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Aug 21, 2015

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Interview mit Vladi Melnik von Affenblog

Hey Leute, hier ist schon eine neue Folge der LifeHackz-Show live aus Mallorca. Feli und ich sind hier gerade im Bedndesk Coworking und Coliving Space vom Matthias. Matthias ist ein Mallorquiner, den wir auf der DNX Global kennengelernt haben. Er hat uns spontan eingeladen, den Place hier mal auszuchecken und ich muss sagen, es ist richtig, richtig geil. Also hier scheint die Sonne, das Meer ist vor der Tür, man kann richtig viel unternehmen. Wir sind wieder mega produktiv, wie immer in so kleinen Orten. Und ich habe mir den Vladi Melnik vom Affenblog auf den Podcast geholt. Vladi ist noch in seinen 20er Jahren und hat dafür schon richtig viel auf die Beine gestellt. Checkt es aus, viel Spaß! In dieser Folge lernst du:

  1. Was du von einem Erwachsenen Job im Anzug lernen kannst.
  2. Alles über Content Marketing und wie du es richtig einsetzt.
  3. Mit welchen Methoden Vladi sein Blog aufgebaut hat.
  4. Wie du auch Tiefpunkt durchhältst.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

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1.000 Dank, Dein Marcus 

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Quick Sprout

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"]   Marcus: Hey Vladi, cool dass Du am Start bist! Wo genau bist Du gerade und ... Vladislav: Ich ... Marcus: Ja? Vladislav: Ich wollte jetzt schon dazwischen quatschen. (Beide lachen laut) Erzähl! Marcus: Ähm ja, erstmal cool, dass Du am Start bist, fangen wir nochmal so an. Vladislav: Ja, danke! Marcus: Wo bist Du gerade und wie würdest Du Dich selber bezeichnen? Womit verdienst Du Dein Geld? Vladislav: Also ich bin gerade am Bremerhaven an der Nordseeküste und ich bezeichne mich einfach gerne als Internet-Unternehmer. Das macht die Sache einfacher. Marcus: Ja, womit hast denn angefangen und was waren da so die nächsten Steps? Und wo stehst Du heute oder was ist heute so Dein Fokus? Vladislav: Ich war damals selbstständiger Web-Designer. Das war alles toll, ich hatte einen Umsatz, es hat Spaß gemacht. Das Ding ist halt: Ich war nicht nur Web-Designer, sondern ich war auch Screen-Designer. Bzw. ich war nur Screen-Designer. Das heißt, ich habe nur Layouts gemacht ohne Programmierung. Marcus: Das heißt damals, Du hast eine Ausbildung gemacht oder ein Abi oder Studium und bist dann direkt in die Selbstständigkeit gestartet oder wie war das? Vladislav: Nein, das ist ein bisschen komplizierter. Ich habe angefangen mit dem Designen mit Fitzeln. Dann habe ich immer noch so ein bisschen für so Eastboard Clans... kennst Du die? Bestimmt oder? Marcus: Nee, Clans ist das so Rollen-Computerspiele oder was? Vladislav: Das ist so Counter Strike und so. Marcus: Ja nee, da war ich nie drin so. Vladislav: Ach da warst Du nicht drin, okay. Auf jeden Fall habe ich damals viel für die Layouts gemacht und danach ging das immer so weiter und irgendwann waren da halt richtige Kunden am Start. Danach habe ich aber so ein bisschen pausiert oder nur nebenbei gemacht. Dann habe ich eine Ausbildung bei der Sparkasse in der IT gemacht. Also etwas ganz anderes. Ich dachte “mach mal was Richtiges” ne? Marcus: Mach mal einen Erwachsenen-Job, wie Conni sagt. Vladislav: Ja ja genau. Da war ich auch immer im Anzug und hab es dann auch nach der Ausbildung noch ein halbes Jahr dort ausgehalten und dann habe ich gesagt “Okay, kein Bock mehr! Ich mache diese Web-Design Geschichte”. Marcus: Und das war aber schon so mit 18, 19 oder wie alt warst Du da? Vladislav: Mit 17 habe ich, glaube ich, angefangen. Da war ich mit 19 1/2 fertig und habe dann mit 20 oder 21 mich selbstständig gemacht zum Web-Designer.   Marcus: Krass. Vladislav: Das habe ich dann auch ein Jahr lang gemacht und dann habe ich aber gemerkt “Hey, irgendwie malst Du nur bunte Bilder” weißt Du? Das macht ja auch nicht so viel Spaß. Und da dachte ich “Ich kann das nicht mein Leben lang machen, bunte Bilder malen.” Das macht einfach nicht so viel Spaß und erfüllt mich nicht so. Im Zuge dessen musste ich auch Kunden akquirieren. Das muss man ja. In Kaltakquise war ich nie so gut. Und ich glaube, wenn wir ehrlich sind, niemand mag Akquise, das ist kein gutes Ding. Da bin ich halt auf dieses Thema Bloggen und Content Marketing gekommen. Und auch, wie man mit einem Blog oder um einen Blog ein Business baut. Und da habe ich gedacht “Hey, das ist genau das, was ich will. Das ist genau das, was ich auch kann” und deswegen habe ich alles auf eine Karte gesetzt und dann losgelegt. Marcus: Cool! Das wollte ich jetzt aber noch fragen: Du bist relativ früh dann schon zur Einsicht gekommen oder hast gemerkt “Ey, das ist nix für mich”. Hattest Du irgendwelche Vorbilder oder Bücher gelesen oder so, die Dir den Rücken gestärkt haben oder die Dich dann in dem frühen Alter schon so tough den Weg haben gehen lassen? So dass Du weißt “Auf keinen Fall einen 9 to 5 Job. Das hat jetzt gereicht bei der Sparkasse”? Weil ich glaube, so früh sind ja wenige wirklich bereit All-In zu gehen und gerade in Deutschland sich selbstständig zu machen. Vladislav: Ja ja klar, das stimmt. Das Ding ist halt - wie gesagt - ich habe das im Prinzip, so rückwirkend betrachtet, schon mein halbes Leben gemacht. Also seitdem ich 14 bin, bin ich Screenlancer. Ich war schon immer so ein kleiner Unternehmer und habe halt immer weiter gemacht. Das mit dieser Sparkasse und so, davor noch ein Fachabi habe ich gemacht, das war quasi so ein Umweg, den ich gegangen bin. Ich dachte halt, ich gehe den richtigen Weg, das war dann aber doch der falsche. Und ich habe das einfach im Endeffekt bei der Sparkasse gemerkt. Das ist ja quasi der 9 to 5 Job. Im Anzug immer hingehen und auch Bankwesen ist ja sehr traditionell. Marcus: Absolut. Aber ich glaube auch, dass vielen Menschen so etwas mal helfen würde. Gerade die jetzt vielleicht frisch von der Uni kommen und noch nie irgendwo gearbeitet haben oder vielleicht ein Praktikum gemacht haben. Aber gar nicht diesen Schmerz - also für mich war das auch ein echter Schmerz morgens aufzustehen und dann 9 to 5 in den Job reinzugehen und für jemanden anderen zu arbeiten und zu funktionieren. Quasi während dieser Zeit, in der Du angestellt bist, nur für Deinen Chef dasein zu müssen um dann am Wochenende wieder auszurasten und dann wieder voll in dieses Tanztheater einzusteigen. Wer das nicht mitgemacht hat, ist meistens … oder öfters sind es auch Menschen, die das dann vielleicht nicht ganz so tough durchziehen, wie jemand, der das schon mal erlebt und gehabt hat. Und der dann sagt “Nee, ich mache alles! Ist mir scheißegal, aber ich gehe da nicht mehr in dieses Office zurück!” Vladislav: Das stimmt. Das war auch bei mir so, dass ich gesagt habe “Hey, das ist genau das, was ich nicht möchte!” Diese Erkenntnis ist ja auch gut. Du