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Jul 20, 2015

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Interview mit Patrick Hundt von Healthy Habits

Herzlich Willkommen zu LifeHackz Folge Nummer 5. Heute ist jemand zu Gast der verschiedenste, erfolgreiche Online Businesses aufgebaut hat. Er war Agenturinhaber, ist dann aus der Agentur ausgestiegen auf eine längere Reise gegangen, hat von unterwegs Affiliate Einnahmen generiert. Hat dann den Reiseblog 101Places.de gestartet , hat nebenbei angefangen zu schreiben also war ne echte Content Maschine und hat ein E-Book nach dem anderen rausgehauen und konnte von diesen Projekten schon sehr gut leben. Hat dann sich dazu entschlossen ein weiteres Projekt zu starten -  intovertriert.org, wo er Introvertierten Leuten hilft. Als die Geschichte dann auserzählt war, hat er Healthy Habits gestartet. Und Healthy Habits dreht sich um gesunde Ernährung, um gesunde Gewohnheiten, das Projekt hat er zusammen mit einer Busines Partnerin gestartet und ich freu mich mega, dass er heute zu Gast ist bei uns auf dem Podcast: Patrick Hundt. Den Patrick habe ich kennengelernt, als wir nach Berlin zurückgekommen sind, von unserer ersten Asienreise, uns mit anderen Digitalen Nomaden connected haben, war er auch mit am Start und alle Shownotes zu der Folge findet ihr auf www.lifehackz.de/005 Und jetzt viel Spaß beim Interview mit Patrick In dieser Folge lernst du:

  1. Wie du gesunde Gewohnheiten in den Bereichen Ernährung, Sport, emotionales Wohlbefinden und persönliches Wachstum entwickelst.
  2. Welche Sportroutine sich auf Reisen empfiehlt.
  3. Wie man sich als Introvertierte auf Vorträge vorbereitet.
  4. Wie man einen afrikanischen Erdnusseintopf kocht.

Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!

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1.000 Dank, Dein Marcus 

Shownotes

Patricks veganes Lieblingsrezept

HealthyHabits

Surf-Office

[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Marcus: Ich freue mich heute Patrick Hundt von 101places, introvertiert.org hier auf dem Podcast zu haben.

HealthyHabits ist das neueste Projekt, hat aber auch vorher schon immer mal wieder online etwas gemacht. Also er hat einen langen Track Record Online. Ich freue mich umso mehr, dass Patrick heute dabei ist. Patrick, wo bist Du gerade? Patrick: Ich bin gerade in Leipzig, in meiner neuen Homebase. Ich habe jetzt zwei Wochen nach drei Jahren meines Herumreisens mal wieder eine Heimat, meine Wohnung und da lebe ich gerade ganz gut. Marcus: Ok cool. Ich habe das gelesen. Du warst ja vorher auch längere Zeit regelmäßig unterwegs als digitaler Nomade und hast ortsunabhängig gearbeitet und Dir jetzt aber auch wieder eine eigene Wohnung in Leipzig gesucht. Unter anderem glaube ich, um wieder Routine und Struktur in Dein Leben reinzubekommen. Patrick: Ja, das kann man so sagen. Mehr um an meinen gesunden Gewohnheiten zu arbeiten, die unterwegs immer ein bisschen durcheinander geworfen werden, weil sich immer wieder irgendwas ändert. Aber auch um mein soziales Netz besser zu pflegen und weiter auszubauen. Das sind so die beiden Hauptgründe. Um einfach mehr wieder hier zu sein und auch eine Basis zu haben, wo ich Leute einladen kann und wo ich auch mal wieder ein bisschen Alltag habe. Marcus: Aha, Du sagst gerade: gesunde Gewohnheiten. Das ist da gerade jetzt Dein Hauptfokus mit HealthyHabits, das wir natürlich auch in den Shownotes verlinken werden. Die Shownotes findet ihr unter lifehackz.de/Patrick. Und bei den gesunden Gewohnheiten wäre meine Frage an Dich: Inwiefern hat das für Dich einen Impact auf Deine persönliche Entwicklung gehabt und auf welche Bereich in Deinem Leben? Patrick: Das hat auf jeden Fall einen riesigen Einfluss auf mein Leben gehabt. Dass ich mich richtig gezielt um konkrete Gewohnheiten kümmere, das mache ich erst seit ungefähr einem Jahr. Seitdem habe ich noch mal einen ordentlichen Schub bekommen, aber auch davor schon in den letzten vier, fünf Jahren habe ich zum Beispiel meine Ernährung stark umgestellt. Ich war einmal schwer übergewichtig, eigentlich auch die meiste Zeit meines Lebens. Und da war das für mich natürlich ein riesen Thema und habe dann abgenommen. Das habe ich trotzdem nicht so richtig hinbekommen, mein Gewicht zu halten. Das schwankte immer so ein bisschen hin und her und das hatte viel mit Kalorien zählen und regelmäßigem Wiegen und so zu tun. Bis ich dann irgendwann mal den Dreh raus hatte. Das war dann Mitte letzten Jahres, als ich mich mit Gewohnheiten beschäftigt habe. Unter anderem die Gewohnheit, mich gesund zu ernähren und selbst zu kochen, und mir angeeignet habe, Lebensmittel zum Beispiel selbst zuzubereiten, oder zum Beispiel nur Wasser zu trinken oder hauptsächlich Wasser anstelle von Cola und Säften und was ich vorher alles so getrunken habe. Also im Bereich Ernährung habe ich einen großen Wandel hinter mir. Der nächste ist der Sport. Ich habe früher selten Sport getrieben. Dann bin ich irgendwann viel laufen gegangen und war damit aber auch nicht so richtig glücklich. Jetzt habe ich mir eine Kraftsportroutine antrainiert, mit der ich recht happy bin. Durch Ernährung und Sport bin ich jetzt körperlich ziemlich fit, glaube ich. Fitter als ich es vor vielleicht fünf oder zehn Jahren war. Bei HealthyHabits geht es aber noch um zwei weitere Bereiche, und zwar über das emotionales