier entsteht, ich bin ein unpünktlicher Mensch. Im Gegenteil, ich bin manchmal sehr sehr überpünktlich und versuche alles in die Gänge zu setzen, wenn dann doch der Flieger Verspätung irgendwo hatte oder die liebe Bahn mir einen Strich durch die Rechnung zieht, wo ich mir dann doch denke: Wärst Du doch geflogen, dann wärst Du ein bisschen schneller da gewesen. Aber ich sehe das so ein bisschen lockerer einfach. Also lockerer einfach als andere Leute und bin nicht ganz starr in diesen Terminkalender reingezogen. Was ich aber auch sagen muss ist, dass ich mittlerweile mehr Stunden habe, als in einem 9 to 5 Job. Das ist ganz klar. Da muss man klarkommen, dass man eben dann wenn andere Freizeit haben, gehe ich arbeiten manchmal oder mache meine Arbeit. Wenn ne Produktion vom Ausland aus koordiniert wird, dann habe ich eben Zeitverschiebung, dann sitze ich in Nepal oder in Delhi am Laptop und es sind halt fünf Stunden Unterschied zu Deutschland. Damit muss ich dann halt rechnen, dass ich dann nachts dort arbeite, damit in Deutschland Tag ist in der Zeit. Damit ich auch mit denen kommunizieren kann. Auf der anderen Seite hat man überall diese, keine Ahnung, diese Magic Moments sage ich immer. Das sind Momente, wo man merkt: Woah, es hat sich so gelohnt zu kämpfen für diesen Job, für sein Unternehmen. Zu sagen: Ich möchte zu diesem Haifisch werden. In den Medien ist es ein Haifischmarkt. Mit dem Haifisch überleben und leben können einfach. Und diese Momente sauge ich auf. Diese Momente merke ich ganz ganz oft mittlerweile. Die sind immer öfter gekommen. Je länger ich gearbeitet habe, je länger ich an mir selber auch gearbeitet habe an meiner Persönlichkeit, desto mehr habe ich gemerkt, diese Momente wo man merkt: Hey coole Sache! Das sind Dinge, auf die kommt man gar nicht. Das sind Dinge… manchmal bekommt man ein Jobangebot, wo man sich denkt, auf die Idee wäre ich vor fünf Jahren gar nicht gekommen oder vor einem Jahr, dass ich das mal machen kann. Dass ich dieses Land mal kennenlernen darf. Dass ich dort mal leben kann ne Zeit lang. Und das sind die Dinge, die mich aufbauen, die mir Kraft geben. Weil klar, Du merkst: Ich brenne für meine Sache, ich hab da Bock drauf, ich möchte das machen, ich möchte das wirklich machen. Nicht irgendwo nur meine Träume träumen, sage ich mal, sondern meine Träume auch leben und leben zu können. Auf der anderen Seite muss man aber auch sehen, dass ich jemand bin, der … wie soll man sagen? - der auch mal in seinen Löchern hängt. Der auch mal seine Tiefs hat, die ich auch lebe, die ich auch zugebe. Das sage ich jetzt nicht unbedingt den Auftraggebern. Dem gegenüber bin ich immernoch derjenige, der ich bin. Aber ich bin genauso einer, der eben nicht den ganzen Tag aus dem Toaster rausspringt und sagt: Jo hey, ich funktioniere. Sondern, ich habe klar auch meine Tage, da ja… hänge ich in meinem Depriloch rum, frage mich, wieso hänge ich jetzt gerade in Nepal rum und schon wieder Stromausfall und muss mich schon wieder ärgern über irgendwelche Produktionen oder es läuft hier und dort nicht oder man merkt dann plötzlich: Oah Shit, hier ist schon wieder was schief gelaufen in der Produktion. Das hat man auch irgendwo. Und dann helfen einem diese Momente, die sagen: Hey geil was Du machst! Das ist richtig cool! Das sind die Momente, wo man sagt: Kick-Off, hau rein, mach weiter! Das hilft einem extrem weiter. Und wenn man die Momente nicht sucht und lebt, ey dann haste verloren. Sorry, aber dann lebst Du Dein Leben so wie der Arbeitsmarkt es Dir vorlebt und hast Dich nicht irgendwie entschieden für nen Preis. Meine Meinung zu dem Thema zumindest. Marcus: Ja, und was Du gerade sagst ist glaube ich ganz normal. Also das hat Feli, das habe ich, das hat der Tim Chimoy, den ich hier in Chiang Mai getroffen habe. Das haben die vier Unternehmer gehabt, die ich gestern für den Podcast interviewed hab. Das ist glaube ich ganz natürlich und auch wichtig für die Leute, die jetzt zuhören und überlegen selbstständig zu werden. Darauf sollte man vorbereitet sein. Es kommt immer wieder, dass Du da sitzt und denkst: Scheiße, was mache ich hier eigentlich? Macht das alles noch Sinn? Und irgendwie fühle ich mich alleine. Und dann ist es auch egal, ob Du gerade in Nepal bist und es regnet und es ist Stromausfall oder in Thailand oder in Berlin. Das kann Dich überall treffen. Und das halt gepaart mit dieser unternehmerischen Unsicherheit, dass man nie weiß: Kriege ich nächsten Monat genug Aufträge rein? Kann ich meine Steuern zahlen? Kann ich davon essen? Und gerade, wenn man sich dann auch in Deutschland dann wieder befindet, dass man doch von sehr viel Bedenkenträgern umgeben ist. Dann werden diese Zweifel oftmals auch wieder größer. Aber ich glaube, diese Magic Moments, wie Du sie genannt hast, die entlohnen einen dann wieder für alle Täler und Tiefs, die man vorher durchleben musste. Niklas: Klar, das gehört dazu. Und man hat in Deutschland seine Zweifler. Ich freue mich auch jedes Mal, wenn ich in Deutschland wieder lande und sage: Herzlich Willkommen in der Bürokratie schlechthin wieder. Also da sind Dinge dabei, wo ich mich frage: Was soll das eigentlich hier?! Was mache ich, was fülle ich hier für ein Formular eigentlich schon wieder aus? Ich möchte einfach arbeiten gehen gerade. Also, ich merke auch, klar immer wieder, wenn ich in Deutschland lande, dass ich in Deutschland gelandet bin. So ist es nicht. Auf der anderen Seite kann man so viel entdecken und ich bin so ein kleiner Träumer. Und ich habe mir auch schon überlegt, ob ich jetzt einfach im Dezember ne Landkarte aufspanne, mit nem Dartpfeil irgendwo drauf werfe und da auch hinfliege. Und von da aus versuche irgendwie zu leben und zu arbeiten. Auf solche Ideen komme ich auch manchmal. Ich muss sagen, die besten Dinge die ich gemacht habe, oder für die ich mich entschieden habe in meinem Leben, die habe ich über Nacht entschieden. Die habe ich nicht entschieden, indem ich wochenlang oder mir stundenlang den Kopf dadrüber zermürbt habe, sondern einfach aus dem Bauch heraus gesagt habe: Ja mache ich oder nein mache ich nicht. Das waren die besten Entscheidungen. Das waren die besten Produktionen. Das waren die Produktionen, wo ich gesagt habe: Woah das war so cool. Das macht so viel Spaß. Allein diese Nepal Story, das hab ich über Nacht in Frankfurt entschieden und hatte überhaupt keinen Plan von dem Land. Da war auch noch kein Erdbeben passiert und nichts. Und trotzdem bin ich geflogen. Das Erdbeben ist passiert. Das war ne geile Zeit dort. Es hat richtig viel Spaß gemacht. Klar Stromausfälle, W-LAN Ausfälle und solche Späße habe ich halt durchlebt, jeden Tag. Aber es hat sich gelohnt irgendwo. Es hat .. ja. Das war so das Ding schlechthin. Also das war einer der Highlights dann auch wieder, wo ich gesagt habe: Hey, mit 19 einfach mal am Mount Everest stehen zu können und am nächsten Tag in aller Ruhe seine Arbeit weiter verrichten zu können in der Lodge. Wer kann das schon von sich behaupten? Also zumindest ich kenne nicht so viele Leute, die sagen können: Ich stehe am Mount Everest und arbeite von dort aus irgendwie meine Produktionen ab oder meine Dienstleistung oder baue Websites oder… Man kann mittlerweile so viel machen auf der Welt und trotzdem davon leben zu können und zu sagen: Ich lebe mein Leben dort wo ich möchte, wie ich möchte und habe meine freie Zeiteinteilung, bin aber noch gebunden an meinen Kunden. In dem Fall, wenn Du Dienstleistungen anbietest. Wenn Du eben nicht, sage ich jetzt mal, im Blogbereich ist es ja vielleicht ein bisschen anders, wo man sagt: Okay, ich habe meine bestimmte Leserschaft, ich habe meine bestimmten Uhrzeiten wann ich in meinem Blog poste oder wenn ich meinen Blogartikel veröffentliche. In der Dienstleistunge ist es halt manchmal auch so, dass Du dann Deadlines hast. Und das bedeutet dann manchmal auch, dass man strange Arbeitszeiten hat, wo ich mich dann halt auch frage: Muss das jetzt unbedingt sein? Muss ich jetzt schon wieder ne Nacht durchmachen, damit ich irgendwie Sachen ändern kann noch oder irgendwelche Skype-Sachen klären kann? Klar das ist halt bei mir manchmal extrem geworden, indem ich merke, ich kommuniziere mit Leute weltweit. Und dann passiert’s halt, dass man nachts um 4 mit Leuten in Singapur spricht oder um nachts um 2 mit Leuten in New York spricht, weil man eben dort ne Produktion betreut. Marcus: Ja, aber irgendwie macht es auch total Spaß immer wieder, das kann ja fast süchtig machen, dieses Dopamin, immer wieder neue Challenges und Adventures und Herausforderungen anzunehmen, gerade weltweit. Niklas: Ja, ich sage, das ist eine Sucht. Andere Leute haben ihre Zigaretten oder den Alkohol, wobei ich auch gerne feiern gehe, so ist nicht… Aber ich bin nicht alkoholsüchtig deswegen. Und ich habe so die Sucht, neue Sachen zu entdecken. So neue Herausforderungen zu finden und die auch zu meistern. Danach sagen zu können: Yeah! Es hat geklappt, es hat funktioniert! Die Leute sind happy, es hat funktioniert! Keine Ahnung. Ich bin selber happy. Vor allem, ich verkaufe kein Produkt von dem ich nicht selber überzeugt bin. Das klingt jetzt ein bisschen altbacken irgendwie aus der Supermarktbranche oder keine Ahnung so aus dem Verkäuferbereich, aber es ist einfach so. Happy Smile sage ich immer zu dem ganzen Ding. Wenn ich was nicht verkaufen kann oder wenn ich dazu nicht stehe, dann brauche ich gar nicht erst anfangen damit oder dann brauche ich das gar nicht fertig prodzieren, ganz wichtig. Marcus: Ich glaube genau dieses Mindset haben auch super viele kreative und Freigeister, wie Du es bist oder irgendwelche DNXler, die da rumrennen. Das ist einfach diese Sucht nach neuen Herausforderungen, anderen Ländern, anderen Kulturen, irgendwelche Challenges, die man lösen muss. Geht mir genauso. Von daher kann ich das voll nachvollziehen. Und was Du eben sagtest, viele Sachen entscheidest Du aus dem Bauchgefühl heraus, in Frankfurt irgendwo über Nacht. Ich glaube darum geht’s. Einfach Dinge mal zu machen und zu sagen: The Time is now. Was Du vorher auch schon gesagt hast und auch mal dem Schicksal die Gelegenheit geben zuzuschlagen. Heißt ready zu sein. Viel sagen oder verwechseln das immer mit: Ja der Niklas der hat ja so viel Glück gehabt und jetzt ist er schon wieder in Nepal und auf der AIDA und Markus und Feli haben auch Glück. Und die sind ständig in der Zeitung und das läuft ja irgendwie alles von alleine. Aber, die ganze Arbeit die dahintersteckt bzw. auch dieser Mut dann zu sagen: Okay, machen wir, kein Problem! Ja DNX im Ausland, machen wir. GLOBAL machen wir. Und sich danach dann erst um den ganzen Pain zu kümmern, wie zum Beispiel International Tax oder sowas, was uns jetzt gerade völlig überfordert. Wo wir uns aber gerade jetzt Hilfe reinholen. Ich glaube das macht den Unterschied, erstmal zu sagen: Jo, ich bin ready, ich mache es. Oder selbst, wenn Du noch nicht ready dafür bist. Ich kenne super viele Beispiele, die nach dem Prinzip “Fake it until you make it” leben. Die sagen: Ja klar, Java-Design kann ich coden, kein Problem. Und dann haben die schon wieder nen fetten Auftrag und kümmern sich dann, weil sie auch müssen, wie man dann in Java coded, was ihnen dann selber auch wieder viel bringt. Darum ist das einfach so geil, dieses Unternehmertum. Selbst entscheiden zu können, welche Aufträge nehme ich an, welche nehme ich nicht an. Und ständig, ständig weiter zu wachsen. Niklas: Die Leute sehen halt meistens die äußere Fassade. Klar, die meisten sehen bei mir zum Beispiel in Facebook irgendwelche geile Bilder oder auf meiner Homepage oder irgendwelche Referenzen oder… ich bekomme mittlerweile so oft auch Screenshots von Fernsehbeiträgen oder von irgendwelchen Sachen, die im Fernseher laufen, wo ich halt vorkomme. Klar freue ich mich jedes Mal darüber. Auf der anderen Seite denke ich mir: Oh mein Gott, da haben schon wieder so viele Leute die Sendung gesehen. Das finde ich manchmal ein bisschen sehr erstaunlich bei gewissen Beiträgen. Marcus: Jaja (lacht) ging mir auch so. Gerade mittags. Niklas: Auf der anderen Seite gibt’s klar noch ein Arbeitspensum, was man hinter den Kulissen nicht mitbekommt. Und ich hatte mal nen Schulfreund eingeladen, den ich wirklich lange Jahre schon kenne, nach Berlin. Das war ein typisches Berlin-Wochenende. Ich einfach nur Stress gehabt, von einem Termin zum nächsten gehetzt. Wo die laufenden nächsten Produktionen vorstanden. Ich musste in diverse Botschaften für Visa und solche Späßchen. Und ich hatte keine Zeit für ihn. Und er hat sich durchgehend selber beschäftigen müssen dieses Wochenende und meinte nur bei der Abreise am Hauptbahnhof zu mir: “Ey Niklas, eigentlich hast Du ein Scheißleben, bist nur ein Workaholic und irgendwie, also das denkt man gar nicht so, wenn man bei Dir im Facebook liest. Du warst bei der Queen oder Du hast beim Champions League Finale und hast dort gearbeitet oder bist plötzlich auf nem Schiff für ne Woche unterwegs mal so eben. Das habe ich gar nicht gecheckt, dass das so viel Arbeit ist, dass da so viel dahintersteckt.” Und das finde ich auch wichtig noch zu sagen, dass man oft nur ne Fassade sieht und auch den Menschen dahinter sehen muss. Und den Menschen auch akzeptiert und eben nicht dieses Neid-Gefühl sofort raushängen lässt. Weil oft sind die Menschen, die jetzt nen Erfolg feiern, wie ihr auch dazu gehört, die plötzlich bei stern TV eingeladen sind… manchmal frage ich mich auch, wie ihr auf gewisse Zeitungen kommt. Das finde ich so faszinierend bei euch jetzt zum Beispiel. Dass ihr in Medien auftretet, die man gar nicht damit verbindet teilweisen. Mit Leuten, die halt diesen Freigeist leben, sage ich jetzt mal. Und da weiß ich aber auch bei euch steckt ne wahnsinns Arbeit dahinter. Bei mir steckt ne wahnsinns Arbeit dahinter. Und das darf man nicht vergessen. Das muss man auch sehen wirklich und nicht irgendwie diese Fassade überspielen. Das tut mir manchmal weh, wenn die Leute sagen: Kriegst doch eh alles in den Arsch geschoben. Marcus: Mh, das meinte ich ja eben mit … dass viele das unterschätzen und sagen: der hat ja nur Glück gehabt. Und gerade auf Social Media. Ich … es ist halt leider so. Ich tendiere dazu auch, muss ich zugeben, zeigt man sich eher von seiner besten Seite und von den coolen Momenten. Die will man ja sharen. Und nicht, wenn wir jetzt gestern in Chiang Mai dann im Dauerregen hier den ganzen Tag in dem Coworking Space gesessen haben. Ich habe gestern sechs Skype Calls gemacht, davon vier Interviews für LIFE HACKZ. Das sieht dann irgendwie kein Mensch, wenn das Licht Dir auch noch ausfällt oder so. Und ich meine, das shared man dann auch nicht auf Facebook, weil irgendwie man so darauf trainiert wurde Facebook ist das schöne Disneyland und da passieren nur schöne Sachen. Niklas: Wobei ich auch schon dazu tendiere oder momentan mache ich es noch nicht so krass, aber dass ich sage, zumindest in meinem Privataccount, dass ich sage, dass ich in Zukunft auch mal Momente teilen werde, die eben nicht happy sind. Wo ich Leute auch immer teilnehmen lasse, dass eben dieses Fassadendenken endlich mal aufhört. Weil ich das gerade in den Sozialen Medien wahnsinnig spüre, dass dieses Fassadendenken noch da ist. Und ich andauernd diesen Neid spüren muss. Klar ich wehr das irgendwo ab und ich setze das auch irgendwie in den Hintergrund und denke mir: Ach shit happens, ist doch scheißegal, was die Leute da schon wieder über mich reden. Aber dass ich auch mal zu den Seiten stehe, dass mal, keine Ahnung, dass mal was schief läuft oder so. Ich meine, es gibt genügend, ich sage jetzt mal Best Of Videos von mir, wie ich am Set stehe und total versagt habe oder wenn mal was total schief läuft oder keine Ahnung, die Sachen gibt’s auch. Vielleicht sollte ich einfach mal daraus ein Video machen. Best Of Niklas Filmproduktionen und (lacht) wo ich dastehe und mich frage: Was sollte das eigentlich von mir selber? Aber ich stehe dazu und man kann nur daraus lernen und Fehler sind dazu da, um daraus zu lernen und sich weiterzuentwickeln und da kann irgendwann mal was cooles entstehen und man kann dann irgendwann auch mal sagen: Okay, das ist ne coole Sache, auch wenn nicht alles perfekt gelaufen ist. Und das ist ganz wichtig. Dieses Feeling zu haben. Marcus: Ja, aber ne Challenge kann auch sein, dass viele Leute es gar nicht hören wollen, weil die vielleicht so überzeugt sind, dass dieses Leben einfach nur schön und easy ist und easy going und Digital Nomad wird ja gerade auch sehr gehyped und viele sehen das so als völlige Glücksfälle, die alle anderen Probleme dann heilt. Und Du kannst es noch so oft in Interviews erwähnen, auf der Bühne sagen. Und wenn Du dann mit den Leuten zum Beispiel im DNX CAMP zusammen abhängst zehn Tage und die kommen dann nach drei Tagen an und sagen: Ey Marcus, das ist ja crazy, wieviel ihr arbeitet. Das ist ja nur krass, das hätte ich ja nie erwartet. Dann denkst Du so: Ey Typ! Du warst jetzt schon auf zwei Konferenzen. Du hast wahrscheinlich schon viel zu dem Thema gehört und gelesen und Du überliest immer die wichtigsten Zeilen, wieviel Arbeit das ist und wieviel Demut das auch erfordert und wieviel Aufopferung. Ich meine, jeder der selbstständig ist. Ob das jetzt der Bäcker an der Ecke ist oder ein Online Unternehmer, steckt da so viel Herzblut und Arbeit rein und ich finde es manchmal ein bisschen schade, dass die Leute diesen Punkt schlichtweg übersehen und dann zurecht natürlich, erstmal enttäuscht sind, wenn es nicht so läuft, wie sie sich das vorstellen. Niklas: Das ist halt immer so ne Frage, wie man es präsentiert und wie man es verkauft. Klar, wir verkaufen positives Feeling. Man muss zwischen den Zeilen mitlesen. Das ist ganz wichtig. Und dieses zwischen den Zeilen, das versucht ja auch immer wieder klar darzustellen. Bei der DNX spüre ich das auch immer wieder. Dass auch gerade die Speaker oder die Workshopleiter sagen, das habe ich bei mir versucht im Workshop auch klarzumachen, es ist eben nicht nur immer Ponyhof und Geburtstagskuchenfeiern. Sondern es bedeutet dann halt aber auch, dass man auf gewisse Dinge verzichtet. Dass man halt dann auch mal, keine Ahnung, im Facebook liest: Ah gerade steigt schon wieder ne fette Party in Berlin und ich habe für gerade auf Norderney und Ostfriesland rum jetzt gar keine Party. Hier sind lauter Senioren, die ihren Kururlaub machen und (lacht) dann muss man halt die Abstriche machen. Dass man dann halt, zumindest bei mir ist es halt so, dass ich im Privatleben halt einfach meine Abstriche mache. Dass ich sage: Okay, Freundin ist momentan nicht drin. Letzte Beziehung hat nicht funktioniert. Mein Zeitplan ist nunmal straff. Man muss irgendwo auch bestehen können. Man muss halt auch entscheiden, welche Lebensform möchte ich irgendwann mal haben. Möchte ich ne Familie haben? Möchte ich, keine Ahnung, man kann auch mit Familie viel reisen. Und es gibt ja auch Familien unter den Digitalen Nomaden, die auch weltweit leben können und reisen können, wo die Kinder dann halt zu Hause Unterricht bekommen, Schulunterricht oder in die örtlichen Schulen gehen. Das muss man halt selber für sich entscheiden und sagen: Okay, hab ich Bock drauf oder hab ich keinen Bock drauf? Und bei mir ist es so, ich hab Bock auf dieses Leben. Ich mache dann halt auch manchmal Sachen, wo ich mir denke: Is nicht mein Ding, aber muss sein. Das fängt schon bei der Bürokratie an, dass ich sage: Okay, Rechnungen schreiben kann ich, aber bei der Steuer hört’s bei mir auch irgendwo auf bei gewissen Sonderklauseln die ich da nicht verstehen muss. Da bin ich doch froh, wenn ich nen Steuerberater manchmal frage: Was bedeutet das hier eigentlich, was ich ankreuzen soll? Aber das sind halt so die Herausforderungen des Lebens. Und die lebe ich einfach. Da finde ich’s cool, dass man auf Leute wie Dich stößt, die sagen: Hey, lass uns was zusammen machen. Lass uns mal ein Projekt starten oder es entstehen viele Projekte heraus. Und wenn ich mir überlege, ich habe mittlerweile Angst muss ich sagen, Respekt vor den DNX Veranstaltungen, weil ich weiß, danach sind schon wieder 20.000 neue Projekte am Start. Danach muss ich schon wieder all meine Flüge umdisponieren wahrscheinlich, weil irgendwas völlig anders läuft, aber okay. Ich habe immernoch Bock drauf und ich gehe immernoch gerne hin und nach der letzten DNX sind jetzt mittlerweile fünf Auslandsproduktionen a drei Wochen entstanden á drei Wochen entstanden, mindestens drei Wochen. Marcus: Wow. Niklas: Das ist ne Anzahl, wo ich mir denke, das wäre mir bei der ARD oder beim Bayrischen Rundfunk nie eingefallen damals. Wo ich gesagt habe... Da war ich halt in Berlin angeklebt, an der Stadt und ja so bei mir ist es jetzt ja wirklich so, ich fliege erst in die Sonne, dann geht’s ins bitterkalte Norwegen, dann geht’s wieder in die Sonne, dann geht’s wieder in die Berge. Also sprich, es wird wieder kalt werden. Aber die Abwechslung finde ich ganz cool eigentlich, so von wir bräunen uns ne Runde und danach geht’s ab wieder in die Kälte und dann wird man wieder ein bisschen blasser. Bin gespannt, was die nächsten Jahre so mit sich bringen. Marcus: Absolut. Ja cool. Das erweitert ja auch absolut den Horizont. Je mehr man sieht, je mehr man reist, je mehr Länder man kennenlernt oder andere Kulturmenschen. Dadurch wächst man auch wieder und man muss sagen, wenn man Dich auf der DNX beobachtet. Du bist ja auch völlig unter Strom, was cool ist. Und genauso soll ja so ne Konferenz auch genutzt werden. Dass man sich mit anderen connected und unterhält und austauscht und macht und tut und von daher wundert mich das überhaupt nicht, dass da immer so viel bei Dir dann hängen bleibt. Und je mehr Leute man dann auch kennenlernt, können die einen natürlich auch wieder connecten und der sucht nen Videographer für das und daraus ergeben sich dann wieder 1.000 Sachen. Also dieses Be Ready, wenn die Chance da ist und dieses Connecting the Dots. Dass man, je mehr Leute man… das habe ich vorher auch unterschätzt… je mehr Leute man in seinem persönlichen Netzwerk hat, um so mehr Chancen ergeben sich auch für einen selber. Aber man muss halt offen sein. Niklas: Ja, das ist ganz wichtig. Ich sage einfach, es macht immernoch Spaß und ich freue mich einfach auf’s nächstes Jahr. Ich freue mich auch auf dieses Jahr, keine Frage. Dieses Jahr habe ich noch tolle Produktionen vor der Nase, aber es ist so, keine Ahnung, die Vorfreude ist schon wieder so da und es kribbelt, wenn man in Richtung Flieger geht. Und wenn’s heute nur für nen Inlandsflug ist. Bald geht’s ja auch wieder auf die Langstrecke, dann gehe ich wieder raus auf die Piste. Es muss einfach wieder auf die Piste gehen irgendwie. Genau, also mir wird’s langsam zu kalt hier. Deswegen überlege ich noch, ob ich im Dezember schon da in die Sonne fliege. Also ja. Marcus: Was ich bei Dir noch nen ganz interessanten Punkt fand, als Du als Newcomer auch auf der DNX Stage gewesen bist, hast Du ganz am Ende vom Talk erwähnt, dass Du Deine Firma, Deinen Brand Farali Prduktion genannt hast, weil das früher Dein Name gewesen ist, mit dem Dich andere aufgezogen haben in der Schule und gehänselt haben. Ist das so ne Art von Dir damit umzugehen? Das ist bestimmt für jeden ne harte Phase und ne harte Zeit. Gerade Kinder und Jugendliche können ja richtig fies sein, sowas mitzumachen. Ist das jetzt für Dich so ne Art Vergangenheitsbewältigung oder zu sagen: ich blende das jetzt nicht aus. Das gehört irgendwie komplett zu meinem Leben und das ist eine Phase, die habe ich jetzt hinter mir gelassen und ich stehe jetzt auf der Seite und mache die ganzen Produktionen weltweit und nenne mich Farali Production? Niklas: Das war mir auch extem wichtig mal klarzustellen, dass man, wenn man ne Firma gründet oder ein Unternehmen oder irgendnen Namen entwickelt, dass man ne Story erzählen kann. Es gibt nichts schlimmeres, als wenn ich vor meinen Kunden stehe, wo ich nicht weiß was der Name bedeutet oder wo hinter dem Firmennamen nicht irgendwas cooles steht. Irgendne Story. Das ist manchmal so ein kleiner Eyecatcher, wenn man im Meeting sitzt und sagen kann: Hey ich habe meinen Firmennamen danach genannt, wie mich Leute früher gemobbt haben. Wenn man das schön verpackt, dann ist es schon so: Wow krass, der ist kreativ, der hat sich was überlegt, der hat nicht irgendnen Scheiß dahergenommen, der hat nicht seinen Namen genommen und dahinter GmbH gesetzt, sondern er hat sich mehr darüber Gedanken gemacht. Und klar, für mich ist das auch Vergangenheitsbewältigung. Für mich ist das auch irgendwo Genugtuung, dass ich den Leuten zeigen kann, das war ne Vielzahl an Leuten, die mich echt ausgegrenzt haben, dass ich denen zeigen kann: Ey Leute, wisst ihr, es ist nicht so wie ihr immer gedacht habt. Klar war ich nie der coolste in der Schule und ich war auch nicht derjenige, der die Markenklamotten getragen hat, oder der jetzt die neuesten Techniksachen hatte. Also ob das ein iPhone dann war oder irgendwelche anderen Sachen, die halt dann plötzlich In waren. Zu denen habe ich nicht gehört. Ich war immer der Außenseiter irgendwo bis zum Abitur durchgehend. Und nach dem Abitur sind all die Leute auf mich zugekommen und haben gefragt: Ey kannst Du mir nicht doch helfen? Und: Ist total krass was Du jetzt machst mittlerweile. Wen Du alles treffen kannst. So, wo Du überall abhängst. Um es mal so zu formulieren und das stärkt so mein Selbstbewusstsein mittlerweile. Klar, ich sage auch weiterhin, ich gehöre nicht zu den schönsten Leuten auf der Welt. Das verstehe ich auch. Aber ich habe meinen Traumberuf gefunden und kann es den Leuten jetzt zeigen, die eben nicht dazu gestanden sind. Die gesagt haben immer: Ah das funktioniert eh nicht. Niklas, verabschiede Dich von dem Traum in den Medien zu arbeiten. Das waren ganz oft die Aussagen. Wie oft wurde man von den Lehrern belächelt, weil man irgendwas mit Medien machen wollte, weil man in dem Business starten wollte. Weil man was machen wollte. Weil man davon leben wollte. Und mittlerweile ist es so, dass ich an meiner eigenen Schule gefragt worden bin und es auch machen werde, ob ich nen Vortrag zu dem Thema halten möchte. Marcus: (grinst) Niklas: Das Rad hat sich gedreht und wenn ich mir jetzt überlege, dass ich gegenüber den Lehrern jetzt auf ner ganz anderen Position stehen werde bei diesem Vortrag. Also sprich, der Lehrer wird nicht mehr dastehen können und sagen können: Ey das ist scheiße, was Du machst. Oder der kann sich vielleicht Privat seine Meinung dazu bilden, aber er kann es nicht im Namen der Schule machen. Und das ist für mich so der Moment, wo ich mir denke, ja irgendwann schließt sich der Kreis. Irgendwo hat sich mal der Pfeil gedreht andersherum. Irgendwo gab’s doch ein bisschen Karma und ja, ich freue mich einfach, dass es funktioniert. Und dass ich jetzt auch Lehrern gegenüber mal stehen darf, die immer gesagt haben: Hey Niklas, Du bist nicht so die Sportskanone. Auf der anderen Seite kann ich zu den Lehrern auch schreiben: Wisst ihr, ich habe beim Champions League Finale gearbeitet, das hat was mit Sport zu tun. Und da gehört ein bisschen mehr dazu, als dass ich weiß wie Fußball funktioniert. Naja, und das ist so ein Feedback, was ich aufsauge momentan. Das stimmt, es hat mit Vergangenheitsbewältigung zu tun. War nicht die schönste Zeit, aber jetzt freue ich mich umso mehr, dass ich jetzt ne andere Zeit habe. Dass ne andere Zeit angeschlagen worden ist und ich so viel erleben darf einfach. Marcus: Cool! Ja danke, dass Du so offen bist. Ich glaube, das macht vielen Mut, die in ner ähnlichen Phase stecken oder sowas schonmal gehabt haben oder zu wenig Selbstbewusstsein haben. Und ich wundere mich auch immer wieder, welche Leute mit dem Thema Depression, schwarze, tiefe, doofe Gedanken zu tun haben. Irgendwie habe ich das Gefühl, es betrifft mega, mega, mega viele Leute und die wenigsten sprechen darüber. Und jeder hat mal so Phasen. Umso besser, wenn es Leute gibt, die darüber sprechen, anderen Mut machen und dadurch auch zeigen, man kann sowas auch bewältigen oder für sich nutzen und auf der anderen Seite des Lebens stehen. Und im Grunde sind ja negative Gedanken auch immer nur Gedanken. Die sind in Deinem Kopf, die sind ja gar nicht existent. Das ist ja nichts, was wirklich da ist, sondern das ist, was man sich selber einredet. Aber das ist ein anderes Thema, darüber kann ich noch stundenlang reden. Ich bin total happy, dass Du so offen warst. Dass Du so viel Know-How geshared hast. Dass Deine Lebensgeschichte, die mega inspirierend ist, hier nochmal thematisiert wurde und will Dich jetzt auch nicht länger aufhalten, weil ich weiß, Du musst den nächsten Flieger kriegen. Niklas: Ja, ich hab noch ne Stunde Zeit, ist alles gut. Ich muss noch meinen Handgepäckkoffer packen im Chaos und dann geht es ab. Marcus: Okay, Du bist nur mit Carry on und kannst direkt zum Gate, also ohne einchecken, ne? Niklas: Nein, ich bin ja sehr minimal aufgestellt, was das betrifft. Marcus: Perfekt, ein Traum. Ich liebe es auch. Wir reisen gerade in Thailand jetzt mit dem Minaal durch die Gegend. Das ist auch so ein Handgepäck, Digital Nomad optimierter Rucksack, Backpack und ist einfach nur cool. Gerade wenn Du landest an den ganzen Gepäckbändern vorbei. Zack, raus. Und wenn Du reinkommst, gar nicht mehr anstellen an den Countern, sondern direkt Sicherheitscheck und hin zum Gate. Niklas: Genau, nein. Ich bin minimal und freue mich auf mein Handgepäckkoffer, dass ich da alles reinschmeißen kann, was geht und dann passt die Sache und dann geht’s ab in den Flieger. Marcus: Okay, saucool! Niklas, danke für Deine Zeit! Niklas: Ja cool! Ich danke auch und viel Spaß euch noch! Marcus: Danke, wir sehen und hören uns irgendwo auf der Welt wieder, auf jeden Fall! Niklas: Genau, auf jeden Fall. Dann mach’s gut. Viele Grüße an Tim und an Feli und dem Rest vom Schützenfest drüben. Marcus: Genau, richte ich aus, hau rein! Jo Leute, ich hoffe euch hat die Folge mit Niklas genauso viel Spaß gemacht, wie mir und wir alle wollen hoffen, dass Niklas auch seinen Flieger catched. Ja, wenn euch die Show gefällt, gebt mir doch bitte Feedback. Ich find’s super spannend mit meiner Zielgruppe oder besser gesagt mit meinen Hörern zu connecten. Wer seid ihr? Was macht ihr? Wie findet ihr die Sendung? Was wollt ihr mir sonst noch mit auf den Weg geben? Habt ihr vielleicht nen Vorschlag für nen coolen und spannenden Interview Gast, den ich mal auf LIFE HACKZ holen sollte? Schreibt mir bitte an marcus@lifehackz.de und hackz wird mit Z am Ende geschrieben. Vielen Dank für alles und wir hören uns beim nächsten Mal. Peace and Out aus Thailand! [/su_spoiler] [/su_accordion]

klein

Nov 27, 2015

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Interview mit Max Breckbill von starting from zero

Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 34! Jo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit dem Entrepreneur, Podcast Host, Mastermind Iniciator und whatever more Max Breckbill. Max ist neben den genannten Sachen auch noch der Veranstalter des monatlichen Four Hour Workweek Lifestyle Designertreffens in Berlin, im Berliner Betahaus findet das statt. Und wenn immer ich mal wieder in Berlin zu Gast bin, also im Sommer, dann schaue ich da auch sehr gerne vorbei. Es ist nämlich mega cool und inspirierend, sich mit gleichgesinnten Menschen zu umgeben. Es ist genau so wichtig auch für Dein Business immer wieder neuen Input zu bekommen. Freut euch auf ein richtig spannendes Interview mit Max. Peace and Out! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, das ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. In dieser Folge lernst du:

  1. Wieso Venture Capital eine Falle sein kann.
  2. Wie Du Dein Business erfolgreich via Bootstrapping nach vorne bringst.
  3. Wieso Mastermind Gruppen Dich erfolgreicher machen und wie Du eine solche Gruppe gründen kannst.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Starting from Zero

Mastermind Initiator

Betahaus

Facebook Gruppe "4 Hour Workweek"

