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Jul 15, 2015

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Interview mit Conni Biesalski von Planet Backpack

Heute spreche ich mit der lieben Conni Biesalski von Planet Backpack live von dem Rooftop im Sundesk Coworking and Coliving Space in Marokko, Taghazout. Nach der deutschen DNX sind die meisten deutschen digitalen Nomaden direkt weitergezogen in den Süden weil es in Deutschland noch viel zu kalt war und Conni hat uns dann in Tarifa besucht und ist danach auf ein Yoga Retreat in Spanien gegangen, um dann jetzt hier wieder gemeinsam mit uns in Taghazout zu coworken und zu chillen. Wir beide haben uns vor einigen Jahren bei dem ersten Digitale Nomaden Treffen in Berlin Tempelhof kennengelernt bzw. auf dem Tempelhofer Feld, wo wir so 10-15 Leute waren. Conni ist auch eine der ersten Deutschen gewesen, die auf ihrem Blog über das ortsunabhängige Arbeiten geschrieben hat. Connis Blog findet ihr unter www.planetbackpack.de und alle Links und Infos zu dieser Folge findet ihr unter www.lifehackz.de/conni. Jetzt viel Spaß bei dem Interview, in dem wir darüber sprechen wie Conni ihre Entwicklung zur digitalen Zen Nomadin vollzogen hat. In dieser Folge lernst du:

  1. Warum Conni eine Digitale Zen Nomadin ist.
  2. Welche Tools sie nutzt um ihre Gedanken festzuhalten.
  3. Wie man sich egal an welchem Ort eine Routine aufbaut.
  4. Was NIPSILD bedeutet.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

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1.000 Dank, Dein Marcus 

 

Shownotes

planetbackpack.de

Emilie Wapnick von Puttylike

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Marcus: Herzlich Willkommen zu Lifehackz heute mit Conni hier in Marokko, Taghazout. Conni: Schön, dass ich hier sein darf! Marcus: Dazu muss man sagen, wir haben uns ja schon in Tarifa gesehen. Conni: Ja stimmt, das ist noch gar nicht so lange her. Momentan verfolgen wir uns glaube ich ein bisschen (grins) Marcus: Ja und zwischendurch warst Du auf dem Meditations-Retreat in Spanien. Vielleicht kannst Du dazu etwas sagen. Conni: Ja. Ich war auf einem Yoga-Meditations-Retreat. Also das war mehr Yoga als Meditation, in den Bergen in Andalusien im Süden Spaniens und da habe ich eine Woche lang ganz viel Yoga gemacht und viel meditiert. Da war eine relativ kleine Truppe mit sechs anderen Frauen und es war total idyllisch und ruhig. Wirklich so richtig mitten in der Natur und einfach nur göttlich. Also bin ich jetzt super gechillt und entspannt. Marcus: Das klingt richtig gut. Du nennst Dich ja auch selber „Digitale Zen-Nomadin“. Ich glaube, das passt auch zu dem, was Du in dem Retreat gemacht hast. Vielleicht erklärst Du noch einmal für alle die es interessiert, was heißt überhaupt dieses Zen, was man auch immer mehr überall hört. Ich weiß auch noch nicht 100% was das eigentlich ist. Conni: Ich habe irgendwann – ich glaube letztes Jahr, 2014 – angefangen dieses Zen mit reinzubauen. Manchmal auch Digitale Yogi-Nomadin oder Digitale Zen-Nomadin. Einfach weil für mich der Begriff Digitale Nomadin nicht mehr meinen Lifestyle beschrieben hat. Klar, es geht mir um die Freiheit. Es geht mir um die Ortsunabhängigkeit. Es geht mir darum, ein Business zu haben, das ich quasi von überall managen kann und von überall Geld verdienen und viel reisen kann. Das ist alles richtig toll, aber am Ende des Tages geht es um viel, viel mehr bei mir. Dadurch, dass ich mich irgendwann sehr viel mit Yoga beschäftigt habe und auch mit Meditation, mit vielen spirituellen Themen und mit gesunder Ernährung. Ich war mein Leben lang Vegetarierin und bin seit knapp sechs Monaten komplett Vegan. Marcus: Krass. Wie läuft das, wenn Du unterwegs bist? Conni: Ach das läuft super. Marcus: Ist das nicht wieder so ein gefundenes Fressen für die Leute, die irgendwie nie aus dem Knie kommen und dann immer sagen, dies und jenes funktioniert nicht und „deshalb kann ich das gerade nicht machen und ich starte mal ein bisschen später. Und ich bin ja auch noch Veganer, und das geht ja gar nicht“? Conni: Ja, es gibt viele Ausreden für alles im Leben und besonders für die Dinge, die nicht so leicht umzusetzen sind oder wo man vielleicht neue Gewohnheiten entwickeln muss. Ich finde, wenn man etwas wirklich durchziehen möchte und ein Ziel vor Augen hat, und das ist bei mir eine gesunde, ausbalancierte, holistische Ernährung und holistischer Lifestyle, dann zählen bei mir auch keine Ausreden. Dann schaffe ich das auch, wenn ich viel reise oder unterwegs bin. Das ist manchmal eine Herausforderung aber das funktioniert trotzdem. Um aber noch einmal kurz auf das Zen zurückzukommen: Für mich ist es also die Integration von Yoga, von Meditation, von spirituellen Themen, von gesunder Ernährung, von einfach einem bewussten, intensiven, tieferen Leben in das Thema Ortsunabhängigkeit, also in dieses digitale Nomadenleben. Denn für mich ist es so, dass wir als digitale Nomaden, die soviel Freiheit haben. Also wir können uns unseren Tag so gestalten, wie wir möchten. Im Grunde genommen von morgens bis abends. In meinem Fall kommt mein Einkommen vordergründig durch passives Einkommen. Also im Grunde haben wir soviel Freiheit und können da sein, wo wir sein möchten, auf der ganzen Welt und das ist eigentlich die beste Voraussetzung dafür, ein richtig gesundes, bewusstes und holistisches Leben zu führen. Es geht auch weit darüber hinaus, als nur die Themen Arbeit und Reisen. Für mich ist es wirklich der ganze Lifestyle, der für mich ganzheitlich ist und das geht auf allen Ebenen. Das heißt, klar, Arbeiten und Reisen und Abenteuer. Das heißt aber eben auch Ernährung, Beziehungen, meine eigene Spiritualität, Bewegung, also wirklich auf allen Ebenen, die uns zu gesunden, glücklichen, liebevollen Menschen machen. Das versuche ich quasi alles in meine Ortsunabhängigkeit zu integrieren. Deshalb eben der Ausdruck „Digitale Zen-Nomadin“. Marcus: Cool! Du sagtest gerade diese Begriffe wie Freiheit in Form von Du kannst entscheiden, wann Du arbeitest, von wo Du arbeitest, woran Du arbeitest, auch über Family & Friends. Ich glaube dieses Thema kam gerade auch in „Faster a Millionaire“ vor, was ich heute noch einmal als Zusammenfassung gelesen habe. Da ging es um die drei F’s und ich finde es eigentlich auch schade, dass gerade die Leute, die soviel Freiheit haben oder sich erkämpft haben, das dann in anderen Teilbereichen schleifen lassen und deshalb finde ich es unglaublich cool, dass Du auch diesen ganzen Thema Meditation und Achtsamkeit ein