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Jan 22, 2016

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Interview mit Martin Krengel von Studienstrategie

Heute mit dem Buchautor, Weltenbummler und Weltversteher Martin Krengel. Martin hat mit Anfang 30 seinen Doktor gemacht, hatte eigentlich ein ziemlich strukturiertes und aufgeräumtes Leben und an einem bestimmten Ort sich dafür entschieden nochmal ne längere Weltreise zu machen. Ich glaube, die dauerte sogar zwei Jahre, um danach dann den “klassischen” Weg zu gehen, um vielleicht sich ein Haus zu bauen, Kinder zu bekommen, die richtige Frau zu finden, aber irgendwie kam doch alles ganz anders und genau darüber reden wir im Interview. Viel Spaß mit dem Interview mit Martin! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie das Reisen Dich geistig wachsen lässt.
  2. Dass man einfach mal loslassen können muss.
  3. Dass man sich nicht mit Kleinkram aufhalten sollte und dennoch dieselben Ziele erreichen kann.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

1.000 Dank, Dein Marcus

 

SHOWNOTES

Martin Krengel

Studienstrategie

Martin Krengels Bücher

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 42! Yo Leute, Welcome zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit dem Buchautor, Weltenbummler und Weltversteher Martin Krengel. Martin hat mit Anfang 30 seinen Doktor gemacht, hatte eigentlich ein ziemlich strukturiertes und aufgeräumtes Leben und an einem bestimmten Ort sich dafür entschieden nochmal ne längere Weltreise zu machen. Ich glaube, die dauerte sogar zwei Jahre, um danach dann den “klassischen” Weg zu gehen, um vielleicht sich ein Haus zu bauen, Kinder zu bekommen, die richtige Frau zu finden, aber irgendwie kam doch alles ganz anders und genau darüber reden wir im Interview. Viel Spaß mit dem Interview mit Martin! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf

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und sichere Dir mit dem Code LIFEHACKZ 10% Discount. Marcus: Yo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit Martin Krengel. Martin, bist Du ready? Martin: Jawoll! Marcus: Perfekt! Wo erwische ich Dich gerade und warum bist Du genau an diesem Ort? Martin: Ich bin in Berlin, weil ich hier Freunde, Verwandte und kreative Leute um mich herum habe. Bin aber mit einem Fuß auf dem Weg nach Kuba, um mir das Land, Verfall und die Menschen anzuschauen und fliege morgen früh los. Marcus: Okay, das heißt, Du bist grundsätzlich auch viel auf Achse, wie ich weiß, sehr umtriebig, hast verschiedenste Projekte am Start, oft mit dem Fokus Reisen, aber ich glaube auch Produktivität und gerade Routinen, Struktur auf Reisen. Vielleicht kannst Du mal ein bisschen mehr dazu erzählen, was gerade so bei Dir Fokus ist oder auf dem Teller liegt. Martin: Ja, das ist schon gut beschrieben, das Gemisch. Also, ich bin im Zeitmanagement und Lernexperte. Das heißt, ich habe als Student das erste Zeitmanagement-Buch speziell für Studenten mit Produktivität, Lernen und kognitiver, also geistiger Verbesserung beschäftigt. Und das habe ich acht Jahre lang gemacht, habe Seminare gegeben, habe Bücher geschrieben und habe dann vor zwei Jahren eine Weltreise angefangen und bin da zum Digitalen Nomaden konvertiert. Habe also bemerkt so: Hey, erwachsen zu werden, das ist eh überbewertet. Also ich habe bewusst mal ein Anti-Zeitmanagement betrieben und alles ganz anders gemacht als vorher. Mal keine Pläne, mal keine Ziele, keine festen. Und das war ganz cool. Ich habe eigentlich diese Reise gemacht, um hinterher sesshaft zu werden. So irgendwie Apartment finanzieren, Familie gründen und pi pa po. Marcus: Mit dem Plan, Dich einmal nochmal voll auszuleben auf allen Ebenen und zu sagen, ich reise, und danach müsste es das ja gewesen sein und dann werde ich wieder ruhiger. Martin: Genau, ich war 33 vor zwei Jahren und hatte gerade meine Doktorarbeit fertig und habe gesagt: Jetzt. Jetzt muss ich raus, weil wenn dann Kinder da sind, dann wird es schwieriger. Nicht unmöglich, aber schwieriger und habe das sozusagen nochmal gemacht mit dem Plan, so ein Jahr lang. Und da hat man gemerkt nach einem Jahr: Oh, das war jetzt aber eher erst der Anfang und da ist ja noch so viel geiles, was es zu entdecken gibt. Und in diesem Jahr versuche ich halt so ein Mischmodell zu finden. Das heißt, ich bin jetzt halt immer wieder in Berlin, um halt mein Unternehmen aufzubauen und meine Bücher zu publizieren und zu vermarkten, aber halt, ich war dieses Jahr irgendwie zehn Wochen in Brasilien und Kolumbien