3-step cheat sheet for launching your own Mastermind

Idea Accelerator

http://www.meetup.com/4HWW-Entrepreneurs-and-Lifestyle-Designers/ [su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Max Breckbill Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 34! Jo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit dem Entrepreneur, Podcast Host, Mastermind Iniciator und whatever more Max Breckbill. Max ist neben den genannten Sachen auch noch der Veranstalter des monatlichen Four Hour Workweek Lifestyle Designertreffens in Berlin, im Berliner Betahaus findet das statt. Und wenn immer ich mal wieder in Berlin zu Gast bin, also im Sommer, dann schaue ich da auch sehr gerne vorbei. Es ist nämlich mega cool und inspirierend, sich mit gleichgesinnten Menschen zu umgeben. Es ist genau so wichtig auch für Dein Business immer wieder neuen Input zu bekommen. Freut euch auf ein richtig spannendes Interview mit Max. Peace and Out! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, das ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. Marcus: Max bist Du ready? Max: Ja, ich bin ready. Marcus: Perfekt! Wo bist Du gerade und was machst Du da? Max: Ja Marcus, gerade jetzt bin ich noch immer hier in Berlin. Ich wohne hier seit jetzt drei Jahren und ich arbeite an verschieden Projekten. Das Hauptprojekt letztes Jahr für mich war Masterminds zu organisieren für verschiedene Unternehmer, hauptsächlich auf Bootstrapps Founders fokussiert, also Leute, die selbst finanziert sind. Und mittlerweile arbeite ich auch an einem Podcast “Startingfromzero.co” und organisiere auch die 4-Hour Workweek Meetup und dann ein paar andere neue Projekte sind auch am Start. Marcus: Ja cool, also man hört schon, Du probierst viel aus, bist umtriebig und was Du glaube ich besonders gut kannst bzw. wo wir uns auch das erste Mal kennengelernt haben, waren diese 4-Hour Workweek Meetups, wo Du ne Community zu dem Thema in Berlin glaube ich jetzt richtig, richtig groß gegrowed hast. Von wieviel Leuten am Anfang zu wieviel Leuten sind jetzt mittlerweile regelmäßig im Betahaus bei den 4-Hour Workweek Meetups? Max: Ja also am Anfang gab es eine Meetup-Gruppe, die ein anderer Kerl angefangen hat. Aber er war nur dabei für die erste Meetup, oder die ersten zwei. Und dann danach habe ich das weiter geführt. Wir waren bei 0 mit diesem Meetup am Anfang und jetzt sind wir glaube ich 900 knapp, vielleicht fast 1000 jetzt auf der Meetup Gruppe. Und jeden Monat haben wir ungefähr 100 Leute. Marcus: Mh krass! Max: Im Durchschnitt. Marcus: Mh und zwischendurch wurde auch mal die Location gewechselt ne? Ich kann mich noch erinnern. Ich war auch bei einem der allerersten Meetups, das war in nem kleinen Café oder so. Max: Genau! Gab’s da schon eine DNX zu dieser Zeit? Ich glaube das war so Frühling 2014. Ich glaube, das war noch vor der ersten DNX. Marcus: Ja genau. Die erste DNX war im Mai 2014. Und davor? Ich glaube im Sommer 2013 - ich weiß nicht, ob dass das 4-Hour Workweek Meetup war oder irgendein anderes Meetup, vielleicht war das auch von D.C. - da waren noch nicht so viele Leute wie jetzt regelmäßig dann im Betahaus am Start und das jeden Monat. Max: Ja klar, das ist cool. Marcus: Auf jeden Fall! Siehst Du da in den Leuten auch so nen Shift in Form von wo das Level der Expertise ist? Also, sind das größtenteils Leute, die noch am Anfang stehen, sich inspirieren lassen wollen oder auch mal Digital Nomads, die dann gerade in Berlin sind und vorbeikommen? Was sind das für Leute, die…. Max: Genau auf jeden Fall! Also am Anfang waren es nicht so viele Leute und die meisten haben nicht so viel Erfahrung auch gehabt bei den ersten paar Meetups. Mittlerweile haben wir immer mehr erfahrerenere Unternehmer, also Leute, die von Ihren Unternehmen leben. Also viele Freelancers und so, aber immer mehr und mehr Leute, die wirklich ein skalierbares Businessmodell haben, wo die so sechsstellig oder auch mehr verdienen. Also das ist ein wirklich cooles Ergebnis von meiner Perspektive. Zu sehen, dass die Konzentration von solchen Leuten immer höher ist bei diesem 4-Hour Workweek Meetup. Dazu, ja klar im Sommer oder wenn es schön in Berlin ist oder wenn da etwas los ist, dann sieht man immer mehr von diesen Digital Nomads, also bei der DNX Konferenz letzten Sommer haben wir so, ich glaube, eins unserer größten Meetups gehabt. So 120 oder so waren glaube ich da. Und da waren viele “Out of Towners” dabei für das DNX GLOBAL. Aber ja, es ist ein super beeindruckendes Meetup. Ich find’s super cool! Marcus: Ja, ich freue mich auch jedes Mal wenn ich in Berlin bin. Weiß ich ja, einmal pro Monat ist das Meetup, ist dann fest eingeplant. Hab ja auch schon mal selber gespeaked, noch ziemlich am Anfang und es ist auch echt cool dabei zu sein, weil man auch immer wieder neue Leute da trifft und es hilft ja ungemein, sich wieder mit Gleichgesinnten zu umgeben und Ideas zu spinnen. Ich merke das immer wieder, wenn wir eine Zeit lang raus sind und den Kontakt so ein bisschen verlieren zur Szene, habe ich zum Glück noch Feli, was sehr hilft, aber manchmal fühlt man sich dann doch alleine und weiß nicht so: ist das alles richtig und was mache ich hier? Oder: Wofür? Und wenn Du dann wieder mit den richtigen Leuten zusammen bist, wie jetzt in Chiang Mai die letzten Tage, da hatten wir dann auch viele Business Meetings mit spannenden Leuten aus der ganzen Welt und dann bist Du wieder total on Fire. Und genau so ist das auch bei den Meetups. Ich glaube, die braucht jeder für sich, ne? Max: Ja ich kann da total zustimmen. Also das ist einer der Gründe, warum ich eigentlich nach Berlin gezogen bin ursprünglich. Weil ich habe das langsam für mich selber gelernt. Also am Anfang dachte ich: Das Wichtigste ist so einen coolen Ort zu haben mit Bergen oder sowas. Ich bin nämlich früher gerne geklettert. Aber dann nach ein paar Jahren beim Reisen und so - ich war ein Jahr in Spanien und ich bin ein bisschen durch Europa gereist - habe ich gemerkt: Hey, am wichtigsten für mich persönlich ist, dass man eine ganz krasse soziale Umgebung um sich hat. Weil das pusht mich einfach wie nix anderes. Deshalb bleibe ich die meiste Zeit im Jahr hier in Berlin. Ich würde mich selber jetzt nicht als digital Nomad beschreiben, weil ich eher so digital Settler bin, vielleicht. Weil für mich die Umgebung einfach so wichtig ist. Es ist super cool hier in Berlin zu sein und es super cool zu schauen, wie die Startup-Entrepreneurship-Szene wächst und sich entwickelt. Und wie wir immer mehr Leute dazukommen, die nicht an einer typischen Venture Backed Tax Startup-Szene interessiert sind, aber immer mehr Leute, die meinen: Hey, ich würde gerne auch Entrepreneur sein, aber es muss nicht so ein riesen großes Ding sein, wo ich so 70 Stunden pro Woche arbeite, nur um irgendeinen wie sie reich zu machen. Sondern etwas zu tun, was mir wirklich am Herzen liegt und damit auch gleichzeitig einen guten Lifestyle zu haben. Marcus: Ja, ich sehe auch immer mehr den Shift. Vor so ein paar Jahren war so das Non-Plus-Ultra: Du gehst ins Silicon Valley oder Du gehst nach Berlin in die Startup-Szene und foundest ein cooles Startup und die Leute haben sich dann gegenseitig gefeiert, wenn die nächste Investmentrunde abgeschlossen wurde oder Seed Capital geraised wurde und irgendwann haben so die ersten gemerkt: Ey, das ist irgendwie nicht cool, was ihr da macht. Weil letztendlich bist Du dann ja immernoch zwar für den VC. Du hast Dein eigenes Unternehmen, aber Du musst dann die ganze Zeit reporten und die haben ja auch Einfluss auf Dein Unternehmen und Du bist nicht frei. Du bist nicht wirklich selbstständig bei all dem Geld. Das gehört Dir ja auch nicht. Das ist ja nur geliehen. Und wer ne Wette auf Dich abschließt, der gibt Dir Geld, aber hofft natürlich mindestens, ich glaube unter dem 10-fachen des Einsatzes lohnt sich das für VC’s auch nicht, also pushen die dann auch richtig hart. Max: Genau. Von der Perspektive von der VC… Also ich habe selber Erfahrung damit. Also mein erster Job vor einem Jahr hier in Berlin war mit so einem funded Startup. Und ich habe es selber gesehen, wie unsere Founder immer gepushed waren. Die waren immer unter super viel Stress und viele Founder, die ich kennengelernt habe, die haben so eine ursprüngliche Vision gehabt für Ihre Unternehmen, aber dann geht es nach dem Kalender der VC. Innerhalb von sechs Jahren muss das entweder ein riesengroßer Erfolg sein oder dann ist es total Wurscht. Also entweder großer Erfolg oder gegen die Wand fahren. Also für die VC ist das eine gute Strategie, also das macht Sinn. Du hast vielleicht zehn Pferde und wenn ein oder zwei einen großen Gewinn haben, das zahlt auch die aus, die verlieren. Aber aus der Perspektive des Gründers ist das eigentlich ein bisschen Scheiße. Marcus: Ja auf jeden Fall, weil Du wirst total verbrannt ne? Und gehetzt und Du hast das gerade ganz cool gesagt mit den Pferden. Dann sind die acht Pferde, die werden genauso getrimmt und trainiert bis zum Erbrechen und da irgendwie gefordert. Und die beiden Stärksten oder die vielleicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind, werden dann wirklich Unternehmen, die durch die Decke gehen, wahrscheinlich auch für einen hohen Preis, für viel Arbeit und Überstunden und Stress und was da auch alles dazukommt. Und die anderen acht sind mega gearscht, weil die hatten den Stress und die hatten den Druck und die sind noch nicht mal durch die Decke gegangen. Irgendwann ist die Kohle weg von dem VC. Du konntest aber die Kohle, wenn Du Dir überhaupt ein Gehalt ausgezahlt hast, konntest Du es dann nicht nutzen, weil Du keine freie Zeit hattest. Also letztendlich glaube ich, haben viele erkannt, dass es irgendwie doch nicht so das Non-Plus-Ultra ist, was man machen kann als Unternehmer. Max: Genau und ich glaube viele Gründer, die gründen eine Firma aus verschiedenen Gründen. Und einer davon, würde ich sagen, ist irgendwie mehr Freiheit zu bekommen. Also das ist die gängige Methode. Also Du sammelst eine riesen Menge an Geld an bevor Du überhaupt weißt, dass Deine Idee funktionieren wird. Und dann versuchst Du diese Idee profitabel zu machen. Aber im Endeffekt bekommst Du nicht mehr Freiheit, obwohl Du vielleicht auch an einem Projekt arbeitest, wofür Du mehr Leidenschaft hast. Du bekommst nicht mehr Freiheit, sondern Du tauschst eine 9 to 5 Base für eine 24/7 Base. Also nach diesem Motto. Jetzt hast Du einen der den ganzen Tag und die ganze Woche hinter Dir steht und Du musst für ihn schaffen und dann hast Du diese Freiheit nicht mehr. Also ich denke immer, es gibt so viele geile Möglichkeiten, wo Unternehmer, vor allem Neuunternehmer ganz schlank und lean anfangen können und auch 100% von ihrem Business behalten können. Damit sie das auch in dem Rhythmus wachsen lassen können, den sie für sich selber richtig finden und auch gleichzeitig den Lifestyle haben können. Also ich freue mich immer mit neuen Entrepreneurs sprechen zu können. Also vor allem diese, die hierher reisen, vielleicht von Silicon Valley, weil die kennen nur diese Methode: Okay, ich habe eine Idee. Ich sammle erstmal einen Haufen Geld, dann schauen wir mal, ob das irgendwann mal profitabel wird. Und mit Crowdfunding und mit dieser Lean Startup Methodology. Man kann wirklich ohne Kapital ein ziemlich geiles Business aufbauen. Also genau wie Du und wie wahrscheinlich viele von den anderen Leuten, die schon Gast bei Deinem LIFE HACKZ Podcast gewesen sind. Ich finde es immer super wichtig, dass wir diese Beispiele den Leuten vor Augen halten, wenn die denken: Ja, ich würde gerne was mit Entrepreneurship machen. Marcus: Ja absolut. Und genau da setzt ja auch Dein Podcast an. Der heißt “Starting from Zero”, was dafür steht, dass die Leute Self-Funded Entrepreneurs sind, bootstrapped. Max: Genau. Also der Podcast geht genau darüber. Du warst schon einer von den ersten Gästen. Du und Feli zusammen. Weli ich finde euer Beispiel, wie ihr so lean und praktisch ohne Kapital - ich glaube Du meintest diese großen Investitionen und die große DNX Konferenz anzufangen - die upfront casts waren so 200 Euro bis 500 Euro, um die Website zusammenzubringen. Marcus: Wenn überhaupt, ja. Max: Ja, wenn überhaupt. Also dieses Modell, also dieses Preselling Konzept kann man für viele, viele, viele andere Businesses auch verwenden. Also ich versuche einfach damit den Leuten zu zeigen, was es da draußen gibt. Weil ich bin fest davon überzeugt, dass man am besten und schnellsten von den Erfahrungen anderer Leute lernen kann. Also das ist so mein kleiner Beitrag zur Online Bootstrapper World. Marcus: Ja, der ist richtig cool. Also großes Kompliment. Ich höre immer wieder gerne die neuen Folgen und freue mich, wenn bei iTunes dann eine aufpoppt, dass Du wieder eine genommen hast, weil man kann es gar nicht oft genug hören. Wir wurden natürlich auch mega inspiriert durch andere Solopreneurs und Self-Funded Entrepreneurs, wo wir dann gesehen haben: Ey es geht irgendwie auch mit dem Lean-Startup approach. Du musst nicht so viel Geld verbrennen. Du musst nicht einen VC reinholen, sondern man kann einfach Quick and Dirty starten. Die Idee testen und dann langsam sukzessive ausbauen mit dem Cashflow der dann reinkommt von den ersten Einnahmen. Und ich glaube davon kann es gar nicht genug Podcasts oder Blogs und Projekte geben. Weil, wie wir eben schon gesagt haben: Jeder braucht irgendwie die anderen Leute auch um sich herum und immer wieder so dann auch Inspiration von anderen Seiten, was man alles erreichen kann auch ohne groß Venture Capital oder Venture finanziert zu sein. Max: Ja, ein letztes, was ich gerne zu diesem Thema sagen möchte: Ich finde, dass dieses Konzept von Lean Businesses anfangen, ich glaube das ist ein Konzept, dass ganz Nah an dem deutschen Herzen liegt eigentlich. Ich weiß nicht super viel über den deutschen Mittelstand. Dieses Hidden-Champions Konzept, was man hier in Deutschland hat, aber je mehr ich mir dieses Lean-Konzept anschaue, denke ich: Ja, das ist perfekt für die Deutschen. Also die Deutschen mit ihrem Mittelstand, die haben so Businesses die Weltführer sind in einem ganz kleinen gezielten Markt und damit ist Deutschland wirklich reif und erfolgreich geworden. Und ich glaube, dass wenn man so eine ähnliche Strategie nimmt - also das ist praktisch die Strategie dieses Lean-Bootstrapping - und oft hast Du irgendwann mal ein Business, das super geniescht ist, super gezielt ist. Und wer versucht im Online Internet Weltmarktführer zu sein, glaube ich, dass dieses Konzept zu Deutschland und den deutschen Unternehmern und Zuhörern passt. Marcus: Ja, was Du eben gesagt hast, das passt von daher weil deutsche erstmal sehr sicherheitsbedürftig sind und nicht gerne viel Risiko eingehen und als Bootstrapper hast Du dann auch nicht viel Geld, was Du verbrennen kannst oder irgendwie fett ausgeben kannst in irgendwelche Kampagnen, sondern Du musst schon mit Deinem eigenen Geld wirtschaften. Und das können glaube ich grundsätzlich Deutsche mit der Einstellung dann besser, die auch so groß geworden sind. Ich glaube, Du selber kommst ja aus den Staaten. Du bist ja US-Expert. Berichtige mich, wenn ich da falsch liege, aber es gibt viele erfolgreiche Unternehmer, die haben ihr Unternehmen nur auf Dept gegründet, auf Creditcards, was ja cool ist, weil das Unternehmen hat dann funktioniert. Aber es gibt auch viele Privatleute, die einfach mit dem Mindset leben, Depts sind normal und jeder macht irgendwie Schulden. Max: Also es ist wirklich ganz scary, wie es in den USA ist. Ich habe in einem Buch vor kurzem gelesen, ich glaube, das war das Buch von James Altucher “Choose Yourself”, kann ich auf jeden Fall empfehlen. Und der hat geschrieben, dass zwischen 2005 und 2007 der Kreditkarten-Dept in den USA von 700 Milliarden auf 1,5 Billionen gestiegen ist. Marcus: Booo fuck... Max: Also wir sind super zufrieden mit unserem Plastik zu bezahlen und das ist nicht die beste Methode. Also ich bin so ein bisschen in dieser Kultur aufgewachsen, obwohl ich muss sagen, ja ich bin in den USA aufgewachsen, aber meine Mutter kommt eigentlich auch aus Deutschland. Aus Bayern. Marcus: Jau! Max: Pfiat di. Marcus: Pfiat di (lacht laut) Max: Ja diese ganze bayrische Szene kenne ich auch ein bisschen durch meine Onkel, die dort alle entweder Bauern oder Aggrartechnik Unternehmer sind. Marcus: Ah, sehr bodenständig. Max: Genau, sehr bodenständig. Von da habe ich so ein bisschen eine Verknüpfung mit diesem Mittelstandkonzept her. Also die sind immer sehr hilfreich. Die sagen mir immer, was ich hier in Berlin mache und dann sind das manchmal unangenehme Fragen, aber im Endeffekt immer hilfreich auf lange Sicht. Marcus: Okay, dann hast Du das wahrscheinlich auch so ein bisschen mit in die Wiege gelegt bekommen. Weil das Problem glaube ich in den Staaten oder auch - ja, es gibt auch andere Länder oder andere Systeme, die das so vorsehen, dass die Leute möglichst viele Schulden machen - ist wahrscheinlich darauf abgezielt, dass die Leute dann Schulden haben und die müssen einfach arbeiten. Die müssen zwei Jobs annehmen, die müssen drei Jobs annehmen. Und die haben dann auch gar keine Zeit irgendwie so auszubrechen aus diesem System und das funktioniert. Die Wirtschaft hat genug Angestellte, die einfach arbeiten, arbeiten, arbeiten, sich nicht groß auflehnen und richtig reich werden dann wieder nur ganz oben diese fetten Unternehmen, weil die anderen in die Trap gerannt sind und von Anfang an Schulden gemacht haben. Max: Ja ja, und man sieht das vor allem in dem Educational System, was wir in den USA haben. Im Unisystem. Ja, man muss so viel Geld ausgeben, um in die Uni zu kommen. Naja, ich glaube in Zukunft wird das nicht immer so sein in den USA, weil das ist einfach nicht nachhaltig. Und die Preise werden immer teurer auch bei den Unis. Wenn man 10.000 Dollar pro Jahr ausgibt für eine gute Uni, ist das ein ganz geiler Deal für einen Studenten. Auf der einen Seite hat es Vorteile, weil die Unis nehmen Dich als Student wirklich an die Hand und die führen Dich wirklich. Du bekommst eine bessere Education und eine bessere Infrastruktur. Es ist ein bisschen schöner von der Infrastruktur her. Und bessere Studenten zu Professoren Ratios. Aber dann steht man nach vier Jahren immerhin mit 40.000 Dollar da, die man wieder zurückzahlen muss. Oder wenn man gut gespart hat, vielleicht nur 20.000 Dollar. Aber ja, es fängt so an. Also meine Familie ist auch ein gutes Beispiel dafür. Also mein Vater ist Arzt und er musste super viel ausgeben für sein Studium. Also um Arzt zu werden, gibt man so ungefähr, ich weiß nicht, eine viertel Millionen aus für den ganzen Prozess von acht Jahren. Marcus: Wow. Max: Das System ist so gebaut, dass es sich dann auch lohnt. Der Arzt muss praktisch super viel verlangen für seine Zeit. Und dann ist das auch eine gute Investition, aber immerhin ja… Das ist gesellschaftlich vielleicht auch nicht die perfekteste Lösung, weil dann müssen die anderen Menschen für ihre Health Care viel bezahlen. Marcus: Ja, das ist alles irgendwie nicht ganz rund. Von daher… Um wieder zurückzukommen zu dem Entrepreneurtum und dem Unternehmertum ist das auf jeden Fall ein guter Workaround oder eine gute Option, um halt nicht in dieses Hamsterrad reinzugehen, sei es jetzt in den Staaten oder sei es in Deutschland, was aus verschiedenen Gründen auch nicht so cool ist. Weil man da sehr gefangen ist. Max: Auf jeden Fall. Marcus: Und wenn man dann auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmer wachsen will oder an seine eigenen Grenzen stößt - wir haben ja jetzt das Thema schon zwei, drei Mal heute alleine in dem Podcast gehabt - wie wichtig das ist, gleichgesinnte Leute um sich herum zu haben, die die gleichen Probleme und Challenges haben. Und genau aus dem Grund bist Du ja jemand, der ein totaler Befürworter und Verfechter von diesem Mastermind Konzept ist. Max: Ja genau. Ich bin total davon überzeugt. Marcus: Ja, erklär’ mal, was genau ein Mastermind ist. Max: Ja kann ich auf jeden Fall machen. Ich habe auch ein paar Schritte vorbereitet für Deine Listeners, falls die selber ihre eigenen Masterminds aufbauen möchten. Der erste Schritt, also was ist ein Mastermind ganz genau? Das ursprüngliche Konzept kommt von diesem Typ, Napoleon Hill, der dieses berühmte Buch geschrieben hat “Think and grow rich”. Das ist seine Definition und der ist so der Erfinder von diesem Mastermind-Konzept. Nach seiner Definition ist Mastermind eine Gruppe von zwei oder mehreren Leuten, die zusammenkommen, um sich gegenseitig zum erreichen ihrer Ziele zu unterstützen. Ich würde sagen, dass heutezutage, vor allem in der Online Unternehmenswelt, denkt man bei Masterminds hauptsächlich an eine Gruppe von vier bis sechs gleichgesinnten Online Unternehmern, die sich regelmäßig treffen. Vielleicht ein bis vier Mal pro Monat, um einander zu pushen, um einander Verantwortlichkeit entgegenzubringen, um ihre Tasks zu erfüllen und einander Mut zu geben. Dass sie dran bleiben und dass sie ein bisschen von diesem Team Aspekt in ihrer Arbeit haben. Weil als Online Unternehmer ist es manchmal einfach super schwierig motiviert zu bleiben, wenn man so alleine vor dem Rechner sitzt. Und Du hast vorher angemerkt, Du hast schon Feli. Und das ist eine ganz coole Sache, wenn Du jemanden hat, der jeden Tag bei Dir sitzt und ihr motiviert euch gegenseitig. Aber wenn man alleine vor dem Rechner sitzt, das kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen, wenn man dieses eine Call pro Woche hat und man weiß, man muss etwas bei diesem Call liefern - einen Task den Du Dir vorgenommen hast - und Du hast auch Leute, die Dir helfen werden bei einem konkreten Problemen, welches Du gerade jetzt in Deinem Business spürst. Das bringt unheimlich viel in jedem Aspekt. So also ganz konkret: Warum man einen Mastermind machen sollte ist im Endeffekt, um Motivation zu bekommen. Der zweite Effekt ist so dieses Team-Erlebnis zu haben und mehr Spaß zu haben bei der Arbeit. Ich würde auch sagen: Exklusive Information. Weil als Unternehmer suchen wir immer nach Tipps und Tricks und Shortcuts, wie man schneller vorankommen kann in seinem Business und das bekommt man hauptsächlich durch andere Online Unternehmer, die ähnliche Erlebnisse schon gemacht haben. Marcus: Klar, es sind so oft die gleichen Herausforderungen, die man hat. Und jeder fängt dann wieder von Null an und digged sich dann really deep in das Topic rein und das dauert aber dann einige Zeit bis man an dem Punkt ist, was andere dann auch schon vorher vor Dir gemacht haben. Und wenn’s dann jemanden gibt, der genau diesen Weg mit Dir shared und Du die Shortcuts, die Abkürzungen,nehmen kannst, dann sparst Du ja viel Zeit auf dem Weg zum nächsten Step oder Milestone. Max: Genau, auf jeden Fall. Das ist super wichtig, dass man sich diese soziale Umgebung schafft, wo es einfach andere interessante, coole Leute gibt, die wirklich Actiontaker sind. Die wirklich Leute sind, die etwas machen und die sich bewegen. Marcus: Ja und genau, was mir bei dem Masterminds so gefällt an dem Konzept ist, dass man auch ne krasse accountability gegenüber den anderen aufbaut. Ich komme gerade nicht auf’s deutsche Wort. Max: Verantwortlichkeit! (lacht) Marcus: Genau! Dass Du genau weißt, ich habe nächste Woche das Mastermind. Wir haben uns darauf committed. Ich schaffe bis dahin einen Newsletter rauszuhauen, zwei Blogposts zu schreiben und an meinem Konzept für den neuen Podcast weiterzuarbeiten. Und ich muss den anderen Leuten das dann vorstellen und sagen, wo ich da bin. Und wenn ich’s nicht geschafft habe, muss ich aber wenigstens erklären können, was ich stattdessen gemacht habe. Und das ist viel, viel besser als wenn Du so ein Einzelkämpfer bleibst und für Dich alleine unterwegs bist und irgendwann einfach nicht mehr kannst und den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst, demotiviert bist und dann denkst, es geht gar nix mehr. Max: Auf jeden Fall. Und es ist genau dieses Konzept, was mir zu meinen ersten 1.000 Euro als Selbstständiger gebracht hatte. Also für drei Monate bevor ich meinen Mastermind hatte, nachdem ich meinen Job aufgegeben hatte. Ich habe fast keinen Fortschritt gemacht. Aber dann habe ich den Mastermind gehabt. Ich hab’s Online durch einen berühmten Blogger gefunden, der das zusammengestellt hatte. Und da habe ich gesagt: Ja okay, ich kauf mir diesen Onlinekurs. Und ein Teil davon war dieser Mastermind und innerhalb vom ersten Monat: BAM! Ich habe so viel Power bekommen. Ich habe wirklich einen Tritt in den Arsch bekommen und innerhalb von diesem ersten Monat hatte ich schon meine ersten 1.000 Euro Umsatz gehabt. Ich habe auch persönlich diese Benefits von diesen Masterminds erlebt und das hat mich auch mehr davon überzeugt. Marcus: Okay cool. Du hast ja auch schon ein paar Masterminds für uns auf der DNX gematched und auch angeleitet und gemacht und hast auch selber dazu einen Kurs rausgebracht? Oder machst Du das auch noch vor Ort in Berlin? Was ist da der Stand? Max: Ja, gerade jetzt ist der Stand: Ich mache verschiedene Masterminds. Ich habe es gerade jetzt in drei Level aufgeteilt. Also Leute, die keine Idee haben, Leute die schon eine validierte Idee haben und dann Leute, die schon von ihren Businesses leben. Also jede von diesen drei Zielgruppen hat verschiedene Bedürfnisse. Und die ersten zwei Gruppen begleite ich mit ein bisschen mehr Inhalt. So: Dieses sind die Schritte, die Du verfolgen musst, um zum nächsten Level zu kommen. Und dann bei den Leuten, die schon in der dritten Gruppe, also Leute die schon von ihren Businesses leben, da geht es vielmehr über persönliche Ziele. Was Du hast für das Business. Wie Du das Business so im nächsten Jahr oder in den nächsten fünf Jahren sehen würdest. Und gerade jetzt ist noch immer alles vor Ort hier in Berlin. Aber ich hab’s auf jeden Fall vor, das in Kürze Online zu ziehen. Für die erste Gruppe habe ich letztes Wochenende schon einen Workshop gemacht. Das erste Kick-Off von dem Idea-Accelerator Mastermind. Und das ist so für die Leute, die überhaupt keine Idee haben, aber die eine Idee erfinden möchten und das auch validieren. Und dann über sechs Wochen überarbeiten und schauen, wie weit sie mit der Idee kommen. Und das können sie www.startingfromzero.co/ideaaccelerator  einsehen. Marcus: Ja, das verlinken wir auf jeden Fall in den Shownotes. Dann können die Leute einfach auf www.lifehackz.de/max-breckbill  gehen und dann finden sie es auch unter den Shownotes. Max: Ja, also etwas anderes, was ich Deinen Zuhörern noch mitteilen möchte ist, wenn es Zuhörer da draußen gibt, die überhaupt Bock haben, ihren eigenen Mastermind zu starten. Ich kann das nur empfehlen. Weil wenn Du selber der Veranstalter bist oder der Organisator von Deinem eigenen Mastermind, von vier bis fünf anderen Leuten. Das ist ein riesen Vorteil verschiedenen Ebenen. Der erste ist, Du kannst für Dich selber entschweiden, wer die richtigen Leute sind. Der zweite ist, Du kannst mit ihnen potentere Leute in Deinem Mastermind zusammen haben. Und das ist normalerweise ein Benefit, wenn Du einen Mastermind hast, wo die anderen Leute ein bisschen weiter sind in ihrem Business und das kann Dich besser motivieren. Ja, wenn Du willst Marcus, ich kann das hier teilen über den Podcast oder ich habe auch ein kleines Worksheet gemacht und wir können das einfach auch dazu verlinken. Wo die Leute, die gerne selber einen Mastermind anfangen möchten, die können das einfach runterladen und die dann Sheet für Sheet durchgehen. Marcus: Ja also, wir verlinken das auf jeden Fall, aber Du kannst es auch gerne auf dem Podcast hier raushauen. Die Leute freuen sich immer über wertvollen Content. Also hush hush Hau raus! Leg los! Max: Dann legen wir mal los. Also der erste Schritt ist sich darüber zu werden, welche Mitglieder Du in Deinem Mastermind haben willst. Das bezieht sich tatsächlich auf Deine persönliches Business, was Du voranbringen möchtest. Also wenn Du schon ein klares Business-Konzept hast, also ein Business-Modell, das ist ein guter Anfangspunkt. Und wenn Du dann auch eine klare Nische hast, das ist der andere gute Anfangspunkt. Also das bezeichnet so Deine Zielgruppe für Deinen Mastermind. Business-Modell plus Nische, dass sind die Leute, die Dir am besten helfen können. Dann der zweite Schritt: Ich würde sagen, Du solltest Dein Format entscheiden. Also wenn Du ganz am Anfang bist mit Masterminding. Wenn Du nie vorher einen Mastermind gemacht oder organisiert hast. Ich bin super dafür Sprint Mastminds zu organisieren. Das Wort Sprint kommt von diesem Entwicklungskonzept Scrum, wenn ihr euch mit Software ein bisschen auskennt, dann kennt ihr das. Aber das Konzept ist, dass Du Dich für ein Ziel in sechs Wochen entscheidest und dann sprintest Du zu diesem Ziel zusammen mit deinem Mastermind. Also das ist ein Mastermind, dass auf sechs Wochen beschränkt ist, damit Du nicht diese Gefühl hast, dass es ewig dauert. Weil wenn Du keinen beschränkten Zeitrahmen für das gesamte Mastermind hast, dann verliert es nach sechs oder sieben Wochen irgendwann mal seine Potenz und die Leute kommen einfach nicht mehr. Das wäre mein zweiter Vorschlag. Dass Du Dich entscheidest für einen Sprint Mastermind zum ersten Mal und dann, wenn nach diesen sechs Wochen, also sechs Meetings in sechs Wochen, Du Dich mit Deiner Gruppe weiterhin treffen möchtest, dann könnt ihr das zusammen entscheiden und nochmal sechs Wochen machen. Und wenn es nicht mehr passt, es kann nämlich sein, dass manche Leute super schnell wachsen während dieser Zeit, andere Leute werden nicht so schnell wachsen, dann kann man neue Masterminds machen. Um das Sprint Mastermind vorzubereiten, musst Du ganz klar Leute finden, die an sechs Meetings interessiert sind. Das kann über sechs Wochen laufen oder drei Monate. Du musst, und jede Person muss sich für ein klares Ziel entscheiden nach dem Smart-Goal Prinzip. Du musst für Deinen Mastermind einen ganz klaren Endpunkt haben, damit es ein bisschen Druck gibt, damit die Leute etwas haben mit dem sie sich wirklich pushen und damit das Ziel wirklich Sinn macht. Jetzt haben wir Dein Topic, also was Deine Zielgruppe ist. Dann haben wir das Format, also die Sprint Masterminds und dann im dritten Schritt muss Du einfach die richtigen Leute finden. Ich habe zwei Formate erlebt, wie man das am besten machen kann. Also ich würde die ersten den organischen Approach nennen und den zweiten den Networking Approach. Also der organische Approach ist einfach ein oder zwei andere Leute zu finden, mit denen Du gut klar kommst. Und am liebsten solche, die ein ähnliches Business Modell und Nische haben wie Du. Und Du sagst “Hey wir treffen uns einmal und dann stellst Du mal Dein Mastermind Konzept vor. Und dann könnt ihr es organisch wachsen lassen und sagen “Okay, wenn einer von euch jemanden kennt, der gut in diese Gruppe passen könnte, dann kannst Du ihn herzlich einladen”. Und jedes Mal, wenn Du jemanden neues bekommst, dann kannst Du ihn immer fragen und sagen “Wen kennst Du, den wir in diese Runde einladen können?” Und dann so organisch wachsen, bis Du eine Größe hast, die Dir gefällt. Ich würde vorschlagen nicht mehr als sechs, aber es gibt manche Leute, die freuen sich, wenn sie sich jeden Monat mit acht Unternehmern treffen. Das kann auch funktionieren. Und zum organischen Approach habe ich ein bis zwei, aber es funktioniert nur mit einem Kumpel. Wenn Du nur einen Kumpel hast und Du sagst “Hey komm, wir treffen uns und wir brainstormen zusammen und wachsen one at a time”. Der zweite Approach ist so der Networking Approach und da wirst Du alles, was Du schon vorher geschrieben hast, das nimmst Du und schreibst dafür einen Pitch. Ganz klar, was für Leute Du in Deinem Mastermind willst, was Du persönlich erreichen möchtest mit diesem Mastermind. Und dann postest Du einfach diesen Pitch auf Social Media. Wenn es in Deiner Stadt Meetup Gruppen gibt, dann kannst Du zu den Meetup Gruppen gehen und dann vor dem Open Mic stehen und sagen “Hey, ich heiße so und so. Ich will das und das erreichen. Ich suche andere Leute für eine Mastermind Gruppe. Fragt mich einfach”. Du kannst auf Online Foren gehen, wie zum Beispiel Dynamite Circle wäre perfekt. Wenn Du nicht schon im Dynamite Circle bist, dann gibt es glaube ich viele andere solche Exclusive Forums wo Du posten kannst. Marcus: fizzle.co? From Corbett Barr hm. Max: Yes! Das ist ein ganz gutes Beispiel und so kannst Du super schnell Deine Leute finden. Marcus: Cool! Max: So, das ist so das ganz knackige Setup Phase. Und dann würde ich auch im letzten Schritt drei Vorschläge geben, wie Du Deine Masterminds gut laufen lassen kannst. Erstens: Benutze immer einen Timer für Deine Masterminds. Entscheide Dich, dass jede Person, ich weiß nicht, 10 bis 15 Minuten bekommt, um seinen aktuellen Stand zu beschreiben und seine Herausforderungen zu beschreiben. Es gibt diese Regel “Parkinson’s law”. Das heißt, arbeite wie ein Gas. Es wächst und wir planen, und vergleichen wie viel Platz es gibt für diese Arbeit. Und wenn Du am Ende von dem Meeting mit Power rausgehen willst und noch mehr Energie haben willst als Du reingebracht hast, dann sollst Du auf jeden Fall einen Timer benutzen. Weil sonst redet jede Person zu lange und am Ende sind einfach alle erschöpft. Und das ist nicht so ein geiler Effekt. Der zweite ist kurze Updates zu machen. Also wenn Du zum Beispiel zehn Minuten hast, um Deinen aktuellen Stand und Deine Herausforderungen zu besprechen mit der Gruppe, nimm nur die ersten zwei Minuten um Deinen aktuellen Stand zu beschreiben. Und die restlichen acht Minuten um Deine Herausforderungen zusammen mit der Gruppe zu besprechen. Ich sehe oft, das ist eine Tendenz, dass wir alle super gerne über uns selber reden. Und es ist ganz einfach die ganzen zehn Minuten dafür zu nutzen. Die letzte ist super wichtig und das ist auf jeden Fall: Versuche nicht in einen Rhythmus zu kommen, dass Du immer den anderen erklärst, was die machen sollen. Es ist immer viel überzeugender, wenn Du den anderen Leuten etwas erzählst, was auf einer persönlichen Erfahrung basiert, als wenn Du einfach sagst “Du solltest so und so was machen”. Ich habe das in irgendeinem Buch gelesen. Also das kann auch manchmal lustig sein, wenn Du Brainstorming machst. Aber versuche hauptsächlich immer Deine Ratschläge, Deine Beratungen auf persönliche Erfahrungen zurückzuführen. Marcus: Makes sense. Max: And that’s how you do it! Marcus: Cool, great! Thanks for this sighting. Ja richtig cool! So baut man eine Mastermind auf und zu dem einen Punkt, wo Du gesagt hast, zwei Minuten selber Business erklären und acht Minuten Input holen, ist glaube ich auch ganz wichtig. Wenn Du gerade auf dem Hot Seat bist, dass Du nicht anfängst zu erklären, warum das jetzt nicht geht und aus dem Grund geht das nicht und das habe ich schon probiert und nee, das ist auch keine coole Idee. Sondern be open for Feedback, ne? Max: Genau. Marcus: Und das einfach auf Dich erstmal nicht über Dich ergehen lassen, sondern wirklich dann reflektieren: Ist das vielleicht eine Option? Die hatte ich noch nicht auf dem Schirm. Kann man das mal machen? Klar, ich bin open dafür, ich probier das aus. Max: Ja, also eine kleine Sidenote dazu: Ich habe gemerkt, dass es oft die Leute sind, die das wenigste geschafft haben, die die meiste Zeit für ihre Updates nutzen. Ich weiß nicht genau, warum das so ist. Also eigentlich vermute ich, das ist, weil die ein schlechtes Gewissen haben, dass die nix gemacht haben und die nutzen die ganze Zeit, um Excuses darzustellen. Marcus: Glaube ich auch. Max: Aber denk einfach mal dran, wenn Du auf dem Hot Seat sitzt und Du merkst “Hey wow, ich habe ganze acht Minuten gebraucht”, dann ist es höchstwahrscheinlich deswegen, weil Du ganz wenig gemacht hast von dem, was Du Dir für diesen letzten Zeitraum im Mastermind vorgenommen hast Marcus: Ja, super useful! Danke, danke dafür, für das ganze Know-How Sharing. Max: Auf jeden Fall. Marcus: Was ist Deine größte Schwäche bzw. worin würdest Du noch gerne besser werden? Max: Ich?! Och Marcus… Marcus: (lacht) Max: Du fragst die richtigen Fragen, auf jeden Fall. Marcus: That’s my job. Max: Für mich geht es um Organisation und ja… Ich würde sagen, der systematische Aufbau von Marketing Funnels. Das ist etwas, wo ich persönlich dran arbeiten muss. Das ist die nächste große Herausforderung für mich. Aber im Allgemeinen, organisiert zu bleiben, wenn man so viele verschiedenen Sachen hat, ist immer schwierig für mich. Wenn man so auf jeder Baustelle arbeiten muss, so auf der Webseite, auf den Inhalt und dann auf die gesamte Marketing Strategie und wie das alles zusammenkommt. Die Zeit zwischen diesen drei Aspekte gut auszubreiten ist für mich die größte Schwäche gerade jetzt. Marcus: Ja. Also was Dich ja wiederum stark macht und auszeichnet ist, dass Du so viele Ideen hast, dass Du so viel Power und so viel Drive hast. Und manchmal ist es dann glaube ich so viel, da ist es dann schwierig da wieder Struktur und Ordnung rienzubringen, wie Du gerade gesagt hast. Was ist denn Dein Konzept dafür oder Deine Lösung? Hast Du was verbessern können? Max: Meine Lösung für diese Tendenz, die ich habe? Marcus: Ja genau. Max: Ja, also ich habe ein paar Kumpels, die mir in jedem verschiedenen Aspekt helfen können. Und ich versuche immer mehr mit Virtual Assistance outzusourcen. Ich versuche einfach immer mehr Sachen outzusourcen. Mehr kleiner Sachen. Zum Beispiel bei der Erstellung von meinem Podcast. Die mir editieren zu lassen und solche Sachen. Das hilft mir wahnsinnig. Marcus: Okay cool. Das ist glaube ich so ein Punkt, wo jeder Unternehmer irgendwann mal ankommt, wo er sagt “Okay, bin ich jetzt weiter als Solopreneur und Einzelkämpfer oder schaffe ich es auch mal, was abzugeben und loszulassen”. Das fällt ja nicht immer ganz einfach. Max: Ja auf jeden Fall. Aber ich freue mich schon, dass ich immer mehr loslassen kann. Also ich glaube das Loslassen innerhalb von sich selber ist nicht das große Problem. Ich glaube, das größte Problem bei mir steckt noch immer bei, das Verlieren der Sache von genau dem, was losgelassen werden muss. Wenn das erst definiert ist ganz klar und konkret, dann ist das Loslassen ziemlich einfach. Aber man merkt nicht immer, was man jeden Tag alles macht. Marcus: Ja, so ging es mir auch. Oder immernoch. Da denke ich “Oh nee, wir haben jetzt zwar so nen Website Service, der für uns die Coding oder die Änderungen macht, aber manchmal denke ich “Woah, das dauert nur eine Minute. Komm ich mach’s selber”. Log mich kurz ein und dann ist’s doch länger als ne Minute, zwei, drei, vier, fünf, sechs und dann denkste “Ey, für die Zeit und hättest Du selber was anderes machen können”, weil da gibt’s ja jemand anderen, der es einfach viel schneller macht und der ist besser als Du. Max: Genau, das ist es. Ja. Wie geht es bei Dir? Was hast Du alles bis jetzt outgesourced in Deinem Business, Marcus? Marcus: Ähm, wir haben irgendwann relativ spät angefangen outzusourcen, weil wir beide so veranlagt sind, dass wir erstmal nicht… also … sehr bootstrappingmäßig unterwegs sind, bevor wir große Investitionen machen, wollen wir erstmal wissen, dass wir das Geld auch wieder woanders reinholen. Also wir brauchten erstmal einen guten Cashflow, um dann auch zu sagen “Okay, das ist jetzt ein kleines Budget. Das verwenden wir für unseren ersten VA.” Und das ist erst ziemlich spät gekommen. Also ich habe ja die ersten Events noch komplett alleine gemacht, mit Excell Tables in GoogleDrive und die ganzen Invoices rausgeschickt, die Konten gecheckt, die Tickets und überhaupt. Das ganze Marketing, die ganze Website komplett One-Man-Show, zusammen mit Feli dann two persons. Aber wir haben jetzt im Sommer die erste VA reingeholt, die Vera, und seitdem haben wir dann selber am eigenen Leib gespürt, wieviel das helfen kann. Wieviel mehr Zeit Du auf einmal hast für die wichtigen Sachen. Und seitdem sind wir dann auch ein bisschen mutiger geworden. Designerin hatten wir schon immer. Aber haben dann noch jemanden reingeholt für die Events und haben ja dann noch die DNX CAMPS gestartet. Das hätten wir aber zu zweit nicht geschafft. Also haben wir dann einen Eventmanager und haben da die verschiedensten Modelle. Also manche werden auf Stundenbasis abgerechnet. Manche projektbasiert, manche kriegen nen Revenue-Share. Das ist auch wieder ein komplett neues Thema, wo man sich dann reinfuchsen muss und Mitarbeiterführung, Company-Happiness bzw. auf einmal muss Deine Mission oder Deine Vision auch klarar sein, damit Du kein Geld verbrennst, sondern nur darein steckst, wo Du auch wirklich hin willst. Und mittlerweile sind wir da ganz gut drin geworden. Das Problem ist nur, dass Du irgendwann dann auch mit Deinen Mitarbeitern so schnell wächst, weil Du ja dann viel schneller bist, dass dann das wieder strukturiert werden muss, dass Du ein Projektmanagementsystem brauchst und das nicht mehr alles über E-Mail läuft. Also haben wir dann angefangen über Trello zu arbeiten und haben dann angefangen Zuständigkeiten zu verteilen. Oder wer darf auf unseren Designer zugreifen oder wieviel Budget haben dann schon die einzelnen Leute. Also wirklich auf einmal sind es so Company Topics, womit eigentlich nichts mehr zu tun haben wollte. Wo man am Anfang sagte “Ey geil, ich bin jetzt Lifestyle Designer, ich bin Solopreneur, ich habe nur Freelancers, ich brauche keine Angestellten, ich brauche kein Büro, ich brauche das alles nicht mehr”. Und jetzt bist Du genau bei dem Thema angekommen. Aber es ist halt ganz anders, weil es auf einmal so Dein Baby ist, ne? und Deine Leute, die dann Dir helfen. Von daher ist das schon okay, aber es sind trotzdem Themen, die hatte ich überhaupt nicht mehr auf’m Zettel und mit denen wollte ich eigentlich nie mehr was zu tun haben. Jetzt muss ich was damit zu tun haben, aber es macht Spaß, weil es wieder was Neues ist, wo man sich dann reinfuchst von ner ganz anderen Perspektive auf einmal. Max: Ja, das ist cool. Klingt super. Marcus: Aber super wichtig ist glaube ich, alles vorher einmal selbst gemacht zu haben, weil ansonsten kannst Du die Sachen nicht briefen. Max: Das wollte ich eben sagen. Weil Du hast gemeint, ja wir haben ziemlich spät die erste VA reingeholt. Aber vielleicht war es auch nicht so spät, weil Du hast jetzt alles selber einmal durchgemacht und jetzt kennst Du das ganze System, wie das alles läuft. Und dann kannst Du es besser abgeben und auch besser schätzen, also wieviel Zeit das in Anspruch nimmt und wie Du überhaupt jemanden dafür hiren kannst. Marcus: Genau, Du kannst besser briefings machen. Du weißt genau, was geändert werden muss. Du weißt genau, welche Personen Du dafür brauchst und das finde ich manchmal ein bisschen schade bei Leuten, die gerade voll am Anfang stehen und sagen als erstes: Ich brauche Mitarbeiter, ich brauche ein Team, meinen Blog will ich eh nicht selber schreiben, sollen alles andere machen. Das ist glaube ich der falsche Ansatz, auf jeden Fall. Man sollte erstmal alles mindestens einmal selber gemacht haben, selber Geld verdient haben und das Geld dann verwenden, um dann irgendwann Dinge auszulagern, die andere besser machen können. Max: Ja, klingt gut. Marcus: Absolut. Was steht bei Dir jetzt noch so an? Wann sehen wir uns wieder? Max: Ja, wann sehen wir uns wieder? Also bei mir steht gerade die Durchführung der ersten Version von Startingfromzero Idea Accelerator an. Das wird Mitte Dezember fertig. Dann bin ich kurz mal in den USA, um die Familie zu besuchen. Marcus: Wo sind die? Max: Die sind in Wisconsin. Nicht so weit weg von Chicago. Madison Wisconsin. Dann bin ich wieder hier in Berlin kurz, um die nächste Runde von Idea Accelerator zu launchen Mitte Januar. Ein paar von meinen Co-Gründern und sind dann vom 20. Januar bis 31. März in Ko Lanta. Marcus: Wow. Max: Beziehungsweise bin ich auch bei euch auf dem DNX GLOBAL in Bangkok. Marcus: BAM! Max: Ist das der 1. März oder wann ist das? Marcus: Genau, 1. März ist Main Event und 2. März ist Mastermind Day. Max: Ja, ich bin total begeistert auf den ersten Tag und vor allem auch der Mastermind Day danach. Wirklich gepumt dafür Marcus. Marcus: Ja, wir sind ja gerade vor Ort in Bangkok seit heute wieder. Eben sind wir von Chiang Mai gekommen. Ich muss sagen, echt cool. Wir sind auch totally stoked in pump. Wir haben ne geile Location, wir haben nen coolen Event Manager. So nen thailändischen Solopreneur, der total in unserem Sinne tickt. Und ich glaube, das wird cool. Wir haben ja jetzt den Sale gestartet, die ersten Tickets verkauft. Also Demand ist da. Die Location ist da. Thailand ist cool. Ich freue mich auf jeden Fall mega auf das erste Event außerhalb von Deutschland. Max: Ja, ich habe schon auf Facebook gesehen. Es gibt viele Leute, die schon ihre Tickets gebucht haben von Deutschland Express für DNX GLOBAL. Ja bin super begeistert. Marcus: Ja geil. Dann sehen wir uns ja spätestens im März wieder und dann auch mal außerhalb von Berlin. Das erste Mal in Bangkok. Und ansonsten wünsche ich euch ne super geile Zeit auf Ko Lanta. Das ist auch eine meiner Lieblingsinseln im Süden von Thailand, muss ich sagen und das erste Mal war ich vor drei Jahren in Ko Lanta und jetzt kommen wir ja auch wieder zurück Anfang März nach der DNX machen wir da auch ein DNX CAMP. Das auch nur, weil die Insel einfach cool ist und auch noch nicht zu touristy, super geile Strände, den besten Sundowner, den ich jemals gesehen habe auf der Welt. Also Du kannst Dich total auf Ko Lanta und auf Thailand freuen. Max: Super, freue mich super darauf Marcus. Marcus: Cool, dann danke für Deine Zeit Max! Max: Yeah, thank you Marcus! Marcus: You’re welcome! Thank you for sharing all the knowledge. Looking forward seeing you soon. All the best und so weiter. Und wir bleiben in touch. Also danke nochmal für Deine Zeit, ja? Max: Thanx Marcus. Marcus: You’re welcome, bye! Max: Ciao. BAM, Ladies and Gentlemen. Das war eine weitere Folge der LIFE HACKZ Show with the one and only Max Breckbill. Wenn euch die LIFE HACKZ Show gefällt, dann hinterlasst mir bitte eine Rezension auf iTunes, schreibt mir ne E-Mail an marcus@lifehackz.de. Sagt einfach mal Hallo. Ich will mal wissen, wer hört überhaupt hier meinen Podcast so regelmäßig. Wer ist das? Was findest Du cool, was findest Du scheiße, was soll ich anders machen, was soll ich besser machen, was kann bleiben? Hast Du vielleicht Vorschläge für nen coolen Gast, den ich mal draufnehmen könnte? Yo, und wenn euch das ganze Ding gefällt, dann würde ich mich auch mega freuen, wenn ihr mich und den Podcast weiterempfiehlt an Freunde, die das vielleicht auch gebrauchen können, die selber Unternehmer sind oder das vorhaben oder das digitale Nomaden Lifestyle interessant finden. Yo, vielen Dank für euren Support! Very much appriciated. Peace and Out, bis zur nächsten Folge! Euer Marcus [/su_spoiler] [/su_accordion]

klein

Nov 20, 2015

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Interview mit Patrick baumann von Heldenleben

Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 33! Yo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ! Immernoch live aus dem Punspace Coworking in Chiang Mai, Thailand. Heute habe ich mir einen der Pioniere der deutschen digitalen Nomadenszene vor das Mikro geholt, nämlich Patrick Baumann.  Patrick ist so ein bisschen unter dem Radar geschwommen, weil er eigentlich ausgestiegen ist, als das Thema so ein bisschen Fahrt aufgenommen hatte durch die DNX Konferenzen und die anderen Presseartikel zu dem Bereich digitale Nomaden. Patrick hat sich genau zu dem Zeitpunkt entschieden ein Offline Business aufzubauen. Das heißt, er hat in Berlin in der Nähe vom Hauptbahnhof nen eigenen Billardsalon eröffnet und war damit mega busy. Ziel war aber auch immer wieder irgendwann on the Road zu gehen und in fünf Wochen ist es jetzt soweit bei Patrick. Und das war Grund genug, ihn vor das Mikro zu holen und ihn zu all seinem Wissen zu befragen. Rausgekommen ist ein richtig spannendes, schönes Interview. Ich hoffe, euch gefällt es genauso viel wie mir.  Die heutige Folge wird präsentiert vom  Five Minute Journal. Das  Five Minute Journal verhilft Dir zu einem achtsamen, besseren und positiverem Leben und ist ein mega wirksames Tool, was pro Tag fünf Minuten Aufwand benötigt. Man geht morgens drei bestimmte Fragen durch, die man für sich beantwortet und genauso am Abend. Und wenn man diese Routine regelmäßig macht und dann auch beibehält, kann es dazu führen, dass Dein Leben nochmal auf ein besseres Leben gehoben wird. Bei mir hat’s auf jeden Fall ziemlich, ziemlich viel Impact gehabt. Leute, checkt es aus unter www.fiveminutejournal.com und jetzt viel Spaß mit der Folge mit Patrick! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie man Online Marketing auf Offline Businesses übertragen kann.
  2. Was ein Freemium Modell ist.
  3. Warum auch Du meditieren solltest.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Heldenleben