cooleres Image gibst, als das was es vorher hatte. Das hat mich ehrlich gesagt auch immer vorher abgeschreckt. Ich bin ja selber gerade ein bisschen in der Spur und taste mich da langsam ran. Aber ich denke, dass es für viele Leute ein Problem ist. Stimmst Du mir da zu? Conni: Doch total. Es ist gut, dass Du das ansprichst. Dieses ganze Thema, Spiritualität oder Meditation, muss ja zum Beispiel gar nichts Spirituelles sein. Aber der Ausdruck Spiritualität oder Meditation oder Yoga usw., das verbinden viele mit Räucherstäbchen und Birkenstock und da hat das Thema ein echtes PR-Problem Marcus: Ja absolut (beide lachen) Conni: Ich hab mir dann irgendwann gedacht, also das ist irgendwie Mist. Wie bekomme ich das hin, dass ich mehr Menschen dazu bewegen kann, sich dafür zu faszinieren und da Lust drauf zu haben. Denn ich möchte, dass die Leute meine Blog-Posts auch lesen und habe mir überlegt: Okay, wie schaffe ich das, dieses Thema quasi schöner darzustellen? Also ich muss es gar nicht schöner darstellen, sondern einfach nur ein bisschen die Perspektive verändern und auch das Branding von Meditation. Ich persönlich finde, dass Leute die meditieren regelmäßig, die regelmäßig Yoga machen, Leute die Bock auf Spiritualität haben und wirklich sich selber besser kennenlernen möchten, das finde ich mega-sexy! Sowas finde ich einfach mega geil und macht mich voll an! (beide lachen) Und da war für mich die Idee geboren: Das wird jetzt meine message. Ich merke selber, dass ich den Leuten einen offeneren, leichteren Zugang geben kann. Viele meiner Leser waren vorher in meinem Backpacker-Blog über günstiges Reisen. Dann habe ich den quasi komplett erneuert auf das Digitale Zen-Nomadenleben, Yoga, Meditation und auf Reisen, tiefer und bewusster Reisen. Und das ganze eben, während ich nur mit einem Rucksack unterwegs bin. Das heißt also, viele meiner Leser, die verfolgen meinen Webblog schon sehr lange, aber vordergründig wegen dem Reiseaspekt. Ich bekomme viele E-Mails und viele, viele Kommentare von den Leuten, die mir sagen, dass sie das total geil finden und dass sie Yoga, Meditation und Zen jetzt auch endlich einmal ausprobieren möchten und die steigen jetzt ein. Dass ich jetzt den Zugang zu den Leuten gefunden habe, die vorher vielleicht noch gesagt haben „Nee, das mache ich auf gar nie!“, das freut mich sehr und das macht mich sehr glücklich. Marcus: Also ich finde auch, dass Du da einen total wichtigen Beitrag leistest, um das Thema zu entstauben und die Markenführung sogar noch ein bisschen cooler zu machen, sodass sich noch mehr Leute daran tasten und sich nicht dafür schämen müssen. Wenn ich das vor zehn Jahren meinen Kumpels erzählt hätte, da hätte ich wahrscheinlich nicht mehr zum Fußball kommen können oder so. Da hätte ich das wahrscheinlich nur aus diesen Image-Gründen nicht gemacht. Conni: Aber das eine schließt das andere ja auch nicht aus. Das ist zum Beispiel auch so. Ich versuche den Leuten zu zeigen, dass... Also ich trinke auch immer noch gerne mein Bierchen. Naja hier in Marokko geht das gerade nicht, das ist auch nervig (lach) . Aber es geht halt nicht darum, dass ich die ganze Zeit „Ohm“ singe, sondern dass man verschiedene Ansätze zusammenbringen kann, wie man sein Leben lebt. Ich finde, dass das eben sehr, sehr gut zu unserem Lifestyle passt. Für mich hat es zumindest den Effekt, dass ich wirklich bewusster mein Leben leben kann und wirklich mehr im Jetzt sein kann und viel mehr in Verbindung mit mir selber bin, was ein unglaublich schönes Gefühl ist. Und ich dadurch auch meinen Lesern noch mehr bieten und helfen kann. Das sind nur ein paar Punkte, warum ich das Ganze überhaupt mache. Marcus: Cool, jetzt müsste das auch jeder verstanden haben, wie das so gekommen ist. Wenn nicht, dann könnt ihr das noch einmal auf planetbackpack.de nachlesen. Ich glaube, da kann man an verschiedenen Stellen lesen, wie Deine Transformation von Deinem Backpacking-Blog, der dann zum erfolgreichsten deutschen Reiseblog geworden ist, hin zu einem Blog, mit dem Du jetzt – glaube ich – auch ein bisschen besser leben kannst, stattgefunden hat. Wie war das denn so, das letzte halbe Jahr vor dem Relaunch oder vielleicht schon so ein knappes Jahr. Ich weiß nicht, wann fing das an, dass Du gesehen hast, das passt nicht mehr 100%? Conni: Eigentlich schon lange, ja. Ich würde sagen, bestimmt ein Jahr oder so. Vielleicht sogar ein bisschen länger. Es hat sich lange abgezeichnet. Ich war halt selber mein halbes Leben lang Backpacker und bin viel gereist und habe geschaut, dass es so günstig wie möglich geht usw. Irgendwie hat man dann so seinen Ruf wegbekommen als Blogger. Mir war schon lange Zeit klar, dass ich etwas am Design machen muss. Und dann dachte ich mir irgendwann, es sind so viele Themen so viel wichtiger für mich geworden, als das reine Reisen und ich habe halt gedacht, ich bin kein richtiger Tourist mehr. Mich interessieren die besten Sehenswürdigkeiten nicht und hab das oft ausfallen lassen. Marcus: Top Ten in Edinburgh oder so (beide lachen) Conni: Genau. Ich habe gemerkt, dass ich mehr Einkommen habe und ich auch mehr Geld ausgebe auf Reisen. Dass ich nicht mehr in Hostels und in Dorms schlafe und solche Sachen. Ja und klar, dann wurden eben diese ganzen Persönlichkeitsentwicklungsgeschichten und Yoga usw. immer wichtiger. Dann hatte ich schon sechs bis zwölf Monate vor dem Relaunch gemerkt, dass mir das alles nicht mehr so richtig Spaß macht. Ich konnte mich nicht mehr richtig mit dem Blog identifizieren, hatte auch ein bisschen die Connection zu den Lesern verloren und das war schon echt etwas schwierig. Da hatte ich meine kleine Blogger-Krise und dann eine große Blogger-Krise, wo ich mir dann überlegt habe, was machst Du jetzt? Machst Du den Blog zu und startest etwas ganz was neues? Da war ich sogar schon auf Namenssuche und so weiter und so fort. Marcus: Wieviel Traffic hattest Du zu der Zeit? Conni: Zu dem Zeitpunkt, als ich mir noch nicht ganz sicher war, war ich bei 80.000 und knappen 100.000. Marcus: Und das war auch Deine Haupteinnahmequelle, von der Du auch gelebt hast? Conni: Genau. Klar ich mache eben viel über Affiliate Einkommen und für mich wäre nur ganz oder gar nicht gegangen. Also Laden auf oder Laden komplett zu und das heißt dann also auch: goodbye Affiliate-Einkommen. Aber das war definitiv nicht der ausschlaggebende Grund für mich, dass ich also nur weitermache wegen der Kohle. Sondern für mich war wirklich ausschlaggebend, dass ich über mehrere Jahre hinweg eine Community von Menschen aufgebaut