nochmal. Ich war in Italien, ich war in Paris, ich war in Bangkok, ich fliege jetzt nach Kuba. Das ist so ein bisschen so ein Salami-Modell. Also ich mache meine Weltreise weiter im Prinzip, aber ich bin halt zwischendurch immer wieder in Berlin und mache jetzt eher so Stichreisen, gucke mir fokussiert ein Land an und bin dann halt eben wieder hier, um zu arbeiten und versuche das so ein bisschen auf die Weise jetzt mal als Modell auszutesten. Marcus: Ja, klingt spannend. Du sagst eben, Du wolltest dann auf den Reisen mal so einen kompletten Gegenentwurf zu dem machen, was Du vorher durchgezogen hast oder wie Du auch so Dich selber aufgestellt hast. Selbstständig bist Du ja glaube ich schon länger. Inwiefern unterscheidet sich jetzt Deine Arbeit von vor der Reise mit der Arbeit, die Du jetzt gerade aktuell machst oder was Du dann alles während der Reise noch optimiert oder umgestellt hast? Martin: Also die Reise hat mir sehr geholfen gewisse Dinge loszulassen. Ich bin seit acht Jahren sozusagen Autor und Coach bzw. Referent gewesen. Ich habe ganz viele Lehraufträge in Bayern gehabt. 40 Seminartage an Universitäten und Managementvorträge. Ich habe aber auf der Reise gemerkt: Okay, das hat mir Spaß gemacht, aber noch mehr Spaß macht es mir irgendwie am Strand zu sitzen, kreativ zu sein und zu schreiben und auch andere Dinge als Ratgeber zu schreiben. Dann ist so ein Reisebericht entstanden und ein Reisebuch und da habe ich jetzt richtig Bock drauf. Ich würde mich gerne halt in diesen neuen Feldern ausleben. Ich habe Standups gemacht und gemerkt, ey cool, ich kann Leute auch unterhalten und inspirieren und zum Lachen bringen und überzeuge nicht nur durch irgendwelche schlauen Tipps und versuche das jetzt zu kombinieren, aber es gibt halt im Zeitmanagement Zeit zur Verfügung. Das heißt, wenn ich etwas neues starten will, muss ich was altes loslassen. Und für mich kam dann die Einsicht: Okay, ich lasse jetzt die Universitätsseminare los, obwohl es gute Buchungen waren, obwohl mir das total viel Spaß macht, die Leute lernbereit sind. Aber ich habe gesagt, ich mache das jetzt nicht mehr und biete mein Geschäftsmodell jetzt mehr auf  Reisen an, dass ich mehr Online-Produkte machen, mich jetzt in Ebooks und Onlinekurse reinbewege. Das ist auch euer Dank! Ne, mit euren Konferenzen. Ich habt mich da sehr inspiriert. Marcus: Okay, danke! Martin: Als ich gesehen habe, wie das funktioniert. Weißt Du, ich habe fünf angefangene Bücher und dachte immer, die müsste ich erst fertigschreiben und dann mache ich mal einen Onlinekurs und jetzt sage ich mir: Ey Moment, Du hast doch schon zehn Bücher geschrieben. Jetzt mach doch Dein nächstes Buchprojekt gleich als Onlinekurs und wenn das gut läuft, kannst Du immernoch ein Buch draus machen. Also mein Denken hat sich da sehr radikal geändert. Marcus: Cool. Martin: Es ist trotzdem noch ein ganzer Haufen Arbeit, das so umzustellen, aber ich merke jetzt halt auch, in der Launchphase meines neuen Buches, diese klassischen Wege sind halt hart und da ist man Independent Autor zum Beispiel, steht man halt auch vor vielen Schranken. In den Buchhandel reinzukommen ist schwierig. In die Presse reinzukommen ist schwierig und man ist immer auf das Wohlwollen eines Dritten angewiesen. Und wenn ich jetzt halt dieses Onlinebusiness mache, kann ich mit meinem Leser direkt reden, kriege viel schneller Feedback und habe halt auch eine höhere Conversion und eine Erfolgsquote. Und auch wenn ich jetzt nicht irgendwie sofort in der FAZ stehe, aber ich erreiche meinen Leser direkt und kann das ein Stück weit planen und kann das ausbauen und das macht mir im Moment halt Spaß, da das Ruder rumzulegen und zu sagen: Ich mache jetzt nur Dinge, wo ich weiß, die haben eine höhere Erfolgschance und alles, was ich jetzt tue - wenn ich jetzt einen Text Online überarbeite, dann ist der 20 Jahre lange. Und wenn ich einen Gastartikel für irgendjemanden schreibe oder für eine Zeitung ein Interview mache, dann ist das nächste Woche nicht mehr aktuell. Marcus: Ja auf jeden Fall. Und was ich bei Dir ganz interessant finde ist, dass Du sagst, Du hast vorher viele Seminare gegeben oder Vorträge auch an Unis, hast noch Deinen Doktor gemacht. Das klingt alles schon sehr - ich will nicht sagen sesshaft - aber sehr konservativ und konventionell. Und da dann nochmal so krass auszubrechen, aufgrund der Reise vielleicht ein bisschen Inspiration bei uns auf den Konferenzen und jetzt der völlige Freigeist zu sein und der, der Du jetzt bist, das geht nicht von heute auf morgen oder? Martin: Ja nicht so wirklich und das ist halt ein sehr stark psychologischer Prozess. Also deswegen habe ich ja dieses Buch