BATA Bar & Billard

billardpro.de

Tynan

Bulletproof

TRX

The Big Leap Experience

Five Minute Journal

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Patrick Baumann Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 33! Yo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ! Immernoch live aus dem Punspace Coworking in Chiang Mai, Thailand. Heute habe ich mir einen der Pioniere der deutschen digitalen Nomadenszene vor das Mikro geholt, nämlich Patrick Baumann. Patrick ist so ein bisschen unter dem Radar geschwommen, weil er eigentlich ausgestiegen ist, als das Thema so ein bisschen Fahrt aufgenommen hatte durch die DNX Konferenzen und die anderen Presseartikel zu dem Bereich digitale Nomaden. Patrick hat sich genau zu dem Zeitpunkt entschieden ein Offline Business aufzubauen. Das heißt, er hat in Berlin in der Nähe vom Hauptbahnhof nen eigenen Billardsalon eröffnet und war damit mega busy. Ziel war aber auch immer wieder irgendwann on the Road zu gehen und in fünf Wochen ist es jetzt soweit bei Patrick. Und das war Grund genug, ihn vor das Mikro zu holen und ihn zu all seinem Wissen zu befragen. Rausgekommen ist ein richtig spannendes, schönes Interview. Ich hoffe, euch gefällt es genauso viel wie mir. Die heutige Folge wird präsentiert vom  Five Minute Journal. Das  Five Minute Journal verhilft Dir zu einem achtsamen, besseren und positiverem Leben und ist ein mega wirksames Tool, was pro Tag fünf Minuten Aufwand benötigt. Man geht morgens drei bestimmte Fragen durch, die man für sich beantwortet und genauso am Abend. Und wenn man diese Routine regelmäßig macht und dann auch beibehält, kann es dazu führen, dass Dein Leben nochmal auf ein besseres Leben gehoben wird. Bei mir hat’s auf jeden Fall ziemlich, ziemlich viel Impact gehabt. Leute, checkt es aus unter www.fiveminutejournal.com und jetzt viel Spaß mit der Folge mit Patrick! Marcus: Hey Patrick, cool dass Du am Start bist beim LIFE HACKZ Podcast! Wo bist Du und was machst Du gerade? Patrick: Ja Marcus, vielen Dank für die Einladung. Ich bin in Berlin, bereite gerade meine Abreise vor nach Thailand. Also da, wo Du gerade sitzt. Marcus: Cool! Patrick: Also ich habe vorgestern einen Flug gebucht für Anfang Dezember. Ja. Und in Berlin bin ich seit eineinhalb Jahren. Also ich bin Berliner und vor dreieinhalb Jahren habe ich so angefangen nomadisch zu leben. Bin jetzt aber die letzten eineinhalb, zwei Jahre in Berlin gewesen, weil ich hier ein Großprojekt hatte vor Ort, wo ich einen Billardsalon mit Bar eröffnet habe, mit nem Partner zusammen. Ja und jetzt läuft das. Jetzt bin ich quasi wieder auf dem Absprung in die große, weite Welt. Marcus: Sehr cool! Das freut uns auf jeden Fall total, Feli und mich. Du warst ja mal so ein bisschen unsichtbar, gerade in der digitalen Nomadenszene. Kurz nachdem wir das erste Mal Kontakt hatten und voll Feuer gefangen hatten, stand dann bei Dir dieses riesen, neue Ding an, dass Du Dein erstes großes Offline Projekt startest mit nem eigenen Billardsalon. Patrick: Genau. Marcus: Von daher war’s Du ein bisschen schade. Wir waren immer ein bisschen traurig, dass Du nicht dabei warst und haben uns dann umso mehr gefreut, als Du dann irgendwann wieder so erste Tendenzen gezeigt hast oder Signale gesendet hast. Du findest das immernoch spannend, was da passiert. Patrick: Genau. Marcus: Und jetzt One-Way-Ticket wahrscheinlich wieder nach Thailand gebucht hast, ne? Patrick: So ist das. Das ist ja auch witzig, weil das gerade in den zwei Jahren, wo ich jetzt nicht dabei war, total durch die Decke ging. Also, als ich damals unterwegs war, da war das zwar auch schon ein Begriff, digitales Nomadentum, aber das war nicht so eine Bewegung. Also vor allem nicht in Deutschland. International ja schon. Ja genau: One Way. Ich fliege nach Phuket. Da habe ich einen guten Flug bekommen und außerdem habe ich von Thailand noch nie die Inseln gesehen. Ich habe zwar mal lange in Thailand gewohnt, aber das war halt nur in Chiang Mai und in Bangkok war ich ab und zu. Marcus: Aha. Patrick: Ja und jetzt bin ich da. Da fange ich an und dann mal gucken, wo es dann hin geht. Also, ist aber One Way. Genau. Marcus: Cool! Phuket ist auch richtig cool! Gerade, wenn Du dann noch weiter in den Süden gehst zu den Inseln, was ja wohl Dein Ziel ist. Gerade so Ko Lanta… Wahnsinn! Ich war mega beeindruckt und das war auch hier mein erster längerer und größerer Backpacking-Trip, damals Ende 2012 zusammen mit Feli. Und wir haben genau in Phuket angefangen und sind dann runter zu den Inseln. Und das war natürlich ein richtig geiler Start. Patrick: Ja. Ich freue mich da ja auch drauf. Ich will vor allem auch erstmal Urlaub machen (grinst). Also das finden Leute lustig, die nicht so leben. Die denken, der macht doch eh nur Urlaub, wenn er reist. Aber ich bin zwar viel unterwegs gewesen in den letzten Jahren, aber so mal richtig Urlaub, wo ich mich mal zwei Wochen völlig abgeschaltet habe, habe ich schon lange nicht mehr gehabt. Und das werde ich dann da nutzen und ansonsten gehe ich aber auch wieder weg aus Berlin, dann eben nach Asien, um mich mal konzentriert hinzusetzen und Sachen zu schaffen. Also das ist ja Dein Thema hier, Lifehacking oder… Marcus: Ja. Patrick: … Also wie man eben produktiv ist, wie man Sachen schafft und das ist jetzt mein Projekt so für die nächsten Monate. Also einfach gut was wegzuschaffen. Es ist gar nicht so, dass ich jetzt das große Abenteuer suche. Bei dem Trip. Das war vor drei Jahren anders. Marcus: Ja. Das heißt für Dich gilt auch, dass wenn Du weiter weg bist von Deutschland oder reist oder neue Eindrücke hast, dass das für Dich dann einfacher ist produktiv und fokussierter zu arbeiten, als quasi in der Homebase, wo man ja denken könnte, man hat das bessere Internet, man hat nen guten Schreibtisch, man hat nen Stuhl. Mir geht’s ja genauso. Vielleicht erzählst Du nochmal irgendwie Deinen … ja, wie Du das empfindest. Patrick: Absolut. Ja, definitiv. Also das ist bei mir … bei mir ist immer die größte Herausforderung, um produktiv zu sein, ist eben Fokus zu haben und konzentriert zu sein und nicht irgendwie zu viele Sachen gleichzeitig zu machen. Und gerade in Berlin, was meine Heimatstadt ist, da kenne ich so viele Menschen und habe so viele Kontakte, dass meine Woche immer voll ist. Und es ist immer was zu tun. Ich kann immer Freunde treffen, was schön ist. Es ist ja schön Leute um sich zu haben, die man mag. Aber ich merke, dass ich, wenn ich alleine irgendwo bin… Das ist ja als Nomade meistens so. Man kann ja als Nomade andere treffen, aber ich bin meistens eher für mich. Dann kann ich mich einfach viel besser fokussieren, weil ich weniger Einflüsse habe, die mir dann sagen “Hey, gehen wir heute ein Bier trinken”, “Kommst Du dahin mit, kommst Du dahin mit, kommst Du dahin mit?” Und da kann ich viel besser einfach mich auf meine Arbeit konzentrieren. Absolut. Und jetzt gerade auch bei dem Billard-Laden, da... Wir haben zum Beispiel - also bei dem Billard-Salon - wir haben eine Lounge, wo wir auch W-LAN haben, wir haben viele Steckdosen. Das war alles so mein Wunsch. Das eben nomadenfreundlich zum Beispiel zu machen. Aber da kann ich jetzt - ich als Person - überhaupt nicht gut arbeiten, weil mich da jeder kennt. Also da alle 10 Minuten hält einer mit mir ein kurzes Schwätzchen, was schön ist. Und ich nehme die Rolle auch gerne an der Gastgeber zu sein. Aber zum Arbeiten ist das völlig unbrauchbar. Und da freue ich mich drauf jetzt mal. Früher war ich mal zwei Wochen in Bangkok, weil ich da auch in China auf ner Messe vorher noch war. Und da habe ich auch richtig gut was weggeschafft. Da habe ich eigentlich nur in meinem Zimmer gesessen und gearbeitet und bin ab und zu mal zum Essen rausgegangen oder mal ne Runde Billard spielen, was ja so mein Thema ist. Marcus: Ja, das ist echt immer wieder so krass. Man kann da echt den Wecker stellen, die Uhr danach stellen. Seitdem Feli und ich jetzt nach Asien unterwegs sind - wir waren ja in Hongkong vor… Also ich habe jetzt zum Beispiel wieder Zeit und Raum vergessen. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wann wir wo waren. Und ich glaube, ich habe gestern noch auf den Kalender geguckt. Wir sind ja jetzt knapp zwei Wochen unterwegs. Und es fühlt sich so an, als ob wir vier bis sechs Wochen unterwegs sind, von der Menge an den Sachen, die wir weggehauen haben. Und von der Produktivität, von diesem Tunnel, in den man dann wieder reingeht. Dass man nicht mehr immer wieder rausgerissen wird, dieses Samstag, Sonntag hat. Man adaptiert ja schon so ein bisschen den Lifestyle von seinen Freunden, die oftmals dann einen Corporate- oder Angestelltenjob haben. Ja, man kommt dann nicht so richtig in den Flow. Und hier ging das wieder total gut und total schnell. Patrick: Ja, absolut. Und zwar witzigerweise auch ohne irgendwie jetzt gestresster zu sein oder so. Also es ist ja nicht so, dass man dann nichts anderes mehr macht als arbeiten. Ich bin jetzt keiner, der jetzt 14 Stunden am Tag ackert. Aber alleine durch dieses Alleinsein nutzt man seine Zeit viel effizienter. Und auch die Freizeit nutze ich viel effizienter. Also ich bin auch ein Mensch, der auch auftankt, wenn er für sich ist. Ich bin so eher der introvertierte und ich habe dann insgesamt echt mehr Energie und Raum und Zeit und bin einfach konzentrierter. Marcus: Kommst dann vielleicht nochmal wieder zum Schreiben auf Deinem Blog? Auf Heldenleben.com? Patrick: Ja, ich schreibe jetzt morgens immer ein bisschen und hatte letztens mal was über meine Morgenroutine geschrieben und jetzt habe ich gerade heute den veröffentlicht, weil ich dachte: Mensch, das passt doch auch zu Deinem Thema. So Hacking usw. Deswegen habe ich gerade heute mal wieder was veröffentlicht. Aber das ist eher sporadisch. Das ist ja auch kein Business bei mir mein Blog, sondern eher ein Hobby. Einfach da ab und zu mal was zu teilen. Deswegen bin ich da auch nicht so hinterher. Aber ich mach’s schon gerne und freue mich auch immer, wenn Leute das lesen. Also klar, da will ich gerne wieder mehr machen. Ja, mal schauen. Marcus: Ja, ich würde mich auf jeden Fall total freuen, weil gerade als wir dann neu in diese Szene eingestiegen sind und Du warst ja auch bei diesem allerersten ominösen digitalen Nomaden Meetup auf’m Tempelhofer Feld dabei mit 10-12 Leuten neben Conni, Tim und den anderen drei Verdächtigen. Es gab ja in Deutschland noch nicht so viele Quellen. Es gab den Blog von Conni, es gab den Blog von Tim und es gab Heldenleben von Dir. Und Du warst sogar der Einzige und Erste, zu dem man mal ein bisschen was auf Youtube gefunden hatte. At least irgendwie ein Interview oder so. Patrick: Genau, genau. Marcus: Was ich mir heute gar nicht mehr vorstellen kann. Man hat echt nach dem Begriff gesucht. Händeringend haben wir nach Infos und was, wie geht das, was ist da und gibt’s da noch mehr Leute? Wie ticken die? und können wir da noch alles optimieren und verbessern? Mit wem könnten wir uns connecten? Und dann kam da irgendwie so ein Video und das warst dann Du. Und das war dann für uns beide - ich kann mich noch an den Word erinnern, als wir es zusammen geguckt haben, Feli und ich, bei mir in Berlin damals noch. Wir fanden das total faszinierend, dass da jemand war, der erzählt hat, dass er nur noch einen Backpack hat und runterminimalisiert hat. Du kannst Dich wahrscheinlich an das Interview auch noch erinnern. Insoweit warst Du für mich da so total die Inkarnation des digitalen Nomaden. Patrick: Das ist total geil. (beide lachen) Heute seid ihr die Inkarnation des digitalen Nomaden, was Öffentlichkeit angeht. Das ist cool! (lacht) Das schmeichelt mir. Marcus: Ja, war wirklich so und ich fand’s total cool, dass wir uns dann auch so gut verstanden und connected haben und ehrlich gesagt war ich dann auch echt traurig, als Du dann gesagt hast “Okay, so der nächste Step ist für mich: Ich stell mal wieder meinen Backpack in die eigene Wohnung in Berlin und mache jetzt ein Offline Business.” Was wahrscheinlich für Dich persönlich nochmal ne mega krasse Weiterentwicklung war. Wie war das für Dich voll ins Risiko zu gehen mit allem drum und dran, wie irgendeinen Raum anzumieten? Patrick: Ja, also erstens vorweg: Dieses Projekt… Es ging eben darum einen Billard Salon zu eröffnen. Das ist seit 20 Jahren so ein fixer Traum oder Wunsch von mir, weil Billard mein Sport ist. Hat ja jeder im Kopf “Ich will mal so ein Ding haben”. Und gleichzeitig war aber von vorneherein geplant, dass ich weiterhin Nomade sein kann. Also mein Geschäftspartner, der weiß wie ich ticke und mit dem habe ich auch vorher schon Geschäfte gemacht. Und der meinte, das geht klar: Du kannst weiter das so machen. Und das habe ich damals auch in nem Podcast bei Tim erklärt, wie ich mir das vorstelle. Und das war so ganz am Anfang, wo wir das geplant haben, das Projekt. Und jetzt im Nachhinein nach fast zwei Jahren Beschäftigung mit dem Projekt - der Laden ist seit eineinhalb Jahren geöffnet - muss ich sagen, dass mich das ganz schön Nerven gekostet hat und auch in der Theorie sich einfacher anhört, als es in der Praxis ist. Ich mache ein ortsabhängiges Business auf und bin einfach ganz munter fröhlich weiterhin Nomade. Das hat aber vor allem damit zu tun, also mit der Art des Business. Also wir haben eben nicht, wie es alle oder die meisten Solopreneure und Nomaden und so machen, per Bootstrapping irgendwas angefangen, wo man von Anfang an schwarze Zahlen schreibt. Auch wenn die am Anfang von mir aus zweistellig sind und dann drei, vier, wieviel auch immer Stellen langsam werden. Aber von Anfang an macht man Gewinn oder zumindest keinen Verlust, sondern wir haben klassische gegründet, nen Haufen Geld in die Hand genommen, ausgegeben, Türen aufgeschlossen und dann gehofft, dass jemand kommt. Also genau der andere Ansatz als man es bei einem Online Business ja eigentlich macht. Und das ist halt ein anderes Spiel. Also es hat extrem viel Spaß gemacht das zu bauen. Und mittlerweile ist es auch so, dass der Laden gut läuft und das macht tierisch Spaß. Und alle denken so krass! Sowas gibt’s? Gerade bei Billard Salons denken viele Leute, das sind nur so üble Kaschemmen. Unser Laden ist wirklich richtig toll. Das sage ich jetzt nicht, weil’s meiner ist. Das sagen eigentlich alle, die kommen. Marcus: Ja, der Laden heißt BATA Bar oder? Patrick: Ja, BATA Bar & Billard. Du hast ja dann sicher immer Links und so jetzt bei dem Podcast dabeistehen. Marcus: Ja, sag trotzdem mal die URL. Patrick: Ja, das ist http://www.batabar.com. Da gibt’s auch Fotos, da kann man sich nen Eindruck machen. Ja,... Wer in Berlin ist, ich freu’ mich, wenn ihr vorbeischaut. Ich bin noch fünf Wochen hier, also dann mal nen Kaffee trinken oder ein Bier. Ansonsten müsst ihr euch ohne mich den Laden angucken. Ja, wie gesagt, das war wirklich ne harte Zeit. Wir haben im ersten Jahr… sah es wirklich schwierig aus. Der Laden lief nicht so gut an, wie wir es erwartet haben. Und da kommt man dann ganz schnell richtig unter Druck, weil wir hohe laufende Kosten haben. Marcus: Das sind ganz neue Disziplinen, die man da angehen muss, oder? Sprich: Offline Werbung, Aufmerksamkeit erregen, Plakatieren, keine Ahnung, was man da alles aufstellen muss… Wegweiser, Handzettel, Flyer... Patrick: Genau. Also Gastronomie läuft sehr, sehr viel auch über Mund-zu-Mund Propaganda, dass Leute sich das einfach erzählen “Boah, ich war in nem geilen Laden. Kennste den schon?”. Und das dauert einfach länger. Witzigerweise ist aber ein Großteil unseres Marketing online. Also wir sind bei Google gut gerankt mit unserer Website. Also wenn man nach Billard sucht in Berlin, dann sind wir da ganz weit oben. Wir sind der einzige Billard Salon in Berlin mit ner englischsprachigen Website, was ein riesen Vorteil ist bei Touristen und Experts und so. Wir sind auf Facebook stark. Also wir machen ganz viel online. Offline Werbung ist extrem teuer. Also diese Plakate oder Schilder an Laternen und so, das ist wirklich… das ist schwierig, das wieder reinzubekommen. Der Laden verkauft sich quasi selbst. Also jeder der mal bei uns war, der kommt wieder oder erzählt’s weiter. Wir haben da ein Marketinginstrument noch auch aus dem Online-Denken heraus. Wir haben nur einen Tag in der Woche, wo man bei uns komplett umsonst spielen kann. Also das ist dann so ein bisschen ein Freemium Model ja. Das macht sonst keiner. Da haben uns auch alle für irre erklärt. Aber da kommen so viele neue Leute zu uns und erzählen sich das auch weiter. Also es ist wirklich gut bei nem Offline Geschäft auch da eben diese neuen Mechanismen, die es im Online Leben gibt zu übertragen und da radikal neu zu denken und das machen viele Wettbewerber eben nicht, weil die diese Art zu denken gar nicht kennen. Was, ich soll was verschenken?! Das ist ja total verrückt und so. Und na gut, da gibt’s 20% Rabatt oder da machen wir Happy Hour, da kostet die Stunde Billard 2 Euro weniger. Aber eben so radikal zu sein und zu sagen, wir schenken was her nen ganzen Tag, das traut sich keiner und das hat bei uns richtig gut funktioniert. Marcus: Cool, das erzeugt ja auch wieder Aufmerksamkeit. Das erzeugt Bass. Die Leute reden darüber und ja, die im anderen Business… alles was disruptiv ist oder noch nicht da war, erzeugt erstmal Aufmerksamkeit. Insofern smart gedacht. Und gibt es noch mehr Online Strategien oder Konzepte, die ihr dann quasi in die Offline Welt übertragen habt? Patrick: Also, was wir halt machen ist, dass wir … wir haben einen Newsletter-Verteiler, wo wir dann auch auf der Website eben einen Goodie haben. Das ist bei uns dann eben kein Download zu irgendeinem Thema, wie man es jetzt als Blogger macht. Sondern, wir haben halt einen 5 Euro Gutschein für die Tischmiete, den man bekommt, wenn man sich bei uns beim Newsletter anmeldet. Und der Mechanismus ist da auch wieder der gleiche. Da schicke ich halt einmal die Woche nen Newsletter raus mit unseren Events, mit irgendwelchen Neuigkeiten, die wir haben. Dann haben wir ne Flatrate die man buchen kann. Was wir da zum Beispiel machen ist, dass wir das verknappen. Also, das ist ein sehr gutes Angebot, ziemlich günstig. Und wenn man einen Monatsbeitrag zahlt, dann kann man so viel spielen, wie man will. Das haben wir aber nicht dauerhaft laufen, sondern da geben wir immer 10 Stück aus, dann ist mal wieder drei Monate Pause. Dann wieder 10. Also, so wie es bei Onlinekursen oder so ja auch gerne gemacht wird, dass man die aufmacht und dann macht man sie wieder zu, um einfach da so ne Verknappung zu erzeugen. Wenn wir 1000 Stück davon verkaufen würden dann hätten wir ein Problem. Marcus: Also nicht so gut skalierbar nach oben offen. Patrick: Ja, es ist nicht so gut skalierbar nach oben, aber nichts destotrotz funktioniert das gut. Es gibt Leute, die sind jeden Tag da, die nutzen das sehr gut. Es gibt auch andere, die kommen irgendwie einmal im Monat. Da ist es dann für uns wiederum gut. Ja also, ich beschäftige mich viel mit Online Business und wie man Online Geld verdient und versuche dann immer das auf unser Geschäft wieder zu übertragen, weil es gibt dann doch auch wieder viele Gemeinsamkeiten. Business ist Business irgendwie. Und vor allem auch wie Leute ticken und wie Leute kaufen und was sind Anreize, warum jemand kauft und warum er sich irgendwo wohlfühlt. Das ist dann relativ unabhängig von Online und Offline. Also wie Menschen funktionieren. Marcus: Mh, das denke ich auch. Ich denke mal als Unternehmer, also Du selber, der jetzt in der Verantwortung steht, Du kannst es ja sehr gut vergleichen. Da treiben einen doch ähnliche Ängste, Herausforderungen, Challenges, Herangehensweisen. Sei es jetzt Offline oder Online ne? Dass man nicht weiß, ist man auf dem richtigen Weg? Und dann kommen Zweifel. Dann kommen wieder drei, vier Erfolgserlebnisse, wo Du denkst “Wow, morgen die ganze Welt” und dann bist Du wieder am Boden zerstört. Also dieses ganze volatile Unternehmerleben gibt es glaube ich auch Online wie Offline. Patrick: Schon klar. Das unterscheidet sich nicht. Es ist schwierig. Also ich versuche immer das ein bisschen auszugleichen, diese Stimmungen die man hat. Also dass man sich nicht von einem Rückschlag gleich total runterziehen lässt. Aber auch andersherum, sich nicht von einem Erfolg gleich dann total durchdreht und denkt: Jetzt haben wir’s geschafft. Also es ist zwar schön auch dieses Auf und Ab. Man will ja irgendwie auch ein Leben, was in Bewegung ist. Du willst ja nicht die ganze Zeit nur so “beeep” flach auf einer Ebene haben. (beide lachen) Marcus: Dann biste ja tot bei “beeps”. Patrick: Genau, eben, ja ja. Marcus: Kein Herzschlag mehr. Patrick: Aber wenn die Ausschläge zu krass werden, dann macht einen das auch echt fertig und ja. Bei uns zum Beispiel kann man sich dann… So ein Indikator ist dann der Tagesumsatz. Dann hast Du irgendwie einen Tag, der überrascht Dich total. Da haste richtig guten Umsatz gemacht und denkst so “boah krass!”. Und dann gibt’s aber nen anderen Tag, der ist dann irgendwie schlechter als erwartet. Und da jeden Tag auf die Umsätze zu gucken, da wirste verrückt irgendwann. Also am Anfang ist das spannend, aber mittlerweile gucken wir uns nur noch die Monate an und versuchen eben die großen Schrauben zu drehen und wenn mal ein Tag stärker oder schwächer ist, dann flippt man ja nicht gleich aus, ne? Und das sind die gleichen Mechanismen wie bei nem Online Business oder was auch immer. Und in meinem anderen Geschäft habe ich ja einen Online Handel. Das ist ja eine Mischung eben. Da habe ich zwar einen Offline Aspekt, nämlich physische Produkte, die ich verkaufe, aber eben Online. Also Online/Offline ist jetzt nicht so anders... Marcus: Mh, so weit weg ne? Patrick: Ja, was Business angeht. Marcus: Ja. Zumal, wie Du gerade sagtest: Wenn man so ein Business wie Du vorher gemacht hast, das ist ein Shop zu Billardutensilien oder überhaupt um das ganze Thema Billard ne? Da warst Du ja auch schon in beiden Welten mehr oder weniger drin. Du hast gesagt, Du bist auch oft nach Asien geflogen auf die großen Messen glaube ich, um dann Produkte einzukaufen. Patrick: Ja genau. Ich bin auch ehrlich gesagt jemand: Ich mag die physische Welt auch. Also ich bin zwar viel online und sitze den ganzen Tag am Rechner mehr oder weniger, aber ich mag physische Produkte. Also mir macht Handel Spaß. Mir macht es Spaß Queues in die Hand zu nehmen und zu sagen “Hey, das ist ein gutes Produkt, das kann ich verkaufen”. Was am reinen Online Business, wenn man digitale Produkte verkauft oder so, schön ist, ist dass man es gut automatisieren kann. Das Geld verdienen ist nicht so aufwendig. Man hat die Dinger nie in der Hand. Ich habe also auch ein Ebook. Das verkauft sich einfach und ich merke das gar nicht. Aber mir macht es eben auch Spaß mich mit physischen Dingen zu beschäftigen. Marcus: Ja, mir geht’s genau ähnlich. Darum bin ich auch so happy und dankbar, dass wir diese Events irgendwann gestartet haben. Weil irgendwie Online, alles cool. Wie Du schon sagtest, kann man, wenn man das Know-How hat mit verhältnismäßig wenig oder überschaubarem Aufwand dann auch seine Kohle machen und kann es vielleicht nach oben skalieren, aber dieser direkte Kontakt… Du kriegst vielleicht mal ne E-Mail oder so ein bisschen Feedback, aber die Leute nochmal live zu treffen auf den Events und die schauen Dir in die Augen und Du merkst ob da irgendwie ne Spannung herrscht und bekommst direkt das Feedback. Das ist irgendwie unbezahlbar. Oder auch so die kleinen Sachen. Wir verkaufen ja auch Kofferanhänger oder so Backpack Patches auf dem Travelicia Blog. Das ist irgendwie auch cool, wenn die dann aus der Manufaktur kommen und wir die in der Hand halten und denken so “Ey geil! Das ist unser Produkt, da ist jetzt so das Travelicia Loge drauf!” Patrick: Genau. Marcus: Das kann man irgendwie gar nicht vergleichen. Also ich finde irgendwie braucht man beides in meinem Fall jetzt. Patrick: Das ist bei mir genau das gleiche, ja. Marcus: Wie war das denn bei Dir? Du bist ja wirklich einer der Pioniere der digitalen Nomadenszene in Deutschland. Was hat Dich damals dazu bewogen, diesen Lifestyle in Angriff zu nehmen und zu starten? Wer hat Dich inspiriert? Patrick: Ja, das war ein Blogger, den kennen viele nicht. Ein Amerikaner, der heißt Tynan. Ich weiß gar nicht, wie ich damals auf den gekommen bin. Auf jeden Fall bin ich dem ne Weile gefolgt und dann habe ich entdeckt, dass der ein Buch geschrieben hat über digitales Nomadendasein. Also der war einer der ersten in den USA, der diesen Begriff auch verwendet hat. Und das Buch von dem heißt “Live Nomadic”. Der schreibt auch nen super Blog. Es ist nach wie vor einer meiner Lieblings-Blogger. Und der hat dieses Buch geschrieben und ich habe das gelesen und es ging eben um wie man Online Geld verdient und eben dann alle Sachen verkaufen. Er beschreibt das auch in seinem Buch, wie er da irgendwie das Zeug alles auf so einer Verkaufsparty an seine Freunde und irgendwelche Nachbarn verkloppt hat und dann halt angefangen hat zu reisen. Und ich habe das gelesen, ich war damals als Freelancer tätig. Ich habe Websites gemacht und so. Und dachte “Krass! Das kann ich ja auch machen.” Weil ich hatte eben schon ein digitales Business eigentlich. Ich habe meine Kunden nie gesehen. Die waren zwar in Berlin, aber die habe ich am Anfang, wenn ich die kennengelernt habe, haben wir uns mal getroffen und danach eigentlich nur noch über Telefon und E-Mail kommuniziert. Und ich dachte, das geht ja und was mich zu dem Zeitpunkt in meinem Leben echt gestört hat ist, dass ich nie aus Berlin weg war, also längere Zeit. Natürlich Urlaub, aber ich habe immer in Berlin gelebt. Und das hat mich immer stärker und stärker gestört, dass dieses Kapitel irgendwie fehlt: Auslandsaufenthalt. Und dann habe ich dieses Buch gelesen und dachte, da steckt ja alles drin. Das Business dafür habe ich schon und ich kann damit das machen, was mir fehlt nämlich mal die Welt kennenlernen. Und dann habe ich ein paar Leuten davon erzählt, wie toll ich dieses Buch fand. Ich habe gar nicht gesagt, ich mache das. Sondern einfach nur “Hey, ich finde dieses Buch total cool”. Und das habe ich dann 20 Leuten erzählt und irgendwann fragte der erste dem ich das erzählt habe “Was ist denn eigentlich mit Deinem Plan da jetzt abzuhauen?” Und ich so “Hä, was denn für ein Plan?” (beide lachen) Naja und dann war’s ein Plan. Marcus: Und so kommt man dann zu Plänen ne? Patrick: So kommt man zu Plänen und dann hatte mein Mitbewohner damals Pläne mit seiner Freundin zusammenzuziehen. Und die Messe in China stand an, wo ich sowieso bald weit weg reisen sollte und dann dachte ich jetzt: Okay, das ist jetzt der Moment. Jetzt passt alles zusammen. Jetzt machst Du das. Und dann, wenn so eine Entscheidung mal getroffen ist, dann macht’s mir auch Spaß. Vor allem wenn es jetzt so neue Sachen sind. Das ist ja radikal. Ich mag gerne so krasse Dinge, weißt Du? Du wirst jetzt Nomade, Du verkaufst jetzt alles oder Bäm, Du machst jetzt hier mal so nen Billardasalon auf, macht sonst auch keiner so einfach so. Wenn so ein dicker Brocker irgendwie mir hingelegt wird und sagt: Hier möchtest Du den haben? Das gefällt mir. Marcus: Das ist geil ne? Aber das kann irgendwie auch süchtig machen. Also man stumpft irgendwann auch immer mehr ab, ne, und braucht dann immer noch fettere, größere Herausforderungen. Patrick: Ja, und es ist auch cool so mutig zu sein. Man wird dann ja auch immer von anderen als mutig betrachtet. So “Wow, den Mut hätte ich nicht” und so. Hört man ja oft solche Sachen. Ich hatte beim BATA jetzt, da hatte ich im letzten Jahr Momente, wo ich dachte: War das jetzt Mut oder war das fahrlässig? Diese letzte Erfahrung war okay. Du kannst Dich auch mal verschlucken an so nem dicken Brocken. Aber es macht einfach Spaß so große Dinge anzugehen. Damals, das war pure Begeisterung. Also ich habe das dann gemacht und das war ne fantastische Erfahrung. Marcus: Ja ich glaube, das ist immer ein ganz dünner Drahtseilakt. Ist das jetzt schon fahrlässig? Ist das einfach nur unternehmerischer Mut? Ist das totaler Wahnsinn? Aber genau das Gespräch hatte ich gestern lustigerweise mit nem Professor an der University of Bangkok, der Entrepreneurship lehrt. Und er sagte auch, er braucht irgendwie in seinem Leben… er ist ein bisschen ruhiger geworden und Professor und doziert da an der Uni und er sagte aber in seiner unternehmerischen Laufbahn brauchte er immer diesen Nervenkitzel. Dieses ein Schritt weiter gehen als andere und hat dann mal als Beispiel genannt, dass er oft bei den Banken saß und mal in der Position war, dass er dann vollständig diktieren konnte, zu welchen Bedingungen er jetzt das Venture Capital kriegt, weil er da wirklich auf so nem geilen Business Modell saß und jeder wollte ihn funden. Und dann irgendwie zwei Jahre später saß er da und hat gebettelt, weil er quasi schon wieder Schiffbruch erlitten hatte und Bankrott war. Und dann drei Jahre später hat sich das Blatt wieder total gewendet und er war wieder auf der Sonnenseite des Lebens. Da braucht man glaube ich mitunter schon starke Nerven. Patrick: Absolut, ja. Marcus: Und als Du dann gestartet bist in den Lifestyle, gab’s da in der deutschen Szene schon irgendwelche anderen Leute, die ähnlich getickt haben oder darüber geschrieben haben? Warst Du alleine? Hast Du geguckt? Patrick: Also ich habe damals ehrlich gesagt, gar nicht mich so sehr umgetan nach anderen. Ich habe ja schon geschildert, ich bin mehr so introvertiert. Ich mache gerne einfach mein Ding. Ich habe damals hat Conni schon ein Ebook geschrieben, auf Englisch sogar, wo ich dachte: Ach ja, guck mal. Da gibt’s auch eine. Also nicht einen kleinen Backpackblog, den meine ich nicht. Sondern sie hatte so ein Ebook auf Englisch schon mal, auf nem - ich weiß nicht, ob das ein anderer Blog war oder wo sie das gemacht hatte - und dann habe ich aber so ein paar englische Blogs halt gelesen. Aber auf meinen Reisen habe ich mich jetzt nicht explizit mit digitalen Nomaden vernetzt. Ich bin da eher auf eigene Faust unterwegs gewesen. Marcus: Du hast es einfach gemacht. Patrick: Genau. Ich war in Chiang Mai und habe Leute kennengelernt. Das war so über Couchsurfing hauptsächlich. Das waren dann Leute die zum Beispiel Englischlehrer in Chiang Mai waren. Da gibt’s viele. Also das hatte mit Nomaden nix zu tun. Ich habe einmal auf so nem Couchsurfingtreffen - oder da waren immer mal ein, zwei Leute dabei, die auch so drauf sind. Die waren aber auch internationale. Also deutsche Nomaden habe ich da nie getroffen. Und dann hat mich damals am Ende, also das war in 2012… hat mich dann einer, der Julien Wienemann, der ist jetzt auch seit einigen Jahren unterwegs. Der ist auch auf Facebook in der Gruppe, aber ich weiß gar nicht, ob er einen Blog hat. Das war so mein erstes Interview als Nomade. Der hat mich da für seinen Podcast interviewt. Ich weiß aber gar nicht, ob es den überhaupt noch gibt. Marcus: Ja, irgendwann bin ich ja über ihn auch schon mal gestolpert. Der war auf jeden Fall auch schon ziemlich früh dabei, genau. Patrick: Der wollte das damals anfangen und hat mich dann interviewt. Und nachdem ich wieder aus Asien zurückkam ist er dann halt nach Vietnam. Marcus: Eben im Vorgespräch haben wir kurz ein bisschen gequatscht über Chiang Mai, wo wir gestern Abend angekommen sind, Feli und ich. Und Du warst ja vor drei Jahren hier ne? Patrick: Genau 2012. Also von April bis Juli etwa . 2012 war ich dort. Marcus: Ganze vier Monate. Wenn man das jetzt sieht, ist irgendwie ein Coworking Space neben den anderen 1000 Cafés. Alle 24/7 auf und Internet und Apple Repair Stores ohne Ende und irgendwie so ein echter Hotspot für digitale Nomaden. So ein kleines Disneyland. Ich glaube das ist auch ziemlich schnell gewachsen oder hat sich in die Richtung entwickelt, nachdem was Du mir eben erzählt hast, dass es vor drei Jahren kaum so Locations gab für digitale Nomaden oder? Patrick: Ja, also es war auch schon als ich los bin damals… Da war es auch schon einer der Orte, wo die Nomaden hingegangen sind. Also in den englischen Foren und so, da war Chiang Mai schon auch ein Hotspot, aber es gab das noch nicht… Ich denke, das ist jetzt einfach viel mehr. Also es gab keinen Coworking Space. Es gab auch da schon eine Menge Cafés, wo man sich hinsetzen konnte. Das Internet war auch gut. Es war als ich da war schon super gut für Nomaden und ich weiß noch, dass ich damals weggegangen bin aus Chiang Mai mit dem Gedanken: Super. Ich habe jetzt einen Ort auf der Welt zumindest, wo ich weiß ich kann da immer hingehen und arbeiten und hab keine so hohen Lebenshaltungskosten und so. Ich vermute mal, dass es heute einfach noch extremer ist. Ich bin jetzt auch ziemlich gespannt. Also ich werde ja dann im Dezember/Januar auch nach Chiang Mai kommen, ob es mir dann gefällt oder ob es mir dann schon ein bisschen zu viel ist. Mal sehen… Also es gab damals schon etliche Nomaden dort. Marcus: Hast Du sonst als Nomade damals noch andere Orte abgecheckt? Patrick: Ja, also ich war insgesamt neun Monate in Asien. Davon waren der längste Aufenthalt in Chiang Mai, vier Monate. Die längeren Aufenthalte waren Sai Gon, wo ich vier Wochen war, weil es mir auch sehr gut gefallen hat. Was auch super funktioniert. Also die haben da echt gutes Internet zum Beispiel in Vietnam. Sai Gon ist auch eine total quirrlige Stadt mit coolen Cafés und das ist, wenn man die Küche mag und… Vietnam hat’s mir echt angetan. Das ist ein cooles Land. Ich war auf den Philippinen. Das war eher zwiespältig vom Arbeiten, weil ich da…. ich finde das Internet da nicht so gut. Und ich weiß nicht, ob das an den Inseln liegt, dass es da einfach schwer ist eine Infrastruktur aufzubauen. Und irgendwie waren die Philippinen so entspannt und relaxt, dass ich da nicht so richtig ins Arbeiten gekommen bin (lacht). Also ich hatte da ne geile Zeit. Erstmal sind die Philippinen für mich als Billardspieler ein Schlaraffenland, weil die Philippiner total Billardverrückt sind. Die haben auch hunderte von Weltklassespielern da. Und dann habe ich da einen Tauchschein gemacht. Also man kann da eine wirklich gute Zeit haben. Tolle Inseln und so. Aber zum Arbeiten bin ich da nicht so richtig in den Tritt gekommen. Was gibt’s noch. In Malaysia war ich. Das war aber auch größtenteils Urlaub mit nem Freund. Das hat mir als Land sehr, sehr gut gefallen. Das waren aber drei Wochen Urlaub und dann war ich aber auch noch drei Wochen in Kuala Lumpur, wo man auch okay arbeiten kann. Also da gibt es auch Cafés und das war auch ganz in Ordnung. Marcus: Ja, Asien passt irgendwie einfach. Patrick: Asien funktioniert super, ja. Marcus: Finde ich auch. Wir waren ja jetzt die letzten beiden Winter in Mittelamerika und Südamerika unterwegs, was auch ganz cool war. Aber ich habe mich wie sau nicht zuletzt auch wegen dem Essen jetzt auf die Asientour gefreut, die wir gerade machen. Hast Du eine bestimmte Morgenroutine? Die Du wahrscheinlich in Deinem neuen Artikel schon beschrieben hast, die ich aber noch nicht gelesen habe. Vielleicht teilst Du die noch mal mit unseren Hörern. Patrick: Sehr gerne. Also das haben ja viele Leute beschrieben, was sie am Morgen machen. So bestimmte Routinen, also Habits generell, sind ja so ein wichtiges Schlagwort, wenn man irgendwie produktiv sein will und erfüllt leben will usw. Und ich merke das auch immer mehr, dass das funktioniert und wie gut das funktioniert und habe jetzt tatsächlich selber auch mir mal so ne Morgenroutine gebaut, weil ich bin morgens eigentlich…. Also der Morgen ist für mich eigentlich immer ne schlimme Sache gewesen. So der Tag fängt an: Um Gottes Willen! Nein, ich bin wirklich ein Morgenmuffel. Also ich wache auf und habe buchstäblich … also ich habe negative Gedanken. Ich wache auf und mache mir Sorgen und habe keine Lust aufzustehen. Das ist richtig…. das geht schon fast in eine depressive Richtung. Ich habe mal gelesen, dass das irgendwie mit Chemikalien zu tun hat, die im Gehirn ausgeschüttet werden wenn man schläft. Und die sind halt da und ich habe dann oft das Telefon neben dem Bett gehabt und habe dann irgendwie als erstes irgendwie Smartphone, Facebook checken und habe mir ne halbe Stunde irgendwie diese ganze Sauce in den Kopf gekippt. Marcus: Ja... Patrick: Den Mist den man da sieht. Und das ist der mieseste Start in den Tag, den man sich vorstellen kann. (grinst) Ich habe dann nach und nach einzelne Dinge angefangen zu machen. Also zum Beispiel habe ich vor nem halben Jahr mit CrossFit angefangen und darüber bin ich dann zum Bulletproof Coffee gekommen, also dieser Kaffee, den man halt mit Butter und Kokosöl sich anmixt. Marcus: Das funktioniert? Patrick: Ja sehr gut, also für mich. Weil der macht mich wacher als normaler Kaffee. Dann, was ich auch schon relativ lange jetzt seit einigen Monaten mache ist so ne spezielle Duschroutine, wo ich also erstmal ganz normal dusche und dann aber die Dusche abschließe mit 20 Sekunden Eiskalt, 20 Sekunden heiß und dann wieder 20 Sekunden Eiskalt. Und dieser Wechsel der regt den Kreislauf nochmal an. Und diese beiden Dinger machen mich halt echt wach. Und wachwerden ist für mich morgens immer die größte Herausforderung. Also das sind die beiden Sachen, die ich jetzt schon länger mache und darüber hinaus habe ich so Sachen drin, wie also aufstehen und mein Bett machen. Also einfach die Decke ordentlich hinlegen, ein Glas Wasser trinken, Vitamine nehmen. Dann habe ich halt ein bestimmtes Frühstück, was ich mir immer mache. Also das sind Eier mit Spinat und Linsen. Ich mache ein paar Dehnübungen, also so ein paar Yogabewegungen und jetzt seit drei Wochen schon, habe ich auch eine kurze Meditation mit eingebaut. Der Headspace, diese App. Marcus: Ja, saugeil. Die nehme ich auch jeden Tag. Patrick: Genau und das habe ich schon fünf Mal probiert, das einfach irgendwie so mal zehn Minuten jeden Tag meditiert und als ich versucht habe, das einfach so irgendwann am Tag dann einmal zu machen, habe ich immer nach drei, vier Tagen wieder abgebrochen. Ich habe einfach diese zehn Minuten nicht gefunden. Marcus: Nee, wenn Du einmal drin bist am Tag ne? Dann fliegt der so an Dir vorbei. Patrick: Genau und dann gönnst Du Dir diese zehn Minuten nicht mehr, weil Du denkst: Nee jetzt muss ich aber wirklich los. Oder jetzt muss ich unbedingt das machen. Und jetzt als Teil dieser Routine, wo es eigentlich gar gibt, mache ich das jetzt. Da kommt das einfach als nächster Programmpunkt so: Jetzt meditieren. Und das tut mir extrem gut und ich habe das schon lange geahnt, dass meditieren für mich gut sein wird, weil mein Kopf irgendwie immer in Aktion ist. Und jetzt mache ich’s seit drei Wochen und das tut mir richtig gut. Marcus: Cool! Da hast Du ja ganz schön viele Habits und Routinen, die Du da in den Tag eingebaut hast morgens. Patrick: Ja, also das dauert fast zwei Stunden das ganze Ding, aber es tut mir auch extrem gut und ich habe dieses ganze Programm halt auf meinem Blog aufgeschrieben. Jetzt der letzte Beitrag. Da ist das dann auch nochmal sortiert. Das waren jetzt irgendwie so viele Baustellen durcheinander. Marcus: Ja, das verlinken wir. Patrick: Ja das tut mir sehr gut. Marcus: Ja, meine dauert mittlerweile auch ne gute Stunde oder fast eineinhalb oder so, aber ich will nicht mehr drauf verzichten, weil es gibt dann Tage wo es dann nicht 100% klappt oder aus irgendwelchen Gründen Du dann doch irgendwie morgens im Stress bist oder wenn Transport Day ist oder ein früher Flug genommen werden muss. Und wo ich das dann nicht durchziehe und dann aber auch merke, wie viel anders man in den Tag reingeht und wie viel mehr gestresst man ist…   Patrick: Ja, das ist jetzt für mich auch die größte Frage. Und das war für mich echt ein Punkt der mich hat zweifeln lassen. Gehst Du jetzt aus Berlin weg, gehste wieder auf Reisen? Wie kriege ich meine Routinen irgendwie da rein gerettet? Also das ist einmal dieser Morgenablauf und mein Frühstück zum Beispiel, wo ich halt zumindest ne Herdplatte brauche. Oder hier der Bulletproof Coffee und so. Aber zum Beispiel auch meinen Sport. Ich bin kein Naturtalent, was Sport angeht. Ich muss mich immer dazu zwingen und jetzt gehe ich halt seit nem halben Jahr zweimal die Woche zum CrossFit. Und wie kriege ich das irgendwie rein gerettet ins Reisen, wo man immer wieder an anderen Orten ist? Das wird die nächste große Herausforderung. Also meine guten Routinen die ich jetzt habe auch in diesen mobilen Lifestyle mit reinzubringen. Marcus: Ah, das ist auf jeden Fall ne fette Herausforderung. Aber machbar. Patrick: Da bist Du ja auch Experte ne? Marcus: Genau, da wir das ja sehr zum Extremen treiben wenn wir reisen und dann auch immer mit sehr wenig und abgelegene Orte. Jetzt nicht so convenient wie in Chiang Mai im Moment. Meistens sind’s dann doch kleiner Fischerdörfer irgendwo am Meer, wo Du dann keine CrossFit Box hast oder Dein Fitnessstudio oder ein Muay Thai Club oder Gym. Hat bei mir beispielsweise - worauf ich immernoch schwöre seit drei Jahren - dieses TRX Band immer wieder gute Dienste geleistet. Das wiegt zwar ein bisschen, wenn man’s mitnimmt. Vielleicht ein, zwei Kilo oder so, aber die sind’s mir absolut wert. Überall, an jedem Ort der Welt findet man irgendwie einen Baum oder ne Palme und kann dann das Band aufhängen und dann funktionales Training mit dem eigenen Körpergewicht machen. Patrick: Okay. Das sind diese dicken Gummibänder ne? Also jetzt mal ganz einfach gesprochen… Marcus: Ja nee, die sind nicht flexibel. Die sind starr. Ich schick Dir gleich nochmal den Link und verlinke das auch in den Shownotes. Das sind keine Gummibänder, sondern Du hängst Dich da mit dem kompletten Körpergewicht rein und kannst dann aber auch den Oberkörper trainieren, ganz viel die Mitte, also den Bauch. Weil fast alles so irgendwelche Halteübungen sind, die aber dann mega auf die Kraftausdauer gehen und echt den Body total schön shapen und formen. Also nochmal ganz anders, als wenn Du Gewichte drückst oder CrossFit machst im Fitnessstudio. Und das funktioniert richtig gut. Da gibt’s auch ne coole App zu, die verlinke ich auch. Wo zig Übungen auf Video vorgemacht werden. Der Fantasie sind da kaum Grenzen gesetzt und der nächste fette Vorteil von diesem TRX Band ist - am besten auch wieder so als Routine aufbauen, jeden Abend bei Sonnenuntergang mache ich das immer gerne irgendwo am Strand, am Meer - spricht sich das irgendwann in dem Dorf rum und es kommen immer mehr Leute dazu, die local Jugend, die dann mit Dir da TRX trainiert. Und so kriegt man da immer ganz gute Connections auch zu den locals und es ist immer mega viel los. Manchmal muss ich aufpassen, dass ich überhaupt noch selber zum Trainieren komme, weil alle so viel Spaß damit haben und das noch nie gesehen haben. Patrick: (lacht) Marcus: Dann ist das immer so ein fettes HURRA und ein fettes Highlight, wenn ich da mit dem Ding an den Strand runtergehe. Also das ist echt cool! (grinst) Patrick: Ja, alles klar. Das gucke ich mir mal an. Also, ich habe jetzt auch als ich im Frühjahr mal unterwegs war, da habe ich dann halt dieses 7 Minute Workout gemacht, was ja… Das kennst Du sicher auch. Was auch schonmal gut war, aber ich glaube, das war für mich nur gut, um zwei Wochen so einigermaßen drin zu bleiben und so ein bisschen was zu machen, aber für dauerhaft vielleicht ein bisschen wenig, ich weiß es nicht. Mal gucken. Marcus: Was cool ist, ist gerade in Südamerika aber auch in Mittelamerika. In Südamerika aber noch mehr. Da gibt’s voll oft so Freiluft Gyms, die kostenlos sind für die ganze Bevölkerung. Und dann mitten in der Stadt stehen auf einmal ein paar Stangen und so ein Parcours und sowas, wo man dann trainieren kann oder in Marokko in Afrika noch. In Nordafrika war das dann auch so in Taghazout. Wo dann einfach so ein paar alte Autofelgen, so Alufelgen an so ne Eisenstange geschweißt waren oder so und das dann als Langhantel umfunktioniert wurde. Aber wenn man ein bisschen rumschaut und auch rumfragt, so gerade bei den heranwachsenden, halbstarken Jugendlichen. Die trainieren alle immer ziemlich gerne, egal wo, dann findet man da immer wieder Optionen und Möglichkeiten. Patrick: Cool. Marcus: Das geht auf jeden Fall, aber ist natürlich schon gerade wenn man oft die Orte wechselt ne Herausforderung. Gerade morgens dann seine Routine immer wieder durchzuziehen. Was ist Deine größte Schwäche und worin willst Du gerne noch besser werden? Patrick: Ähm, das sind … ja das ist bei mir vor allem Fokus. Also ich bin so ganz... absrakt gesprochen, was so persönliche Eigenschaften angeht, denke ich, ist es mich zu fokussieren auf einzelne Projekte und dann auch die wichtigen Dinge zu machen, nicht nur die Dinge, die mich interessieren, die mich begeistern, die kreativ sind oder so, sondern die, die auch wirklich dann richtig gute Ergebnisse erzielen. Das ist auch was wo ich immer wieder am kämpfen bin. Ich habe tolle Projekt, wenn man von außen darauf guckt, aber ich habe auch permanent das Gefühl, dass ich irgendwie doch noch unter meinem Möglichkeiten bleibe. Da habe ich auch gerade ein interessantes Buch zu gelesen. Das heißt auf englisch “The Big Leap”. Auf deutsch hat es einen furchtbaren Titel, der so nach so Hausfrauenesotherik klingt, aber ... Marcus: (lacht) Patrick: “Lebe Dein Leben bevor es andere für Dich tun” - schrecklicher Titel. “The Big Leap” - Der große Sprung, Mann. Das klingt viel cooler! Marcus: Ja auf jeden Fall! Patrick: Ist ein gutes Buch, wo es eben darum geht sich so voll zu entfalten und wirklich sein volles Potenzial auszuschöpfen. Hab mich gerade wieder mal daran erinnert. Und ja, ich habe immer noch das Gefühl, ich bleibe unter meinen Möglichkeiten. Ich entfalte mich noch nicht voll und das ist was, was ich jetzt wirklich angehen will. Ganz konkret auf meine Projekte ist es eben oft, wie gesagt, dieser Fokus. Dass ich einfach bei meinem Businesses zum Beispiel, bei meinem Online Shop da weiß ich seit zwei Jahren, ich muss einfach mehr auslagern, weniger selber machen und ich tu’s einfach nicht, ne? Und da eben einfach das dann zu machen und zu sagen: So, jetzt gib Gas! Das ist ein Punkt, an dem ich arbeiten werde. Und dann gibt’s auch noch ganz konkret, dass meine Finanzen auch noch nicht so sind, wie ich sie mir vorstelle. Also, ich habe schon vor Jahren mich mit meinen Finanzen beschäftigt und hatte eigentlich bestimmte Ziele für mein jetziges Lebensalter, von denen ich weit entfernt bin. Wie Geldverdienen und gerade das BATA hier, das kann in ein paar Jahren auch noch deutlich mehr machen, aber ich bin nicht da wo ich sein will und das stört mich extrem. Und dieses Jahr war so das Jahr der Gesundheit für mich, wo ich mich viel um meinen Körper gekümmert habe und das nächste Jahr wird für mich das Jahr der finanziellen Gesundheit. Und das passt ja auch zusammen. Also Fokus, meine Projekte eben voranbringen und eben die Finanzen in Ordnung bringen. Das ist ja miteinander verbunden. Marcus: Ja und das wird wahrscheinlich auf der Reise in Asien Dir dann viel leichter fallen, einige Dinge vielleicht ein bisschen schwerer, wie diese Routinen aufrechtzuerhalten. Andere vielleicht ein bisschen leichter, Deine Projekte nach vorne zu bringen. Insofern steht Dir glaube ich ne spannende Zeit bevor oder? Patrick: Ja absolut. Also ich bin jetzt auch guter Dinge und habe jetzt noch fünf Wochen hier, um meine Zelte abzubrechen. Und dann bin ich sehr gespannt, wie das nächste Jahr so losgeht. Marcus: Cool! Patrick: Ich freue mich natürlich auch wieder meine Nomaden im Paradies zu treffen. Marcus: (lacht) Ja, wir freuen uns auch schon total. Wir machen ja nen kleinen Abstecher nach Europa, um dann mit der Cruise nach Südamerka zu gehen, nach Brasilien. Wir kommen dann höchstwahrscheinlich - vielleicht testen wir noch das Coboat aus vor der Küste von Sri Lanka. Haben da noch ganz wilde Pläne irgendwann im Februar, aber müssen ja spätestens, sage ich mal, Mitte Februar wieder in Asien und genauer in Bangkok sein, um die Global vorzubereiten, die dann am 1. März steigt. Patrick: Das habe ich mitbekommen. Marcus: Bist Du dann noch in Asien unterwegs? Patrick: Mit Sicherheit, ja. Also ich, jaja. Da bin ich bestimmt irgendwo in der Nähe. Marcus: Ja cool! Also dann bist Du hiermit eingeladen, dann sehen wir uns spätestens bei der Global. Patrick: Sehr cool! Marcus: … und bleiben ja sowieso in Kontakt. Coole Sache, also vielen Dank für dieses spannende Interview für die ganzen Background Infos von einem der Pioniere der deutschen digitalen Nomadenszene, den kaum einer kennt. Patrick: (lacht) Genau. Marcus: (lacht)  Weil Du schon ausgestiegen bist, als es spannend wurde, aber umso schöner, dass Du jetzt wieder mit am Start bist und so oder so finde ich Deinen Blog nach wie vor geil und würde mich freuen, wenn Du dann auch wieder mehr Zeit finden würdest, auf Heldenleben zu schreiben. Patrick: Ja, mal schauen. Ich mach’s immernoch gerne und es ist immer so schubweise. Da kommt auf jeden Fall was. Nicht so oft, aber es lebt nach wie vor. Ja hat mich auch sehr gefreut mit Dir zu plaudern und ja. Ich freue mich auch auf alles weitere. Marcus: Ja, dann sehen wir uns bald live in Thailand. Viele Grüße nach Berlin. Patrick: Danke Dir! Bis dahin. Marcus: Jo, hau rein. Patrick: Ciao. Jo, das war es auch schon wieder. Wieder ein bisschen länger als ne halbe Stunde geworden, nämlich knapp 50 Minuten. Aber wenn es so spannend ist, kann ich irgendwie nicht vorher dieses Gespräch beenden und cutten ohne alle Fragen gestellt zu haben, die mich interessieren. Und dafür ist Patrick einfach ein viel zu spannender und angenehmer Gesprächspartner. Ich denke, das ist auch rüber gekommen mit welcher Ruhe und Gelassenheit er Dinge angeht, auch wenn er eben im Interview gesagt hat, in seinem Kopf sieht’s ganz anders aus. Ich auf jeden Fall finde er strahlt immer sehr viel Souveränität und Ruhe aus. Das was mir selber dann auch gut tut, weil ich selber viel zu unruhig bin und viel zu hibbelig und Sprunghaft. Insofern, mir hat’s mega Spaß gemacht. Ich hoffe, euch auch. Wir hören uns wieder zur nächsten Folge von LIFE HACKZ. Bis dahin: Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]  

