Preview Mode Links will not work in preview mode

DNX - Digitale Nomaden Podcast mit Marcus Meurer & Felicia Hargarten


Jul 31, 2015

  itunes-button DNX LIFE HACKZ on SoundCloudDNX LIFE HACKZ on Stitcher    

Interview mit ROBERT GLADITZ VON BUSINESS 1x1

Jo Leute, hier ist der Sommer! Es wird langsam wieder warm. Es wird richtig schön warm, Mitte 20 Grad. Ein paar Tage soll es 30 Grad werden, so wie wir das lieben. Ich hatte ja ein bisschen Schiss. Die letzten Tage in Berlin waren ja richtig kühl. Wir konnten gerade auch nicht fliehen, weil wir gerade die DNX Global vorbereiten, aber jetzt ist alles cool, alles gut, gute Laune. Und entsprechend gut gelaunt war auch das Interview mit Robert Gladitz. Robert ist ein krasser Typ. Der ist 25 und hat mit 21 seinen ersten Blog gestartet. Er hat auch in Sachen Persönlichkeitsentwicklung schon richtig viel gelesen und sich selber auch krass weiterentwickelt. Das wird er uns alles in der Folge erzählen. Alle Shownotes, Links, Verlinkungen, Text und auch die Abschrift zu dieser Folge findet ihr unter www.lifehackz.de/008. Jetzt viel Spaß zum Sommer-Interview mit Robert Gladitz! In dieser Folge lernst du:

  • Was du beachten solltest wenn du deine Ernährung auf Rohkost umstellst.
  • Wie man eine produktive Morgenroutine entwickelt.
  • Warum Robert einen Mixer im Handgepäck hat.
  • Wie man jeden Tag ein YouTube Video produziert.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

1. Sicher dir jetzt kostenlos das ultimative DNX Erfolgskit für Online Unternehmer mit meinen 7 Erfolgsgeheimnissen für deine persönliche und finanzielle Freiheit 💥 [www.dnxnews.de]

2. Komm jetzt in die kostenlose DNX LIFE HACKZ Facebook Community mit tausenden von gleichgesinnten Lifehackern💥 [www.dnxcommunity.de]

3. Sei bei der nächsten DNX Konferenz in Berlin dabei (20€ Gutscheincode "DNX-PODCAST")  💥 [www.dnx-berlin.de]

1.000 Dank, Dein Marcus

 

Shownotes

Youtube Kanal Online Kurs: YouTube - aber richtig! ACHTUNG: Mit dem Promocode "dnxberlin" sparst du 20 EUR