habe, die mir sehr am Herzen lagen. Ich konnte mich da nicht losreißen von Planetbackpack und hab da schon das Potential gesehen, das ganze so zu drehen, dass es wieder zu mir wird und wirklich die Person wiederspiegelt, die ich in den letzten drei oder vier Jahren geworden bin. Ja und dann dachte ich, ich probiere das jetzt einfach. Ich bin noch nicht ready für etwas ganz was neues und habe dann einfach mit einem coolen Team, Webdesignern und einer coolen Fotografin und einem Filmemacher das ganze Ding neu aufgestellt. Ich habe mir sehr viele Gedanken über die Mission und über meine Visionen, Philosophie und was für Werte wichtig sind für mich, was mein großes Warum ist. Marcus: Hast Du das alles alleine erarbeitet oder hattest Du da Hilfe? Lässt Du Dir da helfen? Conni: In dem Fall, wo es um das Branding angeht, da gehe ich in mich, über Wochen und Monate hinweg. Also da sammel ich all meine Gedanken, die mir manchmal in Träumen kommen oder während ich unter der Dusche bin (grins) und schreibe dann alles auf. Marcus: Hast Du ein Tool, wo Du das dann alles aufschreibst? Conni: Hm, naja, also die meisten Gedanken kommen mir, wenn ich irgendwo von A nach B zum Beispiel, oder irgendwo im Flieger sitze. Also im Transit, das kann beim Gehen sein oder irgendwelche Transportmittel und da habe ich meistens mein Handy dabei. Und da benutze ich eigentlich die ganz normal Notizfunktion, die sich mit der Cloud verbindet. Die kann ich dann eben auch auf meinem Laptop aufrufen. Dann schaue ich natürlich, dass ich diese ganzen Notizen in meinem Evernote organisiere und in meinem Scrivener übertrage. Es kommt immer ein bisschen darauf an, ich verwende Evernot und Scrivener unterschiedlich. Aber das sind so die drei Sachen, wo ich meine Gedanken mit reinbringe. Es ist wichtig, immer mal wieder alle paar Tage oder einmal die Woche da Ordnung reinzubringen. Ich schreibe nämlich so viel auf und mache mir so viele Notizen und oft sind ja auch nicht alle wichtig. Marcus: Ja, ich glaube auch, bei vielen scheitert es gar nicht am Aufschreiben und an den Notizen oder Gedanken selber, sondern danach. Die zu sortieren und dann auch zu erkennen, was ist davon wichtig, was kann man zusammenfassen oder was schreib ich mir jetzt in die To-Do-Liste? Wenn man das nicht sortiert, ist man irgendwann so frustriert, dass man das gar nicht mehr angeht, oder? Conni: Genau. Mein Evernote zum Beispiel auch, kann mich manchmal richtig frustrieren. Wenn man da immer wieder nur neue Notes und neue Notes einträgt. Dann bin ich irgendwann so überfordert mit diesen ganzen Notes. Das ist so wichtig, für meinen verriebenen Kopf zumindest, dass ich das immer wieder durchgehe und auch mal etwas lösche und auch neu organisiere. Damit ich immer wieder einen Überblick habe. Sonst bringt mir das alles ja gar nichts. Marcus: Cool, dass Du das kannst. Ich bin da eher so ein Messi, der dann immer wieder die Listen vollknallt und am liebsten noch für jeden kleinen Step, den man vielleicht auch zusammenfassen könnte oder in dem Task selber noch einmal reinschreiben könnte, nochmal eine eigene Note anlege. Und hätte ich die Feli da nicht, die da sehr ordnungsliebend ist und immer wieder alles in Ordnung bringt und die Sachen zusammenfasst, dann wäre das wahrscheinlich ein reines Chaos. Conni: Das ist aber auch wirklich schwierig. Ich kämpfe da auch immer wieder mit mir und muss da immer wieder Ordnung reinbringen. Worüber ich mir heute noch Gedanken gemacht habe, weil ich irgendwas auf meinem Laptop oder Desktop aufgeräumt habe, dass im Grunde unser Leben auf dem Laptop nicht anders ist, wie unser materialistisches, also unser wirkliches Leben. Denn wir häufen an und häufen an und es ist zwar digital und es hat zwar kein direktes Gewicht, aber es ist wie Du auch sagst: Es kann richtig Messi werden und da liegt dann auf einmal richtig viel Zeug und das ist für mich persönlich in meinem Kopf genauso viel Gewicht, als wenn ich ein Zimmer habe, wo das ganze Zeug drin ist. Dementsprechend ist es wichtig, in beiden – also im virtuellen als auch im realen Leben – immer wieder durchzugehen und das Zeug aufzuräumen. Marcus: Das sehe ich genauso. Ich meine, was bringen einem die neuesten und coolsten Apps und zu denen zählen ja nicht nur Wunderlist und Trello und obendrauf connected mit Evernote... Conni: 300 Apps, die ich nutze... Marcus: Genau so! Aber wenn die dann alle vermüllt sind und Du nicht in die Umsetzung gehst, dann bringen Dir auch die geilsten Apps nichts. Das ist genauso, wie wenn Du rum erzählst, Du gehst ins Fitnessstudio jede Woche für eine Stunde und bist dann die ganze Zeit an der Proteinbar und quatschst nur. Conni: Ja etwa die Richtung, genau. Da kommst Du zu nichts so richtig. Aber gerade am Anfang, als ich gerade eingestiegen bin in diese ganze Online-Business-Welt, da fand ich auch Tools und Apps und fand das alles ganz spannend. Ich musste das alles erst einmal ausprobieren. Mittlerweile bin ich da ruhiger und entspannter geworden und muss nicht mehr alles austesten oder schau mir das erst einmal an, wenn es jemand anderes austestet und frage ihn, wie er das dann findet. Ich denke nämlich, ich habe so langsam ein System. Ich habe mittlerweile kein Fomu mehr. Ich denke nicht mehr, wenn ich das jetzt nicht ausprobiere, dann fehlt mir irgendetwas, sondern ich habe so mein System, das mittlerweile ganz gut funktioniert. Ich möchte mich da jetzt nicht mehr aus dem Konzept bringen lassen, mit diesen 1000 neuen Apps und Tools. Marcus: Ja, das kenne ich auch, diesen Optimierungswahn. Da denkt man, da muss man wieder mitspielen. Aber da sollte man ganz ruhig bleiben. Wie beim Fußball: never change the running Team. Das Winning Team. Also wenn sie gewinnen, dann soll der Trainer dieselben auch beim nächsten Spiel aufstellen. So, jetzt sind wir so ein bisschen abgedriftet. Von Rebranding, ob Du das alles selber machst und Du schreibst Dir Deine Gedanken auf, wenn die kommen in diese Tools. Und das ganze Rebranding hast Du glaube ich auch auf Bali gemacht. War das Zufall oder ist Bali für Dich ein besonderer Ort? Conni: Es war schon ein interessanter Zufall, dass das auf Bali passiert ist. Ich hatte den Relaunch eigentlich schon viel früher angedacht. Ich hatte immer gedacht, ich relaunche im November, dann im Dezember, dann im Januar. Schlussendlich war es dann jetzt im April dieses Jahres und ich war da halt gerade auf Bali für mehrere Monate. Das lustige ist aber, dass der Launch von Planet Backpack nämlich genau drei Jahre vorher war und der war auch auf Bali 2012. Und