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Dec 11, 2015

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Interview mit Sebastian Kuehn von Wireless Life

Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 36! Hey Leute, herzlich Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show, immer noch live aus Chiang Mai in Thailand, dem Digitalen Nomaden Hot Spot. Heute habe ich mir den Macher von Wireless Life vor’s Mikro geholt, Sebastian Kuehn. Und Bastian lebt schon seit längerem in China und hat ziemlich viel Know-How, wenn es darum geht: Wie baue ich mein eigenes Online Business auf? Er ist also ein alter Hase in dem Geschäft und kann euch auch genau sagen, welche Fehler man vermeiden sollte, welche Fehler man nicht machen sollte. Weil genau darüber sprechen wir in dem Podcast. Das haben Feli und ich falsch gemacht, das hat Sebastian falsch gemacht, das haben auch tausend andere, würde ich wetten, falsch gemacht. Und das kann man aber vermeiden, wenn man weiß wie. Viel Spaß mit der heutigen Folge. Peace and Out! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. In dieser Folge lernst du:

  1. Welche Fehler Du beim Aufbau Deines Online Business vermeiden solltest.
  2. Warum es immer gut ist, für neue Sachen offen zu sein.
  3. Warum es okay ist auch mal Nein zu sagen.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Wireless Life

Wunderlist

Trello

Wireless Life Online Konferenz

Citizen Circle

Rock My Site

Wundersite

VPN Service Astrell

Tony Robbins  

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 36! Hey Leute, herzlich Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show, immernoch live aus Chiang Mai in Thailand, dem Digitalen Nomaden Hot Spot. Heute habe ich mir den Macher von Wireless Life vor’s Mikro geholt, Sebastian Kuehn. Und Bastian lebt schon seit längerem in China und hat ziemlich viel Know-How, wenn es darum geht: Wie baue ich mein eigenes Online Business auf? Er ist also ein alter Hase in dem Geschäft und kann euch auch genau sagen, welche Fehler man vermeiden sollte, welche Fehler man nicht machen sollte. Weil genau darüber sprechen wir in dem Podcast. Das haben Feli und ich falsch gemacht, das hat Sebastian falsch gemacht, das haben auch tausend andere, würde ich wetten, falsch gemacht. Und das kann man aber vermeiden, wenn man weiß wie. Viel Spaß mit der heutigen Folge. Peace and Out! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. Marcus: Hey Sebastian, cool dass Du bei LIFE HACKZ am Start bist! Bist Du ready? Sebastian: Yess, danke für die Einladung Marcus! Marcus: Sehr gerne! Wo erwische ich Dich gerade und was machst Du da? Sebastian: Du erwischst mich gerade in meinem kleinen, beschaulichen Home Office in meiner Wohnung in Shanghai. Ich gucke gerade auf so einen kleinen grünen Hinterhof, kleiner Vorgarten und da kann man schnell mal vergessen, dass das eigentlich eine 20 Millionen Metropole ist. Und ja, ich versuche gerade ein paar Sachen zu erledigen. E-Mails, ein bisschen Buchhaltung heute noch. Marcus: Oh, mein Lieblingsthema neben Steuern (lacht). Sebastian: Ja, ich versuche mir immer den Vormittag so zu legen, dass ich da alle Sachen erledige, also Korrespondenzen, Buchhaltung, alles was nicht unbedingt so riesen Spaß macht, um dann den Nachmittag frei zu haben für ein bisschen mehr kreative Dinge. Marcus: Okay, Du gehst da nach dem Prinzip vor, die Sachen, die echt keinen Spaß machen, aber die sind wichtig. Okay, morgens habe ich noch genug Will-Power dafür und verschiebe es nicht. Dann gehe ich’s morgens an und nachmittags machst Du dann eher kreative Sachen, wie Blogartikel recherchieren und schreiben? Sebastian: Genau richtig. Nachmittags ist dann immer so die Belohnung, ne? Wenn man früh die zwei, drei Stunden abgearbeitet hat, dann kommt die Belohnung und dann ist das Content erstellen, Konzeptionierung, so ein paar Sachen am Web-Design machen, an neuen Ideen und Projekten arbeiten. Also alles, was dann deutlich viel mehr Spaß macht. Marcus: Ja, wie organisierst Du Dich für diesen wichtigsten Task des Tages? Schreibst Du Dir den schon vorher raus oder hast Du ein bestimmtes Tool, wo Du dann nach Prioritäten sortierst? Sebastian: Ich habe ganz lange To Do Listen benutzt, hab da ein Tool benutzt. Todoist, was ich total klasse finde. Da waren quasi meine ganzen Aufgaben drin, nach Datum und nach Prioritäten sortiert und die arbeite ich dann ab. Und jetzt vor ein paar Monaten bin ich immer weiter davon abgekommen, diese klassischen To Do Listen zu benutzen und habe eigentlich hier neben meinem Laptop ein Zettel liegen. Also ganz klassisch ein Blatt Papier und einen Stift, schreibe mir da wirklich nur die allerwichtigsten ein, zwei Sachen drauf, die am nächsten Tag erledigt werden müssen und dann streiche ich die durch, wenn sie erledigt sind. Marcus: Hm, es kann fast noch mehr Bock machen, als so ein Mausklick auf so ein Quadrat, wo dann so ne Checkbox reingeht, oder? Das mit dem Pencil dann durchzustreichen. Sebastian: Ja genau. Und ich erwische mich auch immer selber dabei, dass… diese To Do Liste die habe ich immer dabei ne, am Tablet, am Handy, am Laptop und von unterwegs, wenn mir irgendwas einfällt, dann haue ich da die ganzen Aufgaben rein und die ist dann so überladen, die To Do Liste, dass alleine schon der Anblick mich total demotiviert. Und wenn ich einfach so ein Blatt Papier hier habe und handschriftlich mir die Aufgaben notiere, dann ist der Widerstand so ein bisschen größer und dann schreibe ich wirklich nur die wichtigsten Sachen rauf. Und das scheint für mich jetzt besser zu klappen im Moment. Marcus: Ja ich kenne das. Wir arbeiten ja mit Wunderlist, Feli und ich, wenn wir da uns beide koordinieren und am Anfang war es dann auch so, dass jede kleine Idee irgendwie darunter reingeschrieben wurde und wir haben dann noch so ein extra Thema gehabt, ich glaube Jour Fixe oder so, dann habe ich einfach alles reingehauen, wenn wir beide dann mal wieder ein Meeting gemacht haben zum Thema Business und irgendwann ist es aber einfach zur Mülltonne verkommen. Und alles was Du gefunden hast: Ja okay Jour Fixe, kann ich nicht zuordnen und dann war die Verbindlichkeit auch weg und Du hattest irgendwie so das Gefühl ich hab’s mir aufgeschrieben, aber letztendlich musste man dann irgendwie ne To Do Liste für die To Do Liste anlegen, um sich selber zu verwalten, um zu gucken, was ist da eigentlich noch überhaupt wichtig von der To Do Liste und was nicht. Es ist echt nicht easy. Es gibt viele gute Tools, die einem richtig helfen können, aber ohne dass man weiß, wie man so ein Tool benutzt, ist das geilste Tool 0 ct. wert oder gar nichts wert. Sebastian: Genau. Ich glaube, vielleicht zu diesem Punkt noch ganz kurz: Ich glaube zu zweit, da ihr ja an den meisten Projekten gemeinsam arbeitet, ist es natürlich nochmal ne ganz andere Challenge, ne? Weil man sich abstimmen muss. Und die Projekte, an denen ich alleine arbeitet, da bin ich mir selbst gegenüber nur in einer Verbindlichkeit, in der Verantwortung. Dann kann man sich auch einfach organisieren. Ich habe jetzt auch so ein paar Projekte mit anderen Leuten zusammen und da ist es natürlich schon schwieriger und da machen die Tools auch einfach Sinn. So Kollaborationstools