Gary Vaynerchuk

Drive Now

Airbnb

Uber

Rohkost 1x1

Snapchat

Periscope

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Marcus: Ja hey Robert! Cool, dass Du mit am Start bist hier bei LifeHackz! Robert:Danke für die Einladung, Marcus! Es freut mich sehr, dass ich dabei sein darf. Marcus: Sag mal, Du bist ja ein totaler Rohkost-Profi, wenn ich das so richtig mitgekriegt habe. Wie bist Du eigentlich auf das ganze Rohkostthema gekommen? Erzähl mal so ein bisschen mehr über die Hintergründe. Robert: Also ich bin jetzt seit Mai 2011, etwas über vier Jahre, in dieser Rohkost-Welt unterwegs. Es kam eigentlich so, dass meine Mama sich schon zu dem Zeitpunkt bereits so ernährt hatte. Sie hatte ihre Ernährung von alles essen auf komplett Rohkost, also rohes Obst und Gemüse - unverarbeitet und unerhitzt - und sonst eigentlich nichts, außer ein bisschen Nüsse und bisschen Samen und das ist es eigentlich schon, krass umgestellt. Dadurch hat sie ihr Leben total umgekrempelt. Sie hat richtig viel abgenommen und ist fitter und hat sich super viel verändert. Ich habe immer gedacht: Nee, das ist nix,. Das kannst Du nicht machen. Da habe ich - keine Ahnung - Fast Food und Döner, Tiefkühlpizza und sowas alles gegessen und dachte, das ist nicht umsetzbar. Und dann hat sie aber immer gesagt “Probier es doch mal, das ist voll gut” und so weiter. Und irgendwann dachte ich mir okay, ich mache einfach mal eine Woche Test, damit Mama Ruhe gibt, damit ich hinterher sagen kann, ja ist ja gar nicht so geil. Ja, und dann so nach zwei, drei Tagen habe ich halt gemerkt, wie ich mich voll besser gefühlt habe. Ich weiß nicht, zu dem Zeitpunkt habe ich studiert, gearbeitet, habe auch viel Sport gemacht und habe mich halt abends immer so fertig gefühlt und war dann tot. Und das war dann gar nicht. Ich kam dann so um 22:00 Uhr nach Hause und dachte mir “krass, was mach ich jetzt als nächstes?” Ich hatte voll viel Energie und kannte das gar nicht. Und so bin ich dann halt dabei geblieben. Ich habe jetzt nicht gesagt, ich mache das jetzt für immer, sondern dachte mir einfach, ich mache jetzt einfach mal solange, wie es cool ist. Und seitdem bin ich dabei geblieben. Marcus: Cool, also Du bist völlig ungeplant quasi so in dieses Thema reingestolpert durch Deine Mutter und hast gesehen, wow, das bewirkt bei mir ja auch richtig viel. Robert: Ja, genau so war es eigentlich. Marcus: Ja, das sind ja meistens die besten Sachen. Und was genau darf man denn als Rohkoster denn essen und was darf man nicht essen? Und wie ernst nehmt ihr das alles oder wie Hardcore und krass sind die Leute in der Rohkostszene drauf? Ich kenne halt so ein paar Veganer, die dafür sterben würden für ihren Lifestyle. Ist das bei euch oder überhaupt bei den Rohköstlern ähnlich? Robert: Das ist auf jeden Fall schön, dass Du die Frage so formuliert hast. Denn die bekomme ich super oft. Was darf man denn dann noch so essen? Und ich sehe das nicht als, also es ist ja keine Religion oder etwas, das mir jemand auferlegt hat oder so. Im Prinzip darf ich ja alles essen. Ich entscheide halt bloß, was mir irgendwie gut tut und was mir jetzt nicht unbedingt gut tut. Als ich angefangen habe, habe ich wirklich nahezu 100% roh gegessen. Also quasi rohes Obst, Gemüse, Salate, Nüsse, Trockenfrüchte, Öl habe ich am Anfang noch verwendet. Das verwende ich jetzt eigentlich nicht mehr. Und Gewürze. Und das ist es eigentlich größtenteils. Es gibt auch verschiedene Unterrichtungen und es gibt auch Rohköstler, die auch rohes Fleisch essen und Rohmilchkäse und so was. Ich bin da jetzt nicht so ein Fan davon. Das fehlt mir auch irgendwie nicht, deswegen brauche ich es nicht. Aber es gibt da auch super viele verschiedene Richtungen. Da gibt es Leute, die essen eherfFettbasiert, sehr, sehr viel Nüsse, sehr viele Avocados. Dann gibt es Leute, die sind eher High Carb Richtung unterwegs und essen 25 Bananen jeden Tag. Es gibt einfach viele, viele verschiedene Richtungen. Aber ich halte nicht soviel davon, sich an irgendwelchen Prinzipien zu orientieren. Ich gucke einfach was mir am besten tut und da hat sich meine Ernährung auch so ein bisschen verändert. Also am Anfang habe ich, weil ich einen krassen Ersatz brauchte für Brot - ich habe damals auch sehr viel Getreideprodukte gegessen. Wenn ich jetzt einfach nur Erdbeeren gegessenen haben, dann hat sich das für mich nicht so sättigend angefühlt, weil ich dachte, das ist irgendwie nicht kompakt genug. Aus diesem Grund habe ich dann am Anfang sehr viel Nüsse, Trockenfrüchte, Rosinen, Erdbeeren und so etwas gegessen, weil es halt auch sehr, sehr kaloriendicht ist. Das hat sich gut angefühlt und jetzt im Laufe der Jahre merke ich, wie ich das gar nicht mehr so brauche. Jetzt aktuell fühle ich mich am besten, wenn ich sehr, sehr wasserreiche Dinge esse. Also größtenteils einfach Obst und Gemüse. Weil ich merke, wenn ich Sachen dabei habe, die einfach sehr vitaminreich und sehr mineralstoffreich und sehr wasserreich sind, dann brauche ich am wenigsten Verdauungsenergie und fühle mich einfach super gut. Also meine Ernährung aktuell ist einfach größtenteils Obst und Gemüse. Ich bin aber ein bisschen toleranter geworden gegenüber gekochter Nahrung. Marcus: Was heißt toleranter? Warst Du früher ein Hardliner und hast die Pfanne von Deiner Freundin aus dem Fenster gescheppert oder? (beide lachen) Robert: Nee nee, so war es jetzt nicht, aber ich war schon immer so, dass ich gesagt habe, ich mache das so wie ich das mache. Ich war jetzt nie dieser typische - was man auch so aus Veganerkreisen kennt, dass Leute dann mit dem erhobenen Zeigefinger auf einen zukommen und sagen “Du darfst jetzt aber nicht Dein Schnitzel essen, weil … pass doch mal auf…” und so weiter. Nö, ich habe eigentlich immer die anderen Leute ihr Ding machen lassen und das halt für mich so gemacht. Aber ich habe am Anfang wirklich sehr, sehr straight Rohkost gegessen. Meine Freundin ist auch vegan, auch mit einem sehr hohen Rohkostanteil, aber sie isst auch ab und an mal gekochte Nahrung, wie Kartoffeln oder Reis oder so etwas. Und wenn sie irgendwas cooles macht, dann esse ich da auch schon mal so ein bisschen was mit. Aber wenn ich mir selbst Essen zubereite, dann ist es schon größtenteils einfach Rohkost, weil ich merke, damit fühle ich mich am besten. Marcus: Hast Du denn Probleme gehabt mit der Verträglichkeit, mit dem Magen oder haben das andere Menschen? Oder ist es einfach so, dass wenn ich jetzt sagen würde, ich ändere jetzt komplett meine Gewohnheiten und ernähre mich nur noch rohkostmäßig, dass es ein total smoother Übergang ist? Robert: Es kommt so ein bisschen darauf an. Bei mir war es so - das ist schon echt lange her, ich muss jetzt echt mal kurz überlegen, wie das so war. Marcus: Wann war das denn? Robert: Das war 2011, vier Jahre jetzt. Also eigentlich recht easy. Okay ich war zu diesem Zeitpunkt 21. Leute, die anfangen, wenn sie schon ein bisschen älter sind oder die vielleicht auch gesundheitlich nicht so fit sind, da würde ich generell niemandem empfehlen von heute auf morgen 100% darein zu springen sondern sich lieber langsam daran zu gewöhnen. Neben dem “Okay, was esse ich konkret?” kommt auch eine krasse soziale Komponente. Was denkt mein Umfeld darüber? Was mache ich, wenn ich unterwegs bin? Und so weiter. Das ist schon nicht so easy umzusetzen, das muss ich auf jeden Fall sagen. Man muss sich erst einmal daran gewöhnen. Man muss erstmal gucken, wie komme ich denn überhaupt klar, wenn ich mir jetzt nicht mal eben schnell was in der Imbissbude holen kann. Es ist aus meiner Sicht alles möglich und alles halb so wild. Aber am Anfang denkt man natürlich, okay, wie funktioniert das alles. Und deswegen würde ich empfehlen, da langsamer ranzugehen. In Sachen Verdauung gibt es solche und solche Leute. Es gibt Leute, die sagen okay, das ist echt schwer. Und es gibt Leute, die sagen, dass geht eigentlich ganz easy. Was ich halt empfehlen würde und was, glaube ich, auch häufig ein Fehler ist, den viele Leute machen- ich höre halt oft “Oh nee, Salat vertrage ich nicht, das kommt bei mir nicht so gut an”. Das liegt aus meiner Sicht daran, dass quasi Salat, also alles was irgendwie wasserreich ist, wird einfach schnell verdaut. Das ist eigentlich recht schnell durch. Wenn Leute aber vorher meinetwegen vorher ein Brötchen reingehauen haben oder ein Schnitzel mit Pommes oder so etwas, was einfach sehr viel länger zur Verdauung braucht und dann hinterher den Salat drauf, dann gibt es quasi Stau im Verdauungstrakt, weil der Salat schneller ist, als das was davor passiert ist. Und deswegen kriegt man halt die bekannten Verdauungsprobleme. Eigentlich ist da nicht der Salat schuld, sondern eher das, was man vorher gegessen hat. Und wenn man jetzt etwas isst, was wirklich sehr, sehr lange verdaut wird, dann kann es auch passieren, dass man jetzt zum Frühstück irgendetwas ist und dann Nachmittags den Salat und der dann trotzdem Probleme verursacht. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, wenn man mit Rohkost anfängt und die möglichst am Anfang des Tages. Wenn man also ein bisschen was verändern möchte, dann würde ich empfehlen morgens mit einem Smoothie oder Obstsalat oder so etwas zu starten und dann erstmal die weitere Ernährung so ein bisschen wie gehabt gestalten. Dann hat man eigentlich keine Probleme, wenn man morgens direkt mit der Rohkost anfängt. Marcus: Womit bist Du denn heute morgen gestartet? Robert: Ich bin ehrlich gesagt noch gar nicht gestartet. Ich habe bisher nur Wasser getrunken. Mein Plan ist eigentlich immer morgens zwei, drei Stunden erstmal nichts zu essen und erstmal viel Wasser zu trinken, weil ich merke, damit fühle ich mich am besten. Dann habe ich auch noch irgendwie die meiste Energie, weil ich noch keine Energie für die Verdauung brauche und kann noch super produktiv sein. Der Körper ist halt auch nachts im Fastenmodus und da finde ich es recht sinnvoll, ihn erstmal langsam daran zu gewöhnen und nicht jetzt gleich morgens sich fett etwas reinzuhauen. Aber wenn wir jetzt mit dem Interview fertig sind, werde ich in die Küche gehen und werde mir einen grünen Smoothie machen. Das ist immer so an 364 von 365 Tagen im Jahr so mein Standardfrühstück. Marcus: Den hast Du Dir ja dann auch verdient, wenn Du das solange durchhältst. Seit wann bist Du denn dann wach? Robert: Ich bin jetzt seit 9:30 Uhr oder 9:45 Uhr wach, glaube ich. Also es ist jetzt schon recht lange. Meistens würde ich dann jetzt so um die Zeit frühstücken, aber passt auch locker. Das ist auch so ein bisschen eine Gewohnheitssache. Marcus: Ja, das heißt Du stehst jeden Tag “erst” um 9:30 Uhr auf, also schläfst Du solange, wie der Körper Dir dann Bescheid gibt, dass er wieder bereit ist wach und aktiv zu werden oder stellst Du Dir einen Wecker? Robert: Im Idealfall ja. Also ich mag Wecker nicht. Und ich habe Wecker früher gehasst, wenn´s in die Schule ging oder so. Und jetzt, wo ich mir so ein bisschen meinen eigenen Lebenstil gestalten kann, bin ich da recht flexibel und stelle mir eigentlich nur den Wecker, wenn ein Flug geht oder wenn ich irgendwo hin muss oder wenn ich morgens irgendwie einen Termin habe, was ich auch in den meisten Fällen vermeide, da ich das einfach nicht so gerne mag. Aktuell, dadurch dass ich auf meinem Youtube Kanal täglich ein Video mache, was halt immer jeden Abend geschnitten wird und dann noch exportiert werden muss, ist es von der Organisation so, dass ich eigentlich nie vor 0:00 Uhr oder 1:00 Uhr ins Bett komme und dann halt auch nicht unbedingt jeden Tag wieder um 7:00 Uhr auf der Matte stehen will. Aber ich merke auch, wenn ich früh aufstehe, dann ist es auch geil. Dann fühlt man sich halt den ganzen Tag so ein bisschen so, als wäre man im Vorsprung. Mag ich persönlich auch ultra gerne, aber aktuell hapert es so ein bisschen an der Organisation. Aber das kann ja auch noch kommen. Marcus: Ja, ich hatte genau das gleiche wie Du als ich mich selbstständig gemacht habe und das erste Mal die Freiheit hatte, selber zu entscheiden, wann startest Du in den Tag und wie strukturierst Du Dir den Tag. Ich habe das erstmal total ausgenutzt und solange immer gepennt bis ich dann von selbst wach geworden bin. Und bin jetzt aber gerade dabei eine neue Routine und einen neuen Habit aufzusetzen, dass ich immer dann, wenn die Sonne aufgeht, dann versuche mit der Sonne aufzustehen. Das ist je nach Location natürlich dann auch immer ein bisschen unterschiedlich. Hier in Berlin ist es gerade ziemlich früh. Ich glaube heute war es um 5:02 Uhr. Robert: Warst Du wach seitdem? Marcus: Ja klar. Das ziehe ich jetzt seit einigen Wochen durch. Das habe ich in Barcelona gemacht, in Taghazout in Marocco. Man muss da halt immer über so eine App gucken, wann die Sonne wo aufgeht. Aber irgendwann gewöhnt sich auch der Körper von selbst daran. So ist es auf jeden Fall bei mir und ich merke schon irgendwie, da passiert etwas, es wird gerade heller und dann aktiviert das auch irgendetwas im Körper. Robert: Uhh, richtig gut. Und gehst Du dann aber mit dem Wecker daher oder wachst von alleine irgendwie auf? Marcus: Also in 60% bis 70% der Fälle wache ich meistens jetzt kurz vor dem Wecker auf und habe den aber immer gestellt auf die Uhrzeit. Und wenn Du dann aufstehst, hast Du im Vergleich zu wenn ich um 10:00 Uhr oder um 9:00 Uhr aufgestanden bin, nicht mehr so das Gefühl so gehetzt zu sein. Oder dieses hinter der Zeit, was Du eben gesagt hast, weil doch sehr viel passiert bei uns gerade und ich morgens auch noch ziemlich viele andere Routinen mache. Ich mache erstmal die 7-Minute App, das ist so ein funktionales Sporttraining. Robert: Ja das kenne ich auch. Marcus: Und danach meditiere ich dann 15 bis 20 Minuten. Dann mache ich mir etwas zu essen, schreibe das 5-Minute Journal, das ist so eine Art Tagebuch. Also da passieren so ein paar Sachen, bis ich dann wirklich mal an den Rechner komme zum Arbeiten. Dann können schon mal 45 bis 60 Minuten vergehen. Ich bin dann auch bewusst vorher nicht in Social Media oder in die E-Mails reingegangen. Und die Zeit, die nimmt man sich dann viel gelassener, wenn man schon so früh auf den Beinen ist. Seitdem ich das mache fühle ich mich A so, als ob der Tag noch viel länger ist und ich noch viel mehr geschafft kriege und ich bin Abends endlich auch mal müde, so um 22:00 oder 23:00 Uhr. Robert: Ja Marcus, das inspiriert mich gerade total, das Thema auch mal anzugehen. Oder zumindest vielleicht auch als Übergang zu versuchen, jeden Morgen erstmal um 8:00 Uhr aufzustehen, um dann den nächsten Step zu wagen. Ich merke das an Tagen, wo ich das auch schaffe, ist es einfach Hammer gut. Es ist glaube ich alles einfach eine Frage der Organisation, weil letztendlich ist der Tag ja immer 24 Stunden lang. Man muss da einfach nur mal gucken, wie man es sich einteilt oder? Marcus: Ja, und das ist mega gut. Gerade der Körper, der Mensch, das ist einfach ein Gewohnheitssystem und klar, fällt das am Anfang schwer. Man ist müde und man hat dann noch die Freiheit, sich nochmal umzudrehen und dann aufzustehen, dass ist echte willpower. Aber wenn Du es machst und Du machst das ein zweites Mal, ein drittes Mal, ein viertes Mal, ein fünftes Mal - ich bin jetzt glaube ich, bei Tag 17, 18 oder 19 - man darf auf nicht zu streng sein zu sich selber. Also wenn ich am Wochenende feiern gehe, dann kriege ich es natürlich nicht hin am nächsten morgen. Aber dann wird es irgendwann wirklich zu dieser Routine und im besten Fall ist es irgendwann so etwas wie Zähneputzen, wo man dann gar nicht mehr darüber nachdenkt oder mit sich selber diskutiert oder hardert. Putze ich mir die Zähne ja oder nein, das macht man einfach. Robert: Aber weißt Du, was mich interessieren würde? Wie machst Du es dann, wenn Du jetzt angenommen Samstagabend irgendwie weggegangen bist und schläfst dann Sonntagmorgen bis, sagen wir mal 10:00 Uhr oder so etwas. Schaffst Du es dann wirklich am Sonntagabend auch wieder um 22:00 Uhr schlafen zu gehen, um dann Montagmorgen wieder so früh aufzustehen? Also das ist für mich halt super schwer. Ich bin dann abends um 22.00 Uhr noch nicht müde und kann dann irgendwie auch nicht einschlafen. Sagst Du Dir dann, okay die Nacht von Sonntag zu Montag, die geht dann halt auch einfach mal nur fünf Stunden, wenn ich nicht schlafen kann? Marcus: Ja genau so. Die eine Nacht wird dann wieder kürzer. Und ich glaube daran, dass sich der Körper an diesem Montagabend quasi dann wieder zurückholt, dass Du dann die Stunden, falls sie Dir fehlen sollten an Schlaf. Ich glaube aber auch, dass der Mensch ziemlich viel Energiereserven hat, um so Extremsituationen zu kompensieren. Dann wird er sich das wiederholen. Da sollte man sich selbst nicht zu sehr unter Druck setzen und sagen, ich muss jetzt schlafen oder so. Dann geht man halt erst schlafen, wenn es soweit ist und man müde ist. Aber um dann wieder richtig in die Spur zu kommen, muss man halt dann einmal wieder so die Zähne zusammenbeißen. Aber wie gesagt, je öfter man das macht und je man dann auch für sich selbst merkt, was für einen Benefit man davon hat, dass man so früh aufsteht umso leichter fällt es mir jetzt. Robert: Ja ja, zurzeit kann ich mir vorstellen, macht Feli das auch? Marcus: Nee, die ist noch nicht ganz soweit. Sie ist nicht wirklich so der Morgenmensch. Sie würde es gerne machen, beneidet mich dann immer und sagt auch immer “bitte wecke mich morgen früher und wecke mich. Aber wenn ich es versuche und egal, wie ich es angehe.” Es ist oft unmöglich für sie, da ist noch zu viel Widerstand dann wirklich aufzustehen. Und danach ist sie dann immer verärgert, dass sie es nicht früher geschafft hat. Aber es wird, dadurch dass ich jetzt so früh wach bin, auch bei ihr früher, weil ich dann zwei, drei Versuche mache und dann mal um 7:00 Uhr gucke, um 8:00 Uhr oder um 9:00 Uhr und dann schafft sie es auch um 9:00 Uhr. Robert: Okay, weil das stelle ich mir fast ein bisschen schwer vor, sich als Paar zu organisieren. Jetzt wohne ich hier in Berlin gerade alleine und da stelle ich mir das eigentlich ganz easy vor, aber wenn ich jetzt mit meiner Freundin zusammen bin und abends okay, ich gehe jetzt um 22:00 Uhr schlafen. Es ist schon schwer oder? Marcus: Ja es ist schon schwer, aber dadurch dass wir eigentlich ziemlich viel Zeit gemeinsam verbringen und auch tagsüber ja auch ständig aufeinander hängen, was jetzt nicht schlimm ist, weil wir ja auch zusammen arbeiten und unser Business machen, dann ist es auch okay, wenn der andere dann mal ein, zwei Stunden früher schlafen geht. Zumal Feli auch sehr viel schlafen kann. Also wenn ich so um 22:00Uhr schlafen gehe, dann ist sie meistens auch am Start. Aber Du hast schon recht. Wenn man die Routinen alleine durchziehen muss, das ist halt auch immer so der soziale Aspekt. Wenn man sich so krass selbst optimiert, was ich dann ganz gerne mache, da muss man halt immer gucken, dass da nicht gleichzeitig irgendwie ein anderer wichtiger Bereich darunter leidet. Das auf keinen Fall. Robert: Das ist auf jeden Fall ein interessanter Punkt. Marcus: Jetzt weiß ich gerade gar nicht, wie wir darauf gekommen sind. Hast Du denn irgendwelche weiteren Routinen, außer dass Du gerne lange schläfst? Robert: Ähm, lass mich mal überlegen. Ich habe eine recht strikte Morgenroutine. Das mag ich persönlich eigentlich immer ganz gerne. Also wenn ich aufstehe, mache ich als erstes irgendwie auch ganz kurze Trainingseinheiten. Ich habe jetzt nicht so einen festen Plan wie Du. Aktuell habe ich jetzt gerade hier in Berlin eine Airbnb Wohnung und da ist coolerweise eine Klimmzugstange im Flur. Das kam mir sehr, sehr gelegen. Und dann habe ich hier so einen Gymnastikball, wo man ganz coole Sachen drauf machen kann und sonst einfach irgendwie Liegestütze und so. Also manchmal gehe ich auch morgens joggen, was in der letzten Zeit recht selten vorkommt. Aber um ein bisschen in Fahrt zu kommen und dann gehe ich unter die Dusche und dann trinke ich halt erstmal morgens bevor ich Frühstücke - mein Plan ist immer zwischen zwei und drei Liter Wasser, weil ich merke, das ist einfach richtig richtig gut morgens, um in Fahrt zu kommen und nicht gleich irgendwie etwas zu essen, sondern seinen Körper erstmal durchzureinigen. Und dann setze ich mich eigentlich an den Laptop und arbeite was oder drehe ein Video oder was an dem Tag gerade ansteht und bin dann erstmal ein Stündchen oder zwei produktiv und mache mir dann mein Frühstück. Das ist für mich aktuell ein ziemlich guter Start in den Tag. Marcus: Ich wollte noch einmal darauf zurückkommen: Du hast vorhin noch gesagt, dass es erstmal, wenn Du diese krasse Umstellung machst, für die anderen vielleicht krasser als für einen selber, auf Rohkost zum Beispiel. Dass man dann auch ganz praktische Probleme hat, unter sozialen Gesichtspunkten. Wenn man mit Kumpels unterwegs ist und die wollen Burger essen gehen oder man geht mit denen zusammen raus und geht was trinken und findet sein essen nicht, was man dann eigentlich gerne essen würde. Ist das schwierig, sich da so aufzustellen, dass man dann quasi immer seine Möhre dabei hat oder seine Banane oder hast Du da jetzt schon Mittel und Wege gefunden oder weißt genau auf ner Karte im Restaurant, was man bestellen kann und was nicht? Robert: Das ist alles eine Frage der Organisation und alles eine Frage, was Du für eine Persönlichkeit bist. Ich bin da eigentlich schon immer so, dass ich irgendwie ganz gerne auch bereit war, gewisse Opfer zu bringen, um halt andere Benefits dafür zu bekommen. Damals war ich halt 21 und war jedes Wochenende irgendwie mit Freunden feiern und habe angefangen mit Rohkost und habe trotzdem noch jedes Wochenende zwei mal Alkohol zu trinken. Ich bin kein Fan davon zu sagen, okay das ist jetzt mein gestrickter Plan. Sondern ich habe es einfach so für mich versucht umzusetzen, wie es jetzt halt irgendwie ging. Und das hat eigentlich auch ganz gut funktioniert. Wenn ich jetzt aber gucke, mein soziales Umfeld hat sich krass verändert. Also von den Leuten, mit denen ich früher Kontakt hatte, ist jetzt außer meiner Familie und meinem Bruder fast niemand mehr übrig geblieben. Nicht unbedingt, weil man die ganze Zeit über Ernährung diskutiert hat, weil die ihr Steak gegessen haben und ich lieber den Salat und man sich da in die Wolle gekriegt hätte, eigentlich gar nicht. Aber so vom Mindset total. Ich habe das Gefühl, manche Leute sind so ein bisschen, da sprichst Du drei Monate nicht mit denen und fragst dann so was abgeht, und es hat sich irgendwie nichts getan. Und bei mir habe ich das Gefühl alle paar Monate verändert sich einfach alles. Und da ist mein Bedürfnis mit denen noch so krass Kontakt zu haben, so ein bisschen runtergegangen, weil ich dachte, irgendwie tut sich da nix. Wenn ich gucke, mit welchen Leuten ich jetzt Zeit verbringe, da ist fast jeder so aus dieser Veganszene und deswegen ist es eigentlich jetzt super easy. Mittlerweile werde ich eigentlich von keinem mehr komisch angeguckt, wenn ich unterwegs meinen grünen Smoothie auspacke. Sondern es ist jetzt eigentlich voll normal. Nicht jetzt, weil ich sage, ich will nur mit Leuten befreundet sein, die auch vegan- oder rohkostinteressiert sind, sondern weil ich einfach merke, der Punkt Mindeset, ist ganz wichtig. Bei Leuten, die bewusst auf ihre Ernährung achten, in welcher Richtung auch immer, ist halt meiner Meinung nach vom Kopf her da eine ganz andere Geschichte am Start, dass die auch in anderen Bereichen vorwärtsdenkend sind und an sich arbeiten und sich selbst verbessern, Ziel haben. Das sind halt Dinge, die mir wichtig sind. Und die finde ich halt in diesen Kreisen auf jeden Fall häufiger. Marcus: Ja genau, das hatte ich nämlich auch. Ich habe meine Ernährung auf Low Carb umgestellt und da hatte man dann auch erstmal gucken müssen, wo kriegst Du das her oder man wurde dann doof angeguckt, wenn man dann ohne Beilag bestellt hat. Oder ohne Nudeln und ohne Reis. Aber letztendlich muss man ja für sich selber wissen, ist mir das Wert und was für einen Benefit ziehe ich da raus? Die andere Sache ist die, dass Feli und ich genau die gleiche Entwicklung mitgemacht haben, was jetzt den Freundeskreis angeht. Das man vorher einen Freundeskreis hatte, wo sich jetzt im Vergleich zudem, was man jetzt heute alles gerissen kriegt, wo sich bei denen gar nichts mehr verändert und null nach vorne geht. Für mich war es da auch ziemlich schmerzhaft,ein paar Beziehungen oder Kontakte nicht mehr zu pflegen, weil ich da eigentlich ein Typ bin, der sehr harmoniebedürftig ist und mit jedem gern Gutkumpel ist und mal gerne ein Bier trinkt. Aber zu machen Connections, das ging einfach gar nicht mehr, sodass wir den Kontakt abgebrochen haben. Ansonsten wäre es nur noch negativ und destruktiv für uns gewesen. Und genau das glaube ich, das merkt man ja selber, lässt einen erst wachsen, wenn man mit den richtigen Leuten umgeben ist. Von daher ist es jetzt bei uns gerade auch so in dem Freundeskreis, dass alle total gleich oder ähnlich ticken. Und gerade die Leute, die dann auch bereit sind so Umstellungen zu machen, wie in der Ernährungsumstellung oder viel Sport treiben. Nicht ohne Grund sind viele sehr erfolgreiche Sportler auch richtig erfolgreiche Businessmenschen geworden. Die haben einfach eine ganz andere Einstellung zum Leben und zu sich selber. Robert: Total, und das ist eine Entwicklung, die ich bei mir auch sehe. Dieses Ganze, was heutzutage so ist, dass ich mein eigenes Ding mache und nicht irgendwie in diesen vorgefertigten Mustern unterwegs bin. Den Anschluss dafür hat einfach meine Ernährungsumstellung gegeben. Weil ich einfach gesehen habe, krass, ich habe es geschafft einen Bereich meines Lebens so richtig auf Vordermann zu kriegen und richtig da auch eine Sache umzustellen, die ich mir selbst vorher nicht zugetraut habe. Und das hat mir einen krassen Selbstbewusstseinsschub gegeben, dass ich gesagt habe, okay, vielleicht sind da auch noch Dinge drin. Und so nach und nach ist es immer mehr in meinem Kopf angekommen, dass ich gesagt habe, okay, jetzt studierst Du hier und vielleicht gibt es noch irgendetwas anderes. Vielleicht musst Du das ja gar nicht. Vielleicht kannst Du ja auch Dinge machen, die Dir mehr Erfüllung geben. Und jetzt mittlerweile hat sich eigentlich jeder Bereich meines Lebens dadurch verändert, dass ich halt den einen Bereich angefangen habe, Frühjahrsputz zu machen. Marcus: Wichtig ist ja, mit irgendetwas mal anzufangen und die Ziele dann auch nicht zu hoch zu hängen, um dann enttäuscht zu sein, wenn man mal etwas nicht schafft. Also wenn man mal ein Habit aufbauen will und jeden Tag Liegestützen morgens nach dem Aufstehen machen will, dann sollte man erstmal mit zwei oder drei Liegestütze pro Tag anfangen und nicht mit 30. Weil man das sonst viel schneller abbricht. Und der Mensch funktioniert nach diesem Belohnungssystem. Wenn Du das hinkriegst und gerade wie bei Dir, diese krasse Ernährungsumstellung, gaint man glaube ich soviel Self-esteem, soviel Selbstbewusstsein, dass dann die nächsten Schritte irgendwie viel logischer und natürlich sind. Wie bei Dir, dass es dann in den Businessbereich gegangen ist. Robert: Voll. Also wenn ich jetzt so zurückgucke, dieses Mindset, dass ich versuche, mich weiterzuentwickeln und dann neue Projekte zu starten. Mittlerweile bin ich so, dass ich eigentlich, wenn ich das nicht mache, dann fehlt was. Zum Beispiel dieses, ich habe aktuell null Interesse daran, mich zwei Wochen lang an einen Strand zu legen. Und früher dachte ich so “oh geil, Urlaub! Das beste überhaupt!” und jetzt würde mir wahrscheinlich nach zwei Tagen arschlangweilig und ich will wieder irgendetwas machen. Marcus: Ja das geht uns genauso. Dann denke ich “was mache ich denn hier? Jetzt habe ich fast eine Stunde auf der Couch gechillt” und hinterher wird mir langweilig und habe wieder Bock, irgendetwas zu erschaffen. So Dinge oder Werte zu erschaffen. Robert: Das gibt einem halt echt das krasse, positive Feedback. Das ist auch das, wo ich dann abends auf meinen Tag zurückgucke und denke “heute war ein richtig cooler Tag” wenn ich jetzt irgendetwas produktives gemacht habe, was mir auch Erfüllung gegeben hat. Das ist dann das beste überhaupt. Ab und an sind solche Erholungsphasen aus meiner Sicht auch sehr, sehr sinnvoll und ich tendiere auch oft dazu da weiterzugehen und weiterzugehen und nicht mal inne zu halten und die aktuellen Dinge zu würdigen. Das ist auch so ein Thema von mir. Dann müssen da auch manchmal Leute auf mich zukommen und sagen, so jetzt entspann Dich mal kurz. Und dann tut das auch wieder gut. Marcus: Und dann holt man kurz Luft und guckt mal zurück oder? Robert: Genau. Ab und zu gönne ich mir dann auch mal einen komplett freien Tag so alles zwei, drei Wochen irgendwie und das tut auch wieder gut und dann sammelt man wieder Power