Wohlbefinden und persönliches Wachstum. Das sind auch zwei große Themen, die mir sehr wichtig sind. Da geht es dann zum Beispiel darum mein Sozialleben höher zu bewerten und Zeit mit Freunden zu verbringen anstatt immer nur zu arbeiten oder eben um die Welt zu reisen. Oder täglich in einem Buch zu lesen oder meinen Job sehr frei gestalten zu können. Das sind alles so Gewohnheiten aus den Bereichen Feel & Grow – Gutfühlen und persönlich wachsen. Marcus: Mega, mega spannend und ein weites Feld, was Du da abdeckst. Um da direkt mal reinzugehen: Du sagtest, Du hast beispielsweise jetzt Dein Sportprogramm neu aufgesetzt und das bringt Dich richtig nach vorne im Vergleich zu vorher, wo Du nur laufen gewesen bist, machst Du jetzt mehr Kraftsport. Ist das dann ein funktionales Training, weil Du ja vorher auch viel unterwegs gewesen bist? Heißt das Sport ohne Hilfsmittel oder gehst Du klassisch ins Fitnessstudio? Patrick: Ins Fitnessstudio gehe ich schon lange nicht mehr. Ich versuche Kraftsport mit meinem eigenen Körpergewicht zu machen. Ich habe eine Routine fürs Reisen. Wenn ich unterwegs bin, dann mache ich das alle zwei Tage in meinem Zimmer oder meiner Wohnung. Je nachdem wo ich dann gerade bin, stehe ich morgens auf und widme mich ca. 20 Minuten dem Kraftsport. Das klappt ganz gut, wenn es wirklich zur Routine wird und ich weiß, ich habe meinen Auslöser wenn ich morgens aufstehe und dann geht´s halt los. Da gibt es keine große Diskussion. Aber ein bisschen Überwindung gehört halt immer schon dazu und deshalb gefällt es mir, mich von außen motivieren zu lassen. Das mache ich, wenn ich in Leipzig bin. Da gehe ich in so ein Boot Camp. Da bin ich zwei Mal die Woche und da treibt mich dann jemand eine Stunde lang an und zwar so intensiv, dass ich dann am Ende richtig fertig bin und noch drei Tage Muskelkater habe. Da merke ich dann wirklich, dass da mit meinem Körper etwas Positives passiert. Marcus: Cool, das klingt spannend. Muss man sich das so vorstellen, dass es dann draußen unter freiem Himmel stattfindet und um einen richtigen Freeletics geht, mit viel Burpee Sit-ups, Push-ups, Pull-ups? Patrick. Genau. Es gibt da bei dem Anbieter, bei dem ich in Leipzig bin, verschiedene Programme. Das gibt es auch indoor, das TRX Programm, ich weiß nicht, ob Du es kennst. Und das eigentliche Boot Camp, das findet eigentlich eher draußen statt. Also auch im Winter wenn es kalt ist und nass und regnet. Mehr Spaß macht das natürlich jetzt, wo es frühlingshaft wird und die Sonne abends noch scheint und es hell ist. Und genauso ist es. Man ist dann draußen irgendwo im Park für eine Stunde mit einem Trainer und ca. 10 Teilnehmern und dann gibt es Liegestütze und Burpees und Sprints und viele andere fiese Sachen, die dann richtig weh tun aber auch wirklich gut tun. Marcus: Ja, also ich muss sagen, ich habe das jetzt einmal ausprobiert, als wir in Medellin für vier Wochen gewesen sind, Anfang dieses Jahres. Da habe ich zum ersten Mal Crossfit gemacht und auch mit eigenem Körpergewicht gearbeitet, wo es dann auch viel um Deadlift ging, Burpees, Sit-ups, das funktionale Training. Da dachte ich, ich wäre vorher einigermaßen fit und sah auch einigermaßen danach aus, weil ich regelmäßig ins Fitnessstudio ging. Aber wenn es dann um die Ausdauer ging oder auch um Kraftausdauer, da war ich wirklich tot und richtig am Ende. Ging Dir das am Anfang auch so? Patrick: Das geht mir immer noch so, ja. Also ich glaube mit so einem Programm, kriege ich mein Leben ganz gut kaputt Ich war ja jetzt lange auf Reisen und habe mein eigenes Programm gemacht. Das ist ein bisschen weniger intensiv und auch ein bisschen anders und da gibt es im Boot Camp wieder andere Muskelgruppen, die beansprucht werden. Also die Trainer finden auch immer wieder noch Muskelgruppen, die ich vorher noch nicht beansprucht hatte. Und das reicht dann schon um völlig fertig zu sein, wenn die so einen Trigger finden, für den ich eben nicht trainiert bin. Sagen wir mal, wenn ich für mich trainiere, dann mache ich Liegestütze. Aber im Boot Camp dann andere Sachen. Da nützen die Geschütze am Ende auch nicht mehr so viel. Insofern gibt es immer wieder neue Übungen, um immer wieder richtig kaputt zu sein. Markus: Also was mich gerade in dieser Crossfit-Box in Medelling gepusht hat, war diese starke Gemeinschaft. Dass man irgendwie ein bunt zusammengewürfelter Haufen war aus älteren Leuten, jüngeren Leuten, Frauen, Männer, eher sportlich, eher unsportlich, aber alle haben an einem Strang gezogen und sich gegenseitig angefeuert und emotional gepusht. Ist das bei euch auch so, dass ihr da so ein krasses Gruppengefühl über den Sport aufbaut? Patrick: Also bei mir ist es noch nicht so. Ich bin auch noch relativ frisch dabei. Ich war halt länger unterwegs und deshalb eben zwei Monate am Stück nicht da, aber ich sehe da schon, bei denen die sich gut kennen, sich freundlich begrüßen und sich da auch gegenseitig anspornen. Aber egal ob ich die jetzt gut kenne oder nicht, wenn da zehn Leute sind, die alle die gleichen Übungen machen und da richtig Effizienz erweisen, dann motiviert mich das auch einfach mehr. Da will ich mich dann auch nicht hängen lassen. Dann gibt es da in der Regel auch ein Buddy-System, das heißt eine Übung wird immer zu zweit gemacht bzw. abwechselnd zu zweit und das motiviert auch gut. Mit einer Person, die die gleiche Übung im gleichen