siehst ja auch, wie soll ich das nett ausdrücken? Die Leute, die schon ein bisschen älter sind, die dort arbeiten, das ist ja quasi so Deine Zukunft, wenn Du es so sehen willst. Und dann kannst Du ja auch abwägen “Okay, ist das die Zukunft, die ich einschlagen möchte oder nicht?” Das war bei mir halt nicht so. Marcus: Okay, und dann hast Du Dich selber eingelesen oder hast davon gehört und hast halt gesagt “So Content-Marketing könnte eigentlich das Tool sein, was irgendwann die Kaltakquise, die mir überhaupt kein Bock macht, ersetzt.” Vielleicht erklärst Du nochmal kurz, was Content-Marketing genau ist, in Deinen Augen. Vladislav: Das ist im Prinzip einfach nur Marketing mit Hilfe von kostenlosem Inhalt. Das können Blogartikel sein, Videos, Podcasts - so wie wir jetzt. Das ist halt alles Content-Marketing. Marcus: Genau. Und Du hast das ganze unter einer eigenen Domain auf einem Blog gemacht? Vladislav: Genau, auf dem Affenblog. Den hatte ich halt auch schon quasi… Also ich war Web-Designer und habe den Blog schon aufgesetzt. Einfach nur, weil ich Bock auf diese Marke “Affenblog” hatte. Auch auf dieses Theme, das Layout und die Farben. Und dann habe ich halt gedacht “Okay, jetzt habe ich hier eine Hülle” und kam dann auf diese Themen und habe gesagt “Das passt perfekt! Jetzt nehme ich im Prinzip diese Hülle einfach dafür”. Marcus: Haha cool! Also auch mal anders, wo Du zuerst gesagt hast “Ich habe Bock auf das Branding” und hattest das schon quasi vor dem geistigen Auge und hast gesagt “Das ist cool, ich bin Designer, ich brande mir das jetzt mal runter und mache eine Website. Und jetzt baue ich noch Inhalte und mal gucken, was dann gemacht wird”? Vladislav: Genau! Ich kam halt auf dieses Thema Bloggen und Blog Business und da dachte ich “Okay, da muss ich dann auch mal einen Blog starten”. Da habe ich ihn mir gleich gebrandet und hatte aber halt noch keinen Content. Viele Designer machen das ja immer so. Die machen immer das Drum-herum, aber das Wichtig vergessen sie halt. Marcus: Ja, und nützliche Inhalte sind dann halt - wie Du schon gesagt hast - Artikel. Ich glaube, Du hast bei Dir auch ein kleines Wikipedia bei Dir auf dem Affenblog aufgebaut. Ist das richtig? Vladislav: Was meinst Du jetzt konkret? Nicht das ich wüsste... Marcus: Auf jeden Fall eine gute Sichtbarkeit zu vielen Online Marketing Begriffen oder so. Ich weiß noch, dass ich selber mal etwas aufgebaut habe und geguckt habe aus verschiedenen Quellen, wie die zum Beispiel Online Marketing definieren oder so. Vladislav: Ah okay! Ich glaube, ich habe mal einen Artikel darüber geschrieben. Aber das ist ja cool, dass der so gut dabei ist. Marcus: Genau. Der hat extrem gut gerankt. Also vorher bin ich auch schon immer wieder auf den Affenblog gekommen und dachte so “Ey, krasser Name”. Vladislav: Ja der ist abgefahren ne? Marcus: Es bleibt auf jeden Fall irgendwie hängen, weil Du denkst so “Affenblog?! Was hat das jetzt mit Affen zu tun?” Wie bist Du darauf gekommen? Vladislav: Ich bin halt ein großer Fan von Virgin oder Richard Branson. Ich meine Virgin ist ja auch - Jungfrau - mega abgefahren. Da dachte ich “So etwas abgefahrenes brauche ich auch”. Und dann habe ich einfach überlegt und gebrainstormed und bin dann bei Tiernamen stehen geblieben und habe die Tiere dann durchgebrainstormed und bin dann beim Affen stehen geblieben. Affen sind halt cool, die sind sympathisch, die nehmen sich selbst nicht so ernst. Ja, das war es im Prinzip. Es ist eine chillige Marke. Damit kann ich mich auch identifizieren, also es passt. Marcus: Ja, wärst Du auch gerne ein Affe? Vladislav: (lacht laut) Nee, eher nicht, aber das passt. Marcus: Und wie ist das dann weiter gegangen mit Deinem Blog? Wolltest Du da erstmal nur eine Reichweite mit aufbauen oder über den Blog dann quasi an den Kunden kommen für das Webdesign oder immernoch webdesignen? Vladislav: Zu der Zeit habe ich die Karriere vom Webdesign halt an den Nagel gehängt und gesagt “Webdesign, da hab ich keinen Bock mehr drauf!” Das war auch einer meiner größten Fehler. Halt alles auf eine Karte zu setzen, empfehle ich halt jetzt niemanden. Lieber die Sache nebenbei aufzuziehen und dann umzuschwenken, wenn es läuft. Das dauert vielleicht ein bisschen länger, ist aber wesentlich einfacher. Du hast halt weniger verlorene Nerven, ne? Marcus: Okay, was war denn Dein Masterplan, als Du den Blog gestartet hast, um damit dann irgendwann Geld zu verdienen? Vladislav: Also einen wirklichen Masterplan hatte ich nicht. Ich habe einfach angefangen und im Endeffekt wollte ich halt digitale Produkte irgendwie machen. Weil ich halt auch weg wollte von dieser Zeit- und Geldkopplung. Ich wollte halt “ein richtiges Unternehmen” haben, und keine finanzielle Abhängigkeit mehr. Weil es ist ja schon etwas anderes, es ist ein kleiner Schritt, aber es ist dennoch halt einfach etwas anderes. Marcus: Ja absolut. Du arbeitest dann ja nicht mehr für andere. Du arbeitest dann halt für Kunden und musst Dich dann nicht auf Milestones committen und Skype-Calls. Vladislav: Genau. Es ist halt nur super schwer, dasselbe Umsatzniveau wieder zu erreichen. Du kannst zum Beispiel auch einen kleineren Stückpreis haben und hoffst Du darauf, das Niveau zu bekommen. Das ist halt schwieriger. Marcus: Mega! Darum empfehlen wir auch immer, dass es für viele der beste Weg ist, erstmal mit Kunden zu starten und nebenbei das Business aufzubauen. Vladislav: Empfehle ich! Marcus: Ja, Du auch, okay cool! Weil gerade am Anfang in der Selbstständigkeit kann es echt tough sein, wenn Du nicht weißt, was kommt jeden Monat da rein und kann ich meine Miete zahlen. Und habe ich genug Kohle. Und da helfen dann ein, zwei große Kunden, auch wenn es dann am Anfang ein bisschen hakeliger als ein eigenes Business zu haben - helfen auf jeden Fall weiter. Vladislav: Genau, das coolste ist aus der Blogsicht ist ja auch, wenn Du einen Blog startest und sofort Dienstleistung anbietest, kannst Du ja auch sofort Umsatz damit machen - im Prinzip mit dem Blog. Du musst nicht lange ein Produkt erstellen oder so. Das ist halt super cool. Marcus: Und wie schnell ging das dann bei Dir? Vladislav: Das hat ein bisschen gedauert. Ich habe erstmal versucht eine Reichweite aufzubauen. Mein Problem war, ich hatte noch nicht so viel Ahnung von dem was ich tun wollte und was ich auch tat. Deswegen habe ich halt ein bisschen experimentiert und geguckt “Okay, das funktioniert - das funktioniert nicht”. Ich habe ein bisschen Reichweite aufgebaut, ein kleine Publikum aufgebaut. Marcus: Und wie hast Du das gemacht? Also, was waren Deine konkreten Steps? Vladislav: Am Anfang habe ich wirklich richtig ghetto angefangen. Ich habe mir Leute rausgesucht bei Facebook und habe die direkt angeschrieben. Ich kannte halt niemanden, ich wusste - wie gesagt - nicht so richtig, was ich mache und habe die Leute direkt angeschrieben bei Facebook und gesagt “Hey, ich habe hier einen