und am nächsten Tag wacht man morgens auf und denkt sich “Alter, jetzt soll es wieder losgehen”. Marcus: Kenne ich, aber wenn uns jetzt jemand zuhört, der da noch nicht so krass drin ist, in diesem Entrepreneur Mindset und merkt, wie einen das auch selber wieder pushen kann und wie sehr man jetzt on fire ist, der denkt jetzt auch, was ist das für ein verrückter Junge. Der gönnt sich alle drei Wochen mal einen Tag frei und dann will er wieder loslegen. Ich glaube, das kann man nur nachvollziehen, wenn man das selber mal gespürt hat oder? Robert: Ja total. Dadurch dass ich jetzt Dinge mache den ganzen Tag, die mir Spaß machen, will ich halt meine Zeit damit verbringen. Und früher war es so, ich habe den ganzen Tag eigentlich Dinge gemacht, die jetzt nicht unbedingt cool waren, aber die jetzt so, wenn ich in die Uni gegangen bin, das muss halt sein. Das ist halt so eine Pflicht. Und da habe ich mich natürlich krass auf mein Wochenende gefreut, dass ich jetzt endlich mal Dinge machen kann, die ich gerne mache. Und jetzt, dadurch dass ich das jeden Tag machen kann, will ich es auch halt jeden Tag machen. Marcus: Ja, das ist ja das krasse. Dass man Dinge tut, die einem Spaß machen und ab dem Zeitpunkt fühlt es sich nicht mehr nach Arbeit an. Und deshalb muss da auch keiner irgendwie Mitleid mit uns haben, wenn wir da am Rechner sitzen. Oder wenn wir mal unterwegs sind und dann mal im Hostel einchecken, wo die Leute Party neben uns machen und wir die ganze Zeit mitleidige Blicke ernten. Dann denke ich mir immer, okay, Du hast Dein Budget, Du machst Party und ich habe gerade voll Bock darauf hier jetzt zu sitzen und eine Kampagne aufzusetzen oder so. Robert: Und vor allem: Du kannst auch noch nächst und übernächste Woche da sitzen und die Leute sitzen dann aber wieder in ihrem Büro und denken sich “Fuck, wann ist der nächste Urlaub?” Marcus: Ja ja genau. Das ist eine ganz andere Herangehensweise. Wenn wir beide uns jetzt unterhalten, dann habe ich manchmal den Eindruck, ich rede mit einem alten Hasen, der seit 10-15 Jahren schon mehr oder weniger im Business ist und dann sein Leben krass in den Griff bekommen hat oder dass es alles gedauert hat, bis man da ist, wo Du jetzt bist. Du hast ja gerade gesagt, Du bist gerade mal 21. Robert: Nee, jetzt bin ich 25. Als ich angefangen habe mit der Ernährung, da war ich 21. Marcus: Genau, so war das. Gab es da noch andere Trigger als nur die Ernährung. Du bist ja auch businessmäßig sehr erfolgreich unterwegs. Gibt es da welche, die Dich inspiriert haben oder ein bestimmtes Momentum, wo Du gesagt hast, krass, das will ich auch? Robert: Ja, ich würde sagen angefangen hat es mit der Ernährung, und angefangen auf diesem Weg hat es, dass ich mich so mit diesem Thema Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt habe. Da habe ich geschaut, was gibt es denn Interessantes? Ich habe schon immer gerne gelesen und das kam dann so nach und nach, dass ich zu dem Zeitpunkt auch immer irgendwie so Bücher reingezogen habe. Marcus: Von wem zum Beispiel? Robert: Das erste, was so wirklich den Anschluss gegeben hat, war von Tim Ferris 4 Hour Workweek. Was so gut wie jedem den ich kenne den Anschluss gegeben hat, dass man halt mit diesem Mindset ankommt. Vielleicht gehen auch Dinge, die ich selbst gut finden würde, wo aber vielleicht andere Leute sagen würden “das ist aber nicht möglich, Du musst auch schon realistisch bleiben”. Das hat für mich wirklich den Anstoß gegeben und dann habe ich nach und nach mich mit vielen weiteren Dingen beschäftigt. Marcus: Du bist dann quasi auf die anderen Autoren gekommen durch Weiterempfehlung über Amazon oder hast mehr in den Blogs gelesen und dann bist Du vom einen zum anderen gekommen über den Newsletter? Oder wie baut man sich dann so ein Wissen auf und weiß genau, wo man das findet? Robert: Das ist so ein bisschen wie Domino. Du bist halt bei einem und dann empfiehlt derjenige dieses und hörst Du den Podcast von dem und kommst wieder dazu und dazu. Und dann guckst Du das Youtube Video. Ich glaube, wenn man einmal angefangen hat, sich in diesen Sumpf vorzuwagen, dann kommt man auch nicht wieder raus. Das lässt einen nicht los und jetzt ist Gary Vaynerchuk eine riesige Inspiration für mich. Da verfolge ich einfach alles, was der macht und noch so ein paar andere Leute. Für mich gibt es eigentlich fast nichts wichtigeres, als mich entweder im echten Leben oder jetzt auch vom Kopf her mit Büchern und mit Podcasts und Videos und Leuten zu umgeben, die einfach mit einem ähnlichen Mindset unterwegs sind wie ich, weil mich das Thema einfach krass pusht. Wenn ich irgendwie mal einen Tag habe, wo ich denke “Läuft nicht und irgendwie ist da der Wurm drin” dann lese ich ein Buch oder treffe mich mit irgendjemanden und dann gibt mir das sofort wieder Power auf meine eigenen Dinge loszugehen. Wenn ich halt sehe, okay andere Leute machen auch coole Sachen. Deswegen halte ich das für einen extremst wichtigen Punkt, weil alleine kann niemand irgendwie was schaffen, glaube ich. Marcus: Null, null, aber deshalb finde ich es gerade so schwer, wie die Leute hier am Anfang stehen. So war es auch für Feli und mich, irgendwie einmal den Start zu finden und sich das Netzwerk aufzubauen. Ich meine, glücklicherweise gibt es so viele Ressourcen, wie Du es da gemacht hast über Youtube und die Blogs und die ganzen Bücher und so. Aber man muss da schon ein bisschen selbstdiszipliniert sein und sagen “ich mache den Einstieg und ich bleibe dabei. Auch wenn die anderen denken, was macht der Typ denn da den ganzen Tag? Das ist meine Welt.” Und deshalb war es für uns auch so cool zu sehen oder jetzt habe ich das Gefühl, dass es gerade erst losgeht, dieser ganze digitale Nomadenlifestyle von den likeminded people. Als ob ich erstmal so meinen Tribe gefunden habe und nicht mehr überlegen muss, was wir vorher immer alle gesagt haben. So “ja klar, das ist cool was ihr macht, aber warte mal ab, so in zwei, drei, vier, spätestens fünf Jahren bist Du müde und dann brauchst Du wieder eine Homebase und willst Dich setten.” Das kann ja auch alles passieren. Ich lebe ja eh im Jetzt, aber jetzt habe ich noch stärker das Gefühl, das kann erstmal so weiter gehen. Weil egal an welchem Spot wir sind, finden wir immer wieder Menschen, die ähnlich ticken und dann so Plattformen wie Slack vom Peter Levels #nomads oder das Nomad-Forum oder was da alles aufgepoppt ist. Alleine die ganze DNX Community. Da findet man immer mehr Leute, die irgendwo unterwegs sind und dann braucht man gar nicht mehr dieses Nachhausekommen und da sind meine Leute. Weil meine Leute sind auch unterwegs. Robert: Voll. Das ist bei mir genau so. Ich wohne gerade noch in einer WG, aber die ist aktuell für ein halbes Jahr untervermietet. Da habe ich auch irgendwie nicht so wirklich Interesse da wieder zurückzugehen. Zuhause sind für mich jetzt nicht bestimmt Möbel um mich herum oder so etwas. Sondern Zuhause ist für mich einfach eine Location, wo ich Leute um mich habe, die ich mag, die cool sind, die auf meiner Wellenlänge unterwegs sind und im Idealfall noch schönes Wetter und dann bin ich eigentlich recht happy. Marcus: Ja, hast Du denn das auch gehabt, dass Du so eine Phase gehabt hast, wo Du Dich dann minimalisiert hast oder andere Werte erstmal erlernen musstest? Dass Du gesagt hast, das Auto war mir auf einmal nicht mehr wichtig und der Flatscreen auch nicht mehr? So was wie ich es dann durchgemacht habe? Weil ich war früher sehr krass in dieser Corporate Welt unterwegs und habe noch nach ganz anderen Werten gelebt, bis es dann irgendwann klick gemacht hat oder kam es bei Dir eigentlich alles so ziemlich smooth? Robert:  Ich kann mich jetzt nicht erinnern, dass es bei mir so einen bestimmten Moment gab oder so, als es angefangen hat. Aber wenn ich jetzt so gucke, zum Thema Minimalismus, das ist super präsent bei mir. Ich bin auch irgendwie immer nur mit Handgepäcksrucksack unterwegs und es gibt für mich nichts besseres. Ich habe jetzt hier meine paar Klamotten ausgepackt und das ist echt super wenig. Ich habe sogar noch, dadurch dass ich halt irgendwie der riesen Smoothie Fan bin, in meinem Handgepäcksrucksatz sogar noch einen Vitamix dabei. Da staunen immer Leute, wie ich das gebacken kriege. Ja, ich habe halt nicht so viele Klamotten. Marcus: Ja, Du musst halt Prioritäten setzen. Da nehmen wir halt den Mixer zu den Klamotten. Robert: Ja eben. Der Mixer ist mir viel wichtiger und dann kommt noch das MacBook dazu und bin fertig. Mehr brauche ich halt fast eigentlich nicht. Das merke ich auf jeden Fall. Wenn ich jetzt gucke, wofür ich mein Geld ausgebe, dann sind es nicht mehr irgendwelche materiellen Dinge. Früher war ich wahrscheinlich mindestens einmal die Woche shoppen und hab dieses und jenes, und das Gadget und dann brauchte ich wieder einen neuen Fernseher. Mittlerweile sind mir diese Sachen total unwichtig. Weil das auch dazu führt, dass alles was ich mir sozusagen anschaffe an materiellem Zeug, auch dann da ist und ich das auch mit mir transportieren muss und das mich halt nervt. Entweder ich gebe mein Geld für Essen aus oder ich gebe mein Geld einfach für Erlebnisse aus. Dass ich dann dort hinfahre und mit Freunden das mache und hier und so weiter. Und das ist mir viel wichtiger als irgendwelchen materiellen Kram in meinem Leben anzuhäufen. Marcus: Zumal ja viele Sachen auch Folgekosten generieren. Wie wenn Du Dir ein Auto anschaffst, das mal kaputt geht, dann musst Du Versicherung bezahlen, dann musst Du noch Benzin dafür bezahlen. Und ein halbes Jahr später hat Dein Nachbar dann schon wieder ein neues