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Nov 20, 2015

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Interview mit Patrick baumann von Heldenleben

Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 33! Yo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ! Immernoch live aus dem Punspace Coworking in Chiang Mai, Thailand. Heute habe ich mir einen der Pioniere der deutschen digitalen Nomadenszene vor das Mikro geholt, nämlich Patrick Baumann.  Patrick ist so ein bisschen unter dem Radar geschwommen, weil er eigentlich ausgestiegen ist, als das Thema so ein bisschen Fahrt aufgenommen hatte durch die DNX Konferenzen und die anderen Presseartikel zu dem Bereich digitale Nomaden. Patrick hat sich genau zu dem Zeitpunkt entschieden ein Offline Business aufzubauen. Das heißt, er hat in Berlin in der Nähe vom Hauptbahnhof nen eigenen Billardsalon eröffnet und war damit mega busy. Ziel war aber auch immer wieder irgendwann on the Road zu gehen und in fünf Wochen ist es jetzt soweit bei Patrick. Und das war Grund genug, ihn vor das Mikro zu holen und ihn zu all seinem Wissen zu befragen. Rausgekommen ist ein richtig spannendes, schönes Interview. Ich hoffe, euch gefällt es genauso viel wie mir.  Die heutige Folge wird präsentiert vom  Five Minute Journal. Das  Five Minute Journal verhilft Dir zu einem achtsamen, besseren und positiverem Leben und ist ein mega wirksames Tool, was pro Tag fünf Minuten Aufwand benötigt. Man geht morgens drei bestimmte Fragen durch, die man für sich beantwortet und genauso am Abend. Und wenn man diese Routine regelmäßig macht und dann auch beibehält, kann es dazu führen, dass Dein Leben nochmal auf ein besseres Leben gehoben wird. Bei mir hat’s auf jeden Fall ziemlich, ziemlich viel Impact gehabt. Leute, checkt es aus unter www.fiveminutejournal.com und jetzt viel Spaß mit der Folge mit Patrick! In dieser Folge lernst du:

  1. Wie man Online Marketing auf Offline Businesses übertragen kann.
  2. Was ein Freemium Modell ist.
  3. Warum auch Du meditieren solltest.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

1.000 Dank, Dein Marcus 

SHOWNOTES

Heldenleben

BATA Bar & Billard

billardpro.de

Tynan

Bulletproof

TRX

The Big Leap Experience

Five Minute Journal

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Patrick Baumann Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 33! Yo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ! Immernoch live aus dem Punspace Coworking in Chiang Mai, Thailand. Heute habe ich mir einen der Pioniere der deutschen digitalen Nomadenszene vor das Mikro geholt, nämlich Patrick Baumann. Patrick ist so ein bisschen unter dem Radar geschwommen, weil er eigentlich ausgestiegen ist, als das Thema so ein bisschen Fahrt aufgenommen hatte durch die DNX Konferenzen und die anderen Presseartikel zu dem Bereich digitale Nomaden. Patrick hat sich genau zu dem Zeitpunkt entschieden ein Offline Business aufzubauen. Das heißt, er hat in Berlin in der Nähe vom Hauptbahnhof nen eigenen Billardsalon eröffnet und war damit mega busy. Ziel war aber auch immer wieder irgendwann on the Road zu gehen und in fünf Wochen ist es jetzt soweit bei Patrick. Und das war Grund genug, ihn vor das Mikro zu holen und ihn zu all seinem Wissen zu befragen. Rausgekommen ist ein richtig spannendes, schönes Interview. Ich hoffe, euch gefällt es genauso viel wie mir. Die heutige Folge wird präsentiert vom  Five Minute Journal. Das  Five Minute Journal verhilft Dir zu einem achtsamen, besseren und positiverem Leben und ist ein mega wirksames Tool, was pro Tag fünf Minuten Aufwand benötigt. Man geht morgens drei bestimmte Fragen durch, die man für sich beantwortet und genauso am Abend. Und wenn man diese Routine regelmäßig macht und dann auch beibehält, kann es dazu führen, dass Dein Leben nochmal auf ein besseres Leben gehoben wird. Bei mir hat’s auf jeden Fall ziemlich, ziemlich viel Impact gehabt. Leute, checkt es aus unter www.fiveminutejournal.com und jetzt viel Spaß mit der Folge mit Patrick! Marcus: Hey Patrick, cool dass Du am Start bist beim LIFE HACKZ Podcast! Wo bist Du und was machst Du gerade? Patrick: Ja Marcus, vielen Dank für die Einladung. Ich bin in Berlin, bereite gerade meine Abreise vor nach Thailand. Also da, wo Du gerade sitzt. Marcus: Cool! Patrick: Also ich habe vorgestern einen Flug gebucht für Anfang Dezember. Ja. Und in Berlin bin ich seit eineinhalb Jahren. Also ich bin Berliner und vor dreieinhalb Jahren habe ich so angefangen nomadisch zu leben. Bin jetzt aber die letzten eineinhalb, zwei Jahre in Berlin gewesen, weil ich hier ein Großprojekt hatte vor Ort, wo ich einen Billardsalon mit Bar eröffnet habe, mit nem Partner zusammen. Ja und jetzt läuft das. Jetzt bin ich quasi wieder auf dem Absprung in die große, weite Welt. Marcus: Sehr cool! Das freut uns auf jeden Fall total, Feli und mich. Du warst ja mal so ein bisschen unsichtbar, gerade in der digitalen Nomadenszene. Kurz nachdem wir das erste Mal Kontakt hatten und voll Feuer gefangen hatten, stand dann bei Dir dieses riesen, neue Ding an, dass Du Dein erstes großes Offline Projekt startest mit nem eigenen Billardsalon. Patrick: Genau. Marcus: Von daher war’s Du ein bisschen schade. Wir waren immer ein bisschen traurig, dass Du nicht dabei warst und haben uns dann umso mehr gefreut, als Du dann irgendwann wieder so erste Tendenzen gezeigt hast oder Signale gesendet hast. Du findest das immernoch spannend, was da passiert. Patrick: Genau. Marcus: Und jetzt One-Way-Ticket wahrscheinlich wieder nach Thailand gebucht hast, ne? Patrick: So ist das. Das ist ja auch witzig, weil das gerade in den zwei Jahren, wo ich jetzt nicht dabei war, total durch die Decke ging. Also, als ich damals unterwegs war, da war das zwar auch schon ein Begriff, digitales Nomadentum, aber das war nicht so eine Bewegung. Also vor allem nicht in Deutschland. International ja schon. Ja genau: One Way. Ich fliege nach Phuket. Da habe ich einen guten Flug bekommen und außerdem habe ich von Thailand noch nie die Inseln gesehen. Ich habe zwar mal lange in Thailand gewohnt, aber das war halt nur in Chiang Mai und in Bangkok war ich ab und zu. Marcus: Aha. Patrick: Ja und jetzt bin ich da. Da fange ich an und dann mal gucken, wo es dann hin geht. Also, ist aber One Way. Genau. Marcus: Cool! Phuket ist auch richtig cool! Gerade, wenn Du dann noch weiter in den Süden gehst zu den Inseln, was ja wohl Dein Ziel ist. Gerade so Ko Lanta… Wahnsinn! Ich war mega beeindruckt und das war auch hier mein erster längerer