Moment macht. Oder auch wartet, bis ich mit meiner Übung fertig bin damit er dann mit der Übung anfangen kann und so. Das motiviert. Marcus: Sehr cool und Du sagst, wenn Du auf Reisen bist, dann versuchst Du eine gewisse Routine reinzubringen. Eine Struktur, um dann morgens mit Deinem Sportprogramm anzufangen. Hast Du eine tägliche Morgenroutine, die sich unterscheidet, wenn Du unterwegs bist oder wenn Du zuhause bist? Oder gestaltest Du Dir jeden Tag individuell? Patrick: Auf Reisen hatte ich tatsächlich eine ziemlich feste Routine. Zumindest jeden zweiten Tag, weil ich diesen Kraftsport eben jeden zweiten Tag gemacht habe. Da ging es auf jeden Fall so los, also eigentlich begann der Tag mit Lesen im Bett. Und als ich dann aufgestanden bin, kam der Kraftsport, dann duschen, dann Frühstück und dann geht´s an die Arbeit. Jetzt zuhause habe ich nicht so eine feste Routine, da ich dieses Sport-Thema ausgelagert habe. Wenn ich dann unterwegs bin und der Sport so wichtig ist, dann wird halt alles andere so ein bisschen drum herum gebaut. Jetzt gehe ich einfach abends zum Boot Camp und fertig. Dann habe ich morgens nicht mehr diese feste Routine. Marcus: Auf jeden Fall sehr spannend. Und bei HealthyHabits habe ich gesehen, dass ihr da verschiedene Bereiche bearbeitet, unter anderem auch Sport aber auch sehr stark den Ernährungsbereich, um gerade ein Umdenken bei den Leuten stattfinden zu lassen. Was ich eigentlich sehr cool und sympathisch und auch innovativ an der Seite finde ist, dass es sehr nachvollziehbar beschrieben ist und nicht zu verkopft und wissenschaftlich Dinge erklärt werden, sondern Sachen, die eigentlich eh schon klar sind, einfach noch einmal erklärt werden, dass es einem noch bewusster wird, was man da eigentlich tut oder was man dem Körper nichts gutes tut. Patrick: Wir wollen unsere Texte einfach so beschreiben, dass wir nach etwas Besonderem klingen und dadurch lesbar sind. Und das macht ein Blog für mich aus im Gegensatz zu einem wissenschaftlichen Buch oder einem Magazin oder so. Wir schreiben einfach aus unseren persönlichen Perspektiven und Erfahrungen und da erreichen wir dann auch die Leute. Es gibt für jedes Problem, für jede Herausforderung die wir haben, ob es sportlich oder ernährungstechnisch oder das persönlich Wachstum, es gibt immer Leute, die genau die gleichen Herausforderungen haben und die fühlen sich durch unsere Texte auch angesprochen. Das wollen wir demnächst auch ein bisschen aufbereiten, indem wir eine Community ausbauen. Da wollen gibt es dann einen geschlossenen Mitgliedsbereich. Der ist auch vollkommen kostenlos. Über den können dann Leute zusammenfinden in einem Forum und können diskutieren und können ihre Buddys finden. Also ein Mitglied kann sich als Buddy bezeichnen. Das kommt ursprünglich aus dem Tauchsystem. Du tauchst ja glaube ich auch, ne? Marcus: Ja. Patrick: Also niemand geht jemals alleine tauchen. Du brauchst immer einen Partner dazu. Und so ähnlich sehen wir das jetzt auch mit den gesunden Gewohnheiten. Wir wissen halt, es ist immer leichter, wenn jemand anderes noch mitzieht. Und ich weiß, dass viele Leute zuhause alleine sitzen oder vielleicht in Familie oder mit einem Partner und niemand um sich herum zieht mit. Und dann ist es gut, jemanden zu kennen, der einen auch ein bisschen dafür verantwortlich macht, dass man die Gewohnheit durchzieht. Dass wir dann eine Community mit Menschen etablieren, die alle gemeinsam gesund leben wollen. Marcus: Also ich bin auch überzeugt davon, dass wir in der Gemeinschaft noch mal besser funktionieren, als wenn man den Weg alleine gehen muss. Entgegen aller Widerstände, die vielleicht auch aus dem näheren Umfeld da sind oder man ist vielleicht selber nicht so motiviert an dem Tag. Ich habe das selber bemerkt, als ich mit Sport angefangen habe. Da bin ich regelmäßig ins Fitnessstudio gegangen und hatte mir relativ schnell einen Trainingspartner gesucht. Dadurch dass man dann immer diese Verbindung zu dem Trainingspartner hatte, in gewissem Sinne war das dann auch schon ein Buddy oder ein Goal-Buddy. Man hatte gemeinsame Ziele, nämlich zusammen Sport zu machen und zu wachsen, da hatte man dann ein ganz anderes Mind-Set zum Training zu gehen, als wenn Du das, glaube ich, alleine machen würdest. Patrick: Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Ich hatte auch eine Phase, wo ich das alleine gemacht habe. Aber da bin ich nur in dem ersten Jahr regelmäßig gegangen und das war ein Jahr, wo ich dann mit einem Kollegen zusammen gegangen bin. Da war das dann auch völlig selbstverständlich. Ich musste mich da nicht dazu motivieren. Wir hatten einen festen Termin und dann gingen wir dahin. Dann war das immer eine runde Sache. Erst als er weggezogen ist, bin ich immer seltener hingegangen. Da musste ich mich dann immer anschubsen und alles ist einfach schwieriger, wenn man es alleine macht. Marcus: Ja absolut. Vielleicht kannst Du noch etwas zu den Challenges sagen, die ihr auch über HealthyHabits auf Facebook organisiert habt, zur Umstellung der Ernährung. Ich glaube, ihr habt eine Anti-Zucker Challenge gemacht? Patrick: Genau. Wir hatten im Februar die 28 Tage Anti-Zucker Challenge veranstaltet. Da haben wir bei Facebook ein Event angelegt und vorab schon einige Artikel zum Thema Zucker und Zuckerentwöhnung geschrieben und das lief erstaunlich gut. Ich hatte Anfangs damit gerechnet, dass