Auto und Du hast nicht mehr das coolste Auto von der Straße. Dann irgendwie lieber Drive Now machen und Car to Go und Du hast immer den neuesten BMW. Robert: Total. Es gibt ja jetzt diese ganzen Plattformen, die in letzter Zeit aufpoppen wie auch Airbnb und Uber und was es so alles gibt. Du brauchst halt eigentlich nichts mehr selber sondern Du kannst halt immer alles sharen, was halt Leute eh haben und was in dem Moment gerade nicht genutzt wird. Das hat aus meiner Sicht nur Vorteile. Marcus: Ja und dann auch immer den heißesten Scheiß. Du kriegst halt dann die neuesten Sachen gestellt. Wie ich gerade sagte bei Drive Now. Das sind ja irgendwelche BMW Cabrios oder Mini Coopers oder es gibt jetzt ein cooles Startup aus Hamburg, was nach Berlin gekommen ist, was diese Elektroroller vermietet. Das ist auch so eine Art Car Sharing aber für den Sommer. So richtig coole Elektroroller, mit denen Du dann durch die Stadt fahren kannst. Robert: Sauber. Marcus: Und insofern macht es ja auch aus rein ökologischen Gründen kaum Sinn, dass jetzt jeder ein eigenes Auto besitzt oder jeder eine Bohrmaschine besitzt, obwohl man eine Bohrmaschine nur alle drei Jahre benutzt. Deshalb finde ich auch dieses Collaborative Consumption, also das gemeinschaftliche Nutzen von Gütern, viel viel sinnvoller als das was wir so in der westlichen Welt so lernen und wonach voll viele streben. Robert: Auf jeden. Ich habe vor vier oder fünf Jahren meinen Führerschein gemacht. Lass mich überlegen, in den letzten zwei, drei Jahren bin ich nicht einmal selber Auto gefahren. Weil wenn ich unterwegs bin, entweder bin ich weit, dann fliege ich immer und in letzter Zeit bin ich super viel in Deutschland unterwegs, weil ich hier viele Leute treffe und jetzt habe ich ganz viele Interviews gemacht und fahre zu irgendwelchen Events und da bin ich immer mit den Bussen unterwegs. Ich liebe es einfach im Bus zu reisen. Gut, es dauert recht lange. Wenn ich jetzt nach Bremen fahre zu meiner Freundin, dann sitze ich immer vier Stunden im Bus. Aber ich mag es persönlich so gerne, weil da kannst Du einfach produktiv sein. Da hast Du Deinen Internetstick dabei und kannst da arbeiten. Für mich ist das halt kein Zeitaufwand. Letztens bin ich von Berlin nach Köln für 8,00 € gefahren. Das ist halt einfach ein Unding, wie günstig es geworden ist, zu reisen. Du brauchst kein eigenes Auto, weil es viel teurer wäre und Du verballerst da noch Deine Zeit. Marcus: Ja, leider sehen das viele noch nicht so, wie günstig man auch reisen kann und wie umweltbewusst das ist, gerade mit diesen Fernbussen und so Geschichten. Dann lieber so einen Fernbus vollmachen für kleines Geld und alle teilen sich die Kosten als wenn 20 Leute einzeln von Berlin nach Köln fahren ne? Robert: Total. Also es spart echt krass viel Geld. Ich werde immer gefragt, wie kannst Du so viel reisen. Ich bin sogar der Meinung, wenn man es clever anstellt, dann ist auch reisen günstiger, als zuhause bleiben. Wir waren jetzt Anfang des Jahres zwei Monate auf Gran Canaria und haben da was geholt über Airbnb. Im Endeffekt habe ich, dadurch dass ich hier zuhause meine Wohnung vermietet habe und auf Gran Canaria günstiger gelebt habe und die Flüge auch super billig waren, eigentlich Geld gespart, im Vergleich zum Zuhausebleiben. Marcus: Ja, das ist ja genau der Trick. Und genau so ist es auch wenn wir unterwegs sind. Und das verstehen viele Menschen nicht, die da nur die Bilder am Strand sehen und so. Wenn wir denen sagen, wenn wir unterwegs sind, in Thailand oder Philippinen oder wie jetzt in Marocco, dann leben wir günstiger und haben weniger Ausgaben, als wenn ich in Berlin lebe. Das ist aber nur, weil die Leute nicht loslassen können von ihren Wohnungen oder Angst haben das unterzuvermieten. Das ist halt dieser Rattenschwanz, wo aber auch jeder für sich selber verantwortlich ist, ob er sich den so aufbaut oder nicht. Und ob man sich eine Doppelhaushälfte finanziert und den Kredit abbezahlen muss oder eine Familie gründen muss, was ja auch sehr cool ist, aber man darf sich dann nicht beschweren, dass andere dann so einen anderen Lifestyle leben können, weil die ja auch einiges dafür tun und bewusste Entscheidungen treffen. Robert: Letztendlich haben wir ja den krassesten Vorteil, dadurch dass wir relativ jung in dieses ganze Thema reingestartet sind und noch nicht so viel angehäuft haben. Wenn ich mir jetzt vorstelle, wenn ich irgendwie schon Mitte vierzig wäre und zwei Kiddies am Start habe und mein Haus gerade abbezahle und Auto und dies und das, dann ist es viel schwieriger da rauszukommen. Aus meiner Sicht ist es trotzdem möglich. Es gibt so viele Leute, die das zeigen. Aber wenn man halt recht jung anfängt, sich mit dem ganzen Thema zu beschäftigen, dann hat man schon einen ganz schönen Startbonus. Marcus: Ja und so langsam wird ja auch so das Problem gelöst, dass man Beziehungen oder Partnerschaften innerhalb von der Szene anfangen kann zu finden. Ich glaube, das war oder ist auf jeden Fall auch noch ein großes Problem für viele Leute. Die entdecken das, aber weil das noch so outstanding ist, der ganze Lifestyle, gibt es da noch nicht so viele Gleichgesinnte. Gerade auch nicht im näheren Umkreis. Und dann muss ich doch alleine starten. Und das lässt dann doch viele wieder stolpern. Aber dadurch, dass die Bewegung immer größer wird, werden auch die Möglichkeiten da Gleichgesinnte zu finden auch im näheren Umfeld auch immer größer. Robert: Mein Tip ist da auf jeden Fall einfach mal loszugehen. Wenn ich mir jetzt angucke, ich habe vor vier Jahren meine Ernährung umgestellt und die beiden Bereiche meines Lebens, die mich auch wirklich sehr, sehr interessieren, der Ernährungsbereich und sein eigenes Ding also Business machen. Wenn ich jetzt schaue, mit welchen Leuten ich mich umgebe, das sind fast alles Leute, die genau in dieser gleichen Schnittmenge unterwegs sind. Die auch irgendwie einen Youtube Kanal haben, die auch gerade dabei sind, ein Online Business aufzubauen. Und trotzdem halt aus diesem Veganbereich. Und ich dachte, das gibt es halt nicht. Wenn Du wirklich ein bisschen ein Exot bist, wirst Du immer wieder Leute finden, die genauso unterwegs sind, wenn Du halt auch hartnäckig dabei bleibst. Dadurch dass ich im November 2013 mein eigenes Business zu starten - ein bisschen über eineinhalb Jahre. Wenn ich gucke, wie viele Leute ich dadurch kennengelernt habe. Mein komplettes Umfeld habe ich in den letzten ein, zwei Jahren kennengelernt. Marcus: Auch Deine Freundin? Robert: Ja genau. Marcus: Vor eineinhalb Jahren bist Du gestartet, sagst Du gerade? Dafür ist das bei Dir ziemlich krass durch die Decke gegangen. Vielleicht kannst Du nochmal kurz sagen, womit Du gestartet bist und was so aktuell Deine Themen sind. Robert: Gerne, ja. Wenn ich auf die letzten eineinhalb Jahre zurück gucke, dann ist es schon irgendwie eine ganz schön krasse Reise gewesen. Und ich glaube, ich brauche auch so ein bisschen, um zu verstehen, wie das alles so passiert ist. Aber angefangen habe ich im November 2013 und da habe ich meinen Blog gestartet - das Rohkost 1x1. Wo ich quasi meine Erfahrung bei der Ernährungsumstellung weitergebe und Leuten gezeigt habe, es ist kein Hexenwerk Rohkost in seinem Speiseplan aufzunehmen und man fühlt sich dadurch gleich besser. Es ist nicht so schwer. Und darüber habe ich halt Artikel geschrieben. Ich habe dann auch nach knapp fünf Monaten mein eigenes erstes Produkt rausgebracht. Das war ein Online Kurs zum Thema Ernährungsumstellung. Und der ist auch gleich gut eingeschlagen. Und so habe ich dann nach sieben oder acht Monaten meinen damaligen Job auch an den Nagel gehängt und ernähre mich seit dem ausschließlich davon. Dazu habe ich dann noch einen Youtube Kanal bekommen und aktuell ist das Thema Youtube sehr sehr interessant für mich und so ein bisschen mein Baby. Ich habe nämlich gemerkt, wenn man Videos dreht, das macht noch viel mehr Spaß als Artikel zu schreiben. Deshalb habe ich dann den Blog und generell das Projekt Rohkost recht wenig Zeit rein und habe jetzt gesagt, das Thema Ernährungsumstellung ist geil, aber irgendwie hat es sich für mich angefühlt, als wäre ich an einem Punkt angelangt, wo ich damit jetzt fertig bin. Ich habe jetzt so viel produziert. Auf dem Youtube Kanal sind irgendwie 300 Videos und auf dem Blog sind 100 Artikel und alles was ich weiß ist da jetzt drin und es hat sich angefühlt, als wäre ich an dem Punkt das nächste zu starten. Mein aktuelles Projekt ist das jetzt das Business 1x1. Darauf zeige ich Leuten, wie ich es geschafft habe, mit meiner Leidenschaft für die Ernährung ein erfolgreiches Business aufzubauen und gebe jetzt diese Erfahrungen weiter. Da gebe ich jetzt quasi Tips und Strategien zu Social Media, zu Youtube, zu Bloggen und all die Dinge, die mir selbst auch wichtig waren und die ich selbst auch einfach gelernt habe auf meiner Reise bisher. Das ist jetzt aktuell mein Baby und da bin ich jetzt dabei, meinen Online Kurs zum Thema Youtube zu produzieren, der auch gerade übermorgen online geht. Marcus: Ah krass. Auf welcher URL wird der online gehen? Robert: Das ist kurse.business1mal1.de. Da ist eine Plattform, die ich gerade dabei bin aufzubauen. Jetzt kommt erst der Youtube Kurs und da werde ich in Zukunft auch zu den weiteren Themen, die mich auch noch interessieren noch mehr reinpacken. Jetzt kommt da wie gesagt, erstmal der Youtube Kurs, aber da werden in Zukunft noch weitere Dinge passieren. Da bin ich mir sicher. Marcus: Und Dein Hauptumschlagplatz, sag ich mal, oder wo Du den meisten Content produzierst für business1mal1 ist aber der