und Projektmanagementtools, um sich da einfach ein paar Sachen festzuhalten und um verbindliche Termine einzurichten usw. Marcus: Hm klar. Welches nutzt Du da? Collaborative Working mit anderen im Team? Sebastian: Ich habe viel probiert, finde Slack ganz cool, also wenn man mal schnell kommunizieren muss, einfach nen Slack Channel aufmachen und das als Chat-Kanal nutzen und ansonsten Trello. Ich benutze viel Trello eigentlich. Marcus: Ja, wir auch. Ich bin totaler Fan von Trello, weil es a) kostenlos ist und b) irgendwie die User Experience total schön aufgebaut ist, mit diesen Karten umhängen und verschieben. Wenn man das vielleicht noch so von früher kennt aus dem Corporate Job mit den Post-its auf dem großen White Board hin- und herschieben und ich glaube das steht und fällt aber auch mit dem System, was man dahinter stellt hinter Trello ne? Sebastian: Genau, wie bei allen Tools, ja? Man braucht ein eigenes gutes System dafür. Marcus: Hm, hast Du ein Standardsystem, wie lauten bei Dir die Spalten? Sebastian: Die Spalten bei Trello meinst Du? Nee, ich habe überhaupt kein Standardsystem, wenn es To Dos gibt, dann werden die dort angelegt als einzelne Karten. Das mit der höchsten Priorität kommt nach vorne. Alles was erledigt wird, wird archiviert. Das kann man ja in der Zukunft immer nochmal herrufen und suchen, wenn man’s dann braucht, aber nee, so ein Standardsystem habe ich dann da nicht. Marcus: Das heißt, die wichtigste Karte hängst Du ganz nach oben und die anderen da alle drunter, alles in einer Spalte? Sebastian: Genau, und dann wird auch mal hin- und hergeschoben, je nach dem was gerade Prio 1 und 2 und 3 ist. Marcus: Aber innerhalb von einer Spalte? Frage ich. Also Du hast nicht mehrere nebeneinander, wo Du dann Prio 1, Prio 2, Prio 3 hast und die dann hin- und herschiebst, sondern Du schiebst quasi nur vertikal? Sebastian: Nee doch horizontal, also die Spalten… ganz links steht dann quasi immer die Prio 1 und je weiter es nach rechts geht, um so weniger wichtig werden die Aufgaben. Marcus: Ahh okay, cool. Was ich Dir noch empfehlen kann, je nach dem wie oft Du dann auch archivierte Sachen suchst, finde ich es ein bisschen umständlich, diesen Weg dann immer zu gehen, dass man glaube ich irgendwo explizit sagen muss, suche auch in dem Archiv oder so, haben wir noch so ne Spalte “Done” oder “Fertig” und da hängen wir einfach die fertigen Karten rein ohne die zu archivieren. Und dann sind die nämlich auch in der Vollsuche mit drin. Sebastian: Ah, das ist eine coole Idee ja. Marcus: Hm cool! Ja, dann erzähl mal, an welchen Projekten arbeitest Du und welche Trello-Karten hängen da gerade alle bei Dir auf Prio 1, welche hängen auf Prio 2 und welche hängen auf Prio 3? Sebastian: (grinst) Bei Trello ist jetzt fast alles abgearbeitet, aber wie gesagt, wir hatten jetzt ein paar Projekte. Da habe ich mit mehreren Leuten zusammengearbeitet. Das war einmal quasi eine virtuelle Konferenz, also ne Reihe von Webinaren, die wir gegeben haben. Komplett Online zum Thema digitale Produkte für Blogger. Das haben wir zu dritt organisiert. Da sind wir jetzt noch in der Nachbearbeitung, aber das ist jetzt so ziemlich durch. Dann veranstalten wir, ähnlich wie ihr mit euren DNX CAMPS, veranstalten wir auch für Occasions. Da gibt’s auch immer ein bisschen Abstimmung mit den anderen Organisatoren. Das organisieren wir jeweils zu zweit. Marcus: Immer die gleichen beiden, oder hast Du da verschiedene Leute? Sebastian: Nee, also ich bin meist dabei 90% der Fälle und dann immernoch eine andere Person. Aber das ist dann immer jemand anderes. Genau, da gibt’s viel zu planen, also ganz einfach die Koordination, die Buchungen von der Unterkunft, das Kennenlernen von den Teilnehmern, gucken wie kann man die am besten matchen, wer passt zusammen. Da benötige ich relativ viel Abstimmung. Da arbeite ich auch ganz gerne mit Google Docs und Spread Sheets. Auch super, die benutze ich eigentlich jeden Tag, um einfach quasi wie so ein großes Projekt glatt einmal anzulegen, wo dann die potentiellen Teilnehmer eingetragen werden, die Leute, die bereits bezahlt haben, wo die Kosten kalkuliert werden usw. Das wird dann jeweils mit dem anderen Organisator geteilt, dieses Google Sheet. Marcus: Richtig gut, oder? Auch unten die verschiedenen Reiter, die man dann anlegen kann und das dann teilen kann und je nach dem verschieden Berechtigungen geben kann? Sebastian: Ja, also ich bin ein riesen Fan von Google Docs und Spread Sheets. Das ist glaube ich immernoch so ein bisschen altbacken und viele Leute, die haben gerne so ne fancy Benutzeroberfläche, aber ich find’s klasse. Also, die machen genau das, was ich brauche, die Google Docs. Man kann sie teilen, man kann sie in Echtzeit bearbeiten. Also ein total geniales Tool. Marcus: Same same hier (grinst). Genau, es ist auch nicht überladen oder so, straight to the point, total schön minimalistisch finde ich. Sebastian: Genau. Und ansonsten: Projekte. Ich habe mir jetzt vorgenommen mal in den nächsten zwei, drei Monaten oder bis zum Jahresende keine neuen Projekte anzunehmen und einfach mal so eine kleine Bestandsaufnahme zu machen. Das ist glaube ich auch mal wichtig, einfach mal inne zu halten und zu gucken, was ist so alles passiert in den letzten zwei, drei Jahren. Ich bin jetzt seit knapp vier Jahren selbstständig, habe ne ganze Menge Content erstellt, Produkte erstellt und ich will das jetzt alles mal unter einen Hut bringen, das alles optimieren. Die einzelnen Produkte vernünftig miteinander verknüpfen. Ich experimentiere jetzt gerade ein bisschen mit Facebook Ads und gucke einfach, dass ich die Sachen, die jetzt schon draußen sind, möglichst gut an den Mann bringe. Und möglichst gut alles miteinander, ja, ineinander integriere quasi. Marcus: Ja, macht absolut Sinn. Gerade bei Dir würde ich sagen. Du hast soviel an Content und Mehrwert rausgehauen in den letzten paar Jahren. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Wenn ich an Dich denke, denke ich auch immer an so ein Multitalent und einer, der nie schläft und dann noch die Online-Konferenz raushaut und dann noch die Retreats macht und dann eben noch richtig geile hilfreiche, lange Blogartikel zu den Themen schreibt, auf die keiner Bock hat. Du bist so ein bisschen die ganze Taxation, Steuern und Meldungen, Anmeldung, Abmeldung und so. Irgendwie hast Du da Deine Expertise gefunden glaube ich, in dem Digitalen Nomadenbereich neben vielen anderen Themen. Und dann noch die Ebooks. Was hast Du nicht alles gemacht? Und dann fällt es auch schwer, irgendwann mal zu sagen: Ey, ich muss mal raus. Ich muss raus aus diesem Modus und kurz innehalten, zurückgucken, Bestandsaufnahme machen. Kann man vielleicht irgendwas auch einstampfen. Ich weiß nicht was Du vorhast. Oder noch besser machen, noch mehr optimieren an dem bestehenden Content ne? Sebastian: Genau. Also irgendwann geht’s dann sowieso auch nicht mehr alleine. Umso mehr Projekte man hat, da kann man ja gucken. Sucht man sich Hilfe? Sucht man sich Leute, die einem den Großteil der Arbeit abnehmen oder stampft man auch irgendwann Projekte ein. Also ich glaube, an dem Punkt bin ich gerade, wo ich dann ein paar Entscheidungen treffen muss. Wie geht’s weiter mit, wir haben ja