Nov 13, 2015

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Interview mit Jan Lenarz von Vehement

Das ist die LIFEHACKZ Show Folge Nr. 32! Ladies and Gentlemen, welcome to a new episode of the LIFE HACKZ Show. Live from Chiang Mai, Thailand, Punspace Coworking Space. Der heutige Gast der Show ist ein Jungunternehmer, Jan Lenarz, der eine vegane und nachhaltige Kampfsportmarke aufgebaut hat. Er vertreibt seine Handschuhe, Schienbeinschoner, MMA Grabbing Handschuhe online über einen Shop und internationalisiert gerade nach USA. Sauspannend das alles! Nach dem Lean Startup Approach und ohne fremdes Kapital, komplett gebootstrapped von seiner Kinderzimmerwohnung aus. Grund genug ihn auf den Podcast zu holen. Checkt das sauspannende Interview aus! Und das Interview wird heute präsentiert von dem Five Minute Journal. Das Five Minute Journal ist ein  Tagebuch, das man morgens für drei Minuten ausfüllt und abends für zwei Minuten, sodass Du bei fünf Minuten bist. Und wenn Du das regelmäßig tust, verhilft Dir das zu einer achtsameren und bewussteren und positiveren Einstellung zum Leben. Also Check it out unter www.fiveminutejournal.com und jetzt viel Spaß mit der heutigen Folge mit Jan Lenarz! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie Du zu mehr Selbstbewusstsein kommen kannst.
  2. Wie Du mit Deinem Produkt organisch wachsen kannst.
  3. Warum man besser joggen gehen sollte, wenn man gerade nicht weiterkommt.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Jan Löwenherz

Vehement

Gut gebrüllt, Löwe

Ein guter Plan

Boxhaus  

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Marcus: Jo, hi Jan! Saugeil, dass Du am Start bist beim LIFE HACKZ Podcast! Sag mal, wo bist Du gerade und was machst Du? Jan: Ich bin gerade aus Amsterdam in der Heimat angekommen. Jetzt bin ich in Minden, Westfalen bei meiner Mutter. Einen Tag Auszeit, ja. Marcus: Ja, genau. Und was machst Du in Minden bzw. was machst Du, wenn Du nicht bei Deiner Mutter in Minden bist? Jan: (grinst) Dann bin ich in Berlin, da ist mein fester Wohnsitz. Marcus: Genau. Und ich bin auf Dich aufmerksam geworden, ich glaube über einen Artikel, wo es auch um soziales Unternehmertum ging, um Social Entrepreneurship. Und ähm, da ist mir der Satz “Destroy your enemies, not your planet” voll in die Augen gestochen. Vielleicht erklärst Du mal, was dahintersteckt und inwiefern das mit Dir zusammenhängt und mit Deinem Business. Jan: Hm, genau. Das ist unser Slogan von meiner Kampfsportmarke Vehement. Wir machen nachhaltige und faire Kampfsportausrüstungen und ähm, also es ist nicht so gemeint, dass man alles seine Feinde wirklich zerstören soll. Es geht viel um die inneren Dämonen, die man bekämpfen soll, was man halt beim Kampfsport sehr gut machen kann. Und deswegen… und die Erde nicht zerstören, genau, klar. Weil wir eben nachhaltig sind und auch auf Umweltschutz achten und soziale Standards in unseren Fabriken haben. Marcus: Ja, ich interessiere mich ja selber auch für Kampfsport und kenne ja jetzt auch einige andere Brands. Und ehrlich gesagt, ist mir der Ansatz bisher gerade in Verbindung mit Kampfsport auch noch nie so untergekommen. Wie bist Du auf die Idee gekommen, die beiden doch vielleicht etwas konträren Welten miteinander zu verbinden? Vielleicht sind sie ja auch gar nicht so konträr. Jan: Genau, man denkt ja immer… das klingt auch ein bisschen schräg, das gebe ich zu (grinst), aber das ist bei Kampfsport auf jeden Fall nicht so, dass es da nur um Schlägertypen geht. Das kennst Du ja wahrscheinlich auch, wenn Du Dich damit beschäftigst und dann ist es einfach eine sehr ganzheitliche Sportart. Gerade viele asiatische Kampfsportarten haben diese Einheit von Natur und Mensch schon in ihrer Philosophie mit drin, ne? Es ist gar nicht so weit ab. Ich habe einfach gesehen, so im Alltag, im Studio, beim Training… die ganzen Leute, das sind alles Leute, die auf so etwas achten. Also, denen ist die Welt nicht egal. Klingt erstmal als Widerspruch, aber ist es gar nicht. Also, Nachhaltigkeit ist in der Szene ein sehr großes Thema. Marcus: Ja, also ich selber mache Krav Maga zum Beispiel in Berlin, wenn ich dann mal wieder in der Homebase bin und muss sagen, die Leute, mit denen ich dort trainiere sind alle sehr nachhaltig und durchdacht unterwegs und eben nicht diese stumpfen Schlägertypen. Ich glaube, die würden’s auch nicht lange da aushalten bzw. dann auch entfernt werden aus dem Training. Was für einen Background hast Du in Sachen Kampfsport? Jan: Ich habe selber vor zehn Jahren mit Muay Thai, also Thaiboxen angefangen. Damals noch in Hamburg in der Roten Flora, also in dem besetzten Kulturzentrum mitten in der Schanzer. Da noch relativ archaisch in nem kleinen Trainingsraum ohne Trainer, hat man sich da so ein bisschen gehauen (grinst). Das war noch ein bisschen wild. Habe dann angefangen wirklich in Studios zu gehen, in gute Vereine und das so ein bisschen professionalisiert. Ich mache das aber auch selber, wie viele andere auch, nur als Hobby. Also ich bin Amateursportler und mache keine Wettkämpfe. Für mich ist das einfach ein guter, oder der perfekte Ausgleich zum stressigen Alltag und so geht es vielen anderen Leuten halt auch ne? Marcus: Ja. Ich kann auch jedem nur empfehlen, wer es noch nicht ausprobiert hat und vielleicht ein bisschen Bedenken hat, was da in so einem Verein abgeht oder dass es nur darum geht, den anderen auszuknocken oder zu verletzen, das ist überhaupt nicht der Fall. Und hatte jetzt auch schon den Nick Hein hier auf’m Podcast oder den Aristo Luis, der K1 Boxer ist, und muss sagen das sind alles super, super patente Kerle. Die sind echt gut drauf und die haben ja auch nochmal jeden motiviert, dem vielleicht ne Chance zu geben. Wer bock auf ein ganzheitliches Training hat, wo auch nicht nur der Körper, sondern auch sehr der Geist gefordert ist, sollte mal welche Kampfsportart auch immer, vielleicht mal in ner Probestunde austesten und ausprobieren. Jan: Auf jeden Fall. Also es geht da sehr viel auch um die persönlichen Grenzen. Das auszutesten, nicht nur physisch, auch psychisch. Das ist ja erstmal ne kleine Herausforderung damit lernen umzugehen. Also wenn man das kann, wenn man dann auf einmal nicht mehr mit den Augen zuckt bei jedem Schlag, sondern wirklich sieht es geht danach besser, wenn man sich da ein bisschen traut. Das kann man ganz viel übertragen auf den Alltag. Also ich kenne viele Leute, die damit anfangen und dann auf einmal ganz anders auftreten im Alltag. Ich war auch immer super schüchtern und so und das hat sich dadurch alles geändert. Ist schon interessant, ja. Marcus: Ja? Also, wie kam das dann bei Dir, die Transformation zu mehr Selbstbewusstsein? Von Tag 1 an oder durch…? Jan: … Nee das hat ein bisschen gedauert und irgendwann hat es so beim Sparring, wenn man da so mit dem Gegner so ein bisschen kämpft, Kicke macht, wo ich einfach gesehen habe: Okay, ich kämpfe viel schlechter, wenn ich ängstlich bin. Ich muss einfach rangehen und dann funktioniert das halt auch. Und das habe ich so halt ein bisschen auf den Alltag übertragen. Ich hatte halt immer irgendwie Angst vor so Auseinandersetzungen, weil ich immer dachte: Ja gut, vielleicht gibt’s da Schläge oder so. Und da war ich immer super ängstlich und dann habe ich gelernt… auch körperliche Schmerzen, das ist halt überhaupt gar nicht so schlimm, ne? Also davon geht die Welt nicht unter. Damit muss man nur lernen mit umzugehen. Das ist ja ein Testen, ne? Mal ausprobieren… Dann verliert man ganz viel Angst, die man ein bisschen so unterbewusst mit sich herumträgt, wo man da gar keine Angst mehr hat. Marcus: Absolut, also dieses Aha-Erlebnis im Sparring, das hatte ich auch. Dass ich mich erstmal instinktiv nicht - dann wenn der Schlag gekommen ist, man wusste so der landet und Du kannst nicht mehr ausweichen - weggedreht habe oder irgendwie die Augen geschlossen habe, die Fäuste vor’s Gesicht und dann tut’s doppelt weh, weil Du dann auch noch Deine eigenen Handschuhe im Gesicht hast (lacht). Und ja, das geht glaube ich nur über Übungen. Und irgendwann, dass Du es lernst: Okay, der Schlag, der wird jetzt kommen, aber wenn Du das weißt und Dich dann nicht doof wegdrehst, sondern direkt schon den Counter vorbereitest, gehst Du viel besser mit der Situation um, als ängstlich zu sein. Weil dann passiert immer irgendwas. Jan: Genau. Und das im normalen Leben natürlich auch so. Find ich ist ne ganz schöne Analogie eigentlich. Marcus: Ja auf jeden Fall. Was ist Dein Business Background? Dass Du irgendwann dahingekommen bist eine eigene Marke aufzubauen mit nem Onlineshop? Ich weiß nicht, könnten wir gleich nochmal drüber reden, ja. Jan: Genau. Ja ich bin eigentlich Kommunikationsdesigner, also habe in Hamburg Kommunikationsdesign studiert und mich immer viel mit Marken beschäftigt. Also immer für andere Leute Produkte gestaltet oder T-Shirts gestaltet oder Logos. Deswegen konnte ich das eigentlich ganz gut. Ich habe dann einfach beim Boxen oder beim Thaibox gemerkt: Okay, die ganzen Handschuhe, die es so gibt, die gefallen mir alle nicht. Auch vom Design nicht. Die sind halt immer mit Totenköpfen drauf gedruckt. Also ich fand das immer ganz furchtbar. Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Marcus: Sehr martialisch immer ne? Jan: Ja, und das passt halt auch nicht so richtig. Und da dachte ich: Gut, da kann man noch was schöneres machen. Ich selbst bin Veganer, das heißt ich wollte Kunstlederhandschuhe haben. Da ist die Auswahl noch viel eingeschränkter. Außer Plastik natürlich und Plastikhandschuhe… so richtig hochwertiges Kunstleder, das hatte ich so noch nicht gefunden. Und dann irgendwas, was noch schön aussieht, das gab es gar nicht. Ja und dann dachte ich: Okay, da kann ich mal gucken, recherchieren, finde ich da irgendwelche Hersteller, die da auf einem Level mit mir sind, ne? Und das hat dann auch ganz gut geklappt, also. Marcus: Und wie bist Du das angegangen, die Herstellerrecherche? Jan: Klar, erstmal natürlich online ganz viele Leute angeschrieben, erklärt was ich meine, mit fairen Arbeitsbedingungen und manchmal kam da “Ja, ja, machen wir”, aber ich so den Eindruck hatte: Nee so richtig… die sagen mir das jetzt nur eigentlich, um den Auftrag zu bekommen. Da habe ich’s direkt seingelassen. Und dann habe ich irgendwann wirklich einen gefunden, der eigentlich das eh schon länger machen wollte, aber noch gar keinen Kunden hatte, mit dem er das angehen konnte. Und mit dem habe ich das dann durchgezogen und die Qualität war auch super. Also die kamen hier an und das war genau das, was ich wollte. Und die erste Auflage war dann auch direkt ausverkauft innerhalb von 24 Stunden. Der Start war extrem positiv. Marcus: Cool und wieviele Handschuhe waren das? Jan: Das waren 100 Paar ne? Sehr übersichtlich. Aber wenn man bedenkt, man bringt eine neue Kampfsportmarke mit veganen Boxhandschuhen auf den Markt. Also ich dachte, da kommt nicht viel. Marcus: (lacht) Ja. Jan: Ich meine bei mir im Verein, ein, zwei Leute, die da auch Interesse hatten, aber… ich wusste nicht, ob das wirklich ein großes Thema ist. Marcus: Ja, gerade diese Kombi hat mich total cacatched. Also zum einen dieses Social Entrepreneurship, nachhaltig irgendetwas zu produzieren. Dann Kampfsport interessiere ich mich eh für. Dachte: Wie passen die Welten zusammen? Und dann war ich jetzt die letzten 30 Tage hier im Oktober, das hat vor drei Tagen aufgehört, auf so einer 30 Tage Vegan-Challenge unterwegs. Jan: Ja. Marcus: Was mir selber auch total viel gebracht hat und ich bin jetzt glaube ich kein 100%-iger Veganer dadurch geworden. Aber werde meinen Fleischkonsum sehr massiv einschränken, so auf 80/20, so vielleicht 20% Fleisch noch und der Rest vegan. Also es hat mir schon viel gebracht. Und dachte, es ist ja echt ne krasse Kombi und habe dann ein bisschen tiefer einen Research gemacht: Wer steckt dahinter? Und bin dann auf Dich gestoßen. Um so mehr freue ich mich, dass Du jetzt hier am Start bist, darüber zu sprechen. Du sagtest gerade ganz klassisch Online Recherche. Heißt: Du hast bei Google gesucht nach den entsprechenden Briefen und bist dann die Händler direkt angegangen über E-Mail. Weil viele stellen sich das wahrscheinlich mega schwer und aufwändig vor, wenn die jetzt das fertige Produkt sehen. Auf der anderen Seite denke ich, ich wüsste jetzt gar nicht wo ich anfangen soll. Jan: Genau, das ist halt so ein bisschen das Ding. Klar, wo wir jetzt stehen, das ist natürlich schon ein bisschen Arbeit, dass man das wirklich auch so Qualitätskontrolle immer hat und wirklich weiß, dass auch alles produziert wird. Das ist schon Arbeit, aber am Anfang ein Produkt herzustellen ist halt wirklich nicht so krass. Also, als ich die ersten Handschuhe hatte, haben meine Freunde gedacht so, ich kann zaubern, weil ich irgendwie auch Dinge produziere. Und das ist halt wirklich der einfachste Punkt. Also einen Hersteller zu finden ist gar kein Problem. Es gibt ja auch Seiten wie Alibaba, wo die Leute ihre Sachen anbieten. Da kann man direkt sich einen aussuchen und denen das Logo schicken und dann hat man das zwei Wochen später. Und wenn man so was machen will, dann ist das kein Problem. Klar, wenn man auch auf faire Arbeitsbedingungen wert legt, dann ist es noch ein bisschen was anderes. Da muss man wirklich dann schon ein paar mehr anschreiben und gucken, wie tickt die so. Aber selbst Produkte herzustellen, das ist für jeden eigentlich heutzutage gar nicht so schwierig. Also da war ich selbst überrascht auch, dass die auf einmal auch hier angekommen sind. Wie einfach das dann ist. Marcus: Und das war dann der Handschuh mit Deinem Design, der dann bei Dir angekommen ist im Paket? Du hast ihn ja ausgepackt und dachtest “Boah wow, wie geil ist das denn?” Ihr habt da irgendetwas haptisches erschaffen, was man auch anfassen kann. Jan: Genau, das war nämlich so ein super Moment. Die kamen halt am Flughafen an, vor zweieinhalb Jahren in Berlin und ich hatte gar keine Ahnung, wie man sowas angeht, auch mit der Zollanmeldung, ne? Da muss man sich schon ein bisschen reinfuchsen, aber die Leute sind auch ganz nett beim Zoll. Also, wenn man das noch nie gemacht hat. Die helfen einem auch, also da … es war einfacher als ich dachte. Hatte mir dann aber nur einen Ford Ka gemietet, weil ich dachte “Ja ein paar Handschuhe sind ja nicht so groß”. Marcus: (grinst) Jan: Stand dann halt vor so ner riesigen Europalette voller Handschuhe, wo ich nicht wusste, wie ich das in mein Auto bekomme. Marcus: Wieviele Unzen sind das? Jan: Also, das kann man alles noch besser machen, aber irgendwie geht’s dann trotzdem. Marcus: Ja und ich glaube, das ist genau das Ding, was dann viele Unternehmer oder erfolgreiche Unternehmer von anderen Menschen unterscheidet. Die erfolgreichen Unternehmer gehen Sachen an, die machen einfach, probieren, testen, fallen vielleicht mal hin, stehen wieder auf oder fahren dann mit nem Ford Ka zum Flughafen (lacht). Die anderen konzeptionieren dann jahrelang an dem Design an Handschuhen, aber ohne überhaupt mal ne E-Mail an einen Händler rausgeschickt zu haben. Jan: Genau. Ich kenne auch Hersteller von Sportartikeln. Freunde von mir, die jetzt seit drei Jahren in ihrer Kammer sitzen und es halt immer besser machen wollen. Und das ist halt … Ist natürlich auch ein schöner Ansatz. Da verliert man aber massig viel Zeit. Also lieber erstmal ein Produkt auf den Markt bringen, wo man noch etwas verbessern kann und dann schonmal Feedback bekommen. Also das ist ganz wichtig. Weil Du kannst es gar nicht perfekt machen, wenn Du nicht die ganze Zeit Feedback bekommst, was die Leute wirklich wollen. Das ganze Geld in die Hand nehmen, was man hat, bestellen und dann nächste Auflage wird besser. Marcus: Genau. Das heißt, das was Du eingenommen hast aus dem Cashflow das Unternehmen dann wachsen lassen, indem Du es wieder investierst. Jan: Genau. Das ist ja das schöne, wenn man gerade Produkte hat. Man hat ja direkt Cashflow. Und das war für uns auf jeden Fall super. Das heißt, ich konnte direkt die zweite Auflage bestellen. Schon mit Verbesserungen, schon mit besserer Verpackung. Wir haben umgestellt auf Recycling Kartons, alle Poly-Beutel weggelassen. An solchen Sachen kann man direkt arbeiten. Marcus: Das heißt aber für die erste Bestellung brauchtest Du aber dann ein bisschen Kapital, was Du über Dein Online Business aufgebaut hattest? Jan: Genau, aber die erste Auflage, die war auch nicht so wahnsinnig teuer. Also mit 2.00 bis 3.000 Euro kommt man eigentlich schon hin. Das kann eigentlich jeder zusammenkriegen, wenn er schon ein Produkt hat und er muss jetzt nicht jahrelang für sparen oder einen Kredit aufnehmen. Marcus: Das heißt, dass ist auch 100% eigenfinanziert und gebootstrapped ohne Venture Capital oder irgendwelche Shares, die Du abgeben musstest? Jan: Genau, alles gebootstrapped, ja. Marcus: Cool! Und wie hast Du dann die Reichweite bekommen, um die ersten 100 Handschuhe an den Mann zu bringen. Jan: Genau, das war natürlich ganz spannend. Ich hatte einen kleinen Shop aufgesetzt. Das ist das Gute, wenn man selbst Grafikdesigner ist. Dass man solche Sachen, die wirklich viel anfallen, dass man die selber machen kann. Also das ist wirklich Gold wert. Das sehe ich immer wieder bei anderen Startups, die ich berate, dass die immer besser beraten sind, wenn sie einen Designer im Team haben, als jetzt nen BWL’er zum Beispiel. Das konnte ich also alles ganz gut machen. Habe eine Facebookseite aufgesetzt. Klar, die ganzen klassischen Sachen. Und dann glaube ich, habe ich für 5 Euro Werbung geschaltet auf Facebook und dann hat es direkt jemand von Boxhaus gesehen, also dem größten europäischen Onlinehändler für Kampfsportausrüstung. Marcus: Cool! Jan: Und die haben’s dann einfach gepostet auf ihrem Blog so. Und das hat halt eben eine enorme Reichweite gehabt. Und so kam das dann alles zustande. Ne Woche später hat sich die Band Boysetsfire bei mir gemeldet. Kennt man, wenn man sich mit Punk und Hardcore beschäftigt. Das ist eine ganz große US-Punkband. Marcus: Wow! Jan: Die fanden es super, die haben es gepostet und dann hatte ich über Nacht 5000 Facebook Fans. Marcus: Woah. Jan: Das war ganz gut für den Start. Ich war ein bisschen überwältigt. Das war alles kurz vor Weihnachten und ich wusste gar nicht so richtig, was da passiert. Aber so kann es auf jeden Fall gehen… Da sind einfach Partner, die größer sind als man selber immer Gold wert, weil selber das aufzubauen über Facebook-Werbung oder mal Werbung schalten, das dauert. Marcus: Ja, absolut. Aber so Sachen können auch nur passieren, wenn Du es - wie eben gesagt - versuchst und machst und die Seite aufsetzt und irgendetwas postest und vielleicht mal 5 Euro in die Hand nimmst, um Facebook Werbung zu schalten. Dass es dann auch bei den richtigen Leuten ankommt, ne? Jan: Ganz genau. Und natürlich als Social Business hat man immer den Vorteil, dass man sowas ganz gut bekommt, solche Presse ne? Also wenn ich jetzt ganz normale Boxhandschuhe auf den Markt geschmissen hätte, das hätte keinen interessiert. Das hätte keiner gepostet. Also ein bisschen Innovation oder Nachhaltigkeit, das hilft ganz viel. Viele denken, das ist immer so ein Nachteil, wenn ich jetzt irgendwie die höheren Herstellungskosten ans Bein binde, aber gar nicht. Also ich sehe nur Vorteile dadurch, dass wir so ein bisschen auf’s Fair achten. Marcus: Ja und ich habe auch das Gefühl, dass gerade im letzten Jahr das Bewusstsein bei sauvielen Menschen, egal was für einen Background die haben, irgendwie das Bewusstsein für Nachhaltigkeit gewachsen ist. Als ob da gerade wieder so ein neues Movement entsteht. Jan: Auf jeden Fall und das ist halt, genau… Das ist so ein Movement, das heißt es ist noch so ein bisschen was spezielles. Das wird sich nicht ändern, also das wird Standard werden und Alltag. Und jetzt kann man sich glaube ich noch ganz gut als Marke positionieren. Das heißt, wer jetzt eine Idee hat und damit raus will, der muss das jetzt machen. In dann drei Jahren gibt’s das auch schon in nachhaltig. Also eigentlich kann man gerade ganz viele Sachen nochmal neu machen in gut und in besser. Muss es aber jetzt tun. Marcus: Ich glaube, das ist ein ganz guter Tip von Dir, den Du gerade abgefeuert hast. Dass viele Sachen schon da sind, die sind ganz cool, aber die sind halt nicht nachhaltig. Und wenn Du dann in dem Bereich Nachhaltigkeit und ein Firstmover bist, so wie Du, dann bist Du halt da, wenn das Ding dann losgeht und in den Mainstream dann vielleicht irgendwann übergeht. Jan: Ganz genau. Marcus: Okay und zu Boxhaus, das finde ich echt faszinierend, dass Du das gerade erwähnt hast. Ich wusste jetzt auch nicht, dass Du überhaupt ne Verbindung zu Boxhaus hast, weil ich kenne die Leute von Boxhaus auch ganz gut, speziell den Rainer. Und bei dem ist das so gelaufen, mittlerweile kriege ich ein paar T-Shirts von denen gestellt, weil ich die Marke ganz cool finde und ich war auf Facebook und hatte ein T-Shirt vom Boxhaus an, was ich mir vorher irgendwann mal bestellt hatte, weil ich die Sachen ganz cool finde und das gepostet öffentlich. Und seine Tochter hat das Bild gesehen und dann dem Rainer, ich glaube das ist der Geschäftsführer oder Gründer, Founder, Inhaber vom Boxhaus, Bescheid gegeben, dass ich seine Klamotten trage und die haben mich dann ganz unkompliziert angeschrieben, ob sie mein Bild für Social Media verwenden könnten und ich kriege dafür ein T-Shirt oder so. Das fand ich super cool, diesen Ansatz. Dieses ganz unkomplizierte, auf Leute zuzugehen und ... Jan: Das machen die ganz viel, ja. Auf jeden Fall. Marcus: Diesen Giving Aspekt. Und dann sagte er “Brauchst Du neue Shirts? Ich schick Dir dann einfach welche zu”, ohne jetzt irgendwie zu sagen: So, das ist jetzt die Abmachung und Du musst das und das damit machen. Jan: Genau, also und genauso machen wir das auch. Also ich mache nie mit irgendwie Verträge. Wenn ich irgendwelche Kämpfer unterstützen will, dann kriegen die das und dann sage ich direkt “Ey, Du musst dafür gar nichts posten oder so. Das heißt, wir wollen Dir etwas geben” und das finden die meisten halt so cool, dass die halt trotzdem irgendwas posten. Das passt schon. Also die Leute sind auch …. Da muss man nicht irgendwie immer mit Verträgen hinterherrennen und Abmachungen. Marcus: Nee null. Und das ist auch dieses Giving Prinzip. Dreimal mehr geben als nehmen und es kommt eh irgendwann zurück. Die Leute erinnern sich daran und wenn sie Dir was Gutes tun können, dann sind die zur Stelle ne? Jan: Auf jeden Fall! Marcus: Wenn Du Dir Kampfsportler aussuchst, denen Du dann Deine Sachen anbietest oder zur Verfügung stellst, wonach gehst Du da? Jan: Ja, wir gucken natürlich schon, dass die zur Marke passen. Also Branding ist unsere Stärke, also diese Markenbildung. Eben dass wir für was stehen und dieses nachhaltige Konsequentsein, das ist unser Markenkern. Das heißt, wir müssen auch Kämpfer nehmen, die dazu passen. Alle Kämpfer, die so ein bisschen Alternativ sind oder nen Background im Tierschutz haben, oder ein bisschen politisch aktiver sind, die nehmen wir alle immer ganz gerne. Also jetzt Mac Danzig ist einer unserer großen Kämpfer. Er ist ein großer UFC Kämpfer von vor ein paar Jahren. Solche Leute unterstützen wir total gerne.   Marcus: Mh und Du sagst gerade, eure Stärke ist Markenbildung und Markenführung. Das kommt wahrscheinlich aus Deiner Agenturzeit dann? Jan: Genau. Also ich war nie selbst in einer Agentur. Ich habe alles immer als Freelancer gemacht. Aber Markenbildung gerade für nachhaltige Startups war immer so mein Hauptthema. Klar, das sehe ich auch bei uns. Das ist auf jeden Fall ganz wichtig für irgendwas zu stehen. Es gibt so viele Marken und man bekommt richtig gute Boxhandschuhe für 30 Euro, überhaupt gar kein Problem. Es ist ein hochpreisiges Produkt und da muss man dann auch für etwas stehen, sonst kann man das nicht machen.   Marcus: Ja absolut. Und wenn man jetzt auf eurer Seite unterwegs ist. Das ist jetzt nicht vehement.com ausgeschrieben, sondern in Kurzform ne? Jan: Genau. Marcus: Sprich: vhmnt.com. Das verlinken wir auch in den Shownotes. Da sieht man schon ganz klar, wie viel Professionalität da drin steckt und irgendwie auch eine ganz klare Aussage. Finde ich mega gelungen. Die Seite, hast Du die auf WordPress gebaut oder ist das ein fertiges Modul? Jan: Die Seite läuft auf WordPress, genau. Also wir stellen direkt demnächst auf PrestaShop um, weil wir eben auch zwei Lager haben. Einmal in Los Angeles und einmal in Berlin. Und da hat WordPress so ein bisschen Probleme mit. Das heißt beim Shop muss man da so ein bisschen aufrüsten. Marcus: Okay und das Lager in den Staaten, ist das dann ein Fulfillment-Anbieter oder wie ist das? Jan: Ganz genau. Also wir arbeiten mit Shipwire, einer oder wenn nicht sogar der größten Fulfillment-Firma überhaupt. Die halt Lager auf der ganzen Welt anbieten. Und die haben gerade für kleine Startups ganz gute Deals. Also man zahlt ganz wenig Flächenmietungskosten, sondern hat einfach diese Handling-Gebühren pro Paket. Marcus: Das ist cool. Das ist dann viel planbarer. Das heißt, Du hast flexible Kosten, dynamische Kosten und nicht fette Fixkosten am Bein, als kleines Startup. Jan: Ganz genau. Trotzdem muss man natürlich überlegen, ob man in den USA an den Markt gehen will. Es ist schon viel Aufwand. Man ist halt auch nicht vor Ort. Man ist dann nicht so gut in der Presse wie hier. Also in Deutschland passiert das einfach organisch, weil man einfach Leute kennenlernt. Also hier haben wir ständig irgendwelche Blogartikel. In den USA ist das einfach nicht so. Das ist halt schon viel Aufwand, die Sachen dahinzubringen. Also man kann nicht einfach als deutsches Startup oder Firma Sachen in die USA importieren. Das geht halt nicht. Da muss man sich schon ganz viel mit beschäftigen. Also das würde ich nur Leuten raten, die wirklich denken: Okay, das ist der Hauptmarkt. Bei uns ist das so ne? Also Kampfsport ist in den USA viel, viel größer als hier. Veganismus, Nachhaltigkeit ist da schon nochmal ein paar Jahre weiter. Das heißt gerade Westküste USA ist für uns natürlich ein Kernmarkt. Marcus: Mh absolut und trotzdem finde ich, klar, man muss sich da nach und nach reinfuchsen, aber wieder ein gutes Beispiel, wie man dann organisch wachsen kann und es eigentlich für jede Herausforderung irgendwo auch schon mittlerweile ne fertige Lösung gibt, out of the box. Diese Fulfillment-Anbieter gab’s glaube ich vor fünf oder zehn Jahren noch nicht. Da brauchtest Du ein riesen Lager und was weiß ich noch alles und jetzt gibt’s dann Serviceanbieter, die das komplett für Dich abwickeln können, ähnlich wie Amazon Fulfillment oder wie heißt das nochmal? Jan: Genau, Fulfillment bei Amazon gibt’s auch noch ja. Das wollten wir jetzt als Sozialunternehmen halt einfach nicht. Da ist Amazon von daher auch manchmal so ein bisschen in der Negativpresse. Deswegen haben wir da eine Alternative gesucht und ja. Aber klar, die bieten das auch an und ich glaube auch nochmal professioneller. Marcus: Ja, seid ihr denn auf Amazon oder habt ihr euch bewusst komplett gegen Amazon dann entschieden. Jan: Nee, wir haben uns bewusst komplett dagegen entschieden. Bei uns kommen Zwischenhändler, also ganz wenige Shops, die unser Sachen haben. Wir verkaufen eigentlich alles selber. Weil es gibt halt auch einen Grund. Also wer vegane Boxhandschuhe sucht, die wirklich auch zertifiziert sind, da gibt es nur uns. Und da kann man sich diesen Luxus leisten, dass man halt jetzt gar nicht so viel Vertrieb macht, sondern die 40 ersten Seiten auf Google sind halt wir, wenn man nach veganen Boxhandschuhen sucht. Und dann kann man sich das halt noch leisten, dass man wirklich das auch selbst vertreibt. Natürlich behalten wir dann auch die ganze Marge ne? Marcus: Ja, perfekt. Jan: Wenn wir da über Zwischenhändler gehen, dann sieht das halt schon ganz anders aus und dafür sind wir halt echt noch zu klein. Marcus: Hm und Du sagst jetzt die ganze Zeit “Wir”. Wer ist das genau? Jan: Genau. Ich hab’s gegründet. Dann ist vor zwei Jahren eine gute Freundin von mir mit eingestiegen, die so ein bisschen Finanzen im Blick hat und Organisation. Das heißt wir sind eigentlich zu zweit, haben aber ein großes Netzwerk aus Leuten, also wir haben auch Leute, die uns immer wieder unterstützen mit Beratung und Fotografen und so. Also es sind nicht alle festangestellt, muss man ja da auch heutzutage gar nicht mehr. Marcus: Nee. Jan: Aber es ist halt schon so ein Netzwerk aus fünf bis zehn Leuten, die halt immer bereitstehen, wenn irgendwas entsteht. Marcus: Cool! Sauspannend! Genau und wenn …  ihr sagt, ihr seid nachhaltig unterwegs, gibt’s da festgeschriebene Leitsätze oder Grundsätze oder Manifesto oder ne Firmenvision, Mission Statement, was Du hier mal rauslassen kannst? Jan: Ähm klar, also wir versuchen schon, dass wir einfach den Planeten möglichst wenig schaden, aber gleichzeitig auch so viel Gutes tun, wie es halt irgendwie geht und wenn es auch mehr kostet, ist das auch völlig in Ordnung, weil wir auch hochpreisigere Produkte anbieten. Das beinhaltet bei uns, dass wir auf faire Arbeitsbedingungen achten. Wir sind noch nicht Fair Trade zertifiziert, weil es gibt noch keine Fair Trade Kampfsportfabrik auf dieser Welt. Das heißt, wir sind dabei, die zu bauen. Also sobald wir dafür Finanzen haben, werden wir die Fair Trade Zertifizierung anstreben. Das heißt, die internationalen Arbeitsbedingungen werden eingehalten, keine Kinderarbeit, Gewerkschaften und solche Sachen. Das ist alles mit dabei. Aber auch Kleinigkeiten, einfach dass wir keine Verpackungen für unsere Handschuhe haben, sondern alles nur in Kartons stecken, solche Sachen. Dass wir keine Luftfracht verwenden, sondern alles per Schiff machen. Also ganz viele Kleinigkeiten, die zusammen halt ein ganz gutes Paket geben. Wir spenden von jedem verkauften Boxhandschuh einen Euro an das Wolf Conservation Center. Unser Logo ist ein Wolf. Das heißt, zum Arterhaltungsschutz der Wölfe wird ein bisschen was getan. Alles nur kleine Sachen, aber so im Gesamtkonzept versucht man schon da einfach alles gut zu machen, auch wenn es was kostet. Das muss schon sein für uns. Marcus: Mh und würdest Du sagen, das ist im Moment so Dein Hauptfokus und Dein Hauptbusiness oder was treibt Dich gerade sonst noch um businessmäßig? Jan: Das ist schon mein Hauptfokus, das ist ja auch eine UG, ne? Das kann man nicht einfach nebenbei machen. Da muss man schon immer einen Blick drauf haben. Es ist natürlich auch alles viel Arbeit. Ich mache nebenbei manchmal auch noch Designs. Also ich berate auch noch Social Startups oder Stiftungen oder NGOs zum Thema Design, weil ich da einfach irgendwie ganz viel gelernt inzwischen. Marcus: Läuft das dann unter Deinem Brand “Gut gebrüllt Löwe”? Jan: Genau, das  ist dann meine Agentur Gut gebrüllt Löwe, wo wir halt sowas anbieten. Das ist zwischendurch mal ganz nett. Das ist aber wenig. Also da haben wir sehr ausgewählte Kunden, wenn uns auch wirklich was gefällt, dann machen wir das. Mein Haupteinkommen ist schon Vehement. Und jetzt habe ich noch ein kleines Buch geschrieben gerade. Crowdfunding. So Nebenprojekte, dafür muss immer Zeit sein, das finde ich ganz wichtig. Marcus: Um auch den Horizont schön weit zu halten und nicht zu sehr im Tunnel abzutauchen, ne? Jan: Genau. Also ich langweile mich auch schnell so. Deswegen, wenn ich wenigstens einen Tag die Woche mal ein ganz anderes Projekt habe, dann ist das für mich super gut. Das hilft auch Vehement. So habe ich am nächsten Tag wieder Kraft volle Power für Vehement. Ich glaube, wenn ich fünf Tage die Woche nur eine Firma machen würde, dann würde mich das schon ein bisschen nerven. Marcus: Ja. Für Vehement hast Du ja auch verschiedenste Auszeichnungen bekommen und Awards. Bewirbt man sich dafür oder werden die dann auf Dich aufmerksam? Jan: Das ist ganz unterschiedlich. Also jetzt der Peta Progress Award haben wir einfach so bekommen. Die gucken sich einfach so um, was gibt’s an veganen interessanten Produkten. Für manche Awards muss man sich bewerben. Marcus: Das ist schon fett von Peta ne Auszeichnung zu bekommen. Jan: Ja auf jeden Fall! Da haben wir uns schon sehr gefreut, vor allem kam das auch sehr überraschend. Für viele andere Sachen muss man sich bewerben. Also wir haben auch Business Plan Wettbewerbe und so. Das ist dann schon viel Arbeit. Aber das machen wir jetzt auch nicht mehr. Also da steckt man dann drei, vier Tage rein, um irgendwie ein Konzept zu schreiben. Das ist eh immer genau das gleiche, aber jeder Award will es irgendwie in seiner Struktur aufgeschrieben haben und ja. Das ist immer ganz nett, aber jetzt haben wir ein paar Awards, was soll ich mit noch einem? Also die drei, vier Tage Arbeit jetzt stecke ich lieber in andere Sachen. Und da muss man als Startup immer aufpassen. Es gibt so viele Awards und ich kenne viele Leute, die einfach die ganze Arbeitskraft in diese Awards stecken in der Hoffnung, dass sie dann vielleicht 5000 Euro gewinnen. Das ist den Aufwand dann nicht wert. Da muss man immer ein bisschen gucken. Marcus: Nee, aber in eurem Fall ist glaube ich auch schon geschickt als Marketing Tool eingesetzt auf der Website. Die ganzen Logos und Awards, die machen irgendwie schon Eindruck und ja, gibt nochmal so Social Proof ne? Jan: Genau. Das ist halt klar, zur Verifizierung quasi so ein bisschen, also Reason to Believe nennt sich das im Branding. Sind solche Logos ein Abzeichen immer ganz schön. Gerade wenn man ein Produkt hat, was die Leute vielleicht erstmal ein bisschen verwirrt. Dann würde ich schon raten, dass man auch so ein bisschen guckt, dass man Awards hat oder Siegel, Abzeichen. Das ist schon immer alles ganz gut. Irgendwann reicht’s dann auch. Also unsere Website ist voll da. Ich brauche jetzt nicht noch nen siebten Award da drauf kleben. Marcus: Okay und damit Dir nicht langweilig wird, hast Du jetzt noch ein neues Projekt gelaunched einguterplan.de? Jan: Genau “Ein guter Plan” ist ein Buch, ist ein Terminkalender, ein Lebensplaner und ein Sachbuch in einem. Also so ein ganzheitlicher Kalender. Das ist in den USA auch gerade relativ beliebt, ein ganz großes Thema. Dass die Leute einfach loskommen wollen, einfach ihren Terminen hinterherzurennen und gar nicht so ihr Leben zu planen. Deswegen haben wir diesen Kalender entwickelt, der halt ganz viele Tools bietet und Texte zum Thema Selbstverwirklichung, Glücksforschung und diese ganzen Sachen. Das haben wir halt am Wochenende auf Startnext gelaunched. Marcus: Jetzt am Wochenende? Jan: Genau jetzt am Wochenende, vor vier Tagen. Haben jetzt auch schon Überfounded, also schon 200% eingesammelt. Also man sieht schon, da ist der Bedarf auf jeden Fall da. Marcus: Krass, gratuliere! Jan: Ja, vielen Dank. Und genau, man muss einfach ein bisschen auf sich achten, gerade wenn man so viele Projekte hat wie ich. Dass man sich nicht überarbeitet. Klar, das fühlt sich nie so richtig krass wie Arbeit an, weil es immer irgendwie so das eigene Ding ist. Aber auch da muss man einfach so ein bisschen Achtsam sein, ne? Und deswegen habe ich mit ner Freundin das geschrieben und zusammengetragen. Marcus: Weil Du schon drauf achten musstest, dass Du nicht zu viel machst und zu viele Projekte hast, hast Du noch ein Projekt angeschoben? (beide lachen) Jan: So ungefähr, es klingt erstmal schwierig. Es ist auch natürlich jetzt viel Arbeit, aber wir haben gesehen, der Bedarf ist da. Also ich sehe einfach ganz viele Leute, die sich totarbeiten und das kann es einfach nicht sein. Genau, und diesen Fehler habe ich auch gemacht. Inzwischen sehe ich das ganze viel entspannter und arbeite halt nicht mehr so viel und arbeite auch nicht mehr abends und arbeite auch nicht mehr am Wochenende.   Marcus: Mh mh und zu welcher Zeit war das, als Du gesagt hast, Deine Work-Life-Balance war völlig außer Control? Jan: Das war letztes Jahr. Da hatte ich echt irgendwie ganz viele Aufträge, dann hatte ich Vehement und noch ein paar andere kleine Sachen und wusste weder ein noch aus. Das war es auf jeden Fall nicht wert. Ich bin dann drei Monate nach Mexico geganen und habe drei Monate lang gar nichts gemacht und lag nur am Strand. Marcus: (grinst) Konsequent! Jan: Es ist schon besser. Und seitdem ich wieder zurück bin, achte ich halt sehr auf solche Sachen. Marcus: Aha. Ja, das klingt echt nach smartem Business, was Du da betreibst. Was ist Dein Background? Hast Du das irgendwo vorher gelernt oder kannst Du gute Ressourcen oder Bücher empfehlen, die Dich in die Spur gebracht haben, in der Du jetzt bist? Jan: Ähm, ja klar, ich glaube jeder von uns fängt an mit der 4 Hour Workweek als Beispiel, dass man halt versuchen soll möglichst wenig zu arbeiten. Genauso guter Klassiker wie Getting things done von David Allen, dass man sich so ein bisschen selbst organisiert. Sehr viel war es aber Gespräche mit Freunden und dann selbst so ein bisschen herauszufinden, was tut uns eigentlich gut. Also das hat mir am meisten geholfen. Weil ich halt ganz viel mit Leuten zu tun habe, die halt wirklich auch Firmen gegründet haben und manche kriegen’s halt irgendwie hin, manche nicht. Und dann, man lernt da so ein bisschen da rauszufinden, woran liegt das denn jetzt eigentlich. Marcus: Ja, hast Du denn einen Background in BWL oder vorher studiert? Jan: Ja, ich bin Kommunikationsdesigner. Also ich habe Kommunikationsdesign studiert in Hamburg. Das heißt, Grafik ist eher mein Background. Marcus: Cool, sauspannend! Hast Du irgendwelche Morgenroutinen, die Du täglich abspulst? Ist die erste Stunde Deines Tages geskriptet? Jan: Nee gar nicht. Ich kenne viele Leute, die das sehr erfolgreich machen. Ich mache manchmal ein bisschen Yoga Sachen. Sowas finde ich immer ganz gut. Mein Ding ist einfach: Ich schlafe immer aus. Ich stelle mir nie nen Wecker. Also schon seit Jahren nicht. Das geht halt auch immer ganz gut. Und dann brauche ich jetzt auch gar nicht so viel Routine, um dann morgens wach zu werden und fahre dann irgendwann mittags ganz gemütlich ins Büro. Ich wohne in Berlin und fahre halt ne Stunde mit dem Fahrrad ins Büro. Das ist so meine Morgenroutine, durch den Tiergarten jeden Morgen. Das geht dann schon. Es ist eher, dass ich halt irgendwie Abends viel mache, um dann runterzukommen. Also Yoga, Kampfsport, das ist dann schon wichtig. Und wenn ich das nicht habe, dann fehlt mir schon was. Marcus: Mh, das merkt man dann auch sofort oder? Jan: Auf jeden Fall, ja. Also manchmal erschreckend, dass man da schon ein bisschen abhängig ist, aber ich glaube, das ist eine ganz gute Sucht mit dem Sport. Marcus: Ja absolut, das ist ne ganz gesunde Droge, aber ich merk’s auch. Wenn ich unterwegs bin und man hat nicht immer die Chance so viel Sport zu machen, wie man’s gewohnt ist. Es fehlt irgendwie einfach. Jan: Auf jeden Fall. Also gerade hier… Du bist ja auch viel auf Reisen ne? Das ist ja dann auch nicht immer so einfach wahrscheinlich? Marcus: Nee, das ist nicht einfach, gerade am Anfang, als ich da überhaupt noch keinen Plan hatte, wie ich das denn jetzt anstellen soll, wenn ich dann auch so krass reise. Wir sind ja auch meistens nur mit nem Backpack unterwegs. Also immer nur mit nem Backpack unterwegs und dann irgendwie in so Miniorten irgendwo ganz abgelegen am Meer, wo Du in der Regel auch gar keinen Gym hast oder kein Kampfsport machen kannst oder keine Gewichte heben kannst oder nicht in ein Crossfitboxing kannst. Da muss man sich so nach und nach dann reinfuchsen und jetzt reise ich beispielsweise immer mit so nem TRX-Band. Ich weiß nicht, ob Du das kennst? Jan: Ja klar. Marcus: Um funktionales Training zu machen. Ich meine ne Palme oder so nen Baum oder irgendwie so ne Stange, wo Du es dranhängen kannst, findest Du überall. Und das zieht auch immer gut Aufmerksamkeit, so bei der lokalen Jugend. Wenn die wissen um 18:00 Uhr abends bist Du immer am Strand und machst da TRX, nach drei Tagen kommt man kaum noch selber an das Band dran, weil die es alle so cool finden und schließe dann auch immer ganz schnell so Freundschaften zu den Leuten auf den Inseln. Das ist ganz cool und ja, mittlerweile weiß ich dann auch genau, je nach dem wo ich gerade bin, ob ich dann vielleicht nen Krav Maga Club in der Nähe habe oder mal Muay Thai hier in Thailand ausprobieren will im Tiger Muay Thai Camp in Phuket. Jan: Genau, Muay Thai in Thailand kann ich nur empfehlen. Wenn Du da Anschluss an die Locals haben möchtest, zieh’ Deine Thaiboxhose. Also ich bin so durch Thailand gereist und da hat man sofort 20 Freunde. Also ich wurde da wirklich auf offener Straße umarmt, weil ich als Europäer mit Thaibox Sachen rumgerannt bin. Das finden die ganz toll ja. Marcus: Cool! Hast Du da auch trainiert? Jan: Ich habe ein bisschen trainiert, ja. Das geht da wirklich tatsächlich überall. Also Thaiboxen ist da ja Nationalsport. Marcus: Ja, Nationalsport Nr. 1. Saufaszinierend auf jeden Fall die Sportart. Was ist Deine größte Schwäche? Worin willst Du besser werden. Jan: (lacht) Ja, also was mir immernoch schwer fällt, ist halt Selbstorganisation tatsächlich. Die Teil in dem Buch, in dem Plan, den ich selber rausbringe, habe ich auch nicht selber geschrieben. Da weiß ich, das hilft mir ganz viel, wenn ich da wirklich diese ToDo Listen immer aktuell halte. Diese ganzen Tools verwende ich... ich mach’s halt einfach nicht. Das merke ich dann immer nach zwei, drei Tagen Stress, dass ich denke: Okay, ich habe jetzt völlig konfus gearbeitet und da muss ich auf jeden Fall noch viel mehr Struktur reinbringen. Ich habe auch die Gabe so Sachen auszublenden. Also wenn da Probleme anstehen oder mich Dinge stressen. Das ist auch ne Gabe so. Also ich kann Stress… ja trifft mich oft nicht so, wie es andere Leute trifft. Marcus: Wollte ich gerade sagen. Jan: Was diese Sache erst möglich macht in so einem Unternehmen, aber trotzdem, da muss ich glaube ich noch ein bisschen gucken, dass ich die Sachen wirklich auf’m Schirm auch habe. Marcus: Okay, und was machst Du, wenn Du merkst, Du bist am Rechner und es geht irgendwie gar nicht weiter. Du kommst nicht mehr voran und hast ne Blockade? Was wäre Dein Tip dann, wie geht man damit um? Jan: Also ganz wichtig ist, dass man eben nicht sich dann da durch beißt. Weil das ist so uneffektives Arbeiten. Das einfach zu erkennen ist ganz wichtig. Das muss man auch ein bisschen üben. Weil es bringt nichts, wenn man da acht Stunden vor’m Rechner sitzt und nur so halb motiviert ist und eigentlich den Kopf gar nicht frei hat zum Arbeiten. Da würde ich Laufen gehen, ein bisschen Sport machen, ne halbe Stunde Yoga, auch wenn man denkt, eigentlich kann man sich das nicht leisten, eigentlich muss man arbeiten. Das bringt halt nichts. Marcus: Genau. Das viel mir sauschwer, gerade am Anfang meiner Selbstständigkeit. Dieses, dass man nicht mehr um Erlaubnis fragen muss, oder sich nicht mehr rechtfertigen muss, ne? Jan: Auf jeden Fall. Also ich mache dann auch immer Mittagsschlaf in großen Stresssituationen, weil ich weiß das hilft einfach so. Und das muss man erstmal lernen. Genau, sich selbst gegenüber. Man hat einen Anspruch. Marcus: Ja und was würdest Du sagen, sind Skills oder Erfahrungen, die jeder Unternehmer haben sollte? Jan: Ja gut, ich komme jetzt so aus dem Branding Bereich und ich sehe immer wieder, wieviel Branding und Markenbildung hilft. Wo ich mir denke: Okay, BWL und so, das kann man sich immer holen. Also es gibt Steuerberater und BWLer, so viele, die man echt günstig um Rat fragen kann. Ich finde Design und Markenbildung, auf jeden Fall, wenn es ein physisches Produkt ist, sowieso. Das ist mit das Wichtigste, aber ich habe auch schon ganz viele Apps und auch Charities gesehen, die durch Markenbildung auf einmal ganz viel Erfolg hatten. Und da tun sich viele auch noch schwer. Also gerade viele Social Startups denken, ja so Marken und Branding, das ist so Agentur. Das ist böse, das wollen wir nicht, ne? Das stimmt halt nicht. Es geht halt um Storytelling, dass man für was steht und das ist extrem wichtig. Marcus: Ja, ja. Und das ist das, da bin ich voll bei Dir. Und ich sehe da auch bei ganz vielen Bereichen, gerade im Unternehmertum, mega viel Luft nach oben. Wo Produkte sind, die aber keine klare Message haben oder kein klares Branding oder nicht für irgendwas stehen. Dass man sagt, wo ich mir denke so “Boah” Wenn da einer mal hinkommen würde mit ein bisschen Know How und das Ding in Cool macht, dann geht das durch die Decke. Jan: Das denke ich auch ne. Und dafür machen wir dann 10000 USPs, werden die genannt, also Alleinstellungsmerkmale. Das interessiert die Leute nicht so sehr. Also Preis, Qualität. Das sind so Begriffe, das langweilt die Leute. Also man muss echt für was stehen. Ein bisschen emotional die Leute abholen. Und da sehe ich einfach, dass viele Gründer damit schwer tun. Marcus: Mh, das sehe ich auch. Cool, Jan! Vielen Dank, das waren saustarke Infos. Ich fand’s echt cool, da mal hinter die Kulissen schauen zu können, wie ein Startup arbeitet, das vegane Boxhandschuhe herstellt. Mittlerweile nicht mehr nur noch Boxhandschuhe, sondern auch Schienbeinschoner… Was habt ihr noch? Jan: Schienbeinschoner, MMA Schuhe und wir werden es auch demnächst erweitern. Also werden ein bisschen Fitness-Bekleidung, Functional Clothing auf den Markt bringen. Marcus: Cool! Ja, wir pflegen alle Links in den Shownotes zu Deinen ganzen Businesses. Vielen Dank für Deine Zeit! Schöne Grüße nach Minden. Cool, dass es jetzt geklappt hat mit der Aufnahme. Beim letzten Mal war das Internet leider zu schlecht. Und ja, wir hören und sehen uns irgendwann auf dieser Welt, ja? Jan: Auf jeden Fall! Viel Spaß noch! Marcus: Danke! Ciao. Jan: Ciao. Yo Leute, das war auch schon wieder die Folge Nr. 32 des LIFE HACKZ Podcasts. Wenn euch der Podcast gefällt, hinterlasst mir eine Rezension auf iTunes oder hinterlasst mir eine Voice Message auf meiner Website www.lifehackz.de mit Anregungen, Vorschlägen für neue Interviewpartner zur Verbesserung der Sendung, whatever. Falls Ihr sagt, das ist cool, was ich hier mache und ihr möchtet gerne helfen, schaut euch auf jeden Fall die Charity-Aktion an, die ich zusammen mit Feli gestartet habe unter www.lifehackz.de/charity. Ansonsten hören wir uns beim nächsten Mal wieder. Viel Spaß bei allem, was ihr noch treibt! [/su_spoiler] [/su_accordion]  