das kam mir dann in den Sinn bei dem Relaunch und ich hab mir nur gedacht: Wow, was für ein Zufall! Aber abgesehen davon, ja Bali ist für mich ein ganz spezieller Ort geworden. Besonders jetzt in den letzten Monaten. Ich war vier Monate dort und habe viel Yoga dort gemacht und habe viel meditiert. Ich bin also gerade deshalb auch solange da geblieben und werde auch wahrscheinlich immer wieder für den Rest meines Lebens dorthin zurückkehren. Einfach weil dieser Ort, gerade was meinen Lifestyle angeht, unglaublich viel zu bieten hat und ich alles unglaublich gut umsetzen kann und dort einen sehr gesunden Lifestyle habe. Besonders was Yoga angeht, das Meer ist vor der Haustür. Also es ist sensationell. Marcus: Sehr schön. Hast Du sonst noch andere Hotspots in den Du Zuhause bist. Aktuell ist es bei Feli und mir so, dass wir immer gerne viel rumreisen und ausprobieren und sehr cool ist, dass die Community gerade zusammenwächst und wir jetzt auch ein paar Mal zusammen waren, in Tarifa Johannes getroffen haben. Also es macht uns gerade richtig Spaß. Und dennoch gehen wir gerade zum ersten Mal das zweite Mal an einen Ort, nämlich im Dezember nach Brasilien. Hast Du noch andere Orte oder hast Du so zwei, drei Hotspots rausgefunden, wo Du Dich zu hause fühlst und die sollen es erst einmal sein. Conni: Naja, ich bin schon noch ein bisschen auf Entdeckungsreise durch die Welt, was besonders diesen Zen-Nomaden Lifestyle angeht. Für mich ist Bali, wie gesagt, der absolute Mega-Hotspot. Ich habe halt irgendwann herausgefunden, was mir an einem Ort wichtig ist und habe quasi eine innere Liste, um meine täglichen Routinen zu haben und meinen gesunden Lifestyle ausüben zu könne. Ich bin aber zum Beispiel auch gerne am Meer, da wo es heiß und tropisch ist. Wo ich mir den ganzen Tag nicht überlegen muss, was ich jetzt anziehe. Ich habe außerdem andere Online-Entrepreneure oder andere digitale Nomaden um mich herum, eine kleine Community wäre schon ganz gut. Infrastrukturmäßig ist auch schon wichtig, dass das Internet okay funktioniert. Das ist jetzt in Bali nicht immer der Fall gewesen. Das war aber auch in Ordnung für mich, da ich zum Beispiel keine Kundengespräche habe oder so. Word wird aber immer besser. Ich glaube jetzt gerade tut sich da sehr viel, was das Internet angeht und auch nächstes Jahr. Also ich glaube, in den nächsten Monaten wird sich viel tun. Was wichtig ist, dass es Cafés gibt, mit einem Co-Working Place zum Beispiel. Also solche Dinge. Was bietet sich da noch an? – Für mich ist Mexiko ein guter Ort dafür. In Costa Rica gibt es einige Spots, wo ich demnächst mal hin möchte. Ich glaube, da könnte ich eventuell verloren gehen. Dann Thailand, das ist auch auf jeden Fall ein guter Ort für mich. Da bilden sich auch auf den Inseln wie Koh Lanta oder Koh Phangan mittlerweile digitale Nomaden Hotspots, wo aber auch Yoga vor Ort ist und gesunde Ernährung usw. Und natürlich das Meer für den Lifestyle. Also ich bin immer weiter auf der Suche, will auch gerne wieder nach Indien zurück. Da war ich vor Jahren mal. Da würde ich gerne wieder längere Zeit verbringen. Ich glaube in Guatemala zum Beispiel, ist auch noch ein Hotspot am Lago de Atlitlan. Das ist auch eine recht große Hippie-Community, wo auch immer mehr digitale Nomaden hingehen Reiseblogger und so. Da lese ich immer mehr drüber. Aber ich glaube, dass sich da auch viel mehr entwickeln lässt. Marcus: Ja das hört sich so an, als ob Dir nicht langweilig wird in den nächsten Monaten und Jahren. Conni: Nein. Marcus: Du hast gerade gesagt, wo Du Deine täglichen Routinen machen kannst. Was sind Deine täglichen Routinen? Conni: Also ich kann ja mal direkt anfangen, wie ich morgens so starte: Es kommt ein wenig darauf an, wo ich gerade bin. Am liebsten stehe ich so zwischen 6.30 Uhr und 8.00 Uhr auf. Ich stelle mir also keinen Wecker, sondern stehe wirklich auf, wann mein Körper denkt, dass er aufstehen muss. Und das ist meistens nach ungefähr nach sieben Stunden. Also wenn ich so gegen 0.00 Uhr ins Bett gehe, dann wäre ich wohl so um 7.00 Uhr auf. Im besten Fall gehe ich dann direkt ins Bad. Dann setz ich mich erst einmal hin und meditiere für 20 Minuten. Das ist gerade eine kleine persönliche Herausforderung die ich mir gerade gesetzt habe. Dieses RPM – also Rise-Pee-Meditate. Das ist wirklich Meditation, quasi die dritte Handlung nach dem Aufstehen und dem auf´s Klo gehen. Marcus: Die Idee dahinter ist glaube ich, dass man Trigger braucht, oder einen Trigger der einem hilft bestimmte Gewohnheiten zur Routine werden lassen möchte. Conni: Genau, der Trigger ist in dem Fall – auf die Toilette gehen. Irgendwann ist es wie das Zähneputzen. Das vergisst man ja auch nicht. Das man also die Meditation zu etwas werden lässt, was dann irgendwann völlig automatisiert passiert. Das heißt, ich stehe auf, gehe auf die Toilette und dann ist es wie, als wäre es ein Automatismuss, der mich dann auf dieses Kissen auf dem Boden setzen lässt und los geht’s mit dem Meditieren. Dass man da irgendwann gar nicht mehr darüber nachdenken muss, was man da eigentlich macht. Und das mache ich jetzt für die nächsten 30 Tage. Ich bin gerade bei Tag 3, aber sonst habe ich es meistens erst nach dem Duschen gemacht oder dann irgendwann später am Tag und habe dann aber gemerkt, dass ich es oftmals nicht mehr fertig gebracht habe. Das ist eben die Sache mit der Meditation. Auf jeden Fall meditiere ich und dann gehe ich Zähneputzen. Und wenn ich an einem Ort bin, wo ich Zugang zu Kokusnussöl habe, oder auch Sesamöl, dann mache ich Oil-Guggling. Das heißt, ich nehme einen Schluck vom Kokusnuss- oder Sesamöl und gurgel das quasi im Mund für ungefähr 20 Minuten. Während ich das mache, also nicht gurgeln sondern im Mund aufbewahren und zwischen den Zähnen quasi, lese ich im Kindle oder gehe mein Instagram durch oder ich setze mich auch manchmal und gucke die Wand an. Das ist eigentlich auch sehr meditativ. Das entgiftet den Körper und besonders diesen ganzen Hals- und Mundbereich. Das ist auch gut für die Zahngesundheit und ist eine sehr schöne Routine, die ich sehr empfehlen kann. Das ist zwar am Anfang ein bisschen komisch, aber es ist eine ayurvedische Geschichte. Danach wird Zähnegeputzt und ich putze danach auch meine Zunge mit einem Zungenschaber. Das kommt auch aus der Ayurved und ist auch sehr wichtig. Dann ist das allernächste, dass ich heißes Wasser mit Zitrone trinke. Ich koche mir also Wasser. Wenn ich Zugang zu frischen Zitronen habe, dann packe ich mir eine halbe Zitrone mit darein. Wenn nicht, ist’s