Stoppt die Welt

geschrieben. Also ursprünglich wollte ich halt nur einen coolen Reisebericht haben über meine Abenteuer und Erlebnisse und dann habe ich aber gemerkt: Hey Moment, es gibt halt kein Buch, keinen Bericht, dass Dich so psychologisch packt und begleitet. Also, die schreiben halt alle es ist geil und Reiseführer lesen finde ich total öde, weil die sagen: hier, hier, hier musst Du hin und dann hechelst Du irgendwelche Sehenswürdigkeiten ab und denkst Dir hinterher: Ey Mann, ich habe viel gesehen, aber nix erlebt. Und diese Höhen und Tiefen, die habe ich immer wieder im Reisen und die Zweifel “soll ich das jetzt wirklich machen und so lange und wie lange und wo gehe ich hin?” Das begleitet Dich halt ständig und Du hast immer ein schlechtes Gewissen, weil Du ja bei den anderen immer liest: Oh es ist alles geil und cool und Du musst Dich jeden Tag freuen, wie ein Schneekönig. Dabei ist es teilweise harte Arbeit, das vorzubereiten. Es ist teilweise richtig scheiße und doof und Du hast Zweifel, Du hast Unsicherheiten, Du hast ein schlechtes Gewissen, dass sich Deine Freunde nen Arsch abrackern in Deutschland usw. und so fort. Und ich wollte das alles mal irgendwie zusammenpacken und mitgeben. Das ist ein ständiger Prozess, der halt auch weitergeht und der komplett normal ist finde ich. Also ich habe jetzt auch, bevor ich Kuba gebucht habe, habe ich vor zwei Wochen erst gebucht, da hatte ich auch wieder ein schlechtes Gewissen und dachte mir: Och Mann, jetzt hier… vielleicht solltest Du Dich eher mal um Dein Geschäft kümmern und kurz vor Weihnachten, das ist stressig. Und dann kommen diese ganzen inneren Dialoge hoch, wo man dann genau nochmal raus sich ziehen sollte und einfach gucken, was ist mir denn wirklich am allerwichtigsten und was bereue ich mehr. Ich habe gesagt, naja, wenn ich jetzt nicht nach Kuba fliege, dann wird es vielleicht im nächsten Frühjahr auch nicht und dann ändert sich das Regime und dann ist das amerikanisiert. Ich will eigentlich das Land so sehen, wie es ursprünglich ist und dann sagst Du Dir halt: Wenn nicht jetzt, wann dann? Du musst die Dinge halt einfach mal machen. Das habe ich gelernt auf meiner Reise in den letzten zwei Jahren. Du musst die Dinge einfach mal machen, auch wenn Du noch nicht ganz überzeugt davon bist, dass Du das machen solltest und was der beste Weg ist. Auch wenn Dich irgendwas anfixt oder Dich irgendwas inspiriert oder Du Energie verspürst. Hätte ich mir früher Pläne gemacht, Pro und Kontra und vorher überlegt, ob das wirklich eine 100% perfekte Entscheidung ist. Und jetzt sage ich mir: Ich mache einfach mal und kann hinterher daraus lernen und habe dadurch weniger Stress und mehr Power, mehr Umsetzungspower gewonnen. Marcus: Hm, ja, dazu fällt mir gerade auch ein, dass wir uns vor ein paar Tagen in Chiang Mai mit nem richtig smarten Unternehmer aus Israel getroffen haben, den Tal, der ein guter Freund ist und der setzt immer so seine Jahre auf bestimmte Topics und das war jetzt 2015 sein Jahr des Flows oder der Spiritualität und er hat gesagt, er geht einfach mal mit dem, wo er sich gerade nach fühlt und macht die Dinge, die sich ihm anbieten. So ein bisschen wie Du. Und unterm Strich hat sich dadurch dann viel mehr ergeben, als die Jahre davor, wo er dann auch sehr diszipliniert gewesen ist und Masterpläne hatte und genaue Strategien. Letztendlich hat es auch ganz gut funktioniert, aber durch dieses Go with the Flow sind ihm dieses Jahr noch viel mehr Opportunities und Gelegenheiten in den Schoß gefallen, die er davor wahrscheinlich nicht gehabt hätte, wenn er weiter das nach dem Schema gemacht hätte, wie er es vorher gemacht hatte. Nämlich voll durchgeplant von A nach B und nach C, aber sich halt nicht auf neue Sachen eingelassen, die einfach zufällig auch mal passieren können. Martin: Also ich glaube, wir brauchen beides. Also ich habe den Tal auch gesehen mit seinen tollen Bucket Lists und was er alles erreicht hat im Leben. So habe ich ja auch getickt. Ich habe mir für jedes Jahr - ich mache immer so einen Jahresrückblick und schreibe mir halt zehn Kategorien auf ungefähr, in verschiedenen Lebensbereichen. Also was sind meine fünf konkreten Ziele als Autor? Was sind meine fünf konkreten Ziele als Dozent? Was sind meine fünf konkreten finanziellen Ziele? Was will ich gesundheitlich erreichen? Was will ich erleben? Was will ich mit meinen Freunden machen? In meiner Partnerschaft? Und das hat