Nov 6, 2015

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Interview mit Sebastian prestele von Phuketastic

Willkommen zu einer neuen Folge von der LIFE HACKZ Show! Diesmal live aus Chiang Mai in Thailand. Chiang Mai ist ein Hotspot für digitale Nomaden und wir sind hier gestern angekommen, abends. Also habe ich noch nicht viel gesehen und checken heute so erstmal tagsüber so ein bisschen den Ort aus und habe mir direkt einen Coworking Space gesucht, wo ich gutes Internet habe, bin jetzt hier im Punspace und bisher gefällt’s mir hier echt gut, zumal hier auch viele andere digitale Nomaden in der Stadt unterwegs sind. Das heißt, in den nächsten Tagen stehen auch ein paar Meetups an und wir treffen uns mit anderen Leuten. Also, ich bin mal gespannt auf meine Zeit hier in Chiang Mai. Ne Woche werden wir hierbleiben. Ansonsten waren wir gestern nochmal in Bangkok unterwegs, um ne Location für die nächste DNX GLOBAL am 1. März 2016 zu finden. Und taadaaa… Wir haben eine gefunden! Und die ist einfach hammer, die ist richtig geil! Ist ein Theater, passen glaube ich 500-600 Leute rein. Merkt euch den Termin: 1. März, wenn ihr ortsunabhängig unterwegs seid oder als digitaler Nomade in der Welt, solltet ihr am 1. März nach Bangkok kommen und bei der nächsten DNX GLOBAL dabei sein. In der heutigen Folge spreche ich mit Sebastian Prestele, der seine Wurzeln in Phuket, Thailand geschlagen hat. Er ist ein deutscher Unternehmer, der zuerst als Tauchlehrer nach Phuket gegangen ist und sich dann nach und nach Online Skills angeeignet hat, einen super spannenden Werdegang hat, ein Typ ist, der Sachen einfach macht und angeht. Das alles erfahren wir heute auf dem Podcast. Darauf könnt ihr euch schonmal freuen. Die heutige Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal und das 5 Minute Journal ist ein Tool, das Dir hilft produktiver zu sein und achtsamer und mit mehr Dankbarkeit in den Tag zu gehen. Das heißt, Du gehst mit einem positiven Mindset durch das Leben und das ist so eine Art Tagebuch, was man jeden Morgen ausfüllt und jeden Abend, auch nochmal so als Check-in ausfüllt und seitdem ich das tue, regelmäßig benutze, hat sich mein Leben wirklich nochmal komplett verändert. Ich kann’s jedem nur empfehlen, checkt es aus unter www.fiveminutejournal.com. Und jetzt viel Spaß bei der nächsten Folge! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie man Dinge angeht und nicht hinausschiebt.
  2. Wie man einen Podcast macht und was man dafür braucht.
  3. Was ein bisschen Minimalismus mit unserem Kopf anstellt.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

Werde auch Teil der kostenlosen DNX LIFE HACKZ Community mit über tausenden gleichgesinnten Lifehackern. 1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Sebastian Prestele Podcast