Youtube Kanal, richtig? Ich meine, nicht mehr eine klassische Website oder wie ist das Konzept. Robert: Richtig, genau. Mein ganzes Ding hat sich so ein bisschen verändert. Damals dachte ich halt, Du brauchst eine eigene Website und einen Blog und das muss alles so sein. Und jetzt aktuell habe ich eigentlich gar nicht eine eigene Website, wo jetzt Content passiert oder so etwas, wo irgendwie meine Homebase ist. Sondern meine Homebase ist aktuell der Youtube Kanal, wo es jetzt seit vier Monaten ungefähr, jeden Tag ein Video gibt. Der Youtube Kanal ist jetzt gerade mal ein halbes Jahr als und trotzdem sind da jetzt schon weit über 100 Videos. Das ist gerade das, was ich auch so interessant und so spannend finde. Du brauchst eigentlich nicht mehr so ein eigenes richtiges Wohnzimmer, was Dir selbst gehört, weil die Plattform, die es gibt, die ganzen Kanäle wie Facebook, Instagramm und so sind auch hervorragend geeignet, um da auch easy und simpel etwas zu starten und nicht fett viel erstmal einrichten zu müssen. Der Youtube Kanal ist mein Ding. Ich denke, das macht richtig, richtig viel Spaß. Da kommt super gutes Feedback. Jeden Tag gibt es ein Video und ganz viele Leute kommentieren und sagen, sie schauen jeden Tag rein. Und jeden Tag geht jetzt um 18:00 Uhr das nächste Video online. Das ist so ein bisschen deren Abendroutine geworden und wenn es dann mal ein Tag kein Video, dann kommen da schon Stimmen “aahh, was ist denn? Was soll ich denn jetzt heute Abend guckten?” und so. Marcus: Krass. Also so ein bisschen wie früher, die Soap, die Abends lief, das ist jetzt Robert Gladitz und business1mal1 am Start, ne? Robert: Genau und das ist halt echt sehr, sehr, sehr, sehr schön zu sehen. Das ist auch aus meiner Sicht die perfekte Vorbereitung, die beste Marketingmaßnahme überhaupt, um letztendlich dann auch seine eigenen Produkte zu verkaufen. Weil ich durch den ganzen free Content, den ich auf den Youtube Channel online stelle, so einen Draht zu den Leuten habe. Wenn ich jetzt jemanden bei der DNX oder bei irgendwelchen veganen Events getroffen habe und die sagen mir “hey, cool” und dann quatschen wir zwei Minuten, dann sagen die “genau so habe ich mir Dich vorgestellt. Genau so wie Du in den Videos bist”. Und das ist halt schön. Du bekommst voll den Draht zu jemandem und hast dann auch voll das Vertrauen, wenn jemand sagt, ich bringe jetzt mein Produkt oder ein Coaching Programm oder was auch immer raus. So baut man halt vorab dann die Beziehung auf und legt da den Grundstein. Marcus: Ich glaube, es ist total wichtig, gerade durch diese drei Dimensionen, die Du hast oder beziehungsweise eine weitere Dimension, dass man Dich auch sehen kann während Du sprichst und nicht nur Content produzierst beim Schreiben, können die Leute noch eine tiefere Beziehung zu Dir aufbauen, so dass sie dann auf den Events sagen “jo, cool, das ist der Robert, den kenne ich ja eigentlich schon von Youtube und der ist im echten Leben genau so”. Robert: Total, also ich muss echt sagen, bei meinem ersten Projekt, dem Rohkost 1x1, da habe ich auch Youtube Videos gemacht. Da habe ich dann so nach ungefähr einem halben Jahr angefangen. Da habe ich halt den perfekten Vergleich. Vorher habe ich gebloggt, dann habe ich Youtube gemacht und die Beziehung zu den einzelnen Leuten ist dadurch so krass noch einmal angestiegen. Klar, wenn man jetzt von jemandem einen Blogartikel liest und auch regelmäßig, zwei mal die Woche gab es da was, dann kann man schon ein gewisses Feeling für die Person bekommen. Aber wenn Du den wirklich siehst, Du hast es gerade gesagt, bei Youtube hast Du da noch viel mehr Sinne, die da angesprochen werden und Du bekommst ein viel umfassenderes Bild von der Person. Ich teile halt mittlerweile fast mein komplettes Leben und spreche auch über Dinge, die nicht so gut funktioniert sind und was vielleicht aktuell nicht so läuft und das ist auch das, was dann dazu führt, dass man wirklich den kompletten Menschen irgendwie kennenlernt und dann sagt “okay krass, da kann ich mich voll mit identifizieren. Als ob ich den jetzt schon ewig lange kenne”. Und in Wirklichkeit hat man sich noch gar nicht in der wirklichen Welt getroffen. Marcus: Ich glaube, das ist auch das Geheimnis, womit man bei den Leuten Vertrauen und Spaß und eine Beziehung aufbaut. Dass man nicht nur immer diese perfekten Seiten von sich zeigt, wo alles super gut läuft und der Himmel rosarot ist, sondern auch mal sagt, ich habe auch mal einen Tag, wo es mir nicht so gut geht. Oder ich struggle mal mit irgendwas. Ich habe heute mal auf nichts Bock und heute läuft es bei mir nicht. Das ist auch ganz wichtig ne? Robert: Letztendlich ist ja das, was einen auch so als Mensch macht. Denn jeder Mensch hat aus meiner Sicht mal ab und an was, was nicht so gut läuft. Und wenn man halt immer nur das Perfekte zeigt, dann ist es halt wie früher im Fernsehen, wo die Leute dann ewig geschminkt wurden und alles geskatched und geschnitten und so weiter. Und jetzt ist es halt viel näher an der Realität. Ich habe auch vor einer ganzen Weile ein Video darüber gemacht, von meinem letzten Launch, dass der aus meiner Sicht nicht so erfolgreich gewesen ist, wie ich es mir gedacht habe und habe dann einen Pfad zu dem Video gemacht. Und dann habe ich denen gesagt, okay, das denke ich mir und das und das. Und dann haben die Leute auch gesehen, krass, da ist auch jemand, der auch so ein bisschen kritisch mit sich selbst ist und auch mal Niederlagen eingesteht und dann hat es dazu geführt, dass einfach so gutes Feedback kam und die Leute sich bedankt haben und gesagt haben, okay das tat echt voll gut zu sehen, dass nicht immer alles perfekt laufen muss und trotzdem kann man auf dem richtigen Weg sein. Marcus: Ja absolut. Hast Du keine Angst, dass Youtube Dir irgendwann mal den Saft abdreht oder dass Du Dich zu abhängig machst von der dritten Plattform? Robert: Das ist eine super spannende Frage, die ich auch echt richtig häufig gestellt bekomme. Ich denke mir halt: Eigentlich hat Youtube ja ein Interesse daran, dass ich da bin. Dadurch dass die ganzen Leute meine Videos schauen, sorge ich ja dafür, dass die Leute auf der Plattform Youtube sind. Von daher ist Youtube auf meiner Seite. Also haben sie kein Interesse daran gegen mich zu arbeiten sondern für mich zu arbeiten und mich zu supporten, dass ich möglichst viel guten Content produziere. Das einzige, was natürlich dazu führen könnte, dass der Kanal gelöscht wird oder irgendsowas ist, wenn Du irgendwelche Dinge machst wie Copywrightverletzungen oder Beleidigungen oder so etwas. Da ich aber aktuell nicht den Plan habe, so etwas zu machen, sondern da so ein bisschen in Youtubes Regeln spiele, mache ich mir darüber null Gedanken. Selbst wenn das jetzt irgendwie schiefgehen würde, weiß ich, dass ich in dem ganzen Prozess so viel gelernt habe, so viele Skills angeeignet habe und so viele Erfahrungen gemacht habe, dass ich halt, wenn ich nochmal komplett von null starten müsste, wahrscheinlich nochmal viel schneller durch die ganze Entwicklung durchgehen könnte, weil ich halt schon so viel gelernt habe. Ich habe auch letztens zu dem Thema ein Video gemacht. Mich hat es sogar früher, wenn ich irgendwas auf der Playstation gespielt habe, wenn ich ganz weit war, dann nochmal komplett von vorne zu starten und den ganzen Speicherstand zu löschen, weil ich dadurch eine neue Herausforderung hatte. Marcus: Neue Challenge: Das noch schneller hinzukriegen. Robert: Auf jeden Fall. Alles was man auf dem Weg gelernt hat, da einfach nochmal mitzunehmen. Und deswegen mache ich mir da recht wenig Gedanken, was die Zukunft bringen wird, weil ich weiß: alle Skills und alle Erfahrungen, die kann mir halt keiner nehmen. Die bleiben mir halt. Marcus: Das kenne ich auch noch von früher. Wenn man dann Super Mario Bros. oder Gianna Sisters, ich weiß nicht ob Du das noch kennst. So ganz früher mit der Datasette auf dem C64 gespielt habe und dann schon diesen ganzen geheimen Tricks und Regeln kannte und diese Extrabonus Diamanten irgendwo einsammeln konnte. Und dann hatte man einen verpasst und dann hatte man eigentlich gar kein Bock mehr ans Ziel zu kommen, weil man wollte dann diesen perfekten Weg machen. Robert: Genau, das kenne ich auch. Marcus: Und neben Youtube fokussierst Du Dich noch auf andere Plattformen? Oder produzierst da viel Content? Robert: Also Youtube ist auf jeden Fall das, wo der Großteil meiner Zeit reingeht. Ich mache halt jeden Tag ein Video. Also das tägliche Video ist so eine Kombination. Ich habe da ein eigenes Format geschaffen, was mir in dieser Youtube Welt so ein bisschen gefehlt hat. Ich mache jeden Tag ein Video, wo ich einen Content habe, wo ich halt quasi über ein bestimmtes Thema spreche, was mich jetzt gerade bewegt. Sei es eine Mindset Sache, sei es eine Social Media Sache, was zum Thema Youtube Kanal aufbauen. Irgendwas in die Richtung, was mich gerade so bewegt. Dann kombiniere ich das mit einem Blogpart. Also ich habe jeden Tag immer meine Kamera dabei und zeig den Leuten wo ich so bin und was ich so mache und was ich so esse, was ich mir für Bücher reinziehe, mit welchen Leuten ich mich treffe. Also dass wirklich so ein umfassendes Bild von mir als Person entsteht und diese beiden Welten kombiniere ich in dem Video und das geht auch jeden Tag zwischen 20 und 30 Minuten. Für mich fühlt es sich abends so an, wenn ich da sitze und mein tägliches Video geschnitten habe, als ob ich so ein kleines Miniwerk in die Welt hinaussetze. Als ob jetzt der Maler sein Bild fertiggemacht hat. Ich habe jetzt mein tägliches Video und es ist jetzt da