und größerer Backpacking-Trip, damals Ende 2012 zusammen mit Feli. Und wir haben genau in Phuket angefangen und sind dann runter zu den Inseln. Und das war natürlich ein richtig geiler Start. Patrick: Ja. Ich freue mich da ja auch drauf. Ich will vor allem auch erstmal Urlaub machen (grinst). Also das finden Leute lustig, die nicht so leben. Die denken, der macht doch eh nur Urlaub, wenn er reist. Aber ich bin zwar viel unterwegs gewesen in den letzten Jahren, aber so mal richtig Urlaub, wo ich mich mal zwei Wochen völlig abgeschaltet habe, habe ich schon lange nicht mehr gehabt. Und das werde ich dann da nutzen und ansonsten gehe ich aber auch wieder weg aus Berlin, dann eben nach Asien, um mich mal konzentriert hinzusetzen und Sachen zu schaffen. Also das ist ja Dein Thema hier, Lifehacking oder… Marcus: Ja. Patrick: … Also wie man eben produktiv ist, wie man Sachen schafft und das ist jetzt mein Projekt so für die nächsten Monate. Also einfach gut was wegzuschaffen. Es ist gar nicht so, dass ich jetzt das große Abenteuer suche. Bei dem Trip. Das war vor drei Jahren anders. Marcus: Ja. Das heißt für Dich gilt auch, dass wenn Du weiter weg bist von Deutschland oder reist oder neue Eindrücke hast, dass das für Dich dann einfacher ist produktiv und fokussierter zu arbeiten, als quasi in der Homebase, wo man ja denken könnte, man hat das bessere Internet, man hat nen guten Schreibtisch, man hat nen Stuhl. Mir geht’s ja genauso. Vielleicht erzählst Du nochmal irgendwie Deinen … ja, wie Du das empfindest. Patrick: Absolut. Ja, definitiv. Also das ist bei mir … bei mir ist immer die größte Herausforderung, um produktiv zu sein, ist eben Fokus zu haben und konzentriert zu sein und nicht irgendwie zu viele Sachen gleichzeitig zu machen. Und gerade in Berlin, was meine Heimatstadt ist, da kenne ich so viele Menschen und habe so viele Kontakte, dass meine Woche immer voll ist. Und es ist immer was zu tun. Ich kann immer Freunde treffen, was schön ist. Es ist ja schön Leute um sich zu haben, die man mag. Aber ich merke, dass ich, wenn ich alleine irgendwo bin… Das ist ja als Nomade meistens so. Man kann ja als Nomade andere treffen, aber ich bin meistens eher für mich. Dann kann ich mich einfach viel besser fokussieren, weil ich weniger Einflüsse habe, die mir dann sagen “Hey, gehen wir heute ein Bier trinken”, “Kommst Du dahin mit, kommst Du dahin mit, kommst Du dahin mit?” Und da kann ich viel besser einfach mich auf meine Arbeit konzentrieren. Absolut. Und jetzt gerade auch bei dem Billard-Laden, da... Wir haben zum Beispiel - also bei dem Billard-Salon - wir haben eine Lounge, wo wir auch W-LAN haben, wir haben viele Steckdosen. Das war alles so mein Wunsch. Das eben nomadenfreundlich zum Beispiel zu machen. Aber da kann ich jetzt - ich als Person - überhaupt nicht gut arbeiten, weil mich da jeder kennt. Also da alle 10 Minuten hält einer mit mir ein kurzes Schwätzchen, was schön ist. Und ich nehme die Rolle auch gerne an der Gastgeber zu sein. Aber zum Arbeiten ist das völlig unbrauchbar. Und da freue ich mich drauf jetzt mal. Früher war ich mal zwei Wochen in Bangkok, weil ich da auch in China auf ner Messe vorher noch war. Und da habe ich auch richtig gut was weggeschafft. Da habe ich eigentlich nur in meinem Zimmer gesessen und gearbeitet und bin ab und zu mal zum Essen rausgegangen oder mal ne Runde Billard spielen, was ja so mein Thema ist. Marcus: Ja, das ist echt immer wieder so krass. Man kann da echt den Wecker stellen, die Uhr danach stellen. Seitdem Feli und ich jetzt nach Asien unterwegs sind - wir waren ja in Hongkong vor… Also ich habe jetzt zum Beispiel wieder Zeit und Raum vergessen. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wann wir wo waren. Und ich glaube, ich habe gestern noch auf den Kalender geguckt. Wir sind ja jetzt knapp zwei Wochen unterwegs. Und es fühlt sich so an, als ob wir vier bis sechs Wochen unterwegs sind, von der Menge an den Sachen, die wir weggehauen haben. Und von der Produktivität, von diesem Tunnel, in den man dann wieder reingeht. Dass man nicht mehr immer wieder rausgerissen wird, dieses Samstag, Sonntag hat. Man adaptiert ja schon so ein bisschen den Lifestyle von seinen Freunden, die oftmals dann einen Corporate- oder Angestelltenjob haben. Ja, man kommt dann nicht so richtig in den Flow. Und hier ging das wieder total gut und total schnell. Patrick: Ja, absolut. Und zwar witzigerweise auch ohne irgendwie jetzt gestresster zu sein oder so. Also es ist ja nicht so, dass man dann nichts anderes mehr macht als arbeiten. Ich bin jetzt keiner, der jetzt 14 Stunden am Tag ackert. Aber alleine durch dieses Alleinsein nutzt man seine Zeit viel effizienter. Und auch die Freizeit nutze ich viel effizienter. Also ich bin auch ein Mensch, der auch auftankt, wenn er für sich ist. Ich bin so eher der introvertierte und ich habe dann insgesamt echt mehr Energie und Raum und Zeit und bin einfach konzentrierter. Marcus: Kommst dann vielleicht nochmal wieder zum Schreiben auf Deinem Blog? Auf Heldenleben.com? Patrick: Ja, ich schreibe jetzt morgens immer ein bisschen und hatte letztens mal was über meine Morgenroutine geschrieben und jetzt habe ich gerade heute den veröffentlicht, weil ich dachte: Mensch, das passt doch auch zu Deinem Thema. So Hacking usw. Deswegen habe ich gerade heute mal wieder was veröffentlicht. Aber das ist eher sporadisch. Das ist ja auch kein Business bei mir mein Blog, sondern eher ein Hobby. Einfach da ab und zu mal was zu teilen. Deswegen bin ich da auch nicht so hinterher. Aber ich mach’s schon gerne und freue mich auch immer, wenn Leute das lesen. Also klar, da will ich gerne wieder mehr machen. Ja, mal schauen. Marcus: Ja, ich würde mich auf jeden Fall total freuen, weil gerade als wir dann neu in diese Szene eingestiegen sind und Du warst ja auch bei diesem allerersten ominösen digitalen Nomaden Meetup auf’m Tempelhofer Feld dabei mit 10-12 Leuten neben Conni, Tim und den anderen drei Verdächtigen. Es gab ja in Deutschland noch nicht so viele Quellen. Es gab den Blog von Conni, es gab den Blog von Tim und es gab Heldenleben von Dir. Und Du warst sogar der Einzige und Erste, zu dem man mal ein bisschen was auf Youtube gefunden hatte. At least irgendwie ein Interview oder so. Patrick: Genau, genau. Marcus: Was ich mir heute gar nicht mehr vorstellen kann. Man hat echt nach dem Begriff gesucht. Händeringend haben wir nach Infos und was, wie geht das, was ist da und gibt’s da noch mehr Leute? Wie ticken die? und können wir da noch alles optimieren