mir sehr geholfen. Also ich sage jetzt mit 35, dass ich all meine Ziele erfüllt habe und meine Träume, die ich mit 25 hatte. Und wer kann das schon von sich behaupten. Und da helfen Masterpläne extrem. Aber auf der anderen Seite ist es halt schön auch diese Phasen des Flows zu haben und der Offenheit, um einfach mal zu gucken, was ist in mir noch drin? Was entsteht? Welche Chancen bieten sich mir? Und das zu spüren, ich glaube da ist jetzt Dein Kollege halt jetzt auch und irgendwann glaube ich, harmonisiert sich das wieder, dass ich sage: Jetzt habe ich zwei Jahre Flow gehabt und es ist geil, das ist cool, das will ich beibehalten. Aber ich merke halt auch, dass man manchmal dann doch wieder so ein bisschen schwimmt und Entscheidungen nicht so gut einordnen kann und ich habe jetzt halt irgendwie mir drei bis fünf sehr, sehr konkrete Metaziele gesetzt. Da will ich hin und kann deswegen Entscheidungen und Dinge, die an mich herangetragen werden, besser prüfen und sagen: Ja, das passt zu dem Zeil, das mache ich oder das wäre nett, aber eigentlich lenkt mich das jetzt nur ab. Und ich glaube so die Kombination ist letztendlich sehr, sehr mächtig. Die Idee zu haben, eine Vision zu entwickeln, wo will ich hin? Und trotzdem aber offen zu bleiben, was den Weg dahin anbelangt. Marcus: Hm, ich glaube, dass ist even better. Eine Kombi aus beiden Sachen, wie Du gerade schon sagst. Wenn Du Dir diese Ziel, die schon sehr konkret formuliert gewesen sind von Dir, aufgeschrieben hast oder irgendwo niedergeschrieben, wie oft hast Du die upgedated? War das dann so ein lebendes Dokument oder war das dann einmal in Stein gemeißelt und das sind die Sachen, die will ich jetzt bis Zeitpunkt X erreichen? Martin: Also es ist beides. Ich habe irgendwie so eine Mission, ein Mission Statement. Also ganz amerikanisch noch, aus dem amerikanischen Zeitmanagement beeinflusst geschrieben. Das sind so zehn Punkte. Wer bin ich und was will ich im Leben? Marcus: Was ist das zum Beispiel? Martin: Ich habe zum Beispiel zwei Metaziele im Leben. Ich will die Welt verstehen. Ich bin sehr wissensdurstig und arbeite mich in verschiedene Themen rein und will Narben hinterlassen. Also ich will irgendwie eine Marke aufbauen. Ich will was bleibendes hinterlassen. Das sind für mich meine Bücher. Das heißt, wenn ich die Welt verstanden habe, dann strukturiere ich es so und vermittele es, dass es andere auch verstehen, was ich verstanden habe und habe damit dann halt auch Erfolg. Wenn die Leute das cool finden, dieses Projekt. So, das ist mein Lebensthema oder so meine Lebensziele, dann auf einer ganz breiten Ebene. Und dann stehen dann halt solche Dinge drin… Das klingt immer sehr technokratisch und so, aber letztendlich sind wir halt geprägt von unserem Umfeld. Ich komme aus Ostdeutschland, aus einem kleinen Dorf und da gibt es gewisse Glaubenssätze, die in mir reinprogrammiert sind, die mich davon abhalten, was eigentlich in mir steckt und was ich eigentlich machen will. Und da helfen dann solche Regieanweisungen, wie zu sagen: Ich bin halt open minded, ich bin flexibel, ich will mich auf neues einlassen. Das hilft einfach, sich das immer wieder durchzulesen und mit dem abzugleichen, was gerade ist, wo ich mir dann eingestehen muss: Ah nee, letzte Woche war ich wieder fleißig. Jetzt kannst Du Dich mal wieder ein bisschen gehen lassen, ein bisschen runterschalten. Und das erinnert mich eigentlich an Vorsätze, die ich hatte, die sonst einfach im Tagesgeschehen hinter runterfallen. Marcus: Hast Du das denn noch nach wie vor, diese Glaubenssätze? Auch geprägt durch Deine Herkunft oder Vergangenheit? Martin: Ja natürlich. Also wir entwickeln uns ja und weißt Du? Das erzähle ich auch immer meinen Lesern oder Seminarteilnehmern. Wenn die in ein Seminar kommen und denken, die könnten Zeitmanagement in einem Tag klären, ist das das falsche Paradigma. Es ist ja ein Management. Es ist ein ongoing Ding, das wir haben, denn ich will ja geistig wachsen, ich will lernen und ich begebe mich immer wieder in Situationen, die für mich überfordernd und herausfordernd sind. Weil ich es spannend finde und weil ich es toll finde. Weil mir das Energie gibt. Aber es ist klar, wenn ich mich in neue Situationen begebe, dass ich mit den Strategien von gestern nicht unbedingt in der neuen Situation zurückkomme. Das heißt, ich muss immer wieder gucken: Wo stehe ich und was habe ich aus meiner Vergangenheit mitgebracht, was mich jetzt hindert im neuen Ziel? Und von daher wirst Du immer wieder auf Glaubenssätze und auf alte Erfolgsstrategien