draußen in der Welt und es braucht auch jeden Tag mehrere Stunden Zeit. Aber das ist mir echt so das wichtigste. Und dann habe ich natürlich noch weitere Plattformen, um das noch so ein bisschen zu unterstützen. Bei Facebook bin ich natürlich aktiv und Instagram bin ich aktiv. Das sind so die beiden Supportplattformen. So sehe ich das so ein bisschen, um auch noch andere Dinge zu teilen. Das nächste Projekt wird auf jeden Fall, wenn ich jetzt fertig bin mit dem Kurs-Launch und das alles in trockenen Tüchern ist, dann werde ich mich mit dem Thema Snapchat beschäftigen. Ich denke, das ist sehr, sehr reizvoll und das ist auch wo die Zukunft hingehen wird und da gleich am Anfang an Board zu sein, das ist glaube ich ziemlich interessant. Marcus:  Ich habe mir das vor ein paar Monaten installiert, nachdem ich auch von Gery Reinhard gehört habe, dass das der heißeste Scheiß sein soll. Und ehrlich gesagt aber nicht richtig verstanden, wie da Brands oder Unternehmen mit ihren Usern kommunizieren können. Beziehungsweise, ich habe es nicht mal hingekriegt mit irgendjemandem da zu kommunizieren oder zu chatten. Vielleicht bin ich das auch falsch angegangen. Kannst Du mal kurz erklären, wie das funktioniert? Robert: Bei Snapchat ist der Puffer sozusagen oder die Barriere zwischen dem, der produziert und demjenigen, der konsumiert noch geringer. Zum Beispiel weiß jeder bei Instagram, dass der da einen Filter drüber legt, dass Dein Bild noch mal schön hinpositioniert ist. Bei Youtube ist es auch geschnitten. Und bei Snapchat ist es so, jemand nimmt es auf und es ist sofort online. Da kann nochmal ein direkterer Draht entstehen. Und deswegen machte es glaube ich so ein bisschen den Reiz aus. Das Prinzip ist eigentlich Folgendes: Du hast bei Snapchat solche Stories, wo Du quasi ein Bild oder ein Video auf, was bei Dir gerade abgeht und dann ist es online und dann kannst Du halt für die nächsten 24 Stunden angeschaut werden. Und Leute, die Dir folgen, wie bei Facebook oder Instagram oder Twitter können es dann angucken, haben aber nur eine begrenzte Zeit. Und das hat Snapchat clever gemacht, weil das dafür sorgt, dass Leute jeden Tag reingehen. Weil wenn Sie es verpassen, bei Facebook ist so “okay, da schreibe ich morgen auf die Nachricht und auf die E-Mail kann ich morgen auch noch drauf antworten, das Youtube Video kann ich mir auch noch nächste Woche angucken”. Aber bei Snapchat ist es weg. Marcus: Das ist jetzt gerade bei Facebook mit Read later und so Funktionen ne? Das ist ja krass. Robert: Ja das ist so. Das ist halt einfach noch einmal direkter. Das ist ein ähnlich spannendes Thema, wie das Thema Webinare. Da seid ihr ja auch super dabei. Ich mag das persönlich richtig gerne, weil das halt auch nochmal so was ist. Alles was einen möglichst engen Draht zu den Zuschauern oder zu den Lesern oder wie auch immer, herstellt, ist halt so wertvoll. Wenn jemand irgendwelche coolen Sachen macht und Du findest das spannend, was derjenige produziert, dann willst Du natürlich auch mehr von dem erfahren. Und wenn Du da einen intensiven Einblick bekommst, dann ist das halt auch spannend. Zum Beispiel früher, wenn Du denkst okay,  Oma Gretchen kauft sich jetzt irgendwo einen Smoothie, dann interessiert sich die ganze Welt dafür. Und wenn das aber Tante Anneliese macht, dann interessiert es halt keinen ne? Wenn Du halt eine Persönlichkeit bist, die spannend ist, dann wollen Leute halt auch sehen, was in Deinem Leben so abgeht. Und da ist Snapchat ein gutes Tool, Webinare, die Vlogs, was ich mache und alles, was wirklich sehr, sehr nah dran ist, ist da sehr, sehr sinnvoll. Marcus: Was hälst Du von Periscope? Robert: Auch spannend auf jeden Fall. Ich habe es persönlich noch nicht getestet oder ausprobiert, aber auch sehr interessant. Was bei mir aktuell noch die Hürde darstellt ist, dass ich denke, dass ich noch nicht eine Reichweite aufgebaut habe, die groß genug ist, um das ganze sinnvoll zu machen. Ich habe darüber nachgedacht, entweder feste Zeiten, wo ich sage “Leute, jeden Mittwoch treffen wir uns Live in Periscope oder in Meerkat und dann gibt es irgendwie etwas, damit Leute sich darauf einstellen können. Wenn ich jetzt sage, okay ich gehe jetzt einfach mal Live. Erstens bin ich auf Twitter eh fast gar nicht aktiv, von daher ist das auch eine weitere Hürde und wenn ich jetzt einfach sage, okay ich starte das jetzt und dann geht es los und dann sind dann vielleicht, wenn ich Glück habe, drei, vier Leute dabei, weil ich noch nicht die riesige Reichweite aufgebaut habe, dass jetzt spontan da Leute zugucken. Wenn Gary Vaynerchuk seine erste Review Shows da Live macht, der hat eine riesige Reichweite und trotzdem sind da “nur” ein paar hundert Leute, vielleicht aktuell auch mal über tausend, was jetzt aber nicht so viele sind. Und deswegen ist das noch eine Hürde, aber ich weiß, dass ich da in Zukunft auf jeden Fall reingehen werde, weil das halt sehr spannend ist. Marcus: Vielleicht mal kurz, für die, die da nichts mit anfangen können oder davon noch nichts gehört haben. Das ist eine neue App, womit man dann quasi Live sein Video streamen kann von überall ne? Robert: Genau, Du kannst quasi jetzt auf den Knopf drücken und sagen “hey Leute, jetzt könnt ihr mal zugucken, wie ich was auch immer mache”. Marcus: Tim Ferris macht zum Beispiel irgendwie Having Tea with Tim. Und dann macht er sein Ding an morgens, wenn er noch ganz gechillt und entspannt ist und beantwortet dann Fragen. Ich glaube die Leute können dann über Chat mit einem kommunizieren und macht dann ganz spontan dieses Periscope-Chats. Ich finde es auch mega spannend und hätte da glaube ich mal richtig Bock drauf. Ich habe das in Tarifa getestet, als wir die 7-Minute App auf dem Rooftop gemacht haben. Da haben dann ein paar Leute zugeguckt, aber irgendwie alles nicht irgendwelche Leute, die ich kenne oder die mich kennen. Man kann ja auch ganz random irgendwie nach Channel gucken, was da passiert. Ich glaube, da muss man dann irgendwann noch mal ein bisschen durchdachter rangehen. Aber wenn sich das dann durchsetzt, ist das auch noch ein mega spannendes Tool, was einen ja noch authentischer macht, wie Du gerade sagst. Hier beim Podcast kann geschnitten werden. Bei Youtube kann geschnitten werden. Fernsehen wird eh manipuliert. Die Zeitungen sind auch alle manipuliert. Insofern werden so Formate und Tools glaube ich, immer wichtiger. Robert: Auf jeden Fall. Aber das ist cool, dass Du das gerade noch mal mit Tim Ferris angesprochen hast. Wenn Du halt wirklich sagst, die Leute können sich auf eine bestimmte Zeit einstellen, dann ist halt auch die Wahrscheinlichkeit, dass dann jemand in dem Moment Zeit hat und dann da joinen kann, viel höher, als wenn er dann gerade unterwegs ist und eine Benachrichtigung bekommt und aber keine Zeit hat. So kann man sich ein bisschen darauf einstellen. Das kann ich mir auch gut vorstellen, irgendwie jeden Morgen so etwas zu machen oder jeden Abend. Oder zwei mal die Woche. Das ist glaube ich recht cool und da werde ich noch experimentieren in nächster Zeit. Marcus: Ja sehr cool. Robert, ich glaube, wir sind auch soweit durch. Wir haben jetzt fast eine Stunde miteinander gequatscht. Ich könnte glaube ich noch fünf weitere Stunden mit Dir reden. Wir sehen uns aber in zwei Wochen auf der Global. Robert: Auf jeden Fall. Ja mein Frühstück ruft jetzt mal. Marcus: Ja das stimmt, Dein Frühstück um 13:29 Uhr. Hast Du noch ein Lieblingssmoothie Rezept, was Du uns verraten willst? Robert: Sehr gerne. Bei mir sind ja die grünen Smoothies omni präsent. Ich bin ein großer Fan davon, möglichst viel Pflanzengrün in die Ernährung zu integrieren, weil ich der Meinung bin, dass das mineralstoff- und vitaminreichste überhaupt ist, was man nur machen kann. Das Non-Plus-Ultra sind auf jeden Fall die Wildkräuter. Also was wild gewachsen ist. Also viele Leute mögen es nicht glauben, aber wenn ich mal Zeit und Muße habe, dann gehe ich auch mal auf die Wiese und pflücke mir da meinen Löwenzahn und meine Brennessel. Marcus: Da darf man aber nichts falsches pflücken. Wenn man Pech hat… Robert: Es ist wichtig, sich bei dem Thema an Sachen zu halten, die man wirklich kennt. Also ich würde jetzt nicht dahergehen und würde mir ein Buch reinziehen und sagen “oh da sagt jemand hier, da gibt es den gemeinen Breitknötterich oder irgendwie sowas, dann würde ich versuchen, den zu finden. Das würde ich jetzt nicht unbedingt machen, weil man sich da vielleicht auch etwas unangenehmes einhandeln kann, aber zum Beispiel Löwenzahn, Petersilie kennt jeder. Dann gibt es noch zwei, drei andere Dinge, die eigentlich sehr easy sind und das strotzt halt nur so vor Power im Vergleich zu einem Salat aus dem Supermarkt. Und auf den Märkten, wo ich unterwegs bin, kann man die auch kaufen. Ich habe jetzt in meinem Kühlschrank so eine große Tüte Wildkräuter fertiggekauft. Das ist nicht super günstig, aber da ist halt richtig viel dabei. Und deswegen mag ich das sehr gerne. Das landet, wenn möglich, in meinem Smoothie oder sonst halt auch die üblichen Verdächtigen wie Spinat, Mangold oder so etwas. Das geht auch immer klar. Und dazu dann einfach Obst, was ich gerade da habe. Bananen sind bei mir ein Basic, weil die halt einfach für die Süße sorgen. Ansonsten einfach Äpfel. Im Sommer Beeren. Was auch immer man einfach da hat. Pfirsiche gehen auch, klar. Also grün plus Obst ist aus meiner Sicht eine Killer-Kombi. Marcus: Cool, saugeil. Vielen Dank! Robert: Sehr gerne! Marcus: Und wir sehen uns in zwei Wochen, bis dann!

Robert: Das machen wir so, danke Marcus, ciao!

[/su_spoiler] [/su_accordion]