und verbessern? Mit wem könnten wir uns connecten? Und dann kam da irgendwie so ein Video und das warst dann Du. Und das war dann für uns beide - ich kann mich noch an den Word erinnern, als wir es zusammen geguckt haben, Feli und ich, bei mir in Berlin damals noch. Wir fanden das total faszinierend, dass da jemand war, der erzählt hat, dass er nur noch einen Backpack hat und runterminimalisiert hat. Du kannst Dich wahrscheinlich an das Interview auch noch erinnern. Insoweit warst Du für mich da so total die Inkarnation des digitalen Nomaden. Patrick: Das ist total geil. (beide lachen) Heute seid ihr die Inkarnation des digitalen Nomaden, was Öffentlichkeit angeht. Das ist cool! (lacht) Das schmeichelt mir. Marcus: Ja, war wirklich so und ich fand’s total cool, dass wir uns dann auch so gut verstanden und connected haben und ehrlich gesagt war ich dann auch echt traurig, als Du dann gesagt hast “Okay, so der nächste Step ist für mich: Ich stell mal wieder meinen Backpack in die eigene Wohnung in Berlin und mache jetzt ein Offline Business.” Was wahrscheinlich für Dich persönlich nochmal ne mega krasse Weiterentwicklung war. Wie war das für Dich voll ins Risiko zu gehen mit allem drum und dran, wie irgendeinen Raum anzumieten? Patrick: Ja, also erstens vorweg: Dieses Projekt… Es ging eben darum einen Billard Salon zu eröffnen. Das ist seit 20 Jahren so ein fixer Traum oder Wunsch von mir, weil Billard mein Sport ist. Hat ja jeder im Kopf “Ich will mal so ein Ding haben”. Und gleichzeitig war aber von vorneherein geplant, dass ich weiterhin Nomade sein kann. Also mein Geschäftspartner, der weiß wie ich ticke und mit dem habe ich auch vorher schon Geschäfte gemacht. Und der meinte, das geht klar: Du kannst weiter das so machen. Und das habe ich damals auch in nem Podcast bei Tim erklärt, wie ich mir das vorstelle. Und das war so ganz am Anfang, wo wir das geplant haben, das Projekt. Und jetzt im Nachhinein nach fast zwei Jahren Beschäftigung mit dem Projekt - der Laden ist seit eineinhalb Jahren geöffnet - muss ich sagen, dass mich das ganz schön Nerven gekostet hat und auch in der Theorie sich einfacher anhört, als es in der Praxis ist. Ich mache ein ortsabhängiges Business auf und bin einfach ganz munter fröhlich weiterhin Nomade. Das hat aber vor allem damit zu tun, also mit der Art des Business. Also wir haben eben nicht, wie es alle oder die meisten Solopreneure und Nomaden und so machen, per Bootstrapping irgendwas angefangen, wo man von Anfang an schwarze Zahlen schreibt. Auch wenn die am Anfang von mir aus zweistellig sind und dann drei, vier, wieviel auch immer Stellen langsam werden. Aber von Anfang an macht man Gewinn oder zumindest keinen Verlust, sondern wir haben klassische gegründet, nen Haufen Geld in die Hand genommen, ausgegeben, Türen aufgeschlossen und dann gehofft, dass jemand kommt. Also genau der andere Ansatz als man es bei einem Online Business ja eigentlich macht. Und das ist halt ein anderes Spiel. Also es hat extrem viel Spaß gemacht das zu bauen. Und mittlerweile ist es auch so, dass der Laden gut läuft und das macht tierisch Spaß. Und alle denken so krass! Sowas gibt’s? Gerade bei Billard Salons denken viele Leute, das sind nur so üble Kaschemmen. Unser Laden ist wirklich richtig toll. Das sage ich jetzt nicht, weil’s meiner ist. Das sagen eigentlich alle, die kommen. Marcus: Ja, der Laden heißt BATA Bar oder? Patrick: Ja, BATA Bar & Billard. Du hast ja dann sicher immer Links und so jetzt bei dem Podcast dabeistehen. Marcus: Ja, sag trotzdem mal die URL. Patrick: Ja, das ist http://www.batabar.com. Da gibt’s auch Fotos, da kann man sich nen Eindruck machen. Ja,... Wer in Berlin ist, ich freu’ mich, wenn ihr vorbeischaut. Ich bin noch fünf Wochen hier, also dann mal nen Kaffee trinken oder ein Bier. Ansonsten müsst ihr euch ohne mich den Laden angucken. Ja, wie gesagt, das war wirklich ne harte Zeit. Wir haben im ersten Jahr… sah es wirklich schwierig aus. Der Laden lief nicht so gut an, wie wir es erwartet haben. Und da kommt man dann ganz schnell richtig unter Druck, weil wir hohe laufende Kosten haben. Marcus: Das sind ganz neue Disziplinen, die man da angehen muss, oder? Sprich: Offline Werbung, Aufmerksamkeit erregen, Plakatieren, keine Ahnung, was man da alles aufstellen muss… Wegweiser, Handzettel, Flyer... Patrick: Genau. Also Gastronomie läuft sehr, sehr viel auch über Mund-zu-Mund Propaganda, dass Leute sich das einfach erzählen “Boah, ich war in nem geilen Laden. Kennste den schon?”. Und das dauert einfach länger. Witzigerweise ist aber ein Großteil unseres Marketing online. Also wir sind bei Google gut gerankt mit unserer Website. Also wenn man nach Billard sucht in Berlin, dann sind wir da ganz weit oben. Wir sind der einzige Billard Salon in Berlin mit ner englischsprachigen Website, was ein riesen Vorteil ist bei Touristen und Experts und so. Wir sind auf Facebook stark. Also wir machen ganz viel online. Offline Werbung ist extrem teuer. Also diese Plakate oder Schilder an Laternen und so, das ist wirklich… das ist schwierig, das wieder reinzubekommen. Der Laden verkauft sich quasi selbst. Also jeder der mal bei uns war, der kommt wieder oder erzählt’s weiter. Wir haben da ein Marketinginstrument noch auch aus dem Online-Denken heraus. Wir haben nur einen Tag in der Woche, wo man bei uns komplett umsonst spielen kann. Also das ist dann so ein bisschen ein Freemium Model ja. Das macht sonst keiner. Da haben uns auch alle für irre erklärt. Aber da kommen so viele neue Leute zu uns und erzählen sich das auch weiter. Also es ist wirklich gut bei nem Offline Geschäft auch da eben diese neuen Mechanismen, die es im Online Leben gibt zu übertragen und da radikal neu zu denken und das machen viele Wettbewerber eben nicht, weil die diese Art zu denken gar nicht kennen. Was, ich soll was verschenken?! Das ist ja total verrückt und so. Und na gut, da gibt’s 20% Rabatt oder da machen wir Happy Hour, da kostet die Stunde Billard 2 Euro weniger. Aber eben so radikal zu sein und zu sagen, wir schenken was her nen ganzen Tag, das traut sich keiner und das hat bei uns richtig gut funktioniert. Marcus: Cool, das erzeugt ja auch wieder Aufmerksamkeit. Das erzeugt Bass. Die Leute reden darüber und ja, die im anderen Business… alles was disruptiv ist oder noch nicht da war, erzeugt erstmal Aufmerksamkeit. Insofern smart gedacht. Und gibt es noch mehr Online Strategien oder Konzepte, die ihr dann quasi in die Offline Welt übertragen habt? Patrick: Also, was wir halt machen ist, dass