auch nicht schlimm. Dann trinke ich einfach nur heißes Wasser. Das mach ich auch ganz entspannt, hinsetzen und trinken. Dann wird gefrühstückt. Im Besten Fall ist alles ganz einfach zu bekommen. Da sind Haferflocken und Soja-Milch haben sie noch hier und Reismilch. Dann mache ich mir einen Porridge und haue da noch ein paar Nüsse rein, im besten Fall Mandeln oder weil es die jetzt hier nicht gibt, dann halt Cashew-Nüsse. Einen halben Apfel schneide ich mir da noch rein und ein bisschen Kokusnuss-Milch. Das ist eigentlich mein Lieblings-Frühstück und das versuche ich mir auf Reisen zu besorgen. Und das mache ich auch sehr gerne selber. Dann lese ich morgens auch sehr gerne. Dann setze ich mich mit meinem Kindle hin, vielleicht in die Sonne. Marcus: Ach das kannst Du? Also bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich mir dann vor Tatendrang am liebsten schon vor dem Zähneputzen oder vor der 7-Minuten App oder vor der Meditation, was ich dann morgens alles noch so mache, am besten schon am Rechner zu sitzen, um direkt loszulegen. Da würde mein Kopf verrückt spielen, wenn ich lesen würde. Conni: Das Gefühl kenne ich, das hatte ich auch immer mal wieder und mittlerweile, habe ich mir echt den Morgen zu dem Zeitraum gemacht, der einfach nur für mich da ist. Das kann manchmal nur eine Stunde sein, das können manchmal zwei Stunden sein, manchmal auch drei Stunden, aber das ist einfach nur die Zeit für mich ist. Und da sind dann keine E-Mails wichtig und kein Facebook und keine Blog-Posts und keine nichts! Ich will auch morgens keine Skype-Anrufe haben oder sonst irgendwelche Sachen, um genau dieses Feeling nicht zu haben. Also ich liebe es, mir wirklich diese Zeit zu nehmen, zu frühstück und mich dann hinzusetzen und vielleicht auch einen Kaffee zu trinken. Das ist eine Sache, die ich sehr schwierig aus meinem Leben verbannt bekomme. Ich versuche weniger Kaffee zu trinken und auch nicht jeden Tag. Aber mich hinsetzen und dann zu lesen, eine halbe Stunde oder auch mal eine Stunde, das ist für mich die absolute Entspannung, weil das für mich wirklich den Ton für den Rest des Tages setzt. Weil wenn ich zu früh einsteige, mit Laptop und Arbeit, dann rotiert man irgendwie. Und dann finde ich es viel schwieriger Pausen einzulegen, um zwischendurch runterzukommen. Auf jeden Fall versuche ich, dass ich vormittags die kreativen Sachen mache, also Schreiben von Blog-Posts und andere Sachen, wie mein E-Book. Da schaue ich schon, dass ich das morgens mache. Also alles was kreativ ist. Und dann nachmittags an Dingen zu arbeiten, wie E-Mails beantworten oder andere Dinge, wo man nicht so seine kreativen Batterien anzapfen muss. Da merke ich nämlich, dass das ab 14.00 Uhr der Laden wieder ziemlich dicht ist. Ich kann auch nicht mehr als vier oder sechs Stunden am Tag etwas wirklich Sinnvolles machen. Marcus: Also das ist aber auch schon viel. Vier Stunden auf Hochspannung, das ist echt lange. Conni: Ja das finde ich auch. Man merkt es selber, wenn man dann da sitzt und nur noch irgendwie die Tabs hin- und herklickt, dann kann man den Laden und den Laptop eigentlich nur noch dicht machen. Ich versuche soweit es geht auch täglich ins Yoga zu gehen. Das schaffe ich auch nicht jeden Tag, aber meistens doch. Und dann ist es mir wichtig, dass ich mich nicht den ganzen Tag vor den Rechner setze und zwischendrin auch mal wieder lese oder abhänge und rausgehe und mit Freunden etwas mache. Aber das ist auch der Ausgleich, der da ist. Ich merke auch immer mehr, wie gut es mir tut, wenn ich zwei oder drei Tage zwischendrin mal gar keine Zeit habe, in den Laptop zu gucken und wirklich einfach nur andere Dinge mache und mit meinem Leben beschäftigt bin, als mit meinem Laptop. Dann merke, dass ich dann auch wieder viel kreativer werde und wie viele geile Gedanken ich dann wieder habe. Das geht mir sehr schnell verloren, wenn ich jeden Tag vor dem Laptop sitze. Das merke ich richtig. Ich bin sonst wieder viel gestresster. Ich mache das jetzt nicht nur am Wochenende, sondern das kann immer sein. Das kann auch ein Montag sein oder ein Mittwoch oder so. Marcus: Klar, wir leben ja auch nicht nach der Uhr oder dem Kalender. Conni: Genau, es gibt eigentlich keine Wochentage mehr. Aber so ungefähr schaut das aus. Marcus: Cool! Und ist es jetzt so, dass Dein Leben in Berlin ähnlich aussieht, wie wenn Du jetzt hier in Taghazout bist oder nächste Woche in Barcelona oder letzte Woche in Tarifa. Bekommst Du die Routinen gleich gut hin? Fällt Dir das irgendwo schwerer oder leichter? Conni: Also im Grund versuche ich schon, dass das immer relativ gleich ausschaut. Egal, wo ich mich gerade befinde. Sonst macht das irgendwie keinen Sinn, wenn ich mich zu sehr davon ablenken lasse, an welche Ort ich mich jetzt gerade befinde. Grundsätzlich bin ich kein großer Fan von Großstädten mehr, weil sie mich schon mehr ablenken. Ich weiß auch nicht, irgendwie bringen sie mich mehr aus dem Konzept. Da haben wir ja kürzlich auch darüber gesprochen, dass es für uns leichter ist, an einem ruhigen Ort, wie jetzt hier in dem Dorf. Es ist einfacher seine Routinen durchzuziehen. Es stimmt schon. Man weiß mehr über sich selber, man ist einfach generell ruhiger und da werde ich mich glaube ich zukünftig mehr drauf fokussieren, dass ich mein Leben vermehrt an ruhigen Orten, die am Meer oder einem Dorf sind, verbringe, statt in größeren Städten. Ich glaube, mein Limit in Großstädten liegt so bei zwei Wochen. Im Grunde genommen schaue ich schon, dass meine Routine ungefähr so ausschaut, doch. Da lasse ich mich mittlerweile nicht mehr so krass aus dem Konzept bringen. Marcus: Du bist ja jetzt auch schon so lange dabei. Wie lange lebst Du diesen Lifestyle schon? Conni: So dreieinhalb Jahre ungefähr in dem Stil. So richtig holistisch, gesundheitlich, nachhaltig vielleicht seit eineinhalb Jahren. Mit viel Yoga und Meditation. Noch intensiver durch die gesündere Ernährung seit einem halben bis dreiviertel Jahr. Also es ging bei mir so peu á peu. Wenn man aber mehr Bewusstheit in seinem Leben entwickelt, dann geht es halt von einer Ebene zur nächsten und zur nächsten und zur nächsten. Dementsprechend infiltriert quasi die Bewusstheit immer weitere Gebiete im Leben. Das ist ganz spannend. Marcus: Ich glaube gerade in der Selbstständigkeit und dann noch zusätzlich viel unterwegs und viele neue Menschen, das lässt einen so wachsen, auch persönlich. Dass man immer wieder neue Levels entdeckt, oder Ebenen im Leben. Conni: Richtig. Und ich glaube, das was Du vorher noch gesagt hattest, was