auch so ne Community für ortsunabhängige Unternehmer und Freelancer auf Wireless Life und da bin ich gerade am überlegen, wie da die Reise weitergeht. All das sind natürlich Sachen, die kann man irgendwann alleine nicht mehr stemmen. Marcus: Aber da hast Du jetzt schon, ich glaube, mega viel Energie reingesteckt, um die Community irgendwie aufzubauen. Weil die wird wahrscheinlich nicht gecutted werden, oder? Sebastian: Nee, cutten nicht. Dafür ist es irgendwie zu sehr mein Baby, das kann ich jetzt nicht so einfach aufgeben. Aber ich sehe auch, das bringt auch immernoch nen Mehrwert für die Leute, für die Mitglieder, auf jeden Fall. Und das ist cool, also sich zu connecten. Das ist auch gut für mich, um wieder mehr Leute kennenzulernen, mein Netzwerk zu vergrößern, aber es braucht einfach unheimlich viel Arbeit, um so ein Forum zu betreiben und deshalb schaue ich jetzt, in welche Richtung es da geht. Marcus: Ja, mega, mega Arbeit. Ich glaube, jeder der auf der Suche ist nach dem heiligen Gral und sagt: Ich will irgendwie am Ende des Tages ein passives Einkommen haben, dem würde ich eher nicht empfehlen eine eigene Community aufzubauen. Auch wenn sie mega viele Vorteil hat, aber es … also man muss sich schon 100% committen oder? Sebastian: Auf jeden Fall. Ich glaube, das war ziemlich die Königsklasse vom passiven Einkommen. Ich glaube, der Tim hat’s jetzt gerade ganz clever gemacht mit seinem Citizen Circle. Das ist ja eher so eine sehr exklusive Community und ein bisschen höherpreisig, dafür liefert er richtig gute Inhalte, hält das aber ganz bewusst klein. Dadurch hält sich die Arbeit auch eher in Grenzen und dann ist es auch einfacher, diesen persönlichen Kontakt zu haben. Jetzt wenn Du irgendwann ein paar Tausend Mitglieder hast, dann ist dieser persönliche Kontakt natürlich nicht mehr gegeben und dann schafft man es einfach nicht mehr, da kommt man nicht mehr hinterher. Marcus: Nee, zumal Tim glaube ich auch jetzt vor ein paar Monaten an dem Punkt war, dass er gesagt hat: Okay, wenn ich das so weiter machen will mit den ganzen Baustellen oder Projekten, die ich am laufen habe, muss ich mein Team vergrößern und hat sich dann ja auch Leute reingeholt und bewusst angesprochen. Sebastian: Genau. Meine Überlegung hinter dieser Community war auch immer, dass ich sage: Die Leute finden mich über meinen Blog. Die lesen eins, zwei, drei interessante Artikel und sagen, okay, das gefällt uns was der Sebastian hier macht. Wir wollen mit dem noch ein bisschen näher in Kontakt bleiben und mit den Leuten, die sich so auf seinem Blog rumtreiben. Und dann gehen sie in diese Community, wo sie sich natürlich auch erstmal kostenlos anmelden können, können sich dort austauschen und dann gibt man seiner Leserschaft die Chance, irgendwie noch tiefer einzusteigen. Man bindet die Leute natürlich auch an seine eigene Marke. Das war auch immer so mein Gedanke dahinter ne? Wenn ich jetzt mal dann irgendwann ein Produkt habe, diese virtuelle Konferenz und ein Ebook oder einen Onlinekurs, dann ist es natürlich recht einfach, das auch zu vermarkten. Die Leute, die das Grundvertrauen haben in mich und in die Sachen, die sie so gesehen und gelesen haben. Und dann ist das ein super Marketing-Kanal am Ende auch. Marcus: Hm, absolut. Wobei man trotzdem immernoch, auch wenn es Deine eigene Zielgruppe ist, immer gucken muss, dass man sensibel bleibt und das nicht überreizt und ganz easy ist es halt auch nicht ne? Sebastian: Genau, die Balance zwischen: Ihr bekommt hier einen riesen Mehrwert, auch kostenlos, und dann vereinzelt auch mal Produkte streuen oder mal Promotion machen. Ich glaube diese Balance die muss man finden. Marcus: Du bist ja jetzt selber auch schon ziemlich lange in diesem Thema Online Unternehmertum, ortsunabhängiges Arbeiten. Ich glaube, gerade in letzter Zeit bist Du auch selber noch mehr rumgereist, also vorher. Was waren Deine ersten Touchpoints mit diesem ganzen Lifestyle, Online Geld verdienen und wie hast Du dann angefangen? Was waren Deine ersten Projekte? Sebastian: Ganz rudimentär hat’s eigentlich schon angefangen so 2010, 2011. Damals habe ich noch studiert. Ich wollte mir einfach nebenbei was dazu verdienen und hatte eigentlich in meinem Umfeld niemanden, der so etwas gemacht hat. Ja, auch ganz wenige Selbstständige. Ganz wenig Leute, die irgendwie freiberuflich über’s Internet gearbeitet haben. Marcus: Und wo hast Du studiert? Sebastian: In Berlin habe ich damals International Business studiert und habe dann einfach gegooglet. Was kann man machen? Wo kann ich mir ein paar Euronen hinzuverdienen? So 200 - 300 Euro, um mir meine Reisen zu finanzieren, um abends weggehen zu können. Und habe dann ein paar Jobs angenommen als Texter, habe mich im Bereich SEO fit gemacht und habe alles möglich angeboten. Schlechte Bezahlung, aber ich konnte mal reinschnuppern in das Thema. Dann war irgendwann das Studium vorbei und bin zusammen mit meiner Freundin nach Shanghai gegangen und hatte hier dann auch meine letzte Festanstellung für ein halbes Jahr. Ich habe die nach nem halben Jahr gekündigt und bin dann eigentlich All In gegangen und habe gesagt, ich versuch’s als Freelancer. Habe dann auch Leistungen angeboten als Übersetzer und im großen Bereich Online Marketing. Also so ein bisschen Social Media, ein bisschen SEO gemacht und das hat am Anfang auch nur sehr schleppend geklappt, weil ich mich einfach nicht spezialisiert habe auf einen Bereich, sondern ich wollte alles abdecken, wollte so viele Leute wie möglich erreichen. Und das war auch ein absolut wichtiges Learning für mich, was ich auch jedem Hörer nur empfehlen kann, ist sich einfach festzulegen. Sich in ein Thema richtig einzulesen, da der absolute Experte zu sein und dann nur ne Handvoll von Leuten zu bedienen, aber die auch richtig zu bedienen. Und dann dafür auch vernünftiges Geld zu nehmen. So ging es dann immer weiter und habe irgendwann besser verdient dann als Freelancer und habe nebenbei immer schon an eigenen Projekten gearbeitet. Das waren so kleine vier Nischenseiten. Das war mein erster Blog vor Wireless Life. Das hat sich dann immer weiterentwickelt. Ich habe immer mehr Sachen ausprobiert. War immer neugierige, was kann man noch so machen Online? Irgendwann ist dann doch unsere Facebook-Gruppe mit den Digitalen Nomaden entstanden und dann kamt ihr mit der DNX und dann gab’s immer mehr Angebote in die Richtung. Man konnte sich immer mehr connecten und austauschen und dann geht’s glaube ich von allein. Dann bekommt man so viel Inspiration, probiert so viele Sachen aus und einige von den Sachen, die machen Spaß, die funktionieren, da kann man Geld mit verdienen. Andere, die bleiben dann auf der Strecke und Du hast eigentlich ein ständiges Ausprobieren, Umwerfen, wieder neu ausprobieren. Marcus: Hm, genau so geht’s. Versuchen, machen, iterieren, wieder neu auf den Markt bringen, Analyse machen, Rückschlüsse ziehen, wieder neu starten, hinfallen, Mund abputzen, weiter, ne? Ich glaube, das wird auch nie aufhören als Unternehmer und das sollte man mit einkalkulieren. Dessen sollte man sich bewusst sein. Und wenn man dafür der Typ ist, dann ist glaube ich Unternehmertum und gerade auch Online Unternehmertum für mich irgendwie die totale Fleischwerdung