Blog. Der könnte Dich interessieren” so nach dem Motto. “Was hältst Du davon?” Also wirklich kalt ... Marcus: Das wollte ich gerade sagen, das ist ja fast schon wieder Kaltakquise. Vladislav: Ja ja klar, aber irgendwie musste ich ja starten ne? Marcus: Absolut. Vladislav: Und was ich dann gemacht habe, ist: Ich habe von potentiellen Lesern, auf deren Blogs kommentiert. Also nichtmal auf Influencer Blog, nicht auf größeren Blogs, sondern auf den Leser Blogs quasi und von da versucht, die Leute quasi heranzuziehen. Dann habe ich halt weiter kommentiert und auf größeren Blogs - Selbstständig im Netz ist ein gutes Beispiel. Und da habe ich immer wieder kommentiert. Ich hatte da auch einen Plan: Drei Kommentare am Tag zu setzen. Das ist ja auch cool. Ich weiß jetzt nicht, wielange ich das durchgezogen habe. Vielleicht 6 bis 12 Monate - keine Ahnung. Marcus: Hast Du da stumpf Deine URL reingepostet oder hast Du gehofft, dass die dann auf Deinen Namen in den Kommentaren klicken und dann auf die Seite kommen. Vladislav: Nee nee, ich habe schon versucht Mehrwert zur Unterhaltung zu liefern und auch eine Beziehung zu diesem Influencer aufzubauen. Da ging es dann lange über E-Mails, da haben wir halt ein paar E-Mails hin und her geschrieben. Dann hatte ich auch schon die ersten Gastbeiträge geschrieben - bei den größeren Blogs. So ging das dann im Prinzip. Marcus: Aber Du wirst auch unterschreiben, dass das harte Arbeit ist und dass man sich da nicht zu schade sein darf, auch beispielsweise Blogkommentare ohne Ende oder drei pro Tag zu schreiben, die dann aber echt einen Mehrwert liefern. Vladislav: Ja natürlich. Am Anfang ist es halt super schwer und die ersten Schritte - oder ich sage auch immer die ersten 100 E-Mail Abonnenten - das ist die Hölle. Das ist der schwerste Weg. Wenn Du die geknackt hast, dann wird es ein bisschen einfacher. Und ab dem 1000sten wird es wieder ein bisschen einfacher und ab dem 10000sten läufts dann so ein bisschen von sich und dann kann man halt weitersehen. Marcus: So und dann hast Du Dir peu á peu die Reichweite aufgebaut, von welchen Rücklagen hast Du zu dieser Zeit gelebt. Vladislav: Ich hatte noch ein bisschen was vom Wedesign und das war es im Prinzip. Marcus: Und wie ging es Dir dabei? Hattest Du starke Nerven oder hast Du schon gedacht “wooow, so langsam muss es jetzt mal losgehen”? Vladislav: Also es war super stressig, wirklich. Deswegen empfehle ich es niemanden. Einfach, weil diese ganzen schlaflosen Nächte… Also Du liegst halt Nachts manchmal wach und denkst Dir “Fuck, was kommt morgen? Und wie überlebst Du morgen?” Und das ist halt wirklich ein hartes Brot. Marcus: Und wie hast Du Dich motiviert? Vladislav: Ich glaube, ich habe mich einfach motiviert, indem ich einfach durchgehalten habe. Einfach morgens aufstehen und weitermachen. Das ist ja das schöne und es ist auch das, was ich wollte, weil ich so ein Chaot bin und sonst nichts auf die Reihe kriege. Du hast nur diesen einen Weg. Die Brücken hinter Dir sind abgebrannt. Das muss funktionieren! Punkt! Marcus: Ja für viele ist das auch irgendwie ein cooler Modus da All-In zu gehen oder so. Vladislav: Das ist für die Chaoten und die Kreativen glaube ich. Für die ist das ein sehr guter Weg. Marcus: Ich kenne da auch jemanden, der dann überhaupt nichts mehr hatte, auch keine Kohle mehr und hatte nur noch Geld für ein Ticket nach Bangkok, Thailand. Er hat sich das geholt und danach hat er gedacht “So, jetzt baue ich mir meinen eigenen Blog auf und mein eigenes Online-Business. Das war auch super hakelig und auch schon von der Hand in den Mund gelebt, aber am Ende hat es dann irgendwie funktioniert. Aber erst dann! Vladislav: Krass, heftig! Marcus: Und wie ging es dann weiter? Dann hattest Du immer mehr Reichweiter auf dem Affenblog, guten Content geschrieben und dann musste ja irgendwann das erste eigene Produkt hin oder? Vladislav: Ich habe davor noch… weil mein Problem war ja, ich schreibe ja das Affenbuch, was es aktuell gibt. Das war das Einsteigerprodukt bei mir. Das geht darum, ein Blog Business aufzubauen. Das Ding ist, ich konnte ja kein Buch darüber schreiben, weil ich selbst noch kein Blog Business hatte - ist ja klar. So und deswegen musste ich halt ein Produkt davor schalten und weil das thematisch so gut gepasst hat, habe ich halt so einen Wordpress-Kurs gemacht damals. Bloghütte hieß das. Ein super cooler Name oder? Marcus: Ja auf jeden Fall. Das hab ich auch gesehen. Vladislav: Ja ich hab´s mit den Namen. Und das war halt mein erstes Produkt. Ich weiß gar nicht, wie teuer das war. Ich glaube 67,00 €. Und das war so ein Video-Kurs. Ich glaube, da gab es auch Checklisten und so einen Scheiß. Das habe ich dann verkauft. Da hatte ich, glaube ich, eine E-Mail-Liste von 300 Abonnenten. Also eine relativ kleine Zielgruppe, ein kleines Publikum. Ich weiß gar nicht, wieviel Umsatz ich damit gemacht habe - irgendwie 1.000,00 € oder 2.000,00 €, keine Ahnung. Marcus: Du sagst gerade selber von Dir, dass Du ein totaler Chaot warst oder vielleicht auch noch bist. Vladislav: Ja, immernoch. (Beide lachen) Marcus: Auf der anderen Seite klingt das alles so ziemlich professionell und fachmännisch, dass Du sagst “Okay, erst habe ich da kommentiert, Reichweite aufgebaut, erstes Produkt gebaut, Videokurs mit Checklisten. Irgendwoher muss das ganze Wissen ja kommen. Hast Du da Tipps oder Ressourcen, die Du hier teilen kannst? Vladislav: Ich habe viel im amerikanisch-sprachigen Raum geguckt. Da gucke ich auch immernoch so ein bisschen. Am meisten hat es mir angetan “copyblogger” - finde ich super geil von Brian Clark. Und “quicksprout” von Neil Patel. Super geile Dinger! Marcus: Okay, cool! Die werde ich auch auschecken. Ja dann, erzähl doch mal weiter. Wie ging es dann weiter mit Deinem Affenblog oder Deinen Affenclan, glaube ich, den es dann auch irgendwann gab? Wie kam da eins zum anderen? Vladislav: Genau, also erstmal gab es dann nach der Bloghütte - da habe ich ein bisschen weitergemacht - und dann hatte ich ja quasi ein Blog Business. Ich hatte schon Erfahrung, ich konnte also darüber schreiben. Dann habe ich die Erstauflage des Affenbuchs rausgehauen. Da hatte ich, glaube ich, 800 oder 1000 Abonnenten. Da hatte ich das erste Business, wenn Du es so sehen willst, mit einem regelmäßigen Umsatz. Das war noch relativ klein, aber es war halt regelmäßig und man konnte halt so ein bisschen planen. Das war eine gute Planungsgrundlage. Dann habe ich halt weitergemacht. Das ist ja bei diesem Bloggerkonzept super simpel. Du musst halt einfach hochwertigen Inhalt veröffentlichen und diesen promoten. Dann kriegst Du Abonnenten, die teilen wieder Deinen Inhalt und dadurch geht die Spirale immer so weiter. Marcus: Und die Inhalte hast Du aber komplett selbst erstellt? Vladislav: Genau, die habe ich selbst geschrieben, zwei Mal die Woche habe ich mich hingesetzt und ungefähr 1000 Wörter geschrieben. Und nochmal