wir … wir haben einen Newsletter-Verteiler, wo wir dann auch auf der Website eben einen Goodie haben. Das ist bei uns dann eben kein Download zu irgendeinem Thema, wie man es jetzt als Blogger macht. Sondern, wir haben halt einen 5 Euro Gutschein für die Tischmiete, den man bekommt, wenn man sich bei uns beim Newsletter anmeldet. Und der Mechanismus ist da auch wieder der gleiche. Da schicke ich halt einmal die Woche nen Newsletter raus mit unseren Events, mit irgendwelchen Neuigkeiten, die wir haben. Dann haben wir ne Flatrate die man buchen kann. Was wir da zum Beispiel machen ist, dass wir das verknappen. Also, das ist ein sehr gutes Angebot, ziemlich günstig. Und wenn man einen Monatsbeitrag zahlt, dann kann man so viel spielen, wie man will. Das haben wir aber nicht dauerhaft laufen, sondern da geben wir immer 10 Stück aus, dann ist mal wieder drei Monate Pause. Dann wieder 10. Also, so wie es bei Onlinekursen oder so ja auch gerne gemacht wird, dass man die aufmacht und dann macht man sie wieder zu, um einfach da so ne Verknappung zu erzeugen. Wenn wir 1000 Stück davon verkaufen würden dann hätten wir ein Problem. Marcus: Also nicht so gut skalierbar nach oben offen. Patrick: Ja, es ist nicht so gut skalierbar nach oben, aber nichts destotrotz funktioniert das gut. Es gibt Leute, die sind jeden Tag da, die nutzen das sehr gut. Es gibt auch andere, die kommen irgendwie einmal im Monat. Da ist es dann für uns wiederum gut. Ja also, ich beschäftige mich viel mit Online Business und wie man Online Geld verdient und versuche dann immer das auf unser Geschäft wieder zu übertragen, weil es gibt dann doch auch wieder viele Gemeinsamkeiten. Business ist Business irgendwie. Und vor allem auch wie Leute ticken und wie Leute kaufen und was sind Anreize, warum jemand kauft und warum er sich irgendwo wohlfühlt. Das ist dann relativ unabhängig von Online und Offline. Also wie Menschen funktionieren. Marcus: Mh, das denke ich auch. Ich denke mal als Unternehmer, also Du selber, der jetzt in der Verantwortung steht, Du kannst es ja sehr gut vergleichen. Da treiben einen doch ähnliche Ängste, Herausforderungen, Challenges, Herangehensweisen. Sei es jetzt Offline oder Online ne? Dass man nicht weiß, ist man auf dem richtigen Weg? Und dann kommen Zweifel. Dann kommen wieder drei, vier Erfolgserlebnisse, wo Du denkst “Wow, morgen die ganze Welt” und dann bist Du wieder am Boden zerstört. Also dieses ganze volatile Unternehmerleben gibt es glaube ich auch Online wie Offline. Patrick: Schon klar. Das unterscheidet sich nicht. Es ist schwierig. Also ich versuche immer das ein bisschen auszugleichen, diese Stimmungen die man hat. Also dass man sich nicht von einem Rückschlag gleich total runterziehen lässt. Aber auch andersherum, sich nicht von einem Erfolg gleich dann total durchdreht und denkt: Jetzt haben wir’s geschafft. Also es ist zwar schön auch dieses Auf und Ab. Man will ja irgendwie auch ein Leben, was in Bewegung ist. Du willst ja nicht die ganze Zeit nur so “beeep” flach auf einer Ebene haben. (beide lachen) Marcus: Dann biste ja tot bei “beeps”. Patrick: Genau, eben, ja ja. Marcus: Kein Herzschlag mehr. Patrick: Aber wenn die Ausschläge zu krass werden, dann macht einen das auch echt fertig und ja. Bei uns zum Beispiel kann man sich dann… So ein Indikator ist dann der Tagesumsatz. Dann hast Du irgendwie einen Tag, der überrascht Dich total. Da haste richtig guten Umsatz gemacht und denkst so “boah krass!”. Und dann gibt’s aber nen anderen Tag, der ist dann irgendwie schlechter als erwartet. Und da jeden Tag auf die Umsätze zu gucken, da wirste verrückt irgendwann. Also am Anfang ist das spannend, aber mittlerweile gucken wir uns nur noch die Monate an und versuchen eben die großen Schrauben zu drehen und wenn mal ein Tag stärker oder schwächer ist, dann flippt man ja nicht gleich aus, ne? Und das sind die gleichen Mechanismen wie bei nem Online Business oder was auch immer. Und in meinem anderen Geschäft habe ich ja einen Online Handel. Das ist ja eine Mischung eben. Da habe ich zwar einen Offline Aspekt, nämlich physische Produkte, die ich verkaufe, aber eben Online. Also Online/Offline ist jetzt nicht so anders... Marcus: Mh, so weit weg ne? Patrick: Ja, was Business angeht. Marcus: Ja. Zumal, wie Du gerade sagtest: Wenn man so ein Business wie Du vorher gemacht hast, das ist ein Shop zu Billardutensilien oder überhaupt um das ganze Thema Billard ne? Da warst Du ja auch schon in beiden Welten mehr oder weniger drin. Du hast gesagt, Du bist auch oft nach Asien geflogen auf die großen Messen glaube ich, um dann Produkte einzukaufen. Patrick: Ja genau. Ich bin auch ehrlich gesagt jemand: Ich mag die physische Welt auch. Also ich bin zwar viel online und sitze den ganzen Tag am Rechner mehr oder weniger, aber ich mag physische Produkte. Also mir macht Handel Spaß. Mir macht es Spaß Queues in die Hand zu nehmen und zu sagen “Hey, das ist ein gutes Produkt, das kann ich verkaufen”. Was am reinen Online Business, wenn man digitale Produkte verkauft oder so, schön ist, ist dass man es gut automatisieren kann. Das Geld verdienen ist nicht so aufwendig. Man hat die Dinger nie in der Hand. Ich habe also auch ein Ebook. Das verkauft sich einfach und ich merke das gar nicht. Aber mir macht es eben auch Spaß mich mit physischen Dingen zu beschäftigen. Marcus: Ja, mir geht’s genau ähnlich. Darum bin ich auch so happy und dankbar, dass wir diese Events irgendwann gestartet haben. Weil irgendwie Online, alles cool. Wie Du schon sagtest, kann man, wenn man das Know-How hat mit verhältnismäßig wenig oder überschaubarem Aufwand dann auch seine Kohle machen und kann es vielleicht nach oben skalieren, aber dieser direkte Kontakt… Du kriegst vielleicht mal ne E-Mail oder so ein bisschen Feedback, aber die Leute nochmal live zu treffen auf den Events und die schauen Dir in die Augen und Du merkst ob da irgendwie ne Spannung herrscht und bekommst direkt das Feedback. Das ist irgendwie unbezahlbar. Oder auch so die kleinen Sachen. Wir verkaufen ja auch Kofferanhänger oder so Backpack Patches auf dem Travelicia Blog. Das ist irgendwie auch cool, wenn die dann aus der Manufaktur kommen und wir die in der Hand halten und denken so “Ey geil! Das ist unser Produkt, da ist jetzt so das Travelicia Loge drauf!” Patrick: Genau. Marcus: Das kann man irgendwie gar nicht vergleichen. Also ich finde irgendwie braucht man beides in meinem Fall jetzt. Patrick: Das ist bei mir genau das gleiche, ja. Marcus: Wie war das denn bei Dir? Du bist ja wirklich