da vielleicht 50 Leute mitmachen, weil unser Blog auch noch nicht so groß war. Der ist ja auch immer noch relativ neu. Und dann kamen über Facebook über 900 Leute zusammen, die alle gemeinsam jetzt auf Zucker verzichten wollen. Einfach weil die jeweiligen Teilnehmer, die wir dann eingeladen haben oder unsere Leser, die haben dann wiederum Freunde eingeladen und so sammeln sich ein Haufen Leute, die gemeinsam auf Zucker verzichtet und sich dann besser gefühlt haben. Ich gehe auch stark davon aus, dass viele davon auch hinterher ihren Zuckerkonsum stark reduziert haben. Aus meiner Sicht ist Zucker schon ziemlich fies. Ich war früher auch Zuckersüchtig. Da scheiden sich jetzt die Geister, ob Zucker süchtig macht oder nicht. Aber ich habe wahnsinnig viel Zucker konsumiert. Heute ist das auch noch so. Wenn ich einmal anfange, dann kann ich schwer wieder aufhören. Und das ging in der Challenge halt viel leichter, weil jeder wusste: Ok da sind jetzt noch ein paar hundert andere Leute und ein paar kenne ich sogar und die machen auch mit. Deswegen spar ich mir jetzt vielleicht den Schokoriegel und esse was gesundes. Weil dieses Challenge-Konzept so gut funktioniert hat, werden auch andere Gewohnheiten demnächst übertragen. Das nächste, was wahrscheinlich kommen wird ist eine Smartphone-Challenge. Ich glaube, dass viele Menschen, gerade junge Menschen ein Problem damit haben, so viel Zeit mit dem Smartphone zu verbringen und immer rumzudackeln und immer wieder raufzugucken um E-Mails abzurufen oder sich bei Facebook einzuloggen. Ich weiß, dass viele selbst davon genervt sind und selbst nicht so richtig wissen, wie sie davon loskommen können. Da werden wir demnächst einmal eine Challenge draus machen, die wir dann aber vermutlich nicht bei Facebook abhalten, sondern bei uns in der Community, um uns noch ein bisschen enger zusammenzutun. Marcus: Also das ist ein mega spannendes Thema, glaube ich. Vor ein paar Tagen habe ich gelesen, dass es eine Kampagne auf kickstarter, eine der erfolgsreichsten Kapagnen ever geworden ist. Das was die Crowdfunden lassen, ist ein kleiner Tresor, wo man dann sein Smartphone reinlegen kann und der Familienpartner kriegt dann für das Wochenende den Schlüssel, glaube ich. So eine einfache Idee ist dann so durch die Decke gegangen und daran hat man dann gesehen, wie groß der need ist an irgendwelchen Hilfestellungen. Weil jeder weiß, dass es nicht gut ist und macht irgendwie dumme Sachen am Smartphone und ärgert sich danach. Aber die wenigsten wissen, wo man das Thema dann anpacken soll oder wie man das anpacken soll. Patrick: Ja dann bewahrt man es eben im Tresor auf. Aber es ist lustig: ich saß da gestern Abend mit zwei Freunden zusammen und haben genau über dieses Problem gesprochen. Und die meinten auch, „Mensch. Eigentlich müsste man zuhause einen Tresor haben, wo wir das Ding einschließen“ Marcus: Echt?! Patrick: Ja, das haben die wirklich gesagt. Und das hat mich gerade positiv überrascht, dass es offenbar ein Produkt dafür geben wird. Ob man es jetzt direkt gebraucht ist vielleicht eine andere Sache. Es mag auch noch andere Möglichkeiten geben, es auszuschalten und einfach wegzulegen, weil das Hochfahren ja schon ein paar Sekunden dauert. Die paar Sekunden genügen ja oft schon, um sich von der schlechten Gewohnheit abzuwenden. Marcus: Ja es gibt da so viele Tricks. Ich glaube auch, dass wenn man Apps löscht auf dem iPhone oder was ich mir jetzt angewöhnt oder gemacht habe ist, alle Notifications und Push-Funktionen sowieso auszuschalten. Dass Du gar nicht mehr diese Bubbles hast und siehst: Ok 3 neue Mails, 5 neue Nachrichten auf Facebooks und bei Twitter gibt es dann auch 9 Notifications. Das macht einen auf Dauer ja auch richtig wahnsinnig. Auch wenn man es nicht will, wird es irgendwann zur Gewohnheit. Und es ist eine schlechte Gewohnheit, die man schwer wieder rauskriegt. Patrick: Wenn man das nicht richtig anpackt, dann wirst Du das nicht wieder los. Ich habe vor zehn Monaten zum Beispiel alle meine E-Mail Accounts auf dem Smartphone deaktiviert. Ich habe seit zehn Monaten keine E-Mail auf dem Handy mehr abgerufen und ich habe nichts verpasst. Mir fehlt nichts. Ich habe alle Social Media Apps runtergeworfen. Ich habe jetzt nur noch die Messengers drauf, also Whats App und Facebook-Messenger, sodass ich halt mit Leuten kommunizieren kann, aber die eigentliche Facebook-App habe ich nicht. Twitter nicht, Google+ nicht. Marcus: Ja. Ich habe das auch gemerkt. Am Anfang ist man noch voll fasziniert und geflasht von den neuen Möglichkeiten und ich kann jetzt von überall arbeiten, zum Beispiel in der U-Bahn und E-Mails schreiben. Aber im Grunde ist es nicht so cool unterwegs mal eben schnell eine E-Mail zu schreiben, wo man dann vielleicht noch einen Link braucht oder etwas zweites raussuchen muss oder eine Signatur einfügen will von irgendeinem anderen Account. Das funktioniert halt alles nicht so cool auf dem Smartphone. Das wird dann eher eine verkrüppelte E-Mail, wo man sich denkt: Ach hätte ich mir mal die 5 oder 10 Sekunden – länger dauert das ja auch nicht – am Rechner genommen. Was ich auch spannend finde ist jetzt noch ein Projekt, was im Rahmen von dem Surf-Office, was ja eigentlich ein Co-Living und Co-Working-Projekt für Online-Unternehmer ist, wo ich mit Feli letztes Jahr auch schon gewesen bin, auf Gran Canaria. Das ist sehr cool, weil