Phuketastic

Podcast-Helden

Smart Passive Income

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"]   Marcus: Hey Sebastian! Saugeil, dass Du am Start bist bei der LIVE HACKZ Show. Wo bist Du gerade und was machst Du? Sebastian: Hey Marcus, danke, dass ich dabei sein darf! Und ja, ich bin bei mir zuhause in Phuket. Ich lebe hier in Phuket und ja… sitze jetzt gerade hier in meinem Wohnzimmer-Office. Marcus: Ja, saucool, dass Du auch gerade in Thailand bist. Ich bin ja heute in Chiang Mai angekommen und jetzt hier im Coworking Space, Punspace und teste das mal aus und habe mir jetzt vorgenommen, viele Podcast-Interviews aufzunehmen in den nächsten Tagen, weil dann das Internet wieder schlechter wird wahrscheinlich. Auf der Cruise habe ich dann gar kein Internet auf dem Meer. Und mit den meisten, mit denen ich schedule, die sind irgendwo in den Staaten oder in Europa. Das heißt, ich kann ja erst um 15 Uhr, 16 Uhr loslegen. (grinst) Und das ist ganz cool, dass Du in meiner gleichen Zeitzone bist und wir das jetzt - 11:15 Uhr haben wir - das Interview hier am Morgen aufnehmen können. Sebastian: Yes, cool! Geht mir auch so, weil meine Interviews sind normalerweise auch meistens nachts dann. Und da so tagsüber ist doch einiges angenehmer. Marcus: Ja, ich glaube, das vergessen auch viele so, wenn die sich tiefer mit dem Thema Digital Nomads befassen oder gerade das erste Mal davon hören und denken, das ist ja cool und das will ich auch! Und irgendwie scheint das ja alles ganz easy zu sein. Gerade wenn man in Thailand ist oder in Südamerika und dann  sechs, sieben Stunden entfernt ist von Europa, wenn man da sein Core Business hat, heißt es oft auch mal nachts den Wecker stellen und aufstehen, ne? Sebastian: Ja, auf jeden Fall. Es hat aber auch den Vorteil, dass teilweise über Nacht dann die Anfragen reinkommen und man die abarbeiten kann, bevor die Leute auf der anderen Seite der Welt aufstehen. Marcus: Absolut, das liebe ich! Und ich liebe es, gerade so wie jetzt in Thailand, wenn Du vor der Timezone bist, oder? Sebastian: Ja, genau. Marcus: Richtig doof - also was heißt doof, aber es fühlt sich anders an - wenn Du dann in Mexico oder Brasilien bist und bist halt immer sechs Stunden hinterher. Du stehst dann morgens auf und Deutschland ist dann schon im Nachmittag und Du hast das ganze Postfach voll und bist total überfordert und versuchst das noch schnell wegzuarbeiten, um die Leute noch zu erwischen, wenn irgendwas wichtiges ist, die dann auch, wenn sie nen 9 to 5 Job haben oder irgendwo im Büro sitzen, dann meistens auch dann in den nächsten zwei, drei Stunden wieder nach Hause gehen. Und das ist gerade irgendwie schön an Thailand. Sebastian: Ja, ich denke diese fünf, sechs Stunden sind auch noch manageable. Das ist nicht irgendwie… es ist halt nicht 12 Stunden komplett andersherum, sondern es ist halt ja… fünf, sechs Stunden, das kann man ganz gut machen. Marcus: Ja, ja, also in Europa sitzt man da ganz gut so in der Mitte. Irgendwie in so nem Sandwich ne? Links Südamerika und rechts dann der ganze Thailandraum und Asien. Ja Du sagst Phuket. Was in aller Welt hat Dich nach Phuket verschlagen? Sebastian: (grinst) Ja ganz … ich bin jetzt seit inzwischen 11 Jahren hier. Marcus: Wow! Sebastian: Und ich kam ganz ursprünglich mal als Tauchlehrer 2004. Mein Jugendtraum war irgendwann mal ins Ausland gehen und als Tauchlehrer arbeiten und das habe ich mir dann 2004 erfüllt. Marcus: Hast Du dann auch die ganze Tauchlehrerausbildung gemacht? Sebastian: Ja, also ich habe angefangen zu tauchen, ich glaube 1999 oder 2000 oder so was, in Kroatien und habe dann bis letztlich Dive Master habe ich alles vorher gemacht in Europa. Und dann habe ich sechs Monate Ausbildung gemacht gegen Mitarbeit zum Tauchlehrer, das heißt, da war dann halt Minimalgehalt und Kosten und viel frei. Marcus: Ja. Sebastian: Und dann eben waren wir ne Truppe von fünf Leuten, die hatten dann nen Ausbilder und haben dann eben hier mitgearbeitet und die Ausbildung zum Tauchlehrer bekommen, dann die Prüfung gemacht und dann bin ich da geblieben. Der Ursprungsplan war eigentlich in die Karibik weiterzuziehen, aber da wurde irgendwie nie was draus. Also irgendwie bin ich hier hängengeblieben. (grinst) Marcus: (grinst) Was genau hat Dich denn in Phuket gehalten? Sebastian: Ähm ja… ich weiß gar nicht mehr so. Es war damals halt einfach… wir hatten ein cooles Team. Also es war einfach so, dass richtig coole Leute zusammenarbeiten. Die Arbeit hat Spaß gemacht. Ich habe dann die Möglichkeit bekommen auf so ein Safarischiff zu gehen. So sechs Tage, sechs Nächte Touren auf die Similans. Und Similans sind halt in Thailand so mit das Beste, was das Tauchen zu bieten hat. Das waren sie zumindest damals und das wollte ich unbedingt machen. Das habe ich dann auch zwei Jahre gemacht und dann war ich halt schon drei Jahre da und irgendwie habe ich mich dann eingelebt und meine heutige Frau kennengelernt und dann hat sich das so alles ergeben. Es war dann so mehr und mehr so ein Prozess. Ich bin da reingerutscht. Das war nie bewusst irgendwie entschieden, aber ja. Irgendwann habe ich mich halt einigermaßen heimisch gefühlt und dann wollte ich nicht mehr großartig weg. Marcus: Ja, ja wie so oft ne? Man kommt dann in so einen Flow rein und dann ergeben sich Sachen, die man vorher gar nicht auf dem Plan hatte. Aber der Punkt ist glaube ich, man muss auch ready sein für die Geschichten dann. Viele sagen dann auch immer “Boah, andere haben viel mehr Glück als ich und da funktioniert das irgendwie alles. Da sieht das so easy aus.” Vielleicht spielt da auch manchmal ein Quäntchen Glück ne Rolle, aber ich glaube auch es spielt ganz oft ne Rolle, inwieweit man sich darauf einlässt und ready und bereit ist für neue Situationen und die dann auch zu embracen, also anzunehmen.   Sebastian: Auf jeden Fall. Also ich habe das so oft gehört. Einmal schon, also bevor ich los bin. Ich habe immer gesagt, ich mache das irgendwann. Ich gehe ins Ausland, ich will unbedingt Tauchlehrer werden und niemand hat’s verstanden in meinem Freundeskreis. Ja, keiner konnte nachvollziehen, warum ich überhaupt weg will a) und b) warum überhaupt Tauchlehrer. Und ich hab’s trotzdem gemacht und habe letzten Endes auch viel dafür aufgegeben, weil von meinem Freundeskreis von früher ist halt niemand übrig geblieben. Und das andere, als ich dann hier war, habe ich jedes Jahr die gleichen Leute, die halt dann zum Tauchen kommen und später dann andere Leute, die halt sagen “Ja, ich würde auch so gerne im Ausland leben. Ich will das auch machen und Du hast es so gut” und ich habe immer nur gesagt “Dann mach’s doch einfach! Mach’s einfach. Mein Gott, was hält Dich zurück?” Letzten Endes ist es Deine freie Entscheidung und wenn Du es nicht machst, dann brauchst Du Dich auch nicht darüber aufregen, dass es anderen besser geht oder andere glücklicher sind. Du musst einfach… ja. Wenn Du das willst und wenn es das Ding ist, was Du machen willst, im Ausland zu leben, dann musst Du halt die Entscheidungen treffen und es tun. Mit der Konsequenz dann… welche Konsequenz das dann auch immer für Dich ist, was Du aufgibst oder auch nicht. Marcus: Ja genau, mit allen Konsequenzen, Vor- und Nachteilen, Arbeit, Hazel, Work, Unsicherheit. Alles was damit zusammenhängt, dann auch Dich drauf einzulassen ne? Und das sind genau die gleichen Leute, als ich damals noch in Corporate Jobs gearbeitet hab. Ich hab’s gehasst, ey ich hab fast gekotzt! Das waren Leute, die dann jeden Tag in die Firma gekommen sind, mit so ner Fresse, überhaupt keinen Bock auf die Arbeit hatten und gesagt haben “Morgen kündige ich!” “Morgen ist echt mein letzter Tag” oder “ich geh zum Chef, ich kann nicht mehr.” “Ich lasse das jetzt eskalieren” oder ich mache dieses und ich mach jenes. Und dann beim ersten Mal denkste noch “Oh cool, ja tougher Typ. Mal sehen was morgen passiert…” So dann ist der nächste Tag. Da passiert nichts, null. Und dann kommt der wieder “Ja warte, warte, aber morgen” oder “Nee, ich guck mir das jetzt… ich hab nochmal überlegt. Ich guck mir das nochmal zwei, drei Tage an” und dann immer wieder, immer wieder und irgendwann kannste die Leute nicht mehr ernst nehmen. Und die gehen einfach nicht in die Umsetzung ne? Sebastian: Ich meine, es ist ja auch nicht so leicht, ja? Es ist nicht so leicht, letztlich lebensverändernde Entscheidungen zu treffen, aber einfach halt immer nur zu sagen: Ich mache das, ich mache das und dann nie was zu machen ist halt viel schlimmer, als irgendwann einfach mal den Stecker zu ziehen und zu sagen: So, jetzt ist der Tag gekommen und da passiert wirklich was. Marcus: Ja, und ich glaube das Gefährliche ist auch, dass man irgendwann sich selber nicht mehr glaubt. Also zum einen das Umfeld glaubt einem irgendwann nicht mehr. Das ist ja schon Kacke genug, aber irgendwann kommt man auch in so einen Modus rein. Man erzählt sich selber Geschichten, wo man selber weiß, wahrscheinlich passiert das eh nicht. Sebastian: Stimmt. Marcus: Und verliert total die Verbindlichkeit zu dem was man sagt und das ist glaube ich auch irgendwie ganz doof. Sebastian: Ja, ich denke das ist… ja wahrscheinlich, es ist wahrscheinlich wie mit allem. Das ist so wie, wenn Du Sport machst oder früh aufstehen. Im Prinzip ist es ja auch alles… es sind Habits und Du sabotierst Dich selbst, wenn Du Dir etwas vornimmst und es dann doch nicht umsetzt. Und so ist es dann bei einer großen Sache, wie jetzt ins Ausland zu gehen oder den Job zu kündigen oder was auch immer, genau das gleiche. Marcus: Ja. Und als Du dann als Tauchlehrer in Phuket gearbeitet hast, hast Du auch Deine jetzige Frau kennengelernt, ist das richtig? Sebastian: Ja, genau. Marcus: Und mittlerweile hast Du ja auch ein sehr solides Online Business aufgebaut. Hattest Du damals schon Online Skills oder Überlegungen oder Tendenzen auch mal in die Richtung gehen zu wollen oder war es erstmal der Wunsch überhaupt woanders zu leben und zu arbeiten? Sebastian: Also Online Skills hatte ich überhaupt keine. Ich konnte ein bisschen E-Mails schreiben und das war’s. Aber ansonsten glaube ich hatte ich absolut keine Ahnung von Computern. Marcus: Ja interessant. Sebastian: Und ähm, also der Wunsch jetzt nach Selbstständigkeit, der war damals noch gar nicht so, also nach einer selbstständigen Tätigkeit, war gar nicht so groß. Also mein Ding war ursprünglich wirklich: Ich wollte unbedingt als Tauchlehrer arbeiten. Das war so ganz ganz groß mein Ding. Und nachdem ich das aber eine zeitlang gemacht habe, also für fast vier Jahre, kam dann eben der Punkt, wo ich gemerkt habe, es ist zwar schön und ich habe mir das jetzt erfüllt, aber so jetzt habe ich’s erfüllt und es muss was neues kommen. Und da war dann eben der Punkt, dass ich halt auch gesehen habe: Die ganzen Leute so in meinem Umfeld, mit denen ich dann hier zu tun hatte, jetzt mal unabhängig von den Tauchlehrern, aber die hatten halt alle ihr eigenes Business und ähm von daher, die waren alle 15, 20 Jahre älter und hatten ein erfolgreiches Business. Und das hat mich dann gereizt in diese Richtung zu gehen und was eigenes aufzubauen. Marcus: Das war aber jetzt nicht zwingend ein Online Business, was die hatten? Sebastian: Nein. Genau. Es ging gar nicht so sehr um’s Online Business. Ich habe mir dann wirklich ewig lange den Kopf zerbrochen, was ich machen könnte und hatte überhaupt keine Ahnung mit was ich loslegen könnte. Also war vollkommen hilflos eigentlich. Das lag auch daran, mir hat das Kapital gefehlt. Mir hat die Zeit gefehlt als Tauchlehrer und all diese Sachen, was man sich dann so einredet. Und habe dann erstmal weiter die Angestelltenschiene gemacht und kam dann in den Vertriebsjob. Also erstmal ins Hotel und wurde da dann abgeworben für nen Vertriebsjob, wo ich dann in ganz Asien rumgeflogen bin und Sanitärprodukte aus Europa verkauft habe. Und da wurde ich dann von meinem Chef auf ne Wordpress-Fortbildung geschickt, weil der gesagt hat, ich soll die Firmenseite irgendwie mitbetreuen. Marcus: Mmmhhh cool! Sebastian: Und da hat mir dann derjenige, der mir die Worpress Skills beigebracht hat, hat mir dann erzählt von nem gemeinsamen Bekannten, der mit einem Bananenblog Geld verdienen würde. Marcus: (lacht) Mit nem Bananenblog. Sebastian: Genau. Also ich konnte mir nichts drunter vorstellen, aber ich habe mir dann diese Seite angeschaut. Das war glaube ich so 2008 oder sowas. Und der hatte ne Seite und da hat er einfach über Bananen geschrieben und hat das mit Ads irgendwie, wie auch immer, monetarisiert. Also ich glaube damals ging das noch. Heute wahrscheinlich auch nicht mehr. Marcus: Ich überleg’ gerade was Google darauf matchen könnte, wenn jemand nach Bananen sucht. Vielleicht Fruchtshakes oder so, die man dann im großen Stil einkauft oder das Pulver dazu. Ja. (lacht) Sebastian: Ich weiß auch nicht, was er gemacht hat. Also da hatte ich auch keine Ahnung, wie es funktionieren soll, aber ich habe halt gesehen, er hat diesen Bananenblog und irgendwie verdient er Geld und dann bin ich in dieses ganze Online Ding so reingeschlittert und habe dann angefangen mal Geld verdienen im Internet einzugeben und kam dann so auf die diversen Seiten. Marcus: Ohhh, ganz gefährlich! (beide lachen) Tiefer Abgrund. Sebastian: Genau. So hat’s letztlich angefangen. Marcus: Ja, bei vielen. Sebastian: Alles so mal durch gemacht, was es da so gibt, inklusive der Forex und Kasinostrategien und dem ganzen Schmarn. Und so nach und nach kam ich dann in dieses Thema rein und habe dann meine ersten Seiten angefangen mit Übersetzungen von englischen Blogs auf Deutsch und AdSense draufklatschen und so weiter. So das war so der Einstieg irgendwann in 2009, so um den Dreh rum.   Marcus: Und dann hast Du Deine ersten Cents und Dollars von Google AdWords bekommen? Sebastian: Ganz genau. Ja das war wirklich noch Sense. Dann habe ich mit Eigenklicks usw. bis ich rausgeflogen bin… (beide lachen) Ich glaube, was auch viele gemacht haben. Marcus: Ja, zu der Zeit auf jeden Fall. Oder irgendwie rumgefahren sind, dann in Coworking Spaces gegangen sind oder in andere Büros oder bei Freunden, und dann auf die eigenen Ads geklickt haben und Banner und so ne? Sebastian: Genau. Bei mir war es so: ich war ja damals auch unterwegs. Also halt in ganz Asien. Das heißt, ich habe dann in Kuala Lumpur zwei Mal geklickt und in Singapur zwei Mal geklickt und in Taiwan zwei Mal geklickt usw. Marcus: (lacht) Sebastian: Das ist natürlich nicht so aufgeflogen, aber letzten Endes hat’s natürlich nichts gebracht, außer ein paar Cent und irgendwann bin ich dann trotzdem aus dem Index raus. Marcus: Mh mh. Sebastian: Ja, das war dann so der Einstieg und dann kamen so die ersten Ideen mit Services. Dann habe ich so ne Grafikoutsourcing Design gestartet. Also ich habe… das war einmal Logoerstellung und Bildbearbeitung und Clipping Path usw. Da habe ich Kunden in Deutschland gesucht und habe das ganze dann an Freenlancer in Indien weitergegeben.   Marcus: Mh, smart! Sebastian: Hat ne zeitlang gut funktioniert, bis dann die ganz großen Firmen da eingestiegen sind und das halt automatisiert angeboten haben. Marcus: Wie Fivrr zum Beispiel? Sebastian: Nein, also da gibt’s spezielle Clipping Path Anbieter und Bildbearbeitungsanbieter und so, also richtig große. Die haben dann ein paar hundert Angestellte usw. Marcus: Ah okay. Sebastian: Und das einfach nicht gut funktioniert. Marcus: Und wie hast Du den Kontakt zu den Freenlancern in Indien bekommen? Sebastian: Über Elance. Marcus: Ja. Sebastian: Ja. Also im Prinzip hat es so angefangen, dass ich selber irgendwie ein Logo gebraucht habe und festgestellt habe:Hey, da gibt es so ein Ding, wie Elance. Da sitzen Leute in Indien und die machen das total billig. Und da habe ich mir gedacht, naja, davon… also ich habe dann ein paar Leuten in Deutschland davon erzählt und niemand wusste davon, dass es das gibt. Und da dachte ich mir: Ja, wenn das keiner weiß, warum biete ich es dann nicht an und verkaufe es weiter nach Indien und nehme mir die Differenz. Marcus: Ja, ein typisches Geo Arbitraje Model ne. Ja, ich war auch total überrascht, wie einfach der Zugang war dann. Ich hatte davon auch schon immer gehört. So: Ja, es gibt Klickworker in Indien, die sind viel günstiger oder auf den Filis und die machen richtig gute Arbeit, können auch gut Englisch sprechen und als ich das dann das erste Mal auf Elance oder dann ODesk dann ausprobiert habe, war ich auch total geflasht und dachte “Das ist ja cool! Da sind ja echte Menschen und die arbeiten und die verstehen Dich und die liefern pünktlich ab. Die sind auch happy. “ Sebastian: Die machen richtig gute Arbeit. Marcus: Genau, die machen gute Arbeit und mit ein paar bin ich dann auch auf Skype ein bisschen tiefer ins Gespräch gekommen und sogar auch mal privat so ein bisschen gechattet und oftmals ist ja so der Vorwurf, man nutzt da irgendwelche Sachen aus in anderen Ländern, wo das Lohnniveau nicht so hoch ist. Aber ganz im Gegenteil. Dadurch, dass der so viele Jobs über mich bekommen hat, war der einer der reichsten da irgendwie im Ort am Ende des Tages und konnte seine ganze Familie davon ernähren und auch noch seinem Bruder Geld abgeben. Also man muss das immer im Verhältnis sehen. Sebastian: Genau, und ich finde das jetzt aus der Perspektive von jemandem, der jetzt halt in Asien lebt… Die Leute verdienen halt einfach weniger und Du kannst ja das Lohnniveau hier nicht mit dem Lohnniveau in Deutschland vergleichen. Und das ist kein Ausnutzen, wenn jemand einen guten Stundenlohn für etwas bekommt, an seinem Wohnort. Dann ist es ja kein Ausnutzen, sondern es ist eine Chance für den wirklich was zu machen und das ist natürlich schwierig für den Freelancer in Deutschland dann, der sich dann auf dieses Lohnniveau runter ziehen lassen muss. Marcus: Absolut. Sebastian: Für den ist es schwierig, aber das kein Ausnutzen von dem Inder oder Filipino, weil der wirklich gutes Geld verdient. Marcus: Ja und es ist einfach - so hart es dann auch für die Freelancer in Deutschland ist, die wahrscheinlich auch gute Arbeit machen und ihre Lebenshaltungskosten decken müssen, aber das ist dann der Preis der GLOBALisierung und des freien Marktes. Sebastian: Ja. Ich denke halt, als Freelancer in Deutschland musst Du halt dann einfach auf andere Marktbereiche gehen. Es gibt einfach bestimmte Sachen, die sind halt wirklich einfach zu machen und das macht mehr Sinn das an jemanden zu geben, der wenig verlangt und in Indien sitzt. Und es gibt andere Sachen, da brauchst Du halt ein bestimmtes Verständnis. Marcus: Ja. Sebastian: Ein kulturelles Verständnis und das gebe ich halt dann lieber jemanden, der in Deutschland sitzt, der genau weiß, was ich will. Marcus: Ja, also ehrlich gesagt bin ich dann auch irgendwann davon weg, als die Projekte noch professioneller wurden oder gerade jetzt, wo wir auch mit dem fetten DNX Brand arbeiten, haben wir jetzt ne feste Designerin, die Saskia, die sitzt in Hamburg. Und ja, die ist wahrscheinlich ein paar Cent teurer, als so jemand auf den Filis, aber dafür hat es… wie Du eben schon sagtest, gibt es keine kulturellen Überschneidungen oder die Briefings kann man halt einfacher loswerden an jemanden, der Dich auch versteht oder mitdenkt und irgendwie so mehr in Deiner Denke ist. Also es hat dann auch schon Vorteile und man muss selbst entscheiden, wieviel einem das dann Wert ist, zusätzlich zu zahlen, genau. Genau, wir waren jetzt bei Deinem Business bei dem Outsourcing Clipping Work. (beide lachen) Und wie ging’s dann weiter? Also ich find’s mega, mega spannend, wie Du vom Tauchlehrer über die ersten Schritte Online und jetzt bei dem Clipping Service bist. Sebastian: Also ich habe dann noch verschiedene andere Sachen. Ich habe so ein bisschen Import/Export und dann habe ich mal…. Marcus: Über welche Plattform ging Dein Import/Export? Sebastian: Ich habe ein bisschen über Ebay versucht, habe also… verschiedenes. Und dann letztlich war es so: Dann hat mein Vater, der ist eigentlich Arzt, aber hat dann angefangen Möbel und Kunsthandwerke und solche Sachen aus Thailand zu importieren und in Deutschland zu vertreiben. Und dann habe ich für ihn halt das ganze Sourcing gemacht in Chiang Mai und da bin ich ein bisschen halt da reingekommen, aber letzten Endes war es dann so, dass ich mich entschieden habe, aus Thailand wegzugehen und bei meinem Vater in der Firma einzusteigen. Marcus: Mh. In dieses Sourcing… in diese Import/Export Möbel Geschichte. Sebastian: Genau, weil er… also es war halt so, dass er halt hauptberuflich als Arzt mit eigener Praxis tätig war und so nebenbei versucht hat ein Business aufzubauen, was zeitmäßig relativ schwierig ist, wenn Du schon 60 Stunden als Arzt tätig bist. Marcus: Klar, wann war das? In welchem Jahr? Sebastian: Das war… also angefangen hat… ich glaube, das war so 2010 sowas, wo er da losgelegt hat und ich bin dann 2011, sind wir, zurück nach Deutschland. Ja so um den Dreh rum, genau. Marcus: Du sagst wir, da warst Du schon mit Deiner Frau zusammen, ne? Sebastian: Ja genau. Wir haben geheiratet 2009 und mein Sohn ist geboren 2010 und dann sind wir halt als Familie nochmal zurück nach Deutschland. Marcus: Mh, krasser Schritt oder? Sebastian: War extrem krass, weil es war halt so, dass… hier ging es halt jahrelang immer aufwärts. Also vom kleinen Tauchlehrer über … bin ins Management eingestiegen, im Hotel und dann Vertrieb und das ganze Herumfliegen, gutes Geld verdienen und ja, so ein bisschen durch Asien jetten. Also es ging halt immer nach oben und dann auf einmal aus Thailand mit Familie wieder zurück. Und nachdem ich meinen Job hier gekündigt hatte und die Tickets nach Deutschland gebucht waren, ist bei meinem Vater die Firma ausgebrannt. Das heißt, das Lager war komplett zerstört, alles war weg und wir sind genau in dieses Chaos halt reingekommen und das hat dann entsprechend nicht so funktioniert. Das hat dann dazu geführt, dass das arbeiten miteinander hatten, nicht funktioniert. Wir hatten unterschiedliche Vorstellungen, wie es dann weitergehen soll usw. Letztlich hat das dazu geführt, dass ich alles was ich angespart hatte, verloren habe, kein Geld verdient habe, wieder in mein altes Kinderzimmer musste, weil wir uns nichts anderes leisten konnten erstmal. Und dann gesagt habe “Ich muss daraus und wieder zurück nach Thailand”. Und das war dann … dann sind wir Anfang 2013 nach eineinhalb Jahren in Deutschland wieder zurück und als ich die Entscheidung getroffen habe, nach Thailand zurückzugehen, war halt auch der Gedanke so: Aber was mache ich dann, wenn ich zurückgehe? Weil alter Job war weg. Das Outsourcing Ding habe ich inzwischen aufgegeben gehabt usw. Und dann kam der Gedanke “Naja gut, womit kennst Du Dich wirklich aus?” Und das war nunmal alles, was mit Tourismus rund um Phuket zu tun hat und mir ist aufgefallen, dass es zu dem Zeitpunkt keine deutschsprachige Seite gibt, die sich ganz gezielt um Phuket kümmert. Also ne Destination Site speziell nur für Phuket und dort den Urlaubern ganz gezielte Tipps gibt und ähm dann habe ich gesagt: Okay, dann mache ich das. Ich baue so ne Seite auf und baue über dieses Seite, in der ich Informationen teile, baue ich mir ein Business auf und schaue einfach, was für Services werden dann gesucht und was kann ich anbieten? Und das habe ich dann Ende 2012 gestartet und Anfang 2013 sind wir dann zurück nach Thailand. Und dieses Phuket Wissen habe ich mir jetzt über die letzten drei Jahre aufgebaut. Und es sieht so aus… Ich habe halt den Phuket Blog. Das ist der größte deutschsprachige Phuket Blog und rund um den Blog gibt’s halt a) diverse Ebooks, das heißt Reiseführer. Dann habe ich einen Thailändisch-Onlinekurs, in dem man halt die Grundlagen der Thaisprache lernen kann von zu hause aus und ich biete die Buchung von Mietwagen und Ausflügen und Transfers usw. alles über eine Online-Plattform an. Marcus: Cool! Wie ist die URL von Deinem Phuket Blog? Sebastian: Phuketastic.com Marcus: Okay, verlinken wir auf jeden Fall in den Shownotes und muss sagen, ich selber fühle mich auch richtig wohl auf der Seite. Gerade weil ich jetzt überlege nach Phuket zu gehen, um da Muy Thai zu trainieren. Tiger Muy Thai oder in einem der anderen Camps, die wohl alle da auf der Straße verteilt sind. Sebastian: Genau, gleich bei mir um’s Eck ist eins. Marcus: Echt? Supercool! Dann sehen wir uns ja auf jeden Fall live. Und ähm, beispielsweise diese Autogeschichte… Du bringst denen dann Leads und hast mit ner lokalen Agency gepartnert oder wie läuft das? Sebastian: Genau, also zum Beispiel bei… im Prinzip ist es so, also bei Rollern zum Beispiel: ich habe ein paar eigene Roller gekauft und wenn die jetzt bei mir im Umkreis sind, dann stelle ich halt meine eigenen Mietroller zu. Ich mache das normalerweise ab sieben Tage Mindestmietdauer, weil sonst rentiert sich’s nicht, da jemanden hinzuschicken. Und wenn es weniger ist, dann gebe ich das einfach an diverse Agenturen ab. Das gleiche ist es beim Mietwagen. Bei Mietwagen ist es halt so, dass viele von denen… also klar, es gibt Hertz und Avis. Das habe ich einfach mit nem Affiliate Link versehen. Also, wer darüber buchen will, der kann das gerne machen, aber manche sagen: Wir wollen das von nem lokalen Anbieter haben und dann vermittle ich einfach die. Das gleiche ist mit Ausflügen. Du kannst halt Touren buchen nach Phi Phi Island oder James Bond oder was auch immer. Und da habe ich halt diverse Anbieter getestet und vermittle das über so ein lokales Reisebüro, das nem Bekannten von mir gehört. Das heißt die Leute buchen über meine Plattform und ich verteile es dann an die entsprechenden Leute.   Marcus: Mh, ich finde das ist auch wieder ein gutes Beispiel, wie man smart den Traffic, den man dann irgendwann generiert, dadurch dass man ne gute Seite hat und gute Inhalte liefert und gute Infos, den dann irgendwie zu monetarisieren, wie auch immer. Wie Du eben auch schon sagtest: Sei es durch Affiliate Links, die Du einbaust. Das ist dann ziemlich passiv oder direkte Deals, die Du dann lokal abschließt mit den Agenturen und denen dann die Leads bringst, oder Deinen eigenen Thai Sprachkurs, wahrscheinlich über Skype, oder? Sebastian: Nee nee, das ist ein Onlinekurs. Das ist ein Videokurs mit 12 Lektionen. Also der geht über 12 Wochen. Marcus: Cool. Sebastian: Ich habe das ursprünglich mal versucht mit den Skype-Lektionen, aber das Problem ist halt a) die Zeitzonen, was wir Eingangs hatten, ja? Ich muss das dann eigentlich immer nachts machen, weil die meisten Leute sind ja berufstätig. Das heißt, die machen das nach der Arbeit. Von daher müsste das halt bei immer irgendwie so um 22 Uhr frühestens… wäre das dann möglich. Und da hatte ich keine Lust. Und dann ist die Internetstabilität halt auch immer ein Problem. Und Du verdienst einfach pro Stunde nicht entsprechend. Also, es zahlt ja keiner mehr als 15 oder 20,00 Euro maximal die Stunde und dann ist es halt extrem schlecht skalierbar und da habe ich mir gesagt: Okay, dann bauen wir einfach nen Onlinekurs. Marcus: Ja, perfekt. Auf welcher Plattform hast Du den gebaut? Sebastian: Den habe ich über Wordpress mit DigiMember als Membership-Plugin und OptimizePress für die Kursinhalte. Und dann halt einfach die Videos sind bei Vimeo gehostet. Marcus: Jetzt wo Du das gerade erzählst und dem Hörer wahrscheinlich klarwird, wie umtriebig Du auch bist, was Du alles versucht hast und was Du gemacht hast und auch nachdem Du eben erwähnt hattest, dass irgendwie jeder von Deinen Kollegen, mit denen Du damals beim Tauchen zusammen abgehangen hast oder die Du da kennengelernt hast in Phuket, selbstständig gewesen ist und irgendein Business gemacht hat ne? Dazu hatte ich gestern auch noch ein spannendes Gespräch mit nem Professor, den Kontakt hattest Du ja sogar vermittelt, an der Bangkok University zusammen mit Felicia, dass die Selbstständigen oder die Unternehmer hier wie Helden behandelt werden und mit großem Respekt und mit großer Ehrfurcht angesehen werden, weil die sich was trauen und was machen. Und da ist mir nochmal klargeworden, wie was für ein trauriges Dasein eigentlich der Unternehmer in Deutschland führt. Und ähm… ich selber kenne das ja auch, wenn ich dann mal wieder in Berlin bin beim Fitnessstudio oder mit ein paar Leuten dann spreche und ins Gespräch komme “Was machste?” Dann sage ich “Ich bin selbstständig” und meistens ziemlich kompliziert zu erklären, was ich mache. Ich sage einfach ich erstelle Webseiten für Kunden oder mache irgendwas Online. Aber alleine da kriegste dann schon mitleidige Blicke und denkst so “Woah nee und krass und dieses Risiko. Wie kannst Du das aushalten und kannst Du noch nachts ruhig schlafen? Und es ist mehr so Mitleid, was einem in Deutschland entgegensteht, als irgendwie so “Cool, ist richtig geil, was Du machst! Wie kann ich Dir helfen?” Sebastian: Das stimmt. Ich glaube in Deutschland sitzt man halt einfach sehr, sehr gemütlich in seinem Angestelltenjob. Man mag ihn vielleicht nicht besonders, aber man sitzt halt einfach sehr gemütlich dadrin und man hat dieses Sicherheitsnetz und so. Das funktioniert alles und hier in Thailand ist es halt einfach so … also wenn Du Angestellter bist, der Großteil der Angestellten verdient halt wirklich nix. Marcus: Wieviel verdienen die so im Schnitt? Sebastian: Okay, das ist natürlich jetzt abhängig von der Region, aber ich meine, wenn man mal ganz unten nimmt. Jemand der nix großartig gelernt hat und irgendwo hier als Angestellter Kellner, also wirklich so die Leute, die man so im Alltag trifft im Supermarkt oder so, die verdienen vielleicht 250,00 Euro im Monat? Marcus: Ja. Sebastian: Und klar, dann gibt’s natürlich bessere Bürojobs und mittleres Management. Die verdienen dann auch ihre, irgendwo 600,00 Euro bis 1.000,00 Euro im Monat, was dann für hier schon okay ist, aber jemand, der halt wirklich … also die Selbstständigkeit ist hier einfach nochmal anders. Es hat nen anderen Stellenwert und die Leute, die hier wirklich etwas aufbauen, weil es jetzt natürlich auch wirtschaftlich anders da sind, und da haben sie nen anderen Stellenwert in der Gesellschaft. Marcus: Mh. Sebastian: Und was jetzt die Europäer angeht… hier ist es halt so… es gibt halt die einen, die nix auf die Reihe kriegen und die anderen, die die halt richtig Gas geben und sich Sachen aufbauen und entsprechend halt auch wirtschaftlich anders gestellt sind. Und auch die haben dann halt den anderen Status dadurch. Und es gibt ja kein Sicherheitsnetz. Also wenn mein Business morgen crashed, dann stehe ich halt auf der Straße, dann war’s das halt. Marcus: Ja. Sebastian: Also von daher: Es gibt nur die Richtung nach vorne und Gas geben und Sachen aufbauen. Marcus: Ja, das verkörperst Du ja total. Ich glaube neben der Website Phuketastic hast Du noch mehr Sachen mittlerweile aufgebaut oder hast Du zum Beispiel auch nen eigenen Podcast an den Start gebracht und hattest Du noch so ein Hochzeitsding laufen? Also immer, wenn ich irgendetwas von Dir gesehen habe oder an Dich gedacht habe, dachte ich “Boah, der Typ ist echt… Der ist umtriebig, der hat Feuer im Arsch, der macht, versucht und tut” und mir war so klar, irgendwann bist Du mal mega erfolgreich mit allen Sachen. Sebastian: Mh cool, dankeschön! Ja, ich meine, also bei dem Hochzeits Business, weil Du das jetzt ansprichst, es war so: Ein guter Freund von mir hat das aufgebaut über acht Jahre und hat dann aber gesagt, er will nicht mehr weiter machen und hat’s mir dann angeboten. Ich hab gesagt, das passt eigentlich ganz gut zu dem, was ich mache. Er hat sich bis dahin nur auf den englischsprachigen Markt konzentriert und ich habe gedacht, wenn ich das übernehme, dann kann ich halt über meine bestehende Plattform dann den deutschsprachigen Markt mit angehen. Und dann habe ich angefangen eben Hochzeiten mit anzubieten und das passt eigentlich ganz gut rein. Und ich denke, Du hattest es Eingangs gesagt im Prinzip, es geht darum, die Möglichkeiten, die sich Dir präsentieren einfach auch zu ergreifen. Und ich glaube, jeder hat extrem viele Möglichkeiten, Dinge zu tun. Es ist halt immer nur die Frage: Nutzt Du die Möglichkeit in dem Moment, wo sie sich Dir präsentiert? Und manchmal muss man vielleicht bestimmte Dinge einfach ausprobieren, um festzustellen, dass das nicht das richtige ist, sondern dass es nicht funktioniert. Aber wenn Du halt nie irgendwas ausprobierst, dann wirst Du auch nicht an den Punkt kommen, wo irgendwas funktionieren kann. Marcus: Genau, und genau aus dem Grunde hat sich das ja dann schon wieder gelohnt, das mal auszuprobieren. Zu testen und wenn es nur die Erkenntnis ist: Das ist absolut nichts für mich! Sebastian: Ja genau. Und zum Beispiel das Hochzeits Business, das ist jetzt nicht irgendwie so, das ist keine Erfüllung für mich, aber ich hab’s ausprobiert, weil ich wissen wollte, wie es ist. Ob das passt. Ich habe mein Investment lange wieder drin. Also von daher: Ich könnte morgen aufhören und hätte ne Erfahrung gewonnen. Mein Investment ist wieder da. Ich habe ein bisschen Geld damit gemacht und gut ist. Also von daher… voll okay. Marcus: Und Du bist jetzt an dem Punkt, dass die Seite Phuketastic Dein Haupthub ist quasi, wo der meiste Traffic ankommt, richtig? Sebastian: Ja genau, genau. Marcus: Und den monetarisierst Du dann über diese verschiedensten Arten, über die wir gerade gesprochen haben und hast jetzt aber vor ein paar Monaten noch nen eigenen Business Podcast gestartet. Sebastian: Genau! Ja im Prinzip war es so, es war schon lange so ein Wunsch von mir, ein bisschen meine Erfahrungen auch weiterzugeben und da habe ich erstmal den Blog gestartet. Wobei man dazu sagen muss, dass mir nie so wirklich klar war, was ich genau eigentlich für wen weitergeben will. Und ich habe immer gedacht: Okay, ich starte das Ding einfach mal und das wird sich im Laufe der Zeit schon heraus kristallisieren für wen ich da eigentlich was mitteilen kann. Und das ist halt auch so ein Ding einfach. Ich hatte den Wunsch das zu starten, ohne genau zu wissen wie und warum, aber ich wollte es einfach machen, also habe ich gesagt: Okay, einfach mal anfangen und es wird sich einfach zeigen, was passiert. Und ähm... Marcus: Ja, dann werd’ doch mal konkret an diesem Beispiel: Wie hast Du angefangen? Sebastian: Mit dem Blog oder mit dem Podcast? Marcus: Mit dem Podcast. Da war jetzt, da ist die Idee gereift, Du hattest Bock auf nen Podcast. Haben bestimmt auch viele, die jetzt mich verfolgen oder die anderen Podcaster und sagen: Boah, das wäre vielleicht noch was. Aber wissen wahrscheinlich nicht: Wo soll ich anfangen? Und fangen dann nie an. Sebastian: Genau und so war es auch bei mir. Ich habe das lange vor mir hergeschoben mit dem Podcast, weil ich habe dann immer wieder versucht zu recherchieren, wie funktioniert das eigentlich? Und es gibt gar nicht so wirklich konkrete Anleitungen wie es funktioniert. Jeder erzählt ein bisschen was. Und ich fand’s relativ kompliziert, obwohl ich jetzt doch schon ein paar Jahre online bin, aber ich fand es relativ kompliziert und hab’s dann immer wieder vor mir hergeschoben. Und dann habe ich gesagt: Okay, bis zum Ende des Jahres will ich das Ding einfach starten und 20 Folgen produzieren. Das war so Mitte des Jahres. Und dann habe ich mir einfach gesagt: Okay, die erste Folge geht am 15. September Online und dann habe ich angefangen Leute anzuschreiben und in dem Moment, wo ich die ersten Interview-Gäste, die dann zugesagt hatten, hatte, gab’s letztlich auch kein zurück mehr, weil Du kannst dann nicht sagen: Okay, jetzt habe ich ein Interview mit fünf Leuten geführt und dann lässt Du es wieder einschlafen. Also von daher, war die Strategie einfach zu sagen: Okay, ich setze mir jetzt ne Deadline. Ich mache mir den sozialen Druck, indem ich die Interviews schonmal terminiere. Marcus: Ja. Sebastian: Und dann kann ich nicht mehr zurück und dann muss ich alles andere irgendwie herausfinden, wie es funktioniert. Und genauso war es dann auch. Ja, also dann habe ich halt herausgefunden, was brauche ich an Equipment, was brauche ich an Technik und wie nehme ich auf? Wie schneide ich das? usw. Und ich würde jetzt nicht sagen, dass es hochprofessionell ist. Ich meine in Deinem Fall, Du sourced es ja out, ja? Du machst ja das Schneiden nicht selbst. Marcus: Ja genau, aber ich musste mich natürlich auch komplett reinfuchsen, um dann nachzudenken über den Workflow. Sebastian: Genau. Und es ist halt einfach nochmal was neues, aber dieser Druck von außen ist extrem hilfreich. Also finde ich. Ich brauche halt Druck von außen. Ich weiß zwar, was ich will grundsätzlich, aber es dann umzusetzen, finde ich immer sehr hilfreich einfach zu wissen, da ist irgendjemand. Also zumindest ein gewisser sozialer Druck dahinter. Marcus: Genau, das schafft irgendwie Verbindlichkeit und… Sebastian: Genau und das zweite war: Ich habe gesagt, wenn ich’s mache, dann verpflichte ich mich auch wirklich eine Folge pro Woche rauszubringen und entsprechend musste ich halt jetzt auch dafür sorgen, dass die Interviews gescheduled werden. Dass die tatsächlich stattfinden usw. Und bisher habe ich auch noch keine Folge ausgelassen. Also jetzt sind wir bei Folge 10 und ja… Soweit schaut’s so aus, dass alles funktioniert und bis zum Jahresende ich auf meine 20 Folgen komme. Marcus: Hm Cool! Und was war letztendlich Deine wichtigste Ressource auf dem Weg? Gerade dieses ganze technische Know how anzueignen für den Podcast? Sebastian: Also ich habe einmal, es gibt auf Smart Passive Income von Pat Flynn, der hat ne relativ ausführliche Videoanleitung auf Englisch. Also den habe ich mir angeschaut. Und dann gibt’s natürlich von Podcast-Helden auf Deutsch gute Ressourcen von Gordon Schönwälder. Christian Gursky hat auch auf seinem Blog ein bisschen was drüber geschrieben. Ich habe mir dann einfach so die diversen vorhandenen Ressourcen angeschaut und einfach dann ausprobiert, was funktioniert und was nicht. Marcus: Hm perfekt. So hab ich’s ja auch gemacht. Also ich glaube die erste Ressource war auch von Pat Flynn, was ja ziemlich ausführlich ist und dann sogar noch mit Videos, um überhaupt ein Gefühl dafür zu kriegen, wie funktioniert das alles? Ein paar Sachen waren ein ganz bisschen veraltet glaube ich so ... Sebastian: Genau, mit dem Burberry Plugin. Das brauchst Du gar nicht mehr. Ich hab’s einfach so direkt auf Lipsyn gehostet  um das mit dem Plugin zu machen. Marcus: Ja, oder die Mediahoster. Ich weiß gar nicht, ob da zum Beispiel schon Soundcloud mit bei war. Ich habe mich für Soundcloud entschieden. Aber das ist ein super guter Einstieg. Und dann, wenn Du glaube ich dann vielleicht auf Deutsch noch etwas haben willst, bietet der Gordon mittlerweile richtig gute Ressourcen und Kurse an. Und Deine Drittressource war auch jemand aus Deutschland? Sebastian: Ja, Christian Gursky. Der macht so Sachen. Der ist halt auch ein Podcaster und hat auch diverse kostenlose Inhalte dazu. Er hat aber glaube ich auch nen Kurs. Marcus: Cool! Die verlinken wir auf jeden Fall alle in den Shownotes. Aber ich glaube, das ist jetzt auch mal eine ganz gute Case Study für andere, wie geht man so’n Ding an? Was passiert da im Kopf? Du hast auch gesagt, Du hast es dann immer wieder herausgeschoben, genau so wie bei mir. (beide grinsen) Sebastian: Ja. Marcus: Wobei man ja denken müsste, wir müssten es mittlerweile eigentlich auch besser wissen, aber da kann sich keiner von freimachen, dass man dann doch manchmal doch wieder intuitiv eher davon wegläuft. Sebastian: Und ich glaube, es ist halt auch so ein riesen Berg von neuen Aufgaben irgendwie. Und ich habe das in meinem Kopf halt riesen groß gemacht. Da habe ich mir überlegt: Okay, also erstmal brauchst Du Equipment, dann musste schneiden, dann brauchste ein Tonbearbeitungsprogramm, dann musst Du das Ding aufnehmen können. Dann musst Du es irgendwo hosten. Wie hostet man das überhaupt? Dann brauchst’n Logo dafür usw. Also ich habe mir ungefähr 1000 Einzelschritte überlegt, was man alles braucht und dann wurde es halt einfach so ein riesen Ding. Aber ich glaube, unter’m Strich sagst Du: Okay, Du musst es aufnehmen, irgendwie schneiden und dann muss es irgendwie Online. Das sind eigentlich nur drei Sachen, die Du dafür brauchst. Dadurch wird’s dann deutlich kleiner. Marcus: Genau, also ich glaube der Trick ist, dieses riesen Projekt oder Apparat oder die Vision, die man im Kopf hat, dann in viele kleine Einzelteile zu zerlegen. Sebastian: Ja, genau. Und dann einfach abzuarbeiten und einfach mal… ich glaube auch, oftmals hält halt die Vorstellung von Perfektion einen auf. Du hörst nen Podcast, die sind perfekt produziert mit nem super Intro und nem Outro und Übergängen und die Sprachqualität ist top usw. Und Du willst es dann genau so machen, anstelle einfach mal loszulegen. Marcus: Aha, okay. Ich habe mich da auch so unter Druck gesetzt und dachte so: “Nee, das muss das perfekte Produkt sein” und “Scheiße, irgendwie die erste Folge war doch nicht so cool und Du hast so viele Stotterer drin, so viel Äähhs und fängst jetzt an zu schneiden”. Sebastian: Genau und auch ja… Oder da ein Rauschen drin zu haben oder es ist zu leise oder zu laut. Aber letzten Endes, was soll’s? Ich meine, Du bist ja nicht… Du machst ja keine perfekte Radioshow. Klar, es soll schon einigermaßen gut sein, aber perfekt wird’s sowieso nie. Marcus: Nee, nie. Und ich glaube, das lieben die Leute auch, die Authentizität dann am Ende des Tages. Sebastian: Genau, das ist wichtig. Marcus: und nicht perfekt ist. Und ganz wichtig ist glaube ich auch, der Pat Flynn - ich weiß nicht, ob Du das gefunden hast - hat dann auch mal so ne Hörpröbe von seiner allerersten Aufnahme irgendwo eingestellt und das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Und das macht einen dann auch selber wieder Mut. Sebastian: Genau oder bei John Lee Dumas von Entrepreneurs On Fire. Ich habe mir dann, bevor ich losgelegt habe, auch mal seine ersten Folgen angehört. Und es ist extrem monoton, langweilig. Und er sagt es selbst auch immer in seinen eigenen Podcasts, dass er schlecht war, in dem was er getan hat. Und ich glaube, man muss einfach akzeptieren können, dass man am Anfang schlecht ist und über die Zeit besser werden kann. Es ist ein Mindshift. Du musst es einfach zulassen, dass Du anfangs nicht gut bist und es vielleicht schlecht machst. Dann ist es halt so. Marcus: Ja, in Deinen Augen. Sebastian: Ja, in Deinen Augen, genau. Weil für jemand, der noch nie irgendwas produziert hat, bist Du… kannst Du wahrscheinlich trotzdem ein Vorbild sein. Marcus: Es ist halt immer… genau… immer so das Verhältnis wo Du stehst oder was Dein Anspruch ist. Sebastian: Ja genau. Marcus: Und Du bist in dem Moment, in dem Du Deine erste Folge aufnimmst eh ja schon viel weiter, als wahrscheinlich 99% der Leute, die gerne mal ne Folge aufnehmen würden. Sebastian: Ja genau. Und Du kannst ja auch eine Solo-Folge, die kannst Du ja auch mal produzieren, ohne dass es irgendjemand hört. Marcus: Mmh, ja. Oder ich habe aus Spaß mit Feli glaube ich mal eine aufgenommen. Einfach mal hier auf GarageBand ohne das dann live gehen zu lassen, einfach mal, um so ein Gefühl dafür zu kriegen. Was passiert da eigentlich? Und das ist natürlich schrecklich, wenn Du das erste Mal Deine eigene Stimme hörst. Hast Du vielleicht früher auch schon mal auf dem Kassettenrekorder oder so. Die meisten, die können das nicht ertragen, aber ganz ehrlich: Man gewöhnt sich dran, oder? Sebastian: Ja und man gewöhnt sich dran… ich weiß nicht, also ich finde jetzt meine Stimme inzwischen gar nicht mehr so schlimm und ich habe lustigerweise… mein erstes Interview war mit Tim von Earthcity... Marcus: Meins auch! (beide lachen) Tim muss immer herhalten! Sebastian: Genau, Versuchspuppe (grinst) Und bei mir war das so, weil ich halt bei ihm auf dem Podcast… Das war mein erstes Podcast-Interview für das ich eingeladen wurde. Und ich glaube, es auch der erste deutsche Podcast, den ich gehört habe und deswegen habe ich gesagt: Okay, dann lade ich ihn auch ein. Marcus: Mh. Sebastian: Und er hat gemeint, er findet, ich hätte eine gute Podcast-Stimme. Da dachte ich: Okay, wenn das schonmal einer sagt, dann, so schlimm kann’s nicht sein und dann habe ich auch auf iTunes ein oder zweimal gesagt bekommen in Rezensionen, ich hätte ne gute Podcast-Stimme. Und wenn es drei Leute sagen, dann kann die Stimme gar nicht so extrem schlimm sein. Marcus: Nee. Sebastian: Selbst kann man es natürlich nie beurteilen, aber ja. Es ist immer schön, wenn jemand anderes dann Dinge, die Du selbst furchtbar findest als gar nicht so schlimm ansieht. Marcus: Mh cool! Das ist ein gutes Beispiel, wie man Sachen angeht. Was mich jetzt noch interessieren würde wäre: Hast Du eine tägliche Routine? Oder noch genauer: Hast Du ne bestimmte Morgenroutine? Sebastian: Ja, also bei Morgenroutine muss ich sagen, dass ich grundsätzlich kein Morgenmensch bin. Aber ich gemerkt habe, dass immer, wenn ich Phasen hatte, wo ich wirklich ne tägliche Morgenroutine hatte über Wochen, dass es mir deutlich besser ging. Also mental, Produktivität usw. Auch von der Ausgeglichenheit her und ich aber trotzdem immer wieder Schwierigkeiten habe, die über lange Zeit aufrechtzuerhalten. Und momentan bin ich wieder dabei eine aufzubauen. Ich hab’s ne Zeit lang gemacht wirklich mit vor 6.00 Uhr aufstehen, aber das ist mir einfach zu früh. Da fehlt mir dann… das schaff’ ich nicht. Momentan ist es so 7.00 Uhr aufstehen und mein Fixpunkt dabei ist, dass ich meinen Sohn gegen 8.45 Uhr fahre jeden Tag. Also das muss ich einfach… das ist sehr wichtig. Hab ich ihm versprochen, dass ich ihn immer bringe. Also von daher, das ist Teil der Morgenroutine. Also ich stehe 7.00 Uhr auf, mache jetzt momentan mit der 7 Minuten Workout App, die Du mir empfohlen hast. Marcus: Mh, das funktioniert? Sebastian: Ja, das ist super! Also ich mache den sehr gerne und es ist halt 7,5 Minuten ist halt ein schöner, knackiger Start irgendwie. Dann ganz wichtig, ich mache jeden Morgen das Bett, weil Du kennst es ja auch. Haben wir auch schonmal, glaube ich, drüber geredet. Marcus: Ja, aber erklär’ mal. Sebastian: Und zwar einfach, dass wenn Du morgens Dein Bett machst, ist es halt so der erste Win am Morgen. Bei mir ist es so, ich bin grundsätzlich ein sehr chaotischer Mensch und ich weiß halt, dass wenn ich diesen Step mache und das Schlafzimmer ordentlich hinterlasse, dann gibt es mir so einen geordneten Einstieg in den Tag irgendwie. Ich weiß halt, wenn ich in das Zimmer reinkomme, ich fühl’ mich einfach besser, es nicht unordentlich zu sehen. Und es ist ähnlich wie abends, dass ich halt einfach nochmal bevor ich ins Bett gehe, ne kleine Runde drehe und einfach die Sachen kurz aufräume. Alles irgendwie… dass ich weiß, wenn ich morgens ins Zimmer komme, an meinen Schreibtisch oder ins Wohnzimmer oder wie auch immer, dann weiß ich, dass alles irgendwie schön aufgeräumt ist und ich fühle mich einfach wohler dabei. Das hilft mir dann produktiver zu sein. Und gut, ansonsten, nachdem ich meinen Sohn in den Kindergarten gebracht habe, mache ich das normalerweise auf dem Rückweg, da höre ich immer Podcasts und höre den dann weiter, mache mir dann nen Kaffee, setz’ mich dann auf die Terrasse, höre den Podcast zu Ende, das sind dann meistens so 15, 20 Minuten, trinke dabei meinen Kaffee und danach gehe ich dann an die Arbeit. Das ist so meistens die Morgenroutine. Das heißt so, ich bin so gegen 9, kurz nach 9 Uhr und bis ich dann mit Kaffee fertig bin, ist es meistens so 9.15 Uhr oder 9.20 Uhr und dann kann ich gestärkt mit Kaffee und allen aus dem Haus, kann ich dann anfangen zu arbeiten. Marcus: Mh, ich glaube, was ein ganz wichtiger Hack, ist dieses Belohnungssystem und aufgeräumt zu sein, oder? Ich liebe es auch zum Beispiel jetzt gerade sitze ich hier an dem Schreibtisch und nehme mit Dir den Podcast auf und habe nur den Rechner und das Mikro vor mir. Und alles andere besitze ich entweder gar nicht oder hab’s irgendwo anders hingelegt oder ist gar nicht im Blickfeld. Also ich liebe es minimalistisch zu sein und die Sachen echt Straight to the Point und sehr plain, sei es jetzt Hardware Devices, wie meinen Rechner und die anderen Tools, die man braucht, aber auch ansonsten allen möglichen anderen Ballast im Leben. Sebastian: Vielleicht zu dem Minimalismus noch ganz kurz: Jetzt ist’s ja bei mir nochmal ein bisschen anders, weil ich mit Familie und natürlich festem Wohnsitz einfach nochmal anders ausgestattet bin, als ihr, die halt wirklich nur mit sehr, sehr wenig Sachen um die Welt fliegt. Vielleicht gibt’s ja den einen oder anderen, der auch noch einen festen Wohnsitz hat. Marcus: (grinst) Bestimmt viele. Man muss auch immer sagen: Also, ganz kurz, um nochmal einzuhaken, weil es ja auch immer wieder kommt. Wir wollen ja auch niemanden missionieren und irgendwie sind da auf nem Weg, Leute überzeugen zu wollen, dass das der einzig wahre Lifestyle ist und man so extrem leben muss, wie wir. Wir zeigen einfach nur, was möglich sein kann. Wir wissen ganz genau, dass wir da auch ziemlich extrem sind und die Speerspitze sind, aber ich glaube, das muss man auch so ein bisschen, wenn man so ne exponierte Stellung haben will. Aber das heißt jetzt auf keinen Fall, dass das für jeden genau das richtige ist. Wahrscheinlich ist so ein Mittelweg am gesündesten. Sebastian: Genau. Bei mir ist es halt so: Ich möchte jetzt dieses ewige Reisen zum Beispiel gar nicht. Und ich bin ganz froh, dass ich nen festen Wohnsitz habe, aber ich weiß halt genau, dass wenn ich jetzt morgen entschließen würde für die nächsten drei Monate irgendwo anders hinzugehen, dann könnte ich mein Business halt trotzdem mitnehmen. Also für mich ist es einfach die geistige Freiheit zu wissen, ich kann jederzeit woanders hingehen, aber ich muss es nicht. Und jetzt in Bezug auf den Minimalismus: Also ich besitze jede Menge Sachen. Ich habe auch ein Auto usw., aber ich sorge halt trotzdem dafür, dass ich zu viel Ballast einfach abschmeiße. Also wenn ich halt merke, dass irgendwie … also ich mache das häufig, dass ich einfach Sachen entweder verkaufe oder verschenke oder wegschmeiße einfach, um Sachen rauszukriegen, die ich nicht wirklich brauche. Und es geht mir einfach deutlich besser, jedes Mal, wenn halt Sachen weggehen, geht’s mir deutlich besser. Und von daher, ich denke mir, Minimalismus muss nicht sein, dass Du nur noch 20 Gegenstände hast und eine Unterhose, die Du irgendwie jeden Tag irgendwie im Waschbecken auswäscht... Marcus: Besser nicht… (beide lachen) Sebastian: … sondern ich glaube, es geht einfach um ein bewussteres Leben damit. Einfach zu sagen: Okay, was sind Dinge, die ich wirklich brauche, die mir was bedeuten und die auch nen praktischen Nutzen haben und alles andere halt nach und nach zu reduzieren. Marcus: Ja, und spannender Punkt ist auch, was Du eben sagtest: Auch das Entschlacken und das Freimachen, kann einen total belohnen. Viele kennen es wahrscheinlich jetzt, die es vorher noch nie gemacht haben, eher so: Ich kaufe mir neue Schuhe, ich kaufe mir ein Kleid, ein T-Shirt, whatever und habe dann kurz diesen Trigger, dass ich mich belohnt fühle, aber nach ner Woche ist das neue iPhone irgendwie auch nicht mehr so spannend. Aber das kann auf der anderen Seite genau so viel Spaß machen, wenn man weiß “Boah jetzt geil! Ich habe den Schrank wieder freigeräumt und die sind jetzt erstmal aus meinem Kopf die Sachen”. Sebastian: Mh, und es ist ja auch so, dass speziell wenn Du eigenen Wohnraum hast, je mehr freien Platz Du zur Verfügung hast, umso größer die Tendenz diesen freien Platz mit irgendwas zu füllen, normalerweise.   Marcus: Ja. Sebastian: Und dem muss man halt sich irgendwie so ein bisschen widersetzen und einfach schauen, dass…. Marcus: Ja, und es ist echt nicht easy, ne? Viele unterschätzen das und denken so “Ah okay, wenn ich will, kann ich von heute auf morgen alles wegschmeißen”. Ey, selbst wir Hardcore-Minimalisten haben glaube ich vier Anläufe oder so gebraucht und sind dann mit den ganzen Klamotten immer wieder zum Trödelmarkt gefahren, zum Flohmarkt, zum Roten Kreuz, haben was abholen lassen von der Caritas. Und immer wenn Du denkst so “Ey, das ist es jetzt, geil! Wir sind jetzt hier irgendwie mehr oder weniger auf Null” und wenn dann noch ne Reise dazwischen ist und Du kommst zurück und Du hast nur den Backpack dabei gehabt, dann denkst Du “Boah scheiße, das haben wir ja auch noch alles und das habe ich Null vermisst” und dann fängst Du wieder von neu an. Sebastian: Ja. Bei mir ist jetzt gerade die Verbindung… es ist jetzt wieder schlecht bei mir. Weiß nicht, ob Du mich normal hörst, aber Du bist abgehackt. Marcus: Ich höre Dich jetzt noch normal, sonst versuchen wir mal weiter, weil ich nehme ja hier beide Tonspuren auf… Hörst Du mich noch? Sebastian: Ich höre Dich, aber es ist abgehackt. Also wenn es auf Deiner Seite passt, dann hast Du ja wahrscheinlich die Aufnahme richtig. Marcus: Ja bei mir passt es. Dann kriegen die Hörer jetzt auch mal mit, was manchmal so für technische Hakeleien laufen können, gerade wenn man die Podcast Interviews dann über Skype aufnimmt, aber es ist irgendwie alles machbar. Ach ich glaube, ich weiß woran es liegt. Ich synchronisiere nämlich gerade parallel über Dropbox den ersten Teil der Aufnahme, die wir eben gemacht haben. Das hat jetzt mal auf Pause gemacht. (beide lachen) Auch ein guter Hack, wenn man mal wieder mehr Bandbreite braucht. Die ganzen Synchroniserungen…. Okay, so viel zu Deinen Morgenroutinen. Und genau, noch ein Punkt, der mir dazu eingefallen ist: Es muss nicht immer Reisen sein, sondern das ist glaube ich echt ein super Beispiel: Du nimmst dann diese Unternehmerische Freiheit und die freie Zeit, die Du dadurch gewinnst dazu, um Dein Kind zum Kindergarten zu bringen und abzuholen. Sebastian: Ja genau, also ich habe einfach für mich gesagt, für mich ist halt meine Familie extrem wichtig. Ich habe meinem Sohn versprochen, dass ich ihn jeden Tag zum Kindergarten bringe und abhole. Ja gut, ab und zu geht’s halt einfach nicht, weil ich irgendwie nen Termin habe, aber ich versuche wirklich jeden Termin, den ich nehmen muss so zu legen, dass er nicht in diesen Zeitraum passt. Das heißt zum Beispiel Podcast Interviews, die gibt’s halt grundsätzlich nur vorher oder nachher. Andere Treffen auch. Das ist einfach für mich ganz wichtig, dass ich dieses Versprechen ihm gegenüber einhalte. Und ich organisiere halt meinen Tag so außen herum und der Kindergarten hat halt, wie jetzt letzte Woche zum Beispiel bei Halloween, dann ist da halt so ein Halloween-Umzug und da bin ich halt auf jeden Fall mit dabei. Also ich kann halt einfach ganz spontan, jederzeit sagen, ich gehe halt in den Kindergarten oder wenn er krank ist, dann bleibe ich halt zu hause und bin halt einfach zu hause und ich arbeite dann halt nicht. Und von daher, ich habe die Freiheit mich um die Familie zu kümmern, wenn’s halt sein muss und das ist für mich eigentlich das wichtigste dabei. Marcus: Okay Sebastian, was ist Deine größte Schwäche und worin willst Du besser werden? Sebastian: Ich denke, die größte Schwäche sind letztlich zwei Sachen, die miteinander zu tun haben. Es ist auf jeden Fall Fokus und Prokrastination. Und die haben denke ich miteinander zu tun. Mir fällt’s durchaus schwer, weil ich halt viele verschiedene Sachen mache. Einfach den Fokus zu finden, worauf ich mich wann, wie, wo fokussieren muss. Oftmals sind’s halt einfach so viele einzelne Aufgaben, die man tun könnte oder auch tun müsste…. Marcus: oder würde… Sebastian: ...oder würde, genau. Und ähm, dann neue Ideen, die man gerne umsetzen möchte. Marcus: Ja, das ist dieses SOS-Syndrom ne? Sebastian: Ja genau. Shiny Objects Syndrom, ja. Und dann ist es halt einfach schwer. Womit fange ich an? Und manchmal geht’s mir halt dann einfach so, dass es so viele Sachen sind, dass ich letzten Endes dann gar nichts mache. Oder extrem lange brauche bis ich dann mit den einzelnen Sachen anfange. Und das heißt, wo ich auf jeden Fall gerne besser werden würde, wäre zu sagen: Einfach noch klarer zu wissen, was sind die Dinge, auf die ich mich fokussieren muss? Und dann alles andere mehr und mehr abzugeben, sodass ich halt meine Zeit wirklich fokussiert auf die Dinge verwenden kann, die wichtig sind, um mich dann eben auch ablenkungsfrei auf diese Sachen stürzen zu können. Marcus: Mh, ganz ehrlich: Also mir geht’s genau so. Nach wie vor. Auch wenn ich so viel dazu jetzt gelesen habe und probiert habe und Tools nutze. Es passiert immer wieder, dass ich auf Facebook gehe und irgendwas schedulen will oder businessmäßig plane oder loswerden will oder recherchieren will und dann mich total drin verliere und am Ende sogar gar nicht mehr weiß, warum ich überhaupt auf Facebook gegangen bin. Sebastian: Ja, und ich glaube es geht jedem so. Also es gibt wahrscheinlich niemand.... ich meine Du bist jetzt jemand, der wirklich sich mit Produktivität und Hackz usw. auseinandersetzt, und selbst Dir geht’s so. Marcus: Ja. Sebastian: Von daher, man sollte sich glaube ich einfach auch eingestehen, dass es normal ist. Und auch mal… ich glaube man darf sich auch mal die Phasen eingestehen, wo man mal nicht so produktiv ist. Das gehört glaube ich auch dazu. Marcus: Ja, und irgendwann, ich glaube vor einem Jahr, habe ich mich so sehr über mich selber geärgert und über Facebook gleich gesagt habe “Ey Leute, dieser Algorhythmus, der funktioniert einfach. Ich kauf’ mir jetzt ne Facebook Aktie” (beide lachen) Und immer, wenn ich mich das nächste Mal darüber Ärger, dass ich auf Facebook gewesen bin, freue ich mich, dass die noch ein bisschen mehr Verweildauer durch mich kriegt und eventuell dadurch der Börsenwert von dem Unternehmen steigt. Sebastian: Haste Dir ne Aktie gekauft? Marcus: Ja ja habe ich. Sebastian: Ja? Okay. Marcus: Ja, ich hatte auch voll Schwein damals. Da war die noch mega günstig zu haben. Irgendwie 35,00 Euro. Jetzt ist die bei fast 100,00 Euro oder so. Also fast verdreifacht. Hätte ich mal ein bisschen mehr Mut gehabt, ein bisschen mehr investiert, aber dieses Hätte, Wenn und Aber… Da lasse ich lieber mal die Hände von, von der Börse. Aber ich hab ja nur eine irgendwie erstmal reingelegt ins Portfolio, um mich nicht mehr ständig über mich selbst zu ärgern oder wenn andere dann darüber reden, wieviel Zeit sie auf Facebook verbringen. Da denke ich: Ja okay, ist ja ganz cool. (beide grinsen) Gut, ich denke mal, das war ein guter Rundumschlag von dem, was Du alles so machst, was Du für ein Typ bist, was Du für einen Background hast. Mega spannend! Ähm, allerletzte Frage noch: Sebastian: Okay. Marcus: Wenn Du merkst, Du bist am Rechner und hast aber das Gefühl, Du kommst nicht weiter… Es geht nicht voran und Du bist einfach leer im Kopf. Ich verpasse da leider nach wie vor immernoch den Zeitpunkt zu sagen: Okay, heute geht nix mehr, ich klapp’ jetzt den Rechner zu und geh’ raus und mach Sport oder irgendwas. Wie gehst Du damit um? Hast Du da irgendeinen Trick? Was machst Du, wenn Du nicht weiterkommst? Sebastian: Ah puhh, schwer. Also ja, ich kenne die Situation gut, wo … ja genau, wo Du einfach merkst, Du sitzt zwar jetzt da und solltest Du, aber eigentlich hatt’s überhaupt keinen Sinn da irgendwas weiter zu machen. Also ich kenne das dann schon. Dann werden dann doch mal Stunden vertrödelt irgendwie mit Youtube Videos gucken usw. Aber wenn’s mir bewusst wird und ich glaube darum geht’s ja, sich das bewusst zu machen, was nicht immer funktioniert, aber wenn’s mir bewusst wird, dann mache ich auch den Computer einfach zu und gehe dann mal raus und gehe die Stunde irgendwie laufen oder mache ein bisschen Sport. Oder ja… ich habe zum Beispiel hier fünf Minuten von hier, also bei uns im Wohnviertel, gibt’s nen Swimming Pool. Ich kann da zum Schwimmen gehen und da kann ich meine Bahnen ziehen. Also ich mache das dann schon, dass ich rausgehe. Oder ich setze mich einfach auf den Roller und dreh’ ne Runde und fahre ein bisschen rum. Marcus: Geil! Roller fahren ist cool in Thailand! Sebastian: Ja, auf jeden Fall. Und sehr entspannend auch, da kommt Fahrtwind rein und vor allem, Du kriegst jede Menge Sauerstoff und dann ja… Wenn ich wieder zurückkomme, dann läuft’s auch normalerweise wieder. Aber ich glaube das wichtigste dabei ist, dass man sich bewusst wird, wenn so eine Phase kommt und sich dann auch eingesteht, dass es jetzt einfach besser wäre, mal zuzumachen und nicht sich zu zwingen, weiterzumachen, weil’s sowieso nix bringt. Marcus: Okay perfekt. Super Schlusswort! Ich freue mich schon. Müssen wir sehen, ob wir es schon Anfang nächsten Jahres hinkriegen, wenn ich nach Phuket komme und wir uns auf jeden Fall dann treffen? Sebastian: Ja, ansonsten auf der DNX GLOBAL, nehme ich an. Marcus: Auf der DNX GLOBAL, genau. Da gibt’s auch News zu. Wir haben gestern die geilste Location ever gefunden, haben das direkt fix gemacht. 1. März, der Termin steht und wir sind im Aksra Theatre Center und ja… Alle Infos dann über die bekannten Websites, aber das wird richtig Fett. Du bist eingeladen, wenn Du kommst. Sebastian: Ja, ich bin auf jeden Fall da. Ist ja nicht soweit von mir. Gute Stunde Flug und da bin ich! Marcus: Ja cool! Danke für Deine Zeit! Sebastian: Okay, danke Dir! Marcus:  Und bis bald! Sebastian: Okay, bis bald, ciao. Marcus: Ciao.   Yo yo, das ist dann doch wieder eine etwas längere Folge geworden. Ich glaube knapp ne Stunde oder so. Eigentlich wollte ich jetzt mal versuchen, ein bisschen knackiger zu werden und nur noch ne halbe Stunde oder 40 Minuten mit meinen Gästen zu reden, aber wenn’s so spannend ist, dann will ich auch nicht aufhören. Dann will ich lieber noch mehr bohren und noch mehr Infos für euch daraus holen. Ich hoffe, euch hat die Folge gefallen. Wenn ja, gebt mir ne Rezension und Bewertung auf iTunes ab oder bzw. zusätzlich auch ganz gerne: Schreibt mir ne Mail an marcus@lifehackz.de wen ich vielleicht mal auf die Show holen sollte, was euch gefällt, was euch nicht so gut gefällt. Und wenn ihr sagt, das ist cooler Stuff, den Marcus macht und das würde ich gerne irgendwie unterstützen, dann haben wir immer noch unsere Charity Aktion für Straßenkinder in Salvador laufen, weil in zwei Wochen, glaube ich… Genau in zwei Wochen geht es auf die Cruise von Gran Canaria nach Brasilien und Feli und ich haben dazu eine Charity Aktion gestartet. Alle Infos zu dieser Aktion unter www.lifehackz.de/charity. Vielen Dank, Peace and Out! [/su_spoiler]

[/su_accordion] Sebastian Prestele    

Oct 30, 2015

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Interview mit Felicia Hargarten von Travelicia & DNX

Yo Leute, herzliche Willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ - Deiner Show zu den Themen ortsunabhängiges Arbeiten, digitale Nomaden, persönliches Wachstum. Heute Moneymindset und sonst auch Sport, gesunde Ernährung, alles was zu nem guten und gesunden Lifestyle dazu gehört. Dieses Mal live aus Bangkok. Wir sind vor zwei Tagen hier angekommen und waren vorher in Hongkong, wo alles nochmal ne Stufe überdimensionierter ist. Riesen Leuchtreklamen. Die ganze Stadt ist nachts hell. Man weiß gar nicht, ob’s morgens, abends, mittags, nachts, links, rechts, vorne, hinten ist. Trotzdem hat es mir echt richtig gut gefallen in Hongkong und ich glaube, es war nicht der letzte Besuch in dieser coolen, geilen Metropole und dem Tor nach Asien. Ja, jetzt sind wir hier in Bangkok im Airbnb, 27. Stock mit Blick über die Stadt. Ich muss sagen, da haben wir richtig, richtig viel Schwein gehabt hier so ne coole Butze zu finden und heute habe ich meine Freundin, Felicia Hargarten vor’s Mikro geholt, weil Feli hat bei mir im Leben die Finanzen auf Vordermann gebracht. Ich war vorher so ein typischer Typ, der … typischer Typ… genau… der nie genug Geld hatte, egal, wieviel Geld ich verdient habe, habe ich immer soviel ausgegeben, dass am Ende nicht viel übrig geblieben ist. Bis Feli in mein Leben gekommen ist und ja, wie man auch in so einen Mindset kommen kann und was für Tips es gibt, um seine Finanzen besser im Griff zu haben, darüber habe ich mit ihr hier auf der Couch auf der Airbnb Wohnung gesprochen. Viel Spaß! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie du deine Finanzen mit einfach Maßnahmen in den Griff bekommst.
  2. Wo du schon im Alltag mit kleinen Änderungen viel sparen kannst.
  3. Wie du auf Reisen sparen kannst und wo du günstige Flüge findest.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

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SHOWNOTES

Travelicia

Travelicia Ebook "Besser Sparen, mehr Reisen"