einer der Pioniere der digitalen Nomadenszene in Deutschland. Was hat Dich damals dazu bewogen, diesen Lifestyle in Angriff zu nehmen und zu starten? Wer hat Dich inspiriert? Patrick: Ja, das war ein Blogger, den kennen viele nicht. Ein Amerikaner, der heißt Tynan. Ich weiß gar nicht, wie ich damals auf den gekommen bin. Auf jeden Fall bin ich dem ne Weile gefolgt und dann habe ich entdeckt, dass der ein Buch geschrieben hat über digitales Nomadendasein. Also der war einer der ersten in den USA, der diesen Begriff auch verwendet hat. Und das Buch von dem heißt “Live Nomadic”. Der schreibt auch nen super Blog. Es ist nach wie vor einer meiner Lieblings-Blogger. Und der hat dieses Buch geschrieben und ich habe das gelesen und es ging eben um wie man Online Geld verdient und eben dann alle Sachen verkaufen. Er beschreibt das auch in seinem Buch, wie er da irgendwie das Zeug alles auf so einer Verkaufsparty an seine Freunde und irgendwelche Nachbarn verkloppt hat und dann halt angefangen hat zu reisen. Und ich habe das gelesen, ich war damals als Freelancer tätig. Ich habe Websites gemacht und so. Und dachte “Krass! Das kann ich ja auch machen.” Weil ich hatte eben schon ein digitales Business eigentlich. Ich habe meine Kunden nie gesehen. Die waren zwar in Berlin, aber die habe ich am Anfang, wenn ich die kennengelernt habe, haben wir uns mal getroffen und danach eigentlich nur noch über Telefon und E-Mail kommuniziert. Und ich dachte, das geht ja und was mich zu dem Zeitpunkt in meinem Leben echt gestört hat ist, dass ich nie aus Berlin weg war, also längere Zeit. Natürlich Urlaub, aber ich habe immer in Berlin gelebt. Und das hat mich immer stärker und stärker gestört, dass dieses Kapitel irgendwie fehlt: Auslandsaufenthalt. Und dann habe ich dieses Buch gelesen und dachte, da steckt ja alles drin. Das Business dafür habe ich schon und ich kann damit das machen, was mir fehlt nämlich mal die Welt kennenlernen. Und dann habe ich ein paar Leuten davon erzählt, wie toll ich dieses Buch fand. Ich habe gar nicht gesagt, ich mache das. Sondern einfach nur “Hey, ich finde dieses Buch total cool”. Und das habe ich dann 20 Leuten erzählt und irgendwann fragte der erste dem ich das erzählt habe “Was ist denn eigentlich mit Deinem Plan da jetzt abzuhauen?” Und ich so “Hä, was denn für ein Plan?” (beide lachen) Naja und dann war’s ein Plan. Marcus: Und so kommt man dann zu Plänen ne? Patrick: So kommt man zu Plänen und dann hatte mein Mitbewohner damals Pläne mit seiner Freundin zusammenzuziehen. Und die Messe in China stand an, wo ich sowieso bald weit weg reisen sollte und dann dachte ich jetzt: Okay, das ist jetzt der Moment. Jetzt passt alles zusammen. Jetzt machst Du das. Und dann, wenn so eine Entscheidung mal getroffen ist, dann macht’s mir auch Spaß. Vor allem wenn es jetzt so neue Sachen sind. Das ist ja radikal. Ich mag gerne so krasse Dinge, weißt Du? Du wirst jetzt Nomade, Du verkaufst jetzt alles oder Bäm, Du machst jetzt hier mal so nen Billardasalon auf, macht sonst auch keiner so einfach so. Wenn so ein dicker Brocker irgendwie mir hingelegt wird und sagt: Hier möchtest Du den haben? Das gefällt mir. Marcus: Das ist geil ne? Aber das kann irgendwie auch süchtig machen. Also man stumpft irgendwann auch immer mehr ab, ne, und braucht dann immer noch fettere, größere Herausforderungen. Patrick: Ja, und es ist auch cool so mutig zu sein. Man wird dann ja auch immer von anderen als mutig betrachtet. So “Wow, den Mut hätte ich nicht” und so. Hört man ja oft solche Sachen. Ich hatte beim BATA jetzt, da hatte ich im letzten Jahr Momente, wo ich dachte: War das jetzt Mut oder war das fahrlässig? Diese letzte Erfahrung war okay. Du kannst Dich auch mal verschlucken an so nem dicken Brocken. Aber es macht einfach Spaß so große Dinge anzugehen. Damals, das war pure Begeisterung. Also ich habe das dann gemacht und das war ne fantastische Erfahrung. Marcus: Ja ich glaube, das ist immer ein ganz dünner Drahtseilakt. Ist das jetzt schon fahrlässig? Ist das einfach nur unternehmerischer Mut? Ist das totaler Wahnsinn? Aber genau das Gespräch hatte ich gestern lustigerweise mit nem Professor an der University of Bangkok, der Entrepreneurship lehrt. Und er sagte auch, er braucht irgendwie in seinem Leben… er ist ein bisschen ruhiger geworden und Professor und doziert da an der Uni und er sagte aber in seiner unternehmerischen Laufbahn brauchte er immer diesen Nervenkitzel. Dieses ein Schritt weiter gehen als andere und hat dann mal als Beispiel genannt, dass er oft bei den Banken saß und mal in der Position war, dass er dann vollständig diktieren konnte, zu welchen Bedingungen er jetzt das Venture Capital kriegt, weil er da wirklich auf so nem geilen Business Modell saß und jeder wollte ihn funden. Und dann irgendwie zwei Jahre später saß er da und hat gebettelt, weil er quasi schon wieder Schiffbruch erlitten hatte und Bankrott war. Und dann drei Jahre später hat sich das Blatt wieder total gewendet und er war wieder auf der Sonnenseite des Lebens. Da braucht man glaube ich mitunter schon starke Nerven. Patrick: Absolut, ja. Marcus: Und als Du dann gestartet bist in den Lifestyle, gab’s da in der deutschen Szene schon irgendwelche anderen Leute, die ähnlich getickt haben oder darüber geschrieben haben? Warst Du alleine? Hast Du geguckt? Patrick: Also ich habe damals ehrlich gesagt, gar nicht mich so sehr umgetan nach anderen. Ich habe ja schon geschildert, ich bin mehr so introvertiert. Ich mache gerne einfach mein Ding. Ich habe damals hat Conni schon ein Ebook geschrieben, auf Englisch sogar, wo ich dachte: Ach ja, guck mal. Da gibt’s auch eine. Also nicht einen kleinen Backpackblog, den meine ich nicht. Sondern sie hatte so ein Ebook auf Englisch schon mal, auf nem - ich weiß nicht, ob das ein anderer Blog war oder wo sie das gemacht hatte - und dann habe ich aber so ein paar englische Blogs halt gelesen. Aber auf meinen Reisen habe ich mich jetzt nicht explizit mit digitalen Nomaden vernetzt. Ich bin da eher auf eigene Faust unterwegs gewesen. Marcus: Du hast es einfach gemacht. Patrick: Genau. Ich war in Chiang Mai und habe Leute kennengelernt. Das war so über Couchsurfing hauptsächlich. Das waren dann Leute die zum Beispiel Englischlehrer in Chiang Mai waren. Da gibt’s viele. Also das hatte mit Nomaden nix zu tun. Ich habe einmal auf so nem Couchsurfingtreffen - oder da waren immer mal ein, zwei Leute dabei, die auch so drauf sind. Die waren aber auch internationale. Also deutsche Nomaden habe ich da nie getroffen. Und dann hat mich damals am Ende, also das war in 2012… hat mich dann einer, der Julien Wienemann, der ist jetzt auch seit einigen Jahren unterwegs. Der ist auch auf Facebook in der Gruppe, aber ich weiß gar nicht, ob er einen Blog hat. Das war so mein erstes Interview als Nomade. Der hat mich da für seinen Podcast interviewt. Ich weiß aber gar nicht, ob es den überhaupt noch gibt. Marcus: Ja, irgendwann bin ich ja über ihn auch schon mal gestolpert. Der war auf jeden Fall auch schon ziemlich früh dabei, genau. Patrick: Der wollte das damals anfangen und hat mich dann interviewt. Und nachdem ich wieder aus Asien zurückkam ist er dann halt nach Vietnam. Marcus: Eben im Vorgespräch haben wir kurz ein bisschen gequatscht über Chiang Mai, wo wir gestern Abend angekommen sind, Feli und ich. Und Du warst ja vor drei Jahren hier ne? Patrick: Genau 2012. Also von April bis Juli etwa . 