Du da quasi einen Co-Working Space hast und kannst dann aber auch mit den Leuten Activities machen. Du gehst Hiken, Du gehst Surfen, viel funktionales Training, da hat man so Crossfit-Stangen draußen an der Promenade aufgebaut. Und aus dem Inneren von diesem Surf Camp heraus ist jetzt ein neues Camp geboren worden, wo glaube ich drei oder fünf Tage ein kompletter Retreat ist und Back to the Basics, wo dann auch die iPhones vorher abgegeben werden, keine Computer und es wird Essen mitgenommen und dann draußen unter dem freien Himmel geschlafen und gekocht und gegrillt. Und ich glaube davon wird es in Zukunft auch immer mehr Retreat und Camps geben, also ein bisschen zurück von der Bewegung der totalen digitalen Erreichbarkeit. Patrick: Ja das kann ich mir sehr gut vorstellen. Da wäre ich vielleicht auch Zielgruppe. Da war ich zum Beispiel zwei Monate in Südafrika – die meiste Zeit habe ich in Kapstadt verbracht. Für zwei Wochen war ich auch einfach mal raus aufs Land und in der Wüste und hatte jeweils für eine Woche eine kleine Hütte, wo nicht viel drum herum war, eine Hand voll Menschen und sonst nur Wüste, Berge und ein paar Sträucher. Und alleine das war schon ganz befreiend, muss ich sagen. Marcus: Was ich bei Dir auch faszinierend gefunden habe, ich glaube, Du warst in den Staaten und hast da auch eine gute persönliche Weiterentwicklung gemacht. Vielleicht war es auch die Phase in der Hütte. Da warst Du ganz abgeschieden und hast sogar ein Instrument gelernt – Gitarre spielen gelernt – wenn ich mich richtig erinnere. Vielleicht kannst Du dazu auch noch mal etwas sagen? Patrick: Das war ja im letzten Jahr, genau, im Sommer. Da war ich für zwei Monate in den USA und habe ein bisschen Zeit in Portland, in San Francisco und dazwischen auch unterwegs. Eine Woche im Wald, das heißt in einem kleinen Dorf, wo aber nur zehn Menschen gelebt haben. Und da gab es „leider“ sogar WiFi in der abgeschiedenen Hütte. Aber ich hatte mir ja vorher schon vorgenommen, dass ich es nicht aktivieren werde und habe ich auch nicht. Da war ich dann eine ganze Woche Offline – das hatte ich schon seit etlichen Jahren nicht mehr. Ich hatte in der Woche natürlich auch wahnsinnig viel Zeit, weil ich auch alleine da war und da war drum herum nichts zu tun, also habe ich mich dann mit mir selbst beschäftigt und meinen Gewohnheiten. Ich habe viel gelesen, viel Sport gemacht, hab ein bisschen spanisch gelernt, habe Gitarre gespielt. Und die Tage gingen auch so ziemlich schnell herum, muss ich sagen. Ich habe mich besser damit gefühlt, oder frischer einfach. Ich war auch viel draußen in der Zeit, als wenn ich jetzt irgendwo in San Francisco in einem Café vor meinem Laptop gehockt hätte. Beides muss man tun. Man muss ja auch ab und zu arbeiten. Das macht mir auch Spaß und ich sitze auch gerne mal in einem Café in San Francisco, aber der Ausgleich dazu, der ist mir mittlerweile auch sehr wichtig geworden. Marcus: Das glaube ich. Was mich persönlich immer so fertig macht ist dieses Gefühl, dass andere Dir Saft oder Power nehmen, sobald Du in diesen Passivmodus reingehst und die E-Mail zum Beispiel öffnest oder Deinen Facebook Account. Und jeder will ja irgendwas, was ja auch cool ist. Man hilft ja auch gerne, man gibt gerne viel. Aber im Grunde bist Du nur noch am reagieren. Patrick: Ja das stimmt. Und nicht jede Nachricht ist positiv. Es gibt auch negative Nachrichten. Da haben wir ein klassisches Beispiel: Ich habe einen guten Tag oder einen guten Abend, weil ich mit Freunden zusammen war und dann, kurz bevor ich ins Bett gehe, schaue ich noch einmal kurz bei Amazon vorbei, was meine Bücher dort machen. Und dann haut mir da jemand eine 1-Sterne-Rezension rein. Das kommt vor, das ist nicht schlimm. Aber in dem Moment fühlt sich das natürlich nicht gut an und macht mir eigentlich den ganzen Abend kaputt. Das hätte ich mir auch für später aufheben können, wenn ich mich dann sowieso mit anderen Dingen beschäftige; mit meiner Arbeit und so. Aber so liege ich dann abends im Bett und grübele über die schlechte Rezension nach. Sowas müsste man eigentlich vermeiden. Marcus: Genau, gerade kurz vorm Schlafengehen oder im Bett. Hast Du da auch so etwas wie eine Tablet oder screenfreie Zone in Deinem Schlafzimmer eingerichtet? Dass man sagt: keine Smartphones, Computer, iPads oder Kindles mehr? Patrick: Ja fast. Also früher hatte ich immer noch einen Fernseher im Schlafzimmer. Das habe ich jetzt schon mal abgeschafft. Tablet habe ich nicht mehr und mein Smartphone werde ich demnächst durch einen Wecker ersetzen. Also so einen richtigen. Marcus: Aha so einen Oldschool-Wecker (lacht) Patrick: Ja, den muss ich nur noch bestellen und dann ist es eine screenfreie Zone. Marcus: Genau das ist auch mein Ziel. Lustigerweise, weil Du es gerade sagst, habe ich mir auch einen Wecker rausgesucht und will den jetzt bestellen für die nächste Zeit und das Handy oder Smartphone dann komplett vor der Türe lasse. Patrick: Das ist auch der einzige Ausweg, dass ich halt einen Wecker brauche. Deshalb nehme ich auch noch mein Smartphone mit, aber im Zweifel mache ich dann doch noch eben andere Sachen. Und natürlich geht die Hand, wenn ich das Smartphone als Wecker benutze – als Erstes nach dem Aufstehen auf das Handy. Und das ist nicht cool. Daher ist ein Wecker schon besser. Marcus: Du sagst von Dir selber, dass Du eher introvertiert bist. Dazu