stoßen, die im neuen Umfeld hinterfragt werden müssen. Also von daher, um nochmal auf Deine Frage von vorhin zurückzukommen: Pläne, Ziele sind immer ongoing oder in meinen Augen müssen flexibel sein, um immer wieder zu überprüfen: Ist das, was ich mir jetzt vor zwei Jahren noch vorgenommen habe, mit den Informationen, mit den Erfahrungen und Wissen von heute noch aktuell? Marcus: Hm, absolut. Martin: Ja, diese fünf Bücher. Das macht überhaupt keinen Sinn mehr, diese fünf Bücher zu schreiben, mit dem Wissen, das ich heute habe. Wo ich sage, ich könnte viel leichter, stressfreier mit der Energie, die ich in die Bücher stecken würde, zu meinen Zielen kommen, auf einem ganz anderen Weg. Marcus: Macht Sinn, absolut. Das heißt, das hast Du jetzt für Dich auch klar, diese fünf Bücher… ich war nämlich früher genauso, wie Du unterwegs. Ziemlich pedantisch und dann auch, wenn ich einen Plan habe oder irgendetwas aufgeschrieben habe, was ich machen will, dann musste ich das auch so machen und war eigentlich dann auch nicht wirklich open, davon abzuweichen. Und oftmals steht man sich dann selber total im Weg. Hast Du das jetzt komplett überwunden oder schwirren diese fünf Bücher noch irgendwo im Hinterkopf und denkst so: Ah nee, irgendwann muss ich das noch machen, weil ich hatte mir das ja mal vorgenommen? Dieses Loslassen.   Martin: Es ist, ich sage mal prioritätenhafter geworden. Also ich bin ein sehr strukturierter Mensch, ein sehr linearer Mensch. Also wenn ich mir irgendwie zehn Ziele setze, will ich die hintereinander weg abarbeiten, aber ich zwinge mich halt eben durch meine Zeitmanagementtricks und Methodiken immer wieder mir klarzumachen, zu gucken, welches von diesen zehn Projekten, die ich habe, haben die höchste Erfolgsaussicht? Und wo brauche ich am wenigsten Zeit dafür? Ne, deswegen habe ich gesagt: Ich habe halt jahrelang Pressearbeit gemacht und es war auch toll. Ich war irgendwie in fünf großen Fernsehsendern. Ich war fast in allen großen Tageszeitungen drin. Habe aber gemerkt, dass das da oben mühselig ist und letztendlich für mein Ziel, dass ich irgendwie Bücher verkaufen und damit Menschen erreichen will, eher bescheiden ist. Das heißt, man kann nie genauso tracken, wo kommt das her? usw. Wo ich jetzt sage: Hey Moment, ich setze jetzt eine ordentliches Newslettersystem auf. Ich kümmere mich mal um Youtube, weil das eine mega geile Suchmaschine ist. Ich bin gut auf der Bühne, ich kann gut sprechen und Wissen vermitteln und habe das überhaupt noch nicht genutzt. Wo ich sage: Bevor ich jetzt ne Woche damit verbringe, irgendwelchen Journalisten hinterherzurennen, dass die sagen: Oh, das ist cool, was Krengel macht, überzeuge ich lieber meine Leser direkt, dass das cool ist, was ich da mache, gewinne mehr Leser und damit natürlich auch eine höhere Sichtbarkeit gegenüber Journalisten, die dann schon kommen, wenn sie was brauchen. So, und das ist halt Ergebnis solcher Analysen, zu sagen: Naja, was bringt mich eigentlich mit weniger Aufwand zum selben Ziel oder zu einem besseren Ziel oder besseren Erfolg? Das muss ich mir aber immer wieder auch klar machen, weil ich bin natürlich von meiner Gehirnstruktur so gewired, dass mein Gehirn klare Anweisungen liebt. Und ich muss mir immer wieder klarmachen: Nee Moment, das bringt überhaupt nix, wenn Du mit dem kleinen Kram hier anfängst, sondern pack alle Deine Energie jetzt auf dieses Projekt, dass Du vielleicht noch nicht kennst, das noch nicht so gut vorstrukturiert ist, aber da sitzt der goldene Gral und da musst Du Dich draufstürzen. Und das ist auch eins der häufigsten Zeitmanagementfehler, die wir alle machen, dass wir lieber erstmal irgendwie Facebook, E-Mail und den Kleinkram checken und abarbeiten, weil der halt gut strukturiert ist, weil der gerade aktuell ist. Marcus: Ja ja, und man verarscht sich da selber und denkt dann: Okay cool, ich habe wieder was geschafft, irgendwo den Haken hintersetzen. Ja Mails auf Facebook sind dann auch wichtig oder eine E-Mail zu beantworten, ist ja auch mega wichtig. Martin: Und diese großen Träume und Wünsche, die wir haben und die Ziele, die sind halt unkonkret, die sind nicht strukturiert, die kannst Du noch nicht anfassen, Du hast keine Erfahrung damit und deswegen sind die für das Gehirn nicht so wirklich und deswegen prokrastiniert das Gehirn systematisch. Und ich sehe das halt so ein Stück weit als meine Mission an halt mit meinen Büchern zu inspirieren oder mit meiner Arbeit zu inspirieren und zu zeigen, dass es sich halt lohnt den Kleinkram, Kleinkram sein zu lassen und