2012 war ich dort. Marcus: Ganze vier Monate. Wenn man das jetzt sieht, ist irgendwie ein Coworking Space neben den anderen 1000 Cafés. Alle 24/7 auf und Internet und Apple Repair Stores ohne Ende und irgendwie so ein echter Hotspot für digitale Nomaden. So ein kleines Disneyland. Ich glaube das ist auch ziemlich schnell gewachsen oder hat sich in die Richtung entwickelt, nachdem was Du mir eben erzählt hast, dass es vor drei Jahren kaum so Locations gab für digitale Nomaden oder? Patrick: Ja, also es war auch schon als ich los bin damals… Da war es auch schon einer der Orte, wo die Nomaden hingegangen sind. Also in den englischen Foren und so, da war Chiang Mai schon auch ein Hotspot, aber es gab das noch nicht… Ich denke, das ist jetzt einfach viel mehr. Also es gab keinen Coworking Space. Es gab auch da schon eine Menge Cafés, wo man sich hinsetzen konnte. Das Internet war auch gut. Es war als ich da war schon super gut für Nomaden und ich weiß noch, dass ich damals weggegangen bin aus Chiang Mai mit dem Gedanken: Super. Ich habe jetzt einen Ort auf der Welt zumindest, wo ich weiß ich kann da immer hingehen und arbeiten und hab keine so hohen Lebenshaltungskosten und so. Ich vermute mal, dass es heute einfach noch extremer ist. Ich bin jetzt auch ziemlich gespannt. Also ich werde ja dann im Dezember/Januar auch nach Chiang Mai kommen, ob es mir dann gefällt oder ob es mir dann schon ein bisschen zu viel ist. Mal sehen… Also es gab damals schon etliche Nomaden dort. Marcus: Hast Du sonst als Nomade damals noch andere Orte abgecheckt? Patrick: Ja, also ich war insgesamt neun Monate in Asien. Davon waren der längste Aufenthalt in Chiang Mai, vier Monate. Die längeren Aufenthalte waren Sai Gon, wo ich vier Wochen war, weil es mir auch sehr gut gefallen hat. Was auch super funktioniert. Also die haben da echt gutes Internet zum Beispiel in Vietnam. Sai Gon ist auch eine total quirrlige Stadt mit coolen Cafés und das ist, wenn man die Küche mag und… Vietnam hat’s mir echt angetan. Das ist ein cooles Land. Ich war auf den Philippinen. Das war eher zwiespältig vom Arbeiten, weil ich da…. ich finde das Internet da nicht so gut. Und ich weiß nicht, ob das an den Inseln liegt, dass es da einfach schwer ist eine Infrastruktur aufzubauen. Und irgendwie waren die Philippinen so entspannt und relaxt, dass ich da nicht so richtig ins Arbeiten gekommen bin (lacht). Also ich hatte da ne geile Zeit. Erstmal sind die Philippinen für mich als Billardspieler ein Schlaraffenland, weil die Philippiner total Billardverrückt sind. Die haben auch hunderte von Weltklassespielern da. Und dann habe ich da einen Tauchschein gemacht. Also man kann da eine wirklich gute Zeit haben. Tolle Inseln und so. Aber zum Arbeiten bin ich da nicht so richtig in den Tritt gekommen. Was gibt’s noch. In Malaysia war ich. Das war aber auch größtenteils Urlaub mit nem Freund. Das hat mir als Land sehr, sehr gut gefallen. Das waren aber drei Wochen Urlaub und dann war ich aber auch noch drei Wochen in Kuala Lumpur, wo man auch okay arbeiten kann. Also da gibt es auch Cafés und das war auch ganz in Ordnung. Marcus: Ja, Asien passt irgendwie einfach. Patrick: Asien funktioniert super, ja. Marcus: Finde ich auch. Wir waren ja jetzt die letzten beiden Winter in Mittelamerika und Südamerika unterwegs, was auch ganz cool war. Aber ich habe mich wie sau nicht zuletzt auch wegen dem Essen jetzt auf die Asientour gefreut, die wir gerade machen. Hast Du eine bestimmte Morgenroutine? Die Du wahrscheinlich in Deinem neuen Artikel schon beschrieben hast, die ich aber noch nicht gelesen habe. Vielleicht teilst Du die noch mal mit unseren Hörern. Patrick: Sehr gerne. Also das haben ja viele Leute beschrieben, was sie am Morgen machen. So bestimmte Routinen, also Habits generell, sind ja so ein wichtiges Schlagwort, wenn man irgendwie produktiv sein will und erfüllt leben will usw. Und ich merke das auch immer mehr, dass das funktioniert und wie gut das funktioniert und habe jetzt tatsächlich selber auch mir mal so ne Morgenroutine gebaut, weil ich bin morgens eigentlich…. Also der Morgen ist für mich eigentlich immer ne schlimme Sache gewesen. So der Tag fängt an: Um Gottes Willen! Nein, ich bin wirklich ein Morgenmuffel. Also ich wache auf und habe buchstäblich … also ich habe negative Gedanken. Ich wache auf und mache mir Sorgen und habe keine Lust aufzustehen. Das ist richtig…. das geht schon fast in eine depressive Richtung. Ich habe mal gelesen, dass das irgendwie mit Chemikalien zu tun hat, die im Gehirn ausgeschüttet werden wenn man schläft. Und die sind halt da und ich habe dann oft das Telefon neben dem Bett gehabt und habe dann irgendwie als erstes irgendwie Smartphone, Facebook checken und habe mir ne halbe Stunde irgendwie diese ganze Sauce in den Kopf gekippt. Marcus: Ja... Patrick: Den Mist den man da sieht. Und das ist der mieseste Start in den Tag, den man sich vorstellen kann. (grinst) Ich habe dann nach und nach einzelne Dinge angefangen zu machen. Also zum Beispiel habe ich vor nem halben Jahr mit CrossFit angefangen und darüber bin ich dann zum Bulletproof Coffee gekommen, also dieser Kaffee, den man halt mit Butter und Kokosöl sich anmixt. Marcus: Das funktioniert? Patrick: Ja sehr gut, also für mich. Weil der macht mich wacher als normaler Kaffee. Dann, was ich auch schon relativ lange jetzt seit einigen Monaten mache ist so ne spezielle Duschroutine, wo ich also erstmal ganz normal dusche und dann aber die Dusche abschließe mit 20 Sekunden Eiskalt, 20 Sekunden heiß und dann wieder 20 Sekunden Eiskalt. Und dieser Wechsel der regt den Kreislauf nochmal an. Und diese beiden