hast Du ja auch ein großes Projekt aufgezogen mit Forum, was glaube ich, immer noch sehr gut läuft und warst, oder ich weiß nicht ob Du es noch bist, eher so Dein einziger Herr gewesen, hast aber Dein neuestes Projekt glaube ich zusammen mit Deiner ehemaligen Arbeitskollegin oder guten Freundin HealthyHabits aufgezogen. Kam das durch Zufall? War das eine bewusste Entscheidung, weil Du selber etwas ändern wolltest oder wie ist das passiert? Patrick: Halb Zufall, halb bewusst würde ich sagen. Ich habe mich im letzten Jahr mit dieser früheren Kollegin und jetzt guten Freundin Jasmin getroffen. Sie hatte da auch eine schwierige Phase als sie aus ihrem damaligen Job gekommen ist und war da krank geschrieben und hat da einfach viel Zeit, sich mit sich selbst zu beschäftigen und wollte diese Zeit auch nutzen. Wir hatten uns dann jede Woche einmal getroffen und ein paar Stunden über Gott und die Welt gesprochen und irgendwann wurde ihr klar, dass sie etwas Neues brauchte. Vielleicht nicht unbedingt einen neuen Jobwechsel. Und wir haben dann überlegt, was kann sie da machen und hatten auch einige Ideen. Aber nichts hat so richtig gezogen und irgendwann kam dann die Idee: ein Blog über gesunde Gewohnheiten. Also darüber zu schreiben, was man sowieso jeden Tag macht. Also Sachen mit denen wir uns eh beschäftigen. Mit dem Lesen, mit der gesunden Ernährung, mit dem Sport usw. Marcus: War das dann eure gemeinsame Basis oder Brücke, dass euer Verhältnis dann noch besser wurde, nachdem ihr euch dann wiedergetroffen hattet? Bevor das Projekt gestartet ist. Patrick: Ja ich glaube schon. Das hat sich aber erst aus den Gesprächen heraus entwickelt. Ich kann mich jetzt nicht erinnern, dass ich davor schon einmal ordentlich gekocht hätte und wir uns darüber unterhalten haben und sie mich dann doch ein bisschen dazu motiviert hatte, das mal anzugehen. Daraus haben sich auf jeden Fall viele meiner gesunden Gewohnheiten entwickelt und sicherlich auch ein paar von ihren. Dann hatten wir halt die Idee dafür und ich dachte mir, eigentlich wäre das auch etwas für mich. Ich hatte schon gemerkt, dass mein Reiseblog, also das ist ja das Projekt von dem ich lebe, nicht mehr so richtig nachhaltig ist, wenn ich schon mit dem Gedanken spiele nicht mehr so richtig viel zu reisen. Also ein Reise-Blog ohne zu reisen macht halt wenig Sinn. Deshalb war schon klar, ich brauche da auch wieder etwas Neues. HealthyHabits fand ich so eine coole Idee, die auf uns beide auch so gut gepasst hat, dass wir das einfach zusammen gemacht haben. Und da ich schon einmal mit ihr zusammen gearbeitet habe, wusste ich, das funktioniert auch. Das macht mir Spaß und es motiviert mich extrem, dass ich weiß, da zieht jemand mit. Also wieder eine Art Buddy-System. Marcus: Ja das merke ich auch bei Feli und mir und unseren gemeinsamen Projekten. Das ist so cool und wichtig da jemanden auf Augenhöhe zu haben, mit dem man sich dann austauschen kann und auch pusht. Man muss ja sagen HealthyHabits ist ja wirklich super erfolgreich gestartet und ihr habt ja mega Gas gegeben. Ich glaube, es gibt da auch schon einige Bücher aus dem Projekt heraus, die da entstanden sind. Patrick: Ja, das ist richtig. Ich bin wirklich ganz zufrieden. Also ein Blog braucht natürlich immer so seine Zeit bis er anläuft, aber wir haben jetzt ungefähr ein halbes Jahr rum und haben so 15.000 Leser im Monat. 1.300 Abonnenten, 2.000 Fans und es wächst jetzt alles ziemlich stark. Und gerade in den letzten Wochen hat es noch einmal einen richtigen Schub gegeben nachdem wir im Februar beide so eine Art Pause gemacht haben. Jasmin war im Urlaub und ich war in Südafrika im halben Urlaub, sag ich mal. Hab auch ewig gemacht und danach haben wir auch ordentlich Gas gegeben. Marcus: Was heißt mehr Gas gegeben? Mehr Content produziert oder inwiefern habt ihr da mehr reingehauen? Patrick: Genau – mehr Content produziert und mehr Gastartikel geschrieben. Jetzt die Arbeit an der Community, die natürlich noch keine Früchte trägt, weil sie noch nicht live ist, aber das verschlingt sehr viel Zeit. Das wird aber, glaube ich, sehr gut und wird uns noch einmal einen richtigen Schub geben. Dann haben wir jetzt angefangen Newsletter-Kooperation mit anderen Bloggern zu machen, die uns in ihrem Newsletter vorstellen und wir stellen sie vor. Das zieht auch noch einmal ganz gut um neue Abonnenten zu gewinnen. Kurz vor unserer Auszeit haben wir zwei Bücher geschrieben. Ein längeres Buch über 200 Seiten, es heißt „Echtes Essen“. Da haben wir unsere Ernährungserfahrungen aufgeschrieben. Kurz darauf noch ein kürzeres Buch, das gibt es auch nur als Ebook und nennt sich „Alltäglich: beweglich“, wo es um die alltägliche Bewegung ohne den Sport geht. Also um Bewegungsgewohnheiten im Alltag. Das waren so die Projekte Anfang des Jahres und jetzt gehen wir eher wieder auf Reichweiten Steigerung. Marcus: Krass. Die beiden Bücher, die kann man auch bei Amazon kaufen, oder? Patrick: Genau, die gibt es bei Amazon, ja. Marcus: Perfekt. Das Thema Sport oder Ernährung, ich selber merke das ja auch, ist natürlich so ein Thema was polarisiert. Was sehr mainstreamig ist und viele Leute sich damit beschäftigen. Aber ich glaube genauso gefährlich ist Halbwissen im Umkreis und irgendwie hat jeder etwas zu sagen und versucht da so seine eigenen Ansichten durchzudrücken oder wird fast schon sauer oder böse, wenn dann einer