ganz kurz zum Anfang: Ich habe echt bis zu 16 Stunden für einen Artikel gebraucht. Also ich habe da wirklich Zeit reingepumpt und gesagt “Hey, das ist mein Marketing-Instrument. Das muss funktionieren und es muss gut sein.” Marcus: Hast Du einen Contentplan gehabt oder wie bist Du auf neue Themen gekommen? Vladislav: Nee natürlich nicht, ich habe da quasi von der Hand in den Mund gebloggt und später erst einen Redaktionsplan erstellt. Jetzt läuft der immernoch und der Redaktionsplan ist super wichtig. Ohne geht halt nicht. Marcus: Blogger haben ja früher oder später oft das Problem sich weiter zu motivieren und durchzuhalten und immer wieder kreativ zu sein und neuen Content zu erstellen. Gab es bei Dir die Phasen auch und wie hast Du die überwunden? Vladislav: Das Ding ist: durchhalten ja. Das ist super wichtig beim bloggen. Das ist grundsätzlich beim Unternehmertum einfach wichtig. Das ist super schwer. Ich setze mir Zahlenziele, die versuche ich zu erreichen - im Sinne von Abonnenten. Ansonsten gibt es oft so Situationen, da hast Du einfach keinen Bock. Da denkst Du Dir einfach “Boah, jetzt habe ich überhaupt keinen Bock mehr zu schreiben”. Aber das Ding ist: Du musst halt einfach weiter machen. Weil irgendwann kommt die sonnige Zeit - sage ich mal. Und deswegen: Einfach machen! Marcus: Das krasse ist ja - ich weiß grad nicht, wo ich das gelesen habe - aber da gab es echt mal so Auswertungen oder die haben dann quasi so prophezeit was passiert wäre, wenn derjenige weitergemacht oder weitergebloggt hätte. Und da kam dann halt raus, dass mega, mega viele Leute - irgendwie 80% oder so - genau vor diesem Tipping Point dann aufhören. Das ist, glaube ich, genau dieses Tal oder diese Parabel, wo es am Anfang halt sehr steil hoch geht und dann wird es immer flacher und wenn Du da nicht durchhältst und weitermachst, dann hörst Du auf. Und das wäre aber genau der Punkt gewesen, wo Du hättest noch ein paar Monate weitermachen müssen und dann wäre das Ding abgegangen. Das finde ich auch ganz interessant. Feli merkt das auch immer wieder bei Travelicia, wie schwer es ist, sich regelmäßig zu motivieren. Ich habe auch angefangen auf Medium regelmäßig zu schreiben. Mehr oder weniger regelmäßig. Ich habe immer wieder coole Ideen und denke so “Da muss jetzt ein neuer Artikel kommen” und dann gibt es doch immer wieder wichtigere Sachen. Aber es gibt auch Tage an denen Du denkst “Boah geil, heute mach ich´s” und stehst dann auf, machst Dir Deinen Rechner auf, Scrivener oder direkt in Medium, da kann man ja auch ganz gut ablenkungsfrei schreiben und dann schreibst Du das Ding einfach so runter ne? Vladislav: Genau, das ist halt so. Momentan ist es auch viel einfacher mit Walter ist fester Freelancer - also fester Autor auf Freelance Basis. Gordon ist fest dabei. Das ist halt einfacher. Die Reichweite ist auch soweit gut, dass Gastbeiträge reinkommen. Ich habe so fünf bis sechs Gastbeiträge in der Pipeline - das hat sich gerade ein bisschen angestaut, das ist auch super. Die muss ich auch noch editieren. Es wird mit der Zeit immer einfacher und das merkt man auch. Ich könnte, wenn ich wollte, meine Zeit reduzieren, aber da habe ich halt nicht so viel Bock zu und deswegen… Man merkt einfach in der Zukunft, es wird viel einfacher und ich glaube auch, es wird in ferner Zukunft noch einfacher. Marcus: Ja klar. Je mehr Reichweite, umso spannender wird es dann ja auch, ne? Vladislav: Genau, das macht immer mehr spaß. Marcus: Und das Steinige und das Harte ist immer wieder der Beginn. Vladislav: Ich merke das auch selber. Der Anfang war super hart, aber es wird immer einfacher. Marcus: Du hast eben davon gesprochen, vom Blog Business und vom Blog leben zu können. Auf der anderen Seite gibt es immer wieder Leute, die unterstreichen und sagen “Der Blog selber ist kein Business”. Vielleicht kannst Du da mal so ein bisschen Licht ins Dunkel bringen, was genau jetzt ein Blog sein kann. Vladislav: Ich sehe das so, dass ein Blog ein Business sein kann. Ich sage ja auch Blog Business dazu, weil das gehört halt einfach zusammen. Der Blog ist halt im Zentrum. Da entsteht die Marketing Aktivität, da baust Du Deine Reichweite aus, da baust Du Deine Beziehung zu Deinen Abonnenten auf, zu Deinem Publikum. Und drum herum quasi baust Du Deine Produkte. Aber für mich ist es halt eine Einheit, eine große Einheit. Marcus: Ja okay, dann ist das Verständnis das gleiche. Weil die Leute, die sagen, der Blog an sich ist kein Business, die meinen es aber auch so, dass der Blog dann ein Marketing Kanal ist oder halt ein Reichweiten-Booster. Vladislav: Genau, aber der Blog ist halt auch oder bei mir ist es zumindest so, dass der Blog auch gleich die Marke ist und im Prinzip auch gleich das Unternehmen, was dahinter steckt. Marcus: Ja absolut. Und zu dem Blog ist dann irgendwann noch ein eigener Podcast hinzugekommen? Wann war das Vladislav: Ja genau. Warte mal, war das eigentlich….? - bin ich mir nicht sicher. Ich glaube in den Staaten ging es da so vor einem halben Jahr oder so ziemlich mit Podcasten los, ne? Marcus: Ja, also ich habe schon immer so ein paar Podcast aus den Staaten gehört, wenn ich auf dem Weg zum Sport gewesen bin, auf dem Fahrrad oder so und fand das super faszinierend, was Pat Flynn und Ted Forbes und Rich Fowler und diese ganzen Typen gemacht haben. Ich fand das schon immer so subjektiv von der Wahrnehmung schon immer fett in den Staaten, aber ich glaube vor einem halben Jahr oder so, gab es noch einmal so einen richtig krasse Schub. Vladislav: Eine richtig dicke Welle, ne? Genau. Und dachte ich auch “Hey, da schwimme ich mit”. Und da habe ich halt Gordon gefragt. Wir hatten nämlich davor einen Podcast, der hat mich auch interviewt und es hat halt gestimmt. Ich hatte einfach Bock, er hat auch einfach eine geile Stimme, das muss man sagen! Und da haben wir halt zusammen Affen on Air gestartet. Weil ich auch keine Ahnung von diesem Podcast-Scheiß habe. Und diesem Schnibbeln und so, das ist nicht so mein Ding. Marcus: Ja, Gordon ist echt ein super cooler Kerl. Der mastert ja auch meine Folgen von LifeHackz. Vladislav: Ja super gut, echt. Marcus: Und er ist, glaube ich, auch schon ziemlich lange dabei, ne? Mit seinem Projekt - wie hieß der - Podcast-Helden? Vladislav: Ja genau, super... Marcus: Und hat Gordon Dir dann auch dabei geholfen, wie man den dann genau aufsetzt, sprech die Feeds aufsetzt und den Media Hoster auswählt und die Beiträge dann anlegt auf Wordpress? Vladislav: Genau, das ist alles Gordons Part. Marcus: Ah saucool, weil ich hab mich da durch das ganze Tutorial von Pat Flynn durchgekämpft, was im Übrigen super, super useful ist - mal wieder völlig kostenlos. Die Amerikaner leben uns dieses caring und sharing echt so bis zum Exzess vor. Die Anleitung war richtig cool. Das war echt harte Arbeit für ein paar Tage, aber wenn Du das einmal stehen hast, dann man mega happy und stolz darauf