oder Realisierung der absoluten Freiheit auf allen Ebenen. Sebastian: Genau und dieser Punkt, den Du gerade angesprochen hast, dieser Integrationsprozess, also dieser ständige Loop, der auch in jedem Startup beschrieben wird, das ist glaube ich ganz wichtig, dass der schnell abläuft, dass man schnell ausprobiert ohne lange ein Konzept zu erstellen, ohne lange zu überlegen, sondern einfach in den Markt gehen. Raus zu seiner Zielgruppe ne Verbindung aufbaut, sieht was wollen die haben? Würden die mein Produkt kaufen? Wenn’s dann nach zwei, drei Monaten nicht klappt, dann muss man sich auch damit abfinden und sagen: Okay, nächstes Projekt. Wir probieren was anderes aus. Und diese Feedbackschleifen, die müssen einfach schnell passieren. Marcus: Ja, also da hilft es oft nicht zu emotional zu sein, ne? Dass man … irgendwie… dann hilft’s auch wenn man schnell live geht, weil dann kann man nicht so ne große Emotionalität zu nem Projekt aufbauen oder zu ner Marke oder zu ner riesen Idee, die für Dich die Welt bedeutet, aber überhaupt keine Nachfrage da ist und manche haben dann das Problem, sich davon zu lösen und zu sagen: Okay, ey komm, das kostet nur Zeit und Geld und die habe ich nicht. Ich probiere jetzt was anderes aus. Sebastian: Genau, das ist sauschwierig, irgendwann ne Idee abzustoßen und zu sagen: Okay, ich gestehe mir ein, das hat nicht funktioniert. Ich mache mit einer neuen Idee weiter. Gerade wenn das so ein Leidenschaftsthema ist. Wenn man da mit Emotionen dranhängt. Das ist sauschwierig und das, was man lernen muss und ich bin auch noch dabei das zu lernen, einfach mal zu sagen: Okay, ich gestehe mir jetzt ein, das war nix! Marcus: Ja, das ist echt ein harter Prozess. Das haben wir ja auch schon oft gehabt, dass wir dann gesehen haben: Ey, es funktioniert einfach nicht. Lass uns das Ding einstampfen und was anderes machen. Zum Beispiel als wir dann mal die riesen Idee hatten, ne App für Digitale Nomaden zu machen, um sich zu connecten. Digital Nomad Radar, ich weiß nicht, ob Du das damals mitgekriegt hast. Das war wirklich so schwierig dann wirklich fähige Programmierer zu finden, die auch noch unsere Idee verstanden hatten und ich konnte aber auch nicht richtig briefen für App-Design und überhaupt Technik und dass dahinter dann noch Server hängen. Also Millionen Sachen, von denen ich keine Ahnung hatte, wo ich dann mir irgendwann selber eingestehen musste: Entweder Du vertraust jetzt jemanden und investierst richtig viel Geld und weißt nicht, was dabei rauskommt. Oder Du siehst es jetzt ein, dass es nicht Dein Gebiet oder Du bist jetzt noch nicht ready dafür oder hast nicht die richtigen Leute gefunden und ja… kündigst jetzt die Domain und stampfst das Ding ein und das war wieder ein Learning. Letztendlich hat man ja trotzdem noch ein Benefit von jeder Idee, die man erstmal weiterführt und dann irgendwann beendet. Sebastian: Ja super Beispiel. Ich glaube, wenn es gerade am Anfang beim Briefing schon so Probleme gibt, dann ist es auch ein gutes Zeichen dafür, sich das nochmal durch den Kopf gehen zu lassen. Marcus: Hm, oder ein anderes Beispiel war digitalenomaden.net. Da haben wir ja noch die Keyword-Domain registriert. Muss man sich mal vorstellen. Ich glaube das war im Sommer vor zwei Jahren. Da waren noch sämtliche Keyword-Domains zu dem Begriff Digitale Nomaden frei. Der Tim hat glaube ich die .de ne Woche vor mir geholt und ich habe mir dann noch die .net geholt und was sich seitdem alles getan hat, ist krass. Und da haben wir aber auch mal versucht ne Community aufzubauen mit ner coole Forensoftware und allem Möglichen. Haben ein bisschen Traffic drauf gekriegt, aber in Zeiten von Facebook muss ich Dir glaube ich nicht sagen, mit Deiner eigenen Community, ist es so schwer die Leute irgendwie überhaupt zu überzeugen und von der Plattform Facebook runterzukriegen, dass es noch andere gute Plattformen gibt, wo man sich austauschen kann. Und da haben wir auch irgendwann eingesehen: Ey, das ist a) zu viel Arbeit. Wir kriegen da keinen… also Traffic kriegen wir drauf, aber keine Interaktionen. Das höchste der Gefühle war immer der Vorstellungspost und haben dann gesagt: Die Domain ist so viel wert. Die hat jetzt auch schon so viel gute Backlinks von den Medien gekriegt, weil wir es nach der ersten DNX dann angekündigt haben und ein paar Medien haben das dann aufgegriffen und verlinkt. Dass wir sagen, wir bauen da jetzt irgendwas Statisches, das ist eigentlich auch immer ne ganz coole Idee, wenn man nicht komplett loslassen will von dem Brand oder der Idee und haben jetzt so ne Toolbox, quasi so ein Tuned A nur zu dem Thema Digitale Nomaden draufgebaut. Und das macht uns jetzt keine Arbeit. Da kommen immernoch ein paar Leads an, haben Affiliate Links da verarbeitet zu Sachen, die wir empfehlen und das ist dann im Moment absolut passives Einkommen über diese Domain. Sebastian: Ja genau, das ist eine gute Idee, das nicht komplett aufzugeben, sondern einfach was Statisches zu machen, wo man dann keine Arbeit mehr hat. Ich glaube, wenn ich jetzt nochmal anfangen würde eine Community aufzubauen, das kann ich auch wieder nur jedem raten, ich würde auf jeden Fall bei Facebook anfangen. Ich würde einfach ne Facebook-Gruppe aufmachen. Wobei, wie Du gesagt hast, die Leute sind eh den ganzen Tag bei Facebook und man bekommt die so schwer da weg. Die Leute sehen bei Facebook eh die Notifications und die sehen dann, wenn da in der Gruppe was passiert, und seine eigene kleine Community, die man dann aufbaut bei Facebook. Dann sind die auch viel eher bereit da zu antworten. Die haben ihr Profil schon bei Facebook. Die kennen sich damit aus. Und da kann man … beste Beispiel für mich ist immer der Johannes Voelkner von Webworktravel, was der sich da für ne geile Community aufgebaut hat innerhalb von Facebook. Man kann auch so viele Sachen machen, Events planen und Dokumente anlegen, Beiträge in der Gruppe verlinken, die schon weiter nach unten gerutscht sind, Beiträge fixieren. Also man hat eigentlich viele Möglichkeiten. Marcus: Ja absolut. Facebook ist mega convenient. Weil das alles, gerade diese Profilerstellung. Die Leute sind eh auf Facebook. Für manche, ich hoffe jetzt mal nicht für welche, die Digitale Nomaden werden wollen, für die ist Internet nur Facebook. Die kennen kaum noch andere Seiten, weil die der totale Verteiler ist mittlerweile. Und man muss zugeben, ich glaube das geht jedem so, es funktioniert einfach. Der Algorithmus, die Timeline. Es ist interessant auf Facebook und um so mehr kann man sich da verlieren. Also es ist der größte Freund, gerade auch für uns, für die DNX, funktioniert’s richtig gut, um unkompliziert die Communities aufzusetzen und da Interaktionen zu schaffen. Und auf der anderen Seite für mich selber als Unternehmer ist es der absolute Horror, wenn ich da wieder in diesen Rabbit Wholes verschwinde und gar nicht mehr weiß, was ich eigentlich auf Facebook machen wollte. Sebastian: Ja ich glaube, man muss sich dann gut unter Kontrolle haben. Ich schaue am Tag auch bestimmt 10 Mal bei Facebook rein, habe auch die Notifications ständig an, auch auf dem Mobile Phone. Und muss dann auch immer aufpassen, dass ich mich nicht irgendwie in Videos verliere oder auf irgendwelche