nicht Vegatarier oder nicht Veganer ist,;oder der andere macht Low-Carb und das ist aus dem Grund nicht korrekt; und zu viel Zucker; und Zucker macht ja doch nicht süchtig; das ist schon ein emotionales Thema. Merkt ihr das auch bei euch auf dem Blog. Dass da sehr kontrovers diskutiert wird und sich einige Leute auf den Schlips getreten fühlen. Patrick: Nicht extrem aber es hängt stark vom Thema ab. Jasmin und ich, wir sind beide Vegetarier. Jasmin schon lange, ich erst seit ein paar Monaten. Wir haben aber erst einen Artikel über das Vegetariersein geschrieben und der, der kam nicht so gut an. Da haben sich dann alle Fleisch-Esser oder Menschen die sich halt mit tierischen Produkten ernähren, die fanden das nicht so gut, weil sie das Gefühle hatten, da wird ihnen wieder etwas aufgezwungen, was sie eigentlich nicht haben wollen. Das war überhaupt nicht die Intention des Artikels, aber das kam schnell so an. Und da haben wir am stärksten gemerkt, dass das Thema sehr polarisieren kann. Beim Zucker schon weniger. Da scheint es einen Konsens zu geben darüber, dass Zucker jetzt nicht so besonders gut für uns alle sein kann. Marcus: Das ist ja eigentlich das coole, das wir alle aufgeklärt sind. Hier in Deutschland, Europa und in der restlichen Welt gerade auch was der Impact von Zucker zum Beispiel ausmacht. Um so erschreckender und trauriger finde ich – wir reisen ja auch viel – wenn man in vermutlich ärmeren Ländern wie in Südamerika unterwegs sind und wo es fast keine andere Option gibt, als diese fetten Cola-Flaschen. Am besten drei Literflaschen voll mit Zucker zu kaufen und die Kinder entsprechend anerzogen werden, später dann auch Zuckersüchtig zu sein und nur auf diese Zuckersachen zuzugreifen. Patrick: Klar, Du kannst auch in Mexiko, das ist glaube ich offiziell das süchtigste Land der Welt, eine Flasche Wasser kaufen. Aber wenn nie jemand darüber redet oder nie jemand darüber aufregt, dass Zucker vielleicht ein Problem sein könnte, dann trinkst Du natürlich schon eher die Cola. Das würde ich wahrscheinlich auch machen. Ich trinke auch ganz gerne Cola. Allein vom Geschmack her. Die schmeckt mir einfach gut. Aber ich habe sie jetzt lange nicht mehr getrunken. Einfach weil ich weiß, wohin sie mich geführt hat. Mein schweres Übergewicht zum Beispiel und die ganzen Folgekrankheiten die daraus entstehen. Da sind wir sicherlich schon etwas besser aufgeklärt, wobei hier glaube ich auch noch Nachholbedarf besteht. Du meintest ja eben schon, es gibt gefährliches Halbwissen. Es gibt ja ganz verschiedene Theorien seit den letzten Jahrzehnten, was die Leute eigentlich Dick oder krank macht. Ist es jetzt das Fett oder sind es Kohlenhydrate oder Zucker oder sind Proteine jetzt schädlich? Niemand weiß es ganz genau. Dann liest man halt mal ein Buch und das macht so Sinn. Jetzt leb ich mal danach. Wenn es jetzt bei demjenigen funktioniert, dann ist es auch schwer denjenigen zu überzeugen. Aber wie mit jedem Artikel wollen wir sowieso eigentlich niemanden überzeugen, sondern wir versuchen es so zu kommunizieren, dass wir dann aufschreiben was wir selber machen und was für uns selber gut funktioniert. Und dann finden wir hoffentlich eine Zielgruppe, die das ähnlich sieht oder die sich davon inspiriert fühlt. Da möchte ich jetzt niemanden davon überzeugen vegetarisch zu leben. Das ist mir wirklich ziemlich egal, ob es jemand macht. Marcus: Aber der Punkt, dass die Leute da bei euch auf dem Blog sind und lesen spricht ja schon dafür, dass sie sich grundsätzlich mit dem Thema beschäftigen – in welcher Form auch immer. Das ist schon einmal gut und wichtig. Ich glaube jeder der sich in der kleinsten Weise hinterfragt und überlegt: ist das alles so korrekt was ich hier mache oder was ich esse? Oder die Fleischesser, vielleicht hinterfragen die auch: wie werden die Tiere denn gezüchtet oder gehalten oder was kriegen die vielleicht auch für Medikamente, wie Antibiotikum. Ist das doch vielleicht nicht so cool, was dann bei mir im Körper ankommt. Ich glaube, das hilft alles, um euren Blog, der das vermeintlich griffiger und transparenter und nahbarer macht, dadurch dass es mit euch beiden praktisch zwei Testimonials gibt, wo man sich auch gut mit identifizieren kann. Das hat eine Funktion in diesem ganzen System. Man lernt nie aus. Gerade ich suche auch immer nach neuer Optimierung oder nach neuen Erkenntnissen. Und immer wenn man denkt: okay, jetzt hast Du den Bereich im Griff. Das ist jetzt die Quintessenz, danach lebst Du jetzt erst mal die nächsten ein, zwei Jahre. Dann kommt wieder irgend so ein Knaller weil du liest oder hörst wieder irgendetwas anderes. Ändern kann man sich dann aber auch nur, wenn man dann offen ist für Gespräche oder andere Einflüsse oder andere Erkenntnisse. Patrick: Genau. Ich würde auch sagen, dass viele HealthyHabits eigentlich Kopfsache sind. Man will auch immer dieses große Wort Warum in den Raum werfen. Aber es macht schon Sinn, sich bei einer gesunden Gewohnheit die man sich antrainieren möchte zu fragen, warum möchte ich das eigentlich? Sich gesünder ernähren zu wollen ist ja schön und gut, aber es gibt schon verschiedene Anlässe dafür. Vielleicht will das nur mein Partner, dass ich das möchte, oder dass ich mich zum Beispiel vegan ernähre und ich stehe da eigentlich nicht so dahinter. Dann wird das schon sehr, sehr schwierig, das auch durchzuziehen. Das ist dann