Dinger machen mich halt echt wach. Und wachwerden ist für mich morgens immer die größte Herausforderung. Also das sind die beiden Sachen, die ich jetzt schon länger mache und darüber hinaus habe ich so Sachen drin, wie also aufstehen und mein Bett machen. Also einfach die Decke ordentlich hinlegen, ein Glas Wasser trinken, Vitamine nehmen. Dann habe ich halt ein bestimmtes Frühstück, was ich mir immer mache. Also das sind Eier mit Spinat und Linsen. Ich mache ein paar Dehnübungen, also so ein paar Yogabewegungen und jetzt seit drei Wochen schon, habe ich auch eine kurze Meditation mit eingebaut. Der Headspace, diese App. Marcus: Ja, saugeil. Die nehme ich auch jeden Tag. Patrick: Genau und das habe ich schon fünf Mal probiert, das einfach irgendwie so mal zehn Minuten jeden Tag meditiert und als ich versucht habe, das einfach so irgendwann am Tag dann einmal zu machen, habe ich immer nach drei, vier Tagen wieder abgebrochen. Ich habe einfach diese zehn Minuten nicht gefunden. Marcus: Nee, wenn Du einmal drin bist am Tag ne? Dann fliegt der so an Dir vorbei. Patrick: Genau und dann gönnst Du Dir diese zehn Minuten nicht mehr, weil Du denkst: Nee jetzt muss ich aber wirklich los. Oder jetzt muss ich unbedingt das machen. Und jetzt als Teil dieser Routine, wo es eigentlich gar gibt, mache ich das jetzt. Da kommt das einfach als nächster Programmpunkt so: Jetzt meditieren. Und das tut mir extrem gut und ich habe das schon lange geahnt, dass meditieren für mich gut sein wird, weil mein Kopf irgendwie immer in Aktion ist. Und jetzt mache ich’s seit drei Wochen und das tut mir richtig gut. Marcus: Cool! Da hast Du ja ganz schön viele Habits und Routinen, die Du da in den Tag eingebaut hast morgens. Patrick: Ja, also das dauert fast zwei Stunden das ganze Ding, aber es tut mir auch extrem gut und ich habe dieses ganze Programm halt auf meinem Blog aufgeschrieben. Jetzt der letzte Beitrag. Da ist das dann auch nochmal sortiert. Das waren jetzt irgendwie so viele Baustellen durcheinander. Marcus: Ja, das verlinken wir. Patrick: Ja das tut mir sehr gut. Marcus: Ja, meine dauert mittlerweile auch ne gute Stunde oder fast eineinhalb oder so, aber ich will nicht mehr drauf verzichten, weil es gibt dann Tage wo es dann nicht 100% klappt oder aus irgendwelchen Gründen Du dann doch irgendwie morgens im Stress bist oder wenn Transport Day ist oder ein früher Flug genommen werden muss. Und wo ich das dann nicht durchziehe und dann aber auch merke, wie viel anders man in den Tag reingeht und wie viel mehr gestresst man ist…   Patrick: Ja, das ist jetzt für mich auch die größte Frage. Und das war für mich echt ein Punkt der mich hat zweifeln lassen. Gehst Du jetzt aus Berlin weg, gehste wieder auf Reisen? Wie kriege ich meine Routinen irgendwie da rein gerettet? Also das ist einmal dieser Morgenablauf und mein Frühstück zum Beispiel, wo ich halt zumindest ne Herdplatte brauche. Oder hier der Bulletproof Coffee und so. Aber zum Beispiel auch meinen Sport. Ich bin kein Naturtalent, was Sport angeht. Ich muss mich immer dazu zwingen und jetzt gehe ich halt seit nem halben Jahr zweimal die Woche zum CrossFit. Und wie kriege ich das irgendwie rein gerettet ins Reisen, wo man immer wieder an anderen Orten ist? Das wird die nächste große Herausforderung. Also meine guten Routinen die ich jetzt habe auch in diesen mobilen Lifestyle mit reinzubringen. Marcus: Ah, das ist auf jeden Fall ne fette Herausforderung. Aber machbar. Patrick: Da bist Du ja auch Experte ne? Marcus: Genau, da wir das ja sehr zum Extremen treiben wenn wir reisen und dann auch immer mit sehr wenig und abgelegene Orte. Jetzt nicht so convenient wie in Chiang Mai im Moment. Meistens sind’s dann doch kleiner Fischerdörfer irgendwo am Meer, wo Du dann keine CrossFit Box hast oder Dein Fitnessstudio oder ein Muay Thai Club oder Gym. Hat bei mir beispielsweise - worauf ich immernoch schwöre seit drei Jahren - dieses TRX Band immer wieder gute Dienste geleistet. Das wiegt zwar ein bisschen, wenn man’s mitnimmt. Vielleicht ein, zwei Kilo oder so, aber die sind’s mir absolut wert. Überall, an jedem Ort der Welt findet man irgendwie einen Baum oder ne Palme und kann dann das Band aufhängen und dann funktionales Training mit dem eigenen Körpergewicht machen. Patrick: Okay. Das sind diese dicken Gummibänder ne? Also jetzt mal ganz einfach gesprochen… Marcus: Ja nee, die sind nicht flexibel. Die sind starr. Ich schick Dir gleich nochmal den Link und verlinke das auch in den Shownotes. Das sind keine Gummibänder, sondern Du hängst Dich da mit dem kompletten Körpergewicht rein und kannst dann aber auch den Oberkörper trainieren, ganz viel die Mitte, also den Bauch. Weil fast alles so irgendwelche Halteübungen sind, die aber dann mega auf die Kraftausdauer gehen und echt den Body total schön shapen und formen. Also nochmal ganz anders, als wenn Du Gewichte drückst oder CrossFit machst im Fitnessstudio. Und das funktioniert richtig gut. Da gibt’s auch ne coole App zu, die verlinke ich auch. Wo zig Übungen auf Video vorgemacht werden. Der Fantasie sind da kaum Grenzen gesetzt und der nächste fette Vorteil von diesem TRX Band ist - am besten auch wieder so als Routine aufbauen, jeden Abend bei Sonnenuntergang mache ich das immer gerne irgendwo am Strand, am Meer - spricht sich das irgendwann in dem Dorf rum und es kommen immer mehr Leute dazu, die local Jugend, die dann mit Dir da TRX trainiert. Und so kriegt man da immer ganz gute Connections auch zu den locals und es ist immer mega viel los. Manchmal muss ich aufpassen, dass ich überhaupt noch selber zum Trainieren komme, weil alle so viel Spaß damit haben und das noch nie gesehen haben. Patrick: (lacht) Marcus: Dann ist das immer so ein fettes HURRA und ein fettes Highlight, wenn ich da mit dem Ding an den Strand runtergehe. Also das ist echt cool! (grinst) Patrick: Ja, alles klar. Das gucke ich mir mal an. Also, ich habe jetzt auch als ich im Frühjahr mal unterwegs war, da habe ich dann halt dieses 7 Minute Workout gemacht, was ja… Das kennst Du sicher auch. Was auch schonmal gut war, aber ich glaube, das war für mich nur gut, um zwei Wochen so einigermaßen drin zu bleiben und so ein bisschen was zu machen, aber für dauerhaft vielleicht ein bisschen wenig, ich weiß es nicht. Mal gucken. Marcus: Was cool ist, ist gerade in Südamerika aber auch in Mittelamerika. In Südamerika aber noch mehr. Da gibt’s voll oft so Freiluft Gyms, die kostenlos sind für die ganze Bevölkerung. Und dann mitten in der Stadt stehen auf einmal ein paar