Links klicke. Ja, man muss da so ne Selbstdisziplin entwickeln. Marcus: Ja, muss man auf jeden Fall. Ich würde gerne noch mal nen Step zurückgehen, als Du in Berlin warst, während Deines Studiums hast Du gesagt, was ich eigentlich ziemlich deprimierend und traurig finde, dass es damals an Deiner Uni oder an der  Fakultät auch irgendwie das Thema Online überhaupt nicht behandelt wurde, obwohl Du internationales Management oder Business studiert hast. Und Online ja die mega Zukunft ist und ein mega, riesengroßer Markt ist, hat das kein großes Thema gespielt oder nur rudimentär oder? Sebastian: Ja so gut wie gar nicht. Ich will jetzt auch gar nicht so viel über Studium schimpfen, aber inhaltlich war das schon sehr grenzwertig, was dann so 2011, 2012 noch gelehrt wurde, dass waren alte Marketingbibeln von Professor Manfred Bruhns, der die vor 30 Jahren geschrieben hat. Das war einfach viel Theorie und die Professoren waren auch schon relativ alt und die wussten einfach nicht, was abgeht in der Marketing Welt ne? Das heute so viel Online läuft. Und das war eigentlich Wissen, was man sich dann im Endeffekt doch selber aneignen musste. Aber so ein Studium, das ist gut für viele Sachen, aber inhaltlich hätte man die Zeit sicher besser nutzen können ja. Marcus: Ja, ich war ja 10 Jahre vor Dir an der Uni in Münster und habe BWL studiert und da war es natürlich noch weniger ein Thema und wir haben aber trotzdem dann nach diesen ganz alten Prinzipien und Theorien eigentlich nur gelernt und gepaukt und stumpf auswendig gelernt. Es war irgendwie kaum Praxis dabei. Ich will jetzt auch nicht zu lange drüber schimpfen. So ein paar Basics, vielleicht 10% kann ich jetzt noch für mein jetziges Leben anwenden. Aber 90% waren echt vertane Zeit und damals auch nur, um dieses Diplom zu kriegen oder irgendwas zu machen. Letztendlich hat mir das nicht viel gebracht und interessant war auch, dass ich, ich glaube, vor zwei oder drei Jahren dann bei nem Online Marketing Kongress eingeladen gewesen bin, was nur auf Einladung war von ner ziemlich guten Agentur in Deutschland, die da führend ist, und die hatte sich dann auch nen Professor irgendwie da als Speaker geholt. Der war auch noch gar nicht so alt. Irgendwie Mitte 30, Anfang 40 oder so und hat dann seine Slides präsentiert, die er dann in seiner Vorlesung zum Thema Online Marketing auflegt. Und ich dachte, ich sehe nicht recht. Also ich konnte mich kaum im Stuhl halten und nicht rausgehen, weil ich mich so fremdgeschämt habe, für die Inhalte, die da drauf waren, weil das so Schrott war. Dann dachte ich so, das kann echt nicht wahr sein. Wenn das die Lehre ist, was die Leute an der Uni in Deutschland… es war glaube ich sogar noch ne private Uni… und Geld dafür bezahlen in Sachen Online Marketing Lernen. Da ist jede Ressource, die Du bei Google in zwei Minuten findest zum Thema SEO oder so, tausend Mal hilfreicher und besser. Sebastian: Ja, kann ich mir gut vorstellen ja. Dann lieber von Leuten lernen, die richtig im Thema stecken, die das gerade selbst anwenden und irgendwie selbst gelesen haben. Und dann ist es auch egal, ob das ein Professor ist oder ein 25-jähriger, der gerade totale Erfahrung mit dem Thema sammelt. Marcus: Ja, und ich glaube wir sehen auch gerade so einen Switch. Zum einen, als ich angefangen habe, mich mit dem Thema zu beschäftigen, gab’s gute Blogs, aber die musste man dann echt mit der Lupe suchen und dann haben die Leute auch irgendwann aufgehört zu bloggen, dann war der Blog tot. Und dann musste man wieder einen neuen suchen. Und viele parallel lesen. Mittlerweile gibt’s ja das ganze Wissen auch super geil aufbereitet in sehr professionellen Onlinekursen, wo Du ein paar Euro in die Hand nehmen musst, aber da ist jeder Euro, finde ich, ist es da wert, wenn man das Geld dazu hat. Und es wird auch irgendwann weitergehen, dass die Lehre dann komplett irgendwie im Netz stattfindet und die Universitäten glaube ich, ein echtes Problem kriegen, gerade im Thema Online Unternehmertum. Sebastian: Auf jeden Fall, da bin ich voll bei Dir, ja. Ich glaube, man muss immer ein bisschen vorsichtig sein, weil es auch viel Halbwissen da draußen gibt und da einfach einen Blog zu starten oder einen Onlinekurs zu kriegen, das kann jeder. Und leider machen es auch viele Leute, die nicht ganz so viel Ahnung haben. Aber es gibt auch wahnsinnig viele gute Ressourcen. Und da muss man einfach selber abwägen und vielleicht mehrere Quellen in Betracht ziehen. Und dann findet man die ganzen Infos alle für wenig Geld, ja. Marcus: Ja, hm. Ich glaube, da entwickelt man irgendwann ein Gefühl für und da muss jeder auch mal durch und da muss jeder seine eigene Erfahrung machen. Am Anfang die ersten Touchpoints sind für viele Reichwerden im Internet, Geld verdienen über Nacht oder so, wo Du dann auf diese ganzen Scam-Seiten landest und irgendwann merkst Du aber, dass da nicht viel Inhalt hinter ist und dann kommt man hoffentlich auch auf die besseren Sachen. Oder stößt direkt auf so Podcast, wie der hier oder auf Deine Seiten oder an die Communities, wo dann die wertvollen Ressourcen geteilt werden. Ein wichtiger Punkt, den Du eben noch gesagt hattest, als Du angefangen hast. Dass Du, wie auch übrigens wir, einen riesigen Bauchladen erstmal aufgemacht hast. Dass Du nicht genug geshaped hast Dein Produkt und einfach alles angeboten hast, nur um irgendwie einen Euro zu verdienen. Also das war bei uns auf jeden Fall so der Antrieb, dass wir gesagt haben: Boah nee scheiße, wir haben viel zu viel Panik, dass wir überhaupt keine Kunden kriegen. Und haben gesagt: Okay, dann bieten wir alles an. Wir können Online Marketing Beratung, wir können Analysen machen, wir können das Operative im Online Marketing umsetzen, wir können Kommunikation, wir können Übersetzungen, wir können SEO Texte, wir können Websiteerstellung machen, wir können Tools installieren. Also es war irgendwie ein riesen…. keiner wusste, wofür wir überhaupt stehen. Und ich glaube, das ist auch wichtig zu erkennen, auch wenn’s weh tut. Nicht aus Angst irgendwie eine falsche Entscheidung zu treffen, haben wir dann keine Entscheidung getroffen und weiterhin alles angeboten. Aber erst nachdem wir zum Beispiel Rock my Site, was ja unser Brand für die Websiteerstellung war, noch weiter eingedampft haben auf Wundersite, sprich für persönlich Websites und für Freelancer. Ab da konnten die Leute was damit anfangen und sagen: Ey cool, das habe ich mal gesehen, ich kann was damit anfangen. Ich weiß was das ist. Genau das brauche ich, das kaufe ich jetzt. Sebastian: Ja, als Du es gerade erzählst von Wundersite und Rock my Site, ich kann mich erinnern, dass ich vor, das ist bestimmt schon zwei Jahre her, weil ich mal auf ner Portfolio Seite von Dir, ich glaube marcusmeurer.de und da habt ihr eure ganzen Projekte vorgestellt und ich dachte so, ach du… scheiße. Erstmal: Wo nehmen die die Zeit her, um diese ganzen Projekte zu starten. Und wie kriegen die das unter einen Hut. Und genau, ich habe auch genau das gleiche Problem. Ich wollte am Anfang auch immer alles machen, wollte auch möglichst viele Leute erreichen. Und das genau ist das Problem, ich habe jetzt in der Vergangenheit ein paar Workshops gegeben. Unter anderem ja auch bei euch