wahrscheinlich unmöglich. Wenn mein drum herum nicht zu meiner Gewohnheit passt, dann wird daraus wahrscheinlich nichts. Marcus: Das glaube ich auch. Das ist auf jeden Fall essentiell. Ich glaube, da gibt es auch ein ziemlich gutes Buch, was Du auch immer wieder gerne liest. Das Why. Kann man jedem Hörer nur nahelegen. Und wer nicht das komplette Buch lesen will, da habe ich gehört, da gibt es auch einen guten Talk zu, wenn mich nicht alles täuscht? Patrick: Ganz genau, da gibt es schon mehr. Marcus: Ich glaube, das ist schon mal ein guter Einstieg in diese ganze Fragestellung. Bevor wir zum Ende kommen, würde mich noch interessieren – ich empfinde Dich, Patrick, immer als sehr disziplinierten Menschen. Ich weiß nicht, ob Du Dich selber so siehst, aber nach außen, also auf jeden Fall auf mich wirkst Du, sei es die Professionalität, wie Du Deinen Reiseblog hochgezogen hast; das nächste Projekt mit introvertiert.org. Du hast ziemlich straight Ebooks geschrieben, Anleitungen geschrieben, die alle sehr erfolgreich gewesen sind. Du bist immer auf den Punkt vorbereitet und wirkst sehr aufgeräumt, wenn man Dich trifft. Hast Du irgendeinen Tipp oder eine Strategie, wie man so werden kann im Bereich Disziplin, wie Du es bist? Patrick: Also ich glaube, das ist eine Frage der Persönlichkeit. Ich habe mich gerade viel mit dem Thema Introversion beschäftigt oder introvertierte Menschen. Was die für Eigenschaften haben. Ich bin da auch ein klassischer introvertierter. Auch wenn Leute das nicht so heraushören, und wenn wir beide uns hier so unterhalten, dann klinge ich möglicherweise nicht introvertiert. Aber in Gruppensituationen wäre ich das schon. Und dazu gehört halt einfach immer gut vorbereitet zu sein. Sei es jetzt auf der DNX, wo ich dann gesprochen habe. Da habe ich Wochen diesen Vortrag vorbereitet. Einfach weil ich es nicht oft mache; weil ich da keine Übung drin habe und weil ich mich einfach unwohl fühle, wenn ich mich nicht vorbereitet habe. Marcus: Der war richtig cool. Du hast die besten Noten bekommen von allen Talks. Das hat man dann gemerkt. Patrick: Das freut mich! Das wusste ich noch gar nicht. Und an sich arbeite ich auch gerne. Deswegen beschäftige ich mich auch gerne mit meinen Projekten. Zumindest solange wie sie mir Spaß machen. Ich verliere durchaus auch mal die Lust an Sachen. Dann bin ich nicht mehr ganz so diszipliniert, wie zum Beispiel mit introvertiert.org. Das Thema ist für mich jetzt einfach auserzählt nachdem ich da eine Weile gebloggt habe und ein Buch darüber geschrieben habe. Das ist jetzt durch und da kann ich mich nicht mehr zu motivieren. Aber solange ich Sachen mache, die mir Spaß machen und denen ich einen Sinn geben kann -da spielt jetzt HealthyHabits zum Beispiel eine ganz große Rolle – muss ich mich gar nicht dazu überwinden.. Aber ich muss sagen, ich arbeite jetzt auch nicht acht bis zehn Stunden am Tag. Falls Du das auch unter Disziplin verstehst. Da arbeite ich vergleichsweise wenig, jetzt auch verglichen mit Angestellten. Aber wenn ich arbeite, dann kommt glaube ich, immer was großartiges dabei heraus. Marcus: Ich meinte neben der Disziplin auch den Output. Also diese Professionalität und keine halben Sachen machen, sondern man weiß, wenn Patrick Hundt drauf steht, dann ist auch Patrick Hundt drin. Man weiß, was einen erwartet. Es ist alles immer sehr gut aufbereitet und strukturiert und mit professionellem Anstrich. Und trotzdem irgendwie einfach erklärt und als guten Einstieg für jeden zu sehen. Patrick: Ja das freut mich! Das würde ich so unterschreiben. Ich mache keine halben Sachen. Deswegen mache ich auch immer nur ganz wenige Sachen gleichzeitig. Ich versuche mich auf eine Sache zu konzentrieren. Jetzt habe ich inzwischen auch schon drei Blogs, aber introvertiert.org ist auch ... er liegt jetzt halt nur rum. Da habe ich seit Dezember nichts mehr geschrieben, weil ich einfach nicht drei Sachen gleichzeitig machen kann. Auch auf den Reiseblog kann ich mich nur wenig konzentrieren, weil ich bei HealthyHabits Gas geben möchte. Der ist zum Glück schon so gut etabliert und hat so viel Traffic, dass ich da jetzt nicht unbedingt jede Woche zwei Artikel schreiben muss. Das läuft auch so. Aber in den ersten anderthalb Jahren lag da ein großer Fokus drauf und das ist jetzt so bei HealthyHabits und das wird deswegen auch funktionieren, denke ich. Marcus: Also ich bin absolut überzeugt. Kannst Du mir zum Abschluss unseres Interviews noch sagen was Dein Lieblingsrezept ist? Patrick: Mein Lieblingsrezept? Hab ich eigentlich gar keins. Ich habe gestern gerade etwas gekocht. Das war ein afrikanischer Erdnusseintopf. Das war sehr gut. Das war mit Spitzkohl und Süßkartoffeln. Das kann ich sehr empfehlen. Oder Bulgur. Ich hatte noch nie vorher Bulgur gemacht. Das habe ich gestern auch probiert. Marcus: Okay, vielleicht stellst Du unseren Hörern ja das Rezept zur Verfügung, dann verlinken wir das auch in den Shownotes. Patrick: Ja, das kann ich gerne machen. Marcus: Ich bedanke mich für Deine Zeit, für das Gespräch und für die Insides zu den verschiedenen Lebensbereichen. Auch Deine eigene Story finde ich super faszinierend. Ich finde HealthyHabits passt da absolut gut rein. Ich freue mich, dass es so gut mit Dir geklappt hat und vielen Dank fürs Zuhören und schöne Grüße nach Leipzig! Patrick: Danke Dir, auch für die Einladung! [/su_spoiler] [/su_accordion]