Charity Aktion

 

zendepot

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[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Marcus: Ja hi Feli, cool, dass Du Dir die Zeit genommen hast, um bei mir auf dem Podcast am Start zu sein! Feli: Ja! Schön. Marcus: Ja, wir beide wollen heute über das Thema Moneymind sprechen und der Einstellung zum Geld im Allgemeinen und ja… ich muss sagen, Du hast ganz schön bei mir auch in Sachen Finanzen was verändern können, oder glücklicherweise auch verändert. Weil ich war eigentlich so der Prototyp des 9 to 5 Arbeiters, der sich dann hochgearbeitet hat, immer mehr Gehalt hatte, aber immer gleich wenig Geld, egal wie viel ich verdient habe. Und bei Dir hat mir das immer imponiert, dass Du eigentlich immer so die Disziplin hattest, auch etwas zurückzulegen und nicht zu viel auszugeben, egal wieviel Du hattest. Wie hast Du das gemacht? Feli: Ähm, also generell habe ich halt von meinen Eltern schonmal gelernt, dass man also nie mehr ausgibt, als man hat. Also, es war immer das, was ich im Kopf hatte und ich wäre also niemals auf die Idee gekommen, großartig ins Minus zu gehen auf meinem Konto. Also es konnte natürlich schonmal sein, dass ich irgendwie ein bisschen von meinem Dispo genutzt habe, weil ich von meinem Sparkonto nichts überwiesen habe oder so, aber ich war noch nie in meinem Leben wirklich richtig im Minus. Also, ich habe immer nur das Geld ausgegeben, was ich hatte. Und meine Ansprüche waren eigentlich immer schon relativ gering. Also an Gegenstände oder an Wohnung. Deswegen hatte ich, oder ich habe immer darauf geachtet, dass ich relativ wenig Kosten hatte. Im Gegenzug dazu hatte ich aber auch mein Ziel, wofür ich dann das Geld, was ich einspare, verbrauchen will und das war schon in frühen Jahren bei mir das Reisen. Ich wollte mir also weite Reisen leisten. Meine erste Reise ging nach Kalifornien und ja, das kostet halt auch ein bisschen mit Flügen usw. und das war mir immer das Geld wert. Aber trotzdem habe ich immer nur die Reisen gemacht, die ich mir auch leisten konnte. Marcus: Okay, das heißt Du hast schon immer gewusst, wieviel Geld Du auf dem Konto hast. Du bist ja glaube ich sehr, ich weiß es nicht, ich glaube ich weiß, dass Du sehr nachhaltig bist mit Listen, Einnahmen, Ausgaben, verschiedene Konten, verschiedene Karten, Unterkonten angelegt. Heißt, Du hast nie den Überblick verloren in Sachen Finanzen und wusstest immer genau, was reinkommt und was rausgeht. Feli: Also, ich habe schonmal den Überblick verloren, dann aber immer nur für kurze Zeit. Dass ich dann nicht mehr wusste, was geht da noch ab, was kommt hier usw. Aber ich finde super sicher ne ganz einfache Excel-Liste zu machen mit seinen monatlichen Kosten. Was geht raus für Miete, was geht raus für Versicherungen, was geht raus für’s Fitnessstudio. Das ist total einfach. Und was hat man für Einnahmen und was bleibt übrig. Und man kann, wenn man direkt sagt: Okay das bleibt übrig und so und so viel Prozent davon lege ich weg und spare ich, dann ist das besser, als zu sagen: Okay, ich gebe erstmal alles aus und gucke am Ende des Monats, was übrig bleibt und spare das dann. Das funktioniert nämlich meistens nicht. Weil ausgeben kann man halt bis ins Unendliche und Wünsche hat auch jeder Mensch bis ins Unendliche. Und das funktioniert halt nicht. Marcus: Hm, das war glaube ich genau bei mir das Problem, als ich dann mehr Geld zur Verfügung hatte, habe ich automatisch mehr Geld ausgegeben. Sprich: Im Supermarkt, ich habe mich nicht mehr nach unten im Regal nach den Eigenmarken gebückt oder so und dachte “Komm, die Butter sind 20 Cent mehr, hast ja jetzt auch ein bisschen mehr Kohle.” Oder habe mir dann mal Pay TV geleistet, wo dann wieder monatlich Kosten abgegangen sind, obwohl ich das eigentlich nie gebraucht habe. Ich habe vorher immer bei Kumpels geguckt. Also letztendlich - wie Du schon sagtest - die Wünsche sind endlos und man kann das Geld ja immer ausgeben und so war ich dann immer +/- 0, ein bisschen im Dispo drin, ein bisschen raus. Das war nicht cool. Feli: Und mich haben auch schon immer Sachen genervt, wie irgendwie monatlich anfügen oder wo man sich lange binden musste. Wie lange Verträge und so. Und ich habe immer versucht, das so flexibel wie möglich zu halten, weil wer weiß schon, ob ich drei Jahre lang irgendeinen Handy-Vertrag haben will. Glücklicherweise ändern sich die Zeiten dahin, dass es besser möglich ist, flexiblere Sachen. Beim Fitnessstudio und so. Es ist zum Beispiel schwierig und das hat mich schon immer, immer genervt, mich da irgendwie lange festzulegen. Marcus: Ja, das heißt Du bist dann eher nen kurzen Vertrag, nen flexiblen eingegangen für mehr Monatsbeitrag, als einen langfristigen, wo man dann unterm Strich monatlich weniger gezahlt hat? Feli: Im Zweifelsfall ja. Das muss man dann halt gegeneinander abwägen. Aber das habe ich auch schon immer gemacht, gerade bei solchen Vertragssachen, dann wirklich sehr genau verglichen zwischen verschiedenen Anbietern und mich dann erst entschieden. Das ist halt ein bisschen Arbeit, aber im Longterm besser. Marcus: Okay, was sind denn konkret Deine Tips beispielsweise, wenn Du sagst Handyvertrag? Wir sind ja auch öfters mal in Deutschland. Was für einen Handyvertrag hast Du? Feli: Den habe ich zum Beispiel von Congstar, weil der super, super flexibel ist. Den kann man halt so monatlich kündigen, vom 15. zum Monatsanfang und ja, da kann man die Flatrates ab und zu bestellen, je nach dem wieviel man telefoniert oder wieviel Datenflat man hat und das Ding ist einfach super geil. Es ist total günstig. Wenn ich jetzt höre, dass dann andere, weiß ich nicht, viermal so viel zahlen und nicht aus ihrem Vertrag rauskommen, das ist natürlich echt ein großer Unterschied. Marcus: Ja und das coole ist, es ist auch noch im D1 Netz und die anderen haben wahrscheinlich das gleiche Netz, die gleichen Leistungen, aber zahlen dann viermal so viel, sind im Vertrag drin und Congstar ist in dem Fall einfach nur cool ne? Feli: Ja, viele Leute sind halt einfach zu faul zu vergleichen oder Overwhelmed. Also, mich overwhelmed das auch, irgendwelche Tarife, gerade bei der Krankenkasse habe ich das gemerkt, als ich in die Selbstständigkeit gegangen bin. Da habe ich gedacht: Scheiße! Ich blick da nicht durch, was das Beste ist. Da muss man sich echt durchfuchsen oder halt Leute fragen, die schon weiter sind. Die sich schonmal mit dem Thema beschäftigt haben und die einem da weiterhelfen können. Marcus: Ja, ähm. Nächstes Beispiel: Was ist Dein Fitnessstudiovertrag? In welchem Studio bist? Waren die direkt bereit, das flexibel zu gestalten. Feli: Also, da bin ich zum Beispiel in Berlin bei Fitness First. Und da habe ich mich tatsächlich nicht für den billigsten Vertrag entschieden. Der kostet 50,00 Euro im Monat und es gibt auch welche in Berlin für 20,00 Euro, aber zum Beispiel Fitness ist eigentlich das Einzige Hobby in Berlin, was ich non-stop mache. Also da habe ich gesagt, es ist mir das wert und da würde ich eher wieder an anderen Sachen sparen. Also... Marcus: Und die waren direkt auch gesprächsbereit und Du kannst den Vertrag dann ruhen lassen? Feli: Genau, also das habe ich, bevor ich den Vertrag abgeschlossen habe, habe ich gesagt, ich mache das nur, wenn ich den ruhen lassen kann, wenn ich im Ausland bin. Und ähm, das haben die dann irgendwie vermerkt und jetzt kann ich dann jederzeit ohne Probleme den Vertrag stilllegen, wenn ich unterwegs bin. Weil das ist natürlich ganz bescheuert, wenn man viel unterwegs ist, doppelt zu zahlen. Man muss seine Kosten echt auf Null halten. Aber ja… der ganze Umgang mit Geld hat halt viel damit zu tun, was man so für Believes im Kopf hat. Also, was man so von früher gehört hat. Dieses “Geld ist schlecht” oder “Man darf kein Geld haben” oder ... Marcus: … “Geld verdirbt den Charakter”, all die Sprüche oder? Feli: Genau, diese ganzen Sprüche, die beeinflussen einen schon im Leben, wie man mit Geld umgeht. Also eigentlich sollte man ein positives Verhältnis zu Geld haben, weil nur so kann man auch an mehr Geld kommen. Denn das Unterbewusstsein spielt da ja schon ne Rolle, dass man in die richtige Richtung steuert und ja, also Geld an sich ist ja nix Schlechtes. Es ist ja einfach nur ein Stück Papier und ein Mittel zum Zweck. Und das Ding ist, viele Leute glauben Geld ist schlecht, aber man kann … es ist doch schön, viel Geld zu haben. Man kann es ja auch für etwas Gutes verwenden. Sag ich mal, wenn ich viel zu viel Geld habe, kann ich ein Charity Projekt machen oder irgendwas Gutes unterstützen. Man verbindet das halt sehr oft mit Negativem und das führt dann oft dazu, dass man nicht mehr Geld generiert oder immer in dieser Trap bleibt, nichts übrig zu haben. Marcus: Ja, ich glaube ganz entscheidend ist auch dieser Trap nicht viel übrig zu haben, dass viele Leute sich darauf verlassen, dass die Firmen selbstständig und automatisch die Kosten abbuchen und so irgendwann dann auch den Überblick verlieren. Also das heißt, die meisten geben einfach Einzugsermächtigungen raus, zahlen alles mit Karte oder überweisen online und haben in den seltensten Fällen überhaupt noch viel Geld in der Hand. Kann das das Verhältnis zum Geld dann auch ein bisschen einschränken? Feli: Ja auf jeden Fall. Also, es ist schon ein Unterschied, wenn man Geld in der Hand hat oder dauernd mit Karte bezahlt, ne? Da verliert man den Überblick, wenn man sich nicht aufschreibt. Aber es gibt natürlich auch coole Apps, wo man seine Ausgaben checken kann. Aber sowas ist jetzt mir zu aufwändig. Also da bin ich auch zu faul. Das gibt’s auch zum Beispiel für Reisen, um zu gucken, ob man auch im täglichen Budget drin ist. Weil gerade da kann man natürlich mal hohe Kosten haben, wenn man doch mal grad nen Flug bucht oder irgendwie was außergewöhnlich hohes hat, was über dem Tagesbedarf liegt, dass man da so ein bisschen den Überblick verliert von Deinem Reisebudget. Marcus: Hm, was ist Dein Tip für Kosten auf Reisen im Griff zu haben? Du sagst gerade ein tägliches Reisebudget. Ich habe sowas früher nie gemacht. Du schon immer wahrscheinlich? Feli: Ähm ja. Also, als ich meine erste Weltreise gemacht habe mit Anfang 20, hatte ich schon auch mega irgendwie Schiss zu wenig Geld zu haben. Klar kann man viel recherchieren, was haben andere gebraucht und so. Aber meistens ist es schon so, dass man ein bisschen mehr braucht, als man denkt, weil man dann doch viel unternimmt und macht und auch nicht alles so günstig ist. Aber so ein grobes Monatsbudget zu haben macht schon Sinn. Das Problem ist nur, dass das je nach Land unterschiedlich sein kann. Also in einem brauchst Du vielleicht mehr, im anderen weniger. Und dann kommst Du wieder auf +/- 0 raus. Aber da so gar keinen Überblick zu haben, ist auch ein doofes Gefühl. Marcus: Hm, was wäre denn Dein konkreter Tip für wenn man auf Reisen ist, seine Kosten zu senken? Kann man da irgendwelche Sachen alternativ nutzen? Unterkünfte, Transportmittel…? Feli: Also, da gibt es halt sehr, sehr viele Möglichkeiten. Aber mal ein Beispiel im unterschiedlichen Denken von Leuten: Angenommen man bekommt jetzt nen Flug gesponsort oder ne Standby-Rate und der Flug kostet jetzt nur noch 150,00 Euro in der Economy Class, man hat aber zum Beispiel die Möglichkeit Business Class zu fliegen für 300,00 Euro. Dann gibt’s einmal die Leute, die sagen: Ahh, dann nehme ich lieber den für 150,00 Euro, dann habe ich ja Geld gespart und der andere sagt: Ah nee, dann zahle ich lieber das gleiche oder mehr oder weniger das gleiche wie vorher und mache aber ein Upgrade. Also fahre meine Wünsche oder die Qualität hoch. Und beim Reisen ist es natürlich genauso. Man kann einmal mit dem günstigen Zug fahren oder einmal mit dem teuren Flieger. Also das ist auch so ein bisschen die Grenze, wieviel man an Komfort einbüßt. Und das können manche Leute besser und schlechter. Aber je mehr man natürlich Komfort nutzt, desto mehr gewöhnt man sich dran und kann nicht mehr drauf verzichten. Deswegen bin ich generell immer so ein Fan von Downsizing und wenig zu haben, dann kannst Du auch wenig verlieren und willst vielleicht auch gar nicht mehr. Und letztendlich machen einen die Dinge ja gar nicht glücklich, sondern eher die Erlebnisse. Andererseits ist es natürlich auch so, wenn jetzt der Flug - es muss immer alles im Verhältnis stehen - wenn ein Flug mit Stop-Over von, weiß ich nicht - 30 Stunden, nur geringfügig billiger ist, als einer, der direkt geht… also, man muss halt immer gucken. Wie ist das Verhältnis von dem was man spart und dem was man bekommt? Marcus: Hm. Und gerade bei Flügen, hast Du da einen Tip zum Sparen? Feli: Ach bei Flügen gibt es viele Tipps zum Sparen. Dass man einfach mal halt nicht zu den üblichen Daten guckt oder nicht zu den Daten, die am Wochenende liegen oder montags, freitags sondern eher in der Woche. Dass man vielleicht einen Stop-Over in Kauf nimmt oder von nem Nachbarland fliegen, bei Deutschland Amsterdam. Ähm, ja klar mehrere Flugsuchmaschinen durchsuchen, aber ja… da ist es immer so. Mal zahlt man mehr, mal weniger. Ne gute Suche ist gut. Man kann zum Beispiel auf flightfox suchen lassen. Aber wenn Du jetzt dann zehn Stunden nach nem günstigen Flug suchst, ist das den Aufwand auch wieder nicht wert. Also, da muss man ein bisschen gucken. Aber generell wollte ich noch sagen, ich war immer gut drin, selbst zu sparen, habe das dann auf meinem Konto gehabt und halt für Reisen ausgegeben oder ein bisschen als meinen persönlichen Sicherheitspuffer gespart. Wo ich aber lange Zeit überhaupt nicht gut drin war, war das gesparte Geld zu investieren. Also, eigentlich macht es ja Sinn da noch mehr Geld draus zu generieren und das habe ich lange Zeit nicht gut hingekriegt. Weil bei vielen Leuten ist der Kreislauf halt so: Man nimmt Geld ein, schafft sich Verbindlichkeiten, zum Beispiel ein Haus oder so, wofür man dann Zinsen zahlt oder wieder höhere Kosten hat. Das heißt, das Geld geht dann weiter raus. Und um mehr Geld zu machen und reicher zu werden, muss man halt das eingehende Geld investieren, um mehr Geld rauszukriegen. Das ist eigentlich der sinnvollste Weg. Aber das ganze Thema Investition ist halt total undurchsichtig und viele Leute überfordert es auch. Mich hat es auch überfordert, weil ich keine Ahnung habe von Aktien. Klar das Tagesgeldkonto, aber da kann man ja meistens drüber lachen, was es da an Zinsen gibt. Also, diese richtigen … die fetten Investitionen, das ist schon hakelig, sich da mal reinzufuchsen. Das habe ich dann vor gar nicht allzu langer Zeit gemacht, bin aber jetzt echt mal froh darüber. Und das kam bei mir auch deshalb, weil ich durch die Selbstständigkeit halt meine Altersvorsorgeverträge, die üblichen gecutted habe und stattdessen halt irgendetwas anderes machen wollte. Und da kam ich auf dieses Thema investieren und habe mich da auch eingelesen. Marcus: Und wo genau hast Du Dich eingelesen? Was gibt’s da für Ressourcen, gerade wenn man das Gefühl hat, so wie bei Dir, es ist völlig undurchsichtig und es überfordert einen und dann lässt man’s lieber liegen auf nem Tagesgeldkonto für 0,02% oder so? Also was war der Trigger dann mutiger zu werden in dem Bereich? Feli: Ja, also ich dachte die ganze Zeit, irgendetwas muss ich machen. Ein bisschen gespartes Geld, was einfach nur rumliegt ist doof. Meine Strategie bei allem, wenn ich irgendetwas nicht weiß, ist erstmal immer meine Freunde zu fragen oder meine Eltern oder meinen Bruder oder halt alle, die ich kenne, ob die sowas schon gemacht haben und was die mir für Tipps geben können. Was die für Erfahrungen haben. Und dann natürlich online. Da gibt’s zum Beispiel Zen Depot als Blog vom Holger Grethe. Der mal einfach beschrieben hat, was es für Möglichkeiten gibt, sodass sogar ich es verstanden habe. Den fand ich super cool. Oder ich ja… ich bohre halt nach und frage nach bei Leuten, Institutionen, rufe an, gehe dahin und fange einfach an, mich damit zu beschäftigen. Marcus: Aha, und wie bist Du jetzt aufgestellt vermögenstechnisch? Wie hast Du das Geld aufgeteilt oder angelegt? Gibt’s da ne Strategie oder bist Du noch am testen? Und seit wann bist Du da mutiger geworden? Feli: Ähm, also ich habe mich für ETFs entschieden, das sind Aktienfonds und die sind sehr geil. Also, das kannst du alles alleine durchblicken ohne Bankberater und der große Gebühren für irgendwen noch, der dazwischen geschaltet ist, zu zahlen. Und die Wertpapiere haben halt wenig Kosten. Also genau… die Gebühren bei der Bank und das... Marcus: Genau, also das ist kein Fonds, der gemanaged werden muss. Ich glaube, das läuft von selbst, ist einfache ne Indice, der eh immer abgebildet wird. Dafür können die Banken keine Gebühren nehmen. Und ansonsten von der Bank selber, glaube ich, die ETF-Verwaltung ist auch relativ kostengünstig. Feli: Genau, aber wenn man sich dann für ETFs entschieden hat, steht natürlich immernoch die Frage, welche ETFs und ja… da habe ich dann erstmal so ganz auch Leute gefragt und so ein kleines Portfolio zum Test zusammengestellt, um zu gucken was passiert und mich dann halt ganz langsam daran getraut, um das selber dann im Backend von der comdirect Bank im Depot gemacht. Marcus: Okay und jetzt liegt das Geld im Depot und läuft einfach weiter oder wie oft muss man sich dann darum kümmern oder sollte man sich darum kümmern? Feli: Nee also ETFs sind halt langfristig angelegt. Die sollten wirklich so über Jahre da liegen, möglichst. Ja, die orientieren sich an dem Aktienindex, zum Beispiel der DAX ETF am DAX usw. Ja, also es ist eine langfrisitige Geschichte und da muss man nicht… das ist kein Trading, wie Aktien kaufen, verkaufen. Ich habe mich aber trotzdem getraut eine Aktie zu kaufen und das ist die Facebook-Aktie und die ist sogar gestiegen, aber das war einfach halt nur so mal zum Test und zu gucken, weiß ich nicht, vielleicht traue ich mich da auch irgendwann mal mehr, aber…. ja… aber generell ist es auch cool, sich so zu sagen: Okay, wieviel Geld habe ich pro Monat zur Verfügung? Und jetzt auch nicht zu sagen: Ey, ich verzichte auf coole Sachen, wie meine Massagen, SPA oder irgendein cooles Event. Sondern sich wirklich so zu sagen: Okay, so und so viel brauche ich zur Lebenshaltung: Wohnung, Versicherung, Essen. Das sind meine Hobbies, so und so viel will ich investieren oder sparen, zum Beispiel 10%. Also, dass man sich so Prozente sagt. Wieviel Prozent geht da? Und Du kannst auch sagen 10% nehme ich für Charity oder spende ich. Das kann zum Beispiel auch im Ausland cool sein, wenn man immer überall Bettler sieht oder Musiker und man sich jedes Mal so fragt “Oh soll ich dem jetzt was geben oder nicht?” Wenn Du so ein kleines Budget hast und sagst: Pro Monat gebe ich so und so viel Euro an diese Leute, wenn ich Bock habe. Dann fragt man sich nicht immer “Mache ich das jetzt oder nicht?” Sondern hat halt einfach seinen festen Topf dafür. Und wenn der dann ausgeschöpft ist, Dein Activity und Freizeit Topf, dann kannst Du halt erst wieder im nächsten Activity und Freizeit machen. Marcus: Mh, und gerade als Selbstständiger macht’s vielleicht auch Sinn ein kleines Budget für eigene Bildung abzuzwacken oder? Feli: Auf jeden Fall! Eigene Bildung, je schlauer man dann wieder wird, desto bessere Entscheidungen trifft man und desto mehr Geld generiert man dann wieder. Gerade auch beim eigenen Business. Und ja… das macht immer Sinn irgendwie in Kurse oder auch sich selbst zu investieren. Marcus: Ja, was würdest Du dem Hörer empfehlen, der jetzt sagt “Boah, das ist super smart, klingt alles total schlau, was die Feli da erzählt. Ich habe das auch irgendwo schonmal alles gelesen und gehört und ich weiß auch, dass es nicht so cool ist, was ich mache. Ich kaufe mir viel zu viele Klamotten, viel zu viele Schuhe und bin immer mehr oder weniger im Dispo drin, dann wieder raus, also +/- 0. Ich schaff’s einfach nicht was beiseite zu legen.” Was würdest Du dem Hörer empfehlen, als allererstes anzugehen? Oder was können die ersten Steps da rein sein, in ein besseres Verhältnis zum Geld oder zum Sparen? Feli: Also, erstmal muss man sich eingestehen, dass man ein Problem hat und überhaupt etwas ändern will. Und sich nicht einreden “Ach ja, ist ja nicht so wichtig und Geld ist ja nicht so wichtig und …” Man muss wirklich ja… erstmal sich dessen bewusst werden, dass man da ein Problem hat und dann das ganz pragmatisch angehen und erstmal nen Ist-Bestand machen, also so einen Audits. So, wie ist meine aktuelle Lage. Weil erst daraus kannst Du dann Strategien entwickeln, wie Du es in Zukunft ändern willst. Und es muss ja nicht voll radikal sein, sondern kann ja auch langsam Step by Step gehen. Also… ich bin meist der Radikale, wenn ich irgendwelche Ideen hab, aber man kann ja auch nach und nach seine Verträge mal durchschauen und sich so einen Plan machen, wieviel Prozent für was ausgeben will. Zum Beispiel bei der comdirect Bank gibt’s auch… aber das habe ich noch nie genutzt… kann man seine Ausgaben, glaube ich, auch markieren nach Kategorien und dann siehst Du in so einem Chart, da hast Du so einen Monatsüberblick. Das ist eigentlich ganz cool, aber ich hab’s auch noch nie gemacht. Marcus: Hm, ich glaube, das haben auch andere Banken. Ich glaube, das wäre ein ganz guter Start und was mir auch sehr geholfen hat: Du hast mir ja damals geholfen, kurz bevor wir nach Asien aufgebrochen sind, einmal einen Komplettüberblick zu verschaffen. Was habe ich an Ausgaben, was geht jeden Monat raus und was habe ich an laufenden Verträgen und Versicherungen und was brauche ich überhaupt davon? Und ähm… ich wusste, dass es irgendwie Chaos bei mir ist und hab’s dann immer weiter vor mir hergeschoben, weil das macht einem ja auch Angst, sich das a) selber einzugestehen und b) das dann alles anzugehen und aufzuräumen. Aber ich glaube, das ist immens wichtig, weil jeder einzelne Tag, den Du da wartest, verschenkst Du eigentlich Geld ne? Feli: Ja und vor allem, wenn bei langen Verträgen und so würde ich mir auch immer ne Liste machen oder nen Timer im Kalender, wann die Kündigungsfristen sind. Weil eigentlich, wenn man jetzt so nen Mobilfunkvertrag zum Beispiel nimmt, nach drei Jahren da gibt es in der Zeit garantiert neue Sachen oder keine Ahnung… ne Versicherung bin ich irgendwann mal umgestiegen auf die HUK Coburg, also ne Online-Versicherung, die dadurch weniger Gebühren hatte, dass man dann im Backend, wenn man einen Fall hat, Haftpflichtversicherung oder so, das selbst einreicht und verwaltet und ja… die haben dann einen schlechteren Customer Service oder irgendwas, aber in all den Jahren habe ich halt glaube ich, noch überhaupt keinen Fall eingereicht. Deswegen ist mir das völlig egal. Aber es gibt halt auch immer wieder neue Anbieter. Es lohnt sich also immer mal wieder, weiß ich nicht - jedes Jahr, alle zwei Jahre - nochmal alles zu überprüfen und zu hinterfragen vor allem und nicht für gegeben zu nehmen, dass man dies und jenes und sowieso braucht. Oder bei Versicherungen … manchmal ändert sich ja auch der Status im Leben, dass das Produkt gar nicht mehr passt oder so. Und viele Leute bleiben einfach bei dem was sie haben und machen nix. Marcus: Ja genau. Das habe ich ja auch mit der Autoversicherung gemerkt, als ich noch mein Auto hatte. Da hat mir irgendjemand einen Tip gegeben, ich glaube im Oktober oder November, da läuft immer so ne Wechselfrist aus, und dann ist immer großer Alarm bei den ganzen Versicherungen und verlieren wir Leute oder kriegen wir neue? Und wenn Du genau zu dem Zeitpunkt dann nachfragst, ob die was an Deinem Tarif optimieren können, haben die mir jedes Mal quasi noch nen Rabatt gegeben, damit ich bei der Versicherung bleibe. Und die meisten reden glaube ich gar nicht mit ihren Anbietern oder Versicherern. Feli: Hm, und was halt auch noch so ein Money-Ding ist, dass man im Kopf hat “Boah, für Geld muss ich richtig viel arbeiten und schuften”. Marcus: Ja, so ein bisschen Arbeiten muss weh tun. Arbeit darf keinen Spaß machen, so diese Hardliner ne? Die dann voll genervt sind, auch von diesem Lifestyle, den wir führen als digitale Nomaden. Feli: Genau und da habe ich halt selber auch die Erfahrung gemacht, dass man Sachen mit Spaß machen kann und plötzlich viel mehr Geld generiert, als man eigentlich wollte. Als ich mit meinem Blog zum Beispiel angefangen habe. Also, das geht wirklich (grinst) Ja, das muss man glaube ich, selber erfahren, um das zu verstehen. Marcus: Hm. Du hast Dich dann ja auch selbstständig gemacht auf dem Weg zum digitalen Nomaden. Hat Dir das viel Angst bereitet? Gerade auch im Hinblick auf die Geldgeschichte, dass Du nicht mehr monatlich weißt, was auf’s Konto kommt, war das irgendwie ne große Herausforderung für Dich oder hast Du das eigentlich gut gebacken bekommen? Wie bist Du die ganze Selbstständigkeit angegangen? Feli: Ja also, meine größte Angst bei der Selbstständigkeit war tatsächlich kein oder nicht genug Geld zu verdienen. Das war genau mein Problem. Dass das außer Kontrolle gerät und ich irgendwie nicht genug Einnahmen habe. Ja, da ist es immer das Beste, sich den Worse Case vorzustellen. Dass man wirklich unter der Brücke schläft ist halt unwahrscheinlich. Ja, aber auch nen ordentlichen Plan zu machen. So ein bisschen halt einen Puffer zu haben, falls mal ein Monat nicht gut geht und was viele Selbstständige halt einfach falsch machen, aber gerade am Anfang gibt es Monate, wo Du mehr verdienst und weniger. Also man muss dann in den Monaten, wo man mehr verdient auch mal ein bisschen was einplanen für wenn’s mal weniger ist. Und halt nicht immer so viel ausgeben, wie man hat. Auch da … Ja, aber es ist natürlich schon schwierig, das alles im Überblick zu haben, gerade wenn man erstmal unsteady Einnahmen hat. Marcus: Hm, würdest Du sagen, da empfiehlt sich auch einen Puffer anzusparen, bevor man so ein Abenteuer in die Selbständigkeit angeht? Feli: Ja, das kommt auf das Sicherheitsbedürfnis von jedem Einzelnen an, aber so drei Monate sollte man schon haben und ich glaube, ich hatte so sechs Monate. Und ich wusste direkt so, das Beste, was ich machen kann, ist meine Kosten so weit wie möglich runterzuschrauben. Und das habe ich dann natürlich wieder mega gut hingekriegt, sodass ich ganz am Anfang echt gesagt habe “Boah, wenn ich 1.000,00 Euro habe ist alles gut”. Klar war mein Ziel dann irgendwann, als ich das erreicht hatte, mehr zu verdienen. Aber so für den Anfang waren die 1.000,00 Euro so mein Anker. Da habe ich gedacht, dann komme ich doch irgendwie über die Runden. Marcus:  Und was gerade bei Dir, glaube ich, geholfen hat: Du warst schon immer ein krasser Minimalist, hast zu dem Thema ja auch schon einen Vortrag auf der DNX gegeben und warst auch schon in den Medien dazu. Hat Dich irgendjemand dahingebracht? Wurdest Du dazu erzogen von Deinen Eltern oder kam das irgendwie ganz von selbst? Wie wird man so ein Hardcore Minimalist wie Du? Gerade auch in Zeiten, wo das Thema noch nicht so populär war, wie heute? Feli: Also witzigerweise bin ich noch gar nicht mal mehr aus… in erster Linie Minimalist, weil ich Geld sparen will, sondern eher weil mich das wirklich frei im Kopf macht. Also ich fühle mich viel, viel besser mit weniger Sachen. Ich habe weniger Sachen, wo ich auch mich zeitlich drum kümmern muss. Also, es ist nicht nur das Geld. Und das habe ich halt selber gemerkt, als ich früher… also, ich bin sehr früh schon ins Arbeitsleben eingetreten, also mit Anfang 20 schon, weil ich eine ganz normale Ausbildung am Anfang gemacht habe und habe da gar nicht schlecht verdient, weil ich bei nem Unternehmen war, das der Stadt Köln angehörte. Also nicht schlecht verdient für das Alter und für die um mich herum. Die meisten alle noch studiert haben. Ich hatte ne eigene Wohnung, die ich mir leisten konnte... Marcus: … bist aber später wieder in eine WG gezogen ne? Feli: Genau, aber ja… das kam dann alles später. Ich hatte dann eigentlich echt relativ viel schon für mein Alter und hab aber dann gemerkt, hm, was ich eigentlich will ist freier sein. Ich will das eigentlich gar nicht. Eine schöne große Wohnung, ja… hier diesen und diesen Schnickschnack. Ich wollte eigentlich mehr erleben, mehr Abenteuer, mehr Freiheit und ab dem Zeitpunkt habe ich dann gemerkt, dass mir Dinge weniger wichtig sind als Freiheit. Und dann habe ich alles wieder aufgegeben. Marcus: (lacht)  Bist in ne WG gezogen, hast alles verschenkt, verkauft? Feli: Genau. Also, ich bin wieder in ne WG gezogen. In der habe ich sehr, sehr lange gewohnt, wo ich auch noch gut verdient habe, bei Stepstone. Ja da hatte ich halt dann echt wenig Kosten. Ich habe für mein Zimmer dann 200,00 Euro/300,00 Euro Maximum, glaube ich, gezahlt. Ich habe mein ganzes Geld halt in Reisen reingehauen und da haben mich auch immer alle Kollegen gefragt “Wie kannst Du so viel Reisen” und so. Und ich habe gesagt “Ey Leute, ich habe kein Auto, ich wohne in nem 20 qm Zimmer.” Was zu dem Zeitpunkt voll okay für mich war, weil es richtig cool war in der WG. Also ich hab’s geliebt da zu wohnen. Da war immer was los. Marcus: Also, Du hast es voll aus freien Stücken gemacht. Das war kein bisschen Verzicht. Ich glaube, das ist auch wichtig, ne? Dass es nicht weh tut. Feli: Nee, das hat mir überhaupt nicht weg getan. Ich wusste genau, wie es anders ist. Das war mein Vorteil. Marcus: Hm, und Du wusstest genau, was für einen Mehrwert das hat, das Geld, was Du an anderer Seite sparst, dann in Reisen investieren zu können oder? Feli: Ja, aber dann kam halt das nächste Problem, dass ich so wenig Zeit hatte für Reisen ne? Also, es ist ja immer Geld oder Zeit, das Problem. Und das hat mich dann wieder angenervt, weil wenn Du wenig Zeit hast, Du auch wieder zu ner bestimmten Zeit verreisen kannst, kannst Du Dir auch keine billigen Flüge suchen… Das ist so ein kleines Hamsterrad ne? Marcus: Ja absolut. Und Selbstständigkeit war in dem Moment noch keine Option für Dich oder? Feli: Nee, also da hatte ich immer viel zu viel Schiss vor und auch zu wenig Selbstvertrauen. Ich dachte immer, das was ich kann ist ja nix besonderes. Das geht ja jedem so. Marcus: Ja cool! Ich würde sagen, vielen Dank für diese spannende Folge, für die ganzen Gage, Tips. Was würdest Du jetzt als Letztes nochmal jemandem raten, der vielleicht denkt, er kommt da gar nicht mehr raus, der schon nen Kredit aufgenommen hat, der irgendwie ne Doppelhaushälfte hat, der sagt “Ich habe Verpflichtungen, ich habe Kinder und ich ertrinke und habe mehr Ausgaben als Einnahmen”. Was würdest Du dem raten? Feli: Also dann, wenn das der Fall ist, wenn man echt da nicht mehr rauskommt, dann würde ich mir professionelle Hilfe holen und wirklich jemanden dafür bezahlen, der da Profi ist. Also wie wenn man sich nen Psychologen holt oder keine Ahnung, jemanden der einen… nen Ernährungsberater. Also früher habe ich auch immer gedacht so “Boah, dafür kann man doch kein Geld ausgeben”. Hätte ich nie gemacht, aber jetzt heutzutage würde ich denken “auf jeden Fall!” Weil Du investierst ja in was, was Dich langfristig halt rausholt oder weiterbringt. Und manchmal kommt man halt an den Punkt, da braucht man externe Hilfe. Da kommt man alleine nicht mehr weiter. Und gerade wenn man in einer Schuldenfalle ist, muss man, bevor man irgendwie weiterkommt, erstmal die Schulden abbauen, um dann in die Zukunft zu gucken. Marcus: Hm und Schulden generiert man dann in der Regel durch Kredite oder irgendwelche Finanzierungen für Sachen, die man … die nur Sachen sind, die Gegenstände sind ne? Feli: Genau, das ist das Schlechteste was man machen kann. Also, wenn man sich jetzt nen Gegenstand kauft und den zwei Jahre abbezahlt, ist halt das Problem auch: Jetzt freust Du Dich noch, aber die Freude von so nem Gegenstand geht halt ziemlich schnell den Bach runter. Oder nach nem halben Jahr findest Du das Auto, was Du Dir gekauft hast normal und nichts mehr Besonderes und dann zahlst Du noch drei Jahre dafür weiter. Das ist halt richtig, richtig Scheiße, also... Marcus: Es gibt ja sogar Untersuchungen, dass die Vorfreude auf diesen Autokauf sogar noch größer ist, als dann der erste Moment, wenn Du das Auto hast. Dann ist es immernoch ganz okay, aber schon gar nicht mehr so hoch, wie die Vorfreude und wenn Du dann das Auto nach drei, vier Monaten fährst, oder nach nem Jahr, ist halt Usus ganz normal und im schlimmsten Fall zahlst Du das immernoch ab. Feli: Ja total. Und ich persönlich bin zum Beispiel auch kein Fan davon, immer die neuesten Sachen zu kaufen, wie das neue iPhone oder so. Dann sind da ein paar Funktionen anders, also das ist mir nach fünf Tagen irgendwie Latte. Und die Firmen spekulieren ja genau dadrauf und bringen ständig neue Sachen raus, damit die Leute Geld ausgeben und das finde ich… also, das ist auch so ne Falle, in die ich einfach nicht reintrappe, weil ich sag “Ach, mein iPhone reicht mir”. Und mein Gott, ja… das Neuerere hole ich mir dann halt zeitversetzt später und spare halt diese ganzen Kosten, die dafür anfallen, dass man jetzt der Erste ist, der das hat oder so. Und ja… dann geht Dir das iPhone kaputt. Dann ärgerst Du Dich nur und man muss halt wissen, was hat man für Grundneeds, was muss das Ding können und alles andere wird einem nur eingeredet von der Werbung oder so, dass man irgendwas unbedingt braucht. Marcus: Wie bist Du zu dem Wissen gekommen zum Thema Geld, was Du jetzt schon hast und hier rausgehauen hast? Feli: Ja learning by doing halt. Meiner eigenen Erfahrungen und dass ich gelesen habe, Leute gefragt habe, wie es bei denen ist. Ja… Zum Beispiel beim Thema Gehalt. Das ist auch immer so ne Sache. Als Angestellter kommst Du halt nie höher in Deinem Gehalt oder schwieriger. Ich habe erst einmal in meinem Leben in der Firma dann ne Gehaltsverhandlung gehabt und gefragt, ob ich mehr Geld bekomme. Aber das fand ich auch total schwierig und war super unsicher, wie ich das machen soll und ja… manchmal ja, da muss man halt auch gucken, wie verdiene ich mehr Geld? Wie kann ich meine Geldmenge erhöhen? Marcus: Und bei all dem Wissen zum Thema Geld und zusammen mit dem Reisewissen, weiß ich, dass Du da gerade an nem Ebook schreibst. Kann man sich das schon irgendwo vormerken und was genau steht in dem Ebook dann drin. Feli: Ach so genau. Da geht’s auch um das Thema Geld sparen vor Reisen und auf Reisen. Da habe ich mein ganzes Wissen niedergeschrieben. Und ja, wenn alles gut geht, ist es bis Ende des Jahres auf meinem Blog verfügbar. Ich setz mich nächste Woche dran (grinst) Marcus: (grinst) Okay und wo kann man sich da eintragen oder vormerken, wenn man da Bock auf das Ebook hat, wie ist die URL? Feli: Achso, auf meinem Blog www.travelicia.de. Marcus: Okay, da trägt man sich dann in den Newsletter ein und sobald man im Verteiler ist, wird man auch über das Buch informiert, oder? Feli: So sieht’s aus. Marcus: Okay perfekt! Also ich werde Dir auf die Finger schauen, warte... Feli: Achso, in dem Ebook habe ich auch noch coole Interviews geführt mit Leuten zu dem Thema als Bonusmaterial. Das war auch sehr sehr spannend. Marcus: Mit wem zum Beispiel? Feli: Ähm, zum Beispiel auch mit einer, die Money Coaching macht. Das fand ich auch sehr cool, und Leute halt zu dem Thema professionell berät. Marcus: Hm oder Holger Grethe, Sebastian... Feli: Genau, also es sind fünf Interviews… habe ich da geführt, die auch sehr spannend sind. Marcus: Okay, ich werde Dir auf die Finger schauen und versuchen Dich zu motivieren, dass wir endlich auch das Ebook zu Ende bekommen. Vielen Dank für Deine Zeit und das Interview live aus Bangkok. Möchtest Du noch etwas sagen? Feli: Nee, Bangkok hier ist auf jeden Fall. Die Skyline, wo wir gerade drauf schauen, macht Bock. Marcus: Ja und wir haben hier echt ne coole Airbnb Bude jetzt gekriegt. Wir sind hier im 27. Stock am Phaya Thai BTS Station. Also direkt in Bangkok und Airbnb ist vielleicht auch nochmal so ein ganz gutes Beispiel. Es muss nicht immer ein teures Hotel sein. Wir zahlen jetzt glaube ich, hier in der Wohnung das gleiche, wie in nem abgerockten Hostel, wo wir die erste Nacht verbringen mussten, weil wir nur kurzfristig angekommen sind. Also immer Augen aufhalten, wo man was sparen kann und es muss nicht immer schlechter sein.   Yo, das war auch schon wieder die Folge 30 der LIFE HACKZ Show mit Feli Hargarten. Der Reiseblog von Feli ist unter www.travelicia.de zu finden und da kann man sich dann auch in den Newsletter eintragen, wenn man an dem Ebook Interesse hat. Ansonsten möchte ich euch gerne nochmal unsere Charity-Aktion nahe legen für Straßenkinder in Salvador de Bahía. Wir haben jetzt den 26.10. In gut, knapp drei Wochen geht es los mit der Cruise von Gran Canaria nach Brasilien und im Rahmen von dieser Digital Nomad Cruise haben wir ne Charity-Aktion gestartet. Alle Infos darüber unter www.lifehackz.de/charity. Ich würde mich freuen, wenn ihr etwas spendet. Jeder Euro hilft und ansonsten hören wir uns wieder zur nächsten Folge von LIFE HACKZ. Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

Oct 23, 2015

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Interview mit Vera Ruttkowski von verava

Hey Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Dieses Mal live aus Düsseldorf in einer verregneten Airbnb Wohnung Mitte Oktober. Wir kommen gerade aus Berlin wieder. Haben dort die bereits vierte deutsche DNX veranstaltet, die richtig cool gelaufen ist. Wir haben ein neues Konzept probiert. Wir haben viele Workshops nebeneinander laufen lassen parallel im Bar Camp Style und jeder konnte quasi ganz frei entscheiden zu welcher Session er gehen wollte. Also es musste sich vorher nicht angemeldet werden. Man konnte sogar noch spontan während der Workshops die Workshops switchen zu den einzelnen DNX Themen und hatten davor im Betahaus ne Keynote vom Fabian Dietrich, der echt ein mega, mega spannender Typ ist. Und das war so der DNX Samstag, der glaube ich auch gut angekommen ist bei den Leuten. Wir werten gerade noch das Feedback aus, aber so wie es aussieht, werden wir diese Workshop-Geschichte auch für die nächste DNX im Mai beibehalten. Also nicht mehr ganz so strikt, dass man sich vorher entscheiden muss, in welchen Workshop man gehen möchte, sondern dass man dann ganz spontan entscheiden kann: Wo möchte ich rein? Und auch die Workshops ein bisschen knackiger und kürzer gefasst, so auf 45 Minuten. Das hat sich auf jeden Fall bewährt. Die Party war richtig fett am Maybachufer in Kreuzkölln und weil die Party so krass war, waren einige am Sonntagvormittag dann noch ein bisschen angeschlagen und Sonntag haben wir dann weitergemacht mit einem Brunch für die Leute. Der Joe Löhrmann von My Traveling Piano hat noch ne Session an seinem Klavier gegeben mitten im Görlitzer Park, wo dann selbst kurz … ja, dieses ganze Drogengedeale zum Erliegen gekommen ist und die Dealer sich da um’s Klavier gestellt haben und erstmal gar nicht gerafft haben … Was geht’n hier ab? Was ist DNX? Was machen die ganzen Flaggen hier? Wir waren nämlich im Edelweiss 36, was mitten im Görli angesiedelt ist. Ja, und nach der Performance vom Joe hatten wir dann noch Mastermindsessions, die gut angekommen sind. Also die werden wir auf jeden Fall bei der nächsten DNX im Mai auch anbieten. Ja… Summasummarum echt ne gelungene Veranstaltung. Aber ihr seid jetzt hier auf der LIFE HACKZ Show und neben der DNX mache ich die LIFE HACKZ Show jede Woche Freitag mit einem spannenden Gast. Und dieses Mal - da habe ich mich sehr drauf gefreut auf das Interview, das hatten wir schon lange geplant - mit der Vera Ruttkowski. Die ist unser VA, das heißt Virtueller Assistent. Und Vera ist mehr oder weniger unser Schweizer Taschenmesser. Sie ist die Allround-Waffe für Newsletter vorbereiten, Accounting, Buchhaltung, ähm Social Media springt sie mal ein, macht die Koordination mit unserem technischen Wordpress Service, macht das Teilnehmer Management für die DNX Konferenzen, scheduled die Interviews mit den Bewerbern für die DNX CAMPS, noch und nöcher. Und deshalb ist es glaube ich für euch auch mal spannend hinter die Kulissen zu gucken von unseren Projekten und auch zu sehen, was macht ein virtueller Assistent den ganzen Tag. Es ist nämlich nicht nur irgendwie Flüge buchen und irgendwie Termine koordinieren, sondern das ist noch viel mehr. Vera ist gerade im Sun Desk in Taghazout/Marokko und ja… Da habe ich sie im Skype-Raum erwischt. Viel Spaß mit dem Interview! In dieser Folge lernst du:

  1. Was ein virtueller Assistent macht und welche Aufgaben er für dich übernehmen kann.
  2. Warum es der ideale Einstiegsjob ins ortsunabhängige Arbeiten ist.
  3. Welche Tools ideal sind um remote zusammenzuarbeiten.