einfach mal zu sagen: Ich mache jetzt eine Woche nichts anderes, als an meinem Traum zu arbeiten. Marcus: Hm, und was würdest Du sagen, wenn Du Deinen ganzen Worken und Deinen Büchern oder Kurse, die da noch kommen, so ein Statement oben drüber schreiben könntest? Wofür möchtest Du stehen oder was möchtest Du gerne den Leuten mit auf den Weg geben durch Dein Tun? Martin: Also ich würde sagen, es ist so die Botschaft: Traue Deinen Träumen, die über allem steht. Und als ich damals dieses erste Zeitmanagement Buch für Studenten geschrieben habe, dann war das glaube ich deswegen so beliebt - das kann nur so gewesen sein - weil ich war da mit einem Indianer Jones Hut und einer Machete in der Humboldt Uni in Berlin gesessen, mit einer Topfpflanze in der Hand und das war so ein ganz grauer Hörsaal, braun, und das Cover war nicht sehr schick, aber es hat sich trotzdem irgendwie verkauft und ich glaube, es liegt daran, dass ich die Leute inspiriert habe. Ich habe irgendwie sieben Erfolgsprinzipien für das Leben aufgestellt und habe dann einen ganzen Workshop gehabt: Was sind meine Stärken, was sind meine Schwächen, was will ich für Ziele im Leben haben? Und was kann ich eigentlich mit einem Studium alles geiles machen? Ne? Es gab irgendwie ein Semester, eine Kreuzfahrt, die man auf dem Meer machen kann. Ich habe irgendwie für LOreal ein Studentenprojekt gemacht und habe komplett ein neues Produkt für Biotherme Homme entworfen. Ich war mehrmals im Ausland und habe Zeichenkurse gemacht. Ich habe so viel erlebt in meinem Studium außerhalb des Curriculums und glaube, dass ich damit Leute inspiriert habe, sich selbst zu verwirklichen und einfach mehr aus ihrem Leben zu machen. So und dann habe ich mich lange damit beschäftigt, ganz konkret, wie kriegste das hin, kriegst Du Dich so organisiert und strukturiert, dass Du Deine Ziele erreichst? Kannst Du besser denken? Und jetzt bin ich im Moment dabei, die Leute wieder mehr zu inspirieren, auch mit meiner Geschichte, mit meinem Loslassen, mit meinen Konflikten und zu sagen: Hey hier, guckt euch doch mal an, was ich durchlebt habe in diesem Jahr. Ich habe mir vorher selber nicht so ganz getraut, aber es war so geil diese Weltreise zu machen und es war so geil loszulassen und jetzt einfach mal dieses neue Leben zu probieren. Dass ich den Leuten sage: Traue Deinen Träumen, egal was es ist. Ob es ein eigenes Unternehmen ist, ob es eine Familie es, ob es die Karriere ist, ob es das Digitale Nomadentum ist. Egal was da in Dir schlummert. Wir haben einfach so viele Umwelteinflüsse, Hindernisse und aber halt auch… fehlen uns noch Techniken und Gedankenstrategien, dass ich den Leuten einfach als Coach in Gedanken zur Seite stehen will und ihnen helfen will, ihre Ziele, ihre Träume zu verwirklichen. Marcus: Hm cool. Was steht für Dich jetzt die nächsten Wochen an? Oder ist so Dein Hauptfokus businesstechnisch? Du sagtest ja gerade, es sind wahrscheinlich eher nicht die Bücher, sondern der Onlinekurs. Kommt da jetzt bald was? Martin: Genau, also ich mache jetzt erstmal tatsächlich Salsa und Sonne in Kuba komplett zwei Wochen Urlaub. Und dann natürlich Dezember nochmal Weihnachtsgeschäft für das neue Reisebuch. Da werde ich mich nochmal dahinterklemmen und Journalistenanfragen abarbeiten und dann will ich aber auf jeden Fall vor Weihnachten noch zwei Seminare einsprechen. Ich habe hier fertige Seminare, die ich zig Mal gegeben habe und will die jetzt als Onlinekurse einsprechen. Und im Januar dann auch nochmal die anderen drei Seminare und dann werde ich wieder Reisen für vier, fünf Monate. Ich habe eine Mitarbeiterin, dass die in der Zeit diese Kurse richtig geil machen kann, auch visuell und die dann praktisch Online vermarkten oder Online zur Verfügung stellen und vermarkten und das ist so der nächste große Schritt, jetzt mit den Videokursen anzufangen. Marcus: Hm, und wenn Du reist, wonach suchst Du Dir dann die Orte aus? Hast Du irgendwelche Präferenzen? Bist Du eher in Städten oder eher am Meer oder am Strand unterwegs? Martin: Also ich suche Kontraste. Das war so das Überthema meiner Weltreise: Kontraste. Also ich war irgendwie an den entlegendsten Orten dieser Welt. Irgendwie in Tonga, im Königreich Tonga in der Südsee. Ich war in Tahiti. Ich war auf der Osterinsel, wo Du irgendwie 8.000km zur nächsten größeren Zivilisation hast. Und ich war in den Megametropolen, wie Rio de Janeiro, Buenos Aires, Peking, Bangkok, Sydney. Und diese Kontraste lassen mich sehr, sehr lebendig werden. Das ist das eine, wonach ich das aussuche, nach irgendwie