sein. Vladislav: Technik ist immer so ein Pain, ne? Da müsste man mal eine Lösung für finden. Marcus: Ehrlich gesagt: Ich bin so ein Frickler, so ein Perfektionist, was jetzt mittlerweile vielleicht gar nicht mehr so gut ist, weil ich wahrscheinlich an anderen Fronten noch mehr rausholen könnte, für mich oder für das Business und verliere mich dann immernoch gerne im Detail. Aber ich weiß noch früher, als ich studiert habe und keinen Bock hatte auf die Vorlesung, weil alles so theoretisch war, da habe ich lieber seitenlange Tutorials gelesen und selber versucht, einen Blog zu starten und online irgendetwas aufzubauen und aufzusetzen und wirklich jeden Step dann selber zu machen, anstatt das irgendwo outzusourcen. Geld hatte ich eh nicht dafür. Vladislav: Ja, ich bin auch so ein Perfektionist. Ich frickle auch noch zu viel selbst rum. Ich bin jetzt grad dabei... ich habe in Start in WP , kennst Du den auch - Sebastian? Marcus: Der ist super geil. Den haben wir jetzt auch am Start. Vladislav: Ich teste den jetzt auch. Wie gesagt, ich habe auch keinen Bock mehr auf diesen Technik-Scheiß. Das kostet so viel Zeit am Ende des Tages. Manchmal hast Du da echt ganze Tage, die halt nur mit diesem Technik-Kram verschwendet sind. Marcus: Ja absolut. Bei mir war das auch erstmal ein Step, das aus der Hand zu geben. Weil dann denkst Du “Ach komm, hier so eine Änderung an der Website und einen neuen Speaker einfügen oder einen Link ändern oder so, das kriegste ja irgendwie selber hin”. Aber wenn man sich da nicht diszipliniert, dann summiert sich das ja auch wieder. Und dann hast Du da ein, zwei Stunden mit irgendwelchen “Kleinigkeiten”  beschäftigt, die in dem Fall dringend sind, aber nicht wichtig. Und das ist irgendwann auch die Kunst zu entscheiden: Was ist wichtig, was bringt Dein Business nach vorne? Und was ist gerade dringend, aber kann vielleicht trotzdem erstmal liegen bleiben, weil es nicht den mega Impact hat ne? Vladislav: Yes! Marcus: Du hast dann angefangen zu Podcasten und was sind da Deine Themen? Was für ein Format nimmst Du da? Wie oft Podcastest Du? Vladislav: Also wir veröffentlichen die Episoden immer einmal die Woche - immer Mittwochs. Die sind auch quasi in dem Redaktionsplan vom Blog integriert. Das heißt, wir haben zwei Mal die Woche einen Artikel und einmal eine Podcast-Episode. Da haben wir auch ein Transkript. Das ist immer super cool für den Leser, für die Suchmaschine im Endeffekt. Und wie wir das machen ist quasi, dass Gordon und ich uns locker darüber unterhalten. Ich finde diese Interviews sind auch mega cool. Weil so Monologe sind ein bisschen langweilig denke. Bei so einer lockeren Unterhaltung da kommt auch vielmehr rüber, weil man auch Rückfragen stellen kann und so. Es macht halt einfach mehr Sinn. Und der Mehrwert, der erzeugt wird, ist denke ich auch größer. Marcus: Ja, das finde ich auch. Es ist irgendwie oft auch viel spontaner. Da nimmt ein Gespräch eine ganz andere Wendung, als Du Dir das vielleicht vorher ausgemalt hattest auf Deinem Blatt Papier, wenn Du alleine irgendwo rein redest.   Vladislav: Was wir auch noch ein bisschen verkaufen mit dem Podcast ist auch so ein bisschen gute Laune. Wir haben so einen Gute-Laune-Jingle am Anfang. Wir versuchen auch immer 20% gute Laune zu verkaufen. Marcus: Gute-Laune-Dinger ne? Vladislav: Ja, das ist wichtig! (Beide lachen) Marcus: Ja absolut, ich finde Spaß bei der Arbeit fühlt sich dann irgendwann auch nicht mehr nach Arbeit an. Vladislav: Genau! Marcus: Du sagst dieses Podcasten hattet ihr dann als allerletztes Projekt bei dem Affenblog gestartet und davor gab es noch den Affen Clan, oder? Vielleicht erzählst Du noch etwas zum Affen Clan. Was genau da jetzt abgeht. Vladislav: Nach dem Affenbuch gab es dann auch nochmal eine zweite Auflage. Ich weiß jetzt gar nicht, ob es die zweite oder dritte Auflage ist. Also es kann sein, dass es noch eine dritte Auflage gab vom Affenbuch. So und jetzt habe ich für Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres auch die vierte Auflage schon auf dem Schirm quasi. Danach habe ich gesagt “Okay, das Affenbuch ist ein Ebook” und dann habe ich gesagt “Okay, jetzt kommt der nächste Schritt - nämlich eine Mitgliedschaftsseite”. Das Thema ist gleich, wie man ein Blog Business aufbaut. Aber bei der Mitgliedschaft hast Du halt die Vorteile, dass Du mehr Interaktionen machen kannst. So ein Ebook kannst Du halt lesen und das war´s. Und dann habe ich halt den Affen Clan hochgezogen. Letztes Jahr habe ich damit angefangen. Das war auch so eine Nacht und Nebel-Aktion. Den hatte ich nämlich noch für dieses Jahr auf der To-Do. Und weil ich ja so ein Chaot bin und das Jahr fast vorbei. Ich dachte nur “Fuck, ich muss das jetzt noch rausbringen!” So und dann habe ich glaube ich in drei Wochen diese Basis hochgezogen. Das war auch super stressig. Also Verkaufstexte geschrieben, Landing Page aufgesetzt, diese ganze scheiß Technik aufgesetzt vom Backend, die ersten Inhalte erstellt, einen Redaktionsplan dafür gemacht, und das ganze auch noch promoted irgendwie, einen Launch daraus gemacht. Dann habe ich das gelauncht, ich glaube, das war im Januar. Und jetzt sind wir gerade so 50 Leute. Da gibt es halt einmal ein Forum, das ist ein wichtiger Bestandteil. Dann gibt es Grundlagen. Das heißt, die holen Dich halt so schnell wie möglich von 0 auf 100, sage ich mal. Und mittlerweile gibt es auch regelmäßige Webinare, zwei Mal im Monat, wo wir uns dann mal für eine Stunde am Montagabend zusammensetzen. Da besprechen wir dann eine Lektion. Das machen auch Gordon und ich zusammen, weil es halt einfach cool ist. Am Ende gibt es auch noch eine Q&A Runde, wo man dann auch noch Rückfragen stellen kann. Das ist schon fast wie ein Coaching, weißt Du? Marcus: Das klingt sehr Hands-on und es klingt auch sehr nahe an den Teilnehmern dann ne? Vladislav: Ja, es macht auch super viel Spaß. Und diese Webinare werden auch aufgezeichnet, werden getagged, werden archiviert und so ist mit der Zeit auch ein super cooles Archiv entstanden. Wie gesagt, so eine Mitgliedschaft macht auch super viel Spaß, weil Du siehst halt auch die Ergebnisse. Wir teilen auch jeden Monat wichtige Kennzahlen miteinander und dann siehst Du halt “Okay, das geht aufwärts bei denen”. Marcus: Und die Leute motivieren sich dann gegenseitig, dass man weiß, derjenige hat auch mehr oder weniger mal bei Null gestartet oder mit mir zusammen und bei denen geht es jetzt langsam. Vladislav: Genau, die sind halt alle ungefähr auf dem gleichen Level, aber einer ist halt ein bisschen weiter, der andere steht halt noch am Anfang. Aber das ist halt schön. Da guckt man “Okay, der ist halt zwei Monate weiter als ich. Das heißt, bei mir wird es wahrscheinlich auch so aussehen, wenn ich das gleiche mache, was er gemacht hat.” Das ist halt super cool! Marcus: Ja was Du so alles erzählst klingt mega straight und produktiv, um das zu sagen. Gibt es gewisse