Stangen und so ein Parcours und sowas, wo man dann trainieren kann oder in Marokko in Afrika noch. In Nordafrika war das dann auch so in Taghazout. Wo dann einfach so ein paar alte Autofelgen, so Alufelgen an so ne Eisenstange geschweißt waren oder so und das dann als Langhantel umfunktioniert wurde. Aber wenn man ein bisschen rumschaut und auch rumfragt, so gerade bei den heranwachsenden, halbstarken Jugendlichen. Die trainieren alle immer ziemlich gerne, egal wo, dann findet man da immer wieder Optionen und Möglichkeiten. Patrick: Cool. Marcus: Das geht auf jeden Fall, aber ist natürlich schon gerade wenn man oft die Orte wechselt ne Herausforderung. Gerade morgens dann seine Routine immer wieder durchzuziehen. Was ist Deine größte Schwäche und worin willst Du gerne noch besser werden? Patrick: Ähm, das sind … ja das ist bei mir vor allem Fokus. Also ich bin so ganz... absrakt gesprochen, was so persönliche Eigenschaften angeht, denke ich, ist es mich zu fokussieren auf einzelne Projekte und dann auch die wichtigen Dinge zu machen, nicht nur die Dinge, die mich interessieren, die mich begeistern, die kreativ sind oder so, sondern die, die auch wirklich dann richtig gute Ergebnisse erzielen. Das ist auch was wo ich immer wieder am kämpfen bin. Ich habe tolle Projekt, wenn man von außen darauf guckt, aber ich habe auch permanent das Gefühl, dass ich irgendwie doch noch unter meinem Möglichkeiten bleibe. Da habe ich auch gerade ein interessantes Buch zu gelesen. Das heißt auf englisch “The Big Leap”. Auf deutsch hat es einen furchtbaren Titel, der so nach so Hausfrauenesotherik klingt, aber ... Marcus: (lacht) Patrick: “Lebe Dein Leben bevor es andere für Dich tun” - schrecklicher Titel. “The Big Leap” - Der große Sprung, Mann. Das klingt viel cooler! Marcus: Ja auf jeden Fall! Patrick: Ist ein gutes Buch, wo es eben darum geht sich so voll zu entfalten und wirklich sein volles Potenzial auszuschöpfen. Hab mich gerade wieder mal daran erinnert. Und ja, ich habe immer noch das Gefühl, ich bleibe unter meinen Möglichkeiten. Ich entfalte mich noch nicht voll und das ist was, was ich jetzt wirklich angehen will. Ganz konkret auf meine Projekte ist es eben oft, wie gesagt, dieser Fokus. Dass ich einfach bei meinem Businesses zum Beispiel, bei meinem Online Shop da weiß ich seit zwei Jahren, ich muss einfach mehr auslagern, weniger selber machen und ich tu’s einfach nicht, ne? Und da eben einfach das dann zu machen und zu sagen: So, jetzt gib Gas! Das ist ein Punkt, an dem ich arbeiten werde. Und dann gibt’s auch noch ganz konkret, dass meine Finanzen auch noch nicht so sind, wie ich sie mir vorstelle. Also, ich habe schon vor Jahren mich mit meinen Finanzen beschäftigt und hatte eigentlich bestimmte Ziele für mein jetziges Lebensalter, von denen ich weit entfernt bin. Wie Geldverdienen und gerade das BATA hier, das kann in ein paar Jahren auch noch deutlich mehr machen, aber ich bin nicht da wo ich sein will und das stört mich extrem. Und dieses Jahr war so das Jahr der Gesundheit für mich, wo ich mich viel um meinen Körper gekümmert habe und das nächste Jahr wird für mich das Jahr der finanziellen Gesundheit. Und das passt ja auch zusammen. Also Fokus, meine Projekte eben voranbringen und eben die Finanzen in Ordnung bringen. Das ist ja miteinander verbunden. Marcus: Ja und das wird wahrscheinlich auf der Reise in Asien Dir dann viel leichter fallen, einige Dinge vielleicht ein bisschen schwerer, wie diese Routinen aufrechtzuerhalten. Andere vielleicht ein bisschen leichter, Deine Projekte nach vorne zu bringen. Insofern steht Dir glaube ich ne spannende Zeit bevor oder? Patrick: Ja absolut. Also ich bin jetzt auch guter Dinge und habe jetzt noch fünf Wochen hier, um meine Zelte abzubrechen. Und dann bin ich sehr gespannt, wie das nächste Jahr so losgeht. Marcus: Cool! Patrick: Ich freue mich natürlich auch wieder meine Nomaden im Paradies zu treffen. Marcus: (lacht) Ja, wir freuen uns auch schon total. Wir machen ja nen kleinen Abstecher nach Europa, um dann mit der Cruise nach Südamerka zu gehen, nach Brasilien. Wir kommen dann höchstwahrscheinlich - vielleicht testen wir noch das Coboat aus vor der Küste von Sri Lanka. Haben da noch ganz wilde Pläne irgendwann im Februar, aber müssen ja spätestens, sage ich mal, Mitte Februar wieder in Asien und genauer in Bangkok sein, um die Global vorzubereiten, die dann am 1. März steigt. Patrick: Das habe ich mitbekommen. Marcus: Bist Du dann noch in Asien unterwegs? Patrick: Mit Sicherheit, ja. Also ich, jaja. Da bin ich bestimmt irgendwo in der Nähe. Marcus: Ja cool! Also dann bist Du hiermit eingeladen, dann sehen wir uns spätestens bei der Global. Patrick: Sehr cool! Marcus: … und bleiben ja sowieso in Kontakt. Coole Sache, also vielen Dank für dieses spannende Interview für die ganzen Background Infos von einem der Pioniere der deutschen digitalen Nomadenszene, den kaum einer kennt. Patrick: (lacht) Genau. Marcus: (lacht)  Weil Du schon ausgestiegen bist, als es spannend wurde, aber umso schöner, dass Du jetzt wieder mit am Start bist und so oder so finde ich Deinen Blog nach wie vor geil und würde mich freuen, wenn Du dann auch wieder mehr Zeit finden würdest, auf Heldenleben zu schreiben. Patrick: Ja, mal schauen. Ich mach’s immernoch gerne und es ist immer so schubweise. Da kommt auf jeden Fall was. Nicht so oft, aber es lebt nach wie vor. Ja hat mich auch sehr gefreut mit Dir zu plaudern und ja. Ich freue mich auch auf alles weitere. Marcus: Ja, dann sehen wir uns bald live in Thailand. Viele Grüße nach Berlin. Patrick: Danke Dir! Bis dahin. Marcus: Jo, hau rein. Patrick: Ciao. Jo, das war es auch schon wieder. Wieder ein bisschen länger als ne halbe Stunde geworden, nämlich knapp 50 Minuten. Aber wenn es so spannend ist, kann ich irgendwie nicht vorher dieses Gespräch beenden und cutten ohne alle Fragen gestellt zu haben, die mich interessieren. Und dafür ist Patrick einfach ein viel zu spannender und angenehmer Gesprächspartner. Ich denke, das ist auch rüber gekommen mit welcher Ruhe und Gelassenheit er Dinge angeht, auch wenn er eben im Interview gesagt hat, in seinem Kopf sieht’s ganz anders aus. Ich auf jeden Fall finde er strahlt immer sehr viel Souveränität und Ruhe aus. Das was mir selber dann auch gut tut, weil ich selber viel zu unruhig bin und viel zu hibbelig und Sprunghaft. Insofern, mir hat’s mega Spaß gemacht. Ich hoffe, euch auch. Wir hören uns wieder zur nächsten Folge von LIFE HACKZ. Bis dahin: Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]