Andersartigkeit und Überforderung ein Stück weit. Und das andere ist so einfach, manchmal höre ich einen Namen, der schön klingt. Marcus: (lacht) Martin: Dann gehe ich dahin. So wie Kasachstan. Da weiß ich nur, die haben wohl schöne Berge und es ist wenig entwickelt. Und die am wenigsten entwickelten Länder sind in meinen Augen immer die spannendsten gewesen. Ich war in der Mongolei, war der einzige Tourist da und das war so ein mega geiles Abenteuer. Marcus: Cool, da war Feli auch. Martin: Und es ist einfach mega geil, wenn Du dahin gehst, wo noch kein anderer, oder wo wenig andere waren. Marcus: Ja, auf jeden Fall. Martin: So wie Laos oder Cambodia. Burma ist sicherlich spannend. Einfach wo Du noch mehr mit Dir selbst beschäftigt bist und wo es eben nicht so bequem ist zu reisen. Weißt Du? So Thailand ist ein total tolles Land, würde ich jedem empfehlen, seine Backpacking Karriere da zu starten. Es ist total cool, aber Du hast da alles auf dem Servierteller und das Leben ist einfach und toll dort und Du wächst geistig aber eher… entwickelst Dich persönlich, wenn Du halt plötzlich mal anfängst zu fluchen, oder wenn alles total doof ist oder wenn Du am liebsten laut losschreien oder heulen könntest und Du alleine unterwegs bist und dann fangen geistige Prozesse an zu arbeiten. Weil mit den Strategien und Denkmustern von früher kommst Du eben in der Situation nicht weiter und dann musst Du Dich umstellen. Und dann setzen Lernprozesse und Veränderungsprozesse ein. Und das ist spannend. Marcus: Hm, genau das macht uns beiden ja auch so viel Spaß. Wenn ich mit Feli unterwegs bin, sind wir eigentlich selten in irgendwelchen Großstädten, wo es convenient ist oder in irgendwelchen Hotspots. Wir waren ja jetzt in Chiang Mai, um da mal die Szene auszutesten. Aber letztendlich sind wir immer am liebsten in so mini kleinen Fischerorten, die kaum einer kennt oder überhaupt auf dem Radar hat, wo das lokale Leben spielt. Wo man sich dann durchschlagen muss, viele Aufgaben wahrscheinlich dann auch lösen muss und Challenges überwinden und genau das lässt einen dann ja auch wachsen und nicht, dass man dann in den Lonely Plante Tip Nr. 1 Hostel in Thailand dann eincheckt, in Bangkok. Ich meine, das kann ein guter Start sein, wie Du schon sagtest, aber irgendwann, ich glaube, je größer die Herausforderung und die Aufgaben sind, um so mehr wächst Du dann auch persönlich. Martin: Ja, da freue ich mich jetzt schon auf Kuba, weil da gibt es ja noch nicht so wirklich Internet oder kein funktionierendes und dann gibt es halt auch keine, also booking.com und diese ganzen Buchungsplattformen spucken keine Hotels aus. Du kannst nur durch persönliches Anschreiben per Mail Hostels und Privatunterkünfte buchen, aber andererseits gibt es halt so wenig Internet. Also ich könnte mir gut vorstellen, dass ich da erstmal auf der Straße lande. Also ich habe auch nur die ersten zwei Nächte mir irgendwie organisiert und da freue ich mich drauf. Das wird eine Herausforderung. Marcus: Ja, das klingt auf jeden Fall nach Abenteuer. Und gerade jetzt ist ja da auch viel im Umbruch, wie Du schon sagtest. Wenn Du jetzt nicht fährst, dann sieht es wahrscheinlich im halben Jahr oder in einem Jahr das dann schon wieder ganz anders aus. Martin: Ja, ich habe das damals mit Peking erlebt. Ich war 2007 vor der Olympiade in Peking und war jetzt nochmal da und das ist einfach krass, so die Veränderung zu sehen und zu spüren und da wo vorher noch Slum und Wüste war, steht da jetzt so ein mega Wolkenkratzer. Und das macht das halt auch aus. Und so ein gewisses kulturelles Interesse halt auch, was mich an Orte zieht, wie jetzt irgendwie mein Spanisch wieder aufpeppen. Ich mag die Musik, ich mag die Lebenslust und fühle mich da ein Stück weit in meiner Persönlichkeit nochmal bestärkt. Ne? In Deutschland bin ich so der strukturierte, Zieleffiziente und in Südamerika reizt mich eher so der Martini, der lebenslustige, spontane Genießer, der in Deutschland immer ein bisschen hinten ansteht, weil ich das hier einfach so gewohnt bin, effizient und strukturiert zu sein. Und da kann ich halt andere Teile meiner Persönlichkeit ausleben und die kann ich aber dort eher ausleben, als zum Beispiel in Asien, was ich auch toll finde kulturell als Land. Aber da sind die Leute ja noch fleißiger, noch pflichtbewusster, noch schüchterner und ich will halt genau die andere Seite von mir entwickeln und deswegen zieht es mich eher jetzt nach Latein- und Mittelamerika in der nächsten Zeit. Weil da mehr Energie für mich drauf ist. Marcus: Auf jeden