auch ein wenig meine Sichtweise der Dinge ist, mit dem digitalen Nomadenleben, ist dass wir denken, wir haben ein unkonventionelles Leben. Ortsunabhängig und „voll geil und so, und wir arbeiten wann wir wollen, yeah! Und wir sitzen am Strand, statt im Büro, voll geil“ (beide lachen) und dann aber gleichzeitig zu McDonald’s rennen oder nur vorm Laptop sitzen und seinen Rücken kaputt machen und seinen Körper kaputt machen und keine Zeit mit seinen Freunden zu verbringen oder mit seiner Partnerin, solche Sache. Da habe ich mir halt irgendwann gedacht: Das kann’s irgendwie nicht sein. Wir müssen echt gucken, dass wir das auf alle Levels und Ebenen bringen. Dieses unkonventionelle Leben kann halt nicht nur in der Arbeit und auf Reisen passieren, sondern das kann überall passieren. Für mich heißt halt etwas unkonventionell zu tun, ich nehme etwas Konventionelles und mache es halt besser und anders. Um ein schöneres und noch intensiveres Leben haben zu können. Marcus: Deshalb ist es auch so cool, dass Du es outgoing on public auch vorlebst, für die ganzen Leute, die jetzt nachkommen. Man muss nur fairerweise sagen, dass man gerade am Anfang sehr damit beschäftigt ist, die Kole reinzukriegen. Ich hatte da auch zusammen mit Feli nur Zeit mir Gedanken über neue Routinen und Strukturen zu machen. Da ging es dann erstmal darum nur diese 1.000 € oder 1.200 € pro Monat irgendwie zu verdienen, mit irgendwas. Und da waren wir halt Tag und Nacht damit beschäftigt, quasi in diesen Lifestyle reinzusteppen. Aber irgendwann kommt man an so einem Punkt, wo man denkt: Okay, what´s next? Das haben wir jetzt soweit ganz gut im Griff. Die Kohle kommt rein. Aber ich bin unausgeglichen oder ernähre mich nicht gut. Conni: Ich glaube, genau dass das auch der Trugschluss ist. Also ich kenne das auch und klar ist natürlich am Anfang erst mal das Thema Kohle wichtig und dann nachdem Geld oder Einkommen, die Geschichte ist ja eine andere. Die mit Existenzängsten verbunden ist. Und das ist natürlich auch so eine Urangst. Natürlich ist das erst mal eine Angst die man irgendwie füttern möchte, damit sie ruhe gibt. Daher denkt man zuerst „Kohle verdienen, Kohle verdienen“. Andererseits finde ich, ist es ein Trugschluss, an der Stelle das Equilibrium herstellt und da den Fokus drauf legt. Sagen wir, ich meditiere und ich schaue, dass meine Ernährung in der Balance und gesund ist, den Ausgleich habe, mit sozialen Kontakten oder was auch immer, dann bringt das zum einen generell viel mehr Gelassenheit in Dein Leben, nimmt dir auch mehr die Ängste. Du hast viel bessere Voraussetzungen überhaupt produktiver zu arbeiten. Also im Grunde genommen, schafft Dir das erst mal die richtigen Voraussetzungen dafür, dass Du dann wirklich effektiv und produktiv und super kreativ und bewusst an Deinem Business arbeiten kannst. Die Frage mit der Henne und dem Ei, das kennst Du ja. Ich finde, dass es schon geht. Vielleicht nicht, dass man jeden Tag ins Yoga rennt oder ettliche Zeit damit verbringt, irgendwelche veganen Blogs zu lesen, aber schon, dass man die Eckpfeiler setzt. Das ist sehr wichtig. Weil wenn es in einem Bereich hakt, und es dann zum Beispiel meiner Gesundheit nicht gut geht oder ich nicht den Ausgleich habe, zum Beispiel durch Sport oder Yoga, dann kann ich meiner Meinung nach auch nicht mein Bestes im Business-Bereich geben. Oder wenn es in meinem Business nicht gut läuft, hat das wahrscheinlich auf Effekte auf meine Beziehungen und meine Gesundheit usw. Deswegen finde ich, dass das schon wichtig ist, dass man immer guckt, dass da ein Gleichgewicht herrscht. Denn irgendwann wird immer mal wieder eine Krise aufkommen in einem dieser Lebensbereiche. Sei es in der Beziehung oder im Business oder wo auch immer. Das ist so sauwichtig, dass die anderen Bereiche trotzdem im Einklang sind. Marcus: Ja das stimmt. Es gibt ja auch diese Theorie, wovon Du gerade gesprochen hast, die verschiedenen Lebensbereiche. Und wenn es in dem einen Bereich besonders gut läuft und in dem anderen gar nicht, dann eiert das Rad natürlich total. Irgendwann dreht sich das Rad gar nicht mehr. Conni: So ist es. Es ist wichtig das Gleichgewicht herzustellen, in seinem ganzen Leben. Marcus: Du hast eben gesagt, Du hast so vor dreieinhalb Jahren mehr oder weniger mit dem Lifestyle angefangen. Damals gab es in Deutschland noch nicht das Thema in der Form, so wie es heute präsent ist, um nicht zu sagen, eigentlich gar nicht. Ich glaube, Du warst eine der ersten in Deutschland, die es nach vorne gebracht haben oder auch darüber geschrieben haben. An wem hast Du Dich da orientiert und was würdest Du sagen, unterscheidet die Szene in den USA von den Deutschen? Wahrscheinlich hast Du Dich auch an den Amerikanern orientiert. Also damals oder vielleicht auch jetzt haben wir da den Gap geschlossen oder sind sie da immer noch ein Stückchen weiter vor uns? Ist das normal, weil es andere Kulturen sind oder wie denkst Du darüber? Conni: Meine Vorbilder damals waren – also ich bin auch mit dem Klassiker eingestiegen,- Tim Ferris. Ich weiß noch, dass ich das Audio-Buch gehört habe, damals auf dem Weg zur Arbeit in meinem ersten und letzten Job in Berlin. Marcus: Aber irgendwie schwarz runtergeladen, hast Du erzählt? Conni: Ja, damals hatte ich keine Kohle, um mir irgendwelche Kindle Bücher zu kaufen (beide lachen) Marcus: Aha, also ausgedruckt als PDF. Conni: Jaja genau, immer irgendwie ausgedruckt. Der Klassiker (lacht). Danach war einer der ersten Blogs von Chris Guillebeau mit „The Art of Non-Conformity“. Jonathan Mead, der hat damals Illuminated Mind, oder so ähnlich, der macht heute „Pay to exist“. Sean Ogle von location180 und Thrilling Heroics, Cody McKibben. Dann noch so ein paar andere, die aber heute etwas ganz anderes machen. Mit den ganzen Jungs bin ich eigentlich eingestiegen. Ach da gab es noch Emilie Wapnick von Puttylike zum Beispiel. Das war auch ein Mädel. Also da hab ich echt viel konsumiert damals. Marcus: Während der Arbeit? Conni: Während der Arbeit, vor der Arbeit, nach der Arbeit, die ganze Zeit eigentlich. Ich habe sehr viel gelesen und Deine zweite Frage war jetzt, wie da so der Unterschied ist. Ich bin halt seit einigen Jahren relativ viel, fast von Anfang an im Dynamite Circle, in der internationalen Community für Online-Unternehmer und bin von Anfang an viel international unterwegs gewesen. Ich habe auch viele Freunde, die international und englischsprachig sind, darunter viele Amerikaner, Australier usw. Klar, wir sind natürlich viel weiter. Als ich angefangen habe auf