auf der DNX zum Thema Nischenfindung. Was macht so ne gute Nische eigentlich aus. Da habe ich immer davon gesprochen von der Fear of nishing. Also einfach vor der Angst davor zu tief in die Nische reinzugehen. Weil wir einfach Angst davor haben, unsere Zielgruppe zu weit einzuschränken. Und wir haben Angst davor, Leute von unserem Angebot auszugrenzen. Und deshalb sprechen wir einfach die Masse an, die Allgemeinheit. Und indem wir das tun, erreichen wir aber am Ende niemanden, weil sich niemand angesprochen fühlt. Es fühlt sich niemand angesprochen, wenn wir Social Media Marketing Dienstleistungen anbieten. Da weiß kein Mensch, was damit gemeint ist. Keiner denkt, dass das ein Service für ihn ist, aber wenn wir, was ich irgendwann gemacht habe ist, ich habe SEO für App Stores, für den Google Play Store und für den Apple Store angeboten, und da gab’s vielleicht so 50 Leute im deutschen Bereich, die das brauchten. Aber die haben sich total angesprochen gefühlt. Es gab 0 Wettbewerber in dem Bereich, die die gleichen Dienstleistungen angeboten haben und das heißt, mindestens 50% der Leute, die ich angeschrieben habe, denen ich meine Leistung vorgestellt habe, die haben das Angebot auch in Anspruch genommen. Und ich konnte im gleichen Moment auch ne gute Rate verlangen, weil ich auch Ergebnisse und Referenzen vorzeigen konnte nach ner Weile und weil’s keinen anderen gab, der diesen Service angeboten hat. Das heißt, diese super kleine Zielgruppe, die hat mir total gereicht. Und der andere Vorteil war natürlich, dadurch dass diese Nische dann irgendwann so klein war, dass ich mir das Wissen, was natürlich nicht so viel ist, in so ner kleinen Nische, das Wissen habe ich mir so schnell angeeignet und war dann nach ein paar Monaten der absolute Experte auf dem Gebiet. Und dieses Prinzip, das kann man als Blogger anwenden, das kann man anwenden, wenn man Veranstaltungen organisiert, wenn man nen Online-Shop hat, Produkte verkaufen will. Das passt eigentlich auf alles. Man muss seine Zielgruppe ganz genau definieren, kennen, muss wissen, was haben die für Probleme und Bedürfnisse und Sorgen. Da muss man genau diese Penpoints ansprechen und keine Angst davor haben, dass man dann nicht ganz so viele Leute erreicht. Marcus: Hm ja, das ist glaube ich die große Challenge, den Mut zu haben zu sagen: Okay, ich mache jetzt nicht nur Webseiten für alle, sondern nur für kleinere Startups oder ich mache Webseiten, speziell für Fitnessstudios. Da gibt’s glaube ich auch einen Riesenbedarf im Übrigen. Und ich glaube, wenn ich dann jetzt ein Fitnessstudiobetreiber wäre und würde dann vier Angebote oder vier Services nebeneinander legen und der eine machte Webseiten für alle, der zweite macht Webseiten für Selbstständige in Deutschland und der dritte macht Webseiten, aber nur für Fitnessstudios und hat dann entsprechend auch die Referenzen auf seiner Seite, dann würde ich ja ganz klar zu demjenigen gehen, der mich total abholt mit genau meinem Pain und meinem Need. Sebastian: Genau, weil Du ja auch davon ausgehst, dass dieser Anbieter, der kennt die Bedürfnisse von Leuten, die gerne ins Fitnessstudio gehen wollen. Der weiß, wie muss das User Interface aussehen, wie soll das Web-Design aussehen. Was ist ansprechend für potentielle Kunden. Genau. Und dann bist Du auch viel eher bereit, die zu beauftragen, ja. Marcus: Ja, wie kam das dann, dass Du komplett aus Deutschland weggezogen bist. Du hast gerade gesagt mit Deiner Freundin. Also war sie dann der ausschlaggebende Grund, dass Du gesagt hast, ich kann quasi von überall arbeiten. War das vorher schon so ne Option, wenn Du mal jemanden kennenlernen solltest oder wenn Du mal woanders sein möchtest? Suche ich mir nen Job, also arbeite ich Online, um das von überall machen zu können oder kamen dann Dinge zusammen und eins zum anderen? Sebastian: Es war ein schleichender Prozess. Also, ich bin immer schon gerne gereist. War auch schon vor der Zeit in Shanghai, öfter mal im Ausland, auch länger unterwegs und wie gesagt, ich hatte hier noch nen festen Job. Also ich war hier ganz normal angestellt das erste halbe Jahr. Und da war eigentlich der Gedanke dann viel reisen zu können, der hat gar nicht so eine große Rolle gespielt. Das ging dann erst los, als ich mich selbstständig gemacht habe und mit diesem Freelancing Service angefangen habe und dann war auch das erste Jahr, war einfach nur arbeiten und wenig reisen. Da waren auch 60, 70 Stundenwochen. Marcus: Hm das ist gut, dass Du es sagst. Sebastian: Da war an viel Reisen und Freiheit nicht zu denken, weil’s finanziell einfach auch schwierig war. Weil einfach immer viel zu viel Arbeit da war. Und dann lief es dann aber irgendwann immer besser, hatte man mehr Freiheiten, also finanziell ging’s dann ganz gut, zeitlich war ich viel flexibler, hatte auch immer weniger Kundenaufträge. Mit Kundenaufträgen ist es ja auch immer so ne Sache, dass man die nicht einfach mal abstellen kann für ne Woche ne? Du musst immer erreichbar sein, oder nicht ständig, aber Du musst ne Response Quote haben, musst auf E-Mails reagieren, musst telefonisch immer erreichbar sein. Marcus: Trotzdem ist es ein super geiler Steigbügelhalter, um in diesen Lifestyle reinzustarten. Also es ist irgendwie total geil, dieses Tool Freelancing und irgendwie auch ein bisschen Deine Zeit gegen Geld zu verkaufen, wo ja manche sagen: Nee, das will ich auf keinen Fall mehr, aber gerade zum Start und um ein bisschen ruhiger schlafen zu können, ist Freelancen ne super geile Option, die Du gemacht hast, die ich gemacht habe, die Conni gemacht hat, die eigentlich Tim… ich glaube fast jeder ist mit Freelancing gestartet. Das sollte manchen Leuten noch mal bewusst sein, dass man nicht von über Nacht quasi so ein eigenes Business aufbauen kann. Und dann muss man aber glaube ich irgendwann den Punkt erkennen: Okay, über die eigenen Sachen kommt jetzt genug Geld rein, auch wenn’s wahrscheinlich wieder genauso wenig ist, wie am Anfang vom Freelancing. Und sich dann trauen, diesen Switch zu machen und nach und nach die Kunden dann wieder abzugeben oder? Sebastian: Genau, richtig. Genau, dieses Freelancing als Einstieg und dann so langsam den Übergang schaffen zu eigenen Projekten und zu Einkommen, was dann größtenteils passiv ist, wo man nicht von Kunden abhängig ist. Und genauso war es dann auch irgendwann bei mir. Ich würde sagen, das war vor zwei, zweieinhalb Jahren. Und da ging’s auch los, dass wir mehr gereist sind. Also teilweise zusammen mit meiner Freundin, teilweise alleine und das koste ich jetzt auch aus. Ich würde sagen, ich bin jetzt immernoch so mindestens die Hälfte des Jahres in Shanghai, bin hier fest, habe hier ganz klassisch meine Wohnung und bin den Rest des Jahres dann unterwegs, viel in Europa und Asien. Und nehme dann die Arbeit mit. Marcus: Hm saucool! Und wie sind so die Lebensbedingungen in Shanghai? Ist es da günstiger als im Rest von Asien oder ist es da günstiger als in Deutschland? Also erfordert das von Dir irgendwelche Sachen, die Du in Deutschland nicht machen müsstest? Oder sagst Du dieses Online Business mit meiner Zielgruppe Deutschland ist echt kein Thema, kann ich von jedem Land der … oder jedem Ort der Welt führen? Sebastian: Also Shanghai ist