Routinen oder Strukturen in Deinem Tag? Wie kriegst Du das hin, dass Du da so viel Output hast? In so jungen Jahren gerade auch. Wie alt bist Du jetzt? Vladislav: Ich bin 25 jetzt. Das ist schon alt. Marcus: Ja, ich denke mal für das was Du da jetzt aufgebaut hast in den letzten Jahren, ist das schon ganz gut. Es ist ganz gut schnell alles gegangen. Vladislav: Ja, das war okay. Also auf jeden Fall Routinen… Ich habe halt versucht, einen lockeren Tagesablauf zu haben. Das habe ich aber nicht hinbekommen. Weil da habe ich nur gearbeitet und habe halt überhaupt nicht entspannt. Das ist ja auch nicht gut. Marcus: Du hast einfach so geguckt “Was liegt an, worauf habe ich Bock. Ach dann schreibe ich jetzt einen Artikel und morgen dann halt wieder einen Newsletter und übermorgen Facebook Post”, aber halt nicht alles an einem Tag dann eher wahrscheinlich, ja? Vladislav: Genau so in etwa. Oder ich habe auch versucht “Okay, jetzt schlafe ich mal ein bisschen aus, dann fange ich an zu arbeiten. Dann arbeite ich halt länger. Das hat - wie gesagt - nicht gefruchtet. Weil ich habe dann im Endeffekt nur gearbeitet. Ich konnte halt nicht loslassen. Das ist ein bisschen schwierig gewesen. Jetzt arbeite ich immer so von acht bis sieben ungefähr, mit einer Stunde Mittagspause. Dann mache ich zwischendurch viele Pausen. Auch wenn ich irgendwann beim Schreiben keinen Bock habe, dann lege ich mich kurz auf die Couch und gucke dann ein bisschen in meinem Handy rum. Das passt. Und ansonsten schreibe ich halt Vormittags immer viel. Ich bin nämlich am Morgen noch super klar und je später es wird desto mehr Matsche kommt in meinen Kopf. Jetzt geht es noch, nachmittags ist es schon ein bisschen schwierig, aber abends bin ich dann echt auch schon ausgepowert und kriege produktiv nichts mehr hin. Also vormittags schreibe ich viel und nachmittags mache ich halt diesen Verwaltungskram oder irgendwelche Podcast-Geschichten oder so etwas. Marcus: Ja, das kenne ich. Gerade was so kreative Sachen angeht, da ist man morgens irgendwie am kreativsten, ne? Vladislav: Ja, aber ich glaube bei manchen ist es verschieden. Es gibt auch Nachteulen, die sind dann nachts produktiver. Bei mir ist es halt morgens. Marcus: Bei Tim Ferris zum Beispiel glaube ich. Der schreibt am liebsten nachts. Vladislav: Ja, der ist auch eine Nachteule, ne? Marcus: Ich selber bin ja eigentlich auch früh morgens am produktivsten und suche mir dann immer einen Task raus, der so der wichtigste Task ist, der den meisten Impact hätte, wenn ich ihn schaffen würde, auf meinem Business. Und den nehme ich mir dann vor und den gehe ich dann immer an mit frischem klaren Kopf. Und das sind aber auch meistens so fette Brocken, die Du dann nachmittags um vier, fünf Uhr auf keinen Fall mehr schaffen kannst. Vladislav: (lacht) Ja, da hast Du auch keinen Bock mehr bestimmt, ne? Marcus: Nee, also ich glaube, das ist wirklich so, da habe ich auch mal einen Artikel auf Medium drüber geschrieben, dass man pro Tag quasi wie so ein Wasserglas an Menge an Real Power hat, an Entscheidungsfähigkeit und auch so dieses etwas durchzuziehen, das Standing. Und je später der Tag ist, umso schwieriger ist das. Vladislav: Das ist eine schöne Metapher. Das habe ich noch nie so gesehen, aber es ist echt so. Also auch ein Wasserglas ist dann irgendwann leer. Marcus: Ja das ist leer und wenn Du dann abends entscheiden musst, so krass irgendetwas Strategisches - keine Ahnung - wo findet die nächste DNX Global statt oder so, da kannst Du halt keinen klaren Gedanken mehr fassen um 22:00 Uhr, wenn Du durch bist und den ganzen Tag gearbeitet hast. Aber wenn Du sagst “ich stehe früh auf” und mittlerweile versuche ich das zur Routine zu machen, immer mit dem Sonnenaufgang aufzustehen. Das ist jetzt gerade in Berlin um 5:30 Uhr gewesen. Ich muss da gucken, ich bin heute in Palma de Mallorca angekommen oder auf Mallorca und bin unten an der Playa entlang. Dann Bed & Breakfast Coworking Space und hier ist es glaube ich ein bisschen später: 5:45 Uhr oder so. Wenn Du dann so früh aufstehen würdest und dann halt um 06:30 Uhr damit anfängst, dann klappt das viel besser, so fette strategische Sachen zu entscheiden. Vladislav: Bei mir ist es auch immer so, dass wenn ich zum Beispiel nachmittags irgendwelche Social Media Posts oder E-Mail Kampagnen schedule, dann mache ich da mega viele Fehler immer. So, das regt einen auch immer auf. Ich schedule die immer nachmittags und morgens gucke ich dann nochmal, ob ich alles richtig gemacht habe. Vor allem mit Daten, da bin ich nicht so gut mit. Da habe ich dann manchmal ein falsches Datum, eine falsche Uhrzeit oder so ein Scheiß. Das ist schon alles vorgekommen. Marcus: Ja, das habe ich auch voll oft. Dann schedule ich irgendetwas vor und dann weiß ich “Oh, der Post geht gleich live um 9:00 Uhr oder 9:30 Uhr” oder so und gucke dann um 8:00 Uhr nochmal rein und schreibe den dann nochmal komplett um oder anders und entdecke noch voll viele Fehler, ne? Das ist echt krass. Was sind die nächsten Steps bei Dir mit dem Affenblog? Vladislav: Weiter wachsen. Also mein nächstes Ziel sind die 50.000 E-Mail Abonneten. Das ist glaube ich auch eine gute Hürde. Ansonsten kommt jetzt demnächst das erste Tool, was wir jetzt rausbringen: Banana Content. Das ist also ein SEO Tool für smarte Blogger, also für unser eins. Genau optimiert auf unsere Bedürfnisse. Da möchte ich auch langfristig mehr in die Richtung gehen, dass ich also mehr in diese Tool-Richtung gehe. Ich habe halt gemerkt, so ein Tool zu machen, macht mir super viel Spaß. Ich bin auch der Meinung, ich kann das gut. Einfach, weil ich so einen starken Vereinfachungsgedanken habe. Bei mir muss alles super simpel sein und das kommt jetzt demnächst. Marcus: Baust Du die Tools dann selber? Weil Du sagst, Technik ist voll Pain in the Ass für Dich? Vladislav: Genau, nee, ich habe mich mit Jonas Breuer zusammengetan für Banana Content und ich plane auch noch weitere Partner zu suchen, mit denen ich halt so diese ganzen Tools aufbauen möchte. Marcus: Und ein Tool, was ihr schon am Start habt, ist Chipnotes, ist das richtig? Vladislav: Nee, das haben wir wieder eingestampft. Das war ein bisschen fernab des Blogs. Das war einfach nur eine coole Notizenapp. Marcus: Und wieso habt ihr die wieder eingestampft? Vladislav: Wie soll ich sagen? Das hat einfach nicht so gut … Ja wie soll ich das vernünftig sagen? - Aus Zeitgründen. Wir haben gesagt “Okay, da haben wir keine Zeit dafür. Das hatte einfach nicht soviel mit dem Affenblog zu tun. Das war einfach nur eine cool Notizenapp. Marcus: Und dann hast Du gesagt, lieber ganz vom Markt nehmen oder einstampfen, als ein halbfertiges Produkt irgendwo mit im Portfolio rumzuschleifen. Vladislav: Genau, das war noch nie so wirklich drin. Das war nur so am Rande. Und diese Banana Content ist jetzt drin. Und die Ideen, die ich noch habe für die anderen Tools, die gehören direkt zum