Deutsch in meinem Blog über ortsunabhängiges Leben und Arbeiten zu schreiben, so Anfang 2013, da war das noch alles relativ neu. Deshalb gab es dann auch soviel Medienaufmerksamkeit. In Deutschland hängen wir halt noch ein paar Jahre hinterher. Die ganzen Jungs, mit denen ich zusammengearbeitet habe, die sind mit ihrem Blog bereits 2008/2009 gestartet. Und 2013 war das ganze Thema dann schon fünf Jahre alt. Tim Ferris hat da schon 2006 oder 2007 mit angefangen. Der war eigentlich schon eine richtig alte Socke. Also sind wir uns natürlich einige Jahre voraus. Ich hab dann schon gesehen, dass die Community bei uns so klein ist. Wir waren ja nur eine handvoll Leute für lange Zeit, die den Lifestyle wirklich so ausgelebt haben und darüber geschrieben haben. Marcus: Und trotzdem ist ja kaum etwas nachgekommen, oder? Conni: Ja es ist lange nichts nachgekommen. Ich finde auch, dass es gerade auch mit  DNX einen großen Push gegeben hat in Deutschland. Ich glaube, wenn ihr den DNX nicht gestartet hättet, dann wären wir wahrscheinlich immer noch fünf Hansen. Heutzutage sehe ich den Unterschied darin, dass das schon noch alles rückständig ist bei uns in Deutschland. Die Community wächst zwar, aber sie ist noch nicht ganz professionalisiert. Viele Leute sind noch im Anfangsstadium. Und ich glaube, in den nächsten zwei, drei Jahren wird sich da viel tun. Ich sehe da auch schon die ein oder anderen guten Potentiale. Das einzige, was mir bei den Deutschen so ein bisschen Sorgen macht ist, dass der Durchschnittsdeutsche oder auch durchschnittsdeutsche digitale Nomade sich nicht soviel zutraut und das Selbstbewusstsein fehlt. Die Leute haben so viele Selbstzweifel. Das finde ich etwas schade. Ob das jetzt eine Mentalitätsgeschichte ist oder ob das vielleicht auch mit der Zeit kommt, wenn es noch mehr Leute gibt, die richtig geile Sachen rocken mit ihrem ortsunabhängigen Business, weiß ich nicht. Abe ich würde mir wünschen, dass die Leute einfach mal machen. Das Machen ist ja eigentlich nur ein Tun und da ist definitiv noch Potential nach oben vorhanden. Marcus: Ja keine Ahnung, da zerbrechen wir uns auch schon länger die Köpfe und reden uns die Münder heiß, woran das jetzt liegt, dass es gerade in Deutschland so vielen Menschen so schwer fällt, rauszukommen. Gerade wo man weiß, dass man hier mit sozialen Systemen auch wieder aufgefangen wird, falls es dann mal nicht funktionieren sollte. In anderen Ländern hauen die die Dinger raus, versuchen es und knallen dann aber richtig auf den Hintern und müssen sich wieder aufrappeln. Und was passiert bei uns im schlimmsten Fall? – Du bekommst ein paar Monate Arbeitslosgengeld und lässt Dich wieder anstellen. Conni: Du kannst Dich auch bei Hartz IV anstellen, da gibt es auch echt schlimmeres. Die Risikobereitschaft ist auf jeden Fall um einiges niedriger. Ich denke, dass das wirklich auch mit der deutschen Mentalität zu tun hat. Wir werden da doch ein bisschen gebremst durch die Art und Weise, wie wir aufwachsen und wir doch eine konservative Einstellung haben, was Unternehmertum angeht und neue Sachen und Dinge anders machen und so. Marcus: Man ist wirklich – das merke ich jetzt wo es vorbei ist- und wir quasi diese Konvention gebrochen haben, dass man da mega stark mental beeinflusst ist von dem, was von einem erwartet wird. Die Gesellschaft, das ist ein hochtragender Begriff, aber ich habe mich da immer mega klein gefühlt und mir nichts zugetraut und obwohl ich eigentlich ganz gute Scills hatte, auch im Online-Marketing, ich aber nur mit diesen ganz krassen SEO-Cracks in so einer Mini-Nische unterwegs war, da dachte ich, was sollen die denn jetzt über mich denken, wenn ich sage, ich biete Wordpress-Seiten an? – Da lachen die sich doch tot. Conni: Ja genau, dass man dieses Denken hat: Was denken andere von mir? – Das ist auch so ein Blödsinn irgendwie, aber das ist so in uns drin. Vielleicht sind ja unsere Gärten oder unsere Häuser in Deutschland zu nah aneinander gebaut oder so. Immer mal gucken was der Nachbar macht, weißt du? Marcus: Aber ich denke, es wird besser und je mehr jetzt nachkommen und je mehr darüber schreiben und je mehr Events dazu stattfinden und umso mehr Leute da sind, an denen man sich orientieren kann, desto leichter fällt es dann auch, jemanden der jetzt gerade erst an einen Kontakt kommt, zu sagen „fuck it – ich versuch das jetzt“. Andere haben das auch geschafft. Conni: Ja definitiv. Ich glaube, je mehr es werden, je mehr erfolgreiche Beispiele es gibt, desto mehr trauen sich die Leute das dann auch zu. Marcus: Welchen Tipp würdest Du Deinem 20-jährigem Ich geben? Conni: Mein 20-jähriges Ich? Ach du sch... ja, ich muss gerade überlegen, wie ich mit 20 drauf war. Da war ich gerade auch auf meinem ersten außereuropäischen Trip in Thailand, vier Wochen, Party, Full-Moon Party auf Koh Phangan, also die ganze Palette durch. Da habe ich auch noch gedacht, Yoga ist nur was für ganz abgespaceten Leute. Marcus: Ja ja, Birkenstock, ne? Conni: Ja, also das würde ich auch schon mal meinem damaligen Ich erzählen: fang mal mit Yoga an, probiere es doch einfach mal aus. Ich wünschte mir auch, ich wäre mit Meditation aufgewachsen und ich wünschte, ich hätte mit allem schon so früh angefangen, auch mit der gesunden Ernährung. Also mit 20 bin ich auf die Uni. Ich hätte wahrscheinlich schon während der Uni mit einem Online-Business starten sollen. Solche Sachen. Also im Grunde alles was ich jetzt mache, hätte ich gerne schon viel früher gemacht. Stell Dir mal vor, wenn ich damit schon vor zehn Jahren eingestiegen wär. Wie geil (lach) Marcus: Aber weißt Du, ich glaube, dass haben so viele, die sich denken „hätte ich das schon vorher gemacht, mit dem Wissen was ich heute habe. Das ist so oft so: Du implementierst eine Sache neu und dann merkst Du dass es funktioniert, und dann denkst Du: Wie blöd bin ich eigentlich? Warum habe ich das nicht schon vor fünf oder zehn Jahren so gemacht, obwohl ich eigentlich das gleiche Wissen darüber hatte? Aber irgendwas hat damals noch nicht gepasst. Conni: Am Ende des Tages ist es doch so, dass alles so kommt wie es kommen soll. Ich habe meine Lektionen so lernen müssen, manchmal auf die einfache und manchmal auf die harte Tour. Wenn ich jetzt zurückdenke, wann ich eingestiegen bin, also so mit 27, diese sieben Jahre, die habe ich scheinbar schon gebraucht. Marcus: Also länger mit 37 oder so, ... Conni: Nee, zu alt ist man ja nie. Marcus: Nee und das Problem ist ja auch, man lebt ja im Jetzt. Und wenn Du sagst, so wie es jetzt ist, ist für Dich perfekt