glaube ich so, wie in vielen asiatischen Städten. Also man kann total günstig leben. Wenn man lebt wie die Locals und kann aber auch recht teuer sein, wenn man in internationale Supermärkte geht, wenn man jeden Tag essen geht, Restaurants und nicht auf der Straße. Wenn man in nem schönen Bezirk wohnt. Das heißt, mittlerweile hat sich unser Lebensstandard auch schon ein bisschen angepasst und es ist schon teurer als damals das Leben in Deutschland war. Was gibt’s hier für Schwierigkeiten? Ein Problem in China generell ist einfach, dass viele Webseiten geblockt sind. Das heißt, man muss das immer umgehen mit einem VPN Services. Darunter leidet die Internetgeschwindigkeit ab und an mal. Das kann schon problematisch sein. Marcus: Was für ein Service kannst Du da empfehlen? Sebastian: Ah, ich habe jetzt super viele ausprobiert und für mich das beste war Astrill. Der Service kostet glaube ich so 60 oder 70$ im Jahr, ist aber total zuverlässig. Und ansonsten gibt es eigentlich ganz wenig Probleme. Also alle Sachen, die ich so mache, da spielt’s einfach keine große Rolle, ob ich die von hier mache oder von Deutschland aus oder aus den USA. Das Einzige, wo man manchmal ein bisschen hin- und herjonglieren muss ist einfach wegen der Zeitverschiebung. Ne? Wenn wir zum Beispiel beide einen Termin ausmachen oder wenn ich mal ein Webinar geben will in Deutschland, dann muss ich immer gucken, wann erreichst Du die Leute dort am besten? Und dann kann es auch sein, dass ich mal ne Nachtschicht einlegen muss. Und dass ist dann hier früh am Morgen ist, wenn es in Deutschland am Abend ist. Aber da wird man fertig mit. Und ansonsten gibt’s eigentlich keine großen Probleme nee. Marcus: Ja cool. Also China fehlt mir noch. Und da würde ich auf jeden Fall gerne mal hin und das auch live vor Ort mal mitbekommen, was da abgeht. Man hört halt so viel unterschiedliche Sachen und ich glaube, am besten ist, man schaut sich das selber an und versucht da mal ne Zeit lang zu leben und zu arbeiten. Sebastian: Ich glaube in Hongkong habt ihr jetzt schon einen ganz guten Eindruck bekommen. Ich glaube Hongkong ist ein guter Mix aus Europa und aus China. Marcus: Wobei ich sagen muss, ich hatte vorher so ein bisschen die Befürchtung, dass mich das überfordern würde. Dass da irgendwie zu viel los, zu kommerziell und so. Wir sind ja eher die Typen, die gerne an nem kleinen remote Strand mit den Fischern abhängen und uns dann auch nicht über langsames Internet beschweren, aber dafür den Ozean vor der Tür haben, Tauchen gehen können, Kitesurfen. Aber es hat mir echt gut gefallen und gerade das Kommerzielle und dieses Bunte. Für ein paar Tage war das voll in Ordnung und es hat mich echt fasziniert. Also ich war auf jeden Fall nicht das letzte Mal in Hongkong. Das ist schon cool. Sebastian: Ja, coole Stadt, auf jeden Fall! Ja, ich glaube, es kommt auch immer darauf an. Es gibt Leute, die bevorzugen Großstädte und es gibt Leute, die bevorzugen eher diese remote places, wo es dann ein bisschen ruhiger ist, wo man geile Natur hat. Und bei mir ist es schon so, dass ich gerne in der Großstadt bin, aber auch gerne mal für ein paar Wochen irgendwo in ein kleines Fischerdorf fahre oder an einen coolen Strand. Marcus: Ja, also das muss jeder für sich selbst dann auch entscheiden. Also wie schnell jemand reist und wo er dann hinreist. Da gibt’s ja auch wieder die verschiedensten Typen innerhalb der Szene der ortsunabhängigen Arbeiter. Oder man braucht viel Gesellschaft oder das pusht einen, wie jetzt hier in Chiang Mai. Dann gibt es natürlich so Hot Spots, wo dann auch viele Gleichgesinnte abhängen. Was ist Deine größte Schwäche und worin würdest Du gerne noch besser werden? Sebastian: Jetzt muss ich überlegen, welche von den vielen Sachen mir als erstes in den Kopf kommt. Ich glaube so eine große Schwäche, was ja im Endeffekt auch ne Stärke sein kann, ist einfach dass ich echt Probleme damit habe Nein zu sagen. Nein zu Projekten, Nein zu, wenn Leute auf mich zukommen und mich um nen Gefallen bitten. Einfach immer wenn Leute kommen mit ner Frage oder mit ner Bitte, dann gibt man ja immer so ein bisschen was von seiner eigenen Zeit ab oder auf. Und da muss ich noch viel besser darin werden, einfach Sachen abzulehnen. Ob Projekte, wo wir vorhin drüber gesprochen haben. Projekte einzustampfen, mich von Sachen zu trennen oder zu sagen: Es gibt so diese zwei, drei Dinge, zwei, drei Projekte an denen arbeite ich gerade. Es gibt diese zwei, drei Menschen, die sind mir richtig wichtig in meinem Leben und genau für die Sachen investiere ich meine Zeit und meine Ressourcen und alles andere steht dann erstmal außen vor. Ansonsten verwickelt man sich dann in tausend Dinge und macht aber keins davon richtig und da bin ich immernoch dabei, das zu lernen. Marcus: Was meinst Du, könnte dafür ne Lösung sein? Was könnte Dir helfen? Sebastian: Ich habe gerade recht viele Bücher gelesen so zum Thema “Persönlichkeitsentwicklung” von Anthony Robbins zum Beispiel. Und da ging’s einfach immer darum den Wert von bestehenden Sachen zu kennen und zu wertschätzen. Also einfach mal so ne Bestandsaufnahme zu machen, zu gucken, was sind so diese zwei Webprojekte, die mich richtig weiterbringen, die mir richtig Spaß machen oder was sind die zwei Menschen in meinem Leben oder die fünf Menschen in meinem Leben, die mir wahnsinnig viel wert sind. Und dann darauf… einfach indem man diesen Wert erkennt, zu sagen: Okay, das hat meine Energie verdient und alles andere, was dann noch kommt, da sehe ich, habe ich da irgendwie noch Energie und Ressourcen für übrig oder nicht. Marcus: Hm, ich glaube das ist ein Riesenthema, gerade auch Online. Und wenn man immer besser vernetzt wird und immer mehr Leute kennt, kommen ja auch immer mehr Opportunities, die man annehmen kann. Und gerade auch, wenn man dann sieht, der hat schon wieder das gestartet oder das ist der neueste Schrei und das könnte man auch mal probieren und auf ne App hätte ich auch schon immer Bock und dann auf ein Ebook auch und nen Onlinekurs will ich auch noch aufnehmen und Buch schreiben auch noch und mich selber verfilmen lassen auch. Dann ist es echt schwer an den richtigen Punkten nein zu sagen. Gerade aufgrund dieses Shiny Object Syndrom, dass man immer denkt, das was ich habe ist nicht gut genug, sondern das was andere haben ist vielleicht noch cooler. Oder ich könnte mein Produkt noch cooler machen und da müssen wir auch noch besser werden, weil eben innezuhalten, durchzuschnaufen, auch wenn’s vielleicht nur ne Woche ist oder mal ein paar Wochen, um zu sagen: Okay, das was ich habe ist schonmal richtig gut. Das ging jetzt ab und darum kümmere ich mich jetzt und gucke, worauf fokussiere ich mich die nächsten Wochen. Sebastian: Genau, und dann einfach mal mit den Sachen weitermachen, die gut laufen. Da gibt’s ja immer einen Grund für, warum einige Sachen gut laufen und andere weniger gut. Und ich glaube, wenn man sich dann auf die Sachen konzentriert, die einfach funktionieren, dann kann man auch nicht viel falsch machen. Und da muss man auch nicht immer nach links und rechts gucken und sich immer ablenken lassen von den ganzen anderen tollen Ideen und Blogs und Online Jobs, sondern dann gibt’s einfach nen Grund dafür, warum