Affenblog. Marcus: Was ist Banana Content? Vladislav: Das ist das SEO Tool für smarte Blogger, was jetzt demnächst kommt in einigen Monaten. Marcus: Das heißt, was kannst Du damit genau machen? Vladislav: Da hast Du vier Schritte. Du kannst halt eine ____ Recherche machen direkt in Deinem Wordpress Dashboard. Du hast wichtige Kennzahlen, die Dir jetzt sagen “Okay, der Blogartikel ist gut optimiert für die Suchmaschine”. Du kriegst Tipps zur Onpage Optimierung, wie Du den Artikel optimieren kannst. Du hast eine Möglichkeit potentielle Linkpartner zu finden, wo Du sagen kannst “Hey der Vladi hat darüber geschrieben, ich hau den mal an” oder irgendein anderer Typ hat darüber geschrieben “den hau ich mal an und bitte um link oder um share” und Du hast auch noch ein Ranktracking, dass Du immer weißt, wie gut das funktioniert. Vor allem diese Tracking Funktionen bieten halt kaum Tools an. Und das haben wir halt drin. Da kannst Du immer nachgucken “Okay im Durchschnitt pro Woche rankt der Artikel auf Platz 6”  oder so. Dann weißt Du, Du hast gute Arbeit geleistet. Marcus: Ja, das klingt echt nach einem smarten Tool. Gerade im deutschen Bereich gibt es ja kaum gute SEO Tools bzw. es gibt ein paar, aber viele wurden dann auch irgendwann gar nicht mehr weiter entwickelt. Vladislav: Genau und es gibt halt auf der Seite nur diese High End Dinger. Die halt viel zu viel machen und auch nicht unbedingt das machen, was wir halt brauchen. Wir haben einen starken Fokus auf Content. Und deshalb heißt das Tool auch Banana Content. Da kommt in ferner Zukunft auch noch mehr dazu. Es wird nicht nur ein SEO Tool sondern ein Content Marketing Tool. Die Kennzahl momentan beruhen sich nur auf SEO Werte und was cool wäre, wenn die in Zukunft sagen “Okay, Dein Content ist gut”. Marcus: In Terms of Shares auf Social Media Plattformen zum Beispiel? Vladislav: Genau. Also, dass Du den Scope ein bisschen breiter fasst, also nicht nur SEO, sondern auch Content. Es ist halt schwer einen Wert für die  Content-Qualität zu bestimmen. Aber in die Richtung soll es langfristig gehen. Marcus: Aha, cool! Du bist…. Vladislav: ...spannende Geschichte. Marcus: Ja, das finde ich auch. Gerade auch, weil ich auch selber aus dem SEO-Bereich komme. Vladislav: Ach echt? Das wusste ich gar nicht. Marcus: Ja, ich habe damals in meinen ersten Corporate Jobs im Online Marketing angefangen und da speziell dann auch im SEO-Bereich, weil das das war, was ich privat vorher schon ganz gut konnte und mich dareingefuchst habe und quasi so neben der Uni privat mir beigebracht habe, um meine eigenen Seiten irgendwie zum ranken zu bekommen und kostenlosen Traffic zu kriegen. Als Student hatte ich kein Geld, um Traffic einzukaufen. Dann habe ich mich ziemlich stark mit SEO beschäftigt, bin auch viel zu Konferenzen gegangen und war bei vielen SEO Skype Chats, in so versteckten Chats, Greyhead, Blackhead, irgendwie alles durch. Und bin dann nach und nach so ein bisschen breiter geworden und gewachsen im Netz, Online Marketing. Vladislav: Spannende Geschichte, cool. Das wusste ich nicht. Ich hau´ Dich dann mal an, wenn es eine Testversion gibt. Das passt dann ja gut. Marcus: Klar, auf jeden Fall. Da kannst Du Dich schonmal auf viel Feedback einstellen. Vladislav: Ja, das ist gut. Marcus: Weil die Kombi SEO und Perfektionist verleitet ja nur dazu, irgendwie so tief dann immer irgendwie einzutauchen und tausend Sachen zu finden und zu suchen. Und genau das hatte mir damals auch so viel Spaß gemacht bei der Arbeit. Das erste Mal, dass ich was hatte wo ich mir dachte “Geil, ich kann irgendwie eine Webseite auseinandernehmen”. Und auch heute noch, wenn ich auf einer neuen Seite surfe - ich weiß nicht, wie es bei Dir ist, Du kommst ja jetzt nicht aus dem SEO Bereich - ist das erste, was ich checke: Wie ist der Title optimiert? Was für eine Description hat er am Start? Hat er irgendwie Umlaute richtig? Hat er die URL richtig am Start? Die verwendeten Überschriften. Also direkt irgendwie so eine krasse On-page Analyse einmal im Kopf runter gerattert. Vladislav: Krass, das geht nicht raus, ne? Marcus: Nee, auf keinen Fall! Vladislav: Bei mir ist es halt mit Webdesign so. SEO-mäßig gucke ich da überhaupt nicht drauf, aber ich gucke mir halt das Webdesign an. Dann gucke ich “okay, hier ist ein Pixel zu viel. Das ist nicht schön. Die Farbe geht gar nicht”. Das kriege ich nicht raus.   Marcus: Und was sagst Du zu unseren Seiten und Logos? Vladislav: Finde ich gut, finde ich schön. Ich war auf dieser LifeHackz-Seite, passt gut, gefällt mir gut! Marcus: Okay cool, danke! Du bist im Bremerhaven hast Du am Anfang gesagt. Vladislav: Genau. Marcus: Wie stehst Du zu diesem digitalen Nomadentum? Ist das auch eine Option für Dich oder sagst Du “In diesem Setting im Bremerhaven bin ich am produktivsten und will eigentlich gar nicht raus” oder “ich habe eine Frau/Freundin” - keine Ahnung? Vladislav: Also das Ding ist, ich finde es grundsätzlich cool. Ich meine, die Idee ist einfach cool, wenn Du arbeiten und reisen kannst. Das kannst Du ja bestätigen. Das Ding ist momentan: Ich fokussiere mich halt auf den Aufbau. Wie gesagt, ich bin auch ein Chaot und wenn wir halt mal verreisen, ist das für mich immer mit Stress verbunden. Ich komme echt nicht klar, wie ihr das macht, weil wenn ich reise, ist es wie gesagt mit Stress verbunden. Deswegen denke ich auch, ich würde es momentan nicht so gut hinkriegen. Es wäre halt ein bisschen stressig für mich. Momentan bin ich im Home Office, das ist okay. Was ich mir auf jeden Fall dieses Jahr noch holen werde, ist ein Office außerhalb. Zuhause ist es für manche toll. Ich bin jetzt drei Jahre hier und habe einfach kein Bock mehr. Wenigstens ein bisschen rauskommen. Das ist halt super schön. Was meine Freundin und ich aber angepeilt haben, ist so in ein oder zwei Jahren, wenn das ganze so ein bisschen ohne mich läuft, dann auf jeden Fall eine Weltreise für 6 oder 12 Monate. Das ist auf jeden Fall ganz oben auf der To-Do. So ein paar geile Städte. Ich habe auch so geguckt…. Hast Du Steve Jobs Biographie gelesen? Der hat da auch so eine Tour gemacht. Ich glaube, angefangen hat er in München, Schweiz und dann nach Indien. Und diese Tour will ich auch gerne machen. Meine Freundin will bestimmt auch nochmal irgendwelche Touren mitnehmen. Und auf so eine große Tour hätte ich auf jeden Fall noch Bock. Das sollte man, denke ich, auch mitnehmen, wenn man halt auch die Möglichkeit hat und das haben wir ja. Marcus: Absolut ey, das Reisen hat nochmal so etwas in mir freigesetzt. Also für mich persönlich auch ein persönliches Wachstum, das war nochmal so ein Gamechanger und so ein Trigger, dass ich so ganz anders die Welt gesehen habe. Vladislav: Das glaube ich auch, Du tickst halt ganz anders, also… wie gesagt, das habe ich auf dem Schirm. Sonst war mir die Freiheit primär ganz wichtig. Dass ich halt arbeiten kann wo ich will, wann ich will. Jetzt