und Du würdest Deinem 20-jährigem Ich das ans Herz legen, wie Du Dir jetzt Dein Leben aufgestellt hast, dann bist Du schon sehr mit Dir im Reinen. Conni: Man kann sich glaube ich gar nicht vorstellen, wie viel Potential man in sich trägt und was noch alles Geiles passieren kann. Das ist auf jeden Fall spannend. Wo wird es mich hinführen oder auch Dich, auch unsere eigenen persönlichen Entwicklungen und unserem Business. Das ist richtig gei. Marcus: Wenn man überlegt, was so im letzten Jahr passiert ist, das ist schon mega krass. Wenn man überlegt, dass es gerade ein gutes Jahr her ist, dass wir die erste DNX im Betahaus gemacht haben und gar nicht wussten, was jetzt überhaupt passiert. Wie reagieren die Leute. Conni: Ja stark. Und das ist auch dieses spannende an dem ganzen Leben. Gerade in unserem Lifestyle. Da kann so viel passieren, immer, ständig, weil eben diese Freiheit da ist, weil man eben nicht diese ganzen Pläne machen muss. Weil man eben nicht dieses 9 to 5, dieses Gefängnis uns die ganze Zeit gefangen hält, sondern wir geben quasi unserem Leben den Raum, damit alles quasi zu jeder Zeit passieren kann. Und das ist sehr spannend. Marcus: Welche drei Dinge würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen, die nicht zum Überleben notwendig sind? Conni: Ok? Ich würde mitnehmen: meine Yoga Matte, meinen Kindle oder ein Buch auf jeden Fall und ein Notizbuch mit Stift zum Schreiben. Das wären die Sachen, dann wäre ich erst einmal ausgelastet auf der einsamen Insel. Marcus: Das ist ja schon mal cool, weil Strand, Meer ... Conni: Ja eben, das Notizbuch ist dann ja wieder quasi wie der Laptop. Marcus: Wer sind die drei oder fünf Menschen, mit denen Du Dich am häufigsten austauschst? Conni: Puh. Also das kommt echt ein bisschen darauf an, wo ich gerade bin. Jetzt gerade bist es Du und Feli (lach). Weil wir hier auch einen auf Mitbewohner machen. Marcus: Aber das funktioniert halt. Wir kennen uns ja jetzt auch schon lange. Wir treffen uns immer wieder und dann letztens auch wieder in Berlin, da hatten wir aber auch nicht soviel Zeit. Conni: Ja das stimmt, das ist cool. Also meine Mama ist auf jeden Fall einer meiner Top-Leute. Mit ihr bin ich regelmäßig in Kontakt. Marcus: Hat sie Dich von Anfang an unterstützt, bei diesem unkonventionellen Weg? Conni: Ja immer. Dadurch, dass ich seit ich ein Teenager war, dieses „ich muss weg“ in mir drin hatte, ist sie das auch gewohnt gewesen. Vorher war ich ja auch Tauchlehrerin und war ein paar Jahre unterwegs und bin die Dinge immer schon etwas anders angegangen. Und dadurch, dass ich auch aus einer Unternehmerfamilie komme, war das für sie eigentlich ganz okay. Sie fanden das auch besser, als ich da meinen Job hatte für ein halbes Jahr lang in Berlin. Und da dachten sie: ja geil, Conni ist jetzt erst mal aussortiert und gibt jetzt erst mal Ruhe, aber im Grunde genommen war es meiner Mama immer wichtig, dass es mir gut geht und dass ich etwas mache, was mich glücklich macht. Das hat sie immer unterstützt und dafür bin ich auch sehr dankbar. Sie ist auf jeden Fall eine meiner besten Freundinnen. Dann habe ich ein paar Freundinnen, mit denen ich regelmäßig in Kontakt bin. Die mich auch einfach, sei es ob es mein Business angeht oder was mein Herz und meine Seele angeht, die ich als erstes anrufen würde und mit denen ich aber auch regelmäßig in Skype-Kontakt bin und schaue, dass wir uns auch regelmäßig sehen. Einfach weil mir der Kontakt unglaublich wichtig ist und der geht für mich auch sehr tief. Also manchmal sehe ich sie monatelang nicht und manchmal auch ganzes Jahr lang nicht, aber wir sind wirklich regelmäßig in Kontakt. Wir haben auch alle irgendwie dieses Ding in uns, dass es mit unserem eigenen Leben und dem Business weitergeht. Als würde man sich gegenseitig auch ein bisschen coachen. Ich habe auch durch dieses ortsunabhängige Leben, dass es sehr schwierig ist Freundschaften aufrecht zu erhalten, wenn man so viel unterwegs ist. Aber dadurch habe ich auch noch vielmehr festgestellt, wie wichtig mir Freundschaften und tiefe Freundschaften sind. Klar kann ich viele Leute kennenlernen, aber das heißt noch lange nicht, dass die dann auch wirklich da sind und mir gut tun oder dass Deine Beziehungen einen Wert haben. Ich habe schon so meine drei, vier Mädels, die immer da sind und mit denen ich regelmäßig in Kontakt bin. Marcus: Bevor wir zum Ende kommen, hast Du ein Mantra, ein Lebensmotto, nach dem Du lebst, was Du unterschreiben würdest? Conni: Das ist eine echt gute Frage. Marcus: Hattest Du einmal andere Ziele, als die, die Du jetzt hast? Conni: Ich hab schon eins. Das wissen aber auch eigentlich meine Blog-Leser genau. NIPSILD das hat einen Hintergrund, aber den weiß ich gerade nicht mehr. Aber nicht im Problem, sondern in Lösungen denken. Wenn etwas Mist ist, dann fokussier Dich nicht auf den Mist, sondern schau, wie Du es besser machen und Du das Problem lösen kannst. Es ist nicht so, dass ich nur immer wunderbar in Lösungen denke und dass mein Leben immer super toll ist. Das ist absolut das Gegenteil. Ich musste auch durch viele blöde Situationen in den letzten Jahren, aber grundsätzlich, schau ich wirklich, dass ich mich nicht zu arg auf die Problematik konzentriere, sondern direkt den nächsten Schritt gehe und schaue, was ich machen kann. Wenn ich unzufrieden mit meinem Leben, meiner Beziehung, mit dem Business oder whatever, dann schaue ich was ich besser oder verändern kann. Anstatt die ganze Zeit zu jammern und sich selber in diese Opfer-Mentalität zu bringen. Da muss man wirklich aus dieser negativen Energie rausgehen, die so statisch ist und reingehen ins Machen, ins Tun. Marcus: Genau, denn nur wer aktiv ist, dem kann auch wieder etwas einfallen. Conni: Ja und nur vom über das Problem nachdenken, wird die Situation halt auch echt nicht besser. Ich weiß, dass das oft leicht dahergeredet ist, aber trotz allem ist das schon wirklich mein Lifestyle, insbesondere was mein Business angeht und wenn tägliche Sachen in meinem Leben auftreten. Marcus: Cool! Vielen Dank Conni! Conni: Voll gerne, hat richtig Spaß gemacht, Marcus! Marcus: Wir haben glaube ich auch ein bisschen länger aufgenommen als geplant, knappe Stunde, kennen wir ja schon von der DNX. Conni: Super, ja wir können nie etwas einfach kurz erklären, das ist immer schwierig. Marcus: Nee, das ist auch scheiße. Bei Dir ist das ja auch das Gesamtbild. Conni: Ja manchmal, muss man auch einfach ein bisschen ausführen. Marcus: Ja also Danke und mach’s gut! Danke, peace out! [/su_spoiler] [/su_accordion]