die eigene Sache gut läuft und die lieber noch weiter ausbauen, anstatt tausend andere Sachen zu beginnen. Ich glaube, das ist ganz wichtig. Marcus: Hm und wenn Du merkst, Du bist nicht mehr produktiv, Du sitzt gerade am Rechner, Du sitzt ja auch ziemlich lange am Rechner, so wie wir, was machst Du, wenn Du merkst, Du kommst jetzt nicht weiter, es bringt nichts mehr? Bist Du da schon so weit, es zu schaffen den Deckel zuzuklappen? Das fällt mir immernoch schwer. Und wie gehst Du damit um? Was ist Deine Empfehlung, was ist Dein Hack? Sebastian: Also ich werde da immer konsequenter. Also es ist echt so. Manchmal arbeitet man an ner Sache. Dann merkt man so nach 10, 15 Minuten das Internet ist scheiße, funktioniert alles nicht, habe irgendwie keinen kreativen Saft heute mehr. Und in dem Moment klappe ich wirklich einfach den Laptop zu und dann gehe ich ne Runde laufen, gehe in ein Café und nehme mir ein Buch mit, lese einfach für ne Stunde oder zwei und wenn ich dann merke, ich habe wieder ein bisschen kreative Energie oder ich habe wieder Bock, dann setze ich mich auch wieder an den Laptop. Aber ansonsten gibt es auch wirklich Tage, wo dann mittags für mich eigentlich Feierabend ist und ich dann Kumpels anrufe und mich mit denen treffe, anstatt mich zu quälen und einfach unproduktiv vor’m Laptop zu setzen. Ich glaube generell, ein ganz guter Tipp, was für mich super gut funktioniert ist, dass ich meist am Vormittag, also immer wenn ich zu Hause bin, auf Reisen sieht’s natürlich immer nochmal ein bisschen anders aus, der Tagesablauf, aber wenn ich zu Hause bin, dann bin ich vormittags in meinem Home Office, versuche so die wichtigsten Sachen zu erledigen und da weiß ich im Kopf schon, ich verbinde diesen Stuhl auf dem ich sitze und meinen Schreibtisch und meinen Ausblick verbinde ich einfach so mit typischen Tätigkeiten. Und dann gehe ich zu Mittag und danach gehe ich irgendwo in ein Café oder in einen Coworking Space und dann weiß ich schon, ohne mich wirklich drauf einstellen zu müssen, okay jetzt ist irgendwie ein ganz anderes Tätigkeitsfeld dran. Jetzt arbeite ich an ganz anderen Aufgaben. Und das hilft mir. Einfach diese Verbindung von bestimmten Aufgaben und Ordnung.   Marcus: Hm interessant! Das ist ja echt ein guter Hack. Das habe ich jetzt bisher noch nicht so gemacht. Wir machen es dann irgendwann, wenn wir denken, okay Home Office, die ersten drei Tage war cool, wir brauchen jetzt ne neue Umgebung. Wir tauen immer total auf, wenn wir woanders reinkommen und neue Impressions haben und neue Eindrücke und dann gehen wir zum Beispiel ins Betahaus mal ne Woche oder drei Tage arbeiten und dann gehen wir in die Blogfabrik und dann gehen wir mal in ein Café und dann gehen wir wieder ins Home Office, wenn wir in Berlin sind oder hier gehen wir ins Punspace und arbeiten vielleicht demnächst mal im Café. Aber das vielleicht dann auch noch mit bestimmten Tätigkeiten zu verbinden, könnte glaube ich dem Geist auch noch mehr Ruhe geben. Dass man die innere Uhr schon nach irgendwas taktet und dann noch weniger nachdenken muss, was mache ich hier eigentlich jetzt? Sebastian: Genau. Ich find’s zum Beispiel total genial mich in ein Café zu setzen, wo es auch relativ busy ist, wo man Hintergrundgeräusche hat, wo man auch Leute trifft und dort dann zu schreiben. Ich brauche das einfach, wenn ich Content erstelle, kann ich nicht alleine zu Hause sitzen, wo alles ruhig und dunkel ist, sondern dann gehe ich auch am liebsten raus, umgebe mich auch mit ein paar Leuten, mache dann alle Stunde mal ne Pause, habe nen kurzen Schnack. Das ist bei mir schon so richtig tief verwurzelt und das funktioniert für mich wahnsinnig gut. Marcus: Krass! ich bin genau der andere Typ. Ich könnte niemals im Café mich konzentrieren und schreiben und irgendwie coole Sätze rausbringen oder so. Ich bin echt einer, da soll am besten überhaupt niemand in meiner Nähe sein, irgendwo eingeschlossen und es muss alles still sein und ruhig. Weil ich bin leider mega leicht abzulenken, auch wenn ich zum Beispiel im Bus sitze oder im Flugzeug und jemand unterhält sich ne Reihe hinter mir. Auch wenn ich nicht will, ich muss da zuhören. Das ist wie so ein Zwang und das ist total nervend, nicht abschalten zu können, wenn um Dich herum was passiert. Um so cooler, dass das bei Dir so gut klappt. Sebastian: Ja, ich glaube da muss jeder für sich selber die beste Methode finden. Marcus: Absolut! Was steht bei Dir heute noch an? Sebastian: Wir haben jetzt gerade 12 Uhr. Ich treffe mich gleich mit ein paar Kumpels zu Mittag und nachmittags haben wir einen Workshop. Das ist ganz cool, in dem Coworking Space, wo ich ab und zu mal hingehe. Da gibt’s Workshops zu verschiedenen Themen so alle ein, zwei Wochen. Und dort geht’s heute um “Wie programmiere ich einen Onlineshop”. Eigentlich überhaupt nicht mein Thema, aber auch mal interessant in ganz andere Sachen mal reinzuhören und sich ein bisschen inspirieren zu lassen. Marcus: Ja absolut. Das ist vielleicht nochmal so ein ganz cooles takeaway am Ende von unserem Interview, dass man immer eigentlich auch offen sein sollte für neue Sachen, auch wenn’s dann gerade jetzt irgendwie so ein bisschen mit Deinem Business tangiert. Uns ist gerade jetzt im letzten Jahr so oft vorgekommen, dass wir sagen: Ey logisch, connecting the dots. Auf einmal hat das wieder gepasst, wo man damals überhaupt keine Ahnung hatte, warum macht man das und warum hört man sich da irgendwas an oder liest sich was an. Oder baut da Wissen auf. Und dann kommt irgendwann der Tag wo Du merkst so: Ey cool, ich starte jetzt nen Podcast und bin total versiert zum Thema Sport und hab da voll Bock drauf, kenne da viele gute Leute, kenne vielleicht auch ein paar Spitzensportler. Genau. Das nehme ich mit auf den Podcast oder so, jetzt nur so als Beispiel. Also immer offen sein für neue Sachen ne? Sebastian: Genau ja, und auch mal, genau wie Du sagst, aus der eigenen Branche ein bisschen rausschauen. In verschieden Themenfelder reingucken und dann hast Du auf einmal so ne krasse Verbindung. Wie es jetzt bei Dir funktioniert hat ja? Marcus: Cool! Ja, vielen Dank für Deine Zeit. Wir verlinken alle Deine Projekte und über die Tools und Empfehlungen, über die wir gesprochen haben, auf jeden Fall in den Shownotes. Und ich würde sagen, wir beide sehen uns früher oder später wieder. Spätestens zur GLOBAL im März in Bangkok. Sebastian: Ja mal schauen, ob ich’s dahin schaffe. Wir haben Pläne dann in Südamerika zu sein. Mal gucken, ob ich dann rechtzeitig wieder da bin. Marcus:  Ah okay. Ansonsten haben wir ja eh ne kurze Leitung über das heiß geliebte Facebook und die anderen Kanäle. Also Sebastian, viel Spaß noch mit Deinen Kumpels und beim Workshop. Vielen Dank für Deine Zeit, vielen Dank für das spannende Interview und bis bald! Sebastian: Ja, vielen Dank Marcus und viel Spaß noch in Chiang Mai. Mach’s gut! Marcus: Danke, ciao! Jo, jo, jo, jo, jo, das war auch schon wieder die Folge Nr. 36 vom LIFE HACKZ Podcast. Ich würde mich tierisch freuen, wenn ihr mir eine Bewertung auf iTunes hinterlasst oder mir eine E-Mail schreibt, an marcus@lifehackz.de. Und wir hören uns wieder zur nächsten Folge von LIFE HACKZ. Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]