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[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"]   Marcus: Okay, welcome to LIFE HACKZ und ner neuen Show. Diesmal mit Vera Ruttkowski, die gerade live in Taghazout/Marokko ist. Hi Vera, grüß Dich! Vera: Hi Marcus! Wie geht es Dir? Marcus: Ja, mir geht’s gut. Ähm, wir sind gerade in Düsseldorf angekommen, nachdem wir dann gestern unsere Zelte in Berlin endgültig abgebrochen haben und machen hier gerade so ein bisschen Family & Friends Besuch. Waren gestern Abend schon bei meiner Mom, die heute Früh auch wieder auf Reise geht. Darum mussten wir das da reinquetschen und morgen treffe ich mich mit Kumpels und gehe zum Fußball mit denen. Zur Fortuna, die hoffentlich mal wieder gewinnen, danach ein bisschen Altstadt und Samstag fahren wir dann zu Felis Eltern. Ja, ist eigentlich ganz cool mal wieder nach Hause zu kommen, aber das Wetter geht halt gar nicht mehr klar in Deutschland. Wir haben jetzt Mitte Oktober und ich freue mich schon auf Asien. Nächste Woche geht’s los. Vera: Ja, das kann ich mir vorstellen. Das habe ich jetzt gemerkt, als ich auf der DNX war. Es war echt schon ganz schön kalt in Deutschland. Also, ich bin jetzt auch froh, dass ich hier in Marokko bin, wo es schön sonnig und warm ist. Marcus: Ja, erzähl mal. Wo genau bist Du denn da jetzt? Vielleicht erinnern sich einige, dass Feli und ich vor kurzem auch in Taghazout gewesen sind. Vera: Ja genau. Nachdem ich euren Bericht da gesehen habe, bin ich total angefixt worden, wollte auch unbedingt hier in das Sun Desk Coworking in Taghazout und ich habe die Magdalena dann ja auch getroffen auf der DNX im August, auf der Global. Marcus: Mh Cool! Vera: Und habe danach entschieden, dass ich hier auch unbedingt mal vorbeischauen muss und ja, ich bin jetzt Montagabend angekommen und fühle mich jetzt schon total wohl. Also, es ist super hier. Jeden Morgen gibt’s ein Frühstück auf der Dachterrasse mit allen Coworkern, die da sind. Und ja… Kann den Tag schön mit Meerblick starten und es ist echt cool. Marcus: Ist geil oben das Rooftop, oder? Vera: Ey ist super! Also, ich bin auch jetzt jeden Morgen schonmal gleich vor’m Frühstück schonmal hochgegangen, so als Einzige und habe mir da den Sonnenaufgang angeguckt. Also, andere gehen schonmal zum Strand zum Laufen. Es ist ja auch alles super nah hier. Marcus: Ja, also wer noch nicht da war, sollte auf jeden Fall mal Sun Desk auschecken. Ich habe es auch so genossen da die Zeit. Wir waren da nach Tarifa glaube ich direkt da, kurz vor der Global und dann waren unsere Akkus auch richtig, richtig voll. Also, da kommt man richtig gut runter, kann produktiv sein und hat nicht viel Ablenkung und es ist einfach convinient ne? Einfach cool, um da so ein Soft Landing in den Digital Nomad Lifestyle zu kriegen. Vera: Ja total. Also, ich bin auch ganz sicher, dass ich nochmal hierher komme. Ich bin jetzt nur zwei Wochen hier, aber ich bin mir sicher, ich komme nächstes Jahr irgendwann nochmal wieder. Marcus: Ja voll geil, weil ohne Scheiß, genau das habe ich auch bei Feli gesagt, als wir dann da waren. Ich glaube, wir waren auch so zwei Wochen oder zweieinhalb oder so und sagte “Ey, irgendwie, ich will gar nicht gehen, aber egal, wir müssen ja jetzt zur Global, aber lass uns doch mal das so im Hinterkopf behalten als Rückzugsort, wenn gar nichts mehr geht und wir irgendwie total gestresst sind und gar nicht mehr weiterkommen. Dann wissen wir, die Magda gibt’s. Marokko gibt’s. Taghazout gibt’s und ab ins Sun Desk.” Vera: Ja genau. Es ist echt cool hier, weil das Dorf ist ja auch echt nicht groß. Also, Du hast nicht so viel, was Du hier machen kannst. Was ja auch ganz cool ist. Also, wenn Du halt mal zwischendrin ne Pause brauchst, klappste den Rechner kurz zu, gehst mal ne Runde irgendwie ins Dorf, trinkst da irgendwie einen schönen Saft oder einen Tee, guckst den Sonnenuntergang an und kannst dann wieder weiterarbeiten. Marcus: Oah, hör auf ey! Ich will wieder los ey! Ich meine, ich jammer ja echt auf hohem Niveau, aber jetzt hier, ich sitze am Küchentisch in der Airbnb Wohnung in Düsseldorf-Flingern und gucke raus und hier regnet’s und es ist grau (lacht) Vera: (lacht) Marcus: Hart! Aber, … egal. Du bist jetzt in Taghazout im Sun Desk unterwegs und Du bist auch digitale Nomadin und verdienst von unterwegs Dein Geld. Ich habe Dich ja vorhin kurz vorgestellt. Du bist unsere virtuelle Assistentin. Vielleicht erklärst Du mal für die Leute, die jetzt nicht 100% wissen, was eine virtuelle Assistentin alles macht, wofür Du beispielsweise jetzt bei uns verantwortlich bist, bei unseren DNX Projekten und was darüber hinaus noch geht. Vera: Also an eine virtuelle Assistentin kann man eigentlich ganz gut alles auslagern, was einem selber zu viel Zeit kostet irgendwie, um sich auf seinen Fokus, auf seine Mainprojekte zu konzentrieren. Das ist je nach Kunde ganz unterschiedlich. Bei euch ist es jetzt ganz viel, ich sag mal, auch Administratives. Was so Buchhaltung angeht, Belege sortieren, Kundenmails bearbeiten. Was ich auch für andere Kunden auch viel mache ist Facebook Communities betreuen oder Webseiten. Und ja… Also, was ich an dem Job auch super gerne mag, ist das es so vielseitig ist. Ich schreibe auch viel, Copywriting ist eben auch dabei. Und ja, macht Spaß! Also es ist abwechslungsreich und ... Marcus: Kann ich mir vorstellen. Und ich glaube, was auch mega wertvoll ist, Du kriegst natürlich auch krasse Insides in die einzelnen Projekte oder wie andere Menschen dann ein Projekt aufziehen, ne Website erstellen, dann das erste Marketing machen, die ersten Kunden kommen, wie die Kommunikation ist. Ich meine, ich kann mir ja vorstellen, dass der Job mega, mega spannend ist. Ich habe ja jetzt nur meine eigenen Projekte, darum machen wir immer mehr, damit wir noch mehr Abwechslung haben, aber ich denke mal, wenn ich nochmal nen zweiten Job oder so brauchen würde, dann vielleicht auch als Assistent oder irgendwo, um gleichzeitig in so viele verschiedene Projekte reinschauen zu können, das geht glaube ich nur als virtueller Assistent ne? Vera: Ja, das ist eben das total coole an dem Job. Also ich sage mal, das der ideale Einstiegsjob für jemanden, der irgendwie so in das ortsunabhängige Arbeiten rein will. Weil Du kannst erstmal mit wirklich ganz kleinen administrativen Sachen auch anfangen und wächst Du einfach Stück für Stück da rein. Also ich habe seitdem… ich mache das jetzt seit etwas über einem Jahr - ich habe so viel gelernt, das ist richtig cool! Also, auch jetzt, wie bei Dir zum Beispiel: Also, ich hatte nie ne Ahnung, wie man irgendwie, ich sage mal, einen Podcast bei Soundcloud hochlädt oder in Wordpress - dadurch dass ich für so viele Kunden auch irgendwie die Sachen … die Blogposts usw. vorbereite -  habe ich echt so viel gelernt und ja, es ist echt ein cooler Job, wo man noch dafür bezahlt wird, dass man was lernt (lacht). Marcus: Ja absolut. So soll es sein! Und wir haben es ja auch selber gesehen, wie Du dann auch quasi mit uns gewachsen bist. Wir haben Dich ja dann auch reingeholt erstmal für die ersten kleineren Testaufgaben, administrative Sachen - wie Du gesagt hast, Buchhaltung und Excel-Tabellen - und mittlerweile testen wir Dich ganz gerne immer weiter aus und challengen Dich da ehrlich gesagt auch immer so ein bisschen und gucken mal bis Du Stopp sagst, aber irgendwie nimmst Du jede Hürde, die da kommt immer wieder mit Leichtigkeit und super schnell und jetzt hast Du uns geholfen beim Business Konzept für unseren Bank Termin in Hongkong. Ähm, das ist glaube ich echt, echt cool, was man da an Lernkurve auch hinlegen kann als virtueller Assistent, wenn man will. Vera: Ja, und man muss halt wollen. Klar, es gibt immer auch mal wieder Momente, die habe ich auch, wo ich denke “Uoa Scheiße, das kann ich ja gar nicht”. Aber eigentlich kannst Du es im vorhinein nicht sagen. Du musst es eben einfach mal ausprobieren. Also, und … es gibt da auch genug Quellen im Internet, wo man dann irgendetwas lernen kann und sich die Skills einfach draufschaffen kann. Wenn man da bock drauf hat, denn geht das auch. Marcus: Ja, und man kann echt sagen, Du bist so unsere Allround-Waffe. Ich glaube Dein Titel ist auch Operations Ninja. Immer wenn wir nicht wissen, wer könnte das jetzt für uns machen, haben wir glücklicherweise Dich als Backup oder Voll Back, bevor dann vielleicht ein Bereich so groß wird, wie beispielsweise der Eventbereich. Da haben wir uns ja dann jemanden reingeholt, die Carla, die dann ein paar Teile dann wieder übernommen hat. Aber solange niemand da ist oder man anfangen will und vielleicht überhaupt erstmal testen will, wie ist es, wenn man jemanden hat, der einem zuarbeitet, dann ist dieses virtuelle Assistentending mega, mega gut. Und wir oder ich ärgere mich ehrlich gesagt auch, dass wir da erst so spät drauf gekommen sind. Also es war schon immer ein Thema, aber ich habe mich auch immer ein bisschen schwer getan mit loslassen zu können und Dinge übergeben, Vertrauen zu schenken an andere und irgendwann war aber der Punkt, ich glaube das ist noch gar nicht so lange her, im Juno oder so, in Tarifa haben wir geskyped, unser Kickoff Call, wo Du dann angefangen hast zu arbeiten. Und seitdem denke ich: Wow wie geil, warum haben wir das nicht vorher gemacht? Vera: Ja gut, das ist natürlich für viele auch oft nochmal irgendwie so ein Hemmnis, sich erstmal zu überwinden. Ganz am Anfang ist es erstmal mehr Arbeit. Also wenn Du Sachen auslagern willst, dann musst Du Dich erstmal selber organisieren. Du musst es natürlich dem- oder derjenigen erklären, dem Assistenten. Musst also wirklich mal Deine Prozesse aufsetzen und das mal durcherklären und am Anfang - das habt ihr ja auch gemerkt - stellt man auch super viele Fragen. Aber dadurch, wenn man darüber erstmal rüber ist, dann läuft’s halt immer besser und dann kannst Du immer mehr auch einfach so auslagern, musst da gar nicht mehr drüber schauen und gewinnst so mehr Zeit für andere Sachen. Marcus: Ja, zumal das ja auch immer ne große Chance ist: Oft hat man die ganzen Prozesse irgendwie für sich selber aufgesetzt. Die sind irgendwo im Kopf. Man weiß, wie es geht, aber sobald Du das dann jemand anderen erklären musst, ist es richtig gut, dass man dann gezwungen ist, das einmal aufzuschreiben. Wir machen das bei uns ja über Trello, über das Project-Management-System und schreiben dann den ganzen Workflow - zum Beispiel jetzt zur Erstellung von einer Podcast Folge. Ich weiß nicht, wieviel Zeichen lang die ganze Trello Karte, aber es ist halt dann einmal verschriftlicht. Und selbst, wenn man das dann mal an jemand anderen übergeben muss, hast Du es endlich mal einmal niedergeschrieben ne? Vera: Genau, das haben wir ja jetzt auch gemerkt, als wir die Carla noch dazugeholt haben mit ein paar Prozessen, die ich schon gemacht habe und an sie übergeben haben, dass das super easy war durch die Trello Karten. Das haben wir einfach ins andere Board rübergeschoben, weil der Prozess halt einmal aufgesetzt war und dann läuft es gleich. Marcus: Ja. Welche Tools verwendest Du denn mit den anderen Kunden oder auch mit uns neben Trello, die Dir als virtuelle Assistentin, die ja nie live mit den Kunden zusammenarbeitet. Sondern Du bist immer an einem anderen Ort, wo wir dann gerade sind oder die anderen Kunden. Welche Tools erleichtern da Dir das Leben als virtuelle Assistentin? Vera: Ich muss sagen, mein ganz klarer Favorit ist Trello. Das funktioniert echt super und wenn ich einen Neukunden habe, der irgendwie noch kein eigenes System hat, dann empfehle ich immer das zu benutzen, weil das einfach super übersichtlich ist und ich weiß nicht, es macht auch einfach Spaß, diese Karten dann hin und her zu schieben. Marcus: Das ist glaube ich so ein bisschen nach dem Canva Prinzip oder so aufgebaut, wo man früher die Post Its hatte und verschiedene Levels oder Stufen dann immer die Tasks dann glaube ich rumschieben konnte. Was würdest Du denn empfehlen? Man kann bei Trello ja verschiedene Spalten anlegen. Was wäre da sinnvoll? Weil ich glaube, viele wissen erstmal gar nicht, wo sie anfangen sollen und dann, obwohl das System eigentlich relativ simpel ist, wenn man einmal eingestiegen ist, ist der Start glaube ich ein bisschen Tricky, um da so eine Struktur reinzugeben. Was würdest Du empfehlen? Vera: Auf jeden Fall verschiedene Boards für verschiedene Themenbereiche anlegen. Also ich sage mal, sowas wie Social Media, Marketing, Webseite, Allgemeines. Und dann in die Spalten eben einteilen: To Do und dann Check und für die jeweilige Person und noch ein Done Board. Alles was erledigt ist reinpackt, aber das bleibt halt ja immernoch da. Ist auch das Gute daran, auch mit der Suchfunktion, dass man alte Sachen immernoch mal wiederfindet. Marcus: Ja und ich glaube, die Done-Spalte ist insofern wichtig: Man kann auch Karten archivieren über Archive und dann habe ich die aber irgendwie nie mehr wiedergefunden, weil man dann über 3, 5 Klicks irgendwie das Archiv dann nochmal suchen musste und dann war alles total messi und war auch nicht mehr auf dem richtigen Board. Also dann ist glaube ich ein richtig guter Tip, den Du gerade gegeben hast und dann kann glaube ich Ongoing auch noch ganz gut sein, oder? Vera: Stimmt Ongoing für so Tasks, die einfach irgendwie jeden Tag oder jede Woche passieren müssen. Die dokumentiert man einfach in dem Ongoing, kann sich dann aber auch noch ein Datum ja noch setzen und die Kalenderfunktion nutzen, dass man dann auch, sage ich mal, jeden Freitag daran denkt, einen bestimmten Task auszuführen. Marcus: Nutzt Du dann die Kalenderfunktion von Trello? Vera: Nicht ganz so. Ich habe für mich selber noch ne Wunderlist, die ich auch unterteilt habe in meine ganzen verschiedenen Kunden und noch in meine eigenen Projekte und da lasse ich mir einfach auch Erinnerungen schicken, weil es für mich ganz cool ist, die dann auch noch per E-Mail kommen und am Rechner aufpoppen. Also, da kann man echt gar nichts mehr vergessen. Marcus: Ja, ich denke mal, gerade als VA im Kundengeschäft, wo Du ja dann auch Verantwortung trägst für wichtige Sachen, die dann beim Kunden passieren, ist es glaube ich das A und O, zuverlässig und reliable zu sein. Und keine Deadlines irgendwie zu verpassen oder zu vergessen ne? Im Gegensatz zu Deinen eigenen Projekten, die man dann wahrscheinlich, ja, im Zweifel immer wieder nach hinten verschiebt und posponed, weil die Kundensachen erstmal wichtiger sind. Vera: Ja das stimmt. Deswegen habe ich auch fast ein Jahr gebraucht, um jetzt mal meine Website fertig zu kriegen (lacht). Weil andere Sachen dann doch immer irgendwie wichtiger waren. Marcus: Aber jetzt ist sie live? Vera: Ja! Ich hab sie endlich live bekommen und mit der Hilfe auch was von euren Tipp, mit Start in WordPress. Die sind echt super auch die Jungs. Also ich verstehe immernoch nicht, wie die immer alles so schnell hinkriegen. Marcus: Ja, der Hammer ne? Vera: Aber das ist echt cool. Marcus: Ja. Vera: Genau, und die Seite ist jetzt endlich live. Es ist so ein bisschen über alles, was ich so mache, über was ich so anbiete und ein bisschen bloggen werde ich aber auch dadrauf. Also, auch über solche Themen, was wir gerade besprochen haben. Wie Zusammenarbeit funktioniert mit einem VA und was für Tools man so nutzen kann. Marcus: mh, und unter welcher URL findet man die Seite? Vera: Verava, also das ist mein Name: Vera und VA. Marcus: Vera für Virtual Assistance Vera: Genau. Marcus: .de, ne? Vera: Ja. Marcus: Aber das verlinken wir auf jeden Fall nochmal in den Shownotes. Ich finde, die Seite ist richtig schön geworden. Vera: Dankeschön! Ich bin auch ganz… Ja, ich habe schon wieder eine Liste mit Sachen, die ich verbessern möchte, aber ich glaube, das ist so normal. Marcus: Echt? Ja, das ist normal. Ich kenne es ja selber, wenn man eigene Seiten hat, hat man immer so eine mega To-Do Liste: Ach, das müsste man, das könnte man… Das coole ist aber, ich jetzt, der Deine Liste nicht kennt und bin gerade auf Deiner Seite, ich denke die ist schon cool. Die ist perfekt. Also, ich wüsste jetzt gerade nicht, was man optimieren muss. Also, es ist ja eigentlich immer nur irgendwie Stress für einen selber, weil man weiß: Oh, ich will unbedingt den Button dadrin haben, der ist immernoch nicht da. Vera: (grinst) Genau. Ja aber das ist eben echt auch cool, mit denen da von Start in Wordpress. Also muss ich echt nochmal sagen. Egal was für eine Idee man hat. Wenn man sagt “Ey, ich find das jetzt irgendwie total cool, wenn da - ich weiß nicht - ein rotierender Globus ist, auf den ich klicken kann, dann fragt man die das und schon finden die irgendwie ne App oder ein Plugin und empfehlen einem das. Also die sind echt super drauf. Marcus: Das finde ich gut, dass die auch konzeptionell mitarbeiten und nicht sagen: “Ey, Du musst mir genau sagen, ich führe jetzt stumpf irgendeine technische Anweisung aus. ich baue einen Facebook Button da ein, aber darüber hinaus müsst ihr selber sehen wie ihr klarkommt.” ne? Das finde ich echt auch gut, diesen Servicegedanken, den die da jeden Tag leben und super schnell sind die. Ich frage mich auch, wie die das machen. Vera: Ja, das ist echt krass. Marcus: Ich habe ja früher auch selber ziemlich lange an unseren Seiten gebastelt und geschraubt und alles alleine gemacht und kann ja einschätzen, wie lange so allein ne kleine Änderung dauert. Und wenn Du die dann in das Ticketsystem legst, was ich übrigens auch ziemlich cool finde bei Start in Wordpress, dass man genau sehen kann: welche Sachen sind gerade offen? Auf welchem Status sind die? und Du kannst es dann auch noch mit Prioritäten versehen. Ähm, ja… meistens sind die ruckzuck abgearbeitet. Vera: Ja. Nee, das Ticketsystem ist auch ganz cool. Durch meine Kunden, ich muss mich da auch ein bisschen anpassen, an jedem, welches System wer benutzt. Ich muss sagen, Trello ist da mein Favorit. Ich benutze aber auch mit anderen Kunden Basecamp, Asana gibt es noch, dann … was haben wir denn noch? - Redmine. Marcus: Mh, das habe ich noch nie gehört. Ja. Vera: Ja, das ist… da kann man auch gleich Dateien hochladen. Aber ich muss echt sagen, von allen ist wirklich Trello das, was auch wirklich am übersichtlichsten ist. Also, gerade bei Asana muss ich komischerweise immer wieder feststellen, dass die To Do’s da irgendwann so im Nirwana verschwinden und einfach drin liegen bleiben. Ich glaube, es ist einfach nicht so übersichtlich. Marcus: Ja, ich habe keine anderen getestet und bin direkt mit Trello gestartet, weil ich das von so vielen empfohlen bekommen habe. Und gut zu hören von Dir jetzt nochmal, die auch die anderen Systeme kennt, dass das wohl im Moment State of the Art ist und das geilste daran ist, es ist komplett kostenlos ne? Vera: Ja, das ist echt cool. Ja was es noch gibt, ein ganz cooles Tool, ist CoSchedule. Das benutze ich mit einem Kunden, wo ich eben viele WordPress-Einträge mache und das ist dann ein Kalendersystem. So wie so ein Redaktionskalender. Da drin planst Du dann gleich die Beiträge für ne WordPress-Seite, kannst die dann da drin schreiben und vorplanen und nen Redakteur zuweisen. Und das ist dann mit WordPress verknüpft und dann kannst Du dann gleich den Beitrag schreiben. Also für den speziellen Zweck ist das ganz cool.   Marcus: Ja, man muss halt immer gucken: Was ist der Anwendungsfall. Wir haben ja, so wie Du, neben Trello auch noch die Wunderlist laufen und die hat dann den Vorteil gegenüber Trello, dass man da besser terminieren kann finde ich. So, dass Du dann irgendwie eine Übersicht hast: Was steht heute an, morgen an? Und kannst diese einzelnen Tasks besser verschieben, abhaken. Zumal wenn ich mit Feli arbeite, dann immer ziemlich viel administrative oder Entscheidungen anstehen, die dann wichtig sind und das kannst Du dann irgendwie in der Wunderlist schneller und agiler abarbeiten, finde ich. Aber da muss jeder für sich selber glaube ich, ein System finden, ne? Vera: Ja, ich habe auch lange geschaut. Auf die Wunderlist bin ich tatsächlich eher durch euch auch gekommen, weil ich dann gehört habe, ihr benutzt die. Und das funktioniert für mich aber auch wirklich gut. Also, gerade für so Tasks eben, wo ich wirklich irgendwie jeden Freitag um 8.00 Uhr dran denken muss. Marcus: Ja, genau. Vera: Und da macht’s auch wieder Spaß, das ist auch wieder das gleiche Prinzip glaube ich. Dieses abhaken, was dann ein schönes Geräusch macht. Marcus: Jaaa, das ist so krass, was das psychologisch auslöst. Dieses Gratification System oder Bonification. Dass man irgendwas, wie bei so Computerspielen, wenn dann “brrrrimbedim” Giana Sisters das nächste Level erreicht und dann gibt es noch einen geilen visuellen Effekt, dass Du dann Diamanten gewonnen hast oder so. Vera: (lacht) Genau. Marcus:(lacht) Das funktioniert bei mir genau so gut mit To Do’s und mit den Tasklisten, scheinbar bei Dir auch, oder? Vera: Ja, das funktioniert bei mir auch. Deswegen mag ich eben auch Trello so gerne, weil irgendwie, ich schiebe echt gerne diese Karten hin und her. Ja, klappt gut. (grinst) Marcus: Ich hatte eben gesagt: Wir haben ziemlich lange gebraucht, bis wir überhaupt unser Team aufgebaut haben und die ersten Leute reingeholt haben. Du warst glaube ich, mehr oder weniger neben der Grafikerin, neben der Saskia, mit der wir schon lange zusammenarbeiten, unsere erste virtuelle Mitarbeiterin und danach ist es ja ziemlich schnell gewachsen, unser virtuelles Team. Was würdest Du sagen, oder kann man generell ne Empfehlung geben oder irgendwelche Indizien benennen, woran man merkt: So, jetzt ist es Zeit. Ich brauche jemanden, der mir hilft. Weil ich glaube bei ganz vielen, was ich leider sehe, die haben ne falsche Einstellung, gerade auch am Anfang, gerade auch zum digitalen Nomaden Lifestyle oder ihr eigenes Business aufzubauen. Die reden mit mir, sind da für DNX, haben noch keinen eigenen Blog und sagen: “Ja, aber schreiben ist ja langweilig und das will ich outsourcen und Social Media will ich outsourcen, SEO will ich outsourcen.” Und dann frage ich den: “Was willst Du dann noch selber machen?” Also auf der einen Seite ist es glaube ich richtig wichtig und gut, die Sachen mindestens einmal oder für eine gewisse Zeit selber gemacht zu haben und dann aber auch den Punkt zu erkennen “Okay, jetzt brauche ich Hilfe”. Vera: Ja, also das würde ich auch sagen, dass es tatsächlich wichtig ist, alles wirklich auch mal selber gemacht zu haben. Auch um den Prozess optimal übergeben zu können, muss man einfach auch selber, wie der läuft. Also ich hab’s ja mittlerweile auch schon ein bisschen angefangen, dass ich Sachen outsource an andere virtuelle Assistenten, weil ich zum Teil wirklich so einen Workload habe, dass ich da nicht mehr hinterherkomme. Das mache ich aber auch nur mit Sachen, die ich selber schon eine ganze Weile gemacht habe, wo ich genau weiß, wie die laufen, was man beachten muss, um das auch wirklich optimal übergeben zu können. Marcus: Das ist ja jetzt auch wieder ein ganz gutes Beispiel. Du hast jetzt auch irgendwann gemerkt. Da ist einfach zu viel Workload, Du bist mehr mit dem Abarbeiten beschäftigt, als vielleicht sogar Deine eigenen Projekte fallen eh hinten runter und dann sind die Kunden vielleicht sauer. Also spätestens dann sollte man glaube ich das Team erweitern und was könnte so ein Trigger für jemanden sein, der jetzt nur eigene Projekte hat und an seinem Business arbeitet und schraubt? Vera: Ich würde auch einfach mal beobachten, woran Du - sage ich mal - viel zu viel Zeit sitzt, weil’s Dich einfach soviel kostet, Dich dazu zu überwinden. Jeder hat ja irgendwie Aufgaben, die er nicht so gerne mag. Also, ich sage mal, einige schreiben viele Artikel irgendwie runter, weil sie super gerne schreiben. Und dann werden die Artikel aber nie veröffentlicht, weil es die Leute dann total viel Zeit kostet, das ins Blog einzustellen, die Fotos dazu zu packen, die Stichworte dazu zu stecken. Das ist ja auch nochmal locker ne Stunde, die da drauf geht. Und da scheitert’s dann auch bei vielen, die sagen “Oh nee, da habe ich jetzt keinen Bock drauf.” Und dann bleiben die gut geschriebenen Artikel ewig liegen. Also, wenn man so was merkt, dass man auch irgendwie irgendeine Aufgabe immer wieder aufschiebt, dann sollte man sich vielleicht überlegen, ob die nicht einfach jemand anderes übernehmen kann. Marcus: Mh, und wie war das bei Dir? Du hast ja erst glaube ich auch in einer Anstellung als virtuelle Assistentin gearbeitet, hast Dich dann mehr oder weniger nebenbei selbstständig gemacht. Jetzt machst Du es glaube ich komplett selbstständig. Jetzt baust Du ein Team auf. Also Du durchläufst gerade auch diese ganzen Stufen von diesem Unternehmertum glaube ich. Wie fühlt sich das für Dich an? Oder hattest Du vorher nen Plan, oder hast Du einfach Step by Step weitergemacht und geguckt was passiert? Vera: Nee, also ich hatte überhaupt keinen Plan. Ich muss fast sagen, ich bin ja in dieses ganze Nomadentum usw. echt reingerutscht. Ähm angefangen habe ich mit dem Job eigentlich nur, weil ich nen Job gesucht habe, den ich auch von Teneriffa aus machen kann. Also da bin ich ja vor zwei Jahren von Deutschland aus hingegangen und habe dann... Marcus: Okay, Komplett? Heißt: Du hast Dich auch in Deutschland abgemeldet? Vera: Nee. Also ich war noch gemeldet. Eigentlich wollte ich nur für ein halbes Jahr mal hin, so ne Auszeit machen. Aber nach dem halben Jahr hatte ich dann irgendwie keinen bock mehr zurückzugehen. Und, ähm ja, da ist es halt schwierig Jobs zu finden und dann habe ich einfach mal nach irgendwie Online Jobs gesucht, die vielleicht auch so ein bisschen aus meiner Richtung... ich habe ja ursprünglich Marketingkommunikation studiert. Und ja, in der Richtung gibt’s halt auf Teneriffa überhaupt keine Jobs. Das kannste voll vergessen. Und auf irgendwie Callcenter arbeiten oder so hatte ich gar keine Lust. Marcus: Ja, ich glaube, das ist so der Klassiker dann auf kleinen Inseln ne? Vera: Genau. Da gibt’s halt nen Haufen, weil es da ja auch so ne spezielle Steuerzone gibt für Unternehmen. Also da gibt es echt viele deutsche Callcenter und solche Sachen. Und nee, also, das habe ich mir auch gedacht. Dafür bist Du jetzt auch nicht irgendwie auf ne Insel gegangen, damit Du dann den ganzen Tag in so einem dunklen Callcenter sitzt. Dann habe ich halt nach Online Jobs gesucht und bin da eben auf so ein Angebot gestoßen für virtuelle Assistentin. Und hab halt erstmal gedacht “Ja cool, das kannste ja von zu Hause machen. Da kannste einfach hier bleiben”. Und ja, dann kam nach und nach dann auch so durch euch und durch die Conni so die Erkenntnis “Ja geil! Das kannste ja nicht nur von da machen. Das kannste ja von überall machen”. (grinst) Und ja, jetzt entwickelt sich das echt total cool, auch durch die Kontakte, muss ich echt sagen, die ich auf der DNX geknüpft habe, immer mehr. Dass ich da auch so meine eigenen Sachen starte. Marcus: Ja, saugeil. Und ich glaube, Du bist auch ein gutes Beispiel für, wenn man gut ist in dem, was man tut, dann wird man automatisch weiterempfohlen. Und es gibt nichts besseres als eine authentische, ehrliche Weiterempfehlung von jemandem, dem die Leute vertrauen. Wir haben Dich ehrlich gesagt jetzt auch schon ziemlich oft als Virtuelle Assistentin weiterempfohlen, weil wir so zufrieden sind mit dem, was Du tust. Und davor steht halt dann die tägliche harte Arbeit, aber es ist am Ende des Tages zahlt sich das immer aus. Vera: Ja klar. Und gerade in dem Job ist es ja auch wirklich Vertrauenssache. Also es gibt ja viele Sachen, die man an nen virtuellen Assistenten abgibt. Das sind halt wirklich vertrauenswürdige Sachen. Du gibst Deine ganzen Zugänge ab zu allem möglichen, zum ich sage mal jetzt Mailchimp und zur WordPress Seite und vielleicht sogar zur Bank. Und dann musst Du halt der Person auch echt vertrauen. Marcus: Ja genau, da ist erstmal ne Empfehlung Gold wert und dann würde ich vielleicht auch peu á peu vorgehen und dann die ersten Zugänge vielleicht sharen, so wie wir es gemacht haben. Und letztendlich hast Du jetzt auch ne Bankvollmacht und hilfst uns da beim Accounting und bei den Überweisungen. Vera: Genau, und das muss man eben Stück für Stück aufbauen auch, ja. Marcus: Und Du bist jetzt an dem Punkt, dass Du sagst “Ich brauche ein Team, ich brauche Unterstützung” und stellst dann mehr oder weniger Leute für Dich an, die dann Jobs übernehmen, ne? Vera: Ja genau, also ich habe mittlerweile eben auch ein paar, die mich auch schon gefragt haben “wie bist Du denn an Jobs gekommen” usw. und “ich will damit auch gerne anfangen”. Und da habe ich jetzt schon so zwei, drei mit denen ich zusammenarbeite und ein paar Sachen auslagere, wenn ich auch einfach nicht mehr dazu komme oder wenn ich mich auch gerne auf andere Sachen fokussieren möchte. Marcus: Klar, irgendwann kommt man dann an den Punkt, wo man dann ready ist und ja, die Möglichkeit hat, dann auch Sachen auszulagern, die einem selber vielleicht gar nicht mehr so viel Spaß machen, aber für jemand anderen cool sind für den Einstieg, ne? Vera: Genau und so mache ich das jetzt auch. Also ich versuche so die Sachen zu behalten, die mir total viel Spaß machen oder die ich auch einfach nicht auslagern kann, weil sie halt echt Vertrauenssachen sind. Und bei anderen Sachen versuche ich eben dann auch andere da mit ins Boot zu holen. Marcus: Mh, ja, wichtig ist glaube ich, dass die Leute verstehen, dass ne virtuelle Assistenz - ich hatte mir das früher ganz am Anfang auch so vorgestellt: Okay, das ist sowas wie ne Sekretärin im analogen Leben. Die macht dann die… irgendwelche Kalenderverwaltungen oder Termine und das war’s dann und kocht vielleicht noch ein bisschen Kaffee. Das fällt dann weg, wenn man digital unterwegs ist. Dass da viel mehr hintersteckt. Also Dich setzt man, wie gesagt, ein, um irgendwelchen konzeptionellen Sachen zu schreiben. Du machst bei uns Mailchimp, Du bereitest Newsletter vor, Du machst das Accounting, Du machst Buchhaltung, Du machst Social Media, bevor wir da jetzt jemanden hatten. Also das kann viel mehr sein ne? Es kann eigentlich alles sein. Vera: Ja klar. Das kann auch Vertrieb sein. Also auch Angebote erstellen, Rechnungen schreiben. Du kannst auch, wenn es gut dokumentiert ist, Deine gesamte Kundenkorrespondenz irgendwie auch auslagern. Da benutzen wir ja zum Beispiel auch Help Scout, was ja für solche Sachen super funktioniert. Marcus: Genau, das ist cool oder? Vera: Ja, das ist echt klasse. Also gerade bei so vielen Mail Accounts ist das wirklich klasse, wie man es auch hin- und herschieben kann und ne Übersicht behält. Marcus: Ja, also Help Scout ist so ein Ticket Help Service System, wie zum Beispiel auch Zendesk oder so. Da gibt es glaube ich ein paar andere auf dem Markt. Und Help Scout wurde mir … ich glaube Sebastian Canaves sogar empfohlen, der auch immer sehr versiert ist, was so Tools und Technik angeht und er hat dann herausgefunden, dass es die einzigen sind, wo Du dann quasi über das System in dem Backend antworten kannst, was dann aber wirklich 100% noch wie eine E-Mail aussieht. Und das fand ich echt sympathisch, weil ich finde es manchmal unangenehm: Du schreibst an irgendeine info- oder service@-Adresse, willst was wissen und kriegst dann erstmal ne Ticket Nummer, was Du tracken kannst und so und dann fühlst Du Dich eigentlich nur wie diese Ticket Nummer, die Du da mit automatisierter E-Mail zurückkriegst. Vera: Nee, da ist Help Scout schon besser. Vor allem auch, weil man es von verschiedenen Mail Accounts schicken kann und untereinander hin- und herschieben, sich austauschen, mal ne Notiz reinschreiben, wenn man jetzt nicht weiß, was man antworten soll, kann man schnell nen anderen Teammember fragen. Das funktioniert echt gut. Marcus: Okay und als Du dann vor - wann war das? - vor zwei Jahren auf Teneriffa die ersten VA Jobs übernommen hast, war das vor zwei Jahren? Vera: Vor nem Jahr. Also ich bin vor zwei Jahren hin, hab dann erstmal was ganz anderes gemacht. Sechs Monate Praktikum in ner Sprachschule (grinst) Auch um halt spanisch zu lernen. Marcus: Kannst Du jetzt perfekt spanisch? Vera: Perfekt würde ich nicht sagen. Also ja klar, ich habe halt jetzt auch zwei Jahre da gewohnt und auch in ner Stadt, wo fast keine Touris oder Expats sind, sondern vor allem Locals und ja, da ist man auch einfach gezwungen zu sprechen. Also ja, ich verstehe alles und ich kann mich fließend unterhalten, perfekt ist es aber sicherlich nicht. (grinst) Marcus: Ja. Und wie war das dann, als Du dann in diese VA Geschichte eingestiegen bist und parallel bist Du dann auf dem Lifestyle der digitalen Nomaden aufmerksam geworden oder wie kam da eins zum anderen? Und wie bist Du dahingekommen, wo Du jetzt stehst. Ich meine, das ist ja eigentlich nichts, wenn man mal überlegt, vor einem Jahr hast Du die ersten Jobs übernommen als VA, dann noch für eine andere Firma und jetzt bist Du im Sun Desk und arbeitest quasi von überall für echt spannende Kunden und Menschen. Wie kam das alles zusammen? Vera: Ja das ist echt krass. Ich hab’s mir erst gestern wieder gedacht, als wir hier Mittags, nen kurzen Mittagsausflug zum Markt gemacht haben. Wir haben dann hinterher noch so nen geilen Avocadosmoothie getrunken und ich habe echt gedacht: Krass, vor nem Jahr hätte ich das nicht gedacht, dass ich jetzt hier in meiner Mittagspause mal eben in Marokko auf nem Markt sitze und so nen Avocadosmoothie trinke und danach einfach mal wieder arbeite. Also es ist echt super cool. Marcus: Aber so geht es glaube ich gerade vielen bei uns in der Szene. Ich meine, irgendwie sind wir alle so krass durch die Decke geschossen und im Windschatten schießen die Leute dann auch noch alle rechts und links neben einem hoch und irgendwie macht’s total Spaß im Moment. Was war denn dann der erste Trigger? Du hast den Blog von Conni entdeckt oder hast Dich dann entschieden zur DNX zu kommen? Hast dann irgendwann für uns gearbeitet… Vera: Genau, ich habe den Blog von der Conni entdeckt, dann auch vom Sebastian und habe dann gesehen, dass die ja zur DNX kommen im Mai. Und da habe ich mir gedacht “Ah ja gut, dann guckste Dir das mal live an”. Und ja, ich erinnere mich da noch dran. Ich war da echt noch voll schüchtern, kannte gar keinen und habe dann irgendwie gedacht “Okay, mal gucken, was die da alle machen”. Ich fand das dann voll krass, das zu hören, wie sie sich unterhalten haben. So “Ja, und dann fliege ich jetzt nach Thailand und dann sehen wir uns demnächst in Tarifa” und ich habe da echt nur große Augen gemacht und habe gedacht “Boah, das ist ja total cool.” Marcus: Mh, aber ich glaube es ist wichtig zu sehen, dass das auch Realität ist. Dass das nicht irgendwelche Träumereien auf dem Blog sind, sondern man trifft dann die Leute und merkt dann: Ey, das funktioniert ja wirklich. Die fliegen ja echt nach Tarifa und machen die ganzen Projekte, die sie erzählen. Ich glaube, das motiviert auch dann andere zu sehen, die genauso viel Feuer gefangen haben, vielleicht auf dem gleichen Level sind und dann sich gegenseitig motivieren, dass das auch funktioniert, ne? Vera: Genau, das ist eben total wichtig. Also, dass man sich auch wirklich vernetzt und ne Community hat und sich unterstützt. Das hat mir am Anfang auch ziemlich gefehlt, muss ich sagen. Gerade in meinem Job, ich meine, Du sitzt halt eigentlich den ganzen Tag nur alleine vor’m Rechner. Dann kriegst Du Deine Aufträge, hast aber trotzdem irgendwie ja nicht wirklich irgendwen, den Du fragen kannst. Und wenn Du da auch mal Probleme usw. hast und auch, das hat ja schon so angefangen: Wo finde ich denn eigentlich Jobs? Und wo finde ich neue Auftraggeber? Und was kann ich dann eigentlich berechnen? Oder alles mögliche. Und das ist auch ein Grund, das ist jetzt auch noch ein Projekt, an dem ich zusammen mit dem Johannes Völkner arbeite. Was viele nicht wissen: Er hat ja auch als virtueller Assistent mal angefangen. Und ... Marcus: Ja, ich glaube, er hat auch mal einen Guestpost für Tim Ferris geschrieben zu dem Thema. Das ist ganz witzig. Vera: Genau, und wir haben jetzt eben - also er hatte die Seite eh schon, wir haben die jetzt noch mal so ein bisschen aufgefrischt die Seite: fernarbeit.net Und das ist jetzt halt so ein Jobportal für virtuelle Assistenten, wo echt jetzt auch schon ganz coole Jobangebote drinstehen und die Assistenten können sich eben bewerben. Erstmal bei uns, wir gucken das dann an. Und wir wollen das noch so ein bisschen weiter ausbauen zu ner Community, dass eben wirklich die VA’s da nen Platz haben, wo sie sich austauschen können. Genau, da sind wir gerade so im Aufbau, aber wer Bock hat, kann sich das halt schonmal angucken und sich auch schon mal bewerben. Marcus: Ich stelle mir das gerade vor, die ganzen VA’s, die für die spannendsten Projekte auf der ganzen Welt arbeiten, was das für’n Wissen dann ist in dieser Community ne? Vera: Genau. Und auch eben tatsächlich so wie ich es ja jetzt auch schon mache. Also viele lachen, wenn ich sage irgendwie “Ich suche mir als VA ne VA”, aber viele haben sicherlich auch ab und zu wirklich mal auch so Hochphasen an Arbeit, wo man es an andere auslagern kann. Das gebe ich dann auch lieber an jemanden, den ich irgendwie schon kenne vielleicht aus ner Community und ja, so kann man sich dann auch gegenseitig wirklich so unterstützen und ich glaube, das wird ganz cool.   Marcus: Ja, da bin ich mir sicher und ich glaube, das ist bei vielen auch noch gar nicht angekommen, wie viel einem eine virtuelle Assistenz das Leben oder gerade auch Wachstum beim Business erleichtern kann. Vera: Ja, auch gerade weil Du Dich auf andere Sachen fokussieren kannst. Also ich sage mal jetzt, für Dich jetzt auch irgendwie, den Podcast aufnehmen ist total cool. Das ist auch das, was Dir Spaß macht, aber dann hinterher nochmal irgendwie ne Stunde das Transkript lesen und das auf die Website stellen, das ist halt was, was Du super abgeben kannst. Marcus: Ja, ich habe mich da vorher reingefuchst in dieses Podcast-Thema und ja 99% der Podcasts die gescheitert sind, sind daran gescheitert, nicht dass sie keinen Spaß mehr am Aufnehmen hatten, sondern dass sie dann mit dieser ganzen Administration dann irgendwann überfordert waren und das dann hinten runtergefallen ist. Und ja, dahinter hängt ja ein riesen Apparat, den Du dann glücklicherweise koordinierst. Aber Du bist ja nicht die einzige, die dann losrennt, wenn jetzt gleich die Aufnahme fertig ist mit uns beiden. Das kann man dann ja vielleicht nochmal kurz erklären, was dann passiert. Ich glaube, da haben mich in letzter Zeit auch ein paar Leute nach gefragt. Vera: Ich glaube, das ist auch von den ganzen Tasks, die wir so haben der echt jetzt am coolsten schon so durchkoordiniert ist. Also, wir haben ja diese Trello Karte, wo das alles dokumentiert ist und ja jetzt in dem Beispiel, wenn jetzt die Aufnahme fertig ist, dann packst Du die in die Dropbox. Marcus: Die wird sogar automatisch… ist das verknüpft mit Call Recorder. Also ich habe ein Tool, was dann hier über Skype aufnimmt und da ist dann der Dropbox Ordner hinterlegt, genau. Vera: Ja, dann gebe ich eben dem Gordon Bescheid, der ja auch schon ein Podcast mit Dir gemacht hat. Der schneidet dann das mit dem Intro und dem Outro zusammen, guckt nochmal, dass der ganze Ton passt und macht da eben die finale Datei zu. Der gibt mir dann wieder Bescheid, wenn er damit fertig ist. Dann geb ich die finale Datei weiter, gebe die über die Dropbox frei an die Jessica, die dann das Transkript macht. Die mir das dann als Google Doc freigibt, wenn sie fertig ist. Das ist echt … (lacht) Marcus: Das ist echt ein krasser Workflow. Vera: Ja, Du hast derweilen schon im WordPress den Beitrag angelegt, mit schonmal ein paar Shownotes, die ich vielleicht nicht wissen kann und den Beitrag leg ich dann noch komplett an mit den Shownotes, mit den Learnings, mit den Bildern, die dann auch in der Dropbox liegen. Marcus: … dem Text abgeschrieben von der Folge. Vera: Und genau. Und dann macht uns die Saskia noch das Bild für die Facebook-Seite. Marcus: Stimmt. Vera: Stimmt, die ist dann auch noch beteiligt (lacht) Marcus: (lacht) Genau, dann wird er gescheduled. Mittlerweile bin ich ja wieder auf einmal die Woche gegangen. Vera: Ja, ich glaube, das ist auch ganz gut. Also, einmal die Woche ist schon ganz gut glaube ich (lacht) Marcus: Ja, ich wollte halt erstmal Präsent sein und zeigen so “Ey, hier bin ich! Ich geh nicht mehr weg.” LIFE HACKZ gibt’s jetzt zweimal die Woche und so einen krassen Buzz erzeugen. Das hat glaube ich ganz gut funktioniert. Aber jetzt ist auch für mich, also viel zu herausfordernd. Gerade zum Beispiel, wenn wir jetzt zwei Wochen oder ich glaube zehn Tage oder so auf die Cruise gehen, wo wir überhaupt kein Internet haben. Dann in Jericoacoara ist auch nicht mega schnelles Internet und da dann jede Woche - ich muss ja auch selber die Folgen aufnehmen plus diese ganze Produktion - das wäre glaube ich echt tough geworden ne? Vera: Ja, ich glaube einmal die Woche reicht auch, ist ganz gut vom Rhythmus her und gibt ja mittlerweile genug alte Folgen, die man sich dann noch anhören kann. Marcus: Ja genau. Das ist sehr cool. Ich glaube viele haben es nicht geschafft immer alle Folgen mitzukriegen. Dann können die das mal aufholen, aber genau. Dann wird das gescheduled auf mittlerweile jeden Freitagmorgen und dahinter hängt dann ein Feed über Soundcloud, wo dann iTunes quasi einen kleinen Push kriegt, dass ne neue Folge da ist und das geht eigentlich auch richtig schnell, dass es dann bei iTunes auftaucht. Und ja, diese ganze Soundcloud Geschichte übernimmst Du ja auch ne? Vera: Stimmt, genau. Doch ganz viel. Das es echt so ein...Wir mussten jetzt mal gucken, wie lang dieser Task eigentlich ist da in Trello (lacht) Marcus: Mh, das ist die längste Karte auf jeden Fall. Und kurz zur Info: Soundcloud ist ein Mediahoster. Kennen viele von euch und so eine mp3 Datei für den Podcast sollte man nicht auf den eigenen Server legen, weil der auch immer mal wieder ausfallen kann und da sollte man auf jeden Fall irgendwie nen Mediaserver nehmen. Ich glaube Lip Sync ist noch ne Alternative. Soundcloud fand ich noch ein bisschen moderner und frischer. Gerade auch weil man dann das Snip mit einbauen kann in Wordpress und darüber dann den Player laufen lassen kann. Ja, soviel zu dem Podcast Workflow. Wielange bleibst Du jetzt noch in Taghazout? Was sind danach Deine nächsten Pläne? Vera: Ich bleibe jetzt zwei Wochen hier, dann fahre ich nochmal zurück nach Teneriffa, weil, also ich habe ja jetzt zwei Jahre da gewohnt und habe auch richtig ne feste Wohnung gehabt und nen Haufen Zeug angesammelt und alles mögliche. Und ja, muss jetzt dann die Wohnung… ich habe die gekündigt letztens. Marcus: Krass! Also Du machst Dich jetzt komplett auch ortsunabhängig? (grinst) Vera: (grinst) Ja erstmal schon. Also ich bin mir zwar sicher, dass ich irgendwann nach Teneriffa wieder zurückkomme, weil es ist ziemlich cool da. Also, kann ich auch allen mal empfehlen, die da auch mal als Nomade auch hin wollen. Ich weiß gar nicht, warum da nur da Gran Canaria so groß beworben wird. Also, weil Teneriffa ist schon echt super cool. Marcus: Da gibt’s auch nen Coliving und Coworking Space ne? Vera: Genau, das SEOintheSUN in Puerto de la Cruz. Das ist jetzt nicht da, wo ich wohne, aber ich bin jetzt trotzdem in letzter Zeit immer öfter hingefahren, obwohl ich da irgendwie ne halbe Stunde mit dem Bus von mir aus fahren muss, aber es war es mir trotzdem wert, weil es ist super cool da und super schnelles Internet und ein nettes Café dabei. Coole Leute. Der Frank, der das macht, ist auch super motiviert und ja, ist voll der Fan auch von der ganzen Nomadenszene und lädt auch im Moment immer Leute ein. Marcus: Auf jeden Fall ein cooler Typ. Vera: Ja super cool und also wenn man da in dem Coworking ist, kann man auch total viel unternehmen. Was ich jetzt auch schon ein paar mal ihm mitgemacht habe, also auf Teneriffa kannst Du eh so viel machen. Du kannst Surfen, Du kannst in die Berge fahren. Es gibt da den Teide. Das ist irgendwie der höchst Berg Spaniens. Also das ist der Vulkan, da kannst Du dann rauf. Im Winter liegt da sogar Schnee. Ja, ist echt cool dort. Und vom Leben her auch super günstig. Und eigentlich kannst Du auch das ganze Jahr über an den Strand gehen. Also kälter als 20 Grad wird’s eigentlich selten. Marcus: Okay, sollte jeder mal auschecken. Du brichst jetzt trotzdem Deine Zelte da ab? Vera: Deswegen habe ich jetzt auch so gefroren, weil ich es gar nicht mehr gewohnt bin, irgendwie weniger als 20 Grad zu haben. Marcus: Ja, wir auch nicht. Also Oktober geht echt nicht mehr klar und es wird wahrscheinlich nächstes Jahr auch keine deutsche DNX im Oktober mehr geben. Es ist einfach zu kalt. (Beide lachen) Genau, und Du hast gerade gesagt, Du brichst Deine Zelte in Teneriffa ab, musst nochmal zurück und dann? Vera: Dann habe ich jetzt erstmal nur ein One-Way-Flug nach Bangkok, will dann aber weiter nach Chiang Mai und ja… Da bleibe ich erstmal einen Monat und habe gedacht, eventuell danach nach Bali. Marcus: (lacht) Wenn das jetzt andere hören ne? Die denken immer, das ist zu krass, aber... Vera: Ja, ich find’s toll. Ich habe das auch schon mit ein paar Leuten, die ich schon kenne, dass man sich jetzt echt verabredet, so “Hey, dann sehen wir uns am 11. November in Chiang Mai auf’n Bier”. Und das klingt so völlig normal und noch vor nem Jahr habe ich irgendwie gedacht: Ey super krass. Aber jetzt ist es irgendwie so, ja. Und das ist auch das coole dran finde ich gerade. Also gerade auch mit der DNX Community und dass es jetzt eben so wächst, dass Du, wenn Du zu solchen - ich sage mal auch - Hotspots fährst, wo viele Nomaden sind, dass Du eigentlich immer irgendjemanden triffst, den Du auch schon kennst. Also so wie jetzt hier, ich wusste das gar nicht. Ich bin hier ins Sun Desk gefahren und jetzt ist hier halt der Thomas schon hier, den ich ja auch auf der DNX mal getroffen habe. Marcus: Vom IdeaCamp ne? Der hat auch nen Talk gemacht, genau. Vera: Und das ist halt total lustig. Also… Man kommt da irgendwie am anderen Ende der Welt an und triffst einfach schonmal wen. Marcus: Ja, da hat sich nämlich meine Perspektive jetzt auch verändert. Vor drei Jahren, als wir angefangen haben, war das noch nicht so. Und man war echt allein unterwegs und ich bin so happy, dass wir uns hatten und ich mit Feli dann getravelt bin und Business gemacht habe. Und da war dann immer die Frage so “Ja, wielange willst Du das denn noch machen? Und wirst Du irgendwann sessh