habe ich zwar relativ feste Arbeitszeiten, aber dennoch kann ich die Zeit so ein bisschen hin- und herschieben. Marcus: Aha, arbeitest Du auch am Wochenende durch? Vladislav: Ich arbeite Samstags vormittags, aber wie gesagt, da mache ich so ein bisschen Verwaltungskram, weißt Du? Das ist auch so ein Pain, glaube ich, ne? Marcus: Absolut, das ist für mich, wenn die Leute so sagen “Ey Marcus, hier mit dieser 4 hour workweed und so, das klappt ja überhaupt nicht. Wie ist denn das bei Dir? Arbeitest Du nur vier Stunden?” Und um die Leute da so ein bisschen abzuholen sage ich so “Also irgendwie kriege ich es schon hin mit der 4 hour workweek. Ich arbeite wie ein Schwein, aber es fühlt sich nicht nach Arbeit an. Nur diese vier Stunden Buchhaltung und Rechnungen schreiben, das ist meine Workweek.. Vladislav: (lacht laut) Genau. Marcus: Das ist dann meine Workweek. Vladislav: Die mache ich halt am Samstagvormittag immer schön in Ruhe. Da schläft die halbe Welt noch und dann mache ich das. Marcus: Ja, ich liebe es auch ehrlich gesagt, Samstags und Sonntags zu arbeiten, gerade wenn wir unterwegs sind. Irgendwo in der Welt vergessen wir eh, welcher Wochentag ist. Das ist ein bisschen anders, wenn wir nach Berlin zurückkommen und ich mit meinen Kumpeln abhänge, die dann eher so einen 9 to 5 Job haben oder ich zum Sport gehe - zum Krav Maga. Dienstags und donnerstags ist das dann Abends, weil die Berufstätigen dann halt tagsüber arbeiten. Dann weiß ich halt immer ganz genau, wann Samstag und Sonntag ist. Aber grundsätzlich ist es total okay samstags und sonntags am Rechner zu sein, weil dann Null Distraction ist und keine E-Mails kommen und irgendwelche Leute etwas von Dir wollen und man dann einfach so geradeaus fahren kann. Vladislav: Genau. Also noch einmal zur 4 Hour Workweek: Ich glaube, ich könnte das, wenn ich halt wirklich krass bin, zu reduzieren. Bestimmt so vier, sechs Stunden so in der Woche. Aber dann hast Du ja auch kein Wachstum. Das ist dann nur Erhalt. Dann wirst Du immer die gleichen Umsätze fahren und Du würdest aber auch nicht so coole Sachen produzieren. Das ganze Ergebnis wäre nicht geil. Marcus: Nee, das glaube ich auch nicht und klar, ein passives Einkommen ist cool. Aber selbst das coolste passive Einkommen oder voll automatisierte System erfordert glaub ich, immernoch ein bisschen Input, sei es nach ein paar Monaten oder einem halben Jahr oder so. Vladislav: Das denke ich. Also ich glaube auch, wenn wir mal bei Steve Jobbs bleiben, der hatte im Endeffekt ja auch bei seinem riesengroßen Konzern auch immernoch das letzte Wort und überall so die Augen und die Hand drauf, ne? Marcus: Mmh, absolut. Vladislav: Ich glaube, komplett ohne geht auch nicht oder kaum. Marcus: Nee und was man auch früher noch gekauft hatte, diese vollautomatisierte Systeme oder dieses passive Einkommen über Ebooks oder Affiliateseiten, die dann von selbst ranken und so. Aber selbst die brauchen ja immer wieder frische Backlinks, sonst kommt halt irgendwann jemand, der das dann ausrankt und dann ist Deine Seite unten und dann ist Dein smart passive Income auch nicht mehr da. Vladislav: Genau, die Welt ist halt schnell. Die bewegt sich. Da musst Du mitspielen. Marcus: Ja ja, absolut. Aber auf der anderen Seite macht es ja auch mega Spaß. Also ich weiß nicht wie es bei Dir ist, aber mich motiviert das irgendwie jeden Tag zu wissen “Oh geil, Du kannst wieder an den Rechner und kannst irgendetwas produzieren, irgendein Value erschaffen” und gucken, wie Du da weiterkommst. Und nicht “Ah okay, das läuft jetzt - that´s it”. Ich glaube, das wäre auch gar nichts für mich. Ich könnte nicht nur am Strand liegen und gar nichts machen. Vladislav: Genau, nee ich auch nicht. Das ist auch immer das, was ich sage… Wäre ich jetzt super reich, dann würde ich das gleiche auch machen, weißt Du? Also da würde sich nicht viel ändern. Ich finde auch grundsätzlich cool, wenn ich mal so ein Buch lese, dann denke ich mir “Cool, ich lese hier ein Buch” und im Endeffekt werde ich halt dafür bezahlt, weißt du, indirekt. Und das ist halt auch so: Was gibt es Geileres?! Da kannst Du ein Buch lesen, was Du sowieso lesen würdest und Du wirst im Endeffekt dafür bezahlt und machst langfristig auch die Welt zu einem besseren Ort. Marcus: Okay cool Vladi! Das war sehr viel Input, ziemlich coole Infos von Dir. Also ich bin echt geflasht, was Du in Deinen jungen Jahren schon alles auf den Weg gebracht hast und auch wie schön professionell so Dein ganzes Business aussieht. Aber das kommt wahrscheinlich dann von Deinem Design Background. Es ist auf jeden Fall sehr schön streamlined. Vladislav: Danke danke ja! Darauf achte ich auch sehr. Marcus: Ja ich finde… Um da noch kurz drauf einzugehen, vernachlässigt auch viele richtig krasse gute Onlineunternehmer, gerade auch die, die aus dem SEO oder Online Marketing Bereich kommen, die sind technisch top drauf, haben total viel Wissen, haben auch richtig geile Produkte, aber das Design kippt hinten immer total über. Und das kann auch in vielen Fällen den Unterschied machen. Vladislav: Da stimme ich Dir zu. Das Ding ist halt auch: Es liegt ja auch nahe. Wenn Du halt so aus der Technik kommst, dann hast Du halt nicht so ein Gespür für Design in der Regel. Bei einem Designer ist es auch so wichtig, wie Du sagst, das kann einen Unterschied machen, weil vor allem auch bei so Themen wie Content und digitalen Produkten. Die kannst Du ja nicht anfassen. Oder auch bei digitalen Tools, da ist halt das Design entscheidend und bestimmt auch die wahrgenommene Qualität. Das heißt, wenn Du den gleichen Content hast, das Design aber viel besser aussieht und professionell aussieht, wird der ganze Content auch als viel hochwertiger wahrgenommen. Marcus: Ja ja absolut. Da stimme ich Dir auch voll zu. Also glücklicherweise hat bei uns im Team - ich mache meine ganzen Businesses mit Feli zusammen. Feli hat da ein ganz gutes Auge und Gespür für Design und ich bin dann halt mehr so der Frickler und der Techniker im Hintergrund und sorge für den Traffic und konzeptioniere gern. Cool, als letztes würde ich Dir noch gerne die Frage stellen: Welche drei Dinge würdest Du mit auf eine einsame Insel nehmen, die nicht zum Überleben notwendig sind? Vladislav: Sehr cool! Meine Freundin natürlich, ne? Die darf ich mitnehmen oder? Marcus: Die darfst Du mitnehmen. Vladislav: (lacht) Okay Marcus: Auf jeden Fall, ist wichtig. Vladislav: Dann ich glaube ein MacBook und irgendwie so ein mega UMTS-Stick. Mehr bräuchte ich nicht oder? Nee, meine Freundin, ein MacBook und so - das passt! Marcus: Das passt ne? Komplett abgedeckt. Ja cool, vielen Dank Vladi. Vladislav: Ich danke Dir Marcus, hat Spaß gemacht! Marcus: Und wir hören uns und sehen uns bald wieder. Grüße nach Bremerhaven! Vladislav: Wir hören uns, Grüße nach Mallorca! Tschöö! Marcus: Ciao! [/su_spoiler] [/su_accordion]    

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