Fall. Also es ist echt ein mega Unterschied. Ich habe mich auch total auf Asien gefreut. Wir waren ja vor drei Jahren hier schonmal und es ist auch cool, das Essen ist geil, die Leute sind super freundlich und die sind humble. Aber ich bin auch ein sehr extrovertierter Typ, der immer so Feedback braucht von den Leuten, mit denen ich zu tun habe und das ist mega schwer hier in Asien zu bekommen, weil die sich einfach nicht so trauen. Die haben halt eine andere Kultur als wie zum Beispiel, als wir in Kolumbien waren oder in Brasilien oder so. Da triffst Du dann Locals auf der Straße oder machst mit denen ein bisschen Sport und Fitness im Open Air und gehst dann abends mit denen noch einen Trinken und Feiern. Das brauche ich irgendwie noch mehr. Dieses Feuer, das dann auch zurückkommt von den anderen, weil ich ja selber sehr viel Energie habe und die versprühe. Aber wenn da irgendwie kaum Feedback kommt, dann wirst Du irgendwann selber irgendwie leise und kleinlaut und keine Ahnung, rennst da mit Blick nach unten durch die Straßen. Martin: Ja. Und das meine ich halt so mit diesen Umgebungseinflüssen, Glaubenssätze ne? In Deutschland wirst Du halt angeschaut, wie ein Meerschwein auf dem Mars, wenn Du sagst, Du fährst jetzt irgendwie auf eine Reise oder Du machst die Sachen jetzt mal ganz anders und Du hast jetzt keine 12 Versicherungen usw. Und das macht Dich natürlich dann auch unsicher. Und dann reist Du in Länder, wo die Leute fast gar nix haben und einfach total happy sind. Wo Du denkst: Ey schön, so einfach kann ein Leben sein. Marcus: Und es funktioniert irgendwie, ne? Ohne, dass da alles so mega durchstrukturiert ist, wie beispielsweise in Deutschland. Martin: Ohne dass man es drei Stunden durchdenken, durchreden und vertagen und verschieben muss, wenn man noch eine Information braucht. Marcus: Okay, bleibt uns festzuhalten: Reisen hilft immer oder reisen hilft gerade auch, wenn man mal ausbrechen will und sich selbst erfahren will, so wie Du. Also, bei Dir zu Hause ist ja die Welt so ein bisschen - hast Du ja eben gesagt - strukturiert, durchgeplant. Du stehst für Produktivität und Effizienz und dann kannst Du auf Reisen in Lateinamerika dann mal der ganz andere Martin sein, der gerne tanzt und singt und auf der Straße abhängt. Martin: Genau, also im Buch habe ich es zusammengefasst als Vorwort: Reisen bewegt Beine und Kopf. Und das ist halt das geile. Dass es Dich halt in Bewegung hält. Du bist viel agiler und eines der Themen - Du hast ja nach Businessthemen gefragt im Moment - aber persönlich mein Thema ist, dass ich halt dieses leichte Lebensgefühl und das tolle, spontane, das ich auf Reisen habe, wo ich ja auch Dinge auf die Kette kriege und wo ich auch Projekte abarbeite. Dieses Lebensgefühl einfach mit nach Deutschland nehme und es gelingt mir mit jedem Mal, dass ich wiederkomme, immer ein Stückchen besser. Und das ist dann toll, wenn Du das halt dann auch mitnehmen musst. Weil irgendwann werde ich sicherlich mal wieder länger an einem Ort sein und dann will ich natürlich genau dieses geile Leben haben, das ich jetzt unterwegs habe. Marcus: Hm perfekt! Das klingt nach einem guten Schlusswort. Vielen Dank für Deine Zeit und danke für die Inspiration. Ich glaube, es ist rüber gekommen, wie viel Dir persönlich das Reisen gibt und wie viel Dir das dann auch gibt, um diese Energie dann weiterzugeben an Deine Leute in den Seminaren, in den Kursen, in den Büchern. Ich meine, der Erfolg gibt Dir recht. Vielen, vielen Dank! Martin: Jo, gerne und Grüße an Thailand. Marcus: Ja, richte ich aus. Wir sind ja morgen wieder weg. Wir ziehen weiter Richtung Europa und Dir viel Spaß in Kuba. Schlag Dich durch, ich bin gespannt auf Deine Berichte und hoffentlich dann auch wieder in Buchform oder sei es dann vielleicht mal ein Seminar oder auf der Bühne eine Lesung. Martin: Ja, auf jeden Fall oder auf der Webseite. Jut, dann lass es Dir gutgehen Marcus, vielen Dank für euer Interesse und viel Erfolg mit Deiner Show. Marcus: Jo, danke Martin! Ciao. Martin: Tschö. Bäm! Das war eine weitere Folge der LIFE HACKZ Show. Wenn euch die Show genauso viel Spaß macht, wie mir, dann gebt mir doch mal ein bisschen Feedback über eine Voice Message auf meiner Website www.lifehackz.de oder über eine E-Mail an

marcus@lifehackz.de

oder über eine Rezension auf iTunes. Ich würde mich mega freuen und euch noch viel Spaß bei allem, was ihr gerade macht. Ich bin raus, peace and out. Bis bald! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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